Sie sind auf Seite 1von 3

1

GERM 33566- Germany in the 20th Century Peumica Wijethilake


16-12-2020 Universität von Kelaniya

Beantworten Sie die fogenden Fragen in eigenen Worten und berichten Sie im Unterricht

1. Schauen Sie sich die Videos an und fassen Sie die Informationen zusammen.
2. Was ist „Marshall-Plan“ und wie reagierte die DDR auf diesen Plan?
3. Was ist Berliner Blockade und wie reagierten die Westzonen darauf?
4. Wie sah Sozialismus nach DDR aus?
5. Welchen Schwierigkeiten standen die DDR Bürger gegenüber?
6. Was bezeichnete man als „Eisernen Vorhang“ in Bezug auf Deutschand?
7. Was ist „Sputnik Schock“? Erklären Sie.

Berliner Mauer [Teil 1]


Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Deutschland von den alliierten Siegermächten besetzt. Die
USA, die Sowjetunion (kurz UdSSR), Großbritannien und Frankreich bemühten sich zunächst um
eine gemeinsame Politik: Man entwaffnete Deutschland und verurteilte Verbrecher der Nazi-
Herrschaft. Berlin wurde unter den Siegermächten in vier "Sektoren" aufgeteilt. Uneinig war man
sich schließlich über die zukünftige Staatsform des Landes: Die Vorstellungen der sozialistischen
Sowjetunion und der westlichen Länder gingen auseinander.

Auch der so genannte "Marshall-Plan" führte zu Konflikten


zwischen den Staaten. Er war ein wirtschaftliches
Wiederaufbauprogramm der USA, das der Krise des nach
dem Krieg zerstörten Europa entgegen wirken sollte. Zudem
wollte man damit die Vorherrschaft der Sowjetunion
einschränken und ein Absatzmarkt für amerikanische Güter
in europäischen Ländern schaffen. Das sowjetische Reich sah
den Plan als Gefahr für seine Macht über die osteuropäischen
Staaten, die unter seiner Herrschaft standen. Es verbot diesen
Ländern daher die Beteiligung am Marshall-Plan.
2

Beginn des Kalten Krieges und Teilung Deutschlands

1948 kam es zur Berlin-Blockade, die als Beginn des Kalten Krieges angesehen wird: Sowjetische
Truppen besetzten West-Berlin und schnitten es von der Außenwelt ab. Damit wollten sie den
Rückzug der Alliierten durchsetzen. Die Westmächte errichteten daraufhin die "Berliner
Luftbrücke", die eine Versorgung der Menschen durch Flugzeuge gewährleistete.
Deutschland wurde nach mehrjähriger Besatzungszeit in "West" und "Ost" aufgeteilt. Im Mai 1949
wurde die Bundesrepublik Deutschland und fünf Monate später die Deutsche Demokratische
Republik (DDR) gegründet. Die Trennung des Landes war mit der Verfassung der DDR am 7.
Oktober 1949 endgültig vollzogen. Während in Westdeutschland nach den Schrecken der Nazi-
Diktatur eine Demokratie aufgebaut wurde, war der Osten sowjetische Besatzungszone. Dort
wurde die DDR mehr und mehr dem Vorbild eines kommunistischen Staates angeglichen. Die
UdSSR war 1922 gegründet worden und stand unter der Führung Russlands. 14 asiatische und
europäische Länder gehörten zum sowjetischen Reich, das zentralkommunistisch geführt wurde.

