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Artinian Weissensel

Frau Mag. Shaqiri


Kunst
13.3.21
Konzepte und Strategien in der Kunst/ Edward Manet
Es ist dank der unübersichtlichen Gegenwart der Kunst, dass man eine neue Ordnung schaffen
musste, die anhand von Strategien und Konzepten, die die Kunstschaffenden in ihrer Arbeit
anwenden, festgemacht wurde. Um sie sich leichter zu merken verwendet man die P.I.N.T.
Regel, bestehend aus Partizipation und Provokation, Inspektion, Inszenierung, Ironisierung und
Irritation, Narration und Negation und Transformation.
Bei der Partizipation geht es darum, die Angst des Betrachters vor der Kunst zu vernichten und
ihn direkt ins Geschehen mit einzubeziehen. Die Provokation ist relativ selbsterklärend,
Aufmerksamkeit wird durch ungewöhnliche und verbotene Auftritte hervorgerufen. Inspektion
heißt genaue Beobachtung. Bei dieser Strategie versucht der Künstler durch Serien, Archive,
Variationsfolgen und Dokumentationen die Besonderheiten und Unterschiede der Gegenstände
zu zeigen. In der Inszenierung wird die Verbindung von Kunst und Theater geschrieben, es wird
versucht, die Komplexität des Lebens abzubilden. Die Linie zwischen Schein und Sein wird
dabei hauchdünn gezogen, der Künstler versucht, grundlegende Fragen nach Identität und
Rollenmustern zu fragen. In der Ironisierung versucht der Künstler, Dinge, die nicht
zusammenpassen, zusammen darzustellen, wodurch die Kunst ins lächerliche Gezogen wird. Die
Irritation soll uns aus unserer Routine werfen. Der Künstler benutzt Elemente, die den
Beobachter überrumpeln. Die Narration benutzt Serien von Bildern, die sich chronologisch
aufeinander beziehen. Dieser Trend wurde vor allem durch die Videographie präsent. Negation
steht historisch betrachtet am Anfang jeder Neuerung. Aus der Negation einer vorangehenden
Kunstepoche entstand die Nächste. Negation als zeitgenössische Strategie schafft Kunst als
solche aus der Negation von Kunst. In der Transformation behält ein Werk seinen Ursprung,
wird jedoch in einen anderen Kontext bzw. Zusammenhang gebracht.
Edouard Manet wurde am 23. Januar 1832 als Sohn eines Angestellten des Justizministeriums in
Paris geboren.
Nach dem Wunsch des Vaters sollte er Jura studieren, doch zu diesem Ausbildungsgang weigerte
er sich. In den Jahren von 1850 bis 1856 ließ sich Manet von Thomas Couture in dessen Atelier
im Malen unterweisen. Darüber hinaus studierte er im Louvre Werke von Tizian (Titiano
Vecelli), Giorgione (Giorgio da Castelfranco), Tintoretto (Jacobo Robusti), Diego Rodriguez de
Silva y Velázquez und Eugène Ferdinand Victor Delacroix und kopierte sie. Er machte Reisen
nach Italien, Holland, Deutschland und Österreich zu Studienzwecken. Mit dem Bild
"Gitarrenspiel" (1860) erreichte er im Jahr 1861 eine Auszeichnung. Stets kämpfte Manet um
seine Anerkennung als Künstler. Doch schon bald lehnten ihn sowohl das Publikum als auch die
Kunstkritiker ab. 1959 wurde sein Bild "Der Absinth-Trinker" vom Pariser Salon zur
Ausstellung abgewiesen. 1863 entstand das Gemälde "Das Frühstück im Grünen". Im Jahr 1865
unternahm Edouard Manet eine Reise nach Madrid. Dort kam er intensiv mit den Werken von
Meistermalern aus dem 17. Jahrhundert wie zum Beispiel Francisco de Zurbarán, Bartolomé
Esteban Murillo (Bartolomé Esteban Pérez) oder Diego Rodriguez de Silva y Velázquez in
Berührung. Besondere Eindrücke hinterließen dabei die Arbeiten des spanischen Malers,
Radierers und Lithographen Francisco José de Goya y Lucientes. Der Künstler verarbeitete sie
beispielsweise in den Werken "Die Erschießung Kaiser Maximilians von Mexiko" (1867) und
"Der Balkon" (etwa um 1868 bis 1869). Danach wechselten seine Sujets. Manet malte oft Szenen
aus dem zeitgenössischen Paris. Trotz der allgemeinen Ablehnung seiner Gemälde, war er gerade
bei jungen Künstlern angesehen und wurde von ihnen als Märtyrer hoch gelobt. Er hatte in dieser
Zeit regelmäßigen Kontakt mit den Impressionisten wie Claude Monet, Camille Pissarro, Alfred
Sisley, Paul Cézanne, Auguste Renoir oder Berthe Morisot. Manets Werke, obleich er kein
Impressionist war, dienten ihnen als Vorbild. Unterstützung gegen die zeitgenössische Kritik
fand der Künstler in den Schriftstellern Stéphane Mallarmé, Charles Baudelaire und Emile Zola,
mit denen er auch befreundet war. In der ersten Hälfte der siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts
ließ sich Manet durch Claude Monet und Berthe Morisot zur Malerei des Pleinair inspirieren.
Ebenso übte die Begegnung mit dem Maler Frans Hals, den er auf einer im Jahr 1872
unternommenen Reise nach Holland traf, einen Einfluss auf Manets Schaffen aus. Seine
Farbgebung wurde zusehends heller und sein Pinselaufstrich verlor an Strenge. 1874 traf er sich
mit Claude Monet in Argenteuil, wo sie zusammen arbeiteten. Anfang der Achtziger erkrankte
Manet, eine schon früher ausgebrochene Lähmung machte sich bemerkbar. Daraufhin konnte er
sich ab dem Jahr 1881 nur der Pastelltechnik widmen, da ihm der Umgang damit nicht so schwer
fiel. Edouard Manet starb am 30. April 1883 an den Folgen einer Beinamputation.

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