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Mathematik – Buch / 1.

Elementares Rechnen / -1-

Als erstes wollte ich euch hier die Grundrechenarten zusammenfassen... Dies ist natürlich
einfach... Aber man sollte die Fachbegriffe auf jeden Fall beherrschen... ☺

1. Die Addition (Das Addieren)

Beispiel:
30 + 25 = 55
1. Summand 2. Summand = Summe

2. Die Subtraktion (Das Subtrahieren)

Beispiel:
55 - 30 = 25
Minuend Subtrahend = Differenz

3. Die Multiplikation (Das Multiplizieren)

Beispiel:
18 x 11 = 198
1. Faktor 2. Faktor = Produkt

4. Die Division (Das Dividieren)

Beispiel:
200 : 5 = 40
Dividend Divisor = Quotient

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Mathematik – Buch / 1. Elementares Rechnen / -2-

1. Elementares Rechnen
1.1 Bruchrechnung

Erweitern: Zähler und Nenner werden mit derselben natürlichen Zahl (größer als 1)
multipliziert.

Beispiele:

1 1•7 7
= =
2 2 • 7 14
1 1•6 6
= =
2 2 • 6 12
1 1 • 10 10
= =
2 2 • 10 20

Kürzen: Zähler und Nenner werden durch dieselbe immer natürlichen Zahl (größer als 1)
dividiert.

Beispiele:

45 45 : 5 9 1
= = =
90 90 : 5 18 2
45 45 : 3 15 1
= = =
90 90 : 3 30 2
45 45 : 9 5 1
= = =
90 90 : 9 10 2

Addieren (Subtrahieren): Die Brüche werden als erstes nennergleich gemacht. Dann addiert
(subtrahiert) man die Zähler und behält den gemeinsamen Hauptnenner bei.

Beispiele:

5 6 25 18 43
+ = + =
3 5 15 15 15
5 3 20 9 11
− = − =
6 8 24 24 24

Multiplizieren: Man multipliziert Zähler mit Zähler und Nenner mit Nenner.

Beispiele:

7 9 7•9 63
• = =
11 14 11 • 14 154
7 6 7 • 6 7 • 2 42 2
• = = = =
9 7 9•7 3 • 7 63 3

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Mathematik – Buch / 1. Elementares Rechnen / -3-

Dividieren: Man dividiert durch einen Bruch (ungleich 0), indem man mit dem Kehrwert
multipliziert.

Beispiel:

5 3 5 • 2 10
: = =
7 2 7 • 3 21
1 5 1• 6 6 3
: = = =
2 6 2 • 5 10 5
4 5 4 •1 4
: = =
3 1 3 • 5 15

3 4
Kehrwert bedeutet: den Bruch umkehren. Aus wird . ☺
4 3

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Mathematik – Buch / 1. Elementares Rechnen / -4-
1.1 Dezimalbrüche

Addieren (Subtrahieren): Man setzt Komma unter Komma und addiert (subtrahiert)
stellenweise.

Beispiele:

3,72
+1,897
5,617

27,11
+ 8,167
35,277

2,91
- 2,845
0,065

15,11
- 5,673
9,437

Multiplizieren: Man multipliziert zunächst so, als stände bei den Faktoren kein Komma.
Dann gibt man dem Ergebnis so viele Nachkommastellen, wie die Faktoren zusammen
haben.

Beispiele:

Dividieren: Man verschiebt zunächst bei beiden Zahlen das Komma um die gleiche Anzahl
von Stellen nach rechts, bis durch eine natürliche Zahl dividiert werden kann. Wenn man
beim Dividieren links von den Einern zu den Zehnteln übergeht, setzt man rechts ein Komma.
Beispiel:

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Mathematik – Buch / 1. Elementares Rechnen / -5-
1.3 Terme und Termumformungen
1.3.1 Bruchterme

Zahlen und Variablen werden in der Mathematik als Terme bezeichnet.


Auch Summe, Differenz, Produkt und Quotient von Termen sind wiederum Terme.
Im Nenner darf kein Term stehen, der die Zahl 0 enthält oder bezeichnet, denn dadurch würde man
durch 0 dividieren und dies ist in der Mathematik verboten!

Beispiele:

0,7 ; 9; a; x; y; 0,7+9; b-x; b • x; y:9; (x+7) • 3; 8 : ( c ² + 1)

Ein Term, der im Nenner mindestens eine Variable enthält, heißt Bruchterm.

Beispiele:

2 y 5 11
; ; ;
x x ² a ² − 0,3 ( x − 12)( x + 15)

In der Definitionsmenge D eines Bruchterms dürfen die Zahlen nicht vorkommen, für die der
Nenner 0 wird, denn wie schon erwähnt, würde man so durch 0 dividieren und dies ist verboten.

Beispiele:

x+7
D=\/{17, -1, 1, -3}
( x + 3) • ( x − 17) • ( x ² − 1)

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Mathematik – Buch / 1. Elementares Rechnen / -6-

1.3.2 Termumformungen

Alle Umformungen von Termen nach den Rechengesetzten in heißen


Termumformungen.
Terme, die durch Termumformungen ineinander übergehen, sind gleich.
Hier einige Varianten der Termumformungen:

a) Ordnen von Termen


Terme ordnet man immer so, dass

- Zahlen vorne stehen

Beispiele:

a+7+c+11=18+a+c

- Gleiche Variablen zueinander stehen

Beispiele:

8a 11ab 12ab=1056  a³b²

- Variablen in alphabetischer Reihenfolge und gleichartige Terme zueinander stehen.

4a²b+4ab²+7a²b+8ab²

b) Ausmultiplizieren

Beispiel:

a(b+c+d)=ab+ac+ad

a wird mit jedem Summand einfach multipliziert.

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Mathematik – Buch / 1. Elementares Rechnen / -7-

c) Ausklammern
Ausklammern bedeutet einen gleichen Term, der in jedem Summand vorkommt,
auszuklammern.

Beispiel:

ab+ac+ad=a(b+c+d)

Man klammert gleiche Terme, die bei allen Summanden vorkommen, einfach aus.

d) Multiplizieren von Summen

(a+b)  (c+d)=ac+ad+bc+bd

Jeder Summand der einen Klammer wird mit den Summanden der anderen Klammer
multipliziert, vereinfachen öfters möglich.

e) Addieren und Subtrahieren von Summen

Beispiel:

(a+b)+(c+b)=a+2b+c

f) Umformungen mit Hilfe der binomischen Formeln

Binomische Formeln:

1. Binomische Formel
(a+b)2=a2+2ab+b2
2. Binomische Formel
(a-b)2=a2-2ab+b2
3. Binomische Formel
(a+b)(a-b)=a2-b2

Beispiele:

1. Binomische Formel

(4u+5v)2=16u2+40uv+25v2

2. Binomische Formel

(xy-2x2)2=x2y2-4x3y+4x4

3. Binomische Formel

(2a+b2c)=(2a-b2c)=4a2-b4c2

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Mathematik – Buch / 1. Elementares Rechnen / -8-

Unter einer Minusklammer verstehen wir einen Klammerterm, vor dem ein Minuszeichen
steht, z.B. –(x+7a-2).
Man löst eine Minusklammer auf, indem man sie durch eine Plusklammer ersetzt und
innerhalb der Klammer alle Zeichen ändert oder anders ausgedrückt: die Klammer mit –1
multipliziert..

Denn –(x+7a-2)=-1  (x+7a-2) und hier kann man wieder ausmultiplizieren. –x-7a+2!

Beispiele:

-(7+8b-a)-(x-4)=(-7-8b+a)+(-x+4)=-7-8b+a-x+4

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Mathematik – Buch / 1. Elementares Rechnen / -8-

1.3.3 Rechnen mit Bruchtermen

Gegeben seien zwei Bruchterme mit den Definitionsmengen D1 bzw. D2. In der Menge D1
und D2, in der kein Nenner Null wird, kann man mit Bruchtermen wie mit Brüchen rechnen.

a)

Erweitern heißt, Zähler und Nenner mit demselben Term zu multiplizieren.

Beispiele:

4
|Erweitern mit (x+1)
x
4(x+1) 4 x + 4
=
x( x + 1) x ² + x

Kürzen heißt, Zähler und Nenner durch denselben Term zu dividieren.

Beispiele:

x²-9 ( x − 3) • ( x + 3) x − 3
= =
x²+5x+6 ( x + 2)( x + 3) x+2

b)

Nennergleiche Bruchterme werden addiert (subtrahiert), indem man die Terme im


Zähler addiert (subtrahiert) und die Terme im Nenner beibehält.

Beispiel:

x + 7 x − 9 x + 7 + x − 9 2x − 2
+ = =
x² − 1 x² − 1 x² − 1 x² − 1

Bruchterme, die nicht nennergleich sind, macht man durch Erweitern oder Kürzen
nennergleich und addiert (subtrahiert) sie dann. Wie beim Bruchrechnen...

Beispiel:

x + 7 x − 9 x + 7 2( x − 9) x + 7 2 x − 18 x + 7 + 2 x − 18 3 x − 11
+ = + = + = =
2x x 2x 2x 2x 2x 2x 2x

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Mathematik – Buch / 1. Elementares Rechnen / -9-

c) Bruchterme werden multipliziert, indem man die Terme im Zähler multipliziert und
die Terme im Nenner ebenfalls multipliziert.

Beispiel:

x + 7 x − 9 ( x + 7)( x − 9) x ² − 9 x + 7 x − 63 x ² − 2 x − 63
• = = =
2x x 2x • x 2 x² 2 x²

d) Durch einen Bruchterm wird dividiert, indem man mit dem Kehrwert multipliziert.
Beachte dabei: Beim Kehrwert ist der ursprüngliche Zähler zum Nenner geworden.
Dadurch ändert sich in der Regel die Definitionsmenge! Darauf bitte achten!

Beispiel:

1 x − 2 1 • ( x − 1) x −1
: = =
x x − 1 x • ( x − 2) x ² − 2 x

e) Steht im Nenner eine Wurzel, so kann man sie durch Rationalmachen des Nenners
verschwinden lassen.
Rationalmachen des Nenners:

Beispiel:

1 10 10 1
= = = • 10
10 10 • 10 10 10

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Mathematik – Buch / 1. Elementares Rechnen / -11-
Aufbau des Zahlensystems
Wie ihr sicherlich schon wisst, gibt es in der Mathematik sehr viele Zahlenmengen.
Diese Mengen geben an, mit was man rechnen darf.
Da es einigen schwer fällt, diese zu verstehen, versuche ich nun ihm folgenden Kapitel, euch
es einfach und verständlich nahe zu bringen.

Die natürlichen Zahlen (Menge der natürlichen Zahlen):

In der Menge der natürlichen Zahlen ` ist es möglich, uneingeschränkt zu addieren und zu
multiplizieren. Die Subtraktion und die Division enthalten in dieser Menge einige
Einschränkungen.
Beispiel:

` ={0, 1, 2, 3, 4, ...}

Die ganzen Zahlen (Menge der ganzen Zahlen):

In der Menge der ganzen Zahlen ist es möglich uneingeschränkt zu addieren, subtrahieren und
zu multiplizieren. Nur bei der Division gibt es wieder Einschränkungen.

Beispiel:

] ={..., -3, -2, -1, 0, 1, 2, 3, 4, ...}

Die rationalen Zahlen (Menge der rationalen Zahlen):

Da die Menge durch weitere Zahlen erweitert wurde, kann man uneingeschränkt addieren,
subtrahieren, multiplizieren und dividieren. Nur die Division durch Null ist verboten!

Beispiel:

_ ={p/q|p ∈ ] ; q ∈ ` / {0}} Allgemein ausgedrückt.

Jede rationale Zahl kann als periodischer Dezimalbruch und als abbrechender Dezimalbruch
dargestellt werden.

Wenn man das ganze auf einer Zahlengeraden betrachten würde, könnte man jeder rationalen
Zahl einen Punkt zuordnen, aber nicht jedem Punkt eine rationale Zahl. ☺

Die reellen Zahlen (Menge der reellen Zahlen):

Die Menge \ kann man als Menge der Dezimalzahlen beschreiben, weil jede Zahl enthalten
ist.
- Ist die Dezimaldarstellung einer Zahl periodisch oder abbrechend, so handelt es sich um eine
rationale Zahl.
- Ist die Dezimaldarstellung einer Zahl nicht-periodisch und nicht-abbrechend, so handelt es
sich um eine irrationale Zahl
`⊆]⊆_⊆\
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Mathematik – Buch / 2. Prozentrechnung und Zinsrechnung / -12-

2. Prozentrechung und Zinsrechnung


2.1 Prozentrechnung

30
30% von 1300 kg = 1300kg 390kg
100

Prozentsatz: p% Grundwert: G Prozentwert: W


Aus dem Prozentsatz p% und dem Grundwert G berechnet man den Prozentwert W:

p
W G
100
Berechung des Grundwertes G:

W 100
G
p
Berechnung des Prozentsatzes p:

W 100
P
G
Dies sind wichtige Formeln, die ihr bei jeder Aufgabe zu Prozentrechung brauchen und
anwenden könnt. Also: MERKEN! 

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Mathematik – Buch / 2. Prozentrechnung und Zinsrechnung / -13-

2.2 Zinsrechnung

In der Zinsrechnung sind


K das zu verzinsende Kapital
p% der Zinssatz
Z die Jahreszinsen

1. Berechung der Jahreszinsen:

K p
Z
100
Beispiel:

K=18000 €, p=9
18000 9
Z= € 1620€
100
2. Berechung des Kapitals:

Z 100
K
p
Beispiel:

Z=360 €, p=9
360 100
K= € 4000€
9
3. Berechnung des Zinssatzes:

Z 100
p
K
Beispiel:

K=10000 €, Z=750 €
750 100 750
p= 7, 5
10000 100

In diesem Fall ist dann der Zinssatz 7,5%.

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Mathematik – Buch / 2. Prozentrechnung und Zinsrechnung / -14-

Werden die Zinsen nicht pro Jahr, sondern pro Tag berechnet, so gilt für die Tageszinsen Zt,
wenn t die Anzahl der Zinstage ist:

K p t
Zt
100 360
Beispiel:

K=20000 €, p=7, t=90


20000 7 90
Zt = € 350€
100 360

Werden die jährlich anfallenden Zinsen dem Kapital zugeschlagen und in den weiteren Jahren
mitverzinst, so spricht man von Zinseszinsen.
Ein Anfangskapital K0 wächst in n Jahren auf das Endkapital Kn an:

p n
Kn K 0 (1 )
100

Beispiel:

Anfangskapital K0=6000 €, p=8,5, n=5

8, 5 5
K5 6000 (1 ) 6000 1, 08555 9042, 75€
100

(Dazu später auch bei „Exponentialgleichungen“ mehr.)

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -15-

Proportionale Zuordnung, umgekehrt


proportionale Zuordnung, Dreisatz
3.1. Proportionale Zuordnung
Bei einer proportionalen Zuordnung wird dem Doppelten (dem 3fachen, ...) der einen
Größe das Doppelte (das 3fache, ...) der anderen Größe zugeordnet.
Die Zahlenpaare sind quotientengleich.
Die Zuordnung lautet x Æ k • x .
Bei der der Quotient der Zahlenpaare der Proportionalitätsfaktor k ist.

Beispiel:

Ein Stück Holz von 15 dm3 hat eine Masse von 10,5 g.
0, 7 g
Der Quotient (Masse : Volumen) ist .
cm ³
0, 7 g
Masse = • Volumen
cm ³

y=x

Die zu einer proportionalen Zuordnung gehörenden Punkte liegen auf einer


Ursprungsgeraden. Die Funktionsgleichung für einen solchen Graphen ist allgemein: y = x .

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -16-

3.2. Dreisatz bei einer proportionalen Zuordnung

Beispiel:

Ein Sockel von 105 dm3 wiegt 325,5 kg.


Wie viel wiegt ein Sockel von 320 dm3?

Was wollen wir wissen? Wie viel wiegen 320 dm3?

1. Was wissen wir 105 dm3 wiegen 325,5 kg

325,5
2. Schluss auf die Einheit 1 dm3 wiegt kg = 3,1kg
105

3. Schluss auf das Vielfache 320 dm3 wiegen dann 3,1 • 320kg

Antwort: Ein Zementsockel von 320 dm3 wiegt 3,1 • 320kg = 992kg .

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -18-

1. y=mx+b
Graphisches Lösen eines Systems von 2 linearen
Gleichungen in 2 Variablen
Aufgabe:

Es sind 2 rationale Zahlen zu bestimmen, deren Summe 4 und deren Differenz 6 ist.

Lösung:
1. Man stellt die Gleichungen auf, die zu der Textaufgabe gehören.
Dabei verwendet man je 2 Variablen x und y.

x+y=4 (Summe) und x-y=6 (Differenz)

2. Nun setzt man für die Variablen Zahlen ein, die den Koordinaten des Punktes entsprechen.

(3; 1), denn 3+1=4


(2; 2), denn 2+2=4

Zwei Möglichkeiten wären es bei der Menge der ganzen Zahlen.

(6; 0), denn 6-0=6


(3; -3), denn 3-(-3)=6
(4; -2), denn 4-(-2)=6

Die Graphen sehen wie folgt aus: (Wir tragen einfach die Punkte in das Koordinatensystem
und gehen davon aus, dass es eine lineare Funktion ergibt). Wir zeichnen einen Graph für die
Summe (blau) und einen für die Differenz (rot).

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -19-
6

-1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
-1

-2

-3

-4

L={5; -1}

Wir haben auf dem Graphen je 2 Punkte für den einen Graphen und 3 Punkte für den anderen
Graphen eingezeichnet. Diese haben wir verbunden. Nun brauchten wird nur noch den
Schnittpunkt zu bestimmen und der liegt bei (5; -1)

Also ist x=5 und y=-1

Probe:

5+(-1)=4

5-(-1)=6

! Stimmt !

Merksatz:

Das graphische Lösen eines Systems von linearen Aufgaben in 2 Variablen


ist gleichbedeutend mit der Bestimmung des Schnittpunktes zweier
Geraden.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -20-

Aufgaben zum Üben:

1) Es sind 2 rationale Zahlen zu bestimmen, deren Summe 5 und deren Differenz 7 ist.

Lösung:

1. Man stellt zuerst die beiden Gleichungen mit den Variablen x und y auf.

x+y=5 (Summe) und x-y=7 (Differenz)

(4; 1), denn 4+1=5


(3; 2), denn 3+2=5

Zwei Möglichkeiten ergeben sich bei der Summe.

(8; 1), denn 8-1=7


(5; -2), denn 5-(-2)=7
(3; -4), denn 3-(-4)=7

Drei Möglichkeiten ergeben sich bei der Differenz.

(Hinweis: Natürlich würden bei der Summe und bei der Differenz auch jeweils 2
Möglichkeiten ausreichen, um den Graphen zeichnen zu können.)

2 -1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13
-1

-2

-3

-4

L={6; -1}, x=6; y=-1

Probe:
Summe: 6+(-1)=5
Differenz: 6-(-1)=7
! Stimmt !
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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -21-

2. Es sind 2 rationale Zahlen zu bestimmen, deren Summe 5 und deren Differenz -7 ist.

Lösung:

1. Man stellt zuerst die beiden Gleichungen mit den Variablen x und y auf.

x+y=5 (Summe) und x-y=-7 (Differenz)

(4 ; 1), denn 4+1=5


(3 ; 2), denn 3+2=5

Zwei Möglichkeiten ergeben sich bei der Summe.

(-3 ; 4), denn –3-4=-7


(-2 ; 5), denn –2-5=-7

Zwei Möglichkeiten ergeben sich bei der Differenz.

Graphen zeichnen....

-4 -3 -2 -1 1 2 3 4 5 6 7 8 9
-1

L={-1; 6}

Probe:

Summe: -1+6=5
Differenz: -1-6=-7
! Stimmt !

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -22-

Allgemeine Gleichung / Zusammenfassung


der Form y=mx+b
Die Gleichung y=mx+b ist die allgemeine Gleichung der Geraden.

Gleichungen von dem Typ y=mx+b, kann man auch zeichnen, ohne Punkte zu berechnen.

b ist die Steigung: Man geht an der y-Achse entweder nach oben, wenn b positiv ist oder nach
unten, wenn b negativ ist.

m ist das Steigungsdreieck.

Die Graphen zeichnet man folgendermaßen:

1. Man schaut auf b und geht, wenn die Zahl positiv ist, auf der y-Achse den Wert nach oben,
wenn die Zahl negativ ist, geht man den Wert auf der y-Achse nach unten. Hier markiert man
den ersten Punkt.

2. Man zeichnet ein Steigungsdreieck, indem man m zeichnet. Man geht z. B. von dem Punkt
aus 1 nach rechts und dann, wenn der Zähler positiv ist, den Wert des Zählers nach oben.
Wenn er negativ ist, geht man den Wert des Zählers nach unten. Hier markiert man den
zweiten Punkt.

3. Nun verbindet man die beiden Punkte miteinander und zeichnet eine Gerade.

Beispiel:

y=2x-2

Man geht –2 nach unten (auf der y-Achse) und dann von diesem Punkt aus 1 nach rechts und
2 nach oben, weil die Steigung positiv ist.

Bei y=- ½ x-2


Geht man zuerst –2 nach unten (auf der y-Achse) und von diesem Punkt 2 nach rechts und –1
nach unten.
(Nenner eines Bruches nach rechts und Zähler nach oben
3 oder unten, wobei ich das
Minuszeichen immer zum Zähler ziehen würde)
2

-2 -1 1 2 3 4
-1

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-3
Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -23-

Schnittpunkte zweier Graphen bestimmen der


Form y=mx+b

1. Fall:

1) Es sind zwei Gleichungen gegeben. Löse diese Gleichungen nach y auf und zeichne deren
Graphen. Am Schluss bestimmst du deren Schnittpunkte.

a) 2x+3y=6 und 6y=12-4x

Lösung:

2x+3y=6 |-2x
3y=-2x+6 |:3
y=-2/3x+2

6y=12-4x | :6
y=-2/3x+2
5

-4 -3 -2 -1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
-1

-2

-3
Da die beiden Graphen die gleiche Gleichung und somit die gleiche Funktionsvorschrift
besitzen, gibt es unendlich viele Lösungen!

L=

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -24-

2. Fall:
1) Es sind zwei Gleichung gegeben. Löse diese Gleichungen nach y auf und zeichne deren
Graphen. Am Schluss bestimmst du deren Schnittpunkte.

a) 6x-2y=8 und 9x-3y=18

Lösung:

6x-2y=8 |-6x
-2y=-6x+8 | :(-2)
y=3x-4

9x-3y=18 |-9x
-3y=-9x+18 | :(-3)
y=3x-6

-2 -1 1 2 3 4 5 6 7
-1

-2

-3

-4

-5

-6

Da die beiden Graphen parallel zu einander liegen und sich nie schneiden werden, gibt es
keine Lösungen! Und somit keinen Schnittpunkt!

L={}

Wenn bei beiden Gleichung dieselbe Steigung aber ein anderes b vorliegt, laufen die Geraden
parallel zueinander.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -25-

3. Fall:
1) Es sind zwei Gleichung gegeben. Löse diese Gleichungen nach y auf und zeichne deren
Graphen. Am Schluss bestimmst du deren Schnittpunkte.

a) y=2x-4 und x+2y=2

Lösung:

y=2x-4

x+2y=2 |-x
2y=-x+2 | :2
y= - ½ x+1
6

-3 -2 -1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
-1

-2

-3

-4

L={2 ; 0}

Man kann es auch überprüfen, indem man die Zahl für x in die Gleichung einsetzt und man
muss somit y als Ergebnis erhalten. Das muss bei beiden Gleichungen der Fall sein.

Es gibt einen Schnittpunkt!

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -26-

Zusammenfassung der Fallunterscheidung der


Form y=mx+b

Lineares System

2 Gleichungen mit Variablen

I ...x+...y=... und II __x+__+y=__

Auflösen der Gleichungen nach y


Und zeichnen der beiden Gleichungen.

1. Fall: 2. Fall: 3. Fall:

z.B. x=2 z. B. 0=3 z. B. 0=0


y=1 L={} L={x; y|...x+...y=...x ; y  }

Geometrische Interpretation: Geometrische Interpretation: Geometrische Interpretation:


Die Geraden schneiden sich. Die Geraden laufen parallel. Die Geraden sind identisch.

z. B. y=x-1; y=-2x+5 z. B. y= ½ x+2 z. B. y=2x+1


y= ½ x-1 2y=4x+2

y y y

x x x

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -27-

Aufgaben zum Verfestigen des Themas / Bestimmung der Schnittpunkte:

1) Es sind zwei Gleichungen gegeben. Löse diese Gleichungen nach y auf und zeichne deren
Graphen. Am Schluss bestimmst du deren Schnittpunkte.

a) x+4y=-2 und x=2y-1

Lösung:

x+4y=-2 und x=2y-1

x+4y=-2 |-x
4y=-x-2 | :4
y=- ¼ x- ½

x=2y-1 |+1
x+1=2y | :2
y= ½ x+ ½
4

-3 -2 -1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13
-1

-2

-3
Da man den Schnittpunkt nicht eindeutig bestimmen kann, geht man folgendermaßen vor :

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -28-

Bestimmung der Schnittpunkte zweier Graphen der Form y=mx+b bei nicht eindeutiger
Ablesung:

1. Zuerst löst man beide Gleichungen nach y auf und setzt sie gleich. Das darf man, denn
beide Gleichungen haben auf einer Seite den Wert y und y=y.

1 1 1 1 1
- x- = x+ |+
4 2 2 2 2
1 1 1
- x= x+1 |- x
4 2 2
3 3
- x=1 | :(- )
4 4
4
x=-
3

2. Danach haben wir den x-Wert. Nun setzen wir x in eine der beiden Gleichungen ein und
berechnen y.

1 4 1 4 1 2 3 1
-  (- )- = - = - =-
4 3 2 12 2 6 6 6

1 1
L={- ; - }
3 6

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -29-

1. Gleichsetzungsverfahren
Aufgabe:

1) Berechne den Schnittpunkt der beiden Gleichungen.

a) 45x+75y=58,5 und 20x+40y=29

Lösung:

45x+75y=58,5 und 20x+40y=29

1. Beide Gleichungen werden nach y aufgelöst.

45x+75y=58,5 |-45x
75y=-45x+58,5 |:75
y=-45/75+58,5/75
y=-0,6x+0,78

20x+40y=29 |-20x
40y=-20x+29 |:40
y=- ½ x+29/40
y=-0,5x+0,725

2. Wenn wir die Graphen zeichnen, bekommen wir einen ungenauen Schnittpunkt. Deswegen
berechnen wir es. Deshalb wenden wir das Gleichsetzungsverfahren an und setzen beide
Gleichungen gleich und lösen sie nach x auf.!

-0,6x+0,78=-0,5x+0,725 |+0,6x
0,78=0,1+0,725 |-0,725
0,055=0,1x | • 10
x=0,55
Nun brauchen wir diesen x-Wert nur noch in eine der beiden aufgelösten Gleichungen
einzusetzen und y berechnen.

x=0,55
y=0,45

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -30-

Zusammenfassung des Gleichsetzungsverfahren


Wir stellen das Gleichsetzungsverfahren noch mal dar:

(I) 2x+y=11 und (II) x-3y=-5

1. Schritt:

Wir lösen die beiden Gleichungen nach y auf.

1 5
y=-2x+11 und y= x+
3 3
2. Schritt:

Wir setzen die beiden Terme, die x enthalten, gleich. (Denn y=y.)

1 5
-2x+11= x+
3 3

3. Schritt:

Wir lösen die Gleichung nach der Variablen x auf.

1 5
-2x+11= x+ | •3
3 3
-6x+33=x+5 |+6x
33=7x+5 |-5
28=7x |:7
x=4
4. Schritt:

Wir setzen diesen x-Wert in die Gleichung ein.

y=-2 • 4+11=3

5. Schritt:

Wir schreiben die Lösungsmenge auf.

L={4; 3}

6. Schritt:

Wir überprüfen es.

2 • 4+3=8+3=11
4-3 • 3=4-9=-5

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -31-

Auch beim Gleichsetzungsverfahren gibt es wieder 3 Fallunterscheidungen:

1. Möglichkeit /1. Fall:

Es gibt ein Schnittpunkt und die Aufgabe hat nur eine Lösung, bzw. die Geraden haben einen
Schnittpunkt.

g1

g2

2. Möglichkeit / 2. Fall:

Es gibt keine Lösung, die Graphen laufen parallel.

g1

g2

3. Möglichkeit / 3. Fall:

Es gibt viele Lösungen, wenn überall ein Schnittpunkt ist, d.h die Graphen und ihre
Funktionsgleichungen sind identisch.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -32-

Aufgaben zum Verfestigen des Themas : Gleichsetzungsverfahren:

1) Berechne den Schnittpunkte der beiden Gleichungen mit dem Gleichsetzungsverfahren.

a) y=3x+22 und y=5x+14


b) y=3x+8 und y=0,5x+2
c) 4x+2y=18 und 7x-y=13
d) 8x-4y=-3 und 14x-2y=8,5

Lösung:

a)

y=3x+22 und y=5x+14

3x+22=5x+14 |-14
3x+8=5x |-3x
8=2x | :2
x=4

3 • 4+22=12+22=34

L={4 ; 34}

b)

y=3x+8 und y=0,5x+2

3x+8=0,5x+2 |-2
3x+6=0,5x |-3x
6=-2,5x | :(-2,5)
x=-2 2/5

2 1 4
3 • ( −2 )+8= -7 +8=
5 5 5

2 4
L={ −2 ; }
5 5

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -33-

c)

4x+2y=18 und 7x-y=13

4x+2y=18 |-4x
2y=-4x+18 | :2
y=-2x+9

7x-y=13 |-7x
-y=-7x+13 | • (-1)
y=7x-13

-2x+9=7x-13 |+13
-2x+22=7x |+2x
22=9x | :9
4
x= 2
9

4 8 1
-2 • 2 +9=-4 +9=4
9 9 9

4 1
L={ - ; 4 }
9 9

d)

8x-4y=-3 und 14x-2y=8,5

8x-4y=-3 |-8x
-4y=-8x-3 | :(-4)
y=2x+ ¾

14x-2y=8,5 |-14x
-2y=-14x+8,5 | :(-2)
y=7x-4,25

17
2x+ ¾ =7x- |- ¾
4
2x=7x-5 |-7x
-5x=-5 | :(-5)
x=1

2 • 1+ ¾ =2 ¾

L={1 ; 2 ¾ }

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -34-

Aufgaben zum Verfestigen des Themas : Gleichsetzungsverfahren:

1) Berechne den Schnittpunkt der beiden Gleichungen.

a) 10x-7y+4=0 und 6x-5y=-2

1. Schritt: Auslösen der beiden Gleichungen nach y:

Rechnung:

10x-7y+4=0 |-4
10x-7y=-4 |-10x
-7y=-10x-4 | :(-7)
3 4
y=1 x+
7 7
6x-5y=-2 |-6x
-5y=-6x-2 | :(-5)
1 2
y=1 x+
5 5

2. Gleichsetzen von I und II und Auflösen der Gleichung nach x:

3 4 1 2 4
1 x+ =1 x+ |-
7 7 5 5 7
3 1 6 1
1 x=1 x- |-1 x
7 5 35 5
8 6 8
x=- |:
35 35 35
3
x=-
4

3. Einsetzen von x in I

10 3 4 30 16 14 1
y= • (- )+ =- + =- =-
7 4 7 28 28 28 2

4. Angabe der Lösungsmenge

3 1
L={- ;- }
4 2

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -35-

1) Berechne den Schnittpunkte der beiden Gleichungen.

a) 6y=9x-81 und 6x-4y=12

1. Schritt:

Rechnung:

6y=9x-81 |:6
y=1 ½ x-13 ½

6x-4y=12 |-6x
-4y=-6x+12 | :(-4)
y=-1 ½ x-3

2. Gleichsetzen von I und II

1 ½ x-13 ½ =1 ½ x-3 |+13 ½


1 ½ x=1 ½ x+10 ½ |-1 ½ x
x=0

3. Angabe der Lösungsmenge

L={}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -36-

1) Berechne den Schnittpunkte der beiden Gleichungen

a) 4x-7y=41 und 5x+3y=63

1. Schritt:

Rechnung:

4x-7y=41 |-4x
-7y=-4x+41 |:(-7)
4 6
y= x+5
7 7

5x+3y=63 |-5x
3y=-5x+63 | :3
2
y=-1 x+21
3

2. Gleichsetzen von I und II

4 6 2 6
x-5 =-1 x+21 |+5
7 7 3 7
4 2 6 2
x=-1 x+26 |+1 x
7 3 7 3
47 168 47
x= |:
21 7 21
3
x=
4
3. Einsetzen von x in I

4 3 6 3 6 3
• -5 = -5 =-5
7 4 7 7 7 7

4. Angabe der Lösungsmenge

3 3
L={ ;-5 }
4 7

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -37-

1) Berechne den Schnittpunkt der beiden Gleichungen.

a) x+3y=24 und x-y=-2

1. Schritt:

Rechnung:

x+3y=24 |-x
3y=-x+24 |:3
1
y=- x+8
3

x-y=-2 |-x
-y=-x-2 |-(-1)
y=x+2

2. Gleichsetzen von I und II

1
- x+8=x+2 |-8
3
1
- x=x-6 |-x
3
1 1
- 1 x=-6 |:(-1 )
3 3
x=4,5

3. Einsetzen von x in I

1 9 1 1
- • +8=-1 +8=6
3 2 2 2

4. Angabe der Lösungsmenge

1
L = {4,5;6 }
2

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -38-

1) Berechne den Schnittpunkt der beiden Gleichungen.

a) 6x+14y+8=0 und 8y=x-9

1. Schritt:

Rechnung:

6x+14y+8=0 |-8
6x+14y=-8 |-6x
14y=-6x-8 | :14
3 4
y=- x-
7 7

8y=x-9 | :8
1 1
y= x-1
8 8

2. Gleichsetzen von I und II

3 4 1 1
- x- = x-1 |•5
7 7 8 8
-24x-32=7x-63 |+32
-24x=7x-31 |-7x
-31x=-31 |:(-31)
x=1

3. Einsetzen von x in I

3 4 3 4
- • 1- =- - =-1
7 7 7 7

4. Angabe der Lösungsmenge

L={1; -1}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -39-

1) Berechne den Schnittpunkt der beiden Gleichungen.

a) 3x+7y=26 und 3x-4y=4

1. Schritt:

Rechnung:

3x+7y=26 |-3x
7y=-3x+26 |:7
3 5
y=- x+3
7 7

3x-4y=4 |-3x
-4y=-3x+4 | :(-4)
3
y= x-1
4
2. Gleichsetzen von I und II

3 5 3
- x+3 = x-1 | • 28
7 7 4
-12x+104=21x-28 |-104
-12x=21x-132 |-21x
-33x=-132 |:(-33)
x=4

3. Einsetzen von x in II

3
• 4-1=3-1=2
4

4. Angabe der Lösungsmenge

L={4; 2}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -40-

Fallunterscheidung mit Beispielen


Die 3 Fallunterscheidungen gibt es auch bei dem Gleichsetzungsverfahren. Hier wollte ich
euch das ganze noch mal mit Beispielen zeigen:

1. Möglichkeit:

Es gibt einen Schnittpunkt und die Gleichung hat nur eine Lösung.

g1

g2

Beispiel:

6x+14y+8=0 und 8y=x-9

1. Schritt:

Rechnung:

6x+14y+8=0 |-8
6x+14y=-8 |-6x
14y=-6x-8 | :14
3 4
y=- x-
7 7

8y=x-9 | :8
1 1
y= x-1
8 8

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -41-

2. Gleichsetzen von I und II

3 4 1 1
- x- = x-1 | • 56
7 7 8 8
-24x-32=7x-63 |+32
-24x=7x-31 |-7x
-31x=-31 |:(-31)
x=1

3. Einsetzen von x in I

3 4 3 4
- • 1- =- - =-1
7 7 7 7

4. Angabe der Lösungsmenge

L={1; -1}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -42-

2. Möglichkeit:

Es gibt keine Lösung, die Graphen laufen parallel.

g1

g2

Die Lösungsmenge ist dann L={}.

Beispiel:

6y=9x-81 und 6x-4y=12

1. Schritt:

Rechnung:

6y=9x-81 |:6
y=1 ½ x-13 ½

6x-4y=12 |-6x
-4y=-6x+12 | :(-4)
y=1 ½ x-3

2. Gleichsetzen von I und II

1 ½ x-13 ½ =1 ½ x-3 |+13 ½


1 ½ x=1 ½ x+10 ½ |-1 ½ x
x=0

3. Angabe der Lösungsmenge

L={}

Wenn die Funktionsgleichungen das gleiche m, aber ein unterschiedliches b haben,


verlaufen die Graphen parallel.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -43-

3. Möglichkeit:

Es gibt viele Lösungen, wenn überall ein Schnittpunkt ist. D.h. die Graphen und ihre
Funktionsgleichungen sind identisch. Und die Graphen „liegen aufeinander“.

Die Lösungsmenge ist dann L={(x; y)|y=8x+3; x ∈ _ }

Beispiel:

3
2x+ y=4 und 10x+7,5y=20
2

1. Schritt:

Rechnung:

3
2x+ y=4 |-2x
2
3 3
y=-2x+4 |:
2 2
1 8
y=-1 x+
3 3

10x+7,5y=20 |-10x
7,5y=-10x+20 | :7,5
1 8
y=-1 x+
3 3

2. Gleichsetzen von I und II

1 8 1 8 1
-1 x+ =-1 x+ |+1 x
3 3 3 3 3
8 8
=
3 3

1 8
L={(x; y)|y=-1 x+ }
3 3
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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -44-

Beispiele zum Thema: Gleichsetzungsverfahren:

a)

1. Schritt:

Rechnung:

1,5x+2y=9 und 4,5x+6y=30

1,5x+2y=9 |-1,5x
2y=-1,5x+9 | :2
y=- ¾ x+4,5

4,5x+6y=30 |-4,5x
6y=-4,5x+30 | :6
y=- ¾ x+5

2. Gleichsetzen von I und II

- ¾ x+4,5=- ¾ x+5 |+ ¾ x
4,5=5

3. Angabe der Lösungsmenge

L={}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -45-

b)

3x+4y=8 und 7,5x+10y=20

1. Schritt:

Rechnung:

3x+4y=8 |-3x
4y=-3x+8 | :4
y=- ¾ x+2

7,5x+10y=20 |-7,5x
10y=-7,5x+20 | :10
y=- ¾ x+2

2. Gleichsetzen von I und II

- ¾ x+2=- ¾ x+2 |+ ¾ x
2=2

3. Angabe der Lösungsmenge

L={(x; y)|y=- ¾ x+2; x ∈ _ }

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -46-

Einsetzungsverfahren
Das Einsetzungsverfahren weicht im Prinzip nur ein wenig vom Gleichsetzungsverfahren
ab. Schüler fragen sich jetzt bestimmt, warum noch ein Verfahren (das Additionsverfahren
kommt ja auch noch)? Die Antwort gebe ich, nachdem ich alle Verfahren vorgestellt habe...
Also noch ein wenig Geduld: Aber ich kann euch schon mal ein wenig verraten:
Manchmal geht ein bestimmtes Verfahren halt viel viel schneller als ein anderes und weil man
sich dann nicht so lange an der Aufgabe aufhalten muss, nimmt man ein schnelleres... Und
außerdem: Mathematiker sind faule Leute... ☺

Also weiter...
(Nicht wundern... Die Gleichungen werden auch oft mit römisch I und römisch II
bezeichnet... Ist nur eine Vereinfachung und Verallgemeinerung)

Aufgabe:

1) Berechne den Schnittpunkt der beiden Gleichungen.

a) I x=3y-2 und II 4x-9y=1

Lösung:

1. Schritt:

Einsetzen von x in I

Rechnung:

4(3y-2)-9y=1
12y-8-9y=1 |+8
3y=9 | :3
y=3

2. Einsetzen von y in I

x=3 • 3-2=9-2=7

3. Angabe der Lösungsmenge

L={7; 3}

Wir ihr seht, wurde I nicht nach y aufgelöst, weil es schon nach x aufgelöst war...
Und deshalb kann man x gleich in II einsetzen... Wie ihr seht: Es geht viel schneller, als wenn
man es noch nach y auflösen sollte... ☺

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -47-

Übungen zum Thema: Einsetzungsverfahren:

1) Berechne den Schnittpunkt der beiden Gleichungen.

a) 2x+3y=18 und 3x-2y=1

1. Schritt:

Auflösen von I nach y

Rechnung:

2x+3y=18 |-2x
3y=-2x+18 |:3
2
y= − x+6
3

2. Einsetzen von y in II

2
3x-2( − x+6)=1
3
4
3x+ x-12=1 |+12
3
1 1
4 x=13 |:4
3 3
x=3

3. Einsetzen von x in I

2
y= − • 3+6=-2+6=4
3

4. Angabe der Lösungsmenge

L={3; 4}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -48-

1) Berechne den Schnittpunkt der beiden Gleichungen.

a) 0,8x+0,2y=6 und 2x+0,5y=0,5

1. Schritt:

Rechnung:

0,8x+0,2y=0,6 |-0,8x
0,2y=-0,8x+0,6 |:0,2
y=-4x+3

2x+0,5y=0,5 |-2x
0,5y=-2x+0,5 | :0,5
y=-4x+1

2. Gleichsetzen von I und II

-4x+3=-4x+1 |+4x
3=1

3. Angabe der Lösungsmenge

L={}

1) Berechne den Schnittpunkt der beiden Gleichungen.

a) 12x+8y=16 und 1,5x+y=2

1. Schritt:
Rechnung:

12x+8y=16 |-12x
8y=-12x+16 |:8
y=-1 ½ x+2

1,5x+y=2 |-1,5x
y=-1,5x+2

2. Gleichsetzen von I und II

-1 ½ x+2=-1,5x+2

3. Angabe der Lösungsmenge

L={x; y|y=-1 ½ x+2 x ∈ _ } (sieht schwer aus, bedeutet aber nur, dass die Lösungen in
y=-1 ½ x+2 stecken ;) D.h. man braucht nur einen x-Wert in die Gleichung einzusetzen und
kann den y-Wert berechnen.)
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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -49-

1) Berechne den Schnittpunkt der beiden Gleichungen.

a) x+3y=20 und x-5y=12

1. Schritt :

Auflösen von I nach y

Rechnung:

x+3y=20 |-x
3y=-x+20 |:3
1 2
y=- x+6
3 3

2. Einsetzen von y in II

1 2
x-5(- x+6 )=12
3 3
5 1 1
x+ x-33 =12 |+33
3 3 3
2 1 2
2 x=45 |:2
3 3 3
136 3
x= •
13 5
1
x=27
5

3. Einsetzen von x in I

1 1 2 1 136 2 136 20 136 100 36 2


y=- • 27 +6 =- • + 6 =- + =- + = − = −2
3 5 3 3 5 3 15 3 15 15 15 5

4. Angabe der Lösungsmenge

1 2
L={27 ; -2 }
5 5

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -50-

1) Berechne den Schnittpunkt der beiden Gleichungen.

a) 5x+3y=21 und 7x-8y=21

1. Schritt:

Rechnung:

Auflösen von I nach y

5x+3y=21 |-5x
3y=-5x+21 |:3
2
y=-1 x+7
3

2. Einsetzen von y in II

2
7x-8(-1 x+7)=21
3
40
7x+ x-56=21 |+56
3
1 1
20 x=77 |:20
3 3
3
x=77 •
61
231
x=
61
48
x=3
61

3. Einsetzen von x in I

2 48 5 231 385 19 42
-1 • 3 +7=- • +7=- +7=-6 +7=
3 61 3 61 61 61 61

4. Angabe der Lösungsmenge

48 42
L={3 ; }
61 61

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -51-

1) Berechne den Schnittpunkt der beiden Gleichungen.

a) 3x+7y=60 und x+9y=40

1. Schritt:

Rechnung:

Auflösen von I nach y

3x+7y=60 |-3x
7y=-3x+60 |:7
3 4
y=- x+8
7 7

2. Einsetzen von y in II

3 4
x+9(- x+8 )=40
7 7
27 540
x- x+ =40
7 7
1 6 1
77 +2 x=40 |-77
7 7 7
26 1 6
x=-37 |:2
7 7 7
260 7
x=- •
7 20
x=-13
3. Einsetzen von x in I

3 4 39 60 99
- • 13+8 = + =
7 7 7 7 7

4. Angabe der Lösungsmenge

99
L={-13; }
7

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -52-

1) Berechne den Schnittpunkt der beiden Gleichungen.

a) 2x=1+3y und 7y=3x+6

1. Schritt:

Rechnung:

Auflösen von II nach y

7y=3x+6 |:7
3 6
y= x+
7 7

2. Einsetzen von y in I

3 6
2x=1+3( x+ )
7 7
9 18
2x=1+ x+
7 7
4 9 9
2x=3 + x |- x
7 7 7
5 4 5
x=3 |:
7 7 7
25 7
x= •
7 5
x=5

3. Einsetzen von x in II

3 6 15 6 21
• 5+ = + = =3
7 7 7 7 7

4. Angabe der Lösungsmenge

L={5; 3}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -53-

1) Berechne den Schnittpunkt der beiden Gleichungen.

a) 5x+y=40 und 26-3x-y=0

1. Schritt:

Rechnung:

Auflösen von I nach y

5x+y=40 |-5x
y=-5x+40

2. Einsetzen von y in II

26-3x-(-5x+40)=0
26-3x+5x-40=0 |+40
26x+2x=40 |-26
2x=14 |:2
x=7

3. Einsetzen von x in I

-5 • 7+40=-35+40=5

4. Angabe der Lösungsmenge

L={7; 5}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -54-

Zusammenfassung des Einsetzungsverfahrens


1) Berechne den Schnittpunkt der beiden Gleichungen.

a) 5x+y=40 und 26-3x-y=0

1. Schritt:

Rechnung:

Auflösen von I nach y

5x+y=40 |-5x
y=-5x+40

2. Einsetzen von y in II

26-3x-(-5x+40)=0
26-3x+5x-40=0 |+40
26x+2x=40 |-26
2x=14 |:2
x=7

3. Einsetzen von x in I

-5 • 7+40=-35+40=5

4. Angabe der Lösungsmenge

L={7; 5}

1. Zuerst löst man die Gleichung I oder II nach x oder y auf, wenn es nicht schon geschehen
ist.
2. Danach setzt man die aufgelöste Gleichung in I oder II ein
3. Am Schluss berechnet man den fehlenden x-Wert oder y-Wert.
4. Als viertes wird die Lösungsmenge angegeben.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -55-

Additionsverfahren
Additionsverfahren

Aufgabe:

1) Gib die Lösungsmenge des Systems an.

I 2x+9y=25 und II 8x-9y=10

Wenn 2x+9y=25
und 8x-9y=10
dann ist auch (2x+9y)+(8x-9y)=25+10
und dann ist: 10x =35
x=3,5

I 2x+9y=25
II 8x-9y=10

I 2x+9y=25
I+II 10x+0y=10

I 2x+9y=25
I+II x=3,5 Hier können wir ablesen, welche Zahl für x eingesetzt werden muss.

I 2 • 3,5+9y=25 Hier setzen wir für x in Gleichung I die Zahl 3,5 ein und lösen nach y auf
I+II x=3,5

I 7+9y=25
I+II x=3,5

I y=2
I+II x=3,5

L={3,5; 2}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -56-

Zusammenfassung der Additionsverfahren


Wir stellen das Additionsverfahren noch mal dar.

I 4x+3y=22 und II 7x-4y=57

1. Schritt:

Wir multiplizieren die Gleichung I mit 4 und die Gleichung II mit 3.

I 4x+3y=22 | • 4
II 7x-4y=57 | • 3

4• I 16x+12y=88
3 • II 21x-12y=171

2. Schritt:

Wir addieren die beiden linken Seiten und die beiden rechten Seiten miteinander.

I 4x+3y=22
4 • I+3 • II 37x=259

3. Schritt:

Wir bestimmen die Lösung der Gleichung 4 • I+3 • II

I 4x+3y=22
4 • I+3 • II x=7

4. Schritt:

Wir setzen die gefundene Zahl für x in die Gleichung I ein und können nach y auflösen.

I 4 • 7+3y=22
4 • I+3 • II x=7

5. Schritt:

Wir schreiben die Lösungsmenge auf.

L={7; -2}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -57-

6. Schritt:

Wir überprüfen es.

4 • 7+3 • (-2)=28+(-6)=22
7 • 7-4 • (-2)=49-(-8)=57

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -58-

Begründung des Additionsverfahrens


Begründung des Additionsverfahrens

Das System A Lösungsmenge Überprüfen

5x+2y=-2 5 • (-4)+2 • 9=-20+18=-2


4x-3y=-43 L={-4 ; 9} 4 • (-4)-3 • 9=-16-27=-43

Wir multiplizieren beide Seiten der 1. Gleichung mit 3 und beide Seiten der 2. Gleichung
mit 2.

Weil 5x+2y=2, ist auch 3 • (5x+2y)=3 • (-2)


Weil 4x-3y=43, ist auch 2 • (4x-3y)=2 • (-43)

Der Punkt (-4; 9) ist auch die Lösung des so erhaltenen Systems B.

Das System B Lösungsmenge Überprüfen

15x+6y=-6 15 • (-4)+6 • 9=-60+54=-6


8x-6y=-86 L={-4 ; 9} 8 • (-4)-6 • 9=-32-54=-86

Wir addieren die 1. Gleichung zu der 2. Gleichung.

Weil 15x+6y=-6
und 8x-6y=-86
ist auch (15x+6y)+(8x-6y)=-6+86

Das ist auch bei dem System C.

Das System C Lösungsmenge Überprüfen

15y+6y=-6 15 • (-4)+6 • 9=-60+54=-6


(8x-6y)+(15x+6y)= L={-4 ; 9} [8 • (-4)-6 • 9]+[15 • (-4)+6 • 9]=-86+(-6)=-92
(-86)+(-6)

Wir fassen den Term auf der linken Seite der 2. Gleichung zusammen. Dabei bleibt die
Lösungsmenge erhalten. Der Punkt (-4; 9) ist auch die Lösung des Systems D.

Das System D Lösungsmenge Überprüfen

15x+6y=-6 15 • (-4)+6 • 9=-60+54=-6


23x=-92 L={-4 ; 9} -23 • 4=-92
Aus dem System D ergibt sich x=-4
Setzt man in die 1. Gleichung von dem System D die Zahl –4 ein, erhält man y=9.
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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -59-

Aufgaben zum Thema: Additionsverfahren / Einsetzungsverfahren / Gleichsetzungsverfahren

1) Gib die Lösungsmenge des Systems an.

1,2x+3,6y=-12 und 3,6x+1,2y=12

1. Schritt:

Rechnung:

Auflösen von I und II nach y

1,2x+3,6y=-12 |-1,2x
3,6y=-1,2x-12 | :3,6
1 1
y=- x-3
3 3

3,6x+1,2y=12 |-3,6x
1,2y=-3,6x+12 | :1,2
y=-3x+10

2. Gleichsetzen von I und II

1 1 1
- x-3 =-3x+10 |+3
3 3 3
1 1
- x=-3x+13 |+3x
3 3
2 1 2
2 x=13 |:2
3 3 3
40 3
x= •
3 8
x=5

3. Einsetzen von x in II

-3 • 5+10=-15+10=-5

4. Angabe der Lösungsmenge

L={5; -5}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -60-

1) Gib die Lösungsmenge des Systems an.

2 5 7
x- y= und 5x+y=3
3 6 8

1. Schritt:

Rechnung:

Auflösen von II nach y

5x+y=3 |-5x
y=-5x+3

2. Einsetzen von y in I

2 5 7
x- (-5x+3)=
3 6 8
2 25 15 7 15
x+ x- = |+
3 6 6 8 6
29 21 60
x= +
6 24 24
29 84 29
x= |:
6 24 6
84 6
x= •
24 29
21
x=
29

3. Einsetzen von x in II

21 105 18 18
-5 • +3=- +3=-3 +3=-
29 29 29 29

4. Angabe der Lösungsmenge.

21 18
L={ ;- }
29 29

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -61-

1) Gib die Lösungsmenge des Systems an.

x+y=57
x-y=9

1. Schritt:

Rechnung:

Auflösen von I und II

x+y=57 |-x
y=-x+57

x-y=9 |-x
-y=-x+9 | • (-1)
y=x-9

2. Gleichsetzen von I und II

-x+57=x-9 |-57
-x=x-66 |-x
-2x=66 |:2
x=33

3. Einsetzen von x in I

-33+57=24

4. Angabe der Lösungsmenge

L={33; 24}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -62-

1) Gib die Lösungsmenge des Systems an.

x+y=6
x:y=6

1. Schritt:

Rechnung:

Auflösen von I und II

x+y=6 |-x
y=-x+6

x:y=6 | • x
y=6x

2. Gleichsetzen von I und II

-x+6=6x |-6
-x=6x-6 |-6x
-7x=-6 |:(-7)
6
x=
7
3. Einsetzen von x in I

6 1
- +6=5
7 7

4. Angabe der Lösungsmenge

6 1
L={ ; 5 }
7 7

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -63-

1) Gib die Lösungsmenge des Systems an.

0,3x+1,5y-9=0 und 2x+y=6

1. Schritt:

Rechnung:

Auflösen von I und II

0,3x+1,5y-9=0 |+9
0,3x+1,5y=9 |-0,3x
1,5y=-0,3x+9 | :1,5
y=-0,2x+6

2x+y=6 |-2x
y=-2x+6

2. Gleichsetzen von I und II

-0,2x+6=-2x+6 |-6
-0,2x=-2x |+2x
1,8x=0 |:1,8
x=0

3. Einsetzen von x in I

-0,2 • 0+6=0+6=6

4. Angabe der Lösungsmenge

L={0; 6}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -64-

1) Gib die Lösungsmenge des Systems an.

3x+2y=26 und 2x+5y=32

1. Schritt:

Rechnung:

Auflösen von I und II

3x+2y=26 |-3x
2y=-3x+26 |:2
y=-1 ½ x+13

2x+5y=32 |-2x
5y=-2x+32 | :5
2 2
y=- x+6
5 5

2. Gleichsetzen von I und II

1 2 2
-1 x+13=- x+6 |-13
2 5 5
1 2 3 2
-1 x=- x-6 |+ x
2 5 5 5
11 3 11
- =-6 |:(- )
10 5 10
33 10
x=- • (- )
5 11
x=6

3. Einsetzen von x in I

-1 ½ • 6+13=-9+13=4

4. Angabe der Lösungsmenge

L={6; 4}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -65-

1) Gib die Lösungsmenge des Systems an.

23x-12y=-5,6 und 12y-35x=4

1. Schritt:

Rechnung:

Auflösen von I nach y

23x-12y=-5,6 |-23x
-12y=-23x-5,6 |:(-12)
11 7
y=1 x+
12 15

2. Einsetzen von y in II

11 7
12(1 x+ )-35x=4
12 15
84 3
23x+ -35x=4 |-5
15 5
3
-12x=-1 |:(-12)
5
2
x=
15

3. Einsetzen von x in I

11 2 7 23 42 13
y=1 • + = + =
12 15 15 90 90 18

4. Angabe der Lösungsmenge

2 13
L={ ; }
15 18

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -66-

1) Gib die Lösungsmenge des Systems an.

1/6x+1/8y=10 und ½ x-1/8y=10

1. Schritt:

Rechnung:

Auflösen von I und II

1 1 1
x+ y=10 |- x
6 8 6
1 1 1
y=- x+10 |:
8 6 8
1
y=-1 x+80
3

1 1 1
x- y=10 |- x
2 8 2
1 1 1
- y=- x+10 | :(- )
8 2 8
y=4x-80

2. Gleichsetzen von I und II

1
-1 x+80=4x-80 |-80
3
1
-1 x=4x-160 |-4x
3
1 1
-5 x=-160 |:(-5 )
3 3
3
x=-160 • (- )
16
x=30

3. Einsetzen von x in I

1
y=-1 • 30+80=-40+80=40
3

4. Angabe der Lösungsmenge

L={30; 40}
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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -67-

1) Gib die Lösungsmenge des Systems an.

2x+3y=24 und 2x+5y=56

1. Schritt:

Rechnung:

Auflösen von I nach y

2x+3y=24 |-2x
3y=-2x+24 |:3
y=-2/3x+8

2. Einsetzen von y in II

2
2x+5(- x+8)=56
3
10
2x- x+40=56 |-40
3
1 1
-1 x=16 |:( -1 )
3 3
x=-12

3. Einsetzen von x in I

2
- *(-12)+8=8+8=16
3

4. Angabe der Lösungsmenge

L={-12; 16}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -68-

1) Gib die Lösungsmenge des Systems an.

4x+7y=87,5 und 8x+10y=137,8

1. Schritt:

Rechnung:

Auflösen von I und II

4x+7y=87,5 |-4x
7y=-4x+87,5 |:7
4
y=- x+12,5
7

8x+10y=137,8 |-8x
10y=-8x+137,8 | :10
4
y=- x+13,78
5

2. Gleichsetzen von I und II

4 4
- x+12,5=- x+13,78 |-12,5
7 5
4 4 4
- x=- x+1,28 |+ x
7 5 5
20 28
- x+ x=1,28
35 35
8 8
x=1,28 |:
35 35
128 35
x= •
100 8
x=5,6

3. Einsetzen von x in I

4 56
- • +12,5=-3,2+12,5=9,3
7 10

4. Angabe der Lösungsmenge

L={5,6; 9,3}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -69-

Additionsverfahren

1) Gib die Lösungsmenge des Systems an.

I 2x+9y=25 und II 8x-9y=10

Wenn 2x+9y=25
und 8x-9y=10
dann ist auch (2x+9y)+(8x-9y)=25+10
und dann ist: 10x =35
x=3,5

I 2x+9y=25
II 8x-9y=10

I 2x+9y=25
I+II 10x+0y=10

I 2x+9y=25
I+II x=3,5 Hier können wir ablesen, welche Zahl für x eingesetzt werden muss.

I 2 • 3,5+9y=25 Hier setzen wir für x in Gleichung I die Zahl 3,5 ein und lösen nach y auf
I+II x=3,5

I 7+9y=25
I+II x=3,5

I y=2
I+II x=3,5

L={3,5; 2}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -70-

Wir stellen das Additionsverfahren noch mal dar.


I 4x+3y=22 und II 7x-4y=57

1. Schritt:

Wir multiplizieren die Gleichung I mit 4 und die Gleichung II mit 3.

I 4x+3y=22 | • 4
II 7x-4y=57 | • 3

4 • I 16x+12y=88
3 • II 21x-12y=171

2. Schritt:

Wir addieren die beiden linken Seiten und die beiden rechten Seiten.

I 4x+3y=22
4 • I+3 • II 37x=259

3. Schritt:

Wir bestimmen die Lösung der Gleichung 4 • I+3 • II

I 4x+3y=22
4 • I+3 • II x=7

4. Schritt:

Wir setzen die gefundene Zahl für x in die Gleichung I ein und können nach y auflösen.

I 4 • 7+3y=22
4 • I+3 • II x=7

5. Schritt:

Wir schreiben die Lösungsmenge auf.

L={7; -2}

6. Schritt:

Wir überprüfen es.

4 • 7+3 • (-2)=28+(-6)=22
7 • 7-4 • (-2)=49-(-8)=57

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -71-

Begründung des Additionsverfahrens

Begründung des Additionsverfahrens

Das System A Lösungsmenge Überprüfen

5x+2y=-2 5 • (-4)+2 • 9=-20+18=-2


4x-3y=-43 L={-4 ; 9} 4 • (-4)-3 • 9=-16-27=-43

Wir multiplizieren beide Seiten der 1. Gleichung mit 3 und beide Seiten der 2. Gleichung
mit 2.

Weil 5x+2y=2, ist auch 3 • (5x+2y)=3 • (-2)


Weil 4x-3y=43, ist auch 2 • (4x-3y)=2 • (-43)

Der Punkt (-4; 9) ist auch die Lösung des so erhaltenen Systems B.

Das System B Lösungsmenge Überprüfen

15x+6y=-6 15 • (-4)+6 • 9=-60+54=-6


8x-6y=-86 L={-4 ; 9} 8 • (-4)-6 • 9=-32-54=-86

Wir addieren die 1. Gleichung zu der 2. Gleichung.

Weil 15x+6y=-6
und 8x-6y=-86
ist auch (15x+6y)+(8x-6y)=-6+86

Das ist auch bei dem System C.

Das System C Lösungsmenge Überprüfen

15y+6y=-6 15 • (-4)+6 • 9=-60+54=-6


(8x-6y)+(15x+6y)= L={-4 ; 9} [8 • (-4)-6 • 9]+[15 • (-4)+6 • 9]=-86+(-6)=-92
(-86)+(-6)

Wir fassen den Term auf der linken Seite der 2. Gleichung zusammen. Dabei bleibt die
Lösungsmenge erhalten. Der Punkt (-4; 9) ist auch die Lösung des Systems D.

Das System D Lösungsmenge Überprüfen

15x+6y=-6 15 • (-4)+6 • 9=-60+54=-6


23x=-92 L={-4 ; 9} -23 • 4=-92
Aus dem System D ergibt sich x=-4
Setzt man in die 1. Gleichung von dem System D die Zahl –4 ein, erhält man y=9.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -72-

Aufgaben mit Lösungen:

I 23x-12y=-5,6
II –35x+12y=4

I+II –12x=-1,6

-12x=-1,6 |:(-12)
x=2/15

Einsetzen von x in I

2
23 • -12y=-5,6
15
46 46
-12y=-5,6 |-
15 15
56 46
-12y=- -
10 15
168 92
-12y=- −
30 30
260
-12y=- | :(-12)
30
13
y=
18

Angabe der Lösungsmenge

2 13
L={ ; }
15 18

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -73-

1) Gib die Lösungsmenge des Systems an.

I -3x+2y=-9
II 3x+7y=36

I+II 9y+27

9y=27 | :9
y=3

Einsetzen von y in I

-3x+2 • 3=-9
-3x+6=-9 |-6
-3x=-15 |:(-3)
x=5

Angabe der Lösungsmenge

L={5; 3}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -74-

1) Gib die Lösungsmenge des Systems an.

I 5x+7y=27
II 4x-7y=9

I+II 9x=36

9x=36 |:9
x=4

Einsetzen von x in I

5 • 4+7y=27
20+7y=27 |-20
7y=7 |:7
y=1

Angabe der Lösungsmenge

L={4; 1}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -75-

1) Gib die Lösungsmenge des Systems an.

I 15y+4x=-10
II y-4x=-18

I+II 16y=-28

16y=-28 |:16
y=1 ¾

Einsetzen von y in I

3
15 • 1 +4x=10
4
105 105
- +4x=10 |+
4 4
1
4x=16 |:4
4
85
x=
16
5
x=5
16

Angabe der Lösungsmenge

3 5
L={1 ;5 }
4 16

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -76-

Additionsverfahren
I 3x-2y=11
II 2x+3y=16

Weil man das Additionsverfahren jetzt noch nicht anwenden kann, muss man I mit 3 und II
mit 2 multiplizieren. Dadurch sind bei beiden Gleichungen +6y und –6y und dann hat man
nur noch eine Variable in den Gleichungen beim Addieren.

3 • I 9x-6y=33
2 • II 4x+6y=32

3 • I+2 • II 13x=65

13x=65 |:13
x=5

Einsetzen von x in I

3 • 5-2y=11
15-2y=11 |-15
-2y=-4 |:(-2)
y=2

Angabe der Lösungsmenge

L={5; 2}

Probe:

3 • 5-2 • 2=11
15-4=11

2 • 5+3 • 2=16
10+6=16

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -77-

1) Gib die Lösungsmenge des Systems an.

I 7x-8y=0
II 8x-9y=2

9 • I 63x-72y=0
-8 • II -64x+72y=-16

9 • I+(-8) • II -1x=-16

-1x=-16 |:(-1)
x=16

Einsetzen von x in I

7 • 16-8y=0
112-8y=0 |-112
-8y=-112 |:(-8)
y=14

Angabe der Lösungsmenge

L={16; 14}

Probe:

7 • 16-8 • 14=0
112-112=0

8 • 16-9 • 14=2
128-126=2

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -78-

1) Gib die Lösungsmenge des Systems an.

I 8x-5y=31
II 2x+10y=-26

2 • I 16x-10y=62

2 • I+II 18x=36

18x=36 |:18
x=2

Einsetzen von x in I

8 • 2-5y=31
16-5y=31 |-16
-5y=15 |:(-5)
y=-3

Angabe der Lösungsmenge

L={2; -3}

Probe:

8 • 2-5 • (-3)=31
16+15=31

2 • 2+10 • (-3)=-26
4+(-30)=-26

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -79-

1) Gib die Lösungsmenge des Systems an.

I 21x-11y=52
II 7x+5y=26

5 • I 105x-55y=260
11 • II 77x+55y=286

5 • I+11 • II 182x=546

182x=546 |:182
x=3

Einsetzen von x in I

21 • 3-11y=52
63-11y=52 |-63
-11y=-11 | :(-11)
y=1

Angabe der Lösungsmenge

L={3 ; 1}

Probe:

21 • 3-11 • 1=52
63-11=52

7 • 3+5 • 1=26
21+5=26

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -80-

1) Gib die Lösungsmenge des Systems an.

I 21x+3y=48
II 15x+2y=32

-2 • I -42x-6y=-96
3 • II 45x+6y=96

-2 • I+3 • II 3x=0

3x=0 |:3
x=0

Einsetzen von x in I

21 • 0+3y=48
3y=48 |:3
y=16

Angabe der Lösungsmenge

L={0; 16}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -81-

1) Gib die Lösungsmenge des Systems an.

I 2,5x-3y=23
II 7x-4y=38

4 • I 10x-12y=92
-3 • II -21x+12y=-114

4 • I+(-3) • II -11x=-22

-11x=-22 | :(-11)
x=2

Einsetzen von x in I

2,5 • 2-3y=23
5-3y=23 |-5
-3y=18 |:(-3)
y=-6

Angabe der Lösungsmenge

L={2 ; -6}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -82-

Überprüfung von der Eignung von


Gleichsetzungsverfahren, Einsetzungsverfahren
und Additionsverfahren
Hier der versprochene Beweis, warum man unbedingt 3 verschiedene Verfahren zum Lösen
solcher Aufgaben braucht. ☺

I 4x-7y=28
II 2x-12=2y

Am besten geeignet ist das Einsetzungsverfahren, weil man die II Gleichung nur noch durch 2
dividieren muss.

I 6x+11y=31
II -2x-7y=12

Am besten geeignet ist das Additionsverfahren, weil man die II Gleichung nur noch mit 3
multiplizieren muss.

I 3x+40=y
II y=12-5x

Am besten geeignet ist das Gleichsetzungsverfahren, weil man die beiden Gleichungen
gleichsetzen kann, sie sind schon nach y umgeformt.

I y=4x-7
II 2x-12y=9

Am besten geeignet ist das Einsetzungsverfahren, weil man y gleich in die II Gleichung
einsetzen kann.

I 4x-9y=3
II -8x-4y=12

Am besten geeignet ist das Additionsverfahren, weil man die I Gleichung nur noch mit –2
multiplizieren muss.

I x=-4y+9
II -7y-8=x

Am besten geeignet ist das Gleichsetzungsverfahren, weil man die Gleichung gleichsetzen
kann.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -83-

I -7x-9y=4
II 7x-8y=12

Am besten geeignet ist das Additionsverfahren, weil man y gleich auflösen kann.

I 9x-4y=8
II -18y-4x=7

Am besten geeignet ist das Gleichsetzungsverfahren, weil man die Gleichungen gleichsetzen
kann.

So... zu viel versprochen? ☺ ☺


Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -84-

Textaufgaben zur Form y=mx+b


1) Löse diese Textaufgabe.

Eine Gruppe von Menschen und Hunden hat zusammen 35 Köpfe und 94 Beine.

Frage:

Wie viele Menschen und wie viele Hunde sind es?

Lösung:

I x+y=35
II 2x+4y=94

-2 • I -2x-2y=-70

-2 • I+II 2y=24

2y=24 | :2
y=12

Einsetzen von y in II

2x+4 • 12=94
2x+48=94 |-48
2x=46 |:2
x=23

Angabe der Lösungsmenge

L={23; 12}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -85-

Weitere Aufgaben
Aufgabe:

1. Bestimme den Schnittpunkt S.

-7 -6 -5 -4 -3 -2 -1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
-1

-2

-3

-4

Lösung:

Man bestimmt die beiden Gleichungen, indem man zuerst den y-Achsenabschnitt sucht, der
befindet sich auf der y-Achse. Dann sucht man einen 2. Schnittpunkt und geht davon aus nach
rechts, das ist dann der Nenner und nach oben oder nach unten, das ist dann der Zähler.

y=mx+b

1
m= b=1
3
1
m=- b=-2
3

1
I y= x+1
3
1
II y=- x-2
3

I+II 2y=-1

2y=-1 | :2
1
y=-
2

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -86-

Einsetzen von y in I

1 1
- = x+1 |-1
2 3
1 1 1
-1 = x |:
2 3 3
1
x=-4
2

Angabe der Lösungsmenge

1 1
L={-4 ; }
2 2

1 1
S(-4 ; }
2 2

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -87-

Große Zusammenfassung zum Merken!


Lineares System

2 Gleichungen mit Variablen

I ...x+...y=... und II __x+__+y=__

Anwendung von Gleichsetzungsverfahren,


Einsetzungsverfahren und Additionsverfahren

1. Gleichung (mit Variable)


Umformen.

1. Fall: 2. Fall: 3. Fall:

z.B. x=2 z. B. 0=3 z. B. 0=0


y=1 L={} L={x; y| …x+…y=… x ; y ∈ _ }

Geometrische Interpretation: Geometrische Interpretation: Geometrische Interpretation:


Die Geraden schneiden sich. Die Geraden laufen parallel. Die Geraden sind identisch.

z. B. y=x-1; y=-2x+5 z. B. y= ½ x+2 z. B. y=2x+1


y= ½ x-1 2y=4x+2

y y y

x x x

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -88-

Beispiele:

Fall 1:

1.

I 4x-2y=-6
II 2x-3=y

2.

I 5x=1-6y
II x+1,2y=0,2

1.

I 4x-2y=-6
II 2x-3=y

Einsetzen von y in I

4x-2(2x-3)=-6
4x-4x+6=-6 |-6
0=-12

Angabe der Lösungsmenge

L={}

Geometrische Interpretation:

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -89-

Fall 2:

I 5x=1-6y
II x+1,2y=0,2

I 5x+6y=1
II x+1,2y=0,2

I 5x+6y=1
-5 • II -5x-6y=-1

I+(-5) • II 0=0

Angabe der Lösungsmenge

L={x; y| y=x+1,2y=0,2 x; y ∈ _ }

Geometrische Interpretation:

5x+6y=1 |-5x
6y=-5x+1 |:6
y=-5/6x+1/6

x+1,2y=0,2 |-x
1,2y=-x+0,2 | :1,2
y=-5/6x+1/6

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -90-

Struktur beim Bearbeiten von Textaufgaben


1. Variablen definieren.

z. B.

x: Anzahl von Menschen


y: Anzahl von Hunden

2. Gleichungen aufstellen.

I ... und II ...

3. Bestimmung der Variablen.

x= ...
y= ...

4. Antwortsatz schreiben.

Antwort ...

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -91-

Beispiele:

1)
Frau Schmidt legt bei einer Bank 2 Geldbeträge zu 3% bzw. 4% an und erhält dafür nach
einem Jahr 600 € Zinsen.
Bei einer anderen Bank hätte sie bei 2% bzw. 5% 10 € mehr bekommen.
Welche Kapitalien hat sie angelegt?

Lösung:

x: 1. Geldbetrag
y: 2. Geldbetrag

3 4
x+ y=600
100 100
2 5
x+ y=610
100 100

Auflösen von I und II nach y

3 4 3
x+ y=600 |- x
100 100 100
4 3 4
y=- x+600 |:
100 100 100
3
y=- x+15000
4

2 5 2
x+ y=610 |- x
100 100 100
5 2 5
y=- x+610 |:
100 100 100
2
y=- x+12200
5

2. Gleichsetzen von I und II

3 2 3
- x+15000=- x+12200 |+ x
4 5 4
7
15000= x+12200 |-12200
20
7 7
2800= x |:
20 20
x=8000

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -92-

3. Einsetzen von x in I

3
- • 800+15000=-6000+15000=9000
4

4. Angabe der Lösungsmenge

L={8000; 9000}

Antwort:

Sie hat 8000 € und 9000 € angelegt.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -93-

Lineare Systeme von 3 Gleichungen mit 3


Variablen
1.

I x+y+z=6
II y+z=3
III z=1

III in II :

y+1=3 |-1
y=2

y=2 und z=1 in I

x+2+1=6 |-3
x=3

Angabe der Lösungsmenge

L={3; 2; 1}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -94-

2.

I x-3y+2z=-4
II -2y+5z=7 | 5
III -5y+4,5z=-6,5 |  -2 +

I x-3y+2z=-4
II -2y+5z=7
III 16z=48

16z=48 | :16
z=3

III in II :

-2y+5  3=7 |-15


-2y=-8 | :(-2)
y=4

y=4 und z=3 in I

x-3  4+2  3=-4


x-12+6=-4 |+6
x=2

Angabe der Lösungsmenge

L={2; 4; 3}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -95-

3.

I 3x-y+4z=12 |  (-2)
II x-2y+z=5 |  (-3)
III 6x-4y+3z=16

I 3x-y+4z=12
II 5y+z=-3 | 2
III -2y-5z=-8 | 5 +

I 3x-y+4z=12
II 5y+z=-3
III -23z=-46

-23z=-46 | :(-23)
z=2

III in II :

5y+2=-3 |-2
5y=-5 | :5
y=-1

y=-1 und z=2 in I

3x-(-1)+4  2=12 |-9


3x=3 |:3
x=1

Angabe der Lösungsmenge

L={1; -1; 2}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -96-

1) Bestimme die Lösungsmenge des Systems.

Lösung:

I x-y+z=4 |  (-3)
II 3x-y+4z =12
III x-4y+5z=15 |  (-3)

I 2y+z=0
II 3x-y+4z=12 +
III x-4y+5z=15 |  (-3)

I 2y+z=0 |  11
II 3x-y+4z=12
III 11y-11z=-33 |  (-2)

III in I:

2y+2=0 |-2
2y=-2 |:2
y=-1

y=-1 und z=2 in II

3x-(-1)+4  2=12 |-9


3x=3 |:3
x=1

Angabe der Lösungsmenge

L={1; -1; 2}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -97-

Vorgehensweise beim Bestimmen linearer


Systeme von 3 Gleichungen mit 3 Variablen
1. Schritt:

In Gleichung II und III die Variable x eliminieren durch geeignete Addition von Gleichung I.

2. Schritt:

In Gleichung III die Variable y eliminieren durch geeignete Addition von II Dreiecksform

3. Schritt:

z bestimmen aus III.

4. Schritt:

z einsetzen in II y bestimmen

5. Schritt:

z und y einsetzen in I x bestimmen

6. Schritt:

Angabe der Lösungsmenge

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -98-

Weitere Beispiele:

1) Bestimme die Lösung des Systems.

I x+y-z=8
II x-y+z=-4 | • (-1)
III –x+y+z=0

I x+y-z=8
II 2y-2z=12
III 2y=8 | :2
y=4

y=4 in II :

2 • 4-2z=12 |-8
-2z=4 | :(-2)
z=-2

z=-2 und y=4 in I:

x+4-(-2)=8 |-6
x=2

Angabe der Lösungsmenge

L={2; 4; -2}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -99-

1) Bestimme die Lösung des Systems.

