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Bericht des Preisgerichtes

Projektwettbewerb
«Holliger» Baufeld O1
BERICHT DES PREISGERICHTS

Impressum
Herausgeberin
Eisenbahner-Baugenossenschaft Bern
Hauensteinweg 14, 3008 Bern
Telefon 031 371 62 26
info@ebgbern.ch
www.ebgbern.ch

Gestaltung
Scarton Stingelin AG, Liebefeld Bern

Fotos
Fotos Modelle: Strasser Architekten AG

Druck
Printgraphic AG, Bern

Die online Version des Juryberichts


ist verfügbar unter: www.ebgbern.ch

Veröffentlichung: März 2021


BERICHT DES PREISGERICHTS

Frau Holle Nr. 11

1. Rang – 1. Preis Als Schlussstein des Areals wird eine starke Figur
CHF 35 000 gesetzt. Das Wohnhochhaus zeichnet sich als klares
rechtwinkliges Volumen im Stadtgefüge ab. Es ist
Verfasser: funktional und gestalterisch in drei Bereiche
Jaeger Koechlin Architekten ETH BSA SIA, gegliedert.
Basel
Statik: Schnetzer Puskas, Kevin Rahner Ein zweigeschossiger Sockel aus Beton verankert
Haustechnik: Waldhauser Hermann, Marco Waldhauser das Hochhaus in seiner Umgebung, er verzahnt
Fassadenplaner: Emmer Pfenniger, Andreas Emmer die beiden Ebenen des Arealhofes und der Güter­
Bauphysik: Gartenmann Engineering, Lisa Haller strasse aussenräumlich mit einer Arkade, welche
Brandschutz, Bauphysik: Josef Kolb AG, Ivan Brühwiler einen Laubengang einschliesst. Eine Aussentreppe in
der westlichen Ecke unterstreicht den öffentlichen
Mitarbeit: Charakter der Sockelnutzungen und bietet eine zusätz-
Patrick Jaeger liche willkommene Verbindung von der oberen und
Ariel Koechlin der unteren Quartierebene. Die baurechtliche Durch-
Conrad Kersting, Projektleitung setzung derselben ausserhalb des Baufeldes würde
Rino Buess einen hohen Mehrwert darstellen.
Matthias Bill
Géraldine Burger Die zurückversetzte Fassadenebene hinter den
Luzia Stallmann markanten aussenliegenden Betonstützen des Sockels
Lorena Bassi verwebt das Gebäude mit seiner Umgebung und
schafft eine transparente und zugängliche Raumschicht,
welche unterschiedliche öffentliche Nutzungen,

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PROJEKTWETTBEWERB «HOLLIGER» BAUFELD 01

wie den Quartierraum oder Co-Working-Space, Die angenehme, natürlich belichtete Vertikalerschlie-
beinhaltet. Dank einer Erschliessung über den Lauben- ssung und die gemeinschaftlichen Räume sind
gang oder ebenerdiger Türen können die Nutz- an der Nordostfassade angelegt, die Wohnungen
flächen frei bespielt werden. belegen die restlichen drei Fassaden. Von der
eigentlichen Schleuse sinnvollerweise abgetrennt,
Ein klarer Holzstützen-Raster und Balkonbänder mit werden bei dem Projekt Frau Holle geschoss-
einem subtilen Verlauf in der Materialität bilden weise über gemeinsame, gut proportionierte und
den Ausdruck der Wohngeschosse. Die geschlossenen natürlich belichtete Vorräume jeweils zwei oder
Flächen sind mit sandfarbigen Faserzementplatten drei Wohnungen erschlossen. Die Nutzung dieser
verkleidet, das Material soll die historische Beziehung Vorräume als halbprivate Entrees wird von den
zum industriell geprägten Standort aufzeigen. brandschutztechnischen Anforderungen gesteuert,
Als Abschluss bildet der Dachgarten zusammen mit sofern diese nicht in einem Cluster eingebunden
einer umlaufenden Pergola und den pavillon- sind. In einer sehr sorgfältigen und kohärenten Abstim-
artigen Aufbauten eine leichte Krone. mung von Trag- und Raumstruktur entwickeln
die Verfassenden, auf der gleichen Typologie basie-
Der Haupteingang des Hauses befindet sich auf rend, einen Katalog aus Wohnungsgrössen. Dieser
dem Niveau des Holligerhofes in der Verlängerung entspricht weitgehend dem Wettbewerbsprogramm
des in südöstlicher Richtung angrenzenden Frei- in Grösse und Anzahl (68 Wohnungen und 10
raumes, geschützt von der umlaufenden Arkade. Jokerzimmer). Dank der Anordnung konstanter Verti-
Eine grosszügige Eingangshalle reicht bis zur kalerschliessungen, einem ausgeklügelten stati-
Vertikalerschliessung in die Mitte des Hauses und schen System ohne Einbezug der Wohnungstrennwän-
verbindet diese mit der Veloeinstellhalle oder de und einer intelligenten Kombination von linearen
dem Abstellraum für Kinderwagen. Die Halle grenzt Aussenräumen und Wohnveranden, können die Woh-
an den Quartierraum, sie dient gleichzeitig als nungsgrössen im Hochhaus im Extremfall ge-
Begegnungs- und Aufenthaltsraum. Die Gemeischafts- schossweise unterschiedlich angewendet werden.
räume im Erdgeschoss können selbstverständlich Im Lebenszyklus des Hauses können sie mit be-
den vorgelagerten Aussenraum mitbenutzen, bzw. schränktem Aufwand neuen Bedürfnissen angepasst
bespielen. Auf dem oberen Niveau der Güter- werden. Diese Arbeit an den Grundelementen
strasse werden zusätzliche Zugänge zu den Gewer- des Wohnens zeugt von einer hohen Handwerkskunst
beräume und zum öffentlichen Restaurant im und ist ein innovativer Beitrag zu den Themen
Dachgeschoss sowie Notausgänge platziert. Flexibilität, Vielfalt, Wirtschaftlichkeit und Systemtren-
nung wie er im Rahmen dieser Ausschreibung
In den Wohngeschossen wird der Anonymisierung und für diese Bauherrschaft gesucht wurde. Trotz der
eines Hochhauses mit der Einführung eines kleineren angewendeten Systematik entstehen erstaunlich
Massstabes entgegengewirkt. Die Gruppierung wenig architektonische Zwänge, so dass das etablierte
von jeweils drei Geschossen um typologisch angelegte System auch in einer weiteren Bearbeitung
Sondernutzungen wie überhohe Waschküchen, des Projektes entsprechend angepasst werden könnte.
Malateliers oder Spielzimmer und jeweils zwei Joker-
Zimmer, bieten hausinterne Gemeinschaften an, Die vorgeschlagene Wohnungstypologie des Hoch-
die jeweils beim Verlassen des Aufzuges und vor hauses basiert auf einer zentral gelegenen Küchen-
dem Betreten der eigenen Wohnung eine ver- einheit in einem mehrfach orientierten Raumgefüge,
traute Atmosphäre erzeugen sollen und die bei um die sich das Leben in den zukünftigen Woh-
Interesse genutzt werden können. nungen abspielt. Von der Küche aus sind jeweils zwei
Räume (Wohn- und Essraum) in unterschiedliche
Himmelsrichtungen angeordnet. Am Ende des zur

