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Thomas Metzinger

Auf der Suche


nach dem
Selbst
Ein Gespräch
mit
Prof. Thomas Metzinger
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Ein Gespräch

IN DEN LETZTEN JAHRZEHNTEN ha- Es wird zum Beispiel immer offen- vielleicht auch der Notwendigkeit - ein-
ben wir durch die Neurowissenschaften sichtlicher, dass Selbstbewusstsein, dass herging, ein Bewusstsein, ein Ich-Gefühl
enorm viel Neues gelernt über die Art das Ich-Gefühl eine lange Geschichte zu entwickeln und damit auch Kummer,
und Weise wie unser Geist funktioniert, auf unserem Planeten hat und dass wir Schmerz, Verzweiflung, Gekränkt-Sein.
was es mit unserem Bewusstsein auf diese Geschichte mit vielen Tieren teilen. Wir wissen heute, dass es bei der Frage
sich hat, aber auch darüber, wie sich Selbstbewusstsein ist offensichtlich nicht von Bewusstsein also nicht nur um den
Störungen in unserer Psyche erklären daran gebunden, das Wort »Ich« aus- Menschen geht. Ganz offensichtlich tei-
lassen. Sie selbst sind als Philosoph in- sprechen oder sprachlich auf sich selbst len wir diese Fähigkeit mit anderen Tie-
tensiv an diesem Erkenntnisprozess be- Bezug nehmen zu können. ren. Der ethische Aspekt solcher Er-
teiligt, von dem viele sagen, dass er da- Selbstbewusstsein haben auch sehr kenntnisse liegt auf der Hand.
zu beiträgt, ein neues Bild vom Men- viele Tiere. Solche Erkenntnisse sind Ein zweiter Aspekt, der sich in der
schen zu entwickeln. Worin liegt für Sie nicht zuletzt deshalb von Bedeutung, aktuellen Forschung deutlich zeigt: Die
eigentlich die wesentliche Bedeutung weil es ja das Selbstbewusstsein ist, das Wurzeln des Selbstgefühls liegen darin,
von all dem bis heute neu gewonnen im Zusammenhang mit Bewertung und ein Bild des eigenen Körpers zu haben.
Wissen? den entsprechenden Gefühlen ein We-
sen leidensfähig macht. Nur durch ein
Sie liegt vor allem darin, dass wir bewusstes Selbstmodell kann ein Tier
schrittweise ein immer tieferes und auch Schmerzen oder Verzweiflung als seine Die Wurzeln des
wirklich wissenschaftlich fundiertes Ver- eigenen Schmerzen oder seine eigene
ständnis davon bekommen, was bewus- Verzweiflung erleben. Das heißt, unsere Selbstgef ühls liegen
stes Erleben und was Selbstbewusstsein Vorstellung darüber wird sehr viel deut- da rin, ein Bild des
ist. Natürlich stehen wir dabei erst am licher, welche Tiere auf diesem Planeten eigenen Körpers zu
Anfang, aber einige wichtige Aspekte leidensfähig sind und so etwas wie
zeigen sich schon jetzt sehr deutlich. Schmerzen, Verzweiflung, Todesangst ha ben.
Zwei davon möchte ich einmal heraus- als ihre eigenen empfinden können.
greifen Heute können wir diese Fähigkeit zu-
mindest für die warmblütigen Wirbeltie-
re mit großer Sicherheit annehmen. Am Anfang stand für Tiere wohl die
Wir verstehen heute also besser, wie Notwendigkeit, Sinneswahrnehmungen
die Entwicklung von Bewusstsein und zu kontrollieren und flüssig in Bewegun-
damit auch von Leidensfähigkeit Teil der gen abzubilden. Das heißt, die Evolution
Entwicklung des Lebens auf unserer Er- von Nervensystemen und Geist hatte
de wurde. Sicher war die Entstehung erst einmal sehr viel damit zu tun, einen
von Leben nicht unmittelbar verbunden Körper als Ganzheit zu kontrollieren,
Thomas Metzinger lehrt sich in der Welt zu bewegen.
Theoretische Philosophie an der Meine eigene, aktuelle Forschung
Universität Mainz, leitet dort den zum Beispiel konzentriert sich nun auf
Arbeitsbereich Neuroethik und Wir verstehen heute die Frage: Was ist eigentlich die einfach-
gilt weltweit als einer der ste Form von Ich-Gefühl? Was sind die
besser, wie die
profiliertesten Philosophen des minimalen Ressourcen, die man braucht,
Geistes. Er war von 2005 bis 2007 Entwicklung von damit dieses Erleben – »ich bin je-
Präsident der Gesellschaft für Be wusstsein und mand«, »ich bin ein Selbst« – entsteht?