I x+y+z=180
II y+10=z
III 2z=x

I x+y+z=180
II y-z=-10
III -x+z=0 +

I x+y+z=180
II y-z=-10 | • (-1)
III y+3z=180
+

I x+y+z=180
II y-z=-10
III 4z=190 | :4
z=47,5

z=47,5 in II:

y-47,5=-10 |+47,5
y=37,5

y=37,5 und z=47,5 in I:

x+37,5+47,5=180 |-85
x=95

Angabe der Lösungsmenge

L={95; 37,5; 47,5}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -100-

2. Parabeln f(x)=x²
Normalparabel
Wertetabelle:

x y

0 0

1 1

-1 1

-1,5 2,25

y=x2

So sieht der Graph einer Normalparabel aus...


Auf den nächsten Seiten erfahrt ihr mehr über ihre Eigenschaften etc.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -101-

Eigenschaften der Normalparabel:

1. symmetrisch zur y-Achse

2. nach oben geöffnet, nach unten geschlossen

3. „geht durch“ (0; 0)

Scheitelpunkt

Tiefster Punkt der Parabel

Eigenschaften der Funktion f(x)=x2:

1. f(x)=f(-x)

2. Alle Funktionswerte sind größer als 0.

3. Der kleinste Funktionswert ist 0.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -102-

Aufgabe:

1) Stelle eine Wertetabelle für f(x)= ½ • x2 auf, zeichne sie in einem Koordinatensystem und
zeichne auch die Normalparabel.

Wertetabelle für f(x)= ½ • x2:

x y

1 0,5

-1 0,5

2 2

-2 2

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -105-

Vergleich f(x)=x² und f(x)=0,5x²


Vergleich von f(x)=x2 und f(x)= ½ x2:

Gemeinsamkeiten:

1. Scheitelpunkt bei (0; 0)

2. f(x)>0

Graphen liegen oberhalb der x-Achse

3. achsensymmetrisch zur y-Achse

4. nach oben geöffnet, nach unten geschlossen

Unterschiede:

1. Graphen von f(x)= ½ x2 ist weiter geöffnet

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -106-

f(x)=ax2

Vermutungen:

„weiter geöffnet“ für a<1

0<a<1 weiter geöffnet?


-1<a<0 weiter geöffnet?

a>1  verläuft enger?


a<-1  nach unten offen, nach oben geschlossen

Beweise:

a<-1

Für den Graphen der Funktion f(x)=ax2 mit a<-1 ist:

1. nach unten geöffnet

2. je kleiner a, desto enger verläuft die Parabel

3. für f(x)=-ax2 ist:


es entsteht eine Normalparabel, nach unten geöffnet, unter der x-Achse, Scheitelpunkt (0; 0)

4. symmetrisch zur y-Achse

5. Graphen unter der x-Achse

6. Scheitelpunkt (0; 0)
Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -107-

a>1

Für den Graphen der Funktion f(x)=ax2 mit a>1 ist:

1. nach oben geöffnet

2. je größer a, desto steiler verläuft die Parabel

3. symmetrisch zur y-Achse

5. Graphen über der y-Achse

6. Scheitelpunkt (0; 0)

0<a<1

Für den Graphen der Funktion f(x)=ax2 mit 0<a<1 ist:

1. nach oben geöffnet

2. je größer a, desto weiter auseinander verläuft die Parabel

3. symmetrisch zur y-Achse

5. Graphen über der y-Achse

6. Scheitelpunkt (0; 0)

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -108-

-1<a<0

Für den Graphen der Funktion f(x)=ax2 mit –1<a<0 ist:

1. nach unten geöffnet

2. je größer a, desto weiter auseinander verläuft die Parabel

3. symmetrisch zur y-Achse

5. Graphen über der y-Achse

6. Scheitelpunkt (0; 0)

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -109-

Aufgabe:

1) Die Graphen gehören zu der Form f(x)=ax². Bestimme a.

Vorgehensweise:

1. Zuerst liest man die Koordinaten eines Punktes ab (nicht den Scheitelpunkt wählen).

2. Dann berechnet man mit Hilfe der Koordinate a.

P (1,5; 1,5) liegt auf der Parabel.

a  (1,5)2=1,5 |:(1,5)2
a=2/3

a)

P (1; 0,2) liegt auf der Parabel.

a  12=0,2 |:1
a=0,2

b)

P (1; 3) liegt auf der Parabel-

a  12=3 |:1
a=3
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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -110-

c)

P (1; -1,5) liegt auf der Parabel.

a  12=-1,5 |:1
a=-1,5

d)

P (1; -0,7) liegt auf der Parabel-

a  12=-0,7 |:1
a=-0,7

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -111-

Überblick für f(x)=ax²


Überblick für f(x)=ax2:

a<-1
|a|>1
a>1

-1<a<0
|a|<1
0<a<1

Wenn a=0 bei f(x)=ax2 ist, dann ist:

a=0

f(x)=0 • x2=0

x-Achse

nach unten geschlossen nach oben geöffnet

-1 0 1

Graph ist enger Graph ist weiter Graph ist enger


geöffnet

Streckung: a>0
Stauchung: 0<a<1
a negativ zusätzliche Spiegelung an der x-Achse

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -112-

Aufgabe:

1. Ein Mädchen lässt einen Stein von einem Turm hinabwerfen und misst diese Werte:
Dabei ist x die Strecke bis zum Boden und y die Zeit...

0 0,5 1 1,5 2 2,5 3

x
0 1,21 4,92 11,03 19,67 30,61 44,17
y

Stelle eine Funktionsvorschrift in der Form f(x)=ax2 auf.

Lösung:

Man nimmt sich einen Punkt z.B. (1; 4,92) und berechnet a:

a • 12=4,92
a=4,92

f(x)=4,92x2

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -113-

Beispiel:

f1(x)=x2
f2(x)= ½ x2

x=1

f1(1)=12=1
f2(1)= ½ • 12= ½ • ½

x=2

f1(2)=22=4
f2(2)= ½ • 22=2 • ½

f(x)=5x2

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -114-

Alltag: Parabeln
Wo findet man im Alltag Parabeln?

Ihr fragt euch mit Sicherheit, wofür ihr das alles braucht oder? Aber schaut doch mal in die
Natur, überall sind Parabeln zu entdecken:

Skischanze, Gebiss, Brücken, Strahl vom Gartenschlauch...

Die Parabelform ist sehr schön bei Brücken zu sehen... Entweder ist es eine Parabel, die nach
unten oder oben geöffnet ist...

Weiterhin schaut euch doch mal euer Gebiss an... Was entdeckt ihr denn da? Es hat ebenfalls
eine Parabelform...

Auch das sprudelnde Wasser aus einem Gartenschlauch oder aus einem Brunnen hat immer
eine Parabelform...

Und die Skischanze ist eine halbe Parabel...

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -116-

Aufgabe:

Der Olympia-Turm in München ist 290 m hoch.


Wie lange dauert es bis der Stein auf den Boden fällt, wenn man von ganz oben einen Stein
fallen lässt?

Lösung:

Vorgehensweise:

Wir nehmen an, dass x: t und y: h.


Dann kennen wir
y=290 m

Nun müssen wir die gegebenen Werte einsetzen:

f(x)=ax2

290 m=5x2 |:5


x2=58 m
x=7,61

Es dauert ungefähr 7,61 Sekunden bis der Stein auf den Boden fällt.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -117-

Aufgabe:

Der Olympia-Turm in München ist 290 m hoch.


Wie lange dauert es, wenn man von ganz oben einen Stein fallen lässt?

Lösung:

Vorgehensweise:

Wir nehmen an, dass x: t (Zeit) und y: h (Höhe).


Dann kennen wir
y=290 m

Nun müssen wir die gegebenen Werte einsetzen:

f(x)=ax2

290 m=5x2 |:5


x2=58 m
x=7,61

Es dauert 7,61 Sekunden bis der Stein auf den Boden fällt.

f(x)=5x2

Höhe Zeit

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -118-

Aufgabe:

In dieser Aufgabe ist eine Tabelle mit Werten dargestellt... Überprüfe nun, ob diese Werte zu
einer Parabel der Form f(x)=ax² passen... Dazu

1. Berechne a.

x -2 -1 0 1 2

f1(x) -1,2 -0,3 0 0,3 1,2

f2(x) 10 3 0 -3 -10

Vorgehensweise:

1. Zuerst liest man die Koordinaten eines Punktes ab (nicht den Scheitelpunkt wählen).

2. Dann berechnet man mit Hilfe der Koordinate a.

P (1,5; 1,5) liegt auf der Parabel.

a • (1,5)2=1,5 |:(1,5)2
2
a=
3

Dies führt man mit mehreren Punkten durch:

1.

3
=a • 12 |:1
10
3
a=
10

-1,2=a • 22 |:4
3
a=-
10
a stimmt nicht bei beiden überein, das heißt, es ist keine Parabel, die die Tabelle als Werte
darstellt.
Nur wenn alle Werte positiv wären.

x -2 -1 0 1 2

f1(x) 1,2 0,3 0 0,3 1,2


Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -119-

So wäre es eine Parabel, weil:

3/10=a • 12 |:1
a=3/10

1,2=a • 22 |:4
a=3/10

Die Tabelle zeigt keine Werte einer Parabel an!

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -120-

2.

-3=a • 12 |:1
a=-3

10=a • (-2)2 |:4


a=2,5

Stimmt nicht bei beiden überein, dass heißt es ist keine Parabel.

Bei beiden keine Parabel.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -121-

Verschobene Normalparabel

Richtung Funktionsterm Symmetrieachse Scheitelpunkt Beispiel

1. f(x)=x2+e y-Achse S (0; 3) f(x)=x2+3


oben auf y-Achse S (0; e)

2. f(x)=x2-e y-Achse S (0; -3) f(x)=x2-3


unten auf y-Achse S (0; -e)

3. f(x)=(x-e)2 Parallel zur y- S (3; 0) f(x)=(x-3)2


rechts von Achse, senkrecht S (e; 0)
Normalparabel auf zur x-Achse
x-Achse
4. f(x)=(x+e)2 Parallel zur y- S (-3; 0) f(x)=(x+3)2
links von Achse, senkrecht S (-e; 0)
Normalparabel auf zur x-Achse
x-Achse

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -122-

f(x)=(x-e)2
v>0 nach rechts
v<0 nach links

f(x)=x2 S (0; 0)
f(x)=(x+e)2 S (-e; 0)
f(x)=(x+2)2 S (-2; 0)

f(x)=x2 S (0; 0)
f(x)=(x-e)2 S (e; 0)
f(x)=(x-2)2 S (2; 0)

S steht für Scheitelpunkt.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -123-

Aufgabe:

Dieses Arbeitsblatt könnt ihr euch ausdrucken und die Aufgaben üben…
Auch mir hat dieses Arbeitsblatt sehr viel gebracht, denn ich hatte es auch von meinem
Lehrer bekommen...

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -124-

Lösung:

a)
f(x)=x2+1 y-Achse
f(x)=x2-7 y-Achse
b) f(x)=(x+4)2 x=-4
f(x)=(x-5)2 x=5
c) f(x)=(x-3)2+1 x=3
f(x)=(x+5)2-9 x=-5

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -125-

2
Scheitelpunktsform
f(x)=(x-c) +d mit c, d e R

S (-2; 3)

f(x)=(x-(-2))2+3
f(x)=(x+2)2+3
f(x)=(x+2)2+3
f(x)=x2+4x+4+3
f(x)=x2+4x+7

Die Normalparabel wurde um 2 Einheiten nach rechts und um 1,4 Einheiten nach unten
verschoben.

a) Stelle fest, welche der Punkte auf der verschobenen Normalparabel liegen:

P1 (1; 19,6) P2 (4; 2,6)


P3 (-2; 4,6) P4 (-3; -23,6)

b) An welchen Stellen nimmt die neue Funktion den Wert 7,6 an?

P1:

f(1)=(1-2)2-1,4
f(1)=-0,4

P1 liegt nicht auf der Parabel.

P2:

f(4)=(4-2)2-1,4
f(4)=2,6

P1 liegt auf der Parabel.

P3:

f(-2)=(-2-2)2-1,4
f(-2)=14,6

P1 liegt nicht auf der Parabel.

P4:

f(-3)=(-3-2)2-1,4
f(-3)=23,6
P1 liegt auf der Parabel. © klassenarbeiten.de [Autor: Florian Modler]
Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -126-

b)

7,6=(x-2)2-1,4 |+1,4
9=(x-2)2
9=x2-4x+4 |-4
x=5

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -127-

f(x)=(x-c)2+d Dies ist die allgemeine Scheitelpunktsform.

Scheitel: S (c; d)

Scheitelpunkt bei:

1. f(x)=ax2

S (0; 0)

2. f(x)=x2+d

S (0; d)

3. f(x)=(x-c)2+d

S (c; d)

4. f(x)=x2

S (0; 0)

5. f(x)=(x-c)2

S (c; 0)

Merke dir dieses... Es kommt immer wieder mal vor...

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -128-

Aufgabe:

1) Bestimme die Funktionsvorschrift für den Fall:

Funktionsvorschrift für den Fall (Der Scheitelpunkt ist angegeben):

a) S1 (0; 3 ¾ )

b) S2 (-7; 0)

c) S3 (- ½ ; -9)

d) S4 (√5; 11)

Lösung:

a) f(x)=x2+3 ¾

b) f(x)=(x+7)2

c) f(x)=(x+ ½ )2-9

d) f(x)=(x-√5)2+11

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -129-

Scheitelpunktsbestimmungen
1. f(x)=ax2

Vorgehensweise:

Bei einer Funktionsvorschrift mit f(x)=ax2 ist der Scheitel immer S (0; 0).

2. f(x)=x2+d

Vorgehensweise:

Bei einer Funktionsvorschrift mit f(x)=x2+d ist der Scheitel immer S (0; d).
Man liest d in der Funktionsvorschrift ab. x=0, y=d

3. f(x)=(x-c)2+d

Vorgehensweise:

Bei einer Funktionsvorschrift mit f(x)=(x-c)2+d ist der Scheitel immer S (c; d).
Man liest c und d in der Funktionsvorschrift ab. x=c, y=d.

4. f(x)=x2 (Normalparabel)

Vorgehensweise:

Bei einer Funktionsvorschrift mit f(x)=x2 ist der Scheitel immer S (0; 0).

5. f(x)=(x-c)2

Vorgehensweise:

Bei einer Funktionsvorschrift mit f(x)=(x-c)2 ist der Scheitel immer S (c; 0).
Man liest c in der Funktionsvorschrift ab. x=c, y=0.

6. f(x)=ax2+bx+c

Vorgehensweise:

Bei einer Funktionsvorschrift mit f(x)=ax2+bx+c ist der Scheitel immer S (c; d).
Man form die Funktionsvorschrift f(x)=ax2+bx+c in die Form f(x)=(x-c)2+d um und man liest
c und d in der Funktionsvorschrift ab. x=c, y=d.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -130-

Aufgaben mit Lösungen:

1) Bestimme b und c.

a)

f(x)=(x- ½ )2+2,5 f(x)=x2-1x+ ¼ +2,5; f(x)=x2-1x+2,75

b=-1
c=2,75

b)

f(x)=(x+1)2+3/2 f(x)=x2+2x+2+3/2; (x)=x2+2x+3,5

b=2
c=3,5

c)

f(x)=(x+ ½ )2-5/2 f(x)=x2+1x+ ¼ -5/2; f(x)=x2+1x+-9/4

b=1
c=9/4 oder (-9/4)

d)

f(x)=(x+4)2+1 f(x)=x2+8x+16+1; f(x)=x2+8x+17

b=8
c=17

e)

f(x)=(x-3/2)2+2 f(x)=x2-3x+9/4+2; f(x)=x2-3x+4,25

b=3
c=4,25

f)

f(x)=(x- ½ )2+ ½ f(x)=x2-1x+ ¼ + ½ ; f(x)=x2-1x+ ¾

b=-1
c= ¾

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -131-

Quadratische Ergänzung
Quadratische Ergänzung:

f(x)=(x- ½ )2+ ½ Æ (x- ½ )2+ ½

f(x)=x2-4x+11

f(x)=(x-2)2+7
x2-4x+4
11-4=7

S(2; 7)

Vorgehensweise:

1. Zuerst wendet man die 1. binomische Formel oder 2. binomische Formel an.

(a+b)2=a2+2ab+b2

(a-b)2=a2-2ab+b2

2. Dann kann man schon aufschreiben:


(x+ )2
(x- )2

3. Nun dividiert man den 2. Term durch 2 und x.

f(x)=(x-2)2

4. Dann löst man sie nach der 1. binomische Formel oder 2. binomische Formel auf
x2-4x+4
und rechnet 11-4=7

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -132-

Aufgabe / Lösungen:

1) Wende die Quadratische Ergänzung an.

a)

x2+10x+25 (x+5)2

b) x2-4x (x-2)2-4

c) x2-2x-3 (x-1)2-4

d) x2+3x+1 (x+1,5)2-1,25

e) x2+x+4 (x+ ½ )2+3 ¾

f) x2- ½ x-1 (x- ¼ )2-1 1/16

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -133-

Aufgaben / Lösungen:

1) Bestimme den Scheitelpunkt.

f(x)=x2-2x+3

Zuerst wendet man die Quadratische Ergänzung an und kann dann den Scheitelpunkt
bestimmen.

f(x)=(x-1)2+2

S (1; 2)

b)

f(x)=x2-2x-1

f(x)=(x-1)2-2

S (1; -2)

c)

f(x)=x2+6x+3
-3

f(x)=(x+3)2-12

S (-3; -12)

d)

f(x)=x2-1,6x+1,36

f(x)=(x-0,8)2+0,72

S (0,8; 0,72)

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -134-

Parabeln der Form f(x)=ax²+bx+c


Parabeln der Form f(x)=ax2+bx+c

f(x)=2x2 -4x+3

1. weiter geöffnet

2. verschoben

3. nach oben geöffnet

4. Scheitelpunkt S(1; 1)

Bestimme den Scheitelpunkt der Parabel:

1. Möglichkeit:

2x2 -4x+3=2(x2 -2x)+3


=2(x2 -2x+12-12)+3
=2((x-1)2 -12)+3
=2(x-1)2 -2+3
=2(x-1)2+1

S (1; 1)

Vorgehensweise:

1. Zuerst dividiert man den 1. Teil 2x2-4x durch 2.

2. Dann führt man eine quadratische Ergänzung durch.


=2(x2-2x+12-12)+3

3. Nun rechnet man es aus.


=2((x-1)2-12)+3
=2(x-1)2+3
=2(x-1)2+1

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -135-

2. Möglichkeit:

f(x)=2x2 -4x+3
=2(x2 -2x+1,5)
=2((x-1)2+0,5
=2(x-1)2+1

S (1; 1)

Vorgehensweise:

1. Zuerst teilt man den ganzen Teil =2(x2-2x+1,5) durch 2.

2. Dann löst man es mit einer binomischen Formel auf.


=2(x2-2x+1,5)
=2((x-1)2+0,5

3. Nun berechnet man den Scheitelpunkt.


=2(x-1)2+1

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -136-

Aufgaben / Lösungen:

1) Bestimme den Scheitelpunkt.

a)

f(x)=-x2+6x-4
=-1(x2 -6+4)
=-1((x2 -3)2 -5)
=-1(x2 -3)2 -5

S (3; -5)

b)

f(x)=- ½ x2 -x-5/4
=- ½ (x2+2x+2,5)
=- ½ ((x+1)2+1,5
=- ½ (x+1)2+1,5

S (-1; 1,5)

c)

f(x)=3x2 -2x- 1/3


=3(x2 -2/3x-1/9)
=3((x- 1/3 )2 -2/9
=3(x- 1/3 )2 -2/9

S ( 1/3 ; -2/9)

d)

f(x)=0,1x2+0,16x+0,264
=0,1(x2+1,6x+2,64)
=0,1((x+0,8)2+2
=0,1(x+0,8)2+2

S (-0,8; 2)

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -137-

1) Bestimme den Scheitelpunkt von

a) f(x)=-7/8x2+5/4x-10/9
b) f(x)=- 1/3 x2 +9x-12

Lösung:

a)

7 5 10
f(x)=- x²+ x-
8 4 9
7 10 80
=- (x²- x+ )
8 9 63
7 5 15
=- ((x- )²+ )
8 7 63
7 5 15
=- (x- )²-
8 7 72
7 5 5
=- (x- )²-
8 7 24

5 5
S( ;- )
7 24

b)

1
f(x)=- x²+9x-12
3
1
=- (x²-27x+36)
3
1
=- ((x-13,5)²-146,25
3
1
=- (x-13,5)²-48,75
3

S (13,5; -48,75)

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -138-

Aufgaben / Lösungen:

1) Bestimme den Scheitelpunkt S.

f(x)=x2+2x+1
=(x+1)2

S (-1; 0)

b)

f(x)=x2 -5x+8
=(x-2,5)2+1,75

S (2,5; 1,75)

c)

f(x)=x2 -5x+8
=(x-2,5)2+1,75

S (2,5; -1,75)

d)

f(x)=x2+9x-13/10
=(x+4,5)2-21,55

S (-4,5; -21,55)

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -139-

Aufgaben / Lösungen:

1) Bestimme den Scheitelpunkt S.

c)

f(x)=x2 -5x+8
=(x-2,5)2+1,75

S (2,5; -1,75)

d)

f(x)=x2+9x-13/10
=(x+4,5)2-21,55

S (-4,5; -21,55)

2)

c)

f(x)=x2 -3,7x+4,9
=(x-1,85)2+1,4775

S (1,85; 1,4775)

y=1,4775

d)

f(x)=x2+x+0,25
=(x+ ½ )2

S ( ½ ; 0)

y=0

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -140-

Allgemeine quadratische Funktion


f(x)= ax2 + bx + c

quadratisches lineares konstantes


Glied Glied Glied

Für die Koeffizienten a, b, c gilt: a, b, c, ∈ \ {0}

Allgemeine quadratische Scheitelpunktsform


f(x)=a(x-d)2+e mit S (d; e)

Aufgabe:

Bestimme f1(x) und f2(x).

1) S (1; 4), P (3; 0)


2) S (-1; -5), P (3; 11)

Lösung:

1)

f(x)=a(x-1)2+4
0=a(3-1)2+4
0=a • 4+4 |-4
-4=4a |:4
a=-1

f(x)=-(x-1)2+4

2)

f(x)=a(x+1)2-5
11=a(3+1)2-5
11=4a-5 |+5
16=16 |:16
a=1

f(x)=(x+1)2-5

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -141-

Vorgehensweise:

1. Zuerst setzt man den Scheitelpunkt in f(x)=a(x-d)2+e ein, bei dem S (d; e) ist.

f(x)=a(x-1)2+4

2. Dann setzt man den Punkt P ein.

0=a(3-1)2+4

3. Nun rechnet man es mit Umformungen aus.

f(x)=a(x-1)2+4
0=a(3-1)2+4
0=a • 4+4 |-4
-4=4a |:4
a=-1

f(x)=-(x-1)2+4

So schnell kann man die Funktionsvorschrift aus einem Punkt und dem Scheitelpunkt
berechnen… ☺

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -142-

Aufgaben / Lösungen:

1) Bestimme den Scheitelpunkt S.

a)

f(x)=2x2-20x+45
=2(x2-10x+22,5)
=2((x-5)2-2,5)
=2(x-5)2-5

S (5; -5)

x=5

b)

2 4
f(x)=- x²- x-2
3 3
2
=- (x²+2x+3)
3
2
=- ((x+1)²+2)
3
2 4
=- (x+1)²-
3 3

4
S (-1; - )
3

x=-1

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -143-

Aufgaben / Lösungen:

1) Zeichne Rechtecke, bei denen gilt:

U=16 cm A=12 cm2


2 5

6 36 6 3 3

2
A=12 cm² 5 A=15 cm2
4

4 4

4 A=16 cm2

Nur bei dem grauen gilt es!

Beweis:

A=a • b U=2a+2b

A=a(8-a)
A=a2+8a

U=2a+2b |-2a
U-2a=2b |:2
½ U-a=b
b=8-a

A=-a2+8a
A=-1(a2-8a)
A=-1((a-4)2-16)
A=-1(a-4)2+16

S (4; 16)

a=4

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -144-

Vorgehensweise:

1. Der Flächeninhalt A des Rechtecks.

2. A=a • b (a, b sind die Seitenlängen des Rechtecks)

3. 2a+2b=16

4. b=8-a

5. A=a(8-a)
A=-a2+8a

6. a -a2+8a oder x -x2+8a (x=a)


Die Funktion ordnet jeder Seitenlänge a bzw. x den Flächeninhalt des Rechtecks zu.

7. Der Graph ist eine nach unten geöffnete Parabel. Die 2. Koordinate des Scheitels ist
deshalb der größte Funktionswert.

A=-a2+8a
A=-1(a2-8a)
A=-1((a-4)2-16)
A=-1(a-4)2+16

S (4; 16)

a=4

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -145-

Nullstellen
Ihr fragt euch mit Sicherheit, was eine Nullstelle überhaupt ist oder?
Ganz einfach: Eine Nullstelle ist eine Stelle bei einem Koordinatensystem, wo der Graph die
x-Achse schneidet, also y=0 ist. Weiterhin erfahrt ihr hier mehr...

Aufgaben:

f(x)=ax2+2bx+c

Klaus: f(x)=-0,04x2+0,756x+1,7

Hubert: f(x)=-0,05x2+0,786x+1,7

Hilde: f(x)=-0,045x2+0,756x+1,72

Idee:

Bestimmung der Weite durch Setzen von y=0

Klaus: Setze f(x)=y=0

0=-0,04x2+0,756x+1,7 Quadratische Ergänzung


0=-0,04(x2-18,9x-42,5)
0=-0,04((x-9,45)2-131,8025
0=-0,04(x-9,45)2+5,2721 |-5,2721
-5,2721=-0,04(x-9,45)2 |:(-0,04)
2
131,8025=(x-9,45) |
x=20,93052699
x=-2,03

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -146-

Hubert:

0=-0,05x2+0,786x+1,7
0=-0,05(x2-15,72x-34)
0=-0,05((x-7,86)2-95,776
0=-0,05(x-7,86)2+752,827656 |-752,827656
-752,827656=-0,05(x-7,86)2
x=130,5651471

Hilde:

0=-0,045x2+0,756x+1,72
0=-0,045(x2-16,8x-38,2)
0=-0,045((x-8,4)2-108,782
0=-0,045(x-8,4)2+4,8952 |-4,8592
-4,8592=-0,045(x-8,4)2
x=18,82

Vorgehensweise:

1. Zuerst setzen man f(x)=y=0, weil alle Punkte die x-Achse schneiden und somit keinen
y-Wert haben.

0=-0,04x2+0,756x+1,7

2. Dann führt man eine quadratische Ergänzung durch.

0=-0,04x2+0,756x+1,7 Quadratische Ergänzung


0=-0,04(x2-18,9x-42,5)
0=-0,04((x-9,45)2-131,8025
0=-0,04(x-9,45)2+5,2721

3. Dann löst man es mit Umformungen auf.

0=-0,04x2+0,756x+1,7 Quadratische Ergänzung


0=-0,04(x2-18,9x-42,5)
0=-0,04((x-9,45)2-131,8025
0=-0,04(x-9,45)2+5,2721 |-5,2721
-5,2721=-0,04(x-9,45)2 |:(-0,04)
2
131,8025=(x-9,45) |
x=20,93052699
x=-2,03

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -147-

Definition
Definition:

Die Schnittpunkte eines Funktionsgraph f(x) mit der x-Achse (y=0) nennt man
Nullstellen der Funktion f.
Bestimmung der Nullstellen einer quadratischen Funktion der Form f(x)=x2+px+q

1. Setze f(x)=0.

0=x²+px+q | "Quadratische Ergänzung"


2. Quadratische Ergänzung.

p p p
0=(x+ )²-( )²+q |+( )² ; -q
2 2 2

p p
x²+px=(x+ )²-( )²
2 2

p
3. +( )² ; -q
2

p p
( )²-q=(x+ )² |
2 2

4. Wurzel ziehen.

p p p
+/- ( )² − q = x+ |-
2 2 2

p
5. -
2

p p
+/- ( )² − q - =x1,2
2 2

p p p p
x1 =- + ( )² − q und x =- − ( )² − q
2 2 2 2
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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -148-

Zusammenfassung:

Die quadratische Funktion x2+px+q=0 hat die Lösung


p p p p
x1 =- + ( )² − q und x =- − ( )² − q
2 2 2 2

Dies ist die sogenannte „P, q-Formel“ .

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -149-
Bestimmung der Nullstellen einer
quadratischen Funktion der Form
f(x)=ax²+px+q
Bestimmung der Nullstellen einer quadratischen Funktion der Form f(x)=ax2+px+q

1. Setze f(x)=0.
0=ax2+px+q | „Quadratische Ergänzung“
2. Dividieren durch a. Quadratische Ergänzung. Umformen in die allgemeine quadratische
Scheitelpunktsform.

1. Setze f(x)=0.

0=x²+px+q | "Quadratische Ergänzung"


2. Quadratische Ergänzung.

p p p
0=(x+ )²-( )²+q |+( )² ; -q
2 2 2

p p
x²+px=(x+ )²-( )²
2 2

p
3. +( )² ; -q
2

p
( )²-q=(x+p/2)² |
2

4. Wurzel ziehen.

p p p
+/- ( )² − q = x+ |-
2 2 2

p
5. -
2

p p
+/- ( )² − q - =x1,2
2 2

p p p p
x1 =- + ( )² − q und x =- − ( )² − q
2 2 2 2
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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -150-

Beispiel::

Bestimme die Nullstellen von f(x)=x2+6x+5.

1. Möglichkeit:

0=x2+6x+5
0=(x+3)2-4 |+4
4=(x+3)2 |
2=x+3 |-3
x1=-1
x2=-5

Vorgehensweise:

1. Zuerst setzt man y=0.

2. Danach formt man es in die Scheitelpunktsform um.

3. Nun löst man nach x auf. Dabei wendet man die p, q-Formel an.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -151-

2. Möglichkeit:

x1, 2=-3+/- 9-5


x1=-3+2=-1
x2=-3-2=-5

Vorgehensweise:

1. Man setzt p=6 und q=5 in die Formel ein.

x1, 2=-3+/- 9-5


x1=-3+2=-1
x2=-3-2=-5

p p p p
x1 =- + ( )² − q und x =- − ( )² − q
2 2 2 2

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -152-

Aufgaben:

1) Bestimme die Nullstellen von

1) f(x)=x2-2x-1
2) f(x)=x2+x-0,75
3) f(x)=x2-6x+5

Lösung:

1) f(x)=x2-2x-1

p=-2; q=-1

2 2
x1 =- - + (- )² − (−1) =1+ 2
2 2
2 2
x 2 =- - - (- )² − (−1) =1- 2
2 2

2) f(x)=x²+x-0,75

p=1; q=-0,75

1 1 1 1
x1 =- + ( )² + 0, 75=- +1=
2 2 2 2
1 1 1 1
x1 =- − ( )² + 0, 75=- -1=-1
2 2 2 2

3) f(x)=x²-6x+5

p=-6; q=5

6 6
x1 =- - + (- )²-5=3+2=5
2 2
6 6
x 2 =- - - (- )²-5=3-2=1
2 2

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -153-

Aufgaben:

1) Bestimme die Nullstellen von

1. f(x)=x2+3x+4
2. f(x)=x2+2x+1
3. f(x)=x2-4x+5

Lösung:

1. f(x)=x²+3x+4
0=x²+3x+4
x1 =-1,5+ 1,5²-(-4) =-1,5+2,5=1
x 2 =-1,5-2,5=-4

2. f(x)=x²+2x+1
0=x²+2x+1
2 2
x1 =- + ( )² − 1=-1+0=-1
2 2
x2=-1-0=-1

3. f(x)=x²-4x+5
0=x²-4x+5
- -2+ (-2)²-5=2+ -1
-1 nicht möglich! Deshalb keine Nullstellen.
Die Parabel schneidet die x-Achse nicht. S (2; 1)

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -154-

Verschiedene Möglichkeiten von der Anzahl der


Nullstellen
Verschiedene Möglichkeiten:

1. 2 Nullstellen:

f(x)=x²+3x+4
0=x²+3x+4
3 3
x1 =- + ( )² − (−4) =-1,5+2,5=1
2 2
x 2 =-1,5-2,5=-4

2. 1 Nullstelle:

Der Scheitelpunkt ist die Nullstelle.


2 x-Werte, aber die gleichen Werte:

f(x)=x²+2x+1
0=x²+2x+1
2 2
x1 =- + ( )² − 1=-1+0=-1
2 2
x 2 =-1-0=-1

3. Keine Nullstelle.:

f(x)=x²-4x+5
0=x²-4x+5
4 4
- - + (- )² − 5=2+ -1
2 2
Keine Nullstellen. Die Parabel schneidet die x-Achse nicht.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -155-

Aufgaben / Lösungen:

1) Bestimme die Nullstellen von

a)

0=x²-8x+15
x1 =- -4+ (-4)²+15=4+1=5
x 2 =4-1=3

d) 0=x²+8x+15
x1 =-4+ (-4)²-15=-4+1=-3
x 2 =-4-1=-5

g) 0=x²-2x-15
x1 =- (-1)+ (-1)²+15=-4+4=0
x 2 =-4-4=-8

k) 0=x²-9
0 0
x1 = + ( )² − 9=0+ -9
2 2

Keine Nullstellen.

n) 0=x²+2x
2 2
x1 =- + ( )² − 0=-1+1=0
2 2
x 2 =-1-1=-2

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -156-

Aufgaben / Lösungen:

1) Bestimme die Nullstellen von

a) x2+4=0

x2+4=0

p=0
q=4

x1 =0+ -4
x 2 =0- -4

keine Nullstellen.

L={}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -157-

Aufgaben / Lösungen:

1. Bestimme die Lösungen der quadratischen Funktionen mit Hilfe der p, q-Formel.

a) 5x2+3x+0,45=0
b) 2x2+3x=2
c) x2+1,6x+5=0

Lösung:

a)

5x2+3x+0,45=0 |:5
x2+0,6x+0,09=0

p=0,6
q=0,09

x1=-0,3+0=-0,3
x2=-0,3-0=-0,3

L={-0,3}

Vorgehensweise:

1. Zuerst dividiert man es durch 5, damit man den Koeffizienten a hat und die p, q-Formel
anwenden kann.

5x2+3x+0,45=0 |:5
x2+0,6x+0,09=0

2. Danach wendet man die p, q-Formel an.

p=0,6
q=0,09

x1=-0,3+0=-0,3
x2=-0,3-0=-0,3

L={-0,3}

S (-0,3; 0)

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -158-

b)

2x2+3x=2 |:2
x2+1,5x=1 |-1
x2+1,5x-1=0

p=1,5

q=-1

1,5 1,5
x1 =- + ( )² + 1=-0,75+ 1,5625=-0,75+1,25=0,5
2 2
x 2 =-0,75-1,25=-2

L={0,5; -2}

Vorgehensweise:

1. Zuerst dividiert man es durch 2 und anschließend subtrahiert man 1, damit man den
Koeffizienten a hat und die p, q-Formel anwenden kann.

2x2+3x=2 |:2
x2+1,5x=1 |-1
x2+1,5x-1=0

2. Danach wendet man die p, q-Formel an.

p=1,5

q=-1

1,5 1,5
x1 =- + ( )² + 1=-0,75+ 1,5625=-0,75+1,25=0,5
2 2
x 2 =-0,75-1,25=-2

L={0,5; -2}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -159-

c)

x2+1,6x+5=0

p=1,6

q=5

1,6 1,6
x1 =- + ( )² − 5=-0,8+ -4,36
2 2
x 2 =-0,8- -4,36

keine Nullstellen.

L={}

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -160-

Aufgaben / Lösungen:

1) Bestimme die Lösungsmenge.

a) 5x2+26x+32,55=0 |:5
x2+5,2x+6,51=0

p=5,2

q=6,51

5,2 5,2
x1 =- + ( )² − 6,51=-2,6+ 0,25=-2,6+0,5=-2,1
2 2
x 2 =-2,6- -0,25=-2,6-0,5=-3,1

L={-2,1; -3,1} S( -2,6; -1,25)

b) 8x2+1,6x-1,2=0 |:8
x2+0,2x-0,15=0

p=0,2

q=-0,15

0,2 -0,2
x1 =- + ( )² + 0,15=-0,1+ 0,16=-0,1+0,4=0,3
2 2
x 2 =-0,1- 0,16=-0,1-0,4=-0,5

L={0,3; -0,5} S (-0,1 ; 1,28)

c) 5x2-11,5x+5,1=0 |:5
x2-2,3x+1,02=0

p=-2,3

q=-1,02

2,3 2,3
x1 =- (- )+ (- )² − 1, 02=1,15+ 0,3025=1,15+0,55=1,7
2 2
x 2 =1,15- 0,3025=1,15-0,55=0,6

L={1,7; 0,6} S (1,15; -0,3025)

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -161-

d) -2x2-4,6x-2,4=0 |:(-2)
x2-2,3x+1,2=0

p=-2,3

q=1,2

2,3 2,3
x1 =- (- )+ (- )² − 1, 2=1,15+ 0,1225=1,15+0,35=1,5
2 2
x 2 =1,15- 0,1225=1,15-0,35=0,8

L={1,5; 0,8} S (1,15; -0,1225)

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -163-

P, q-Formel
p, q-Formel

1. Berechnen von q

Für welche reellen Zahlen q hat die Funktion x2+5x+q=0

a) genau eine Lösung?


b) genau 2 Lösungen
c) keine Lösung?

Lösung:

a)

-2,5+ 6,25-q
6,25-q=0 |+q
q=6,25
b)
6,25-q<0 |+q
q<6,25

c)
6,25-q>0 |+q
q>6,25

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -164-

2. Berechnen von p.

Für welche reellen Zahl p hat die Funktion x2+px+6=0

a) genau eine Lösung?


b) genau 2 Lösungen
c) keine Lösung?

a)

x2+px+6=0
p p
x1,2 =- + ( )² − 6(p/2)2-6
2 2

x1,2 =-p/2+
4-6


=0 |+6
4-6

=6 | • 4
4
p= 24

b)


<0 |+6
4-6

<6 | • 4
4
p< 24

c)


>0 |+6
4-6

>6 | • 4
4
p> 24

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -165-

Aufgaben / Lösungen:

1)

Kino:

Eintritt: 4 € Æ 200 Besucher

Umfrage: Preisermäßigung

Nachlass von 0,5 € Æ +20 Besucher

1 € Æ +40 Besucher

1,5 € Æ +60 Besucher

Besucher Eintritt Einnahme

220 3,5 € 770 €

240 3€ 720 €

260 2,5 € 650 €

200 4€ 800 €

180 4,5 € 810 €

160 5€ 800 €

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -166-

Bestimmung des Eintrittpreis, der die maximalen Einnahmen erwarten lässt.

Nachlass von 0,5 € Æ +20 Besucher

1 € Æ +40 Besucher

1,5 € Æ +60 Besucher

2 € Æ +80 Besucher

2,5 € Æ +100 Besucher

3 € Æ +120 Besucher

Bei dem Preis 1 € kommen 320 Besucher.

f(x)=320x2

x• y

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -167-

Kino:

Eintritt: 4 € Æ 200 Besucher

Umfrage: Preisermäßigung

Nachlass von 0,5 € Æ +20 Besucher

1 € Æ +40 Besucher

1,5 € Æ +60 Besucher

Besucher Eintritt Einnahme

220 3,5 € 770 €

240 3€ 720 €

260 2,5 € 650 €

200 4€ 800 €

180 4,5 € 810 €

160 5€ 800 €

© klassenarbeiten.de [Autor: Florian Modler]


Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -168-

Bestimmung des Eintrittpreises, der die maximalen Einnahmen erwarten lässt.

Nachlass von 0,5 € Æ +20 Besucher

1 € Æ +40 Besucher

1,5 € Æ +60 Besucher

2 € Æ +80 Besucher

2,5 € Æ +100 Besucher

3 € Æ +120 Besucher

Bei dem Preis 1 € kommen 320 Besucher.

f(x)=320x2

x• y

y Einnahme

x Preis

Eintritt: L1
Einnahme: L2

f(x)=ax2+bx+c
a=-40
b=360
c=0,00000017

f(x)=-40x2+360x+0
=-40(x2+9x)
=-40((x+4,5)2-20,25)
=-40(x+4,5)2+80

S (4,5; 810)

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -169-

Aufgaben / Lösungen:

1. Berechne den maximalen Flächeninhalt A.

Wand

6 m Zaun

x y A

0,5 5 2,5

1 4 4

1,5 3 4,5

2 2 4

2,5 1 2,5

A=a • b
U=2a+b

f(x)=-2x2+6x
=-2(x2-3x)
=-2((x-1,5)2-2,25)
=-2(x-1,5)2+4,5

S (1,5; 4,5)

© klassenarbeiten.de [Autor: Florian Modler]


Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -170-

1. Berechne den maximalen Flächeninhalt A.

Wand

6 m Zaun

1. Möglichkeit:

1. Zuerst legt man eine Tabelle mit verschiedenen Möglichkeiten an.

x y A

0,5 5 2,5

1 4 4

1,5 3 4,5

2 2 4

2,5 1 2,5

2. Danach stellt man Formeln auf.

A=a • b
U=2a+b

3. Nun berechnet man es mit dem Taschenrechner.

f(x)=-2x2+6x
=-2(x2-3x)
=-2((x-1,5)2-2,25)
=-2(x-1,5)2+4,5

S (1,5; 4,5)

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -171-

2. Möglichkeit:

1. Zuerst stellt man Formeln auf.

A=a • b
U=2a+b

6=2a+b

2. Danach formt man 6=2a+b nach b um.

6=2a+b |-2a
b=6-2a

3. Nun setzt man b in A=a • b ein.

A=a • (6-2a)

4. Nun berechnet man den Scheitelpunkt.

A=a • (6-2a)
A=-2a2+6a

A=-2a2+6a
A=-2(a2-3a)
A=-2((a-1,5)2-2,25)
A=-2(a-1,5)2+4,5

S (1,5; 4,5)

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -172-

Berechnung mit dem Taschenrechner


(Sharp EL 9650)
Anleitung:

1. STAT Æ EDIT: Wertetabelle zeichnen

2. STAT PLOT Æ PLOT 1 (Menü):


on x: L1
xy y: L2

3. GRAPH : Punktemenge im Koordinatensystem


(Funktionstyp bestimmen)

4. STAT Æ REG Æ Funktionstyp auswählen Æ Rg_x2

5. Rg_x2 (L1, L2) Enter

Æ Koeffizienten werden angegeben.

Æ Funktionsvorschrift

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -173-

Umkehrfunktion
Die Umkehrfunktionen von der Normalparabel sieht so aus:
Man spricht hier von einer Wurzelfunktion.

Im Allgemeinen sieht eine Wurzelfunktion so aus... Es gibt aber auch hier wieder einige
Einschränkungen, dazu später mehr...

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -174-

Umkehrfunktion:

y=x2 |

y=x Tauschen
y= x

Wertetabellen für y=x2 und y= x

y=x2 y= x

x y x y

0 0 0
0
1 1 1 1

2 4 2 √2

3 9 3 √3

-1 1 -1 -----
-2 4 -2 -----

3 9 3 √3

4 16 4 √4=2

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -175-

Die Umkehrfunktion von y=x2 ist für x ∈ ℝ +: y = + x oder

Für x ∈ ℝ -: y = − x .

1. Bestimme die Umkehrfunktion von y=x2+4x+2

y=x²+4x+2
y=(x+2)²-2 |+2
y+2=(x+2)² |
y+2=x+2 |-2
y+2-2=x Tausch
y= x+2 − 2
Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -176-

Vorgehensweise:

1. Zuerst formt man y=x2+4x+2 in die Scheitelpunktsform um.

y=x2+4x+2
y=(x+2)2-2

2. Danach formt man die Gleichung um.

y=(x+2)²-2 |+2
y+2=(x+2)² |
y+2=x+2 |-2

3. Nun tauscht man y und x und schon hat man die Umkehrfunktion.

y+2=x+2 |-2
y+2-2=x |Tauschen
y= x+2-2

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -177-

Aufgabe

1. Bestimme die Umkehrfunktionen und gib den Definitionsbereich an.

1. y=5x2
2. y=2x2-1
3. y=x2-2x
4. y=x2+2x-1
5. y=5x2-10x+4

Lösung:

1.

y=5x² | :5
y
=x² | ...
5
y
=x |Tauschen von x und y
5
x
y=
5

Definitionsbereich:

x>0

2.

y=2x²-1 |+1
y+1=2x² | :2
1
y+ =x² |
2
1
y+ =x |Tauschen von x und y
2
1
y= x+
2
Definitionsbereich:

x>-1
Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -178-
3.

y=x²-2x
y=(x-1)²-1 |+1
y+1=(x-1)² |
y+1=x-1 |+1
y+1+1=x |Tauschen von x und y
y= x+1+1

Definitionsbereich:

x>-1

4.

y=x²+2x-1
y=(x+1)²-2 |+2
y+2=(x+1)² | ...
y+2=x+1 |-1
y+2-1=x |Tauschen von x und y
y= x+2-1
Definitionsbereich:

x>-2

5.

y=5x²-10x+4
4
y=5(x²-2x+ )
5
1
y=5((x-1)²- )
5
y=5(x-1)²-1 |+1
y+1=5(x-1)² |:5
(y+1)/5=(x-1)² | ...
y+1
=x-1 |+1
5
y+1
+1=x |Tauschen von x und y
5
x+1
y= +1
5
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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -179-

Aufgaben / Lösungen:

1. Bestimme die Scheitelpunkte und die Nullstellen der Funktionen von

1. y=5x2
2. y=2x2-1
3. y=x2-2x
4. yx2+2x-1
5. y=5x2-10x+4

Lösung:

1.

S (0 ; 0) x=0 ; y=0

2.

S (0 ; -1)

3.

S (1 ; -1)

L={}

4.

S (-1 ; -2)

x1 =1+ 2=2,4142...
x 2 =1- 2=-0,4142...

5.

S (1 ; -1)

x1 =5+ 21=9,5825...
x 2 =5- 21=0,41742...

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -180-

Bestimmung der Scheitelpunkte bei der Funktion f(x)= -a+b :

Der Scheitelpunkt der Funktion f(x)= -a+b .

Beispiele:

Scheitelpunkt S(-1; 1,3)

f(x)= -1+1,3

S (0; 2) S (1; 0)

S (1; 2) S (0; 0)
Immer die lila Kurve.
Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -181-

Umkehrfunktion:

y=x2 |

y =x Tauschen
y= x

Wertetabellen für y=x2 und y=√x

y=x2 y= x

x y x y

0 0 0
0
1 1 1 1

2 4 2 √2

3 9 3 √3

-1 1 -1 -----
-2 4 -2 -----

3 9 3 √3

4 16 4 √4=2

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -182-

Die Umkehrfunktion von y=x2 ist für x ∈ ℝ +: y = + x oder

Für x ∈ ℝ -: y = − x .

Jetzt könnt ihr ohne Probleme Umkehrfunktionen bestimmen! J

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -183-

Bestimmung Umkehrfunktionen / Kleine


Zusammenfassung
1. Bestimme die Umkehrfunktion von y=x2+4x+2

y=x²+4x+2
y=(x+2)²-2 |+2
y+2=(x+2)² | ...
y+2=x+2 |-2
y+2-2=x |Tauschen von x und y
y= x+2-2

Vorgehensweise:

1. Zuerst formt man y=x2+4x+2 in die Scheitelpunktsform um.

y=x2+4x+2
y=(x+2)2-2

2. Danach formt man es um.

y=(x+2)²-2 |+2
y+2=(x+2)² | ...
y+2=x+2 |-2

3. Nun tauscht man y und x.

y+2=x+2 |-2
y+2-2=x |Tauschen von x und y
y= x+2-2

Und so einfach bekommt man eine Umkehrfunktion... ☺

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -184-

Bestimmung der Definitionsmenge:

Vorgehensweise:

1. Zuerst muss man schauen, ab wann es unter der Wurzel 0 ist, bis hier hin geht der
Definitionsbereich noch.

1
y= x+
2

2. Danach schreibt man die Definitionsmenge auf.

1
D≥−
2

Das ganze nur, weil man aus einer negativen Zahl nicht die Wurzel ziehen kann.... ☺

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -185-

1. Bestimme

a) Scheitelpunkte
b) Nullstellen
c) Definitionsmenge
d) Umkehrfunktion

1) f(x)=0,4x2-4

2) f(x)=- ½ x2+x+4,5

3) f(x)=2x2+12x+18

4) f(x)= ¼ x2-x+2

5) f(x)=- 1/3 x2-2x+3

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -186-

Lösung:

1)
f(x)=0,4x²-4
S( 0; -4)
x+4
y=
0,4
D ≥ -4

2)

f(x)=- ½ x²+x+4,5
=- ½ (x-1)²+5
S (1; 5)
-x-5
y= +1
1
2
D≤5

3)

f(x)=2x²+12x+18
=2(x+3)²
S (-3; 0)
x
y= -3
2
x>0

4)

f(x)= ¼ x²-x+2
= ¼ (x-2)²+1
S (2; 1)
x-1
y= +2
1
4
x>1

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -187-

5)
1
f(x)=- x²-2x+3
3
1
=- (x+3)²+6
3
S (-3; 6)
-x-6
y= -3
1
3
D≤6

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -188-

Bestimmung der Schnittpunkte von 2 Parabeln


(Sharp EL 9650)
Vorgehensweise:

Taschenrechner:

1. Zuerst gibt man die beiden Funktionen ein.

2. CALC Æ Intsct 2 mal klicken!

Mathematisch:

1. Zuerst setzt man die beiden Funktionen gleich.

Gleichsetzen von beiden Funktionen

f1(x)=f2(x)

Æ 0,4x2-4=- ½ x2+x+4,5

2. Danach löst man es mit Umformungen auf.

0,4x2-4=- ½ x2+x+4,5 |-0,4x2


-4=-0,9x2+x+4,5 |+4
0=-0,9x2+x+8,5

3. Nun wendet man die p, q-Formel an.

0=-0,9x²+x+8,5 |:0,9
10 170
0=x²- x-
9 18

10
p=-
9
170
q=-
18

10 10 85
- (- )+ (- )² +
9 9 9
10 10 85
+ ( )² +
9 18 9
Æ x-Werte der Schnittpunkte

4. Nun setzt man die x-Werte in die beiden Funktionen ein.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -189-

Anwendung der p, q-Formel


Anwendung der p, q-Formel

Lösen von quadratischen Nullstellen von


Schnittpunkt von
Funktionen Parabeln 2 Parabeln
(ax2+bx+c=0) (f(x)=ax2+bx+c) (f1(x) und f2(x) )

- durch a teilen - f(x)=0 setzen - f1(x)=f2(x)= setzen


- durch a teilen - auf die Form x2+px+q
bringen

x 1, 2 sind die
Koordinaten der Schnittpunkte
x 1, 2 in f1(x) oder f2(x) einsetzen Æ
y-Koordinate
p, q-Formel benutzen
p p
x1,2 =- +/- ( )² − q
2 2
Lösungsmenge Nullstellen Schnittpunkte (x ; y)

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -190-

1. Bestimme die Schnittpunkte der Parabeln a) f(x)=- ½ x2+x+4,5 und b) f(x)=2x2+12x+18.

1. Zuerst setzt man die beiden Funktionen gleich.

Gleichsetzen von beiden Funktionen

f1(x)=f2(x)

Æ - ½ x2+x+4,5=2x2+12x+18

2. Danach löst man es mit Umformungen auf.

- ½ x2+x+4,5=2x2+12x+18 |-4,5
- ½ x2+x=2x2+12x-13,5 |+ ½ x2
x=2,5x2+12x-13,5 |-x
0=2,5x2-11x-13,5

3. Nun wendet man die p, q-Formel an.

0=2,5x2-11x-13,5 |:2,5
0=x2-4,4x-5,4

p=-4,4

q=-5,4

4,4 4,4
- (- )+ ( )² + 5, 4
2 2

Æ x-Werte der Schnittpunkte

4. Nun setzt man die x-Werte in die beiden Funktionen ein.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -191-

Aufgabe:

1. Bestimme die Schnittpunkte der Parabeln a) f(x)=- ½ x2+x+4,5 und b) f(x)=2x2+12x+18.

Lösung:

1. Zuerst setzt man die beiden Funktionen gleich.

Gleichsetzen von beiden Funktionen

f1(x)=f2(x)

Æ - ½ x2+x+4,5=2x2+12x+18

2. Danach löst man es mit Umformungen auf.

- ½ x2+x+4,5=2x2+12x+18 |-4,5
- ½ x2+x=2x2+12x-13,5 |+ ½ x2
x=2,5x2+12x-13,5 |-x
0=2,5x2-11x-13,5

3. Nun wendet man die p, q-Formel an.

0=2,5x2-11x-13,5 |:2,5
0=x2-4,4x-5,4

p=-4,4

q=-5,4

4,4 4,4
- (- )+ ( )² + 5, 4
2 2

Æ x-Werte der Schnittpunkte

4. Nun setzt man die x-Werte in die beiden Funktionen ein.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -192-

1. Bestimme die Schnittpunkte der Funktion a) f(x)=- ¼ x2-x+2 und b) f(x)=- 1/3 x2-2x+3.

1. Zuerst setzt man die beiden Funktionen gleich.

Gleichsetzen von beiden Funktionen

f1(x)=f2(x)

Æ - ¼ x2-x+2=- 1/3 x2-2x+3

2. Danach löst man es mit Umformungen auf.

- ¼ x2-x+2=- 1/3 x2-2x+3 |-2


- ¼ x2-x=- 1/3 x2-2x+1 |- ¼ x2
-x=- 7/12x2-2x+1 |+x
2
0=- 7/12x -1x+1
0=

3. Nun wendet man die p, q-Formel an.

0=- 7/12x2-1x+1 |:(-7/12)


0=x2+12/7x-12/7

x1=0,442809838

x2=-3,871381267

f(x)=1,6062103
f(x)=9,618036355

Æ x-Werte der Schnittpunkte

4. Nun setzt man die x-Werte in die beiden Funktionen ein.

f(x)=1,6062103
f(x)=9,618036355

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -193-

1. Bestimme die Umkehrfunktion und die Definitionsmenge.

a) f(x)=x²-4x+3

f(x)=x²-4x+3
y=(x-2)²-1 |+1
y+1=(x-2)² | ...
y+1=x-2 |+2
y+1+2=x [Tausch]
y= x+1+2
Vorgehensweise:

1. Zuerst bringt man die Form f(x)=x2-4x+3 in die Scheitelpunktsform

f(x)=x2-4x+3
y=(x-2)2-1

2. Danach löst man es nach x auf.

f(x)=x²-4x+3
y=(x-2)²-1 |+1
y+1=(x-2)² | ...
y+1=x-2 |+2
y+1+2=x

3. Nun tauscht man x und y.

a) f(x)=x²-4x+3

f(x)=x²-4x+3
y=(x-2)²-1 |+1
y+1=(x-2)² | ...
y+1=x-2 |+2
y+1+2=x [Tausch]
y= x+1+2

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -194-

Funktion / Zuordnung
Funktionen

Telefongebühren:

1,5 min sind 1 Takt. 1 Takt kostet 1,2 €.

Wertetabelle:

Zeit (min) Anzahl der Takte Preis (€)

4 3 3,6

7,6 6 7,2

13 9 10,8

29 20 24,0

Zeit Anzahl der Takte Preis

2 Vorgänge:
Vorgehensweise:

1. Zeit Anzahl der Takte

2. Anzahl der Takte Preis

Zeit Anzahl der Takte Preis

Definition:
Funktion: Jedem Element einer Definitionsmenge ist genau ein Element der Wertemenge
zugeordnet.

Zuordnung: Jedem Element der Definitionsmenge ist nicht nur ein Element der Wertemenge
zugeordnet.
Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -195-

Graphen:

1. Zeit Anzahl der Takte

11

10

-2 -1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
-1

-2

-3

2. Anzahl der Takte Preis

11

10

-2 -1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
-1

-2

-3
Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -196-

Funktionsterm / -vorschrift / Funktion


Funktionen:

f: x x+1 Funktionsterm

Funktionsvorschrift

f(x)=x+1 Funktionsfunktion
y=x+1

Prägt euch diese Bezeichnungen ein, denn sie sind besonders für die Aufgaben später sehr
wichtig.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -197-

Funktion: TASCHENRECHNER

Zum Ausdrucken…Für den Sharp EL 9650…Bei anderen ist es aber ähnlich…


Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -198-

Aufgabe / Lösung:

Funktionen:

y=9/5x+7
y=-1 ¾ x-2

1. Möglichkeit Grafische Lösung:

S (-2,5; 2,6)

2. Möglichkeit Tabelle:

S (-2,5; 2,4)

3. Möglichkeit CALC:

S (-2,5; 2,4)

4. Möglichkeit Eqaution Solver:

S (-2,53; 2,4)

Nun müsst ihr entscheiden, welche Anwendung für euch bei eurem Taschenrechner am
Besten ist. ☺

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -199-

Funktionen der Form f(x)=ax²+b


f(x)=ax2+b

a: Für Öffnung
b: y-Koordinate des Scheitelpunktes.

Beispiel:

1. Zeichne den Graphen der Funktion f(x)= ½ x2-1 und f(x)=- ½ x2+1 .

Vorgehensweise:

1. Man zeichnet es mit dem Taschenrechner und die Spiegelung erfolgt so:

Man muss statt a, -a haben und statt –b, b .


Das Ganze findet durch eine Spiegelung an der x-Achse statt.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -200-

Funktionsklassen
1. Lineare Funktonen:

Vorschrift: f(x)=mx+b

Funktion: y=mx+b

Charakterische Eigenschaften:

1. Steigung m:

- m>0 Graph verläuft von links unten Æ rechts oben: steigend


- m<0 Graph verläuft von links oben Æ rechts unten: fallend
- m=0 Graph verläuft parallel zur x-Achse

2. Schnittpunkte mit den Achsen:

- Ordinatenabschnitt S y

für x=0 Æ y=b

- Nullstelle S x

für y=0 Æ 0=mx+b

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -201-

Aufgaben zum Verfestigen:

1. Zeichne und bestimme die Schnittpunkte mit den Achsen.

a) y=1/7x-4 b) y=0,7x+4

2. P liegt auf dem Graphen einer linearen Funktion f, bestimme f und die Schnittpunkte mit
den Achsen.

a) P (4; 6) y=-2x+b
b) P (0,5 ; 3,5) y=1,8x+b

Lösung:

1.

a)
7

-3 -2 -1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
-1

-2

-3

-4

-5

-6

-7

a)

y=1/7x-4

Schnittpunkt mit x-Achse :

0=1/7x-4 |+4
4=1/7x |:1/7
x=28

S (28; 0) © klassenarbeiten.de [Autor: Florian Modler]


Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -202-

Schnittpunkt mit y-Achse :

y=1/7*0-4
y=-4
y=b

S (0 ; -4)

b)

y=0,7x+4

Schnittpunkt mit x-Achse :

0=0,7x+4 |-4
-4=0,7x |:0,7
x=-5 3/5=-5,6

S (-5,6; 0)

Schnittpunkt mit y-Achse :

y=0,7*0+4
y=4
y=b

S (0 ; 4)

2.

a) P (4 ; 6)

y1=-2x+b
6=-2*4+b
6=-8+b |+8
b=14

y1=-2x+14

y=1/7x-4

Schnittpunkt mit x-Achse :

0=-2x+14 |-14
-14=-2x |:(-2)
x=7

S (7; 0) © klassenarbeiten.de [Autor: Florian Modler]


Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -203-

Schnittpunkt mit y-Achse :

y=-2*0+14
y=b
y=14

S (0 ; +14)

b) P (0,5 ; 3,5)

y2=1,8x+b
3,5=1,8*0,5+b
3,5=0,9+b |-0,9
b=2,6

y=1/7x-4

Schnittpunkt mit x-Achse :

0=1,8x+2,6 |-2,6
-2,6=1,8x |:1,8
x=-13/9

S (-13/9; 0)

Schnittpunkt mit y-Achse :

y=1,8*0+2,6
y=b
y=2,6

S (0 ; 2,6)

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -204-

Funktion
Definition:

Eine Funktion ist eine Zuordnungsvorschrift, bei der jedem Element der Definitionsmenge
genau ein Element der Wertemenge zugeordnet ist.

Darstellungsverfahren einer Zuordnung /


Funktion:
1. Pfeildiagramm:

a)

Schüler Æ Noten in der Mathematikarbeit

Bernd
Peter 1
Miriam 2
3
Wolfgang
4

Funktion, weil jedem Element der Definitionsmenge genau ein Element der Wertemenge
zugeordnet ist.

b)

Noten in der Mathematikarbeit Æ Noten im Zeugnis

1
1 2
3
4

Keine Funktion, weil jedem Element der Definitionsmenge mehr als ein Element der
Wertemenge zugeordnet ist.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -205-

2. Wertetabellen:

a)
x y
-2 4
-1 2
0 0
1 -2
3 -6

f(x)=-2x

Funktion, weil jedem Element der Definitionsmenge genau ein Element der Wertemenge
zugeordnet ist.

b)

x y
-2 4; -4
-1 2; -2
0 0
1 -2; 2
3 -6; 6

Keine Funktion, weil jedem Element der Definitionsmenge mehr als ein Element der
Wertemenge zugeordnet ist.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -206-

3. Graphen:

a)

4 -3 -2 -1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
-1

-2

-3

Funktion, weil jedem Element der Definitionsmenge genau ein Element der Wertemenge
zugeordnet ist.

b)

Funktion, weil jedem Element der Definitionsmenge genau ein Element der Wertemenge
zugeordnet ist.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -207-

c)

Funktion, weil jedem Element der Definitionsmenge genau ein Element der Wertemenge
zugeordnet ist.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -208-

d)

Funktion, weil jedem Element der Definitionsmenge genau ein Element der Wertemenge
zugeordnet ist.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -209-

Quadratische Funktion:
1. Bestimmung von den Schnittpunkten mit den Achsen:

f(x)=x2+4x+3

1. Bestimmung von Sy:

Vorgehensweise:

1. Zuerst setzt man x=0

Sy: f(0)=02-4 • 0+3


y=3

2. Danach berechnet man y.

Sy: f(0)=02-4 • 0+3


y=3

Sy (0 ; 3)

1. Bestimmung von den Nullstellen:

Vorgehensweise:

1. Zuerst setzt man y=0

Sy: 0=x2-4x+3
y=3

2. Danach wendet man die p, q-Formel an.

p, q-Formel:

0=x2+px+q
p p
x1 =- + ( )² − q
2 2
p p
x 2 =- − ( )² − q
2 2
x1=2+1=3
x2=2-1=1

S (3 ; 0) S (1 ; 0)

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -210-

Aufgaben:

1. Bestimme die Nullstellen und die Ordinatenabschnitte der zu den Funktionen gehörenden
Graphen.
Überprüfe deine Ergebnisse mit dem GTR durch die Trace-Funktion und durch calculating.

a) f(x)=x2-4x+3 b) f(x)=x3-9 c) f(x)=x4-x2 d) f(x)=3x2-12x e) f(x)=x2-6x-a

Lösungen:

1.

a)

1. Bestimmung von Sy:

Vorgehensweise:

1. Zuerst setzt man x=0

Sy: f(0)=02-4*0+3
y=3

2. Danach berechnet man y.

Sy: f(0)=02-4*0+3
y=3

Sy (0 ; 3)

1. Bestimmung von den Nullstellen:

Vorgehensweise:

1. Zuerst setzt man y=0

Sy: 0=x2-4x+3
y=3

2. Danach wendet man die p, q-Formel an.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -211-

p, q-Formel:

0=x2+px+q
p p
x1 =- + ( )² − q
2 2
p p
x 2 =- − ( )² − q
2 2

x1=2+1=3
x2=2-1=1

S (3 ; 0) S (1 ; 0)

© klassenarbeiten.de [Autor: Florian Modler].


Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -212-

1. Bestimmung von Sy:

Vorgehensweise:

1. Zuerst setzt man x=0

Sy: f(0)=03-9
y=-9

2. Danach berechnet man y.

Sy: f(0)=03-9
y=-9

Sy (0 ; -9)

1. Bestimmung von den Nullstellen:

Vorgehensweise:

1. Zuerst setzt man y=0

N:: 0=x3-9

2. Danach wendet man die p, q-Formel an.

p, q-Formel:

0=x2+px+q
p p
x1 =- + ( )² − q
2 2
p p
x 2 =- − ( )² − q
2 2

0=x³-9 |+9
9=x³
x=39

Sy (0 ; -9) N ( 3 9 ; 0)

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -213-

c)

1. Bestimmung von Sy:

Vorgehensweise:

1. Zuerst setzt man x=0

Sy: f(0)=04-0²
y=0

2. Danach berechnet man y.

Sy: f(0)=04-0²
y=0

Sy (0 ; 0)

1. Bestimmung von den Nullstellen:

Vorgehensweise:

1. Zuerst setzt man y=0

N: 0=x4-x²

2. Danach wendet man die p, q-Formel an.

p, q-Formel:

0=x2+px+q
p p
x1 =- + ( )² − q
2 2
p p
x 2 =- − ( )² − q
2 2

0=x4-x²

Sy (0 ; 0)

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -214-

1. Bestimmung von Sy:

Vorgehensweise:

1. Zuerst setzt man x=0

Sy: f(0)=0-0
y=0

2. Danach berechnet man y.

Sy: f(0)=0-0
y=0

Sy (0 ; 0)

1. Bestimmung von den Nullstellen:

Vorgehensweise:

1. Zuerst setzt man y=0

N: 0=3x²-12x

2. Danach wendet man die p, q-Formel an.

p, q-Formel:

0=x2+px+q
p p
x1 =- + ( )² − q
2 2
p p
x 2 =- − ( )² − q
2 2

0=3x²-12x

Sy (0 ; 0)

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -215-

e)

1. Bestimmung von Sy:

Vorgehensweise:

1. Zuerst setzt man x=0

Sy: f(0)=0-0
y=0

2. Danach berechnet man y.

Sy: f(0)=0-0
y=0

Sy (0 ; 0)

1. Bestimmung von den Nullstellen:

Vorgehensweise:

1. Zuerst setzt man y=0

N: 0=3x²-12x

2. Danach wendet man die p, q-Formel an.

p, q-Formel:

0=x2+px+q
p p
x1 =- + ( )² − q
2 2
p p
x 2 =- − ( )² − q
2 2

0=3x²-12x

Sy (0 ; 0)

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -216-

Symmetrie von Funktionsgraphen


1. Achsensymmetrisch zur y-Achse

Ein Funktionsgraph heißt achsensymmetrisch zur y-Achse, wenn für alle x ∈ D gilt, dass
f(x)=f(-x) ist.

2. Punktsymmetrisch zum Ursprung

Ein Funktionsgraph heißt punktsymmetrisch zum Ursprung, wenn für alle x ∈ D gilt, dass
f(-x) = -f(x) ist.

Begründungen:

1. Achsensymmetrisch zur y-Achse

Graph:

Es findet eine Spiegelung an der y-Achse statt.

Wertetabelle:

x y

1 3

-1 3

2 4

-2 4

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -217-

2. Punktsymmetrisch zum Ursprung

Graph:

Es findet eine Punktspiegelung an dem Ursprung an (0; 0) statt.

Wertetabelle:

x y

1 -3

-1 3

2 -4

-2 4

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -218-

Aufgaben:

1. Liegt eine Symmetrie vor, wenn ja welche?

a) f(x)=x3+x
b) f(x)=|x|+b
c) f(x)=ax2

Lösungen:

1.

a) f(x)=x3+x

Punktsymmetrisch zum Ursprung.

Graph:

Es findet eine Punktspiegelung an dem Ursprung an (0; 0) statt.

Wertetabelle:

x y

1 -3

-1 3

2 -4

-2 4

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -219-

b) f(x)=|x|+b

Achsensymmetrisch zur y-Achse.

Graph:

Es findet eine Spiegelung an der y-Achse statt.

c) f(x)=ax2

Achsensymmetrisch zur y-Achse.

Graph:

Graph wird durch a gestreckt oder gestaucht.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -220-

Symmetrie von Funktionsgraphen / Aufgaben


mit Lösungen
1. Liegt eine Symmetrie vor, wenn ja welche?

a) f(x)=x2-4x+3
b) f(x)=3x2-12x
c) f(x)=x3-9
d) f(x)=x2-6x-a

Lösungen:

1.

a) Es liegt keine Symmetrie vor.

b) Es liegt keine Symmetrie vor.

c) Es liegt keine Symmetrie vor.

d) Es liegt keine Symmetrie vor.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -355-

Die Sinusfunktion und die Kosinusfunktion mit


π
x=ba a sin(a)=sin(x)

π 180°

π/2 90°

1,5π 270°

π/4 45°

5/4π 135°

7/4π 225°

Aufgaben zu Sinus und Kosinus:

1. Gib die Winkel im Bogenmaß als Vielfache von pi an.

a) 180°; 90°; 270°; 45°; 135°; 225°; 315° b) 60°; 120°; 30°; 15°; 75°; 150°; 7,5°

c) 36°; 18°; 9°; 72°; 144°; 54°; 108° d) 1°; 7°; 23°; 68°; 112°; 137°; 318°

2. Gib die Winkel im Gradmaß an.

a) π; π/2; π/4; 3π/4; 5π/4; π/3; 2π/3; π/6; 5π/6; 11π/6


b) π/10; 3π/10; 7π/10; π/18; 5π/18; π/180; 7π/180; 7π/18

3. Bestimme das Gradmaß zum Bogenmaß.

a) 2, 1,8, 2,3, 4,7, -2,,1, -3,6, 5,8, -5,4, 4,21 b) 6,8; 13,4; 34,8; -102,9; 435,8; 1024

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -356-

Lösungen:

1. Das Bogenmaß mit dem Vielfachen von π:

Grad Bogenmaß
mit π
180° π

90° π/2

270° 1,5π

45° π/4

135° ¾π

225° 5/4π

315° 7/4π

Vorgehensweise:

α
1. Zuerst wendet man die Formel bα = • r • π an.
360

180 1
bα = • r •π = • r •π
360 2
Dieses multipliziert man mit 2.

ba=π

2. Somit hat man das Bogenmaß berechnet.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -357-

2. Bestimmung der Winkel:

Funktionswert Grad

π 180°

π/2 90°

π/4 45°

3π/4 135°

5π/4 225°

Vorgehensweise:

1. Zuerst rechnet man:

Wenn man π/2 hat, rechnet man:


½ * ½ =1/4

2. Nun rechnet man:

360* ¼ =90°

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -358-

3. Bestimmung der Gradmaßes zum Bogenmaß:

Grad Rechnung

114,6° 2*180°/π

103,1° 1,8*180°/π

131,7° 2,3*180°/π

269,0° 4,7*180°/π

Vorgehensweise:

1. Man wendet die Formel


x
α= an.
π • 180°
2. Somit erhält man für das Bogenmaß 2:
2 • 180°
=114,6°
π

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -359-

Aufgaben:

1. Bestimme die Funktionswerte ohne Taschenrechner.

a) sin(π/4) b) sin(π/2) c) sin(3/2π)

d) cos( ¾ π) e) sin(3π/4) f) sin(5π/4)

Lösungen:

1)

a) sin π/4= ½ √2
b) 90°
c) sin(3/2 π)=-1
d) cos( ¾ π)= ½ √2
e) 135°
f) 225°

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -360-

Die Sinusfunktion und die Kosinusfunktion:

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -361-

Graphen der Sinusfunktion verändern ihre


Gestalt
1. Graphen der Form f(x)=a*sin(x):

a 0 45 90 135 180 225 270 315 360 405 450

ba=x 0 π/4 π/2 ¾π π 5/4π 3/2 π 7/4 π 2π 9/4 π 5/2 π

f(x)=sin(x) 0 ½ √2 1 ½ √2 0 -½ √2 -1 -½ √2 0 ½ √2 1

g(x)=2sin(x) 0 √2 2 √2 0 -√2 -2 -√2 0 √2 2

h(x)=4sin(x) 0 2√2 4 2√2 0 -2√2 -4 -2√2 0 2√2 4

k(x)=0,5sin(x) 0 ¼ √2 0,5 ¼ √2 0 -¼ √2 -0,5 -¼ √2 0 ¼ √2 0,5

Der Graph einer Funktion der Form f(x)=a*sin(x) entsteht aus dem Graphen der Funktion
f(x)=sin(x) und um eine Streckung oder Stauchung um den Faktor a.

a>1 Streckung
0<a<1 Stauchung
|a|<1 Stauchung
|a|>1 Streckung
Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -362-

|a| beschreibt die Amplitude (größtmöglicher Funktionswert des Graphen.


Ist a negativ, so wird der Graph zusätzlich an der x-Achse gespiegelt.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -364-

Zusammenfassung: Sinusfunktion und


Kosinusfunktion
1. Graphen der Form f(x)=a*sin(x)

Der Graph einer Funktion der Form f(x)=a*sin(x) entsteht aus dem Graphen der Funktion
f(x)=sin(x) und um eine Streckung oder Stauchung um den Faktor a in Richtung der y-Achse.

a>1 Streckung |a|<1 Stauchung


0<a<1 Stauchung |a|>1 Streckung

|a| beschreibt die Amplitude (größtmöglicher Funktionswert)


Ist a negativ, so wird der Graph zusätzlich an der x-Achse gespiegelt.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -365-

2. Graphen der Form f(x)=sin(x-e)

Der Graph einer Funktion der Form f(x)=sin(x-e) entsteht aus dem Graphen der Funktion
f(x)=sin(x) und mit einer Verschiebung um e nach rechts, wenn e>0 und nach links, wenn e<0
parallel zur c-Achse.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen -366-

3. Graphen der Form f(x)=sin(bx)

Der Graph einer Funktion der Form f(x)=sin(bx) entsteht aus dem Graphen der Funktion
f(x)=sin(x) mit einer Streckung oder Stauchung um den Faktor 1/b.
Streckung: wenn Kehrwert von b>1
Stauchung: wenn Kehrwert von b 0<b<1.


Periode:
b

y=-sin(x) Spiegelung an der x-Achse


y=sin(-x) Spiegelung an der y-Achse.

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen – ZUSAMMENFASSUNG -367-

Zusammenfassung: Funktionen / Zuordnungen


/ Funktionenkatalog
Hier habe ich für euch einen „Funktionenkatalog“ zusammengestellt, der euch ermöglichen
soll, jede Funktion schnell und einfach nachzuschauen...

