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Part A FAGUS−5

Dieses Dokument enthält alle FAGUS-5-spezifischen Informa-


tionen, welche der Anwender bei der Anforderung der kontextbe-
zogenen Hilfe (Drücken der Taste <F1> oder der Hilfe-Schaltflä-
chen im Programm) erhalten kann. Es ist mit seinen zahlreichen
Verknüpfungen primär für die interaktive Benutzung gedacht.

A.1 Das FAGUS-5-Fenster


Nach dem Öffnen einer Querschnittsbibliothek präsentiert sich
das FAGUS-5-Fenster wie folgt:

Menüliste
Schaltflächen FAGUS−5
Steuerregister
FAGUS−5
Querschnitts−
verwaltung
Titelleiste Berechnung
Werkzeuglei −
ste des Grafi−
keditors
Layer−
Schalter für schalter
Bildausschnitt
Berechnungs−
fenster

Koordinate− Ũber− Status−


neingabefelder höhung leiste

FAGUS-5 kann auf einer Arbeitsstation nicht zweimal gleichzei-


tig laufen, hingegen können mehrere Querschnittsbibliotheken
(Berechnungsfenster) gleichzeitig offen sein.
Die nachfolgenden Verknüpfungen ermöglichen einen schnellen
Zugriff auf die folgenden Themen:
Querschnittsverwaltung
Baustoffverwaltung.
Layerschaltflächen i

A.1.1 Die Menüliste von FAGUS-5

A.1.1.1 Das Menu ’Datei’

Das Menu ’CubusExplorer...’


Der CubusExplorer ist ein Programm für die Verwaltung der Be-
rechnungsdaten von Cubus-Programmen, das im Erschei-
nungsbild und in der Bedienung dem Windows-Explorer nach-
empfunden wurde. Sie können ihn z.B. verwenden, um eine be-
stehende Berechnung mit dem entsprechenden Programm
zwecks Weiterbearbeitung zu öffnen. Eine detaillierte Beschrei-
bung seiner Funktionalität erhalten Sie in seinem Hilfe-Menu.

Das Menu ’Neu...’


Damit wird eine neue FAGUS-5-Querschnittsbibliothek begon-
nen. Der Befehl ruft den CubusExplorer in der eingeschränkten
Funktionalität zum Anlegen eines neuen Berechnungsordners
(Details siehe dort).

Das Menu ’Speichern’


Der aktuelle Zustand der aktiven Querschnittsbibliothek wird un-
ter dem aktuellen Berechnungsnamen gespeichert.

Das Menu ’Speichern unter...’


Der aktuelle Zustand der aktiven Berechnung wird unter einem
neuen Namen gespeichert. Um den gewünschten Ordner zu
wählen und den neuen Namen zu geben, wird der CubusExplo-
rer in der entsprechend eingeschränkten Funktionalität aufgeru-
fen (Details siehe dort).
Die aktive Berechnung wird, ohne zu speichern, geschlossen,
und Sie arbeiten an der neu angelegten Berechnung weiter,

Das Menu ’Schliessen’


Die aktuelle Berechnung wird geschlossen, wobei Sie das Pro-
gramm nach dem Speichern fragt, falls etwas verändert oder er-
gänzt wurde. FAGUS-5 selbst wird dabei nicht beendet.

Das Menu ’Dokumente’


Im Dialog ’Dokumente’ können zusätzliche Dokumente mit der
Berechnung abgelegt werden.

Das Menu ’Drucken’


Es ruft das nebenstehende Un-
termenü. Klicken SIe auf die
Pfeile, um zur Beschreibung zu
gelangen.
’Seitenlayout’ bringt eine Liste der zu Verfügung stehenden Sei-
tenlayouts und zeigt an, welches Layout aktiv ist.
Sie können auch ein neues Layout wählen, das dann bei nachfol-
genden Druckbefehlen zu verwenden ist. Wir empfehlen Ihnen
jedoch, die Druckvorschau aufzurufen und das Layout dort zu
wählen, da Sie so die Auswirkungen eines anderen Layouts auf
die Ausgabe direkt beobachten und allenfalls noch Änderungen
an Massstäben etc. vornehmen können.
Details zu den Seitenlayouts finden Sie in der Hilfe zum Cubus-
Viewer.

Das Menu ’Import’


Hiermit können, je nach Quelle,
Geometrie- oder Querschnitts-
daten von externen Dateien
übernommen werden. Es er-
scheint das nebenstehende Un-
termenü.
FAGUS-3: Mit diesem Befehl können Daten von FAGUS-3 Be-
rechnungen übernommen werden. (Allfällige STATIK-Daten
sind mit dem Programm STATIK zu übernehmen, welches eine
vollständige Übernahme, inkl. Querschnitte macht). Um die ge-
wünschte Berechnung zu finden, wird in einem zusätzlichen Dia-
log, der Querschnittsverwaltung, der CubusExplorer in der ent-
sprechend zugeschnittenen Funktionalität aufgerufen.
FAGUS-4: Mit diesem Befehl können Daten von FAGUS-4 Be-
rechnungen übernommen werden.
Wiederherstellen: Hier handelt es sich um eine FAGUS-5-spe-
zifische Textschnittstelle, über welche der aktuelle Querschnitt
nochmals von einer Sicherheitskopie geladen wird.
DXF: Dient zur Übernahme von Geometriedaten aus einer DXF-
Datei. Verwenden Sie diesen Befehl, so erscheint das entspre-
chende Dialogfenster, dessen Hilfe Sie über alle Details infor-
miert.

Das Menu ’Export’


Der Export in verschiedene Grafikformate ist im Detail in der Hilfe
zu Statik-5 beschrieben.
Das Menu ’Recovery’
Können Sie einen Querschnitt zwar öffnen, mit diesem aber nicht
mehr richtig arbeiten, so kann der Grund eine zerstörte oder
nicht korrekte binäre Datenstruktur sein (siehe Hinweis zu den
Programmversionen unten).
Die Recovery-Funktion dient zur Wiederherstellung dieser zer-
störten Datenstruktur von Fagus-5-Querschnitten. Die Wieder-
herstellung ist allenfalls nur teilweise möglich. Die Funktion ist
also mit Vorsicht zu verwenden und sicher erst, wenn das Pro-
blem auch nach einem vollständigen Verlassen des Programms
und einem Neustart immer noch besteht.
Die Wiederherstellung der Datenstruktur erfolgt mit Hilfe von Re-
covery-Dateien welche jeweils beim Speichern erzeugt werden
(Text-Dateien mit der Erweiterung ’.q’). Beim Recovery werden
nur die für die eigentliche Analyse nötigen Daten erhalten; Zusat-
zinformationen wie Vermassungen etc. gehen verloren.
Wenn nötig können alle Querschnitte einer Querschnittsbiblio-
thek mit dem Aufruf Recovery > Querschnittsbibliothek entspre-
chend dem oben beschriebenen Verfahren auf einmal wieder-
hergestellt werden.

Hinweis: Der Austausch von mit verschiedenen Programmver-


sionen erzeugten Daten geht grundsätzlich nur immer “auf-
wärts”, d.h. ein neueres Programm kann alte Daten lesen aber
nicht umgekehrt !

Die zuletzt bearbeiteten


Querschnittsbibliotheken
Wie in Windows-Programmen üblich, stellt Ihnen das Dateimenü
eine Liste der zuletzt bearbeiteten Querschnittsbibliotheken zur
Wahl. Dies ist die schnellste Methode, um die Arbeit an einer die-
ser Querschnittsbibliothek wieder aufzunehmen.

Das Menu ’Beenden’


Hiermit werden alle allenfalls noch offenen Berechnungen und
schliesslich FAGUS-5 geschlossen.
A.1.1.2 Das Menu ’Einstellungen’

Das Menu ’Allgemein ...’


Es öffnet sich der Dialog ’Allgemeine Einstellungen’. Er dient zur
Festlegung allgemeiner Einstellungen der aktuellen Quer-
schnittsbibliothek wie die verwendete Norm und Objekt und Bau-
teilbeschreibungen.
Nach einem allfälligen Wechseln der Norm muss die Baustoffli-
ste überprüft werden, da die dort zugewiesenen Baustoffklassen
normenabhängig sind.

Das Menu ’Einstellungen’


Es öffnet sich der Dialog ’Einstellungen’. Er dient zur Festlegung
spezieller Einstellungen der aktuellen Querschnittsbibliothek wie
verwendete Bewehrungsdurchmesser und ausgeführte Checks:
Das Menu ’Dialogeinstellungen’
Zahlreiche Dialogfenster zur Eingabe von Daten, wie der Stab-
dialog, die Lastendialoge, etc. funktionieren betreffend Vorein-
stellungen wie folgt:

Wird ein Dialogfenster in einer Berechnung benutzt, so speichert


es seine Werte als Vorgabe für die nächste Verwendung inner-
halb der selben Querschnittsbibliothek ab. Die Vorgaben für
die erstmalige Verwendung eines Dialogfensters in einer Be-
rechnung sind wie folgt geregelt:

S Ohne besondere Vorkehrungen kommen die im Programm


fix eingestellten Vorgaben.

S Diese Programmvorgaben können Sie für sich (als Benutzer,


identifiziert durch Ihren Login-Namen) auf einem Computer
überschreiben, indem Sie bei offenem Dialog mit den ge-
wünschten Einstellungen den Menubefehl ’Optionen > Dia-
logeinstellungen > Speichern als Vorgabe’ aufrufen. Die
so gespeicherten Einstellungen bezeichnen wir als Benutze-
reinstellungen.

Wie schon erwähnt, kommen innerhalb eines Querschnittes im-


mer die zuletzt verwendeten Werte als Vorgabe. Möchten Sie
diese zu irgend einem Zeitpunkt mit den oben beschriebenen
Benutzereinstellungen überschreiben, so verwenden Sie das
Menu ’Optionen > Dialogeinstellungen > Einlesen von Vor-
gabe’.

Als Alternative zu den erwähnten Menus können Sie auch die Ta-
staturkürzel
<Ctrl><F9> für Speichern als Vorgabe und
<Ctrl><F10> für Einlesen von Vorgabe
verwenden. Dies ist bei gewissen Dialogfenstern die einzige
Möglichkeit, da während diesen Dialogen die Menüliste nicht ak-
tiv ist.