Kognitionswissenschaft, seit 2009 Zusammen mit Olaf Blanke und sei-
da mit a uch von
Präsident der Association for the nem Team in Lausanne habe ich in die-
Scientific Study of Consciousness. Leidensf ähigkeit Teil sem Zusammenhang einige interessante
Meditation ist seit über 30 Jahren der Entwicklung des Experimente entwickelt. Mit Hilfe ent-
fester Bestandteil seines Alltags. sprechender Techniken konnten die Ver-
Le bens a uf unserer
suchsteilnehmer dabei ein virtuell er-
Ein spannendes Interview, das Erde wurde . zeugtes Bild ihres eigenen Körpers als ei-
Richard David Precht ( „Wer bin ner vor ihnen stehende Person sehen. Ei-
ich und wenn ja wie viele“) mit ne besondere Versuchsanordnung1 führ-
Thomas Metzinger im Schweize- te schließlich bei vielen Versuchsperso-
rischen Fernsehen in der Sendung nen dazu, dass sie ihr Selbst außerhalb
„Sternstunde Philosophie“ mit der Möglichkeit von Leiderfahrung. des eigenen Körpers wahrnahmen. Sie
geführt hat, findet sich unter: Aber irgendwann in der Evolution der lokalisierten ihr Selbstgefühl tatsächlich
http://www.youtube.com/watch? Nervensysteme hatten diese eine Kom- in dem simulierten Körper vor ihnen und
v=xLXhPgSKS3U plexität erreicht, die mit der Fähigkeit – hatten das eindeutige Gefühl, dieser vir-

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Thomas Metzinger

Was wir Gefühl an etwas anderes gleichsam an- ausgehen, dass jede bewusste Körperer-
f älschlicherweise als kleben kann. fahrung in Wirklichkeit in einem starken
Was dies ganz offensichtlich zeigt, Sinn lokal im Gehirn stattfindet. Körpe-
»das Selbst« deckt sich mit einer zentralen Aussage rerleben gibt es ja auch im Traum oder
bezeichnen, ist viel meines Buches »Der Ego-Tunnel« (s. die während einer außerkörperlichen Erfah-
weniger fest gef ügt, Buchbesprechung auf S. 28): Was wir rung, während der physische Körper
fälschlicherweise als »das Selbst« be- vollständig gelähmt ist.
als wir uns das zeichnen, ist viel weniger fest gefügt, als Schauen wir in die Tradition, dann
zumeist vorstellen. wir uns das zumeist vorstellen. Tatsäch- finden wir Aussagen wie die von Aristo-
Tatsächlich ist dieses lich ist dieses Selbst nichts anderes als teles, der gesagt hat: Die Seele ist die
der Inhalt eines Modells, eines Bildes, Form des Leibes. Die Seele zerfiel für ihn
Selbst nichts a nderes das im Gehirn erzeugt wird. Und das Be- zwar ebenso wie der Körper beim Tod.
als der Inhalt eines sondere an diesem Bild ist, dass wir es Aber die Seele ist sozusagen das innere
Modells, eines Bildes, nicht als ein Bild erleben können. Wir Formprinzip, das die Teile zusammen-
sind wohl Wesen, die in sich ein Bild ih- hält. Und vom Philosophen Spinoza hö-
das im Gehirn erzeugt res Körpers und auch ihrer Gedanken ren wir: Die Seele ist die Vorstellung, die
wird. und Gefühle erzeugen und wir benut- der Körper von sich selbst entwickelt,
zen dieses Bild, um uns zu bewegen, um das Bild, das er aufbaut – denn das Ob-
unser Leben zu leben und um über un- jekt der Seele ist der Leib.
sere Gefühle und Gedanken zu berich- Neuere Theorien – wie meine eigene
ten. Aber wir erkennen es nicht als ein Theorie, die Selbstmodell-Theorie der
Bild. Diese Durchsichtigkeit – wir Philo- Subjektivität – sagen nun, dass aus dem
sophen sagen: die phänomenale Trans- Bild des Körpers heraus alle höheren Ich-
parenz – macht überhaupt erst unser ro- Funktionen entstehen, dass sie funktio-
bustes Ich-Gefühl möglich. Es erlaubt nal in ihm verankert sind. Das gilt auch
uns das scheinbar direkte Erleben unse- für die geistigen Funktionen. Die Basis
tuelle Körper, den sie vor sich sahen, sei res Körpers, ja von uns selbst als eine unseres Selbstmodells ist das Körper-
ihr eigener. Ganzheit.