1. Potenzfunktionen der Form f(x)=xn


A) n ist gerade

Def.-Bereich R

Werte- R+
Bereich
Nullstellen N (0/0)

Sy Sy (0/0)

Quadranten I und II

Monotonie x<0 fallend


x>0 steigend
Zahlenpaare (1; 1), (0; 0), (-1; 1)

Sonstiges Achsensymmetrisch zur y-


Achse
Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen – ZUSAMMENFASSUNG -368-

B) n ist ungerade

Def.-Bereich R

Werte- R
Bereich
Nullstellen N (0/0)

Sy Sy (0/0)

Quadranten I und III

Monotonie x<0 steigend


x>0 steigend
Zahlenpaare (1; 1), (0; 0), (-1; -1)

Sonstiges Punktsymmetrisch zum


Ursprung

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen – ZUSAMMENFASSUNG -369-

2. Potenzfunktionen der Form f(x)=x-n


A) n ist gerade

Def.-Bereich R*+

Werte- R*+
Bereich
Nullstellen -------

Sy -------

Quadranten I und II

Monotonie x<0 steigend


x>0 fallend
Zahlenpaare (1; 1), (-1; -1)

Sonstiges Achsensymmetrisch zur y-


Achse

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen – ZUSAMMENFASSUNG -370-

B) n ist ungerade

Def.-Bereich R*

Werte- R*
Bereich
Nullstellen ----------

Sy ----------

Quadranten I und III

Monotonie x<0 fallend


x>0 fallend
Zahlenpaare (1; 1), (-1; -1)

Sonstiges Punktsymmetrisch zum


Ursprung

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen – ZUSAMMENFASSUNG -371-

3. Logarithmusfunktionen
A) Exponentialfunktionen und Logarithmusfunktionen

Logarithmusfunktionen
Def.-Bereich R*+

Werte- R
Bereich
Nullstellen N (1/0)

Sy ----------

Quadranten I und IV

Monotonie a>1 steigend


0<a<1 fallend
Zahlenpaare (1; 0)

Sonstiges Asymptote: y-Achse

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen – ZUSAMMENFASSUNG -372-

B) f(x)=loga(x)

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen – ZUSAMMENFASSUNG -373-

4. Exponentialfunktionen
A) Typ: f(x)=ax

Exponentialfunktionen
Def.-Bereich R

Werte- R*+
Bereich
Nullstellen ----------

Sy Sy (0/1)

Quadranten I und II

Monotonie a>1 steigend


0<a<1 fallend
Zahlenpaare (0; 1)

Sonstiges Asymptote: x-Achse

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen – ZUSAMMENFASSUNG -374-

B) Typ: f(x)=b*ax

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Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen – ZUSAMMENFASSUNG -375-
5. Sinus -/Kosinus -/Tangensfunktionen
A) Sinusfunktion

B) Kosinusfunktion
Mathematik – Buch / 3. Funktionen / Zuordnungen – ZUSAMMENFASSUNG -376-

C) Tangensfunktion

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -377-

Trigonometrie
Ihr wundert euch mit Sicherheit, warum hier auf einmal die Strahlensätze erscheinen... Oder?
Man sollte aber Vorkenntnisse in Strahlensätze haben, um die Trigonometrie richtig erklären
zu können... Deshalb erst mal ein bisschen über Strahlensätze und dann über die
Trigonometrie... ☺

1. Strahlensätze:

b b''

b'
c' c

S
a'
a''
a

1. Strahlensatz:

a b
=
a' b'

2. Strahlensatz:

c a b
= =
c' a' b'

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -378-

Aufgaben:

40 °

600m

340m

100m
50 ° 90 °

Dieses Bild soll eine Bahnstrecke darstellen... Oben bei den 40° ist der Endpunkt und auf
dieser Strecke fährt die Bahn hoch...

a) Wie lang ist die Bahnstrecke?


b) Wie hoch ist die Bahn?

Lösungen:

1.

1.

a) Kann man nur mit dem Sinussatz lösen. Dazu später mehr...

b) Berechnung von x mit Hilfe der Strahlensätze...

Berechnung von x:

340 600
= |• x
x 100
6x=340 |:6
x=56,6 m

Die Strecke x ist 56,6 m lang.

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -379-

Ähnlichkeit von Dreiecken


Aussagen:

1. Es entstehen 2 ähnliche Dreiecke.

1. Zwei Dreiecke sind ähnlich, wenn sie in mindestens 2 Winkeln übereinstimmen.

2. Zwei rechtwinklige Dreiecke sind ähnlich, wenn sie mindestens in einem Winkel
übereinstimmen.

(Denn die Winkelsumme in einem Dreieck beträgt immer 180° und wenn der erste Winkel 90°
ist, und der zweite Winkel gleich, muss auch der dritte Winkel bei ähnlichen Dreiecken gleich
sein.)

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -380-

Trigonometrie
Aufgaben zu Strahlensätzen:
1. Berechne die fehlenden Seiten.

g
x
u
a c q
t c
b d d
r s
y a
v b
w

1) Lies alle Verhältnisgleichungen ab.


2) Berechne x und y bzw. w, x, y. (Daten angegeben in mm)

15 x
24
z 15 5
x
y 22
18
y 12

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -381-

Lösung:

Fig1.
v+w t +u
=
v t
s v+w
=
r v
s t +u
=
r t
Fig 2.
v+w t +u
=
v t
s v+w
=
r v
s t +u
=
r t
Fig 3.
e+ f a
=
f b
d a
=
c b
d e+ f
=
c f

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -382-
Trigonometrie
Strahlensätze - Zusammenfassung
1. Strahlensatz:

b b''

b'
c' c

S
a'
a''
a

Schneiden sich zwei Geraden in einem Punkt und werden diese von zwei Parallelen
geschnitten, dann verhalten sich die Längen der Abschnitte auf der einen Geraden wie die
entsprechenden auf der anderen Geraden.

a1 +a 2 b1 +b 2
=
a1 b1
a1 a 2
=
b1 b2

Beweis:

a1 +a 2 b1 +b 2
=
a1 b1
1+a 2 1+b 2
=
a1 b1
a 2 b2 a1
= |•
a1 b1 a2
a1 a 2
=
b1 b2

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -383-

2. Strahlensatz:

b b''

b'
c' c

S
a'
a''
a

Schneiden sich zwei Geraden in einem Punkt und werden diese von zwei Parallelen
geschnitten, dann verhalten sich die Längen der Abschnitte auf der Parallelen wie die
entsprechenden Abschnitte auf der Geraden.

c 2 a1 +a 2 b1 +b 2
= =
c1 a1 b1

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -384-

Sinus, Kosinus, Tangens


Gegenkathete
sin(α )=
Hypotenuse

Ankathete
cos(α )=
Hypotenuse

Gegenkathete
tan(α )=
Ankathete

Seitenverhältnisse Winkel

Sinus, Kosinus und Tangens hört sich im ersten Moment etwas komisch an, aber es sind halt
nur bestimmte Verhältnisse zwischen Seiten und Winkel.
Wenn man zwei Seiten hat, kann man mit Hilfe dieser Sätze ganz leicht einen Winkel
ausrechnen... Und wenn man einen Winkel und eine Seite hat, kann man ganz leicht die
fehlenden Seiten berechnen...
Im Verlauf dieses Themas wird sich das schon festigen... Keine Angst... ☺

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -385-

Trigonometrie
Aufgaben zu Trigonometrie
1. Bestimme für ein rechtwinkliges Dreieck ABC mit den Katheten a und b die Hypotenuse c,
sin (a), cos (a), sin (ß) und cos(ß).

a) a=3,3 cm und b=6,5 cm


b) a=7,2 cm und b=2,1 cm

2. Ein rechtwinkliges Dreieck ABC hat die Hypotenuse c=6,5 cm und die Kathete a=3,3 cm.
Bestimme die Kathete b, tan(a) und tan(ß).

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -386-

Lösungen:

1.

a)

c=7,2897 cm
3,3
sin(α )= =0,4527
7,2897
6,5
cos(α )= =0,8917
7,2897
6,5
sin(β )= =0,8917
7,2897
3,3
cos(β )= =0,4527
7,2897

b)
c=7,5 cm
7,2
sin(α )= =0,98
7,2897
2,1
cos(α )= =0,28
7,2897
2,1
sin(β )= =0,28
7,2897
7,2
cos(β )= =0,98
7,2897

2.

a)
b=5,6 cm
3,3
tan(α )= =0,5893
5,6
5,6
tan(β )= =1,6970
3,3

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -387-

Wir ihr an dieser Aufgabe sehr schön seht, gilt:

sin(α )=cos(β )
cos(α )=sin(β )

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -388-
Sinus, Kosinus, Tangens
1. Berechne die fehlenden Seiten und Winkel.
a) a=3 cm; b=4 cm; y=90°
b) a=5 cm ; c=8 cm ; ß=90°
c) b=15 cm; a=7 cm; ß=90°
Lösungen:
a)
c²=3²+4²
c²=25 | ...
c=5

3
sin(α )= =0,6 --> α =36,87°
5
4
sin(β )= =0,8 --> β =53,13°
5

b)

b²=a²+c²
b²=5²+8²
b²=89 | ...
b=9,43 cm

a
sin(α )= =0,529 --> α =32°
b
sin(γ )=0,848 --> γ = 58°

c)

15²=7²+c² |-49
c²=176 | ...
c=13,27 cm

7
sin(α )= =0,46 -->α =27,3871°
15
c 13,27
sin(γ )= = 0,884 --> γ =62,128°
b 15

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -389-

Vorgehensweise:

1. Zuerst stellt man eine Skizze auf und zeichnet die gegebenen Seiten und Winkel ein.

2. Danach berechnet man die fehlende Seite mit dem Satz des Pythagoras.

c²=3²+4²
c²=25 | ...
c=5

2. Nun berechnet man mit dem Sinus, Kosinus oder Tangenssatz die Seitenverhältnisse und
damit die Winkel.

3
sin(α )= =0,6 --> α =36,87°
5
4
sin(β )= =0,8 --> β =53,13°
5

3
sin(α )= =0,6 --> α =36,87°
5

3
sin(36,87°)= =0,6
5

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -390-

Aufgaben / Lösungen:

1. In einem rechtwinkligen Dreieck mit der Hypotenuse f und den Katheten d und e sind die
folgende Werte und Angaben gegeben. Berechne die fehlenden Seiten.

1 3
a) d=4 cm; tan(δ )= 3 b) e=3,6 cm; tan(ε )= 2
3 2

Lösungen:

1.

1
a) d=4 cm; tan(δ )= 3
3
1 3
a) d=4 cm; tan(δ )= 3 b) e=3,6 cm; tan(ε )= 2
3 2
d
e=
tan(δ )
e=6,9 cm
1
tan(δ )= 3 --> δ =30°
3
d 4
f= = =8 cm
sin30° sin30°

3
b) e=3,6 cm; tan(ε )= 2
2
3,6
d= = 2,88=1,7 cm
3
tan(ε )= 2
2
3
tan(ε )= 2 -->ε =64,76°
2
e
sin(e)=
f
e 3,6
f= = =4,0 cm
sin(ε ) sin(64,76°)

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -391-

Aufgaben zu Trigonometrie

1. Bestimme an einem gleichseitigen Dreieck sin(30°), sin(60°), cos(30°), cos(60°).

Vorgehensweise:

1. Zuerst muss man die Höhe h mit dem Satz des Pythagoras berechnen.

a² a²
a²= +h² |-
4 4
3
h²= a² | ...
4
3
h= •a
2

2. Danach wendet man sin(30°) und sin(60°) an.


a
1
sin(30°)= 2 =
a 2
3
•a
3
sin(60°)= 2 =
a 2

3. Nun berechnet man cos(30°) und cos(60°).


3
•a
2 3
cos(30°)= =
a 2
a
1
cos(60°)= 2 =
a 2

Man stellt fest:

sin(30°)=cos(60°)
cos(30°)=sin(60°)
Allgemein:
sin(α )=cos(β )
cos(α )=sin(β )

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -392-

Anwendung: Trigonometrie
1. Rechtwinkliges Dreieck

1. Bereche alle fehlenden Seiten und Winkel in einem rechtwinkligen Dreieck.


Folgende Werte sind gegeben.
a=6 cm; c=10 cm

- a²+b²=c²
10²=6²+b² |-36
b²=64
b=8

- sin(a)=a/c

6
sin(α )=
10
sin(α )=0,6
α =36,9°

- ß=90°-a

β =90°-36,9°
β =53,1°

q
- cos(a)=
b

q
cos(a)= |• b
b
q=b • cos(α )
q=6,39 cm
- p=c-q

p=10-6,39=3,61 cm

- b²=h²+q²

h²=b²-q²
h=64-6,39²
h=4,81 cm

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -393-

2. Gleichschenkliges Dreieck

hc=6 cm; c=4,4 cm

- α =β

1
- h²+( c)²=b²
2
b=6,39 cm

- a=b
a=6,39 cm

h
- sin(α )=
b
α =70,51°
α =β
β =70,51°

- 180°-(α +β )=γ

180°-141,02°=γ
γ =38,98°
γ 1 =γ 2 =19,49°

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -394-

Aufgaben zu Trigonometrie :

1. Eine Treppe wird so aus Steinquadern gebaut, dass die Stufen 20 cm hoch und 30 cm tief
sind. Wie groß ist der Neigungswinkel a des Treppengeländers?

2. Ein 25 m hoher Aussichtsturm ist 7,5 m von einem Kanal entfernt. Von der Plattform aus
erscheinen die Kanalufer unter einem Winkel von y=35,5°. Wie breit ist der Kanal?

3. Eine quadratische Pyramide hat eine Grundkante a=18 cm und die Höhe h=24 cm.

a) Bestimme die Länge s einer Seitenkante


b) Berechne den Neigungswinkel a einer Seitenkante gegen die Grundfläche
c) Berechne den Neigungswinkel ß einer Seitenfläche gegen die Grundfläche

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -395-

Lösungen:

1)

a)

tan( α )=20/30
tan( α )=2/3
α =34°

cos( α )=30/c | • c
30=cos( α ) • c |:cos( α )
c=36,18 cm

cos(31°)=0,86

2)

a)

tan( α )=7,5/25
tan( α )=0,3
a=17°

a+y=17+35,5°=52,5°
tan(52,5°)=d/25
d=32,6 m

b=d-7,5=32,6-7,5=25,1 m

3)

a)

c=12,72 cm
s=27,16 cm

b)

a=62,1°

c)

ß=69,4°

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -396-

Aufgaben zu Trigonometrie :

1. Eine Treppe wird so aus Steinquadern gebaut, dass die Stufen 20 cm hoch und 30 cm tief
sind. Wie groß ist der Neigungswinkel a des Treppengeländers?

2. Ein 25 m hoher Aussichtsturm ist 7,5 m von einem Kanal entfernt. Von der Plattform aus
erscheinen die Kanalufer unter einem Winkel von y=35,5°. Wie breit ist der Kanal?

3. Eine quadratische Pyramide hat eine Grundkante a=18 cm und die Höhe h=24 cm.

a) Bestimme die Länge s einer Seitenkante


b) Berechne den Neigungswinkel a einer Seitenkante gegen die Grundfläche
c) Berechne den Neigungswinkel ß einer Seitenfläche gegen die Grundfläche

4. Berechne die übrigen Seiten und Winkel eines gleichschenkligen Dreiecks ABC wie auf
dem Bild. Markiere in einer Skizze die gegeben Stücke.

a) hc=6 cm; c=4,4 cm


b) c=6,8 cm; a=9,4 cm
c) hc=5,5 cm; a=68°
d) a=5,1 cm; hc=2,3 cm

5. Berechne p, q und h auf dem Bild.

a) a=6 cm; c=10 cm


b) b=4,5 m; a=43,5°
c) a=8 m; a=28°
d) c=12 cm; a=72°
e) c=14,5 m; ß=48,5°
f) a=14 cm; b=25,8 cm

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -397-

Lösungen:

1)

a)

tan( α )=20/30
tan( α )=2/3
α =34°

cos( α )=30/c | • c
30=cos( α ) • c |:cos( α )
c=36,18 cm

cos(31°)=0,86

2)

a)

tan(a)=7,5/25
tan(a)=0,3
a=17°

a+y=17+35,5°=52,5°
tan(52,5°)=d/25
d=32,6 m

b=d-7,5=32,6-7,5=25,1 m

3)

a)

c=12,72 cm
s=27,16 cm

b)

a=62,1°

c)

ß=69,4°

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -398-

4)

f)

a=14 cm; b=25,8 cm

c=29,3 cm

a=25,84°

ß=90°-28,54°=61,46°

q=12,32 cm

p=6,7 cm

h=22,67 cm

5)

d)

a=5,1 cm; h=2,3 cm

a=26,81°

a=ß
ß=26,81°

c=9,1 cm
b=5,1 cm
y=126,4°

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -399-

Aufgaben zu Trigonometrie

1. Ein Freiluftballon mit dem Durchmesser d=30 m wird unter einem Sehwinkel von a=0,4°
beobachtet. Berechne die Entfernung e des Ballons vom Beobachter.

Lösungen:

1.

a)

α =0,4°
α
=0,2°
2

d=30 m
d
r= =15 m
2

r
sin(α )= |•e
e
sin(α ) • e=r |:sin(α )
r
e=
sin(α )
15
e=
sin(0,2°)
e=4297 m

Der Luftballon ist 4297 m vom Betrachter entfernt.

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -400-

Aufgaben zu Trigonometrie

1. Ein Haus mit rechteckigem Grundriss (Breite: 10 m; Länge: 14 m) soll ein symmetrisches
Walmdach erhalten. Der Dachfirst ist 7 m lang und hat vom Dachboden den Abstand h=4 m.

a) Berechne die Neigungswinkel der Dachfläche I und II.


b) Berechne die Länge der Kante g.

Lösungen:

1.

a)

sin(a)=h1/c
h1=sin(15°)*c
h1=1,92 m

sin(75°)=h/b |*b
sin(75°)*b=h
h=sin(75°)*3,8
h=3,67 m

h-h1=h2
3,67-1,92=1,75 m
h2=1,75 m

sin(75°)=h2/d |*d
h2=sin(75°)*d
d=1,75/sin(75°)
d=1,81 m

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -401-

b)

sin(a)=h1/c
h1=sin(15°)*c
h1=1,92 m

sin(75°)=h/b |*b
sin(75°)*b=h
h=sin(75°)*3,8
h=3,67 m

h-h1=h2
3,67-1,92=1,75 m
h2=1,75 m

sin(75°)=h2/d |*d
h2=sin(75°)*d
d=1,75/sin(75°)
d=1,81 m

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -403-

Beziehungen zwischen Sinus, Kosinus und


Tangens:
1. Stelle eine Tabelle auf mit den Werten von α , sin( α ) und cos( α )

α sin( α ) cos( α )
0° 0 1
10° 0,174 0,985
20° 0,342 0,939
30° 0,5 0,866
40° 0,643 0,766
50° 0,766 0,643
60° 0,866 0,5
70° 0,939 0,342
80° 0,985 0,174
90° 1 0

Man stellt fest, dass bestimmte Werte gleich sind, daraus kann man Beziehungen entwickeln,
die auf der nächsten Seite dargestellt sind... ☺

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -404-

Beziehungen:

1.

sin(α )=cos(90°-α )
cos(α )=sin(90°-α )

Beweis:
a
sin(α )= =cos(ß)
c
α +ß=90° |-α
ß=90°-α

2.
sin²(α )+cos²(α )=1

Beweis:
a²+b²=c²
a b c
( )²+( )²=( )²
c c c
sin²(α )+cos²(α )=1

3.
tan(α )=sin(α )/cos(α )
Beweis mit dem Einheitskreis. (Dazu später mehr...)

Hier mal eine Tabelle, mit der ihr euch die wichtigsten Werte von sin und cos merken könnt.

sin0° 1 cos90°
0
2
sin30° 1 cos60°
1
2
sin45° 1 cos45°
2
2
sin60° 1 cos30°
3
2
sin90° 1 1 cos0°
4 = •2 =1
2 2
Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -405-
Trigonometrie
Beziehungen zwischen Sinus, Kosinus und Tangens:

1.
a) Berechne sin( α ) und cos(90°- α ) für α =0°, 10°, ..., 90°. Was stellst du fest?
b) Verfahre ebenso mit cos( α ) und sin(90°- α ). Welche Beziehung findest du hier?

2. Berechne 1/tan(a) und tan(90°- α ) für α =10°, 20°, ..., 80° und vergleiche jeweils beide
Werte miteinander.

3. Bestimme cos(a) ohne Taschenrechner für einen Winkel a mit

a) sin(a)=8/25 b) sin(a)=5/14 c) sin(a)=0,75 d) sin(a)=0,4 e) sin(a)=0,25 √5

4. Bestimme sin(a) ohne Taschenrechner für einen Winkel mit

a) cos(a)=0,8 b) cos(a)= ¼ √7 c) cos(a)=0,75√8 d) cos(a)=0,5 e) cos(a)=6/5

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -406-

Lösungen:

1.

a)

sin²(a)+cos²(a)=1 |-sin²(a)
cos²(a)=1-sin²(a)=1-(3/5)²=1-9/25=16/25
cos²(a)=16/25 |√
cos(a)=4/25

b)

tan(a)=sin(a)/cos(a)=tan(a)=3/5/4/5= ¾

2.

a)

tan²(a)/1+tan²(a)=sin²(a)/cos²(a)/1+sin²(a)/cos²(a)=sin²(a)/cos²(a)+sin²(a)=sin²(a)/1=sin²(a)

b)

sin²(a)=1-cos²(a) |√
sin(a)=√1-cos²(a)

3.

a)

sin²(a)+cos²(a)=1 |-sin²(a)
cos²(a)=1-sin²(a)=1-(8/25)²=1-64/125=9/25
cos²(a)=9/25 |√
cos(a)=3/5

b)

sin²(a)+cos²(a)=1 |-sin²(a)
cos²(a)=1-sin²(a)=1-(5/14)²=1-25/196=171/196
cos²(a)=171/196 |√
cos(a)=√171/196

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -407-

4.

a)

sin²(a)+cos²(a)=1 |-cos²(a)
sin²(a)=1-cos²(a)=1-(0,8)²=1-0,64=0,36
sin²(a)=0,36 |√
sin(a)=0,6

b)

sin²(a)+cos²(a)=1 |-cos²(a)
sin²(a)=1-cos²(a)=1-( ¼ √7)²=1-1/16*7=1-7/16=9/16
sin²(a)=9/16 |√
sin(a)= ¾

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -408-

Aufgaben zu Trigonometrie

5. Gegeben ist sin(a)=2/7√6. Bestimme ohne Taschenrechner.


a) cos(a) b) tan(a) c) sin(90°-a) d) tan(90°-a)

6. Vereinfache.
a) tan(a)*cos(a) b) sin(a)/tan(a) c) sin³(a)+sin(a)*cos²(a)

d) 1/tan(a)*cos(a) e) √1+cos(a) √1-cos(a) f) sin(a)+cos(a)/tan(a)

g) sin4(a)-cos4(a) h) tan(a)/sin(a)-tan(a)*sin(a) i) cos(a)/1-sin(a)-1/cos(a)

7.
a) Drücke tan(a) aus durch sin(a) (durch cos(a)).
b) Berechne tan(a) mit der passenden Formel aus a), wenn sin(a)=12/13 ist

8.
a) Nimm das Bild zu Hilfe und rücke sowohl sin(a) als auch cos(a) durch tan(a) aus.
b) Berechne sin(a), wenn tan(a)=2 1/5 ist
c) Berechne cos(a), wenn tan(a)=1/6√3 ist.

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -409-

Lösungen:

5.

a)

5/7

b)

2/5√6

c)

5/7

d)

5/2√6

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Mathematik –Buch / 4. Trigonometrie -410-

6.

a) sin α
b) cos α
c) sin α
1
d)
sin α
e) | sin α |
1
f)
sin α
g ) sin ² a − cos ² a
h) cos α
i ) tan α

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -411-

7.

tan(α )
a ) tan(α ) = ;
1 − sin ²(α )
1 − cos ²(α )
(tan(α ) = )
cos(α )
12 2
b) ;( 5)
5 5

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -412-

8.

tan(α ) 1
a) sin(α ) = ;cos(α ) =
1 − tan ²(α ) 1 − tan ²(α )
11
b)
146
2
c) 39
13

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -413-

Sinusfunktion
Trigonometrische Funktionen
Aufgabe / Lösung:

Ein Riesenrad hat den Abstand 30 m von der Aufhängung.

1. Berechne die h für alle Winkel α .

α 0° 10° 20° 30° 40° 50° 60° 70° 80° 90° 100° 110° 120° 130° 140° 150° 160° 170° 180°

h 30 35 40 45 49 53 55 58 59 60 59 58 55 53 49 45 40 35 30

sin(α ) • 30+30=h
sin(180°-α ) • 30+30=h

Die Werte für die Winkel a>180° berechnet man, indem man rechnet.
30-α =x
30-x=h

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -414-
Trigonometrische Funktionen
Periodische Vorgänge
Aufgabe:

1. Ein Punkt P bewegt sich mit gleich bleibender Geschwindigkeit um ein Quadrat. Das Bild
zeigt den Graphen der Funktion.

a) Erläutere den Verlauf des Graphen auf dem Bild


b) Gib einige Verschiebungen an, die den Graphen auf sich abbilden
c) Wie ändert sich die Periode, wenn sich der Punkt mit dreifacher Geschwindigkeit um das
Quadrat herumbewegt?

Lösungen:

1)

a) P braucht immer eine Zeiteinheit pro Quadratseite.


Die Parallelen zur x-Achse „entsprechen“ den „waagerechten“ Seiten des Quadrats.
Der Graph besitzt eine Periode.

b)

x Æ x+4
x Æ x+8
x Æ x+12
...

c) Die Periode wird gedrittelt.

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -415-
Der Weg zur Sinusfunktion
A) Einheitskreis 0°<a<90°

B) Einheitskreis 0°<a<360°

sin(a)=y

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -416-

C)

D) Sinusfunktion

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -440-

Allgemeiner Sinussatz und Kosinussatz


Natürlich gelten Sinussatz und Kosinussatz nicht nur für rechtwinklige Dreiecke, sondern
auch für allgemeine Dreiecke. Man muss nur bestimmte Seiten und Winkel haben und man
kann die fehlenden Seiten und Winkel ganz leicht ausrechnen!

Sinussatz:

Sinussatz: In jedem Dreieck ABC verhalten sich die Länge zweier Seiten wie die Sinuswerte
ihrer Gegenwinkel:

a
=sin(α )/sin(β )
b
b
=sin(β )/sin(γ )
c
a
=sin(α )/sin(γ )
c

Kosinussatz:

Kosinussatz: In jedem Dreieck ABC gilt folgendes:


a²=b²+c²-2bc • cos(α )
b²=a²+c²-2ac • cos(β )
c²=a²+b²-2ab • cos(γ )

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -441
Zusammenfassung: Trigonometrie
1. Sinus, Kosinus, Tanges
Gegenkathete
sin(α )=
Hypotenuse

Ankathete
cos(α )=
Hypotenuse

Gegenkathete
tan(α )=
Ankathete
Seitenverhältnisse ÅÆ Winkel

Sinus, Kosinus und Tangens hört sich im ersten Moment etwas komisch an, aber es sind halt
nur bestimme Verhältnisse zwischen Seiten und Winkel.
Wenn man zwei Seiten hat, kann man mit Hilfe dieser Sätze ganz leicht einen Winkel
ausrechnen... Und wenn man einen Winkel und eine Seite hat, kann man ganz leicht die
fehlenden Seiten berechnen...

2. Beziehungen zwischen Sinus, Kosinus und


Tangens:
1. Stelle eine Tabelle auf mit den Werten von α , sin( α ) und cos( α )

α sin( α ) cos( α )
0° 0 1
10° 0,174 0,985
20° 0,342 0,939
30° 0,5 0,866
40° 0,643 0,766
50° 0,766 0,643
60° 0,866 0,5
70° 0,939 0,342
80° 0,985 0,174
90° 1 0

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -442

Beziehungen:

1.

sin(α )=cos(90°-α )
cos(α )=sin(90°-α )

Beweis:
a
sin(α )= =cos(ß)
c
α +ß=90° |-α
ß=90°-α

2.
sin²(α )+cos²(α )=1

Beweis:
a²+b²=c²
a b c
( )²+( )²=( )²
c c c
sin²(α )+cos²(α )=1

3.
tan(α )=sin(α )/cos(α )
Beweis mit dem Einheitskreis.

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -443

3. Der Weg zur Sinusfunktion und zur


Kosinusfunktion
Der Weg zur Sinusfunktion

A) Einheitskreis 0°<a<90° B) Einheitskreis 0°<a<360°

sin(a)=y

C)

D) Sinusfunktion
Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -444

Der Weg zur Kosinusfunktion:


A) Einheitskreis 0°<a<90° B) Einheitskreis 0°<a<360°

cos(a)=x

C)

D) Kosinusfunktion
Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -445

Beziehungen:

1. Sinusfunktion

· sin(-α )=-sin(α )
· sin(360°-α )=-sin(α )
· sin(180°-α )=sin(α )
· sin(α -180°)=-sin(α )

2. Kosinusfunktion

· cos(-α )=cos(α )
· cos(360°-α )=cos(α )
· cos(180°-α )=-cos(α )
· cos(α -180°)=-cos(α )

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -446

4. Bogenmaß / Winkelmaß
1. Das Bogenmaß mit dem Vielfachen von π:

Grad Bogenmaß
mit π
180° π

90° π/2

270° 1,5π

45° π/4

135° ¾π

225° 5/4π

315° 7/4π

Vorgehensweise:

α
1. Zuerst wendet man die Formel bα = • r • π an.
360

180 1
bα = • r •π = • r •π
360 2
Dieses multipliziert man mit 2.

ba=π

2. Somit hat man das Bogenmaß berechnet.

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -447

2. Bestimmung der Winkel:

Funktionswert Grad

π 180°

π/2 90°

π/4 45°

3π/4 135°

5π/4 225°

Vorgehensweise:

1. Zuerst rechnet man:

Wenn man π/2 hat, rechnet man:


½ • ½ =1/4

2. Nun rechnet man:

360 • ¼ =90°

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -448

3. Bestimmung der Gradmaßes zum Bogenmaß:

Grad Rechnung

114,6° 2*180°/π

103,1° 1,8*180°/π

131,7° 2,3*180°/π

269,0° 4,7*180°/π

Vorgehensweise:

1. Man wendet die Formel

x
α= an
π • 180°

2. Somit erhält man für den das Bogenmaß 2:

2 • 180°
114,6°=
π

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Mathematik – Buch / 4. Trigonometrie -449

5. Allgemeiner Sinussatz und Kosinussatz


Natürlich gelten Sinussatz und Kosinussatz nicht nur für rechtwinklige Dreiecke, sondern
auch für allgemeine Dreiecke. Man muss nur bestimmte Seiten und Winkel haben und man
kann die fehlenden Seiten und Winkel ganz leicht ausrechnen!

Sinussatz:

Sinussatz: In jedem Dreieck ABC verhalten sich die Länge zweier Seiten wie die Sinuswerte
ihrer Gegenwinkel:

a
=sin(α )/sin(β )
b
b
=sin(β )/sin(γ )
c
a
=sin(α )/sin(γ )
c
Kosinussatz:

Kosinussatz: In jedem Dreieck ABC ist folgendes:


a²=b²+c²-2bc • cos(α )
b²=a²+c²-2ac • cos(β )
c²=a²+b²-2ab • cos(γ )

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -450-

Potenzen:
Wachstum von Bakterien:

Eine Bakterienart verdoppelt alle 20 Minuten ihre Anzahl. Wie viel Bakterien sind nach 12
Stunden vorhanden?

Behauptung:

Nach 12 h sind 236 Bakterien vorhanden

Wie kommt man darauf?

Wertetabelle:

min Anzahl
0 1=20
20 2=21
40 4=22
60 8=23
80 16=24
100 32=25
120 64=26
12h= 236
720 min
...

Graphische Darstellung:

. ....

20 21 ... Dies ist ein sogenannter „Funktionsbaum“. An ihm kann man den
Sachverhalt sehr gut darstellen und sich das Ganze, wenn es unklar ist, begreifbar machen.

Funktionsvorschrift:

236

f(x)=2x/20

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -451-

Koordinatensystem der Funktion f(x)=2x/20 :

Koordinatensystem der Funktion f(x)=x2 :

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -452-

Unterschiede:

1. Ein Graph fängt bei 0 an, der andere bei 1.

2. Bei f(x)=2x/20 ist die Variable x im Exponenten.


Bei f(x)=x2 ist die Variable x in der Basis.

Potenzen:

ab Exponent

Basis

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -453-

Aufgaben:

Potenzen (1)

a) ohne Rechnen

1) Schreibe als Potenz

1 169
3125, 10000, , , 0,49, 0,001, 0,09
125 121

2) Schreibe als Potenz

1000000, 10 Milliarden, 1 Billion

Lösungen:

1.

3125=55
10000=104
1 1
= 3 = 5 −3
125 5
169 13² 2
= =(1 )²
121 11² 11
0,49=0,7²
1
0,001=( )³=10-3
10
0,09=0,32

2.

a) 100000=106
b) 10 Milliarden=1010
c) 1 Billion=1012

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -454-

Aufgaben zu Potenzen:

Potenzen (1)

a) ohne Rechnen

1) Schreibe als Potenz

1 169
625, 1000, , , 0,49, 0,001, 0,09
125 121

2) Schreibe als Potenz

100000, 10 Milliarden, 1 Billion

3) Ordne in einer Kette der Größe nach.

a) 2,33; 2,35; 2,37

b) 1,115; 1,117; 1,111

c) 0,58; 0,52; 0,55; 0,51

Lösungen:

1.

625=54
1000=103
1 1
= 3 = 5 −3
125 5
169 13² 2
= =(1 )²
121 11² 11
0,49=0,7²
1
0,001=( )³=10-3
10
0,09=0,32

2.

a) 100000=105
b) 10 Milliarden=1010
c) 1 Billion=1012

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -455-

3.

a) 2,33<2,35<2,37

b) 1,111<1,115<1,117

c) 0,58<0,55<0,52<0,51

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -456-

Regeln für Potenzen mit b ∈ ` :

1) a>1 Æ Je größer b desto größer ab

2) 0<a<1 Æ Je größer b desto kleiner ab

3)

- a<0 und b ungerade Æ ab<0


- a<0 und b gerade Æ ab>0

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -457-

Aufgaben:

1. Welche Potenz steckt dahinter?

a) Hekto b) Kilo c) Mega d) Giga e) Tera

2. Gerücht.
Anja erfährt ein Gerücht, diese sagt es in einer Stunde 3 anderen, die erzählen es in einer
Stunde wieder 3 anderen. Wie viele Leute wissen es nach 12 Stunden?

a) Erstelle einen Baum

b) Stelle eine Wertetabelle auf

c) Stelle eine Funktion auf

3. Welches der Zeichen <, >, = ist einzusetzen, damit wahre Aussagen entstehen?

Wenn dann
p<q und a=1 ap ____ aq
p<q und c=0 cp ____ cq
p<q und x>1 xp ____ xq
p<q und 0<c<1 cp ____ cq
p gerade und -1<a<0 ap ____ a2q
p ungerade und -1<a<0 ap ____ a2q
p gerade und a<-1 ap ____ a2q
p ungerade und a<-1 ap ____ a2q

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -458-

Lösungen:

1.

a) Hekto (h) 102


b) Kilo (k) 103
c) Mega (M) 106
d) Giga (G) 109
e) Tera (T) 1012

2.

a)

Baum:

.
... und so weiter...

b)

Wertetabelle:

h Anzahl
0 1=30
1 3=31
2 9=32
3 27=33
4 81=34
5 243=35
6 729=36
7 2187=37
12 531441=312

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -459-

c)

Funktionsvorschrift:

f(x)=3x

Beispiel:

x=1 f(1)=31

Nach 6 Stunden erfahren das Gerücht 36=729 Leute+1.


Nach 12 Stunden erfahren das Gerücht 312=531441 Leute+1.
Nach 6 Stunden kennen das Gerücht 1093=36+35+34+33+32+31+30 Leute
Nach 12 Stunde kennen das Gerücht 312+311+310+39+38+3736+35+34+33+32+31+30 Leute.

3.

Wenn dann
1) p<q und a=1 a p = aq
2) p<q und c=0 c p = cq
3) p<q und x>1 xp < xq
4) p<q und 0<c<1 c p > cq
5) p gerade und -1<a<0 ap < a2q
6) p ungerade und -1<a<0 ap < a2q
7) p gerade und a<-1 ap < a2q
8) p ungerade und a<-1 ap < a2q

Begründungen:

1) a=1, das heißt egal welcher Exponent (14=1, 17=1) a bleibt 1, so ap=aq
2) c=0, das heißt egal welcher Exponent (04=0, 07=0) c bleibt 0, sp cp=cq
3) x>1, das heißt natürliche positive Zahl, da p<q ist, muss xq größer als xp sein (weil p<q), so
xp<xq
4) 0<c<1, deshalb ist c z.B. 0,3. Da p<q ist bei cp der Exponent kleiner, aber die Potenz
größer, so cp=cq
5) Da a eine negative Zahl (aber kleiner –1 sein muss), kann es z.B. –2 sein, Weil man den
Exponenten noch mal mit 2 multipliziert, muss es größer sein, so ap<a2p
6) Da a eine negative Zahl (aber kleiner –1) sein muss, kann es z.B. –2 sein. Weil p ungerade
ist und beim anderen der Exponent (durch 2x) gerade ist, kommt eine positive Zahl heraus
und ist somit größer, so ap<a2p
7) Basis kleiner –1 z.B. –2, durch 2x Exponent größer, so ap<a2p
8) Basis kleiner –1 z.B. –2. Durch 2x Exponent bei einem positiv. Deshalb positive Zahl, so
ap<a2p
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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -460-

Regeln für das Rechnen mit Potenzen:


1. Multiplikation von Potenzen mit gleicher Basis

Potenzen mit gleicher Basis werden multipliziert, indem man ihre Exponenten addiert.

am  an=am+n

Beispiele:

83  85=8  8  8  8  8  8  8  8=88

26  23=26+3=29

(√3)3  (√3)7=(√3)10=35

Aufgaben:

1) Ordne der Größe nach.

a) 23 ; (-2)3; 25; ( ½ )3; (- ½ )3; (-2)5; (-2)6


b) 32; (-3)2; (-3)4; (-3)3; (-3)1; 33; 31
c) 0,54; 0,56; (-0,5)2; (-0,5)3; (-0,5)4; 0,51; 0,53
d) ( 1/3 )2; ( 1/3 )1; (- 1/3 )3; ( 1/3 )5; (- 1/3 )5; ( 1/3 )4; (- 1/3 )1

2) Vereinfache, indem du als eine Potenz schreibst.

a) ( ¾ )7  ( ¾ )9 b) 0,53  0,55 c) (-3)3  (-3)4 d) (-6)6  (-6)7

e) (-0,5)4  (-0,5) f) (1,6)  (1,6)7  (1,6)5 g) √73  √75 h) √6  √63

3) Vereinfache.

a) a5  a7 b) ax  an c) a  am d) an  an

e) an-1  a4 f) an-1  an+1 g) xn-1  x3n-2 h) x  xn-1

i) y  y5n-2 k) y3  y4  y2m l) zn  zm  zp m) z3  z4  z3

n) x3m  x4m  x5m  xm-1 o) x2k  x-2k+1  x3

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -461-

Lösungen:

1)

a) (-2)5=-32; (-2)3=-8; (- ½ )3=-1/8; ( ½ )3=1/8; 23=8 ; 25=32; (-2)6=64


b) (-3)3=-27; (-3)1=-3; 31=3; 32= 9; (-3)2= 9; 33=27; (-3)4=81;
c) (-0,5)3=-1/8; 0,56=1/64; 0,54=1/16; (-0,5)4=1/16; 0,51=0,5; 0,53=1/8; (-0,5)2= ¼
d) (-1/3)3=-1/27; (-1/3)5=-1/243; (1/3)5=1/243; (1/3)4=1/81; (1/3)2=1/9; (1/3)1= 1/3;
(-1/3)1=- 1/3

2)

a) ( ¾ )7  ( ¾ )9 =( ¾ )16
b) 0,53  0,55 =0,58
c) (-3)3  (-3)4 =(-3)7
d) (-6)6  (-6)7=(-6)13
e) (-0,5)4  (-0,5)=(-0,5)5
f) (1,6)  (1,6)7  (1,6)5 =1,613
g) √73  √75 =(√7)8
h) √6  √63=(√6)4

3)

a) a5  a7 =a12
b) ax  an =ax+n
c) a  am =am+1
d) an  an =a2n
e) an-1  a4 =a4+(n-1)
f) an-1  an+1=a(n-1)+n+1=a2n
g) xn-1  x3n-2=x(n-1)+(3n-2)
h) x  xn-1=xn+n-1=x2n-1
i) y  y5n-2 =y1+5n-2=y5n-1
k) y3  y4  y2m =y7+2m
l) zn  zm  zp =zn+m+p
m) z3  z4  z3=z10
n) x3m  x4m  x5m  xm-1=x12m+m-1
o) x2k  x-2k+1  x3=x2k-2k+1+3

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -462-

Regeln für das Rechnen mit Potenzen:


1. Multiplikation von Potenzen mit gleicher Basis

Potenzen mit gleicher Basis werden multipliziert, indem man ihre Exponenten addiert.

am  an=am+n

Beispiele:

83  85=8  8  8  8  8  8  8  8=88

26  23=26+3=29

(√3)3  (√3)7=(√3)10=35

2. Division von Potenzen mit gleicher Basis

Potenzen mit gleicher Basis werden dividiert, indem man ihre Exponenten subtrahiert.

am:an=am-n für m>n

Begründung:

85 8  8  8  8  8
  8  8  82  64
83
888

Man kürzt die einzelnen Achten einfach weg.

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -463-

Einschränkungen:

1. m>n am:an=am-n

Begründung:

85 8  8  8  8  8
  8  8  82  64
83 888

Man kürzt die einzelnen Achten weg.

2. m=0 a0=1

Begründung:

80:80=1/1=1

3. m<n am-n=a-p=1/ap

Begründung:

84 8888 1
  4  84
8 88 8 8 8 8 8 8 8
8

Definitionen:

1. Definition:

88 8  8  8  8  8  8  8  8 1
  1
88 8  8  8  8  8  8  8  8 1

2. Definition:

1
an 
an

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -464-

Aufgaben:

B) Division von Potenzen mit gleicher Basis

1) Schreibe als eine Potenz.

a) 2310/236 b) 812/811 c) x9/x5 d) x4  x3/x7 e) a5/a

2) Berechne.

a) bm+7/b7 b) (a-d)k+4/(a-d)5 c) y3k/y2k d) 102k+2/10000

Lösungen:

1.

a) 2310/236 =234
b) 812/811 =81=8
c) x9/x5 =x4
d) x4  x3/x7 =1
e) a5/a=a4

2.

a) bm+7/b5 =bm+7-7=bm
b) (a-d)k+4/(a-d)5 =(a-d)k+4-5=(a-d)k-1
c) y3k/y2k =y3k-2k=y1k=yk
d) 102k+2/10000=102k+2/104=102k+2-4=102k-2

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -465-

Aufgaben zum Rechnen mit Potenzen mit


gleicher Basis
Aufgaben / Lösungen:

1)

a) –26  (-2)2 =(-2)4


b) (-7)-2  (-7)4 =(-7)6
c) (-0,3)4:(-0,3)2 =(-0,2)2
d) (-1,6)3  (-1,6)-4 =(-1,6)-1
e) (√2)3  (√2)2 =(√2)5=22+(√2)1
f) (√3)4:(√3)-1 =(√3)5=32+√3=9+√3
g) (2√2)-3:(2√2)-4 =(2√2)1=2√2
h) -2√3*(-2√3)-1 =(-2√3)0=1

2)

a) zn+1  z-n =z1=z


b) ak+1:ak-1 =a2k
c) bx:bx-1 =b-1=1/b
d) r2a  r1-a =ra-1
e) x3k  x-3k =x1=x
f) y1-k:yk-1 =y0=1
g) z2:zn =z2-n
h) e-x:e =e-x-1
i) x5/x4 =x1=x
k) a7/a-3 =a10
l) 4,6  a3b/23  a  b-2 =0,2a2b3
m) 56r2s-1r-1/1,4*s3r-2 =40r4s-4r-1

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -466-

Definitionen:
1. Definition:

a0=1 88/88=8*8*8*8*8*8*8*8/8*8*8*8*8*8*8*8=1/1=1

2. Definition:

1
an 
an
3. Definition:

1
 an
an

Beispiele:

1
5
 x5
x
1
7
 x7
x

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -467-

Aufgaben zu Potenzen

1. Schreibe als Potenz

a) 1/36 b) 0,9 c) 1/729 d) 1/360 e) 1/8100000 f) 1/81

2. Schreibe als Bruch bzw. als Dezimalzahl.

a) 42  10-2 b) 3-3  10-2 c) 9-2  10-4 d) 9-2  104

3. Vereinfache.

1 5 2 7 a+b 1
a) -3
b) c) d) e) f)
(a+b) (a-b)-3 x -4 x -3+m
(a-b)-1 x -11
Lösungen:

1.
a) 1/36=1/62=6-2
b) 0,9 =9/10=32*10-1
c) 1/729 =1/93=9-3
d) 1/360 =1/36  1/10=6-2*10-1
e) 1/8100000 =1/81  1/100000=3-4*10-5
f) 1/81=9-2

2.

a) 42  10-2 =16  1/100=16/100=0,16


b) 3-3  10-2 =1/33  1/100=1/27  1/100=1/2700
c) 9-2  10-4 =1/92  1/1000=1/81  1/1000=1/81000
d) 9-2  104 =1/92  1000=1/81  1000=1000/81

3.

1
a) -3
=(a+b)3
(a+b)
5
b) =5(a-b)-3
(a-b)-3
2
c) -4
=2x 4
x
7 7 7x 3
d) = =
x -3+m x -3  x m x m
a+b
e) =(a+b)(a-b)=a²-b²
(a-b)-1
1
f) -11
 x11
x
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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -468-

Summen von Potenzen: Vereinfachung durch


Faktorisieren
Beispiel:

a 8 +a 5 a 5 (a 3 + 1) a 5
= 3 3 = 3 = a2
a +a
6 3
a (a + 1) a

Man addiert 2 Potenzen (mit gleicher Basis), indem man günstig faktorisiert bzw.
ausklammert und dann die Regeln für das Multiplizieren und Dividieren von Potenzen
anwendet.

a 8 +a 5 a 5 (a 3 + 1) a 5
= 3 3 = 3 = a2
a +a
6 3
a (a + 1) a

Aufgaben:

1. Vereinfache und berechne.

a) 3 • 53+2 • 53 b) 3,7 • 106-101,9 • 106 c) 9 • 45-3 • 45+7 • 45 d) 13 • 47-9 • 22+6 • 43

2. Vereinfache.

a) 3 • 5n-2 • 5n b) 7p-11 • 7p c) 5r-0,8 • 5r d) 0,5 • 11d+1,6 • 11d

e) xn+2 • xn f) 3 • yr+7 • yr g) 0,5b-4-0,3b-4 h) –5v-t+8v-t

3. Vereinfache.

a) 5x3-8x3+6x3-7x3 b) 1,4z-4-0,8z-4+z-4-1,2z-4

c) 1,5 an-an+0,75an+1,5an d) 0,5 • 10-4-10-4-1,7 • 10-4

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -469-

Lösungen:

1.

a) 3 • 53+2 • 53 =5*53
b) 3,7 • 106-101,9 • 106 =1,8*106
c) 9 • 45-3 • 45+7 • 45 =13*45
d) 13 • 47-9 • 22+6 • 43 =1

a) 3 • 5n-2 • 5n =5n(3-2)=5n
b) 7p-11 • 7p =7p(1-11)=-11 • 7p
c) 5r-0,8 • 5r=5r(1-0,8)=0,2 • 5r
d) 0,5 • 11d+1,6 • 11d=11d(0,5+1,6)=2,1 • 11d
e) xn+2 • xn =xn(1+2)=3xn
f) 3 • yr+7 • yr =yr(3+7)=10 • yr
g) 0,5b-4-0,3b-4=b-4(0,5-0,3)=0,2 • b-4
h) –5v-t+8v-t=v-t(-5+8)=3 • v-t

3.

a) 5x3-8x3+6x3-7x3 =x³(5-8+6-7)=-4 • x³
b) 1,4z-4-0,8z-4+z-4-1,2z-4=z-4(1,4-0,8+1-1,2)=0,4 • z-4
c) ½ an-an+ ¾ an+1,5an =an(0,5+0,75+1,5)=2,25 • an
d) 0,5 • 10-4-10-4-1,7 • 10-4=10-4(0,5-1-1,7)=-2,2 • 10-4

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -470-

Aufgaben zu Summen von Potenzen


Aufgaben / Lösungen:

1.

a 30 +a17 a17 (a 20 + 1) 2 10
a) = =a (a +1)
a19 a15
a 5c 4 +a17 c 7 a 5c 4 (1+a12 c3 )
b) 5 4
= 5 4
=1+a12 c3
ac ac
9
5a +6a 10
5a 9 (1 + 1, 2a ) 5a 9 1 1
c) = = = -3 = a 3
18a + 15a
13 12
15a (1 + 1, 2a ) 15a
12 12
3a 3
z n+4 -z n z n (z 4 − 1)
e) n
= n
=(z 4 − 1)
z z
k+1
-y
f) k-1 =y 0 +y 0 +1=1+1+1=3
y + yk
v m+3 v m • v3 v m • v3 vm • v2
g) = = =
v m-2 − v v m • v 2 − v v(1 − v m • v) 1 − v m • v

2.

d) (a2-b2) • (a-b)r-1-(a-b)r-1 • (b2-a2)=(a-b)t-1 • ((a2-b2)-(b2-a2))

3)

a) (v5+v6)(v7-v9)=v12-v13+v14-v15=v12(1-v1+v2-v3)

4)

a) 5(a+y)r(a+y)2t+11(a+y)r+2t-9(a+y)2t+r=5(a+y)2t+r+11(a+y)r+2t-9(a+y)2t+r=
(a+b)2r+t • (3+7-8)=2(a+b)2t+r

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -471-

Rechnen mit Potenzen


2. Potenzen mit gleichem Exponenten

Multiplikation von zwei Potenzen mit gleichem


Exponenten:
Potenzen mit gleichem Exponenten werden multipliziert, indem man ihre Basen multipliziert
und den Exponenten beibehält.

am • bm=(ab)m

Begründung:

122 • ( ¼ )2=12 • 12 • ¼ • ¼ =(12 • ¼ )(12 • ¼ )=(12 • ¼ )2=3*3=9

85 • 1,255=8 • 8 • 8 • 8 • 8 • 1,25 • 1,25 • 1,25 • 1,25 • 1,25


=(8 • 1,25) • (8 • 1,25) • (8 • 1,25) • (8 • 1,25) • (8 • 1,25)=(8 • 1,25)5=105=100000

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -472-

Aufgaben zu Multiplikation von Potenzen mit gleichem Exponenten:

1. Vereinfache.

a) 3n • 7n b) ( ¾ )t • 6t c) 7a :5a d) 4,0r :0,8r e) 4,5k :3k

f) 4k • 3k g) 2m+1 • (0,5)m+1 h) 2n+1 :( ½ )n+1 i) 102k:202k k) 123-n :43-n

Lösungen:

1)

a) 3n • 7n =21n
b) ( ¾ )t • 6t =4,5t
c) 7a :5a =1,4a
d) 4,0r :0,8r =5r
e) 4,5k :3k =1,5k
f) 4k • 3k =12k
g) 2m+1 • (0,5)m+1 =1m+1
h) 2n+1 :( ½ )n+1 =4n+1
i) 102k:202k =0,52k
k) 123-n :43-n =33-n

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -473-

Aufgaben / Lösungen:

Aufgaben zu Summen von Potenzen:

1)

a) ax-ax20/1-y20=ax(1-ax19)/1-y20

b) x-k-1/-xk+1-x-k=-xk+2

c) v-7w-9/w4+v-7w3/w5=v-7w-9/w4+v-7w3/w5

Aufgaben zu Multiplikation von Potenzen mit gleichem Exponenten

2)

a) 2n • 6n =12n
b) (0,5)t • 6t =3t
c) 10a :5a =2a
d) 2,4r :0,6r =4r
e) 4,5l :3l =1,5k
f) 42k • 42k =162k
g) 2n+1 • ( ½ )n+1 =1n+1
h) 2n+1 :( ½ )n+1 =4n+1
i) 52k:52k =12k
k) 82-n :42-n =22-n

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -474-

Division von Potenzen mit gleichem Exponenten


Potenzen mit gleichem Exponenten werden dividiert, indem man ihre Basen dividiert
und den Exponenten beibehält.

am:bm=(a/b)m

Begründung:

9 9 9 9 9 9
95:35= • • • • = ( )5 = 35
3 3 3 3 3 3

a a a a a a a a
• • • • ... • • = ( ) m
b b b b b b b b
m − Mal

Aufgaben zu Division von Potenzen mit gleichem Exponenten

1. Vereinfache.

a) 3n • 7n b) ( ¾ )t • 6t c) 7a :5a d) 4,0r :0,8r e) 4,5k :3k

f) 4k • 3k g) 2m+1 • (0,5)m+1 h) 2n+1 :( ½ )n+1 i) 102k:202k k) 123-n :43-n

2. Vereinfache.

a) (a+b)2 • (a-b)2 b) (3x-2)3 • (2+3x)3 c) (u-3v)2 • (3v+u)2

i) (a-2b/a+2b)3:(a2-4b2)3

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -475-

Lösungen:

1)

a) 3n • 7n =21n
b) ( ¾ )t • 6t =4,5t
c) 7a :5a =1,4a
d) 4,0r :0,8r =5r
e) 4,5k :3k =1,5k
f) 4k • 3k =12k
g) 2m+1 • (0,5)m+1 =1m+1
h) 2n+1 :( ½ )n+1 =4n+1
i) 102k:202k =0,52k
k) 123-n :43-n =33-n

2.

a) (a+b)2 • (a-b)2 =(a2-b2)2


b) (3x-2)3 • (2+3x)3 =(9x2-4)3
c) (u-3v)2 • (3v+u)2 =(u2-9v2)2
i) (a-2b/a+2b)3:(a2-4b2)3 =(1/a2+4ab+4b2)2=(1/(a+b)2)2

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -476-

Aufgaben zu Potenzen mit gleichem Exponenten

1) Vereinfache.

d) (2y+3y)-2 • (-3y+2x)-2 e) (4y-4)-4 • (4+4y)-4 f) (4a-3b)-6 • (3b-4a)-6

2) Schreibe als Produkt von Potenzen.

a) (2x)4 b) (7xy)4 c) (ab)-2 d) (4xz)5 e) 102(al)-3

Lösungen:

1)

d) (2y+3y)-2 • (-3y+2y)-2 =(4y2-9y2)-2=(-5y²)²


e) (4y-4)-4 • (4+4y)-4 =(16z2-16)4
f) (4a-3b)-6 • (3b-4a)-6 =(16a2-9b2)-6

2)

a) (2x)4 =24 • x4
b) (7xy)4 =(7x)4 • (y)4
c) (ab)-2 =a-2 • b-2
d) (4xz)5 =(4x)5 • z5
e) 102(al)-3 =102 • a-3 • l-3

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -477-

Aufgaben zu Division von Potenzen mit gleichem Exponenten


1. Berechne im Kopf.

a) 3 • 34-54 b) 6-2 • 5 • 1-2 c) 3-2 • 4 • (5/6)-2 d) 4 • 163/43 e) 18 • 23/43 • 2

Lösungen:

1.

a) 3 • 34-54 =3 • 81-625=243-625=-382
b) 6-2 • 5 • 1-2 =6-2 • 5=1/62 • 5=1/36*5=5/36
c) 3-2 • 4 • (5/6)-2 =2,52 • 4=6,25 • 4=25
d) 4 • 163/43 =4 • 43=4 • 64=256
e) 18 • 23/43 • 2=18 • ½ 3 • 2=18 • 1/8 • 2=4,5

2. Vereinfache.

a) (bx)-2/(ay)3 • (abx)2/z-3 b) (ry2z)-2/f2x-1:(x2y)2 • /(bc)-1

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -479-

Potenzieren von Potenzen


Beispiel:

1. (22)4
2. (33)2

(22)4=22 • 22 • 22 • 22=22+2+2+2=22 • 4=28

(33)2 =33 • 33=33+3=32 • 3=36

Potenzen werden potenziert, indem man ihre Exponenten multipliziert und die Basis
beibehält.

(am)n=am*n

Begründung:

1. (22)4
2. (33)2

(22)4=22 • 22 • 22 • 22=22+2+2+2=22 • 4=28

(33)2 =33 • 33=33+3=32*3=36

(am)n=am • am • ... • am=amn

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -480-

Potenzieren von Potenzen


Beispiel:

1. (22)4
2. (33)2

(22)4=22 • 22 • 22 • 22=22+2+2+2=22 • 4=28

(33)2 =33 • 33=33+3=32 • 3=36

Potenzen werden potenziert, indem man ihre Exponenten multipliziert und die Basis
beibehält.

(am)n=am • n

Begründung:

1. (22)4
2. (33)2

(22)4=22 • 22 • 22 • 22=22+2+2+2=22 • 4=28

(33)2 =33 • 33=33+3=32 • 3=36

(am)n=am*am* ... am=amn

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -481-

Aufgaben zu Potenzieren von Potenzen

1. Berechne.

a) (22)3 b) (4-4)2 c) (7-2)-3 d) (-23)2

e) ((-8)3)2 f) (104)-5 g) [(-0,7)-2]5 h) [(-0,01)-3]-2

2. Vereinfache.

a) (x4)3 b) (a3)6 c) (y3)-2 d) (z-2)0

e) (xm)2 f) (c2)m+1 g) (xp-1)-3 h) (a-n+1)v

3. Schreibe als Potenzen mit möglichst kleiner natürlicher Basis.

a) 253 b) 84 c) 100003 d) 816

e) 16-5 f) 125n g) 27p h) 16q+1

i) 9n-1 k) 1002n-1 l) 322m+1 m) 36-x

n) 216-n o) 641-r p) 49-pq p) 243-3s

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -482-

Lösungen:

1.

a) (22)3=26
b) (4-4)2 =4-8
c) (7-2)-3 =76
d) (-23)2=(-2)6
e) ((-8)3)2 =(-8)6
f) (104)-5 =10-20
g) [(-0,7)-2]5 =(-0,7)-10
h) [(-0,01)-3]-2=(-0,01)6

2.

a) (x4)3=x12
b) (a3)6 =a18
c) (y3)-2=y-6
d) (z-2)0=z0=1
e) (xm)2 =x2m
f) (c2)m+1 =c2m+2
g) (xp-1)-3 =x-3p+3
h) (a-n+1)v=a-nv+v

3.

a) 253 =(52)3
b) 84 =(23)4
c) 100003 =(104)3
d) 816 =(92)6
e) 16-5 =(24)-5
f) 125n =(53)n
g) 27p =(33)p
h) 16q+1=(24)q+1
i) 9n-1 =(32)n-1
k) 1002n-1 =(102)2n-1
l) 322m+1 =(25)2m+1
m) 36-x =(62)-x
n) 216-n =(63)-n
o) 641-r =(26)1-r
p) 49-pq =(72)-pq
p) 243-3s =(35)-3s

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -483-

Aufgaben zu Potenzieren von Potenzen

1.

a) (22)3 b) (4-4)2 c) (7-2)-3 d) (-23)2

e) ((-8)3)2 f) (104)-5 g) [(-0,7)-2]5 h) [(-0,01)-3]-2

2. Vereinfache.

a) (x4)3 b) (a3)6 c) (y3)-2 d) (z-2)0

e) (xm)2 f) (c2)m+1 g) (xp-1)-3 h) (a-n+1)v

3. Schreibe als Potenzen mit möglichst kleiner natürlicher Basis.

a) 253 b) 84 c) 100003 d) 816

e) 16-5 f) 125n g) 27p h) 16q+1

i) 9n-1 k) 1002n-1 l) 322m+1 m) 36-x

n) 216-n o) 641-r p) 49-pq p) 243-3s

4. Vereinfache.

a) (36x2y6)-2/(27x3y3)-4

5.

a) (u5f8)4/5m4v-6*(n2p-7)-4/(npv6)5

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -484-

Lösungen:

1.

a) (22)3=26
b) (4-4)2 =4-8
c) (7-2)-3 =76
d) (-23)2=(-2)6
e) ((-8)3)2 =(-8)6
f) (104)-5 =10-20
g) [(-0,7)-2]5 =(-0,7)-10
h) [(-0,01)-3]-2=(-0,01)6

2.

a) (x4)3=x12
b) (a3)6 =a18
c) (y3)-2=y-6
d) (z-2)0=z0=1
e) (xm)2 =x2m
f) (c2)m+1 =c2m+2
g) (xp-1)-3 =x-3p+3
h) (a-n+1)v=a-nv+v

3.

a) 253 =(52)3
b) 84 =(23)4
c) 10003 =(103)3
d) 816 =(92)6
e) 16-5 =(24)-5
f) 125n =(53)n
g) 27p =(33)p
h) 16q+1=(24)q+1
i) 9n-1 =(32)n-1
k) 1002n-1 =(102)2n-1
l) 322m+1 =(25)2m+1
m) 36-x =(62)-x
n) 216-n =(63)-n
o) 641-r =(26)1-r
p) 49-pq =(72)-pq
p) 243-3s =(=35)-3s

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -485-

4.

a) (36x2y6)-2/(27x³y³)-4 =36-2x-4y-12 / 27-4x-12y-12 =36-2x8

5.

a) (u5f8)4/5m4v-6*(n2p-7)-4/(npv6)5 ==u31/5n17v14

Aufgaben zu Potenzen

1. Aufgaben zu Potenzieren von Potenzen:

8)

c) ((-g-5)4/(h+g6)-13:(g+h)-27

Lösungen:

1.

c) ((-g-5)4/(h+g6)-13:(g+h)-27 =(g+h)53

2. Aufgaben zu Potenzen:

3. Berechne mit Hilfe des Taschenrechners. Schreibe das Ergebnis als Produkt aus einem
Dezimalbruch mit einer Stelle vor dem Komma und einer Zehnerpotenz,

a) 1015 • 45:10-37 b) 14567,3+105 • 45:10-37 c) (3,5 • 1057)-(23456+6543 • 1017)

d) (3,5 • 105)-1017 e) (3,5 • 1057)-(23456-6543 • 1026) f) (103-1013) • (103+1013)

4. Berechne mit Hilfe des Taschenrechners so genau wie möglich.

a) 13254376555 • 978561325444 b) 0,0076000000012 • 0,00008900002

c) 84635394836394-1993929*5438
d) 28382719000000000:9724152615241342415
e) 5241327252413:0,000000000002+98787654354
f) (45376543222+9786754310987):600870654321

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -486-

Lösungen:

8)

a3 1015 • 45:10-37 =4,5e-21


b) 14567,3+105 • 45:10-37 =14567.3
c) (3,5 • 1057)-(23456+6543 • 1017)=3,5e57
d) (3,5 • 105)-1017 =-1e17
e) (3,5 • 1057)-(23456-6543 • 1026)= 3,5e57
f) (103-1013) • (103+1013)=-1e26

4)

a) 13254376555 • 978561325444=1,297022028e22
b) 0,0076000000012 • 0,00008900002=0,000000676
c) 84635394836394-1993929 • 5438=8,463461054e13
d) 28382719000000000:9724152615241342415=1,349349327e14
e) 5241327252413:0,000000000002+98787654354=1,349349327e14
f) (45376543222+9786754310987):600870654321=1,349349327e14

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -487-

Aufgaben zu Potenzieren von Potenzen

1. Bringe auf einen gemeinsamen Nenner und vereinfache.

a) 1+x5/(x4)2-(1/x)3

2. Vereinfache.

a) (px+yt)2-(px-yt)2

Lösungen:

1.

a) 1+x5/(x4)2-(1/x)3 =1+x5/x8 – (1/x³)=1+x5-x5 =1


x8 x8

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -495-

Wurzelrechengesetze
n
a • n b = n ab
n
a : n b = n a :b

Bespiele:
3
√27 • 3√125=3*5=15=27 1/3 *125 1/3 =(27*125) 1/3 =3√27*125

Aufgaben zu Wurzelgesetze:

1.)

a) 3√2 • 3√4=3√8=2

b) √3 • √27=√81=9

c) 5√4 • 5√2,5=5√10

d) 4√32:4√2=4√16=2

e) 4√10y:4√2y=4√5

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -496-

n
a • m a = nm a
3
√2*5√2=2 1/3 *21/5=25/15+3/15=28/15=15√28

Aufgaben zu Wurzelgesetze:

2.)

a) 4√6:3√6=6 ¼ :6 1/3 =6-1/12=1/12√6

b) 3√4 • 4√4=12√47

c) √x:4√x=x ½ :x ¼ =4√x
12
√6-1=12√1/6=6-1/12=12√1/6=12√1/12√6=1/12√6

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -497-

Aufgaben zu Wurzeln

1.

a) √8 • √8 b) √17: √17 c) √32 • √32 d) √9 • √9

e) √9 • √3 f) √25: √5 g) √0,2 • √10 h) √0,16 • √0,01

2. Vereinfache.

a) 5 ½ • 5 ¼ b) 3 1/3 • 3 ½ c) 4 ¼ • 4 ¼ d) 3-2/3 • 3 ¾ e) 83/5 • 8-3/10

f) 7 ½ :7 1/3 g) 5- ½ :52/3 h) 4-2/3:4-0,5 i) b- ½ :b k) 3x:3- ½

l) x1/n:x-1/n m) y1/q :y1/q n) z-1/n • z-1/n o) o3/2:t-1/2 p) c- ½ • c4

3. Vereinfache.

a) (2 ½ )4 b) (3 ½ )4 c) (52/3 ) ¼ d) (41/5)- ¾ e) (3- ¾ )-4/5

4.

a) (x5/4:y-5/8)-4/5

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -498-

Lösungen:

1.

a) √8 • √8 =√64=8
b) √17: √17 =1
c) √32 • √32 =3 • 3=9
d) √9 • √9=√81=9
e) √9 • √3=√27
f) √25: √5=√5
g) √0,2 • √10=√2
h) √0,16 • √0,01=√0,0016

2.

a) 5 ½ • 5 ¼=5 ¾
b) 3 1/3 • 3 ½=35/6
c) 4 ¼ • 4 ¼=4 ½ =2
d) 3-2/3 • 3 ¾ =31/12
e) 83/5 • 8-3/10=83/10
f) 7 ½ :7 1/3 =71/6
g) 5- ½ :52/3 =5-7/6
h) 4-2/3:4-0,5=4-7/6
i) b- ½ :b =b-1,5
k) 3x:3- ½ =3x+ ½
l) x1/n:x-1/n =x1/n +1/n=x2/n
m) y1/q :y1/q
n) z-1/n • z-1/n =z
o) o3/2:t-1/2
p) c- ½ • c4=c3,5

3. Vereinfache.

a) (2 ½ )4=22=4
b) (3 ½ )4 =3²=9
c) (52/3 ) ¼ =51/6
d) (41/5)- ¾ =4-3/20
e) (3- ¾ )-4/5=33/5

4.

a) (x5/4:y-5/8)-4/5

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -499-

1
n m
a =a mn
= nm a

Beispiele:
3 3
√ √49=9√49=4=3√49/3=3√43=4
3 4
√ √256=12√256=2561/12

Aufgaben zu Wurzelgesetzen:

18) Vereinfache.

b) √3√√84 c) 4√3√216 e) 3√5√32768

Lösungen:

18)

b) √3√√84 =12√84=8 1/3 =3√8=2


c) 4√3√216=12√216=2161/12
e) 3√5√32768=15√32768=2

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -500-

Teilweise Radizieren
x2=16
x=4; x=-4

x2=7a
x=√7a; x=-√7a

x5=a8
x=5√a8
x=-5√a8

x2=256
x=√256; x=-√256
x=16; x=-16

x90=a100
x=90√a100=a100/90=a10/9=9√a10

√8=2√23=2√22*2√2=2*√2

√27/3=√33/3=√32*√3/3=√3

Aufgabe:

21) Radiziere teilweise.

c) 3√40/2 d) 2/√12

Lösungen:

21) Radiziere teilweise.

c) 3√40/2=3√5*3√23/2=3√5
d) 2/√12=2/√22*√3=1/√3

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln -501-

Nenner rational machen


1/√3=√3/√3*√3=√3/3

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln /ZUSAMMENFASSUNG -502-
Zusammenfassung: Potenzen / Wurzel
1. Potenz
1.1 Was ist eine Potenz?
1.2 Potenzen mit positivem Exponenten
1.3 Potenzen mit negativem Exponenten
1.4 Zusammenfassung von 1.

2. Zehnerpotenzen
2.1 Zehnerpotenzen mit positivem Exponenten
2.2 Zehnerpotenzen mit negativem Exponenten
2.3 Zusammenfassung von 2.

3. Potenzen mit gleicher Basis


3.1 Multiplikation
3.2 Division
3.3. Zusammenfassung von 3.
4. Potenzen mit gleichem Exponenten
4.1 Multiplikation
4.2 Division
4.3 Zusammenfassung von 4.
5. Beispiele
5.1 Beispiele zu 1.
5.2 Beispiele zu 2.
5.3 Beispiele zu 3.
5.4 Beispiele zu 4.
6. Wurzeln
6.1 Potenzen und Radizieren
6.2 Potenzen und Radizieren
6.3 Zusammenfassung von 6.
7. Beispiele zu 6.
7.1 Wurzeln
7.2 Potenzieren/Radizieren
7.3 Wurzeln
8. Potenzen mit rationalen Exponenten
8.1 Rationale Exponenten
8.2 Definition
8.3 Potenzgesetze für rationale Zahlen
8.4 Zusammenfassung von 8.
9. Beispiele zu 8. und 9.
9.1 Beispiele zu 8.
9.2 Beispiele zu 9.
10. Zusammenfassung
10.1 Zehnerpotenzen / Potenzen
10.2 Potenzgesetze im Bereich Z
10.3 Potenzgesetze im Bereich R.
10.4 Wurzeln
10.5 Potenzieren von Potenzen
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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln /ZUSAMMENFASSUNG -503-

1. Potenz
1.1 Was ist eine Potenz?

an

a: Basis
n
:Exponent

Æ a • a • … • a=an
n-mal

1.2 Potenzen mit positivem Exponenten

an Æ a2=a • a

1.3 Potenzen mit negativem Exponenten

2-2=1/(2)2= ¼ =0,25

a-2 Æ 1/a2

a-n=1/an

Das negative Vorzeichen des Exponenten bewirkt einen Bruch.

1.4 Zusammenfassung von 1.

1. an=a • a • ... • a
n-mal

2. a-n=1/an

3. an

a: Basis
n
:Exponent

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln /ZUSAMMENFASSUNG -504-

2. Zehnerpotenzen

2.1 Zehnerpotenzen mit positivem Exponenten

Potenzschreibweise Dezimalschreibweise Beschreibung

108 100000000 Eine Eins mit 8 Nullen

107 10000000 Eine Eins mit 7 Nullen

102 100 Eine Eins mit 2 Nullen

101 10 Eine Eins mit 1 Nullen

100 1 Eine Eins mit 0 Nullen

2.2 Zehnerpotenzen mit negativem Exponenten

Potenzschreibweise Dezimalschreibweise Beschreibung

10-1 0,1 Eine Eins an der 1.


Nachkommastelle
10-2 0,01 Eine Eins an der 2.
Nachkommastelle
10-3 0,001 Eine Eins an der 3.
Nachkommastelle
10-7 0,0001 Eine Eins an der 7.
Nachkommastelle
10-8 0,00001 Eine Eins an der 8.
Nachkommastelle
10-9 0,000001 Eine Eins an der 9.
Nachkommastelle

a-n=1/an

Das negative Vorzeichen des Exponenten bewirkt einen Bruch.

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln /ZUSAMMENFASSUNG -505-

2.3 Zusammenfassung von 2.

1.
101 10 Eine Eins mit 1 Nullen

100 1 Eine Eins mit 0 Nullen

100=1
101=10

2.
10-1 0,1 Eine Eins an der 1.
Nachkommastelle
10-2 0,01 Eine Eins an der 2.
Nachkommastelle
10-3 0,001 Eine Eins an der 3.
Nachkommastelle

10-1=1/101=1/10
10-2=1/102=1/10*10=1/100
10-3=1/103=1/10*10*10=1/1000

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln /ZUSAMMENFASSUNG -506-

3. Potenzen mit gleicher Basis

3.1 Multiplikation

ap*aq=(a • a • ... a) • (a • a • ... a)=a • a • ... • a=ap+q


p Faktoren q Faktoren

Beispiel zu 3.1:

63 • 6-4=63+(-4)=6-1=1/61=1/6

3.2 Division

p Faktoren p-q Faktoren


p q p q
a :a =a /a =a • a • … • a/ a • a • … • a=a • a • … • a/1=a • a • … • a (a=0, p, q>0 und p>q)
q Faktoren p-q Faktoren

p Faktoren p-q Faktoren


a :a =a /a =a • a • … • a/ a • a • … • a=1/ a • a • … • a =1/aq-p=a-(q-p)=ap-q
p q p q

q Faktoren

(a=0, p, q>0 und p>q)

Beispiel zu 3.2:

63 • 6-4=63-(-4)=67=6 • 6 • 6 • 6 • 6 • 6 • 6=25200

3.3 Zusammenfassung von 3.

1. Multiplikation

ap • aq=ap+q

2. Division

ap:aq=ap-q

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln /ZUSAMMENFASSUNG -507-

4. Potenzen mit gleichem Exponenten

4.1 Multiplikation

ap • bp=a • a • … • a • b • b • … b=(ab)(ab) • … • (ab)=(ab)p (p<0)


p Faktoren p Faktoren p Faktoren

Beispiel zu 4.1:

22 • 32=(2*3)2=62=36

4.2 Division:

p Faktoren
ap:bp=a • a • … • a/b • b • … b=a/b • a/b • … • a/b=(a/b)p (p>0 und b=0)
p Faktoren p Faktoren p Faktoren

Beispiel zu 4.2:

22:32=(2:3)2=(2/3 )2=4/9

4.3 Zusammenfassung zu 4.

1. Multiplikation

ap*bp=(a • b)p

2. Division

ap:bp=(a:b)p=(a/b)p (a=0; b=0)

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln /ZUSAMMENFASSUNG -508-

5. Beispiele

5.1 Beispiele zu 1.

1.

a) 73 b) 2-2

5.2 Beispiele zu 2.

1.

a) 100 b) 10-7

5.3 Beispiele zu 3.

1.

a) 72*7-4 b) 72:7-4

5.4 Beispiele zu 4.

1.

a) 63*53 b) 63:53

Lösungen:

1.

a) 73 =343
b) 2-2 = ¼ =0,25

1.

a) 100 =1
b) 10-7 =1/10000000

1.

a) 72 • 7-4 =1/49
b) 72:7-4 =11702

1.

a) 63 • 53 =303=27000
b) 63:53 =(6/5)3= 1 91/125
Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln /ZUSAMMENFASSUNG -509-

6. Wurzeln

6.1 Potenzen und Radizieren

Potenzieren

x x2
0 0
1 1
2 4
3 9
4 16
5 25
Radizieren

Potenzieren

x x3
0 0
1 1
2 8
3 18
4 64
5 125
Radizieren

Der Radikand einer n-ten Wurzel muss stets größer oder gleich 0 sein.

6.2 Potenzieren und Radizieren

Potenzieren:

Man rechnet mit einer Potenz.


x0, x1, x2, x3

Radizieren/Wurzelziehen:

Man macht aus einer Wurzel eine Potenz oder Zahl.

