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Gymnasium A. Q.

Chebbi Feriana, 2021 Förderunterricht für Abiturienten, Herr Ben Slimen Azzouz

Auffallen ist wichtig = ‫أن تحظى بالمالحظة أمر مهم‬


Nicht so aussehen wie alle: das wollen nur wenige Jugendliche. Doch, die sich für einen
individuellen Stille entschieden haben, zeigen ihn ganz selbstbewusst…
‫ فترى أولئك الذين اختاروا الصمت‬.‫ قلة من الشباب فقط يريدون ذلك‬:‫ال أريد أن أبدو مثل أي شخص آخر‬
‫الفردي يظهرون ذلك بثقة تامة‬
Lies die Aussagen der deutschen Jugendlichen zum Thema “Lieblingsstil” und mache die Aufgaben

Paul. 16 Jahre alt


Judith, 17 Jahre alt Ich trage Jeans und Springerstiefel. Die
Chucks sind meine Lieblingsschuhe. Ich habe Jeans habe ich mit Chlor behandelt.
rote und blaue. Kniestrümpfe finde ich warm Darum ist die Hose jetzt fleckig. Meine
und cool. Meine Jeans krempele ich hoch. Das Army-Jacke habe ich vor drei Jahren in
sieht nicht so langweilig aus. Im Moment trage einem Secondhand-Laden gekauft.
ich am liebsten ein Oberteil im Heute ist sie ein kleines Kunstwerk. Ich
Leopardenmuster. Auf meiner Jeansjacke sind habe Teile darauf befestigt, die ich
verschiedene Pins und Aufnäher von Bands. gefunden habe. Die Jacke ist voll mit
Meine Haare trage ich im Rockabilly-Stil. Ich Nieten und Aufnähern gegen Nazis.
färbe sie jeden Monat rot und schwarz. Das sind Vorne an der Tasche ist der Griff von
meine Lieblingsfarben. Ich mische immer einer Schublade. Ich habe auch eine
verschiedene Stile. So stele ich meinen eigenen Triller-pfeife für Notfälle an der Jacke.
Stil zusammen. Ich will mir noch ein buntes Zuhause habe ich viele bunte T-Shirts,
Tattoo mit Blumen auf den Arm machen lassen. eine rot karierte Hose und eine in Neon-
Wenn ich zu einem wichtigen Termin muss, Orange. Bei der Arbeit trage ich nicht so
ziehe ich schwarze Sachen an. Viele Sachen auffällige Kleidung. Von drei Jahren
kaufe ich Secondhand-Läden oder Boutiquen habe ich einen Überfall von Neonazis
für Grufties. Einige Stücke mache ich selbst. Es erlebt. Damals habe ich gedacht: Die
ist mir wichtig, dass man mir in der Masse Leute sollen sehen, dass es auch andere
erkennt. Ich war schon immer eine Jugendliche gibt. Seitdem laufe ich so
Außenseiterin. Ich habe keinen Bock auf rum. Meine Eltern akzeptieren das.
oberflächliche, unreife Typen. Gleichaltrige Meine Mutter hat mir sogar bei meiner
Mädchen und alte Omas gucken mich oft böse Frisur geholfen. Auf der Straße erlebe ich
an. Doch das ist mir egal. Meine Eltern finden täglich Beleidigungen. Doch das ist mir
meinen Stil gut. die Sache wert. Passiert ist mir noch
nichts. Ich kann schnell laufen.

Eileen, 17 Jahre alt


Im Moment ist Blau meine Lieblingsfarbe. Ich trage Skater-Schuhe, eine Hose und darüber
einen Jeans-Rock. Dazu trage ich drei Jacken übereinander. Ich mag diesen bunten “Zwiebel-
Look”. Viele Farben passen nicht zueinander. Das gefällt mir. Wenn ich ausgehe, ziehe ich
auch diese Sachen an. Ich nehme dann nu ein bisschen mehr Schminke und Glitzer. Bei der
Arbeit trage ich zu bunten Oberteilen meistens Jeans, weil die bequem sind. Probleme mit
meiner Chefin habe ich deswegen nicht: Sie mag bunte Farben. Ich laufe seit meinem 14.
Lebensjahr so rum. Damals hatte ich einen sehr guten Freund, der Gruftie war. Alle haben wir
gesagt: Du bist verrückt, dass du mit dem rumläufst. Weil ich nicht Schwarz tragen wollte, habe
ich mich damals für bunt entschieden. Danach habe ich viele neue Leute kennen gelernt, die
auch so individuell aussehen. Das individuelle Aussehen finde ich gut. Auffallen ist mir wichtig!
Gymnasium A. Q. Chebbi Feriana, 2021 Förderunterricht für Abiturienten, Herr Ben Slimen Azzouz

