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S1002.DE mz-12 HoTT.

mz-12

! ACHTUNG
N cht für K nder unter 36 Monaten
gee gnet Enthält K einte le die
0-3 verschluckt werden können
(Erstickungsgefahr!)

Programmier-Handbuch
Inhaltsverzeichnis

Allgemeine Hinweise Inbetriebnahme des Senders....................................... 34 »Gebereinstellung«


Wichtige Hinweise:.................................................. 35 Flächenmodell......................................................... 78
Inhaltsverzeichnis........................................................... 2
Firmware-Update des Senders................................ 36 Hubschraubermodell............................................... 80
Warn- u. Hinweissymbole sowie deren Bedeutung........ 3
Sendersoftware wiederherstellen............................ 36 Gaslimit-Funktion................................................ 83
Hinweise zum Umweltschutz.......................................... 3
Inbetriebnahme des Empfängers................................. 38 Leerlauf-Grundeinstellung.................................. 84
Sicherheitshinweise........................................................ 4
Firmware-Update des Empfängers.......................... 39 »D/R Expo«
Haftungsausschluss/Schadenersatz......................... 8
Empfängereinstellungen sichern............................. 39 Flächenmodell......................................................... 86
Sicherheitshinweise und Behandlungsvorschriften
Installationshinweise..................................................... 40 Hubschraubermodell............................................... 88
für Nickel-Metall-Hydrid Akkumulatoren......................... 9
Stromversorgung der Empfangsanlage................... 41
Entsorgung verbrauchter Batterien und Akkus............. 10 »Sendereinstellung«.................................................. 90
Digitale Trimmung......................................................... 44
Vorwort......................................................................... 12 Bindungs Typ........................................................... 95
Begriffsdefinitionen....................................................... 46
Beschreibung des Fernlenksets................................... 13 Binden von Empfängern.......................................... 92
Geber-, Schalter und Geberschalterzuordnung............ 48
Technische Daten.................................................... 15 Reichweitetest......................................................... 94
Flächenmodelle............................................................ 50
Empfohlene Ladegeräte............................................... 15 Was ist ein Mischer?.................................................... 96
Empfängerbelegung................................................ 51
Stromversorgung des Senders..................................... 16
Servo mit falscher Drehrichtung.............................. 52 »Flächenmixer«.......................................................... 96
… des Empfängers.................................................. 18
Helikoptermodelle......................................................... 54 »Helimixer«............................................................... 104
Längenverstellung der Steuerknüppel.......................... 19
Empfängerbelegung................................................ 55 Abstimmung der Gas- und Pitchkurve................... 114
Sendergehäuse öffnen................................................. 19
Umstellen der Kreuzknüppel........................................ 20 Programmbeschreibung im Detail Autorotationseinstellung........................................ 118
Senderbeschreibung.................................................... 22 Allgemeine Anmerkungen zu frei progr. Mischer........ 120
neuen Speicherplatz belegen....................................... 56
Sendervorderseite................................................... 22 »Freie Mixer«............................................................. 121
Senderrückseite....................................................... 23 »Modellspeicher« Beispiele................................................................ 125
rücks. Buchse für 3,5 mm Klinkenstecker................ 23 Modellauswahl......................................................... 60
»TS-Mixer«................................................................ 127
DSC-Betrieb....................................................... 24 Modellname............................................................. 60
Modell löschen......................................................... 61 »allgemeine Einstellungen«.................................... 128
Kopfhörer-Betrieb............................................. 130
Data-Buchse............................................................ 23 Kopieren Modell  Modell...................................... 61 »Fail Safe«................................................................. 132
Display und Tastenfeld............................................. 26 »Modelltyp- und Phaseneinstellung« »Lehrer/Schüler«...................................................... 134
Bedienung des „Data-Terminals“............................. 27 Flächenmodell Verbindungsschema.............................................. 137
Eingabetasten und Symbole............................... 27 Untermenü „Modelltyp“....................................... 64 kabelloses HoTT-System....................................... 138
Schnellaufrufe (Short Cuts)..................................... 28 Untermenü „Phaseneinstellung“......................... 67 »Info«......................................................................... 142
Tastensperre............................................................ 28 Untermenü „Phasentrimm“................................. 68 »Telemetrie«.............................................................. 144
Funktionsfelder im Display....................................... 28 Hubschraubermodell Wichtige Hinweise................................................. 144
Warnhinweise im Display......................................... 29 Untermenü „Modelltyp“....................................... 70 Einstellen, Anzeigen.............................................. 146
Versteckter Modus / Knüppelkalibrierung................ 30 Untermenü „Phaseneinstellung“......................... 73 Satellitenbetrieb zweier Empfänger.................. 156
Servoanzeige........................................................... 32 »Servoeinstellung«..................................................... 76 Einstellen, Anzeigen Sensor(en)...................... 157
2 Inhaltsverzeichnis
Sensor (wählen).................................................... 159 Warn- und Hinweissymbole sowie deren Bedeutung Hinweise zum Umweltschutz
Anzeige HF Status................................................. 160 Das Symbol auf dem Produkt, der Ge-
Auswahl Ansagen.................................................. 161 WARNUNG:
brauchsanleitung oder der Verpackung weist
Anzeige Telemetrie-Daten..................................... 164 Dieses Symbol hebt die nebenstehenden
darauf hin, dass dieses Produkt am Ende
und ggf. folgenden Hinweise hervor, welche
Programmierbeispiele seiner Lebensdauer nicht über den normalen Haushalts-
durch den Anwender unbedingt eingehalten
abfall entsorgt werden darf. Es muss an einem Sammel-
Einleitung.................................................................... 174 werden müssen! Jegliche Missachtung
punkt für das Recycling von elektrischen und elektro-
Flächenmodell dieser Hinweise, kann die sichere Funktion
nischen Geräten abgegeben werden.
Erste Schritte......................................................... 176 sowie die Sicherheit des Betreibers wie auch
Unbeteiligter beeinträchtigen. Die Werkstoffe sind gemäß ihrer Kennzeichnung wieder-
Einbindung eines Elektroantriebes........................ 182 verwertbar. Mit der Wiederverwendung, der stofflichen
E-Motor und Butterfly mit K1-Knüppel........... 185 ACHTUNG: Verwertung oder anderen Formen der Verwertung von
Uhren-Betätigung durch K1-Steuerknüppel Dieses Symbol hebt die nebenstehenden Altgeräten leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum
oder Schalter SW 1 … 7........................................ 188 und ggf. folgenden Hinweise hervor, welche Umweltschutz.
Parallel laufende Servos........................................ 189 durch den Anwender unbedingt beachtet Batterien und Akkus müssen aus dem
Verwenden von Flugphasen.................................. 190 werden müssen! Jegliche Miss­achtung Gerät entfernt werden und bei einer
Delta- und Nurflügel-Modelle...................................... 192 dieser Hinweise kann Schäden aller Art, entsprechenden Sammelstelle getrennt
Hubschraubermodell.................................................. 196 Garantieverlust usw. zur Folge haben. entsorgt werden.
Anhang Dieses Symbol OHNE spezifischer Über- Bitte erkundigen Sie sich ggf. bei der
Anhang....................................................................... 206 schrift hebt die nebenstehenden und ggf. Gemeindeverwaltung nach der zustän-
Konformitätserklärung................................................ 210 folgenden Hinweise bzw. Tipps hervor, digen Entsorgungsstelle.
Garantieurkunde......................................................... 211 welche durch den Anwender unbedingt
beachtet werden sollten! Jegliche Miss­
achtung dieser Hinweise und Tipps kann
Schäden jeglicher Art zur Folge haben.
Dieses Symbol hebt Hinweise und Tipps
aller Art hervor, welche durch den Anwender
beachtet werden sollten.
Dieses Symbol hebt Hinweise zur Pflege des Dieses Handbuch dient ausschließlich
Gerätes hervor, welche durch den Betreiber
P unbedingt beachtet werden sollten, um eine
Informations­zwecken und kann ohne Voran-
kündigung geändert werden. Darüber hinaus
lange Haltbarkeit des Geräts zu gewährleis- übernimmt die Firma Graupner|SJ GmbH keinerlei
ten. Verantwortung oder Haftung für Fehler oder Ungenauig-
keiten, die in diesem Handbuch auftreten können.
Inhaltsverzeichnis 3
Sicherheitshinweise
Bitte unbedingt beachten!
Sicherheits- und Warnhinweise wahren und im Falle einer Weitergabe des Senders dem niemals Vibrationen sowie übermäßiger Hitze oder Kälte
Um noch lange Freude an Ihrem Modellbauhobby zu ha- nachfolgendem Benutzer unbedingt mit auszuhändigen. aus. Der Fernsteuerbetrieb darf nur bei „normalen“
ben, lesen Sie diese Anleitung unbedingt genau durch Nichtbeachtung der Bedienungsanleitung Außentemperaturen durchgeführt werden, d. h. in einem
und beachten Sie vor allem die Sicherheitshinweise. und der Sicherheitshinweise führen zum Bereich von -10 °C bis +55 °C.
Wenn Sie Anfänger im Bereich ferngesteuerter Modell- Erlöschen der Garantie. Vermeiden Sie Stoß- und Druckbelastung. Überprüfen
flugzeuge, -schiffe oder -autos sind, sollten Sie unbe- Sie die Geräte stets auf Beschädigungen an Gehäusen
Weitere Hinweise und Warnungen
dingt einen erfahrenen Modellpiloten um Hilfe bitten. und Kabeln. Beschädigte oder nass gewordene Geräte,
Technische Defekte elektrischer oder mechanischer Art selbst wenn sie wieder trocken sind, nicht mehr verwen-
BESTIMMUNGSGEMÄSSE VERWENDUNG können zum unverhofften Anlaufen eines Motors und/ den!
oder zu herumfliegenden Teilen führen, die nicht nur Sie
ACHTUNG: Es dürfen nur die von uns empfohlenen Komponenten
erheblich verletzen können!
Diese Fernsteueranlage darf ausschließ- und Zubehörteile verwendet werden. Verwenden Sie
Kurzschlüsse jeglicher Art sind unbedingt zu vermeiden! immer nur zueinander passende, original Graup-
lich nur für den vom Hersteller vorgese- Durch Kurzschluss können nicht nur Teile der Fernsteu-
henen Zweck, für den Betrieb in nicht ner-Steckverbindungen gleicher Konstruktion und
erung zerstört werden, sondern je nach dessen Umstän- gleichen Materials.
manntragenden Fernsteuermodellen eingesetzt den und dem Energiegehalt des Akkus besteht darüber
werden. Eine anderweitige Verwendung ist nicht Achten Sie beim Verlegen der Kabel darauf, dass diese
hinaus akute Verbrennungs- bis Explosionsgefahr.
zulässig und kann zu Schäden an der Anlage sowie nicht auf Zug belastet, übermäßig geknickt oder gebro-
Alle durch einen Motor angetriebenen Teile wie Luft- und chen sind. Auch sind scharfe Kanten eine Gefahr für die
zu erheblichen Sach- und/oder Personenschäden Schiffsschrauben, Rotoren bei Hubschraubern, offene
führen. Für jegliche unsachgemäße Handhabung Isolierung.
Getriebe usw. stellen eine ständige Verletzungsgefahr
außerhalb dieser Bestimmungen wird deshalb keine Achten Sie darauf, dass alle Steckverbindungen fest
dar. Sie dürfen keinesfalls berührt werden! Eine schnell
Garantie oder Haftung übernommen. sitzen. Beim Lösen der Steckverbindung nicht an den
drehende Luftschraube kann z. B. einen Finger ab-
Kabeln ziehen.
ACHTUNG: schlagen! Achten Sie darauf, dass auch kein sonstiger
Gegenstand mit angetriebenen Teilen in Berührung Es dürfen keinerlei Veränderungen an den Geräten
NICHT GEEIGNET FÜR UNBEAUFSICH- durchgeführt werden. Anderenfalls erlischt die Be-
TIGTE KINDER UNTER 14 JAHREN, DENN kommen kann!
triebserlaubnis und Sie verlieren jeglichen Versiche-
SICHERHEIT IST KEIN ZUFALL und FERN- Bei angeschlossenem Antriebsakku oder laufendem
rungsschutz. Senden Sie ggf. das betreffende Gerät an
GESTEUERTE MODELLE SIND KEIN SPIELZEUG! Motor gilt: Halten Sie sich niemals im Gefährdungsbe-
den zuständigen Graupner-Service, siehe Seite 211.
Auch kleine Modelle können durch unsachgemäße reich des Antriebs auf!
Handhabung, aber auch durch fremdes Verschulden, Achten Sie auch während der Programmierung un­ Einbau der Empfangsanlage
erhebliche Sach- und/oder Personenschäden verursa- bedingt darauf, dass ein angeschlossener Verbren- Der Empfänger wird stoßgesichert im
chen. nungs- oder Elektromotor nicht unbeabsichtigt anläuft. Flugmodell hinter einem kräftigen Spant bzw.
Diese Bedienungsanleitung ist Bestandteil Unterbrechen Sie ggf. die Treibstoffversorgung bzw. im Auto- oder Schiffsmodell gegen Staub
des Produkts. Sie enthält wichtige Hinweise klemmen Sie den Antriebsakku zuvor ab. und Spritzwasser geschützt untergebracht. Verpacken
zum Betrieb und zur Handhabung Ihrer Schützen Sie alle Geräte vor Staub, Schmutz, Feuch- Sie Ihren Empfänger aber nicht zu luftdicht, damit er
Fernsteueranlage. Diese Anleitung ist sicher aufzube- tigkeit und anderen Fremdteilen. Setzen Sie diese sich im Betrieb nicht zu sehr erwärmt.

4 Sicherheitshinweise
Der Empfänger darf an keiner Stelle unmittelbar nen Empfängerantenne im Modell. Bei Diversity-Anten- die Piloten in einer losen Gruppe beieinander stehen.
am Rumpf oder Chassis anliegen, da sonst Motor­ nen – zwei Antennen – sollte das aktive Ende der zweiten Abseits stehende Piloten gefährden sowohl die eigenen
erschütterungen oder Landestöße direkt auf ihn über- Antenne im 90 °-Winkel zum Ende der ersten Antenne als auch die Modelle der anderen.
tragen werden. Beim Einbau der Empfangsanlage in ausgerichtet werden sowie der räumliche Abstand Wenn zwei oder mehr Piloten mit 2,4-GHz-Fernsteu-
ein Modell mit Verbrennungsmotor alle Teile immer zwischen den aktiven Enden idealerweise größer als ersystem näher als 5 m beieinander stehen, kann das
geschützt einbauen, damit keine Abgase oder Ölreste 125 mm sein. allerdings ein Übersteuern des Rückkanals zur Folge
eindringen können. Dies gilt vor allem für den meist haben und infolgedessen deutlich zu früh eine Reich-
Einbau der Servos
in der Außenhaut des Modells eingebauten EIN-/ weitewarnung ausgelöst werden. Vergrößern Sie den
AUS-Schalter. Servos stets mit den beigefügten Vibrationsdämpfer-
Abstand, bis die Reichweitewarnung wieder verstummt.
gummis befestigen, siehe „Installationshinweise“ auf
Den Empfänger so festlegen, dass die Anschlusskabel
Seite 40. Nur so sind diese vor allzu harten Vibra­ Überprüfung vor dem Start
zu den Servos und zum Stromversorgungsteil locker
tionsschlägen einigermaßen geschützt. Bevor Sie den Empfänger einschalten, vergewissern
liegen und die Empfangsantennen jeweils mindestens
5 cm von allen großen Metallteilen oder Verdrahtungen, Einbau der Gestänge Sie sich, dass der Gasknüppel auf Stopp/Leerlauf steht.
die nicht direkt aus dem Empfänger kommen, entfernt Grundsätzlich muss der Einbau so erfolgen, dass die Immer zuerst den Sender einschalten und dann erst
sind. Das umfasst neben Stahl- auch Kohlefaserteile, Gestänge frei und leichtgängig laufen. Besonders wich- den Empfänger.
Servos, Elektromotoren, Kraftstoffpumpen, alle Sorten tig ist, dass alle Ruderhebel ihre vollen Ausschläge aus- Immer zuerst den Empfänger ausschalten und dann
von Kabeln usw. führen können ohne mechanisch begrenzt zu werden. erst den Sender.
Am besten wird der Empfänger abseits aller anderen Um einen laufenden Motor jederzeit anhalten zu kön-
WARNUNG:
Einbauten an gut zugänglicher Stelle im Modell ange- nen, muss das Gestänge so eingestellt sein, dass das
bracht. Unter keinen Umständen dürfen Servokabel Vergaserküken ganz geschlossen wird, wenn Steu- Wenn diese Reihenfolge nicht eingehal-
um Antennen gewickelt oder dicht daran vorbei verlegt erknüppel und Trimmhebel in die Leerlaufendstellung ten wird, also der Empfänger eingeschal-
werden! gebracht werden. tet ist, der dazugehörige Sender jedoch
auf „AUS“ steht, kann der Empfänger durch andere
Stellen Sie sicher, dass sich Kabel in der näheren Um- Achten Sie darauf, dass keine Metallteile, z. B. durch
Sender, Störungen usw. zum Ansprechen gebracht
gebung von Antennen im Fluge nicht bewegen können! Ruderbetätigung, Vibration, drehende Teile usw., anein-
werden. Das Modell kann in der Folge unkontrollier-
Verlegen der Empfangsantennen ander reiben. Hierbei entstehen so genannte Knackim-
te Steuerbewegungen ausführen und dadurch ggf.
pulse, die den Empfänger stören können.
Der Empfänger und die Antennen sollten möglichst weit Sach- und/oder Personenschäden verursachen.
weg von Antrieben aller Art angebracht werden. Bei Ausrichtung Senderantenne Insbesondere bei Modellen mit mechanischem Kreisel
Kohlefaserrümpfen sollten die Antennenenden auf jeden In geradliniger Verlängerung der Senderantenne bildet gilt:
Fall auf einer Länge von mindestens 35 mm aus dem sich nur eine geringe Feldstärke aus. Es ist demnach Bevor Sie Ihren Empfänger ausschalten: Stellen Sie
Rumpf heraus geführt werden. Ggf. sind die ca. 145 mm falsch, mit der Antenne des Senders auf das Modell durch Unterbrechen der Energieversorgung sicher, dass
langen Standardantennen der HoTT-Empfänger gegen zu „zielen“, um die Empfangsverhältnisse günstig zu der Motor nicht ungewollt hochlaufen kann.
längere Exemplare auszutauschen. beeinflussen.
Ein auslaufender Kreisel erzeugt oftmals so viel
Die Ausrichtung der Antenne(n) ist unkritisch. Vorteilhaft Bei gleichzeitigem Betrieb von Fernlenkanlagen sollten
Spannung, dass der Empfänger gültige Gas-Signale
ist aber eine vertikale (aufrechte) Montage einer einzel-
Sicherheitshinweise 5
Sicherheitshinweise

zu erkennen glaubt. Daraufhin kann der Motor unbe- • Schalten Sie während des Modellbetriebes nie- Akkus rechtzeitig.
absichtigt anlaufen! mals den Sender aus! Sollte es dennoch einmal Es sind stets die Ladehinweise des Akkuherstellers zu
geschehen, dann bewahren Sie die Nerven und beachten und die Ladezeiten unbedingt genau einzuhal-
Reichweite- und Funktionstest warten Sie, bis das Senderdisplay aus und so- ten. Laden Sie Akkus niemals unbeaufsichtigt auf!
Vor jedem Einsatz korrekte Funktion und mit der Sender vollständig heruntergefahren ist. Versuchen Sie niemals, Trockenbatterien aufzuladen. Es
Reichweite überprüfen. Befestigen Sie das Dies dauert mindestens drei Sekunden. Schal- besteht akute Explosionsgefahr.
Modell ausreichend und achten Sie darauf, ten Sie Ihren Sender erst danach wieder ein. An- Alle Akkus müssen vor jedem Betrieb geladen werden.
dass sich keine Personen vor dem Modell aufhalten. derenfalls laufen Sie Gefahr, dass sich der Sen- Um Kurzschlüsse zu vermeiden, zuerst die Bananen-
Führen Sie am Boden mindestens einen vollständigen der unmittelbar nach dem Einschalten „aufhängt“ stecker der Ladekabel polungsrichtig am Ladegerät
Funktionstest und eine komplette Flugsimulation durch, und infolgedessen, die Kon­trolle über das Modell anschließen, dann erst Stecker des Ladekabels an den
um Fehler im System oder der Programmierung des zu verlieren. Eine Wiederinbetriebnahme des Sen- Ladebuchsen von Sender und Empfängerakku anschlie-
Modells auszuschließen. Beachten Sie dazu unbedingt ders ist dann nur noch nach erneutem Ausschal- ßen.
die Hinweise auf Seite 94. ten und anschließendem korrekten Wiederholen Trennen Sie immer alle Stromquellen von ihrem Modell,
der beschriebenen Prozedur möglich. wenn Sie es längere Zeit nicht benützen wollen.
WARNUNG:
Wird der Reichweite- und Funktionstest Schleppbetrieb Verwenden Sie niemals Akkus oder Batterien mit
sowie die Flugsimulation nicht ausführ- beschädigten oder defekten sowie mit unterschiedlichen
WARNUNG: Zellentypen, d. h., Mischungen aus alten und neuen
lich und gewissenhaft durchgeführt, kann
Achten Sie beim Betrieb von Schleppmo- Zellen oder Zellen aus unterschiedlicher Fertigung.
dies unerkannte Funktionsstörungen und/oder
dellen auf einen Mindestabstand von ca.
Empfangsausfälle zur Folge haben, was z. B. zu Kapazität und Betriebszeit
50 cm zwischen den beteiligten Emp-
Kon­trollverlusten oder gar einen Absturz des Mo­ Für alle Stromquellen gilt: Die Kapazität verringert sich
fangsanlagen bzw. deren Antennen. Verwenden Sie
dells und infolgedessen zu erheblichen Sach- und/ mit jeder Ladung. Bei niedrigen Temperaturen steigt der
ggf. Satellitenempfänger. Anderenfalls sind Störun-
oder Personenschäden führen kann. Innenwiderstand bei zusätzlich reduzierter Kapazität.
gen durch den Rückkanal nicht auszuschließen.
Modellbetrieb Fläche-Heli-Schiff-Auto Infolgedessen verringert sich die Fähigkeit zur Stromab-
Kontrolle Sender- und Empfängerstromversorgung gabe und zum Halten der Spannung.
WARNUNG: Spätestens, wenn bei sinkender Sender-Ak- Häufiges Laden und/oder Benutzen von Batteriepfle-
• Überfliegen Sie niemals Zuschauer ku-Spannung die Anzeige „Akku muss geprogrammen kann ebenfalls zu allmählicher Kapa-
oder andere Piloten. Gefährden Sie geladen werden!!“ im Display erscheint und zitätsminderung führen. Dennoch sollten Stromquellen
niemals Menschen oder ­Tiere. Fliegen ein akustisches Warnsignal abgegeben wird, ist der spätestens alle 6 Monate auf ihre Kapazität hin über-
Sie niemals in der Nähe von Hochspannungslei- Betrieb umgehend einzustellen und der Senderakku zu prüft und bei deutlichem Leistungsabfall ersetzt werden.
tungen. Betreiben Sie Ihr Modell auch nicht in der laden. Erwerben Sie nur original Graupner-Akkus!
Nähe von Schleusen und öffentlicher Schifffahrt. Kontrollieren Sie regelmäßig den Zustand der Akkus,
Betreiben Sie Ihr Modell ebenso wenig auf öffent- insbesondere des Empfängerakkus. Warten Sie nicht so
lichen Straßen und Autobahnen, Wegen und Plät- lange, bis die Bewegungen der Rudermaschinen merk-
zen etc. lich langsamer geworden sind! Ersetzen Sie verbrauchte
6 Sicherheitshinweise
Entstörung von Elektromotoren aufnehmen und somit den Drehzahlsteller zerstören vermeiden, achten Sie darauf, dass sich kein anderer
Alle konventionellen Elektromotoren erzeu- können. Sender näher als in 20 cm Entfernung befindet.
gen zwischen Kollektor und Bürsten Funken, Elektrische Zündungen • Der Betrieb der Fernsteueranlage erfordert sender-
die je nach Art des Motors die Funktion der seitig eine korrekte Programmierung der Länderein-
Auch Zündungen von Verbrennungsmotoren erzeugen
Fernlenkanlage mehr oder weniger stören. stellung. Dies ist erforderlich um diversen Richtlinien,
Störungen, die die Funktion der Fernsteuerung negativ
Zu einer technisch einwandfreien Anlage gehören FCC, ETSI, CE usw., gerecht zu werden. Beachten
beeinflussen können.
deshalb entstörte Elektromotoren. Besonders aber in Sie hierzu die jeweilige Anleitung zum Sender und
Versorgen Sie elektrische Zündungen immer aus einer Empfänger.
Modellen mit Elektroantrieb muss jeder Motor daher separaten Stromquelle.
sorgfältig entstört werden. Entstörfilter unterdrücken • Führen Sie vor jedem Flug einen vollständigen
Verwenden Sie nur entstörte Zündkerzen, Zündkerzen- Funktions- und Reichweitetest mit kompletter Flugs-
solche Störimpulse weitgehend und sollen grundsätzlich
stecker und abgeschirmte Zündkabel. imulation durch, um Fehler im System oder der
eingebaut werden.
Halten Sie mit der Empfangsanlage ausreichenden Programmierung des Modells auszuschließen.
Beachten Sie die entsprechenden Hinweise in der
Abstand zu einer Zündanlage. • Programmieren Sie weder Sender noch Empfänger
Bedienungs- und Montageanleitung des Motors.
Weitere Details zu den Entstörfiltern siehe Graupner Statische Aufladung während des Modellbetriebs.
Hauptkatalog FS oder im Internet unter www.graupner. WARNUNG: Pflegehinweise
de. Reinigen Sie Gehäuse, Antenne etc. niemals
Die Funktion einer Fernlenkanlage wird
Servo-Entstörfilter für Verlängerungskabel durch die bei Blitzschlägen entstehenden mit Reinigungsmitteln, Benzin, Wasser und
Best.-Nr. 1040 magnetischen Schockwellen gestört,
P dergleichen, sondern ausschließlich mit
Das Servo-Entstörfilter ist bei Verwendung überlanger auch wenn das Gewitter noch kilometerweit entfernt einem trockenen, weichen Tuch.
Servokabel erforderlich. Das Filter wird direkt am Emp- ist. Deshalb bei Annäherung eines Gewitters sofort Komponenten und Zubehör
fängerausgang angeschlossen. In kritischen Fällen kann den Flugbetrieb einstellen! Durch statische Aufla-
ein zweites Filter am Servo angeordnet werden. dung über die Antenne besteht darüber hinaus ACHTUNG:
Lebensgefahr! Die Firma Graupner|SJ GmbH als Hersteller
Einsatz elektronischer Drehzahlsteller
empfiehlt, nur Komponenten und Zubehör-
Die richtige Auswahl eines elektronischen Drehzahlstel- Bitte beachten Sie: produkte zu verwenden, die von der Firma
lers richtet sich vor allem nach der Leistung des verwen- • Um die FCC HF-Abstrahlungsanforderun- Graupner|SJ GmbH auf Tauglichkeit, Funktion und
deten Elektromotors. gen für mobile Sendeanlage zu erfüllen, Sicherheit geprüft und freigegeben sind. Die Fa. Graup-
Um ein Überlasten/Beschädigen des Drehzahlstellers zu muss beim Betrieb der Anlage eine ner|SJ GmbH übernimmt in diesem Fall für Sie die
verhindern, sollte die Strombelastbarkeit des Drehzahl- Entfernung zwischen der Antenne der Anlage und Produktverantwortung.
stellers mindestens die Hälfte des maximalen Blockier- Personen von 20 cm oder mehr eingehalten werden.
Die Fa. Graupner|SJ GmbH übernimmt für nicht
stromes des Motors betragen. Ein Betrieb in einer geringeren Entfernung wird daher
freigegebene Teile oder Zubehörprodukte anderer
Besondere Vorsicht ist bei so genannten Tuning-Motoren nicht empfohlen.
Hersteller keine Haftung und kann auch nicht je-
angebracht, die auf Grund ihrer niedrigen Windungs- • Um störende Beeinflussungen der elektrischen
des einzelne Fremdprodukt beurteilen, ob es ohne
zahlen im Blockierfall ein Vielfaches ihres Nennstromes Eigenschaften und der Abstrahlcharakteristik zu
Sicherheitsrisiko eingesetzt werden kann.
Sicherheitshinweise 7
Sicherheitshinweise

Haftungsausschluss/Schadenersatz
Dieses Handbuch dient ausschließlich Informationszwe-
cken und kann ohne Vorankündigung geändert werden.
Die Firma Graupner|SJ GmbH übernimmt keine Verant-
wortung oder Haftung für Fehler bzw. Ungenauigkeiten,
die möglicherweise in diesem Handbuch enthalten sind.
Sowohl die Einhaltung der Montage- und Betriebsan-
leitung als auch die Bedingungen und Methoden bei
Installation, Betrieb, Verwendung und Wartung der Fern-
steuerkomponenten können von der Fa. Graupner|SJ
GmbH nicht überwacht werden. Daher übernimmt die
Fa. Graupner|SJ GmbH auch keinerlei Haftung für
Verluste, Schäden oder Kosten, die sich aus fehlerhafter
Verwendung und Betrieb ergeben oder in irgendeiner
Weise damit zusammenhängen.
Soweit gesetzlich zulässig, ist die Verpflichtung der
Fa. Graupner|SJ GmbH zur Leistung von Schadener-
satz, gleich aus welchem Rechtsgrund, begrenzt auf
den Rechnungswert der an dem schadensstiftenden
Ereignis unmittelbar beteiligten Warenmenge der Fa.
Graupner|SJ GmbH. Dies gilt nicht, soweit die Fa.
Graupner|SJ GmbH nach zwingenden gesetzlichen
Vorschriften wegen Vorsatzes oder grober Fahrlässigkeit
unbeschränkt haftet.
Um immer rechtzeitig über wichtige Software­updates
informiert zu sein, sollten Sie sich deshalb unbedingt
unter https://www.graupner.de/de/service/produktregis-
trierung.aspx registrieren. Nur so werden Sie automa-
tisch per E-Mail über neue Updates informiert.

8 Sicherheitshinweise
Sicherheitshinweise und Behandlungsvorschriften für
Nickel-Metall-Hydrid Akkumulatoren
Wie für alle technisch hochwertigen Produkte ist die Be- brennbare oder leicht entzündliche Gegenstände von aus dem Wege zu gehen.
achtung der nachfolgenden Sicherheitshinweise sowie der Ladeanordnung fernzuhalten. • Achten Sie darauf, dass die Lade- und Entladevor-
der Behandlungsvorschriften für einen langen, störungs- • Akkus dürfen nur unter Aufsicht geladen werden. Der schriften eingehalten werden.
freien und ungefährlichen Einsatz unerlässlich. für den jeweiligen Akkutyp angegebene max. Lade-
Allgemeine Hinweise
Sicherheitshinweise strom darf niemals überschritten werden.
Die Kapazität Ihres Akkus verringert sich mit
• Erwärmt sich der Akku während des Ladevorgangs
ACHTUNG: jeder Ladung/Entladung. Auch die Lagerung
auf mehr als 60 °C, ist der Ladevorgang sofort zu
kann eine allmähliche Verringerung der
• Akkus wie auch einzelne Zellen sind kein unterbrechen und der Akku auf ca. 30 °C abkühlen
Kapazität zur Folge haben.
Spielzeug und dürfen nicht in die Hände zu lassen.
von Kinder gelangen. Sie sind deshalb • Niemals bereits geladene, heiße oder nicht völlig Lagerung
außerhalb der Reichweite von Kindern aufzubewah- entleerte Akkus aufladen. Eine Lagerung sollte nur im nicht vollständig entla-
ren. • An den Akkus dürfen keine Veränderungen vorge- denen Zustand in trockenen Räumen bei einer Umge-
• Vor jedem Gebrauch den einwandfreien Zustand der nommen werden. Niemals direkt an den Zellen löten bungstemperatur von +5 °C bis +25 °C erfolgen. Die
Akkus überprüfen. Defekte oder beschädigte Akkus oder schweißen. Zellenspannung sollte auch bei Lagerung über einen
nicht mehr verwenden. • Bei falscher Behandlung besteht Entzündungs-, längerer Zeitraum hinweg 1,2 V nicht unterschreiten.
• Akkus dürfen nur innerhalb der für den jeweiligen Explosions-, Verätzungs- und Verbrennungsgefahr. Angleichen der einzelnen Akkuzellen
Zellentyp spezifizierten technischen Daten eingesetzt Geeignete Löschmittel sind Löschdecke, CO2-Feuer- • Um die Zellen eines neuen Akkus einander anzuglei-
werden. löscher oder Sand. chen, bringen Sie diese über die sogenannte Nor-
• Akkus nicht erhitzen, verbrennen, kurzschließen • Auslaufendes Elektrolyt ist ätzend, nicht mit Haut malladung auf den max. Ladezustand. Als Faustregel
oder mit überhöhten oder verpolten Strömen la- oder Augen in Berührung bringen. Im Notfall sofort gilt in diesem Fall, dass ein leerer Akku 12 Stunden
den. mit reichlich Wasser ausspülen und anschließend lang mit einem Strom in der Höhe eines Zehntels der
• Akkus aus parallel geschalteten Zellen, Kombi- einen Arzt aufsuchen. aufgedruckten Kapazität geladen wird („1/10 C“-Me-
nationen aus alten und neuen Zellen, Zellen un- • Die Ventilöffnungen der Zellen dürfen auf keinen Fall thode). Die Zellen sind dann alle gleich voll. Eine
terschiedlicher Fertigung, Größe, Kapazität, Her- blockiert oder versiegelt werden, z. B. durch Lötzinn. solche Angleichung sollte in etwa bei jeder zehnten
steller, Marken oder Zellentypen dürfen nicht Beim Löten darf eine Löttemperatur von höchstens Ladung wiederholt werden, damit die Zellen wieder
verwendet werden. 220 °C nicht länger als 20 Sekunden einwirken. einander angeglichen werden und somit auch die
• Ein in ein Gerät eingesetzter Akku ist immer zu • Um eine Deformation zu vermeiden, darf kein über- Lebensdauer des Akkus erhöht wird.
entnehmen, wenn das Gerät nicht verwendet wird. mäßiger mechanischer Druck einwirken. • Wenn Sie die Möglichkeit der Einzelzellenentladung
Geräte nach dem Gebrauch immer ausschalten, um • Bei überhitzten Akkus gehen Sie wie folgt vor: haben, sollten Sie diese vor jeder Ladung nutzen.
Tiefentladungen zu vermeiden. Akkus immer recht- Stecken Sie den Akku einfach ab und legen Sie die- Ansonsten sollte der Akkupack bis zu einer Entlades-
zeitig aufladen. sen auf einen unbrennbaren Untergrund (z. B. Stein- pannung von 0,9 V pro Zelle entladen werden. Dies
• Der zu ladende Akku muss während des Ladevor- boden) bis er abgekühlt ist. Behalten Sie den Akku entspricht beispielsweise bei dem im Sender verwen-
gangs auf einer nicht brennbaren, hitzebeständigen niemals in der Hand, um den Risiken einer Explosion deten 4er-Pack einer Entladeschlussspannung von
und nicht leitenden Unterlage stehen! Auch sind 3,6 V.
Sicherheitshinweise 9
Ladung ACHTUNG:
Laden ist nur mit den spezifizierten Strömen, Lade- Die Zellenspannung sollte auch bei län-
zeiten, Temperaturbereichen und ständiger Aufsicht gerer Lagerung 1,2 V nicht unterschreiten.
zulässig. Steht kein geeignetes Schnellladegerät zur Ggf. müssen Sie den Akku vor dem Einla-
Verfügung, an dem sich der Ladestrom genau einstellen gern aufladen.
lässt, so ist der Akku durch Normalladung nach der • Reflexladen wie auch Lade-/Entlade-Programme
1/10 C-Methode aufzuladen, siehe Beispiel oben. verkürzen unnötig die Lebensdauer von Akkus und
Senderakkus sollten wegen der unterschiedlichen sind nur zum Überprüfen der Akkuqualität oder zum
Ladezustände der Zellen, wenn immer möglich, mit „Wiederbeleben“ älterer Zellen geeignet. Genau-
1/10 C geladen werden. Der Ladestrom darf aber sowenig macht das Laden-/Entladen eines Akkus
keinesfalls den in der jeweiligen Senderanleitung als vor einem Einsatz Sinn. Es sei denn, Sie möchten
maximal zulässig angegebenen Wert überschreiten! dessen Qualität überprüfen.
Schnell-Ladung Entsorgung verbrauchter Batterien und Akkus
Sollte Ihr Ladegerät diese Möglichkeiten bieten, dann Jeder Verbraucher ist nach der deutschen Batteriever-
stellen Sie die Deltapeak-Ladeabschaltspannung auf ordnung gesetzlich zur Rückgabe aller gebrauchten und
5 mV pro Zelle. Die meisten Ladegeräte sind jedoch fest verbrauchten Batterien bzw. Akkus verpflichtet.
auf 15 … 20 mV pro Zelle eingestellt und können daher Eine Entsorgung über den Hausmüll ist verboten. Alte
sowohl für NiCd-Akkus wie auch NiMH-Akkus verwen- Batterien und Akkus können unentgeltlich bei den
det werden. Erkundigen Sie sich im Zweifelsfalle in der öffentlichen Sammelstellen der Gemeinden, in unseren
Bedienungsanleitung oder beim Fachhändler, ob auch Verkaufsstellen und überall dort abgegeben werden,
Ihr Gerät für NiMH-Akkus geeignet ist. Im Zweifelsfalle wo Batterien und Akkus der betreffenden Art verkauft
laden Sie Ihre Akkus mit der Hälfte der angegebenen werden. Sie können die von uns gelieferten Akkus und
max. Ladeströme. Batterien nach Gebrauch aber auch ausreichend fran-
kiert an folgende Adresse zurücksenden:
Entladung
Graupner|SJ GmbH
Alle von Graupner und GM-Racing vertriebenen Akkus Service: Gebrauchte Batterien
sind je nach Akkutyp für eine maximale Dauerstrom- Henriettenstr. 94 - 96
belastung von 6 … 13 C geeignet (Herstellerangaben
D-73230 Kirchheim unter Teck
beachten!). Je höher die Dauerstrombelastung, um so
niedriger ist die Lebensdauer. Sie leisten damit einen wesentlichen Beitrag zum
Umweltschutz!
• Benutzen Sie Ihren Akku, bis die Leistung nachlässt,
bzw. die Unterspannungswarnung ertönt. Vorsicht:
Beschädigte Akkus bedürfen für den Versand u. U. einer
besonderen Verpackung, da z. T. sehr giftig!!!!!
10 Sicherheitshinweise
Für Ihre Notizen 11
mz-12 Fernsteuertechnologie der neuesten Generation

Das Übertragungsverfahren HoTT (Hopping Telemetry Parameter für unterschiedliche Flugaufgaben auf „Ta- von Servos geändert sowie Servowege limitiert werden.
Transmission) mit bidirektionaler Kommunikation zwi- stendruck“ abzurufen. In dem vorliegenden Handbuch wird jedes Menü
schen Sender und Empfänger im 2,4-GHz-ISM-Band ist Das große Grafikdisplay ermöglicht eine übersichtliche ausführlich beschrieben. Tipps, viele Hinweise und
die Synthese aus Know-How, Engineering und weltwei- und einfache Bedienung. Die grafische Darstellung der Programmierbeispiele ergänzen die Beschreibungen
ten Tests durch Profi-Piloten. Mischer usw. ist außerordentlich hilfreich. ebenso wie die Erläuterungen modellbauspezifischer
Basierend auf dem bereits 1997 eingeführte Graupner/ Der Einsteiger wird durch die klare und übersichtliche Fachbegriffe wie Geber oder Dual Rate, Butterfly usw.
JR-Computer-Fernlenk-System mc-24, wurde das Programmstruktur schnell mit den unterschiedlichen Im Anhang finden Sie weitere Informationen zum HoTT-
Fernlenk-System mz-12 HoTT speziell für den Einstei- Funktionen vertraut. Mit den links und rechts des kon- System. Abgeschlossen wird dieses Handbuch mit der
ger entwickelt. Dennoch können alle gängigen Modell- trastreichen Displays platzierten Vier-Wege-Tasten Konformitätserklärung und der Garantieurkunde des
typen mit bis zu 6 Steuerfunktionen problemlos mit dem nimmt der Anwender seine Einstellungen vor und lernt Senders.
Sender mz-12 HoTT betrieben werden, gleichgültig ob so in kürzester Zeit, alle Optionen entsprechend seiner Beachten Sie die Sicherheitshinweise und technischen
Flächen- und Hubschraubermodelle oder Schiffs- und Erfahrung im Umgang mit ferngelenkten Modellen zu Hinweise. Lesen Sie die Anleitung aufmerksam durch
Automodelle. nutzen. und testen Sie vor dem Einsatz zunächst alle Funk-
Gerade im Flächen- und Helikopter-Modellbau sind oft Das Graupner HoTT-Verfahren erlaubt theoretisch mehr tionen durch einfaches Anschließen von Servos an dem
komplizierte Mischfunktionen der jeweiligen Ruderklap- als 200 Modelle gleichzeitig zu betreiben. Aufgrund des beiliegenden Empfänger. Beachten Sie aber dabei die
pen bzw. bei der Taumelscheibensteuerung erforder- zulassungsbedingten funktechnischen Mischbetriebes entsprechenden Hinweise auf Seite 22. So erlernen
lich. Dank der Computertechnologie kann der Sender im 2,4-GHz-ISM-Band wird aber diese Anzahl in der Sie in kürzester Zeit die wesentlichen Bedienschritte
mz-12 HoTT an die unterschiedlichsten Modellanfor- Praxis erheblich geringer sein. In der Regel werden aber und Funktionen der mz-12 HoTT.
derungen mit einem „Tastendruck“ angepasst werden. immer noch mehr Modelle im 2,4-GHz-Band gleichzeitig Gehen Sie verantwortungsvoll mit Ihrem ferngesteu-
Wählen Sie lediglich im Programm des Senders den betrieben werden können als in den konventionellen erten Modell um, damit Sie sich und andere nicht
jeweiligen Modelltyp aus, dann stellt die Software alle 35-/40-MHz-Frequenzbereichen. Der letztendlich li- gefährden.
bedeutsamen Misch- und Koppelfunktionen automa- mitierende Faktor dürfte aber – wie häufig schon bis- Das Graupner-Team wünscht Ihnen viel Freude und
tisch zusammen. Im Sender entfallen dadurch separate her – doch eher die Größe des zur Verfügung stehenden Erfolg mit Ihrem mz-12 HoTT-Fernlenksystem der
Module für die Realisierung komplexer Koppelfunkti- (Luft-) Raumes sein. Allein aber in der Tatsache, dass neuesten Generation.
onen, und im Modell werden aufwendige mechanische keine Frequenzabsprache mehr erfolgen muss, ist
Mischerkonstruktionen überflüssig. Die mz-12 HoTT besonders bei in unübersichtlichem Gelände verteilt
bietet ein Höchstmaß an Sicherheit und Zuverlässigkeit. Kirchheim-Teck, im Juli 2015
stehenden Pilotengruppen, wie es z. B. beim Hangflug
Die Software ist klar strukturiert. Funktional zusammen- gelegentlich vorkommen kann, ein enormer Sicherheits-
hängende Optionen sind inhaltlich übersichtlich und gewinn zu sehen.
einfach organisiert. Das integrierte »Telemetrie«-Menü ermöglicht den
20 Modellspeicherplätze bietet die mz-12 HoTT. In einfachen Zugriff auf Daten und Programmierung der
jedem Modellspeicherplatz können zusätzlich flugpha- HoTT-Empfänger. Beispielsweise können auf diesem
senspezifische Einstellungen abgelegt werden, die Wege Empfängerausgänge gemappt, Steuerfunktionen
es Ihnen ermöglichen, beispielsweise verschiedene auf mehrere Servos aufgeteilt wie auch Drehrichtungen

12 Einleitung
Computer System mz-12 
6-Kanal-Fernlenkset in 2,4 GHz Graupner HoTT-Technologie (Hopping Telemetry Transmission)
• Microcomputer-Fernlenksystem in modernster 2,4
GHz Graupner HoTT-Technologie
• Bidirektionale Kommunikation zwischen Sender und
Empfänger
• Ultraschnelle Reaktionszeiten durch direkte Übertra-
gung der Daten vom Hauptprozessor zum 2.4-GHz-
HF-Modul mit zuverlässiger Übertragung.
• Maximale Störunempfindlichkeit durch optimiertes
Frequenzhopping über bis zu 75 Kanäle und breiter
Kanalspreizung
• Intelligente Datenübertragung mit Korrekturfunktion
• Über 200 Systeme gleichzeitig einsetzbar
• 7 verschiedene Sprachen
Wechsel zwischen Deutsch, Englisch, Französisch,
Holländisch, Italienisch, Spanisch und Tschechisch,
jederzeit per Software-Update möglich.
• »Telemetrie«-Menü zur Anzeige der Telemetrie-Da-
ten sowie zur Programmierung der optional an-
schließbaren Sensoren und der Empfängerausgänge
• Durch spezielle Telemetrie-Displays zahlreiche
Programmier- und Auswertefunktionen direkt im
Senderdisplay
• Sprachausgabe über Kopfhöreranschluss
• Servozykluszeiten für Digitalservos von 10 ms
wählbar
• Kurze Antenne, klappbar
• Bedienung und Programmierung angelehnt an die
bewährten Konzepte von mc-18 bis mc-24
Hohe Funktionssicherheit der Graupner HoTT-Tech- technik mit Vier-Wege-Drucktasten. • Kontrastreiches, blau beleuchtetes Grafikdisplay ge-
nologie und durch bidirektionale Kommunika­tion Kontrastreiches, 8-zeiliges blau beleuchtetes Grafik- währleistet perfekte Kontrolle der Einstellparameter
zwischen Sender und Empfänger mit integrierter display zur perfekten Anzeige aller Einstellparame- wie beispielsweise Modelltyp, Modellspeicher, Uhren
Telemetrie und ultraschnellen Reaktionszeiten. ter und Telemetriedaten. und der Betriebsspannung.
Programmierung durch vereinfachte Programmier- • Funktions-Encoder mit zwei Vier-Wege-Tasten er-
Beschreibung Fernlenkset 13
Computer System mz-12 
6-Kanal-Fernlenkset in 2,4 GHz Graupner HoTT-Technologie (Hopping Telemetry Transmission)
möglichen vereinfachte Programmierung und präzise HR  QR, WK  HR, WK  QR und Diff.Reduk- standardmäßig, wahlweise jeder der 24 Modellspei-
Einstellung tion cher eines Senders einzeln umschaltbar auf sender-
• Key-Lock-Funktion gegen unbeabsichtigte Bedienung Heli-Menü für: 1-, 2-, 3- und 4-Punkt-Anlenkung spezifische HoTT-Synchronisation
• 3 Flugphasen programmierbar (1 Sv, 2 Sv, 3 Sv (2 Roll), 3 Sv (140°), 3 Sv (2 Nick), • Binden auch mehrerer Empfänger pro Modell im
• 20 Modellspeicher mit Speicherung aller modellspe- 4 Sv (90°)) Parallelbetrieb möglich
zifischen Programm- und Einstellparameter • 5 freie Linear-Mischer • Extrem schnelles Re-Binding auch bei maximaler
• 5 Schalter (2 Drei-Stufen-Schalter, 2 Zwei-Stu- • Taumelscheibenlimiter Entfernung
fen-Schalter und 1 Taster) sowie 1 Proportional-Dreh- • Servo-Verstellung ±150 % für alle Servoausgänge, • Satellitenbetrieb zweier Empfänger über spezielle
geber sind bereits eingebaut und beliebig einsetzbar getrennt einstellbar je Seite (Single Side Servo Kabelverbindung
• Freie Zuordnung aller Schalter zu Schaltfunktionen Throw) • Reichweite Test- und Warnfunktion
durch einfaches Umlegen des gewünschten Schal- • Sub-Trimm im Bereich von ±125 % zur Einstellung • Empfänger-Unterspannungswarnung im Senderdis-
ters der Neutralstellung aller Servos play
• Speicherung der Modellspeicher in modernstem und • Servo-Reverse (Servoumkehr) für alle Servos pro- • Extrem breiter Empfänger-Betriebsspannungsbereich
batterielosen Backup-System grammierbar von 3,6 V bis 8,4 V (voll funktionsfähig bis 2,5 V)
• 6 Steuerfunktionen mit vereinfachter Zuordnung von • DUAL RATE/EXPO-System flugphasenspezifisch • Fail Safe
Bedienelementen für Zusatzfunktionen, wie Schalter einzeln einstellbar, während des Fluges umschaltbar • freie Kanalzuordnung (Channel Mapping), Misch-
und Proportionalgeber, ermöglichen hohen Bedien- • Stoppuhren/Countdown-Timer mit Alarm-Funktion funktionen sowie Servoeinstellungen sind im »Tele-
komfort • Kopierfunktion für Modellspeicher metrie«-Menü programmierbar
• Komfort-Mode-Selector zur einfachen Umschaltung • Zwischen Kopfhörer- und DSC-Funktion umschalt- • Bis zu 4 Servos können blockweise mit einer Ser-
des Betriebs-MODES 1 … 4 (Gas links/rechts usw.) bare Buchse zum Anschluss von Kopfhörern bzw. vo-Zykluszeit von 10 ms gleichzeitig angesteuert
Alle davon betroffenen Einstellungen werden auto- Flugsimulatoren oder eines Lehrer-/Schülersystems werden (nur Digital-Servos!)
matisch mit umgestellt.
Allgemeine HoTT-Merkmale
• Grafische Servo-Positionsanzeige für einen schnel-
len, einfachen Überblick und zum Überprüfen der • Maximale Störunempfindlichkeit durch optimiertes
Servowege Frequenzhopping und breiter Kanalspreizung
• Tausch von Senderausgängen • Intelligente Datenübertragung mit Korrekturfunktion
• Umfangreiche Programme für Flächen- und Hub- • Über 200 Systeme gleichzeitig einsetzbar
schraubermodelle: • Telemetrieauswertung in Echtzeit
Flächen-Menü für: 1 QR, 1 QR + 1 WK, 2 QR, 2 QR • Zukunftssicher durch die Updatefähigkeit aller
+ 1 oder 2 WK, V-Leitwerk, Delta/Nurflügel, 2 Höhen- Komponenten
ruderservos • Einfaches und extrem schnelles Binden von Sender
Flächen-Mix: QR-Diff, WK-Diff, QR  SR, QR  und Empfänger
WK, K1  HR, K1  WK, K1  QR, HR  WK, • modellspeicherspezifische HoTT-Synchronisation
14 Beschreibung Fernlenkset
Das Set Best.-Nr. S1002.DE enthält Technische Daten Sender mz-12 HoTT Technische Daten Empfänger GR-16 HoTT
Microcomputer-Sender mz-12 HoTT, bidirektionalen Frequenzband 2,4 … 2,4835 GHz Best.-Nr. 33508
Graupner-Empfänger GR-16 HoTT Best.-Nr. 33508, 4 Modulation FHSS Betriebsspannung 3,6 … 8,4 V*
Batterien vom Typ AA, Batteriehalter, Senderriemen und Stromaufnahme ca. 70 mA
Handbuch Sendeleistung 100 mW EIRP
Steuerfunktionen 6 Funktionen, davon 4 Frequenzband 2,4 … 2,4835 GHz
trimmbar Modulation FHSS
Temperaturbereich -10 … +55 °C Antenne Diversity-Antennen,
Antenne klappbar 2 x ca. 145 mm lang,
Empfohlene Ladegeräte (Zubehör) ca. 115 mm gekapselt und
Betriebsspannung 3,4 … 6 V ca. 30 mm aktiv
geeignet für
Stromaufnahme ca. 180 mA Ansteckbare Servos 8
Anschl. 230 V AC

folgende Akku­
Anschl. 12 V DC

integr. Balancer
typen Abmessungen ca. 190 x 185 x 90 mm Ansteckbare Sensoren 1
Gewicht ca. 700 g mit Batterien
Best.-Nr.

Bleiakku

Temperaturbereich ca. -10 … +55 °C


NiMH
NiCd

LiPo

Bezeichnung Abmessungen ca. 46 x 21 x 14 mm


6411 Ultramat 8 x x x x x Gewicht ca. 12 g
6463 Ultramat 12 plus x x x x x x * Die Angabe des zulässigen Betriebspannungsbereiches gilt
ausschließlich für den Empfänger! Bitte beachten Sie in diesem
6464 Ultramat 14 plus x x x x x x x
Zusammenhang, dass die Eingangsspannung des Empfängers
6466 Ultra Trio plus 14 x x x x x x x Zubehör ungeregelt an den Servoanschlüssen bereitgestellt wird, der zuläs-
sige Betriebsspannungsbereich der überwiegenden Mehrzahl der
6468 Ultramat 16S x x x x x x x Best.-Nr. Beschreibung derzeit noch auf dem Markt verfügbaren Servos, Drehzahlsteller,
6469 Ultra Trio Plus 16 x x x x x x 1121 Umhängeriemen, 20 mm breit Gyros usw. aber nur 4,8 bis 6 Volt beträgt!
6470 Ultramat 18 x x x x x x x 70 Umhängeriemen, 30 mm breit
6475 Ultra Duo Plus 45 x x x x x x 3097 Windschutz für Handsender
6478 Ultra Duo Plus 60 x x x x x x x
6480 Ultra Duo Plus 80 x x x x x x Lehrer-/Schüler-Kabel für mz-12 HoTT
Für die Aufladung ist zusätzlich für den Sender das Ladekabel Best.- siehe Seite 137
Nr. 3022 und für den Empfängerakku das Ladekabel Best.-Nr. 3021
erforderlich.
Ersatzteile
Weitere Ladegeräte sowie Einzelheiten zu den aufgeführten Ladege-
räten finden Sie im Graupner Hauptkatalog FS oder im Internet unter Best.-Nr. Beschreibung Weiteres Zubehör im Anhang oder im Internet unter
www.graupner.de. 33800 Senderantenne HoTT www.graupner.de. Wenden Sie sich auch an Ihren Fach-
händler. Er berät Sie gerne.
Beschreibung Fernlenkset 15
Betriebshinweise

Sender-Stromversorgung Einsetzen und Austauschen der Senderbatterien Senders ab diesem Zeitpunkt.


Der Sender mz-12 HoTT wird serienmäßig Zur Entnahme der Senderbatterien zunächst den Deckel
0.0V
mit einem Batteriehalter und einem Satz des Batterieschachtes auf der Senderrückseite nach
M-01 Stop 0:00
NICHT WIEDERAUFLADBARER Batterien unten schieben und dann abnehmen: Flug 0:00
ausgeliefert. Achten Sie beim Einsetzen dieser Batterien 5.5V
sowie von Ersatzbatterien oder - akkus unbedingt auf 0:00h
einwandfreien Kontakt. Unterbrechungen – auch N R

kurzfristige – der Stromversorgung des Senders


während eines Modellbetriebs können nämlich Laden eines ggf. eingesetzten Akkuspacks
schlimmstenfalls einen Modellverlust und ggf. noch Ggf. anstelle von Batterien in den Batteriehalter einge-
weitere Schäden nach sich ziehen. setzte – wiederaufladbare – NiMH-Akkus können über
Die Spannung der Senderstromversorgung ist während die in der Senderrückwand angebrachte Ladebuchse mit
des Betriebs im LCD-Display zu überwachen. Bei Un- einem geeigneten Ladegerät – z. B. dem als Ersatzteil
terschreiten einer in der Zeile „Warnschwelle Akku“ des erhältlichen der mx-Sender, Best.-Nr. 33116.2 (5,6V/
Menüs »allg. Einstellungen«, Seite 128, einstellbaren 200mA)) – geladen werden.
Spannung, standardmäßig 4,7 V, ertönt ein akustisches Als Faustregel für die Ladedauer gilt, dass ein leerer
Warnsignal und im Display erscheint das Fenster Akku 12 Stunden lang mit einem Strom in der Höhe
0.0V eines Zehntels der aufgedruckten Kapazität geladen
M-01 0:00 wird. Für die rechtzeitige Beendigung des Ladevor-
Akku muss
0:00 ganges müssen Sie jedoch selbst sorgen …
geladen
4 werden !! Verwenden Sie keinesfalls Steckerladegeräte anderer
3:21 Hersteller oder Ladegeräte, die für andere Akkutypen
N R ausgelegt sind. Eine zu hohe Ausgangsspannung und
evtl. zusätzlich falsche Polarität des Steckers, siehe
Spätestens jetzt ist der Betrieb unverzüglich einzustellen Entfernen Sie anschließend die verbrauchten Batterien weiter unten, können immense Schäden verursachen.
und der Senderakku wieder zu laden! aus dem Batteriehalter bzw. Ersetzen Sie diese durch Wir empfehlen, den Steckerlader ggf. entsprechend zu
neue. beschriften.
Hinweis:
Achten Sie auch auf die Einstellung des Betriebszeituhr im Display links unten Der Sender muss während des gesamten Ladevorgangs
richtigen Akkutyps im Menü »Allgemeine Diese Uhr wird automatisch auf den Wert „0:00“ zu- auf „OFF“ (AUS) geschaltet sein. Niemals den Sender,
Einstellungen«, Seite 128! Standardmä- rückgesetzt, sobald bei Wiederinbetriebnahme des solange er mit dem Ladegerät verbunden ist, einschal-
ßig muss NiMH eingestellt sein. Senders die Spannung der Senderstromversorgung, ten! Eine auch nur kurzzeitige Unterbrechung des
z. B. aufgrund eines Batterietausches, erkennbar höher Ladevorgangs kann die Ladespannung derart ansteigen
als zuletzt ist und zeigt die kumulierte Betriebszeit des lassen, dass der Sender durch Überspannung sofort be-
schädigt wird. Achten Sie deshalb auch immer auf einen
16 Betriebshinweise
sicheren und guten Kontakt aller Steckverbindungen.
Beachten Sie auch die Sicherheitshinweise auf den
Seiten 9 … 10.
Polarität der mz-12 HoTT-Ladebuchse
Die auf dem Markt befindlichen Ladekabel anderer
Hersteller weisen oft unterschiedliche Polaritäten auf.
Verwenden Sie deshalb nur original Graupner-Ladeka-
bel mit der Best.-Nr. 3022.

Laden mit Automatik-Ladegeräten


Die Ladebuchse ist serienmäßig über eine Schutzdiode
gegen Verpolung geschützt. Original Graupner-Automa-
tikladegeräte erkennen dennoch die Spannungslage des
Akkus. Der Ladestrom darf aber 1 A nicht überschrei-
ten, da ansonsten die Diode und ggf. andere Bauteile
beschädigt werden können.
Stellen Sie ggf. Ihr Schnellladegerät entsprechend des-
sen Anleitung auf eine Delta-Peak-Spannungsdifferenz
von 10 … 20 mV oder äquivalent ein, sodass es sich zur
Schnellladung von NiMH-Zellen eignet.
ACHTUNG:
Verbinden Sie erst die Bananenstecker
des Ladekabels mit dem Ladegerät und
stecken Sie dann erst das andere Ende
des Ladekabels in die Ladebuchse am Sender.
Verbinden Sie niemals die blanken Enden der
Stecker eines bereits am Sender angeschlossenen
Ladekabels miteinander! Um Schäden am Sender zu
vermeiden, darf der Ladestrom generell 1 A nicht
überschreiten! Begrenzen Sie ggf. den Strom am
Ladegerät.

Betriebshinweise 17
Betriebshinweise

Empfänger-Stromversorgung Hinweis: von der einwandfreien Funktion der Abschaltauto-


Zur Stromversorgung des Empfängers stehen 4- und Eine Gesamtübersicht der Akkus, Ladege- matik bei Automatik-Ladegeräten. Dies gilt insbe-
5-zellige NiMH-Akkus unterschiedlicher Kapazität zur räte sowie Messgeräte zur Überprüfung der sondere, wenn Sie den serienmäßig eingebauten
Auswahl. Bei einem Einsatz von Digitalservos empfehlen Stromquellen ist im Graupner Hauptkatalog NiMH-Akku mit einem Automatik-Ladegerät für
wir, einen 5-zelligen Akku (6 V) ausreichender Kapazi- FS bzw. im Internet unter www.graupner.de zu finden. NiCd-Akkus aufladen wollen. Passen Sie ggf. das
tät zu verwenden. Im Falle eines Mischbetriebes von Abschaltverhalten an, sofern das verwendete Lade-
Laden des Empfängerakkus gerät diese Option besitzt.
Analog- und Digitalservos achten Sie jedoch unbedingt
auf die jeweils maximal zulässige Betriebsspannung. Das Ladekabel Best.-Nr. 3021 kann zum Laden direkt • Führen Sie keine Akku-Entladungen oder Akku-Pfle-
Für eine stabilisierte und einstellbare Stromversorgung an den Empfängerakku angesteckt werden. Ist der Akku geprogramme über die Ladebuchse durch! Die
des Empfängers mit 1 oder 2 Empfängerakkus sorgt im Modell über eines der Stromversorgungskabel Best.- Ladebuchse ist für diese Verwendung nicht geeignet!
z. B. die PRX-Einheit Best.-Nr. 4136, siehe Anhang ab Nr. 3046, 3934, 3934.1 bzw. 3934.3 angeschlossen, • Immer zuerst das Ladekabel mit dem Ladegerät
Seite 206. dann erfolgt die Ladung über die im Schalter integrierte verbinden, dann erst mit dem Empfänger- oder Sen-
Verwenden Sie aus Sicherheitsgründen Ladebuchse bzw. den gesonderten Ladeanschluss. Der derakku. So verhindern Sie einen versehentlichen
keinesfalls Batterieboxen und auch keine Schalter des Stromversorgungskabels muss zum Laden Kurzschluss mit den blanken Enden der Ladekabel-
Trockenbatterien. auf „AUS“ stehen. stecker.
Die Spannung der Bordstromversorgung wird während • Bei starker Erwärmung des Akkus überprüfen Sie
des Modellbetriebs bei bestehender Telemetrie-Verbin- den Zustand des Akkus, tauschen diesen ggf. aus
dung rechts oben im Display des Senders angezeigt: Polarität Empfängerakkustecker oder reduzieren den Ladestrom.
• Lassen Sie den Ladevorgang eines Akkus nie-
5.1V Allgemeine Ladehinweise
mals unbeaufsichtigt!
M-01 Stop 0:00 • Es sind stets die Ladeanweisungen des
Flug 0:00 • Beachten Sie die Sicherheitshinweise und Be-
Ladegeräte- sowie des Akkuherstellers
5.5V handlungsvorschriften ab Seite 9.
einzuhalten.
0:12h
N R
• Achten Sie auf den maximal zulässigen Ladestrom
des Akkuherstellers. Um Schäden am Sender zu
Beim Unterschreiten einer im »Telemetrie«-Menü, vermeiden, darf der Ladestrom des Senders aber
Seite 154, einstellbaren Warnschwelle, standardmäßig generell 1 A nicht überschreiten! Begrenzen Sie ggf.
3,8 Volt, erfolgt eine optische und akustische Unterspan- den Strom am Ladegerät.
nungswarnung. Soll der Senderakku dennoch mit mehr als 1 A gela-
Überprüfen Sie dennoch in regelmäßigen den werden, muss dieser unbedingt außerhalb des
Abständen den Zustand der Akkus. Senders geladen werden! Anderenfalls riskieren Sie
Warten Sie mit dem Laden der Akkus Schäden an der Platine durch Überlastung der Lei-
nicht, bis das Warnsignal ertönt. terbahnen und/oder eine Überhitzung des Akkus.
• Vergewissern Sie sich durch einige Probeladungen
18 Betriebshinweise
Längenverstellung der Steuerknüppel werden: öffnen würden.
Beide Steuerknüppel lassen sich in der Länge stufenlos • wenn ein neutralisierender Steuerknüppel auf ACHTUNG:
verstellen, um die Sendersteuerung an die Gewohn- nichtneutralisierend oder ein nichtneutralisierender
• Mehrere Kabel verbinden die Unter-
heiten des Piloten anpassen zu können. Steuerknüppel auf neutralisierend umgebaut werden
schale mit der im Oberteil befindlichen
Halten Sie die untere Hälfte des gerändelten Griff- soll,
Senderelektronik. Diese Verbindung
stückes fest und Lösen Sie durch Drehen des oberen • zur Einstellung der Steuerknüppelrückstellkraft. darf keinesfalls beschädigt werden!
Teiles die Verschraubung: Vor dem Öffnen des Gehäuses Sender ausschalten • Nehmen Sie keinerlei Veränderungen an der
(Power-Schalter auf „OFF“). Schaltung vor, da ansonsten der Garantiean-
Öffnen Sie den Akkuschacht und entnehmen Sie den spruch und auch die behördliche Zulassung er-
Batteriehalter, indem Sie diesen an einem Ende hoch- löschen!
heben und ohne Gewalt anzuwenden, vom Klettband • Berühren Sie keinesfalls die Platinen mit metal-
abziehen. Ziehen Sie hernach den Anschlussstecker ab lischen Gegenständen. Berühren Sie Kontakte
und legen Sie den Batteriehalter zur Seite. auch nicht mit den Fingern.
Lösen Sie die auf der Senderrückseite versenkt an- • Schalten Sie bei geöffnetem Sendergehäuse nie-
gebrachten sechs Schrauben mit einem Kreuzschlitz- mals den Sender ein!
schraubendreher der Größe PH1, siehe Abbildung:
Beim Schließen des Senders achten Sie bitte da-
Anordnung der Gehäuseschrauben rauf, dass …
• … keine Kabel beim Aufsetzen der Unterschale ein-
geklemmt werden.
• … die beiden Gehäuseteile vor dem Verschrauben
bündig aufeinander sitzen. Niemals die beiden Ge-
häuseteile mit Gewalt zusammendrücken.
Nun durch Hoch- bzw. Herunterdrehen den Steuer-
• … die kürzeren und dünneren Schrauben am Griff
knüppel verlängern oder verkürzen. Anschließend den
sowie in die ebenfalls mit dünneren Pfeilen mar-
oberen und unteren Teil des Griffstückes durch Gegen-
kierten Bohrungen an den beiden oberen Ecken des
einanderverdrehen wieder festlegen.
Senders einzudrehen sind.
Sendergehäuse öffnen • Drehen Sie die Gehäuseschrauben mit Gefühl in die
Lesen Sie sorgfältig die nachfolgenden Hinweise, bevor Halten Sie die beiden Gehäuseteile mit der Hand bereits vorhandenen Gewindegänge, damit diese
Sie den Sender öffnen. Wir empfehlen Unerfahrenen, zusammen und lassen Sie diese 8 Schrauben durch nicht ausreißen.
die nachfolgend beschriebenen Eingriffe ggf. im Graup- Umdrehen des Senders zunächst auf eine geeignete • … Sie vor dem Einsetzen des Batteriehalters diesen
ner-Service durchführen zu lassen. Unterlage herausfallen. Heben Sie nun die Unterschale wieder entsprechend der im Gehäuse eingeprägten
vorsichtig an und klappen Sie diese nach unten auf, Polarisierung anschließen.
Der Sender sollte nur in folgenden Fällen geöffnet
so, als ob Sie ein am unteren Rand gebundenes Buch
Betriebshinweise 19
Betriebshinweise

Umstellen der Kreuzknüppel


Neutralisierung
Wahlweise kann sowohl der linke wie auch der rechte
Steuerknüppel von neutralisierend auf nicht neutralisie-
rend, und umkehrt, umgestellt werden: Sender wie auf
klappbare Antenne der Seite zuvor beschrieben öffnen.
Zum Wechsel der serienmäßigen Einstellung des Steu-
erknüppels lokalisieren Sie die auf der nachfolgenden
Justierschrauben der
Abbildung des – in normaler Senderhaltung – rechten
Bremsfedern des
Justierschrauben der Knüppelaggregates weiß umrandete Schraube.
Gas-/Brems-Steuer-
knüppels, Steuerknüppelrück-
siehe rechte Seite stellkraft,
siehe rechte Seite
nicht berühren!
Senderplatine

Neutralisations-
schraube,
siehe rechts rechtes linkes
Knüppelagreggat Knüppelagreggat

Senderplatine
nicht berühren!