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BERICHT DES PREISGERICHTS

Küchenzeile orientierten Raumes befindet sich die Das nachhaltige Prinzip der Systemtrennung wird
Veranda - als Jahreszeitenzimmer innerhalb des im Fassadenbild ästhetisch aufgewertet. Die additiven
Dämmperimeters ausgebildet. Sie bildet zugleich Elemente wie die Fassadeverkleidung, die Fenster-
den Hauptzugang zur schmalen Aussenraum- rahmen, der Sonnenschutz, die Geländer, die PV-Brüs-
schicht, die sämtliche Zimmer einer Fassadenseite tungsmodule oder die Entwässerungsrohre sind
verbindet. Die Wohnungen sind nicht in klare Tag- farblich gestaltet, gerecht materialisiert und sind zum
und Nachtbereiche getrennt, was zu hoher Nutzungs- Teil in einem vertikalen Verlauf leicht anders pro-
flexibilität führt, die einzelnen Zimmer sind aus dem portioniert, sie geben dem Hochhaus Lebendigkeit und
offenen Raumgefüge erschlossen. Jeder Raum ist mit einen identitätsstiftenden Ausdruck. Die Struktur
einem raumhohen Fenster stets in Kontakt mit einer des modernen Holzbaues im Hochhaus überträgt sich
schmalen Laube, was den Wohnungen eine geschützte auf die äussere Erscheinung des Gebäudes.
und private Schwelle zur Aussicht in der Höhe eines
Hochhauses gibt. Ausserdem stellen sie einen Beitrag Im Dachgeschoss befinden sich nach Südwesten
zur Klimaresillienz der Wohnungen dar und ermögli- orientiert das Restaurant mit dem abtrennbaren Saal
chen das Zusammenleben und Zirkulieren je nach Be- und eine gut proportionierte Terrasse mit intensiv-
lieben der Bewohner*innen. begrünten Pflanzbeeten. Die Serviceräume und Tech-
nikräume sind Nordost gerichtet. Rundum schliesst
Die angegebenen privaten Zimmergrössen sind eine fein gestaltete Pergola visuell das Dachgeschoss
grosszügig bemessen, die privaten Aussenräume mit und zeichnet auf einer eleganten Art die Präsenz
4,5 m2 für die Veranden sind eher knapp und leben einer öffentlichen Nutzung auf.
von ihrer Kombinierbarkeit mit dem Wohnraum oder
der vorgelagerten Laube, die Möblierung ist In Bezug auf die Baukosten liegt das Projekt wenig
zum Teil ungünstig. Die geforderten Reduits sind in über dem Durchschnitt aller Eingaben. Die Holzkonst-
allen Wohnungen als abschliessbare Räume ruktion und die damit verbunden geringen Lasten
ausgewiesen, werden jedoch nicht durchgehend mit wirken sich ebenso vorteilhaft auf die Ökonomie des
der gewünschten nutzbaren Grösse angeboten. Hauses aus, wie die kompakte Anordnung der
flächeneffizienten Wohnungen mit angemessenem
Nicht zuletzt in der Darstellung ihrer visionären Wohn- Angebot von allgemeinen Räumen.
welt, die eine grosse Vielfalt von Wohnformen
ermöglicht, demonstrieren die Verfasser, die Präsenz Das Projekt gibt eine präzise und angemessenen
der Tragstruktur im Innenraum als tektonisches Antwort zur Aufgabe. Die Jury ist besonders
Mittel zur Strukturierung des Raumes. Das Gebäude überzeugt von der Typologie, die vielschichtig um
ist als Skelettbau in einer Holz-Beton- Verbund- die Holz-Beton- Verbundbauweise vertieft wird
bauweise mit einem Raster von 6,5 × 3,25 Meter mit und als taugliche Antwort zum Thema der Reduktion
vorgefertigten Deckenfeldern konzipiert. Dieses des CO2-Ausstosses bewertet wird. Der Schwer-
Raumgitter aus Holz, kombiniert mit einem minerali- punkt liegt nicht nur in der konstruktiven Innovation,
schen Gussboden und verputzten Wänden als sondern viel mehr in dem vielseitigen Einbezug
Ausfachungen bilden ein stimmiges Ganzes. Das von technischen, ökonomischen und sozialen Aspek-
Brandschutzkonzept für diese Konstruktion mit ten, welcher eine spezifische Architektur für
den aussenliegenden Holzstützen wird mit einem den Ort und für die Eisenbahner-Baugenossenschaft
Sprinklervollschutz als Standardkonzept vor- kreiert.
geschlagen.

18
Projektwettbewerb Holliger O1 - Bereinigung
FRAU HOLLE

Frau Holle
In der Fassade integrierte Holzbänke können wahlweise als Die einzelnen Wohneinheiten sind so organisiert, dass die Brandschutz
Sitzgelegenheiten für ein Bistro, oder als Auslage eines Ladens dazwischen liegenden Zimmer jeweils zur einen oder zur anderen

ag rt
fg usfah
e
dienen. So kann die Gemeinscha Wohnung geschaltet, oder auch zu einer grösseren Cluster-Wohnung

Tie -/A
ar
Das Hochhaus ist mit einem Löschanlagenkonzept

Ein
vorgelagerten Aussenraum nutzen und bespielen. Ein belebter Weg zusammengeführt werden können. Die Eingangshalle kann in
zwischen den Bauten U1 und O1 entsteht. Die gestalterischen diesem Fall als privater Eingangsraum des Clusters benutzt werden. (Sprinklervollschutz) im Standardkonzept gemäss VKF-

P
Brandschutzvorschri

BP
Elemente der Fassaden - Metallfenster und Türen, Holzbänkli, sowie Jede der fünf ‘Sub-Nachbarscha s

