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GT3000 Large

Hardware-Betriebsanleitung

Answer Drives S.r.l. - Partially owned by Ansaldo Sistemi Industriali -S.p.A.

answerdrives.com
GT3000 LARGE
Hardware-Betriebsanleitung

Code: IMGT30012DE
Revision: 0.2
SW-Version : 3L02.xxE1
Datum: Oktober-07

Siehe “HARDWARE UND SOFTWARE-BEDIENUNGSANLEITUNG”” IMGT30004IT” für die Programmierung des GT3000 LARGE.

Für Informationen und Kommentare stehen wir unter folgender Adresse zur Verfügung:
www.answerdrives.com
Answer Drives S.r.l. bedankt sich für den Kauf eines Produkts aus der Serie GT3000 und für Hinweise, die zur Verbesserung des Handbuchs dienen.
INHALTSVERZEICHNIS
Inhhalt ................................................................................................................................................................................... i
Einleitung…………………………………...................................................................................................................................... iv
Sicherheitsvorschriften ......................................................................................................................................................... v
Kapitel 1A: GT3000 LARGE Übersicht und Installationsdiagramm ......................................................................................... 1
1A.1 Übersicht..................................................................................................................................................1
1A.2 Anmerkungen zu den Steuermethoden ......................................................................................................1
1A.3 Allgemeine Daten .....................................................................................................................................2
1A.4 Installationsdiagramm...............................................................................................................................3
Kapitel 2A: Empfang und Lagerung................................................................................................................................... 5
2A.1 Empfang, Abladen, Auspacken und Untersuchung des Wechselrichters......................................................5
2A.2 Technische Daten.....................................................................................................................................6
2A.2.1 Lagerung und Umgebungsbedingungen......................................................................................6
2A.2.2. Kennkürzel ...............................................................................................................................7
2A.2.3 Normen ....................................................................................................................................7
2A.2.4 Elektrische Daten .....................................................................................................................9
2A.2.5 Kennschild .............................................................................................................................14
2A.6 Abmessungen und Gewichte...................................................................................................14
Kapitel 3A: Installation....................................................................................................................................................15
3A.1 Mechanische Installation ........................................................................................................................15
3A.2 Elektrische Installation ...........................................................................................................................29
3A.3 Leistungskabel, Kühlung, listungsicherungen und Hilfsspeisungen ...........................................................36
3A.4 Eingangsdrosseln....................................................................................................................................38
3A.5 Ausgangsdrosseln...................................................................................................................................38
3A.6 Steuerabschnitt .....................................................................................................................................39
3A.7 Encoder-Anschluss .................................................................................................................................44
3A.8 Installations-Checkliste ..............................................................................................................................47
Kapitel 4A: Instandhaltung..............................................................................................................................................49
4A.1 Sicherheitsmaßnahmen...........................................................................................................................49
4A.2. Vorbeugende Wartung ............................................................................................................................51
4A.3. Entsorgung.............................................................................................................................................51
4A.3. Download der Software..........................................................................................................................52
Kapitel 5A: Anwendungshinweise ..................................................................................................................................53
5A.1. Wahl des Motors ....................................................................................................................................53
5A.2 Anwendungen mit Sondermotoren ..........................................................................................................55
5A.3 Wahl des Wechselrichters.......................................................................................................................55
5A.4 Allgemeine Formeln.................................................................................................................................56
5A.5 Nützliche Umwandlungsfaktoren.............................................................................................................58
Kapitel 6A: Optionen .......................................................................................................................................................61
6A.1 Steuertafel .............................................................................................................................................61
6A.2 Erweiterungskarten ................................................................................................................................63
6A.3 Serielle Expansionskarte.........................................................................................................................63
6A.4 STO Expansionskarte .............................................................................................................................63
Kapitel 7A: Ersatzteile ......................................................................................................................................................67
ANHANG A.1 Klemmen und Schaltpläne .......................................................................................................................69
ANHANG A.2 EMV-Anleitungen......................................................................................................................................77
ANHANG A.3 Wassergekühlte Wechselrichter .............................................................................................................85
ANHANG A4 AFE-Steuerung...........................................................................................................................................95
ANHANG A5 Vorspannungsschaltkreis und Verbindungen zwischen SPDM und GT3000 LARGE .........................105

IMGT30012DE -i-
Inhaltsverzeichnis

Answer Drives S.r.l. haftet nicht für technische oder verlagstechnische Auslassungen des Handbuchs und auch nicht für
Schäden oder Unfälle, die aus der Nutzung der im vorliegenden Handbuch enthaltenen Information resultieren.

- ii - IMGT30012DE
VORWORT

Dieses Handbuch liefert detaillierte Informationen und Informationen zur Sicherheit bezogen auf die Installation und
Inbetriebnahme, den Gebrauch und die Instandhaltung der Wechselrichter der Serie GT3000-LARGE.
Das Handbuch wurde für Fachleute verfasst, die mit der Montage, der Inbetriebnahme und Instandhaltung der
Wechselrichter GT3000-LARGE betraut sind und benutzt drei verschiedene Arten von Sicherheit, die mit ihren Kennzeichen
markiert sind, um auf die Informationen aufmerksam zu machen, die besonders wichtig sind:

Weist auf eine falsche Tätigkeit hin, die zu Gefahrensituationen für die Bediener führen
ACHTUNG !
kann. Weist das Personal auch auf mögliche Gefahren hin, die während der
Instandhaltungsarbeiten auftreten können.

Gefährliche Spannung. Weist auf Hochspannungen mit Todesgefahr oder Stromschlag


für die Bediener hin.

Weist auf Situationen hin, die Personen gefährden und/oder die Geräte beschädigen
kann.

Weist auf ein Verfahren hin, das ausgeführt oder vermieden werden sollte, um die
VORSICHT! Installation, Reparatur oder das Auswechseln vorzunehmen, ohne den Wechselrichter zu
beschädigen.

Weist auf Tätigkeiten hin, bei denen elektrostatische Entladungen vermieden werden
sollten.

☞ Allgemeines HINWEIS-Zeichen

HINWEIS Wird benutzt, um eine Anleitung, eine Reparatur oder anders zu erläutern.

Allgemeines Zeichen für eine ANMERKUNG


!
STRUKTURIERUNG DER UNTERLAGEN
Die Unterlagen des GT3000-LARGE umfassen die folgenden Handbücher:

GT3000-LARGE HARDWARE-HANDBUCH: IMGT30012DE


GT3000- HARDWARE- UND SOFTWARE-HANDBUCH: IMGT30004EN
GT3000-KOMMUNIKATIONSHANDBUCH : IMGT30005EN
GT3000-AFE HARDWARE- UND SOFTWARE-HANDBUCH: IMGT30007EN
GT3000-LARGE UNABHÄNGIGE BREMSEINHEIT: IMGT30015EN/IT

ACHTUNG ! Sicherstellen, dass das vorliegende HANDBUCH vollständig gelesen und verstanden wurde,
bevor mit Arbeiten am GT3000-LARGE begonnen wird.

IMGT30012DE - iii -
Sicherheitsvorschriften

SICHERHEITSVORSCHRIFTEN
Dieser Abschnitt enthält Informationen bzgl. der notwendigen und nützlichen Sicherheitsvorschriften für diejenigen, die
mit dem GT3000-LARGE arbeiten. Es handelt sich um allgemeine Informationen, die sich auf die Risiken für Bediener und
Instandhaltungspersonal beziehen, im Hinblick auf die Funktion und die Wartung des Wechselrichters. Die Missachtung
dieser Vorschriften kann die Unversehrtheit der Personen beeinträchtigen, mit Todesgefahr oder Beschädigung des
Wechselrichters, des Motors oder der Betriebsmaschine.
Vor dem Einsatz der Einheit die Sicherheitsanleitungen lesen.
♠Alle Arbeiten der elektrischen Wartung und der Installation auf dem GT3000-LARGE
müssen von qualifizierten Technikern ausgeführt werden.

ACHTUNG! ♠Alle Standardverfahren der elektrischen Sicherheit müssen eingehalten werden:


-Nichts im Inneren des Wechselrichters berühren, ohne zuvor sichergestellt zu habe,
dass keine hohen Temperaturen und/oder Spannungen vorliegen.
-Immer isolierte Arbeitsschuhe oder Schuhe aus Gummi sowie Schutzbrille tragen.
-Niemals alleine arbeiten.
-Niemals an das System geerdete Messgeräte oder Oszilloskope anschließen.
-Niemals die Schutzschirmungen entfernen.
-Immer Vorsicht walten lassen, wenn die Bauteile gehandhabt oder Messungen im
Schrankinneren vorgenommen werden.
• GEFAHR!
-Der GT3000-LARGE und alle anderen angeschlossenen Vorrichtungen müssen angemessen geerdet sein.
-Die Spannungen an den Ausgangsklemmen des GT3000-LARGE sind gefährlich, sowohl wenn der
Wechselrichter aktiviert ist als auch wenn er nicht in Funktion ist. Immer daran denken, dass der Motor
sich jederzeit drehen kann, sobald die Speisung angeschlossen und die Batterie der Kondensatoren geladen
wird.
-Wenn der Wechselrichter im Schaltschrank installiert ist, darf dieser nie mit offenen Schranktüren
betrieben werden.
• GEFAHR! BRANDRISIKO; SCHWERER SCHADEN!
-Der Wandler hat keine internen Schmelzsicherungen, deshalb angemessene Sicherungen sofort
stromaufwärts des Wechselrichters vorsehen (siehe Kapitel 3A für Kaliber und Typ). Keine anderen als die
genannten Schmelzsicherungen benutzen. Falsche Sicherungen können Brand, schwere
Personenverletzungen und Schäden an der Ausrüstung und/oder an in der Nähe angeschlossenen Teilen
verursachen. Einige Einheiten benötigen Zusatzsicherungen für die getrennten Linien der Lüfter und der
Hilfsschaltkreise.
-Keine Leistung an den Wechselrichter anlegen, wenn der Verdacht besteht, dass im Inneren des
Behältnisses oder der Bauteile Feuchtigkeit, Staub oder basische/korrodierende chemische Substanzen
eingedrungen sind.
-Müssen Isolierungstests auf dem Motor und den Kabeln ausgeführt werden, immer erst die Kabel vom
Wechselrichter abtrennen. Auf den Bauteilen des GT3000-LARGE dürfen keine Tests mit hohem Potential
ausgeführt werden.
• GEFAHR! BRANDRISIKO; SCHWERER SCHADEN ODER VERLETZUNGEN!
-GT3000-LARGE sind offene Vorrichtungen und müssen streng laut Anweisungen im vorliegenden
HANDBUCH und in Übereinstimmung mit den vorliegenden Vorschriften und Regeln installiert werden.
-Niemals entzündliches Material im, über oder in der Nähe des Wechselrichters lagern.
• ES IST STRENGSTENS VERBOTEN
-Den Wechselrichter mit einer Spannung zu betreiben, die 6% über dem Nennwert


liegt.
VORSICHT!
-Leistung an die Ausgangsklemmen des GT3000-LARGE anzulegen.
-Den GT3000-LARGE parallel oder direkt an die Ausgangsklemmen anzuschließen
-Die Kapazitivlasten an den Ausgangsklemmen des GT3000-LARGE anzuschließen
-Den Eingang des Wechselrichters an den Ausgang anzuschließen (Bypass)
-Die Isolierungsabstände zu verändern oder die Materialien und Abdeckungen der
Isolierung zu entfernen.

-iv- IMGT30012DE
Sicherheitsvorschriften

-Wird der Wechselrichter nicht innerhalb von 2 Jahren gespeist, kann es


erforderlich sein, die elektrolytischen Kondensatoren neu zu formatieren. Dies
erfolgt durch mindestens 2-stündige Speisung des nicht aktivierten GT3000-
LARGE (Drive Enable offen) bei laufendem Motor.

GEFAHR! TODESGEFAHR ODER STROMSCHLAG!

DANGER Vor Beginn der Instandhaltung der Einheit sind die folgenden
Sicherheitshinweise streng zu befolgen:
-Das Verfahren zur Sperre/Ausschluss der Stromzufuhr ausführen und den
Hauptschalter des Schaltschranks öffnen.
-Sicherstellen, dass alle Speiseleitungen, die zum GT3000-LARGE führen
(Haupt- und Hilfsspeisungen) vor dem Beginn der Wechselrichterwartung
abgetrennt sind.

-Mindestens zehn (10) Minuten nach dem Abtrennen der Speisung warten, bevor mit der Instandhaltung der Einheit
begonnen wird. Vor dem Zugriff auf die Motorklemmen sicherstellen, dass die Kondensatoren des Gleichstrom-Bus
entladen sind: Mit einem für 1000 V Gleichstrom oder höher geeichten Multimeter kontrollieren, dass die
Gleichstromspannung unter 40V liegt. Siehe das Sicherheitsschild auf allen Wechselrichtern.
-An den Ausgangsklemmen des Brems-Schalters liegen gefährliche Gleichstromspannungen an (über 500V)
-Der GT3000-LARGE wird mit vielen automatischen Reset- und Neustartfunktionen geliefert, die die Einheit
automatisch neu starten können. Diese Funktionen nicht aktivieren, wenn es zu Gefahrensituationen kommen kann.
-Der GT3000-LARGE bietet eine Steuerung mit regelbarer Frequenz. Die Motoren und Lasten müssen in der Lage sein,
innerhalb des vom Wechselrichters gelieferten Drehzahl- und Leistungsbereichs zu arbeiten.
-Die Nennspannung und den Nennstrom von Motor und Wechselrichter abstimmen. Die Nennspannung des Motors
muss um 1/2 höher sein als die Eingangsspannung und der Nennstrom des Motors muss um 1/3 höher sein als der
Ausgangsstrom des GT3000-LARGE.
-Der GT3000-LARGE erzeugt unabhängig von der Ausgangsfrequenz eine Ausgangsspannung in Impulsen mit einem
Spitzenwert von circa 1.4 Mal der Eingangs-Wechselstromspannung und das mit sehr kurzen Anstiegszeiten. Die
Spannung dieser Impulse kann sich auf der Grundlage der Kabeleigenschaften an en Motorklemmen fast
verdoppeln: Sicherstellen, dass die Ausgangskabel und die Isolierung des Motors für solche Zusatzbelastung
ausgelegt sind.
-Darauf achten, bei der Bewegung keine Teile des GT3000-LARGE zu beschädigen.
-Den Wechselrichter vor Witterungseinflüssen und externen Bedingungen (Temperatur, Feuchtigkeit, Vibration,
Kollision usw.) schützen. Bei vorübergehender Lagerung des Wechselrichters im Freien sind besondere
Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen (siehe Kapitel 2A.2).

Der GT3000-LARGE enthält Bauteile, die empfindlich auf elektrostatische Ladung


ACHTUNG
reagieren. Diese Bauteile können bei unsachgemäßer Handhabung beschädigt werden. Bei
der Instandhaltung oder dem Auswechseln dieser Elektronikkarten sind die folgenden
Hinweise zu beachten:
Ein Wartungs-Bausatz für elektrostatische Ladungen verwenden. Angemessene
Maßnahmen vor elektrostatischen Entladungen (ESD) treffen:
Richtig geerdete statische Armbänder tragen.
Die Karten bei Handhabung an den Kanten halten.
Die Karten dürfen keine besonders isolierenden Materialien berühren wie Plastikfolien,
Isolierflächen, synthetischen Stoffteilen.
Die Karten nur auf leitenden Flächen ablegen.
Vor der Versendung müssen die Karten in leitende Folie eingepackt werden.

IMGT30012DE -v -
Sicherheitsvorschriften

GARANTIE UND HAFTUNGEINSCHRÄNKUNG


• GARANTIE
Für die Garantiebedingungen siehe das Formular “ALLGEMEINE GARANTIEBEDINGUNGEN” in der Anlage zur
Auftragsbestätigung:
• HAFTUNGSEINSCHRÄNKUNG
Answer Drives S.r.l. haftet weder für Mängel bei den technischen Informationen oder Fehler im vorliegenden
Handbuch noch für zufällige Schäden oder Schäden, die aus der Nutzung der Informationen in diesem Handbuch
resultieren.

-vi- IMGT30012DE
1 GT3000 LARGE ÜBERSICHT UND INSTALLATIONSDIAGRAMM
1A.1 ÜBERSICHT
Die GT300 LARGE erweitern den Ausgangsstrom der Baureihe GT3000 bis zu 6000A. Sie sind für Gleich- oder Wechselstromspeisung
vorgesehen. Die Wechselrichter sind kompakt, zuverlässig und sind vielseitig einsetzbar.
Die GT3000 LARGE sind lieferbar: mit forcierter Lüfterkühlung oder wassergekühlt.
mit Stromnetzreaktion zu 6 Impulsen (K), 12 Impulsen (P), 18 Impulsen (R) oder mit AFE-Steuerung.

Sinuskurvenvergleich eines typischen Umformers zu 160 KW PWM mit 6, 12 und 18 Impulsen und eines GT3000 mit Active Front End,
Betrieb im Netz mit 220KVA bei einer Kurzschlussimpedanz von 5,75%.
Klirrfaktor insgesamt Reaktion mit 6 Impulsen Reaktion mit 12 Impulsen Reaktion mit 18 Impulsen ACTIVE FRONT END
(STROM) 30,1% 6,5% 2,5% 1%
(SPANNUNG) 8,1% 5,2% 2,9% 2,2%

1A.2 ANMERKUNGEN ZU DEN STEUERMETHODEN

SKALARE Steuerung (V/F) Steuerung SENSORLESS (ohne Encoder) VEKTOR-Steuerung (FOC) (mit Encoder)
Spannungs-Frequenz-Einstellung Unabhängige Drehmoment- und Flusssteuerung Unabhängige Drehmoment- und Flusssteuerung
mit konstantem oder variablem (= Gleichstrommotoren) (=Gleichstrommotoren)
Verhältnis
Spannungsbooster Gute statische und dynamische Leistungen Hervorragende statische und dynamische
Leistungen
Steuerung mit offenem Steuerung mit geschlossenem Regelkreis Steuerung mit geschlossenem Regelkreis
Regelkreis (simuliert)
Bereich Drehzahleinstellung: 1:15 Bereich Drehzahleinstellung: 1:50 Bereich Drehzahleinstellung: 1:1.000
Drehzahlauflösung: 0,1Hz Drehzahlauflösung: 1:1.000 Drehzahlauflösung: 1:5.000
Schlupfausgleich Typishe Stat. Drehzahlgenauigkeit: 0.2 x fscorrim. Typishe Stat. Drehzahlgenauigkeit: 0.01 %
(Drehzahlregelbereich 5 ÷100%: < 0.2 %)
(Drehzahlregelbereich unter 5%: ≈ 1 %)
Steuerung des Ausgangsstroms Drehmomentsteuerung Drehmomentsteuerung auch bei Drehzahl Null
Antwort auf Drehmomentsteuerung: < 5 ms Antwort auf Drehmomentsteuerung: < 5 ms
Typische Anwendungen
Lüfter, Zentrifugalpumpen, Strangpressen, Pressen, Verdrängerpumpen Hebeanlagen, Scheren, koordinierte Antriebe
Förderer, Transportbänder und
Verpackungsmaschinen

IMGT30012DE 1
Übersicht GT3000-Large

1A.3 ALLGEMEINE DATEN


NORMEN STEUERANSCHLÜSSE
IEC 146.2 2 analoge Differentialeingänge (12Bit), konfigurierbar:
EN61800-3 (EMC), 0-10V, 0-±10V, 0/4-20mA
EN 50178 (Niederspannung) 2 Ausgänge: +10V, -10, 5mA (kurzschlußgeschützt)
2 Analogausgänge: (10Bit): 0 -10V Isoliert, eichbar und konfigurierbar
UMGEBUNGSBEDINGUNGEN 2 Analogausgänge (10Bit): (Strom, Motorspannung,
Betriebstemperatur: 0-40°C (Deklassierung von 0 -10V/ 0(4)-20mA Frequenz/Drehzahl, Leistung usw.)
1% pro °C, 55°C max.) Relais-Ausgang (NO-NC) :DRIVE OK RL1
Lagertemperatur: -20 bis +70°C 8 optoisolierte Digitaleingänge (24Vdc), (6 programmierbar)
Relative Luftfeuchtigkeit: 95% (nicht kondensierend) 2 als programmierbare Logikein-/ausgänge konfigurierbare Klemmen
1 Relais-Ausgang (NO+NC)
Höhe über NN: Programmierbar: Betrieb, Mindestfrequenz,
1000m. (Deklassierung von 1% RL2
erreichte Frequenz, Drehmomentschwelle,
pro 100m, max. 3000m) 1 Relais-Ausgang (NA), RL3
Bremsenverwaltung usw.,
Schutzgrad: IP20
Kühlung: Luft, mit integriertem Lüfter Encoder-Schnittstelle mit zwei Zusatzkanälen + Null-Impuls
Wasser/Wasser, Wasser/Luft Serieller Ausgang RS232 half duplex
ANSCHLUSS AN DAS STROMNETZ STANDARDFUNKTIONEN
Graduelle Steuerung (V/Hz), sensorless, Vektorsteuerung (FOC) im
Drehstromspannung:
K=525-690V -10%+15% 6p geschlossenen Regelkreis,
P/R =525-690V -10%+15% 12/18p Über Parameter wählbar
BUS D.C.: J=710-930Vcc ±10% 4 Paar lineare und umschaltbare Rampen mit “S”-Kurve
Leistungsfaktor: Total 0.93 - 0.96 Selbstanpassende Beschleunigung/Abbremsen
Bezogen auf Impulsboden >0,98 (mit Leitungsdrossel) Min. und max. Frequenzgrenze
Leistungsfaktor: >0,98 (50Hz- Nennlast) 4 voreingestellte Geschwindigkeiten und 2 Tippbetrieb-Geschwindigkeiten
ANSCHLUSS AN DEN MOTOR Dreidrahtige Steuerung
Drehstromspannung: von 0 bis Netzspannung Schlupfausgleich (V/Hz)
Ausgangsfrequenz: 0,1-200Hz Eichbare Ausgangsspannung V/Hz)
Umschaltfrequenz: 1,5KHz (Luft)- 2 KHz (Wasser) Motorankupplung in beide Drehrichtungen
Frequenzauflösung (V/Hz): 0,1Hz Auto-Reset
Frequenzgenauigkeit (V/Hz): 0,1% (Analogsteuerung) Neustart nach Black-out
0,01% (Digitalsteuerung) Gleichstrombremsen.
Drehzahlauflösung: 1:5000 (FOC) Spannungsbooster (Drehmoment)
Statische Drehzahlgenauigkeit: 0,01% (FOC) Motorisiertes Potentiometer
Antwortzeit Drehmoment- 5ms (FOC) PID-Regler
Regler: Energy saver
Überlast: Kl.1: 110%x60s alle 10 min Tracelog (zyklischer Speicher mit den Daten für 10 Größen)
Kl.2: 150%x60s alle 10 min Fault/Alarm Log (Verzeichnis der letzten 30 Schutzeingriffe/Alarme, in Echtzeit)
Anwendungs-Makros (helper, Pope, Nachgiebigkeit usw.)
SCHUTZVORRICHTUNGEN –ALARME OPTIONEN UND ZUBEHÖR
Defekte CPU-Fehler Eingangs- und Aussgangsdrosseln
Überstrom RFI-Filter (integrierbar bei SVGT03P-121)
Über-/Unterspannung Sinuskurvenfilter/ Filter dv/dt
Übertemperatur Wechselrichter und Motor Bremsschalter und Bremswiderstände
Motorüberlast und Abkippen Gleichrichter für BUS D.C.
Verlust Ausgangsphasen Wechselrichter mit AFE-Steuerung oder Umformer SPDMR für Versorgung
Ausfall des Referenzsignals (4-20mA) BUS D.C. und Rückgewinnung im Netz
Kurzschluß zwischen den Phasen zur Erde (im Ausgang) Wandler 0-10V / (0)4-20mA optoisoliert (2 Kanäle).
Verlust Eingangsphase Digitale Erweiterungskarte (max. 2 Karten)
Serieller Ausfall Serielle Schnittstellenkarte: Profibus-DP, Device Net, Modbus RTU usw.
Mindestlast Basis-Steuertafel mit LED, fortgeschrittene Steuertafel mit grafischer Anzeige
Bausatz zur Fernmontage der Steuertafel (2m)

2 IMGT30012DE
GT3000-Large Installationsdiagramm

1A.4 INSTALLATIONSDIAGRAMM

TÄTIGKEIT INFORMATIONEN

AUSPACKEN; KONTRLLIEREN; DASS DIE LIEFERUNG MIT DR


BESTELLUNG ÜBEREINSTIMMT. Kapitel 2A, Absatz 2A.1

AUFSTELLUNG VORBEREITEN.
UMGEBUNGSBEDINGUNGEN PRÜFEN, Kapitel 2A, Absatz 2A.2
DATEN AUF KENNSCHILD KONTROLLIEREN, Kapitel 2A, Absatz 2A.3
BAUTEILE DER KÜHLUNG KONTROLLIEREN, Kapitel 3A, Absatz 3A.1.2
KABEL PRÜFEN, Kapitel 3A, Absatz 3A.2.2.1
KOMPATIBILITÄT DES MOTORS PRÜFEN, Kapitel 2Aa, Absatz 2A.4,
ANDERE TECHNISCHE DATEN KONTROLLIEREN, Motordaten
KABEL BEMESSEN; SICHERUNGEN SOWIE ANDERE Kapitel 2A, Absätze 3A.1.3 und 3A.2.2.1
LEISTUNGSBAUTEILE

WENN DER DRIVE AN EIN UNGEERDETES SYSTEM ANGESCHLOSSEN


WIRD
KONTROLLIEREN; DASS KEIN RFI-FILTER VORHANDEN IST

GT3000 IM SCHRANK EINBAUEN Kapitel 3°

KABELVERLEGUNG PRÜFEN (LEISTUNGS- UND STEUERKABEL) Kapitel 3A, Absatz 3A.2.3.5

ERDUNG KONTROLLIEREN Kapitel 3A, Absatz 3A.2.3.5

ISOLIERUNG DES MOTORS UND DES ENTSPRECHENDEN KABELS


KONTROLLIEREN

MONTAGE PRÜFEN

DEN ANTRIEB IN FUNKTION SETZEN GT3000 HARDWARE- UND SOFTWARE-HANDBUCH


Sez.B: Programmierung von GT3000

IMGT30012DE 3
Übersicht GT3000-Large

4 IMGT30012DE
2A. EMPFANG UND LAGERUNG

2A.1 EMPFANG; ABLADEN; AUSPACKEN UND KONTROLLE DES GT3000


Alle Wechselrichter werden vor dem Verpacken und der Sendung ab Werk komplett untersucht und geprüft. Bei Empfang ist die Ware zu
kontrollieren, um Schäden festzustellen, die ggf. beim Transport aufgetreten sind. Sorgfältig die Materialliste abhaken, um sicherzustellen,
dass alle Bauteile inklusive der Unterlagen erhalten wurden. Sollten Teile beschädigt sein oder fehlen, muss der Käufer dies sofort dem
Spediteur mitteilen und das Werk benachrichtigen.
Nach allen Anfangskontrollen muss der Wechselrichter schnell in seine endgültige Position oder in ein geeignetes Lager1 gebracht werden.
Bei Transport oder Heben der Einheiten immer darauf achten, das System nicht zu verdrehen oder gegen dieses zu stoßen. Alle
Metallflächen vor Beschädigungen schützen.

Abb. 2A.1. Abladen und Transport des GT3000 LARGE

Die Einheiten müssen mit Gabelstaplern an ihren Aufstellungsort gebracht werden. Die Einheiten sind sorgfältig von der Palette abzuheben
und müssen dann mit einem Flurförderfahrzeug in ihre endgültige Position befördert werden.

ANM. Der Lüfter der GT3000 LARGE und die wahlfreie Esse werden getrennt vom Wechselrichter verschickt.

