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Untersuchung der Nachlauf-Propeller-Interaktion bei

Verwendung von Rumpfpropellern


Studienarbeit / Masterarbeit
Am Institut für Flugantriebe und Strömungsmaschinen der TU Braunschweig werden Propeller für
zukünftige Antriebe von Flugzeugen entworfen und nachgerechnet. Die Anwendungen reichen dabei
von konventionellen Flugzeugen über Flugzeuge mit verteilten (elektrischen) Antrieben bis hin zu
Flugtaxis.
Für Flugzeuge, bei denen verteilte Antriebe verwendet werden sollen, spielen die Positionierung der
Propeller und die resultierenden Wechselwirkungen zwischen Propeller und Rumpf eine
entscheidende Rolle. Als besonders vielversprechend haben sich dabei Propeller herausgestellt, die am
Heck des Flugzeugs hinter den Leitwerken angebracht werden. Die Interaktion von Propeller mit Rumpf
bzw. Leitwerken ist in dieser Konfiguration vielfältig: zum einen wird der Propeller durch die
Rumpfgrenzschicht beeinflusst und zum anderen durch den Nachlauf der Leitwerke vor dem Propeller.
Durch die vergleichsweise langsame Strömung in der Rumpfgrenzschicht wird im Allgemeinen weniger
Leistung für die Schuberzeugung benötigt. Gleichzeit kann durch die Sogwirkung des Propellers und die
lokale Beschleunigung die Grenzschicht stabiler gehalten werden, was Ablösungen vorbeugt und
wiederum den Gesamtwiderstand des Flugzeugs sinken lässt (Stichwort Wake Ingestion). Durch den
Nachlauf der Leitwerke ist der Propeller allerdings einer ungleichmäßigen Anströmung über den
Umfang ausgesetzt. Dadurch wird die Leistungsfähigkeit des Propellers wiederum gesenkt (Stichwort
distorted inflow).
Inhalt dieser Arbeit ist es, numerische Untersuchungen zu Größe und Drehzahl des am Heck
verwendeten Propellers durchzuführen. Für den Propellerentwurf steht die Eigenentwicklung „Rapid“
zur Verfügung, die Vernetzung findet in CENTAUR statt und für die CFD-Simulation wird DLR TAU
verwendet. Die grundlegenden Studien sind zunächst mit der Actuator Disc durchzuführen. Die
vielversprechendste Konfiguration soll anschließend dreidimensional aufgelöst, vernetzt und
instationär berechnet werden, um detailliertere Analysen, insbesondere zur Nachlaufinteraktion von
Propeller und Leitwerken, durchführen zu können.

Voraussetzungen:
- erste Erfahrungen in der CFD-Simulation sind vorteilhaft, aber nicht zwingend erforderlich
- Interesse an Propellern und deren Funktionsweise
- Eigeninitiative und Motivation, sich in neue Sachverhalte einzuarbeiten

Institut für Flugantriebe und Strömungsmaschinen


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Technische Universität Braunschweig
Institut für Flugantriebe und Strömungsmaschinen

Abbildung: Strömungsbild von Propeller in der Grenzsicht des Rumpfs (aus:Fuselage Boundary Layer
Ingestion Propulsion Applied to a Thin Haul Commuter Aircraft for Optimal Efficiency; Mikic, G. R.,
Stoll, A., Bevirt, J., Grah, R., Moore, M. D., AIAA Aviation Technology, Intergration and Operations
Conference, 2016)

Beginn: ab sofort
Bearbeitungszeitraum: 4 Monate (Studienarbeit – eingeschränkter Umfang)
6 Monate (Masterarbeit)

Kontakt:
Bastian Kirsch
2. OG, Raum 226
Tel.: 0531 391-94239
E-Mail: b.kirsch@ifas.tu-braunschweig.de

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