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Deutsch mit Benjamin

Benjamins 7 Tipps,
um sicher und selbstbewusst
Deutsch zu sprechen
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Benjamins 7 Tipps, um sicher und selbstbewusst Deutsch zu sprechen

Seien wir doch mal ehrlich:

Wer würde nicht gerne sicherer und selbstbewusster Deutsch sprechen, ohne ständig
nachzudenken und ins Stocken zu geraten?

Ich bin sicher, auch du hast diesen Wunsch – sonst hättest du dir wohl dieses E-Book nicht
heruntergeladen.

Nun, ich habe keinen ultimativen Zaubertrick für dich, mit dem du sofort perfekt Deutsch
sprechen wirst.

Aber ich habe 7 wertvolle Tipps für dich, die dir helfen werden, dich schon bald flüssiger
und sicherer auf Deutsch unterhalten zu können.

Oft werde ich gefragt, wie ich es geschafft habe, sowohl Englisch als auch Tschechisch
fließend zu sprechen. So viele Leute sagen mir, sie würden gerne so selbstbewusst
Deutsch sprechen, wie ich Englisch oder Tschechisch spreche. Sie sagen dann:
„Benjamin, na ja, du bist ja auch noch jung! Und du hast einfach ein Talent für Sprachen.“
Ich glaube aber, das ist nur eine Ausrede – ein weiterer Grund für diese Leute, selbst
nicht weiter an ihren Fähigkeiten zu arbeiten. Wenn man ein paar einfache, aber
essentielle Dinge beachtet, dann kann man definitiv erfolgreicher Deutsch lernen.

Ich bin davon überzeugt, dass mit diesen 7 einfachen Schritten jeder, der die Basics der
Grammatik beherrscht und den notwendigen Wortschatz kennt, es schaffen kann, sich
sicher und selbstbewusst auf Deutsch zu verständigen.

Vergiss aber nicht: auch wenn diese 7 Tipps wirklich simpel sind – sie sind keine
Zauberformel. Sie erfordern Arbeit. Du musst also aktiv sein. Diese Fähigkeit,
selbstbewusst und flüssig zu sprechen, wird nicht automatisch kommen und auch der
beste Deutschlehrer der Welt wird sie dir nicht in den Kopf gießen können, wie Wasser in
ein Glas.

So, genug der Vorrede. Legen wir los!

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Benjamins 7 Tipps, um sicher und selbstbewusst Deutsch zu sprechen

Tipp #1:
Baue die deutsche Sprache in deinen Alltag ein.

Wenn dir die bisherigen Methoden nicht dabei geholfen haben, fließend Deutsch zu
sprechen, wäre es wohl langsam mal Zeit, etwas an deinem Lernverhalten zu ändern.
Anstatt Lücken in Grammatikübungen auszufüllen, versuch doch lieber mal was anderes
zu machen – etwas Natürlicheres, etwas, das dir Spaß macht.

Als ich Englisch und Tschechisch lernte, bin ich in die Sprachen eingetaucht. Ich habe sie
zu einem Teil meines täglichen Lebens gemacht – einfach, um mich an sie zu gewöhnen.
Damals habe ich übrigens nicht im Ausland gelebt. Ich war in Deutschland, in meinem
Heimatland. Dort habe ich auch Tschechisch an der Uni studiert. Der Unterricht an der Uni
hat mir aber nicht wirklich viel gebracht. Ständig langweilige Übungen, die Lehrerin
erklärte viel auf Deutsch. Dann habe ich schnell verstanden, dass das nicht reicht. Deshalb
habe ich mir in dieser Zeit zu Hause meine eigene tschechische Welt geschaffen. Das
kannst du natürlich auch auf Deutsch anwenden. Es hilft nicht nur, Deutsch im realen
Leben zu lernen, sondern macht auch noch Spaß! Außerdem macht es das Lernen
leichter: so lernst du die deutsche Sprache nämlich passend zu deinem eigenen Leben
und deinen eigenen Erfahrungen. Die Sprache ist dann also viel relevanter für dich und
motiviert dich mehr zum Lernen.