1
Der Wechselrichter wird auf einer Palette geliefert. Einen Gabelstapler mit passenden Gabeln benutzen.

IMGT30012DE 5
Elektrische Daten GT3000-Large

2A.2 TECHNISCHE DATEN


2A.2.1 Zulässige Lager- und Umgebungsbedingungen

Nach der anfänglichen Untersuchung ist der Wechselrichter an seinen endgültigen Aufstellungsort zu bringen oder in einen trockenen,
witterungsgeschützten Lagerraum mit kontrollierter Temperatur. Auch wenn jeder Wechselrichter angemessen vor Umwelt- und
Witterungseinflüssen geschützt ist, gibt es Situationen, die die Betriebsleistungen und die Standzeit verringern können. Der Wechselrichter
ist nicht wasserdicht und darf niemals im Freien aufbewahrt werden.
Nachstehend die nominalen Umgebungsbedingungen. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an den Hersteller.
ANM.: Sämtliche Schutzhüllen bis zur Aufstellung und Inbetriebnahme aufbewahren.
Tabelle 2A-2.1. Zulässige Umgebungsbedingungen
BETRIEB: Auf einer stabilen Unterlage und vor Witterungseinflüssen geschützt betreiben gemäß IEC 721-3-3.
Umgebungstemperatur Von -10 bis +40 °C. (von 32 bis 104 °F) – Wenn die Umgebungstemperatur über + 40°C (104 °F)
liegt, den nominalen Ausgangsstrom um 1% pro °C (max. 55°C – max. 131°F ) reduzieren.
Relative Luftfeuchtigkeit Von 5 bis 95% nicht kondensierend
Kontaminierungsstufen (Karten ohne Beschichtung) – chemische Gase: IEC 721-3-3, Klasse 3C2
Feststoffe: IEC 721-3-3, Klasse 3S2
Höhe Bis zu 1000 m (3300 ft) über NN. Über 1000 m (3300 ft) über NN wird der nominale Ausgangsstrom
um 1% für jede weitere 100 m (330 ft) verringert.
Max. Höhe 3000 m (9840 ft)
Vibrationen Max. 0.3mm / 0.012in. (von 2 bis 9 Hz), max. 1 m/s2 (von 9 bis 200 Hz) Sinuskurve (Klasse 3 M1)
Umweltanmerkungen • Nicht korrodierenden Gasen inkl. Schwefelwasserstoff aussetzen
• Keinen starken Magnetfeldern, radioaktiver Strahlung und hohen Funkfrequenzen durch
Kommunikationssender aussetzen
LAGERUNG: Gemäß IEC 721-3-1 in der Verpackung und geschützter Umgebung lagern.
Umgebungstemperatur Von -40°C bis +70°C (von -40°F bis +158°F)
Relative Luftfeuchtigkeit Von 5 bis 95%, nicht kondensierend und frostfrei (Klasse 1K3)
Luftdruck Von 70 bis 106 kPa
Max 1.5mm /0.06in. (von 2 bis 9 Hz), max. 5m/s2 / 16.4ft/s2 (von 9 bis 200 Hz) Sinuskurve (Klasse
1M3)
Stöße Max 100m/s2 ( 330ft/s2 ), 11ms ( 36fts ) (Klasse 1M3).
Kontaminationsstufen Lackierte Karten chemische Gase: IEC 721-3-3, Klasse 1C2
Feststoffe: IEC 721-3-3, Klasse 1S3
Umweltanmerkungen • Nicht korrodierenden Gasen inkl. Schwefelwasserstoff aussetzen
• Keinen starken Magnetfeldern, radioaktiver Strahlung und hohen Funkfrequenyen durch
Kommunikationssender aussetzen
TRANSPORT: Den Wechselrichter gemäß CEI 721.3.2 in seiner Verpackung transportieren.
Umgebungstemperatur Von -25 bis +70 °C. (von -13°F bis +158°F)
Relative Luftfeuchtigkeit Max. 95% bei 40 °C. – Max. 95% bei 104 °F.
Luftdruck Von 60 bis 106 kPa
Vibrationen Max. 3.5mm/0.14in. (von 2 bis 9 Hz), max. 10m/s2 /32.85ft/s2 (von 9 bis 200 Hz) Sinuskurve (Klasse
2M1).
Stöße max 100 m/s2 ( max 330ft/s2 ), 11 ms ( 36fts )
Freier Fall 250 mm, 0,82 ft (Gewicht unter 100 kg/ 220lb)
100 mm, 0,33 ft (Gewicht über 100 kg/ 220lb)

ANM.: Die GT3000 LARGE haben lackierte Steuerkarten.

6 IMGT30012DE
GT3000-Large Elektrische Daten

2A.2.2 KENNCODE

GT A 1 1K7 K E N N ..
1,2 3 4 5,6,7 8 9 10 11 12,13
Produktfamilie
Kühlung A = Luft
W = Wasser
Generation
Ungefähre Leistung in kVA (siehe Tabellen m. elektrischen Daten)
Eingangsspannung K = 525-690V 50/60Hz 6p
P = 525-690V 50/60Hz 12p
R = 525-690V 50/60Hz 18p
J = 710-930V D.C.
Steuerkarte E = Scada Plus
N =Nicht installiert
Dynamisches Bremsen N = Nicht installiert
B = Installiert
Anwendung N = Allgemein
A = AFE
Suffix 00= "J" IV Leistungszweig frei
(Verfügbar nur bei Ausführung in DC BUS)

Luftkühlung.
Der Lüfter muss extra bestellt werden. Er wird auf einer entsprechenden Auflage montiert und getrennt verschickt.
Als Option gibt es 4 Lüftungsbausätze und zwei Essen, je nach Anzahl der Leistungszweige und der Frequenz der Stromversorgung.
Typ Beschreibung Leistungszweige Spannung [V] Frequenz [Hz]
GTA1L3F40V50H 400 50
Bausatz für Luftkühlung. III
GTA1L3F46V60H 460 60
Mit Lüfter und
GTA1L4F40V50H Düse. 400 50
IV
GTA1L4F46V60H 460 60
GTA1CAM3 Esse zwischen Modul mit 3 Leistungszweigen und Lüfter
GTA1CAM4 Esse zwischen Modul mit 4 Leistungszweigen und Lüfter

Wasserkühlung

Das Kühlaggregat muss extra vorgesehen werden.

IMGT30012DE 7
Elektrische Daten GT3000-Large

2A.2.3 Normen
EN 60 146-1-1 Semiconductor converters - General requirements and line commutated converters.
Part 1-1: Specification of basic requirements.
EN 60 146-1-2 Semiconductor converters. General instructions and line commutated converters. Part 1-2: Application
guide.
EN 60 204-1 (1997) Safety of machinery. Electrical equipment of machines. Part 1:
General requirements. Provisions for compliance: The final assembler of the machine is responsible for
installing: an emergency-stop device and a supply disconnecting device
EN 60 204-1 Electrical equipment of industrial machines.
Amendment 1 Part 2: use of components and examples of drawings, diagrams, tables and instructions.
EN 60 529: 1991, Degrees of protection provided by enclosures (IP code)
IEC 60664-1 (1992)
EN 50 178 Electronic equipment for use in power installations.
EN 61 800-3 (1996) + EMC product standard including specific test methods. (EMC product standard)
Amendment A11 (2000)
EN 61 800-2 1998 Part 2: General requirements – Rating specifications for low voltage adjustable frequency a.c. power
drive system

CE-Markierung
Auf den GT3000_Large ist das CE-Kennzeichen angebracht um zu bescheinigen, dass das Produkt den
Anforderungen der europäischen Richtlinien zur Niederspannung (Richtlinie EWG/2006/95) und zur
elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) (Richtlinie EWG/89/336, ergänzt durch die Richtlinie EWG/93/68)
entspricht.
Die Gültigkeit des CE-Kennzeichens für die EMV unterliegt der Nutzung der GT3000 auf der Grundlage der
Empfehlungen in diesem Handbuch

2A.2.4 Elektrische Daten

2A.2.4.1 Strom-Deklassierung je nach Umschaltfrequenz

GT3000 LARGE Klasse 1 Klasse 2


1,5 kHz 2 kHz 1,5 kHz 2 kHz
LUFTKÜHLUNG
GTA1700KE 100% 100% 100% 100%
GTA11K1KE 100% 86% 100% 86%
GTA11K3JKE 100% 95% 100% 100%
GTA11K7KE 100% 87% 100% 87%
WASSERKÜHLUNG
GTW1850JE 100% 100%
GTW11K1JE 100% 100%
GTW11K6JE 100% 100%
GTW12K3JE 100% 100%

8 IMGT30012DE
GT3000-Large Elektrische Daten

Tabelle 2A.2.4.1. Elektrische Daten der Version in BUS DC


@710-930 Vdc DC BUS VERSION
AUSGANGS- IDC VERLUSTE LEISTUNGSZ
TYP EINHEIT MOTORLEISTUNG WEIG
STROM @ 690V @ 690V
Kl.1 Kl.2 Kl.1 Kl.2 Kl.1 Kl.2 Kl.1 Kl.2 Kl.1 Kl.2
A KW @ 690V HP @575V A KW NR.
LUFTKÜHLUNG
GTA1700JE 600 500 580 480 640 536 668 557 6,8 5,5 3 (*)
GTA11K1JE 900 700 870 675 960 750 1002 779 10,3 7,8 3 (*)

GTA11K3JE 1100 800 1060 770 1180 860 1225 891 11,7 8,3 3 (*)
GTA11K7JE 1440 1100 1390 1060 1540 1180 1603 1225 16,0 11,7 3(*)
GTA12K2JE 1800 1400 1740 1350 1930 1500 2004 1559 20,6 15,5 3 (*)

GTA12K6JE 2200 1600 2120 1550 2360 1700 2449 1781 23,5 16,5 3 (*)

GTA13K4JE 2880 2200 2780 2120 3080 2360 3206 2449 32,0 23,5 3 (*)
GTA13K9JE 3300 2400 3180 2310 3540 2580 3674 2672 35,2 24,7 3 (*)

GTA15K1JE 4350 3300 4200 3180 4660 3530 4843 3674 48,2 35,2 3 (*)

GTA16K8JE 5760 4400 5550 4240 6170 4700 6413 4899 64,2 46,9 3 (*)

WASSERKÜHLUNG
GTW1850JE 700 510 676 492 750 545 779 568 9,08 6,2 3 (*)
GTW11K1JE 900 650 869 627 960 700 1002 724 11,16 7,5 3 (*)
GTW11K6JE 1350 980 1300 950 1450 1050 1503 1091 16,87 11,5 3 (*)
GTW12K3JE 2000 1450 1930 1400 2140 1550 2227 1614 24,07 16,2 4
GTW13K2JE 2700 1960 2600 1900 2900 2100 2425 1761 33,74 22,8 3 (*)

GTW14K6JE 4000 2900 3860 2800 4280 3100 3593 2605 48,14 32,4 4

GTW16K9JE 6000 4350 5800 4200 6400 4650 5390 3908 72,21 48,56 4

Die Ausführung in BUS DC erfordert die externe Vorladung.


(*)Auch diese Typen haben in den folgenden Fällen vier Leistungszweige:
ANM. -bei wahlfreiem dynamischen Bremsen: Buchstabe “B” in der Position 10 des Kennkürzels.
-bei den wahlfreien Optionen, die mit folgenden Suffixen gekennzeichnet sind:
00= "J" IV Leistungszweig frei.

IMGT30012DE 9
Elektrische Daten GT3000-Large

Tabelle 2A.2.4.2. Elektrische Daten der Wechselstromausführung.


LUFTKÜHLUNG
Leistungs- IDC IL Verluste Wechsel-richter Verluste Eingangsbrücke
Typ EINHEIT Ausgangsstrom Motorleistung
zweige
@ 690V @ 690V @ 690V @ 690V
Kl.1 Kl.2 Kl.1 Kl.2 Kl.1 Kl.2 Kl.1 Kl.2 Kl.1 Kl.2 Kl.1 Kl.2 Kl.1 Kl.2
NR. NR.
A KW @ 690V HP @575V A A KW * KW
@525-690V AC - 6P 6 IMPULSE
GTA1700KE 4 600 500 580 480 640 536 668 557 581 484 6,78 5,48 1,97 1,64
GTA11K1KE 4 900 700 870 675 960 750 1002 779 872 678 10,31 7,75 2,90 2,25
GTA11K3KE 4 1100 800 1060 770 1180 860 1225 891 1065 775 11,72 8,24 3,06 2,23
GTA11K7KE 4 1440 1100 1390 1060 1540 1180 1603 1225 1395 1065 16,05 11,72 4,39 3,35
GTA12K2JE 3 1.800 1.400 1.740 1.350 1.944 1.508 2.004 1.559 1.744 1.356 2x10,31 2x7,75
SPDM2K2UK
GTA12K6JE 3 2.200 1.600 2.120 1.550 2.368 1.731 2.450 1.782 2.131 1.550 2x11,72 2x8,24
SPDM2K5UK

GTA13K4JE 3 2.880 2.200 2.780 2.120 3.105 2.368 3.207 2.450 2.790 2.131 2x16,05 2x11,72
SPDM3K6UK
GTA13K9JE 3 3.300 2.400 3.180 2.310 3.552 2.580 3.675 2.673 3.197 2.325 3x11,72 3x8,24
SPDM4K0UW

GTA15K1JE
SPDM2K5UK 3 4.350 3.300 4.200 3.180 4.692 3.552 4.844 3.675 4.214 3.197 3x16,05 3x11,72
RTT2K5UK
GTA16K8JE 3 5.760 4.400 5.550 4.240 6.200 4.736 6.414 4.900 5.580 4.263 4x16,05 4x11,72
SPDM3K6UK
RTT3K6UK

10 IMGT30012DE-oct.-07
GT3000-Large Elektrische Daten

Tabelle 2A.4.2.3. Elektrische Daten in Wechselstromausführung.


LUFTKÜHLUNG
Leistungs IDC IL Verluste Wechselrichter Verluste Eingangsbrücke
TYP EINHEIT Ausgangsstrom Motorleistung
-zweig @ 690V @ 690V @ 690V @ 690V
Kl.1 Kl.2 Kl.1 Kl.2 Kl.1 Kl.2 Kl.1 Kl.2 Kl.1 Kl.2 Kl.1 Kl.2 Kl.1 Kl.2
NR. NR.
A KW @ 690V HP @575V A A KW * KW
@525-690V AC - 12P 12 IMPULSE
GTA1700PEN 4 600 500 580 480 640 536 668 557 2x291 2x242 6,78 5,48 1,97 1,64
GTA11K1PEN 4 900 700 870 675 960 750 1002 779 2x436 2x339 10,31 7,75 2,90 2,25
GTA11K3PEN 4 1100 800 1060 770 1180 860 1225 891 2x533 2x387 11,72 8,24 3,06 2,23
GTA11K7PEN 4 1440 1100 1390 1060 1540 1180 1603 1225 2x697 2x532 16,05 11,72 4,39 3,35
GTA12K2PENN 4 1.800 1.400 1.740 1.350 1.944 1.508 2.004 1.559 2x872 2x678 2x10,31 2x7,75 2x2,90 2x2,25

GTA12K6PENN 4 2.200 1.600 2.120 1.550 2.368 1.731 2.450 1.782 2x1066 2x774 2x11,72 2x8,24 2x3,06 2x2,23

GTA13K2PENN 4 2.700 2.100 2.600 2.000 2.900 2.250 3.010 2.340 2x1300 2x1015 2x16,05 2x11,72 2x4,39 2x3,35
GTA13K9JEN 3 3.300 2.400 3.180 2.310 3.552 2.580 3.675 2.673 2x1599 2x1161 3x11,72 3x8,24
2 X SPDM2K2UK
GTA15K1JEN
3 4.350 3.300 4.200 3.180 4.692 3.552 4.844 3.675 2x2091 2x1596 3x16,05 3x11,72
2 X SPDM3K1UK
GTA16K8JEN 3 5.760 4.400 5.550 4.240 6.200 4.736 6.414 4.900 2x2788 2x2128 4x16,05 4x11,72
2 X SPDM3K6UK

@525-690V AC - 18P 18 IMPULSE


GTA1700REN 4 600 500 580 480 640 536 668 557 3x194 3x161 6,78 5,48 1,97 1,64
GTA11K1REN 4 900 700 870 675 960 750 1002 779 3x290 3x226 10,31 7,75 2,90 2,25
GTA11K3REN 4 1100 800 1060 770 1180 860 1225 891 3x355 3x258 11,72 8,24 3,06 2,23
GTA11K7REN 4 1440 1100 1390 1060 1540 1180 1603 1225 3x465 3x355 16,05 11,72 4,39 3,35

Kundenseitig zu liefern: Trafo mit 2 Sekundärschaltkreisen Dd0/Dy11 mit Mindeststreuungsreaktanz von 6% (Toleranz ≤ 2%), Schirm zwischen Primär- und Sekundärschaltkreis und geerdetem Eisenkern
mit einem Spannungsungleichgewicht im Leerlauf von < 0,5%.
Bei Versionen mit 18 Impulsen mit höherem Strom als in Tabelle 2A.5.3 die Ausführung “J” mit Eingangsbrücken u. externer Vorladung benutzen
.

IMGT30012DE 11
Elektrische Daten GT3000-Large

Tabelle 2A2.2.4 Elektrische Daten in Wechselstromausführung.


WASSERKÜHLUNG
Verluste Verluste Kühlung
Leistungs- IDC IL
Typ EINHEIT Ausgangsstrom Motorleistung Wechselrichter Eingangsbrücke
zweig
@ 690V @ 690V @ 690V @ 690V Wasser P
Kl.1 Kl.2 Kl.1 Kl.2 Kl.1 Kl.2 Kl.1 Kl.2 Kl.1 Kl.2
NR. NR.
A KW @ 690V HP @575V A A KW * KW l/min bar
@525-690V 6P 6 IMPULSE
GTW1850KEN 4 700 510 676 492 750 545 779 568 678 494 9,08 6,14 3,28 2,39 50 0,87
GTW11K1KEN 4 900 650 869 627 960 700 1002 724 872 630 11,16 7,46 3,44 2,49 50 0,87
GTW11K6KEN 4 1350 980 1300 950 1450 1050 1503 1091 1308 949 16,87 11,4 5,13 3,72 50 0,87
GTW12K3JEN 37,5
4 2.000 1.450 1.930 1.400 2.156 .564 2.227 1.615 1.938 1.405 24,07 16,19 0,87
RTW11k3P12 +12,5
GTW13K2JEN 3 2.700 1.960 2.600 1.900 2.904 2.122 3.007 2.183 2x1308 22x949 33,74 22,8 75 0,87
SPDM3K1UK
GTW14K6JEN
SPDM2K5UK 4 4.000 2.900 3.860 2.800 4.312 3.128 4.454 3.229 2x1938 2x1405 48,14 32,38 150 0,87
RTT2K5UK
GTW16K9JEN 4 6.000 5.880 5.800 4.200 6.479 4.692 6.682 6.548 3x1938 3x1405 72,21 48,57 150 0,87
SPDM3K6UK
RTT3K6UK

@525-690V AC - 12P 12 IMPULSE


GTW1850PEN 4 700 510 676 492 750 545 779 568 2x339 2x247 9,08 6,14 4,21 3,07 50 0,87
GTW11K1PEN 4 900 650 869 627 960 700 1002 724 2x436 2x315 11,16 7,46 3,47 2,51 50 0,87
GTW11K6PEN 4 1350 980 1300 950 1450 1050 1503 1091 2x654 2x475 16,87 11,4 6,2 4,5 50 0,87
GTW12K3JEN 37,5
3 2.000 1.450 1.930 1.400 2.156 .564 2.227 1.615 2x969 2x703 24,07 16,19 0,87
RTW11k3P12 +12,5
GTW13K2JEN 3 2.700 1.960 2.600 1.900 2.904 2.122 3.007 2.183 2x1308 2x950 33,74 22,8
SPDM3K1UK
GTW14K6JEN
SPDM2K5UK 4 4.000 2.900 3.860 2.800 4.312 3.128 4.454 3.229 2x1938 2x1406 48,14 32,38
RTT2K5UK
GTW16K9JEN 4 6.000 5.880 5.800 4.200 6.479 4.692 6.682 6.548 3x1938 3x1406 72,21 48,57
SPDM3K6UK
RTT3K6UK

Kundenseitig zu liefern: Trafo mit 2 Sekundärschaltkreisen Dd0/Dy11 mit Mindeststreuungsreaktanz von 6% (Toleranz ≤ 2%), Schirm zwischen Primär- und Sekundärschaltkreis und geerdetem Eisenkern
mit einem Spannungsungleichgewicht im Leerlauf von < 0,5%.

12 IMGT30012DE-oct.-07
GT3000-Large Elektrische Daten

Tabelle 2A.2.2.5 Elektrische Daten in Wechselstromausführung.


WASSERKÜHLUNG
Verluste Kühlung
Leistung IDC IL Verluste Eingangsbrücke
Typ EINHEIT Ausgangsstrom Motorleistung Wechselrichter
szweig
@ 690V @ 690V @ 690V @ 690V Wasser P
Kl.1 Kl.2 Kl.1 Kl.2 Kl.1 Kl.2 Kl.1 Kl.2 Kl.1 Kl.2
NR. NR.
A KW @525- 690V HP @575V A A KW * KW l/min bar
@52-690V 18P 18 IMPULSE
GTW1850REN 4 700 510 676 492 750 545 779 568 3x226 3x165 9,08 6,14 4,21 3,07 50 0,87

GTW11K1REN 4 900 650 869 627 960 700 1002 724 3x291 3x210 11,16 7,46 3,47 2,51 50 0,87

GTW11K6REN 4 1350 980 1300 950 1450 1050 1503 1091 3x436 3x316 16,87 11,4 6,2 4,5 50 0,87

Für die Versionen mit 18 Impulsen bei einem höheren Stromwert (Motorleistung) als in Tabelle 2A.2.2.5 die Ausführung “J” mit Brücken und externer Vorladung benutzen.

ANM. zu den Tabellen 2A.2.2.1 2A.2.2.5: Für den Motor und den DC-Bus ist eine Überstromsicherung vorgesehen.

IMGT30012DE 13
Elektrische Daten GT3000-Large

2A.2.5 KENNSCHILD
Auf jedem GT3000 befindet sich ein Kennschild mit den folgenden Daten.
GT3000 LARGE WECHSELSTROMSPEISUNG GT3000 LARGE GLEICHSTROMSPEISUNG
1

2-3

4-5-6

7-8

9-10-11
12-13

14
15-16-17

18-19
20
21-22

23
24

25

Abb. 2A.2. Beispiel eines Kennschilds für einen Standard-Wechselrichter


1 GT3000 Typ 14 Nominale Ausgangsleistung [kVA]
2 Seriennummer 15 Ausgangsspannung
3 Abnahmedatum 16 Ausgangsfrequenz
4 Eingangsspannung 17 Zahl der Ausgangsphasen
5 Netzfrequenz (nur bei Wechselstrom) 18 Ausgangsleistung KW (Kl.1)
6 Zahl der Eingangsphasen (nur bei Wechselstrom) 19 Ausgangsleistung HP (Kl.1)
7 Eingangsstrom 20 Ausgangsstrom (Kl.1)
8 Höchststrom bei symmetr. Kurzschluss (nur bei Wechselstrom) 21 Ausgangsleistung KW (Kl.2)
9 Hilfsspannung 22 Ausgangsleistung HP (Kl.2)
10 Frequenz Hilfsstromversorgung 23 Ausgangsstrom (Kl.2)
11 Phasenzahl der Hilfsstromversorgung 24 Umgebungstemperatur
12 Nennstrom der Hilfsstromversorgung 25 SAP code
13 Anmerkungen
2A.2.6 ABMESSUNGEN UND GEWICHTE
Siehe Kapitel 3A.
ANM.: Der auf der Montagetafel benötigte Platz ist in Klammern angegeben.
Zur Kennzeichnung der Leistungs- und Steuerklemmen siehe Anhang A1.

14 IMGT300012DE
3A. AUFSTELLUNG

3A.1 MECHANISCHE INSTALLATION


• Den Wechselrichter nicht auf Flächen aufstellen, die Vibrationen unterliegen.
• Der Aufstellungsraum muss staubfrei sein, keine metallischen Schwebeteile, gelöstes Öl, Gase oder korrodierende Flüssigkeiten
enthalten.
• Der GT3000 Large muss immer vertikal aufgestellt werden. Die Einheit darf nicht mit einer Neigung von + 30% bezogen auf die
Vertikale aufgestellt werden.
• Die Leistungsbauteile des Wechselrichters werden mit forcierter Kühlung gekühlt. Um den Wechselrichter muss ausreichend Platz für
die Luftzirkulation, die Stromkabel und den Zugang im Wartungsfall.
• Der Schaltschrank muss einen ausreichenden Freiraum um die Bauteile haben, um deren angemessene Kühlung zu garantieren. Der
Zirkulation warmer Luft im Schrank vorbeugen.

3A.1.1 Zusammenbau

Siehe die Abbildungen auf den folgenden Seiten für die Installation der mit forcierter Lüftung gekühlten GT3000 LARGE und den Anhang A4
für die Installation der wassergekühlten GT3000 LARGE.
Um das Auswechseln der Leistungszweige zu erleichtern, sollten Überbrückungsschienen zwischen die Ein- und Ausgangsschienen des
Wechselrichters und die Stangen des Schranks angebracht werden, wie in den Abbildungen auf den folgenden Seiten zu sehen.

Seitenansicht Wechselrichterschrank

Luftaustritt
Ansicht von oben

A A
AA
B

GT3000 LARGE

GT3000 LARGE

Freier Raum zwischen


Modul und Lüfter.
B ≥ 400mm (11,81in)

Lufteintritt

Abb. 3A.1

Die Lüfter der GT3000 LARGE sind so konzipiert, dass sie einen angemessenen Luftstrom für den
ACHTUNG
Wechselrichter liefern. Bei der Aufstellung der Einheit den Luftstrom nicht verstellen.

IMGT30012DE 15
GT3000-Large Installation

-
+
A A

U V W

B
D

Schienenanschlüsse
SBARRATURA an Schaltschrank,
DI CONNESSIONE
AL QUADRO

D.C.

GTA1LARGE
GTA1 IV Leistungszweige
LARGE - IV GAMBE
Gleichstromspeisung
ALIMENTAZIONE D.C.
Abb. 3A.2

16 IMGT30012DE
Installation GT3000-Large

-
+
A A

U V W

B
D

Schienenanschlüsse
SBARRATURA an Schaltschrank
DI CONNESSIONE
AL QUADRO

D.C.

GTA1LARGE
GTA1 LARGE III Leistungszweige
III GAMBE
Gleichstromspeisung
ALIMENTAZIONE D.C.
Abb. 3A.3

IMGT30012DE 17
GT3000-Large Installation

-
+
A A

L1

L2

L3
U V W

B D

Schienenanschlüsse
SBARRATURA an Schaltschrank
DI CONNESSIONE
AL QUADRO

D.C.

C.A.
GTA1LARGE III Leistungszweige
GTA1 LARGE IV GAMBE ALIMENTAZIONE C.A.
Wechseltrom speisung
Abb. 3A.4

18 IMGT30012DE
Installation GT3000-Large

Abb. 3A.5 DETAILS DER ÜBERBRÜCKUNGSSCHIENEN

STÄRKE DER ANSCHLUSSPLATTEN


SPESSORE DELLE PIASTRE VARIIERT
JE CONNESSIONE,
DI NACH STROMMENGE
VARIABILE
SECONDO LA PORTATA DI CORRENTE
Detail D
PART. D
60

PART. C O1
3
Min 200200
Minimo *
O 11 4 4
Löcher
fori
20

Minimo 370
Min 370
80

40

*
O 13 44 Löcher
20

fori
40 20 13
O

40
20
15 30 15 25
** VARIBALER
INTERASSEACHSABSTAND
VARIABILE
ANM.: Der Achsabstand auf den Löchern der Schienen auf der Schrankseite wird vom Anwender auf der Grundlage der Verbindugsanforderungen mit den Schrankschienen bestimmt.

IMGT30012DE 19
GT3000-Large Installation

Abb. 3A.6 GTA1 IV Leistungszweige, Version mit 12 Impulsen

Abb. 3A.7 GTA1 IV Leistungszweige, Version mit 18 Impulsen

20 IMGT30012DE
Installation GT3000-Large

IMGT30012DE 21
GT3000-Large Installation

Abb. 3A.8 GTA1 III LEISTUNGSZWEIGE - SPEISUNG DC BUS

22 IMGT30012DE
Installation GT3000-Large

Abb. 3A.9 GTA1 IV LEISTUNGSZWEIGE – WECHSELSTROMSPEISUNG (ODER WAHLFREIER DC-BUS)

IMGT30012DE 23
GT3000-Large Installation

Abb. 3A.10 GTW1 4 LEISTUNGSZWEIGE DC-BUS SPEISUNG – ERSTE VERSION,

mit Schrauben befestigen

U V W

SECTION
Sezione A-A
A-A

239
100 66 100
760
255
1110 19.5

24 IMGT30012DE
GT3000-Large Installation

Abb. 3A.11

BEISPIEL EINER SCHRANKINSTALLATION

6
1
5
1

4
1

8
1

1
1

7
4

2
2
2312

SE 0
3 ITE 1 20
10 T
ON
3
00
FR

POSITION CODE BESCHREIBUNG TYP MENGE

1 BMB0051400 Schrank 1200x1000x2300 CA0444 1

2 BMB0013020 Profil "L"=86x30X870 C938954R2 2

3 BMB0013024 Profil "C" 50x30x1186 CA0213 3

4 1000082853 Durchgang 860x760x400 CV0579 1

5 BMB0010910 Bohrung im Dach, Typ B17 TB0075 1

6 1000082946 Gehäuse 700x700x438 CV0581 1

7 BMB0009988 U-Profil 40x40x22 M10 C938760 4

8 1000085134 Befestigungsbügel GTAS 160x120x200 CV0609 1

IMGT30012DE 25
GT3000-Large

Abb. 3A.12
250 700 250 150 700 150
440

A
2751.5

2301.5

768
10

1200 1000

200 267.5

SEKTION A-A
SEZIONE A-A

26
Installation GT3000-Large

Lüftergehäuse
Lüfter
ELP205610 ELP223370, ELP223369

Düse ELP205609
1000000431

1000000433

400*
A
Die Halterung A am Trichter befestigen
und dazu die entsprechenden
Schrauben anziehen. Die Dichtung
zwischen dem Drive und der Halterung
269,5
A und zwischen dem Trichter und der
Halterung A anbringen.

