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Friedrich-Schiller-Universität Jena

Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften


Institut für Sportwissenschaft
Lehrstuhl für Bewegungs- und Trainingswissenschaft

Seminar: Ausgewählte Aspekte der Bewegungs- und Trainingswissenschaft


Dozent: Prof. Dr. Astrid Zech, Dr. Joel Mason

Geschlechtsspezifische Aspekte des Trainings


von
Kihyun Kim
Hiermit versichere ich, dass ich die Hausarbeit selbstständig verfasst und keine
anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt habe, alle Ausführungen,
die anderen Schriften wörtlich oder sinngemäß entnommen wurden, kenntlich
gemacht sind und die Arbeit in gleicher oder ähnlicher Fassung noch nicht Bestandteil
einer Studien- oder Prüfungsleistung war.

Datum 27.09.2020 Unterschrift

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Inhaltsverzeichnis :

1. Besonderheiten der geschlechtsspezifischen Unterschiede........................ pag.4

2. Geschlechtsspezifische Effekte und Anpassungen an dem Training ....... pag.5

3. Unterschied des geschlechtsspezifischen Verletzungsrisikos .................... pag.5

3.1 Die bei Frauen am häufigsten auftretende Verletzung...........................................pag.6

3.1.1 Anatomische Ursache....................................................................................................... pag.6

3.1.2 Biomechanische Ursache ................................................................................................. pag.6

3.1.3 Hormonelle Ursache ......................................................................................................... pag.8

3.1.4 Ontogenetische Ursache .................................................................................................. pag.8

3.2 Die bei Männern am häufigsten auftretende Verletzung............................................. pag.9

3.3 Die geschlechtsspezifische Verletzung beim Fußball ................................................. pag.10

4. unterschiedliche Motivation zur körperlichen Aktivität ................................... pag.11

5. Hormonelle Schwankungen und Training bei weiblichen Athleten ............ pag.12

5.1 Menstruationszyklus ......................................................................................................... pag.12

5.2 Physische - und physiologische Veränderungen im Menstruationszyklus ............... pag.13

5.3 Umgang mit dem Training während der Menstruation ................................................ pag.14

5.3.1 Die menstruelle Phase ..................................................................................................... pag.15

5.3.2 Die postmenstruelle und -ovulatorische Phase ................................................................ pag.15

5.3.3 Die ovulatorische Phase ................................................................................................... pag.15

5.3.4 Die prämenstruelle Phase ................................................................................................ pag.16

5.4 Die Menostase................................................................................................................... pag.16

6. Zusammenfassung .......................................................................................................... pag.17

Literaturverzeichnis

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1. Besonderheiten der geschlechtsspezifischen Unterschiede

Mann und Frau unterscheiden sich voneinander nicht nur bezüglich der primären und
sekundären Geschlechtsmerkmale, sondern auch hinsichtlich konstitutioneller,
anatomischer und physiologischer Größ en. Diese Verschiedenheit bringt keineswegs
eine Minderwertigkeit des einen oder eine Ü berlegenheit des anderen Geschlechts
mit sich, sondern ist nur Ausdruck einer naturgegebenen Verteilung von
Sonderaufgaben, welche die Erhaltung der Art sichern soll (Weineck, 2009). Die
Konstitution gehört zu den grundlegenden Leistungsfaktoren im Sport, die die spätere
Leistungsentwicklung dauerhaft beeinflussen können. Bereits bei der Geburt zeigen
sich anthropometrische Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen. Im Laufe der
Zeit sind die Rumpfbetonung bei Frauen und die Extremitätenbetonung bei Männern
eindeutig erkennbar. Diese geschlechtsspezifische Proportionsdifferenz ergibt sich
aus dem breiten Becken der Frauen. Dadurch wird eine Verlagerung des
Körperschwerpunktes nach unten verursacht, was die Lauf- und Sprungleistung
negativ beeinflusst. Die Frau hat im Durchschnitt schmalere Schultern als der Mann,
im Vergleich liegt die Schulterbreite der Frau bei ca. 90%. Bei den Extremitäten liegen
gleichfalls geschlechtsspezifische Unterschiede vor, da diese bei der Frau
durchschnittlich ca. 10% kürzer als beim Mann sind. Die Muskulatur, Sehnen und
Bänder der Frauen sind dehnbarer und flexibler als die der Männer. Dies kann bei
Sportarten auf der einen Seite vorteilhaft, auf der anderen Seite aber auch hinderlich
sein. Auch die Verteilung von Fett und Muskulatur ist als geschlechtsspezifischer
Unterschied auszumachen. Der weibliche Körper hat durchschnittlich mehr Fettmasse
sowie weniger Skelettmuskulatur als der männliche Körper. Aus vorhandenen Studien
sind physiologische Differenzen ersichtlich. Sowohl die pulmonalen als auch die
kardiovaskulären Funktionsgrößen bei Frauen und Männern sind genetisch bedingt.
Das Atmungs- und Herzminutenvolumen der Männer ist größ er als bei Frauen. Dieser
Tatsache folgt, dass die maximale Sauerstoffaufnahme der Männer höher ist. Bei
Frauen beträgt die maximale Sauerstoffaufnahme 2.0 l/min, während bei Männern 3.5
l/min möglich sind (McKardle et al., 1986 ; Marino et al., 2011). Hierfür verantwortlich
sind die Mitochondrien, die das Kraftwerk der Zelle darstellen, da sie für die Produktion
von Adenosintriphosphat (ATP) zuständig sind. Eine Studie bewiesen, dass Frauen
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im Vergleich zu Männern weniger Mitochondrien pro Myofibrille und ein geringeres
Mitochondrienvolumen aufzeigen (Hoppler et al., 1973). Die geringere
Muskelkraftleistung der Frau ist hierauf zurückzuführen.

