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Polizeiliche Kriminalstatistik 2010

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Registrierte Kriminalität im Jahr 2010 1

Inhalt

1. Gesamtentwicklung der Kriminalität


1.1 Stand 2010
1.2 Entwicklung seit 2005 ( Fälle und Aufklärungsquoten )
1.2.1 Polizeiinspektion gesamt
1.2.2 Tatortbereich „Stadt Osnabrück“
1.2.3 Tatortbereich „Landkreis Osnabrück“

2. Entwicklung in den Tatverdächtigenzahlen


2.1 Gesamtentwicklung
2.2 Minderjährigenkriminalität ( Kinder, Jugendliche, Heranwachsende )
2.3 Nichtdeutsche Tatverdächtige
2.4 Kriminalität durch Spätaussiedler
2.5 Kriminalität und Alkoholbeeinflussung

3. Ausgewählte Deliktsbereiche
3.1 Straftaten gegen das Leben
3.2 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung
3.3 Rohheitsdelikte ( auch Raub, Körperverletzung )
3.3.1 Raubstraftaten
3.3.2 Körperverletzungsdelikte und Freiheitsberaubungen
3.4 Widerstand gegen die Staatsgewalt
3.5 Diebstahl gesamt
3.5.1 Einfacher Diebstahl gesamt
3.5.2 Schwerer Diebstahl gesamt
3.5.3 Ladendiebstahl ( klassisch )
3.5.4 Diebstahl aus Wohnung
3.5.5 Kraftfahrzeugdiebstahl ( komplett )
3.5.6 Diebstahl in / aus Kraftfahrzeugen
3.5.7 Diebstahl von Fahrrädern
3.5.8 Taschendiebstahl
3.6 Vermögens- und Fälschungsdelikte
3.7 Straftaten nach dem Ausländer- und Asylverfahrensgesetz
3.8 Straftaten gegen das Sprengstoff-, das Waffen- und das Kriegswaffen-
kontrollgesetz

4. Ausgewählte Deliktsgruppen
4.1 Wirtschaftskriminalität
4.2 Rauschgiftdelikte / Btm-Gesetz ( auch Rauschgifttote )
4.3 Gewaltkriminalität
4.4 Straßenkriminalität
4.5 Umweltschutzdelikte

1 Auf der Grundlage der Tabelle 11 der Polizeilichen Kriminalstatistik 2010


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Vorbemerkung:

Mit dem vorliegenden Bericht zur Polizeilichen Kriminalstatistik ( PKS ) des Jahres
2010 erstellt die Polizeiinspektion zum dritten Mal eine einheitliche Veröffentlichung
zur Kriminalitätsentwicklung des vergangenen Jahres in Stadt und Landkreis
Osnabrück.

Wie in den Vorjahren wird hierbei auf die generellen Entwicklungen in Stadt und
Landkreis Osnabrück – wo es sinnvoll erscheint – eingegangen.

Die Erläuterung von Einzelphänomenen für umgrenzte lokale Bereiche bleibt der
Berichterstattung der örtlich zuständigen Polizeikommissariate für ihren Bereich
vorbehalten.

Zur Darstellung der Minderjährigenkriminalität werden auch in diesem Jahr nur


Überblicke über die Trends gegeben. Eine eingehendere Analyse der
Minderjährigenkriminalität wird durch den sehr umfassenden und detailreichen
Bericht „ Jugendgefährdung und Jugenddelinquenz “ des Fachkommissariatsleiters
Jugendkriminalität und des Beauftragten für Jugendsachen der Polizeiinspektion
Osnabrück vorgenommen. Aus diesem Grund wird in dem vorliegenden Bericht die
Darstellung auf ein Mindestmaß beschränkt und auf die Inhalte des o. a. Berichts
verwiesen.

Im Jahr 2008 ist die Polizeiliche Kriminalstatistik von einem 5- stelligen ( ca. 480
Schlüsselbegriffe ) auf einen neuen 6- stelligen PKS- Schlüssel ( ca. 1.300
Schlüsselbegriffe ) umgestellt worden. Durch die hiermit verbundene detailliertere
Erfassungsweise ist es innerhalb der einzelnen Deliktsgruppen teilweise zu
Verschiebungen gekommen, die eine völlige Vergleichbarkeit der Daten mit denen
der Vorjahre einschränken.

Wie bereits im Vorjahr festgestellt, hat in der öffentlichen und politischen Diskussion
– auch gerade im Hinblick auf die tragischen Ereignisse in Winnenden - der Bereich
der waffenrechtlichen Verstöße eine zunehmende Bedeutung erfahren. Im Hinblick
hierauf wird dieser Deliktsbereich im vorliegenden Bericht dargestellt.

Einen weiteren Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit und der öffentlichen


Wahrnehmung aufgrund der verbundenen Berichterstattung bildete das Thema
„Taschendiebstahl“. Aus diesem Grund wird in diesem Jahr auf dieses Deliktsfeld
gesondert eingegangen.
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1. Gesamtentwicklung der Kriminalität


1.1 Stand 2010

Im Jahr 2010 wurden in der Polizeiinspektion Osnabrück 35.939 Straftaten ( im Jahr


2009: 37.849 = - 5,01 % oder - 1910 Straftaten ) registriert; die Aufklärungsquote
( AQ ) betrug 59,20 % und ist damit zum Vorjahr ( 2009: 59,91 % ) um 0,71 %
gesunken.

Für den Tatortbereich „Stadt Osnabrück“ bedeutete dies 18.270 ( im Jahr 2009:
18.909 Taten = - 3,38 % ) registrierte Straftaten, wobei die AQ von 61,94 % im Jahr
2009 auf jetzt 59,99 % ( - 1,94 % ) gesunken ist.

Im Landkreis Osnabrück wurden 17.669 Straftaten ( 2009: 18.940 Taten = - 6,71 %


oder – 1.271 Delikte ) begangen; die AQ steigerte sich von 57,89 % im Jahr 2009
auf 58,38 %.

1.2 Entwicklung seit 2005 ( Fälle und Aufklärungsquoten )

1.2.1 Polizeiinspektion gesamt:


Veränderung Aufgeklärte Fälle
Jahr Registrierte Fälle
absolut in % absolut in %
2005 41.116 1764 4,48% 20885 50,80%
2006 40.484 -632 -1,54% 20934 51,71%
2007 39.645 -839 -2,07% 22154 55,88%
2008 37.459 -2186 -5,51% 20907 55,81%
2009 37.849 390 1,04% 22676 59,91%
2010 35.939 -1910 -5,05% 21276 59,20%

Kriminalitätsentwicklung seit 2005


45000

40000

35000

30000

25000

20000

15000

10000

5000

0
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Registrierte Fälle Aufgeklärte Fälle


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Verteilung nach Hauptstraftatengruppen


1% 6%
12%

20%

20%

22%

19%

Straftaten gegen das Straf taten gegen die Rohheitsdelikte und Straf- Einfacher Diebstahl
Leben sexuelle Selbstbestim- taten gegen die persönli-
mung che Freiheit
Schw erer Diebstahl Vermögens- und Sonstige Straftatbe- Strafrechtliche Neben-
Fälschungsdelikte stände (StGB) gesetze

Entwicklung der Aufklärungsquote


59,50%

57,00%

54,50%

52,00%

49,50%

47,00%
2005 2006 2007 2008 2009 2010
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Im Jahr 2002 lag die Gesamtanzahl der Straftaten mit 42.338 Delikten in der
Polizeiinspektion auf dem höchsten Stand der vergangenen 20 Jahre; die
Aufklärungsquote lag in diesem Jahr bei 48,33 %. Während in den Folgejahren die
Gesamtkriminalität zunächst rückläufig war, stieg sie im Jahr 2005 noch einmal an.
Seit diesem Zeitpunkt war ein kontinuierlicher Rückgang der Straftaten zu
verzeichnen. Nach 2008 war – nach dem moderaten Anstieg des vergangenen
Jahres – zum zweiten Mal ein erheblicher Rückgang an Straftaten ( - 1910 Delikte;
- 5,05 % ) zu verzeichnen.

Die Aufklärungsquote befindet sich mit 59,20 % dabei geringfügig ( - 0,71 % ) unter
dem absoluten Rekordwert des Vorjahres, liegt damit aber immer noch um 3,39 %
über der schon hohen Aufklärungsquoten des Jahres 2008. Insgesamt wurden
21.276 Straftaten aufgeklärt. Der Rückgang der Aufklärungsquote ist
augenscheinlich im Wesentlichen dem Rückgang in dem „aufklärungsfreudigeren“
Bereich des einfachen Diebstahls, insbesondere des Ladendiebstahls, geschuldet.
Die in den vergangenen Jahren zu beobachtende Verschiebung von
Straftatenanteilen aus dem Diebstahlsbereich in den Bereich der Vermögens- und
Fälschungsdelikte ist zwar weiter zu beobachten, fällt aber nicht mehr so stark aus
wie in den Vorjahren.

Die Häufigkeitskennzahl ( HZ )2 - ein Maß für die Bevölkerung zur Wahr-


scheinlichkeit Opfer einer Straftat zu werden ist - sank ganz erheblich von 7257,41
auf 6903,78 Straftaten, also um 5,12 %!

2 Die Häufigkeitskennzahl stellt die Kriminalitätsbelastung in der Form der Anzahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner dar.
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1.2.2 Tatortbereich „Stadt Osnabrück“

Veränderung Aufgeklärte Fälle


Jahr Registrierte Fälle
absolut in % absolut in %
2005 20795 147 0,71% 10848 52,17%
2006 20248 -547 -2,63% 10653 52,61%
2007 19585 -663 -3,27% 11261 57,50%
2008 18111 -1474 -7,53% 10289 56,81%
2009 18.909 798 4,41% 11712 61,94%
2010 18.270 -639 -3,38% 10961 59,99%

Kriminalitätsentwicklung seit 2005


25000

20000

15000

10000

5000

0
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Registrierte Fälle Aufgeklärte Fälle

Entwicklung der Aufklärungsquote


62,00%

60,00%

58,00%

56,00%

54,00%

52,00%

50,00%
2005 2006 2007 2008 2009 2010
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In der Stadt Osnabrück lag die Gesamtanzahl der Straftaten mit 22.134 Delikte im
Jahr 2002 auf dem höchsten Stand seit 1994 ( 24.305 ); die Aufklärungsquote lag in
diesem Jahr bei 50,16 %. Seit diesem Zeitpunkt verläuft die Entwicklung
weitgehend parallel zur Entwicklung der gesamten Polizeiinspektion. Auch hier ist
im vergangenen Jahr wieder ein erheblicher Rückgang der Straftaten zu
verzeichnen. Die Aufklärungsquote hat sich dabei mit 59,99 % an der 60%- Marke
stabilisiert, obwohl die Rekordmarke des Vorjahres ( 61,94 % ) nicht wieder erreicht
wurde. Gleichwohl übersteigt sie bei weitem noch die Aufklärungsquoten der letzten
Jahre.

Die Häufigkeitskennzahl ( HZ ) sank von 11580,29 auf 11173,29 Straftaten, also um


3,64 % !

