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Universität zu Köln

Seminar für ABWL und Controlling


Prof. Dr. Carsten Homburg
Übung Kosten- und Leistungsrechnung SoSe 17

2. GLIEDERUNG VON KOSTEN


Schildbach/Homburg (2009), S. 1-45, insbesondere S. 51-76,
Homburg/Berens/Reimer (2012), Aufgaben 18-36.
Schulte (2001), S. 179 ff.

Aufgabe 4 (Aufgabe 26 im Übungsbuch, geänderte Version, zusätzlich Break-Even Analyse)


Hinweis: Zur Lösung der Teilaufgaben a) und c) können Sie ein
Tabellenkalkulationsprogramm, z.B. Excel, zur Hilfe nehmen.
Es liegt folgende Kostenfunktion vor: = 300 + 120√ − 2
a) Stellen Sie die Funktion grafisch im Intervall [0; 100] dar. Handelt es sich um eine
progressive oder um eine degressive Kostenfunktion?
b) Bestimmen Sie folgende Funktionen und geben Sie kurz an, was diese Kosten jeweils
inhaltlich aussagen.
b1) Fixkosten
b2) variable Kosten
b3) Stückkosten
b4) variable Stückkosten
b5) fixe Stückkosten
b6) Grenzkosten
c) Stellen Sie die in den Teilaufgaben b3) bis b6) ermittelten Funktionen für das Intervall
[0;30] gemeinsam in einer Grafik dar.
d) Analysieren Sie die in c) entwickelten Kostenverläufe, indem Sie die folgenden Fragen
beantworten:
d1) Wie entwickeln sich die fixen Stückkosten und die Stückkosten bei sehr großen
Produktionsmengen?
d2) Welche Eigenschaften weisen die Grenzkosten bei degressiven Gesamtkosten auf?
Zeigen Sie, dass dies auch hier gilt.
d3) Welche Beziehung besteht zwischen den Grenzkosten und den variablen Stückkosten?
e) Aufgrund der eingeschränkten Gültigkeit der obigen Kostenfunktion für große
Produktionsmengen wird folgende lineare Kostenfunktion vorgeschlagen. Zudem ist
bekannt, dass der Absatzpreis für ein Produkt 38 € beträgt.

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Seminar für ABWL und Controlling
Prof. Dr. Carsten Homburg
Übung Kosten- und Leistungsrechnung SoSe 17

e1) Wie viele Mengeneinheiten x müssen abgesetzt werden, so dass das kalkulatorische
Betriebsergebnis null beträgt?
e2) Wie hoch dürfen die variablen Stückkosten sein, so dass bei einer
Ausbringungsmenge von x=420 ein kalkulatorisches Betriebsergebnis in Höhe von
1.250 erzielt wird?

Aufgabe 5 (Nicht im Übungsbuch)


Auf einer Großbaustelle werden täglich 800 kg eines bestimmten Baustoffs benötigt. Der
Baustoff wird zum Preis von € 10,67 pro Kilo bezogen. Die Lager- und Zinskosten betragen
zusammen pro Monat 10% des durchschnittlich gebundenen Kapitals. Bei jeder Anlieferung
fallen bestellfixe Kosten in Höhe von € 200 an. Ein Monat habe 30 Arbeitstage.
a) Bislang wird der Sand alle drei Tage (also 10 mal im Monat) angeliefert. Der neue
Controller A ist der Meinung, das sei nicht optimal. Der Bauleiter will davon jedoch
nichts hören, schließlich habe man das schon immer so gemacht. Doch A läßt nicht
locker und präsentiert eine Berechnung der optimalen Liefermenge. Vollziehen Sie
diese nach und erläutern Sie kurz Ihren Rechenweg.
b) Der Bauleiter ist zutiefst beeindruckt (ohne das allerdings zuzugeben). Bevor aber die
neue Lösung eingeführt werden kann, meldet sich der Fuhrparkleiter zu Wort. Er stellt
fest, dass die bestellfixen Kosten von € 200 die Fahrtkosten für einen Lkw mit einer
Nutzlast von 2.800 kg sind. Wird der nächstgrößere Lkw mit einer Nutzlast von 7.500
kg benutzt, so betragen die Kosten pro Lieferung statt dessen € 312,50. Wie oft sollte
im Monat geliefert werden, wenn der große Lkw verwendet wird?
c) Der Bauleiter triumphiert. Er habe ja gleich gewusst, dass die alte Regelung besser ist.
Hat er Recht? Begründen Sie Ihre Antwort.

Aufgabe 6 (Aufgabe 32 im Übungsbuch)


Erläutern Sie die Zurechnungsprinzipien Verursachungsprinzip, Durchschnittsprinzip,
Beanspruchungsprinzip und Kostentragfähigkeitsprinzip. Gehen Sie hierbei auch auf die
Unterscheidung von Einzel- und Gemeinkosten ein.

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