2. Geschlechtsspezifische Anpassungen beim Training

In diesem Abschnitt wird auf die geschlechtsspezifischen Anpassungen beim Training


eingegangen. Die bereits angesprochenen Unterschiede hinsichtlich der
kardiovaskulären Funktionsgröße bewirken einen Leistungsunterschied in Bezug auf
die Ausdauer. Die kardiopulmonale Leistungsfähigkeit stellt das Herzkreislaufsystem
dar. Herzgewicht und –größ e weisen ebenfalls Differenzen auf. Bezogen auf die
Realtiv- und Absolutwerte des Herzgewichtes der Frau sind diese gegenüber dem
Mann geringer. Bei Ausdauerbelastungen führt dies bei den Frauen zu einer
unökonomischen Herzfrequenzsteigerung (Weineck, 2002). Darüber hinaus gibt es
einen weiteren Einflussfaktor, der sich mithilfe einer Studie von Wilmore und Brow
veranschaulichen lässt. Die Geschlechterdifferenz der maximalen
Sauerstoffaufnahme ist darauf zurückzuführen, dass Frauen einen höheren Fettanteil
besitzen. Dies hat zur Folge, dass der Energieverbrauch der Frauen zu einem hohen
Anteil über den Fettstoffwechsel geleistet wird. Das ist über kürzere Strecken als
Nachteil und über lange Strecken als Vorteil anzusehen. Frauen wiesen eine bessere
Ausdauerfähigkeit mithilfe des Energieverbrauchs über Fett auf (Tarnopolsky et al.,
1995). Männer waren hingegen im aerobischen Bereich schneller als Frauen, da sie
eine höhere Muskelkraft und den mechanischen Vorteil der längeren Arme und Beine
haben (Harm et al., 2001).

3. Unterschied des geschlechtsspezifischen Verletzungsrisikos

Es stellt sich die Frage, ob bei Männern und Frauen typische geschlechtsspezifische
Verletzungen auftreten. In verschiedenen Sportarten lässt sich tatsächlich feststellen,
dass ebensolche vorhanden sind. Welche Unterschiede zwischen Frauen und

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Männern bestehen und was wiederum zu Verletzungen führt, wird mit empirischen
Daten dargestellt.

3.1 Die bei Frauen am häufigsten auftretende Verletzung

Die bei Frauen am häufigsten auftretende Verletzungsinzidenz ist das Knie (Ford et
al., 2003). Insbesondere die Inzidenz des vorderen Kreuzbandrisses ist höher als bei
Männern (Arendt et al., 1999). Die Faktoren, die diese Verletzungen verursachen,
lassen sich in anatomisch, biomechanisch, hormonell und ontogenetisch unterteilen.

3.1.1 Anatomische Ursache

Zunächst ist die Größ e des Q-Winkels als anatomische Ursache zu bewerten. Dieser
definiert sich als Winkel zwischen dem Quadrizepsmuskel (insbesondere des M.
rectus femoris) und der Patellasehne. Frauen haben ein breiteres Becken als Männer,
so dass der Q-Winkel bei Frauen im Durchschnitt größer als bei Männern ist.
Normalerweise beträgt der Winkel 12 bis 14 Grad bei Männern und 15 bis 18 Grad bei
Frauen. Ein größ erer Q-Winkel bewirkt einen verstärkten Zug des lateralen Anteils des
M. quadriceps femoris auf die Patella. Mit größ er werdendem Q-Winkel steigt der
Druck auf den lateralen Anteil der Patella, was wiederum zur Lateralisation der
Letztgenannten mit erhöhten Arthrosegraden und Schmerzen führt (Hungersford &
Barry, 1979; Mizuno et al., 2001; Guerra et al., 1994; Gschöpf, 2013). Durch den
geschilderten Sachverhalt kann angenommen werden, dass Frauen für
Knieverletzungen anfälliger sind. Tatsächlich wird berichtet, dass die Größ e des Q-
Winkels signifikant mit der Verletzungsanfälligkeit zusammenhängt (Fatahi et al.,
2017).