1.2.3 Tatortbereich „Landkreis Osnabrück“

Veränderung Aufgeklärte Fälle


Jahr Registrierte Fälle
absolut in % absolut in %
2005 20.321 1617 8,65% 10037 49,39%
2006 20.236 -85 -0,42% 10281 50,81%
2007 20.060 -176 -0,87% 10893 54,30%
2008 19.348 -712 -3,55% 10618 54,88%
2009 18.940 -408 -2,11% 10964 57,89%
2010 17.669 -1271 -6,71% 10315 58,38%

Kriminalitätsentwicklung seit 2005


25000

20000

15000

10000

5000

0
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Registrierte Fälle Aufgeklärte Fälle


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Entwicklung der Aufklärungsquote


59,00%

57,00%

55,00%

53,00%

51,00%

49,00%

47,00%
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Im Landkreis Osnabrück entwickeln sich die Fallzahlen – wie in den Vorjahren -


geringfügig anders als im Stadtgebiet. Die Fallzahlen fielen im Vergleichszeitraum
2009 / 2010 nochmals um 6,71 % von 18.940 auf 17.669 Straftaten. Damit setzt
sich hier der Trend des kontinuierlichen Rückgang der Straftaten seit 2005 fort.
Allerdings ist hier eine weitere Steigerung der Aufklärungsquote innerhalb des
Landkreises mit 0,49 % auf jetzt 58,38 % zu verzeichnen. Sie erreicht damit erneut
einen höheren Wert, den höchsten Stand der letzten zwanzig Jahre.

Die Häufigkeitskennzahl sank im Landkreis von 5287,02 auf 4948,52 Straftaten,


also um 6,84 % !
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2. Entwicklung in den Tatverdächtigenzahlen3

2.1 Gesamtentwicklung

Entwicklung der Tatverdächtigenzahlen


18.000
15.584 15.792
16.000 15.353 15.053 15.182
14.788
14.000

12.000

10.000

8.000

6.000

4.000

2.000

0
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Im Jahr 2009 wurden im Bereich der Polizeiinspektion Osnabrück insgesamt 15.182


Tatverdächtige ( echt ) als Täter zu den 21.276 aufgeklärten Straftaten ermittelt.
Das sind 610 Tatverdächtige ( 3,86 % ) weniger als im Vorjahr. Bei der gleichzeitig
nur gering abweichenden Aufklärungsquote zum Vorjahr bedeutet dies, dass nach
wie vor Mehrfachtäter ermittelt wurden. Im Jahr 2010 sind jedem Straftäter
rechnerisch 1,4 Straftaten zuzuordnen, während es im Jahr 2009 durchschnittlich
1,44 Straftaten waren.

3 Für das Jahr 2008 wurde in Niedersachsen eine neue Tatverdächtigenzählweise „SsTB“ ( Straftatenschlüsselspezifische
Tatverdächtigenbestimmung ) aufgrund eines Beschlusses auf Bundesebene eingeführt. Es handelt sich um eine neue Form der
Echttatverdächtigenzählung ( eine Person wird im Berichtsjahr in der Summe nur einmal gezählt, auch wenn er mehrmals als
Tatverdächtiger bei verschiedenen Delikten erfasst wurde. ) Die Zahlen sind zu den Vorjahren aufgrund der Einführung der neuen
Zählweise nicht mehr uneingeschränkt vergleichbar.
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Beteiligung nach Geschlechtern


100%
90% 23,38% 23,72% 22,62% 23,74% 24,05% 24,11%
80%
70%
60%
50%
40% 76,62% 76,28% 77,38% 76,26% 75,95% 75,89%
30%
20%
10%
0%
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Männl. Weibl.

Insgesamt machen männliche Tatverdächtige fast 76 % der gesamten ermittelten


Täter aus, der Anteil der ermittelten weiblichen Tatverdächtigen liegt damit seit
2003 konstant bei etwa 23 % mit einer leicht ansteigenden Tendenz. Diese
Entwicklung gilt es in den folgenden Jahren weiter zu beobachten.
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2.2 Minderjährigenkriminalität ( Kinder, Jugendliche, Heranwachsende )4

Tatverdächtige Kinder Jugendliche Heranwachsende


Jahr insgesamt ( unter 14 Jahren ) ( 14 bis 17 Jahre ) ( 18 bis 21 Jahre )
2005 15.353 732 1.974 1.708
in % 100,00% 4,77% 12,86% 11,12%
männl. 11.733 524 1.441 1.367
in % 76,42% 4,47% 12,28% 11,65%
weibl. 3.580 208 533 341
in % 23,32% 5,81% 14,89% 9,53%
2006 15.053 648 2.083 1.648
in % 100,00% 4,30% 13,84% 10,95%
männl. 11.482 472 1.489 1.305
in % 76,28% 4,11% 12,97% 11,37%
weibl. 3.571 176 594 343
in % 23,72% 4,93% 16,63% 9,61%
2007 15.584 673 2.028 1.696
in % 100,00% 4,32% 13,01% 10,88%
männl. 12.059 510 1.475 1.389
in % 77,38% 4,23% 12,23% 11,52%
weibl. 3.525 163 553 307
in % 22,62% 4,62% 15,69% 8,71%
2008 14.788 696 1.826 1.483
in % 100,00% 4,71% 12,35% 10,03%
männl. 11.278 488 1.292 1.178
in % 76,26% 4,33% 11,46% 10,45%
weibl. 3.510 208 534 305
in % 23,74% 5,93% 15,21% 8,69%
2009 15.792 655 1.887 1.697
in % 100,00% 4,15% 11,95% 10,75%
männl. 11.994 476 1.331 1.319
in % 75,95% 3,97% 11,10% 11,00%
weibl. 3.798 179 556 378
in % 24,05% 4,71% 14,64% 9,95%
2010 15.182 651 1.619 1.702
in % 100,00% 4,29% 10,66% 11,21%
männl. 11.522 457 1.140 1.303
in % 75,89% 3,97% 9,89% 11,31%
weibl. 3.360 194 479 399
in % 22,13% 5,77% 14,26% 11,88%

4 Siehe Fußnote 3
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
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Beteiligung nach Altersgruppen


11.553
10.939 11.187 11.210
10.674 10.783

10.000

7.500

5.000

2.500 1.974 2.083 2.028 1.826 1.887 1.619


732 648 673 696 655 651
1.708 1.648 1.696 1.483 1.697 1.702
0
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Kinder (unter 14 Jahren) Jugendliche (14 bis 17 Jah- Heranw achsende (18 bis 21 Erw achsene
re) Jahre)

Entwicklung der Minderjährigenkriminalität


- prozentualer Anteil der Tatverdächtigen -
100%
90%
80%
70%
71% 71% 72% 73% 73% 74%
60%
50%
40%
30%
20%
29% 29% 28% 27% 27% 26%
10%
0%
2005 2006 2007 2008 2009 2010
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
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Die Zahl der minderjährigen Tatverdächtigen entwickelt sich seit 2004 verhalten
positiv. Der Gesamtanteil der tatverdächtigen Minderjährigen ist von 29,61 % in
Jahr 2004 auf jetzt 26,16 % zurückgegangen. Damit hält der Trend der Vorjahre an.

Differenziert müssen dagegen die Zahlen für die einzelnen Altersgruppen betrachtet
werden. Während - wie im Vorjahr - bei den Jugendlichen eine leicht abnehmende
Tendenz zu beobachten ist, sind die Tatverdächtigenzahlen bei den Kindern leicht
und bei den Heranwachsenden stärker angestiegen. Hierbei spielt eine Rolle, dass
einige Intensivtäter die Altersgrenze zu den Heranwachsenden überschritten
haben, wobei sich entsprechende „Karrieren“ bei den jetzigen Jugendlichen nicht
oder noch nicht verfestigt haben. Auffallend ist die Zahl bei den tatverdächtigen
weiblichen Kindern, die sich mit einem Tatverdächtigenanteil von 5,77 % wieder auf
dem hohen Niveau des Jahres 2005 bewegt. Dies konnte bereits in 2009
festgestellt werden.

Hierbei darf aber die demografische Entwicklung nicht außer Betracht bleiben:
Bevölkerungsstand Stadt und Landkreis
Osnabrück ( Stand: 31.12.2009 )
Geschlecht Geschlecht Geschlecht
Insgesamt männlich weiblich
unter 3 Jahre 13373 6803 6570
3 bis unter 6 Jahre 14075 7231 6844
6 bis unter 10 Jahre 20755 10590 10165
10 bis unter 15 Jahre 28875 14925 13950
15 bis unter 18 Jahre 17756 9148 8608
18 bis unter 20 Jahre 12968 6674 6294
20 bis unter 25 Jahre 33212 16772 16440
Quelle: Regionaldatenbank Deutschland; Statistische
Ämter des Bundes und der Länder
https://www.regionalstatistik.de/genesis/online

Hier wird deutlich, dass die Jahrgänge der jetzt 15- bis 20- Jährigen einen
geringeren Bevölkerungsanteil ausmachen. Dies wirkt sich natürlich auch auf die
Kriminalitätsbelastung dieser Altersgruppe aus.

Eine detaillierte Darstellung zur Jugendgefährdung und Jugenddelinquenz mit


Angaben zu speziellen Deliktsbereichen findet sich im entsprechenden Bericht des
Leiters des hiesigen Fachkommissariats 6 und des Beauftragten für
Jugendsachen.5

5 Jugenddelinquenz und Jugendgefährdung in Stadt und Landkreis Osnabrück, Jahresbericht 2010, EKHK Berndt Klose u. KHK
Thomas Brockschmidt, Polizeiinspektion Osnabrück, Februar 2010
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
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2.3 Nichtdeutsche Tatverdächtige 6

Tatverdächtige Tatverdächtige Tatverdächtige


Jahr gesamt deutsch nichtdeutsch
2005 15.353 12.249 3.005
in % 100,00% 79,78% 19,57%
männl. 11.733 9.352 2.351
in % 76,42% 79,71% 20,04%
weibl. 3.580 2.897 654
in % 23,32% 80,92% 18,27%
2006 15.053 12.382 2.671
in % 100,00% 82,26% 17,74%
männl. 11.482 9.381 2.101
in % 76,28% 81,70% 18,30%
weibl. 3.571 3.001 570
in % 23,72% 84,04% 15,96%
2007 15.584 12.922 2.663
in % 100,00% 82,92% 17,09%
männl. 12.059 9.933 2.127
in % 77,38% 82,37% 17,64%
weibl. 3.525 2.989 536
in % 22,62% 84,79% 15,21%
2008 14.788 12.380 2.408
in % 100,00% 83,72% 16,28%
männl. 11.278 9.360 1.918
in % 76,26% 82,99% 17,01%
weibl. 3.510 3.020 490
in % 23,74% 86,04% 13,96%
2009 15.792 13.020 2.772
in % 100,00% 82,45% 17,55%
männl. 11.994 9.833 2.161
in % 75,95% 81,98% 18,02%
weibl. 3.798 3.187 611
in % 24,05% 83,91% 16,09%
2010 15.182 12.482 2.700
in % 100,00% 82,22% 17,78%
männl. 11.522 9.408 2.114
in % 75,89% 81,65% 18,35%
weibl. 3.660 3.074 586
in % 24,11% 83,99% 16,01%