Die erwähnten zwei Befehle werden durch einen Bestätigungs-


dialog quittiert.
Ob ein Dialogfenster nach diesem Schema funktioniert, merken
Sie daran, ob das Menu ’Optionen > Dialogeinstellungen’ aktiv
ist, wenn das betreffende Dialogfenster als einziges offen ist,
resp. ob nach dem Betätigen der Tastaturkürzel der Bestäti-
gungsdialog erscheint.

Das Menu ’Baustoffe’


Der hiermit aufgerufene Dialog ’Baustoffe’ verwaltet alle in einer
Berechnung verwendeten Baustoffe. Jeder dieser Baustoffe hat
einen berechnungsspezifischen Namen, welcher den einzelnen
Elementen eines Stabquerschnittes zugewiesen kann.
Bei einer Brücke wird z.B. mit zwei Betonsorten und einer Sorte
von Bewehrungsstahl gearbeitet: mit Stützenbeton, Oberbaube-
ton und Bewehrungsstahl. Diese drei Baustoffe werden am An-
fang einer Eingabe mit diesen Bezeichnungen definiert, wobei ih-
nen eine provisorische Baustoffklasse zugewiesen wird. Allen
Querschnitten des Oberbaus wird der Baustoff Oberbaubeton
zugewiesen. Möchte man später die Betonklasse für den Ober-
bau ändern, so kann nun dem Baustoff Oberbaubeton diese
neue Klasse zugewiesen werden, und bei den Querschnitten
sind keinerlei Anpassungen erforderlich.
Zum Baustoffdialog siehe nächste Seite...
Baustoffverwaltung:

Ruft den Dialog zur Definition


neuer und zur Modifikation
selbst definierter Baustoffklas−
sen

Für STATIK−5 direkt sind nur


diese Werte von Bedeutung.
Für FAGUS−5−Biegeanalysen
und den Bemessungsnachlauf
hingegen werden Typ und
Klasse verwendet.

Neuen
Baustoff
definieren

Die Baustofftabelle kann


− als Vorgabe für weitere Berechnungen abgelegt
− von einer abgelegten Vorgabe übernommen
− gem. Programmauslieferung initialisiert werden
Baustoffklassenverwaltung:

Neue Klasse
definieren

Ein Register−
blatt pro Bau−
stofftyp

Vordefinierte
Klassen (un−
veränderlich)

Benutzerdefi −
nierte Klas−
sen (verän−
derlich)
Menü ’Dialoge verkleinern’
Dialoge verdecken oft einen beträchtlichen Teil des Bildschirms
und behindern das Einführen von neuen Objekten. Ist diese Me-
nuoption eingeschaltet, so werden die Dialoge beim Einführen
von Objekten auf die Kopfzeile reduziert und nach Abschluss der
Aktion wieder in voller Grösse dargestellt. Fahren Sie mit der
Maus auf die Kopfzeile, wird ebenfalls der ganze Dialog darge-
stellt.

Das Menu ’Automatische Speicherung’


Das Menu bringt ein Dialogfenster, in dem Sie einstellen können,
ob automatisch gesichert werden soll und in welchen Zeitinter-
vallen.

Das Menü ’Sprache’


Dient zum Umschalten der Programmsprache.

A.1.1.3 Das Menü ’Darstellung’


Das Menu ’Einheiten / Kommastellen’
Dieser Befehl öffnet ein Dialogfenster für die Wahl von Einheiten
und Anzahl Nachkommastellen.
Die hier getätigten Einstellungen werden Benutzer-spezifisch
und nicht Berechnungs-spezifisch gespeichert.

Das Menu ’Farben / Stricharten’


In einem Dialogfenster können Sie die Darstellungsart der mei-
sten Objekte von FAGUS-5, getrennt für Bildschirm, Schwarz-
weiss- und Farbdrucker, bezüglich Strichstärke, Strichart, Farbe
und Füllung einstellen.
Die hier getätigten Einstellungen werden Benutzer-spezifisch
gespeichert.
Das Menu ’Schriftgrösse’
Damit beeinflussen Sie die Schriftgrösse für Textobjekte auf der
Grafikfläche durch Einstellung eines für alle Objekte geltenden
Skalierungsfaktors.
Diese Einstellung hat keinen Einfluss auf die Schriftgrössen in
der gedruckten Ausgabe. Verwenden Sie hierzu die Einstel-
lungsmöglichkeiten im Druckeintragsdialog oder im CubusVie-
wer.

A.1.1.4 Das Menu ’Fenster’


Dieses Menu ist nur dann von Bedeutung, wenn Sie mehrere Be-
rechnungen (=Fenster) gleichzeitig offen haben. Es erlaubt
dann, die Fenster nach unterschiedlichen Kriterien anzuordnen
und eines der Fenster als aktives Fenster zu wählen.

A.1.1.5 Das Menu ’Hilfe’


Hiermit haben Sie Zugriff auf die verschiedenen Hilfe-Doku-
mente von FAGUS-5. Ferner können Sie das Dialogfenster ’über
FAGUS-5’ aufrufen, in welchem Sie die aktuelle Programmver-
sion sowie die Versionen der verwendeten Module als auch die
Liesmich-Datei zu FAGUS-5 einsehen können.
Bezüglich Hilfesystem empfehlen wir Ihnen dringend, als Erstes
das kurze Hilfedokument ’Hilfe benutzen’ durchzulesen. Damit
sind Sie im Stand, das umfangreiche und ausführliche Hilfesy-
stem von FAGUS-5 effizient zu nutzen.

A.1.2 Die Schaltflächen neben dem Steuerre-


gister

FAGUS−5
Querschnitts −
verwaltung
Einige Einträge aus dem Dateimenü, sowie Schaltflächen zur
Verwaltung der Querschnitte sind oben links im FAGUS-5-Fen-
ster (bei geöffneter Berechnung) als Schaltflächen verfügbar:
Starten des CubusExplorers, eines applikationsunabhängigen
Programms zur Projektverwaltung.
Speichern der Eingabedaten der aktuellen Berechnung als Si-
cherheitsmassnahme gegen Datenverlust bei allf. Systemaus-
fall. Beim Starten der Lösung oder beim Verlassen des Pro-
gramms wird bei Bedarf automatisch gespeichert (ev. nach
Rückfrage).
Direktes Drucken des aktuellen Arbeitsbereichs. Es erscheint
ein Dialogfenster zum Einstellen gewisser Parameter oder zur
Wahl eines allfälligen Bildausschnitts.
Der Inhalt des aktuellen Arbeitsbereichs wird in die Ausgabeliste
des CubusViewers zum späteren Drucken eingetragen. Es er-
scheint ein Dialogfenster zum Einstellen gewisser Parameter
oder zur Wahl eines allfälligen Bildausschnitts.
Aufruf des CubusViewers zum Einsehen und Drucken der einge-
tragenen Dokumente.
Auf die Funktionalität der Querschnittsverwaltung wird im näch-
sten Kapitel eingegangen.
A.1.3 Querschnittsverwaltung
Die Querschnittsverwaltung von FAGUS-5 befindet sich am
oberen Rand des Applikationsfensters und enthält eine Liste der
vorhandenen Querschnitte sowie einige Schaltflächen zur Ver-
waltung der Querschnitte.

Schaltflächen zur
Listenfeld zur Wahl Verwaltung der Quer−
der Querschnitte schnittsbibliothek

Im nebenstehenden Listenfeld können die vorhandenen Quer-


schnitte zur Bearbeitung ausgewählt werden.
Neue Querschnitte können durch Drücken der nebenstehenden
Schaltfläche erzeugt werden. In einem separaten Fenster kann
der Name des neuen Querschnittes eingegeben und bestätigt
werden.
Querschnitte können auch dupliziert werden. Die nebenste-
hende Schaltfläche öffnet ein Fenster in welchem der Name des
Duplikates eingegeben werden kann.
Zum Ändern eines Querschnittsnamens muss die nebenste-
hende Schaltfläche gedrückt werden.
Durch Drücken dieser Schaltfläche können bestehende Quer-
schnitte gelöscht werden. Es ist zu beachten, dass so gelöschte
Querschnitte nicht mehr hergestellt werden können.
Durch Drücken dieser Schaltfläche wird ein Querschnittsverwal-
tungs-Dialog aktiviert. In diesem Dialog können Querschnitte
zwischen verschiedenen Querschnittsbibliotheken verschoben
werden.
A.1.4 Steuerregister
Die verschiedenen Aufgaben von Fagus-5 sind in mehrere Regi-
ster aufgeteilt welche im allgemeinen während der Querschnitts-
definition und -bearbeitung von links nach rechts durchschritten
werden sollten.

Schaltflächen zur Ver−


waltung der Quer−
Listenfeld zur Wahl schnittsbibliothek
der Querschnitte
Steuerregister
Folgende Register sind vorhanden:
Das Register Geometrie
Das Register Bewehrung
Das Register Schubwände
Das Register Varianten
Das Register Analysen (nur mit Option ’Analyse’)
A.1.5 Die Layerschaltflächen
Querschnitts-Layer
Bewehrungs-Layer
Schubwände-Layer
Elastisch-Layer
Check-Layer
User-Layer

A.1.5.1 Einleitung
Am rechten Rand des Applikationsfensters befinden sich die in
einzelne Gruppen zusammengefassten Layerschaltflächen.
Einen Layer können Sie sich als durchsichtige Folie vorstellen,
auf der die im Layer enthaltenen Grafikobjekte gezeichnet sind.
Die einzelnen Folien werden nun in der Reihenfolge, in der Sie
die Layer einschalten, übereinandergelegt bzw. beim Ausschal-
ten wieder entfernt.
Siehe auch Layerschaltflächen im Grafikeditor.

A.1.5.2 Querschnitts-Layer
Die erste Gruppen der Layerschaltflächen enthalten die Grafi-
kobjekte, welche Sie im Steuerregistern ’Geometrie’ eingeben.
Umfahrene Umlaufsinn von
Teilquerschnitte Polygonen

Walzprofile dünnwandige
Teilquerschnitte
Achspunkt Haltepunkt für Statik−5

Resultatpunkte Standard−Resultatpunkte
Resultat−
kombinationen Querschnittsresultate

Siehe auch Layerschaltflächen im Grafikeditor.