Hinweis:
Das linke Knüppelaggregat ist um 180 °
gedreht eingebaut, sodass bei diesem die
gesuchte Schraube links oberhalb der Mitte
zu finden ist.
Drehen Sie nun diese Schraube hinein, bis der betref-
fende Steuerknüppel von Anschlag bis Anschlag frei
beweglich ist bzw. drehen Sie diese heraus, bis der
20 Betriebshinweise
Steuerknüppel wieder komplett selbstrückstellend ist. Steuerknüppelrückstellkraft
Bremsfeder und Ratsche Die Rückstellkraft der Steuerknüppel ist ebenfalls auf
die Gewohnheiten des Piloten einstellbar. Das Justier-
Mit der äußeren der beiden in der nächsten Abbildung
system befindet sich neben den Rückholfedern, siehe
markierten Schrauben stellen Sie die Bremskraft ein
Markierungen auf der folgenden Abbildung.
und mit der inneren die Stärke der Ratsche des jewei-
ligen Steuerknüppels: Durch Drehen der jeweiligen Einstellschraube mit einem
(Kreuz)-Schlitzschraubendreher kann die gewünschte
Federkraft justiert werden:
• Rechtsdrehung = Rückstellung härter,
• Linksdrehung = Rückstellung weicher.

horizontal

vertikal

Hinweis:
Das linke Knüppelaggregat ist um 180 °
gedreht eingebaut, sodass bei diesem die
gesuchten Schrauben ggf. rechts unten zu
finden sind. Hinweis:
Das linke Knüppelaggregat ist um 180 °
gedreht eingebaut, sodass bei diesem die
gesuchten Schrauben ggf. links der Mitte zu
finden sind.

Betriebshinweise 21
Senderbeschreibung
Bedienelemente am Sender
Befestigen des Sendertragegurts zentrale Status-LED

An der Oberseite des mz-12 HoTT-Senders finden Sie


eine Befestigungsöse, siehe Abbildung rechts, an der Antenne mit Knick- und Drehgelenk Öse für Trageriemen
Sie den standardmäßig mitgelieferten Tragegurt anbrin-
gen können. Dieser Haltepunkt ist so ausgerichtet, dass
Tragegriff Proportional-Drehgeber DG
der Sender optimal ausbalanciert ist, wenn er am Gurt
hängt.
Ersatzgurte: 3-Stufenschalter
SW 4 und 5
Best.-Nr. 1121 Umhängeriemen, 20 mm breit
Best.-Nr. 70 Umhängeriemen, 30 mm breit
3-Stufenschalter
2-Stufen-Tastschalter SW 6 und 7
SW 2

2-Stufenschalter SW 3
2-Stufen-Schalter SW 1

linker Knüppel rechter Knüppel

Wichtiger Hinweis:
Im Lieferzustand des Senders können am Trimmung
Empfänger angeschlossene Servos etc. Trimmung
zunächst nur über die beiden Kreuzknüppel
bedient werden. Alle anderen Bedienelemente (Drehge- linke Vier-Wege-Taste rechte Vier-Wege-Taste
ber DG, SW 1 bis 7) sind aus Flexibilitätsgründen
softwaremäßig „frei“ und können so, wie u. a. im Menü
»Gebereinstellung« auf Seite 78 (Flächenmodelle)
bzw. Seite 80 (Heli-Modelle) beschrieben, den
persönlichen Erfordernissen entsprechend beliebig
zugewiesen werden. LC-Display EIN/AUS-Schalter

22 Senderbeschreibung
Senderrückseite
rücks. Buchse für 3,5 mm Klinkenstecker
Die linke Buchse am unteren Rand der Senderrückseite
ist sowohl zum Anschluss eines handelsüblichen Ohr-
oder Kopfhöhrers mit 3,5 mm Klinkenstecker als auch
Gehäuseschraube Gehäuseschraube
zum Anschluss eines DSC-Kabels vorgesehen. (Beides
nicht im Set enthalten.)
Abhängig von der Wahl „OHRH(örer)“ oder „DSC“ in der
Zeile „rückseitige Buchse“ des Menüs »allg. Einstellun-
Gehäuseschraube Gehäuseschraube gen«, Seite 130, wird über diesen Anschluss entweder
ein zur Wiedergabe im Ohr- oder Kopfhörer oder ein für
Flugsimulatoren bzw. für den kabelgebundenen Leh-
rer-/Schüler-Betrieb geeignetes analoges DSC-Signal
ausgegeben.
Gehäuseschraube Gehäuseschraube Näheres zum DSC-Betrieb finden Sie gleich auf der
nächsten Seite.
Die Lautstärke eines Ohr- oder Kopfhöhrers kann in den
Zeilen „Sprachlautstärke“ und „Signallautstärke“ des
Data-Buchse zum Menüs »allg. Einstellungen«, Seite 129, angepasst
Anschluss der Smart-
Box Best.-Nr. 33700 werden.
sowie zum Updaten des Standardmäßig erfolgen diese Ansagen in deutscher
Akkufach-Abdeckung

Senders
Sprache. Näheres dazu unter »Telemetrie« ab Seite
161.
Data-Buchse
Die untere Pin-Reihe ist zum Anschluss der optional er-
hältlichen Smart-Box, Best.-Nr. 33700, sowie alternativ
Gehäuseschraube Gehäuseschraube zum Anstecken eines Bluetooth-Moduls, Best.-Nr. 8351,
vorgesehen, siehe Abschnitt „DATA sel.“ Seite 130, und
die obere zum Updaten des Senders.
3,5 mm Klinkenbuchse zum Anschluss eines Kopfhörers
Näheres zur Smart-Box und zum Bluetoothmodul finden
Ladebuchse zum Laden eines ggf. in Sie im Graupner Hauptkatalog FS sowie im Internet
ODER alternativ eines DSC-Kabels zum Anschluss von
den Sender eingebauten Akkus
Flugsimulatoren und für Lehrer-/Schüler-Betrieb, siehe Op- unter www.graupner.de bei dem jeweiligen Produkt.
tion „rückseitige Buchse“ des Menüs »allg. Einstellungen«
auf Seite 130 Näheres zum Updaten des Senders ab Seite 36.

Senderbeschreibung 23
DSC-Betrieb der rücks. Buchse für 3,5 mm Klinkenstecker
Anschlussbuchse für Flugsimulatoren oder LS-Systeme
Das Kürzel „DSC“ geht aus den Anfangsbuchstaben ACHTUNG:
0.0V
der ursprünglichen Funktion „Direct Servo Control“ • Beim direkten Anschluss Ihres Senders
M-01 Stop 0:00
hervor. Beim HoTT-System ist allerdings eine „direkte Flug 0:00 an einen PC oder ein Laptop mittels Ver-
Servo-Kontrolle“ per Diagnosekabel aus technischen 5.5V DSC bindungskabel (DSC-Kabel) und/oder
Gründen nicht mehr möglich. 0:23h PC-Interface Ihres Simulators kann es ggf. zur Zer-
Das an der serienmäßigen Buchse auf der Rückseite störung des Senders durch elektrostatische Entla-
des Senders mz-12 HoTT anliegende Signal ist in dung kommen! Diese Verbindungsart darf deshalb
der Zeile „rückseitige Buchse“ des Menüs »allg. Ein- Darüber hinaus wird das üblicherweise nach dem nur dann benutzt werden, wenn Sie sich – z.B. mit Hil-
stellungen«, Seite 130, von Ohr- oder Kopfhörer- auf Wiedereinschalten des Senders erscheinende Hinweis- fe eines im einschlägigen Elektronikhandel erhältli-
DSC-Betrieb umschaltbar: fenster … chen Erdungsarmbands – vor elektrostatischer Aufla-
HF EIN/AUS? dung während des Simulatorbetriebs schützen.
Display Licht unbeg
EIN AUS Graupner empfiehlt deshalb dringend, ausschließlich
Ländereinst. Euro
Simulatoren mit kabelloser Übertragungstechnik zu
Sprachlautst. 3
Signallautst. 3 … ausgeblendet und im Wertefeld der Zeile „HF-Modul“ benutzen.
rücks. Buchse DSC des Menüs »Sendereinstellung«, Seite 95, stan-
dardmäßig „AUS“ eingetragen.
Für eine korrekte DSC-Verbindung bitte beachten:
Auf DSC geschaltet dient die Buchse zum Anschluss
1. Nehmen Sie ggf. erforderliche Anpassungen in den
eines entsprechenden Lehrer-/Schüler-Kabels, Sei-
Menüs vor.
te 137, wie auch als Schnittstelle zu Flugsimulatoren.
Zur Anpassung des Senders mz-12 HoTT an ein
Mit der Umschaltung auf DSC-Betrieb ändert
Lehrer-/Schüler-System siehe ab Seite 134.
sich auch die Grundanzeige: Rechts im
Display erscheint DSC und in der Info-Leiste 2. Verbinden Sie das andere Ende des Verbindungska-
am oberen Displayrand werden mit Ausnahme des bels mit dem gewünschten Gerät unter Beachtung
Schloßsymbols und ggf. der Anzeige der aktuellen der jeweiligen Betriebsanleitung.
Spannung der Empfängerstromversorgung ebenso Wichtig:
ausgeblendet wie unten in der Mitte die Anzeige der Achten Sie darauf, dass alle Stecker fest in die je-
Senderbetriebsart: weiligen Buchsen eingesteckt sind.
Hinweise zu Flugsimulatoren:
• Durch die Vielfalt der am Markt befindli-
chen Flugsimulatoren ist es durchaus
möglich, dass die Kontaktbelegung am
Klinkenstecker oder am DSC-Modul vom Graup-
ner-Service angepasst werden muss.
24 Senderbeschreibung
Für Ihre Notizen 25
Display und Tastenfeld

optische Anzeige der Trimmpositionen

Speicherplatz 1 … 20 Modelltypanzeige
mögliche Warnhinweise siehe Seite 29
(Flächenmodell/Helikopter)

Modellname Stoppuhr in min:s


(vorwärts/rückwärts) Flugzeituhr in min:s
(vorwärts/rückwärts)

linke Vier-Wege-Taste rechte Vier-Wege-Taste


ENT

5.1V TLM VIEW

M 01 Stop 0:00 ESC

GRAUBELE Flug 0:00


siehe Beschreibung auf 5.5V siehe Beschreibung auf
der rechten Seite 0:12h nor mal der rechten Seite
N R

Spannung Empfängerstromversorgung
Akkuspannung
(Bei Unterschreiten einer bestimmten Spannung erscheint Flugphasenname
eine Warnanzeige – siehe „Warnhinweise“ auf Seite 29 –, Umschaltung zwischen
gleichzeitig ertönt ein Warnsignal.) Flugphasen über Schalter

Akkubetriebszeit seit letztem Anzeige der Senderbetriebsart


Ladevorgang in h:min

26 Senderbeschreibung - Display und Tastenfeld


Bedienung des „Data-Terminals“
Eingabetasten und Symbole
Symbole in der Info-Leiste im Display oben 2. Innerhalb der Einstellmenüs aktivieren und de-
aktivieren (bestätigen) Sie mittels Drücken der
links: ENT-Taste () die jeweiligen Einstellfelder.
kein Empfänger in Reichweite Tasten links vom Display
• ESC-Taste ()
Anzeige der Signalstärke des vom Empfän- • Auswahltasten 
Drücken der ESC-Taste () bewirkt eine schrittweise
ger kommenden Signals 1. Durch Drücken einer dieser Tasten in der Grund­ Rückkehr in die Funktionsauswahl bzw. auch wieder
/ Tastensperre inaktiv / aktiv anzeige Wechsel zur „Anzeige Telemetrie-Daten“, bis zur Grundanzeige. Eine ggf. zwischenzeitlich ge-
siehe Seite 164. änderte Einstellung bleibt erhalten.
rechts:
2. Durch Drücken einer dieser Tasten Blättern ana- • VIEW-Taste ()
der aktive Modellspeicher ist an einen Emp-
log zur Pfeilrichtung durch Listen wie z. B. der Mo-
fänger gebunden Durch Drücken der Tasten VIEW () wechseln Sie
dellauswahl oder der Multifunktionsliste sowie in-
0.0 V keine Verbindung zu einem Empfänger aus der Grundanzeige des Senders sowie aus bei-
nerhalb von Menüs durch die Menüzeilen.
5.2 V aktuelle Betriebsspannung der Empfänger- nahe jeder Menüposition zur »Servoanzeige«. (Mit
3. Gleichzeitiges Drücken der Tasten  setzt ei- einem Druck auf die Taste ESC () kehren Sie zum
stromversorgung mit symbolhafter Anzeige nen veränderten Parameterwert im aktiven Ein-
des Ladezustandes der Stromquelle Ausgangspunkt zurück.)
gabefeld wieder auf den Vorgabewert zurück
• TLM-Taste ()
Anzeige der Senderbetriebsart im Display unten (­CLEAR).
Durch Drücken der Tasten TLM () wechseln Sie
NR normaler Betrieb 4. Durch gleichzeitiges Drücken der linken (),
aus der Grundanzeige des Senders sowie aus bei-
rechten () und unteren Auswahltaste () der
LS LS-Betrieb nahe jeder Menüposition zu den »Telemetrie«-Me-
linken Vier-Wege-Taste wechseln Sie aus der
Hinweis: nüs, siehe Seite 144. (Mit einem Druck auf die Taste
Grund­anzeige des Senders sowie aus beinahe je-
Bei Wahl von „DSC“ in der Zeile „rücks. ESC () kehren Sie zum Ausgangspunkt zurück.)
der Menüposition in das Menü »Versteckter Mo-
Buchse“ des Menüs »allg. Einstellungen«, dus«, siehe „Versteckter Modus“ auf Seite 30. Hinweis:
Seite 130, werden, mit Ausnahme des (Mit einem Druck auf die Taste ESC () kehren Sollten die Vier-Wege-Tasten nach dem
Schloßsymbols und – falls Empfänger in Reichweite – der Sie zum Ausgangspunkt zurück.) Aus- und unmittelbar daran anschließendem
Anzeige der aktuellen Empfängerspannung, alle Wiedereinschalten des Senders ohne
ENT
weiteren Symbole ausgeblendet. Funktion sein, ist das kein Fehler! Schalten Sie den
TLM VIEW
ESC
Sender nochmals aus und warten Sie einige Sekunden,
Tasten rechts vom Display bevor Sie den Sender wieder einschalten.
• ENT-Taste ()
1. Mit einem Druck auf die Taste ENT () gelangen
Sie von der nach dem Einschalten des Senders
erscheinenden Grundanzeige des Displays weiter
zum Multifunktionsmenü. Ebenso erfolgt der Auf-
ruf eines angewählten Menüs über ENT ().

Senderbeschreibung - Display und Tastenfeld 27


Schnellaufrufe (Short-Cuts) Tastensperre Funktionsfelder im Display
SEL, STO, SET, SYM, ASY, ,
Mit folgenden Tastenkombinationen können Sie be- Die Vier-Wege-Tasten und somit auch der Zugriff auf Abhängig vom jeweiligen Menü erscheinen in der
stimmte Menüs bzw. Optionen direkt aufrufen: jegliche Einstelloption können gegen irrtümliche Be- unteren Display-Zeile Funktionsfelder:
• CLEAR nutzung durch ca. eine Sekunde langes gleichzeitiges
Kurzes gleichzeitiges Drücken der Tasten  der Drücken der Tasten TLM und VIEW () in der Grund-
linken Vier-Wege-Taste setzt einen veränderten anzeige des Senders mz-12 HoTT gesperrt werden.
Parameterwert im aktiven Eingabefeld wieder auf
den Vorgabewert zurück.
M-01 Stop 0:00
• »Servoanzeige« Flug 0:00 SET SEL STO SYM ASY
Durch kurzes Drücken der Taste VIEW () der rech- 5.5V
ten Vier-Wege-Taste wechseln Sie aus der Grundan- 0:11h Aktiviert wird die jeweilige Funktion durch Drücken der
zeige des Senders sowie aus beinahe jeder Menüpo- N R
Taste ENT.
sition in das Menü »Servoanzeige«, siehe rechte Funktionsfelder
Seite. (Mit einem Druck auf die Taste ESC () keh- Die Sperre ist sofort aktiv, die Steuerung bleibt aber
• SEL (select) auswählen
ren Sie zum Ausgangspunkt zurück.) weiterhin betriebsbereit.
• STO (store) speichern (z. B. Geberposition)
• »Telemetrie« Erneutes Drücken der Tasten TLM und VIEW ()
über ca. eine Sekunde hebt die Sperre wieder auf. • SET (set) einen Wert „setzen“ bzw. einstellen
Sowohl um aus der Grundanzeige des Senders so- • SYM Werte symmetrisch einstellen
wie aus beinahe jeder Menüposition heraus das
• ASY Werte asymmetrisch einstellen
»Telemetrie«-Menü aufzurufen, ab Seite 144, die M-01 Stop 0:00 • Schaltersymbol-Feld
TLM-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste drü- Flug 0:00
cken. 5.5V (Zuordnung von Schaltern aller Art)
(Mit einem Druck auf die Taste ESC () kehren Sie 0:12h • innerhalb eines Menüs Wechsel zur
zum Ausgangspunkt zurück.) N R zweiten Seite (Folgemenü)
• grafische Anzeige von Telemetrie-Daten
Durch Drücken einer der Auswahltasten 
der linken Vier-Wege-Taste in der Grund­anzeige
Wechsel zur „Anzeige Telemetrie-Daten“, siehe Sei-
te 164.
• »Versteckter Modus« (Knüppeljustierung)
Durch gleichzeitiges Drücken der Tasten 
der linken Vier-Wege-Taste wechseln Sie aus der
Grund­anzeige des Senders sowie aus beinahe jeder
Menüposition in das Menü »Versteckter Modus«,
siehe Seite 30.

28 Senderbeschreibung - Display und Tastenfeld


Warnhinweise
in die „AUS“-Position, und nach ca. 5 Sekunden wie-
Akku muss Senderbetriebsspannung zu
KANN der in Richtung Antenne, in die „EIN“-Position.
geladen KEINE DATEN Kein gebundener Empfänger
werden !! niedrig EMPFANGEN! in Reichweite. • Bei zu niedriger Akkuspannung ist ein Modellwechsel
OK aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Im Display
„Binden?“ erscheint eine entsprechende Meldung:
An den derzeit aktiven Modell- Kein zur Zeit nicht mögl.
Verbindung zwischen Lehrer-
Schüler-
BIND? speicher ist noch kein Emp- Signal und Schülersender gestört Spannung zu gering
OK fänger gebunden. Mit einem
kurzen Druck auf die Taste • Bei abgeschaltetem HF-Modul soll der Reichweite-
• Soll die vor dem letzten Ausschalten des Senders test gestartet werden. Es erscheint der Warnhinweis:
ENT gelangen Sie direkt zur genutzte „Kabellose Lehrer/Schüler-Verbindung“
entsprechenden Option. FORTgesetzt oder AUSgeschalten werden? HF Modul
Nur nach dem Einschalten einschalten!
LS–SYST. OK
des Senders bei bereits
LS-Verbindung
HF EIN/AUS? gebundenem Empfänger im
FORT AUS Schalten Sie das HF-Modul ein und starten Sie den
EIN AUS aktiven Modellspeicher:
Vorgang erneut.
Soll die HF-Abstrahlung „EIN“
oder „AUS“ sein? LS–SYST.
LS-Verbindung
Fail-Safe FORT AUS
ein- Fail Safe noch nicht betätigt
stellen! • Der Sender wurde in den letzten 10 Minuten nicht
betätigt. Im Display erscheint …
Gas-Steuerknüppel beim Flä-
Gas chenmodell bzw. Pitch-Steu- Einschaltwarnung
zu erknüppel oder Gaslimiter ist aktiv!!!
hoch! beim Heli zu weit in Richtung
Vollgasstellung …, die zentrale LED blinkt rot und es ertönen akusti-
sche Warnsignale.
HF
AUS- Aufforderung zum Abschalten Wird der Sender nun weiterhin nicht betätigt, schaltet
schalten der HF-Abstrahlung sich dieser selbsttätig nach einer Minute ab.
OK
Um nach der Selbstabschaltung den Sender wieder
in Betrieb nehmen zu können, schieben Sie den Po-
wer-Schalter des Senders zuerst in Richtung Display,

Senderbeschreibung - Warnhinweise 29
Versteckter Modus
Knüppelkalibrierung
Das Menü »VERSTECKTER MODUS« des Senders der rechten Vier-Wege-Taste drücken, OHNE zwischen- sollte das Display Ihres Senders wie folgt aussehen:
mz-12 HoTT erreichen Sie aus beinahe jeder Me- zeitlich Trimmungen zu verstellen oder sonstige Pro-
nü-Position, indem Sie gleichzeitig die linke (), rechte grammierungen vorzunehmen. 1 0% 2 –100 %
() und untere Auswahltaste () der linken Vier-We- Sollten an Ihrem Sender noch alle vier Knüppelfunk-
ge-Taste drücken: tionen selbstneutralisierend sein, sollte die Anzeige 3 0% 4 0%
VERSTECKTER MODUS idealerweise wie folgt aussehen:
KNÜPPELKALIBRIERUNG 5 0% 6 0%
1 0% 2 0%
Erhalten Sie im Rahmen dieser Überprüfung, abhängig
3 0% 4 0% von der Anzahl der selbstneutralisierenden Knüppel-
funktionen Ihres Senders, ein Ergebnis von bis zu vier-
5 0% 6 0% mal 0 % und achtmal 100 %, dann sind die Steuerknüp-
KNÜPPELKALIBRIERUNG pel Ihres Senders optimal kalibriert. Sie können somit
Anderenfalls entsprechen Balken und %-Angabe der den Vorgang abschließen und ggf. den eben erstellten
VERSTECKTER MODUS Modellspeicher wieder löschen.
KNÜPPELKALIBRIERUNG
aktuellen Stellung der nicht selbstneutralisierenden
Steuerknüppelfunktion – üblicherweise der des Gas-/ Anderenfalls wechseln Sie wie zu Beginn dieses Ab-
Brems- bzw. Gas-/Pitch-Steuerknüppels „K1“. Befindet schnittes beschrieben, in das Menü »VERSTECKTER
sich also z. B. der Gas-/Brems-Steuerknüppel in der MODUS« und rufen Sie dann die Option „KNÜPPELKA-
„Viertelgas“-Position, dann sollte das Display Ihres LIBRIERUNG“ durch Drücken der ENT-Taste () der
Senders folgendermaßen aussehen: rechten Vier-Wege-Taste auf:
Sollten Sie das Gefühl haben, dass die Mittelstellung 1 – 50 % 2 0%
KNÜPPELJUSTIERUNG
Ihrer selbstneutralisierenden Steuerknüppel (Geber 1 …

4) nicht exakt 0 % Geberweg entspricht, dann können 3 0% 4 0%
Sie dies folgendermaßen überprüfen und ggf. korrigie-
ren: 
5 0% 6 0% 0%
Wechseln Sie in das Menü »Modellspeicher« und
initialisieren Sie wie auf Seite 56 beschrieben, einen
Bringen Sie nun nacheinander jeden der beiden Knüp- Mit den Auswahltasten  der linken Vier-Wege-Taste
freien Modellspeicher. Ob Sie sich dabei für ein Flächen-
pel an jeden seiner Endanschläge, ohne am Anschlag können Sie nun zyklisch die Positionen der vier kali­
oder Hubschraubermodell entscheiden, ist unerheblich.
jeweils Druck auszuüben. In jeder der insgesamt acht brierbaren Knüppelebenen anwählen, beispielsweise die
Warten Sie die nach einem Modellwechsel in der Endpositionen sollte – seitenabhängig – exakt -100 % links-/rechts-Ebene des rechten Steuerknüppels:
Grundanzeige des Senders üblicherweise erscheinen- oder +100 % angezeigt werden. Befindet sich z. B. Ge-
den Hinweise ab und wechseln Sie anschließend in das ber 2 am rechten Anschlag und die drei anderen Knüp-
Menü »Servoanzeige«, indem Sie die Taste VIEW () pelfunktionen in ihrer jeweiligen Mittenposition, dann
30 Senderbeschreibung - versteckter Modus
KNÜPPELJUSTIERUNG KNÜPPELJUSTIERUNG




0% 0%

Bringen Sie jetzt der „links“ blinkenden Pfeilmarkierung Wiederholen Sie nun den Kalibriervorgang für den
entsprechend den rechten Knüppel – wieder ohne Druck rechten Anschlag des rechten Steuerknüppels. Mit den
auszuüben – an den linken Anschlag … anderen Knüppelebenen verfahren Sie ggf. sinngemäß.
KNÜPPELJUSTIERUNG Hinweise:
• Fehlerhafte Kalibrierungen korrigieren Sie
durch Wiederholen des entsprechenden

Vorganges.
• Innerhalb einer Knüppelebene kann jede der drei Ka-
+100%
librierungspositionen mit den Auswahltasten  der
linken Vier-Wege-Taste direkt angewählt werden.
… und drücken Sie dann die ENT-Taste () der rechten
Vier-Wege-Taste. Damit ist in diesem Beispiel der „linke“ Mit einem Druck auf die ESC-Taste () der rechten
Anschlag des rechten Knüppels kalibriert und zur Be- Vier-Wege-Taste beenden und verlassen Sie wieder das
stätigung blinkt nun der Kreis in der Mitte der stilisierten Untermenü „KNÜPPELKALIBRIERUNG“.
Knüppelebene:
KNÜPPELJUSTIERUNG

+100%

Lassen Sie nun den selbstneutralisierenden Steuer-


knüppel los, damit dieser seine Mittelstellung einneh-
men kann, und drücken Sie anschließend wieder kurz
auf die ENT-Taste () zur Kalibrierung der Mittelpositi-
on. Es beginnt die „rechte“ Dreiecksmarke zu blinken:

Senderbeschreibung - versteckter Modus 31


Servoanzeige

Die optische Anzeige der aktuellen Servopositionen … und bei Hubschraubermodellen:


können Sie direkt aus der Grundanzeige des Senders Balken 1 = Pitch oder Roll (2)- oder Nick (2)-Servo
wie auch aus beinahe allen Menüpositionen durch Drü- Balken 2 = Roll (1)-Servo
cken der Taste VIEW () der rechten Vier-Wege-Taste Balken 3 = Nick (1)-Servo
aufrufen:
Balken 4 = Heck-Servo (Gyro)
1 –100 % 2 0% Balken 5 = Gyro oder Nick (2)-Servo
Balken 6 = Gas-Servo oder Drehzahlsteller
3 0% 4 +100 % Mit einem Druck auf die ESC-Taste () der rechten
Vier-Wege-Taste kehren Sie wieder zum jeweiligen
5 0% 6 0% Ausgangspunkt zurück.
Hinweise:
Die aktuelle Stellung eines jeden Servos wird unter Be- • Beachten Sie, dass sich die Servoanzei-
rücksichtigung der Geber- und Servoeinstellungen, der ge ausschließlich auf die ursprüngliche
Dual-Rate-/Expo-Funktionen, des Zusammenwirkens al- Reihenfolge der Servos bezieht, also we-
ler aktiven Mischer usw. in einem Balkendiagramm e­ xakt der einer im Untermenü „Empfängerausgang“ des
zwischen -150 % und +150 % des normalen Weges Menüs »Sendereinstellung«, Seite 92, noch einer
angezeigt. 0 % entspricht genau der Servomittelstellung. ggf. per »Telemetrie«-Menü, Seite 149, direkt im
So können Sie schnell Ihre Einstellungen überprüfen, Empfänger vorgenommenen Vertauschung der Aus-
ohne den Empfänger einschalten zu müssen. Dies gänge folgt.
entbindet Sie allerdings nicht davon, vor dem ersten
• Die Anzahl der in diesem Menü gezeigten Kanäle
Modellbetrieb alle Programmierschritte sorgfältig auch
entspricht den im Sender mz-12 HoTT zur Verfü-
am Modell zu testen, um Fehler auszuschließen!
gung stehenden 6 Steuerkanälen. Die Anzahl der tat-
Die Anzeige erfolgt bei „normalen“ Flächenmodellen sächlich nutzbaren Kanäle ist jedoch abhängig vom
nach folgendem Schema: verwendeten Empfängertyp sowie von der Anzahl
Balken 1 = Gas-/Brems-Servo oder Wölbklappe der daran angeschlossenen Servos und kann des-
rechts halb u. U. geringer sein.
Balken 2 = Querruder oder Querruder links • Nutzen Sie diese Anzeige während der Modellpro-
Balken 3 = Höhenruder grammierung, da Sie unmittelbar alle Einstellungen
Balken 4 = Seitenruder am Sender überprüfen können. Das entbindet Sie al-
lerdings nicht davon, vor dem ersten Modellbetrieb
Balken 5 = Querruder rechts / freier Kanal
alle Programmierschritte sorgfältig auch am Modell
Balken 6 = Wölbklappe (links) / freier Kanal oder zu testen, um Fehler auszuschließen!
2. Höhenruderservo

32 Senderbeschreibung - Servoanzeige
Für Ihre Notizen 33
Inbetriebnahme des Senders
Vorbemerkungen zum Sender mz-12 HoTT
Vorbemerkungen Senderinbetriebnahme
0.0V
Theoretisch erlaubt das Graupner-HoTT-System den Ab Firmwareversion V 1.055 wird nach dem Einschalten M-01 Stop 0:00
gleichzeitigen Betrieb von mehr als 200 Modellen bzw. des Senders bei einem Flächenmodell vom Typ „Motor Flug 0:00
Fernsteuersystemen. Aufgrund des zulassungsbeding- an K1 vorne/hinten“ die Position des an Ausgang 1 bzw. 5.5V
ten funktechnischen Mischbetriebes im 2,4-GHz-ISM- bei einem Helimodell die des an Ausgang 6 angeschlos- 0:12h
Band wird aber diese Anzahl in der Praxis erheblich senen Gasservos überprüft. Sollte sich das jeweilige N R

geringer sein. Der limitierende Faktor dürfte letztendlich Servo außerhalb des Leerlaufbereichs befinden und
doch die Größe des zur Verfügung stehenden Gelän- somit die Gefahr eines hochlaufenden Motors bestehen, Die Symbolfolge in den beiden am oberen Displayrand
des sein. In der Regel werden aber ggf. immer noch bleibt aus Sicherheitsgründen das HF-Modul abgeschal- platzierten Info-Felder bedeutet, dass der aktuell aktive
mehr Modelle im 2,4-GHz-Band gleichzeitig betrieben tet. Modellspeicher bereits mit einem Graupner-HoTT-Emp-
werden können als ehemals in den konventionellen fänger „verbunden“ wurde („Treppen-“ und Akku-Symbol
In allen anderen Fällen wird mit dem Einschalten des
35-/40-MHz-Frequenzbereichen. sowie 0.0V), derzeit aber keine Verbindung zu diesem
Senders auch das HF-Modul aktiviert und im Zentrum
Empfänger besteht (im linken Info-Feld zwischen dem
Spannung der Senderstromversorgung ausrei- des Senderdisplays erscheint wie bisher die Anzeige:
Antennensymbol links und Schlosssymbol rechts keine
chend? HF EIN/AUS? weiteren Symbole sichtbar). (Wir haben ja zuvor die
Da der Sender mit einem leeren Batteriefach ausgelie- EIN AUS HF-Abstrahlung beispielhaft abgeschaltet!)
fert wird, müssen Sie dieses vor Inbetriebnahme des Wurde dagegen der Sender eingeschaltet, ohne die
Senders mit den im Lieferumfang enthaltenen Batterien Sie können nun wahlweise warten bis die Anzeige nach HF-Abstrahlung abzuschalten, leuchtet zusätzlich die
bestücken. Im Laufe des Senderbetriebs entleeren sich einigen Sekunden automatisch ausgeblendet wird, oder zentrale LED konstant rot und parallel dazu ertönt solan-
diese ebenso wie ggf. anstelle von Batterien eingesetzte manuell die Wartezeit verkürzen, indem Sie die Taste ge ein akustisches Warnsignal, bis eine Verbindung zum
Akkus. Sobald im Zuge dessen eine bestimmte Span- ENT () der rechten Vier-Wege-Taste drücken. entsprechenden Empfänger hergestellt worden ist.
nung unterschritten wird, die in der Zeile „Warnschwelle Innerhalb dieser Wartezeit können Sie ggf. aber auch Sobald eine Telemetrie-Verbindung zu diesem Empfän-
Akku“ des Menüs »Allg. Einst.«, Seite 128, eingestellt die HF-Abstrahlung ausschalten, indem Sie mit der Ta- ger besteht, erscheinen zwischen dem Antennen- und
werden kann, ertönt ein Warnsignal und eine entspre- ste  oder  der linken Vier-Wege-Taste das schwarze dem Schlosssymbol zwei weitere Symbole: Ein mit einer
chende Meldung wird in der Grundanzeige eingeblen- Feld nach rechts verschieben, sodass EIN nun normal Feldstärkenanzeige gepaartes Modellsymbol, beispiels-
det: und AUS invers dargestellt wird: weise , sowie im rechten Info-Feld die aktuelle
Akku muss HF EIN/AUS? Spannung der Empfängerstromversorgung. Gleichzeitig
geladen EIN AUS füllt sich entsprechend das Batteriesymbol links von der
werden !! Anzeige der Empfängerspannung und die akustischen
Mit einem Druck auf die Taste ENT () der rechten Warnsignale des Senders verstummen.
Beenden Sie spätestens jetzt umgehend den Modellbe-
Vier-Wege-Taste schalten Sie nun das HF-Modul aus. Bleibt dagegen das rechte Info-Feld komplett leer und
trieb und ersetzen Sie die verbrauchten Batterien des
Senders durch neue bzw. laden Sie einen alternativ Die zen­trale LED bleibt dunkel und parallel dazu befin- im Display des Senders erscheint der Hinweis …
eingesetzten Akku. den Sie sich in der Grundanzeige des Senders:

34 Inbetriebnahme des Senders


• Die grundsätzliche Vorgehensweise bei der Erst- das Modell zu verlieren. Eine Wiederinbetriebnahme
programmierung eines neuen Modellspeicher- des Senders ist dann nur nach erneutem Ausschal-
M-01 Stop 0:00
0:00
platzes finden Sie auf Seite 56 und ab Seite ten und anschließendem korrekten Wiederholen der
BIND. n/v
5.5 OK 174 bei den Programmierbeispielen. beschriebenen Prozedur möglich.
0:12h • Achten Sie beim Einschalten, Binden oder Ein-
N R stellen der Fernsteuerung unbedingt darauf,
dass die Senderantenne immer ausreichend weit
…, ist der aktuell aktive Modellspeicher derzeit mit von den Empfängerantennen entfernt ist! Befin-
keinem Empfänger „verbunden“. den Sie sich nämlich mit der Senderantenne zu
Wichtige Hinweise: nahe an den Empfängerantennen, übersteuert
der Empfänger und die rote LED am Empfänger
• Der im Set enthaltene Sender ist ab
GR-16 beginnt zu leuchten. Parallel dazu fällt der
Werk auf die korrekten Einstellungen Rückkanal aus und infolgedessen wird die Feld-
für den Betrieb in den meisten Län- stärkenanzeige sowie das Modellsymbol im lin-
dern Europas eingestellt. ken Info-Feld des Senderdisplays ausgeblendet
• Mit dem Sender mz-12 HoTT können an dem sowie als aktuelle Empfängerakkuspannung 0,0 V
dem Set beiliegenden und werkseitig bereits an angezeigt. Die Fernsteuerung befindet sich zeit-
den ersten Modellspeicher gebundenen Empfän- gleich im Fail-Safe-Modus, Seite 148, d. h., die
ger GR-16 zwar bis zu 8 Servos angeschlossen, Servos verharren im Empfangsausfall solange in
aber aufgrund der 6-Kanal-Auslegung des Sen- den zuletzt korrekt empfangenen Positionen, bis
ders nur die ersten sechs davon tatsächlich be- ein neues, gültiges Signal empfangen wird. Ver-
trieben werden. (Ausnahme: Kanal 8 bei einem größern Sie in diesem Fall den Abstand solange,
Heli-Modell mit aktivierter Option „Regler an K8“, bis die Anzeigen wieder „normal“ sind.
siehe Seite 111.)
Im Interesse größtmöglicher Flexibilität, aber WARNUNG:
auch, um unbeabsichtigter Fehlbedienung vor- Schalten Sie während des Modellbetrie-
zubeugen, sind jedoch den Steuerkanälen 5 und bes niemals den Sender aus! Sollte es
6 standardmäßig keine Geber zugewiesen, so- dennoch einmal geschehen, dann bewah-
dass ggf. an diesen Kanälen angeschlossene ren Sie die Nerven und warten Sie, bis das Sender-
Servos zunächst ausschließlich in ihrer Mitten- display aus und somit der Sender vollständig herun-
position verharren, bis ein Bedienelement zuge- tergefahren ist. Dies dauert mindestens drei
wiesen worden ist. Aus dem gleichen Grund sind Sekunden. Schalten Sie Ihren Sender erst danach
praktisch alle Mischer inaktiv. Näheres dazu fin- wieder ein. Anderenfalls laufen Sie Gefahr, dass sich
den Sie auf Seite 78 (Flächenmodell) bzw. 80 der Sender unmittelbar nach dem Einschalten
(Heli-Modell). „aufhängt“ und infolgedessen, die Kon­trolle über
Inbetriebnahme des Senders 35
Update der Sendersoftware Sendersoftware wiederherstellen
Programm: „Wiederherstellung“
Firmware-Updates des Senders können über den als „HoTT_Software_V4.zip“ bezeichnet ist. Sollte ein Firmware-Update des Senders fehlgeschlagen
rückseitigen Data-Anschluss mit Hilfe eines PCs oder • Nutzen Sie Ihren Sender immer nur mit der je- sein oder sich die Sendersoftware „aufhängen“ und
Laptops unter Windows XP, Vista, 7 oder 8 durchgeführt weils aktuellen Softwareversion. Zum Zeitpunkt sich der Sender evtl. auch nicht mehr über den „POW-
werden. Die zu einem Update des Senders nötigen der Erstellung dieser Anleitung finden Sie ent- ER“-Schalter ausschalten lassen, dann entfernen Sie
Programme und Dateien wie eine ausführliche Anleitung sprechende Informationen unter http://www. bitte in der Schalterstellung „POWER = AUS“ alle Batte-
finden Sie – zusammengefasst zu einem Software-Pa- graupner.de/de/supportdetail/cc489e1d-0c1c- rien bzw. Akkus aus der Batteriehalterung des Senders
ket – beim entsprechenden Produkt unter Download auf 4cdd-a133-398d908bc27d. bzw. ziehen Sie den Stecker eines Senderakkus ab.
www.graupner.de. Laden Sie dieses Software-Paket aus Falls dieser Link nicht funktionieren sollte, errei- Warten Sie einige Sekunden und legen Sie dann die
dem Internet und entpacken Sie dieses auf Ihrem PC chen Sie dieselben Informationen unter: www. entnommenen Zellen wieder in die Batteriehalterung ein
oder Laptop. Alles Weitere entnehmen Sie bitte der dem graupner.de => Service & Support => Update- bzw. schließen Sie den Akku wieder an, belassen aber
jeweiligen Software-Paket beigefügten ausführlichen und Revisions-History für Graupner HoTT-Kom- den POWER-Schalter weiterhin in der Position „AUS“!
Anleitung. ponenten. Laden Sie in diesem Fall, wie auf der vorherigen Dop-
Außerdem benötigen Sie noch die separat erhältliche • Überprüfen Sie vor jedem Update unbedingt den pelseite beschrieben, ein aktuelles Software-Paket aus
USB-Schnittstelle mit der Best.-Nr. 7168.6 sowie das Ladezustand des Senderakkus bzw. laden Sie dem Internet und entpacken Sie dieses auf Ihrem PC
dreipolige Adapterkabel Best.-Nr. 6466.S. diesen vorsichtshalber und sichern Sie alle be- oder Laptop bzw. wenn Sie dies schon getan haben,
Stecken Sie das Adapterkabel an die USB-Schnittstelle legten Modellspeicher, um sie ggf. wiederherstel- starten Sie das PC-Programm gr_Studio und folgen Sie
und schließen Sie dann diese Einheit polrichtig an der len zu können. den Angaben des Abschnittes „Wiederherstellung“ der
oberen Steckerreihe der sechspoligen Ansschlussbuch- • Die Verbindung zum PC oder Laptop darf wäh- in dem Software-Paket enthaltenen Anleitung.
se auf der Rückseite Ihres ausgeschalteten Senders an. rend eines Updates nicht getrennt werden! Ach-
Verbinden Sie anschließend die USB-Schnittstelle mit ten Sie deshalb auf einen störungsfreien Kontakt
dem mit dieser mitgelieferten USB-Kabel (USB-A auf zwischen Sender und Computer. Im Prinzip glei-
mini-B-USB 5-polig) mit Ihrem PC oder Laptop, indem ches gilt für ein Update von der Speicherkarte.
Sie das eine Ende des USB-Kabels direkt in die 5-po- • Überprüfen Sie nach einem Update unbedingt
lige mini-USB-Anschlussbuchse der Schnittstelle und alle Modelle auf korrekte Funktion.
das andere Ende in einen freien USB-Anschluss Ihres
Rechners einstecken.
Wichtige Hinweise:
• Beachten Sie bitte, dass eine stö-
rungsfreie Kommunikation zwischen
den eingesetzten HoTT-Komponenten
nur bei kompatibler Firmware gewährleistet ist.
Die zum Updaten aller HoTT-Komponenten erfor-
derlichen Programme und Dateien sind deshalb
zu einer Datei zusammengefasst, welche aktuell
36 Update der Sendersoftware
Für Ihre Notizen 37
Inbetriebnahme des Empfängers
Vorbemerkungen zum Empfänger GR-16
Empfangsanlage dellspeicher 1 vorgenommen, sodass Sie das „Binden“ „­ 6+B-“ sind für den Akkuanschluss vorgesehen. Über ein
Im Lieferumfang des Fernsteuer-Sets mz-12 HoTT ist nur bei weiteren Empfängern oder einem Speicherplatz- V- bzw. Y-Kabel Best.-Nr.: 3936.11 kann aber an beiden
ein bidirektionaler 2,4-GHz-Empfänger vom Typ GR-16 wechsel durchführen müssen (und jederzeit wiederholen Anschlüsse auch das entsprechende Servo gemeinsam
für den Anschluss von bis zu 8 Servos enthalten. können). mit der Stromversorgung angeschlossen werden.
Der 6-Kanal-Sender mz-12 HoTT kann Bordspannungsanzeige ACHTUNG:
jedoch nur maximal die Anschlüsse 1 … 6 Die aktuelle Spannung der Empfängerstromversorgung Verpolen Sie diesen Anschluss nicht! Der
ansteuern. Ggf. an die Anschlüsse 7 und 8 wird bei bestehender Telemetrie-Verbindung rechts im Empfänger und ggf. daran angeschlosse-
angeschlossene Servos reagieren deshalb auf keinerlei Display des Sender angezeigt. ne Geräte können zerstört werden.
Steuerkommando, sondern verharren permanent in der Die Funktion jedes einzelnen Kanals wird bestimmt
Mittelstellung. (Ausnahme: Kanal 8 bei einem Heli-Mo- 5.1V
durch den verwendeten Sender, nicht durch den Emp-
dell mit aktivierter Option „Regler an K8“, Seite 111.) M-01 Stop 0:00
fänger. Nicht nur der Gasservoanschluss ist je nach
Dieser Zustand kann bei Bedarf lediglich per »Teleme­ Flug 0:00
5.5V Fabrikat und Modelltyp unterschiedlich. Bei Graup-
trie«-Menü, ab Seite 144, geändert werden. ner-Fernsteuerungen liegt dieser beispielsweise beim
0:12h
Nachdem Sie den dem Set beiliegenden HoTT-Emp- Flächenmodell auf Kanal 1 und beim Helikopter auf
N R
fänger GR-16 eingeschaltet haben und „sein“ Sender Kanal 6.
nicht in Reichweite bzw. ausgeschaltet oder ggf. auch Beachten Sie die Einbauhinweise zum Empfänger und
Temperaturwarnung
nur der „falsche“ Modellspeicher im eingeschalteten zur Empfängerantenne sowie zur Servomontage auf
Sender aktiv ist, leuchtet dessen rote LED für ca. eine Sinkt die Temperatur des Empfängers unter einen
per »Telemetrie«-Menü, Seite 155, im Empfänger Seite 40.
Sekunde konstant und beginnt dann langsam zu blinken.
Dies bedeutet, dass (noch) keine Verbindung zu einem einstellbaren Grenzwert (standardmäßig -10 °C) oder Abschließender Hinweis:
Graupner-HoTT-Sender besteht. Ist eine Verbindung übersteigt diese die ebenfalls im Empfänger einstellbare Falls Sie parallel zum Empfängerakku einen
hergestellt, leuchtet eine grüne LED dauerhaft und die obere Warnschwelle (standardmäßig +55 °C), erfolgt Drehzahlsteller mit integriertem BEC*-
rote erlischt. eine Warnung durch den Sender in Form eines gleich- System verwenden, muss drehzahlstellerab-
mäßigen Piepsen im Rhythmus von ca. einer Sekunde. hängig gegebenenfalls der Pluspol (rotes Kabel) aus
Um eine Verbindung zum Sender aufbauen zu können,
muss standardmäßig ein Graupner-HoTT-Empfänger zu- Servoanschlüsse und Polarität dem 3-poligen Stecker herausgelöst werden. Beachten
nächst mit „seinem“ Modellspeicher in „seinem“ Graup- Sie diesbezüglich unbedingt die entsprechenden
Die Servoanschlüsse der Graupner-HoTT-Empfänger
ner-HoTT-Sender „verbunden“ werden. Diesen Vorgang Hinweise in der An­leitung des verwendeten Drehzahlstel-
sind nummeriert. Die Versorgungsspannung ist über
bezeichnet man als „Binding“, siehe Seite 90. Dieses lers.
sämtliche nummerierten Anschlüsse durchverbunden.
„Binding“ ist allerdings nur einmal je Empfänger-/Mo- Das Stecksystem ist verpolungssicher. Achten Sie beim Mit einem kleinen Schraubendreher vorsichtig die
dellspeicher-Kombination oder – nach entsprechender Einstecken der Stecker auf die kleinen seitlichen Fasen. mittlere Lasche des Steckers rot

Umstellung eines oder mehrerer Modellspeicher, siehe Wenden Sie auf keinen Fall Gewalt an. etwas anheben (1), rotes Kabel 1

Seite 95 – auch nur je Empfänger-/Sender-Kombina- Die Versorgungsspannung ist über sämtliche numme- herausziehen (2) und mit 2
3

tion erforderlich und wurde bei dem im Set enthaltenen rierten Anschlüsse durchverbunden. Isolierband gegen mögliche
Empfänger GR-16 HoTT bereits werkseitig für den Mo- Die Anschlüsse mit der Bezeichnung „1+B-“ sowie * Battery Elimination Circuit
38 Inbetriebnahme des Empfängers
Firmware-Update des Empfängers Empfängereinstellungen sichern
Kurzschlüsse sichern (3). Firmware-Updates des Empfängers werden über den In dem aus dem Internet heruntergeladenen und auf
seitlichen Telemetrie-Anschluss des Empfängers mit dem PC oder Laptop entpackten Software-Paket ist
Reset Hilfe eines PCs oder Laptops unter Windows XP, Vista, u. a. das PC-Programm „Firmware_Upgrade_grStudio“
Um einen Reset des Empfängers durchzuführen, Drü- 7 oder 8 durchgeführt. Dazu benötigen Sie die separat enthalten. Gegebenenfalls haben Sie dieses Programm
cken und Halten Sie den SET-Taster auf der Oberseite erhältliche USB-Schnittstelle Best.-Nr. 7168.6 sowie sogar bereits auf Ihrem PC oder Laptop installiert.
des Empfängers, während Sie dessen Stromversorgung das Adapterkabel Best.-Nr. 7168.6S. Die dazu ebenfalls Mit dem Programmpunkt „Empfängereinstellung“ dieses
einschalten. nötigen Programme und Dateien wie auch eine ausführ- PC-Programms „Firmware_Upgrade_grStudio“ ist es
Wurde der Reset bei abgeschaltetem Sender oder mit liche Anleitung finden Sie – zusammengefasst zu einem jederzeit möglich, alle in einem Empfänger program-
einem ungebundenen Empfänger ausgelöst, blinken Software-Paket – beim entsprechenden Produkt unter mierten Einstellungen in einer Datei auf dem PC oder
beim standardmäßig dem Set beiliegenden Empfänger Download auf www.graupner.de. Laptop zu sichern, sodass Sie diese im Bedarfsfall auch
GR-16 die grüne und die rote LED innerhalb von etwa Laden Sie dieses Software-Paket aus dem Internet und wieder auf den Empfänger zurück übertragen können.
3 s viermal, anschließend gehen beide LEDs für knapp entpacken Sie dieses auf Ihrem PC oder Laptop. Alles Die anderenfalls ggf. nötige Neuprogrammierung eines
3 s aus, bevor nur die rote LED weiter blinkt. Lassen Sie Weitere entnehmen Sie bitte der dem jeweiligen Soft- Empfängers über das Menü »Telemetrie« erübrigt sich
den Taster los, sobald die LEDs ausgehen. ware-Paket beigefügten ausführlichen Anleitung. damit.
Wurde bei einem bereits gebundenen Empfänger ein Alles Weitere entnehmen Sie bitte der dem jeweiligen
Hinweis:
Reset durchgeführt und ist der zugehörige Modellspei- Software-Paket beigefügten ausführlichen Anleitung.
Nach Registrierung Ihres Empfängers unter
cher im eingeschalteten Sender aktiv, leuchtet die LED
https://www.graupner.de/de/service/
kurze Zeit nach dem Ende der ca. 2 Sekunden andau-
produktregistrierung.aspx werden Sie
ernden Pause konstant grün als Zeichen dafür, dass
automatisch per E-Mail über neue Updates informiert.
Ihre Sende-/Empfangsanlage wieder betriebsbereit ist.
Beachten Sie bitte:
Durch einen RESET werden, mit Ausnah-
me von Informationen zur HoTT-Synchro-
nisation, ALLE Einstellungen im Empfän-
ger auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt!
Unbeabsichtigt ausgelöst, sind deshalb nach einem
RESET alle ggf. zuvor per »Telemetrie«-Menü, ab
Seite 144, im Empfänger vorgenommenen Einstel-
lungen wiederherzustellen.
Ein absichtlicher RESET empfiehlt sich dagegen
insbesondere dann, wenn ein Empfänger in ein
anderes Modell „versetzt“ werden soll! Hierdurch
kann ggf. ohne großen Aufwand die Übernahme
unpassender Einstellungen vermieden werden.
Inbetriebnahme des Empfängers 39
Installationshinweise

Einbau des Empfängers Die Servoanschlüsse der Graupner-Empfänger sind für Ihre Servos. In der folgenden Abbildung sehen
Gleichgültig, welches Graupner-Empfangssystem Sie nummeriert. Die Stromversorgung ist über sämtliche Sie, wie ein Servo richtig montiert wird. Die Mes-
verwenden, die Vorgehensweise ist stets die gleiche: nummerierten Anschlüsse durchverbunden und kann singlager werden von unten in die Gummitüllen ein-
Bitte beachten Sie, dass die Empfangsan- prinzipiell an jedem beliebigen der 8 Anschlüsse des geschoben:
tennen mindestens 5 cm von allen großen standardmäßig dem Set beiliegenden Empfängers GR- Befestigungslasche

Metallteilen oder Verdrahtungen, die nicht 16 erfolgen. Ggf. kann über ein V- bzw. Y-Kabel Best.-Nr.
direkt aus dem Empfänger kommen, entfernt angeord- 3936.11, parallel zur Stromversorgung auch ein Servo
Schraube
net werden müssen. Das umfasst neben Stahl- auch angeschlossen werden.
Kohlefaserteile, Servos, Kraftstoffpumpen, alle Sorten Die Funktion jedes einzelnen Kanals wird bestimmt Gummitülle
von Kabeln usw. Am besten wird der Empfänger abseits durch den verwendeten Sender, nicht durch den Emp-
aller anderen Einbauten an gut zugänglicher Stelle im fänger. Die Kanalzuordnung kann jedoch im Empfänger
Messing-Hohllager
Modell angebracht. Unter keinen Umständen dürfen durch Programmierung mittels »Telemetrie«-Menü
Servokabel um Antennen gewickelt oder dicht daran geändert werden. Es wird jedoch empfohlen, dies sen-
vorbei verlegt werden! derseitig mit der Option „Empfängerausgang“ vorzuneh-
men, siehe Seite 92. 4. Die Servoarme müssen im gesamten Ausschlagbe-
Bitte beachten Sie, dass Kabel unter dem Einfluss der reich frei beweglich sein. Achten Sie darauf, dass kei-
im Fluge auftretenden Beschleunigungskräfte u. U. ihre Im Folgenden einige Hinweise und Anregungen für ne Gestängeteile den freien Servoausschlag behin-
Lage verändern könnten. Stellen Sie daher sicher, dass den Einbau von Fernsteuerkomponenten im Modell: dern können.
sich die Kabel in der Umgebung von Antennen nicht be- 1. Der Empfänger wird stoßgesichert im Flugmo- 5. Schließen Sie das bzw. die Stromversorgungskabel
wegen können. Sich bewegende Kabel können nämlich dell hinter einem kräftigen Spant bzw. im Auto- oder des Empfängers wie auch die Servo-Anschlusskabel
den Empfang stören. Schiffsmodell gegen Staub und Spritzwasser ge- wie nachfolgend abgebildet am Empfänger an, …
Tests ergaben, dass eine vertikale (aufrechte) Montage schützt untergebracht. Verpacken Sie Ihren Empfän-
einer einzelnen Antenne bei weiten Anflügen die besten ger aber nicht zu luftdicht, damit er sich im Betrieb
Ergebnisse liefert. Bei Diversity-Antennen (zwei An- nicht zu sehr erwärmt.
tennen) sollte das aktive Ende der zweiten Antenne im 2. Alle Schalter müssen unbehelligt von Auspuffgasen
90 °-Winkel zum Ende der ersten Antenne ausgerichtet oder Vibrationen eingebaut sein. Der Schalterknauf
werden sowie der räumliche Abstand zwischen den muss über seinen gesamten Arbeitsbereich frei zu-
aktiven Enden idealerweise größer als 125 mm sein. gänglich sein.
Bei Kohlefaserrümpfen sollten die Antennenenden auf 3. Montieren Sie die Servos auf Gummitüllen mit Mes-
jeden Fall auf einer Länge von mindestens 35 mm aus sing-Hohllagern, um diese vor Vibration zu schützen.
dem Rumpf heraus geführt werden. Ggf. sind in beiden Ziehen Sie die Befestigungsschrauben aber nicht
Fällen die ca. 145 mm langen Standardantennen der zu fest an, sonst wird der Vibrationsschutz durch die
HoTT-Empfänger gegen die 300 mm bzw. 450 mm lan- Gummitüllen hinfällig. Nur wenn die Servo-Befesti-
gen Exemplare mit der Best.-Nr. 33500.2 bzw. 33500.3 gungsschrauben richtig angezogen sind, bietet die-
auszutauschen. ses System Sicherheit sowie einen Vibrationsschutz
40 Installationshinweise
… aber keinesfalls so: anlage angeschlossenen Servos zu vermeiden, bei der und sorgen solcherart ebenfalls für eine schleichende
Inbetriebnahme Erhöhung der Übergangswiderstände.
zuerst den Sender Darüber hinaus können selbst kleine Servos wie ein
dann den Empfänger einschalten Graupner/JR DS-281 bis zu 0,75 Ampere „ziehen“ wenn
und bei Einstellung des Betriebs Sie unter Last blockieren. Allein vier dieser Servos in
erst den Empfänger einem „Foamie“ können somit schon dessen Bordstrom-
versorgung mit bis zu 3 Ampere belasten …
dann den Sender ausschalten.
Des Weiteren werden an 2,4-GHz-Empfänger ange-
Achten Sie beim Programmieren des Senders unbedingt
schlossene Servos im Regelfall häufiger, und somit
darauf, dass Elektromotoren nicht unkontrolliert anlaufen
auch in kürzeren Zeitabständen, mit Steuerimpulsen
können oder ein mit einer Startautomatik betriebener
versorgt, als bei vergleichbaren Empfängern des klas-
Verbrennungsmotor nicht unbeabsichtigt startet. Trennen
sischen Frequenzbereiches. Dies hat ebenso Auswir-
Sie sicherheitshalber den Antriebsakku ab bzw. unter-
ACHTUNG: kungen auf den Strombedarf der Empfangsanlage wie
brechen Sie die Treibstoffzufuhr.
Beim hier beispielhaft abgebildeten die Eigenschaft vieler der heutigen Digitalservos, die
Empfänger GR-24 werden nur an den Stromversorgung der Empfangsanlage vom jeweils letzten Steuerimpuls vorgegebene Position
Anschlüssen 8 bis 10 Servos oder andere Ein sicherer Modellbetrieb setzt u. a. eine bis zum Eintreffen des nächsten Impulses zu halten.
Komponenten waagerecht angeschlossen. KEINES- zuverlässige Stromversorgung voraus. Sollte Sie sollten deshalb eine Stromversorgung wählen,
FALLS dürfen an den übrigen Anschlüssen 1 bis 7, trotz leichtgängiger Gestänge, vollem Akku, welche auch unter permanent hoher Last nicht zu-
11 und 12 Komponenten und insbesondere der Akku-Anschlusskabel mit genügend Querschnitt, mini- sammenbricht, sondern auch dann eine immer noch
Empfängerakku quer angeschlossen werden wie in malen Übergangswiderständen an den Steckverbin- ausreichende Spannung liefert. Zur „Berechnung“ der
obiger Abbildung demonstrativ gezeigt. Gleiches gilt dungen usw. die auf dem Senderdisplay angezeigte nötigen Akkukapazität sollten Sie mindestens 350 mAh
für die Anschlüsse 1 … 6 des Empfängers GR-12. Empfängerspannung immer wieder einbrechen bzw. für jedes analoge Servo und mindestens 500 mAh für
Ein Anstecken „quer“ über 2 bis 3 Anschlüsse generell (zu) niedrig sein, beachten Sie bitte die nachfol- jedes digitale Servo ansetzen.
hinweg, führt sofort zu einem Kurzschluss des genden Hinweise: Unter diesem Gesichtspunkt würde beispielsweise
Empfängerakkus; der Zerstörung ggf. angeschlos- Achten Sie zuvorderst darauf, dass die Akkus bei ein Akku mit 1400 mAh zur Stromversorgung einer
sener Komponenten sowie dem sofortigen Verlust Aufnahme des Modellbetriebs stets vollgeladen sind. Empfangsanlage mit insgesamt 4 Analogservos das
von Garantieansprüchen. Achten Sie auch auf widerstandsarme Kontakte und absolute Minimum darstellen. Berücksichtigen Sie bei
Die Reihenfolge, in der die Servos anzuschließen sind, Schalter. Messen Sie ggf. den Spannungsabfall über Ihren Berechnungen aber auch den Empfänger, der auf
ist modelltypabhängig vorgegeben. Beachten Sie dazu das verbaute Schalterkabel unter Last, da dabei selbst Grund seiner bidirektionalen Funktion etwa 70 mA an
die Anschlussbelegungen auf den Seiten 51 und hochbelastbare, neue Schalter einen Spannungsabfall Strom benötigt.
55. von bis zu 0,2 Volt verursachen. Infolge von Alterung Unabhängig davon empfiehlt es sich generell, den
Beachten Sie darüber hinaus die Sicherheitshinweise und Oxydation der Kontakte kann sich dieser Wert auf Empfänger über zwei Kabel an die Stromversorgung an-
auf den Seiten 4 … 10. ein mehrfaches erhöhen. Zudem „nagen“ andauernde zuschließen. Beispielsweise, indem Sie einen Schalter
Um unkontrollierte Bewegungen der an der Empfangs- Vibrationen und Erschütterungen an den Kontakten oder Spannungsregler mit zwei zum Empfänger führen-
Installationshinweise 41
den Stromversorgungskabel verwenden. Benutzen Sie dass das Warnsignal ertönt. LiFe-Zellen sind ebenso wie LiPo-Zellen in Verbindung
ggf. zwischen Kabel und Empfänger ein V- bzw- Y-Kabel mit geeigneten Ladegeräten schnellladefähig und
Hinweis:
Best.-Nr.: 3936.11, siehe Abbildung, falls Sie einen oder vergleichsweise robust. Darüber hinaus sind LiFe-Zellen
Eine Gesamtübersicht der Akkus, Ladegerä-
beide Anschlüsse des Empfängers auch zum Anschluss zum Schutz gegen mechanische Beschädigungen auch
te sowie Messgeräte zur Überprüfung der
eines Servos, Drehzahlstellers etc. benötigen. Sie redu- in Hardcase-Plastikgehäusen lieferbar.
Stromquellen ist im Graupner Hauptkatalog
zieren durch die doppelte Anbindung an den Schalter Des Weiteren wird diesem Zellentyp eine deutlich hö-
FS sowie im Internet unter www.graupner.de zu finden.
bzw. Spannungsregler nicht nur das Risiko eines Kabel- here Anzahl von Lade-/Entladezyklen als beispielsweise
Eine Auswahl geeigneter Ladegeräte ist in der Tabelle
bruchs, sondern sorgen auch für eine gleichmäßigere LiPo-Akkus zugeschrieben. Die vergleichsweise hohe
auf Seite 15 zusammengestellt.
Stromversorgung der angeschlossenen Servos. Nennspannung von 6,6 Volt eines zweizelligen LiFe-Ak-
Sonderfunktion Stromversorgung aus … ku-Packs bereiten weder den Graupner-HoTT-Empfän-
gern Probleme noch den ausdrücklich zum Betrieb in
V-Kabel PRX stabilisierte Emp- NiMH-Akku-Packs mit 4 Zellen diesem – höheren – Spannungsbereich zugelassenen
Best.-Nr. 3936.11 fängerstromversorgung
Best.-Nr. 4136 Mit den traditionellen 4-Zellen-Packs können Sie Ihre Servos, Drehzahlsteller, Gyros etc.
Graupner-HoTT-Empfangsanlage unter Beachtung der Bitte beachten Sie jedoch, dass praktisch
Verwenden Sie aus Sicherheitsgründen keinesfalls vorstehend beschriebenen Bedingungen gut betreiben, alle in der Vergangenheit und auch die
Batterieboxen und auch keine Trockenbatterien. vorausgesetzt, die Packs haben ausreichende Kapazität meisten der derzeit noch am Markt ange-
Die Spannung der Bordstromversorgung wird während und Spannungslage! botenen Servos, Drehzahlsteller, Gyros etc. nur
des Modellbetriebs im Display des Senders rechts oben NiMH-Akku-Packs mit 5 Zellen einen zulässigen Betriebsspannungsbereich von 4,8
angezeigt: bis 6 Volt haben. Deren Anschluss an den Empfänger
Akku-Packs mit fünf Zellen bieten einen größeren Span-
nungsspielraum im Vergleich zu 4-Zellen-Packs. erfordert also zwingend den Einsatz einer stabilisierten
5.1V
0:00 Beachten Sie jedoch bitte, dass nicht jedes auf dem Spannungsregelung wie z. B. dem PRX mit der Best.-Nr.
M-01 Stop
Flug 0:00 Markt derzeit noch erhältliche Servo die Spannung 4136, siehe Anhang. Anderenfalls besteht die Gefahr,
5.5V eines 5­-Zellen-Packs – auf Dauer – verträgt, insbesonde- dass die angeschlossenen Geräte in kürzester Zeit
0:12h re dann, wenn diese frisch geladen sind. Manche dieser Schaden erleiden.
N R
Servos reagieren darauf beispielsweise mit deutlich LiPo Packs mit 2-Zellen
vernehmbarem „knurren“. Bei gleicher Kapazität sind LiPo-Akkus im Regelfall
Bei Unterschreiten einer im Display „RX SERVO TEST“
des Untermenüs „EINSTELLEN, ANZEIGEN“ des Achten Sie deshalb auf die Spezifikation der leichter als z. B. NiMH-Akkus oder LiFe-Packs. Zum
»Telemetrie«-Menüs, Seite 154, einstellbaren Warn- von Ihnen verwendeten Servos, bevor Sie Schutz gegen mechanische Beschädigungen sind
schwelle – standardmäßig 3,80 V – erfolgt eine optische sich für den Einsatz eines 5-Zellen-Pack LiPo-Akkus auch mit einem Hardcase-Plastikgehäuse
und akustische Unterspannungswarnung. entscheiden. lieferbar.
Überprüfen Sie dennoch in regelmäßigen Abständen LiFe-Packs mit 2 Zellen Die vergleichsweise hohe Nennspannung von 7,4 Volt
den Zustand der Akkus. Warten Sie mit dem Laden Unter den derzeit gegebenen Gesichtspunkten sind eines zweizelligen LiPo-Packs bereiten dagegen weder
der Akkus nicht, bis die Spannung so weit einbricht, diese Zellen die beste Wahl! den Graupner-HoTT-Empfängern Probleme noch den
ausdrücklich zum Betrieb in diesem – höheren – Span-
42 Installationshinweise
nungsbereich zugelassenen Servos, Drehzahlsteller,
Gyros etc.
Bitte beachten Sie jedoch, dass praktisch
alle in der Vergangenheit und auch die
meisten der derzeit noch am Markt ange-
botenen Servos, Drehzahlsteller, Gyros etc. nur
einen zulässigen Betriebsspannungsbereich von 4,8
bis 6 Volt haben. Deren Anschluss an den Empfänger
erfordert also zwingend den Einsatz einer stabilisierten
Spannungsregelung wie z. B. dem PRX mit der Best.-Nr.
4136, siehe Anhang. Anderenfalls besteht die Gefahr,
dass die angeschlossenen Geräte in kürzester Zeit
Schaden erleiden.