6 Siehe auch Fußnote 3


Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
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Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen


100%
90% 19,70% 17,74% 17,86% 16,28% 17,55% 17,78%

80%
70%
60%
50%
40% 80,30% 82,26% 82,14% 83,72% 82,45% 82,22%

30%
20%
10%
0%
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Tatverdächtige deutsch Tatverdächtige


nichtdeutsch

Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen ( TV ) sank seit 2003 kontinuierlich


von damals 20,97 % auf 16,28 % im Jahr 2008.
Im Jahr 2009 ist diese Zahl erstmals wieder um 364 Tatverdächtige auf 2772
Beschuldigte angestiegen. Diese Zahl sank im vergangenen Jahr um zwei TV,
hierbei stieg aber der Anteil der nichtdeutschen TV damit von 17,55 % auf 17,78 %
aller Tatverdächtigen an.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 16 von 67

2.4 Kriminalität durch Spätaussiedler7 8

Tatverdächtige Spätaussiedler
Jahr gesamt
2006 15.053 1.925
in % 100,00% 12,79%
2007 15.584 1.860
in % 100,00% 11,94%
2008 14.788 1.941
in % 100,00% 13,13%
2009 15.792 1.965
in % 100,00% 12,44%
2010 15.182 1.923
in % 100,00% 12,67%

Anteil der Spätaussiedler an den


Tatverdächtigen 2009
12,67%

7 Siehe auch Fußnote 3


8 Das Merkmal „Spätaussiedler“ wird vergleichbar erst seit 2006 in der PKS ausgewiesen. Insofern weicht die Darstellung von dem
sonst in diesem Bericht üblichen Fünf- Jahres- Zeitraum ab.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 17 von 67

Anteil der Spätaussiedler in den Deliktsgruppen

Straftaten gegen die sex. Selbstb. 8,39%

Rohheitsdelikte 13,91%

Einfacher Diebstahl 12,78%

Schwerer Diebstahl 15,60%

Vermögens- und Fälschungsdelikte 7,44%

Sonstige Straftatbestände (StGB) 11,14%

Strafrechtliche Nebengesetze 14,71%

0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100%

Spätaussiedler Übrige TV

Da das Tatverdächtigenkriterium „ Spätaussiedler“ erst seit 2006 eindeutig in der


PKS ausgewiesen wird, lassen sich zu Trends und Entwicklungen im
Tatverdächtigenanteil immer noch keine verlässlichen Aussagen treffen. Hier spielt
auch insbesondere die Tatsache eine Rolle, dass in der Zwischenzeit die
Erfassungsmodalitäten verändert wurden, die zu einer genaueren Erfassung
geführt haben dürften.

Auffallend ist aber, dass tatverdächtige Spätaussiedler über alle


Kriminalitätsbereiche 12,67 % ( Vorjahr: 12,44 % ) der Tatverdächtigen ausmachen.
Damit bewegt sich der Anteil wieder auf dem Niveau des Jahres 2006 und ist zum
Vorjahr leicht gestiegen.

Bei Betrachtung der einzelnen Deliktsbereiche fällt - wie im Vorjahr - auf, dass sie
augenscheinlich im Bereich der Rohheitsdelikte, des schweren Diebstahls und der
strafrechtlichen Nebengesetze – die auch den Bereich der Verstöße gg. das
Betäubungsmittelgesetz umfassen – überrepräsentiert ( im Verhältnis zu ihrer
sonstigen durchschnittlichen Tatbeteiligung ) sind, auch wenn sich hierbei geringe
Verschiebungen ergeben haben.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 18 von 67

2.5 Kriminalität und Alkoholbeeinflussung

Anzahl Fälle 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010


Straftaten gegen das
Leben 8 9 4 4 4 7 4
Straftaten gegen die
sexuelle
Selbstbestimmung 57 41 35 56 33 43 44
Rohheitsdelikte und
Straftaten gegen die
persönliche Freiheit 728 840 877 1178 1245 1349 1188
Diebstahl gesamt 280 309 212 412 400 440 365
Vermögens- und
Fälschungsdelikte 69 85 82 71 91 104 77
Sonstige Straftatbestände
(StGB) 464 584 570 763 921 866 927
Strafrechtliche
Nebengesetze 53 46 88 207 207 210 192
Summe 1659 1914 1868 2691 2901 3019 2797

Alkoholbeeinflussung bei ausgewählten Straftaten


( Fälle )
3500

3000

2500

2000

1500

1000

500

0
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Rohheitsdelikte und Diebstahl gesamt Sonstige Straftat- Strafrechtliche


Straftaten gegen die bestände (StGB) Nebengesetze
persönliche Freiheit
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 19 von 67

Während im Vorjahr die Zunahme der Straftaten, die unter Alkoholeinfluss


begangen wurden, noch als deutlich besorgniserregend zu bezeichnen war, ist die
Gesamtzahl von 3.019 Delikten im Jahr 2009 auf jetzt 2.797 Straftaten zurück-
gegangen. ( = - 222 Delikte; - 7,35 % )

Dies wiegt den rasanten Anstieg zwischen 2003 und 2009 aber bei weitem noch
nicht auf. Es bleibt zu hoffen, dass mit der gefallenen Straftatenzahl eine
Trendwende eingetreten ist.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 20 von 67

3. Ausgewählte Deliktsbereiche

3.1 Straftaten gegen das Leben

Straftaten Stadt Landkreis


Polizeiinspektion Veränderung
gg. das AQ Osnabrück Osnabrück
gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
Leben (Fälle) (Fälle)

2005 28 7 92,86% 13 15
2006 26 -2 84,62% 13 13
2007 24 -2 83,33% 9 15
2008 20 -4 95,00% 9 11
2009 25 5 84,00% 14 11
2010 32 7 100,00% 17 15

Strafaten gg. das Leben


35 32

30 28
26
25
24
25
20
20

15

10

0
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Während der Bereich der Straftaten gegen das Leben seit dem Jahr 2005 eine
leicht rückläufige Tendenz aufwies, sind die Fallzahlen seit dem Jahr 2009 wieder
angestiegen. Aufgrund der geringen Fallzahlen lassen sich hierüber aber keine
Schlüsse hinsichtlich eines Trends ziehen.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 21 von 67

Straftaten gg. das Leben


- Aufklärungsquote -
100,00%
95,00%
90,00%
85,00%
80,00%
75,00% 100,00%
92,86% 95,00%
70,00%
84,62% 83,33% 84,00%
65,00%
60,00%
55,00%
50,00%
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Da alle abgegebenen Fälle aufgeklärt werden konnten, stieg die Aufklärungsquote


wiederum auf 100%.

Im Detail gab es im Jahr 2010 zwei Mordfälle weniger und der Bereich der
Fahrlässigen Tötung blieb mit 9 Fällen unverändert. Die Fälle des Totschlags
stiegen dagegen um 8 Fälle auf jetzt 16 Straftaten an.

Zu den gravierenden Fällen des vorgenannten Deliktsbereiches Mord gehört im


Jahr 2010 der Fall einer 29jährigen Psychatriepatientin, die eine andere Patientin
im Krankenhaus angriff und erwürgte.

Bei den Häufungen im Bereich des Totschlags handelt es sich zum überwiegenden
Anteil um Fälle, in denen anfängliche bzw. andauernde Streitigkeiten schließlich
eskalierten. Ansatzpunkte für vorherige Möglichkeiten der polizeilichen Intervention
sind in keinem der Fälle erkennbar. Zwei Fälle des vergangenen Jahres sind
hierbei als herausragend zu bezeichnen. In einem Fall verhinderte bzw. sabotierte
ein Angehöriger notwendige medizinische Maßnahmen bei einer älteren Patientin,
die dann durch Dehydrierung verstarb. In einem weiteren Fall des versuchten
Totschlags kam es zwischen einem Autofahrer und einem Kradfahrer im
Straßenverkehr zu einer Auseinandersetzung, die soweit eskalierte, dass der
Autofahrer den Kradfahrer von der Straße abdrängte.

In der Straftatengruppe sind außerdem die fahrlässigen Tötungsdelikte enthalten,


schwerpunktmäßig tödliche Unfälle, bei denen beteiligten Personen
Unterlassungsdelikte im Hinblick auf vorgeschriebene Sicherungsmaßnahmen
vorgeworfen werden.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 22 von 67

3.2 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung

S traftaten g g . d ie S ta d t L a n d kreis
P o liz eiin s p e ktio nV erä n d eru n g
s e xu elle AQ O s n a b rü ck O s n a b rü ck
g e sa m t (F ä lle ) g g ü . V o rja h r
S e lb s tb estim m u n g (F ä lle) (F ä lle)

200 5 37 5 78 80,8 0% 171 20 4


200 6 34 4 -31 77,6 2% 149 19 5
200 7 32 3 -21 79,8 8% 139 18 4
200 8 37 3 50 82,8 4% 147 22 6
200 9 36 0 -13 85,2 8% 201 15 9
201 0 31 3 -47 84,6 6% 143 17 0

Polizeiinspektion gesamt:

Straftaten gg. die sex. Selbstbestimmung


400 375 373
360
344
350 323 313
300
250
200
150
100
50
0
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Straftaten gg. die sex. Selbstbestimmung


- Aufklärungsquote -
100,00%
90,00%
80,00%
70,00%
60,00%
50,00%
80,80% 82,84% 85,28% 84,66%
40,00% 77,62% 79,88%
30,00%
20,00%
10,00%
0,00%
2005 2006 2007 2008 2009 2010
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 23 von 67

Tatortbereich „Stadt Osnabrück“

Straftaten gg. die sex. Selbstbestimmung


250

201
200
171
149 147 143
150 139

100

50

0
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Tatortbereich „Landkreis Osnabrück“

Straftaten gg. die sex. Selbstbestimmung


250
226
204
195
200 184
170
159
150

100

50

0
2005 2006 2007 2008 2009 2010
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 24 von 67

Bei den Straftaten gg. die sexuelle Selbstbestimmung ist gegenüber dem Vorjahr
für die gesamte Polizeiinspektion ein Rückgang der Fallzahlen um 47 Straftaten auf
jetzt 313 Delikte festzustellen. Hierbei sank die Aufklärungsquote um 0,62 % auf
jetzt 84,66 % ( nach der Steigerung der beiden Vorjahre um über fünf Prozent ).

Der wesentliche Anteil am Rückgang der Fallzahlen in diesem Deliktsbereich liegt


entgegen dem Vorjahr in der Stadt Osnabrück mit einem Rückgang um 58 Delikte
( - 28,86 % ), während im Landkreis Osnabrück ein Anstieg um 11 Delikte zu
verzeichnen war ( + 6,92 5 ).

Innerhalb des Deliktsbereiches sind die Straftaten gg. die sexuelle


Selbstbestimmung unter Gewaltanwendung oder Ausnutzen eines
Abhängigkeitsverhältnisses um 14 Fälle ( -10,69 % ) zurückgegangen. Mit 117
Fällen ist damit die auffallende Häufung im Vorjahr ( 131 Delikte ) - dem höchsten
Wert seit 2005 / 2006 – wieder in dem Bereich der Jahre 2007 und 2008.