Philosophisch interessant an der
Möglichkeit solcher Erfahrungen ist die
Es sind Hirnzustände ,
Erkenntnis, dass man das ganz elemen- Wenn also das Gefühl von Ich-bin-jetzt- die da rüber
tare Ich-Gefühl, dieses Gefühl von »Ich- hier, von Das-ist-mein-Körper Teil eines entscheiden, wie wir
bin-das!«, also die Identifikation mit von unserem Gehirn erst erzeugten Bild
dem Bild eines Körpers, und das »Ich- ist und dieses Bild, dieses Modell eine uns selbst erle ben,
bin-jetzt-hier!« in diesem Körper offen- wesentliche Grundlage unseres Selbst- wie wir unseren Arm,
sichtlich kontrolliert hin und her sprin- Erlebens ist: Welches Licht wirft eine sol- unsere Ha nd oder
gen lassen kann. Es scheint also so zu che Vorstellung auf Verfahren wie zum
sein, dass man schon durch relativ einfa- Beispiel Yoga, die ja den Körper zum unseren Ba uch
che Experimente unser elementares Ich- Gegenstand von Übungen machen? erle ben. Die nächste
Ursache dieses
1) Die Versuche sind eine Weiterentwicklung Für eine Antwort auf Ihre Frage
von Experimenten zur so genannten »Gummihand- müssen wir uns zuerst Folgendes ver- Erle bens sind
Illusion«, die in dieser Ausgabe von Viveka auf S. gegenwärtigen: Zwar konnte noch nicht eindeutig Vorg änge
dargestellt werden. gezeigt werden, dass man geistige Zu- im Gehirn und nicht
Sehr anschaulich ist ein darüber von der Fach- stände begrifflich zurückführen kann
zeitschrift Newscience präsentiertes Video: auf körperliche Zustände. Aber eine Er- Vorg änge in der Ha nd
http://www.youtube.com/watch?v=4PQAc_Z2OfQ kenntnis ist inzwischen empirisch sehr oder im Ba uch oder
Die von Prof. Metzinger und Prof. Blanke ent- gut gesichert: Es gibt eine sehr starke im Arm oder
wickelten Experimente fanden nach ihrer Veröffent- Determination von »unten nach oben«:
lichung 2007 nicht nur in Fachkreisen viel Beach- Es sind Hirnzustände, die darüber ent- sonst wo.
tung. Ein Stöbern in den dazu zahlreich erschienen scheiden, wie wir uns selbst erleben, wie
wissenschaftlichen und populärwissenschaftlichen wir unseren Arm, unsere Hand oder un-
Artikeln lohnt, weil dort oft auch die Relevanz die- seren Bauch erleben. Die nächste Ursa-
ser Experimente für die Frage nach unserem Kör- che dieses Erlebens sind eindeutig Vor- Modell. Und das ist zunächst nichts an-
per- und Selbstbild diskutiert wird: gänge im Gehirn und nicht Vorgänge in deres als ein Modell der globalen Form
http://www.philosophie.uni- der Hand oder im Bauch oder im Arm des Körpers im Raum. Dazu gehört dann
mainz.de/metzinger/Pressespiegel.pdf oder sonst wo. Wir müssen also davon aber auch etwa der Gleichgewichtssinn

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und das Positionsgefühl im Raum: Wir dellen kann das Körpermodell im Gehirn etwas wie Inseln der Aufmerksamkeit.
wissen auch in einem ganz dunklen eigentlich nicht fehlgehen in der Bezu- Hier drückt etwas, dort spüren wir kurz
Raum wo oben und unten ist, wo unse- gnahme. Es ist das einzige, das immer hin, jetzt haben wir Hunger, da schä-
re Arme, Füße und Beine sind. Dazu gibt tatsächlich seinen Gegenstand ergreift: men wir uns, weil andere ein paar
es noch die ganze Körper-Innenwahr- Es erfasst ihn über ein ständig vorhande- Speckfalten sehen können, hier ein Käl-
nehmung, wie die Wärmeempfindung, nes kausales Bindeglied, denn es ist ja tegefühl, dort ein Kribbeln...
Schwere- und Bauch-Gefühle, das ein Teil, des Körpers, ein Erregungsmus- Was man nun zum Beispiel in vielen
Wahrnehmen des eigenen Atems, der ter im Gehirn. Die Beziehung zwischen spirituellen Praxen kultiviert, ist die
Muskelspannung und so weiter. Zusam- Wahrnehmung des Körpers als Ganzem.
men mit noch vielen anderen Innenemp- Dabei zeigen unsere Experimente, dass
findungen vermischt sich dies alles eben genau die Wahrnehmung des Kör-
schließlich zu dem, was wir als Körper- pers als Ganzem, passiv, in der Ruhe,
gefühl erleben. Eine der direktesten sehr wahrscheinlich die einfachste Form
Das macht Folgendes ganz offen- Art und Weise , a uf von Ich-Gefühl ist. Und das können na-
sichtlich: Eine der direktesten Art und türlich Yogaübende und Meditierende
Weise, auf unser Selbstmodell Einfluss unser Selbstmodell sehr genau spüren. Und sie können
zu nehmen besteht darin, eben diesen Einfluss zu nehmen dann vielleicht auch spüren, dass genau
Körper zu pflegen, zu bewegen, auf ei- besteht da rin, unse- das die Basis von Selbst-Gefühl ist. Die
ne bestimmte Art zu reizen und zu kon- Identifikation ist damit aber noch nicht
figurieren. Wenn Sie also zum Beispiel ren Körper zu pfle- aufgelöst.