Die Layerschaltflächen ermöglichen eine gezielte Darstellung
einzelner Grafikobjekte und der dazugehörigen Beschriftungen.
Einzelne Layerschaltflächen aktivieren spezielle Darstellungen
von Objekten welche nicht vom Benutzer direkt eingegeben wer-
den können:
Umlaufsinn von Polygonen: Bei Voutenstäben müssen die in-
nerhalb des Stabes liegenden Querschnitte aus den Stabend-
querschnitten interpoliert werden. Dies ist nur möglich, wenn die
beiden betreffenden Querschnitte tatsächlich zueinander pas-
sen (für Kontrollen siehe Kap. A.6). Deshalb ist es manchmal nö-
tig, den Umlaufsinn und insbesondere den Startpunkt des Poly-
gons festzulegen. Die erste Polygonseite wird auf diesem Layer
mit einem Pfeil markiert (Änderung: 1: Polygon selektieren, 2.
<RMT> 3. aus Kontextmenu “Erste Polygonseite wählen” benut-
zen).
Standard-Resultatpunkte : Fagus-5 generiert zu jedem Quer-
schnitt eine Anzahl Standard-Resultatpunkte welche in Statik-5
zur Bestimmung von Querschnittsresultaten herangezogen wer-
den können. Diese Punkte mit den Bezeichnungen A, TA, BA (in
2-D) und zusätzlich AR, AL, TR, TL, BR und BR (in 3-D) können
mit dieser Layerschaltfläche zur Darstellung gebracht werden.
Es ist zu beachten, dass diese Punkte nur bei einem erfolgreich
überprüften Querschnitt zur Darstellung kommen. Nötigenfalls
muss also die Schaltfläche “Check” gedrückt werden um diese
Punkte wieder darzustellen.
A.1.5.3 Bewehrungs-Layer
Diese Gruppe enthält für jede im Register ’Bewehrung’ eingege-
bene Bewehrungsgruppe eine Layerschaltfläche.

Bewehrungsgruppe

Siehe auch Layerschaltflächen im Grafikeditor.

A.1.5.4 Schubwände-Layer
Diese Gruppe enthält links oben eine Schaltfläche zur Darstel-
lung der Schubwände und zusätzlich drei Hilfsschaltflächen wel-
che zur gezielten Darstellung von Schubwänden, abhängig von
ihrer Wirksamkeit (für Vy , Vz , Tx ), herangezogen werden können.

Schubwandgruppe

Siehe auch Layerschaltflächen im Grafikeditor.

A.1.5.5 Elastisch-Layer
Diese Gruppe enthält den Schwerpunkt, die Hauptachsenrich-
tungen und wenn vorhanden, den Schubmittelpunkt des Quer-
schnitts. In den Registern “Variante” und “Analyse” ist die An-
zeige abhängig von der gewählten Querschnittsvariante. In den
übrigen Fällen und wenn keine Variante gewählt ist, werden die
Werte des Grundquerschnittes dargestellt.
Schwerpunkt mit Haupt−
achsen und wenn vorhan−
den Schubmittelpunkt

Siehe auch Layerschaltflächen im Grafikeditor.

A.1.5.6 Check-Layer
Diese Gruppe enthält Darstellungen zur Unterstützung bei der
Fehleranzeige während den Checks.
Dünnwandige Teilquer−
schnitte

Siehe auch Layerschaltflächen im Grafikeditor.

A.1.5.7 User-Layer
Die Layergruppe ’User’ können Sie für Ihre spezifischen Bedürf-
nisse nutzen. Sie können in dieser Layergruppe neue Layer er-
zeugen und nicht mehr benötigte Layer löschen. Um Masslinien,
Beschriftungen und andere Grafikobjekte in diese Layer einzufü-
gen, müssen Sie einen Layer mit dem Layerkontextmenu akti-
vieren.

Bemassung und
Beschriftung

Siehe auch Layerschaltflächen im Grafikeditor.


A.2 Allgemeines zur Eingabe von
Querschnittselementen
Um ein Querschnittselement zu definieren, muss im seine Geo-
metrie, sein Baustoff, sowie allenfalls weitere Attribute eingege-
ben werden. Durch Klicken auf die entsprechende Schaltfläche
öffnet sich ein sogenannter Eigenschaftsdialog und gleichzeitig
werden alle zulässigen Zeichnungswerkzeuge des Grafikeditors
aktiviert. Für Benutzer, welche das Programm zum ersten Mal
verwenden, wird empfohlen, das Einführungsbeispiel (bzw. zu-
mindest den Abschnitt Querschnittseingabe) durchzuarbeiten.
Die Dialoge sind für die verschiedenen QS-Elemente sehr ähn-
lich aufgebaut und sollen deshalb nur einmal am Beispiel des
umfahrenen Teilquerschnittes besprochen werden:

Bezeichner: Im ersten Register ist immer ein Eingabefeld für den


Namen des Querschnittselementes zu finden. Der Bezeichner
wird vom Programm automatisch vorgeschlagen. Ein bestimm-
ter Name darf pro Querschnitt nur einmal verwendet werden.
Baustoff: Die meisten Querschnittselemente enthalten jeweils
ein Listenfeld für die Zuweisung des gewünschten Baustoffes.
Ist dieser in der Liste noch nicht vorhanden, so führt die neben-
stehend abgebildete Schaltfläche direkt in die Baustoffverwal-
tung.

Optionen / Beschriftung
Die eingegebenen Elemente können in nebenan dargestellten
Sinne beschriftet werden. Der Umfang der Beschriftung wird
meistens in einem zweiten Register (’Optionen’ oder ’Beschrif-
tung’) eingestellt. Es ist zu beachten, dass die Beschriftungen ei-
nes gesamten Layers über das Kontextmenü der entsprechen-
den Layerschaltflächen ein- und ausgeschaltet werden können,
d.h. falls die Beschriftung nicht im gewünschten Sinne angezeigt
wird, sollte dort kontrolliert werden, ob die Beschriftung sichtbar
geschaltet ist. Bei der Neueingabe von Querschnittselementen
werden die Beschriftungen vom Programm automatisch plat-
ziert, können aber vom Benutzer nachträglich verschoben wer-
den (Kontextmenü des zugehörigen Text-Objektes, ’Beschrif-
tung verschieben’).

Checks
Die einzelnen Querschnittselemente müssen gewisse geometri-
sche Bedingungen erfüllen. Diese Überprüfungen können mit
entsprechenden Schaltflächen ausgeschaltet werden.

Mit der nebenstehenden Schaltfläche, kann der entsprechende


Check explizit ausführt werden. Falls ein Eingabefehler entdeckt
wird, erscheint ein Dialog mit der Fehlerbeschreibung, und die
fehlerhaften Querschnittselemente blinken in der Grafikfläche.
Es ist normalerweise nicht notwendig, die Eingabe explizit zu
überprüfen, da dies vom Programm vor jeder Berechnung auto-
matisch durchgeführt wird.
Mit dieser Schaltfläche wird eine Tabelle mit den relevanten
Grössen der Querschnittseingabe ausgedruckt. Der Tabellen-
Umfang ist abhängig vom aktuell geöffneten Register (z.B. nur
Bewehrungsausgaben im Bewehrungsregister etc.). Eine voll-
ständige Querschnitts-Ausgabe erhält man mit der entspre-
chenden Schaltfläche im Register ’Variante’.
A.3 Das Register ’Geometrie’
In diesem Register werden umfahrene und dünnwandige Teil-
querschnitte definiert:

Umfahrene Teilquerschnitte, Aussparungen


Dünnwandige Teilquerschnitte
Parametrisierte Querschnitte
Walzprofile
Bestehende FAGUS-Querschnitte einfügen
Achs- und Haltepunkte
Führungslinien
Resultatpunkte
Resultatkombinationen
Querschnittsresultate
parametrisierte Querschnitte

Bestehende Querschnitte
einfügen

Selektierbarket der Objekte


Haltepunkt für Statik−5

Check
Walzprofile

Legende
Achspunkt

Führungslinien
Umfahrene Teilquerschnitte

Dünnwandige Teilquerschnitte
Aussparungen

Resultatpunkte

Resultatkombinationen

Querschnittsresultate
A.3.1 Umfahrene Teilquerschnitte,
Aussparungen
Mit dieser Schaltfläche öffnen Sie den Eigenschaftsdialog zu den
umfahrenen Teilquerschnitten und gleichzeitig werden alle zu-
lässigen Zeichnungswerkzeuge des Grafikeditors aktiviert. Die
umfahrenen Teilquerschnitte können von beliebiger polygonaler
Form sein. Als Baustoffe wählbar sind: ’Beton’, ’Baustahl’ oder
der Typ ’Spezial’ .
Aussparungen werden mit der nebenstehenden Schaltfläche
eingegeben. Auch die Aussparungen sind von beliebiger polygo-
naler Form, ohne Baustoff und müssen vollständig innerhalb ei-
nes Umrisses liegen.
Weitere Hinweise: Siehe allgemeines zur Querschnittseingabe
und Grundlagen.

A.3.2 Dünnwandige Teilquerschnitte


Mit dieser Schaltfläche öffnen Sie den Eigenschaftsdialog der
dünnwandigen Querschnittselemente. Ein dünnwandiges Quer-
schnittselement wird durch seine Achse und dazugehörige
Breite definiert und kann für folgende Berechnungen verwendet
werden:
S Schubflussdarstellung bei Querkraft und Torsion
S Korrekte Berechnung der Torsionskonstanten
Weitere Hinweise: siehe allgemeines zur Querschnittseingabe
Theorie: siehe Berechnung mit dünnwandigen Elementen

A.3.3 Parametrisierte Querschnitte


Mit dieser Schaltfläche öffnet man den Dialog zur Definition ei-
nes parametrisierten Querschnittes (siehe unten, grundsätzli-
ches dazu in ’Übersicht parametrisierte Querschnitte’ ). Die Ein-
gabe wird mit ’Einfügen’ abgeschlossen. Später können einzelne
Masse durch Doppelklick auf die Masslinie direkt in der normalen
FAGUS Oberfläche verändert werden (oder mit: Masslinie selek-
tieren, <RMT>, ’Eigenschaften’). Veränderungen an den Be-
wehrungen sind ebenfalls mit diesem Vorgehen möglich.

Alternativ kann mit der oben abgebildeten Schaltfläche später je-


derzeit wieder in den unten abgeildeten Dialog zurückgekehrt
werden.

