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FreeBSD

FreeBSD ist ein freies und vollständiges unixoides


Betriebssystem, das direkt von der Berkeley
FreeBSD
Software Distribution abstammt. Mit einer
Community aus fast 390 dauerhaft aktiven,
offiziellen[4] und Tausenden mitwirkenden
Entwicklern gehört FreeBSD zu den größten
Open-Source-Projekten. Obwohl der Fokus der
Entwickler auf der Erstellung einer stabilen
Software-Plattform für Server und Appliances
liegt, wird es auch auf Desktop-Computern
verwendet. FreeBSD kommt hauptsächlich bei
Internetdienstanbietern wie zum Beispiel Yahoo FreeBSD mit Message of the Day
und Strato, für Hochlastanwendungen wie Netflix,
in Internet-Backbone-Systemen wie Entwickler The FreeBSD Project
Hochleistungsroutern und Namensdiensten sowie Lizenz(en) BSD-Lizenz
als Webhosting-Plattform zum Einsatz.[5][6] Dort Erstveröff. 1. November 1993
belegt es regelmäßig die vordersten Plätze in der
Akt. Version 13.0[1][2] vom 13. April 2021
Liste der zuverlässigsten Systeme.[7]
(vor 96 Tagen)

Mehrere Standards im Bereich der Rechnernetze, Kernel monolithisch


wie beispielsweise IPv6, wurden von FreeBSD Abstammung Vor Version 2.0:
zuerst umgesetzt und verbreiteten sich von dort UNIX
aufgrund der freizügigen BSD-Lizenz auch auf ↳ BSD
andere Systeme, unter anderem nach OpenBSD ↳ 386BSD
und Linux. Außerdem ist FreeBSD teilweise die ↳ FreeBSD
Grundlage für Darwin, die Open-Source-Plattform
Ab Version 2.0:
von Apple, auf der macOS basiert.
4.4BSD
↳ FreeBSD

Architektur(en) x86 und x64 vollständig, und diverse


Inhaltsverzeichnis andere teilweise[3]

Geschichte www.freebsd.org/de/ (https://www.freebsd.org/de/)

Eigenschaften
Dateisysteme
Software-Verwaltung
Netzwerk
Virtualisierung
Binärkompatibilität
FreeBSD
Linux
Windows
Entwicklung
Projektorganisation
Community-Treffen
Entwicklungszweige
Versionstabelle
Logo
Distributionen und Derivate
FreeBSD-Distributionen
FreeBSD-Derivate
Portierungen auf den FreeBSD-Kernel
Hardwareanforderungen
Siehe auch
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise

Geschichte
Ursprünglich als inoffizielle Sammlung von Patches zur Fehlerbereinigung von 386BSD gedacht, gründeten
Nate Williams, Rod Grimes und Jordan K. Hubbard 1993 ein eigenständiges Projekt, nachdem die Pflege des
Patchkit-Mechanismus zu aufwändig wurde.[8] Das ursprünglich als 386BSD-Interim bezeichnete Projekt
musste eingestellt werden, als der Autor von 386BSD, Bill Jolitz, seine Mitarbeit an dem Projekt und auch
386BSD selbst aufgab. Als man einen neuen Namen suchte, wurde FreeBSD von Bill Greenman
vorgeschlagen, einem Mitarbeiter des Unternehmens Walnut Creek CDROM, bei der die Software des Projekts
auf Datenträgern und mittels FTP vertrieben wurde.[9]

Genau wie bei dem kurz zuvor von anderen Autoren des Patchkits gegründeten NetBSD entschloss man sich
gleich zu Beginn des Projekts im Juli 1993 dazu, die Software zentral mithilfe eines CVS-Archivs zu
entwickeln. Man griff dafür bei den ersten Versionen von FreeBSD auf die Quellen von 4.3BSD-Lite (Net/2)
zurück und auf 386BSD, welches die Berkeley Software Distribution auf die Intel-80386-Prozessorplattform
portierte. Als jedoch die Unix System Laboratories begannen, die Anbieter von BSD-Software aufgrund von
Lizenzverletzungen zu verklagen, änderte sich die Basis von FreeBSD auf 4.4BSD-Lite, welches die UC
Berkeley 1994 veröffentlichte, nachdem der Rechtsstreit eingestellt worden war. Diese Version enthielt
keinerlei Quellcode aus den Unix Laboratories mehr. Da hierdurch auch Teile des Betriebssystems fehlten, die
zum Booten notwendig waren, dauerte es für die Herstellung einer funktionsfähigen Softwaredistribution, die
als FreeBSD 2.0 veröffentlicht werden konnte, bis zum November 1994.[8] Ältere Versionen dürfen aus
rechtlichen Gründen nicht mehr vertrieben werden.

Seither wurde das Betriebssystem auf diverse andere Plattformen portiert und hat sowohl an Funktionen als
auch an nativ unterstützter Software von Drittanbietern zugenommen.[10][11] Aufgrund seiner Projektgröße
und Verbreitung, ohne dabei öffentlich in Erscheinung getreten zu sein, wird FreeBSD auch inoffiziell als
unbekannter Riese unter den freien Betriebssystemen bezeichnet.[12] Neben diversen Derivaten haben sich aus
dem Projekt heraus mehrere Organisationen gegründet, die sich die Förderung von FreeBSD und der BSD-
Familie zum Ziel gesetzt haben. Hierzu gehören z. B. die FreeBSD Foundation und die BSD Certification
Group[13].