Asanas machen, dann wird sich analog gen, zu be wegen ....
dazu immer auch das Körpermodell im Wenn Sie zum Bei-
Gehirn verändern, weil es diese körperli- In der Meditation oder bei intensiven
che Aktivität einfach abbilden muss im spiel Âsa nas machen, Atemübungen entstehen bisweilen be-
bewussten Erleben. Verstärkt wird dieser da nn wird sich a nalog sondere Körpererfahrungen. So kann
Prozess natürlich, wenn Sie nun im dazu immer a uch das sich ja das Gefühl vom Körper ganz ver-
Üben Ihre Aufmerksamkeit sanft, aber lieren, man erlebt sich gleichsam körper-
präzise auf den Körper richten, auf ihre Körpermodell im los. Oder hat das Erleben, im Raum über
Bewegung, ihren Atem, ihre Haltung. Gehirn verändern. sich zu schweben. Nach dem, was Sie
Dadurch verändert sich nicht nur der gerade über die Bedeutung des Körper-
Körper, sondern eben auch das Bild des gefühls gesagt haben, erscheinen solche
Körpers im Gehirn, es wird feiner, subti- Erfahrungen auf einem Weg zur Selbst-
ler, aber auch reichhaltiger und genau- erkenntnis nun eher als wenig sinnvolle
er. Im Üben entwickeln Sie immer diffe- Nebeneffekte, die einen wahrscheinlich
renziertere – Hirnforscher würden sa- nicht viel weiter bringen. Eine Einschät-
gen: Körper-Karten – im Gehirn, die Körpermodell und Körper ist also ganz zung, die sich übrigens auch in traditio-
Auflösung erhöht sich. Genau wie ein inniglich, die Einbettung eines Teils in ei- nellen Einordnungen solcher Erfahrun-
Pianist seine Finger-Abbildung im Gehirn ne Ganzheit. Das ist eine über die vielen gen findet.
sehr verfeinert hat. Jahre unseres Lebens dauernde ganz
Und es gibt dazu eine weitere ganz dicht stehende Schleife der Informa- Prof. Metzinger: (lacht) Dazu erst
einfache Erkenntnis, die aber eine große tionsverarbeitung. Etwas ganz anderes einmal eine Information aus der Wissen-
Bedeutung hat. Wenn man sich die vie- ist es, wenn Sie zum Beispiel einen Apfel schaft. Es gibt seltene Fälle, bei denen
len Modelle vergegenwärtigt, die unser auf dem Tisch sehen. Sie schließen die Menschen selektiv durch eine bestimmte
Gehirn in einem einzigen Moment er- Augen oder schauen nach rechts, und Verletzung im Gehirn körperblind wer-
zeugen muss: das Modell des Tisches schon verschwindet der Apfel aus Ihrem den. Sie verlieren ihr Körpergefühl und
vor mir, das der Zeitschrift in meinen Bewusstsein. nur das. Das beweist, dass es tatsächlich
Händen, die ich gerade lese, des Hauses Entsprechend haben schon viele so etwas gibt wie ein Körpermodell
um mich, das Modell meines Körpers – Philosophen darüber geschrieben, dass mitsamt dem entsprechenden Innen-Ge-
woher weiß ich eigentlich, dass es das der Körper ein ganz besonderes Wahr- fühl. Manche dieser Menschen sind nun
alles wirklich gibt? Dass mein Bezug auf nehmungsobjekt ist. Das Gehirn kann ganz heldenhaft und lernen, ihren Kör-
die Wirklichkeit um mich herum wirklich vor ihm nicht wegrennen, es ist immer per nur mit dem Sehsinn zu bewegen.
