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Leseverstehen - Teil 2

Lesen Sie den Artikel und lösen Sie die Aufgaben zum Text.

Gesunde Büroarbeit
In Deutschland existieren zurzeit rund 18 Millionen Bildschirm- und Büroarbeitsplätze. Der Anteil der
Büroarbeiter an der beschäftigten Bevölkerung liegt bei circa 50 % – Tendenz steigend. Besonders in Großstädten
ist der Anteil an Büroarbeitsplätzen sehr hoch. Wenn man Menschen nach dem für sie angenehmsten Ort zum
Arbeiten fragt, antworten viele ebenfalls, dass sie am liebsten in einem eigenen Büro arbeiten würden. Das
eigene Büro halten viele für einen sicheren und bequemen Arbeitsort, den man individuell gestalten kann und
an dem alles, was man braucht, an seinem Platz ist.
Allerdings bedenken viele nicht, dass das stundenlange Sitzen eine große Herausforderung für den Körper
darstellt und es einiges zu beachten gibt, wenn man täglich viel Zeit vor dem Bildschirm verbringt. Zunächst
einmal ist der Stuhl, auf dem man während der Arbeit sitzt, entscheidend. Ein unbequemer Bürostuhl, der nicht
individuell auf die eigenen Proportionen einstellbar ist, führt auf lange Sicht oft zu Rückenschmerzen und
Haltungsschäden, die Wirbelsäule leidet und die Büroarbeit wird zur Qual. Experten empfehlen, einen
ergonomischen Stuhl zu wählen, der sich variabel einstellen lässt, sich an die physiologischen Gegebenheiten
anpasst und eine gesunde Sitzhaltung unterstützt. Aber auch auf dem besten Bürostuhl sollte man möglichst
nicht stundenlang sitzen bleiben. Stattdessen sollte man zwischendurch immer wieder aufstehen, sich körperlich
betätigen oder – wenn möglich – auch kleine Sportübungen einschieben. Akten kann man z.B. stehend sortieren
und die Kollegin im Büro nebenan kann man persönlich aufsuchen, statt sie anzurufen oder ihr eine E-Mail zu
schicken. Jede Möglichkeit, sich kurz zu bewegen, sollte ergriffen werden, wenn man seinem Körper etwas Gutes
tun möchte. Abgesehen von ausreichender Bewegung und einem passenden Bürostuhl sind aber auch die
Lichtverhältnisse im Büro zu beachten. An vielen Arbeitsplätzen werden die Räume mit weiß-blauem Licht, das
in der Natur eigentlich nicht vorkommt, ausgeleuchtet. Der Organismus ist an dieses grelle Licht nicht gewöhnt.
In den Morgenstunden kann bläuliches Licht die Mitarbeiter zwar wacher machen, aber in den Abendstunden
kann es dazu führen, dass der Schlafrhythmus durcheinandergebracht wird. Gesünder soll dagegen – wie auch
Studien gezeigt haben – warmes Licht mit einem höheren Gelbanteil sein.

Arbeiten im Großraumbüro
Im Vergleich zu Einzelbüros gelten Großraumbüros als modern und fortschrittlich, denn die Mitarbeiter können
dort schnell und auf einfache Weise mit ihren Kollegen kommunizieren und sich verständigen, Fragen können
direkt geklärt werden und insgesamt wird die Produktivität im Team gefördert. Auch der Arbeitgeber begrüßt oft
die Idee eines Großraumbüros, denn durch einen großen Büroraum, in dem alle Mitarbeiter Platz finden, können
Kosten gespart werden. Allerdings dürfen auch die Nachteile eines Großraumbüros nicht außer Acht gelassen
werden. In Großraumbüros kommt es für manche Mitarbeiter zu Reizüberflutung. Die Kollegin am Platz nebenan
telefoniert lautstark mit einem Kunden, der Kollege gegenüber verspeist gerade sein mitgebrachtes
Salamibrötchen und etwas weiter hinten sieht man mehrere Teammitglieder diskutieren und wild gestikulieren.
Bei so vielen unterschiedlichen Reizen von allen Seiten können sich manche Menschen, für die Ruhe bei der
Arbeit sehr wichtig ist, nicht mehr auf ihre Aufgaben konzentrieren. Doch meist hat man keine Wahl und muss
sich den Gegebenheiten am Arbeitsplatz fügen. Manche können sich nach einiger Zeit an ein Großraumbüro
gewöhnen, für andere bleibt die Arbeit in einer solchen Umgebung auch nach langer Zeit noch eine
Herausforderung und sie wünschen sich einen ruhigen Rückzugsort und mehr Privatsphäre. Ein Großraumbüro
kann außerdem nicht individuell gestaltet werden, da man oft keinen festen Platz hat, sondern – je nach Projekt
und Aufgabe – an verschiedenen Plätzen tätig ist. Nicht nur vom Chef oder vom Abteilungsleiter, sondern auch
von anderen Kollegen fühlen sich manche in einer Bürolandschaft, in der alles offen einsehbar ist, kontrolliert.
Wenn ein Großraumbüro keine Option ist und man das klassische Einzelbüro bevorzugt, sollte man sich vor
Beginn einer neuen Arbeit gut darüber informieren, wie der zukünftige Arbeitsplatz eingerichtet ist.

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Lösen Sie die Aufgaben 6-10. Welche Lösung (a, b oder c) ist richtig?

6 In Deutschland arbeiten …
a) 50 % der Menschen in Großstädten im Büro.
b) ungefähr die Hälfte aller Beschäftigten im Büro.
c) 18 Millionen Menschen in einem eigenen Büro.

7 Ein guter Bürostuhl sollte …


a) ergonomisch sein und die Büroarbeit zur Qual machen.
b) die Wirbelsäule entlasten und verstellbar sein.
c) Haltungsschäden fördern und physiologische Gegebenheiten berücksichtigen.

8 Ein Vorteil von Großraumbüros ist z.B., dass …


a) sich die Mitarbeiter schneller austauschen können.
b) es oft zu Reizüberflutung kommt.
c) die Arbeitnehmer Kosten sparen können.

9 Die Mitarbeiter im Großraumbüro …


a) gewöhnen sich durchweg schnell an die neue Umgebung.
b) können ihren Platz mit persönlichen Dingen einrichten.
c) kommen mit den Gegebenheiten unterschiedlich gut klar.

10 Ein Problem in Großraumbüros kann sein, dass man …


a) einen ruhigen Rückzugsort hat.
b) sich unter Beobachtung fühlt.
c) den Chef oder den Abteilungsleiter sehen kann.

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Lösung:

6. b)
7. b)
8. a)
9. c)
10. b)

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