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Teil 1 Grundlagen des Pflegeberufs Teil 2 ATL – Pflegesituationen

1 G
esundheits- und Krankenpflege –
erkennen, erfassen und
Ausbildung und Beruf 4
bewerten, Pflegemaßnahmen
auswählen, durchführen und
2 Arbeitsfelder und Aufgaben der Pflege 24 evaluieren
3 P
flegetheorien, Pflegewissenschaft und Einleitung 206
Pflegeforschung 44
10 ATL Wach sein und Schlafen 212
4 Organisation, Management und Recht 74
11 ATL Sich bewegen 236
5 E thik – Herausforderungen und
12 ATL Sich waschen und kleiden 284
Entscheidungen 132
13 ATL Essen und Trinken 284
6 M
enschliche Entwicklung und
Sozialisation 148 14 ATL Ausscheiden 346
7 G
esundheit und Krankheit – 15 ATL Körpertemperatur regulieren 396
Gesundheitsförderung und
16 ATL Atmen, Puls und Blutdruck 424
Krankheitsprävention 158
17 ATL Sich besser fühlen und verhalten 470
8 P
atientenedukation – Beratung,
Schulung, Information in der Pflege 172 18 ATL Raum und Zeit gestalten –
arbeiten und spielen 498
9 Grundlagen der Hygiene 184
19 ATL Kommunizieren 512
20 ATL Kind, Frau, Mann sein 524
21 ATL Sinn finden im Werden – Sein –
Vergehen 536
Teil 3 Bei der medizinischen Teil 4 Gesundheits- und
Diagnostik und Therapie Krankenpflege bei bestimmten
mitwirken Patientengruppen
22 Verabreichen von Arzneimitteln – 31 Pflege von Patienten mit Erkrankungen
Grundlagen der Medikamentenlehre 564 des Atemsystems 748
23 Wundmanagement 576 32 Pflege von Patienten mit Erkrankungen des
Herz-Kreislauf- und Gefäßsystems 779
24 Mikrobiologische Probeentnahmen
und Monitoring 608 33 Pflege von Patienten mit Erkrankungen
des Harnsystems 840
25 Biopsie und Punktion 622
34 Pflege von Patienten mit Erkrankungen
26 Injektion und Gefäßpunktion 646
des Verdauungssystems 864
27 Infusionen 676
35 Betreuung von Frauen in der Geburtshilfe
28 Transfusionen 706 und Neugeborenenpflege 906
29 Pflegerisch relevante Laborparameter 36 Pflege von Frauen in der Gynäkologie 932
und bildgebende Verfahren 718
37 Pflege von Männern mit Erkrankungen der
30 Endoskopie 748 Geschlechtsorgane 956
38 Pflege von Patienten mit Erkrankungen
des endokrinen Systems 969
39 Pflege von Patienten mit Erkrankungen
des Bewegungssystems 993
40 Pflege von Patienten mit Erkrankungen
der Augen, des Hals-Nasen-Ohrenbereiches
oder der Haut 1027
41 Pflege von Patienten mit
Infektionskrankheiten 1055
42 Pflege von Patienten mit Erkrankungen
des ZNS 1074
43 Pflege von Patienten mit psychiatrischen
Erkrankungen 1126
44 Pflege des alten Menschen 1161
45 Pflege von Menschen mit Schmerzen 1167
46 Prinzipien der Pflege und Therapie
onkologischer Patienten 1188
47 Perioperative Pflege 1219
48 Intensivpflege 1235
Thiemes Pflege
Das Lehrbuch für Pflegende in Ausbildung

Herausgegeben von

Susanne Schewior-Popp
Franz Sitzmann
Lothar Ullrich

Begründet von Liliane Juchli

1740 Abbildungen
302 Tabellen

12. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage

Georg Thieme Verlag


Stuttgart · New York
Basis-Layout Wichtiger Hinweis: Wie jede Wissenschaft ist die Medizin stän-
Melanie Erlewein, Stuttgart digen Entwicklungen unterworfen. Forschung und klinische Er-
fahrung erweitern unsere Erkenntnisse, insbesondere was Be-
Illustrationen handlung und medikamentöse Therapie anbelangt. Soweit in
Martin Hoffmann, Neu-Ulm diesem Werk eine Dosierung oder eine Applikation erwähnt
Christine Lackner, Ittlingen wird, darf der Leser zwar darauf vertrauen, dass Autoren, He-
rausgeber und Verlag große Sorgfalt darauf verwandt haben,
dass diese Angabe dem Wissensstand bei Fertigstellung des
Werkes entspricht.
Für Angaben über Dosierungsanweisungen und Applikations-
Bibliografische Information formen kann vom Verlag jedoch keine Gewähr übernommen
der Deutschen Nationalbibliothek werden. Jeder Benutzer ist angehalten, durch sorgfältige Prü-
fung der Beipackzettel der verwendeten Präparate und gege-
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet benenfalls nach Konsultation eines Spezialisten festzustellen,
diese Publikation in der Deutschen National- ob die dort gegebene Empfehlung für Dosierungen oder die
bibliografie; detaillierte bibliografische Beachtung von Kontraindikationen gegenüber der Angabe in
Daten sind im Internet über diesem Buch abweicht. Eine solche Prüfung ist besonders wich-
http://dnb.d-nb.de abrufbar. tig bei selten verwendeten Präparaten oder solchen, die neu
auf den Markt gebracht worden sind. Jede Dosierung oder Ap-
plikation erfolgt auf eigene Gefahr des Benutzers. Autoren und
Verlag appellieren an jeden Benutzer, ihm etwa auffallende Un-
genauigkeiten dem Verlag mitzuteilen.

Wir bitten um Verständnis, dass aus Gründen der Lesbarkeit im


Buch durchgehend die männliche Formen, z. B. Patient, Schü-
ler, Lehrer verwendet werden. Natürlich ist uns bewusst, dass
die Pflege überwiegend ein Frauenberuf ist – die Gleichberech-
tigung der Frau ist jedoch selbstverständliche Grundlage der
Konzeption und des Menschenbildes, so dass eine Dopplung
der Begriffe unnötig erscheint.

© 2012, 1973 Georg Thieme Verlag KG Geschützte Warennamen (Warenzeichen) werden nicht beson-
Rüdigerstraße 14 ders kenntlich gemacht. Aus dem Fehlen eines solchen Hinw-
D-70469 Stuttgart eises kann also nicht geschlossen werden, dass es sich um
Unsere Homepage: www.thieme.de einen freien Warennamen handelt.
Das Werk, einschließlich aller seiner Teile, ist urheberrechtlich
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Umschlaggestaltung: Thieme Verlagsgruppe zulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigun-
Umschlagfoto: Alexander Fischer, Baden-Baden gen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeiche-
Satz: Druckhaus Götz GmbH, D-71636 Ludwigsburg rung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
gesetzt in 3B2, Version 9.1, Unicode
Druck: Stürtz GmbH, Würzburg

ISBN 978-3-13-500012-1 1 2 3 4 5 6
eISBN (PDF) 978-3-13-152442-3
Inhaltliche und didaktische Umsetzung

Vorwort der Herausgeber


Wir grüßen Sie herzlich und sind stolz, Urenkel, nicht irgendwelche abstrakten werden. Das schließt als Aufgabe mit
Ihnen die 12. Auflage unseres Lehrbuchs statistischen Größen. ein, den „Sense of Coherence“ in das
vorstellen zu können, nachdem erst vor Dieser schöne Beruf ist schon lange Pflegekonzept zu integrieren. Damit ist
kurzer Zeit in 2009 die 11. Auflage er- nicht mehr am traditionellen Denken in ein andauerndes und dennoch dynami-
schien. der Krankenpflege orientiert, einem eher sches Gefühl des Vertrauens des Men-
Wege zur Gesundheit aufzeigen – Hil- handlungsorientierten Modell mit den schen in seine Fähigkeiten gemeint. Da-
fen in Krankheit und Behinderung zu Schwerpunkten Grundpflege, Behand- raus entwickelt der Hilfebedürftige Sinn,
geben: Diesem Anspruch wollen wir mit lungspflege, Pflege bei Organerkrankun- Verständnis und Handhabbarkeit in sei-
der Neuauflage von Thiemes Pflege ge- gen. nem Krankheitsprozess.
recht werden. Pflege muss sowohl den hohen Anfor- Denn: Heilung hat nicht nur eine so-
Sie erlernen einen Beruf oder sind be- derungen kritisch Kranker in der „Inten- matische, also auf den Körper bezogene
reits in diesem Beruf tätig, der auf die sivpflege im eigenen Lebensumfeld“ ent- Ebene. In einem ganzheitlichen Gesche-
Gegenwart und Zukunft gerichtet ist. sprechen als auch denen in der Klinik. hen bindet sie außerdem salutogene As-
Sie ermöglichen Menschen in hilfebe- Neben der hoch spezialisierten akuten pekte als Quellen für das Gesundsein ein.
dürftiger Lage, an das Leben von Morgen Versorgung sollen auch die pflegethera- Heilung berücksichtigt neben der Leib-
zu denken. Damit ist ihr Denken auf peutischen Optionen der Pflegenden – lichkeit auch seelisch-geistige Ressour-
Nachhaltigkeit gerichtet, denn die mor- insbesondere bei chronischen oder cen.
gen leben, sind unsere Kinder, Enkel und nicht heilbaren Krankheiten – erweitert

