Sie sind auf Seite 1von 2

Heutiges Urheberrecht

Definition
Urheberrechte sind zeitlich befristete Monopole. Sie versetzen den Urheber in die Lage, eine bestimmte
Verwendung seines Werks zu erlauben oder zu verbieten. So kann der Urheber beispielsweise die Aufführung
oder die Sendung seines Werks gegen ein Entgelt erlauben und auf diese Weise ein Einkommen erzielen.
Das Urheberrecht gibt ihm dazu Vermögensrechte, die er mit einer Lizenz oder durch Rechteübertragung an
andere weitergeben kann. Zu diesen Rechten gehören das Aufführungs-, Vortrags- und Vorführungsrecht,
das Vervielfältigungsrecht, das Verbreitungsrecht, das Sende- und Weitersenderecht sowie das Recht der
Wahrnehmbarmachung.
Neben diesen Vermögensrechten schützt das Urheberrecht auch die persönliche Beziehung des
Urhebers zum Werk, da es auch ein Ausdruck seiner Kreativität und seiner Persönlichkeit ist. Diese
Urheberpersönlichkeitsrechte schützen den Urheber davor, dass sein Werk lächerlich gemacht oder
entstellt wird. Der Urheber kann zudem bestimmen, ob, wann und unter welchen Umständen sein Werk
veröffentlicht werden soll. Weiter hat er das Recht, als Urheber genannt zu werden. Der Urheber kann diese
persönlichkeitsrechtlichen Befugnisse aber nicht auf andere übertragen.
Quelle: urheberrecht.ch

Übersicht

Beispiele für geschützte Werke


Geschützte Werke
Musikwerke, Texte (Literatur, Zeitungsartikel etc.), Fotografien, Filme, Bilder, Computerprogramme, Bauwerke,
Landkarten, Pantomimen

Nicht geschützte Werke


Gerichtsentscheide, Gesetze, Konzepte, Patentschriften, Zahlungsmittel

Gruppe D1 J. Badertscher, L. Walliser, O.Kaufmann 23.03.2011


Bild- und Film-Inhalte
Nicht anders als Musik- und Sprachwerke sind auch Bild- und Filmwerke dem Urheberrecht unterstellt. Es
dürfen entgegen häufiger Meinungen von Laien weder ein Ausschnitt noch einige wenige Sekunden verwendet
werden, ohne vorher die Erlaubnis des Urhebers einzuholen.
Quelle: ieg.ch

Bilder aus dem Internet


Wollen Sie ein urheberrechtlich geschütztes Werk nutzen, brauchen Sie dazu eine Erlaubnis. Immer. Bei
verwendeten Bildern oder Texten anzugeben, woher Sie sie haben, entbindet Sie nicht von der Pflicht, eine
Erlaubnis einzuholen.
Die Erlaubnis kann Ihnen der Rechteinhaber erteilen, oder sie ergibt sich direkt aus dem Urheberrechtsgesetz.
Wahrscheinlich verwenden auch Sie urheberrechtlich geschützte Werke: Sie arbeiten zum Beispiel mit
geschützter Software, verwenden auf Ihrer Website oder in Prospekten geschützte Bilder, oder Sie verwenden
Logos und Texte, an denen Ihre Werbeagentur Urheberrechte hat. Vermeiden Sie Urheberrechtsverletzungen
und holen Sie vor jeder Verwendung die notwendigen Rechte ein.
Quelle: ieg.ch

Eingescannte Dokumente
Für die geschäftsinterne Information und Dokumentation dürfen Sie aus urheberrechtlich geschützten Büchern,
Broschüren oder Zeitschriften fotokopieren. Das Urheberrechtsgesetz erlaubt dies – sieht dafür aber eine
Entschädigung vor. Die Verwertungsgesellschaft ProLitteris zieht diese bei den Betrieben ein und verteilt sie den
Urhebern.

Texte und Zitate


Das Urheberrecht schützt nur die Form, in der eine Idee ausgedrückt wird, also zum Beispiel den geschriebenen
Text. Nicht aber die Idee. Ihr Businessplan kann somit als Sprachwerk urheberrechtlich geschützt sein; ihn
ohne Ihre Zustimmung zu kopieren und weiterzuverbreiten wäre verboten. Kennt ein Mitbewerber aber Ihren
Businessplan und setzt ihn selbst um, verletzt er keine Urheberrechte.
Art. 25 Zitate des Urheberrechtsgesetzes (URG) lautet:
Veröffentlichte Werke dürfen zitiert werden, wenn das Zitat zur Erläuterung, als Hinweis oder zur
Veranschaulichung dient und der Umfang des Zitats durch diesen Zweck gerechtfertigt ist.
Das Zitat als solches und die Quelle müssen bezeichnet werden. Wird in der Quelle auf die Urheberschaft
hingewiesen, so ist diese ebenfalls anzugeben.
Wenn es der Zitatzweck rechtfertigt, darf ein Zitat auch ein ganzes Werk (z. B. ein Gedicht) umfassen. Dabei
muss bei Sprachwerken ein inhaltlicher Bezug des zitierenden Textes auf das zitierte Werk bestehen.

Audioaufnahmen und Audiodateien


Im Urheberrechtsgesetz sind die verwandten Schutzrechte geregelt. Sie umfassen
die Rechte der ausübenden Künstler (Musiker, Schauspieler) an ihren Darbietungen, die Rechte der Hersteller
von Ton- und Tonbildträgern an ihren Produkten (CD, DVD usw.), die Rechte der Sendeunternehmen an ihren
Radio- und Fernsehsendungen.
Quelle: ieg.ch

Beispiel Leistungsschutzrechte
Sie spielen Ihr komponiertes Stück mit einer Band an Konzerten und ergattern sich einen Plattenvertrag.
Ihre Band wird bekannt, im Radio gespielt und in Fernsehshows eingeladen. Es sind Leistungsschutzrechte
entstanden.
Quelle: urheberrecht.ch

Gruppe D1 J. Badertscher, L. Walliser, O.Kaufmann 23.03.2011