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2377 Sendschreiben an die Christen in Livland (1525) 1

Martin Luther

Sendschreiben
an die Christen in Livland
(1525)

[WA 18, 417–421]

Digitale Bibliothek Band 63: Martin Luther


2378 Sendschreiben an die Christen in Livland (1525) 2

Allen lieben Christen in Livland, samt ihren Pfarrher-


ren und Predigern, Gnade und Friede von Gott unserm
Vater und Herrn Jesus Christus. Wir sollen Gott, dem
Vater aller Barmherzigkeit, höchlich und allezeit für
euch danken, liebe Herren und Freunde, der euch nach
dem überschwenglichen Reichtum seiner Gnaden zu
dem Schatz seines Worts gebracht hat, darin ihr Er-
kenntnis seines lieben Sohns habt, das ist ein sicheres
Pfand eures Lebens und Seligkeit, die im Himmel zu-
künftig ist und allen bereitet, die in reinem Glauben
und brünstiger Liebe beständiglich bis ans Ende be-
harren. Wie wir denn hoffen und bitten, daß der barm-
herzige Vater euch samt uns erhalten und vollkommen
machen wollte in einem Sinn zu gleichem Bilde sei-
nes lieben Sohnes Jesus Christus, unsers Herrn,
Amen.
Es ist aber vor mich durch redliche Zeugen gekom-
men, daß Rotten und Entzweiung auch unter euch sich
daraus anfangen sollen, daß etliche eurer Prediger
nicht einhellig lehren noch handeln, sondern was
einem jeglichen seinem Sinn und Vornehmen nach
das Beste dünkt. Und will das nicht übel glauben,
weil wir zu denken haben, es werde mit uns nicht bes-
ser sein, als es mit den Korinthern und andern Chri-
sten zu Zeiten des Paulus war, da sich auch Rotten
und Spaltung im Volk Christi regten. Wie denn Pau-
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lus selbst bekennet und spricht, 1. Kor. 11, 19: »Es


müssen ja wohl Spaltungen unter euch sein, auf daß
die, so rechtschaffen sind, offenbar unter euch wer-
den.« Denn der Satan hat nicht genug daran, daß er
der Welt Fürst und Gott ist. Er will auch unter den
Kindern Gottes sein, Hiob 1, 6 ff., und »geht umher
wie ein brüllender Löwe und sucht, welchen er ver-
schlinge.« 1. Petr. 5, 8.
Daher kommt die Klage und Irrung im Volk, daß
man sagt: es wisse schier niemand, was oder mit wem
ers halten solle; und alle sehen darauf, daß doch al-
lenthalben einerlei Weise und Gestalt gelehrt und ge-
halten werden möchte. Aus dieser Ursache wurden
vor Zeiten auch die Konzilien gehalten und so man-
cherlei Ordnungen und Gesetze aufgestellet, daß man
den Haufen an eine Weise binden1 und halten möch-
te. Das sind danach eitel Seelenstricke und gefährliche
Ärgernisse des Glaubens geworden, so daß auf beiden
Seiten große Gefahr ist und gute geistliche Lehrer not
sind, die sich hierin mit Bescheidenheit zu halten und
das Volk zu (unter)weisen wissen. Denn so man ei-
nerlei Weise vornimmt und festsetzt, so fällt man dar-
auf und macht ein notwendiges Gesetz2 daraus, der
Freiheit des Glaubens entgegen. Setzt man aber und
stellet nichts, so fähret man zu und macht so viel Rot-
ten, so viel Köpfe sind, welches dann wider die christ-
liche Einfalt und Eintracht streitet, davon Paulus und
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Petrus so oft lehren.


Aber man muß doch ja etwas dazu sagen, das
Beste, das man kann, obs gleich nicht alles so gehen
will, wie wir reden und lehren. Und zum ersten hoffe
ich, daß bei euch die Lehre vom Glauben, Liebe und
Kreuz, und die Summe oder Hauptstücke in der Er-
kenntnis Christi noch rein und unversehret seien, daß
ihr wisset, wie ihr euch im Gewissen gegen Gott ver-
halten sollt, obwohl auch diese Einfalt der Lehre vom
Satan nicht unangefochten bleiben wird. Ja, durch die
äußerlichen Entzweiungen in den Zeremonien sucht er
(sich) einzuschleichen und auch Rotterei im Geist und
Glauben anzurichten; wie es seine Art ist, (wie man)
bisher in so viel Ketzereien reichlich erfahren (hat).3
Deshalb, wie Paulus seinen Rottereien tat, tun wir
auch unsern. Er konnte mit Gewalt nicht wehren,
wollts auch nicht mit Geboten erzwingen, sondern
durch freundliches Ermahnen erbitten. Denn wer es
nicht freiwillig, auf Ermahnen hin, unterläßt, der wird
es auf Gebot hin viel weniger unterlassen. So spricht
er aber Phil. 2, 1-4: »Ist nun bei euch Ermahnung in
Christus, ist Trost der Liebe, ist Gemeinschaft des
Geistes, ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit, so
machet meine Freude völlig und seid eines Sinnes,
habt gleiche Liebe, seid einmütig und einhellig. Tut
nichts aus Zank oder um eitler Ehre willen, sondern in
Demut achte einer den andern höher als sich selbst;
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und ein jeglicher sehe nicht auf das Seine, sondern


