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Kleine Pflanzenkunde (damit ihr nicht mehr alles, was euch vor die

Füße kommt, wahllos in euch reinstopft)/

Empfehlungen der hl. Hildegard von Bingen:

 Flohsamen: „Und den bedrückten Geist eines Menschen macht es durch sein ange-
nehmes Maß (an Kälte) froh und es fördert und stärkt sein Gehirn, sowohl durch die
Kälte als auch durch seine Mischung zur Gesundung.“
 Gartenkerbel: Gegen Krätze
 Gamander: Gegen kleine Krätze
 Fenchel: Zubereitung eines Lautertranks unter anderem gegen Gebrechen, Herzweh,
Hodensackschwellung, Schlaflosigkeit, Trunkenheit, bei Kopfschmerz durch
Verqualmung des Magens und Sinnlosigkeit
 Stinkwacholder: Gegen Würmer
 Brennnessel: Gegen Spulwürmer und Vergesslichkeit
 Wurmfarn, Kürbis, Flaschenkürbis: Gegen Würmer (auch Bandwürmer)
 Langen Pfeffer, mit Ingwer und Basilienkraut: Gegen Läuse (als Pulver)
 Rettich: Zur Reinigung des Gehirns, mindert schlechte Säfte der Eingeweide (einem
Kranken und Trockenen schadet er)
 Salbei: Unter anderem gegen Kopfschmerz durch Verqualmung des Magens und
maßlosem Zorn
 Attich (Saft): Gegen Geisteskrankheit
 Attich (Beeren): Gegen Grint der Nägel
 Knollen der Schwertlilie: Gegen Sinnlosigkeit und Üppigkeit
 Eschenblätter in Haferbier: Gegen die Ziegenkrankheit
 Die Giftigkeit des Aaronstabes beruht auf einem chemisch unerforschten Stoff Aroin,
oder Aroidin, der in allen Teilen besonders reichlich in der Knolle vorkommt. Dieser
Wirkstoff äußert sich in einer heftigen, örtlichen Reizung, nach seiner Resorption
kommt es zu Erregungszuständen, dann zur Lähmung des Z.N.S. – empfohlen gegen
Gicht, Magenleiden, Depression, Traurigkeit und Melancholie.
 Iriswurzel: Gegen Nervenleiden und Sinnesverwirrung
 Balsam- und Fenchelkraut als große Nervenkur: Gegen Schizophrenie, Gehirnleiden,
Neurosen und Psychosen
 Nervenkekse aus Dinkel: Universalheilmittel gegen Nervenkrankheiten
 Rosenlakritzsaft: Hervorragend bei Depressionen und manisch-depressivem Irresein
 Kubenpfeffer: Gegen Hysterie
 Chalzedon: Stärkt Nerven und hilft gegen Jähzorn
 Diamant: Er wächst auf bestimmten Bergen im Süden, die eine ähnlich schieferige
Natur haben, wie jene, von denen die Steinschindeln stammen, mit denen die Häuser
gedeckt werden. Menschen, die durch ihre Natur und teuflische Einflüsterung zu hä-
mischen, verletzenden Worten neigen, sind oft absichtlich schweigsam, aber wenn
sie reden, bekommen sie einen stechenden Blick und geraten manchmal ausser sich,
als ob sie wahnsinnig wären, jedoch fassen sie sich sehr rasch wieder. Solche Men-
schen sollten regelmäßig oder ständig einen Diamanten im Mund haben. Dessen
Kraft ist so stark, dass die Boshaftigkeit und das Übel in ihnen erlöscht. Denn der Di-
amant hat ein starkes, unerbittliches Feuer in sich, das ihm unbezwingbare Härte ver-
leiht. Diese Härte bezwingt die Härte menschlichen Denkens und Sinnens, wenn das
heiße Feuer des Steins mit der Wärme des Speichels den Menschen innerlich er-
wärmt.

Aber auch wer geisteskrank, lügnerisch und jähzornig ist, behalte den Stein immer in
seinem Munde, so wird dessen Kraft alle Übel von ihm abwenden.
Physika (1155 n.Chr.)