Der Trichter kann auf der Halterung A


verschoben werden um ggf.
vorliegenden Toleranzen
auszugleichen. Die Halterung A kann
eliminiert werden, wobei man eine
Sammelkammer con 300mm erhält

398,5 501,5

590

ANM. Referenzmass
135 100

1000080413
GTA1CAM3
135
725

135

Loch auf dem Dach des


Schranks, um den Trichter von
100 135

oben einsetzen zu können


29

60 135 135 135 135 60


Ansicht von oben

Abb. 3A.13 GTA1CAM3: Esse zwischen dem Modul mit drei Leistungszweigen und dem Lüfter.

IMGT30012DE 27
GT3000-Large

Lüfter Lüftergehäuse
ELP205376 ELP210215, ELP210216

Düse 1000080102

8000000286
B

300 145
8000000287

400*
A Die Halterung A am Trichter befestigen
und dazu die entsprechenden
Schrauben anziehen. Die Dichtung
zwischen dem Drive und der Halterung
A und zwischen dem Trichter und der
Halterung A anbringen.
269,5

Der Trichter kann auf der Halterung A


verschoben werden um ggf.
vorliegenden Toleranzen
auszugleichen. Die Halterung A kann
eliminiert werden, wobei man eine
Sammelkammer con 300mm erhält

517,5 582,5 750


1100 ANM. Referenzmass
590
11
210
135
135
900

Loch auf dem Dach des


135

Schranks, um den Trichter von


oben einsetzen zu können
135
210

Ansicht von oben


195 135 135 195

Abb. 3A.14 GTA1CAM4: Esse zwischen dem Modul mit vier Leistungszweigen und dem Lüfter.

28
Installation GT3000-Large

3A.2 ELEKTRISCHE INSTALLATION

Alle Arbeiten der elektrischen Wartung und der Installation auf den GT3000 müssen von qualifizierten
Technikern ausgeführt werden
ACHTUNG! Es müssen alle Standardmaßnahmen für den elektrischen Schutz ergriffen werden:
Nichts im Inneren des Wechselrichters berühren, ohne zuvor sichergestellt zu haben, dass keine
hohen Temperaturen oder elektrische Speisung vorhanden sind
Immer isolierte Arbeitsschuhe oder Schuhe aus Gummi sowie Schutzbrille tragen.
Niemals alleine arbeiten.
Niemals an das System geerdete Messgeräte oder Oszilloskope anschließen.
Niemals die Schutzschirmungen entfernen.
Immer Vorsicht walten lassen, wenn die Bauteile gehandhabt oder Messungen im Schrankinneren
vorgenommen werden.
Der Umformer hat keine internen Schmelzsicherungen, deshalb angemessene Sicherungen sofort
stromaufwärts des Wechselrichters vorsehen. Siehe Tabelle 3.2 für die Wahl der Sicherungen.
GEFAHR! BRANDRISIKO; SCHWERER SCHADEN ODER VERLETZUNGEN! Keine anderen als die genannten
Schmelzsicherungen benutzen. Falsche Sicherungen können Brand, schwere Personenverletzungen und
Schäden an der Ausrüstung und/oder an in der Nähe angeschlossenen Teilen verursachen. Einige Einheiten
(siehe Tabelle 3.2) benötigen Zusatzsicherungen für die getrennten Linien der Lüfter und der Hilfsschaltkreise.
Keine Leistung an den Wechselrichter anlegen, wenn der Verdacht besteht, dass im Inneren des Behältnisses
oder der Bauteile Feuchtigkeit, Staub oder basische/korrodierende chemische Substanzen eingedrungen sind.
GEFAHR! BRANDRISIKO; SCHWERER SCHADEN ODER VERLETZUNGEN! Die Antriebe GT3000 sind offene
Vorrichtungen und müssen streng laut Anweisungen im vorliegenden HANDBUCH und in Übereinstimmung mit
den vorliegenden Vorschriften und Regeln installiert werden.
GEFAHR! Der GT3000 und alle angeschlossenen Vorrichtungen MÜSSEN angemessen GEERDET werden.
GEFAHR! TODESGEFAHR ODER STROMSCHLAG! Vor Beginn der Instandhaltung der Einheit müssen
unbedingt die folgenden Sicherheitsmassnahmen ergriffen werden
Das Verfahren zur Sperre/Ausschluss der Stromzufuhr ausführen und den Hauptschalter des Wechselrichters
öffnen
Nicht die Isolierungsabstände des Materials und der entfernten Abdeckungen.
Wenn Isolierungstests auf dem Motor und den Kabeln ausgeführt werden müssen, zuerst die Kabel vom
Wechselrichter abtrennen. Es dürfen keine Tests mit hohem Potential an den Bauteilen des Wechselrichters
ausgeführt werden.
Wiederholte Manöver in kurzem Abstand wie die Speisung und Speisungsabtrennung des Wechselrichters mit
Leitungsschütz verringern die Standzeit der Filterkondensatoren. Zyklen mit mehr als 10 Manövern pro Stunde
können zum Durchbrennen des Vorladungswiderstands führen und den Wechselrichter schwer beschädigen. Dieses
System nie zum Stoppen und Neustarten des Wechselrichters benutzen.
Speisung durch Stromaggregat (Generator). Die vom Wechselrichter erzeugten Oberwellen können die Spannung
des Generators verformen und zur Überhitzung desselben führen. Es sollte ein Generator mit einer Leistung von 5
Mal der Wechselrichterleistung in kVA vorgesehen werden.
Wenn ein Schütz auf dem Ausgang des Wechselrichters installiert wird, sicherstellen, dass dessen Öffnen und
Schließen bei deaktiviertem Wechselrichter erfolgt.
Die Ausgangsklemmen nicht speisen.

HINWEIS Der Wechselrichter enthält Bauteile, die empfindlich auf elektrostatische Ladung reagieren. Diese Bauteile
können bei unsachgemäßer Handhabung beschädigt werden. Bei der Instandhaltung oder dem Auswechseln
dieser Elektronikkarten sind die folgenden Hinweise zu beachten:
Ein Wartungs-Bausatz für elektrostatische Ladungen verwenden. Angemessene Maßnahmen vor
elektrostatischen Entladungen (ESD) treffen:
Richtig geerdete statische Armbänder tragen.
Die Karten bei Handhabung an den Kanten halten.

IMGT30012DE 29
GT3000-Large

3A.2.1 Schaltplan der Leistungsanschlüsse


3A.2.1.1 GTA1 mit 6 Impulsen

TRENNSCHALTER

LEITUNGSSICHERUNGEN

SCHÜTZ KIN

EINGANGSDROSSEL

Die Steuertafel öffnen, um


auf die Klemmleiste zugreifen
zu können

AUSGANGSDROSSEL
REATTORE
DI USCITA

Anm.: Die Klemmleiste der Hilfsspannung und der Steuerschaltkreise sind in Anhang A aufgeführt.
a) Als Ersatz für Trennschalter und Sicherungen kann ein Schaltautomat mit einem Nennstrom

☞ ACHTUNG !
von In ≥ 1.2*Im und regelbarer magnetischer Auslösespule (von 5 bis 10In) benutzt werden.
b) Bei Erdschutz ein wenig hochfrequenzempfindliches Gerät benutzen, um Fehlalarmen
vorzubeugen. Der Schwellenstrom muss höher als 200mA sein und die Intervallzeit mindestens
0.1 betragen.

30
Installation GT3000-Large

3A.2.1.2 GTA/W1 12 Impulse und 18 Impulse

EINGANGSTRAFO

Die Steuertafel öffnen, um auf die


Klemmleiste zugreifen zu können

REATTORE
AUSGANGSDROSSEL
DI USCITA

IMGT30012DE 31
GT3000-Large

3A.2.1.3 Installation der Einheiten im Parallelbetrieb

Beschreibung der Systeme im Parallelbetrieb


Die GTA12KE-6K8KE und GTW13K2-6K9KE bestehen aus einer Master-Einheit und einer oder mehreren Slave-Einheiten (max. 3). Die Slave-
Einheiten bedürfen einer Hilfsspeisung. Die Steuerkarte ist nur auf der Master-Einheit montiert.
ACHTUNG Die Verbindungen zwischen Master und Slave müssen vom Anwender außerhalb der Module bereitgestellt werden.
Die Schienen der Module sind nur für den Nennstrom des Moduls selbst ausgelegt.

12 Glasfasern Von der Karte “EXPARB des Master” zur Karte GSIDA des Slave.
Ein Paar geflochtener und geschirmter Kabel für den Von den Klemmen XM3B-5/6 des Slave zu den Klemmen XM3A-9/10 des
Thermoschutzschalter. (TH) Master
3 mehrpolige Kabel, die in einer Buchse enden für Von der Karte “EXPARB des Master” zu den Stromgebern des Slave.
Versorgung und die Signale der drei Stromgeber des Slave.

SLAVE 2 MASTER SLAVE 1 SLAVE 3

XM3C XM3A XM3B XM3D


230V 230V 230V 230V

TH TRIP-X TH TRIP-X TH TRIP-X


TH TRIP-X

TH
TRIP-X

ABSCHIRMSCHIENE
BARRA
SCHERMI KLEMMLEISTE RECHTE
MORSETTIERA LATO SEITE:COLLEGAMENTI
DESTRO: KUNDENSEITIGE ANSCHLÜSSE
A CURA UTENTE

Abb. 3A.15

ANM. In der Abb. ist zu sehen, wie die Module im Schrank installiert werden müssen
Ist kein Slave vorhanden XM3A-9 XM3A-10 jumpern.
Ist kein Slave 2 vorhanden XM3A-7 XM3A-8 jumpern.
Ist kein Slave 3 vorhanden XM3B-7 XM3B-8 jumpern.

ACHTUNG Für die Steuerungskartendes Slave wird eine einphasige Versorgung mit 230 V Wechselstrom benötigt.

Das Master-Modul wird zusammen mit dem Slave abgenommen und sie müssen zusammen installiert werden.
Das Slave-Modul hat die gleiche Seriennummer wie der eigene Master.

32
Installation GT3000-Large

XM3A-Zusatzklemmleiste des Master-Moduls auf der linken XM3B- Zusatzklemmleiste des Slave-Moduls auf der linken Modulseite
Modulseite (Steuertafel offen)
(Steuertafel offen)

Stromgeber Steuerungskarte “GSIDA” auf der rechten Seite des Leistungszweigs.

IMGT30012DE 33
GT3000-Large

Abb. 3A.16

GTA1 MASTER-STEUERTAFEL

ACHTUNG Installation von Glasfasern:


Um die Fasern nicht zu beschädigen, muss der Biegeradius größer als 40 mm sein.
Das Glasfaserkabel darf nie mit einem Gewicht von mehr als 30Kg/cm gedrückt werden. Wird das
Glasfaserkabel in einem Kanal oder Halterung verlegt, muss es sich immer über dem Bündel der anderen Leiter
befinden.
Das Glasfaserkabel darf nie mit mehr als 25 kg gezogen werden.

34
Installation GT3000-Large

Leistungskarte

Schnittstellenkarte

Karte EXPAR2B

Karte EXPARB
Karte SCADA-Plus

SLAVE
Glasfaser-
anschlüsse
Klemmleiste XM2B
Anschluss
Stromgeber

Platz für Karte


SIOVA (Option)

Anschluss der Motorkabel

Bei Parallelbetrieb der GT3000 muss für jeden Wechselrichter eine Ausgangsdrossel benutzt werden, die in der Nähe des Wechselrichters
selbst montiert werden muss.
Der Anschluss zum Motor hin muss mit zwei getrennten Kabel-Dreiergruppen erfolgen, die gleich lang sind und parallel auf der
Motorklemmleiste angeschlossen werden.
Siehe Abb. 3A.17

IMGT30012DE 35
GT3000-Large

3A.3 LEISTUNGSKABEL, LÜFTUNG, LEISTUNGSSICHERUNGEN UND ZUSATZSICHERUNGEN

3A.3.1 Leistungskabel und Leistungssicherungen


Die Sicherung auf der Speiseleitung müssen auf der Grundlage der folgenden Tabelle gewählt werden.
Die Verbindung an die Speiseleitung muss aufgrund der vorliegenden Stromwerte mit Schienen ausgeführt werden.
Es müssen Motorkabel aus Kupfer mit Nennwerten von 600-690VAC und 1000VDC für die Anschlüsse der Bremseinheit benutzt werden.
Tabelle 3A.3 Bemessung der Versorgungssicherungen ( 525-690 Vac; 705-930 Vdc )
LUFTKÜHLUNG WASSERKÜHLUNG
Ausgangsstrom Sicherungen max. Ausgangsstrom Sicherungen max.
Modell Kurzschlussströme Modell Kurzschlussströme
Kl.1 Kl.2 Kl.1 Kl.2 der Leitung Kl.1 Kl.2 Kl.1 Kl.2 der Leitung
A A A A kA A A A A kA
GTA1700KE 600 500 M.C.B. M.C.B. GTW1850KE 700 510 M.C.B M.C.B
GTA1700PE 600 500 425 355 GTW1850PE 700 510 500 355
GTA1700RE 600 500 315 250 GTW1850RE 700 510 355 250
GTA1700JE 600 500 GTW1850JE 700 510
GTA11K1KE 900 700 M.C.B. M.C.B. GTW11K1KE 900 650 M.C.B M.C.B
GTA11K1PE 900 700 M.C.B. 500 GTW11K1PE 900 650 M.C.B. 500
GTA11K1RE 900 700 425 355 GTW11K1RE 900 650 425 315
GTA11K1JE 900 700 GTW11K1JE 900 650
GTA11K3KE 1100 800 M.C.B. M.C.B. GTW11K6KE 1350 980 M.C.B M.C.B
GTA11K3PE 1100 800 MCB M.C.B GTW11K6PE 1350 980 M.C.B M.C.B
GTA11K3RE 1100 800 500 400 GTW11K6RE 1350 980 M.C.B 500
GTA11K3JE 1100 800 GTW11K6JE 1350 980
GTA11K7KE 1440 1100 M.C.B. M.C.B. GTW12K3KE 2000 1450 M.C.B M.C.B
GTA11K7PE 1440 1100 M.C.B. M.C.B. GTW12K3PE 2000 1450 M.C.B M.C.B
GTA11K7RE 1440 1100 M.C.B. 500 GTW12K3RE 2000 1450 M.C.B M.C.B
GTA11K7JE 1440 1100 GTW12K3JE 2000 1450

☞ ACHTUNG Siehe die örtlich geltenden Anschlussbestimmungen für die richtige Bemessung der Ausgangskabel.
In einigen Fällen kann ein größerer Querschnitt erforderlich sein, um Spannungsabfälle zu vermeiden.

Anschluss der Motorkabel bei Wechselrichtern in


Parallelbetrieb

Wie bereits gesagt, erfordert der Parallelbetrieb von


GT3000 für jeden Wechselrichter eine Ausgangsdrossel, die
in der Nähe des Wechselrichters selbst montiert wird.
Der Anschluss zum Motor hin muss mit zwei oder mehr
Kabel-Dreiergruppen erfolgen, die alle rund 50 m lang sein
und parallel auf der Motorklemmleiste angeschlossen
werden.

Abb. 3A.17

36
Installation GT3000-Large

3A.3.2 Kühlung

GT3000 LARGE – LUFT GT3000 LARGE – WASSER

Lufttemperatur im Eingang: +40°C max Wassertemperatur im Eingang: +40°C max


Schutzschwelle Übertemperatur: +90 °C Alarmschwelle Übertemperatur Wasser: +42 °C
Pa: 700 Schutzschwelle Übertemperatur Wasser: +44°C
m3/h: 4 Leistungszweige = 1400x4 Flüssigkeitsmerkmale: destilliertes Wasser
3 Leistungszweige = 1400x3
Es gibt vier Kühlbausätze und zwei Arten von Essen je nach Anzahl der Leistungszweige und der Frequenz des Versorgungsnetzes.
Leistungs-
Typ Beschreibung Spannung [V] Frequenz [Hz] Leistung (kW) Strom [A] LA (dB)
zweige
GTA1L3F40V50H III 400 50 2 3,99 79,5
GTA1L3F46V60H Luftkühlungsbausatz. III 460 60 3,4 4,9
GTA1L4F40V50H Mit Lüfter und Düse. IV 400 50 3,6 6,2 86
GTA1L4F46V60H IV 460 60
GTA1CAM3 Esse zwischen Modul mit drei Leistungszweigen und Lüfter
GTA1CAM4 Esse zwischen Modul mit vier Leistungszweigen und Lüfter
Der Lüfter muss mit Sternverbindung angeschlossen werden.
Der Lüfter des GT3000 ist nur für die Wärmeableitung des Moduls ausgelegt. Beim Einbau im Schrank die Wärmeabgabe der Zusatzbauteile
berücksichtigen.

Abb. 3A.18 Raumbedarf GTA1L3 Abb. 3A.19 Raumbedarf GTA1L4


780

700

484
438

120 135 135 135 135 120


35 180 135 135 180 35
135 80

20
35
180

135
135

220
700
220
700

135
135

80 135
180

20
35

O 12 20 20
O 11 280 220 280
240 220 240

IMGT30012DE 37
GT3000-Large

3A.3.3 Hilfsspeisung
Die GT3000 LARGE benötigen eine externe Speisung für die Steuerschaltkreise: 230V 50/60Hz an der Klemmleiste XM3A, die sich unten links
befindet (Steuertafel offen). Eine angemessene Schutzvorrichtung vorsehen.

Externe Speisung der Steuerung


230V
0,5A

XM3A 1 2 3 4 5 6 7 8

Auf der Klemmleiste XM2B der Steuertafel befinden sich: PREC_OK CNT_OK

-der Kontakt der Vorladungsrelaus OK (5A – 250VAC ) (PREC_OK). +E -E


XM2B 3- 4
-die 24 V Gleichstromspeisung für den Encoder. XM2B 7- 8.
XM2B Fuse
An den Klemmen XM2B5-6 kann der Anwender einen Hilfskontakt 1A
(Arbeitskontakt) des Hauptschützes anschließen. 1 2 3 4 5 6 7 8
Lato utente

+24V

0V
User side

3A.4 EINGANGSDROSSELN
Die Leitungsdrosselspule reduziert den Oberwellengehalt des Eingangsstroms des Wechselrichters und verbessert den Eingangs-
Leistungsfaktor und koppelt die an der gleichen Leitung angeschlossenen Geräte ab. Die Drossel verursacht einen Spannungsabfall proportional
zum Speisestrom und dem Induktanzwert. Wählen Sie eine Drossel, um einen Spannungsabfall vom 2÷5 % der nominalen Eingangsspannung
zu erhalten (wenn der Wechselrichter den vollen Nennstrom bringt). Die Artikelnummern der Eingangsdrosseln sind in Tabelle 3.4 aufgeführt.
Wenn der Wechselrichter mit einem dedizierten Trafo gespeist wird, muss der die Vcc des Trafos ≈ 6-8% sein.
3A.5 AUSGANGSDROSSELN
Die Ausgangsdrosseln werden benötigt, um den kapazitiven Fehlerstrom zur Erde auszugleichen und um den Spannungsgradient auf dem Motor
zu reduzieren. Sie schwächen die Funkstörungen ab. Die Artikelnummern der Ausgangsdrosseln sind in Tabelle 3A.5 aufgeführt.
Die Ausgangsdrosseln müssen bei GT3000 LARGE im Parallelbetrieb vorgesehen werden. Sie sind in Modulnähe zu installieren. Die
Anschlusskabel an den Motor müssen mit mehreren Kabel-Dreiergruppen (mit gleicher Länge) ausgeführt werden, die parallel an die
Motorklemmleiste angeschlossen werden.
Die Artikelnummern der Ausgangsdrosseln sind in Tabelle 3.5 aufgeführt.
Tabelle 3A.5 – Ein- und Ausgangsdrosseln
Eingangsdrossel Ausgangsdrossel
Typ
Kl.1 Kl.2 Kl.1 Kl.2
GTA1700KEN ELC22360607 ELC22360606 ELC22932403 ELC22932403
GTA11K1KEN ELC22360611 ELC22360609 ELC22932404 ELC22932404
GTA11K3KEN ELC22360612 ELC22360610 ELC22932405 ELC22932404
GTA11K7KEN ELC22360618 ELC22360612 ELC22932406 ELC22932405
GTA12K2JEN 2xELC22932404 2xELC22932404
GTA12K6JEN 2xELC22932405 2xELC22932404
GTA13K4JEN 2xELC22932406 2xELC22932405
GTA15K1JEN 3xELC22932406 3xELC22932405
GTA16K8JEN 4xELC22932406 4xELC22932405
GTW1850KEN ELC22360609 ELC22360606 ELC22932404 ELC22932403
GTW11K1KEN ELC22360611 ELC22360609 ELC22932404 ELC22932404
GTW11K6KEN ELC22360613 ELC22360611 ELC22932406 ELC22932405
GTW12K3KEN ELC22360617 ELC22360618 ELC22932411 ELC22932406
GTW13K2PEN 2xELC22932406 2xELC22932406
GTW14K6PEN 2xELC22932411 2xELC22932406
GTW16K6JEN 3xELC22932411 3xELC22932406

38
Installation GT3000-Large

3A.6 STEUERABSCHNITT (STEUERKARTE PLUS)

K2 K1
K5 JP18

X5 JP3 K3
JP19 JP2

JP13
KUA1 K4 JP17
1
DL3 DL2
U36 U56 DIP1

JP14 JP16 JP15


KUB1 U1 DISP2
X7 X3

JP22 JP8
U7
JP6 JP4
JP1 JP23
RL3

PS4
RL2
RL1

SW1 SW3

1 1 JP5
XM1

43 44 45 46 5 7 9 11 13 15 17 19 21 23 25 27 29 31 33 35 37 39 41

1 2 3 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 24 26 28 30 32 34 36 38 40 42
JP7

Abb. 3A.13 Steuerkarte Plus

U1: Mikroprozessor RL1, RL2, RL3: Relais


U36: FLASH-SPEICHER K3: RS232 / 485HD serielle Stecker
U7: EEProm K4/K5: Stecker Erweiterungskarte
U56: Koprozessor KUA1, KUB1: Schnittstellenstecker UCS
XM1: Steuerklemmleiste X3: Steuertafelstecker
X5: Synchron-Schnittstelle (Fieldbus) X7: Erweiterungskarte digitale E/A (SIOVA)

IMGT30012DE 39
GT3000-Large

JP1 ON Schreibschutz EEprom EEprom


1-2 SVGT152-340F (SVGT520-670, SVGT105-960K) verändert die O.C. Stufe
JP2
3 2 1 2-3 SVGT420F (SVGT780F) Bei allen anderen Größen: Alle Pin offen. Standard
1-2
JP3
3 2 1 2-3 Rekosntruiert die dritte Phase für den O.C. Schutz (SVGT ≤ 029)
1-2 Analogausgang PWM0 Analog-
JP4 ausgänge
3 2 1 2-3 Analogausgang VA (Standard )
1-2 Analogausgang ±10V oder 0÷10V (Standard )
JP5
3 2 1 2-3 Analogausgang 4-20mA
1-2 Analogausgang PWM1
JP6
3 2 1 2-3 Analogausgang VB (Standard )
1-2 Analogausgang ±10V oder 0÷10V (Standard )
JP7
3 2 1 2-3 Analogausgang 4-20mA
JP8 OFF reserviert (Download SW)
JP13 OFF reserviert (Wechselstromgenerator)
JP14 ON reserviert
1-2 Verbindet TX232 mit X3 für fortgeschrittene Steuertafel (Standard ) Serielle
JP15 Verbindung
3 2 1 2-3 Verbindet I2C – Uhr mit X3, nur für zukünftige Entwicklungen
1-2 Verbindet RX232 mit X3 für fortgeschrittene Steuertafel
JP16
3 2 1 2-3 Verbindet I2C – Daten mit X3, nur für zukünftige Entwicklungen
1-2 RX - RS232 (Standard )
JP17
3 2 1 2-3 RX - RS485
JP18 ON RS485 Endungswiderstand (221ohm) eingesetzt
JP19 ON In OFF wird Vcmin HW (TL) ausgeschlossen
JP22 ON Wählt Herkunft des CK für serielles Port auf X7, :ON = CK in Ausgang für SIOVA
JP23 OFF Verbindet Null der Steuerung mit Null der E/A ( Encoder+ Eingänge 24Vdc)
ON Interne Encoder-Speisung an Klemme XM1-5 (+5V) (Standard ) Encoder
SW1 - 1
OFF externe Stromversorgung 12-24V
ON Ladungswiderstand (121Ω) angeschlossen an Kanal A
SW1 - 2
OFF
ON Ladungswiderstand (121Ω) angeschlossen an Kanal B
SW1 – 3
OFF
ON Ladungswiderstand (121Ω) angeschlossen an Kanal Z
SW1 - 4
OFF
ON Stromeingang auf XM1-28/29 (R=475Ω) Analog-
SW3 - 1 eingänge
OFF Spannungseingang auf XM1-28/29 (Standard )
ON Stromeingang auf XM1-26/27 (R=475Ω)
SW3 - 2
OFF Spannungseingang auf XM1-26/27 (Standard )
ON Pull-up zu 10V auf XM1-26/27
SW3 – 3
OFF (Standard )
ON Pull-down zu 0V auf XM1-26/27
SW3 - 4
OFF (Standard )

KARTE GASPA
ON RS485 eingesteckt
DIP1 1
OFF
ON RS485 eingesteckt
DIP1- 2
OFF
ON Dreistufensignal für RS485, wird normalerweise nicht benutzt
DIP1– 3
OFF
ON Speisung 7V5 vorhanden auf den Pin 1-6 (nicht benutzen)
DIP1- 4
OFF

40
Installation GT3000-Large

Tabelle 3A.8. Klemmleiste zum Anschluss der Steuerung Plus


Hinweis: Keine Spannungssignale über 24 VDC an die Eingangsverbindungen anschließen
Funktion XM1 Kürzel Beschreibung
Relais 3 RL1 Fault NO NA “Fault” 5A – 250VAC
4 RL1 Fault Com COM
44 RL1 Fault NC NC
1 RL2 Prog NO NO konfigurierbar 5A – 250VAC
2 RL2 Prog Com COM
43 RL2 Prog NC NC
45 RL3 Prog NO COM konfigurierbar 5A – 250VAC
46 RL3 Prog Com NO
geschirmte 5 Encoder +5V 5V-150mA – Für externe Speisung mit 12-24V ist einzustellen SW1_A =OFF
Encoder-Speisung 6 Encoder gnd 0V
Encoder 7 Channel B Bei Encoder line driver zu 5V einstellen: SW1_B = ON
5-12-24V 8 CHANNEL /B
1024 PPR 9 Channel A (Ladewiderstand 121Ω an die Ausgangssignale des SW1_C = ON
10 Channel /A Encoders angeschlossen)
11 Channel Z SW1_D = ON
12 Channel /Z
geschirmte 13 DI 1 Start/Stop Bei Anlegen von +24 VDC startet der Wechselrichter und steigert die Drehzahl. Bei
Digitaleingänge Abtrennen der Spannung zu +24 VDC bremst der GT3000 und stoppt.
24 V 8mA 14 DI 2 PROG - hoch = Rampengeschwindigkeit in umgekehrter Richtung - niedrig = Abbremsrampe
15 DI 3 Prog Programmierbar
16 DI 4 Prog
17 DI 5 Prog
18 DI 6 Prog
19 DI 7 Prog
20 DI 8 Drive Aktivierung Wechselrichter – hoch = Wechselrichter aktiviert
Enable – niedrig = Wechselrichter deaktiviert
geschirnte digitale 21 DO 4/DI 9 (1) Eingang 8mA /14V – Ausgang 10mA
Ein-/Ausgänge 22 DO 5/DI 10 (1) – Programmierbar
Digitalausgänge 23 D0 6 (1) 24V-10mA – Programmierbar
geschützt mit rücksetzbaren Sicherungen

Speisung der 24 DI supply+24V 100 mA -24V geschützt mit rücksetzbaren Sicherungen


digitalen E/A 25 DI /DO ground 0V
geschirmte 26 AI 1+ Programmierbare Differentialeingänge. Standard. Drehzahlreferenz. Können sein:
Analogeingänge 27 AI 1- a) von Potentiometer 5-10KΩ. (Nom. 5KΩ)
b) von Spannungssignal ±10V. Eingangsimpedanz 40 KΩ
28 AI 2+
c) von Stromsignal 0/4-20mA. Eingangsimpedanz 475Ω
29 AI 2-
geschirmte 34 AO 1 Programmierbar 0/4-20mA,0-10VDC oder ±10VDC-5mA
Analogausgänge 35 AO 2
36 AI/AO ground 0V
37 AO 3 Programmierbar - 0-10VDC oder ±10VDC-5mA
38 AO 4
39 AI/AO ground 0V
Analogreferenz 40 +10Vdc +10VDC - 5mA
41 AI/AO ground 0V
42 -10Vdc -10VDC - 5mA
(1)) It is compulsory to use internal supply. External supply connected to terminal XM1-21/22/23 causes the
WARNING
damage of the board.

IMGT30012DE 41
GT3000-Large

Karte digitale E/A


Erweiterungskarte
serielle
Erweiterungskarte
PLC-
Erweiterungskarte
Microprocessor
Plus
. Die Schirme anschließen, wie in der Abb. rechts zu sehen.
Schirmstange und gemeinsamer Null-Leiter.

Schnittstellenkarte

Schirm Tastatur

Abb. 3A.20 Karte Microprocessor Plus

42
GT3000-Large Installation

MAN STOP

REMOTE CONTROL OPERATOR

ON Fault RUN

STOP MAN AUTO RESET

Motor Drive Stab


1 2 3

Auto Main Logs


4 5 6

DvProt Meter Comm Enter


7 8 9 Canc.