auch auf das, was des andern ist.« Und setzt das Ex-
empel Christi dazu, wie sich derselbe zum Knechte
eines jeglichen gemacht hat, dem Vater gehorsam zu
sein.
So ermahne ich auch zum ersten eure Prediger mit
denselben Worten des Paulus, daß sie all das Gut an-
sehen wollten, das wir in Christus haben, den Trost,
Ermahnung, Geist, Liebe und Barmherzigkeit, und
daneben das Exempel Christi und dem allein zu Ehren
und Dank sich so verhalten, daß sie einträchtig und
eines Sinnes und Muts seien und bleiben und auf den
listigen Einbruch des Teufels4 durch eitel Ehre ach-
ten, welche besonders gefährlich ist und diejenigen
am meisten anficht, die des Wortes Amt haben, wel-
ches sie nicht besser tun können, als daß5 ein jegli-
cher sich selbst am meisten verachte und für den Un-
tersten, die andern aber für die Obersten halte und,
wie Christus im Evangelium (Luk. 14, 8 ff.) lehret,
sich untenan unter den Gästen der Hochzeit setze.
Obwohl nun die äußerlichen Ordnungen in Gottes-
diensten – wie Messen, Singen, Lesen, Taufen –
nichts zur Seligkeit tun, so ist doch das unchristlich,
daß man darüber uneinig ist und das arme Volk damit
irre macht, und die Besserung der Leute nicht für viel
mehr achtet als unsern eigenen Sinn und Gutdünken.
So bitte ich nun euch alle, meine lieben Herren, lasse
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ein jeglicher seinen Sinn fahren, und kommt freund-


lich zusammen und werdet eins, wie ihr diese äußerli-
chen Stücke halten wollt, daß es bei euch in eurem
Landstrich gleich und einerlei sei und nicht so zerrüt-
tet, anders hier, anders da, gehalten und damit das
Volk verwirrt und unlustig gemacht werde.
Denn, wie gesagt ist, obwohl die äußerliche Weise
frei ist und, dem Glauben nach zu rechnen, mit gutem
Gewissen an allen Orten, zu aller Stunde, durch alle
Personen geändert werden kann, so seid ihr doch, der
Liebe nach zu rechnen, nicht frei, solche Freiheit zu
vollziehen, sondern schuldig, Acht darauf zu haben,
wie es dem armen Volk leidlich und besserlich sei;
wie Paulus 1. Kor. 14, 40 sagt: »Lasset aber alles
ehrbar und ordentlich zugehen«, und 1. Kor. 6, 12:
»Mir ist alles erlaubt, es frommt aber nicht alles«,
und 1. Kor. 8, 1: »Das Wissen bläst auf; aber die
Liebe baut auf.« Und wie er daselbst von denen redet,
welche die Erkenntnis des Glaubens und der Freiheit
haben und doch noch nicht wissen, wie sie die Er-
kenntnis haben sollen, weil sie dieselbe nicht zur Bes-
serung des Volks, sondern zum Ruhm ihres Ver-
standes brauchen.
Wo nun euer Volk sich daran ärgert, daß ihr so
mancherlei uneinige Weise führet und irre drüber
wird, da hilft euch nicht, daß ihr vorgeben wollet: Ja,
das äußerliche Ding ist frei, ich wills an meinem Ort
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machen, wie mirs gefället. Sondern ihr seid schuldig