erfolgreich, stimmig ist? da, das ganze Leben lang. Wenn man Sie schauen sich also von außen wie ei-
Unter all den vom Gehirn erzeugten allerdings genauer hinschaut, existiert ne Marionette an und lernen tatsächlich
Modellen ist es nun allein das Körper- im normalen Alltag in unserem bewus- wieder zu laufen und Dinge anzufassen,
modell, mit dem wir wirklich ganz dicht sten Erleben eigentlich nie der Körper ohne sie zu zerbrechen, obwohl sie ja
in der Welt verankert sind, ganz tief und als Ganzes in unserem Selbstmodell. Wir kein Gefühl mehr dafür haben. Bei sol-
fest. Im Gegensatz zu allen anderen Mo- haben dem Körper gegenüber eher so chen Leuten ist es dann tatsächlich so:

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Was a uch f ür die wichtig zu sein – oder willentlich denken Anstrengungsloses sein – viel zu einfach
zu können. Wenn man sich jetzt jeman- für Leute wie uns. Dieser Prozess kann
spirituelle Praxis sehr
den vorstellt, der sagen wir mal körper- aber auf ganz unterschiedlichen Ebenen
wichtig sein könnte: blind ist; der gleichzeitig keine Kontrolle stattfinden. Eine hatte ich schon ange-
das Selbstgef ühl hat mehr über seine Gedanken hat, wie je- sprochen: durch eine Hirnverletzung
mand, der in einem Rausch ist oder voll- wird man körperblind oder verliert das
scheinba r sehr viel
ständig in einem Traum; und der Ichgefühl komplett. Eine andere wäre,
mit Kontrolle zu tun. schließlich keinerlei Kontrolle mehr über dass man die Ich-Welt-Grenze im Gehirn
Und zwa r mit die eigene Aufmerksamkeit hat, wie ein durch eine spirituelle Praxis auflöst, dass
Säugling oder ein sehr dementer alter diese Grenze innerhalb des bewussten
g lobaler Kontrolle .
Mensch, dann könnte man schon ver- Realitätsmodells aufgehoben wird. Wis-
Ein Selbst-Gef ühl hat muten: Eine solche Person hat wirklich senschaftlich würde man möglicher-
ma n sehr sta rk, wenn kein bewusstes Selbst mehr. Es ist weg, weise sagen, dass das Körperbild »de-
wenn diese drei Komponenten: Körper, differenziert«, also weniger von Unter-
ma n den Körper als
Aufmerksamkeit und Denken nicht schiedlichkeiten und Abgrenzung ge-
Ga nzen kontrolliert. mehr kontrollierbar sind. prägt ist als normalerweise. Man würde
Wenn ma n das lässt, Daraus kann man noch etwas fol- vielleicht erwarten, dass so jemand das
gern, was auch für die spirituelle Praxis Gefühl hat, irgendwie ist er die ganze
wird es schwächer.
sehr wichtig sein könnte: das Selbstge- Welt, alles ist in ihm. Sie ist so etwas wie
fühl hat scheinbar sehr viel mit Kontrolle einverleibt oder angeeignet. Man kann
zu tun. Und zwar mit globaler Kontrolle. sich nun allerdings fragen: Ist es denn
Ein Selbst-Gefühl hat man sehr stark, ein wünschenswerter Zustand, wenn
wenn man den Körper als Ganzen kon- das Körper-Modell zerfließt? Was ist
trolliert. Wenn man das lässt, wird es daran eigentlich so toll? Diejenigen Tiere
schwächer. Wenn man den Denkprozess in der Evolution, die so etwas zu oft ge-
zu ordnen und zu strukturieren versucht macht haben, gehören bestimmt nicht
Wird das Licht ausgeknipst, dann fallen und die Gedanken nicht ziehen lässt zu unseren Vorfahren…
sie auf dem Boden in sich zusammen, und wenn man versucht, die Aufmerk-
die Körperkontrolle ist sofort weg. Sie samkeit zu kontrollieren, dann entsteht
brauchen das Licht um sich sehen zu auch ein ganz bestimmtes Selbstgefühl. Eine wirklich wichtige Frage!
können. Weil sie kein Innenbild mehr Es ist dann das Ich des Meditierenden,
haben, können sie nur so ihren Körper der sich gerne konzentrieren will. Krish- Prof. Metzinger: (lacht) Ja, so ist es.
noch bewegen. Es ist also möglich, das namurti hat einmal gesagt: Konzentra- Es könnte ja sein, dass das einfach der
Gefühl für den Körper zu verlieren, sich tion ist eine Form von Widerstand, Kon- Rückfall auf eine sehr primitive Stufe ist,
gleichsam körperlos zu empfinden und zentration ist nicht Meditation. Ein Ich- die vielleicht sehr einfache Tiere oder
wir können vielleicht auch vermuten, Gefühl hat also anscheinend sehr viel Säuglinge haben. Ich kann mir allerdings
wodurch im Gehirn solche Wahrneh- mindestens noch eine andere Möglich-
mungen – zum Beispiel auch während keit vorstellen: Das Modell des Körpers
einer Meditation – vermittelt werden. bleibt bestehen und eigentlich bleibt al-
Was nun aber interessant ist: Zwar Tatsächlich ist g a r les so, wie es ist. Aber nun tritt dazu das
kann man durch eine Hirnverletzung Erleben, dass das alles in Wirklichkeit ein
ganz selektiv das Körpergefühl, die Ei-
nicht kla r, was Modell ist. Das wäre diese Sache mit der
genwahrnehmung für den Rest des Le- A ussa gen wie »das Ich »phänomenalen Transparenz«, mit dem
bens komplett verlieren, aber man ver- löst sich a uf« oder in uns eingebauten naiven Realismus
liert dadurch offensichtlich noch nicht und mit der Aufhebung der Identifika-
das Ich-Gefühl. Die betroffenen Patien-
»der Ego-Tod« tion. Dass also möglicherweise eine Er-
ten haben ja keine Depersonalisations- eigentlich meinen. fahrung dazu kommt, die so ähnlich ist,
störung wie manche Schizophrene. Sie wie wenn man sich im Traum der Tatsa-
haben auch nicht das Gefühl, dass gera- che bewusst wird, dass man träumt.
