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(Aus)Bildung in Deutschland|

Gesammelte Lesetexte zum


Themenfeld „Ausbildung und Bildung in Deutschland“
Deutschland

 Sprachniveau B2 / C 1

Hinweis:
Liebe Schülerinnen, liebe Schüler, die folgenden
FILTER B 2 / C 1
Lesetexte sind eine zusammengefasste Liste der
Lesetexte von den Seiten auf www.pasch-net.de
www.pasch .
Wenn Ihr die Seiten selbstständig besucht,
könnt Ihr zu den Lesetexten auch
ch verschiedene
Audioformate hören. Nutzt bitte die
Filterfunktion der Seite:: Ich haben Euch einen
Screenshot rechts integriert.
Die Lesetexte entsprechen sprachlich teilweise
den Niveaus B2 und C1. Einige der Texte sind
aber auch den Niveaus A2 und B1 zuz
zuzuordnen.
Bitte beachtet diesen Asoekt!
Tipp: Für das konzentrierte Lesen ist es
womöglich sinnvoll, die Lesetexte einmal
auszudrucken. Ihr könnt dann im Text mit Stiften
arbeiten: unterstreichen, markieren, einkreisen,
kleine Notizen machen, ... . Dies ist auch der
Grund,w arum ich alle Texte hier in dieser Datei
einmal zusammengestellt habe.
Viel Erfolg beim Üben und Lernen!
Thomas U. F. Dippe

Wiederholung Hinweis zum sprachlichen Niveau: Theoretisch sollte der


Fokus auf B2/C1 liegen. Weil aber noch viele weitere Texte auf B1, A2 zum
Themenfeld auf Pasch-net
Pasch net vorhanden sind, macht es Sinn, auch diese Texte einmal
zu lesen, um die inhaltliche Bandbreite zu erfahren.
(Aus)Bildung in Deutschland|

TEXT 1 Inklusive Bildung in Deutschland: Dabei sein ist nicht alles


Sprachniveau: B2/C1

Kindergarten inklusiv | © Aktion Mensch e.V.


Menschen mit Einschränkungen werden oft in speziellen Einrichtungenbetreut
betreut ((zum
BeispielFörderschulen),
erschulen), zum Teil abseits der Gesellschaft. Durch „Inklusion“ soll sich das
ändern: Mehr gemeinsames Lernen und Leben, für eine buntere und
gerechtereGesellschaft! Wir berichten von erfolgreichen Projekten,aber auch von
Schwierigkeiten, in Deutschland
Deutschland.

Inklusion?
Theoretisch haben alle Menschen das Recht, am öffentlichen Leben teilhaben zu können. Doch in
der Praxis funktioniert das oft nicht. Aus diesem Grund gibt es seit 2008 einen Beschlussder
Vereinten Nationen (UNO), dem auch Deutschland, Österreich und die Schweiz zugestimmt
haben. In diesem Beschluss geht es um Inklusion. Inklusion bedeutet, dass Menschen mit
Einschränkungen ein normaler Teil der Gesellschaft werden. Dazu gehört auch ein eine gute Bildung,
gemeinsam mit Menschen ohne Einschränkungen und möglichst ein Leben lang. Aber reicht es,
einfach die Trennung zwischen den Institutionen aufzuheben, nach dem Motto: „Dabei sein ist
alles!“? Nein, so einfach ist es nicht. Außerdem wird dies
dieses
es Sprichwort gern gesagt, wenn jemand
an einem Spiel oder Wettkampf teilnimmt ohne zu gewinnen. Expertinnen und Experten (aus
Wissenschaft, Erziehung oder Bildung)
Bildung) wissen, dass Inklusion Vorteile für alle haben kann. Sie
wissen aber auch von spezifischen Problemen und Herausforderungen.. Beim institutionellen
Lernen – vom Kindergarten bis zur Universität – bedeutet inklusive Bildung nämlich auch
individuelle Förderungund
und Unterstützung.
Bevor wir euch die Ergebnisse unserer Recherche vorstellen, wollen wir klären, wer eigentlich
diese Menschen
chen mit Einschränkungen sind.

Um wen geht es?


Inklusion bezieht sich auf Menschen mit körperlichen, geistigen oder psychischen
Einschränkungen. Das sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die nicht gut oder gar nicht
sehen, hören oder sprechen können. Oder sie können sich nicht frei bewegen, zzum Beispielweil
sie nicht laufen können und in einem Rollstuhl sitzen. Auch gemeint sind Menschen, die sehr alt
oder chronisch krank sind oder eine Erbkrankheithaben. Es geht außerdem rdem um Menschen mit
Lernschwierigkeiten oder problematischem Sozialverhalten. Ursachen dafür sind oft traumatische
Erlebnisse. Daher dreht sich Inklusion auch um Geflüchtete,, die in Deutschland leben: Sie
müssen nicht nur „nebenbei“ deutsche Sprache und K Kultur
ultur lernen, sondern haben oft Schlimmes
erlebt, wie Gewalt, Verfolgung und Krieg.
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Einstellungen zu Inklusion in Deutschland I © Aktion Mensch e.V.

Nicht zuletzt geht es um die Mehrheit der Gesellschaft, die ohne Einschränkungen lebt. Denn die
Bereitschaft
haft zur Kooperation entscheidet, wie inklusiv unsere Welt tatsächlich ist.

Beispiele aus der Praxis


Im Folgenden werden drei Projekte vorgestellt, die in unterschiedlichen Bereichen der inklusiven
Bildung erfolgreich sind. Sie sind Vorbilder dafür, wie IInklusion
nklusion in Deutschland weiter ausgebaut
werden kann.
Bildungsfachkräfte aus Kiel
Am „Institut für inklusive Bildung“ in Kiel werden sogenannte Bildungsfachkräfte ausgebildet. Das
sind Menschen mit Einschränkungen, die ihre Lebenswelten mit anderen teilen wollen. Dafür
besuchen sie Schulen und Universitäten. Mehr Informationen erhaltet ihr hier:
Evangelisches Schulzentrum Martinschule in Greifswald
Eine Schule, in der wirklich alle Kinder und Jugendlichen willkommen sind: Mädchen und Jungen
mit Begabungen allerller Art, mit und ohne Handicap,, Kinder aus verschiedenen Kulturen und
Religionen – das ist die Martinschule. Was sie so besonders macht, dass sie im Jahr 2018 den
Deutschen Schulpreis gewonnen hat, erfahrt ihr hier:
Die „Musikbaustelle“ Jena
Steffen Landeck
deck und seine Kolleginnen und Kollegen vom Verein „AndersGleich e.V.“ aus Jena
(Thüringen) haben Menschen mit Einschränkungen und ihre Angehörigen gefragt, welche
Unterstützung sie sich wünschen. So haben sie herausgefunden, dass es zu wenige Angebote am
Nachmittag und in den Ferien gibt, wenn Kindergärten, Schulen, Werkstätten usw. geschlossen
sind. Es ist wichtig, dass die Bildungsinstitutionen stärker inklusiv denken, aber Bildung findet
eben auch im Freizeitbereich statt. Deswegen hat der Verein unter anderem das inklusive
Lernprojekt „Musikbaustelle“ ins Leben gerufen. Hier wird es präsentiert:

Erfahrungen und Meinungen


Die Meinungen über Inklusion in der Bildung sind sehr verschieden. Es kommt darauf an, wen
man fragt: Menschen mit oder ohne Förderbe
Förderbedarf, Expertinnen und Experten oder Laien,
Verwandte, Freunde oder Menschen, die mit Inklusion direkt keine Erfahrungen gemacht haben.
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Es ist natürlich unmöglich, die ganze Palette an Meinungen abzubilden. Beispielhaft kommen hier
trotzdem Akteure zu Wort, die wegen ihrer unterschiedlichen Erfahrungen mit Inklusion auch
unterschiedliche Meinungen zum Thema haben.

Autor bei einer Befragung I © privat, Foto: Wolf Zippel

Fazit
Die Integration möglichst aller Menschen in die Gesellschaft ist ein hohes Ziel. Der Weg zu seiner
Umsetzung ist lang und voller Hindernisse, aber vielerorts wird er längst begangen. Mit der
Inklusionsinitiative haben sich die Bemühungen der teilnehmenden Bundesländer änder in den letzten
Jahren intensiviert, und es lassen sich schon viele positive Entwicklungen beobachten. Das
zeigen die Beispiele aus der Praxis. Wo Inklusion bereits Routine geworden ist, wo es heißt
„Anders sein ist normal!“, läuft das meiste gut.
gut. Aber Routine stellt sich nicht von selbst ein. Wenn
die negativen Erfahrungen überwiegen, kann sich z zum Beispiel eine Schule in die andere
Richtung bewegen. Das spiegelt sich in einigen der Meinungen wider.. Daher wird es auch in
Zukunft wichtig bleiben,
n, über Inklusion zu diskutieren und Verbesserungen einzuführen, damit
mehr und mehr Menschen inklusiv denken undvor allem handeln.

Worterklärungen
die Einschränkung, -en:etwasetwas gilt oder geht nicht in vollem Maße, auch als Synonym für
„Behinderung“
die Einrichtung, -en: Synonym zu Institution, zum Beispiel Schulen, Universitäten, Ämter…
gerecht:fair;
fair; Gegenteil zu ungerecht, unfair
das öffentliche Leben:nicht
nicht das private Leben, sondern das LebenLeben auf der Straße, in der Stadt,
beim Einkaufen…
an etwas teilhaben:mitmachen,
mitmachen, dabei sein, etwas beitragen
der Beschluss, -“-e: eine offizielle Entscheidung, ähnlich wie ein Gesetz
die Institution, -en: Synonym zu Einrichtung, zum Beispiel Schulen, Universitäten, Ämter…
die Herausforderung, -en:etwasetwas ist schwieri
schwierig, nicht leicht zu schaffen
die Förderung, -en:Hilfsangebote;
Hilfsangebote; Möglichkeiten, sich zu entwi
entwickeln;
ckeln; kann auch finanziell sein
die Recherche, -n: aus dem Französischen
Französischen: Synonym für (journalistische) Untersuchung
die Erbkrankheit, -en:eineeine Krankheit, die von den Eltern über die Gene an die
Kinderweitergegeben wird
traumatisch:sehrsehr schlimm, mit dauerhaften Konsequenzen
die Geflüchteten:Personen,
Personen, die ihre Heimat aufgrund von Kriegen oder
politischenNotlagenvorübergehend oder dauerhaft verlassen haben
die Begabung, -en:ähnlich
ähnlich wie Tale
Talent, eine besondere Fähigkeit
das Handicap, -s:Synonym
Synonym für Einschränkung, Behinderung
die Angehörigen:Familie,
Familie, Verwandte
die Palette, -n:eine
eine Vielzahl von verschiedenen Dingen (zum ( Beispiel Farbpalette)
die Schulbegleiterin:auch Integrationshelferin,
rationshelferin, Schulassistentin:
Schulassistentin: besuchen die Schulen, um
einzelne Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarff in der Klasse und bei den Hausaufgaben zu
unterstützen
vielerorts:an vielen Orten
die Bemühung, -en:Anstrengung,
Anstrengung, Versuch
die Routine, -n:wenn etwas as immer wieder getan wird, stellt
stellt sich Routine ein; etwas wird normal
sich widerspiegeln:sichsich zeigen in (h
(hier steckt das Wort „Spiegel“ drin)
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TEXT 2
Duale Ausbildung – Rebecca wird Elek
Elektronikerin
(Sprachniveau A2/B1)
Rebecca macht eine Ausbildung. Wie funktioniert das? Was ist eine duale
Ausbildung? Wie sieht der Arbeitsplatz einer Auszubildenden aus? Was
lernen die Auszubildenden in der Berufsschule? Was macht am meisten
Spaß? Und was vielleicht nicht so? PASCH
PASCH-net hat die 17-Jährige
Jährige in ihrem
Betrieb und an der Berufsschule begleitet.

Foto: Rebecca im Werkraum für die Grundausbildung © PASCH


PASCH-net;
net; Foto: Andrea Gehwolf
Rebecca im Werkraum für die Grundausbildung
Rebecca ist 17 Jahre alt und macht eine Ausbildung zur Elektronikerin für Geräte und
Systeme bei den Stadtwerken München (SWM). Die SWM versorgen die Stadt
München mit Energie und Trinkwasser. Sie kümmern sich auch darum, dass U- U
Bahnen, Busse und Trambahne
Trambahnen fahren. Die Ausbildung dauert normalerweise
dreieinhalb Jahre. Wer einen Realschulabschluss hat, kann auf drei Jahre verkürzen.
So wie Rebecca. Sie ist im zweiten Lehrjahr und macht bald den ersten Teil ihrer
Abschlussprüfung.. Elektroniker für Geräte und Systeme bekommen im zweiten
Lehrjahr ein monatliches Gehalt von 910 bis 980 Euro brutto.. Rebecca hat 30
Urlaubstage.

Messen einer Platine © PASCH-net;


net; Foto: Andrea Gehwolf
Messen einer Platine
Ein Elektroniker für Geräte und Systeme ist verantwortlich für
elektronische Schaltungen.. Rebecca baut im Ausbildungszentrum der Stadtwerke und
in der Berufsschule Schaltungen auf und lötet elektrische Bauteile auf Platinen.
Rebecca ist oft damit beschäftigt, elektrische Spannungen zu messen
messen. Dafür muss sie
sich mit
it elektrischen Plänen auskennen. Sie überprüft,, ob die Schaltungen
funktionieren. Sie muss in der Lage sein, Fehler zu finden. Manchmal muss man
Bauteile austauschen,, damit zum Beispiel ein kaputter Ticketautomat wieder
funktioniert.
Welche Voraussetzungen sollte man für diesen Beruf mitbringen? Rebecca: „Man
sollte gut in Mathe und Physik sein. Wir rechnen ziemlich viel. Der Einstieg ist
einfacher, wenn man sich schon ein bisschen mit Elektronik auskennt. Mit den vielen
kleinen Bauteilen muss man ganz genau arbeiten."