Verringerungen der Fallzahlen haben sich weiterhin in den Deliktsbereichen des


Sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen um 9 Fälle ( - 60 % ) und der
Ausnutzung sexueller Neigungen um 36 Fälle ( -38,71 % ) ergeben.

Für den Bereich der Ausnutzung sexueller Neigungen spielt der Wegfall einer
Häufung von Anzeigen im Hinblick auf das Verbreiten pornografischer Schriften im
Zusammenhang mit dem Internet eine Rolle.

Gerade in diesem Bereich ist darüberhinaus die Aufklärungsquote um 6,23 % auf


jetzt 89,47 % gesunken. Hier wirkt sich auch der Wegfall der Speicherungen bei
den Providern ( Vorratsdaten ) aus, die teilweise keine Verbindungsdaten mehr
liefern. Diese Senkung hat – entsprechend dem Anteil der Fallzahlen -
Auswirkungen auf die o. a. Aufklärungsquote für den Gesamtdeliktsbereich.

3.3 Rohheitsdelikte ( auch Raub, Körperverletzung )

Stadt Landkreis
Rohheits- Poliz eiinspektion Veränderung
AQ Osnabrück Osnabrück
delikte gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
(Fälle) (Fälle)

2005 4206 559 84,93% 2028 2178


2006 4415 209 85,46% 2134 2281
2007 4482 67 85,88% 2092 2390
2008 4457 -25 85,80% 2257 2200
2009 4874 417 87,26% 2386 2488
2010 4436 -438 86,83% 2286 2150
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 25 von 67

Rohheitsdelikte
6000

4874
5000
4415 4482 4457 4436
4206
4000

3000

2000

1000

0
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Rohheitsdelikte
- Aufklärungsquote -
100,00%
90,00%
80,00%
70,00%
60,00%
50,00%
84,93% 85,46% 85,88% 85,80% 87,26% 86,83%
40,00%
30,00%
20,00%
10,00%
0,00%
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Während im Vorjahr erneut ein Ansteigen der Fallzahlen – entsprechend dem seit
1994 fast kontinuierlichen Trend der Zunahme von Fällen - im Bereich der
Rohheitsdelikte festzustellen war, ist im Jahr 2010 für die PI Osnabrück eine
Verringerung zu beobachten.

Sie sanken im Deliktsbereich um 438 Fälle auf 4.436 Straftaten. Dies entspricht
einer Verringerung um 8,99 %. Damit machen die Rohheitsdelikte jetzt 12,34 % der
Gesamtstraftaten aus ( Vorjahr: 12,88 % ).
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 26 von 67

Dieser Rückgang wird durch die Polizeiinspektion Osnabrück im Rahmen ihrer


internen Zielsetzungen auch nachdrücklich so angestrebt.

Trotz des deutlichen Rückgangs bei den Fallzahlen blieb erfreulicherweise die
Aufklärungsquote mit 86,83 % fast unverändert ( Vorjahr: 87,26 % ).

Details zum Deliktsbereich ergeben sich wiederum aus den Deliktsuntergruppen


„Raubstraftaten“ und „Körperverletzungsdelikte“.

3.3.1 Raubstraftaten

S tad t L and kreis


P o liz eiin sp ektio nV eränd eru n g
R au bd elikte AQ Osn ab rü ck Osn ab rü ck
g esam t (F älle) g g ü. V orjahr
(Fälle) (Fälle)

2005 456 83 55,70% 290 166


2006 380 -76 52,37% 242 138
2007 347 -33 60,23% 189 158
2008 275 -72 52,00% 168 107
2009 277 2 58,84% 176 101
2010 303 26 54,79% 204 99

Polizeiinspektion gesamt:

Raubdelikte
500
456
450
400 380
347
350
303
300 275 277

250
200
150
100
50
0
2005 2006 2007 2008 2009 2010
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 27 von 67

Raubdelikte
- Aufklärungsquote -
100,00%
90,00%
80,00%
70,00%
60,00%
50,00%
40,00%
30,00% 55,70% 60,23% 58,84%
52,37% 52,00% 54,79%
20,00%
10,00%
0,00%
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Tatortbereich „Stadt Osnabrück“

Raubdelikte
350

290
300
242
250
204
200 189
168 176

150

100

50

0
2005 2006 2007 2008 2009 2010
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 28 von 67

Tatortbereich „Landkreis Osnabrück“

Raubdelikte
300

250

200
166
158
150 138
107 101 99
100

50

0
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Die positive Entwicklung der Vorjahre im Bereich des Raubes hat sich für das Jahr
2010 leider wieder leicht umgekehrt. Mit 303 Straftaten ist die Zahl im Bereich der
Polizeiinspektion um 26 Straftaten gestiegen, der erhebliche Rückgang der Jahre
2006 bis 2008 wird hierdurch aber noch nicht wieder aufgehoben.

Die Aufklärungsquote sank um 4,05 % auf 54,79 %.

Bei einer Detailbetrachtung ist muss festgestellt werden, dass es gerade zum Ende
des Jahres zu einer Häufung von Raubdelikten auf verschiedene Geschäfte und
auch zu einer Steigerung beim Raub auf Spielhallen im Stadtgebiet Osnabrück
gekommen ist, die bisher nicht geklärt werden konnten.

In den geklärten Fällen enthalten ist die Serie eines 20jährigen Täters und seines
21jährigen Mittäters, die allein 6 Straftaten in diesem Deliktsbereich verübten. Im
Rahmen der Fahndung konnte weiterhin der Überfall eines 20jährigen
Niederländers im Bereich Wallenhorst geklärt werden. In diesem Zusammenhang
wurde ein weiterer Überfall in Damme / Landkreis Vechta mit aufgeklärt.

Für das Deliktsfeld Handtaschenraub ist es nach der geringfügigen Steigerung des
Jahres 2009 wieder zu einem Rückgang um 8 Straftaten auf jetzt 14 Fälle
gekommen.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 29 von 67

3.3.2 Körperverletzungsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit

S tad t L an d kreis
K ö rp er- P o liz eiin sp ektio nV erän deru ng
AQ Osn ab rück Osn ab rü ck
verletz u n g g esam t (F älle) g g ü . V o rjahr
(F älle) (F älle)

2005 2885 373 88,18% 1392 1493


2006 2994 109 88,31% 1429 1565
2007 3116 122 87,48% 1495 1621
2008 3028 -88 87,48% 1622 1406
2009 3268 240 89,05% 1597 1671
2010 2952 -316 88,86% 1524 1428

Körperverletzung
3500 3268
3116 3028
2994 2952
3000 2885

2500

2000

1500

1000

500

0
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Körperverletzung
- Aufklärungsquote -
100,00%
90,00%
80,00%
70,00%
60,00%
50,00%
88,18% 88,31% 87,48% 87,48% 89,05% 88,86%
40,00%
30,00%
20,00%
10,00%
0,00%
2005 2006 2007 2008 2009 2010
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 30 von 67

Positiv haben sich dagegen die Zahlen in den Deliktsbereichen Körperverletzungen


und Straftaten gegen die persönliche Freiheit entwickelt.

Bei allen Körperverletzungsdelikten fielen die Fallzahlen um 316 Straftaten auf jetzt
2.952 Delikte ( - 9,67 % ) und bei den Straftaten gg. die persönliche Freiheit um 148
Delikte auf jetzt 1.181 Fälle ( - 11,14 % ).

Für beide Deliktsbereiche ist bei einer Detailbetrachtung festzustellen, dass der
Rückgang sich über alle enthaltenen Delikte erstreckt. Es bleibt zu hoffen, dass bei
weiteren Anstrengungen zur Prävention durch alle beteiligten Stellen mit diesem
Rückgang eine Trendwende bei den seit Jahren andauernden Steigerungen
erreicht ist.

In den vergangenen Jahren war festzustellen, dass der 2008 neu eingeführte
Tatbestand der Nachstellung ( Stalking ) erwartungsgemäß eine zunehmende
Bedeutung in der öffentlichen Wahrnehmung erfahren hatte.
Allerdings ist nach den Steigerungen der beiden Vorjahre von 157 Delikten im Jahr
2008 auf 204 Straftaten im Jahr 2009 festzustellen, dass mit jetzt 182 Delikten ein
mittlerer Wert festzustellen ist. Folgerungen lassen sich hieraus nicht herleiten.

Im Gegensatz zum Vorjahr ist hierbei festzustellen, dass von den 144
Tatverdächtigen 81,25 % männlich ( 117 TV ) und 18,75 % weiblich ( 27 TV ) sind.
Die Feststellung des Jahres 2009, dass der Anteil der Täterinnen damit im
Vergleich zu den übrigen Freiheitsberaubungsdelikten fast doppelt so hoch lag, hat
sich also nicht weiter bestätigt.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 31 von 67

3.4 Widerstand gegen die Staatsgewalt

S tad t L an d kreis
P o liz eiin s p ektio n V erän d eru n g
W id erstan d AQ Osn ab rü ck Osn ab rü ck
g esam t (F älle) g g ü . V o rjah r
(F älle) (F älle)

2005 1 64 51 98,78% 101 63


2006 1 73 9 100,00% 92 81
2007 1 81 8 99,45% 119 62
2008 2 09 28 99,04% 132 77
2009 1 84 -2 5 100,00% 114 70
2010 1 59 -2 5 100,00% 81 78

Widerstand
250
209
200 181 184
173
164 159
150

100

50

0
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Der positive Trend bei den Rohheitsdelikte insgesamt und den Körperverletzungen
hat sich auch auf die Amtsträger ( insbesondere die Polizei ) ausgewirkt.
Die Widerstände sind zum zweiten Mal um 25 Fälle ( - 13,59 % ) zurückgegangen.
Die Auswertung des 2010 gesondert eingeführten Deliktsschlüssels „Widerstand
gegen Polizeivollzugsbeamte“ ergibt, dass es sich in diesem Deliktsbereich offenbar
fast ausschließlich um Polizeibeamte als Opfer handelt und auch vorher schon
gehandelt hat.
Es bleibt zu hoffen, dass sich die positive Entwicklung fortsetzt.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 32 von 67

3.5 Diebstahl gesamt

Stadt Landkreis
Diebstahl Polizeiinspektion Veränderung
AQ Osnabrück Osnabrück
gesamt gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
(Fälle) (Fälle)

2005 20927 661 29,17% 10822 10105


2006 18804 -2123 28,45% 9525 9279
2007 17526 -1278 32,68% 8549 8977
2008 16084 -1442 31,52% 7909 8175
2009 14925 -1159 34,14% 7393 7532
2010 14020 -905 32,50% 7018 7002

Diebstahl gesamt
25000
20927
20000 18804
17526
16084
14925
15000 14020

10000

5000

0
2005 2006 2007 2008 2009 2010
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
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Diebstahl gesamt
- Aufklärungsquote -
50,00%
45,00%
40,00%
35,00%
30,00%
25,00%
20,00%
32,68% 34,14% 32,50%
15,00% 29,17% 31,52%
28,45%
10,00%
5,00%
0,00%
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Für den Bereich des Diebstahls sind die Fallzahlen der Polizeiinspektion Osnabrück
erneut um 905 Straftaten auf 14.020 Straftaten zurückgegangen ( - 6,06 % ). Die
Aufklärungsquote sank in diesem Bereich gleichzeitig um 1,63 % auf 32,50 %.