Versuch also mal, dir eine kleine deutsche Welt zu erschaffen. Du kannst zum Beispiel
deutschsprachige Musik hören, Fernsehsendungen auf Deutsch sehen (auch solche, die
nicht original auf Deutsch sind – viele Serien und Filme sind auf Deutsch synchronisiert).
Du kannst auch dein Handy auf Deutsch umschalten.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, Deutschkurse zu besuchen. Diese sollten aber zu
100% auf Deutsch abgehalten werden. Wenn du magst, kannst du ja mal einen Blick auf
meine Website werfen, wo ich Persönliches Sprachcoaching anbiete. Dabei werde ich von
einem großartigen Lehrerteam unterstützt.
Bei mir ist übrigens immer alles auf Deutsch. Natürlich kannst du auch ein anderes
Lernprogramm oder einen anderen Lehrer wählen. Achte aber darauf, dass der
Deutschunterricht bzw. die Materialien auf Deutsch sind – und zwar zu 100%.

Oft ist es ja so: man hat zwar deutsche Freunde oder lebt vielleicht sogar in Deutschland,
aber niemand korrigiert einen. Vielleicht geht man in einen Deutschkurs, aber dann lernt
man die ganze Zeit nur Grammatik und Vokabellisten.

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Benjamins 7 Tipps, um sicher und selbstbewusst Deutsch zu sprechen

Beim Deutschlernen reicht es nicht, nur Wortschatz und Grammatik zu lernen. Eine
natürlichere Form des Deutschlernens ist die Immersion. Immersion ist eine Methode, bei
der man Deutsch lernt, indem man zu 100% in die Sprache eintaucht. Das hilft dir, die
Sprache zu beherrschen, weil du deine Sprech- und Hörfähigkeiten schnell verbessern
wirst. Du hörst die deutsche Sprache so, wie sie tatsächlich gesprochen wird, und bist
gezwungen, sie auch zu sprechen.

Das ist sehr wichtig. Lehrbücher sind zwar gut geeignet, um die Grammatik und Struktur
der Sprache zu verstehen. In Deutschland haben aber die Menschen in verschiedenen
Regionen oft spezielle Wörter und Dialekte. Außerdem reduzieren sie viele Laute, Silben
und manchmal sogar ganze Wörter.

Übrigens: auch wenn du Deutsch für dein Studium oder die Arbeit lernst, ist Immersion
sehr wichtig. Sogar die deutsche Sprache, die in formelleren Situationen – wie
Vorlesungen oder Meetings – verwendet wird, ist völlig anders als Lehrbuchdeutsch.
Diesen Ansatz verfolge ich beispielsweise auch beim Persönlichen Sprachcoaching in
meiner Online-Akademie. Unsere Schüler lernen dort alles, was sie brauchen (auch die
Grammatik) – aber so, wie es von echten Menschen im wirklichen Leben verwendet wird
und 100% auf Deutsch.

Wenn du dich für das Coaching interessierst, findest du hier mehr Infos:
https://de.deutsch-mit-benjamin.com/s/deutsch_mit_benjamin/1-zu-1-sprachcoaching

Bei der Buchung des Coachings erhältst du übrigens einen kostenlosen Zugang zu meiner
Online-Akademie für einen ganzen Monat.

Da diese sogenannte Immersion – also das Eintauchen in die Sprache – sehr intensiv ist,
kostet sie viel Energie und kann dich müde machen, was dich dann auch demotivieren
kann. Ich habe es deshalb so gemacht: Ich habe mir 2 Tage in der Woche ausgesucht, an
denen ich alles nur auf Tschechisch mache – hören, (mit mir selbst) sprechen sowie lesen
und schreiben. Abends war ich immer sehr müde, aber ich war eben auch echt stolz und
motiviert, weil ich diese „Challenge“ geschafft habe. Und es hat mir wirklich geholfen,
mich daran zu gewöhnen, in der Fremdsprache zu denken.

