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Vorlesung 1 Produktion und Fertigung

Nach welchen beiden Kriterien erfolgt eine systematische Werkstücksystematik: Klassifizierung nach
Klassifizierung von Werkstücken? - Gestaltmerkmalen (Geometrie)
- Fertigungsmerkmalen (Technologie)

Vorlesung 2 Fertigungstechnik/Fertigungsverfahren

Definieren Sie den Begriff „Fertigen“ nach Otto Kienzle. Fertigen heißt, aus einer dargebotenen Stoffmenge ein
nach Form, Größe, Genauigkeit, Stoff und Aussehen
vorbestimmtes Gebrauchstück herzustellen.

Definieren Sie den Begriff „Mengenleistung“ und nennen Ergebnisgröße je Zeiteinheit und Arbeitseinheit unter
Sie vier Möglichkeiten zu deren Erhöhung. Berücksichtigung der Kosten
-Verbesserung von Fertigungsverfahren, Betriebsmitteln,
Arbeitsmethoden, Fertigungsorganisation
-Reduzierung von Wirk- und Hauptzeiten, Rüst- und
Nebenzeiten
-Rationalisierung
-Automatisierung

Definieren Sie den Begriff Produktivität und grenzen Sie Produktivität


ihn von der Wirtschaftlichkeit ab. technisch-mengenmäßige Betrachtung
Ergebnisgröße (erzeugte Menge) je Zeiteinheit und Arbeitseinheit
Wirtschaftlichkeit
wirtschaftlich-wertmäßige Betrachtung
unter Berücksichtigung der Kosten

Erläutern Sie anhand von Skizzen die Fertigungsfehler


Form-, Maß- und Lagefehler sowie Rauheit.

ODER

Nennen Sie vier mögliche Fertigungsfehler.

ODER

Welche vier Arten von Fehlern können bei der Fertigung


eines Werkstücks auftreten?

Erläutern Sie den Begriff Fehlergeometrie und geben Sie Abweichung von SOLL- und IST-Form
drei damit verbundene Anforderungen an die industrielle Beherrschung der Fehler
Fertigung an. Notwendigkeit von „Ungenauigkeitsangaben“ - Toleranzen
Fertigunsfehler: Werte außerhalb von Toleranzen
makrogeometrische Fehler der Größe, Form und Lage
mirkogeometrische Fehler der Oberfläche
Anforderungen:
Genauigkeit – Kosten
Fertigungskontrolle – Qualitätssicherung
Qualität fertigen, nicht „erprüfen“

Für welche Fertigungsverfahren werden folgende Kaltarbeitsstähle


Werkzeugstoffe eingesetzt? Schneiden
Warmarbeitsstähle
Gesenkschmieden, Druckgießen
Schnellarbeitsstähle
Bohren, Fräsen
Hartmetalle
Spanen, Umformen
Schneidkermaik
Zerspanen
Geben Sie die vier Gestaltungsprinzipien mit je einem Ungebundenes Erzeugen _____
Fertigungsverfahren als Beispiel an. Abformen Gießen
Geometrisches Erzeugen Spanen
Nachformen Spanen

Geben Sie die wichtigsten Phasen des Lebenszyklus eines Produtkidee


Produkts an. Produktplanung
Konstruktion
Arbeitsvorbereitung
Produktherstellung
Produktvertrieb
Produktnutzung
Produktentsorgung, Produktrecycling

Geben Sie drei alternative Fertigungsverfahren für das


gegebene Werkstück an. Skizzieren Sie dabei die
jeweiligen Formänderungen des Werkstücks.

Grenzen Sie die Verfahrenstechnik von der Verfahrenstechnische Prozesse


Fertigungstechnik ab. Veränderung formloser Stoffe bezüglich Struktur, Eigenschaften
oder Zusammensetzung
Ergebnis: Werkstoff
Fertigungstechnische Prozesse
Herstellung geometrisch bestimmter fester Körper mit bestimmten
Eigenschaften durch Fertigungsverfahren
Ergebnis: einzelnes Werkstück

In welche Bereiche gliedert sich die industrielle Verfahrenstechnische Prozesse


Produktion im Hinblick auf die Produkte? Fertigungstechnische Prozesse
Montagetechnische Prozesse

Nennen Sie die sechs Hauptgruppen der Schaffen der Form Zusammenhalt schaffen Urformen
Fertigungstechnick nach DIN 8580. Ändern der Form Zusammenhalt beibehalten Umformen
Zusammenhalt vermindern Trennen
ODER
Zusammenhalt vermehren Fügen
Welche Änderungen der Form sind nach DIN 8580 Beschichten
möglich und mit welchen Fertigungsverfahren können Ändern der Stoffeigenschaft Stoffeigenschaften ändern
diese bewirkt werden?

