Sie sind auf Seite 1von 2

Im Rahmen unseres allgemeinen Projekts „Digitalisierung“ hat mich ein Teilaspekt besonders

interessiert und ich möchte Ihnen meine Präsentation «Sollte jeder Mensch von Zeit zu Zeit
einen „Digital Detox“ einlegen?» darstellen.
Zuerst definiere ich das Wort “Digital Detox“. Danach folgen eine Umfrage, Vor- und Nachteile
der digitalen Diät, Expertenmeinungen und mein Fazit.
Wenn wir etwas wissen wollen, fragen wir Google. Zum Essen verabreden wir uns über
WhatsApp. Und ist der Akku vom Smartphone leer, bekommen wir eine Panikattacke.
Schließlich könnten wir ja was Wichtiges verpassen. Das alles erzeugt Stress, macht uns unruhig
und abhängig – aber es gibt einen Ausweg. Digital Detox.
Der Name leitet sich vom englischen Begriff der Entschlackung (Detox) ab, einer Prozedur, die
den Körper von Giftstoffen befreien soll. Detox und andere Bereiche der Alternativmedizin
erfreuen sich heute großer Beliebtheit. Sein Digitaler Ableger, genannt "Digitale Diät",
funktioniert nach ähnlichem Prinzip. Auch hier wird der Körper "entschlackt". Doch handelt es
sich bei den Giftstoffen um die Suchterscheinungen digitaler Tools und die negativen
Auswirkungen dessen auf Körper und Psyche.
Laut einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom ist die Abkehr vom Digitalen nur für 35
Prozent gar kein Thema. Elf Prozent sagen, sie hätten sich den Verzicht für die kommenden
zwölf Monate auf die Fahnen geschrieben. Wie die Grafik von Statista zeigt, gehen sieben
Prozent regelmäßig für ein paar Stunden offline, weitere 16 Prozent haben den digitalen Entzug
bereits über einen oder mehrere Tage durchgezogen, 24 Prozent geben an, es versucht zu haben
und gescheitert zu sein. Aber warum scheitern so viele?
Angst, etwas zu verpassen
Digital Detox klingt in seiner Theorie nach einfacher Umsetzung. Denn was ist schon einfacher
als etwas einfach nicht zu machen? Jedoch kann das Digital Detox im realen Leben vieler
einfach ein Ding der Unmöglichkeit sein. Es gibt einen Namen dafür, warum wir ständig am
Bildschirm hängen: FOMO, ausgeschrieben „Fear Of Missing Out“ – die Angst, etwas zu
verpassen. Sie lässt uns in jeder freien Sekunde digitale Geräte nutzen.
Schweizer Taschenmesser des Informationszeitalters.
Außerdem ist die digitale Welt einfach unglaublich praktisch. Kaum einer hat noch Lust, einen
separaten Wecker, eine Taschenlampe, einen MP3-Player und ein Notizbuch zur selben Zeit mit
sich herumzuschleppen. Die digitale Welt ist das Schweizer Taschenmesser des
Informationszeitalters.
Es gibt aber viele Gründe, warum die digitale Diät so wichtig und sinnvoll ist.
Stresslinderung
Das stärkste Argument für Digital Detox ist eindeutig die Reduktion von Stress und sozialen
Druck, die digitale Geräte mit sich bringen. Man klinkt sich aus, atmet tief durch und ist nicht
mehr einem permanenten Strom von Informationen und Reizen ausgesetzt.
Verbesserung der Beziehungen
Nachdem man sich aktiv vom Reiz des Digitalen löst, bleibt nichts anderes, als der Realität
konstruktiv zu begegnen. Man hat mehr Zeit für Karriere, Hobbies oder auch für die Liebsten.
Die digitale Entgiftung hilft uns dabei, die Kunst der Unterhaltung und die Beziehung zu Familie
und Freunden zurückzugewinnen.
Im Sommer 2020 habe ich mich an Veronika Jakl gewandt, um sie als Expertin für meine
Thematik zu gewinnen. Frau Jakl ist zertifizierte Arbeitspsychologin, Personalpsychologin,
Trainerin in der Erwachsenenbildung und Expertin für motivierende Arbeitsbedingungen aus
Wien. Sie hat mir geschrieben, digitale Entgiftung ist auch immer eine Entscheidung, den
Lifestyle zu ändern. Man kann beispielsweise klein anfangen und sich zu Beginn des Digital
Detox jeden Tag vornehmen, in einem vorher festgelegten Zeitraum auf das Smartphone zu
verzichten. Dieser Zeitraum kann sich bei Bedarf langsam steigern und dann zu einem
handyfreien Tag werden. Frau Jakl schlägt auch vor, einfach mal das Mailprogramm vollständig
auszuschalten, wenn man konzentriert arbeiten muss oder will. Manchmal hilft auch die
automatische Benachrichtigung bei neuen Mails – man muss nicht auf jedes Mail sofort
antworten.
Ich schließe mich der Position von der Expertin an, dass unser Gehirn im Alltag regelmäßige
Pausen ohne den permanenten Konsum von Bildschirminhalten braucht. Meiner Meinung nach
sind mehrere kleine Auszeiten pro Tag sinnvoll, etwa ein kurzer Offline-Spaziergang oder der
Verzicht auf digitale Medien ab 20 Uhr. Jeder Mensch sollte von Zeit zu Zeit einen „Digital
Detox“ einlegen, um Stress zu vermeiden, gesund zu bleiben und das reale Leben zu genießen.

Anstatt sich mit wichtigen Dingen im Leben, an denen man wachsen kann,
auseinanderzusetzen, flüchtet man lieber in eine künstliche Welt. Nachdem man sich aktiv vom
Reiz des Digitalen löst, bleibt nichts anderes, als der Realität konstruktiv zu begegnen.