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L e hr b u ch

Hy d r o d y n a m ik

Dr . W ? Wi en,
Pro fes s or d er Phy sik an der U nhem ltfit Wü rzb urg .

Mit 1 8 Fig uren .

L e ip z i g
Ve r l a g von S . Hi r z e l
h
Das R ec t der U eb ersetz ung ist vorb ehal ten
.
Vo r w o r t
Die Hydrodynamik ist n eu erdings in Deu tschland vernach
las sigt worden .N u r einige Probleme wie die Bewegu ng eines ,

fest e n Körpers in einer Flüssigkeit wu rden bei u ns weiterge führt ,

während früher die Hydrodynamik gerade in Deu t schland du r ch


die b edeu t endsten Mathematiker u nd Physiker die grösste Förd e
ru ng e rfahren hat D er Gru nd liegt wie mir sch eint in erster
.
, ,

Lini e an den divergenten Richtu ngen in d enen si ch die beiden , ,

früh e r eng z u s ammengehenden Wiss ens chaften der Mathematik


u nd Physik au genblickli c h bewegen Der str eng kritisch en Rich
.

tu ng in d er Math ematik sagen die phy sikali s ch en Anwendu ngen


nicht zu u nd andrerseits b eschäfti gt si c h die Phy sik mehr mit
r ein e xperimenteller Fors chu ng od er au f theoreti s chem G ebiet
m it sol c hen F r agen die d er P ru fu ng d u r ch die g e genwärti g vor
,

zu s w e is e au s g e übten experiment e llen Methoden u nmittelbar z u


g
g ga n l ic h s ind
.

I nd e sse n ist g erade die Hydrodynamik am we nigsten ab


ge schlos s en Hier stimmen die thats ä chlichen V orgäng e mit den
.

th e oretisch en Folge ru ngen vielfa c h so u ngenu gend üb erein das s ,

die T echnik si c h für ihre Zweck e eine b e sond er e B ehandlu n gs


w ei s e hydrodynamischer Au fgaben die m ei sten s den Nam en
,

Hydr au lik führt zm echtgem acht hat B ei di e s er lassen nu n


, .

s ow o hl die Gru ndlag en als au ch die Schl u ssfolgeru ngen soviel an

s t r e n er Methode zu w u ns c h en übrig da d i mei t n E g bni


g ss e ,
s e r e s s e

k ein en höhern W erth als den r ein empirisch er Formeln mit s ehr
b e s chrankter Giltigk eit b esitz en .

U m di e s e grosse L ück e au szu fu ll en ist ein weit e rer A u sbau ,

der Hydrodyn amik al s ein dringend e s wissenschaftliches u nd


praktis ch es B e dü rfnis s anz u seh en .

F ü r den Math ematik er bietet sich ein A rbeitsfeld von u n


begr e n zt e r Au sdehnu ng um für die L ösu ng sp ecieller hydr o
,

dyn a m is c her Probleme die Kraft s d er n e u ges chaffenen analytis c h en


IV Vo w o t
r r .

Methoden anz u spann en A u ch au f die r eine mathe m ati s che A na


.

lyse kann die Prüfu ng du rch die Anwendu ng nu r wieder anregend


z u rü ckwirk en .

In dem vorlieg enden L ehrb u ch habe ich versu cht ein e U eb e r ,

sicht über den gegenwärtigen Stand der Hydrodynamik dadu r ch


zu geben dass ich au s allen ihren Gebieten eine Anzahl der
,

Ergebnisse namentlich au ch ne u erer Forsch u ngen gegeben habe .

V ollständigkeit zu er str eben war bei d em riesigen U mfan g d er


L iteratu r von vornh erein au sgeschlossen .

Ich habe das Hau ptg ewicht au f die sp eciell en Probl eme ge
le gt Ohne den W erth der allg emeinen Betrachtu ngen u nterschätzen
.

zu woll en mu sste ic h berü ck sichtigen dass doch die Ergebni ss e


, ,

natu rg emäss ebenfalls zu allgemeiner Natu r sind u m grossen ,

Nu tzen in einzelnen F allen gewähren zu können .

Die am Schlu ss j edes Abschnittes gegebenen ku rzen L iteratu r


angaben machen ebenfalls k ein en Anspru ch au f V ollständigkeit ;
sie soll en nu r den Zweck haben d en L eser z u orientir en , .

Vo n grossem Nu tzen war mir das vort r e ffliche L ehrb u ch von


L amb (Hydr odynamics ; Camb ridge das mir namentlich die
U ebersicht über die schwer z u gänglichen Arbeiten d er englischen
Forscher denen die meisten neu eren Fortschritte der Hydr o
,

dynamik zu danken sind erleichtert e So habe ich namentlich in


,
.

dem Abschnitt u ber Ebbe u nd F lu th der au sser den gru ndlegenden , ,

Arbeiten von L aplace fast nu r englische Untersu ch u ngen enthält


, ,

vieles au s L amb geschöpft .

Am L e sen der C orrectu f hat sich Herr Dr Seitz betheiligt .


,

wo für ich ihm hier meinen b e sten Dank au ssmeche .

Wenn e s du rch diese Darstellu ng gelingen so llte das Inter ,

esse d er deu tsch en Mathematiker u nd Physiker an der Hydr o


dynam ik wied er zu heben so würde d er Zweck des Bu ch e s er
,

r ei c ht sein .

W u r z b u r g im April
, 19 0 0 .

W W ie n
. .
Be z e i c hnu ng e n .

Es ist davon Abstand genommen mit vollstandig einheitlich e r


B e z ei chnu ng sodas s di eselb en Bu chstaben im m er dasselb e b e
,

d e u t en zu arbeit en Abge s ehen davon das s die dr ei zu r V er


,
.
,

fü gu ng stehenden Alphabet e b ei weit em nicht au sgereicht hätt en


u nd die A nw endu ng vi eler Indic e s nothw endig g eworden wäre ,

er s c hien e s mir au ch zweckmässiger die Bez eichnu ng en die sich , ,

s c h o n in der L iteratu r eing e bürgert haben beiz u behalt en ,


.

Abg es ehen von einigen Form eln bei d enen die B ez eichnu ngs,

w e ise gleichgiltig ist be z eichn en dur chw eg ,

t die Z eit ,

x y x die r ech
, ,
twinklichen C o o r d inaten e ines P u nktes ,

u v zu die
, C o m p o nenten d er Ges c hwindi gk eiten parall el
,

den x y , ,

g , g die C o m p o nen ten d er D r e h u ng g


s es c h win d igk e ite n u m
Ax en die den aa , x par all el s ind , ,

1) die r adial en u nd tang ential en Ge s chwindigk eiten bei


Ein führu ng von C ylind erc oo rdinaten ,

d en Radi u s d er C ylind erfl äc he ,

r d en Radi u s der Ku elfl ac h b zieh ntli h die Entfern ng


g e ( e e c u

zwei er P u nkte) ,

ca die D r ehu ngsge sch wind igk eit ei n e s starren K o rp ers ,

52 d en Drehu ngswink el ,

X Y Z die C o m p o n enten der au ss er en Krafte


, ,

X Y„ Z die C om p o nenten der norm alen D ru ck e


2) , x ,
VI B ez e ci hnungen B erichtig ngen
. u .

X = Y
. „‚ Y„ Z„ , Z„ X die
„ C omp o nenten der tau g en
tial en Dru cke .

D as Pot ential der ä u sseren Kraft s ist im allgem einen mit 58 ,

anfang s u m V erwechslu ngen zu vermeid en m it V b ezeichnet , .

D er Dru ck ist mit bezeichnet B ei der Th e orie der B e .

w egu ng eines fe sten Körper s in e iner Flüssigk eit bez e ichn et d em


all ge m einen G ebrau ch ent sprech end p die D r ehu ngsgeschwindig
keit u m die Am -
.

Be r i c ht i gu ng e n .

ist zu s e tz en
Z 1 v u da: statt d
. . .
,

Z 1 2 v u d S statt ds
. . .
,

Gleich u ng en 2 9) k statt s ie
2 "
,

1
Z 14 v o
. .

13
. k, go 2 ,

Z 1 3 v u E JI statt War
. .
2
.

.
,

Z 1 4 v o 21 statt A
. . .
,

Z 12 v u Pu nkt en s tatt P u nkt


. . . .
Inhal tsv erz eichniss .

I Die Gr u nd l agen
. .

1 .D a s C o o r d in a t e n s y s t e m Die a em e e G e chu . ll g in n l i n gen


d e r G e s t a l t s ä n d e r u n g c o n ti n u i r l i c h v e r b r e t e t e r M a s s e i n
Dila tationen
Drehu ngen
Die allg m einste Verä deru n ng eines kleinen Theile s

2 . Di e G l ei ch u ng d er o o n ti n u i r l i c he n St öm ng
r u u nd

D ru c k k ä ft e
r .

Die Gl eich ng d contin i lichen


u er u r St öm ng
r u

N o m le nd tan gential D
r a u ke e ru c

Di e on d n D
v ck k äften h e ü h end n b
e hl e m g nden K äfte
ru r rr r e esc u e r

B h änk ng fü die Component0 n d t ng ntial en D ke


es c r u r er a e ru c

Hau ptdm ck e
R eib u ngsco nstanten
Die a llgem in n Beweg e e u ngsgl eic hu ngen
Die Ene gieglei hu ngen
r c

5 3 . Gr e n b e d i n g u n g en
z .

B ding ng
e u ,
d ass die Ob fl ä h er c e au s S t omlini n gebil d
r e et w id
r

B d ing ng
e u fü r die D ckk äft
ru r e. Gl eitrm gsconstante

5 4 . Di e D i ffe n ti l gl i
re a e chu n g en von L a g r an g e .

Ab l eit ng u d er Difl erential gl eichu ngen


'

v on L g ange
a r

U m fom ung der Continu itätsgl eichu ng

T n fo m a t i o n 5 . Die ra s r von C l eb s c h .

Dar stell ng d
u G e chwindigk iten d h d i
er s e u rc re Fu nctiom m die ein a llge
m ein Int g l fü d en D ck e g eb n
es e ra r ru r e
V III Inhaltsverz eüshniss .

6 . U e b e rt r a gu n g be k n n t B e w e g ng n
a er u e au f g e o m et i h
r sc

ä h nl i h e F o m e n
c r .

U eb ertragung vo n bek nnten B a ew e u g ngen au f geom etrisc h ähnli ch e Fo r


m en der Bw e e u g ngen
G erin ge er r Einfl u ss der Compressi il tä b i tm g o n r sse Rä u m e n .

7 . M a th em at i sc h e Hü l fs s ä t z e .

Sät e z d e P t nti l the fi e


aus r o e a o

S t tigkeit de P tenti lf nctionen


e r o a u

Po t nti l ein Dopp l hi ht


e a er e sc c

D erG een h Sat


r

sc e z

Die Jacobi sc h T n fo
e ra s rm ati on fiir o th ogon l e
r a Coo rdinaten

E l li p t i c h s e C o o r d in a t e n .

Definition d er e llipti h n Coordinaten


sc e . 39
Ab leitu ng d er fü r die Jacob sche ra sf rm at

i
no thwendigenT n o ion A dü k
us r c e 41
Die G leich ng u Aq1 = 0 fü r e pt sc e Co ordinaten lli i h 42

9 . R in g c o o r d in a t e n .

D finition d Ring
e er coordinaten

Die Gl ei ch ng Agp u 0 für Ringcoordinaten

10 . E n tw i c kl n g u d er hy d o dy n r am i n Gl i h n g e n
sc h e e c u au s

d em Ha m il t o n ’
sc he n P i ncipr

L iteratu r

II Al l gem eine Bewegu ngen nicht


. r eib e nd er F l ü ssigk eiten .

Constanz der Rot tion bewegung


a s

Wirb e l nie li n
Wirb elfäden
A nwendu ng der Potential theorie au f die Wirb el bewegu ng
Energie der W1rb el bew egu ng gerade Wirb ellini en
Kreisfö rm ige Wirb el ringe .

U nsteü gk 0 it der Drehu ngsgeschwind gk eit i


Berec u hn ng
der te t al e zu r arstell u Po n i D ng k eisfö r rmi g
er W1rb el r mge b el
u nst0 hger Drehu ngsgesch w indi he t
'

g i
in ln nn i li g
Ein e ze er dü er W rb e r n
Gl ich ngen fü di Tho ie de Cykl n n
.

Anw nd ng e d u er e u r e e r r o e

Cy kl onen bei d n n die D eh ng ge chwindigk eit n bh ngig


,
e e r u s s u a a von d er
e tik l en Ri ht ng i t
v r a c u s .

Abhängigkeit de D h ng ge chwindigke t on de Ve tik l en


i
r re u s s v r r a
Inhaltsverzeichniss .
1x

S eite
g en ng di Cy kl onen d ch eine Eb ene nd einen vertikalen Cy lind
Be r zu eser ur u er 76
Beg en ng d h w i h o i ont le E benen
r zu u rc z e r z a 78
i
Ge de Wi b llini n in einem von fe t n Wänd en beg en ten ell pti hen
ra r e e s e r z sc

Cylinde r

In ichs ü kl u f n de St öm ngen in ein m on festen W änden b eg en


zu r c a e r u e v r z

te k ei fö m i gen Cy l ind e
u r s r r

I II Ström u ngen o hne Drehu ng d er Fl ü ssigk eltstheil chen


. .

Ge chwindigkeit pot nti l


s s e a

Anwen d ng d G n hen S t e
u es ree

sc a z s

Unm ögli hk it d Bewegu ng in einf ch


c e er a z u sam m e nh ängenden Rä ume n
ohn Un tetigkeiten und ohne B eweg ng
e s u de O be fläch e
r r 85
In ic h
s ü kl fend S t öm ngen in m h fach
zu r c au e r u e r zu s am m enhängend e Rä u u me n 86
U m tetigk eitsstell en 86
Functi onen e es compl exen Argu m ente in 87
In is c h zu rü c au fe d e tr m u e kl
zwisc hen n S ö ng n concentrisc en h ellipti sc he n
Cy lindem
St öm ng d h ine llipti che Oefin ng
r u u rc e e s
'

St öm ng wi hen Fl ä hen weiten G d


r u z sc c z ra es

St öm ng m in d ei xige Ellip oid


r u u e r a s s

Bew eg ng ine K gel in eine Flü igkeit


u e r u r ss

Bew eg ng ein b eliebigen Kö pe


u es r rs

Bew eg ung in Ellip oid ohne D eh ng


e es s s r u

D h n g ein Ellip oid


re u es s s

St öm u ng n wi h n nicht oncent i h n Röh en


r e z sc e e r sc e r

St öm ngen in d Ax ines dünnen Ringe


r u er e e s

Di co n tin i l ich B w g ngen


s u r e e e u

Die Gleich ng con t nt n D ck u s a e ru s

St ahl
r in m Sp lt
au s e e a

Ein e f te W nd in inem Strom


es a e

D c k a f di W nd
A b ei t fü di B eweg ng de Wn d
ru u e a

r r e u r a

A fl
us ein
u ss y l ind i hen S t hl
es c
e r sc ra s

O be e G n e fü di Zu mm en i h ng de St h
r re z l r e sa z e u s ra es

Unte e G n e
r re z

In i h s c ü kl f nd S t öm ngen m in g
zu r c hl o ne
au e e r u u e e esc sse e
U nst tigk eits
flä c h e d G hwindigkeit er esc

Ve hi d n F o m n di e U n tetigk ilnflä h
rs c e e e r e es r s e c e

Dyn am i ch A nde ng de D ck ; An w nd ng f den L


s e e ru s ru s e u au u ftd ru c k .

St ö m n g u m ine f te W nd
r u e es a

Lite tra u r
x Inhal tsverzeichniss .

I V Bewegu ng. eines festen Korp er s in einer Fl u ssigk eit .

B ew e g ng in inf h
u e ac z u sam m e n ha n g e n d e n Rä u m e n
Die Difl erential gl eichu ngen v on h m s
'

u nd a t u nd T o on Ti v on Ki chhoff
r .

An n ng
w e du il n h n
d es Ham to sc e Principe

Das Elli oi
p s d ,
d essen H au p taxen Ri h g
di e c tu n n h fo t ch eit nd n
d er ei fac r s r e e

B w g ng ohn e D eh ng ngeb en
e e u r u a .

Z l g ng d
er e l b endig n K ft
u er e e ra

Sp i ll Fo m n d
ec e l b ndigen K ft
e r e er e e ra

And Fo m d Difl enti l gl i h ng n


ere r er
'

er a e c u e

D i llg m in Int g l
re a e e e e ra e

S h w eit Int g l
ec s ere e ra e

Um fo m ng d Gl ich ng n
r u er e u e

Z ü ck fiih m g d
ur llgem in n Gl i h ng n f de
r1 er a e e e c u e au r i

M inim l t f t tion ä
a sa z B weg ng n ür s a re e u e

M ini m l t fii ni ht t tionä e Bew g ng en


a sa z r c s a r e u

V inf h ng de A d k d l bendig n K ft be ym m t i he
ere ac u s us ru c s er e e ra i s e r sc r

M n th il ng nd y m m et i ch
asse v er Fo m e u u s r s er r

B w g ng in Rot tio k ö pe w nn k in K äfte wi k n


e e u e es a us r rs, e e e r r e

D h nde Schwing ng n d R t tion kö pe


re e u e es o a s r rs

Voll tändige U m d eh ng n
s r u e

B w g ng nt dem E infl ä
e e u u K äft er u ss u sserer r e

B w g ng in U m d h ng ellip oid
e e u e es re u s s s

Wid t nd d Fl ü igk it geg n di Be h


ers a l nig ng ein S ch ib nd
er ss e e e sc eu u er e e u

ein St b es a es

Abhängigk i t de Wid t nde e n d Fo m s ers a s vo er r

B w g ng w i K g ln in in Flü igk it
e e u z e er u e e er ss e .

S h inb a e K äft wi h n den K g l n


c e r r e z sc e u e

An i h ng in e f ll nd n Ku g l d
z e u e h ein f t W ndr a e e e u rc e es e a

52 g n g f t K ö p e i n m eh f h
. B ew e m m n h n g n d en
u es er r r r ac zu sa e a e

R ä m n d ie m i t in o m p
u ib l
e Fl ü i gk i t g fü ll t i n d
, c r ess er ss e e s .

D H milt n h P in ip b ei m eh d tig m G hw indigk it p t nfi l


as , a o

sc e 15r c r eu e esc e s o e a

Einw i k ng w i Ring f in nd
r u z e er 1 59 e au e a er

V gl i h m it l kt o dy n m i h n K äft n
er e c e e r 161 a sc e r e

Allg m in A d k fii d ie K äfte di di Ring


e e er f in n d
us ru c b en 1 63 r r , e e e au e a er ausu

L it t era u r 163

V Theor ie der
. Well en .

Th o i ni d ige Well n
e r e e r r e .

Fo tpfl n ng ge hwindigk it
r a zu s sc e

Steh nd W ll n
e e e e

G ppeng hwindigk it
ru esc e
Inhd tsverzeichni ss .
XI

1 . Th o i e r e d er W el l n e an d er G enr ze zwe i er Fl u s s igk e ite n

G ndl g n fü di N he ng m th d n
ru a e r e a ru s e o e

Die c onfo m n Abbild ngen de Theo ie


r e u r r

R ihenentwi kl ng n
e c u e

Abb ild ng d h llipti h Co din t n


u u rc e sc e or a e

Abb il d ng d h llipti h F n ti n n
u u rc e sc e u c o e

End li h e Tief in
c Flü igkeit e e er ss

Abb il d ng d h di L emni k t
u u rc e s a e

Entwi kl ng n d l em ni k ti h n Abbil d ng
.

c u e er s a sc e u

Einfl d Wind nd d W lleng% hwindigk ü f die W ll nfo m


.

uss es es u er e c e au e e r

Di En e gi e d
e W ll n r er e e

Gl ei hgewi ht de W ll en
leb ndig n K ft d h W
c c r e

V m ind
er ngm d eru ellenb il d ng
er e e ra u rc u

A nd
e ng deruGe m mten gi d h W llenbil d ng
er sa er e u rc e u

St öm ng d Ti fw e d n W ll n entg gen b i ndli h Tief


r u es e ass rs e e e e e e c er e

Einfl d Win d
u ss f di G e hw in digk it ni d ige W ll n
es es au e sc e e r r e e

2 . Nä h eru ng h o d f d i T h o i d W ll n
sm et e ur e e r e er e e an d er
O b fl ä h e in F l ü i gk e i t
er c e er ss .

N ahe ru ngsm etho d e n R y l eigh


vo a

nfo m f di F tpfl n ig g liwind gk it i


.

Einfl u ss d er W ell e r au e or a zu 1 s esc e

3 . E i n fl u ss v o n U n g l e i c hm ä s s i g k e i t e n i n e S t o m b e tt e
e s r s

au f d ie G es ta lt d er Ob er fl ä h c e .

P io di h P ofil d St om b tte
er sc es r es r e s

G t lt de Ob flä h ine St om
es a r er c e e s r es

B li big G t lt de St om b tt Z l gu ng n h Fo i h n R ihen
e e e es a s r e es . er e ac u r er sc

e e .

A n t ig n d S t o m b tt
s e e es r e es

Ein nk m ht
se Ab f ll im St om bett
c er a r

Th o i de B nd ng
e r e r ra u

B nd ng ohn Bild ng t hend Well n


ra u e u s e er e

B n d ng m it Bil du ng t h n de W ell en
ra u s e e r

Einfl n klein n y mm et i h nUneb nh it fdie Ge t lt d Ob fl he


u ss ei er e s r sc e e e au s a er er ac

E in wi k ng n Dm kk äft n f ine W ll de Ob flä h in St om
r u vo c r e au e e e r er c e e es r es

P fi odi h Einwi k ng ä
e sc en D
e k r u u sser ru c es

Z l g ng ein e b eli eb ig n D
er e u k th il ng in F
r i h Reih en e ru c v er e u ou r er sc

e .

Ein wi k ng f in Flä h n g ing A d hn ng


r u au e e c e vo er er us e u .

B h ndl ng d be tim mten Int g le


e a u er s e ra

E i n e l n W e ll e n 4 . z e .

N he ng th o i fii di e Ein el w ll n
a ru s e r e r z e e .

U n m ögli hk i t in e Minim m d
c eW ll nliniee s u s er e e

Fo tpfl n ng g
r a hwindigk eit nd Fo m d
zu s Ein el wellen
esc u r er z
XI I Inhaltsv erzeichniss .

5 . W ll n e e , b ei d e nen di B ding ng e e u c o ns ta n ten D ru c k e s


s t n g fü l l b i t
re er ar s .

Anw nd ng nd Um fo m ng de Gl ich ng n
e u u r u r e u e v on L agrange
Spe iell e Vo
c t ng fii d ie B w g ng
rau sse zu r e e u

G en E füll ng d D ckgl eich ng


au e r u er ru u .

W llen n Cy kl idenfo m
e vo o r

6 . S h w i n g n g n i n e Fl ü i gk e i t i n in
c u e e r ss e em

p r i s m a t i s c he n G e fä s s .

Theo ie kl ine
r e r ste n
he der S chw ing ngen u ei er n Flü igk it in in ss e e em

m atischen Gefä ss
Literatu r

VI Eb b e . u nd Fl u th .

1 . F l u t hw e l l e n in C anä l en .

Vo t ng n d e Theo ie fü
rau sse zu ech en C näl n r r r W ll n in fl
e e a a e

Eben Fl thw llen


e u e

Reflexion
Einfiih ng tö nd ru K äfte s re er r

Entgeg ng t t Ph e de W ll n g genüb den tö nd n


e ese z e as r e e e er s re e

Fl thw ll n
u n g o
e Höhe
e vo r sser .

Fl thw l l n in C näl en
u e e n än d li h m Q e hnitt a vo v er er c e u rsc

2 . F l u t hw e l l e n au f eb e n n fl h e n G w ä
e , ac e sser n .

Flu thw ell en nen k ei fö m ig b au f eb e , r s r e g n ten Gew ä n


re z sser

F ei S h wing ng n
r e c u e

E w ng n S hwing ngen
Stö end K äfte die n d S hw
rz u e e c u

r e r ing ng h
l bhäng n ,
vo er c u sz a a e .

3 . Ebb in b en en W
e u nd e fl ä h F l u th e er e ass r c e m it
B e ü k i c h ti g n g d e E d d e h n g
r c s u r r r u .

Einfüh ru ng d E dd eh ng in die Gl i h ngen


er r r u e c u

Ve änd
r eru ng d Well enhöhen d ch die E dd h ng
er ur r re u

fl äh n
.

Einfl u ss d E d d h ng f k i fö m ig b eg n t W
er r re u au re s r re z e asser c e

4 . Ebb e u nd F l u th d e r W l tm e eere .

Bew egu ngegl eichu ngen der Flu ssigk eit, d ie ine ich d h nd K gel b ed ckt
e s re e e u e 242
l i h ng
Die G e c u der C ontinu ität
Einfü h ng d ru er st re ö nd n K äft ; Gl i hg wicht th o i
e r e e c e s e r e

Halbtäg1ge Fl u then
Verschw inden d er tä glichen Fl th n u e .
Inhal tsv erz eichniss .
XIII

F inth n e vo n l ng P io d
a er er e

Lit t era u r

VII . R eib u ng d er F lü ssigk eiten .

Minim l t a sa z fu r die du rc h R ib ng e h t En gi
u verz e r e er e

A fh b ng
u e u des Einfl u sses d T ä gh i t d h ä
er K äft
r e u rc u ssere r e

1 . Die K g lu e .

n g tion
I te ra Gl i h ng n fü in m it n t nt G e hwindigk it be
d er e c u e r e e co s a er sc e

w gt K g l nt r Ve n hl ä ig ng d
e e u q ed t
ui h n Gli d
e r ac ss u er u a ra sc e e er

Wi d t nd d Fl ü igk it ; Ab l it ng d K ft di fo d li h i t d n
ers a er ss e e u er ra , e er r er c s , e

Wid t nd d R ib ng k äft
ers a ü b wind n er e u s r e zu er e

B tim m ng d Reib ng ffi i nt n
es u es u sc oe c e e

D h nd S hw in g ng n n m it Flü igk eit g f


re e e c ü llten in
u in w iten
e ei er ss e e e1 z e

Flü igk it b findli hen Hohlk gel


ss e e c u

B tim m ng d R ib ng nd Gl it ng ffi i nten d c
es u es e hSh wing ng
u s u e u s coe c e ur c u e

b ob ht ng n
e ac u e

P nd l hw ing ng n ne K g l
e e sc u e e1 r u e .

Däm pf ng nd Aend ng d e S hwing ng d ie d h R ib ng


u u e1 u r c u s a1 r u rc e u .

2 . D er C y li n d e r
.

Die Difl erential gl eichu ngen fü r Cy lind ercoordinaten


'

I nte g tion d Gl i h ng n f
ra er e c u in n n ndli hen Cy lind
e ur e e u e c er .

