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K10.

1
1
Sina Diewald hilft in Ihrer Freizeit in einem Kindergarten. Sie macht das ohne
Bezahlung, also ehrenamtlich.

2
Leonard Botsmann kümmert sich um alte Menschen im Altersheim. Er liest
ihnen vor, spielt und redet mit ihnen oder geht mit ihnen spazieren.

3
Nele Herzog engagiert sich für den Tierschutz. Tiere haben oft kein gutes
Leben, weil viele Menschen billiges Fleisch kaufen wollen. Das findet sie nicht
gut. Deshalb arbeitet sie in einem Tierschutzverein mit.

4
Violetta Zander arbeitet neben dem Medizinstudium auch beim Rettungsdienst.
Sie ist Sanitäterin. Sie und ihre Kollegen kommen mit dem Krankenwagen,
kümmern sich um die Verletzten und bringen sie ins Krankenhaus.

5
Marc Vogt liebt Fahrräder. Mit ein paar Freunden hat er eine Werkstatt. Dort
repariert er Fahrräder. Wenn man Probleme mit seinem Rad hat, kann man hier
vorbeikommen und bekommt kostenlos Hilfe.

6
Martina Neugebauer arbeitet mit Menschen, die ein geistiges oder körperliches
Handicap haben und Hilfe im Alltag brauchen.
Ohne Ehrenamtliche geht es nicht

Sie trainieren mit Kindern im Sportverein, löschen Feuer, kümmern sich um alte
und kranke Menschen, helfen bei Problemen in der Schule und, und, und …
Geld verdienen sie dabei nicht, sie arbeiten und helfen ehrenamtlich. Und
freiwillig. Mehr als 23 Millionen Deutsche haben ein Ehrenamt. Die Gründe für
dieses Engagement sind ganz verschieden.

Paul Mittermeyer ist Bauingenieur. Dreimal in der Woche aber steht er


nachmittags als Trainer auf dem Fußballplatz. „Ich liebe Fußball und spiele
natürlich auch selbst. Deshalb freue ich mich sehr, dass meine Jungs diesen
Sport auch ganz toll finden“, sagt er. Seine Söhne Lucas (7) und Franz (5) sind
der Grund für sein ehrenamtliches Engagement: „Ich wollte, dass sie mit
anderen Kindern zusammen Fußball spielen, Spaß haben und gute Fußballer
werden. Deshalb habe ich als Trainer im Verein angefangen. Manchmal ist es
schwer, alles zu schaffen: Die Arbeit, die Familie und das Ehrenamt, das ist oft
stressig, aber es macht auch viel Spaß.“

Das findet auch Martin Schiewek. Seit er 10 Jahre alt ist, macht er bei der
Feuerwehr in Tangermünde mit. „Als Kinder haben wir natürlich nur geübt und
gespielt“, sagt er. Heute ist er 38 und von Beruf Verkäufer, aber er ist immer da,
wenn ihn die Feuerwehr braucht: „Auch, wenn es manchmal gefährlich ist,
helfe ich gern“, sagt Schiewek. Er hat viele Freunde bei der Feuerwehr und die
Teamarbeit gefällt ihm gut.

Für Theresa Falkenhagen ist das Ehrenamt auch ein Training für den Beruf. Die
Studentin möchte Lehrerin werden. In ihrer Freizeit arbeitet sie als Lernbuddy
und hilft Kindern mit Problemen in der Schule – zum Beispiel bei den
Hausaufgaben. Zweimal in der Woche arbeitet sie am Nachmittag: „Ich freue
mich immer total, wenn ein Kind zu mir kommt und mir von einer guten Note
in der Schule erzählt.“ Das zeigt ihr, dass die Arbeit Erfolg hat und es den
Kindern in der Schule besser geht. Aber nicht nur die Kinder, auch sie selbst
lernt viel: „So kann ich später als Lehrerin die Probleme von meinen Schülern
besser verstehen“, sagt sie.
Die Gründe für eine ehrenamtliche Tätigkeit sind so verschieden wie die
Menschen, die ein Ehrenamt haben. In vielen Bereichen wie zum Beispiel in der
Alten- und Krankenpflege sind Ehrenamtliche in Deutschland heute so wichtig
geworden, dass es ohne sie gar nicht mehr geht.
23 Millionen Deutsche haben ein Ehrenamt und helfen und arbeiten ohne Geld.
Ehrenamtliche arbeiten nicht, weil sie etwas verdienen wollen. Sie arbeiten
freiwillig, weil sie helfen möchten. In der Hausaufgabenhilfe oder bei der
Feuerwehr arbeiten, in Altersheimen den Menschen vorlesen … Solche
Tätigkeiten machen oft Ehrenamtliche. Wenn man Sportler ist, kann man sich
auch in einem Verein engagieren und dort Kinder und Jugendliche trainieren.
Das sind alles wichtige Aufgaben, aber die Ehrenamtlichen haben bei ihrer
Arbeit oft auch viel Spaß und lernen viel.
https://lernen.goethe.de/deutschonline/A2/Audio/Kapitel_10/10-1-5.mp3
Manuel braucht keine Hilfe bei den Mathehausaufgaben.
richtig falsch
Jana möchte ihre Hausaufgaben erst einmal alleine machen.
richtig falsch
Theresa Falkenhagen wiederholt Englischvokabeln mit Elisa.
richtig falsch
Theresa kümmert sich später um Janas Aufgaben.
richtig falsch
Warten Sie, ich helfe Ihnen hoch.
Danke, das ist nett.

