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Testklausur Nr.

Umfang: Themenliste 1

Bearbeitungszeit: 1 Stunde – 16:00 – 17:10

Ab 17:15 Besprechung der Lösungen mit Frau Link

Aufgabe 1: 15 Punkte

1. Was versteht man unter dem ökonomischen Prinzip?


Ökonomisches Prinzip = Prinzip der Wirtschaftlichkeit  Unter diesem Prinzip
versteht man die Annahme, dass die Wirtschaftssubjekte (Haushalte, Unternehmen,
Staat) aufgrund der Knappheit der Güter in ihrem wirtschaftlichen Handeln rational
sind (homo economicus).
Hierbei unterscheiden wir zwischen 2 Prinzipien:
Minimalprinzip: Ein bestimmter Erfolg (Output) soll dem geringstmöglichen
Mitteleinsatz (Input) erzielt werden.
Maximalprinzip: Mit gegebenen Mitteln (Input) soll der höchstmögliche Erfolg
(Output) erzielt werden.
Input = Produktionsfaktoren
Output = Güter / Dienstleistungen
2. Was verstehen Sie unter Mikro- bzw. Makroökonomie?
Mikroökonomie (Themenliste 1) beschreibt das Verhalten von einzelnen
Wirtschaftssubjekten (Unternehmen, Haushalte, Staat) unter bestimmten
Bedingungen. Dagegen wird in der Makroökonomie das Verhalten aller
Wirtschaftssubjekte und vor allem des Staates angeschaut (länderübergreifend).
3. Was versteht man unter Effizienz und was unter Effektivität?
Effizienz = Handeln soll so optimiert werden, dass man das gewünschte Ziel
möglichst schnell erreicht und mit wenig Aufwand.  Die Dinge richtig tun.
Effektivität = Dinge tun, die einem dem Ziel näher bringen.  die richtigen Dinge tun
4. Nennen Sie wesentliche Bedingungen für einen vollkommenen Markt.
- Rationalität

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Dozentin: Alexandra Link
- Homogene Güter / alle Güter sind gleich
- Vollkommene Markttransparenz
- Marktteilnehmer reagieren auf Veränderungen sofort
- Keine persönlichen, keine zeitlichen, keine sachlichen, keine räumlichen
Präferenzen
5. Was verstehen Sie unter Marktgleichgewicht?
Unter dem Marktgleichgewicht versteht man die Übereinstimmung von Angebot und
Nachfrage nach Preis und Menge (Gleichgewichtspunkt). Im Marktgleichgewicht
entsteht der Marktpreis, zu dem das Handeln stattfindet. (zu dem alles ver/-gekauft
wird).
6. Was verstehen Sie unter dem Begriff Mengenanpassung?

Unter Mengenanpassung versteht man, dass bei freier Konkurrenz weder Anbieter noch
Nachfrager den Preis bestimmen können und damit direkt nur durch die Änderung ihrer
Mengenvorstellungen auf einen sich ändernden Marktpreis reagieren.

Ursache = Preisänderung

Wirkung = Mengenänderung

Aufgabe 2: 10 Punkte

Anbieter- und Nachfrageverhalten seien durch die nachfolgende Gleichung beschrieben.

N (p) = -5/3*p + 10

A (p) = 1/3*p +4

a. Berechnen Sie den Marktpreis und die am Markt umgesetzte Menge


(Gleichgewichtsmenge).

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-5/3*p + 10 = 1/3*p +4

10 – 4 = 1/3 * p + 5/3 *p

6=6/3*p

6 = 2* p

P=3

b. Wan verstehen Sie unter Prohibitivpreis und was unter Sättigungsmenge? Wie hoch sind
diese Kennzahlen in diesem Beispiel

Prohibitivpreis = Unter Prohibitivpreis wird der Preis verstanden, bei dem die
nachgefragte Menge 0 wird, es verbietet sich also ein solchen Preis zu setzen, da bei ihm
nichts mehr umgesetzt wird / verkauft wird.
0 = -5/3 * p + 10
5/3* p = 10
p = 6  Prohibitivpreis

Sättigungsmenge = Unter der Sättigungsmenge versteht man die Nachfragemenge, die


dann abgesetzt werden kann, wenn der Marktpreis 0 ist. Jeder, der sich noch das Produkt
wünscht, bekommt es auch.
-5/3 * 0 + 10 = 10
x = 10  Sättigungsmenge

c. Nehmen wir an der Staat würde einen Preis von 4€/Stück festlegen. Um welche
Marktintervention würde es sich handeln?
Direkte Maßnahme  Mindestpreis (marktinkonform)

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d. Welche Motive könnten dieser Entscheidung zugrunde liegen? Quantifizieren Sie die zu
erwartenden direkten Folgen des Eingriffes.
Durch den Mindestpreis wird die angebotene Menge vergrößert und die nachgefragte
Menge verringert  Angebotsüberschuss. Motiv: Der Staat möchte den Verkäufer /
Anbieter schützen / fördern.