Damit setzt sich der anhaltende Trend des Rückgangs der Diebstahlskriminalität
auf nur noch 39,01 % Anteil am Gesamtstraftatenaufkommen fort ( 2009: 42,94 %;
2010: 39,43 % Anteil am Gesamtaufkommen ). Das ist der niedrigste Anteil der
vergangenen 20 Jahre, der damit zum zweiten Mal die 40%- Marke unterschreitet.
Dieser Wert lag in den 90er Jahren noch konstant zwischen 50 % und 60 %.

Der Großteil des o. a. Rückgangs beruht erneut auf der Reduzierung der Fallzahlen
im Bereich des Diebstahls unter erschwerenden Umständen um 508 ( - 7,07 % ) auf
jetzt 6.681 Delikte. Dieser Rückgang beträgt im Bereich des Diebstahls ohne
erschwerende Umstände aber immer noch 397 Fälle ( - 5,13 % ) auf nunmehr
7.339 Straftaten.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
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3.5.1 Einfacher Diebstahl gesamt

Stadt Landkreis
Einfacher Polizeiinspektion Veränderung
AQ Osnabrück Osnabrück
Diebstahl gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
(Fälle) (Fälle)

2005 9781 481 46,56% 5490 4291


2006 9001 -780 45,02% 4833 4168
2007 8441 -560 44,40% 4437 4004
2008 7996 -445 43,22% 4268 3728
2009 7736 -260 47,23% 4187 3549
2010 7339 -397 42,27% 4040 3299

Einfacher Diebstahl
12000

9781
10000 9001
8441
7996 7736
8000 7339

6000

4000

2000

0
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Einfacher Diebstahl
- Aufklärungsquote -
50,00%
45,00%
40,00%
35,00%
30,00%
25,00%
46,56% 45,02% 47,23%
44,40% 43,22% 42,27%
20,00%
15,00%
10,00%
5,00%
0,00%
2005 2006 2007 2008 2009 2010
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 35 von 67

Der Rückgang im Bereich des Diebstahls ohne erschwerende Umstände beträgt


397 Fälle ( - 5,13 % ) auf jetzt 7.339 Straftaten.

Die Aufklärungsquote im Bereich des einfachen Diebstahls geht um -4,97 %


zurück, wobei dies bei einem Anteil dieses Deliktsfeldes mit 20,42 % an der
Gesamtkriminalität erhebliche Auswirkungen auf die Gesamtaufklärungsquote hat.

Der Großteil dieses Rückgangs resultiert hierbei aus einem eklatanten Rückgang
angezeigter Ladendiebstähle um – 271 Delikte auf jetzt 2.261 Straftaten.

3.5.2 Schwerer Diebstahl gesamt

S tadt Landkreis
D iebstahl P oliz eiinspektion Veränderung
AQ Osnabrück Osnabrück
schw er gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
(Fälle) (Fälle)

2005 11146 180 13,91% 5332 5814


2006 9803 -1343 13,24% 4692 5111
2007 9085 -718 21,78% 4112 4973
2008 8088 -997 19,94% 3641 4447
2009 7189 -899 20,04% 3206 3983
2010 6681 -508 21,78% 2978 3703

Schwerer Diebstahl
12000 11146

9803
10000 9085
8088
8000 7189
6681

6000

4000

2000

0
2005 2006 2007 2008 2009 2010
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
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Schwerer Diebstahl
- Aufklärungsquote -
50,00%
45,00%
40,00%
35,00%
30,00%
25,00%
20,00%
15,00%
10,00% 21,78% 19,94% 20,04% 21,78%
13,91% 13,24%
5,00%
0,00%
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Wie bereits ausgeführt, beruht ein Großteil des Rückgangs der Fallzahlen beim
Diebstahl gesamt erneut auf der Reduzierung der Fallzahlen im Bereich des
Diebstahls unter erschwerenden Umständen um 508 ( - 7,07 % ) auf jetzt 6.681
Delikte.

Hierbei konnte aber die Aufklärungsquote nochmals um 1,73 % auf jetzt 21,78 %
gesteigert werden.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 37 von 67

3.5.3 Ladendiebstahl (klassisch)

S tadt Landkreis
Laden- P oliz eiinsp ektion V eränderung
AQ Osnabrück Osnabrück
diebstahl g esam t (Fälle) g gü. V orjahr
(Fälle) (F älle)

2005 3349 245 94,15% 2130 1219


2006 2616 -733 92,81% 1610 1006
2007 2372 -244 94,60% 1464 908
2008 2475 103 93,82% 1608 867
2009 2532 57 95,10% 1700 832
2010 2261 -271 93,90% 1447 814

Ladendiebstahl
4000

3500 3349

3000
2616 2532
2475
2500 2372
2261

2000

1500

1000

500

0
2005 2006 2007 2008 2009 2010
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
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Ladendiebstahl
- Aufklärungsquote -
100,00%
90,00%
80,00%
70,00%
60,00%
50,00% 95,10%
94,15% 92,81% 94,60% 93,82% 93,90%
40,00%
30,00%
20,00%
10,00%
0,00%
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Wie bereits angeführt, beruht ein Großteil des Rückgangs im Bereich des
Diebstahls ohne erschwerende Umständen aus dem eklatanten Rückgang
angezeigter Ladendiebstähle um – 271 Delikte auf jetzt 2.261 Straftaten. Auffallend
ist hierbei, dass sich diese Rückgänge schwerpunktmäßig auf die Stadt Osnabrück
( -228 Straftaten auf 1.284 ) und den Zuständigkeitsbereich des Polizei-
kommissariats Bramsche ( - 56 Straftaten auf 145 ) konzentrieren.

Eindeutige Ursachen hierzu sind nicht zu erkennen. Es kann aber mit einer
gewissen Wahrscheinlichkeit angenommen werden, dass in Anbetracht der
wirtschaftlichen Lage des Jahres 2010 durch den Einzelhandel Kosten eingespart
worden sind, was sich auch auf die Häufigkeit und den Umfang des Einsatzes von
Ladendetektiven – die im Regelfall nicht mehr unmittelbar bei den Firmen selbst,
sondern bei Sicherheitsunternehmen angestellt sind – ausgewirkt hat. Darüber
hinaus wird durch den Verband des Deutschen Einzelhandels selbst darauf
hingewiesen, dass die seit Jahren zurückgehenden Zahlen beim Ladendiebstahl
auch auf die zunehmenden Maßnahmen der technischen Prävention zu erklären
seien.9

9 HDE Pressemitteilung v. 19.05.2010 „ Weniger Ladendiebstahl; Prävention zahlt sich aus“,


Handelsverband Deutschland - HDE e.V., Berlin
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 39 von 67

3.5.4 Diebstahl aus Wohnung

Stadt Landkreis
Diebstahl Polizeiinspektion Veränderung
AQ Osnabrück Osnabrück
Wohnung gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
(Fälle) (Fälle)

2005 1277 -46 40,02% 604 673


2006 976 -301 36,37% 446 530
2007 1010 34 39,21% 426 584
2008 903 -107 41,86% 401 502
2009 915 12 37,70% 413 502
2010 869 -46 35,10% 366 503

Diebstahl aus Wohnungen


1400
1277

1200
976 1010
1000 903 915
869

800

600

400

200

0
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Diebstahl aus Wohnungen


- Aufklärungsquote -
50,00%
45,00%
40,00%
35,00%
30,00%
25,00%
20,00% 40,02% 39,21% 41,86%
36,37% 37,70% 35,10%
15,00%
10,00%
5,00%
0,00%
2005 2006 2007 2008 2009 2010
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 40 von 67

In diesem Deliktsbereich fielen die Fallzahlen in der Polizeiinspektion Osnabrück


um 46 Fälle ( - 5,03 % ) auf 869 Straftaten. Dieser Rückgang findet aber
ausschließlich im Gebiet der Stadt Osnabrück statt, während sich die Zahlen im
Landkreis nur unerheblich verändern.

Insgesamt bedeutet der Rückgang aber eine Konsolidierung der Vorjahreswerte.

Leider sank im Jahr 2010 hierbei die Aufklärungsquote von 37,70 % auf 35,10 %.
Hierbei ist zu berücksichtigen dass in den vorstehenden Zahlen auch die
einfachen Diebstähle in Wohnungen enthalten sind.

Bei den Diebstählen aus Wohnungen unter erschwerenden Umständen stellt sich
das Bild etwas anders dar: Hier steigen die Fallzahlen nach einem leichten
Anstieg des Vorjahres um jetzt 192 Fälle ( + 32,88 % ) auf 776 Straftaten.

Damit ist erstmals wieder ein Anstieg zu verzeichnen, der aber noch unter den
Werten der Jahre 2001 bis 2005 liegt.

Erfreulicherweise konnte im Jahr 2010 hierbei die Aufklärungsquote von 25,34 %


geringfügig auf 25,45 % gesteigert werden.

Der Versuchsanteil in diesem Deliktsfeld liegt mit 40,21 % erheblich über dem
Wert aus 2009 ( 34,59 % ) und den davor liegenden Jahren. Inwieweit dies durch
technische Sicherungsmaßnahmen an den Tatobjekten oder gesteigerter
Aufmerksamkeit von Nachbarn verursacht wird, lässt sich nicht feststellen.

Zu den 213 aufgeklärten Delikten konnten 149 Tatverdächtige ermittelt werden bei
denen es sich zu 75 % um Heranwachsende / Erwachsene handelt. Nur bei etwa
20 % der gesamten Tatverdächtigen handelt es sich um bekannte Konsumenten
harter Drogen.

Bei den ermittelten Tatverdächtigen ist festzustellen, dass 77,85 % ( 116 TV ) aus
der Stadt oder dem Landkreis Osnabrück kommen. Im Bereich der
Polizeiinspektion Osnabrück werden aber allein 6,04 % an Tätern ermittelt, die
nicht aus Niedersachsen kommen, wobei der Anteil beim Tageswohnungs-
einbruch mit 10,71 % noch höher ausfällt.

Bei den Tätern handelt es sich häufig um Intensivtäter, die eine erhebliche Anzahl
von Straftaten begehen. So konnte in 2010 allein eine Serie zweier Täter mit
insgesamt 27 Wohnungseinbrüchen und eine weitere Serie eines Einzeltäters mit
16 Wohnungseinbrüchen, der darüber hinaus auch in anderen Deliktsbereichen
auffällig war, geklärt werden.