Dre h nd S hwing m g n in
e e c 1 e mit Fl ü igk it g füllten Cy lind
e es ss e e ers , we nn
der Gl eitu ngsco e ffi i nt N ll i t
c e u s

ö
g in y lind
S tr m u n c r sci h n Rö h ne re

B ti mm ng d
es R ib ng und Gl eit ng ffi ient
es e u s u u sc o e c eu

D h nd S hw ing ngen in e ndli h n m it Flü igk it g füllten Cy li nd


re e e c u e s e c e ss e e ers,

w nn d Gl it ng
e ffi i nt N ll i t
er e u scoe c e u s

E in fl d R i b n g f di W l l nb ew eg n g
3 . u ss er e u au e e e u .

Einfl d R ib ng
u ss f W ll en n d
er O b flä h
e ine Flü igk it
u au e a er er c e e r ss e

Einfl h kleine nd h g o
u ss s e r R ib ng r u se r r sse r e u

D m pf ng de Well en
ä u r

Einfl d Reib ng b ei fl h m W e
u ss er u ac e ass r

A nde ng d eruW ll ng hwindigk it er e e es c e .

Einfl d R ib ng f b ne S h l lwell n b i 1 i A b it ng
u ss er e u au e e c a e e 1 e er us 1e u .

Ein wi k ng de R ib ng f S h ll w ll n in in y lind i h n Rö h
r u r e u au c a e e e er c r sc e 1e

4 . Fl u t hr e ib u ng .

Ein füh ng d R ib ng wi hen E d nd


ru er e u z sc r e u M eer
V ög ng d Eint itt d Fl th
erz eru es r s er u

M it d Fl th fo t h it nd e S t öm ng n
er u r sc re e r u e
x 1v Inhaltsv erzeichu iss .

5 . E i n fl u ss d e r R e ib u n g au ff l h
ac e Cy k l o nen .

Einfiihru ng der R ib ng n d E d ob flä h
e u a er r er c e

C ent l ra au s f teig nd L ft t om
e er u s r

Windgeschwimligk eit
Abl enk u ngswinkel v o m Gradie te nn
6 . Hy d r a u l i s c h e
Th o i de St öm ng n i n e r e r r u e C anäl en .

Vo et ng n fü di Th o i f i fli end n W e
rau ss zu e r e e r e re ess e ass rs

A f t ll ng d Glei h n gen
u s e u er c u

N aheru ngsm etho den .

B tim m ng
es u der Ob flä h
er c e i
fre fl iessenden W as se rs .

L ite t ra u r .

VIII . Gl eichgewi cht r otirend er fl ü ssiger Massen .

Ob fl h i n
er ac ti nd n Flü igk it nt
e e d m Einfl
er ro d S hw re e ss e u er e u ss er c ere

Anw nd ng d Difl nti l gl i h ng n n L g ng f di B w g ng


"

e u er er e a e c u e vo a ra e au e e e u

in flü ig n g iti nd n Ellip oid


e es ss e , rav re e s s

Si b n llg m in Int g l d Gl i h ng n
e e a e e e e ra e er e c u e

W it Int g tion p i l l Fäll Sy m m t i in B g f in A


e ere e ra s ec e er e, e r e ezu au e e xe

A fü h ng d I nt g tio n n
us ru er e ra e

Di ion d Gl i h ng n w nn k in Rot tion o h nd n i t


scu ss er e c u e , e e e a v r a e s

S hw ing ng n d Ellip oid


c u e es s s

Hin komm n in Ro t tion b w g ng


zu e e er a s e e u

Rot tion ohn G t lt änd ng


a e es a s eru

Fo t h it nd Abpl tt ng
r sc re e e a u

Rot tion in d i xig n Ellip oid ohn G t lt nd ng m di kl in t


a e es re a e s s e es a sa eru u e e s e

Axe
Literatu r
I Die Grundl agen
. .

D ie Hydr odynam ik hat die Au fgabe d ie B ewegu ngs er s chei


,

nu nge n d er Flüs sigk eit en dar z u st ell en A ls w es entlichste Eig en


.

s chaft d e r Flü s sigk e it en b e z e i c hn en w ir die dass sie F orm änd e


,

ru ngen kein en od er seh r g ering en Wider stand entgeg ensetz en .

D ie Hydr odynamik bild e t al s o ein en Th eil d er M e chanik d e fo rm ir


bar er Kö rp er .

F ü r die B e handlu ng di e s er liegt die V or s tellu ng zu Gru nd e ,

da s s die Ko rpe r den Rau m s t e t i g erfü ll en u nd d ie Fr age na ch ,

d e r allgem e inst en G e s talts änd e rnng b e stimm te r Th e il e ist dah er


ein e geo m e t ri s ch e A u fgab e .

D ie B ew e gu ng en d er F lu s sigk eiten w er d en im u brigen von


d en allg em ein en G e s et z en d er M e chanik b e h err s cht Di e s e m u ss en
.

d emnach vo r au sg e s et z t w er d en D u rch die B ew egu ngen üb en nu n


.

angren z end e F lü s sigk eitstheile K räft e au feinand er au s die d em ,

Prin c ip d er Gl eichh eit von Wirku ng u nd G ege nwirku ng u nt er


lieg en u nd zu den von au ss en her au f j e d e s Theil chen wi rk e nd en
hin zu ko mm en .

Au ss e r d en Gl ei ch u ng en d er B ew egu ng liefert die Bedingu ng


d e r U nv er änd erlichk e it d er Ma ss e e in e hinz u zu füg end e Gl e i ch u ng .

D adu r ch ist die B ew egu ng im allg em ein en voll ständig b e stimm t ,

w e nn d ie Anfang sb e din gu ng en g enügend vo r g e s ch r ieb en s ind Sind .

di e s e wie es m ei st ens d er Fall ist nicht g eg eb en s o könn en sie


, , ,

e r s e tzt w e rd en du r ch d ie B e s c h r ank u ngen die d er B ew e gu ng d e r


,

F lü s sigkeit du r ch Anw ei su ng ein e s Rau m e s von b es ti mm t en G r en z en


au ferl e gt w er d en In sp e c iell en Fäll en ist die B e w e gu ng du r ch
.

d ie B ew e gu ng an d er Ob erfläch e d e s Rau m e s vollständig b e stimm t .

S onst m ü s s en no ch w e it er e B e dingu ng en hin zu g e fügt w er d en .

D ie Au fgab en de r Hydrodynamik sind dah e r au ss chli e ssli c h


m a th em atis ch er Natu r u nd die G r enz en d e s v o n ihr zu ers chli e s s en
,
W ien , Lehrb u ch d . Hy drody namik . 1
2 I . Die G ndl ag n
ru e .

d en G ebi etes der B eweghngserscheinu ngen sind von den Hu lfs


mitt eln festgel egt die von der Analy se g eli efert w er den J e der
,
.

wirkliche Fo rtschritt dieser würde au ch eine u nmittelbare Er


weit eru ng ir gend eines Gebi etes der Hydrodynamik ermöglich en .

5 1 .

Das Coor dinatensy stem u nd di e al l gem einen Gl eichu ngen d er


Gestal tslinderu ng .

Bevor wir zu der Au fst ellu ng der Difier entialgleichu ngen der
'

Hydr odynamik sch r eiten müss en wir die Richtu ngen de s gewählten
,

C oo rdinatensy stem s fe stlegen u nd die all


g emeinste mögliche Bewegu ng eines
kl einen Theil s eines deform irbar en K ö r
pers ableiten .

D as C oor dinatensy stem ist du rc h


die Figu r 1 e rläu t ert D ie Richtu ngen .

der Pfeile parallel den Ax en g eben die


Richtu ngen der positiv wach senden
C o or dinaten die Richtu ngen der Pfeile ,

um die Axen geben die Richtu ngen


d e r positiven Drehu ng en .

Wir n ehmen zw ei r echtwinklig e C o o rdinatensy stem e al s ge


g eb en an so dass die C o or dinaten dess elb en P u nkt e s im ein en
,

y x im anderen :r y x sind B eide mogen d enselben Anfangs


' ' '
a: , , , , , .

p u nkt haben D ann ist .

a: a, a: a, y 113

31 = ß. 93 + ßg y + ßw
'

u nd au c h
“1 31 71 95

= a2 w + ß2 y + y2 x

Da Entfernu ng des P u nktes vom Anfangsp u nkte


nu n die
C o o r dinatensy stem e Vcr 2
y 2
x
2
az + y
z ?
95
'
2 ist so '

g eb en sich folg end e Gl eichu ngen

51
2
+ ß2 2
+ ß3
2 =
4 1
I Die Gru d ag e
. n l n .

B etrachte n wir nu n ein e Dreh u ng eine s Theiles des K orp er s .

Z u nächst nehmen wir e in e solch e u m ein e d er z Axe par al -

l el e D rehu ngs ax e an D ie C o or dinaten d erselb en seien mo yo


.
, .

B ei e iner s ehr kleinen D r ehu ng b e s ch r eibt d er P u nkt a: y e in e n ,

Bogen d e ss en L änge s ehr kl ein ist u nd d ann


,

al s gerad e L ini e ang e seh en w erden kann Be .

zeichnen wir d en kl einen D r eh u ngswink el mit


5 so s ind
,
d ie P r oj e ctio nen d e s Bogen s au f die

Axen d er g u nd a: die Gros sen (a: wo) u n d


3, (y y o) Da d u rch d i e D r eh
. u ng in d em d u rch
die Fig u r anged eu t eten Sinn e die ar Coo r dinat e -

v erkl ein ert die y Coo r dinat e ve rgr ös sert wir d


,
-
,

hab en wir du rch d ie D r ehu ng die A end eru ng


d a: (y d y (a : h e rv o r g e ru fen So lang e d ie D r e .

hu ngswink el u n e ndlich kl ein sind so da s s die Bög en noch al s ge ,

r ade b et r acht e t w er d e n konn e n setz en sich D r eh u ng en u m d ie


,

d rei C o o rdinatax en ein fach wie V erschi ebu ngen z u sam m en .

Wir erhalt en al s o folgend e s S ch em a w enn u m all e dr ei Ax e n ,

Drehu ngen mit d en Wink eln t) 3, s tatt finden ,

dm
(x _ xo) ö (25

dx (9 ( r
c —
t }
F u r d ie P u nkt e ,
fü r die d as D o p p elv erhaltnis s

x —
a:o : y

yo z x —
xo = g z tj z
g
gilt v ers chwind en das dy dx ; dadu r ch ist also die L ag e d er D r ehu ngs
, , ,

axe der r esu l tir end en D r eh u ng darg est ellt da di es e dadu r c h ,

d efinir t ist da ss die in ihr li egend en P u nkt e du r c h die D r eh u ng


,

ihr e L age nicht änd ern .

Au s den Gleichu ng en 7 ) folgt

22 :

by 6%
Öda: ödx
bw

25
ba:
Ausdehnu ng u nd D rehu ng .
5

bda bda

3
"

SJ bw

Wenn wir die Drehu ngswink el t) , 3 als beliebig ans ehen ,

konn en wir dies e so wählen das s ,

werden . Dann sind

A d dir e n wir also die ersten drei rechtsst ehenden von d en ,

Drehu ngen herrührend en Grö s s en 8) zu den Gleichu ngen s o er

halten wir die folgenden Au sdrü cke wenn wir 6 a) u nd 5) ber u ck sich ,

tigen die erste Reih e mit cr die zw eite mit y die dritte m it
, , ,

m ul tip licir en u nd zu drei entspr e chend e n Gru ppen ad dir en


bö:v b_
da
9 b
_ = bd<v
g; 3;
“ ' "

y
My My My
"3
Ta: g,;
"

g,;
bda bdx bdx
2:
_ “

5;
'

Fa? by

al s A en d eru ng der drei C oor dinaten d u r ch Au sdehn u ng u nd D r e


h u ng D u rch Verschieben des Anfangsp u nkts können Wi r 1 mmer
.

bewirk e n dass a: y
, , , u nendlich klein sind .

Wir setzen nu n
dx = ax
,

w öy = y2 —
y dz = x2 —
x

5
33 923 23 3 242 és
.

ba: ba; bw bw bw ba:

by by by by by by
bdcv bw, b_

öy by , bdx bza
ba ba bi bx bx bx
6 I Die Gru dl agen
. n .

D ie allgem e inst e m o gliche u nen dlic h k lein e V er,


and eru ng wird
du rch die Gleich u ngen au sgedru ckt :
b b a

1 b b
53

w
w+ —
y + — —
x

b 1" b
w+

Die Grossen a b c bede u ten eine Verschieb u ng der C oor di


, ,

nat en ohn e sonstige Veränd eru ng B eriwk sichtigen wir dass die . ,

Au sdrücke 1 0 ) mit Rü cksicht au f 1 1)


w+ +
y n
- — —

5; Ög
b b b


ö za
g,;
w er d en so wu rden du rch dies e Au sdru cke die V erä nderun gen der
,

C o o r dinaten geg eben die ein P u nkt d u r ch die Au sdehnu ng u nd


,

die D r eh u ng erfäh rt Dies elbe V eränderu ng wird du rch die Glei


.

chu ngen 12 ) au sgedru ckt wenn man a b c 0 setzt, .

Die allgem einste m o gliche Verand eru ng dur ch D e formation


lasst sich dahe r z u samm ensetz en du r ch ein e Au sdehnu ng eine ,

Dreh u ng u nd eine V ers chieb u ng ohn e sonstige V eränderu ng .

D ie V eränd e ru ng en du r ch Au sdehnu ng u nd D r ehu ng sollten


kl ein s ein Betrachten wir die in einem Z eit el em ent dt vor sich
.

geh end en so ist diese Bedingu ng erfüllt Wir führ en dann die
,
.

Geschwindigk eit en ein u nd könn en dann die endlich en Veränd e


ru ngen erst du rch die Int egr ation der Difi erentialgl eichu ngen er
'

halten Wir setzen


.

z = é d t 0 =
= 7
2 dt 5 = t
dx dy dx
dt dt dt

dann fol gt au s 8)
bw be
25
Ü ba
bu bw
bi bw
bv bu
Die Gl ei h ng
c u d er co ntinu irlichen ö ng
Str m u .

5 2

Die Gl eichu ng d er continu ir l ichen Str öm u ng u nd die Dru ck


k r äfte .

Wir geh en j etzt daz u u ber die b e stimmenden Gleichu ngen ,

d er Hydrodynam ik abz u leiten Die C o mp onenten der Geschwin


.

digk eiten werd en wir wie oben so au ch fortda u ernd mit u v w be , ,

z eichnen Die Dichtigkeit mit s D ie


. .

r e chtw inkligen C o ordinaten mit a: y x , ,

B etracht en wir Fig 3 ein r e chtwink.

lig e s Parallel epipedon mit den Kant en


läng en dx dy dx D u rch die S eitenfl ä che
, , .

dy d x strömt während dt die F lü ssigk eits


m eng e di e u dy dx ein An den g eg en
.

üb erliegenden S eit e ist die Coo r dinate a: u m da: gewachsen do rt ,

ist also die au sstr ömende M eng e nicht dt s u dy dx sond ern ,

(
d t su + (su ) da:
) dy dx E s bl e ibt . also in dem Ra um element
z u rü ck die Menge

b
dt
35 (su
) da: dy d x .

D as nt sp r e chende find et an den and eren Seiten statt


e ,
u nd die ge
s am m te z u rückg ebli eb e n e Flüssigkeitsmeng e ist also

b ) b b (sw)
( 23 )
9
da: dy dx

Dies e Menge mu ss also gleich d er A end eru ng der F lu ssigk eits


m e ng e d es V olu m elem ents während dt sein . Dies e M enge ist
s da: dy dx .

Ihr e A end eru ng wahrend dt ist

%
5 ( 8 da: dy dx) dt

ode r da
, dx dy dx u nver and ert bleibt ,


dt dx dy dx
öt
. .

D u r c h Gl eich s etz en beider Au sdru ck e ergiebt sich


5 ö (sw)

die F lu s sigk eit nicht


Ist zu s am m en dru ck b ar , so ist s con stant .

Dann wird wie Gleich u ng


8 I Die
. G ndl gen
ru a .

%ä + + ä e s
Hi erdu rch ist ein e bei allen Flü ssigkeitsb ew egu ngen nothwendig
z u e rfüll e nd e Gl e ich u ng g e g eb en .

Wir d efinir en als D ru ckkr afte solch e K r afte die au f die ,

Ob erfläch e ein es K o rp er s wi rk en u nd u nt ersch e id en gl eich im all


,

g em ein en Fall e no rm al e D ru ckk rafte als s olch e d ie in d er Rich ,

tu ng d er Normal e wi rke n vo n tangential en die in d er Richtu ng


, ,

d e r Tang ent e d er Ob e rfläch e wirk en .

S ei n die nach d em Inn ern d e s K o rp er s g ericht e t e No r m ale .

Dann ist X d er n o rm al e D ru ck w enn die Normal e par all el a: ist


1; , ,

X„ u nd X sind d ie C o m p on e nten d e s tang entialen Dru ck e s w enn


.
. ,

die Normal e pa r all el y od e r x li egt .

B ez ei chn et m an mit X d ie C o m p o nents des Gesam m td ru ck e s


.. ,

d er au f e in El em ent w i rkt d e ss e n No rmal e n ist s o ist di e s e r


, ,

D ru ck au s n ormal em u nd tang entialem zu sam m eng e s etzt D ie .

Co m pon ent e d e s normal en D ru ckes parall el x ist X X cos mr :; n ,

wo na: die Richtu ng b ezei chn et die die Normal e n mit der ac Ax e
,
-

bildet .

D ie tangential en Dru ck e sind Xy X c o s ny X X co s xx n


, .
. .. ,

wo nx u nd ny ent spr e ch end e Bed eu tu ng hab en .

A u s den dr ei Gleich u ng en folgt da cos m c


2
cos ny c o s %zx
2
,

1 ist ,
X X cos nm X, c o s ny
.. .: X cos nx .
. .

Hi erz u la s s en sich die ent sprech enden hinz u fügen


Y = Y cos na:
„ .; Y„ cos xy Y cos nx ..

Z Z cos 71 2
.. .; Z„ c o s ny Z co s xx .
. .

Die eig entlichen B ew e gu ng s gl e ich u ng en la ss en sich au s New


to ns che n Gl eich u ngen d er M e chanik dir e c t abl e it en .

Nach di e s en ist d ie Ma s s e ein e s Kö rp er s m u ltip licirt mit


d er B e s chl eu nigu ng gl ei ch d er S u mme d er b e s chle u nig end en K rafte .

D ie B e schl eu ni gu ng wird du rch d ie Z u nahm e der G eschwindig


k eit währ end d es Z eit el em ents dt gem e ss en .

Die b e schl eu nig enden K r äft e die au f ein en kleinen Rau m


,

th eil d er F lu ssigk eit einwi rk en sind er st en s die au s seren Kräft e


, ,

w ie z B d ie S c hw e r e
. . au s s erd em die Dru ckk r äfte die au f die
, ,

Ob erfla ch e d e s b etr acht et en K ö rp er elem ents einwirk en .

A l s Rau m el em ent n eh m en wir wi e d er ein u nendlich kl ein e s


Par all el epip edon de s s en Kant en d en C o or dinataxen parallel sin d
,

F
( gi .
Die Dru ckkräfte .
9

Bei der Au fstellu ng d er Bewegu ngsgleichu ng en mu ssen die


b e schleu nigend en Kräfte so verl egt w er d en dass sie alle au f den ,

im Mittelp u nkt d es Parall el epip e dons li eg en d en Schw erp u nkt ein


wirken Die A end eru ng d er G e s chwindigkeit di e s es P u nktes misst
.

dann die Beschl eu nigu ng .

Die norm al en D ru ck k r afte Yy Z wi rk e n proportional


, .
.

d e r Gro ss e der Flä c h e al s o au f j ede S eitenfl ä che d e s Parall e l


,

ep ip e d o ns s o e in al s ob d ie ganz e K r aft nu r im Mitt elp u nkt e d e r


,

S e itenfl ä che angr eifen wü r d e D a nu n d er Schw erp u nkt des


.

K ö rp erel em ent s au f d er in d er Richtu ng d er K r aft du rch ihren


A ngrifl spu nk t li e g enden Ge r ad en sich b efind et so wirken all e die
'

norm al en Dru ckkr ä ft e so als ob sie im Mitt elp u nkt d e s Parallel


,

ep ip e d on s angr e ifen wü r d en .

A u f d en S eitenfl a chen d es R au m el em ents d e s s en C oo r d inaten


,

w da: y
, dy x,
dx sind li eg en d ie Richtu ng en d er Kräfte in
,

d er Richtu ng d er nach au s s en z eig enden Normalen Ihre Grösse .

ist also

wahr end and er en die Kräfte


Xw dy dx
Yy da: dx

w i rk en
.

Die C o m p o nenten d er ges amm ten beschl eu nig enden Kraft ,

v on den normal e n D ru cken herr üh r t sind al s o ,

b Xw
dw dy dx
öw
bY

b Z„

Eb en s o wirk en au f die S eitenfl a chen d eren C o o r dinaten, w da: ,


y dy x dx sind die tangential en C om p o nenten
, ,

(
.
b bw
w
dy d x u nd
ö Zx
bw
10 I Die
. G n dl g n
ru a e .

(X„
%)
Ö IÄ
dy dwdx u nd
( Zy
) dy dw dx

; )
ö
(
__ dx
( X ä )
"
y x dw dy u nd ,. d d x x dy ,
Ö

wahrend sie an den anderen Flach en wo die Normale die entgegen ,

gesetzte Richtu ng hat ,

Y; u nd Z,
X3, u nd . Zy
Yx u nd Xx . S ind .

Z u samm en geb en sie


b Xy bX„
)
dw dy dx
(b w bx

dw dy dx

s ist die Mass e des Vo lu m el em ents Bez e ichnen wir


dw dy dx .

noch mit X Y Z die C o m p o nenten der au f die Mass en einheit


, ,

wirkenden Kräfte so lau t en die Gleichu ngen der B ewegu ng


,

ex., ax, ax,


S X
bw T; bx
dv 0 Y;„ 0 Y„ 0 Y„
8
212 bw by bx

8
dw
= 8Z _ az, az, az„
°
37 bw by bx

Die tang entialen Kr afte u ben im allgemeinen au f d as Volu m


e lement D r ehu ngsm o m ente au s .

Um die w Axe drehend wirkt das Moment (Kraft mul tip licirt
-

mit dem H ebelarm)


Zy dwdx dy —
Y„ dw dy dx ,
um die y
-
Ax e

Xx dw dy dx dy dx dw ,
um die x-
Ax e
Ya; dy dx dw —
X„ dw dx dy .

D enken wir ein e g e schlossene Fla che in d er Flu ssigk eit


u ns nu n ,

so dass d as betracht et e V olu m elem ent in d em von ihr u m s chlo s s e


nen Raum lie gt Au f diese Oberfläche m ögen beli ebige D ru ck
.

k räfte einwirken die au ch Dr ehu ngen des ganz en u mschlossene n


,

V olu m en s im all gemein en b ewirken könn en Wir n ehmen d ann .


12 I Die Gru d
. nl gn a e .

Setzen wir namlich w 9 cos u m, y 9 cos xy , x 9 cos nx,


so ist
A2
2

X 1;
2
co s
2
nw Y„ 2
cos cos xx
2
ny cos 2
xx 2 Y« . c o s ny
9
2 Z c o s nx cos nw 2 X„ cos xx cos ny
r 2 1) .

ist dann d er R ad iu sve cto r d er mit d en C o o r dinaten die Wink el ,

cos nw c o s ny c o s x x bild et F ü r die Axen d er Flä ch en zw eit en


, , .

Grad e s ist dieser R adiu svector ein Maxim u m od er Mini m u m .

N u n ist 9 2
x
2
y
2
x
2
; w e nn dies e inen G r e nz w er th an

%
bx b
nehm en soll so mu ss an x b 0 y x 0 s em — —

,
; , .

Andererseits ist nach d er Gl ei chu ng d er Flach e


93
bw -
Z,„ x

by wv + Zx ”

Elim inirt m an
22 u nd so erhält m an


x l
Y„ w + Yy ?j + Yx % = y 2
'
.

Za; w + Zy y + Z„ x = x l
u nd es ich fu r w en n man die e r st e Gleich u ng mit w
e r gieb t s ,

d ie z w eit e m it y die d r itt e m it x m u ltip lic irt all e s addirt u n d


, ,

die Gl eich u ng d er Fläch e beru ck sichtigt ,

2 2
A 9
D ie Halb ax en erhalt man au s du rch Elimination von
22) 93 ,

y , x
. Es ist 2 . gl eich ein er d er Wu rzeln d er Gl eich u ng
Xx

Zx " '

u nd die Halbax en p„ 19
2 , e rgeb en sich au s d er Gleichu ng

1/ T
Die Gl ei chu n g 2 3 ) wird id enti s ch mit w enn 2 g e s etzt wird . .

D ie Norm al en d er Flä ch en el em ent e s enkr e cht en Dru ck e s sind also


parall el d en Hau ptax en d er Fläch e d e ren Gl ei ch u ng 2 0 ) ist ,
.

Da nu n die drei Axe n d er Flä ch en z w eit en Gr ades senkrecht


au feinan der stehen so gilt di es au ch fü r die Normal en der F läch en
,
Die Hau ptdru cke .
13

l ente die nu r senkrecht en Dru ck


e em , l id en
er e . Di e s e d r ei Dru ck e
be z eichnen wir mit p „ p „
Setzen wir nu n

= = p l ß1 7 . +
'

Yx Zy P2 ß2 7 2 + 9
raf ara
X 2

p , 71 1
01 P2 7 2 2
“ F3 73 3

Xv = Y a: P1 “1 ß1 P2 2
“ ß2 “
P3 3 33 ,

wo B„ 7 ,
a„ s w d i e Wink e l b
u e zei
. c.hn e.n wel c he di e Dr u ck e ,

p, u s w mit
. den . C o o r din
. at ax e n bild e n s o g e lt e n hi e r die Gl ei ,

chu ng en w eil d ie D ru ckrichtu ng en s enkr e cht au fe inand er st eh en .

W ir e rhalt en dann m it B erü ck sichtigu ng von 4 ) die Gl ei chu ng en


X
( 3 X3/ ß l i 71 0
Y„ a‚ ( Yy P1 ) 1 1
9 Yx 7 1 0

Z; a‚ Z3/ ßl ( x
Z P) 7 1 0
un zwei sym m etri sche mit d en Indic e s u nd 3
d .

E s s ind al s o p „ p 2 p 3 die Wu rz eln d er d u r ch d ie D eterm i


,

narit e da r g e st ellten cu bis chen Gl e i c h u ng .

V er glei chen wir di es e mit d er Gl eichu ng s o e rh ellt dass ,

du r ch die Au sdru cke 2 4 ) die v erlangt en Dru ck e d argestellt w erd en .

E s s ind also all e D ru ck e au f p „ p 2 p 3 zu rü ckge führt B ei ,


.

d e n F l ü ssigkeit en mach e n wir nu n die Annahm e da s s die U nt er ,

sc hie d e der dr e i D ru ck e p „ 192 p den D il at atio ns ge s c hw in d igk e ite n


3 ,

e, 82 83

dt ’
dt dt
p r opo r tional

sind D er P r o p o rtio n al itats facto r hangt .

von d er Natu r der F lu ssigk eit ab ; au ss e rd em soll en sie no ch d er


G e s c hwindigk eit d er V o lu m änd ernng die e in F lu ss igk e itstheil chen ,

e rl e i d et p r opo r tional sein Dies gi ebt e in e zw eit e Constant e


,
.
,

die a b e r nu r bei zu s am m endru ckb aren Flü ssigk e it en B e de u tu ng hat .