Nennen Sie die sechs typischen Hauptabteilungen eines Beschaffung


produzierenden Betriebs. Konstruktion
Arbeitsvorbereitung
Fertigung
Montage
Vertrieb

Nennen Sie die vier Zielgrößen der industriellen Produktion Zielfaktoren: Produktivität, Flexibilität, Qualität
und ordnen sie deisen entsprechende Bewertungsgrößen zu.
Nennen Sie fünf Merkmale der industriellen Produktion. Strukturierung
Systembildung
Standardisierung/ Normung
Erzeugnisgliederung
Arbeitsteilung
Werkstücksystematik

Nennen Sie je drei Vorteile der Einzel-/ Einzelfertigung: Mengenfertigung:


Kleinserienfertigung und der Mengenfertigung. universal (Spezialisierung) hohe Produktivität
große Flexibilität hohe Automatisierung
geringer Vorbereitungsaufwand geringer Abfall, wenig Späne

Nennen Sie je zwei Beispiele für Auftragswiederholkosten, einmalige Vorbereitungskosten KVO


Vorbereitungskosten und Einzelkosten bei der Fertigung Arbeitsplanung
eines Werkstücks. NC-Programmierung
Sondervorrichtungen
Sonderwerkzeuge
Lehren, Schablonen
Auftragswiederholkosten KAW
Arbeitspapiere
Arbeitsprogrammträger
Terminsteuerung
Transport
Rüsten außerhalb der Maschine
Rüsten an der Maschine
Kapitaldienst
Einzelkosten KE
Material
Maschine
Universalvorrichtung
Werkzeuge
Fertigungslohn
Kontrolle
Ausschuss
Nacharbeit

Nennen Sie je zwei Produktions-, Ziel- und Produktionsfaktoren Zielfaktoren


Ergebnisfaktoren der industriellen Produktion. Material, Energie Produktivität
Personal, Wissen Flexibilität
Betriebsmittel Qualität
Information

Ergebnisfaktoren Funktionsarten
Produkte Planen
Service Ausführen
Wissen Kontrollieren
Einkommen

Ordnen Sie folgende Stichworte den Grundpfeilern nach Qualität Fehlergeometrie


Kienzle zu: Produktivität Mengenleistung
Toleranz Fehlergeometrie
ODER Werkstückgröße Hauptgeometrie
Lärm Anpassung der Maschine
Geben Sie die Grundpfeiler der Fertigungstechnik nach O. an den Menschen
Kienzle an und nennen Sie jeweils zwei zugehörige Wirtschaftlichkeit Mengenleistung
Begriffe. Ergonomie Anpassung der Maschine
an den Menschen
ODER Formerzeugung Hauptgeometrie
Maschinenleistung Mengenleistung
Geben Sie vier Grundpfeiler der Fertigungstechnik nach Fertigungsgerechte Gestaltung Hauptgeometrie
O. Kienzle an. Losgröße Mengenleistung
Skizzieren Sie den Einfluss der Stückzahl auf die
Einzelherstellkosten KH und auf die Gesamtherstellkosten
KH ges und geben Sie die Berechnungsformel für die
Herstellkosten an.

K VO K
K H=  AW K E
LG⋅LA LG
KH = Herstellkosten
KVO = einmalige Vorbereitungskosten
KAW = Auftragswiederholkosten
KE = Einzelkosten

Skizzieren Sie den Zusammenhang zwischen den Elemente Produkt


Kenngrößen und den Elementen der Produktionstechnik Technologie
sowie der Rationalisierung in einem Wirkkreis. Geben Sie Betriebsmittel
drei Kenngrößen, drei Elemente und drei Maßnahmen zur Organisation
Rationalisierung an. Kenngrößen Produktivität
Wirtschaftlichkeit
ODER
Qualtät
Geben Sie vier Elemente der Produktionstechnik an. Flexibilität
ODER Zuverlässigkeit
Rationalisierung Verbesserung der Technologie
Ordnen Sie folgende Stichworte den Überbegriffen Mechanisierung
Kenngrößen, Elemente und Rationalisierung innerhalb Automatisierung
des Wirkkreises der Produktionstechnik zu: Einsatz technisch organisierter
Produkt, Wirtschaftlichkeit, Technologie, Informationssysteme
Automatisierung, Qualität, Informationssysteme