Im Gespräch mit dem Teamleiter © PASCH


PASCH-net; Foto: Andrea Gehwolf
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Im Gespräch mit dem Teamleiter


So sieht der Raum der Azubis aus. Sie sind alle im zweiten Lehrjahr. Jeder hat einen
eigenen Arbeitsplatz. Zurzeit bereiten sich die angehenden Elektroniker für Geräte
und Systeme auf den ersten Teil der Abschlussprüfung vor. Dieser findet nach
eineinhalb Jahren statt. Rebecca fühlt sich in ihrer Ausbildung gut betreut
betreut: „Unser
Teamleiter Herr Geiselhöringer kommt immer wieder vorbei. Er schaut nach, ob alles
in Ordnung ist und ob wir gut vorankommen.“

Rebeccas Arbeitsplatz © PASCH-net;


net; Foto: Andrea Gehwolf
Rebeccas Arbeitsplatz
Rebecca: „Am meisten Spaß macht mir das Löten, also das Verbinden von Bauteilen
mit der Platine. Das ist immer wieder eine Herausforderung.. Wenn mal nichts
funktioniert, arbeitet man sich Stück für Stück durch. Man muss messen und
schauen, woran es liegt. Das ist das Interessanteste für mich.“

Bohren mit dem Standbohrer © PASCH-net;


net; Foto: Andrea Gehwolf

Bohren mit dem Standbohrer


Rebecca: „Die größte Herausforderung war für mich der Kurs Mechanik im ersten
Lehrjahr. Man lernt die Grundlagen für den Beruf. Einige haben sehr viel Spaß bei der
Grundausbildung. Mir hat es weniger Spaß gemacht. Aber es bringt mir natürlich
etwas. So weiß man wenigstens, wie man Löcher bohrt und mit Metall arbeitet.“ Zur
Sicherheit bindet Rebecca ihre langen Haare vor dem Bohren hoch.
Weitere Schutzmaßnahmen sind eine blaue Latzhose, Sicherheitsschuhe und eine
Schutzbrille.

Auszubildende beim
im Grundkurs Mechanik © PASCH-net;
PASCH Foto: Andrea Gehwolf

Auszubildende beim Grundkurs Mechanik


Rebeccas Tag beginnt sehr früh. Sie steht um 4:30 Uhr auf und ist zwei Stunden
später bei der Arbeit. Sie wohnt bei ihren Eltern in Erding. Das liegt außerhalb v
von
München. Rebecca hat einen Fahrweg von 1 Stunde und 20 Minuten mit S S-Bahn und
U-Bahn.
Bahn. Um 15:30 Uhr ist ihr Arbeitstag vorbei. In ihrer Freizeit unternimmt Rebecca
viel mit Freunden.
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Innenhof der Berufsschule für Industrieelektronik © PASCH


PASCH-net; Foto: Andrea Gehwolf

Innenhof der Berufsschule für Industrieelektronik


Rebecca: „Während der Ausbildung im Betrieb arbeiten wir meistens an unserem
eigenen Arbeitsplatz. Wir arbeiten aber auch im Team. Wir verstehen uns alle sehr
gut. Ich habe durch den Beruf neue Freunde gefunden. Wir machen gemeinsam
Pause, gehen gemeinsam zum Mittagessen. Wir treffen uns auch außerhalb der
Arbeit, am Abend oder manchmal auch am Wochenende. Wir sind auch alle in der
gleichen Klasse in der Berufsschule
Berufsschule.“
Rebecca geht auf die Städtische
tädtische Berufsschule für Industrieelektronik. Im großen
Schulgebäude sind noch drei weitere Schulen untergebracht.. Die Schülerinnen und
Schüler gehen jeweils zwei Wochen auf die Berufsschule. Dann sind sie vier Wochen
im Betrieb. Und danach wieder zwei Wochen in der Berufsschule.
Rebecca interessiert sich am meisten für die berufsorientierten Fächer. Das ist
schließlich ihr Beruf und das, was sie lernen möchte. Am meisten Spaß macht ihr das
Fach System- und Gerätetechnik. Das ist ihre Spezialisierung. „Die
„Die anderen Fächer
sind schon nötig, sind aber nicht meine Lieblingsfächer.“

Rebeccas Stundenplan© PASCH-net;


net; Foto: Andrea Gehwolf

Rebeccas Stundenplan
Christian Schaefer ist Lehrer an der Berufsschule. Er ist der Fachbetreuer für den
Bereich Elektronik für Geräte und Systeme (EGS) und zeigt Rebeccas Stundenplan.
Pro Lehrjahr haben die Auszubildenden insgesamt 12 Wochen Berufsschule. Das sind
60 Unterrichtstage. Im ersten Lehrjahr sind die Inhalte der Unterrichtsstunden noch
allgemein. Die Schülerinnen un
und Schüler bekommen eine
breite Grundbildung im Bereich Elektronik. Nach den Grundlagen lernen die
Schülerinnen und Schüler alles, was mit ihrem späteren Beruf zu tun hat.
Von den 39 Schulstunden pro Woche sind 26 Stunden fachlicher Unterricht und 13
Stunden allgemeiner Unterricht. Die allgemeinen Fächer Englisch,
Deutsch, Sozialkunde und Religion orientieren sich auch an der Berufsausbildung. Im
Fach Englisch zum Beispiel lernen die Schülerinnen und Schüler
technische Fachbegriffe.. Im Fach Sport müssen
müssen die Azubis mal nicht denken und
können sich bewegen.

Verbindung von Theorie und Praxis © PASCH-net;


PASCH Foto: Andrea Gehwolf
Die Unterrichtsräume
In den Klassenräumen an der Berufsschule sind verschiedene Unterrichtsformen
möglich. Es gibt wenig Frontalunterricht,
Frontalunterricht, bei dem der Lehrer spricht und die
Schüler hauptsächlich zuhören. Die Tische sind so angeordnet,, dass immer zwei
Schüler im Team arbeiten können. An den Computern können Schaltungen simuliert
werden. Richtige Schaltungen bauen die Schülerinnen und Schüler an
den Versuchsplätzen auf. So können sie die gelernte Theorie ausprobieren.
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Verbindung von Theorie und Praxis © PASCH-net;


PASCH Foto: Andrea Gehwolf
Verbindung von Theorie und Praxis
Rebecca findet das duale System sehr gut. Es bietet eine gute Abwechslung zwischen
Theorie und Praxis. Im Ausbildungszentrum der Stadtwerke achten die Ausbilder
darauf, dass auch im Betrieb Theorie vermittelt wird. Deshalb ist der Unterricht an
der Berufsschule für Rebecca oft eine Wiederholung. Sie findet das nicht schlimm:
„So hört man dieselbe Sache oft von zwei verschiedenen Seiten und versteht
manches besser.“. Außerdem hat der Wechsel aus Arbeit und Berufsschule noch einen
weiteren Vorteil: „Es ist schön, auch mal länger zu schlafen. Vor allem, wenn man
lange gearbeitet
arbeitet hat und immer so früh aufgestanden ist.“
Christian Schaefer ist ebenfalls vom dualen System überzeugt:: „Das System
funktioniert sehr gut. Es bietet genau die richtige Mischung aus Theorie und Praxis.
Die Schüler bekommen das nötige Hintergrundwissen und werden im Betrieb wirklich
an den Beruf herangeführt.. Wenn unsere Schülerinnen und Schüler fertig sind, sind
sie bereit für die Arbeitswelt.“

In der Aula © PASCH-net;


net; Foto: Andrea Gehwolf
In der Aula
Die meisten Schülerinnen und Schüler an der Berufsschule
Berufsschule für Industrieelektronik
sind zwischen 16 und 20 Jahren alt. So wie Rebecca hat der Großteil einen
Realschulabschluss. Weil es dort viel um Technik geht, gibt es unter den circa 870
Schülerinnen und Schülern nur rund 50 junge Frauen. Christian Sch
Schaefer hofft darauf,
dass es mehr werden. Die Lehrerinnen und Lehrer sind mit den Ausbildern an den
Betrieben regelmäßig in Kontakt. Sie holen sich aber auch Rückmeldung von den
Schülerinnen und Schülern, ob der Unterricht passt.

Duale Ausbildung in Deutschland


In Deutschland ist die Ausbildung in der Regel dual. Eine duale Ausbildung ist eine
Kombination aus Praxis im Betrieb und Theorie in der Berufsschule. Das heißt, die
Auszubildenden lernen doppelt. Sie sammeln bei ihrem
Arbeitgeber Berufserfahrung und lernen wichtiges Hintergrundwissen in einer
Berufsschule. So verbindet das System Theorie und Praxis. Der Unterricht an den
Berufsschulen wechselt regelmäßig mit längeren Arbeitszeiten im Lehrbetrieb. Häufig
findet der Unterricht in Blöcken von zwei Wochen statt. Oder die Schülerinnen und
Schüler gehen jede Woche einen oder zwei Tage in die Berufsschule. Ein wesentlicher
Vorteil ist der frühe Einstieg in die Arbeitswelt. Die Auszubildenden sind von Anfang
an im Lehrbetrieb eingebunden und lernen das reale Arbeitsleben kennen. Die
Auszubildenden bekommen ab dem ersten Lehrjahr ein Gehalt.
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Worterklärungen
das Gerät, die Geräte: hier: ein Automat oder Apparat
die Stadtwerke: Die Stadtwerke sind ein Unternehmen, hier der Stadt München, das z.B. für
Energie, Wasser, Busse und Straßenbahnen oder die Schwimmbäder zuständig ist.
versorgen: geben, zukommen lassen
sich kümmern um: hier: zuständig sein, die Aufgabe haben
die Trambahn, die Trambahnen: So heißt nur in München die Straßenbahn.
der Realschulabschluss,
chluss, die Realschulabschlüsse: Die Realschule ist eine der Schulen, die
Kinder nach der Grundschule besuchen können, in der Regel von Klasse 5 bis 10. Die
Realschule wird mit der Mittleren Reife, dem Realschulabschluss, abgeschlossen. Danach
können die Jugendlichen
ugendlichen eine Ausbildung machen, eine Fachoberschule besuchen oder auf
das Gymnasium gehen.
die Abschlussprüfung, die Abschlussprüfungen: ein großer Test am Ende der Ausbildung
das Gehalt, die Gehälter: das Geld, das man mit seiner Arbeit verdient
brutto:
o: Brutto bedeutet das Gehalt, bevor man Steuern oder Sozialabgaben (z.B. Renten
Renten-
oder Krankenversicherung), gezahlt hat.
verantwortlich sein für: zuständig sein für, die Aufgabe haben
die Schaltung, die Schaltungen: Der Plan, wie bei einem elektrischen Gerät
Gerät die Teile
miteinander verbunden sind.
löten: Metallteile mithilfe einer flüssigen Metallmischung miteinander verbinden
die Platine, die Platinen: dünne Metallplatte mit Löchern
die Spannung, die Spannungen messen: testen, ob Strom fließt
überprüfen: hier: testen
in der Lage sein: können
austauschen: Ein kaputtes Teil durch ein neues Teil ersetzen.
die Voraussetzung, die Voraussetzungen: hier: Talente, Vorwissen
der Einstieg, die Einstiege: hier: der Anfang
die Azubis: kurz für: die Auszubildenden
zurzeit: gerade
angehend: Sie sind jetzt noch keine Elektroniker, aber werden es bald.
betreuen: hier: sich kümmern um, die Auszubildenden begleiten
die Herausforderung, die Herausforderungen: hier: eine schwierige Aufgabe
Stück für Stück: ganz langsam
etwas bringen:
ingen: hier: Rebecca hat dabei viel gelernt.
die Schutzmaßnahme, die Schutzmaßnahmen: Etwas, das vor einer Verletzung oder einem
Unfall schützen soll.
der Sicherheitsschuh, die Sicherheitsschuhe: spezielle Schuhe, die besonders vorne sehr dick
und fest sind, um die Füße zu schützen.
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unterbringen: hier: Die Schulen sind alle in dem gleichen Gebäude zu finden.
der Betrieb, die Betriebe: das Unternehmen/die Firma, in der der Auszubildende/die
Auszubildende arbeitet.
die Berufsschule, die Berufsschulen: die Schule, die der Auszubildende/die Auszubildende
besucht
berufsorientiert: hier: alle Fächer in der Berufsschule, die mit ihrem Beruf zu tun haben.
der Fachbetreuer, die Fachbetreuer: die Lehrkraft, die für das Ausbildungsfach von Rebecca
zuständig ist.
die Grundbildung: hier: eine Basis an Wissen
der Bereich, die Bereiche: hier: das Fach
die Grundlage, die Grundlage: Das, was alle am Anfang lernen müssen.
Sozialkunde: Ein Schulfach, in dem man über Politik, Wirtschaft und Gesellschaft lernt.
der Fachbegriff,, die Fachbegriffe: Spezielle Wörter, die mit der Ausbildung zu tun haben, z. B.
mit Elektronik.
hauptsächlich: die meiste Zeit
anordnen: hier: Die Form, in der die Tische stehen.
der Versuchsplatz, die Versuchsplätze: Ein Arbeitsplatz, an dem die Azubis e
etwas Praktisches
ausprobieren können.
die Abwechslung: hier: Mischung
vermitteln: hier: lehren, unterrichten
überzeugt sein: hier: sicher sein
das Hintergrundwissen: Wichtige theoretische Informationen, die man für die Berufspraxis
braucht.
heranführen: hier: vorbereiten
die Rückmeldung, die Rückmeldungen: Feedback, die Schülerinnen und Schüler sagen, was
ihnen gefällt und was ihnen nicht gefällt.
passen: hier: umgangssprachlich für: in Ordnung sein, gut sein
Berufserfahrung sammeln: praktische Erfahrungen in einem Beruf machen
der Block, die Blöcke: hier: in Blöcken = Sie haben zwei Wochen lang nur Unterricht in der
Berufsschule.
der Einstieg, die Einsteige: hier: der Start
einbinden: hier: integrieren
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TEXT 3
Interkulturelles Lernen in der Schule – neue Perspektiven durch Vielfalt

Sprachniveau: B1+

An der PASCH-Schule
Schule Appleby College im kanadischen Oakville lernen Schülerinnen und
Schüler aus über 40 Ländern. Ihre verschiedenen Kulturen und ein weiter Blick auf die Welt
spielen auch im Schulalltag und
nd im Unterricht eine Rolle. Schülerinnen und Schüler
erzählen, wo und wie sie von- und miteinander lernen.