Help
0 SHIFT

Abb. 3A.21 Anschlussbeispiel

43 IMGT300012DE
GT3000-Large Installation

44 IMGT30012DE
Installation GT3000-Large

3A.7 ENCODER-Anschluss

3A.7.1 Allgemeine Daten


Mit der Steuerung "FOC" muss ein Inkremental-Encoder (Montage auf Motor) in Phasenquadratur mit Nullimpuls (bei Standardanwendungen
ist kein Nullimpuls notwendig) vorgesehen werden.
Der Encoder kann mit “line driver” oder “push-pull”-Elektronik verwaltet werden. Der GT3000 LARGE sieht die Versorgung der Encoder zu 5V
Gleichstrom (Klemmen XM1-5/6 auf der Steuerkarte) und zu 24V Gleichstrom vor (Klemmleiste XM2B Klemmen 7- 8).
Für den Anschluss des Encoders und die Konfiguration der Karte siehe Kapitel 3A.2.4.5 und 3A.3.
Es können nur folgende Encoder benutzt werden mit: 512-1024-2048-4096 Impulsen/Drehung.
Max. Eingangsfrequenz der Steuerkarte: FMAX = 100KHz. FMAX * 60
Drehungen MAX =
Die max. Drehzahl des Encoders (Motor) in rpm wird berechnet mit der Formel: N ° I mpulse / Drehung
Endungswiderstand für Encoder line-driver: 120 Ω
Die Dauer des Nullimpulses miss zwischen 90° und 360° Strom liegen

3A.7.2 Anschlussart

Das ggf. vorhandene externe Speisegerät so nahe wie möglich am Encoder anbringen und dazu den Anleitungen lt. Anhang A2.7 folgen.
Für den Anschluss des Encoders ein Kabel mit zwei einzeln
geschirmten Doppeldrähten für Anwendung EIA – RS422
benutzen.
Typische Werte:
Querschnitt des einzelnen Drahts: AWG24 ( 0,22mm2 )
Kapazität zwischen den Kabeln : 50 pF/ m
Kapazität zwischen den Kabeln und dem Schirm: 90 p/F m
Code SAP: ELP20470101

Es ist Pflicht:
-Einen Encoder mit galvanischer Trennung zwischen
Encoderstruktur und den Elektronikschaltkreisen
(typoscher Fall) zu benutzen
-Einen Encoder mit Schutz vor Polungsumkehr der
Speisung und vor Kurzschluss im Ausgang zu benutzen.
-Den Encoder so auf dem Motor zu montieren, dass die
galvanische Trennung zwischen dem Motorgehäuse und
dem Encoder gewährleistet ist.

IMGT300012DE 45
GT3000-Large Installation

Die Kabelschirme an die Schiene des Umformerschirms anschließen und dazu möglichst kurze Verbindungen (“Spiralen”) benutzen.
Die Erdung des Schirms ist wahlfrei. Sie kann angefordert werden, um die Funkstörungen zu verringern, die sowohl vom Antrieb als auch vom
Encoder ausgehen.
Die Verbindung ist durch direkten Anschluss des Schirms an Metallteilen (z.B. Encoder-Körper, dabei Spiralen vermeiden) und an der
Erdklemme des Umformers zu realisieren.

Das Kabel darf nicht unterbrochen werden. Sollten Unterbrechungen aber nicht zu vermeiden sein, ist die absolute Mindestlänge der “Spirale”
bei den Anschlüssen an den Schirm auf der Höhe jeder Unterbrechung zu gewährleisten. Den Anschluss möglichst mit robusten Metallklemmen
für die Enden des Kabelschirms ausführen.
Dies kann durch Blockieren der einzelnen Schirme erfolgen, oder durch die Bereitstellung eines zusätzlichen Komplettschirms, der mit Klemmen
zu befestigen ist.
Die Kabelhülle muss entfernt (abgeschält) werden, um die Klemme anbringen zu können. Der Schirm darf an dieser Stelle weder beschädigt
nicht geöffnet werden. Die Klemmen sind in der Nähe des Umformers oder der Rückkopplungsvorrichtung installiert werden. Die Erdanschlüsse
sind auf einer einzigen Platte oder einer ähnlichen Metallfläche vorzunehmen.

ALLGEMEINE EMPFEHLUNGEN: 1 Ist bei Multidrive-Anwendungen die externe Speisung des Encoders vorgesehen, sollte für jeden
einzelnen Encoder ein Speisegerät benutzt werden.
2 Wenn der Encoder Kabel mit einer Länge von über 60 m benötigt, sollte ein 24V-Encoder
verwendet werden.

46 IMGT300012DE
GT3000-Large Installazione

3A.7.3 Encoder an GT3000 anschließen und individuelle Konfiguration der Mikroprozessorkarte.


1) Die mechanische Installation des Encoders auf der Grundlage der Herstellerangaben kontrollieren.
2) Doe Vorbereitung für Speisung und Empfang des Encoder-Signals auf der Steuerkarte auf Richtigkeit prüfen.

Encoder line driver 5V,


Karte Microprocessor Plus
interne Speisung.
SW1-1=ON,SW1-2=ON, 3
9 SW1-2:ON
Erweiterungskarte
SW1-3=ON,SW1-4=ON A
+5Venc Encoder
0Venc 4
10 A/
A SW1-1:ON
Encoder 5
A/
B 7 B SW1-3:ON
5Venc
B/ 6 0Venc
Z 8 B/
Z/
11
Z SW1-4:ON

12
Z/

JP23

Encoder line driver 5V,


externe Speisung 5/24V. +24V
SW1-1=ON,SW1-2=ON,
SW1-3=ON,SW1-4=ON 0V Karte Microprocessor Plus
3 Erweiterungskarte
9 A SW1-2:ON
Encoder
4
10 A/
A SW1-1:ON
Encoder 5
A/
B 7 B SW1-3:ON
5Venc
B/ 6 0Venc
Z 8 B/
Z/
11
Z SW1-4:ON

12
Z/

JP23

Encoder push pull,


externe Speisung 12/24V. +24V
SW1-1=OFF,SW1-2=OFF,
SW1-3=OFF,SW1-4=OFF 0V Karte Microprocessor Plus
3 Erweiterungskarte
9 A SW1-2:OFF
Encoder
4
10 A/
A SW1-1:OFF
Encoder 5
A/
B 7 B SW1-3:OFF
5Venc
B/ 6 0Venc
Z 8 B/
Z/
11
Z SW1-4:OFF

12
Z/

JP23

Abb. 3A.22

IMGT300012DE 47
GT3000-Large Installation

3A.8 CHECKLISTE DER INSTALLATION:

Vor der Inbetriebnahme muss die mechanische und die elektrische Installation überprüft werden.

CHECKLISTE DER MECHANISCHEN INSTALLATION

… Raumtemperatur und –feuchtigkeit liegen innerhalb der genannten Spezifikationen. Tabelle 2A.1

… Die Einheit wurde korrekt auf einer vertikalen nicht brennbaren Fläche montiert. Abb. 3A.1

… Kühlungsöffnungen nicht verstellt.

CHECKLISTE DER ELEKTRISCHEN INSTALLATION

… Wechselrichter angemessen geerdet. Abs.3A.10

… Netzspannung entspricht der nominalen Eingangsspannung des Wechselrichters Tabelle 2A.3

… Netzverbindungen sind richtig: Kapitel 3A

… angeschlossen
… angezogen

… Eingangsverbindungen sind richtig:

… angeschlossen
… angezogen

… Steuerverbindungen sind richtig:

… angeschlossen
… angezogen

… Passende Eingangssicherungen installiert. Tabelle 3A.2, 3A.3

… Auf den Motoranschlüssen sind keine Ausgangs-Ausgleichkondensatoren vorhanden.

… Im Inneren der Umhausung befinden sich keine Werkzeuge oder andere Gegenstände.

48 IMGT300012DE
GT3000-Large Installazione

IMGT300012DE 49
4A. INSTANDHALTUNG

4A.1 SICHERHEITSMASSNAHMEN

Alle Arbeiten der elektrischen Wartung und der Installation auf den GT3000 müssen von qualifizierten
ACHTUNG ! Technikern ausgeführt werden. Ansaldo Sistemi Industriali S.p.A. haftet nicht für Schäden aufgrund
von unsachgemässer oder nicht genehmigter Wartung.

GEFAHR! TODESGEFAHR ODER STROMSCHLAG! Vor Beginn der Instandhaltung der Einheit müssen
unbedingt die folgenden Sicherheitsmassnahmen ergriffen werden:
Das Verfahren zur Sperre/Ausschluss der Stromzufuhr ausführen und den Hauptschalter des
Schaltschranks öffnen, in dem sich der GT3000 befindet.

Sicherstellen, dass alle Speiseleitungen, die zum Wechselrichter führen (Haupt- und Hilfsspeisungen) vor dem Beginn der
Wechselrichterwartung abgetrennt sind

Mindestens zehn (10) Minuten nach dem Abtrennen der Speisung warten, bevor mit der Instandhaltung der Einheit begonnen wird. Vor
dem Zugriff auf die Motorklemmen sicherstellen, dass die Kondensatoren des Gleichstrom-Bus entladen sind. Siehe das
Sicherheitsschild auf allen Wechselrichtern.

Vor der Instandhaltung an der Maschinen 10 Minuten nach Abtrennen aller Stromversorgungen warten und kontrollieren,
dass die Gleichstromspannung unter 50V liegt. Dazu einen Multimeter zu 1000 Volt Gleichstrom oder höher benutzen.

Die IGBT-Module reagieren empfindlich auf elektrostatische Ladungen. Vorsichtig handhaben, um


Schäden zu vermeiden. Die Steuerklemmen Gate-Sender nicht offen lassen. Diese Pin mit einem
Antistatik-Schwamm oder einer Metallbrücke kurzschließen, wenn sie nicht an die Steuerkarte
angeschlossen sind. Den Kurzschluss bei erneutem Anschließen der Steuerkarte beseitigen.
Die Pin der Vorrichtung nicht mit den Fingern berühren. Für den Test der IGBT-Vorrichtung siehe die
folgende Abbildung.

Abb. 4A.1. Integritätsprüfung der IGBT

IMGT30012DE 49
Instandhaltung GT3000 Large

Kontrolle der Ein- und Ausgangsbrücke

Für diese Tätigkeit wird ein digitales Multimeter benötigt, der auf “diodes test” positioniert wird.
Die Dioden und die IGBTs prüfen, nachdem die Versorgungskabel abgetrennt wurden, um falsche Messungen aufgrund externer
Vorrichtungen zu vermeiden. Zunächst eine Sichtkontrolle vornehmen, dann folgendermaßen vorgehen:
IGBT EINGANGSBRÜCKE
Multimeter + test prod U V W -Vc -Vc - Vc L1 L2 L3 - Vc - Vc - Vc
Multimeter – test prod +Vc +Vc +Vc U V W +Vc +Vc +Vc L1 L2 L3
Bauteil Du Dv Dw Dx Dy Dz D1 D2 D3 D4 D5 D6
Richtiger Wert 0.25 ÷ 0.4 V Gleichstrom 0.35 ÷ 0.5 V Gleichstrom

FUNKTIONSTEST DES GLASFASERKABELS

Wenn es zu Störungen bei der Datenübertragung über Glasfaserkabel gibt, kann dies zwei Ursachen haben:
• das Glasfaserkabel ist kaputt
• Betriebsstörung des Datensenders/-empfängers.
Um zu kontrollieren, ob das Glasfaserkabel defekt ist, wird folgender Test ausgeführt:
Das Glasfaserkabel abtrennen und ein Ende mit einer Taschenlampe oder ähnlichem Gerät anleuchten. Sieht man das Licht am
anderen Kabelende austreten, ist das Kabel nicht kaputt.
ANM. Der genannte Test könnte unzureichend sein. In diesem Fall benötigt man das Testgerät für Glasfaserkabel
Kevlar®-Faser, Glasfaserverkleidung
Glasfaser

Glasfaser

Kevlar®-Faser
Kevlar®-Faser
Glasfaser
Externer PVC-Mantel

Glasfaserverkleidung Glasfaserverkleidung

50 IMGT30012DE
GT3000 Large Instandhaltung

4A.2 VORBEUGENDE WARTUNG

Die Instandhaltung des Wechselrichters lässt sich im Wesentlichen in drei Punkten zusammen fassen:
1. sauber halten
2. trocken halten
3. Anschlüsse gut angezogen halten.
♦ Staub auf der Wechselrichter-Hardware kann zu unzureichender Belüftung und daraus
ACHTUNG
resultierender Leistungsminderung des Ableiters und der Lüfter führen.
♦ Staub in einem Elektrogerät kann zu Funktionsstörungen und Schäden führen.
Staub nimmt Feuchtigkeit auf und erhöht die Störanfälligkeit.
♦ Zum Entfernen von Staub trockene und ölfreie Luft benutzen.
♦ Wärmeschwankungen und mechanische Vibrationen können zu einem Lockern der Verbindungen
führen.
♦ Eine Schraube hat ihre maximale Klemmkraft entsprechend eines Anzugsmoments, der von ihren
Maßen, der Form und dem Material bestimmt wird. Wird das Anzugsmoment dauerhaft
überschritten, verringert sich die Elastizität der Schraube, die sich verformt und auch ihre
Klemmkraft verliert.
Regelmäßig kontrollieren, dass:
die Kabel nicht beschädigt sind
die Klemmen angezogen sind
die Umgebungstemperatur von Wechselrichter und Motor nicht über den empfohlenen Richtwerten liegt
die Karten staub- und kondensfrei sind
die Isolierung nicht beschädigt oder ausgebleicht ist
die Lüftungsöffnungen oder die Bereiche in Wechselrichternähe nicht verstellt oder verstopft sind.

ELEKTRONIKKARTEN

Die Elektronikkarten bedürfen keiner besonderen Wartung. Regelmäßig den Staub entfernen, aber keine Druckluft benutzen. Auf den
Karten befinden sich Bauteile, die empfindlich auf elektrostatische Ladung reagieren.

WÄRMEABLEITER

Regelmäßig abstauben.

LÜFTER
Ausgehend von einer durchschnittlichen Temperatur von 35°C und einer Arbeitszeit von 20 Stunden pro Tag beträgt die
durchschnittliche Standzeit des Lüfters etwa 3 bis 4 Jahre.
Ein Anstieg des Lüftergeräuschs durch die Lager und ein Temperaturanstieg des Wärmeableiters sind Symptome einer möglichen
Störung.

KONDENSATOREN

Die GT3000 Large verwenden wartungsfreie Metall-Kondensatoren in Polypropylendämmung. Ausgehend von einer
durchschnittlichen Temperatur von 35°C und einer Arbeitszeit von 20 Stunden pro Tag beträgt die durchschnittliche Standzeit der
Kondensatoren von GT3000 Large rund 100.000 Stunden.
4A.3 ENTSORGUNG

Der GT3000 enthält Rohstoffe, die sich im Sinne der Energie- und Ressourceneinsparung recyceln lassen.
Der GT3000 enthält keine toxischen oder schädlichen Substanzen.
Die Verpackungsmaterialien und alle Metallteile lassen sich recyceln.
Die Kunststoffteile sind recycelbar oder können lt. örtlichen Vorschriften im kontrollierten Verfahren verbrannt werden.
Die Schaltkarten enthalten Blei und müssen von daher bei Abrüsten der Maschine ausgebaut und nach den örtlichen Vorschriften
entsorgt werden.

IMGT30012DE 51
Download der Software GT3000 Large

4A.4 – DOWNLOAD-VERFAHREN DER SOFTWARE

Um die Software auf die Wechselrichter GT3000 herunterzuladen, muss auf dem Personal Computer das Programm
“flashp165” installiert sein, das auf der CD zusammen mit dem Produkt geliefert wird (Datei setup.exe). Bei Bedarf wenden
Sie sich bitte an den Kundendienst.
Installation des Programms “flashp165” auf dem Personal Computer :
- Die Datei setup.exe in ein Verzeichnis auf dem PC kopieren
- setup.exe starten und die nachstehenden Anweisungen befolgen

DOWNLOAD DER SOFTWARE von GT3000:

Flashp 165 1. Das Programm flashp165 auf dem PC starten

SVGTHFK 2. Von der Mikroprozessorkarte (falls vorhanden) die fortgeschrittene Steuertafel entfernen und
ein serielles Kabel RS232 vom Personal Computer in den Stecker K3 einstecken.

JP8 = ON 3. Den Jumper JP8 auf der Mikroprozessorkarte einstecken. Die Taste Reset (PS4) auf der
Push PS4
Mikroprozessorkarte drücken.

Erase 4. Wählen Sie “Erase” im Menü “Flash” (oder klicken Sie auf das weiße Icon) um den Speicher
der Mikroprozessorkarte zu löschen.

Flashp 165 5. Wenn der PC auf dem Bildschirm die Meldung “Please press RESET button on the board”,
zeigt, erneut die Reset-Taste (PS4) auf der Mikroprozessorkarte drücken.

Open
6. Wählen Sie “Open” (“Öffnen”) im Menü “File”

SG....E1 7. Wählen Sie auf dem PC die herunterzuladende Software des GT3000

Programming 8. Wählen Sie “Programming” im Menü “Flash” (oder klicken Sie auf das weiße Icon) um das
Download-Programm zu starten.

JP8 = OFF 9. Nach Ende der Tätigkeit den Jumper JP8 auf der Mikroprozessorkarte entfernen und die
Push PS4 Reset-Taste (PS4) drücken.

10. Das serielle Kabel RS232 aus dem Stecker K3 ziehen und die Steuertafel anschließen:
A – Wenn auf der Steuertafel der Zustand des Drive (Antriebs) erscheint (Idle, Ready, Protection), ist das Download-Verfahren
beendet. Alle Parameter bewahren ihren ursprünglichen Eichwert.
B – Wenn auf der fortgeschrittenen Steuertafel die Meldung “MacroLoading” (“MLoad” auf der BasisSteuertafel) erscheint,
läuft die Initialisierung:
- Rund 5 Minuten auf die Initialisierung des Wechselrichters warten. In dieser Zeit erscheint auf der fortgeschrittenen
Steuertafel die Meldung “MacroLoading” (“MLoad” auf der BasisSteuertafel);
- Am Ende erscheint auf der fortgeschrittenen Steuertafel die Meldung “Drive Size Error” (“F0210” auf der
BasisSteuertafel);
- Die Wechselrichtergröße in den Parameter Drive Size Select [06.01] eingeben;
- Circa 30 Sekunden warten, dass die Größe des Wechselrichters initialisiert wird. In dieser Zeit erscheint auf der
fortgeschrittenen Steuertafel die Meldung “MacroLoading” (“MLoad” auf der BasisSteuertafel);
- Am Ende erscheint auf der Steuertafel der Zustand des Antriebs (Idle, Ready, Protection);
- Die Programmierungsstufe 3 wählen und dazu auf der Steuertafel die Tasten SHIFT + drücken
- Jetzt sind Download und Initialisierung beendet. Alle Parameter sind auf Standardwerte gesetzt und nun müssen die
von der Anwendung geforderten Werte programmiert werden.

52 IMGT30012DE
5A ANMERKUNGEN ZUR ANWENDUNG
5A.1 WAHL DES MOTORS
Bei Auswahl des Motors ist zu prüfen, dass:
• die Motorbelüftung für den vorgesehenen Betriebsdrehzahlbereich angemessen ist. Bei längerem Betrieb mit niedrigen Drehzahlen wird
eine zusätzliche Motorkühlung benötigt (siehe Diagramm, Abschnitt 1-2).
• der Motor ein ausreichendes Überlast-Drehmoment im Betriebsdrehzahlbereich liefert (siehe Diagramm, Abschnitt 3 4).

Typische Kurven

Typische Kurven

DREHMOMENT
NENN-DREHMOMENT

1,75 DREHZAHL / DREHMOMENT


1. EIGENBELÜFTETER MOTOR: PERMANENTES
1,50 ARBEITS-DREHMOMENT
3 2. MOTOR MIT FORCIETER LÜFTUNG:
1,25 PERMANENTES ARBEITS-DREHMOMENT
4
1 DREHZAHL /ÜBERLASTKAPAZITÄT
0,95 3. ÜBERLAST-DREHMOMENT IM KONSTANTEN
2 DREHZAHLBEREICH
0,75 ÜBERLAST-DREHMOMENT IM
1 4.
0,50 FELDSCHWÄCHBEREICH

0,25

1 25 50 75 100 50HZ
1 30 60 90 120 60HZ
BASISDREHZAHL

(1) Überlast-Drehmoment begrenzt auf 1.1 Tn (Nenn-Drehmoment) bei Anwendungen mit variablem Drehmoment.

ACHTUNG! • Bei einer höheren Drehzahl als der Basisdrehzahl ist der Motorhersteller für eine Funktionsprüfung zu
kontaktieren.
• Bei Betrieb in überhöhter Drehzahl kann es zu Vibrationen aufgrund von Läuferunwucht oder Lastvibrationen kommen. Der Lärm des
vom Wechselrichter gespeisten Motors kann ansteigen.
• NATÜRLICHE RESONANZ. Die Vibration kann mit einer flexiblen Kupplung verringert werden oder indem ein Gummi-Schalldämpfer
unter der Motorbasis angebracht wird. Mit dem Wechselrichter lassen sich kritische Frequenzen vermeiden.
• LÄRM. Die erhöhte Umschaltfrequenz des Wechselrichters führt zu einem Anstieg des Motorgeräuschs. Bei Bedarf eine
Ausgangsreaktanz oder Sinuskurvenfilter verwenden.
• Der GT3000 bietet eine variable Frequenzsteuerung. Der Motor und die Lasten müssen in der Lage sind, außerhalb des vom
Wechselrichter gelieferten Drehzahl- und Leistungsbereiches zu funktionieren.
• DIE MOTORWICKLUNGEN UND –LAGER SCHÜTZEN
Die Ausgangsspannung der modernen Wechselrichter mit IGBT hat Impulse mit einem Wert von circa 1.35 der Netzspannung mit einer sehr kurzen
Anstiegsfront.
Die Impulsspannung kann je nach Kabelmerkmalen an den Motorenden doppelt so hoch sein, was die Isolierung des Motors zusätzlich beansprucht.
Die modernen PWM-Wechselrichter können mit ihren Impulsen mit hoher Anstiegsfront und hoher Umschaltfrequenz Wellenströme durch die
Motorlager verursachen, die die Kugeln des Lagers mit der Zeit erodieren können.
Die Belastung der Motorisolierung kann mit dem Einsatz von Filtern du/dt vermieden werden, die auch die Wellenströme auf den Lagern reduzieren.
Um die Motorlager nicht zu beschädigen, können isolierte Lager benutzt werden (auf der Gegenseite der Kupplung) und Ausgangsfilter lt. Tabelle
auf der folgenden Seite. Die Kabel gemäß den Anweisungen des vorliegenden Handbuchs wählen und installieren.

IMGT30012DE 53
Anmerkungen zur Anwendung GT3000 Large

Die Tabelle 4A.1 erläutert, wie das System zur Motorisolierung zu wählen ist und wann die du/dt-Filter und die isolierten Lager auf der
Kupplungsgegenseite erforderlich sind.
Bezogen auf die Isolierung muss der Motorhersteller konsultiert werden. Wenn der Motor nicht den Anforderungen der Tabelle entspricht oder im Falle
einer unsachgemäßen Installation kann sich die Motorstandzeit verkürzen oder es zur Beschädigung der Lager kommen.
Tabelle 4A.1
Motortyp Netz Netzspannung Anforderung an
Motorisolation du/dt Begrenzung, isolierte B-seitige Lager
PN > 350 kW
oder
Größe > IEC 400
PN > 469 HP
Träufel-und 500 V < UN < 600 V verstärkt: ÛLL =1600 V + du/dt + N + LCMF
Formwicklung
oder
verstärkt: ÛLL =1800 V + N + CMF
600 V < UN < 690 V verstärkt: ÛLL =1800 V + du/dt + N + LCMFF
Formwicklung 600 V < UN < 690 V verstärkt: ÛLL =2000V, N + CMF
Anstiegszeit 0.3 Tausendstelsekunde
Anm. 1: Die in der Tabelle benutzten Kürzel werden nachstehend erläutert.

Kürzel Definition
UN Nennspannung des Speisestromnetzes
ÛLL Spitzenspannung an den Motorenden, der die Motorisolierung standhalten muss
PN Nennleistung des Motors
du/dt du/dt-Filter im Ausgang des Wechselrichters
CMF Leitungsfilter (3 Ferritkerne)
LCMF leichter Leitungsfilter (1 Ferritkern)
N geschirmtes Lager auf der Kupplungsgegenseite
Anm. 2: Explosionsgeschützte Motoren (EX).
Den Motorhersteller bei Isolierungsproblemen des Motors und für die zusätzlichen Anforderungen bei explosionsgeschützten Motoren (EX)
kontaktieren.
Anm. 3: Bremswiderstand
Wenn der Wechselrichter bremst, steigt die Spannung des mittleren Gleichstromschaltkreises während geraumer Zeit an, was insgesamt in einem
Anstieg der Netzspannung von 20% resultiert. Dieser Anstieg muss bei der Bemessung der Isolierung berücksichtigt werden.
• LÄRM Das Geräusch eines über Wechselrichter gespeisten Motors ist höher als das eines vom Stromnetz gespeisten Motors (Umschaltfrequenz des
Wechselrichters= 1,5kHz). Die Verwendung einer Ausgangsdrosselspule oder eines Sinuskurvenfilters verringert oder eliminiert diesen Lärmanstieg.
• EIGENERREGUNG DES MOTORS. Dieses Phänomen ist zerstörend und gefährlich und kann die Maschine beschädigen. Es tritt ein, wenn am
Ausgang des Wechselrichters ein LC-Filter angeschlossen ist.

ACHTUNG ! Bevor der Wechselrichter an den Motor angeschlossen wird, kontrollieren, dass der vom
Kondensatorstand des LC-Filters im Ausgang des Wechselrichters aufgenommene Strom (den Kapazitivwert
aus dem Funktionsschaltbild des Schranks entnehmen) unter 90 % des Leerlaufstroms des Motors liegt.
Diese Bedingung muss geprüft werden, um die mögliche Eigenerregung des Motors mit resultierenden
schweren Maschinenschäden und Personenverletzungen zu vermeiden.

54 IMGT30012DE
GT3000 Large Anmerkungen zur Anwendung

5A.2 ANWENDUNGEN MIT SONDERMOTOREN

• MOTOREN MIT BREMSE. Die Bremse muss eine unabhängige Stromversorgung haben. Wenn die Bremse eingekuppelt ist, muss der Wechselrichter
deaktiviert sein.
• MOTOR MIT KEGELLÄUFER. Die Bremse wird vom Magnetfeld des Motors gesteuert. Bei Bedarf den Booster einbauen oder einstellen. In einigen Fällen
muss ein größer bemessener Wechselrichter benutzt werden.
• MOTOREN MIT DOPPELTER WICKLUNG. Der Ausgangsstrom des Wechselrichters muss über dem Nennstrom jeder Motorwicklung liegen. Die Wicklung
muss bei stillstehendem Motor und deaktiviertem Wechselrichter umgeschaltet werden.
• KLASSIFIZIERTE MOTOREN. Der Wechselrichter darf nicht in explosions- oder brandgefährdeten Umgebungen eingesetzt werden. Sollen Motor und
Wechselrichter in einer solchen Umgebung eingesetzt werden, sind beide in explosionssicherer Ausführung vorzusehen.
• ÜBERTRAGUNGSKUPPLUNGEN. Das Schmiersystem und die Drehgrenzen variieren je nach Hersteller. Bei Schmieröl kann häufiger Betrieb mit
niedrigen Drehzahlen zu einer Überhitzung aufgrund unzureichender Schmierung führen. Mit dem Hersteller prüfen, ob ein längerfristiger Betrieb bei
solchen Drehzahlen möglich ist.
• SYNCHRONMOTOREN. In diesem Fall empfiehlt sich der Einbau einer Ausgangsreaktanz, um die unzureichende Motorinduktivität auszugleichen.
• TAUCHPUMPEN. Der Nennstrom dieser Motoren liegt über den Standardwerten.
• EINPHASIGE MOTOREN. Die GT3000 sind nicht für die Steuerung einphasiger Motoren vorgesehen.