3x
schlanke und hohe Raumproportionen - entlehnen Ihren Ausdruck Joker-Zimmer. die Vorteile von reduzierten baulichen Anforderungen in Bezug auf
dabei den Bilderwelten von Bahnsteigen, Zugwaggons und Feuerwiderstände, Schürzenausbildung, den Einsatz von sichtbarem
Wartehallen. Den privaten Wohnräumen ist jeweils über die Breite einer Fassade Holz in Form von linearen tragenden Elementen sowie eine frühere
ein Aussenraum vorgelagert. Diese Balkonschicht weist eine Breite Branddetektion und Intervention mit lokalerem und geringerem

ter
ss
ra
Wassereinsatz. Dadurch kann die Sicherheit im Gebäude wesentlich

Un
nst
An der nordwestlichen Seite be von 1,40 m auf und wird zu einer bewohnbaren Fassadenschicht. Im

55
of

Bah

Sp
0.50
kh erhöht und das Schadensausmass begrenzt werden. Die

ielw
er
W nutzbaren Wendeltreppe leicht abgeschirmt, ein weiterer Wohnbereich wird die Schwelle im Übergang zwischen Innen und

iese
Aussenraum in Form eines Werkhofs. Dieser bietet dem an der Aussen raumhaltig durch eine Veranda ausgebildet, welche Haupterschliessung und Ent

BO
in Massivbauweise mit Sicherheitstreppenhaus, Schleuse und

1
nt
Nordecke gelegenen Veloladen, sowie einer von den Bewohnern des wahlweise und n s
ra
Areals verwalteten Werkstatt, die Möglichkeit ihre Arbeit in den werden kann. Durch den Zusammenschluss der privaten Feuerwehraufzug, was eine optimale Voraussetzung für eine
tau
Res
Aussenraum hin zu erweitern. Zugleich dient er auch als Aussenräume entsteht eine Laube, welche durch das Ö wirtscha p
be/
er im Erdgeschoss direkt an einen sicheren Ort im Freien geführt. Die

PV
Gew Verankerung des Hauses an der Bahnstrasse, da er auch Anlieferung Schliessen der Balkontrenntüren reguliert werden kann. Durch diese

-A
nla
und Zufahrt für die städtische Müllabfuhr ist. Von hier aus sind auch selbstbestimmte Ö sekundäre Erschliessung der Wohnungen erfolgt mit

ge
die Lager der Gewerbeeinheiten sowie, über einen Nebeneingang, die Hauses werden einerseits Qualitäten des Reihenhauses übersetzt und feuerwiderstandsfähig abgetrennten Fluchtkorridoren.
zentrale Velohalle des Hauses erreichbar, welche den Hof wiederum verdichtet und andererseits die Nachbarscha n
Auch bei den Clusterwohnungen wird die Vorzone als horizontaler
54

über das Gebäudeinnere mit der Hofseite verbindet. sozialisiert. So oszilliert jede Wohnung zwischen nachbarscha
6.80

Laube und gemeinscha s Fluchtweg ausgebildet. Die Machbarkeit von Möblierungen bzw.
Auf der oberen Ebene bildet sich nordöstlich ein dem Hochhaus deren Anforderungen sowie allfällige Kompensationsmassnahmen
vorgelagerter Platz, der als Adresse für das obere Sockelgeschoss Während die aussenliegenden geschlossenen Flächen der sind in Absprache mit der Brandschutzbehörde zu de

55
0.50
dient. Während im Hofgeschoss ö Wohngeschosse mit einem sandfarbig eingefärbten Faserzement die
produzierendes Gewerbe angesiedelt sind, bietet das obere Geschoss historische Beziehung zum industriell geprägten Standort aufzeigen, Die Entrauchung im Sicherheitstreppenhaus/Schleuse/
als 'Mezzanin' Raum für weitere Gewerbeeinheiten und Dienstleister. sind additive Elemente wie Photovoltaikmodule, Entwässerungsrohre Feuerwehraufzug mit einer Rauchschutzdruckanlage erfolgt über

Hau
einen Abströmschacht über Dach, wodurch keine Anforderungen an

pt
U1

Ein umlaufender Balkon scha oder Rollläden farblich gestaltet und verleihen zusammen mit der

zu
ga
die Fenster in den Nutzungen gestellt werden (Unterhalt,

ng
einzelnen Einheiten untereinander und verbindet dieses über die individuellen Aussenraumgestaltung der Bewohner dem Gebäude

O2
W
Einschränkungen Möblierung).

oh
aussenliegende Treppe mit dem Hof. Die verschieden nutzbaren eine Lebendigkeit und einen identitätssti
54

nu
5.90

nge
Gewerberäume können durch unterschiedlichste Bewohnen selbst wird sichtbar. Als Abschluss verleiht die Begrünung