Ich denke also, dass es auch dir helfen kann. Probiere es doch also einfach mal aus.

Fang am besten noch heute damit an!

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Tipp #2:
Schreibe Transkriptionen.

Zunächst einmal, was ist eine Transkription?

Wenn man gesprochene Sprache vollständig schriftlich festhält, nennt man das eine
Transkription. Man transkribiert gesprochene Worte. Man nimmt sich einfach ein Video
oder Audio und schreibt dann alles auf, was man hört. Offensichtlich kann einem das
helfen, besser zu schreiben. Aber inwiefern trägt es dazu bei, dass du selbstbewusster
sprechen kannst?

Nun, um alles, was du im Video oder Audio hörst – und damit meine ich buchstäblich
alles – aufzuschreiben, musst du sehr genau zuhören. Denk nur mal an die ganzen
Endungen, Funktionswörter wie Artikel, Präpositionen oder Modalpartikeln (Wörter wie ja,
mal, eben, halt usw.) – meistens sind diese Wörter ja unbetont und werden deshalb
extrem schnell ausgesprochen, verkürzt und miteinander verbunden.

Und das ist eben der springende Punkt: Man will ja alles aufschreiben und dazu muss man
eben sehr konzentriert sein und immer wieder hören. Genau das macht diese Übung so
effektiv. Je mehr man zuhört, desto mehr verarbeitet das Gehirn, was man hört. So taucht
man in die Sprache ein, merkt sich neue Strukturen viel besser und benutzt sie
schlussendlich beim Sprechen. Bei Transkriptionen macht man oft die gleichen Fehler wie
beim Sprechen. Wenn du es also schaffst, bestimmte Fehler in Transkriptionen nicht mehr
zu machen, wirst du sie auch beim Sprechen nicht mehr machen.

So effektiv diese Übung ist, so intensiv und zeitaufwendig ist sie auch. Um das Beste
daraus zu machen, solltest du Folgendes beachten:

• Nimm nur kurze Beiträge. Wenn du einen längeren findest, nimm einfach einen Teil
davon oder unterteile ihn in kleinere Abschnitte. 1-2 Minuten sind ideal.

• Transkribiere nur Beiträge, die für dich interessant und relevant sind. Warum
solltest du z.B. einen politischen Nachrichtenbeitrag transkribieren, wenn du es
hasst, über Politik zu sprechen, und du es auch gar nicht brauchst?

• Transkribiere etwas, das dich herausfordert. Ich meine, transkribiere keine Texte
aus einem A1-Lernbuch oder einem medizinischen Podcast auf D1-Niveau. ;-) Wähl
dir stattdessen Beiträge, bei denen du den Großteil verstehst, wo es aber trotzdem
noch Teile gibt, die du nicht so gut verstehst. Oder vielleicht sind dir in einem Teil
komplexe Satzstrukturen oder neue Wörter und Redewendungen aufgefallen. Das
wäre eine gute Grundlage, um eine Transkription zu schreiben.

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Benjamins 7 Tipps, um sicher und selbstbewusst Deutsch zu sprechen

• Transkribiere authentische Beiträge wie Sprachnachrichten von deinen Freunden,


Fernsehsendungen, Radionachrichten, Filmszenen, Interviews, Vorträge usw. Die
Lehrbuchtexte verstehst du bestimmt schon gut und wie ein Lehrbuchsprecher
möchte ja keiner reden. Nutze deshalb Beiträge, aus dem echten Leben.

• Lass deine Transkriptionen von einem Lehrer oder Muttersprachler korrigieren. Die
Zeit, in der du alles alleine schaffst, ist vorbei. Wenn du wirklich besser werden
willst, brauchst du einen Experten, der dich unterstützt. Gerade bei Transkriptionen
wirst du viele Fehler machen. Diese Fehler sind wichtig, denn so lernst du etwas
Neues! Aber um die Fehler zu nutzen, brauchst du halt jemanden, der sie dir zeigt.
Dies sollte idealerweise eine professionelle Lehrkraft sein, da nur diese in der Lage
ist zu erkennen, welche Fehler du immer wieder machst und wo also deine
Schwachstellen liegen. Ich empfehle dir deshalb, mal in meiner Online-Akademie
vorbeizuschauen, in der ein wunderbares Lehrer-Team hinter mir steht. Außerdem
findest du dort auch zahlreiche Audio- und Videobeiträge mit den vollständigen
Transkriptionen, sodass du sie auch selbst korrigieren kannst.