Zeigen Sie die wesentlichen Unterschiede zwischen der Einzelfertigung, Serienfertigung und Mengenferitung auf.
Kriterium Einzelfertigung Serienfertigung Mengenfertigung
Stückzahl klein in Losen groß
Produktivität geringer höher hoch
Spezialisierung universal eingeschränkt spezial
Flexibilität groß eingeschränkt gering
Automatisierung niedriger höher hoch
Vorbereitungsaufwand gering mittel hoch
Rohteilherstellung Spanen ... Urformen-Umformen
Abfall, Späne groß ... gering
Vorlesung 3 Technologiesystem „Fertigungsverfahren“

Geben Sie eine geeignete Werkzeugstoffgruppe für die Schmieden Warmarbeitsstähle


folgenden Fertigungsverfahren an: Stanzen Kaltarbeitsstähle
Fräsen Schnellarbeitsstähle
Schleifen kubisches Bornitrid (CBN), Diamant

Geben Sie vier Verschleißmechanismen metallischer Deformation


Werkstoffe an. Adhäsion
Abrasion
Oberflächenermüdung
oxidischer Schichtverschleiß
Reaktions-Schichtverschleiß
Schichtverschleiß

Nennen Sie die vier Elemente eines Technologiesystems. Wirkgrößen Einflussgrößen


Werkstück Werkstück
ODER Werkzeug Werkzeug
Werkzeugmaschine Werkzeugmaschine
Aus welchen Elementen besteht ein Technologiesystem? Umgebung Fertigungsbedingungen

Nennen Sie vier Auswahlkriterien für ein Hauptgeometrie


Fertigungsverfahren. Qualität
Auftragsmenge/ Stückzahl
ODER Wirtschaftlichkeit
Flexibiliät
Nach welchen Kriterien wird ein Fertigungsverfahren Automatisierbarkeit
ausgewählt? Energie-/ Rohstoffeinsatz
Umweltbelastung

Ordnen Sie folgenden Werkzeugmaschinen ein weggebunde Umformmaschinen (Exzenterpressen,


Wirkprinzip zu: Kniehebelpressen,Walzen)
Umformpresse nach dem Fallhammerprinzip kraftgebundene Umformmaschinen (Ölhydraulik,
Umformpresse als Exzenterpresse Wasserhydraulik)
Umformpresse mit hydraulischer Kraftaufbringung energiegebundene Umformaschinen (Fallhämmer,
Drehmaschine Gegenschlaghämmer)
ODER kinematisch gebundene spanende Werkzeugmaschinen
Nennen Sie die Wirkprinzipien von Werkzeugmaschinen
und geben Sie jeweils einen dazu passenden
Werkzeugmaschinentyp an.
ODER
Nennen Sie das Wirkprinzip von zwei der folgenden
Werkzeugmaschinen:
Schmiedpresse nach dem Fallhammerprinzip
Stanzautomat mit Exzenterantrieb
Karosseriepresse mit hydraulischer Kraftaufbringung
Drehmaschine
ODER
Geben Sie für die dargestellten Umformmaschinen das
jeweils zugehörige Wirkprinzip der Umformung an.
Skizzieren Sie den typischen qualitativen Verlauf (keine
Zahlenangabn gefordert) der Formänderungsfestigkeit kf
metallischer Werkstoffe (Fließkurve) über der
logarithmischen Fromänderung φ (mit Einheiten).
Erläutern Sie die Bedeutung von kf.

Die Fließspannung ist diejenige Spannung, die zur


Einleitung des plastischen Fließens und zur Überwindung
der Verfestigung aufgebracht werden muss. Die
Abhängigkeit der zum Fließen erforderlichen Spannung kf
vom Umformgrad wird durch Fließkurven dargestellt.

Nennen Sie die vier Haupteinflüsse der Wirkprinzip


Werkzeugmaschine auf den Fertigungsprozess. Leistung
Statische Steifigkeit
Dynamische Steifigkeit

Skizzieren Sie den typischen Verschleißverlauf von


Werkzeugen mit Angabe der einzelnen Phasen und
wichtiger Punkte (auf Achsenbeschriftungen achten).

T: Standzeit

Durch welche Eigenschaft der Werkzeugmaschine wird die Dynamische Steifigkeit


Entstehung und Ausprägung von Schwingungen Schwingungen → mikrogeometrische Fehler
beeinflusst? Zu welcher Art von Fehlern führen Statische Steifigkeit
Schwingungserscheinungen? Kraft/Federweg → makrogeometrische Fehler

Nennen Sie vier Elemente des Maschinensystems einer Gestell


Werkzeugmaschine. Fundament
Führungen
ODER Antriebe
Steuerung
Nennen Sie vier Elemente einer Werkzeugmaschine. Werkzeugwechsler
Werkzeugaufnahmen
Werkstückwechsler
Messeinrichtungen
Ver- und Entsorgungseinrichtungen
Maschineneinhausung und Sicherheitseinrichtungen

Nennen Sie vier Eigenschaften, die von Werkzeugstoffen Formbeständigkeit bei erhöhter Temperatur
gefordert werden. Bruchsicherheit
Verschleißwiderstand bei erhöhter Temperatur
Wamrissunempfindlichkeit
Beständigkeit gegen Diffusion und Oxidation
Vorlesung 4 Urformen - Gießen

Bezeichnen Sie alle Formteile der skizzierten, zum Gießen


fertig vorbereiteten Kompaktform eines Bauteils.