n
Raumkonstellationen frei bespielt werden. Durch eine zentrale des Dachgartens zusammen mit einem umlaufenden Rankgerüst und Für die Balkonschichten wird an der gedämmten Hülle eine
Anordnung von Nasszelle, Teeküchen ist keinerlei Mieterausbau den verspielten Dachau Holzfassade vorgeschlagen, was bei Hochhäusern nach den
notwendig, wodurch eine extrem niedrigschwellige Aneignenbarkeit Standardvorschri
der Räume ermöglicht wird. Dies soll n brennbaren Materialisierung im Geländerbereich, der Balkonböden
gewerbliche Mieter ansprechen, die die Räume so z.B. für ein
Statik mit Feuerwiderstand (analog Geschossdecken, Schürzenbildung)
Lederatelier, ein Co-Working-Space oder eine Yogastudio nutzen sowie dem Einsatz einer Löschanlage in den Balkonbereichen mit
können. Die Gemeinscha Das Gebäude ist als Hybridbau in Holz-Beton-Verbundbauweise einem zweiten Sprinklerkreis sollte diese objektbezogene Lösung im
genutzten Teilen des Hauses im Vordergrund und konzipiert. Die Stockwerksdecken sind in 6.5 mal 3.25 Meter große Einvernehmen mit der Brandschutzbehörde machbar sein.
gemeinsam genutzten Stadtbalkon entlang der Fassade ihren Deckenfelder unterteilt, die vorgefertigt und elementweise auf die Abweichend ist jedoch auch eine Materialisierung mit einem
Ausdruck. Baustelle geliefert werden. Statisch folgen die Element-decken nichtbrennbaren Fassadenmaterial, z.B. Faserbeton denkbar.
oberhalb des Stahlbetonsockels im gesamten Gebäude-komplex
Über das obere Niveau wird auch das Restaurant im Dachgeschoss demselben Prinzip: Das Verbundbauteil als Holz-Beton- Nachhaltige Konstruktionen und
über einen separaten Zugangsraum mit direkter Verbindung zum Li Verbundquerschnitt wirkt statisch als Paltte. Die aus Brettschicht-
erschlossen. Das ö m holz gefertigten Balken weisen Querschnitts-abmessungen von 24 zukun
den Nutzungen im Hofgeschoss eine Klammer, die die ö mal 28 cm auf, die darauf liegende Betonplatte ist 14 cm stark. Die
und privaten Nutzungen über die gesamte Gebäudehöhe miteinander beiden Werksto Konstruktionen für Holzhochhäuser werden derzeit in aller Welt
verschränkt. verbunden. Insgesamt weisen die Fertigbauteile eine Höhe von 40 cm erprobt und weiterentwickelt. Die ökologischen Vorteile liegen dabei
auf. Die Deckenfelder werden mit Hilfe von Bolzen in der Ebene der auf der Hand. Holz, als nachwachsender Rohsto
Brettschichtholzbalken sowie im Stützenbereich in der Plattenebene viel weniger graue Energien als Beton oder Stahl und statt bei der
miteinander schubstarr verbunden. Auf diese Weise wirken die
Vom Wohnen in den Treppenhäusern Decken, trotz des hohen Grades an Vorfertigung als schubstarre
Herstellung CO2 zu generieren, wird im Holz CO2 aus der
Atmosphäre gebunden. Daneben bietet das Bauen mit Holz aber
und Lauben ohne Gänge Scheibe. Die Lasten der Deckenfelder werden über Holzstützen aus auch ökonomische Vorteile. Bei einer Holzkonstruktion mit
Baubuche GL75 mit einem quadratischen Querschnitt von 36 x 36 vorfabrizierten Deckenteilen kann die Bauzeit radikal verkürzt
Während niedergeschossige Häuser von der Nähe zwischen Haus- cm ohne weitere Abgankonstruktionen bis in die Sockelebene werden, da die Wartezeiten für das Abbinden der Betondecken
und Wohnungseingang pro weitergeleitet. Im Bereich der Felder rund um den betonierten entfallen.
Erdgeschossen Orte auszubilden, welche der P Erschliessungskern mit Li s
Nachbarscha n h die Lasten über die Kernumfassungswände abgetragen. Die Deckenelemente stellen den Brandschutz zwischen den
Grundveranlagung heraus grössere Distanzen zwischen den Geschossen sicher und führen zugleich Masse in das Bauwerk ein,
eigentlichen Wohnungseingängen und dem Hauseintritt auf. Wie Die beiden Sockelgeschosse im Erd-, sowie im Hofgeschoss des welche als Wärmespeicher den Energiebedarf zum Heizen absenkt.
Situationsplan gelingt es also im Hochhaus, die für gesunde Nachbarscha Areals sind in Stahlbetonbauweise ausgeführt. Statisch muss es die Beton als tragende Konstruktion wird nur in den erdberührten
notwendige Basis zu scha Verbindung zwischen dem vorgegebenen Stützenraster der Ein- Unter- und Sockelgeschossen, sowie als Aussteifung bei Li
als Vorteil auszuschöpfen? Durch die Stapelung von identi stellhalle und der kleinteiligen Holz-Beton-Hybridstruktur der und Brandschutzschleuse eingesetzt. Der Anteil von Beton in der
Grössen wird der Anonymisierung entgegengewirkt. Drei Geschosse Wohngeschosse leisten. Im Erdgeschoss sorgen zunächst wenige, 1.2 Konstruktion wird soweit wie möglich minimiert.
Schlusstein eines neuen Quartiers Ausdruck und Adressierung, bilden jeweils eine von insgesamt fünf hausinternen Nachbarscha m hohe Unterzüge oberhalb von Trennwänden und ein System aus
Leuchtturm für die Stadt Eingänge und Ö kleineren Massstabs, welche durch die typologisch angelegten 30 cm starken, geschosshohen Wandscheiben um den Kern-bereich Als ein Leuchtturmprojekt für die Zukun
Sondernutzungen alternierend mit den überhohen Waschküchen, für eine Rückführung der inneren Holzstützenstränge entlang von bewusst auf eine möglichst grosse Zahl von Autoparkplätzen.
den privaten Wohnungen ein kollektives Gegenüber bieten. Die vier Hauptachsen. Stattdessen wird vorgeschlagen, auf die baulich recht aufwändige
Ist das Bauvorhaben auf dem Holliger Areal in seinen ersten Linien
Entgegen der Vorstudie und trotz der Geruchsemissionen der Stapelung dieses 'Hausmodells' gewohnter Grösse erzeugt jeweils Verbindung der Einstellhalle im 2. Untergeschoss mit dem Hofniveau
des Masterplans einfach und klar strukturiert, so ist es in seiner
benachbarte Ka e beim Verlassen des Aufzuges und vor dem Betreten der eigenen Im Hofgeschoss werden die in den vier Hauptachsen be komplett zu verzichten und stattdessen den gesamten Bereich des 1.
Leistungsfähigkeit fein akzentuiert. Die Gradierung an Ö
auf volumetrische Rücksprünge und zeigt sich selbstbewusst als Wohnung eine vertraute Atmosphäre, hil gesammelten Stockwerkslasten dann mit kurzen Wandscheiben auf Untergeschosses als grosszügige, sowie über Oberlichter erhellte
das Anbindungspotenzial an die umliegenden Stadtidentitäten, aber
klares städtebauliches Volumen. wird spezi e die Hochleistungsbetonstützen und die Aussenwände der Velohalle zu nutzen.
auch die interne Organisation des neu erdachten und sich in
Nachbarscha Einstellhalle abgeleitet. Die äusseren Stützenstränge in der
Entwicklung be
In seinem Ausdruck weist das Hochhaus eine klassische Dreiteilung be t s Fassadenebene werden von dem kleinteiligen Holzraster über einen Das Gebäudetechnikkonzept verfolgt den Anforderungen der
den architektonischen und genossenscha m
in Sockel, Scha jeweils maximal ein Stockwert entfernt. 40 cm starken und 1.2 m hohen, vorgespannten Stahlbetonträger auf SIA2040 entsprechend einen Low-Tech-Ansatz.
dargelegt. Den letzten Stein dieses neuen Quartiers bildet nun das
Gliederung des Turmes in ö s Ebenfalls an der Fassade und auf der anderen Seite des Li wenige Fassadenstützen e i Kurze Wege und gute Zugänglichkeit minimieren nebst den