Installationshinweise 43
Digitale Trimmung
Funktionsbeschreibung und Beschreibung der K1-Abschalttrimmung
Digitale Trimmung mit optischer und akustischer 1. Flächenmodelle 2. Helikoptermodelle
Anzeige Die K1-Trimmung besitzt eine spezielle Abschalttrim- Zusätzlich zu der links unter „Flächenmodelle“ beschrie-
Die beiden Kreuzknüppel sind mit einer digitalen Trim- mung, die für Verbrennungsmotoren gedacht ist: Sie benen „Abschalttrimmung“ besitzt die K1-Trimmung in
mung ausgestattet. Kurzes Drücken der Trimmschalter stellen mit der Trimmung zunächst einen sicheren Verbindung mit der so genannten „Gaslimit-Funktion“,
verstellt mit jedem „Klick“ die Neutralposition der Leerlauf des Motors ein. Seite 83, eine weitere Eigenschaft: Solange sich der
Kreuzknüppel um einen bestimmten Wert. Bei längerem Zum Abstellen des Motors verschieben Sie dann die Gaslimit-Drehgeber in der „linken“ Hälfte seines Weges,
Festhalten läuft die Trimmung mit zunehmender Ge- K1-Trimmung in einem Zug in Richtung „Motor abstel- d. h. im Anlassbereich befindet, wirkt die K1-Trimmung
schwindigkeit in die entsprechende Richtung. len“ bis zur äußersten Position des Trimmweges. als Leerlauftrimmung auf das Gasservo:
Die Verstellung wird auch akustisch durch unterschied- aktuelle letzte Leerlaufposition aktuelle letzte Leerlaufposition
Trimm-Position Trimm-Position
lich hohe Töne „hörbar“ gemacht. Während des Fluges K1-Trimmhebel Gaslimit-Geber
die Mittenposition wiederzufinden, ist daher auch ohne Stop
Flug

Leerlaufrichtung
Blick auf das Display problemlos: Bei Überfahren der Stop
Mittenposition wird eine kurze Pause eingelegt. Flug
Die aktuellen Trimmwerte werden bei einem Modell- DG
speicherplatzwechsel automatisch abgespeichert. Des N R Trimmung in
Weiteren wirkt die digitale Trimmung innerhalb eines N R
Motor-AUS-Position
Speicherplatzes, mit Ausnahme der Trimmung des Gas-/ Trimmung in
In der „rechten“ Hälfte des Gaslimit-Drehgebers wirkt
Motor-AUS-Position
Bremsklappensteuerknüppels – Steuerfunktion „K1“ die Leerlauftrimmung dagegen „normal“.
(Kanal 1) genannt –, flugphasenspezifisch. Zum erneuten Starten des Motors erreichen Sie durch
Diese K1-Trimmung schließt bei Flächen- und Hub- einmaliges Drücken in Richtung „mehr Gas“ sofort Hinweis für Helikopter:
schraubermodellen noch eine besondere Funktion ein, wieder die letzte Leerlaufeinstellung. Die K1-Trimmung wirkt nur auf das Gasser-
die die Leerlauf-Vergasereinstellung eines Verbren- Diese Abschalttrimmung ist deaktiviert, wenn in der vo, nicht auf die Pitch-Servos. Beachten Sie
nungsmotors leicht wiederfinden lässt. Zeile „Motor an K1“ des Untermenüs „Modelltyp“ des auch, dass sich das Heli-Gasservo am
Da die in den beiden nächsten Spalten beschriebene Menüs »Modell und Phaseneinstellung« „kein“ oder Empfängerausgang 6 befinden muss, siehe Empfänger-
„Abschalttrimmung“ aber nur in Richtung „Motor aus“ „kein/inv“ eingetragen ist, siehe Seite 64. belegungen auf Seite 55!
wirksam ist, ändert sich die Darstellung im Display Ihres Hinweis:
Senders ggf. in Abhängigkeit von Ihrer individuellen Da diese Trimmfunktion nur in Richtung
Gas- bzw. Pitch-Minimum-Position des K1-Steuerknüp- „Motor aus“ wirksam ist, ändert sich die
pels „vorne“ oder „hinten“ wie auch von Gas/Pitch „linker obige Abbildung entsprechend, wenn Sie die
Knüppel“ oder „rechter Knüppel.“ Die Abbildungen Geberrichtung für die Gasminimum-Position des
dieser Anleitung beziehen sich immer auf „Gas“ bzw. K1-Steuerknüppels von „hinten“ (worauf sich das obige
„Pitch rechts“ sowie „Gas“ bzw. „Pitch hinten“ bei beiden Bild bezieht) auf „vorn“ in der Zeile „Motor an K1“ des
Modelltypen. Untermenüs „Modelltyp“ des Menüs »Modell und
Phaseneinstellung« ändern.
44 Digitale Trimmung
Für Ihre Notizen 45
Begriffsdefinitionen
Steuerfunktion, Geber, Funktionseingang, Steuerkanal, Mischer, Schalter und Geberschalter
Um Ihnen den Umgang mit dem mz-12 HoTT-Hand- einstellung«, Seite 78 bzw. 80, einem Eingang analog dazu beim Helikopter-Modelltyp „3Sv(2Roll)“ z. B.
buch zu erleichtern, finden Sie nachfolgend einige zugewiesen wurden. die Steuerfunktion Rollen in die Steuerkanäle für das
Definitionen von Begriffen, die im laufenden Text immer Bei den proportionalen Bedienelementen werden die linke und rechte Rollservo eingemischt.
wieder verwendet werden. Servos der Geberposition entsprechend direkt folgen, Dieses Signal wird nur noch von den im Menü »Servo-
Steuerfunktion während im Falle eines Schalters nur eine zwei- bzw. einstellung« vorgenommenen Einstellungen beeinflusst
dreistufige Verstellung möglich ist. und verlässt dann über das HF-Modul den Sender. Im
Unter „Steuerfunktion“ ist – vorerst einmal unabhängig
Welcher Geber bzw. welcher Schalter auf welches der Empfänger angekommen, wird dieses Signal ggf. noch
vom Signalverlauf im Sender – das Signal für eine be-
Servos 5 und 6 wirkt, ist völlig frei programmierbar. von den in diesem per »Telemetrie«-Menü, ab Seite
stimmte Steuerfunktion zu verstehen. Bei Flächenflug-
144, hinterlegten Einstellungen modifiziert um dann
zeugen stellen z. B. Gas, Seite oder Quer eine solche Wichtiger Hinweis: letztlich das zugehörige Servo zu steuern.
dar, bei Hubschraubern z. B. Pitch, Rollen oder Nicken. In der Basisprogrammierung des Senders
Das Signal einer Steuerfunktion kann direkt einem bzw. sind die Eingänge 5 und 6 sowohl beim Mischer
über Mischer auch mehreren Steuerkanälen zugeführt Hubschrauber wie auch beim Flächenmo- In der Software des Senders sind u. a. vielfältige Misch-
werden. Ein typisches Beispiel für Letzteres sind ge- dell generell auf „frei“ geschaltet, also noch nicht funktionen enthalten. Diese dienen dazu, eine Steuer-
trennte Querruderservos oder der Einsatz von zwei Roll- belegt. funktion gegebenenfalls auch auf mehrere Servos oder
oder Nickservos bei Hubschraubern. Die Steuerfunktion auch um mehrere Steuerfunktionen auf ein Servo wirken
schließt insbesondere den Einfluss des mechanischen Funktionseingang zu lassen.
Geberweges auf das entsprechende Servo ein. Dieser ist ein eher imaginärer Punkt im Signalfluss Beachten Sie bitte in diesem Zusammenhang die zahl-
und darf keinesfalls mit dem Geberanschluss auf der reichen Mischfunktionen ab Seite 96 im Handbuch.
Geber
Platine gleichgesetzt werden! Die Wahl der „Steuer-
Unter „Geber“ sind die vom Piloten unmittelbar zu betä- anordnung“ und die Einstellungen im Menü »Geber­ Schalter
tigenden Bedienelemente am Sender zu verstehen, mit einstellung« beeinflussen nämlich „hinter“ diesen rein Die serienmäßigen Kippschalter SW 1 und 3, die beiden
denen empfängerseitig die angeschlossenen Servos, physikalischen Anschlusspunkten noch die Reihenfolge, Dreistufenschalter SW 4/5 und 6/7 sowie der Tast-Schal-
Drehzahlsteller etc. betrieben werden. Dazu zählen: wodurch durchaus Differenzen zwischen der Nummer ter SW 2 können ebenfalls in die Geberprogrammierung
• die beiden Kreuzknüppel für die Steuerfunktionen des Funktionseinganges und der Nummer des nachfol- einbezogen werden. Diese Schalter sind aber generell
1 bis 4, wobei diese vier Funktionen in beiden genden Steuerkanals entstehen können. auch zum Schalten von Programm­optionen gedacht,
Modelltypen („Fläche“ und „Hubschrauber“) mittels z. B. zum Starten und Stoppen der Uhren, Ein- bzw.
„Mode“-Einstellung softwaremäßig beliebig unterei- Steuerkanal Ausschalten von Mischern, als Lehrer-/Schüler-Um-
nander vertauschbar sind, z. B. Gas links oder rechts. Ab dem Punkt, ab dem im Signal für ein bestimmtes schalter usw. Jedem dieser Schalter können beliebig
Die Kreuzknüppelfunktion zur Gas-/Bremsklap- Servo alle Steuerinformationen – ob direkt vom Geber viele Funktionen zugeordnet werden.
pen-Steuerung beim Flächenmodell bzw. Gas-/ oder indirekt über Mischer – enthalten sind, wird von Entsprechende Beispiele sind im Handbuch aufgeführt.
Pitch-Steuerung beim Hubschrauber wird häufig einem Steuerkanal gesprochen.
auch mit K1-Geber (Kanal 1) bezeichnet. So wird beispielsweise die Steuerfunktion „Querruder“ Geberschalter
• der Proportional-Drehgeber „DG“, eines Flächenmodells beim Modelltyp „2QR“ in die Steu- Da es bei manchen Funktionen äußerst praktisch ist,
• die Schalter SW 1 … 7, sofern sie im Menü »Geber­ erkanäle linkes und rechtes Querruder aufgeteilt, oder wenn diese bei einer bestimmten Geberposition au-

46 Begriffsdefinitionen
tomatisch ein- oder ausgeschaltet werden (z. B. Ein-/
Ausschalten einer Stoppuhr zur Erfassung von Motor-
laufzeiten, automatisches Ausfahren der Landeklappen
und anderes mehr), wurden in die Software der mz-12
HoTT auch zwei bzw. drei Geberschalter integriert:
Sowohl beim Flächen- wie auch beim Hubschraubermo-
dell stehen deshalb in jedem Modellspeicher 2 Geber-
schalter auf dem K1-Steuerknüppel zur Auswahl und
beim Hubschrauber zusätzlich noch ein dritter auf dem
Gaslimiter, siehe nächste Doppelseite bzw. Seite 90.
Eine Reihe von instruktiven Beispielen macht die Pro-
grammierung zum Kinderspiel. Beachten Sie deshalb
die Programmierbeispiele ab der Seite 174.

Begriffsdefinitionen 47
Geber-, Schalter und Geberschalterzuordnung
Prinzipielle Vorgehensweise
An vielen Stellen im Programm besteht die Möglichkeit, Stellweg dazu nicht mehr ausreichen, betätigen Sie den in die gewünschte AUS-Position, aktivieren erneut die
eine Funktion über den Drehgeber (DG) oder Schalter Geber ggf. in Gegenrichtung. Schalterzuordnung und weisen den Schalter noch ein-
(SW 1 … 7) oder ggf. auch einen der Geberschalter (G1 mal und nun mit der gewünschten Schaltrichtung zu.
… 3, siehe weiter unten) zu betätigen bzw. zwischen Schalterzuordnung
Schalter löschen
Einstellungen umzuschalten, wie z. B. bei der D/R-Ex- An den Programmstellen, an denen ein Schalter zuge-
po-Funktion oder bei Flugphasenprogrammierungen, wiesen werden kann, erscheint in der unteren Display- Nach dem Aktivieren der Schalterzuordnung, wie unter
Mischern usw. Dabei ist auch jede Art von Mehrfachzu- zeile ein Schaltersymbol: Punkt 2 beschrieben, gleichzeitig die Tastenkombination
ordnung möglich.  der linken Vier-Wege-Taste (CLEAR) drücken.
Da die Geber- und Schalterzuordnung in allen betref- Wechseln Sie mit den Auswahltasten der linken Geberschalter
fenden Menüs in gleicher Weise vonstatten geht, soll Vier-Wege-Taste in die entsprechende Spalte. Bei bestimmten Schaltfunktionen kann es durchaus
an dieser Stelle das grundsätzliche Vorgehen erläutert sinnvoll sein, diese nicht per Hand mit einem der nor-
werden, sodass Sie sich später, beim Lesen der detail- So weisen Sie einen Schalter zu malen Schalter auszulösen, sondern automatisch durch
lierten Menü-Beschreibungen, auf die speziellen Inhalte 1. Drücken Sie die ENT-Taste () der rechten Vier-We- den K1-Steuerknüppel oder den Gaslimiter beim Hub-
konzentrieren können. ge-Taste. Im Display erscheint die Anzeige: schrauber.
Geber- oder Schalterzuordnung Gewünschten Schalter Anwendungsbeispiele:
in die EIN Position • Zu- oder Abschaltung einer bordeigenen Glühker-
Im Menü »Gebereinstellung«, ab Seite 78 bzw.
80, können Sie in der zweiten Spalte den senderseiti- zenheizung beim Unter- bzw. Überschreiten des leer-
2. Jetzt wird lediglich der ausgewählte Schalter in
gen Eingängen E5 und E6 bzw. Gyr, Gas und Lim für die laufseitigen Schaltpunktes auf dem K1-Knüppel („G1“
die gewünschte „EIN“-Position umgelegt oder der
Bedienung von Servos sowohl den Proportional-Dreh- bzw. „G2“). Der Schalter der Glühkerzenheizung wird
K1-Knüppel bzw. Gaslimiter von der gewünschten
regler wie auch einen beliebigen der auf dem Sender dabei senderseitig über einen Mischer angesteuert.
Geberschalter-„AUS“-Position in Richtung „EIN“ be-
montierten 2- oder 3-Stufen-Schalter zuweisen. wegt. (Die diesem Steuerorgan und beim Modell- • Automatisches Ein- und Ausschalten der Stoppuhr
Nach Drücken der ENT-Taste () der rechten Vier-We- typ „Hubschrauber“ zusätzlich dem Gaslimiter, Sei- zur Messung der reinen „Flugzeit“ eines Hubschrau-
ge-Taste erscheint im Display das folgende Fenster: te 83, zugewiesenen so genannten Geberschalter, bers durch den „G3“-Schalter des Gaslimiters.
siehe rechts, übernehmen hierbei softwareseitig die • Automatisches Abschalten des Mischers „QR  SR“
Gewünschten Schalter
Aufgabe eines EIN-/AUS-Schalters.) Damit ist die Zu- beim Ausfahren der Bremsklappen, um z. B. bei Lan-
oder Geber betätigen
ordnung abgeschlossen. dungen am Hang die Querlage des Modells der Bo-
Nun betätigen Sie lediglich den gewünschten Geber Somit stehen Ihnen demzufolge ein Drehgeber und ins- denkontur anzupassen, ohne dass durch das anson-
oder Schalter. gesamt 7 Schalter („SW 1 … 7“) sowie 2 bzw. 3 Geber- sten mitlaufende Seitenruder auch noch zusätzlich
schalter zur beliebigen Verwendung zur Verfügung. die Flugrichtung beeinflusst wird.
Hinweis: • Ausfahren der Landeklappen samt Nachtrimmen des
Der Geber wird erst nach einem bestimmten Schaltrichtung ändern Höhenruders beim Landeanflug, sobald der Gassteu-
Weg erkannt. Drehen Sie diesen deshalb Sollte die Betätigung dennoch einmal in die verkehrte erknüppel über den Schaltpunkt hinaus bewegt wird.
solange nach links oder rechts, bis die Richtung erfolgt sein, so bringen Sie den Schalter, • Ein- und Ausschalten der Stoppuhr zur Messung der
Zuordnung im Display angezeigt wird. Sollte der K1-Steuerknüppel oder ggf. den Gaslimit-Drehgeber
48 Geber-, Schalter- und Geberschalterzuordnung
Laufzeit von Elektromotoren.
Im Programm des Senders mz-12 HoTT stehen für
diese Zwecke in beiden Modelltypen zwei so genannte
Geberschalter auf dem K1-Steuerknüppel zur Verfü-
gung, und zwar ein „G1“ bei ca. -80 % und ein „G2“ bei
ca. +80 % des Geberweges. Darüber hinaus verfügt das
Helikopterprogramm noch zusätzlich über einen „G3“
auf dem Gaslimiter nahe dem 100 %-Punkt, siehe Seite
83.
Diese Geberschalter können beliebig in die freie
Schalterprogrammierung mit einbezogen, d. h. anstelle
eines „normalen“ Schalters einer Funktion zugeordnet
werden. An den Programmstellen, an denen Schalter
zugewiesen werden können, haben Sie also jederzeit
die Möglichkeit, alternativ zu einem Schalter auch einen
der Geberschalter G1 … G2 bzw. G1 … G3 zuzuweisen,
indem Sie den K1-Steuerknüppel bzw. den Gaslimit-Ge-
ber (standardmäßig der Proportional-Drehregler) von
der gewünschten Schalter-„AUS“-Position in Richtung
„EIN“ bewegen.

Geber-, Schalter- und Geberschalterzuordnung 49


Flächenmodelle

Bis zu zwei Querruder- und zwei Wölbklappenservos in jedem der zehn Modellspeicherplätze programmiert Alle Geber (CTRL) und Schalter (SW) des Senders
bei Normalmodellen sowie V-Leitwerk- und Nurflügel/ werden. können im Menü »Gebereinstellung« beinahe beliebig
Delta-Modelle mit zwei Quer-/Höhenruder- und zwei Wenn das Modell ein V-Leitwerk anstelle des normalen den Eingängen 5 und 6 zugewiesen werden.
Wölbklappenservos werden komfortabel unterstützt. Leitwerks besitzt, ist im Untermenü „Modelltyp“ des „Dual Rate“ und „Exponential“ für Quer-, Seiten- und
Der größte Teil der Motor- und Segelflugmodelle wird je- Menüs »Modell und Phaseneinstellung«, Seite 66, Höhenruder sind getrennt programmier- und zwischen
doch zum Leitwerkstyp „normal“ gehören und mit jeweils der Leitwerkstyp „V-Leitwerk“ auszuwählen, der die jeweils zwei Varianten umschaltbar.
einem Servo an Höhen-, Seitenruder und Motordrossel Steuerfunk­tionen Höhen- und Seitenruder so mitei- Neben 3 freien Mischern stehen – abhängig vom Modell-
oder mit elektronischem Fahrtregler (bzw. Bremsklappen nander verknüpft, dass jede der beiden Leitwerksklap- typ – im Menü »Flächenmixer« bis zu 12 weitere, fest
beim Segelflugmodell) sowie 2 Querruderservos ausge- pen – durch je ein separates Servo angesteuert – sowohl definierte Misch- und Koppelfunktionen zur Verfügung:
stattet sein. Darüber hinaus gestattet der Leitwerkstyp „2 Höhen- als auch Seitenruderfunktion übernimmt. 1. Querruderdifferenzierung (schaltbar)
HR Sv“ den Anschluss von zwei Höhenruderservos an Bei den Delta- und Nurflügelmodellen wird die Quer- 2. Wölbklappendifferenzierung (schaltbar)
den Empfängerausgängen 3 und 6. und Höhenruderfunktion über je eine gemeinsame 3. Querruder  Seitenruder (schaltbar)
Bei Betätigung der Querruder und fallweise der Wölb- Ruderklappe an der Hinterkante der rechten und linken
4. Querruder  Wölbklappe (schaltbar)
klappen mit jeweils zwei getrennten Servos können die Tragfläche ausgeführt. Das Programm enthält die ent-
Querruderausschläge beider Klappenpaare im Menü sprechenden Mischfunktionen der beiden Servos. 5. K1  Höhenruder (schaltbar)
»Flächenmixer« differenziert, ein Ruderausschlag Die digitale Trimmung wird flugphasenspezifisch bis 6. K1  Wölbklappe (schaltbar)
nach unten also unabhängig vom Ausschlag nach oben auf die K1-Trimmung abgespeichert. Die K1-Trimmung 7. K1  Querruder (schaltbar)
eingestellt werden. erlaubt simples Wiederfinden einer Leerlaufvergaserein- 8. Höhenruder  Wölbklappe (schaltbar)
Schließlich kann die Stellung von Wölbklappen über stellung. 9. Höhenruder  Querruder (schaltbar)
einen der Geber CTRL 7 … 10 gesteuert werden. Alter- Zwei Uhren stehen für den Flugbetrieb ständig zur Ver- 10. Wölbklappe  Höhenruder (schaltbar)
nativ steht für die Wölbklappen, Quer- und Höhenruder fügung. Ebenso wird die seit dem letzten Ladevorgang 11. Wölbklappe  Querruder (schaltbar)
auch eine phasenabhängige Trimmung im Menü »Pha- verstrichene Senderbetriebszeit angezeigt. 12. Differenzierungsreduktion
sentrim« zur Verfügung. Bis zu 3 Flugphasen können

Bremskl.-Funktion 1

r
ue Bremskl. Quer
Q

W ölb
r
e

Q ue
Höh

W ölb
Que
it e
Se Q u er
er

r
links Bremskl. Wölb W
ö lb
Qu

he
Hö Bremskl. Höhe
W öb Höhe Wölb Bremskl. Wölb
W ö lb
Höh e

rechts Seite/Höhe Bremskl. Höhe

Quer
Quer S links V-Leitwerk W ö lb H ö he


eite
b r
rechts W Q ue

l
ö lb
Q u er S eite

H öhe Q u er

50 Flächenmodelle
Installationshinweise … und Leitwerkstyp „V-Leitwerk“ … mit 2 Quer-/Höhenruder- und 2 Wölbklappen/Hö-
Die Servos MÜSSEN in der hier abgebil- frei (6-Kanal-Sender) henruderservos
deten Reihenfolge am Empfänger ange- frei oder Sonderfunktion frei (6-Kanal-Sender)

schlossen sein. Empfängerstromversorgung Wölb(Quer)/Höhe links


Querruder rechts Empfängerstromversorgung
Nicht benötigte Ausgänge werden einfach nicht belegt. Höhe/Seite rechts
Wölb(Quer)/Höhe rechts
Insbesondere gilt: Höhe/Seite links
frei oder Seitenruder
Querruder oder Querruder links
Quer/Höhe rechts
• Bei Verwendung von nur 1 Querruderservo bleibt der Empfängerstromversorgung Quer/Höhe links
Empfängerausgang 5 für das rechte Querruder frei Bremsklappen- oder Motorservo Empfängerstromversorgung
oder Regler bei Elektroantrieb
bzw. kann – sofern im Untermenü „Modelltyp“ des frei (6-Kanal-Sender)
Bremsklappen- oder Motorservo
oder Regler bei Elektroantrieb
Menüs »Modelltyp- und Phaseneinstellung«, Seite frei (6-Kanal-Sender)
66, „1 QR“ gewählt wurde – ggf. anderweitig belegt … und Leitwerkstyp „2 Höhenruderservos“
werden. frei (6-Kanal-Sender) Segelflugmodelle ohne Motor, mit 2 Querruder- und
• Bei Verwendung von nur 1 Wölbklappenservo bleibt 2. Höhenruder 2 Wölbklappenservos …
der Empfängerausgang 1 für die rechte Wölbklappe Empfängerstromversorgung
… und Leitwerks­typ „normal“
ZWINGEND frei, sofern im Untermenü „Modelltyp“ Querruder rechts
Seitenruder frei (6-Kanal-Sender)
des Menüs »Modelltyp- und Phaseneinstellung«, 1. Höhenruder
Wölbklappe links
Seite 66, „2QR 2WK“ gewählt wurde. Querruder oder Querruder links
Empfängerstromversorgung Empfängerstromversorgung
Beachten Sie darüber hinaus die Hinweise auf den Bremsklappen- oder Motorservo Querruder rechts
folgenden Seiten. oder Regler bei Elektroantrieb Seitenruder
frei (6-Kanal-Sender) Höhenruder
Flächenmodelle mit und ohne Motor, mit bis zu Querruder links

2 Querruderservos … Delta-/Nurflügelmodelle mit und ohne Motor, … Empfängerstromversorgung

Wölbklappe rechts
… und Leitwerkstyp „normal“ … mit 2 Quer-/Höhenruderservos frei (6-Kanal-Sender)
frei (6-Kanal-Sender) frei (6-Kanal-Sender)
frei oder Sonderfunktion frei oder Sonderfunktion … und Leitwerks­typ „V-Leitwerk“
Empfängerstromversorgung frei (6-Kanal-Sender)
Empfängerstromversorgung
Querruder rechts frei oder Sonderfunktion Wölbklappe links
Seitenruder frei oder Seitenruder
Quer/Höhe rechts Empfängerstromversorgung
Höhenruder
Querruder oder Querruder links Quer/Höhe links Querruder rechts
Empfängerstromversorgung Höhe/Seite rechts
Empfängerstromversorgung
Bremsklappen- oder Motorservo Höhe/Seite links
Bremsklappen- oder Motorservo Querruder links
oder Regler bei Elektroantrieb oder Regler bei Elektroantrieb
frei (6-Kanal-Sender) Empfängerstromversorgung
frei (6-Kanal-Sender)
Wölbklappe rechts
frei (6-Kanal-Sender)

Flächenmodelle - Empfängerbelegung 51
Bedingt durch den unterschiedlichen Einbau der Servos
und Ruderanlenkungen kann anfangs die Servolaufrich-
tung bestimmter Servos verkehrt sein. Nachfolgende
Tabelle gibt Hinweise zur Abhilfe.
Servo mit
Modell
falscher Abhilfe
Typ
Drehrichtung
V-Leit- Seiten- und Servo 3 + 4 im Menü
werk Hö­henruder verkehrt »Servoeinstellung«
umpolen
Seitenruder richtig, Servo 3 + 4 am Empfän-
Höhenruder verkehrt ger vertauschen
Höhenruder richtig, Servo 3 + 4 im Menü
Seitenruder verkehrt »Servoeinstellung«
umpolen UND am Emp-
fänger vertauschen
Delta, Höhen- und Querru- Servo 2 + 3 im Menü
Nurflügel der verkehrt »Servoeinstellung«
umpolen
Höhenruder richtig, Servo 2 + 3 im Menü
Querruder verkehrt »Servoeinstellung«
umpolen UND am Emp-
fänger vertauschen
Querruder richtig, Servo 2 + 3 am Empfän-
Höhenruder verkehrt ger vertauschen
Alle für ein Flächenmodell relevanten Menüs sind bei
den „Programmbeschreibungen“ mit dem Symbol eines
Flächenflugzeuges …

… gekennzeichnet, sodass Sie sich bei einer Flächen-


modellprogrammierung nur mit diesen Menüs befassen
müssen.

52 Flächenmodelle - Empfängerbelegung
Für Ihre Notizen 53
Hubschraubermodelle

Die Weiterentwicklung der Modellhubschrauber und Alle Geber (CTRL) und Schalter (SW) des Senders kön- Mischanteile für Pitch, Rollen und Nicken abgestimmt
deren Komponenten wie Gyrosensoren, Drehzahlregler, nen im Menü »Gebereinstellung«, Seite 80, beinahe werden.
Rotorblätter usw. ermöglicht heute, einen Hubschrau- beliebig den Eingängen 5 und 6 zugeordnet werden. Die Funktion Gaslimit im Menü »Gebereinstellung«
ber sogar im 3D-Kunstflug zu beherrschen. Für den Neben den 3 frei belegbaren und auch zu- und abschalt- ermöglicht ein Starten des Motors in jeder Flugphase
Anfänger dagegen genügen wenige Einstellungen, um baren Linearmischern des Menüs »Freie Mix«, ab Seite und erspart somit die Programmierung einer speziellen
mit dem Schwebeflugtraining beginnen und dann nach 121, stehen im Menü »Helimix«, ab Seite 104, für Flugphase „Gasvorwahl“.
und nach die Optionen der mz-12 HoTT einsetzen zu Pitch, Gas und Heckrotor flugphasenabhängig einstell- Standardmäßig ist der Proportional-Drehgeber diesem
können. bare 5-Punkt-Kurven für nichtlineare Kennlinien bereit: Eingang zugeordnet. Diese Steuerfunktion limitiert belie-
Mit dem Helikopter-Programm der mz-12 HoTT 1. Pitch big die maximale Gasservoposition. Dadurch kann der
können alle gängigen Helis mit 1 … 4 Servos für die 2. K1  Gas Motor im Leerlaufbereich mit dem Trimmhebel gesteuert
Pitchsteuerung betrieben werden. Völlig unabhängig 3. K1  Heckrotor werden. Erst wenn dieser Drehgeber in Richtung Vollgas
davon, ob diese von einem Vergaser- oder Elektromotor gestellt wird, werden die Gaskurven wirksam und ggf.
Der Anfänger wird zunächst jedoch nur den Schwe-
angetrieben werden. dann auch die beiden Uhren zur Erfassung der Flugzeit
beflugpunkt in der Steuermitte sowie den Pitchweg
Innerhalb eines Modellspeichers stehen 2 Flugphasen anpassen. automatisch gestartet. Ab Firmwareversion 1062 ist
plus Autorotation sowie zwei Uhren ständig für den Flug- der Eingang „Lim“ allerdings standardmäßig nicht mehr
Darüber hinaus stehen im Menü »Helimix« mit der
betrieb zur Verfügung. Ebenso wird die seit dem letzten vorbelegt und somit der Gaslimiter nach der Neuanlage
Zeile „Gyro“ sowie einem „Taumelscheibenlimiter“ noch
Ladevorgang verstrichene Senderbetriebszeit angezeigt. eines Modellspeichers erst einmal deaktiviert, kann aber
weitere Einstell-Optionen zur Verfügung.
Auf Tastendruck lässt sich die Leerlaufvergaserposition durch die Zuweisung eines Gebers jederzeit wieder akti-
Im Menü »TS-Mixer«, Seite 127, können dann die viert werden. Weitere Erläuterungen siehe Seite 83.
der digitalen K1-Trimmung wiederfinden.
„Dual Rate“ und „Exponential“ für Roll, Nick und Heckro-
tor sind kombinier- und in jeweils zwei Varianten pro- Heckrotor
Pitch-Kurve Kanal 1
grammier- und umschaltbar.

Kanal 1 Gas

54 Hubschraubermodelle
Hinweis für Umsteiger von älteren Graupner-Anla- Empfängerbelegung von Hubschraubermodellen …
gen:
Gegenüber der früheren Empfängerbele- … mit 1 bis 3 Taumelscheibenservos
frei oder Drehzahlregler
gung sind nun der Servoanschluss 1
Gas-Servo od. Steller od. frei
(Pitch-Servo) und Servoanschluss 6
Empfängerstromversorgung
(Gas-Servo) vertauscht. Die Servos müssen also wie
frei oder Gyroregelung
nachfolgend abgebildet an die Ausgänge des Empfän- Heck-Servo oder Gyro
gers angeschlossen werden. Nicht benötigte Ausgänge Nick-1-Servo
Roll-1-Servo
werden einfach nicht belegt. Genauere Einzelheiten zum Empfängerstromversorgung
jeweiligen Taumelscheibentyp finden Sie auf Seite 70 Pitch- oder Roll-2
im Rahmen der Beschreibung des Untermenüs oder Nick-2-Servo
frei (6-Kanal-Sender)
„Modelltyp“ des Menüs »Modell und Phaseneinstel-
lung«. … mit 4 Taumelscheibenservos
frei oder Drehzahlregler
Installationshinweise Gas-Servo od. Steller od. frei
Die Servos MÜSSEN in der hier abgebil- Empfängerstromversorgung
deten Reihenfolge am Empfänger ange- Nick-2-Servo
Heck-Servo oder Gyro
schlossen sein. Nick-1-Servo
Nicht benötigte Ausgänge werden einfach nicht belegt. Roll-1-Servo
Empfängerstromversorgung
Beachten Sie darüber hinaus die Hinweise auf den
folgenden Seiten. Roll-2-Servo
frei (6-Kanal-Sender)
Hinweis:
Alle für ein Hubschraubermodell relevanten Menüs
Um die Komfort- und Sicherheitsmerkmale
sind im Abschnitt „Programmbeschreibung“ mit einem
des Gaslimi­ters, siehe ab Seite 83, nutzen
Heli-Symbol gekennzeichnet …
zu können, ist auch ein Drehzahlregler an
den Empfängerausgang „6“ anzuschließen. Siehe dazu
auf Seite 108. … sodass Sie sich bei einer Hubschrauberprogrammie-
rung nur mit diesen Menüs befassen müssen.

Hubschraubermodelle - Empfängerbelegung 55
Programmbeschreibung im Detail
Neuen Speicherplatz belegen
Wer sich bereits bis an diese Stelle im Handbuch der mitgelieferte Empfänger mit diesem „verbunden“.
vorgearbeitet hat, wird sicherlich schon die eine oder Mod. M-Typ Servo Geber Erkennbar am Piktogramm eines Flächenmodells in
andere Programmierung erprobt haben. Dennoch soll Speich. Phase Einst. Einst. der zweiten Spalte von links und an der rechts außen
nicht darauf verzichtet werden, jedes Menü detailliert zu angezeigten Empfängerkennung. In obigem Beispiel
beschreiben. D/R Send. Fläch. freie „E08“ als Synonym für den mitgelieferten Empfänger
Wir beginnen in diesem Abschnitt zunächst mit der Expo Einst. Mixer Mixer GR-16 HoTT. Am „M“ links davon ist zu erkennen, dass
Belegung eines „freien“ Speicherplatzes, wenn also ein der Empfänger mit der standardmäßig vorgegebenen
neues Modell „programmiert“ werden soll: HoTT-Option „speicherspezifisch“ mit dem Modellspei-
Mod. M-Typ Servo Geber cher 1 verbunden wurde, sodass dieser ausschließlich
Speich. Phase Einst. Einst. auf die Steuersignale dieses einen Modellspeichers
M-01 Stop 0:00 seines Senders reagiert. Näheres dazu finden Sie ab
Flug 0:00 D/R Send. Heli freie Seite 95.
5.2V Expo Einst. Mixer Mixer
0:02h Ein „senderspezifisch“ und somit „global“ gebundener
N R
Empfänger wird durch ein „G“ symbolisiert …
Durch Drücken der ENT-Taste () der rechten Vier-We-
Aus der Grundanzeige wird mit einem Druck auf die ge-Taste öffnet sich der Menüpunkt »Modell Speicher«: 01 M E08
02 G E08
ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste zur „Mul- Modellauswahl => 03 frei 
tifunktionsliste“ gewechselt. (Mit der ESC-Taste () Mod.Name 04 frei 
derselben Vier-Wege-Taste gelangen Sie zur Grund- Modell löschen => 05 frei 
anzeige zurück.) Standardmäßig ist nach dem ersten Kopier. Mod–>Mod => 06 frei 
Aufruf der Multifunktionsauswahl nach dem Einschalten
des Senders der Menüpunkt »Mod. Speich.« (Modell- …und bei bereits initialisierten, aber noch „ungebunde-
speicher) invers und damit aktiv. Anderenfalls mit den nen“ Modellspeichern erscheint anstelle der Empfänger-
Auswahltasten () der linken Vier-Wege-Taste Drücken Sie nun noch einmal die ENT-Taste () der kennung „---“:
den Menüpunkt »Mod. Speich.« anwählen, wobei die rechten Vier-Wege-Taste, um in das Untermenü „Mo-
erste der beiden folgenden Abbildungen – wie auch ggf. dellauswahl“ zu wechseln: 01 M E08
im weiteren Verlauf dieses Handbuches – die Auswahl- 02 G E08
01 M E08 03 –––
liste eines Flächenmodells und die zweite die eines frei  04 frei 
02
Helikoptermodells zeigt: 03 frei  05 frei 
04 frei  06 frei 
05 frei 
06 frei  Die restlichen, mit „frei“ betitelten Speicherplät-
ze sind noch unbelegt und somit auch „ungebunden“.
m Lieferzustand des Senders ist der erste Modellspei- Möchten Sie ein Flächenmodell einprogrammieren,
cher mit dem Modelltyp „Flächenmodell“ initialisiert und
56 Programmbeschreibung: neuen Speicherplatz belegen
dann können Sie nach dem Verlassen des Untermenüs Ein Wechsel zu einem anderen Modelltyp ist jetzt nur
Uhren 0:00 –––
„Modellauswahl“ und des Menüs »Mod. Speich.« noch möglich, wenn dieser Speicherplatz zuvor gelöscht
Empf. Ausgang
durch entsprechend häufiges Drücken der ESC-Taste wird, siehe Menü »Mod. Speich.«, Seite 60. geb. Empf. –––
() der rechten Vier-Wege-Taste, sofort mit dem Pro- Test Reichw. 99s
Hinweise:
grammieren des Modells beginnen … oder aber mit den HF–Modul AUS
Tasten  oder  der linken Vier-Wege-Taste einen der • Soll der in der Grundanzeige gerade ak-
noch freien Speicherplätze anwählen … tive Modellspeicher gelöscht werden,
muss unmittelbar anschließend an den Genaueres zum Binden eines Empfängers finden Sie
01 M E08 Löschvorgang einer der beiden Modelltypen „Fläche“ auf Seite 90.
02 frei  oder „Heli“ definiert werden. Dieser Wahl können Sie
• Nach dem (automatischen) Schließen des vorste-
03 frei  auch nicht durch Ausschalten des Senders entgehen.
04 frei  hend beschriebenen Warnhinweises „BIND. n/v“ er-
Allenfalls hinterher den unerwünscht belegten Mo-
05 frei  scheint ebenfalls für wenige Sekunden der Warnhin-
dellspeicher von einem anderen Speicherplatz aus
06 frei  weis …
wieder löschen.
Wird dagegen ein nicht aktiver Speicherplatz ge- Fail-Safe
… und dann die ENT-Taste () der rechten Vier-We- ein-
ge-Taste zur Bestätigung drücken. löscht, so wird dieser anschließend in der Modellaus-
stellen!
wahl als „frei“ bezeichnet.
Sie werden hernach aufgefordert, den grundsätzlichen
Modelltyp, also entweder „Flächenmodell“ oder „Hub- • Nach der Initialisierung des ausgewählten Modell- … als Hinweis darauf, dass noch keine Fail-Safe-Ein-
schraubermodell“, auszuwählen: speichers mit dem gewünschten Modelltyp wechselt stellungen vorgenommen wurden. Genaueres hierzu
die Anzeige zur Grundanzeige des neu belegten Mo- finden Sie auf Seite 132.
Modelltyp wählen dellspeichers. Gleichzeitig erscheint in dieser für eini- • Sollte im Display die Warnanzeige …
ge Sekunden der Warnhinweis …
( freier Modellspeich. ) Gas
BIND? zu
OK hoch!

… als Hinweis darauf, dass noch keine Bindung zu … erscheinen, dann bewegen Sie den Gas-/
Wählen Sie mit den Tasten  oder  der linken einem Empfänger besteht. Mit einem kurzen Druck Pitch-Steuerknüppel, bei einem Helikoptermodell ggf.
Vier-Wege-Taste das entsprechende Piktogramm auf die ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste auch den Gaslimiter, standardmäßig der rechts oben
an und drücken Sie die ENT-Taste () der rechten gelangen Sie direkt zur entsprechenden Option: auf dem Sender montierte Proportional-Drehgeber,
Vier-Wege-Taste. Damit wird der ausgewählte Modell- in die Leerlaufstellung. Solange dies nicht geschieht,
speicher mit dem ausgewählten Modelltyp initialisiert bleibt das HF-Modul des Senders abgeschaltet.
und das Display wechselt wieder zur Grundanzeige. Sie Das Erscheinen dieser Warnung ist auch abhängig
können nun in diesen Modellspeicher Ihr Modell einpro- von der bei „Motor an K1“ bzw. „Pitch min“ im jewei-
grammieren. ligen Untermenü „Modelltyp“ des Menüs »Modelltyp-
* N.N. = Nomen Nominandum (der zu nennende Name) und Phaseneinstellung«, Seite 64 bzw. 73,
Programmbeschreibung: neuen Speicherplatz belegen 57
gewählten Einstellung. Wählen Sie bei Flächenmo- genommen werden, dann MUSS dieser erst entspre-
Steueranord. 1
dellen zur Deaktivierung dieser Meldung „kein“ bzw. chend mit einem, ggf. weiteren, Empfänger „verbunden“
Uhren 0:00 –––
„kein/inv“, wenn Sie keinen Motor einsetzen sondern Empf. Ausgang werden, bevor sich möglicherweise bereits daran
die anderenfalls ausgeblendeten Mischer „K1  geb. Empf. ––– angeschlossene Servos auch bewegen lassen. Näheres
N.N.*“ des Menüs »Flächenmixer«, Seite 99, oder Test Reichw. 99s hierzu im Abschnitt „Binding“ auf Seite 92.
den Servoanschluss 1 für das zweite Wölbklappen- Eine Beschreibung der grundlegenden Schritte zur
servo benötigen. Programmierung eines Flächenmodells finden Sie im
Des Weiteren sei an dieser Stelle noch einmal darauf Abschnitt Programmierbeispiele ab Seite 174 und für
• Wurden bereits Modellspeicher im Sender belegt,
hingewiesen, dass im Interesse größtmöglicher Flexi- Hubschraubermodelle ab Seite 196.
dann erscheint in den Untermenüs des Menüs »Mod.
bilität, aber auch um unbeabsichtigter Fehlbedienung Die nachfolgenden Menübeschreibungen erfolgen in der
Speich.«, Seite 60, an der entsprechenden Spei-
vorzubeugen, bei beiden Modelltypen den Steuerka- Reihenfolge, in der die einzelnen Menüs in der Multi-
cherplatzstelle ein Piktogramm des gewählten Mo-
nälen 5 und 6 standardmäßig keine Bedienelemente funktionsliste aufgeführt sind.
delltyps gefolgt von einem Leerfeld bzw. dem in der
zugewiesen sind.
Zeile „Modellname“ des Menüs »Mod. Speich.«, Sei-
te 60, eingetragenen Modellnamen sowie bei einer Dies bedeutet, dass sich im Lieferzustand
ggf. bestehenden Bindung an einen Empfänger des- der Anlage üblicherweise nur die an den
sen Kennung. Empfängerausgängen 1 … 4 angeschlos-
senen Servos über die beiden Steuerknüppel bewe-
• Bei zu niedriger Akkuspannung ist ein Modellwechsel
gen lassen, an den Steckplätzen 5 bis 8 angeschlos-
aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Im Display er-
sene Servos dagegen stetig in ihrer Mittelstellung
scheint eine entsprechende Meldung:
verharren.
zur Zeit nicht mögl.
Spannung zu gering Firmwareversion V1061 und niedriger
Bei einem neu initialisierten Hubschraubermodell
Grundsätzlich gibt es nun noch vier verschiedene bewegt sich – abhängig von der Stellung des rechts
Möglichkeiten, die vier Steuerfunktionen Quer-, Höhen- oben auf dem Sender montierten Drehgebers – darüber
und Seitenruder sowie Gas bzw. Bremsklappen beim hinaus noch mehr oder weniger das Servo 6.
Flächenmodell bzw. Rollen, Nicken, Heckrotor und Gas/
Pitch beim Hubschraubermodell den beiden Steuer- Firmwareversion V1062 und höher
knüppeln zuzuordnen. Welche dieser Möglichkeiten Bei einem neu initialisierten Hubschraubermodell be-
benutzt wird, hängt von den individuellen Gewohnheitenwegt sich darüber hinaus noch das (Gas-)Servo 6.
des einzelnen Modellpiloten ab. Den Ihnen genehmen Bei beiden Modelltypen ändert sich dieser Zustand
Mode stellen Sie in der Zeile „Steueranord“ des Menüs erst, nachdem Sie die entsprechenden Zuordnungen
»Sendereinst«, Seite 90, für den aktuell aktiven im Menü »Geber­einstellung«, Seite 78 bzw. 80,
Modellspeicher ein: vorgenommen haben.
Soll ein neu initialisierter Modellspeicher in Betrieb
58 Programmbeschreibung: neuen Speicherplatz belegen
Für Ihre Notizen 59
Modellspeicher
Modellauswahl, Modellname, Modell löschen, Kopieren Modell  Modell
Auf den Seiten 26 und 27 wurde die grundsätzliche Hinweise:
Bedienung der Tasten erklärt und auf den beiden vorhe- Mod. M-Typ Servo Geber • Falls nach einem Modellwechsel die War-
rigen Doppelseiten, wie Sie zur Multifunktionsliste gelan- Speich. Phase Einst. Einst. nanzeige „Gas zu hoch!“ erscheint, befin-
gen und wie Sie einen neuen Modellspeicher belegen. det sich der Gas-/Pitch-Steuerknüppel
Hier nun wollen wir mit der „normalen“ Beschreibung D/R Send. Heli freie (K1), bei einem Helikoptermodell ggf. auch der Gasli-
der einzelnen Menüpunkte in der vom Sender vorgege- Expo Einst. Mixer Mixer miter – standardmäßig der rechts oben auf dem Sen-
benen Reihenfolge beginnen. Deshalb hier zuvorderst der montierte Proportional-Drehgeber – zu weit in
die Beschreibung des Menüs »Modellspeicher«. … und drücken Sie dann kurz die ENT-Taste () der Richtung Vollgasstellung.
Bis zu 20 komplette Modelleinstellungen lassen sich rechten Vier-Wege-Taste: • Bei zu niedriger Akkuspannung ist ein Modellwechsel
einschließlich der digitalen Trimmwerte der Trimmhebel Modellauswahl aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Im Display er-
speichern. Die Trimmung wird automatisch gespeichert, scheint eine entsprechende Meldung:
sodass bei einem Modellwechsel die jeweils aktuellen Modellauswahl =>
zur Zeit nicht mögl.
Trimmeinstellungen nicht verloren gehen. Ein Pikto- Mod.Name
Modell löschen => Spannung zu gering
gramm des gewählten Modelltyps sowie der in der
Zeile „Modellname“ – siehe weiter unten – eingetragene Kopier. Mod–>Mod =>
Modellname sowie die Kennung eines ggf. an den Mo- Modellname 
dellspeicher „gebundenen“ Empfängers erscheint in drei
Modellauswahl =>
der vier Untermenüs dieses Menüs »Modellspeicher«
Wenn Sie nun ein weiteres Mal die ENT-Taste () drü- Mod.Name
hinter der Modellnummer. Modell löschen =>
cken, gelangen Sie in das Untermenü „Modellauswahl“:
Wählen Sie ggf. mit den Auswahltasten der linken Kopier. Mod–>Mod =>
Vier-Wege-Taste das Menü »Mod. Speich.« (Modell- 01 GRAUBELE M E08
speicher) an … 02 ULTIMATE M E06
03 STARLET G E08
Mod. M-Typ Servo Geber 04 BELL47G ––– Wechseln Sie mit einem Druck auf die ENT-Taste ()
Speich. Phase Einst. Einst. 05 frei  der rechten Vier-Wege-Taste zur nächsten Bildschirm-
06 frei  seite, um aus einer Zeichenliste den Modellnamen zu-
D/R Send. Fläch. freie sammensetzen zu können. Maximal 9 Zeichen können
Mit den Auswahltasten  der linken Vier-Wege-Ta- für einen Modellnamen vergeben werden:
Expo Einst. Mixer Mixer ste nun den gewünschten Modellspeicher in der Liste
anwählen und durch Drücken der Taste ENT () akti-
vieren. Mit ESC () gelangen Sie dagegen ohne einen +,–./0123456789:
Modellwechsel wieder zur vorherigen Menüseite zurück. ; ? ABCDEFGHIJ
KLMNOPQRSTUVWXYZ

Modellname GRAUB

60 Programmbeschreibung: Modellspeicher
Wählen Sie mit den Auswahltasten  der linken Zu löschendes Modell:
Kopieren Modell  Modell
Vier-Wege-Taste das gewünschte Zeichen an. Mit einem 01 GRAUBELE M E08 Wechseln Sie mit den Auswahltasten  der linken
Druck auf die ENT-Taste () der rechten oder die 02 ULTIMATE M E06 Vier-Wege-Taste in die Zeile des Untermenüs „Kopieren
-Taste der linken Vier-Wege-Taste wechseln Sie zur 03 STARLET G E08 Modell  Modell“ und drücken Sie dann die ENT-Taste
nächstfolgenden Stelle, an der Sie das nächste Zeichen 04 BELL47G ––– ():
wählen können. Mit gleichzeitigem Druck auf die Tasten
 der linken Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzen Sie Modellauswahl =>
an die Stelle ein Leerzeichen. … worauf nach einem weiteren Druck auf die ENT-Taste M d N GR UBELE
Jede beliebige Zeichenposition innerhalb des Einga- () die Sicherheitsabfrage … schaltet HF AUS >
OK >
befeldes erreichen Sie mit den Tasten  der linken Soll Modell
Vier-Wege-Taste.
Mit einem Druck auf die Taste ESC () der rechten 02 ULTIMATE
Vier-Wege-Taste kehren Sie zur vorherigen Menü-Seite Erscheint diese Meldung, ist das HF-Modul des Senders
zurück. gelöscht werden ? aktiv.
Der so eingegebene Modellname erscheint anschlie- NEIN JA Mit einem Druck auf die ESC-Taste () der linken
ßend in der Grundanzeige und in den Untermenüs Vier-Wege-Taste brechen Sie den Vorgang ab.
dieses Menüpunktes »Modellspeicher«. … erscheint. Mit NEIN brechen Sie den Vorgang ab
Mit einem kurzen Druck auf die ENT-Taste () der
und kehren zur vorherigen Bildschirmseite zurück.
Modell löschen rechten Vier-Wege-Taste schalten Sie dagegen die HF
Wählen Sie dagegen mit der -Taste der linken
aus und das aufgerufene Menu öffnet sich. Schalten Sie
Vier-Wege-Taste JA an und bestätigen diese Wahl mit
Modellauswahl => aus Sicherheitsgründen jedoch zuvor eine ggf. in Betrieb
einem kurzen Druck auf die ENT-Taste (), wird der
Mod.Name GRAUBELE befindliche Empfangsanlage ab.
ausgewählte Modellspeicher gelöscht.
Modell löschen => Zu kopierendes Modell mit den Auswahltasten  der
Kopier. Mod–>Mod => Dieser Löschvorgang ist unwiderruflich.
linken Vier-Wege-Taste auswählen, …
Alle Daten in dem ausgewählten Modell-
speicher werden dabei komplett gelöscht. Kopieren von Modell:
Hinweis: 01 GRAUBELE M E08
Wählen Sie mit den Auswahltasten  der linken 02 ULTIMATE M E06
Soll der gerade aktive Modellspeicher
Vier-Wege-Taste das Untermenü „Modell löschen“ an 03 STARLET G E08
gelöscht werden, muss unmittelbar anschlie- 04 BELL47G –––
und drücken Sie die ENT-Taste ().
ßend an den Löschvorgang ein Modelltyp
Zu löschendes Modell mit den Auswahltasten  der
„Fläche“ oder „Heli“ definiert werden. Wird dagegen ein
linken Vier-Wege-Taste auswählen, …
nicht aktiver Speicherplatz gelöscht, so erscheint dieser … worauf nach einem weiteren Druck auf die ENT-Taste
anschließend in der Modellauswahl als „frei“. () der rechten Vier-Wege-Taste im Fenster „Kopieren
nach Modell:“ der Zielspeicher mit den Auswahltasten
 der linken Vier-Wege-Taste auszuwählen und mit
Programmbeschreibung: Modellspeicher 61
ENT () zu bestätigen oder der Vorgang mit ESC () Senders kopiert, bleibt die vorhandene Empfänger-
abzubrechen ist. Ein bereits belegter Speicherplatz kann bindung erhalten.
überschrieben werden.
Kopieren nach Modell:
01 GRAUBELE M E08
02 ULTIMATE M E06
03 STARLET G E08
04 BELL47G –––
05 frei 

Nach dem Bestätigen des ausgewählten Modellspei-


chers durch Drücken der Taste ENT () erscheint die
Sicherheitsabfrage:
Soll Modell

02 ULTIMATE
05 frei 
kopier t werden ?
NEIN JA

Mit NEIN brechen Sie den Vorgang ab und kehren zur


Ausgangsseite zurück. Wählen Sie dagegen mit der
Taste  der linken Vier-Wege-Taste JA an und bestäti-
gen diese Wahl mit einem Druck auf die ENT-Taste (),
dann wird das ausgewählte Modell in den gewählten
Modellspeicher kopiert.
Hinweise:
• Wird ein modellspeicherspezifisch gebun-
denes Modell in einen beliebigen anderen
Modellspeicher desselben Senders ko-
piert, ist der Empfänger im Zielspeicher neu zu bin-
den.
• Wird ein senderspezifisch gebundenes Modell in ei-
nen beliebigen anderen Modellspeicher desselben
62 Programmbeschreibung: Modellspeicher
Für Ihre Notizen 63
Modelltyp- und Phaseneinstellung 
Modellspezifische Basiseinstellungen für Flächenmodelle
Bevor mit der Programmierung spezifischer Parameter Untermenü „Modelltyp“ • „kein“
begonnen wird, sind einige Grundeinstellungen, die den Das Bremssystem ist in der vorderen Position des
gerade aktiven Modellspeicher betreffen, vorzunehmen. Motor an K1 Gas-/Bremsknüppels „eingefahren“ und die Mischer
Wählen Sie mit den Auswahltasten der linken Vier-We- „K1  N.N.*“ im Menü »Flächenmixer«, Seite
Motor an K1 kein
ge-Taste das Menü »M-Typ (+) Phase« an … Leitwerk nor mal 99, sind aktiviert.
Querr./Wölb 1QR Die Warnmeldung „Gas zu hoch“, siehe Seite 29,
Mod. M-Typ Servo Geber und die Option „Motor-Stopp“, siehe nachfolgend,
Speich. Phase Einst. Einst. sind deaktiviert.
• „kein/inv“
D/R Send. Fläch. freie Das Bremssystem ist in der hinteren Position des
Expo Einst. Mixer Mixer Nach Anwahl der Zeile „Motor an K1“ mit den Aus-
Gas-/Bremsknüppels „eingefahren“ und die Mischer
wahltasten  der linken Vier-Wege-Taste ist das
„K1  N.N.*“ im Menü »Flächenmixer«, Seite
… und drücken Sie anschließend die ENT-Taste () entsprechende Eingabefeld eingerahmt. Drücken Sie
99, sind aktiviert.
der rechten Vier-Wege-Taste: die ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste. Die
aktuelle Einstellung wird invers dargestellt. Wählen Sie Die Warnmeldung „Gas zu hoch“, siehe Seite 29,
Modelltyp => nun mit den Auswahltasten der linken Vier-Wege-Taste und die Option „Motor-Stopp“, siehe nachfolgend,
Phaseneinstellung => zwischen folgenden vier Möglichkeiten aus: sind deaktiviert.
Phasentrimmung => • „Leerl v.“ Hinweise:
Die Leerlaufposition des Gas-/Bremsklappen-Steu- • Achten Sie während der Programmie-
erknüppels (K1) befindet sich vorn, d. h. vom Pilo- rung un­bedingt darauf, dass ein ange-
ten weg. schlossener Verbrennungs- oder Elek­
Mit einem weiteren Druck auf die ENT-Taste () der Die Warnmeldung „Gas zu hoch“, siehe Seite 29, tromotor nicht unbeabsichtigt anläuft.
rechten Vier-Wege-Taste öffnen Sie das Untermenü und die Option „Motor-Stopp“, siehe nachfolgend, Unterbrechen Sie ggf. die Treibstoffversorgung
„Modelltyp“: sind aktiviert und die Mischer „K1  N.N.*“ des Me- bzw. klemmen Sie den Antriebsakku zuvor ab.
nüs »Flächenmixer«, Seite 99, sind deaktiviert. • Die K1-Trimmung wirkt entsprechend Ih-
• „Leerl h.“ rer Wahl „normal“ oder nur „hinten“ oder
Die Leerlaufposition des Gas-/Bremsklappen-Steu- „vorne“, also entweder über den ganzen
erknüppels (K1) befindet sich hinten, d. h. zum Pilo- Steuerweg oder nur in der jeweiligen Leerlaufrich-
ten hin. tung.
Die Warnmeldung „Gas zu hoch“, siehe Seite 29, • Beachten Sie die auf Seite 44 beschriebene Funk-
und die Option „Motor-Stopp“, siehe nachfolgend, tion „Abschalttrimmung“.
sind aktiviert und die Mischer „K1  N.N.*“ des Me-
nüs »Flächenmixer«, Seite 99, sind deaktiviert.
* N.N. = Nomen Nominandum (der zu nennende Name)
64 Programmbeschreibung: Modell- und Phaseneinstellung - Flächenmodell
Motor-Stopp  schwelle, erfolgt die Umschaltung, sobald Sie den der Motor zuverlässig „aus“ ist. Achten Sie bei einem
Schalter in die EIN-Position umlegen. Vergasermotor darauf, dass das Gasservo nicht mecha-
Hinweis: nisch aufläuft, z. B. -125 %:
• Ist der in der mittleren Spalte vorgegebene %-Wert
Diese Menüzeile ist bei Wahl von „kein“ oder
kleiner als die aktuelle Servoposition, d. h., die
„kein/inv“ in der Zeile „Motor an K1“ Motor an K1 hinten
aktuelle Servoposition befindet sich über der Schalt-
ausgeblendet. M-Stopp –125% +150% –––
schwelle, reduziert der Drehzahlsteller die Motor-
Abhängig von der in der Zeile „Motor an K1“ vorgenom- Leitwerk normal
drehzahl bzw. schließt das Gasservo den Vergaser Querr./Wölb 1QR
menen Wahl „Leerlauf vorne/hinten“ … erst dann entsprechend der Vorgabe in der linken
Spalte, sobald die Servoposition nach dem Umlegen STO
Motor an K1 hinten
des Schalter in die EIN-Position erstmalig die Schalt-
M-Stopp –100% +150% –––
schwelle (max. +150 %) unterschreitet. Der – hohe – Vorgabewert in der mittleren Spalte stellt
Leitwerk nor mal
Querr./Wölb 1QR In dieser Motor-AUS-Position verharrt der Drehzahl- sicher, dass der Motor über den maximal möglichen
steller bzw. das Gasservo nun solange, bis der ge- Stellbereich des Servoweges bzw. Drehzahlstellers
wählte Schalter wieder umgelegt und anschließend hinweg allein mit dem in der rechten Spalte noch zuzu-
das Gasservo bzw. der Drehzahlsteller mit dem Gas-/ weisenden Schalter gestoppt werden kann.
… können Sie über einen Schalter mittels der Option Brems-Steuerknüppel einmal über die vorprogram- Möchten Sie jedoch lieber eine niedrigere Schaltschwel-
„Motor Stopp“ einen Drehzahlsteller entsprechend he- mierte Schaltschwelle hinweg bewegt wird. le setzen, bei deren Unterschreitung das Gasservo bzw.
runterregeln oder ein Servo für die Vergasersteuerung Werkseitig vorgegeben ist in der linken Spalte ein Wert der Drehzahlsteller bei geschlossenem Schalter in die
in die Motor-AUS (oder auch in die Leerlaufposition) von -100 % für die „Motor AUS“-Position des Gasservos Motor-AUS-Position geschaltet wird, dann reduzieren
stellen. und in der mittleren Spalte eine Schaltschwelle von Sie den voreingestellten Servoweg von +150 %, indem
Die Motor-AUS-Position (bzw. Leerlaufeinstellung) wird +150 % Servoposition: Sie das Gasservo bzw. den Drehzahlsteller mit dem
im linken Wertefeld dieser Zeile vorgegeben und ist Gas-/Brems-Steuerknüppel in die von Ihnen gewünsch-
durch Versuche zu ermitteln. Motor an K1 hinten te Position bringen und dann die ENT-Taste () der
Der Drehzahlsteller bzw. das Gasservo nehmen diese M-Stopp –100% +150% ––– rechten Vier-Wege-Taste drücken:
voreingestellte Position allerdings nur ein, sobald ein Leitwerk nor mal
Schalter betätigt und hernach eine bestimmte Servo- Querr./Wölb 1QR Motor an K1 hinten
position bzw. Schaltschwelle unterschritten wird. Dazu M-Stopp –125% +100% –––
STO Leitwerk normal
legen Sie in der mittleren Spalte über dem „STO“-Feld
Querr./Wölb 1QR
die gewünschte Servoposition (Schaltschwelle) fest und
Programmierung
wählen in der rechten Spalte einen für Sie geeigneten
Um den Vorgabewert der „Motor AUS“-Position des Gas- STO
EIN-/AUS-Schalter aus.
servos zu ändern, drücken Sie die ENT-Taste () der In der Spalte rechts weisen Sie abschließend einen
• Ist der in der mittleren Spalte vorgegebene %-Wert
rechten Vier-Wege-Taste. Die aktuelle Einstellung wird Schalter zu, mit dem Sie den Motor (im Notfall) direkt
größer als die aktuelle Servoposition, d. h., die
invers dargestellt. Stellen Sie nun mit den Auswahltasten abstellen bzw. die Schaltschwelle aktivieren möchten.
aktuelle Servoposition befindet sich unter der Schalt-
der linken Vier-Wege-Taste einen Wert ein, bei welchem
Programmbeschreibung: Modell- und Phaseneinstellung - Flächenmodell 65
Das Höhen- und Seitenruder wird über jeweils nur Querruder/Wölbklappen
Motor an K1 hinten
ein Servo betätigt. Nach Anwahl der Zeile „Querr./Wölb“ mit den Auswahl-
M-Stopp –125% +100% 1
Leitwerk nor mal • „V-Leitw“ tasten  der linken Vier-Wege-Taste ist das entspre-
Querr./Wölb 1QR Die Höhen- und Seitenrudersteuerung erfolgt über chende Eingabefeld eingerahmt:
zwei getrennt angelenkte, V-förmig angeordnete Ru-
STO der. Die Koppelfunktion für die Seiten- und Höhenru- Motor an K1 hinten
dersteuerung wird vom Programm automatisch über- M-Stopp –125% +100% 1
nommen. Der Höhen- und Seitenrudersteuerweg Leitwerk normal
Hinweise:
Querr./Wölb 1QR
• Achten Sie unbedingt darauf, dass das kann ggf. über »D/R Expo«, Seite 86, aufeinander
Gasservo bei Betätigung der Motor- abgestimmt werden.
stopp-Funktion nicht mechanisch anläuft. • „Delta/Nf“
• Eine Schaltschwelle von mehr als +100 % erreichen Die Quer- und Höhenrudersteuerung erfolgt über ein Drücken Sie die ENT-Taste () der rechten Vier-We-
Sie, indem Sie vorübergehend den Weg von Servo 1 oder zwei Servos je Tragflächenhälfte. Die Höhenru- ge-Taste. Die aktuelle Einstellung wird invers dargestellt.
im Menü »Servoeinstellung« auf über 100 % vergrö- dertrimmung wirkt jedoch auch bei Wahl von „2QR Wählen Sie nun mit den Auswahltasten der linken
ßern, und nach Speicherung der Schaltschwelle wie- 2WK“ – siehe unten – nur auf die Servos 2 + 3. Vier-Wege-Taste zwischen den maximal möglichen fünf
der auf den ursprünglichen Wert zurückstellen. • „2 HR Sv“ Kombinationen aus, und zwar:
Leitwerk Diese Option ist für Modelle mit 1 oder 2 Quer- Flächenmodell mit und ohne Motor sowie Normal-
ruder- und zwei Höhenruderservos gedacht. Bei oder V-Leitwerk
Nach Anwahl der Zeile „Leitwerk“ mit den Auswahltasten
Höhenruderbetätigung läuft das am Ausgang 6 normal mit oder
 der linken Vier-Wege-Taste ist das entsprechende
angeschlossene Servo parallel zum Servo 3. Die Hö- oder ohne
Eingabefeld eingerahmt:
henrudertrimmung wirkt auf beide Servos. Tragfläche V-Leit- Motor
Motor an K1 hinten Hinweis zu „2 HR Sv“: werk
M-Stopp –125% +100% 1 Ein Geber, der dem Eingang 6 im Menü
Leitwerk nor mal Querruder /
»Gebereinstellung« zugewiesen ist, ist Wölbklappen belegter Steuerkanal
Querr./Wölb 1QR
aus Sicherheitsgründen dann software-
1QR 2 3+4 frei oder 1
seitig vom Servo „6“ getrennt, d. h. unwirksam.
1QR 1WK 2|6 3+4 frei oder 1
Drücken Sie die ENT-Taste () der rechten Vier-We- 2QR 2+5 3+4 frei oder 1
ge-Taste. Die aktuelle Einstellung wird invers dargestellt. 2QR 1WK 2+5|6 3+4 frei oder 1
Wählen Sie nun mit den Auswahltasten der linken
Vier-Wege-Taste den auf Ihr Modell zutreffenden Typ 2QR 2WK 2+5|6+1 3+4 nur ohne
aus: Motor
• „normal“