Wir s etzen d emnach

P3 =P
u b e rh
k

(g
( é 8s 82 +
Ist 19 2
so ist p , p2 p,0 p;,dann sind au p t k e ine

tang e n tial e n D ru cke vorhand en wie dies b e i ganz reibu ng slo s en ,

Flüs si gkeiten der Fall ist D ie C o nstanten k u nd 6 sind die .


14 I Die
. G ndlag
ru en .

R eibu ngsconstanten Setzen wir die s e W erthe von p , p „ 193 in die


.

Gl ei c h u ngen 2 4 ) u nd b eru ck sichtigen die Gleichu ngen 6) d es 5 1 ,

so erhalten wir wenn wir wieder dx u dt dy v dt dx w dt


, , ,

mach en ,

Xw = p
Z

2

2k —

Y1 =2 —
2k 2
°
,

z, = p
-
2k 2 —

a 5;

= Z„ = —
I fl
% by)
bw
b )
Z:;
bw x

bu be
X„ Ya: 10
by bw

S etzen wir diese Au sdru cke in die Gleich u ngen so e rhalten wir
du b zw b zw b2 u
a„ 2

b
bw + by i
b
b% b 2v b%
)
2
S Y+ k
bw? by ? b x2

?
Ö
ö ”
+ k —
26)

Ist die Flu ssigk eit nicht zu s amm end r u ck b ar , so ist


Xx Y!! Z% = 3 P

der D ru ck p das arithmetis c he Mittel au s den dr ei senkrechten


Dru ck en Nehmen wir an dass die s au ch für z u samm endrückbar e
.
,

Flüs sigkeiten gilt so ist ,

du de w
S chhesshch haben Wi r fi1 r d ie vo ll standigenW e r the
dt ’
dt dt
einz u s etzen u nd e rhalten dann fü r die hydr odynam i schen Gl e i
chu ngen die am m eist en gebr äu chlich e Form .
Die allg em eine nB ew e u g ng gl i h ng n
s e c u e .
15

1 bp bu bu bu bu

w “

bt bz

1 bp bv bv bv bv —
Z M

1 bp bw bw bw bw
? bx bx

bs b(u s) b(ws) ds bs bs bs bs
bt öx äZ

Hier ist zur die vielfa ch vorkommend en


Abk u r zu ng für
D ifl er ential au s drü ck e ein z u sammenfassendes Zeichen gebrau cht
'

d as wir au ch später anwenden we r den Es soll hiernach all .

g emein
Ö b <p b
%
2 2 2
(p
A -
s em
55 5 39 62
.
,

Wir stellen folgende B etra chtu ng u ber die Ene rgie ein er in
e in em geschlossen en Rau m b efindlich en F lu s sigk eitsm ass e an .

Z u näch st g ehen wir von den allg emeinen B ewegu ngsglei


c h u ng en au s .

M u l tiplicir en wir die Glei chu ngen 1 6) mi t dx dy dx u nd , ,

a d d ir e n sie u nd bilden
,
d as Integral über e inen gesch l ossenen
Raum de s s en O b erfl ä chenelem ent ds u nd nach au ssen gerichtete
,

Normal e n ist so erhalt en wir bei parti ell er Integration


,

d 2w d d x

dw dy dx
ä
.
;
dx dy -

T
d ‚
dx -

M h am M
dwdy dx
[X f + Y.
)
*

.
, Fi?
b w böw böy
Z n: *

gg
- “

j;
b + Xv

D ie linke
Seite gi ebt die Arbeit sleistu ng b ei d er Beschl eu ni gu ng .

A u f der r echten Seit e stehen 1 d ie A rb eit d er äu sseren Kräft e ,


.
,

2 die Arbeit d er au f die Ob e rfl ach e wirkend en Dru ckkräft e u nd


.
,

3 die Arbeit die bei der De formation g el eist et wird


.
,
Die l etzte .

Arb eit gi ebt in einer Flüssigkeit die du rch Reibu ng in Wärme


v erwandelt e En ergie an u nd die C om pressionsarbeit
16 I Die Gru d
. nl agen.

ö
bw )
Wir m u l tiplic ir en von d en Glei chun gen 2 7 b) die ers te mi t u ,

d ie zweit e mit d ie dr itte mit w u nd ad dir en sie ; wir s e tz e n


" =
fern er q u
2
v
2
w "
bilden d as Integral üb er e inen ge
,

sch l o ss enen Rau m u n d int e griren p arti e ll nac h a: y x s o e r , , ,

halten wir wenn die X Y Z partielle Abl eitu ng na c h a: y x eine r


, , , , ,

F u nction V sind ,

( 2 2f
i‘ bw
s dx dy dz u + v —

+w
t

2 ) ( )
2
8 V 9 u c o s nw + v co s ny w co s n x

bw + by )
"
22 2Z 2 "

-

+ + 2 6 » —

+
y

Z (, + u
2 + ,j )
cos n

dy dz
{ 3
2 + 2
( + (é &7)
H
) + 29 ( 2
73+ 7
b ))
bs q
? bs
dy dx p
[ bi
.

s o er
Setzen wir in dem obigen Au sdru ck dw=
halt en wir fü r d ie En er gie w elch e du rch
ff

,
dt,

d ie
%
R ib ng wah nd
e u
dx =

re
dt,

dt v erb r au cht wird d en Au sdru ck


,

bu bv bw b bw
(
v
Xz b + zx Y _
dw dy dx
b g + + x bw +
b £f+ X
+ 2 :
Z y
,

[ 2
2 2

( ( )
2 (

dm z
2 +2 +2 + 7
ao by

Wir k ö nn en d ann
die Rau mint egral e in folg end e1 W e i s e zu

s am m enz ie hen . Es ist in j e d em Rau m el em ent


bL
‘ '

2 ( s g
?
) dw dy dx =
E h lt ng
r a u d er En erg e i . G renzb ed ngu n i gen .
17

wenn L u nd F die kin etis che u nd potenti elle Energie bez eichn en .

Wir können dann u ns er e Gl ei c hu ng in folg ender Form schreib en

dx dy dx ( L + F ) d t ( u co s nx + b oo s ny + tv c o s nz ) dt
f

dy dx R ,

wo die W erthe u b m R z u sammenfass ende Bezeich nu ngen sind


, , , .

Das Rau mintegr al au f d er re chten S ei te giebt den wahr end


dt du r c h die Reib u ng in dem ganzen Ra u m e v erzeh rt en En e rgie
h
v o r r at .

Au f d er link e n S eit e st eht die A end eru ng d es Energiev o rr aths


s elbst . D ie Gl ei c hu ng sp r icht dann au s , dass s ich d er Energie
vo rr ath d er in d em geschlos senen Rau m e b e findlich en Flüs sigk e it ,

abg e s eh en von der du r ch die R eibu ng zerstörten Ene rgi e , nu r


d u rc h S tr om u ng von En ergi e du rch die Ob erfläch e verändern kann .

Man kann 11, b, m die C omp o nenten d er strom end en Energi e


nennen .

5 3 .

Grenzb ed ingu ngen .

In d en m ei st en hy dr odynami sc h en A u fgab en hat man es mit


ein e r b e gr e nzt en Flüs s igk e it z u thu n F u r dies e Grenzen g elt en .

B e dingu ngen welche d ie m o glichen Bew egu ng en der Flüssigkeit


,

in b e stimmt er W ei s e ein s ch r änken .

Im allg em ein st en Fall e wir d die Ob erflache d e r F lu s sigk eit


du rch ein e Gl eich u ng b e stimmt w elch e die C o ord inaten u nd die
,

Z e it enth ält :
f( x2 y 2 x2 t ) 0°

Betracht en wir hi er die Zeit al s u nab hangige V ar iabl e , so ist


bf b:v bf by bj_ bx
"
bf

Die Ob erflache macht nu n die Bew egu ng d er F lu s s igk eits


b by fv
theilchen mit u nd deshalb ist u v , zu zu se tz en .

Wir haben al s o die Gl eich u ng


Öf _f Öf
2
f
t + ba; + +w
y
Wi e n Lehrb u ch d . Hy drod y namik .
18 I Die Gru d
. n lag n e .

Denken wir u ns bei c onstanter Z eit in die Flü ssigkeit L inien


gezogen die an j eder Stelle der Geschwindigkeitsrichtu ng parall e l
,

lau fen Di e se L ini en wollen wir S t r o m l i n i e n nennen Dann


. .

sagt die Gl ei ch u ng 28) au s das s die Oberfläch e zu j e der Zeit au s ,

Stromlinien z u samm eng e setzt ist .

D ie Oberfläche der Flüssigkeit ist eb en dadur ch d e finirt da ss ,

du rch sie ni emal s Flü ssigkeit hindu rc hstr o m en kann .

Au ch im Innern der Flüssigkeiten können solch e Flachen


au fgesu cht werden Di e selb en haben ein w e s entlich e s Inte re ss e
.

nu r dann w enn die Ges chwindigk eit en an b eid en S eiten der


,

Fläche verschieden e W erthe hab en Eine s olch e U nstetigk eits .

fläch e wird sich im allg em ein en in der Flüssigkeit ve r s chi eb en .

Au s ser d er du rc h die Glei ch u ng 2 8) au s ge sprochen en Grenz


bedingu ng ist noch ein e zweite zu b erück sichtigen die s ich au f ,

die Dru ckkräft e bezi eht Nach dem Princip der Gleichheit von
.

Wi rku ng u nd G e genwirku ng mu ss en d ie D ru ckkr äft e die der ,

b eru hr end e Ko rp er au f die F lu s s igk e it au sübt d en D ru c kkr ä ften ,

d as Gl eichgewicht halt e n mit w elchen die Flüs s igk eit au f den ,

Kö rper wirkt .

D ie Kraft w e lch e d er b e rüh r end e Ko rp er au f die F lu ssigk eit


,

au su bt m u s s d u rch e in e Hypoth e s e nähe r b e s ti m mt w er den



.

D ie allgemein st e bi sh er gemacht e Annahm e be ruht au f der


V o r stellu ng da s s d ie tangentiale Kr aft d er r elativ en G e schwind ig
,

keit d er Flü ssigk eit u nd d es Körp ers an d er trennenden Fläch e


proportional ist Der s enkr e chte Dru ck mu ss immer an beid e n
.

Seiten gleich sein wenn das Princip der Gl eichh eit von Wirku ng
,

u nd Gegenwirku ng erf ü ll t s ein s oll .

X Y Z sind die C o m p o nenten d e s g e s a m m t e n Dru ck e s


„ ‚ „ , „

in d er Richtu ng der Normal e n der Trennu ngsfl ache .

X c os nw
„ Y c o s ny Z co s nx ist d er s e n k r e c h t e D ru ck
„ n ,

also (X cos u m Y c o s ny Z cos nx) co s nx u s w die C o m p onenten


„ „ „ . . .

des s enkrechten D ru ckes Also sind X ( X cos na:. K c o s ny ,. „ .

Z c o s nz ) cos na: 11 s w die C om p onenten d e s tang ential e n


„ . . .

D ru ck e s Nennen wir die Ge s chwindigk e iten d es K o rp er s u „ v , w1


.

s o hab en wir nach d en g emachten Annahm e n z u setzen .

1 3 1
3 2
X „ ( X co s na:,. Y co s ny Z cos m ) co
„ s na: ( ,
u u ) n

ka
5
Yu ( X ,. c o s nm Yn c o s ny Z„ cos m ) cos n
7 (
v, —
)
v 2 9)
s ie?
Z,. ( X „ co s mc Yn cos ny Zn co s mc) c o s nz
7 ( ,
w —
w) .
20 I Die Gru dl a
. n gn e .

bw by bw bw by bw
wir die Gleichu ng en erst mit ,a , dann mit end

bb ’


ba
u nd ad diren j edesm al . Wir erh alten au f dies e

Z
i
f —
X
)%
ä (ä + —
Z °
)ä l
+ - —

(
d
_X
)ä ( % + dt

d
2

2
Y
)gg (
b
+ dtz

d 2w bw 1 bp
3 0)

) _
(7 )
y _3/
"
Y ’ '

Z +
iii ? dt2 be d 2
bc s 65

Gl eichu ng d er C o ntinu itat mu s s


D ie fü r die Gleich u ngen von
L agrange besonders u m ge formt werd en .

Wir b etrachten d as Inte gral

F ( a, b, c ) da db dc

u nd führen die neu en V ariab eln w„ y„ w, ein welche


, F u nctio nen
von a, b, 0 sein sollen .

Dann wird

( a, b, c) da db dc dxi d?l i d751 °

entst eht au s F wenn man a b 0 du r ch w„ y „ w, au sdru ckt


F, , , , ,

u nd d ie F u n c tion f tritt d u rch die Tr ansformation von da db dc


°
hin zu Bild en wir z u nächst das D ifier ential dx„ s o is t dabei dy,
.

u nd dw, gl eich N u ll zu s etz e n w eil di e se V ariab eln von a: , u nab ,

h ä ngig sind Wir h ab en also.



da —

2 l db —
dc

22
" -
da
°
Z
°db —
de ,

u nd hierau s folgt
Die G leichu ngen v on Lagrange .
21

Denk t m an sich nu n die Integration nach a: , bezieh entlich a


au sge führt so behält
, m an nu r noch d ie Variab eln b c u nd y , w, , .

M an erhäl t als o

u nd hieraus

u nd schliesslich

A ls o wird

dcu ib dc =

S etzen wir nu n in derselben Weise da: dy dw

xl

so wird
= bö _1 Ö
__ö bz l
: ;
l l
'

1 + b
by bw

d a die dx„ Jg ., dw, u n endlich klein sind so ist ,

N u n seien a: , w F u nc tionen von a, b, c u nd t ; x„ y„ w1 die


s e lben F u nctio nen von a, b, c u nd t dt, so ist
dx =
= bwl

di.
22 I Die Gru d
. n lag n e .

Wir haben dann


“ 1 dy l dx! DI ( 10 db dc

dx dy dx D de db dc ,

wo D die Determinante fü r di e w, y , w ist .

Anderers eit s ist


im

Da nu n

dw dy dw =

I
I
nach dem F ru her en ist ,

b bö b
p_ =
g
1 äy
so fo lgt D2 1 +
?
D b
dt _ 1 + + ;
1 + bw b
M
) d‘ +

Da mm

=u ==v =w sind ,

so wird
1 bD bu Ö
D bt bw + b _
; + bw

Hi er sind die Geschwindigkeit en als F u nctio nen von w, y , w, t


anz u sehen Dann haben wir zu setzen
.


dt

u nd spre chen damit au s dass wir die C oo rdinaten x y w au f ein


, , ,

bestimmtes F lü ssigk eitstheilchen beziehen Dann haben wir au ch .

dD
zu s c hreib en
dt
.

Dagegen ist
du bu bu dw bu dy bu dw bu
+
'

+ =
ey dt bw d t ?
e

w eil die G e sc hwindigkeit m d er W ei s e wie wir sie hi e r au s dru c k en


, ,

sich au f ein en b e stimmten Ort bezi eht u nd si c h er s ten s d er Z eit


nach dann aber au ch dadu r ch änd ert das s das F lü ssigk eitstheil
, ,

chen während der Bew egu ng den Ort wechselt .


Die Gl ich ng n
e u e v on Lagrange . T n fo
ra s o
rm ati n v o n Cl eb sch
.
23

Fu rdie Gl eich u ng der C ontinui tat konnen wir demnach au ch


schreiben da eb en s o
,

ds bs bs bs bs

ds bu bv bw

ds e dD
dt

Di e Tr ansfo r m atio n von Cl eb sch .

Wir kehren nu n zu den allgemeinen Gl eichu ngen 2 7) zm u ck .

D a die Dichtigkeit der Flüssigk eiten immer eine F u n c tion des


D ru ck es ist so können wir setzen
,

bP 1
_w
bp bP 1 bp bP l
_
bp
.

bw s bw ’
b}
; 8 by ’
bw s bw

Ein e erhebl iche Ve r einfachu ng tritt e in w enn die Di chtigk eit ,

al s c onstant ang e s eh e n werden kann wie e s bei den tr o p fb ar en ,

Flü s sigkeit en m it gro s s er Annäheru ng der Fall ist Dann ist die .

C o ntinu itätsgl eichu ng einfa c h


bu b?) bw

Ein e w eitere sehr erhebli che V ereinfachu ng bringt die V ernach


lä s s igu ng der Reib u ng mit sich .

D ie au s ser en Kräfte w er d en in weitau s d en meisten Fallen


ein Potential haben Au snahm en komm en vor wenn m agnetische
.
,

K räft e au f Flüs sigkeit en wirk en di e von el ektrisch en Ström en ,

du rc hfl o s sen s ind u nd b ei ni c ht co ns ervativen Wi rku ng en w ie


, ,

R eib u ng u nd Erw ä rmu ng .

Setzen wir in der Gl eichu ng 2 7)


bV
lc2 =0 u nd X == Y
bw
24 I Die Gru d age
. nl n .

so kann m an das allgemeine Inte gral der Gleichu ngen fü r


Dru ck p bilden wenn m an setzt ,

u nd erhalt d ann zwei Bedingu ngsgleich u ngen fii r wx w , , .

Wir setzen nu n

V -
P == —

+ x

u nd e rhalten
b2 w bw
b
bV bP
( )
=
bw bw bt bw + bw x bt + u
bw + v —

+ w
bw
y
2 b z
_
f) ]
t
x bc

S etzt m an
dagegen die Au sdrücke fü r u , v, w in die e r st en
Gl eichu ng en so erhält m an
,

bV b b b b bso bw b<p bw b fp bw
=
2

bw bw bt bw bw bw bw bw + by by + bw bw

ö M
}
x_2 2 2
r öxö ö ö
x n
__r
v
_
+ x z
+ 2 bw + w bw bw + by by + bw bw

bw bx bw bx bw bx

Beide Gl eich u ngen stimmen ü berein wenn ,

b b <p b b b b b b b b b b
bw by by w bw bw bw by by bw bw

u nd

bw bwbw bwbw bwbw bw


bt + bw bw +

Hierz u kommt die Gleich u ng der C o ntinu itat

w
bx bw bx bw bz bw
( A
X ”)
bw bw by by bwbw

__
M
ö
by ) +b i( %
beiden er st en Gl eichu ngen e rhalt man au ch wenn m an die
D ie ,

zweit e u nd dritte der B ew egu ngsgl eich u ngen in d erselben Weise


beh andelt .
Tran fo s ion
rmat vo n Cl eb sch .
25

die zweite Bedingu ngsgleich u ng mit


M u ltip licirt m an x, so
lasst sich die Gleichu ng fiir den Dru ck schreiben :
v —
P —

f +

(i } x

Bilden wir die D rehu ngsgeschyvindigk eiten g , Q der F lu s sig


k eit stheil chen so ist
'

2 g
b
_x w
b
by bw
_
_
_ b bx
bw
öx W W öx
5 3

Die Fu nction w ist hier ganz fortgefallen S ie giebt nu r den .

Anth e il der rein for tström enden Bew egu ng ohne Dreh u ng D a .

geg e n rührt die Dr ehu ngsge schwindigk eit von den F u nctionen x
u nd w her .

Wenn kein e D reh u ng vorhan den ist also w u nd x fortfallen , ,

s ind die Bedingu n gsgleichu ngen von s elbst erfüllt u nd wir haben
dann au s der C o ntinu itätsgleichu ng die ein e B edingu ng

U eb er tragu ng b ek annter Bewegu ngen au f geo m etr is chähnl i che

Fo r m en .

Au s den allgem ein en Gl eichu ng en lassen sich S chlu sse zieh en


in B ez u g au f die V er änd eru ng en w elch e ein hydr odynamisch es
,

Problem du rch V er s chiedenheit d er Dim ensionen erl e idet .

N ehm en wir an ein bestimm t es P r oblem sei fü r ein e Flü ssig


,

k e it u nd fiir vo r g e schrieben e Dimen sionen ge l ost Wir setzen .

nu n fü r eine and e r e Flüssigk eit ind em wir mit e„ 8 2 83 drei Con


, ,

stau ten bezeichn en


k‚2=
8,k
2
s ‚
= e2 s u ‚
= s3 u w ,
=
81 81
w w w
26 I Die Gru ndl agen
. .

un d diese Wet the in die Gleichu ngen 2 7) ein wenn w ir


s etz en ,

die au sseren Kräfte Nu ll setzen Wir erh alten d ann dieselben .

Gleichu ngen wie fiir die erste Flüssigkeit indem b ei den drei ,

ersten der gem einsch aftliche F actor i herau stritt bei der vierten
f
£ —

der F actor 5 3 3 5
Jede fiir die eine F lu ssigk eit ge fu ndene Los u ng
81

g ilt also a u ch fiir die z w eite .

Die C o nstanten e, u nd s, sind du rch die N atu r der z weiten


F lu ssigk eit bestim m t d ie dritte 8 3 ist wi ll kü rlich
, .

Für co m p ressive Flüssigkeiten ko mm t n och die Beziehu ng


z wischen Dru ck u nd Dichtigkeit hin zu Beschränkt m an sich .

au f geringe D ic h tigk eitsver änd eru ngen so ist ,

2
dp a ds ,

wo eine Const ante bezeichn et ( die Sch allgesch windigkeit in der


'

Flüssi gkeit) Hierd u rch w ird d ann die Const ante 83 bestim m t
.
,

indem fü r die z weite Flüssi gkeit


a
? a
3
8 %sein m u ss .

E s m u ssen sich also alle Geschwindigkeiten ebenso ande rn


wie die Sch all ges ch windi gkeit en w enn eine U ebertr agu ng der ,

Lös u ngen m ö gli ch sein soll .

Bei inco m pr essib eln F lu ssigk eiten fällt diese Beziehu ng fort .

D afür tritt eine andere hinz u wenn eine freie Oberfläche vor ,

h anden u nd die Schwere wirks am ist .

In diese m F all m u ss der gem eins am e F actor 1 sein .

D ann konnen den Gleichu ngen au ch noch beliebige u nver


and erl iche äu ssere K r afte hinz u ge fü gt werden .

Au s diesen Betr achtu n gen lässt sich noch fol gern d ass in ,

grossen Räu m en der Einfl u ss der C o m p r e ss ibilit ät der Flüssi g


keiten geringer wird Au s der Glei chu n g .

n am lich d ass gr o sser en W erthen von 3 n am li ch der C o m


fol gt ,
2 ,

p r e ss ib il itat kleinere
,
W e r the der ‘

S c h a ll gesch w indi gkeit e nt


s p re c hen Verklei nern wir also die Const ante 8 3 d h vergro ss ern
.
, . .

wir die Di m ensionen des R au m e s so verkleinern wir die Sch all ,

g es c h w indi g keit n ac h d e m Früheren u n d v er r o s s ern die Co m p ressi


g
bil ität wenn die V o rgange an alog abl au fen sollen
,
Also hat die .
28 I Die Grundl agen
. .

so viel Elem ent e der Ku gelfl ache m it p ositiv em als m it n egativ em


Vorzeichen Also ist in diesem F alle der Gesamm twerth Nu ll
. .

Wenn d agegen der Pu nkt x„ y„ x, innerh alb d es betracht eten


R au m es liegt so tritt der Kegel einm al ö fter au s als ein
, .

Der Kegel mu ss aber imm er irgendwo die O berfl ache dur ch


s chneiden M an hat also die ganz e Ku gelob erfl ä che bei der
.

Integration
co s m d8 =4 x .

Denken wir u ns j etzt d en betracht eten Raum mit M asse er

fü llt u nd b ezeichn en ein M assenel em ent mit dm s da:1 dy, dx„


so ist

eine Fu nction deren negative p artielle Ableitu ngen n ach den


,

C o o r dinaten di e C o mp o nenten der anziehenden Kr ä fte aller M assen


elem ente au f den P u nkt a: y er giebt
, D enn es ist
, .

93
bw
cos ra:

cos ry

0 0 8 7 25

Ebenso ist
c os m =N ,

wenn wir unter N die S um m e der Krafte au f den P u nkt a: , y , x

p a ar llel n verstehen Bilden wir j etzt


.

cos m ,

so ist wieder dS cos 9% 4 az,

wenn wir mit M die Gesam mtm as se b ez eichn en .


Sät ze au s d er Potentialthoorie .
29

Wir betrachten j etzt ein rechtwinkliges P arallelep ip edon m it


den K anten der dy dx Für die S eitenfl ächen p arallel der yx Ebene
, ,
.
-

m it der Coordin ate x ist

fiir die m it d er C oo r din ate a: da: ist

öx 7
60
dx
]
Wenn wir nu n d as N dS u ber die O be rfl ach e des P arallel
deren Fl ache
e p ip e d o ns , dx dy betragt erstreck en so lie fern diese
, ,

beiden Seiten z u s am m en
6 2
23
dw dy dx
ba)
.
?

Ebenso erh alten wir von den anderen S eitenfl achen


am
__ dx dy dx u nd
ö £
"
8
dx dy dx
öy 5
.
2

De m n ach ist n ach d em Vorige n


Afli dx dy dx 4 7: M
.
= 4 7: 3 dx dy dx
.

Aß 4 7: s ,.

u b eral l wo 3 O ist
, au c h
AQ3 0 .

Es l asst sich leicht n ach weisen d ass die P o tentialfu nction 23 ,

m it ihren ersten D ifier entialqu o tienten u b er all steti g ist au ch


'

w enn der P u nkt x y x im Innern der anzi e henden M asse lie gt


, ,
.

Führen wir P olar c o ordinaten ein u nd setzen


x + r s in ü co s 6

y
'
=y + r sin fl sin 6

x
'
=x+ r cos ü

so sind die geo graphische L an ge u nd Breite au f einer


6 u nd 19

u m a: y,x gelegten Ku gel ob erfl ache m it d em R adiu s r


, A u f der .

Fläche wahlen wir vier P u nkte m it den Wink elco o rdinaten 6 ;


9
1 d9 6 ; 9 6
i
'

,d9 ; d9 6
, d6 Werden die P u nk te 1
'

, .
30 I Die Gru ndl agen
. .

du rch ku rz este Linien verb u nden so erh alten ,


wir ein Fl ac hen
elem ent
r d .? r sin 9 d9 .

Legen wir nu n eine z weite Ku gelfl ä che im Abstande dr von


der ersten u nd verbinden die gewählten Grenzen des Flächen
,

ele m ents du rch radi ale Strahlen m it d em Mittelpu nkte so erh alte n ,

wir ein R au m ele m ent

r d 9 7 sin 9 d 6
a dr 1 .

Also wird
r sin 9 d 9 d 6 dr .

Hierau s geht he rvor d ass der Beitrag des R au m elem ents in


, ,

w elchem der P u nkt a: y x liegt Nu ll ist w eil d ann r versch w indet


, , , , .

Desh alb ist überall endlich u nd stetig .

Andererseits ist
'
f)
' '

dx dy dx ( x a

7 3

'
dx (y

cos 6 sin 2
9 d 6 d9 dr '

sin 6 sin 2
9 d 6 d9 dr '

623
3 75
sin 9
1 cos 9 dr
d 6 dn .

