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Universität zu Köln

Seminar für ABWL und Controlling


Prof. Dr. Carsten Homburg
Übung Kosten- und Leistungsrechnung SoSe 17

3. KOSTENARTEN
Schildbach/Homburg (2009), S. 1-45, insbesondere S. 77-119,
Homburg/Berens/Reimer (2012), Aufgaben 37-72.

Hinweis: Die Aufgabe 7a) wiederholt überwiegend die Theorie aus der Vorlesung. Die
Lösung dieser Aufgabe befindet sich bereits in der Vorlage zum Mitschreiben. Bereiten Sie
diese Aufgabe für die entsprechende Übung vor. In der Übung wird die Aufgabe 7a) kurz
wiederholt und es wird auf das Wesentliche hingewiesen.

Aufgabe 7 (Aufgabe 46 im Übungsbuch (3. Aufl.), geänderte Version)


Die Chip&Chap AG ist ein großer internationaler Computerchiphersteller und hat sich auf die
Fertigung hochwertiger CPUs spezialisiert. Um auch bei starken Nachfrageschwankungen
schnell liefern zu können, wird für Silizium ein Lager unterhalten. Die Lagerzugänge und –
abgänge des Monats April können folgender Tabelle entnommen werden:

Lagerentnahmen laut
Datum Lagerzugänge [kg] Preis je g [€/kg]
Entnahmeschein [kg]
3. April 2011 7,5 35,00
7. April 2011 6,0
13. April 2011 3,0 43,50
17. April 2011 3,5
21. April 2011 9,0 39,00
30. April 2011 8,0

Der Lageranfangsbestand am 1. April 2011 beträgt 1,0 kg (bewertet zu 78,00 €/kg).

Im April wurden aus der Spezialproduktreihe „High-End-CPU“, 5.500 Mikrochips à 0,7 g


Silizium/Chip, 6.800 Mikrochips à 0,9 g Silizium/Chip und 4.000 Mikrochips à 1,5 g
Silizium/Chip hergestellt.

a) Betrachten Sie die Verbrauchsermittlung:


a1) Welche Methoden der mengenmäßigen Verbrauchsermittlung können aufgrund der
angegebenen Daten angewandt werden?
a2) Welche Verbräuche werden anhand dieser Methoden ermittelt?
a3) Nennen Sie Gründe, die für die unterschiedlichen Ergebnisse ursächlich sein könnten.

b) Skizzieren Sie kurz die Vorgehensweise der folgenden Methoden und berechnen Sie mit
diesen Methoden jeweils die Materialkosten für den mit der Skontrationsrechnung
ermittelten Verbrauch. (Kürzen Sie wenn notwendig auf 2 Nachkommastellen.)
b1) periodenbezogene LIFO-Methode
b2) permanente LIFO-Methode
b3) FIFO-Methode
b4) gewogener Durchschnittspreis des Monats April.

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Aufgabe 8 (Aufgabe 49 im Übungsbuch (3. Aufl.), geänderte Version)

Ein Produktionsunternehmen kauft zu Beginn eines Jahres einen kleinen Fertigungsroboter zu


einem Anschaffungspreis von 36.000 €. Man schätzt den Restwert des Roboters am Ende der
Nutzungsdauer von 4 Jahren auf 4.000 €. Ermitteln Sie die jährlichen Abschreibungsbeträge...

a) ...nach dem linearen Zeitabschreibungsverfahren.


b) ...nach dem mengenorientierten Abschreibungsverfahren. Dabei werden folgende
Produktionsmengen xt (in Stück) für die Perioden t = 1, ..., 4 unterstellt: x1 = 180.000, x2
entspricht einer 25 % höheren Produktionsmenge von x4, x3 = 480.000, x4 = 240.000.
c) ...nach dem arithmetisch-degressiven Abschreibungsverfahren mit einem
Abschreibungsbetrag in Periode 1 von a1 = 12.500 € und einem Abschreibungsbetrag in
Periode 3 von a3 = 6.500 €.
d) ...nach dem digitalen Abschreibungsverfahren, wobei der Abschreibungsbetrag der
zweiten Periode a2 = 9.600 € beträgt.
e) ...nach dem geometrisch-degressiven Abschreibungsverfahren, bei dem die
Abschreibungen von Periode zu Periode jeweils um 20 % sinken und der
Abschreibungsbetrag der dritten Periode a3 = 6.937,67 € beträgt.
f) ...nach dem Buchwertverfahren, wobei der Restwert nach der ersten Periode R1 =
20.784,61 € beträgt.

Aufgabe 9 (Aufgabe 68 im Übungsbuch (3. Aufl.), geänderte Version)

Ihnen liegen die Bilanzen des Kosmetikartikelherstellers „Kajal-Royal AG“ zum 31.12.2009
und zum 31.12.2010 vor:
Aktiva (in T€) 2009 2010 Passiva (in T€) 2009 2010
Derivativer Geschäftswert 85 105 Gezeichnetes Eigenkapital 60 60
Produktionsanlagen 120 100 Kapital- / Gewinnrücklagen 120 130
Grundstücke 100 110 Verbindlichkeit. ggü. Banken 200 190
Wertpapiere 60 80 Verbindlichkeiten aus LuL 80 90
Roh-, Hilfs-, & Betriebsstoffe 70 90 Erhaltene Anzahlungen 20 30
Forderungen aus LuL 30 10
Kasse 15 5
∑ 480 500 ∑ 480 500

Darüber hinaus liegen Ihnen folgende Informationen vor:

• Der bilanzielle Wertansatz der Produktionsanlagen stimmt nicht mit dem kalkulatorischen
Wertansatz überein. In der Kostenrechnung wird ein Anschaffungspreis in Höhe von
160.000 € für die zum 01.01.2008 beschafften Anlagen angesetzt. Weiterhin geht man im
internen Rechnungswesen davon aus, dass der Restwert der Anlagen am Ende der
fünfjährigen Nutzungsdauer 10.000 € beträgt. Die Abschreibung erfolgt linear.

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Übung Kosten- und Leistungsrechnung SoSe 17

• In der Bilanzposition Grundstücke ist ein an das benachbarte Unternehmen verpachtetes


Grundstück mit einem durchschnittlichen Wert von 25.000 € enthalten.
• Bei den Wertpapieren handelt es sich um eine Beteiligung an einem wichtigen Zulieferer,
die der Kajal-Royal AG einen größeren Einfluss auf das Zulieferunternehmen
ermöglichen und so eine langfristige Zusammenarbeit mit diesem absichern soll.
• Der gewichtete Kapitalkostensatz beträgt 8 % p.a.

Bestimmen Sie das durchschnittlich zu verzinsende Kapital und die kalkulatorischen Zinsen
für das Jahr 2010.

Bilanzpositionen Wert

1 - Derivativer Geschäftswert

2 - Produktionsanlagen

3 - Grundstücke

4 - Wertpapiere

5 - Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

6 - Forderungen aus LuL

7 - Kasse

A Durchschnittlich sachzielnotwendiges
Vermögen (DSV)

8-

9-

B Durchschnittliches Abzugskapital
(DAK)

C Durchschnittlich zu verzinsendes
Kapital (DSK) (=A-B)

D Kalkulatorische Zinskosten
( C ⋅ Zinssatz )

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