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Hat sich bewehrter Asphalt

bewährt?

Dr.-
Dr.-Ing. M. Schmalz
INSTITUT DR.-
DR.-ING. GAUER
Ingenieurgesellschaft mbH für bautechnische Prüfungen
Regenstauf

21. Regenstaufer Asphalt- und Straßenbau-


Seminar am 13. April 2005

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Überblick

• Vom “Geokunststoff” zur “Asphalteinlage”


• Der Fall Erfurt
• Ad-hoc-Gruppe 7.6.0.2 “Bewehrung von Asphalt”
• Regelwerk
• Marktanalyse
• Funktionen und Wirkungsweise
• Einsatzbereiche
• Einbauhinweise
• Ausblick

Asphalteinlagen dms/RAS 05/2


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Vom “Geokunststoff” zur “Asphalteinlage”

Geokunststoffe seit über 30 Jahren erfolgreich im Edbau

Ende der 80er Jahre auch im Straßenbau – in direktem


Kontakt mit Asphalt – angewendet
Erwartet wurde eine abdichtende und/oder bewehrende
Funktion mit dem Ziel, das Durchschlagen von Rissen aus
der Unterlage zu verzögern

Anwendung der “Geogitter” führte zu Schäden –


FOLGE:

Gründung der ad-hoc-Gruppe


“Geokunststoffe im Straßenbau”

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Vom “Geokunststoff” zur “Asphalteinlage”

Nach 15 Sitzungen kam es im August 1992 zur


“Stellungnahme zu der Verwendung von Vliesstoffen,
Gittergeweben und Gittern im Asphaltstraßenbau”
Die Arbeit der ad-hoc-Gruppe wurde eingestellt

Kernaussagen der Stellungnahme waren:

“… bewehrende Funktion sehr umstritten”


“…der Schichtenverbund wird gemindert”

“… eine Anwendung als Bewehrung nicht sinnvoll”

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Vom “Geokunststoff” zur “Asphalteinlage”

Folgen der Stellungnahme von 1992 waren


Keine Vliese und Gitter im Vorschriftenwerk

Kein Hinweis auf Asphaltbewehrung in den ZTV BEA

Dennoch
… wurden bei der Erhaltung, aber auch bei Erneuerung,
Anbau und Neubau von Asphaltstraßen in den letzten Jah-
ren in Deutschland mehr als 3 Mio. m² Vliesstoffe, Gitter und
Verbundstoffe aus verschiedensten Materialien eingebaut!

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Vom “Geokunststoff” zur “Asphalteinlage”

Der “Fall” Erfurt

Bei der Sanierung der Start- und Landebahn des Flughafens


Erfurt kam ein Stahlgitter “System Bitufor” zum Einsatz

Ziele waren
Verhinderung des Durchchlagens von alten Betonfugen

Verringerung bzw. Vermeidung des Eingriffs in die tiefer


liegenden Schichten
Reduzierung der Konstruktionsdicke durch Erhöhung der
Tragfähigkeit mit einer Bewehrung

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Der Fall Erfurt

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Der Fall Erfurt

Bemessungs-
Bestand Sondervorschlag
vorschlag

G ew ebe

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Der Fall Erfurt

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Der Fall Erfurt

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Der Fall Erfurt

0,7

0,6 Vor Sanierung


Einsenkung in mm

Meßpkt 8: 0,88 Meßpkt 14: 1,16 Nach Sanierung


0,5 Mittelwert vorher
Mittelwert nachher
0,4

0,3

0,2

0,1

0,0
Benkel.dao

0 5 10 15 20 25
Meßpunkt - Nummer

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Der Fall Erfurt

Die Folge
Ad-hoc-Gruppe 7.6..2 „Bewehrung von Asphalt“

Dr.-Ing. Helge Beyer Hannover


Dipl.-Ing. Andreas Elsing Gescher
Gerhard Herbers Spelle-Venhaus
Erhard Luce Bad Bevensen
Dipl.-Ing. Volker Schäfer Brake
Dr.-Ing. Michael Schmalz (Leiter) Regenstauf
BDir. Dipl.-Ing. Hilmar Schmidt Koblenz
Dipl.-Ing. Norbert Wagner Dietzenbach
Dr. rer. nat. Dipl.-Geol. Wilhelm
Wilmers Wetzlar