Hochhaus der Eisenbahner-Baugenossenscha
Dachgarten. Der zweigeschossige Sockel ist, anders als die darüber be l s Sockelgeschoss spannen über 8.5 m und werden 28 cm stark Investitions- und Betriebskosten auch die Graue Energie.
be s Treppenhaus. Durch die auf drei Geschossen angeordneten ausgebildet. Alle Stützen im Sockelgeschoss sind mit einer Betongüte Bei der Auswahl der eingesetzten Materialien wird darauf geachtet,
Mit seiner bereits im Masterplan angelegten Volumetrie wird eine
angelegt und trägt diese Struktur auch sichtbar in den Aussenraum. Nachbarscha p von C50/60 in Ortbetonbauweise angedacht. Die Kernwände werden dass diese einerseits langlebig sind und andererseits deren
Signalwirkung dieses Baukörpers auch über die Areal-
Er verankert das Hochhaus in einer unaufgeregten Weise in seiner täglichen Abläufe integriert und wird so zum lebendigen Ort der über die Gebäudehöhe abgestu Sto
'Grenzen' hinaus angestrebt. In seiner städtebaulichen Stellung
Umgebung und strahlt zugleich seine gemeinscha Begegnung und des Austausches. cm ausgebildet. Die Untergeschosse sind als steifer Kellerkasten in Primär- und Sekundärstrukturen wird konsequent vermieden.
unbestritten, bringt die Entwicklung eines Wohnhochhauses im
ö Ergänzend zu den fünf Waschküchen bieten fünf weitere Stahlbeton konzipiert, wodurch die Fundationslasten  
genossenscha n
aus sondern bespielt beide Platzniveaus auf unterschiedlich eingeschossige Räume Flächen für die gemeinscha werden können und ein einheitliches Setzungsverhalten ermöglicht Der notwendige Energiebedarf für die Wärme- und
Herausforderungen, sowohl im architektonischen, vor allem aber im
nuancierte Art und Weise. Die zurückversetzte Fassadenebene hinter die die einzelnen Nachbarscha wird. Die Aussenwände sind 35 cm stark. Prinzipiell wird das Trinkwarmwassererzeugung wird durch das städtische
soziologischen, gesellscha n
den markanten aussenliegenden Betonstützen verwebt das Gebäude verweben: ein Lesezimmer mit Hausbibliothek, ein Spielzimmer, ein Gebäude gemäss geologischem Bericht mittels Reibungspfählen Fernwärmenetz geliefert. Die Wärmeabgabe erfolgt über eine
daher für ein Gelingen dieses ambitionierten Projektes bereits in der
mit seiner Umgebung und scha Musikzimmer, ein Malatelier und ein Sportraum. Aus diesem an der tiefenfundiert. Das Hochhaus wird gegenüber den Erdbebenkrä Niedertemperatur – Fussbodenheizung. Für einen nachhaltigen
Auslegung der Voraussetzungen die Gemeinscha
Raumschicht. Diese changiert durch ihren Massstab und ihre Nordostfassade angelegten Rückgrat fächern sich die Wohnungen und den Windeinwirkungen e i Betrieb schlagen wir folgende Produkte vor: Fernwärme EWB
Zentrum zu stellen, und folglich ein funktionierendes Netz von
Nutzung zwischen dem klassischen Bild einer Arkade und dem eines über die restlichen drei Fassaden auf und erzeugen attraktive, jeweils der scheibenartig ausgebildeten Holz-Beton-Verbunddeckensystems Oekofernwärme, Elektrizität vom Netz: zerti
Bewegungs- und Begegnungsmöglichkeiten sowie eine prägende
urbanen Trottoirs, das durch die angrenzenden Bewohner und über Eck orientierte und belichtete Raumkonstellationen. und des Kerns ausgestei naturmade star.
Identität anzulegen. Mit dem neuen Hochhaus auf dem Holligerareal
Gewerbenutzer in Beschlag genommen werden kann. Achsrichtung leicht exzentrisch angeordneten Kerns spielt statisch
in Bern, dessen Planung mit dem hundertjährigen Bestehen der EBG
eine untergeordnete Rolle. Das Lü
zusammenfällt, wird nicht weniger als ein Leuchtturm-Projekt
angestrebt, das das gemeinscha h
Die Hauptadressierung des Hauses erfolgt auf dem Niveau des neuen Zimmer, Wohnungen einfache Nasszellenablu s
Holligerhofes. In der Verlängerung des in süd-östlicher Richtung zum Schutz vor Bauschäden (Feuchtigkeit) und Behaglichkeit
verhandeln und dabei eine Strahlkra
angrenzenden Hofes, be und Nachbarscha (Lu e
darüber hinaus entwickeln soll.
Wohnhauses. Von der umlaufenden Fassaden ausgewählten Fenstern gezielt Nachströmelemente (ALD) eingesetzt,
Zwei bis drei Wohnungen werden über jeweils zwei belichtete Hallen Ansicht vom Holligerhof
ein weiteres Stück zurückspringend, bildet sich ein subtil welche beim Betrieb der Ablu
Als Schlussstein des Areals zum Einen, als Indikator für die erschlossen. So werden stufenweise Ö l
umschriebener Vorplatz der Bewohnerscha einströmen lassen. Der Ablu s l
Vernetzung und Verortung im Netz der Stadt zum Andern, nimmt dosiert und beste Voraussetzungen für eine funktionierende
grosszügiger Raum reicht die daran angeschlossene Eingangshalle bis einerseits nach Lichtkontakt und andererseits über einen
das Baufeld O1 eine zentrale Rolle ein. Über das Gleisfeld hinweg Nachbarscha
in die Mitte des Hauses und zur Vertikalerschliessung und verbindet Feuchteregler. Eine Ablu s
steht das Hochhaus mit den Kaminen neuer und alter kompakten Eingangsräume, als Ankun
diese dabei, wie selbstverständlich, mit der Veloeinstellhalle, den eine Wärmerückgewinnung und dadurch eine Vorwärmung des
Industrieanlagen im Dialog, zugleich markiert es vom Hof aus mit Garderobe ausgestattet, in die Wohnräume.
Brie l Trinkwarmwassers. Optional könnten die Wohnungen auch mit Zu-
gesehen den nordwestlichen Abschluss des Areals. Die starke
dem Abstellraum für Kinderwagen und Trottinetts. Gleichzeitig dient und Ablu g
städtebauliche Figur schliesst den Quartiersplatz im Nord-Westen ab Die Küchenzeile bildet das Zentrum der Wohnung und bietet
die Halle als Begegnungs- und Aufenthaltsraum für die Bewohner. einer Erweiterung der Dachzentrale positioniert.
und verortet das Areal weithin sichtbar im städtischen Gefüge. zwischen Wohnhalle und Essraum kurze Wege im Alltäglichen. Das
Durch die direkte Nähe, sowie Verbindungen und Blickbezüge zum  
benachbarten Quartiersraum an der Gebäudeecke lässt sich diese Wohnzimmer kann bei Bedarf abgetrennt werden. Die Schlafräume Mit den Brüstungselementen der Fassade und dem Dach des
Begegnungszone nach Bedarf erweitern oder verkleinern. sind aus dieser Mitte heraus erschlossen und prägen auch die Restaurants stehen insgesamt 840 m2 Photovoltaik-Fläche bereit und
Wohnungen gemeinscha m unterstützen so mit einer e i nene
An der Längsfassade bildet der Quartiersraum den Anfang einer wird direkt aus dem Eingangsraum erschlossen und ermöglicht auch den Energiehaushalt.
Reihe von mehreren ö Rückzüge aus den kollektiven Bereichen.
westlichen Arealzugangs in Richtung Bahnstrasse. Zwischen dem
Fassadenraum des neuen Hochhauses und der Arkade des
gegenüberliegenden Baufelds U1, entwickelt sich so eine
eigenständige Raumqualität, ohne mit dem Quartiershof zu
konkurrieren. Die umlaufende Arkade wird auf dieser Seite durch ein
Projektwettbewerb Holliger O1 - Bereinigung ausladendes Vordach erweitert. Es markiert die Eingänge der max.
FRAU HOLLE vier gewerblich nutzbaren Einheiten, für die die Schicht zwischen
Fassade und Stützen so zu einer Erweiterung des Gewerbelokals in
N
den Aussenraum wird. 5
Mst 1:500 0 10 20

