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BELLAMY/ATTUCCI 2010: NORMATIVE THEORY AND THE EU:

BETWEEN CONTRACT AND COMMUNITY


INTRODUCTION
198: Normative Turn der Europa-Politiker und Forscher geht vor allem auf die Schwierigkeiten
bei der Ratifikation des Maastrichtvertrages zurü ck

Die Normative Grundlage der EU war noch sie so ausgeprä gt –es gab natü rlich immer Idealisten,
die Frieden und eine nicht gegeneinander gerichtete Außenpolitik hochgehalten haben, aber de
Facto waren das nur eine Idealismus zweiter Ordnung und eine indirekte Folge des
europä ischen Wohlstandes. Politiker und Unternehmenseliten, die relativ intransparent agierten
und in zentralen ö konomischen Sektoren technokratische Entscheidungen trafen versuchten vor
allem diesen zu Fö rdern. Rechtfertigung war vor allem funktional und utilitaristisch, Prozesse
vor allem intergouvernemental, sehr erfolgreich – die Politiker nahmen deshalb einen
permissive Consensus bei ihren Bü rgern an.

Dies Annahme geriet allerdings mit dem Single European Act – Vollendung des Marktes und mit
Zusammenbruch des Kommunismus und die dadurch mö gliche Erweiterung ins Wanken.
Maastricht wurde zunä chst von Dä nischem Referendum zurü ckgewiesen, das Franzö sische
ergab nur ein „kleines Ja“ (petit oui) und Ratifikation im Britischen Parlament sehr schwierig.
Nizza (Irische Ablehnung) und vor allem beim Verfassungsvertrag hielt Trend an.

199: Verfassungsvertrag zielte auf eine normative Stä rkung der Legitimitä t der EU ab und sein
Scheitern war fü r manche Kritiker ein Hinweis dafü r, dass man EU nur auf die Business
beschrä nken sollte und hier pareto Verbesserungen, oder Ö ffentliche Gü ter wie die
Umweltschutz erzielen sollte.

Die normativen Diskurse um die EU gehen in zwei Richtungen. 1. Gerechtigkeit vs. Effizienz und
Produktivitä t der Ergebnisse und Strukturen. 2. Betont die Prozesse durch die Entscheidungen
entstehen und inwieweit Bü rger sich mit ihnen identifizieren kö nnen, aber auch wechselseitig.

A EUROPEAN CONTRACT
Bis 209 – Ü berlegungen inwiefern sich Vertragstheorie fü r EU eignet vor allem am Beispiel
Rawls, wird insgesamt eher verworfen.

A EUROPEAN COMMUNITY
Nur ein paar Schlaglichter…

209: Einige Kommunitaristen glauben, dass EU-Gemeinschaft Demokratie auf nationaler Ebene
untergrä bt, zudem sei sie insgesamt unwahrscheinlich.

210: Dieses Demokratieprinzip nur die Statuten legitim, denen alle Betroffenen in einem
Diskurs zustimmen wü rden kommt von Habermas. 211: Er fordert zudem ein Form von
Verfassungspatriotismus damit neue Form der Bü rgerlichen-Solidaritä t (Civil Solidarity)
entsteht.
212: Ganze Reihe von Theoretikern darunter Scharpf glauben – Mangel an gemeinsamer
Identitä t wä re der Haupthinderungsgrund fü r sozial&demokratische Europä ische Union wie
Habermas sie fordert. Sowohl Demokratie als auch Sozialstaat basieren auf hohem Level von
gegenseitigem Vertrauen und Solidaritä t. Bisher gibt es das nicht auf EU-Ebene.

213: Sozial Psychologen gehen davon aus, dass Vertrauen und Solidaritä t zwischen Menschen
die gemeinsame Identitä t und Geschichte gemeinsamer Interaktion haben wahrscheinlicher ist.
Braucht deshalb Demos – Gruppe von Menschen, die sich untereinander verbunden fü hlen und
public culture teilen –gemeinsame Sprache, Medien, wo sie gemeinsam debattieren.

214: Bisher haben Versuche gemeinsame Identitä t ü ber bestimmte Symbole wie Flagge, Hymne,
Pass oder auch ü ber gemeinsame Werte nicht geklappt – gerade Werte sind sehr Umstritten in
Union. (Debatte ü ber christlichen Bezug in der Prä mabel zur Rechte Charta des Vertrages vom
Lissabon.).