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Regelwerk
Grundlagen

Analyse der Schäden und Schadensursachen

Nach RStO und ZTV BEA Unterscheidung in


Instandhaltung, Instandsetzung und Erneuerung

ZTV BEA-StB 98/03: Verschiedene Bauverfahren in


Abhängigkeit von Substanzmerkmalen

Vielzahl von Instandhaltungs- und Instandsetzungs-


bauweisen

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Regelwerk
ZTV BEA-StB - Behandlung von Einzelrissen

Instandhaltung:
Nur Verfüllen und Vergießen möglich

Instandsetzung:
Nur Ersatz der Deckschicht möglich

Beim Ersatz der Deckschicht wird stillschweigend davon


ausgegangen, dass der Schaden nur in der Deckschicht
vorhanden ist

In den ZTV BEA-StB werden somit keine Verfahren zur


Rißüberbrückung vorgeschlagen

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Regelwerk
RStO 01 - Erneuerungsklassen

Höchste Stufe der baulichen Erhaltung:


Erneuerung
Generell: Erneuerung von mehr als einer Schicht, bzw.
Aufbringung einer oder mehrerer Schichten auf die
vorhandene Befestigung. Hinweise hierzu werden in der
RStO 01 gegeben

In Anhängigkeit der Zustandsmerkmale werden in der


Tabelle 9 zwei Erneuerungsklassen definiert, wobei das
Auftreten von Rissen immer die Einordnung in die
Erneuerungsklasse 1 nach sich zieht.

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Regelwerk
RStO 01

Risse – Erneuerungsklasse 1

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Regelwerk
RStO 01

Risse – Erneuerungsklasse 1

Große Überbauungsdicken sollen u. a. das Durchschlagen


von Reflexionsrissen verzögern.
Siehe auch Fußnote 10 für die Bauklassen IV, V und VI:
„Bei vorhandener Befestigung mit einer Betondecke ist eine
Mindestdicke für die Asphaltüberbauung von 14 cm vorzusehen“

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Regelwerk
FAZIT

Es ist festzustellen, dass sich in keiner der einschlägigen


deutschen Vorschriften Hinweise auf konstruktive
Maßnahmen wie spannungsabsorbierende Zwischen-
schichten oder die Anordnung einer Bewehrung finden

In der Praxis

…werden diese (Sonder-) Bauweisen dennoch eingesetzt,


da das Überbauen von schadhaften Befestigungen mit
dicken Asphaltschichten nicht nur teuer ist, sondern auch
die Höhe der Straße verändert, was in vielen Fällen
zusätzliche Anpassungsmaßnahmen verlangen würde

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Marktanalyse
Weiterentwickelte Produkte und Verfahren
Seit 1992 sind die eingesetzten Produkte, Systeme und
Einbauverfahren weiter entwickelt worden

Ergebnis der Marktanalyse


Vliesstoffe

Gitter aus hochzugfesten Materialien wie Glasfaser,


Kohlefaser, Polyamidfaser, Aramid ®, Polyester (PES),
Polyvinylalkohol (PVA) oder Stahl

Kombinationsprodukte oder Verbundstoffe


Zusammenfassung von Gitter und Vliesstoff mit
unterschiedlichen Eigenschaften zu einem System

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Marktanalyse

Verbundstoff

Gitter

Vlies

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Funktionen
Der Systemgedanke
Ziel: Ein als Ganzes wirkendes konstruktives Bauteil - ein
System - zu schaffen
Positive Eigenschaften beider Baustoffe
Asphalt und Einlage
sollen genutzt werden

Anpassung der Eigenschaften der Asphalteinlagen

auf die jeweilige Bauaufgabe und


auf die viskoelastischen Eigenschaften des
Asphaltes

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Funktionen
Abdichtende Funktion
Verhinderung des Eindringens von Niederschlags-
/Schmelzwasser und Luftsauerstoff in den Straßenkörper
(z.B. durch bitumengetränkten Vliesstoff)

Anwendung:
Zur Abdichtung gerissener Asphaltschichten gegen das
Eindringen von Wasser und Luftsauerstoff
Als Unterlage für Oberflächenbehandlungen
Als Dichtungsschicht unter offenporigen Asphalten

Die abdichtende Funktion ist seit langem


nachgewiesen und hat sich großflächig bewährt

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Funktion Bewehrung

Bewehrende Funktion
Horizontale Zugspannungen in der Asphaltschicht werden
gleichmäßig über eine größere Fläche verteilt