de eine angstvolle Ich-Auflösung statt- Man erlebt – und zwar nicht nur intel-
findet. Vielmehr versuchen sie mit dieser lektuell – auf einmal als Tatsache, dass
Behinderung weiter zu leben. Das zeigt, mit Kontrolle und Anstrengung zu tun. all dies im eigenen Geist stattfindet,
dass dieses normale Ich-Gefühl, das wir Und das Auflösen des Ich-Gefühls – ent- jetzt gerade.
haben, nicht nur aus unserem Körper- weder durch eine Krankheit oder auch Man kann sich nun als Resultat ge-
bild besteht. Es bildet sich auch aus der durch eine spirituelle Praxis – hat sehr wisser spiritueller Übungen folgende
Fähigkeit, die Aufmerksamkeit kontrol- viel mit dem Verlieren oder Aufgeben Möglichkeit vorstellen: Körperbild und
lieren zu können - das scheint ganz von Kontrolle zu tun. Es müsste etwas Selbstmodell bleiben zunächst bestehen,

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vielleicht sogar feiner, ruhiger, stabiler Spektrums wird wirklich nur mit Kon- oben recken, wenn die Mama angeflo-
und ausdifferenzierter als bisher. Aber zentration gearbeitet, mit einer Form gen kommt. Alle schreien: Aufmerksam-
auf einmal wird all dies mehr und mehr von Anstrengung und Widerstand. Es keit, Aufmerksamkeit, Aufmerksamkeit!
als von uns selbst geschaffenes Modell kann in den Anfangsstadien sicher sehr Haben, Haben, Haben! Gerade so, als
erlebt, als ein inneres Bild. Meine philo- sinnvoll sein, so etwas auch mal syste- ob die Evolution, der grausame Wett-
sophische Theorie sagt auf empirischer matisch zu üben. Sammlung ist wichtig kampf zwischen den Lebewesen um das
Ebene voraus, dass dann alles im We- und im Grunde sind wir alle doch immer pure Dasein, auch in uns noch einmal
sentlichen so bleiben würde wie es ist, im Anfangsstadium. Aber ich habe den stattfindet. Also: Wettbewerb gibt es
aber eben das gewöhnliche Ich-Gefühl Eindruck, dass es ein Missverständnis nicht nur außen, sondern in unserem ei-
verschwindet, die Identifikation. Das von Meditation ist, wenn man glaubt, es genen Geist. Variation und Selektion,
Selbstmodell würde dann noch zum ginge da immer nur um Konzentration, Tod und Wiedergeburt. Und das ist na-
Handeln und Wahrnehmen benutzt, um Fokussierung und Ausschließung. türlich eine unschöne Entdeckung. Aber
aber es wäre kein Selbstmodell mehr. So Achtsamkeit als Leistung, spiritueller es scheint wirklich so zu sein, dass eine
etwa könnte man sich das vorstellen Athletismus – sehr deutsch, sehr japa- Art von Konflikt und Wettbewerb von
und wir müssen in Zukunft genauere nisch. der Evolution in uns eingebaut wurde,
Konzepte dieser Art entwickeln und dis- Was bleibt, ist ein Standardproblem,
kutieren. das immer wieder auftaucht: der Medi-
Tatsächlich ist nämlich gar nicht klar, tierende ist der, der die Achtsamkeit
was Aussagen wie »das Ich löst sich oder die Aufmerksamkeit halten will In der Praxis ist ja
auf« oder »der Ego-Tod« eigentlich mei- und gleichzeitig dieses Immer-Wollen irgendwie beides
nen. Ist das nicht manchmal vielleicht hinter sich lassen muss. Aber was ist das
wa hr: Die richtige
auch ein bisschen romantischer Kitsch? für ein Prozess, den Sie jetzt Ausgerich-
Wir denken immer alle, wir wüssten so tet-Sein genannt haben? Wer ist es, der Form von
genau, was das heißt, aber ein genaue- die Belohnung haben will? Andere Leute Achtsa mkeit ist
rer Blick in die philosophischen Traditio- sagen, dass das einfach eine automati-
einerseits völlig
nen macht sehr deutlich, dass man dar- sche Erinnerungs-Routine ist, die fest in-
unter sehr Unterschiedliches verstehen stalliert werden muss. Sie ist dann eben a nstrengungslos und
kann. Wir sollten uns aber nicht mit be- keine Form von Kontrolle mehr, sondern etwas, was keine
grifflich ungenauen, oberflächlichen ein automatisches Immer-wieder-zu-
Energie verbra ucht,
Theorien zufrieden geben. Es geht ja sich-Kommen. Aber ganz so scheint es
nicht um schöne Gefühle, sondern um dann irgendwie auch nicht zu sein. sondern Energie
Erkenntnisfortschritt. Ein wichtiger Aspekt dieses Problems scha f ft. A uf der
ist der folgende: Unsere mentalen
a nderen Seite ist es
Ressourcen sind begrenzt, und die neue-
Das könnte ja nahelegen, solche Zustän- re Forschung zeigt den Menschen ei- a uch wa hr, dass ma n
de weniger als eine Situation völliger gentlich als ein System von lauter klei- eine bestimmte ,
Passivität, als »Nichts-Tun« zu beschrei- nen Agenten, die ständig durcheinander
schwer zu
ben, wie dies oft geschieht. Zutreffender schreien. Die neuen Modelle des Geistes
scheinen dann vielleicht Beschreibun- zeigen, dass das, was in uns abläuft, am beschreibende Art
gen, die solche Erfahrungen eben als ei- ehesten einem Marktplatz gleicht. Viele von Disziplin bra ucht.