Definieren Sie das Fertigungsverfahren Gießen nach DIN Überführung des schmelzflüssigen Werkstoffes in
8580. geometrisch bestimmte Teile mit bestimmten
Eigenschaften

Durch welches wesentliche Merkmal unterscheidet sich Nassguss:


der Nassguss vom Trockenguss? Nennen Sie drei Vorteile überwiegend Anwendung für kleine bis mittlere Gussstücke
von Nassguss gegenüber Trockenguss. für größere Serien geeignet
gut automatisierbar (Maschinenformen)
wirtschaftlich
Trockenguss:
für größere Gusstücke
getrocknete Formen
höhere Festigkeit
höhere Gasdurchlässigkeit
Nachteil: Aufwand für Trocknung

Geben Sie die Ablaufschritte beim Feingießen mit Modellherstellung


Kompaktformen an. Montage
Tauchen
ODER Besanden
Kompaktform Schalenform
Geben Sie die prinzipiellen Ablaufschritte beim Hinterfüllen Schalenbildung durch
Feingießen an. mehrmaliges Tauchen
Ausschmelzen
Gießen
Ausklopfen
Trennen
Schleifen

Nennen Sie die drei Hauptgruppen der metallischen Eisen-/ Leichtmetall-/ Schwermetall-Gusswerkstoffe
Gusswerkstoffe.

Nennen sie die Einteilung der Gießverfahren hinsichtlich Gießen in verlorene Formen auf Sandbasis
der verwendeten Formen und Modelle mit Angabe je hergestellt ohne oder mittels Modell/
eines beispielhaften Verfahrens. Modellplatte
Formguss in Kastenform
Formguss in Sandballen
Maskenformguss
Maskenformguss in Bodenform
hergestellt mittels verlorenem Modell
Modellausschmelzverfahren
Vollformguss
Gießen in metallische Dauerformen
Gießwerkstoff einfüllen ohne Druck
Kokillenguss
Schleuderguss
Gießwerkstoff einfüllen mit Druck
Druckguss (Kaltkammer/Warmkammer)
Nennen Sie je zwei Vor- und Nachteile des Vorteile:
Fertigungsverfahrens Gießen? -kürzest möglicher Weg vom formlosen Stoff zum fertigen
Werkstück
-Größtmöglich Gestaltungsfreiheit, auch für komplexe
Formen durch Prinzip ABFORMEN
-Großer Gewichtsbereich (1g bis über 100t)
-Breite Palette an Gusswerkstoffen (Eisen-/ Leichtmetall-
/ Schwermetall-Gusserkstoffe)

Nachteile:
-Lunkerbildung im Guss
-Außenhaut teilweise hart und verzundert

Nennen Sie vier Methoden zur Formherstellung beim Handformen


Gießen. Herdformen
Schablonenformen
Maschinenformen
Kastenformen
kastenloses Formen
Maskenformen
Croning-Verfahren
Verbundgießen

Welche Funktionen haben die folgenden Bestandteile Kerne:


einer Gussform? Herstellung von Innenkonturen (Hohlräumen)

Steiger:
-Vermeidung der Volumenkontraktion
-Speiser, Steiger oder Druckmasseln = Füllkörper, die
Volumenausgleich im flüssigen Zustand bewirken
-Nachspeisen des Anteils der flüssigen Schwindung und der
Erstarrungsschwindung durch die Wirkung kommunizierender
Röhren

Gewichte/ Verschraubungen:
-bei horizontal geteilten Formen
-Abfangen des Gießdrucks und des Auftriebs (durch Beschweren
und Verklammern der Oberformhälfte)
-entfallen bei den Dauerformverfahren, da Zuhaltekräfte der Ko
killen hälften groß genug

Wozu werden in der Gießereitechnik Kerne benötigt? Aus Herstellung von Innenkonturen(Hohlräumen)
welchen Werkstoffen können diese bestehen?
Formgrundstoff
Quarzsand
Zirkonsand
Formstoffbindemittel
Ton
Zement
Phenolharz
Furanharz
Formstoffzusätze
Steinkohlenstaub
Schwefel
Vorlesung 5 Urformen - Pulvermetallurgie