√4=2
3
√8=2, denn 2 • 2 • 2=8
3
√8=2
1
a =na
n
Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln /ZUSAMMENFASSUNG -510-

6.3 Zusammenfassung von 6.

1. Potenzieren

x=2 Æx2=4

2. Radizieren / Wurzelziehen

√4=2

3. Wurzel
1
a =na
n

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln /ZUSAMMENFASSUNG -511-

7. Beispiele zu 6.

7.1 Wurzeln

1.

a) √4 b) √9

7.2 Potenzieren/Radizieren

1.

a) x3 ; x=6 b) x2 ; x=1

7.3 Wurzeln

1.

a) 3√8 b) 3√27

Lösungen:

1.

a) 2
b) 3

2.

a) 63=216
b) 12=1

3.

a) 3√8 =2, denn 2 • 2 • 2=8


b) 3√27=3, denn 3 • 3 • 3=27

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln /ZUSAMMENFASSUNG -512-

8. Potenzen mit rationalen Exponenten

8.1 Rationale Exponenten

√28=24 √24=22 √22=21 √2=2 ½


3
√527=59 3
√59=53 3
√53=51 3
√5=5 1/3

Überträgt man das Gesetz für „Potenzen von Potenzen“ auf rationale Exponenten, so
erhält man:

(a1/n)=a1/n*n=an/n=a (a>0 und n aus N)

anderseits ist auch:

(n√a)n=a (a>0 und n aus N)

8.2 Definition

a = ap
q
Definition: Für a>0, p aus Z und q aus N ist: q

1
Insbesondere ist für n aus N, n>1 an = n a

8.3 Potenzgesetze für rationale Exponenten:

Sind r und s rationale Zahlen und a und b positive reelle Zahlen, so ist:
Für Potenzen mit gleicher Basis: ar • as=ar+s und ar:as=ar-s
Für Potenzen mit gleichem Exponenten: ar • br=(a*b)r und ar:br=(a:b)r
Für Potenzen von Potenzen: (ar)s=ar • s

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln /ZUSAMMENFASSUNG -513-

8.4 Zusammenfassung von 8.

1. Überträgt man das Gesetz für „Potenzen von Potenzen“ auf rationale Exponenten, so
erhält man:

(a1/n)=a1/n*n=an/n=a (a>0 und n aus N)

anderseits ist auch:


n
n
a n = a n = a (a>0 und n aus N)

2.

a = ap
q
Definition: Für a>0, p aus Z und q aus N ist: q

1
Insbesondere ist für n aus N, n>1 an = n a

3. Potenzgesetze für rationale Exponenten:

Sind r und s rationale Zahlen und a und b positive reelle Zahlen, so ist:
Für Potenzen mit gleicher Basis: ar • as=ar+s und ar:as=ar-s
Für Potenzen mit gleichem Exponenten: ar • br=(a • b)r und ar:br=(a:b)r
Für Potenzen von Potenzen: (ar)s=ar • s

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln /ZUSAMMENFASSUNG -514-

9. Beispiele zu 8.
9.1 Beispiele zu 8.

1. Berechne.

a) √28 b) √22 c) 3√5*2 d) 9√x*x

10.2 Beispiele zu 9.

1. Berechne.

a) (a√5)3√5 b) b3√2+1/b2√2-2

Lösungen:

1.

a) √28 =√ 24
b) √22 =√21
c) 3√5 • 2 =3√5 • 3√23=3√5 • 23=3√5 • 8=3√40
d) 9√x • x=9√x • a√xa=a√x • xa=a√xa+1

2.

a) (a√5)3√5 =a√5 • 3√5=a3*5=a15

b) b3√2+1/b2√2-2=b3√2+1-(2√2-2)b3√2+1-2√2+2=b√2+3

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln /ZUSAMMENFASSUNG -515-

10. Zusammenfassung

10. Zusammenfassung
10.1 Zehnerpotenzen / Potenzen
10.2 Potenzgesetze im Bereich Z
10.3 Potenzgesetze im Bereich R.
10.4 Wurzeln
10.5 Potenzieren von Potenzen

10.1 Zehnerpotenzen / Potenzen


10.1.1
an=a • a • ... • a
n-mal

10.1.2
1
a−n =
an

10.1.3

an

a: Basis
n
:Exponent

10.1.4 Zehnerpotenzen mit positivem Exponent

101 10 Eine Eins mit 1 Nullen

100 1 Eine Eins mit 0 Nullen

100=1
101=10
11.1.5 Zehnerpotenzen mit negativem Exponent

10-1 0,1 Eine Eins an der 1.


Nachkommastelle
10-2 0,01 Eine Eins an der 2.
Nachkommastelle
10-3 0,001 Eine Eins an der 3.
Nachkommastelle

10-1=1/101=1/10
10-2=1/102=1/10*10=1/100
10-3=1/103=1/10*10*10=1/1000
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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln /ZUSAMMENFASSUNG -516-

10.2 Potenzgesetze im Bereich Z.

10.2.1 Potenzen mit gleicher Basis


10.2.1.1 Multiplikation

ap • aq=(a • a • ... a) • (a • a • ... a)=a • a • ... • a=ap+q


p Faktoren q Faktoren

10.2.1.2 Division

p Faktoren p-q Faktoren


p q p q
a :a =a /a =a • a • … • a/ a • a • … • a=a • a • … • a/1=a • a • … • a (a=0, p, q>0 und p>q)
q Faktoren p-q Faktoren

p Faktoren p-q Faktoren


ap:aq=ap/aq=a • a • … • a/ a • a • … • a=1/ a • a • … • a =1/aq-p=a-(q-p)=ap-q
q Faktoren

(a=0, p, q>0 und p>q)

10.2.2 Potenzen mit gleichem Exponenten


10.2.2.1 Multiplikation

ap • bp=a • a • … • a • b • b • … b=(ab)(ab) • … • (ab)=(ab)p (p<0)


p Faktoren p Faktoren p Faktoren

10.2.2.2 Division

p Faktoren
ap:bp=a • a • … • a/b • b • … b=a/b • a/b • … • a/b=(a/b)p (p>0 und b=0)
p Faktoren p Faktoren p Faktoren

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln /ZUSAMMENFASSUNG -517-

10.3 Potenzgesetze im Bereich R.

10.3.1 Potenzen mit gleicher Basis


10.3.1.1 Multiplikation

ap • aq=(a • a • ... a) • (a • a • ... a)=a • a • ... • a=ap+q


p Faktoren q Faktoren

10.3.1.2 Division

p Faktoren p-q Faktoren


p q p q
a :a =a /a =a*a* … *a/ a*a* … *a=a*a* … *a/1=a*a* … *a (a=0, p, q>0 und p>q)
q Faktoren p-q Faktoren

p Faktoren p-q Faktoren


ap:aq=ap/aq=a*a* … *a/ a*a* … *a=1/ a*a* … *a =1/aq-p=a-(q-p)=ap-q
q Faktoren

(a=0, p, q>0 und p>q)

10.3.2 Potenzen mit gleichem Exponenten


10.3.2.1 Multiplikation

ap*bp=a*a* … *a*b*b* … b=(ab)(ab)* … *(ab)=(ab)p (p<0)


p Faktoren p Faktoren p Faktoren

10.3.2.2 Division

p Faktoren
ap:bp=a*a* … *a/b*b* … b=a/b*a/b* … *a/b=(a/b)p (p>0 und b=0)
p Faktoren p Faktoren p Faktoren

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln /ZUSAMMENFASSUNG -518-

10.4 Wurzeln
10.4.1 Wurzen
Radizieren
3
√8=2, denn 2*2*2=8

3
√8=2

a1/n=n√a

10.4.2 Wurzeln

Potenzieren

x x2
0 0
1 1
2 4
3 9
4 16
5 25
Radizieren

Potenzieren

x x3
0 0
1 1
2 8
3 18
4 64
5 125
Radizieren

Der Radikand einer n-ten Wurzel muss stets größer oder gleich 0 sein.

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Mathematik – Buch / 5. Potenzen und Wurzeln /ZUSAMMENFASSUNG -519-

Potenzieren:

Man rechnet mit einer Potenz.


x0, x1, x2, x3

Radizieren/Wurzelziehen:

Man macht aus einer Wurzel eine Potenz oder Zahl.

√4=2

10.5 Potenzieren von Potenzen


10.5.1 Potenzieren von Potenzen

(ap)q=apq

1. (32)3=93=9*9*9=729

2. (32)3=32*3=36=3*3*3*3*3*3=729

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -520-

Geometrie... Ein ganz schön großes und umfassendes Thema, aber es ist eigentlich ganz
einfach, wenn man sich für Geometrie einige Stunden Zeit nimmt und es gründlich studiert...
Ich habe lange überlegt, wie ich euch dieses Thema so einfach wie möglich bei bringen kann
und ich denke mir ist es gelungen, also nehmt euch ruhig mal eine Stunde Zeit und lest das
ganze Thema durch und ihr werdet merken, wie einfach die Geometrie sein kann und
vielleicht, was ich hoffe, findet ihr auch Spaß daran.. ☺

1. Winkel
Wie ihr sicherlich wisst, gibt es in der Mathematik verschiedene Winkel und wenn man diese
weiß ist das für einen sehr gut, denn man kann meistens die anderen Winkel durch bestimmte
Beziehungen einfach berechnen!

Winkel:

Nebenwinkel ergeben zusammen immer 180°: α+β=180°

53 °
127 °

β
α

Scheitelwinkel sind gleich groß: δ=ε.

62 °
62 °
δ
ε
Mathematik – Buch / 6. Geometrie -521-
Stufenwinkel an Parallelen sind gleich groß: α=β und τ=ε.

114 °
66 °
ε β
114 °66 °

ι α

Wechselwinkel an Parallelen sind gleich groß: α=γ und δ=ε.

114 °

ε 66 °

γ 66 °

α
δ
114 °

Die Summe der Innenwinkel im Dreieck beträgt 180°.


Die Summe der Innenwinkel im n-Eck ist allgemein ausgedrückt:
(n-2) • 180° mit n>3.
Im Dreieck ist ein Außenwinkel genauso groß wie die Summe der beiden anliegenden
Innenwinkel.

122 °
58 °
γ#
γ

115 °
123 °
57 ° 65 °
β#
α# α β

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -522-

Winkel zeichnen
Es gibt verschiedene Winkel. Winkelgrößen werden mit griechischen Buchstaben bezeichnet.
Es gibt verschiedene Winkelgrößen. Die verschiedenen Winkelgrößen haben auch ganz
bestimmte Namen:

Ein Winkel α ist ein:


- Rechter Winkel, wenn α=90°

- Vollwinkel, wenn α=360°

- Gestreckter Winkel, wenn α=180°

- Nullwinkel, wenn α=0°

- Stumpfer Winkel, wenn 180°<α <360°

- Spitzerwinkel, wenn 0°<α <90°

Winkel mit einer Größe von kleiner als 180° zeichnet man so:
Man zeichnet als erstes eine Gerade, die nennt man dann Schenkel, nun legt man das
Geodreieck, wenn man z.B. 27° zeichnen will auf den Endpunkt des Strahls. Jetzt dreht man
das Geodreieck so, dass der 27° -Strich auf dem Schenkel liegt und zeichnet den 2. Schenkel.

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -523-

2. Messen von Winkeln


Man misst Winkel, indem man das Geodreieck senkrecht an dem Scheitelpunkt anlegt und die
Größe des Winkels am Geodreieck abliest.

3.Winkel bei der Zeit


Wir wissen das ein Vollwinkel 360° hat.
Jetzt können wir unser Wissen auf die Uhr übertragen.
Es stellen sich 2 Fragen auf:
1.Wenn wir wissen wollen, wie viele Minuten 1° sind, wie müssen wir das rechnen?
2.Wie viele Minuten haben die einzelnen Winkelarten?

Lösung:
Wir müssen mit unserem Wissen die 2 Fragen lösen können.
Eine Stunde ist der Vollwinkel. Wir wollen wissen, wie viel Grad eine Minute hat. Eine
Stunde hat 60 Minuten, also müssen wir 360°:60 rechnen, dieses ergibt dann:
360°:60=6°
Es bedeutet 1 Minute oder 1 min=6°. Jetzt können wir auch die 2. Frage lösen:
1 Minute hat 60 Sekunden. Wir wissen jetzt wie viel Grad 1 Minute hat, dann müssen wir nur
noch durch 6 dividieren:
6°:60=1/60° das heißt gerundet  0,17°.
Damit hätten wir die 2 Fragen beantwortet.
Jetzt stellt sich nur die Frage auf, wie man Winkel misst?
Ganz einfach:
Man misst Winkel, indem man den Nullpunkt bei dem Scheitlelpunkt des Winkel anlegt und
die Winkelgröße bei dem Schenkel abliest. Manchmal muss man auch den Schenkel
verlängern.

1.Aufgabe:

Zeichne ein 4-Eck, wo möglichst „große“ Winkel vorkommen.

Lösung:
Die Aufgabe ist eigentlich ganz einfach:
Zeichne einfach einen Drachen.
Wir sehen, dass 3 stumpfe Winkel vorkommen.

2.Frage: Warum können in einem 4-Eck nicht 4 stumpfe Winkel vorkommen?

Lösung:
Ganz einfach:
Wen man die Winkel in einem 4-Eck addiert, kommt immer 360° heraus. Wenn wir jetzt 4
stumpfe Winkel finden wollen, ist das mathematisch unmöglich, weil 360°: 4=90°, also
müsste jeder Winkel 90° betragen. Und dieses geht nicht, weil 90° ist kein stumpfer, sondern
ein rechter Winkel. Stumpfe Winkel sind größer als 90°.
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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -524-

Nebenwinkel
Aufgabe:
Zeichne eine Gerade und eine Strecke, die die Gerade schneidet, aber nicht senkrecht. Miss
nun die Winkel, was ist dein Ergebnis.

Lösung:
Dein Ergebnis ist:
Beide Winkel ergeben zusammen 180°. Die Begründung ist hier ganz einfach:
Die beiden Winkel ergeben einen gestreckten Winkel und ein gestreckter Winkel hat 180°.

180 °

120 ° 60 °

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -525-

Scheitelwinkel

Aufgabe:

Zeichne eine Gerade g durch die Punkte A und B. Zeichne einen Mittelpunkt M von A und B.
Zeichne nun einen Punkt C der nicht auf der Geraden g liegt und zeichne die Strecke MC und
zeichne eine Gerade h durch die beiden Punkte C und M. Nun zeichne einen Punkt D, der so
auf h liegt, dass M zwischen C und D ist. Miss nun die Winkel AMC und BMD und bezeichne
sie mit α und β.
Was ist dein Ergebnis?

Lösung:
Dein Ergebnis muss lauten:
Die beiden gemessenen Winkel sind gleich groß.
Die Winkel heißen Scheitelwinkel. Sie sind gleich groß.

57 ° 57 °

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -526-

Stufen und Wechselwinkel


Stufen und Wechselwinkel sind gleich groß. Diese Aussage stimmt nicht ganz. Sie sind zwar
gleich groß, aber sie sind nur an Parallelen gleich groß. Wenn g und h nicht parallel sind, sind
auch die Stufen und Wechselwinkel gleich groß.

128 °

128 °

128 °

Zusammefassung:

1. Nebenwinkel
Nebenwinkel ergeben zusammen addiert 180°, einen gestreckten Winkel, deshalb müssen
die Winkel immer an Geraden liegen.
2.Wechselwinkel
Wechselwinkel sind gleich groß, aber nicht immer, sie sind nur an Parallelen gleich groß. Das
heißt: Wechselwinkel müssen immer an Parallelen sein, damit sie gleich groß sind.
3. Stufenwinkel
Für die Stufenwinkel gilt das selbe, sie sind nur an Parallelen gleich groß. Sie müssen also an
Parallelen liegen.

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -527-

2. Dreieck
Die drei Mittelsenkrechten eines Dreiecks schneiden sich in einem Punkt M. Er ist der
Mittelpunkt des Umkreises.
Die drei Winkelhalbierenden eines Dreiecks schneiden sich in einem Punkt K. Er ist der
Mittelpunkt des Innenkreises.

Die drei Höhen eines Dreiecks oder ihre Verlängerungen schneiden sich in einem Punkt H.
Die drei Seitenhalbierenden eines Dreiecks schneiden sich in einem Punkt S. Der Punkt S
heißt Schwerpunkt des Dreiecks. Er teilt jede Seitenhalbierende im Verhältnis 2:1 .

Dreiecke sind kongruent, wenn sie übereinstimmen in

- den Länge der drei Seiten (SSS)


- der Länge einer Seite und den Beträgen der beiden anliegenden Winkel (WSW)
- den Längen zweier Seiten und im Betrag des Winkels, der von ihnen eingeschlossen wird
(SWS)
- den Längen zweier Seiten und im Betrag des Winkels, der der längeren Seiten gegenüber
liegt (SSWg)

Im gleichschenkligen Dreieck sind die Basiswinkel gleich groß.


Sind in einem Dreieck zwei Winkel gleich groß, so ist das Dreieck gleichschenklig.

Im gleichseitigen Dreieck sind alle Winkel gleich groß.


Sind in einem Dreieck alle Winkel gleich groß, so ist das Dreieck gleichseitig.

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -528-

Gleichschenkliges Dreieck

Die untere Seite ist die Basisseite die anderen 2 nennen sich Schenkel. In einem
gleichschenkligen Dreieck sind 2 Winkel gleich groß, die Basiswinkel. Das heißt: Man muss
nur einen Winkel kennen und kann man alle Winkel bestimmen, weil in jedem Dreieck ergibt
die Summe der Innenwinkel 180°. Beispiel:

α = 70° α und β sind Basiswinkel


β =x
γ =c

α = 70°=β
Nun können wir ß bestimmen, wir wissen nämlich, dass α = 70° ist.
Also ist β =70°. Wir wissen auch, dass die Summe der Innenwinkel
180° ist. Nun müssen wir also die beiden Basiswinkel addieren
und diese Summe von 180° subtrahieren.
Stellen wir also eine Gleichung auf:
180°-(70° • 2)=γ
oder
180°-(70°+70°)=γ
Beide Gleichungen führen zum gleichen Ergebnis:
180°-(70° • 2)=γ
180°-140°=γ
40°=γ
180°-(70°+70°)=γ
180°-140°=γ
40°=γ
Also gilt:
α = 70°=β
β = 70°
γ = 40°
Unser Ergebnis ist:
1. Die Basiswinkel in einem gleichschenkligen Dreieck sind gleich groß.
2. Die Summe der Innenwinkel in einem gleichschenkligen Dreieck beträgt immer 180°
3. Wir brauchen nur einen Winkel wissen, dann können wir in einem gleichschenkligen
Dreieck alle Winkel bestimmen.
Der Punkt 3 gilt auch wenn wir kein Basiswinkel wissen. Dann rechnet man nämlich
(180°- α ):2. Das Ergebnis ist dann ein Basiswinkel.
Mathematik – Buch / 6. Geometrie -529-

Wir nehmen an:


α =40°
β =x
γ =y
Wir rechnen:
(180°-40°):2=70°.
Also gilt:
α =40°, β =70° und γ =70
β und γ sind nämlich Basiswinkel

128 ° 24 °
28 °

24 °
28 °

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -530-

Winkelsumme in n-Ecken
Winkelsumme in Dreiecken
Unsere Behauptung lautet:
Die Winkelsumme in jedem Dreieck beträgt 180°.
Jetzt müssen wir unsere Begründung nur noch beweisen. Wir zeichnen einfach mal ein
Dreieck:

Wir schreiben unsere Vermutung neben dem Dreieck:


α+β+γ=180°.
Als erstes zeichnen wir eine Parallele zu der Basis:

128 ° 24 °
28 °

24 °
28 °

Wir können nun die Wechselwinkel von α und β bestimmen. Sie sind nämlich genau so groß
wie α 1 und β1. Wir sehen, wenn wir alle Winkel eingetragen haben, ergibt α 1+β1+γ=180°,
also muss α+β+γ=180° auch sein, weil α und α1 sind Wechselwinkel an Parallelen und β und
β1 sind auch Wechselwinkel, also gleich groß. Es gilt:
α=α1 und
β =β 1
Wir fassen unser Ergebnis noch einmal zusammen:
Zuerst zeichnen wir ein Dreieck. Nun zeichnen wir eine Parallele zu der Basis des Dreiecks.
Jetzt messen wir alle Winkel. Wir sehen die an der Parallelen liegenden Winkel ergeben
zusammen 180°. Deswegen muss auch die Summe der Innenwinkel in einem Dreieck 180°
sein, weil α=α1 und β=β1.
Mathematik – Buch / 6. Geometrie -531-

Winkelsumme in Dreiecken -
Zusammenfassung
Unsere Behauptung ist, dass die Summe der Innenwinkel in einem Dreieck 180° betragen.
Dieses ist aber nur eine Vermutung. Wie können wir dieses Aussage beweisen?. Ganz
einfach:
1. Wir zeichnen ein Dreieck
C

A B

2. Wir zeichnen eine Parallele zu der Basis.


Nun bestimmen wir alle Winkel
C

B
A

Uns fällt auf, dass α und α1 Wechselwinkel sind und β und β1 sind auch Wechselwinkel.
3. Nun fällt uns auf, dass α1+β1+γ=180°
4. Wenn wir jetzt weiter denken, sehen wir, dass α+β+γ=180° sind, da
α=α1 und β=β1 sind.
Ergebnis:
Die Summe der Innenwinkel in einem Dreieck ergeben 180°, da α1+β1+γ=180° sind muss
auch α+β+γ=180° sein, da α=α1 und β=β1 sind.

Winkelsumme in n-Ecken
Wie ist es aber in einem 4-Eck?
1. Wir zeichnen ein 4-Eck mit der Diagonale AC
C
D B

A
2. Nun schauen wir uns das 4-Eck genauer an:
Wir sehen, wenn wir die Diagonale AC zeichnen erhalten wir 2-Dreiecke und wir
wissen, dass in jedem Dreieck die Summe der Innenwinkel 180° beträgt. Wir haben
also 2-Dreiecke, also müssen wir 2 • 180° rechnen dieses ergibt dann:
2 • 180°=360°. Also ist die Summe der Innenwinkel in einem 4-Eck 360°.
Ergebnis:
Wir müssen uns das n-Eck genauer anschauen und zerlegen es dann in n-Dreiecke
oder in n-Vierecke. Wenn wir die Anzahl wissen, müssen wir nur noch n • 180° oder
n • 360° rechnen. Dafür gibt es natürlich auch eine Formel sie lautet:
(n-2) • 180°. Sie bedeutet:
Wenn man die Ecken des n-Ecks um 2 vermindert und dieses Ergebnis mit 180°
multipliziert, erhält man die Summe der Innenwinkel.

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -534-

3. Viereck
In dem Schema sind die Vierecke nach der Anzahl der zur Konstruktion erforderlichen
Bestimmungsstücke geordnet, sie nimmt von oben nach unten ab. Dagegen nimmt die Anzahl
der speziellen Eigenschaften von oben nach unten zu.

(Bild aus dem Schulbuch Mathematik 10 westermann-Verlag)


Mache ich noch mal selber!

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -535-

4. Flächenberechnung von Drei- und Vierecken:


Hier alle Formeln, mit denen man den Flächeninhalt von Dreiecken und verschiedenen
Vierecken berechnen kann.

Dreieck:

A= ½ • g • h

Parallelogramm

A=g • h

Raute

A=g • h= ½ • e • f

Trapez

A= ½ (a+c) • h

Drachenviereck

A= ½ • e • f

(Bilder folgen)

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -536-

5. Strahlensätze
1. Strahlensatz:

C C’
Z

B B’

Wenn 2 Strahlen, die von einem Punkt Z ausgehen, von 2 parallelen Geraden geschnitten
werden, dann gilt:
Die Abschnitte auf dem einen Strahl und die entsprechenden Abschnitte auf dem anderen
Strahl haben das gleiche Streckenverhältnis. Das heißt, es gilt:

ZB' ZC'
= und auch:
ZB ZC
BB' CC'
=
ZB ZC

Beipsiele:

E D
A

B C

ZC ZD
= und auch:
ZB ZE
BC DE
=
ZB ZE

Z W
X

Y V

XV YW
= und auch:
XY XZ
YV ZW
=
XY XZ
Mathematik – Buch / 6. Geometrie -537-

Strahlensatzfigur
A’ B’

A B

Werden 2 Strahlen, die von einem Punkt ausgehen, von 2 Parallelen geschnitten,

1. Strahlensatz:

so verhalten sich die Abschnitte auf dem einen Strahl wie die entsprechenden Abschnitte auf
dem anderen Strahl.

a)

ZA ZA'
=
AB A'B'

b)

ZA ZA'
=
ZB ZB'

Eine gute Regel zum Merken ist:

Lang Lang
=
Kurz Kurz

2. Strahlensatz:

so verhalten sich die parallelen Abschnitte wie die entsprechenden Scheitelabschnitte auf dem
einen Strahl (oder dem anderen Strahl).

AA' ZA
=
BB' ZB

Beim 2. Strahlensatz ist es ja fast das gleiche, aber hier werden auch die Abschnitte auf den
Parallelen betrachtet... 

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -538-

Berechnung von Strecken mit Hilfe der Strahlensätze:

a)

D C
1,6 m 2,4 m
Z
4,8 cm A B

1,6 x
= | 4,8
2,4 4,8
1,6  4,8
x
2,4
x  3, 2cm

b)

A’ B’
32 45 m
Z
A B

40 m 35 m

40 32
= | x
35 x
40  x
32  | 35
35
32  35  40  x |: 40
32  35
x
40
x  28

x 40
= | 45
45 75
40  45
x
75
x  24

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -539-

c)

Z
800m h

2000m

3000m

800m 2000m
= | h
h 3000m
2000m  h
800m  | 3000m
3000m
800m  3000  2000  h |: 2000
800m  3000
h
2000
h  1200m

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -540-

Strahlensätze:

b 2

-3 -2 -1 a1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
-1 a*b

-2

1. Strahlensatz:

a 1
= | b
x0 b
a b
 1| x 0
x0
x0  a  b

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -541-

Strahlensätze mit einer Punktspiegelung oder Achsenspiegelung verbunden:

Immer wieder treten solche Strahlensatzfiguren auf... Aber auch hier kann man die
Strahlensätze sehr leicht anwenden und die fehlenden Strecken berechnen...
Solche Figuren entstehen entweder durch eine Punktspiegelung oder durch eine
Achsenspiegelung... Um bei solchen Figuren die Strahlensätze anwenden zu können, müsst
ihr einfach nur die Spiegelung „rückgängig“ machen... 

B'

Punktspiegelung

A'

Punktspiegelung

Achsenspiegelung

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -542-

Aufgaben zum Verfestigen dieses Themas:


1) Wende die Strahlensätze an und berechne die fehlenden Strecken.

e c
Z

d a

Lösung:
1. Strahlensatz:
e d
=
a c

a)

10 9
=
e 5
e=5,5 m

f 5,5
=
a 10
f=4,4 m

b)

a 15
=
10 8
a=18,75 m

f 10
=
20 18,75
f=16,6 m

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -543-
c)
15 d
=
30 25
d=12,5
35 25
=
e 12,5
e=17,5
d)
20 12
=
36 c
c=21 m
40 21
=
e 12
e=22 m
e)
10 12
=
b 20
b=16,6 m
f)
f 2
=
b 3
2b
f=
3

Zusammenfassung der Ergebnisse:

a b c d e f

a) 10 m 8m 9m 5m 5, 5 m 4,26 m

b) 18,75 m 20 m 15 m 8m 10 m 10,6 m

c) 35 m 30 m 25 m 12,5 m 17,5 m 15 m

d) 40 m 36m 21,6 m 12 m 22,2 m 20 m

e) 20 m 16,6 m 15 m 9m 12 m 10 m

f) 30 m 2b/3 m 20 m 15 m 20 m 2/3bf m
Mathematik – Buch / 6. Geometrie -544-

1) Wende die Strahlensätze an und berechne die fehlenden Strecken.

Lösung:

1. Strahlensatz:

C'

x
C
y
Z
z c

a
B
b
B'

ZB' ZC'
=
ZB ZC
Und auch:
BB' CC'
=
ZB ZC
Oder mit a, b, c, x, y, z geschrieben:

a+b = x+y
a y
Und auch:

b=x
a y
Wenn ... fehlt Berechung für ... (Die Längen für die anderen Strecken sind
gegeben)
a a+b = x+y
a y
b b=x
a y
c Geht nicht. (2. Strahlensatz)
x b = x ; a+b = x+y
a y a y
y b = x ; a+b = x+y
a y a y
z Geht nicht. (2. Strahlensatz)
Mathematik – Buch / 6. Geometrie -545-

Beispiel:

C'

x
C
y
Z
z c

a
B
b
B'

a b c x y z

a) 30 m 60 m 90 m

b) 20 m 60 m 80 m

c) 50 m 150 m 200 m

d) 30 m 90 m 120 m

1) Berechne die Werte für die roten Kästchen.

Lösung:
a)

a+b = x+y
a y

a+30 = 150 |*a


a 90

a+30 = 150a |*90


90
90a+2700=150a |-90a
2700=60a | :60
a=45
Mathematik – Buch / 6. Geometrie -546-

b)

b=x
a y

b = 60 |*20
20 80

b=15

c)

b = x ; a+b = x+y
a y a y

150 = x__ |*200


50 200

x=600

d)

b = x ; a+b = x+y
a y a y

90 = 120 |*y
30 y

3y=120 | :3
y=40

Zusammenfassung der Ergebnisse:


a b c x y z

a) 45 m 30 m 60 m 90 m

b) 20 m 15 m 60 m 80 m

c) 50 m 150 m 600 m 200 m

d) 30 m 90 m 120 m 40 m
Mathematik – Buch / 6. Geometrie -547-

2. Strahlensatz:

C'

x
C
y
Z
z c

a
B
b
B'

ZB' B'C'
=
ZB BC
Oder mit a, b, c, d, x, y, z geschrieben:
a+b c
=
a z

Wenn ... fehlt Berechung für ... (Die Längen für die anderen Strecken sind
gegeben)
a a+b = c
a z
b a+b = c
a z
c a+b = c
a z
x Geht nicht. (1. Strahlensatz)
y Geht nicht. (1. Strahlensatz)
z a+b = c
a z

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -548-

Beispiel:

C'

x
C
y
Z
z c

a
B
b
B'

a b c x y z

a) 30 m 90 m 120 m

b) 20 m 80 m 160 m

c) 50 m 150 m 200 m

d) 30 m 90 m 120 m

1) Berechne die Werte für die roten Kästchen.

Lösung:

a)

a+b = c
a z

a+30 = 90 |*a
a 120

a+30 = 90a |*120


120
120a+3600=90a |-120a
3600=-30a |:(-30)
a=-120
Mathematik – Buch / 6. Geometrie -549-

b)

a+b = c
a z

20+b = 80 |*20
20 160

20+b = 10 |-20
b=-10
Wie ihr bei a) und b) seht, sind die Aufgaben nicht lösbar, weil
es keine negative Streckenangaben gibt, zu mindestens nicht in
den Klassen 1-10.

c)
a+b = c
a z

200 = c__ |*200


50 200

c=800
d)

a+b = c
a z

120 = 120 |*z


30 z

120z = 120 |*30


30

120z = 3600 |:120


z=30
Zusammenfassung der Ergebnisse:

a b c x y z

a) -120 m 30 m 90 m 120 m

b) 20 m -10 m 80 m 160 m

c) 50 m 150 m 800 m 200 m

d) 30 m 90 m 120 m 30 m
Mathematik – Buch / 6. Geometrie -550-

Strahlensätze durch Punktspiegelung:


Vorgehensweise:

z
c Z

a y

b
x

Wenn man so eine Figur hat, kann man sie durch Punktspiegelung genau so umführen, dass
man die beiden Strahlensätze anwenden kann und die gewohnte Strahlensatzfigur bekommt.

b'
c Z

a a' y

b c'

Dies kann man auch machen, wenn man die Strecken x, y, z auf die andere Seite bringen will.

Jetzt kann man wieder die Strahlensätze ganz gewohnt anwenden. ☺

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -551-

1. Strahlensatz:

C'

x
C
y
Z
z c

a
B
b
B'

ZB' ZC'
=
ZB ZC
Und auch:
BB' CC'
=
ZB ZC
Oder mit a, b, c, x, y, z geschrieben:

a+b = x+y
a y

Und auch:

b=x
a y

Wenn ... fehlt Berechung für ... (Die Längen für die anderen Strecken sind
gegeben)
a a+b = x+y
a y
b b=x
a y
c Geht nicht. (2. Strahlensatz)
x b = x ; a+b = x+y
a y a y
y b = x ; a+b = x+y
a y a y
z Geht nicht. (2. Strahlensatz)
Mathematik – Buch / 6. Geometrie -552-

Beispiel:

C'

x
C
y
Z
z c

a
B
b
B'

a b c x y z

a) 30 m 60 m 90 m

b) 20 m 60 m 80 m

c) 50 m 150 m 200 m

d) 30 m 90 m 120 m

1) Berechne die Werte für die roten Kästchen.

Lösung:

a)

a+b = x+y
a y

a+30 = 150 |*a


a 90

a+30 = 150a |*90


90

90a+2700=150a |-90a
2700=60a | :60
a=45
Mathematik – Buch / 6. Geometrie -553-

b)

b=x
a y

b = 60 |*20
20 80

b=15

c)

b = x ; a+b = x+y
a y a y

150 = x__ |*200


50 200

x=600

d)

b = x ; a+b = x+y
a y a y

90 = 120 |*y
30 y

3y=120 | :3
y=40

a b c x y z

a) 45 m 30 m 60 m 90 m

b) 20 m 15 m 60 m 80 m

c) 50 m 150 m 600 m 200 m

d) 30 m 90 m 120 m 40 m

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -554-

2. Strahlensatz:

C'

x
C
y
Z
z c

a
B
b
B'

ZB' B'C'
=
ZB BC
Oder mit a, b, c, d, x, y, z geschrieben:
a+b c
=
a z

Wenn ... fehlt Berechung für ... (Die Längen für die anderen Strecken sind
gegeben)
a a+b = c
a z
b a+b = c
a z
c a+b = c
a z
x Geht nicht. (1. Strahlensatz)
y Geht nicht. (1. Strahlensatz)
z a+b = c
a z

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -555-

Beispiel:

C'

x
C
y
Z
z c

a
B
b
B'

a b c x y z

a) 30 m 90 m 120 m

b) 20 m 80 m 160 m

c) 50 m 150 m 200 m

d) 30 m 90 m 120 m

1) Berechne die Werte für die roten Kästchen.

Lösung:

a)

a+b = c
a z

a+30 = 90 |*a
a 120

a+30 = 90a |*120


120

120a+3600=90a |-120a
3600=-30a |:(-30)
a=-120

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -556-

b)

a+b = c
a z

20+b = 80 |*20
20 160

20+b = 10 |-20
b=-10

c)

a+b = c
a z

200 = c__ |*200


50 200

c=800

d)

a+b = c
a z

120 = 120 |*z


30 z

120z = 120 |*30


30

120z = 3600 |:120


z=30

a b c x y z

a) -120 30 m 90 m 120 m
(nicht
möglich)
b) 20 m -10 (nicht 80 m 160 m
möglich)
c) 50 m 150 m 800 m 200 m

d) 30 m 90 m 120 m 30 m
Mathematik – Buch / 6. Geometrie -568-

Vorgehensweise bei einer Zentrischen


Streckung
1. Zeichne eine Strecke mit dem Streckfaktor k=5/3, bei der Strecke:

Vorgehensweise:

1. Zuerst zeichnet man einen Hilfsstrahl mit dem Anfangspunkt Z.

2. Dann zeichnet man auf dem Hilfsstrahl das Streckenverhältnis 5/3 ein. Ab dem Punkt Z
5 Einheiten und ab dem entstandenen Punkt B 3 Einheiten bis zum entstandenen Punkt B’.

Z
B B'
5Einheiten 3Einheiten

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -569-

3. Dann verbindet man A mit B und zeichnet eine Parallele zu Der Strecke AB durch B’.
Dies darf man nach den Strahlensätzen.

A'
A

Z
B B'
5Einheiten 3Einheiten

Dann hat man bei der Strecke ZA’ einen Streckfaktor von 5/3 erreicht.

ZB = 5
BB’ 3

Und

ZA = 5
AA’ 3

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -570-

Aufgabe:

2. Zeichne eine Strecke mit dem Streckfaktor ¾ , bei der Strecke:

Lösung:

Vorgehensweise:

1. Zuerst zeichnet man einen Hilfsstrahl mit dem Anfangspunkt Z.

2. Dann zeichnet man auf dem Hilfsstrahl das Streckenverhältnis ¾ ein. Ab dem Punkt Z
zeichnet man 3 Einheiten und ab dem Punkt Z 4 Einheiten ein.

Z
3Einheiten
4Einheiten

3. Dann verbindet man A mit dem Punkt bei 4 Einheiten B und zeichnet eine Parallele zu der
Strecke AB den Punkt mit den 3 Einheiten B’.
Dies darf man nach den Strahlensätzen.

A
A'

Z
3Einheiten B' B
4Einheiten

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -571-

Dann hat man bei der Strecke ZA’ einen Streckfaktor von ¾ erreicht.

ZB = 4
ZB’ 3

Und

ZA = 4
ZA’ 3

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -572-

2) Zeichne eine zentrische Streckung mit dem Streckfaktor k=3/8, bei der Strecke:

Lösung:

Hilfsstrahl zeichnen:

k=3/8 antragen.

A'
Z

B' B

Bezeichnungen:

A wird als Urbild bezeichnet.


A’ wird als Bild bezeichnet.
Z ist das Streckzentrum.
k ist der Streckfaktor.

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -573-

Konstruktionsbeschreibung:
Gegeben: Strahl mit Anfangspunkt Z und ein beliebiger Punkt A auf diesem Strahl.

1. Hilfsstrahl von Z ausgehend, eingeteilt in gleichmäßige Abschnitte (1 cm).

2. Eine Gerade durch Punkt A (Urbild) und die entsprechenden cm-Markierung


(hier:8 Nenner von k) auf dem Hilfsstrahl zeichnen.

Z
B

3. Parallele zu der in 2. gezeichneten Gerade durch die entsprechenden cm-Markierung


(hier:3 Zähler von k).

Z
B

4. Schnittpunkt der Parallele mit dem Ausgangspunkt ist A’ (Bildpunkt).

A'
Z

B' B

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -574-

2) Zeichne eine zentrische Streckung mit dem Streckfaktor k=1,75, bei der Strecke:

Lösung:

Hilfsstrahl zeichnen:

Man wandelt die Dezimalzahl 1,75 aber erst mal in einen Bruch um:
1,75=7/4

k=7/4 antragen.

A'

A
Z

B B'

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -575-

3. Zeichne eine zentrische Streckung mit dem Streckfaktor k=1, k=-1; k=- ¾ bei der Strecke:

Lösung:

k=1

A'

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -576-

Zentrische Streckung mit negativem


Streckfaktor
k=-1

A'

k=- ¾

A'

A’ ist im negativen Bereich, weil - ¾= -3 und dann trägt man –3 links von Z ein.
4

k=- ½

Z
B'

A'
B

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -577-

Aufgaben zum Verfestigen:

1) Bestimme die Koordinaten der Bildpunkt P, Q, R.

Z (0; 0) P (4; 2)

Q (2; 4) R (6; 4)

1. k=3/2
2. k=-3/2
Lösung:
7
Q' R'
6

5
Q
4 R

3
P'
P
2

1
Z

5 -4 -3 -2 -1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
-1
P'' R''
-2

-3

Q'' -4

-5

1.

P’ (6 ; 3)
Q’ (3 ; 6)
R’ (9 ; 6)

2.

P’’ (-6 ; -3)


Q’’ (-3 ; -6)
R’’ (-9 ; -6)
Mathematik – Buch / 6. Geometrie -578-

Vergleich von verschiedenen Streckfaktoren k


1. k=1:
A=A’; Abbildung auf sich selbst.

2. 0<k<1:
Bildpunkt zwischen Z und Urbild ZA’<ZA

3. k=3/8; k>1:
ZA’>ZA

4. k=-2/3; k<1
Urbild und Bild auf verschiedenen Seiten von Z.

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -579-

Auswirkung vom Streckfaktor k


Auswirkung vom Streckfaktor k:

1. k=1: A’=A A'


Z
A
Abbildung auf sich selbst

2. 0<k<1: Bild (A’) liegt zwischen Z und Urbild (A)


Streckenvergleich: ZA’<ZA Verkleinerung
Z A' A

3. k>0: Bild (A’) und Urbild (A) liegen auf verschiedenen Seiten von Z.

A' Z A

4. k>1: Bild (A’) liegt „hinter“ dem Urbild (A).


Streckenvergleich: ZA’>ZA
Z A A'

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -580-

Berechnung vom Streckfaktor k


Z (0; 0); P (3; 2); P’ (-3; -2)
Q (4 ; 2) ; Q’ (10 ; 5)

Berechne, ohne zu zeichnen, den Streckfaktor k.

-3 = -1 ; -2 =-1
3 2

10 = 2,5; 5 = 2,5
4 2

Aufgabe:

11
C'
10

6
C
5

3
A' B'
2
A B
1
Z
1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
-1

Lösung:

A1=4 cm2

A2=16 cm2

A2=k2 • A1

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -581-

Flächeninhalt:

1. Zeichne ein Quadrat mit der Seitenlänge 6 cm. Führe eine zentrische Streckung mit dem
Streckfaktor k=2 durch.
13
D' C'
12

11

10

7
D C
6

3 6.708 cm 6.708 cm

1
A' A Z B B'

-4 -3 -2 -1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
-1

A1=36 cm²
A2=144 cm²

k=2

A2 = 2²
A1

144 = 4
36

A2 = k²
A1

A2=k² • A1

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -582-

Aufgaben mit Lösungen :

Z (-1; -1); P (2; 0); P’ (-4; -2)

1
P

-5 -4 -3 -2 -1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
Z -1
P'
-2

ZP’ = k
ZP

k=-1

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -583-

k=-3
8

7
3.162 cm
6
C
5

4
1.414 cm 3

2
A B
1
Z
0 -9 -8 -7 -6 -5 -4 -3 -2 -1 1 2 3 4 5 6 7 8
-1

-2
B' A'
-3

-4

-5

-6

-7

-8

-9

-10

-11

-12

-13

-14
C'
-15

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -584-

A1=4 cm2
A2=36 cm2

36 cm2 = 9
4 cm2

1 :9

oder

9 :1

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -585-

k= ½

7
C
D 6

4
D' C'
3

1
A' B'

-1 A 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
Z B
-1

k=3/2

12

11

10
C'
D' 9

7
D C
6

1
A' B'
A Z B
9 -8 -7 -6 -5 -4 -3 -2 -1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18
-1

-2

-3

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -586-

b)

k= ½

A=9 cm2

k=3/2

A=81 cm2

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -587-

4) Konstruiere die Bildstrecke.

Lösung:

A’B’C’ mit k=2 und


A’’B’’C’’ mit k= ½

Gegeben:

Z (-6; 0)
A (-2; 0)
B (0; -2)
C (0; 4)

C 4

1
Z A
7 -6 -5 -4 -3 -2 -1 1 2 3 4 5 6 7
-1
B -2

A’B’C’

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -588-

k=2

9
C'
8

5
C 4

1
Z A A'

-6 -5 -4 -3 -2 -1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
-1
B -2

-3
B'
-4

A’’B’’C’’

k= ½

C 4

3
C''
2

1
Z A'' A
-6 -5 -4 -3 -2 -1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
-1
B''
B -2

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -589-

9
C'
8

C 4

3
C''
2

1
Z A'' A A'

-6 -5 -4 -3 -2 -1 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
-1
B''
B -2

-3
B'
-4

Miss die Winkel und die Streckenlängen von den Dreiecken ABC, A’B’C’ und A’’B’’C’’.

ABC:

a=108°
ß=45°
y=27°

a=6 cm
b=4,4 cm
c=2,8 cm

A’B’C’:

a=108°
ß=45°
y=27°

a=12 cm
b=8,8 cm
c=5,6 cm

A’’B’’C’’:

a=108°
ß=45°
y=27°

a=3 cm
b=2,2 cm
c=1,4 cm

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -590-

Eigenschaften der zentrischen Streckung:


1. Das Bild einer Geraden ist eine Gerade
Das Bild eines Dreiecks ist ein Dreieck.

2. Das Bild einer Geraden (Strecke, Strahl) ist parallel zum Urbild.

3. Das Bild eines Winkels ist ein gleich großer Winkel.

4. Das Streckenverhältnis Länge der Bildstrecke___ ist gleich dem Betrag des Streckfaktors k.
Länger der Urbildstrecke

5. Die Streckenlänge des Bildes ist abhängig vom Streckfaktor k.


Die Streckenlänge des Urbildes multipliziert mit dem Streckfaktor k ergibt die Streckenlänge
der Bildstrecke.

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -591-

Aufgaben mit Lösungen:

a)
A Urbild A Urbild

k=2 36 cm2 9 cm2


6 cm • 6 3 cm • 3 cm
cm
k=-3 36 cm2 81 cm2
6 cm • 6 9 cm • 9 cm
cm

Quadrat:

A=a2

A Bild=A Urbild • k2
( ½ )2 • 36 cm2=9 cm2
(3/2)2 • 36 cm2=81 cm2

26)

a)

A Urbild A Urbild

k=2 4 cm2 16 cm2 1:4

k=-3 4 cm2 36 cm2 1:9

Dreieck:

A=g+h/2

A Bild=A Urbild • k2
22 • 4 cm2=16 cm2
-32 • 4 cm2=36 cm2

A Bild=A Urbild • k2

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -592-

Beweis:

Länge Bildstrecke___ = |k| a’ = |k|


Länge Urbildstrecke a

Quadrat A Urbild=a2

A Bild=k • a’ • k • a’
• k2

A Bild=k2 • a’2

A=a • k • a • k

A Urbild=a2 • k2

A Bild=k2 • A Urbild

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -593-
Zentrische Streckungen
Gegeben:

k=2,5

A A’ B B’

AA’=6 cm; AB’=10 cm; ZB=3 cm

Gesucht:

Länge von BB’; AB; ZA’

BB’:

ZB*k=ZB’ ZB • k 3 cm*5/2=7,5 cm ZB’=7,5 cm

ZB’ • ZB=BB’
7,5 cm-3 cm=4,5 cm
BB’=4,5 cm

B
3.000 cm
4.500 cm B'

7.500 cm

AB:

1. Möglichkeit:

AB’+BB’=AB

10 cm+4,5 cm=14,5 cm

Z
B B' A
3.000 cm 4.500 cm

7.500 cm 10.000 cm

AB=14,5 cm
Mathematik – Buch / 6. Geometrie -594-

2. Möglichkeit:

10-ZB’=ZA

10-7,5 cm=2,5 cm

ZA+ZB=AB

2,5 cm+3 cm=5,5 cm

A Z B B'
2.500 cm 4.500 cm
3.000 cm

7.500 cm
5.500 cm

AB=5,5 cm

AB=14,5 cm
AB=5,5 cm

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -595-

ZA’:

1. Möglichkeit:

ZB+AB=ZA

3 cm+14,5 cm=17,5 cm

ZA • 2,5=ZA’

17,5 cm • 2,5=43,75 cm

Z B B' A'

2. Möglichkeit:

ZA • 2,5=ZA’

2,5 • 2,5=7,25

ZA’=7,25

A' A Z B B'
2.500 cm 3.000 cm 4.500 cm

7.250 cm
7.500 cm
5.500 cm

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -596-

1. Zeichne die Punkte und führe eine zentrische Streckung durch.

Z (-2; -3)
P (-1; -1)

k=3

Zeichnerisch:

4 P'
3

-3 -2 -1 1 2 3
-1
P
-2

-3
Z
-4

Konstruktionsbeschreibung:

Gegeben: Strahl mit Anfangspunkt Z und ein beliebiger Punkt A auf diesem Strahl.

1. Hilfsstrahl von Z ausgehend, eingeteilt in gleichmäßige Abschnitte (1 cm).

2. Eine Gerade durch Punkt A (Urbild) und die entsprechenden cm-Markierung


(hier:8 Nenner von k) auf dem Hilfsstrahl zeichnen.

Z
B

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -597-

3. Parallele zu der in 2. gezeichneten Gerade durch die entsprechenden cm-Markierung


(hier:3 Zähler von k).

Z
B

4. Schnittpunkt der Parallele mit dem Ausgangspunkt ist A’ (Bildpunkt).

A'
Z

B' B

Rechnerisch:

Z (-2; -3) +(2; 3) Z (0; 0)

P (-1; -1) +(2; 3) P (1; 2) • k=P’(3; 6) -(2; 3) P’(1; 3)

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -598-

2.

Z (2; 1)
R(-1; 2)
Q (1; 1)

k=2

Zeichnerisch:
4
R'
3
R
2

Q' 1
Q Z

-4 -3 -2 -1 1 2 3 4
-1

Rechnerisch:

Z (2; 1) -(2; 1) Z (0; 0)

R (-1; 2) -(2; 1) R (-3; 1) • k=R (-6; 2) -(2; 3) R’(-4; 3)

Q (1; 1) -(2; 1) Q (-1; 0) • k=Q (-2 ; 0) -(2; 3) Q’ (0 ; 1)

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -599-

Z (2; 4)
A (-3; 3)
B (4; -2)

1) k= ¾
2) k=- ¼

1) und 2)

Zeichnerisch:
6
B''
5
Z A''
4
A'
A 3

4 -3 -2 -1 1 2 3 4 5 6 7
-1 B'

-2
B
-3

Rechnerisch:

1)

Z (2;4) -(2; 4) Z (0; 0)

A (-3; -3) -(2; 4) A (-5; -1) • k=A (-3,75; - ¾ ) +(2; 4) A’(-1,75; -3 ¼ )

A (-3; 3) -(2; 4) A (-5; -1) • k=A (1,25; ¼ ) +(2; 4) A’’(3,25; 4,25)

2)

Z (2;4) -(2; 4) Z (0; 0)

B (4; -2) -(2; 4) B (2; -6) • k=B (1,5; -4,5) +(2; 4) B’(3,5; - ½ )

B (4; -2) -(2; 4) B (2; -6) • k=B (-0,5; 1,5) +(2; 4) B’’ (1,5; 5,5)
Mathematik – Buch / 6. Geometrie -600-

2)

a)

A' D''
C C''
B' D

C' D' A B
A'' B''

1)

k=-2

2)

k=-1,5

3)

k=-3

k=k1 • k2

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -601-

Vermutung:

k=k1 • k2

Beweis:

1. Beide Streckungen gehen von dem selben Streckzentrum Z aus.

2. ZD’ = k1 ZD’=k1 • ZD
ZD

3. ZD’’ = k2 ZD’’=k2 • ZD’


ZD’

4. Einsetzen von 2 in 3:
ZD’’=k1 • k2 • ZD

5.

ZD’’=k1 • k2 • ZD
ZD’’ =k1 • k2 • ZD |:ZD
ZD’’ = k1 • k2
ZD

ZD’’ = k1*k2=k
ZD

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -602-

3
k1 =
2
2
k2 =
3
3 2
k= • = 1
2 3

Z C
C'' C'

A'' B''
A B
B'
A'

3)

a)

A’’B’’C’’ = ABC

k=k1 • k 2
3 2
k= • = 1
2 3
k=1

Abbildung auf sich selbst.

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -603-

Z P' P P'' P'''

k=k1 • k 2 • k3
3 2 5 5
k= • • =
2 3 3 4
5
k=
4

b)

Z P'' P P''' P'

c)

Z P'' P P''' P'

d)

P''' P'' Z P' P

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -604-

a)

B'' B' A'' A' Z A B

k=k1 • k 2
5 5
k=- • 1 = -
2 2
5
k=-
2

b)

Z
A'' A A' B B'' B'

k=k1 • k 2
1
k=2 • − = -1
2
k=-1

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -605-

Zentrische Streckungen mit Wurzeln

Z P

k= 2
2=1,414213562...

Es würde nur gehen, wenn die Strecke ZP eine Länge von 1 cm hätte, damit man die
Diagonale abtragen kann, da wir sonst die zentrische Streckung nur ungenau durchführen
könnten. Und die Diagonale eines Quadrates hat den Wert 2 .

Zentrische Streckungen an Kreisen


A

Z
M

Führe eine zentrische Streckung an dem Kreis durch mit dem Streckfaktor k= ½ .

Lösung:

A'
r
r'

Z M' M

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -606-

Beispiele:

Z P' P P'' P'''

k=k1 • k 2 • k3
1 3 5 5
k= • • =
2 2 3 4
5
k=
4

b)

Z P'' P P''' P'

c)

Z P'' P P''' P'

d)

P''' P'' Z P' P

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -607-

Erkenntnis:

a)

1 3 5
Wenn k1 = ; k 2 = ;k3 =
2 2 3
gilt: k=k1 • k 2 • k3
1 3 5 5
k= • • =
2 2 3 4
5
k=
4

b)

4 5
-2= • (- ) • 2
5 4
P an Z zentrisch gestreckt.
5 1 5
=2 • •
4 2 4

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -608-

a)

5
D C
4

1
Z

-7 -6 B' -5 -4 -3 -2 -1 A' A 1 2 3 4 B 5 6 7 8 9 10 11
-1

-2 A''
B''
-3

-4

-5

-6
D' C'
-7

-8
D'' C''
-9

Urbild:
A’ (0; 0)
B’ (-6; 0)
C’ (0; -6)
D’ (-6; -6)

Bild:
A’’ (5;-2)
B’’ (-1; -2)
C’’ (5; -8)
D’’ (-1; -8)

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -609-

b)

3
P
2

1
Q

-7 -6 -5 -4 -3 -2 -1 Z 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
-1

-2 Q'
-3

-4
Q''
P' -5

-6
P''
-7

Urbild:
P’ (-4,5; -4,5)
Q’ (3; -1,5)

Bild:
P’’ (0; -6,5)
Q’’ (8; -4)

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -610-

c)
8
C'' 7
6
A
5
4
A'
3
B
2
B''
B' 1

0 -9 -8 -7 -6 -5 -4 -3 -2 -1 Z 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
-1
A'' -2
-3
-4
C'
-5
-6
C
7

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -611-

2)

a)
C

C'

A A' Z B' B

b)

C'

A A'' A' Z B' B


B''

C''

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -612-

Verschiebung:
Beispiele:

1)

a)

5
D C
4

1
Z

-7 -6 B' -5 -4 -3 -2 -1 A' A 1 2 3 4 B 5 6 7 8 9 10 11
-1

-2 A''
B''
-3

-4

-5

-6
D' C'
-7

-8
D'' C''
-9

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -613-
Urbild:
A’ (0; 0)
B’ (-6; 0)
C’ (0; -6)
D’ (-6; -6)

Bild:
A’’ (5;-2)
B’’ (-1; -2)
C’’ (5; -8)
D’’ (-1; -8)

b)

3
P
2

1
Q

-7 -6 -5 -4 -3 -2 -1 Z 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
-1

-2 Q'
-3

-4
Q''
P' -5

-6
P''
-7

Urbild:
P’ (-4,5; -4,5)
Q’ (3; -1,5)

Bild:
P’’ (0; -6,5)
Q’’ (8; -4)
Man kann ganz klar eine Verschiebung der Strecken bzw. der Rechtecke durch eine
zentrische Streckung erkenne.
Mathematik – Buch / 6. Geometrie -614-
Drehung:

A B

Drehe die Strecke AB um 45° um Punkt A.

Lösung:

B'

A'
A B

im mathematisch positiver Richtung (gegen den Uhrzeigersinn)

Vorgehensweise:

1. Konstruiere die Strecke AB.

2. Dann schlägt man um A einen Kreisbogen mit dem Radius AB.

3. Zum Schluss zeichnet man einen Winkel von 45°. Der Schnittpunkt mit dem Kreisbogen ist
B’.

Hier kann man eine Drehung durch eine zentrische Streckung vernehmen.

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athematik – Buch / 6. Geometrie -615-

Spiegelung:
1)

a)
C

C'

A A' Z B' B

b)

C'

A A'' A' Z B' B


B''

C''

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -616-

An den Bildern erkennt man eine Spiegelung an der senkrechten Achse. Dies ist zugleich die
Spiegelachse.

Diese drei Beispiele sind so genannte Kongruenzabbildungen, was das genau ist, erfahrt ihr
auf der nächsten Seite! ☺

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -617-
Kongruenzabbildungen
Was sind alles Kongruenzabbildungen?

1. Punktspiegelung

2. Achsenspiegelung

3. Verschiebung

4. Drehung

Beispiele:

Punktspiegelung:

A S A'

4.365 cm 4.366 cm

1. Zuerst misst man den Abstand vom Bildpunkt zum Spiegelpunkt.

2. Dann trägt man diesen Abstand wieder gerade von dem Spiegelpunkt aus an.

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -618-

Achsenspiegelung:

3
C
D
2

1
A' B'
-2 -1 A 1 2B 3 4 5 6 7 8 9 10 11
-1
D' -2
C'
-3

1. Zuerst misst von z.B. von dem Punkt C den Abstand senkrecht zur Spiegelachse.

2. Dann trägt man diesen Abstand senkrecht an und hier ist der Bildpunkt C’.

Bildpunkt und Urbildpunkt haben den gleichen Abstand von der Spiegelachse.

Verschiebung:

Konstruktiv:

Verschiebung: 2 nach rechts, 4 nach unten

3
C 2nachrechts
D
2

1
4nachunten
-2 -1 A 1 2B 3 4 5 6 7 8 9 10 11
-1

-2 D'
C'
-3

-4
A' B'
-5

Rechnerisch:

A (2; 2) +(5; -4)


A’ (4; -2)

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -619-

Drehung:

A B

Drehe die Strecke AB um 45° um Punkt A.

B'

A'
A B

im mathematisch positiver Richtung (gegen den Uhrzeigersinn=

Vorgehensweise:

1. Konstruiere die Strecke AB.

2. Dann schlägt man um A einen Kreisbogen mit dem Radius AB.

3. Dann zeichnet man einen Winkel von 45°. Der Schnittpunkt mit dem Kreisbogen ist B’.

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -620-

Eigenschaften solch einer Zentrische Streckungen:

Größe wird verändert, die Form bleibt.

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -621-

Unterschied: Kongruenzabbildungen und zentrische Streckung


Figuren (Dreiecke, Vierecke ...) werden bestimmt durch:

1. Größe (Seitenlänge, Radius)

2. Form (Winkel, Parallele und senkrechte Seiten)

Kongruenzabbildungen:

Form und Größe der Figuren bleiben gleich.

Zentrische Streckungen:

Größe wird verändert (k=1; k=-1) und die Form bleibt gleich.

Zwei Figuren heißen ähnlich, wenn sie durch zentrische Streckungen, Kongruenzabbildungen
oder ihrer Verkettungen aufeinander abgebildet werden können.

Zentrische Streckungen, Kongruenzabbildungen und deren Verkettungen sind


Ähnlichkeitsabbildungen.

C C'

A B

A' B'

a’ = b’ = c’ =k
a b c

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -622-

Aufgaben mit Lösungen:

a)

C C''

A B A'' B''

y=y’’=70°

Weil die Summe der Winkel in einem Dreieck 180° ist:

180°-a-ß=y
180°-a’’-ß’’=y’’

180°-40°-70°=70°

b)

C''
C

A''
A B B''

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -623-

d)

C''
C

A''
A B B''

k=4/3

Beweis:

Weil man am Anfang 2 verschieden große Dreiecke zeichnet, stimmen sie in allen
Seitenlängen nicht überein, aber in 2 Winkeln. Weil man als k=A’’B’’/AB nimmt, sind das
Bilddreieck und A’’B’’C’’ kongruent. (Siehe auch Strahlensätze).

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -624-

Behauptungen mit Beweisen


Immer wieder müsst ihr in der Mathematik Behauptungen beweisen. Hier habe ich euch nun
einige Behauptungen aufgestellt. Die ihr mit den Erkenntnissen aus dem bisherigen
Geometrie-Kapitel eigentlich beweisen könnt. Probiert es einfach mal und wenn ihr nicht
weiter wisst, könnt ihr auch in die Lösung schauen... ☺

Sätze:

1. Wenn Dreiecke in den Verhältnissen der Längen entsprechender Winkel übereinstimmen,


dann sind sie ähnlich.

Beweis:

Das Verhältnis der Längen entsprechender Seiten sei k. Wir bilden das Dreieck ABC durch
zentrische Streckung mit dem Zentrum Z und dem Streckfaktor k ab. Das Bilddreieck
bezeichnen wir mit A’B’C’.
Nach der Konstruktion ist a’=k • a=a’’, b’=k • b=b’’ und c’=b • c=c’’.
Die beiden Dreiecke A’B’C’ und A’’B’’C’’ stimmen in den Längen entsprechender Seiten
überein, sind also nach dem Kongruenzsatz SSS kongruent. Es gibt also eine
Kongruenzabbildung, die das Dreieck A’B’C’ auf das Dreieck A’’B’’C’’ abbildet.

2. Wenn Dreiecke im Betrag zweier Winkel übereinstimmen, dann sind sie ähnlich.

Beweis:

Behauptung:

A’’’B’’’C’’’ ist kongruent zu A’’B’’C’’

1. A’’’B’’’=A’’B’’=k • AB

2. a’’’=a’’, ß’’’=ß’’, y’’’=y’’

Kongruenzsatz WSW:

A’’’B’’’C’’’ ist kongruent zu A’’B’’C’’ ist bewiesen.


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athematik – Buch / 6. Geometrie -625-

Beweise:

1. Gegeben sind das Dreieck ABC mit a=4 cm, b=3 cm, c=2 cm und das Dreieck A’’B’’C’’
mit a’’=8 cm, b’’=6 cm und c’’=4 cm.

a) Zeichne die beiden Dreiecke.

b) Strecke das Dreieck ABC zentrisch mit dem Streckzentrum Z und dem Streckfaktor k=2.

c) Beweise: Das Dreieck A’B’C’ und das Dreieck A’’B’’C’’ sind kongruent.

Lösung:

C'

A B

A' B'

C''

A'' B''

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -626-

Behauptung:

1. Wenn Dreiecke in den Verhältnissen der Längen entsprechender Winkel übereinstimmen,


dann sind sie ähnlich.

Beweis:

Das Verhältnis der Längen entsprechender Seiten sei k. Wir bilden das Dreieck ABC durch
zentrische Streckung mit dem Zentrum Z und dem Streckfaktor k ab. Das Bilddreieck
bezeichnen wir mit A’B’C’.
Nach der Konstruktion ist a’=k • a=a’’, b’=k • b=b’’ und c’=b • c=c’’.
Die beiden Dreiecke A’B’C’ und A’’B’’C’’ stimmen in den Längen entsprechender Seiten
überein, sind also nach dem Kongruenzsatz SSS kongruent. Es gibt also eine
Kongruenzabbildung, die das Dreieck A’B’C’ auf das Dreieck A’’B’’C’’ abbildet.

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -627-

2. Zeichne 2 (verschieden große) Dreiecke ABC und A’’B’’C’’ mit 2 gleichen Winkeln

α =α ''=40°, β =β ''=70°
Was kannst du über γ und γ '' aussagen?
b) Bilde durch eine Kongruenzabbildung den Winkel a auf den Winkel a’’ ab. Welche Lage
hat das dabei entstehende Bilddreieck A’B’C’ zum Dreieck A’’B’’C’’?

c) Beweise: B’C’||B’’C’’ und a’’/a=b’’/b=c’’/c.


(Beachte: b’=b, c’=c, a’=a)

d) Strecke jetzt das Dreieck ABC mit dem Zentrum Z=A und k=A’’B’’/AB.
Beweise: Das durch Streckung gewonnene Bilddreieck und das Dreieck A’’B’’C’’ sind
kongruent.

Lösung:

A C

C''

A''

B''

y=70°
y=70°

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -628-

Beweis:

2. Wenn Dreiecke im Betrag zweier Winkel übereinstimmen, dann sind sie ähnlich.

Beweis:

Behauptung:

A’’’B’’’C’’’ ist kongruent zu A’’B’’C’’

1. A’’’B’’’=A’’B’’=k*AB

2. a’’’=a’’, ß’’’=ß’’, y’’’=y’’

Kongruenzsatz WSW:

A’’’B’’’C’’’ ist kongruent zu A’’B’’C’’ ist bewiesen.

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -629-

3. Konstruiere das Dreieck ABC aus b=4 cm, c=6 cm, a=80° und das Dreieck A’’B’’C’’ aus
b’’=6 cm, c’’=9 cm, a’’=80°.

b) Bilde das Dreieck ABC durch zentrische Streckung ab mit dem Zentrum Z=A und dem
Streckfaktor k=-3/2. Bezeichne das Bilddreieck mit A’B’C’.

c) Beweise: Das Dreiecke A’B’C ist kongruent zu dem Dreieck A’’B’’C’’.

Lösung:

Z
A'
A
B' B

C'

C''

A'' B''

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -630-

Beweis:

3. Wenn Dreiecke in den Verhältnissen der Längen zweier entsprechender Seiten und im
Betrag des von diesen Seiten eingeschlossenen Winkel übereinstimmen, dann sind sie ähnlich.

Beweis:

Behauptung:

A’B’C’ ist kongruent zu A’’B’’C’’

1. b’’=b*k; c’’=c*k gleiche Seitenlängen

2. a’=a’’, ß’’’=ß’’, y’’’=y’’

Kongruenzsatz SWS:

A’B’C’ ist kongruent zu A’’B’’C’’ ist bewiesen.

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -631-

4. Konstruiere das Dreieck ABC aus c=5 cm, a=2,5 cm, y=75° und das Dreieck A’’B’’C’’
aus c’’=8 cm, a’’=4 cm, y=75°

b) Bilde das Dreiecke ABC durch eine zentrische Streckung mit dem Zentrum Z=C und dem
Streckfaktor k=8/5 ab. Bezeichne das Bilddreieck mit A’B’C’.

c) Beweise: Das Dreieck A’B’C’ ist kongruent zu dem Dreieck A’’B’’C’’.

Lösung:

C'

Z
A' A B B'

Beweis:

4. Wenn Dreiecke in den Verhältnissen der Längen zweier entsprechender Seiten und im
Betrag des Winkels, übereinstimmen, der der längeren Seiten gegenüberliegt, dann sind sie
ähnlich.

Beweis:

Behauptung:

A’B’C’ ist kongruent zu A’’B’’C’’

1. b’’=b*k; c’’=c*k gleiche Seitenlängen

2. a’=a’’, ß’’’=ß’’, y’’’=y’’

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -632-

Kongruenzsatz SSWg:

A’B’C’ ist kongruent zu A’’B’’C’’ ist bewiesen.

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -633-

Behauptungen mit Beweisen auf einen Blick:


KONGRUEZNSSÄTZE!
Sätze:

1. Wenn Dreiecke in den Verhältnissen der Längen entsprechender Winkel übereinstimmen,


dann sind sie ähnlich.

Beweis:

Das Verhältnis der Längen entsprechender Seiten sei k. Wir bilden das Dreieck ABC durch
zentrische Streckung mit dem Zentrum Z und dem Streckfaktor k ab. Das Bilddreiecke
bezeichnen wir mit A’B’C’.
Nach der Konstruktion ist a’=k*a=a’’, b’=k*b=b’’ und c’=b*c=c’’.
Die beiden Dreiecke A’B’C’ und A’’B’’C’’ stimmen in den Längen entsprechender Seiten
überein, sind also nach dem Kongruenzsatz SSS kongruent. Es gibt also eine
Kongruenzabbildung, die das Dreieck A’B’C’ auf das Dreieck A’’B’’C’’ abbildet.

2. Wenn Dreiecke im Betrag zweier Winkel übereinstimmen, dann sind sie ähnlich.

Beweis:

Behauptung:

A’’’B’’’C’’’ ist kongruent zu A’’B’’C’’

1. A’’’B’’’=A’’B’’=k*AB

2. a’’’=a’’, ß’’’=ß’’, y’’’=y’’

Kongruenzsatz WSW:

A’’’B’’’C’’’ ist kongruent zu A’’B’’C’’ ist bewiesen.

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -634-

3. Wenn Dreiecke in den Verhältnissen der Längen zweier entsprechender Seiten und im
Betrag des von diesen Seiten eingeschlossenen Winkel übereinstimmen, dann sind sie ähnlich.

Beweis:

Behauptung:

A’B’C’ ist kongruent zu A’’B’’C’’


. b’’=b • k; c’’=c • k gleiche Seitenlängen

2. a’=a’’, ß’’’=ß’’, y’’’=y’’

Kongruenzsatz SWS:

A’B’C’ ist kongruent zu A’’B’’C’’ ist bewiesen.

4. Wenn Dreiecke in den Verhältnissen der Längen zweier entsprechender Seiten und im
Betrag des Winkels, übereinstimmen, der der längeren Seiten gegenüberliegt, dann sind sie
ähnlich.

Beweis:

Behauptung:

A’B’C’ ist kongruent zu A’’B’’C’’

1. b’’=b • k; c’’=c • k gleiche Seitenlängen

2. a’=a’’, ß’’’=ß’’, y’’’=y’’

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -635-

Kongruenzsatz SSWg:

A’B’C’ ist kongruent zu A’’B’’C’’ ist bewiesen.

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -636-

1. Zeichne 2 Dreiecke mit ABC und A’B’C’ mit c=5 cm, a=45° b=5 cm und mit
c’=8 cm, a’=45°, b’=8 cm.

a) Berechne k und bestimme das Streckzentrum Z

C'

A B A' B'

Berechung von k:

k=c’/c
k=8/5

Bestimmung von dem Zentrum Z:

1. Zuerst verbindet man A mit A’, B mit B’ und C mit C’.

2. Der Schnittpunkt ist Z.

C'

A B A' B'

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -637-

1. Berechne k und konstruiere das Streckzentrum Z:

Gegeben:

2 Quadrate.

D C

A B

Z1

D C

Z2
A B

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -638-

Zu Z1:

k=c’/c
k=4/2
k=2

Zu Z2:

k=-2

Seitenlängen bleiben gleich.

a’/a=b’/b=c’/c=|k|: Zentrische Streckung

2. Flächeninhalt

A2=k2 • A1

A1=4 cm2
A2=16 cm2

A2=4 • 22=16 cm2

Dreieck:

A= ½ • g • h

Quadrat:

A=a2

Rechteck:

A=a • b

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -639-

3. Zentrische Streckung von Kreisen

Zeichne einen Kreis mit dem Radius r=2 cm und strecke es mit dem Streckfaktor k=2.

Vorgehensweise:

1. Möglichkeit:

1. Zuerst zeichnet man den Kreis mit dem Radius r=2 cm und ein Streckzentrum Z.

Z
M

2. Dann zeichnet man auf dem Kreis einen Punkt A und den Radius r ein.

r
Z
M

3. Dann streckt man M und A mit dem Streckfaktor k=2.

A'

r'
r
Z
M
M'

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -640-

2. Möglichkeit:

1. Zuerst zeichnet man den Kreis mit dem Radius r=2 cm und ein Streckzentrum Z.

Z
M

2. Dann zeichnet man auf dem Kreis einen Punkt und den Radius r ein.

r
Z
M

3. Dann streckt man M mit dem Streckfaktor k=2 und zeichnet man Gerade durch Z und dem
Punkt auf dem Kreis. Dann zeichnet man eine Parallele zu r durch M. Der Schnittpunkt mit
der Geraden ist A’

A'

r'
r
Z
M
M'

r • 2=r’
2 • 2=4

r||r’

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -641-

7. Körperberechungen
Hier Formeln um Volumen, Oberfläche, ... von den verschiedensten Körpern zu berechne.

Formel zur Berechnung


Würfel:

V=a2
O=6a2
e (Diagonale)=a • 3

Quader:

V=abc
O=2 • (ab+ac+bc)
e= a²+b²+c²

M=2(ac+bc)

Prisma:

V=G • h
O=2G+M

Zylinder:

V=πr2h
M=2πrh
O=2πr(r+h)

Pyramide:

1
V = •G •h
3

Kegel:

1 2
V= πr h
3
M=πrs
O=πr(r+s)

Pyramidenstumpf:

1
V= h(G1+ G1 • G2 +G2)
3
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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -642-

Kegelstumpf:

1
V= hπ (r12 + r1 • r2 +r22 )
3
M=πs(r1+r2)
O=πs(r1+r2)+ π(r21+r22)

Kugel:

4 3
V= πr
3
O=4πr2

Kugelausschnitt:

2
V= • πr2h
3

Kugelabschnitt:

1
V= πh2(3r-h)
3

Flächeninhalt der Kugelkappe : 2πrh

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -643-
8. Kreise und Kreisberechungen
Voraufgabe:
Kreisberechnungen:

Aufgabe:

1. Berechne den Flächeninhalt des Trapezes.

3cm

5cm

Lösung:

Vorgehensweise:

1. Zuerst teilt man das Trapez in Rechtecke auf.

3cm

15cm

5cm
15mm

2. Danach berechnet man die einzelnen Flächeninhalte der Rechtecke und addiert sie.

AT=4 • 5+4 • 5=40 cm²

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -644-

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -645-

Verbesserungen:

1. Ai+Aa/2=30,25 cm²

2. Randkästchen/2+Ai=30,25 cm²

Aufgaben zu Kreisberechungen:

1. Zeichne einen Kreis mit dem Radius r=4 cm und zerlege den Kreis in Quadrate, damit du
ungefähr den Flächeninhalt bestimmen kannst.

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -646-

Bestimmung von π:

d=6/5=1,2 cm
Ai4=d • h1+d • h2+d • h3+d • h4
Ai4=d(h1+h2+h3+h4)

Berechnung von h:

1. Man wendet den Satz des Pythagoras an.

(4d)2+r2=h2
h= 4d²+r²

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -647-

Berechnung der Höhen:

h4:

4,8²+6²=h4² (4d)2+r2=h4²
23,04+36=h4² h4= 4d²+r²
h=√59,04
h=7,683

h3:

3,6²+6²=h3² (3d)2+r2=h3²
h=√48,96 h3= 3d²+r²
h=6,997

h2:

2,4²+6²=h2² (2d)2+r2=h2²
h=√41,76 h2= 2d²+r²
h=6,462

h1:

1,2²+6²=h1² (1d)2+r2=h1²
h=√37,44 h1= 1d²+r²
h=6,118

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -648-

Berechnung des Flächeninhaltes eines Kreises:

Streifenmethode:

Vorgehensweise:

1. Zuerst berechnet man mit Hilfe des Satz des Pythagoras die Höhen in der Innenfläche.

d=1,2 cm; r=6 cm


h= 1,2²-6²

2. Danach berechnet man den Flächeninhalt der einzelnen Rechtecke.

1,2 • 5,8=6,96
1,2 • 5,5=6,6
1,2 • 4,8=5,76
1,2 • 3,6=4,32

3. Nun berechnet man die Summe der Flächeninhalt von Ai und Aa .

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -649-

Abweichung:

Die Abweichung von Ai und Aa beträgt genau die Fläche des nebenstehenden Rechtecks.
Also:
r • d Æ Abweichung
1,2 • 6=7,2

Wenn man immer mehr Streifen wählt, desto geringer ist die Abweichung.

100 Streifen Æ 0,06 • 6=0,36


10000 Steifen Æ 0,0006 • 6=0,0036

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -650-

Berechnung des Flächeninhaltes eines Kreises:

Streifenmethode:

Vorgehensweise:

1. Zuerst berechnet man mit Hilfe des Satz des Pythagoras die Höhen in der Innenfläche.

d=1,2 cm; r=6 cm


h=√1,2²-6²

2. Danach berechnet man den Flächeninhalt der einzelnen Rechtecke.

1,2 • 5,8=6,96
1,2 • 5,5=6,6
1,2 • 4,8=5,76
1,2 • 3,6=4,32

3. Nun berechnet man die Summe der Flächeninhalt von Ai und Aa .

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -651-

Berechung der Höhen:

h1= r²-(r/8)²; h2= r²-(2 • r/8)²; h3= r²-(3 • r/8)² ...

Ai= r²-(r/8)² + r²-(2 • r/8)² + r²-(3 • r/8)² +...+ r²-(7 • r/8)²


Ai=r/8 • r²-(r/8)² + r/8 • r²-(2 • r/8)² +r/8 • r²-(3 • r/8)² +...+ r/8 • r²-(7 • r/8)²
Ai= r/8 • r²-(1-1/8)² +r/8 • r²-(1-2/8)² + r/8 • r²-(1-3/8)² +...+ r/8 • r ²-(1-7/8)²
Ai= r/8 • r 1-1/8)²+ r/8 • r 1-2/8)²+ r/8 • r 1-3/8)²+...+ r/8 • r 1-7/8)²
Ai= r²/8 • [ 1-1/8²+ 1-2/8²+ 1-3/8²+...+ 1-7/8²]
Berechung des Flächeninhaltes:

a) Ai=2,5+5/3+1,25+1=6,516 cm²
Aa=4,1+2,3+1,5+1,2=9,1 cm²

MW: 7,8 cm²

b)

1 • 5=5 cm Abweichung.

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -652-

Berechung von π
Berechung der Höhen:

h1= r²-(r/8)²; h2= r²-(2 • r/8)²; h3= r²-(3 • r/8)² ...