5A.3 WAHL DES WECHSELRICHTERS

• Die Wahl der Größe des GT3000 muss auf dem Nennstrom des Wechselrichters basieren, und nicht auf der Leistung desselben. Der
Ausgangsstrom des Wechselrichters muss über dem Nennstrom des angetriebenen Motors liegen.
• Wenn ein einziger Wechselrichter mehrere Motoren speist, muss ein GT3000 mit einem Ausgangsstrom gewählt werden, der 10% über
der Summe der Motorströme liegt. Eine unabhängige Thermosicherung für jeden Motor vorsehen. Die interne Thermo-
Softwaresicherung des GT3000 ist bei Anwendungen mit mehreren Motoren nicht ausreichend.
• Bei Anwendungen mit mehreren parallel geschalteten Motoren kann die Vektorsteuerung nicht benutzt werden, sondern es ist die
Steuerung SLs oder V/Hz zu benutzen.
• Wenn bei Anwendungen mit mehreren Motoren einige der Motoren während des Wechselrichterbetriebs ein- oder ausgeschaltet werden
müssen, ist ein GT3000 mit einem angemessenen nominalen Stromwert zu wählen, um die Summe der Betriebsströme aller
eingeschalteten Motoren zu verwalten und auch des Anlassstroms des/der Motors/Motoren, die eingeschaltet werden sollen.
• Das Anlass- und Beschleunigungs-Drehmoment eines per Wechselrichter gesteuerten Motors ist auf den Höchststrom des Antriebs
begrenzt. Wenn ein erhöhtes Anfangsdrehmoment benötigt wird, muss ein größer bemessener Wechselrichter gewählt werden.
• Wenn die Anwendung einen Ausgangsschütz erfordert, dürfen die Ein- und Ausschalttätigkeiten nur bei deaktiviertem Wechselrichter
erfolgen. Den Schütz mit der Wechselrichterlogik verkabeln.
• Wenn der Wechselrichter in Schutz geht, dann dreht sich die Motorwelle durch Trägheit weiter. Wenn dies nicht erwünscht ist, muss
eine mechanische Bremse eingebaut werden.
• Wird der Wechselrichter von einem Stromgenerator gespeist ist sicherzustellen, dass dieser den vom Wechselrichter erzeugten
Klirrfaktor aushält.
• Die angemessene Nutzung der wahlfreien dynamischen Bremse führt zu einer Überhitzung des Motors. Wenn die Anwendung den
häufigen und wiederholten Einsatz dieser Option erfordert, ist die richtige Bemessung des Motors zu kontrollieren oder wenden Sie sich
an den Motorhersteller.

IMGT30012DE 55
Anmerkungen zur Anwendung GT3000 Large

5A.4 ALLGEMEINE VERKNÜPFUNGEN BEIM WECHSELRICHTEREINSATZ

ID ηINV AN ηM
L PN
IL

IN
UL PD cosϕM
UN IM

Abb. 5A.2. Eindraht-Schaltplan eines Wechselrichters mit Induktionsmotor

AN = 3 ⋅ UN ⋅ IN AN = SCHEINLEISTUNG DES WECHSELRICHTERS


IN = NOMINALER AUSGANGSSTROM DES WECHSELRICHTERS (RMS)
UN = NOMINALER AUSGANGSSPANNUNG DES WECHSELRICHTERS (RMS)
PM = A N ⋅ ηM ⋅ cos ϕ M PM = AN DER MOTORWELLE VORHANDENE MECHANISCHE LEISTUNG
ηM = MOTORWIRKUNGSGRAD
cos ϕM = LEISTUNGSFAKTOR DES MOTORS
PM PD = LEISTUNG AUF GLEICHSTROMANSCHLUSS
PD =
ηM ⋅ ηinv ηinv = WECHSELRICHTER-WIRKUNGSGRAD
PD ID = MITTLERER STROMWERT AUF DEM GLEICHSTROMANSCHLUSS
ID =
1.35 ⋅ U L UL = EINGANGSSPANNUNG (RMS)
I L = 0.87 ⋅ I D EINGANGSSTROM RMS (AUSGEHEND VON EINER EINGANGSREAKTANZ VON 3%)
I L = 1.25 ⋅ I D EINGANGSSTROM RMS (OHNE EINGANGSREAKTANZ)
I D = 1.32 ⋅ I M ⋅ cos ϕ M AUSGEHEND VON ηINV = 0.97
I L = 1.15 ⋅ I M ⋅ cos ϕ M EINGANGSSTROM RMS (AUSGEHEND VON EINER EINGANGSREAKTANZ VON 3% E UL= UN)
I L = 1.65 ⋅ I M ⋅ cos ϕ M EINGANGSSTROM RMS (OHNE EINGANGSREAKTANZ UND MIT UL= UN)

Wenn der Motor mit einer Leistung (Pu) unter der Nennleistung (PM) arbeiten muss, dann gilt:
2
 PU  PU = Arbeitsleistung
IU =  * IA  + (IO)
2

 PN  PN = Nennleistung des Motors


IA = Drehmoment-Strom
IA = (IN)2 − (Io)2 IO = Magnetisierungsstrom
IN = Nennstrom des Motors
A = 3 * UN * IU
IU = Motorstrom @ PU
A= Scheinleistung Wechselrichter (kVA)

Gleichrichter mit 12 Impulsen:


Id/2 Id
Pd
IL I =
P D 1.35 * U L * 0.95
U
Id
U I = 0.84 *
L 2
Id/2 Es liegt ein Umlaufstrom der 6.
Harmonischen an (der typische Wert beträgt
IL rund 25% des Eingangsstroms -IL).

56 IMGT30012DE
GT3000 Large Anmerkungen zur Anwendung

Beschreibung der Zeichen der Größen Zeichen der Maßeinheiten Umwandlungsfaktoren oder Äquivalente
Größe
SI TECHN.SYST. SI TECHN.SYST.
Länge l l m (Meter) m 1 Km=1000 m
Fläche A A m2 m2 1 m2=100 dm2
Volumen V V m3 m3 1 m3=1000 dm3
1 dm3=1 Liter
Ebener Winkel α, β, γ α, β, γ rad ° 360° = 2 π rad (Drehwinkel)
(Radiant) (sechzigstel 1° = π /180 rad
Grad) 1’ =1°/60 = π /10800 rad (Winkelminute)
1”=1’/60 = π /684000 rad (Winkelsekunde)
Zeit t t s (Sekunde) s 1 min = 60 s
1h = 60 min = 3600 s
1d = 24 h = 86400 s
1a = 365 d
Frequenz f f Hz (herz) 1/s 1 Hz = 1/s
Geschwindigkeit v v m/s m/s 1 m/s = 3,6 km/h
(linear)
Drehzahl ω N rad/sec rpm 2*π*N
Winkelgeschwind. ω=
60
Beschleunigung a a m/s2 m/s2 Schwerkraft:
(linear) g = 9,81 m/s²
Winkelbeschleunigung dω/dt rad/s2
Masse m m Kg Kgp s²/m 1 Kgp s²/m = 9,81 Kg
(Kilogramm
Gewicht)
Dichte e d Kg/m3 Kgp/dm3
Kraft F F N (newton) Kgp 1 Kgp = 9,81 N
(Kilogramm
Gewicht)
Druck p p Pa (pascal) Kgp/cm2 1 Pa = 1 N/m2
1 Kgp/cm2 = 9,81*104 Pa
Arbeit W W J (joule) Kgp m 1 J = 1 N m = 1 Ws
Energie E E 1 Kgp m = 9,81 J
Kraftmoment M M Nm Kgp m 1 N m = 1 J = 1 Ws
Drehmoment 1 Kgp m = 9,81 N m
Leistung P P W (watt) Kgp m/s 1 W = 1 J/s = 1 N m/s
1 Kgp ms = 9,81 W
Trägheitsmoment J J Kg m2 Kgp ms2 1 Kgp ms2 = 9,81 Kg m²
Stromstärke I I A (ampere) A
Spannung U U V (volt) V
Elektr. Widerstand R R Ω (ohm) 1 Ω= 1 V/A
Kapazität C C F (farad) F 1 F = 1 C/V
Elektrische Ladung Q Q C (coulomb) C 1C=1As
Stromleitung G G S (siemens) S 1 S = 1 A/V = 1/
Induktanz L L H (henry) H 1 H = 1 V s/A
Magnetische Induktion B B T (tesla) T 1 T = 1 Wb/m2
Magnetischer φ φ Wb (weber) Wb 1 Wb = 1 V s
Strom
Magnetfeld H H A/m A/m
Temperatur t t °C °C 1 K = 1 °C
absolute T K 0 K = -273,16 °C
Temperatur

IMGT30012DE 57
Anmerkungen zur Anwendung GT3000 Large

5A.5 -- NÜTZLICHE UMWANDLUNGSFAKTOREN

KATEGORIE MULTIPLIZIEREN MIT FÜR RESULTAT

Länge Meter 3.281 feet (Fuß)


Meter 39.37 inches (Zoll)
inches (Zoll) 0.0254 Meter
feet (Fuß) 0.3048 Meter
Millimeter 0.0394 inches (Zoll)

Drehmoment Newton-Meter 0.7376 lb/ft


b-ft 1.3558 Newton-Meter
lb-in 0.0833 lb-ft
lb-ft 12.00 lb-in

Drehung RPM 6.00 Grad/s


RPM 0.1047 rad/s
Grad/s 0.1667 RPM
rad/s 9.549 RPM

Trägheitsmoment Newton-Meter2 2.42 lb-ft2


oz-in2 0.000434 lb-ft2
lb-in2 0.00694 lb-ft2
slug-ft2 32.17 lb-ft2
oz-in-sec2 0.1675 lb-ft2
lb-in-sec2 2.68 lb-ft2

Leistung watts 0.00134 hp


lb-ft/min 0.0000303 hp
hp 746.00 watts
hp 33000.00 lb-ft/min
BTU/hour 0.293 watts

Temperatur Temperatur (Grad Celsius) : tc (°C)


Temperatur (Grad Fahrenheit ) : tf (°F)
5
t c = (t f − 32) (°C)
9
9
t f = 32 + t c (°F)
5
Druck Volumetrische Menge
1 atm = 101325,3 Pa = 1,013253 bar = 760 mmHg V 3
q= m /s
1 bar = 105 Pa = 750 mm Hg = 0,9869 atm t
−3 3 −5 3
1 mm Hg = 133,322 Pa =1,333227 millibar 1M l / min = 10 / 60 m / s = 1,67 * 10 m /s
−4
= 0,00131579 atm
3 3 3
1m / h = 1 / 3600 m / s = 2,78 * 10 m / s
1 Pa = 105bar = 0,007500594 mmHg = 0,9869 * 105atm 3
q L [m /s = 1,67 * 10
−5
* q] L [l/min]
3
q [l/min] = 60000 * q [ m / s ]
q [ m 3 / s ] = 2,78 * 10 −4 * q [ m 3 / h ]
q [ m 3 / h ] = 3600 * q [ m 3 / s ]

58 IMGT30012DE
GT3000 Large Anmerkungen zur Anwendung

5A.5.1 Häufig benutzte Formeln

Internationales System (SI) Technisches System


Arbeit und Energie: Arbeit und Energie:
W =F*l 1
E [Kgp m] = * GD2 [Kgp m2] * N2 [rpm]2
W =M*α 7157
E =P*t
1 2
E = Jω
2
Drehmoment: Drehmoment
M =F*l M=F*l

M =
P[W ]
=
[ ] = 9,55 * P[W ]
60 * P W
M [Kgp m] = 974 *
[ ]
P kW
ω[rad/sec] 2π * N [rpm ] N [rpm ] N [rpm ]
W Heben:
Leistung: P =
t P[Kw] = 1 * G [kgp] * v [m/s]
102
Heben: P [W] = G [N] * v [m/s] (G : Gewicht)
Drehbewegung: P = M *
Drehbewegung:
P = M* 2π
60
*N =
1
[ ] [ ]
* N rpm * M Nm P[Kw] = 1 * M [kgp m] * N [rpm]
974
9,55
Bewegung (Verschiebung): P [W] = F [N] * v [m/s]
Beschleunigungs- und Bremszeit: Beschleunigungs- und Bremszeit:

∆t [s] =
J Kg m 2  * ω[rad / s]
 
=
1 [ ]
J * N rpm
∆t [s] =
1 GD
2
[ ]
kgp m2 * N rpm [ ]
M [N m ] 9,55 M [Nm ] 375 [
m kgp m ]
2 2
Trägheitsmoment: J = m * r Trägheitsmoment: GD = 4 * J
m = Körpermasse (Kg) G : Körpergewicht (kgp)
r = Trägheitsdurchmesser (m) D : doppelter Trägheitsdurchmesser (m)
JR [kg m2] = 91,2 m[kg ]*v 2 [m / s]2
N 2 [rpm]2
m = sich bewegende Masse (Kg)
v = Geschwindigkeit der Masse (m/s)
nmot = Motordrehzahl (rpm)
JR = reduziertes Trägheitsmoment an der Motorachse (Kg/m²)
Asynchronmotoren:

Eingangsleistung:PI = 3 U I cos ϕ : cos ϕ : Leistungsfaktor des Motors

Ausgangsleistung (mechanisch an der Welle): PU = 3 U I cos Motorwirkungsgrad


Temperaturanstieg in den Motorwicklungen:
Rc - Rf Rc - Rf
Kupfer : ∆t = (234,5 + tf) ; Aluminium : ∆t = (230 + tf)
Rf Rf
∆t (°C) : Temperaturanstieg
tf (°C) : Temperatur kalt
Rc (Ω) : Wicklungswiderstand warm
Rf (Ω) : Wicklungswiderstand kalt
Spezifisches Gewicht und spezifische Wärme
MATERIAL SPEZIFISCHES GEWICHT [Kg / dm³] SPEZIFISCHE WÄRME [Kcal / Kg °C]
STAHL 7,85 ÷ 7,87 0,115
GRAUGUSS 6,9 ÷ 7,25 0,13
KUPFER 8,9 0,093
ALUMINIUM 2,7 0,227
WASSER 1 1
ÖL 0,85 ÷ 0,95 0,4

IMGT30012DE 59
Anmerkungen zur Anwendung GT3000 Large

60 IMGT30012DE
6A OPTIONEN
6A.1 STEUERTAFEL
Es gibt drei Modelle
BASIS-Steuertafel SVGTBFK mit LED
FORTGESCHRITTENE Steuertafel SVGTAFK mit LCD-, Grafik, hintergrundbeleuchtet
Siehe Kapitel 2B für die Merkmale.

SVGTBFK SVGTAFK

REMOTE CONTROL OPERATOR

ON Fault RUN

STOP MAN AUTO RESET

Enter
Canc.

SHIFT

Steuertafelabmessungen

IMGT30012DE-oct.-07 61
Optionen GT3000 Large

Steuertafelistallation auf der Schranktür

Für die Fernmontage der Steuertafel gibt es einen Options-Bausatz, Typ: SVGTRK - SAP Code: ELC452936.
Dieser Bausatz besteht aus:
UMHAUSUNG für die Installation der Steuertafel
GESCHIRMTEM KABEL (Länge ≈ 2m) für den Anschluss an den GT3000 (Stecker X3 der Steuerkarte)
Befestigungshalterungen
Zwei Dichtungen für die Umhausung und das Loch des Steckers

Abb. 6A.2.3

Umhausung.

Die Installation der Umhausung erfordert einen Hohlraum auf der


Schranktür.
150

110

Schutzgrad der Steuertafel: IP54


Schutzgrad der Umhausung: IP54)

62 IMGT30012DE
GT3000 Large Optionen

6A.2 “SIOVA” EXPANSIONSKARTE FÜR DIGITALE E/A

Für jeden Wechselrichter können 2 Karten auf der


Steuertafel installiert werden.
Die Karte umfasst:
8 optoisolierte Digitaleingänge
8 digitale Relaisausgänge

Ext. Stromzufuhr
SIOVA KARTE: Ein- und Ausgangsanschlüsse

Digitaleingänge

Digitalausgänge

IMGT30012DE 63
Optionen GT3000 Large

6A3 Serielle Expansionskarte


Es gibt serielle Karten für die folgenden Protokolle: Profibus DP, Modbus RTU und DeviceNet 12Profile. Siehe „Kommunikationshandbuch”
IMGT30005EN

6A3 STO Expansionskarte

64 IMGT30012DE
GT3000 Large Optionen

IMGT30012DE 65
Optionen GT3000 Large

66 IMGT30012DE
7A ERSATZTEILE

a) DIE EMPFOHLENEN ERSATZTEILE SIND FETTGEDRUCKT MARKIERT (2 BETRIEBSJAHRE)


ANM. b) DIE GENANNTE ANZAHL BEZIEHT SICH AUF DIE MENGE DER IM WECHSELRICHTER MONTIERTEN BAUTEILE
1

GT3000 LARGE Spare Parts Luftgekühlt Wassergekühlt


Beschreibung Code SAP 700 1K1 1K3 1K7 850 1K1 1K6 2K3
Steuerkarte SCADAP (E) ELC452613 1 1 1 1 1 1 1 1
Steuertafel (nur eine SVGTBFK (Basis) ELC481316 1 1 1 1 1 1 1 1
pro Wechselrichter) SVGTHFK (Fortgeschritten) ELC481317 1 1 1 1 1 1 1 1
Leistungskarte SPUFA ELC452638 1 1 1 1 1 1 1 1
Leistungskarte GTAS750 1000075903 1
GTAS1K0 1000072143 1
GTAS1K2 1000072137 1
GTAS1K7 1000075389 1
GTWS850 1000093072 1
GTWS1K1 1
GTWS1K6 1000093071 1
GTWS2K3 1000092141 1
Schnittstellenkarte SK "INTSCA" ELC452389 1 1 1 1 1 1 1 1
Glasfaserkarte EXPAR2B 1000005642 1 1 1 1 1 1 1 1
Filterkondensatoren 900UF 1000V FILM ELC225289 9 12 15 18 9 12 18 24
Condensatoren banke 900UF 1000V FILM 1000092137 1
400V 50Hz (IIIL) ELP205610
Lüfter 460V 60Hz (IIIL) ELP228123 1 1 1 1
400V 50Hz (IVL) ELP205376
460V 60Hz (IVL) 1
1-IGBT 1200A 1000005758
IGBT 6
Pilot Karte SK "GSIDA" 1000014432
Es muß mit seiner command 1-IGBT 1600A 1000084507
6 6
Karte bestellt werden Pilot Karte SK "GSIDA" 1000084508
1-IGBT 2400A 1000005757
6 6
Pilot KarteSK "GSIDA" 1000014395
1-IGBT 3600A 1000003815
6 6 6
Pilot Karte SK "GSIDA" 1000004007
CH1A1K3J (chopper) 1000084510
Phasen GTAS750 1000084505 3
Es schließt ein: GTAS1K0 1000083934 3
2 IGBT GTAS1K2 1000083935 3
TA Lem GTAS1K7 1000083936 3
Condensatoren GTWS850 1000011058 3
Command Karte GTWS1K1 3
GTWS1K6 1000005755 3
GTWS2K3 1000003881 3
Stromgeber LEM 1000/0,2A ELP223424 3
LEM HAX 1000-S O.L 1000072145 3 3 3
LEM HAX 2000-S O.L. 1000011475 3 3
LEM LT 2005-S 1000003824 3 3
Spannungsgeber TV-LEM 10MA/50MA ELP220975 1 1 1 1 1 1 1 1
Speisegerät 100W U=24V-4,5 ELP221237 1 1 1 1 1 1 1 1
Bremsenkarte ELC452286 1 1 1 1 1 1 1 1
Glasfaserkarte EXPARB (PARALLEL ONLY) 1000005886 1 1 1 1 1 1 1 1

IMGT30012DE 67
Ersatzteile GT3000 Large

GT3000 LARGE Luftgekühlt Wassergekühlt


Beschreibung Code SAP 700 1K1 1K3 1K7 850 1K1 1K6 2K3
Eingangs- TZ630 22 6P 1000095340 3 3 3 3
gleichrichter DZ 540 22 6P 1000009152 3 3 3 3
TD430 22 12P 6 6 6 6
18P
18P
TZ740 22 6P ELC409915 3 3 3 3
DZ 1070A 2200V 6P 1000080117 3 3 3 3
TZ740 22 12P ELC409915 6 6 6 6
DZ 1070A 2200V 12P 1000080117 6 6 6 6
18P
6P
TD215 22 12P 1000005759 6
18P
6P
TD 460A 240 12P ELC230338 6
18P
18P
Gleichrichter bein SCR, Dioden, Sicherungen 6P 8000000606 1
Steuer- SK "GCPSA" 6P 1000007512 1 1 1 1 1 1 1 1
karte Vorspannung 12P 1000007512 2 2 2 2 2 2 2 2
SCR 18P 1000007512 3 3 3 3 3 3 3 3
Filter- 6P 1 1 1 1 1 1 1 1
karte FI75B 12P 1000000456 2 2 2 2 2 2 2 2
18P 3 3 3 3 3 3 3 3
Schmelz 6P 3 3 3 3 3 3 3 3
gleichrichter B32K750 750VAC 1,2W 12P ELC409586 6 6 6 6 6 6 6 6
18P 9 9 9 9 9 9 9 9
6P 3 3 3 3 3 3 3 3
Sicherungen 1A 600V 10X 12P ELC409659 6 6 6 6 6 6 6 6
18P ELC409659 6 6 6 6 6 6 6 6
80A 660V BS88 (precharge) 6P ELC402432 1 1 1 1 1 1 1
Vorlade- 6 1 1 1 1 1
dioden Double Diode 90A 2000V 12 ELC230337 2 2 2 2 2
18 3 3 3 3 3
6 1 1
Vorlade- RES. 40R 950W 12 ELC22232903 2 2
Widerstand 18 3 3
6 1
RES. RFH1100 20OHM 12 ELP22232905 2
18 3
6 1 1 1
RES. RFH1100 25OHM 12 ELP22232904 2 2 2
18 3 3 3

GT3000 LARGE OPTIONEN


Beschreibung Code SAP Teile f. Wechselrichter
SVGTRK BAUSATZ Steuertafelfernsteuerung ELC452936 1
SVGTPDP (Bausatz Profibus) ELC452614 1
SVGTMRTU (Bausatz Modbus) 1000073141 1
GTSDNT Karte Anybus DeviceNet) 1000007778 1
GSABA Schnittstellenkarte Anybus DeviceNet) 1000008534 1
SVSIOS1A Erweiterungskarte f. digitale E/A ELC452264 1
SVS2AB 2-Kanal-Wandler 10V/0V/-10V / 0(4)-20mA ELC481003 1
AFE Gleichlauf-Trafo 1000000937 1

68 IMGT30012DE
ANHANG A1 KLEMMEN UND FUNKTIONSPLÄNE
Leistungs—und Hilfsklemmen
Standardversion

Beschreibung Klemme
EINGANG L1
L2
L3
PE
AUSGANG U
V
W
PE
DC BUS +

BREMSE= RE+
RE−
LÜFTER LV1
3 PH LV2
LV3
SPEISUNG XM3B-2
STEUERKARTE XM3B-4
THERMOSICHERUNG XM3B-5
SLAVE XM3B-6
VORLADUNG XM2B-3
OK XM2B-4
CNT XM2B-5
OK XM2B-6

Version mit 12-18 Impulsen

Beschreibung Klemme
EINGANG L1A
L2A
L3A
PE
L1B
L2B
L3B
PE
L1C
L2C
L3C
PE

IMGT30012DE 69
Klemmen und Funktionszeichnungen GT3000 Large

M10 SCHRAUBE M10 SCHRAUBE SEKTION B-B

M10 SCHRAUBE

SEKTION A-A

GTA1LARGE IV Leistungszweige
Gleichstromspeisung

70 IMGT30012DE
GT3000 Large Klemmen und Funktionszeichnungen

M10 SCHRAUBE M10 SCHRAUBE SEKTION B-B

M10 SCHRAUBE

SEKTION A-A

GTA1LARGE III Leistungszweige


Gleichstromspeisung

IMGT30012DE 71
Klemmen und Funktionszeichnungen GT3000 Large

M10 SCHRAUBE M10 SCHRAUBE SEKTION A-A

M10 SCHRAUBE

M10 SCHRAUBE

SEKTION A-A

GTA1LARGE IV Leistungszweige
Wechselstromspeisung

72 IMGT30012DE
GT3000 Large Klemmen und Funktionszeichnungen

GT3000 Large 6P

L3 U
L2 V
STROMVERSORGUNG MOTOR
L1 W
PE PE

DREHSTROMLÜFTER

U1 400V 50Hz 4A
V1
W1
230V 50/60Hz
XMA3-2 0,5A STEUERSPEISUNG

XM3A-4

GT3000 Large Bus D.C.

+ U

STROMVERSORGUNG V
- MOTOR
W
PE PE

DREHSTROMLÜFTER

U1 400V 50Hz 4A
V1
W1
230V 50/60Hz
XMA3-2 0,5A STEUERSPEISUNG

XMA3-4

GT3000-LARGE 12P

PE
L3A
L2A
STROMVERSORGUNG L1A
L3B U
L2B MOTOR
L1B
V

-
PE U1
STEUERSPEISUNG AC
V1
XMA3 -2 230V 50/60 Hz Steuerkarte DREHSTROMLÜFTER
0,5A 400V 50-Hz 4A
W1
XMA3 -4

IMGT30012DE 73
Klemmen und Funktionszeichnungen GT3000 Large

STROMVERSORGUNG STROMVERSORGUNG
XM3A -4

XM3B -2
XM3A -2

XM3B -4

W1

U1
V1
U1
W1
V1

L2
L3
L1

L3
L1
L2
PE

PE
VORSTEUERUNGSSPEISUNG
STEUERSPEISUNG

STEUERSPEISUNG
DREHSTROMLÜFTER

MASTER SLAVE
PE

PE
V

V
U

U
W

74 IMGT30012DE
GT3000 Large Klemmen und Funktionszeichnungen

STROMVERSORGUNG
XM3A -4
XM3A -2

XM3B -2
XM3B -4

W1
U1

U1
V1
W1
V1

PE
PE

+
-

-
VORSTEUERUNGSSPEISUNG
STEUERSPEISUNG

DREHSTROMLÜFTER

DREHSTROMLÜFTER

MASTER SLAVE
PE

PE
V

V
U

U
W

IMGT30012DE 75
Klemmen und Funktionszeichnungen GT3000 Large

76 IMGT30012DE
ANHANG A2 EMV-ANLEITUNGEN
A2.1 EN61800-3
EN 61800-3:2004 Adjustable speed electrical drive systems. Part 3: Hierbei handelt es sich um die EMV-Norm für Standardprodukte
einsschließlich spezieller Prüfverfahren. Die Übergangszeit von der geltenden EN 61800-3:1996 endet am 1. Oktober 2007.
Die EN 61800-3 umfasst den Antrieb vom Netzanschluss bis zur Motorwelle, sie definiert vier verschiedene Kategorien C1 - C4,
verschiedene Installationsumgebungen (Wohnbereich/Industriebereich), externe Ports und interne Schnittstellen.
Sie definiert Bewertungskriterien für die Betriebsmerkmale bei Störungen an den externen Ports und internen Schnittstellen je nach
Aufstellungsort.
A2.2 INSTALLATIONSUMGEBUNG (Definition)
Umgebung 1 (Wohn- und Geschäftsbereich):
Umgebung, die häusliche Abnehmer umfasst. Dazu gehören auch die direkt – ohne Zwischentrafo - an ein Niederspannungsnetz, das
Wohngebäude speist, angeschlossene Industrieabnehmer.
Umgebung 2 (Industrienetz):
Umgebung, zu der andere Industrieabnehmer gehören, als die, die direkt an ein Niederspannungsversorgungsnetz angeschlossen ist, das
Wohngebäude speist.
ANM. Für PDS (Power Drive Systems - Antriebssysteme), die in Umgebung 2 aufgestellt sind, muss der Anwender sicherstellen, dass
keine zu starken Störungen im Netz hervorgerufen werden, auch wenn die Verteilung anhand eines Mittelspannungsnetzes erfolgt.”
Privates Netz
Das private Netz zeichnet sich dadurch aus, dass es von einem dedizierten Mittelspannungsnetz gespeist wird und nicht zur Speisung von
Wohngebieten bestimmt ist.
Das Privatnetz speist normalerweise Geschäftsgebäude, Büros in Wohngebäuden, Einkaufszentren usw. Der Anwender kann entscheiden,
ob er das Netz in Umgebung 1 oder 2, wie von der Norm definiert, realisieren will.
Ein privates Niederspannungsnetz kann als Anlage lt. EMV-Norm betrachtet werden. Die EMV-Norm wird in Übereinstimmung mit den
körperlichen Grenzen der Anlage bewertet, die Emission und die Immunität bezogen auf Funkstörungen werden auf der Grundlage der
räumlichen Grenzen und der verursachten Störungen in Basis des Eingangs in das Versorgungsnetz bewertet.

Klassifizierung der Umgebungen nach Aufstellungsumgebung

A2.3 EN 61 800-3 Ed.2 Kategorien


Kategorie C1: PDS mit Nennspannung unter 1000V, für uneingeschränkten Gebrauch in Umgebung 1 konzipiert.
Kategorie C2: PDS mit Nennspannung unter 1000V, für Gebrauch in Umgebung 2 konzipiert. Der Einsatz ist in Umgebung 1 unter
Einhaltung der folgenden Kriterien möglich:
 Nennspannung < 1000 V.
 Keine Buchse.
 Keine ausbaubare Vorrichtung.
 Einbau und Verwaltung ausschließlich durch qualifizierten Techniker (Person/Organisation mit den notwendigen
Kenntnissen bezogen auf die Installation und/oder Verwaltung von Leistungsumformern einschließlich deren EMV-
Aspekte).
 Es müssen die Gebrauchanweisungen genannt werden.
Hinweise für die Bedienungsanleitung:
“Dies ist ein Produkt der Kategorie C2 nach IEC 61800-3. In häuslicher Umgebung kann dieses Produkt Funkstörungen
verursachen. In diesem Fall müssen Zusatzmaßnahmen zur Verringerung dieser Störungen ergriffen werden.”
Kategorie C3: PDS mit Nennspannung <1000V, für ausschließlichen Gebrauch in Umgebung 2 konzipiert.
Hinweise für die Bedienungsanleitung:
“Diese Art von PDS ist nicht für den Einsatz im öffentlichen Versorgungsnetz mit Niederspannung vorgesehen, dass
häusliche Abnehmer versorgt. Die Verwendung in diesem Netz verursacht Funkstörungen”.