Wenn meine Online-Akademie dein Interesse geweckt hat, dann schau doch mal hier:
https://de.deutsch-mit-benjamin.com/

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Benjamins 7 Tipps, um sicher und selbstbewusst Deutsch zu sprechen

Tipp #3:
Finde jemanden, der dich korrigiert und beim Lernen anleitet.

Jetzt sagst du dir vielleicht: „Benjamin, wieso sagst du nicht gleich, dass ich mir einen
Lehrer suchen soll?“ Na ja, das liegt vor allem daran, dass ich das Wort Lehrer nicht
wirklich mag, weil ich glaube, dass eine Sprache nicht gelehrt werden kann, sondern dass
man die Sprache eben selbst lernen muss. Das heißt aber nicht, dass man eine
Fremdsprache ganz alleine erlernen kann.

Okay, manche Leute können das vielleicht, und vielleicht gehörst du auch dazu, aber bei
den meisten Leuten funktioniert es eben nicht so. Ohne fremde Hilfe kann man eine
Fremdsprache vielleicht bis zu einem bestimmten Niveau lernen, aber sobald man ein
fortgeschrittenes Niveau erreicht hat und die Sprache fließend sprechen will, braucht man
auf jeden Fall einen Coach oder Mentor. Er kann einem nämlich helfen, seinen
Lernfortschritt zu verfolgen, er kann einem sagen, woran man arbeiten soll, er kann einem
sagen, was man als nächstes tun soll, und – ganz wichtig – er kann einen korrigieren. Und
das ist wirklich essentiell! Denn Freunde und Kollegen tun das in der Regel nicht.

Wenn du also die Stufe von B2 zu C1 überwinden willst, brauchst du auf jeden Fall
jemanden, der dich durch deinen Lernprozess führt. Und jetzt denkst du dir vielleicht:
„Okay, Benjamin, da hast du schon recht, aber ich kann mir einfach niemanden leisten,
der mir mit meinem Deutsch hilft. Ich brauche eine Möglichkeit, kostenlos zu lernen.“
Nun, ich verstehe dich. Die Aneignung neuer Fähigkeiten bzw. Bildung allgemein ist
heutzutage leider oft eine Frage des Geldes. Menschen, die nicht so viel Geld verdienen,
sind oft irgendwie von der Möglichkeit ausgeschlossen, neue Fähigkeiten zu erwerben.
Das ist sehr schade, aber es ist nun mal so.

Aber sehen wir das Ganze doch mal aus einem anderen Blickwinkel. Stell dir vor, du
würdest etwas anderes wollen, etwas, das du wirklich haben oder erreichen möchtest –
vielleicht möchtest du Urlaub machen oder vielleicht möchtest du neue Schuhe kaufen.
Wahrscheinlich wärst du bereit, das Geld auszugeben, weil diese Sache eine Priorität
wäre. Und selbst wenn du es dir im Moment nicht leisten könntest, würdest du versuchen,
eine Lösung zu finden, damit du deinen Plan verwirklichen kannst. Und das gilt eben auch
fürs Deutschlernen.

Frag dich, wie wichtig es dir wirklich ist, fließend Deutsch zu sprechen. Wenn es wirklich
dein Ziel ist und du wirklich motiviert bist, deine Deutschkenntnisse zu vertiefen, wirst du
eine Lösung finden, um dir zumindest für eine gewisse Zeit einen Sprachcoach leisten zu
können.

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Tipp #4:
Setze dich selbst nicht unter Druck und gönne dir Pausen.