Die Vorlagen für die verschiedenen parametrisierten Quer-


schnitte sind in mehrere Register aufgeteilt, u.a. in
- Massive Querschnitte (= unbewehrt)
- Stahlbetonquerschnitte
- Dünnwandige Querschnitte
Der gewählte Querschnitt wird in der rechten oberen Dialoghälfte
dargestellt, wobei die Darstellung noch durch folgende Optionen
verändert werden kann.
Zeichnung:
[massstäblich] : Der Querschnitt wird massstäblich, unter Be-
rücksichtigung der eingestellten Parameter dargestellt.
[schematisch] : Der Querschnitt wird schematisch, aufgrund von
Programm-V orgaben dargestellt (ohne Berücksichti-
gung der eingestellten Parameter). Die Verwendung
dieser Darstellung ist nötig, falls sich einzelne Beschrif-
tungen überlappen und somit nicht mehr erkennbar
sind.
Vermassung:
[Bezeichner] : Die Masslinien werden mit den Variablenbezeich-
nern beschriftet. (Damit die Bedeutung der darunterlie-
genden Eingabefelder ersichtlich ist)
[numerisch] : Die Masslinien werden mit den eingegebenen Zah-
lenwerten beschriftet.
Die nebenstehende Schaltfläche zeigt an, dass es sich um einen
parametrisierten Querschnitt handelt. Wird diese gedrückt, wird
die Parametrisierung aufgehoben. Der Querschnitt und seine
Bestandteile können dann beliebig verändert werden wie wenn
der Querschnitt von Hand eingegeben worden wäre.

A.3.4 Walzprofile
Mit dieser Schaltfläche öffnen Sie den Eigenschaftsdialog der
Walzprofile (siehe auch allgemeines zur Querschnittseingabe).
Die Walzprofile sind nach Form und Grösse hierarchisch klas-
siert und können in einer Baumdarstellung ausgesucht werden.
Attribute

Profil : Aus der Liste der vorhandenen Walzprofile.

Baustahl : In der Liste der Baustoffe vorhandene Baustoffe vom


Typ ’Baustähle’.

Orientierung : Je nach ¯Walzprofiltyp stehen die Profil-Orientie-


rungen 0_, 90_, 180_ und 270_ (bzw. 0_, 45_, 90_ und
135_) zur Verfügung. Soll das Profil um andere Winkel
verdreht werden, so kann dies mit der Grafikeditor-
Funktion “Drehen” erreicht werden (Walzprofil einfügen
und Selektieren, RMT, “Drehen”).

Optionen
Die Möglichkeiten dieses Registers entsprechen im wesentli-
chen denjenigen eines normalen Querschnittselementes(siehe
auch ’Optionen / Beschriftung’ in allgemeines zur Querschnitt-
seingabe).
A.3.5 Bestehende Querschnitte einfügen
Die nebenstehend abgebildete Schaltfläche öffnet einen Dialog
mit einer Auswahl von in der selben Querschnittsbibliothek vor-
handenen Querschnitten. Darin kann ein Querschnitt gewählt
werden, welcher dann in den bestehenden Querschnitt eingefügt
wird.

Platzierung
In der rechts unten dargestellten Vorschau kann der rot darge-
stellte ’Einsetzpunkt’ an eine der 9 vorgegebenen Stellen gesetzt
werden. Bei der nachfolgenden Platzierung des Querschnittes
wird dieser Punkt dann mit Methoden des Graphikeditors ’ge-
setzt’.

Attribute
In der Liste werden alle verfügbaren Querschnitte angezeigt.

A.3.6 Achs- und Haltepunkt


Der Achspunkt dient als Bezugspunkt für die Schnittkräfte inner-
halb des Querschnittes. Wird kein Achspunkt eingegeben, so
wird der Querschnitt im Schwerpunkt mit den angegebenen
Schnittkräften belastet. Weitere Hinweise dazu sind in den
Handbüchern von FAGUS-5 (Grundlagen, Beispiel) und STA-
TIK-5 zu finden.

Der Achspunkt entspricht dem in FAGUS-3 definierten Begriff


“Bezugspunkt”, sowohl für M,N- wie auch V,T-Beanspruchun -
gen.

Mit Hilfe eines Haltepunktes kann der Querschnitt bezüglich der


STATIK-5-Stabachse positioniert werden. Das Handbuch von
FAGUS-5 und STATIK-5 gibt dazu mehr Details. Für reine FA-
GUS-5-Anwendungen hat der Haltepunkt keine Bedeutung.

A.3.7 Führungslinien
Mit der nebenstehend abgebildeten Schaltfläche starten Sie die
Eingabe von Führungslinien. Diese Linien erlauben zusammen
mit dem Vorspannmodul von STATIK-5 die Definition der Lage
von Spanngliedern bezüglich des Querschnittes. Das STATIK-5
Handbuch gibt dazu eine genaue Definition. Diese Führungsli-
nien werden in FAGUS-5 als Linien mit Anfangs- und Endpunkt
definiert.

A.3.8 Resultatpunkte
Mit der nebenstehend abgebildeten Schaltfläche starten Sie die
Eingabe von Resultatpunkten. Mit Hilfe von Resultatpunkten
können zusätzliche Ausgabegrössen (z.B. Spannungen, Deh-
nungen, Bügelbewehrungen) definiert werden, die dann sowohl
graphisch wie auch in den Ausgabetabellen angezeigt werden.
Ein Resultatpunkt bezieht sich immer auf einen bestimmten Ort
innerhalb des Querschnittes oder auf ein bestimmtes Quer-
schnittselement. Der Eigenschaftsdialog sieht wie folgt aus:
ID : Eindeutige Bezeichnung des Resultatpunktes. Es wird
empfohlen, bei der Vergabe der ID systematisch vorzu-
gehen, damit gleich bezeichnete Resultatpunkte in ver-
schiedenen Querschnitten das selbe physikalische Re-
sultat (den selben Ort) darstellen. (In den Tabellen und
Graphiken von STATIK-5 findet keine Konsistenzprü-
fung statt!). Details dazu können im Handbuch von Sta-
tik-5 gefunden werden.
Bezugselement : Teilquerschnitt auf welchen sich die für den Re-
sultatpunkt zu bestimmenden Resultatgrössen bezie-
hen sollen.
Resultattyp : “Physikalische” Ausgabegrösse
Sichtbarkeit : Durch Ankreuzen der entsprechenden Kontrollfel-
der kann bestimmt werden, nach welchen Analysen der
Wert des Resultatpunktes dargestellt werden soll.
Mit der nebenstehenden Schaltfläche wird im Grafikeditor der
’Abgreif-Modus’ aktiviert. Durch Abgreifen (Klicken) eines Teil-
querschnittes (z.B. Umriss oder Bewehrung) kann der Bezugs-
querschnitt für den Resultatpunkt definiert werden.
Das Registerblatt ’Optionen’
Die Möglichkeiten dieses Registers entsprechen im wesentli-
chen denjenigen eines normalen Querschnittselementes (siehe
auch ’Optionen / Beschriftung’ in allgemeines zur Querschnitt-
seingabe).
Mit Hilfe der nebenstehend dargestellten Layerschaltfläche wer-
den die vom Programm automatisch eingeführten Standard-Re-
sultatpunkte dargestellt:
TL TA TR

AL A AR

(BL) TA (BR)

Der Punkt (A) entspricht dem elastischen Schwerpunkt des


Querschnittes oder (wenn definiert) dem Achspunkt. Die übrigen
Punkte ergeben sich aus dem den Querschnitt umschriebenen
Rechteck und den Achsenschnittpunkten ausgehend von (A).
Die Resultatpunkte sind nur definiert (und werden nur darge-
stellt) wenn sie innerhalb des Querschnittes liegen.

A.3.9 Resultatkombinationen
Mit Hilfe von “Resultatkombinationen” können Werte von ver-
schiedenen Resultatpunkten oder Werte von Querschnittsresul-
taten formelmässig kombiniert werden. Das folgende Beispiel
soll dazu einige Erklärungen liefern:
Attribute

Unter der Resultatkombination ”ASW1” ist auf dem parametri-


siertem Querschnitt ”RR” folgende Formel zu finden:

ASWMIN(SWZ) : ASW(SWZ) \ ASW(SWY) + ASW(SWT)


Mit dieser Formel werden die Resultate der drei voneinander un-
abhängigen Schubwände SWZ, SWY und SWT folgendermas-
sen verknüpft:

Kombinierte Bügelfläche ASW1 :=


Min. Bügelfläche (SWZ)
ALTERNATIV
Asw (SWZ) ODER Asw (SWY)
PLUS
Asw (SWT)
Hinweis: Die Begriffe Alternativ, Plus, Oder (in der Formel abge-
kürzt mit den Zeichen ’:’, ’+’, und ’\’) sind aus der Grenzwertbil-
dung von STATIK-5 entlehnt und haben die selbe Bedeutung.
(Beschreibung dazu siehe STATIK-5, Bemessungsgrenzwerte).

Achtung: Das Programm erlaubt Resultatpunkte mit unter-


schiedlichen physikalischen Bedeutungen zu kombinieren, d.h.
es können zum Beispiel Spannungen und Dehnungen zusam-
mengezählt werden. Diese Möglichkeit dürfte aber nur in den al-
lerwenigsten Fällen zu sinnvollen Resultaten führen.

Die gegenwärtige Programmversion verwendet im Moment


noch einen sehr einfachen “Parser” (Zerlegung der Formel in ein-
zelne Terme), welcher v.a. für interne Zwecke verwendet wird.
Sowohl Beschreibung wie Funktionalität soll in künftigen Versio-
nen ausgebaut werden. Nebst den weiter unten aufgeführten
Funktionen existieren z.B. die folgenden Möglichkeiten:
RES(...): ’Abfrage’ eines anderen Resultatpunktes,
Querschnittsresultates oder Resultatkombination
QRT (...): Wurzel des in der Klammer angegebene Ausdruckes
SQR(...): Quadrat

Die gewünschten Formeln können entweder durch direkte Text-


eingabe oder mittels Eingabehilfen eingegeben werden. Mit Hilfe
des nebenstehend dargestellten Selektierbarkeitsschalters wird
zwischen diesen beiden Modi umgeschaltet.
Die am unteren Rand des Dialoges dargestellten Eingabehilfen
fügen die entsprechenden Ausdrücke direkt in die Formel ein:
[ASW] (Bügelbewehrung): Nach dem Abgreifen der gewünsch-
ten Schubwand wird der Ausdruck “ASW(Schubwandname)”
eingefügt.
[ASWmin] (minimale Bügelbewehrung): Nach dem Abgreifen
der gewünschten Schubwand wird der Ausdruck “ASW-
min(Schubwandname)” eingefügt.
[ASL] (Längsbewehrung): Erlaubt Flächen von mehreren Be-
wehrungselementen zusammenzuzählen (z.B. Obergurt, Unter-
gurt etc.). Nach dem Abgreifen der gewünschten Beweh-
rung(en) wird der Ausdruck “ASL(Bewehrungsname)” eingefügt.
[oder] : Fügt das Zeichen “\” für eine Oder-Verknüpfung ein.
[plus] : Fügt das Zeichen “+” für eine Plus-Verknüpfung ein.
[alt.] : Fügt das Zeichen “:” für eine Alternativ-Verknüpfung ein.
Die Ausdrücke werden von links nach rechts eingefügt. Mit der
nebenstehenden Schaltfläche kann die gesamte Formel bzw.
der vorgängig selektierte Text gelöscht werden.