Definieren Sie das Fertigungsverfahren Pulvermetallurgie Urformen aus dem festen (körnigen oder pulverigen)
nach DIN 8580. Zustand + Stoffeigenschaften ändern

Definieren Sie den Begriff Sintern. Wärmebehandlung eines Systems sich berührender
Einzelteilchen oder eines porösen Körpers ohne oder mit
ODER äußerem Druck, wobei soviel feste Phase erhalten bleibt,
dass die Formbeständigkeit gewahrt wird.
Definieren Sie den Begriff „Sintern“ und nennen Sie die Prozessparameter: Sintertemperatur, Sinterdauer,
wesentlichen Prozessparameter beim Sinterprozess. Sinteratmosphäre

Grenzen Sie die Begriffe gemischtlegierte und anlegierte gemischtlegierte Pulver:


Pulver gegeneinander ab. Basispulver + Legierungspulver + Gleitmittel
anlegierte Pulver:
oberflächiges Anlegieren durch Glühen
fertiglegierte Pulver

Nennen Sie drei Eigenschaften der Metallpulver, die die -Teilchengröße


Formfülleigenschaften wesentlich beeinflussen. -Teilchengeometrie
-Fließgeschwindigkeit

Nennen Sie vier Anwendungsmerkmale der -Formgebungsverfahren zur Herstellung einfacher und
Pulvermetallurgie. komplizierter Teile
-Herstellung komplexer Werkstoffe aus metallischen und
nichtmetallischen Komponenten
-Erzeugung gleichmäßiger, homogener Gefügestrukturen
und Stoffeigenschaften mit definierter Dichte bzw.
Porenraum
-geringer Werkstoff- und Energieeinsatz

Nennen Sie vier Fertigungsverfahren zur Formgebung bei -koaxiales Pressen (einseitig oder zweiseitig)
der Pulvermetallurgie. -Drucksintern (isostatisches Heißpressen)
-isostatisches Kaltpressen
-Pulverwalzen
-Strangpressen
-Hochenergieumformen
-Schlickergießen
-Schüttsintern

Nennen Sie vier Hauptanwendungsgebiete der -Verarbeitung von hochschmelzenden Metallen und
Pulvermetallurgie. Superlegierungen
-Verbundwerkstoffe aus duktiler Metallmatrix mit
eingelagerten Hartstoffen(Karbide, Nitride, Oxide), z.B.
Hartmetalle oder Reibwerkstoffe
-Sinterkörper mit definiertem Porenraum, z.B.
Filterkörper, Drosseln, Flammsperren, selbstschmierende
Gleitlager
-Genaukonstruktionsteile – Pulvermetallurgie als
Alternative zum Feingießen, Fließpressen und spanender
Bearbeitung – z.B. Zanhräder, Ölpumpenrad
Skizzieren Sie die Verdichtungszonen bei einseitiger und
zweiseitiger Druckwirkung in der nachfolgenden
Abbildung (Kennzeichnung des Verdichtungsgrades
entsprechend der Legende).

Welche drei Temperaturen werden beim Sinterprozess Ausbrennzone: 450 – 550°C zum Ausbrennen(-dampfen) von
durchlaufen und wie hoch ist die maximale Gleitmitteln
Sintertemperatur? Sinterzone: 1100 – 1280°C, 20 – 40min
Kühlzone: Abkühlen auf 50°C im Schutzgasstrom: H2,
gespaltenes Ammoniak, Endogas
Vorlesung 6 Umformen – Grundlagen 7 Umformen – Massivumformung 8 Umformen – Blechumformung

Benennen Sie die fünf Einteilungsgruppen der Druckumformen


Umformverfahren nach DIN 8582 und nennen Sie je ein Walzen
Fertigungsverfahren als Beispiel. Nach welchem Kriterium Zugdruckumformen
erfolgt die Einteilung der Umformverfahren? Tiefziehen
Zugumformen
Längen
Biegeumformen
Biegeumformen mit geradliniger Werkzeugbewegung
Schubumformen
Verschieben (Schubumformen mit geradliniger
Werkzeugbewegung)
EINTEILUNGSKRITERIUM: Unterscheidung nach dem
Spannungszustand

Benennen Sie die Werkzeugelemente zum Tiefziehen mit


starrem Werkzeug. Welche Funktion besitzen die
Elemente des Umformwerkzeuges jeweils.

