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12 daily

foTo: ERV 12 daily Konfrontativer Schmusekurs: Markus Luthe (IHA), Marco Nussbaum (Prizotel), Jörg Trouvain

Konfrontativer Schmusekurs: Markus Luthe (IHA), Marco Nussbaum (Prizotel), Jörg Trouvain (Holidaycheck), Christine Petersen (Tripadvisor) und Juliane Cray (Google, von links) diskutierten über die Haken und Ösen bei Hotelbewertungen im Internet.

nicht se hr se ns ib el.“ Ab er sie ge lobte Be sser ung. Tr ip advi sor habe eige ns ei ne n Cu stomer-S er vice-E xp er te n von Eb ay ei n- ge stel lt, um sich in diesem Pun kt zu ve rb es se rn. Auch Go ogle ka m in de r Ge spräch sr unde nicht sonder- lich gut weg. Be sonder s die von Go ogle se lb st erhobe ne n Hote lb ewer tu ngen, die in Pl aces er sc he inen, wu rden kr it i- sier t. Es gebe zu we nig Kont rolle, so da ss negat ive Bewe r- tu ngen ungepr üf t ga nz we it ob en in de r Such ma sc hi ne au f- tauc hten. „Hotel s si nd ke ine To aste r“, mon ie rte Luthe. Und Jörg Trouva in ergä nz te : „G oogle sollte sich be sser au f die Suche konzentr ie re n, de nn da si nd sie gut.“ Ju li ane Cr ay, He ad Tr avel Deut sc hl and be i Go ogle, na hm die Kr it ik an. „Wir mü ssen in diesem Be re ic h no ch ga nz viel le rnen“, sagte sie. Gleich ze it ig rief sie die Hote lier s au f, Go ogle Pl aces al s Ch ance zu se he n, um be sser ge fu nden zu werden und ko sten lo se n Tr affic zu ge ne rieren. fvw

Urlaub erbe wert ungen

„Hotels sind keine Toaster“

Die Hotellerie bekämpft Bewertungsportale nicht mehr. Sie will aber ihren Einfluss auf die Seiten vergrößern.

A r ndt A s c h e n b e c k

K en ne n Sie de n Witz vom Be erdigu ngsu nter ne hmer, de r ab ends tota l er sc höpf t nach Hause kommt? Se ine Fr au fr ag t ih n be daue rnd, wie viele Be st at tu ngen er

de nn ge habt habe. „Nur ei ne“, sagt de r Er mattete. „Und da bi st du so kaputt?“, entgeg net se ine Fr au. „Ja“, sagt er. „Wir habe n ei ne Sc hw iege rmut te r be erdigt. Da wa r so viel Ap - pl au s, da ss wi r sie 30 -m al wieder ho ch hole n mu sste n.“ Irge ndwie er in ne rt diese Anekdote an die Di sk us sion um Hote lb ewer tu ngen im Inte rnet. Im me r we nn ma n de nk t, da ss die Kont rove rsen um dieses Them a me hr oder we nige r be endet si nd, be kommt de r Di sput neue Na hr ung. Die Ge - spräch sr unde am IT B Ho spit al it y Day ge ster n ze ig te, da ss da s Them a ge rade wieder ei ne neue Sc hlei fe dreht. Gr unds ät zlich habe n die Hote lier s de n Ka mpf gege n die Urlaub erbewe rt unge n im Netz au fgegeb en. „D er Gei st ist au s de r Fl as che, jetz t mü ssen wi r da s Be ste dr au s machen“, sagte Ma rk us Luthe, Ge sc hä ft sf üh re r de s Hote lverba nd s Deut sc hl and (I HA). Das ve rsuc ht die Hote ller ie, inde m sie al le Hebe l in Bewegu ng setz t, um me hr Ei nflus s au f de n Be- we rt ungsprozes s de r Port ale zu ne hmen. Und auch die In-

te rnet-S eite n öf fnen sich fü r die Hote ls und suchen de n Di alog. So hat Holidayc he ck Ende ve rgange ne n Ja hres ei- ne Ex tr a-Abte ilung gegr ün-

det, die sich nu r um die Kommun ik at ion mit de n Hote lier s kü mmer t, wie Ge sc hä ft sf üh re r Jörg Trouva in ve r- riet. Das sc he int Fr üc hte zu tr agen. „D ie Zu sa mmen arbe it mit Holidayc he ck ist se hr po sitiv“, lobte Ma rco Nu ssbaum, Ge sc hä ft sf üh re r de s Bremer Pr iz otel.