Das Registerblatt ’Optionen’


Mit diesem Registerblatt kann der Beschriftungsumfang gesteu-
ert werden (siehe auch ’Optionen / Beschriftung’ in allgemeines
zur Querschnittseingabe).

A.3.10 Querschnittsresultate
Mit Hilfe von Querschnittsresultaten können die unten aufgeführ-
ten Ausgabewerte definiert und in der Grafik platziert werden. Im
Gegensatz zu den Resultatpunkten, welche ortsabhängig sind,
beziehen sich Querschnittsresultate auf den gesamten Quer-
schnitt.

Die Ausgabereihenfolge kann nicht beeinflusst werden, falls


mehrere Kontrollfelder gleichzeitig eingeschaltet werden, es
können aber natürlich in einem Querschnitt beliebig viele Quer-
schnittsresultate mit unterschiedlichen Sichtbarkeiten definiert
werden.

Das Registerblatt ’Optionen’


Mit diesem Registerblatt kann der Beschriftungsumfang gesteu-
ert und die Ausrichtung des Textes bezüglich des Einfügepunk-
tes gewählt werden (siehe auch ’Optionen / Beschriftung’ in all-
gemeines zur Querschnittseingabe).
A.4 Das Register ’Bewehrung’
Dieses Register dient zur Eingabe von schlaffen und vorges-
pannten Bewehrungen (umfahrene Teilquerschnitte sollten vor-
gängig eingeführt worden sein).
Bewehrungsgruppen
Hilfspunkte zur Konstruktion der Bewehrung
Linienbewehrung
Punktbewehrung
Kreisbewehrung
Spannglieder
Neue Bewehrungsgruppe

Eigenschaften Gruppe
Gruppe löschen

Legende Bewehrung
Abstand der Hilfspunkte
für Bewehrungen

Check
Linienbewehrung

Selektierbarkeit
Punktbewehrung

Spannglieder
Kreisbewehrung
Listenfeld zur Wahl
der Bewehrungsgruppe

A.4.1 Bewehrungsgruppen
Um bei komplizierteren Fällen Bewehrungen einfacher verwal-
ten zu können, können diese zu Bewehrungsgruppen zusam-
mengefasst werden.
In diesem Listenfeld wird die gewünschte Bewehrungsgruppe
gewählt, zu welcher nachfolgend Linien- oder Punktbewehrun-
gen eingegeben oder bearbeitet werden.
Neue Bewehrungsgruppe
Mit der nebenstehenden Schaltfläche wird eine neue Beweh-
rungsgruppe erzeugt.

Attribute ändern
In diesem Dialog kann der Name der Gruppe geändert werden.

Bewehrungsgruppe löschen
Durch Drücken der nebenstehenden Schaltfläche kann die ge-
rade gewählte Bewehrungsgruppe gelöscht werden. Die letzte
Bewehrungsgruppe ’(Standard)’ nicht gelöscht werden kann.
A.4.2 Hilfspunkte zur Konstruktion der
Bewehrung
Bei der Eingabe von Bewehrungen bezieht man sich normaler-
weise auf den Querschnittsrand. Mit dieser Schaltfläche können
Hilfspunkte generiert werden, die dann bei der Bewehrungsein-
gabe referenziert (’abgegriffen’) werden können. Diese Hilf-
spunkte sind aber natürlich nicht Bestandteil der Bewehrungs-
eingabe !
Im nebenstehenden Eingabefeld können die gewünschten Ab-
stände der Hilfspunkte zur Bewehrungskonstruktion eingegeben
werden. Der Eingabe kann durch Klicken der Pfeile schrittweise
nach oben bzw. nach unten bewegt werden. Bei Bedarf ist es
auch möglich direkt eine numerische Eingabe im Zahlenfeld vor-
zunehmen.

Definition Randabstand:
Gemäss Handbuch sind FAGUS-5-Bewehrungselemente in
der Berechnung ”unendlich dünn”, der Randabstand entspricht
dem Abstand des Schwerpunktes der betreffenden Bewehrung
vom entsprechenden Querschnittsrand.

Die Hilfspunkte werden, wie im Beispiel nebenan, in allen Eck-


punkten der Umrisse und Aussparungen angezeigt.
A.4.3 Linienbewehrungen
Mit dieser Schaltfläche öffnet sich der Eigenschaftsdialog für die
Eingabe von Linienbewehrungen und gleichzeitig werden alle
zulässigen Zeichnungswerkzeuge des Grafikeditors aktiviert.

Mit der Schaltfläche ’Einführen’ wird eine neue Linienbewehrung


eingeführt und mit der Schaltfläche ’Anwenden’ kann man beste-
hende (vorgängig selektierte) Linienbewehrungen aus der ak-
tuellen Bewehrungsgruppe ändern.

Der Dialog enthält folgende drei Register:


Attribute
Bemessung
Optionen (Beschriftungen, Checks)

Die meisten Eingabemöglichkeiten der Register ’Attribute’ und


’Optionen’ sind selbsterklärend. Allgemeine Hinweise sind wei-
ter vorne in dieser Hilfe zu finden (siehe auch allgemeines zur
Querschnittseingabe).

Bewehrungsflächen

Für jedes Bewehrungselement muss eine Bewehrungsfläche


angegeben werden, entweder durch explizites Eingeben der Be-
wehrungsfläche oder durch Angabe einer gewünschten Anzahl
von Bewehrungsstäben zusammen mit dem Durchmesser.
Falls die Option ’Einzelstäbe’ verwendet wird, so wird die gege-
bene Bewehrungsfläche auf die n definierten Punkte gleichmäs-
sig verteilt. Dies kann unter Umständen einen bedeutenden Ein-
fluss auf das Resultat haben (z.B. bei PYRUS-5-Berechnungen
mit Kreisquerschnitten oder Quadratstützen mit schiefer Bie-
gung).

Bei der Bemessung wird die Fläche in den einzelnen Punkten


gleichmässig und kontinuierlich gesteigert; als Resultat erschei-
nen dann evtl. ein Durchmesser mit Nachkommastellen.

Zusätzlich wird im Register ’Bemessung’ ein zweiter Wert einge-


geben, welcher als ’Startwert für die Bemessung’ bezeichnet
wird. Alle Analysen mit Ausnahme der Bemessung verwenden
den im ersten Register ’Attribute’ definierten Wert für die Beweh-
rungsfläche.

Wird eine Bemessung durchgeführt, so wird die im Register ’At-


tribute’ eingegebene Fläche automatisch nachgeführt (Eine er-
neute Bemessung beginnt dann wieder mit dem oben erwähnten
’Startwert’) ! Diese Konvention stellt im Rahmen der Programme
von Cubus einen Sonderfall dar, indem die vom Benutzer defi-
nierten Eingabedaten durch die Bemessung verändert werden!
Die dafür zugrunde gelegte Idee geht davon aus, dass ein be-
stimmter Querschnitt zuerst bemessen und anschliessend mit
den angepassten Bewehrungsflächen weiter analysiert wird
(Spannungs-, Steifigkeitsanalysen etc).
Soll die Bewehrungsfläche wieder auf den Anfangswert zurück-
gestellt werden, so kann nochmals eine Bemessung mit einer
sehr kleinen Beanspruchung durchgeführt werden.

Weitere Informationen zur Bemessung und Bemessungssteue-


rung befindet sich im Kapitel “Bemessung der Längsbewehrung”
des theoretischen Handbuches.

Optionen
Die Möglichkeiten dieses Registers entsprechen im wesentli-
chen denjenigen eines normalen Querschnittselementes zu den
von FAGUS-5 verwendeten Atributdialogen (siehe auch allge-
meines zur Querschnittseingabe).

A.4.4 Punktbewehrung
Mit dieser Schaltfläche öffnen Sie den Eigenschaftsdialog der
Punktbewehrungen. Die Eingabemöglichkeiten entsprechen
praktisch denjenigen der Linienbewehrungen (siehe auch allge-
meines zur Querschnittseingabe).

A.4.5 Kreisbewehrungen
Mit dieser Schaltfläche öffnen Sie den Eigenschaftsdialog der
Kreisbewehrungen. Die geometrische Eingabe erfolgt mit den
üblichen Methoden des Graphikeditors. Dies hat zur Folge, dass
der Kreis graphisch polygonal dargestellt wird, die Berechnung
erfolgt aber mit einem echten Kreisring. Die übrigen Eingabe-
möglichkeiten entsprechen praktisch denjenigen der Linienbe-
wehrungen (siehe auch allgemeines zur Querschnittseingabe).
Der für die Bewehrungsfläche angegebene Wert gilt für den gan-
zen Kreisring.
A.4.6 Spannglieder
Mit dieser Schaltfläche öffnen Sie den Dialog für die Neueingabe
und für die Änderung von Spanngliedern. Er enthält folgende Re-
gister:
Attribute
Bemessung
Optionen (Beschriftungen, Checks)

Die Eingabe entspricht praktisch der Eingabe einer Punktbeweh-


rung. Zusätzlich sind aber noch ein Wert für die Vordehnung und
eine Angabe über die Verbundwirkung mit dem umgebenden Be-
tonteil erforderlich. Die weiteren Eingabefelder (Neigung dz ... )
sind im interaktiven Betrieb nicht aktiv. Sie dienen zu Kontroll-
zwecken von (aus STATIK-5) übernommenen Spanngliedern.