Eigenschaften
Das vollständige System umfasst folgende Komponenten:

Kernel: implementiert die APIs und Datenstrukturen des Betriebssystems, sowie die
Gerätetreiber
Userland: alle wichtigen Programme, vom Texteditor bis zum Compiler oder auch Server-
Anwendungen (Mailserver etc.)
Ports: die nach FreeBSD portierten Anwendungen anderer Hersteller

FreeBSD ist als unixartiges System weitgehend POSIX-konform. Es unterstützt alle grundlegenden
Funktionen des POSIX.1-Standards, jedoch nicht alle Erweiterungen des X/Open System Interfaces. Aus
diesem Grund darf es auch nicht den rechtlich geschützten Namen UNIX tragen. An einer Herstellung der
vollständigen Unterstützung der Schnittstellen von C99, POSIX und des XSI wird aber gearbeitet.[14] Neben
der x86-, AMD64- und ehemals in Japan verbreiteten PC-98-Architektur werden eine Reihe weiterer
Prozessortypen unterstützt. Dazu gehören SPARC und PowerPC sowie die ARM- und experimentell auch die
MIPS-Architekturen für eingebettete Systeme.[3] Da FreeBSD eine eigene Binärschnittstelle (ABI) anbietet, ist
die Installation proprietärer Software problemlos möglich. Ebenso können Windows-Netzwerkgerätetreiber,
deren Hersteller die Hardware-Spezifikationen nicht freigegeben haben, über die NDIS-Schnittstelle
verwendet werden, z. B. Intels Centrino.[15]

Dateisysteme

FreeBSD hat einige besondere Funktionen in Bezug auf die Speicherung von Daten.

Das UFS-Dateisystem, das häufig von den BSD-Betriebssystemen genutzt wird, verfügt über Metadaten-
Journaling und Softupdates, die die Konsistenz des Dateisystems im Falle eines Systemabsturzes sicherstellen.
Schnappschüsse von Dateisystemen können in kürzester Zeit effizient erzeugt werden. Sie ermöglichen unter
anderem zuverlässige Backups von laufenden Dateisystemen. Des Weiteren verfügt FreeBSD über GEOM,
ein modulares Framework, welches RAID, Verschlüsselung ganzer Festplatten, Journaling, Caching und
Zugriff auf netzwerkbasierten Speicherplatz zur Verfügung stellt. Mit Hilfe von GEOM können komplexe
Speicherlösungen aufgebaut werden, die mehrere dieser Mechanismen gleichzeitig nutzen.

Ein weiteres häufig eingesetztes Dateisystem unter FreeBSD ist das von Sun entwickelte ZFS. Dieses wurde
zunächst aus freien Quellen, die mit OpenSolaris veröffentlicht wurden, auf FreeBSD portiert und wird seit
FreeBSD 8.0 als stabil eingestuft. Inzwischen werden im Rahmen von OpenZFS Verbesserungen des
Dateisystems entwickelt, die dann zum Teil für FreeBSD übernommen werden. ZFS wird vor allem wegen
seiner einfachen Bedienung, Flexibilität und Stabilität geschätzt. Seit FreeBSD 10.0 ist es möglich,
ausschließlich über den System-Installer ein komplett auf ZFS basierendes System zu installieren. Zuvor
musste dies manuell erfolgen.

Software-Verwaltung

Neben den Programmen aus dem Basissystem stehen über 26.000 Softwarepakete von Drittanbietern zur
Verfügung. Über sie kann teilweise bereits während der Installation je nach Einsatzzweck eine Vorauswahl
getroffen werden. Die meisten Pakete stehen auch als Binärdateien (package) zur Verfügung und können
somit direkt vom Installationsmedium oder einem regionalen Projektrepository installiert werden.

Häufiger kommen jedoch die sogenannten Ports als Paketverwaltung zum Einsatz. Neben einer größeren
Auswahl liegen die Vorteile der FreeBSD-Ports in der komfortablen Abhängigkeitsauflösung, einer möglichen
prozessorspezifischen Optimierung und der Nutzung von Compilezeit-Optionen. Die meisten Ports werden als
Quellcode geladen, meist aus dem Netz, und dann auf dem eigenen System kompiliert. Hier finden sich die
meisten Open-Source-Programme für Server und Desktop sowie einige proprietäre Programme. Die
Flexibilität und einfache Bedienung der FreeBSD-Ports haben zu einer Verbreitung dieser Paketverwaltung
auch auf anderen Systemen geführt. Neben NetBSD, DragonFly BSD (als DPorts) und OpenBSD werden
die Ports auch auf Darwin und Mac OS X/OS X/macOS unter dem Namen MacPorts eingesetzt. Aufgrund
der weitgehenden Quellcode-Kompatibilität dieser Systeme sind dafür höchstens kleine Änderungen an den
Metadaten der Ports notwendig.

Netzwerk

Aufgrund der Ausrichtung des Projekts liegen die Stärken von FreeBSD im Netzwerkbereich. So waren
wegen des KAME-Projekts die BSDs unter den ersten Betriebssystemen mit IPv6- und IPsec-Unterstützung.
Es stehen mehrere redundante Paketfilter-Implementierungen zur Verfügung: das auch für proprietäre Unices
verfügbare IPFilter, die Eigenentwicklung ipfw und pf aus OpenBSD. Des Weiteren existiert mit dummynet
ein leistungsfähiger Trafficshaper.