Mano, 19 Jahre alt


Meine Lieblingshosen sind blaue Jeans. Dazu trage ich oft eine Lederjacke vom Secondhand-
Markt und Bandklamotten. Meine Lieblingsmusik ist Punkrock. Zu meinem Outfit gehört auch
die dicke Kette für Geldbörse und Schlüsselbund. Zuhause habe ich jede Menge T-Shirts. Ich
habe auch einen Anzug im Schrank. Den habe ich seit drei Jahren nicht mehr getragen. Bei
der Arbeit trage ich die Kette nicht. Ansonsten ist mein Chef tolerant. Hauptsache, ich komme
nicht dreckig. An der Kleidung soll man meinen musikalischen Geschmack erkennen. Mit 15
habe ich mich für Bands wie Greenday und Offspring interessiert. Damals fing ich an mit den
Bandklamotten. Andere haben mich deswegen beschimpft. Ich finde, man soll sich kleiden,
wie man will. Ich merke, dass ich deswegen auf der Straße angeguckt werde. Doch das stört
mich nicht. Mein Vater mag meinen Stil nicht. Er sagt: “Kauf dir mal was Anständiges!”, dass ich
wie er aussehe.

Nora, 19 Jahre alt


Ich trage meistens rot-weiße Chucks. Zur Tarnhose trage ich eine alte College-Jacke.
Darunter ist eine Jacke aus rotem Teddystoff. Ich finde es wichtig, dass alle Teile farblich
zueinander passen. Meine Haare habe ich schwarz gefärbt. Meine Sachen sind praktisch und
ausgefallen. Die meisten kommen aus Secondhand-Läden. Modische Vorbilder habe ich
nicht. Mit 12 bin ich in die Punkerszene gekommen. Ich fand es damals toll, die Leute in
unserem Dorf zu schocken. Meine Klamotten waren bunt, zerfranst uns sehr extreme. Später
nervte es, wenn Omas einem hinterherguckten. Hier in Berlin kann ich rumlaufen, wie ich will.
Mir ist es wichtig, dass ich mich von der Masse abhebe. Ich gehöre jetzt zu der Independent-
und Hardcore-Szene. Da trägt man diesen Stil. Ich finde es blöd, wenn die breite Masse
modische Teile aus solchen Szenen kopiert.

Melanie, 18 Jahre alt


Ich trage ein dunkelblaues Jeanskleid, schwarze Stiefel und helle Felljacke. Als Schmuck trage
ich Strass-Ohringe und ein Strass-Halsband, dazu eine Kette mit einem Anhänger. Wenn ich keine
Mütze trage, nehme ich zum Beispiel ein Kopftuch. Ich ziehe mich so an, wie ich mich gerade
fühle. Am liebsten habe ich klassische Sachen. Bei der Arbeit müssen wir schwarze Hosen und
schwarze Schuhe tragen. Das Oberteil darf grün, weiß oder in Naturfarben sein, aber am liebsten
schwarz. Ich mag diese Farben, grille Töne gefallen mir nicht. Es gibt ein Paar Boutiquen in Berlin,
wo man Sachen in diesen Farben bekommt. Provozieren möchte ich nicht mit meinem
Aussehen, aber auffallen schon. Ich bin in einem kleinen Dorf aufgewachsen. Mit 13 trugen wir
alle das gleiche: “Streetlook” mit weiten Hosen und Pullovern. Mädchen und Jungs liefen gleich
angezogen rum. Schicke Sachen trugen wir nicht. Dann habe ich angefangen zu arbeiten und
bin nach Berlin gekommen. Dort gab es neue Läden und neue Einflüsse. Ich wollte mich modisch
abheben von den anderen. Viele Freundinnen von früher tragen heute noch ihren alten Stil. Eine
habe ich mal eingekleidet – sie sah danach viel besser aus! Meine Mama und mein Freund
mögen meinen Stil. Manchmal bekomme ich modische Tipps von meiner Mama, und wir
tauschen auch die Schuhe.