Muska, 16 Jahre
Für mich ist das Interkulturelle an unserer Schule vor allem durch unsere
Veranstaltungen sichtbar. Schüler aus verschiedenen Kult
Kulturen organisieren
Feste, die man in ihren Ländern feiert. Dann dekorieren sie die Cafeteria
genauso, wie man es an diesem Fest in ihrem Land macht und es gibt das
Essen, dass man dort an diesem Tag isst.

Zum hinduistischen Feiertag Diwali haben sie sogar Frauen organisiert, die
unsere Hände mit Hennapulver bemalt haben – genauso wie man es in
Indien machen würde.
An unserer Schule ist man auch sehr offen für neue Ideen: Wenn jemand eine Idee für eine
Veranstaltung hat, wird diese unterstützt. Vor drei Jahren
Jahren wollten ein paar Schüler aus
verschiedenen Kulturen eine AG für alle diejenigen gründen, die sich für Wissenschaft
interessieren. Die Schule hat ihnen einen Raum dafür gegeben und auch einen Lehrer gefunden,
der ihnen geholfen hat. Am Anfang war es nur eine AG zu Wissenschaftsthemen, es sollte gar
nicht um Interkulturelles gehen. Letztendlich kamen die Jugendlichen aus den verschiedenen
Kulturen aber dadurch zusammen und haben sich intensiv unterhalten.
Ich persönlich habe zum Beispiel viel von Junyi aus China gelernt. Vor allem im Deutschunterricht
sprechen wir vieliel darüber, wie man in den unterschiedlichen Ländern lernt. Junyi, die sonst sehr
ruhig ist, hat viel über den Unterricht und das Leben in China erzählt und wie es für sie war, nach
Kanada zu kommen. Das war sehr interessant.

Sehaj, 17 Jahre
Für mich zeigt
igt sich das interkulturelle Lernen an unserer Schule zum
Beispiel darin, dass wir im Geografieunterricht auch über andere
Länder sprechen, zum Beispiel über die Probleme der
Landwirtschaft und der schnell steigenden Bevölkerung in Indien oder
über den wachsenden
hsenden Einfluss Chinas auf die kanadische Politik.
Außerdem besuchen wir alle jeden Freitag einen
multireligiösen Unterricht. Er ist nicht wirklich religiös ausgerichtet,
es geht eher um die Erfahrungen, die man in verschiedenen Religionen
wie dem Hinduismus,mus, dem Islam oder anderen macht. Über den Atheismus sprechen wir auch.
Wir nehmen Stücke von allen Religionen und lernen daraus. Dieser Unterricht ist sehr
international, denn die Schülerinnen und Schüler kommen aus Indien, Griechenland, China, der
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Türkei,
i, Kanada und vielen anderen Ländern.
Wir lernen auch viel voneinander. Ich finde es besonders toll, dass wir durch unsere Vielfalt immer
eine andere Perspektive zu einem Thema bekommen. Ich selbst habe natürlich eine bestimmte
Art zu denken, aber Mitschülerler aus China zum Beispiel sehen viele Dinge ganz anders. Oder
noch ein Beispiel: Wenn wir im Englischunterricht Informationen über andere Länder herausfinden
sollen, fragen wir einfach die Mitschüler aus den jeweiligen Ländern und bekommen die
Informationen aus erster Hand.

Clara, 16 Jahre
Ich sehe das Interkulturelle an den vielen Postern, Fotos und Berichten zu
den verschiedenen Aktivitäten, Veranstaltungen und Reisen, die überall in
der Schule hängen. Das meiste über andere Kulturen lerne ich aber übeüber
Gespräche. Man kann viel lernen, wenn man sich mit den Menschen
unterhält. Die Art, wie sie sprechen oder über ihre Hobbys reden, verrät viel
über ihre Kultur. Schon vom ersten Eindruck bekomme ich ein Gefühl dafür.
Ich finde das sehr spannend und möchte so viel wie möglich über andere
Kulturen erfahren. Ich lerne auch gern Sprachen. Ich kann Englisch, Französisch, Spanisch,
Italienisch, Deutsch, Mandarin und ein bisschen Latein.
Ich finde, wenn man mit Jugendlichen aus vielen verschiedenen Kulturen zusazusammen lernt,
bekommt man ein besseres Verständnis und Gefühl für die Welt. Wir leben hier in Oakville eher in
einer kleinen Welt, aber es gibt viel mehr da draußen.

Owen, 17 Jahre
Wir erfahren im Unterricht viel über andere Kontinente. Im Geschichtsunterr
Geschichtsunterricht
icht weist unser
Lehrer uns zum Beispiel immer darauf hin, wenn Geschichte
sich wiederholt und dann reden wir darüber. Das ist sehr interessant.
An unserer Schule gibt es viele Veranstaltungen aus den verschiedenen
Kulturen. Zum Beispiel machen die indischen Mitschüler ein
traditionelles Essen zum hinduistischen Feiertag Diwali. Genauso gibt
es ein Essen zum chinesischen Neujahr, zu Thanksgiving, zu jüdischen
Festen oder zu Ramadan. In unserer Caféteria wird außerdem
jeden Tag ein internationales Gericht
icht angeboten: zum Beispiel ein
indisches, ein italienisches, chinesisches oder ägyptisches.
Was wir voneinander lernen können? Ich lerne zum Beispiel viel von den asiatischen
Schülerinnen und Schülern. Sie sind sehr gut in Mathematik. Sie können schnell rechnen und
lösen Aufgaben sehr effektiv. Dadurch sehe ich, dass es auch einen anderen Weg als meinen zu
einer Lösung gibt. Beim Mittagessen unterhalten wir uns oft über solche Dinge und wie man am
besten lernt. Hinzu kommt, dass ich durch die Sichtweisen und Perspektiven der anderen
deutlicher erkenne, wie die Dinge in der Welt zusammenhängen.

Junyi, 17 Jahre
Die Schülerinnen und Schüler aus den verschiedenen Ländern bringen ganz
unterschiedliche Perspektiven in den Unterricht. Wenn wir zum Beispiel
in Geschichte über den Kalten Krieg sprechen, haben die Jugendlichen
aus Asien eine andere Sicht darauf als die aus Nordamerika.
Ich komme aus China und war außerdem überhaupt nicht gewohnt, dass im
Unterricht diskutiert wird. In China sind meistens 40 Schüle
Schülerinnen und
Schüler in einer Klasse. Hier sind die Klassen viel kleiner und wir
sprechen und diskutieren viel mehr miteinander. Alle beteiligen sich aktiv am Unterricht. Ich
musste erst lernen, meine Meinung zu sagen und offener zu sein.
Wir lernen definitiv
iv sehr viel voneinander. Eine meiner Freundinnen ist Muslima. Ich wusste früher
überhaupt nichts über den Islam. Sie hat mir zum Beispiel vom Fastenmonat Ramadan erzählt.
Jetzt verstehe ich viel besser, warum Muslime einen Monat lang tagsüber nicht essen und trinken
und wie man das überhaupt aushalten kann.
(Aus)Bildung in Deutschland|

Wir unterhalten uns untereinander auch über unsere Sicht auf das Leben und was für uns im
Leben wichtig ist. In China ist Jugendlichen vor allem das Lernen und ein guter Schulabschluss
wichtig. Eine Freundin
eundin aus Nordamerika hat mir erzählt, dass ihr aber soziale Kontakte und
Netzwerke viel wichtiger sind. So etwas war ganz neu für mich.

Katja Hanke
arbeitet als freie Journalistin in Berlin.
Bilder Copyright: Katja Hanke

Worterklärungen:

ausrichten: hier: ausgerichtet sein = sein


die Vielfalt: hier: es gibt viele Perspektiven, weil die Schülerinnen und Schüler aus vielen
verschiedenen Ländern kommen.
die Sichtweise, die Sichtweisen: wie man etwas sieht; welche Meinung man zu etwas hat
das Hennapulver: Hennapulver kommt von den Blättern einer Pflanze, man benutzt es um
Haare oder Hände zu färben
die AG: kurz für: Arbeitsgemeinschaft;
emeinschaft; eine Aktivität an einer Schule für Jugendliche, die
ähnliche Interessen haben, hier die Wissenschaft
letztendlich: eigentlich
spannend: hier: sehr interessant
der Fastenmonat, die Fastenmonate: Ein Monat, in dem Muslime tagsüber fasten = nichts
essen und trinken dürfen.
aushalten: hier: es schaffen, nichts zu essen und zu trinken
die Sicht: hier: wie man das Leben sieht
(Aus)Bildung in Deutschland|

TEXT 3 Mein Weg in die Ausbildung(Sprachniveau A2/B1


A2/B1)
Leon macht eine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement
Büromanagement. Schon in
der Schulzeit hat er angefangen, sich über Berufe zu informieren. Wie aber
hat er seinen Ausbildungsplatz gefunden? Auf PASCH-net
PASCH net erzählt er in fünf
Schritten von seinem Weg in die Ausbildung.

Illustration: © Nina Tines


Mein Weg in die Ausbildung
Das ist Leon. Er ist 17 Jahre alt und kommt aus einer Kleinstadt in Nordrhein
Nordrhein-
Westfalen. Gerade macht er eine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement.
Die Ausbildung hat er im letzten August begonnen. Davor hat er an
einer Gesamtschule die mittlere Reife erworben. Leon hat viele Freunde
und kommuniziert oft mit ihnen über die sozialen Netzwerke.. Aber nicht nur das.
Sie unternehmen auch viel zusammen. Meistens organisiert Leon die gemeinsamen
Unternehmungen. Außerdem spielt er Fußball in einem Verein und kümmert sich dort
um die Mannschaftskasse. Mit 15 Jahren hat Leon begonnen, sich über
Ausbildungsberufe zu informieren. Was er werden wollte, wusste er noch nicht genau.
Eines aber war sicher: Studieren wollte er nicht. Er wollte lieber eine Ausbildung
machen. Er hat schon früh gemerkt, dass er das praktische Arbeiten mehr mag als
das Lernen in der Schule.

Die duale Ausbildung in Deutschland

In Deutschland ist die Ausbildung in der Regel dual. Das heißt, sie findet in einem Betrieb
und in der Berufsschule statt. Die Auszubildenden lernen also doppelt: Sie sammeln bei
ihrem Arbeitgeber Berufserfahrung und lernen wichtiges Hintergrundwissen in einer
Berufsschule. So verbindet das System Theorie und Praxis. Der Unterricht an den
Berufsschulen wechselt regelmäßig mit längeren Arbeitszeiten im Lehrbetrieb. Häufig
findet der Unterricht in Blöcken von zwei Wochen statt. Oder die Schülerinnen und Schüler
gehen jede Woche einen oder zwei Tage in die Berufsschule. Ein wesentlicher Vorteil ist,
dass die Auszubildenden früh in die Arbeitswelt einsteigen.. Sie sind von Anfang an im
Lehrbetrieb eingebunden und lernen das reale Arbeitsleben kennen. Die Auszubildenden
bekommen ab dem ersten Lehrjahr ein Gehalt.

Illustration: © Nina Tines


Erster Schritt: Berufsberatung
Zuerst habe ich mich im Internet informiert. Ich habe geschaut, welche Berufe es gibt
und in welchen Berufen viele Ausbildungsplätze angeboten werden. Dann habe ich im
Berufsinformationszentrum der Bundesagentur für Arbeit einen Termin vereinbart.
(Aus)Bildung in Deutschland|

Die Berufsberaterin wollte wissen, was ich gut kann und was mich interessiert. Ich
habe ihr erzählt, dass ich gern in einem Büro arbeiten möchte, in der Schule gut in
Mathematik bin und Zahlen mag. Ich wollte aber nicht nur mit Zahlen arbeiten. Den
Kontakt mit Menschen finde ich auch wichtig. Außerdem kann ich gut organisieren.
Am Endede hat sie mir den Beruf "Kaufmann für Büromanagement" empfohlen
empfohlen, weil
man dort mit Zahlen zu tun hat, aber auch viel kommuniziert und organisiert.
Man bearbeitet zum Beispiel Rechnungen oder Bestellungen, schreibt Briefe und E E-
Mails, telefoniert mit Kunden
n oder plant Termine. Ich fand den Beruf sofort
interessant, weil er so abwechslungsreich ist.

Die Bundesagentur für Arbeit in Deutschland

Die Bundesagentur für Arbeit ist eine der größten Behörden Deutschlands. Ihre Aufgabe
ist es, Arbeitssuchende und freie
freie Arbeitsstellen zusammenzubringen: Unternehmen
können über die Bundesagentur für Arbeit ihre Stellenanzeigen veröffentlichen und
Menschen, die Arbeit suchen, können so eine neue Stelle finden. Außerdem verwaltet die
Bundesagentur die Arbeitslosenversicherung:
Arbeitslosenversiche : Für eine bestimmte Zeit zahlt sie Personen,
die keine Arbeit haben, jeden Monat Geld aus der Versicherung. Ein anderer wichtiger
Aufgabenbereich ist die Berufsberatung. Dafür gibt es in jeder Arbeitsagentur ein
Berufsinformationszentrum, kurz BIZ. Dort
Dort kann man sich in Büchern und anderen Medien
über Berufe informieren und auch einen Berufsberater oder eine Berufsberaterin fragen.