åp

Kontrolle von mit


STATIK−5 eingege−
benen Spannglie−
dern

Bemessung

Eine Bemessung von Spanngliedern durch Anpassen der Flä-


che ist in der Regeln nicht sinnvoll und sollte nur in Ausnahmefäl-
len verwendet werden.
Es ist normalerweise nicht notwendig, die Eingabe zu überprü-
fen, da dies vom Programm vor jeder Berechnung automatisch
durchgeführt wird.
A.5 Das Register ’Schubwände’
Mit Hilfe von Schubwänden wird ein statisches Modell für die Be-
messung infolge Querkraft und Torsion definiert. Weiteres hierzu
siehe theoretisches Handbuch.

Selektierbarkeit ein−/aus−
Schubwand eingeben schalten

Eingabe überprüfen (Es ist normalerweise


nicht notwendig, die Eingabe zu überprü-
fen, da dies vom Programm vor jeder Be-
rechnung automatisch durchgeführt wird)

Bezüglich Querschnitts-Legende, Beschriftungen und Checks


gelten die selben Bemerkungen wie für andere Querschnittsele-
mente.
A.6 Das Register ’Varianten’
Dieses Register dient zur Verwaltung von Querschnittsvarian-
ten: Varianten entstehen durch geringfügiges Verändern des
Grundquerschnittes z.B. durch
S Aktivieren bzw. Deaktivieren von Teilquerschnitten (Umris-
sen, Aussparungen oder dünnwandige Querschnitte etc.)
S Verändern des Baustoffes von Teilquerschnitten
S Zuordnung einer Bewehrungsgruppe
Im Register ’Variante’ werden auch Querschnittseigenschaften
eingegeben, die den ganzen Querschnitt betreffen.
neue Variante erzeugen

gewählte Variante löschen


Eigenschaften der Varainte ändern

Ausgabe der Querschnittsdaten


Kontrolle der Variante

Listenfeld zur Wahl


der Variante

Neue Variante
In diesem Listenfeld wird gewünschte Variante gewählt.
Neue Variante
Mit der nebenstehenden Schaltfläche kann eine neue Variante
erzeugt werden. Im dazugehörigen Dialog kann der Name der
Variante sowie Eigenschaften, welche den ganzen Querschnitt
betreffen, eingegeben werden.

Eigenschaften ändern
In diesem Dialog können der Name der Variante sowie folgende
Eigenschaften verändert werden:
Register ’Stab’:
- Querschnittstyp (Stütze, Träger, Wand)
- Voutenneigung
Register ’Modelle’ (Stahlbeton) :
- Bügelneigung
- Torsionsmodell
- Baustoffe für die Schubbemessung
Register ’Querschnittswerte’:
- Angaben zur Bestimmung der Querschnittswerte
- Zusätzliche Massen

Variante löschen
Durch Drücken der nebenstehenden Schaltfläche kann die ge-
rade gewählte Variante gelöscht werden. Die Variante ’(Stan-
dard)’ kann nicht gelöscht werden.

Überprüfen der Variante


Beim Klicken auf die nebenstehend abgebildeten Schaltfläche
überprüft Fagus-5 die Eingaben in der gewählten Variante. Falls
ein Eingabefehler entdeckt wird, erscheint ein Dialog mit der
Fehlerbeschreibung, und die fehlerhaften Objekte blinken in der
Grafikfläche.
Es ist normalerweise nicht notwendig, die Eingabe zu überprü-
fen, da dies vom Programm vor jeder Berechnung automatisch
durchgeführt wird.
Legende mit allen Querschnittsdaten
Mit der nebenstehend abgebildeten Schaltfläche erzeugen Sie
eine Legende der Variante des aktuellen Querschnittes mit allen
Querschnittsdaten.

Kontrolle von interpolierten Querschnitten


Bei STATIK-5-Strukturen mit veränderlichen Querschnitten in-
nerhalb eines Stabes müssen die dazwischenliegenden Quer-
schnitte für verschiedenen Aufgaben (Rendering, Bemessung
etc.) interpoliert werden. Damit dies möglich ist, müssen die bei-
den Querschnitte ’affin’ zueinander sein (Gleiche Anzahl QS- El-
mente, gleiche Anzahl Umfahrungspunkte pro Teilquerschnitt
etc.) Dies geschieht am besten durch Duplizieren und mit an-
schliessendem Verändern der Koordinaten eines Querschnittse-
lementes.

Dieser Dialog kann als (von STATIK-5 unabhängige) Kontrolle.


verwendet werden. Die erforderlichen Bedienungselemente be-
finden sich am oberen Rand des Dialoges. Gewählt werden zwei
beliebige Querschnitte und rechts davon die gewünschte Posi-
tion zwischen erstem und zweiten Querschnitt. Als Resultat zeigt
dann das Programm graphisch die entsprechende Interpolation
an.

Hinweis:
Damit die Kontrolle schon vor einer allfälligen Eingabe mit STA-
TIK-5 durchgeführt werden kann, ist es erlaubt, beliebige Quer-
schnitte aus der vorhandenen Bibliothek zu kombinieren. Eine
Verbindung zur strukturellen Eingabe von STATIK-5 besteht
nicht.
A.7 Das Register ’Analysen’
In diesem Register werden die Querschnittsanalysen durchge-
führt. Dazu sei auch auf das Handbuch, Kapitel “Analysemodul”
verwiesen.

neue Analyseparamter

Analyseparamter bearbeiten

Analyseparamter löschen

Traglast und M−/N−Interaktion


Bemessung und allg. Interaktion

Spannungsanalyse (Dehnung) und


Spannungsanalyse (Kraft) und Mo−

Schubfluss
Momenten−Steifigkeitsdiagramm
menten−Krümmungsdiagramm
Listenfeld für die Wahl
der gewünschten QS−Variante

Listenfelder zur Wahl


der Analyseparameter

Jede Analyse wird mit einer bestimmten Querschnittsvariante


und unter Berücksichtigung der gewünschten Analyseparame-
ter durchgeführt. Für die Eingabe der Beanspruchungen und (al-
lenfalls weiterer Eingabeparameter) steht je nach Analyse ein
entsprechender Dialog zur Verfügung.

Je nach Analyse werden verschiedene Arten von Resultaten an-


geboten: (1) Graphische Ausgabe von Spannungen, Dehnun-
gen und internen Kräften direkt im Querschnittsbild, (2) numeri-
sche Textausgaben als Tabellen und (3) graphische Darstellun-
gen in einem separaten Formular.
FAGUS kennt im Moment die folgenden Analysen:
Traglast

Bemessung

Spannungsanalyse mit Kräften

Spannungsanalyse mit Dehnungen

Schubfluss

M-N-Interaktionsdiagramm

Allgemeines Interaktionsdiagramm

Momenten- Krümmungsdiagramm

Momenten- Steifigkeitsdiagramm

A.7.1 Wahl der Variante


Die Analysen werden entweder mit dem Grundquerschnitt
(Standard) oder mit der gewählten Variante durchgeführt.
In diesem Listenfeld wird die für die Analyse gewünschte Quer-
schnitts-V ariante gewählt.

A.7.2 Analyseparameter
Jede Analyse wird unter Berücksichtigung der gewählten Analy-
separameter durchgeführt. Standardmässig stehen zwei vorde-
finierte Sätze unter den Begriffen ’Gebrauchstauglichkeit’ und
’Tragsicherheit’ zur Verfügung. Es können neue Sätze von Ana-
lyseparameter erzeugt werden oder bestehende verändert wer-
den.

Wahl der Analyseparameter


In der nebenstehenden Liste können die gewünschten Analyse-
parameter gewählt werden.

Neue Analyseparameter erzeugen


Mit der nebenstehenden Schaltfläche kann ein neuer Satz von
Analyseparametern erzeugt werden dabei wird ebenfalls der
Dialog zur Bearbeitung der Analyseparameter mit neuen Analy-
separametern geöffnet.

Analyseparameter bearbeiten
Öffnet den Dialog zur Bearbeitung der Analyseparameter.

Analyseparameter löschen oder zurücksetzen


Durch Drücken der nebenstehenden Schaltfläche können die
gerade gewählten Analyseparameter gelöscht werden. Wurden
Standard-Analyseparameter verändert, so kann mit dieser
Schaltfläche auf die Originalwerte (Norm- oder Programm-
werte) zurückgekehrt werden.

A.7.3 Analysen
Der Dialog für die Eingabe von Schnittkräften sieht für diverse
Analysen ähnlich aus und umfasst folgenden Elemente:
Tabelle zur Eingabe der Beanspruchungen.

Mit der nebenstehenden Schaltfläche wird eine neue Beanspru-


chungszeile angezeigt, die dann mit den gewünschten Schnitt-
kräften ausgefüllt werden kann.

Durch Drücken der nebenstehenden Schaltfläche wird die ge-


wählte Zeile gelöscht.

Durch Ankreuzen einer bestimmten Zeile kann diese für die ge-
wählte Analyse aktiviert werden. Gewisse Analysen lassen eine
Mehrfachwahl zu.

Die nebenstehende Schaltfläche löst die Analyse mit anschlies-


sender graphischer Anzeige des Resultates aus.

Die nebenstehenden Schaltfläche löst eine Analyse mit an-


schliessender Textausgabe aus.

Bei den ersten drei Analysetypen existiert ein Kontrollfeld


“uniaxiale Biegung” mit folgenden Auswirkungen:

Biegung mit Normalkraft:


a) Die Beanspruchung Mz wird zu Null gesetzt.
b) Die Neutralachse ist immer horizontal. Bei nicht-symmetri-
schen Querschnitten sind die inneren Kräfte nur um die y-Achse
mit den äusseren Schnittkräften im Gleichgewicht !

Querkraft und Torsion:


a) T=0, Vy=0
b) Vz wird auf alle vorhandenen (bezüglich Vz aktiven) Schub-
wände entsprechend den gegebenen Gewichten verteilt. Bei
nicht-symmetrischer Anordnung der Schubwände (bezüglich z-
Achse) erfüllen die Scheibenkräfte das Gleichgewicht nur in z-
Richtung !