Inhaltliche und didaktische Umsetzung


Als wesentliche Strukturhilfe und Aus- orientieren wir uns selbstverständlich an Fallorientiert. Bewusst wird ein fallorien-
drucksmöglichkeit pflegerischer Arbeit den aktuellen gesetzlichen Vorgaben. tiertes Lehr-Lern-Verständnis gefördert.
sehen wir die langjährig bewährten „Ak- Wir berücksichtigen dabei insbesondere Dadurch werden wissenschaftsbasierte
tivitäten des täglichen Lebens“ (ATLs) an. ein fächerintegrierendes pädagogisch-di- Sachlogik mit realitätsnaher und quali-
Als ganzheitliches Konzept wurde es von daktisches Verständnis, wie es sich im tätssichernder Handlungslogik unmittel-
der Begründerin dieses Buches, der ka- Lernfeldansatz ausdrückt, der Grundlage bar verbunden. Dabei wird die indivi-
tholischen Ordensschwester Liliane Juch- der curricularen Vorgaben in allen Bun- duelle Persönlichkeit erkennbar. Syste-
li, entwickelt. desländern ist. Die Themenbereiche der matische Gestaltungselemente ziehen
Fächerintegrierend. In der inhaltlichen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung sich als Orientierungs- und Lernhilfen
und didaktischen Umsetzung der ATLs sind den einzelnen Kapiteln nachvollzieh- durch alle Kapitel. Das erleichtert das
und auch aller anderen Schwerpunkte bar zugeordnet. Lernen und auch das Lehren.

V
Vorwort der Herausgeber

Buch kompakt. Es war uns allen ein gro- dem geringeren Gewicht. Dazu haben tionellen Gestaltung der einzelnen Bei-
ßes Anliegen, Ihnen die Nutzung des Bu- die Verlagsspezialisten ihr Bestes beige- träge.
ches noch angenehmer zu machen. Das tragen bei der Auswahl der Papierquali-
tolle Ergebnis zeigt sich trotz erweiterten tät, Gestaltung des Layouts und redak-
Inhalts an der reduzierten Seitenzahl und

Struktur
Die ATL sind geordnet nach: ■ Pflegemaßnahmen auswählen, durch-
■ Grundlagen aus Pflege- und Bezugs- führen und evaluieren
wissenschaften ■ Gesundheitsförderung, Beratung und
■ Pflegesituationen erkennen, erfassen Patienteninformation
und bewerten

Mehr Eigenständigkeit – mehr Eigenverantwortung


Wir erfahren täglich, dass Patienten früherer Gesundheit, sondern auch ein ren, teilstationären und ambulanten Be-
heute vielfach den Wunsch haben, eine Lernen an und mit der Erkrankung. reichen an. Die Bedeutung der „häusli-
aktive Rolle in ihrer Krankheitsbewälti- Kooperation als Antwort. Eine systema- chen Pflege“ stellen wir deswegen
gung und bei der pflegerischen Betreu- tische Kooperation und professionelle immer wieder exemplarisch heraus.
ung zu übernehmen. Dazu benötigen wir Kommunikation aller Beteiligten „auf Au- Von dem französischen Schriftsteller
wesentliche Grundlagen aus Pflege- und genhöhe“ ist notwendig, um auf den Ge- Antoine de Saint-Exupéry stammt der
Bezugswissenschaften. Aufgrund ihrer bieten der immer wichtiger werdenden Satz: „Die Zukunft soll man nicht voraus-
Bedeutung nahmen wir als eigenes Kapi- Gesundheitsförderung, Beratung und sehen wollen, sondern möglich ma-
tel die Patientenedukation auf. Patienteninformation hilfreich wirken zu chen.“ Eine wichtige Voraussetzung für
Lernen an und mit der Erkrankung. Eine können. eine gute Zukunft unserer Gesellschaft
unerlässliche Aufgabe für Pflegende ist, Chance zur Weiterentwicklung. Das ist Bildung. Wir hoffen, dass dieses
den erkrankten Menschen in den Prozes- pflegerische Handlungsfeld wird sich Buch Ihre persönliche Zukunftsperspek-
sen zu unterstützen, die der Organismus weiter spürbar verändern. Nicht allein tive verbessern hilft, auch wünschen wir
selbst in der Auseinandersetzung mit der die Tätigkeit im Krankenhaus macht Pfle- Ihnen Spaß am Lernen.
Erkrankung aufruft. Dazu müssen die er- ge aus, sondern bereichsübergreifende
forderlichen Pflegesituationen erkannt, integrierte Versorgungsformen gewin- Mainz/Berlin/Münster, Juni 2012
erfasst und bewertet (Assessment) wer- nen an Bedeutung und stellen uns vor Susanne Schewior-Popp
den. Unter diesem Gesichtspunkt be- zukünftige Herausforderungen. In die- Franz Sitzmann
deutet Heilung nicht nur ein Zurückdrän- sem vernetzten System kommt es auf Lothar Ullrich
gen der Erkrankung in geringere Mani- gelungene Kommunikation, Koordina-
festationsgrade und damit in eine Zeit tion und Kooperation zwischen stationä-

VI
Geleitwort von Franz Wagner

Geleitwort von Franz Wagner


Der Thieme Verlag legt das nunmehr tra- genden. Immer schwerer wird es, ange- treuung zu gewährleisten. Pflege findet
ditionsreichste deutschsprachige Pflege- sichts der aktuellen Rahmenbedingun- angesichts der sinkenden Verweildauern
lehrbuch in seiner 12. Auflage vor. Inhalt, gen, professionelle Standards einzuhal- und steigender Pflegebedürftigkeit
Umfang und Aufmachung haben sich ten und den Nutzern, also den Patienten, immer mehr außerhalb von Krankenhäu-
seit der 2. Auflage der „Juchli“ – wie Bewohnern und Klienten, die Leistung zu sern statt. Und Pflege spielt zunehmend
das Lehrbuch seinerzeit umgangssprach- bieten, die sie zu Recht erwarten kön- eine Rolle bei Gesundheitsförderung,
lich verkürzt nach seiner Autorin in der nen. Gerade diese Situation macht es er- Prävention und Rehabilitation.
Pflegeszene genannt wurde –, mit der forderlich, möglichst hoch qualifizierte Die Herausgeber haben gemeinsam
ich ausgebildet wurde, erheblich verän- Pflegende auszubilden. Denn nur wenn mit den Autorinnen und Autoren vor
dert. Dies reflektiert, dass die Anforde- jede einzelne Pflegende in der konkreten dem Hintergrund der skizzierten Heraus-
rungen an die Pflege und das Wissen um Situation fachlich argumentieren kann, forderungen ein ausgezeichnetes Lehr-
die Pflege gewachsen sind. Es spiegelt warum etwas erforderlich ist bzw. wel- buch entwickelt. Deshalb wünsche ich
aber auch wider, dass die Nutzer und che Gefahr konkret droht, wenn etwas „Thiemes Pflege“ in seiner 12. Auflage
Nutznießer des Lehrbuches andere An- nicht leistbar ist, hat sie eine Chance, viele Leserinnen und Leser, die auf der
forderungen stellen. ihren professionellen Standpunkt durch- Grundlage des Lehrbuches eine ausge-
Die Berufswelt der Pflegenden hat zusetzen. zeichnete Ausbildung erhalten und kom-
sich in den mehr als 30 Jahren seit mei- Zu wünschen wäre auch ein größeres petent eine lange Berufskarriere begin-
ner Ausbildung grundlegend verändert. politisches Bewusstsein der Pflegenden. nen.
Noch nie war so viel belegbares Wissen Denn neben der fachlichen Expertise er-
wie heute für die professionelle Pflege fordert die Durchsetzung eigener Posi- Berlin, Juni 2012
verfügbar. Noch nie waren die Anforde- tionen das Verstehen der grundlegenden Franz Wagner RbP, MSc
rungen an die Berufe im Gesundheitswe- Strukturen und Entscheidungsprozesse. Vize-Präsident Deutscher Pflegerat e. V.
sen allgemein und ganz besonders an Die Mitwirkung bei der politischen Wil- Bundesgeschäftsführer
die Pflege so groß. Pflege ist nach wie lensbildung spielt eine zentrale Rolle. Deutscher Berufsverband für
vor für viele junge Menschen ein Traum- Dies beginnt lokal bei der Vertretung Pflegeberufe DBfK e. V.
beruf. Wenige Berufe bieten ein ver- der Interessen der Mitarbeiter, in den
gleichbares Maß an Erfüllung durch die Gremien der Träger und der Kommunal-
Erfahrungen in der Begegnung mit Men- politik und führt weiter auf die Ebenen
schen, die unserer Unterstützung bedür- der Landes-, Bundes- und EU-Politik. Hier
fen. Wenige Berufe bieten eine ähnliche werden die Entscheidungen getroffen,
Vielfalt an Weiterentwicklungen und die direkte Auswirkungen auf die Ar-
Spezialisierungen innerhalb des erlernten beitssituation haben. Nun kann und
Berufes. Pflegende werden weltweit – muss nicht jede/jeder Pflegende Mitglied
vor allem angesichts demografischer im Stadtrat oder in einem der Parlamen-
Veränderungen – dringend benötigt. te werden. Es würde schon reichen,
Also beste Chancen für eine Berufsbio- wenn die große Mehrzahl der Pflegen-
grafie und -karriere, die ein großes Maß den sich für die Mitgliedschaft in einer
an Entwicklungschancen und Mobilität Berufsorganisation entscheiden würde.
beinhaltet. Dann hätten die Pflegenden eine größe-
Allerdings mussten auch noch nie die re und stärkere Lobby.
Pflegenden unter derart schwierigen Neben der gewachsenen Wissens-
Rahmenbedingungen ihren Beruf aus- grundlage und dem Rollenwandel der
üben wie heute. Gesundheits- und So- Pflege haben sich auch inhaltliche
zialsystem stehen unter erheblichem fi- Schwerpunkte verändert. Die gesetzli-
nanziellem Druck, sie sollen sich an chen Grundlagen für die Ausbildung
marktwirtschaftlichen Prinzipien orien- und im Leistungsrecht haben neue Ak-
tieren. Kontinuierlich wird durch Gesetz- zente gesetzt. So gilt politisch das Prin-
gebung versucht, den steigenden quan- zip „ambulant vor stationär“. Deshalb
titativen und qualitativen Anforderungen spielt die Vernetzung der Leistungen
vor dem Hintergrund der Ressourcen ge- über die Grenzen der Leistungssektoren
recht zu werden. Das hat direkte Auswir- hinweg eine immer größere Rolle, um
kungen auf die Arbeitssituation der Pfle- die Kontinuität der Versorgung und Be-