zuzusehen, was andern daran gelegen ist, und solche
Freiheit des Glaubens vor Gott im Gewissen zu be-
halten und doch daneben dem Nächsten zugut und zur
Besserung zum Dienst gefangen zu geben. Wie Pau-
lus auch Röm. 15, 2 spricht: »Es lebe ein jeglicher
unter uns so, daß er seinem Nächsten gefalle zum
Guten, zur Auferbauung.« Denn wir sollen nicht uns
selbst zum Gefallen verfahren, sintemal auch Christus
nicht ihm selbst, sondern uns allen zu Gefallen ver-
fahren ist.
Doch muß ein Prediger daneben gleichwohl wacker
sein und bei dem Volk darauf dringen6 und (es) mit
Fleiß unterrichten, daß sie solche einträchtige Weise
nicht als nötige Gebote annehmen, als müsse es so
sein und Gott wolle es nicht anders haben; sondern
daß man ihnen sage, wie es nur darum geschieht, daß
sie dadurch gebessert und erhalten werden, damit die
Einigkeit des christlichen Volks auch durch solche
äußerlichen Dinge, die sonst an sich nicht vonnöten
sind, bestätigt werde. Denn dieweil die Zeremonien
oder (äußerlichen) Weisen nicht für das Gewissen
oder zur Seligkeit vonnöten sind und doch nützlich
und nötig, das Volk äußerlich zu regieren, soll man
sie auch nicht weiter treiben noch annehmen lassen,
als daß sie dienen, Einigkeit und Frieden zwischen
den Menschen zu erhalten. Denn zwischen Gott und
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dem Menschen macht der Glaube Frieden und Einig-


keit.
Das sei den Predigern gesagt, daß sie die Liebe und
deren Recht dem Volk gegenüber ansehen und nicht
des Glaubens Freiheit brauchen, sondern der Liebe
Knechtschaft oder Untertänigkeit gegen das Volk, des
Glaubens Freiheit aber behalten sie Gott gegenüber.
So macht nun und haltet Messe,7 singet und leset ein-
trächtig auf einerlei Weise, an einem Ort wie am an-
dern, weil ihr sehet, daß die Menschen es so begehren
und bedürfen, daß sie durch euch nicht irre, sondern
gebessert werden. Denn um ihrer Besserung willen
seid ihr da, wie Paulus 2. Kor. 10, 8 sagt: Die Gewalt
ist uns gegeben nicht zur Zerstörung, sondern zur
Besserung. Bedürft ihr solcher Einträchtigkeit nicht,
danket Gott dafür; das Volk aber bedarfs. Was seid
ihr aber anders als Diener des Volks? Wie Paulus 2.
Kor. 4, 5 sagt: Wir sind nicht Herren eures Glaubens,
sondern eure Knechte um Jesu willen.
Umgekehrt bitte ich auch das Volk, daß sie sich ge-
wöhnen und nicht wundern, ob Rotten und Entzwei-
ungen, (äußere) Weisen oder Lehren einrissen. Denn
wer kann dem Teufel mit den Seinen wehren? Man
muß wissen, daß immer Unkraut zwischen dem rech-
ten Samen wächst, wie das auf allen Äckern Gottes
Werk beweiset und Christus im Evangelium bestätigt,
Matth. 13, 25. Ebenso kann auf der Tenne nicht allein
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reines Korn, sondern auch Hülsen und Spreu darunter


sein. Und Paulus spricht, 2. Tim. 2, 20: In einem gro-
ßen Hause sind nicht allein Gefäße zu Ehren, sondern
auch etliche zu Unehren; aus etlichen isset und trinket
man, mit den andern trägt und reinigt man Mist und
allen Unflat. So müssen unter euch Christen auch
Rotten und uneinige Geister sein, die Glauben und
Liebe verkehren und die Menschen irre machen.
Wenn ein Gesinde sich nun dadurch beirren lassen
wollte, daß im Hause nicht eitel silberne Becher
wären, sondern es fände irgendeinen Nachttopf8 und
wollte das nicht leiden, was wollte daraus werden?
Wer kann ohne unreine Gefäße haushalten? Ebenso
tut sichs nicht in der Christenheit, daß eitel ehrliche
Gefäße darin seien, sondern wir müssen die unehrli-
chen unter uns leiden, wie Paulus 1. Kor. 11, 19 sagt:
»Es müssen Spaltungen sein.« Ja, daran sollt ihr eben
merken, meine lieben Freunde, daß Gott bei euch das
rechte Wort und Erkenntnis Christi gegeben hat,
wenn ihr Rotten und Uneinigkeit findet. Denn als ihr
katholisch waret, ließ euch der Satan wohl in Frieden.
Und wenn ihr (jetzt) noch eitel falsche Lehrer hättet,
er würde euch nicht viel mit Rotterei anfechten. Aber
nun der rechte Same göttlichen Worts bei euch ist,
kann ers nicht lassen, er muß seinen Samen auch dar-
unter säen; wie er hier oben9 bei uns durch die
Schwarmgeister auch tut. Und Gott versucht euch da-
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durch, ob ihr fest stehen wollet.