3.1.2 Biomechanische Ursache

Der nächste Faktor ist die Muskel Co-Kontraktion, die als eine biomechanische
Ursache gilt. Darunter versteht man die gleichzeitigen Kontraktionen agonistischer
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und antagonistischer Muskelgruppen. Eine Fehlfunktion der Muskel Co-Kontraktion
des M. quadriceps femoris und des Hamstrings führt zum vorderen Kreuzbandriss
(Yukio et al., 2005). Bei der Landung nach Sprüngen belastet die Kontraktion des M.
quadriceps femoris verstärkt das vordere Kreuzband. Dahingegen federt die
Kontraktion des Hamstrings die Belastung des betroffenen Anteils ab, da dieser dem
Kreuzband hilft eine anteriore Verschiebung der Tibia zu verhindern. Wird der
Hamstring nicht rechtzeitig kontrahiert bzw. der M. quadriceps femoris dominant
aktiviert, muss das Kreuzband ohne Mithilfe des Hamstrings der anterioren
Verschiebung der Tibia entgegenwirken. Dies hat zur Folge, dass das Kreuzband
enorm belastet wird. Der Hamstring spielt daher bei dieser gleichzeitigen Kontraktion
eine wichtige Rolle zum Schutz des vorderen Kreuzbandes (Moon, 2016). Diese
Verletzungsmechanismen treten zwar unabhängig vom Geschlecht auf, allerdings
sind Frauen anfälliger dafür. Die anteriore Verschiebung der Tibia, die bei Frauen
häufig beobachtet wird, ergibt sich aus der schwachen antagonistischen Funktion des
Hamstrings. Denn der Aktivitätsgrad des M. quadriceps femoris ist bei Frauen
signifikant höher verglichen zu Männern bei der Richtungsänderung und bei der
Landung nach Sprüngen, während der Aktivitätsgrad des Hamstrings bzw. des M.
biceps femoris bei Männern signifikant höher ist (Hughes & Dally, 2015). Andere
empirische Untersuchungen zeigen auch, dass das Momentum von Knieextension
und -abduktion bei der Landung nach Sprüngen bei Frauen größ er als bei Männern
ist (Chappell et al., 2002). Dies ist ursächlich für eine zunehmende Belastung des
vorderen Kreuzbandes (Markoff et al., 1995; Hewett et al., 2006; Kim & Lim, 2011).
Die Tatsache stimmt mit einem Experiment überein, das die Wirkung des spezifischen
Sprungtrainings zur abnehmenden Knieverletzungsinzidenz bei Frauen untersucht.
Mit diesem Sprungtraining reduziert sich das Momentum von Knieabduktion und die
Hamstringkraft wird verbessert (Hewett et al., 1996). Aufgrund der Kraftübertragung
ausschließ lich über den M. quadriceps femoris können Schädigungen auftreten. Für
die Verletzungsprävention ist das gezielte Sprungtraining zur Verbesserung der
Hamstringskraft notwendig. Die genannten Untersuchungen beweisen, dass Frauen
Präventionsmaß nahmen benötigen, um die Belastung des Kreuzbandes zu
minimieren.

