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Unit 1

Familie im Wandel
Transcript 1.2A Partnerschaft und Ehe

Listening worksheet
- Was sehen Sie auf der Karte?

- Auf dieser Karte sind zwei Grafiken dargestellt, die eine mit der Überschrift „1960“ und die andere mit der
Überschrift „2060“. Die Grafiken zeigen die Bevölkerungspyramiden für das jeweilige Jahr.

- Aha, also demographische Darstellungen! Können Sie das noch weiter erklären?

- Also, beide Grafiken sind gleich aufgebaut – auf der einen Seite sind die Männer, auf der anderen die
Frauen. Ganz unten sieht man die Babies, die Kinder, die im letzten Jahr geboren wurden, und ganz oben
sind die ältesten Menschen. Man sieht auch, dass die Menschen 2060 eine höhere Lebenserwartung
haben – 1960 wird kaum jemand 100 Jahre alt.

- Wie erklären Sie sich diese Schwankungen?

- Die Grafik von 1960 ist viel ungleichmäßiger. Man kann da gut sehen, wie die Bevölkerung durch die
Weltkriege beeinflusst wurde – man sieht, von welcher Generation viele im Krieg gefallen sind und deshalb
im Alter fehlen, und dass davon natürlich mehr Männer als Frauen betroffen sind.

- Und in der Grafik von 2060?

- Man sieht ganz klar, wie die bessere Geburtenkontrolle die Geburtenrate beeinflusst hat. Da gibt es viel
weniger Kinder, weshalb die Bevölkerungspyramide nicht mehr die typische Form hat, sondern unten
schmäler wird. Daraus ergeben sich einige Probleme.

- Welche Probleme denn?

- Also, wenn es weniger junge Leute gibt, wird es schwieriger, die Kosten für die alten Leute zu decken. Nur
junge Leute mit einem guten Job bezahlen Steuern, und jede Regierung braucht Geld, um Renten,
Altersversorgung oder sonstige Sozialleistungen zu bezahlen. Außerdem braucht man genug Leute, um
Arbeitsplätze zu füllen, sonst kann die Wirtschaft nicht funktionieren.

- Und warum, glauben Sie, gibt es nicht mehr so viele Kinder?

- In ganz Westeuropa gibt es die Tendenz, dass Frauen oder Paare entweder später Kinder haben oder sich
ganz gegen Kinder entscheiden. Die Rolle der Frau hat sich verändert – Mutter zu sein ist nicht mehr das
einzige Ziel der Frauen. Für manche Frauen kommen Freiheit, Studium und Karriere an erster Stelle. Dies
gilt natürlich auch für manche Männer, und das ist alles nicht ganz so einfach mit Kindern. Im allgemeinen
gibt es auch mehr Singles in der Gesellschaft, die alleine leben und keine Kinder erziehen möchten oder
können.

- Sollte der Staat da Ihrer Meinung nach eingreifen?

- Die Regierung macht schon einiges – zum Beispiel basiert die deutsche Immigrations- und
Flüchtlingspolitik auf dem Prinzip, dass Deutschland mehr Arbeitskräfte braucht. Außerdem werden
Familien stark gefördert – es gibt ein gutes Steuersystem und Plätze in der Kinderbetreuung werden stark
subventioniert. In London ist das alles zum Beispiel viel teurer.

Oxford University Press 2016 Page 1 of 2


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Unit 1

Familie im Wandel
Transcript 1.2A Partnerschaft und Ehe

- Und was für Zukunftspläne haben Sie selbst?

- Also, ich glaube, ich habe da eine ähnliche Einstellung – ich möchte erst Spaß haben und mir Zeit
nehmen, um eine gute Karriere aufzubauen – danach bleibt immer noch Zeit für Kinder. Und wenn das
nicht klappen sollte, ist es auch nicht so schlimm – es gibt heutzutage viele Probleme auf der Welt, da ist
es nicht einfach, Kinder großzuziehen.

Oxford University Press 2016 Page 2 of 2


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