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AA XV, Reflexionen zur Anthropologie.

, Seite 315
M 179

Was mit den Gesetzen des Verstandes überhaupt stimt, ist wahr oder logisch gut. Was mit
den Gesetzen der Sinnlichkeit überhaupt (nothwendiger Weise und also allgemein) stimt,
ist angenehm schön (denn alle sinnlichkeit ist mit Anmuth oder Unannehmlichkeit
verbunden, und, was die Thätigkeit belebt, ist angenehm; geschieht dieses allgemein, so
gefällt es). Was mit dem Privatgesetze der Sinnlichkeit (der Empfindung) übereinstimt, ist
angenehm oder Vergnügt. Weil die selbstempfindung der letzte Beziehungsgrund von
allen unseren Thätigkeiten ist : so bezieht sich alles auf das Gefühl (welches entweder Lust
oder Unlust ist). Was mit den Gesetzen des Willens überhaupt nothwendig stimmt, ist gut.
Dieweil aber der Wille eigentlich eine Thätigkeit ist zufolge einem gewissen Erkentnisse,
und zwar, welches sich entweder auf das Subiekt im Privatverhältnis oder ein allgemein
gültiges Verhältnis betrachtet: so ist gut, (316) was mit den Thätigkeiten des Subiekts nach
Gesetzen des Verstandes allgemein Zusammenstimmt.

What appeals to the laws of the mind is true or logical good. What agrees with the laws of
sensibility in general (necessarily and thus generally) is pleasantly beautiful (for all
sensuality is combined with grace or discomfort, and that which animates the activity is
agreeable; What agrees with the private laws of sensibility (sensation) is pleasant or
enjoyable. Because the self-sensation is the ultimate relational ground of all our activities:
everything refers to the feeling (which is either pleasure or aversion). What is necessary
with the laws of the will is good. But meanwhile the will is actually an activity according to
a certain knowledge, namely, which regards itself either to the subiect in private relation
or a universally valid relation: so it is good, which agrees in general with the activities of
the subject according to the laws of the understanding.

AA XVII, Reflexionen zur Metaphysik. , Seite 658

Obiektiv wird die Erscheinung gemacht dadurch, daß sie als enthalten unter einen titel der
Selbstwarnehmung gebracht wird. und also sind die Ursprüngliche Verhältnisse der
apprehension die Bedingungen so wohl der Warnehmung der (g realen ) Verhältnisse in
der Erscheinung, und eben dadurch, daß man sagt: eine Erscheinung gehört darunter,
wird sie aus dem allgemeinen bestimmt und wird obiektiv vorgestellt, d.i. gedacht.
Dadurch, daß man sie nicht als gehörig zu unter die functionen der Selbstempfindung,
sondern als vermittelst einzelner Warnehmung vorstellt heißt sie bloße Empfindung. Wir
können eben so a priori aus den functionen der Warnehmung diese bestimmen in
Ansehung des obiectiven, d.i. der Bedingungen des, welche von den einzelnen
Verhältnissen der Sinne unabhängig seyn, bestimmen als in Ansehung der Verhältnisse
von Raum und Zeit. Das Gemüth muß ein Vermögen haben zu apprehendiren, und deren
functionen sind zur Warnehmung eben so nothwendig wie die receptivitaet der
Erscheinungen.
Objectively, the phenomenon is made by being brought under a title of self-perception,
and so the original conditions of apprehension are the conditions of well-being of the
(real) relations in appearance, and precisely by saying: one Appearance belongs to it, it is
determined from the general and is presented objectively, ie thought. By not presenting it
as belonging to the functions of self-sensation, but as by means of individual perception, it
is called mere sensation. Just as a priori we can determine these from the functions of
perception in terms of the objective, ie. the conditions of those who are independent of
the individual relations of the senses, determine as to the relations of space and time. The
mind must have a capacity to apprehend, and its functions are just as necessary for the
purpose of perception as the receptivity of the phenomena.

AA XV, Reflexionen zur Anthropologie. , Seite 109

Zart sind die Sinne, welche durch starke Eindrücke zu viel leiden. (hypochondrisch. acidum
vitrioli. ) (Eben so der innere. Empfindlich der subiective Sinn. )

Es könte mehr als 5 Sinne geben; ob es deren nicht wirklich mehr giebt. Einige dienen nur
zur Selbstempfindung, d. i. zum Gefühl unsres Zustandes, deren Mehrheit also würde
unsre Kentnisse nicht erweitern.

Gentle are the senses, which suffer too much from strong impressions. (Hypochondriac
acidum vitrioli.) (Just as the inner. Sensitive the subiective sense.)

There could be more than 5 senses; if they really do not exist anymore. Some are only for
self-sensation, d. i. to the feeling of our condition, the majority of which would not
broaden our knowledge.

AA XV, 78

Die Sinnlichkeit ist die passibilität meiner Vermögen, die intellectualität ist die
spontaneität derselben: des Erkenntnis, Gefühls und des Begehrens. Eine jede Kraft der
Seele ist entweder eine todte oder lebendige; die erste ist die, so durch beständige
äussere Eindrüke in der Dauer erhalten werden muß. (s — Empfindung und Einbildung. )
Alle Selbstthätigkeit befördert das Bewustseyn des Lebens.

Sensuality is the passivity of my Faculties, intellectuality is the spontaneity of it: of


knowledge, feeling and desire. Every power of the soul is either dead or alive; the first is
that which must be preserved in duration by constant external impressions. (s - sensation
and imagination.) All self-activity promotes awareness of life.

AA XV, 299-300

Die Vollkomenheit einer Erkentnis in Ansehung des objects ist logisch, in Ansehung des
subjects ist ästhetisch. Diese letztere weil sie das Bewustsein seines zustandes durch das
Verhaltnis, worin seine Sinne zum object gestellt werden, und durch Zueignung
vergroßert, vergroßert das Bewustsein des Lebens und heißt darum lebhaft. Die abstracte
Vorstellung hebt beynahe das Bewustsein des Lebens auf.

The perfection of knowledge in terms of the object is logical, in terms of the subject it is
aesthetic. The latter, because it increases the awareness of its state through the
relationship in which its senses are put to object and through appropriation, increases the
awareness of life and is therefore called lively. The abstract idea almost removes the
awareness of life.

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