Illustration: © Nina Tines


Zweiter Schritt: Schülerpraktikum
In der achten Klasse mussten wir eine Woche lang ein Schülerpraktikum in einem
Unternehmen machen. Ich habe es in der Sparkasse meiner Heimatstadt absolviert.
Da viele Banken zum Kaufmann für Büromanagement ausbilden, wollte ich die Arbeit
dort kennenlernen. Das Praktikum war toll. Obwohl Schülerpraktikanten meistens nur
zuschauen dürfen, durfte ich auch einige Aufgaben selbst erledigen. In
der Verwaltung habe ich zum Beispiel bei der Berechnung von Budgets geholfen und
auch ein paar Rechnungen überwiesen.
überwiesen Ich habe
unterschiedliche Abteilungen kennengelernt. Am Schalter konnte ich dabei
zuschauen, wie man ein Konto eröffnet oder Beratungsgespräche für Kredite führt.
Die Angestellten in der Sparkasse waren sehr freundlich und haben mir viel erklärt.
Ich fand es total interessant zu sehen, wie so eine Bank funktioniert,
funktioniert, was es dort für
Aufgaben gibt und wie ein Arbeitstag abläuft.

Praktika in Deutschland

Bei einem Praktikum kann man für eine bestimmte Zeit in einem Betrieb arbeiten, um
Berufserfahrung zu sammeln. Dafür wird man meistens nicht bezahlt. Praktikant
Praktikanten lernen
nicht nur ein bestimmtes Unternehmen oder einen bestimmten Beruf besser kennen,
sondern erfahren auch viel über ihre eigenen Fähigkeiten und Interessen im Arbeitsleben.
Die meisten deutschen Jugendlichen machen schon während ihrer Schulzeit ein P Praktikum
und verbringen in der achten oder neunten Klasse eine Woche oder zwei Wochen in einem
(Aus)Bildung in Deutschland|

Unternehmen. Dieses Schülerpraktikum ist sehr wichtig bei der Berufswahl. Die
Jugendlichen sammeln so erste Arbeitserfahrungen, lernen einen Betrieb besser kenne
kennen
und können ihren Wunschberuf überprüfen.

Illustration: © Nina Tines


Dritter Schritt: Ausbildungsplatzsuche
Meine Ausbildung wollte ich gern in einer Stadt machen, die größer ist als meine
Heimatstadt. Sie sollte aber auch nicht zu weit weg sein. Zuerst habe ich im Internet
geschaut. In der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit gab es allein in der Stadt
Essen rund 200 freie Ausbildungsplätze als Kaufmann für Büromanagement. Auf
Websites wie www.ausbildung.de oder www.azubiyo.de konnte ich noch meh mehr freie
Stellen finden. Nach meinem Schülerpraktikum wusste ich ja, dass ich die Ausbildung
bei einer Bank machen wollte. Am liebsten bei der Sparkasse. Ausbildungsplätze bei
der Sparkasse konnte ich in den Jobbörsen aber nicht finden. Also habe ich auf
der Karriere-Website der Sparkasse www.karriere.sparkasse.de nachgesehen. Leider
gab es auch dort zu der Zeit keine Ausbildungsplätze als Kaufmann für
Büromanagement. Also habe ich mich bei anderen Banken beworben. Von den 200
freien Ausbildungsplätzen der B
Bundesagentur
undesagentur für Arbeit in Essen waren zum Glück
fünf bei einer Bank.

Jobbörsen in Deutschland

Eine Jobbörse ist eine Website, auf der Unternehmen ihre Stellenanzeigen veröffentlichen.
Die Nutzerinnen und Nutzer können dort freie Arbeitsplätze nach bestim
bestimmten Berufen und
Orten suchen. Sie können auch andere, besondere Suchbegriffe eingeben, nach denen die
Stellenanzeigen durchsucht werden. Ein Beispiel: Wer nur eine Teilzeitstelle sucht, gibt
neben der Berufsbezeichnung und dem gewünschten Ort auch den Suchbegriff
Suchbegriff „Teilzeit“
ein. Oft findet man auf Jobbörsen auch Tipps und Informationen zu den Themen Job,
Karriere und Bewerbung. Die größte Jobbörse ist die der Bundesagentur für Arbeit.

Illustration: © Nina Tines


Vierter Schritt: Bewerbung
In der neunten Klasse haben wir im Deutschunterricht gelernt, wie man
ein Anschreiben schreibt und welche Fragen es beantworten muss: Warum möchte
ich den Beruf lernen? Warum bin ich für die Ausbildung geeignet? Warum möchte ich
sie bei diesem bestimmten Unternehmen machen?
machen? Jeder von uns hat im Unterricht
ein Anschreiben auf eine Stellenanzeige geschrieben. Ein paar Wochen später kam
außerdem ein Berufsberater von der Bundesagentur für Arbeit in die Schule. Er hat
uns erklärt, wie eine Bewerbungsmappe aussehen muss. Er hatt uns auch beim
Lebenslauf geholfen. Da ich damals schon wusste, wo ich meine Ausbildung machen
wollte, hatte ich mein Anschreiben für eine Bank schon fertig. Der Berufsberater hat
es für mich kontrolliert.. So war ich ganz sicher, dass es gut ist. Ich habe mich dann
bei vier verschiedenen Banken beworben.
(Aus)Bildung in Deutschland|

Bewerbungsunterlagen in Deutschland
Die Bewerbungsunterlagen bestehen in Deutschland in der Regel aus einem Anschreiben, einem
Lebenslauf, einem Foto und Kopien von Schulabschluss
Schulabschluss-, Ausbildungs- oder Arbeitszeugnissen. Für
die Bewerbungsunterlagen gibt es bestimmte Regeln: Das Anschreiben darf zum Beispiel nicht
länger als eine DIN-A4-Seite
Seite sein, der Lebenslauf nicht länger als zwei. Der Lebenslauf ist in der
Regel tabellarisch, also wie eine Tabelle, aufgebaut. Neben den Kontaktdaten enthält er
Informationen zur Schulbildung, zur Berufserfahrung – zum Beispiel zu Praktika und Nebenjobs –
und auch zu Hobbys und sonstigen Fähigkeiten, wie zum Beispiel Sprach-
Sprach und Computerkenntnisse.
Das Foto muss ein professionelles Porträtfoto und kein Selfie oder Urlaubsfoto sein. Bewerberinnen
und Bewerber, die noch keinen Schulabschluss haben, fügen der Bewerbung das letzte Zeugnis bei.

Illustration: © Nina Tines


Fünfter Schritt: Vorstellungsgespräch
Meine Bewerbung war gut und ich wurde von drei Banken zu einem
Vorstellungsgespräch eingeladen. Davor hatte ich große Angst. Deshalb habe ich mich
gut vorbereitet.. Ich habe einige Bücher zum Thema gelesen und Freunde gefragt, die
schon mal ein Vorstellungsgesprä
Vorstellungsgespräch
ch hatten. Ich wusste also, auf was ich achten
musste: saubere Kleidung, ruhige Körpersprache,, lächeln, gut zuhören und ehrlich
antworten. Ich wusste auch, welche Fragen den Bewerberinnen und Bewerbern in der
Regel gestellt werden, zum Beispiel zum Unternehmen,
Unternehmen, zur Schule, zu Praktika oder
Hobbys. Außerdem habe ich mich im Internet ganz genau über die Firmen informiert.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Personalabteilungen haben mich zum
Beispiel gefragt, in welchen Abteilungen ich während meines Praktikums gearbeitet
habe und warum ich die Ausbildung machen möchte. Bei einem Gespräch wollten sie
auch wissen, warum ich in Englisch nur ein „Ausreichend“ auf dem Zeugnis hatte.
Während der ersten beiden Gespräche war ich noch sehr aufgeregt. Aber das dritte
lief richtig gut. Ungefähr zwei Wochen nach dem Gespräch bekam ich einen Anruf –
ich habe den Ausbildungsplatz bekommen!

Vorstellungsgespräche in Deutschland

Vorstellungsgespräche laufen in der Regel ähnlich ab. Zur Begrüßung schüttelt man sich
die
e Hände und sagt seinen Namen. Meistens folgt etwas Small Talk über das Wetter oder
die Anreise. Dann stellt sich die Bewerberin oder der Bewerber kurz vor. Danach wird das
Unternehmen vorgestellt. Hier können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der
Personalabteilung
ersonalabteilung die Bewerberin oder den Bewerber auch fragen, was diese schon über
das Unternehmen wissen. Bei größeren Unternehmen führen bis zu vier Personen das
Vorstellungsgespräch. Neben den Leiterinnen und Leitern der Personalabteilung können
auch andere Führungskräfte dabei sein. Der Hauptteil des Vorstellungsgespräches sind die
Fragen zur Bewerbung. Typisch sind: Warum haben Sie sich auf diese Stelle beworben?
Warum möchten Sie in unserem Unternehmen arbeiten? Was qualifiziert Sie für diese
Stelle? Bewerberinnen und Bewerber sollten aber auch Interesse zeigen und eigene
Fragen stellen.
(Aus)Bildung in Deutschland|

Worterklärungen
 der Kaufmann / die Kauffrau für Büromanagement, die Kaufleute für
Büromanagement: ein in Deutschland sehr beliebter Ausbildungsberuf, in dem man
in einem
inem Büro verschiedene Aufgaben übernimmt, zum Beispiel: Kunden betreuen,
Rechnungen schreiben, Termine planen, Reise organisieren, Sitzungen vorbereiten.
Die Ausbildung dauert drei Jahre.

 die Gesamtschule, die Gesamtschulen: Eine der Schulen, die man in Deutschland
nach der Grundschule besuchen kann. Kinder und Jugendliche lernen dort von
Klasse fünf bis zehn zusammen in einer Schule und werden nicht nach Haupt
Haupt- oder
Realschule getrennt, können aber trotzdem einen Haupt-
Haupt oder einen
Realschulabschluss machen.
achen. An vielen Gesamtschulen können die Jugendlichen
anschließend auch das Abitur machen.

 die mittlere Reife: der mittlere Schulabschluss in Deutschland, den man in der
Regel nach zehn Schuljahren zum Beispiel an einer Real
Real-, Mittel- oder
Gesamtschule sowiewie am Gymnasium machen kann. Mit der mittleren Reife kann
man eine Ausbildung beginnen.

 kommunizieren: miteinander sprechen, sich verständigen

 das soziale Netzwerk, die sozialen Netzwerke: Websites im Internet wie zum
Beispiel Facebook, über die man sic
sich
h mit Freunden, Bekannten oder Fremden
austauschen und vernetzen kann

 unternehmen: hier: etwas gemeinsam tun

 der Verein, die Vereine: eine Organisation / eine Gruppe von Menschen, die sich für
etwas Bestimmtes interessieren (zum Beispiel für eine Sportar
Sportart)
t) und sich
regelmäßig treffen. Die Mitglieder des Vereins zahlen regelmäßig einen bestimmten
Beitrag, um ihn zu finanzieren.

 das praktische Arbeiten: hier: Leon möchte nicht mehr nur für einen Beruf lernen,
sondern ihn in der Wirklichkeit ausüben.

 in derr Regel: üblicherweise, meist

 Berufserfahrung sammeln: praktische Erfahrungen in einem Beruf machen

 der Block, die Blöcke: hier: in Blöcken: Sie haben zwei Wochen lang nur Unterricht
in der Berufsschule.

 einsteigen: hier: beginnen, starten

 einbinden: hier: integrieren

 das Gehalt, die Gehälter: das Geld, das jemand der arbeitet, regelmäßig für seine
Arbeit erhält
(Aus)Bildung in Deutschland|

 der Ausbildungsplatz, die Ausbildungsplätze: Arbeitsplatz, an dem ein Jugendlicher


für einen bestimmten Beruf ausgebildet wird

 vereinbaren: absprechen, abmachen, ausmachen

 die Berufsberaterin / die Berufsberaterinnen, der Berufsberater / die Berufsberater:


jemand, der Jugendliche oder andere Personen, die Arbeit suchen, über
verschiedene Berufe informiert und sie bei der Berufswa
Berufswahl
hl unterstützt

 empfehlen: jemandem raten, sich für etwas Bestimmtes zu entscheiden

 bearbeiten: hier: sich mit bestimmten Aufgaben beschäftigen, an etwas


Bestimmtem arbeiten

 abwechslungsreich: vielfältig, vielseitig; hier: Leon gefällt der Beruf, weil es so


s
viele verschiedene Aufgaben gibt

 die Behörde, die Behörden: eine staatliche Einrichtung mit bestimmten Aufgaben

 die Stellenanzeige, die Stellenanzeigen: eine Anzeige zum Beispiel im Internet, in


der ein freier Ausbildungs- oder Arbeitsplatz angeboten wird
wi

 verwalten: betreuen, leiten, sich in Auftrag von jemandem um etwas kümmern

 die Arbeitslosenversicherung, die Arbeitslosenversicherungen: eine gesetzliche


Versicherung in Deutschland, in die man monatlich einen bestimmten Betrag
einzahlt, wenn man arbeitet
itet

 die Sparkasse, die Sparkassen: eine Bank in Deutschland, die von Städten oder
Gemeinden betrieben wird

 absolvieren: hier: ein Praktikum machen

 erledigen: hier: durchführen

 die Verwaltung, die Verwaltungen: hier: die Abteilung der Sparkasse, die di
die
Aufgabe hat, den Betrieb in der Sparkasse zu betreuen

 das Budget, die Budgets: ein Plan, in dem festgehalten ist, was in einem
bestimmten Zeitraum an Geldern eingenommen und was wieder ausgegeben wird

 überweisen: hier: einen Geldbetrag von einem auf ein anderes Konto bringen

 die Abteilung, die Abteilungen: ein Teil einer größeren Firma, in dem Aufgaben
eines bestimmten Bereichs erledigt werden

 der Schalter, die Schalter: hier: ein bestimmter Bereich in einem größeren Raum,
von dem aus die Kunden bedient
bedient werden (zum Beispiel in Banken)
(Aus)Bildung in Deutschland|

 der Kredit / die Kredite: ein Geldbetrag, den jemand von jemandem oder einer
Bank geliehen bekommt. Leiht man sich Geld bei einer Bank, muss man dafür
regelmäßig einen bestimmten Betrag (Zinsen) an die Bank bezahlen.