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3.1.3 Hormonelle Ursache

Die hormonelle Schwankung, die auf die Wechselwirkung von Ö strogen und
Progesteron zurückzuführen ist, nimmt Einfluss auf das Verletzungsrisiko der
weiblichen Athleten. Je nach Phase ist die Verletzungsgefahr unterschiedlich hoch.
Der Menstruationszyklus lässt sich in die Follikelphase, die Ovulation und die
Lutealphase im Sinne des Ovariums unterteilen. Eine von Relaxinen verursachte
Lockerung ist als eine Hauptursache für die Verletzungen zu betrachten. Erstgenannte
sind während des Menstruationszyklus und der Schwangerschaft ausgeschüttete
Hormone, die Kollagen zerlegen. Dadurch wird die Festigkeit des Bindegewebes um
die Gelenke signifikant reduziert, folglich lockert sich die Bandstruktur. Insbesondere
die Knielaxheit ist bei der Ovulation eher auffällig als in anderen Phasen, wodurch das
Verletzungsrisiko des vorderen Kreuzbandes erhöht wird (Park et al., 2009). Aus
vorhandenen Auswertungen lässt sich konstatieren, dass die Wahrscheinlichkeit
eines Knieverletzungsinzidenz während der Ovulation am größten und in der
Follikelphase am geringsten ist (Wojtys et al., 1998). Dies scheint jedoch individuell
ganz unterschiedlich zu sein, da Forschungsergebnisse nicht übereinstimmend sind.
Eine Studie über eine Handballmannschaft zeigt, dass ein erhöhte Verletzungsrisiko
während oder nach der Ovulation vorkommt (Myklebust et al., 1998). Bei einer
anderen Studie ist hingegen die Gefahr eines vorderen Kreuzbandrisses innerhalb der
Ovulationsphase am höchsten und bei der Lutealphase niedrig (Wojtys et al., 2002).
Es ist jedoch sicher, dass sich die Menstruation auf die Knieverletzung auswirkt. Die
Veränderung der neuromuskulären Kontrolle wurde je nach Phase des ovariellen
Zyklus herausgefunden (Dedrick, 2008). Ebenfalls wird diskutiert, ob sich die
Einnahme der Pille auf die Athletinnen günstig auswirkt, da die Schwankungen im
Hormonhaushalt entfallen.

3.1.4 Ontogenetische Ursache

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Letztlich folgt der ontogenetische Grund. Eine Untersuchung hat ergeben, dass die
koordinativen Fähigkeiten der Frauen nach der Pubertät schlechter sind als die der
Männer (Malina & Bouchard, 1991; Hewett et al., 2006). Mit dem Wachstum kommt
es bei Männern zur Entwicklung der Schnellkraft, Kraft und der koordinativen
Fähigkeiten, während bei Frauen kaum Entwicklung auszumachen ist (Malina &
Bouchard, 1991). Frauen können aufgrund der mangelnden Kraft des Hamstrings, der
auch Kniebeuger genannt wird, bei der Landung ihre Knie nicht tief beugen. Dabei
sind die interne Rotation des Oberschenkels und die externe Rotation der Knie von
Frauen größ er als bei Männern (Lephart et al., 2006). Der größ er werdende
Valguswinkel kann daher einen vorderen Kreuzbandriss verursachen. Zusätzlich gibt
es Unterschiede der unteren Muskelaktivitätsgrade zwischen verschiedenen,
weiblichen Altersgruppen, die in Kinder (7 bis 9 Jahre), Jugendliche (14 bis 16 Jahre)
und Erwachsene (21 bis 23 Jahre) unterteilt sind. In der Studie müssen die Gruppen
einbeinig von einem Kasten zum Boden springen. Bei der Landung beugen
Erwachsene ihre Knie nicht vollständig tief, verglichen mit Kindern und Jugendlichen.
Der maximale interne Rotationswinkel und der Aktivitätsgrad des M. quadriceps
femoris sind dabei größ er als andere. Das besagt, dass bei Frauen mit zunehmendem
Alter das Verletzungsrisiko erhöht wird. (Kim & Lim, 2011). Insgesamt lässt sich
erkennen, dass Frauen aus verschiedenen Faktoren für Knieverletzungen anfällig sind.
Sportlerinnen und Trainer müssen diese Gegebenheiten berücksichtigen, um eine
gesunde Leistungsentwicklung zu ermöglichen.

3.2 Die bei Männern am häufigsten auftretende Verletzung

Nun geht es um die häufigste Verletzung bei Männern, genannt Sports hernia. Diese
ergibt sich aus wiederholendem Kicken, Pivoting und schnellen Richtungsänderungen
in Sportarten wie Cricket, Basketball, Tennis, Fuß ball und Hockey. Sports hernia
kommt bei Sportlern zu 5 bis 28% vor, während nur 2% bei Sportlerinnen sich diese
Verletzung zuziehen. Diese Differenz liegt an einem anatomischen Grund. Frauen
haben, verglichen zu Männern, ein breites Becken, was wiederum in den unteren
Extremitäten zur effizienten Distribution der Kraft führt. Bei Männern zentralisiert sich

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die Kraft dagegen in der Leiste. Die widerholende exzentrische Kontraktion führt zur
Ü berbelastung von Leiste und Bauchwand, was zur Schwächung der betreffenden
Muskulatur führt. Der Darm wird nach auß en herausgedrängt. Diese Sportverletzung
bedarf einer sofortigen Operation.