Durch die räumliche Nähe zu Nordrhein- Westfalen treten im Bereich der


Polizeiinspektion Osnabrück auch auch immer wieder Täter auf, die von dort zur
Begehung von Straftaten „einreisen“. So konnte z. B. im vorliegenden Deliktsfeld
eine Serie mit 8 Straftaten eines Bielefelder Täters geklärt werden.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 41 von 67

3.5.5 Kraftfahrzeugdiebstahl ( komplett einschließlich Krafträder u. Motorroller )

K fz - S tadt Landkreis
P oliz eiinspektionV eränderung
K omplett- AQ Osnabrück Osnabrück
gesamt (Fälle) ggü. V orjahr
diebstähle (Fälle) (Fälle)

2005 686 83 21,39% 337 349


2006 482 -204 27,55% 226 256
2007 557 75 23,44% 220 337
2008 480 -77 38,96% 193 287
2009 384 -96 23,96% 144 240
2010 396 12 36,87% 146 250

Diebstahl von Kfz


400 371

350

300

250 219 215


200 172 170
139
150

100

50

0
2005 2006 2007 2008 2009 2010
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 42 von 67

Diebstahl von Kfz


- Aufklärungsquote -
50,00%
45,00%
40,00%
35,00%
30,00%
25,00%
20,00% 38,96% 36,87%
15,00% 27,55%
23,44% 23,96%
10,00% 21,39%

5,00%
0,00%
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Hier liegt ein Anstieg um 12 Taten ( + 3,13 %) auf insgesamt 396 Delikte vor.

Auffallend ist, dass der eigentliche Diebstahl von Kfz um 31 ( +22,30 %) auf
insgesamt 170 Delikte ansteigt, während der Diebstahl von Mopeds und Krafträdern
um 19 Taten (-7,76 %) auf insgesamt 226 Taten zurückgeht.

Für den Kfz- Diebstahl ist festzustellen, dass die Polizeiinspektion Osnabrück von
Tatserien überörtlicher agierender Tätergruppierungen betroffen war. Positiv hierbei
ist aber, dass die Aufklärungsquote in diesem Bereich von 33,81 % im Jahr 2009
auf 46,47 % stieg.

Beim Diebstahl von Mopeds und Krafträdern, der in den o. a. Zahlen ebenfalls
enthalten ist, liegt ein Rückgang um 19 Taten (-7,76 %) auf insgesamt 226 Delikte
vor. Die Anzahl der aufgeklärten Fälle stieg von 56 auf 67 Straftaten. Dies bedeutet
für die Aufklärungsquote einen Anstieg von 22,86 % im Jahr 2009 auf 29,65 %.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 43 von 67

3.5.6 Diebstahl in / aus Kraftfahrzeugen

Stadt Landkreis
D iebstahl Poliz eiinspektion Veränderung
AQ Osnabrück Osnabrück
in/ aus K fz gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
(Fälle) (Fälle)

2005 3353 -441 8,50% 1791 1562


2006 3132 -221 8,75% 1873 1259
2007 2032 -1100 27,26% 1118 914
2008 2009 -23 19,91% 1031 978
2009 1307 -702 20,96% 581 726
2010 1131 -176 20,16% 536 595

Diebstahl in/ aus Kfz


5000
4330
4078
4000

2869 2784
3000

2000
1307
1131
1000

0
2005 2006 2007 2008 2009 2010
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 44 von 67

Diebstahl in/ aus Kfz


- Aufklärungsquote -
50,00%
45,00%
40,00%
35,00%
30,00%
25,00%
20,00%
15,00%
27,26%
10,00% 19,91% 20,96% 20,16%
5,00% 8,50% 8,75%
0,00%
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Beim Diebstahl in / aus Kfz handelt es sich um einen Massendeliktsbereich, der im


Berichtsjahr um 13,47 % ( - 176 Straftaten ) - nach dem bereits starken Rückgang
des Vorjahres - auf jetzt 1.131 Straftaten zurückgegangen ist.

Zielrichtung der Straftaten ist bereits seit geraumer Zeit schwerpunktmäßig die
Erlangung von Navigationsgeräten. Diese Straftaten werden erfahrungsgemäß zu
einem großen Anteil von organisierten überörtlichen Tätergruppierungen begangen,
sodass die Aufklärungsquote mit 20,16 % erwartet niedrig ausfällt. Damit konnte die
Aufklärungsquote des Vorjahres aber fast wieder erreicht werden ( -0,8 % ).

Eindeutige Erklärungen für den eklatanten Rückgang der beiden letzten Jahre
ergeben sich nicht. Es kann lediglich angenommen werden, dass die
Polizeiinspektion Osnabrück im Berichtsjahr von Tatserien gerade dieser überörtlich
agierenden Tätergruppen verschont geblieben ist. Es ist zu hoffen, dass auch die
Beachtung der polizeilichen Präventionshinweise ( Mitnahme der Navigationsgeräte
bei Verlassen des Fahrzeugs ) hier einen Einfluss hat. Hiervon ist durch die
Vermeidung von Tatgelegenheiten auch zukünftig eine positive Veränderung der
Fallzahlen zu erwarten.

Wie bereits ausgeführt, hat darüberhinaus der erheblich Rückgang von Straftaten in
diesem Bereich einen großen Einfluss auf die Fallzahlen im Bereich des schweren
Diebstahls insgesamt.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 45 von 67

3.5.7 Diebstahl von Fahrrädern

Stadt Landkreis
Fahrrad- Poliz eiinspektion Veränderung
AQ Osnabrück Osnabrück
diebstähle gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
(Fälle) (Fälle)

2005 4277 287 6,78% 1834 2443


2006 3832 -445 9,73% 1429 2403
2007 3759 -73 9,47% 1513 2246
2008 3546 -213 11,00% 1374 2190
2009 3263 -283 12,57% 1466 1797
2010 2693 -570 9,21% 1206 1487

Fahrraddiebstahl
4500 4277

4000 3832 3759


3546
3500 3263

3000 2693
2500
2000
1500
1000
500
0
2005 2006 2007 2008 2009 2010
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 46 von 67

Fahrraddiebstahl
- Aufklärungsquote -
30,00%

25,00%

20,00%

15,00%

10,00%

5,00%

0,00%
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Der Diebstahl von Fahrrädern ist um 570 Delikte auf jetzt 2.693 Straftaten
zurückgegangen ( -17,47 % ). Dies ist mit Abstand der niedrigste Wert der
vergangenen 20 Jahre.

Damit einhergehend fiel aber auch die Aufklärungsquote auf 9,21 % ( - 3,36 %
gegenüber dem Vorjahr ). Hier wirkte sich insbesondere aus, dass von einer
auftretenden Häufung von Fahrraddiebstählen im 2. und 3. Quartal des Jahres
keine Tatserien aufgeklärt werden konnten.

Eindeutige Erklärungsansätze für diesen Rückgang gibt es nicht. Offensichtlich hat


einerseits das „Beutegut Fahrrad“ an Attraktivität verloren und andererseits haben
gerade im ersten Quartal 2010 wetterbedingt die Tatgelegenheitsstruktur und die
Tätermotivation sich für die Senkung der Fallzahlen erheblich ausgewirkt.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 47 von 67

3.5.8 Taschendiebstahl

S tad t L and kreis


Taschen - P o liz eiin sp ektion V eränd erun g
AQ Osn abrück Osnab rü ck
d iebstah l g esam t (F älle) g gü . V o rjah r
(F älle) (F älle)

2005 744 170 7,26% 648 96


2006 639 -105 11,74% 557 82
2007 466 -173 6,44% 412 54
2008 447 -19 9,17% 382 65
2009 406 -41 3,94% 347 59
2010 558 152 12,72% 506 52

Taschendiebstahl
800 744

700 639
600 558

500 466 447


406
400
300
200
100
0
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Taschendiebstahl
- Aufklärungsquote -
14,00%

12,00%

10,00%

8,00%

6,00% 12,72%
11,74%
9,17%
4,00% 7,26% 6,44%
2,00% 3,94%

0,00%
2005 2006 2007 2008 2009 2010
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 48 von 67

Der Bereich des Taschendiebstahls wies im Jahr 2010 deutliche Auffälligkeiten


auf. Es kam zu 558 Fällen im laufenden Jahr, was gegenüber den Jahr 2009 ( 406
Fälle ) eine Steigerung um 37,44 % bedeutet.

Bereits im Februar des Jahres war eine deutliche Steigerung der Fallzahlen ( 82
Straftaten ) festzustellen, die aber im März bereits wieder das Normalmaß
annahm. Im dritten Quartal des Jahres stiegen die Zahlen dann erneut an. Die
Ermittlungen hierzu ergaben, dass Osnabrück offenbar gezielt durch bulgarische
Täterinnen aus dem Raum Dortmund aufgesucht wurde, um hier entsprechende
Straftaten zu begehen. Die erreichten Aufklärungserfolge in diesem Deliktsbereich
führten dann bis zum Jahresende zu einer Beendigung dieser Serie. Insgesamt
konnte in diesem schwer aufzuklärenden Deliktsbereich eine Aufklärungsquote
von 12,72 % durch gezielte Maßnahmen erreicht werden, was gegenüber dem
Vorjahr eine Steigerung um 8,78 % entspricht.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 49 von 67

3.6 Vermögens- und Fälschungsdelikte

Vermögens-
Stadt Landkreis
und Polizeiinspektion Veränderung
AQ Osnabrück Osnabrück
Fälschungs- gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
(Fälle) (Fälle)
delikte
2005 6186 -1000 84,66% 3182 3004
2006 6428 242 84,19% 3616 2812
2007 6614 186 85,80% 3434 3180
2008 6831 217 85,01% 3300 3531
2009 8112 1281 86,17% 4580 3532
2010 8005 -107 84,65% 4494 3511

Vermögens- und Fälschungsdelikte


9000
8112 8005
8000
6614 6831
7000 6186 6428
6000
5000
4000
3000
2000
1000
0
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Vermögens- und Fälschungsdelikte


- Aufklärungsquote -
100,00%
90,00%
80,00%
70,00%
60,00%
50,00%
84,66% 84,19% 85,80% 85,01% 86,17% 84,65%
40,00%
30,00%
20,00%
10,00%
0,00%
2005 2006 2007 2008 2009 2010
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
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Wie bereits angesprochen sind im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte


die Fallzahlen in der Polizeiinspektion Osnabrück in geringem Umfang
zurückgegangen. ( - 107 Taten, - 1,32 %). Die Aufklärungsquote in diesem
Deliktsbereich sank leicht um 1,52 % auf 84,65 %, das entspricht 6.776
aufgeklärten Fällen. Damit ist eine Konsolidierung der Fallzahlen etwa auf dem
Niveau des Vorjahres nach den kontinuierlichen Steigerungen der vergangenen
Jahre erreicht.

Der Anteil an den Gesamtstraftaten verfestigt sich trotz des geringen Rückgangs
damit bei 22,27 % ( Vorjahr 21,43 % ).

Die moderate Senkung der Fallzahlen verteilt sich dabei ungleichmäßig auf alle
Untergruppen der Vermögens- und Fälschungsdelikte, wobei sich die
Veränderungen entsprechend der Größe der einzelnen Deliktsfelder unterschiedlich
auswirken.