VII
Vorwort der Herausgeber

Geleitwort von Prof. Dr. Angelika Abt-Zegelin


Liebe Leserinnen und Leser, tualisierte Tätigkeiten fortgesetzt – neue rungspunkt ermöglichen eine Weiterbe-
wahrscheinlich werden Sie es so machen Erkenntnisse gab es kaum. schäftigung mit den Themen.
wie ich: Wenn ich ein neues Buch zur Die ersten Auflagen der „Juchli“ Das Pflegewissen erweitert sich all-
Hand nehme, blättere ich es zuerst waren für mich eine Offenbarung, be- mählich, in manchen Feldern beginnen
durch und bleibe hier und da lesend hän- sonders hinsichtlich der patientenorien- Pflegende aber überhaupt erst, „Tatsa-
gen. tierten Grundlagen. Die ersten hell- chen“ infrage zu stellen.
Vielleicht stehen Sie am Anfang einer blauen Paperback-Ausgaben hielt ich in Diese kritische Reflexion ist überaus
Pflegeausbildung, dann werden Sie auf den 70er-Jahren in den Händen, damals notwendig und wird durch das Buch an-
den kommenden Seiten einen ersten arbeitete ich als „Unterrichtsschwester“ geregt. Unser Wissen ist nur vorläufig,
Eindruck bekommen, wie vielfältig und in einer Krankenpflegeschule. Die „Juch- und das ist gut so. Der Spagat zwischen
anspruchsvoll der Pflegeberuf ist. Trotz li“, später „Thiemes Pflege“, waren für Vermittlung der wesentlichen Inhalte für
schwieriger Rahmenbedingungen ist mich immer der Gradmesser der Pflege- Berufsanfänger und der nötigen Offen-
Pflege einer der tollsten Berufe, die es entwicklung. Ich bin mir der Ehre, hier heit ist gelungen. Zunehmend glaube
gibt! Nahe am Menschen, intellektuell das Geleitwort schreiben zu dürfen, ich, dass es kaum möglich ist, das ge-
herausfordernd, verantwortungsvoll, zu- sehr bewusst. samte Berufswissen in einem Band un-
kunftsträchtig und überall auf der Welt Die „Pflegewelt“ hat sich seitdem sehr terzubringen. Thiemes Pflege versteht
gesellschaftlich notwendig. Herzlichen entwickelt und ich bin froh, dazu auch sich daher als „Flaggschiff“, ergänzt
Glückwunsch zu Ihrer Berufswahl. einen winzigen Beitrag leisten zu kön- durch viele andere Werke.
Wenn Sie lehrend in der Pflege tätig nen. Mir hat es Spaß gemacht, im Buch zu
sind, finden Sie in der neuen Auflage Einem Lehrbuch kommt immer eine lesen. Diese Freude und viele Aha-Erleb-
viele Impulse für den Unterricht – Pflege- spezielle Verantwortung zu, allseits be- nisse wünsche ich Ihnen auch!
praktiker können hier ihr Theoriewissen stehen an Lehrbücher besonders hohe
auf einen neuen Stand bringen. Anforderungen hinsichtlich der Aktuali- Witten, Juni 2012
Für alle Nutzer ist es wichtig, ihre Er- tät, der Didaktisierung und der inhaltli- Prof. Dr. Angelika Abt-Zegelin
fahrung mit dem „Buch-Wissen“ zu ver- chen Bandbreite. Alle beruflichen Felder Mathias Hochschule Rheine
binden, neu anzuwenden und dadurch sollten berücksichtigt sein. Pflegewissenschaftlerin
die berufliche Pflege weiterzuentwi- Die 12. Auflage hat all dies in vorbild- Universität Witten/Herdecke
ckeln. Zu dieser Entwicklung gehört licher Weise berücksichtigt. Die Vermitt-
auch, der Pflege „eine Stimme“ zu lung geschieht durch eine klare Struktur
geben, sowohl in der Bevölkerung als und viele Elemente wie Abbildungen, Ta-
auch in der Gesundheitspolitik. bellen, zahlreiche Fotos auch als Serien.
Meine Pflegeausbildung liegt fast 45 Definitionen, Merksätze, Praxistipps,
Jahre zurück, zu dieser Zeit wurde Pflege aber auch rechtliche Fragen und Fallbei-
überwiegend als ärztliche Assistenz ver- spiele sind hervorgehoben. Das Layout
standen. Die meisten Lehrbücher für wurde neu gestaltet, besonders ange-
Pflegende wurden damals von Ärzten nehm finde ich die Farbgebung. Die letz-
geschrieben, wohlmeinend wurde hier ten Ausbildungsgesetze erforderten eine
„verdünntes“ medizinisches Wissen prä- textliche Neufassung von über der Hälfte
sentiert, Pflege erschöpfte sich in eini- des vorherigen Inhalts.
gen Tipps zur Ernährung oder „psychi- Es ist gelungen, sich gleichzeitig an
schen Betreuung“. den zu Pflegenden und an den Lernen-
Die heutige Auffassung von Pflege, den den zu orientieren.
Menschen zu helfen, ihren Alltag trotz Als Pflegewissenschaftlerin interessie-
Krankheit zu gestalten – diese Auffassung ren mich besonders die wissenschaftli-
hat sich erst allmählich entwickelt. chen Grundlagen. Seit Jahrzehnten
Meine Mutter, ebenfalls Kranken- sorgt die Pflegewissenschaft für ein ei-
schwester, hatte ihre Ausbildung in den genständiges Fundament des Berufes,
Kriegsjahren absolviert. Unsere beiden seit etwa 20 Jahren endlich auch in
„Lehrbücher“ ähnelten sich sehr – ob- Deutschland. Viele Erkenntnisse sind in
wohl 30 Jahre dazwischenlagen. Es wur- die 12. Auflage eingegangen, die Quel-
den viele Traditionen präsentiert und ri- lenhinweise in einem eigenen Gliede-

VIII
Menschenbild und Pflegeleitbild

Aktivitäten des täglichen Lebens (ATL) –


ein Plädoyer von Liliane Juchli und Ursula Geißner
Die ATL (Aktivitäten des täglichen Lebens) –
eine Ordnungsstruktur im Kontext eines ganzheitlichen Menschenbildes
Liliane Juchli

Zur Bedeutung der ATL, wie ich sie im lösen. Diese Einlösung aber kann so auch die „Anwendung von Assessment-
Verlaufe meiner Arbeit am Krankenpfle- oder so geschehen. Das heißt: Ich Strategien“ in der Pflege, wo es um
gelehrbuch über eine Zeitspanne von verhalte mich, und indem ich mich das konkrete Umsetzen des Pflege-
mehr als 25 Jahren (1969 – 1997) entwi- verhalte, greife ich in Situationen ein. prozesses geht (erfassen, einschätzen,
ckelt und beschrieben habe, möchte ich 5. „Sich verhalten“ ist ein Beziehungsaus- steuern und bewerten).
einige Grundüberlegungen an den An- druck des Menschen in der Welt. Dies Ein ganzheitliches Pflegemodell, wie ich
fang stellen. kommt insbesondere in der zwi- es verstehe, basiert somit auf
1. Die Aktivitäten des täglichen Lebens schenmenschlichen Begegnung – im ■ einer Theorie, in diesem Fall auf der