Grundrisse Gewerbe und Gemeinscha


B

GSPublisherVersion 0.76.100.100

Technik
13 m2
Lager
12 m2
Technikzentrale 40 m2
Küche
21 m2
Sauna
602.40
A A
B

Saal (abtrennbar)
Eingang Eingang Eingang 33 m2
Co-Working Restaurant Dienstleistung
Speisesaal
76 m2

Co-Working Einzehlhandel
181 m2 32 m2

550.50
A Gem.-bereich, Psychotherapeutin
Gewerbe 15 m2
53 m2

Steuerberater
Sprinkler 15 m2
Zentrale
16 m2
B

Yogaschule
69 m2

Dachgeschoss
B

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 35 36 37 38 39 40

Einstellhalle O1
47 PP.
Erdgeschoss
B

13 14 15 16 17 41 42 43 44 45 46 47
Lager Restaurant (IV) (IV)
22.5 m2

18 19 20 21 22
(IV)

A A

Tiefgarage
B

Gemeinschasraum
23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34
Technikzentrale 40 Mieterkeller a 5 m2
Lager Gewerbe 90 m2
60 m2

A A
B

Oblicht Oblicht 26 Mieterkeller a 6.5 m2


20 Besucher Velos

Schutzraum 1 Schutzraum 2
B

Abfallentsorgung 46 Doppelgesch. 88 Doppelgesch. 52 Eingeschossig 26 Eingeschossig 13 Lastenvelos


Schutzraum 3 Schutzraum 4
40 m2
Velohalle O1
334 m2
B

Holzwerkstatt
51 m2
Kinderwägen Hauswart
30 m2 27 m2

Einfahrt
Veloparking 2. Untergeschoss (Einstellhalle), 3. Untergeschoss (Mieterkeller/Technikzentrale)
545.90
A Gem.-bereich, Eingang / Lounge A
Gewerbe 68 m2
53 m2

Werkhof/
Anlieferung
102 m2 Eingang
Wohnen

Veloladen Onlinemagazin Quartiersraum


horizontaler Fluchtweg
62 m2 30 m2 70 m2 (38+32)
Schleuse vor Feuerwehrli / Treppenhaus
Feuerwehrli
RDA Zuluschacht Li / Treppenhaus
RDA Abströmschacht Li / Treppenhaus
brandabschnittbildende Wand / Türe
SPA-Zentrale
Fluchtrichtung
B

Eingangsholle

Hofgeschoss ( 1. Untergeschoss ) Brandschutzschema Erd- und Wohngeschoss Haustechnikschema


0 0.5 1 2
N

Mst 1:200

GSPublisherVersion 0.76.100.100
19
Projektwettbewerb Holliger O1 - Bereinigung
FRAU HOLLE

Grundrisse Zimmer, Wohnungen und Nachbarschaen

B
2 1/2 Zi. - 52 + 5 m2 Luraum 3 1/2 Zi. - 67 + 5 m2

A A
2 Zi. - 42 + 5 m2

4 1/2 Zi. - 92 + 5 m2
Joker - 28 m2

5 1/2 Zi. - 112 + 5 m2 2 1/2 Zi. - 50 + 5 m2 4 1/2 Zi. - 92 + 5 m2

2 1/2 Zi. - 52 + 5 m2

B
6. Obergeschoss

2 1/2 Zi. - 51 + 5 m2

B
5 1/2 Zi. - 113 + 5 m2

3 1/2 Zi. - 67 + 4.5 m2 Waschküche 18 m2 Trocknungsraum 25 m2

2 Zi. - 42 + 4.5 m2

A A
3 1/2 Zi. - 67 + 5 m2

1 x 2,5 Zi.
1 x 3,5 Zi. 4 Wohneinheiten
15. OG
1 x 4,5 Zi.
1 x Cluster
2 x Joker
1 x 3,5 Zi. 6 Wohneinheiten Nachbarscha V
14. OG
1 x 4,5 Zi. 15 Wohneinheiten
1 x 5,5 Zi.
Joker - 25 m2 + 5 1/2 Zi. - 113 + 5 m2
2 x 2,5 Zi.
1 x 3,5 Zi. 5 Wohneinheiten
13. OG
1 x 4,5 Zi.
1 x 5,5 Zi. 4 1/2 Zi. - 92.5 + 4.5 m2 Joker - 28 M2 Joker - 28 m2 4 1/2 Zi. - 92.5 + 4.5 m2

2 x 2,5 Zi.

