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10. September 2014 . Der Bauer Boden.Wasser.

Schutz 17

Festmist sachgerecht lagern


Die Lagerung von Festmist muss fachgerecht erfolgen. Ein Austreten von Sickersäften und ähnlichem
muss zum Schutz von Gewässern vermieden werden.

DI THOMAS WALLNER ckersäfte und Niederschlä-


ge nicht nach außen abflie-
Entsprechend der Cross Com- ßen können. Eine negative Be-
pliance-Richtlinie Verordnung einflussung von Grund- und
Grundwasserschutz darf es zu Oberflächengewässern darf
keiner direkten und indirekten keinesfalls stattfinden. Die Si-
Einleitung von Stoffen (etwa ckersäfte und Niederschläge
Gülle, Jauche) in Grund- und müssen in einer dichten Gül-
Oberflächengewässer kom- le- oder Jauchegrube gesam-
men. Bei Verstößen sind im melt werden. Nähere Informa-
Rahmen einer Vor-Ort-Kont- tionen zum Bau von Dünge-
rolle Sanktionen möglich. sammelanlagen sind im ÖKL–
Festmistlagerflächen müssen Baumerkblatt Nr. 24 (2007)
befestigt sein (z. B. Ortbeton) enthalten.
und ein entsprechendes Ge-
fälle aufweisen, damit die Si- Anforderungen: Zwischen-
lagerung von Stallmist am Feld Bei der Lagerung von Festmist auf Feldmieten müssen Bestimmungen
Laut Aktionsprogramm Nitrat eingehalten werden. FOTOS: WALLNER,
2012 sind bei der Zwischenla-
gerung von Stallmist am Feld fluss zu befürchten ist. mist von Küken und Junghen-
folgende Punkte zu beachten: > Die Feldmiete darf nicht nen unter einem halben Jahr
> Die Verbringung des Stall- auf staunassen Böden ange- oder von Legehennen und
mistes darf frühestens nach legt werden. Der Abstand zwi- Hähnen ab einem halben Jahr.
drei Monaten erfolgen, das schen Grundwasserspiegel > Die N-Menge in der Feldmie-
heißt die Hauptrotte muss auf und Geländeoberkante muss te darf den Bedarf der unmit-
einer befestigten Bodenplatte mehr als einen Meter betragen. telbar angrenzenden Flächen
erfolgen. > Räumung der Feldmiete nicht überschreiten.
Sickersäfte müssen unbedingt > Die Feldmiete muss mindes- nach acht Monaten bzw. bei Informationen: Boden.Was-
in einer dichten Gülle- bzw. tens 25 Meter Abstand von ei- Pferdemist nach zwölf Mona- ser.Schutz.Beratung unter
Jauchegrube gesammelt wer- nem Oberflächengewässer ha- ten. & 050/6902-1426 bzw. www.
den. ben, damit kein Sickersaftab- > Keine Lagerung von Stall- bwsb.at.

Saatbau: Neue Saatmaisanlage Geinberg


Mit der am Standort Geinberg lionen Euro für moderne Auf- liescht, getrocknet und gere-
errichteten Anlage, verdoppelt bereitungs- und Beiztechnik belt wird, als Rohware nach
die Saatbau Linz ihre Produk- unumgänglich“, erklärt Ge- Geinberg und Leonding. Die
tionskapazität auf 1,1 Millio- schäftführer DI Karl Fischer. neue Saatgutaufbereitungsanla- Modernste Saatmaisanlage
nen Packungen Saatmais. Da- Auf dem neu aufgeschlosse- ge ist auf eine Verarbeitungska- Europas geht in Geinberg in
mit soll die stetig steigende nen 3,9 Hektar großen Are- pazität von ca. 13.500 Tonnen Betrieb. SAATBAU LINZ
Nachfrage im Export bedient al entstand in einer Bauzeit nassem, unentlieschtem Kol-
werden. Seit 2006 ist das Un- von 182 Arbeitstagen die neue benmais pro Saison ausgelegt. benötigte Mais wächst zu gut
ternehmen in Geinberg aktiv Saatmaisaufbereitungsanla- Im Aufbereitungszeitraum von zwei Drittel in Oberösterreich,
und betreibt dort eine klassi- ge, die nach modernsten Stan- Anfang November bis Mitte Fe- wo die Vermehrungsfläche für
sche Saatgutanlage für Getrei- dards und Verfahren arbeitet. bruar wird im Zwei- bis Drei- die bevorstehende Ernte um
de. Mit einer ersten Erweite- Die Saatbau Linz hat bislang Schichtbetrieb gearbeitet, der 500 Hektar auf 1.800 Hektar
rung 2009 konnten bereits ge- neben dem Standort Geinberg von zehn neuen Mitarbeitern ausgedehnt wurde.
trocknete Saatmaiskörner auf- auch in der Zentrale Leonding geführt wird. „Mit der Produk- Weitere Vermehrungsflächen
bereitet und ausgeliefert wer- Saatmais aufbereitet und für tionsaufnahme können wir im Ausmaß von 800 Hektar
den. „Die steigende Nachfra- den Verkauf bereitgestellt. So unsere Kunden mit weiteren befinden sich in Niederöster-
ge im In- und Ausland mach- kommt Mais, der in der Saat- 550.000 Einheiten Saatmais be- reich, Burgenland und Kärn-
te die Investition von 22 Mil- maisanlage in Pesenbach ent- dienen“, so Fischer. Der dazu ten.

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