Gleichheit mittels Zwang und Fremdbestimmung

Der Begriff "Kommunismus" geht auf das lateinische Wort


"communis" zurück, was "gemeinsam" bedeutet. "Sozialismus" wird
oft gleichbedeutend verwendet und gilt im eigentlichen Sinne als
Vorstufe zum kommunistischen Endziel: der "idealen Gesellschaft".
Der Grundgedanke dieser Gesellschaftsform ist Gemeinschaft und
Gleichheit. Es soll keine Unterscheidung in "Arm" und "Reich" geben,
und Privateigentümer werden größtenteils dem Staat übergeben. Die so
genannten Produktionsmittel wie Gebäude, Nutzflächen und
Maschinen gehören allen gemeinsam. Der ursprüngliche Gedanke des
Kommunismus hört sich zunächst gerecht an - alle Menschen werden
gleich behandelt, und es soll niemanden geben, der auf Kosten anderer
lebt.
Josef Stalin
Aber es wurde sehr viel Macht und Zwang auf die Bürger ausgeübt.
Auch im Kommunismus gibt es eine Regierung, die das Sagen hat und
über das Volk bestimmt. Jeder, der sich gegen die Politik und das System auflehnte, wurde verfolgt
und bestraft. Die Menschen in den sozialistisch geführten Ländern fühlten sich unfrei, überall gab
es Verbote. Die DDR-Politik überwachte und bespitzelte das Volk, um es unter ihrer Kontrolle zu
halten und "Staatsfeinde" auszuschalten. Durch den Geheimdienst der Stasi ("Staatssicherheit")
wurden viele Menschen abgehört, festgenommen und auch gefoltert.
3

Man durfte nur bestimmte Radio- und Fernsehsender empfangen, nur bestimmte Zeitungen und
Bücher lesen, und über die Medien der sozialistischen Länder wurde Volkspropaganda betrieben.
Das bedeutet, dass man eine sehr einseitige, unkritische Berichterstattung führte, in der die
kommunistische Politik und die Regierung nur positiv dargestellt wurden. Gegen die "politischen
Feinde" des Reiches wurde allerdings massiv gehetzt. Die Menschen hatten nicht - wie in einer
Demokratie - die Möglichkeit, politisch mitzuentscheiden. Es gab keine freien Wahlen und nur
eine herrschende Partei im Land. Die DDR stand von Beginn an unter der Führung der SED
(Sozialistische Einheitspartei Deutschlands). Daneben gab es noch vier Blockparteien, die mit der
SED zusammen arbeiteten: die Christlich-Demokratische Union, die Liberaldemokratische Partei,
die Nationaldemokratische Partei und die Demokratische Bauernpartei.

Wettrüsten, "Sputnik"-Schock und Eiserner Vorhang


Die Fronten des Kalten Krieges zwischen Ost und West verhärteten sich immer mehr. Dieser war
geprägt vom Kampf zweier Machtblöcke: der sozialistischen Sowjetunion und der westlichen
Staaten. Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom "Eisernen Vorhang", der bildlich
zwischen Ostblock und dem Westen stand. Der Machtkampf wurde auch auf den Weltraum
ausgeweitet: Nachdem US-Präsident Eisenhower 1955 ein Satellitenprogramm ankündigte, hieß
es wenige Tage später von Seiten der UdSSR, dass sie ein ähnliches Vorhaben planten.

Die Sowjetunion verbuchte den ersten Erfolg im Wettstreit um die Weltraumnutzung für sich:
Unerwartet schnell für dieses umfangreiche Projekt, am 4. Oktober 1957, startete die Sowjetunion
den Satelliten mit Hilfe einer Interkontinentalrakete (ICBM). Dies ist eine Rakete mit extrem hoher
Reichweite, die von einem Ort aus ein Ziel auf einem anderen Kontinent erreichen kann. Die
Mission war erfolgreich
Die Signale des "Sputniks" konnten in aller Welt empfangen werden. Der Westen reagierte
schockiert und fühlte sich zunehmend bedroht: "Sputnik" zeigte allzu deutlich, dass die USA von
der UdSSR aus mit Interkontinentalraketen erreichbar waren. Dies bezeichnet man heute noch als
"Sputnik-Schock". Der Kalte Krieg dauerte bis zum Zerfall der Sowjetunion im Jahre 1991 an.
Der Konflikt der Westmächte unter US-Führung und der Ostmächte unter russischer Führung
spitzte sich immer mehr zu. Es begann ein gegenseitiges Wettrüsten, Drohen und Stationieren
immer stärkerer atomarer Vernichtungswaffen.

Quellen: https://www.helles-koepfchen.de/
https://www.planet-wissen.de/