Aufgabe 3: 15 Punkte

Ein Fertigungsautomat verursacht folgende Kosten: Monatliche Miete einschließlich Wartung


4.000€, Lohnkosten (Gehalt) für die Bedienung des Automaten einschließlich Nebenkosten
monatlich 10.800€, Verbrauch von Fertigungsmaterial 50€ je Erzeugnis. Bei 200
Erzeugnissen im Monat wird die Kapazität des Automaten voll ausgelastet.

a. Wie hoch sind die gesamten fixen Kosten bei einer hergestellten Menge von 100
Stück?
Kf = 4000 € + 10.800€ = 14.800€
b. Errechnen Sie die variablen Kosten bei einer hergestellten Mengen von 200 Stück.
Kv = 200 * 50€ = 10.000€
c. Wie verändern sich die gesamten fixen Kosten, wenn statt 100 Stück 150 Stück
hergestellt werden?
Keine Veränderung, da die fixen Kosten nicht von Outputmenge abhängen.
d. Bei welcher Produktionsmenge sind die Stückkosten am niedrigsten?
Die Stückkosten sind am niedrigsten bei der Kapazitätsgrenze  200 Einheiten
e. Wie verändern sich die gesamten variablen Kosten, wenn statt 160 Stück 180 Stück
hergestellt werden, wenn sich die variablen Kosten auf 8.000€ belaufen?
160 * 50 = 8000
180 * 50 = 9000
Die variablen Kosten steigen um 1000 €

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f. Errechnen Sie die Stückkosten bei einer hergestellten Menge von 40 Stück.
14800 / 40 = 370 = kf
kv = 50
k= 370 + 50 = 420 €
g. Bei welcher Erzeugnismenge werden die Kosten durch den Verkaufspreis von 142,50€
je Stück gedeckt?
Kosten sind durch Erlöse gedeckt  Erlöse = Kosten  Break-Even-Point
Erlöse = x* p
Kosten = Kv + Kf
50 *x + 14800 = x*142,50
X=160

h. Wie hoch ist der Gewinn bzw. Verlust bei einem Verkaufspreis von 142,50€ und einer
erzeugten Menge von 100 Stück (180 Stück)?
100 Stück
Erlöse = 142,50€ * 100 Stück = 14.250 €
Kosten = Kv+Kf = 50 * 100 + 14.800€ = 19.800€
Verlust = -5.500€

180 Stück
Erlöse = 142,50€ * 180 Stück = 25.650 €
Kosten = 14.800 € + 50 * 180 € = 23.800€
Gewinn = 1.850€

Aufgabe 4: 10 Punkte

Ein Unternehmen stellt nur ein Produkt her. Der Verkaufspreis beträgt 10€ je Stück. Die
gesamten variablen Kosten betragen 500€. Für die Periode entstehen Fixkosten in Höhe von
1.500€.

a. Ermitteln Sie anhand einer Break-Even-Analyse (grafisch und rechnerisch), wie viel
Stück abgesetzt werden müssen, damit die Gesamtkosten durch den Gesamtumsatz
gedeckt werden.

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b. Wie hoch ist der Gewinn/Verlust bei einer Absatzmenge von 300 Stück und 180
Stück?

Aufgabe 5: 5 Punkte

a. Was versteht man unter den Begriffen Preis-Elastizität der Nachfrage und
Kreuzpreiselastizität?
b. Ein Marktforschungsinstitut untersucht im Auftrag eines Unternehmens die Nachfrage
nach einem Gut A. Es stellt fest, dass sich innerhalb eines halben Jahres die
nachgefragte Menge um 9% vermindert hat. Gleichzeitig ist der Preis auf dem
untersuchten Markt von 10€ auf 10,30€ gestiegen. Wie groß ist die Preiselastizität der
Nachfrage?

Aufgabe 6: 5 Punkte

Arzneimittel weisen eine preisunelastische Nachfrage auf und Computer eine preiselastische
Nachfrage. Nehmen Sie an, dass sich das Angebot an Arzneimitteln und Computern durch
den technischen Fortschritt vergrößert.

a. Was passiert in beiden Märkten mit dem Gleichgewichtspreis und der


Gleichgewichtsmenge?
b. In welchem Markt fällt die Preisänderung größer aus?
c. In welchem Markt verändert sich die Gleichgewichtsmenge stärker?
d. Wie entwickeln sich die Ausgaben der Konsumenten?
e. Was passiert mit der Konsumenten- und der Produzentenrente?

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