IMGT30012DE 77
Installation

Kategorie C4: Für den Einsatz in Umgebung 2, bei dem mindestens einer der folgenden Punkte erfüllt sein muss:
 Nennspannung ≥1000 V
 Nennstrom ≥400 A
 Anschluss an ein IT-Netz (erdfreies Netz)
 Die Anforderungen dynamischer Leistungen werden als Folge der Filterung begrenzt
Es muss ein EMV-Plan vorbereitet werden!

A2.4 Benutzte Lösungen zur Gewährleistung der Emissionskonformität.


Die Emissionen können in zwei Typen geteilt werden, Emission durch Leitung und Emission durch Strahlung. Die Störungen können auf
unterschiedliche Weise ausgegeben werden. Leitungsemissionen können sich auf andere Ausrüstungen über alle leitenden Bauteile
ausdehnen, wie Kabel, Erdung und das Metallgehäuse der Schränke.
Leitungsemissionen: Diese lassen sich folgendermaßen einschränken:
Mit für Hochfrequenzstörungen RFI-Filtern
Durch Verwendung von Überspannungsunterdrückern auf den Relaisspulen, den Schützen, Elektroventilen usw.
um die Funkenbildung während des Umschaltens abzuschwächen
Durch Verwendung von Ferritringen bei den Leistungsanschlussstellen
Strahlungsemissionen: Um Störungen zu vermeiden, die durch die Luft übertragen werden, müssen alle Bauteile der elektrischen
Antriebe einen Faradayschen Käfig bilden, um die ausgestrahlte Emission zu kontrastieren.
Unter elektrischem Antrieb versteht man auch Schränke, die Hilfsschaltkästen, Verkabelungen, Motoren usw.
Nachstehend ein Verzeichnis einiger Methoden, um die Kontinuität des Faradayschen Käfigs zu sichern:
Schränke: • Der Schrank muss an allen Berührungspunkten mit anderen Platten, Türen usw. eine Rostschutzendbehandlung
– nicht lackiert - aufweisen.
• Ale Kontakte zwischen den Metallen müssen lackfrei sein und bei Bedarf leitende Dichtungen haben.
• Nicht lackierte Installationsplatten benutzen, die an eine gemeinsame Erdstelle angeschlossen sind und dabei
sicherstellen, dass die einzelnen Metallbauteile fest in einem einzigen Erdungsweg angeschlossen sind.
• Bei Türen und Abdeckungen leitende Dichtungen benutzen. es empfiehlt sich, die Abdeckungen in Abständen
von nicht mehr als 100 mm an den Stellen zu befestigen, an denen Strahlungen austreten können.
• Die bezogen auf Strahlungsstörungen so genannte “schmutzige” von der “sauberen” Seite trennen und dazu
Metallumhausungen und eine spezielle Planung benutzen.
• Die Öffnungen im Schrank auf ein Minimum reduzieren.
• Materialien mit guten Dämmungseigenschaften verwenden, wie beispielsweise Kunststoffe mit leitender
Verkleidung, falls kein Metallschrank benutzt werden kann.
Verkabelungen: • Spezielle HF-Kabeleingange für die Erdung der hohen Frequenzen der Kabelschirmung verwenden.
• Leitende Dichtungen für die HF-Erdung der Steuerkabelschirmungen benutzen.
• Alle Kabel des Speisegeräts und der Steuereinheit schirmen. Dazu die speziellen Handbücher der einzelnen
Produkte beachten.
• Die Kabel des Speisegeräts und der Steuereinheit getrennt verlegen.
• Geflochtene Kabel benutzen, um Störungen auf dem gemeinsamen Leiter zu vermeiden.
• Je nach Bedarf Ferritringe gegen Leitungsstörungen verwenden.
• Die internen Drähte richtig auswählen und positionieren.
Installation: • Die mit den kompletten Antriebsmodulen benutzten Hilfsgeräte müssen Produkte mit CE-Markierung auf der
Grundlage der EMV-Richtlinie und der Niederspannungs-Richtlinie sein, NICHT NUR mit Bezugnahme auf die
letztgenannte Richtlinie, es sei denn, diese Produkte sind davon ausgenommen, z.B. wenn sie mit einem Bauteil ohne
direkte Funktion benutzt werden.
• Die Zubehörteile gemäß den Anweisungen des Herstellers auswählen und installieren.
• Erdung auf 360° auf der Motorachse. Siehe die speziellen Anleitungen der einzelnen Produkte.
• Richtige interne Verkabelung.
• Besondere Aufmerksamkeit auf die Erdungsart.
A2.5 FUNKENTSTÖRUNGSFILTER (RFI-FILTER)
Die EMV-Emissionsgrenzen hängen bei PDS von der Installationsumgebung, der Art des Versorgungsnetzes und von der Leistung des
Umformers ab. Die Funkentstörungsfilter werden zur Abschwächung der Störungen an einer Anschlussstelle der Leitung benutzt, wo der
Filter die Störungen zur Erde ableitet.
Die Funkentstörungsfilter sind dann notwendig, wenn der elektrische Antrieb an ein öffentliches Niederspannungs-Versorgungsnetz
angeschlossen ist (Umgebung 1).
Es wird zudem die Anwendung von Filtern bei Industrieaufstellungen (Umgebung 2) empfohlen, wenn sich in der Nähe Geräte befinden, die
von den Emissionen beschädigt werden können, auch wenn die derzeitige Produktnorm keine Emissionsgrenzen vorschreibt.

78 IMGT30012DE
Installation

Installation des Funkentstörungsfilters:


Für den einwandfreien Betrieb des Filters muss dieser über zuverlässige Anschlüsse mit niedriger Impedanz/HF haben, weshalb folgende
Anweisungen zu befolgen sind.
• Den Filter auf einer Metallplatte mit nicht lackierten Anschlussstellen in Übereinstimmung mit den Anleitungen des Filterherstellers
montieren.
• Die Gestelle des Filterschranks (wenn getrennt) und des Antriebsschranks an mehreren Stellen mit Bolzen verbinden. Ggf. den Lack von
allen Anschlussstellen entfernen.
• Die Ein- und Ausgangskabel des Filters dürfen nicht parallel verlegt werden und sind voneinander zu trennen.
• Die max. Kabellänge zwischen Filter und Antrieb muss unter 0,3 m liegen, ansonsten muss ein geschirmtes Kabel benutzt werden.
•Den Filter so positionieren, dass der Lüftungskanal des Umformers nicht verstellt wird.
• Der Filter muss nach den Anleitungen des Herstellers geerdet werden. Es wird daran erinnert, dass Typ und Maße des Kabels kritische
Faktoren sind.
Anm.: Bei erdfreien Netzen (IT) wo eine hohe Impedanz oder physische Verbindungen zwischen den Phasen und der Erdung vorhanden
sind, können keine Filter installiert werden.
•Überspannungsunterdrückungen auf den Relaisspulen, den Schützen, Elektroventilen auch dann vorsehen, wenn diese außerhalb des
Schranks installiert sind.
Funkstörungen in genullten Netzen (TN oder TT ):
Die Filter eignen sich nur für genullte Netze (z.B. europäisches öffentliches Versorgungs-
netz zu 400 V.
Nach EN 61800-3 sind die Filter nicht mit erdfreien Netzen (IT Netz) kompatibel.
KONTROLLVORRICHTUNGEN DER ISOLIERUNG
Die Filter (mit ihren intern ableitenden Widerständen), die Kabel, der Umformer und der
Motor haben insgesamt eine beachtliche Kapazität zur Erde, die einen Anstieg des
Fehlerstroms zur Erde (>30mA) verursacht.
Die Schutzvorrichtung zur Erde muss für diese Werte geeignet sein.
ERDFREIE NETZE IT:
Für erdfreie Netze, auch IT-Netze genannt, ohne Erdanschluss oder mit einer Impedanz/Widerstand (über 30Ω ) zur Erde, folgendermaßen
vorgehen, wenn ein Funkentstörungsfilter vorgesehen ist:
• Vor dem Anschluss des Umformers an das Netz den Filter abtrennen.
• Wenn EMV-Anforderungen notwendig sind, die ggf. zu starke Emission zum nahen Niederspannungsnetz prüfen. In einigen Fällen reicht
die normale Unterdrückung im Trafo und den Kabeln. Im Zweifelsfall einen Trafo mit Schirm zwischen Primär- und Sekundärschaltkreis
benutzen.
Vor dem Anlegen der Spannung muss der Filter geerdet sein.
ACHTUNG Der Filter kann nur mit ausgewogenen Netzen benutzt werden.
Den Filter nicht bei eingeschalteter Netzversorgung anschließen oder abtrennen.
Wenn ein Umformer mit EMV-Filter in einem IT-Netz installiert ist, wird das System über die
Kondensatoren des EMV-Filters an das Erdpotential angeschlossen. Dies kann die Einheit
beschädigen.
Der Filter darf nicht an den Umformerausgang (Motorseite) angeschlossen werden.
Netze mit asymmetrischem Erdanschluss
In den folgenden Abbildungen ist ein Netz mit einem asymmetrischen Erdanschluss gezeigt. In solchen Netzen muss der
Funkentstörungsfilter abgetrennt werden.
Wenn die Erdungskonfiguration nicht bekannt ist, den Funkentstörungsfilter abtrennen.
Netze mit asymmetrischer Erdung – der Funkentstörungsfilter muss abgetrennt werden

Erde im mittleren Punkt einer Phase Erde an einer Ecke des Dreiecks

IMGT30012DE 79
Installation

A2.6 GT3000 Konformität mit der IEC 61800-3


Die GT3000 werden fast ausschließlich in Umgebung 2 benutzt (Kategorien C2, C3 und C4):
Die GT3000 erfüllen die Anforderungen lt. EN 61 800-3 für Umgebung 2 und auch auf die eingeschränkten Grenzen der Umgebung 1 mit
einer Länge der Motorkabel von unter 25 Metern.
Die Hinweise und Empfehlungen zur Installation in diesem Handbuch müssen eingehalten werden.
Zur Begrenzung der Emissionen sind die GT3000 mit EMV-Filter versehen (je nach Größe des Wechselrichters innerhalb oder außerhalb
desselben installiert).
Es sind wahlfreie Funkentstörungsfilter für die Anwendung des Umformers in Umgebung 1 erhältlich.
Anm.: a) Der Umformer kann nicht mit einem EMV-Filter versehen werden, wenn er in einem erdfreien Netz (IT-Netz) installiert ist.
Das Netz wäre über die Kondensatoren des EMV-Filters an das Erdpotential angeschlossen, was die Einheit beschädigen
kann.
b) Siehe Absatz 3A.2.1.1 für den Anschluss des Funkentstörungsfilter an den Umformer.
c) Die Code der Funkentstörungsfilter sind in Tabelle A2.9.2 aufgeführt
ACHTUNG! Der Umformer kann bei Verwendung in häuslicher Umgebung Funkstörungen erzeugen.
Bei Bedarf muss der Anwender Maßnahmen zusätzlich zu den Anforderungen im Sinne der EMV-Richtlinie weitere Maßnahmen zur
Vorbeugung der Störungen ergreifen.
Anm.:
Wenn die oben genannten Auflagen nicht eingehalten werden können (z.B. kann der Umformer nicht mit einem EMV-Filter versehen
werden, da er auf einem Gleitnetz (IT) installiert ist, kann die EMV-Richtlinie für die begrenzte Verteilung folgendermaßen erfüllt werden:
1. Sicherstellen, dass keine übertriebene Emission zum nahen Niederspannungsnetz erzeugt wird. In einigen Fällen kann die natürliche
Unterdrückung im Trafo und den Kabeln schon ausreichen. Im Zweifelsfall einen Trafo mit Schirm zwischen Primär- und
Sekundärschaltkreis benutzen.

Netz in Mittelspannung
Speisetrafo

Nachbarnetz
Statischer Schirm

Messstelle

Niederspannung

Vorrichtung
(Opfer) Antrieb

Ausrüstung Ausrüstung

2. Ein EMV-Plan zur Vorbeugung der Störungen ist für die spezielle Installation vorgesehen worden.
3. Es wurden Leistungs- und Steuerkabel vorgesehen, wie im Handbuch verlangt.
4. Der Umformer wurde laut den Anleitungen des Handbuchs installiert.
Tabelle A2.9.2 – Funkentstörungsfilter (RFI-)Filter
Funkentstörungsfilter Klasse A (externe Montage)
GT3000
Kl.1 Kl.2
GTA1700KEN ELC40893103 ELC40893103
GTA11K1KEN ELC40893104 ELC40893104
GTA11K3KEN ELC40893105 ELC40893104
GTA11K7KEN ELC40893105 ELC40893105
GTW1850KEN ELC40893104 ELC40893103
GTW11K1KEN ELC40893104 ELC40893104
GTW11K6KEN ELC40893105 ELC40893104
GTW12K3KEN ELC40893106 ELC40893105

80 IMGT30012DE
Installation

A2.7 MOTORKABEL

A2.7.1 Verbindungskabel zwischen Wechselrichter und Motor


ANM.: Die Leistungskabel des Motors müssen geschirmt sein. Wenn keine geschirmten Kabel benutzt werden, kann es zu
Funkstörungen kommen.
Die geschirmten Kabel gewährleisten einen erhöhten Schutz der Anlage vor den vom Wechselrichter erzeugten Störungen.
Das geschirmte Kabel lässt den Strom mit hoher Frequenz durch die Schirmung direkt zum Wechselrichter zurückkehren, anstatt durch das
Motorgehäuse laufen zu lassen.
Die Schirmung des Kabels muss durchgehend und an beiden Enden sowohl an der Erdklemme des Motors als auch an der PE-Erdklemme
des Wechselrichters angeschlossen sein.
Generell immer ein dediziertes Kabel vorsehen – mit einem Mindestquerschnitt von 50% des Phasenkabels – das die PE-Klemme des
Wechselrichters direkt an die entsprechende Motorklemme anschließt. Dieses Kabel dient dazu, einen bevorzugten Schließweg zu bieten,
um die vom Wechselrichter erzeugten Störungen zu diesem zurückzuführen und so zu vermeiden, dass die Störungen zur Erdungsanlage
des Systems gelangen.
Der Erdanschluss des Motors muss vor Ort direkt an die Erde der Anlage erfolgen.

Motorklemmleiste U G E S C H IR M T E
S KABEL

Abb. A2.7 W

Typischer Anschluss auf dem Motor

A2.7.1.1 Kabeltypen für die Verbindung zwischen Wechselrichter und Motor

a) Empfohlenes Kabel
Geschirmtes symmetrisches Kabel:
- 3 symmetrisch angeordnete Phasenleiter
- Einzelner nicht geschirmter Leiter
- 3 symmetrisch angeordnete PE-Leiter
- Externer Schirm für die Phasenleiter und PE.
b) Empfohlenes Kabel
Geschirmtes symmetrisches Kabel: Gleich wie das vorhergehende, aber mit einem
einzigen PE-Leiter in der Mitte des Kabels.

c) Empfohlenes Kabel
Geschirmtes symmetrisches Kabel: Schirm mit einem Querschnitt von mehr als
50% der Sektion jedes Phasenleiters (es ist kein weiterer PE-Leiter mehr
notwendig).

d) Nicht zulässig

e) Nicht zulässig

IMGT30012DE-ott-07 81
Installation

Anschlüsse Wechselrichter – Motor mit geschirmtem symmetrischem Kabel

Anschlüsse Wechselrichterseite:
a) die PE-Leiter und die Schirme müssen an die Erdschiene des Wechselrichterschranks angeschlossen werden;
b) wenn aus Durchsatzgründen in Strom mehrere Kabel parallel geschaltet werden müssen , müssen die drei Leiter jedes
dreipoligen Kabels an die drei Phasen U, V, W angeschlossen werden.
Anschlüsse Motorseite :
c) die PE-Leiter und die Schirme müssen an das Motorgehäuse angeschlossen werden. Zu diesem Zweck ist in der
Klemmleiste des Motors eine entsprechende Befestigungsplatte vorzusehen;
d) wenn aus Durchsatzgründen in Strom mehrere Kabel parallel geschaltet werden müssen , müssen die drei Leiter jedes
dreipoligen Kabels an die drei Phasen U, V, W angeschlossen werden.
Die Abbildung zeigt schematisch die Verbindung zwischen dem Wechselrichter und dem Motor. Es wird die Verbindung zwischen
Motorgehäuse uns Erdschiene des Wechselrichterschranks hervorgehoben, die mit den Anschlusskabeln Wechselrichter Motor hergestellt
wird (Schirm und PE-Leiter).
Erdung
Der Wechselrichterschrank und der Motor sind individuell an das gleiche Erdungssystem angeschlossen. Die Verbindungskabel zwischen
Wechselrichter und Motor sind an beiden Seiten geerdet (sowohl die PE-Leiter als auch die Schirme dieser Kabel).
Kabelanschlüsse auf der Wechselrichter- und auf der Antriebsseite
Anschlüsse Wechselrichterseite :
a) die PE-Leiter und die Schirme müssen an die
Erdschiene des Wechselrichterschranks
angeschlossen werden;
b) wenn aus Durchsatzgründen in Strom mehrere
Kabel parallel geschaltet werden müssen ,
müssen die drei Leiter jedes dreipoligen Kabels
an die drei Phasen U, V, W angeschlossen
werden.
Anschlüsse Motorseite :
a) die PE-Leiter und die Schirme müssen an das
Motorgehäuse angeschlossen werden. Zu
diesem Zweck ist in der Klemmleiste des
Motors eine entsprechende Befestigungsplatte
vorzusehen;
b) wenn aus Durchsatzgründen in Strom mehrere
Kabel parallel geschaltet werden müssen ,
müssen die drei Leiter jedes dreipoligen Kabels
an die drei Phasen U, V, W angeschlossen
werden.

ANM.: Sehr lange Motorkabel können aufgrund des Fehlerstroms zur Erde und der erhöhten Umschaltfrequenz das Ansprechen der
Vorrichtung zur Anzeige von Erdfehlern auslösen. Diese Vorrichtung mit einem weniger empfindlichen Gerat auswechseln oder den
Wechselrichter mit einem eigenen Trafo speisen.

82 IMGT30012DE
Installation

A2.8 SCHIRMUNG DER SIGNALKABEL

Die Kabel für digitale Signale mit einer Länge von mehr als 3 Metern und alle Kabel für Analogsignale müssen geschirmt sein. Der Schirm
muss unterbrechungsfrei sein und muss normalerweise an beiden Enden mit Metallklemmen oder ähnlichen Vorrichtungen angeschlossen
werden, die sich direkt auf spannungsfreien Metallflächen befinden, vorausgesetzt, die Erdstellen gehören zur gleichen Erdleitung.
Andernfalls muss ein Kondensator (10 nF-2 KV) an einem Ende auf der Erdleitung angebracht werden.
In seltenen Fällen, in denen der Strom innerhalb des Schirms zu Störungen der zu schirmenden Signale führt, darf die Schirmung nur an der
Antriebsseite angeschlossen werden.
Im Schrank des Wechselrichters muss diese Art von Verbindung direkt auf dem Blech in der Nähe der Klemmen vorgenommen werden und
– wenn das Kabel von außen kommt – auch auf der PE-Schiene. Auf der anderen Kabelseite muss die Schirmung fest an dem Gehäuse der
sendenden oder empfangenden Einheit angeschlossen sein.
Bei der Erdung von geschirmten Kabeln eine 360°-Verbindung benutzen und in jedem Fall eine “Schweineschwanz”-Verbindung (“pig-tail)
vermeiden, bei der der Schirm mit einem Draht geerdet wird oder bei dem der Schirm aufgerollt und geerdet wird.
Einen geflochtenen und geschirmten Doppeldraht für Analogsignale benutzen. Diese Art von Kabel wird auch für die Encoder-Signale
empfohlen. Für jedes Signal einen Doppeldraht verwenden.
Nicht ein einziges gemeinsames Rückkopplungskabel für unterschiedliche Analogsignale benutzen.
Ein geschirmter Doppeldraht ist die beste Lösung für Digitalsignale in Niederspannung, es können aber auch mehrpolige geschirmte Kabel
mit geflochtenem Doppeldraht benutzt werden.

Mehrpoliges Kabel mit geflochten und geschirmten Doppeldrähten Mehrpoliges geschirmtes Kabel mit geflochtenem
Doppeldraht

Die digitalen Signalkabel von den analogen Signalkabeln getrennt halten.


Es wird empfohlen, geflochtene Kabel für die Relais zu benutzen, diese Kabel können (mit einer Spannung von nicht mehr als 48V)
gemeinsam mit den Digitalsignalen reisen.
Keine Kabel zu 24 V Gleichstrom mit 115 / 230 V Wechselstrom im gleichen Kabel mischen.
Max. Querschnitt der Steuerkabel: 1,5mm2 (AWG16)

• Die Steuerkabel müssen in einem


Abstand von mehr als 0.3m (1 Fuß)
von den Leistungskabeln gehalten GT3000
werden
• Die Leistungs- und die Signalkabel
in getrennten Kanälen verlegen.
Wenn die Leistungs- und die Kreuzung auf 90°
Signalkabel sich kreuzen müssen,
≥0.3m
eine Kreuzung mit einem 90°-
Winkel ausführen. Leistungskabel

≥ 0.3m
Abb. A2.8 Kabelweg Steuerkabel

IMGT30012DE 83
Installation

A2.9 Erdschluss
Aus Gründen der Sicherheit, des richtigen Betriebs und um die elektromagnetischen Emissionen zu verringern, müssen der Umformer und
der Motor am Ort der Aufstellung geerdet werden. Ein Sternanschluss ist annehmbar, aber nicht das bevorzugte System.
• Der Querschnitt des Erdkabels muss den Vorschriften im Land der Aufstellung des Wechselrichters entsprechen.
• Der Schirm der Leistungskabel muss an die PE-Klemme des Wechselrichters angeschlossen werden, um den Sicherheitsvorschriften
zu entsprechen.
• Bei Anwendungen mit mehreren Motoren nicht die Massekabel in Reihe schalten.
• Im Schaltschrank muss eine eigene Masseschiene vorgesehen sein, an der alle Vorrichtungen anzuschließen sind. Diese Schiebe
muss an die Erde der Anlage angeschlossen werden.
• Der Erdanschluss muss so kurz wie möglich sein.
• Die Erde des Antriebs muss von der Erde aller anderen Vorrichtungen getrennt sein.
• Die RFI-Störungen bedürfen aufgrund des Hauteffekts eines großen Erdschiene.
• Der Schirm der Leistungskabel ist nur dann zum Einsatz als Erdkabel geeignet, wenn der Querschnitt den Sicherheitsauflagen
entspricht.

GTA/W1 GTA/W1 GTA/W1 GTA/W1 GTA/W1 GTA/W1

PE PE PE PE PE PE

a) Bevorzugter Anschluss b) Annehmbarer Anschluss


Massekabel PE

 ACHTUNG!
Siehe die örtlichen Vorschriften für den richtigen Kabelquerschnitt.

Fianco destro
40

rechte
RigthSeite
5

side

40 100 40
30

13
PE

84 IMGT30012DE
ANHANG A3. GT3000 LARGE MIT WASSERKÜHLUNG

A3.1 Aggregat

IMGT30012DE 85
Wasserkühlung Anhang A3

LEGENDE
WT01 Druckspeicher Kühlflüssigkeit; S2 Ausgang Primärkreislauf Tauscher;
PMS Drucksteuereinheit; S3 Eingang Sekundärkreislauf Tauscher;
FS Flusswächter; S4 Eingang Primärkreislauf Tauscher;
MNF Flusssteuereinheit; PW0x Pumpe
TMS Temperaturkontrolleinheit und Sensor PT100; MP0x Pumpenmotor;
F Filter; VS Entlüftungsventil;
HE01 Wasser/Wasser Wärmetauscher; VSP Überdruckventil;
HE02 Mischsystem/Bypass für externen Wasser/Luft-Wärmetauscher; V14/15/C1 Rückschlagventil;
S1 Ausgang Sekundärkreislauf Tauscher; Vxx. Absperrventil.

A3.1.1 Hydraulische Funktion


Der Durchsatz mit der Kühlflüssigkeit wird vom Betrieb einer "Pumpe-Motor"-Gruppe garantiert (-PW01 / -MP01 oder -PW02 / -MP02, eie
als Reserve der anderen). Die Flüssigkeit wird durch die Vorlaufleitungen an den Umformer geschickt (Wasser an Wechselrichter) und läuft
nach der Kühlung der elektronischen Leistungsbauteile wieder zum Aggregat zurück (water from converter) um auf die anfänglichen Mengen-
und Temperaturbedingungen zurückgesetzt zu werden. Mit Bezugnahme auf den Plan in Abb. läuft die Flüssigkeit im Rücklauf vom
Wechselrichter, nachdem sie durch das Ventil -V2 geflossen ist, durch den Wärmetauscher -HE01 durch das Ventil -V5 bis es von einer der
beiden Pumpen angesaugt wird, nachdem es in der Reihenfolge durch das Ventil -V7, den Schmutzfilter -F, das Ventil -V10 und das -V12
oder -V13 geflossen ist. Der Plan in Abb. 3 zeigt einen Wasserkreislauf, der fast identisch mit dem Plan in Abb. 2 ist, mit Ausnahme des
Kühlsystems, bei dem ein externer Wasser/Luft-Tauscher vorgesehen ist.
Anm.:
• Das Ventil -V11 ist normalerweise geschlossen, die Ventile -V4 und -V19 sind normalerweise geschlossen und dienen nur zum Leeren
des Wasserkreislaufs;
• Die Ventile -V3, -V9 und -V30 sind normalerweise geschlossen und dienen nur als Bypass;
• Das Ventil -VC2 ist normalerweise geschlossen und wird nur geöffnet, um das Hydrauliksystem zu füllen (Wassereintritt);
• Das Rückschlagventil -VC1 wird beim Füllen des Wasserkreislaufs benötigt;
• Die Rückschlagventile -V14 und -V15 verhindern, dass die Flüssigkeit im Austritt aus der arbeitenden Pumpe in der Reservepumpe
zirkuliert;
• Das Überdruckventil -VSP dient als Sicherheit;
• Das Ventil -VS dient zur Entlüftung der im Wasserkreislauf vorhandenen Luft.

A3.1.2 Wärmetauscher
• Wasser/Luft: Die Flüssigkeit fließt durch einen Rohrbündel, der von einem forcierten Luftstrom gekühlt wird. Es kommt so
zu einem Wärmeaustausch durch Konvektion zwischen der Luft und den Rohren und so zur Kühlung der
Flüssigkeit. Je nach Umgebungsbedingungen kann es verschiedene Konstruktionstypen für diesen
Wärmetauscher geben.
• Wasser/Wasser: Besteht aus einem Vor- und einem Nachlauf (Primär- und Sekundärkreislauf), die jeweils von der
Kühlflüssigkeit vom Wechselrichter kommend und vom Kühlwasser durchströmt werden, das von einer
externen Quelle bereit gestellt wird. Jeder Kreislauf besteht aus Metallplatten, die so angeordnet sind, dass
der Wärmeaustausch zwischen Primär- und Sekundärkreislauf auf das Beste gewährleistet wird. In Abb.
A3.4 ist der typische Wasser/Wasser-Wärmetauscher zu sehen.

86 IMGT30012DE
Anhang A3 Wasserkühlung

-HE01

Abb. A3.2 – Wärmetauscher Wasser

Der Filter -F filtert ggf. in der Kühlflüssigkeit vorhandene Unreinheiten aus, die größer als 1,8 ÷ 2,2 mm sind.

-F

Abb. A3.3 - Filter

IMGT30012DE 87
Wasserkühlung Anhang A3

A3.1.3 Kontrolle der Kühlflüssigkeitswirkung


Damit eine richtige Kühlung erfolgt, muss die Flüssigkeit im Vorlauf zum Wechselrichter bestimmte Druck-, Temperatur-, Mengen- und
Leitfähigkeitsmerkmale haben. Aus diesem Grund gibt es im Aggregat vier verschiedene Kontrollen, jeweils eine pro angezeigter Größe.
Nachstehend eine kurze Beschreibung derselben:
• DRUCK-Kontrolle im Wasserkreislauf: durch ein Messsystem mit Druckfühler und Sender wird der Größenwert an die Steuereinheit –
PMS gesendet. Hier sind zwei Ansprechschwellen programmiert, eine für einen niedrigen und einer für den ganz niedrigen Druckwert.
Beide Grenzwerte werden bei der Abnahme eingestellt, wie im Handbuch des Aggregats zu sehen.
• TEMPERATURKONTROLLE der Flüssigkeit im Vorlauf zum Wechselrichters: mit einem Messsystem bestehend aus einem
Temperaturfühler PT100 und einem Sender wird der Größenwert an die Steuereinheit –TMS gesendet. In dieser sind zwei
Ansprechschwellen programmiert, eine für einen hohen und eine für einen sehr hohen Temperaturwert. Die erste ist eine
Alarmschwelle, die zweite hingegen blockiert die Funktion. Beide Grenzwerte werden bei der Abnahme eingestellt, wie im Handbuch
des Aggregats zu sehen.