ne – wenn auch besondere – mentale rufen gleichzeitig und kämpfen um den
Aktivität, eine besondere Art von Ausge- Fokus der Aufmerksamkeit: Du musst
richtet-Sein verstehen. Eine Art mentaler noch den anrufen – warum bist Du so
Modus, den jemand als Folge langer müde? – Du könntest auch mal wieder dass unser Geist normalerweise so funk-
Meditationspraxis gelernt hat, mühelos ein Stück Schokolade essen – jetzt aber tioniert, von Moment zu Moment. Sich
aufrecht zu erhalten? erst mal fertig spülen ... Unterschiedli- dieser Tatsache gewahr zu werden ist
che Impulse und Sub-Selbste kämpfen nichts Einfaches. Und noch schwieriger
Ja genau, das ist die Frage: Ist das ei- um Aufmerksamkeit und letztendlich ist natürlich der Versuch, diese Situation
ne Aktivität von jemandem, oder wie um die Kontrolle des Verhaltens, das zu überwinden.
kann man das sonst beschreiben? Man schließlich am Ende dieses Prozesses Und damit kommen wir auf die Fra-
kann dabei zwei Extrem-Standpunkte steht. Dabei sieht es sehr danach aus, ge nach dem Verhältnis von Tun und
formulieren, die teilweise ja auch vertre- dass es so was wie ein Selbst gar nicht Nicht-Tun in der Meditation zurück. In
ten werden. Der eine lautet: »Alles, was gibt, sondern Myriaden von gleichzeiti- der Praxis ist ja irgendwie beides wahr:
Anstrengung ist, ist schon mal auf jeden gen Handlungsimpulsen und Wunsch- Die richtige Form von Achtsamkeit ist
Fall falsch.« Die Frage ist dann, wie eine vorstellungen. Ähnlich wie Vögelchen, einerseits völlig anstrengungslos und et-
anstrengungslose Form von Disziplin die alle im Nest ihren Schnabel nach was, was keine Energie verbraucht, son-
entstehen kann. Am anderen Ende des

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dern Energie schafft. Auf der anderen Entität, die wir selbst sind, weder im Ge-
Seite ist es auch wahr, dass man eine hirn noch in irgendeiner metaphysischen
bestimmte, schwer zu beschreibende Sphäre jenseits dieser Welt. Wenn wir
Art von Disziplin braucht. Sie haben das daher vom bewussten Erleben als einem
»Ausgerichtetheit« genannt. Und es ist subjektiven Phänomen sprechen, dann
schwierig, die richtigen Worte dafür zu stellt sich die folgende Frage: Was ist ei-
finden. Es ist einfach beides wahr, und gentlich die Entität, die diese Erlebnisse
man sollte sich auch nicht zu sehr in der hat?«
Suche nach der richtigen Theorie ver- Solche Thesen klingen für viele Men-
heddern. Der Entschluss, sich immer schen sicher provozierend und sind für
wieder zu erinnern, der Entschluss, sa- manche erst einmal schwer verdaulich.
gen wir mal, zum Atem zurückzukehren Das Schöne an Metzingers Buch: Uns er-
ist ja immer noch etwas, das ein Willens- warten dort nun keine philosophische
akt ist, etwas Anstrengendes hat. Etwas, Wortgewaltigkeiten – auch wenn das
das auch immer wieder verloren gehen Buch als Nachttischlektüre eher unge-
kann und dann ständig neu erzeugt eignet ist. Statt dessen diskutiert er fas-
werden muss. Jemand will eine Beloh- zinierende und eindrückliche Beispiele
nung. Andererseits gibt es dann aber aus der Bewusstseinsforschung und ent-
auch jene Zustände, in denen dieser Pro- wickelt daran in nachvollziehbaren
zess auf einmal eine andere Qualität an- Schritten seine Konzepte über den Char-
nimmt. Wo es also nicht so ist, dass ich akter des »Ich« und des »Selbst«.
mich um ein Gewahrsein bemühe. Viel- Gleichzeitig macht er uns mit der aktuel-
mehr entwickelt sich auf einmal das Ge- len Debatte der Neurowissenschaften
fühl: Es ist schon die ganze Zeit gewahr. und Philosophie vertraut.