Die Inte grale bleiben al s o eben falls endlich , wenn der P u nkt
x, y, x ins Innere der anziehenden M a sse rückt .

Wir können au ch schreiben


' '
dy dx s
Stetigk eit der Potential fu nctionen .
31

oder bei p artiell er Inte gration u ber die O b erfl ache d es m it M asse
erfü llten Rau m es

dS —

i c os m:

Der D ifl erentialqu otient von


ist hier dargestellt als zu 28
'

sam m enge s etz t au s den P otentialfu n c tio nen einer in d em R au m mit

der Dichtigkeit vertheilten M ass e u nd ein er über die O b er

fl a che m it der Dichti gkeit s verbreiteten M asse .

In derselben Weise fol gt


62? s

35
ds
7
cos ny
8
dS —
co s nx
f

Nehm en wir al s einen Theil der O berfl äche die y x Ebene -


an,

so d ass dort cos na: 1 cos xy 0 ,cos nx 0 ist , .

Nach Gleichu ng 3 7) u nd 3 8) ist dann


4 am

bit b%„ %
b

wenn wir
' '
dy dx be

setz en.

W ir h aben nu n gesehen dass die P otentialfu nc tionen von der


,

Form der überall steti g sind An der O berfl äche des m it Masse.

erfü llten Rau m es ist s u nstetig indem es von dem W erthe Nu ll ,

beim Hindu rch gehen du rch die O berfläche plötzlich einen endlichen
W e rth annimm t Es ist erstens A u nstetig d ann aber au ch
.
,

D ass u berall wo s = 0 ist die Gleichu ng A2?


, , 0 thatsach

lich erfüllt ist folgt d arau s d ass A


, 0 ist ,
.
32 I Die Gru ndl agen
. .

Wir denken u ns jetzt eine Oberfl ache beiderseits m it M asse


von ent gegengesetzten Vorzeichen bele gt ( z B p ositiver u nd ne ga . .

tiver El ektric ität) u nd z war sollen die Dichtigkeiten beider über all
,

gleich sein Die P o ten


.tialfu nc tio n der einen M a ssenbele g g
u n
würde

sein die , d er z weiten , di e sich in u nendlich n ah em Abst ände dn


be findet
ö _
l
_
s
Ön

m it bezeichnen wir die Dichti gkeit der Do pp elschi c ht


o s da
u n d neh m en sie als endlich an ; die Dichtigkeit s j eder Schicht
ist dann u nendlich gross .

Die P o tentialfu nction der Dopp elschicht ist also


1
3
31
ön

N un ist %
3g 2
cos
d8 cos m ist die Proj ection von d S au f eine Ku gel die u m den Pu nkt ,
'

x y x m it d em R adi u s r d u rch den P u nkt x elegt ist


' '

, , y x g , , .

d S °m
i

_
f ist d a s ents p re c hende Flächenele m ent au f einer K u g el
m it d em R adi u s Eins oder die Grosse in w elcher d as Flächen
, ,

elem ent eine m in a: y x be findlichen Au ge erscheint


, , .

An einer Seite der Flä c he Wir d der Cosinu s d asselbe Vor .

zeichen h aben wenn die n ach der Fläche vom Pu nkte a: y x ge


, , ,

z o genen Linien die Fläche nur ein m al schneiden S c hneiden sie .

die Fl ache ö fter so k ann m an sie in einzelne Stü cke z erle gen
, ,

di e nu r einm al geschnitten w erden u nd die Betr ac htu n g au f die ,

einzelnen Stücke anw enden Au f der anderen Seite hat d ann der .

Cos inu s das entgegengesetzte Vorzeichen Es ist d aher .

we nn wir m it den d as El em ent


Ku gel m it d em R adiu s Eins be de r
zeichnen Geht m an m it d em P u nkte :r y x u nendli ch n ahe an
.
, ,

die Fläche heran so ist die scheinb are Grosse eines u nendlich
,
Potential einer Do ppel schicht .
33

kl e inen S tu ck es der Fl ache die H albku gel ,


au f diesem Stu ck k ann
m an 0 als const ant betrachten u nd erhält
23 = + 2 x0 .

Geht m an also in der Richtu ng der Norm ale du rch die Fl ache
hindu rch so ändert 23 seinen Werth u m 4 an) weil m an einm al
, ,

in der Richtu ng der Norm ale der einen Fläche u nd in der ent
g g g
e e n e setz ten der z weiten Fläche fortsc hreitet .

D as Fl ä chenstu c k das in d em P u nkte a: y x als H albku gel


, , ,

erscheint nehm en wir al s K r eisfl ä che m it dem R adiu s R an u nd


,

le gen den An fangs p u nkt der C oordinaten in den Mittelp u nkt den ,

P u nkt x y x in die x Axe Beim Hindu rch gehen du rch die


, ,
-
.

Fläche m ekt also dieser P u nkt in der x Axe vor Gleichzeiti g -


.

ist x d ann die Norm ale Also ist .

d8 = 2 7z
.

wo 0 2 a:
?
y
2
ist . Hierau s folgt
233
( VE?

Fu r u nendlich kleine x ist bei ne gativem


a,

bei p ositive m
0 ,

was m it d em schon Ge fu ndenen übereinstim m t . D agegen ist


71: G R
e s
zs 2 ?
__
Öx
(V ) 3
'

R 2 x?

also fü r u nendlich kleines

Der ist also endli c h u nd stetig


D ifl erentialqu o tient
'

Wir gehen nu n zu r Ableitu ng des z u erst von Green au fge

stellten fü r die Hy drodynam ik sehr wi chti gen S atzes über


,
.

Au s den identi s chen Glei c h u n gen


Ö ÖV ÖU ÖV

Wi e n , Le h rb uch d .
bi
Hy d
( v
ro dy nami

bw
k .
ba: ba;
34 I Die
. G ru ndlagen .

2

631 by 1
1
2

an w ar MV
( U "

bx
U
m
d u rc h Integration u ber einen ge s chlossenen R au m
ÖU ÖV bU Ö V ÖU ÖV
dx d q
bw Öx 53] by bx dx )
[ dx dy d dV f —

b dx dy

dy d

N u n ist
d x dy dB 0 0 8 nm dx da: dS c o s ng dx dy = dS 00 3 n

d a das dy u . s . w . die P r oj e ctio nen von dS s ind . And ererseits ist


by Öx
00 3 0 0 3 ng cos
fm ’

Die drei le tz t en Inte gral e geben also zu s am m en


() V ö:c b V öy b V öx
öx ou + by Ön + Öx ou

D u rc h Vertau schu n g von U V wird die linke Seite der Glei ,

chu ng ni cht ve r and ert also m u s s au ch sein ,

d
ö
U Ad dy d r . U
Ö

Di e s ist d er r t von Gre en au fge stellte all ge m eine S at z


zu e s .

G enü gen die F u nc tio nen U u n d V den Gleich u n gen

AU = O u nd AV = O ,

so ist

D as Int egral

/ d f dvdx
(
36 I Die Grundlagen
. .

so wie vorge s c hriebene n \Verthen an der Oberfl ache Dieser S atz .

leistet fiir die von J acobi herrührende Tr ans form ation ortho gon aler
C o o r dinaten wichti ge Dienste w enn wir von eine m S y ste m x y x
, , ,

z u eine m anderen 11 D w üb ergehen


, , .

Wir setzen
4 1)

btn 2

( )
so w erde n

d ie Cosinu s der Winkel w elche die au f der Fl ache u


, const er
ri chtete Norm ale m it den C o or dinataxen a: y x bildet Dieselbe
%
, , .

Bedeu tu ng h aben 23 u s w . . .

Es ist also
bu bu bu bb bu be 1
ba: bx + by by + bx Öx ) ü% — C O S II D,

w enn wir m it 11 1) den Winkel bezeichnen den die N o rm al en , m it


ein ander bilden Schneiden sie sich s enkre cht so ist cos u n
.
, 0 .

Also
bu bb
+
bu bb _ _
+ bx bx
bu bb
bac bx by by

S chnei d en si c h die Fl achen u const con st w c onst gegen , ,

seiti g senkre c ht so ko m m en noch z wei Gle ich u ngen hinz u


,

bb bw bb bw bb bw
bw bx + by by + bx b x

bw bu bw bu bw bu
bx bx + b by + bx bx

D u rch d en S chnit tp u nkt d er Fl achen wird im allgem einen ein


P u nkt fest be stim m t Denken wir u ns ein en z weiten u nendlich
. ,

n ahe gele genen P u nkt so wird dieser b estim m t w enn m an sich


, ,

die Flä chen in der R i chtu n g ihrer Norm alen verschoben denkt .

Die P roj e ctio nen dieser Verschiebu ngen au f die Richtu ngen der
Norm alen sind w enn dx dy dx die Proj ectio nen au f die Axen
, , ,

x y x b ez ei chn en
, ,
Die Jacobi w he Transformation fiir orth

ogonal e Coordin aten .
37

bu da: bu dy bu dx du
11

bb da: bb dy '

bb dx db
ox s
+ by e + bx e


bw dcs bw dy bw dx dm
+ +

by as

b:. a
'

as is s

D ie Ent fernu ng beid er P u nkte ist also

u nd d as Vo lu m elem ent

Anderers eits ist


bx du bv d b ba: d m
ub “ m
.

dw :
+
u lf bfi fi bw flß

ggi
,
“u
d aher die Cosin u s der Winkel
sind wel ehe die ,

a: y x m it der N orm ale von 11 bilden


, ,
D asselbe gilt von den anderen
. .

D ie s elben Cosinu s waren 2 1


211 u s W . . .

Wir h aben also

Hierau s ergi eb t si ch au ch

Gt)
Q ua drir en wirdie Glei ch u n g su btr ahir en d ie Glei ch u ng
so ergieb t sich bei Berücksi chti gu ng von 4 8)
38 I Die
. G ru ndl agen .

bw bw by by bx bx bw bw b
_
_y b
__y bx bx
+ d”

bw bw by by bx bx
+ “ “ Z“ —

Da die C o efficienten von du du db dw dwdu ein z eln vers chwin , ,

den m üssen w eil die du du dw einzeln gleich Nu ll sein können


, , , ,

so folgt
bw bw by by bx bx

bw +
bw bw by by bx b
.u + .m

Nun ist au c h

bif bw bb bw bw

b<p b
_<p bu b
_qg bb b<p bw

b(p b(p bu bb b(p bw

Also n ach 4 1) u nd 42 )

(i. W

N u n is t, wie wir gesehen h aben ,


d as Inte gr al

ein Minim u m wenn Aq>


,
0 ist u nd gp a n der Oberfl ache
ges c hriebene W erthe h a t s o d ass dort d g
o, versch windet .

Also ist bei B eru ck sichtigu ng von 4 5)


ö
[, „ f) P . —

2
Die Jacob i sche

Transform atio n . El liptische Co ordinaten .
39

Integrirt m andiese Gleich u ng p artiell u nd b eru ck sichtigt ,

d ass 6 9) an der Ob erfläche versch windet so erh ält m an ,

b 11 W Ö P _ä_ Ö
[b ) ( HR
<P p <
du dit) _ Ö @
QilB b u bb 58 11 b5 bw
.

u

I

Diese Gleichu ng ist allge m ein nu r z u erfüllen , w enn

n as
% bit) bu 13 bb 28 11 bb ) l
b .) Il £B bli)

Au s der Gleichu ng die ,


au s 4 oh) entsteht , wenn V = 1 , U 9 )

g eset z t wird
I

u nd der eben ab geleiteten fol gt d as s in d as P arallelep ip edon d as , ,

du rch die Flächen 11 du b dt) w dw u nd u b w be grenzt , , , ,

w ird die Flüs s igkeits m enge tritt die einerseits au sgedr ückt
, ,

w ird du rch

Bb
[bi (WE (1 93 25 {3%
Ö
t i?) 6.3 1 äf)] du du dw,

a ndererseits du rch
d u du d w
u m. "

so d ass allge m ein


11 23 2.
(iii. 23) —
Bä . f + “
St 52 )

5 8 .

El liptische Co or dinaten .

Die ellip tischen C o or dinaten w erden nu n in fol gender Weise


d e finirt E s sei die Gleich u ng ge geben
.

x2 y
2 23 2
1 2

Die Entfernu ngen der Brennpu nkte dieser Fl a che z weite n


Grades vo m Mittelpu nkte si nd
40 I Die Gru ndlagen
. .

also u n abh an gig von 5 Alle du rch V ari ation von s erh alten en.

Fläch en h aben daher gl eiche Brennp u nkte u nd heissen hiern ach


con foc al e .

Ist oo > s

s o sind die C o efficienten alle p ositiv , wir h aben es mi t ine m


e

Ellip soid z u thu n .

Ist 8 b 0
2 2
,

so sind nu r die C o efficienten von w u nd


2
p ositiv die Fl a che ,

wird von der wy Ebene u nd ihr p arallelen in Ell ip sen von Ebenen
-
, ,

die p arallel der x y u nd x x Ebene liegen d age gen in Hyp erbeln -


,

ges c hnitten u nd n u r von der w u nd y A xe in reelle n P u nkten -


.

Sie ist ein einsch ali ge s Hyp erboloid .

Ist b 8
2

so wird die Fl ache nu r du rch die w Axe in reellen P u nkten ge -

sch nitten S ie ist ein z weis c h ali ges Hyp erboloid


. .

Geht von o o bis s o geht f von 1 bis oo also du rch


2
0 , ,

den Werth Nu ll hindu rch Eine Wu rzel der Gleich u n g li egt also .

z wischen 0 0 u nd 0
2 .

Geht s von 2
bis b 2
so geht f von o o bis oo Eine
'


0 , .

z w eite Wu rzel lie gt z wischen c


2
u nd b 2

D asselbe gilt fu r die dritte Wu rzel die z wi s chen 2


b u nd ,

a
2
liegt .

Kleiner d arf 8 nicht werden weil son st die C o o rdinaten im a ,

in w erden Jede m P u nkte a: y x ents p reche n also drei Wu r


g ar .
, ,

z eln der Gleich u n g [ (s) 0 Sie bilden die ellip tischen C o o r di


.

n aten des P u nktes u nd wir bezeichnen sie m it e, 8 2 8 3 D abei soll , .

oo 81 c

2 2
0 82 b
sein b 2
83 a
2 .

Sind die C o ordinaten w y x gegeben so sind di e s „ 8 2 , , , , 83

eindeu ti g bestimm t Um gekehrt sind du r ch die s„ 8 2 8 3 nu r


.
,

11
2
x
,
2
bestim m t die Vorzeichen bleiben u nbestim m t
,
.

N ach bek annten algebraischen Re geln ist


f( üß
2
8 ) ( b 2
8 ) ( c
2 8 ) 53 3 )
Setzen wir hier n ach ein an d er l i h 2
b 2 2
so
'

8 g e c a , , 0 ,

erh alten wir


Elliptische Coordinaten .
41

( "I 2 81 ) 82 ) 83 )
( a 2 b2
>
( b’ 81 )( b2
62 )( b’ 83 )
b
(2 0 2
)( d ‘ 52
)
( O ’ 61 ) 83 )
( a 2
( ba c 2
)
Ferner erh alten wir
bf 1 1 1 1
be

u nd hierau s wenn wir 8 n ach ein ander gleich


, s„ 82 , 83 setzen ,

m it Berü cksi c htigu ng von 53 ) u nd 53 a)


w2
y
2 x2
(e‚ 82 ) (e. es )
( a2 ( b“
( “ z 81 )( 52
81 )( 0 2 51 )
” 2
y 96

( b2
( C 2
( C?»2
62 )( b2 82 ) 82 )
x ” ”
y
( b2
( 0 2 5
(2
53 )( 0 2 53 )
Ferner ergiebt sich au s den Gleich u ngen 54 )
bw w b_
w_ w
bel a2 8, be, i a?
ö
_y y 631 y
DE; 2 b Ö ßg
2
81 b2 82

bx x b
__x x

be, 0 2
+ 51 be}

Au s den identisch en Gleich u ngen


f( ) 8. f( ) 82 0. f( ) 8. f( ) 83 0, f( ) a, f( )ea 0 fol gt

( a 2
( b2
( b2
( 0 2
( c 2

diesen beiden Gleich u ngssy stem en fol gt d ass die Glei


Au s ,

c h u n gen 5 0 ) erf üllt sind wir es also m it orthogon alen C o o r dinate n


,

z u th u n h ab en .

Für die II 58 218 erh alten wir folgende W erthe au s


, , 55) u nd 5 6 )
(a “
(b2
81 )
11
2
4
( 51 52 ) 1
( 5
42 I Die. G ru ndlagen .

( a 2
52 )( b2 82 )( 0 2 82 )

( 2
an 63 )( b2 Ga )( 0 2 83 )

Wir führen nu n die drei Grossen c„ e„ e3 ein von denen ,

die erste nu r von e, die z w eite nu r von 8 2 die dritte nu r von 83 ,

ab hangt D ann ist


.

Ö u u a a 11 aa
ga
bei (
$ % ca ) :

2398
_ _ + bei 53 93 bé ;

11 :b ! dß | z bg) d el
z Ö u Ö (p ( 18 1
8 % Ö0
‚ 2
d8 i ) %QB Ö81 d£ 2 Ö8 1 (%% Ö8 1 del
58)

Wir bestimm en 9
1
du rch die Gleich u ng
iii!
Ö8 1 23 % d8 | )
dies ist m oglich , w eil
a? )(b2
)( 2
)
%(
( 81 51 0 81

C‘ 2 82 )( 52
5 2 ) (0 2 8 2 ) (a z 8 3 ) (b2 53 )( 02 83 )

Wir erfüllen die Gleichu n g w enn wir

setzen u nd erh alten ents p rechende Au sdrücke fiir 62 u nd 3


3 .

Die u A9) 0 wird n ach 59 )


II Gleich ng
2 5 „ Ä 2
2 Ö g
gg 1 2( 2 52

) 93
( (
P ‘ "3 9,
0
?BQB da, bei 933 11 d82 be ä IDE d a:, da?,

del de‚ 2 6 %
da ) be ”
2
d8 a be;
2
( ) das 66 %
Setzen w1 r die erh altenen W erthe au s 57 ) u nd 6 0) ein so er
,

h alten wir schli esslich

Diese Um form u ng der Differenti al gleichu ng Aqa 0 ist fiir alle


die F alle z weckm ässi g w o gp oder 3 an Fl achen z w eiten Gr ad es
,

constante W erthe anneh m en soll Diese Fl achen z weiten Gra des .


%
gehen fü r die Gr enz we r the der e llip tischen C o o rdinaten in fo l
gend e über .
44 I Die . Grundl agen .

Die const sind hiernach Kreis e die in der Ent


Cu rven s ,

fernu ng _
i
i b t -
vo m An fangs p u nkte der C o o r dinaten au f der

p
-
A x e mit d e m R adi u s
%s
1 8 2

geschl agen sind Die beiden Kreise die


. den D u rchs itt der ,

o Ebene
-
m it d em Rin ge bilden ; h aben die Gleich u n en
g
=
*
2 2
R

W + a
o
-
lä i
f 2

Der erste Kreis liegt im Abst änd e a der zweite , im Abst ände
a vo m N u l l p u nkt Wir h abe n fü r den ersten
.

oder 8
2
b V
a
“ —
T R V] ? b 2
,

fu r den z weite n

D a wir den ganzen R au m du rch Um dreh en der H albebene


erh alten ist entweder a 1 oder 8
, 1 zu wählen so d ass also ,

thats ä chli c h die R adien d er beiden Kreise gleich sind


- .

Ist 1 so ist die Ent fernu ng des Mittelpu nktes des zu


,

gehörigen Kreises u nendlich .

Ist oo so ist x O o , b ; dieser Kr eis hat sich in ,

einen P u nkt z u s amm engez o gen .

Geht also 8 von 1 bis oo so erh alten wir au f der Seite der ,

ne gativen ein Sy stem von Kreisen deren Mitte lpu nkt e au f der ,

o
-
A x e liegen u nd der x A x e i m m er näher rücken -
Gleichzeitig .

wird ihr R adi u s i m m er kleiner .

Ist < 1 so ird 9 p ositiv ; ür a o wir d p


e w ,
f = = b w = 0 ,
.

Geht von 0 bis 1 so erh alten wir au f der Seite der p o sitiven o
,

ein S y ste m von Kreisen deren R adiu s von Nu ll bis Unendlich


,

wächst gen au entsp rechen d den Kreisen au f der neg ativ en


,

Seite .

D a wir die P u nkte des R au m es du rch Um drehu ng der H alb


eben e u m die w Ax e wobei der Wink e l 9 vo n 0 bis
-
,
w ächst ,
Ringcoordinaten .
45

erh alten so konnen wir bei die s er D arst ellu n g entwed er s von
,

0 bis 1 oder von 1 bis 0 9 gehen l ass e n ; 1 hat von 0 bis z u gehen .

Wir fiihren diese C o o rdinaten in die Gl eichu ng A 0 ein .

D abei h ab ou wir z u nä ch st
b 1 b<p 1 b2 b2
<p (p
=

u nd setz en (p D ann ist


b tp ben 1 b%
p _ b2 <p1 Ö ‘P1 3 %
60
W v? 69 2
W V? be f
u f
»

Die D ifier entialgl eichu ng w ird l o


a s

b2 b2 b2
%
@ I 0°

Setzen wir zu r Abk u r zu ng


m
'

=6
e ( co s Ä —
i sin l),

ba2
o

ba
'

ö 9
ä25
)
a 6
_ 1 '
ba bw ba bw ba ba
'

ö’ fpa
2
%62

63 3m
“ "

67 2
' '
ba 2

Ö 9’1
2
4 '
°
ba bo

N un ist a b

2b

fe rner
6 % Ö b b
%
%
2 ? 2

0
2
( b9 2 + Ö x 2

1: r ) 2
7b
lo g r = lo g s l
+ i lo g r = lo g e —
l i

lo g s = l o g 1r + = '

2 10 g r
'

2 l i log 1 —
log t
46 I Die Gru ndlagen
. .

b bcp_‚ be btp ‚
_g
q ,

br be bt b) . Öt ‘

= %b
Ö wl
+
1
__
e t 2 5 Öt ‘

Ö (
2
P_
l (1 1 5% 1
35 2 w + 2 3? 8 2
m
D ie Difierentialgl ei h ng wird demn ach
'

c u

( 1 —
e a =
) w 1 an bz
w
4
+ 52

Wir setzen nu n sym m etrische V ertheilu ng ler Verhaltnisse


al

die x Axe vorau s D ann ist


-
. 0 . Fe rner s c hreiben wir
sin
nu r noch von e abhän gt D ann h aben . wir

1_ 2 2 d ? 1 d 2

3 3
,
.

d + s de

Setzen wir nu n
1 8 2 d(p2 d@2 8 2 1
de ds 2 5 2

l) d tp,
d ‘a
= d gag ( 1
’ 2 2
p‚ e
.

de z ds 2 4 8 4 ds 8 3

so ist
d2< p2 1 dm; d ? 422 ( 8 2 d gp; 8

de 2 8 de ds 2 4 8 4 de 5 2

(45 2 1 3 2

4 6 4 6 2

d aher die Gleichu n g 6 8)

s
?
( 1 s
2
)
d 2
s
3
(n s *
*
Wir konnen nu n setzen

J ! J W
bg bx

D ann hat tp der Glei c hu ng zu genu ge n

b 2t
v

1 by:
Entwick el u ng der Bewegu ngsgl eichu ngen au s Hamil ton s Princip

.
47

Setzen wir hier 11) ap. Vé , p,


a sin n l t „ p so erh alten wir
fü r p,
a dieselbe Gleich u ng

(l d 1 d 2

} 1p2

Entwick elu ng d er hy d rod y nam ischen Gl eichungen au s d em


Ham il ton schen Princip

.

Die gegebene Ableitu ng der hydrodyn am ischen Gleichu ngen


ist die ge wöhnliche u nd hat den Vorz u g d ass die einzelnen ,

Schritte u nm ittelb ar der An s ch au u n g zu ganglich gem acht werden


können N achdem aber die w esentlichen Begriffe die in d er
.
,

Hy drodyn am ik vo rko mm en einm al fest gestellt sind ist es vo m


, ,

Standp u nkte der strengen Methode au s von Wichtigkeit die Glei ,

c h u n gen au s d em allge m ein s ten Princi p der c o n s ervativ en S y ste m e ,

d em von H am ilton au fgestellten zu entwi ck eln u nd die Neben ,

bedingu ngen festz u stellen die fü r diese Ableitu n g erforderli c h sind


,
.

N ach diesem Princip ist der M ittelwerth der Differenz der


lebendi gen Kraft u nd p otentiellen Energie fü r eine ku rze Zeit ,

bere c hnet k leiner fü r den wirkli c hen Abl au f der V erand eru ngen
, ,

al s au f allen anderen We gen die von derselben An fangsl age in


,

dieselbe Endl age führen Also ist .

d t (L F),

wo L die lebendi ge Kraft F die p otentielle Energie be zei chnet


,
.

Die Vari ation ist so au sz u führen d as s An fangs u nd Endl age ,

fest geh alten w erden d ass al s o die V ari ationen d er C o o r dinaten


,

fü r t = to u nd t = t1 versch winden .

A u s d em Ham ilto n s che n Prin c ip ergeben si c h nu r die Glei


chu n gen d er Bewe gu ng Die Be dingu n g der c ontinu irlichen Stro


.

m u n g ( S 7 ) m u ss al s besondere für die H y drodyn am ik ch ar ak


.
,

teris tis c he Forderu n g hin z u ge fü gt werden .

Bei der wirklich au sge führten Bewe gu n g der Flü ssigkeit ist
b (u s ) b (ws ) b (ws )
bt Öy

Wenn wir nu n die C o ord inaten j ed es F lü s sigk eits t heilc hens um

die Gro s sen 693 (ig , , dx variiren , so d ass wir u ns die Flüssi gkei t
48 I Die Gru ndlagen
. .

j etzt au f anderen ben ac hb arten B ahnen stro m end denken so mu ss


, ,

bei der U eb e rf ühru ng au s d er u nvariirten Be we gu ng in die ne u en


B ahnen au ch die Bedi ngu ng der C ontinu ität erfüllt sein E s .

mu s s also
9 b( y s) b (öx s
g sein
'

63 — —
0 . 72)

Wir denken u ns nu n die Flächenele m ente dx dy d e dx dx dy ,


, ,

m it der Flüssigkeit verb u nden wenn die V ari ationen au sge führt ,

w erden so d ass dieselben du rc h die V ari ation Vers c hieb u ngen


,

erfahren .

Die du rch ein F lachenel em ent dy dx stro m end e Flü ssi gkeit ist
su dy dx dt Die Fläche dy de verschiebt sich bei der V ari ation u m
.

bä :v bd v
die Stre cke dt In Fol ge dessen stromt die Menge 8 dy dx Ö dt
.
.

w eni ger hindu rch Also ist di es die Veranderu ng der hindu rch
.

stro m end en Flüssigkeit in Folge der V ari ation Dies giebt .

böx
d ( su dy dx) — —
s dy dx
ö
.