(ATL, engl. ADL = Activities of Daily Li- Sein und im Handeln – zum Ausdruck. ganzheitlichen Sichtweise vom Men-
ving) sind zwölf Elemente, die zwar als Die menschliche Begegnung ist somit schen, wie sie in der 8. Auflage „Pflege
Ordnungsstruktur ein umfassendes die essenzielle Basis der Pflege über- und Theorie der Gesundheitsförderung
Pflegeerfassungsinstrument sind, das haupt. Mein Kernwort „Ich pflege als und Pflege Kranker“ beschrieben
aber nicht isoliert, sondern nur als Teil die, die ich bin“ verbindet demnach wurde, und
eines ganzheitlichen Pflegemodells die Art und Weise, wie ich den Men- ■ einem Instrument, das wir auch als

zur Anwendung kommen sollte. schen sehe, wie ich auf ihn zugehe, Ordnungsstruktur bezeichnen kön-
2. Die Orientierung an den ATL ist dem- und bestimmt die davon abgeleitete nen. Ich habe dafür die 12 Aktivitäten
nach ein methodischer Zugang zur Sorge und Pflege. Die Ordnungs- des täglichen Lebens (ATL) gewählt
Erfassung des Menschen – ob gesund struktur ATL kann und darf demnach (mehr darüber s. u.).
oder krank. Sie bleibt so lange ab- nicht isoliert vom zugrunde liegenden Alle Modelle haben eines gemeinsam:
strakt, solange sie nicht in Beziehung Menschenbild betrachtet werden. Sie erfassen nie das Ganze. Dies gilt für
gebracht wird mit dem Grundsatz 6. Der kranke Mensch, der Pflege jeden Erklärungsversuch, sei dieser bezo-
jeglichen Lebens in seiner Lebendig- braucht, ist darauf angewiesen, dass gen auf das Weltbild, das Menschenbild,
keit, wie auch in seiner steten Ent- er ganzheitlich gesehen wird. Ohne das Gottesbild oder ein Pflegeleitbild.
wicklung und Veränderung. diesen Zusammenhang kann jedes Zwar versuchte ich über Jahrzehnte –
3. Das Leben lässt sich nicht in Begriff- Tun zur Funktion und können selbst von Auflage zu Auflage – eine Sichtweise
systemen und Ordnungsstrukturen die ATL zur reinen Technik werden. vom Menschen in seinen Bezügen darzu-
einfangen, aber wir brauchen diese, Unverzichtbar ist und bleibt deshalb legen wie auch deren Beziehung zu den
um menschliche Fähigkeiten, Res- die Frage nach dem Menschen in sei- ATL in ihrer Verknüpfung untereinander
sourcen und Probleme erfassen und ner Ganzheit. Damit steht und fällt aufzuzeigen. Was ein Buch aber nicht
beschreiben zu können. eine sinnvolle Anwendung der ATL als leisten kann, ist die Umsetzung, deren
4. In der Wahl eines Systems treffen wir vertretbare und taugliche Grundlage Wirksamkeit im Pflegealltag abhängig
eine Grundsatzentscheidung, die aber sowohl für die Erfassung und Be- ist von den Menschen/den Pflegenden,
erst wirksam wird, wenn wir sie ein- schreibung von „Pflegediagnosen“, wie die ein Instrument gebrauchen.

Menschenbild und Pflegeleitbild


Es ist hier nicht der Ort, um meine Theo-
religišse/
rie vom Menschen zu beschreiben oder sprirituelle Ebene Abb. 1 Person ist dynamisch, will
zu begründen. Kurz zusammengefasst sich ausdrücken (personare), strebt
sich von der Transzendenz her begreifend über sich selbst hinaus.
sehe ich den Menschen in seinen Bezü- Ð †berwelt Ð
gen
■ zu sich selbst/zur Eigenwelt (Biografie,
usdrŸcke
aktuelle Lebenssituation), personale ha n- soziale
s ic
■ zum Mitmenschen/zur Mitwelt (sozia- Ebene Ebene
-

les Netz), Person


■ zur Natur und den Dingen/zur Umwelt als ist Einheit kommuni-
(Ökologie und Lebensraum) und Individuum und kativ
Ganzheit
■ zum ganz Anderen, dem Göttlichen/
Ich Du/Mitwelt
der Überwelt (religiöse, spirituelle Di- -p
mension). er so nare -
Eine gute Zusammenfassung scheint mir
nach wie vor die Abbildung in der 8. Auf- weltgestaltend
lage zu sein (Abb. 1). Ð Umwelt Ð
škologische
Ebene
IX
Aktivitäten des täglichen Lebens (ATL) – ein Plädoyer von Liliane Juchli und Ursula Geißner

Es ist mir bewusst, dass auch die beste scheidener geworden meinen eigenen Begriff „Ganzheitlichkeit“ lässt sich im
Beschreibung vom Menschen in seiner Bemühungen gegenüber, wie auch ge- Letzten nicht beschreiben, stehen doch
Ganzheit hinter der Wirklichkeit zurück- genüber den Erklärungsversuchen, die auch die Wissenschaftler vor einem im
bleibt und sie immer nur ein fragmenta- uns die Wissenschaft anbietet. Letzten nicht Benennbaren, wenn sie zu
rischer Erklärungsversuch sein kann. Das Es bleibt aber auch im 21. Jahrhundert erklären versuchen, dass „das Ganze
war mir vor 25 Jahren ebenso bewusst, wahr. Jedes Modell bleibt eine leere mehr ist als die Summe seiner Teile“
wie es mir heute noch immer ist. Viel- Hülle, wenn es nicht das Leben und das (H. P. Dürr, Atomphysiker).
leicht bin ich dabei einfach etwas be- Lebendige ins Zentrum rückt. Auch der

Aktivitäten des täglichen Lebens


Die Auseinandersetzung sowohl mit den von A. Maslow und den von Virginia Hen- Als „unterstützende und stellvertre-
altgriechischen Gesundheitsmodellen derson in den Grundregeln der Kranken- tende Übernahme“ sind sie seit der 4.
wie auch mit den neueren Erkenntnissen pflege beschriebenen „Grundbedürfnissen Auflage, als Umsetzungsinstrument
in der Heilkunde und Pflege hat mein des Menschen“. Die nachdenkende Be- (Ordnungsstruktur) eines ganzheitlichen
Denken immer wieder neu herausgefor- schäftigung mit den Grundelementen Menschenbildes, ein unverzichtbares
dert. Diese stete Neuorientierung lässt der alltäglichen Wirklichkeit des Lebens, Merkmal meines Pflegekonzeptes. Ich
sich im Vergleich der verschiedenen Auf- anlässlich einer eigenen schweren Krank- habe die Benennung und Bedeutung
lagen des Buches „Pflege“ leicht feststel- heit und eines nachfolgenden zweijähri- der einzelnen ATL im Verlauf der Jahre
len. gen Einsatzes in der Pflege, haben mich nur unwesentlich verändert und kann
So habe ich in der 2. Auflage (1972) 1981 veranlasst, die Bezeichnung auch heute noch vollumfänglich dahin-
den „Regelkreis gesunden Lebens“ ein „Grundbedürfnisse“ zu ändern und von terstehen. Die ATL sind und bleiben ein
erstes Mal thematisiert, damals noch in „Aktivitäten des täglichen Lebens“ zu spre- Ausdruck des Lebens, und die Pflege
Anlehnung an die Bedürfnispyramide chen. dient dem Leben.

Die ATL aus heutiger Sicht


Ich versuche im Folgenden auf einige kri- Ein Beispiel zur ATL „Sich bewegen“ die Beschreibung der Pflegediagnose
tische Punkte hinzuweisen: Datenerhebung im Fragen nach Fakten: und -planung, man spricht heute von
■ Mit dem Kriterienkatalog bzw. mit der Der Patient klagt über Gehprobleme, er „Pflegeassessment“ (ein Begriff, der mir
Ordnungsstruktur der ATL ist sowohl kann nur am Rollator gehen. bei der 8. Auflage noch nicht zur Verfü-
die Gesundheit wie die Pflege- und Im Unterschied dazu: Datenerhebung gung stand, er wurde erst 1996 im Rah-
Rehabilitationsbedürftigkeit eines mit Blick auf die konkrete Situation die- men der Pflegeversicherung als Wort
Menschen bzw. eines Patienten um- ses Menschen, in der Frage nach der Be- und als Thema eingeführt). Eine große
fänglich erfassbar, wodurch die Pfle- deutung des Problems. Es treten dabei Bedeutung haben dabei die sog. Assess-
gediagnose, -planung und -evaluation neue Gesichtspunkte in den Vorder- mentinstrumente, da diese innerhalb des
möglich sind. Mit anderen Worten: grund: Pflegeprozesses Aussagen zur Qualität
Erfassung, Wirksamkeit und Quali- Der Patient hat intakte Bewegungsim- ermöglichen.
tätssicherung können gleichermaßen pulse, ist aber vor drei Wochen gestürzt, Eine Pflegediagnose und -planung ist
sichtbar gemacht werden. hat Angst vor erneutem Fallen und ver- das Endprodukt einer Analyse der Situa-
■ Mehr als früher würde ich aber heute spannt nun seinen gesamten Gehapparat. tion des Patienten und der Beurteilung
betonen, dass die einzelnen ATL sich Eruiert wird hier nicht einfach ein seiner Lage in Bezug auf Fähigkeiten,
gegenseitig beeinflussen und die Problem, sondern der eigentlich Hand- Ressourcen und Probleme. Dazu sind
Kompetenzstufen (Grad der Selbststän- lungsbedarf des Patienten in der konkre- die ATL auch heute noch (neben anderen
digkeit und Selbstkompetenz) sich er- ten Ist-Situation. Konzepten) ein brauchbares Mittel zu
gänzen und gegenseitig beeinflussen. Was ich mit diesem Beispiel aufzeigen einer ganzheitlichen Einschätzung und
■ Das Konzept der ATL wird immer dann möchte, ist dies: Mit der Veränderung Bewertung von pflegebezogenen und si-
ins Leere laufen, wenn wir nur auflis- der Wahrnehmung verändert sich auch tuationsgerechten Aspekten.
ten würden, was wir sehen, und nicht
gleichzeitig nach der Bedeutung fra-
gen.
■ Die ATL sind nur dann ein gutes In-