Bei Stahlbeton-Analysen direkt in STATIK-5 werden bei ebenen


Systemen alle Querschnitte automatisch unter ”uniaxialer Bie-
gung” bemessen.
Traglast
Die theoretischen Grundlagen finden sich im Kapitel “Traglast-
analyse” des Handbuches.
Beanspruchung:
Die Analyse erfolgt für ’Biegung mit Längskraft’, d.h. es können
Werte für N x, M y und M z angegeben werden (keine Querkraft).
konstante Werte:
Am Kopf der Tabelle befindet sich eine mit ’konstant’ beschriftete
Zeile und daneben über jeder Kolonne entsprechende Kontroll-
felder. Falls einzelne dieser Kontrollfelder angekreuzt wurden,
so wird die im theoretischen Handbuch beschriebene Traglast
mit Zusatzbedingung durchgeführt, d.h. bei Bestimmung des
Traglastfaktors werden werden nur die ’freien’ Schnittkräfte ge-
steigert. Maximal zwei der drei Werte können konnstant gehal-
ten werden.
mehrere Beanspruchungen:
Falls mehrere Zeilen gleichzeitig aktiviert wurden, wird der klein-
ste Traglastfaktor und die zugehörigen Resultate ausgegeben.

Bemessung
Die theoretischen Grundlagen finden sich im Kapitel “Bemes-
sung der Längsbewehrung” des Handbuches.
Beanspruchung:
Es können alle sechs Beanspruchungskomponenten (N x, M y,
M z, V y, V z und T x) eingegeben werden. Eine Bügelbemessung
kann aber nur stattfinden, falls der Querschnitt ein gültiges
Schubwandmodell enthält.
mehrere Beanspruchungen:
Falls mehrere aktive Zeilen eingegeben wurden, so werden Be-
wehrungsgrenzwerte ausgegeben, d.h. mit der bemessenen Be-
wehrung können alle gegebenen Beanspruchungen aufgenom-
men werden. Eine graphische Anzeige findet nur statt, falls eine
einzige Beanspruchung aktiv ist.
Automatischer Update der Bewehrungsflächen:
Im Anschluss an eine Bemessung werden die Flächen aller Be-
wehrungen automatisch angepasst (erhöht).
Spannungsanalyse mit Kräften
Die theoretischen Grundlagen finden sich im Kapitel “Span-
nungsanalyse mit gegebenen Kräften” des Handbuches.
mehrere Beanspruchungen :
Falls mehrere Zeilen aktiviert wurden, so werden diese der Rei-
hen nach (von oben nach unten) aufgebracht.

Spannungsanalyse mit Dehnungen


Die theoretischen Grundlagen finden sich im Kapitel “Span-
nungsanalyse mit gegebener Dehnungsebene” des Handbu-
ches.
Beanspruchung :
Es können Werte für å x, x y und x z angegeben werden, wobei im-
mer nur eine Zeile aktiv sein kann.

Schubfluss
Die theoretischen Grundlagen finden sich im Kapitel “Berech-
nungen mit dünnwandigen Elementen” des Handbuches.
Die gegebene Beanspruchung wird aufgebracht und die Schub-
spannungsverteilung (bzw. der Schubfluss) ausgegeben.
Bezugspunkt für die Schnittkräfte:
Je nach Zustand der Schaltfläche der Querschnitt wird der Quer-
schnitt entweder im Schwerpunkt oder im Schubmittelpunkt be-
lastet. Die zweite Möglichkeit soll vor allem helfen, Beispiele aus
den Lehrbüchern nachzuvollziehen.
Ausgegebene Grössen :
Wahlweise können Schubspannungen (z.B. [N/mm2]) oder
Schubfluss ([kN/m]) ausgegeben werden.
mehrere Beanspruchungen :
Es kann immer nur eine Zeile aktiv sein !
Einstellungen Ausgabe : Das Programm skaliert die graphische
Ausgabe automatisch. Falls diese Skalierung angepasst werden
muss, kann dies mit nebenstehender Schaltfläche bzw. dem ent-
sprechenden Dialog erfolgen.
M-N-Interaktionsdiagramm
Die theoretischen Grundlagen finden sich im Kapitel “My-N-In-
teraktionsdiagramm” des Handbuches.
Bewehrungsgehalt ò:
Für alle gewünschten Bewehrungsgehalte ò wird ein Momen-
ten-Normalkraft-Interaktionsdiagramm dargestellt. Die einzel-
nen Werte müssen durch Leerzeichen getrennt werden, z.B. “0.1
0.3 0.5”. Falls das Eingabefeld leer ist, so wird ein Diagramm mit
der im Querschnitt vorhandenen Bewehrung erstellt.

Allgemeines Interaktionsdiagramm
Die theoretischen Grundlagen finden sich im Kapitel “Allgemei-
nes Schnittkraft-Interaktionsdiagramm” des Handbuches.
Für vorgegebene Werte der Komponente :
Hier wird angegeben, welche Komponente konstant ist (aus N x,
M y und M z) und die gewünschten Werte werden dann im ent-
sprechenden Eingabefeld durch Leerzeichen getrennt eingege-
ben (z.B. “-100 -200 -500”).
Anzahl der berechneten Punkte :
Um Computer-Rechenzeit zu sparen, kann die Anzahl der be-
rechneten Punkte mit Hilfe dieses Schiebereglers beeinflusst
werden. Bei höherer Anzahl werden die Kurven runder, die Be-
rechnung dauert hingegen länger.

Momenten- Krümmungsdiagramm
Die theoretischen Grundlagen finden sich im Kapitel “Momen-
ten-Krümmungs-Diagramm” des Handbuches.
Biegung um :
Wahl der Achse. Die Analyse erfolgt entweder für eine Biegung
um die y- respektive z-Achse.
Beanspruchung :
Es können beliebig viele Werte für N x eingegeben werden. Die
einzelnen Werte müssen durch Leerzeichen getrennt werden,
z.B. “-100 -200 -500”.
Momenten- Steifigkeitsdiagramm
Die theoretischen Grundlagen finden sich im Kapitel “Momen-
ten-Steifigkeits-Diagramm” des Handbuches.
Biegung um :
Wahl der Achse. Die Analyse erfolgt entweder für eine Biegung
um die y- respektive z-Achse.
Beanspruchung :
Es können beliebig viele Werte für N x eingegeben werden. Die
einzelnen Werte müssen durch Leerzeichen getrennt werden,
z.B. “-100 -200 -500”.
Darstellung auf der Ordinate : Es können sowohl Steifigkeiten
wie auch die virtuellen “Elastizitätsmoduli” ausgegeben werden
(siehe Handbuch).
A.7.4 Serienrechnungen
Die Funktion “Serienrechnung” erlaubt eine schrittweise, auto-
matische Abarbeitung von Analysen. Diese Möglichkeit sollte al-
lerdings nur von fortgeschrittenen Benutzern verwendet werden,
welche mit den normalen Funktionen des Programms bereits
eingehend vertraut sind.

Folgende Aufgaben können gelöst werden:


S Automatische Wiederholung von gleichbleibenden Analysen
an verschiedenen Querschnitten.
S Untersuchung von Bauzuständen mit aktiven/inaktiven Teil-
querschnitten und einer zugehörigen Belastungsgeschichte.
S Erstellen von Eigenspannungszuständen.
S Aktivieren und Deaktivieren von Teilquerschnitten.

Eine Serienrechnung wird in einem speziellen Dialogfenster er-


stellt, welches aus dem Register ’Analysen’ mit der nebenste-
henden Schaltfläche geöffnet wird.
Jede Serienrechnung besteht aus einer Anzahl Befehlszeilen,
welche dann Schritt für Schritt ausgeführt werden.
Beim nachfolgend gezeigten Ausschnitt aus dem entsprechen-
den Dialog werden folgende drei Schritte ausgeführt:

In der ersten Zeile wird der Querschnitt ’QS’ geladen, d.h. für die
nachfolgenden Analysen zur Verfügung gestellt. Danach wird in
der zweiten Zeile eine Traglastanalyse mit My=50 kNm durchge-
führt und mit der Anweisung in der dritten Zeile wird ein Druckein-
trag gemacht, womit die Resulate dann anschliessend im Cu-
busViewer betrachtet werden können.
Druckeintrag Aktiv/Inaktiv, Dehnungen
Querschnitt laden Analysen
Serien−
rechnung
Verwaltung

Liste mit
allen Auf−
gaben

Interaktive Erstellung der Aufgabenliste


Neue Befehlszeilen werden mit einer der Schaltflächen am rech-
ten oberen Rand erzeugt. Ist im Eingabefenster schon eine Zeile
gewählt, so schiebt sich die neue Befehlszeile nach der gewähl-
ten ein. Ist keine Befehlszeile selektiert, so werden neue Zeilen
am Ende der Liste angehängt. Änderungen an bereits bestehen-
den Einträgen werden mit Hilfe des Kontextmenus vorgenom-
men (Rechte Maustaste).
Die Definition der Eingabewerte für die verschiedenen Analysen
erfolgt mit den bekannten Eingabedialogen.

Erstellung der Aufgabenliste mit einem Texteditor


Parallel mit der interaktiven Erstellung der Aufgabenliste wird
vom Programm ein Textfile [Dateiname = Name der Serienrech-
nung + “.macro.txt”] erstellt, welches mit einem Text-Editor (z.B.
Notepad) bearbeitet werden kann. Die nebenstehend darge-
stellte Schaltfläche startet einen Standard-Editor mit der aktuel-
len Serienrechnung:

Die innerhalb der Textdatei verwendet Syntax

<engl. Befehlswort> <parameter>

ist mehr oder weniger selbsterklärend. Für eine bestimmte Auf-


gabe wird am besten zuerst eine kleine Testaufgabe interaktiv er-
stellt und die anschliessenden Modifikationen können dann
durch Duplizieren/Abändern der entsprechenden Zeilen erfol-
gen.

Syntaxcheck:
Beim Einlesen werden nur die als gültig erkannten Zeilen über-
nommen, der Rest wird als Kommentarzeilen aufgefasst.

A.7.4.1 Verwaltung der Serienrechnungen


In jeder Querschnittsbibliothek können beliebig viele verschie-
dene Serienrechnungen definiert und mit den nebenstehend dar-
gestellten Funktionen verwaltet werden:
S Erzeugen einer neuen Serienrechnung. Der Bezeichner wird
in einem separaten Dialog eingegeben.
S Ändern des Bezeichners einer Serienrechnung
S Löschen einer Serienrechnung
S Speichern
S Wahl einer bestehenden Serienrechnung

A.7.4.2 Serienrechnung/Aufgabenliste erstel-


len
Zur Kontrolle des Ablaufes und zur Wahl verschiedener Parame-
ter stehen die nachfolgend beschriebenen Schaltflächen zur
Verfügung:
Die Reihenfolge der Zeilen kann mit Hilfe der zwei nebenstehen-
den Schaltflächen verändert werden. Die gewählte Zeile wird da-
bei nach oben, bzw. nach unten geschoben. Ebenso können ein-
zelne Zeilen mit der Maus an die gewünschte Stelle verschoben
werden.