W as nu n die V ari ation der Grosse su dy dx betrifft so m u ssen ,

wir berücksichti gen d as s sich die Grosse s u au c h d adu rch ver


,

andert ,
d ass wir du rch die V ari ation an andere Stellen des
Rau m e s gel angen an d enen su andere W erthe hat so d ass die
, ,

ganze Verände ru ng

Ö M )0
g
su
d (m ) dx
7
3; 616 ist
— —
.

D as Fl achenel em ent dy dx wird selbst du rc h die V ari ation


noch Veränderu n gen erleiden , u nd z war wird es sich u m die
x u nd y Axe drehen konnen
-
D adu rch treten die S trom co mp o nenten
.

w du rch d asselbe hindu rch Die Drehu ngswinkel sind 5 un d .


Fu r endlich kleine Drehu ngen sind die du rch die Dreh u ng


un

eintre tenden S tromu ngen v u nd w den Drehu 1igswink eln p ro p or


tio nal u nd z war ist diese Strö mu ng der von a herrührenden ent

g g g
e e n e s e tz t gerichtet al s o h aben wir hierdu rch die Veränderu ng
,

der Strö m u ng u m

A u s s erde m andert d as Flächenelem ent bei der V ari ation seine


Gross e du rch Au sd eh nu ng Au s dy wir d dy dy au s dx wir d
.
,
Entwick el u ng der Bewegu ngsgl eichu ngen au s Ham iltmf s Princip .
49

( dx dx . Die V erand erung der S trom u ng du rch diese Au s

dehn u n g ist
333] s dy dx .

Wir h aben also


b ( u ) dx Ö b )
; bx

a lso n ac h 73 )

In der n
Gl eichu g 7 0 ) h aben wir zu setzen
dL d (
u
é v
2
w ?
) dx dy dx
) ,

Den Dru ck p konnen wir als die Kraft d efinir en die du rch ,

Com p ression eines Volu m enele m ents u m den Betrag


n_
_ _ v 9
93 bdx
bb

die p o tie ntie ll e Energie um die Gro s se


bdx bdq bdx
P
y
y
+ M ) dx dy dx

verändert Au s s erdem wird die p otentielle Energie d u rch die


.

au s s er en Kr ä fte geändert Sind deren C o m p o nenten X Y Z so


.
, , ,

wird die Energie verändert u m d en Betr ag

3 ( Xda: Ydy d ) dx dy dx,

w eil d u r ch die Vari ation ge gen die au sseren Krafte Arb e it ge


leistet wird \Vir nehm en an d as s die Krä fte ein Potenti al h aben
.
, ,

Öi f
u nd setzen X= Y= —
Z — —

bx b b ,

y r

D as Ham ilton sche Princip



wird a lso
bl bl
’ '
bV
dx
[ {
s
bi
dx +
öy
dy
b?
dx
}
Wi e n , Lhb hd
e r uc . Hy drody namik .
50 I Die Gru nd lagen
. .

+p

Hier sind die Integrationen über den ganzen von der Fl ü ssi g
k eit er füllten R au m au sz u dehnen Die V ari ationen m üssen so au s .

g e führt w erden d as s die


, Grenzen der Flüssigkeit d abei nicht
g eändert w erden Dies ist nu.r d ann der F all w enn die Ver ande ,

ru ngen p ar al lel der Norm ale der Gr enz fl ä c he versch winden Wir .

h aben also fü r die Oberfläche die Bedingu ng


da: cos na: dy cos ny dx cos nx O 7 5) ,

wo a m xy nx die Cosinu s der Winkel bezeichnen die die Norm ale


, , ,

m it den C o o r dinatenax en bildet .

Führen wir die V ariationen au s so ergiebt sich m it B erü ck ,

sic h tigu ng von 7 2 )

{ g
bdy
;
bdx
dy dx s dx +
g

y
dy +
bx
dx
) +p g

+ Ö

i <s «imi
+ gg ig)

Die Glieder bei denen D ifierentialqu o tienten der Var i ationen


vorko m m en werden p artiell integrirt u nd z war n ach d em Sche m a


,

£ äl

dx dy dx 1p £ 1p99 dy dx dx dy dx gp

sind stetige F u nctionen von x y x D a die Inte gra


p
a
, ,
.

tionen du rch die Oberfläche des R au m es begrenzt w erden so sind ,

fü r die au sge füh rte Inte gr ation die W erthe an der Oberfläche
einz u setzen Ist ds ein Elem ent der Oberfläche so wir d dy dx
.
,

= ds cos m : d a dy dx die Proj ection von ds ist Wir h aben al s o


, .

cos nm1q dy dx w
%
äj
cos ng 1q

3 cos nx t,!q dx dy dx wW

Mit B e ru ck sichtigu ng von 7 4) er gieb t sich hiern ach ,


w enn wir
u oo s nx + v o o s ny + w c o s nx = q
s etzen ,
fol gende Gl ei c h u n g
52 I Die Gru nd lagen
. .

An der Oberfl ache gilt die Bedin gu ng 7 5) u nd die d ass die ,

Variationen in der Richtu ng der Ges c hwindi gkeiten vers ch winden ,

also u dx v dy w dx 0 ist ferner werden fü r t = to u n d t t‘ ,

die V ari ationen Nu ll also verschwinden die beiden letzten Inte ,

gr ale .D a die V ari ationen willkürlich sind so kö nnen w ir z u erst ,

dx dy 0 d ann dx dx
, 0 endli c h dy dx 0 setzen u nd ,

erh alten d a der F actor von da: versch winden m u ss wenn d as Inte
, ,

gr al versch winden soll


bV bp a
2
u

X
i

ö + “

2 blc

s + w
ö

s b bs
2 b5; ( u
2

bu bw
8
bw + b bx )]
Mit R u ck sicht af 7 1) h ben
u a wir l o
a s

1 bp __
bV
bci s b
_ fv
bu bu
b?

u nd w enn wir die F a c t o r en von dy u nd dx vers ch winden l as sen ,

bV 1 bp bv_ b?) bv bv
_ + u

+ v + w
7j
b s by bt bv . by b

bV
'
1 bp _
_
= bw w
+ wb
bw —

655 s äi

Ist die F lu s sigk eit inc o m pres sib el so fallt bei dies er Ablei ,

tu ng die Veränderu ng der p otentiellen Energie d u rch D ru ck änd e


ru n g fort D ann sp ielt der Dru ck nu r die Rolle des u nbestim m te n
.

F a ctors der du rch die Bedingu ng d ass bei der V ari ation die
%
, ,

ö u
3
Gl e ichu ng
T
?x ; 0 er füllt sein m u ss ein ge führt w ir d ,
.

Die allgem einen Gleichu ngen fü r die Be we gu ng der F lu s sig


k eiten ohne B eru ck sichtigu ng der R e ibu ng si nd z u erst von E u l e r
au fgestellt ( B ist de I A c ad de Berlin Au ch die Gleichu n gen

,
. .

welche j etzt den N am en von L agr an ge tragen sind von ihm z u ers t ,

au fgestellt (Co m m ent ac ad Petro T 1 4


p . . .
,

Die Berücksi chti gu n g der Reib u n g rührt von N avier he r


( M e m . d
e I A c ad

6 S p äter .
g e,l an gten Poisson ( Mé m oire
su r l e s E qu ations énér les de l il b et d o ve ent d

g a é q u i r e u m u m e s

c orp s s olid e s él asti q u es e t d e s fl u id es ; Jo u rnal de l ecole Pol y


_

t e chni q u e 1 3 1 82 1 ) u nd S tok e s (On the theorie s o f the intern al


,

fri c tion o f fl u id s in m otion ; C am b Tr ans 8 1 8 4 5) z u de n B e . . .


Literatu r .
53

we gu ngsgl eichu nge n eibender F lu ssigk eiten W ahrend die b eid en


r .

ersteren von m o l e c u l ar en H p othesen au sgehen ben u tzt Stokes


y ,

nu r die allge m einen Gleich u ngen der Form änder u n g c o ntinu irlich

verbreiteter M assen .

Der Greensche S atz ist z u erst ab geleitet in d em A u fs atz


„ Ess ay on el ectri c ity and m agnetis m Nottin gh am 1 82 8 Art , .

Die von C lebsch herru hr end e Tr ans form ation be findet sich in der
Abh andlu ng Ueber die Integration der h y drodyn am ischen Glei

ch u ngen ; Cr ell e s Jo u rn al Bd 56 S 1
“ ’
.
, . .

Die Methode zu r allgem einen Trans form ation d er Gleichu n g


J (p 0 fiir orthogon al e C o ordinaten ru hrt von J acobi her ( C rell e s

J o u rn al 3 6
,

Die ellip tischen C o o rdinaten sind von L am é ein ge führt ( S u r


les su r fac es isotherm es d ans les c orp s solides ho m o genes en equ i
libr e de temp ér atu re ; Lio u ville die R ingc o m d inaten von
Rie m ann ( Ges Werke S
. .

D ass der Dru ck bei der Anw endu ng des Ham ilton schen ’

Pri n c ip s au f die Bewegu ng ni cht z u s amm endrückb arer Flüssig


keit e n die Rolle des integrir end en F actors sp ielt war schon ,

L ag r ange bek annt Der Weg die allgem einen Glei ch u ngen au s
.
,

d em Ham ilto n sc hen Princi p zu entwi c keln ist von Helm holtz an

,

g ed e u tet ( Ges. A b h IH S.
, .

Die D arstellu ng der H au p tdru cke u nd die hier au s sich er


g ebende der allge m einen Be w e gu ngsgleich u ng en rührt von Kirch
ho ff h er (Mech anik 1 1 ,

D ie U eb ertragu ng bek annter B e we gu ngen au f geo m e tris c h


ähnli c he Form en ist von Helmholtz gegeben ( Ges Abb I S 16 0 if . .
, . .
II All gemeine Bewegungen nicht
. reibender Flüssigk eiten .

Wir betrachten j etzt die Bewegu ng einer nicht reibenden


Flü s s igkeit setzen also die R eibu ngsc onstante k 0
,
.

Wir h aben d ann also die Gleichu ngen


b ($ —
P) bu bu bu bu
bw

b 28 ba br: bt: bv

bw bw bw bw

bs ö (u s ) b (vs ) b (ws )
bi b:v by bx

Wir diffe renziren di e erste Gleich u ng n ac h y die z weite ,

n ac h x u nd su btrahir en sie Führen wir d ann die D rehu ngs


, .

g esch w indi gkeiten n a c h Glei c h u ng 1 3 ) Abschnitt I ein so er gieb t ,

sich mit B eru cksichtigu ng d er Gleichu ng 2 )


o b

b
_52 _ —
b14 bv bu bu bv bv _b b_+ q bzo bw bt)
bat bs by y bx bx

bw bzc
g_ lbt b
+ ba bx _ b
g bu

by bx bx bx
bu bv bw l ds d;
=
dt lit
Co nstanz d er Ro tatio nab e wegu ng .
55

A d dir en wir zu der Glei c hu ng 3 ) anstatt


bu bv bv bu bw bw bw öw
s
a

7. a
a
dm G heder 3 5 by a„ ba:

so erh alten wir

bw bw bw
ba: ”b + g b»
j
g

bu bu bu

Wenn also fu r ein F lu s sigk eits theil c hen g 1


; g 0 sin d ,

so ist

Flu s sigk eits theilche n,die einm al keine Rot atio nsbe we gu ng h aben ,

beko m m en au ch im L au fe der Zeit keine Rot ationsbe wegu n g .

Denken wir u ns du rc h j edes Flüssi gkeitsteilchen eine Linie


gez ogen die m it der Richtu n g der Dr ehu ngs axe übereinstim m t
, .

Eine solche Linie nennen wir eine Wi rb e l l i n i e .

Bezeichnen wir j etzt die C o o rdinaten eines F lu ssigk e its


the il c hens zu r Zeit t m it a: y x d ie d az u gehörenden D r ehu ngs
,

_
, ,

ges c h windi gkeiten m it g c die,


Di c htigkeit
, m it s die ents rechenden
p ,

W erthe zu r Zeit t + d t m it x„ y „ C„ s , D ann sind .

die C o m po nenten der Verschieb u ng


111
‘'
"v 1

wahrend dt, also

I I

Wir erh alten also au s den Glei ch u ngen w enn wir b eru c k
sichtigen d as s
,
56 II Allgem eine Bewegu ngen
. nicht reib end er Fl ü ssigk eiten .

i( l
il Z Ä

z
+

51 bw, bwl Ö$ 1
s bi + s ay + s bx

=
s, 8 bit 3 by 3 bx
Ö %1 7] b%1
s, bw 3 by s bx

Es seien nu n a; da 31 dy d die C o o r dinaten eine s


, ,
r
.

z weiten F lü s sigk e itstheilchens zu r Zeit t ferner a:, dx„ y , dy ‚ ,

x, dx, seine C o o r dinaten z u r Zeit t + d t Dies The ilchen soll .

z u r Z eit t au f der d u rch d as erste The il chen gehenden Wirbel

linie lie gen Ist eine u n endlich kleine const ante Grösse so sin d
.
,

n ach den Erörteru ng en S 4 .

8 €
8 8

die Proj ec tio nen des Stü ckes der Wirbellinie wel ches die ,

5
beiden Theilchen verbindet Setzen wir diese W erthe von .

E in die obige Gleich u ng so erh alten , wir mit Berü cksichtu ng der
Gl eichu ngen
= Ö
Z
Ö
'
dr + %
? %
% dy + d; u . s . w .

Es sind also das„ dy , da , die Proj e ctionen der Linie w el c he die ,

beiden F lü s sigk eitstheil c hen z u r Zeit t d t verbindet u nd

gleichzeitig P r oj e c tio ne n eines Stückes der ne u en d u r c h x „ y„ a ,


.

zu r Zeit t + dt gehenden Wirbellinie .

Hier au s fol gt d ass alle F lü ssigk eitstheilchen die einm al au f


, ,

einer Wirbellinie liegen im m er m it ihr verbu nden bleiben


, .

Die r esu ltir ende Dr ehu ngsges chwindigk eit ist

Also si c h m it der Zeit der Abst and z weier Fl ü ssig


v er and e rt

k e itstheil chen in de m selben V erhä ltniss wie d er Q u oti e nt von ,

Drehu ngsges chwindigk eit u nd Dichti gkeit .


Wirb ellinien u nd Wirbel faden .
57

Denken wir u ns d u rch die Flü s sigkeit eine Fl ache gelegt die ,

überall s e nkrecht au f den Wirbellinien steht u nd schneiden wir ,

au s dieser Fläche ein u nendlich kleines Stück au s Die Wirbel .

linien welche du rch dies Stü ck gehen schneiden nu n au s der Flüssi g


, ,

keit ei nen F aden au s den w ir e inen W i r b e l fa d e n nennen wollen


, .

Ein W irb el fad en bleibt imm er au s denselben F lü ssigk e its


the ilchen z u s am m en ge setzt .

Wir l e gen du rch den W irb elfad en senkrecht zu den Wirbel


linien z w ei S chnitte du rch ben achb arte Flü ssigk eitstheilchen dere n ,

A bst and
dh Vda: ? dy i de i

u nd deren Q u erschnitt an s ein soll D ann ist z u n achst s , mdl„ die.

z wischen beiden Schnitten liegende Flüssigkeitsm enge u n abhän gig ,

von der Z eit .

Andererseits ist o, p ro p ortion al der Grosse 3 1 dl „ also andert


s ic h au ch die Grosse ni cht m it der Zeit .

D as Prod u ct au s D r ehu ngsges chwindigk eit u nd Q u ers chnitt


bleibt der Zeit n ach const ant .

Au s den Gleich u n gen 1 3 ) Abschnitt I folgt du rch thei1weis e


Integr ation u ber einen ges chlossenen R au m
öé 67: Ö;
'

dy dx
bw by} bw )
dS c o s n0 . 0 , 6 a)
wenn wir ?
g + setzen g = ?
6 2
.

Wir neh m en nu n als den geschlos s enen R au m u ber den ,

inte gr irt wird einen d ur ch die beiden Q u e rs chnitte cu , u nd w ,


,

be grenzten W irbelfad en An d en S eitenfl ä chen vers ch windet


.

c o s no Sind die D rehu ngsgeschwindigk eiten an den Qu ers chnitten


.

o, u nd a„ so ist d a dort
,

cos M 1 u nd

1 ist ,

D asProdu ct au s D r ehu ngsge schwindigkeit u nd Q u ers chnitt


ist also au f der ganze n L änge des F a dens c onst ant .

Hierau s folgt d ass der W irbelfad en niem al s in der Fl ü ssi g


,

k eit au fhören k ann sondern entwed er in sich z u rü c klä u ft od er an


,

der Begr enzung end et .


58 II Allgemeine Be wegu ngen
. nic ht reibe nder Flü ssigk eiten .

Ist die Bewegu ng du rc h die G e sch windigkeiten u v w ge geben , , ,

s o s ind d u rch d ie Gl eich u n gen 1 3 ) Abs c h nitt I die D re hu ngs


g es c h windigkeiten g g b ek annt Aber au ch u m ge k ehrt k a nn .

m an au s geg ebenen \V e rthen von g g u nd den Beding u ngen ,

an der Oberfläche der Flüssi gkeit die W erthe von 1 v w finden 1, , ,

w enn m an sich au f die Betra cht u ng nicht zu s am endrfi c kb are r


Flüssi gkeite n be schränkt Die W erthe von g
.
g m üssen der ,

Gleich u ng
56 50 5;

g en ü gen . A u sserdem h aben wir die Gleichu n gen


bw ba
I *
w a
bu bw
2” I
3 32 ss
bv bu
2 5 —

as
'

5y
'
'

Wir setzen nu n

bw b }; bw

_

b(p bU bW
n

" “ ‘ ' “

by B;

_
_ b(p

bV bU
533 by

S etzen wir diese W er the in die vorigen Glei ch u n gen u nd be


r u c k sic htigen die Glei c h u ng der C o ntinu ität, so erh alten wir

Am= 0
J U =
25 —
AV= 2n AW= 2C — —

N ach Gleich u n g 3 7 ) Abschnitt I werden diese Gleich u ngen


du rch die A u sdrücke integrirt

bU bV bW
.

bw by bw
_ —

f i (y
'
2
l (m wI -
r
60 II Al lg e m eine Bew egu ngen
. nic ht reib end e r Flü ssigk eite n .

Ö
T7
( 7 b:c g bj )
v
°

die ers te Gleich u ng m it E die z wei te m it


M u ltip lic irt m an ,

d ie dritte m it E u nd
a d d irt alle drei so erhält m an die S u m m e ,

Nu ll Die r esu ltirend e Gesch windi gkeit steht also senkre c ht au f


.

d e r Richtu ng der r e su ltir end en D r ehu ngsaxe im El e m ent dx dy dx


' ' '

ö _ l

B eru ck sw ht1 gt m an, d ass bw


11 . s . w . ist u nd d ass
y
cos rw C O S TA
,
,
.
c o s r w l st so findet m an /
,

du rch Mu ltipli c ation der ein z elnen Glieder m it cos rrr cos rg 0 0 3 7 , ,

u n d Addition eben falls die S u mm e Nu ll Die Richtu ng der res u l .

tir e nd e n Gesch wi ndi gkeit steht also au ch senkrecht au f r Für .

die r esu ltirend e Gesch windigkeit ergiebt sich


m

bg j f
?

)
b b o

by
gg

Berü cksichtigt m an, d ass


2
(
31 V]
=
f{
I I

(21
.

z 1 —

ist , u nd bezeichnet den Winkel den die Drehu ngsax e , im Ele m e nt


dw m it der Richt u ng r bildet m it so ist
' '

dy

cos 8
" (x ”
gi

(é +
' '
7
7
2
;) 2 r ? x ) n(y y ) c ( x

7 2 (5 2 7
1
2
C)
?

so er giebt s c i h die re s u l tir end e Ge s c h windi gk eit


d r ( l I/ dw sm 9
2
.

D ie l eb e ndi ge Kr aft d er F lü s sigk eit ist b ei c o ns tante r D ic htigk e it

dx dy d t (w 2
9
2

Setz en wir hi e rin


Energie der Wirb elb ew egu ng ; ge rad e Wirb ellinien .
61

D u rch p a rtielle Inte gration e r giebt s ich


L =

dS [ U (
v cos nx —
w c o s ny ) V (w c o s nr —
u cos w )
W (u c o s ny —
v c o s nx

Ist die F lu s sigk eit von u nendli cher Au s dehnu n g so k ann ,


m an
in e ine Ku gel s ch ale von u n endli c h gro s se m R adi u s R e in

1
g e s chlo ss en denken D a d S w i e R 2
z u m mm t u v w w1e
.

R , , , ?

1
n eh m e n U V W wie abneh m en s o ver s c h winde n die Inte
.

,
,
I , , ?
.

gr a le die,
u ber die Ober fl a c he z u er s trecken s ind u nd e s is t ,

Wir gehen j etzt zu r Betrachtung einzelner Au fgab en u ber ,

b e i denen Wirbelbe wegu n gen au ftreten Der ein fac hste F all ist .
.

der w o nu r eine Rot ation u m geradlini ge u nd p arallele A x en


,

vorhanden sind die der z Ax e p arallel s ein m ö gen Es is t al s o


,
-
.

H

bu

= br
= ÖP Ö

b ö Ö „
os

Öv bu
Die Glei h ngen 4 ) geb e n
c u 2Q
bw by
.

Die D r e hu ngs ge sc hwindigk e it eine s identi s c h en F lu s s igk eits


theil ohens b leibt c on st ant . F e rner ist
6W
3331

°
7
(
J: (31 ‚f)

Wir konnen nu n d e n P u nkt :r , y ,


in die ry
. Eben e le gen weil
-
,

W von u n abh an gi g ist D ann . ist 0 . Ferner set z en wir


'
2 2 2
Da
'

r
9 x . nu n
62 II Al lgemeine Be wegu nge n
. nicht reibend er F lü s sigk eiten .

V9
'
? x 2

so ird die Grenzen Unendli c hen lie gen


'
w ,
da u nd z im ,

'
dy l
é g
o

Integral ist we gen des u nendlich gro ss en W erthes von


D as
u nendlich k ann aber geschr ieben werden
'

x ,

W=
'

dy l
é go

Hier ist der erste Theil u nendlich gross aber c onstant der ,

z weite ist v ari abel u nd endlich De sh alb sind die Di fferenti al .

q u otienten von W endlich .

Es ist hiern ach


'

dy
'
(y —
y )
g

Jedes F lachenelem ent dw dy lie fe rt also ei nen Beitrag


' '

zu u
' '

C (y dx dy C( x
vo n der Grosse u
zu v von der Grosse
r ? a ”
p g
Diese Gesch windi gkeit steht senkrecht au f der Richtu n g
u nd die res u ltierende Gesch wind igkeit ist

' '

d dy
“ 9

H aben wir in einer W asserm asse m ehrere W irb elfade n von


u nendlich kleine m Q u erschnitt u nd bezeichnen m it m m m
„ „ , ,

die P ro du cte au s D rehu ngsge schwind igk eit u nd Q u erschnitt so ,

ist n ach d em eben erh altenen Resu lt at wenn die Indices sich au f ,

die einzelnen W irb elfad en beziehen ,

ml u
l + m2 uz
'
l
+ m " u3
Gerad e Wirbelflid en ; k reiaflirmige Wirb elringe .
63

" 9 is “ 933

( (y a
(
Vs
ma m, ml
“ 9 33

Au f der
rechten Seite heben sich die Gliede r wechselseiti g fort ,

also ist die S u mm e der linken Seite N u ll .

Ebenso versch windet die S u m m e m l m,


Wir bezeichnen 2 7m m it M u nd m it .

E rn a Em o

M M

die der Gesch windi gkeit des S chwerpu nkts der


C o m p o nenten
Gr ö ssen m , m , Der Sch we rp u nkt der W irbelfad en bleibt
d a n n bei der Be wegu n g u nverändert .

H aben wir es m it z w ei W irbelfaden von u nendlich kl einem


Q u ers chnitt zu thu n so treibt j eder den anderen in einer Richtu ng
,

fo r t die senkrecht au f der V erhindu ngslinie steht D a der Sch w er


,
.

p u nkt u ngeände r t bleibt so w erden , sie sich u m diesen drehen .

Is t die Rotationsgesch windi gkeit in beiden dieselb e so lie gt der ,

S c h werpu nkt z wischen ihnen Bei entge gengesetzter Richtu n g


.

li e gt er au f der Verlängeru ng der Verbindu ngslinie Wenn in .

di e se m F alle d as Produ ct au s D rehu ngsgeschwindigk e it u nd Q u er


sc hnitt gleich ist so fällt der Sch we rp u nkt ins Unendli che u nd e s
,

sc hreiten d ann beide W irbelfaden senkrecht zu ihrer Verbindu ngs


li ni e m it gle icher Geschwi ndigkeit fort .

Der einfachste F all gekrümm ter W irb el ringe ist der wo voll ,

st a nd ige S y m m etrie aller Be w egu ngen u m eine A xe vorh anden ist .

D ann sind alle Wirbellinien K reise .

Wir setzen
y = p s in 9

= u = r co s ö
3f —
t) p sin 9

= = t sin 9
3 v Up cos ß .

D ann sind w e gen der S ym m etrie u m die x A xe die Grossen -

r, t) , P 23 von
,
u n abhängi g u nd die Gleich u n gen 1) werden

bw bw bw
bt
64 II All gemeine Bew egu ngen
. nic ht reib ender Fl ü ssigkeite n .

0 =r
% w 9
,
2
+
2 b‘

Ö }
Die Gleichu n g der C o ntinu itä t wird
bw
Ö, ( m) b

Es e xistirt a lso eine F u n ction w von der Art d as s ,

1 bw
_ w
1 b _
576
w 5
0 9 9

Die Cosinu s der Winkel welche die No rm ale der Linie n ,

w const m it der p u nd x A x e bildet sind -


,

bw Ö 'P

cos n g —
_—
co s n x
w

Öw 0 2

(b (
Es ist also
t oo s ng + w co s uz = 0 .

Die Richt u ng der r esu ltir end en Ges ch windi gkeit Vt + “

steht also senkrecht au f der Norm ale der Linie w const die ,

S trö m u n g er fol gt über all p ar allel diesen Linien .

Hierd u r c h wird die Gleich u n g der C ontinu itat identi s ch er


fu ll t Is t
. 0 so finden nu r Be we gu n gen p ar allel
, u nd st att .

In die s em F alle erh alten wir du rch differenzir en der beiden ersten
Glei ch u n gen u nd su btrahire n
b b2 w 1 bw w ?
w
b b b 2
w 1 MP Ö 2

)
1
[
P
'

bt 53 5 a9 + 75 2 o; ,

_w
_b b b?
w 1 bw
+ bai2
b2
w
bg b
g g

B e s chrank en wir u n s im Folgend en au f s tatio nar e Be we gu n gen ,

so ist in der Glei ch u n g 1 2 )


ö_ W 1 w
bt by ? bg Ö%2

u nd die d ann u brigbleibend e Di fferenti al gle ic h u n g giebt al s all

ge m ein e s Inte gr a l
b? 1 b b?

w enn F eine beliebi ge Fu n c tion d e s einen Argu m entes ist .