• MENGENKONTROLLE der Flüssigkeit im Rücklauf des


Wechselrichters: mit einem Messsystem -FS, bestehend aus
einem Mengenmesser und einem Sender wird der Größenwert
an die Steuereinheit –MNF gesendet. In dieser sind zwei
Ansprechschwellen programmiert, eine für einen niedrigen -PMS
und eine für einen ganz niedrigen Mengenwert. Die erste ist
eine Alarmschwelle, die zweite hingegen blockiert die
Funktion. Beide Grenzwerte werden bei der Abnahme -TMS
eingestellt, wie im Handbuch des Aggregats zu sehen.

-FS

Abb. A3.4 – Messsysteme

Jede Kontrolleinheit ist mit einem LCD-Display und einer Steuertafel ausgerüstet, um die Ansprechschwellen zu konfigurieren und um die
gemessenen Größen anzuzeigen. Es sind außerdem zwei LED für den aktiven Alarm und die Sperre vorhanden. Für jede spezielle Information
zu den benutzten Kontrolleinheiten siehe die jeweiligen Handbücher in den Unterlagen.
A3.1.4 Alarme und Schutzvorrichtungen
Die Wirkungskontrolle der Kühlflüssigkeit umfasst auch die Kontrollen von Druck, Temperatur und Menge. Jede Kontrolle sieht einen
Vergleich zwischen der gemessenen Größe und den programmierten Ansprechschwellen vor. Bei Überschreiten der Schwellen werden Alarme
und/oder Sperren ausgegeben, die sowohl von den LED auf den Kontrolleinheiten angezeigt werden (zu sehen auf der Schrankfront) als auch
von der Anzeigevorrichtung der Alarme und Sperren auf der Vorderseite des Fachs. Bei laufendem Drive hat die Ausgabe eines oder mehrere
Alarme nicht den Stopp des Wechselrichters oder des Aggregats zur Folge. Kommt es hingegen zu einer Sperre, dann wird der Wechselrichter
gestoppt. In diesem Fall kommt es nur dann zu einer Sperre des Aggregats, wenn eine Fortsetzung des Betriebs das Wassersystem
beschädigen kann. Bei nicht laufendem Drive verhindert das Ansprechen eines oder mehrere Alarme das Starten des Wechselrichters.
Es sind die folgenden Alarme und Sperren vorgesehen: Alarm niedrige Menge; Alarm Hochtemperatur; Alarm Niederdruck;
Sperre ganz geringe Menge; Sperre sehr hohe Temperatur; Sperre ganz niedriger Druck.

Anzeige von Alarmen und Sperren: Das Kühlsystem hat zwei Arten zur Anzeige der Alarme und Schutzvorkehrungen:
1. Die dedizierte LED auf der Kontrolleinheit geht aus (für jeden Alarm und jede Sperre gibt es eine LED);
2. Meldung auf dem Display der Einheit zur Alarm- und Sperrenanzeige.

88 IMGT30012DE
Anhang A3 Wasserkühlung

A3.2 Anmerkungen zur Installation und zu den Bauteilen


Um elektrochemische Korrosion und die Übertragung von Vibrationen zu vermeiden, muss der GT3000 mit einem nicht stromleitenden
Schlauch an den Vor- und Rücklauf angeschlossen werden. Die Gesamtlänge des Schlauchs muss über 1,5 m liegen.
Werden Kunststoffleitungen verwendet, ist der genannte Schlauch nicht notwendig.
Der Anschluss der Wasserleitungen muss vor der Montage des Wechselrichters erfolgen.
Wenn bei der Montage Rohrmanschetten benutzt werden, ist deren Anzug alle 3 Monate zu kontrollieren.

Abb. A3.1 Kühlwasserkreislauf für Wechselrichter GT3000

Der Arbeitsdruck ist je nach Flüssigkeitsverhältnissen in der Kühlwasserleitung (Vor- und Rücklauf) zu bestimmen.
Die für eine Zeiteinheit notwendige Wassermenge muss nach Tabelle A3.2 eingestellt werden-
Dies kann z.B. mit einem Ventil mit Mengenanzeige geschehen.
Der Anwender kann einige Maßnahmen ergreifen, um den max. zulässigen Betriebsdruck beizubehalten (≤ 1 bar). Es muss in jedem Fall eine
Druckregelvorrichtung eingebaut werden.
Bei geschlossenen Kühlsystemen müssen Druckausgleichsvorrichtungen mit Sicherheitsventil (≤ 3 bar) und Entlüftungen vorgesehen werden.
Beim Füllen muss das Kühlsystem entlüftet werden.
Um die notwendige Flüssigkeitsmenge zu garantieren, sind an Stelle der normalen Filter in Rohr Rückspülfilter vorzusehen.
Die Wassersammelrohre müssen mit höchster Sorgfalt verlegt werden. Sie sind mechanisch zu befestigen, wobei zu kontrollieren ist, dass
keine Austritte vorliegen.
Die wasserführenden Rohre dürfen in keinem Fall unter Spannung stehende Teile berühren (Isolierabstand min. 13 mm).
A3.3 Einsatzbereich
Für den Einsatzbereich gelten die gleichen Rahmenbedingungen wie für die Standardgeräte (Luftkühlung), mit Ausnahe der hier beschriebenen
Kühlbedingungen. Als Kältemittel (siehe Ansatz “Kühlflüssigkeit”) dient normalerweise Wasser. Nur in Sonderfällen muss Frostschutzmittel
zugesetzt werden.
Die Nennleistungen des GT3000 werden in einem Temperaturbereich von + 5 °C bis + 40 °C garantiert. Bei Wassertemperaturen über
40°C muss der Strom der Einheit verringert werden.
Dies gilt nur bei Wasser (siehe die Anmerkungen im Absatz zum Schutz vor Kondensbildung, Frostschutzzusatz).
Eine Mischung aus Wasser/Glykol in Funktion der sowohl bei laufendem als auch ausgeschaltetem Wechselrichter zu erwartenden
Mindesttemperatur vorbereiten.
Wenn die Umgebungstemperatur niedriger ist als die, die von der Wasser-Glykol-Mischung zugelassen wird,
ACHTUNG kann das Kältemittel frieren und den Wechselrichter beschädigen.

IMGT30012DE 89
Wasserkühlung Anhang A3

A3.3.1 Kühlflüssigkeit
Als Kühlflüssigkeit kann normales Wasser oder eine Mischung aus Wasser und Frostschutzmittel (siehe Absatz "Frostschutzzusatz") benutzt
werden.
Kühlwasser: Wasser mit neutraler chemischer Reaktion, sauber, rein, von Unreinheiten befreit (Leitungswasser).
max. Größe ggf. vorhandener gelöster Teile ≤ 0.1 mm
pH-Wert von 6,0 bis 8,0
Chlor < 40 ppm
Schwefel < 50 ppm
gelöste Unreinheiten < 340 ppm
Gesamthärte < 170 ppm
Leitfähigkeit (nur Wasser, siehe Absatz “Frostschutzzusatz") < 500 µS/cm
Eingangstemperatur Kühlwasser + 5 ... 40 °C
Temperaturanstieg Kühlwasser pro Einheit (Nennbetrieb) T ≅ 5 °C
Betriebsdruck ≤ 1bar
HINWEIS Betriebsdruckwerte über 1 bar sind nicht zulässig
Wenn die Anlage mit einem höheren Druck arbeitet, muss der Druck für jedes Gerät auf 1 bar gemindert werden.
Das Material des Kühlkörpers ist nicht seewasserfest (nicht direkt Meerwasser benutzen)!
In den Kühlkreislauf des Geräts müssen Filter mit einer Maschengröße < 100 µm eingesetzt werden.
Bei Frostgefahr sind Sicherheitsmaßnahmen für den Betrieb, die Lagerung und den Transport zu ergreifen, z.B. das Wasser
entfernen, mit Luft ausblasen, zusätzliche Heizgeräte usw.
ACHTUNG Installation und Instandhaltung dürfen nur dann an der Kühlung ausgeführt werden, wenn die Anlage nicht unter Spannung
steht.
A3.3.2 Frostschutzzusatz
Mit Hilfe von Frostschutzmittel kann die Untergrenze des Betriebsbereichs von + 5 °C auf 0 °C herabgesetzt werden und bei
ausgeschalteter Anlage erhält man einen Frostschutz bis - 30 °C. Aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften (Wärmekapazität,
Wärmeleitfähigkeit, Viskosität) verringert das Frostschutzmittel die Leistungen des Kühlsystems und darf von daher nur verwendet werden,
wenn dies unbedingt notwendig ist.
Mit dem Frostschutzmittel müssen die Reduzierungskurven lt. Absatz “Einsatzbereich” eingehalten werden. Ist dies nicht der Fall, kann es zu
einer vorzeitigen Alterung der Geräteteile und zum Ansprechen der Übertemperatursicherung des Wechselrichters kommen.
HINWEIS Auch mit Frostschutzmittel ist der Betrieb bei Temperaturen < 0 °C nicht zulässig.
Die Verwendung anderer Flüssigkeiten kann zu Verringerung der Standzeit führen.
Wenn der Kühlflüssigkeit weniger als 20 % Antifrogen N zugesetzt werden, steigt das Rostrisiko mit kürzerer Standzeit.
Werden Bei mehr als 30 % Antifrogen N wird der Wärmetransport und damit die Funktion des Gerätes beeinträchtigt. Es muß
in jedem Fall beachtet werden, daß die erforderliche Pumpenleistung bei Zugabe von Antifrogen N angepaßt werden muß.
Mit der Verwendung von Frostschutzmittel darf es nicht zu Potentialunterschieden im Kühlkreislauf kommen. Bei Bedarf die
Bauteile mit einer Äquipotentialschiene verbinden.
ANM. Bei den Frostschutzmitteln immer die Sicherheitsdatenblätter beachten!
Als Frostschutzmittel wird Antifrogen N bevorzugt. Die Definition des Kühlwassers stimmt mit diesem Frostschutzmittel
überein.
Damit die guten Rostschutzeigenschaften der Mischungen aus Antifrogen N – Wasser auch wirken, muss die Konzentration
des Frostschutzmittels mindestens 20% betragen.
Beim Einsatz von Frostschutzmittel werden erhöhte Anforderungen an die Dichtigkeit des Kreislaufes gestellt, denn die
Oberflächenspannung der Wasser-Antifrogen-Mischung ist ungefähr 100 mal kleiner als von reinem Wasser.
Als Dichtungsmaterialien eignen sich qualitativ hochwertige und warmwasserfeste IT-Dichtungen. Als
Stopfbüchsendichtungen können Grafitbänder benutzt werden. Bei Rohrverbindungen, bei denen Hanf benutzt wird, sollte
Fermit oder Fermitol aufgetragen werden.
ACHTUNG Bei Dichtbändern aus Polytetrafluorethylen kann es zu Undichtigkeiten kommen.
Enthält das Gemisch mehr als 45 % Frostschutzmittel wird die Wärmeleitfähigkeit beeinträchtigt und von daher auch die Leistungen des
Geräts.
In jedem Fall darauf achten, dass die notwendige Pumpleistung auch bei Zusatz von Antifrogen N ausreicht. Der sich im Gerät aufbauende
Gegendruck muss ebenfalls neu berechnet werden. Es muss in jedem Fall das umlaufende Kühlflüssigkeitsvolumen erreicht werden.
Die Stromleitfähigkeit steigt bei Zusatz von Frostschutzmittel. Antifrogen N enthält Hemmer, die der wachsenden Neigung zur
elektrochemischen Korrosion entgegen wirken
Um einer Verarmung der Hemmer und der daraus resultierenden Korrosion vorzubeugen, müssen die folgenden Maßnahmen ergriffen werden:
1. Bei Leeren des Kühlkreislaufs muss dieser entweder innerhalb von 14 Tagen neu befüllt werden oder nach dem Leeren muss er mehrere Male mit
Wasser ausgespült und abschließend die Kühlkörper abgesaugt werden.
2. Alle 3 bis 5 Jahre muss die Mischung Wasser - Antifrogen N erneuert werden. Wenn andere Frostschutzmittel benutzt werden, müssen diese auf
Ethylenglykolbasis und von der Automobilindustrie genehmigt sein.

90 IMGT30012DE
Anhang A3 Wasserkühlung

3. Bezogen auf die Stromleitfähigkeit der Mischung Wasser/Glykol sind die Anleitungen des Frostschutzmittelherstellers zu benutzen.
Die Kühlmischung muss streng den Vorschriften des Wassers lt. Absatz “Kühlflüssigkeit” entsprechen.
ACHTUNG Das Verwenden anderer Flüssigkeiten kann die Standzeit beeinträchtigen. Es dürfen keine unterschiedlichen
Frostschutzmittel miteinander gemischt werden.
A3.3.3 Schutz vor Kondensbildung
Um der Kondensbildung vorzubeugen, sind besondere Maßnahmen erforderlich. Es kommt zur Kondensbildung, wenn die Eingangstemperatur
des Kühlwassers deutlich unter der Umgebungstemperatur (Lufttemperatur) liegt.
Der zulässige Temperaturunterschied ist abhängig von der relativen Luftfeuchtigkeit der Umgebungsluft. Die Temperatur, bei der die
feuchte Luft Wassertropfen abscheidet, heißt Taupunkt.
Die Wassertemperatur muss immer ≥ der Taupunkttemperatur sein.
Der Taupunkt hängt auch vom absoluten Druck, also von der Höhe der Aufstellung ab.
Die Taupunkte für niedrigen atmosphärischen Druck sind niedriger als die für Meereshöhe, deshalb ist eine Temperaturbemessung des
Kühlwassers für Meereshöhe (0 m ü.NN) immer ausreichend.
Zum Schutz vor Kondensbildung sind verschiedene Maßnahmen möglich:
1. Am einfachsten ist es, im Kühlwasserkreislauf ein temperaturgesteuertes Ventil einzubauen, z.B. ”Bypass-Methode“, mit der
Bezeichnung „Ventil Amot”. Diese Maßnahme hat allerdings den Nachteil, dass die Wassertemperatur ständig auf die fixe
eingestellte Temperatur im Bypass-Ventil geregelt wird. Diese Temperatur liegt in jedem Fall in der Nähe der max. erreichbaren
Raumtemperatur (bei der es leicht zur Kondensbildung kommt). Das bedeutet, dass das Gerät vom thermischen Gesichtspunkt
immer auf die maximale Beanspruchung stößt.
2. Für die Geräte eignet sich besser eine Regelung der Wassertemperatur. Die Wassertemperatur wird in Funktion der
Umgebungstemperatur eingestellt. Diese Maßnahme ist bei hohen Umgebungstemperaturen, niedriger Wassertemperatur und
hoher Feuchtigkeit zu bevorzugen.
4. Physische Entfeuchtung. Dies ist nur in geschlossenen Räumen möglich. Einen Luft-Wasser-Wärmetauscher vorsehen, der mit
kaltem Wasser betrieben wird, das die Feuchtigkeit der Umgebungsluft kondensiert.
5. Es kann ein Feuchtigkeitsalarm installiert werden, der einen Alarm ausgibt, wenn es zur Kondensbildung kommt.
A3.3.4 Anmerkungen zu den Materialien
Kühlwasserinstallationen in Mischtechnik mit Kupfer oder Kupferverbindungen sollten vermieden werden und sind nur unter besonderen
Maßnahmen, z. B. geschlossener Kühlkreislauf, Vollfiltertechnik (d.h. Cu-Ionen werden ausgefiltert), Wasserzusätze möglich.
Die Kegelfittings der Rohre auf der Seite des Kühlkörpers müssen aus Edelstahl oder dickem Aluminium sein. Die Anschlussstücke dürfen in
keinem Fall aus Kupfer oder Messing sein. Bei Verwendung von Frostschutzmitteln sind PVC-Rohre nicht geeignet. Rohre aus PVC-H eignen
sich für die Frostschutzmittel lt. Absatz "Frostschutzzusatz".
ACHTUNG Sicherstellen, dass der Wasserkreislauf komplett zinkfrei ist.
Bei Frostschutzmittelzusatz berücksichtigen, dass Zink alle Inhibitoren auf Glykolbasis zerstört.
Deshalb niemals verzinkte Rohre benutzen!
Wenn in den Leitungen der Anlage normale Eisenrohre oder Zubehör aus Grauguss (z.B. Motorgehäuse) eingesetzt werden, muss für die
Wechselrichter ein getrennter Kühlkreislauf mit Wasser-Wasser-Wärmetauscher installiert werden.
Für die Verwendung eines Wärmetauschers mit Material CuNi 90/10 ist unbedingt auf die Kapazität der Wasserleitung (Rohr) zu achten
(siehe Absatz "Anmerkung zu Installation und Bauteilen").
A3.3.5 Schrankkonstruktion und Anschlusstechnik
♦ Bei der Schrankinstallation eines GT3000 kontrollieren, dass die vom Lüfter stammende Luft nicht in den Wechselrichter eindringt.
Aus diesem Grund muss bei Anwendungen mit einem Schutzgrad > IP42 ein Mindestabstand von 130 mm zwischen dem oberen
Rand des Wechselrichters und dem Schrankdach oder eine geeignete Trennwand vorhanden sein.
♦ Die Geräte bedürfen keiner externen Belüftung. Es ist allerdings zu beachten, dass keine zusätzliche abgestrahlte Leistung von
anderen im Schrank montierten Bauteilen, wie z.B. den Spulen, abgebaut werden kann!
♦ Die Temperatur der im Schrank zirkulierenden Kühlluft wird von einem Fühler kontrolliert.
♦ Bei Anwendungen mit Schutzgrad IP54 müssen die Fächer zwischen den Seitenwänden des Wechselrichters und die Schrankwände
geschlossen sein
♦ Bei Schränken mit mehreren Abteilungen müssen Trennwände zwischen den Einheiten installiert werden, die bis zum Schrankdach
reichen.
♦ Wenn die Geräte mit Schutzgrad IP54 funktionieren sollen, ist im Inneren der Geräte eine nominale Betriebslufttemperatur
einzustellen, die deutlich höher als die tatsächliche Wassertemperatur ist.
♦ Für den Wasseranschluss sind Innengewinde zu 1” vorgesehen. Die Anschlussstücke sind aus Edelstahl oder dickem Aluminium
auszuführen. Für die Dichtung empfehlen sich flache Dichtungen.
♦ Wenn mit den Geräten gelieferte Anschlussstücke benutzt werden, sind diese mit Loctite 542 abzudichten.
♦ Für die Verbindungen eine gewindegeschnittene Rohrmuffe NW25 mit Innenteil in V2A und einem doppelten Fitting in V2A
verwenden.

IMGT30012DE 91
Wasserkühlung Anhang A3

GTW1 4 LEISTUNGSZWEIGE VERSION DC-BUS – ERSTE VERSION

Mit Schrauben Sektion B-B


befestigen

U V W

Sektion
SezioneA-A A-A

239
100 66 100
760
255
1110 19.5

IMGT30012DE 92
Anhang A3 Wasserkühlung

GTW1 III LEISTUNGSZWEIGE VERSION DC-BUS

Mit Schrauben
befestigen B Sezione B-B
Sektion B-B
A A

U V W

B 60
154 240 240 246 589 161

Sezione A-A
Sektion A-A

239
100 66 100
750
245
900 19.5

IMGT30012IT 93
Wasserkühlung Anhang A3

94 IMGT30012DE
ANHANG A4 STEUERUNG AFE
A4.1 EINLEITUNG
Die GT3000-LARGE-AFE eignen sich für zahlreiche Anwendungen, sie sind zuverlässig und einfach zu benutzen und können sowohl mit
einem als auch mit mehreren Motoren benutzt werden. Die typischen Einsatzbereiche sind:
• Wickler/Abwickler – Folie, Papier, Blech usw.
• Aufzüge, Lastzüge, Krane.
• Seilförderer.
• Zentrifugen.
• Maschinen für Papier- und Stahlerzeugung.
• Windgeneratoren.
• Schiffsantriebe
A4.2 ANWENDUNGSHINWEISE
A4.2.1 Beschreibung
Die GT3000 AFE (Active Front End) sind Wechselrichter in Kompaktausführung. Sie können im Drehstromnetz mit und ohne Neutralleiter
arbeiten.
Der GT3000-AFE erzeugt eine kontinuierliche kontrollierte Spannung und hält diese unabhängig von der Speisespannung konstant (auch im
Regenerativbetrieb). Die Spannungsreferenz des DC-BUS ist eingestellt auf 1050VDC
Die schnelle Vektorsteuerung der Phasenverschiebung auf dem Versorgungsnetz unterliegt der Spannungssteuerung auf dem DC-BUS und
erzeugt einen sinuskurvenförmigen Strom im Netz, um die Störungen mit Hilfe des Clean Power zu minimieren.
Die Vektorsteuerung gestattet die Bestimmung des Werts des Leistungsfaktors (cos ) und des Ausgleichs der Blindleistung; die Steuerung
des Betriebsstroms ist vorrangig’.
Die Funktion des GT3000 AFE basiert auf der Technik PWM mit folgender Umschaltfrequenz:
Fws = 1,5KHz (luftkühlung)
Fws = 2 KHz. (wasserkühlung)

Der GT3000 Active Front End (AFE) erfüllt folgende Anforderungen: Tabelle A4.1
Fh (Hz) Uh (%)
♦Leistungsfaktor (Wert über 0,95)
50 (Grundfrequenz) 100
♦THD zwischen 1-3%
2000 2.0
♦sehr niedriger Klirrfaktor 4000 0.70
♦konstante nominale Ausgangsspannung auch mit Toleranz von –20% 6000 0.20
♦es ist kein Eingangstrafo notwendig 8000 0.10
♦Betrieb in den vier Quadranten des Diagramms Drehmoment-Drehzahl 10000 0.05

Aus Sicherheitsgründen muss der GT3000 AFE immer mit einem Schütz an das Stromnetz angeschlossen werden.
An den Ausgang des GT3000 AFE können ein oder mehrere Wechselrichter angeschlossen werden. Die Höchstleistung der an den Ausgang
des AFE angeschlossenen Wechselrichter muss niedriger sein als die Leistung des GT3000 AFE.
A4.2.2 FUNKTIONSPRINZIP
Der GT3000-AFE besteht aus zwei Abschnitten:
- DC-Bus: sieht einen Kondensatorenstand vor, der zur Filterung der Leitungswellen und zur Energiespeicherung benutzt
wird.
-Wechselrichterabschnitt: sieht die gesteuerten IGBT-Module vor zur:
Umwandlung der Gleichstromspannung in eine dreiphasige Wechselstromspannung mit Netzspannung und Amplitude in
Funktion der regenerierten Energie.
Lieferung einer konstanten Gleichstromspannung im Ausgang.
Die wichtigsten Bauteile des GT3000 sind folgende:
• EINGANGS-LEISTUNGSKLEMMEN • MIKROPROZESSORKARTE
• DC-BUS KONDENSATOREN • MODUL ZUR STEUERTAFELANZEIGE
• IGBT LEISTUNGSMODULE • LEISTUNGS- UND STEUERUNGSKARTE

IMGT30012DE 95
GT3000 AFE

Abb. A4.1 Schema des GT3000-LARGE-AFE


Der GT3000 ACTIVE FRONT END:
- steuert die beiden Bauteile (aktiv und reaktiv) des Netzstroms separat.
- regelt die Spannung des DC-Bus auf einen konstanten Wert unabhängig von der Wechselstromspannung der Leitung.
- hält den Leistungsfaktor nahe 1.
- gestattet eine bidirektionalen Energietausch zwischen der Wechselstromleitung und dem DC-Bus. Betrieb mit 4 Quadranten.

Clean Power Filter: Er besteht aus einer Drossel L1 und einer oder mehreren Kondensatorgruppen C1. Er beseitigt die Spannungs- und
Stromverzerrungen bei einem breiten Frequenzspektrum.

Bus
Stromversrgung
DC
50/60Hz
Lx L1
F01
Clean
C1 Power
Filter

96 IMGT30012DE
GT3000 AFE

A4.3 Elektrische Daten


von 525 VAC (-20%) bis 690 VAC (+5%)♦
Speisespannung
♦ Bei Abweichungen von +10% muss ein Autotrafo mit Sekundärspannung Vs=655V vorgesehen werden
Tabelle A4.2. Elektrische Daten
Klasse 1 110% für 1 Minute alle 10 Minuten Klasse 2 150% für 1 Minute alle 10 Minuten
GTA1 Eingangs- @ @ @ Ausgangs- Eingangs- @ @ @ Ausgangs-
strom 525VAC 575VAC 690VAC strom strom 525VAC 575VAC 690VAC strom
Leistungszweig/Einheit A KW KW KW (I DC )A A KW KW KW (I DC )A
Luftkühlung Fws=1,5 KHz.
GTA1700K 3/1 600 472 516 588 555 500 393 430 490 463
GTA11K1K 3/1 900 707 775 883 833 700 550 603 686 648
GTA11K3K 3/1 1100 865 947 1079 1018 800 629 689 784 740
GTA11K7K 3/1 1440 1132 1240 1412 1333 1100 865 947 1079 1018
GTA12K2K 3/2 1800 1415 1549 1765 1666 1400 1100 1205 1373 1296
GTA12K6K 3/2 2200 1729 1894 2157 2036 1600 1258 1377 1569 1481
GTA13K4K 3/2 2880 2264 2479 2824 2665 2200 1729 1894 2157 2036
GTA13K9K 3/3 3300 2594 2841 3236 3054 2400 1886 2066 2353 2221
GTA15K1K 3/3 4320 3395 3719 4236 3998 3300 2594 2841 3236 3054
GTA16K8K 3/4 5760 4527 4958 5648 5331 4400 3458 3788 4315 4072
Wasserkühlung Fws=2 KHz.
GTW1850K 3/1 700 550 603 686 648 510 401 439 500 472
GTW11K1K 3/1 900 707 775 883 833 650 511 560 637 602
GTW11K6K 3/1 1350 1061 1162 1324 1249 980 770 844 961 907
GTW12K3K 3/1 2000 1572 1722 1961 1851 1450 1140 1248 1422 1342
GTW13K2K 3/2 2700 2122 2324 2648 2499 1960 1540 1687 1922 1814
GTW14K6K 3/2 4000 3144 3443 3922 3702 2900 2279 2496 2844 2684
GTW16K9K 3/3 6000 4716 5165 5883 5553 4350 3419 3745 4266 4026

Für die Ausführungen mit 525V bei Answer Drives.


A4.4 Kennschild
Auf jedem Produkt befindet sich ein Kennschild mit den Wechselrichterdaten.