Laden (Wahl) eines Querschnittes (inkl. Variante, wenn vorhan-


den).
Erzeugen eines Druckeintrages des aktuellen Zustandes (Text-
oder Grafikausgabe).

Wahl der Analyseparameter:


Im Normalfall werden die Analyseparameter vom Programm auf-
grund des Analysetypes gewählt, z.B.
Spannungsanalysen etc. -> !Gebrauchstauglichkeit
Bemessung -> !Tragsicherheit
Mit dieser Anweisung kann die automatische Zuordnung über-
schrieben werden. Für alle nachfolgenden Analysen werden
dann die zuletzt angegebenen Parameter verwendet.
Erzeugen von Kommentarzeilen:
Diese Möglichkeit dient nur zur Dokumentierung der Serienrech-
nung (Nützlich bei der Erstellung von langen Aufgabenlisten mit
Hilfe eines Texteditors).

Stop-Befehl zum Anhalten der Berechnung:


Nachfolgende Befehle werden nicht mehr ausgeführt, was eine
Hilfe beim Aufsetzen von grossen Berechnungsabläufen sein
kann.
Für die eigentlichen Analysen werden die selben Symbole und
Schaltflächen verwendet, wie sie schon vom Handbetrieb im
Analyseregister bekannt sind.

Lastgeschichte, Bauzustände, Vordehnungen


Mit den im Rahmen der Serienrechnung angebotenen Funktio-
nen ist es möglich, nur einzelne Teile eines Querschnittes zu be-
lasten, sowie Temperatureinwirkungen (evtl. nur auf bestimmte
Querschnittsteile) zu untersuchen. Dies geschieht im Normalfall
durch Spezifikation einer ”Lastgeschichte”, bei der am Anfang
ein Querschnitt geladen und anschliessend die gewünschten
Querschnitts-Elemente der Reihe nach aktiviert und belastet
werden.

Zusätzlich zum Befehl ”Spannungsanalyse mit Kräften” werden


die drei unten dargestellten Schaltflächen benötigt. Sie dienen
zum ”Aktiv/Inaktiv-Setzen” der gewünschten Querschnittsele-
mente (obere Reihe), sowie zur Eingabe von Vordehnungen (un-
tere Schaltfläche). Im Rahmen der Lastgeschichte können auch
einzelne Analyseparameter verändert werden (z.B. Kriechzahl).
Die Mehrheit der dort vorhandenen Parameter (z.B. Grenzdeh-
nungen, Widerstandsbeiwerte) sollten aber in der Regel wäh-
rend einer Lastgeschichte unverändert gelassen werden. Ein Mi-
schung mit anderen Analysetypen (z.B. Traglast) ist bei einem
stufenweise belasteten Querschnitt nicht möglich.

Aktivieren von Teilquerschnitten:


In einem speziellen Dialogfenster wird der gesamte Querschnitt
dargestellt und durch Ankreuzen der entsprechenden Kontroll-
felder oder durch “grafisches Selektieren” der gewünschten
Querschnittselemente, wird dem Programm mitgeteilt, welche
Elemente aktiviert werden sollen.
Initialzustand: Nach dem “Laden” eines neuen Querschnittes
sind alle Element aktiv !
Desaktivieren von Teilquerschnitten: (analog Aktivieren).

Dehnungen definieren:
Die Wahl der gewünschten Querschnittselemente geschieht
gleich wie das Aktivieren von Teilquerschnitten. Zusätzlich muss
der gewünschte Verzerrungszustand definiert werden, welcher
in den bezeichneten Querschnittselementen wirken soll. Dies er-
folgt durch die Eingabe zweier beliebiger Punkte mit den Koordi-
naten yi, zi und ihren zugehörigen Dehnungen εi. Diese zwei
Punkte definieren die “Fallgerade” der entsprechenden Deh-
nungsebene.

Hinweise:
1) Durch die Eingabe einer Dehnungsebene wird nicht automa-
tisch eine Gleichgewichtsitertation ausgelöst ! Falls man z.B.
eine nichtlineare Temperaturverteilung über den Querschnitt de-
finieren möchte, sind dazu evtl. mehrere Dehnungsanweisungen
notwendig und erst im Anschluss an die vollständige Definition
soll dann gerechnet werden.
2) Spannungsanalysen mit “Null-Schnittkräften“ sind zugelas-
sen ! Auch wenn keine externen Schnittgrössen vorhanden sind,
wird durch eine solche Eingabzeile eine Gleichgewichtsiteration
ausgelöst, bei der dann das (durch das Einführen von Dehnun-
gen evtl. veränderte) innere Gleichgewicht wieder hergestellt
wird.

3) Bei wiederholter Anwendung des Befehls ”Spannungsanalyse


mit Kräften” werden diese addiert, d.h. pro Schritt ist jeweils nur
das Lastinkrement zu definieren.

Beispiel (Norm SIA)


Beton (B40/30) Das Hilfesystem des Programms (>Hilfe > Beispiele laden > Bei-
spielsammlung Analysemodul > Register Analyse > Serienrech-
HEA300 nung) enthält folgende Beispiele zum Verbundträger “V1”:

Serie 1: Untersuchung von Bauzuständen


1. Schritt: Belastung auf Stahlträger allein mit My=150 kNm
2. Schritt: Stahlträger+Betonplatte, My=150 kN
3. Schritt: ’Verkürzung’ der Betonplatte um å x + * 0.2ońoo
Nach jedem Schritt wird ein Druckeintrag gemacht. Nach dem
letzten Schritt ergibt sich folgende Situation, d.h. durch die Ver-
kürzung der Betonplatte entzieht sich diese der Last und die
Spannungen im Stahlträger werden entsprechend grösser:

Querschnitt Dehnungen Spannungen Kräfte


−0.18 −6.3 N/mm2
−982.5

−0.68 −143.42

0.95 o/oo 200.3 N/mm2 982.5

Serie 2: Lang- und Kurzzeitbelastung des Verbundträgers

Serie_2a
Kurzzeitbelastung in zwei Schritten (für Vergleich mit Fall 2b):
Lastgeschichte:
1. Analyseparameter = “Gebrauchstauglichkeit”:
2. Schritt: Belastung des Gesamtsystems mit My= 150 kNm
3. Schritt: Zus. Belastung des Gesamtsystems mit My= 150 kNm

Dehnungen Spannungen [N/mm2]


−0.11 −3.99

0.23 48.92

Serie_2b:
Belastung mit Lang- und Kurzzeitbeanspruchungen
Bei der ersten Laststufe soll das Kriechen das Betons mit einer

Kriechzahl f + 2.0 berücksichtigt werden (= Langzeitlasten).


Die zweite Laststufe enthält kurzfristige Beanspruchungen (z.B.
Verkehrslasten) und es wird mit dem Kurzzeit-E-Modul gerech-
net.

Lastgeschichte:
1. Analyseparameter mit Titel: “Phi=2” (Kriechzahl: f + 2.0)
2. Schritt: Belastung des Gesamtsystems mit My= 150 kNm
3. Analyseparameter: “Gebrauchstauglichkeit” ( f + 0.0)
4. Schritt: Zus. Belastung des Gesamtsystems mit My= 150 kNm

Dehnungen Spannungen [N/mm2 ]

−0.09 −3.31

0.25 52.10

Hinweis: Als Dehnungen werden immer die spannungserzeu-


genden (elastischen) Dehnungen ausgegeben.
A.8 Querschnittsverwaltung
Die Querschnittsverwaltung erlaubt Querschnitte zwischen
Querschnittsbibliotheken zu kopieren. Dies kann sowohl zwi-
schen neuen Statik-5- oder Fagus-5-Querschnittsbibliotheken
als auch zwischen solchen und Statik-3-Projekten erfolgen.
Diese Querschnittsverwaltung kann sowohl von Statik-5 als
auch von Fagus-5 gestartet werden:
S Durch Drücken der nebenstehenden Schaltfläche auf dem
Steuerregister von Fagus-5 oder aus der Querschnittsbear-
beitung von Statik-5.
S Über das Menü ’Datei’ > ’Import’ > ’Fagus-3’.

A.8.1 Der Dialog

Der Dialog der Querschnittsverwaltung besteht aus einem Fen-


ster mit zwei Hälften. Im linken Teil wird die im Augenblick bear-
beitete Querschnittsbibliothek von Statik-5 oder Fagus-5 darge-
stellt. Der rechten Teil ist vorerst leer.
Durch Drücken der nebenstehenden Schaltfläche wird der Cu-
busExplorer gestartet und der Benutzer kann dann eine beliebig
andere Querschnittsbibliothek wählen (Statik-5-, Fagus-5- oder
Statik-3-Berechnung), deren Inhalt im rechten Teil dargestellt.
Mit dieser Schaltfläche kann/können der/die im linken Teil ge-
wählte(n) Querschnitt(e) auf die rechte Seite kopiert werden.
Mit dieser Schaltfläche können alle Querschnitte von der linken
Seite auf die rechte Seite kopiert werden.
Mit dieser Schaltfläche können einzelne oder auch mehrere ge-
wählte Querschnitte gelöscht werden.
Mit dieser Schaltfläche kann/können der/die im rechten Teil ge-
wählte(n) Querschnitt(e) auf die linke Seite kopiert werden.
Mit dieser Schaltfläche können alle Querschnitte von der rechten
Seite auf die linke Seite kopiert werden.
Mit dieser Schaltfläche wird die Querschnittsverwaltung verlas-
sen.
Ist beim Kopieren schon ein Querschnitt mit dem selben Namen
vorhanden, so wird der kopierte Querschnitt beim Kopieren um-
benannt. Wird zum Beispiel ein Querschnitt ’QS’ in eine Biblio-
thek kopiert welche schon einen Querschnitt ’QS’ enthält, so wird
der kopierte Querschnitt nach ’QS2’ umbenannt.
In keinem Fall werden bestehende Querschnitte gelöscht. Wird
ein Querschnitt zweimal kopiert, so wird, wie im vorherigen Ab-
schnitt beschrieben, ebenfalls eine zweite Kopie erstellt.