B
1 x 3,5 Zi. 5 Wohneinheiten
12. OG
1 x 4,5 Zi.
1 x 5,5 Zi.
2 x Joker
1 x 2,5 Zi. 6 Wohneinheiten Nachbarscha IV
11. OG
1 x 3,5 Zi.
2 x 4,5 Zi.
16 Wohneinheiten 5. Obergeschoss
2 x 2,5 Zi.
1 x 3,5 Zi. 5 Wohneinheiten
10. OG
1 x 4,5 Zi.
1 x 5,5 Zi.

2 x 2,5 Zi.
1 x 3,5 Zi.

B
9. OG 5 Wohneinheiten
1 x 4,5 Zi.
1 x 5,5 Zi.
3 1/2 Zi. - 68 + 5 m2 Musikzimmer
2 x Joker
1 x 2,5 Zi. 6 Wohneinheiten
Nachbarscha III Hausgemeinscha
8. OG
1 x 3,5 Zi. 16 Wohneinheiten 78 Wohneinheiten
2 x 4,5 Zi. —
10 x Joker
2 x 2,5 Zi.
23 x 2,5 Zimmer
1 x 3,5 Zi.
7. OG
1 x 4,5 Zi.
5 Wohneinheiten 15 x 3,5 Zimmer Waschraum
19 x 4,5 Zimmer
1 x 5,5 Zi.
9 x 5,5 Zimmer
2 x Cluster

2 x 2,5 Zi. 5 x Waschküche


1 x 3,5 Zi. 5 Wohneinheiten 1 x Dachgarten
6. OG
1 x 4,5 Zi. 1 x Malatelier
1 x 5,5 Zi. 1 x Bibliothek
2 x Joker 1 x Musikzimmer A A
1 x 2,5 Zi. 6 Wohneinheiten Nachbarscha II 1 x Spielzimmer
5. OG
1 x 3,5 Zi. 15 Wohneinheiten 1 x Quatierssraum
2 x 4,5 Zi.

4. OG
1 x 2,5 Zi.
1 x 3,5 Zi.
1 x 4,5 Zi.
1 x Cluster
4 Wohneinheiten
+

Man sollte lernen mehr in den


3. OG
2 x 2,5 Zi.
1 x 3,5 Zi.
1 x 4,5 Zi.
1 x 5,5 Zi.
5 Wohneinheiten
9 1/2 Zi. Cluster - 220 + 10 m2

Treppenhäusern zu leben.
2. OG
2 x Joker
1 x 2,5 Zi.
1 x 3,5 Zi.
6 Wohneinheiten

Projektwettbewerb Holliger O1 - Bereinigung


2 x 4,5 Zi.
Nachbarscha I
16 Wohneinheiten Aber wie?
2 x 2,5 Zi.
FRAU HOLLE
1. OG
1 x 3,5 Zi. 5 Wohneinheiten
Georges Perec: Träume von Räumen, 1974
1 x 4,5 Zi.
1 x 5,5 Zi.

5 1/2 Zi. - 112 + 5 m2 2 1/2 Zi. - 50 + 5 m2 Cluster - 7 1/2 Zi. - 177 + 10 m2

Ansichten
B

0 1 5 10
Wohnungsmix über sämtliche Geschosse Klaviatur der möglichen Wohnungen Grundrisse Nachbarscha II

N
4. Obergeschoss Mst 1:200

Ausblicke,
Durchblicke
GSPublisherVersion 0.76.100.100
und Einblicke

0 1 5 10
Westfassade Südfassade Ostfassade Nordfassade Mst 1:200

20
GSPublisherVersion 0.76.100.100
Projektwettbewerb Holliger O1 - Bereinigung
FRAU HOLLE

Schnitte
Dachgarten

P e
400 mm Substrat
100 mm Drainplatte

50 mm Betonplatten 1.5% Gefälle


605.43
30 mm Kies-, Splittbett

22
10 mm Drainage trittfest
Abdichtung bituminös 2-lagig wurzelfest
300 mm Wärmedämmung 240-360mm,
Steinwolle trittfest, mit Gefälle 0.045W/mK
Damp
200 mm Sichtbetondecke im Verbund
240 mm Holzbalken BSH

3.52
601.69

35
601.34

20

20
601.14 601.14 Wohngeschosse

Direkt bewitterte Fassade:

36 mm Faserzementplatten Ondapress-36 (RF1)


60 mm Unterkonstruktion Alu (RF1)

2.80
Balkonschicht (unbewittert)

2.94
606.00
26 mm Fassadenschalung Fi/Ta, sägeroh
gestrichen Mineralfarbe Keim Lignosil
60 mm Lattenrost 2 x 30/60mm
Winddichtung, Stösse und Anschlüsse abgeklebt
15+18 mm Gipsfaserplatte K60-RF1
Dachgarten Stösse und Anschlüsse abgeklebt
561.62

14
601.80
561.48 240 mm Rahmenholz Fi/Ta 60/180mm
Dazwischen Dämmung Glaswolle 0.032W/mK
15+18 mm Gipsfaserplatte K60-RF1

12

12
561.36 561.36
Stösse und Anschlüsse abgeklebt
19 mm Dreischichtplatte Fi/Ta B-C, sichtbar geschraubt,
598.30 weiss gestichen Mineralfarbe

Fenster, Sonnenschutz, Brüstung

Waschküche V 595.24 Holzfenster 3-fach IV, Fi/Ta keilverzinkt, gestrichen

2.80
Ug=0.6W/m2K, g-Wert = 0.55%, Vogelschutzglas

2.94
Tageslichtrollläden Aluminium eloxiert Bausilber E6

Malatelier 592.18 Geländer: Rahmenkonstruktion feuerverzinkt,


Ausfachung Drahtseilnetz Edelstahl

Photovoltaik-Module: mono-Siliziumzelle hinter Pro


558.56

14
589.12 Montage auf Geländerrahmen
558.42

Decke Wohngeschoss

12

12
558.30 558.30

80 mm Hartbeton pigmentiert mit FBH,


Waschküche IV 586.06 Trennlage
20 mm Trittschalldämmung
40 mm Wärmedämmung
Feuchtigkeitssperre

2.80
Bibliothek 583.00 120 mm Betondecke im Verbund

2.94
240 mm Holzbalken BSH

Balkonschicht

579.94 100 mm Betonelelement im Gefälle


Abdichtung
120 mm Betondecke
555.50

14
240 mm Holzbalken BSH, dazwischen kaschierte
555.36 100 mm Dämmplatte zur Verbesserung des Schallschutzes
Waschküche III 576.88