M an sieht die s l ei cht w enn m an e r wagt d ass


, ,
°

Kreisfö rmige Wirb elringe ; ‘

U nstetigk eit d er Drehu ngsgeschw indi gk eit .


65

Ö
bx [Q ( b9 _
bz
w 1
bw b p
i _
)] d
dF bw
2 bg b w

;
x 2
bx

1 bw Ö
+ bx?
dF
bw
bp bp 2
9
p Ö

ist ,
un diese W erthe in die Gl e ichu n g einsetzt
d .

F iir den Dru c k erh alten wir


w
58 P = const —

2 (‚
)
1
M an sich du rch A u s führu n g der Di fferenti ationen
u b erz eu gt
leicht von der Richtigkeit der B eh au p tu ng .

F erner ist
br bw
_
b?
w bw
1 __ b
__
2
w 0 F (w) °
bi ÖQ Ö( fl
p Ö x2

6 ist u n abh an gi g von Und wir konnen setzen 5


77 0 cos 8 0 ist die D r eh
. u ngs ge s chwin digk eit u m A x en ,

krei s förm i gen Wirbellinien p ar allel sind .

Ist 0 überall const ant so ist n ach 1 6 ) ,

b
0 u nd
5

wo c, u nd 02 C o nstanten s ind .

w 3 0 Q, I

0 0

Eine solche Bew e gu n g k ann st att finden in einem u nendlichen


Cylinder vom Rad iu s 9 M an hat d ann nu r Strö m u ngen p ar allel
.

der A x e des C ylind ers .

Wenn die D rehu ngsges chwindigk eiten u nsteti g sind d h in , . .

einz elnen Theilen der Flüssi gkeit endliche W erthe h aben u nd in


den anderen verschwinden so ist die D arstellu n g der Ge schwindig ,

k eiten d u rch die P o tential fu nctio nen der ein fachste Weg w eil ,

diese F u nctionen die Unstetigkeiten ohne w eiteres berü ck sich


ti gen .

Wir h atten
g = o sin 9 = a c os ü—
g = o a .

D aher l st w 0 u nd n ach 7 )
bV bg
b? bx
w

2 7!
Wi e n , Lhb hd
e r uc . Hy d dy n mik
ro a .
66 II Allgem eine Bew egu ngen
. nicht reibender Flü ssigk eiten .

V= +

0
2
2 90 00 8 (0 ( iz

Die gestrichenen Bu chst ab en beziehen sich au f d as Vol u m


elem ent Die Inte gration in Bez u g au f 9 ist von 0 bis
'

. zu

nehm en Füh rt m an anstatt 9 die Grösse 9 9 als u n abhängig e


' '

.

Variabeln ein u nd b erü ck sichti gt d ass das Integral ,

2 1! 9
1
' '
ein (9 9 ) d (9 9)

w eil d as nbestimm te Integral eine Fu nction von cos (9


u is t
u nd d aher fü r 9 u nd 2 x 9 d ens elben W erth annim m t

, so

ergiebt sich
.
' ' ' ' ' '

( 9 ) d (9 9 ) 9 de dx
V cos 9 —
U sin 9 = + a 00 8 9
r

V sin 9 + U co s 9 = 0 .

Also ist
© sin 9 = U , © 008 9 = V;

fe rner

u 009 9 ,

= r cos 9 = r sm 9 ,

_ 95 2 9
2 2
3
9

Da nu n

ist , so wird
b© C
i
_
1 bw 1 b ( @ p)
Ö9 9 9 9 9 9 Ö 9

Also folgt w eit e r w const sind de m nach die


S tro m linien .
68 II Allge m eine Bew egu ngen
. nicht reib end er Flü ssigk eiten .

N u n ist , wie wir ge s ehen h aben 0 d9 dxs von de r Zeit u n ab


hangig, wenn e s au f besti mm te F lü s sigkeits theil chen bezogen w ird .

D aher ist

00 2 dp dx 0 00 2
do dx const .

S etz en wir

ad da

_
g .

R 2

Ä g
fa d dx

so ist R eine m ittlere Ent fernu n g s am m tlicher vorh andenen Wirbel


rin ge von der x Ax e -
.

Wenn in einer u nendli c hen F lu s sigk eit sich nu r ein Wirbel


ring befindet de s s en Q u er s chnitt u nendli ch klein ge gen d e n
,

R adiu s d e s Ringes ist s o bleibt dieser R a diu s u nverandert


, .

E s ist nu n
2 bx ( 99 —

p
2

Ö9
'
2 bx '
2x (
v— x
a )
a„ (fit (9
Hierau s fol gt

Andererseits ist

x a ndert sich nicht wenn die ge strichenen m it d en u nge strichenen


,

B u chstaben vert au scht w erden Eben s o weni g andert si ch 23 .

D ah er nimm t
Me: 69 ba:

be ba:
0 5 + %
a
'

5
bei der Vert au schu n g den ent gegenge s etzten Werth an .

Es ist al s o ebenso wie vorher



Ein Wirbelring .
69

od er n ach i 6 a) un d l6h), d a

ist ,

( p
w 2
1: x p ode dz = O .

Betr achten wir ei nen Wirbelrin g von u nendli c h kleine m Q u er


schnitt d() d: z u nd woll en die Fortb ewe gu n g diese s Rin ges u nter
.

su chen s o m üssen wir die B e we gu n g d e r F lü ssigk eits th


, eil c hen

ver fol gen die si c h in seiner u nm ittelb aren Um geb u ng be finden


, .

Die Ent fernu ng ein e s F lü ssigk eits the il chens vo m Wirbelring ist

W
"

7
'
%

W ahlen wir ein F lu s sigk eitstheilc hen in der N ahe des Wirbel

sehr klein ist setzen


' '

rings fiir d as 9
, g u nd x x u n d wir ,


=m , x
2

so ist anna hernd


3
( xK (E
"
Schreiben wir x 1 so ist x eine u nendlich kleine
2

Grosse N u n gelten fu r die ellip tis chen Integrale folgende Reihen


.

entwickelu ngen

Beschr anken wir u ns au f d as erste Glied so ist ,

K l og

unendlich gross au ch gegen E u nd wir h aben bei , V ernachl assigu ng


von Grössen z weiter O rdnu ng

w=
(
x ( x — i
g)
z
70 II Al lgemeine Bewegungen
. nicht reihender Hü n igk eiten .

W enn x p (f vo n d er O r dnu ng 5 u n endl ic h kl e in i d so s n ,

is t r u nd 10 vo n d er O r dnu ng u nendlic h gro s s . ist u n en dl ich

vo n d er O r dnu ng lo g 8 .

W ir setz en nu n di e m ittleren C o o rdinaten des W irbelr inges


u nd x(, fe s t n ach d en Glei c hu n ge n
90

2 2
0 do dz d
p p d x ,

al s o ist
2
“ 0 d0

0 00 m

D ifl er enz ir t m an d i e s e Glei c h u ng nac h d er Z eit wird , d a


'

, so

o d g dx u nd 9 0 von der Z e it ni c ht abh angen

l
dx d
m o„ oo d o dx 6 xo dp dx
di 3;
"

iu
.

Hi ern a ch wird di e Glei c hu ng 1 6 c)

m g„ ad de d » 3
dt
.

1
Wenn hch s e m
soll so m u ss 6 von der Ordnu n g
end
o o

m , s em ,

w eil dx dp von der Ordnu n g 3 2


ist .

Ziehen wir von der le tzt en Gl ei c hu n g die Glei chu ng


o
de dx = 0
dt

ab , so erh alten wir

d °
; © 9 0 dp dx (
2
mo
t
3 x —
xo ) d dp dx .

Nun ist x 0 von der Ordn u ng 8 ,


ist von der Ordnu ng
D aher ist das z weite Glied endli c h D a von der Ordnu n g .

log u nendli c h ist so ist d a s erste Glied u nd d amit


, von dieser
Ordnu ng u nendlich Ein kreisfo rm iger Wirbelring von klein em
.
Ein Wirbelring vo n k leinem Q u erschnitt ; Cyk l onen .
71

Qu erschnitt u nd endliche m R adiu s schreitet d aher mit grosser


Gesch windigkeit p arallel seiner Axe fort .

Mit den kr eisfo rm igen W irb elringen b angt eng eine Kl asse
von st ationären Flüssigkeitsbe we gu n gen z u s amm en die von be ,

s o nd er em Interesse fü r die Theorie der C yk l o nen sind Au ch .

hi er herrs c ht im wesentlichen S y mm etrie u m eine Axe .

Von wesentlich besti m m ende m Einflu ss ist hierbei die Drehu ngs
g e sch w indigkeit u m die S y mm etr ie ax e bei st ationärer Be we gu ng .

Eliminirt m an au s den Gleichu n gen 1 0 ) die Grosse 58 P ,

so fällt die Dr ehu ngsges chwindigk eit au s d em Res u lt at ganz her


au s , w enn
gg versch windet D ann gilt die Gleich u ng
. Die
D r ehu ngsgesc hwindigk eit u m die Axe d er C yklone hat also k einen
Einfl u ss au f die radi alen u nd axi alen Geschwindigkeiten wenn ,

die D r ehu ngsgesc hwindigk eit u n abhängi g von der vertik al en der ,

C y kl o nenaxe p arallelen Coordin ate ist .

In diese m F alle giebt die d ritte der Gleich u ngen 10 )


d t) 2 1) 0

dp ’ 0 —

2 ,
9 9

wo 0 e ine Const ante bezeichnet Die Drehu ngsges c hwindigk eit .

hat in diesem F all einen einzigen m ögli c hen W erth w enn sie nicht ,

Nu ll ist Sie ni mm t n ach au ssen hin ab wie das Q u adr at des


.
,

Ab st andes von der Axe In der Nähe der Axe selbst wir d die
.

D r e hu ngsge sc hwindigk e it u nendlich Es folgt hier au s d ass in.


,

einer nur horizont al begrenzten F lu ssigk eit eine von der verti
c alen Coordin ate u n abhängige Drehu ngsge schwindigkeit nu r
exis tir en k ann , wenn die D rehu ngsge s c hwindigk eit an einer be
sti m m ten O ylinderfl äche u nstetig wird In d em inneren C ylinder .

m u ss d ann 0 sein im au ss er en k ann o von Nu ll verschieden sein


, .

D u rch die F u nction F (tp) werden n ach 1 6) die Wirb el linien


u m die C ykl onenaxe bestimm t

D er ein fachst e F all ist der wo F (tp) Iotp ist ; Ic bede u tet
,

ei n e C on st ant e.

Wir h aben d ann die Gl eichu ng


1 ötp Mi}:
59 ’
0 be

Setz en wir 11
1 sin m x , wo (p eine F u nction von ist , so
ver s ch windet

w sin mx
72 II All gem eine Bewegungen
. nicht reibender Fl ü ssigk eiten .

Wir konnen also die F lu ssigk eit du rch


z wei horizont ale Ebenen eingeschlossen denken deren Abst and ,

ist Die Gleichu n g 1 7 ) wird


.

d2 1 d
d;£ ä ( 2
m
d

Setzen wir nu n a ß , VB so ist die Glei


,
c h u ng 1 8)

d 2 d M —
k )

D as Vorzeichen von Jo m u ss p ositiv sein , w eil s onst die Ge


sc hwin digk eiten im Unendli chen u nendlich gro s s w erden .

Die Glei c hu n g lä s st sich d u r ch eine Reihe von fol gender


Form integr ir en

deren C o efficienten
bm 2
b| m 2 hbo
3 a c
‚ 2 3 b2
4 , .

u . s . w sind
. .

Die beiden sind willku rlic h


O o nstante n b u nd b0 .

Fur V B 0 w ird a u nendli ch fu r den innere n Rau m ,

m u s s d aher b u nd so m it au c h 0 v er s c h winden .

D a s V e rh alt en im Unendli chen lässt si ch l e icht besti m m en .

Wird V B s ehr gross so vers c hwindet in der Difl er entialgleic hu ng


'

2 ge en k d i h ben
m g ß u n w r a

d zer
__

deren allgem eines Integral

Es ist also
sin m / kg
'
0 I
‚, 0 cos 2

Wo { 0 cos V 70 0 + 0 2
'

ein a

{ m r
'
a » o 1

{ }V f iég
}

mx C co s . kg 2
d sin

2 .
Cy k l onen ; co nstante Drehu ngsgeschw indigk eit in der Vertik al en .
73

Ist die Hohe des betr achteten Cylinders h gr oss ge gen den
R adiu s des C ylind ers R an d em die Unsteti gkeit der Dre
,

hu ngs ges chwi ndigk eit st att findet so gelten die ge wonnenen Au s
,

dru cke im inneren C ylinder in der Nähe der Grenz fläche D a .

aber 1: fü r Q 0 u nendli c h werden wu rde s o m u s s fü r den inneren ,

R au m C vers ch winden Die A u s dru cke 2 0 ) gelt en au ch fü r den


'

äu sseren C ylind er w enn d er R a diu s d er C ylind erfl ä c he d ie die s en


, ,

1 4
be grenzt 93 so klein ist d as s 5 ge gen
1
vernachlässigt
, ,
W R
5
, 2 2

w erden k ann .

Wir beschranken u ns au f die B eh andl u n g die s es F alles .

D a der Dru ck innen u nd au s s en fü r R dens elben Werth


h ab en mu s s so m u ss w enn wir m it d em Index 1 den inneren m it 2
, , ,

den au ss er en R au m be z eichnen nach 1 5) ,

m»? R,
k, a> 3

D u rch diese Gleichu n g wird der con st ant e F actor im W erthe


von du rch den von be stimm t so d ass die G e sch windi gkeit im
,

inneren R au m du rch die im au s s eren b esti mm t ist D age gen .

bleibt d as Vorzei chen gl ei c h gilti g E s k ann al so die G e schwindig


.

k eit au s s en die entgegen gesetzte Ri c htu ng wie innen h ab en .

E s versch windet r, fü r 9 O s oll au s s erde m fü r


. R ,

r2 soll fü r R u nd ill v ersch winden .

D ar au s fol gt
, V
g 1.

fe rner

Au s d er D ru ck gl eichu ng folgt

( ?!
C C i ’°
n 01 02
74 II All gemeine Be wegu ngen nicht reib ender Fl üssigk eite n .

Es sind also alle Grossen bis au f 0 2 wel ches die absolu te ,

Gesch windi gkeit bestim m t du rch R fit u nd m au sgedrückt Die


, ,
.

z wischen der C ylind er fl äche u nd R au fsteigende Flu ssig


k eits m enge ist

w od o 23 ('PR w) o ,

die du rch die Cylind erfl ache z wischen den Ebenen x 0 u nd

x ström ende

Q t d% 2x ( tp;

Es bildet al s o die axi ale u nd radi ale Be wegu ng im au s s eren


u nd inneren R au m e z wei S ste m e die fü sich bgeschlossen sind
y r a , ,

d a keine Flüssigkeit d u rch die U nstetigk eits fl ä che gehen d ar f .

In der Nähe dieser Grenze steigt die Flüssigkeit au f oder sinkt


her ab In der Nähe der C ylind eraxe findet dem ents p rechend ein
.

Herabsinken oder Au fsteigen st att Im äu s seren Rau m e bei .

im inneren b ei
R

W
?

ist die V ertic alge sc hwindigk eit Nu ll D u rch das Hinz u ko mm en


.

der D r ehu ngsges chwindigk eit bew egt sich die Flüssi gkeit in S piral
linien au f d as Centru m zu oder von ihm fort .

Wenn die D r ehu ngsgeschwindigkeit t) von x abhangt , so be


einfl u s st sie die axi alen u nd r a di alen Strö m u ngen Es giebt d ann .

d ie dritte der Gleichu ngen 10 )


b
r
b

o o _ b b
äh äg _
( 2
“ '

öx 0 1
9 ) 0 .

Diese Gleichu n g ist erfüllt w enn wir ( t)


, f( p)
1 setzen w o eine fi
,

beliebige F u nction von 1p ist D ifierenziren wir j etzt die erste


'

der Gl eichu ngen 1 0 ) n ach x die z weite nach 9 u nd su b strahiren


, , ,

so erh alt en wir


76 II Allgemeine Bew egu ngen
. nicht reib end er Fl ü ssigk eiten .

Diese Gleich u n g l asst s ich n ach integriren u nd w ir


erh alten
1 d 2 dx
)
x
3 const
9 3 92 9
.

d9

Einen Sp ecialfall erh alten w ir , w enn wir c ons t setzen


0 .

D ann genügt go u nd x der s elben D ifl er entialgl eichu ng Wir konne n


'

also setzen


B) ‚

wo B eine Co nst ante bezeichnet .

D ann ist tp 0 fü r x B die Fl ü s si gkeit str om t p ar allel ,

der Ebene x B .

Die D ifierentialgl eichu ng zu r Bes timm u ng von l a sst sich


'

schreiben wenn wir


,

(V 1 590 1
1 d tp ( l g) , 1 p
c ,

d
9 9 d9 ( if ? ) a

d 9>
2 d 2 <9 1 019 1 1 9 1
_
_
V9 ( \ e7 )
3
f
g

al
9
2 d9 2 01
9
setzen

Fu r u nendlich w achsendes geh t die Gleich u ng u ber in


d 2

d;} %
2
“ 0 1

deren allgem eines Integr al


0, cos a n 02 ein a g ist .

Fu r u nendliches wu rde a lso

0
9 9
0, co s a n 0 2 ein a
p a C, ein a

n a C,
'
co s a )
g
(V9 )
3
"

sein u nd d aher verschwinden ebenso ,


wie

9 co s ap + 02 sin a
p

Cy k lo nen ; Begrenzu ng d u rch einen v ertik al en Cy lii1 d er .
77

Ein p arti c u l ares Integral der Di fferenti algleich u ng l asst sich


d u r ch eine u nendli che Reihe gewinnen .

Wir h aben w enn 0 eine ne u e Const ante bezeichnet


,

D as z weite p articu l are Inte gral wird fü r Q 0 u nendlichu nd


fü r u nseren Z weck u nbrau chb ar .

Es ist also fü r 0

w = __ w
1 ö —
2C u nä r
ö
9 9

Die Gleich u n g der Stro m linien l au tet


(p ( x B) const .

Da fiir ver sch windet so folgt d as s alle im Endlichen


0 , ,

lie genden Stro m linien fü r die die Const ante endlich ist fü r x
,
30 ,

si ch der x Axe as ym p totisch nähern


- .

Au sserdem vers ch windet (p fü r u nendlich viele W erthe von (1 .

Ist d e r klein ste Werth o, s o nähern sich„alle Stro m linien


fü r x 00 die s er C ylind erfl ä che asym p totis ch .

Die D rehu ngsgeschwindigk eit


2 2 c 4
a
9 a

B)

ist also fu r o
= 0 endlich u nd s ie versch w indet fu r x = B Sie '

nim m t p ro p ortion al d em Abstand e von der Ebene x = B z u Die .

Const ante er b e sti mm t den W erth 0 0 u nd ihr is t die D rehu ngs


g e s c h w i ndi gkeit ro
p p ortion a l S e
. t z e n w ir a
g s o ist an = 70 „

die kleinste Wu rzel der Glei ch u ng


“ ‘
r F
7
0 —
1
2 4 4 ö
. . .


7
24
+ 2 m4 c

2 ‘
7 7 2
B)

2 ‘
7 Y
2 71

D u rch V er gr o sseru ng d er Const ante 0 werden alle drei Ge


schwin digk eite n in de m s elben Verhältnisse grösser Aendert m an .
78 II All gem eine Bew egu ngen nicht
. reibender Flü ssigk eiten .

70
aber a so andert sich
, (0
1
a
Fu r y 70 v ersch winden 1: u nd

Hier kann al so die Flüssigkeit du rch eine v ertic ale C ylinderfl ache
vo m R adiu s 0 0 abg e schlossen w erd en innerh alb dessen sich die ,

ganz e Bewegu ng absp ielt D agegen vers chwindet w nu r für x B


. .

Unten wird die Flüssigkeit du rch eine horiz ont ale Eben e ab
geschlossen während sie n ach o b en hin in der Nähe der B e
,

fl h ein d in der N he A sstr t '

gr en zu n g s ä c e u n ä d er x e a u ö m .

Wird nu n a klein er so wird 0 0 grösser 1: grö ss er, in d em , ,

selben V erhältniss kleiner w bleibt c onst ant , .

Bei g l e i c h b l e i b e n d e n W e r t he n d e r V e r t i c a l s t r o m u n g
n i m m t b e i g r ö s s er w e r d e n d em R a d i u s d e r O y kl o ne d i e
R a d i a l s t r o m u n g i n d e m s e l b e n V e r hä l t n i s s z u d i e D r e ,

hu n g s g e s c hw i n d i gk e i t i m u m g e k e h r t e n V e r h ä l t n i s a b .

Für d en Dru ck ergiebt sich


n
512
2 3 2 ? 1
)
q
; a ?
5

P "

B V

é f

i
{

Ein and eres Beis p iel fü r den Einflu ss der Drehu ngsbewegu ng
u m die C y lind er axe au f die r adi ale u nd axi ale B ewe u ng ist d as
g
fol gende .

Wir setzen
?IQ
2 sin xx

D ann ist
Nm 1 bap Map
8m " ”
2 2
5 " 0
6 9 9 759 33 3

u nd die Gleichu ng 2 1) giebt


2 a sin nx cos nx o?l %
2
2 91 2
u 3 sin nx c o s nx 0,

wor au s a n folgt .

F ü r d en Dru ck er gieb t sich

fu r x 0 u nd nx ist ap 0 Hier strö m t die F lu ssigk eit


J: .

p ar allel d en beid en
Ebenen .

Die Stro m lini en ap const so weit sie im Endl ichen liegen , ,

n ab ern sich fü r p = ao asym p totisch sowohl der Ebene x = 0 al s au ch


Im Unendlichen wird also die axi ale S tro m u ng u nen dl ic h
Cy klonen ; Begrenzu ng d u rch eine horizontal e Eb ene .
79

gr os s , w eil sich d ort ll e Strom linien


a z u sam m endr angen .

D rehu ngsgeschwindigk eit ist


I) a %
[ sin nx n ? l sin nx .

Die radi ale Geschwindigk eit ist


Ö
= 1
=
t
ä n fl g co s nx ‚
die ax a i le

2 ?l sin nx .

D as Verhaltniss der axi al en G eschwindigk eit zu r Drehu ngsge


sc hwindigk eit ist dem Ab stand der beiden Eb enen von rein radi aler
Strö mu ng p rop ortion al .

Die Höhe die s er Cyklone x = nimm t zu wenn a kleiner ,

wird gleichzeitig wird t u nd 9 klei ner wahrend w c onst ant bleibt


, ,
.

B e i gl e i c h b l e i b e n d e n W e r t he n d e r V e r t i c a l s t r ö m u n g
n i m m t m it z u n e h m e n d e r H ö h e d e r C y k l o n e d i e R a d i a l
s trömu n g u nd d i e D r e hu n g s g e s c hw in d i gk e i t i n d e m
s e l b e n V e r hä l t n is s a b .

Die Stro m lini en sin d in Fig 4 gezeichnet . .

Fig 4 . . Stro m linien einer Cy kl one mit horiz ontaler Au sströ m u ng .

Wir wollen j etzt ein Beisp iel von geraden Wirbellinien geben ,

w o die D r ehu ngs ges chwindigk eit überall const ant ist Dies Bei .

s p iel wird au sserdem zeigen d ass sich die Form von C leb sch fü r
,

die Ges c h windi gkeit noch in and erer Weise erreichen lä s st .


30 II All gemeine Bew egu ngen nic ht
. reib ender Flü ssigk eite n .

Wir gehen wi eder au f die hy drodyn amischen Gleichu ngen 1)


z u rü ck in den en wir w
, 0 z u setz en h ab en D ann ist n ach 7 ) .

sw
by

b (23 P)

b W_ am; auf o b2 W
bw by bx by ba 09
: 2 bt by

b (Il —
P) aw az w bW M
_ W _ MW —

by by bx 2 bw dx by bi bz;

D ifl er enzir t ma die Glei c h u ngen n ach hirt,


'

n a: u nd y u nd su b tr a

so bleibt
bA W b W bA W W bA W
+ b
bt by ba: ba: by

%
Ist
von W ist so
Ö

W
t
0

wird die
u nd AW =
Glei c h u ng erfül lt
f eine beliebi
wo ge F u nctio n

, .

D ann ist
aW 2 Ö
= const
58
[( b ) ( W
f( ) d ll
'

P + —

Die F u nction k ann au ch eine Constante sein .

Di e s ist der F all wenn wir s etzen ,

=
W al x 2 03 xy ,

wo a, a„ a
s sind
C o ns tanten .

Hier sind die Stro m linien Ellip sen u nd wir m u ssen u ns die
F lu s s igk eit d u rch eine n ellip ti s chen C ylinder m it festen Wänden
ein ge s chlo ssen denken w eil s onst die Gesch windigkeiten im Un
,

endlichen u nendli ch grosse W erthe annehm en würden D ann ist .

( ai

Ferner wird

Qi —
P = c o nst —
2 ( al + a2 ) W
2
{( fa d ä) x
2
( ä
d d ä) 2 acr (al a
2 ) xy
}
const 2 ( g
a “1 “
e )( 95
2
9
2
)
Wir konnen d ann setzen
Gerade Wirb ell inien in einem ell iptischen Cylind er .
81

D ividirt m an dies e Gleichu ngen du rch x differenzirt die erste ,

n ac h y, die z weite n ach x u nd addirt so erh ält m an ,

Ö I ÖW Ö _ I_Ö IV
by by ) + b x bw ) :v

b bW bl b W
AWX=
Ö
'

£b v
.
+ Ög
/ by

Setzen wir

X=
'

bl f'
3
2
b2 y 2
2 b3 xy ,

so ist die Glei ch u ng er fu llt, wenn

2 0 3 ba
a2 _ al

b3 bleibt eine beliebige Constante .

D ann ergiebt s i c h fü r 45 d u r c h Int e gr ation

+ At+ B .
wo A u nd z wei beliebige C ons tanten sind
B .

Die Gleich u n g fü r den Dru c k lä s st si ch sc hreiben


b
Q} ”
i;
e

Dies ist eine andere Integralgleichu ng als sie sich au s der


Fo rm von C l eb sch ergeben würde In der Th at sind hier au ch .

die Bedin gu n gsgleichu n gen fü r j ene Form nicht erfüllt .

Einen F all m ö glicher Flü ssigkeitsbe we gu ng der m it d em be ,

tr achteten n ahe z u s am m enhängt erh alten wir wenn wir in der , ,

W
Gleich n g 2 2 ) f( )
u = x W setzen also A W = —
x W erh alten ; ,

führen wir in diese Glei c h u ng die C ylind er c o or dinaten ein so er ,

giebt sich
b W 1 gw 1 N W
_ W=
2

+ 6355
" O°
59 2
9 ö9 3 5

Setzen wir
W= (p sin m 9,
1

Wi e n , L hb
e r u ch d . Hy dr ody namik .
82 H Allgemeine Bewegungen nicht
. reib end er Flü ssigk eiten

so wird die Gleichu ng


d q)
2 d tp
dé 2 + d9
x 0 .