FreeBSD beherrscht Netzwerkprotokolle auf verschiedenen Ebenen, zum Beispiel 802.1Q VLANs, PPP,
L2TP. Mit netgraph[16] gibt es außerdem ein graphenbasiertes Kernelsubsystem, welches die modulare
Implementierung neuer Protokolle und flexible Kombination vorhandener unterstützt. Ebenso arbeitet
FreeBSD mit verschiedener Netzwerkhardware zusammen, u. a. 10-Gigabit-Ethernet, WLAN, ATM, ISDN,
FDDI und UMTS.

Virtualisierung

FreeBSD stellt ab Version 4.x die Virtualisierungsumgebung jails (dt. Gefängnisse) zur Verfügung.[17] Aus
dem Inneren eines Jail ist kein Zugriff auf die System- und Konfigurationsdateien des Hauptsystems möglich –
es verwendet seine eigenen Dateien, Prozesse und auch User-Accounts, so dass die Umgebung sich fast nicht
von der eines vollwertigen Systems unterscheidet. Gegenüber etwa chroot bietet dies eine Reihe von Vorteilen,
insbesondere im Hinblick auf Sicherheit, Administration und Performance. Im Vergleich zu Paketen wie Xen
oder VMware wiederum ist die Umsetzung sehr viel einfacher und transparenter, bietet aber nicht die
Möglichkeit, ein fremdes Betriebssystem zu betreiben.[18] In anderen Systemen sind Abwandlungen von
FreeBSD-Jails als sysjails oder container bekannt.

Die Open-Source-Edition der Virtualisierungssoftware VirtualBox ist in den Ports enthalten und ermöglicht es,
FreeBSD sowohl als Gast-Betriebssystem als auch als Virtualisierungshost, der virtuelle Maschinen
beherbergt, zu betreiben.

Mit FreeBSD 10.0 hielt der extra für FreeBSD entwickelte Typ‑2-Hypervisor bhyve Einzug in das
Betriebssystem.[19] Er unterstützt zurzeit diverse FreeBSD-Versionen, Open-/NetBSD, Linux und Windows
als Gast-Betriebssysteme.[20]

FreeBSD ist als Xen-Gastsystem inklusive des paravirtualisierten PVH-Modus einsetzbar, ebenso hat
FreeBSD mittlerweile Unterstützung als Hostsystem.

Binärkompatibilität

FreeBSD

Die FreeBSD-Entwickler sind sehr darauf bedacht, neue Versionen des Betriebssystems abwärtskompatibel zu
halten. Das bedeutet, dass Programme, die unter einer älteren Version des Betriebssystems ausgeführt werden
konnten, auch unter der neueren Version noch ausgeführt werden können. Dieser Anspruch wird für alle Teile
des Betriebssystems erhoben (insbesondere auch Kernel-Module).[21] Der Benutzer wird auf Ausnahmen von
dieser Regel bei Bedarf hingewiesen.

Linux

FreeBSD bietet Linux-Binärkompatibilität.[22] Das bedeutet, dass Programme, die für GNU/Linux
geschrieben und kompiliert wurden, unter FreeBSD ausgeführt werden können. Dies bietet vor allem die
Möglichkeit, Programme, die nur in kompilierter Form für Linux erhältlich sind (wie z. B. Adobe Reader,
Adobe Flash Player, Skype) unter FreeBSD zu nutzen. Die Linux-Binärkompatibilität wird häufig Linux
Emulator oder linuxulator genannt. Technisch gesehen nutzt dieses Feature allerdings keine Emulation,
sondern es beruht auf der Implementierung einer Binärschnittstelle (ABI).[23]

Windows

Mithilfe der Laufzeitumgebung Wine, die in der Ports-Collection sowie als Binärpaket zur Verfügung steht,
können unter FreeBSD eine Reihe von Windows-Anwendungen ausgeführt werden, z. B. Microsoft
Office.[24][25]

Entwicklung
Die Entwicklungszweige des Quelltextes werden durch zentrale Subversion/CVS-Archive zur Verfügung
gestellt. Das System ist sehr homogen, da alle Systembestandteile von der gleichen Entwicklergruppe gepflegt
werden. Diese Archive werden regional gespiegelt, um das Netzwerk des Hauptarchivs zu entlasten. Aus
Gründen der Performance und um Inkonsistenzen zu vermeiden sind die Archive mit direktem Schreibzugriff
getrennt von denen, die gelesen werden können.[5]

Bei FreeBSD spielt die Verfügbarkeit des Quelltexts auch praktisch eine große Rolle: Viele Anwender halten
einen lokalen Quelltextbaum vor und synchronisieren ihn regelmäßig über das Netz mit einem zentralen
Quelltextarchiv (Repository). Dadurch ist es möglich, ein lokales System genau für seinen Einsatzzweck
anzupassen, indem z. B. der Kernel mit systemspezifischen Treibern neu gebaut oder Software des
Basissystems bzw. aus den Ports angepasst werden kann. Im Repository kann man in den alten Versionen der
Quelltexte und den Anmerkungen der Entwickler recherchieren und somit sehr gut Einsicht in den Aufbau
und die Funktionsweise des Systems gewinnen.

Projektorganisation

Die Pflege des Quelltextes wird von drei Gruppen der FreeBSD-Entwicklergemeinde übernommen:

src: In diesem Teil des Quelltextbaums sind der Kernel und das Userland enthalten. Committer
mit Zugriff auf den src-Baum treiben daher auch die Entwicklung des Systems voran.
ports: Benannt nach der gleichnamigen Paketverwaltung, wird hier die Software von
Drittanbietern eingepflegt. Die FreeBSD-Ports sind von Kernel und Userland unabhängig.
doc: Committer mit Zugriff auf diesen Teil des Quelltextbaums sind verantwortlich für die Pflege
des sehr umfangreichen Handbuchs und der Manpages, die mit FreeBSD ausgeliefert werden.