66 Programmbeschreibung: Modell- und Phaseneinstellung - Flächenmodell


Delta/Nurflügelmodelle mit und ohne Motor Untermenü „Phaseneinstellung“ • Sind alle ggf. zugewiesenen Flugphasenschalter
mit oder Nach Anwahl der Zeile „Phaseneinstellung“ mit den geschlossen oder offen, ist die Flugphase «normal»
Seiten- ohne Auswahltasten  der linken Vier-Wege-Taste … aktiv.
Tragfläche leitwerk Motor • Ist nur ein Schalter geschlossen, dann ist diejenige
Modelltyp => Flugphase aktiv, welche dem aktuell geschlossenen
Querruder / Phaseneinstellung => Schalter zugewiesen wurde.
Wölbklappen belegter Steuerkanal Phasentrimmung => • Ggf. ist infolgedessen die Vorbelegung der Flugpha-
2QR 2+3 4 frei oder 1 sen mit Flugphasennamen den eigenen Prioritäten
2QR 1WK 2+3|6 4 frei oder 1 entsprechend anzupassen, siehe weiter unten.
2QR 2WK 2+3|5+6 4 frei oder 1 • Servoseitig erfolgt die Umschaltung nicht „hart“,
… öffnen Sie das Untermenü „Phasenwahl“ mit einem sondern mit einer fest vorgegebenen Umschaltzeit
Flächenmodell mit und ohne Motor sowie 2 Höhen- Druck auf die Taste ENT () der rechten Vier-We- von ca. 1 Sekunde.
ruderservos ge-Taste. Programmierung
2 HR Sv mit oder Phase 2 und Phase 3 Nach Anwahl der Zeile „Phase 2“ oder „Phase 3“ mit
/Seiten- ohne Solange Sie keiner der Phasen 2 oder 3 einen Schalter den Auswahltasten  der linken Vier-Wege-Taste
Tragfläche leitwerk Motor zugewiesen haben, befinden Sie sich automatisch in der ist das Feld „Name“ der jeweiligen Zeile bereits einge­
Querruder / Flugphase 1 «normal». rahmt.
Wölbklappen belegter Steuerkanal Sowohl Nummer wie auch Name dieser Flugphase ist „Phase 2“ ist mit dem Phasennamen «Start» und „Pha-
1QR 2 3+6/4 frei oder 1 fest eingestellt und kann nicht verändert werden, wes- se 3“ mit dem Namen «Speed» vorbelegt. Diese Namen
halb auch die Phase «normal» nicht als Phase 1 ange- können aber jederzeit nach Anwahl der betreffenden
1QR 1WK 2|5 3+6/4 frei oder 1 Zeile und einem nachfolgenden Druck auf die zentrale
zeigt wird, sondern verborgen bleibt:
2QR 2+5 3+6/4 frei oder 1 ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste durch eine
2QR 1WK 2+5|1 3+6/4 nur ohne Phase 2 Star t ––– der folgenden Bezeichnungen mit den Auswahltasten
Motor Phase 3 Speed ––– der linken Vier-Wege-Taste im inversen Feld ersetzt
werden:
Abhängig von der Anzahl Querruder-/Wölbklappenser- • Start
vos werden im Menü »Flächenmixer«, ab Seite 96,
• Thermik
die jeweils benötigten Mischer und deren Einstellmög-
lichkeiten aktiviert. Softwareseitig sind bis zu 12 fertige • Strecke
Des Weiteren ist noch darauf hinzuweisen, dass den • Speed
Mischer für bis zu je 2 Querruder- und Wölbklappenser-
Flugphasen Prioritäten zu eigen sind, welche insbeson- • Akro
vos vorgesehen.
dere bei der Zuordnung von Einzelschaltern beachtet
• Landung
werden sollten. Das zugrunde liegende Schema lässt
• Schlepp
sich folgendermaßen beschreiben:
• Test
Programmbeschreibung: Modell- und Phaseneinstellung - Flächenmodell 67
Mit einem Druck auf die Taste ENT () beenden Sie die Untermenü „Phasentrimm“
PHASENTRIMMUNG
Eingabe wieder. Nach Anwahl der Zeile „Phasentrimm“ mit den Auswahl- normal 0% 0% 0%
Wechseln Sie nun mit der Taste  der linken Vier-We- tasten  der linken Vier-Wege-Taste …
ge-Taste in die rechte, am unteren Displayrand mit
dem Schaltersymbol gekennzeichnete, Spalte und Modelltyp =>
drücken Sie wieder die Taste ENT (). Weisen Sie nun, Phaseneinstellung => WK QR HR
wie im Abschnitt „Geber-, Schalter und Geberschalter- Phasentrimmung =>
zuordnung“ auf Seite 48 beschrieben, der jeweiligen Hinweis:
Phase einen Schalter zu. Vorzugsweise jeweils von der Abhängig von den in der Zeile „Querr./Wölb“
Mittelstellung ausgehend den Dreistufenschalter SW des Untermenüs „Modelltyp“, Seite 66,
4/5: … öffnen Sie das Untermenü „Phasentrimm“ mit einem gemachten Einstellungen stehen in diesem
Druck auf die Taste ENT () der rechten Vier-We- Menü minimal mit HR nur eine und maximal mit WK, QR
Phase 2 Star t 5
ge-Taste. und HR bis zu drei Steuerfunktionen für phasenspezi-
Phase 3 Speed 4
Solange Sie im vorstehend beschriebenen Untermenü fische Trimmeinstellungen zur Verfügung.
„Phaseneinstellung“ keiner der Phasen 2 oder 3 einen Möchten Sie von „0“ abweichende Werte hinterlegen,
Schalter zugewiesen haben, befinden Sie sich automa- z. B. um in der Thermik langsamer bzw. im Schnellflug
tisch in der Flugphase 1 «normal». schneller fliegen zu können, OHNE jedesmal die Grund-
Sowohl Nummer wie auch Name dieser Flugphase ist einstellung verändern zu müssen, dann sollten Sie im
Diese Namen erscheinen dann jeweils in der Grundan-
mit «normal» fest eingestellt und kann nicht verändert zuvor beschriebenen Untermenü „Phaseneinstellung“
zeige des Senders …
werden, weshalb auch im Untermenü „Phaseneinstel- „Phase 2“ und gegebenenfalls auch „Phase 3“ aktivie-
lung“ die Phase «normal» nicht als Phase 1 angezeigt ren.
M-01 Stop 0:00 wird, sondern verborgen bleibt: Wechseln Sie also ggf. mit der ESC-Taste () der
Flug 0:00 rechten Vier-Wege-Taste zurück in das Auswahlmenü;
5.2V Phase 2 Star t ––– wechseln in diesem mit einem Druck auf die Taste 
0:02h «normal » Phase 3 Speed –––
der linken Vier-Wege-Taste in die Zeile „Phaseneinstel-
N R lung“ und einem Druck auf die ENT-Taste () in das
Untermenü „Phaseneinstellung“. In diesem weisen wie
… und im nachfolgend beschriebenen Untermenü
auf der vorhergehenden Seite beschrieben, der ausge-
„Phasentrim“.
wählten Phase bzw. beiden Phasen einen Schalter zu.
Wenn Sie mit dieser Grundeinstellung in das hier zu be- Sollten Sie sich dabei für den Dreistufen­schalter SW
schreibende Untermenü „Phasentrimm“ wechseln, dann 4/5 entscheiden, dann weisen Sie diesen vorzugsweise
finden Sie im Display deshalb nur die Zeile «normal», jeweils von der Mittelstellung, der «normal»-Phase,
deren voreingestellte Werte von 0 % üblicherweise nicht ausgehend, sowohl der „Phase 2“ als auch der „Phase
verändert werden. 3“ zu. Ggf. können Sie den beiden Phasen auch einen
68 Programmbeschreibung: Modell- und Phaseneinstellung - Flächenmodell
anderen Namen zuweisen. ber-Mittenverstellung bzw. Offset-Einstellung anderer
Fernsteuersysteme funktionierenden, Option Werte
Hinweise:
zwischen -99 % und +99 %. Üblicherweise bewegen sich
• In der Mittelstellung von SW 4/5 sollten diese Werte aber im einstelligen bis niedrigen zweistel-
dann die Schaltersymbole der Abbildung ligen Bereich.
links oben entsprechen.
• Beachten Sie die auf der vorhergehenden Seite aus- PHASENTRIMMUNG
führlich beschriebenen Prioritäten der einzelnen nor mal 0% 0% 0%
Flugphasen. Star t +8% 4% +2%
Speed –7% –5% –3%
Einstellen der Flugphasentrimmung
In dem hier zu besprechenden Menü »Phasentrim« WK QR HR
können die zuvor ausgewählten Flugphasen getrimmt
werden. Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken
Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt eine ggf. vorgenom-
Schalten Sie dazu mittels des von Ihnen zugewiesenen
mene Einstellung wieder auf den Vorgabewert 0 %
Phasenschalters in die gewünschte Phase (der „*“ ganz
zurück.
links kennzeichnet die im Moment aktive Phase):
Hinweis:
PHASENTRIMMUNG Abhängig von Ihren Angaben in der Zeile
normal 0% 0% 0%
„Querr./Wölb“ des Untermenüs „Modelltyp“,
Star t 0% 0% 0%
Speed 0% 0%
Seite 66, stehen zur „Phasentrimmung“
0%
nur die Spalte „HR“, die Spalten „QR“ und „HR“ oder wie
oben abgebildet, „WK“, „QR“ und „HR“ im Display zur
WK QR HR
Verfügung.
Nun ggf. mit den Auswahltasten  der linken
Vier-Wege-Taste die gewünschte Ruderfunktion an-
wählen und dann nach einem kurzen Druck auf die
Taste ENT () der rechten Vier-Wege-Taste mit deren
Auswahltasten die benötigten Trimmwerte im inversen
Wertefeld einstellen.
Durch Umschalten des/der festgelegten Schalter kann
die jeweilige Phase aktiviert werden, wobei servoseitig
die Umschaltung nicht „hart“ erfolgt, sondern mit einer
fest vorgegebenen Umschaltzeit von ca. 1 Sekunde.
Eingestellt werden können in dieser, analog zur Ge-
Programmbeschreibung: Modell- und Phaseneinstellung - Flächenmodell 69
Modelltyp- und Phaseneinstellung
Modellspezifische Basiseinstellungen für Hubschraubermodelle
Bevor mit der Programmierung spezifischer Parameter Untermenü „Modelltyp“
Taumelsch. 1 Ser vo
begonnen wird, sind einige Grundeinstellungen, die den
Taumelscheibentyp M-Stopp –100% +150% –––
gerade aktiven Modellspeicher betreffen, vorzunehmen. Rotor-Drehr. rechts
Wählen Sie mit den Auswahltasten der linken Vier-We- Pitch min hinten
Taumelsch. 1 Ser vo
ge-Taste das Menü »M-Typ (+) Phase« an … M-Stopp –100% +150% ––– Autorotation –––
Rotor-Drehr. rechts
Mod. M-Typ Servo Geber Pitch min hinten
Speich. Phase Einst. Einst. Autorotation ––– Nun mit den Auswahltasten der linken Vier-Wege-Taste
die benötig­te Variante festlegen:
D/R Send. Heli freie • „1 Servo“
Expo Einst. Mixer Mixer Abhängig von der Anzahl der Servos für die Pitchsteu-
erung wird zur Ansteuerung der Taumelscheibe eine
… und drücken Sie die ENT-Taste () der rechten entsprechende Programmvariante benötigt.
2
Vier-Wege-Taste: Die Auswahl des entsprechenden „Helikoptertyps“ wird
inzwischen aber auch von der Art der Ansteuerung der Sie verwenden ein Flybar-System oder die Taumel-
Modelltyp => Taumelscheibenservos beeinflußt: Mit Flybar-Systemen scheibe wird über je ein Roll- und Nickservo gekippt.
Phaseneinstellung => ausgerüstete Helikoptermodelle beispielsweise benöti- Die Pitch-Steuerung erfolgt über ein separates Servo.
gen im Regelfall keine senderseitigen Taumelscheiben- (Da bei Hubschraubermodellen, die nur mit 1 Pitch-
mischer, weswegen beim Einsatz eines solchen Sys- servo betrieben werden, die insgesamt drei Taumel-
tems – völlig unabhängig von der tatsächlichen Anzahl

scheibenservos für Pitch, Nicken und Rollen ebenso


der Taumelscheibenservos – als Taumelscheibentyp OHNE senderseitige Mischung der Funktionen be-
Mit einem weiteren Druck auf die ENT-Taste () der üblicherweise „1 Servo“ zu wählen ist. Beachten Sie in trieben werden wie üblicherweise Flybar-Systeme,
rechten Vier-Wege-Taste öffnen Sie das Untermenü diesem Zusammenhang aber unbedingt die Ihrem wird infolgedessen der Menüpunkt »TS-Mixer«, Sei-
„Modelltyp“: Flybar-System beiliegenden Einstellhinweise, da Sie te 127, aus dem Multifunktionsmenü ausgeblendet.)
ansonsten riskieren, dass Ihr Heli ggf. unfliegbar • „2 Servo“
wird.
Nach Anwahl der Zeile „Taumelsch.“ (Taumelscheibe)
mit den Auswahltasten  der linken Vier-Wege-Taste
ist das Auswahlfeld eingerahmt. Drücken Sie die zentra- 2

le ENT-Taste. Die aktuelle Anzahl an Pitch-Servos wird 1


invers dargestellt:
Die Taumelscheibe wird für die Pitch-Steue-
rung durch zwei Rollservos axial verschoben; die
Nick-Steuerung wird durch eine mechanische Aus-
gleichswippe entkoppelt.
70 Programmbeschreibung: Modell- und Phaseneinstellung - Hubschraubermodell
• „3Sv (2Roll)“ • „4Sv (90°)“ starten zu müssen, entfällt diese Möglichkeit. In diesem
Fall empfiehlt es sich, die hier zu beschreibende Option
„Motor-Stopp“ als Not-AUS-Lösung zu verwenden.
Abhängig von der in der Zeile „Pitch min“ vorgenom-
2
2 3 5 3 menen Wahl „vorne/hinten“, siehe weiter hinten in
1 1 diesem Abschnitt, können Sie über einen Schalter
Symmetrische Dreipunktansteuerung der Taumel- Vierpunktansteuerung der Taumelscheibe über je- mittels der Option „Motor Stopp“ einen Drehzahlsteller
scheibe über drei, um jeweils 120 ° versetzte Anlenk- weils zwei Roll- und zwei Nickservos. entsprechend herunterregeln oder ein Servo für die
punkte, mit denen ein Nickservo (vorn oder hinten) Vergasersteuerung in die Motor-AUS (oder auch in eine
Hinweis zu „4Sv (90°)“: Leerlaufposition) stellen.
und zwei Rollservos (seitlich links und rechts) ver-
Wie der Empfängerbelegung auf Seite Die Motor-AUS-Position (bzw. Leerlaufeinstellung) wird
bunden sind. Für die Pitch-Steuerung verschieben
55 zu entnehmen ist, ist das zweite im linken Wertefeld dieser Zeile vorgegeben und ist
alle drei Servos die Taumelscheibe axial.
Nickservo an Ausgang 5 anzuschliessen, durch Versuche zu ermitteln.
• „3Sv (140)“ weshalb die bei 1 … 3 Pitchservos standardmäßig
Der Drehzahlsteller bzw. das Gasservo nehmen diese
auf den Ausgang 5 einwirkende Option „Gyro“ des
voreingestellte Position allerdings nur ein, sobald ein
Menüs »Helimix« sowie die gleichnamige Zeile im
Schalter betätigt und hernach eine bestimmte Servo-
Menü »Gebereinstellung« ausgeblendet werden.
2 3 position bzw. Schaltschwelle unterschritten wird. Dazu
1
Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken legen Sie in der mittleren Spalte über dem „STO“-Feld
Vier-Wege-Taste (CLEAR) schaltet auf „1 Servo“ die gewünschte Servoposition (Schaltschwelle) fest und
Asymmetrische Dreipunktansteuerung der Taumel- zurück. wählen in der rechten Spalte einen für Sie geeigneten
scheibe über drei Anlenkpunkte, mit denen ein Nick-
Hinweis: EIN-/AUS-Schalter aus.
servo (hinten) und zwei Rollservos (seitlich links und
rechts vorne) verbunden sind. Für die Pitch-Steu­ Die TS-Mischanteile sind bis auf die • Ist der in der mittleren Spalte vorgegebene %-Wert
erung verschieben alle drei Servos die Taumelschei- Ausnahme der Vorgabe „1 Servo“ im Menü größer als die aktuelle Servoposition, d. h., die
be axial. »TS-Mischer«, Seite 127, einzustellen. aktuelle Servoposition befindet sich unter der Schalt-
schwelle, erfolgt die Umschaltung, sobald Sie den
• „3Sv (2Nick)“
Motor-Stopp Schalter in die EIN-Position umlegen.
Im Rahmen der Autorotations-Einstellungen des Heli- • Ist der in der mittleren Spalte vorgegebene %-Wert
kopter-Programms des Senders mz-12 HoTT besteht kleiner als die aktuelle Servoposition, d. h., die
1
3
die Möglichkeit, für den Notfall eine „Motor AUS“-Positi- aktuelle Servoposition befindet sich über der Schalt-
2 on für das Gasservo oder den Motorsteller vorzugeben. schwelle, reduziert der Drehzahlsteller die Motor-
Wenn Sie jedoch in der Zeile „Gas“ des Menüs »He- drehzahl bzw. schließt das Gasservo den Vergaser
Symmetrische Dreipunktansteuerung wie zuvor, je-
limix« anstelle einer (Not-)AUS-Position eine Leer- erst dann entsprechend der Vorgabe in der linken
doch um 90 ° gedreht, ein Rollservo seitlich und zwei
lauf-Position einstellen, um beispielsweise bei Autorota- Spalte, sobald die Servoposition nach dem Umlegen
Nickservos seitlich vorne und hinten.
tionsübungen nicht nach jeder Landung den Motor neu des Schalter in die EIN-Position erstmalig die Schalt-
Programmbeschreibung: Modell- und Phaseneinstellung - Hubschraubermodell 71
schwelle (max. +150 %) unterschreitet. sicher, dass der Motor über den maximal möglichen Sie, indem Sie vorübergehend den Weg von Servo 1
In dieser Motor-AUS-Position verharrt der Drehzahl- Stellbereich des Servoweges bzw. Drehzahlstellers im Menü »Servoeinstellung«, Seite 76, auf über
steller bzw. das Gasservo nun solange, bis der ge- hinweg allein mit dem in der rechten Spalte noch zuzu- 100 % vergrößern, und nach Speicherung der Schalt-
wählte Schalter wieder umgelegt und anschließend weisenden Schalter gestoppt werden kann. schwelle wieder auf den ursprünglichen Wert zurück-
das Gasservo bzw. der Drehzahlsteller mit dem Gas-/ Möchten Sie jedoch lieber eine niedrigere Schaltschwel- stellen.
Pitch-Steuerknüppel einmal über die vorprogram- le setzen, bei deren Unterschreitung das Gasservo bzw. Rotor-Drehrichtung
mierte Schaltschwelle hinweg bewegt wird. der Drehzahlsteller bei geschlossenem Schalter in die
Werkseitig vorgegeben ist in der linken Spalte ein Wert Motor-AUS-Position geschaltet wird, dann bringen Sie Taumelsch. 1 Ser vo
von -100 % für die „Motor AUS“-Position des Gasservos mit dem Gas-/Pitch-Steuerknüppel und ggf. auch dem M-Stopp –125% +100% 1
und in der mittleren Spalte eine Schaltschwelle von Gaslimiter das Gasservo in die von Ihnen gewünschte Rotor-Drehr. rechts
+150 % Servoposition: Position und drücken dann die ENT-Taste () der Pitch min hinten
rechten Vier-Wege-Taste: Autorotation –––
Taumelsch. 1 Ser vo
M-Stopp –100% +150% ––– Taumelsch. 1 Ser vo
Rotor-Drehr. rechts M-Stopp –125% +100% ––– In der Zeile „Rotor-Drehr.“ wird der Hauptrotordrehsinn
Pitch min hinten Rotor-Drehr. rechts nach Drücken der ENT-Taste () mit den Auswahlta-
Autorotation ––– Pitch min hinten sten der linken Vier-Wege-Taste eingegeben:
STO Autorotation ––– • „rechts“
STO Von oben gesehen dreht der Hauptrotor im Uhrzei-
Programmierung gersinn.
In der Spalte rechts weisen Sie abschließend einen
Um den Vorgabewert der „Motor AUS“-Position des Gas- Schalter zu, mit dem Sie den Motor (im Notfall) direkt • „links“
servos zu ändern, drücken Sie die ENT-Taste () der abstellen bzw. die Schaltschwelle aktivieren möchten. Von oben gesehen dreht der Hauptrotor gegen den
rechten Vier-Wege-Taste. Die aktuelle Einstellung wird Uhrzeigersinn.
invers dargestellt. Stellen Sie nun mit den Auswahltasten Taumelsch. 1 Ser vo Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken
der linken Vier-Wege-Taste einen Wert ein, bei welchem M-Stopp –125% +100% 1
Vier-Wege-Taste (CLEAR) schaltet um auf „rechts“.
der Motor zuverlässig „aus“ ist, ohne dass das Gasservo Rotor-Drehr. rechts
anläuft. Beispielsweise -125 %: Pitch min hinten
Autorotation –––
Taumelsch. 1 Ser vo STO
M-Stopp –125% +150% –––
Rotor-Drehr. rechts Hinweise:
Pitch min hinten
• Achten Sie unbedingt darauf, dass das
Autorotation –––
Gasservo bei Betätigung der Motor-
STO
stopp-Funktion nicht mechanisch anläuft.
Der – hohe – Vorgabewert in der mittleren Spalte stellt • Eine Schaltschwelle von mehr als +100 % erreichen
72 Programmbeschreibung: Modell- und Phaseneinstellung - Hubschraubermodell
erknüppels wird invers dargestellt. Nun mit den Auswahl- und Geberschalterzuordnung“ auf Seite 48 beschrie-
tasten der linken Vier-Wege-Taste die benötigte Variante ben, einen Schalter zuweisen.
festlegen. Mehr zur Flugphasenprogrammierung finden Sie ab
Es bedeuten: Seite 104, im Abschnitt »Helimixer«.
• „vorn“ Untermenü „Phaseneinstellung“
minimale Pitcheinstellung, wenn sich der Pitchknüp-
pel (K1) „vorn“, also vom Piloten weg, befindet. Nach Anwahl der Zeile „Phaseneinstellung“ mit den
Auswahltasten  der linken Vier-Wege-Taste …
• „hinten“
minimale Pitcheinstellung, wenn sich der Pitchknüp- Modelltyp =>
rechts- links-
drehend drehend pel (K1) „hinten“, also beim Piloten befindet. Phaseneinstellung =>
Diese Angabe ist erforderlich, damit die Mischer für den Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der rechten
Drehmoment- und Leistungsausgleich sinngemäß richtig Vier-Wege-Taste (CLEAR) schaltet auf „hinten“ um.
arbeiten können, und zwar im Menü »Helimix«: Hinweise:
Pitch • Bis einschließlich Firmwareversion 1061
K1  Gas ist standardmäßig der so genannte „Gas- … öffnen Sie das Untermenü „Phasenwahl“ mit einem
K1  Heckrotor limiter“ gesetzt, siehe ab Seite 83, mit Druck auf die Taste ENT () der rechten Vier-We-
dem über den Eingang „Lim“ im Menü »Geberein- ge-Taste.
Pitch min
stellung« das Gasservo getrennt von den Pitchser- Phase 2
Taumelsch. 1 Ser vo vos in Richtung Vollgas begrenzt werden kann. Ab
Solange Sie weder der Phase 2 noch der Autorota-
M-Stopp –125% +100% 1 Firmwareversion 1062 kann dieser optional gesetzt
tions-Phase einen Schalter zugewiesen haben, befinden
Rotor-Drehr. rechts werden.
Sie sich automatisch in der Flugphase 1 «normal».
Pitch min hinten • Die K1-Trimmung wirkt nur auf das Gasservo.
Sowohl Nummer wie auch Name dieser Flugphase ist
Autorotation –––
Autorotation fest eingestellt und kann nicht verändert werden, wes-
halb auch die Phase «normal» nicht als Phase 1 ange-
In der Zeile „Pitch min“ wird die Betätigungsrichtung des Taumelsch. 1 Ser vo zeigt wird, sondern verborgen bleibt:
Gas-/Pitch-Steuerknüppels an Ihre Steuergewohnheiten M-Stopp –125% +100% 1
angepasst. Von dieser Einstellung hängen die Funktio­ Rotor-Drehr. rechts Phase 2 Schwebe –––
Pitch min hinten
nen aller anderen Optionen des Helikopterprogramms
Autorotation –––
ab, soweit sie die Gas- und Pitchfunktion betreffen, also
z. B. die Gaskurve, Leerlauftrimmung, Heckrotormischer
usw. Der Name „Autorotation“ ist für die Phase 3 fest verge-
Drücken Sie die ENT-Taste () der rechten Vier-We- ben und kann NICHT geändert werden. Sie können nur
ge-Taste. Die Betätigungsrichtung des Gas-/Pitch-Steu- rechts im Display, wie im Abschnitt „Geber-, Schalter Des Weiteren ist noch darauf hinzuweisen, dass den
Programmbeschreibung: Modell- und Phaseneinstellung - Hubschraubermodell 73
Flugphasen Prioritäten zu eigen sind, welche insbeson-
Phase 2 Schwebe –––
dere bei der Zuordnung von Einzelschaltern beachtet
werden sollten. Das zugrunde liegende Schema lässt
sich folgendermaßen beschreiben:
• Sind alle ggf. zugewiesenen Flugphasenschalter
geschlossen oder offen, ist die Flugphase «normal»
aktiv.
• Ist nur ein Schalter geschlossen, dann ist diejenige Wählen Sie nun mit den Auswahltasten der linken
Flugphase aktiv, welcher der aktuell geschlossene Vier-Wege-Taste zwischen den zur Verfügung stehen-
Schalter zugewiesen wurde. den Namen einen Ihnen passender erscheinenden aus.
Mit einem Druck auf die Taste ENT () beenden Sie die
• Die „Autorotationsphase“ hat unabhängig von Vorste-
Eingabe wieder.
hendem jedoch IMMER Vorrang vor allen anderen
Flugphasen. Wechseln Sie nun mit der Taste  der linken Vier-We-
ge-Taste in die rechte, am unteren Displayrand mit
• Ggf. ist infolgedessen die Vorbelegung der Flugphase
dem Schaltersymbol gekennzeichnete, Spalte und
2 mit dem Flugphasennamen „Schwebe“ den eige-
drücken Sie die Taste ENT (). Weisen Sie nun, wie im
nen Prioritäten anzupassen, siehe weiter unten.
Abschnitt „Geber-, Schalter und Geberschalterzuord-
• Servoseitig erfolgt die Umschaltung nicht „hart“, son-
nung“ auf Seite 48 beschrieben, einen Schalter zu.
dern mit einer fest vorgegebenen Umschaltzeit von
Mehr zur Bedeutung der Flugphasen und deren Pro-
ca. 1 Sekunde. IN die Autorotationsphase wird jedoch
grammierung finden Sie ab Seite 104, im Abschnitt
immer VERZÖGERUNGSFREI umgeschaltet.
„Flugphasenabhängige Einstellung von Pitch, Gas und
Programmierung Heckrotor“.
Nach Anwahl der Zeile „Phase 2“ mit den Auswahltasten
 der linken Vier-Wege-Taste ist das Feld „Name“
bereits eingerahmt.
Falls Ihnen die Vorbelegung nicht zusagt, drücken Sie
die ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste. Die
aktuelle Einstellung wird invers dargestellt:

74 Programmbeschreibung: Modell- und Phaseneinstellung - Hubschraubermodell


Für Ihre Notizen 75
Servoeinstellung
Servodrehrichtung, -mitte, -weg
Wählen Sie mit den Auswahltasten der linken Vier-We- 2. Ggf. mit den Auswahltasten  der linken Vier-We- „=>“ und „<=“. Die Servodrehrichtung ist vor dem Ein-
ge-Taste das Menü »Servo Einst.« an … ge-Taste die gewünschte Spalte anwählen. stellen der nachfolgenden Optionen festzulegen!
3. Die ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste drü- Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken
Mod. M-Typ Servo Geber cken. Das entsprechende Eingabefeld wird invers Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt die Laufrichtung auf
Speich. Phase Einst. Einst. dargestellt. „=>“ zurück.
4. Mit den Auswahltasten der linken Vier-Wege-Taste Geberbewegung Drehrichtung
D/R Send. Fläch. freie gewünschten Wert einstellen.
umgekehrt
Expo Einst. Mixer Mixer Ggf. das zugehörige Bedienelement aus der Mittel- normal
stellung bewegen, um asymmetrische Einstellungen
durchführen zu können.
Mod. M-Typ Servo Geber
5. Die ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste drü-
Speich. Phase Einst. Einst.
cken, um die Eingabe zu beenden.
6. Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken
D/R Send. Heli freie
Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt ggf. vorgenommene
Expo Einst. Mixer Mixer
Einstellungen auf den jeweiligen Standardwert zu-
rück. Spalte 3 „Mitte“
… und drücken Sie dann die ENT-Taste () der rechten
Vier-Wege-Taste: Wichtig: Die Servo-Mittenverstellung ist zur Anpassung von
Die Ziffern der Servobezeichnungen Servos, die nicht dem Standard entsprechen (Ser-
S1 0% 100% 100% beziehen sich auf die an den entspre- vo-Mittelstellung bei einer Impulslänge von 1,5 ms bzw.
S2 0% 100% 100% chenden Empfängerausgängen angeschlos- 1500 µs), sowie für geringfügige Anpassungen, z. B.
S3 0% 100% 100% bei der Feinjustierung der Neutrallage von Rudern am
senen Servos, solange keine Vertauschung der
S4 0% 100% 100% Modell, vorgesehen.
Empfängerausgänge vorgenommen wurde. Daher
S5 0% 100% 100%
beeinflusst auch eine Änderung der Steueranordnung Unabhängig von den Trimmhebeln und eventuellen
Umk Mitte Weg + nicht die Nummerierung der Servos. Mischereinstellungen kann
die Neutralstellung im Be-
      
In diesem Menü werden die Parameter, die ausschließ-
Spalte 2 „Umk“ reich von ±125 % innerhalb
lich das jeweilige Servo betreffen, eingestellt, und zwar
     

 

 
 

 
   

 
die Servodrehrichtung, die Neutralstellung und der Mit dieser Option kann die Servodrehrichtung an die des Servoweges von ma-


 




Servoweg. Beginnen Sie mit der Einstellung von Servos praktischen Gegebenheiten im jeweiligen Modell ange- ximal ±150 % verschoben
grundsätzlich in der Spalte „Umk“! passt werden, sodass bei der Montage der Steuerge- werden. Die Einstellung
stänge und Anlenkungen keinerlei Rücksicht auf den bezieht sich unabhängig
Grundsätzliche Bedienschritte: vorgegebenen Drehsinn der Servos genommen werden von allen anderen Trimm-
1. Mit den Auswahltasten  der linken Vier-We- muss. und Mischereinstellungen
ge-Taste die Zeile des einzustellenden Servos S1 … Die Laufrichtung wird symbolisiert durch die Zeichen immer direkt auf das
S6 anwählen. betreffende Servo.
76 Programmbeschreibung: Servoeinstellung
Beachten Sie, dass es bei extremeren Verstellungen wahltasten der linken Vier-Wege-Taste verändern Sie
der Neutrallage zu einseitig eingeschränkten Servo­ Werte. Mit einem weiteren Druck auf die ENT-Taste ()
wegen kommen kann, da sowohl aus elektronischen wie der rechten Vier-Wege-Taste beenden Sie die Eingabe
mechanischen Gründen der Gesamtweg auf ±150 % wieder.
limitiert ist. Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken
Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt im inversen Eingabe-
Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt im inversen Eingabe- feld veränderte Parameter auf 100 % zurück.
feld den Wert wieder auf „0 %“ zurück.
Wichtig:
Spalte 4 „- Weg +“ Im Unterschied zum Menü »Gebereinstel-
In dieser Spalte wird der Servoweg für beide Seiten lung« beziehen sich alle Einstellungen
gemeinsam oder für jede Seite getrennt eingestellt. Der dieses Menüs ausschließlich auf das
Einstellbereich beträgt 0 … 150 % des normalen Ser- betreffende Servo, unabhängig davon, wie das Steuersi-
voweges. Die eingestellten Werte beziehen sich dabei gnal für dieses Servo zustande kommt, also entweder
immer auf die Einstellung in der Spalte „Mitte“. direkt von einem Bedienelement oder über beliebige
Zur Einstellung eines symmetrischen, d. h. steuersei- Mischfunktionen.
tenunabhängigen Weges, ist das zugehörige Bedien­
element (Steuerknüppel, Proportional-Drehgeber oder
Schalter) in eine Position zu bringen, in welcher der
markierende Rahmen beide Seiten der Wegeinstellung
umschließt.
Zur Einstellung eines asymmetrischen Weges ist das
betreffende Bedienelement (Steuerknüppel, Proporti-
onal-Drehgeber oder Schalter) auf die einzustellende
Servoweg
Seite zu bewegen, sodass der markierende Rahmen nur
den zu verändernden Wert umschließt.
Hinweis:
Ggf. ist im Menü »Gebereinstellung«, siehe
nächster Abschnitt, einem an einen der
Steuerkanäle 5 und/oder 6 angeschlossenen
Servo erst ein Geber zuzuweisen. Die nebenstehende
Mit einem Druck auf die ENT-Taste () der rechten Abb. zeigt ein Beispiel
einer seitenabhängigen
Vier-Wege-Taste aktivieren Sie die Werte-Einstellung. Servowegeinstellung:
Das Werte-Feld wird invers dargestellt. Mit den Aus- -50 % und +150 %.
Geberweg

Programmbeschreibung: Servoeinstellung 77
Gebereinstellung 
Grundsätzliche Bedienschritte der Geber- und Schalterzuordnung
Wählen Sie mit den Auswahltasten der linken Vier-We- senen Servos einwirken, sind die vorstehend erwähnten Wichtig:
ge-Taste das Menü »Geber Einst.« an … „weiteren“ Bedienelemente prinzipiell erst einmal inaktiv. Im Unterschied zur Servowegeinstellung
Daraus resultiert u. a., dass sich im Lieferzustand der wirkt die Steuerwegeinstellung auf alle
Mod. M-Typ Servo Geber Anlage – wie bereits auf Seite 22 erwähnt – wie auch abgehenden Misch- und Koppelfunktionen
Speich. Phase Einst. Einst. nach der Initialisierung eines neuen Modellspeichers und somit letztendlich auf alle Servos, die über das
mit dem Modelltyp „Flugmodell“ und dessen „Binding“ betreffende Bedienelement betätigt werden.
D/R Send. Fläch. freie an den zum Einbau vorgesehenen Empfänger nur die
Expo Einst. Mixer Mixer an den Empfänger­ausgängen 1 … 4 angeschlossenen Grundsätzliche Bedienschritte
Servos über die beiden Steuerknüppel bewegen lassen, 1. Mit den Auswahltasten  der linken Vier-We-
… und drücken Sie dann die ENT-Taste () der rechten an den Steckplätzen 5 bis 8 angeschlossene Servos da- ge-Taste den gewünschten Eingang E5 oder E6 an-
Vier-Wege-Taste: gegen erst einmal stetig in ihrer Mittelstellung verharren. wählen.
Auch wenn dies auf den ersten Blick eher unkomfortabel 2. Ggf. mit den Auswahltasten  der linken Vier-We-
E5 frei +100% +100% zu sein scheint …, ist doch nur so gewährleistet, dass ge-Taste in die gewünschte Spalte wechseln.
E6 frei +100% +100% Sie einerseits völlig frei unter den „weiteren“ Bedienele- 3. Die ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste drü-
menten auswählen können und Ihnen andererseits das cken. Das entsprechende Eingabefeld wird invers
„Wegprogrammieren“ nicht benötigter Bedienelemente dargestellt.
erspart bleibt, denn: 4. Gewünschtes Bedienelement betätigen bzw. mit
Weg + Ein nicht benötigtes Bedienelement hat den Auswahltasten der linken Vier-Wege-Taste ge-
Neben den beiden Kreuzknüppeln für die Steuerfunk­ auch bei irrtümlicher Bedienung nur dann wünschten Wert einstellen.
tionen 1 bis 4 ist der Sender mz-12 HoTT serienmäßig keinen Einfluss auf Ihr Modell, wenn es 5. Die ESC-Taste () oder die ENT-Taste () der
mit weiteren Bedienelementen ausgestattet: inaktiv, also keiner Funktion zugewiesen ist. rechten Vier-Wege-Taste drücken, um die Eingabe zu
• ein Proportional-Drehgeber: Entsprechend als „DG“ Allein Ihren Bedürfnissen folgend, können Sie deshalb beenden.
im Menü bezeichnet. diese „weiteren“ Bedienelemente in dem hier zu be- 6. Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken
• zwei 3-Stufenschalter: SW 4/5 und SW 6/7. sprechenden Menü »Gebereinstellung« völlig wahlfrei Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt ggf. vorgenommene
jedem beliebigen Funktionseingang, Seite 46, zu- Einstellungen auf den jeweiligen Standardwert zu-
• zwei 2-Stufenschalter: SW 1 und 3. Entsprechend als
weisen. D. h. aber ebenso, dass jedes einzelne dieser rück.
„1“ bzw. „3“ im Menü zusammen mit einem Schaltsy-
Bedienelemente bei Bedarf auch gleichzeitig mehreren
mbol angezeigt, welches die Schaltrichtung anzeigt. Spalte 2 „Geber- oder Schalterzuordnung“
Funktionen zugeteilt werden kann. So kann beispiels-
• ein Tastschalter: SW 2. Analog zu Vorstehendem zu- weise derselbe Kippschalter SW X, den Sie in diesem Wählen Sie mit den Auswahltasten  der linken
sammen mit einem die Schaltrichtung anzeigendem Menü einem Eingang zuweisen, gleichzeitig im Menü Vier-Wege-Taste einen der Eingänge E5 oder E6 an.
Schaltersymbol als „2“ angezeigt. »Sender Einstellung« den „Uhren“ als Ein-/Aus-Schal- Mit einem Druck auf die ENT-Taste () der rechten
Im Gegensatz zu den beiden Kreuzknüppeln, welche bei ter zugewiesen werden usw. Vier-Wege-Taste aktivieren Sie die Möglichkeit der
einem mit dem Modelltyp „Flächenmodell“ neu initiali- Zuordnung:
sierten Modellspeicher ohne weiteres Zutun bereits auf
die an den Empfängerausgängen 1 … 4 angeschlos-
78 Programmbeschreibung: Gebereinstellung - Flächenmodell
oder Schalter) ggf. auf die einzustellende Seite zu
E5 frei +100% +100% E5 3 +100% +100%
bewegen, sodass der markierende Rahmen nur den zu
Gewünschten Schalter E6 DG +100% +100%
verändernden Wert umschließt:
oder Geber betätigen
E5 3 +100% +100%
E6 DG +100% +100%
Weg + Weg +
Betätigen Sie nun den gewünschten Geber oder den Geber oder Schalter löschen
ausgewählten Schalter, wobei zu beachten ist, dass
Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken Weg +
der Proportional-Drehgeber erst nach einigen „Rasten“
Vier-Wege-Taste (CLEAR) bei aktivierter Geber- und
erkannt wird, also etwas länger betätigt werden muss. Mit einem Druck auf die ENT-Taste () der rechten
Schalterzuordnung – siehe Abbildung links – setzt den
Wenn der Stellweg nicht mehr ausreicht, betätigen Sie Vier-Wege-Taste aktivieren Sie die Werte-Einstellung.
Eingang wieder auf „frei“ zurück.
den Geber gegebenenfalls in Gegenrichtung. Das Werte-Feld wird invers dargestellt. Mit den Auswahl-
Mit den zugewiesenen 2-Stu­fen­schaltern kann nur zwi- Spalte 3 „- Weg +“ tasten der linken Vier-Wege-Taste verändern Sie Werte:
schen den jeweiligen End­werten hin und her geschaltet In dieser Spalte wird der Geberweg für beide Seiten
werden, z. B. Motor EIN bzw. AUS. Die 3-Stufenschalter gemeinsam oder für jede Seite getrennt eingestellt. Der E5 3 +100% +100%
SW 4/5 bzw. 6/7 erlauben dagegen auch eine Mittenpo- Einstellbereich beträgt ±125 % des normalen Servo­ E6 DG +111% +111%
sition. weges.
Tipps: Wählen Sie mit den Auswahltasten  der linken
• Achten Sie beim Zuordnen der Schalter Vier-Wege-Taste einen der Eingänge E5 oder E6 an. Weg +
auf die gewünschte Schaltrichtung und Zur Einstellung eines symmetrischen, d. h. steuersei-
achten Sie auch darauf, dass alle nicht tenunabhängigen Weges, ist das betreffende Bedien­
E5 3 +100% +100%
benötigten Eingänge „frei“ bleiben bzw. wieder auf element (Proportional-Drehgeber oder Schalter) ggf. in +111% +100%
E6 DG
„frei“ gestellt werden, um Fehlbedienung über nicht eine Position zu bringen, in welcher der markierende
benötigte Geber auszuschließen. Rahmen beide Seiten der Wegeinstellung umschließt:
• Über die nachfolgend beschriebene Wegeinstellung
kann auch bei der Zuweisung eines Schalters die je- E5 3 +100% +100%
Weg +
weilige Endposition beeinflusst werden. E6 DG +100% +100%
Im Display wird nun entweder die Gebernummer Mit einem weiteren kurzen Druck auf die ENT-Taste ()
oder – zusammen mit einem Schaltsymbol, das die oder die ESC-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste
Schaltrichtung anzeigt – die Schalternummer eingeblen- beenden Sie die Eingabe wieder.
Weg +
det, z. B.: Negative und positive Parameterwerte sind möglich,
Zur Einstellung eines asymmetrischen Weges ist das um die Geberrichtung bzw. Wirkrichtung entsprechend
betreffende Bedien­element (Proportional-Drehgeber anpassen zu können.

Programmbeschreibung: Gebereinstellung - Flächenmodell 79


Gebereinstellung
Grundsätzliche Bedienschritte der Geber- und Schalterzuordnung
Wählen Sie mit den Auswahltasten der linken Vier-We- Neben den beiden Kreuzknüppeln für die Steuerfunk­ Sie einerseits völlig frei unter den „weiteren“ Bedienele-
ge-Taste das Menü »Geber Einst.« an … tionen 1 bis 4 ist der Sender mz-12 HoTT serienmäßig menten auswählen können und Ihnen andererseits das
mit weiteren Bedienelementen ausgestattet: „Wegprogrammieren“ nicht benötigter Bedienelemente
Mod. M-Typ Servo Geber • ein Proportional-Drehgeber: Entsprechend als „DG“ erspart bleibt, denn:
Speich. Phase Einst. Einst. im Menü bezeichnet. Ein nicht benötigtes Bedienelement hat
• zwei 3-Stufenschalter: SW 4/5 und SW 6/7. auch bei irrtümlicher Bedienung nur dann
D/R Send. Heli freie • zwei 2-Stufenschalter: SW 1 und 3. Entsprechend als keinen Einfluss auf Ihr Modell, wenn es
Expo Einst. Mixer Mixer „1“ bzw. „3“ im Menü zusammen mit einem Schaltsy- inaktiv, also keiner Funktion zugewiesen ist.
mbol angezeigt, welches die Schaltrichtung anzeigt. Allein Ihren Bedürfnissen folgend, können Sie deshalb
… und drücken Sie dann die ENT-Taste () der rechten • ein Tastschalter: SW 2. Analog zu Vorstehendem zu- diese „weiteren“ Bedienelemente in dem hier zu be-
Vier-Wege-Taste: sammen mit einem die Schaltrichtung anzeigendem sprechenden Menü »Gebereinstellung« völlig wahlfrei
Firmwareversion V1061 und niedriger Schaltersymbol als „2“ angezeigt. jedem beliebigen Funktionseingang, Seite 46, zu-
Im Gegensatz zu den beiden Kreuzknüppeln, welche weisen. D. h. aber ebenso, dass jedes einzelne dieser
Standardmäßig ist der Eingang „Lim“ mit dem rechts Bedienelemente bei Bedarf auch gleichzeitig mehreren
auch bei einem mit dem Modelltyp „Hubschrauber“ neu
oben auf dem Sender montierten Proportional-Drehge- Funktionen zugeteilt werden kann. So kann beispiels-
initialisierten Modellspeicher ohne weiteres Zutun nur
ber DV vorbelegt: weise derselbe Kippschalter SW X, den Sie in diesem
auf die an den Empfängerausgängen 1 … 4 sowie ggf. 6
Gyr frei +100% +100% angeschlossenen Servos einwirken, sind die vorstehend Menü einem Eingang zuweisen, gleichzeitig im Menü
Gas frei +100% +100% erwähnten „weiteren“ Bedienelemente – mit Ausnahme »Sender Einstellung« den „Uhren“ als Ein-/Aus-Schal-
Lim DG +100% +100% des ggf. ebenfalls auf Servo 6 einwirkenden Proporti- ter zugewiesen werden usw.
onal-Drehgebers (Gaslimiter) – prinzipiell erst einmal Hinweise:
inaktiv.
• Der Eingang 6 hat bei einem Hubschrau-
Weg + Daraus resultiert u. a., dass sich im Lieferzustand der bermodell grundsätzlich „frei“ zu bleiben.
Anlage – wie bereits auf Seite 22 erwähnt – wie auch Siehe dazu auch unter „Gas“ auf der
Firmwareversion V1062 und höher nach der Initialisierung eines neuen Modellspeichers mit nächsten Doppelseite.
Ab Firmwareversion V1062 ist der Eingang „Lim“ nach dem Modelltyp „Helikopter“ und dessen „Binding“ an den
• Im Unterschied zur Servowegeinstellung wirkt die
der Initialisierung eines neuen Modellspeichers mit dem zum Einbau vorgesehenen Empfänger nur die an den
Steuerwegeinstellung auf alle abgehenden Misch-
Modelltyp „Helikopter“ standardmäßig „frei“: Empfänger­ausgängen 1 … 4 angeschlossenen Servos,
und Koppelfunktionen und somit letztendlich auf alle
sowie ggf. abhängig von der Stellung des Gaslimiters,
Servos, die über das betreffende Bedienelement be-
Gyr frei +100% +100% auch das Servo 6 über die beiden Steuerknüppel bewe-
Gas frei +100% +100% tätigt werden.
gen lassen. Ein ggf. am Steckplatz 5 angeschlossenes
Lim frei +100% +100% Servos dagegen erst einmal stetig in seiner Mittelstel- Grundsätzliche Bedienschritte
lung verharrt. 1. Mit den Auswahltasten  der linken Vier-We-
Auch wenn dies auf den ersten Blick eher unkomfortabel ge-Taste den gewünschten Eingang Gyr, Gas oder
Weg + Lim anwählen.
zu sein scheint …, ist doch nur so gewährleistet, dass
80 Programmbeschreibung: Gebereinstellung - Hubschraubermodell
2. Ggf. mit den Auswahltasten  der linken Vier-We- Wenn der Stellweg nicht mehr ausreicht, betätigen Sie Spalte 3 „- Weg +“
ge-Taste die gewünschte Spalte anwählen. den Geber gegebenenfalls in Gegenrichtung. In dieser Spalte wird der Geberweg für beide Seiten
3. Die ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste drü- Mit den zugewiesenen 2-Stu­fen­schaltern kann nur zwi- gemeinsam oder für jede Seite getrennt eingestellt. Der
cken. Das entsprechende Eingabefeld wird invers schen den jeweiligen End­werten hin und her geschaltet Einstellbereich beträgt ±125 % des normalen Servo­
dargestellt. werden, z. B. Scheinwerfer EIN / AUS. Die 3-Stufen- weges.
4. Gewünschtes Bedienelement betätigen bzw. mit schalter SW 4/5 bzw. 6/7 erlauben dagegen auch eine Wählen Sie mit den Auswahltasten  der linken
den Auswahltasten der linken Vier-Wege-Taste ge- Mittenposition. Vier-Wege-Taste einen der Eingänge Gyr, Gas oder Lim
wünschten Wert einstellen. Tipps: an.
5. Die ESC-Taste () der linken oder die ENT-Tas- • Achten Sie beim Zuordnen der Schalter Zur Einstellung eines symmetrischen, d. h. steuersei-
te () der rechten Vier-Wege-Taste drücken, um die auf die gewünschte Schaltrichtung und tenunabhängigen Weges, ist das betreffende Bedien­
Eingabe zu beenden. achten Sie auch darauf, dass alle nicht element (Proportional-Drehgeber oder Schalter) in eine
6. Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der rechten benötigten Eingänge „frei“ bleiben bzw. wieder auf Position zu bringen, in welcher der markierende Rah-
Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt ggf. vorgenommene „frei“ gestellt werden, um Fehlbedienung über nicht men beide Seiten der Wegeinstellung umschließt:
Einstellungen auf den jeweiligen Standardwert zu- benötigte Geber auszuschließen.
rück. Gyr 3 +100% +100%
• Über die nachfolgend beschriebene Wegeinstellung Gas frei +100% +100%
Spalte 2 „Geber- oder Schalterzuordnung“ kann auch bei der Zuweisung eines Schalters die je- Lim DG +100% +100%
Wählen Sie mit den Auswahltasten  der linken weilige Endposition beeinflusst werden.
Vier-Wege-Taste einen der Eingänge Gyr, Gas oder Lim Im Display wird nun entweder die Gebernummer
an. oder – zusammen mit einem Schaltsymbol, das die Weg +
Mit einem Druck auf die ENT-Taste () der rechten Schaltrichtung anzeigt – die Schalternummer eingeblen-
det, z. B.: Zur Einstellung eines asymmetrischen Weges ist das
Vier-Wege-Taste aktivieren Sie die Möglichkeit der betreffende Bedien­element (Proportional-Drehgeber
Zuordnung: Gyr 3 +100% +100% oder Schalter) auf die einzustellende Seite zu bewegen,
Gas frei +100% +100% sodass der markierende Rahmen nur den zu verän-
Gyr frei +100% +100%
Lim DG +100% +100% dernden Wert umschließt:
Gewünschten Schalter
oder Geber betätigen Gyr 3 +100% +100%
Weg + Gas frei +100% +100%
Lim DG +100% +100%
Weg +
Geber oder Schalter löschen
Betätigen Sie nun den gewünschten Geber oder den Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken
ausgewählten Schalter, wobei zu beachten ist, dass der Weg +
Vier-Wege-Taste (CLEAR) bei aktivierter Geber- und
Proportional-Drehgeber erst nach einigen „Rasten“ er- Schalterzuordnung – siehe Abbildung links – setzt den Mit einem Druck auf die ENT-Taste () der rechten
kannt werden, also etwas länger betätigt werden muss. Eingang wieder auf „frei“ zurück. Vier-Wege-Taste aktivieren Sie die Werte-Einstellung.
Programmbeschreibung: Gebereinstellung - Hubschraubermodell 81
Das Werte-Feld wird invers dargestellt. Mit den Auswahl- verstellbare Empfindlichkeitseinstellung besitzen, kann „Gas“
tasten der linken Vier-Wege-Taste verändern Sie Werte: dessen statische Gyrowirkung bzw. die Wahl von des-
sen Wirkart in der Zeile „Gyro“ des Menüs »Helimix«, Gyr frei +100% +100%
Gyr 3 +111% +111% ab Seite 110, in Form eines „Offsets“ im Bereich von Gas frei +100% +100%
Gas frei +100% +100% ±125 % – ggf. flugphasenspezisch – vorgegeben werden. Lim DG +100% +100%
Lim DG +100% +100%
Ausgehend von diesen, im »Helimix«-Menü ggf. flug-
phasenspezifisch vorgegebenen, – statischen – Einstel-
Weg +
lungen kann mit einem in diesem Menü der Zeile „Gyr“
Weg +
zugewiesenen Geber, z. B. dem Proportional-Drehregler, Auch im Heli-Programm lassen sich den einzelnen
die Gyrowirkung um den jeweiligen „Offset-Punkt“ Eingängen im Prinzip alle vorhandenen Bedienelemente
Gyr 3 +111% +100% herum variiert werden: In der Mittelstellung des Gebers (Proportional-Drehgeber und Schalter) zuordnen.
Gas frei +100% +100% entspricht diese der im Menü »Helimix« gewählten
Lim DG +100% +100% Zu beachten ist jedoch dabei, dass einige der in diesem
Einstellung. Wird der Geber von dieser Mittelstellung Menü zur Verfügung stehenden Eingänge durch hub-
aus in Richtung Vollausschlag bewegt, wird die Gyro- schrauberspezifische Funktionen bereits vorbelegt sind
wirkung entsprechend verstärkt und abgeschwächt in und deshalb über diese nicht immer frei verfügt werden
Weg +
Richtung des gegenüberliegenden Anschlags. So lässt
kann.
Mit einem weiteren Druck auf die ENT-Taste () der sich die Gyrowirkung schnell und unkompliziert auch im
Flug – z. B. an unterschiedliche Windverhältnisse – an- So ist der Empfängerbelegung auf Seite 55 z. B. zu
rechten Vier-Wege-Taste beenden Sie die Eingabe entnehmen, dass das Gasservo bzw. der Drehzahlsteller
wieder. passen oder eine optimale Einstellung erfliegen. Soft-
waremäßig können Sie darüber hinaus den Wirkbereich eines elektrisch angetriebenen Hubschraubers am Emp-
Negative und positive Parameterwerte sind möglich, fängerausgang „6“ anzuschließen, der Steuerkanal „6“
um die Geberrichtung bzw. Wirkrichtung entsprechend über die Geberwegeinstellung zu beiden Seiten ein-
schränken. also der Leistungsregelung des Motors vorbehalten ist.
anpassen zu können. Im Gegensatz zu einem Flächenflugzeug wird jedoch
Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der rechten Beachten Sie in diesem Zusammenhang
aber unbedingt die Ihrem Gyro beilie- das Gasservo bzw. der Drehzahlsteller nicht direkt vom
Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt im inversen Eingabe- Steuerknüppel oder einem anderen Geber, sondern
feld veränderte Parameter auf +100 % zurück. genden Einstellhinweise, da Sie anson-
sten riskieren, dass Ihr Heli ggf. unfliegbar wird. über ein komplexes Mischsystem, siehe Menü »He-
„Gyr“ limix« ab Seite 104, angesteuert. Darüber hinaus
hat ggf. auch die auf der nächsten Seite beschriebene
Gyr frei +100% +100% „Gaslimit-Funktion“ Einfluss auf dieses Mischsystem.
Gas frei +100% +100% Die Zuweisung eines Gebers oder Schalters
Lim DG +100% +100% in der Zeile „Gas“ bzw. dessen dann zusätz-
liches Steuersignal würde dieses komplexe
Mischsystem nur unnötig „verwirren“. Der Eingang
Weg + „Gas“ MUSS deshalb unbedingt „frei“ bleiben.
Sollte der von Ihnen verwendete Gyro eine stufenlos
82 Programmbeschreibung: Gebereinstellung - Hubschraubermodell
Gaslimit-Funktion
Eingang „Lim“
Firmwareversion V1062 und höher Firmwareversion V1061 und niedriger Bedeutung und Anwendung von „Gaslimit“
Ab Firmwareversion V1062 ist der Eingang „Lim“ nach Wie schon zuvor unter „Gas“ erwähnt, wird, im Ge-
„Lim“
der Initialisierung eines neuen Modellspeichers mit dem gensatz zu Flächenmodellen, beim Hubschrauber
Modelltyp „Helikopter“ standardmäßig „frei“: Standardmäßig ist der Eingang „Lim“ mit dem rechts die Leistungsabgabe des Triebwerkes nicht direkt mit
oben auf dem Sender montierten Proportional-Drehge- dem K1-Steuerknüppel geregelt, sondern nur indirekt
Gyr frei +100% +100% ber vorbelegt: über die im Menü »Helimix«, ab Seite 104, vorzu-
Gas frei +100% +100% nehmenden Gaskurveneinstellungen oder – falls Sie
Lim frei +100% +100% Gyr frei +100% +100%
Gas frei +100% +100% in Ihrem Modell einen Drehzahlregler einsetzen – von
Lim DG +100% +100% diesem.
Weg + Hinweis:
Für unterschiedliche Flugphasen können Sie
Durch die Zuweisung eines Gebers, beispielsweise Weg + über die Flugphasenprogrammierung
dem rechts oben auf dem Sender montierten Propor- natürlich auch individuelle Gaskurven
tional-Drehgeber, kann die nachfolgend beschriebene Mit dieser Belegung erübrigt sich die eventuell von an-
deren Fernsteuersystemen zu diesem Zweck gewohnte einstellen.
Option „Gaslimit“ jedoch jederzeit wieder aktiviert und
entsprechend der folgenden Beschreibung eingestellt Programmierung von zwei Flugphasen – „mit Gasvor- De facto führen beide Methoden der Leistungssteue-
werden. wahl“ und „ohne Gasvorwahl“ – , da sich die Erhöhung rung jedoch dazu, dass sich der Vergasermotor eines
der Systemdrehzahl unterhalb des Schwebeflugpunktes Hubschraubers im „normalen“ Flugbetrieb niemals auch
ACHTUNG: mit den entsprechenden Optionen des Senders mz-12 nur in der Nähe der Leerlaufstellung befindet und sich
Der Gaslimiter ist nur solange deaktiviert, HoTT wesentlich flexibler und feiner optimieren lässt als dieser deshalb ohne eine zusätzliche Eingriffsmöglich-
solange der Eingang „Lim“ frei ist! Anderwei- durch die so genannte „Gasvorwahl“. keit weder starten noch sauber abstellen lässt.
tig kann dieser Eingang nicht benutzt Die Funktion „Gaslimit“ löst dieses Problem elegant,
werden! Hinweis:
Sollten Sie noch eine ältere Firmware als indem mit einem separaten Geber – standardmäßig
1062 benutzen und es dennoch vorziehen, der rechts oben auf dem Sender montierte Proportio-
Ihren Hubschrauber „mit Gasvorwahl“ zu nal-Drehgeber – die Stellung des Gasservos bzw. die
programmieren, dann schalten Sie die nachfolgend Leistungsregelung eines Motorstellers limitiert werden
beschriebene Funktion „Gaslimit“ ab, indem Sie den kann:
Eingang „Lim“ auf „fr“ stellen. Aber auch hier gilt: Der Auf diese Weise ist es möglich, mit dem Gaslimit-Geber
Gaslimiter ist nur solange deaktiviert, solange der das „Gas“ wahlweise bis zur Leerlaufstellung zurück-
Eingang „Lim“ frei ist! Anderweitig kann dieser Eingang zunehmen, in welcher dann der Trimmgeber des Gas-/
nicht benutzt werden! Pitch-Steuerknüppels die volle Kontrolle übernimmt,
bzw. einen Elektroantrieb direkt abzustellen. Umgekehrt
kann das Gasservo bzw. der Motorsteller natürlich nur
dann seine Vollgasstellung erreichen, wenn mit dem

Programmbeschreibung: Gebereinstellung - Hubschraubermodell 83


Gaslimit-Geber auch der gesamte Stellweg freigegeben Senders entsprechend akustisch gewarnt und in der
K1 Gas
wurde. Grundanzeige erscheint die Meldung:
Die Einstellung des Wertes auf der – rechten – Plus-Sei- Gas Eingang +50%
te der Spalte „Weg“ muss deshalb unbedingt so groß zu Ausgang +50%
gewählt werden, dass in der Maximumposition des hoch! Punkt 3 +50%
Gaslimit-Gebers die über die Gaskurveneinstellungen
erreichbare Vollgasstellung keinesfalls limitiert wird – üb- Tipp:
licherweise wird hier deshalb ein Wert zwischen +100 % Bedienen Sie sich der »Servoanzeige«, welche Sie Hinweis:
und +125 % eingestellt. aus beinahe jeder Menüposition durch Drücken der Da der Gastrimmhebel bei geöffnetem
Taste VIEW () der rechten Vier-Wege-Taste erreichen, Gaslimiter unwirksam ist, ist seine Stellung
Gyr frei +100% +100% um den Einfluss des Gaslimit-Gebers beobachten zu hier bedeutungslos.
Gas frei +100% +100%
können. Denken Sie daran, dass beim Sender mz-12 Justieren Sie nun – ohne den Verbrennungsmotor zu
Lim DG +100% +125%
HoTT der Servoausgang 6 das Gasservo ansteuert! starten – das Gasservo vorzugsweise mechanisch und
Leerlauf-Grundeinstellung ggf. zusätzlich über die Wegeinstellung von Servo 6 im
Weg + Menü »Servoeinstellung« so ein, dass der Vergaser
Drehen Sie den Gaslimiter – standardmäßig der rechts
vollständig geöffnet ist.
Der Wert auf der – linken – Minus-Seite der Spalte „Weg“ oben auf dem Sender montierte Proportional-Drehge-
ber – zunächst im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag. Stel- Schließen Sie nun den Gaslimiter vollständig, indem Sie
sollte so gewählt werden, dass mit dem Gaslimitgeber
len Sie den Gas-/Pitch-Steuerknüppel in die Pitch-Ma- den Proportional-Drehgeber entgegen dem Uhrzeiger
ein Elek­troantrieb sicher abgestellt bzw. ein Vergaser so
ximum-Position und stellen Sie darüber hin­aus sicher, bis zum Anschlag zurückdrehen. Bringen Sie mit dem
weit geschlossen werden kann, dass der Verbrennungs-
dass im Untermenü „K1  Gas“ des Menüs … Trimmhebel des Gas-/Pitch-Steuerknüppels die Markie-
motor in Verbindung mit der „Abschalttrimmung“ der
rung der Trimmposition in die Motor-AUS-Position, siehe
digitalen K1-Trimmung, Seite 44, ebenfalls abgestellt »Helimix« (ab Seite 104) Abbildung rechts unten.
werden kann. Belassen Sie daher diesen Wert – vor-
erst – bei +100 %. … eine Standardgaskurve wirksam ist. Sollte also die
Hinweis:
nach der Initialisierung eines Modellspeichers vorhan-
Diese variable „Limitierung“ des Gasweges sorgt aber Bei geschlossenem Gaslimiter ist dagegen
dene Standardgaskurve bereits verändert worden sein,
nicht nur für komfortables Anlassen und Abstellen des die Stellung des Gas-/Pitch-Steuerknüppels
so ist diese zumindest vorübergehend auf die Werte
Antriebes, gegebenenfalls ist damit auch ein nicht un- bedeutungslos; er kann daher in der
„Punkt 1 = 0 %“, „Punkt 3 = +50 %“ und „Punkt 5 =
erheblicher Zuwachs an Sicherheit verbunden! Denken Pitch-Maximumposition verbleiben, sodass bei der
+100 %“ zurückzustellen:
Sie nur daran, was passieren könnte, wenn Sie z. B. Justage der Vergaseranlenkung allein mit dem Gaslimit-
den Hubschrauber mit laufendem Motor zum Startplatz er zwischen Vollgas (Gaslimiter offen) und „Motor AUS“
tragen und dabei versehentlich den K1-Steuerknüppel (Gaslimiter geschlossen) gewechselt werden kann.
betätigen … Justieren Sie nun bei geschlossenem Gaslimiter die
Bei zu weit geöffnetem Vergaser bzw. Motorsteller Vergaseranlenkung so, dass der Vergaser gerade
werden Sie deshalb auch bereits beim Einschalten des vollständig geschlossen ist. Achten Sie aber unbedingt
84 Programmbeschreibung: Gebereinstellung - Hubschraubermodell
darauf, dass das Gasservo in keiner der beiden Extrem- sprüngliche Leerlaufeinstellung, siehe auch Seite 44.
positionen – Vollgas / Motor-AUS – mechanisch aufläuft. Die Abschalttrimmung wirkt nur in der linken Hälfte des
Zum Abschluss dieser Grundeinstellung ist noch der Gaslimit-Drehgeberweges als Leerlauftrimmung. D. h.,
Einstellbereich der Leerlauftrimmung mit der Gaskurve nur in diesem Bereich wird die Markierungslinie gesetzt
abzustimmen. Dazu ist der Punkt „1“ des Mischers „K1 und auch gespeichert.
 Gas“ des Menüs »Helimix« auf etwa +15 bis +18 % aktuelle letzte Leerlaufposition
einzustellen: Trimm-Position
Gaslimit-Geber
Stop
K1 Gas
Flug
Eingang 0%
Ausgang +16% DG
Punkt 1 +16%
N R Trimmung in
Motor-AUS-Position