3.3 Die geschlechtsspezifische Verletzung beim Fuß ball

Es gibt zahlreiche Forschungen, die geschlechtsspezifische Unterschiede bei


verschiedenen Sportarten nachweisen. Zum Beispiel wurde die
geschlechtsspezifische Differenz der Schwungmechanismen beim Golf untersucht.
Das Drehmoment des Handgelenks und die Extension der Ellenbogen war bei der
LPGA Gruppe signifikant niedriger als bei der PGA Gruppe (Zheng et al., 2008). Mit
diesem Abschnitt soll sich auf die Sportart Fußball spezialisiert werden. Zum Vergleich
der Verletzungen zwischen männlichen und weiblichen Fuß ballspielern wird eine
Studie herangezogen. Die Versuchsteilnehmer sind in demselben Verein, bei dem
dasselbe medizinische Personal Verfahren zur Diagnose, Behandlung und
Aufzeichnung der Verletzungen durchführt. Das identische Verfahren des identischen
Personals ist wichtig, da es zwischen den Vereinen unterschiedliche
Vorgehensweisen gibt. Die Verletzungsinzidenz der Muskulatur, Gelenke und Bänder
ist ähnlich zwischen Fuß ballern und Fußballerinnen ausgefallen. Es zeigt sich jedoch,
dass Männer fünfmal mehr Prellungen haben als Frauen. Männer haben mehr leichte
Verletzungen als Frauen, da die Intensität höher ist bzw. es bei Fuß ballern mehr
Kontakte zwischen den Spielern gibt. Darüber hinaus sind die Trainings- und
Spielhäufigkeiten ursächlich für leichte Verletzungen. Bei Studien über die
geschlechtsspezifische Verletzungsinzidenz sind unterschiedliche Ergebnisse
aufgetreten. Mit 20 bis 40% ist die Verletzungsinzidenz bei Fuß ballern höher als bei
Fuß ballerinnen (Hagglund et al., 2011). Bei amerikanischen
Universitätsmannschaften wird kein Unterschied berichtet und schwere
Verletzungsinzidenzen sind verschieden ausgefallen (Roos et al., 2011). Bei Frauen
sind, verglichen mit Männern, ein vorderer Kreuzbandriss und eine Syndesmosis
häufig aufgetreten. Frauen haben in der Wettkampfphase fünf Spieler weniger als

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Männer einsetzen können. Der relativ ausgedünnte Kader ist der Grund dafür, dass
Spielerinnen schwer verletzt werden können. Aufgrund des unzureichenden
Erholungszeitraums wandelt sich eine Verstauchung der Sprunggelenke wiederum in
eine Syndesmosis um. Der Quadriceps muscle strain ist auch eine häufig auftretende
Verletzungsgefahr der Frauenmannschaft. Kicken wird als Hauptursache dafür
betrachtet. Dabei ist die Aktivität des iliopsoas muscles essenziell. Wenn der iliopsoas
muscle nur zu 50% am Kicken beteiligt ist, muss der M. quadriceps femoris diese
Schwäche kompensieren und wird verstärkt belastet. Beim Kicken ist der
Aktivitätsgrad des iliopsoas muscles der Frauen niedriger als bei Männern. Das heiß t,
dass beim Kicken der Quadriceps muscle der Frauen verstärkt belastet wird, was
Verletzungen verursachen könnte. Dahingegen war der Hamstring strain die
Hauptursache für die Abwesenheit der Fuß baller. Männliche Fuß ballspiele erfordern
eine höhere Belastungsintensität, auß erdem haben Fuß baller auch mehr Spiele
sowohl wöchentlich als auch in Wettkampfperioden. Die sich anhäufende Belastung
vermindert die exzentrische Hamstring Kraft und verändert Sprintmechanismen.
Dadurch kommt es zum Hamstring strain. Männer haben eine Verletzungsinzidenz bei
Hamstring strains, die signifikant höher als bei Frauen ist (Cross et al., 2013). Zudem
erleiden Männer Sport hernia. Im Vergleich zu dieser ausgewählten Studie, die
schwedische Fuß ballerinnen und Fußballer beobachtet hat, ist das Ergebnis einer
anderen Forschung grundlegend anders. Hier war die Verletzungsinzidenz des
quadriceps strains bei Männern und die Hamstring strain bei Frauen höher. Dieser
Unterschied liegt wahrscheinlich an Spielmodell, Klima und Training. Es gab 2018 nur
zwei Studien, die die Verletzungsinzidenz bei Leistungsfußballern direkt vergleichen.
Deswegen sollte man hierauf tiefer eingehen, um geschlechtsspezifische
Unterschiede im Fuß ball eindeutig zu erklären.