 die
e Angestellte / der Angestellte, die Angestellten: Personen, die in einer Firma
(hier: in einer Bank) arbeiten

 die Karriere-Website,
Website, die Karriere
Karriere-Websites:
Websites: Websites von meist größeren Firmen,
auf denen man sich über das Arbeiten in der jeweiligen Firma informieren
informieren kann. Oft
findet man dort auch Informationen zu freien Ausbildungs-
Ausbildungs und Arbeitsplätzen.
 das Anschreiben, die Anschreiben: hier: ein persönliches Schreiben an das
Unternehmen als Teil der Bewerbung
 für etwas geeignet sein: für etwas (hier: die Ausbildung)
Ausbildung) gut passen
 die Bewerbungsmappe, die Bewerbungsmappen: eine Mappe, in die die
Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse usw.) gesteckt werden
 DIN-A4:
A4: eine bestimmte Größe für ein Blatt Papier (210 Millimeter x 297
Millimeter); diese Größe wird in vielen Teilen der Welt in der Schule oder im Büro
verwendet, zum Beispiel für Schulhefte, Drucker oder Kopierer.
 das Porträtfoto, die Porträtfotos: ein
ein Foto eines Menschen, das nur sein Gesicht
zeigt
 beifügen: mitschicken, dazulegen
 vorbereiten: sich intensiv mit etwas beschäftigen, um eine bestimmte Aufgabe oder
Situation gut zu lösen (hier: die Vorstellungsgespräche)
 die Köpersprache: die Gefühle, die man durch die Bewegung und Haltung des
Körpers oder des Gesichts ausdrückt
 die Personalabteilung, die Personalabteilungen: die Abteilung eines Unternehmens,
die sich um alle Belange der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmert
 der Small Talk, die Smalll Talks: ein Gespräch über nicht so wichtige Themen, das
man meist mit Personen führt, die man (noch) nicht so gut kennt
 die Führungskraft, die Führungskräfte: eine Person, die in einem Unternehmen für
eine bestimmte Abteilung oder für ein bestimmtes Team verantwortlich ist
 sich für etwas qualifizieren: für etwas (hier: für die Ausbildung) geeignet sein
(Aus)Bildung in Deutschland|

TEXT 4
Schule in Deutschland: Integration durch Spracherwerb
Sprachniveau: B2/C1

© PASCH-net

Besonders Sprache, Bildung und Schule spielen für die Integration eine wichtige Rolle.
Khaled, Zozan und Ayten erzählen, wie sie die erste Zeit in einer deutschen Schule erlebt
haben.

In Deutschland herrscht Schulpflicht. Je nach Bundesland müssen Schüler


Schülerinnen und Schüler
mindestens neun Jahre zur Schule gehen. Auch für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche gilt
diese Schulpflicht. Insbesondere seit der verstärkten Flüchtlingszuwanderung in den Jahren 2015
bis 2017 stehen deutsche Schulen vor der Herausforderung, vermehrt nicht deutschsprachige
Schülerinnen und Schüler zu unterrichten und in das Schulleben zu integrieren.

Immer mehr Schülerinnen und Schüler brauchen Sprachförderung


Dass die Integration von ausländischen Schülerinnen und Schülern in das deutsche Schulsystem
immer relevanter wird, unterstreichen aktuelle Zahlen. Laut des Statistischen Bundesamtes waren
im Schuljahr 2017/2018 rund zehn Prozent der Schülerinnen und Schüler in Deutschland
Personen, die keine deutsche Staatsangehörigkei
Staatsangehörigkeitt besitzen. Im Vergleich zum vorherigen
Schuljahr stieg der Anteil um mehr als fünf Prozent an.

Aufgrund des Föderalismus in Deutschland gibt es deutschlandweit keine einheitlichen Vorgaben,


welche Fördermaßnahmen schulpflichtige Migrantinnen und MigrantenMigranten erhalten sollen.
Verschiedene Schulen entwickeln daher eigenständig innovative Konzepte zur Förderung von
Zugewanderten, wie die folgenden Beispiele zeigen.

Spracherwerb als zentraler Baustein


Insbesondere die Überwindung der Sprachbarriere steht bei der Integration in den Schulalltag im
Fokus. „Ohne Deutschkenntnisse können Schülerinnen und Schüler, die beispielsweise sonst
gute Leistungen in Mathe oder Politik erbringen würden, ihr Potenzial nicht entfalten“ begründet
Frau Dr. Höttecke, stellvertretende
nde Schulleiterin des Albert-Einstein-Gymnasiums
Albert Gymnasiums in Kaarst, die
Schwerpunktsetzung des Integrationskonzeptes ihrer Schule. Das Albert-Albert-Einstein-Gymnasium
bekommt immer wieder vom Kommunalen Integrationszentrum einzelne, ausländische
Schülerinnen und Schüler zugewiesen, die bereits nach kurzer Zeit in eine regulär bestehende
Klasse integriert werden. Dort nehmen sie am Unterrichtsgeschehen der Hauptfächer teil, erhalten
aber zusätzlich durchschnittlich zehn Stunden pro Woche eine spezielle Sprachförderung dur durch
DaZ-Lehrkräfte
Lehrkräfte (Deutsch als Zweitsprache) der Schule.
(Aus)Bildung in Deutschland|

Frau Dr. Höttecke, stellvertretende Schulleiterin des Albert-Einstein


Albert Einstein-Gymnasiums in
Kaarst | © privat

Bei der Verteilung der Zugewanderten auf die regulären Klassen wird vor allem darauf geachtet
geachtet,
dass Mitschülerinnen und Mitschüler, die gegebenenfalls selbst einen Migrationshintergrund
haben, zu Dolmetscherinnen und Dolmetschern sowie Mentorinnen und Mentoren werden
können. So bekommen die ausländischen Lernenden mehr Sicherheit und die Schülerinnen und
Schüler mit Migrationshintergrund übernehmen Verantwortung.

„Zusätzlich haben wir es uns als Schule zum Ziel gemacht, ausländische
ausländische Schülerinnen und
Schüler über Arbeitsgemeinschaften wie zum Beispiel die Fußball-AG
Fußball AG zu integrieren“ beschreibt
Frau Dr. Hötteke eine weitere, ergänzende Integrationsmaßnahme.. Besonders gut biete sich dafür
die Nachmittagsbetreuung an, da der konventionelle Rahmen des Unterrichts dort aufgebrochen
werde. Die Integration von neu zugewanderten Schülerinnen und Schüler
Schülern sei insgesamt ein
wichtiger Bestandteil für ein funktionierendes und harmonisches Schulleben und müsse durch
Konzepte im Schulprogramm verankert
erankert werden.

Förderung in Deutsch-Intensiv-Kursen
Kursen
Der Spracherwerb nimmt auch bei der Migrationsförderung des Lessing Gymnasiums in
Düsseldorf die Schlüsselrolle ein, bei der zugewanderte Schülerinnen und Schüler in
Seiteneinsteigerklassen neun Monate ausschließlich im Fach Deutsch unterrichtet werden. Das
Kommunale Integrationszentrum der Stadt Düsseldorf weist der Schule die neu zugewanderten
Kinder und Jugendlichen zu, die in der Regel keinerlei Deutschkenntnisse mitbringen.

Detlef Bohn, Lehrer und Koordinator der Seiteneinsteigerförderung, leitet einen von aktuell drei
Deutsch-Intensiv-Kursen
Kursen der Schule. Für die 20 Schülerinnen und Schüler stehen 25 Stunden
Deutsch pro Woche auf dem Stundenplan. Auffällig ist die Vielfalt der unterschiedlichen
Herkunftsländer
unftsländer in Bohns Klasse. Die Schülerinnen und Schüler kommen aus insgesamt sieben
unterschiedlichen Ländern: unter anderem aus Kolumbien, China und Weißrussland. Konflikte
gäbe es nur manchmal aufgrund der vielen unterschiedlichen Nationalitäten. Bohn betont auch
den besonderen Vorteil der Seiteneinsteigerklasse: „Die Schülerinnen und Schüler befinden sich
zu Anfang ihres Schullebens in Deutschland bei uns in einer Art geschütztem Raum, in dem sie
sich eher trauen, die deutsche Sprache anzuwenden und Fehler Fehler zu machen“. Schamgefühle
kämen nur selten auf, da alle in der gleichen Situation seien, erklärt Bohn.

Nach insgesamt neun Monaten intensiver Sprachförderung werden die Schülerinnen und Schüler
dann in den Regelunterricht an Düsseldorfer Schulen entlassen.
entlassen. „Nach den Zwischen
Zwischen- und
Abschlussprüfungen stellen wir für die Schülerinnen und Schüler eine Empfehlung aus, welche
Schule auf ihrem weiteren Weg geeignet erscheint“, erläutert Detlef Bohn genauer.
(Aus)Bildung in Deutschland|

Ehemaliger Schüler des Lessing Gymnasiums in Düsseldorf:


D Khaled | © privat

Reden ohne Scham


Khaled ist ein ehemaliger Schüler des Lessing Gymnasiums in Düsseldorf. Der Syrer floh vor fünf
Jahren aus seinem Heimatland und besuchte zu Beginn eine Seiteneinsteigerklasse in
Düsseldorf. Seinen ersten Tag in der deutschen Schule beschreibt er so: „Es wwar ein komisches
Gefühl, aber später auch ein sehr schönes, weil ein buntes Umfeld um mich herum war.“ Seine
schnellen sprachlichen Fortschritte hatten zur Folge, dass er bald in die gymnasiale Oberstufe
wechseln konnte. Khaled schaffte sein Abitur und stu studiert
diert inzwischen in Aachen an der
Universität.

Wie war dein erster Tag in der deutschen Schule?


Audio: Erster Schultag_Khaled

Nicht immer war sein Weg einfach. Die Angst, das Abitur aufgrund der Sprachbarriere nicht zu
schaffen, habe ihn vor allem zu Beginn begleitet. Doch Khaled kämpfte sich durch die Schulzeit:
„Reden, reden, reden war die Lösung und sich nicht zu schämen“, erklärt
lärt er seinen Erfolg.

Wichtiger Bezugspunkt für den jungen Mann war die Schule. Sie habe ihm vermittelt, wie er die
deutsche Sprache, die deutsche Kultur und die Gesellschaft hier verstehen solle. Zudem habe er
dort seine ersten deutschen Freunde kennen gelernt, zu denen er immer noch Kontakt hat.

Seine Zukunft sieht der Syrer in Deutschland. Ein abgeschlossenes Studium gehört zu seinen
ambitionierten Wünschen; außerdem möchte er eine eigene Familie gründen.

Welche Bedeutung hat für dich die Schule?


Audio: Rolle
le der Schule_Khaled

Welche Wünsche und Zukunftspläne hast du?


Audio: Zukunftswünsche_Khaled

Schulbildung als Basis für den beruflichen Erfolg


Auch Zozan ist vor knapp zehn Jahren aus Syrien nach Deutschland gekommen. Für ihn hat die
Schule ebenfalls
falls eine zentrale Rolle bei seiner Integration gespielt. Eingeschult wurde er zunächst
in eine Grundschule, in der er sich schnell zurechtfand: „Die Sprache konnte ich ein bisschen, weil
die Kinder von meinem Onkel mir ein wenig Deutsch beigebracht haben“,haben“, beschreibt Zozan seine
ersten Kontakte mit der bis dahin fremden Sprache. Anfangs habe ein Mitschüler, der aus seinem
Heimatland kommt, viel für ihn übersetzt. So habe er sich schneller orientieren können, erklärt
Zozan weiter.

Wie war dein erster Tag in der deutschen Schule?


Audio: Erster Tag Grundschule_Zozan
(Aus)Bildung in Deutschland|

Nach der Grundschulzeit und seinem Hauptschulabschluss macht Zozan inzwischen eine
Ausbildung zum Friseur. Dazu besucht er zum einen die Berufsschule und arbeitet zum anderen
in seinem Ausbildungsbetrieb.. Sein Ziel sei es, später einmal in einem Salon fest angestellt zu
sein, weil ihm der Beruf viel Freude bereite. Der Schule ordnet Zozan bei diesem Vorhaben eine
bedeutende Rolle zu: „Schule ist für mich besonders wichtig, denn ohne Schule würde man nichts
erreichen“.

Welche Bedeutung hat für dich die Schule?


Audio: Bedeutung Schule Zozan

In die gleiche Klasse wie Zozan geht auch Ayten, die ursprünglich aus Bulgarien kommt. Vor vier
Jahren führte sie ihr Weg nach Deutschland, wo sie zunächst 18 Monate in einer
Integrationsklasse Deutsch lernte. „Am ersten Tag war ich sehr nervös. Am Anfang habe ich dann
zur Begrüßung ˌich hasseˈ statt ˌich heißeˈ gesagt, weil ich nur sehr wenig Deutsch konnte“,
schildert Ayten ihren ersten Tag. Insgesamt habe sie sich aber schnell wohlgefühlt.

Für die Zukunft wünscht sich Ayten ihre Ausbildung zu beenden, zusätzlich zum Friseurberuf noch
eine Ausbildung zur Masseurin zu machen und vielleicht eines Tages einen eigenen Salon zu
eröffnen, um „selbstständiger
ständiger arbeiten zu können“, wie sie mit einem Lächeln betont.

Der Schulbesuch ist in Deutschland mehr als nur


nur eine Pflicht. Insbesondere für Zugewanderte
wird er als sehr wichtig für die eigene Entwicklung und die Integration empfunden. Die
Integrationskonzepte an Schulen wie in Düsseldorf oder Kaarst unterstützen die Schülerinnen und
Schüler dabei bestmöglich.