Hier s c hreiben wir 9 2

u nd erh alten
d 2
q) 1 d tp m?
'

Diese Gleichu n g wird du rch B e ss el



sc he F u nc tio nen integrirt
u nd z war ist
99 [ 0 Jm c. %
m

wo 0 u n d c, O o nstanten bedeu ten .

Hier ist
Jm ( Q ) :

( 1
2 (2 m + 2 )

9 dm

Jo
[ 10 8
% 2 [J. M
'

D as Integr al bleibt fu r (1 0 endli c h u nd ver s ch windet


im U nendli c he n D a s Inte gral
. wird fü r 0 u nendli c h
u n d versch w indet eben falls im Unendli c hen Beide Inte grale ver .

s c h winden au sserd em fü r u nendli c h viele W erth e von

Die D arstell u n g von al s m t e r D ifl er ential qu o tie nt gilt


'

n atu rlic h nu r fü r ganzz ahli ge m D a d ie Ge s c hwindi gk eiten wieder


.

dieselben W erthe anneh m en m u ssen wenn 9 einen Um l au f ge ,

m acht hat s o h aben nu r ganzz ahli ge W erthe von m p hy sik al is c he


,

Bede u tu n g .

Wir konnen die Be wegu n g in einen endli c hen C ylinder m it


festen Wänden ein geschlo s s en denken m üs s en d ann aber d ie ,

Const ante 0 , glei c h Nu ll setzen An der W and des Cy lind e r s .

m u s s r versch winden Also m u ss dort . Nu ll sein M an hat .

hierfu r die kleinste Wu rzel der Glei c h u n g J 0 zu w ählen ,„ .

Ist d er R adiu s R ge geben so bestim m t sich hier au s die Con


,

st ante x .

Fu r m 1 zerle gt sich der C y linder in z w ei gleiche H al ften ,

in denen die Stro m linien in sich z u ru ckl au fen Für m 2 l au fen .

die Stro m linien in j edem Q u adr anten in si c h z u rück Bei gr o s s er e n .


III Strömungen ohne Drehung der Fl ussigk eitstheil chen
. .

5 1 .

Stetige Bewegu ngen .

Die Untersu ch u n g der Be we gu n g u nzu sam m endru c kb ar e r


F lu ssigk eiten wird erheblich verein facht we nn keine Dreh u n gen
,

der F lü ssigk eitstheilchen vorh anden sind Es fol gen d ann näm .

li c h au s Gleich u n g 1 3 ) des ersten Abschnitt s die Glei c hu n gen


bw bv
by bar .

bu bw
SZ 55
be bu
bw by

Diese Gl eich u ngen sind gleichbede u tend m it der E xisten z


ei ner F u n c tion s o d as s

ist ,
wie ch au s den Gleich u ngen
au 33) Ab s chnitt I fo l gt d a ap
,

u nd x versch winden Die.F u n c tion (p nennen wir Ge s chwindig


k eitsp o tential .

Die C ontinu itatsgl eichu ng


bu bv bw
a.; 59

geht u ber in die Glei ch u ng


Anw endu ng des Green sc hen

S atz es
.
85

Die C l eb s ch Trans form ation zeigt d ass die allge m eine n Glei
-
,

c h u n gen ohne w eiteres integr abel sind indem die Gleichu n g 3 5)


,

des ersten Abschnitts j etzt


23
wird Wir schreiben j etzt 93 für V
.

Alle Untersu chu ngen solcher S tro m u ngen beschranken i h


s c

d aher au f die Beh andlu n g der Gleichu ng


Aqa = 0

u nd die Erfüll u ng der Grenzbedingu ngen .

D a diese Gleich u ng die in der P o tentialthe o rie vorko m m ende


ist so sind au ch die oben entwickelten Sätze dieser Theorie ohne
,

weiteres au f h y drodyn am ische Proble m e anw endb ar .

Ein Beisp iel bietet der Green s che S atz Gleichu n g 4 0 ) Ab


schnitt I Setzen wir U


. V const so ist hiern ach m it ,

B eru ck sichtigung von A9) 0

Diese Gleichu ng s agt u ns d ass in einen geschlossenen R au m eben


,

so viel Flüssigkeit au s wie einström t .

A u s d em Green schen S atz folgt weiter wenn wir 99



U V ,

setz en

2
2
+ -

Wird an der Oberfl ache 2 25 = 0 so verschwindet das Inte


,

gr a l au f der rechten Seite Es m u ss a


.u ch die linke versch w inden .

D a diese eine S u m m e von Q u adr aten enthält m u ss j edes Glied ,

verschwinden d h im Innern der F lu s sigk eit ist keine Bew egu n g


,
. .

vorh anden W enn in eine m ein fach z u s am m enhängenden R au m


.

Bew e gu ngen der Fl ü ssi gkeit vorko m m en ohne d ass Unstetigkeiten ,

der Gesch windi gkeit vorh anden sind so m u ss an der Oberfläche


,

eine Be we gu n g p ar allel der Norm ale vorh anden sein .

Dieser Schlu ss ist nicht ohne weiteres z u lässig wenn die ,

Oberfl a che des geschlossenen R au m es u nendlich gross ist Für .

diesen F all fol gt au s der Gleichu n g


86 III
. S t öm r u ngen o hne Drehu ng der Flussigk eitstheil chen .

wenn m an die Integration u ber eine u n endlich grosse Ku gelfl ac he


vo m R adiu s R u nd eine beliebi ge im Endlichen lie gende Fläche

au sdehnt d ass d as Inte gral über die Ku gelfl äche au s gedehnt einen
,

endlichen Werth h aben m u s s Es m u ss also d a die Ku gelfl ä che .


,

ö £
‘ L
von der Ordnu ng R nendlich wird bn von der Ordnu n g R an
2 u —
- —

l
di e ser Fläche sein dann ist , von der Ordnu ng “

Ie
u nd es ver
schwindet

au sgedehnt u ber ein e u nendlich grosse Ku gelfl ache Wenn d aher .

die Flüssi gkeit im Unendlichen ru ht so k ann eine Be wegu ng ,

in derselben nu r du rch bew egte Oberflächen he rvorgeru fen werden .

D age gen können in si ch z u rü ckl au fende Strö m u n gen in m ehr


fach z u s am m enhängenden R au m en vorko m m en wo (p vielde u tig ,

wird . Werden diese Räu m e d u r ch Q u erschnitte in ein fach zu


s amm enh ä ngend e zerle gt s o finden d abei Strö m u n gen du r c h diese
,

Qu ers c hnitte st att .

So ist das Potenti al einer Do pp elschicht Glei chu n g 3 9) Ab


s c hnitt I an dieser Do pp elschicht u nstetig w ährend die Differen ,

tial qu o tienten stetig sind D as Potenti al ist d aher vi elde u tig u nd


.

s tellt al s Ges c h windi gkeits p otenti al eine in si ch z ur ückl au fende


Strö m u ng d ar .

Die Fol geru ng d as s keine Bewegu ng der F lu s sigk eit sol ange
, ,

s ie u nbe grenzt ist erfol gen k ann wenn im Unendli chen die Ge
, ,

sch wind igk eiten Nu ll sind gilt nu r wenn d as G e s chwindigk eits


, ,

otent al u nd seine D ifl er e ntial q u o tienten u b er all stetig u nd end


'

p i
lich sind .

Setzen wir d agegen z B . .

so h aben wir fü r die C o m p o nenten der Geschwindi gkeit


u

Wir h aben d ann S tro mu ngen die radi al vom Pu nkte r , 0 au s


g ehen .Für ec
r ver s ch w ind e n u v w Im P u nkte r 0 sind
, , .

di e Ge s c h windigkeiten aber u nendlich Wir h aben hier einen .

Ein od e r A u sströ m u ngsp u nk t der Flü s si gk eit D u rch j ede Ku gel .

fl ä c he strö m t di es elbe Flü s si gkeits m en ge 4 7m . .


Il l . St ö m
r u ngen o hne Drehu ng d er Flu ssigk eits theilchen .

Au s d er F u nc tio nenthe o r ie fo l gt d ann


b<p
br
_
_

b_
1p
b_
p
(

bw
. by ’

u nd hi e rau s w eiter

agp o.„
ba: bw
_
b<p b1p
_
by b11
_
_
( )
bw
bw + by
bw

W enn 99 d as Ge sch windi gkeits p otenti al in einer F lu ssigk eit


bezeichnet so ist die C ontinu itätsgl eichu ng von selbst du r ch diese
,

Bezi ehu n g erfu llt Die F u n c tion ap ist die S tr ö m u ngsfu nctio n
. .

A u s der letzten eben abgeleiteten Glei c hu n g fol gt d ass di e ,

Linien c o ns t u n d ap c onst si c h s e nkre c ht s c hneiden D a .

nu n die F lu ss igk eit senkre c ht zu den Linien (p const str o m t ,

so stellen die Linien 1p c onst die Stro m linien d ar .

Bei dieser D arstellu n g hat m an die F u nc tio nen des c o m p l ex en


Argu m ents so zu wählen d ass die Grenzbedin gu n gen erfüllt sind
, .

In si ch z u r ü ckl au fende Strö m u ngen z wischen c o nc entrisc hen


elli p ti s c hen C y l ind er n erh alten wir in fol gender Weise .

Wir setzen
b co s ß (qo +
D ann ist

x 2 ?
y
co s 2
ß qp b ein
2 2
ß (p

Die Linien w c onst sind al s o Ellip sen m it den Halb axen


b( e
ß w +e

ßw
) mp)
2 2

D ie Lini en on st sind ortho gon ale Hyp erb eln Die Stro m
c .

linien sind also in si ch z u rü ckl au fend e Ellip sen u nd d as Ge


sch wind igk eitsp o tential (p ändert b e i j ede m U m l au f s einen Wert
sp ru n gw eise u m 2 7t . .

Für 11) 00 g eht die Elli p s e in e i n e n Kr e i s m it u nen dl i c he m


R adi u s u ber Die Ges c hwindi gkeit wird fü r 1p 0 0
.

2
St ö m
r u ngen in el liptische n Cy l indern .
89

Fur w die 0 geht


Elli p s e in eine ger a de Stre c ke von der
L an ge b über Die Endpu nkt e ent sp re c hen den Werten ap 0
.
,

w 0 u n d gp 7t H ier w ird
. die
. Ge s c h w indi gkeit u nen d li c h gro s s .

Die Benu tz u n g ellip ti scher C o o r dinaten fü hrt zu S tr o m u ngen ,

die s enkre cht zu Flächen z weiten Gr ades erfolgen .

Wir gehen von der Difl er ential gl eic hu ng au s Gleichu ng 6 1)


'

Abschnitt I

%
b b 52
_ 83 )
( 82
1
5 ( 81 —
83 )Ö

Z“

+ ( 51 0° 8)

Setzt m an z u n ach st gp e, c onst s o ist die Gleichu n g erfüllt , .

F u r die Glei c h u n gen 5 , c onst ist d aher 6 , const u nd au ch


(p c onst. D ie Stro m linien sind die Ku rven die die Fl a chen ,

s, const s enkrecht s chneiden Die s sind die S chnittlinien der .

c on s t u nd e;, con s t .

D a s Qu adr at der Ges c h windi gkeit ist n ac h 5 7 ) u nd 6 0 ) Ab


s c hnitt I

Gil (22) (32f) GZ L


2
u 11
;32) ( 51 —
53 )

)( 15 )
2
81 b + 83
(b2
( c 2 2

Im Unendlichen ist e, r
2 = :r 2 + y 2 + x 2 die Geschwin ,

digk eit ist dort also gleich

M an k ann diesen Au sdru c k benu tzen u m die S tro m u ng du rch ,

eine ellip tische O efl nu ng zu bes ti mm en Für den Gr enz werth


'

2 erhielten wir die Elli se


0 p

n x 2
0 ’ * 2
a _0 2 b2 _cä

wa hrend der u brige Theil der any Ebene du r ch 9 2 c d ar -


. = — 2

ge s tellt w u rde Dieser . Theil k ann d u rch eine fe s te W and g e

bildet w erden w eil die Stro m linien s eine S chnittlinien m it den


,

Fläc hen 8 3 c onst s ind .

In der O e ffnu ng ist x = 0 Dort sind also 8 , u nd 8 3 die .

Wur z eln der Gleichu n g


90 III . St ö m
r u ngen o hne Drehu ng der Flussigk eitstheilchen .

Es ist d aher
(a
z

2 2 2 2 2 2
a b —
z b —

y a

D as Q u adr at der Ges ch windigkeit ist n ac h 9 )


4
_52 d a
.

i
A
(‚ 0 2
[
a 2 b? ( r 0 2 x b2
a

F ur die Ellip se ,
w el che den R and der O elfnu ng bildet deren ,

Glei c h u ng l au tet

zI _
_cz
'

d .
é z bz

vers ch windet der Nenner ; am R ande wird die Ge s ch windigkeit


al s o u nendlich Es ist di e s m athe m atis ch dies elbe Au fgabe wie
.
,

die Vertheilu ng st atischer Elektric ität au f einer S cheibe au f ,

w el c he die elektrost atisch e n Kraftlinien von allen Seiten z u l au fen .

F u r die s e Kr aftlinien treten hier die Stro m linien ein Die Flüssi g .

keit strö m t al s o von allen Seiten au f die ellip ti s che Scheibe zu


-

oder von ihr fo rt Die S cheibe m u s s also die Flüssi gkeit ein
.

s au gen oder au sstro m en Ohne die se Unsteti gkeits stelle würde in


.

d em ein fach zu s amm enhange nd e n R au m e keine Be wegu ng m ö glich


s ein,
d a die Flüssi gkeit im Unendli c hen ru ht .

Betrachtet m an noch die F all e bei denen


(p = 62 u nd q> ==e3
-

ist ,

so sind die Stro mlinien die S c hnittlinie n der Hyp erboloide m it


den Ellip soiden .

Ist e
, so sind d ie Stro m linien d ie S c hnittlinien der
Ellip s oide m it den z w e is ch ali gen Hyp erb o lo id en Wir können .

d ann der Flü ssigkeit einen z w ei fach z u s amm enh än genden R au m


.

a nw e is en ,
der du rch ein Elli p soid u nd ein zwei s ch ali ge s
Hyp e rboloid be gren z t wird Die Stro m linien sind d ann in si ch .

z ur ü c kl au fende Linien die u m d as Ellip soid heru ml au fen D as


,
.

Q u adrat der Geschwindigkeit ist


4
82) (5 2
S ie w ird nendlich fu r die Ellip s e w el che die elli p tis c he S c heibe
u ,

b e gr enzt u nd fü r die Hyp erb el ; im er s ten F all wird s ,


, 82 im
*it en 8 Sie lie en u sserh alb der Flü s si gkeit D i B
e 2 8 3 g a . e e .
92 III . St öm
r u ngen o hne Drehu ng der Flüssigk eitstheil chen .

wo x, nu r von e„ 12 n u r von 453 u nd 82 ab hangt, d ann h ab en


wir n ach 5 7 ) Abschnitt I
-

( )( b2
)( cz )( d 2
=
)
n gl 51
a 51 52
_1
W 8 2 ) (b? az)( 0 2
e ) (a
2
e.) (b +
?
e. )( c2 e.) d er

1 1
13 ) XI ! Xi = z y
a + sl
(8 2 Es ) ”

( a ? 82 ) ( 6 2
52 )( 0 2
82 )(
0 2 53 ) ( b2 53 ) 83 )
D aher ist
' 1
{z _
d e,
( a z
( a ?
e.) (b2
+ ( 0 2 81 )
Fu r e = oo ist x = 0 , a lso

D as feste
Ellip soid an dessen Oberfl ache ,
versch winden
soll sei du rch s
, 0 besti m m t Also ist dort .

Öx b
( Gi l
ä

also n ach

u nd fiir 8 0
1

(a z
; e. )

Set z en wir

(
a z
£1 ) Vf a 2
81 ) (b2 51 )
so ist

_
.

2 A
Ein El lipsoid in strö m ender Flü ssigkeit 93

H aben wir es m it einem Rot ationsellip soid zu thu n dessen,

Sym m etrie ax e der Ström u ng im Un endlichen p ar allel ist so ,

h aben wir
6 b
=
f
2 1

£ + 3
o

Di ese Gleichu ng ist e rfü ll t , wenn wir


1 öw __ ö<p 1
_
Ö
_ tp

9 be ’
0 59

setzen , wo d ann 11
) der Gleichu ng

genu ge n mu ss
Die Linien ap const sind die Strom linien
. .

Fiir die Ku gel werden die Strö mu n gen n atu rgem äss am
fachsten =
D ann ist a b c R u nd
.

‘P “1
9
2
( 1

Der D ru ck in der F lu s sigk eit ist

f [(% G
'
c o nst + flä -
i

Die Geschwindigkeit u , k ann von der Zeit abh angen wenn ,

au f die Flüssi gkeit bes c hle u ni gende Krä fte ein wirke n Es sei .

= <x> ist
= _ ul '

Da hier au f alle F lu s sigk eitsthe il che n dieselbe beschleu nigende


Kr aft einwirkt u nd der Einfl u ss der Ku gel versch windet so ist ,

'

ö23 öu x
ba: bt

L e gt m an einen Schnitt du rch die S ymm e trieaxe so wird die ,

kreis fö rm i ge S chnittfl ä che der Ku gel du rch die S ym m etrieaxe u nd


die au f ihr senkrecht stehenden Linien in vier Q u adranten zer
legt An entsp rechenden P u nkten di eser Qu adranten hat die
.
94 III . St ö m
r u ngen o hne Drehu ng der Fl ü ssigk eitstheil chen .

G eschwindi gkeit an der Oberfl ache die s elben absolu ten W erthe Die .

Dru ckkräfte au f die vier Q u adr anten die von den Q u adr aten der ,

Ge schwindi gkeiten herrü hren h alten s ich also im Gleichge wi c ht


,
.

F u r die C o m p o nenten d er Dr uckkrä fte au f die gan z e Ku gel


fl ache p arallel den C o o rdinatenaxen bleiben also die Dru c kkrä ft e
au f d as Ele m ent d S

c
c dS

übri g . Um die C om p o nenten selbst zu e rh alt en h aben


,
wir m it
d em R ichtu ngs co sinu s

H ?

zu m u ltiplic ir en u nd u ber die Ku gelfl ache zu inte grir en . Wir


erh alten d ann

wz d 8 .

F u hren wir P o l arc o o r dinaten ein so ergeben die Inte gr ationen


,

z d8 = 0

E ine ben s o grosse Kraft m u s s au f die Ku gel au sgeu bt w erden


e ,

wenn sie u nter d em Dru ck der Flü s si gkeit in Ru he bleiben soll .

D a e s nu r au f die rel ative Gesch windi gkeit z wi s c hen Flüssi gkeit


u nd Ku el anko m m t m u s s di e selbe Kr aft in e nt ge gen e s etzter
g s o , g
Richtu n g au s geübt w erd en u m die Ku gel in der Flüs si gkeit zu
,

bes chleu ni gen Ist die Dichti gkeit d er ho m o gen e n Ku gelm asse s
'

.
,

s o ist die im a nzen fü die Be w e g g


u n der K u el a fz u w endende
g r g u

beschleu nigende Kraft

(
'
3
g
;
. 13 3 s 1 8)

Der Einfl u ss der F lu ssigk eit ist derselbe wie die Vergro s seru ng ,

der Dichti gkeit die Ku gel u m die h albe Di c hti gkeit der Flüssi gkeit .

Wenn die Ges ch windi gkeit der Ku gel rel ativ zu r Flüssigkeit const ant
96 III . St öm
r u ngen o hne Drehu ng der Flü ssigk eitstheil chen .

so ist
90 2 —
A bw

S c hreiben wir entsp rechend

B = abc

C = abc

so ist, wenn sind ,

1) 652

B by

d aher au ch ,
wenn nu r p q r 0 sind ,

652 652 Ö S2
q
) = u v w
°

2 —
A bci: 2 —
B by 2 — T
Ö FÄ

Um den Einfl u ss der Dreh u n gen des Elli p soid s zu erh alten ,

setzen wir z u nächst u v w q r 0 u nd

B ann ist
2 61 2 61
Aq> —
0 —
Ax + +
ö
y y ; 55

oder w enn wir wieder a nnehm en d ass , 1 nur von s, ab hangt

usw; 6
1
.

2 “fi) le
+
( g1 ba -
.

Setzen wir wieder wie in Gleichu ng 13 )

l
z
u 12 a e ig
lg .

so fol gt
(I ; 1
X 0
ds . 11

1
X1 51 )( 0 2
+ 51 )
( d 2

( ) =
Ga
1 l
52 )( 6 2 82 ) 52 ) 8 3 ) (52 Es ) 83 ) 115 1
Drehu ng eines Ellip soids .
97

dx 01

da

(b2 81 )( 0 2
EI )T e z

( o ?
+ + m( c ?
+ )
e.

01 ist eine Const ante .

An der Oberflä che m u ss

22 —
p (y cos n z cos ng)
sein . Dies ist gleichbedeu tend m it

bw
Ö E1

An der Oberfl ache ist wieder 8, 0 . D aher


by y öx
Ö £1 Y b2 68 1

1

2 W)! —

0 2
) ?/ N

Ferner ist fü r s, 0

b c a
2 z bc

Wir erh alten de m n ach

x
y p (b2 c? ) a bc

Hierdu r c hdie Be we gu n g d er Flü ssi gkeit bestim m t die


wird ,

du rch die Dreh u n g des Elli p soids u m die x Ax e ver u rs acht wird -
.

Ist b a so ist go O Die Drehu n g eine s R o tatio nsellip so id s


,
.

u m seine S mm etr ie ax e hat kei n en E infl u ss au f die Be w e gu n g der


y
Flüs s i gkeit D aher h aben Dreh u n gen einer Ku gel u m eine b e
.

liebige A x e keinen Einfl u ss au f die B ew e gu ng der Flü s si gk eit .

Für sie ist d as all gem ein ste Ges ch windi gkeit sp otenti al
b s
123

90 2
+ w
y
Wi e n , Lhb hd
e r uc . Hy dro dy nami k .
98 III . St ömungen
r o hne Drehu ng der Flüssigkeitstheil chen .

Die Ring
C o o r dinaten konnen wir d az u benu tzen , die in sich
-

zu ru ckl au fend en Strö mu ngen zu besti m m en , die sich u m einen


cyl indr is c hen St ab u m seine Axe he ru m herst ellen konnen,
w ährend die Flüssi gkeit von au s s en du rch eine c ylind ris che Röhre ,
die aber m it d em S tab e ni c ht c onc entrisc h ist, einge s chlo s sen ist .

U m wieder u n s ere ge wo hnlichen Bezeichnu n gen fü r cylindr isc he


Anordnu ng beiz u beh alten setzen wir j etzt fü r m die V ari able ,
'

F ü r 8 s etzen w ir fü r j etzt wo n eine Co nst ante


'

a: zy .

bezei c hnet D a j etzt a: . eine F u n c tion von 1p 599 ist so ist ,

die C o ntinu itätsgle ichu ng erfüllt .

Die Linien 'I co nst die Stro m linien sind d ann die exc en

, ,

trischen Kreise die wir betracht e t h aben u nd ein beliebi ger von
, ,

ih nen k ann die R ö hr enwand d arstellen Ni m m t mp u m 2 az zu .


,

so gel angen wir wieder an den Au sgan gsp u nkt z u rück Die Linie .

(p 0 ist d as Stu ck der y Ax e d a s von der R o hr enw and u n d der -


,

Oberfl ache des St abe s begrenzt wird u nd der x Axe am nac hsten -

liegt D as selbe Stück entsp ri cht au ch d em W erthe mp


. 2 1t . .

An diese m Q u erschnitt andert sich al s o der Werth von ngp s p ru ng


weise u m 2 3 .

D er R adiu s des inneren St abe s k ann u nendli c h klein w erden ,

w enn 8 = 0 0 oder e = 0 al s o w= + 0 0 ist ‚ .

Mit Hü l fe der Rin g C o o r dinaten können wir au c h die B e -

we g ung der Flüs s i gkeit u m sehr dünne Rin ge m it krei s för m i gem
Q u ers c hnitt u nters u chen .

Wir setzen in Gleichu n g 6 8) Abschnitt I


q2
> = VI
erhal ten wir die D ifl erential gleichu ng
'

so

f =0

( 1 [( 2 n + 1 ) ( 2 n 3)
£ ä
( 2 n + 1 ) q3 3 0)

e —
s s >

..
,

u nd w enn p = 1 5
2
ist ,

”( l
dp

Di e s e Difl erentialgl eichu ng l a sst sich dur ch die G ans s sche hyp er
'

g eo m etris che R e ihe inte grir en E s is t n ac h G au ss s c he r B e z e ic h .


nu n g
10 0 III . S t öm
r u ngen o hne Drehu ng der Flü ssigk eitstheil chen .

D as Unendliche fiir 9 u nd 74 wird d argestellt du rch 8

u nd 2 ar Für diese W erthe wird


.

Ö gp Öz
“1

wenn n eine ganze Z ahl , lso sin


a mr 0 ist ,
an derers eits
952
b) .

also ist im Unendl ichen

Die hyp ergeo m etris che R eihe convergirt sol ange 1 8 1 ,


2

bleibt Wir setzen j etzt 8


. so fü r die Oberfl ache des Ringes Ist .

a d ie Ent fe rn u n g der Mittellinie von der S y m m e trie ax e so ist der ,

R adiu s des Q u erschnittes der R ingfl ache n ac h 6 5) Abschnitt I

An der Ringoberfl ache m u ss Ö —

0 sein . Wenn der R adiu s '


o
:

verschwindend kl ein ist so ist ,

R 20 80

versch windende W erthe von


Fu r d iv er gir en die hyp erge o m e
trischen Reihen Es ist aber .

a‚
r

Die rechtsstehend e c onvergirt fiir 1 , wenn die linksstehende


divergirt u nd z war ist
,

H (y l ) (l W “

— —
y

H (a —
1) H (ß —
l)

wo H( v) die Gamm afu nc tio n

H(v —
l) =

bezeichnet . In u nserm F all e r gieb t sich fiir versch windendes s

u nd n 1
Ein d u nner Ring in einer Flu ssigk eit ; Dis continu irliche Bew egu ngen .
10 1

Es ist d ann also fu r vers ch windendes 80

W
be

u nd da 0 sein soll

Ferner ist 2 u ‚R cos 2 ,


lso die t an genti ale Ge s chwin
a

d igk eit 2ul cos

Discontinu ir l iche B ewegu ngen .

W ahrend b e i den m eisten B e trac htu n gen u ber die Bew e gu ngen
der Flüssi gkeite n die Vorau s s etz u n g zu Gru nde gelegt wird d as s ,

die Ges ch windi gkeiten in der ganzen Flüssi gkeit s tetig sind be ,

tr ac hten wir nu n sol che Be we gu n gen bei denen an bestim m ten ,

Fl ä c hen die G e s ch windigkeiten u n steti ge W erthe anneh m en .

Sol c he Flä chen v erh alten si c h ganz wie freie Oberflä chen ; sie
m ü s sen au s Stro m linien gebildet w erden u nd der Dru ck m u ss an
ihnen beiders eit s c on s t ant sein .