„Ich möchte fließend Deutsch sprechen.“ „Ich will mein Deutsch schnell verbessern.“
Identifizierst du dich mit einem dieser Ziele? Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass bei
einer Belastung des Gehirns das kreative Zentrum im Gehirn stillsteht. Es funktioniert also
nicht mehr. Natürlich ist das nicht gerade schön! Wenn du die deutsche Sprache
dauerhaft in deinem Kopf behalten willst, muss dein Kopf frei von Stress sein.

Fließend Deutsch sprechen – klingt irgendwie nach einem endlosen Weg, oder?
Tatsächlich ist es ein LANGER Weg. Es ist viel Arbeit, für die du keine Zeit hast. Tja, das
ist es definitiv. Eine neue Sprache zu lernen, ist Arbeit, aber stressig muss es nicht sein.
Vielleicht sagst du dir jetzt: „Es wird noch Jahre dauern, bis ich fließend Deutsch
sprechen kann. Natürlich bin ich da gestresst. Wie soll ich da NICHT gestresst sein?“ Na
ja, denk mal drüber nach: wie kann man eine große Aufgabe weniger stressig gestalten?
Man zerlegt sie in kleine Häppchen. Das ist ein toller Ausdruck, der sehr gut zum
Fremdsprachen lernen passt. Etwas zu zerlegen, heißt, sie in kleine Teile zu teilen.
Häppchen ist ein kleines Stück zu essen, z.B. wenn du einen großen Kuchen essen willst,
dann isst du nicht den ganzen Kuchen auf einmal, sondern du nimmst dir kleine
Häppchen.

Also, versuche, solche ungenauen, nicht gut definierten Ziele wie „Ich will mein Deutsch
verbessern“ zu vermeiden. Das ist einfach zu groß, man kann nie wissen, wo man
anfangen soll und wo man gerade steht. Du könntest ja stattdessen lieber sagen: „Ich
würde mich gern in der Mittagspause mit meinen Kollegen unterhalten und nicht nur
daneben sitzen.“ Das klingt doch schon besser, oder? Das ist sehr konkret und viel
einfacher zu erreichen. Es ist ein klares Ziel, auf das man hinarbeiten kann. Schreib dir
doch mal eine Liste mit allem, woran du arbeiten möchtest, aber versuche dabei,
realistisch zu bleiben und dich nicht zu sehr unter Druck zu setzen.

Wenn du an einem Tag einfach mal keine Lust zum Lernen hast, dann mach dir keine
Sorgen. Nimm dir ruhig mal eine Auszeit. Mach eine Pause. Es ist völlig in Ordnung, hin
und wieder mal nicht zu lernen. Es ist völlig in Ordnung, das Lernen auch mal eine Woche
lang zu unterbrechen. Du kannst ja immer noch deutsche Musik oder deutsches Radio
hören oder dein Telefon auf Deutsch eingestellt lassen. Du lernst ja später wieder weiter –
Regelmäßiges Lernen ist der Schlüssel. Wenn du regelmäßig aktiv lernst – sagen wir 3
Tage in der Woche für 30 Minuten aktiv, also Übungen machst, Transkriptionen schreibst
usw. – dann ist das vollkommen in Ordnung. Und dann schadet es nicht, wenn du mal
eine Woche gar nicht aktiv bist, z.B. weil du wegen der Arbeit oder deinem Privatleben
gestresst bist oder einfach weil du mal den Kopf frei kriegen und deinen Urlaub genießen
willst.

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Benjamins 7 Tipps, um sicher und selbstbewusst Deutsch zu sprechen

Tipp #5:
Vermeide es, im Kopf aus deiner Muttersprache zu übersetzen und
versuche, auf Deutsch zu denken.

Seit ich angefangen habe, Deutsch zu unterrichten, habe ich viele Lernende aus der
ganzen Welt kennen gelernt. Eine Sache, die mir bisher so oft aufgefallen ist: Wenn sie
versuchen, etwas auf Deutsch zu sagen, übersetzen sie ihre Gedanken aus ihrer
Muttersprache.