Zur exakten Abstimmung eines nahtlosen Überganges In der „rechten“ Hälfte des Gaslimit-Drehgeberweges
von der Leerlauftrimmung auf die Gaskurve ist bei wirkt dagegen die Leerlauftrimmung „normal“.
geschlossenem Gaslimiter und ganz geöffneter Leer­
Hinweis:
lauftrimmung der Pitchknüppel am Minimum-Anschlag
Da diese Trimmfunktion nur in Richtung
etwas hin und her zu bewegen. Das Gasservo darf
„Motor aus“ wirksam ist, ändert sich die
dabei nicht mitlaufen! Die weiteren Anpassungen der
Abbildung entsprechend, wenn Sie die
Gaskurve müssen ohnehin später im Flug durchgeführt
Geberrichtung für die Pitch-Minimum-Position des
werden.
K1-Steuerknüppels von „hinten“ – worauf sich das obige
Das Anlassen des Motors erfolgt stets bei vollständig
Bild bezieht – auf „vorne“ im Untermenü „Modelltyp“ des
geschlossenem Gaslimiter, wobei der Leerlauf allein mit
Menüs »Modell und Phaseneinstellung« in der Zeile
dem Trimmhebel des Gas-/Pitch-Steuerknüppels einge-
„Pitch min“ ändern. Ebenso tauschen die dargestellten
stellt wird.
Effekte die Seite, wenn Sie von Pitch rechts – worauf
Gaslimit in Verbindung mit der Digitaltrimmung sich obige Abbildungen beziehen – auf Pitch links in der
In Verbindung mit dem Gaslimit-Drehgeber setzt die Zeile „Steueran­ordnung“ des Menüs »Sendereinstel-
K1-Trimmung eine Markierung in der eingestellten lung« umstellen, siehe Seite 90.
Leerlaufposition des Motors, von der aus der Motor über
die Trimmung in einem Zug abgestellt werden kann.
Befindet sich dagegen diese Markierung im Endbereich,
siehe Displayausschnitt in der nachfolgenden Abbildung,
so erreicht man mit einem Klick sofort wieder die ur-
Programmbeschreibung: Gebereinstellung - Hubschraubermodell 85
D/R Expo
Umschaltbare Steuercharakteristik für Quer-, Höhen- und Seitenruder
Blättern Sie mit den Auswahltasten der linken Vier-We- hen- und Seitenruder), ohne auf den vollen Ausschlag «normal». Betätigen Sie also ggf. die entsprechenden
ge-Taste zum Menüpunkt »D/R Expo« des Multifunkti- in Steuerknüppelendstellung verzichten zu müssen. Schalter, um zwischen den Flugphasen umzuschalten.
onsmenüs: Umgekehrt wird für Werte kleiner 0 % die Geberwirkung
Grundsätzliche Bedienschritte
um die Neutrallage vergrößert und in Richtung Vollaus-
Mod. M-Typ Servo Geber schlag verringert. Der Grad der „Progression“ kann also 1. Schalten Sie ggf. in die gewünschte Flugphase
Speich. Phase Einst. Einst. insgesamt von -100 % bis +100 % eingestellt werden, und dann mit den Auswahltasten  der linken
wobei 0 % der normalen, linearen Steuercharakteristik Vier-Wege-Taste die gewünschte Zeile „QR“, „HR“
entspricht. oder „SR“ anwählen.
D/R Send. Fläch. freie
Expo Einst. Mixer Mixer Eine weitere Anwendung ergibt sich bei den heute meist 2. Ggf. mit den Auswahltasten  der linken Vier-We-
üblichen Drehservos: Die eigentliche Ruderansteue- ge-Taste die gewünschte Spalte anwählen.
Mit einem Druck auf die ENT-Taste () der rechten rung verläuft nämlich nichtlinear, da mit zunehmendem 3. Die ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste drü-
Vier-Wege-Taste öffnen Sie diesen: Drehwinkel der Anlenkscheibe bzw. des Hebelarmes cken. Das entsprechende Eingabefeld wird invers
die Ruderauslenkung über das Steuergestänge immer dargestellt.
QR 100% 0% ––– geringer wird. Mit Expo-Werten größer 0 % kann die- 4. Mit den Auswahltasten der linken Vier-Wege-Taste
HR 100% 0% ––– gewünschten Wert einstellen.
sem Effekt gegengesteuert werden, sodass mit größer
SR 100% 0% –––
werdendem Knüppelausschlag der Drehwinkel überpro- 5. Die ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste drü-
portional zunimmt. cken, um die Eingabe zu beenden.
DUAL EXPO Auch die Expo-Einstellung wirkt immer direkt auf die 6. Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken
jeweilige Steuerfunktion, unabhängig davon, ob diese Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt ggf. vorgenommene
Die Dual-Rate-/Expo-Funktion ermöglicht eine Um- auf ein einzelnes Servo oder über beliebige Misch- und Einstellungen auf den jeweiligen Standardwert zu-
schaltung bzw. Beeinflussung der Steuerausschläge Koppelfunktionen auf mehrere Servos wirkt. rück.
und -charakteristiken für Quer-, Höhen- und Seitenruder Die Dual-Rate- und Expo-Funktionen sind je Steuerfunk- Dual-Rate-Funktion 
(Steuerfunktionen 2 … 4) über Schalter. tion gemeinsam über einen Schalter umschaltbar, wenn
Dual Rate wirkt ähnlich der Geberweg-Einstellung im Falls Sie eine Umschaltung zwischen zwei Varianten
ein solcher zugewiesen wurde. Demzufolge besteht
Menü »Gebereinstellung« direkt auf die entsprechende wünschen, wechseln Sie mit der Taste  der linken
auch die Möglichkeit, Dual Rate und Expo miteinander
Steuerfunktion, unabhängig davon, ob diese auf ein ein- Vier-Wege-Taste in die rechte, am unteren Displayrand
zu verknüpfen, was insbesondere bei schnellen Model-
zelnes Servo oder über beliebig komplexe Misch- und mit dem Schaltersymbol gekennzeichnete, Spalte,
len von Vorteil sein kann.
Koppelfunktionen auf mehrere Servos wirkt. drücken kurz die zentrale Taste ENT () …
Flugphasenabhängige Dual-Rate- und Expo-Einstel-
Die Steuerausschläge sind pro Schalterposition zwi- QR 100% 0% –––
lungen
schen 0 und 125 % des normalen Steuerweges einstell- Gewünschten Schalter
Falls Sie im Untermenü „Phaseneinstellung“ des Menüs
bar. in die EIN Position
»Modelltyp- und Phaseneinstellung«, Seite 67,
Expo wiederum ermöglicht für Werte größer 0 % eine
einer der Phasen 2 oder 3 einen Schalter und ggf. einen
feinfühligere Steuerung des Modells im Bereich der
Ihnen passender erscheinenden Namen zugewiesen DUAL EXPO
Mittellage der jeweiligen Steuerfunktion (Quer-, Hö-
haben, erscheint dieser im Display unten links, z. B.
86 Programmbeschreibung: D/R Expo - Flächenmodell
… und weisen, wie im Abschnitt „Geber-, Schalter und wie im Abschnitt „Geber-, Schalter und Geberschalter- Kombination Dual Rate und Expo
Geberschalterzuordnung“ auf Seite 48 beschrieben, zuordnung“ auf Seite 48 beschrieben, einen Schalter Wenn Sie sowohl bei der Dual-Rate- wie auch der Ex-
einen Schalter zu. zu. Der zugewiesene Schalter erscheint in der Display­ po-Funktion Werte eingegeben haben, überlagert sich
Der zugewiesene Schalter erscheint in der Display­ anzeige zusammen mit einem Schaltersymbol, das die die Wirkung der beiden Funktionen z. B. wie folgt:
anzeige zusammen mit einem Schaltersymbol, das die jeweilige Schaltrichtung des Schalters anzeigt. Expo = +100%, DR = 125% Expo = +100%, DR = 50% Expo = –100%, DR = 50%

jeweilige Schaltrichtung des Schalters anzeigt. Beispielsweise besteht nun die Möglichkeit, in der einen
Wählen Sie die linke, am unteren Displayrand mit DUAL Schaltrichtung mit linearer Kurvencharakteristik zu

Servoweg

Servoweg

Servoweg
gekennzeichnete, Spalte um getrennt für jede der steuern und in der anderen Schaltrichtung einen von
beiden Schalterstellungen den Dual-Rate-Wert mit den 0 % verschiedenen Wert vorzugeben.
Auswahltasten der linken Vier-Wege-Taste im inversen Wählen Sie die rechte, am unteren Displayrand mit
Feld zu verändern. EXPO gekennzeichnete Spalte, um getrennt für jede Geberweg Geberweg Geberweg

Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken der beiden Schalterstellungen den Expo-Wert mit den z. B. in Schalterstellung „hinten“
Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt im inversen Eingabe- Auswahltasten der linken Vier-Wege-Taste im inversen
feld einen geänderten Wert auf 100 % zurück. Feld zu verändern. QR 88% 0% 3
HR 77% 0% 3
ACHTUNG: QR 100% +11% 3 SR 100% 0% –––
Der eingestellte Dual-Rate-Wert sollte aus HR 100% +22% 3
Sicherheitsgründen 20 % nicht unterschrei- SR 100% 0% –––
ten. DUAL EXPO
Beispiele verschiedener Dual-Rate-Werte: DUAL EXPO und nach Umlegen des Schalters „2“ nach „vorne“:
Dual Rate = 100% Dual Rate = 50% Dual Rate = 20%
Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken QR 123% +11% 3
Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt im inversen Eingabe- HR 111% +22% 3
SR 100% 0% –––
Servoweg

Servoweg
Servoweg

feld einen geänderten Wert auf 0 % zurück.


Beispiele verschiedener Expo-Werte:
Expo = +100% Expo = +50% Expo = –100% DUAL EXPO
Geberweg Geberweg Geberweg

Exponential-Funktion 
Servoweg

Servoweg

Servoweg

Falls Sie eine Umschaltung zwischen zwei Varianten


wünschen, wechseln Sie mit der Taste  der linken
Vier-Wege-Taste in die rechte, am unteren Displayrand Geberweg Geberweg Geberweg
mit dem Schaltersymbol gekennzeichnete, Spalte,
In diesen Beispielen beträgt der Dual-Rate-Wert jeweils
drücken kurz die zentrale Taste ENT () und weisen,
100 %.
Programmbeschreibung: D/R Expo - Flächenmodell 87
D/R Expo
Umschaltbare Steuercharakteristik für Roll, Nick und Heck
Blättern Sie mit den Auswahltasten der linken Vier-We- schen 0 und 125 % des normalen Steuerweges einstell- Flugphasenabhängige Dual-Rate- und Expo-Einstel-
ge-Taste zum Menüpunkt »D/R Expo« des Multifunkti- bar. lungen
onsmenüs: Expo wiederum ermöglicht für Werte größer 0 % eine Falls Sie im Untermenü „Modelltyp“ des Menüs
feinfühligere Steuerung des Modells im Bereich der »Modelltyp- und Phaseneinstellung« der Autoro-
Mod. M-Typ Servo Geber Mittellage der jeweiligen Steuerfunktion (Rollen, Ni- tations-Phase, Seite 73, und/oder der Phase 2 im
Speich. Phase Einst. Einst. cken und Heckrotor), ohne auf den vollen Ausschlag Untermenü „Phaseneinstellung“, Seite 73, einen
in Steuerknüppelendstellung verzichten zu müssen. Schalter und ggf. einen Ihnen passender erscheinenden
D/R Send. Heli freie Umgekehrt wird für Werte kleiner 0 % die Geberwirkung Namen zugewiesen haben, erscheint dieser im Display
Expo Einst. Mixer Mixer um die Neutrallage vergrößert und in Richtung Vollaus- unten links, z. B. «normal». Betätigen Sie also ggf. die
schlag verringert. Der Grad der „Progression“ kann also entsprechenden Schalter, um zwischen den Flugphasen
Mit einem Druck auf die ENT-Taste () der rechten insgesamt von -100 % bis +100 % eingestellt werden, umzuschalten.
Vier-Wege-Taste öffnen Sie diesen: wobei 0 % der normalen, linearen Steuercharakteristik
Grundsätzliche Bedienschritte
entspricht.
Roll 100% 0% ––– 1. Schalten Sie ggf. in die gewünschte Flugphase
Eine weitere Anwendung ergibt sich bei den heute meist
Nick 100% 0% ––– und dann mit den Auswahltasten  der linken
Heck 100% 0% ––– üblichen Drehservos: Die eigentliche Ruderansteue-
Vier-Wege-Taste die gewünschte Zeile „Roll“, „Nick“
rung verläuft nämlich nichtlinear, da mit zunehmendem
oder „Heck“ anwählen.
Drehwinkel der Anlenkscheibe bzw. des Hebelarmes
die Ruderauslenkung über das Steuergestänge immer 2. Ggf. mit den Auswahltasten  der linken Vier-We-
DUAL EXPO ge-Taste die gewünschte Spalte anwählen.
geringer wird. Mit Expo-Werten größer 0 % kann die-
Die Dual-Rate-/Expo-Funktion ermöglicht eine Umschal- sem Effekt gegengesteuert werden, sodass mit größer 3. Die ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste drü-
tung bzw. Beeinflussung der Steuerausschläge und werdendem Knüppelausschlag der Drehwinkel überpro- cken. Das entsprechende Eingabefeld wird invers
-charakteristiken für die Steuerfunktionen Rollen, Nicken portional zunimmt. dargestellt.
und Heckrotor, d. h. der Steuerfunktionen 2 … 4 über Auch die Expo-Einstellung wirkt direkt auf die jeweilige 4. Mit den Auswahltasten der linken Vier-Wege-Taste
Schalter. Steuerfunktion, unabhängig davon, ob diese auf ein gewünschten Wert einstellen.
Eine individuelle Charakteristik der Steuerfunktion 1 einzelnes Servo oder über beliebige Misch- und Koppel- 5. Die ESC-Taste () oder die ENT-Taste () der
(Motor/Pitch) wird getrennt für Gas, Pitch und Heckrotor funktionen auf mehrere Servos wirkt. rechten Vier-Wege-Taste drücken, um die Eingabe zu
im Menü »Helimix« über bis zu 5 getrennt programmier- Die Dual-Rate- und Expo-Funktionen sind je Steuerfunk- beenden.
bare Punkte eingestellt, siehe ab Seite 104 und 200. tion gemeinsam über einen Schalter umschaltbar, wenn 6. Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken
Dual Rate wirkt ähnlich der Geberweg-Einstellung im ein solcher zugewiesen wurde. Demzufolge besteht Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt ggf. vorgenommene
Menü »Gebereinstellung« direkt auf die entsprechende auch die Möglichkeit, Dual Rate und Expo miteinander Einstellungen auf den jeweiligen Standardwert zu-
Steuerfunktion, unabhängig davon, ob diese auf ein ein- zu verknüpfen, was insbesondere bei schnellen Model- rück.
zelnes Servo oder über beliebig komplexe Misch- und len von Vorteil sein kann.
Koppelfunktionen auf mehrere Servos wirkt.
Die Steuerausschläge sind pro Schalterposition zwi-
88 Programmbeschreibung: D/R Expo - Hubschraubermodell
Dual-Rate-Funktion Beispiele verschiedener Dual-Rate-Werte:
Roll 100% +11% 3
Falls Sie eine Umschaltung zwischen zwei Varianten Dual Rate = 100% Dual Rate = 50% Dual Rate = 20%
Nick 100% +22% 3
wünschen, wechseln Sie mit der Taste  der linken Heck 100% 0% –––
Vier-Wege-Taste in die rechte, am unteren Displayrand

Servoweg

Servoweg
Servoweg
mit dem Schaltersymbol gekennzeichnete, Spalte,
drücken kurz die Taste ENT () … DUAL EXPO

Roll 100% 0% ––– Geberweg Geberweg Geberweg Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der rechten
Gewünschten Schalter Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt im inversen Eingabe-
in die EIN Position Exponential-Funktion feld einen geänderten Wert auf 0 % zurück.
Falls Sie eine Umschaltung zwischen zwei Varianten
Beispiele verschiedener Expo-Werte:
wünschen, wechseln Sie mit der Taste  der linken
DUAL EXPO Vier-Wege-Taste in die rechte, am unteren Displayrand Expo = +100% Expo = +50% Expo = –100%

… und weisen, wie im Abschnitt „Geber-, Schalter und mit dem Schaltersymbol gekennzeichnete, Spalte,
drücken kurz die Taste ENT () und weisen, wie im Ab-

Servoweg

Servoweg

Servoweg
Geberschalterzuordnung“ auf Seite 48 beschrieben,
einen Schalter zu. schnitt „Geber-, Schalter und Geberschalterzuordnung“
auf Seite 48 beschrieben, einen Schalter zu. Der
Der zugewiesene Schalter erscheint in der Display­
zugewiesene Schalter erscheint in der Display­anzeige
anzeige zusammen mit einem Schaltersymbol, das die Geberweg Geberweg Geberweg
zusammen mit einem Schaltersymbol, das die jeweilige
jeweilige Schaltrichtung des Schalters anzeigt. In diesen Beispielen beträgt der Dual-Rate-Wert jeweils
Schaltrichtung des Schalters anzeigt.
Wählen Sie die linke, am unteren Displayrand mit DUAL 100 %.
Beispielsweise besteht nun die Möglichkeit, in der einen
gekennzeichnete, Spalte um getrennt für jede der
Schaltrichtung mit linearer Kurvencharakteristik zu Kombination Dual Rate und Expo
beiden Schalterstellungen den Dual-Rate-Wert mit den
steuern und in der anderen Schaltrichtung einen von
Auswahltasten der linken Vier-Wege-Taste im inversen Wenn Sie sowohl bei der Dual-Rate- wie auch der
0 % verschiedenen Wert vorzugeben.
Feld zu verändern. Expo-Funktion Werte eingegeben haben, überlagert
Wählen Sie die rechte, am unteren Displayrand mit sich die Wirkung der beiden Funktionen beispielsweise
Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken
EXPO gekennzeichnete Spalte, um getrennt für jede wie folgt:
Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt im inversen Eingabe-
der beiden Schalterstellungen den Expo-Wert mit den
feld einen geänderten Wert auf 100 % zurück. Expo = +100%, DR = 125% Expo = +100%, DR = 50% Expo = –100%, DR = 50%
Auswahltasten der linken Vier-Wege-Taste im inversen
ACHTUNG: Feld zu verändern.
Der eingestellte Dual-Rate-Wert sollte aus

Servoweg

Servoweg

Servoweg
Sicherheitsgründen 20 % nicht unterschrei-
ten.
Geberweg Geberweg Geberweg

Programmbeschreibung: D/R Expo - Hubschraubermodell 89


Sendereinstellung 
Senderspezifische Basiseinstellungen
Blättern Sie mit den Auswahltasten der linken Vier-We- den individuellen Gewohnheiten des einzelnen Modell-
Steueranord. 1
ge-Taste zum Menüpunkt »Sendereinstellung« des piloten ab.
Uhren 0:00 –––
Multifunktionsmenüs: Empf. Ausgang
mögliche Steueranordnungen eines Flächenmodells
geb. Empf. –––
Mod. M-Typ Servo Geber MODE 1 (Gas rechts) MODE 2 (Gas links)
Test Reichw. 99s
Speich. Phase Einst. Einst. Höhenruder Motor Vollgas Motor Vollgas Höhenruder

Seitenruder

Seitenruder
Seitenruder

Seitenruder
Querruder

Querruder
Querruder

Querruder
D/R Send. Fläch. freie Drücken Sie die ENT-Taste () der rechten Vier-We-
Expo Einst. Mixer Mixer Höhenruder Motor Leerlauf Motor Leerlauf Höhenruder ge-Taste. Die aktuelle Steueranordnung wird invers
MODE 3 (Gas rechts) MODE 4 (Gas links)
dargestellt. Wählen Sie nun mit den Auswahltasten der
linken Vier-Wege-Taste zwischen den Möglichkeiten 1
Höhenruder Motor Vollgas Motor Vollgas Höhenruder
Mod. M-Typ Servo Geber bis 4 aus.

Seitenruder
Seitenruder

Seitenruder
Seitenruder
Querruder

Querruder
Querruder

Querruder
Speich. Phase Einst. Einst. Mit gleichzeitigem Drücken der Tasten  der linken
Vier-Wege-Taste (CLEAR) kehrt die Anzeige zur Steu-
Höhenruder Motor Leerlauf Motor Leerlauf Höhenruder
D/R Send. Heli freie eranordnung „1“ zurück.
Expo Einst. Mixer Mixer Mit einem erneuten Druck auf die Taste ENT () der
mögliche Steueranordnungen eines Hubschraubers rechten Vier-Wege-Taste deaktivieren Sie das Auswahl-
Mit einem Druck auf die ENT-Taste () der rechten MODE 1 (Gas rechts) MODE 2 (Gas links) feld wieder, sodass Sie die Zeile wechseln können.
Vier-Wege-Taste öffnen Sie diesen: Nicken Motor / Pitch Motor / Pitch Nicken
Uhren 
Heckrotor

Heckrotor
Heckrotor

Heckrotor
Rollen

Rollen
Rollen

Rollen
Steueranord. 1 In der Grundanzeige sind rechts im Display zwei Uhren
Uhren 0:00 ––– sichtbar: Eine Stoppuhr und eine Flugzeituhr:
Empf. Ausgang Nicken Motor / Pitch Motor / Pitch Nicken

geb. Empf. ––– MODE 3 (Gas rechts) MODE 4 (Gas links)


Test Reichw. 99s Nicken Motor / Pitch Motor / Pitch Nicken
M-01 Stop 0:00
HF–Modul EIN Flug 0:00

Heckrotor
Heckrotor

Heckrotor
Heckrotor

5.2V
Rollen

Rollen
Rollen

Rollen
0:02h
Nicken Motor / Pitch Motor / Pitch Nicken
Steueranordnung N R

Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Möglichkeiten, Wählen Sie ggf. mit den Auswahltasten  der linken Diesen beiden Uhren kann in der rechten, am unteren
die vier Steuerfunktionen Quer-, Höhen- und Seitenru- Vier-Wege-Taste die Zeile „Steueranord“ (Steuer­ Displayrand mit dem Schaltersymbol gekennzeich-
der sowie Gas-/Bremsklappen eines Flächenmodells anordnung) an. Das Auswahlfeld ist eingerahmt: neten, Spalte der Zeile „Uhren“ …
bzw. Rollen, Nicken, Heckrotor und Gas/Pitch eines
Hubschraubers den beiden Steuerknüppeln zuzuordnen.
Welche dieser Möglichkeiten benutzt wird, hängt von
90 Programmbeschreibung: Sendereinstellung
Kombination davon): Die Stoppuhr startet nun nach Betätigung des zuge-
Steueranord. 1
wiesenen Schalters bei dem eingestellten Anfangswert
Uhren 0:00 ––– Steueranord. 1
Empf. Ausgang rückwärts („Timerfunktion“). Nach Ablauf der Zeit bleibt
Uhren 10:01 G1 der Timer aber nicht stehen, sondern läuft weiter, um
geb. Empf. ––– Empf. Ausgang
Test Reichw. 99s die nach 0:00 abgelaufene Zeit ablesen zu können. Zur
geb. Empf. –––
eindeutigen Unterscheidung wird diese invers angezeigt.
Test Reichw. 99s
„Alarm“-Timer
… ein Schalter oder Geberschalter zugewiesen werden,
mit welchem die Uhren gemeinsam gestartet und die Bei „rückwärts laufender“ Uhr ertönen ab 30 s vor Null
Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der rechten
Stoppuhr auch wieder gestoppt werden kann. akustische Signale, damit Sie während des Steuern
Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt ggf. vorgenommene
Ihres Modells nicht ständig die Anzeige beobachten
Die Zuordnung eines Schalters bzw. Geberschalters Einstellungen auf „0“ bzw. „00“ zurück.
müssen:
erfolgt, wie im Abschnitt „Geber-, Schalter und Geber-
Vorgehensweise
schalterzuordnung“ auf Seite 48 beschrieben. Tonsignalfolge
1. Gewünschtes Eingabefeld mit den Auswahltasten
Die Flugzeituhr startet immer gemeinsam mit der 30 s vor null: 3-fach-Ton
 der linken Vier-Wege-Taste anwählen.
Stoppuhr, läuft jedoch weiter, auch wenn die Stoppuhr alle 2 Sekunden Einzelton
angehalten (ausgeschaltet) wurde, und kann nur bei 2. ENT () der rechten Vier-Wege-Taste drücken.
20 s vor null: 2-fach-Ton
angehaltener Stoppuhr durch Drücken der Taste ESC 3. Im nun inversen Minuten- bzw. Sekundenfeld mittels
der Auswahltasten der linken Vier-Wege-Taste Zeit- alle 2 Sekunden Einzelton
() der rechten Vier-Wege-Taste gestoppt werden.
vorwahl treffen. 10 s vor null: Einzelton
Angehaltene Uhren können durch gleichzeitiges Drü-
4. Eingabe beenden durch Drücken der ENT-Taste (). jede Sekunde Einzelton
cken der Tasten  der rechten Vier-Wege-Taste
(CLEAR) wieder auf den Startwert zurückgesetzt 5. Nach dem Wechsel zurück in die Grundanzeige mit- 5 s vor null: jede Sekunde Einzelton mit erhöhter Fre-
werden. tels entsprechend häufigen Drücken der ESC-Ta- quenz
ste () der rechten Vier-Wege-Taste, drücken Sie null: verlängertes Tonsignal und Umspringen
Umschaltung zwischen „vorwärts“ und „rückwärts“ bei angehaltener Stoppuhr gleichzeitig die Tasten der Anzeige auf inverse Darstellung
 der linken Vier-Wege-Taste (CLEAR) damit die Das Zurücksetzen dieses „Alarmtimers“ erfolgt durch
Vorwärts laufende Uhr (Stoppuhrfunktion)
Stoppuhr auf die „Timer“-Funktion umschaltet, sie­he gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken
Wird die Stoppuhr nach Schalterzuordnung mit dem Vier-Wege-Taste (CLEAR) bei angehaltener Uhr.
rechts oben in der folgenden Abbildung:
Anfangswert „0:00“ gestartet, läuft sie vorwärts bis
maximal 180 min und 59 s, um dann wieder bei 0:00 zu Hinweis:
beginnen. M-01 Stop 10:01 Eine rückwärts laufende Uhr wird in der
Flug 0:00 Grundanzeige durch einen blinkenden
Rückwärts laufende Uhr (Alarmtimerfunktion) Doppelpunkt zwischen dem Minuten- und
5.2V
Im – linken – Minutenfeld wählen Sie die Startzeit zwi­ 0:03h Sekundenfeld kenntlich gemacht.
schen 0 und 180 min und im – rechten – Sekundenfeld N R
eine Startzeit zwischen 0 und 59 s (oder eine beliebige

Programmbeschreibung: Sendereinstellung 91
Empfängerausgang gerausgang „6“ und das Pitchservo den Ausgang „1“.
S 1 Ausgang 1
Um maximale Flexibilität hinsichtlich der Empfängerbe- S 2 Ausgang 2 Möglicherweise wollen Sie aber die bisherige Konfigura-
legung zu erreichen, bietet das Programm des Senders S 3 Ausgang 3 tion beibehalten:
mz-12 HoTT auf der zweiten Seite des Untermenüs S 4 Ausgang 4
„Empf.Ausg.“ („Empfängerausgang“) die Möglichkeit S 5 Ausgang 5 S 6 Ausgang 1
S 2 Ausgang 2
zum beliebigen Vertauschen der senderseitigen Servo-
S 3 Ausgang 3
ausgänge 1 bis maximal 6.
Auf dieser können Sie nun die 6 Steuerkanäle des S 4 Ausgang 4
Steueranord. 1 Senders beliebig auf die Empfängerausgänge respek- S 5 Ausgang 5
Uhren 10:01 G1 tive Servo-Steckplätze 1 … 6 aufteilen. Beachten Sie S 1 Ausgang 6
Empf. Ausgang jedoch, dass sich die Anzeige in »Servoanzeige« – die
geb. Empf. ––– Sie aus beinahe jeder Menüposition mittels Druck
Test Reichw. 99s auf die Taste VIEW () der rechten Vier-Wege-Taste Hinweis:
aufrufen können – ausschließlich auf die laut Empfän- Mit der als „Channel-Mapping“ bezeichneten
gerbelegung vorgegebenen Steuerkanäle bezieht, einer empfängerseitigen Kanal-Zuordnungs-Funk-
Mit einem Druck auf die ENT-Taste () der rechten tion des in den Sender mz-12 HoTT
Vier-Wege-Taste wechseln Sie zur nächsten Display- Vertauschung der Ausgänge also NICHT folgt.
integrierten »Telemetrie«-Menüs können die 6 Steuer-
seite. Wählen Sie mit den Auswahltasten  der linken
funktionen des Senders ebenfalls beliebig innerhalb
Erscheint anstatt der erwarteten Displayseite der Warn- Vier-Wege-Taste die zu ändernde Servo/Ausgang-Kom-
eines Empfängers wie auch auf mehrere Empfänger
hinweis … bination an und drücken Sie die Taste ENT () der
aufgeteilt oder aber auch mehrere Empfängerausgänge
rechten Vier-Wege-Taste. Nun können Sie mit den
mit derselben Steuerfunktion belegt werden, beispiels-
Steueranord. 1 linken Auswahltasten dem ausgewählten Ausgang
weise um jedes Querruderblatt mit zwei Servos anstatt
U KANN G1 das gewünschte Servo (S) zuordnen und mit ENT ()
Em K E I N E D A T E N mit nur einem einzelnen ansteuern zu können usw. Der
bestätigen … oder mit gleichzeitigem Druck auf die
ge EMPFANGEN! – Übersichtlichkeit wegen wird jedoch dringend empfoh-
OK
Tasten  der linken Vier-Wege-Taste (CLEAR) die
Te s len, nur von einer der beiden Optionen Gebrauch zu
Standardzuordnung wiederherstellen.
machen.
Eventuelle nachträgliche Einstellungsänderungen, wie
Servowegeinstellungen, Dual Rate/Expo, Mischer etc., gebundener Empfänger
…, dann besteht keine Telemetrieverbindung zu einem müssen aber immer entsprechend der ursprüng-
Empfänger. Schalten Sie ggf. Ihr HF-Modul und/oder Um eine Verbindung zum Sender aufbauen zu können,
lichen Empfängerbelegung vorgenommen werden! müssen Graupner-HoTT-Empfänger mit mindestens
Ihre Empfangsanlage ein.
Anwendungsbeispiel: einem Modellspeicher „ihres“ Graupner-HoTT-Senders
Im Hubschrauberprogramm des Senders mz-12 HoTT verbunden werden. Dieser Vorgang wird üblicherweise
sind die Ausgänge für ein Pitchservo und das Gasservo mit dem englischen Begriff „Binding“ bezeichnet und
gegenüber einige ältere Graupner/JR mc-Anlagen kann jederzeit wiederholt werden. Dieses „Binding“
vertauscht: Das Gasservo belegt jetzt den Empfän- oder „Binden“ eines Empfängers erfolgt standardmäßig
92 Programmbeschreibung: Sendereinstellung
immer modellspeicherspezifisch, kann jedoch jederzeit eine Telemetrie-Verbindung zum Sender auf. An das Wort „BINDEN“ anstelle der drei „---“ im Rahmen der
und für jeden beliebigen ungebundenen Modellspeicher diesem sind deshalb auch ggf. im Modell eingebaute Zeile „geb. Empf.“ zu blinken:
eines Senders in der Menüzeile „Bindungs Typ“, siehe Telemetriesensoren anzuschließen, da nur der zuletzt
Seite 95, auf senderspezifisch, und umgekehrt, gebundene Empfänger in der Lage ist, deren Daten Steueranord. 1
umgestellt werden. über den Rückkanal zu senden. Der zweite und alle Uhren 10:01 G1
Empf. Ausgang
weiteren Empfänger laufen parallel zum zuletzt an den
Wichtige Hinweise: geb. Empf. BINDEN
Modellspeicher gebundenen Empfänger, jedoch völlig
• Achten Sie beim Binden unbedingt Test Reichw. 99s
unabhängig von diesem, im Slave-Mode mit abgeschal-
darauf, dass die Senderantenne immer
tetem Rückkanal!
ausreichend weit von den Empfänge-
„Binden“ von Sender und Empfänger Erlischt innerhalb von etwa 10 Sekunden die inzwischen
rantennen entfernt ist! Mit etwa 1 m Abstand sind
wieder rot blinkende LED des Empfängers und leuchtet
Sie diesbezüglich auf der sicheren Seite. Ande- Wechseln Sie ggf. mit den Auswahltasten  der
renfalls riskieren Sie eine gestörte Verbindung stattdessen dauerhaft grün, wurde der Binde-Vorgang
linken Vier-Wege-Taste in die Zeile „geb. Empf.“:
zum Rückkanal und in Folge Fehlverhalten. erfolgreich abgeschlossen. Ihre Modell-/Empfängerkom-
Steueranord. 1 bination ist nun betriebsbereit. Parallel dazu erscheint im
• Achten Sie unbedingt auf eine korrekte Span-
Uhren 10:01 G1 Display die Kennung des nun an diesen Modellspeicher
nungsversorgung Ihrer Empfangsanlage. Bei zu
Empf. Ausgang „gebundenen“ Empfängers, beispielsweise:
niedriger Versorgungsspannung reagieren zwar
geb. Empf. –––
die LEDs des Empfängers wie nachstehend be- Steueranord. 1
Test Reichw. 99s
schrieben auf Ihre Bindingsbemühungen, es Uhren 10:01 G1
kommt aber dennoch keine korrekte HoTT-Syn- Empf. Ausgang
chronisation zustande. Schalten Sie spätestens jetzt die Stromversorgung Ihres geb. Empf. E08
• Beachten Sie beim Binden weiterer Empfänger, Empfängers ein. Test Reichw. 99s
dass bereits an den Sender gebundene und so-
Empfänger GR-16
mit vom Bindeprozess nicht unmittelbar betrof-
Am Empfänger blinkt die rote LED. Blinkt dagegen die rote LED am Empfänger länger als
fene – eingeschaltete – Empfänger während der
Drücken und halten Sie den SET-Taster am Empfänger ca. 10 Sekunden, ist der Binde-Vorgang fehlgeschlagen.
Zeitspanne des senderseitigen „Bindens“ in den
bis die weiterhin rot blinkende LED nach ca. 3 Sekunden Parallel dazu sind im Display wieder drei „---“ zu sehen.
Fail-Safe-Mode fallen.
für weitere ca. 3 Sekunden rot/grün zu blinken beginnt. Verändern Sie ggf. die Positionen der Antennen und
„Binden“ mehrerer Empfänger pro Modell Sie können nun den SET-Taster am Empfänger loslas- wiederholen Sie die gesamte Prozedur.
Bei Bedarf können auch mehrere Empfänger pro Modell sen. Solange die LED rot/grün blinkt, befindet sich der anderen Empfänger binden
gebunden werden. Binden Sie dazu die jeweiligen Emp- Empfänger im Binde-Modus. Der Modellspeicher ist bereits gebunden. Diese Bindung
fänger zuerst einzeln wie nachfolgend beschrieben. Starten Sie nun innerhalb dieser ca. 3 s das so genannte soll durch eine andere ersetzt werden. Nach dem Aus-
Beim späteren Betrieb baut allerdings Binden eines Empfängers an den aktuellen Modellspei- lösen des Binde-Vorgangs erscheint im Display jedoch
immer nur der zuletzt an den jeweiligen cher mit einem kurzen Druck auf die Taste ENT () der anstelle von „BINDEN“ der Hinweis:
Modellspeicher gebundene Empfänger rechten Vier-Wege-Taste. Gleichzeitig beginnt im Display
Programmbeschreibung: Sendereinstellung 93
fänger in Bindungsbereitschaft zu versetzen.
Steueranord. 1 Steueranord. 1
Uhre HF 1 G1 Test Reichweite Uhren 10:01 G1
Emp AUS- Der integrierte Reichweitetest reduziert die Sende- Empf. Ausgang
geb. SCHALTEN E08 leistung derart, dass Sie einen Funktionstest bereits geb. Empf. E08
OK Test Reichw. 99s
Test 99s in einem Abstand von weniger als 100 m durchführen
können.
Drücken Sie die ENT-Taste () der rechten Vier-We- Führen Sie den Reichweitetest des Graupner-HoTT- Erscheint nach dem Starten des Reichweitetests je-
ge-Taste um die Meldung zu löschen. Wechseln Sie Systems entsprechend den nachfolgenden Anweisungen doch diese Meldung, …
dann zwei Zeilen nach unten und schalten Sie, wie im durch. Lassen Sie sich ggf. von einem Helfer beim
Reichweitetest unterstützen. HF Modul
Abschnitt „HF-Modul“ einige Spalten weiter hinten be-
einschalten!
schrieben, das HF-Modul ab. Anschließend kehren Sie 1. Bauen Sie den vorzugsweise bereits an den Sen-
OK
wieder in die Zeile „geb. Empf.“ zurück und lösen den der gebundenen Empfänger, wie vorgesehen, im Mo-
Binde-Vorgang, wie weiter oben beschrieben, erneut dell ein. … ist das HF-Modul des Senders inaktiv. Schalten
aus. 2. Schalten Sie die Fernsteuerung ein und warten Sie, Sie das HF-Modul ein und wiederholen Sie den Vor-
Alternativ können Sie aber auch Ihren Sender ausschal- bis am Empfänger die grüne LED leuchtet. Nun kön- gang.
ten und in dem nach dem erneuten Einschalten des nen die Servobewegungen beobachtet werden. Mit dem Auslösen des Reichweitetests wird die Aus-
Senders für wenige Sekunden erscheinenden Hinweis- 3. Stellen Sie das Modell so auf ebenen Untergrund gangsleistung des Senders signifikant reduziert und
fenster … (Pflaster, kurzer Rasen oder Erde), dass die Empfän- die rote LED am Antennensockel beginnt zu blinken.
HF EIN/AUS? gerantennen mindestens 15 cm über dem Erdboden Zeitgleich startet die Zeitanzeige im Senderdisplay
EIN AUS liegen. Es ist deshalb ggf. nötig, das Modell während rückwärts, und alle 5 Sekunden ertönt ein 2-fach-Ton.
des Tests entsprechend zu unterlegen. Ab 5 Sekunden vor Ende des Reichweitetests ertönt
… „AUS“ anwählen … 4. Halten Sie den Sender in Hüfthöhe und mit Abstand jede Sekunde ein 3-fach-Ton. Nach Ablauf des 99
zum Körper. Zielen Sie aber mit der Antenne nicht di- Sekunden währenden Reichweitetests schaltet der
HF EIN/AUS?
rekt auf das Modell, sondern drehen und/oder knicken Sender wieder auf volle Ausgangsleistung und die
EIN AUS
Sie die Antennenspitze so, dass sie während des Be- rote LED leuchtet wieder konstant.
… und mit einem kurzen Druck auf die ENT-Taste () triebs senkrecht ausgerichtet ist. 6. Bewegen Sie sich innerhalb dieser Zeitspanne vom
der rechten Vier-Wege-Taste bestätigen. Aus der Grun- 5. Wechseln Sie ggf. mit den Auswahltasten  der Modell weg und bewegen Sie währenddessen die
danzeige wechseln Sie dann wieder in die Zeile „geb. linken Vier-Wege-Taste in die Zeile „Test­Reichw.“ Knüppel. Wenn Sie innerhalb einer Entfernung von ca.
Empf.“ und lösen erneut den Binde-Vorgang aus. und starten Sie den Reichweitetest-Modus mit einem 50 m zu irgendeinem Zeitpunkt eine Unterbrechung
Druck auf die ENT-Taste () der rechten Vier-We- der Verbindung feststellen, versuchen Sie diese zu re-
Löschen einer Bindung ge-Taste: produzieren.
Verfahren Sie wie vorstehend beschrieben und lösen
7. Schalten Sie einen ggf. vorhandenen Motor ein, um
Sie einen Binde-Vorgang aus, OHNE zuvor einen Emp-
zusätzlich die Störsicherheit zu überprüfen.
94 Programmbeschreibung: Sendereinstellung
8. Bewegen Sie sich weiter vom Modell weg, solange bis
Uhren 10:01 G1 Empf. Ausgang
keine perfekte Kontrolle mehr möglich ist.
Empf. Ausgang geb. Empf. –––
9. Warten Sie an dieser Stelle den Ablauf des Testzeit- geb. Empf. E08 Test Reichw. 99s
raumes mit dem weiterhin betriebsbereiten Modell ab. Test Reichw. 99s HF–Modul AUS
Dieses sollte auf Steuerbefehle wieder reagieren, so- HF–Modul EIN Bindungs Typ Global
bald der Reichweitetest beendet ist. Falls dies nicht
100 %-ig der Fall ist, benutzen Sie das System nicht
und kontaktieren Sie den zuständigen Service der Nun können Sie mit den rechten Auswahltasten zwi- Hinweise:
Graupner|SJ GmbH. schen AUS und EIN wählen. Mit einem erneutem Druck
• „Global“, also senderspezifisch, gebun-
10. Führen Sie den Reichweitetest vor jedem Flug durch auf die ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste
dene Empfänger reagieren auf die Signa-
und simulieren Sie dabei alle Servobewegungen, die schließen Sie die Eingabe ab.
le aller Modellspeicher „ihres“ Senders!
auch im Flug vorkommen. Die Reichweite muss dabei Bindungs Typ  Ein „falscher“ Modellspeicher ist ggf. nur am Warnton
immer mindestens 50 m am Boden betragen, um ei- des fehlenden Rückkanals zu erkennen.
nen sicheren Modellbetrieb zu gewährleisten. Hinweis:
• „Modell“-spezifisch gebundene Empfänger reagieren
Diese Menüzeile ist nur sichtbar, solange
ACHTUNG: ausschließlich auf die Signale des ihnen explizit zu-
KEIN Empfänger an den aktuell aktiven
Während des normalen Modellbetriebs gewiesenen Modellspeichers. Ein, ggf. unbeabsich-
Modellspeicher gebunden ist.
keinesfalls den Reichweitetest am Sender tigter, Betrieb an einem nicht zugewiesenen Modell-
starten! Ein „ungebundener“ Modellspeicher kann jederzeit von speicher ist NICHT möglich.
der standardmäßig vorgegebenen speicherspezifischen • Das HoTT-Synchronisationsverhalten eines kopier-
HF-Modul HoTT-Synchronisation auf senderspezifische, und ten Modellspeichers ist von mehreren Faktoren ab-
In dieser Menüzeile können Sie für den aktuellen Ein- umgekehrt, umgestellt werden. hängig. Näheres dazu finden Sie im entsprechenden
schaltzeitraum die HF-Abstrahlung des Senders mo- Wechseln Sie also ggf. in die Zeile „Bindungs Typ“ und Abschnitt.
dellspezifisch manuell ab- und ggf. wieder anschalten. tippen Sie die SET-Taste der rechten Touch-Taste an: • Der jeweilige HoTT-Synchronisationstyp eines „ge-
Beispielsweise um während der Demonstration einer bundenen“ Modellspeichers ist links vom Synonym
Empf. Ausgang
Modellprogrammierung Strom zu sparen. für den Empfängertyp im Menü »Modellauswahl«
geb. Empf. –––
Mit dem nächsten Einschalten des Sen- Test Reichw. 99s erkennbar:
ders oder einem Modellwechsel wird eine HF–Modul AUS „Modell“-spezifisch gebundene Empfänger werden
ggf. vorgenommene Umstellung auf AUS Bindungs Typ Modell mit einem „M“ und „global“, d. h. senderweit, gebun-
jedoch wieder aufgehoben! dene Empfänger mit einem „G“ gekennzeichnet.
Wechseln Sie ggf. mit den Auswahltasten  der
linken Vier-Wege-Taste in die Zeile „HF-Modul“ und Ändern Sie nun mit einer der Auswahltasten der linken
aktivieren Sie mit einem Druck auf die ENT-Taste () oder rechten Touch-Taste die Einstellung in „Global“
der rechten Vier-Wege-Taste das Wertefenster: (oder umgekehrt):

Programmbeschreibung: Sendereinstellung 95
Was ist ein Mischer? Flächenmixer
Grundsätzliche Funktion
Bei vielen Modellen ist oftmals eine Mischung von cher des Flächen- und Heli-Programms jeweils fünf frei Blättern Sie mit den Auswahltasten der linken Vier-We-
Funktionen im Modell wünschenswert, z. B. eine Kopp- programmierbare Linearmischer bereit. ge-Taste zum Menüpunkt »Flächenmixer« des Multi-
lung zwischen Quer- und Seitenruder oder die Kopplung Lesen Sie dazu auch die allgemeinen Anmerkungen zu funktionsmenüs:
von zwei Servos, wenn Ruderklappen gleicher Funktion „freien Mischern“ auf Seite 120 dieses Handbuches.
über je ein eigenes Servo angesteuert werden sollen. Mod. M-Typ Servo Geber
In all diesen Fällen wird der Signalfluss am „Ausgang“ Speich. Phase Einst. Einst.
der geberseitigen Steuerfunktion „abgezweigt“ – d. h.
an einem Punkt, an dem bereits auch die Einflüsse D/R Send. Fläch. freie
aller geberseitigen Optionen wie z. B. »D/R Expo« oder Expo Einst. Mixer Mixer
»Geber­einstellung« im Signal enthalten sind – um die-
ses dann in definierter Weise auf den „Eingang“ eines Mit einem Druck auf die ENT-Taste () der rechten
anderen Steuerkanals und damit letztlich einen weiteren Vier-Wege-Taste öffnen Sie diesen:
Empfängerausgang wirken zu lassen.
QR – Diff. 0% –––
Beispiel: V-Leitwerksmischer WK – Diff. 0% –––
Höhenrudersteuerknüppel QR SR 0% –––
QR WK 0% –––
K1 HR 0% –––
V

3 3 K1 WK 0% –––
B s Nr 4 01
4
C 577
Se

K1 QR 0% –––
Hö ite
Steuerfunktions-

he
he

Seite / Höhe links


Se

Steuerkanäle
(Empfänger-

HR WK 0% –––
ausgänge)
eingänge

V-Leitwerks-
mischer HR QR 0% –––
WK HR 0% –––
Se he

Seite / Höhe rechts


ite


ite
Se

WK QR 0% –––
4 4
48

Bes Nr 41 1

Diff.–Red. 0%
C 577
Ser o

Seitenrudersteuerknüppel

Die Software des Senders mz-12 HoTT enthält bereits Anzeige abhängig von den in den Zeilen
eine Vielzahl vorprogrammierter Koppelfunktionen, bei „Motor an K1“, Seite 64, und „Querr./
denen zwei (oder mehrere) Steuerkanäle miteinander Wölb“, Seite 66, des Untermenüs
vermischt werden. So kann der eben als Beispiel ge- „Modelltyp“ des Menüs »Modelltyp- und Phasenein-
nannte Mischer in der Zeile „Leitwerk“ des Untermenüs stellung« getätigten Vorgaben. Obige Abbildung zeigt
„Modelltyp“ des Menüs »Modelltyp- und Phasenein- die maximale Anzahl von Optionen und entspricht der
stellung« in Form von „V-Leitw“ softwaremäßig aktiviert Einstellung „kein (Motor)“ und „2QR 2WK“.
werden. Das Programm des Senders mz-12 HoTT enthält eine
Darüber hinaus stellt die Software in jedem Modellspei- Reihe vorprogrammierter Koppelfunktionen, bei denen
96 Programmbeschreibung: Flächenmix - Flächenmodell
lediglich der Mischanteil und eventuell ein Schalter klappen vorgegeben worden sind. Indirekt steuert schnitt „Geber-, Schalter und Geberschalterzuord-
gesetzt werden müssen. Je nach vorgegebenem „Mo- dieser Geber über den in der Mischerzeile „WK  nung“ auf Seite 48 beschrieben, einen Schalter zu-
delltyp“ (Leitwerkstyp, Anzahl der Flächenservos, mit QR“ eingetragenen Prozentwert anteilig die Wölb- weisen.
oder ohne Motor, siehe Abschnitt „Modelltyp“ ab Seite klappenstellung der Querruder. Mit Ausnahme der Zeile „Diff.-Red.“ sind negative
64) erscheint eine unterschiedliche Anzahl vorpro- Um die Klappenstellungen feinfühliger steuern zu und positive Parameterwerte möglich, um die Servo-
grammierter Mischfunk­tionen. Falls Ihr Modell beispiels- können, sollten Sie allerdings in der Zeile „E6“ des drehrichtung bzw. die Ausschlagrichtung der Ruder
weise nicht mit Wölbklappenservos ausgestattet ist und Menüs »Gebereinstellung«, Seite 78, den Weg auf entsprechend anpassen zu können.
Sie deshalb in der Zeile „Querr./Wölb“ des Untermenüs etwa 25 % reduzieren. Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken
„Modelltyp“ auch keine Wölbklappenservos eingetragen c. … aber auch den standardmäßigen Eintrag von „0 %“ Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt einen geänderten
haben, werden alle Mischer „von“ und „zu“ Wölbklappen in der Zeile des Flächenmischers „WK  QR“ be- Wert wieder auf den Standardwert zurück.
vom Programm ebenso automatisch ausgeblendet wie lassen und alternativ im Menü »Gebereinstellung« 8. Die ESC-Taste () oder die ENT-Taste () der
die Mischer „K1  N.N.*“ bei der Wahl von „Leerl v.“ sowohl dem Eingang 6 als auch dem Eingang 5 den rechten Vier-Wege-Taste drücken, um die Eingabe zu
bzw. „Leerl h.“ in der Zeile „Motor an K1“. Das Menü ge- gleichen Geber zuweisen. Dessen Grad der Einwir- beenden.
winnt dadurch nicht nur an Übersichtlichkeit, es werden kung auf die beiden Klappenpaare bestimmen Sie
auch eventuelle Programmierfehler vermieden. dann über die jeweilige Wegeinstellung. Mischerneutralpunkte (Offset)
Anmerkungen: • Der dem Eingang 1 standardmäßig zugewiesene Die Mischer QR  N.N.*
K1-Steuerknüppel ist bei Vorgabe von 2 Wölbklap- HR  N.N.*
Zur Positionierung der Wölbklappen gibt es
penservos softwaremäßig vom Ausgang 1 abgekop- WK  N.N.*
mehrere Möglichkeiten. Sie können …
pelt, um eine Fehlbedienung der Wölbklappen auszu- … haben in der Gebernullstellung (Gebermittelstellung)
a. … sich mit einer Position pro Flugphase begnügen,
schließen. Als Bremsfunktion steht in diesem Fall nur ihren Neutralpunkt, d. h. keine Wirkung. Bei Vollaus-
indem Sie – wie im Abschnitt „Phasentrimm“ ab Sei-
die Butterfly- oder Krähenstellung zur Verfügung, sie- schlag wird der eingestellte Wert zugemischt.
te 68 beschrieben – im Untermenü „Phasentrimm“
des Menüs »Modelltyp- und Phasen­einstellung« he Seite 100. Bei den Mischern …
nur entsprechende Trimmwerte setzen. Grundsätzliche Programmierung K1  N.N.*
b. … die im Untermenü „Phasentrimm“ positionierten 4. Mit den Auswahltasten  der linken Vier-We- … befindet sich der Mischerneutralpunkt („Offset“), bei
Wölbklappen mit einem beliebigen, im Menü »Gebe- ge-Taste gewünschten Mischer anwählen. welchem die Bremsklappen immer eingefahren sind, bei
reinstellung«, Seite 78, dem „Eingang 6“ zuge- Wahl von „kein“ in der Zeile „Motor an K1“ des Unterme-
5. Mit der Taste  der linken Vier-Wege-Taste ggf. in
wiesenen Geber variieren. Vorzugsweise sollte dies nüs „Modelltyp“ des Menüs »Modelltyp- und Phasen-
die rechte, am unteren Displayrand mit dem Schalter-
der Proportional-Drehgeber sein. einstellung«, Seite 64, in der vorderen und bei Wahl
symbol gekennzeichnete, Spalte wechseln.
Der ausgewählte Geber steuert direkt die beiden von „kein/inv“ in der hinteren Position des K1-Steuer-
6. Die ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste drü- knüppels (Gas-/Bremsknüppel).
an den Empfänger­ausgängen 6 und 1 befindlichen cken. Das entsprechende Eingabefeld wird invers
Wölbklappenservos, sofern im Untermenü „Modell- dargestellt.
typ“ des Menüs »Modelltyp- und Phaseneinstellung« 7. Mit den Auswahltasten der linken Vier-Wege-Taste
in der Zeile „Querr./Wölb“, Seite 66, 1 oder 2 Wölb- gewünschten Wert einstellen bzw. ggf., wie im Ab-
* N.N. = Nomen Nominandum (der zu nennende Name) * N.N. = Nomen Nominandum (der zu nennende Name)
Programmbeschreibung: Flächenmix - Flächenmodell 97
QR - Diff. (Querruderdifferenzierung) der Steuerung hervorrufen, erhebliche Vorteile. flugs in der Thermik. Die Split-Stellung (-100 %, +100 %)
Am nach unten laufenden Ruder eines Querruderaus- wird gern beim Hangflug eingesetzt, wenn mit den
schlages entsteht aus aerodynamischen Gründen prinzi- Querrudern allein eine Wende geflogen werden soll.
piell ein größerer Widerstand als an einem gleich weit Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken
nach oben ausschlagenden. Aus dieser asymmetrischen 0% (normal) Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt einen geänderten Wert
Widerstandsverteilung resultiert u. a. ein Drehmoment wieder auf 0 % zurück.
um die Hochachse und in der Folge ein „Herausdrehen“ Anmerkung:
aus der vorgesehenen Flugrichtung, weshalb dieser 50% (differential)
Negative Werte sind bei richtiger Kanalbelegung meist
unerwünschte Nebeneffekt auch als „negatives Wende- nicht erforderlich.
moment“ bezeichnet wird. Dieser Effekt tritt naturgemäß
an den vergleichsweise langen Tragflächen von Se- 100% (Split) WK - Diff. (Wölbklappendifferenzierung)
gelflugzeugen stärker auf als z. B. bei Motorflugzeugen Der Mischer QR  WK, siehe weiter unten, ermöglicht,
mit ihren in der Regel doch deutlich kürzeren Hebel- die Wölbklappen – so sie von je einem Servo angesteu-
armen und muss normalerweise durch gleichzeitigen So kann z. B. der Grad der Differenzierung jederzeit
ert werden – zusätzlich als Querruder anzusteuern.
und diesem Effekt entgegenwirkenden Seitenruderaus- verändert werden, und im Extremfall lässt sich ein
Querruderausschlag nach unten in der so genannten Die Wölbklappendifferenzierung bewirkt nun analog zur
schlag kompensiert werden. Dieser verursacht jedoch
„Split“-Stellung sogar ganz unterdrücken. Auf diese Querruderdifferenzierung, dass bei der Querruderfunkti-
zusätzlichen Widerstand und verschlechtert daher die
Weise wird also nicht nur das negative Wendemoment on der Wölbklappen der jeweilige Ausschlag nach unten
temporären Flugleistungen noch mehr.
reduziert bis unterdrückt, sondern es kann u. U. sogar ebenfalls reduziert werden kann.
Werden dagegen die Querruderausschläge differenziert,
ein positives Wendemoment entstehen, sodass bei Der Einstellbereich von ±100 % erlaubt eine seitenrich-
indem das jeweils nach unten ausschlagende Querruder
Querruderausschlag eine Drehung um die Hochachse in tige Anpassung der Differenzierung unabhängig von der
einen geringeren Ausschlag ausführt als das nach oben
Kurvenrichtung erzeugt wird. Gerade bei großen Se- Drehrichtung der Servos. Ein Wert von 0 % entspricht
ausschlagende, kann damit das – unerwünschte – ne-
gelflugmodellen lassen sich auf diese Weise „saubere“ der Normalanlenkung, d. h., der Servoweg nach un-
gative Wendemoment reduziert bis beseitigt werden.
Kurven allein mit den Querrudern fliegen, was sonst ten ist gleich dem Servoweg nach oben. -100 % bzw.
Grundvoraussetzung dafür ist jedoch, dass für jedes
nicht ohne Weiteres möglich ist. +100 % bedeutet, dass bei der Querrudersteuerung der
Querruder ein eigenes Servo vorhanden ist, welches
Der Einstellbereich von ±100 % erlaubt eine seiten- Wölbklappen der Weg auf der entsprechenden Seite auf
deshalb auch gleich in die Flächen eingebaut werden
richtige Differenzierung unabhängig von den Drehrich- null reduziert ist („Split“-Betrieb).
kann. Durch die dann kürzeren Anlenkungen ergibt sich
tungen der Querruderservos einzustellen. 0 % entspricht Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken
außerdem der Zusatznutzen von reproduzierbareren
der Normalanlenkung, d. h. keine Differenzierung, und Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt einen geänderten Wert
und spielfreieren Querruderstellungen.
-100 % bzw. +100 % der Split-Funktion. wieder auf 0 % zurück.
Die heute üblicherweise angewandte senderseitige
Differenzierung hat im Gegensatz zu mechanischen Niedrige Absolutwerte sind beim Kunstflug erforderlich, Anmerkung:
Lösungen, welche außerdem meist schon beim Bau des damit das Modell bei Querruderausschlag exakt um die Negative Werte sind bei richtiger Kanalbelegung meist
Modells fest eingestellt werden müssen und zudem bei Längsachse dreht. Mittlere Werte um ca. -50 % bzw. nicht erforderlich.
starken Differenzierungen leicht zusätzliches Spiel in +50 % sind typisch für die Unterstützung des Kurven-

98 Programmbeschreibung: Flächenmix - Flächenmodell


QR  SR (Querruder  Seitenruder) QR  WK (Querruder  Wölbklappe)

oder

Durch das Ausfahren von Störklappen, besonders aber


Das Seitenruder wird in einstellbarem Maße bei Quer- Mit diesem Mischer wird ein einstellbarer Anteil der beim Einsatz eines Butterfly-Systems, siehe nächste
rudersteuerung mitgenommen, wodurch insbesondere Querrudersteuerung in die Wölbklappenkanäle einge- Seite, kann die Fluggeschwindigkeit eines Modells
in Verbindung mit der Querruderdifferenzierung das mischt. Bei Querruderausschlag bewegen sich dann die ungünstig beeinflusst werden.
negative Wendemoment unterdrückt werden kann, was Wölbklappen sinngemäß wie die Querruder. Normaler- Mit diesem Mischer kann ein derartiger Effekt durch
ein „sauberes“ Kurvenfliegen erleichtert. Das Seitenru- weise sollten die Wölbklappen den Querruderklappen Zumischen eines Korrekturwertes auf das Höhenru-
der bleibt natürlich weiterhin getrennt steuerbar. aber mit einem geringeren Ausschlag folgen, d. h., der der kompensiert werden. Der Einstellbereich beträgt
Der Einstellbereich von ±150 % erlaubt, die Aus- Mischanteil ist kleiner als 100 %. ±150 %.
schlagrichtung je nach Drehrichtung der Wölbklappen- Der Einstellbereich von ±150 % erlaubt, die Aus- Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken
servos sinngemäß anzupassen. Über einen der nicht schlagrichtung je nach Drehrichtung der Wölbklappen- Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt einen geänderten Wert
rückstellenden Schalter ist dieser Mischer optional zu servos sinngemäß den Querrudern anzupassen. wieder auf 0 % zurück.
und abschaltbar, um gegebenenfalls das Modell auch Mehr als etwa 50 % des – mechanischen – Weges der „Übliche“ Werte liegen im ein- bis niedrigen zweistelligen
über die Querruder- bzw. das Seitenruder allein steuern Querruder sollten Wölbklappen aber nicht mitlaufen. Bereich. Die gewählte Einstellung sollten Sie in jedem
zu können. Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken Fall in ausreichender Höhe ausprobieren und ggf. nach-
Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt einen geänderten Wert stellen. Achten Sie dabei aber unbedingt darauf, dass
Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt einen geänderten Wert wieder auf 0 % zurück. das Modell bei ausgefahrenem Bremssystem nicht zu
wieder auf 0 % zurück. langsam wird! Anderenfalls riskieren Sie nämlich, dass
K1  HR (Bremse  Höhenruder) es nach dem Einfahren des Bremssystems, z. B. zur
Üblicherweise wird dieser Mischer so eingestellt, dass
das Seitenruder jeweils auf die Seite des nach oben Hinweis: Verlängerung eines zu kurz geratenen Landeanfluges,
laufenden Querruders ausschlägt, wobei ein Einstellwert Der Mischer „K1  HR“ ist ausgeblendet, durchsackt oder abkippt.
um die 50 % hier selten verkehrt ist. wenn, wie auf Seite 64 beschrieben, in K1  WK (Bremse  Wölbklappe)
der Zeile „Motor an K1“ des Untermenüs
„Modelltyp“ des Menüs »Modelltyp- und Phasenein- Hinweis:
stellung« „vorn/hinten“ eingetragen ist. Der Mischer „K1  WK“ ist ausgeblendet,
wenn, wie auf Seite 64 beschrieben, in
der Zeile „Motor an K1“ des Untermenüs

Programmbeschreibung: Flächenmix - Flächenmodell 99


„Modelltyp“ des Menüs »Modelltyp- und Phasenein- henstellung“ oder „Butterfly“ genannt wird, einstellbar:
stellung« „vorn/hinten“ eingetragen ist. Bei dieser Bremsstellung bewegen sich beide Querruder
gemäßigt nach oben und die Wölbklappen so weit wie
möglich nach unten. Über einen dritten Mischer wird
oder das Höhenruder so nachgetrimmt, dass sich die Flug-
geschwindigkeit dennoch nicht wesentlich gegenüber
oder der Normalflugposition ändert. Andernfalls besteht
nämlich die Gefahr, dass das Modell zu langsam wird
Mit diesem Mischer werden bei Betätigung der Brems- und nach dem Einfahren des Bremssystems, z. B. zur
steuerfunktion beide Querruderservos bei der Landung Verlängerung eines zu kurz geratenen Landeanfluges,
Bei Betätigung der Bremssteuerfunktion (K1-Steuer- in einem Bereich von ±150 % verstellt – üblicherweise durchsackt oder abkippt.
knüppel) können beide Wölbklappenservos zur Landung nach oben.
individuell zwischen ±150 % Mischanteil verstellt wer- Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken
den – üblicherweise nach unten. Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt einen geänderten Wert
Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken wieder auf 0 % zurück.
Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt einen geänderten Wert
Hinweis:
wieder auf 0 % zurück.
Aber auch beim Ausfahren von Störklappen
Hier wird der Wert so gewählt, dass sich beim Betätigen ist es sinnvoll, die Querruder etwas nach
der Bremssteuerfunktion die Wölbklappen soweit wie oben auszufahren. Dies verringert üblicher-
möglich nach unten bewegen. Achten Sie aber unbe- Dieses Zusammenspiel der Wölbklappen und Querruder
weise das Risiko eines Strömungsab­risses doch sowie des Höhenruders dient zur Gleitwinkelsteuerung
dingt darauf, dass die betreffenden Servos keinesfalls spürbar.
mechanisch anlaufen. Limitieren Sie ggf. im Empfänger beim Landeanflug. (Die Butterfly-Klappenstellung wird
den/die Servoweg(e) entsprechend mit der auf der Kombination der Mischer K1  N.N.*: vor allem in Zweckmodellen häufig anstelle von Brems-
Display-Seite „RX SERVO“ des Menüs »Telemetrie« zu „Krähenstellung“ oder „Butterfly“ bzw. Störklappen verwendet.)
findenden Option „LIMIT -/+“. Hinweise:
Hinweis:
K1  QR (Bremse  Querruder) • Bei über die gesamte Tragflächenhinter-
Die Mischer „K1  N.N“ ist ausgeblendet,
kante durchgehenden Querrudern, die
Hinweis: wenn, wie auf Seite 64 beschrieben, in
gleichzeitig als Wölbklappen dienen, kön-
Der Mischer „K1  QR“ ist ausgeblendet, der Zeile „Motor an K1“ des Untermenüs
nen die beiden Mischer „K1  QR“ und „K1  HR“
wenn, wie auf Seite 64 beschrieben, in „Modelltyp“ des Menüs »Modelltyp- und Phasenein-
gemeinsam verwendet werden, um die als Wölbklap-
der Zeile „Motor an K1“ des Untermenüs stellung« „vorn/hinten“ eingetragen ist.
pen dienenden Querruder nach oben zu stellen und
„Modelltyp“ des Menüs »Modelltyp- und Phasenein- Werden alle drei Bremsklappenmischer gesetzt, ist das Höhenruder entsprechend nachzutrimmen.
stellung« „vorn/hinten“ eingetragen ist. eine besondere Klappenkonstellation, die auch „Krä- • Bei Verwendung der Querruderdifferenzierung
wird die Querruderwirkung durch das Hochstellen
* N.N. = Nomen Nominandum (der zu nennende Name)
100 Programmbeschreibung: Flächenmix - Flächenmodell
der Querruder in der Butterfly-Klappenstellung je- HR  QR (Höhenruder  Querruder) Über diesen Mischer wird beim Ausfahren der Wölbklap-
doch – u. U. erheblich – beeinträchtigt, weil die Quer- pen – abhängig vom eingestellten Wert – automatisch die
ruderausschläge nach unten durch die eingestell- Stellung des Höhenruders nachgeführt.
te Differenzierung ohnehin reduziert oder gegenüber Der Einstellbereich beträgt ±150 %. „Übliche“ Einstell-
den Ausschlägen nach oben sogar unterdrückt wer- werte liegen bei diesem Mischer im ein- bis niedrigen
den (Split-Stellung). Die gewohnten Ausschläge nach zweistelligen Bereich.
oben wiederum aber nicht erreichbar sind, weil die Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken
hochgestellten Querruder ohnehin schon nahe an Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt einen geänderten Wert
der bzw. sogar in der Endposition stehen. Abhilfe wieder auf 0 % zurück.
schafft hier die „Differenzierungsreduktion“, die wei- Mit diesem Mischer können Sie die Höhenruderwirkung
ter unten in einem eigenen Abschnitt erläutert wird. ähnlich dem vorherigen Mischer unterstützen. WK  QR (Wölbklappe  Querruder)