Soll ich dir mit der Kiste helfen?


Danke, das schaffe ich alleine. Die Kiste ist nicht schwer.

Na, Johannes, kann ich dir helfen?


Ja, kannst du. Die Aufgabe hier verstehe ich nicht.

Na Frau Wernhardt, wollen wir das zusammen machen?


Ja, gern. Das ist lieb von Ihnen.
Mit dem Ehrenamt zum Job

Früher war Tobias Port (25) Elektriker. Er hatte einen guten Job. Aber weil
seine Firma schließen musste, wurde er arbeitslos. „Ich habe viele Bewerbungen
geschrieben, aber ohne Erfolg.“
Ein halbes Jahr saß er zu Hause: „Dann habe ich gedacht: Du musst raus hier“,
erzählt er. Ein Freund hatte die Idee mit dem Ehrenamt und gab ihm die
Adresse vom Freiwilligendienst. Mithilfe der Mitarbeiter fand Tobias einen
Platz im Kindergarten „Sonnenhaus“. Heute ist er sehr froh darüber, denn die
Arbeit im Kindergarten macht ihm viel Spaß: „Als großer Bruder von zwei
Geschwistern kann ich ganz gut mit Kindern umgehen“, sagt Tobias.

Seit einem Jahr arbeitet er dreimal pro Woche ehrenamtlich mit den
Erzieherinnen. Diese sind sehr froh über die Hilfe und möchten gern, dass er
bleibt. Das will auch Tobias. Denn schon nach kurzer Zeit im „Sonnenhaus“
wusste er, dass Erzieher sein Traumjob ist: „Dann habe ich nachgefragt und
mich informiert, denn ich möchte gern richtig als Erzieher arbeiten“, so Tobias.

Er hatte Glück und man sagte ihm, dass er eine zweite Ausbildung als Erzieher
machen kann. Im August hat er damit angefangen, kommt aber weiter jede
Woche ins „Sonnenhaus“: „Wenn er die Ausbildung abgeschlossen hat, ist ihm
ein Job bei uns sicher“, sagt Chefin Evelin Schneider.
Früher war Tobias Port (25) Elektriker. Er hatte einen guten Job. Aber weil
seine Firma schließen musste, wurde er arbeitslos. „Ich habe viele Bewerbungen
geschrieben, aber ohne Erfolg.“
Ein halbes Jahr saß er zu Hause: „Dann habe ich gedacht: Du musst raus hier“,
erzählt er. Ein Freund hatte die Idee mit dem Ehrenamt und gab ihm die
Adresse vom Freiwilligendienst. Mithilfe der Mitarbeiter fand Tobias einen
Platz im Kindergarten „Sonnenhaus“. Heute ist er sehr froh darüber, denn die
Arbeit im Kindergarten macht ihm viel Spaß: „Als großer Bruder von zwei
Geschwistern kann ich ganz gut mit Kindern umgehen“, sagt Tobias.

Seit einem Jahr arbeitet er dreimal pro Woche ehrenamtlich mit den
Erzieherinnen. Diese sind sehr froh über die Hilfe und möchten gern, dass er
bleibt. Das will auch Tobias. Denn schon nach kurzer Zeit im „Sonnenhaus“
wusste er, dass Erzieher sein Traumjob ist: „Dann habe ich nachgefragt und
mich informiert, denn ich möchte gern richtig als Erzieher arbeiten“, so Tobias.