strument zur Datenerhebung, wenn Die Wirksamkeit im Gebrauch eines Instruments,


wir die Fakten in Bezug zum Men- auch der ATL, ist demnach gebunden
an die Reflexionsbereitschaft und ReflexionsfŠhigkeit
schen, als ganzheitlichem Wesen,
der Pfegepersonen.
sehen mit Blick auf alle seine Bezie-
hungen und Bezüge (s. o. Menschen- Wichtig ist nicht, was wir fragen,
bild und Pflegeleitbild). Das heißt, welche Fakten wir sammeln, sondern
dass wir den Menschen als Träger wie wir Fragen stellen
und wie wir ZusammenhŠnge sehen und bewerten,
einer individuellen Geschichte erken- um darauf situationsgerecht antworten zu kšnnen.
nen, die das, was jetzt ist, beeinflusst
und mitbestimmt hat.

X
Thiemes Pflege, Liliane Juchli und die ATL

Thiemes Pflege, Liliane Juchli und die ATL


Ursula Geißner

Die Abkürzung ATL für „Aktivitäten des ■ unterstützend einzugreifen, wo Men- krank. Atemstörungen treffen den Men-
täglichen Lebens“ ist deutschsprachigen schen Hilfe brauchen. schen vital (Vitalfunktion) und existen-
Pflegenden vertraut. Liliane Juchli hat sie Darin wird sichtbar: Der Pflege vorange- ziell. Atembehinderung ist, wie es der
1969 in das Lehrbuch der Pflege im Thie- stellt ist die Prävention, d. h. die Aufgabe, Name für die schwerste Störungsform
me-Verlag eingeführt und populär ge- ■ Gesundheit zu fördern, aussagt, eine Not. Atemnot ist damit
macht. ■ Krankheiten vorzubeugen und immer von existenzieller Angst (Todes-
Tradition und Verbreitung sind gute ■ Prophylaxen zu betreiben. angst) begleitet. Es handelt sich dabei
Gründe, bei einem bewährten Konzept Ganzheitliche Gesundheits- und Kran- um eine Angst, die nicht wegdiskutiert
zu bleiben. Aber auch bewährte Konzep- kenpflege umfasst die Sorge für das Ge- oder weggenommen werden kann.
te sind bei jeder Neuauflage eines Lehr- sunde und die Pflege des Kranken, d. h., Atemunterstützende Maßnahmen (Be-
buches immer wieder neu zu überden- es müssen alle drei Stufen der Prävention handlung) wie Sauerstoffzufuhr, Ober-
ken, ganz im Sinne von Liliane Juchli: berücksichtigt werden: körperhochlagerung, Luftbefeuchtung
„Ich selbst habe von Auflage zu Auf- ■ Primäre und sekundäre Prävention: usw. sind nur ein Bruchteil der Not ab-
lage dazugelernt, habe mich mit den Unterstützen der ATL dort, wo Men- wendenden Maßnahmen. Betreuung
neuen Erkenntnissen auseinandergesetzt schen Hilfe brauchen, sei es als Ge- und Begleitung sind ebenso wichtig.
und nie aufgehört, im konkreten Praxis- sundheitsbildung oder Förderung, im Der Atembehinderte braucht Luft
feld der Pflege Erfahrungen zu sammeln, Entdecken und Aktivieren von Res- (Sauerstoff, frische Luft = gelüftetes Zim-
Gewohnheiten zu hinterfragen und Al- sourcen, im Bewusstmachen von Risi- mer), genügend Raum (er darf sich nicht
ternativen zu wagen“, schreibt sie im ken, im Verhüten von Gefahren. eingeengt fühlen) und menschliche Zu-
Geleitwort zur 9. Auflage, als sie ihr ■ Tertiäre Prävention: Begleiten in Kri- wendung: eine gute Atmosphäre“ (Juchli
Werk in die Hände der nachfolgenden sensituationen des Lebens, dort, wo 1998, S. 78).
Herausgeber legte (Thieme, Stuttgart, Menschen nicht (mehr) selbst zurecht-
im Juli 2000). kommen und/oder neue Lebenswirk- Die interne Systematik
In diesem Sinne ist es nicht nur ge- lichkeiten erarbeitet werden müssen, Pflegende in der Ausbildung, aber auch
rechtfertigt, sondern auch gefordert, sei es als Leben mit Krankheit, mit be- ausgebildete Pflegende können sich,
das Konzept der ATL zu überdenken. dingter Gesundheit, mit Behinderung: wenn sie dem Anspruch dieser Betrach-
Passt dieses Konzept noch zu der durch Hoffnung ermöglichen, damit Leben tungsweise der ATL gerecht werden wol-
Forschung und Wissenschaft weiterent- bis zuletzt und unter allen Umständen len, überfordert fühlen: „An was alles
wickelten Pflege? Passt es noch zu den menschenwürdig bleibt. muss man denken, wenn man einem
Anforderungen an Pflegende, deren pro- „Das Umgehen mit den ATL ist vor sol- Kranken begegnet, das geht doch im All-
fessionelles Handeln mitbestimmt wird chem Hintergrund eine große Herausfor- tag gar nicht“, so oder so ähnlich stöh-
durch verkürzte Verweildauer im Kran- derung an uns – in unserem eigenen Ge- nen sie.
kenhaus, durch den ökonomischen sundheitsverhalten wie in der berufli- Deshalb weichen viele Pflegende aus:
Druck, der auf der ambulanten wie sta- chen Pflege“ (Juchli, Pflege 1994, S. 49 – Sie achten nur noch auf die Symptome
tionären Pflege lastet, auf die Zunahme 50). und konzentrieren sich auf die Symp-
pflegeintensiver alter Patienten und der tombehandlung.
geforderten Anpassung an die Fort- Ein Beispiel Sind sich Pflegende allerdings weiter-
schritte der Medizin und der Technik? Wie Liliane Juchli sich diesen Zusammen- hin bewusst, dass die Behandlung eines
Auch deshalb lohnt es sich, die ATL hang von Gesundheit und Krankheit vor- Symptoms nur eine sicherlich notwendi-
auf ihren Sinn und ihren Wert für die stellt, kann am besten an ihren eigenen ge Handlung ist, dass aber der Heilungs-
Pflege heute zu reflektieren. Ausführungen festgemacht werden. prozess viel mehr erfordert, dann wissen
sie, dass sie
Atmen (ein Auszug)
„Vom Gesunden zum Kranken“ ■ sich politisch engagieren sollten,
„Der gesunde Mensch soll in erster Linie
Grundlegend für das Konzept der ATL ist, wenn die Luft zum Atmen ver-
eine gesunde Luft zum Einatmen zur
dass das menschliche Leben in gesunden schmutzt ist, und
Verfügung haben. Die ganze Problema-
und kranken Tagen im Zusammenhang ■ individuell beraten sollten, wenn die
tik der bloß produktiven Nutzung der
gedacht wird. Die ATL befassen sich des- Atembeschwerden durch ein verän-
Natur ist damit angesprochen, die, so
halb immer zuerst mit dem gesunden dertes Verhalten abnehmen könnten.
wie sie in unserem Jahrhundert gehand-
Menschen sowie mit dem förderlichen Dann denken sie daran, wie stark Atem-
habt wird, Umweltverschmutzung, Tod
Lebensstil und der gesund erhaltenden not beängstigend und existenziell be-
der Gewässer und Ausbeutung des Bo-
Lebensqualität (...). drohlich erlebt wird und werden ihre Be-
dens zur Folge hat. Gesunderhaltung ist
Die Grundlage der Pflege wäre dem- gleitung und Betreuung und menschli-
demnach ein Postulat, das alle angeht
nach (in Anlehnung an die alte Heil- che Zuwendung anbieten in den Zeiten
und auf der Stufe des Individuums (Rau-
kunst) die „Kunst, Lebensqualität zu er- dieser durch Atemnot ausgelösten
chen, Energieverbrauch usw.) ebenso
möglichen“. Mit anderen Worten, Angstzustände.
verwirklicht werden muss wie auf politi-
■ Gesundheit zu kennen, zu bewahren, Liliane Juchli weist auch darauf hin,
scher Ebene (sinnvolle Nutzung der
zu fördern, dass alle diese typischen und unver-
Natur).
■ Gesundheit zu lehren und zu lernen wechselbaren Pflegehandlungen etwas
Der Kranke, welcher die Unterstüt-
und mit der „guten Atmosphäre“ zu tun
zung bei der Atmung bedarf, ist sehr