Der „Ermüdungswiderstand“ wird erhöht

Verzögerung von Reflektionsrissen


Ziel der Anordnung der Asphalteinlage ist in diesem Fall das
Durchschlagen von in der Unterlage vorhandenen Rissen in
die über der Asphalteinlage angeordnete Schicht zu verhin-
dern bzw. zu verzögern
Stress Absorbing Membrane Interlayer (SAMI)

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Funktion Bewehrung

Beanspruchungen einer gerissenen Fahrbahn (auch Mikrorisse)

Schermodus Biegemodus Schermodus- Temperatur-


differenz

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Funktion Bewehrung

8 cm Asphalt
nach 4 Jahren

mit Asphalteinlage mit Asphalt- ohne


einlage Asphalteinalge

ohne
Asphalteinlage

2 cm OB
nach 3 Jahren

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Funktione Bewehrung
Versuchsaufbau: Zyklische Rißöffnung

1) Durchgehender prismatischer Balken

2) Balken mit einer “Fuge” (sim. Riß)

3) Elastischer Untergrund (Hartgummi)

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Funktion Bewehrung

Dym. Belastung im Biegemodus


Balken ohne Bewehrung

Ohne Bewehrung
-Schnelle Rißfortpflanzung
- ein großer Riß nahezu
senkrecht zur Fuge
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Funktion Bewehrung
Biegemodus Mit Bewehrung:

Deutliche Veränderung des Rißbildes:


- feineres Netz
- kleinere Risse

---> Zugkräfte werden aufgenommen und verteilt

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Funktion Bewehrung

Bewehrung von Asphalt ist möglich

Voraussetzungen für die Aufnahme von Zugspannungen:


1. Anordnung der Einlage im Bereich der Zugspannungen

2. ein guter Verbund, so dass die Kräfte von einem


Baustoff zum anderen übertragen werden können durch
•Adhäsion
•Verankerung

Dies gilt sowohl für die Gitter, als auch für die
Verbundstoffe

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Bewährung? – Ja!

Verzögerung von Reflektionsrissen

zur Schaffung einer „horizontalen Beweglichkeit“ zwischen


zwei Schichten, um die Bildung von Reflektionsrissen zu
verzögern (SAMI)
zur Verzögerung der Reflektionsrissbildung über Zugspan-
nungsaufnahme

zur Überbauung von Betonfahrbahnen

Wirkungsweise von bewehrenden Asphalteinlagen im


Asphalt wurde in der Praxis durch langjährige Erpro-
bung nachgewiesen und in Laborversuchen bestätigt

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Besondere Einsatzbereiche

Tragfähigkeitserhöhung
als Bewehrung zur Erhöhung der Tragfähigkeit des
konstruktiven Aufbaues (Sonderfall, in der Regel nur mit
Stahlgitter zu realisieren)

Normalerweise gilt:

Bei der Verwendung von Vliesstoffen, Gittern und Verbund-


stoffen ist zu beachten, dass die sich aus der Bemessung
(RStO) ergebenden Schichtdicken in der Regel nicht
abgemindert werden dürfen

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Einbauhinweise

Fachverlegung
DieVerlegung erfordert eine besonders große Sorgfalt und
Erfahrung
Einbau nur von Fachfirmen
Abstimmung zwischen den Gewerken
Berücksichtigung zusätzlicher Abhängigkeiten für
den Bauablauf

Wetterabhängigkeit der Bauweise


Wetter muss im Bauzeitenplan und in derMischgut-
logistik berücksichtigt werden

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Einbauhinweise

Vertikalbewegungen verhindern
Vertikale Bewegung der Rissflanken möglichst verhindern

Faltenbildung vermeiden
Vollflächiger Kontakt zur Unterlage muss gewährleistet sein,
Auffaltungen und Beulenbildungen vermeiden

Bauüberwachung
Es wird eine intensive Bauüberwachung empfohlen

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Ausblick

Stellungnahme
Stellungnahme der FGSV auf der Basis der Ergebnisse der
Marktanalysen
Berücksichtigung der Weiterentwicklungen der Produkte,
der Praxiserfahrungen und der europäischen Normung
Veröffentlichung in Fachzeitschriften

Wesentlicher Inhalt
Zusammenstellung der verschiedenen Systeme und deren
Wirkungsweisen
Entscheidungshilfe für den Anwender, welche Produkte und
Systeme für die Lösung der Bauaufgabe einzusetzen sind