Nach wie vor hat die weitere Verbreitung moderner Kommunikationstechniken und
der damit verbundene Einsatz des „Tatmittels Internet“ hier einen wesentlichen
Einfluss. Hierbei fällt auf, dass im Zusammenhang mit diesem Tatmittel teilweise
erhebliche Abweichungen in den Aufklärungsquoten festzustellen sind. So beträgt
die Differenz bei der Fälschung beweiserheblicher Daten / Täuschung im
Rechtsverkehr bei der Datenverarbeitung 30,65 % zwischen den Aufklärungsquoten
mit und ohne Tatmittel Internet, während die Differenz im Vorjahr noch bei 17,16 %
lag. Bei einer Durchsicht der Fälle des laufenden Jahres ist festzustellen, dass
viele der ungeklärten Fälle sich auf Accountanmeldungen bei verschiedenen
Internetportalen / -firmen beziehen. Hier sind nach Wegfall der sog.
„Vorratsdatenspeicherungen“ die Ermittlungen deutlich schwieriger geworden.

Im Detail fallen unabhängig von der o. a. Gesamtbewertung lediglich die


nachfolgenden Deliktsfelder ins Auge:

Beim Erschleichen von Leistungen ist es erneut zu einer Steigerung der Fallzahlen
um 293 Taten ( + 25,13 % ) auf jetzt 1.463 Straftaten gekommen. Dies ist
schwerpunktmäßig durch den Einsatz zusätzlichen Kontrollpersonals seitens der
Verkehrsträger verursacht, die im Jahr 2010 einen erheblichen zusätzlichen
Aufwand in diesem Bereich betrieben haben.
In den Vorjahren schien die Bereitschaft solche Delikte zur Anzeige zu bringen,
noch eher gering.

Die Polizei weist im Zusammenhang mit den Straftaten in Bezug auf das Internet
noch einmal auf die Einhaltung entsprechender Sicherheitsstandards, wie sie zum
Beispiel vom Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik ( www.bsi-
fuer-buerger.de ) oder der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des
Bundes ( www.polizei-beratung.de/vorbeugung/gefahren_im_internet ) empfohlen
werden, hin.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 51 von 67

3.7 Straftaten nach dem Ausländer- und Asylverfahrensgesetz

S ta d t L a n d k re is
Au s lä n d e rre c h tl.P o liz eiin s p e k tio n V e rä n d e ru n g
AQ O s n a b rü c k O s n a b rü c k
V e rs tö s s e g e s am t (F ä lle ) g g ü . V o rja h r
(F ä lle ) (F ä lle )

2005 320 34 9 8 ,7 5 % 174 146


2006 362 42 9 9 ,1 7 % 176 186
2007 297 -6 5 9 9 ,3 3 % 141 156
2008 232 -6 5 9 8 ,7 1 % 95 137
2009 188 -4 4 9 8 ,9 4 % 74 114
2010 157 -3 1 9 7 ,4 5 % 88 69

Straftaten gg.
aufenthaltsrechtl. Bestimmungen
400
362
350 320
297
300

250 232

200 188
157
150

100

50

0
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Wie bereits im Vorjahr festgestellt, nehmen die vorliegenden Straftaten in den


vergangenen Jahren fortlaufend bei gleichbleibend hoher Aufklärungsquote ab.

Dies erklärt sich einerseits durch die geringeren Zuwanderungszahlen –


insbesondere im Bereich des Asylverfahrens -, andererseits durch Veränderungen
der Freizügigkeitsregelungen in der EU.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 52 von 67

3.8 Straftaten gegen das Sprengstoff-, das Waffen- und das Kriegswaffen-
kontrollgesetz

S tra fta te n g e g e n
d a s S p re n g s to ff-,
S ta d t L a n d k re is
d a s W a ffe n - u n dP o liz e iin s p e k tio n V e rä n d e ru n g
AQ O s n a b rü c k O s n a b rü c k
das g e s a m t (F ä lle ) g g ü . V o rja h r
(F ä lle ) (F ä lle )
K rie g s w a ffe n -
k o n tro llg e s e tz
2005 182 4 9 3 ,4 1 % 91 91
2006 212 30 9 1 ,5 1 % 107 105
2007 222 10 9 5 ,0 5 % 100 122
2008 162 -6 0 9 6 ,3 0 % 58 104
2009 252 90 9 8 ,0 2 % 102 150
2010 221 -3 1 9 5 ,0 2 % 94 127

Straftaten gegen das Sprengstoff-,


das Waffen- und das
Kriegswaffenkontrollgesetz
300

252
250
222 221
212
200 182
162
150

100

50

0
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Die erhebliche Steigerung des Vorjahres im Bereich der Straftaten gegen das
Waffen- und das Kriegswaffenkontrollgesetz hat sich nach Wegfall
Amnestieregelung im Zusammenhang mit der Abgabeaufforderung für Waffen nach
dem Amoklauf von Winnenden nicht fortgesetzt.

Die Fallzahlen erreichen wieder das Maß des Jahres 2007.


Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 53 von 67

4. Ausgewählte Deliktsgruppen

4.1 Wirtschaftskriminalität 10

Stadt Landkreis
Wirtschafts- Polizeiinspektion Veränderung
Osnabrück Osnabrück
kriminalität gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
(Fälle) (Fälle)

2005 391 -302 181 210


2006 277 -114 113 164
2007 361 84 127 234
2008 437 76 324 113
2009 406 -31 180 226
2010 494 88 247 247

10 Als Wirtschaftskriminalität sind anzusehen:


1. Die Gesamtheit der in § 74c Abs. 1 Nr. 1 - 6b GVG aufgeführten Straftaten (Stand vom 08.07.2008) - jedoch ohne
Computerbetrug, nach dem Patentgesetz, dem Gebrauchsmustergesetz, dem Halbleiterschutzgesetz, dem Sortenschutzgesetz,
dem Markengesetz, dem Geschmacksmustergesetz, dem Urheberrechtsgesetz, dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb,
dem Aktiengesetz, dem Gesetz über die Rechnungslegung von bestimmten Unternehmen und Konzernen, dem Gesetz betreffend
die Gesellschaften mit beschränkter Haftung, dem Handelsgesetzbuch, dem SE-Ausführungsgesetz, dem Gesetz zur Ausführung
der EWG-Verordnung über die Europäische wirtschaftliche Interessenvereinigung, dem Genossenschaftsgesetz, dem SCE-
Ausführungsgesetz und dem Umwandlungsgesetz; nach den Gesetzen über das Bank-, Depot-, Börsen- und Kreditwesen, dem
Versicherungsaufsichtsgesetz sowie nach dem Wertpapierhandelsgesetz; nach dem Wirtschaftsstrafgesetz 1954, dem
Außenwirtschaftsgesetz, den Devisenbewirtschaftungsgesetzen sowie dem Finanzmonopol-, Steuer- und Zollrecht, auch soweit
dessen Strafvorschriften nach anderen Gesetzen anwendbar sind; dies gilt nicht, wenn dieselbe Handlung eine Straftat nach dem
Betäubungsmittelgesetz darstellt, und nicht für Steuerstraftaten, welche die Kraftfahrzeugsteuer betreffen; nach dem Weingesetz
und dem Lebensmittelrecht; des Subventionsbetruges, des Kapitalanlagebetruges, des Kreditbetruges (nur § 265b StGB), des
Bankrotts, der Gläubigerbegünstigung und der Schuldnerbegünstigung,; der wettbewerbsbeschränkenden Absprachen bei
Ausschreibungen sowie der Bestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr; des Betruges, des Computerbetruges, der
Untreue, des Wuchers, der Vorteilsgewährung, der Bestechung und des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt.
( Anm.: Computerbetrug ist wegen der Dominanz der Automatenmanipulationen gemäß Abstimmung mit der Kommission
Wirtschaftskriminalität nicht immer Wirtschaftskriminalität.); nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz und dem Dritten Buch
Sozialgesetzbuch sowie dem Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz, soweit zur Beurteilung des Falles besondere Kenntnisse des
Wirtschaftslebens erforderlich sind.
2. Delikte, die im Rahmen tatsächlicher oder vorgetäuschter wirtschaftlicher Betätigung begangen werden und über eine
Schädigung von Einzelnen hinaus das Wirtschaftsleben beeinträchtigen oder die Allgemeinheit schädigen können und/oder deren
Aufklärung besondere kaufmännische Kenntnisse erfordert.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
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Wirtschaftskriminalität
600

494
500
437
391 406
400 361

300 277

200

100

0
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Wirtschaftskriminalität
- Aufklärungsquote -
100,00%
90,00%
80,00%
70,00%
60,00%
50,00% 97,51% 97,03% 96,36%
93,86% 93,84%
86,19%
40,00%
30,00%
20,00%
10,00%
0,00%
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Im Bereich der Wirtschaftskriminalität ist für die Polizeiinspektion ein Anstieg der
Fallzahlen um 88 Fälle auf 494 Straftaten zu verzeichnen ( + 21,76 % ).

Es ist zu vermuten, dass im Zusammenhang mit Ermittlungen bei den Vermögens-


und Fälschungsdelikten hier mehr Zusammenhänge erkannt werden konnten, die
zur vorliegenden Einordnung geführt haben. Eine andere Erklärung ergibt sich bei
gleichzeitig fallenden Zahlen in diesem Deliktsbereich nicht.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 55 von 67

4.2 Rauschgiftdelikte / BtM-Gesetz 11 ( auch Rauschgifttote )

Stadt Landkreis
Rauschgift- Polizeiinspektion Veränderung
Osnabrück Osnabrück
kriminalität gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
(Fälle) (Fälle)

2005 1265 173 677 588


2006 1315 50 708 607
2007 1781 466 1188 593
2008 1511 -270 841 670
2009 1399 -112 711 688
2010 1430 31 668 762

Polizeiinspektion gesamt

Rauschgiftkriminalität
2000
1781
1800
1600 1511
1399 1430
1400 1265 1315

1200
1000
800
600
400
200
0
2005 2006 2007 2008 2009 2010

11 Der Summenschlüssel "Rauschgiftkriminalität" umfasst die folgenden Straftaten:


Rauschgiftdelikte nach BtmG; Raub zur Erlangung von Betäubungsmitteln; Diebstahl von Betäubungsmitteln aus Apotheken;
Diebstahl von Betäubungsmitteln aus Arztpraxen; Diebstahl von Betäubungsmitteln aus Krankenhäusern; Diebstahl von
Betäubungsmitteln bei Herstellern und Großhändlern; Diebstahl von Rezeptformularen zur Erlangung von Betäubungsmitteln;
Fälschung zur Erlangung von Betäubungsmitteln
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 56 von 67

Rauschgiftkriminalität
- Aufklärungsquote -
100,00%
90,00%
80,00%
70,00%
60,00%
50,00% 95,81% 96,96% 96,46% 96,03% 96,50% 96,08%
40,00%
30,00%
20,00%
10,00%
0,00%
2005 2006 2007 2008 2009 2010

RG Tote
2005 9
2006 4
2007 10
2008 11
2009 7
2010 4

Rauschgiftdelikte nach Tathandlungen


1%3%1%
1%

15%

Allgemeine Verstöße Illegaler Anbau


Illegaler Handel und Illegale(r) Herstellung,
Schmuggel Abgabe, Besitz und
Handel in nicht geringer
Menge
Illegale Einfuhr in nicht Sonstige Verstösse
geringer Menge

79%
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 57 von 67

Rauschgiftdelikte nach Stoffgruppen

12,8% 11,3%

6,2%

7,1%

62,6%

Heroin Kokain LSD


Amphetamin u. Ecstasy Cannabis Sonstige Btm

Rauschgiftsicherstellungen 2010
Stoff Menge Anzahl Sicherstellungen
Heroin 363,4 g 62
Kokain, einschl. Crack 19,99 g 12
Amphetamin/ Metamphetamin 808,9 g 40
und Derivate in Pulver oder
flüssiger Form
Amphetamin/ Metamphetamin 96 Tabletten 15
und Derivate in Tabletten oder
Kapselform ( Ecstasy )
Cannabis und Zubereitungen 28368,22 g 262
sonstige Btm 247901,7 g *) 3
*) davon eine Sicherstellung von 247,9 kg Khat.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 58 von 67

Tatortbereich „Stadt Osnabrück“

Rauschgiftkriminalität
1188
1200

1000
841
800 708 711
677 668

600

400

200

0
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Tatortbereich „Landkreis Osnabrück“

Rauschgiftkriminalität
1200

1000

762
800 688
670
588 607 593
600

400

200

0
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Bei den Rauschgiftdelikten ist insgesamt ein Anstieg um 31 Fälle auf 1.430
Straftaten festzustellen. Der Trend der vergangenen Jahre mit einem Rückgang der
Fallzahlen hebt sich damit auf.