Ziehstempel: Übertragung der Presskraft auf den Boden des zu


fertigenden Teils
Niederhalter: verhindert Ausknicken des Flansches
Ziehring: hält Flansch mit dem Niederhalter fest

Geben Sie die Gleichungen für die bezogene und die h0: Ausgangszustand
logarithmische Formänderung an und benennen Sie deren h1: Endzustand
Größen. Bezogene Formänderung ε:
Die Änderung eines Körpermaßes wird auf das
Ausgangsmaß des Körpers bezogen.
h1
dh dh h 1−h0  h
d = ⇒ =∫ = =
h0 h h0 h0 0
h0

Logarithmische Formänderung φ:
Die Änderung eines Körpermaßes wird auf das
augenblickliche Maß des Körpers bezogen.
dh
d =
h
h1
dh h
⇒ =∫ =ln h1 −lnh 0 =ln 1 
h0 h h0

Nennen Sie die drei wichtigsten Verfahrensparameter, die Geometrie des Bauteils
den Umformvorgang bestimmen. Werkstoff des Bauteils
maximaler Innendruck
Dichtsystem
Verwendungszweck(Prototyping oder Serienbetrieb)

Nennen Sie drei Anwendungsverfahren der Lasertechnik. Laserstrahlschneiden


Laserstrahlfügen
Laserstrahloberflächenbehandlung
Laserstrahlabtragen
Laserunterstützte Bearbeitung
Nenne Sie fünf Merkmale der Umformtechnik. -Werkstücke werden im Ganzen oder partiell umgeformt
-sehr große Kräfte (bis zu 100 MN)
-Schwere Werkzeugmaschinen für große Umformkräfte
-gute Werkstoffausnutzung
-günstige mechanische Werkstoffeigenschaften aufgrund
verfahrensbedingter Verfestigung (Kaltverfestigung,
Schmiedebearbeitung)
-mittlere Maß- und Formgenauigkeit
-hohe Mengenleistungen, kurze Stückzeiten
-Werkstückmassen von ca. 1g bis über 100t

Nennen Sie je zwei feste und flüssige Schmierstoffe, die in feste:


Umformprozessen eingesetzt werden. Graphit, Molybdändisulfid,Metalle,Kunststoffe
flüssige:
Öle, Emulisonen, wässrige Lösungen

Welche Aufgabe erfüllen die Schmierstoffe im -Bildung einer trennenden Gleitschicht zwischen
Umformprozess? Werkstück und Werkzeug, die unmittelbare Berührung
verhindert
-Verminderung der Reibkräfte, Herabsetzung der
Reibarbeit
-Vermeidung von Verschleiß

Welche der unten genannten Begriffe sind Wirkprinzipien weggebunden


der Umformung? zeitgebunden
ortgebunden
kraftgebunden
energiegebunden
materialgebunden

Welche Veränderungen bewirken die Normalglühen


Wärmebehandlungsverfahren Normalglühen, -Erzielung eines gleichmäßigen, feinkörnigen ferritisch-perlitischen
Rekristallisationsglühen und Weichglühen an einem Gefüges (schwarz-weiß)
Werkstoff ? -durch Umformung bewirkte Gefüge und Eigenschaftsänderungen
werden rückgängig gemacht
Rekristallisationsglühen
-Aufheben von Verfestigungen durch Bildung neuer, ungestörter
Kristalle
Weichglühen
-Umwandlung des lamellaren Zementits in globularen
-gute Kaltverformungseigenschaften

Worin liegt der Unterschied zwischen den Begriffen Umformtechnik:


Umformen und Verformen sowie Massiv- und Verfahren zur Überführung einer Werkstückform in eine andere
Blechumformung? unter Beibehaltung der Masse und des Stoffzusammenhangs
Umformen:
ODER Ändern einer Form MIT Beherrschung der Geometrie
Verformen:
Erläutern Sie den Unterschied zwischen Ändern einer Form OHNE Beherrschung der Geometrie
Massivumformung und Blechumformung. Massivumformung:
Umformen von Werkstücken mit gedrungenen Voll- und
ODER Hohlquerschnitten mit definierter Veränderung von Querschnitt und
Wanddicken
Definieren Sie die Begriffe Umformtechnik, Umformen Blechumformung:
und Verformen. Umformung von flächenhaften Werkstücken ohne beabsichtigte
Veränderung der Wanddicken
Vorlesung 9 Spanen – geometrisch bestimmt

Benennen Sie die folgenden Spanformen und bewerten Sie


diese in den Kategorien ungünstig, brauchbar und gut.

ODER

Zeichnen Sie folgende Spanarten und bewerten Sie diese


im Hinblick auf die Kategorien ungünstig, brauchbar und
gut:
Bröckelspäne, Wirrspäne, lange zylindrische
Wendelspäne, Spiralspäne

Benennen Sie die Geschwindigkeitskomponenten der


beiden dargestellten Fräsvorgänge und geben Sie die
Bezeichnung der Fräsverfahren im Hinblick auf die
Richtung der Schnitkraft an.