Worterklärungen:

die Flüchtlingszuwanderung (sg.):: Personen verlassen aufgrund von wirtschaftlichen oder


politischen Zwängen, Gewalt oder Naturkatastrophen ihr Heimatland und suchen in einem
sichereren Land Schutz
das Kommunale Integrationszentrum (sg.):(sg : Das Kommunale Integrationszentrum (KI) informiert,
unterstützt, begleitet und vernetzt in der Integrationsarbeit tätige Einrichtungen und
Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in einer Stadt.
der Migrationshintergrund (sg.):: Eine Person hat dann einen Migrationshintergrund, wenn sie
selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren ist (Quelle:
Statistisches Bundesamt: Zensus 2011)
die Dolmetscherin, der Dolmetscher:
Dolmetscher: eine Person, die beruflich Gespräche und Texte in eine
andere Sprache übersetzt
die Integrationsmaßnahme, die Integrationsmaßnahmen
Integrationsmaßnahmen:: Projekte und Angebote, die bei der
Eingliederung in das neue soziale Umfeld helfen sollen
der konventionelle Rahmen, die konventionellen Rahmen
Rahmen:: hier: der übliche, normale Unterricht
die Schlüsselrolle, die Schlüsselrollen
Schlüsselrollen: etwas, das besonders wichtig ist und entscheidende
Aufgaben übernimmt
der Ausbildungsbetrieb, die Ausbildungsbetriebe
Ausbildungsbetriebe:: Firma, in der ein Lehrling den praktischen Teil
seiner Berufsausbildung absolviert
(Aus)Bildung in Deutschland|

TEXT 4 Karriere in Deutschland


SprachniveauA2/B1
Transkripte und Worterklärungen
Berufsorientierung
Lara und Martina
Wir sind im Schlierseer Hof, wir arbeiten hier 3 Monate. Das ist ein sehr kleines, familiengeführtes
Hotel mit 45 Zimmern. Mit dem ersten Sonnenschein öffnet unser Biergarten und aber auch hier die
wunderschöne Terrasse. Wir haben zwei Praktikantinnen aus Kroatien, das ist einmal die Lara und die
Martina. In Kroatien gehen wir in eine Tourismusschule. Und
Und unsere Schule ist eine PASCH
PASCH-Schule und
wird vom Goethe-Institut
Institut betreut. Mein Ausbildungsberuf ist Hotelfachfrau. Ich lerne Deutsch schon
drei Jahrein der Schule und Lara auch. Was den beiden Spaß macht, sind natürlich die
Sprachkenntnisse, die sie hier vermittelt bekommen, weiles vor Ort wesentlich einfacher ist, eine
Sprache zu lernen,, als, sag‘ ich mal, in der Schule
Schule, und natürlich die gastronomischen Abläufe.
Abläufe
Die erste Reservierung, das sind 20 Personen, die kommen jetzt gleich, da wir müssen ein
Dreigangmenüeindecken.
eindecken. Salat oder Suppe? – Die bekommen Suppe ganz normal vorweg
vorweg. Gut, das
wäre alles. Die Leute, die aus gastronomischen Schulen hierherkommen, dieschnuppern
schnuppern an der weiten
Welt. Das natürlich eröffnet
öffnet ihnen die Möglichkeit
Möglichkeit, ich sag‘ jetzt mal,auf's
auf's Kreuzfahrtschiff oder noch
weiter hinaus nach Amerikabis hin nach Afrika zu gehen. In dem Beruf ist es leicht machbar. Es ist so
ein bisschen eine Win-Win-Situation
Situation für beide Seiten. Ich kann Deutsch lernen und hier neue Freunde
finden. Für die ist eswertvoll, Sozialkompetenzen aufzubauen und das Feingespür für Menschen, weil
sie hier in der Gastronomie,, vor allem im Biergarten, unheimlich viel mit Leuten zu tun haben. Servus.
Sind Sie schon lange da? – Ich bin zwei Monate hier
hier. Macht es Spaß? – Ja, es ist schön hier und ich
möchte ich noch nicht nach Hause gehen. Beide sind so begeistert von ihrem Praktikum, dass sie sogar
noch verlängert haben. Das Praktikum geht zwei Monate, aber wir werden drei Monate hier sein. Ich
würde anderen empfehlen, Deutsch
ch zu lernen, weil es helfen kann,, in der Zukunft einen Job zu finden.
Wenn ich wählen könnte, dann würde ich nach Deutschland kommen, um Management zu studieren,
viel zu reisen und Deutschland kennenzulernen.
familiengeführt: Das Hotel gehört einer Familie,
Famili die es auch managt.
der gastronomische Ablauf, die gastronomischen Abläufe: die Reihenfolge, in der man Dinge in einem Restaurant
machen muss, damit alles gut funktioniert
das Dreigangmenü: Das Essen hat drei Gänge – eine Vorspeise, einen Hauptgang und einen Nachtisch.
an der weiten Welt schnuppern: internationale Erfahrungen machen, Menschen aus vielen anderen Ländern treffen
wertvoll: hier: sehr wichtig
das Feingespür: hier: Sensibilität dafür haben, was die Gäste möchten
Servus: Hallo und Tschüss auf Bayerisch

Anna und Mina


Ich lerne Deutsch, weil ich später in Deutschland studieren möchte.. In Belgrad besuchen wir das
Gymnasium. Ich
h lerne Deutsch seit 3 Jahren im Gymnasium
Gymnasium. Dieses Jahr sind wir Praktikantinnen.Wir
sind hier, weil unsere Schule, das dr
dritte Belgrader Gymnasium, eine feste Beziehung mit dem Goethe-
Institut und PASCH hat.. Unsere Lehrerin hat uns das Angebot gemacht, denn wir sind die besten
(Aus)Bildung in Deutschland|

Schülerinnen und haben die besten Noten in Deutsch.


Beim Etiketten-Stecken müsst ihr eben schauen, zu welchem Artikel das passt!! Was bedeutet das? Das
Datum zeigt immer an, wann das letzte Mal der Preis erhöht wurde. Ich bin durchaus positiv
überrascht von den Praktikantinnen. Das ist jetzt schon das zweite Mal, dass dm vom Goethe-
Goethe
InstitutSchülerinnen
Schülerinnen und Schüler vermittelt bekommen hat. Die Kooperation vom Goethe-Institut
Goethe
Belgrad und dm in München schafft die Möglichkeit,berufliche
Möglichkeit Erfahrungen
hrungen in einem international
tätigen,, deutschen Unternehmen zu sammeln. Es ist eine super Möglichkeit, die Fre
Fremdsprache zu
verbessern und viele verschiedene Leute und auch die deutsche Kultur kennenzulernen.
nnenzulernen. Ich weiß, dass
man es hier reinstecken... – Ja, USB, ja... Dann hier: „Alle Produkte anzeigen“.. Deutsch ist heute die
zweitwichtigste Weltsprache. Ich finde
finde,, sie ist sehr wichtig für unsere Zukunft und Karriere. Ich
bedanke mich für Ihre Bedienung!! Wenn ich wiederkomme,
wiederkomme, dann suche ich Sie und dann werde ich Sie
wieder bitten, mir behilflich zu sein!! Danke schön, auf Wiedersehen. Die deutsche Wirtschaft h
hat
natürlich ein Interesse daran, die deutsche Sprache zu stärken, weil wir sowohl in Deutschland, als
auch in den Heimatländern Fachkräfte suchen, die auch dringend notwendig sind.. Deshalb ist es
wichtig, Potenziale zu erkennen und in die Qualifikation zu investieren, das heißt,mit
heißt, den jungen
Menschen an ihrer Zukunft zu arbeiten: Die Praktikant/innen von heute sind unsere Fachkräfte von
morgen! Es ist eine super Erfahrung für mich! Und wenn ich ein gutes Angebot finde, werde ich hier
studieren!
die feste Beziehung, die festen Beziehungen: hier: eine Kooperation
die Fachkraft, die Fachkräfte: eine Person, die eine spezielle Ausbildung hat
das Etiketten-Stecken:
Stecken: hier: die Schilder mit den Preisen an der richtigen Stelle platzieren
der Artikel, die Artikel: hier:
ier: das Produkt, das verkauft wird

Ausbildung
Fransisca
PASCH ist für mich wie eine Brücke, das Programm hat mich begleitet, vorbereitet und hingeb
hingebracht.
Ich heiße Fransisca, bin 23 Jahre alt und komme aus Indonesien. Zurzeit
it mache ich eine Ausbildung
als Gesundheits- und Krankenpflegerin in Karlsruhe und dieses Jahr ist mein drittes Lehrjahr. Ich bin
mit 18 als Au-pair-Mädchennach
nach Deutschland gekommen. Nach einem Jahr bin ich nach Karlsruhe
gezogen und habe mir gedacht, es wäre eine
ein Idee im Krankenhaus zu arbeiten. Da hat man ja viel mit
anderen Menschen zu tun und da kann ich dann mein Deutsch üben. Dann habe ich mich hier für ein
FSJ im Vincentius-Krankenhaus
Krankenhaus Karlsruhe beworben. So hat das begonnen. Ich fand alles so
faszinierend. Ich habe dann gemerk
gemerkt, dieser Beruf macht mir Spaß,ich gehe gern
rn zur Arbeit und dann
habe ich mich für die Ausbildung beworben.
beworben. Zimmer 58, da liegt der Herr Herrberger, er ist kardial
dekompensiert.. Gern auch nochmal nach den Verbänden schauen! Sind die Untersuchungen schon
angemeldet oder muss ich noch den Schein schicken
schicken? Alles ist schon angemeldet. Mein Name ist
Angelika Enzenauer, ich bin die Bereichsleitung von der Kardiologie. Fransisca hat sich sehr gut ins
Team eingefunden, hat eine sehr gute Sprachentwicklung durchgemacht,
durchgemacht, war auch sehr engagiert
immer, hatt sich sehr viel Mühe gegeben. Die
D ist einfach auch sehr angenehm, die
ie ist einfach lieb.
Guten Tag, ich heiße Francisca, bin Schülerin
Schülerin. Wir kennen uns noch nicht,ich war gestern nicht da
da. Und
heute ist ihr zweiter Tag hier? – Ich bin gestern operiert worden.Was machen die Schmerzen an den
(Aus)Bildung in Deutschland|

Beinen? – Die Schmerzen sind auszuhalten.Wunderbar,


auszuhalten. kann ich kurz den Blutdruck messen
messen?Ich trage
jetzt auch mehr Verantwortung.
ung. Zum Beispiel Patienten betreuen. Da kann ich dann guck
gucken, ob sie gut
versorgt sind, ob sie die richtigen Medikamente nehmen und ob die Dosierung stimmt. Sehr gut, 130
zu 80. Das kann man so lassen, oder?Ich habe eigentlich schon seit meiner 10. Klasse Deutsch
gelernt.Vor meinem Abitur in Indonesien habe ich ein
e PASCH-Stipendium für einen Jugendkurs in
Deutschland bekommen.Das
Das war ich drei Wochen, das
das war sehr spannend und mein erstes Mal im
Ausland.Dann habe ich nochmal ein Stipendium vom Goethe-Institutfür
Goethe Institutfür ein einjähriges Studienkolleg in
Indonesien bekommen.Das hat mich dann motiviert und inspiriert, dass ich es nach Deutschland
schaffe.
Wir haben investiert, wir haben aber auch ganz viel zurückbekommen.Es war und es ist immer noch
eine Win-Win-Situation.
Situation. Ich hoffe ja, dass sie nach de
derr Ausbildung hier bei uns bleibt. Hier in
Deutschland zu sein, ist richtig toll. PASCH hat
hat mich vorbereitet, mein Deutsch gut vorbereitet und
meinen Weg erleichtert.
das Au-pair-Mädchen, die Au-pair-Mädchen:
Mädchen: eine junge Frau, die meist für ein Jahr bei eine
einer Familie in einem
anderen Land arbeitet und sich meist um Haushalt und Kinder kümmert.
kardialdekompensiert: das Herz funktioniert nicht mehr richtig
den Blutdruck messen: man misst den Blutdruck, um zu testen, wie gut das Herz funktioniert
die Dosierung, die Dosierungen: hier: wie viel von dem Medikament, der Patient bekommt
das Studienkolleg, die Studienkollegs: ein Kurs, der auf das Studium in Deutschland vorbereitet.

Berufsausbildung von PASCH-Absolventen


Absolventen
Haver&Boecker ist ein mittelständischer Familienbetrieb, eine Drahtweberei und Maschinenfabrik, ein
Global Player. Weit über 85 Prozent unserer Produkte gehen in den internationalen Markt.
Haver&Boecker und seine Eigner haben schon länger Beziehungen zum Loyola-Gymnasium
Loyola Gymnasium in Kosovo,
denn was die da leisten, ist phänomenal. Junge Menschen brauchen Zukunft, das ist unser Motto und
diese Ausbildungsinitiative ist 2009 gestartet, in der Hoffnung, dass sie damit nachher auch dem
eigenen
en Lande wieder helfen können. Das weiß ich noch ganz genau, ich war noch in der 8./9. Klasse,
wo wir zum ersten Mal gehört haben, dass einer von unseren Schülern jetzt nach Deutschland gezogen
ist und mit einer Ausbildung gestartet ist und da hatte ich auch das erste Mal auch das Wort
„Ausbildung“ gehört. Am Anfang war das
das eine ganz neue Welt für mich. Wir hatten zwar in Kosovo
Firmen, aber die sind auf jeden Fall ganz viel kleiner. Und dann plötzlich bei Haver&Boecker das war
schon eine richtige, auf jeden Fall eine richtig gute Erfahrung.
Wir haben jetzt mal eine E-Mail geschickt. Wir haben ja jetzt einen Projektstrukturmanager
Projektstrukturmanager, die PSN,
daraus erstellen wir im Jahr 200 Prozent Konstruktionsskizzen. Auf der anderen Seite haben aber auch
die Unternehmen Vorteile. Die Leute, die wir aus dem Kosovo rekrutieren,, sind alles ttop ausgebildete
Leute. Die haben neben der Fach-Sozial
Sozial-Kompetenz
Kompetenz vor allen Dingen die Sprachkompetenz, die sie
mitbringen.
tbringen. Das Gymnasium istdort in der Region das einzige
zige Gymnasium, an dem eine DSD
DSD-Prüfung
abgelegt werden kann.
Dann verbleiben wir so. Ihnen
en noch einen schönen Tag. Das hat mir wirklich sehr geholfen. Das Erste,
bei dem ich es gemerkt habe war, als wir das Visum beantragen mussten. Ohne Sprachkenntniss
Sprachkenntnisse
(Aus)Bildung in Deutschland|

bisschen Deutsch sprechen oder können. Sonst würde das schwierig. Und das Zweite, war in meinem
Studium. Wir haben jetzt hier zum Beispiel eine Erdungsmaschine, das ist das, was ich hauptsächlich
zeichne. Das ist jetzt erstmal für die Leute unten in der
der Halle, damit die einen Überblick haben. Und, ja
sofort sehen, wie viele Teile man da hat.
Es ist schon mal gut, dass ich jetzt weiß, dass ich bald mit meinem Studium fertig bin. Jetzt kann ich
sagen, ich habe schon langsam angefangen zu planen. Ist auch auf jeden Fall einfacher jetzt und, mal
schauen.
Also ich hatte seiner Zeit den dienstlichen
dienstliche Auftrag, mich um dieses Projekt zu kümmern. Und dann bin
ich ganz unbefangen in das Flugzeug eingestiegen, da rübergeflogen
rübergeflogen und heute muss ich sagen,
verbinde ich da wirklich Herzblut mit.
mittelständisch: ein kleines oder mittelgroßes Unternehmen
der Eigner, die Eigner: die Eigentümer, die Besitzer
rekrutieren: anwerben