HR  WK (Höhenruder  Wölbklappe) Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken


Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt einen geänderten Wert
wieder auf 0 % zurück.
Der Einstellbereich beträgt ±150 %. Die „üblichen“
Einstellwerte liegen jedoch auch bei diesem Mischer im
niedrigen zweistelligen Bereich.
WK  HR (Wölbklappe  Höhenruder)
Um eine gleichmäßigere Auftriebsverteilung über die ge-
samte Spannweite zu erzielen, wird mit diesem Mischer
Zur Unterstützung des Höhenruders bei engem Wenden ein einstellbarer Anteil der Wölbklappensteuerung in
und beim Kunstflug kann die Wölbklappenfunktion über die Querruderkanäle 2 und 5 übertragen. Dadurch
diesen Mischer durch die Höhenrudersteuerung mitge- bewegen sich die Querruder bei Wölbklappenausschlag
nommen werden. Die Mischrichtung ist so zu wählen, sinngemäß wie Wölbklappen, normalerweise aber mit
dass bei gezogenem Höhenruder („hoch“) die Klappen geringerem Ausschlag.
nach unten und umgekehrt bei gedrücktem Höhenruder Der Einstellbereich beträgt ±150 %. „Übliche“ Einstell-
(„tief“) nach oben – also gegenläufig – ausschlagen. Beim Setzen von Wölbklappen, egal ob per „Phasen- werte liegen bei diesem Mischer um etwa 50 %.
Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken trimm“ oder mittels einem dem Eingang „E6“ zuge- Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken
Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt einen geänderten Wert wiesenen Geber, können als Nebeneffekt auf- oder Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt einen geänderten Wert
wieder auf 0 % zurück. abkippende Momente um die Querachse entstehen. wieder auf 0 % zurück.
Der Einstellbereich beträgt ±150 %. Bei diesem Mischer Ebenso gut kann aber auch erwünscht sein, dass z. B.
liegen jedoch die „üblichen“ Einstellwerte im niedrigen das Modell beim leichten Hochstellen der Wölbklappen
zweistelligen Bereich. eine etwas flottere Gangart an den Tag legt. Mit diesem
Mischer kann beides erreicht werden.
Programmbeschreibung: Flächenmix - Flächenmodell 101
Hinweis: völlig aufgehoben ist. Bei einem Reduktionswert größer
Belassen Sie den Wert dieses Mischers auf als die eingestellte Querruderdifferenzierung wird diese
0 %, wenn Sie im Menü »Gebereinstellung« bereits vor dem Vollausschlag des Bremssteuerknüp-
sowohl dem Eingang 5 wie auch Eingang 6 pels aufgehoben.
einen Geber zur Regelung der Wölbklappenpositionen Der Einstellbereich beträgt 0 bis150 %.
zuweisen. Siehe dazu auch die Anmerkungen auf Seite Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken
97. Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt einen geänderten Wert
wieder auf 0 % zurück.
Diff.-Red. (Differenzierungsreduktion)
Weiter oben wurde bereits die Problematik bei der
Butterfly-Konfiguration angesprochen: Nämlich, dass bei
Verwendung der Querruderdifferenzierung die Querru-
derwirkung durch (extremes) Hochstellen der Querruder
stark beeinträchtigt sein kann, weil einerseits ein wei-
terer Ausschlag des einen Querruders nach oben (fast)
nicht mehr möglich ist und andererseits der Ausschlag
des nach unten laufenden Ruders durch die eingestellte
Differenzierung ebenfalls mehr oder weniger „behindert“
wird. Da außerdem während des Landeanfluges meist
auch die Fluggeschwindigkeit reduziert wird, ist letztlich
die Querruderwirkung im Vergleich zum „Normalzu-
stand“ doch spürbar eingeschränkt.
Um dieser Einschränkung soweit wie eben möglich
entgegen wirken zu können, sollten Sie deshalb von der
Möglichkeit der automatischen „Reduzierung der Dif-
ferenzierung“ Gebrauch machen. Diese reduziert beim
Ausfahren des Bremssystems den Grad der Querruder-
differenzierung kontinuierlich und in einstellbarem Maße
bzw. hebt diese je nach Einstellung sogar auf.
Ein Wert von 0 % bedeutet, dass die senderseitig pro-
grammierte „Querruderdifferenzierung“ bestehen bleibt.
Ein Wert gleich dem eingestellten %-Wert der Querru-
derdifferenzierung bedeutet, dass diese bei maximaler
Butterflyfunktion, d. h. bei voll ausgefahrenen Klappen,

102 Programmbeschreibung: Flächenmix - Flächenmodell


Für Ihre Notizen 103
Heli Mixer
Flugphasenabhängige Einstellung von Pitch, Gas und Heckrotor
Im Menü »Modelltyp- und Phaseneinstellung«, ab nicht als Phase 1 angezeigt wird, sondern verborgen
Taumelsch. 1 Ser vo
Seite 70, kann durch die Zuordnung entsprechender bleibt.
M-Stopp –125% +100% 1
Schalter zu „Autorotation“ … Falls Sie für die Umschaltung noch keine Schalter zu- Rotor-Drehr. rechts
Taumelsch. 1 Ser vo gewiesen haben, sollten Sie es jetzt tun. Wechseln Sie Pitch min hinten
M-Stopp –125% +100% 1 dazu mit den Auswahltasten der linken Vier-Wege-Taste Autorotation 6
Rotor-Drehr. rechts in die rechte, am unteren Displayrand mit dem Schalter-
Pitch min hinten symbol gekennzeichnete, Spalte und drücken Sie
Blättern Sie nun mit den Auswahltasten der linken
Autorotation ––– dann die Taste ENT () der rechten Vier-Wege-Taste.
Vier-Wege-Taste zum Menüpunkt »Heli Mixer« des
Die anschließende Schalterzuordnung erfolgt wie im Ab-
Multifunktionsmenüs:
schnitt „Geber-, Schalter und Geberschalterzuordnung“
… und/oder „Phase 2“ im Untermenü „Phaseneinstel- auf Seite 48 beschrieben:
lung“ … Mod. M-Typ Servo Geber
Phase 2 Schwebe 5 Speich. Phase Einst. Einst.
Phase 2 Schwebe –––
D/R Send. Heli freie
Expo Einst. Mixer Mixer

Mit einem Druck auf die ENT-Taste () der rechten


Vier-Wege-Taste öffnen Sie diesen:
„Phase 2“ ist mit dem Phasennamen «Schwebe» vorbe-
…eine Flugphasenumschaltung aktiviert werden. Mit legt. Dieser Name kann aber nach einem Druck auf die Beschreibung der Helimischer
einem der nicht rückstellenden Schalter kann dann um- Taste ENT () der rechten Vier-Wege-Taste jederzeit Für die Einstellungen der Steuerkurven von „Pitch“, „K1
geschaltet werden zwischen der Phase «normal» und mit den Auswahltasten der linken Vier-Wege-Taste durch  Gas“ und „K1  Heck“ stehen jeweils 5-Punkt-Kur-
der ggf. mit einem passenderen Namen zu versehenden eine der folgenden Bezeichnungen ersetzt werden: ven zur Verfügung. Bei diesen Mischern können somit
„Phase 2“ und mit einem weiteren auf «Autorotation». • Schwebe nichtlineare Mischverhältnisse entlang des Steuer-
Die Umschaltung auf Autorotation hat • Akro knüppelweges programmiert werden. Wechseln Sie die
immer Vorrang vor den beiden anderen • Akro 3D Displayseite zur 5-Punkt-Kurveneinstellung mit einem
Phasen, siehe Seite 73.
• Speed Druck auf die Taste ENT () der rechten Vier-Wege-Ta-
Hinweis: • Test ste, siehe weiter unten.
Die Phase 1 trägt immer die Bezeichnung Die ggf. gewünschte oder auch benötigte Umschaltung In der ab Seite 118 beschriebenen Flugphase «Auto-
«normal». Sowohl Nummer wie auch Name in eine Flugphase «Autorotation» ist in der gleichnami- rotation» werden dagegen die Mischer „K1  Gas“ und
dieser Flugphase sind fest eingestellt und gen Zeile des Untermenüs „Modelltyp“ des Menüs »Mo- „K1  Heck“ nicht benötigt und deshalb auf einen – ein-
können nicht verändert werden, weshalb auch im delltyp- und Phaseneinstellung« zu programmieren: stellbaren – Vorgabewert umgeschaltet.
Untermenü „Phaseneinstellung“ des Menüs »Modell- In der Zeile „Gyro“ ist ggf. nach einem Druck auf die
typ- und Phaseneinstellung« die Phase «normal» Taste ENT () der rechten Vier-Wege-Taste im inversen
104 Programmbeschreibung: Helimix - Hubschraubermodell
Feld mit den Auswahltasten der linken Vier-Wege-Ta- Grundsätzliche Programmierung Pitch (Pitchkurve (K1  Pitch))
ste – analog zur Geber-Mittenverstellung bzw. Offset-Ein- 1. Mit den Auswahltasten  der linken Vier-We- Wechseln Sie ggf. mit den Auswahltasten  der
stellung anderer Fernsteuersysteme – ein Wert einzuge- ge-Taste gewünschte Option anwählen. linken Vier-Wege-Taste in die Zeile „Pitch“ und drücken
ben. Abgerundet werden diese Einstellmöglichkeiten mit 2. Die ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste drü- Sie die ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste:
der Option „TS-Limit“: Die­se begrenzt je nach Einstel- cken. Das Display wechselt zur Einstellseite (Sym-
lung den Maximalausschlag der Taumelscheibenservos bol am unteren Displayrand) oder das entspre- Pitch
in der Art eines Limiters. Alle diese Einstelloptionen chende Eingabefeld wird invers dargestellt.
dienen zur Grundeinstellung des Hubschraubermodells. Eing. 0%
3. Mischwerte mit den Auswahltasten der linken Ausg. 0%
Geänderte Parameter können jederzeit mit gleichzei- Vier-Wege-Taste festlegen, wozu ggf. auch der Gas-/ Punkt 3 0%
tigem Druck auf die Tasten  der linken Vier-We- Pitch-Steuerknüppel zu bewegen ist. normal
ge-Taste (CLEAR) wieder auf die jeweiligen Vorgabe- Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken
werte zurückgesetzt werden. Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt einen geänderten Die Steuerkurve kann durch bis zu 5 Punkte, die so
Um die Einstellungen jederzeit gezielt vornehmen zu Wert wieder auf den Standardwert zurück. genannten „Stützpunkte“, entlang dem gesamten Steu-
können, wird der Name der jeweils ausgewählten Flug- 4. Die ESC-Taste () oder die ENT-Taste () der erknüppelweg flugphasenabhängig festgelegt werden.
phase im Menü »Helimix« im Display ebenso angezeigt rechten Vier-Wege-Taste drücken, um die Eingabe zu In der Regel sind aber weniger Stützpunkte ausrei-
wie in der Grundanzeige des Senders. Der Wechsel beenden. chend, um die Pitchkurve einzustellen. Grundsätzlich
zwischen den einzelnen Flugphasen erfolgt jedoch wird empfohlen, zunächst mit den drei Stützpunkten zu
servoseitig nicht „hart“, sondern mit einer fest vorgege- beginnen, die in der softwaremäßigen Grundeinstellung
benen Umschaltzeit von ca. 1 Sekunde. Lediglich IN die aktiv sind. Diese drei Punkte, und zwar die beiden End-
Autorotationsphase wird sofort umgeschaltet. punkte „Punkt 1“ (Pitch-Minimum bei -100 %) und „Punkt
Wenn Sie also den für eine bestimmte Flugphase 5“ (Pitch-Maximum bei +100 %) sowie „Punkt 3“ genau
gewählten Schalter umlegen, wird am linken unteren in Steuermitte, beschreiben zunächst – wie in obiger
Displayrand die dazugehörige Flugphase eingeblendet, Display-Abbildung zu sehen – eine lineare Charakteristik
z. B. «normal»: für die Pitchkurve.
Pitch Programmierung im Einzelnen
K1 Gas Schalten Sie zunächst auf die gewünschte Flugphase
K1 Heck um, z. B. «normal».
Heck Gas 0%
Roll Gas 0%
Mit dem Gas-/Pitch-Steuerknüppel wird die senkrechte
normal Linie in der Grafik zwischen den beiden Endpunkten
„Punkt 1“ und „Punkt 5“ verschoben und parallel dazu
Nun können die Einstellungen für diese Flugphase die momentane Steuerknüppelposition zwischen -100 %
vorgenommen werden. und +100 % Steuerweg in der Zeile „Eingang“ angezeigt.
Der Schnittpunkt der senkrechten Linie mit der jewei-
Programmbeschreibung: Helimix - Hubschraubermodell 105
ligen Kurve ist als „Ausgang“ bezeichnet und kann an Hinweis:
Pitch
den bis zu 5 Stützpunkten jeweils zwischen -125 % und Die nachfolgende Abbildung zeigt ebenso
+125 % variiert werden. Dieses dergestalt beeinflusste Eing. –50% wie die anderen Abbildungen dieser Seiten
Steuersignal wirkt nur auf die Pitchservos. In der Ab- Ausg. –12% eine ausschließlich zu Illustrationszwecken
bildung links befindet sich der Steuerknüppel exakt in Punkt 2 inakt erstellte Steuerkurve. Beachten Sie bitte deshalb, dass
„Punkt 3“ bei 0 % Steuerweg und erzeugt wegen der nor mal die gezeigten Kurvencharakteristiken keinesfalls reelle
linearen Charakteristik ein Ausgangssignal von ebenfalls Pitchkurven darstellen.
0 %. … und „4“ bei +50 % Knüppelweg …
Zur Einstellung eines Punktes bewegen Sie die senk- Pitch
Pitch
rechte Linie mit dem Steuerknüppel auf den zu ver-
ändernden Punkt. Nummer und aktueller Kurvenwert Eing. 0%
Eing. +50% Ausg. –50%
dieses Punktes werden in der linken Hälfte des Displays Ausg. +88% Punkt 3 –50%
in der Zeile „Punkt“ angezeigt. Mit den Auswahltasten Punkt 4 inakt normal
der linken Vier-Wege-Taste kann im inversen Feld der nor mal
momentane Kurvenwert zwischen -125 % und +125 %
… aktiviert werden. Bewegen Sie dazu die senkrechte Beispiel-Pitchkurven unterschiedlicher Flugphasen:
verändert werden, und zwar, ohne die benachbarten
Punkte zu beeinflussen. Linie mit dem Steuerknüppel in den entsprechenden Be-      

reich. Sobald im inversen Wertefeld „inakt(iv)“ erscheint,

      

      

      
Pitch kann der entsprechende Punkt durch Betätigen einer
der Auswahltasten der linken Vier-Wege-Taste aktiviert
Eing. 0% und analog zu den anderen Punkten eingestellt …

    

    

    

Ausg. +75%
                    
                   
Punkt 3 +75% Pitch
nor mal
Eing. +50%
Exemplarisch wurde in diesem Beispiel der Stützpunkt Ausg. –50%
„3“ auf +75 % gesetzt. Punkt 4 –50%
Wahlweise können jedoch auch die standardmäßig nor mal
inaktiven Punkte „2“ bei -50 % …
… oder durch gleichzeitiges Drücken der Auswahltasten
 der linken Vier-Wege-Taste (CLEAR) wieder auf
„inakt(iv)“ zurückgesetzt werden.
Die Punkte „1“ und „5“ können dagegen NICHT deakti-
viert werden.

106 Programmbeschreibung: Helimix - Hubschraubermodell


K1  Gas (Gaskurve) deutlich erhöhter Drehzahl läuft und die Kupplung Beispiel-Gaskurven unterschiedlicher Flugphasen:
sicher greift.
K1 Gas Das Starten und Abstellen des Mo-
tors – egal ob Verbrenner- oder Elektroan-
Eing. 0%
trieb – sollte in jedem Fall über den Gasli-
Ausg. 0%
Punkt 3 0% miter innerhalb der jeweiligen Flugphase erfolgen,
nor mal siehe weiter unten.
Eine eventuell von anderen Fernsteuersystemen zu
diesem Zweck gewohnte Programmierung von zwei Hinweise zur Anwendung der „Gaslimit“-Funktion:
Hubschrauber mit Vergasermotor oder Elektroantrieb • In jedem Fall sollten Sie von der Gaslimit-
mit DrehzahlSTELLER Flugphasen – „mit Gasvorwahl“ und „ohne Gasvor-
wahl“ – und damit das „Verschenken“ einer der beiden funktion Gebrauch machen, siehe Menü
Hinweis: „normalen“ Flugphasen an die Gasvorwahl erübrigt sich, »Gebereinstellung«, Seite 83. Damit
Die Einstellung der Gaskurve passend zu da sich die Erhöhung der Systemdrehzahl unterhalb des ist am linken Anschlag des standardmäßigen Gasli-
einem mit einem Drehzahlregler ausgestat- Schwebeflugpunktes mit den Programmen des Senders mit-Proportional-Drehgebers das Gasservo vollstän-
teten Hubschrauber wird anschließend mz-12 HoTT wesentlich flexibler und feiner optimieren dig von der Gaskurve getrennt; der Motor befindet
besprochen. lässt als durch die so genannte „Gasvorwahl“ bei einigen sich im Leerlauf und reagiert nur noch auf die
der älteren mc-Fernsteueranlagen. K1-Trimmung. Die­se Möglichkeit gestattet Ihnen, aus
Diese Einstellung bezieht sich nur auf die Steuerkurve jeder Flugphase heraus den Motor anlassen und mit
des Gasservos oder Drehzahlstellers. Stellen Sie sicher, dass zum Anlassen des Vergasermo-
tors der Gaslimiter geschlossen ist, der Vergaser also nur der Option „Abschalttrimmung“ der digitalen Trim-
Analog zur Einstellung der Pitchkurve, siehe vorherige mung auch abstellen zu können. Siehe dazu weiter
Seite, kann auch die Gaskurve durch bis zu 5 Punkte noch mit der Leerlauftrimmung um seine Leerlaufposition
herum eingestellt werden kann. Beachten Sie hierzu unten und/oder unter „Digitale Trimmung“ auf Seite
definiert werden. 44.
unbedingt die Sicherheitshinweise auf Seite 116. Ist das
• Die Steuerkurve ist in jedem Fall so einzustellen, Nach dem Starten des Motors drehen Sie den Gasli-
Gas beim Einschalten des Senders zu hoch eingestellt,
dass in Endstellung des Gas-/Pitch-Steuerknüppels miter l a n g s a m an den gegenüberliegenden An-
werden Sie optisch und akustisch gewarnt:
der Vergaser ganz geöffnet ist bzw. der Steller eines schlag, um das Gasservo wieder vollständig über den
Elektro-Hubschraubers voll durchstellt (außer beim Gas-/Pitch-Steuerknüppel betätigen zu können. Da-
Autorotationsflug, Seite 118). M-01 Gas 0:00 mit das Gasservo am oberen Anschlag nicht durch
• Für den Schwebeflugpunkt, der normalerweise zu 0:00 den Gaslimiter begrenzt wird, sollten Sie in der Zei-
in Steuermitte liegt, ist die Vergaserstellung bzw. 5.2 hoch! le „Lim“ des Menüs »Gebereinstellung«, Seite 83,
Leistungssteuerung des Motorstellers derart mit der 0:02h «nor mal » den Geberweg auf der Plus-Seite der Spalte „Weg“
Pitchkurve abzugleichen, dass sich die angestrebte N R
auf +125 % stellen.
Systemdrehzahl ergibt. • Da Elektroantriebe naturgemäß keiner Leerlaufein-
Die folgenden drei Diagramme zeigen (typische)
• In der Minimumstellung des Gas-/Pitch-Steuerknüp- 3-Punkt-Gaskurven für unterschiedliche Flugphasen, wie stellung bedürfen, ist im Rahmen der Grundeinstel-
pels ist die Gaskurve vorerst so einzustellen, dass Schwebeflug, Kunstflug und 3D-Flug. lung eines elektrisch angetriebenen Helikopters le-
ein Verbrennungsmotor mit gegenüber dem Leerlauf
Programmbeschreibung: Helimix - Hubschraubermodell 107
diglich darauf zu achten, dass der Regelbereich des Schließen Sie also Ihren Drehzahlregler anstelle des K1  Heck (Statischer Drehmomentausgleich)
Gaslimiters den üblicherweise von -100 % bis +100 % Gasservos an Empfängerausgang 6 an und ändern Sie
reichenden Einstellbereich des Motorstellers sicher die Gaskurve wie nachfolgend beschrieben, damit diese K1 Heck
über- wie unterschreitet. Gegebenenfalls ist also in die Aufgabe des „üblichen“ Gebers übernehmen kann.
der Zeile „Lim“ des Menüs »Gebereinstellung«, Sei- Eing. 0%
Da in diesem Fall die „Gaskurve“ nur den Drehzahl-Soll-
Ausg. 0%
te 83, die „Weg“-Einstellung des Gaslimiters ent- wert des Motorkontrollers bestimmt und diese Soll-Dreh- Punkt 3 0%
sprechend anzupassen. Die Abstimmung der Gas- zahl üblicherweise über den gesamten Pitch-Verstellbe- nor mal
kurve selbst hat jedoch analog zum Verbrenner-Heli reich hinweg konstant bleiben soll, ist im Mischer „K1 
im Fluge zu erfolgen. Gas“ eine horizontale Linie einzustellen – jeder (Pitch-) Standardmäßig ist eine Drehmomentausgleichskurve mit
• Parallel zur Gas-Freigabe bzw. erneuten Limitie- Eingangswert hat den gleichen („Gas“-) Ausgangswert einem linearen Mischanteil von einheitlich 0 % vorgege-
rung wird auch der Schaltpunkt des standardmä- zur Folge – dessen „Höhe“ die Soll-Drehzahl bestimmt. ben, wie sie für einen im „Heading-Lock-Modus“ arbei-
ßig mit dem Gaslimiter verknüpften Geberschalters Zunächst wird daher Stützpunkt „3“ gelöscht und an- tenden Gyrosensor erforderlich ist, siehe vorstehende
„G3“ über- bzw. unterschritten, siehe „Geber-, Schal- schließend werden die Stützpunkte „1“ (Eingang = 0 %) Abbildung.
ter und Geberschalterzuordnung“ auf Seite 48, mit und „5“ (Eingang = +100 %) auf den jeweils gleichen
ACHTUNG:
dem Sie z. B. automatisch die Stoppuhr zur Erfas- Wert eingestellt, beispielsweise:
Beachten Sie in diesem Zusammenhang
sung der Flugzeit starten und stoppen können.
K1 Gas unbedingt die Ihrem Gyro beiliegenden
Beim Autorotationsflug wird von diesem
Einstellhinweise, da Sie ansonsten
Mischer automatisch auf einen einstellba-
Eing. 0% riskieren, dass Ihr Heli ggf. unfliegbar wird.
ren Vorgabewert umgeschaltet, siehe
Ausg. +65% Verwenden Sie Ihren Gyrosensor dagegen im Betriebs-
Seite 118.
Punkt 1 +65% modus „normal“ oder beherrscht dieser nur den so ge-
Hubschrauber mit DrehzahlREGLER normal nannten „Normal-Modus“, dann stellen Sie den Mischer
Im Gegensatz zu Drehzahlstellern, welche analog zu Der einzustellende Wert ist abhängig vom verwendeten wie folgt ein:
einem Vergaser nur eine Leistungsregelung vornehmen, Drehzahlregler wie auch von der gewünschten Soll- Analog zur Einstellung der Pitchkurve, siehe vorherige
hält ein Drehzahlregler die Drehzahl des von ihm über- drehzahl und kann natürlich auch flugphasenspezifisch Doppelseite, kann auch die Steuerkurve des Heckrotors
wachten Systems konstant, indem dieser die Leistung variiert werden. durch bis zu 5 Punkte definiert werden. Sie können
selbsttätig regelt. Im Falle eines Verbrenner-Helis steuert deshalb den Mischer bei Bedarf jederzeit modifizieren
Beim Autorotationsflug wird von diesem
der Regler also selbsttätig das Gasservo entsprechend und ober- und unterhalb des Schwebeflugpunktes
Mischer automatisch auf einen einstell-
bzw. den Motorsteller eines Elektro-Helis in vergleich- sowohl symmetrische wie auch asymmetrische Mischan-
baren Vorgabewert umgeschaltet, siehe
barer Weise. Drehzahlregler benötigen deshalb auch teile vorsehen. Stellen Sie aber vorher sicher, dass im
Seite 118.
keine klassische Gaskurve, sondern nur eine Drehzahl­ Untermenü „Modelltyp“ des Menüs »Modelltyp- und
vorgabe. Eine Abweichung von der vorgegebenen Phaseneinstellung«, Seite 72, die richtige Hauptro-
Drehzahl wird erst dann erfolgen, wenn die benötigte tordrehrichtung eingegeben wurde.
Leistung die maximal verfügbare überschreitet.

108 Programmbeschreibung: Helimix - Hubschraubermodell


erfolgt auch die Steuerung des Hubschraubers um die Mischwert so ein, dass sich die Systemdrehzahl nicht
K1 Heck
Hochachse. Die Erhöhung des Heckrotorschubes erfor- verringert.
Eing. 0% dert eine entsprechende Anpassung der Motorleistung,
um die Systemdrehzahl konstant zu halten. Roll  Gas und Nick  Gas
Ausg. 0%
Punkt 3 0% Sollten Sie einen Drehzahlregler zur auto-
K1 Gas
nor mal matischen Konstanthaltung der Rotordreh- K1 Heck
zahl benutzen, übernimmt dieser die nötige Heck Gas 0%
Ausgehend von -30 % bei Punkt 1 und +30 % bei Punkt 5 Leistungsanpassung, siehe Abschnitt „Hubschrauber mit Roll Gas 0%
ist die Mischereinstellung derart vorzunehmen, dass der DrehzahlREGLER“ auf Seite 108. Anderenfalls ist in Nick Gas 0%
Hubschrauber auch bei längeren senkrechten Steig- und diesem Mischer eine entsprechende Gasmitnahme normal
Sinkflügen nicht durch das gegenüber dem Schwebeflug durch den Heckrotor einzustellen.
veränderte Drehmoment des Hauptrotors um die Hoch- Diese Gasmitnahme erfolgt nur einseitig nach der Seite, Nicht nur eine Pitchvergrößerung erfordert eine entspre-
achse wegdreht. Im Schwebeflug sollte die Trimmung nur bei der der Heckrotorschub vergrößert wird. Der Einstell- chende Gasmitnahme, sondern auch große zyklische
über den – digitalen – Heckrotortrimmhebel erfolgen. bereich beträgt demzufolge 0 bis +100 %. Die Richtung Steuerbewegungen, d. h. das Kippen der Taumelscheibe
Voraussetzung für eine sichere Einstellung des Drehmo- ist abhängig vom Drehsinn des Hauptrotors (links oder in eine beliebige Richtung. Im Programm des Senders
mentausgleiches ist, dass die Pitch- und Gaskurven rechts), der seinerseits im Untermenü „Modelltyp“ des mz-12 HoTT kann die Gasmitnahme für die Roll- und
korrekt eingestellt wurden, die Rotordrehzahl also im Menüs »Modelltyp- und Phaseneinstellung«, Seite Nick-Steuerung getrennt angepasst werden.
gesamten Verstellbereich des Kollektivpitches konstant 72, richtig vorgegeben sein muss. Bei linksdrehenden Sollten Sie einen Drehzahlregler zur auto-
bleibt, siehe „Die Abstimmung der Gas- und Pitchkurve“ Systemen erfolgt die Gasmitnahme bei Bewegung des matischen Konstanthaltung der Rotordreh-
ab Seite 114. Heckrotorsteuerknüppels nach links, bei rechtsdrehen- zahl benutzen, übernimmt dieser die nötige
den Hauptrotoren entsprechend nach rechts. Leistungsanpassung, siehe Abschnitt „Hubschrauber mit
Beim Autorotationsflug wird dieser Mi- Gleichzeitiges Antippen der Tasten  der linken DrehzahlREGLER“ auf Seite 108. Anderenfalls ist in
scher automatisch abgeschaltet. Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt im aktiven (inversen) diesem Mischer eine entsprechende Gasmitnahme
Feld einen geänderten Wert wieder auf 0 % zurück. durch den Heckrotor einzustellen.
Heck  Gas Vorteile daraus ergeben sich vor allem im Kunstflug,
In der Autorotationsflugphase wird dieser z. B. beim Fliegen von Rollen, wo mit mittleren Kollek-
Pitch tivpitchwerten, bei denen der Vergaser nur etwa zur
Mischer automatisch abgeschaltet.
K1 Gas
Hälfte geöffnet ist, zyklische Steuerausschläge einge-
K1 Heck Einstellhinweise: steuert werden, die eine wesentlich höhere Motorleis-
Heck Gas 0% Um den Mischwert optimal einstellen zu
Roll Gas 0% tung erfordern.
können, sind entweder mehrere schnelle
normal Der Mischwert kann jeweils zwischen 0 und +100 %
Pirouetten entgegen der Richtung des
variiert werden. Die richtige Mischrichtung wird automa-
Über den Heckrotor, der normalerweise das Drehmo- Hauptrotor-Drehsinnes zu fliegen oder es ist bei
tisch berücksichtigt.
ment des Hauptrotors auf den Rumpf kompensiert, stärkerem Wind mit entsprechend großem Heckrotor-
ausschlag quer zum Wind zu schweben. Stellen Sie den Gleichzeitiges Antippen der Tasten  der linken

Programmbeschreibung: Helimix - Hubschraubermodell 109


Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt im aktiven (inversen) stufenlos – variiert werden: Reduzierung der Gyrowirkung über den Vorgabewert bei
Feld einen geänderten Wert wieder auf 0 % zurück. • In der Mittelstellung dieses Gebers entspricht die „Gyro“ bzw. den hier beispielhaft verwendeten Proportio-
Gyrowirkung immer den jeweils hier gewählten nal-Drehregler verhindert werden muss.
In der Autorotationsflugphase werden Einstellungen. Auch eine hohe Vorwärtsgeschwindigkeit des Modells
diese Mischer automatisch abgeschaltet. • Wird der hier beispielhaft verwendete Proportio- bzw. Schweben bei starkem Gegenwind kann dazu füh-
Gyro (Einstellen der Gyrowirkung) nal-Drehregler aus der Mittelstellung in Richtung ren, dass die stabilisierende Wirkung der Seitenflosse
Vollausschlag gedreht, erhöht sich die Gyrowirkung zusammen mit der Gyrowirkung zu einer Überreaktion
Die meisten der aktuellen Gyrosysteme bieten nicht nur
entsprechend … führt, was wiederum durch Pendeln des Rumpfhecks
eine stufenlose proportionale Einstellbarkeit der Gyro-
• … und reduziert sich sinngemäß in Richtung des erkennbar wird. Um in jeder Situation eine optimale
wirkung, sondern auch die Wahl zwischen zwei unter-
gegenüberliegenden Anschlags. Stabilisierung am Gyro zu erreichen, sollte die Option,
schiedlichen Wirkprinzipien vom Sender aus.
die Gyrowirkung vom Sender aus anpassen zu können,
Sollte der von Ihnen verwendete Gyro ebenfalls zumin- ACHTUNG: genutzt werden.
dest eine dieser Optionen besitzen, gibt Ihnen diese Beachten Sie in diesem Zusammenhang
analog zur Geber-Mittenverstellung bzw. Offset-Einstel- unbedingt die Ihrem Gyro beiliegenden TS-Limit (Taumelscheibenbegrenzer)
lung anderer Fernsteuersysteme funktionierende Option Einstellhinweise, da Sie ansonsten
die Möglichkeit, sowohl „normale“ Gyrowirkung als Heck Gas 0%
riskieren, dass Ihr Heli ggf. unfliegbar wird.
Roll Gas 0%
auch ggf. „Heading-Lock-Betrieb“ vorzugeben wie auch
Einstellung des Gyro-Sensors Nick Gas 0%
innerhalb dieser Vorwahl einer bestimmten Wirkungsart
Gyro 0%
normale, langsame Flüge mit maximaler Stabilisierung Um eine maximal mögliche Stabilisierung des Hub-
TS-Limit aus
zu fliegen und bei schnellen Rundflügen und im Kunst- schraubers um die Hochachse durch den Gyro zu normal
flug die Gyrowirkung zu reduzieren. erzielen, sollten Sie folgende Hinweise beachten:
Nutzen Sie dazu sinngemäß die Flugphasenumschal- • Die Ansteuerung sollte möglichst leichtgängig und Diese Funktion wirkt wie eine runde mechanische Ku-
tung zur Eingabe unterschiedlicher Einstellun­gen in der spielfrei sein. lisse, die den normalerweise rechteckigen Wegbereich
Zeile „Gyro“. Werte zwischen ±125 % sind möglich. • Das Steuergestänge darf nicht federn. des Knüppels, der die Taumelscheibe steuert, auf einen
• Ein starkes und v. a. schnelles Servo verwenden. kreisförmigen Bereich eingrenzt. Wird nämlich der Hub-
K1 Heck schrauber so eingestellt, dass die Ausschläge von Roll
Heck Gas 0% Je schneller als Reaktion auf eine erkannte Drehung
des Modells eine entsprechend korrigierende Schubän- bzw. Nick das jeweils mechanisch mögliche Maximum
Roll Gas 0% erreichen, wie z. B. beim 3D-Helifliegen, dann erreicht
Nick Gas 0% derung des Heckrotors wirksam wird, umso weiter kann
die Gyrowirkung aufgedreht werden, ohne dass das bei gleichzeitigem vollen Ausschlag von Roll und Nick
Gyro 0%
Heck des Modells zu pendeln beginnt, und umso besser die Taumelscheibe einen erheblich größeren Ausschlag
normal
ist auch die Stabilität um die Hochachse. Anderenfalls (rechnerisch 141 %). Die Taumelscheibenmechanik kann
Basierend auf diesen flugphasenspezifisch festgelegten besteht die Gefahr, dass das Heck des Modells bereits anschlagen und im Extremfall können z. B. sogar die
(Offset-) Einstellungen kann die Gyrowirkung mit einem bei geringer eingestellter Gyrowirkung zu pendeln Kugelköpfe absprengen.
in der Zeile „Gyr“ des Menüs »Gebereinstellung«, beginnt, was dann durch eine entsprechende weitere Im Sender mz-12 HoTT bewirkt deshalb die hier zu
Seite 82, zugewiesenen Geber zusätzlich – ggf. besprechende Software-Funktion eine beliebig zwischen
110 Programmbeschreibung: Helimix - Hubschraubermodell
„kreisförmig“ und „quadratisch“ einstellbare Begrenzung Regler an K8
Roll Gas 0%
des Taumelscheibenausschlages. D. h., die Begrenzung
Roll Gas 0% Nick Gas 0%
des Gesamt-Taumelscheibenausschlages, also des Gyro 0%
Kippwinkels der Taumelscheibe ist zwischen 100 % – der Nick Gas 0%
Gyro 0% TS-Limit aus
Ausschlag ist kreisförmig begrenzt auf den mit Roll Regler an K8 ja
oder Nick allein erreichbaren Wert – und 149 % – keine TS-Limit aus
Regler an K8 nein normal
Begrenzung wirksam – stufenlos einstellbar. Darüber
nor mal
hinaus kann diese Funktion mit der Wahl von „aus“ bei Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken
Bedarf auch komplett deaktiviert werden. Die TS-Be- Sollten Sie Ihren Drehzahlregler zur automatischen Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt im aktiven (inversen)
grenzung ist außerdem modell- und phasenspezifisch Konstanthaltung der Rotordrehzahl wie im Abschnitt Feld einen geänderten Wert wieder auf „nein“ zurück.
einstellbar. „Hubschrauber mit DrehzahlREGLER“ auf Seite 108 ACHTUNG:
Diese Software-Lösung ist somit weitaus flexibler als beschrieben, an Ausgang 6 angeschlossen haben, Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses
beispielsweise eine auf das Knüppelaggregat aufge- belassen Sie in dieser Zeile die Standardvorgabe „nein“. Handbuches bleibt auch bei einem „ja“ in
brachte Kreisscheibe, die zudem nur dann anwendbar Möchten Sie dagegen Ihren Drehzahlregler doch lieber dieser Zeile die „klassische“ Gasfunktion
ist, wenn die Funktionen Rollen und Nicken über einen an Ausgang 8 anschließen, dann stellen Sie das Wer- an Ausgang 6 erhalten. Ausgang 6 ist also nach
der beiden Steuerknüppel betätigt werden. tefeld dieser Menüzeile auf „ja“. Drücken Sie dazu die derzeitigem Stand NICHT anderweitig verwendbar!!!
Die nebenstehende S ­ kizze ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste zur Aktivie-
zeigt die Wirkung bei einer rung des Wertefeldes: Reglereinstellung
Einstellung von 100 %. Der
gestrichelte Ausschlagbe- Roll Gas 0% Nick Gas 0%
Nick Gas 0% Gyro 0%
reich wird abgeschnitten
Gyro 0% TS-Limit aus
und erscheint als Totweg.
TS-Limit aus Regler an K8 ja
Bei Verwendung dieser Regler an K8 nein Reglereinst. 50%
Funktion sollte „Dual Rate“ nor mal normal
auf 100 % stehen und es
sollten auch keine Dual-Rate-Werte größer als 100 % Ändern Sie nun mit den Auswahltasten der linken Nachdem Sie mit einem Eintrag von „ja“ in der Zeile
verwendet werden, da ansonsten z. B. bei einer Tau- Vier-Wege-Taste den Eintrag in „ja“ und schließen Sie zuvor die Option „Regler an K8“ aktiviert haben, können
melscheibenbegrenzung auf 100 % bereits bei Rollen/ Ihre Wahl mit einem erneuten Druck auf die ENT-Taste Sie nun in dieser Zeile durch entsprechende Änderung
Nicken einzeln eine Begrenzung auftritt. () oder ESC-Taste () der linken Vier-Wege-Taste ab. des %-Wertes die von Ihrem Regler einzuhaltende
Einstellbereich: 100 … 149 % und „aus“. Rotordrehzahl vorgeben.
Der Einstellbereich beträgt 0 bis 100 %.
Drücken Sie dazu die ENT-Taste () der rechten
Vier-Wege-Taste zur Aktivierung des Wertefeldes:

Programmbeschreibung: Helimix - Hubschraubermodell 111


Nick Gas 0%
Gyro 0%
TS-Limit aus
Regler an K8 ja
Reglereinst. 50%
normal

Ändern Sie nun mit den Auswahltasten der linken


Vier-Wege-Taste den Wert entsprechend und schlie-
ßen Sie Ihre Wahl mit einem erneuten Druck auf die
ENT-Taste () oder ESC-Taste () der linken Vier-We-
ge-Taste ab.

Nick Gas 0%
Gyro 0%
TS-Limit aus
Regler an K8 ja
Reglereinst. 66%
nor mal

Gleichzeitiges Drücken der Tasten  der linken


Vier-Wege-Taste (CLEAR) setzt im aktiven (inversen)
Feld einen geänderten Wert wieder auf „50 %“ zurück.

112 Programmbeschreibung: Helimix - Hubschraubermodell


Für Ihre Notizen 113
Die Abstimmung der Gas- und Pitchkurve
Praktisches Vorgehen
Die Gas- und Kollektivpitch-Steuerung erfolgt zwar Leerlaufeinstellung und Gaskurve • Niedrige Systemdrehzahl mit ruhigen, weichen
über separate Servos, diese werden aber – außer in der Steuerreaktionen und geringer Geräuschentwicklung
Autorotationsflugphase – immer gemeinsam vom Gas-/ Hinweis: im Schwebeflug.
Pitch-Steuerknüppel betätigt. Die Kopplung wird durch Da Elektroantriebe naturgemäß keiner
• Höhere Rotor-Drehzahl für den Kunstflug im Bereich
das Helikopterprogramm automatisch vorgenommen. Leerlaufeinstellung bedürfen, entfällt die
der Maximalleistung des Motors. In diesem Fall wird
Lediglich der Trimmhebel der Steuerfunktion 1 wirkt im Notwendigkeit der Leerlaufjus­tage. Die hier
die Gaskurve auch im Schwebeflugbereich anzupas-
Programm des Senders mz-12 HoTT als Leerlauftrim- beschriebene Abstimmung der Gas- und Pitchkurve(n)
sen sein.
mung nur auf das Gasservo, siehe „digitale Trimmung“ hat jedoch analog zum Verbrenner-Heli zu erfolgen.
auf Seite 44. Die auf den Seiten 83 bis 85 ausführlich beschrie- Die Grundeinstellung
Die Abstimmung von Gas und Pitch, also der Leistungs- bene Leerlaufeinstellung erfolgt ausschließlich bei Obgleich Pitch- und Gaskurven im Sender mz-12
kurve des Motors mit der kollektiven Blattverstellung, geschlossenem Gaslimiter mit dem Trimmhebel der HoTT in einem weiten Bereich elektronisch eingestellt
ist der wichtigste Einstellvorgang beim Hubschrauber- K1-Funktion. werden können, sollten Sie alle Anlenkungen im Modell
modell. Das Programm der mz-12 HoTT sieht eine Die Programmierung eines entsprechenden Wertes gemäß den Hinweisen der jeweiligen Hubschrauber-
unabhängige Einstellung der Gas-, Pitch- und Drehmo- in Punkt 1 der Gaskurve bewirkt eine Einstellung der anleitung schon mechanisch korrekt eingestellt haben.
mentausgleichskurven vor. Sinkflugdrehzahl des Motors, ohne die Schwebeflugein- Erfahrene Hubschrauberpiloten helfen Ihnen sicherlich
Diese Kurven können zwar durch bis zu fünf Punkte stellung zu beeinflussen. gern bei der Grundeinstellung.
charakterisiert werden, in der Regel reichen aber weni- Hier können Sie beispielsweise die Flugphasenpro- Die Vergaseransteuerung muss so eingestellt sein, dass
ger Punkte aus. Grundsätzlich wird empfohlen, zunächst grammierung dazu nutzen, um verschiedene Gaskurven die Drossel in Pitch-Maximumstellung gerade eben voll-
mit 3-Punkt-Kurven zu beginnen. Dabei lassen sich für einzustellen. Als sinnvoll erweist sich diese erhöhte ständig geöffnet ist bzw. der Motorsteller eines E-Helis
die Mittelstellung und ggf. weitere Stützpunkte sowie für Systemdrehzahl unterhalb des Schwebeflugpunktes z. B. voll durchstellt. Bei geschlossenem Gaslimiter dagegen
die beiden Endstellungen des Gas-/Pitch-Steuerknüp- bei schnellen, steilen Landeanflügen mit weit zurückge- muss sich der Vergaser mit dem K1-Trimmhebel (Ab-
pels individuelle Werte eingeben, die die Steuerkurven nommenem Pitch und beim Kunstflug. schalttrimmung der „digitalen Trimmung“, siehe Seite
insgesamt festlegen. 44) gerade eben völlig schließen lassen, ohne dass
Vor einer Einstellung der Gas- und Pitchfunktion sollten das Servo mechanisch aufläuft. Im Falle eines E-Helis
aber zunächst die Gestänge aller Servos gemäß den muss bei geschlossenem Gaslimiter der Motorsteller den
Einstellhinweisen zum jeweiligen Hubschrauber mecha- E-Motor sicher abstellen.
nisch korrekt vorjustiert werden. Die Abb. zeigt eine Kurve mit Nehmen Sie diese Einstellungen sehr sorgfältig vor,
schwach veränderlicher Drossel­ indem Sie das Steuergestänge entsprechend anpassen
Anmerkung: einstellung unterhalb des Schwe- und/oder auch den Einhängepunkt am Servo- bzw.
Der Schwebeflugpunkt sollte immer in beflugpunktes in der Steuermitte. Vergaserhebel verändern. Erst danach sollten Sie die
der Mittelstellung des Gas-/Pitch-Steuer- Flugphasenabhängig unterschiedliche Gaskurven Feinabstimmung des Gasservos elektronisch optimieren.
knüppels liegen. werden programmiert, um sowohl für den Schwebe- als
auch Kunstflug eine jeweils optimale Abstimmung zu
verwenden:

114 Programmbeschreibung: Helimixer - Hubschraubermodell


WARNUNG: b) Die Drehzahl ist zu hoch Die Standardabstimmung
Informieren Sie sich über Gefahren und Abhilfe: Vergrößern Sie Auf der Basis der zuvor beschriebenen Grundeinstel-
Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang mit den Anstellwinkel der Ro-
lung, bei der das Modell im Normalflug in Mittelstellung
Motoren und Hub­schraubern, bevor Sie torblätter durch Erhöhen
des Wertes von Punkt 3 des Gas-/Pitch-Steuerknüppels mit der vorgesehenen
den Motor zum ersten Mal starten! auf der Grafikseite von Drehzahl schwebt, wird die Standardabstimmung ver-
Mit dieser Grundeinstellung sollte der Motor unter „Pitch“. vollständigt: Gemeint ist eine Abstimmung, mit der das
Beachtung der jeweiligen Motorbetriebsanleitung ge- Modell sowohl Schwebe- als auch Rundflüge in allen
startet und der Leerlauf mit dem Trimmhebel des Gas-/ 2. Das Modell hebt schon unterhalb der Mittelstel- Phasen bei konstanter Drehzahl durchführen kann.
Pitch-Steuerknüppels eingestellt werden können. Die lung ab: Die Steigflug-Einstellung
Leerlaufposition, die Sie vorgeben, wird in der Grund-
a) Drehzahl ist zu hoch Die Kombination der Gas-Schwebeflugeinstellung, der
anzeige des Senders durch einen Querbalken bei der
Positionsanzeige des K1-Trimmhebels angezeigt. Siehe
Abhilfe: Verringern Sie die Pitcheinstellung für den Schwebeflugpunkt und der
Vergaseröffnung durch Re- Pitch-Maximumposition (Punkt 5) ermöglicht nun in
dazu Beschreibung der digitalen Trimmung auf Seite duzieren des Wertes von
44 dieses Handbuches. einfacher Weise, eine vom Schwebeflug bis zum maxi-
Punkt 3 auf der Grafikseite
von „K1  Gas“. malen Steigflug konstante Drehzahl zu erreichen.
Die Schwebeflug-Einstellung Führen Sie zunächst einen längeren senkrechten
Etwa in Mittelstellung des Pitchsteuerknüppels sollte Steigflug aus, indem Sie den Pitchsteuerknüppel in
das Modell vom Boden abheben und mit in etwa der b) Drehzahl ist zu niedrig die Endstellung bringen. Die Motordrehzahl sollte sich
vorgesehenen Drehzahl schweben. Ist das nicht der Abhilfe: Verringern Sie den gegenüber der Schwebeflugeinstellung nicht ändern.
Fall, dann gehen Sie wie folgt vor: Anstellwinkel der Rotor- Sinkt die Drehzahl im Steigflug ab, obwohl der Antrieb
blätter durch Reduzieren bereits mit voller Leistung arbeitet und somit keine wei-
1. Das Modell hebt erst oberhalb der Mittelstellung des Wertes von Punkt 3 tere Leistungssteigerung möglich ist, dann verringern
des Pitchsteuerknüppels ab: auf der Grafikseite von
„Pitch“. Sie den maximalen Blattwinkel bei Vollausschlag des
a) Drehzahl ist zu niedrig Pitchsteuerknüppels, also den Wert von Punkt 5. Umge-
Abhilfe: Erhöhen Sie auf kehrt ist der Anstellwinkel zu vergrößern, falls sich die
der Grafikseite von „K1 Wichtig: Motordrehzahl beim Steigflug erhöhen sollte. Bringen
 Gas“ den Wert von
Diese Einstellungen sind so lange durchzu- Sie also auf der Grafikseite von „Pitch“ den senkrechten
Punkt 3.
führen, bis das Modell in Mittelstellung des Strich mit dem Pitchknüppel auf Punkt 5 und verändern
Gas-/Pitch-Steuerknüppels mit der richtigen Sie dessen Wert entsprechend mit den Auswahltasten
Drehzahl schwebt. Von der korrekten Ausführung ist die  der linken Vier-Wege-Taste.
gesamte weitere Einstellung der Modellparameter
abhängig!

Programmbeschreibung: Helimixer - Hubschraubermodell 115


  Die Sinkflug-Einstellung … unmittelbar nach dem Starten mit hoher Drehzahl läuft
… wird nun so vorgenommen, dass Sie das Modell aus und die Fliehkraftkupplung sofort greift.
dem Vorwärtsflug aus größerer Höhe mit voll zurück- Daher sollten Sie den

      
      
      

genommenem Pitch sinken lassen und den Pitch-Mi- Rotorkopf beim


Dieses Bild zeigt nur Verände- nimumwert (Punkt 1) so einstellen, dass das Modell Anlassen stets festhalten.
rungen des Pitch-Maximum- 
    
in einem Winkel von 60 … 80 ° fällt. Bringen Sie also Sollte der Motor dennoch einmal versehentlich mit zu
wertes der Pitcheinstellung. auf der Grafikseite von „Pitch“ den senkrechten Strich weit geöffnetem Vergaser gestartet werden, gilt immer
      

Bringen Sie das Modell anschließend wieder in den mit dem Pitchknüppel auf Punkt 1 und verändern Sie noch:
Schwebeflug, der wiederum in der Mittelstellung des dessen Wert entsprechend mit den Auswahltasten der Nerven behalten!
K1-Knüppels erreicht werden sollte. Muss für den linken Vier-Wege-Taste. Rotorkopf unbedingt festhalten!
Schwebeflugpunkt der Pitchknüppel jetzt von der Mit-   Keinesfalls loslassen,
tellage weg in Richtung höherer Werte bewegt werden, sondern sofort den Gaslimiter zurücknehmen, auch auf
dann kompensieren Sie diese Abweichung, indem Sie die Gefahr hin, dass der Antrieb im Extremfall beschä-

      
      
      

den Pitchwert im Schwebeflug – also von Punkt 3 – ein digt wird, denn


wenig erhöhen, bis das Modell wieder in Knüppelmit- SIE müssen gewährleisten,
Dieses Bild zeigt beispielhaft nur
telstellung schwebt. Schwebt das Modell umgekehrt Veränderungen des Pitch-Mini­ 
dass sich der Hubschrauber
unterhalb der Mittelstellung, dann ist der Anstellwinkel
    
mumwertes. in keinem Fall unkontrolliert bewegt.
      

entsprechend zu verringern. Die Reparaturkosten einer Kupplung, eines Getriebes


Wenn Sie dieses Flugbild erreicht haben, stellen Sie
Unter Umständen kann es auch erforderlich sein, die den Wert für „Gas min“ – den Wert von Punkt 1 auf der oder auch des Motors sind vernachlässigbar im Ver-
Vergaseröffnung im Schwebeflugpunkt (Punkt 3) von Grafikseite von „K1  Gas“ – so ein, dass die Drehzahl gleich zu den Verletzungen und Schäden, die ein
„K1  Gas“ zu korrigieren. weder zu- noch abnimmt. Die Abstimmung von Gas und unkontrolliert mit den Rotorblättern um sich schlagender
  Pitch ist damit abgeschlossen. Modellhubschrauber verursachen kann.
Achten Sie darauf, dass sich keine
Abschließende wichtige Hinweise
weiteren Personen im Gefährdungsbereich
      

Dieses Bild zeigt nur die Verän- WARNUNG: des Helikopters aufhalten.
derung des Schwebeflugpunktes,
d. h., Pitch-Minimum und Vergewissern Sie sich vor dem Anlassen des Die Umschaltung von der Leerlauf- auf die Flugeinstel-
Pitch-Maximum wurden belassen 
     Motors, dass der Gaslimiter vollständig lung mit erhöhter Systemdrehzahl darf darüber hinaus
bei -100 % bzw. +100 %. geschlossen ist, sodass der Vergaser nur nicht abrupt erfolgen. Der Rotor würde dadurch schlag-
      

Modifizieren Sie diese Einstellungen so lange, bis sich noch auf den K1-Trimmhebel reagiert. Beim Einschalten artig beschleunigt, was einen vorzeitigen Verschleiß von
wirklich eine konstante Drehzahl über den gesamten des Senders werden Sie optisch und akustisch gewarnt, Kupplung und Getriebe zur Folge hätte. Auch können
Steuerweg zwischen Schwebe- und Steigflug ergibt. falls der Vergaser zu weit geöffnet sein sollte. Bei zu weit die im Regelfall frei schwenkbar befestigten Hauptro-
geöffnetem Vergaser bzw. zu weit „geöffnetem“ Dreh- torblätter einer solch ruckartigen Beschleunigung nicht
zahlsteller besteht nämlich die Gefahr, dass der Motor folgen, schwenken daher weit aus ihrer normalen Lage
aus und schlagen u. U. sogar in den Heckausleger.
116 Programmbeschreibung: Helimixer - Hubschraubermodell
Nach dem Anlassen des Motors sollten Sie deshalb
die Systemdrehzahl mit dem Gaslimiter l a n g s a m
hochfahren.

Programmbeschreibung: Helimixer - Hubschraubermodell 117


Helimix
Autorotationseinstellung
Mittels der Autorotation ist sowohl ein Original- wie auch zur Verfügung stehende Motorleistung begrenzt, in der
Pitch
ein Modellhubschrauber in der Lage, z. B. bei Motoraus- Autorotation jedoch erst durch den Strömungsabriss an
Gas –100%
fall, sicher zu landen. Auch bei Ausfall des Heckrotors den Hauptrotorblättern. Für einen beim Abfangen des
Heck 0%
ist das sofortige Abstellen des Motors und die Landung Gyro 0% Hubschraubers auch bei absinkender Drehzahl noch
in Autorotation die einzige Möglichkeit, eine unkontrol- TS-Limit aus ausreichenden Auftrieb ist daher ein größerer Pitch-Ma-
lierbare, schnelle Drehung um die Hochachse und den Regler an K8 nein ximumwert einzustellen. Wechseln Sie dazu mit einem
dadurch ausgelösten Absturz zu verhindern – weshalb Reglereinst. 50% Druck auf die Taste ENT () der rechten Vier-Wege-Ta-
auch die Umschaltung IN die Autorotationsphase unver- Autorot ste auf die Grafikseite von „Pitch“ und bewegen Sie
zögert erfolgt. dann den senkrechten Strich mit dem Steuerknüppel zu
Beim Autorotationsflug wird der Hauptrotor nicht mehr Punkt 5. Stellen Sie diesen zunächst auf einen Wert ein,
Firmwareversion V1061 und niedriger
durch den Motor angetrieben, sondern allein von der der etwa 10 bis 20 % über Ihrem „normalen“ Pitch-Maxi-
Beim Umschalten in die Autorotationsphase verändert Eigendynamik des Rotors und der im Sinkflug durch die mumwert liegt. Stellen Sie NICHT von Anfang an einen
sich das Bild des Helimix-Menüs wie abgebildet: Rotor­ebene strömenden Luft. Da die im solcherart in gegenüber dem Normalflug wesentlich größeren Wert
Drehung gehaltenen Rotor gespeicherte Energie beim ein, weil sich anderenfalls die Pitchsteuerung nach
Pitch Abfangen des Hubschraubers jedoch aufgezehrt wird, dem Umschalten zu unterschiedlich im Vergleich zur
Gas –90%
ist nicht nur Erfahrung im Umgang mit Hubschrauber- gewohnten Reaktion verhält. Es besteht dann nämlich
Heck 0%
Gyro 0% modellen zwingend erforderlich, sondern auch eine die Gefahr, dass beim Abfangen übersteuert wird und
TS-Limit aus wohlüberlegte Einstellung der entsprechenden Funkti- das Modell wieder steigt, worauf dann die Rotordrehzahl
Regler an K8 nein onen. in einiger Höhe über dem Boden zusammenbricht und
Reglereinst. 50% Der fortgeschrittenere Pilot sollte deshalb in regelmä- das Modell erst recht herunterfällt. Später, nach eini-
Autorot ßigen Abständen Autorotationslandungen üben. Nicht gen Probe-Autorotationen, kann der Wert immer noch
nur, um gegebenenfalls auf Wettbewerben einen ein- nachgestellt werden.
Firmwareversion V1062 und höher wandfreien Flugstil zu beweisen, sondern auch, um bei Die Pitch-Minimumeinstellung kann sich von der Nor-
Motorausfällen den Hubschrauber aus größerer Höhe malflugeinstellung unterscheiden. Das hängt von den
Dem Trend zum Elektrohubschrauber folgend, beträgt
schadenfrei landen zu können. Dazu sind im Programm Steuergewohnheiten im Normalflug ab. Für die Autorota-
der Vorgabewert in der Zeile „Gasposition AR“ eines neu
eine Reihe von Einstellmöglichkeiten vorgesehen, die tion müssen Sie in jedem Fall bei Punkt 1 einen so gro­
initialisierten Modellspeichers nun –100 %:
hilfreich sind, um den ansonsten motorbetriebenen ßen Pitch-Minimumwert einstellen, dass Ihr Modell aus
Kraftflug zu ersetzen. Beachten Sie, dass die Autoro- dem Vorwärtsflug mit mittlerer Geschwindigkeit in einen
tationseinstellungen eine vollwertige dritte Flugphase Sinkflug von ca. 60 … 70 Grad bei voll zurückgenom-
darstellen, die über sämtliche flugphasenabhängigen menem Pitch gebracht werden kann. Wenn Sie, wie die
Einstellmöglichkeiten verfügt, also insbesondere Trim- meisten Heli-Piloten, eine derartige Einstellung ohnehin
mungen, Pitchkurveneinstellung etc. schon im Normalflug benutzen, können Sie diesen Wert
Pitch (Pitchkurve (K1  Pitch)) einfach übertragen.
Sollten Sie jedoch Ihr Modell normalerweise in einem
Im Kraftflug wird der maximale Blattwinkel durch die
118 Programmbeschreibung: Helimix / Autorotationseinstellung
flacheren Winkel „fallen“ lassen, erhöhen Sie den Wert Hinweis: kann es aber sein, dass der Rumpf sich doch noch et-
von „Punkt 1“ und umgekehrt. Mit der Option „Motor-Stopp“ des Unterme- was dreht. Dieses relativ schwache Drehmoment muss
Anflugwinkel nüs „Modelltyp“ des Menüs »Modelltyp und dann gegebenenfalls über den Heckrotorblatteinstell-
Phaseneinstellung«, Seite 65, steht winkel korrigiert werden. In jedem Fall liegt dieser Wert
bei starkem Ihnen ggf. eine alternative „Not-AUS“-Funk­tion zur zwischen null Grad und einem Einstellwinkel entgegen
Wind
bei mittlerem Verfügung. der Richtung des Einstellwinkels im Normalflug.
Wind

ohne Wind Heck (Statischer Drehmomentausgleich) Regler an K8


Im Normalflug ist der Heckrotor so eingestellt, dass er Stellen Sie in dieser Zeile unbedingt den
Anflugwinkel bei 75°
gleichen Wert wie in der „normal“-Phase
unterschiedlichen 60° im Schwebeflug das Drehmoment des Motors kompen-
Windverhältnissen.
45°
siert. Er erzeugt also auch in der Grundstellung bereits bzw. in den beiden „normalen“ Phasen ein.
Der Pitchknüppel selbst befindet sich in der Autorotation einen gewissen Schub. Dieser Schub wird dann durch Reglereinstellung
nicht grundsätzlich in der unteren Position, sondern die Heckrotorsteuerung und durch die verschiedenen
Das in der linken Spalte unter „Gas“ gesagte gilt im Fall
typischerweise zwischen der Schwebeflugposition und Mischer für alle Arten von Drehmomentausgleich variiert
der Verwendung eines Drehzahlreglers an Ausgang 8:
dem unteren Anschlag, um gegebenenfalls z. B. die und je nach Wetterlage, Systemdrehzahl und anderen
Einflüssen mit der Heckrotortrimmung nachgestellt. Stellen Sie während der Trainingsphasen den Wert
Längsneigung über die Nicksteuerung noch korrigieren dieser Zeile so ein, dass der Verbrennungsmotor in der
zu können. In der Autorotation jedoch wird der Rotor nicht durch
Autorotationsphase im sicheren Leerlauf gehalten wird
Sie können den Anflug verkürzen, indem Sie leicht die den Motor angetrieben, sondern nach dem Windmüh-
ohne dass die Kupplung greift bzw. ein Elektroantrieb
Nicksteuerung ziehen und den Pitch gefühlvoll verrin- lenprinzip. Dadurch entstehen aber auch keine Drehmo-
sicher „aus“ ist.
gern oder den Anflug verlängern, indem Sie die Nick- mente mehr, die der Heckrotor kompensieren müsste.
steuerung drücken und den Pitch vorsichtig erhöhen. Daher werden alle entsprechenden Mischer automatisch Hinweis:
abgeschaltet. Mit der Option „Motor-Stopp“ des Unterme-
Gas (Gaskurve) Da in der Autorotation deshalb auch der oben erwähnte nüs „Modelltyp“ des Menüs »Modelltyp und
Im Wettbewerb wird erwartet, dass ein Verbrennungs- Schub nicht länger erforderlich ist, muss deswegen auch Phaseneinstellung«, Seite 65, steht
motor vollständig abgeschaltet wird. Dies wäre in der die Heckrotorgrundstellung anders sein: Ihnen ggf. eine alternative „Not-AUS“-Funk­tion zur
Trainingsphase dagegen eher unkomfortabel, da Sie Stellen Sie den Hubschrauber mit abgeschaltetem Verfügung.
dann nach jeder Übungs-Autorotationslandung erst Motor waagerecht auf. Bei eingeschalteter Sende- und
wieder den Motor anlassen müssten. Empfangsanlage klappen Sie nach Anwahl der Flugpha-
Stellen Sie deshalb während der Trainingsphasen den se «Autorotation» die Heckrotorblätter nach unten und
Wert dieser Zeile so ein, dass der Verbrennungsmotor ändern nun in der Zeile „Heck“ den Wert solange, bis
in der Autorotationsphase im sicheren Leerlauf gehalten der Anstellwinkel der Heckrotorblätter null Grad beträgt.
wird ohne dass die Kupplung greift bzw. ein Elektroan- Die Heckrotorblätter stehen dann von hinten betrachtet
trieb sicher „aus“ ist. parallel zueinander.
Je nach Reibung und Laufwiderstand des Getriebes