Zusätzlich zu diesen drei Gruppen gibt es noch Teams, die für das Releasemanagement, die Administration der
Projektserver, das Einpflegen von Sicherheitsupdates etc. zuständig sind. Dabei gibt es personelle
Überlappungen zwischen all diesen Gruppen.[5]
Koordiniert wird die Entwicklung vom Core Team, das alle zwei Jahre von den aktiven Entwicklern mit CVS-
Zugriff gewählt wird.

Die Kommunikation zwischen Entwicklern untereinander und mit Benutzern findet wie bei vielen
Opensource-Projekten hauptsächlich über das Internet statt (Mailinglisten, Newsgroups, IRC, Foren).

Community-Treffen

Jedes Jahr werden weltweit mehrere Konferenzen abgehalten, sogenannte BSDcons. Entwickler und
interessierte Nutzer stellen BSD-bezogene Projekte vor, diskutieren sie und erlernen in Workshops den
Umgang mit ihnen. Im Rahmen der Konferenzen finden gesonderte Entwicklertreffen statt (sog. DevSummits),
auf denen zukünftige Entwicklungen des Projektes diskutiert und koordiniert werden.[26] Häufig finden die
Konferenzen in universitärem Umfeld statt. Meist werden sie von der FreeBSD Foundation finanziell und
logistisch unterstützt. So verwendet die FreeBSD Foundation einen Teil ihres Budgets, um Entwicklern die
Teilnahme an Konferenzen zu finanzieren. Namhafte Firmen (darunter Google, Netflix, iXsystems), die in die
Entwicklung von FreeBSD involviert sind oder FreeBSD in größerem Umfang nutzen, treten auch als
Sponsoren von Konferenzen auf. Die Konferenzen werden geschätzt, da sie die Möglichkeit des Austausches
zwischen Programmierern, System-Administratoren, Studenten, Professoren und IT-Firmen bieten. Immer
häufiger werden Teile der Konferenzen live gestreamt oder es sind Mitschnitte von Vorträgen oder andere
Konferenzmaterialien (Präsentationen, Handouts) online über die jeweilige Webseite zur Konferenz abrufbar.

Folgende Konferenzen finden regelmäßig statt:

AsiaBSDCon (Asien, Japan)


BSDCan (USA, Canada)
EuroBSDcon (Europa)
KyivBSD (Ukraine, Kiew)
NYCBSDCon (USA, New York City)
ruBSD (Russland)

Zusätzlich zu den Konferenzen finden unregelmäßige Zusammentreffen statt, sogenannte BSDDays. Sie
dienen demselben Zweck wie die Konferenzen, sind aus Mangel an Zeit oder Finanzen aber nicht so
umfangreich.

Des Weiteren gibt es noch in vielen Ländern sogenannte User Groups. Dies sind Gruppen, die aus Benutzern
von FreeBSD oder solchen, die es werden wollen, bestehen. Sie dienen primär dem persönlichen
Erfahrungsaustausch. Wann, wo und wie sich Mitglieder solcher Gruppen treffen, ist gruppenspezifisch und
wird häufig auf den Webseiten dieser Gruppen öffentlich bekannt gegeben.

Entwicklungszweige

Die Entwicklung des FreeBSD-Kernels und -Userlands läuft in mehreren Zweigen parallel ab:

CURRENT, in dem neue Features entwickelt und getestet werden und nur für Entwickler oder
fortgeschrittene Anwender geeignet ist. (CVS-Tag: CURRENT, HEAD oder .)
STABLE, der als genügend getestete Software aus dem CURRENT-Zweig hervorgegangen ist
und von dem etwa alle vier bis sechs Monate neue Versionen veröffentlicht werden.
RELEASE sind Schnappschüsse des jeweiligen RELEASE-Zweiges, welche wiederum aus
einem STABLE-Zweig hervorgehen. Bei Releases werden keine Änderungen mehr
vorgenommen, sondern nur noch sicherheitsrelevante Änderungen eingepflegt.
Um zum Beispiel sicherheitsrelevante Änderungen zwischen den einzelnen Zweigen austauschen zu können
oder Verbesserungen aus dem Stable-Zweig auch in Current einfließen lassen zu können, wird im Hintergrund
auf eine Versionsverwaltung mit Perforce zurückgegriffen, da sich mit CVS keine zweigübergreifenden
Änderungen durchführen lassen.[5] Der Wartungszeitraum beträgt je nach Release und Priorität zwischen 6
und 24 Monaten.

Versionstabelle
Version Veröffentlichung[10] Unterstützung bis[27] wesentliche Änderung

1.0 1. November 1993 erste Version


Wartungsrelease mit Bugfixes für 386BSD-Import,
1.1 Mai 1994
portierte Programme (XFree86, nntp) hinzugefügt[28]
1.1.5
1.1.5.1 Juli 1994
Codebasis von 386BSD wurde durch BSD-Lite 4.4
ersetzt, wegen des Vergleichs zwischen USL und
BSDi,[29] neuer Installer und Bootmanager,
2.0 22. November 1994
Unterstützung anderer Dateisysteme (FAT, unionfs,
kernfs), dynamisch ladbare Kernelmodule aus NetBSD
importiert[30]
vollständige Unterstützung von NIS-Client und Server,
T/TCP, ISDN, FDDI und Fast-Ethernet-Karten
2.0.5 10. Juni 1995 (100Mbit), Übersetzung der Dokumentation in diverse
Sprachen, Ports auf dem Installationsmedium
enthalten[31]
2.1 19. November 1995
2.1.5 Juli 1996
2.1.6 Dezember 1996
2.1.7 Februar 1997
NFSv3, Linux-Emulations-Schicht inklusive ELF,
2.2 März 1997
Einführung der man section 9 für Kernelfunktionen[32]
2.2.1 April 1997
2.2.2 Mai 1997
Unterstützung aktueller Cyrix- und AMD-Prozessoren,
2.2.5 22. Oktober 1997
neue VGA-Bibliothek[33]

