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Geschichte

Archgoat wurde 1989 von Angelslayer, Ritual Butcherer und Blood Desecrator
gegründet. Das erste Demo Jesus Spawn erschien 1991. 1992 bekam die Band einen
Plattenvertrag bei Necropolis Records, wo sie 1993 die Mini-LP Angelcunt (Tales of
Desecration) veröffentlichten. Als sie ihr Debüt-Album einspielen wollte, gab es
Schwierigkeiten mit der Plattenfirma und die Band löste sich auf.[1]

2004 schloss sich die Band wieder zusammen.[1][2] Das Schlagzeug spielte jetzt
nicht mehr Blood Desecrator, sondern Leneth the Unholy Carnager. Das 1993
aufgenommene Material wurde 2004 in Form der EP Angelslaying Black Fucking Metal
über Hammer of Hate Records veröffentlicht. 2005 folgte der erste Auftritt seit der
Wiedervereinigung in Kouvola. Leneth wurde darauf durch Sinister K. ersetzt.[1] Ihr
Debüt-Album Whore of Bethlehem erschien 2006. Das zweite Studioalbum der Band, das
am 9. Februar 2009 veröffentlicht wurde, nennt sich The Light-Devouring Darkness.
Das Best-of-Album The Aeon of the Angelslaying Darkness erschien 2010 als 2-CD und
2-LP. Eine weitere EP namens Heavenly Vulva (Christ’s Last Rites) wurde am 14.
Oktober 2011 veröffentlicht.

Stil
Ritual Butcherer gibt Wurzeln im Grindcore und Death Metal sowie im frühen Black
Metal an. Archgoat habe die Geschwindigkeit Sarcófagos mit der Schwere Celtic
Frosts vermischt und die Tempowechsel Carcass’ hinzugefügt. Die Gründungsmitglieder
waren von den dunklen Texten von Venom, Possessed und Hellhammer fasziniert und
lasen infolgedessen zunehmend satanische Literatur. Für Ritual Butcherer ist Black
Metal die musikalische Verlängerung seiner Philosophie und ein Verständnis des
Satanismus für den Black Metal unerlässlich. Archgoat repräsentiere die Ideologie
der Mitglieder und diese die Ideologie Archgoats, bei der es sich um traditionellen
Satanismus handle.[3]

Archgoat wird mit Gruppen wie Blasphemy[2][4] und Beherit[2] verglichen, die Kez
Whelan vom Terrorizer als unleugbare Einflüsse bezeichnet. Dennoch sei Archgoat
nicht so chaotisch, ihr Klang sei etwas dichter und weise mehr Death-Metal-Einfluss
auf, was bei „sowohl dem gerülpsten Gesang als auch dem völlig ranzigen Groove, der
Lieder wie ‚Grand Luciferian Theophany‘ untermauert“ deutlich sei.[2] Robert Müller
vom Metal Hammer bezeichnete sie als „Black-Thrasher“, die „lehrbuchmäßig
durchexerzieren, wie schwarz Achtziger-Metal 2010 sein kann“.[5] Auf der EP
Heavenly Vulva (Christ’s Last Rites) finden laut Götz Kühnemund vom Rock Hard neben
„Blasphemy-artigem Mega-Geschrote […] auch immer wieder langsame, ultraharte,
eingängige Riffs (die manchmal wie eine fiesere Zeitlupen-Variante der alten Bolt
Thrower oder Carcass wirken) ihren Weg ins tiefe Schwarz des typischen ARCHGOAT-
Sounds. Für geföhnte Weicheier ist das natürlich unerträglich, für strubbelige
Rüpel wie Wolf oder Jan aber Oberkult.“[4]

Diskografie
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[6]
The Apocalyptic Triumphator
FI 6 06/2015
The Luciferian Crown
FI 7 38/2018
1991: Jesus Spawn (Demo)
1993: Penis Perversor (Demo)
1993: Angelcunt (Tales of Desecration)
1999: Messe des morts/Angelcunt (Split mit Beherit)
2004: Angelslaying Black Fucking Metal
2006: Whore of Bethlehem
2008: Desecration & Sodomy (Split mit Black Witchery)
2009: The Light-Devouring Darkness
2010: The Aeon of the Angelslaying Darkness (Best-Of)
2011: Heavenly Vulva (Christ’s Last Rites)
2013: Reh & Live 1990/Jesus Spawn (Split mit Incantation)
2013: Angelslaying Christbeheading Black Fucking Metal (Split mit Surrender of
Divinity)
2014: Brazilian Ritual Second Attack (Split-DVD mit Black Witchery, Impurity und
Grave Desecrator)
2015: The Apocalyptic Triumphator
2015: Lux Satanae (Thirteen Hymns of Finnish Devil Worship) (Split mit Satanic
Warmaster)
2016: Total Satanic Darkness (Box-Set)
2018: The Luciferian Crown
Weblinks
Offizielle Website
Archgoat bei Discogs
Quellen
Bio. (Nicht mehr online verfügbar.) Archgoat, archiviert vom Original am 3. März
2016; abgerufen am 1. Januar 2015 (englisch).
Kez Whelan: Listen To A Brand New Archgoat Song Exclusively With Terrorizer.
Terrorizer, 17. Dezember 2014, abgerufen am 1. Januar 2015 (englisch).
Vagabond: Interview: Archgoat. Witching Metal Webzine, 30. April 2013, abgerufen
am 1. Januar 2015 (englisch).
Götz Kühnemund: Archgoat. Heavenly Vulva (Christ´s Last Rites). In: Rock Hard. Nr.
295 (rockhard.de [abgerufen am 12. März 2020]).
Robert Müller: Der tote Winkel. Die spinnen, die Finnen. In: Metal Hammer. Axel
Springer Mediahouse GmbH, März 2010, ISSN 1614-2292, S. 81.
Archgoat in den finnischen Charts