Programmbeschreibung: Helimix / Autorotationseinstellung 119


Allgemeine Anmerkungen zu frei programmierbaren Mixern

Auf den vorherigen Seiten sind in Zusammenhang mit freien Mixer. „normalen“ Geber beeinflusst werden soll, trennen Sie
den beiden Menüs »Flächen Mixer« und »Heli Mixer« Softwaremäßig ist ein „freier Mixer“ zunächst immer im Menü »Gebereinstellung«, Seite 78 bzw. 80,
eine Vielzahl fertig programmierter Koppelfunktionen eingeschaltet. Wahlweise kann dem Mixer aber auch ein diesen Geber ggf. vom Funktionseingang des betref-
beschrieben. Die grundsätzliche Bedeutung von Mixern EIN/AUS-Schalter zugewiesen werden. Achten Sie aber fenden Steuerkanals durch den Eintrag von „frei“ ab.
sowie das Funktionsprinzip sind auf Seite 96 erläu- wegen der Vielzahl schaltbarer Funktionen immer auf Auch hierzu wird in der folgenden Menübeschreibung
tert. Im Folgenden erhalten Sie Informationen zu den so unerwünschte Doppelbelegungen eines Schalters. ein Beispiel die Funktion verdeutlichen.
genannten „freien Mixern“. Die beiden wesentlichen Parameter der Mixer sind Blättern Sie nun mit den Auswahltasten der linken
Der Sender mz-12 HoTT bietet zusätzlich zu den • … der Mischanteil, welcher bestimmt, wie stark Vier-Wege-Taste zum Menüpunkt …
oben erwähnten vorprogrammierten Mixern in jedem der das Eingangssignal auf den am Ausgang des Mixers
20 Modellspeicherplätze noch fünf frei programmierbare angeschlossenen Steuerkanal wirkt und Mod. M-Typ Servo Geber
LinearMixer mit der Bezeichnung M1 bis M5, bei denen • … der Neutralpunkt eines Mixers, der auch als Speich. Phase Einst. Einst.
Sie auch den Ein- und Ausgang nach eigenem Ermes- „Offset“ bezeichnet wird.
sen definieren können. D/R Send. Fläch. freie
Der Offset ist derjenige Punkt auf dem Steuerweg ei-
Diesen „freien Mixern“ wird als Eingangssignal eine Expo Einst. Mixer Mixer
nes Gebers (Steuerknüppel, Proportional-Drehge-
beliebige Steuerfunktion (1 bis 6) oder ein so genannter ber), bei dem der Mixer den an seinem Ausgang an-
„Schaltkanal“, siehe weiter unten, zugeordnet. Das auf geschlossenen Steuerkanal gerade nicht beeinflusst.
dem Steuerkanal anliegende und dem Mixereingang Mod. M-Typ Servo Geber
Normalerweise trifft das in der Mittelstellung des Ge-
zugeführte Signal wird vom jeweiligem Geber und Speich. Phase Einst. Einst.
bers zu. Der Offset kann aber auch auf eine beliebige
dessen Charakteristik, die z. B. durch Einstellungen in Stelle des Geberweges gelegt werden.
den Menüs »D/R Expo«, Seite 86 bzw. 88, und D/R Send. Heli freie
»Gebereinstellung«, Seite 78 bzw. 80, vorgege- Schaltkanal „S“ als Mixereingang Expo Einst. Mixer Mixer
ben ist, bestimmt. Gelegentlich ist aber auch nur ein konstantes Steu-
Der Mixerausgang wirkt auf einen ebenso frei wählbaren ersignal am Mixerausgang erforderlich, um z. B. bei … des Multifunktionsmenüs. Mit einem Druck auf die
Steuerkanal (1 bis – je nach Empfängertyp – max. 6) der, geschlossener Schleppkupplung das Höhenruder – völlig ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste öffnen Sie
bevor er das Signal zum Servo leitet, nur noch durch unabhängig von dessen normaler Trimmung – ein wenig diesen Menüpunkt.
das Menü »Servoeinstellung«, Seite 76, also die mehr in Richtung „hoch“ zu trimmen.
Funktionen Servoumkehr, -mitte und -weg beeinflusst Über einen zugewiesenen Schalter kann zwischen den
werden kann. beiden Mixerendpunkten hin und her geschaltet und
Eine Steuerfunktion darf gleichzeitig für beliebig viele über den Mischanteil z. B. dann der zusätzliche Trimm­
Mixereingänge verwendet werden, wenn z. B. Mixer ausschlag für das Höhenruder eingestellt werden.
parallel geschaltet werden sollen. Zur Unterscheidung wird diese Steuerfunktion des Mi-
Umgekehrt dürfen auch beliebig viele Mixerausgänge xereinganges im Programm mit dem Buchstaben „S“ für
auf ein und denselben Steuerkanal wirken. „Schaltkanal“ gekennzeichnet. Falls der entsprechende
Beispiele folgen weiter unten, bei der Beschreibung der „Zielkanal“ nicht zusätzlich auch noch über einen
120 Programmbeschreibung: freie Mixer
Freie Mixer
Linearmixer
Unabhängig vom jeweils gewählten Modelltyp stehen in Trimmung von K1 … K4 in das Mixereingangssignal 1 Gas-/Pitch-Steuerknüppel
jedem der 20 Modellspeicherplätze fünf Linear-Mixer mit einzubeziehen („Tr“ für Trimmung) …
der zusätzlichen Möglichkeit nichtlinearer Steuerkennli- 2 Roll-Steuerknüppel
… und/oder mit der Auswahltaste  der linken
nien zur Verfügung. Vier-Wege-Taste zur am unteren Displayrand mit 3 Nick-Steuerknüppel
Im ersten Teil wollen wir aber zunächst nur die Program- dem Schaltersymbol gekennzeichneten Spal- 4 Heck-Steuerknüppel
mierung der ersten Display-Seite besprechen. Danach te wechseln, wieder die ENT-Taste () der rechten
befassen wir uns mit der Festlegung von Mischanteilen Vier-Wege-Taste drücken und ggf. einen Schalter, Hinweis:
auf der zweiten Display-Seite dieses Menüs. wie im Abschnitt „Geber-, Schalter und Geberschal- Vergessen Sie nicht, den ggf. ausgewählten
terzuordnung“ auf Seite 48 beschrieben, zuweisen. Steuerfunktionen 5 und/oder 6 beim
Grundsätzliche Programmierung
7. Mit der Auswahltaste  der linken Vier-Wege-Taste Flächenmodell bzw. 5 beim Helimodell im
1. Mit den Auswahltasten  der linken Vier-We-
zur Spalte => wechseln und die ENT-Taste () der Menü »Gebereinstellung«, Seite 78 bzw. 80, auch
ge-Taste gewünschten Mixer anwählen.
rechten Vier-Wege-Taste drücken. jeweils einen Geber zuzuweisen!
2. Die ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste drü-
8. Mischanteile auf der zweiten Display-Seite definieren.
cken. Das Eingabefeld der am unteren Displayrand „S“ wie Schaltkanal
mit „von“ gekennzeichneten Spalte wird invers dar- 9. Mit der ESC-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste
zurück zur ersten Seite wechseln. Der Buchstabe „S“ (Schaltkanal) in der Spalte „von“
gestellt. bewirkt, dass dem Mixereingang ein konstantes Ein-
3. Mixereingang „von“ mit den Auswahltasten der linken „von“ gangssignal zugeführt wird, z. B., um – wie schon auf der
Vier-Wege-Taste festlegen. Nach Drücken der ENT-Taste () der rechten Vier-We- Seite zuvor erwähnt – bei geschlossener Schleppkupp-
In der untersten Displayzeile erscheinen weitere ge-Taste wählen Sie im nun inversen Feld der ange- lung das Höhenruder ein wenig mehr in Richtung „hoch“
Spaltenbezeichnungen, siehe die weiter unten unter wählten Mixerzeile mit den Auswahltasten der linken zu trimmen.
„zu“ folgende Abbildung. Vier-Wege-Taste eine der Steuerfunktionen 1 … 6 oder Nach der Zuweisung einer Steuerfunktion oder des
4. Die ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste drü- S aus. Buchstaben „S“ in der Spalte „von“ werden weitere
cken; mit der Auswahltaste  der linken Vier-We- Übersichtlichkeitshalber sind die Steuerfunktionen Felder in der untersten Zeile des Displays eingeblendet,
ge-Taste zur am unteren Displayrand mit „zu“ ge- 1 … 4 im Flächenprogramm folgendermaßen gekenn- darunter …
kennzeichneten Spalte wechseln und wieder die zeichnet:
„zu“
ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste drü-
K1 Gas-/Bremsklappen-Steuerknüppel Im Eingabefeld dieser Spalte legen Sie das Ziel des
cken.
Das Eingabefeld „zu“ wird invers dargestellt. QR Querruder-Steuerknüppel Mixers, d. h. den Mixerausgang, auf einen der Steuerka-
HR Höhenruder-Steuerknüppel näle fest.
5. Mixerausgang „zu“ mit den Auswahltasten der linken
Vier-Wege-Taste festlegen. SR Seitenruder-Steuerknüppel
6. Die ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste drü-
cken und optional mit der Auswahltaste  der lin- … und im Heli-Programm:
ken Vier-Wege-Taste zur am unteren Displayrand
mit „Typ“ gekennzeichneten Spalte wechseln, um die
Programmbeschreibung: freie Mixer 121
(­CLEAR): einem Druck auf die ENT-Taste () der rechten
M1 6 HR 5
Vier-Wege-Taste mit deren Auswahltasten im inversen
M2 K1 HR G1 M1 6 HR 5
M3 Tr HR 6 ––– Feld „Tr“ aus.
M2 K1 HR G1
M4 S HR 3 M3 ?? ?? ––– Hinweis:
M5 ?? ?? ––– M4 S HR 3 Bei Flächenmodellen ist die Wirkung des
Typ von zu M5 ?? ?? ––– K1-Trimmhebels auf den Mixerausgang
von abhängig von Ihrer Wahl in der Zeile „Motor
In diesem Beispiel wurden bereits vier Mixer definiert.
an K1“ des Untermenüs „Modelltyp“ des Menüs »Modell
Den zweiten Mixer kennen Sie bereits aus dem Menü Mit einem Druck auf die ESC-Taste () oder die und Phaseneinstellung«, Seite 64.
»Flächenmixer« („K1  HR“) und den dritten aus dem ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste schließen
Untermenü „Modelltyp“ des Menüs »Modelltyp- und Sie den Vorgang ab. Weitere Besonderheiten freier Mixer
Phaseneinstellung«. Grundsätzlich sollten Sie die
vorprogrammierten Mixer aber zuerst nutzen. Mixerschalter Mixer, bei denen der Mixereingang gleich dem Mi-
Den Linearmixern M1, M2 und M4 in obiger Abbildung xerausgang gesetzt wurde, z. B. „K1  K1“, erlauben in
Falls Sie allerdings unsymmetrische Mischanteile benö-
wurden beispielhaft die Schalter „5“ und „3“ sowie dem Verbindung mit der Option, einen freien Mixer beliebig
tigen oder den Mixerneutralpunkt verschieben müssen,
Mixer M2 der Geberschalter „G1“ zugewiesen. Das zu- und abschalten zu können, die Erzielung ganz
dann stellen oder belassen Sie die vorprogrammierten
Schaltsymbol rechts neben der Schalternummer zeigt spezieller Effekte. Ein Anwendungsbeispiel dafür finden
Mixer auf „0 %“ und ersetzen diese durch freie Mixer.
den aktuellen Schaltzustand. Sie auf den Seiten 185 … 187.
Mixer löschen Dem Mixer „M4“ muss ein Schalter zugeordnet werden, Bevor wir nun zur Festlegung des Mischanteiles kom-
Um einen bereits definierten Mixer gegebenenfalls wenn Sie zwischen zwei noch zu bestimmenden festen men, müssen wir uns noch Gedanken machen, was
wieder zu löschen, wechseln Sie mit den Auswahltasten Mischwerten, die den beiden Endpunkten eines (Pro- passiert, wenn wir einen Mixer auf die softwaremäßig
 der linken Vier-Wege-Taste in dessen Zeile und portional-) Gebers entsprechen, umschalten wollen. Der vorgegebene Kopplung von Querruder-, Wölbklappen-
ggf. mit den Auswahltasten  in die Spalte „von“. „Schaltkanal“-Mischer lässt sich also nicht zusätzlich oder Pitchservos wirken lassen:
Drücken Sie anschließend die ENT-Taste () der noch „ein“- oder „aus“-schalten wie die übrigen Mischer. • Flächenmodelle
rechten Vier-Wege-Taste: Je nach Anzahl der im Untermenü „Modelltyp“ des
Mixer, welchen in der am unteren Display-
M1 6 HR 5 rand mit dem Schaltersymbol ge- Menüs »Modelltyp- und Phaseneinstellung« in der
M2 K1 HR G1 kennzeichneten Spalte kein Schalter Zeile „Querr./Wölb“, Seite 66, eingestellten Trag-
M3 Tr HR 6 ––– zugewiesen wurde, sind grundsätzlich aktiv! flächenservos sind die Steuerkanäle 2 und 5 für die
M4 S HR 3 Funktion „Querruder“ und ggf. 6 und 1 für die Funk-
M5 ?? ?? ––– „Typ“ (Einbeziehung der Trimmung) tion „Wölbklappe“ über spezielle Mixer miteinander
Typ von zu Bei den Steuerfunktionen 1 … 4 können Sie gegebe- verbunden.
nenfalls auch die Trimmung des digitalen Trimmhebels Werden Mixerausgänge auf derartige Kopplungen
Bei nun inversem Feld in der Spalte „von“ des zu programmiert, muss deren vom „empfangenden“
des jeweiligen Steuerknüppels auf den Mixereingang
löschenden Mixers drücken Sie gleichzeitig die bei- Steuerkanal abhängige Wirkung auf das jeweilige
wirken lassen. Wählen Sie in einem solchen Fall nach
den Auswahltasten  der linken Vier-Wege-Taste
122 Programmbeschreibung: freie Mixer
Klappenpaar berücksichtigt werden: Steuerwege nicht unnötig durch derartige Wegre-
E5 frei +100% +100%
Mixer Wirkung duktionen verringert werden, kann das Anlaufen der
E6 DG +100% +100%
Servos alternativ in den Zeilen „LIMIT -/+“ der
N.N.*  2 das Servopaar 2 + 5 reagiert mit Display-Seite „RX SERVO“ des »Telemetrie«-Menüs,
Querruderfunktion Seite 147, durch Setzen einer entsprechenden
N.N.*  5 das Servopaar 2 + 5 reagiert mit Wegbegrenzung im Empfänger verhindert werden. Weg +
Wölbklappenfunktion
Mischanteile und Mixer-Neutralpunkt Drehen Sie diesen Geber zunächst an den linken
N.N.*  6 das Servopaar 6 + 1 reagiert mit
Wölbklappenfunktion Nachdem wir bis jetzt die Vielfalt an Mischfunktionen Anschlag und justieren Sie die Landeklappen so, dass
erläutert haben, beschreiben wir im Folgenden das diese in dieser Stellung eingefahren bzw. geschlossen
N.N.*  1 das Servopaar 6 + 1 reagiert mit Einstellen von linearen und nichtlinearen Mixerkurven. sind. Wenn Sie nun den Knopf nach rechts drehen,
Querruderfunktion sollten sich die Klappen nach unten bewegen, anderen-
Die Mixerkurven werden für jeden der insgesamt fünf
• Helikoptermodelle Mixer auf einer zweiten Display-Seite programmiert. falls müssen Sie die Servodrehrichtung anpassen.
Bei den Heli-Mixern sind je nach Helityp für die Pit- Wählen Sie die gewünschte Mixerzeile mit den Auswahl- Betrachten wir jetzt den ersten Mixer des Displays von
chsteuerung bis zu 4 Servos an den Empfänger­ tasten  der linken Vier-Wege-Taste an, wechseln Seite 122 („6  HR“), dem der Schalter 5 zugewiesen
ausgängen 1, 2, 3 und 5 möglich, die softwaremäßig mit deren Auswahltasten  in die äußerst rechte wurde:
für die Funktionen Pitch, Rollen und Nicken miteinan- Spalte (=>) und drücken Sie dann die ENT-Taste ()
der rechten Vier-Wege-Taste um zur Grafikseite zu M1 6 HR 5
der verknüpft sind.
M2 K1 HR G1
Es ist nicht ratsam, außerhalb des Menüs »Helimix« gelangen.
M3 ?? ?? –––
zusätzlich noch freie Mixer in diese Kanäle einzu- Einstellen linearer Mischwerte M4 S HR 3
mischen, da sich zum Teil sehr komplizierte Zusam- M5 ?? ?? –––
An einem anwendungsnahen Beispiel wollen wir eine
menhänge ergeben. Zu den wenigen Ausnahmen Typ von zu
lineare Mischkurve definieren:
zählt die „Pitchtrimmung über einen getrennten Ge-
ber“, siehe Beispiel 2 auf Seite 125. Bei einem Motormodell sollen die beiden per V- bzw. Ein Druck auf die ENT-Taste () der rechten Vier-We-
Y-Kabel am Empfängerausgang 6 angeschlossenen ge-Taste öffnet die zweite Bildschirmseite:­
Wichtiger Hinweis: Servos zum Betätigen von Landeklappen eingesetzt
Beachten Sie insbesondere beim werden. D. h., bei Betätigung eines Gebers dürfen sie MIX1 6 HR aus
Einwirken mehrerer Mixer auf einen nur nach unten ausschlagen. Dies erfordert gleichzeitig
Steuerkanal, dass sich die Wege der aber eine Höhenruderkorrektur.
einzelnen Mixer bei gleichzeitiger Geberbewegung Weisen Sie im Menü »Gebereinstellung«, Seite 78,
addieren und das betroffene Servo u. U. mechanisch dem Eingang 6 beispielsweise den Proportional-Dreh-
aufläuft. Gegebenenfalls den „Servoweg“ im Menü geber „DG“ zu:
»Servoeinstellung« und/oder Mischwerte reduzieren. Wenn diese Anzeige erscheint, ist der Mixer noch nicht
Sollen dagegen die normalerweise benutzten über den zugewiesenen Schalter – hier „SW 5“ – aktiviert.
* N.N. = Nomen Nominandum (der zu nennende Name)
Programmbeschreibung: freie Mixer 123
Also Schalter betätigen: Anschlag des Proportional-Drehgebers geschlossen … können Sie mit den Auswahltasten der linken
bzw. eingefahren sein sollen und daher das Höhenruder Vier-Wege-Taste den Offset-Wert in 1 %-Schritten
MIX1 6 HR
in dieser Position auch nicht weiter beeinflusst werden manuell einstellen bzw. nachjustieren.
Weg 0% 0% soll, müssen wir den Mixerneutralpunkt genau in diesen • Über die Anwahl von SEL und nachfolgendem Akti-
Offs 0% Punkt verlegen. Drehen Sie also den hier beispielhaft vieren des Wertefeldes mittels Drücken der ENT-Tas-
verwendeten Geber „DG“ an den linken Anschlag, te () der rechten Vier-Wege-Taste – siehe vorste-
falls Sie dies noch nicht getan haben, und drücken Sie hende Abbildung – setzen Sie den Mixerneutralpunkt
SYM ASY
anschließend die ENT-Taste () der rechten Vier-We- durch gleichzeitiges Drücken der beiden Auswahlta-
Die durchgezogene vertikale Linie repräsentiert die mo- ge-Taste. Die punktierte vertikale Linie wandert in sten  der linken Vier-Wege-Taste (CLEAR) auto-
mentane Position des Gebers am Eingang 6. (In obiger diesen Punkt, den neuen Mixerneutralpunkt, der definiti- matisch wieder auf die Steuermitte zurück.
Grafik am linken Rand befindlich, weil „DG“, wie zuvor onsgemäß immer den „OUTPUT“-Wert null beibehält.
Symmetrische Mischanteile
erwähnt, am linken Anschlag steht.) Die durchgezogene Wir wollen der besseren optischen
horizontale Linie gibt den Mischanteil an, der momentan Darstellung wegen diesen als „Offset“ In der Zeile „Weg“ werden die Mischwerte oberhalb
über den gesamten Geberweg – in diesem Beispiel bezeichneten Wert allerdings auf nur und unterhalb des Mixerneutralpunktes – ausgehend
„DG“ – konstant den Wert null hat; demzufolge wird das -75 % einstellen. von dessen momentaner Lage – definiert. Wechseln Sie
Höhenruder der Klappenbetätigung noch nicht folgen. dazu ggf. mit der Auswahltaste  der linken Vier-We-
MIX1 6 HR ge-Taste in die Zeile „Weg“: Wählen Sie ggf. mit den
Zunächst sollten Sie jedoch den …
Auswahltasten  der linken Vier-Wege-Taste das
Offset bzw. Mixerneutralpunkt Weg 0% 0% SYM-Feld an, um den Mischwert symmetrisch zum
… festlegen. Wechseln Sie dazu mit der Auswahltaste Offs –75% gerade eingestellten Offset-Punkt festzulegen. Nach
 der linken Vier-Wege-Taste in die Zeile „Offs“: Drücken der ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Ta-
MIX1 6 HR STO SEL ste legen Sie die Werte in den beiden nun inversen
Feldern mit den Auswahltasten der linken Vier-Wege-Ta-
Weg 0% 0% Hinweise: ste zwischen -150 % und +150 % fest. Der eingestellte
Offs 0% • Über die Anwahl von SEL mittels der Aus- Mischwert bezieht sich dabei immer auf das Eingangs-
wahltaste  der linken Vier-Wege-Taste signal des jeweiligen Gebers (Steuersignal)! Negative
STO SEL und nachfolgendem Drücken der Mischwerte drehen die Mischrichtung um.
ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste … Gleichzeitiges Drücken der beiden Auswahltasten
Die punktierte vertikale Linie in der Mitte der Grafik
MIX1 6 HR  der linken Vier-Wege-Taste (CLEAR) löscht den
kennzeichnet die Lage des Mixerneutralpunktes („Off-
Mischanteil im inversen Feld.
set“), also desjenigen Punktes entlang dem Steuerweg,
Weg 0% 0% Der für unsere Zwecke „optimale“ Wert muss sicherlich
bei dem der Mixer den an seinem Ausgang angeschlos-
Offs –75% erflogen werden.
senen Steuerkanal NICHT beeinflusst. Standardmäßig
befindet sich dieser Punkt in der Steuermitte.
STO SEL
Da in unserem Beispiel aber die Klappen am linken
124 Programmbeschreibung: freie Mixer
MIX1 6 HR MIX1 6 HR Hinweis:
Im Falle eines Schaltkanal-Mixers vom Typ
Weg +20% +20% Weg +20% +20% „S  N.N.*“ müssen Sie den zugeordneten
Offs –75% Offs 0% Schalter umlegen. Die vertikale Linie springt
zwischen der linken und rechten Seite.
SYM ASY STO SEL
Beispiele:
Da wir den Mixerneutralpunkt weiter oben auf -75 % Asymmetrische Mischanteile 1. Zum Öffnen und Schließen einer Schleppkupplung
Steuerweg eingestellt haben, wird das Höhenru- wurde der Schalter SW 3 bereits im Menü »Geber­
der („HR“) bereits in Neutrallage der Landeklappen Oft werden aber auch beiderseits des Mixerneutral-
punktes unterschiedliche Mischwerte benötigt. einstellung« dem Steuerkanal 6 zugewiesen:
eine – geringe – Wirkung in Richtung „tief“ zeigen, die
natürlich nicht erwünscht ist. Verschieben Sie also, wie Stellen Sie dazu ggf. den Offset des als Beispiel verwen- E5 frei +100% +100%
weiter oben bereits beschrieben, den Mixerneutralpunkt deten Mixers „6  HR“ wieder auf 0 % (siehe Abbildung E6 3 +100% +100%
auf -100 % Steuerweg. oben).
Wechseln Sie nun ggf. mit der Auswahltaste  der
MIX1 6 HR linken Vier-Wege-Taste nach oben, in die Zeile „Weg“:
In der untersten Displayzeile erscheint SYM und ASY Weg +
Weg +20% +20%
anstelle von STO und SEL.
Offs –100% Da sich bei den anschließenden Schleppflügen ge-
Wählen Sie mit der Auswahltaste  der linken Vier-We- zeigt hat, dass während des Schleppvorgangs immer
ge-Taste das ASY-Feld an und drücken Sie dann die mit leicht gezogenem Höhenruder geflogen werden
STO SEL
ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste: Wenn Sie muss, soll nun bei geschlossener Schleppkupplung
Wenn Sie jetzt den Offset von -75 % auf 0 % Steuerweg jetzt den beispielhaft dem Eingang 6 zugewiesenen Pro- das am Empfängerausgang 3 angeschlossene Hö-
zurücksetzen würden, indem Sie mit der Auswahltaste portional-Drehgeber „DG“ jeweils in die entsprechende henruderservo automatisch etwas auf „hoch“ ge-
 der linken Vier-Wege-Taste das SEL-Feld anwählen Richtung bewegen, lassen sich die Mischanteile für jede trimmt werden. Im von Seite 122 bereits bekannten
und nach Aktivierung des Wertefeldes mittels Drü- der beiden Steuerrichtungen, d. h. links bzw. rechts des Display wurde der vierte Mixer hierfür eingerichtet,
cken der ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste eingestellten Offsetpunktes, mit den Auswahltasten der und zwar mit dem Schaltkanal „S“ als Mixereingang.
gleichzeitig die beiden Auswahltasten  der rechten linken Vier-Wege-Taste einstellen, z. B.: Bringen Sie nun den ausgewählten Schalter in die
Vier-Wege-Taste (CLEAR) drücken, erhielten Sie MIX1 6 HR AUS-Stellung und wechseln Sie dann …
folgendes Bild:
Weg +55% +20%
Offs 0%

SYM ASY

* N.N. = Nomen Nominandum (der zu nennende Name)


Programmbeschreibung: freie Mixer 125
2. Dieses Beispiel bezieht sich auf Hubschraubermo-
M1 6 HR 5
delle:
M2 K1 HR G1
M3 Tr HR 6 ––– Bei Hubschrauber mit 1 bis max. 3 Taumelscheiben­
M4 S HR 3 servos wird üblicherweise der Empfängeranschluss 5
M5 ?? ?? ––– für die Empfindlichkeitseinstellung des Gyro benutzt.
Typ von zu Falls Sie jedoch beispielsweise einen Gyro ohne sen-
derseitige Einstellung benutzen oder auf eine sol-
… auf die Einstellseite des Mixers. che verzichten, kann der Steuerkanal 5 anderwei-
Hier wählen Sie mit der Auswahltaste  der lin- tig verwendet werden. Wenn Sie in diesem Fall die
ken Vier-Wege-Taste die Zeile „Offs“ an und stellen, Pitchtrimmung über den ggf. noch freien Proportio-
wie auf der linken Seite unter „Hinweise“ beschrie- nal-Drehgeber „DG“ vornehmen möchten, dann wei-
ben, manuell über SEL den benötigten Schalter-Off- sen Sie diesen im Menü »Gebereinstellung«, Seite
set ein, z. B.: 80, dem Eingang „E5“ zu.
MIX3 S HR Anschließend definieren Sie einfach einen freien Mi-
xer „5  1“ mit einem symmetrischen Mischanteil
Weg 0% 0% von z. B. 25 %. Dieser Geber wirkt dann aufgrund der
Offs +100% internen Kopplung gleichermaßen auf alle vorhan-
denen Pitchservos, ohne das Gasservo zu beeinflus-
STO SEL sen.

Wechseln Sie anschließend in die Zeile „Weg“ MIX1 5 1


und drücken dann die ENT-Taste () der rechten
Weg +25% +25%
Vier-Wege-Taste. In den nun inversen Wertefeldern
Offs 0%
stellen Sie – nachdem Sie den ausgewählten Schalter
in die Mixer-EIN-Stellung gebracht haben – den benö-
SYM ASY
tigten M
­ ischanteil mit den Auswahltasten der linken
Vier-Wege-Taste ein. Bei Anwendung dieses Mixers MUSS dann allerdings
MIX3 S HR der Empfängeranschluss 5 frei bleiben.

Weg +10% +10%


Offs +100%

SYM ASY

126 Programmbeschreibung: freie Mixer


TS-Mixer
Pitch-, Roll- und Nickmixer
Dieser Menüpunkt ist bei Wahl von „1 Servo“ TS – MIXER
Nicken) nicht ordnungsgemäß den Steuerknüppeln
in der Zeile „Taumelsch.“ des Untermenüs Ptch +61% folgen, so verändern Sie zunächst die Mischrichtungen
„Modelltyp“ des Menüs »Modelltyp- und Roll +61% („+“ bzw. „-“), bevor Sie versuchen, die Servodrehrich-
Phaseneinstellung« aus der Multifunktionsliste ausge- Nick +61% tungen anzupassen.
blendet:
Hinweis:
Achten Sie darauf, dass bei einer Verände-
allg. Fail- Lehrer Info-
rung der Mischwerte die Servos nicht
Einst. Safe Schül. Anz. Im Untermenü „Modelltyp“ des Menüs »Modelltyp- und
mechanisch auflaufen.
Phaseneinstellung« haben Sie in der Zeile „Tau-
melsch.“ (Taumelscheibe) festgelegt, wie viele Servos
für die Pitchsteuerung in Ihrem Helikopter eingebaut
sind, siehe ggf. Seite 70. Mit dieser Festlegung wer-
Haben Sie dagegen in der Zeile „Taumelsch.“ des Un- den automatisch die Funktionen für Rollen, Nicken und
termenüs „Modelltyp“ des Menüs »Modelltyp- und Pha- Pitch entsprechend miteinander gekoppelt, sodass Sie
seneinstellung« mindestens „2 Servo“ ausgewählt … selbst keine weiteren Mixer definieren müssen.
Bei Hubschraubermodellen, die mit nur 1 Pitchservo
Taumelsch. 2 Ser vo angesteuert werden, ist dieser Menüpunkt »­ TS-Mixer«
M-Stopp –100% +150% ––– dagegen überflüssig, da die insgesamt drei Taumel-
Rotor-Drehr. rechts scheibenservos für Pitch, Nicken und Rollen software­
Pitch min hinten
seitig getrennt voneinander – also mixerlos – betrieben
Autorotat. –––
werden. In diesem Fall steht Ihnen dieses Menü in der
Multifunktionsliste dann auch konsequenterweise nicht
…, steht Ihnen der Menüpunkt »TS-Mixer« in der Multi- zur Verfügung. Bei allen anderen Anlenkungen mit 2 …
funktionsliste zur Auswahl zur Verfügung: 4 Pitchservos sind die Mischanteile und Mischrichtun-
gen standardmäßig, wie im obigen Display zu sehen,
TS- allg. Fail- Lehrer mit jeweils +61 % voreingestellt und können bei Bedarf
Mixer Einst. Safe Schül. nach einem Druck auf die Taste ENT () der rechten
Vier-Wege-Taste mit deren Auswahltasten zwischen
Info- ±100 % variiert werden.
Anz. Gleichzeitiges Drücken der Auswahltasten  der
linken Vier-Wege-Taste (CLEAR) stellt den Mischanteil
Mit einem Druck auf die ENT-Taste () der rechten im inversen Feld wieder auf den Standardwert +61 %
Vier-Wege-Taste öffnen Sie diesen: zurück.
Sollte die Taumelscheibensteuerung (Pitch, Rollen und

Programmbeschreibung: TS-Mixer - Hubschraubermodell 127


Allgemeine Einstellungen
Sender-Grundeinstellung
Blättern Sie mit den Auswahltasten der linken Vier-We- Hinweis: Feld auf „Ni-MH“ zurück.
ge-Taste zum Menüpunkt »allg. Einst« des Multifunkti- Einstellungen in diesem Menü werden
Warnschwelle Akku
onsmenüs: senderweit nur einmal vergeben. Nach Aufruf
dieses Menüs in einem anderen Modellspei- Akkutyp Ni-MH
allg. Fail- Lehrer Info- cher erscheinen deshalb immer die zuletzt gültigen Warnschw. Akku 4.7V
Einst. Safe Schül. Anz. Einstellungen. Tastenreaktion 2
Kontrast 0
Programmierung Display Licht unbeg
1. Wählen Sie die betreffende Zeile mit den Auswahl-
tasten  der linken Vier-Wege-Taste an und drü-
cken Sie anschließend die Taste ENT () der In dieser Zeile können Sie die Warnschwelle der Anzei-
TS- allg. Fail- Lehrer rechten Vier-Wege-Taste. ge …
Mixer Einst. Safe Schül. 2. Im nun inversen Wertefeld verändern Sie mit den Akku muss
Auswahltasten der linken Vier-Wege-Taste den jewei- geladen
Info- ligen Vorgabewert. werden !!
Anz. 3. Mit einem Druck auf die ESC-Taste () oder die
… – abhängig von der Wahl des Akkutyps in der Zeile
ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste schlie-
darüber – in Schritten von 0,1 Volt zwischen 4,5 und
Mit einem Druck auf die ENT-Taste () der rechten ßen Sie Ihre Eingabe ab.
5,5 V (NiMH-Akku) bzw. 3,4 und 4,2 V (Lith.-Akku)
Vier-Wege-Taste öffnen Sie diesen Menüpunkt:
Akkutyp beliebig vorgeben.
Akkutyp Ni-MH Stellen Sie hier aber keinesfalls einen zu
Akkutyp Ni-MH
War nschw. Akku 4.7V niedrigen Wert ein, damit Sie noch ausrei-
2 War nschw. Akku 4.7V
Tastenreaktion chend Zeit haben, Ihr Modell im Falle einer
Kontrast Tastenreaktion 2
0 Akku-Warnung sicher zu landen.
unbeg Kontrast 0
Display Licht
Display Licht unbeg Gleichzeitiges Drücken der Auswahltasten  der
Ländereinst. Europa
linken Vier-Wege-Taste (CLEAR) schaltet im inversen
Sprachlautst. 3
Signallautst. 3 Feld auf 4,7 bzw. 3,4 V zurück.
rücks. Buchse OHRH In dieser Zeile teilen Sie dem Sender mit, ob dessen
DATA sel. Telemetrie Stromversorgung aus einem vierzelligen NiMH-Akku
oder aus einem 1s-Lithium-Akku erfolgt. Abhängig von
dieser Einstellung, wird Ihnen in der – nächsten – Zeile
In diesem Menü werden senderspezifische Grundein- „Warnschwelle Akku“ ein angepasster Spannungsbe-
stellungen eingegeben. reich zur Auswahl angeboten.
Gleichzeitiges Drücken der Auswahltasten  der
linken Vier-Wege-Taste (CLEAR) schaltet im inversen
128 Programmbeschreibung: allgemeine Einstellungen
Tastenreaktion Wählen Sie dazu mit den Auswahltasten  der linken Ländereinstellung
Vier-Wege-Taste die Zeile „Kontrast“ an:
Akkutyp Ni-MH Warnschw. Akku 4.7V
War nschw. Akku 4.7V Akkutyp Ni-MH Tastenreaktion 2
Tastenreaktion 2 War nschw. Akku 4.7V Kontrast 0
Kontrast 0 Tastenreaktion 2 Display Licht unbeg
Display Licht unbeg Kontrast 0 Ländereinst. Europa
Display Licht unbeg

In dieser Zeile können Sie die Reaktion des Senders Die Ländereinstellung ist erforderlich, um diversen
auf Drücken einer der Vier-Wege-Tasten im Bereich Drücken Sie anschließend kurz die Taste ENT () der Richtlinien (FCC, ETSI, IC etc.) gerecht zu werden.
von 1 bis 10 wählen. Je höher der eingestellte Wert, rechten Vier-Wege-Taste. Im nun inversen Wertefeld Schalten Sie deshalb entsprechend zwischen „America“
desto länger ist eine Taste zu drücken, bis eine Reaktion können Sie mit den Auswahltasten der linken Vier-We- und „Europa“ um.
erfolgt und umgekehrt. ge-Taste den Display-Kontrast im Bereich von ±20 Gleichzeitiges Drücken der Auswahltasten  der
Gleichzeitiges Drücken der Auswahltasten  der einstellen. linken Vier-Wege-Taste (CLEAR) stellt im inversen Feld
linken Vier-Wege-Taste (CLEAR) stellt im inversen Feld Gleichzeitiges Drücken der Auswahltasten  der auf „Europa“ zurück.
auf „2“ zurück. linken Vier-Wege-Taste (CLEAR) stellt im inversen Feld
auf „0“ zurück. Sprachlautstärke
Kontrast
Display Licht Tastenreaktion 2
Um bei jedem Wetter und bei jeder Temperatur die op- Kontrast 0
timale Ablesbarkeit des Displays der mz-12 HoTT zu Akkutyp Ni-MH Display Licht unbeg
gewährleisten, können Sie dessen Kontrast einstellen: War nschw. Akku 4.7V Ländereinst. Euro
Tastenreaktion 2 Sprachlautst. 3
Kontrast 0
M-01 Stop 0:00 Display Licht unbeg
Flug 0:00 In dieser Zeile wird die Lautstärke der über den rücksei-
5.2V
tigen Ohrhöreranschluss erfolgenden Sprachausgabe im
0:02h
In dieser Zeile wird festgelegt, wie lange die Hinter- Bereich von „0“ bis „10“ festgelegt.
N R
grundbeleuchtung des Displays nach dem Einschalten Gleichzeitiges Drücken der Auswahltasten  der
des Senders oder der letzten Tastenbetätigung an linken Vier-Wege-Taste (CLEAR) stellt im inversen Feld
bleiben soll. auf „3“ zurück.
M-01 Stop 0:00 Zur Auswahl stehen „unbeg(renzt)“, „30 s“, „60 s“ und
Flug 0:00
„120 s“.
5.2V
0:02h Gleichzeitiges Drücken der Auswahltasten  der
N R linken Vier-Wege-Taste (CLEAR) stellt im inversen Feld
auf „unbegrenzt“.
Programmbeschreibung: allgemeine Einstellungen 129
Signallautstärke Spannung der Empfängerstromversorgung ebenso auf der Smart-Box im Rahmen des Menüs „EXTERNAL
ausgeblendet wie in der Mitte unten die Anzeige der MONITOR“.
Kontrast 0 Senderbetriebsart:
Display Licht unbeg „BLUETOOTH“
Ländereinst. Euro 0.0V Das an den drei unteren Kontakten der Data-Buchse
Sprachlautst. 3 anliegende Datenprotokoll ist auf die Bedürfnisse des
M-01 Stop 0:00
Signallautst. 3 Flug 0:00 externen Bluetooth-Moduls, Best.-Nr. 8351, abgestimmt
5.5V DSC und somit insbesondere zur Übertragung von Teleme-
0:23h trie-Daten und etwaiger Sprachausgaben auf für die
In dieser Zeile wird die Lautstärke des senderinternen „Graupner HoTT Viewer App für Android“ kompatiblen
Tongenerators im Bereich von „0“ bis „6“ festgelegt. Smartphones und/oder Tablets geeignet.
Gleichzeitiges Drücken der Auswahltasten  der Darüber hinaus wird das üblicherweise nach dem
Die per „Bluetooth“-Mode ausgegebenen
linken Vier-Wege-Taste (CLEAR) stellt im inversen Feld Wiedereinschalten des Senders erscheinende Hinweis-
Daten können bei Bedarf mit Hilfe der
auf „3“ zurück. fenster …
Smart-Box und deren Option „MODEL
rückseitige Buchse HF EIN/AUS? SELECT“ rudimentär überprüft werden.
EIN AUS Hinweis zur Smart-Box:
Display Licht unbeg
Ländereinst. Euro … ausgeblendet und im Wertefeld der Zeile „HF-Modul“ Die Menüs unter dem Oberbegriff „SETTING
Sprachlautst. 3 des Menüs »Sendereinstellung«, Seite 95, stan- AND DATAVIEW“ ergänzen HoTT-Sender der
Signallautst. 3 dardmäßig „AUS“ eingetragen. ersten Generation um die Funktionen des
rücks. Buchse OHRH gleichnamigen Menüpunktes im Telemetrie-Menü
DATA sel. heutiger HoTT-Sender, siehe Abschnitt „EINSTELLEN,
ANZEIGEN“ ab Seite 146. Völlig unabhängig davon
In dieser Zeile wird festgelegt, welches Signal aktuell Ländereinst. Euro können direkt an die Smart-Box angeschlossene
über den rückseitigen 3,5 mm Klinkenstecker ausgege- Sprachlautst. 3 Sensoren jederzeit mit Hilfe dieser Menüpunkte
ben wird. Zur Auswahl stehen „OHRH(örer)“ und „DSC“. Signallautst. 3 eingestellt und angezeigt werden. Bei direktem
Gleichzeitiges Drücken der Auswahltasten  der rücks. Buchse OHRH
Anschluss eines Empfängers bleibt jedoch das Display
linken Vier-Wege-Taste (CLEAR) stellt im inversen Feld DATA sel. Telemetrie
der Smart-Box leer.
auf „OHRH“ zurück.
Gleichzeitiges Drücken der Auswahltasten  der
Hinweis: In dieser Zeile wird festgelegt, welches Signal aktuell linken Vier-Wege-Taste (CLEAR) stellt im inversen Feld
Mit der Umschaltung auf DSC-Betrieb ändert über die untere Reihe der rückseitigen Data-Buchse auf „Telemetrie“ zurück.
sich auch die Grundanzeige: Rechts im ausgegeben wird.
Display erscheint DSC und in der Info-Leiste
„Telemetrie“
am oberen Displayrand werden mit Ausnahme des
Das an den drei unteren Kontakten der Data-Buchse an-
Schlosssymbols und ggf. der Anzeige der aktuellen
liegende Datenprotokoll eignet sich zur Datenausgabe
130 Programmbeschreibung: allgemeine Einstellungen
Für Ihre Notizen 131
Fail Safe

Blättern Sie mit den Auswahltasten der linken Vier-We- Empfänger. zeit“ in eine frei wählbare Position („Pos“) bewe-
ge-Taste zum Menüpunkt »Fail-Safe« des Multifunkti- Solange Sie im aktuell aktiven Modellspeicher noch gen.
onsmenüs: keine Fail-Safe-Programmierung vorgenommen haben, Wählen Sie mit den Auswahltasten  der linken
erscheint beim Einschalten des Senders in der Basisan- Vier-Wege-Taste den gewünschten Servoanschluss 1
allg. Fail- Lehrer Info- zeige für einige Sekunden der Hinweis: bis 6 () und drücken Sie jeweils die ENT-Taste () der
Einst. Safe Schül. Anz. rechten Vier-Wege-Taste, um zwischen „halt-„ ( ) und
Fail-Safe
ein- „Positions“-Modus ( ) beliebig umzuschalten:
stellen! FAIL SAFE

Programmierung Pos
Mit einem kurzen Druck auf die ENT-Taste () der
Die Funktion „Fail Safe“ bestimmt das Verhalten des halt
rechten Vier-Wege-Taste öffnen Sie diesen Menüpunkt: 1 2 3 4 5 6
Empfängers sowohl unmittelbar nach dem Einschalten
FAIL SAFE der Empfangsanlage wie auch im Falle einer Störung Verzög 0.25s STO
der Übertragung vom Sender zum Empfänger.
Wählen Sie anschließend mit den Auswahltasten 
Pos Die an den Empfängerausgängen 1 bis max. 6 ange-
halt der linken Vier-Wege-Taste die Option „Verzögerung“ im
schlossenen Servos können deshalb … Display links unten an …
1 2 3 4 5 6 • … nach dem Einschalten der Empfangsanlage und
Verzög 0.25s STO FAIL SAFE
solange noch keine Funkverbindung zum Sender
Die systembedingte höhere Betriebssicherheit des besteht, unverzüglich die zuvor im Empfänger ge-
speicherten Positionen einnehmen. Völlig unabhän- Pos
HoTT-Systems gegenüber der klassischen PPM-Tech-
gig davon, ob der jeweilige Ausgang auf „hold“ oder halt
nologie ergibt sich daraus, dass der im HoTT-Empfänger 1 2 3 4 5 6
eingebaute Mikroprozessor nicht nur ausschließlich die „Pos“ programmiert ist.
Verzög 0.25s STO
Signale „seines“ Senders verarbeitet, sondern auch Standardmäßig ist bis zum erstmaligen
„unsauber“ empfangene Steuersignale noch aufbereiten Speichern von Fail-Safe-Positionen die … und wählen Sie nach einem Druck auf die ENT-Taste
kann. Erst wenn diese, z. B. durch Fremdstörungen, zu Mittenposition vorgegeben. () der rechten Vier-Wege-Taste mit den Auswahltasten
sehr verfälscht oder gar verstümmelt wurden, ersetzt der • … im Falle einer Störung wahlweise … der linken Vier-Wege-Taste unter den vier möglichen
Prozessor – abhängig von den nachfolgend beschriebe- 1. … die momentane Position beibehalten („halt“). Verzögerungszeiten (0,25 s, 0,5 s, 0,75 s und 1 s) eine
nen Einstellungen – die gestörten Signale automatisch Alle auf „halt(en)“ programmierten Servos bleiben Ihnen genehme aus.
durch im Empfänger zwischengespeicherte Steuersig- im Falle einer Übertragungsstörung so lange an Gleichzeitiges Drücken der Auswahltasten  der
nale. Dadurch werden z. B. auch kurzzeitige Störungen, den vom Empfänger zuletzt als korrekt erkannten linken Vier-Wege-Taste (CLEAR) stellt im inversen Feld
wie Feldstärkelöcher o. ä. ausgeblendet, welche sonst Positionen stehen, bis ein neues, korrektes Steu- auf den Vorgabewert 0,75 s zurück.
zu den bekannten „Wacklern“ führen würden. In diesem ersignal beim Empfänger eintrifft. Wählen Sie abschließend mit den Auswahltasten 
Fall leuchtet für die Dauer der Störung die rote LED am 2. … nach Ablauf der vorgewählten „Verzögerungs- der linken Vier-Wege-Taste das STO-Feld im Display

132 Programmbeschreibung: Fail Safe


rechts unten an und schalten Sie spätestens jetzt Ihre Sie für einen Fail-Safe-Fall wenigstens die Motor-
Empfangsanlage ein. Bringen Sie dann die Servos, drosselposition bei Verbrennermodellen auf Leer-
die Sie in den Positionsmodus geschaltet haben, über lauf bzw. die Motorfunktion bei Elektromodellen
die jeweils zugehörigen Bedienelemente des Senders auf Stopp bzw. bei Heli-Modellen auf „Hold“ pro-
GLEICHZEITIG in die gewünschten Positionen und grammieren. Das Modell kann sich dann im Stö-
halten Sie diese solange, bis Sie mit einem Druck auf rungsfall nicht so leicht selbstständig machen
die ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste diese und so Sach- oder gar Personenschäden hervor-
Positionen als Fail-Safe-Einstellungen im Empfänger rufen. Ziehen Sie ggf. einen erfahrenen Piloten zu
gespeichert haben, sodass dieser im Störungsfall darauf Rate.
zurückgreifen kann.
Die erfolgte Abspeicherung wird im Display kurzzeitig
bestätigt:
FAIL SAFE

Pos Position
halt gespeicher t
1 2 3 4 5 6
Verzög 0.25s STO

Anderenfalls überprüfen Sie Ihre Sende- und Emp-


fangsanlage auf ordnungsgemäße Funkverbindung und
wiederholen anschließend den Vorgang.
ACHTUNG:
• Beachten Sie bitte, dass die Fail-Sa-
fe-Einstellungen ausschließlich im
Empfänger gespeichert werden! Zu
diesem also zum Zeitpunkt des Antippens von
STO eine Funkverbindung bestehen muss!
• Da die Fail-Safe-Einstellungen ausschließlich im
Empfänger gespeichert sind, sind diese nach ei-
nem Empfängerwechsel zu erneuern und im bis-
herigen Empfänger, ggf. per Reset wie auf Seite
39 beschrieben, vorsichtshalber zu löschen.
• Nutzen Sie dieses Sicherheitspotenzial, indem
Programmbeschreibung: Fail Safe 133
Lehrer/Schüler
Verbindung zweier Sender für L/S-Betrieb mit LS-Kabel
Der Sender mz-12 HoTT verfügt standard- also den/die Sender ein oder wechseln Sie in die Schalter zugewiesen (SW: --- links unten bzw. –S links in
mäßig auf der Senderrückseite über eine Grundanzeige: der Abbildung).
Buchse zum Einstecken von 3,5 mm Klinken-
stecker, siehe Seite 23. Wie ebendort beschrieben, Einstellung Lehrer-Sender
kann diese Buchse wahlweise zum Anschluss von M-01 Stop 0:00 Bis zu sechs Funktionseingänge (siehe „Begriffsdefini-
Flug 0:00 tionen“ auf Seite 46) eines Lehrer-Senders mz-12
Ohrhörern, Flug­simulatoren wie auch zur Integration des
5.2V DSC
Senders in ein kabelgebundenes Lehrer-/Schülersystem HoTT können einzeln oder in beliebiger Kombination an
0:02h
genutzt werden. Die Umschaltung des Ausgangssignal N R
einen Schüler-Sender übergeben werden.
dieser Buchse von „Audiosignal“ auf „Datenübertragung“ Die untere, mit „L“ bezeichnete Display-Zeile kennzeich-
bzw. umgekehrt ist jedoch zuvor in der Zeile „rückseitige net daher diejenigen Steuerfunktions-Eingänge, mit
Lehrer-/Schüler-Betrieb
Buchse“ des Menüs »allgemeine Einstellungen«, welchen die Steuerfunktionen 1 … 4 (Kreuzknüppelfunk-
Um senderseitig die nötigen Einstellungen vornehmen
siehe Seite 130, durch die Wahl von „OHRH(örer)“ bzw. tionen beim Flächen- und Heli-Modell) fest verbunden
zu können, blättern Sie mit den Auswahltasten der sind sowie die frei belegbaren Eingänge 5 und 6 des
„DSC“ vorzunehmen.
linken Vier-Wege-Taste zum Menüpunkt »Lehrer/Sch« Menüs »Gebereinstellung«.
ACHTUNG: des Multifunktionsmenüs:
Im Falle des hier zu beschreibenden Hinweis:
kabelgebundenen Lehrer-/Schüler-Be- allg. Fail- Lehrer Info- Welche Geber im einzelnen den ggf. dem
triebs sind Sender vom Typ mz-12 HoTT Einst. Safe Schül. Anz. Schüler zu übergebenden Steuerfunk-
in der Zeile „rückseitige Buchse“ des Menüs »allge- tions-Eingängen zugewiesen sind, ist im
meine Einstellungen« zwingend auf „DSC“ einzu- Prinzip unerheblich. Deren Zuordnung im Menü
stellen. »Gebereinstellung« ist jedoch nur bei ausgeschalteter
Lehrer-Schüler-Verbindung möglich.
Display Licht unbeg
Mit einem Druck auf die ENT-Taste () der rechten Wählen Sie mit den Auswahltasten  der linken
Ländereinst. Euro
Vier-Wege-Taste öffnen Sie diesen Menüpunkt: Vier-Wege-Taste die an den Schüler zu übergebenden
Sprachlautst. 3
Signallautst. 3 Steuerfunktions-Eingänge 1 bis maximal 6 () an und
TRAINER/Schül
rücks. Buchse DSC drücken Sie jeweils kurz die ENT-Taste () der rechten
–S Vier-Wege-Taste, um zwischen „L(ehrer)“ ( ) und
L „S(chüler)“ ( ) umzuschalten:
Die Ausgabe akustischer Signale und Ansagen 1 2 3 4 5 6
während eines Lehrer-/Schüler-Betriebs ist deshalb TRAINER/Schül
SW: ––– BIND: n/v
NICHT möglich.
–S
Vergewissern Sie sich also VOR Aufnahme Hinweis: L
eines kabelgebunden Schulungsbetriebes Obige Abbildung zeigt den Ausgangszustand 1 2 3 4 5 6
von der Einstellung der betroffenen Sender dieses Menüs: Es wurden weder Geber an SW: ––– BIND: n/v
auf „DSC“, siehe nachfolgende Abbildung. Schalten Sie den Schüler freigegeben ( ) noch ein
134 Programmbeschreibung: Lehrer/Schüler-System
Bei der Zuordnung der Steuerfunktionen sind die übli- Modulationsart PPM(10, 16, 18 oder 24) eingestellt
TRAINER/Lehr.
chen Konventionen einzuhalten: ist.
Kanal Funktion S Einstellung Schüler-Sender
1 Motor/Bremse bzw. Pitch L
Das vom Schüler zu steuernde Modell muss komplett,
1 2 3 4 5 6
2 Querruder bzw. Rollen n/v
d. h. mit all seinen Funktionen einschließlich Trimmung
SW: 2 BIND:
und etwaigen Mischfunktionen, in einen Modellspei-
3 Höhenruder bzw. Nicken
cherplatz des Lehrer-Senders einprogrammiert und
4 Seitenruder bzw. Heckrotor Hinweis:
gegebenenfalls der HoTT-Empfänger des betreffenden
Die eben beschriebene Schalterzuweisung
Modells an den Lehrer-Sender „gebunden“ sein. Prin-
Um die Übergabe durchführen zu können, müssen Sie bestimmt, von welchem Sender die Lehrer-
zipiell jedoch kann ein Schüler-Sender mz-12 HoTT
noch links unten im Display einen Lehrer-Schüler-Um- und von welchem die Schüler-Funktion
auch mit einem Lehrer-Sender aus dem „klassischen“
schalter zuordnen. Platzieren Sie dazu die Markierung ausgeht. Einem Schüler-Sender darf in diesem Menü
35-/40-MHz-Bereich verbunden werden, da an der
mit den Auswahltasten der linken Vier-Wege-Taste links deswegen NIEMALS ein Schalter zugewiesen sein. Die
DSC-Buchse eines HoTT-Senders das vom Lehrer-Sen-
unten rechts neben „SW:“ und weisen Sie, wie im Ab- Kopfzeile wechselt deshalb auch von „Trainer/
der benötigte PPM-Signal anliegt.
schnitt „Geber-, Schalter und Geberschalterzuordnung“ Schüler“ zu „Trainer/Lehrer“, sobald ein Schalter
Als Schüler-Sender eignet sich beinahe jeder Sender
auf Seite 48 beschrieben, einen Schalter zu. zugewiesen wurde.
aus dem ehemaligen Graupner- und aktuellen Graup-
Verwenden Sie dazu vorzugsweise einen der beiden Das vom Schüler zu steuernde Modell muss komplett, ner-Programm mit mindestens 4 Steuerfunktionen. Der
Momentschalter SW 2 oder 7, um die Steuerung jeder- d. h. mit all seinen Funktionen einschließlich Trimmung Schüler-Sender ist jedoch ggf. mit dem jeweiligen An-
zeit an den Lehrer-Sender zurücknehmen zu können. und etwaigen Mischfunktionen, in einen Modellspeicher- schlussmodul für Schüler-Sender auszurüsten. Dieses
TRAINER/Lehr. platz des Lehrer-Senders mz-12 HoTT einprogram- ist entsprechend der jeweils mitgelieferten Einbauanlei-
miert und auch der HoTT-Empfänger des betreffenden tung an der Senderplatine anzuschließen.
–S Modells an den Lehrer-Sender „gebunden“ sein, da die- Die Verbindung zum Lehrer-Sender erfolgt mit dem
L ser letztlich auch im Schülerbetrieb das Modell steuert. jeweils erforderlichen Kabel, siehe nächste Doppelseite.
1 2 3 4 5 6 Ein Lehrer-Sender mz-12 HoTT kann mit jedem Genauere Informationen dazu finden Sie im Graup-
SW: 2 BIND: n/v geeigneten Schüler-Sender verbunden werden, auch mit ner-Hauptkatalog FS sowie im Internet unter www.
Sendern aus dem „klassischen“ 35-/40-MHz-Bereich. graupner.de.
Da zu diesem frühen Zeitpunkt der Programmierung Sofern der Anschluss schülerseitig jedoch
eines LS-Systems kaum ein betriebsbereiter Schü- Die Steuerfunktionen des Schüler-Sen-
NICHT über eine zweipolige DSC-Buchse ders MÜSSEN ohne Zwischenschaltung
ler-Sender am Lehrer-Sender angeschlossen sein wird, erfolgt, sondern beispielsweise an einer
reagiert der Sender auf den im Zuge der Schalterzuord- irgendwelcher Mischer direkt auf die
dreipoligen LS-Buchse aus dem Sortiment von Graup- Steuerkanäle, d. h. Empfängerausgänge, wirken.
nung geschlossenen Schalter mit akustischen Warnhin- ner, ist Grundvor­aussetzung zur korrekten Verbin-
weisen. Öffnen Sie also wieder den eben zugewiesenen Bei Sendern der Serie „mc“ oder „mx“ wird am besten
dung mit einem Schüler-Sender, dass völlig unab-
Schalter: ein freier Modellspeicher mit dem benötigten Modelltyp
hängig von der im Lehrer-Sender genutzten
(„Fläche“ oder „Heli“) aktiviert, dem Modellnamen „Schü-
Modulationsart, im Schüler-Sender IMMER die
Programmbeschreibung: Lehrer/Schüler-System 135
ler“ versehen und die Steueranordnung (Mode 1 … 4) Sofern Sie neben den Funktionen der beiden Kreuz- Schüler-Senders stecken.
sowie „Gas min vorne/hinten“ an die Gewohnheiten des knüppel (1 … 4) weitere Steuerfunktionen dem Schü-
Wichtige Hinweise:
Schülers angepasst. Alle anderen Einstellungen ver- ler-Sender übergeben wollen, sind im Menü »Geberein-
bleiben in der jeweiligen Grundstellung. Beim Modelltyp stellung« des Schüler-Senders denjenigen Eingängen, • Überprüfen Sie unbedingt VOR Auf-
„Helikopter“ wird zusätzlich noch die Gas-/Pitchumkehr die den im Menü »Lehrer/Schüler« des Lehrer-Senders nahme eines Lehrer-/Schüler-Betriebs
und die Leerlauftrimmung im Schüler-Sender entspre- frei gegebenen Funktionseingängen 5 und 6 entspre- am betriebsbereiten Modell alle Funkti-
chend eingestellt. Alle anderen Einstellungen sowie chen, abschließend noch Bedienelemente zuzuweisen. onen auf korrekte Übergabe.
Misch- und Koppelfunktionen erfolgen ausschließlich im • Stecken Sie keinesfalls eines der mit „S“ oder
Wichtig: „M“ bezeichneten Enden des von Ihnen verwen-
Lehrer-Sender und werden von diesem zum Empfänger
übertragen. • Falls Sie schülerseitig vergessen deten Lehrer-/Schüler-Kabels mit 3-poligem Klin-
sollten, einen Geber zuzuweisen, bleibt kenstecker in eine Buchse des DSC-Systems. Es
Bei einem Schüler-Sender mx-20, mc-16, mc-
bei der Übergabe auf den Schüler-Sen- ist dafür nicht geeignet. Die DSC-Buchse ist aus-
20 oder mc-32 HoTT ist darüber hinaus ggf. in der das davon betroffene Servo bzw. bleiben die
der Zeile „DSC Ausgang“ des Menüs »Grundeinstel- schließlich für Kabel mit 2-poligem Klinkenste-
betroffenen Servos in der Mittenposition stehen. cker geeignet.
lung Modell« die Modulationsart an die Anzahl der zu
übergebenden Steuerkanäle anzupassen. Beispiels- • Völlig unabhängig von der Art der HF-Verbindung
Funktionsüberprüfung
weise sind im Signalpaket der Modulationsart „PPM10“ des Lehrer-Senders zum Modell, ist der Schü-
ler-Sender immer im PPM-Mode zu betreiben. Betätigen Sie den zugewiesenen Lehrer-Schüler-Schal-
nur die Steuerkanäle 1 … 5 enthalten, jedoch nicht die ter:
Kanäle 6 und höher. Soll also auch einer oder mehrere • Sollte sich ein AUSGESCHALTETER Schüler-Sen-
der durch Einstecken des Verbindungskabels • Das Lehrer-Schüler-System arbeitet einwandfrei,
der Kanäle höher als 5 vom Schüler benutzt werden
einschalten lassen, dann belassen Sie den Ein-/ wenn die Anzeige von „L“ zu „S“ wechselt.
können, dann ist eine der Modulationsarten zu wäh-
Aus-Schalter des betreffenden Schüler-Senders • Blinkt dagegen die zentrale LED des Senders schnell
len, die die benötigten Kanäle auch einschließt! Sollte
in der Stellung „AUS“, denn nur in dieser Stellung rot und ertönen gleichzeitig akustische Signale, dann
außerdem mit einem der zuvor genannten Sendern
erfolgt auch nach dem Einstecken des DSC-Ka- ist die Verbindung vom Schüler- zum Lehrer-Sender
der Schüler-Betrieb nicht mit einem neu initialisierten
bels keine HF-Abstrahlung vom Sendermodul des gestört.
Modellspeicher sondern mit einem bestehenden aufge-
nommen werden, ist unbedingt darauf zu achten, dass Schüler-Senders. Dadurch wird u. a. eine anson- Parallel dazu erscheint in der Grundanzeige die
in der Zeile „Modul“ des Menüs »Grundeinstellung sten nicht gänzlich auszuschließende Störung Warnmeldung …
Modell« „HoTT“ eingetragen ist. Anderenfalls ist nicht des Rückkanals des Lehrer-Senders vermieden. Kein
gänzlich auszuschließen, dass das an der DSC-Buchse Lehrer-Schüler-Betrieb Schüler-
anliegende PPM-Signal invertiert ist. Signal
Beide Sender werden über das passende Kabel, siehe
Bei – älteren – Sendern vom Typ „D“ und „FM“ ist die Übersicht nächste Seite, miteinander verbunden: Ste- … und im »Lehrer/Schüler«-Menü wechselt die An-
Servolaufrichtung und Steueranordnung zu überprüfen cker mit der (je nach Kabel vorhandenen) Kennzeich- zeige links im Display zu „-S“. In diesem Fall verblei-
und gegebenenfalls durch Umstecken der entsprechen- nung „M“ (Master) in die Buchse des Lehrer-Senders ben unabhängig von der Schalterstellung alle Steuer-
den Kabel anzupassen. Auch sind sämtliche Mischer bzw. Stecker mit der (je nach Kabel vorhandenen) funktionen automatisch beim Lehrer-Sender, sodass
abzuschalten bzw. auf „null“ zu setzen. Aufschrift „S“ (Student) in die jeweilige Buchse des das Modell in keinem Moment steuerlos bleibt.
136 Programmbeschreibung: Lehrer/Schüler-System
Mögliche Fehlerursachen: gestatteten Graupner-Sendern – erkennbar gerüsteten Senders) mit einem Graup-
• Schüler-Sender nicht bereit am zweipoligen Klinkenstecker an beiden ner-Lehrer-Sender mit Lehrer-Buchse des
• Interface im Schüler-Sender nicht richtig anstelle des Enden. opto-elektronischen Systems – erkennbar
HF-Moduls angeschlossen. 3290.7 Lehrer-/Schüler-Kabel zur Verbindung eines an der Kennzeichnung „M“ auf der Seite des
• Falsche Kabelverbindung: Kabelauswahl siehe Lehrer-Senders mit DSC-Buchse (z. B. mz- dreipoligen Klinkensteckers.
nebenstehend 12 HoTT oder auch eines mit dem op- Weitere Informationen über die in diesem Abschnitt
• Schüler-Sender nicht auf PPM(10, 16, 18 oder 24)- tionalen DSC-Modul Best.-Nr. 3290.24 erwähnten Kabel und Module der Lehrer- bzw. Schü-
Mode umgeschaltet. nachgerüsteten Senders) mit einem Graup- ler-Sender finden Sie in der jeweiligen Senderanleitung,
ner-Schüler-Sender mit Schüler-Buchse des im Graupner Hauptkatalog FS sowie im Internet unter
• Fehlendes „Binding“ zwischen Lehrer-Sender und
opto-elektronischen Systems – erkennbar www.graupner.de.
HoTT-Empfänger im Schulungsmodell.
an der Kennzeichnung „S“ auf der Seite des
• „EXT.PPM“ im Menü »Grundeinstellung Modell« Hinweis:
dreipoligen Klinkensteckers.
bestimmter Sender auf „invers“. Die unten dargestellten Verbindungssche-
3290.8 Lehrer-/Schüler-Kabel zur Verbindung eines men stellen die zum Zeitpunkt der Erstellung
Lehrer-/Schüler-Kabel Schüler-Senders mit DSC-Buchse (z. B. des Handbuches möglichen Sender- bzw.
4179.1 für den Lehrer-/Schüler-Betrieb zwischen mz-12 HoTT oder auch eines mit dem op- Senderkombinationen dar.
zwei beliebigen, mit einer DSC-Buchse aus- tionalen DSC-Modul Best.-Nr. 3290.24 nach-

Verbindungsschema

Schüler-Sender mz-12 HoTT Lehrer-Sender mz-12 HoTT

Lehrer-/Schü- Lehrer-/Schü- Lehrer-/Schü- Lehrer-/Schü-


ler-Kabel ler-Kabel ler-Kabel ler-Kabel
Best.-Nr. 4179.1 Best.-Nr. 3290.8 Best.-Nr. 4179.1 Best.-Nr. 3290.7

M S

Lehrer-Sender Lehrer-Sender mit Lehrer-Modul Schüler-Sender Schüler-Sender mit Schüler-Modul


mit DSC-Buchse Best.-Nr. 3290.2, 3290.19, 3290.22 mit DSC-Buchse Best.-Nr. 3290.3, 3290.10, 3290.33

Programmbeschreibung: Lehrer/Schüler-System 137


Kabelloses HoTT-System
Das Lehrer-Schüler-System der mz-12 HoTT kann Wichtiger Hinweis: Kanal Funktion
auch drahtlos betrieben werden. Dazu wird, wie nachfol- Völlig unabhängig von den diesbezüglichen
gend beschrieben, der Lehrer-Sender mit einem Schü- Vorgaben des Lehrer-Senders MUSS bei 1 Motordrossel/Pitch
ler-Sender „verbunden“. Diese Konfiguration ist möglich einem Schülersender vom Typ mx-10 2 Querruder/Rollen
zwischen Sendern, welche im Menü »Lehrer/Schüler« HoTT mit Firmwarestand V 1a20, das Schulungsmodell 3 Höhenruder/Nicken
über die Option „BIND:“ verfügen, siehe Abbildungen in IMMER an den Schüler-Sender gebunden sein. Darüber
4 Seitenruder/Heckrotor
diesem Abschnitt. hinaus ist es für einen korrekten Schulungsbetrieb
zwingend erforderlich, dass im zur Schulung verwende- Sofern Sie neben den Funktionen der beiden Kreuz-
Vorbereiten des Schulungsbetriebes
ten Modellspeicher des Lehrer-Senders in der Zeile knüppel (1 … 4) weitere Steuerfunktionen dem Schü-
Wichtiger Hinweis: „geb. Empf.“ des Menüs »Sendereinstellung«, Seite ler-Sender übergeben wollen, sind im Menü »Geberein-
Die nachfolgende Beschreibung basiert 92, eine ggf. vorhandene Bindung gelöscht ist. Also stellung« des Schüler-Senders denjenigen Eingängen,
auf der zum Zeitpunkt der Drucklegung im Wertefeld dieser Zeile „n/v“ eingetragen ist. die den im Menü »Lehrer/Schüler« des Lehrer-Senders
dieser Anleitung zur Verfügung stehen- frei gegebenen Funktions- bzw. Gebereingängen 5 und
den Firmwareversion 1.056 der Sendersoftware. Es Schüler-Sender
6 entsprechen, abschließend noch Bedienelemente
ist jedoch nicht auszuschließen, dass nach einem Bei Graupner-HoTT-Sendern der Serie „mc“ oder
zuzuweisen.
der nächsten Updates die nachfolgende Beschrei- „mx“ wird am besten ein freier Modellspeicher mit dem
bung nicht mehr mit der dann gegebenen Funktio- benötigten Modelltyp („Fläche“ oder „Heli“) aktiviert, Wichtig:
nalität des kabellosen LS-Systems des Senders dem Modellnamen „Schüler“ versehen und die Steu- Falls Sie schülerseitig vergessen sollten,
völlig übereinstimmt. eranordnung (Mode 1 … 4) sowie „Gas min bzw. Pitch einen Geber zuzuweisen, bleibt bei der
min vorne/hinten“ an die Gewohnheiten des Schülers Übergabe auf den Schüler-Sender das
Lehrer-Sender angepasst. Alle anderen Optionen verbleiben in der davon betroffene Servo bzw. bleiben die betroffenen
Das Schulungsmodell muss komplett, d. h. mit all seinen jeweiligen Grundstellung. Durchaus sinnvoll kann es Servos in der Mittenposition stehen.
Funktionen einschließlich Trimmungen und etwaigen jedoch sein, beim Schülermodell zumindest kleinere
Ruderausschläge zu programmieren, um das Erlernen Vorbereiten von Lehrer- und Schüler-Sender
Mischfunktionen in einem Modellspeicherplatz des
HoTT-Lehrer-Senders einprogrammiert sein. der Steuermotorik zu erleichtern. Im Zuge der Übergabe Schalten Sie ggf. nun auch den Lehrer-Sender ein und
Das zur Schulung vorgesehene Modell der Steuerung an den Schüler, werden die Steuersigna- blättern Sie bei beiden Sendern mit den Auswahltasten
muss somit uneingeschränkt vom Leh- le der an den Schüler freigegebenen Steuerfunktionen der linken Vier-Wege-Taste zum Menüpunkt »Lehrer/
rer-Sender steuerbar sein. in die bereits im Lehrer-Sender vorhandenen Einstel- Schül.« des Multifunktionsmenüs:
Zum Zeitpunkt der Handbucherstellung ist zum lungen integriert und von Letzterem schlussendlich zum
Empfänger übertragen. allg. Fail- Lehrer Info-
Abschluss der Vorbereitungen das Schulungsmodell
Bei der Zuordnung der Steuerfunktionen sind die üb- Einst. Safe Schül. Anz.
an den Schüler-Sender zu binden. Eine ausführliche
Beschreibung des Binde-Vorganges finden Sie auf lichen Konventionen einzuhalten:
Seite 92.