Ai=vr²-(r/8)²+v r²-(2 • r/8)²+vr²-(3 • r/8)² +...+vr²-(7 • r/8)²


Ai=r/8 • r²-(r/8)² + r/8 • r²-(2 • r/8)² +r/8 • r²-(3 • r/8)² +...+ r/8 • r²-(7 • r/8)²
Ai= r/8 • r²-(1-1/8)² +r/8 • r²-(1-2/8)² + r/8 • r²-(1-3/8)² +...+ r/8 • r ²-(1-7/8)²
Ai= r/8 • r 1-1/8)²+ r/8 • r 1-2/8)²+ r/8 • r 1-3/8)²+...+ r/8 • r 1-7/8)²
Ai= r²/8 • [ 1-1/8²+ 1-2/8²+ 1-3/8²+...+ 1-7/8²]

Aa=r²/8[1+ 1-1/8²+ 1-2/8²+ 1-3/8²+...+ 1-7/8²]

Allgemein:

r² 1 2 3 n-1
Ai = • [ 1-( )²+ 1-( )²+ 1-( )²+...+ 1-( )²]
n n n n n

r² 1 2 3 n-1
Aa = [1+ 1-( )²+ 1-( )²+ 1-( )²+...+ 1-( )²]
n n n n n

Die Kreiszahl π hat eine sehr lange, aber interessierte Geschichte hinter sich... Ich will euch
mal zeigen, wie die Kreiszahl π lautet:
π =3,1415926535897932384626433832795028841971693993751058209749445923078164
062862089986280348253421170679821480865132823066470938446095505822317253594
08128481117450284102...
Hoffe ich habe beim Abtippen keinen Fehler gemacht... ☺
Sogar heute bestimmen Mathematiker immer noch die Zahl π genauer und genauer... Ob die
Zahl π abbrechend ist, weiß man nicht genau...

Formel für den Flächeninhalt eines Kreises:

A=r²*π

A=( d )²*π
2

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -653-

Aufgaben zur Kreisberechnung:

1. Berechne den Flächeninhalt des Kreises mit dem Radius r bzw. dem Durchmesser d.
Runde die Ergebnisse sinnvoll.

a) r=5,1 m b) d=17 dm c) d=1,5 dm d) r=2,5 cm

e) r=0,75 m f) d=1,3 cm g) r=2,4 m h) d=25 km

2. Berechne den Radium r und den Durchmesser d für einen Kreis mit dem Flächeninhalt A.
Runde sinnvoll.

a) A=10 cm2 b) A=2,4 dm² c) A=680cm2 d) A=0,795 a

e) A=169 cm2 f) A=6 m2 g) A=4km2 h) A=9cm2

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -654-

Lösungen:

1)

a) 5,1² • π
b) 8,5² • π
c) 0,75² • π
d) 2,5² • π
3
e) ( )² • π
4
f) 0,65² • π
g) 2,4² • π
h) 12,5² • π

2)
a) A=10 cm²
10=r² • π |: π
10
r ² = | ...
π
10
r= cm
π
b) A=2,4 dm²
A=2,4 dm²
2,4 =r² • π |: π
2,4
r² = | ...
π
2,4
r= dm
π
c) A=680 cm²
A=680 cm²
680 =r² • π |: π
680
r² = | ...
π
680
r= cm
π

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -655-

e) A=169cm²
A=169 cm²
169=r² • π |: π
169
r² = | ...
π
169 13
r= cm = cm
π π
f) A=5,29 m²
A=6 m²
6=r² • π |: π
6
r² = | ...
π
6
r= m
π
g) A=4km²
A=4 km²
4=r² • π |: π
4
r² = | ...
π
4 2
r= km = km
π π
h) A=9cm²
A=9 km²
9=r² • π |: π
9
r² = | ...
π
9 3
r= km = km
π π

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -656-

Aufgaben zur Berechung des Flächeninhaltes eines Kreises

1. Aus einem quadratischen Blech wird die möglichst größte Kreisscheibe herausgeschnitten.
Das Blechstück hat eine Seitenlänge von 36 cm. Wie viel cm2 Abfall muss man in Kauf
nehmen?

2.

a) Aus einer quadratischen Platte mit der Seitenlänge a wird eine Kreisscheibe geschnitten.
Wie viel Prozent beträgt der Abfall?

b) Aus einer quadratischen Platte werden wie in dem Bild 4 gleich große Kreisscheiben
herausgeschnitten. Wie viel Prozent beträgt jeweils der Abfall? Was fällt auf?

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -657-

Lösungen:

1)
AQuadrat = a • b = 36 • 36 = 1296cm²
AKreis = r ² • π = 18²π = 324π = 1017,8 cm²
Abfall=1296 cm²-1017,8 cm²=278,2 cm²
278,2
Prozent: = 0,21 --> 21% Abfall
1296
2)
a)
AQuadrat = a • a = a ²
a a²
AKreis = r ² • π = ( )²π = π
2 4
a² 1 1
Abfall=a²- π = a ² − a ²π = a ²(1 − π ) = a ² • 0, 21
4 4 4
a ² • 0, 21 1
Prozent: = π = 0, 21 − − > 21%
a² 4
b)
AQuadrat = a • a = a ²
a a²
AKreis = r ² • π = ( )²π = π
4 8
a² 1 1
Abfall=a²- π = a ² − a ²π = a ²(1 − π ) = a ² • 0,60
8 8 8
a ² • 0,60 1
Prozent: = π = 0, 60 − − > 60%
a² 8

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -658-
Umfang eines Kreises:
Münzenvergleich:

Münze d [cm] U [cm] U/d

1 €-Cent 1,6 5 3,1

2 €-Cent 1,8 5,6 3,0

5 €-Cent 2,1 6,7 3,2

10 €- 1,9 6,5 3,4


Cent
20 €- 2,2 7,6 3,45
Cent
50 €- 2,3 7,6 3,3
Cent
1€ 2,3 7,5 3,26

2€ 2,5 8 3,2

Der Quotient U/d ist immer gleich.

Vermutung:

U=k • d=k • 2r

Beweis:

1
r • U=π r² |:r
2
1
U=π r | • 2
2
U=2rπ

U=2rπ =d • π

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -659-

Aufgaben zur Berechnung des Flächeninhaltes


bzw. des Umfangs eines Kreises
1. Von einem 1,4 m breiten Stoffballen ist eine Tischdecke für einen runden Tisch aus einem
Stück zuzuschneiden. Die Tischplatte hat einen Durchmesser von 70 cm, die Tischdecke soll
rundum 20 cm abhängen. Wie groß ist der Abfall in m2 (in Prozent)?

2. Berechne den Umfang eines Kreises mit dem Durchmesser d bzw. dem Radius r. Runde die
Ergebnisse sinnvoll.

a) d=17 cm b) r=18 dm c) r=1,5 m d) r=2/3 m

e) d=4,5 m f) r=13,7 m g) d=2,5 km h) r=0,91 km

3. Welchen Durchmesser hat ein Kreis mit dem Umfang U? Runde sinnvoll.

a) U=12 m b) U=5,6 cm c) U=0,75 m d) U=0,9 m

e) U=17 m f) U=500 km g) U=3 m h) U=2,5 km

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -660-

Lösungen:

1)

a)

AStoffballen = 1, 4m • 1,1m = 1,54m²


ATischdecke = 55²π = 9503cm²=95,03dm²=0,9503 m²
Abfall: 1,54-0,9503=0,5897
0,5897
Prozent: = 0,38 --> 38%
1,54

2)
a)
U=17π
b)
U = 36π
c)
U = 3π
d)
4
U= π
3
e)
U=4,5π
f)
U = 27, 4π
g)
U = 2,5π
h)
U = 1,82π

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -661-

3)
a )U = dπ ;U = 2rπ
12 = dπ
12
d=
π
b)U = dπ ;U = 2rπ
5, 6 = dπ
5, 6
d=
π
c)U = dπ ;U = 2rπ
0, 75 = dπ
0, 75
d=
π

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -662-

d )U = dπ ;U = 2rπ
0,9 = dπ
0,9
d=
π
e)U = dπ ;U = 2rπ
17 = dπ
17
d=
π
f )U = dπ ;U = 2rπ
500 = dπ
500
d=
π
g )U = dπ ;U = 2rπ
3 = dπ
3
d=
π
h)U = dπ ;U = 2rπ
2,5 = dπ
2,5
d=
π

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -663-

Aufgaben zur Berechnung des Umfanges eines


Kreises
1. Berechne von den Größen r, d, A und U eines Kreise die fehlende Größen.

a) d=17 cm b) A=1,69 km2 c) U=0,5 m d) A=200 m2

Lösungen:

1)
a)
d=17 cm
U=17π
A=0,85²π
r = 0,85
b) A = 1, 69km²
1,3
r=
π
1,3
d =2
π
1,3
U =2 π
π
c)U = 0,5
0,5
d=
π
0,5
r= π
2
0,5
A = ( π )²π
2
d ) A = 200m²
200
r=
π
200
d =2
π
200
U =2 π
π

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -664-

Aufgaben zur Berechnung des Umfanges eines Kreises:

2. Der Äquator hat eine Länge von etwa 40000 km. Wie viel km beträgt der Erdradius?

3. Ein 8 cm langes Drahtstück wird so zu einem Ring gebogen, dass seine Enden
zusammenstoßen. Berechne den Durchmesser des Ringes.

4. In vorgeschichtlicher Zeit schlug ein Meteorit im heutigen Arizona ein, Er hinterließ einen
nahezu kreisförmigen Krater von rund 1,3 km Durchmesser.

a) Wie groß ist der Kraterumfang am oberen Rand? Wie lange dauert eine Rundwanderung
auf dem Rand, wenn man 2 km in einer Stunde schafft?

b) Wie viel km2 ist der Krater groß?

5. Die Räder des Fahrrades haben einen Durchmesser von 90 cm. Wie viele Umdrehungen
macht jedes Rad pro km?

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -665-

Lösungen:

2)

a)

40000=2rπ |:2
20000=rπ |:π
r=6366 km

3)

a)

U=d*π
8=d*π |:π
d=2,54647908947032537230214021396023
d=2,5 cm

4)

a)

U=1,3*π
U=4,08 km

4,08/2=2,04

Etwa 2 Stunden dauert eine Rundwanderung.

b)

A=(d/2)²*π
A=1,33 km²

5)

a)

U=90*π
U=2,82 m
Etwa 500 Umdrehungen.

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -666-

Kreisteile
Aufgabe mit Lösungen:

1.

a) Wie viel cm legt der große Zeiger 9 mm in 45 Minuten zurück?


b) Wie lange braucht der kleine Zeiger 7 mm?

Vorgehensweise:

1. Zuerst berechnet man den Umfang der Uhr und multipliziert es mit ¾ .

U=2 • 9 • π=18π=56 mm
Der große Zeiger braucht 56 mm.

2. Danach berechnet man den Umfang des kleinen Zeigers.

U=2 • 7 • π=14π=43 mm
Der große Zeiger braucht 43 mm.

3. Danach berechnet man die Prozentzahl aus.

43/56 • 100=96%

4. Nun berechnet man dies von 12 Stunden.

96 • 12/100=11,52

Der kleine Zeiger braucht, um die gleiche Strecke zurückzulegen 11,52 Stunden.

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -667-

Kreisausschnitt / Kreisbogen:

79 ° A

α
r

Winkelmaß Flächeninhalt des


Kreisausschnittes [cm²]
Länge des Bogens
[cm]
360° r²*π=100π=314,1 2r*π=62,82

180° 180/360*r²*π=157,05 2r*π/2=31,41

120° 120/360*r²*π=104,7 2r*π/3=20,04

1° 1/360*r²*π==0,87 2r*π/360=1,74

22° 22/360*r²*π==11/180*r²*π==19,2 11*2r*π/180=19,2

Berechnung des Kreisausschnittes:

α
Aα = • r² • π
360°

Berechnung des Bogenmaßes:

α α
b= • 2rπ = • rπ
360° 180°

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -668-

Formeln zum Kreis


1. Flächeninhalt von A:

A=r²π=(d/2)²π

2. Umfang:

U=2rπ=dπ

3. Flächeninhalt von Aa:


A =  r²  
360°
1
A =  b  r
2

4. Kreisbogen:

 
b=  2r =  r
360° 180°

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -669-

Aufgaben zu Kreisbogen und Kreisausschnitt

1. Berechne für einen Kreis mit dem Radius r die Bogenlänge b und den Flächeninhalt de
Kreissausschnittes mit dem Mittelpunktswinkel a.

a) r=11 cm,  =40° b) r=4 cm,  =110° c) r=17 cm,  =50°

d) r=18 cm,  =68° e) r=9 cm,  =180° f) r=12 cm,  =113°

g) r=3,6 m,  =40° h) r=8 m,  =90° i) r=21 cm,  =75°

2. Berechne für einen Kreis mit dem Radius r und einen Kreisausschnitt mit dem
Mittelpunktswinkel a, der Bogenlänge b und dem Flächeninhalt A die fehlenden Angaben.

a) b) c) d) e) f) g)

r 12 m 8m 18 dm 9 cm

 113° 75° 40°

b 4 1232 85
  m
180 18
A 40,5 75  441 0, 4 m2 1445
  m2
cm2 360 360
cm2

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -670-

Lösungen:

1)
40 121 40 22
a) A   11²   ;b   11  
360 9 180 9
110 176 110 22
b) A   4²   ;b   4  
360 36 180 9
50 1445 50 85
c) A   17²   ;b   17  
360 360 180 18
68 68  324 68 1232
d)A   18²   ;b   18  
360 360 180 180
180 81 180
e) A   9²    40,5 ; b   9  9
360 2 180
113 113  144 113 113  12
f )A   12²   ;b   12  
360 360 180 180
40 1 40 2
g)A   3, 6²   3, 6 ; b   3, 6   3, 6
360 9 180 9
90 90
h) A   8²  16 ; b   8  4
360 180
75 75  441 75 1575
i) A   21²   ;b   21  
360 360 180 180

2)

a) b) c) d) e) f) g)

r 12 m 8m 18 dm 9 cm 21 cm 3,6 m 17 cm

 113° 90° 68° 180° 75° 40° 50°

b 113  12 4 1232 9 1575 0,8 85


    m
180 180 180 18
A 113  144 16 68  324 40,5 75  441 0, 4 m2 1445
    m2
360 360 cm2 360 360
cm2

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -671-

Aufgaben zu Kreisbogen und Kreisausschnitt

1. Berechne für einen Kreis mit dem Radius r und einen Kreisausschnitt mit dem
Mittelpunktswinkel a, der Bogenlänge b und dem Flächeninhalt A die fehlenden Angaben.

a) b) c) d) e) f) g)

r 12 m 8m 18 dm 9 cm

 113° 75° 40°

b 4 1232 85
  m
180 18
A 40,5 75  441 0, 4 m2 1445
  m2
cm2 360 360
cm2

2.

a) Zeige am Bild, dass für den Flächeninhalt des Kreisringes ist: A=(rA2-r12)π.
b) Berechne den Flächeninhalt eines Kreisringes mit rA=4 cm: r1=2 cm
c) Ein Kreisring hat einen Flächeninhalt von 126 cm2. Der Innenradius beträgt 5 cm.
Berechne den anderen Radius.

rA
rI

3. Berechne den Flächeninhalt eines Kreisabschnittes für

a) r=s=8 cm. Bestimme zunächst den Winkel.

b) a=180° und r=15 cm. Berechne zunächst s und r-h.

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -672-

Lösungen:

1)

a) b) c) d) e) f) g)

r 12 m 8m 18 dm 9 cm 21 cm 3,6 m 17 cm

 113° 90° 68° 180° 75° 40° 50°

b 113  12 4 1232 9 1575 0,8 85


    m
180 180 180 18
A 113  144 16 68  324 40,5 75  441 0, 4 m2 1445
    m2
360 360 cm2 360 360
cm2

2)

a)

A  (rA2  rI2 )

b)
A  (42A  22I )  (16  4)  12*  cm²  37,7cm²

c)

126  ( xA2  52I )  ( x ²  25) |:  | 25


65,11  x ² | ...
x  65,11

3)

Wie ihr an der Aufgabe sehen konntet, gelten folgende Beziehungen:


1 1
A=  b  r   s  (r  h)
2 2
Begründung :
1 1
 b  r ist der Flächeninhalt des Kreisausschnittes,  s  (r  h) ist der
2 2
Flächeninhalt des Dreiecks. Der Flächeninhalt des Kreisausschnitts ergbit sich
als Differenz.

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -673-

Kreisauschnitt
Wie ihr an der Aufgabe 3) sehen konntet, gelten folgende Beziehungen:
1 1
A= • b • r − • s • (r − h)
2 2
Begründung :
1 1
• b • r ist der Flächeninhalt des Kreisausschnittes, • s • (r − h) ist der
2 2
Flächeninhalt des Dreiecks. Der Flächeninhalt des Kreisausschnitts ergbit sich
als Differenz.

Gradmaß
Ist α die Größe eines Winkels in Grad, so gilt:
x
α = • 180°
π
Beispiel :
x=2
2 360°
α = • 180° = = 114°
π π

Bogenmaß
Ist x das entsprechende Bogenmaß, so gilt:
α
x= •π
180°
Beispiel :
α = 60°
60° 1
x= • π = • π = 1, 04
180° 3

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -675-
Kreisfläche
1. Berechne die Fläche der Schnittfläche.

Vorgehensweise:

1. Zuerst zeichnet man alle Größen ein, die man kennt.

2. Danach wendet man die Formeln an.

Man berechnet den Kreisausschnitt, subtrahiert das Dreieck und bekommt die Kreisfläche, die
multipliziert man mit 4 und addiert die 2 Dreiecke.

Ag=(A60+A60-Ad)*2

Ag=(A60-Ad)*4+r*√3*r/2

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -676-

Rechnung:

1.Möglichkeit:

A60=60°/360°*r²*π=1/6*r²*π
Ad=1/2*r*√3*r/2=r²/4*√3

Ag=(1,04r²-r²/4*√3)*2

2. Möglichkeit:

A60=60°/360°*r²*π=1/6*r²*π
Ad=1/2*r*√3*r/2=r²/4*√3

Ag=(1,04r²-r²/4*√3)*2

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -677-

Aufgaben zur Berechnung von Kreisflächen


1. Berechne die Fläche.

2. Zeige, dass die gelbe Fläche den gleichen Flächeninhalt wie der Kreis hat.

3. Zeige, dass die „Sichel“ den gleichen Flächeninhalt hat wie der Kreis.

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -678-

Lösungen/Vorgehensweisen:

Hier mal keine genauen Lösungen, sondern nur allgemein, wie man vorgeht...

1)

1. Berechne die Fläche der Schnittfläche.

Vorgehensweise:

1. Zuerst zeichnet man alle Größen ein, die man kennt.

2. Danach wendet man die Formeln an.

Man berechnet den Kreisausschnitt, subtrahiert das Dreieck und bekommt die Kreisfläche, die
multipliziert man mit 4 und addiert die 2 Dreiecke.

Ag=(A60+A60-Ad)*2

Ag=(A60-Ad)*4+r*√3*r/2

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -679-

Rechnung:

1.Möglichkeit:

A60=60°/360°*r²*π=1/6*r²*π
Ad=1/2*r*√3*r/2=r²/4*√3

Ag=(1,04r²-r²/4*√3)*2

2. Möglichkeit:

A60=60°/360°*r²*π=1/6*r²*π
Ad=1/2*r*√3*r/2=r²/4*√3

Ag=(1,04r²-r²/4*√3)*2

2)

Rechnung:

1.Möglichkeit:

A60=60°/360°*r²*π=1/6*r²*π
Ad=1/2*r*√3*r/2=r²/4*√3

Ag=(1,04r²-r²/4*√3)*2

2. Möglichkeit:

A60=60°/360°*r²*π=1/6*r²*π
Ad=1/2*r*√3*r/2=r²/4*√3

Ag=(1,04r²-r²/4*√3)*2
3)
Rechnung:

1.Möglichkeit:

A60=60°/360°*r²*π=1/6*r²*π
Ad=1/2*r*√3*r/2=r²/4*√3

Ag=(1,04r²-r²/4*√3)*2

2. Möglichkeit:

A60=60°/360°*r²*π=1/6*r²*π
Ad=1/2*r*√3*r/2=r²/4*√3

Ag=(1,04r²-r²/4*√3)*2
Mathematik – Buch / 6. Geometrie -680-

Aufgaben zur Berechnung von Kreisflächen

1. Berechne die gelbe Flächen und den Umfang.

Lösungen:

1.

d) A=½ *(π-2)*a²
U=2*π*a

f) A=3,24*a²
U=7/3 *π*a

g) A=0,705a²
U=πa

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -681-

Bogenmaß
Bei gleichem Winkel a ergibt sich für b/r stets der gleiche Wert, egal wie groß der Kreisradius
ist.
Dies ergibt sich auch aus einer Umformung der Formel für die Bogenlänge:

b=a/180°*r*π |:r
b/r=a/180°*π

Die Größe b/r hängt nur von a ab. b/r hat keine Maßeinheit. Man kann b/r ebenfalls zur
Angabe von Winkelgrößen benutzen.
b/r wird Bogenmaß des Winkels a genannt.

Aufgaben zum Bogenmaß:

1. Fülle die Tabellen aus.

a)
a 0° 30° 45° 60° 90° 120° 135° 150° 180° 270° 360°

b/r

b)

Winkel 23° 129° 235° 288,6° 1°

Bogenmaß 0,376 1,664 13/16 3,921 1


π

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -682-

Lösungen:

1.

a)

a 0° 30° 45° 60° 90° 120° 135° 150° 180° 270° 360°

b/r 0 π/6 π/4 π/3 π/2 2/3 π ¾ π 5/6 π π 3/2 π 2 π

b)

Winkel 23° 21° 129° 95° 235° 146,25° 288,6° 224° 1° 57°

Bogenmaß 0,401 0,376 2,251 1,664 4,101 13/16 π 5,037 3,921 3,921 1

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -683-

Aufgaben zum Kreis


1) Zeigen dass die gelbe Fläche den gleichen Inhalt wie die grüne hat. Gib auch die
Seitenlänge eines Quadrates mit gleichem Inhalt an.

Lösungen:

1)

a) U=9π=28,76 cm
b) U=10π=31,4 cm

Aufgaben zum Bogenmaß


1. Rechne den im Bogenmaß gegebenen Winkel in das Gradmaß um.

a) π /10 b) π /5 c) /8 d) 5/4 e) 2/3 f) 7/4 g) 5/6 h) 8/5

i) 1 k) 2 l) 2,5 m) 5 n) 0,82 o) 12,5 p) 2,83 q) 4,5

Lösungen:

a) 18°
b) 36°
c) 22,5°
1)
x
α = • 180°
π
d)
1, 25
α= • 180°
π
2 5 8
1, 75
e)α = 3 • 180° f) α = • 180° g) α = 6 • 180° h) α = 5 • 180°
π π π π
1 180° 2 360°
i) α = • 180° = k) α = • 180° =
π π π π
2,5 450° 5 900°
l) α = • 180° = m) α = • 180° =
π π π π
0,82 12,5 2,83
n) α = • 180° o) α = • 180° p) α = • 180°
π π π
4,5 810°
q) α = • 180° =
π π
Mathematik-Buch / 6. Geometrie – Kreisflächen -684-

Kreisflächen
In diesem Thema möchte ich euch einige bekannte und weniger bekannte Aufgaben zu
Kreisflachen zeigen... Immer wieder tauchen solche Aufgabe auf... Und ich finde sie sind eine
gute Abwechslung zu den anderen Themen der Geometrie... Also viel Spaß beim Lösen der
Aufgabe... ☺

1. Pythagoras

1) Zeige, dass der Flächeninhalt des Halbkreises über der Hypotenuse gleich der Summe der
Flächeninhalte der Halbkreise über den Katheten ist.

Lösung:

b b²
( )² • π •π

Ab = 2 = 4 = •π
2 2 8
a a²
( )² • π •π

Aa = 2 = 4 = •π
2 2 8
c c²
( )² • π •π

Ac = 2 = 4 = •π
2 2 8
Ac = Aa + Ab
c² a² b² 1
−− > • π = • π + • π |: • π
8 8 8 8
c ² = a ² + b²
Mathematik-Buch / 6. Geometrie – Kreisflächen -684-

2) Bestimme den Flächeninhalt und den Umfang der gelben Fläche.

Lösung:

r² •π
AKreis =
2

•π
4 r² •π
A= =
2 8
r² •π r² •π r² •π r² •π
AKreis = − + =
2 8 8 2

2r • π
U= = r •π
2
r² •π
AKreis = • 2 = rπ ;U = rπ + rπ = 2rπ
2
Mathematik-Buch / 6. Geometrie – Kreisflächen -684-

3) Bestimme den Flächeninhalt und den Umfang.

Auch die Liebe kann was mit Mathematik zu tun haben... ☺


Das Dreieck soll für euch eine Hilfe sein.

Lösung:

a a²
AK = ( )² • π = • π
2 4
(2a )² = h ² + a ² | − a ²
h ² = 4a ² − a ²
h ² = 3a ² | ...
h = 3a
1
A∆ = • 2a • 3a = 3a ²
2
60 1 2
A60 = • (2a )² • π = • 4a ² • π = a ² • π
360 6 3
2 a²
A = ( a ² • π − 3a ²) • 2 + 3a ² +
3 4
4 4 4
A = a ² • π − 2 3a ² + 3a ² = a ² • π − 3a ² = ( π − 3) • a ²
3 3 3
4 a² 4 1
= a ² • π − 3a ² + π = a ²( − 3 + π )
3 4 3 4

U = aπ
60
A60 = • 2aπ
180
2 1
2 • a • π + aπ = 2 aπ
3 3
Mathematik-Buch / 6. Geometrie – Kreisflächen -684-

4) Zeige, dass die gelbe Fläche gleich der lila Fläche ist.

Lösung:

r r²
Aab = ( )² • π = • π
2 4
r² •π
Ac =
2
r² •π r² 1 1 1
Alila = − • π = r ²π ( − ) = r ²π
2 4 2 4 4
r r²
Agelb = ( )² • π = • π
2 4
Agelb = Alila
Mathematik-Buch / 6. Geometrie – Kreisflächen -684-

Im Großen und Ganzen gibt es zwei Typen solcher Kreisflächen...

Der 1. Typ solcher Aufgaben heißt immer...


„Bestimme den Flächeninhalt und den Umfang der gefärbten Fläche“. Um solche Aufgaben
handelt es sich auch hier:

2) Bestimme den Flächeninhalt und den Umfang der gelben Fläche.

und hier

3) Bestimme den Flächeninhalt und den Umfang.

Die schrittweise Lösung, will ich euch mal an Aufgabe 2 demonstrieren...


Mathematik-Buch / 6. Geometrie – Kreisflächen -684-

Vorgehensweise:

1. Zuerst bestimmt man den Radius, man legt eine Strecke mit einem Buchstaben (r, a, ...)
fest.

2. Danach berechne man erst mal die Fläche des kleinen weißen Halbkreises.

r² •π
AKreis =
2

•π
4 r² •π
A= =
2 8

3. Nun den großen Halbkreis.

r² •π r² •π r² •π r² •π
AKreis = − + =
2 8 8 2

Und schon hat man den Flächeninhalt und den Umfang...


Mathematik-Buch / 6. Geometrie – Kreisflächen -684-

Der 2. Typ solcher Aufgabe heißt immer:


„Zeige, dass die gelbe Fläche den gleichen Flächeninhalt wie die grüne Fläche hat.
Um solche Aufgaben handelt es sich hier

1. Pythagoras

1) Zeige, dass der Flächeninhalt des Halbkreises über der Hypotenuse gleich der Summe der
Flächeninhalte der Halbkreise über den Katheten ist.

und hier

4) Zeige, dass die gelbe Fläche gleich der lila Fläche ist.

Wie man auf die Lösung schrittweise kommt, zeige ich euch an Aufgabe 4.
Mathematik-Buch / 6. Geometrie – Kreisflächen -684-

Vorgehensweise:

1. Zuerst bestimmt man den Radius, man legt eine Strecke mit einem Buchstaben (r, a, ...)
fest.

2. Danach berechnet man die lila Fläche.

r r²
Aab = ( )² • π = • π
2 4
r² •π
Ac =
2
r² •π r² 1 1 1
Alila = − • π = r ²π ( − ) = r ²π
2 4 2 4 4

3. Und als drittes die gelbe Fläche.

r r²
Agelb = ( )² • π = • π
2 4
Agelb = Alila

Und fertig ist die ganze Aufgabe.


Ihr müsst halt immer schauen, dass ihr den Radius bekommt und geht dann ganz normal,
Schritt für Schritt an die Aufgabe ran... ☺

© klassenarbeiten.de [Autor: Florian Modler]


Mathematik – Buch / 6. Geometrie – ZUSAMMENFASSUNG -685-

Zusammenfassung: Kreise

1. Flächeninhalt
h1= r²-(r/8)²; h2= r²-(2  r/8)²; h3= r²-(3  r/8)² ...

Ai=vr²-(r/8)²+v r²-(2  r/8)²+vr²-(3  r/8)² +...+vr²-(7  r/8)²


Ai=r/8  r²-(r/8)² + r/8  r²-(2  r/8)² +r/8  r²-(3  r/8)² +...+ r/8  r²-(7  r/8)²
Ai= r/8  r²-(1-1/8)² +r/8  r²-(1-2/8)² + r/8  r²-(1-3/8)² +...+ r/8  r ²-(1-7/8)²
Ai= r/8  r 1-1/8)²+ r/8  r 1-2/8)²+ r/8  r 1-3/8)²+...+ r/8  r 1-7/8)²
Ai= r²/8  [ 1-1/8²+ 1-2/8²+ 1-3/8²+...+ 1-7/8²]

Aa=r²/8[1+ 1-1/8²+ 1-2/8²+ 1-3/8²+...+ 1-7/8²]

Allgemein:

Ai= r²/n*[ 1-1/n )²+ 1-2/n )²+ 1-3/n )²+...+ 1-n-1/n )²]

Aa=r²/n[1+ 1-1/n )²+ 1-2/n )²+ 1-3/n )²+...+ 1-n-1/n )²]

Formel für den Flächeninhalt eines Kreises:

A=r²*π

A=( d )²*π
2

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie – ZUSAMMENFASSUNG -686-

2. Umfang eines Kreises:


Münzenvergleich:

Münze d [cm] U [cm] U/d

1 1,6 5 3,1

2 1,8 5,6 3,0

5 2,1 6,7 3,2

10 1,9 6,5 3,4

20 2,2 7,6 3,45

50 2,3 7,6 3,3

1 2,3 7,5 3,26

2 2,5 8 3,2

Der Quotient U/d ist immer gleich.

Vermutung:

U=k  d=k  2r

Beweis:

1
r  U= r² |:r
2
1
U= r |  2
2
U=2r

U=2r =d  

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie – ZUSAMMENFASSUNG -687-

3. Kreisausschnitt / Kreisbogen:

79 ° A


r

Winkelmaß Flächeninhalt des Länge des Bogens


Kreisausschnittes [cm²]
[cm]
360° r²  π=100π=314,1 2rπ=62,82

180° 180/360  r²  π=157,05 2r  π/2=31,41

120° 120/360  r²  π=104,7 2r  π/3=20,04

1° 1/360  r²  π==0,87 2r  π/360=1,74

22° 22/360  r²  π==11/180  r²  π==19,2 11  2r  π/180=19,2

Berechnung des Kreisausschnittes:


A =  r²  
360°
1
A =  b  r
2

Berechnung des Bogenmaßes:

 
b=  2r =  r
360° 180°

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie – ZUSAMMENFASSUNG -688-

4. Kreisfläche - Vorgehensweise
Vorgehensweise:
1. Zuerst bestimmt man den Radius, man legt eine Strecke mit einem Buchstaben (r, a, ...)
fest.

2. Danach berechne man erst mal die Fläche des kleinen weißen Halbkreises.

r² 
AKreis 
2


r² 
A 4 
2 8

3. Nun den großen Halbkreis.

r²  r²  r²  r² 
AKreis    
2 8 8 2

Und schon hat man den Flächeninhalt und den Umfang...

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie – ZUSAMMENFASSUNG -688-

Vorgehensweise:

1. Zuerst bestimmt man den Radius, man legt eine Strecke mit einem Buchstaben (r, a, ...)
fest.

2. Danach berechnet man die lila Fläche.

r r²
Aab  ( )²     
2 4
r² 
Ac 
2
r²  r² 1 1 1
Alila      r ² (  )  r ²
2 4 2 4 4

3. Und als drittes die gelbe Fläche.

r r²
Agelb  ( )²     
2 4
Agelb  Alila

Und fertig ist die ganze Aufgabe.


Ihr müsst halt immer schauen, dass ihr den Radius bekommt und geht dann ganz normal,
Schritt für Schritt an die Aufgabe ran... 

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie – ZUSAMMENFASSUNG -688-

5. Formeln zum Kreis


1. Flächeninhalt von A:

A=r²π=(d/2)²*π

2. Umfang:

U=2rπ=dπ

3. Flächeninhalt von Aa:


A =  r²  
360°
1
A =  b  r
2

4. Kreisbogen:

 
b=  2r =  r
360° 180°

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie – ZUSAMMENFASSUNG -589-

Zusammenfassung: Geometrie
1. Winkel
Nebenwinkel ergeben zusammen immer 180°: α+β=180°

53 °
127 °

β
α

Scheitelwinkel sind gleich groß: δ=ε.

62 °
62 °
δ
ε

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie – ZUSAMMENFASSUNG -690-

Stufenwinkel an Parallelen sind gleich groß: α=β und τ=ε.

114 °
66 °
ε β
114 °66 °

ι α

Wechselwinkel an Parallelen sind gleich groß: α=γ und δ=ε.

114 °

ε 66 °

γ 66 °

α
δ
114 °

Die Summe der Innenwinkel im Dreieck beträgt 180°.


Die Summe der Innenwinkel im n-Eck ist allgemein ausgedrückt:
(n-2) • 180° mit n>3.
Im Dreieck ist ein Außenwinkel genauso groß wie die Summe der beiden anliegenden
Innenwinkel.

122 °
58 °
γ#
γ

115 °
123 °
57 ° 65 °
β#
α# α β
Mathematik – Buch / 6. Geometrie – ZUSAMMENFASSUNG -691-

2. Zentrische Streckung
Vorgehensweise bei einer Zentrischen Streckung
1. Zeichne eine Strecke mit dem Streckfaktor k=5/3, bei der Strecke:

Vorgehensweise:

1. Zuerst zeichnet man einen Hilfsstrahl mit dem Anfangspunkt Z.

2. Dann zeichnet man auf dem Hilfsstrahl das Streckenverhältnis 5/3 ein. Ab dem Punkt Z
5 Einheiten und ab dem entstandenen Punkt B 3 Einheiten bis zum entstandenen Punkt B’.

Z
B B'
5Einheiten 3Einheiten

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie – ZUSAMMENFASSUNG -692-

3. Dann verbindet man A mit B und zeichnet eine Parallele zu Der Strecke AB durch B’.
Dies darf man nach den Strahlensätzen.

A'
A

Z
B B'
5Einheiten 3Einheiten

Dann hat man bei der Strecke ZA’ einen Streckfaktor von 5/3 erreicht.

ZB = 5
BB’ 3

Und

ZA = 5
AA’ 3

Eigenschaften der zentrischen Streckung:


1. Das Bild einer Geraden ist eine Gerade
Das Bild eines Dreiecks ist ein Dreieck.

2. Das Bild einer Geraden (Strecke, Strahl) ist parallel zum Urbild.

3. Das Bild eines Winkels ist ein gleich großer Winkel.

4. Das Streckenverhältnis Länge der Bildstrecke___ ist gleich dem Betrag des Streckfaktors k.
Länger der Urbildstrecke

5. Die Streckenlänge des Bildes ist abhängig vom Streckfaktor k.


Die Streckenlänge des Urbildes multipliziert mit dem Streckfaktor k ergibt die Streckenlänge
der Bildstrecke.

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie – ZUSAMMENFASSUNG -693-

Vermutung:

k=k1 • k2

Beweis:

1. Beide Streckungen gehen von demselben Streckzentrum Z aus.

2. ZD’ = k1 ZD’=k1 • ZD
ZD

3. ZD’’ = k2 ZD’’=k2 • ZD’


ZD’

4. Einsetzen von 2 in 3:
ZD’’=k1 • k2 • ZD

5.

ZD’’=k1 • k2 • ZD
ZD’’ =k1 • k2 • ZD |:ZD
ZD’’ = k1 • k2
ZD

ZD’’ = k1*k2=k
ZD

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie – ZUSAMMENFASSUNG -694-

3. Spiegelung / Drehung / Verschiebung


Punktspiegelung:

A S A'

4.365 cm 4.366 cm

1. Zuerst misst man den Abstand vom Bildpunkt zum Spiegelpunkt.

2. Dann trägt man diesen Abstand wieder gerade von dem Spiegelpunkt aus an.

Achsenspiegelung:

3
C
D
2

1
A' B'
-2 -1 A 1 2B 3 4 5 6 7 8 9 10 11
-1
D' -2
C'
-3

1. Zuerst misst von z.B. von dem Punkt C den Abstand senkrecht zur Spiegelachse.

2. Dann trägt man diesen Abstand senkrecht an und hier ist der Bildpunkt C’.

Bildpunkt und Urbildpunkt haben den gleichen Abstand von der Spiegelachse.

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie – ZUSAMMENFASSUNG -695-

Verschiebung:

Konstruktiv:

Verschiebung: 2 nach rechts, 4 nach unten

3
C 2nachrechts
D
2

1
4nachunten
-2 -1 A 1 2B 3 4 5 6 7 8 9 10 11
-1

-2 D'
C'
-3

-4
A' B'
-5

Rechnerisch:

A (2; 2) +(5; -4)


A’ (4; -2)

Drehung:

A B

Drehe die Strecke AB um 45° um Punkt A.

B'

A'
A B

im mathematisch positiver Richtung (gegen den Uhrzeigersinn=

Vorgehensweise:

1. Konstruiere die Strecke AB.


2. Dann schlägt man um A einen Kreisbogen mit dem Radius AB.
3. Dann zeichnet man einen Winkel von 45°. Der Schnittpunkt mit dem Kreisbogen ist B’.
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Mathematik – Buch / 6. Geometrie – ZUSAMMENFASSUNG -696-

4. Kongruenzsätze
Dreiecke sind kongruent, wenn sie übereinstimmen in
- den Längen der drei Seiten (SSS)
- der Länge einer Seite und den Beträgen der beiden anliegenden Winkel (WSW)
- den Längen zweier Seiten und im Betrag des Winkels, der von ihnen eingeschlossen wird
(SWS)
- den Länger zweier Seiten und im Betrag des Winkels, der der längeren Seite gegenüberliegt
(SSWg).

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie – ZUSAMMENFASSUNG -697-
5. Flächenberechnungen und
Körperberechungen
Hier alle Formeln, mit denen man den Flächeninhalt von Dreiecken und verschiedenen
Vierecken berechnen kann.

Dreieck:

A= ½ • g • h

Parallelogram

A=g • h

Raute

A=g • h= ½ • e • f

Trapez

A= ½ (a+c) • h

Drachenviereck

A= ½ • e • f

(Bilder folgen)

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie – ZUSAMMENFASSUNG -698-

Hier Formeln um Volumen, Oberfläche, ... von den verschiedensten Körpern zu berechne.

Formel zur Berechnung


Würfel:

V=a2
O=6a2
e (Diagonale)=a • 3

Quader:

V=abc
O=2 • (ab+ac+bc)
e= a²+b²+c²

M=2(ac+bc)

Prisma:

V=G • h
O=2G+M

Zylinder:

V=πr2h
M=2πrh
O=2πr(r+h)

Pyramide:

1
V = •G •h
3

Kegel:

1 2
V= πr h
3
M=πrs
O=πr(r+s)

Pyramidenstumpf:

1
V= h(G1+ G1 • G2+G2)
3

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Mathematik – Buch / 6. Geometrie -699-

Kegelstumpf:

1
V= hπ (r12 + r1 • r2 +r22 )
3
M=πs(r1+r2)
O=πs(r1+r2)+ π(r21+r22)

Kugel:

4 3
V= πr
3
O=4πr2

Kugelausschnitt:

2
V= • πr2h
3

Kugelabschnitt:

1
V= πh2(3r-h)
3

Flächeninhalt der Kugelkappe : 2πrh

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Mathematik – Buch / 7. Logarithmen -704-

Rechnen mit Logarithmen:


Am Anfang fällt dem Schüler das Rechnen mit Logarithmen schwer, weil die Logarithmen für
ihn etwas ganz Neues darstellen... Ich will nun versuchen euch die „Angst“ vor Logarithmen
zu nehmen und sie euch schmackhaft machen... ☺

Logarithmen sind immer Exponenten! Es ist euch bestimmt schon passiert, dass ihr einen
Exponenten nicht berechnen könnt.
Z.B.: 2x=12 Ja, was ist nun x?
Auch hierfür hat die Mathematik eine Lösung gefunden: Logarithmen!

2x=12
x=log2(12) (Man lies: Logarithmus von 12 zur Basis 2)

Und dies kann man ganz leicht mit dem Taschenrechner berechnen.
Beachte dabei, du musst log2(12) folgendermaßen in deinen Taschenrechner eintippen:

lg12
log 2 (12) = Was beim Logarithmus in der Klammer steht packts du in den Zähler
lg 2
und was als Basis steht in den Nenner!

Aufgaben mit Lösungen:

1. Berechne die Logarithmen.

log525=2 ; denn 5²=25 log5625=4 ; denn 54= log5(25 • 625=15625)=6 ; denn


56=15625

log2( ½ )=-1 ; 2-1= ½ log2(2)=1 ; 21=2 log21=0; 20=1

An den Aufgaben erkennt ihr folgendes Logarithmusgesetz:

Der Logarithmus eines Produktes ist gleich der Summe der Logarithmen der Faktoren.

loga(u)+loga(v)=loga(u • v)

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Mathematik – Buch / 7. Logarithmen -705-

Rechnen mit Logarithmen:

Logarithmusgesetze:

1. Gesetz:

loga(u)+loga(v)=loga(u • v)

Beispiel:

lg(7a)=lg7+lg(a)
loga(9 • b • 4f)=loga9+logab+loga4+logaf
(Beachte, dass das Gesetzt nur bei Logarithmen mit gleicher Basis gilt!)

Der Logarithmus eines Produktes ist gleich der Summe der Logarithmen der Faktoren.

2. Gesetz:

logau-logav=loga(u/v)

Beispiel:

loga8-loga4=loga(8/4)

Der Logarithmus einer Division ist gleich der Differenz der Logarithmen von Divident und
Divisor.

3. Gesetz:

logauk=k • logau

Beispiel:

logau15=15 • logau

Der Logarithmus einer Potenz ist gleich dem Produkt von dem Exponenten und dem
Logarithmus der Basis.

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Mathematik – Buch / 7. Logarithmen -706-

Aufgaben zu Rechnen mit Logarithmen:

1. Schreibe als Summe oder Produkt mit « einfachen » Logarithmen.

a) lg(4x) b) loga(avc) c) lg(u3) d) loga(y²) e) loga(2ab2)

f) loga(5e) g) loga(uv/w) h) lg(√x) i) loga(3x) k) loga(3√b)

l) loga(1/3√b2) m) loga(b3/√z) n) loga(3√q/p2) o) loga[(a/y)4] p) lg(3√x4/y)

2.

x 4 b³ 1 r²t 4
a) log a ( 4 ) b)log a ( 3 6 9 ) c) log a ( ) d) log a (a11b3c5 )
u v³ abc y³a

1 x²y 3r²
e) lg(vz5 hg9 ) f) lg( ) g) log a ( ) h) log a ( 4 )
abc z² vt

3. Schreibe als einen Logarithmus.

a) lg(x)+lg(3z) b) log a (y²)-log a (y) c) lg(ab)-lg(a²b) d) loga (a)-loga (a²)

3 2 1 1
e) log a (y) f) log( )-log a ( ) g) 3lg( )+lg(b²) h) loga (x)-loga (x)
4 x x b

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Mathematik – Buch / 7. Logarithmen -707-

Lösungen:

1.

a) lg(4x)=lg(4)+lg(x)
b) loga(avc)= logaa+logav+logac=1+ logav+logac
c) lg(u3)=3lg(u)
d) loga(y²)=2loga(y)
e) loga(2ab2)=loga2+ logaa+2 logaa= loga2+1+2= loga2+3
f) loga(5e)= loga5+ logae
g) loga(uv/w)= logau+ logav- logaw
h) lg(√x)= ½ lg(x)
i) loga(3x)= loga3+ logax
k) loga(3√b)= 1/3 logab
l) loga(1/3√b2)=0-2/3 logab
m) loga(b3/√z)=3 logab- ½ logaz
n) loga(3√q/p2)= 1/3 logaq-2 logap
o) loga[(a/y)4]=1-4 logay
p) lg(3√x4/y)= ¾ lg(x)-lg(y)

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Mathematik – Buch / 7. Logarithmen -708-

2.

x 4 b³
a) log a ( )=4 log a x+3log a b-4log a u-3log a v
u 4 v³
1
b)log a ( 3 6 9 )=-3-6log a b-9log a c
abc
r²t 4
c) log a ( )=2log a r+4log a t-3log a y-1
y³a
d) log a (a11b3c5 )=11+3log a b + 5log a c
e) lg(vz5 hg9 )=lgv+5lgz+lgh+9lg(g)
1
f) lg( )=-lga-lgb-lgc
abc
x²y
g) log a ( )=log a x+0,5log a y-log a z

3r²
h) log a ( 4 )=log a 3 + 2log a r − log a v − 4log a t
vt

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Mathematik – Buch / 7. Logarithmen -709-

3.

a) lg(x)+lg(3z)=lg(3xz)

b) log a (y²)-log a (y)=log a ( )=log a y
y
ab
c) lg(ab)-lg(a²b)=lg( )=lga -1
a²b
a
d) log a (a)-log a (a²)=log a ( ) = log a a −1 = −1

3
3
e) log a (y)=log a (y 4 )
4
2
2 1
f) log a ( )-log a ( )=log a ( x )=log a 2
x x 1
x
1 1
g) 3lg( )+lg(b²)=lg( • b²)=lg(b -1 )
b b³
x
h) log a (x)-log a (x)=log a ( ) = log a 1 = 0
x

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Mathematik – Buch / 7. Logarithmen -710-

Rechnen mit Logarithmen:


Logarithmusgesetze:
1. Gesetz:

loga(u)+loga(v)=loga(u • v)

Beispiel:

lg(7a)=lg7+lga
loga(9 • b • 4f)=loga9+logab+loga4+logaf

Der Logarithmus eines Produktes ist gleich der Summe der Logarithmen der Faktoren.

2. Gesetz:

logau-logav=loga(u/v)

Beispiel:

loga8-loga4=loga(8/4)

Der Logarithmus einer Division ist gleich der Differenz der Logarithmen von Dividend und
Divisor.

3. Gesetz:

logauk=k • logau

Beispiel:

logau15=15 • logau

Der Logarithmus einer Potenz ist gleich dem Produkt von dem Exponenten und dem
Logarithmus der Basis.

4. Gesetz:

logau=lgu/lga

Beweis:

x=logau
ÅÆ
ax=u |lg
lgax=lgu
xlga=lgu | :lga
x=lgu/lga
Mathematik – Buch / 7. Logarithmen -711-

Aufgaben zu Logarithmen:

1. Bestimme mit dem Taschenrechner.

a) log4(9) b) log8(6) c) log11(0,8) d) log13(3,7)

e) log30(200) f) log8(7) g) log0,8(0,2) h) log0,5(12)

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Mathematik – Buch / 7. Logarithmen -712-

Lösungen:

1.

1.
lg9
a) log 4 (9)=
lg4
lg6
b) log8 (6)=
lg8
lg0,8
c) log11 (0,8)=
lg11
lg3,7
d) log13 (3,7)=
lg13
lg200
e) log 30 (200)=
lg30
lg7
f) log8 (7)=
lg8
lg0,2
g) log 0,8 (0,2)=
lg0,8
lg12
h) log 0,5 (12)=
lg0,5

Aufgaben zu Logarithmen

1.

a) 3 • lg(x)+5 • lg(y)-lg(z) b) loga(p)- 0,75 loga(q)+0,25 loga(r)

c) 8lg(b)+0,75 lg(b+x) d) ¼ loga(a+b)- 0,75loga(a-b)

e) loga(2u)-2 • loga(v)+loga(v2)+loga(1/v) f) lg(√x)-lg(√9x)+lg(x2)+lg(8)

2. Löse die Funktionen ohne Taschenrechner.

a) lga(x)=2 • loga(4) b) lg(x)=lg(9)-lg(3) c) lg(x)=2 • lg(7)+4 • lg(5)

d) 4 • loga(x)=16 e) 4 • lg(x)=lg(16)+lg(12) f) loga(b • x)=1+loga(7)

3. Löse nach x bzw y auf.

a) loga(y)=2 • loga(y)+ ½ loga(z) b) loga(x)=loga(u-v)+loga(u+v)

c) loga(x)=4 • loga(u)-2 • loga(v) d) 2 • loga(x)+4 • loga(u2+v2)=0

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Mathematik – Buch / 7. Logarithmen -713-

Lösungen:

1.

a) 3 • lg(x)+5 • lg(y)-lg(z)=lg((x³ • y5)/z)


b) loga(p)- 0,75 loga(q)+0,25 loga(r)=loga((p/q0,75) • r0,25)
c) 8lg(b)+0,75 lg(b+x)=lg(b8 • (b+x)0,75)
d) ¼ loga(a+b)- 0,75loga(a-b)=loga((a+b)0,25/(a-b)0,75)
e) loga(2u)-2 • loga(v)+loga(v2)+loga(1/v)=loga((2u/v) • v² • 1/v)
f) lg(√x)-lg(√9x)+lg(x2)+lg(8)=lg((√x/3√x) • x² • 8

2)

a) loga(x)=2 • loga(4)=loga(4²)=loga(16)
x=16

b) lg(x)=lg(9)-lg(3)
lg(x)=lg(9/3)=lg(3)
x=3

c) lg(x)=2 • lg(7)+4 • lg(5)


lg(x)=lg(49 • 625)
x=30625

d) 4 • loga(x)=16 |:4
loga(x)=4

e) 4 • lg(x)=lg(16)+lg(12)
4 • lg(x)=lg192
lg(x4)=lg(192)
x4=192

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Mathematik – Buch / 7. Logarithmen -714-

3)

a) loga(y)=2 • loga(y)+ ½ loga(z)


loga(y)=loga(y² • z ½ )
y= y² • z ½

b) loga(x)=loga(u-v)+loga(u+v)
loga(x)=loga((u-v) • (u+v))
x=u²-v²

c) loga(x)=4 • loga(u)-2 • loga(v)


loga(x)=loga(u4/v²)
x=u4/v²

d) 2 • loga(x)+4 • loga(u2+v2)=0 |-loga((u²+v²)4)


loga(x²)=-loga((u²+v²)4)

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Mathematik – Buch / 7. Logarithmen -715-

Logarithmen:
Berechnung von x:

Aufgabe:

1. Berechne x.

a) lg(x)=2lg(5)+3lg(2)

lg(x)=2lg(5)+3lg(2)
ÅÆ
lg(x)=lg(5² • 2³)
lg(x)=lg200
x=200

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Mathematik – Buch / 7. Logarithmen -716-

Exponentialgleichungen
Aufgabe:

1. Berechne x.

a) 62x-4=6 b) 10x-2=6

Lösungen:

1.

a) 62x-4=6

62x-4=6 |lg
lg(62x-4)=lg6
(2x-4)lg(6)=lg(6) |:lg(6)
2x-4=1 |+4
2x=5 |:2
x=2,5

b) 10x-1=6

10x-2=6 |lg
lg(10x-2)=lg6
(x-2)lg(10)=lg(6) |:lg(10)
x-2=lg(6)/lg(10) |+2
x=lg(6)/lg(10) +2
x=lg(6)+2

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Mathematik – Buch / 7. Logarithmen -717-

Vorgehensweise:

1. Zuerst logarithmiert man.

10x-2=6

10x-2=6 |lg
lg(10x-2)=lg6

2. Danach löst man nach x auf.

10x-2=6

10x-2=6 |lg
lg(10x-2)=lg6
(x-2)lg(10)=lg(6) |:lg(10)
x-2=lg(6)/lg(10) |+2
x=lg(6)/lg(10)+2
x=lg(6)+2

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Mathematik – Buch / 7. Logarithmen -718-

Aufgaben:

1) Löse durch „Vergleich der Exponenten“.

a) 62x-4=6 b) 75x-7=343 c) 42x-1=256 d) 72x+1=7x+2

e) 3x=1/243 f) 5x+1=1/5 g) 8x-2=√8 h) 45x=3√42

2) Löse. Gib die Lösungen auf 3 Nachkommastellen genau an.

a) 4x=9 b) 2,7x=3,9 c) 1,4y=0,7 d) 0,7z=1,9

e) 3,752x=7,5 f) 1,63x=1 g) 8,2x=4,9 h) 9-2x=1,4

i) 3x=1,4 k) 1,7y=2,3 l) 1,3*5-x=2,8 m) 1,4t=3,3

3)

a) 10x-1=8 b) 4x+2=256 c) 61-2x=18 d) 95x+1=3

e) 3*8-x-2=25 f) (42x-1)2=36 g) 2-3x+4=1 h) 45-x=1

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Mathematik – Buch / 7. Logarithmen -719-

Lösungen:

1)

a) 62x-4=6
2x-4=1 |+4
2x=5 |:2
x=2,5

b) 75x-7=343
75x-7=73
5x-7=3 |+7
5x=10 |:5
x=2

c) 42x-1=256
42x-1=44
2x-1=4 |+1
2x=5 |:2
x=2,5

d) 72x+1=7x+2
2x+1=x+2 |-1
2x=x+1 |-x
x=1

e) 3x=1/243
3x=3-5
x=-5

f) 5x+1=1/5
x+1=-1 |-1
x=-2

g) 8x-2=√8
x-2= ½ |+2
x=2,5

h) 45x=3√42
5x=2/3 |:5
x=2/15

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Mathematik – Buch / 7. Logarithmen -720-

2) Löse. Gib die Lösungen auf 3 Nachkommastellen genau an.

a) 4x=9
ÅÆ x=log49
b) 2,7x=3,9
ÅÆ x=log2,73,9
c) 1,4y=0,7
ÅÆ y=log1,40,7
d) 0,7z=1,9
ÅÆ z=log0,71,9
e) 3,752x=7,5
ÅÆ x=log3,757,5
f) 1,6x=1
ÅÆ x=log1,61
g) 8,2x=4,9
ÅÆ x=log8,24,9
h) 9-2x=1,4
-2x=lg(1,4)/lg(9) |:(-2)
x=(lg(1,4)/lg(9))/-2
i) 3x=1,4
ÅÆ x=log31,4
k) 1,7y=2,3
ÅÆ y=log1,72,3
l) 1,3*5-x=2,8
x=-log5(2,8/1,3)
m) 1,4t=3,3
ÅÆ t=log1,43,3

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Mathematik – Buch / 7. Logarithmen -721-

3)

a) 10 x-1 =8 |lg
(x-1)lg(10)=lg(8) |:lg(10)
x-1=lg(8) |+1
x=lg(8)+1
b) 4 x+2 =256
4 x+2 = 44
x + 2 = 4 | −2
x=2
c) 61-2x =18
(1-2x)lg(6)=lg(18) |:lg(6)
lg18
1-2x= |-1
lg6
lg18
-2x= -1 | • (-2)
lg6
lg18
x=( -1) • (-2)
lg6
d) 95x+1 =3
(5x+1)lg(9)=lg(3) |:lg(9)
lg3
5x+1= | −1
lg9
lg3
5x = − 1|: 5
lg9
lg3
−1
lg9
x=
5

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Mathematik – Buch / 7. Logarithmen -722-

e) 3 • 8-x-2 =25 |:3


25
8-x-2 =
3
25
(-x-2)lg(8)=lg( ) |: lg(8)
3
25
lg( )
−x − 2 = 3 | +2
lg(8)
25
lg( )
−x = 3 + 2 | •(−1)
lg(8)
25
lg( )
x=− 3 −2
lg(8)
f) (42x-1 )²=36
44x-2 =36
(4x-2)lg(4)=lg(36) |:lg(4)
lg(36)
4x-2= |+2
lg(4)
lg(36)
4x= +2 |:4
lg(4)
lg(36)
+2
lg(4)
x=
4
-3x+4
g) 2 =1
lg(1)
(-3x+4)= |-4
lg(2)
lg(1)
-3x= -4 |:(-3)
lg(2)
lg(1)
-4
lg(2)
x=
-3
5-x
h) 4 =1
lg(1)
5-x= | −5
lg(4)
lg(1)
−x = − 5 | •(−1)
lg(4)
lg(1)
x=− +5
lg(4)
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Mathematik – Buch / 7. Logarithmen -723-

Exponentialfunktionen /
Exponentialgleichungen aufstellen
1. In einer Stadt fällt im Jahr 2000 0,5 Millionen Tonnen Müll an, 2001 hat es sich um 3%
vermehrt.

a) Stelle eine Funktionsvorschrift auf.


b) Wann hat sich die Müllmenge verdoppelt?

Lösungen:

1.

a) f(x)=0,5 • 1,03x

b) 1=0,5 • 1,03x
1=0,5 • 1,03x |:0,5
2=1,03x
x=log1,03(2)

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Mathematik – Buch / 7. Logarithmen -724-

Aufgaben zu Exponentialfunktionen:
1) Löse mit Hilfe einer Funktion.

a) Ein Kapital K wird jährlich mit 4% verzinst. Nach wie vielen Jahren hat sich das Kapital
mit Zinsen und Zinseszinsen verdoppelt (verdreifacht) ?
b) Ein Kapital von 8000 € wird jährlich mit 4,5% verzinst. Nach wie vielen Jahren ist das
Kapital mit Zinsen und Zinseszinsen auf ungefähr 12000 € gewachsen?

2) Eine Braunalge verdoppelt jede Woche ihre Höhe. Zu Beginn der Beobachtung ist sie 1,2
m hoch. Das Wasser ist an dieser Stelle 40 m tief. Wie viele Wochen dauert es, bis die
Braunalge an die Wasseroberfläche gelangt?

Lösungen:

1)

a)

2=1,04x
x=log1,042
x=17,67

Nach ungefähr 18 Jahren hat sich das Kapital verdoppelt.

b) y=8000 • 1,045x
15000=8000 • 1,045x |:8000
15000/8000=1,045x
x=log1,045(15000/8000)
x=14,3

2.

a)

y=12 • 2x
40=12 • 2x |:12
3,33=2x
x=log23,33
x=1,7

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Mathematik – Buch / 7. Logarithmen -726-

Vorgehensweise:

1. Bei solchen Textaufgaben geht ihr eigentlich immer nach dem gleichen Schema dran.
Zuerst bestimmt ihr den Anfangswert b.

Eine Braunalge verdoppelt jede Woche ihre Höhe. Zu Beginn der Beobachtung ist sie 1,2 m
hoch. Das Wasser ist an dieser Stelle 30 m tief. Wie viele Wochen dauert es, bis die
Braunalge an die Wasseroberfläche gelangt?

b ist hier 1,2 m.

2. Danach bestimmt man den Wachstumsfaktor a.

a ist in diesem Fall 2.

3. Also ist die Gleichung.

y=1,2 • 2x

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Mathematik – Buch / 7. Logarithmen - ZUSAMMENFASSUNG -727-

Zusammenfassung: Logarithmen /
Exponentialgleichungen
1. Logarithmusgesetze:
1. Gesetz:

loga(u)+loga(v)=loga(u • v)

Beispiel:

lg(7a)=lg7+lga
loga(9 • b • 4f)=loga9+logab+loga4+logaf

Der Logarithmus eines Produktes ist gleich der Summe der Logarithmen der Faktoren.
2. Gesetz:

logau-logav=loga(u/v)

Beispiel:

loga8-loga4=loga(8/4)

Der Logarithmus einer Division ist gleich der Differenz der Logarithmen von Dividend und
Divisor.
3. Gesetz:

logauk=k*logau

Beispiel:

logau15=15*logau

Der Logarithmus einer Potenz ist gleich dem Produkt von dem Exponenten und dem
Logarithmus der Basis.
4. Gesetz:

logau=lgu/lga

Beweis:

x=logau
ÅÆ
ax=u |lg
lgax=lgu
xlga=lgu | :lga
x=lgu/lga
Mathematik – Buch / 7. Logarithmen - ZUSAMMENFASSUNG -728-

2. Exponentialgleichungen
Vorgehensweise:

1. Bei solchen Textaufgaben geht ihr eigentlich immer nach dem gleichen Schema dran.
Zuerst bestimmt ihr den Anfangswert b.

Eine Braunalge verdoppelt jede Woche ihre Höhe. Zu Beginn der Beobachtung ist sie 1,8 m
hoch. Das Wasser ist an dieser Stelle 40 m tief. Wie viele Wochen dauert es, bis die
Braunalge an die Wasseroberfläche gelangt?

b ist hier 1,8 m.

2. Danach bestimmt man den Wachstumsfaktor a.

a ist in diesem Fall 2.

3. Also ist die Gleichung.

y=1,8 • 2x

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Mathematik – Buch / 8. Gleichungen und Ungleichungen -729-

Lineare Gleichungen und Ungleichungen in einer Variablen


8.1 Gleichung – Ungleichung

Gleichungen (Ungleichungen) mit gleicher Grundmenge sind äquivalent, wenn sie dieselbe
Lösung besitzen.

Äquivalente Umformungen für Gleichungen sind:


- Das Addieren desselben Terms auf beiden Seiten der Gleichung.
- Das Subtrahieren des Terms auf beiden Seiten
- Das Multiplizieren beider Seiten der Gleichung.
- Das Dividieren des Terms auf beiden Seiten der Gleichung

8.2 Das Lösungsverfahren für Gleichungen

Das Lösungsverfahren für Gleichungen


1. Schritt: Auf beiden Seiten der Gleichung ausmultiplizieren und zusammenfassen.
Das heißt äquivalente Umformungen anwenden...
2. Schritt: Alle Terme ohne Variablen auf eine Seite und alle Terme mit Variable auf die
andere Seite bringen.
3. Schritt: Den Faktor vor der Variable zu 1 machen. Das heißt man sollte keine
Minusklammer mehr haben...
4. Schritt: Lösungsmenge angeben.
5. Schritt: Probe nicht vergessen.

Beispiel:

Gegeben ist: 2(x-8)-(2x+5)=(24-5x) • 10 − 72 G=\


1. Schritt: Auf beiden Seiten der Gleichung ausmultiplizieren und zusammenfassen
2x-16-2x-5=240-50x-72
2. Schritt: Alle Terme ohne Variable auf eine Seite und alle Terme mit Variable auf die
andere Seite bringen.
-21=168-50x |-168
3. Schritt: Den Faktor vor der Variable zu 1 machen.
-189=-50x
189=50x |:50
4. Schritt: Lösungsmenge angeben.
x=3,78 L={3,78}
5. Schritt: Probe machen.
Linke Seite: 2(3,78-8)-(2 • 3, 78+5)=-8,44-12,56=-21
Rechte Seite: (24-5 • 3, 78) • 10-72=5,1 • 10-72=51-72=-21
STIMMT!

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Mathematik – Buch / 8. Gleichungen und Ungleichungen -730-

8.3 Äquivalente Umformungen für Ungleichungen

Äquivalente Umformungen für Ungleichungen


- Das Addieren desselben Terms auf beiden Seiten der Ungleichung.
- Das Multiplizieren der reellen Zahl und Beibehalten des Ungleichungszeichens.
- Das Multiplizieren beider Seiten der Ungleichung mit derselben negativen reellen Zahl und
Umdrehen des Ungleichungszeichens.

Lösungsverfahren für Ungleichungen


1. Schritt: Auf beiden Seiten der Ungleichung ausmultiplizieren und zusammenfassen.
2. Schritt: Alle Terme ohne Variable auf eine Seite und alle Terme mit Variable auf die
andere Seite bringen.
3. Schritt: Den Faktor vor der Variable zu 1 machen. Minusklammer auflösen...
4. Schritt: Lösungsmenge angeben.

Beispiel:

Gegeben ist: 4(x+3)+20>-17x-4(2-x) G=\

1. Schritt: Auf beiden Seiten der Ungleichung ausmultiplizieren und zusammenfassen

4x+12+20>-17x-8+4x
2. Schritt: Alle Terme ohne Variable auf eine Seite und alle Terme mit Variablen auf die
andere Seite bringen.
4x+32>-13x-8 |+13x-32
3. Schritt: Den Faktor vor der Variable zu 1 machen.
17x>-40 |:17
4. Schritt: Lösungsmenge angeben.
x>-2,35

L={x|x>-2,35}R

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Mathematik – Buch / 8. Gleichungen und Ungleichungen -731-

Quadratische Gleichungen
8.4 p, q-Formel

Eine Gleichung der Form ax2+bx+c=0 mit a, b, c e R und a=0 kann man durch Division mit a
stets auf die Normalform einer quadratischen Gleichung x2+px+q=0 bringen.
Die Lösung der quadratischen Gleichung in Normalform sind gegeben durch: die
Lösungsformel:

p p p p
x1 =- + ( )²-q und x 2 =- − ( )²-q
2 2 2 2

Die Gleichung hat


p
- zwei Lösungen x1 ; x 2 , wenn ( )²-q >0
2
p
- genau eine Lösung, wenn ( )²-q =0
2
p
- keine Lösung, wenn ( )²-q <0.
2

Beispiele:

1. Fall:
x²+5x+4=0; L={-1; -4}, denn
x1,2 =-2,5+/- 2,5²-2,4 =-2,5+/- 1,5=-1 / -4

2. Fall:
x²-5x+6,25=0; L={2,5}, denn
x1,2 =2,5+/- 2,5²-6,25=2,5+/- 0=2,5

3. Fall:
x²+5x+9=0; L={}, denn
x1 =-2,5+ 2,5²-9, die Quadratwurzel 2,5²-9 ist negativ
und somit nicht definiert, weil 2,5²-9<0.

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Beispiel:

x2=7
x1=√7 und x2=-√7

Vor einer Wurzel kann immer ein + Zeichen oder ein – Zeichen stehen. Darauf bitte achten.

7.3 Quadratische Gleichungen ohne konstantes Glied

Quadratische Gleichungen ohne konstantes Glied löst man durch Ausklammern.

Beispiel:

x2+8x=0
x(x+8)=0
x1=0 und x2=-8

Satz von Vieta


Die reellen Zahlen x1 und x2 sind genau dann Lösungen der Gleichung x²+px+q=0, wenn für
die Koeffizienten p und q gilt: p=-(x1+x2) und q=x1 • x2 .

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Mathematik – Buch / 8. Gleichungen und Ungleichungen -733-

Bruchgleichungen in einer Variablen


8.6 Bruchgleichungen
Gleichungen, in denen Bruchterme vorkommen, bezeichnet man als Bruchterme.
Die gemeinsame Definitionsmenge der Bruchterme bezeichnet man als Definitionsmenge
der Bruchgleichung.
Beispiel:

1 1 2
+ = G=\
x+4 3x 8-x

Der erste Nenner wird Null für –4 der zweite für 0 und der dritte für 8. Diese drei Zahlen
dürfen also nicht in die Bruchgleichung eingesetzt werden, denn die Division durch 0 ist in
der Mathematik verboten.
D=R/{-4, 0, 8} Bedeutet, dass alle Zahlen für x eingesetzt werden dürfen außer –4, 0, 8.
8.7 Lösungsverfahren für Bruchgleichungen
Lösungsverfahren für Bruchgleichungen
1. Schritt: Bestimmen der Definitionsmenge D.
2. Schritt: Bestimmen des Hauptnenners.
3. Schritt: Multiplizieren beider Seiten der Gleichung mit dem Hauptnenner und Kürzen
4. Schritt: Lösen der entstandenen „Nicht-Bruchgleichung“.
5. Schritt: Nachprüfen, ob die Lösungen der „Nicht-Bruchgleichung“ zu D gehören und die
Lösungsmenge angeben.
6. Schritt: Probe an der Bruchgleichung.
Beispiel:

x-7 x+8 x
Gegeben ist: - = G=\
x+4 x-2 x+2

1. Schritt: Bestimmen der Definitionsmenge D.


D=\/{-4;2;-2}

2. Schritt: Bestimmen des Hauptnenners.


x+4=(x+4)
x-2=(x-2) Hauptnenner: (x+4) • (x-2) • ( x + 2)
x+2=x+2

3. Schritt: Multiplizieren beider Seiten der Gleichung mit dem Hauptnenner und ggf. Kürzen
x-7 x+8 x
- = | • Erweitern(x+4) • (x-2) • ( x + 2)
x+4 x-2 x-2
(x-7)(x-2) • ( x + 2) − ( x + 8)( x + 4)( x + 2) x(x+4)(x+2)
=
(x+4) • (x-2) • ( x + 2) (x+4) • (x-2) • ( x + 2)
( x ² − 9 x + 14)( x + 2) − ( x ² + 12 x + 12)( x + 2) x(x+4)(x+2)
=
(x+4) • (x-2) • ( x + 2) (x+4) • (x-2) • ( x + 2)
( x ³ − 7 x ² − 4 x + 28) − ( x ³ + 14 x ² + 36 x + 24) x³+10x+4x²
=
(x+4) • (x-2) • ( x + 2) (x+4) • (x-2) • ( x + 2)
Mathematik – Buch / 8. Gleichungen und Ungleichungen -734-

4. Schritt: Lösen der entstandenen „Nicht-Bruchgleichung“.


x ³ − 7 x ² − 4 x + 28 − x ³ + 14 x ² + 36 x + 24 x³+10x+4x²
=
(x+4) • (x-2) • ( x + 2) (x+4) • (x-2) • ( x + 2)
Die Bruchgleichung führt zu einer linearen Gleichung.

7 x ² + 32 x + 52 x³+10x+4x²
=
(x+4) • (x-2) • ( x + 2) (x+4) • (x-2) • ( x + 2)
7 x ² + 32 x + 52 = x ³ + 10 x + 4 x ²
7 x ² + 32 x + 52 = x ³ + 10 x + 4 x ² | −4 x ²
3x ² + 32 x + 52 = x ³ + 10 x | −10 x
3x ² + 22 x + 52 = x ³

5. Schritt: Nachprüfen, on die Lösungen der „Nicht-Bruchgleichung“ zu D gehören und


die Lösungsmenge angeben.

L={4,95}
6. Schritt: Probe an der Bruchgleichung.
Probe stimmt.

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Mathematik – Buch / 8. Gleichungen und Ungleichungen -735-
Systeme von linearen Gleichungen
8.8 Verschiedene Verfahren zur Bestimmung der Lösungen
8.8.1 Gleichsetzungsverfahren
8.8.2. Einsetzungsverfahren
8.8.3 Additionsverfahren

Zwei durch und verbundene Gleichungen in zwei Variablen, wie zum Beispiel 7x+9y=11 und
5x-4y=8, bilden ein System von zwei linearen Gleichungen. Entsprechend gibt es Systeme
von drei (vier, …) Gleichungen.
Lösungsverfahren für Systeme von zwei linearen Gleichungen...
Beispiel:

(I) 45x+75y=58,5 und (II) 20x+40y=29 und (I) x=3y-2 und (II) 4x-9y=1

Gleichsetzungsverfahren Einsetzungsverfahren

1. Schritt: 1. Schritt:
Beide Gleichungen nach y auflösen Gleichung (I) nach c auflösen.
(I) y=-0,6x+0,78 x=3y-2
(II) y=-0,5x+0,725
2. Schritt: 2. Schritt:
Beide Terme, die x enthalten, gleichsetzen. Den so erhaltenen Term für x in Gleichung (II)
-0,6x+0,78=-0,5x+0,725 einsetzen.
4(3y-2)-9y=1
12y-8-9y=1 |+8
3y=9 | :3
y=3

3. Schritt: 3. Schritt:
Lösung bestimmen. Lösung bestimmen.
x=0,55 x=3 • 3-2=9-2=7

4. Schritt:
Die gefundene Zahl für x in die Gleichung
-0,6x+0,78=-0,5x+0,725 |+0,6x
0,78=0,1+0,725 |-0,725
0,055=0,1x | • 10
x=0,55

5. Schritt:
Lösungsmenge angeben.
L={(0,55; 0,45)}
6. Schritt:
Probe an den Ausgangsgleichungen ausführen.
Linke Seite: Rechte Seite:
(I) 0,45=-0,6 • 0,55+0,78
(II) 0,45=-0,5 • 0,55+0,725

Das Additionsverfahren führen wir an einen System von drei linearen Gleichungen vor. Das
Verfahren ist auch bei Systemen von zwei und mehr als drei Gleichungen sinnvoll
anwendbar.

Beispiel:

(I) x-3y+z=12
(II) 2x+2y-6z=-8
(III) –3x+y+z=-24

Man formt das Gleichungssystem auf Dreiecksgestalt um:

(I) x-3y+z=12
2 • (I)-(II) (II’) -8y+8z=32
3 • (I)+(III) (III’) -8y+4z=12

(I) x-3y+z=12
(II’) -8y+8z=32
(III’’) 4z=20

Das Gleichungssystem hat eine Dreiecksform.


Wie beenden die Umformungen.
Jetzt können wir schrittweise die Zahlen berechnen, die für x, y, z einzusetzen sind.
Aus der Gleichung (III’) erhalten wir:
z=5
Einsetzen in Gleichung (II’)
-8y+40=32
-8y=-8
y=1
Einsetzen in Gleichung (I) ergibt:
x-3+5=12
x=10

Das Lösungstripel ist (10; 1; 5), also L={(10; 1; 5)}.


Probe nicht vergessen!

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Mathematik-Buch / Wahrscheinlichkeit und Statistik -737-

Wahrscheinlichkeit und Statistik


Wahrscheinlichkeit und Statistik
Statistik: „Chance“ Statistische Erhebungen

1. Würfel 60 mal mit einem Würfel und bestimme die Anzahl, den Anteil und den
prozentualen Anteil.

1 2 3 4 5 6 ---------

Anzahl 15 8 7 12 12 6 60

Anteil 15/60= ¼ 8/60=2/15 7/60 12/60=1/5 1/5=12/60 1/10=6/60 60/60=1

% 25% 13% 12% 20% 20% 10% 100%

Relative Häufigkeiten=
absolute Häufigkeiten/Gesamthäufigkeit
Darstellungsmöglichkeiten:

- Tabelle
- Diagramm: Kreisdiagramm / Säulendiagramm
- Graph

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Mathematik-Buch / Wahrscheinlichkeit und Statistik -738-

Kreisdiagramm:

Säulendiagramm:
Mathematik-Buch / Wahrscheinlichkeit und Statistik -739-
Wahrscheinlichkeit
Zufallsexperimente
Ergebnismenge {1, 2, 3, 4, 5, 6}; {2, ..., 12}

Ereignis A={2, 4, 6}

P(A)=gewünschtes Ereignis/Gesamtheit aller Ergebnisse

1. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass man bei 3mal Werfen einer Münze das Wappen
bekommt?

Lösung:

Bei dem 1. Mal ist die Wahrscheinlichkeit ½ .


Bei dem 2. Mal ist die Wahrscheinlichkeit ¼ .
Bei dem 3. Mal ist die Wahrscheinlichkeit 1/8 .

1/8=12,5%

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1. Elementares Rechnen

1.1 Brüche

Erweitern: Zähler und Nenner werden mit derselben natürlichen Zahl größer als 1
multipliziert.

Beispiel:

1 1•7 7
= =
2 2 • 7 14
1 1•6 6
= =
2 2 • 6 12
1 1 • 10 10
= =
2 2 • 10 20

Kürzen: Zähler und Nenner werden durch dieselbe natürliche Zahl größer als 1 dividiert.

Beispiel:

45 45 : 5 9 1
= = =
90 90 : 5 18 2
45 45 : 3 15 1
= = =
90 90 : 3 30 2
45 45 : 9 5 1
= = =
90 90 : 9 10 2

Addieren (Subtrahieren): Die Brüche werden zunächst nennergleich gemacht. Dann addiert
(subtrahiert) man die Zähler und behält den gemeinsamen Nenner bei.