Bezeichnen Sie die Schneiden und Flächen am


abgebidleten Drehmeißel.

Bezeichnen Sie die Schneiden und Flächen am


abgebildeten Bohrer.
Definieren Sie den Begriff „Spanen“. Spanen ist mechanisches Abtrennen von
Werkstoffschichten von einem Werkstück in Form von
Spänen mit Hilfe von Werkzeugschneiden.

Definieren Sie den Begriff „Spanen mit geometrisch Prozess, bei dem ein in seiner Form definierter
bestimmter Schneidenform“. Schneidkeil in die Randschicht eines Werkstücks
eindringt, den in der Richtung der Relativbewegung
liegenden Werkstoff verdrängt und zu einem Span formt.

Definieren Sie den Begriff Bohren. Bohren ist Spanen mit kreisförmiger Schnittbewegung,
bei der die Drehachse des Werkzeugs und die Achse der
zu erzeugenden Innenfläche identisch sind und die
Vorschubbewegung in Richtung dieser Achse verläuft.

Grenzen Sie die Fertigungsverfahren Fräsen, Drehen und Rz in μm (genau minimal:)


Bohren hinsichtlich der erreichbaren Rautiefen des Fräsen 1,6
Werkstücks voneinander ab. Drehen (Längsdrehen) 1
Bohren (Reiben) 0,4
Schleifen 0,1

Skizzieren Sie den Spanungsquerschnitt A anahnd der


folgenden Skizze eines Drehmeißels. Stellen Sie die
Eingriffsgrößen beim Drehen anhand des
Spanungsquerschnittes dar und geben Sie die Formeln zur
Berechnung von A an.

ODER

Geben Sie zwei Formeln zur Berechnung des


Spanungsquerschnittes beim Drehen an. Zeichnen Sie in
die folgende Skizze die Größen, die in den Formeln
werwendet werden ein und benennen Sie diese.

Skizzieren Sie die Kinematik (ohne Winkel) des


Zerspanvorgangs beim Bohren.

Welche Gestaltungsprinzipien liegen dem Spanen geometrisches Erzeugen, Nachformen


zugrunde?
Zeichnen Sie die Werkzeugwinkel in der Bezugsebene und der Keilmessebene ein und geben Sie jeweils deren
Winkelsumme an.

α+β+γ=90°

Zeichnen Sie in der folgenden Abbildung des Spanvorgang


beim Drehen die Spandicke, die Spanungsdicke, die
Verformungsvorlaufzone und die Scherzone ein.
Zeichnen Sie in die folgenden Ausschnittsskizzen der
Freifläche und der Spanfläche Verschleißerscheinungen am
Drehmeißel ein und benennen Sie diese.

Freifläche: Freiflächenverschleiß
Spanfläche: Kolkverschleiß

Grenzen Sie HSS-, Hartmetallborher und Bohrer mit Wendeschneidplatte hinsichtlich der Kriterien
Schnittgeschwindigkeit, Zerspanleistung, Härte, Verschleiß und Bohrungsqualität voneinader ab.
HSS-Bohrer Hartmetallbohrer Bohrer mit Wendeschneidplatten
Schnittgeschwindigkeit gering mittel groß
Zerspanleistung gering mittel groß
Härte gering groß mittel
Verschleiß groß gering mittel
Warmfestigkeit gering hoch hoch
Bohrungsqualität gering mittel groß
Nachschleifen sehr einfach bedingt möglich Wendeschneidplatten austauschen
Schneidenanordnung symmetrisch symmetrisch unsymmetrisch
Bohrtiefe groß mittel gering
Kosten gering hoch mittel
Vorlesung 9 Spanen – geometrisch unbestimmt

An einem Schleifwerkzeug können verschiedene Arten von Kornbruch


Verschleiß auftreten. Nennen Sie mindestens vier dieser Bindungsbruch
Verschleißarten. Mikrorisse
chemischer und thermischer Bindungsverschleiß
Druckerweichung
chemischer Verschleiß
mechanischer Abrieb

Definieren Sie den Begriff Spanen mit unbestimmten Fertigungsverfahren, bei denen der Zerspanvorgang von
Schneiden. einer Vielzahl von Schneiden durchgeführt wird
(Massenritzen), wobei die Schneiden regellos zum Einsatz
kommen. Die Schneidenzahl, die Schneidengeometrie und
die Lage der Schneiden zum Werkstück sind nicht
bestimmt.