XI
Aktivitäten des täglichen Lebens (ATL) – ein Plädoyer von Liliane Juchli und Ursula Geißner

haben, wobei sie den Begriff Atmosphä- Die Konsequenzen Gäbe man das Konzept der ATL auf,
re (= Luft) im übertragenen Sinne ge- Wenn Pflegende darüber klagen, dass sie dann bestünde die Gefahr, dass Pflegen-
braucht. den auch von ihnen gewünschten ganz- de die Perspektive auf den Gesamtzu-
Pflegende können umso besser in den heitlichen Blick in der bedrängten Situa- sammenhang, auf den ganzen Menschen
beängstigenden Situationen der Kranken tion der „immer mehr Patienten in gar nicht mehr in den Blick nähmen.
unterstützend und beruhigend tätig immer kürzerer Zeit“ nicht gewachsen Dieser Gefahr sollte kein Kind, keine
sein, je mehr sich alle im Team, in der sein können, auch wenn sie es wollten, Frau und kein Mann je ausgesetzt wer-
interdisziplinären Zusammenarbeit be- dann kann die Folgerung nicht sein, dass den, wenn sie Hilfe brauchen, gepflegt
mühen, eine „gute Atmosphäre“ herzu- sie auf das Konzept der ATL verzichten, werden sollen. Jedem Kranken sollte ge-
stellen. Dann herrscht eben ein „gutes sondern sich dort hörbar und argumen- rade durch die gut ausgebildeten Ge-
Klima“. tativ einsetzen, wo Änderungen ermög- sundheits- und Krankenpfleger die Chan-
Auch darauf legt das Konzept ATL gro- licht werden können. Es kann doch kei- ce gegeben werden, dass sein Leben mit
ßen Wert im Sinne von Gesundheitspfle- ner aus der eigenen Berufsgruppe erwar- Leiden und Freuden bis zum letzten
ge. ten, dass Pflegende auf ein umfassendes Atemzug betreut und begleitet und
Konzept von Pflege verzichten und somit geachtet wird.
Reflexion und Bewusstsein damit ihren Beruf minimalisieren und zu THIEMEs Pflege hat also die besten
Die ATL halten im Bewusstsein, dass das, einem reinen Assistenzberuf machen! Gründe, das Konzept der ATL in der be-
was allen Menschen in ungetrübten, ge- Dass auch in der Pflege nicht alles auf währten Tradition der Pflegebücher von
sunden Tagen so selbstverständlich er- einmal bedacht und gemacht werden Liliane Juchli beizubehalten. Es auch zu
scheint, als „Aktivitäten des täglichen Le- kann, das ist eine Einsicht, die in vielen verteidigen in dem Engagement für die
bens“ – das alltägliche Leben nämlich – Berufen, vor allem in denen, die mit Pflegenden und damit auch für die Kran-
abhängig ist Menschen zu tun haben, zu Gewichtun- ken.
■ von der Umwelt, gen und Reihungen in der Zeit auffor-
■ von den anderen, dert. Zürich/St. Märgen, Juni 2012
■ vom eigenen Körper und So werden in Pflegeplänen Prioritäten Sr. Liliane Juchli und Dr. Ursula Geißner
■ von Seele und Geist. gesetzt, für individuell unterschiedliche
Oft treten diese Abhängigkeiten erst ins Patienten werden die Pläne aktualisiert
Bewusstsein, wenn Störungen auftreten, und in der Pflegeprozessreflexion adä-
dann erst werden sie dem Menschen be- quat verändert.
wusst und geschätzt.
Pflegende können, wenn sie das Be-
wusstsein dieser Abhängigkeiten und
Zusammenhänge haben, mit den Kran-
ken nach den Ressourcen suchen, sie fin-
den helfen oder zu ersetzen versuchen.
Und auch sie selbst sollten die Möglich-
keit erhalten oder sich bewahren, alle
ihre lebendigen Kräfte zu pflegen.

Gesundheits- und Krankenpflegerin,


Gesundheits- und Krankenpfleger
Die seit 2004 in Deutschland eingeführte
Berufsbezeichnung entspricht dem Kon-
zept der ATL. Durch sie wird deutlich ein
Anspruch erhoben, der eben nicht nur
die symptomorientierte Behandlungs-
pflege im Akutzustand einer Erkrankung
erwartet und fordert, sondern
■ Prävention und Prophylaxe,
■ Behandlung, Betreuung und Beglei-

tung sowie
■ Rehabilitation als professionelle pfle-

gerische Handlungen bewertet.

XII
Autoren

Herausgeber und Autoren


Professor Dr. phil. Franz Sitzmann Lothar Ullrich
Susanne Schewior-Popp
Kurzvita: Jahrgang 1945, Ausbildung Kurzvita: Jahrgang 1953; Ausbildung
Kurzvita: Jahrgang 1955, Lehramtsstu- und Tätigkeit als Industriekaufmann, Zi- zum Krankenpfleger; Weiterbildung
dium, Lehrtätigkeit am Gymnasium, er- vildienst im Krankenhaus, Ausbildung als zum Fachkrankenpfleger für Intensivpfle-
ziehungswissenschaftliche Promotion, Krankenpfleger, Tätigkeit in Intensivpfle- ge und Anästhesie; Weiterbildung zum
Tätigkeit in der Aus-, Fort- und Weiter- ge, 10 Jahre Lehrer für Pflegeberufe und Lehrer für Pflegeberufe; seit 1982 Lehrer
bildung für Berufe im Gesundheitswe- Schulleiter, 10 Jahre Pflegedienstleitung, und Leiter einer Weiterbildungseinrich-
sen, seit 1993 Professorin für Erzie- seit 1991 als beratender Fachkranken- tung am Universitätsklinikum Münster;
hungswissenschaften und Pflegepädago- pfleger für Krankenhaushygiene tätig in Weiterführendes Studium für Lehrperso-
gik an der Katholischen Hochschule in verschiedenen Krankenhäusern. nen im Gesundheitswesen; berufsbeglei-
Mainz, Leitung der Lehrplankommission tende Ausbildung zum Supervisor; Fach-
Korrespondenzadresse:
für die Ausbildung in der Gesundheits- experte in verschiedenen politischen und
Sakrower Kirchweg 86a,
und Krankenpflege in Rheinland-Pfalz, wissenschaftlichen Gremien, u. a. zur Er-
14089 Berlin
Honorarprofessorin für den Bereich Pfle- stellung von Weiterbildungs- und Prü-
gebildungsforschung an der pflegewis- fungsordnungen im Bereich der Fach-
senschaftlichen Fakultät der PTHV in Val- krankenpflege
lendar.
Korrespondenzadresse:
Korrespondenzadresse: Weiterbildungsstätte für
Katholische Hochschule Mainz, Intensivpflege & Anästhesie und
Fachbereich Gesundheit und Pflege, Pflege in der Onkologie,
Saarstr. 3, 55122 Mainz Universitätsklinikum Münster,
Schmeddingstr. 56, 48129 Münster

Autoren
Prof. Dr. Angelika Abt-Zegelin Univ.-Prof. Dr. Hermann Brandenburg Angelika Cerkus-Roßmeißl
Pflegewissenschaftlerin Hochschullehrer, Pflegewissenschaftliche Lehrerin für Pflegeberufe
Department für Pflegewissenschaft Fakultät Kepserstr. 46
Universität Witten-Herdecke gGmbH PTHV - Philosophisch-Theologische 85356 Freising
Stockumer Str. 12 Hochschule Vallendar gGmbH
58453 Witten Pallottistr. 3 Ina Citron
56179 Vallendar Diplom Sozialarbeiterin
Prof. Dr. Sabine Bartholomeyczik Ltd. Ausbilderin
Universität Witten/Herdecke Prof. Dr. R. Brehler Deutsche Gesellschaft für Kinästhetik
Department für Pflegewissenschaft Klinik für Hautkrankheiten und Kommunikation e. V.
Stockumer Straße 12 Universitätsklinikum Münster Althoffstr. 20
58453 Witten Von Esmarch-Str. 58 12169 Berlin
48129 Münster
Gabriele Bartoszek (MScN) Dr. med. Ilona Csoti
Von Einem Str. 12 Dr. med. Olaf Anselm Brinkmann Ärztliche Direktorin
45130 Essen St. Bonifatius Hospital Gertrudis Klinik Biskirchen
Chefarzt, Klinik für Urologie und Parkinson Zentrum
Christiane Becker Kinderurologie Karl-Ferdinand-Broll Str. 2-4
Lehrerin für Pflegeberufe Wilhelmstr. 13 35638 Leun-Biskirchen
Hamelmannstr. 12 49808 Lingen (Ems)
44141 Dortmund Marcus Eck
Dr. med. Bettina Brinkmann Krankenpfleger und Praxisanleiter
Carmen Boczkowski Ärztin für Urologie Klinikum Region Hannover
Krankenschwester, Pflegedienstleitung St. Bonifatius Hospital Krankenhaus Hannover Nordstadt
Gertrudis Klinik Biskirchen Klinik für Urologie und Kinderurologie Haltenhoffstr. 41
Parkinson-Zentrum Wilhelmstr. 13 30167 Hannover
Karl-Ferdinand-Broll Str. 2 – 4 49808 Lingen (Ems)
35638 Leun-Biskirchen Angelika Eil
Dr. med. Annelie Burk Pflegepädagogin B.A.
Ärztin für Augenheilkunde Klinikum Stuttgart
Max-Cahnbley-Str. 22 Bildungszentrum
33604 Bielefeld Hegelstr. 4
70174 Stuttgart