Beispiel:

5 6 25 18 43
+ = + =
3 5 15 15 15
5 3 20 9 11
− = − =
6 8 24 24 24

Multiplizieren: Man multipliziert Zähler mit Zähler und Nenner mit Nenner.

Beispiel:

7 9 7•9 63
• = =
11 14 11 • 14 154
7 6 7 • 6 7 • 2 42 2
• = = = =
9 7 9•7 3 • 7 63 3
Dividieren: Man dividiert durch einen Bruch ungleich 0, indem man mit dem Kehrwert
multipliziert.

Beispiel:

5 3 5 • 2 10
: = =
7 2 7 • 3 21
1 5 1• 6 6 3
: = = =
2 6 2 • 5 10 5
4 5 4 •1 4
: = =
3 1 3 • 5 15

1.2 Dezimalbrüche

Addieren (Subtrahieren): Man setzt Komma unter Komma und addiert (subtrahiert)
stellenweise.

Beispiel:

3,89
+ 1,895
5,795

18,04
+ 8,1623
26,2023

2,89
- 1,895
0,995

15,04
- 8,162
6,878

Multiplizieren: Man multipliziert zunächst so, als stände bei den Faktoren kein Komma.
Dann gibt man dem Ergebnis so viele Nachkommastellen, wie die Faktoren zusammen
haben.

Beispiel:

2,83*4,5
1132
1415_
12,735

0,0302*15
302
1510
0,4530

Dividieren: Man verschiebt zunächst bei beiden Zahlen das Komma um die gleiche Anzahl
von Stellen nach rechts, bis durch eine natürliche Zahl dividiert wird. Wenn man beim
Dividieren links von den Einern zu den Zehnteln übergeht, setzt man rechts ein Komma.

Beispiel:

21,838:7,16=2183,8:716=305
2148__
3580
3580
0
2. Prozentrechung und Zinsrechnung

2.1 Prozentrechnung

30
30% von 1300 kg = • 1300kg = 390kg
100

Prozentsatz: p% Grundwert: G Prozentwert: W


Aus dem Prozentsatz p% und dem Grundwert G berechnet man den Prozentwert W:

p
W = •G
100
Berechung des Grundwertes G:

W • 100
G=
p
Berechnung des Prozentwertes p:

W • 100
P=
G
2.2 Zinsrechnung

In der Zinsrechnung sind


K das zu verzinsende Kapital
p% der Zinssatz
Z die Jahreszinsen

1. Berechung der Jahreszinsen:

K •p
Z=
100
Beispiel:

K=18000 €, p=9
18000 • 9
Z= € = 2000€
100
2. Berechung des Kapitals:

Z • 100
K =
p
Beispiel:

Z=360 €, p=9
360 • 100
K= € = 4000€
9
3. Berechnung des Zinssatzes:

Z • 100
p=
K
Beispiel:

K=10000 €, Z=750 €
750 • 100 750
K= = = 7, 5
10000 100
Werden die Zinsen nicht pro Jahr, sondern pro Tag berechnet, so ist für die Tageszinsen Zt ,
wenn t die Anzahl der Zinstage ist:

K • p •t
Zt =
100 • 3600
Beispiel:

K=20000 €, p=7, t=90


20000 • 7 • 90
Zt = € = 350€
100 • 360
Werden die jährlich anfallenden Zinsen dem Kapital zugeschlagen und in den weiteren Jahren
mitverzinst, so spricht man von Zinseszinsen.
Ein Anfangskapital K0 wächst in n Jahren auf das Endkapital Kn an:

1+ p n
Kn = K 0 • ( )
100

Beispiel:

Anfangskapital K0=6000 €, p=8,5, n=5

8, 5 5
K5 = 6000 • (1 + ) € = 6000 • 1, 0855€ = 9021, 94€
100

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3. Proportionale Zuordnung, umgekehrt proportionale Zuordnung, Dreisatz

3.1 Proportionale Zuordnung

Bei einer proportionalen Zuordnung wird dem Doppelte (3fache, ...) der einen Größe das
Doppelte (3fache, ...) der anderen Größe zugeordnet.
Die Zahlenpaare sind quotientengleich.
Die Zuordnung x Æ k • x .
Der Quotient der Zahlenpaare ist der Proportionalitätsfaktor k.

Beispiel:

Ein Buchenholzstück von 15 €3 hat eine Masse von 10,5 g.


Der Quotient (Masse : Volumen) ist 0,7 g/cm3.
Masse=0,7 g/cm3 *Volumen

Die zu einer proportionalen Zuordnung gehörenden Punkte liegen auf einer


Ursprungsgeraden.
3.2 Dreisatz bei einer proportionaler Zuordnung

Beispiel:

Ein Zementsockel von 105 dm3 wiegt 325,5 kg.


Wie viel wiegt ein Sockel von 320 dm3?

Was wollen wir wissen? Wie viel wiegen 320 €3?

1. Was wissen wir 105 dm3 wiegen 325,5 kg


325.5
2. Schluss auf die Einheit 1 dm³ wiegt kg = 3,1kg
105
3. Schluss auf das Vielfache 320 dm3 wiegen dann 3,1 • 320kg

Antwort: Ein Zementsockel von 320 dm3 wiegt 3,1*320 kg=992 kg.

3.3 Umgekehrte proportionale Zuordnung

Bei einer umgekehrt proportionalen Zuordnung wird dem Doppelte (3fache, ....) der einen
Größe
Die Hälfte der (3.Teil, ....) der anderen Größe zugeordnet.

Die Zahlenpaare sind produktgleich.

Das Produkt k.
k
Die Zuordnung ist x Æ .
x

Beispiel:

Ein Recheck mit den Seiten a und b hat einen Flächeninhalt von 12 cm2. Wenn die Seite a die
Länge 3 cm hat, so hat b die Länge von 4 cm.

12 cm
a • b=12 cm² oder b=
a

Die zu einer umgekehrt proportionalen Zuordnung gehörenden Punkte liegen auf einer
Hyperbel.
Dreisatz bei einer umgekehrt proportionaler Zuordnung:

Beispiel:

In einer Bäckerei werden täglich 280 kg Roggenvollkornmehl verarbeitet. Der Mehlvorrat ist
für 15 Tage berechnet. Während der Ferienmonate geht der Verbrauch auf täglich 250 kg
zurück. Wie viele Tage reicht der Vorrat nun?

Was wollen wir wissen? Für wie viele Tage reicht der Vorrat bei verringertem Verbrauch?

1. Was wissen wir? Bei einem Tagesverbrauch von 280 kg reicht es 15 Tage.

2. Schluss auf die Einheit. Bei einem Tagesverbrauch von 1 kg würde es 15 • 280 Tage
reichen.

15 • 280
3. Schluss auf das Vielfache Bei einem Tagesverbrauch von 250 kg würde es für
250
3 • 28
Tage = 16,8Tage reichen.
5

Beispielaufgaben werden noch kommen!


4. Terme und Termumformungen
4.1 Bruchterme

Zahlen und Variablen sind Terme. Auch Summe, Differenz, Produkt und Quotient von
Termen sind wieder Terme.
Im Nenner darf kein Term stehen, der die zahl 0 bezeichnet!

Beispiel:

8
0,5; 8; a; x; 0,3+5; a-x; a • x; x:7; (x-5) • 3;
a² + 1

Ein Term, der im Nenner mindestens eine Variable enthält, heißt Bruchterm.

Beispiel:

1 x 5 −7
; ; ;
x x ² + 1 a ² − 0, 2 ( x − 11) • ( x + 7,5)

In der Definitionsmenge D eines Bruchterms dürfen die Zahlen nicht vorkommen, für die
der Nenner 0 wird.

Beispiel:

x+7
D=R/{-13, -1, 1, 3}
(x-3) • (x+13) • (x²-1)

Alle Umformungen von Termen nach den Rechengesetzten in R heißen Termumformungen.


Terme, die durch Termumformungen ineinander übergehen, sind gleich.
4.2 Termumformungen

a) Ordnen

- Zahlen nach vorn


Beispiel:

a+5+b+11=16+a+b
- Gleiche Variablen zueinander
Beispiel:

5a • 7ab • 2ab = 70 • a ³b²

- Variablen in alphabetischer Reihenfolge und gleichartige Terme zueinander


3a2b+4ab2+5a2b+2ab2

b) Ausklammern

Beispiel:

ab+ac+ad=a(b+c+d)

c) Ausmultiplizieren

Beispiel:

a(b+c+d)=ab+ac+ad

d) Addieren und Subtrahieren von Summen

Beispiel:

(a+b)+(c+d)=a+2b+c

e) Multiplizieren von Summen

(a+b)*(c+d)=ac+ad+bc+bd

f) Umformungen mit Hilfe der binomischen Formeln

Binomische Formeln:

1. Binomische Formel
(a+b)2=a2+2ab+b2

2. Binomische Formel
(a-b)2=a2-2ab+b2

3. Binomische Formel
(a+b)(a-b)=a2-b2
Beispiel:

1. Binomische Formel

(3u+6v)2=9u2+36uv+36v2

2. Binomische Formel

(xy-2x2)2=x2y2-4x3y+4x4

3. Binomische Formel

(2a+b2c)=(2a-b2c)=4a2-b4c2

Unter einer Minusklammer verstehen wir einen Klammerterm, vor dem ein Minuszeichen
steht, z.B. –(x+7a-2).
Man löst eine Minusklammer auf, indem man sie durch eine Plusklammer ersetzt und
innerhalb der Klammer alle Zeichen ändert.

Beispiel:

3a-(4+5b-a)-(x-7)=3a+(-4-5b+a)+(x-7)=3a-4-5b+a-x+7=3+4a-5b-x
4.3 Rechnen mit Bruchtermen

Gegeben seien zwei Bruchterme mit den Definitionsmengen D1 bzw. D2. In der Menge D1
und D2, in der kein Nenner Null wird, kann man mit Bruchtermen wie mit Brüchen rechnen.

a)

Erweitern heißt, Zähler und Nenner mit demselben Term zu multiplizieren

Beispiel:

2 2( x + 1) 2 x + 2
= =
x x( x + 1) x ² + x

Kürzen heißt, Zähler und Nenner durch denselben Term zu dividieren.

Beispiel:

x² − 9 ( x − 3)( x + 3) x − 3
= =
x ² + 5 x + 6 ( x + 2)( x + 3) x + 2

b)

Nennergleiche Bruchterme werden addiert (subtrahiert), indem man die Zählerterme


addiert (subtrahiert) und die Nennerterme beibehält.

Beispiel:

x+4 x−4 x+4+ x−4 2x


+ = =
x² + 1 x² + 1 x² − 1 x² + 1

Bruchterme, die nicht nennergleich sind, macht man durch Erweitern oder Kürzen
nennergleich und addiert (subtrahiert) sie dann.

Beispiel:

1
x+2
3 x 6 x+6
= + =
x² 3x ² 3x ² 3x²

c) Bruchterme werden multipliziert, indem man die Zählerterme multipliziert und die
Nennerterme multipliziert.

Beispiel:

3( x + 7) x ² − 4 3( x + 7)( x + 4)( x − 4) ( x + 7)( x − 4)


• = =
x² + 6 x + 8 9 x ( x + 2)( x + 4) • 9 • x 3 x( x + 2)
d) Durch einen Bruchterm wird dividiert, indem man mit dem Kehrwert multipliziert.
Beachte dabei: Beim Kehrwert ist der ursprüngliche Zähler zum Nenner geworden.
Dadurch ändert sich in der Regel die Definitionsmenge!

Beispiel:

1 x − 2 1 x −1 x −1
: = • =
x x − 1 x x − 2 x² − 2 x

e) Im Nenner stehende Wurzeln lassen sich durch geeignetes Erweitern beseitigen.


Rationalmachen des Nenners:

Beispiel:

1 10 1
= = • 10
10 10 • 10 10

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4. Terme und Termumformungen
4.1 Bruchterme

Zahlen und Variablen sind Terme. Auch Summe, Differenz, Produkt und Quotient von
Termen sind wieder Terme.
Im Nenner darf kein Term stehen, der die zahl 0 bezeichnet!

Beispiel:

8
0,5; 8; a; x; 0,3+5; a-x; a  x; x:7; (x-5)  3;
a²  1

Ein Term, der im Nenner mindestens eine Variable enthält, heißt Bruchterm.

Beispiel:

1 x 5 7
; ; ;
x x ²  1 a ²  0, 2 ( x  11)  ( x  7,5)

In der Definitionsmenge D eines Bruchterms dürfen die Zahlen nicht vorkommen, für die
der Nenner 0 wird.

Beispiel:

x+7
D=R/{-13, -1, 1, 3}
(x-3)  (x+13)  (x²-1)

Alle Umformungen von Termen nach den Rechengesetzten in R heißen Termumformungen.


Terme, die durch Termumformungen ineinander übergehen, sind gleich.
4.2 Termumformungen

a) Ordnen

- Zahlen nach vorn


Beispiel:

a+5+b+11=16+a+b
- Gleiche Variablen zueinander
Beispiel:

5a  7ab  2ab  70  a³b²

- Variablen in alphabetischer Reihenfolge und gleichartige Terme zueinander


3a2b+4ab2+5a2b+2ab2

b) Ausklammern

Beispiel:

ab+ac+ad=a(b+c+d)

c) Ausmultiplizieren

Beispiel:

a(b+c+d)=ab+ac+ad

d) Addieren und Subtrahieren von Summen

Beispiel:

(a+b)+(c+d)=a+2b+c

e) Multiplizieren von Summen

(a+b)*(c+d)=ac+ad+bc+bd

f) Umformungen mit Hilfe der binomischen Formeln

Binomische Formeln:

1. Binomische Formel
(a+b)2=a2+2ab+b2

2. Binomische Formel
(a-b)2=a2-2ab+b2

3. Binomische Formel
(a+b)(a-b)=a2-b2
Beispiel:

1. Binomische Formel

(3u+6v)2=9u2+36uv+36v2

2. Binomische Formel

(xy-2x2)2=x2y2-4x3y+4x4

3. Binomische Formel

(2a+b2c)=(2a-b2c)=4a2-b4c2

Unter einer Minusklammer verstehen wir einen Klammerterm, vor dem ein Minuszeichen
steht, z.B. –(x+7a-2).
Man löst eine Minusklammer auf, indem man sie durch eine Plusklammer ersetzt und
innerhalb der Klammer alle Zeichen ändert.

Beispiel:

3a-(4+5b-a)-(x-7)=3a+(-4-5b+a)+(x-7)=3a-4-5b+a-x+7=3+4a-5b-x
4.3 Rechnen mit Bruchtermen

Gegeben seien zwei Bruchterme mit den Definitionsmengen D1 bzw. D2. In der Menge D1
und D2, in der kein Nenner Null wird, kann man mit Bruchtermen wie mit Brüchen rechnen.

a)

Erweitern heißt, Zähler und Nenner mit demselben Term zu multiplizieren

Beispiel:

2 2( x  1) 2 x  2
 
x x( x  1) x ²  x

Kürzen heißt, Zähler und Nenner durch denselben Term zu dividieren.

Beispiel:

x²  9 ( x  3)( x  3) x  3
 
x ²  5 x  6 ( x  2)( x  3) x  2

b)

Nennergleiche Bruchterme werden addiert (subtrahiert), indem man die Zählerterme


addiert (subtrahiert) und die Nennerterme beibehält.

Beispiel:

x4 x4 x4 x4 2x


  
x²  1 x²  1 x²  1 x²  1

Bruchterme, die nicht nennergleich sind, macht man durch Erweitern oder Kürzen
nennergleich und addiert (subtrahiert) sie dann.

Beispiel:

1
x2
3 x 6 x6
  
x² 3x ² 3x ² 3x ²

c) Bruchterme werden multipliziert, indem man die Zählerterme multipliziert und die
Nennerterme multipliziert.

Beispiel:

3( x  7) x²  4 3( x  7)( x  4)( x  4) ( x  7)( x  4)


  
x²  6 x  8 9 x ( x  2)( x  4)  9  x 3x( x  2)
d) Durch einen Bruchterm wird dividiert, indem man mit dem Kehrwert multipliziert.
Beachte dabei: Beim Kehrwert ist der ursprüngliche Zähler zum Nenner geworden.
Dadurch ändert sich in der Regel die Definitionsmenge!

Beispiel:

1 x  2 1 x 1 x 1
:   
x x  1 x x  2 x²  2 x

e) Im Nenner stehende Wurzeln lassen sich durch geeignetes Erweitern beseitigen.


Rationalmachen des Nenners:

Beispiel:

1 10 1
   10
10 10  10 10

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5. Potenzen und Wurzeln

5.1 Potenzgesetze

Für alle a, b є R*+ und alle u, v є R ist:

a u • a v = au +v Multiplizieren bei gleicher Basis


a u : a v = au −v Dividieren bei gleicher Basis
a u • bu = (ab)u Multiplizieren bei gleichem Exponenten
a u : bu = (a : b)u Dividieren bei gleichem Exponenten
(a u )v = a u •v Potenzieren von Potenzen

1
Dabei a0=1 und a − u =
au

5.2 Wurzelngesetze

Gesetze Beispiele
n
√a*n√b=n√a*b 4
√8*4√2=4√8*2=4√16=2
n
√a/n√b=n√a:b 3
√24:3√6=3√4
m n
√ √a=m*n√a=n√m√a 2 3
√ √81=3√9
n
√an*b=a*n√b 3
√320=3√64*5=4*3√5

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6. Lineare Gleichungen und Ungleichungen in einer Variablen

6.1 Gleichung – Ungleichung

Gleichungen (Ungleichungen) mit gleicher Grundmenge sind äquivalent, wenn sie dieselbe
Lösung besitzen.

Äquivalente Umformungen für Gleichungen sind:


- Das Addieren desselben Terms auf beiden Seiten der Gleichung.
- Das Subtrahieren des Terms auf beiden Seiten
- Das Multiplizieren beider Seiten der Gleichung.
- Das Dividieren des Terms auf beiden Seiten der Gleichung

8.2 Das Lösungsverfahren für Gleichungen

Das Lösungsverfahren für Gleichungen


1. Schritt: Auf beiden Seiten der Gleichung ausmultiplizieren und zusammenfassen.
Das heißt äquivalente Umformungen anwenden...
2. Schritt: Alle Terme ohne Variablen auf eine Seite und alle Terme mit Variable auf die
andere Seite bringen.
3. Schritt: Den Faktor vor der Variable zu 1 machen. Das heißt man sollte keine
Minusklammer mehr haben...
4. Schritt: Lösungsmenge angeben.
5. Schritt: Probe nicht vergessen.

Beispiel:

Gegeben ist: 2(x-8)-(2x+5)=(24-5x) • 10 − 72 G=\


1. Schritt: Auf beiden Seiten der Gleichung ausmultiplizieren und zusammenfassen
2x-16-2x-5=240-50x-72
2. Schritt: Alle Terme ohne Variable auf eine Seite und alle Terme mit Variable auf die
andere Seite bringen.
-21=168-50x |-168
3. Schritt: Den Faktor vor der Variable zu 1 machen.
-189=-50x
189=50x |:50
4. Schritt: Lösungsmenge angeben.
x=3,78 L={3,78}
5. Schritt: Probe machen.
Linke Seite: 2(3,78-8)-(2 • 3, 78+5)=-8,44-12,56=-21
Rechte Seite: (24-5 • 3, 78) • 10-72=5,1 • 10-72=51-72=-21
STIMMT!
6.3 Äquivalente Umformungen für Ungleichungen

Äquivalente Umformungen für Ungleichungen


- Das Addieren desselben Terms auf beiden Seiten der Ungleichung.
- Das Multiplizieren der reellen Zahl und Beibehalten des Ungleichungsszeichens.
- Das Multiplizieren beider Seiten der Ungleichung mit derselben negativen reellen Zahl und
Umdrehen des Ungleichungszeichens.

Lösungsverfahren für Ungleichungen


1. Schritt: Auf beiden Seiten der Ungleichung ausmultiplizieren und zusammenfassen.
2. Schritt: Alle Terme ohne Variable auf eine Seite und alle Terme mit Variable auf die
andere Seite bringen.
3. Schritt: Den Faktor vor der Variable zu 1 machen. Minusklammer auflösen...
4. Schritt: Lösungsmenge angeben.

Beispiel:

Gegeben ist: 4(x+3)+20>-17x-4(2-x) G=\

1. Schritt: Auf beiden Seiten der Ungleichung ausmultiplizieren und zusammenfassen

4x+12+20>-17x-8+4x
2. Schritt: Alle Terme ohne Variable auf eine Seite und alle Terme mit Variable auf die
andere Seite bringen.
4x+32>-13x-8 |+13x-32
3. Schritt: Den Faktor vor der Variable zu 1 machen.
17x>-40 |:17
4. Schritt: Lösungsmenge angeben.
x>-2,35

L={x|x>-2,35}R

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7. Quadratische Gleichungen

7.1 p, q-Formel

Eine Gleichung der Form ax2+bx+c=0 mit a, b, c e R und a=0 kann man durch Division mit a
stets auf die Normalform einer quadratischen Gleichung x2+px+q=0 bringen.
Die Lösung der quadratischen Gleichung in Normalform sind gegeben durch: die
Lösungsformel:

p p p p
x1 =- + ( )²-q und x 2 =- − ( )²-q
2 2 2 2

Die Gleichung hat


p
- zwei Lösungen x1 ; x 2 , wenn ( )²-q >0
2
p
- genau eine Lösung, wenn ( )²-q =0
2
p
- keine Lösung, wenn ( )²-q <0.
2

Beispiele:

1. Fall:
x²+5x+4=0; L={-1; -4}, denn
x1,2 =-2,5+/- 2,5²-2,4 =-2,5+/- 1,5=-1 / -4

2. Fall:
x²-5x+6,25=0; L={2,5}, denn
x1,2 =2,5+/- 2,5²-6,25=2,5+/- 0=2,5

3. Fall:
x²+5x+9=0; L={}, denn
x1 =-2,5+ 2,5²-9, die Quadratwurzel 2,5²-9 ist negativ
und somit nicht definiert, weil 2,5²-9<0.
7.2 Reinquadratische Gleichungen

Reinquadratische Gleichungen
Beispiel:

x2=7
x1 = 7
x2 = − 7

Vor einer Wurzel kann immer ein + Zeichen oder ein – Zeichen stehen. Darauf bitte achten.

7.3 Quadratische Gleichungen ohne konstantes Glied

Quadratische Gleichungen ohne konstantes Glied löst man durch Ausklammern.

Beispiel:

x2+8x=0
x(x+8)=0
x1=0 und x2=-8

Satz von Vieta


Die reellen Zahlen x1 und x2 sind genau dann Lösungen der Gleichung x²+px+q=0, wenn für
die Koeffizienten p und q gilt: p=-(x1+x2) und q=x1 • x2 .

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9. Systeme von linearen Gleichungen

9.1 Verschiedene Verfahren zur Bestimmung der Lösungen


9.1.1. Gleichsetzungsverfahren
91.2. Einsetzungsverfahren
9.1.3. Additionsverfahren

Zwei durch und verbundene Gleichungen in zwei Variablen, wie zum Beispiel
3x+4y=2 und 2x-3y=7, bilden ein System von zwei linearen Gleichungen. Entsprechend
gibt es Systeme von drei (vier, …) Gleichungen.

Lösungsverfahren für Systeme von zwei linearen Gleichungen

Beispiel:

(I) 3x+4y=2 und (II) 2x-3y=7

Gleichsetzungsverfahren Einsetzungsverfahren

1. Schritt: 1. Schritt:
Beide Gleichungen nach y auflösen Gleichung (I) nach y auflösen.
(I) y=- ¾ x+ ½ y=- ¾ x+ ½
(II) y=2/3 x-7/3
2. Schritt: 2. Schritt:
Beide Terme, die x enthalten, gleichsetzen. Den so erhaltenen Term für y in Gleichung (II)
- ¾ x+ ½ =2/3 x-7/3 einsetzen.
2x-3*(- ¾ x+ ½ )=7
3. Schritt: 3. Schritt:
Lösung bestimmen. Lösung bestimmen.
x=2 x=2

4. Schritt:
Die gefundene Zahl für x in die Gleichung
y=- ¾ x+ ½ einsetzen.
y=- ¾ *2+ ½
y=-1
4. Schritt:

5. Schritt:
Lösungsmenge angeben.
L={(2; -1)}
5. Schritt:
6. Schritt:
Probe an den Ausgangsgleichungen ausführen.
Linke Seite: Rechte Seite:
(I) 0,45=-0,6 • 0,55+0,78
(II) 0,45=-0,5 • 0,55+0,725

Das Additionsverfahren führen wir an einen System von drei linearen Gleichungen vor. Das
Verfahren ist auch bei Systemen von zwei und mehr als drei Gleichungen sinnvoll
anwendbar.

Beispiel:

(I) x-3y+z=12
(II) 2x+2y-6z=-8
(III) –3x+y+z=-24

Man formt das Gleichungssystem auf Dreiecksgestalt um:

(I) x-3y+z=12
2 • (I)-(II) (II’) -8y+8z=32
3 • (I)+(III) (III’) -8y+4z=12

(I) x-3y+z=12
(II’) -8y+8z=32
(III’’) 4z=20

Das Gleichungssystem hat eine Dreiecksform.


Wie beenden die Umformungen.
Jetzt können wir schrittweise die Zahlen berechnen, die für x, y, z einzusetzen sind.
Aus der Gleichung (III’) erhalten wir:
z=5
Einsetzen in Gleichung (II’)
-8y+40=32
-8y=-8
y=1
Einsetzen in Gleichung (I) ergibt:
x-3+5=12
x=10

Das Lösungstripel ist (10; 1; 5), also L={(10; 1; 5)}.


Probe nicht vergessen!

© klassenarbeiten.de [Autor: Florian Modler]


10. Geometrie
10.1 Winkel, Dreieck, Viereck
10.2 Strahlensätze
10.3 Kreis
10.4 Körperberechungen

10.1 Winkel, Dreieck, Viereck

Winkel, Dreieck, Viereck


Winkel:
Nebenwinkel ergeben zusammen 180°: α+β=180°

53 °
127 °

β
α

Scheitelwinkel sind gleich groß: δ=ε.

62 °
62 °
δ
ε

Stufenwinkel an Parallelen sind gleich groß: α=β und τ=ε.


114 °
66 °
ε β
114 °66 °

ι α

Wechselwinkel an Parallelen sind gleich groß: α=γ und δ=ε.

114 °

ε 66 °

γ 66 °

α
δ
114 °

Die Summe der Innenwinkel im Dreieck ist 180°.


Die Summe der Innenwinkel im n-Eck ist (n-2)*180° mit n>3.
Im Dreieck ist ein Außenwinkel genauso groß wie die Summe der beiden anliegenden
Innenwinkel.

122 °
58 °
γ#
γ

115 °
123 °
57 ° 65 °
β#
α# α β
Dreieck
Die drei Mittelsenkrechten eines Dreiecks schneiden sich in einem Punkt M. Er ist der
Mittelpunkt des Umkreises.
Die drei Winkelhalbierenden eines Dreiecks schneiden sich in einem Punkt J. Er ist der
Mittelpunkt des Innenkreises.

Die drei Höhen eines Dreiecks oder ihre Verlängerungen schneiden sich in einem Punkt H.
Die drei Seitenhalbierenden eines Dreiecks schneiden sich in einem Punkt S. Der Punkt S
heißt Schwerpunkt des Dreiecks. Er teilt jede Seitenhalbierende im Verhältnis 2:1 .

(Bilder zu den einzelnen Bezeichnungen werden noch kommen, wir um bitten um


Verständnis.)

Dreiecke sind kongruent, wenn sie übereinstimmen in

- den Länge der drei Seiten (SSS)


- der Länge einer Seite und den Beträgen der beiden anliegenden Winkel (WSW)
- den Längen zweier Seiten und im Betrag des Winkels, der von ihnen eingeschlossen wird
(SWS)
- den Längen zweier Seiten und im Betrag des Winkels, der der längeren Seiten gegenüber
liegt (SSWg)

(Bilder zu den einzelnen Bezeichnungen werden noch kommen, wir um bitten um


Verständnis.)

Im gleichschenkligen Dreieck sind die Basiswinkel gleich groß.


Sind in einem Dreieck zwei Winkel gleich groß, so ist das Dreieck gleichschenklig.

Im gleichseitigen Dreieck sind alle Winkel gleich groß.


Sind in einem Dreieck alle Winkel gleich groß, so ist das Dreieck gleichseitig.

(Bilder zu den einzelnen Bezeichnungen werden noch kommen, wir um bitten um


Verständnis.)

Rechtwinkliges Dreieck und Satzgruppe des Pythagoras


Satz des Thales:

Ist AB der Durchmesser eines Kreises und liegt C auf diesem Kreis, so ist das Dreieck ABC
bei C rechtwinklig.
Die Umkehrung des Satzes ist:
Ist das Dreieck ABC bei C rechtwinklig, so liegt C auf dem Kreis mit dem Durchmesser AB.
Satz des Pythagoras:

In einem rechtwinkligen Dreieck mit den Katheten a und b und der Hypotenuse c ist:
a2+b2=c2
Die Umkehrung des Satzes ist:
Wenn für die Seiten a, b, c eines Dreiecks ABC ist:
a2+b2=c2 , dann ist das Dreieck bei C rechtwinklig.

(Bilder zu den einzelnen Bezeichnungen werden noch kommen, wir um bitten um


Verständnis.)

Kathetensatz und Höhensatz des Euklids:

In einem rechtwinkligen Dreieck mit den Katheten a und b, der Hypotenuse c, den
Hypotenusenabschnitten p und q und der Höhe h ist:

b2=c*q und a2=c*p (Kathetensatz des Euklid)


h2=p*q (Höhensatz des Euklid)
Viereck
In dem Schema sind die Vierecke nach der Anzahl der zur Konstruktion erforderlichen
Bestimmungsstücke geordnet, sie nimmt von oben nach unten ab. Dagegen nimmt die Anzahl
der speziellen Eigenschaften von oben nach unten zu.

(Bild aus dem Schulbuch Mathematik 10 westermann-Verlag)

Flächenberechnung von Dreieck und Vierecken:


Hier alle Formeln, mit denen man den Flächeninhalt von Dreiecken und verschiedenen
Vierecken berechnen kann.

Dreieck

1
A= •g•h
2

Parallelogramm

A=g • h

Raute

1
A=g • h= •e•f
2

Trapez

1
A= (a+c) • h
2

Drachenviereck

1
A= •e•f
2

10.2 Strahlensätze
Strahlensätze

(Achtung: Die Buchstaben auf dem Bild stimmen nicht mit den Buchstaben im Text überein!)

Erster Strahlensatz:

Wenn zwei Strahlen, die von einem Punkt Z ausgehen, von zwei parallelen Geraden
geschnitten werden, dann ist:
Die Abschnitte auf dem einen Strahl und die entsprechenden Abschnitte auf dem anderen
Strahl haben das gleiche Streckenverhältnis.

ZB/ZA=ZC/ZD und ZB/AB=ZC/DC

Zweiter Strahlensatz:

(Achtung: Die Buchstaben auf dem Bild stimmen nicht mit den Buchstaben im Text überein!)

Wenn zwei Strahlen, die von einem Punkt Z ausgehen, von zwei parallelen Geraden
geschnitten werden, dann ist:
Die Abschnitte auf einem Strahl und die entsprechenden Abschnitte auf den Parallelen haben
das gleiche Streckenverhältnis.

ZB/ZA=CB/DA und ZC/ZD=CB/DA

Dreiecke sind ähnlich, wenn sie übereinstimmen in:

- den Verhältnissen der Längen entsprechender Seiten


- den Verhältnissen der Längen zweier entsprechender Seiten und im Betrag des Winkels, der
von ihnen eingeschlossen wird
- den Verhältnissen der Längen zweier entsprechender Seiten und im Betrag des Winkels, der
der längeren Seiten gegenüber liegt.
10.3 Kreis

Formeln für Berechnungen am Kreis

Umfang eines Kreises: U=π d=2π r

Flächeninhalt eines Kreises: A=π r²

π •r
Länge eines Kreisbogens: b= •α
180°

Flächeninhalt eines Sektors


π r² 1
(Kreisausschnitt): A= •α = •b•r
360° 2

1 1
Flächeninhalt eines Kreisabschnittes: A= • b • r - • s(r-h)
2 2

Winkel am Kreis:
10.4 Körperberechungen

Hier Formel um Volumen, Oberfläche, ... von den verschiedensten Körpern zu berechne.

Formel zur Berechnung

Würfel:

V=a2
O=6a2
e (Diagonale)=a*√3

Quader:

V=abc
O=2 • (ab+ac+bc)
e= a²+b²+c²

Prisma:

V=G • h
O=2G+M

Zylinder:

V=πr2h
M=2πrh
O=2πr(r+h)

Pyramide:

1
V= • G • h
3

Kegel:

1
V= πr2h
3
M=πrs
O=πr(r+s)

Pyramidenstumpf:

1
V= h(G1 + G1 • G2 +G 2 )
3
Kegelstumpf:

1
V= π (r² 1 + r • r²+r² 2
3
M=πs(r1+r2)
O=πs(r1+r2)+ π(r21+r22)

Kugel:

4
V= π r ³
3
O=4π r ²

Kugelausschnitt:

2
V= *π r²h
3

Kugelabschnitt:

1
V= π h²(3r-h)
3

Flächeninhalt der Kugelkappe : 2πrh

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11. Funktionen
11.1 Potenzfunktionen

1. Potenzfunktionen der Form f(x)=xn


A) n ist gerade

Def.-Bereich R

Werte- R+
Bereich
Nullstellen N (0/0)

Sy Sy (0/0)

Quadranten I und II

Monotonie x<0 fallend


x>0 steigend
Zahlenpaare (1; 1), (0; 0), (-1; 1)

Sonstiges Achsensymmetrisch zur y-


Achse
B) n ist ungerade

Def.-Bereich R

Werte- R
Bereich
Nullstellen N (0/0)

Sy Sy (0/0)

Quadranten I und III

Monotonie x<0 steigend


x>0 steigend
Zahlenpaare (1; 1), (0; 0), (-1; -1)

Sonstiges Punktsymmetrisch zum


Ursprung
2. Potenzfunktionen der Form f(x)=x-n
A) n ist gerade

Def.-Bereich R*+

Werte- R*+
Bereich
Nullstellen -------

Sy -------

Quadranten I und II

Monotonie x<0 steigend


x>0 fallend
Zahlenpaare (1; 1), (-1; -1)

Sonstiges Achsensymmetrisch zur y-


Achse
B) n ist ungerade

Def.-Bereich R*

Werte- R*
Bereich
Nullstellen ----------

Sy ----------

Quadranten I und III

Monotonie x<0 fallend


x>0 fallend
Zahlenpaare (1; 1), (-1; -1)

Sonstiges Punktsymmetrisch zum


Ursprung
3. Logarithmusfunktionen
A) Exponentialfunktionen und Logarithmusfunktionen

Logarithmusfunktionen
Def.-Bereich R*+

Werte- R
Bereich
Nullstellen N (1/0)

Sy ----------

Quadranten I und IV

Monotonie a>1 steigend


0<a<1 fallend
Zahlenpaare (1; 0)

Sonstiges Asymptote: y-Achse


B) f(x)=loga(x)
4. Exponentialfunktionen
A) Typ: f(x)=ax

Exponentialfunktionen
Def.-Bereich R

Werte- R*+
Bereich
Nullstellen ----------

Sy Sy (0/1)

Quadranten I und II

Monotonie a>1 steigend


0<a<1 fallend
Zahlenpaare (0; 1)

Sonstiges Asymptote: x-Achse


B) Typ: f(x)=b*ax
5. Sinus -/Kosinus -/Tangensfunktionen
A) Sinusfunktion

B) Kosinusfunktion
C) Tangensfunktion

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13. Geschichte der Mathematik
In diesem Teilbereich findet man nicht nur die Entwicklung der Mathematik, sondern auch
die Entwicklung der Zahlen und die verschiedensten Bedeutungen von Zeichen in der
Mathematik.

13.1 Bedeutung der Zeichen in der Mathematik


13.2 Zahlenmengen

Zahlenmengen
(Alle Bilder aus dem Programm WinFunktion 2000 von dem bhv Verlag GmbH Kaarst)

13.3 Entwicklung der Zahlen

Entwicklung der Zahlen


(Alle Bilder aus dem Programm WinFunktion 2000 von dem bhv Verlag GmbH Kaarst)
13.4 Mathematische Gesetze und Formeln

Mathematische Gesetze und Formeln

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -923-

Was ist eine Funktion?


Eine Funktion ist eine Zuordnungsvorschrift, bei dem jedem Element der
Definitionsmenge D genau ein Element der Wertemenge W zugeordnet ist.

1. Lineare Funktionen

y=mx+b
b: Ordinatenabschnitt
m: Steigung

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -924-

2. Kreisgleichung:

2
r
1
y

-3 -2 -1 1x 2 3
-1

-2

-3

Jeder Punkt ist durch eine x-Koordinate und durch eine y-Koordinate definiert.
Es gilt:

x²+y²=r²

x² + y ² = r ² | − x²
y ² = r ² − x² |
y = r ² − x²

Die Menge aller Punkt P, deren Koordinaten die Gleichung x²+y²=r² erfüllen, bildet den Kreis
um den Koordinatenursprung mit dem Radius r.

Kreisgleichung: x²+y²=r²

Die Kreisgleichung ist keine Funktionsgleichung.


Der Kreis ist nicht der Graph einer Funktion.

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -925-

Aufgaben zu Funktionen:

1. Zeichen den Graphen der Funktion. Welche reellen Zahlen können als Funktionswerte
auftreten? Notiere den Wertebereich. Zeichne zu den Teilaufgaben a), b) und c) auch ein
Pfeildiagramm.

x 6
a) x → 2 − b) x → x • (x-4) c) x → d) x → 5
2 x
3
e) x → f) x → x ³ + 2 x
1 + x²

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -926-

Lösungen:

4.

a) W f = { yε R | 0 ≤ y ≤ 2}
c) W f = { yε R |1 ≤ y ≤ 6}
d) W f = {5}

a)

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -927-

c)

d)
Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -928-

Aufgaben zu Funktionen / Definitionsmenge und Wertemenge

Definitionsmenge:

Unter der Definitionsmenge D versteht man allgemein alle Zahlen, die für x eingesetzt
werden dürfen.

Wertemenge:

Unter der Wertemenge oder unter dem Wertebereich W versteht man allgemein alle Zahlen,
die bei der Einsetzung von Zahlen in x heraus kommen.

Aufgaben:

1. Die Funktion f hat den Term

a) f(x)=3x b) f(x)=√x+4 c) f(x)=6/x² d) f(x)=√36-x²


Berechne: f(1), f(3), f(-4), f(0,41), f(-3/2), f(a), f(3+h), f(3-h)
Bestimme den maximalen Definitionsbereich und den Wertebereich. Zeichne den Graphen.

Lösungen

1)

a) f(x)=3x
f(1)=3
f(3)=9
f(6)=18
f(-4)=-12
f(0,41)=1,23
f(-1,5)=-4,5
f(a)=3a
f(3+h)=9+3h
f(3-h)=9-3h

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -929-

a)

D=R
W=R
Denn alle Zahlen darf man einsetzen, dies kann man auch an dem Graphen sehen!

b)

f ( x) = x + 4
D = {x | x ≥ −4}
Der Term unter der Wurzel bezeichnet man als Diskriminante.

6
c) f ( x) =

D=R/{0}
Alle Zahlen außer die 0 darf man einsetzen, denn durch 0 darf man nicht dividieren-

d)

f ( x) = 36 − x ²
D = {x | −6 ≤ x ≤ 6}
Denn:

Beispiel:

f ( x) = 9 − x ²
D = {x | −6 ≤ x ≤ 6}
f (−6) = 9 − 36 = −27
g ( x) = 9 − x
g (−6) = 9 − (−6) = 15

Von solchen Funktionen die Definitionsmenge zu bestimmen ist ja noch einfach, bei
komplexeren Aufgaben empfehle ich euch die Gebietseinteilung... Dazu später in diesem
Abschnitt mehr...

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -930-

Wer kennt die Geschichte nicht? Die Geschichte vom kleinen Gauss.
Der Lehrer dachte sich eines Tages: „Wie schön, wäre es doch, wenn ich mal eine ganze Zeit
lang Pause hätte“. Und so kam er auf folgende Aufgabe: „Liebe Schüler, berechnet mal die
Summe der Zahlen von 1-1000“. Der Lehrer legte sich schon in seinen Stuhl zurück und
begann zu schlafen. Aber nach 10 Minuten kam der kleine Gauss und sagte im das richtige
Ergebnis... Schöne Geschichte, aber das können wir heute auch... ☺

Summenformel:

1
Sn = (1 + 2 + ... + n)

Summen der Zahlen 1-10:

10
(1 + 10) = 5 • 11 = 55
2

Summen der Zahlen 1-20:

10 • 21 = 210

Summen der Zahlen 1-100:

50 •101 = 5050

Summen der Zahlen 1-1000:

500 • 1001 = 500500

Summen der Zahlen 1-n:

n
( n + 1)
2

Allgemeine Formel zur Berechnung von aufeinander folgenden Summen:

n
( n + 1)
2

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -930-

Die Summenformel
Wer kennt die Geschichte nicht? Die Geschichte vom kleinen Gauss.
Der Lehrer dachte sich eines Tages: „Wie schön, wäre es doch, wenn ich mal eine ganze Zeit
lang Pause hätte“. Und so kam er auf folgende Aufgabe: „Liebe Schüler, berechnet mal die
Summe der Zahlen von 1-1000“. Der Lehrer legte sich schon in seinen Stuhl zurück und
begann zu schlafen. Aber nach 10 Minuten kam der kleine Gauss und sagte im das richtige
Ergebnis... Schöne Geschichte, aber das können wir heute auch... 

Summenformel:

n
Sn  (n  1)
2

Summen der Zahlen 1-10:

10
(1  10)  5 11  55
2

Summen der Zahlen 1-20:

10  21  210

Summen der Zahlen 1-100:

50 101  5050

Summen der Zahlen 1-1000:

500 1001  500500

Summen der Zahlen 1-n:

n
(n  1)
2

Allgemeine Formel zur Berechnung von aufeinander folgende Summen:

n
(n  1)
2

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -931-

Lineare Funktionen

Der Punkt P(x; y) ist auf der Geraden gegeben.


Die Normalform der Parabel ist y=mx+b.

Hier ist:
y0=m*x0
m= y0/ x0=tan(  )

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -932-

1) Berechne den Steigungswinkel  .

Lösung:

4 1 3
m  1
52 3
tan( )  1
  45

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -933-

Allgemein gilt:
Der Graph einer linearen Funktion f mit f(x)=mx+b ist eine Gerade.
m ist die Steigung und b der Ordinatenabschnitt. Die Steigung m des Graphen stimmt
der Änderungsrate der Funktionswerte überein:

x y  y1
m 
y x  x1
Berechnung der gemeinsamen Punkte von linearen Funktionen:

1) Berechne den gemeinsamen Punkt der beiden Geraden.


a) y= ½ x+3 und y=-x+6
Lösung:

1)
1
x  3   x  6 | 3
2
1
x  x  3 | x
2
3 2
x  3|
2 3
x2

1
y 23 4
2
P (2; 4)
Vorgehensweise:

1. Zuerst setzt man beide Gleichungen gleich.


1
x  3   x  6 | 3
2
2. Danach berechnet man x.
1
x  3   x  6 | 3
2
1
x  x  3 | x
2
3 2
x  3|
2 3
x2
3. Nun setzt man den x-Wert in eine der beiden Gleichungen und berechnet y.

1
y 23 4
2
P(2; 4)

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -934-

Lineare Funktionen

Aufgabe:

1. Welche Punkte haben die beiden Graphen gemeinsam? Löse die Aufgabe auch
zeichnerisch.

a) y= ½ x+3, y=-x+6 b) y=0,4x-1, y=2/3x+1 c) x+y=0,8, x-y=3,2 d) 4x-2y=24, y-2x+12=0

e) 2x+3y=5, 3x+2y=5 f) x-y/2=0,5, y=x

2. Zeichne die Gerade mit der Gleichung.

a) y=3/2x-1 b) y=-2x+6 c) y=2,4x+0,8 d) y=- ¾ x-8/3 e) y=-2,5

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -935-

Lösungen

1)

a)

1
x  3   x  6 | 3
2
1
x  x  3 | x
2
3 2
x  3|
2 3
x2

1
y 23 4
2
P (2; 4)
Vorgehensweise:

1. Zuerst setzt man beide Gleichungen gleich.


1
x  3   x  6 | 3
2
2. Danach berechnet man x.
1
x  3   x  6 | 3
2
1
x  x  3 | x
2
3 2
x  3|
2 3
x2
3. Nun setzt man den x-Wert in eine der beiden Gleichungen und berechnet y.

1
y 23 4
2
P(2; 4)

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -936-

b)

2
0, 4 x  1 x  1| 1
3
2 2
0, 4 x  x  2 |  x
3 3
4
 x2
15

c)
0,8  x  3, 2  x |  x
0,8  3, 2  2 x | 3, 2
2 x  4 |: 2
x2
y  3, 2  2  1, 2
P (2; 1, 2)
d)
y  12  2 x
y  12  2 x

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -937-

2)

a)

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -938-

Lineare Funktionen

1. Punkt-Steigungs-Form

6
P2
y 5

4 yminusy1
P1
y1 3
xminusx1
2

-2 -1 1
x1 2 3 4 5 6 7x 8 9 10 11
-1

Es gilt:

y y  y1

x x  x1
y  y1
m
x  x1
y  y1
m | ( x  x1 )
x  x1
y  y1  m  ( x  x1 )

Diese Gleichung bezeichnet man als Punkt-Steigungs-Form der Geradengleichung.

y  y1  m  ( x  x1 )

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -939-

2. Zwei-Punkte-Form:

6
P2
y 5

4 yminusy1
P1
y1 3
xminusx1
2

-2 -1 1
x1 2 3 4 5 6 7x 8 9 10 11
-1

y y  y1
m 
x x  x1

Wenn man für m dies einsetzt, erhält man die Zwei-Punkte-Form.

y y2  y1
m 
x x2  x1
y  y1  m  ( x  x1 )
y2  y1
y  y1   ( x  x1 )
x2  x1

Zusammenfassung:

1. Normalform
Die Gerade hat die Steigung m und den y-Achsenabschnitt b.
y=mx+b

2. Punkt-Steigungs-Form
Die Gerade hat die Steigung m und geht durch den Punkt P(x1; y1).
y  y1  m  ( x  x1 )

3. Zwei-Punkte-Form
Die Gerade geht durch die Punkte P1(x1; y1) und P2(x2; y2).
y y
y  y1  2 1  ( x  x1 )
x2  x1

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -940-

Aufgaben:

1. Die Gerade g geht durch den Punkt P1 und hat die Steigung m. Stelle mit Hilfe der Punkt-
Steigungs-Form die Gleichung von g auf und führe diese in die Normalform über.

a) P1(4;1), m= ½ b) P1(-6;0), m= 1/3 c) P1(-4;4), m=-2 d) P1(8;0), m=- ¾

e) P1(0;7,5), m=1 f) P1(-1,8;-4), m=0 g) P1(16/5;-24/5), m=-3/2 h) P1(√2;1), m=√2

i) P1(√7;-√7), m=-1

2. Die Gerade geht durch die Punkt P1 und P2. Stelle mit Hilfe der Zwei-Punkt-Form die
Gleichung von g auf und führe diese in die Normalform über.

a) P1(1;2), P2(2;4) b) P1(4;6), P2(8;7) c) P1(0;3), P2(5;0) d) P1(-4;1), P2(4;3)

e) P1(-3;1), P2(4;-6) f) P1(-2;- ½ ), P2(7;- ½ ) g) P1(-26/5;-3/5), P2(-6/5;2/5)

h) P1(-1,3;-4,7), P2(4,7;1,3)

i) P1(1;2), P2(√3;√12)

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -941-

Lösungen:

1)

a)

y  y1  m  ( x  x1 )
1
y 1   ( x  4)
2
1
y x 1
2
b)

y  y1  m  ( x  x1 )
1
y  0   ( x  6)
3
1
y  x2
3

Vorgehensweise:

1. Zuerst wendet man die Formel an: y  y1  m  ( x  x1 )

y  y1  m  ( x  x1 )
1
y  0   ( x  6)
3
1
y  x2
3

2. Danach stellt man die Gleichung auf.

y  y1  m  ( x  x1 )
1
y  0   ( x  6)
3
1
y  x2
3

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -942-

2)

a)
y2  y1
y  y1   ( x  x1 )
x2  x1
42
y2  ( x  1)
2 1
y  2  2 x  2 | 2
y  2x

d)
y2  y1
y  y1   ( x  x1 )
x2  x1
3 1
y 1   ( x  4)
44
1
y  1  x  1| 1
4
1
y  x2
4

Vorgehensweise:
y2  y1
1. Zuerst wendet man die Formel an: y  y1   ( x  x1 ) .
x2  x1
y2  y1
y  y1   ( x  x1 )
x2  x1
3 1
y 1   ( x  4)
44
1
y  1  x  1| 1
4
1
y  x2
4
2. Danach stellt man die Gleichung auf.

y2  y1
y  y1   ( x  x1 )
x2  x1
3 1
y 1   ( x  4)
44
1
y  1  x  1| 1
4
1
y  x2
4

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -943-

Orthogonale

m1 =2
1
m 2 =-
2
m1 • m 2 =-1

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -944-

y
m1 =
x
x
m2 =
−y
y x
m1 • m2 = • = −1
x −y

Zwei Geraden sind genau dann orthogonal (senkrecht), wenn gilt:

m1 • m2 = −1

Das Produkt der beiden Steigungen muss –1 betragen.

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -945-

Mittelpunkt einer Strecke:


3 7

7 3 7 3 3 7 10
3  3       (5)
2 2 2 2 2 2

x1 xm x2

x2  x1 x x x x x x
x1   x1  2  1  1  2  1 2
2 2 2 2 2 2
Allgemein:

xm  x1  x2  xm
2 xm  x1  x2 | 2
x2  x1
xm 
2

ym  y1  y2  ym
2 ym  y1  y2 | 2
y2  y1
ym 
2
7

6
P2
y 5

4
P1
y1 3

-2 -1 1
x1 2 3 4 5 6 7x 8 9 10 11
-1

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -946-

Allgemein berechnet man den Mittelpunkt einer Strecke durch die Formeln:
x x y  y1
xm  2 1 ; ym  2
2 2
Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -946-

Länge einer Strecke:


6
P2
y 5

4 yminusy1
P1
y1 3
xminusx1
2

-1 1
x1 2 3 4 5 6 7x 8 9 10 11
-1

Durch den Satz des Pythagoras enthält man:

d ² = ( x2 − x1 )² + ( y2 − y1 )²
d = ( x2 − x1 )² + ( y2 − y1 )²

Allgemein berechnet man die Länger einer Strecke durch die Formel:

d = ( x2 − x1 )² + ( y2 − y1 )²

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -947-

Aufgaben:

11. A(-2;-1), B(6;-3), C(-2; 5) sind Eckpunkte eines Dreiecks. Bestimme für dieses Dreieck
die Gleichungen

a) der Seitenhalbierenden b) der Mittelsenkrechten c) der Höhengerade


Zeige, dass sich die drei Geraden jeweils in einem gemeinsamen Punkt schneiden.

d) Berechne den Umfang und den Flächeninhalt des Dreiecks.

Lösungen:

11)

a)

x 5 3 7 3 2 1
a) y = ; y = − x + ; y = − x + ; S ( ; )
2 8 4 4 2 3 3
b) y = x − 1; y = 2; y = 4 x − 10; S (3; 2)
c) y = x + 1; y = −3; y = 4 x + 13; S (−4; −3)
d )U = 25,56; A = 24

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -948-

Quadratische Funktionen

1. Monotonie

y=ax²+bx+c

x1<x2 -Æ f(x1)<f(x2): streng monoton steigend

x1<x2 -Æ f(x1)>f(x2): streng monoton fallend

Nullstelle:

y=0

Potenzfunktionen

f(x)=xn: Potenzfunktion n-ten Grades

2. Symmetrie

Achsensymmetrisch:
f(x)=f(-x)

y=x4
x4=(-x)4

Punktsymmetrisch:
f(-x)=-f(x)

y=x³
-x³=(-x)³=-x³

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -949-

Polynom
4x5+ 1/3 x4+2x³+x³+x+7 Polynom 5. Grades

2x+4 1. Grades

½ x²+2x+1 2. Grades

6x³+5x²+x-1 3. Grades

Aufgaben:

1. Die Gerade g geht durch den Punkt P1 und hat die Steigung m. Stelle mit Hilfe der Punkt-
Steigungs-Form die Gleichung von g auf und führe diese in die Normalform über.

a) P1(4;1), m= ½ b) P1(-6;0), m= 1/3 c) P1(-4;4), m=-2 d) P1(8;0), m=- ¾

e) P1(0;7,5), m=1 f) P1(-1,8;-4), m=0 g) P1(16/5;-24/5), m=-3/2 h) P1(√2;1), m=√2

i) P1(√7;-√7), m=-1

2. Die Gerade geht durch die Punkt P1 und P2. Stelle mit Hilfe der Zwei-Punkt-Form die
Gleichung von g auf und führe diese in die Normalform über.

a) P1(1;2), P2(2;4) b) P1(4;6), P2(8;7) c) P1(0;3), P2(5;0) d) P1(-4;1), P2(4;3)

e) P1(-3;1), P2(4;-6) f) P1(-2;- ½ ), P2(7;- ½ ) g) P1(-26/5;-3/5), P2(-6/5;2/5)

h) P1(-1,3;-4,7), P2(4,7;1,3)

i) P1(1;2), P2(√3;√12)

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -950-

Lösungen:

1)

a)

y − y1 = m • ( x − x1 )
1
y −1 = • ( x − 4)
2
1
y= x −1
2
b)

y − y1 = m • ( x − x1 )
1
y − 0 = • ( x + 6)
3
1
y = x+2
3

Vorgehensweise:

1. Zuerst wendet man die Formel an: y − y1 = m • ( x − x1 )

y − y1 = m • ( x − x1 )
1
y − 0 = • ( x + 6)
3
1
y = x+2
3

2. Danach stellt man die Gleichung auf.

y − y1 = m • ( x − x1 )
1
y − 0 = • ( x + 6)
3
1
y = x+2
3

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -951-

2)

a)

y2 − y1
y − y1 = • ( x − x1 )
x2 − x1
4−2
y−2= • ( x − 1)
2 −1
y − 2 = 2 x − 2 | +2
y = 2x

d)

y2 − y1
y − y1 = • ( x − x1 )
x2 − x1
3 −1
y −1 = • ( x + 4)
4+4
1
y − 1 = x + 1| +1
4
1
y = x+2
4

Vorgehensweise:
y2 − y1
1. Zuerst wendet man die Formel an: y − y1 = • ( x − x1 ) .
x2 − x1
y2 − y1
y − y1 = • ( x − x1 )
x2 − x1
3 −1
y −1 = • ( x + 4)
4+4
1
y − 1 = x + 1| +1
4
1
y = x+2
4
2. Danach stellt man die Gleichung auf.

y2 − y1
y − y1 = • ( x − x1 )
x2 − x1
3 −1
y −1 = • ( x + 4)
4+4
1
y − 1 = x + 1| +1
4
1
y = x+2
4
Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -952-

Aufgaben:

11. A(-2;-1), B(6;-3), C(-2; 5) sind Eckpunkte eines Dreiecks. Bestimme für dieses Dreieck
die Gleichungen

a) der Seitenhalbierenden b) der Mittelsenkrechten c) der Höhengerade


Zeige, dass sich die drei Geraden jeweils in einem gemeinsamen Punkt schneiden.

d) Berechne den Umfang und den Flächeninhalt des Dreiecks.

Lösungen:

11)

a)

x 5 3 7 3 2 1
a) y = ; y = − x + ; y = − x + ; S ( ; )
2 8 4 4 2 3 3
b) y = x − 1; y = 2; y = 4 x − 10; S (3; 2)
c) y = x + 1; y = −3; y = 4 x + 13; S (−4; −3)
d )U = 25,56; A = 24

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -953-

Bestimmung der Definitionsmenge


1. Bestimme die Definitionsmengen folgender Gleichungen.

1
y=
x
y= x
1
y=
x² − 1
1
y=
x² + 1

Lösungen:

1
a) y = ; D = \ + , denn man darf alle positiven Zahlen einsetzen, weil eine Wurzel aus einer
x
negativen Zahl nicht definiert ist und man darf nicht die Null einsetzen, weil man sonst durch
0 dividieren würde und dies ist in der Mathematik verboten.

b) y = x ; D = \ +0 denn man darf alle positiven Zahlen einsetzen, weil eine Wurzel aus einer
negativen Zahl nicht definiert ist.

1
c) y = ; D = \ /{1; −1} , denn für die Zahlen 1 und –1 wird der Nenner 0 und so würde
x² − 1
man durch 0 dividieren und dies ist in der Mathematik verboten.

1
d) y = ;D = \
x² + 1
Der Nenner wird für keine Zahlen x 0.
1
y= ; D = \+
x
y = x ; D = \ +0
1
y= ; D = \ /{1; −1}
x² − 1
1
y= ;D = \
x² + 1

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -954-

Beweise:
In der Mathematik gibt es immer sehr viele Beweise und außerdem werden immer sehr viele
Beweise verlangt.
Ich will euch zwei verschiedene Beweise vorstellen. Einmal einen direkten Beweis und einmal
einen indirekten Beweis... Wenn ihr die Technik verstanden habt, dürfte es euch nicht schwer
fallen, alleine Beweise aufzustellen.

1. Indirekter Beweis

Behauptung: 2 ist keine rationale Zahl.


Annahme: 2 ist eine rationale Zahl.

m
2= (m, n) = 1
n
m = 2n | ²
m ² = 2n ²
m² ist eine gerade Zahl.
m ist eine gerade Zahl.
m = 2x
m ² = 2n ²
4 x ² = 2n ² |: 2
2 x² = n²
n ist eine gerade Zahl.
⇒ Annahme falsch, Behauptung richtig!

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -955-

2. Behauptung: 3 ist keine rationale Zahl.


Annahme: 3 ist eine rationale Zahl.

m
3= (m, n) = 1
n
m = 3n | ²
m ² = 3n ²
m² ist eine gerade Zahl.
m ist eine gerade Zahl.
m = 3x
m ² = 3n ²
9 x ² = 3n ² |: 3
3x ² = n²
n ist eine gerade Zahl.
⇒ Annahme falsch, Behauptung richtig!

2. Direkter Beweis

x1 < x2 ⇒ f (x1 ) < f (x 2 )


x1 < x2 ⇒ x12 < x22

0 < x1 < x2
x12 < x1 • x2
x1 • x2 < x22
Zusammengefasst :
x12 < x1 • x2 < x22
⇒ x12 < x22

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -956-

Polynomdivision
In diesem Abschnitt bringe ich euch die Polynomdivision bei...
Die Polynomdivision braucht ihr, um Nullstellen von Polynomen zu berechnen, denn hier gibt
es keine Formel mehr wie bei quadratischen Funktionen...
Es heißt also: Rechnen und deshalb sollte man dieses Verfahren auch beherrschen... 

Aufgabe:
Bestimme die Nullstellen der ganzrationalen Funktion f mit

a) f(x)=(x-3)(x+4)(x-0,5) b) f(x)=x³+2x²-104x+192

Lösungen:

a) Die Nullstellen sind die Lösung der Gleichung f(x)=0.


(x-3)(x+4)(x-0,5)=0
Ein Produkt ist genau dann 0, wenn einer der Faktoren 0 ist. Das heißt hier:
x-3=0 oder x+4=0 oder x-0,5=0
x=3 oder x=-4 oder x=0,5.

Die Faktoren in dem Produkt (x-3)(x+4)(x-0,5) sind lineare Terme, man nennt sie auch
Linearfaktoren.
Und so muss man jedes Polynom umformen, um die Nullstellen zu berechnen, denn es gibt
dafür keine Formel wie z.B. die p, q-Formel bei quadratischen Funktionen.

b) In der Teilaufgabe a) ließen sich die Nullstellen mit Hilfe der Linearfaktoren bestimmen.
Wir müssen also versuchen den Term f(x)=x³+2x²-104x+192 in ein Produkt von
Linearfaktoren zu zerlegen. Beim Aufstellen einer Wertetabelle findet man zufällig eine
Nullstelle für x=2.
Zu der Nullstelle 2 gehört der Linearfaktor (x-2).
Also müssen wir f(x)=x³+2x²-104x+192 durch (x-2) dividieren:

x³+2x²-104x+192=(x-2)  g(x)
x³+2x²-104x+192:(x-2)=x²+4x-96
-(x³-2x²)
-----------
4x²-104x+192
-(4x²-8x)
--------------------------
-96x+192
-(96x+192)
--------------------------
0

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -957-

Die Division bei den Polynomen führt zu


x³+2x²-104x+192:(x-2)=x²+4x-96
x³+2x²-104x+192=(x-2)  (x²+4x-96)
Wir benutzen diese Umformung, um alle Nullstellen zu bestimmen:

(x-2)  (x²+4x-96)=0
x-2=0 oder x²+4x-96=0
x=2 oder x=8 oder x=-12

Begründung der Polynomdivision:

x³+2x²-104x+192 |x²+2x²=(x-2)(x²+4x²)
=(x-2)x²+4x²-104x+192 |4x²-104x=(x-2)4x-96x
=(x-2)x²+(x-2)4x-96x+192 |-96x+192=(x-2)4x-96x
=(x-2)x²+(x-2)4x+(x-2)(-96) |Ausklammern von (x-2)
=(x-2)(x²+4x-96)

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -958-

Weiterhin kann man auch die weiteren Nullstellen durch Koeffizientenvergleich bestimmen.

x ³  2 x ²  104 x  192  ( x  2)( x ²  4 x  96)


x ²  4 x  96  ( x  8)( x  a)
x ²  4 x  96  x ²  xa  8a  8a
x ²  4 x  96  x ²  (a  8) x  8a

4  a  8  a  12
96  8a |: 8
a  12

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -959-

Aufgaben zur Polynomdivision

1) Führe die Polynomdivision aus.

a) x³-4x²-16x+15:(x+3) b) 3x³-11x²-13x+36:(x-4)

Lösungen:

1)

a)

x³-4x²-16x+15:(x+3)=x²-7x+5
-(x²+3x²)
------------
-7x²-16x
-(-7x²-21x)
---------------------
5x+15
-(5x+15)
----------------------------
0

b)

3x³-11x²-13x+36:(x-4)=3x²+x-9
-(3x³-12x²)
------------
x²-13x
-(x²-4x)
---------------------
-9x+36
-(-9x+36)
----------------------------
0

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -960-

Aufgaben zu Gleichungen

2. Welche der Punkte

P(-8;3),P(2;-2),P(-1;-4),P(-4;-7),P(-4;4),P(1;5),P(0,8;-2,2)
gehören zum Graphen der linearen Funktion mit der Gleichung

a) y=x-3 b) y=2,4x+2,6 c) y=x/4+5 d) y=-x/2-1 e) y=2-3x ?


Zeichne den Graphen. Bestimme die Koordinaten der Schnittpunkt mit der 1.
Koordinatenachse und mit der 2. Koordinatenachse.

3. Durch die Gleichung a) y=r*x+2 b) y=1,2x+r


ist eine Schar von Geraden gegeben. Welchen Wert muss man für den Parameter r wählen,
damit die zugehörige Gerade durch den Punkt P(2; 1) geht?

8. Die Gerade g1 geht durch die Punkte P1 und P2; die Gerade g2 geht durch den Punkt P3 und
hat die Steigung m.
Bestimme den Schnittpunkt beider Geraden und berechne dessen Abstand vom
Koordinatenursprung.

a) P1(-1;-5), P2(6;2), P3(-2;-4), m=2 b) P1(2;4), P2(-6;0), P3(9;2), m= 1/3

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -961-

Lösungen:

2)

a)

Nein, Nein, Ja, Ja, Nein, Nein, Ja

b)

Nein, Nein, Nein, Ja, Nein, Ja, Nein

3)

a)

y=rx+2
1=2r+2|-2
-1=2r|:2
1
r=-
2
y  x3
0  x  3 | 3
x3
(3;0)
y  03
y  3
(0; 3)

y  2, 4 x  2, 6
y  2, 6
(0; 2, 6)
0  2, 4 x  2, 6
2, 6  2, 4 x
13
x
12
13
( ;0)
12

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -962-

8)

a)

P1(-1; -5), P2(6; 2)

25
y5  ( x  1)
6 1
y  5  x  1| 5
y  x4

P3(-2; -4), m=2

y  4  2( x  2)
y  4  2 x  4 | 4
y  2x

x  4  2x | x
x  4
y  2(4)  8
S (4; 8)
d  80  8,944

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -963-

Gebietsbegrenzung
Die Gebietseinteilung ist sehr gut geeignet, um den Verlauf eines unbekannten Graphen zu
bestimmen. Außerdem kann man ganz leicht die Definitionsmenge und die Wertemenge
herausfinden... Also schaut es euch einfach an und lernt die Gebietseinteilung anzuwenden...

1. Bestimme die Nullstellen der Gleichung.

a) 3x ³ − 11x ² − 13x + 36

Lösungen:

Vorgehensweise:

1. Zuerst führt man eine Polynomdivision durch, um die Nullstellen zu berechnen.

Nullstelle für x=4, der Linearterm lautet (x-4)

3x ³ − 11x ² − 13x + 36 : ( x − 4) = 3x ² + x − 9
−(3 x ³ − 12 x ²)
−−−−−−−
x ² − 13x
(− x ² − 4 x)
−−−−−−−
−9 x + 36
−(−9 x + 36)
−−−−−−−
0

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -964-

2. Bestimme die Nullstellen der Gleichung und nehme eine Gebietsbegrenzung vor.

x² − 4
a) y =
x ² − 3x

Lösungen:

x ² − 4 ( x + 2)( x − 2)
y= =
x ² − 3x x( x − 3)

Vorgehensweise bei einer Gebietsbegrenzung

1. Zuerst berechnet man die Nullstellen der Gleichung

x ² − 4 ( x + 2)( x − 2)
y= =
x ² − 3x x( x − 3)
Nullstellen
x = 3;0; 2; −2

2. Danach zeichnet man die Nullstellen im Koordinatensystem ein mit einer Senkrechten zur
x-Achse und einer Parallelen zur y-Achse.

3. Danach setzt man nach und nach Werte ein, die größer bzw. kleiner als die Nullstellen sind
und schaut, in welchem Bereich der Funktionswert positiv bzw. negativ wird.
Wird er positiv, kann man das negative wegstreichen, wird er negativ, kann man das positive
wegstreichen.

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -965-

Ist a Nullstelle einer ganzrationalen Funktion f und ist


f ( x) = ( x − a ) k • g ( x) und kε ` und g ( a ) ≠ 0 , so heißt a eine k-fache Nullstelle von

Beispiele:

y = ( x ² − 6 x + 9) x ²
y = ( x − 3)² • x ²

3 ist eine doppelte Nullstelle.


0 ist eine doppelte Nullstelle.

f(x)=x² : doppelte Nullstelle bei 0.


f(x)=x+1: einfache Nullstelle bei 1.

y = x 6 − x 4 = x 4 ( x ² − 1) = x 4 ( x + 1)( x − 1)
Nullstellen
x = 0;1; −1

4fache Nullstelle bei 0.


Jeweils einfache Nullstelle bei 1 und –1.

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -966-

Aufgaben zur Polynomdivision und zur Gebietsbegrenzung

1. Bestimme die Nullstellen. Gib auch Positiv- und Negativbereiche an.

a) f(x)=x³-3x²-2x+6 b) f(x)=x5/2-x4/3-8x+16/3

c) f(x)=x³-7/4x- ¾ d) f(x)=x5+2x4+2x³+4x²+3x+6

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -967-

Lösungen:

1.

a)

x ³ − 3 x ² − 2 x + 6 : ( x − 3) = x ² − 2
−( x ³ − 3 x ²)
−−−−−−−
−2 x
−(−2 x + 6)
−−−−−−−
0

f ( x) = ( x − 3)( x − 2)( x + 2)
Nullstellen
x = 3; − 2; 2

b)

b)
1 3
Nullstellen : x = −1; − ;
2 2
c)
2
Nullstellen : x = −2; ; 2
3
d)
Nullstellen : x = −2

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -968-

Aufgaben zu Funktionen

1. Berechne die Geradengleichung.


a) P(0; 0), Q(-1; 3) b) P(-3;5), Q(1; 4)

Lösungen:

1.

a)
3−0
y−0 = ( x − 0)
−1 − 0
y = −3 x
oder
3−0 3
m= = = −3
−1 − 0 −1
y = −3 x

b)

4−5
y −5 = ( x + 3)
1+ 3
1 3
y − 5 = − x − | +5
4 4
1 1
y = − x+4
4 4
oder
4−5 1
m= =−
1+ 3 4
1
5 = − • (−3) + b
4
3 3
5= +b|−
4 4
1
b=4
4
1 1
y = − x+4
4 4

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -969-

2) Der Neigungswinkel einer Geraden beträgt 60° auf ihr liegt der Punkt P(-4; ½ ).
Berechne die Geradengleichung.

Lösungen:

2)

tan(60°) = m = 1, 73
0,5 = 1, 73 • (−4) + b
0,5 = −6,92 + b | +6,92
b = 7, 42
y = 1, 73 x + 7, 42

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -970-

Gebietseinteilung:

1) Führe eine Gebietseinteilung durch.

( x − 1)( x + 2) ( x − 1)( x + 2)
a ) f ( x) = b) f ( x ) = c) y = x ² − 4
x( x + 5) x ²( x + 5)

Lösungen:

1.)

a)

Nullstellen für x=1; -2; 0; -5

b)

Nullstellen für x=1; -2; 0; -5.


x² doppelte Nullstelle.

c)

y = x ² − 4 = ( x − 2)( x + 2)
D = x ≥ 2oderx ≤ 2

Vorgehensweise:

1. Zuerst berechnet man alle Nullstellen sowie im Zähler als auch im Nenner.

2. Danach schaut man nach einfacher und doppelter Nullstelle und setzt Werte ein und schaut
nach dem Positivbereich oder Negativbereich.

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -971-

3) Die Gleichung ht ( x) = −tx + t . Zeige, dass alle Geraden aus der Geradenschar eine
gemeinsame Nullstelle hat.

Lösungen:

3)

a)

ht ( x) = −tx + t
0 = −tx + t | −t
−t = −tx |: (−t )
x =1
P(1; 0)

b)

f : y = −tx + t
g : y = −tx + t
−t1 • (−t 2) = −1
t1t 2 = −1|: t1
1
t2 = −
t1
1 1
g: y = x−
t1 t1
Flächeninhalt :
1
(t1 + )
A= t1
2

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -972-

Aufgaben zu Funktionen

1. Berechne die Länge der Seiten und die Längen der Diagonalen des Vierecks ABCD.

a) A(-4; 1), B(-1; -3), C(11; 2), D(3; 6) b) A(1; -3), B(9; -3), C(13; 0), D(1; 9)

2. Bestimme den Mittelpunkt und den fehlenden Eckpunkt des Parallelogramms ABCD.

a) A(-2; 2) , B(4; 1) , C(2; 6) b) A(1; 0) B(7; 3), C(6; 5)

Lösungen:

3)

Buch Seite 22 Nr. 3, 4

3. Berechne die Länge der Seiten und die Längen der Diagonalen des Vierecks ABCD.

a) A(-4; 1), B(-1; -3), C(11; 2), D(3; 6) b) A(1; -3), B(9; -3), C(13; 0), D(1; 9)

4. Bestimme den Mittelpunkt und den fehlenden Eckpunkt des Parallelogramms ABCD.

a) A(-2; 2) , B(4; 1) , C(2; 6) b) A(1; 0) B(7; 3), C(6; 5)

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -972-

Gleichsetzen von Funktionen


Gegeben:

f(x)=x²+2
g(x)=2x+4

x²+2=2x+4 |-2
x²=2x+2 |-x²
0=-x²+2x+2 |:(-1)
0=x²-2x-2

Anwendung der p, q-Formel

p p
x1 = − + ( )² − q
2 2
p p
x2 = − − ( )² − q
2 2
x1 = 1 + 1 + 2 = 1 + 3
x1 = 1 − 1 + 2 = 1 − 3
y1 = 2(1 + 3) + 4 = 9, 46
y2 = 2(1 − 3) + 4 = 2,54

Schnittpunkte:
S1(2,73; 9,46)
S2(-0,73; 2,54)

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -973-

Vorgehensweise:

1. Zuerst setzt man die rechten Terme der Funktionen gleich.

x²+2=2x+4 |-2
x²=2x+2 |-x²
0=-x²+2x+2 |:(-1)
0=x²-2x-2

2. Danach wendet man die p, q-Formel und berechnet die y-Werte.

p p
x1 = − + ( )² − q
2 2
p p
x2 = − − ( )² − q
2 2
x1 = 1 + 1 + 2 = 1 + 3
x1 = 1 − 1 + 2 = 1 − 3
y1 = 2(1 + 3) + 4 = 9, 46
y2 = 2(1 − 3) + 4 = 2,54

Schnittpunkte:
S1(2,73; 9,46)
S2(-0,73; 2,54)

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -974-

1) Die Geradenbüschel gehen durch den Punkt (5/4; 3/2)


a) Wie heißt die Gleichung der Geraden, die durch diesen Punkt P gehen?
b) Zeige, dass alle Geraden durch diesen Punkt gehen.
c) Welche Möglichkeiten der Schnittpunkte gibt es mit der Funktion f(x)=-x²+2x ?

Lösungen:

1)

a)

y=mx+b
P(5/4; 3/2)

3 5 5
= m+b|− m
2 4 4
3 5
b= − m
2 4
3 5
⇒ y = mx + − m
2 4

b)

3 5
y = mx + − m
2 4
3 5 3 5
= x+ − m
2 4 2 4
3 3
=
2 2
0=0

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -975-

c)

1. Gleichsetzen

3 5
− x ² + 2 x = mx + − m | •(−1)
2 4
3 5
x ² − 2 x = − mx − + m
2 4
5 3
x ² − 2 x + mx = m −
4 2
5 3
x ² + (m − 2) x = m −
4 2
5 3
x ² + (m − 2) x = m −
4 2
3 5
x ² + (m − 2) x + − m = 0
2 4
m−2 m−2 3 5
x1,2 = − +− ( )² − + m
2 2 2 4

Radikand 0 Æ einen Schnittpunkt


Radikand negativ Æ gar keinen Schnittpunkt
Radikand positiv Æ zwei Schnittpunkte

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -976-

Definition der Ableitung


1. Wiederholung

y1 − y0
m=
x1 − x0
m = tan α

Die Steigung ist durch den Tangens des Neigungswinkels definiert.

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -977-

2. Begriffe:

Passante Sekante Tangente

Passante:

Berührt den Kreis in keinem Punkt.

Sekante:

Berührt den Kreis in zwei Punkten.

Tangente

Berührt den Kreis senkrecht in einem Punkt.

3. Differentialquotienten

1. Bestimme die Steigung der Geraden.

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -978-

Lösungen:

Vorgehensweise:

1. Zuerst wählen wir uns zwei Punkte, die auf dem Graphen liegen und berechnen dadurch die
Steigung m an diesen Punkten.

(2; 1); (2,5; 1,5625)

1,5625 − 1
m=
2,5 − 2
0,5625
m= = 1,12
0,5
(2; 1); (2,25; 1,265625)

1, 265625 − 1
m=
2, 25 − 2
0, 265625
m= = 1, 0625
0, 25

Allgemein:

1 2 1 2 1 2 1
x1 − x2 ( x1 − x22 ) ( x1 + x2 )( x1 − x2 )
4 4 4 4 1
m= = = = ( x1 + x2 )
x1 − x2 x1 − x2 x1 − x2 4

1 1 1 1 1
(2 + h)² − • 2² (4 + 4h + h ²) − 1 1 + h + h² − 1 h(1 + )
+y 4 = 1+ 1
=m= 4 4 =4 = 4 =
+x 2+h−2 h h h 4

Der Punkt P1 nähert sich dem Punkt P0.