Definieren Sie den Begriff und erläutern Sie die Funktion -Erzeugung eines Schleifscheibenzustands, der den
des Abrichtens. Anforderungen des Schleifprozesses entspricht
im Lieferzustand oder nach längerem Einsatz
-Beseitigung von makrogeometrische Fehler (z. B.
Unrundheit, Welligkeit, Makroverschleiß, Profilverlust)
-Beseitigung von Mikroverschleiß (Abstumpfen der
Kornschneiden)

Geben Sie die Berechnungsformel für das Zeitspanvolumen (Zerspanleistung):Qw=ae ∙ bs ∙ vw [mm3/s]


Zeitspanvolumen sowie das bezogene Zeitspanvolumen bezogenes Zeitspanvolumen: Qw'=ae ∙ vw [mm2/s]
mit den zugehörigen Einehiten und Bezeichnungen der ae=Zustellung [mm]
Größen für einen Flachschleifprozess an. vc=Schnittgeschwindigkeit [m/s]
vw=Tisch- bzw. Werkstückvorschubgeschwindigkeit [m/min]
bs=Schleifscheibenbreite [mm]

Geben Sie die drei wesentlichen Komponenten an, aus Bindemittel


denen Schleifkörper aufgebaut sind. Schneidwerkstoff
Poren

Grenzen Sie das Fräsen und das Schleifen hinsichtlich der Fräsen 1,6 μm Rz in μm (genau minimal)
erreichbaren Fertigungsgenauigkeit voneinander ab. Schleifen 0,1 μm Rz in μm (genau minimal)

Nennen Sie die vier Wirkprinzipien für den energiegebunden:


Schneideneingriff beim Spanen mit unbestimmten Strahlspanen
Schneiden und benennen Sie jeweils ein raumgebunden:
Verfahrensbeispiel. Läppen
kraftgebunden:
ODER Gleitschleifen, (Honen)
bahngebunden:
Welche vier Wirkprinzipien kommen für den Schleifen, (Honen)
Schneideneingriff beim Spanen mit unbestimmten
Schneiden zum Tragen? Geben Sie jeweils ein
Verfahrensbeispiel an.

Nennen Sie drei Bindungsarten sowie drei Arten von Bindungsarten:


Schleifmitteln. Anorganisch
keramische Bindung
metallische Bindung
mineralische Bindung
Organisch
Kunstharzbindung
Leimbindung
Schellackbindung
Schleifmittel:
Diamant, Kubisches Bornitrid(CBN), Borkarbid,
Siliziumkarbid(SiC), Korund(Al2O3)
Nennen Sie drei Eigenschaften der Schleifkornschneide. Schneidenform
Schneidenabstand
Schneidenradius

Nennen Sie drei grundlegende Schleifverfahren. Schleifen mit rotierendem Werkzeug


Planschleifen
Rundschleifen
Schraubschleifen
Wälzschleifen
Profilschleifen
Formschleifen
Bandschleifen
Hubschleifen
Honen
Läppen
Strahlspanen
Gleitspanen

Nennen Sie je zwei Schleifmittel, die für hochharte und hochharte Schleifscheiben:
konventionelle Schleifscheiben verwendet werden. -Diamant
-Kubisches Bornitrid (CBN)
konventionelle Schleifscheiben:
-Siliziumkarbid (SiC)
-Korund (Al2O3)

Nennen Sie vier verschiedene Verfahren, die nach DIN Planschleifen


8589 der Untergruppe Schleifen mit rotierendem Rundschleifen
Werkzeug zuzuordnen sind. Schraubschleifen
Wälzschleifen
Profilschleifen
Formschleifen

Nennen Sie zwei Teilprozesse des Abrichtens und ihre Profilieren


Funktion mit je einem beispielhaften Merkmal von beseitigt Geometriefehler
Schleifkörpern. Erzeugen der Schleifscheibenform
Schärfen
Herstellung der Schneidfähigkeit
Erzeugen der Schneidenraumstruktur

Skizzieren Sie die Oberflächenstruktur einer gehonten


und einer geschliffenen Fläche.

geschliffene Oberfläche gehonte Oberfläche

Welcher Hauptgruppe der Fertigungsverfahren ist das Trennen


Schleifen nach DIN 8580 zuzuordnen?

Worin bestehen die Unterschiede zwischen Tiefschleifen:


Pendelschleifen und Tiefschleifen? große Zustellung
kleine Vorschubgeschwindigkeit
Pendelschleifen:
kleine Zustellung
große Vorschubgeschwindigkeit

Die Fragen enstammen den Altklausuren 10/2000, 03/2001, 10/2001, 04/2002, 04/2003, 09/2002 und 
09/2006. Die Antworten wurden außschließlich dem Skript (Stand SS 2008) und Fachliteratur 
entnommen und NICHT dem älteren „Fragenkatalog.PDF“ !

additive FERTIGUNG :Definition plus fragen