Ich Idiot stehe die ganze Zeit im Weg Dabei helfen ihm auch Gespräche
rum! Vielleicht ließe es sich beschreiben mit führenden Vertretern der Neurowis-
als ein Moment, in dem ein ganz be- »DIESES BUCH WURDE nicht für Philo- senschaft über Bewusstsein (Wolf Sin-
stimmtes unpersönliches Gewahrsein sophieprofessoren oder Hirnforscher ge- ger), Träumen (Allan Hobson) und das
schon natürlicher Bestandteil der Situa- schrieben. Ganz im Gegenteil: Es ist Empathische Ego (Vittorio Gallese).
tion selbst ist. Oder zumindest ihres Bil- mein erster Versuch, der breiteren Öf- Wer immer sich mit der heutigen
des im Gehirn... fentlichkeit eine erste Einführung in all Diskussion über Geist, Bewusstsein und
Hier ist sicher noch vieles unklar. Um jene Fragestellungen anzubieten, die aus Gehirn intensiver beschäftigen will, wird
solche Erfahrungen auf eine angemesse- meiner Perspektive heute die wirklich sich mit Metzingers Thesen auseinander-
ne Weise zu beschreiben – wenn dies wichtigen Probleme für die Bewusstsein- setzen müssen und viel davon profitie-
überhaupt möglich ist –, um ihre Be- forschung sind.« So beginnt Thomas ren.
sonderheiten zu verstehen, ihre wirkli- Metzinger sein Buch Der Ego Tunnel. Darüber hinaus fragt Metzinger,
che Bedeutung einschätzen zu können, Er fährt dann fort: »In diesem Buch welche Bedeutung unser heutiges Wis-
braucht es zumindest auf der Ebene der werde ich Sie davon zu überzeugen ver- sens für Menschen hat, die auf der Su-
Wissenschaft und der seriösen, akade- suchen, dass es so etwas wie »das« che nach Wegen zu mehr Selbsterkennt-
mische Philosophie noch viel mehr An- Selbst nicht gibt. Ganz im Gegensatz zu nis und Innerlichkeit sind. Welche Be-
strengung. Wir müssen entsprechende dem, was die meisten Menschen glau- wusstseinzustände sind erstrebenswert,
Konzepte entwickeln und offen darüber ben, war oder hatte nie jemand ein wohin wollen wir mit einer Übungspra-
diskutieren. Wir stehen damit erst am Selbst. Es ist aber nicht nur so, dass die xis wie etwa Meditation eigentlich ge-
Anfang. Aber praktisch jeden Tag gibt moderne Philosophie des Geistes und hen? Warum er dabei davon ausgeht,
es neue empirische Erkenntnisse aus der die kognitive Neurowissenschaft im Be- dass »der Gegensatz von Spiritualität
Hirnforschung und wir sind tatsächlich griff stehen, den Mythos des Selbst zu nicht die Wissenschaft, sondern die Reli-
dabei, ein besseres Verständnis von uns zertrümmern. Vielmehr ist mittlerweile gion ist«, erläutert er in einem Vortrag
selbst, unserem Geist, unserem Be- auch deutlich geworden, dass wir das (s. Editorial), der in 15-Minuten-Sequen-
wusstsein, seinen Möglichkeiten und philosophische Rätsel des Bewusstseins zen aufgeteilt bei youtube zu finden ist:
seinen Grenzen zu entwickeln. Es wird – die Frage wie es jemals auf einer rein http://www.youtube.com/watch?v=N1MBG
interessant sein, zu sehen, ob die Vertre- physikalischen Grundlage wie dem
7FaZKM&feature=related
ter der spirituellen Menschheitstraditio- menschlichen Gehirn entstehen konnte
nen genug intellektuelle Redlichkeit be- – niemals lösen werden, wenn wir uns
sitzen, um mit diesem Prozess Schritt zu nicht direkt mit der folgenden, ganz ein-
halten. ▼ fachen Erkenntnis konfrontieren: Nach
allem, was wir gegenwärtig wissen, gibt Thomas Metzinger: Der Ego Tunnel.
es kein Ding, keine einzelne unteilbare Berliner Taschenbuch Verlag, € 11.95

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