Man sollte es vermeiden, im Kopf zu übersetzen und lieber auf Deutsch denken. Der
Grund dafür dürfte auf der Hand liegen. Das heißt, der Grund dafür ist wohl
offensichtlich. Hier stelle ich dir fünf Möglichkeiten vor, wie du das schaffen kannst.

• Sprich die Sätze nach, die du von Muttersprachlern hörst. So lernst und übst du,
wie Muttersprachler ihre Worte kombinieren. Zum Beispiel, wenn du dir meine
Videos oder einen Film ansiehst, achte auf die Formulierungen, die du hörst. Wenn
du einen Satz hörst, den du vorher noch nie gehört hast, oder wenn du eine
interessante Kombination von Wörtern hörst, versuche, sie selbst zu wiederholen.
Höre nicht einfach nur zu. Verlasse deine Komfortzone und versuche, die Sätze
selbst zu sagen. Dein Mund und deine Zunge müssen sich daran gewöhnen, die
Wörter so zu sagen wie Muttersprachler. An einem öffentlichen Ort, oder zum
Beispiel bei einem Gespräch, ist es dir vielleicht unangenehm, diese Übung zu
machen. Aber zu Hause, wenn du dir Videos ansiehst, geht das wirklich gut.
Zahlreiche Materialien, die du dafür nutzen kannst, warten auf dich in meiner
Online-Akademie. Und mit dem Code 7-tipps-akademie erhältst du sogar 20 %
Rabatt. Schau jetzt hier vorbei: https://de.deutsch-mit-benjamin.com/

• Lerne etwas zu einem bestimmten Thema von Anfang an nur auf Deutsch. Wenn
du neue Konzepte, Ideen und Themen auf Deutsch lernst, wird dein Gehirn diese
Dinge mit der deutschen Sprache verbinden. Es wird Assoziationsketten zu diesem
Thema nur in deutscher Sprache bilden. Du wirst über das Thema oder das Wissen
auf Deutsch nachdenken und reflektieren. So trainierst du dein Gehirn, auf Deutsch
zu denken. Ich gebe dir ein kurzes Beispiel: alles zum Social Media Marketing und
Social Media Management, was ich für meine Arbeit brauche, habe ich von Anfang
an nur auf Englisch gelernt. Deshalb sind diese Themen in meinem Kopf
automatisch auf Englisch eingestellt. Immer wenn ich über diese Dinge nachdenke
oder mit jemandem darüber spreche, sind meine Gedanken auf Englisch.
Manchmal weiß ich noch nicht mal, wie man bestimmte Begriffe aus diesem
Themengebiet auf Deutsch sagt – dabei ist Deutsch meine Muttersprache! Das ist
ein ganz simpler Prozess, der da im Gehirn abläuft. Man muss es nur trainieren.

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Benjamins 7 Tipps, um sicher und selbstbewusst Deutsch zu sprechen

• Schaffe Situationen, in denen du Deutsch benutzen musst. Wenn du nicht in einem


deutschsprachigen Land lebst und im Moment nicht reisen kannst, versuche, eine
andere Situation zu finden, in der du nur Deutsch benutzen kannst und nicht in
deine Muttersprache wechseln kannst. Übrigens: auch in Deutschland gibt es viele
Menschen, die ihre Deutschkenntnisse noch verbessern wollen. Denn nur weil man
in einem deutschsprachigen Land lebt, heißt das noch lange nicht, dass man dann
automatisch fließend Deutsch spricht. Man muss hinausgehen, sich die Zeit
nehmen, um Orte zu finden, an denen Menschen zusammenkommen und man
muss eben wirklich mit Menschen in Kontakt kommen – egal, ob man sich in einem
deutschsprachigen Land befindet oder nicht. Folgende Dinge könnten dir helfen
und du solltest sie auf jeden Fall mal in Erwägung ziehen:

o Rufe bei verschiedenen Kundenservice-Hotlines in Deutschland an und bitte


um Informationen (auch wenn du sie nicht brauchst)
o Finde einen Sprachcoach oder Mentor, der deine Muttersprache nicht
spricht und der sich nur auf Deutsch mit dir unterhält.
o Starte einen Social-Media-Kanal, auf dem du Videos einstellst, in denen du
selbst regelmäßig Deutsch sprichst. Wenn du nicht möchtest, dass die
ganze Welt dich sieht, kannst du deinen Account oder deine Videos so
einstellen, dass sie nur für bestimmte Leute sichtbar sind.
o Nimm an einem Kurs teil, in dem bestimmte Themen oder Fertigkeiten
unterrichtet werden, der komplett auf Deutsch stattfindet. Das sollte kein
Deutschkurs sein, sondern z.B. ein Kochkurs, Yogakurs oder Workshops.

• Lerne neuen Wortschatz nur auf Deutsch. Benutze also kein zweisprachiges
Wörterbuch. Das erklärt sich von selbst. Schließlich willst du ja nicht die ganze Zeit
im Kopf übersetzen. Du willst also nicht in einem Gespräch hängen bleiben, weil
du in deinem Kopf nach Übersetzungen suchst, du willst nicht unnatürlich klingen.
Also ganz einfach: anstatt neue Wörter als Übersetzungen aus deiner
Muttersprache zu lernen, lerne neue Wörter als neue Konzepte nur auf Deutsch.

• Lerne Antworten auf typische Fragen sowie oft benutzte Reaktionen und
Redewendungen. Wenn du eine neue Phrase lernst oder hörst, wie Muttersprachler
interessante Phrasen verwenden, schreibe sie auf und wiederhole sie mehrmals
laut. So automatisieren sich diese Phrasen und Sätze und du wirst sie schon bald
intuitiv anwenden.

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Benjamins 7 Tipps, um sicher und selbstbewusst Deutsch zu sprechen

Tipp #6:
Hab keine Angst, Fehler zu machen!

Fehler zu machen ist schlecht! Mach bloß keine Fehler! Wenn in deinem Text Fehler sind,
bekommst du eine schlechte Note. So lernen wir das in der Schule. Wenn wir etwas sagen
wollen, uns aber nicht sicher sind, ob wir es richtig sagen können, sagen wir lieber nichts,
weil wir das Gefühl haben, die andere Person könnte uns auslachen oder sie könnte uns
für schlecht oder sogar für dumm halten. Das macht die Schule aus uns.

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Niemand ist vollkommen. Aus Fehlern lernt
man. Fehler helfen uns dabei, uns zu verbessern. Sie helfen uns zu verstehen, woran wir
noch arbeiten sollten. Daneben ist es vollkommen natürlich, Fehler zu machen. Selbst
Muttersprachler haben manchmal Schwierigkeiten, das richtige Wort zu finden. Kein
Grund zur Panik. Wenn du also beim Deutschsprechen einen Fehler machst oder dir das
passende Wort nicht einfällt – hör nicht auf und mach dir keine Sorgen!

Stell dir vor, du würdest das beim Autofahren machen. Angenommen, du vergisst zu
blinken und biegst nach rechts ab, ohne zu blinken. Würdest du stehen bleiben? Ich
denke mal, du würdest trotzdem weiterfahren, oder? Wenn du bei jedem kleinen Fehler
oder bei Unsicherheiten immer wieder bremsen würdest, würdest du nie ankommen,
stimmt's? So ähnlich ist das eigentlich auch beim Deutschsprechen: Jede Unterbrechung
stört deinen Redefluss. Kommunikation ist das A und O – es geht darum, eine Message zu
vermitteln. Den Leuten ist es egal, ob du alle Wörter korrekt benutzt. Wenn du also einen
Fehler machst, dann rede einfach weiter. Wenn dir das passende Wort nicht einfällt, ist
das in Ordnung! Versuche es einfach zu umschreiben. Es ist besser, den Gedanken anders
zu formulieren und vielleicht ein Wort zu verwenden, das zwar irgendwie falsch ist, aber
halt eine ähnliche Bedeutung hat. Dein Gegenüber wird dich bestimmt trotzdem
verstehen und vielleicht sogar korrigieren. Hauptsache, das Gespräch geht weiter.