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Ausblick

Fahrbahnzustand und bauliche Maßnahmen mit Asphalteinlagen (Hinweise auf Kapitel werden ergänzt)

Tabelle 1: Substanzmängel, Ebenheitsmängel und Risse

Fahrbahnzustand Bauliche Maßnahmen/ Einsatzmöglichkeiten von Asphalteinlagen


Zustandsbe- Bauverfahren (auf ZTV
Nr. Zustandsbild Feststellungen (siehe Anhang 1) rsachen (Systeme mit Referenzen)
zeichnung BEA verweisen)
1.1 Substanzmängel - raue bzw. poröse - Mörtelverlust bzw. Splittverlust - Baustoffeigenschaften - Oberflächenbehand- Oberflächenbehandlungen (OB) mit Vliesstoff, wenn Abdich-
Ausmagerungen Oberflache nach Augenschein - Mischgutzusammensetzung lungen tung erzielt soll

Kornausbrüche - Splittausbrüche - Längeres Feuchtbleiben nach - Einbaufehler - ggf. partiell Bitumenhaltige Schlämme auf Vliesstoff, wenn Abdichtung
Regen - Bituminöse Schläm- erzielt soll
Substanzverlust - Abwitterung
- Untersuchung von Ausbauproben men
Porosität bzw. Rückstellproben - Mechanische Einflüsse
Vorteil:
- großer Hohlraumgehalt
Dauerhafter als reine OB bzw. Schlämme
1.2 Mangelnde Eben- - Veränderung des - Mangelhafter Wasserabfluss - Unterbemessung der Kon- - Spurrinnenausgleich Einbau einer oder mehrerer Asphaltschichten auf Verbund-
heit, Setzungs- Quer- oder Längspro- - Profilmessung struktion stoffen oder Gittern auf verbleibendem gebundenen Ober-
- Profilausgleich
verformungen fils, vorwiegend im - Ebenheitsüberprüfung - Einflüsse Untergrund/- bau
Unterbau bzw. Unter- - Erneuerung
- Untersuchung von Ausbauproben Unterbau (Hocheinbau, Tiefein-
grund z .B, im Bereich
von Hinterfüllungen, - Untersuchung von Ruckstellpro- - Einfl. nicht geb. oder hydr. bau und Kombination Stahlbewehrung in oder unter Asphalttragschicht
Auffüllungen, Verbreite- ben geb. Tragschicht aus beidem)
rungen - Aufnahme des Schichtenprofils - Einfl. der Asphaltschichten Vorteile:
- Untersuchung ungeb. Schich- - Entwässerungsmangel
ten/Unterbau Setzung kann nicht verhindert werden, jedoch erfolgt eine
- Ermittlung der Tragfähigkeit - Materialermüdung Vergleichmäßigung der Setzungen, Verhinderung von Ab-
sätzen
1.3 Einzelrisse - einzelne feine bis - visuell erkennbar - Risse/Fugen in Unterlage - Verfüllen oder Ver- Oberflächenbehandlung mit Vliesstoff
klaffende Öffnungen - mechanische u. thermische gießen
- Markierung durch Feuchtigkeit auch partiell nach Verfüllen des Risses
in einer oder mehreren Überbeanspruchung mit kalt oder heiß
Schichten des gebun- - Tragfähigkeitsermittlung verarbeitbaren Fu-
- Überlastung der Randzonen
denen Oberbaus - Rissuferbewegungen genvergussmassen, Streifenweise Fräsen und Einbau von Asphalt auf Vliesstoff,
- Bewegung des Untergrundes ggf. nach Schneiden Verbundstoff oder Gitter
horizontal / vertikal
- ungenügende Entwässerung oder Fräsen
- Frosthebungen siehe hierzu Merk-
blatt HSR Vorteile:
- fehlender Schichtenverbund
- Baustoffeigenschaften Keine Gefährdung durch Griffigkeitsverlust (eräutern!)
Dauerhafter als reines Verfüllen oder Vergießen

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Ausblick

Fahrbahnzustand
Fahrbahnzustand und bauliche Maßnahmen mit Asphalteinlagen
Bauliche Maßnahmen/ (Hinweise auf Kapitel werden ergänzt)