XIII
Autoren

Univ.-Prof. Dr. Michael Ewers Dr. Ursula Geißner Priv.-Doz. Dr. med. Erwin Hermann
Charité Universitätsmedizin Berlin em. Professorin für Führungslehre Klinik für Urologie
Institut für Medizin-, Pflegepädagogik und Organisation Universitätsklinikum Münster
und Pflegewissenschaft Feldbergstr. 5 Albert-Schweitzer-Campus 1 Gebäude A
Campus Virchow Klinikum 79274 St. Märgen 48149 Münster
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin Irmela Gnass Susanne Herzog
m.ewers@charite.de Pflegewissenschaftlerin, BScN, MScN Pflegewissenschaftlerin (MScN)
Institut für Pflegewissenschaft Weißer Weg 132a
Patricia Fischer Paracelsus Medizinische Privatuniversität 32657 Lemgo
Pflegedienstleitung Strubergasse 21
Klinik am Eichert 5020 Salzburg Reemt Hinkelammert
Zentrum Operative Medizin Klinik und Poliklinik für Urologie
Eichertstr. 3 Elke Goldhammer Universitätsklinikum Münster
73035 Göppingen Pflegewissenschaftlerin (FH), Albert-Schweitzer-Str. 33
Fachkrankenschwester für die Pflege 48149 Münster
Sabine Floer in der Onkologie
Krankenschwester Kursleitung Palliative Care, Kursleitung Eva Hokenbecker-Belke
Fidicinstr. 30 Weiterbildung Pflege in der Onkologie Dipl. Pflegewirtin (FH), Fachkranken-
10965 Berlin Universitätsklinikum Münster schwester für Intensivpflege und
Weiterbildungsstätte für Intensivpflege, Anästhesie
Dr. Ferenc Fornadi Anästhesie u. Pflege in der Onkologie Case Managerin (DGCC), Qualitäts-
Geschäftsführer Schmeddingstr. 56 managementbeauftragte (QMB-TÜV)
Gertrudis Klinik Biskirchen 48129 Münster Lange Geist 1 A
Parkinson-Zentrum 59510 Lippetal
Karl-Ferdinand-Broll-Str. 2-4 Dr. med. Uwe Gottschalk ehokenbecker@web.de
35638 Leun-Biskirchen Chefarzt, Abteilung Innere Medizin,
Gastroenterologie Prof. Gertrud Hundenborn
Michaela Friedhoff Maria Heimsuchung Caritas Klinik Professorin für Pflegepädagogik
Pflegeinstruktorin Bobath BIKA ® Pankow Leiterin des Zentrums für Pflege-
Kursleiterin für Basale Stimulation, Breite Str. 46-47 lehrerinnenbildung
Pflegedienstleitung 13187 Berlin und Schulentwicklung der KatHO NRW
HELIOS-Klinik Holthausen Leiterin des Arbeitsschwerpunktes
Am Hagen 20 Stefan Grossmann-Haller Pflegebildungsforschung
45527 Hattingen/Ruhr Lehrkraft im Deutschen Institut für angewandte
Schule für Physiotherapie Pflegeforschung e. V.
Dr. phil. Heiner Friesacher Orthopädische Uni-Klinik Katholische Hochschule Nordrhein-
Pflegewissenschaftler, Schlierbacher Landstr. 200 a Westfalen (KatHO NRW)
Freier Hochschuldozent 69118 Heidelberg Abteilung Köln
Etelserstr. 21 Fachbereich Gesundheitswesen
27299 Langwedel-Etelsen Matthias Grünewald Wörthstr. 10
Dipl. Pflegepädagoge (FH) 50668 Köln
Professor Dr. paed. Andreas Fröhlich Fachkrankenpfleger für Intensivpflege
Wolfsangel 10 und Anästhesie Peter Jacobs
67663 Kaiserslautern Universitätsklinikum Düsseldorf Pflegedirektor
Bildungszentrum Klinikum der Universität München
Manfred Funk Moorenstr. 5 Marchioninistr. 15
Betriebswirt (VWA), Krankenpfleger 40225 Düsseldorf 81377 München
HUMANIS
Zentrale Felicitas Grundmann Simone Jochum
Mozartstr. 1 Gesundheits- und Krankenpflegerin Gesundheits- und Krankenpflegerin
76133 Karlsruhe mit Fachweiterbildung Onkologie Praxisanleiterin
Breite Straße 86a Schule für Gesundheits- und
Prof. Dr. med. Gert Gabriëls 58452 Witten Krankenpflege
Arzt für Innere Medizin, Nephrologie, Katholisches Klinikum Koblenz-
Diabetologie, Hypertensiologie Walter Hell Montabaur
Leitender Oberarzt, Medizinische Klinik Richter am Amtsgericht Thielenstraße 13
und Poliklinik D Am alten Einlaß 1 56073 Koblenz
Universitätsklinikum Münster 86150 Augsburg
Albert-Schweitzer-Str.33 Dr. Liliane Juchli
48149 Münster Schwesternheim Theodosianum
Jupiterstr. 40
8032 Zürich
SCHWEIZ

XIV
Autoren

Dr. med. Mette Kaeder Dr. med. Dr. rer. nat. Heidemarie Kremer Dorothea Mört
Neurologin, Sozialmedizinerin Department of Psychology Pflege- und Gesundheitsmanagerin (BA)
Ärztliche Leitung University of Miami Fachgesundheits- und Krankenpflegerin
Klinik am Stein 1203 Dickinson Drive, 37 D für Intensivpflege und Anästhesie
Ambulantes Reha-Zentrum Dortmund Coral Gables, FL 33124 Universitätsklinikum Münster
Feldstr. 77 USA Weiterbildungsstätte für Intensivpflege,
44141 Dortmund Anästhesie u. Pflege in der Onkologie
Vera Kuhlmann Schmeddingstr. 56
Dr. med. Sebastian Kemper Gemeinschaftskrankenhaus 48129 Münster
Urologische Gemeinschaftspraxis Gerhard-Kienle-Weg 4
Bahnhofstr. 13 58313 Herdecke Dr. phil. Annedore Napiwotzky
49525 Lengerich Dipl.-Psychologin und Pflegewissen-
Elke Kuno schaftlerin
Elisabeth Kern-Waechter Lehrerin für Pflegeberufe Gesamtleitung
Lehrerin für Gesundheitsfachberufe Ladenburger Str. 37 Hospiz Stuttgart
Institutsleiterin ekw.concept! 69120 Heidelberg Stafflenbergstr. 22
Institut für Beratung, Bildung, Training 70184 Stuttgart
Schwerpunkt Endoskopie Andreas Kutschke
Nusslocher Str. 20 Pflegewissenschaftler BCsN, Nadja Nestler
69190 Walldorf Krankenpfleger für geriatrische Dipl.-Pflegewissenschaftlerin (FH)
Rehabilitation Paracelsus Medizinische
Henry Kieschnick Hochstr. 23 Privatuniversität Institut für Pflege-
Diplom-Pflegewirt (FH) 41189 Mönchengladbach wissenschaft
Kulmer Weg 3 Strubergasse 21
30659 Hannover Susanne Lehmann 5020 Salzburg
Dipl. Pflegepädagogin (FH)
Professor Dr. med. Sabine Kliesch Stellv. Leitung Contilia Akademie GmbH Christoph Sebastian Nies
Chefärztin St. Marien-Hospital Dipl. Pflegepädagoge (FH)
Abteilung für Klinische Andrologie Kaiserstr. 50 Lehrer in den Bereichen Gesundheits-
Centrum für Reproduktionsmedizin 45468 Mülheim an der Ruhr und Krankenpflege/Kinderkranken-
und Andrologie pflege,
Universitätsklinikum Münster Michael Löhr Gesundheits- und Krankenpflege-
Albert-Schweitzer-Campus 1, Krankenpfleger, M.A., Dipl.-Kfm. (FH) assistenz
Gebäude D 11 Leitung der Stabsgruppe für Klinik- Ausbildungszentrum für Pflegeberufe
48149 Münster entwicklung und Forschung Universitätsklinikum Bonn
LWL-Klinikum Gütersloh Sigmund-Freud-Str. 25k
Elke Kobbert Psychiatrie, Psychotherapie, 53105 Bonn
Erziehungswissenschaftlerin M.A. Psychosomatik
Franz-Knauff-Str. 15 Neurologie, Innere Medizin im Ricki Nusser-Müller-Busch, MSc
69115 Heidelberg LWL-Psychiatrie Verbund Westfalen (Neureha)
Buxelstr. 50 Logopädin, F.O.T.T. Instruktorin
Andreas Kocks 33334 Gütersloh Rüsternallee 45
Pflegewissenschaftler (RN, BScN, MScN) 14050 Berlin
Stab. Pflegedirektion Universitätsklinik Silvia Maeting
Bonn Ltd. Endoskopiefachschwester Peter Nydahl
Universität Witten/Herdecke Maria Heimsuchung Caritas Klinik Krankenpfleger, Kurs- und Weiterbil-
Uckeratherstr. 56 Pankow dungsleiter für Basale Stimulation in der
53639 Königswinter Abteilung Innere Medizin, Gastro- Pflege, Pflegeexperte für Menschen im
andreas.kocks@ukb.uni-bonn.de enterologie Wachkoma, Praxisanleiter, RbP
Breite Str. 46-47 Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Heike Köpke 13187 Berlin Campus Kiel
Canisiusweg 21 Klinik für Neurologie, Neurologische
48151 Münster Anke Marks Intensivstation und Stroke Unit N1
Dr. Thomas Köpke Lehrkraft für Pflege Schittenhelmstr. 10,
Canisiusweg 21 Asseburgstr. 7 24105 Kiel
48151 Münster 30451 Hannover Peter.Nydahl@uk-sh.de