2.2.6 25. März 1998 Unterstützung für Plug and Play[34]


Unterstützung für FAT32, Update zur PC-98-
2.2.7 22. Juli 1998
Architektur[35]
Traffic-Shaping mit dummynet, Paketfilterung mit ipfw,
2.2.8 29. November 1998
Unterstützung von IDE-Laufwerken größer als 8 GiB[36]
Unterstützung symmetrischer Multiprozessorsysteme
3.0 Oktober 1998
(SMP), SCSI und VESA[37]

3.1 15. Februar 1999 Einführung von USB und PAM[38]


3.2 17. Mai 1999
Unterstützung des Advanced Power Management zur
3.3 17. September 1999
Energieverwaltung[39]
3.4 20. Dezember 1999
3.5 24. Juni 2000
Import von IPv6 und IPsec aus dem KAME-Projekt,
Integration von OpenSSH in das Basissystem,
4.0 14. März 2000
Emulation für SVR4-Binärdateien, USB-Ethernet,
telnet-Verschlüsselung[40]
4.1 27. Juli 2000 Erweiterung der Unterstützung von Alpha-
Prozessoren[41]
Virtueller Ethernet-Gerätetreiber für Bridge-
4.1.1 27. September 2000 Konfigurationen, Unterstützung von ATA100-
Controllern[42]
Unterstützung von USB-Scannern, USB-Modems,
4.2 21. November 2000
Umstrukturierung der Ports[43]
4.3 20. April 2001
Erkennung neuer Prozessoren (Transmeta Crusoe et
4.4 20. September 2001 al.), Unterstützung von Streaming SIMD Extensions
(SSE) und SMB-Dateisystemen[44]
TCP hinsichtlich Durchsatz, Performance und
Robustheit gegen DoS-Attacken überarbeitet,
4.5 29. Januar 2002 31. Dezember 2002
Unterstützung des Bootloaders für Dateisysteme mit
16K-Blöcken[45]
4.6 15. Juni 2002 Mai 2003
4.6.2 15. August 2002 Mai 2003
4.7 10. Oktober 2002 Dezember 2003
Unterstützung von FireWire und Hyper-Threading,
Framework aus OpenBSD zur
4.8 3. April 2003 31. März 2004
Verschlüsselungsunterstützung des Kernels
importiert[46]
Experimentelle Unterstützung von Physical Address
4.9 28. Oktober 2003 31. Oktober 2004
Extensions[47]