Zustandsbezeichnung
Tabelle 1: Substanzmängel, Ebenheitsmängel und Risse

Fahrbahnzustand Bauliche Maßnahmen/ Einsatzmöglichkeiten von Asphalteinlagen

Bauverfahren (gem. ZTV BEA)


Substanzmängel
Zustandsbe- Bauverfahren (auf ZTV
Nr. Zustandsbild Feststellungen (siehe Anhang 1) rsachen (Systeme mit Referenzen)
zeichnung BEA verweisen)
1.1 Substanzmängel - raue bzw. poröse - Mörtelverlust bzw. Splittverlust - Baustoffeigenschaften - Oberflächenbehand- Oberflächenbehandlungen (OB) mit Vliesstoff, wenn Abdich-

Ausmagerungen
Ausmagerungen Oberflache nach Augenschein - Mischgutzusammensetzung lungen tung erzielt soll

Kornausbrüche - Splittausbrüche - Längeres Feuchtbleiben nach


Regen
- Einbaufehler
- Oberflächenbehandlungen
- ggf. partiell
- Bituminöse Schläm-
Bitumenhaltige Schlämme auf Vliesstoff, wenn Abdichtung
erzielt soll

Kornausbrüche
Substanzverlust - Abwitterung
- Untersuchung von Ausbauproben men
Porosität bzw. Rückstellproben - Mechanische Einflüsse
- großer Hohlraumgehalt - ggf. partiell Vorteil:

Substanzverlust
Dauerhafter als reine OB bzw. Schlämme
1.2 Mangelnde Eben- - Veränderung des
heit, Setzungs- Quer- oder Längspro-
- Mangelhafter Wasserabfluss
- Profilmessung
- Unterbemessung der Kon-
struktion - (Bitumenhaltige Schlämmen)
- Spurrinnenausgleich
- Profilausgleich
Einbau einer oder mehrerer Asphaltschichten auf Verbund-
stoffen oder Gittern auf verbleibendem gebundenen Ober-

Porosität
verformungen fils, vorwiegend im
Unterbau bzw. Unter-
grund z .B, im Bereich
- Ebenheitsüberprüfung
- Untersuchung von Ausbauproben
- Einflüsse Untergrund/-
Unterbau
- Erneuerung
(Hocheinbau, Tiefein-
bau

von Hinterfüllungen, - Untersuchung von Ruckstellpro- - Einfl. nicht geb. oder hydr. bau und Kombination Stahlbewehrung in oder unter Asphalttragschicht
Auffüllungen, Verbreite- ben geb. Tragschicht aus beidem)
rungen - Aufnahme des Schichtenprofils - Einfl. der Asphaltschichten Vorteile:
- Untersuchung ungeb. Schich- - Entwässerungsmangel
ten/Unterbau Setzung kann nicht verhindert werden, jedoch erfolgt eine
- Ermittlung der Tragfähigkeit - Materialermüdung Vergleichmäßigung der Setzungen, Verhinderung von Ab-
sätzen
1.3 Einzelrisse - einzelne feine bis - visuell erkennbar - Risse/Fugen in Unterlage - Verfüllen oder Ver- Oberflächenbehandlung mit Vliesstoff
klaffende Öffnungen - mechanische u. thermische gießen
- Markierung durch Feuchtigkeit auch partiell nach Verfüllen des Risses
in einer oder mehreren Überbeanspruchung mit kalt oder heiß
Schichten des gebun- - Tragfähigkeitsermittlung verarbeitbaren Fu-
- Überlastung der Randzonen
denen Oberbaus - Rissuferbewegungen genvergussmassen, Streifenweise Fräsen und Einbau von Asphalt auf Vliesstoff,
- Bewegung des Untergrundes ggf. nach Schneiden Verbundstoff oder Gitter
horizontal / vertikal
- ungenügende Entwässerung oder Fräsen
- Frosthebungen siehe hierzu Merk-
blatt HSR Vorteile:
- fehlender Schichtenverbund
- Baustoffeigenschaften Keine Gefährdung durch Griffigkeitsverlust (eräutern!)
Dauerhafter als reines Verfüllen oder Vergießen

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Ausblick

Fahrbahnzustand
Fahrbahnzustand und bauliche Maßnahmen mit Asphalteinlagen
Bauliche Maßnahmen/ (Hinweise auf Kapitel werden ergänzt)