Ralf Krämer Dr. med. Torsten B. Möller PD Dr. med E. Oestreicher


Fachkrankenpfleger AN/INT Radiologe am Caritas-Krankenhaus Gemeinschaftspraxis für Hals- Nasen-
Bereichsleitung -Casa Vitae- 66763 Dillingen/Saar und Ohrenheilkunde
Einrichtung zur neurologischen Lang- Allergologie, Plastische Operationen
zeitrehabilitation Phase F Lingener Str. 5
Klarastift gGmbH 49716 Meppen
Andreas Hofer Straße 70-72
48145 Münster
XV
Autoren

Jürgen Ohms Dr. Christof Schnürer Ursula Skrotzki


Dipl. Pflegepädagoge (FH) Facharzt für Innere Medizin Fachkrankenschwester für Intensiv-
Leitung Contilia Akademie GmbH Facharzt für Allgemeinmedizin und Anästhesiepflege
St.-Marien-Hospital Römerstr. 6 Klinikum Dortmund gGmbH
Kaiserstr. 50 79410 Badenweiler Klinikzentrum Nord
45468 Mülheim an der Ruhr Zentrum für Schwerbrandverletzte
Jasmin Schön Münsterstr. 240
Thomas Olschewski M.A., Dipl.-Berufspädagogin (FH) 44145 Dortmund
Fachkrankenpfleger für Intensivpflege Krankenschwester
und Anästhesie Ausbilderin Fachdidaktik Pflege am Annegret Sow
Einrichtung zur Neurologischen Lang- Staatlichen Seminar für Didaktik und Diplom-Pflegepädagogin (Univ)
zeitrehabilitation – Phase F Casa Vitae Lehrerbildung (Berufliche Schulen) Klinikum Region Hannover GmbH
Andreas-Hofer-Str. 70 Karlsruhe Wissenschaftliche Lehrkraft Schulzentrum
48145 Münster Bertha-von-Suttner-Schule Roesebeckstr. 15
Beethovenstr. 1 30449 Hannover
Dr. Brigitte Osterbrink 76275 Ettlingen
Leiterin der Akademie für Gesundheits- Christine Sowinski
berufe Doris Schöning M.Sc. Krankenschwester, Diplom-Psychologin
Präsidentin der Mathias-Hochschule Diabeteswissenschaftlerin Leitung Bereich Beratung von
Mathias-Spital Rheine Mathias Hochschule Einrichtungen und Diensten
Frankenburgstr. 31 Frankenburgstr. 31 Kuratorium Deutsche Altershilfe
48431 Rheine 48431 Rheine An der Pauluskirche 3
50677 Köln
Philipp Papavassilis Silke Schoolmann
Assistenzarzt Dipl.-Pflegepädagogin (FH) Annette Stade
Universitätsklinikum Münster Gartenfeldstraße 12 Pflegedienstleitung /
Klinik und Poliklinik für Urologie 55118 Mainz Niederlassungsleitung
Albert-Schweitzer-Campus 1, Heroldstr. 80
Gebäude A1 Prof. Dr. Michael Schulz 44894 Bochum
48149 Münster Lehrstuhl für Psychiatrische Pflege
Fachhochschule der Diakonie Dietmar Stolecki
Dr. med. Klaus Maria Perrar Grete-Reich-Weg 9 Dipl.-Berufspädagoge
Personaloberarzt 33617 Bielefeld Referat Fort- und Weiterbildung
Am Zentrum für Palliativmedizin St. Johannes-Hospital
Uniklinik Köln Privatdozent Dr. med. Johannesstr. 9-17
Kerpener Str. 62 Andreas Schwarzkopf 44137 Dortmund
50937 Köln Facharzt für Mikrobiologie und
Infektionsepidemiologie Professor Dr. med. Dr. h. c.
Adriano Pierobon Ö.b.u.b. Sachverständiger für Kranken- Christoph Student
Gerontologe, Geschäftsführer haushygiene Palliativmediziner und Psychotherapeut
HUMANIS GmbH Institut Schwarzkopf GbR Deutsches Institut für Palliative Care
Mozartstr. 1 Otto-von-Bamberg-Str. 10 St. Gallener Weg 2
76133 Karlsruhe 97717 Aura a.d. Saale 79189 Bad Krozingen

Dr. rer. nat. Andreas Portsteffen Tanja Segmüller Heiner Terodde


Leiter der Krankenhausapotheke Pflegewissenschaftlerin Praxisanleiter, Fachkrankenpfleger für
Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke (MScN, BScN, RN) Intensivpflege u. Anästhesie
Gerhard-Kienle-Weg 4 Universität Witten/Herdecke Oberschwabenklinik gGmbH
58313 Herdecke Paulstr. 12 Elisabethenstraße 15
42287 Wuppertal 88212 Ravensburg
Prof. Dr. med. Claudia Rössig
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Erika Sirsch, MScN Maike Unger
Pädiatrische Hämatologie und Onkologie Deutsches Zentrum für Neurode- Stationsleitung
Albert-Schweitzer-Campus 1 generative Erkrankungen, (DZNE) Witten Gemeinschaftskrankenhaus
48149 Münster Stockumer Str. 12 Gerhard-Kienle-Weg 4
Postfach 6250 58313 Herdecke
Brigitte Sachsenmaier 58463 Witten
Freiberufliche Dozentin für Pflege- Christa van Leeuwen
themen, Lehrerin für Pflege Hausgeburtshebamme
Stomatherapeutin, Mentorin, Hygiene- Systemische Familien- und Paartherapie
beauftragte in Einrichtungen der Sexualberatung
Altenpflege Am Berge 3
Ziegelstr. 42 58313 Herdecke
73084 Salach

XVI
Autoren

Gabie Vef-Georg Ina Welk Thomas Werschmöller


Pflegefachfrau, Lehrerin für Pflege- Fachkrankenschwester Intensiv- Krankenpfleger, Primary Nurse,
berufe, Heilpflanzenfachfrau und Anästhesiepflege Hygienefachkraft
Autorin und Gartentherapeutin Pflegemanagerin Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke
Ziegelried 373 Strategische Weiterentwicklung, Gerhard-Kienle-Weg 4
3054 Schlüpfen Prozessberatung und Marketing 58313 Herdecke
SCHWEIZ in der Pflege
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Stefan Wilpsbäumer (M.A.)
Prof. Dr. Frank Weidner Arnold-Heller-Str. 3 – Haus 18 Fachgesundheits- und Krankenpfleger
Dekan, Pflegewissenschaftliche Fakultät 24105 Kiel für Intensivpflege und Anästhesie
PTHV – Philosophisch-Theologische Universitätsklinikum Münster
Hochschule Vallendar Andreas Wendl Weiterbildungsstätte für Intensivpflege,
Pallottistr. 3 Krankenpfleger Anästhesie u. Pflege in der Onkologie
56179 Vallendar Berufsgenossenschaftliches Schmeddingstr. 56
Unfallkrankenhaus Hamburg 48129 Münster
Bergedorferstr. 10
21033 Hamburg Prof. Dr. med. Christian Wülfing
Chefarzt der Abteilung für Urologie
Susanne Werschmöller Asklepios Klinik Altona
Krankenschwester, Pflegeüberleitung Paul-Ehrlich-Str. 1
Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke 22763 Hamburg
Gerhard-Kienle-Weg 4
58313 Herdecke

XVII