4.10 27. Mai 2004 Mai 2006 Unterstützung von USB 2.0[48]
4.11 25. Januar 2005 31. Januar 2007
Unterstützung von UltraSPARC- und IA-64-
Prozessoren, SMP-Unterstützung durch Umwandlung
des Giant lock in kleinere Locks, GEOM, Mandatory
Access Control aus TrustedBSD importiert, fsck im
Hintergrund, Bluetooth, ACPI, CardBus, devfs, UFS2,
5.0 14. Januar 2003 30. Juni 2003 Universal Disk Format, Treiber für die Direct Rendering
Infrastructure (DRI), Pluggable Authentication Modules,
Unterstützung für 80386-Prozessoren, kernfs und
UUCP entfernt, Perl aus dem Basissystem in die Ports
verschoben, das rc.d Framework aus NetBSD
importiert[49]
Experimentelle Unterstützung von AMD64-
Prozessoren, 1:1- und M:N-Thread-Bibliotheken für
Multithreading, Name Service Switch und des ULE-
Schedulers, Unterstützung von Physical Address
5.1 9. Juni 2003 Februar 2004
Extensions, zwingende Verwendung von GEOM und
devfs, IPv6 Unterstützung des Linux-Emulators,
Beginn der Dokumentationsübersetzung ins
Dänische[50]
AMD64 als Tier1-Architektur unterstützt, Protocol
Independent Multicast, ATA-Treiber aus dem Giant
lock entfernt, Unterstützung des NFSv4-Client, Start
5.2 9. Januar 2004 31. Dezember 2004 der Dokumentationsübersetzung ins Türkische,[51]
Einführung von Cardbus- und 802.11a/b/g-Treibern,
experimentelle Unterstützung für die Filterung und
Forwarding von IP-Daten in mehreren Threads[52]
5.2.1 25. Februar 2004 31. Dezember 2004
5.3 6. November 2004 31. Oktober 2006 ALTernate Queueing, eintrittsinvariante Netzwerk- und
Socketsubsysteme in mehreren Threads, Einführung
des Kernel debugger frameworks (KDB), dynamische
und statische Linkerunterstützung für Thread-local
storage, Import der pf-Firewall aus OpenBSD, native
Ausführungsunterstützung von NDIS-Treibern,
Ersetzung von XFree86 durch X.org, Kryptographie-
Unterstützung durch Basissystem[53]
Import des Common Address Redundancy Protocol
5.4 9. Mai 2005 31. Oktober 2006
aus OpenBSD[54]
Beide Kerne von Dual-Core-Prozessoren sind per
5.5 25. Mai 2006 31. Mai 2008
Voreinstellung durch SMP-Kernel nutzbar[55]
Experimentelle Unterstützung für PowerPC, WPA,
Treiber weiterer Wireless-Karten hinzugefügt,
vollständige Unterstützung von 802.11g, 802.11i,
802.1x und WME/WMM, Verbesserung von Zugriffen
6.0 4. November 2005 31. Januar 2007
auf Dateisysteme und direkt auf Datenträger, SMP-
fähige Schicht des virtuellen Dateisystems VFS,
Import der Bridge-Implementierung mit Unterstützung
des 802.1D Spanning Tree Protocol aus NetBSD[56]
Tastatur-Multiplexer, automatische Konfiguration vieler
6.1 8. Mai 2006 31. Mai 2008 Bluetooth-Geräte, Treiber für Ethernet, SAS und SATA-
RAID-Controller[57]
Unterstützung der Xbox-Architektur, OpenBSM, ipfw-
Tags für Pakete, Einführung von freebsd-update für
6.2 15. Januar 2007 31. Mai 2008
binäre Sicherheitsupdates und Patches und OpenIPMI
als Intelligent Platform Management Interface[58]
Reimplementierung von UnionFS, Hinzufügen eines
6.3 18. Januar 2008 31. Januar 2010
Upgrade-Schalters zu freebsd-update[59]
Unterstützung des Camellia-Algorithmus zur
Verschlüsselung, Ermöglichen des Bootens von USB-
6.4 28. November 2008 30. November 2010
Datenträgern und Geräten mit GPT-BIOS, buffer
corruption protection bei der Speicherallokierung[60]
Unterstützung von ZFS, XFS und GPT,
Referenzimplemenation von SCTP, Unterstützung für
die ARM-Architektur und das High Definition Audio
7.0 27. Februar 2008 30. April 2009 Interface (HDA) von Intel hinzugefügt, phkmalloc durch
jemalloc,[61] Unterstützung für DEC Alpha
eingestellt[62]
DTrace von OpenSolaris übernommen, ULE-Scheduler
7.1 4. Januar 2009 28. Februar 2011 wird voreingestellter Scheduler für i386- und AMD64-
Platformen[63]
Unterstützung der UltraSPARC-III-Prozessoren,
transparente Verwendung von Superpages im Virtual-
7.2 4. Mai 2009 30. Juni 2010
Memory-Subsystem, Verbesserungen an den FreeBSD
jails[64]
Neuer Bootloader gptzfsboot mit Unterstützung für
7.3 23. März 2010 31. März 2012 GPT und ZFS, Unterstützung für VIA-Nano-
Prozessoren[65]
Unterstützung für UltraSPARC-IV, -IV+ und SPARC64-
7.4 24. Februar 2011 28. Februar 2013
V-Prozessoren hinzugefügt, IEEE 802.3 Vollduplex[66]
Neuer USB-Stack, Unterstützung für IEEE 802.11s,
8.0 25. November 2009 30. November 2010 Verwendung von Superpages, Erhöhung der Anzahl
maximaler Slices und Unterstützung von NFSv4[67]
8.1 23. Juli 2010 31. Juli 2012 Hochverfügbarkeitsspeicher, SMP für PowerPC G5-
Systeme, threadsicheres MS-DOS-Dateisystem,
zfsloader, NFSv4-ACL für UFS und ZFS[68]
Import von V4L in den Linux-Emulator, Unterstützung
8.2 24. Februar 2011 31. Juli 2012 von USB 3.0 und des Extensible Host Controller
Interface[69]
Unterstützung der TRIM-Funktion für SSDs, GNOME
8.3 18. April 2012 30. April 2014
Version 2.32.1, KDE Version 4.7.4[70]
Dateisystem tmpfs kann nun produktiv eingesetzt
8.4 9. Juni 2013 1. August 2015
werden, KDE Version 4.10.1[71]
Userland DTrace, UFS SoftUpdates+Journal, SMP-
9.0 12. Januar 2012 31. März 2013 Support für mehr als 32 Prozessoren, Einführung der
Non-Uniform Memory Architecture[72]
Neuer Intel-Grafiktreiber mit GEM/KMS-
9.1 31. Dezember 2012 31. Dezember 2014
Unterstützung[73]
Unterstützung von TRIM sowie LZ4-Kompression unter
9.2 30. September 2013 31. Dezember 2014
ZFS[74]
Unterstützung von ZFS-bookmarks, Einführung von
9.3 16. Juli 2014 31. Dezember 2016 /usr/lib/private, Aktualisierung zahlreicher
Bibliotheken[75]

Umstellung auf Clang/LLVM als Standardcompiler;[76]