Nichtsdestoweniger sollen beide, ihr und euere Pre-
diger, allen Fleiß aufwenden, daß es einträchtig zu-
gehe und solchem Werk des Teufels gewehret werde.
Denn deshalb verhängt Gott dem Teufel solches, auf
daß wir Ursache haben, uns in Einträchtigkeit zu
üben und dadurch diejenigen, die bewähret sind, of-
fenbar werden. Denn ob wir gleich den höchsten Fleiß
daran kehren, wills dennoch der Rotten und Uneinig-
keit genug bleiben. Ebenso setzt auch Paulus, da er 2.
Tim. 2, 20 sagt, daß in einem Hause ehrliche und un-
ehrliche Gefäße sind, gleichwohl V. 21 dazu: »Der
wird ein Gefäß sein zu Ehren, geheiligt, dem Haus-
herren brauchbar und zu allem guten Werk bereitet.«
Diese meine treue Vermahnung, liebe Freunde,
wollet freundlich annehmen und dazu tun, so viel
euch möglich ist, daß ihr Folge geschiehet. Das ist
euch nütz und not, und Gott, der euch zu seinem Licht
berufen hat, ehrlich und löblich. Aber unser lieber
Herr Jesus Christus, der sein Werk bei euch angefan-
gen hat, wolle dasselbe mit Gnaden mehren und auf
den Tag seiner herrlichen Zukunft10 vollführen, daß
ihr samt uns ihm mit Freuden entgegenlaufen und
ewiglich bei ihm bleiben möget, Amen. Bittet für uns.
Zu Wittenberg am Sonnabend nach Trinitatis 1525.

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Editorische Bemerkung

Schon früh hatte die Reformation in den Städten des


damals dem Deutschen Ritterorden unterstehenden
Livland Fuß gefaßt. Als »auserwählte liebe Freunde
Gottes« begrüßte Luther sie 1523 in einer kurzen
Schrift, der er 1524 seine Auslegung des 127. Psal-
mes folgen ließ. Damals äußerte er schon die Sorge,
daß auch in jenen Ostseegebieten die Entwicklung be-
ginne, der er in den deutschen Kerngebieten gerade
mit seiner Schrift »An die Ratsherren aller Städte
deutschen Landes, daß sie christliche Schulen aufrich-
ten und halten sollen« (vgl. Band 7 dieser Ausgabe)
entgegengetreten war: die Gemeinden, welche zuvor
eine Fülle von Stiftungen und Klöstern nebst der
damit verbundenen großen Zahl von Klerikern unter-
halten hatten, zeigten sich müde, für einen ausreichen-
den Unterhalt der neuen Schulen und Geistlichen zu
sorgen. In seinem dritten, hier abgedruckten, Send-
schreiben sieht Luther sich veranlaßt, vor Spaltungen
in der Gemeinde zu warnen, wie sie sich im mittel-
deutschen Raum schon längere Zeit vorher ereignet
hatten. Durch Melchior Hoffmann, der sich später als
Wortführer der Wiedertaufe, des Bildersturms und
schwärmerisch-apokalyptischer Gedanken hervortun
sollte, war der Streit ausgelöst worden. Luther be-
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müht sich in seinem Sendschreiben, den in den Ge-


meinden entstandenen Zwiespalt beizulegen, wobei er
sich – ebenso wie Bugenhagen, der sich ebenfalls
brieflich an die Gemeinden in Livland wendet (beide
Schreiben wurden mit einem Brief Hoffmanns zusam-
men gedruckt verbreitet) – auf die Seite Hoffmanns
stellt. Deshalb erreichte der Sendbrief auch sein Ziel
in Livland nicht, vielmehr dauerten die Streitigkeiten
und Unruhen bis zur endgültigen Verdrängung Hoff-
manns und seines Einflusses an (bereits wenige Jahre
später wenden sich Luther wie Bugenhagen energisch
gegen Hoffmann). Der sachliche Gehalt und die dau-
ernde Bedeutung des Sendschreiben Luthers bleibt je-
doch davon unberührt.

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Anmerkungen

1 Eig.: »ynn eyne weyse fassen«.


2 Eig.: »eyn nöttlich gesetze«.
3 Eig.: »bis her ynn so viel ketzereyen wol erfaren«.
4 Eig.: »auffsehen auff den listigen eynriss des teuf-
fels«.
5 Eig.: »besser thun mügen, es sey denn, das«.
6 Eig.: »bey dem volck anhalten«.
7 D.h. haltet Gottesdienst, die (in entscheidenden
Stücken abgewandelte) Messe ist damals noch die
normale Gottesdienstform, vgl. Luthers »Deutsche
Messe« von 1526 (s. Bd. 6 dieser Ausgabe).
8 Eig.: »nottstuel odder harm fas«.
9 Vgl. die Wittenberger Vorgänge von 1523 (dazu
die Invocavitpredigten Luthers, S. 61ff. dieses Ban-
des) und die Auseinandersetzungen mit Karlstadt
(dazu Luthers Schrift »Wider die himmlischen Pro-
pheten«, S. 133ff. dieses Bandes).
10 D.h. am 17. Juni 1525.

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