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Grundkurs Deutsch Folge 7

Der große Leseverstehens-Test

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Tiefgreifender Wandel im Verbraucherverhalten


Die kürzlich von ACNielsen veröffentlichte Studie „Shopper Trends“ zeigt einen
tiefgreifenden Wandel im Verbraucherverhalten und dessen Auswirkungen auf die
aktuelle Handelslandschaft. Danach weichen die Beweggründe, Erwartungen und
Kaufgewohnheiten der Verbraucher sehr häufig stark von der Wahrnehmung der
größten Verbrauchermarktketten ab.
Das Modell des Lebensmitteleinzelhandels mit großflächigen Super- und
Verbrauchermärkten entstand vor 40 Jahren als zeitgemäße, geräumige und
preiswertere Alternative zum Einkauf im traditionellen Lebensmittelgeschäft nebenan.
Jetzt, am Beginn eines neuen Jahrtausends, reagiert der Handel auf die Bedürfnisse
und den Lifestyle einer neuen Generation von Kunden, die sich vom Profil her
wesentlich von den Konsumenten unterscheiden, für die die Super- und
Verbrauchermärkte in den 60er- und 70er-Jahren geschaffen wurden. Die Hektik des
Alltags, der Trend zum Single-Haushalt und längere Arbeitszeiten haben der Struktur
der modernen Gesellschaft ihren Stempel aufgedrückt.
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Ein Blick auf die Marketing- und Werbekampagnen großer Verbrauchermarktketten


zeigt, dass sich die verschiedenen Anbieter beim Preis gegenseitig zu unterbieten
versuchen, zunehmend mit einem zusätzlichen Verweis auf Qualität.
Die Studie „Shopper Trends“ belegt jedoch, dass der Preis nicht das
ausschlaggebende Kriterium ist. Verbraucher erwarten mittlerweile weitaus mehr als
einen niedrigen Preis und regelmäßige Sonderangebote. Worauf es den Kunden am
meisten ankommt, ist von Land zu Land verschieden. Für die Briten ist es am
wichtigsten, dass sie alles unter einem Dach finden, die Italiener wünschen sich vor
allem lange Ladenöffnungszeiten und die Spanier achten in erster Linie auf das
Preis-/Leistungsverhältnis. In Deutschland ist für die Verbraucher in erster Linie die
gute Erreichbarkeit ihrer Einkaufsstätte relevant. Daneben ist auch wichtig, dass sich
die benötigten Produkte schnell und einfach finden lassen und diese ausreichend
bevorratet sind. Alles typische Merkmale des Discount-Prinzips: eine ausgewogene
Standortpolitik, annähernd gleiche Sortimentsanordnung in allen Filialen und die
Vermeidung von Vorratslücken dank eines straffen Sortiments.
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Das generelle Fazit der Studie ist eindeutig. „Verbraucher- und Supermärkte müssen
ihr Wertangebot neu definieren, ihr Verkaufsstellenkonzept überarbeiten und ihre
Marketingstrategie anpassen, um auf die veränderten Bedürfnisse der Kunden von
heute zu reagieren. Sollten die dominierenden Handelsunternehmen die Zeichen der
Zeit ignorieren müssen sie in Zukunft mit Schwierigkeiten rechen.
Frage 1:

Kreuzen Sie die richtigen Lösungen an.

Die Verbrauchermarktketten kennen die Beweggründe, Erwartungen und


Kaufgewohnheiten der Verbraucher gut.

Die Verbrauchermarktketten kennen die Beweggründe, Erwartungen und


Kaufgewohnheiten der Verbraucher oft nicht.

Die großflächigen Super- und Verbrauchermärkte sollten vor 40 Jahren den


Lebensmittelhändler von nebenan ersetzen.

Die heutige Kundengeneration unterscheidet sich kaum von derjenigen der


70-er Jahre.

Der Handel reagiert zu Beginn des 21. Jahrhunderts auf den Trend zum
Single-Haushalt.
Frage 2

Welche Aussagen treffen zu bzw. treffen nicht zu? Bitte kreuzen Sie an:

Trifft zu Trifft nicht zu


1 Die großen Verbrauchermarktketten versuchen,
Kunden über niedrige Preise anzulocken
2 Das Wichtigste für alle Kunden ist immer ein
niedriger Preis
3 Die Kunden erwarten von den Supermärkten
mehr als billige Sonderangebote
4 Die Produktqualität spielt in den
Werbekampagnen der Verbrauchermärkte keine
Rolle
5 Die nahezu gleiche Sortimentsanordnung ist
typisch für einen Discounter
Frage 3

Bitte kreuzen Sie die richtigen Antworten an:

Für britische Verbraucher …

ist es beim Einkaufen am wichtigsten, dass der Supermarkt ihrer Wahl


überdacht ist und sich nicht im Freien befindet.

ist das umfassende Produktangebot das wichtigste Kriterium bei der Wahl des
Geschäftes, in dem sie einkaufen.

sind die langen Öffnungszeiten bei der Auswahl des betreffenden


Einkaufsmarkts am Wichtigsten.

ist es ausschlaggebend, dass sie in der Nähe ihrer Wohnung einkaufen


können.

kommt es in vorderster Linie darauf an, dass die benötigten Produkte im


Supermarkt ausreichend bevorratet sind.
Frage 4

Vervollständigen Sie den folgenden Lückentext mit den jeweils passenden


Wörtern aus dem Kästchen:
einkaufen - wurde – Verbrauchermärkten -ausreichend – Voraus – den –– die
– mehrmals in – Lebensmittelgrundsortiment - der - Aspekt – an -
Convenience - günstige

Ein weiterer ________, der in „Shopper Trends“ untersucht______, ist, wie oft
Verbraucher pro Woche _______gehen. Das Konzept von Super- und
_________________richtet sich in erster Linie an Menschen, die
_____________Zeit haben und ihre Wocheneinkäufe im ________planen.
Das entspricht heute nicht mehr ganz ___Gegebenheiten. Laut Studie kauft
___Mehrheit ____europäischen Verbraucher _________der Woche ein.
Daher ist eine ______ Lage wichtiger denn je. Ferner muss ein Geschäft das
______________führen – vorzugsweise mit einer Auswahl ____ frischen und
tiefgefrorenen ____________-Produkten.
Frage 5

Wovon handelt der Text? Was sind die Hauptthemen? Bitte kreuzen Sie die
richtigen Aussagen an:

Der Text gibt die Ergebnisse einer Einzelhandelsstudie wieder.

Die Ergebnisse der Studie offenbaren einen tiefgreifenden Wandel des


Verbraucherverhaltens in den letzten 40 Jahren.

Die heutigen Erwartungen der Verbraucher innerhalb Europas unterscheiden


sich, aber alle europäischen Kunden sind sich darin einig, dass ein niedriger
Warenpreis und regelmäßige Sonderangebote nicht ausschlaggebend für die
Wahl des Einkaufsortes sind.

Die Verbraucher- und Supermärkte müssen auf die Veränderung der


Kundenbedürfnisse reagieren.

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