36

36
Entwässerung
555.00 555.00
Umlaufende Entwässerungsrinnen als Retensionsbehälter
Musikzimmer 573.82 Vertikalrohre Ø 80mm vor den Stützen

Löschanlage

Sprinkleranlage innen und Aussen mit separatem Kreislauf


570.76
1-2 Sprinklerköpfe pro Feld

Stützen

3.46

3.60
Waschküche II 567.70 Furnierschichtholz Baubuche
Wetterseiten mit Faserzement-Formteilen verkleidet

Yogaraum 564.64

551.54

14
561.58 551.40

36

36
551.04 551.04
Waschküche I 558.52

Spielzimmer 555.46 Sockel


Stützen, Träger und Balkonplatten in Ortbeton

Metallfenster 3-fach IV, Aluminium eloxiert Naturton E6


Ug=0.6W/m2K, g-Wert = 0.55%, Vogelschutzglas
551.50
4.54

Decke über EG
4.74

80 mm Hartbeton imprägniert
mit Fussbodenheizung
Frau Holle Trennlage
20 mm Trittschalldämmung
546.50 20 mm Wärmedämmung
Feuchtigkeitssperre
360 mm Sichtbetonplatte

Projektwettbewerb Holliger O1 - Bereinigung 543.20


Decke über UG

FRAU HOLLE 546.50


80 mm Hartbeton imprägniert
mit Fussbodenheizung
20

546.30 Trennlage
20 mm Trittschalldämmung
36

36

539.90 100 mm Wärmedämmung

Typologie 545.94 Feuchtigkeitssperre


13

545.81 360 mm Betonplatte


110 mm Dämmung

0 1 5 10 0 0,5 1 2
Schnitt AA Schnitt BB Mst 1:200 Fassadenschnitt und Ansicht Mst 1:50

Diversität,
Veränderbarkeit,
GSPublisherVersion 0.76.100.100
neue Wohnformen

Amira (41) und Stefan (32) und die beiden Kinder Max (8) und Ida (4) Markus (43) und sein Mann, Sandro (48), aus dem siebten Stock sind Silvio (27) und seine Freundin Monica (28) wohnen mit Ihrer
ideal, dass sie eine Clusterwohnung im neuen Holliger Hochhaus bekommen bei der Fridays-For-Future Bewegung recht aktiv. Morgen ist eine grosse Tochter Greta (1) in dieser 3.5-Zimmer Wohnung. Viel Geld
konnten. Ihr grosses Wohnzimmer ist direkt mit Oma’s Wohnung verbunden. Veranstaltung in l verdient die junge Familie allerdings noch nicht. Ihre neue
Für die Kinder ist es das Grösste, dass das Grosi jetzt so nah ist und immer Zeit sie daher gerade in Beschlag genommen, um Plakate und Banner für Wohnung im Hochhaus auf dem Holliger Areal war daher ideal!
für eine Partie UNO hat. Amira ist es aber auch wichtig, dass jeder sein eigenes die Demo zu basteln. Die 65m2 können sie sich gut leisten und haben jetzt Schlaf-,
Reich hat, in das er sich zurückziehen kann. Die anderen Bewohner stört das nicht, der Trocknungsraum ist ja Kinder-, Wohn und Esszimmer. Beim Kochen in der zentralen
separat! Und Stefan aus der Eckwohnung im 8. war sogar richtig Küche hat man dabei alles im Blick! Heute sind sie im Kino im
Max und Ida kennen auch schon fast alle Nachbarn. Max tri interessiert, als er beim Wäsche holen mit ihnen ins Gespräch kam. Erdgeschoss, Lisa von nebenan passt auf die kleine Greta auf.
regnerischen Nachmittagen ö m Vielleicht will er morgen dabei sein!
dem 12. Stock, wo Sie ungestört Unsinn machen können. Vor allem aber freuen
sie sich beide schon auf den Sommer, um endlich in dem Becken auf der
Dachterrasse planschen zu dürfen! 

B 10.8
B 14.2 Z 14.8 K 21.4 K 21.6 Z 14.7

WK 16.5

W 11.3 R 1.0 R 1.2


V 4.5 W 11.7 V 4.5

B 3.7 B 3.5

W 31.4 E 12.5 Z 14.7


3.5 Zi
Cluster 8.5 Zi 67 m2 + 4.5 m2
177 m2 + 9 m2
Laube
K 19.2

R 2.4 B 3.7 B 3.7 R 2.4

2.5 Zi
55 m2 + 4.5 m2 B 3.4
B 6.1
G 5.6 B 3.3 K 27.6

K 18.3
R 1.2 4.5 Zi
WC 1.6
92 m2 + 4.5 m2

Z 15.0 Z 15.0 Z 14.7 W 11.2 Z 15.4 Z 14.7 W 11.7 Z 15.0


Z 15.0

V 4.5 V 4.5 V 4.5

B 14.4 B 7.2 B 14.4

Reto (52) ist gerade wieder unterwegs. Seit er vor Stefan (32), Lisa (32), Claudia (31) und Simon (27) kennen sich
schon seit dem Studium. Claudia und Simon sind sogar schon
zwei Jahren seinen Job bei der Post aufgegeben hat,
seit der Schulzeit ein Paar. Inzwischen sind sie alle vier
lebt er endlich seinen Traum als Musiker. Seine
Berufstätig, aber als sich die Möglichkeit ergab, eine
Studio-Wohnung im 8. Stock ist für ihn perfekt, da
gemeinsame Wohnung im neuen Hochhaus auf dem Holliger
die grosse Wohnhalle ideal Platz für seine zu beziehen, war ihnen sofort klar: Das machen wir. Das
Instrumente bietet. Aber vor allem der Musikraum Wohnzimmer haben sie zum kleinen Heimkino
einen Stock höher ist für Ihn von unschätzbarem umfunktioniert. Hier tre n
Wert. Hier hat er auch Tommi (26) kennengelernt, gemeinsamen Filme schauen. Auch Reto von nebenan kommt
der wohnt ganz oben im 15. und ist am Synthesizer dann gerne noch auf ein Bier vorbei. Ihr Sofa haben Sie dafür in
eine echte Rakete. Mit ihm nimmt Reto vielleicht die Eingangs-Halle gestellt.
demnächst ein eigenes Album auf… 

Wohnnung

21 0 1 2 5
N

Grundriss 13. Obergeschoss Mst 1:100