1. Wie heißen diese Personen? Schreibe unter jedem Bild den richtigen Namen!
Gymnasium A. Q. Chebbi Feriana, 2021 Förderunterricht für Abiturienten, Herr Ben Slimen Azzouz

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2. Welche Kleidungsstüke tauchen in den Aussagen der jungen Leuten? Schreibe auf!

3. Mit welchen Adjektiven beschreiben die jungen Leute ihren Stil und ihre Kleidung? Schreibe sie auf und
daneben schreibe ihre Bedeutung!

4. Schreibe neben jedem Satz den entsprechenden Namen!

Für ihn/sie ist es sehr wichtig, dass alle Kleidungstücke zueinander farblich passen. ____________
Sie/Er wollte immer andere Menschen schocken. _____________
Sie/Er trägt hochgekrempelte Hose. _______________
Seine/ihre Eltern sind gegen seinen/ihren Stil. ___________
Sein/ ihr Outfit drückt sein/ihr musikalisches Gesmack aus. ____________.
Gymnasium A. Q. Chebbi Feriana, 2021 Förderunterricht für Abiturienten, Herr Ben Slimen Azzouz

Er/sie möchte sich tätowieren lassen. ____________.


Sie/Er wird oft wegen ihres/seines Outfit von anderen Menschen beleidigt. _____________
Bei dem Anziehen richtet er/ sie sich nach seinen/ihren Gefühlen. ___________
In ihrem/seinem Aussehen findet man eine Mischung von einigen Stillen. __________
Bei ihrer/seiner Arbeit gibt es eine Anordnung bezüglich der Kleidungsfarben. _________

Es machte ihr/ihm Spaß, die Dorfbewohner mit ihrer/seiner Kleidung zu überraschen. _________

5. Richtig oder falsch? Markiere in der Tabelle!


Richtig Falsch
Judith findet Tattoo blöd.
Judith kauft nur originelle Klamotten in teueren Bekleidungsgeschäften.
Judith will nicht wie andere Menschen aussehen.
Die Meinung des Anderen ist für Judith wichtig.
Paul will durch seine Kleidung seine Ansichten ausdrucken.
Pauls Eltern sind mit seinem Stil einverstanden und unterstützen ihn.
Die anderen Menschen schikanieren Paul wegen seines Outfits.
Eileen hat Probleme mit ihrer Chefin wegen seines Stils.
Eileen ist es wichtig, durch ihre Kleidung ihre Individualität zu zeigen.
Nora zieht sich praktisch und extravagant an.
Nora richtet sich immer beim Einkaufen von Kleidungsstücken nach ihren Vorbildern.
Mano trägt ab und zu einen Anzug.
Mano ist der Meinung, dass man sich nach bestimmten Regeln kleiden soll.
Mano stört es, dass andere Menschen ihn auf der Straße angucken.
Den klassischen Stil mag Melanie am besten.
Melanie und ihre Mutter haben einen ähnlichen Stil.

6. Verbinde die Wörter und Wendungen mit ihrer Erklärung!

der Gruftie / die Grufties/ Anziehsachen, Kleidung, Garderobe


der Außenseiter/ die Außenseiterin etwas Ordentliches
keinen Bock auf etwas haben jemand, der seine eigenen Wege, geht, ein Individualist
ausgefallen halbhohe Sportschuhe
etwas Anständiges Geschäft für gebrauchte Kleidung
der Secondhand-Laden etwas nicht gut finden, keine Lust auf etwas haben
das Outfit der Ratschlag, nützlicher Hinweis
Chucks Anhänger einer Jugendkultur
der Tipp extravagant, ungewönlich

7. Viele Jugendliche möchten durch ihre Bekleidung auffallen. Wie ist deine Meinung dazu? Ist für dich Auffallen
wichtig?
Gymnasium A. Q. Chebbi Feriana, 2021 Förderunterricht für Abiturienten, Herr Ben Slimen Azzouz

8. Was denken ältere Menschen über die heutigen Jugendlichen und ihren Stil? Was haben die Menschen früher
getragen?

9. Welchen Stil findest du am besten? Warum? Wie ist dein Lieblingsstil?