Die Steigerung der Fallzahlen ist wesentlich durch zusätzliche Anstrengungen der
Polizeidienststellen des Landkreises Osnabrück verursacht, die teilweise
gesonderte Programme zur Aufdeckung von Betäubungsmitteldelikten durchgeführt
haben.

Bei den Drogentoten haben sich die Zahlen positiv verändert ( s. Tabelle, S. 56 ).
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 59 von 67

4.3 Gewaltkriminalität12

Stadt Landkreis
Gewalt- Polizeiinspektion Veränderung
Osnabrück Osnabrück
kriminalität gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
(Fälle) (Fälle)

2005 1456 212 815 641


2006 1415 -41 765 650
2007 1452 37 793 659
2008 1254 -198 748 506
2009 1312 58 683 629
2010 1180 -132 680 500

Polizeiinspektion gesamt

Gewaltkriminalität
1600
1456 1415 1452
1400 1312
1254
1180
1200

1000

800

600

400

200

0
2005 2006 2007 2008 2009 2010

12 Der Summenschlüssel "Gewaltkriminalität" umfasst die folgenden Straftaten:


Mord; Totschlag und Tötung auf Verlangen §§ 212, 213, 216 StGB; Vergewaltigung und sexuelle Nötigung §§ 177 Abs. 2, 3 und 4,
178 StGB; Raub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf Kraftfahrer; Körperverletzung mit Todesfolge §§ 227, 231
StGB; Gefährliche und schwere Körperverletzung §§ 224, 226, 231 StGB; Erpresserischer Menschenraub; Geiselnahme; Angriff auf
den Luft- und Seeverkehr
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 60 von 67

Gewaltkriminalität
- Aufklärungsquote -
100,00%
90,00%
80,00%
70,00%
60,00%
50,00%
40,00% 77,69% 80,56% 75,68%
75,07% 74,84% 75,12%
30,00%
20,00%
10,00%
0,00%
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Tatortbereich „Stadt Osnabrück“

Gewaltkriminalität
900
815 793
800 765 748
683 680
700
600
500
400
300
200
100
0
2005 2006 2007 2008 2009 2010
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 61 von 67

Tatortbereich „Landkreis Osnabrück“

Gewaltkriminalität
900
800
700 641 650 659
629
600
506 500
500
400
300
200
100
0
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Die Gewaltkriminalität hat im Jahr 2010 in der Polizeiinspektion Osnabrück um 132


Taten ( - 10,06 % ) auf 1.180 Taten abgenommen.

Hierbei ist die Entwicklung in der Stadt Osnabrück und dem Landkreis - im
Gegensatz zum Vorjahr - einheitlich. Während in der Stadt im Jahr 2010 zwar nur
ein marginaler Rückgang zu verzeichnen ist, fallen die Zahlen im Landkreis
deutlich.

Die Aufklärungsquote sank in diesem Bereich um 4,88 % auf 75,68 % und erreichte
damit nur das Niveau des Jahres 2008.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 62 von 67

4.4 Straßenkriminalität 13

Stadt Landkreis
Strassen- Polizeiinspektion Veränderung
Osnabrück Osnabrück
kriminalität gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
(Fälle) (Fälle)

2005 14105 758 7230 6975


2006 13633 -472 6710 6823
2007 11645 -1988 5664 5981
2008 10840 -805 5091 5749
2009 9934 -906 4598 5336
2010 9101 -833 4475 4626

Strassenkriminalität
16000
14105
13633
14000
11645
12000 10840
9934
10000 9101

8000

6000

4000

2000

0
2005 2006 2007 2008 2009 2010

13 Der Summenschlüssel "Straßenkriminalität" umfasst folgende Straftaten:


Vergewaltigung überfallartig (Einzeltäter) § 177 Abs. 2 Nr. 1, Abs. 3 und 4 StGB; Vergewaltigung überfallartig (durch Gruppen) §
177 Abs. 2 Nr. 2 StGB; exhibitionistische Handlungen und Erregung öffentlichen Ärgernisses §§ 183, 183a StGB; Raubüberfälle auf
Geld- und Werttransporte; räuberischer Angriff auf Kraftfahrer § 316a StGB; Zechanschlussraub; Handtaschenraub; sonstige
Raubüberfälle auf Straßen, Wegen oder Plätzen; gefährliche und schwere Körperverletzung auf Straßen, Wegen oder Plätzen;
erpresserischer Menschenraub i. V. m. Raubüberfall auf Geld- und Werttransporte; Geiselnahme i. V. m. Raubüberfall auf Geld-
und Werttransporte; Diebstahl in/aus Kiosken; Diebstahl in/aus Schaufenstern, Schaukästen und Vitrinen; Diebstahl in/aus
Kraftfahrzeugen; Diebstahl an Kraftfahrzeugen; Taschendiebstahl; Diebstahl insgesamt von Kraftwagen; Diebstahl insgesamt von
Mopeds und Krafträdern; Diebstahl insgesamt von Fahrrädern; Diebstahl insgesamt von/aus Automaten; Landfriedensbruch §§ 125,
125a StGB; Sachbeschädigung an Kraftfahrzeugen; sonstige Sachbeschädigung auf Straßen, Wegen oder Plätzen
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 63 von 67

Strassenkriminalität
- Aufklärungsquote -
30,00%

25,00%

20,00%

15,00%
23,74% 23,55% 22,32%
10,00% 18,99% 20,17%
17,19%

5,00%

0,00%
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Die Gesamtanzahl der Straftaten im Bereich der Straßenkriminalität ist im Jahr


2010 nochmals um 833 Taten ( Vorjahr: 906 Taten ) zurückgegangen, wobei die
Aufklärungsquote von 23,55 % % auf 22,32 % gesunken ist.

Insgesamt sind in diesem Bereich damit noch 9.101 Straftaten zu verzeichnen. Der
rückläufige Trend erstreckt sich – wie im Vorjahr - über alle Deliktsfelder, die im
vorliegenden Summenschlüssel enthalten sind, wobei der Diebstahl in / aus Kfz
natürlich einen großen Anteil ausmacht. ( s. Ziff 3.5.6 )

Eindeutige Erklärungsansätze für die Veränderungen sind in Anbetracht der


Komplexität des Summenschlüssels nicht zu erkennen.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 64 von 67

4.5 Umweltschutzdelikte 14

Stadt Landkreis
Umwelt- Polizeiinspektion Veränderung
Osnabrück Osnabrück
kriminalität gesamt (Fälle) ggü. Vorjahr
(Fälle) (Fälle)

2005 285 24 111 174


2006 272 -13 82 190
2007 245 -27 95 150
2008 227 -18 94 133
2009 246 19 92 154
2010 289 43 143 146

Polizeiinspektion gesamt

Umweltkriminalität
350

300 285 289


272
245 246
250 227

200

150

100

50

0
2005 2006 2007 2008 2009 2010

14 Der Summenschlüssel "Umweltkriminalität" umfasst folgende Straftaten:


Wilderei §§ 292, 293 StGB; Sprengstoff- und Strahlungsverbrechen §§ 307 - 312 StGB; Straftaten gegen die Umwelt §§ 324, 324a,
325-330a StGB; Gemeingefährliche Vergiftung gemäß § 314 StGB; Weitere Straftaten mit Umweltrelevanz gemäß StGB; Straftaten
im Zusammenhang mit Lebensmitteln (z.B. Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch, ArzneimittelG, WeinG, FleischhygieneG);
Straftaten gegen strafrechtliche Nebengesetze auf dem Umweltsektor
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 65 von 67

Umweltkriminalität
- Aufklärungsquote -
100,00%
90,00%
80,00%
70,00%
60,00%
50,00%
40,00%
64,56% 66,52% 67,07% 69,55%
30,00% 62,13% 64,49%

20,00%
10,00%
0,00%
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Tatortbereich „Stadt Osnabrück“

Umweltkriminalität
200
180
160
143
140
120 111
95 94 92
100
82
80
60
40
20
0
2005 2006 2007 2008 2009 2010
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 66 von 67

Tatortbereich „Landkreis Osnabrück“

Umweltkriminalität
200 190

180 174

160 150 154


146
140 133

120
100
80
60
40
20
0
2005 2006 2007 2008 2009 2010

Im Deliktsbereich Umweltkriminalität ist nach dem anhaltend absteigenden Trend


bis 2008 erneut eine Steigerung der Fallzahlen um 43 Fälle ( von 246 Straftaten auf
jetzt 289 Delikte ) zu beobachten.

Dies ist schwerpunktmäßig auf die Steigerung der Taten in der Stadt Osnabrück
zurückzuführen, die im Deliktsbereich naturgemäß eigentlich geringer belastet ist,
als der Landkreis Osnabrück.

Hier spielt eine Rolle, dass im Jahr 2010 eine Serie ( 35 Fälle ) von ungenehmigter
Ausfuhr von gefährlichen Abfällen aus dem Jahr 2006 geklärt werden konnte. Eine
Gruppe von zehn Tätern aus Osnabrück hatte in diesem Jahr insgesamt 644,70 t
Kunststoffabfälle, die nach Art und Menge die Umwelt erheblich belasten, ohne
Notifizierung nach Litauen verbracht. Da dort eine Verwertung nicht möglich war,
wurde eine Rückführung nach Deutschland erforderlich, wodurch die Straftaten
bekannt wurden.

Die Aufklärungsquote bewegt mit 69,55 % geringfügig über dem durchschnittlichen


Niveau der letzten Jahre.
Polizeiliche Kriminalstatistik 2010
Seite 67 von 67

Zusammenstellung:

Kriminalhauptkommissar Jörg Heß


Februar 2011

© Polizeiinspektion Osnabrück 2011

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