Heftiger Gegenwind blies dagege n Ch ri st ine Pete rsen vom Holidayc he ck-Kon ku rrente n Tr ip advi sor entgegen. So kr it i- sier te Ma rk us Luthe, da ss Tr ipadvi sor die inte rk ultu re lle Komp eten z fe hle. Al s Be ispiel na nnte er ei n deut sc he s Ho - te l, da s sich be i de m Bewe rt ungsport al be sc hwer te, we il da s Wort „Monste r“ in ei ne r Urlaub erkr it ik au ft auchte. Tr i- padv is or habe es abge le hnt, de n Be it rag zu ände rn, da ma n diesen Begr if f al s nicht proble mati sch ei nstu fe. Pete rsen räumte ei n, da ss Tr ip advi sor bi sher be i de r Betreuung de r Hote lier s ke inen so gute n Job ge macht habe: „Wir wa re n

lier s ke inen so gute n Job ge macht habe: „Wir wa re n Europäische

Europäische setztauf mehr Transparenz

Die Europäische blickt sehr optimistisch auf 2011. Doch Stornotarife für X-Buchungen bleiben umstritten.

2011. Doch Stornotarife für X-Buchungen bleiben umstritten. Torsten Haase ist Vertriebsvorstand der Europäischen

Torsten Haase ist Vertriebsvorstand der Europäischen Reiseversicherung.

V on de r gute n St im mu ng in de r Tour isti k profitier t auch die Ve rs i- cher ungsbr anche. Zu ma l die Eu-

ropä ische Re isever sicher ung 2010 ih r be stes Ergebn is se it 15 Ja hren erzielt hat. De r Um satz wuch s im zwei stel lige n Be- re ic h. „2011 wollen wi r da s üb er tref fe n“, sagt Ve rt rieb svor st and Torste n Ha ase. Da- fü r spre che die hohe Kauf be re it sc ha ft de r Ku nden.

Der Optimismus ist groß. Bleibt die

Br anche von ex te rnen Ei nflüs se n ve r- sc hont, werde 2011 ei n Top-Ja hr, sagte Ha ase. De nnoc h mü sse die Br anche wach sa m se in, um kurzfr istig re ag ie re n zu können. Es we ht we iter ei n sc ha rfer

Wi nd in de r Re isever sicher ungsbr anche, he ißt es be i de r ERV. Steige nde Ko sten, die Un ru he n in Nord af ri ka und de r Trend zu dy na mi sc he n Bauste in re isen si nd Nü sse, die no ch zu kn ac ke n si nd.

Die Stornostaffeln de r Ve ra nsta lter

be i X-Buchunge n sc ha ff te n we iter Prob - le me. Um gut 40 Prozemt se i de r Sc ha- de naufw and in de m Be re ic h in de n ve r- ga ngenen drei Monate n ge st iege n. Ziel mü sse es se in, so Ha ase, diese Stor nobe di ng unge n au f da s Nive au de r Pausch al re isepro du kte zu br inge n. Sonst werde de r Ku nde da s Produk t nicht me hr buchen. „S ch le chte Be di ng unge n spre- chen sich sc hnel l he ru m.“ Be re it s se it Febr ua r lä sst die ERV de n Ab sc hlus s von Re iser üc kt ritt sver siche- ru ngen fü r X-Buchunge n nu r üb er die Ta ri fe mit Se lb stbe ha lt zu. Das gi lt fü r auch fü r entsprec he nde Pa kete. Ei n eige- ne r X-Ta ri f zu erhebl ic h höheren Pr ä- mien se i nicht au sz us ch ließen. Auch die Flugsteuer ist fü r Ha ase ei n Them a mit Di sk us sion sb ed ar f. Hier ma hnt er me hr Tr an sp aren z an. De r me di zi ni sc he Be ratu ngsser vice de r Eu ropä is chen Re isever sicher ung ist gut fü r ei ne Er folgsmeldu ng: Dort ru fe n Ku nden an, die un sicher si nd, ob sie ih re Re ise stor nieren sollen. Im me rh in konn- te n 40 Prozent de r An ru fe r ih re Re ise no ch antreten.

MLS

Halle 25, Stand 121

ITB 11.3.2011 fvwdaily