Besuch bei einer Alumna an ihrem Arbeitsplatz


Diese Automobilindustrie assoziiere ich mit gewisser Dynamik, Bewegung auch mit der Zukunft, etwas
was nachhaltig,, was wirklich langlebig iist und auch für junge Leute, glaube ich, sehr attraktiv ist. Ich
bin TinatinPatchkoria, ich komme aus Georgien aus der Hauptstadt Tiflis. Ja, ich habe Deutsch in
Georgien gelernt und mit dieser deutschen Sprache, mit dem Visum bin ich schon auf der P
PASCH-
Schule direkt mit dem DAAD-Stipendium
Stipendium 2009 nach Deutschland gekommen und habe hier erstens
Abitur gemacht im Studienkolleg und dann den Studiengang Rechts-
Rechts und Wirtschaftswissenschaften im
Bachelor und Master studiert und jetzt mittlerweile auch mit Promotion in der Endphase in München.
Und jetzt bin ich auch glücklicherweise schon in meinem Beruf. Habe gestartet jetzt im Juli bei der
BMW Group meine Tätigkeit in dem Bereich, in dem ich auch sehr gerne arbeiten wollte. Ich habe
einen Traumjob gefunden, ja.
Ich habe letzte Woche mit allen Regionen telefoniert, damit ich möglichst halt konkret schon die
Planung von den Märkten erhalte und auch weiß, wie viele Teilnehmer kommen.
Compliance wird heutzutage eigentlich ziemlich breit gefasst, weil das hat alles m
mit dem
rechtskonformen
echtskonformen Verhalten im Unternehmen und außerhalb des Unternehmens zu tun.
Mit Compliance sind hohe Reputationsrisiken verbunden und damit sind wir natürlich ein
Versicherungsinstrument der BMW AG spezifisch für Financial Services. Um diese Ma
Marke auch zu
schützen, aber eben auch international unseren Märkten Guidance
Guidance zu geben. Mir ist es auch sehr
wichtig, dass bei uns im Team diese Internationalität auch ge
gelebt
lebt wird. Wir brauchen auch ein
kulturelles Verständnis und dafür ist natürlich das DAAD-Programm
DAA Programm für uns ein ganz ein wichtiger
Ausbilder.
Das komplette Studium Bachelor und Master zu finanzieren und den kompletten Aufenthalt in
Deutschland zu bestreiten, das war
ar natürlich nur durch das DAAD-Stipendium
DAAD Stipendium möglich. Und
einenSchutzschirm würde ich es auch
uch nennen, weil, wenn man DAAD-Stipendiat
DAAD Stipendiat ist und sozusagen
diese Auszeichnung trägt, dann war das Gefühl, dass alle Türen für dich leichter aufgehen und alle
Herausforderungen auch leichter zu bewältigen sind.
Das ist eine große Herausforderung
derung für mich natürlich,
natürlich jeden Tag zu arbeiten und dann auch zu
(Aus)Bildung in Deutschland|

promovieren, weil tagsüber verbringe ich jetzt


j im Büro und dann, wenn ich heimkomme,
eimkomme, versuc
versuche ich
noch mal paar Stunden in die Promotion zu investieren und am Wochenende auch. Aber ich glaub
glaube,
wenn alles so läuft, wie ich geplant habe,
habe bis Ende des Jahres habe ich dann die Promotion
abgeschlossen. Und dann bin ich zuversichtlich, dass ich nächstes Jahr dann nur meine Arbeit habe
und dann, glaube ich, wird auch die Zeit kommen, wo man auch das Leben auch genießen kann. Ich
werde auf jeden
en Fall die Hobbys, die ich vergessen habe, wieder mal voranbringen.
bringen.
nachhaltig: hier: langlebig
die Promotion, die Promotionen: die Doktorarbeit
der Schutzschirm, die Schutzschirme: hier: Sicherheit
die Auszeichnung,
nung, die Auszeichnungen: hier: ein DAAD-Stipendium
Stipendium zeigt, dass man sehr gut ist
promovieren: einen Doktorarbeit schreiben
(Aus)Bildung in Deutschland|

TEXT 5
Abibräuche: Abschied von der Schulzeit
 https://www.pasch-net.de/de/lernmaterial/schule
net.de/de/lernmaterial/schule-ausbildung/abi-braeuche.html
braeuche.html
(Aus)Bildung in Deutschland|

TEXT 6:: Mehr als nur ein Ort zum Lernen


Das deutsche Schulsystem bringt je nach Schulform und Bundesland ganz verschiedene Konzepte hervor.
Sechs Schülerinnen und Schüler sprechen über die Stärken und Schwächen ihrer Schule.

Über das richtige Schulsystem streiten die Deutschen seit vielen Jahren – und kommen dabei in den
einzelnen Bundesländern zu unterschiedlichen Ergebnissen. Ganz- oder Halbtagsschule
Halbtagsschule? Sollen die
Grundschul-Kinder
Kinder statt wie bisher in den meisten Bundesländern vier, lieber sechs oder vielleicht sogar
acht Jahre gemeinsam lernen? Soll man auf dem Gymnasium nach insgesamt zwölf ölf oder erst nach 13 Jahren
Abitur machen? Soll die Haupt- mit der Realschule zusammengelegt oder ganz abgeschafft werden? Oder
sollte man alle weiterführenden Schulen zur Gesamtschule zusammenfassen, auf der man je nach
Leistungsstärke unterschiedliche Abschlüsse machen kann?
Auf fast alle diese Fragen gibt es in den verschiedenen Bundesländern alle möglichen
möglichen Antworten und
Modelle. Von „dem“ deutschen Schulsystem zu sprechen, wird deshalb immer schwieriger. Kinder und
Jugendliche haben allerdings ihre eigene Sicht auf den Ort, an dem sie die meiste Zeit ihres täglichen
Lebens verbringen müssen. Hier komme
kommen sechs von ihnen zu Wort.

Jonas Möller, 8 Jahre, Grundschule Hillesheim in Rheinland-Pfalz


Rheinland
© picture alliance / JOKER, Ralf Gerard
An der Grundschule gefallen mir am meisten die Arbeitsgemeinschaften (AGs) – Sport, Schwimmen,
„Schulreporter“ – und die Projekte. Meine Lieblings-AG
Lieblings AG ist „Schulreporter“, weil wir da lernen, wie eine
Kamera funktioniert, zum Beispiel Nahaufnahmen und Gesichts
Gesichtsaufnahmen.
aufnahmen. Mir gefällt auch, dass Christian
Linden, unser Konrektor,, uns nach dem Mittagessen immer vorliest. Wir hören Arabesk oder Es muss auch
kleine Riesen geben.. Ich finde das gut, weil man sich dabei beruhigen und entspannen kann.
Was mir an meiner Schule nicht gefällt, sind die vielen Streitereien und Prügeleien.. Schade finde ich auch,
dass ab dem dritten Schuljahr die Mittagspause nur sehr kurz ist und man sich nicht mehr so gut ausruhen
kann. Nach der Grundschule will ich auf die Realschule gehen – und später Polizist werden, weiweil die viele
spannende Aufgaben haben und immer Sport treiben. Dazu brauche ich einen sehr guten Abschluss.

Leonard Günther, 13 Jahre, Elisabeth


Elisabeth-Selbert-Gesamtschule in Bonn-Bad
Bad Godesberg
© picture-alliance
alliance / dpa, Patrick Seeger
Jeder bekommt die gleiche Chance
hance an der Gesamtschule zu lernen, sofern er oder sie auch lernen will. Das
System der Ganztagsschule hat aus meiner Sicht keine Nachteile. Dadurch lernt man mehr in der Schule
anstatt zuhause. Außerdem fallen schriftliche Hausaufgaben an den drei langen Tagen in der Woche weg.
Eine große Stärke ist das umfangreiche Sortiment von Arbeitsgemeinschaften und anderen
Freizeitgestaltungen. Ein gutes Beispiel ist unsere Schulband Brass Rock, die in Bonn sehr bekannt ist.
Schlecht an meiner Schule sind das überfüllte Schüler-Café
Schüler fé und die Mensa. In der Mittagspause stehen sehr
viele Schüler vor der Mensa an. Viele bringen deshalb ihr eigenes Essen mit.

Malin Steinbach und Alexander Källner, beide 14 Jahre, Stadtteilschule Poppenbüttel in Hamburg
© picture alliance / dpa Themendienst, Monique Wüstenhagen
Malin Steinbach: An der Stadtteilschule schätze ich die Berufsorientierung.. Einmal im Jahr wird der
Berufsinformationstag veranstaltet,
nstaltet, der in der großen Pausenhalle stattfindet. Hier präsentieren Firmen ihr
Tätigkeitsfeld, geben Tipps für Bewerbungen und bieten manchmal auch Praktikumsplätze an. Manchmal
stellen auch Eltern ihre Berufe vor. Außerdem besuchen wir mehrmals Berufsmessen, waren in der
Arbeitsagentur und bekamen Besuch von einer Berufsberaterin.. Hilfe bei Bewerbungen um Praktikums- und
Ausbildungsplätze erhalten wir von unseren Lehrern und, wenn wir wollen, von unseren „Job „Job-Paten“. An
unserer Schule machen wir zwei Praktika und vorher nehmen wir am Girls’ Day oder am Boys’ Day teil. Im
Unterrichtsfach Arbeitslehre setzen wir uns häufig mit unseren Stärken und Schwächen auseinander und
erstellen unser Profil durch Selbst- und Fremdeinschätzungen.
(Aus)Bildung in Deutschland|

Des Weiteren gab es ein halbjähriges Knigge-Projekt,, in dem man richtiges Benehmen und Verhalten
trainierte. Eine Styling-Beraterin
Beraterin gab uns Hinweise, wie wir beim Bewerbungsgespräch aussehen und
auftreten sollten. Auch das mehrtägige Kompetenztraining und der Besuch bei der „Mädchenwirtschaft“
unterstützten uns bei unseren Überlegungen zur Berufswahl. Das „ soziale Lernen““ ist ein Schwerpunkt an
unserer Schule und hat in meiner Klasse zu einer guten Gemeinschaft geführt. Dafür mussten wir auch an
uns arbeiten, was uns nicht nur in der Schule hilft.
h Ab Ende der 8. Klasse bekommen wir halbjährlich eine
Prognose für den zu erreichenden Schulabschluss. Insgesamt finde ich eine große Unterstützung für meine
Zukunft und Berufswahl.
Alexander Källner: Für mich ist der Berufsinformationstag wichtig, der
der einmal im Jahr stattfindet. Dann
stellen sich mehrere Betriebe oder die Polizei vor, damit die Schüler Ideen bekommen, was sie vielleicht
später werden wollen oder in welcher Branche sie ein Praktikum machen könnten. Ich finde es gut, dass
dabei auch die verschiedenen Abschlüsse der Kinder beachtet werden. Allerdings fände ich es noch besser,
wenn Eltern ihren Beruf etwas detaillierter vorstellen könnten, damit die Schüler auch etwas von dem
„wahren“ Berufsalltag erfahren. Außerdem könnte dadurch die Spannweite der verschiedenen Berufe, die
vorgestellt werden, viel größer werden.

Lena Katczinski, 16 Jahre, Geschwister-Scholl-Realschule


Geschwister in Gütersloh
Die Realschule ist für mich mehr als nur ein Ort zum Lernen – sie ist ein Zuhause. Hier fühle ich mich
wohl. Und dieses Gefühl kommt aber nicht nur von den Lehrern, sondern auch von der Art, wie wir hier
lernen. Unsere Lehrer kümmern sich um eineine individuelle Förderung für jeden an unserer Schule und
nehmen jeden so, wie er ist. Das Besondere an dem Zusammenleben in unserer Schu Schule
le ist, wie sich die
Schüler auch gegenseitig helfen. Das lernen wir schon ab Beginn der 5. Klasse – uns gegenseitig
aufzubauen.
Worauf unsere Schule jedoch besonders großen Wert legt, ist die Berufswahlvorbereitung. In
Zusammenarbeit mit mehreren Firmen, der Agentur für Arbeit, aber auch den Eltern bekommen wir
regelmäßige Einblicke in verschiedene Berufe. Dazu gehören persönliche Gespräche. Unsere Lehrer
kümmern sich nicht nur in der Zeit, in der wir die Schule besuchen, um uns, sondern wollen sichergehen,
sichergehen
dass wir auch danach in guten Händen sind. Sicher gibt es an unserer Schule Schwächen. Doch die Stärken
überwiegen.