Die Sekante wird zur Tangente.

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -979-

1. Berechne die Steigung für x=1.

Lösungen:

1 1 1 1 1 1 1 1 1 1
(1 + h)² − • 1² (1 + 2h + h²) − + h + h² − h( + )
+y 4 = 2 4 =1+1
=m= 4 4 =4 4=4 2 4
+x 2+h−2 h h h 2 4

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -980-

Bestimmung der Ableitung

1. Berechne den Differenzenquotienten für y= ¼ x² an der Stelle x=2.

1 1 1 1 1 1 1 1
( x + h)² − x ² ( x ² + 2 xh + h²) − x ² x ² + xh + h² − x ²
Δy 4 4 =4 4 =4 2 4 4
=
Δx x+h− x h h
1 1 1 1
xh + h² h( x + h)
= 2 4 = 2 4 = 1 x+ 1h
h h 2 4
Δy 1
= 1+ h
Δx 4

h Δy
Δx

2 1,5

1 1,25

0,0001 1,000025

h 0 1

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -981-
1
h(1 + h)
Δy 4 und Δy = 1 + 1 h ?
2. Worin besteht der Unterschied bei =
Δx h Δx 4
Lösungen:
1
h(1 + h)
Δy 4
Bei = ist h=0 nicht definiert.
Δx h
Δy 1
Bei = 1 + h ist h=0 definiert.
Δx 4

Grenzwert:

Δy 1 1
lim = lim x + h
Δx → 0Δx h → 0 2 4
1
f '( x) = x
2

Die Ableitungsfunktion gibt die Steigung der Tangente der Funktion an.

Vorgehensweise:

Bei y=x²

1. Möglichkeit (h-Methode):

1. Bildung des Differenzenquotienten

Δy ( x + h)² − x ² x ² + 2 xh + h ² − x ² 2 xh + h ² h(2 x + h)
= = == = = 2x + h
Δx x+h−x h h h

2. Bildung der Ableitung

Δy
lim = lim 2 x + h
Δx →0 Δx h→0
f '( x) = 2 x

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -982-

2. Möglichkeit (Zwei-Punkte-Methode):

1. Bildung des Differenzenquotienten

y − y x ² − x ² ( x1 + x0 )( x1 − x0 )
= = = x1 + x0
x−x x−x x1 − x0

2. Bildung der Ableitung

Δy
lim = lim 2 x
Δx → 0 Δx h→0
f '( x) = 2 x
Bestimmung der Ableitung

1. Berechne die Ableitung der Funktion y= ½ x² und zeichne beide Graphen.


Lösungen:

Vorgehensweise:

Bei y=x²

1. Möglichkeit:

1. Bildung des Differenzenquotienten

1 1 1 1 1 1 1
( x + h)² − x ² ( x ² + 2 xh + h²) − x ² x ² + xh + h² − x ²
Δy 2 2 =2 2 == 2 2 2
=
Δx x+h−x h h
1
h( x + h)
= 2 = x+ 1h
h 2
2. Bildung der Ableitung

Δy 1
lim = lim x + h
Δx →0 Δx h → 0 2
f '( x) = x

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -983-

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -984-

Berechnung der Ableitung:

1. f(x)=x³

1. Möglichkeit:

Δy x13 − x03
=
Δx x1 − x0

Polynomdivision:

x13 − x03 : ( x1 − x0 ) = x12 + x1 x0 + x02

Δy x13 − x03
= = x12 + x1 x0 + x02
Δx x1 − x0
lim 3 x ²
Δx → 0

Ableitung:

f '( x) = 3 x ²

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -985-

2. Möglichkeit:

1. Bildung des Differenzenquotienten:

Δy y1 − y0 ( x0 + h)³ − x0 ³ x0 ³ + h³ + 3 x0 ² h + 3x0 h ² − x0 ³
= = =
Δx x1 − x0 x0 + h − x0 h
h³ + 3x0 ² h + 3 x0 h² h(h² + 3x0 ² + 3x0 h)
= = = h² + 3 x0 ² + 3x0 h
h h
lim 3x ²
Δx → 0

f '( x) = 3

Ableitung:

f '( x) = 3 x ²

Wie ihr seht, es gibt zwei verschiedene Wege.


Ihr müsst selber entscheiden, welcher von beiden für euch persönlich der Einfachste ist. ☺

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -986-

Berechnung der Ableitung:

2. f(x)=x4

h-Methode:

Δy y1 − y0 ( x0 + h) 4 − x0 4 x0 4 + h 4 + 4 x0 ³h + 6 x ² h² + 4 xh ³ − x0 4
= = =
Δx x1 − x0 x0 + h − x0 h
h 4 + 4 x0 ³h + 6 x ² h² + 4 xh ³ h(h ³ + 4 x0 ³ + 6 x0 ² h + 4 xh ²)
= = = h³ + 4 x ³ + 6 x ² h + 4 xh²
h h
lim 4 x ³
Δx → 0

f '( x) = 4 x ³

Ableitung:

f '( x) = 4 x ³

Berechnung der Ableitung:

3. f(x)=1/x:

x0 x1 x0 − x1

Δy y1 − y0 x1x0 x1x0 x0 − x1 1
= = = x1x0 = =−
Δx x1 − x0 x1 − x0 x1 − x0 x1x0( x1 − x0) x1x0
−1
lim
Δx →0 x ²

−1
f '( x) =

Ableitung:

−1
f '( x) =

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -987-

Verallgemeinerung zu einer Formel

Verallgemeinerung: y=xn; y’=nx und y=xn; y’=nxn-1

y y’
c 0
x 1
x² 2x
x³ 3x²
x4 4x³
xn nxn-1
x-1 -x-2
x-n nxn-1

Berechnung der Ableitung:

1. f(x)=x³

1. Möglichkeit:

Δy x13 − x03
=
Δx x1 − x0

Polynomdivision:

x13 − x03 : ( x1 − x0 ) = x12 + x1 x0 + x02

Δy x13 − x03
= = x12 + x1 x0 + x02
Δx x1 − x0
lim 3 x ²
Δx → 0

Ableitung:

f '( x) = 3 x ²

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -988-

Ableitung und Funktion sind in einem Bild gezeichnet.

2. Möglichkeit:

1. Bildung des Differenzenquotienten:

Δy y1 − y0 ( x0 + h)³ − x0 ³ x0 ³ + h³ + 3 x0 ² h + 3x0 h² − x0 ³
= = =
Δx x1 − x0 x0 + h − x0 h
h³ + 3x0 ² h + 3 x0 h² h(h² + 3x0 ² + 3x0 h)
= = = h² + 3 x0 ² + 3x0 h
h h
lim 3x ²
Δx → 0

f '( x) = 3

Ableitung:

f '( x) = 3 x ²

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -989-

Berechnung der Ableitung:

2. f(x)=x4

h-Methode:

Δy y1 − y0 ( x0 + h) 4 − x0 4 x0 4 + h 4 + 4 x0 ³h + 6 x ² h² + 4 xh ³ − x0 4
= = =
Δx x1 − x0 x0 + h − x0 h
h 4 + 4 x0 ³h + 6 x ² h² + 4 xh ³ h(h ³ + 4 x0 ³ + 6 x0 ² h + 4 xh ²)
= = = h³ + 4 x ³ + 6 x ² h + 4 xh²
h h
lim 4 x ³
Δx → 0

f '( x) = 4 x ³

Ableitung:

f '( x) = 4 x ³
Berechnung der Ableitung:

3. f(x)=1/x:

x0 x1 x0 − x1

Δy y1 − y0 x1x0 x1x0 x0 − x1 1
= = = x1x0 = =−
Δx x1 − x0 x1 − x0 x1 − x0 x1x0( x1 − x0) x1x0
−1
lim
Δx →0 x²
−1
f '( x) =

Ableitung:

−1
f '( x) =

Verallgemeinerung: y=xn; y’=nx und y=xn; y’=nxn-1

y y’
c 0
x 1
x² 2x
x³ 3x²
x4 4x³
xn nxn-1
x-1 -x-2
x-n nxn-1
Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -990-

Berechnung der Ableitung

1. Berechne die Ableitung der Funktion y = x .

Lösungen:

Vorgehensweise:

1. Zuerst wird der Definitionsbereich definiert.

y = x ; D = {x | x ≥ 0}

2. Danach berechnet man den Differenzenquotienten.

Δy x − a ( x − a )( x + a )
= =
Δx x−a ( x − a)( x + a )
x−a 1
= =
( x − a )( x + a ) x+ a

3. Nun bildet man den Grenzwert.

1 1 1
lim = =
x→a x+ a a+ a 2 a

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -991-

Ableitungsregel

y = x n ; y ' = nx n −1

Anwendung auf das Beispiel:

Aufgabe:

1. Berechne mit der Ableitungsregel die Ableitung der Funktion y=0,25x².

Lösungen:

1
y= x ²; y = x ²
4
1
y ' = • 2 x; y ' = 2 x
4

2. Berechne mit Hilfe der Ableitungsregel die Ableitung der Funktion y=3x³.

Lösungen:

y = 3 x ³; y = x ³
y ' = 3 • 3 x ² = 9 x ²; y ' = 3 x ²

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -992-

Bestimmung des Differenzenquotienten


allgemein
f ( x) − f (a)
: Differenzenquotienten (Zwei-Punkte-Methode)
x−a

f ( x + h) − f ( x)
: Differenzenquotienten(h − Methode)
h

Bestimmung der Normalen

Definition der Normalen:

Die Normale ist die Senkrechte der Tangente durch den Punkt P.

Gegeben:
y=x²; x0=2 Æ P(2 ; 4)

Vorgehensweise:

1. Zuerst berechnet man die Ableitung der Funktion y=x².

y’=2x

2. Nun berechnet man y=mx+b der Normalen.

mt=4
mn=- ¼

y = mx + b
1
4 = − •2+b
4
1 1
4 = − +b|+
2 2
b = 4,5
1
y = − x + 4,5
4

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -993-

Aufgaben zu Ableitungen

Buch Seite 132 Nr. 1, Nr. 5, 6

1. Tangentenkonstruktion für die Normalparabel

a) Man kann folgendermaßen exakt die Tangente im Punkte P an die Parabel mit der
Gleichung y=x² konstruieren:
Man fällt das Lot auf die zweite Achse und bestimmt Q so, dass ist. Die Gerade QP ist dann
die gesuchte Tangente.
Zeige, dass dieses Verfahren korrekt ist.

b) Auch mit Hilfe der Normalen lässt sich einen Tangentenkonstruktion gewinnen. Bestimme
dazu zunächst den Schnittpunkt der Normalen mit der zweiten Achse und beschreibe dann die
Tangentenkonstruktion.

5. Zur Sekante durch die Punkte A(1; y) und B(4; y) auf dem Graphen der Funktion y=x³ ist
eine parallele Tangente gezeichnet. Bestimme den Berührpunkt der Tangente.

6. Im Punkt P(2; y) ist an den Graphen der Funktion y=x² die Tangente gezeichnet. Zu ihr soll
eine parallele Tangente an den Graphen der Funktion y=x³ gezeichnet werden. Bestimme ihre
Gleichung.

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -994-

Bestimmung der 1. Ableitung

1. Bestimme die Ableitung von y=x²³.

y = xn
y ' = nx n −1
y ' = 3x²

2. Bestimme die Ableitung von y=x³+5.

y ' = 3x²
Denn y=5 hat die Steigung 0 und y’=0.

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -995-

3. Bestimme die Ableitung der Funktion y=x²+5 mit der h-Methode.

y = x² + 5
Δy f ( x + h) − f ( x)
m= =
Δx h
Δy ( x + h)² + 5 − x ² − 5 ( x + h)² − x ²
m= = =
Δx h h
x ² + 2 xh + h² − x ² 2 xh + h ² h(2 x + h)
= = = = 2x + h
h h h
lim 2 x + h = 2 x
h→0

f '( x) = 2 x

4. Bestimme die Ableitung der Funktion y=5x².

Die Ableitung von y=x² ist y’=2x.


Die Ableitung von y=5x² ist y’=5*2x=10x

y = 5 x²
Δy f ( x + h) − f ( x)
m= =
Δx h
Δy 5( x + h)² − 5 x ² 5(( x + h)² − x ²)
m= = =
Δx h h
x ² + 2 xh + h² − x ² 2 xh + h ² h(2 x + h)
=5 =5 =5 = 5(2 x + h)
h h h
lim 5(2 x + h) = 10 x
h→0

f '( x) = 10 x

Allgemein gilt:

Δy f ( x + h) − f ( x)
m= =
Δx h
und
Δy f ( x1 ) − f ( x0 )
m= =
Δx x1 − x0

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -996-

Bestimmung der 1. Ableitung

Buch Seite 131 Nr. 12, Seite 132 Nr. 2

12) Gib die Gleichung der Tangente an den Graphen der Funktion f in dem angegebenen
Punkt an.

a ) f ( x) = x ; P (4; y )
b) f ( x) = x + x; P (9; y )
c) f ( x) = 3 x ; P(2; y )

2) Beweise, dass die Behauptung richtig ist.

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -997-

Lösungen:

12)

a ) f ( x) = x ; P(4; y )
1 1 1
y'= =m= =
2 x 2 2 4
1
m = ; P (4; 2)
4
1
2 = •4+b
4
2 = 1 + b | −1
b =1
1
y = x +1
4

b) f ( x) = x + x; P(9; y )
1 1 1
y'= +1 = m = +1 = 1
2 x 2 9 6
7
m = ; P(9;3)
6
7
3 = •9+b
6
b = 1,5
7 3
y = x+
6 2

c) f ( x) = 3 x ; P(2; y )
1 1 3
y' = 3 =m=3 =
2 x 2 2 2 2
3
m= ; P(3 2)
2 2
3
b=
2
3 3
y= x+
2 2 2

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -998-

Berechnung der Ableitung mit der h-Methode


1. Berechne die Ableitung der Funktion f ( x) = x mit der h-Methode an der Stelle x=a.

Lösungen:

f ( x + h) − f ( x)
f ( x) = x ;
h
Δy a + h − a ( a + h − a )( a + h + a ) a−a+h
m= = = =
Δx h h( a + h + a ) h( a + h + a )
h 1
= =
h( a + h + a ) ( a + h + a )
1 1
lim =
h→0 ( a + h + a) 2 a

2. Berechne die Ableitung der Funktion f(x)=1/x mit der h-Methode an der Stelle x=a.

1 f ( x + h) − f ( x )
f ( x) = ;
x h
1 1 a ( a + h) a−a−h −h
− −
Δy a + h a (a + h)a a (a + h) (a + h)a (a + h)a 1
m= = = = = =−
Δx h h h h ( a + h) a
1 1
lim − =−
h →0 ( a + h)a a²

1
3. Berechne die Ableitung der Funktion f ( x) = mit der h-Methode an der Stelle x=a.
x

1 f ( x + h) − f ( x )
f ( x) = ;
x h
1 1 a − a+h

Δy a+h a = a+h −2 a
m= = = ... =
Δx h h a²
−3
lim = 2a 2
h→0

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -999-

Aufgaben zur Ableitung

Buch Seite 132 Nr. 3

3. In welchem Punkt schneiden sich die Tangenten an den Graphen der Funktion f in den
Punkten P1 und P2? Wie groß ist der Schnittwinkel?

a) f(x)=x²; P1(1; y), P2(2 ; y) b) f(x)=x5 ; P1(3 ; y), P2(-2 ; y)

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1000-

Lösungen :

3)

a) f(x)=x²; P1(1; y), P2(2 ; y)

y = x²
y ' = 2 x; P(1;1); P(2; 4)
m = y ' = 2 x = 2 •1 = 2
1 = 2 + b | −2
b = −1
y = 2x −1
y ' = 2 x; P(1;1); P(2; 4)
m = y ' = 2x = 2 • 2 = 4
4 = 4•2+b
4 = 8 + b | −8
b =1
y = 4x − 4
2 x − 1 = 4 x − 4 | +1
2 x = 4 x − 3 | −4 x
−2 x = −3 |: (−2)
3
x=
2
3
y = 2 • −1 = 3 −1 = 2
2
3
( ; 2)
2

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1001-

b) f(x)=x5 ; P1(3 ; y), P2(-2 ; y)

y = x5
y ' = 5 x 4 ; P(3; 243); P(−2; −32)
m = y ' = 5 x 4 = 5 • 34 = 5 • 81 = 405
243 = 405 • 3 + b | −2
b = −972
y = 405 x − 972
y ' = 5 x 4 ; P(3; 243); P(−2; −32)
m = y ' = 5 x 4 = 5 • (−2) 4 = 80
−32 = 80 • (−2) + b
−32 = −160 + b | +160
b = 128
y = 80 x + 128
405 x − 972 = 80 x + 128 | +1
44
x=
13
44
( ; y)
13

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1002-

Aufgaben zur Ableitung

7) An den Graphen der Funktion y=x² sind zwei Tangenten gezeichnet. Sie schneiden
die x-Achse unter einem Winkel von 30° bzw. 60°. Zusammen mit der x-Achse bilden sie ein
Dreieck. Berechne seinen Flächeninhalt.

Lösungen:

7)

Vorgehensweise:

1. Folgendes muss man bei dieser Aufgabe wissen:


Die Steigung m ist der Tangens des Neigungswinkels, es ist:

m = tan α

2. Wir brauchen die Steigung und einen Punkt.


Die Steigung können wir mit m = tan α berechnen.

m = tan α = y ' = tan(30°) = 0,577


m = tan α = y ' = tan(60°) = 1, 732

3. Nun berechnet man die Ableitung y’=2x.

m = tan α = y ' = tan(30°) = 0,577 = 2 x


m = tan α = y ' = tan(60°) = 1, 732 = 2 x

4. Nun formt es nach x um.

0,577 = 2 x |: 2
x = 0, 289
1, 732 = 2 x |: 2
x = 0,866

5. Den y-Wert berechnet wir, indem wir den x-Wert in y=x² einsetzen.

x = 0, 289
y = 0, 289² = 0,83

x = 0,866
y = 0,866² = 0, 75
6. Nun haben wir einen Punkt und die Steigung.

y1=0,577x+0,6663
y2=1,732x-0,75
Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1003-

7. Zum weiteren Vorgehen :

1. Gleichsetzen der beiden Tangentengleichungen.


2. Berechnen der Strecken des Dreiecks
g •h
3. Anwenden der Formel ADreieck =
2

Und schon hat man den Flächeninhalt des Dreiecks.

Ihr seht, wenn man bei einer etwas umfangreichen Aufgabe strukturiert vorgeht, kann man die
Aufgabe „ganz leicht“ lösen.
Leicht ist aber relativ. ☺

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1004-

Zusammenfassung: h-Methode und Zwei-Punkte-Methode


1. h-Methode:

Allgemein:
f ( x  h)  f ( x )
h

Beispiel:

f ( x  h)  f ( x )
f ( x)  x ;
h
y a  h  a ( a  h  a )( a  h  a ) aah
m   
x h h( a  h  a ) h( a  h  a )
h 1
 
h( a  h  a ) ( a  h  a )
1 1
lim 
h 0 ( a  h  a ) 2 a

2. Zwei-Punkte-Methode:

Allgemein:
f ( x)  f (a)
xa

f ( x)  f (a)
f ( x)  x ;
xa
y x  a ( x  a )( x  a ) xa
m   
x xa ( x  a)( x  a ) ( x  a)( x  a )
1

x a
1 1
lim 
a x x a 2 x

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1005-

Betragsfunktion
f(x)=|x²-1|
|x²-1|=x²-1 für x ≤ −1undx ≥ 1
-(x²-1) für −1 < x < 1

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1006-

Ableitung:

1) Bestimme die Ableitungen, bis es nicht mehr geht.

a) y=3x6-2x4 b) y=3x³-9x4-x c) y=2x5-8x-x4

Lösungen :

1.

a) y’=2160;y’’=0
b) y’=-216; y’’=0
c) y’=208 ; y’’=0

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1008-

Funktionen und Ableitungen

Wenn man eine Funktion gegeben hat und die Ableitung bestimmen soll, geht man so vor:

Vorgehensweise: Funktion – Ableitung:

1. Zuerst bestimmt man Punkte, an denen die Steigung 0 ist und trägt sie auf die x-Achse auf.

2. Danach sucht man sich Punkte, an denen die Steigung ungefähr 1 sein könnten.

3. Nun schaut man, ob die Funktion an bestimmen Stellen streng monoton steigend oder
streng monoton fallend ist und trägt so die Ableitung ein.

Vorgehensweise: Ableitung - Funktion:

1. Zuerst schaut man sich die Funktionswerte in einzelnen Bereichen an.

2. Danach gilt:
Wenn die Funktionswerte positiv sind, ist die Ableitung streng monoton steigend, wenn die
Funktionswerte negativ sind, ist die Ableitung streng monoton fallend.

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1009-

Funktionsuntersuchungen

1. Zeichne 4 Ableitungsfunktion, bei denen gilt:


a) 1 Nullstelle
b) 2 Nullstellen
c) 3 Nullstellen
d) 3 Nullstellen, eine davon eine doppelte Nullstelle

2. Zeichne die Funktionen dazu.

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1010-

Funktionen und Ableitungen

Wenn man eine Funktion gegeben hat und die Ableitung bestimmen soll, geht man so vor:

Vorgehensweise: Funktion – Ableitung:

1. Zuerst bestimmt man Punkte, an denen die Steigung 0 ist und trägt sie auf die x-Achse auf.

2. Danach sucht man sich Punkte, an denen die Steigung ungefähr 1 sein könnten.

3. Nun schaut man, ob die Funktion an bestimmen Stellen streng monoton steigend oder
streng monoton fallend ist und trägt so die Ableitung ein.

Vorgehensweise: Ableitung - Funktion:

1. Zuerst schaut man sich die Funktionswerte in einzelnen Bereichen an.

2. Danach gilt:
Wenn die Funktionswerte positiv sind, ist die Ableitung streng monoton steigend, wenn die
Funktionswerte negativ sind, ist die Ableitung streng monoton fallend.

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1011-

Ableitungen

Wenn ein Maximum oder Minimum vorliegt, dann liegt eine waagerechte Tangente vor.

Diese Aussage ist nicht umkehrbar!

Wenn xe relative Extremstelle ist, dann ist: f’(xe)=0.


Vorraussetzung: Funktion f an der Stelle xe differenzierbar.

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1012-

Aufgaben

3) Berechne die Hochpunkte und Tiefpunkte.

1
a) f ( x) = − x ³ + x
3
1
b) f ( x ) = x ³ − 2 x
6
1
c) f ( x) = x 4 − x
2
1
e) f ( x ) = x +
x
1
f ) f ( x) = x ² − x
4

Lösungen:

3)

1
a) f ( x) = − x ³ + x
3
f '( x) = − x ² + 1
0 = − x² + 1
x² = 1
x1 = 1
x 2 = −1
4 4
P1 (−1; ); P2 (1; − )
3 3

1
b) f ( x ) = x³ − 2 x
6
1
f '( x) = x² − 2
2
1
0= x² − 2
2
x² = 4
x1 = 2
x 2 = −2
2 2
P1 (−2; 2 ); P2 (2; −2 )
3 3

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Mathematik – Buch / 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1013-

1
c) f ( x) = x 4 − x
2
1
f '( x) = 4 x ³ −
2
1
0 = 4 x³ −
2
1
x³ =
8
1
x1 =
2
1 3
P1 ( ; − )
2 16

1
e) f ( x ) = x +
x
1
f '( x) = 1 −

1
0 = 1−

x² = 1
x1 = 1
x 2 = −1
P1 (1; 2); P2 ( −1; −2)

1
f ) f ( x) = x² − x
4
1 1
f '( x) = x −
2 2 x
1 1
0= x−
2 2 x
x1 = 1
3
P1 (1; − )
4

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1015-
Funktionsuntersuchungen
1.1. Vorzeichenwechsel von f’ als hinreichendes Kriterium
für relative Extremstellen
1. Funktion gegeben
1 4
f ( x) = x − 2 x² + 3
4

2. 1. Ableitung bestimmen

f '( x ) = x ³ − 4 x

3. Notwendige Bedingung f’(x)=0.

0 = x³ − 4 x
0 = x( x ² − 4)
x² = 4
x = 2 ∨ x = −2

4. Gebietseinteilung

x<-2 : Graph verläuft im negativen Bereich


x>-2: Graph verläuft im positiven Bereich

x<2: Graph verläuft im negativen Bereich


x>2: Graph verläuft im positiven Bereich

5. Hinreichende Bedingungen:

f’(x)=0 und Vorzeichenwechsel für f’ an der Stelle xe .

x ∈ U (0)
f '( x) > 0; x < 0 : f ↑
f '( x) < 0; x > 0 : f ↓
f ( x) < f (0); x < 0
f ( x) < f (0); x > 0
⇒ Hochpunkt

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1016-

1. Funktion gegeben

1
f ( x) = − x ³ + x
3

2. 1. Ableitung bestimmen

f '( x ) = − x ² + 1

3. Notwendige Bedingung f’(x)=0.

0 = − x² + 1
−1 = − x ²
x² = 1
x = 1 ∨ x = −1

4. Gebietseinteilung

x<-1 : Graph verläuft im negativen Bereich


x>-1: Graph verläuft im positiven Bereich

x<1: Graph verläuft im negativen Bereich


x>1: Graph verläuft im positiven Bereich

5. Hinreichende Bedingungen:

f’(x)=0 und Vorzeichenwechsel für f’ an der Stelle xe .

x ∈ U (0)
f '( x) > 0; x < 1: f ↑
f '( x) < 0; x > 1: f ↓
⇒ Hochpunkt

© klassenarbeiten.de [Autor: Florian Modler]


Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1017-

Aufgaben zu „Vorzeichenwechsel von f’ als


hinreichendes Kriterium für relative
Extremstellen“
1) Bestimme die relativen Extremstellen.

1
b) f ( x ) = x³ + 2 x
6
1
b2) f ( x) = x ³ − 2 x
6
1
c) f ( x) = x 4 − x
2

Lösungen:

1)

1
b) f ( x ) = x³ + 2 x
6
1
f '( x) = x² + 2
2
x ² = −4
x = −4

In der Menge der rationalen Zahlen ist eine negative Wurzel nicht definiert.

1
b) f ( x ) = x³ − 2 x
6
1
f '( x) = x² − 2
2
x² = 4
x = 2 ∨ x = −2
2 2
P(2; −2 ); P(−2; 2 )
3 3

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1018-

1
c) f ( x) = x 4 − x
2
1
f '( x) = 4 x ³ −
2
1
0 = 4 x³ −
2
1
x=
2
1 3
P( ; − )
2 16

1.2 Hinreichende Kriterien für Extremstellen mit der 2. Ableitung

1. Ein Maximum liegt vor, wenn die 1. Ableitung monoton fällt.

1 4
f ( x) = x − 2 x² + 2
4
f '( x) = x ³ − 4 x
f ''/( x) = 3 x ² − 4
f ''(0) = −4 < 0 ⇒ Maximum
f ''(2) = 8 > 0 ⇒ Minimum
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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1019-

Aufgaben zu „Hinreichende Kriterien für Extremstellen mit der 2. Ableitung“

1) Bestimme alle relativen Extremstellen und gib die Art davon an.

1 1
a) f ( x) = x³ + x²
6 2

Lösungen:

1 1
a ) f ( x) = x³ + x²
6 2
1
f '( x) = x ² + x; f '( x) = 0; x = 0 ∨ x = −2
2
f ''( x) = x + 1

Funktionsuntersuchungen

Aufgaben zu „Vorzeichenwechsel von f’ als hinreichendes Kriterium für relative


Extremstellen“

1) Bestimme die relativen Extremstellen.

1
b) f ( x ) = x³ + 2 x
6
1
b2) f ( x) = x ³ − 2 x
6
1
c) f ( x) = x 4 − x
2

Lösungen:

1)

1
b) f ( x) = x³ + 2 x
6
1
f '( x) = x² + 2
2
x ² = −4
x = −4

In der Menge der rationalen Zahlen ist eine negative Wurzel nicht definiert.

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1020-

1
b) f ( x ) = x³ − 2 x
6
1
f '( x) = x² − 2
2
x² = 4
x = 2 ∨ x = −2
2 2
P(2; −2 ); P(−2; 2 )
3 3

1
c) f ( x) = x 4 − x
2
1
f '( x) = 4 x ³ −
2
1
0 = 4 x³ −
2
1
x=
2
1 3
P( ; − )
2 16

Aufgaben zu „Hinreichende Kriterien für Extremstellen mit der 2. Ableitung“

1) Bestimme alle relativen Extremstellen und gib die Art davon an.

1 1
a) f ( x) = x³ + x²
6 2

Lösungen:

1 1
a ) f ( x) = x³ + x²
6 2
1
f '( x) = x ² + x; f '( x) = 0; x = 0 ∨ x = −2
2
f ''( x) = x + 1

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1021-

Aufgaben zur Notwendigen und hinreichenden Bedingung

1) Bestimme die Extrema.

1
e) f ( x ) = x +
x

Lösungen:

1
f '( x) = 1 −

not.Bedingung :
f '( x) = 0
1
0 = 1−

x = + −1

© klassenarbeiten.de [Autor: Florian Modler]


Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1022-

1) Bestimme alle Extrema.

b) f ( x ) = 4 x ³ − 6 x ² + 9 x
d ) f ( x) = x5 − 5 x ³ + 10 x − 2

Lösungen:

3)

b)

f '( x) = 12 x ² − 12 x + 9
not.Bedingung
f '( x) = 0
0 = 12 x ² − 12 x + 9 |:12
3
0 = x² − x +
4
1 1
x1,2 = + − −
2 2

d ) f ( x) = x5 − 5 x ³ + 10 x − 2
f '( x) = 5 x 4 − 15 x ² + 10
not.Bedingung
f '( x) = 0
0 = 5 x 4 − 15 x ² + 10
0 = z ² − 3 z + 2; z = x ²
z =1
z ² − 3z + z = ( z − 1)( z − a)
z = 1; x = 1 ∨ x = −1
z = 2; x = 2 ∨ x = − 2

f ''( x) = 20 x ³ − 30 x = 10(2 x ³ − 3x) = 10 x(2 x ² − 3)


f ''(1) < 0 : Hochpunkt
f ''(−1) > 0 : Tiefpunkt
f ''( 2) < 0 : Tiefpunkt
f ''(− 2) > 0 : Hochpunkt

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1023-

Aufgaben zur Notwendigen und hinreichenden Bedingung

1) Bestimme alle Extrema.

1
g ) f ( x) = 4 x +
x
h) f ( x ) = x + 3 x ³ + 3 x ² + x
4

1) Bestimme alle Extrema.

h) f ( x ) = x 4 − 2 x ³ + 3 x ² − 4 x + 4

Lösungen:

1)

1
g ) f ( x) = 4 x +
x
1
f '( x) = 4 −

f '( x) = 0
1
0 = 4−

1
x =+−
2
h) f ( x ) = x 4 + 3 x ³ + 3 x ² + x
f '( x) = 4 x ³ + 9 x ² + 6 x + 1
1
x = −1; x = −
4

h) f ( x ) = x 4 − 2 x ³ + 3 x ² − 4 x + 4
f '( x) = 4 x ³ − 6 x ² + 6 x − 4
f '( x) = 0
0 = 4 x³ − 6 x² + 6 x − 4
x =1
f '' = 12 x ² − 12 x + 6
f ''(1) = 6 > 0 : Tiefpunkt

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1025-

Bestimmung von Wendestellen


Definition 1:

Der Graph einer in einem Intervall differenzierbaren Funktion f bildet im Intervall eine
Linkskurve bzw. einer Rechtskurve, falls die Ableitungsfunktion f’ in I streng monoton
steigt bzw. fällt.

Definition 2:

Hinreichende Kriterium für eine Linkskurve und einer Rechtskurve mittels f’’:
Die Funktion f sei differenzierbar.
Wenn f’’(x)>0, dann liegt eine Linkskurve vor.
Wenn f’’(x)<0, dann liegt eine Rechtskurve vor.

Notwendige Bedingung für Wendepunkte:

f’’(x)=0

Definition 3:

Ein Wendepunkt ist ein Punkt, in dem eine Linkskurve in eine Rechtskurve oder
umgekehrt übergeht.

Bei einem Sattelpunkt liegt eine waagerechte Tangente vor, es muss gelten:

1. f’(x)=0 und 2. f’’(x)=0 !

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1026-

Vorgehensweise bei einer Bestimmung von


Wendepunkten / Sattelpunkten
Aufgabe:

Bestimme die Wendepunkte des Graphen der Funktion f. Prüfe auch, ob Sattelpunkte
vorliegen.

a) f(x)=x³-2x²-4x+8

Lösung:

Vorgehensweise:

1. Bestimmung von f’ , f’’ und f’’’.

f ( x) = x ³ − 2 x ² − 4 x + 8; f '( x) = 3 x ² − 4 x − 4; f ''( x) = 6 x − 4
f '''( x) = 6

2. Notwendige Bedingung für Wendepunkte: f’’(x)=0

f ''( x) = 0
0 = 6 x − 4 | +4
6 x = 4 |: 6
2
x=
3

3. Hinreichende Bedingung für Wendestellen:

f ''' ≠ 0

f ''' ≠ 0
2
f '''( ) = 6
3

2
Daraus folgt, dass an der Stelle x =eine Wendestelle vorliegt.
3
4. Bestimmung von Sattelpunkten: f’(x)=0

2 2 2 12 24 36 72
f '( ) = 3 • ( )² − 4 • − 4 = − − =−
3 3 3 9 9 9 9
72
− ≠0
9

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1027-

Aufgaben zur Bestimmung von Wendestellen


1) Bestimme die Wendepunkte des Graphen der Funktion f. Prüfe auch, ob Sattelpunkte
vorliegen.
a ) f ( x) = x ³ − 2 x ² − 4 x + 8b) f ( x) = 2 x + 1c) f ( x) = x5 − 3 x ³ − 2 xd ) f ( x) = x 4 + 3 x
e) f ( x) = x 4 + 3 x ³ + 3 x ² + xf ) f ( x) = x ² + 3 x − 4 g ) f ( x) = x 4 + 2 x ³ + 4 x ² + 8 x − 7
h) f ( x) = x 6 + x 4 + 2 x + 1
Lösung:
4)
Vorgehensweise:
1. Bestimmung von f’ , f’’ und f’’’.

f ( x) = x ³ − 2 x ² − 4 x + 8; f '( x) = 3 x ² − 4 x − 4; f ''( x) = 6 x − 4
f '''( x) = 6
2. Notwendige Bedingung für Wendepunkte: f’’(x)=0

f ''( x) = 0
0 = 6 x − 4 | +4
6 x = 4 |: 6
2
x=
3
3. Hinreichende Bedingung für Wendestellen:

f ''' ≠ 0

f ''' ≠ 0
2
f '''( ) = 6
3

2
Daraus folgt, dass an der Stelle x =eine Wendestelle vorliegt.
3
4. Bestimmung von Sattelpunkten: f’(x)=0

2 2 2 12 24 36 72
f '( ) = 3 • ( )² − 4 • − 4 = − − =−
3 3 3 9 9 9 9
72
− ≠0
9

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1028-

b)

f ( x ) = 2 x + 1; f '( x ) = 2; f ''( x) = 0; f '''( x ) = 0

Notwendige Bedingung für Wendestellen:

f ''( x) = 0
0=0
Der Graph ist eine Gerade. Da keine Linkskurve bzw. Rechtskurve vorliegt, kann es keinen
Wendepunkt geben.

c)

f ( x) = x 5 − 3 x ³ − 2 x; f '( x) = 5 x 4 − 9 x ² − 2; f ''( x) = 20 x³ − 18 x; f '''( x) = 60 x ² − 18

Notwendige Bedingung für Wendestellen:

f ''( x) = 0

0 = 20 x ³ − 18 x
0 = x(20 x ² − 18)
x1 = 0 ∨ 0 = 20 x ² − 18
0 = 20 x ² − 18 | +18
18 = 20 x ² |: 20
x ² = 0,9
x 2 = 0,9; x3 = − 0, 9

Hinreichende Bedingung für Wendestellen:

f '''( x ) ≠ 0

f '''(0) = −18
f '''( 0,9) = 36
f '''(− 0,9) = 36

Alle drei Stellen sind Wendestellen.

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1029-

d)

f ( x) = x 4 + 3 x; f '( x) = 4 x ³ + 3; f ''( x) = 12 x ²; f '''( x) = 24 x

Notwendige Bedingung für Wendestellen:

f ''( x) = 0

0=12x²
x=0

Hinreichende Bedingung für Wendestellen:

f '''( x ) ≠ 0

f’’’(0)=0

x=0 ist keine Wendestelle.

e)

f ( x) = x 4 + 3x ³ + 3x ² + x; f '( x) = 4 x ³ + 9 x ² + 6 x + 1; f ''( x) = 12 x ² + 18 x + 6;
f '''( x) = 24 x + 18

Notwendige Bedingung für Wendestellen:

f ''( x) = 0

0 = 12 x ² + 18 x + 6 |:12
0 = x ² + 1,5 x + 0,5
3 1
x1,2 = − + −
4 16
1
x1 = − ; x2 = −1
2

Hinreichende Bedingung für Wendestellen:

f '''( x ) ≠ 0

1
f '''(− ) ≠ 0
2
f '''(−1) ≠ 0

Zwei Wendestellen besitzt der Graph.


Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1030-

Bestimmung von Sattelpunkten:

S(-1;0)
f)

f ( x ) = x ² + 3 x − 4; f '( x ) = 2 x + 3; f ''( x) = 2; f '''( x ) = 0

Notwendige Bedingung für Wendestellen:

f ''( x) = 0

0≠2

Es gibt keinen Wendepunkt.

g)

f ( x) = x 4 + 2 x ³ + 4 x ² + 8 x − 7; f '( x) = 4 x ³ + 6 x ² + 8 x + 8;
f ''( x) = 12 x ² + 12 x + 8; f '''( x) = 24 x + 12

Notwendige Bedingung für Wendestellen:

f ''( x) = 0

0 = 12 x ² + 12 x + 8 |:12
2
0 = x² + x +
3
1 1
x1,2 = − + − −
2 6

Es ist kein Wendepunkt vorhanden.

h)

f ( x) = x 6 + x 4 + 2 x + 1; f '( x) = 6 x5 + 4 x ³ + 2; f ''( x) = 30 x 4 + 12 x ²; f '''( x) = 120 x ³ + 24 x

Notwendige Bedingung für Wendestellen:

f ''( x) = 0

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1031-

0 = 30 x 4 + 12 x ²
0 = x ²(30 x ² + 12)
x = 0 ∨ 0 = 30 x ² + 12
0 = 30 x ² + 12 | −12
30 x ² = −12 |: 30
2
x² = −
5
2
x= −
5

Hinreichende Bedingung für Wendestellen:

f '''( x ) ≠ 0

f’’’(x)=0

Es gibt keinen Wendepunkt.

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1032-

Komplette Funktionsuntersuchung
1 4
Untersuche die Funktion f mit f ( x) = x − 2 x² + 2
4
Lösung:

Als ganzrationale Funktion hat f den Definitionsbereich \ .

1. Symmetrie zur 2. Achse bzw. Ursprung 1 4


f ( x) = x − 2 x² + 2
f(-x)=f(x): Achsensymmetrisch zur y-Achse 4
f(-x)=-f(x): Punktsymmetrisch zum Ursprung
Bei den Potenzen von x treten nur gerade
Ganzrationale Funktion: Treten nur gerade Exponenten auf. Der Graph von f ist also
bzw. ungerade Exponenten bei den Potenzen symmetrisch zur y-Achse.
von x aus, so liegt Symmetrie zur y-Achse Punktsymmetrie liegt folglich nicht vor.
bzw. zum Ursprung vor.

2. Verhalten von f für betragsgroße x 1 4 8 8


f ( x) = x (1 − + 4 ) fürx ≠ 0
Die Untersuchung zeigt, in welchem 4 x² x
Quadranten der Graph von f für sehr große Für x → +∞ und x → −∞ geht der
bzw. sehr kleine x liegt. Klammerterm gegen 1. D.h. das Verhalten für
1
betragsgroße x wird von x 4 bestimmt.
4
Wenn x → +∞ , dann f ( x ) = +∞
Wenn x → −∞ , dann f ( x ) = +∞
3. Gemeinsame Punkte von Graph und 1 4
f(x)=0, also x − 2 x² + 2 = 0
Koordinatensystem 4
1. Achse: P1(x; 0); d.h. f(x)=0 Wir setzen x²=z und x4=z² und lösen die
also Nullstellen von f bestimmen. entsprechende Quadratische Gleichung.
2. Achse: P2(0; f(0)), Lösungsmenge:
also f(0) berechnen.
L = { 4 + 8 ; − 4 + 8 ; 4 − 8 ; − 4 − 8}
f(0)=2; Achsenschnittpunkt P2(0; 2)
4. Vorzeichenbereiche / Gebietseinteilung Es liegen nur einfache Nullstellen vor, also
liegt stets ein Vorzeichenwechsel von f bei
Die Achsenschnittpunkte, Vorzeichenwechsel
einer Nullstelle vor.
von f und das Verhalten für betragsgroße x
ergeben eine Einteilung in Gebiete, in denen
der Graph verläuft, eine Gebietseinteilung.
5. Relative Extrempunkte (a) f’(x)=0; f '( x ) = x ³ − 4 x , also
(a) Notwendig: f’(x)=0 x³ − 4 x = 0 ; Lösungsmenge: L = {0;2;− 2}
(b) Hinreichend für Hochpunkt: Höchstens die Stellen 0, 2, -2 sind
- f’(x)=0 und f’’(x)<0 oder Extremstellen der Funktion f.
- f’(x)=0 und (+/-)-Vorzeichenwechsel von f’ (b) f ''( x ) ≠ 0; f ''( x) = 3 x ² − 4
an der Stelle x f’’(0)=-4<0; f(0)=2
Hinreichend für Tiefpunkt: H(0; 2) ist ein Hochpunkt
- f’(x)=0 und f’’(x)>0 oder f’’(2)=8>0; f(2)=-2
- f’(x)=0 und (-/+)-Vorzeichenwechsel von f’ T1(2; -2) ist relativer Tiefpunkt
an der Stelle x f’’(-2)=8>0; f(-2)=-2
T2(-2; -2) ist relativer Tiefpunkt
6. Wendepunkte (a) f’’(x)=0; f ''( x ) = 3 x ² − 4 , also
(a) Notwendig: f’’(x)=0 4 4
3x ² − 4 = 0 ; Lösungsmenge: L = { ;− }
(b) Hinreichend für Wendepunkt. 3 3
- f’’(x)=0 und f '''( x ) ≠ 0 oder
4 4
- f’’(x)=0 und Vorzeichenwechsel von f’’ an Höchstens die Stellen ;− sind
der Stelle x 3 3
Wendestellen der Funktion f.
Das Zeichnen von Wendetangenten unterstützt (b) f '''( x ) ≠ 0 ; f’’’(x)=6x
die Zeichnung des Funktionsgraphen. 4 2
f '''( ) = −
3 9
4 2
W( ;− )
3 9
4 2
f '''(− )=−
3 9
4 2
W (− ;− )
3 9
7. Wertemenge T1 und T2 sind absolute Tiefpunkte.
Es gilt W = [ −2; ∞[ .
Mit Hilfe der Extremstellen und des
Verhaltens für betragsgroße x lässt sich die
Wertemenge W bestimmen.
8. Graph
Die ermittelten Punkte werden eingetragen.
Gegebenfalls werden weitere Funktionswerte
bestimmt, um den Graphen genauer zeichnen
zu können.

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1034-

Zusammenfassung: „Funktionsuntersuchung“
1. Notwendige Bedingung für relative Extremstellen

1
a) Bestimme alle relativen Extremstellen der Funktion f ( x) = − x ³ + x
3

1. Bestimmung der 1. Ableitung von f 1


Funktion: f ( x) = − x ³ + x
Die 1. Ableitung der Funktion f wird mit Hilfe 3
1. Ableitung: f '( x ) = − x ² + 1
der Form y = x n ; y ' = nx n −1 bestimmt. Dabei
sind die Faktorregel und die Summenregel zu
beachten.
2. Notwendige Bedingung Notwendige Bedingung:
f’(x)=0
Die notwendige Bedingung für das
Vorhandensein für relative Extremstellen wird − x² + 1 = 0
angewendet:
f’(x)=0

3. Berechnung der x-Werte − x ² + 1 = 0 | −1


Die Nullstellen der 1. Ableitung wird − x ² = −1| •(−1)
berechnet. Entweder mit p, q-Formel, x² = 1
quadratischer Ergänzung etc. Dies ist für jede x1 = 1
Aufgabe verschieden.
x2 = −1
4. Gebietseinteilung x ∈ U (−1)
Nun wird eine Gebietseinteilung x < −1: f '( x) < 0 : f ↓
der 1. Ableitung vorgenommen. Hier werden x > −1: f '( x) > 0 : f ↑
die Gebiete weg gestrichen, in denen der Graph
→ Tiefpunkt
nicht verläuft.
x ∈ U (1)
x < 1: f '( x) > 0 : f ↑
x > 1: f '( x) < 0 : f ↓
→ Hochpunkt
5. Antwortsatz schreiben An der Stelle –1 liegt ein Tiefpunkt vor.
An der Stelle 1 liegt ein Hochpunkt vor.
Zum Schluss wird der Antwortsatz formuliert.
Hier muss enthalten sein, an welcher Stelle ein
Tiefpunkt und an welcher Stelle ein Hochpunkt
vorliegen.

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1035-

2. Hinreichende Bedingung für relative Extremstellen

1
a) Bestimme alle relativen Extremstellen der Funktion f ( x) = − x ³ + x
3

1. Bestimmung der 1. Ableitung von f 1


Funktion: f ( x) = − x ³ + x
Die 1. Ableitung der Funktion f wird mit Hilfe 3
1. Ableitung: f '( x ) = − x ² + 1
der Form y = x n ; y ' = nx n −1 bestimmt. Dabei
sind die Faktorregel und die Summenregel zu
beachten.
2. Notwendige Bedingung Notwendige Bedingung:
f’(x)=0
Die notwendige Bedingung für das
Vorhandensein für relative Extremstellen wird − x² + 1 = 0
angewendet:
f’(x)=0

3. Berechnung der x-Werte − x ² + 1 = 0 | −1


Die Nullstellen der 1. Ableitung wird − x ² = −1| •(−1)
berechnet. Entweder mit p, q-Formel, x² = 1
quadratischer Ergänzung etc. Dies ist für jede x1 = 1
Aufgabe verschieden.
x2 = −1
4. Hinreichende Bedingung f ''( x) = −2 x
Die hinreichende Bedingung für das f ''(1) = −2 < 0 : Hochpunkt
Vorhandensein für relative Extremstellen ist: f ''(−1) = 2 > 0 : Tiefpunkt

f’’(x)>0: Tiefpunkt
f’’(x)<0: Hochpunkt

Zuerst muss also die 2. Ableitung bestimmt


werden.

5. Antwortsatz schreiben An der Stelle –1 liegt ein Tiefpunkt vor.


An der Stelle 1 liegt ein Hochpunkt vor.
Zum Schluss wird der Antwortsatz formuliert.
Hier muss enthalten sein, an welcher Stelle ein
Tiefpunkt und an welcher Stelle ein Hochpunkt
vorliegen.

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1036-

3. Bestimmung von Wendestellen

a) Gib die Wendestellen der Funktion an f ( x) = x ³ − 2 x ² − 4 x + 8 .

1. Bestimmung der 1. , 2. und 3. Ableitung Funktion: f ( x) = x ³ − 2 x ² − 4 x + 8


von f 1. Ableitung: f '( x ) = 3 x ² − 4 x
Die 1., 2. und 3.Ableitung der Funktion f wird 2. Ableitung: f ''( x ) = 6 x − 4
mit Hilfe der Form y = x n ; y ' = nx n −1 bestimmt. 3. Ableitung: f '''( x ) = 6
Dabei sind die Faktorregel und die
Summenregel zu beachten.
2. Notwendige Bedingung Notwendige Bedingung:
f’’(x)=0
Die notwendige Bedingung für das
Vorhandensein von Wendestellen wird 6x − 4 = 0
angewendet:
f’’(x)=0

3. Berechnung der x-Werte 0 = 6 x − 4 | +4


Die Nullstellen der 2. Ableitung wird 6 x = 4 |: 6
berechnet. Entweder mit p, q-Formel, 2
x=
quadratischer Ergänzung etc. Dies ist für jede 3
Aufgabe verschieden.

4. Hinreichende Bedingung f '''( x ) ≠ 0


Die hinreichende Bedingung für das f '''( x ) = 6
Vorhandensein von Wendestellen ist: 2
f '''( ) = 6
3
f '''( x ) ≠ 0 6≠0
5. Bestimmung von Sattelpunkte f '( x) = 0
Für das Vorhandensein eines Sattelpunktes f '( x) = 3x ² − 4 x
muss zusätzlich noch gelten, dann f’(x)=0 ist. 2 4 8 12 24 12
f '( ) = 3 • − = − =−
Dies wird mit der Hilfe der 1. Ableitung 3 9 3 9 9 9
überprüft. 12
− ≠0
9
6. Antwortsatz schreiben 2
An der Stelle liegt eine Wendestelle vor.
Zum Schluss wird der Antwortsatz formuliert. 3
Hier muss enthalten sein, an welcher Stelle ein
Tiefpunkt und an welcher Stelle ein Hochpunkt
vorliegen.

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1037-

4. Komplette Funktionsuntersuchung

1 4
Untersuche die Funktion f mit f ( x) = x − 2 x² + 2
4
Lösung:

Als ganzrationale Funktion hat f den Definitionsbereich \ .

1. Symmetrie zur 2. Achse bzw. Ursprung 1 4


f ( x) = x − 2 x² + 2
f(-x)=f(x): Achsensymmetrisch zur y-Achse 4
f(-x)=-f(x): Punktsymmetrisch zum Ursprung
Bei den Potenzen von x treten nur gerade
Ganzrationale Funktion: Treten nur gerade Exponenten auf. Der Graph von f ist also
bzw. ungerade Exponenten bei den Potenzen symmetrisch zur y-Achse.
von x aus, so liegt Symmetrie zur y-Achse Punktsymmetrie liegt folglich nicht vor.
bzw. zum Ursprung vor.

2. Verhalten von f für betragsgroße x 1 4 8 8


f ( x) = x (1 − + 4 ) fürx ≠ 0
Die Untersuchung zeigt, in welchem 4 x² x
Quadranten der Graph von f für sehr große Für x → +∞ und x → −∞ geht der
bzw. sehr kleine x liegt. Klammerterm gegen 1. D.h. das Verhalten für
1
betragsgroße x wird von x 4 bestimmt.
4
Wenn x → +∞ , dann f ( x ) = +∞
Wenn x → −∞ , dann f ( x ) = +∞
3. Gemeinsame Punkte von Graph und 1 4
f(x)=0, also x − 2 x² + 2 = 0
Koordinatensystem 4
1. Achse: P1(x; 0); d.h. f(x)=0 Wir setzen x²=z und x4=z² und lösen die
also Nullstellen von f bestimmen. entsprechende Quadratische Gleichung.
2. Achse: P2(0; f(0)), Lösungsmenge:
also f(0) berechnen.
L = { 4 + 8 ; − 4 + 8 ; 4 − 8 ; − 4 − 8}
f(0)=2; Achsenschnittpunkt P2(0; 2)
4. Vorzeichenbereiche / Gebietseinteilung Es liegen nur einfache Nullstellen vor, also
liegt stets ein Vorzeichenwechsel von f bei
Die Achsenschnittpunkte, Vorzeichenwechsel
einer Nullstelle vor.
von f und das Verhalten für betragsgroße x
ergeben eine Einteilung in Gebiete, in denen
der Graph verläuft, eine Gebietseinteilung.
5. Relative Extrempunkte (a) f’(x)=0; f '( x ) = x ³ − 4 x , also
(a) Notwendig: f’(x)=0 x³ − 4 x = 0 ; Lösungsmenge: L = {0;2;− 2}
(b) Hinreichend für Hochpunkt: Höchstens die Stellen 0, 2, -2 sind
- f’(x)=0 und f’’(x)<0 oder Extremstellen der Funktion f.
- f’(x)=0 und (+/-)-Vorzeichenwechsel von f’ (b) f ''( x ) ≠ 0; f ''( x) = 3 x ² − 4
an der Stelle x f’’(0)=-4<0; f(0)=2
Hinreichend für Tiefpunkt: H(0; 2) ist ein Hochpunkt
- f’(x)=0 und f’’(x)>0 oder f’’(2)=8>0; f(2)=-2
- f’(x)=0 und (-/+)-Vorzeichenwechsel von f’ T1(2; -2) ist relativer Tiefpunkt
an der Stelle x f’’(-2)=8>0; f(-2)=-2
T2(-2; -2) ist relativer Tiefpunkt
6. Wendepunkte (a) f’’(x)=0; f ''( x ) = 3 x ² − 4 , also
(a) Notwendig: f’’(x)=0 4 4
3x ² − 4 = 0 ; Lösungsmenge: L = { ;− }
(b) Hinreichend für Wendepunkt. 3 3
- f’’(x)=0 und f '''( x ) ≠ 0 oder
4 4
- f’’(x)=0 und Vorzeichenwechsel von f’’ an Höchstens die Stellen ;− sind
der Stelle x 3 3
Wendestellen der Funktion f.
Das Zeichnen von Wendetangenten unterstützt (b) f '''( x ) ≠ 0 ; f’’’(x)=6x
die Zeichnung des Funktionsgraphen. 4 2
f '''( ) = −
3 9
4 2
W( ;− )
3 9
4 2
f '''(− )=−
3 9
4 2
W (− ;− )
3 9
7. Wertemenge T1 und T2 sind absolute Tiefpunkte.
Es gilt W = [ −2; ∞[ .
Mit Hilfe der Extremstellen und des
Verhaltens für betragsgroße x lässt sich die
Wertemenge W bestimmen.
8. Graph
Die ermittelten Punkte werden eingetragen.
Gegebenfalls werden weitere Funktionswerte
bestimmt, um den Graphen genauer zeichnen
zu können.

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1040-

Übungsaufgaben
1. Bestimme alle relativen Extremstellen mit der notwendigen Bedingung und einer
Gebietseinteilung

a) f ( x) = x ³ − 3x ²
1
b) f ( x) = x 4 − 2 x ²
4
1
c) f ( x ) = − x ³ + 2 x
6

2. Bestimme alle relativen Extremstellen mit der hinreichenden Bedingung.

a) f ( x) = 8 x ³ − 2 x ²
1
b) f ( x) = x +
x
c) x 4 + 4 x + 3

3. Bestimmung die Wendestellen, prüfe auch, ob ein Sattelpunkt vorliegt.

a) f ( x) = 3 x 4 − 8 x ³ + 6 x ²
b) f ( x) = x 4 + x ²
1
c) f ( x ) = x³ − 3x ² + 5 x
2

4. Führe von der Funktion eine komplette Funktionsuntersuchung durch.

1 4
a) f ( x) = x − 2 x² + 2
4

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1041-

Lösungen:

1)

a)

1. Bestimmung der 1. Ableitung von f Funktion: f ( x) = x ³ − 3 x ²


1. Ableitung: f '( x) = 3 x ² − 6 x
Die 1. Ableitung der Funktion f wird mit Hilfe
der Form y = x n ; y ' = nx n −1 bestimmt. Dabei
sind die Faktorregel und die Summenregel zu
beachten.
2. Notwendige Bedingung Notwendige Bedingung:
f’(x)=0
Die notwendige Bedingung für das
Vorhandensein für relative Extremstellen wird 0 = 3x² − 6 x
angewendet:
f’(x)=0

3. Berechnung der x-Werte 0 = 3x² − 6 x


Die Nullstellen der 1. Ableitung wird 0 = x(3 x − 6)
berechnet. Entweder mit p, q-Formel, x = 0 ∨ 0 = 3 x − 6; x = 2
quadratischer Ergänzung etc. Dies ist für jede
Aufgabe verschieden.

4. Gebietseinteilung x ∈U (0)
Nun wird eine Gebietseinteilung x < 0 : f '( x) > 0 : f ↑
der 1. Ableitung vorgenommen. Hier werden x > 0 : f '( x) < 0 : f ↓
die Gebiete weggestrichen, in denen der Graph
→ Hochpunkt
nicht verläuft.
x ∈U (2)
x < 2 : f '( x) < 0 : f ↓
x > 2 : f '( x) > 0 : f ↑
→ Tiefpunkt
5. Antwortsatz schreiben An der Stelle 2 liegt ein Tiefpunkt vor.
An der Stelle 0 liegt ein Hochpunkt vor.
Zum Schluss wird der Antwortsatz formuliert.
Hier muss enthalten sein, an welcher Stelle ein
Tiefpunkt und an welcher Stelle ein Hochpunkt
vorliegen.

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1042-

b)

1. Bestimmung der 1. Ableitung von f 1 4


Funktion: f ( x) = x − 2 x²
Die 1. Ableitung der Funktion f wird mit Hilfe 4
1. Ableitung: f '( x) = x ³ − 4 x
der Form y = x n ; y ' = nx n −1 bestimmt. Dabei
sind die Faktorregel und die Summenregel zu
beachten.
2. Notwendige Bedingung Notwendige Bedingung:
f’(x)=0
Die notwendige Bedingung für das
Vorhandensein für relative Extremstellen wird 0 = x³ − 4 x
angewendet:
f’(x)=0

3. Berechnung der x-Werte 0 = x³ − 4x


Die Nullstellen der 1. Ableitung wird 0 = x( x ² − 4)
berechnet. Entweder mit p, q-Formel, x = 0 ∨ x = 2 ∨ x = −2
quadratischer Ergänzung etc. Dies ist für jede
Aufgabe verschieden.

4. Gebietseinteilung x ∈ U (0)
Nun wird eine Gebietseinteilung x < 0 : f '( x) > 0 : f ↑
der 1. Ableitung vorgenommen. Hier werden x > 0 : f '( x) < 0 : f ↓
die Gebiete weggestrichen, in denen der Graph
→ Hochpunkt
nicht verläuft.
x ∈ U (2)
x < 2 : f '( x) < 0 : f ↓
x > 2 : f '( x) > 0 : f ↑
→ Tiefpunkt
x ∈ U (−2)
x < −2 : f '( x) < 0 : f ↓
x > −2 : f '( x) > 0 : f ↑
→ Tiefpunkt
5. Antwortsatz schreiben An der Stelle 2 liegt ein Tiefpunkt vor.
An der Stelle 0 liegt ein Hochpunkt vor.
Zum Schluss wird der Antwortsatz formuliert. An der Stelle –2 liegt ein Tiefpunkt vor.
Hier muss enthalten sein, an welcher Stelle ein
Tiefpunkt und an welcher Stelle ein Hochpunkt
vorliegen.

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1043-

c)

1. Bestimmung der 1. Ableitung von f 1


Funktion: f ( x) = − x ³ + 2 x
Die 1. Ableitung der Funktion f wird mit Hilfe 6
1
der Form y = x n ; y ' = nx n −1 bestimmt. Dabei 1. Ableitung: f '( x) = − x ² + 2
2
sind die Faktorregel und die Summenregel zu
beachten.
2. Notwendige Bedingung Notwendige Bedingung:
f’(x)=0
Die notwendige Bedingung für das
Vorhandensein für relative Extremstellen wird 1
angewendet: 0 = − x² + 2
f’(x)=0 2

3. Berechnung der x-Werte 1


− 2 = − x ² | •2
Die Nullstellen der 1. Ableitung wird 2
berechnet. Entweder mit p, q-Formel, x² = 4
quadratischer Ergänzung etc. Dies ist für jede x = 2 ∨ x = −2
Aufgabe verschieden.

4. Gebietseinteilung x ∈ U (2)
Nun wird eine Gebietseinteilung x < 2 : f '( x) > 0 : f ↑↓
der 1. Ableitung vorgenommen. Hier werden x > 2 : f '( x) < 0 : f ↓
die Gebiete weggestrichen, in denen der Graph
→ Hochpunkt
nicht verläuft.
x ∈ U (−2)
x < −2 : f '( x) < 0 : f ↓
x > −2 : f '( x) > 0 : f ↑
→ Tiefpunkt
5. Antwortsatz schreiben An der Stelle -2 liegt ein Tiefpunkt vor.
An der Stelle 2 liegt ein Hochpunkt vor.
Zum Schluss wird der Antwortsatz formuliert.
Hier muss enthalten sein, an welcher Stelle ein
Tiefpunkt und an welcher Stelle ein Hochpunkt
vorliegen.

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1044-

2)

a)

1. Bestimmung der 1. Ableitung von f Funktion: f ( x) = 8 x ³ − 2 x ²


1. Ableitung: f '( x) = 24 x ² − 4 x
Die 1. Ableitung der Funktion f wird mit Hilfe
der Form y = x n ; y ' = nx n −1 bestimmt. Dabei
sind die Faktorregel und die Summenregel zu
beachten.
2. Notwendige Bedingung Notwendige Bedingung:
f’(x)=0
Die notwendige Bedingung für das
Vorhandensein für relative Extremstellen wird 0 = 24 x ² − 4 x
angewendet:
f’(x)=0

3. Berechnung der x-Werte 0 = 24 x ² − 4 x


Die Nullstellen der 1. Ableitung wird 0 = 4 x(6 x − 1)
berechnet. Entweder mit p, q-Formel, 1
x = 0∨ x =
quadratischer Ergänzung etc. Dies ist für jede 6
Aufgabe verschieden.

4. Hinreichende Bedingung f ''( x) = 48 x − 4


Die hinreichende Bedingung für das f ''(0) = −4 < 0 : Hochpunkt
Vorhandensein für relative Extremstellen ist: 1
f ''( ) = 4 > 0 : Tiefpunkt
6
f’’(x)>0: Tiefpunkt
f’’(x)<0: Hochpunkt

Zuerst muss also die 2. Ableitung bestimmt


werden.

5. Antwortsatz schreiben 2
An der Stelle liegt ein Tiefpunkt vor.
Zum Schluss wird der Antwortsatz formuliert. 3
Hier muss enthalten sein, an welcher Stelle ein An der Stelle 0 liegt ein Hochpunkt vor.
Tiefpunkt und an welcher Stelle ein Hochpunkt
vorliegen.

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1045-

b)

1. Bestimmung der 1. Ableitung von f 1


Funktion: f ( x) = x +
Die 1. Ableitung der Funktion f wird mit Hilfe x
1
der Form y = x n ; y ' = nx n −1 bestimmt. Dabei 1. Ableitung: f '( x) = 1 −

sind die Faktorregel und die Summenregel zu
beachten.
2. Notwendige Bedingung Notwendige Bedingung:
f’(x)=0
Die notwendige Bedingung für das
Vorhandensein für relative Extremstellen wird 1
angewendet: 0 = 1−
f’(x)=0 x²

3. Berechnung der x-Werte 1


0 = 1−
Die Nullstellen der 1. Ableitung wird x²
berechnet. Entweder mit p, q-Formel, x² = 1
quadratischer Ergänzung etc. Dies ist für jede x = 1 ∨ x = −1
Aufgabe verschieden.

4. Hinreichende Bedingung 1
f ''( x) = −2 •
Die hinreichende Bedingung für das x³
Vorhandensein für relative Extremstellen ist: f ''(1) = −2 < 0 : Hochpunkt
f ''(−1) = 2 > 0 : Tiefpunkt
f’’(x)>0: Tiefpunkt
f’’(x)<0: Hochpunkt

Zuerst muss also die 2. Ableitung bestimmt


werden.

5. Antwortsatz schreiben An der Stelle -1 liegt ein Tiefpunkt vor.


An der Stelle 1 liegt ein Hochpunkt vor.
Zum Schluss wird der Antwortsatz formuliert.
Hier muss enthalten sein, an welcher Stelle ein
Tiefpunkt und an welcher Stelle ein Hochpunkt
vorliegen.

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1046-

c)

1. Bestimmung der 1. Ableitung von f Funktion: x 4 + 4 x + 3


1. Ableitung: f '( x) = 4 x ³ + 4
Die 1. Ableitung der Funktion f wird mit Hilfe
der Form y = x n ; y ' = nx n −1 bestimmt. Dabei
sind die Faktorregel und die Summenregel zu
beachten.
2. Notwendige Bedingung Notwendige Bedingung:
f’(x)=0
Die notwendige Bedingung für das
Vorhandensein für relative Extremstellen wird 0 = 4 x³ + 4
angewendet:
f’(x)=0

3. Berechnung der x-Werte 0 = 4 x ³ + 4 | −4


Die Nullstellen der 1. Ableitung wird −4 = 4 x ³ |: 4
berechnet. Entweder mit p, q-Formel, x ³ = −1
quadratischer Ergänzung etc. Dies ist für jede x = −1
Aufgabe verschieden.

4. Hinreichende Bedingung f ''( x) = 12 x ²


Die hinreichende Bedingung für das f ''(−1) = 12 > 0 : Tiefpunkt
Vorhandensein für relative Extremstellen ist:

f’’(x)>0: Tiefpunkt
f’’(x)<0: Hochpunkt

Zuerst muss also die 2. Ableitung bestimmt


werden.

5. Antwortsatz schreiben An der Stelle -1 liegt ein Tiefpunkt vor.


Zum Schluss wird der Antwortsatz formuliert.
Hier muss enthalten sein, an welcher Stelle ein
Tiefpunkt und an welcher Stelle ein Hochpunkt
vorliegen.

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1047-

3)

a)

1. Bestimmung der 1. , 2. und 3. Ableitung Funktion : f ( x) = 4 x ³ + 12 x ²


von f 1. Ableitung : f '( x) = 12 x ² + 24 x
Die 1., 2. und 3.Ableitung der Funktion f wird
2. Ableitung : f ''( x) = 24 x + 24
mit Hilfe der Form y = x n ; y ' = nx n −1 bestimmt.
Dabei sind die Faktorregel und die 3. Ableitung : f '''( x) = 24
Summenregel zu beachten.
2. Notwendige Bedingung Notwendige Bedingung:
f’’(x)=0
Die notwendige Bedingung für das
Vorhandensein von Wendestellen wird 0 = 24 x + 24
angewendet:
f’’(x)=0

3. Berechnung der x-Werte 0 = 24 x + 24


Die Nullstellen der 2. Ableitung wird x = −1
berechnet. Entweder mit p, q-Formel,
quadratischer Ergänzung etc. Dies ist für jede
Aufgabe verschieden.

4. Hinreichende Bedingung f '''( x) ≠ 0


Die hinreichende Bedingung für das f '''(−1) = 24
Vorhandensein von Wendestellen ist:

f '''( x) ≠ 0
5. Bestimmung von Sattelpunkte f '( x) = 0
Für das Vorhandensein eines Sattelpunktes f '( x) = f '( x) = 12 x ² + 24 x
muss zusätzlich noch gelten, dann f’(x)=0 ist. f '(−1) = 12 − 24 = −12
Dies wird mit der Hilfe der 1. Ableitung −12 ≠ 0
überprüft.
6. Antwortsatz schreiben An der Stelle -1 liegt eine Wendestelle vor.
Zum Schluss wird der Antwortsatz formuliert.
Hier muss enthalten sein, an welcher Stelle ein
Wendepunkt vorliegt.

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1048-

b)

1. Bestimmung der 1. , 2. und 3. Ableitung Funktion : f ( x) = x 4 + x ²


von f
1. Ableitung : f '( x) = 4 x ³ + 2 x
Die 1., 2. und 3.Ableitung der Funktion f wird
mit Hilfe der Form y = x n ; y ' = nx n −1 bestimmt. 2. Ableitung : f ''( x) = 12 x ² + 2
Dabei sind die Faktorregel und die 3. Ableitung : f '''( x) = 24 x
Summenregel zu beachten.
2. Notwendige Bedingung Notwendige Bedingung:
f’’(x)=0
Die notwendige Bedingung für das
Vorhandensein von Wendestellen wird 0 = 12 x ² + 2
angewendet:
f’’(x)=0

3. Berechnung der x-Werte 0 = 12 x ² + 2


Die Nullstellen der 2. Ableitung wird 1
x= −
berechnet. Entweder mit p, q-Formel, 6
quadratischer Ergänzung etc. Dies ist für jede Negative Wurzeln sind in der Menge der
Aufgabe verschieden. reellen Zahlen nicht definiert!

4. Hinreichende Bedingung -----------------


Die hinreichende Bedingung für das
Vorhandensein von Wendestellen ist:

f '''( x) ≠ 0
5. Bestimmung von Sattelpunkte ------------------
Für das Vorhandensein eines Sattelpunktes
muss zusätzlich noch gelten, dann f’(x)=0 ist.
Dies wird mit der Hilfe der 1. Ableitung
überprüft.
6. Antwortsatz schreiben Es gibt keine Wendestelle und keinen
Sattelpunkt.
Zum Schluss wird der Antwortsatz formuliert.
Hier muss enthalten sein, an welcher Stelle ein
Wendepunkt vorliegt.

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1049-

c)

1. Bestimmung der 1. , 2. und 3. Ableitung 1


von f Funktion : f ( x) = x ³ − 3 x ² + 5 x
2
Die 1., 2. und 3.Ableitung der Funktion f wird 3
mit Hilfe der Form y = x n ; y ' = nx n −1 bestimmt. 1. Ableitung : f '( x) = x ² − 6 x + 5
2
Dabei sind die Faktorregel und die 2. Ableitung : f ''( x) = 3 x − 6
Summenregel zu beachten.
3. Ableitung : f '''( x) = 3
2. Notwendige Bedingung Notwendige Bedingung:
f’’(x)=0
Die notwendige Bedingung für das
Vorhandensein von Wendestellen wird 0 = 3x − 6
angewendet:
f’’(x)=0

3. Berechnung der x-Werte 0 = 3 x − 6 | +6


Die Nullstellen der 2. Ableitung wird 3 x = 6 |: 3
berechnet. Entweder mit p, q-Formel, x=2
quadratischer Ergänzung etc. Dies ist für jede
Aufgabe verschieden.

4. Hinreichende Bedingung f '''( x) ≠ 0


Die hinreichende Bedingung für das f '''(2) = 3
Vorhandensein von Wendestellen ist: 3≠0

f '''( x) ≠ 0
5. Bestimmung von Sattelpunkte f '( x) = 0
3
Für das Vorhandensein eines Sattelpunktes f '( x) = x² − 6 x + 5
muss zusätzlich noch gelten, dann f’(x)=0 ist. 2
Dies wird mit der Hilfe der 1. Ableitung f '(2) = 6 − 12 + 5 = −1
überprüft.
6. Antwortsatz schreiben An der Stelle 2 liegt eine Wendestelle vor.
Zum Schluss wird der Antwortsatz formuliert.
Hier muss enthalten sein, an welcher Stelle ein
Wendepunkt vorliegt.

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1050-

4)

a)

Als ganzrationale Funktion hat f den Definitionsbereich ℝ .

1. Symmetrie zur 2. Achse bzw. Ursprung 1 4


f ( x) = x − 2 x² + 2
f(-x)=f(x): Achsensymmetrisch zur y-Achse 4
f(-x)=-f(x): Punktsymmetrisch zum Ursprung
Bei den Potenzen von x treten nur gerade
Ganzrationale Funktion: Treten nur gerade Exponenten auf. Der Graph von f ist also
bzw. ungerade Exponenten bei den Potenzen symmetrisch zur y-Achse.
von x aus, so liegt Symmetrie zur y-Achse Punktsymmetrie liegt folglich nicht vor.
bzw. zum Ursprung vor.

2. Verhalten von f für betragsgroße x 1 4 8 8


f ( x) = x (1 − + 4 ) fürx ≠ 0
Die Untersuchung zeigt, in welchem 4 x² x
Quadranten der Graph von f für sehr große Für x → +∞ und x → −∞ geht der
bzw. sehr kleine x liegt. Klammerterm gegen 1. D.h. das Verhalten für
1
betragsgroße x wird von x 4 bestimmt.
4
Wenn x → +∞ , dann f ( x) = +∞
Wenn x → −∞ , dann f ( x) = +∞
3. Gemeinsame Punkte von Graph und 1 4
Koordinatensystem f(x)=0, also x − 2 x² + 2 = 0
4
1. Achse: P1(x; 0); d.h. f(x)=0 Wir setzen x²=z und x4=z² und lösen die
also Nullstellen von f bestimmen. entsprechende Quadratische Gleichung.
2. Achse: P2(0; f(0)), Lösungsmenge:
also f(0) berechnen.
L = { 4 + 8 ; − 4 + 8 ; 4 − 8 ; − 4 − 8}
f(0)=2; Achsenschnittpunkt P2(0; 2)
4. Vorzeichenbereiche / Gebietseinteilung Es liegen nur einfache Nullstellen vor, also
liegt stets ein Vorzeichenwechsel von f bei
Die Achsenschnittpunkte, Vorzeichenwechsel
einer Nullstelle vor.
von f und das Verhalten für betragsgroße x
ergeben eine Einteilung in Gebiete, in denen
der Graph verläuft, eine Gebietseinteilung.
5. Relative Extrempunkte (a) f’(x)=0; f '( x) = x ³ − 4 x , also
(a) Notwendig: f’(x)=0 x ³ − 4 x = 0 ; Lösungsmenge: L = {0;2;− 2}
(b) Hinreichend für Hochpunkt: Höchstens die Stellen 0, 2, -2 sind
- f’(x)=0 und f’’(x)<0 oder Extremstellen der Funktion f.
- f’(x)=0 und (+/-)-Vorzeichenwechsel von f’ (b) f ''( x) ≠ 0; f ''( x) = 3 x ² − 4
an der Stelle x f’’(0)=-4<0; f(0)=2
Hinreichend für Tiefpunkt: H(0; 2) ist ein Hochpunkt
- f’(x)=0 und f’’(x)>0 oder f’’(2)=8>0; f(2)=-2
- f’(x)=0 und (-/+)-Vorzeichenwechsel von f’ T1(2; -2) ist relativer Tiefpunkt
an der Stelle x f’’(-2)=8>0; f(-2)=-2
T2(-2; -2) ist relativer Tiefpunkt
6. Wendepunkte (a) f’’(x)=0; f ''( x) = 3 x ² − 4 , also
(a) Notwendig: f’’(x)=0 4 4
3 x ² − 4 = 0 ; Lösungsmenge: L = { ;− }
(b) Hinreichend für Wendepunkt. 3 3
- f’’(x)=0 und f '''( x) ≠ 0 oder
4 4
- f’’(x)=0 und Vorzeichenwechsel von f’’ an Höchstens die Stellen ;− sind
der Stelle x 3 3
Wendestellen der Funktion f.
Das Zeichnen von Wendetangenten unterstützt (b) f '''( x) ≠ 0 ; f’’’(x)=6x
die Zeichnung des Funktionsgraphen. 4 2
f '''( ) = −
3 9
4 2
W( ;− )
3 9
4 2
f '''(− )=−
3 9
4 2
W (− ;− )
3 9
7. Wertemenge T1 und T2 sind absolute Tiefpunkte.
Mit Hilfe der Extremstellen und des Es gilt W = [−2; ∞[ .
Verhaltens für betragsgroße x lässt sich die
Wertemenge W bestimmen.
8. Graph
Die ermittelten Punkte werden eingetragen.
Gegebenfalls werden weitere Funktionswerte
bestimmt, um den Graphen genauer zeichnen
zu können.
Aufgaben zu Unbekannten

1) Welche Bedingungen müssen für die Parameter a, b, c erfüllt sein, damit der Graph der
angegebenen Funktion f

(1) genau zwei Wendepunkte (2) genau einen Wendepunkt (3) keinen Wendepunkt hat?

a) f ( x) = x 4 + ax ³ b) f ( x) = ax 4 + bx ²

Lösungen:

1. Bestimmung der Ableitungen

f ( x) = x 4 + ax ³
f '( x) = 4 x ³ + 3ax ²
f ''( x) = 12 x ² + 6ax
f '''( x) = 24 x + 6a

2. Notwendige Bedingung für Wendestellen

f’’(x)=0

0 = 12 x ² + 6ax
0 = x(12 x + 6a)
x = 0 ∨ 0 = 12 x + 6a
0 = 12 x + 6a
1
x=− a
2

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1053-

3. Hinreichende Bedingung für Wendestellen

f '''( x ) ≠ 0

f '''(0) = 6a
1
f '''(− a) − 12a + 6a = −6a
2
1
An der Stelle − a liegt ein Wendepunkt vor.
2

b)

1. Bestimmung der Ableitungen

f ( x) = ax 4 + bx ²
f '( x) = 4ax ³ + 2bx
f ''( x) = 12ax ² + 2b
f '''( x) = 24ax

2. Notwendige Bedingung für Wendestellen

f’’(x)=0

0 = 12ax ² + 2b
b
x= −
6a

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1054-

3. Hinreichende Bedingung für Wendestellen

f '''( x ) ≠ 0

b b
f '''( − ) = 24a −
6a 6a
a≠0
b
− ≥0
6a
b
≤0
6a

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1055-

Vorgehensweise:

1. Bestimmung der 1., 2. und 3. Ableitung f ( x) = ax 4 + bx ²


von f
f '( x) = 4ax ³ + 2bx
Die 1., 2. und 3. Ableitung der Funktion f wird
mit Hilfe der Form y = x n ; y ' = nx n −1 bestimmt. f ''( x) = 12ax ² + 2b
Dabei sind die Faktorregel und die f '''( x) = 24ax
Summenregel zu beachten.
2. Notwendige Bedingung Notwendige Bedingung:
f’’(x)=0
Die notwendige Bedingung für das
Vorhandensein für Wendestellen wird 0 = 12ax ² + 2b
angewendet:
f’’(x)=0

3. Berechnung der x-Werte 0 = 12ax ² + 2b


Die Nullstellen der 2. Ableitung wird b
x= −
berechnet. Entweder mit p, q-Formel, 6a
quadratischer Ergänzung etc. Dies ist für jede
Aufgabe verschieden.