10.0 20. Januar 2014 28. Februar 2015
Linux-inotify-Emulation[77]
Unterstützung für UEFI bei amd64, UDP-Lite-Protokoll
10.1 14. November 2014 31. Dezember 2016 und SMP bei armv6 hinzugefügt, Performance-
Verbesserungen bei Virtualisierung und ZFS[78]
10.2 13. August 2015 31. Dezember 2016
Unterstützung von ZFS-Boot bei UEFI-Installationen,
10.3 29. März 2016 30. April 2018
64-Bit Linux-Emulation
10.4 4. Oktober 2017 31. Oktober 2018
Der WLAN-Treiber unterstützt 802.11n und weitere
Hardware, außerdem setzt er standardmäßig die
Regulierungsdomäne auf FCC-Regeln um, es wird die
11.0 10. Oktober 2016[79] 30. November 2017[80] RISC-V- und arm64-Architektur unterstützt, der
Hypervisor Bhyve unterstützt nun Windows Vista und
aufwärts, libblacklist wurde von NetBSD übernommen,
sowie Bugfixes und Paketaktualisierungen[81]
LLVM, LLDB, Clang wurde aktualisiert, der NFS-Client
unterstützt nun das Amazon Elastic File System und
der Hyper-V-Hypervisor zweiter Generation erhält
30. September
11.1 26. Juli 2017[82] Support, ergänzt wurden die Tools zfsbootcfg und
2018[83] efivar, weitere Softwareupdates und Verbesserungen
sowie Updates, um reproduzierbare Builds besser zu
unterstützen[84]
LLVM, Clang, LLDB wurde genauso wie OpenSSH und
11.2 27. Juni 2018[85] 31. Oktober 2019 OpenSSL aktualisiert, KDE 4.14.3, Gnome 3.18.0,
Treiberupdates
11.3 5. Juli 2019 30. September 2020 KDE 4.15.3, Gnome 3.28.0
11.4 5. Juli 2019 30. September 2021
11. Dezember
12.0 29. Februar 2020
2018[86]
12.1 4. November 2019 31. Januar 2021 OpenSSL Version 1.1.1d; Clang/LLVM Version 8.0.1;
BearSSL im Basissystem[87]
Unterstützung für Intel 100Gb Ethernet Karten;
12.2 27. Oktober 2020 13. Juli 2021 Unterstützung von Linux in jails; OpenSSH 7.9p1;
OpenSSL 1.1.1h[88]

13.0 13. April 2021 Clang/LLVM Version 11.0.1[89]


Legende: Ältere Version; nicht mehr unterstützt Ältere Version; noch unterstützt Aktuelle Version
Zukünftige Version

Folgende Zeitleiste stellt den Lebenszyklus unterschiedlicher FreeBSD-Versionen dar. Bis zum End of life
einer Version werden Sicherheitslücken und Softwarefehler beseitigt und ein Teil essentieller neuer Features,
die in künftigen Versionen vorhanden sind, zurückportiert.
Logo
Der BSD-Daemon ist das „Maskottchen“ von BSD-Unix und wurde
von Beginn an als Logo verwendet. Er wird oft Beastie genannt,
obwohl ihn der Träger des Copyrights für namenlos erklärt.

Das Zeichen erwies sich jedoch teils schwer reproduzier- und


skalierbar, daher riefen im Februar 2005 die Entwickler des FreeBSD-
Projektes auf, ein Logo für FreeBSD zu entwerfen. Ende Juni 2005
wurden die Vorschläge verschiedener Grafiker eingereicht und Ende
September 2005 wurde das neue Logo ausgewählt. Zum Schluss
standen sieben Einsendungen in der engeren Wahl – gewonnen hat
ein Design von Anton K. Gural.[90][91]

Es gab darauf – wie bei NetBSD – verschiedene Erwägungen, das


traditionelle Maskottchen nicht weiter als Logo zu verwenden. Im Altes FreeBSD-Logo (BSD-Daemon)
Ergebnis bleibt der Daemon Beastie nun doch das Maskottchen des
Projektes. Das neue Logo ist eine Anspielung auf den Kopf des
Daemons mit seinen Hörnern.

Distributionen und Derivate

FreeBSD-Distributionen
m0n0wall: eine Firewall-Distribution;
NomadBSD: ein Live-System (keine Installation nötig) für USB-Sticks[92]
OPNsense: eine (stateful) Firewall/Router-Distribution; unterstützt LibreSSL und ASLR
pfSense: eine Firewall/Router-Distribution
TrustedBSD: Erweiterung mit dem Hauptgewicht auf Sicherheitseigenschaften
HardenedBSD: eine Erweiterung mit dem Hauptgewicht auf Sicherheitseigenschaften;
Zusammenarbeit mit OPNsense

FreeBSD-Derivate
CellOS und OrbisOS: Betriebssysteme der PlayStation 3 und 4 von Sony[93][94]
Darwin: gemeinsames Basisbetriebssystem für macOS, iOS etc.; XNU, Hybridkernel aus OSF
Mach- und FreeBSD-Kernel; Das Userland des als UNIX 03 zertifizierten macOS stammt
größtenteils von FreeBSD, es ist nicht Bestandteil von Darwin
Data ONTAP: das Betriebssystem von NetApp-Speichersystemen[95]
DesktopBSD: ein Arbeitsplatzsystem mit KDE als grafischer Arbeitsumgebung
DragonFly BSD: Abspaltung von FreeBSD 4.x
FuryBSD: Nachdem sich Project Trident (künftig Void Trident) entschlossen hat künftig anstatt
auf TrueOS/FreeBSD auf Void Linux zu setzen, gründete ein Teil der Community FuryBSD mit
dem Fokus auf ein vollständig grafisches Desktop OS
FreeNAS: für Network Attached Storage (NAS) konzipiert
FreeSBIE: ein Live-System mit Xfce and Fluxbox; entstand während des Google Summer of
Code 2005
JunOS: das Betriebssystem der Router von Juniper Networks
Kylin: entwickelt für chinesische Behörden
MidnightBSD: mit grafischer Arbeitsumgebung auf Basis von GNUstep; ursprünglich abgeleitet
von FreeBSD 6.1 Beta
NAS4Free: für Network Attached Storage (NAS) konzipiert
PicoBSD: eine minimierte Variante von FreeBSD, die auf eine einzelne Diskette passt – also
weniger als 1,44 MB umfasst
TrueOS (ehemals PC-BSD): ein FreeBSD erweiterndes und als Arbeitsplatzsystem
optimierendes Derivat; die Entwicklung wurde Anfang 2020 eingestellt.[96]
GhostBSD: ursprünglich FreeBSD-, ab 18.10 TrueOS-basierend; MATE als vorgesehene
grafische Arbeitsumgebung, ursprünglich Gnome
TwinCAT/BSD: Betriebssystem zur Industrieautomatisierung der Firma Beckhoff
Automation.[97]