Was du auch tun kannst, ist, die andere Person zu fragen, ob sie dich versteht. Wie gesagt
– auch Muttersprachler geraten manchmal ins Stocken. Aber Muttersprachler reden dann
halt weiter bzw. sie lassen den Gesprächspartner auf natürliche Weise wissen, dass ihnen
das richtige Wort eben gerade nicht einfällt. Anstatt also in Panik zu geraten, deprimiert
zu sein oder einfach nicht mehr weiterzureden, könntest du z.B. sagen: Verstehst du, was
ich sagen will? Oder: Ich komme gerade nicht auf das richtige Wort, aber weißt du, was
ich meine?

Probiere es einfach mal aus und lass dir durch Fehler nicht die Stimmung oder deine
Motivation verderben.

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Tipp #7:
Lerne Wörter im Kontext, Redemittel oder ganze Sätze!

In den meisten Sprachkursen lernt man Vokabeln sehr ineffektiv – durch Büffeln. Man
bekommt eine Liste mit Wörtern und muss sie sich irgendwie einprägen. Dann schreibt
man einen Test, um zu sehen, ob man die Wörter noch weiß. Ich erinnere mich, dass wir
das so im Französischunterricht am Gymnasium gemacht haben. Nach dem Test konnte
ich mich dann an die meisten Wörter nicht mehr erinnern. Es war also völlig sinnlos, diese
Wörter auswendig zu lernen.

Tatsache ist, dass das Lernen von isolierten Wörtern ohne Kontext reine Zeit- und
Energieverschwendung ist. Es wird nicht funktionieren. Sicher kann man jeden Tag 20
neue Wörter lernen. Aber man wird sie nie benutzen, weil man nicht weiß, wie. Und
deshalb wird man sie genauso schnell auch wieder vergessen.

Neue Wörter solltest du deshalb immer im Kontext lernen. Such nach Redewendungen
und Phrasen mit dem Wort in Wörterbüchern oder auf Websites wie Youglish oder
DWDS. Wenn du neue Wörter im Kontext lernst, wirst du:

• sehen, wie das neue Wort tatsächlich verwendet wird, und nicht nur die Bedeutung
verstehen. Das Wort wird dadurch in deinen aktiven Wortschatz übertragen, d.h.
du wirst es später auch selbst benutzen.

• oft benutzte Ausdrücke und Redewendungen lernen. Wenn du neue Wörter beim
Lesen lernst, dann wird dir auffallen, dass bestimmte Wörter immer wieder in
derselben Reihenfolge oder mit typischen anderen Wörtern zusammen in einer
Gruppe vorkommen. Solche Wortgruppen nennt man Kollokationen. Wir
Menschen sprechen nicht, indem wir einzelne Wörter zusammensetzen, sondern
Phrasen. Jedes Wort wird normalerweise zusammen mit anderen Wörtern
verwendet oder immer wieder in bestimmten grammatikalischen Formen. Warum
solltest du dir das nicht zu deinem Vorteil machen und die Wörter eben so lernen,
wie sie wirklich typischerweise benutzt werden?

• dir neue Wörter länger merken. Je mehr Details du zu einem bestimmten Wort
hast und je mehr Zeit du mit der Suche nach Beispielen und Phrasen verbringst,
desto länger wirst du dich an dieses Wort erinnern. Das liegt daran, dass dein
Gehirn verstehen wird: Okay, dieses Wort ist wohl relevant – schließlich
beschäftigst du dich ja schon relativ lange damit.

• dich daran gewöhnen, auf Deutsch zu denken, und dich dadurch sicherer fühlen.
Wenn du Wörter im Kontext liest und hörst, wirst du mit der Zeit merken, dass du
die Bedeutung der Wörter auch ohne Übersetzungen verstehst. Warum das wichtig
ist, habe ich ja bereits in Tipp #5 erläutert.

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