4. Unterschiedliche Motivation zur kö rperlichen Aktivität

Dieser Abschnitt befasst sich mit dem Vergleich der Motivation zur Sportteilnahme von
Männern und Frauen. Laut einer Studie besteht darin ein signifikanter Unterschied
(Moradi et al., 2020). Generell ist die Motivation zur Sportteilnahme bei Frauen höher

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als bei Männern. Die Teilnehmer waren 265 Sportler, die Fuß ball, Volleyball,
Basketball und Handball, Kung fu und taekwondo spielen bzw. ausüben. Frauen
beteiligen sich größtenteils wegen Teamwork, Spaß und Fitness. Dahingegen
verweisen Männer auf den situativen Faktor, Spaß und Teamwork. Darüber hinaus ist
der Unterschied der geschlechtsspezifischen Motivation mit zahlreichen Studien
nachzuweisen. Männer treiben Sport für den Wettbewerb und die Entwicklung der
Technik, während sich Frauen für Fitness interessieren (Egli et al., 2011; Moradi et al.,
2020). Es zeigt sich, dass Mädchen und Jungen gleichermaß en Wert auf Spaß legen.
Jungen neigen dazu, die Aktivitäten in einem Wettbewerb zu bevorzugen, während
Mädchen auf Gesundheit, Fitness und Freundschaft abzielen (Soares et al., 2013;
Moradi et al., 2020). Studenten treiben Sport aufgrund der Aspekte Spaß ,
Herausforderung, soziale Anerkennung, Zugehörigkeit, Wettbewerb, Kraft und
Ausdauer. Im Gegensatz dazu nutzen Studentinnen Sport für Stressmanagement und
Gewicht, Revitalisierung, Vermeidung von Krankheit, Gesundheit, Aussehen und
Wendigkeit (Cerar et al., 2017; Moradi et al., 2020). Trainerstäbe sind aufgefordert
geschlechtsspezifische Motivationen zu berücksichtigen, um das Training effektiv zu
gestalten.

5. Hormonelle Schwankungen und Training bei weiblichen Athletinnen

Die hormonellen Schwankungen kommen während des Menstruationszyklus vor.


Allgemeingültige Daten über den Einfluss der Periode auf die Leistungsfähigkeit und
Trainierbarkeit der Frauen sind nicht vorhanden, da sie sich aus den individuellen
Besonderheiten ergeben. Die Schwankungen können jedoch weibliche Athletinnen
daran hindern, ihre Leistung optimal zu erbringen. Aus welchem Zyklus sich die
Menstruation zusammensetzt und wie Sportlerinnen währenddessen mit Training und
Wettbewerb umgehen sollten, wird im Anschluss behandelt.

5.1 Menstruationszyklus

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Mit dem Begriff „Menstruationszyklus“ bezeichnet man die speziellen biologischen
Prozesse im Organismus einer Frau (Norz, 2017). Es handelt sich dabei um die
periodisch auftretende Blutung aus der Gebärmutter, die auf die Wechselwirkung der
Hormone Ö strogen und Progesteron zurückzuführen ist. Ein normaler
Menstruationszyklus dauert 28 Tage und ist in zwei Arten zu klassifizieren. Er lässt
sich in die Follikelphase, die Ovulation und die Lutealphase nach dem Ovarium
unterteilen, sowie in die Menstruation, Desquamations-, Proliferations- und
Sekretionsphase in Bezug auf die Gebärmutter. In diesem Abschnitt befasst sich mit
dem Menstruationszyklus nur hinsichtlich des Ovariums. Die Follikelphase fängt mit
dem Beginn des ovariellen Zyklus an. Der Ö strogenspiegel steigt kontinuierlich,
während der Follikel heranreift. Ü berschreitet der Ö strogenspiegel zu einem
bestimmten Zeitpunkt eine Schwelle, wird das Luteinisierungshormon in groß er
Menge ausgeschüttet. Damit wird die Eizelle aus dem Follikel in den Eileiter
ausgestoß en. Diesen Vorgang bezeichnet man als Ovulation, die normalerweise am
14. Tag stattfindet. Danach beginnt die Lutealphase damit, dass die Follikelreste ohne
die Eizelle zum Gelbkörper umgewandelt werden. Dadurch produziert der Gelbkörper
Progesteron, da der Ö strogenspiegel kontinuierlich sinkt. Aufgrund des erhöhten
Progesteronspiegels verändert sich die innere Struktur der Gebärmutter zur
Vorbereitung auf das Gebären. Die Lutealphase ist daher für eine mögliche
Schwangerschaft bedeutsam. Wenn die Eizelle nicht befruchtet wird, wandelt sich der
Gelbkörper zum Ende der Lutealphase in den Weiß körper um. Progesteron wird nicht
mehr ausgeschüttet, deswegen verödet die Gebärmutterschleimhaut und wird entfernt.
Das endet mit dem Einsetzen der Monatsblutung.