Er hatte Glück und man sagte ihm, dass er eine zweite Ausbildung als Erzieher
machen kann. Im August hat er damit angefangen, kommt aber weiter jede
Woche ins „Sonnenhaus“: „Wenn er die Ausbildung abgeschlossen hat, ist ihm
ein Job bei uns sicher“, sagt Chefin Evelin Schneider.
Nach der Schule wurde Tobias Port Elektriker. Aber er und seine Kollegen
wurden arbeitslos, weil die Firma schließen musste. Er fand keinen neuen Job
als Elektriker. Tobias Port saß zu Hause und wollte gern etwas tun. Er wusste
aber nicht, was. Dann gab ihm ein Freund einen Tipp. Er sagte, dass Tobias
doch ehrenamtlich arbeiten kann.
Wir wollten ehrenamtlich arbeiten und etwas für andere tun, wussten aber nicht
wo. Beim Freiwilligendienst fanden wir Hilfe. Jetzt arbeiten wir in einem
Tierschutzverein.
(Anna Schweiger, Emil Franke)

Vor drei Jahren kam ich neu in die Stadt. Das Ehrenamt im Sportverein war gut
für mich, denn so konnte ich schnell Freunde finden.
(Eva-Maria Platzinsky)

Zwei Freunde von mir helfen schon lange im Altersheim. Sie sagten mir, dass
ich auch mitmachen soll. Ich wollte erst nicht, aber jetzt macht es mir großen
Spaß. Die alten Leute sind so nett und freuen sich so, wenn ich komme.
(Konrad Allert)

Ich war früher Lehrerin von Beruf. Mit 65 habe ich in der Schule aufgehört. Erst
saß ich zu Hause, aber das war mir zu langweilig. So wurde ich Lernbuddy und
helfe heute zwei Nachmittage in der Woche Kindern mit Problemen in der
Schule. Das macht mir Spaß und hält mich fit.
Ehrenamt in Deutschland: Zahlen und Fakten

Für andere da sein, helfen und sich freiwillig engagieren, immer mehr
Menschen in Deutschland tun das. Das Interesse an Vereinen und
Hilfsorganisationen wird immer größer.

Nach einer Studie arbeiten etwa 23 Millionen Deutsche ehrenamtlich. Etwa 16


Stunden im Monat sind sie im Durchschnitt für andere aktiv. Männer (40
Prozent) sind öfter ehrenamtlich tätig als Frauen (32 Prozent). Besonders viele
Ehrenamtliche gibt es in den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Baden-
Württemberg und Niedersachsen. Hier haben sogar 41 Prozent der Einwohner
ein Ehrenamt. In den Städten arbeiten weniger Menschen ehrenamtlich als auf
dem Land, denn auf dem Land gibt es besonders viele Vereine, in denen
Menschen sich engagieren können. Auch Freiwilligendienste bieten in
Deutschland die Möglichkeit für soziales Engagement.

Freiwilliges Soziales JahrBundesfreiwilligendienst


Wer? Jugendliche nach Abschluss
der Schule alle ab 18
Wie lange? ein Jahr sechs bis 24 Monate
Wo? im sozialen Bereich im sozialen oder im Umweltbereich
Was bekommt man? Taschengeld und
SozialversicherungTaschengeld und
Sozialversicherung
Wer selbst aktiv werden möchte, hat viele Möglichkeiten: soziale Aufgaben,
Sport, Kultur oder Umweltschutz.
Ich will nicht ohne Geld arbeiten. Dazu habe ich keine Lust.
Ich finde, dass man für jede Arbeit auch etwas verdienen soll. Wenn ich etwas
Gutes tun will, gebe ich Geld, zum Beispiel für Umweltprojekte.

Ich finde es toll, dass so viele etwas für andere tun. Ich selbst habe aber noch
nie ehrenamtlich gearbeitet.
Warum, weiß ich gar nicht genau, denn es gibt viele tolle Projekte.

Wir werfen viele Dinge weg, wenn sie kaputt sind und es gibt viel zu viel Müll.
Das finde ich nicht gut.
Ich arbeite in einem Verein. Dort bekommen Menschen Hilfe, wenn sie ihre
kaputten Sachen reparieren wollen. So kann ich etwas für die Umwelt tun.

Ich bin Rentnerin, aber ich bin noch fit und gesund. Ich finde es toll, dass ich
eine große Familie habe. Viele Menschen im Altersheim sind ganz allein.
Diesen alten Menschen schenke ich ein bisschen von meiner Zeit. Ich besuche
sie, gehe mit ihnen spazieren oder spiele Karten.

Manchmal musste ich meinen kleinen Geschwistern bei den Hausaufgaben


helfen. Dabei habe ich gemerkt, dass ich gut Dinge erklären kann.
Deshalb habe ich jetzt als Lernbuddy angefangen und arbeite bei der
Hausaufgabenhilfe.

Früher habe ich ehrenamtlich mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet.


Heute habe ich leider keine Zeit mehr, weil ich eine eigene Familie habe. Ich
bin Mutter von vier Kindern und habe noch einen Job.