Rebekka Deuse, 19 Jahre, Gymnasium Essen-Werden


Essen
© picture-alliance
alliance / dpa, Angelika Warmuth
Das Besondere am Gymnasium ist die große Vielfalt des Angebots. Durch die Förderung der
unterschiedlichsten Bereiche werden die Schüler motiviert, ihren Interessen zu folgen und mitunter
ungewöhnliche Wege zu gehen. Die Tanzabteilung hat ein eigenes Haus, ein angeschlossenes Tanzinternat
und die Möglichkeit, Tanz als Abiturfach
iturfach zu wählen. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Zugang zur Musik.
Sport und Kunst werden ebenso gefördert wie die Bereiche der vielen Arbeitsgemeinschaften, die
individuelle Interessen fördern. Die offene Atmosphäre und die Lage meiner Schule direkt zwischen
z dem
Ufer der Ruhr und der Werdener Altstadt gefallen mir sehr gut. Allerdings wünsche ich mir noch ein wenig
mehr Vielfalt, da viele meiner Mitschüler sich nicht sehr stark in ihrem sozialen Hintergrund der soziale
Hintergrund: hier: das Elternhaus der Kinder; Der soziale Hintergrund kann je nach Bildung, Beruf und
Erfahrung der Eltern unterschiedlich sein.
und ihrer Herkunft
nft unterscheiden. Meine Ausbildung an der Schule möchte ich nutzen, um nach einem
freiwilligen sozialen Jahr im Ausland zu studieren.
(Aus)Bildung in Deutschland|

TEXT 7 Alternative Schulen in Deutschland


In Deutschland gibt es neben Haupt-,, Real-, Gesamtschule die Gesamtschule, die Gesamtschulen: eine
Schule, die Kinder nach der Grundschule besuchen können. Die Gesamtschule fasst Haupt
Haupt-, Realschule und
Gymnasium zusammen. Man kann sie mit dem Hauptschulabschluss, der mittleren Reife oder dem Abitur
abschließen

und Gymnasium noch weitere Schulen mit besonderen pädagogischen Konzepten. Wir haben Schülerinnen
und Schüler von alternativen Schulen gefragt, was an ihrer Schule anders ist und was ihnen daran gefällt.

Marvin, 19 Jahre, Waldorfschule


„Anders als an staatlichen Schulen sind an der Waldorfschule schon mal die ganzen Handwerkssachen
Handwerkssachen, die
in der Mittelstufe unterrichtet werden: Werken, Schmieden und Handarbeit zum Beispiel. Das habe ich
eigentlich immer ganz gerne gemacht. Und die Sprachen werden viel früher gefördert. Wir haben zum
Beispiel schon in der ersten Klasse Englisch und ab der zweiten Französisch. In der Oberstufe ist eigentlich
nicht viel anders als an staatlichen Schulen – nur, dass der Kontakt zu den Lehrern irgendwie viel
persönlicher
ersönlicher ist, finde ich. Die Lehrer gehen mehr auf einen ein und fördern auch die Persönlichkeit der
Schüler. Von der ersten bis zur achten Klasse hat man einen Klassenlehrer und der Unterricht ist immer im
Epochenunterricht gestaffelt. Das bedeutet, da
dass
ss man drei Wochen am Stück jeden Morgen zwei Stunden
dasselbe Fach hat. Zum Beispiel hat man Physik drei Wochen am Stück zwei Stunden
Stunden morgens und danach
wechselt das Fach. Das hat man zum Beispiel zwei Mal im Jahr – und dadurch ergibt sich dann die
Gesamtnote im Jahr.“

Was ist anders an der Waldorfschule?

Was gefällt dir an deiner Schule?

Eloise, 17 Jahre, Web-Individualschule


Individualschule
© privat
„Was anders ist, ist, dass man nicht zur Schule gehen muss. Du hast die Schule zu Hause: Ich melde mich
morgens einfach bei Skype an und telefoniere entweder mit meiner Lehrerin oder wir schreiben uns. Sie
schickt mir Material und dann bearbeite ich das. Wenn ich Fragen habe, dann rufe ich noch mal an oder
schreibe ihr. Und am Ende von einer oder zwei Wochen schicke ich das Material dann zur Schule zurück
und bekomme Feedback.. Im Moment habe ich gerade Geschichte. Das sind sechzehn Seiten. An drei Tagen
mache ich dann die Sachen in Geschichte und an einem Tag habe ich noch Mathe und ein anderes Fach. Bei
einem längeren Projekt, wie jetzt in Gesc
Geschichte,
hichte, melde ich mich nicht immer bei Skype an. Wenn ich es
selber weiß, dann mache ich es selber. Und wenn ich mit einem Fach schneller fertig bin, dann mache ich
auch noch ein zweites. Das kommt halt immer drauf an, wie viel ich schaffe.
Also, mir gefällt sehr gut, dass ich mich selber motivieren und selber darüber bestimmen kann, wann ich
meine Aufgaben erledige. Denn wenn ich mich nicht selber motivieren würde, dann würde ich es auch nicht
schaffen. Das dauert lange, bis du dich selber soweit motivieren kannst. Ich höre auch oft von Freundinnen,
dass sie es bewundernswert finden, dass ich es schaffe, das alles selber zu machen. Die Lehrer sind ja weit
weg und können mich nicht dazu zwingen.
zwingen. Aber wenn du in der Schule bist, dann musst du die Sachen ja
machen, du hast ja keine andere Wahl.
Wahl. Ich möchte zum nächsten Sommer auf jeden Fall auch wieder zur
Schule gehen. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich dan
dannn aufs Gymnasium oder auf die Gesamtschule gehen
möchte.“

Was ist anders an der Web-Individualschule?


Individualschule?

Was gefällt dir an deiner Schule?

Emily, 14 Jahre, UNESCO-Projektschule


Projektschule
© privat
(Aus)Bildung in Deutschland|

„Also, vom Unterricht her ist nicht viel anders. UNESCO steht ja für Unitedted Nations Educational, Scientific
and Cultural Organization. Das ist eine Organisation, die sich für die Wissenschaften, Bildung und Kultur
einsetzt und sich auch ganz viel mit den verschiedenen Kulturen und mit der Gleichberechtigung der
Menschen auseinandersetzt. Es gibt zum Beispiel verschiedene UNESCO-
UNESCO AGs:: Die Mitglieder treffen sich
einmal die Woche und überlegen sich ein Projekt, zu dem sie arbeiten möchten. Dann arbeiten sie daran, bis
das Projekt abgeschlossen ist und stellen das dann zum Beispiel am Tag der offenen Tür vor. Wir haben
dieses Jahr ein Schulfest gemacht zum 60-jährigen
60 Jubiläum der UNESCO und unsere Klasse hat sich von
der Organisation UNHCR dazu ein Flüchtlingszelt ausgeliehen. Das haben wir auf dem Schulhof aufgebaut.
Dann haben wir noch zu Flüchtlingen und der aktuellen Flüchtlingssituation
tlingssituation in Syrien gearbeitet. Alle
Interessierten konnten zu uns kommen und wir haben sie darüber informiert. Seit ich an der Schule bin, gab
es noch überhaupt keine rassistischen Vorfälle und uns wird von Anfang an klar gemacht, dass wir alle
gleich sind – und, dass die Verschiedenheit der Religionen und der Herkunftsländer eine Bereicherung ist
und man daraus auch viel lernen kann.“

Was ist anders an der UNESCO-Projektschule?


Projektschule?

Was gefällt dir an deiner Schule?

Waldorfschule
233 Waldorfschulen gibt es in Deutschland. Dabei handelt es sich um freie Schulen,, die an den
pädagogischen Grundsätzen von Rudolf St Steiner ausgerichtet sind. Die Lehrpläne der Waldorfschulen
berücksichtigen die von Steiner begründete Menschenkunde ( Anthroposophie)) und nehmen besondere
Rücksicht auf die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler. Der Unterricht beinhaltet auch handwerkliche
und künstlerische
stlerische Fächer, die Schülerinnen und Schüler bekommen bis zur achten Klasse keine Noten,
können nicht sitzen bleiben und sollen in
insbesondere soziale Kompetenzen entwickeln.
www.waldorfschule.de

Web-Individualschule
Wer auf die Web-Individualschule
Individualschule geht, ist von der Schulpflicht befreit.. Die Schülerinnen und Schüler der
Bochumer Online-Schule
Schule leben im Ausland, manche sind
prominent oder können aus gesundheitlichen Gründen nicht am Regelunterricht teilnehmen. Der Unterricht
findet per
er Computer und Videotelefon (Skype) statt. Jede Schülerin beziehungsweise jeder Schüler
bekommt individuell angepassten Lernstoff und kann so einen Haupt-
Haupt oder Realschulabschluss machen oder
die Fachoberschulreife erwerben.
www.web-individualschule.de

UNESCO-Projektschulen
Die UNESCO (United Nations Educational, Scientific and and Cultural Organization) ist eine internationale
Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur. In Deutsch
Deutschland gibt es rund 200
UNESCO-Projektschulen
Projektschulen die insbesondere die Leitlinien der UNESCO vermitteln und in AGs und
Projekten fördern: die Einhaltung der Menschenrechte,, internationale Verständigung, interkulturelles
Lernen,, kulturelle Bildung, Umweltbildung und der gerechte Ausgleich zwischen Arm und Reich Reich. Themen
wie Menschenrechte, Umweltschutz und Toleranz werden im Unterricht behandelt und in Projektarbeiten
vermittelt.
(Aus)Bildung in Deutschland|

TEXT 7 Lernen in der Ganztagsschule


Ob man in der Ganztagsschule von früh bis spät lernen muss? Nein. Es gibt in Deutschland allerdings auch
gar nicht die eine Ganztagsschule, sondern viele Konzepte – je nach Bundesland, Schulform und Stand der
Reformen.

Die Konzepte unterscheiden sich vor allem danach, an welchen Angeboten die Schülerinnen und Schüler
teilnehmen müssen. Beispiel Hamburg: Hier wird zwischen der offenen, der gebundenen und der
teilgebundenen Ganztagsschule unterschieden. Bei der offenen Ganztagsschule können die Lernenden am
Nachmittagsangebott teilnehmen, sie müssen es aber nicht. Bei der gebundenen Ganztagsschule ist die
Teilnahme am Nachmittagsprogramm verpflichtend und bei der teilgebundenen Ganztagsschule gibt es
sowohl Nachmittagsveranstaltungen, an denen alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend teilnehmen
müssen, als auch Veranstaltungen, bei denen keine Anwesenheitspflicht besteht.

Pro und Contra


Was spricht für die Ganztagsschule und was dagegen? Ties Rabe ist klar für die Ganztagsschule – das liegt
an seinem Job: Rabe war Präsident der KM
KMK (siehe Info-Kasten) und ist derzeit Bildungssenator in
Hamburg. Beim 9. Ganztagsschulkongress in Berlin sagte er: „Ganztagsschulen eröffnen viele Chancen: die
Vereinbarkeit von Familie und Beruf,, anregende und spannende Freizeit-
Freizeit und Bildungsangebote sowie
entspanntes Lernen. Ich freue mich darüber, dass immer mehr Schulen in den Ganztag einsteigen und mit
klugen Konzepten die großen Möglichkeiten dieser Schulform entfalten.“
Das hört sich gut an und tatsächlich werden immer mehr Schulen in Ganztagsschulen umgewandelt, um die
von Rabe genannte Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Wenn Eltern tagsüber arbeiten,
können sie nicht gleichzeitig
chzeitig ihre Kinder betreuen. Ein anderes Ziel ist die Verbesserung der
Chancengleichheit.. Egal, wie viel Geld die Eltern verdienen
verdiene – alle Kinder sollen die gleichen
Lernbedingungen haben.
Kritisiert wird allerdings die Umsetzung. An manchen Schulen müssen die Schülerinnen und Schüler die
Mittagspause in ihrem Klassenraum verbringen, weil es keine Kantine in der Schule gibt. Oft fehlt es den
Schulen auch an Geld, um für das Nachmittagsprogramm Fachpersonal zu bezahlen. Deshalb befürchten
viele Eltern eine Verschlechterung der Lernbedingungen. Vor allem an Schulen, die die gebundene
Ganztagsschule eingeführt haben.

Und was sagen die Schülerinnen


nnen und Schüler an Ganztagsschulen?
Jonathan, 17 Jahre
Jonathan wünscht sich vor allem weniger Hausaufgaben: „Es heißt ja immer, dass man in der
Ganztagsschule weniger Hausaufgaben bekommt, aber ich habe das Gefühl, dass ganz normal
Hausaufgaben aufgegeben en werden. Und wenn es schon Ganztagsschule heißt und man bis 16 oder 17 Uhr
Schule hat, dann sollte man an den Tagen auch keine Hausaufgaben aufbekommen.“

Jonathan über das Lernen an Ganztagsschulen

Johanna, 18 Jahre
Johanna sieht das anders. Sie findet
det es gut, dass sie am Nachmittag in der Schule schon die Hausaufgaben
machen kann: „Gerade jetzt in der Oberstufe sitzt man doch recht lange an den Hausaufgaben, da ist es
schön, wenn man die in der Schule schon machen kann und dann zu Hause zum Beispiel nur noch für
Arbeiten lernen muss.“

Johanna über das Lernen an Ganztagsschulen

Hannah, 17 Jahre
Für Hannah haben Ganztagsschulen gute und weniger gute Seiten. Besonders wichtig findet sie, dass Eltern
sich genug Zeit für ihre Kinder nehmen, auch wenn sie erst spät von der Schule nach Hause kommen:
(Aus)Bildung in Deutschland|

„Ganztagsschulen fördern nicht in jedem Fall das Miteinander


Mite in der Familie.“

Hannah über das Lernen an Ganztagsschulen

In Deutschland sind Bildungsfragen Sache der 16 Bundesländer. Gemeinsame Beschlüsse vereinbaren die
Vertreter der Länder zusammen in der Kultusministerkonferenz (KMK).
Die KMK definiert eine Schule als Ganztagsschule, wenn im Primar- oder Sekundarbereich

 an mindestens drei Tagen in der Woche ein ganztägiges Angebot für die Schülerinnen und Schüler
bereitgestellt wird, das täglich mindestens sieben Zeitstunden umfasst,
 an allen Tagen des Ganztagsbetriebs den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern ein Mittagessen
bereitgestellt wird,
 die Ganztagsangebotee unter Aufsicht und Verantwortung der Schulleitung organisiert, in enger
Kooperation mit der Schulleitung durchgeführt werden und in einem konzeptionellen
Zusammenhang mit dem Unterricht stehen
(Aus)Bildung in Deutschland|

TEXT 8 Mein Schulalltag


 https://www.pasch-net.de/de/lernmaterial/schule
net.de/de/lernmaterial/schule-ausbildung/mein
ausbildung/mein-
schultag.html