5.2 Physische und physiologische Veränderungen im Menstruationszyklus

Die hormonellen Schwankungen beeinflussen sowohl das Verletzungsrisiko als auch


die Leistungsfähigkeit der weiblichen Athletinnen und stehen im Zusammenhang mit
dem vorderen Kreuzbandriss ohne Gegnerkontakt (Slauterbeck et al., 2002). Die
Leistungsfähigkeit ist je nach Phase des ovariellen Zyklus unterschiedlich ausgeprägt
(Statham, 2020). Es lässt sich feststellen, dass sie stark an die hormonelle

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Schwankungen gebunden ist. Dadurch treten physiologische und psychologische
Veränderungen auf. Je nach Menstruationsphase sind die isokinetische Kontraktion,
die anaerobe und aerobe Leistungsfähigkeit sowie die Ausdauer bei hoher
Belastungsintensität unterschiedlich ausgefallen (Lebrun, 1994). Die Veränderung
des psychischen Zustandes ist z.B. das prämenstruelle Syndrom, das als psychische
Beeinträchtigungen bezeichnet wird. Einige Frauen sind kurz vor der Menstruation
eher ängstlicher als im Alltag (Welz et al., 2014). Während der Follikelphase neigen
Frauen eher dazu mit anderen zu teilen als während der Ovulation. Je höher der
Ö strogenspiegel liegt, desto niedriger ist die Kooperationsbereitschaft der Frauen
(Anderl et al., 2015). Es gibt auch kognitive Veränderungen. Bei der Erhöhung der
Ö strogen- und Progesteronwerte wird die Wahrnehmungsfähigkeit des Raums
aufgrund der hormonellen Schwankungen beeinträchtigt (Maki et al., 2002). Für eine
gezielte Trainingsplanung ist es empfehlenswert den Einfluss der Menstruationszyklus
auf die Leistungsfähigkeit zu kennen. Die Veränderung ist jedoch individuell.
Persönliche Maß nahmen einzuführen ist daher für Athletinnen notwendig, um
Verletzungen und Leistungsminderungen vorzubeugen.

5.3 Umgang mit dem Training während der Menstruation

Für die gezielte Trainingssteuerung sollten Merkmale jeder Phase der Menstruation
berücksichtigt werden. Shakhlina betrachtet den ovariellen Zyklus in fünf Phasen: I.
menstruelle Phase (1. bis 6. Tag), II. postmenstruelle Phase (7. bis 12. Tag), III.
ovulatorische Phase (13. bis 15. Tag), IV. postovulatorische Phase (16. bis 24. Tag)
und V. prämenstruelle Phase (25. bis 28. Tag). Die Phasen I, III und V sind durch
einen sprunghaften Hormonwechsel, die Phasen II und IV durch eine relativ stabile
Hormonlage geprägt. Die folgenden Aussagen sind kritisch zu betrachten, da keine
Angaben über die Bestimmung des Hormonstatus bzw. des Ovulationszeitpunkts der
Athletinnen vorliegen und daher die exakte Abgrenzung der einzelnen Zyklusphasen
nicht gewährleistet ist. Allerdings können die Studien aufgrund ihrer Langfristigkeit und
Anzahl an Probandinnen doch Hinweise auf Ausprägung und Trainierbarkeit der
konditionellen Fähigkeiten in den einzelnen Zyklusphasen liefern (Norz, 2017). Die

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nachfolgenden Merkmale sind jedoch nicht verallgemeinerbar, da sie individuell
unterschiedlich ausgefallen sind.

5.3.1 Die menstruelle Phase

In der menstruellen Phase kann bei Sportlerinnen eine leichte Reduktion der
Leistungsfähigkeit auftreten, die sich auf schmerzhafte Empfindungen, höhere
Erregbarkeit und schnelle Ermüdung bezieht. Im Gegensatz dazu erzielen andere
Frauen eine gleichbleibende oder sogar gesteigerte Leistungsfähigkeit. Die
Belastungsintensität und den -umfang zu reduzieren bzw. eine Pause einzulegen sind
für weiblichen Athleten notwendige Maßnahmen, die während der Menstruation
schmerzempfindlich sind.