GT3000 Typ
Seriennummer, Abnahmedatum

Eingangsspannung, Netzfrequenz, Zahl der Eingangsphasen (nur bei Wechselstrom)


Eingangsstrom, Höchststrom bei symmetr.
Hilfsspannung (Steuerung) – Frequenz – Phasenanzahl
Strom Hilfsspeisung (Steuerung)

Nominale Ausgangsleistung [kVA]


Ausgangsspannung
Ausgangsleistung KW Kl.1 @525V, @690V
Ausgangsstrom (Kl.1)
Ausgangsleistung KW Kl.2 @525V, @690V
Ausgangsstrom (Kl.2)
Umgebungstemperatur
SAP code

Abb. A4.3. Beispiel-Kennschild

IMGT30012DE 97
98
A4.5
F04

RFI
GT3000 AFE

OPTION
Lx
L1 C01
MAN STOP
PC
F03 Clean Power
serielles Kabel Filter

XM1 X3 X7
43
44
Keypad I/O K3 PC
EXP. &
45 PrechOK
230V PROG RS485
46 RO3 Rp
PORT
Steuerspeisung 1
U1
2 RO2 KM01 KM02
PROG V1
3 Gleichlauf
W1
4 RO1 FAULT
SCHALTPLAN DER LEISTUNGSANSCHLÜSSE

5 5V Vorspannungsschaltkreis
6
REMOTE CONTROL OPERATOR
ENC GND
7 B
8 B
ON Fault RUN
GT3000 PE
9 A
L1 L2 L3
10 STOP MAN AUTO RESET
A
11 Motor Drive Stab
Z 1 2 3

12 Z Auto Main Logs


4 5 6
13 START/STOP
DvProt Meter Comm Enter
7 8 9 Canc.
14 DI 2 PROG
Help

Abb. 3A.2 Anschlussbeispiel


15 DI 3 PROG 0 SHIFT

16 DI 4 PROG
17 DI 5 PROG Analogausgäng
Analogeingänge
18 DI 6 PROG 400V

Digitaleingänge
19 DI 7 PROG 50Hz
20 DREN
21 DO 4 DI 9 PROG
AI/AO GROUND
V1

Steurspeisung 230V
U1

22 DO 5 DI10 PROG
W1

KM01 XM3A

AO1
AO2
AO3
AO4
-10V

23 DO 6
+10V

0-20mA oder 0-10V

Ausgangswahl
24 24V

AI1 +
AI1 -
AI2 +
AI2 -
TK TK

+ - PE

Digitalausgänge
25 DI/DO GND

29
36
40
42

26
27
34
37
38

28
35
39
41

Vac Vdc
Frequency

Reserviert
Aac

DC BUS

IMGT30012DE
GT3000 AFE

A4.5.1 Betriebssequenz.
Die Steuerkarten aller Antriebe werden von der Speisung des DC-Bus gespeist und sind also bis zum Abschluss der Vorladungsphase nicht
gespeist. Die Hilfsgeräte des Schaltschranks und der Vorladungsschaltkreis müssen stromaufwärts des Hauptschütz KM1 angeschlossen
werden. Bei anliegender Spannung wird das Vorladungsschütz beim Betriebsbefehl geschlossen, die Spannung des DC-Bus steigt an und
am Ende der Vorladung werden die Steuerkarten gespeist. Wenn die Spannung des DC-Bus einen Wert von mehr als
Vdcpr=0.8*1.35*Vnet erreicht, gibt die Steuerung jedes Antriebs den befehl „Vorladung OK“ (Kontakt NA XM10-XM11) und das
Hauptschütz kann geschlossen werden. Es müssen alle Kontakte Vorladung OK geschlossen sein, um das Hauptschütz schließen zu
können. Nach dem Schließen des Hauptschütz muss das Vorladungsschütz offen sein.
Bei GT3000 AFE in Betrieb können die Wechselrichter gestartet werden, die die Motoren antreiben.
Logikbeispiel des Schranks. Die folgende Abbildung zeigt ein Beispiel für eine mögliche Schranklogik:
+24Vdc 220Vac

(KA01) (KA01)
(KA06)

AFE Vorladung OK AFE (Fehler)


Vorladungssicherungen Notfall Notfall

Sicherungen
Eingangsleitung Antrieb 1 Vorladung i.O. Antrieb 1 (Fehler)
KA04
(Start) (Fehler)
Kondensatorensicherungen

Antrieb 2 Vorladung i.O. Antrieb 2 (Fehler) KM01


Sicherungen (MCB)
Wechselstromseite

0V 220Vac

A4.5.1 Die Anschlüsse der Hilfsversorgungen


GT3000 drives need an external auxiliary power supply for:
fan (400V -50Hz/440V-60Hz three-phase. See paragraph 3A.3.2 for details)
control boards (230V 50/60Hz 0,5A).
synchronism transformator (690V trhree-phase ). It is arranged for supplying on +5% terminal, if it is supplied on 690V
terminal or on –5% terminal it is necessary to change, on user side terminal board, also the connection xx.
D +5%
(xx) 690

-5%
-5%
690
X1 D
SCH

X3

X2

X1
N

+5%
(xx) N
X2
+5%
+5%

+5%
-5%

-5%
690
-5%

690
690

X3
D

Lato utente
User side
(xx)

-5% +5%
D 690

IMGT30012DE 99
GT3000 AFE

Tabelle A4.5 –Clean Power – RFI-Filter und Vorladungswiderstand


GT3000 AFE LUFTKÜHLUNG
Filter RFI Fsw = 1,5KHz Filter Clean Power Vorladungswiderstand
GT 3000

Drossel Kondensator
Code Code W A Code Code Ohm
Kl.1
GTA1700KENA ELC40893103 1000076155 2380 700 3x22703505
GTA11K1KENA ELC40893104 1000076157 2820 900 4x22703505
GTA11K3KENA ELC40893105 1000076160 3120 1100 5x22703505
GTA11K7KENA ELC40893105 1000076165 4000 1400 6x22703505
GTA12K2KENA 2xELC40893104 2x1000076157 2x2820 2x900 8x22703505
GTA12K6KENA 2xELC40893105 2x1000076160 2x3120 2x1100 10x22703505
GTA13K4KENA 2xELC40893105 2x1000076165 2x4000 2x1400 13x22703505
GTA13K9KENA 3xELC40893105 3x1000076160 3x3120 3x1100 15x22703505
GTA15K1KENA 3xELC40893105 3x1000076165 3x4000 3x1400 20x22703505
GTA16K8KENA 4xELC40893105 4x1000076165 4x4000 4x1400 26x22703505
Kl.2
GTA1700KENA ELC40893103 1000076150 1700 500 3x22703504
GTA11K1KENA ELC40893104 1000076155 2380 700 3x22703505
GTA11K3KENA ELC40893104 1000076157 2820 900 4x22703505
GTA11K7KENA ELC40893105 1000076160 3120 1100 5x22703505
GTA12K2KENA 2xELC40893104 2x1000076155 2x2380 2x700 6x22703505
GTA12K6KENA 2xELC40893104 2x1000076157 2x2820 2x900 8x22703505
GTA13K4KENA 2xELC40893105 2x1000076160 2x3120 2x1100 10x22703505
GTA13K9KENA 3xELC40893104 3x1000076157 3x2820 3x900 12x22703505
GTA15K1KENA 3xELC40893105 3x1000075160 3x3120 3x1100 15x22703505
GTA16K8KENA 4xELC40893105 4x1000075160 4x3120 4x1100 20x22703505
GT3000 AFE WASSERKÜHLUNG
RFI-Filter Fsw = 2KHz Filter Clean Power Vorladungswiderstand
GT 3000

Drossel Kondensator
Code Code W A Code Code Ohm
Kl. 1
GTW1850KENA ELC40893104 1000075401 1400 510 3x22703505
GTW11K1KENA ELC40893104 1000075402 1920 700 4x22703505
GTW11K6KENA ELC40893105 1000075403 2620 980 6x22703505
GTW12K3KENA ELC40893106 1000075404 3400 1450 9x22703505
GTW13K2KENA 2xELC40893105 2x1000075403 2x2620 2x980 12x22703505
GTW14K6KENA 2xELC40893106 2x1000075404 2x3400 2x1450 18x22703505
GTW16K9KENA 3xELC40893106 3x1000075404 3x3400 3x1450 27x22703505
Kl. 2
GTW1850KENA ELC40893103 1000075398 1400 510 3x22703504
GTW11K1KENA ELC40893104 1000075401 1920 700 3x22703505
GTW11K6KENA ELC40893104 1000075402 2620 980 4x22703505
GTW12K3KENA ELC40893105 1000075403 3400 1450 6x22703505
GTW13K2KENA 2xELC40893104 2x1000075402 2620 980 8x22703505
GTW14K6KENA 2xELC40893105 2x1000075403 3400 1450 12x22703505
GTW16K9KENA 3xELC40893105 3x1000075403 3400 1450 18x22703505

100 IMGT30012DE
GT3000 AFE

Vorladungswiderstand

SAP Code 22232909 22232910


P 750W 1100W
L 220mm 320mm
In 140mm 240mm
Gewicht 920g 920g
Schutzgrad IP55
Kabellänge lf 300mm Standard

Der Vorladungsschaltkreis hat die Aufgabe, die Filterkondensatoren mit begrenztem Strom auf die Nennspannung vorzuladen, bevor der
Hauptschalter geschlossen wird.
Die GT3000 LARGE AFE haben keinen internen Vorladungsschaltkreis. (Siehe Anhang A5)

Kondensator

SAP code 22703504 3x56 microF 750V


SAP code 22703505 3x70 microF 750V

IMGT30012DE 101
GT3000 AFE

A4.6 Bemessung
Pmecc Pmecc
Den GT3000 mit AFE-Steuerung nach folgender Formel bemessen: PAFE = PAFE =
η Motor *ηWechselrichter 0,98 *η Motor
Die Scheinleistung des Netzspeisetrafos muss nur der geplanten Dauerleistung des Antriebs entsprechen.
Eindrahtiger Schaltplan

Der GT3000 AFE wird geliefert mit: Filter Clean Power (LC) Vorladungswiderstand
Der Filter Clean Power und der Vorladungswiderstand werden lose geliefert.

BEMESSUNGSBEISPIELE
EINLEITUNG
Mit der AFE-Steuerung erhält man auf dem DC-Bus eine konstante Spannung, die auf dem Motor eine nominale Ausgangsspannung auch
bei Netzschwankungen von –20% garantiert. Besonders bei Anwendungen ae690V wird die Spannung auf dem DC-Bus auf 1050V
gehalten. Für die anderen Spannungen werden die gleichen Verhältnisse eingehalten.
Die Nennspannung des Motors kann den gleichen Wert der Nennspannung des Versorgungsnetzes haben.
Der GT3000-AFE ist so bemessen, dass er die Ausgangsleistungen auch bei einer Spannung von 90% der Nennspannung gewährleistet.
BEMESSUNG
Angenommen, dass ein GT3000 mit AFE-Steuerung und Speisetrafo für die Anwendung lt. Abb. A.4 bemessen werden soll.
Bitte beachten: Da die Toleranz der Speisespannung +10% beträgt, sind am Eingang des GT3000-AFE 655V vorzusehen. Die
Motorspannung wird in jedem Fall mit 690V gewählt.
Die Anwendung erfordert einen GT3000 mit Überlast Klasse 2 und Leistungen auch bei einer Stromversorgung von –10% des Nennwerts.
AFE ALS GENERATOR
400 500 600
Die Last nimmt folgende Leistung auf: PD = + + = 1675 KW
0,94 x 0,98 0,95 x 0,98 0,96 x 0,98
Es wird ein GT3000-AFE in Kl.2 mit Nennleistung @ 690V gleich oder größer 1675KW gewählt und von daher der GTA13K4KENA, dessen
Nennleistung @660V 2157KW beträgt.
AFE IN RÜCKGEWINNUNG
Die Rückgewinnungskapazität beträgt 100%. Wird allerdings berücksichtigt, dass die Systemverluste (Leistungsgrad von Motoren und
Wechselrichtern) in der Rückgewinnung zugunsten des AFE gehen, ist die Leistung des AFE bei der Rückgewinnung höher als der nominale
Leistungsfaktor.

102 IMGT30012DE
GT3000 AFE

AUTO-TRAFO
Es ist nicht zwingend notwendig, dass der Auto-Trafo oder der ggf. vorhandene Speisetrafo (mit Sekundärkreis von 655V in unserem Fall)
für den Umformer geeignet sind. Der Trafo muss für eine Scheinleistung ausgelegt sein, die der geplanten Dauerleistung des Antriebs
entspricht. In unserem Fall muss die Leistung des Trafos sein:
1675
P = Val* Iinput* 1,732 * 0,98 = 655 * 2200 * * 1,732 * 0,98 = 1,9 MVA
2157

Vin = ....KV (+10% -10%)

TR.........

Vs = 655V

AFE.........
Klasse 2

PD

SVGT200JENN SVGT260JENN SVGT320JENN

Klasse 2 Klasse 2 Klasse 2

Leistung = 400KW 500KW 600KW


Wirkungsgrad = 0,95 M1 0,955 M2 0,96 M3
Nennspannung = 690V 690V 690V

Abb. A.4
GLEICHSTROM-SICHERUNGEN
Bei internem Kurzschluss oder bei Funktionsstörungen des Wechselrichters ist zu vermeiden, dass sich die Störung auf die anderen
Wechselrichter und Sicherungen ausdehnt, die an den DC-Bus angeschlossen sind. Aus diesem Grund sind zwei Sicherungen zwischen dem
Wechselrichter und dem DC-Bus vorzusehen.
Die Wahl hängt von der Art der Stromversorgung ab:
genullte Stromnetze (TN oder TT )
erdfreie Stromnetze (IT), ohne Erdanschluss oder mit Impedanz/Widerstand (über 30Ω ) zur Erde.
Netz TN oder TT immer zwei Sicherungen vorsehen.
Netz IT es muss nur eine Sicherung vorgesehen werden.
Die Sicherung ist zu wählen nach:
Nennstrom mindestens 20% höher als die Eingangsspannung des Wechselrichters, ggf. aufgeschlagen um den Faktor
“K” (geliefert vom Sicherungshersteller), Funktion der Betriebstemperatur (die Nenndaten einiger
Sicherungen beziehen sich auf 20°C)
Spannungsgröße der spezifischen Spannung des Schaltkreises angemessen.
Serie F Spannung des DC-Bus = 720V
Serie K Spannung des DC-Bus =1050
Wird bei IT-Netzen eine Sicherung pro Pol vorgesehen, dann ist die hälfte der Spannung zu berücksichtigen, da man 2 Sicherungen in Reihe
auf dem Fehlerstromschaltkreis hat.
Bei höheren Strömen als dem vorgesehenen Sicherungskaliber ist ein Schaltautomat einzubauen.
Bitte beachten: Wird ein Wechselrichter “A” mit eigener Vorladung auf einem bereits unter Spannung stehenden DC-Bus
eingeschaltet, kann es vorkommen, dass ein kleinerer Wechselrichter “B” auf dem DC-Bus an der Vorladung des
Wechselrichters “A” teilnimmt.
Es empfiehlt sich also: Erst die größeren Wechselrichter einzuschalten.
Langsam mit reduzierten Strömen vorladen, um zu vermeiden, dass der vom Wechselrichter „B“ ggf.
ausgegebene Vorladungsstrom die Sicherungen beschädigt.

IMGT30012DE 103
GT3000 AFE

A4.7 Abmessungen und Leistungsschaltplan


Zur Kennzeichnung von Hilfs- und Leistungsklemmen benutzte Zeichen:
L1 Eingangsphase – NETZ
Leistungsklemmen
L2 Eingangsphase – NETZ
L3 Eingangsphase – NETZ
PE Schutzerde/ Schirmung
+ BUS DC plus
- BUS DC minus (IGBT)
XM3A-2 Hilfsgeräte 230V-50/60 Hz
Hilfsklemmen
XM3A-4
LV1
LV2 Hilfsgeräte 380-50Hz/440V-60 Hz
LV3
U1
V1 Gleichlauf-Trafo TRS 690V 50/60Hz
W1

DC

690V 50/60Hz

U1
TRS
V1
W1

DC

690V 50/60Hz

U1
TRS
V1
W1

104 IMGT30012DE
ANHANG A5 VORLADUNGSCHALTKREIS UND ANSCHLUSS ZWISCHEN SPDM UND GT3000 LARGE
A5.1 VORSPANNUNGSSCHALTKREIS
Der Vorladungsschaltkreis hat die Aufgabe, die Filterkondensatoren mit begrenztem Strom auf die Nennspannung vorzuladen, bevor der
Hauptschalter geschlossen wird.
Die GT3000 LARGE AFE in der Version BUS DC haben keinen internen Vorladungsschaltkreis.
A5.1.1 GT3000 LARGE Version BUS DC
Die Standardversion sieht einen Wechselstrom-Gleichstrom-Wandler (AC/DC-Wandler) mit Thyristoren (Serie SPDM) vor, um den
Wechselrichter zu speisen und die Bank der Filterkondensatoren vorzuladen.
Bei Anwendungen, bei denen verschiedene Wechselrichter vom gleichen DC-Bus gespeist werden und die Anwendung die Möglichkeit vorsieht,
einen Wechselrichter bei DC-BUS unter Spannung abzutrennen und dann wieder einzuschalten, ist für jeden Wechselrichter ein
Vorladungsschaltkreis vorzusehen.
Der Vorladungsschaltkreis besteht aus einem (zwei oder drei bei den parallel betrieben Versionen, siehe Tabelle A5.1) Widerstand und einem
Schütz. Er ist so bemessen, um die Kondensatorenreihe in 5 Sekunden zu laden; die Leistung des Widerstands ist so bemessen, dass dieser bis
zu drei aufeinander folgende Vorladungen lt. folgendem Plan aushält:

CM: Hauptschütz contactor


CP CP: Vorladungsschütz

CM
ACHTUNG

Nicht mehr als 3 Vorladungen in 10 Minuten


ausführen, da sich ansonsten der
Vorladungsschaltkreis beschädigt.

A5.1.2 GT3000 LARGE AFE


Der Vorladungsschaltkreis besteht normalerweise aus einer Dreiergruppe Widerstände und einem Schütz. Der Vorladungsschaltkreis ist so
bemessen, um die Kondensatorenreihe in 5 Sekunden zu laden; die Leistung der Widerstände ist so bemessen, dass diese bis zu drei
aufeinander folgende Vorladungen lt. folgendem Plan aushält:

C
L F CP: Vorladungsschütz

CP Rac: 3 Vorladungswiderstände
CM: Hauptschütz
CM Rac

HINWEIS !

Nicht mehr als 3 Vorladungen in 10 Minuten ausführen, da sich


ansonsten der Vorladungsschaltkreis beschädigt.

BUS DC

IMGT30012DE 105
GT3000 LARGE Vorspannung

Tabelle A5.1: Vorspannungs-Widerstände

GT3000 Large RDC Code Menge RAC Code Menge


Ω W SAP Ω W SAP
GTA1700JEN 50 1100 22232902 1 25 1100 22232904 3
GTA11K1JEN 40 1100 22232903 1 20 1100 22232905 3
GTA11K3JEN 25 1100 22232904 1 20 1100 22232905 3
GTA11K7JEN 25 1100 22232904 1 20 1100 22232905 3
GTA12K2JEN 2x40 2x1100 22232903 2* 2x20 2x1100 22232905 6*
GTA12K6JEN 2x25 2x1100 22232904 2* 2x20 2x1100 22232905 6*
GTA13K4JEN 2x25 2x1100 22232904 3* 2x20 2x1100 22232905 6*
GTA13K9JEN 3x25 3x1100 22232904 3* 3x20 3x1100 22232905 6*
GTA15K1JEN 3x25 3x1100 22232904 3* 3x20 3x1100 22232905 6*
GTA16K8JEN 4x25 4x1100 22232904 4* 4x20 4x1100 22232905 8*
GTW1850JEN 50 1100 22232902 1 25 1100 22232904 3
GTW11K1JEN 40 1100 22232903 1 20 1100 22232905 3
GTW11K6JEN 25 1100 22232904 1 20 1100 22232905 3
GTW12K3JEN 2x25 2x1100 22232904 2* 2x20 2x1100 22232905 6*
GTW13K2JEN 2x25 2x1100 22232904 2* 2x20 2x1100 22232905 6*
GTW14K6JEN 4x25 4x1100 22232904 4* 4x20 4x1100 22232905 12 *
GTW16K9JEN 6x25 6x1100 22232904 6* 6x20 6x1100 22232905 18 *

* Parallelanschluss

A5.1.3 VORLADUNGSLOGIK

In der Betriebslogik des Umformers ist eine Reihe von Zustimmungen für die Steuerkarte nach folgender Logik vorzusehen:

Vorladungsschütz CP

DRIVE ENABLE

Vdc

Vorladung OK

Schließen der Hauptversorgung

Bei Schließen von Schütz CP beginnt die Vorladungsphase der Kondensatoren: Die Gleichstromspannung steigt; der Beginn der
Vorladungsphase muss der Steuerung mit dem Logikeingang DRIVE ENABLE (XM1-20 der Steuerklemmleiste Karte CONVEC1D) signalisiert
werden. Die Steuerung überwacht die Gleichstromspannung: Bei Erreichen einer vorbestimmten Schwelle (für weitere Details siehe das
Programmierhandbuch der Steuerung) wird die Bedingung “VORLADUNG AUSGEFÜHRT” signalisiert (Logikausgang mt Relais VORLADUNG
OK; X2 9-10 der Karte INTVEC.. in der Steuerung); jetzt kann die Hauptversorgung an den Umformer angelegt werden.
Das genannte Logiksignal wird für die Wechselrichterversorgung benutzt.
Falls die vorbestimmte Schwelle nicht (innerhalb in einer bestimmten Zeit) erreicht werden sollte, spricht die Schutzvorrichtung PRECHARGE
FAULT (STÖRUNG VORLADUNG) an. Siehe Kapitel 10B des “GT3000 Hardware- und Software-Handbuchs”.

106 IMGT30012DE
Vorspannung GT3000 LARGE

DRIVE SCHÜTZ Contactor Inverter Protection


SCHUTZVORR. PREC OK
Drive Enable
ENABLE DEFEKTFault WECHSELR.

XM1-20 XM1-24 XM2B-5 XM2B-6 XM1-3 XM1-4 XM2B-3 XM2B-4

Not-Aus

Schutz
Wechsel-
richter
START

PREC OK Σ
externe
Schutzvorr.

RB
(Sperr-Relais)

CM: Hauptschütz (Betriebsschütz)


CP: Vorladungsschütz
• Schließen der Schütze: Beim anfänglichen Reset (Erregung des Sperr-Relais) oder ggf. auf Befehl (z.B Schlüsselwahlschalter)
• Öffnen der Schütze: normalerweise nur bei Ansprechen Schutzvorrichtungen oder Notfall, ggf. auf Befehl (z.B. Schlüsselwahlschalter)
• Nach vollendeter Vorladung löst das eventuelle Öffnen von CM die Unterdrückung der Impulse (trennt DRIVE ENABLE ab), ohne dabei eien
Sperre auszulösen.

A5.1.4 VORLADUNG MIT TRAFO


Diese Art der Vorladung wird normalerweise bei Anwendungen benutzt, bei denen ein Schalter in Mittelspannung vorgesehen ist und besteht
aus den folgenden Bauteilen lt. Abbildung:
Hilfsspannung

• einphasige Hilfsspannung
• Schalter
CP • Vorladungsschütz CP,

TP • TP Trafo mit hoher Kurzschlussimpedanz zur


Strombegrenzung in der Vorladungsphase
• einphasiger Gleichrichter
• Schmelzsicherungen FU

FU

IMGT30012DE 107
GT3000 LARGE Vorspannung

Tabelle A5.2 Bauteile des Vorladungsschaltkreises mit Trafo:


GT3000 Large Trafo Diodenbrücke Schmelzsicherungen
Typ AN Code VRRM IFAV Code IN Code
[VA] SAP [V] [A] SAP [A] SAP
GTA1700JEN 2000 228446xx(1) - 1 Stk. 1800 186 205820 – 1 Stk. 25 20057304 – 2 Stk.
(1)
GTA11K1JEN 2000 228446xx - 1 Stk. 1800 186 205820 – 1 Stk. 25 20057304 – 2 Stk.
(1)
GTA11K3JEN 2000 228446xx - 1 Stk. 1800 186 205820 – 1 Stk. 25 20057304 – 2 Stk.
GTA11K7JEN 2000 228446xx(1) - 1 Stk. 1800 186 205820 – 1 Stk. 25 20057304 – 2 Stk.
(2)
GTA12K2JEN 4000 223640yy - 1 Stk. 1800 186 205820 – 1 Stk. 25 20057304 – 2 Stk.
GTA12K6JEN 4000 223640yy(2) - 1 Stk. 1800 186 205820 – 1 Stk. 25 20057304 – 2 Stk.
(2)
GTA13K4JEN 4000 223640yy - 1 Stk. 1800 186 205820 – 1 Stk. 25 20057304 – 2 Stk.
(2)
GTA13K9JEN 4000 223640yy - 1 Stk. 1800 186 205820 – 1 Stk. 25 20057304 – 2 Stk.
GTA15K1JEN 4000 223640yy(2) - 1 Stk. 1800 186 205820 – 1 Stk. 25 20057304 – 2 Stk.
(2)
GTA16K8JEN 4000 223640yy - 1 Stk. 1800 186 205820 – 1 Stk. 25 20057304 – 2 Stk.
(1)
GTW1850JEN 2000 228446xx - 1 Stk. 1800 186 205820 – 1 Stk. 25 20057304 – 2 Stk.
GTW11K1JEN 2000 228446xx(1) - 1 Stk. 1800 186 205820 – 1 Stk. 25 20057304 – 2 Stk.
GTW11K6JEN 2000 228446xx(1) - 1 Stk. 1800 186 205820 – 1 Stk. 25 20057304 – 2 Stk.
GTW12K3JEN 4000 223640yy(2) - 1 Stk. 1800 186 205820 – 1 Stk. 25 20057304 – 2 Stk.
GTW13K2JEN 4000 223640yy(2) - 1 Stk. 1800 186 205820 – 1 Stk. 25 20057304 – 2 Stk.
GTW14K6JEN 4000 223640yy(2) - 1 Stk. 1800 186 205820 – 1 Stk. 25 20057304 – 2 Stk.
GTW16K9JEN 4000 223640yy(2) - 1 Stk. 1800 186 205820 – 1 Stk. 25 20057304 – 2 Stk.
Anm.:
(1) (2) xx und yy sind die Rubriken, die die Trafos mit anderen Primärspannungen identifizieren:
xx yy xx yy xx yy
22844601 220V/690V 22364001 220V/690V 22364004 400V/690V
22844602 230V/690V 22364002 230V/690V 22364005 400V/690V
22844603 380V/690V 22364003 380V/690V 22364006 120V/690V
22844604 400V/690V
22844605 440V/690V

Die Abbildung zeigt eine typische Anwendung:

Das Schließen des Hauptschalters IP ist nur möglich, nachdem die Zustimmung "VORLADUNG OK" vom Wechselrichter gekommen ist. Das
Schließen von IP muss nämlich nach der Vorladung der Kondensatoren erfolgen.

Der ggf. vorweggenommene Kontakt eines Eingangstrennschalters muss auf die Kette des
ANM. DRIVE ENABLE gebracht werden (nicht auf CONTACTOR FAULT, denn in diesem Fall wäre der
Schutz während der Vorspannung nicht aktiv).

108 IMGT30012DE
GT3000 LARGE Anschluss SPDM-GT3000

A5.2 Anschluss zwischen SPDM und GT300O_Large

A5.2.1 Version mit 6 Impulsen mit zwei oder mehr parallel betriebenen GT3000-Large

IMGT30012DE 109
Anschluss SPDM-GT3000 GT3000 LARGE

Bei zwei parallel betriebenen GT3000-LARGE kann als Alternative zum Plan in Absatz A5.2.1 ein GT3000 12P mit zwei Eingangsdrosseln.

NETZ

Eingangsdrosseln
XM3A -4

XM3B -2
XM3A -2

XM3B -4

W1

U1
V1
U1
W1
V1

L2
L3
L1

L3
L1
L2
PE

PE
SPEISUNG DER STELLGLIEDER
SPEISUNG DER STEUERUNG

DREHSTROMLÜFTER

DREHSTROMLÜFTER

MASTER SLAVE
PE

PE
V

V
U

U
W

Ausgangsdrosseln

110 IMGT30012DE
GT3000 LARGE Anschluss SPDM-GT3000

A5.2.2 Version mit 12 Impulsen

IMGT30012DE 111
Anschluss SPDM-GT3000 GT3000 LARGE

A5.2.3 Version mit 18 Impulsen

112 IMGT30012DE
QA170 Rev. 02

MONTEBELLO VICENTINO - ITALY

DECLARATION OF “CE” CONFORMITY CE / 07


Issued according to the “H Form” (complete Quality Assurance) of the CE conformity evaluation procedure (Directive 93/465/E)

Manufacturer: Answer Drives S.r.l.


Head Office: Viale Sarca, 336 – 20126 Milano – Italy
Manufacturer’s Address:
Operation Site S.S. 11 – Cà Sordis, 4 - 36054 Montebello Vicentino (VI) – Italy

DECLARES, on its own exclusive responsibility, that the products:

Product Product Family GT3000

Product Description: Inverter with power range from 0.75 kW to 5800 kW

according to the verifications performed, comply with the requirements of the:

European Community Directive 2006/95/EC


called “Low Voltage” Directive

The products have been manufactured according to the harmonized Technical Standard:

CENELEC EN 50178
corresponding to Standard CEI 22-15

Moreover, they comply, according to the tests performed, with the requirements of the:

European Community Directive 89/336/EEC


modified by modified 93/68/EEC, called “EMC” Directive

since they comply with the harmonized Technical Standard:

CENELEC EN 61800-3
corresponding to the Publication IEC 61800-3 (edition 2005) and to the Standard CEI 22-10

provided that they are installed according to the instructions contained in the use and installation manual, in the
machine diagrams and in the documents eventually drawn concerning electromagnetic compatibility. In
determining the acceptation limits the installation environment, as well as the distribution and circulation modes
of the products have to be taken into consideration. Moreover, it is herewith declared that the products have
been manufactured workmanlike according to the instructions/warnings communicated by the suppliers of the
components.

ADDITIONAL INFORMATION
To allow their installation on a machine, the products are coordinated with the applicable requirements of the
harmonized Technical Standard:
CENELEC EN 60204-1
corresponding to the Publication IEC 60204-1 (edition 1997) and to the Standard CEI 44-5

Answer Drives S.r.l.


The Director Montebello Vicentino, 2007, September 30
Ambrogio Boselli

The Quality System of Answer Drives S.r.l. is certified ISO 9001:2000


Certificate issued on 05 October 1994 by RINA
QA171 Rev. 02

MONTEBELLO VICENTINO - ITALY

DECLARATION OF INCORPORATION
According to Machinery Directive 98/37/EC

Declaration drawn according to Enclosure B of Directive 98/37/EC (former 89/392/EEC)

Manufacturer: Answer Drives S.r.l.


Head Office: Viale Sarca, 336 – 20126 Milano – Italy
Manufacturer’s Address:
Operation Site S.S. 11 – Cà Sordis, 4 - 36054 Montebello Vicentino (VI) – Italy

DECLARES, on its own exclusive responsibility, that the products:

Product Product Family GT3000

Product Description: Inverter with power range from 0.75 kW to 5800 kW

have to be installed according to our installation manuals and cannot be operated until the
machine, in which they are incorporated and within which they are considered to be
components, has been declared complying with the "Machinery Directive 98/37/EC".

Answer Drives S.r.l.


The Director Montebello Vicentino, 2007, September 30
Ambrogio Boselli

The Quality System of Answer Drives S.r.l. is certified ISO 9001:2000


Certificate issued on 05 October 1994 by RINA
Answer Drives S.r.l.
Head Office:
Viale Sarca, 336 – 20126 Milano - Italia
Operation Site:
S.S 11 Cà Sordis, 4 I-36054 Montebello Vicentino (VI) - Italia
Ph. +39 0444 449268
F +39 0444 449276 1000089389

www. answerdrives.com