Portierungen auf den FreeBSD-Kernel


Arch BSD: eine Arch-Linux-Portierung auf den Kernel von FreeBSD
Gentoo/FreeBSD: eine Gentoo-Portierung auf den Kernel von FreeBSD
Debian GNU/kFreeBSD: eine Portierung des Debian-GNU-Systems auf den Kernel von
FreeBSD

Hardwareanforderungen
Die Hardwareanforderungen hängen vom Einsatzgebiet ab. Ein Embedded System beispielsweise hat andere
Anforderungen als ein Webserver oder ein Desktop.

Für FreeBSD 11.x gelten 96 MB RAM und 1,5 GB Festplattenspeicher als Minimalanforderung. Bei
Desktop-Systemen beginnen die Anforderungen bei 2–4 GB RAM und mindestens 8 GB freiem
Festplattenspeicherplatz.[98]

Siehe auch
Vergleich von BSD-Betriebssystemen

Literatur
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FreeBSD Operating System. Addison-Wesley, 2004, ISBN 0-201-70245-2 (Beschreibung des
Betriebssystems auf akademischen Niveau)
Marshall Kirk McKusick, George V. Neville-Neil, Robert N. M. Watson: The Design and
Implementation of the FreeBSD Operating System. 2. Auflage. Addison-Wesley, 2015, ISBN
978-0-321-96897-5 (beschreibt den FreeBSD-11-Kernel)
Greg Lehey: The Complete FreeBSD (http://www.lemis.com/grog/Documentation/CFBSD/). 4.
Auflage. O'Reilly, 2003, ISBN 0-596-00516-4 (Installation, Konfiguration und Gebrauch des
FreeBSD-Systems)
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Michael Lucas: Absolute FreeBSD: The Ultimate Guide to FreeBSD. 2. Auflage. No Starch
Press, San Francisco 2007, ISBN 978-1-59327-151-0.
Michael Urban, Brian Tiemann: FreeBSD 6 Unleashed. Sams, 2006, ISBN 0-672-32875-5.
Michael Lucas: FreeBSD de Luxe. Unix-Serveradministration. Mitp-Verlag, Bonn 2003, ISBN 3-
8266-1343-0.
Benedikt Nießen: Der eigene Server mit FreeBSD 9. dpunkt.verlag, Heidelberg 2012, ISBN
978-3-89864-814-1.

Weblinks
Commons: FreeBSD (https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:FreeBSD?uselang=de) –
Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Offizielle Website The FreeBSD Project (https://www.freebsd.org/de/)
Linkkatalog zum Thema FreeBSD (https://curlie.org/Computers/Software/Operating_Systems/U
nix/BSD/FreeBSD/) bei curlie.org (ehemals DMOZ)
Offizielles Handbuch (https://www.freebsd.org/doc/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/)
Übersicht über Mailinglisten (https://www.freebsd.org/doc/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/
eresources.html)
Offizielles Forum (https://forums.freebsd.org/) (englisch)
BSDForen.de (https://www.bsdforen.de/) – deutschsprachiges Forum, inkl. Wiki und Chat-
Channel
BSD Magazine (https://bsdmag.org/) – kostenloses Periodikum (englisch)
FreeBSD Journal (http://www.freebsdjournal.com/) – Periodikum, herausgegeben von der
FreeBSD Foundation (englisch)
BSD Now (https://www.bsdnow.tv/) – wöchentlicher Video/Audio-Podcast mit Aktuellem,
Interviews und Anleitungen zu BSD (englisch)
BSDTalk (https://bsdtalk.blogspot.com/) – monatlicher Audio-Podcast mit Interviews zu BSD
(englisch)
FreeBSD – Das freie Betriebssystem für stabile Internet-Server (https://cre.fm/cre048-freebsd)
im Podcast CRE
FreeBSD, der unbekannte Riese (https://www.heise.de/ct/artikel/FreeBSD-der-unbekannte-Rie
se-935746.html) – Informativer Artikel inkl. Geschichte aus der Zeitschrift c’t

Einzelnachweise
1. FreeBSD 13.0 Brings Better Performance, LLVM Clang 11, Obsolete GNU Bits Removed. (http
s://www.phoronix.com/scan.php?page=news_item&px=FreeBSD-13.0-RELEASE) 13. April
2021 (englisch, abgerufen am 14. April 2021).
2. FreeBSD 13.0 released. (https://lwn.net/Articles/852552/) 13. April 2021 (englisch, abgerufen
am 14. April 2021).
3. von FreeBSD unterstützte Plattformen und deren Status (https://www.freebsd.org/de/platforms/)
4. The FreeBSD Developers. (https://www.freebsd.org/doc/en/articles/contributors/staff-committer
s.html) freebsd.org, abgerufen am 23. März 2016.
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atch?v=nNkqKdLm1rU) bei Google TechTalks 2007 (englisch)
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