5.3.2 Die postmenstruelle und ovulatorische Phase

Nachdem die monatliche Blutung abgeklungen ist, werden wieder Ö strogene


ausgeschüttet. Bis zur Ovulation steigen der Ö strogen- und der Estradiolspiegel
kontinuierlich. Das Ö strogen verstärkt die anabole Wirkung am Skelettmuskel, dies
führt zu einer erhöhten Kraftsteigerung. Der Muskel reagiert deutlich schneller und
besser auf Trainingsreize als in der Lutealphase (Tiidus, 2017; Norz, 2017). Auß erdem
liegt bei einem erhöhten Ö strogenspiegel eine verbesserte Regenerationsfähigkeit der
Muskeln vor (Velders & Diel, 2013). Hohe Leistungsfähigkeit kann sowohl in der
postmenstruellen als auch in der postovulatorischen Phase beobachtet werden. In
beiden Phasen gibt es eine signifikante Kraftzunahme des M. quadriceps femoris und
des Handgriffs (Sarwar et al., 1996). Während diesen Phasen besteht daher die
Möglichkeit die Belastungsintensität und den -umfang zu steigern.

5.3.3 Die ovulatorische Phase

Die Ovulation stellt für den Organismus eine hohe Belastung dar, das allgemeine
Leistungsvermögen verringert sich in dieser Phase. Bei der Bewegungsausführung
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sinkt die Präzision (Norz, 2017). Die Leistungsfähigkeit der Frau ist im Allgemeinen
zum Teil eingeschränkt. Die Knielaxheit ist auch während der Ovulation eher auffällig
als im Alltag, was das Verletzungsrisiko in Bezug auf einen vorderen Kreuzbandriss
erhöht (Park et al., 2009). Dementsprechend sollte intensives Training vermieden
werden.

5.3.4 Die prämenstruelle Phase

Die letzten Tage vor der nächsten Blutung werden als prämenstruelle Phase
bezeichnet, dabei fallen der Ö strogen- und Progesteronspiegel im Blut stark ab. Viele
Frauen leiden unter dem prämenstruellen Syndrom (PMS), das durch psychische
Beeinträchtigungen, z.B. Apathie, geprägt ist. Als kognitive Beeinträchtigung werden
auch ein verschlechterter Gleichgewichtssinn und die verringerte
Bewegungspräzision beobachtet (Friden et al., 2003). Aufgrund der verstärkt
einsetzenden Wirkung von Relaxin besteht für Athletinnen ein höheres
Verletzungsrisiko, das Bindegewebe erschlafft. Dies hat zur Folge, dass die
Leistungsfähigkeit signifikant abnimmt und Ermüdungen früher auftreten.
Dementsprechend sollte ein weniger intensives Training durchgeführt werden.

5.4 Die Menostase

Die Triade der Leistungssportlerinnen, abgeleitet von der englischen Bezeichnung


Female Athlete Triad, wird als eine zu geringe Energiezufuhr bezeichnet. Das
Krankheitsbild setzt sich aus drei Komponenten zusammen, die eine Essstörung, eine
ausbleibende Periode und Osteoporose umfassen. Das Ausbleiben der Menstruation
wird als die Menostase bezeichnet, die bei Sportarten wie Gymnastik, Ballett und
Langstreckenlauf verstärkt beobachtet wird. Aufgrund des zunehmenden
Trainingsumfangs und der abnehmenden Energiezufuhr kann die Menostase
auftreten. Dies hat einen Erschöpfungszustand zur Folge. Erfährt der Organismus
fortlaufend zu wenigen Energiezufuhr, wird er für die Energiekonservierung
angehalten. Das Ovarium produziert dafür allmählich weniger Ö strogen. Viele der
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Betroffenen der Menostase sind anfällig für Stressfrakturen. Dies führt wiederum zur
Osteoporose. Zur gesunden Leistungssteigerung sind eine angemessene
Energieversorgung und die Steuerung der Belastungsnormative notwendig.

6. Zusammenfassung

Mann und Frau unterscheiden sich bezüglich der verschiedenen Größen voneinander,
die genetisch angelegt sind. Diese Differenzen sind weder als Ü berlegenheit noch als
Minderheit zu beurteilen. Sie können jedoch bei Sportarten entweder vorteilhaft oder
hinderlich sein und sogar zur Verletzung führen. Daher sollte ein gesundes Training
mithilfe der Sportmedizin aufmerksam betreut werden. Zudem ist es vorteilhaft die
individuelle Motivation zur Teilnahme zu erkennen. Dafür sind Trainer, Lehrer und
Sportarzt verantwortlich. Besonders für die gesunde Leistungssteigerung der Frauen
sollte ein Training unter Berücksichtigung der hormonellen Schwankungen geplant
werden.

Literaturverzeichnis

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Arendt, E. A., Agel, J., & Dick, R. (1999). Anterior cruciate ligament injury patterns among
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Gschöpf, B. (2013). Geschlechterspezifische Unterschiede in der nativradiologischen


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