4. Hinreichende Bedingung Hinreichende Bedingung:


f '''( x ) ≠ 0
Die hinreichende Bedingung für das
b b
Vorhandensein von Wendestellen wird f '''( − ) = 24a −
angewendet: 6a 6a
f '''( x ) ≠ 0 a≠0
b
− ≥0
6a
b
≤0
6a

5. Diskriminante a≠0
b
Ist die Diskriminante >0 so liegen zwei − ≥0
Lösungen vor. 6a
Ist die Diskriminante =0 so liegt eine Lösung b
≤0
vor. 6a
Ist die Diskriminante <0 so liegen keine
Lösungen vor.

6. Antwortsatz schreiben
Zum Schluss wird der Antwortsatz formuliert. 1
An der Stelle − a liegt ein Wendepunkt vor.
Hier muss enthalten sein, an welcher Stelle ein 2
Wendepunkt vorliegt

b)

1. Bestimmung der 1., 2. und 3. Ableitung f ( x) = x 4 + ax ³


von f
f '( x) = 4 x ³ + 3ax ²
Die 1., 2. und 3. Ableitung der Funktion f wird
mit Hilfe der Form y = x n ; y ' = nx n −1 bestimmt. f ''( x) = 12 x ² + 6ax
Dabei sind die Faktorregel und die f '''( x) = 24 x + 6a
Summenregel zu beachten.
2. Notwendige Bedingung Notwendige Bedingung:
f’’(x)=0
Die notwendige Bedingung für das
Vorhandensein für Wendestellen wird 0 = 12 x ² + 6ax
angewendet:
f’’(x)=0

3. Berechnung der x-Werte 0 = 12 x ² + 6ax


Die Nullstellen der 2. Ableitung wird 0 = x(12 x + 6a)
berechnet. Entweder mit p, q-Formel, x = 0 ∨ 0 = 12 x + 6a
quadratischer Ergänzung etc. Dies ist für jede 0 = 12 x + 6a
Aufgabe verschieden.
1
x=− a
2
4. Hinreichende Bedingung Hinreichende Bedingung:
f '''( x ) ≠ 0
Die hinreichende Bedingung für das
Vorhandensein von Wendestellen wird
f '''(0) = 6a
angewendet:
f '''( x ) ≠ 0 1
f '''(− a) − 12a + 6a = −6a
2

5. Antwortsatz schreiben 1
An der Stelle − a liegt ein Wendepunkt vor.
Zum Schluss wird der Antwortsatz formuliert. 2
Hier muss enthalten sein, an welcher Stelle ein
Wendepunkt vorliegt

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1057-

Aufgabe:
1) Gegeben sind die Funktion fk durch fk(x)=x³-3x²+kx.
a) Zeige, dass alle Funktionen fk dieselbe Wendestelle haben.
b) Untersuche, wie k die Existenz und die Lage der relativen Extremstellen von fk beeinflusst.
Lösungen:

a)

1. Bestimmung der Ableitungen:

f ( x) = x ³ − 3 x ² + kx
f '( x) = 3 x ² − 6 x + k
f ''( x) = 6 x − 6

2. Notwendige Bedingung:

f’’(x)=0
0 = 6x − 6
x =1

3. Hinreichende Bedingung:

f '''( x) ≠ 0
f '''( x) = 6 x
f '''(1) = 6

Wendestelle erfüllt, Wendepunkte nicht.


Denn W(1; -2+k)
b)

f’(x)=0
0=3x²-6x+k
0=x²-2x+k/3

k
1− >0
3
k
1>
3
3>k

k
1− =0
3
k =3

k >3

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1058-

Aufgabe:

13) Gegeben sind die Funktion fk.

a) Untersuche die Funktion fk

a ) f ( x ) = x ³ + kx

Lösungen:

1. Wendestellen:

f ( x) = x ³ + kx
f '( x) = 3 x ² + k
f ''( x) = 6 x
f '''( x) = 6
Not.Bedingung :
f ''( x) = 0
0 = 6x
x=0
Hinreichende.Bedingung :
f '''(0) = 6

2. Extrempunkte:

f ( x) = x ³ + kx
f '( x) = 3x ² + k
f ''( x) = 6 x
Not.Bedingung :
f '( x) = 0
0 = 3x ² + k | −k
3x ² = − k |: 3
k
x² =
3
k
x= −
3
2Mögl.:
k <0
1Mögl.:
k =0
keineMögl.:
k >0
Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1059-

Funktionsuntersuchung:

Buch Seite 181 Nr. 12, Seite 180 Nr. 5 b

12) Gegeben sind die Funktion fk durch fk(x)=x³-3x²+kx.


a) Zeige, dass alle Funktionen fk dieselbe Wendestelle haben.
b) Untersuche, wie k die Existenz und die Lage der relativen Extremstellen von fk beeinflusst.

Lösungen:

a)

1. Bestimmung der Ableitungen:

f ( x) = x ³ − 3 x ² + kx
f '( x) = 3 x ² − 6 x + k
f ''( x) = 6 x − 6

2. Notwendige Bedingung:

f’’(x)=0
0 = 6x − 6
x =1

3. Hinreichende Bedingung:

f '''( x) ≠ 0
f '''( x) = 6 x
f '''(1) = 6

Wendestelle erfüllt, Wendepunkte nicht.


k
Denn W(1; -2+k) 1− >0
3
k
b) 1>
3
3>k
f’(x)=0
0=3x²-6x+k
0=x²-2x+k/3 k
1− =0
3
k =3

k >3

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1060-

2. Komplette Funktionsuntersuchung

Untersuche die Funktion f mit f ( x) = 6 x 4 − 16 x ³ + 12 x ²

Lösung:

Als ganzrationale Funktion hat f den Definitionsbereich \ .

1. Symmetrie zur 2. Achse bzw. Ursprung f ( x) = 6 x 4 − 16 x ³ + 12 x ²


f(-x)=f(x): Achsensymmetrisch zur y-Achse
f(-x)=-f(x): Punktsymmetrisch zum Ursprung Da gerade und ungerade Exponenten bei der
Funktion f vorliegen, liegt weder
Ganzrationale Funktion: Treten nur gerade Achsensymmetrie noch Punktsymmetrie vor.
bzw. ungerade Exponenten bei den Potenzen
von x aus, so liegt Symmetrie zur y-Achse
bzw. zum Ursprung vor.

2. Verhalten von f für betragsgroße x 8 2


f ( x) = 6 x 4 (1 −
+ ) fürx ≠ 0
Die Untersuchung zeigt, in welchem 3x x²
Quadranten der Graph von f für sehr große Für x → +∞ und x → −∞ geht der
bzw. sehr kleine x liegt. Klammerterm gegen 1. D.h. das Verhalten für
betragsgroße x wird von 6x 4 bestimmt.
Wenn x → +∞ , dann f ( x ) = −∞
Wenn x → −∞ , dann f ( x ) = −∞

3. Gemeinsame Punkte von Graph und f(x)=0, also 6 x 4 − 16 x ³ + 12 x ² = 0


Koordinatensystem 8
6 x 4 − 16 x ³ + 12 x ² = 0 = 6 x ²( x ² − x + 2)
1. Achse: P1(x; 0); d.h. f(x)=0 3
also Nullstellen von f bestimmen. 8
x = 0 ∨ 0 = x² − x + 2
2. Achse: P2(0; f(0)), 3
also f(0) berechnen. 4 16
x= +− −2
3 9
N (0;0)
f(0)=0; Sy(0; 0)
4. Vorzeichenbereiche / Gebietseinteilung Nullstellen bei x=0, doppelte, also verläuft der
Die Achsenschnittpunkte, Vorzeichenwechsel Graph nur im positiven Bereich.
von f und das Verhalten für betragsgroße x
ergeben eine Einteilung in Gebiete, in denen
der Graph verläuft, eine Gebietseinteilung.

5. Relative Extrempunkte (a) f’(x)=0; f '( x ) = 24 x ³ − 48 x ² + 24 x , also


(a) Notwendig: f’(x)=0 0 = x (24 x ² − 48 x + 24) ; Lösungsmenge:
(b) Hinreichend für Hochpunkt: L = {0;1}
- f’(x)=0 und f’’(x)<0 oder Höchstens die Stellen 0, 1, sind Extremstellen
- f’(x)=0 und (+/-)-Vorzeichenwechsel von f’ der Funktion f.
an der Stelle x (b) f ''( x ) ≠ 0; f ''( x ) = 72 x ² − 96 x + 24
Hinreichend für Tiefpunkt: f’’(0)=24>0; f(0)=0
- f’(x)=0 und f’’(x)>0 oder T(0; 0) ist ein Tiefpunkt
- f’(x)=0 und (-/+)-Vorzeichenwechsel von f’ f’’(1)=0=0; f(1)=0
an der Stelle x Kein Extrempunkt bei x=1

6. Wendepunkte (a) f’’(x)=0; f ''( x ) = 72 x ² − 96 x + 24 , also


(a) Notwendig: f’’(x)=0 4 1 1
x ² − x + = 0 ; Lösungsmenge: L = {1; }
(b) Hinreichend für Wendepunkt. 3 3 3
- f’’(x)=0 und f '''( x ) ≠ 0 oder 4 4
- f’’(x)=0 und Vorzeichenwechsel von f’’ an Höchstens die Stellen ;− sind
3 3
der Stelle x Wendestellen der Funktion f.
(b) f '''( x ) ≠ 0 ; f’’’(x)=6x
Das Zeichnen von Wendetangenten unterstützt
f '''(1) = −96
die Zeichnung des Funktionsgraphen.
1
f '''( ) ≠ 0
3
1 22
W ( ; ); S (1; 2)
3 27
7. Wertemenge T1 und T2 sind absolute Tiefpunkte.
Mit Hilfe der Extremstellen und des Es gilt W = [0; +∞[ .
Verhaltens für betragsgroße x lässt sich die
Wertemenge W bestimmen.
8. Graph
Die ermittelten Punkte werden eingetragen.
Gegebenfalls werden weitere Funktionswerte
bestimmt, um den Graphen genauer zeichnen
zu können.
Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1062-

Aufgaben zur Funktionsuntersuchung

1) Gegeben sind die Funktionen f durch f(x)=x³-6x²+9x+k.

a) Untersuche die Funktion mit Ausnahme der Nullstellenbestimmung ausführlich.


b) Welche Bedingung muss k erfüllen, damit die Funktion f genau eine Nullstelle, genau zwei
Nullstellen, genau drei Nullstellen besitzt?
c) Ist auch der Fall möglich, dass f keine Nullstelle besitzt?

Lösungen:

1)

a)

f ( x) = x ³ − 6 x ² + 9 x + 6
6 9 k
f ( x) = x ³(1 − + + )
x x² x³
6 9 k
; ; →0
x x² x³
x → +∞, f ( x) → +∞
x → −∞, f ( x) → −∞

Daraus folgt für die Aufgabe c), dass der Fall nicht möglich ist, denn die Funktion geht vom
Unendlichen in das negative Unendlich und muss so die x-Achse schneiden, also MUSS eine
mindestens Nullstelle vorliegen.

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1063-

c) f ( x) = x ³ − 6 x ² + 9 x + 6
f '( x) = 3 x ² − 12 x + 9
Not.Bedingung :
f '( x) = 0
0 = 3 x ² − 12 x + 9
0 = x² − 4 x + 3
0 = ( x − 2)² + 1
f (1) = 4 + k
f (3) = k
(1; 4 + k )und (3; k )
k=0: 2 Nullstellen
0<k<-4: 3 Nullstellen
k>0: 1 Nullstelle

Aufgaben zur Funktionsuntersuchung

Buch Seite 189 Nr. 1

2) Die Funktion f mit f(x)=x³+ax²+bx+c sei gegeben.

a) Beweise: Der Graph von f hat genau einen Wendepunkt.

Lösungen:
2)
a)
f ( x) = x ³ + ax ² + bx + c
f '( x) = 3 x ² + 2ax + b
f ''( x) = 6 x + 2a
Not.Bedingung :
f ''( x) = 0
0 = 6 x + 2a
1
x=− a
3
Hin.Bedingung :
f '''( x) ≠ 0
1
f '''(− a) = −2a
3
Da die 2. Ableitung eine Gerade ist, kann sie nur eine Nullstelle haben, daraus folgt, dass es
genau einen Wendepunkt gibt!
f '(1) = 2 − k
0 = 2−k
k =2
Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1064-

Aufgaben zur Funktionsuntersuchung

Buch Seite 181 Nr. 13 / 1, 2, Seite 180 Nr. 5 e

13) Gegeben sind die Funktion f.

a) Untersuche allgemein die Funktionen f.


b) Welchen Wert muss der Parameter k haben, damit der Graph der Funktion f an der Stelle 1
einen Extrempunkt bzw. Wendepunkt haben kann?

(1) f(x)=x²-kx (2) f(x)=x³+kx

5) Untersuche die Funktion f

1 1
e) f ( x ) = x³ + x − 1
16 4

Lösungen:

13)

(1)

a)

f(x)=x²-kx
k −k ²
Die Graphen sind Normalparabeln mit dem Scheitelpunkt S ( ; ).
2 4
Denn f’(x)=2x-k
0=2x-6
k k −k ²
x= → f( )=
2 2 4
Nullstellen:

0=x²-kx
0=x(x-k)
x=0 oder x=k
Nullstellen liegen bei x=0 oder bei x=k .
b) Wendepunkt gibt es nicht, denn es liegt eine Parabel vor.
Extrempunkte:

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1065-

(2) f(x)=x³+kx

1. Symmetrie:

Punktsymmetrie, denn es liegen nur ungerade Exponenten vor. f(-x)=-f(x)

2. Betragsgroße x:

k
f ( x) = x ³ + kx = x ³(1 + )

k
→0

x → ∞, f ( x ) → ∞
x → −∞, f ( x) → −∞

3. Gemeinsame Punkte:

- x=0
f(0)=0; Sy(0; 0)
- f(x)=0
0=x³+kx
0=x(x²+k)

0 = x( x ² + k )
x = 0 ∨ 0 = x² + k
0 = x² + k | −k
x = −k
Nullstellen :
x = 0; x = −k ; x = − −k

4. Gebietseinteilung:

--

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1066-

5. Extrempunkte:

f '( x) = 3 x ² + k
Not.Bedingung :
f '( x) = 0
0 = 3x ² + k
k
x= −
3
Hin.Bedingung :
f ''( x) ≠ 0
f ''( x) = 6 x
k 2 k k 2 k
T ( − ; k − ); H (− − ; − k − )
3 3 3 3 3 3

6. Wendepunkte:

f’’(x)=0
0=6x
x=0 W(0; 0)

7. Wertemenge:

W =\

b)

f’(1)=3+k
0=3+k
k=-3

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1067-

5)

e)

1 1
f ( x) = x³ + x − 1
16 4
D=\

1. Symmetrie:

Da die Funktion nur ungerade Exponenten besitzt, liegt eine Punktsymmetrie (zu P(0; 1)) vor.

2. Verhalten für betragsgroße x:

1 1
f ( x) = x³ + x − 1
16 4
1 4 16
f ( x) = x ³(1 + − )
16 x² x³
4 16
; →0
x² x³
x → ∞, f ( x ) → ∞
x → −∞, f ( x) → −∞

3. Gemeinsame Punkte:

1. x=0

f(0)=-1; Sy(0; -1)

2. f(x)=0

1 1 1 1 1
0= x ³ + x − 1 = ( x ² + x + ) • ( x − 2)
16 4 16 8 2

N(2; 0)

4. Gebietseinteilung:

x ∈ U (2)
x < 2 : f ( x) < 0
x > 2 : f ( x) > 0

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1068-

5. Relative Extrempunkte:

1 1
f ( x) = x³ + x − 1
16 4
3 1
f '( x) = x ² +
16 4
Not.Bedingung :
f '( x) = 0
3 1
0 = x² +
16 4
4
x= −
3

Da negative Wurzeln in der Menge der reellen Zahlen nicht definiert ist, gibt es keine
Extrempunkte.

6. Wendepunkte:

Not.Bedingung :
f ''( x) = 0
3
0= x
8
x=0
Hin.Bedingung :
f '''( x) ≠ 0
3
f '''( x) =
8
3
f '''(0) =
8
W (0;− 1)

7. Wertemenge:

W =\

8. Graph:

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1069-

Aufgaben zur Tangentensteigung


1) In welchem Punkt hat die Steigung die Tangente an den Graphen der Funktion f(x)=x³ die
Steigung 12?

2) Bestimme die Steigung der Tangente an den Graphen der Funktion f in dem angegebenen
Punkt. Gib auch die Gleichung der Tangente in der Form y=mx+b an.

a) f(x)=2x³; P(2; y)

3) Der Graph der Funktion f mit f(x)=ax²+bx+c schneidet die 1. Achse an der Stelle –3 und
die 2. Achse bei y=-2. An der Stelle 4 hat die Tangente an den Graphen der Funktion die
Steigung 1. Wie lautet die Funktion?

4) Begründe, dass für b²>3ac es zwei relative Extremstellen bei f(x)=ax³+bx²+cx+d gibt.

Lösungen:

1)

f ( x) = x ³
f '( x) = 3 x ²; f '( x) = m
m = 12
12 = 3 x ²
x = +−2
P(2;8); P(−2; −8)

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1070-

2)

a ) f ( x) = 2 x ³; P (2;16)
f '( x) = 6 x ² = m = 24
m = 24; P(2;16)
y = mx + b
16 = 48 + b | −48
b = −32
c) f ( x) = x ³ + x; P( −1; −2)
f '( x) = 3 x ² + 1 = m = 4
m = 4; P (−1; −2)
y = mx + b
−2 = −4 + b | +4
b=2
y = 4x + 2

3)

a)

f ( x) = ax ² + bx + c
0 = 9a − 3b + c
−2 = c
f '( x) = 2ax + b
1 = 8a + b
2 = 9a − 3b
c = −2
1 = 8a + b
b = 1 − 8a
2 = 9a − 3(1 − 8a ) = 9a − 3 + 24a = 33a − 3 | +3
5 = 33a
5
a=
33
7
b=−
33
c = −2

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1071-

4)

a)

f ( x) = ax ³ + bx ² + cx + d
f '( x) = 3ax ³ + 2bx + c
Not.Bedingung :
f '( x) = 0
0 = 3ax ³ + 2bx + c |: 3a
2b c
0 = x³ + x+
3a 3a
b b² c
x1, 2 = − +− −
3a 9a ² 3a
b² c c
− > 0|+
9a ² 3a 3a
b² c
> | •9a ²
9a ² 3a
b ² > 3ac

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1072-

Bestimmen von Funktionen mit gewünschten


Eigenschaften
1. Gegeben sind die Funktionen f mit f ( x) = ax 4 + bx ² . Gibt es Funktionen dieser Art, so dass
der Punkt W (1; -2,5) Wendepunkt ist?

Lösungen:

(1) Bildung der Ableitungen

f ( x) = ax 4 + bx ²
f '( x) = 4ax ³ + 2bx
f ''( x) = 12ax ² + 2b
f '''( x) = 24ax

(2) Anwendung der notwendigen Bedingungen

1. f(1)=-2,5 f(1)=a+b
2. f’’(1)=0 f’’(1)=12a+2b

(3) Lösen des Gleichungssystems

a+b=-2,5
12a+2b=0

a=0,5
b=-3

(4) Aufstellen der Lösung

f ( x) = 0,5 x 4 + 3 x ²

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1073-

2. Gesucht ist die Funktion einer Parabel mit O(0; 0); P(2; 3) und die Steigung im Punkt
P der Tangente ist 2.

Lösungen:

(1) Bildung der Ableitungen

f ( x) = ax ² + bx + c
f '( x) = 2ax + b
f ''( x) = 2a
f '''( x) = 0

(2) Anwendung der notwendigen Bedingungen

1. f(0)=0 f(0)=c Æ c=0


2. f(2)=3 3=4a+2b+c
3. f’(2)=2 2=4a+b

(3) Lösen des Gleichungssystems

0= c
3=4a+2b+c
2=4a+ b

1
a=
4
b =1
c=0

(4) Aufstellen der Lösung

1
f ( x) = x² + x
4

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1074-

Bestimmen von Funktionen mit gewünschten Eigenschaften

1. Bestimme die Funktion einer dritten Parabel mit O(0; 0), W(2; 4) und die Steigung der
Wendetangenten ist m=-3.

Lösungen:

(1) Bildung der Ableitungen

f ( x) = ax ³ + bx ² + cx + d
f '( x) = 3ax ² + 2bx + c
f ''( x) = 6ax + 2b
f '''( x) = 6a

(2) Anwendung der notwendigen Bedingungen

1. f(0)=0 d=0
2. f(2)=4 8a+4b+2=4
3. f’(2)=-3 12a+4b+c=-3
4. f’’(2)=0 12a+2b=0

(3) Lösen des Gleichungssystems

0= d
4=8a+4b+2c
-3=12a+4b+c
0=12a+2b

5 15
a = ; b = − ; c = 12; d = 0
4 2

(4) Aufstellen der Lösung

5 15
f ( x) = x ³ − x ² + 12 x
4 2

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1075-

Matrix:
1) Bestimme eine Funktion drittes Grades, für die gilt:
Die Nullstellen liegen bei x=-3 und x=0. Ein Tiefpunkt ist T(3; -6).
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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1076-

Extremalbedingungen
Einige von euch fragen sich mit Sicherheit, was unter „Extremalbedingungen“ gemeint
ist oder?
Ein ganz einfaches Beispiel (Lösung des Beispiels wird später geklärt):
Ein Mann kommt ganz aufgeregt zum Glaser und sagt ihm, dass bei einer Glasscheibe eine
Ecke abgebrochen sei. Und er möchte nun die größtmögliche noch verwendbare Glasscheibe
durch Abschneiden erhalten. Braucht der Glaser jetzt einen Mathematik oder?

Dieses Thema ist auch für schwache Schüler geeignet, denn es sind Alltagsprobleme und man
kann sich auch bei jedem Problem etwas darunter vorstellen und die Aufgaben sind nicht zu
abstrakt. Also los geht es...

Anmerkung: Dieses Thema ist ein zusätzliches Thema zu den „Funktionsuntersuchungen“.


Vor dem Bearbeiten dieses Themas sollte unbedingt „Klasse 11“ durchgearbeitet werden, da
hier Fakten und Formeln als gekannt voraus gesetzt werden.

Einfache Beispiele
1. Ein Rechteck soll den Flächeninhalt 10 cm² erhalten. Wie lang sind die
Rechtecksseiten zu wählen, damit das Rechteck minimalen Umfang hat?

Lösung:

1. Skizze

Ich kann auch nur empfehlen bei JEDEM Sachverhalt eine Skizze anzulegen, um sich das
Problem zu verdeutlichen.

A=10 cm²=x*y y Uminimal ist gesucht.

2. Bedingungen
2.1 Was ist bekannt?
A = x • y (Nebenbedingung) | Zuerst schreibt man auf, was man weiß und diese wird
| als Nebenbedingung bezeichnet.

2.2 Was ist gesucht?


U = 2 x + 2 y = 2( x + y ) | Da der Umfang gesucht ist, schreibt man sich die
Formel
| dazu auf.

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1077-

3. „Funktionsuntersuchung“

A= x• y
10 = x • y |: x |Nebenbedingung nach y umformen und in die Extremalbedingung
10
y=
x
einsetzen

Einsetzen in die Extremalbedinung, so dass eine Funktion mit nur einer Variablen
entsteht

U = 2 x + 2 y = 2( x + y )
10 | wird als Funktion betrachtet, da man ein Extremum
U = 2( x + )
x
bestimmt.

Bestimmung der 1. Ableitung und berechnen der notwendigen Bedingung


Notwendige Bedingung:
U’(x)=0
10
U ' = 2(1 − )

10
0 = 1− | Vorgehensweise wie bei einer Bestimmung von Extrema!

x = 10

Untersuchung der hinreichenden Bedingung


Hinreichende Bedingung:
U’’(x) ungleich 0

U '' = 2 • 20 x −3 > 0 Æ Minimum liegt vor.

4. Fehlende Größe berechnen

10 10
y= →< y =
x 1
10
Für diese beiden x und y-Werte ist der Umfang minimal.

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1078-

2. Aus einem rechteckigen Stück Pappe mit den Seitenlängen 40 cm und 25 cm soll man einen
Kasten ohne Deckel herstellen, indem man an jeder Ecke ein Quadrat ausschneidet und die
entstehenden Seitenflächen nach oben biegt. Der Kasten soll ein möglichst großes Volumen
haben.

Lösung:

1. Angabe der gesuchten extremalen Größe

V = xyz
x = 40 − 2 z
y = 25 − 2 z
V = (40 − 2 z )(25 − 2 z ) z = 1000 z − 130 z ² + 4 z ³

2. Herstellen von Beziehungen zwischen den Variablen anhand der Aufgabenstellung

A = 1000 − 130 z + 4 z ²

3. Bestimmung der 1. Ableitung und berechnen der notwendigen Bedingung

V ' = 1000 − 260 z + 12 z ²


0 = 1000 − 260 z + 12 z ²
100
z1 = ; z2 = 5
6

4. Untersuchung der hinreichenden Bedingung

V '' = −260 + 24 z
V ''(5) = −140 < 0 : Minimum

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1079-

3. Der Querschnitt eines Kanals ist ein Rechteck mit aufgesetztem Halbkreis. Wähle die Maße
dieses Rechtecks so, dass bei gegebenem Umfang U des Querschnittes sein Inhalt möglichst
groß wird.

Lösung:

1. Vorüberlegungen


U = x + 2 y + c; A = x • y + •π
8
A = π r ²;U = 2π r
x
c= π
2

2. Angabe der gesuchten extremalen Größe

U = x + 2y + c

3. Herstellen von Beziehungen zwischen den Variablen anhand der Aufgabenstellung

U = x + 2y + c
x
U − •π
2 U x π •x
y= = − •
x•2 2 2 4

4. Einsetzen in die Extremalbedinung, so dass eine Funktion mit nur einer Variablen entsteht

U x π • x x²
A = x( − • ) + •π
2 2 4 8

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1080-

5. Bestimmung der 1. Ableitung und berechnen der notwendigen Bedingung

π U
A '( x) = (− − 1) x +
4 2
π U
0 = (− − 1) x +
4 2
2U
x=
π+y

6. Untersuchung der hinreichenden Bedingung

π
A ''( x) = − −1
4
2U π
A ''( ) = − −1 < 0
π+y 4

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1081-

Komplexere Aufgaben
Lasst euch nicht vom Namen des Kapitels abbringen, es durchzuarbeiten. Diese Aufgaben
sind auch nicht allzu schwer. Einfach probieren. Es kommt jetzt nur hinzu, dass wir keine
Zahlen mehr vorgeben, sondern allgemein Aussagen berechnen.

1) Aus einer rechteckigen Fensterscheibe mit den Seitenlängen a und b ist vom Mittelpunkt
der kleineren Seite aus eine Ecke unter einem Winkel von 45° abgesprungen. Aus der
restlichen Scheibe soll durch Schnitte parallel zu den ursprünglichen Seiten eine möglichst
große neue Scheibe herausgeschnitten werden. Gib die Maße der neuen Scheibe an.

Lösungen:

y+z =a→ z =a− y


a
b = x( − z )
2
a a
x + − a + y = b; y = b − x − + a
2 2
A = x• y
a a
A = x(b − x − + a) = bx − x ² − x + ax
2 2
BestimmungA '( x)
a
A '( x) = b − 2 x − + a
2
A '( x) = 0
a a
0 = b − 2x − + a | +
2 2
a
= b − 2 x + a | −b; − a
2
a
−2 x = − a − b
2
a a b 1 1
x=− + + = a+ b
4 2 2 4 2

HinreichendeBedingung :
A '( x) = 0 ∧ A ''( x) ≠ 0
A = x• y
1 1
A = ( a + b) y
4 2
A
y=
1 1
a+ b
4 2
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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1082-

So wir haben jetzt also rausbekommen, dass es sich bei der gesuchten Fläche um ein Quadrat
handelt. Aber gilt das denn für jeden Fall??

Nein, denn:

a
b− ≤ x≤b
2
a 1 a
b − ≤ (b + ) ≤ b
2 2 2
a 1 a
b − ≤ (b + ) ≤ b
2 2 2
a
2b − a ≤ b +
2
a
b−a ≤
2
3
b≤ a
2
2b ≤ 3a
−−−−−−−
1 a
(b + ) ≤ b
2 2
a
b + ≤ 2b
2
a
≤b
2

Diese Beziehungen zwischen den Seiten müssen erfüllt sein. Wenn dies der Fall ist, ist die
größtmögliche Fläche ein Quadrat, sonst nicht!

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1083-

2. Ein Dachboden hat als Querschnittsfläche ein gleichschenkliges Dreieck mit einer Höhe
von 4,8 m und einer Breite von 8 m. In ihm soll ein möglichst großes quaderförmiges Zimmer
eingerichtet werden.

Lösung:

A = x • y ( Extremalbedingung )
4,8 4,8 − y
= ( Nebenbedingung ; Strahlensätze)
4 x
2
4,8 4,8 − y x
= |•
4 x 2
2
0, 6 x = 4,8 − y
y = −0, 6 x + 4,8
A = x • y → A = x(−0, 6 x + 4,8) = −0, 6 x ² + 4,8 x
A '( x) = 0; A '( x) = −1, 2 x + 4,8
0 = −1, 2 x + 4,8
x=4
y = −0, 6 • 4 + 4,8 = 2, 4
y = 2, 4

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1084-

3. In einem geraden Kreiskegel mit dem Grundkreisradius r und der Höhe h soll ein Zylinder
mit möglichst großem Volumen eingeschrieben werden.

Lösung:

V = x ²π y ( Extremalbedingung )
y r−x
= ( Nebenbedingung ; Strahlensätze)
h r
y r−x
= | •h
h r
h
y = (r − x)
r
h h
V = x ²π y → V = x ²π (r − x) = x ²π h − x ³π
r r
πh
V '( x) = 0;V '( x) = 2 xπ h − 3 x ²
r
πh
0 = 2 xπ h − 3 x ²
r
2
x = r; x = 0
3
πh
V ''( x) ≠ 0;V ''( x) = 2π h − 6 x
r
V ''(0) > 0 : Minimum
2
V ''( r ) = −2π h < 0 : Maximum
3
1
y= h
3

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1085-

Zusammenfassung: Vorgehensweise bei


Extremalbedingungen – Aufgaben

1. Umfassendes Beispiel

1. Skizze

Ich kann auch nur empfehlen bei JEDEM Sachverhalt eine Skizze anzulegen, um sich das
Problem zu verdeutlichen.

A=10 cm²=x*y y U minimal ist gesucht.

2. Bedingungen
2.1 Was ist bekannt?
A  x  y (Nebenbedingung) | Zuerst schreibt man auf, was man weiß und diese wird
| als Nebenbedingung bezeichnet.

2.2 Was ist gesucht?


U  2 x  2 y  2( x  y) | Da der Umfang gesucht ist, schreibt man sich die
Formel
| dazu auf.

3. „Funktionsuntersuchung“

A  x y
10  x  y |: x |Nebenbedingung nach y umformen und in die Extremalbedingung
10
y
x
einsetzen

Einsetzen in die Extremalbedinung, so dass eine Funktion mit nur einer Variablen
entsteht

U  2 x  2 y  2( x  y )
10 | wird als Funktion betrachtet, da man ein Extremum
U  2( x  )
x
bestimmt.

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1086-

Bestimmung der 1. Ableitung und berechnen der notwendigen Bedingung


Notwendige Bedingung:
U’(x)=0
10
U '  2(1  )

10
0  1 | Vorgehensweise wie bei einer Bestimmung von Extrema!

x  10

Untersuchung der hinreichenden Bedingung


Hinreichende Bedingung:
U’’(x) ungleich 0

U ''  2  20 x3  0  Minimum liegt vor.

4. Fehlende Größe berechnen

10 10
y  y 
x 10
Für diese beiden x und y-Werte ist der Umfang minimal.

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Mathematik – Buch / 10. 11. Klasse / Zusammenfassung der 11. Klasse -1087-

2. Kurze Übersicht

1. Skizze
Auf jeden Fall vor dem Lösen der Aufgabe eine Skizze machen, damit man sich das
Problem besser vorstellen kann.
2. Bedingungen aufstellen
Extremalbedingung (Das ist die Bedingung, die gesucht ist) und Nebenbedingung (Das ist
die Bedingung, die gegeben ist) aufstellen.
3. „Funktionsuntersuchung“
Achte auf notwendige Bedingung und hinreichende Bedingung.
4. Fehlende Größen berechnen
Einfach die Größen berechnen, die noch fehlen, mit Hilfe der vorher berechneten
Bedingungen, Werte etc.
5. Schlussfolgerung
Manchmal reicht das Ergebnis nicht aus, sondern man muss sich z.B. noch Gedanken
machen, ob das Ergebnisse für alle möglichen Fälle gilt. Dazu siehe
„Glasscheibenproblem“.

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Wahrscheinlichkeitsrechnung für Anfänger
Teil I
Von Florian Modler

In diesem Artikel möchte ich Anfängern, die sich bis jetzt noch nicht mit der
Wahrscheinlichkeitsrechnung beschäftigt haben, einen ersten Überblick über die
Wahrscheinlichkeitsrechnung, ihren Anwendungsgebieten und eine erste wichtige
Zusammenfassung der ersten Ergebnisse und Erkenntnisse, die Sie aus diesem Artikel ziehen
sollten, geben.

Denn die Wahrscheinlichkeitsrechnung ist unumgänglich.


Jeder von Ihnen, will doch mit Sicherheit wissen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist beim
Lotto („6 aus 49“) 6 Richtige zu tippen. Und da geben Sie sich doch nicht mit dem Satz
zufrieden: „Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering“.
Also nehmen Sie sich etwas Zeit und lesen Sie diesen ersten Artikel aufmerksam.
Es werden weitere Teile der Serie „Wahrscheinlichkeitsrechnung für Anfänger“ folgen.
(Geplant sind bis jetzt 3 Artikel)

1 Was ist Wahrscheinlichkeit?


Die Wahrscheinlichkeit kann man wie folgt einordnen:
Die Wahrscheinlichkeitstheorie ist ein Teilgebiet der Mathematik. Gemeinsam mit der
mathematischen Statistik bildet sie das weite Feld der Stochastik, die von Beschreibung
zufälliger Ereignisse und ihrer Modellierung handelt.

Die Wahrscheinlichkeitsrechnung kann man wie folgt definieren:


Die Wahrscheinlichkeitsrechnung stellt Modelle zur Beschreibung von Experimenten bereit,
deren Ausgang zufällig ist. Zufälligkeit bedeutet hier einen unvorhersagbaren Ausgang.
Die Modelle werden mit dem Ziel erstellt, gewisse Prognosen über den Ausgang dieser
Experimente zu ermöglichen, also über das Eintreten bestimmter Ereignisse und die relative
Häufigkeit ihres Eintretens Vorhersage zu treffen.

Klingt sehr paradox, nehmen wir ein einfaches Beispiel:


Für ein Wahrscheinlichkeitsexperiment soll folgender Vorgang dienen:
Aus einem Bücherregal mit deutschsprachigen Werken wird blind ein Buch gezogen (die
Titel der Bücher sind bekannt, es sind 12 Bücher insgesamt). Nun wird willkürlich eine Seite
des gezogenen Buches aufgeschlagen (alle Bücher haben je 600 Seiten). Wie wahrscheinlich
ist es also die Seite 111 oder die Seite 113 aufzuschlagen? Besteht die gleiche
Wahrscheinlichkeit, Seite 111 oder Seite 113 aufzuschlagen? Oder ist es wahrscheinlicher
Seite 111 aufzuschlagen?

Diesen Sachverhalt will ich im nächsten Abschnitt analysieren.

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1
2 Laplace-Experiment
Ich möchte die Antwort auf die Frage, die im Abschnitt „1 Was ist Wahrscheinlichkeit?“
gestellt wurde, vorweg nehmen. Und zwar ist es gleich wahrscheinlich die Seite 111 oder die
Seite 113 aufzuschlagen. Jede Seite hat die gleiche Wahrscheinlichkeit aufgeschlagen zu
werden. Jetzt könnte man sich fragen, warum das so ist. Nun, eigentlich ganz einfach. Um
Ihnen es verständlich zu machen, führe ich ein weiteres einfaches Beispiel an:
Sie sind auf einem Fest und entdecken folgendes Glücksrad:
Beispiel 1:

Es gibt drei verschiedene Zahlen.


Bei dem Zufallsexperiment „Drehen eines Glücksrades“ gibt es die Ergebnismenge
  {1, 2,3} .
Ergebnismenge ist nichts anderes, als die Menge (also die Zahlen), die Sie beim Drehen
bekommen könnten, nämlich die 1, die 2 oder die 3.

Die Flächen der jeweiligen Zahlen sind gleich groß und deshalb besitzen die
Elementarereignisse (1, 2, 3) jeweils die gleiche Wahrscheinlichkeit angezeigt zu werden.

Und so ist es auch bei den Bücherseiten. Da jede Seite die gleiche Fläche bzw. den gleichen
Flächeninhalt besitzt, hat jede Seite die gleiche Wahrscheinlichkeit aufgeschlagen zu werden.

Stellen Sie sich ein weiteres Glückrad vor:


Beispiel 2:

Es gibt auch hier wieder drei verschiedene Zahlen.


Bei dem Zufallsexperiment „Drehen eines Glücksrades“ ist die Ergebnismenge ebenfalls
  {1, 2,3} .
Jetzt besitzt aber jede Zahl nicht mehr die gleiche Wahrscheinlichkeit aufgeschlagen zu
werden, weil die Fläche „drei“ größer ist als die Flächen von den Zahlen 1 und 2.
Man sagt: Die Elementarereignisse sind nicht gleich wahrscheinlich.

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2
Wollen wir nun auf die Überschrift des 2. Abschnittes kommen:

Ein Zufallsexperiment, bei dem die Elementarereignisse gleich wahrscheinlich sind, heißt
Laplace-Experiment.

Aber wie berechnet man nun die Wahrscheinlichkeit?

Nehmen wir das 1. Beispiel:

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit beim Drehen, dass der „Zeiger“ auf einer roten Fläche
hält?
Sie sehen leicht, dass es nur eine rote Fläche gibt, aber es insgesamt drei verschiedene farbige
1
Flächen sind beträgt die Wahrscheinlichkeit:
3

Diesen Zusammenhang fasst man wie folgt zusammen:

Für die Wahrscheinlichkeit P(A) eines Ereignisse A bei einem Laplace-Experiment gilt:
Anzahl der für A "günstigen" Ergebnisse
P( A) 
Anzahl der möglichen Ergebnisse

3 Die Produktregel
Es kann sein, dass das Bestimmen der Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses bei einem
Laplace-Experiment erhebliche Mühe machen kann, deshalb haben sich die Mathematiker
wieder einmal eine sehr schöne Vereinfachung ausgedacht: Die Produktregel.

In diesem Abschnitt werde ich Ihnen Verfahren näher bringen, mit deren Hilfe man die
Anzahlen der Ergebnisse in einem Ereignis oder einer Ergebnismenge bestimmen kann, ohne
die Ergebnisse alle hinschreiben zu müssen.

Beispiel 1:

Wir betrachten drei Urnen, aus denen nacheinander je eine Kugel gezogen wird.
Urne 1 enthält drei Kugeln mit den Bezeichnungen d, g, t;
Urne 2 enthält fünf Kugeln mit den Bezeichnungen a, e, i, o, u;
Urne 3 enthält zwei Kugeln mit den Bezeichnungen r, s.

Ein Ergebnis des Zufallsexperiments ist zum Beispiel d u r.Hierbei handelt es sich um ein
dreistufiges Zufallsexperiment. Die Ergebnisse sind dreibuchstabige „Wörter“. Die Menge
aller „Wörter“, die sich aus einem Anfangsbuchstaben aus Urne 1, einem zweiten aus Urne 2
und einem letzten Buchstaben aus Urne 3 bilden lassen, ist die Ergebnismenge des
Zufallsexperiments.

  {dar , das, der , des, dir , dis, dor , dos, dur , dus, gar , gas, ger , ges, gir , gis, gor , dur , gus,
tar , tas, ter , tes, tir , tis, tor , tos, tur , tus}

Sie sehen schon, es ist eine erhebliche Arbeit, dieses alles aufzuschreiben.

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3
Beim Ziehen aus n Urnen handelt es sich um ein n-stufiges Zufallsexperiment.

Um die Anzahl der Ergebnisse bei einem mehrstufigen Zufallsexperiment zu bestimmen,


kann man ein Baumdiagramm zeichnen, denn alles aufzuschreiben, ist bei einem 100stufigen
Zufallsexperiment nicht zu empfehlen.

Für unser Beispiel erhalten wir einen Baum mit drei Verzweigungsstellen. Es gibt drei
Möglichkeiten bei der ersten Verzweigung, je fünf bei der zweiten und je zwei bei der dritten
Verzweigung.
Die Gesamtzahl der Möglichkeiten ist das Produkt (deshalb auch Produktregel):
3  5  2  30

Auch hier wollen wir wieder diesen Sachverhalt allgemein zusammenfassen:

Bei einem n-stufigen Zufallsexperiment ist die Anzahl der Möglichkeiten gleich dem Produkt
aus den Anzahlen der Möglichkeiten in den einzelnen Stufen (Produktregel).

Beispiel für ein Baumdiagramm:

Produktregel: Wird aus n Urnen nacheinander je eine Kugel gezogen, so ist die Anzahl der
Möglichkeiten das Produkt aus den Anzahlen der Kugeln in den einzelnen Urnen.

4 Ziehen mit Zurücklegen


Am Anfang des Abschnitts folgende Frage an Sie:
Wie viele dreistellige Zahlen lassen sich aus den Ziffern 1-9 bilden?

Wenn Sie den Abschnitt „3. Die Produktregel“ aufmerksam gelesen haben, sollten Sie jetzt
wissen, was zu tun ist.
Genau, Sie könnten ein Baum-Diagramm zeichnen. Wollen wir das hier auch tun:

Wie Sie sehen, handelt es sich auch hier wieder um ein dreistufiges Zufallesexperiment. Also
kann man 9  9  9  9³  729 dreistellige Zahlen bilden.

Die drei Urnen besitzen den gleichen Inhalt. Deshalb können wir als Modell eine Urne
benutzen, aus der dreimal eine Kugel gezogen werden soll. Allerdings muss jede gezogene
Zahl vor dem nächsten Ziehen wieder zurückgelegt werden. Man spricht vom „Ziehen mit
Zurücklegen“.

4
Überlegen Sie sich nun, wie das Experiment beim „Siebenmaligen Ziehen mit Zurücklegen“
aussehen würde.
Wenn Sie sich das überlegt haben, überlegen Sie sich, wie es bei n Kugeln aussehen würde.

Mein Ergebnis:
Wenn die Urne n Kugeln enthält, so gibt es bei jedem Ziehen mit Zurücklegen n
Möglichkeiten. Wird k mal gezogen, das heißt es lege ein k-stufiges Zufallsexperiment vor, so
ist die Anzahl der Möglichkeiten nach der Produktregel definiert, nämlich:

n  n  ...  n  n k
k  Faktoren

Merksatz: Werden aus einer Urne mit n Kugeln nacheinander k Kugeln mit Zurücklegen
gezogen, so ist die Anzahl der Möglichkeiten n k .

Ein nette und einfache Aufgabe, die mein Mathematiklehrer uns in der 11. Klasse gestellt hat:
Es geht um das Spiel Fußballtoto. Nun war die Frage:
„a) Wie viele Möglichkeiten gibt es bei dem Spiel Toto?
b)Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit beim Toto mit 11 [13] Mannschaften alles richtig zu
machen?“

Solche Aufgaben sollten Sie jetzt im Schlaf beherrschen können, deshalb verzichte ich auf
einen langen Lösungsweg.

Lösung:

a) 313=1594323
1 1
b) 13  =6,27225474386306915223577656472371e-7
3 1594323
1 313  1
So zu rechnen: 1- 13  13
3 3

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5
5 Ziehen ohne Zurücklegen
Wie sieht das ganze aber aus, wenn wir die Kugeln nicht mehr in die Urne zurücklegen?
Um ihnen möglichst viel aus der Wahrscheinlichkeit zu erklären, unterteile ich diesen
Abschnitt in zwei Bereiche: 1. Ziehen ohne Zurücklegen I und 2. Ziehen ohne Zurücklegen II:

5.1 Ziehen ohne Zurücklegen I

Ziehen wir aus der abgebildeten Urne neunmal eine Kugel ohne sie zurückzulegen, so
erhalten wir neunstellige Zahlen, in denen jede Ziffer genau einmal vorkommt. Für die erste
Stelle gibt es 9 Möglichkeiten, für die zweite Stelle 8 Möglichkeiten, für die dritte 7 und so
weiter...
Nach der Produktregel ist also die Anzahl der Möglichkeiten:

9  8  7  6  5  4  3  2 1  362880

Für solch eine lange Schreibweise hat der Mathematiker eine Abkürzung. Und zwar Fakultät.

Dafür schreibt man nämlich kurz 9! (gelesen: 9 Fakultät)


8!= 8  7  6  5  4  3  2 1
7!= 7  6  5  4  3  2 1

Zusammengefasst: Bei neunmaligem Ziehen aus einer Urne mit neun Kugeln ist die Anzahl
der Möglichkeiten 9!.

Auch hier kann man diesen Sachverhalt in einem Merksatz umwandeln:

Werden aus einer Urne mit n Kugeln nacheinander n Kugeln ohne Zurücklegen gezogen, so
ist die Anzahl der Möglichkeiten n!.

5.2 Ziehen ohne Zurücklegen II

In diesem Abschnitt wird es schon etwas schwieriger, sollte aber auch noch nachvollziehbar
sein.

Wieder folgende Aufgabe meines Lehrers:


„Wie viele dreistellige Zahlen (ohne Widerholung von Ziffern) lassen sich aus den Ziffern 1
bis 9 bilden? . Im Urnenmodell würde die Aufgabe wie folgt lauten: Wie viele Möglichkeiten
gibt es, aus einer Urne mit n Kugeln k Kugeln ohne Zurücklegen zu ziehen?“

Wir müssen an das Ergebnis schrittweise herangehen:


Erste Kugel: n Möglichkeiten
Zweite Kugel: n-1 Möglichkeiten
Dritte Kugel: n-2 Möglichkeiten
k-te Kugel: n-(k-1), also n-k+1 Möglichkeiten.

Auch hier ziehen wir wieder die Produktregel heran:


n  (n  1)  (n  2)  ...  (n  k  1)
k  Faktoren

6
Zu schwer? Dann betrachten Sie doch einfach ein Beispiel: n=9 und k=6
Erste Kugel: 9 Möglichkeiten
Zweite Kugel: 9-1 Möglichkeiten
Dritte Kugel: 9-2 Möglichkeiten
Vierte Kugel: 9-4 Möglichkeiten
Fünfte Kugel: 9-5 Möglichkeiten
Sechste Kugel: 9-4 Möglichkeiten
98 7  65 4
Nach der Produktregel gilt:
6  Faktoren

Weiter formen wir diesen Term (von oben): n  (n  1)  (n  2)  ...  (n  k  1) durch Erweitern
um und erhalten:
n  (n  1)  (n  2)  ...  (n  k  1)
n  (n  1)  (n  2)  ...  (n  k  1)  [(n  k )  (n  k  1)  ...  2]

[(n  k )  (n  k  1)  ...  2]
Im Zähler steht jetzt n! und im Nenner (n-k)!, also gilt:

n!
n  (n  1)  (n  2)  ...  (n  k  1) 
(n  k )!

Werden aus einer Urne mit n Kugeln nacheinander k Kugeln ohne Zurücklegen gezogen, so
ist die Anzahl der Möglichkeiten:

n!
n  (n  1)  (n  2)  ...  (n  k  1) 
(n  k )!

Aufgabe an Sie: Spiele Sie „4 aus 12“. Das sollte mit der oben angeführten Formel und
Verallgemeinerung kein Problem mehr sein.

12 11 10  9
4!
Dies kann man vereinfachen, indem man auch hier mit 8! erweitert.

12 11 10  9  8  7  6  5  4  3  2 1 12!



4! 8  7  6  5  4  3  2 1 4! 8!

„7 aus 12“:

12 11 10  9  8  7  6 12! 12! 12 


   
7! 7! 5! 7!(12  7)!  7 

Also verallgemeinert man diesen Sachverhalt so:

Werden aus einer Urne mit n Kugeln ohne Zurücklegen und ohne Berücksichtigung der
Reihenfolge k Kugeln gezogen, so ist die Anzahl der Möglichkeiten:

n!
k !(n  k )!

7
n! n n!
Für schreibt der Mathematiker:    Gelesen wird es „n über k“.
k !(n  k )!  k  k !(n  k )!

6 Lotto („6 aus 49“)


Kommen wir nun zum Lotto. „Endlich“, werden sie denken. „Darauf habe ich gewartet.“ Wie
viele Möglichkeiten gibt es also beim Lotto?
Das können Sie jetzt selber berechnen! Wenden Sie einfach die oben angeführte Formel an:

 49  49! 49!
   =13983816 Möglichkeiten
 6   49  6 ! 6!  43! 6!

Die Wahrscheinlichkeit beim Lotto die 6 Richtigen zu haben, beträgt 1:13983816.


Also sehr geringe Chance, alle 6 Richtigen zu tippen.

7 Spielchen mit Fakultät


Ich möchte Sie nur auf folgende Verallgemeinerungen aufmerksam machen, ohne darauf
genau einzugehen. Solche Verallgemeinerungen können Sie im Mathematikstudium sehr gut
gebrauchen:

n n!
 
 k  k !(n  k )!
n n! n! 1
    1
 n  n !(n  n)! n ! 0! 0!
0 0!
  1
 0  0! 0!
n n!
  1
 0  0! n !

8
8 Zusammenfassung Teil I
1. Ein Zufallsexperiment, bei dem die Elementarereignisse gleich wahrscheinlich sind, heißt
Laplace-Experiment. Bei einem Laplace-Experiment ist die Wahrscheinlichkeit eines
Ereignisses A:

Anzahl der für A "günstigen" Ergebnisse


P( A) 
Anzahl der möglichen Ergebnisse

2. Wird aus n Urnen nacheinander je eine Kugel gezogen, so ist die Anzahl der Möglichkeiten
das Produkt aus den Anzahlen der Kugeln n den einzelnen Urnen.
(Produktregel)

3. Werden aus einer Urne mit n Kugeln nacheinander k Kugeln mit Zurücklegen und mit
Berücksichtigung der Reihenfolge gezogen, so ist die Anzahl der Möglichkeiten nk.
(Ziehen mit Zurücklegen und mit Berücksichtigung der Reihenfolge)

4. Werden aus einer Urne mit n Kugeln nacheinander k Kugeln ohne Zurücklegen und mit
Berücksichtigung der Reihenfolge gezogen, so ist die Anzahl der Möglichkeiten
n!
 n  k !
Spezialfall: Werden aus einer Urne mit n Kugeln nacheinander n Kugeln ohne Zurücklegen
und mit Berücksichtigung der Reihenfolge gezogen, so ist die Anzahl der Möglichkeiten n!.

5. Werden aus einer Urne mit n Kugeln k Kugeln ohne Zurücklegen und ohne
Berücksichtigung der Reihenfolge (mit einem Griff) gezogen, so ist die Anzahl der
Möglichkeiten.

n! n
 
 n  k ! k !  k 
Beispiel: „6 aus 49“ Lotto

 49  49! 49!
  
 6   49  6 ! 6!  43! 6!

Die Wahrscheinlichkeit beim Lotto die 6 Richtigen zu haben, beträgt 1:13983816!

Ich hoffe ich habe Ihnen einen ersten kleinen, verständlichen Überblick über die
Wahrscheinlichkeitsrechnung geben können. Der zweite Teil wird sich um die Bernoulli-
Experimente drehen.

© klassenarbeiten.de [Autor: Florian Modler]

9
Wahrscheinlichkeitsrechnung für Anfänger
Teil II
Von Florian Modler

Dies ist nun der zweite Teil meiner Serie „Wahrscheinlichkeitsrechnung für Anfänger“.
Dieser Artikel wird etwas kürzer ausfallen als der erste, weil ich mich in diesem Artikel nur
auf Bernoulli-Experimente und auf die Binomialverteilung beschränken möchte.

1 Wer war Bernoulli?


Jakob Bernoulli wurde am 27.12.1654 in Basel geboren und starb an 16.08.1705 ebenfalls in
Basel.
Bernoulli studierte Theologie und heimlich(!) Mathematik. Nach einer ausgedehnten
Studienreise las er in Basel Experimentalphysik, seit 1687 Mathematik,
Seine „Ars conjectandi“ enthält die Grundlage der
Wahrscheinlichkeitsrechnung, die Bernoullischen Zahlen
und das Gesetz der großen Zahlen.
Sein Briefwechsel mit Leibniz enthält Gedanken der Fehlertheorie.
Als einer der ersten begriff er den Leibnizchen Calculus und baute ihn aus.
Weiterhin arbeitete er über Differentialgeometrie, über das
isoperimetrische Problem und über Reihenlehre.

2 Bernoulli-Experimente
Im ersten Artikel meiner Serie „Wahrscheinlichkeitsrechnung für Anfänger“ haben Sie einige
Zufallsexperimente kennen gelernt. Wie jede Sache in der Mathematik, haben auch einige
dieser Zufallsexperimente Namen. Und zwar nennt man Zufallsexperimente mit genau zwei
Ergebnissen (Zum Beispiel: Treffer und Niete) Bernoulli-Experimente.

Ich möchte ihr vorhandenes Wissen aus dem ersten Artikel noch einmal etwas auffrischen und
einige Beispiele für Bernoulli-Experimente anführen:

1. Münzwurf: Wappen=Treffer, Zahl=Niete


2. Ziehen aus einer Urne mit weißen und schwarzen Kugeln: Weiße Kugeln=Treffer,
schwarze Kugeln=Niete.
3. Man steht in einer fremden Stadt ratlos an einer Straßenecke und fragt einen zufälligen
Passanten nach dem weg: er weiß den Weg=Treffer, er weiß den weg nicht=Niete.
In einem Würfelspiel haben die beiden Elementarereignisse die Wahrscheinlichkeiten:
1 5
P ({Treffer}) = p = , P ({Niete}) = q = 1 − p =
6 6
Wird das Zufallsexperiment erneut durchgeführt, so ist bei jeder Durchführung die
1 5
Trefferwahrscheinlichkeit p = und die Nietenwahrscheinlichkeit wiederum q = . Man
6 6
sagt, die Ergebnisse sind unabhängig voneinander.

© klassenarbeiten.de [Autor: Florian Modler]

1
Auch hier stellen wir wieder Definition aus wie in dem ersten Artikel:

Ein Zufallsexperiment mit genau zwei Ergebnissen (Treffer und Niete), das n-mal
durchgeführt wird, wobei die einzelnen Versuchsdurchführungen unabhängig voneinander
sind, heißt n-stufiges Bernoulli-Experiment.

3 Binomialverteilung
Wird nun ein Bernoulli-Experiment mehrfach, z.B. 12-mal, wiederholt und ändert sich die
Wahrscheinlichkeit für „Erfolg“ und „Misserfolg“ nicht, so spricht man von einer Bernoulli-
Kette. Bei einer Bernoulli-Kette interessiert man sich dafür, mit welcher Wahrscheinlichkeit
z.B. 7-mal „Erfolg“ beobachtet werden kann.

Sind „Erfolg“ und „Misserfolg“ gleich wahrscheinlich (Münzwurf), so gibt es für 12 Würfe
insgesamt 212 mögliche Ergebnisse. Zum Beispiel bedeutet 7-mal Zahl: Unter den 12
Ergebnissen befindet sich genau 7-mal das Einzelergebnis „Zahl“. Dies ist auf so viele Arten
⎛ 12 ⎞
möglich, wie man 7 Objekte aus 12 Objekten auswählen kann, also ⎜ ⎟ -mal. Damit ist die
⎝7 ⎠
⎛12 ⎞
⎜ ⎟
Wahrscheinlichkeit für 7-mal Zahl ⎝ 12 ⎠ .
7
2
Sind aber bei einem Bernoulli-Experiment die beiden Einzelergebnisse nicht gleich
⎛ 12 ⎞
wahrscheinlich, so hat er dazu passende Baum ebenfalls ⎜ ⎟ Wege, die „7-mal Erfolg“
⎝7 ⎠
führen. Stellen wir uns ein Glücksrad vor, bei dem 25% der Fläche „Erfolg“ und 75% der
Fläche „Misserfolg“ annehmen, vor:
1 3
Jeder dieser Wege hat dabei die Wahrscheinlichkeit ( )7 • ( )5 . Die Wahrscheinlichkeit für
4 4
⎛12 ⎞ 1 3
„7-mal Erfolg“ beträgt damit insgesamt ⎜ ⎟ • ( )7 • ( )5 .
⎝7 ⎠ 4 4

Es sei X eine Zufallsgröße, die jedem Ergebnis eines n-stufigen Bernoulli-Experiments die
zugehörige Trefferzahl k zuordnet. Wenn p die Wahrscheinlichkeit für einen Treffer in jeder
Stufe des Bernoulli-Experiments ist, dann gilt für die Wahrscheinlichkeiten der Ereignisse
X=k.

⎛n⎞
P ( X = k ) = ⎜ ⎟ • p k • p1− k
⎝k ⎠

Die Wahrscheinlichkeitsverteilung einer solchen Zufallsgröße heißt Binomialverteilung.

n! ⎛ n ⎞ n(n − 1) • ... • (n − k + 1)
Der Term =⎜ ⎟= heißt Binomialkoeffizient.
( n − k )!• k ! ⎝ k ⎠ 1 • 2 • ... • k

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Anwendungsgebiet:
2
Ein schönes Beispiel für eine Binomialverteilung mit p=0,5 liefert das Galton-Brett.

Auf einem Brett sind Stifte in regelmäßigen Reihen angebracht. Eine Kugel, die dieses Brett
herunterrollt, trifft in jeder Reihe auf einen Stift, wird mit gleicher Wahrscheinlichkeit nach
links oder nach rechts angelenkt und gelangt unten in einen der Auffangbehälter. Der Lauf der
Kugel über das Brett ist, wenn das Brett n reihen abgelenkter Stifte enthält, ein n-stufiges
Bernoulli-Experiment. Wird dieses Experiment mit vielen Kugeln durchgeführt, so sammeln
sich die Kugeln in n+1 Auffangbehältern und stellen die Häufigkeiten in der Art eines
Staffelbildes anschaulich dar. Im Idealfall entspricht dieses Bild der Binomialverteilung für
das jeweilige n und p=0,5.

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3
4 Zusammenfassung Teil II
1. Ein Zufallsexperiment mit genau zwei Ergebnissen (Treffer und Niete), das n-mal
durchgeführt wird, wobei die einzelnen Versuchsdurchführungen unabhängig voneinander
sind, heißt n-stufiges Bernoulli-Experiment.

2. Es sei X eine Zufallsgröße, die jedem Ergebnis eines n-stufigen Bernoulli-Experiments die
zugehörige Trefferzahl k zuordnet. Wenn p die Wahrscheinlichkeit für einen Treffer in jeder
Stufe des Bernoulli-Experiments ist, dann gilt für die Wahrscheinlichkeiten der Ereignisse
X=k.

⎛n⎞
P ( X = k ) = ⎜ ⎟ • p k • p1− k
⎝k ⎠

Die Wahrscheinlichkeitsverteilung einer solchen Zufallsgröße heißt Binomialverteilung.

n! ⎛ n ⎞ n(n − 1) • ... • (n − k + 1)
Der Term =⎜ ⎟= heißt Binomialkoeffizient.
( n − k )!• k ! ⎝ k ⎠ 1 • 2 • ... • k

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4
Wahrscheinlichkeitsrechnung für Anfänger
Teil III
Von Florian Modler

Dies wird der letzte geplante Artikel in der Serie „Wahrscheinlichkeitsrechnung für
Anfänger“ sein. Es ist aber nicht auszuschließen, dass weitere Artikel in diesem „einfachen
Stil“ folgen werden. Es ist aber eher unwahrscheinlich.

In dem dritten und (letzten) Artikel möchte ich Ihnen noch einmal einen kompletten
Überblick bzw. eine Zusammenfassung über die vorangegangenen Artikel geben. Somit
haben Sie ihr Wissen in dem Bereich Wahrscheinlichkeitsrechnung auf einem Blick.

1 Wahrscheinlichkeitsrechnung im Überblick
1. Ein Zufallsexperiment, bei dem die Elementarereignisse gleich wahrscheinlich sind, heißt
Laplace-Experiment. Bei einem Laplace-Experiment ist die Wahrscheinlichkeit eines
Ereignisses A:

Anzahl der für A "günstigen" Ergebnisse


P( A) =
Anzahl der möglichen Ergebnisse

2. Wird aus n Urnen nacheinander je eine Kugel gezogen, so ist die Anzahl der Möglichkeiten
das Produkt aus den Anzahlen der Kugeln n den einzelnen Urnen.
(Produktregel)

3. Werden aus einer Urne mit n Kugeln nacheinander k Kugeln mit Zurücklegen und mit
Berücksichtigung der Reihenfolge gezogen, so ist die Anzahl der Möglichkeiten nk.
(Ziehen mit Zurücklegen und mit Berücksichtigung der Reihenfolge)

4. Werden aus einer Urne mit n Kugeln nacheinander k Kugeln ohne Zurücklegen und mit
Berücksichtigung der Reihenfolge gezogen, so ist die Anzahl der Möglichkeiten
n!
( n − k )!
Spezialfall: Werden aus einer Urne mit n Kugeln nacheinander n Kugeln ohne Zurücklegen
und mit Berücksichtigung der Reihenfolge gezogen, so ist die Anzahl der Möglichkeiten n!.

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1
5. Werden aus einer Urne mit n Kugeln k Kugeln ohne Zurücklegen und ohne
Berücksichtigung der Reihenfolge (mit einem Griff) gezogen, so ist die Anzahl der
Möglichkeiten.

n! ⎛n⎞
=⎜ ⎟
( n − k )!• k ! ⎝ k ⎠
Beispiel: „6 aus 49“ Lotto

⎛ 49 ⎞ 49! 49!
⎜ ⎟= =
⎝ 6 ⎠ ( 49 − 6 ) !• 6! ( 43) !• 6!

Die Wahrscheinlichkeit beim Lotto die 6 Richtigen zu haben, beträgt 1:13983816!

Ich hoffe ich habe Ihnen einen ersten kleinen, verständlichen Überblick über die
Wahrscheinlichkeitsrechnung geben können. Der zweite Teil wird sich um die Bernoulli-
Experimente drehen.

6. Ein Zufallsexperiment mit genau zwei Ergebnissen (Treffer und Niete), das n-mal
durchgeführt wird, wobei die einzelnen Versuchsdurchführungen unabhängig voneinander
sind, heißt n-stufiges Bernoulli-Experiment.

7. Es sei X eine Zufallsgröße, die jedem Ergebnis eines n-stufigen Bernoulli-Experiments die
zugehörige Trefferzahl k zuordnet. Wenn p die Wahrscheinlichkeit für einen Treffer in jeder
Stufe des Bernoulli-Experiments ist, dann gilt für die Wahrscheinlichkeiten der Ereignisse
X=k.

⎛n⎞
P ( X = k ) = ⎜ ⎟ • p k • p1− k
⎝k ⎠

Die Wahrscheinlichkeitsverteilung einer solchen Zufallsgröße heißt Binomialverteilung.

n! ⎛ n ⎞ n(n − 1) • ... • (n − k + 1)
Der Term =⎜ ⎟= heißt Binomialkoeffizient.
( n − k )!• k ! ⎝ k ⎠ 1 • 2 • ... • k

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2
2 Abschluss
So das war es erst mal. Ich hoffe, dass ich Ihnen einen einfachen und umfassenden Einblick in
den komplexen Bereich der Wahrscheinlichkeitsrechnung geben konnte.
Anzumerken bleibt noch, dass dies, das Sie bei mir gelernt haben, nur ein ganz kleiner Teil
der Wahrscheinlichkeitsrechnung bzw. der Stochastik ist.
In dem Bereich können Sie also noch auf weitere Artikel von mir hoffen. Dies wiederum ist
sehr wahrscheinlich. Allerdings werden weitere Artikel nicht mehr so „leicht verständlich“
sein, weil es einige weitere schwierige, aber nicht unmöglich zu verstehenden Bereiche der
Wahrscheinlichkeitsrechnung gibt. Aber dies wird eine sehr schöne Herausforderung für mich
sein, diese Zweige der Wahrscheinlichkeitsrechnung so verständlich und so einfach wie
möglich zu erklären.

© klassenarbeiten.de [Autor: Florian Modler]

3
Mathematik – Buch / 11. 1. – 4. Klasse / Zusammenfassung der 3. + 4. Klasse -1200-

In diesem Abschnitt möchte ich mich an unsere jüngsten Besucher richten und euch die
Grundstoffe und Grundinhalte der Klassen 1-4 erläutern und erklären. Hierbei gehe ich aber
speziell auf die Klassen 3 und 4 ein.

In jedem Abschnitt findet ihr zuerst Erklärungen und Erläuterrungen und danach Aufgaben
zum Selber üben.
Außerdem gibt es reichlich Klassenarbeiten zum Üben und Selber lösen.

3. Klasse

Längen / Einheiten
Folgende Einheiten solltet ihr können:
- Meter (m)
- Dezimeter (dm)
- Zentimeter (cm)
- Millimeter (mm)
- Kilometer (km)

Umrechnungen:

1 m=10 dm=100 cm=1000 mm


1 dm=10 cm=100 mm
1 cm=10 mm
1 km=1000 m

Umrechnungsfaktor 10. Bei Längeneinheiten müsst ihr, um von einer größeren Einheit in die
nächste kleinere Einheit zu gelangen, die Zahl vor der Einheit mit 10 multiplizieren und
umgekehrt durch 10 dividieren.

Zeit
Einheiten im Bereich „Zeit“:

- Minute
- Stunde
- Tag
- Woche
- Monat
- Jahr

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Mathematik – Buch / 11. 1. – 4. Klasse / Zusammenfassung der 3. + 4. Klasse -1201-

Einheiten umrechnen

1 Stunde (h)=60 min


1 Tag=24 Stunden
1 Woche=7 Tage
1 Monat=4 Wochen
1 Monat=30 Tage
1 Jahr=12 Monate
1 Jahr=52 Wochen
1 Jahr=365 (bei Schaltjahr 366) Tage

Geldwerte
Einheiten:

Euro €
Cent ct

Einheiten umrechnen:

1 Euro=100 Cent

Gewichte
Einheiten im Bereich „Gewichte“:

- Kilogramm (kg)
- Gramm (g)

Umrechnen:

1 kg=1000 g

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Mathematik – Buch / 11. 1. – 4. Klasse / Zusammenfassung der 3. + 4. Klasse -1202-

Text- und Sachaufgaben


Im Bereich „Text- und Sachaufgaben“ solltet ihr folgende Bereiche beherrschen und in dieser
Reihenfolge solltet ihr auch bei einer Textaufgabe vorgehen:
- Lesen
- Sachverhalt mündlich wiedergeben, damit ihr seht, ob ihr die Aufgabe verstanden habt,
wenn ihr noch Probleme habt, noch mal lesen.
- Strukturieren: Es ist immer sehr hilfreich, wenn man sich eine kleine Skizze in Bildern oder
auch in Worten anlegt, um den Überblick über die Aufgabe zu behalten und nicht zu
verlieren.
- Lösungsstrategie entwickeln, indem ihr zum Beispiele einen Rechenbaum oder anderes
aufstellt.
- Rechenoperation auswählen
- Rechenoperation durchführen
- und zum Schluss: Lösung überprüfen

Beispiele:

1. Nach Unterrichtsende stürmen gleichzeitig 376 Jungen und 532 Mädchen aus der Schule.
Nach einer Weile schleppen sich 38 Lehrerinnen und Lehrer aus dem Gebäude.

Frage: Wie viele Personen haben insgesamt die Schule verlassen?

Lösung:

376+532+38=946

946 Personen haben insgesamt die Schule verlassen.

2. Kevin hat 50 Cent. Er geht zu Phillip und besorgt sich 1,50 €. Danach geht er zu Max und
leiht sich 2,80 € und von Daniel holt er sich noch 4,40 €.

Frage: Wie viel Geld hat Kevin jetzt insgesamt?

Lösung:

0,50 €+1,50 €+2,80 €+4,40€=9,20 €

Kevin hat nun insgesamt 9,20 €.

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Mathematik – Buch / 11. 1. – 4. Klasse / Zusammenfassung der 3. + 4. Klasse -1203-

Figuren und Körper

Beim Quadrat sind alle Seiten gleich lang.


Beim Rechteck sind die gegenüberliegenden Seiten gleich lang.

Beim Würfel sind alle Seiten gleich lang.


Beim Quader haben nur die gegenüberliegenden Seiten die gleiche Länge.

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Mathematik – Buch / 11. 1. – 4. Klasse / Zusammenfassung der 3. + 4. Klasse -1204-

Würfelnetze
Aus welchen Würfelnetzen lassen sich keine Würfel herstellen?

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Mathematik – Buch / 11. 1. – 4. Klasse / Zusammenfassung der 3. + 4. Klasse -1205-

Andere geometrische Figuren

Quader Pyramide Kugel Zylinder Kegel Würfel

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Mathematik – Buch / 11. 1. – 4. Klasse / Zusammenfassung der 3. + 4. Klasse -1206-

4. Klasse
Längen / Einheiten
Folgende Einheiten solltet ihr können:
- Meter (m)
- Dezimeter (dm)
- Zentimeter (cm)
- Millimeter (mm)
- Kilometer (km)

Umrechnungen:

1 m=10 dm=100 cm=1000 mm


1 dm=10 cm=100 mm
1 cm=10 mm
1 km=1000 m

Umrechnungsfaktor 10. Bei Längeneinheiten müsst ihr, um von einer größeren Einheit in die
nächste kleinere Einheit zu gelangen, die Zahl vor der Einheit mit 10 multiplizieren und
umgekehrt durch 10 dividieren.

½ km=500 m
¼ km=250 m
¾ km=750 m
½ m=50 cm
¼ m=25 cm
¾ m=75 cm

Zeit
Einheiten im Bereich „Zeit“:

- Minute
- Stunde
- Tag
- Woche
- Monat
- Jahr

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Mathematik – Buch / 11. 1. – 4. Klasse / Zusammenfassung der 3. + 4. Klasse -1207-

Einheiten umrechnen

1 Stunde (h)=60 min


1 Tag=24 Stunden
1 Woche=7 Tage
1 Monat=4 Wochen
1 Monat=30 Tage
1 Jahr=12 Monate
1 Jahr=52 Wochen
1 Jahr=365 (bei Schaltjahr 366) Tage

Geldwerte
Einheiten:

Euro €
Cent ct

Einheiten umrechnen:

1 Euro=100 Cent

Gewichte
Einheiten im Bereich „Gewichte“:

- Tonne (t)
- Kilogramm (kg)
- Gramm (g)
- Milligramm (mg)

Umrechnen:

1 t=1000 kg
1 kg=1000 g
1 g=1000 mg

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Mathematik – Buch / 11. 1. – 4. Klasse / Zusammenfassung der 3. + 4. Klasse -1208-

Text- und Sachaufgaben


Im Bereich „Text- und Sachaufgaben“ solltet ihr folgende Bereiche beherrschen und in dieser
Reihenfolge solltet ihr auch bei einer Textaufgabe vorgehen:
- Lesen
- Sachverhalt mündlich wiedergeben, damit ihr seht, ob ihr die Aufgabe verstanden habt,
wenn ihr noch Probleme habt, noch mal lesen.
- Strukturieren: Es ist immer sehr hilfreich, wenn man sich eine kleine Skizze in Bildern oder
auch in Worten anlegt, um den Überblick über die Aufgabe zu behalten und nicht zu
verlieren.
- Lösungsstrategie entwickeln, indem ihr zum Beispiel einen Rechenbaum oder anderes
aufstellt.
- Rechenoperation auswählen
- Rechenoperation durchführen
- und zum Schluss: Lösung überprüfen

Beispiele:

1. Drei kleine Schweinchen sind bei ihrer Mutter ausgezogen und bauen sich nur kleine
Häuser. Das erste Schwein kauft beim Bauern 100 Ballen Stroh zu je 12 kg und bezahlt mit
einem Scheck über 500 €. Der Bauer verspricht das Stroh noch am selben Abend mit dem
Traktor zu bringen. Allerdings tut er nur 95 Ballen Stroh auf seinen Trecker und das
Schweinchen merkt das nicht, da es nie gut rechnen konnte.

Frage: Um wie viel kg Stroh bzw. um wie viel Geld wurde das Schweinchen betrogen?

Lösung:

5 * 12 kg=60 kg
Das Schweinchen wurde um 60 kg Stroh betrogen.

Um den Geldverlust zu berechnen, müssen wir erst einmal berechnen, wie teuer ein
Strohballen war. Da er 500 € bezahlt und 100 Strohballen gekauft hat, kosten ein Strohballen
500 €:100=5 €.
Ihm wurden aber 5 Strohballen zu wenig geliefert. Also wurde er um 5 * 5 €=25 € betrogen.

2. Kevin hat 50 Cent. Er geht zu Phillip und besorgt sich 1,50 €. Danach geht er zu Max und
leiht sich 2,80 € und von Daniel holt er sich noch 4,40 €.

Dann aber kommt Christoph und borgt sich von Kevin doppelt so viel Geld, wie der sich von
Phillip und Max geborgt hat.

Frage: Wie viel Geld hat Kevin jetzt noch?

3. Der Quotient aus 640 und 80 soll zur Summe von 9 und 80 hinzugefügt werden.
8+89=97.

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