Zustandsbezeichnung
Tabelle 1: Substanzmängel, Ebenheitsmängel und Risse

Fahrbahnzustand Bauliche Maßnahmen/ Einsatzmöglichkeiten von Asphalteinlagen

Bauverfahren (gem. ZTV BEA)


Substanzmängel
Zustandsbe- Bauverfahren (auf ZTV
Nr. Zustandsbild Feststellungen (siehe Anhang 1) rsachen (Systeme mit Referenzen)
zeichnung BEA verweisen)
1.1 Substanzmängel - raue bzw. poröse - Mörtelverlust bzw. Splittverlust - Baustoffeigenschaften - Oberflächenbehand- Oberflächenbehandlungen (OB) mit Vliesstoff, wenn Abdich-

Ausmagerungen
Ausmagerungen Oberflache nach Augenschein - Mischgutzusammensetzung lungen tung erzielt soll

Kornausbrüche - Splittausbrüche - Längeres Feuchtbleiben nach


Regen
- Einbaufehler
- Oberflächenbehandlungen
- ggf. partiell
- Bituminöse Schläm-
Bitumenhaltige Schlämme auf Vliesstoff, wenn Abdichtung
erzielt soll

Kornausbrüche
Substanzverlust - Abwitterung
- Untersuchung von Ausbauproben men
Porosität bzw. Rückstellproben - Mechanische Einflüsse
- großer Hohlraumgehalt - ggf. partiell Vorteil:

Substanzverlust
Dauerhafter als reine OB bzw. Schlämme
1.2 Mangelnde Eben- - Veränderung des
heit, Setzungs- Quer- oder Längspro-
- Mangelhafter Wasserabfluss
- Profilmessung
- Unterbemessung der Kon-
struktion - (Bitumenhaltige Schlämmen)
- Spurrinnenausgleich
- Profilausgleich
Einbau einer oder mehrerer Asphaltschichten auf Verbund-
stoffen oder Gittern auf verbleibendem gebundenen Ober-

Porosität
verformungen fils, vorwiegend im - Ebenheitsüberprüfung - Einflüsse Untergrund/- bau
Unterbau bzw. Unter- - Erneuerung
- Untersuchung von Ausbauproben Unterbau (Hocheinbau, Tiefein-
grund z .B, im Bereich
von Hinterfüllungen, - Untersuchung von Ruckstellpro- - Einfl. nicht geb. oder hydr. bau und Kombination Stahlbewehrung in oder unter Asphalttragschicht
Auffüllungen, Verbreite- ben geb. Tragschicht aus beidem)
rungen - Aufnahme des Schichtenprofils - Einfl. der Asphaltschichten Vorteile:
- Untersuchung ungeb. Schich-

Einsatzmöglichkeiten von Asphalteinlagen


- Entwässerungsmangel Setzung kann nicht verhindert werden, jedoch erfolgt eine
ten/Unterbau
- Ermittlung der Tragfähigkeit - Materialermüdung Vergleichmäßigung der Setzungen, Verhinderung von Ab-
sätzen
1.3 Einzelrisse - einzelne feine bis - visuell erkennbar - Risse/Fugen in Unterlage - Verfüllen oder Ver- Oberflächenbehandlung mit Vliesstoff
klaffende Öffnungen - mechanische u. thermische gießen
- Markierung durch Feuchtigkeit auch partiell nach Verfüllen des Risses
in einer oder mehreren Überbeanspruchung mit kalt oder heiß

Oberflächenbehandlugen (OB) mit Vliesstoff, wenn Abdichtung erzielt soll


Schichten des gebun-
denen Oberbaus
- Tragfähigkeitsermittlung
- Rissuferbewegungen
- Überlastung der Randzonen
- Bewegung des Untergrundes
verarbeitbaren Fu-
genvergussmassen,
ggf. nach Schneiden
Streifenweise Fräsen und Einbau von Asphalt auf Vliesstoff,
Verbundstoff oder Gitter
horizontal / vertikal

Vorteil: - ungenügende Entwässerung


- Frosthebungen
- fehlender Schichtenverbund
oder Fräsen
siehe hierzu Merk-
blatt HSR Vorteile:

Dauerhafter als reine OB bzw. Schlämme - Baustoffeigenschaften Keine Gefährdung durch Griffigkeitsverlust (eräutern!)
Dauerhafter als reines Verfüllen oder Vergießen

Asphalteinlagen dms/RAS 05/37


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Ausblick
Tabelle 1: Substanzmängel, Ebenheitsmängel und Risse (Fortsetzung)

