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Handout

Brainwriting - Methode 635

“Open your visual mind” Grundgedanke des Brainwritings
Brainwriting ist eine Kreativitätstechnik, die vorwiegend in Gruppen angewandt wird und auf dem Brainstorming beruht. Das Besondere des Brainwriting gegenüber dem Brainstorming ist, dass jeder Teilnehmer in Ruhe Ideen sammeln und verschriftlichen kann. Der Vorteil ist, dass introvertiertere Teilnehmer, die sich verbal nicht so gut durchsetzen können oder wollen, die gleichen Chancen haben, ihre Ideen aufzuführen wie extrovertiertere, dominantere Teilnehmer. Brainwriting wird überall dort eingesetzt, wo es um Ideenentwicklung in Gruppen geht. Regeln des Brainwritings Man unterteilt das Brainwriting in zwei Phasen: Die erste Phase dient dem Entwickeln möglichst vieler Ideen und Assoziationen. In dieser Phase ist eine Bewertung fremder wie eigener Ideen verboten, weil dies zu einer inneren Zensur bei den Teilnehmern führen und das Finden neuer Ideen erschweren würde. In der zweiten Phase werden die Ergebnisse dann einer ausführlichen Kritik unterzogen und die besten Ideen herausgezogen.

Grundgedanke der Methode 635
Die Methode wurde 1969 von Bernd Rohrbach entwickelt. Sie zählt zur bekanntesten Methode des Brainwritings. Der Anwendungsbereich ist nahezu unbeschränkt: Such-, Analyse- und Konstellationsprobleme. Vorgehensweise Eine Gruppe von sechs Personen schreibt auf zu erstellenden Formularen (Aufbau drei Spalten zu sechs Zeilen) in jede Zeile drei Ideen in etwa fünf Minuten nieder. 1. Definition des Problems ein vorgegebenes Problem wird analysiert und definiert (präzise Formulierung!). 2. Drei Lösungsvorschläge eintragen Jeder der sechs um einen Tisch versammelten Teilnehmer trägt auf einem Vorschlagssammelbogen drei Lösungsvorschläge ein. Hierfür sind fünf Minuten vorgesehen.

© FU Berlin – ABV – Kreativitätstechniken – Katja Birkenbach

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3. Formular wird an den Nachbarn weitergegeben Die Unterlage geht im Uhrzeigersinn herum. Der Nachbar nimmt die von seinem Vorgänger eingetragenen Lösungsvorschläge zur Kenntnis und trägt in die darunter befindlichen Felder drei weitere Lösungsansätze ein. Die Lösungen können eine Weiterentwicklung der bestehenden Ansätze sein aber auch völlig neue Vorschläge. Nach fünf Minuten wird das Formular weitergereicht. Die Methode 635 ist beendet, wenn jeder Teilnehmer jedes Formular bearbeitet hat. 4. Auswertung Nun erfolgt die Analyse aller Vorschläge. Zur Ideengrobauswertung werden die sechs Formulare ein weiteres Mal in der Sitzungsgruppe herumgereicht. Jeder Teilnehmer kreuzt drei ihm am Erfolg versprechendesten Vorschläge an. In weiteren Durchgängen wäre die Zahl weiter reduzierbar. Durchführungsempfehlungen 1. Die Methode 6-3-5 ist besonders dann zu empfehlen, wenn • viele Personen gleichzeitig in einen Ideenfindungsprozess eingeschaltet werden sollen, • eine Problemlösungsgruppe "kritisch" ist, d.h. in der Diskussion Spannungen und Konflikte zu befürchten sind, • die Gefahr besteht, dass Teilnehmer z.B. in einem klassischen Brainstorming den Prozess zu sehr dominieren, • die erwartbaren Ideen komplex sind (Diskussionen können dann die Denkprozesse stören). 2. Liegt ein Problem vor, dessen Lösungen am besten in Form von Skizzen aufgezeigt werden können, benutzen Sie am besten ein Überformat z.B. DIN A3 Literatur/Links Rohrbach, B.: Kreativ nach Regeln - Methode 635, eine neue Technik zum Lösen von Problemen. Absatzwirtschaft (1. Oktoberausgabe 1969) S. 73-75 Schlicksupp, Helmut: Ideenfindung, Würzburg 1989, S. 115ff Sellnow, Reinhard: Die mit den Problemen spielen : Ratgeber zur kreativen Problemlösung, Bonn, 2004, S. 56 http://www.visionintoaction.de/THINKTANK/THINK-TANK-219.htm http://www.projektp.de/aktuell/V327E2,0,Methodenanzeige.html?REDIRECT_URL=/aktuell/V327E2,0,Met hodenanzeige.html&mid=9&pp=578f45f7847e948bcae5cef9b3b89ab4

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