138 Programmbeschreibung: Lehrer/Schüler-System


Mit einem Druck auf die ENT-Taste () der rechten Die untere, mit „L“ bezeichnete, Display-Zeile kenn- Momentschalter, um die Steuerung jederzeit an den
Vier-Wege-Taste öffnen Sie diesen Menüpunkt: zeichnet daher diejenigen Funktionseingänge, mit Lehrer-Sender zurücknehmen zu können:
welchen die Steuerfunktionen 1 … 4 (Kreuzknüppelfunk-
TRAINER/Schül tionen beim Flächen- und Heli-Modell) fest verbunden TRAINER/Lehr.
sind sowie die beiden frei belegbaren Eingänge 5 und 6 Kein
–S des Menüs »Gebereinstellung«. –S Schüler-
L L Signal
1 2 3 4 5 6 Hinweis: 1 2 3 4 5 6
SW: ––– BIND: n/v Welche Geber im einzelnen den ggf. dem SW: 2 BIND: n/v
Schüler zu übergebenden Eingängen
Hinweis: zugewiesen sind, ist im Prinzip unerheblich. Da zu diesem Zeitpunkt der Programmierung des
Obige Abbildung zeigt den Ausgangszustand Deren Zuordnung im Menü »Gebereinstellung« ist kabellosen LS-Systems noch keine Bindung zu einem
dieses Menüs: Es wurden weder Geber an jedoch nur bei ausgeschalteter Lehrer-Schüler-Verbin- Schüler-Sender besteht, reagiert der Sender sofort auf
den Schüler frei gegeben ( ) noch ein dung möglich. den im Zuge der Schalterzuordnung geschlossenen
Schalter zugewiesen („SW: ---“ links unten bzw. „–S“ Schalter mit entsprechenden optischen und akustischen
Wählen Sie mit den Auswahltasten  der linken Warnhinweisen. Öffnen Sie also wieder den eben zuge-
links in der Abbildung). Vier-Wege-Taste die an den Schüler zu übergebenden wiesenen Schalter:
Schüler-Sender Funktionseingänge 1 bis maximal 6 () an und drücken
Sie jeweils kurz die ENT-Taste () der rechten Vier-We- TRAINER/Lehr.
Bringen Sie den Markierungsrahmen mit den Auswahl-
ge-Taste, um zwischen „L(ehrer)“ ( ) und „S(chüler)“
tasten der linken Vier-Wege-Taste zum Eingabefeld S
( ) umzuschalten:
„BIND“. Sollte rechts neben „SW:“ ein Schalter zu L
sehen sein, ist dieser zuvor zwingend zu löschen, siehe TRAINER/Schül 1 2 3 4 5 6
Abbildung: SW: 2 BIND: n/v
–S
TRAINER/Schül L Hinweis:
1 2 3 4 5 6 Die eben beschriebene Schalterzuweisung
–S SW: ––– BIND: n/v
L bestimmt, von welchem Sender die Lehrer-
1 2 3 4 5 6 Um die Übergabe durchführen zu können, müssen und von welchem die Schüler-Funktion
SW: ––– BIND: n/v Sie noch einen Lehrer-Schüler-Umschalter zuweisen. ausgeht. Einem Schüler-Sender darf in diesem Menü
Platzieren Sie dazu die Markierung mit den Auswahl- deswegen NIEMALS ein Schalter zugewiesen sein. Die
Lehrer-Sender tasten der linken Vier-Wege-Taste links unten rechts Kopfzeile wechselt deshalb auch von „TRAINER/
Bis zu sechs Funktionseingänge (siehe „Begriffsdefiniti- neben „SW:“ und weisen Sie, wie im Abschnitt „Geber-, Schüler“ zu „TRAINER/Lehrer“, sobald ein Schalter
onen“ auf Seite 46) des Lehrer-Senders („L“) können Schalter und Geberschalterzuordnung“ auf Seite 48 zugewiesen wurde.
einzeln oder in beliebiger Kombination an den Schü- beschrieben, einen Schalter zu. Bringen Sie nun den Markierungsrahmen mit den
ler-Sender („S“) übergeben werden. Verwenden Sie dazu vorzugsweise einen der beiden Auswahltasten der linken Vier-Wege-Taste nach rechts,
Programmbeschreibung: Lehrer/Schüler-System 139
zu „BIND: n/v“: Sobald dieser Prozess abgeschlossen ist, erscheint sollte allerdings keinesfalls überschritten werden, und
in beiden Displays anstelle des blinkenden „BINDEN“ es sollten sich auch keine weiteren Personen zwischen
TRAINER/Lehr. „EIN“: Lehrer und Schüler befinden, da diese die Reichweite
des zur Verbindung der beiden Sender genutzten Rück-
S TRAINER/Lehr. kanals verringern können.
L
1 2 3 4 5 6 S In diesem Betriebsmodus sieht die Grundanzeige des
SW: 2 BIND: n/v L Lehrer-Senders folgendermaßen aus …
1 2 3 4 5 6
5.1V
Binden des Schüler-Senders an den Lehrer-Sender SW: 2 BIND: EIN
M-01 Stop 0:00
Hinweis: GRAUBELE Flug 0:00
Während des Binde-Vorganges sollte der TRAINER/Schül 5.5V RFC–Lehr.
Abstand der beiden Sender nicht allzu groß 0:12h normal
–S L S
sein. Ggf. ist die Positionierung der beiden
L
Sender zu ändern und der Binde-Prozess erneut … und die des Schüler-Senders beispielsweise so:
1 2 3 4 5 6
auszulösen. SW: ––– BIND: EIN
Lösen Sie erst beim Schüler-Sender mit einem kurzen
Druck auf die ENT-Taste () der rechten Vier-We- Sie können nun bei beiden Sendern zur Grundanzeige M-01 Stop 0:00
zurückkehren und den Schulungsbetrieb nach einge- SCHUELER Flug 0:00
ge-Taste den „BINDEN“-Prozess aus … 5.2V RFC–Schül
hender Prüfung aller Funktionen aufnehmen.
TRAINER/Schül 1:23h normal
Sollte dagegen nur bei einem oder keinem Sender „EIN“ L S
sichtbar und somit der Bindungsvorgang fehlgeschla-
–S gen sein, verändern Sie ggf. die Positionen der beiden Sollte es während des Schulungsbetriebes dennoch
L
Sender und wiederholen Sie die gesamte Prozedur. einmal geschehen, dass die Verbindung zwischen
1 2 3 4 5 6
SW: ––– BIND: BINDEN Wichtiger Hinweis: Lehrer- und Schüler-Sender verloren geht, dann über-
Überprüfen Sie unbedingt VOR der nimmt automatisch der Lehrer-Sender die Steuerung
… und unmittelbar anschließend beim Lehrer-Sender: Aufnahme eines Lehrer-/Schüler-Betriebs des Modells.
am betriebsbereiten Modell alle Funktio- Befindet sich in dieser Situation der LS-Umschalter in
TRAINER/Lehr.
nen auf korrekte Übergabe. der „Schüler“-Position, dann beginnt für die Dauer des
Signalverlustes das Graupner|SJ-Logo des Lehrer-Sen-
S Während des …
L ders hektisch rot zu blinken und es ertönen akustische
1 2 3 4 5 6 Schulungsbetriebes Warnsignale. Darüber hinaus blinkt in der Grundanzeige
SW: 2 BIND: BINDEN … können Lehrer und Schüler durchaus lockeren „RFC-“ und es erscheint die Warnmeldung:
Abstand halten. Die so genannte Rufweite (max. 50 m)
140 Programmbeschreibung: Lehrer/Schüler-System
Wiederaufnahme des LS-Betriebes
5.1V
0:00 Haben Sie – aus welchen Gründen auch immer – zwi-
M-01 Kein
GRAUB Schüler- 0:00 schenzeitlich einen oder beide Sender ausgeschaltet,
5. Signal Lehr. dann erscheint nach dem Wiedereinschalten des/der
0:12h normal Sender im Display die Frage:
L S
LS–SYST.
Sollte dagegen nur „RFC-“ in der Grundanzeige des LS-Verbindung
Senders blinken und akustische Warnsignale ertönen … FORT AUS

5.1V Bestätigen Sie „FORT(setzen)“ mit einem Druck auf


M-01 Stop 0:00 die ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste oder
GRAUBELE Flug 0:00 warten Sie alternativ bis die Meldung nach ca. zwei Se-
5.5V RFC–Lehr. kunden verschwindet. In beiden Fällen bleibt die zuletzt
0:12h normal erstellte Bindung an einen Lehrer- bzw. Schüler-Sender
L S
bestehen.
… dann ging ebenfalls das Schülersignal verloren, doch Wählen Sie dagegen mit einer der Auswahltasten der
der LS-Umschalter befindet sich in der „Lehrer“-Stellung. linken Vier-Wege-Taste „AUS“ an …
In beiden Fällen sollten Sie vordergründig für geringeren LS–SYST.
Abstand zwischen den beiden Sendern sorgen. Hilft das LS-Verbindung
nicht, dann sollten Sie umgehend landen und nach der FORT AUS
Ursache suchen.
Sind dagegen beide Sender bei ausgeschalteter Emp- … und bestätigen diese Wahl mit einem Druck auf die
fangsanlage in Betrieb, dann wird in der Grundanzeige ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste, setzen Sie
des Lehrer-Senders links oben das Symbol der Emp- den betreffenden Sender auf „normalen“ Betrieb zurück
fängsstärke ( ) und das Modellsymbol ( bzw. ) und gleichzeitig das HF-Modul des Sender auf „AUS“.
ausgeblendet. Die Bindung an einen Lehrer- bzw. Schüler-Sender
muss dann ggf. erneut vorgenommen werden.
5.1V
M-01 Stop 0:00
GRAUBELE Flug 0:00
5.5V RFC–Lehr.
0:12h normal
L S

Programmbeschreibung: Lehrer/Schüler-System 141


Info-Anzeige
Sender ID und Softwarestand
Blättern Sie mit den Auswahltasten der linken Vier-We- in der Lage ist, die Funksignale „seines“ Senders zu
ge-Taste zum Menüpunkt »Info Anz.« des Multifunkti- identifizieren.
onsmenüs:
Firmware Version
allg. Fail- Lehrer Info- RFID ABC12345
Einst. Safe Schül. Anz. Firmwarevers. 1.234

Mit einem Druck auf die ENT-Taste () der rechten


Vier-Wege-Taste öffnen Sie diesen Menüpunkt: In dieser Zeile wird die aktuelle Versionsnummer der
Sendersoftware angezeigt.
RFID ABC12345 Durch vergleichen der hier angezeigten Nummer mit
Firmwarevers. 1.234 den zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Anleitung im
Internet unter dem Link http://www.graupner.de/de/
supportdetail/cc489e1d-0c1c-4cdd-a133-398d908bc27d
angebotenen Informationen kann beurteilt werden, ob
ein aktuelles Update des Senderbetriebssystems zur
Verfügung steht. Die gleichen Informationen erreichen
In diesem Menü werden senderspezifische Informati-
Sie, falls der Link nicht funktioniert, schrittweise über
onen angezeigt.
www.graupner.de => „Service & Support“ => „Update-
RFID und Revisions-History für Graupner HoTT-Komponen-
ten“.
RFID ABC12345 Ggf. wird die Versionsnummer auch bei Anfragen vom
Fir mwarevers. 1.234 Service benötigt.

In dieser Zeile wird die HF-Kennung des Senders


angezeigt. Diese ist senderspezifisch, wird je Sender
nur einmal vergeben und kann nicht verändert werden.
Während des Binding-Vorganges wird u. a. diese ID an
den Empfänger übertragen, sodass dieser jederzeit
142 Programmbeschreibung: Info-Display
Für Ihre Notizen 143
Telemetrie

Über das »Telemetrie«-Menü sind in Echtzeit Empfän- vorgenommen werden können, da der zweite und 4 … 8 dieses Handbuches und in den jewei-
gereinstellungen sowie ggf. die Einstellungen optional alle weiteren Empfänger nur im so genannten Sla- ligen Einzelanleitungen.
angeschlossener Telemetrie-Sensoren abruf- und pro- ve-Mode parallel laufen! • Alle Einstellungen (wie Fail-Safe, Servodrehrich-
grammierbar. Die Verbindung zum Sender erfolgt über • Da die Telemetriedaten zwischen Sender und Emp- tungsumkehr, Servolimit, Mischer- und Kurvenein-
den in die HoTT-Empfänger integrierten Rückkanal. fänger nur nach jedem vierten Datenpaket ausge- stellungen usw.), die Sie über das »Telemetrie«-Me-
An den Telemetrie-Anschlüssen der mit aktueller tauscht werden, benötigt die Datenübertragung tech- nü vornehmen, werden ausschließlich im Empfänger
Firmware versehenen Empfänger können – ggf. mittels nisch bedingt eine gewisse Zeit, sodass die Reaktion gespeichert und ggf. im Zuge des Umsetzens eines
V- bzw. Y-Kabel – jeweils bis zu vier Sensoren ange- auf Bedientasten und Einstellungsänderungen nur Empfängers in ein anderes Modell mit übernommen.
schlossen werden. verzögert erfolgt. Hierbei handelt es sich also nicht Initialisieren Sie Ihren HoTT-Empfänger daher sicher-
Die Updatefähigkeit dieser und zukünftiger Empfänger um einen Fehler. heitshalber neu, wenn Sie den Empfänger in einem
durch den Anwender hält die zugehörigen »Telemet- • Achten Sie beim Einstellen der Fernsteuerung anderen Modell einsetzen wollen, siehe „Reset“ auf
rie«-Menüs immer auf dem neuesten Stand und sichert unbedingt darauf, dass die Senderantenne immer Seite 39.
die Erweiterung um zukünftige Funktionen oder Spra- ausreichend weit von den Empfängerantennen Programmieren Sie deshalb Servodrehrichtungs-
chen. entfernt ist! Mit etwa 1 m Abstand sind Sie dies- umkehr, Servowege und Mischereinstellungen vor-
Hinweis: bezüglich auf der sicheren Seite. Anderenfalls zugsweise nur über die mz-12-spezifischen Stan-
Nach der Registrierung Ihres Produkts unter riskieren Sie eine gestörte Verbindung zum Rück- dardmenüs »Servoeinstellung«, Seite 76, »freie
https://www.graupner.de/de/service/ kanal und in Folge Fehlverhalten. Mixer«, Seite 121, und »D/R Expo«, Seite 86
produktregistrierung.aspx werden Sie • Achten Sie beim Betrieb von Schlepp- bzw. 88. Anderenfalls überlagern sich die Einstel-
automatisch per E-Mail über neue Updates informiert. modellen auf einen Mindestabstand lungen gegenseitig, was im späteren Betrieb güns-
von ca. 50 cm zwischen den beteiligten tigstenfalls zu Unübersichtlichkeit, ungünstigstenfalls
Wichtige Hinweise:
Empfangsanlagen bzw. zwischen deren Anten- zu Problemen führen kann.
• Diese Anleitung basiert auf den zum Zeit-
nen. Verwenden Sie ggf. Satellitenempfänger. An- • Mit der als „Channel-Mapping“ bezeichneten Ka-
punkt der Erstellung dieses Handbuches
derenfalls sind wechselseitige Störungen durch nal-Zuordnungs-Funktion des im Sender mz-12
zur Verfügung stehenden Funk­tionen.
den Rückkanal nicht auszuschließen. HoTT integrierten »Telemetrie«-Menüs können Steu-
• Wie bereits im Abschnitt „Binding mehrerer Empfän- erfunktionen ebenfalls beliebig innerhalb eines Emp-
• Programmierungen am Modell oder an Sensoren
ger“ auf Seite 93 angemerkt, können bei Bedarf fängers wie auch auf mehrere Empfänger aufgeteilt
dürfen nur erfolgen, wenn sich das Modell am Boden
auch mehrere Empfänger pro Modell gebunden wer- oder aber auch mehrere Empfängerausgänge mit
befindet. Nehmen Sie Einstellungen nur bei ausge-
den. Beim späteren Betrieb ist jedoch nur der- derselben Steuerfunktion belegt werden, beispiels-
schaltetem Motor bzw. abgeklemmtem Antriebsakku
jenige Empfänger, der zuletzt gebunden wurde, weise um jedes Querruderblatt mit zwei Servos an-
vor! Ungewollte Programmierungen sind sonst nicht
imstande, eine Telemetrie-Verbindung zum Sen- statt mit nur einem einzelnen ansteuern zu können
auszuschließen.
der aufzubauen! Das bedeutet aber umgekehrt, usw. Auch hierbei wird dringend empfohlen, beim
Ein z. B. aus Versehen im Empfänger aktivierter Ser-
dass nur der zuletzt gebundene Empfänger auch per Programmieren höchste Vorsicht walten zu las-
votest könnte ggf. das Modell zum Absturz bringen
»Telemetrie«-Menü angesprochen werden kann! sen.
und Personen- und/oder Sachschäden verursachen.
Ggf. ist also die Bindungs-Reihenfolge zu ändern, be-
vor an einem bestimmten Empfänger Einstellungen • Beachten Sie die Sicherheitshinweise auf den Seiten
144 Programmbeschreibung: Telemetrie
Telemetrie übernehmen den Wert durch nochmaliges Drücken der
Die unter dem Oberbegriff »Telemetrie« zusammenge- ENT-Taste (). Mit einem Druck auf die Taste ESC
fassten Menüs können Sie direkt aus der Grundanzeige () der rechten Vier-Wege-Taste kehren Sie wieder zur
des Senders wie auch aus beinahe allen Menüpositi- Ausgangsposition zurück.
onen durch Drücken der Taste TLM () der rechten Wählen Sie nun mit den Auswahltasten  der linken
Vier-Wege-Taste aufrufen. Mit einem Druck auf die Vier-Wege-Taste das gewünschte Untermenü an. Sollte
ESC-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste kehren Sie anstelle eines Untermenüs jedoch die Meldung …
wieder zum jeweiligen Ausgangspunkt zurück. KANN
KEINE DATEN
Grundsätzliche Bedienung
EMPFANGEN!
Im Wesentlichen entspricht die Bedienung des »Tele­ OK
metrie«-Menüs dem der übrigen Menüs des Senders
mz-12 HoTT. Die wenigen Abweichungen werden … nach einem Druck auf die ENT-Taste () der rechten
nachfolgend beschrieben: Vier-Wege-Taste erscheinen, dann besteht noch keine
Zwischen den einzelnen Seiten des »Telemetrie«-Me- Verbindung zu einem Empfänger. Schalten Sie also Ihre
nüs wechseln Sie mit den Auswahltasten  der Empfangsanlage ein oder binden Sie ggf. den anzuspre-
linken Vier-Wege-Taste. Die korrespondierenden Rich- chenden Empfänger erneut wie auf Seite 90 be-
tungshinweise finden Sie auf jeder Displayseite rechts schrieben, falls dieser nicht der „zuletzt gebundene“ ist.
oben in Form von spitzen Klammern ( ), siehe Abbil-
dungen auf den folgenden Seiten. Ist nur eine spitze
Klammer zu sehen, dann befinden Sie sich auf der
jeweils ersten bzw. letzten Seite. Ein Seitenwechsel ist
dann nur noch in die angezeigte Richtung möglich.
Menüzeilen, in denen Parameter geändert werden kön-
nen, sind durch eine vorangestellte spitze Klammer
( ) markiert. Mittels Drücken der Auswahltaste  oder
 der linken Vier-Wege-Taste bewegen Sie den „ “-Zei-
ger eine Zeile abwärts bzw. aufwärts. Nicht anspringba-
re Zeilen sind nicht veränderbar.
Um einen Parameter zu ändern, drücken Sie die
ENT-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste (der
Parameter wird invers dargestellt), verändern den Wert
innerhalb des möglichen Einstellbereiches mit den
Auswahltasten  der linken Vier-Wege-Taste und

Programmbeschreibung: Telemetrie 145


EINSTELLEN, ANZEIGEN
Auf der ersten, mit … L PACK TIME zeigt die längste Zeitspanne in Weg zum Empfänger, z. B. von den 100 mW Sendeleis-
ms an, in der Datenpakete bei der tung eines normgerechten Senders (= 20 dBm) im Re-
RX DATAVIEW
Übertragung vom Sender zum gelfall (erheblich) weniger als 1 mW, und somit ein Pegel
… überschriebenen Displayseite des Untermenüs „EIN- < 0 dBm, beim Empfänger eintreffen. Daraus folgt, dass
STELLEN, ANZEIGEN“ des »Telemetrie«-Menüs … Empfänger verlorengegangen sind
der im Display in dBm angegebene Empfangspegel in
TELEMETRIE R-VOLT Aktuelle Betriebsspannung des der Regel mit negativem Vorzeichen angezeigt wird. D. h.
Empfängers in Volt aber auch: Je höher die auf das Minus-Zeichen folgende
EINSTELLEN,ANZEIGEN
SENSOR L.R-VOLT minimalste Betriebsspannung Zahl, desto schlechter ist der Empfangspegel! Wichtig
ANZEIGE HF STATUS des Empfängers seit dem letzten ist dies unter anderem beim Reichweitetest vor Aufnah-
AUSWAHL ANSAGEN Einschalten in Volt me des Modellbetriebs.
SENSOR1 Zeigt die Werte des optionalen Führen Sie den Reichweitetest, wie auf Seite 94
Telemetrie-Sensors 1 in Volt und °C an beschrieben, vor jedem Flug durch und simulieren Sie
… können keine Einstellungen vorgenommen werden. dabei alle Servobewegungen, die auch im Flug vorkom-
Diese Seite dient nur zur Information: SENSOR2 Zeigt die Werte des optionalen
men. Die Reichweite muss bei aktiviertem Reichweite-
Telemetrie-Sensors 2 in Volt und °C an
RX DATAVIEW V6.37 test min. 50 m am Boden betragen. Bei dieser Entfer-
S–QUA100%S–dBM–030dBM S-QUA (Signalquallität) nung darf im „RX DATAVIEW“-Display unter „S-dBm“
S–STR100% R–TEM.+28°C
Dieser Wert stellt eine Art „Bewertung der Brauchbar- kein schlechterer Wert als -80 dBm angezeigt werden,
L PACK TIME 00010msec
R-VOLT :05.0V keit“ der beim Empfänger eintreffenden Signalpakete um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten. Liegt der
L.R-VOLT:04.5V des Senders in dar. Wert darunter (z. B. -85 dBm), sollten Sie Ihr Modell kei-
SENSOR1 :00.0V 00°C nesfalls in Betrieb nehmen. Überprüfen Sie den Einbau
SENSOR2 :00.0V 00°C Diese, vom Mikroprozessor des Empfängers vorgenom-
mene Bewertung der Qualität der vom Sender eintref- der Empfangsanlage und die Lage der Antennen.
Wert Erläuterung fenden Signalpakete in %, wird über den Rückkanal Auch im Betrieb sollte der Empfangspegel nicht unter
des Empfängers „live“ an den Sender gesendet und im -90 dBm fallen, ansonsten sollten Sie die Entfernung
Vx.xx Firmwareversion des Empfängers
Display entsprechend angezeigt. des Modells verringern. Normalerweise wird aber vor
S-QUA Qualität in % der beim Empfänger Erreichen dieses Wertes die sich an der Signalstärke
eintreffenden Signalpakete des S-dBm (Empfangspegel)
des Rückkanals orientierende akustische Reichweite­
Senders Bei der Angabe „dBm“ handelt es sich um einen loga- warnung (Piepton-Intervall 1 s) ausgelöst, um einen
rithmischen Wert zur vergleichsweise übersichtlichen sicheren Betrieb zu gewährleisten.
S-dBm Pegel in dBm des beim Empfänger
Angabe extrem großer Pegel-Unterschiede, wobei
eintreffenden Signal des Senders S-STR (Signalstärke)
ein Pegel von 0 dBm einer Leistung von genau 1 mW
S-STR Signalstärke in % des beim Empfänger entspricht. Leistungen > 1 mW haben demnach positive Die Signalstärke (S-STR) wird in % angezeigt. Generell
eintreffenden Signal des Senders dBm-Werte, Leistungen < 1 mW entsprechend negative. wird eine akustische Reichweitewarnung (Piepton-In-
R-TEM. Empfängertemperatur in °C In der (Fernsteuer-) Praxis bedeutet dies, dass, bedingt tervall 1 s) ausgegeben, sobald das Empfängersignal
durch die Ausbreitung der Funkwellen und der damit im Rückkanal zu schwach wird. Da der Sender aber
einhergehenden Abschwächung des Signals auf dem eine wesentlich höhere Sendeleistung besitzt als der
146 Programmbeschreibung: Telemetrie
Empfänger, kann das Modell immer noch sicher betrie- „VOLT.E“. Im Untermenü „RX DATAVIEW“ wird außer- Wert Erläuterung mögliche
ben werden. Die Modellentfernung sollte aber dennoch dem der Parameter „R-VOLT“ invers dargestellt. Einstellungen
sicherheitshalber verringert werden, bis der Warnton Die aktuelle Empfängerakkuspannung wird auch im
wieder verstummt. Vx.xx Firmwareversion keine
Grunddisplay angezeigt, siehe Seite 26.
des Empfängers
R-TEM. (Empfängertemperatur) L.R-VOLT (Niedrigste Empfängerbetriebsspannung) OUTPUT CH Kanalauswahl 1 … je nach
Vergewissern Sie sich, unter allen Flugbedingungen im „L.R-VOLT“ zeigt die niedrigste Betriebsspannung des Empfänger
Rahmen der erlaubten Temperaturen Ihres Empfängers Empfängers seit dem letzten Einschalten an.
zu bleiben (idealerweise zwischen -10 und 55 °C). REVERSE Servoumkehr AUS / EIN
Sollte diese Spannung deutlich von der aktuellen
Die Grenzwerte der Empfänger-Temperatur, ab de- Betriebsspannung „R-VOLT“ abweichen, wird der CENTER Servomitte in µs aktuell
nen eine Warnung erfolgt, können im Untermenü „RX Empfängerakku durch die Servos möglicherweise zu gespeicherte
SERVO TEST“ unter „ALARM TEMP+“ (50 … 80 °C und stark belastet. Spannungseinbrüche sind die Folge. „Servomitte“
„ALARM TEMP-“ (-20 … +10 °C) eingestellt werden. Verwenden Sie in diesem Fall eine leistungsfähigere TRIM Trimmposition in -120 … +120 µs
Bei Unter- oder Überschreitung erfolgt ein akustisches Spannungsversorgung, um maximale Betriebssicherheit µs Abweichung
Signal (Dauer-Piepton) und in allen Empfänger-Un- zu erreichen. von der CENTER-
termenüs „RX“ erscheint oben rechts „TEMP.E“. Auf Position
der Display-Seite „RX DATAVIEW“ wird außerdem der Sensor 1 + 2
Zeigt die Werte des optionalen Telemetrie-Sensors 1 LIMIT– Wegbegrenzung 30 … 150 %
Parameter „R-TEM“ invers dargestellt.
und ggf. 2 in Volt und °C an. Eine Beschreibung dieser auf der „–“-Seite
L PACK TIME (Datenpakete) Sensoren ist im Anhang zu finden. des Servoweges
Zeigt den längsten Zeitraum in ms an, in dem Datenpa- in % Servoweg
RX SERVO
kete bei der Übertragung vom Sender zum Empfänger LIMIT+ Wegbegrenzung 30 … 150 %
verloren gegangen sind. In der Praxis ist das der längste RX SERVO V6.37 auf der „+“-Seite
Zeitraum, in dem das Fernsteuersystem in den Fail-Sa- OUTPUT CH: 01
REVERSE : OFF des Servoweges
fe-Modus gegangen ist. CENTER : 1500µsec in % Servoweg
TRIM : –000µsec
R-VOLT (Empfängerbetriebsspannung) LIMIT– : 150% PERIOD Zykluszeit in ms 10 oder 20 ms
Kontrollieren Sie immer die Betriebsspannung des Emp- LIMIT+ : 150%
fängers. Sollte sie zu niedrig sein, dürfen Sie Ihr Modell PERIOD : 20msec OUTPUT CH (Kanalauswahl)
auf keinen Fall weiter betreiben bzw. überhaupt starten. Beachten Sie vor etwaigen Programmierun- Wählen Sie ggf. mit den Auswahltasten die Zeile „OUT-
Die Empfänger-Unterspannungswarnung kann im gen auf dieser Displayseite unbedingt die PUT CH“ an. Drücken Sie die ENT-Taste () der rech-
Untermenü „RX SERVO TEST“ unter „ALARM VOLT“ Hinweise auf Seite 144. ten Vier-Wege-Taste. Das Wertefeld wird invers darge-
zwischen 3,0 und 7,5 Volt eingestellt werden. Bei stellt. Stellen Sie nun den gewünschten Kanal (z. B. 01)
Unterschreitung erfolgt ein akustisches Signal (sich mit den Auswahltasten  der linken Vier-Wege-Taste
wiederholender Doppel-Piepton (lang/kurz)) und in allen ein. Die nachfolgenden Parameter beziehen sich
Empfänger-Untermenüs „RX …“ erscheint oben rechts immer auf den hier eingestellten Kanal:
Programmbeschreibung: Telemetrie 147
Reverse (Servo-Umkehr) LIMIT–/+ (seitenabhängige Wegbegrenzung –/+) Im Falle einer Störung fliegt günstigstenfalls ein Flug-
Stellt die Drehrichtung des an den gewählten Steuerka- Diese Option dient zur Einstellung einer seitenabhängi- modell unbestimmte Zeit geradeaus und „landet” dann
nal angeschlossenen Servos ein: gen Begrenzung (Limitierung) des Servowegs (Ruder- hoffentlich irgendwo, ohne größeren Schaden anzurich-
Servo-Reverse ON / OFF ausschlag) des am in der Zeile „OUTPUT CH“ gewähl- ten! Passiert so etwas allerdings an unrechtem Ort und
ten Steuerkanal angeschlossenen Servos. zu unrechter Zeit, dann könnte z. B. das Motormodell un-
CENTER (Servo-Mitte) steuerbar und somit auch unkontrollierbar übers Flugfeld
Die Einstellung erfolgt getrennt für beide Richtungen im
In der Zeile „CENTER“ wird die aktuell gespeicherte Bereich von 30 … 150 %. „rasen” und Piloten und/oder Zuschauer gefährden!
Impulszeit für „Servo-Mitte“ des in der Zeile „OUTPUT Deshalb sollte schon bedacht werden, ob zur Vermei-
Werkseinstellung: je 150 %.
CH“ gewählten Steuerkanals in μs angezeigt. Die dung derartiger Risiken nicht doch wenigstens „Motor
vorgegebene Kanalimpulszeit von 1500 μs entspricht der PERIOD (Zykluszeit) aus” programmiert werden sollte!? Ziehen Sie ggf. einen
standardmäßigen Mittenposition und damit der üblichen In dieser Zeile bestimmen Sie den Zeitabstand der kompetenten Piloten zu Rate, für Ihr Modell eine „sinn-
Servomitte. einzelnen Kanalimpulse. Diese Einstellung wird für alle volle“ Einstellung zu finden.
Um diesen Wert zu verändern, wählen Sie die Zeile Steuerkanäle übernommen.
Und nach dem „erhobenen Zeigefinger“ noch ein kurzer
„CENTER“ an und drücken dann die Taste ENT () der Bei ausschließlicher Verwendung von Digitalservos kann Hinweis auf die drei möglichen Varianten des Senders
rechten Vier-Wege-Taste. Das Wertefeld wird invers dar- eine Zykluszeit von 10 ms eingestellt werden. mz-12 HoTT zur Einstellung von Fail Safe:
gestellt. Nun bewegen Sie den entsprechenden Geber, Im Mischbetrieb oder bei ausschließlicher Verwendung
Steuerknüppel und/oder Trimmhebel in die gewünschte Der einfachste und auch empfohlene Weg zu Fail-Sa-
von Analogservos sollte unbedingt 20 ms eingestellt fe-Einstellungen ist die Benutzung des aus der Multi-
Position und speichern die aktuelle Geberposition durch sein, da letztere andernfalls „überfordert“ sein können
erneutes Drücken der Taste ENT (). Diese Position funktionsliste erreichbaren Menüs »Fail Safe«, siehe
und infolgedessen mit „Zittern“ oder „Knurren“ reagieren. Seite 132.
wird als neue Neutralposition abgespeichert.
Der nun angezeigte – neue – Wert ist abhängig von der RX FAIL SAFE Ähnlich, wenn auch etwas umständlicher zu erreichen,
aktuellen Stellung des diesen Steuerkanal beeinflussen- RX FAIL SAFE V6.37
funktioniert die auf der nächsten Doppelseite beschrie-
den Gebers und ggf. der Stellung von dessen Trimmung. OUTPUT CH: 01 bene Option „FAIL SAFE ALL“.
INPUT CH: 01 Und darüber hinaus steht noch die relativ aufwendige
TRIM (Trimmposition) MODE : HOLD
Methode der individuellen Einstellung innerhalb des
F.S.Pos. : 1500µsec
In der Zeile „TRIM“ können Sie die Neutralposition eines DELAY : 0.75sec Untermenüs „RX FAIL SAFE“ des »Telemetrie«-Menüs
an den in der Zeile „OUTPUT CH“ gewählten Steuerka- FAIL SAFE ALL: NO mittels der Optionen „MODE“, „F.S.Pos.“ und „DELAY“
nal angeschlossenen Servos mittels der Auswahltasten POSITION : 1500µsec
zur Verfügung. Die Beschreibung dieser Variante beginnt
der linken Vier-Wege-Taste in 1-μs-Schritten feinfühlig Der Beschreibung dieses Menüs vorangestellt seien ein mit der Option „MODE“ weiter unten.
nachjustieren: Um den hier eingestellten TRIM-Wert ist paar mahnende Worte:
der Wert in der Zeile „CENTER“ im Bereich von ±120 µs Wert Erläuterung mögliche
anpassbar. „Nichts tun” ist das schlechteste, was in Einstellungen
Werkseinstellung: 0 μs. Punkto „Fail Safe“ getan werden kann. In der Vx.xx Firmwareversion keine
Grundeinstellung des HoTT-Empfängers ist des Empfängers
nämlich „HOLD” vorgegeben.

148 Programmbeschreibung: Telemetrie


Wert Erläuterung mögliche belegt werden. Beispielsweise um je Querruderblatt zwei dardmäßigen Querrudersteuerkanäle 2 oder 5 zu.
Einstellungen Servos oder ein übergroßes Seitenruder mit miteinander • Sie möchten bei einem Großmodell das Seitenruder
gekoppelten Servos anstelle eines einzelnen ansteuern mit zwei oder mehr Servos ansteuern:
OUTPUT CH Ausgangskanal 1 … je nach zu können.
(Servoanschluss Empfänger Weisen Sie den betreffenden OUTPUT CH (Servo-
Eine Aufteilung auf mehrere HoTT-Empfänger wiederum anschlüssen) jeweils ein und denselben INPUT CH
des Empfängers)
bietet sich u. a. in Großmodellen an, um beispielsweise (Steuerkanal) zu. In diesem Fall den standardmäßi-
INPUT CH Eingangskanal 1 … 16 lange Servokabel zu vermeiden. gen Seitenruderkanal 4.
(vom Sender Bedenken Sie, dass per »Telemetrie«-Menü
kommender MODE (Methode)
immer nur der zuletzt gebundene Empfänger
Steuerkanal) angesprochen werden kann! Die Einstellungen der Optionen „MODE“, „F.S.Pos.“ und
„DELAY“ bestimmen das Verhalten des Empfängers im
MODE Fail-Safe-Modus HOLD Die 6 Steuerkanäle (INPUT CH) der mz-12 HoTT
Falle einer Störung der Übertragung vom Sender zum
FAIL SAFE können entsprechend verwaltet werden, indem durch
Empfänger.
OFF so genanntes „Channel Mapping“ dem in der Zeile
OUTPUT CH ausgewählten Servoanschluss des Emp- Die unter „MODE“ programmierte Einstellung bezieht
F.S.POS. Fail-Safe-Position 1000 … 2000 µs sich immer auf den in der Zeile OUTPUT CH eingestell-
fängers in der Zeile INPUT CH ein anderer Steuerkanal
DELAY Reaktionszeit 0,25, 0,50, 0,75 ten Kanal.
zugewiesen wird.
(Verzögerung) und 1,00 s Die Werkseinstellung ist für alle Servos „HOLD“.
FAIL SAFE Speichern NO / SAVE ACHTUNG: Für jeden angewählten OUTPUT CH (Servoanschluss
ALL der Fail-Safe- Wenn Sie beispielsweise senderseitig in der des Empfängers) können Sie wählen zwischen:
Positionen aller Zeile „Querr./Wölb“ des Untermenüs „Mo- • FAI(L) SAFE
Steuerkanäle delltyp“ des Menüs »Modelltyp- und
Bei dieser Wahl bewegt sich das entsprechende Ser-
Phasen­einstellung«, Seite 66, „2QR“ vorgegeben
POSITION Anzeige der zwischen ca. 1000 vo im Falle einer Störung nach Ablauf der in der Zei-
haben, dann wird bereits im Sender die Steuerfunktion 2
gespeicherten und 2000 µs le „DELAY“ eingestellten „Verzögerungszeit“ für die
(Querruder) auf die Steuerkanäle 2 + 5 für linkes und
Fail-Safe-Position Restdauer der Störung in die in der Zeile „POSITI-
rechtes Querruder aufgeteilt. Die korrespondierenden
ON“ angezeigte Position.
OUTPUT CH (Servoanschluss) und damit ggf. auch zu mappenden INPUT CH des
Empfängers wären in diesem Fall dann die Kanäle 02 + • HOLD
In dieser Zeile wählen Sie den jeweils einzustellenden Bei einer Einstellung von „HOLD“ behält das Servo
OUTPUT CH (Servoanschluss des Empfängers) aus. 05, siehe nachfolgendes Beispiel.
im Falle einer Störung die zuletzt als korrekt empfan-
INPUT CH (Auswahl des Eingangkanals) Beispiele: gene Servoposition für die Dauer der Störung bei.
Wie schon auf Seite 144 erwähnt, können die 6 Steu- • Sie möchten bei einem Großmodell jede Querruder- • OFF
erfunktionen des Senders mz-12 HoTT bei Bedarf klappe über zwei oder mehr Servos ansteuern: Bei einer Einstellung von „OFF“ stellt der Empfän-
beliebig innerhalb eines Empfängers wie auch auf Weisen Sie den betreffenden OUTPUT CH (Servo- ger im Falle einer Störung die Weitergabe von (zwi-
mehrere Empfänger aufgeteilt oder aber auch mehrere anschlüssen), abhängig von linker oder rechter Trag- schengespeicherten) Steuerimpulsen für den betref-
Empfängerausgänge mit derselben Steuerfunktion fläche, als INPUT CH jeweils einen der beiden stan- fenden Servoausgang für die Dauer der Störung ein.
Programmbeschreibung: Telemetrie 149
Der Empfänger schaltet die Impulsleitung sozusa- DELAY (Fail-Safe-Reaktionszeit oder Verzögerung) Nach erneutem Drücken der ENT-Taste () der rech-
gen „ab“. Stellen Sie hier die Verzögerungszeit ein, nach der die ten Vier-Wege-Taste wechselt die Anzeige wieder von
Servos bei Signalunterbrechung in ihre vorgewählten „SAVE“ nach „NO“.
ACHTUNG:
Positionen laufen sollen. Diese Einstellung wird für alle Die Positionen aller von dieser Maßnahme betroffenen
Analogservos und auch so manches Digi-
Kanäle übernommen und betrifft nur die auf den Mode Servos wurden damit abgespeichert und parallel dazu in
talservo setzen während des Ausfalls der
„FAI(L) SAFE“ programmierten Servos. die Zeile „F.S.Pos.“ übernommen, sodass der Empfän-
Steuerimpulse dem nach wie vor vorhan-
Werkseinstellung: 0,75 s. ger im Störungsfall darauf zurückgreifen kann.
denen Steuerdruck keinen Widerstand mehr entge-
gen und werden infolgedessen mehr oder weniger Die Bedienelemente des Senders können Sie nun
FAIL SAFE ALL (Globale Fail-Safe-Einstellung)
schnell aus ihrer Position gedrückt. wieder loslassen.
Dieses Untermenü gestattet auf ähnlich einfache Weise
wie das auf Seite 132 beschriebene Menü »Fail Safe«, RX FAIL SAFE V6.37
F.S.POS. (Fail-Safe-Position) OUTPUT CH: 01
Für jeden OUTPUT CH (Servoanschluss des Empfän- die Fail-Safe-Positionen von Servos mit einem „Knopf- INPUT CH: 01
gers) stellen Sie in der Zeile „F.S.POS.“ nach Aktivie- druck“ festzulegen: MODE : FAI-SAFE
Wechseln Sie zur Zeile „FAIL SAFE ALL“ und aktivieren F.S.POS. : 1670µsec
rung des Wertefeldes (inverse Darstellung) durch Drü- DELAY : 0.75sec
cken der Taste ENT () der rechten Vier-Wege-Taste Sie das Wertefeld mit einem Druck auf die ENT-Taste FAIL SAFE ALL: NO
mit den Auswahltasten  der linken Vier-Wege-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste. „NO“ wird invers POSITION : 1670µsec
diejenige Servoposition ein, die das Servo im Störfall im dargestellt. Stellen Sie anschließend den Parameter
Schalten Sie den Sender aus und überprüfen Sie die
Modus „FAI(L) SAFE“ einnehmen soll. Die Einstellung mit einer der beiden Auswahltasten  der linken
Fail-Safe-Positionen anhand der Servoausschläge.
erfolgt in 10-μs-Schritten. Vier-Wege-Taste auf „SAVE“.
Werkseinstellung: 1500 μs (Servomitte). Bringen Sie nun mit den Bedienelementen des Senders „Fail Safe“ in Kombination mit „Channel Mapping“
alle Servos, denen Sie in der Zeile „MODE“ „FAI(L) Um sicherzustellen, dass auch im Störungsfall ge-
Wichtiger Hinweis: SAFE“ zugeordnet haben oder später zuordnen wollen, mappte Servos – also Servos, welche von einem
Die Funktion „F.S.POS.“ hat darüber hinaus GLEICHZEITIG in die jeweils gewünschte Fail-Safe-Po- gemeinsamen Steuerkanal (INPUT CH) angesteuert
in allen drei Modi „OFF“, „HOLD“ und „FAI(L) sition und halten Sie diese. werden – gleichartig reagieren, bestimmen die entspre-
SAFE“ noch eine besondere Bedeutung für In der untersten Zeile „POSITION“ wird die aktuelle chenden Einstellungen des INPUT CH das Verhalten
den Fall, dass der Empfänger eingeschaltet wird, aber Servoposition für den gerade ausgewählten OUTPUT gemappter Servos!!!
(noch) kein gültiges Signal erhält: CH angezeigt, z. B.: Werden demnach beispielsweise die Servoanschlüsse
Das Servo fährt sofort in die in der Zeile „POSITION“ 6, 7 und 8 des 8-Kanal-Empfängers GR-16, Best.-Nr.
RX FAIL SAFE V6.37
voreingestellte Fail-Safe-Position. Dadurch können Sie OUTPUT CH: 01 33508, miteinander gemappt, indem den OUTPUT CH
z. B. verhindern, dass beim versehentlichen Einschalten INPUT CH: 01 (Servoanschlüssen) 06, 07 und 08 als INPUT CH der
des Empfängers bei ausgeschaltetem Sender ein Fahr- MODE : FAI-SAFE
F.S.POS. : 1500µsec jeweils gleiche Steuerkanal „04“ zugewiesen wird …
werk einfährt o. ä. Im normalen Modellbetrieb verhält DELAY : 0.75sec
sich dagegen das entsprechende Servo im Störungsfall FAIL SAFE ALL: SAVE
gemäß dem eingestellten „MODE“. POSITION : 1670µsec

150 Programmbeschreibung: Telemetrie


RX FAIL SAFE V6.37 RX FAIL SAFE V6.37 S-TRAVEL– Zumischung auf 0 … 100 %
OUTPUT CH: 06 OUTPUT CH: 04
INPUT CH: 04 INPUT CH: 01
der „–“-Seite des
MODE : OFF MODE : FAI-SAFE Servoweges in %
F.S.POS. : 1670µsec F.S.POS. : 1500µsec Servoweg
DELAY : 0.75sec DELAY : 0.75sec
FAIL SAFE ALL: NO FAIL SAFE ALL: NO S-TRAVEL+ Zumischung auf 0 … 100 %
POSITION : 1670µsec POSITION : 1500µsec der „+“-Seite des
In diesem Fall würde der Servoanschluss 04 wiederum Servoweges in %
RX FAIL SAFE V6.37
OUTPUT CH: 07 entsprechend der Fail-Safe-Einstellungen von CH 01 Servoweg
INPUT CH: 04 reagieren. RX WING Leitwerkstyp NORMAL,
MODE : OFF
F.S.POS. : 1230µsec Die in der Zeile „DELAY“ eingestellte Reaktions- oder MIXER V-TAIL (V-LW)
DELAY : 0.75sec Verzögerungszeit dagegen gilt immer einheitlich für alle TAIL TYPE ELEVON
FAIL SAFE ALL: NO auf „FAI(L) SAFE“ gestellten Kanäle. (Höhe/Quer-
POSITION : 1670µsec
Mischer für Delta
RX FREE MIXER und Nurflügel)
RX FAIL SAFE V6.37
OUTPUT CH: 08 RX FREE MIXERV6.37
INPUT CH: 04 MIXER : 1
MIXER
MODE : HOLD MASTER CH: 00 Bis zu fünf Mischer können gleichzeitig programmiert
F.S.POS. : 1770µsec SLAVE CH : 00 werden. Wechseln Sie über „MIXER“ zwischen den
DELAY : 0.75sec S–TRAVEL–: 100
FAIL SAFE ALL: NO S–TRAVEL+: 100 Mischern 1 … 5.
POSITION : 1670µsec RX WING MIXER Die folgenden Einstellungen in diesem Display betref-
TAIL TYPE: NORMAL fen immer nur den in der Zeile „MIXER“ ausgewählten
… dann bestimmt völlig unabhängig von den indivi-
Mischer 1 … 5.
duellen Einstellungen der jeweiligen OUTPUT CH der Wert Erläuterung mögliche
INPUT CH 04 das Fail-Safe-Verhalten dieser drei mit Einstellungen Wichtiger Hinweis:
dem Steuerkanal 4 verbundenen Servos: Vx.xx Firmwareversion keine Falls Sie im Menü »Flächenmixer« oder
RX FAIL SAFE V6.37 des Empfängers »freie Mix« bereits Mischerfunktionen
OUTPUT CH: 04 programmiert haben, achten Sie unbe-
INPUT CH: 04 MIXER Mischerauswahl 1…5 dingt darauf, dass sich diese Mischer nicht mit
MODE : FAI-SAFE
F.S.POS. : 1500µsec
MASTER CH Signalquelle bzw. 0, 1 … je nach denen des Menüs „RX FREE MIXER“ überschnei-
DELAY : 0.75sec Quellkanal Sender den!
FAIL SAFE ALL: NO
POSITION : 1500µsec
SLAVE CH Zielkanal 0, 1 … je nach MASTER CH („von“)
Empfänger
Dies auch dann, wenn dieser seinerseits beispielsweise Nach den gleichen, im Abschnitt „freie Mixer“ auf Seite
mit INPUT CH 01 gemappt ist: 120 ausführlich beschriebenen, Prinzipien, wird das
am MASTER CH (Signalquelle bzw. Quellkanal) anlie-
Programmbeschreibung: Telemetrie 151
gende Signal in einstellbarem Maße dem SLAVE CH Höhen- und Seitenruder so miteinander verknüpft, Wert Erläuterung mögliche
(Zielkanal) zugemischt. dass jede der beiden Leitwerksklappen – durch je ein Einstellungen
Wählen Sie „00“, wenn kein Mischer gesetzt werden soll. separates Servo angesteuert – sowohl die Höhen- als
auch Seitenruderfunktion übernimmt. Vx.xx Firmwareversion keine
SLAVE CH („zu“) des Empfängers
Die Servos werden üblicherweise wie folgt am Emp-
Dem SLAVE CH (Zielkanal) wird anteilig das Signal fänger angeschlossen: CURVE1, 2 Kanalzuordnung 1 … je nach
des MASTER CH (Signalquelle bzw. Quellkanal) zu- oder 3 CH der jeweiligen Empfänger
OUTPUT CH 3: V-Leitwerksservo links
gemischt. Der Misch­anteil wird von den in den Zeilen Kurveneinstellung
„TRAVEL–“ und „TRAVEL+“ eingetragenen Prozentsät- OUTPUT CH 4: V-Leitwerksservo rechts
Sollten die Ruderausschläge nicht wunschgemäß TYPE Kurventyp A, B, C
zen bestimmt.
erfolgen, beachten Sie bitte die Hinweise auf Sei- siehe Abbildung
Wählen Sie „00“, wenn kein Mischer gesetzt werden soll.
te 52. TYP A TYP C
TRAVEL–/+ (Anteil der Zumischung in %) • ELEVON (Delta-/Nurflügelmodelle)
Expo = –100%
DR = 125%
TYP B
linear
Expo = +100%
DR = 70%
Mit den Einstellwerten dieser beiden Zeilen wird der Die an den Ausgängen 2 und 3 angeschlossenen

+100%

+100%
+100%
Prozentsatz der Zumischung in Relation zum MAS- Servos übernehmen Quer- und Höhenruderfunktion.
TER-Signal getrennt für beide Richtungen vorgegeben.

Servoweg

Servoweg
Servoweg
Die Servos werden üblicherweise wie folgt am Emp-

0
0
RX WING MIXER TAIL TYPE (Leitwerkstyp) fänger angeschlossen:
OUTPUT CH 2: Quer/Höhe links

–100%

–100%
–100%
Die nachfolgenden Modelltypen stehen Ihnen auch in
der Zeile „Leitwerk“ des Untermenüs „Modelltyp“ des OUTPUT CH 3: Quer/Höhe rechts –100% 0 +100% –100% 0 +100% –100% 0 +100%
Geberweg Geberweg Geberweg
Menüs »Modelltyp- und Phaseneinstellung«, Seite Sollten die Ruderausschläge nicht wunschgemäß
66, zur Verfügung und sollten vorzugsweise dort erfolgen, beachten Sie bitte die Hinweise auf Sei- Gegebenenfalls wird eine nichtlineare Steuerfunktion
voreingestellt werden. In diesem Fall belassen Sie den te 52. verwendet für Querruder (Kanal 2), Höhenruder (Ka-
RX WING MIXER TAIL TYPE immer auf NORMAL. nal 3) und Seitenruder (Kanal 4). Diese Kanal-Vorgaben
RX CURVE entsprechen auch der Werkseinstellung.
Möchten Sie dennoch lieber die im Empfänger inte­
grier­ten Mischer nutzen, dann können Sie die bereits Mit der Funktion RX CURVE können Sie die Steuercha- ABER ACHTUNG:
voreingestellte Mischerfunktion für den entsprechenden rakteristiken für bis zu drei Servos verwalten: Diese Zuordnung trifft nur dann zu, wenn Sie
Modelltyp auswählen: RX CURVE V6.37 senderseitig weder in der Zeile „Leitwerk“
• NORMAL CURVE1 CH : 02 des Untermenüs „Modelltyp“ des Menüs
TYPE : B »Modelltyp- und Phaseneinstellung«, Seite 66, „2
Diese Einstellung entspricht dem klassischen Flug- CURVE2 CH : 03
zeugtyp mit Heck-Leitwerk und getrenntem Seiten- TYPE : B HR Sv“ noch in der Zeile „Querr./Wölb“, Seite 66,
und Höhenruder. Für diesen Modelltyp wird keine
CURVE3 CH : 04 „2QR“ oder „2QR 2WK“ vorgegeben haben! Anderen-
TYPE : B falls wird bereits im Sender die Steuerfunktion 3 (Hö-
Misch­funktion benötigt.
henruder) auf die Steuerkanäle 3 + 6 bzw. die Steuer-
• V-TAIL (V-Leitwerk)
funktion 2 (Querruder) auf die Steuerkanäle 2 + 5 für
Bei diesem Modelltyp werden die Steuerfunktionen linkes und rechtes Querruder gesplittet. Die korrespon-
152 Programmbeschreibung: Telemetrie
dierenden Steuerkanäle (INPUT CH) des Empfängers derausschlag verläuft die Kurve steiler. die unterste Zeile und Drücken Sie dann die ENT-Taste
wären in diesen beiden Fällen dann die Kanäle 03 + 06 () der rechten Vier-Wege-Taste:
Hinweis:
bzw. 02 + 05. RX CURVE V6.37
Die hier programmierten Steuercharakteristi-
Wenn Sie also beispielsweise senderseitig „2QR“ vorge- ken wirken auch auf gemappte Empfänger- CURVE1 CH : 02
geben haben und die hier zu besprechende Option RX TYPE : B
ausgänge. CURVE2 CH : 05
CURVE anstelle des individueller einstellbaren Menüs TYPE : B
»D/R Expo«, Seite 86, des Senders mz-12 HoTT 5CH FUNCTION: „SERVO“ oder „SENSOR“ CURVE3 CH : 04
nutzen möchten, dann sind 2 Kurven zu setzen. An- TYPE : B
RX CURVE V6.37 5CH FUNCTION:SERVO
derenfalls würden linkes und rechtes Querruder unter- CURVE1 CH : 02
schiedliche Steuercharakteristiken aufweisen: TYPE : B Mit einer der beiden Auswahltasten  der linken
CURVE2 CH : 05
RX CURVE V3.67 TYPE : B
Vier-Wege-Taste wählen Sie nun die alternative Einstel-
CURVE1 CH : 02 CURVE3 CH : 04 lung „SENSOR“:
TYPE : A TYPE : B
CURVE2 CH : 05 RX CURVE V6.37
5CH FUNCTION:SERVO
TYPE : A CURVE1 CH : 02
CURVE3 CH : 04 Bei bestimmten Empfängern ist anstelle eines eigen- TYPE : B
TYPE : B CURVE2 CH : 05
ständigen Telemetrieanschlusses ein bestimmter Ser- TYPE : B
voanschluss umschaltbar gestaltet. So kann beispiels- CURVE3 CH : 04
• CURVE 1, 2 oder 3 CH weise bei dem dem Set mx-12 HoTT, Best.-Nr. 33112, TYPE : B
5CH FUNCTION:SENSOR
Wählen Sie den gewünschten Steuerkanal (INPUT beiliegenden Empfänger GR-12L, am, mit einem zusätz-
CH) aus. lichen „T“ gekennzeichneten, Servoanschluss 5 … Mit einem weiteren Druck auf die ENT-Taste () der
Die folgende Einstellung in TYPE betrifft nur den hier rechten Vier-Wege-Taste schließen Sie Ihre Wahl ab
Servo und kehren ggf. mit entsprechend häufigem Druck auf
ausgewählten Kanal. Sensor
ODER
TYPE die ESC-Taste () der rechten Vier-Wege-Taste wieder
Wählen Sie die Servokurve aus: zur Grundanzeige des Senders zurück.
No.S1012 L
A: EXPO = -100 % und DUAL RATE = 125 %
… alternativ nicht nur das Adapterkabel Best.-Nr.
Das Servo reagiert stark auf Knüppelbewegungen
7168.6S zum Updaten des Empfängers sondern auch
um die Neutralstellung. Mit zunehmendem Ruderaus-
ein Telemetrie-Sensor angeschlossenen werden.
schlag verläuft die Kurve flacher.
Damit das jeweils angeschlossene Gerät jedoch vom
B: Lineare Einstellung.
Empfänger auch richtig erkannt wird, MUSS in diesem
Das Servo folgt der Knüppelbewegung linear.
Fall der Servoanschluss 5 entsprechend von „SERVO“
C: EXPO = +100 % und DUAL RATE = 70 % auf „SENSOR“ und vice versa umgestellt werden.
Das Servo reagiert schwach auf Knüppelbewegun- Verschieben Sie dazu mit der Auswahltaste  der lin-
gen um die Neutralstellung. Mit zunehmendem Ru- ken Vier-Wege-Taste das Symbol „ “ am linken Rand vor
Programmbeschreibung: Telemetrie 153
RX SERVO TEST ALARM Alarmgrenze -20 … +10 °C RX SERVO TESTV6.37
Mit der Funktion RX SERVO TEST können Sie die an ALL–MAX : 2000µsec
TEMP– für zu niedrige Werkseinstellung: ALL–MIN : 1000µsec
den aktuell aktiven Empfänger angeschlossenen Servos Temperatur des -10 °C TEST : STOP
testen: Empfängers ALARM VOLT : 3.8V
ALARM TEMP+: 55°C
RX SERVO TESTV6.37 CH OUTPUT Kanal-Reihenfolge ONCE, SAME, ALARM TEMP–:–10°C
ALL–MAX : 2000µsec
TYPE bzw. Art des SUMI, SUMO und CH OUTPUT TYPE:ONCE
ALL–MIN : 1000µsec
TEST : STOP Summensignals SUMD Mit einer der Auswahltasten der linken Vier-Wege-Taste
ALARM VOLT : 3.8V
wählen Sie nun START:
ALARM TEMP+: 55°C ALL-MAX (Servoweg auf der „+“-Seite)
ALARM TEMP–:–10°C RX SERVO TESTV6.37
CH OUTPUT TYPE:ONCE
In dieser Zeile stellen Sie den maximalen Servoweg auf
ALL–MAX : 2000µsec
der Plus-Seite des Steuerweges für den Servotest ein. ALL–MIN : 1000µsec
Wert Erläuterung mögliche 2000 μs entspricht dem Vollausschlag auf der „+“-Seite TEST : START
Einstellungen des Servoweges, 1500 μs entspricht der Neutralposition. ALARM VOLT : 3.8V
ALARM TEMP+: 55°C
Vx.xx Firmwareversion keine Achten Sie darauf, dass die Servos während der Test- ALARM TEMP–:–10°C
des Empfängers routine nicht mechanisch auflaufen. CH OUTPUT TYPE:ONCE

ALL-MAX Servoweg auf der 1500 … 2000 µs ALL-MIN (Servoweg auf der „-“-Seite) Mit einem weiteren Druck auf die ENT-Taste () der
„+“-Seite für alle In dieser Zeile stellen Sie den maximalen Servoweg auf rechten Vier-Wege-Taste starten Sie den Testlauf. Das
Servoausgänge der Minus-Seite des Steuerweges für den Servotest ein. Eingabefeld wird wieder „normal“ dargestellt:
für den Servotest 1000 μs entspricht dem Vollausschlag auf der „-“-Seite RX SERVO TESTV6.37
des Servoweges, 1500 μs entspricht der Neutralposition. ALL–MAX : 2000µsec
ALL-MIN Servoweg auf der 1500 … 1000 µs ALL–MIN : 1000µsec
„-“-Seite für alle Achten Sie darauf, dass die Servos während der Test- TEST : START
Servoausgänge routine nicht mechanisch auflaufen. ALARM VOLT : 3.8V
für den Servotest ALARM TEMP+: 55°C
TEST (Start/Stop) ALARM TEMP–:–10°C
TEST Testprozedur START / STOP In dieser Zeile starten und stoppen Sie den in den CH OUTPUT TYPE:ONCE

ALARM Alarmgrenze der 3,0 … 7,5 V Empfänger integrierten Servotest, indem Sie mit ei- Zum Stoppen des Servotests aktivieren Sie, wie zuvor
VOLT Unterspannungs- Werkseinstellung: nem kurzen Druck auf die ENT-Taste () der rechten beschrieben, wieder das Eingabefeld, wählen STOP
warnung des 3,8 V Vier-Wege-Taste das Eingabefeld aktivieren: und bestätigen diese Wahl mit der ENT-Taste () der
Empfängers rechten Vier-Wege-Taste.
ALARM Alarmgrenze 50 … 80 °C ALARM VOLT (Empfänger-Unterspannungswarnung)
TEMP+ für zu hohe Werkseinstellung: Über „ALARM VOLT“ wird die Empfängerspannung
Temperatur des 55 °C überwacht. Das Intervall kann zwischen 3,0 und 7,5
Empfängers Volt eingestellt werden. Bei Unterschreitung der ein-
154 Programmbeschreibung: Telemetrie
gestellten Alarmgrenze erfolgt ein akustisches Signal CH OUTPUT TYPE (Anschlusstyp) der), damit die Servos absolut synchron laufen.
(­Intervall-Piepton lang/kurz) und in allen „RX …“-Dis- In dieser Zeile wählen Sie die Art der Servoansteuerung Bei ausschließlicher Verwendung von Digitalservos
plays blinkt rechts oben „VOLT.E“: oder alternativ den Signaltyp des Summensignalaus- empfiehlt sich, in der Zeile „PERIOD“ des Displays
RX SERVO VOLT.E ganges aus: „RX SERVO“ „10 ms“ einzustellen, um die schnel-
OUTPUT CH: 01 • ONCE le Reaktion von Digitalservos nutzen zu können. Bei
REVERSE : OFF Verwendung von Analogservos oder im Mischbetrieb
CENTER : 1500µsec RX SERVO TESTV6.37
TRIM : –000µsec ALL–MAX : 2000µsec ist unbedingt „20 ms“ zu wählen!
TRAVEL– : 150% ALL–MIN : 1000µsec Achten Sie bei dieser Einstellung be-
TRAVEL+ : 150% TEST : START
ALARM VOLT : 3.8V
sonders auf eine ausreichende Dimen-
PERIOD : 20msec
ALARM TEMP+: 55°C sionierung der Empfängerstromversor-
Im Display „RX DATAVIEW“ wird außerdem der Parame- ALARM TEMP–:–10°C gung. Da bei der Wahl von „SAME“ immer bis zu vier
ter „R-VOLT“ invers dargestellt: CH OUT TYPE:ONCE Servos gleichzeitig anlaufen, wird diese stärker be-
RX DATAVIEW VOLT.E Die Servoanschlüsse des Empfängers werden nach- lastet.
S–QUA100%S–dBM–030dBM einander angesteuert. Empfohlen für Analogservos. • SUMO (Summensignal OUT)
S–STR100% R–TEM.+28°C
L PACK TIME 00010msec Bei dieser Einstellung werden die Servos auto- RX SERVO TESTV6.37
R-VOLT :03.7V matisch in einem Zyklus von 20 ms – beim 12-Ka- ALL–MAX : 2000µsec
L.R-VOLT:03.5V nal-Empfänger GR-24 (Best.-Nr. 33512) 30 ms – be- ALL–MIN : 1000µsec
SENSOR1 :00.0V 00°C TEST : START
SENSOR2 :00.0V 00°C
trieben, egal was im Display „RX SERVO“ in der ALARM VOLT : 3.8V
Zeile „PERIOD“ eingestellt bzw. angezeigt wird! ALARM TEMP+: 55°C
ALARM TEMP–:–10°C
ALARM TEMP +/- (Empf.-Temperaturüberwachung) • SAME CH OUT TYPE:SUMO
Diese beiden Optionen überwachen die Empfänger- RX SERVO TESTV6.37
temperatur. Ein unterer Grenzwert „ALARM TEMP-“ ALL–MAX : 2000µsec Ein als SUMO konfigurierter HoTT-Empfänger gene-
(-20 … +10 °C) und ein oberer Grenzwert „ALARM ALL–MIN : 1000µsec riert permanent aus den Steuersignalen aller seiner
TEST : START Steuerkanäle ein so genanntes Summensignal und
TEMP+“ (+50 … +80 °C) können programmiert werden. ALARM VOLT : 3.8V
Bei Unter- oder Überschreitung dieser Vorgaben ertönt ALARM TEMP+: 55°C stellt dieses beispielsweise beim Empfänger GR-16
ein akustisches Signal (Dauer Piepton) und in allen ALARM TEMP–:–10°C (Best.-Nr. 33508) am Servoanschluss 8 bereit.
CH OUT TYPE:SAME Bei Empfängern, in deren Display rechts neben
Empfänger-Displays erscheint oben rechts „TEMP.E“.
Auf der Displayseite „RX DATAVIEW“ wird außerdem der Die Servoanschlüsse des Empfängers werden in Vie- „SUMO“ noch eine zweistellige Zahl erscheint …
Parameter „R-TEM“ invers dargestellt. rerblöcken parallel angesteuert. D. h., beim im Set
Vergewissern Sie sich, dass Sie unter allen Betriebs- enthaltenen Empfänger GR-16 bekommen die Ka-
bedingungen im Rahmen der erlaubten Temperaturen näle 1 bis 4 sowie 5 und 6 die Steuersignale jeweils
Ihres Empfängers bleiben (idealerweise zwischen -10 gleichzeitig.
und +55 °C). Empfohlen bei Digitalservos, wenn mehrere Servos
für eine Funktion eingesetzt werden (z. B. Querru-