Fahrbahnzustand
Fahrbahnzustand Bauliche Maßnahmen/ Bauliche Maßnahmen/ Einsatzmöglichkeiten von Asphalteinlagen

Nr. Zustandsbezeichnung Zustandsbild Feststellung (siehe Anhang 1) Ursachen Bauverfahren (Systeme mit Referenzen)

1.4 Netzrisse ohne - Häufung von - visuell erkennbar - Baustoffeigenschaften Instandhaltung: Vliesstoff und Aufbringen von Schlämmen

Zustandsbezeichnung
Tragfähigkeitsmängel ungerichteten Rissen
- Netzartiges Rissbild
- Markierung durch
Feuchtigkeit
Bauverfahren (gem. ZTV BEA)
- Mischgutzusammensetzung
- Einbaufehler
Oberflächenbehandlung partiell Oberflächenbehandlungen mit Vliesstoff
Schlämmen
-Tragfähigkeitsermittlung - mangelnder Erneuerung: Asphaltschichten auf Vliesstoff, Verbundstoff oder

Netzrisse ohne Instandhaltung: Oberflächen-


- Untersuchung der un- Schichtenverbund Gitter
(Hocheinbau, Fräsen
gebundenen Schichten sowie - zu geringe Dicke der und Ersetzen der
des Unterbaues bzw.

behandlung (Schlämmen)
Asphaltschichten oberen
Untergrundes
Asphaltschicht/en)

Tragfähigkeitsmängel
- Versprödung
- Untersuchung von Aus-
Vorteile:

Erneuerung:(Hocheinbau, Fräsen u. Er-


bauproben - Untersuchung
von Rückstellproben Verzögerung des Durchschlagens der Risse
bei Vlies- und Verbundstoffen Abdichtung

setzen der oberen Asphaltschicht/en)


Verlängerung der Gebrauchsdauer
1.5 Netzrisse mit - Häufung von - visuell erkennbar - Baustoffeigenschaften Instandhaltung Oberflächenbehandlungen mit Vliesstoff (auch
Tragfähigkeitsmängeln ungerichteten Rissen - Mischgutzusammensetzung partiell) als Abdichtung als temporäre Maßnahme
- Markierung durch Oberflächenbehandlung
zur Verzögerung des Schadensforschritts
- Netzartiges Rissbild Feuchtigkeit - Einbaufehler
mit Verformungen - Erneuerung Asphaltschichten zur Erhöhung der Tragfähigkeit
- Tragfähigkeitsermittlung - mangelnder

Einsatzmöglichkeiten von Asphalteinlagen


(Hocheinbau, Fräsen auf
(Wellen, Mulden, - Untersuchung der ungebunde- Schichtenverbund Vliesstoff, Verbundstoff oder Gitter
und Ersetzen der
Spurrinnen) - zu geringe Dicke der
nen Schichten sowie des oberen
Unterbaues bzw. Untergrundes Asphaltschichten Asphaltschicht/en)
- Untersuchung von Ausbauproben - Überbeanspruchung durch
und/oder Rückstellproben Verkehr

- Vliesstoff und Aufbringen von Oberflächenbehandlungen - Ebenheit im Längs- und - ungenügende Tragfähigkeit
unterer Schichten
Querprofil Vorteile:
- Frostempfindlichkeit unterer

- partielle Oberflächenbehandlungen mit Vliesstoff


Verzögerung des Durchschlagens der Risse
Schichten bei Vlies- und Verbundstoffen Abdichtung
- Ermüdung, Versprödung Verlängerung der Gebrauchsdauer

- Asphaltschichten auf Vliesstoff, Verbundstoff oder Gitter


Vorteile:
Verzögerung des Durchschlagens der Risse bei Vlies- und Verbundstoffen
Abdichtung und Verlängerung der Gebrauchsdauer

Asphalteinlagen dms/RAS 05/38


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19
Asphalteinlagen dms/RAS 05/39
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Asphalteinlagen dms/RAS 05/40


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20
Asphalteinlagen dms/RAS 05/41
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Asphalteinlagen dms/RAS 05/42


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Asphalteinlagen dms/RAS 05/43
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Asphalteinlagen dms/RAS 05/44


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Asphalteinlagen dms/RAS 05/45
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Asphalteinlagen dms/RAS 05/46


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