Bisher ist e s nu r gelu n gen sol che Be w egu n gen u nter der
,

Vor au sset zu ng zu beh andeln d as s nu r Ge sch windi gkeiten p arallel


,

einer Ebene vorh anden sind Nehm en wir die s e al s die xy Ebene
.
-

u n d nennen ( d G e h w indi keits otenti al so i t n a ch S 8 8


p a s s c g p s ,
.

Nm w b
_
z
p
. ohy
_ 0
cm?
Öx 2

p const s
% —

3 3 6)

D ie D ifl e r e ntialgl eic hu ngen w erden integr ir t, w enn wir


'

W)
setzen .

Die Stro m lini en h aben die Glei chu ng xp c onst .

Die Gesch windigkeit k ann an ein er Lini e der cry -


Eb en e un

steti sein w n n fi i ie
g e
, r s
10 2 III . St öm
r u ngen o hne Drehu ng der Fl ü ssigk eitstheil chen .

c p const u nd const ist .

Die letzte Gleichu ng ist du rch die C o nstanz des Dru cks bedin gt .

Ferner ist

Wir konnen also in der U ns tetigk eitslinie au c h


3
setzen In den folgenden Betr ac htu ngen l assen wir der Einfach
.

heit h alber einen c o nstanten F ac tor der die Dim ension einer Ge ,

s chwin d igk e it hat fort , .

Wir setzen

d ( (F

im
+
.

z
b„ _ ba; ‚ ba;
z1 5
9
.

56 ö<p 6111

Ist nu n fü r einen c o ns tanten Werth von p


c die Fu nction
dtp) reell u nd 1, so ist hi er
ca;

ä)
2
+

es sind d ann also die gestellten Bedingu ngen erfu llt .

D as Gebiet von (p + z1p soll eine einwerthige F u nction d es


'

Gebiets x i y sein Verz wei gu n gen m üssen d aher dur ch Q u er


.

s chnitte in ein fach z u s am m enhängende Gebi ete verw andelt w erden .

Für diese Q u erschnitte m u ss tp c onst ant sein ; denn all e Grenzen


m u ssen du rch Stro m linien gebildet w erden Inn erh alb des Ge .

bietes soll x d i ü b r ll endlic h d st ti s i


'

y u n l
p e a u n u n e
g e n
z
go .
10 4 III . St ö m
r u ngen o hne Drehu ng d er Flü ssigk eits theilchen .

w = h$
"

k —
e + e

13 8 ist
ba:

k _ß
Ö (p

fü r An die s er Stelle wo

lo g k . k log k Ic ist —

kehrt die Linie u m u nd geht wieder zu r u ck inde m fü r oo ,

wieder x 00 wird .

Die weitere Be grenzu n g ist die Linie cc Wir h ab en .

hier fü r 00 n ac h 3 7 )
i [2 k ( sin 1p)]
'

c o s 1p
f
z

2 e

‘P
sin tp ‚ a: = c o s 1p 0
+ „

die Grosse C, er gieb t si ch d ar au s d ass die s e Linie si c h ,


an die
vorige fü r 1p .7z an s c hlie s s en m u s s Ebenso .

by
2k 2 “
e ? cos 1p, y
= 2 k tp sin 111 02
Öp i
.

Hier an s chlie s st si c h die Linie cp 0 . Fu r log ( 1 —


k) ist

x k "
P Cs
"

04 )

die O o nstanten 0 3 s i nd d u r c h den Ans c hlu ss an die vori ge


,

Linie zu be sti m m en So weit ist die Linie eine freie Gren z e ; für
.

lo g ( 1 k) ist —

x = k+ e —
l ] d$ c,

y 04 .

Die Glei chu n g

keine reellen W u r z eln . Es sc hreitet d aher a; von


oo bis z oo fü r 00 ohne Um kehr fort .
.
Fl ü ssigk et ra hl en .
10 5

u nd da 3: dy gleich einer Fu n c tion von dtp) sein mu ss ,

W

: : k2 ‘P 05

W

V 1 : 7
k + + Ce ,
wo 0 5 u nd n abh angig von
06 u u n d tp si nd .

Au s dieser Gleichu ng folgt bei c o ns tantem tp


dy _ V l —
k2

da; 10

Die freie Grenze bildet im U nend


lichen m it der Horizo nt alen einen
Winkel des Cosinu s k ist (F ig
, . .

Setzen wir k = 1 so ko m m en ,
W WW “

wir au f einen Strahl der p ar allel der


-
A m l ä u ft .

Ist k = 0 so ist ,

a: 531 6 1

arc tg
V 2 ( ‘P 1 const
-
e —
.

Die Vorzei chen u nd der Q u a drant d es ar c tg bes ti mm en


ein fac h sten in folgender Wei s e
A u s der Glei c h u ng
a ßd arc tg ( a bd)

1 tg a
2 tg2 iß

Nun ist tg a reell ,


tg dß rein i m agin ar ,
a lso ist
tg ( 1 tg iß)? ts __)
za

tg 1 tg dß ’
'

1— 2 a tgz t ß -
tg a
2 2

sind nu n a u nd b von derselben O rdnu ng u nendlich so m u ss d a , ,

tg dß nicht u nendli c h w erden k ann tg a u nendlich w erden u nd ,

l
von der Ordnu n g t u nendlich klein werden Es ist al s o
g a
.

bis au f versch windende Grossen ar c tg ( a + öd)


Also ist für —
cc

x + dy
7
5 const .

2
10 6 III . St ö m
r u ngen o hne Drehu ng der Flü ssigk eitstheil chen .

Wir w ahlen nu n die Const ante so ,


d ass fü r tp 7r
. u nd

2 wird
-
‘P
a: e .

D ann m u ss fü r tp 7;
‚ u nd 0 sein

w eil fü r

sein mu ss fü r az u n d p
t 0 .

D ann ist fü r
p
t J! u nd 0

y
F u r tp = 7r
.
, $
= O ist
a: 1 y 0 .

Diese feste W and geht v o n a: oo bis


a: 1

F u r tp az u nd p ositiv ist

Fu r $ = Jt , ist
75

y
= 1 —
lo g 2
2

H alt m an nu n 30 const ant u nd l a s st p


t von bis 0 geh en,
ist
I + V1 _ 8

m
"

2
fi ; w)
-

=
=d = d log 2
g

10 8 III . St ö m
r u ngen o hne Dr ehu ng d er Fl ü ssigk eitetheilchen .

D adu r c h Ans c hlu ss an den Au s gangsp u nkt errei cht Die


is t .

V erz weigu ngsp u nkte wo si c h die freie n an die festen Grenz en


,

anschliessen sind , 0 u nd :p 0 u nd tp ar also ,

= =
a:
g ‚ y 0

u nd a: 1 +

D er Strahl tritt also z wis c hen den Pu nkten


1:
u nd :r = l au s ,
2

wa hrend die u brigen Theile der J A X8 fe ste W and s ind ‘


-
.

Die freien Grenzen sind die Linien


von 0 bis o o

m= 0, von 0 bis oo

c
r e
_P ‘

,
"

V
Sie liegen also symm etris c h z u r y Axe -
.

F u r u nd y = cc hat der Str ahl die Breite


az Er zieht s i c h al s o von der Breite 2
. 1

au f die Breite 7z z u s am m en F
( g i . . .

Für ein weiteres Beisp iel s et z en wir


1
F W) 43)

Dies Gebiet soll du r c h die Linie der p o s itiven u nd w 0


b e gren z t sein Die V erz weigu ngsp u nk te s i nd tp O V$
. 1; ,

s ie lie e n also au f der Be renz u n slinie D r h Inte r tion fol t


g g g u c g a g .

2 p)
V arc sin
V$ p
'

V
'

a; zy + i l]) + z1 1 + i t .

Die feste W and lie gt z wischen


V$ = l u nd —
1 fu r ip = 0 .
Eine feste Wand in einem St ro m e .
10 9

lie gt au f der ger aden Stre cke


0, x 2 u nd .

l)
.

also die L ange 4 az .

F iir 1 be ginnt d ie freie Grenze . Fu r sie ist

Die freien Grenzen liegen symm etris c h zu r y Axe -


.

Da an den festen Grenzen F + z1p) reell ist so ist


'

ba: 1
Ö$
w enn 9 die Gesch windi gkeit bezeichnet . Der Dru ck ist
2
p C 0 .

An der freien
Grenze ist =
1 u nd der Dru c k const ant
v C„ .

00 ist der Dru ck in der m hend en Flüssigkeit Also ist .

p = 0,

A u f j edes Ele m ent da: der festen W and u bt lso die be we gte
a

F lu ssigk eit ge ge niiber der m hend en einen U eb er dru ck au s von


der Grösse
( 1 das .

Da nu n an der W and const ant ist so ist ,

1
0

Der U eb er dru c k ist al s o v


) d$ ‚
der ge s am mte also na ch 3 7)

1 d$ = sx .

Dieser Dru ck ist d em Q u adrate der Ge sch windi gkeit M an der


freien Grenze pro p ortion al .

Ist also die Län ge der festen Grenze L so ist der D r u ck , ,

den sie d u rch den Strahl erfährt wenn 3 die Di chti gkeit der ,

Flüssigkeit ist
1 10 Il l . St ö m r u ngen o hne Drehu ng der Fl ü ssigk eits theilche n .

D u rch diesen Au sdru ck wird die Kraft gem essen w elc he au f ,

die feste W and au sgeübt werden m u ss u m sie an ihrer Stelle zu ,

h alten Denkt m an sich andererseits am gan z en S y ste m die Ge


.

s ch w ind igk e it u in ent ge gen ge s et z ter Ri c htu ng er theilt so be we gt ,

s i c h e ine fe s te Pl atte in einer u nb e gren z ten Flü s si gkeit an den ,

D is c o ntinu itä ts flä c hen bei d ers eits ru hende Fl ü s si gkeit z u rü c k


l as s end Für u ne ndli c h gro s s e W e rthe von
. u nd wir d a: u nd y
u n e n d li c h u nd

Die Ges c h windi gkeit is t im Unendli chen fü r a: u nd im p ositiv


Une ndli c hen f ür 31 von ders elb en Grö s s e wie an der freien G renze .

Im F alle der b e w e gten Pl atte ru ht also dort d ie Flüs si gkeit Die .

Arbeit welche b ei d e r Be we gu n g d er P l att e gelei stet wird ist in


,
:
,

d e r Zeit e inheit
su 3 Ln
4 n

u nd wird d azu verbrau cht den hint e r der Pl atte si ch ver gro s s ern
,

den R au m m it bewe gter Fl ü s sigkeit z u füllen .

Die Vers u che die Ge st alt eine s au s einer kr eisfo rm igen O eff
,

nu n g au stretenden Str ahl e s m athe m ati s c h zu be s ti m m en sind ,

bi sher ni cht gel u n gen D age ge n k ann m an fü r die Veren geru n g d e s


.

Q u ers ch nitt e s die n ach den Entwi cklu n gen S 1 0 8 im V erhältnis s


, .

zen au fstelle n w enn m an die Dim ensionen der O effnu ng al s ver


,

s c h windend klein ge gen die d e s Ge fä s ses betr ac htet Sei d as .

G e s c h win di gkeits p otenti al c die vertik ale A u s fl u ssge s chwind igk eit
,

in der O e ffnu ng so erh alt m an eine n angenäherten Au s dru ck


,

ist ein Elem ent der O e fl nu ng r die Entfernu ng dieses Ele


'

8
(1
,

m entes von d em betr ac hteten P u nkte .

F u r P u nkte die in der O e ffnu ng lie ge n is t der D ifl er ential


'

, ,

u otient n ac h der Norm ale


q
1 12 III . St ömungen
r o hne Drehu ng d er Fl ü ssigk eitstheilchen .

u nd die Geschwindigkeit senkrecht zur Axe

'
d8
'

p
2 ein?

ist c in der g anzen O efl nu ng p ositiv w eil die Ges chwin


Nun ,

digk eit ü ber all denselben Werth hat .

Es ist also der absolu te Werth der Ge sc hwindi gkeit


grosser als

D as Do pp elintegr al ist die m ittlere Au sflu ss ge s c hwindigk eit in der


O effnu ng m u ltip icirt m t der Grösse der O effnu ng 13 3 ; also
l i 2 glei ch

d as V erhäl tnis s
des veren gerten Q u ers c hnittes zu r O efl nnng
'

wo a

bezei chnet Die Ges ch wind i gkeit V 2 gh im verengerten Q u er


.

schnitt wenn h die Höhe der W assersäu le bezei chnet fol gt bei
, ,

kleinen Gesch windigkeiten im Ge fäss au s der Erh altu n g d er ,

Energi e .

D as u ber den Boden des Ge fässes erstre c kte Integr al

(z%
b ’ 2
d
o e

ist also grosser al s


2

g R%
h z .

Nehm en wir den Strahl al s sehr du nn an so konnen wir von ,

der Wirku n g der Schwere au f ihn absehen In endlicher Ent .

fernu ng von der O effnu ng n ac h d em Inn ern des Ge fässes hin


können wir die Beschleu ni gu n g vern a chlä s si gen .

In ein em Q u erschnitt d e s veren gerten Strahles ist die Be


s chl e u nigu ng in der Zeit einh eit gleich d er hind u r chstr ö m end en
W as s erm as se m u ltip lic ir t m it der erreichten G e s c h windigkeit al so ,

_
_
"

V 2t V
' ’

8 2 o7z S 2 gh,
'

3 . s

wenn 6 die Gro ss e de s Q u ers c hnittes die Hohe der u b er


"

u nd h
ihr stehenden Wassersäu le be z eichnen .
Ob ere Grenz e fü r die Zus am m enz iehu ng des St ra hl s .
1 13

Die s e Beschleu ni gu n g wird hervorgeru fen du rc h die au f die


W asserm asse wirkenden bes chleu nigenden Krä fte näm lich den ,

au f die O e f
fnu ng wirkenden hy drost atis c hen Dru c k s S gh wo 8 die ,

Grösse der O e finu ng bezeichnet Wir neh m en an d as s der


'

.
,

Abst and d e s betr achteten Q u erschnittes klei n ist ge gen die Höhe
der W ass ers au l e Die z w eite Kraft ist der Dru c k den die Ge
.
,

fas sw and au f die W a sserm asse au sü bt Wir h aben also .

(if)
2
zghs
'
= ghs + »

wo die Inte gr ation u ber den festen Boden des Gefässe s zu er


stre c ken ist .

Die erste N aheru ng fu r die Z u s amm enziehu n g des Strahles


er gie b t
.
S

g > +

Nun h aben wir ab e r ge fu nden Gleich u n g

nu n 7 2
3 S ist so h abe n
, wir
2

a
S 7

oder da 0: 1 sein m u ss

an

Um eine obere Grenze fü r a zu ge winnen ,


e ntwi ckeln wir

23
1
n a c h Potenzen von u nd erh alten
5
3
2e+ 2
R
2 0 + 1
d0 = 2 9I0 a0
a 9

3 r
au + 1
( 2 a 0 2 1, ao do ’

1ist .

B e tr ac hten wir nu n die Reihe bis zu eine m b estim m ten W erthe


'

vo n a a so h ab en wir
,

W i n L h b h d Hy d dy n m ik
e , e r uc . ro a .
1 14 III . St ö m
r u ngen o ne h Drehu ng der Flfissigk eitstheil chen
'
.

Ö o =o ‚ 2o + 8 o = a>

Q[ aü a
9 a =a‚ + 1

Da nu n R ist so ist der a bsolu te Werth von


2 kleiner als

Am R ande der O efl nu ng ist die Geschwindigkeit gen au so


'

gross w i
,
e am R ande des Str ahls w eil der D ru ck const ant sein ,

m u ss al s o
,

Es ist al s o

ist die du rch die O efl nu ng F l u s sigk eit


'

Nun str o m end e

' '
2
OQ dQ 23 R a0

Dieselbe Men ge str o m t du rch den Q u erschnitt des verengerten


Strahls
V
'

S 2 gh
also ist
a

Nun ist
1 16 III
. S t öm r u ngen o hne Drehu ng der Fl ü ssigk eits theil chen .

so ist
'
K
sm am z cos am z
.

A am t

cos ?
um $
= 1 —
sin " am A am
2
1 —
k 2
sin 2 am
$ ,

a lso fü r die sen S p e c ialwerth von tp , wenn wir sin am $


= x setzen ,

oq z 2
( 1 k 2
+ (1 ) (
2 l Ic x
2 2
)

+
)
x ) —
x —
,
a, . + Ö (p k ( 1 + kx ) 2
2

N ach Gleichu ng 3 6 a) ist also fü r den Werth


K
2

d er D r u ck const ant Die s e Stro m linie k ann eine freie Oberfl ache
.

d arstellen .

Wir h aben dem n ach wenn wir im 1 set z en ,

x + c
'

= a s in am d
x x

l o g [Aam dtp) k cos am

überzeu gt si ch lei cht von der Ri chti gkeit der Inte gration
M an ,

w enn m an d as Inte gral differ enz ir t u nd die Form eln

d sm am m x
dx
cos am A a m x,

dd am mx
s m am x d am
x,

dx

d4 0 mmx
k_
2
m s am
x cos am
dx

b e ru ck sichtigt .

Umdie Be w e gu n g der F lu ssigk eit die du rch diese Bezieh u ng ,

d argestellt wird besser zu ü bersehen setz en wir


, ,

6 r i = d am k c o s am

oder bei An wendu n g des Addition stheorem s


d am
$ A am ii
y

k co s am $ c o s am
°
wi
1 Ic2 in
s
2 am sin am 1pz
2
C o nform e Ab bil du ng du rch el liptische Functionen .
1 17

k sin am $ sin am 1pi


{ A am $ d am tpi —
lc c os am $ cos am uni
}
1 —
. k ein am
2 2 m ein am
2 m wi

Hierau s folgt

k sin am
2 2 ein a m
2
wi

r k ein am $ sin am 1pi


a

Betrachten wir 6 mid al s recht winklige C o o rdinaten so ist ,

z u n achst für 0 u nd 2 K w o K d as ellip tis che Inte gral ,

erster G attu ng z wis chen d en Grenz en 0 u nd in Bez u g au f den ‘

Modu l k bedeu tet sin am 0 also z ,


O Hierdu rch wird also , .

die p ositive G Axe d argestellt 6 k ann niem al s ne gati v werden


-
.
,

sol an ge 11 p ositiv u nd reell u nd


1 1 bleibt D a näm li c h sin am w i .

eine rein i m agin are Grösse ist können wir für sie is setzen u nd ,

erh alten

Der Nenner von 6 ist stets p ositi v Ferner ist A am . u nd A am tpz


'

stets p ositiv au sserde m d a k p os itiv reell u nd


, , , 1 ist so ist
,

V ä V VT T 75 V 2

L
zi
'

1 -
k 2

2
1 — 2
un d +
2 2
k + s
2
k 2
,

sod a s s also d as erste Glied des Z ählers im m er grosser a ls d as


z weite ist Für 1 0 ist j e n achde m
. 0 oder ,
-

2 K ist ,

0 = A am tpi + k c os am zpi .

Die C u rven ap const sch neiden also die o Axe in z wei P u nkten -

6 , u nd o, D as . Produ ct dieser beiden Abstände


= A2 am t pi —
I
c
2
cos amn pi =l —
Ic2

ist u n abh an gi g von also fü r alle C u r ven von der s elben Grosse .

Geht m an vo m P u nkte 0 au s so erhält m an eine C u rve fü r , ,

die 1: p ositiv bleibt bis den Werth 2 K errei cht von da ab wird ,

sin am negativ u nd au ch r negativ bis fü r wieder der


Au s gangsp u nk t errei cht ist Wir erhalten }so eine geschlossene .

C u rve die g anz au f der Seite der p ositiven 0 lie gt D a


, .

1—
A ist so schneidet die C u rve w elch e du rch 0
c
2
, 0 geht die , ,

o Axe z u m z weiten M al im Unendlichen


-
.
1 18 III . St öm
r u ngen o hne Drehu ng der Flü ssigk eitstheil chen .

w
'
Fu r iK w erden die ellip ti schen
'
i) iK und 2K
F unctionen u n en dlich .

w)
'
S etz en wir i itp, ) iK u nd be rücksichtigen ,

i A am a
c os am a ( + 2 K + Ic sin am a ’

A am —
z —
a

so ergiebt s ich
0 + n _ cos am

sin am
(0
($

P l
' t i
i
d ($am

sin am ( $

zyl i)
p )
a tyl i)
— —
l

Nun ist b ek anntlich


1+ k 2
3 1 + l4 k2
+h‘

1
( m am a — 1 “
2 4

k? k2 (4 + k2)
AW “ 1 a
2 4
1

L ass en wir u nd gegen Nu ll c onver ir en,


g so ist

N u n war

9; 0 t i =e
D ar au s folgt

Da die C u rven tp const alle au f der Seite der p ositiven 0


lie gen , so be findet sich der Pol 0 0 , r 0 des R adiu sv ector

vector ein en Uml au f au f der C u rv e m ach en , so


geht arc tg
% u nd
12 0 I11 . St ö m
r u nge n o hne Drehu ng der Flussigk eitstheilchen .

a lso fü r tp, 0

i ein am :p, i

ein a/m
2 7
91
( c o s am Aam

A am <p‚ co s am tp ‚

sin a m r
p,

Hier ist stets Nu ll dage gen r en dlich


o , .

F ü r flp, 11 ents p rechen d aher endlichen W e rthen von (p,


"

endli che W erthe von r u nd 0 O .

Elim inir en wir au s der Gleich u n gen so erh alten wir


2
20

Wir h aben lso einen Krei s der den u nendli c h grossen R adiu s
a ,

5
1
hat u nd dessen M ittelp u nkt im Abst and
1
v o m P u nk te o = 0 ‚

t 0 au f der o Axe lie gt -


.

Dieser Kreis ent sp richt dem Stu ck von 0 bis 4K ,

der Linie :p, K der (mp Ebene während de m selben Stü c k der
,
-
,

Linie die geschlo s sene C u rve ent sp ri cht an w elcher in ,

der x y Ebene der D ru c k c onst ant ist


-
.

In der rz y Ebene ist diese letztere eben falls eine ges chlossen e
-

C u rve w ährend d em u nendli ch gro s s en Kr ei s e z wei gerade Linien


,

n a
ent sp re c hen m it den Glei c h u ngen y 2K
da 00 die au sser ’

sten W e rthe sind die tg errei c ht , .

Die s e ä u ss eren geraden Be gren zu ngslinien sind al s feste W ande


z u de nken .

Die W erthe w el c he d ie Ges c hwindi gkeit der F lu ssigk eit do rt


,

hat u n t ers u c hen wir in fol ge nder Weise


, .

In der N ähe des W erthe s o r 0 war g p ap, 0 u nd


n ach 58)
Aeussere Begrenzu ng d er Flü ssigk eit .

Die Geschwindigk eiten werden l o


a s m it u nd tp
, Nu ll . In
der Nähe des W erthes :p, 0 w ar n ach 6 0)

— 3 10

Au ch hier nab ern sich die Geschwindi gkeiten mit abnehm enden
p
g, u n d p,
a d em W e r the N u ll .

Alle u nendlich grosse n W erthe von 9: werden nu n wie wir ,

g esehen h aben d,u rch die U m geb u n g dieser P u nkte d argestellt .

Im Unendli c hen ru ht also die Flüssigkeit .

Ferner ist n ach 54) für endliche W erthe von gp u nd


m w.)
'
i ( K

der N ahe von p,


a 0
ba:
_ a co s am a
p .i d a m 1p‚i

Ö q> Ic sin am

by a co s am r
pA am r
p
_ S in am wli
.

°
Ö qa k sin a m (p
2

Fu r 0 ist de m n ach
ba: 1
ögp 10 ein dm p
(‚

u nd d aher
Ö <p
sm am gp by

An den im Endlichen li egenden fe sten W anden str o mt die


F lu s sigk e it m it der Ge s ch windi gkeit sin am gp also an beiden ,

in entge gengesetzter Richtung .

Die Form der C arven fiir die freie Gren z e b angt vo m d em


Mo du l k der ellip tischen F u nctio nen ab .

S etzen wir den zu diesen C u r ven geho renden Werth 2


in die Glei c hu ngen 58) ein so erh alten wir ,

y ar ctg sin am

Verschieb en wir den Nu llpu nkt um die Strecke —

2log k
12 2 III . St öm
r u ngen ohne Drehu ng der Flus sigk eitstheil chen .

in der Richtu ng der -


Am , so e rh alten wir ,
w enn wir ] / k sin am
setzen

\/ 1 + x3

y
=i
% arc tg x .

D u rch E limi n ation von x ergiebt s ich

Hierau s geht z u n a chst he rvor d a ss die C ur ve s ymm etrisch zur


,

x Axe li egt w eil die Abstände 3; au f der p o sitiven u nd neg ativen


-
,

Seite gleich gross sind .

Für x = 0 ist y ==0

Dies sind die gr ossten u n d kleinsten W erthe von a: .

Für sin am gp 1 ist x W ,

1 k
= a 2
a
: l og -—
lo g ( l —
k) ,
2k 1 + h 2 ic

y arc tg
V75 .

Dies sind die Grenz w erthe von y .

Da

V
l + x2

=
% l og ( l —
k)

ist so liegt die Cu rve symm etrisch


,
zu r L inie

In Fi gu r 7 u nd 8 sind
beiden C u rven co nstanten Dru cksdi e ,

di e d em Modu l ku nd k entsp rechen gezeichnet F iir , .

d en Gr enzw erth k 1 wird der eine Werth von 9: imm er u nend


lich gross d er andere bleibt endlich u nd z war
,
.

az =
% log 2
12 4 III
. St ö m
r u ngen o hne Drehu ng der Flüs sigk eitstheilchen .

Herrscht in der innern ru henden F lu s sigk eit der Dru c k


80 mu ss
k
P0
I
= Po 8

2
2 0

sein H aben wir z B eine Geschwindigkeit an d er U nstetigk eits


. . .

m
fia che von 2 0 so wu rde w enn wir die Dichtigkeit der L u ft ,

im Verglei c h zu m W asser glei c h p ) g anneh m en bei eine m Dru ck v


-
,

po 7 6 0 m m Q u e c ksilber

H sein
'

p 0 mm g .

M an s ieht hier au s d ass au c h bei st arken Winden die A e nd e


,

ru ngen des B aro m eterst andes d u r c h rein d n am is c he Wirk u nge n


y
geri ng s ind .

Au ch der innere R au m ist w enn wir u nsere F u nctio nen in ,

ihn hinein fortge s etzt denken von einer bestim m ten F lü ssigk eits ,

bew egu n g erfüllt In diesem F alle könnte die Flü s si gkeit im


.

äu ssern Rau m ru hen Wir h aben d ann die Variab eln ap von
.

0 bis gehen z u l a ssen .

Ist 11) 0 so h aben wir n ach 5 6)


,

t = 0‚ G = A am g
p

k c o s am gp .

Aende rt sich gp von 0 bis 4 K s o du rc hl au ft der ents p re c hend e ,

Pu nkt in der O r Ebene die S tre cke von 1


-
: bis 1
A Ic au f der
o A x e hin u n d z u rü c k
-
In d er cry Ebene ents p ri c ht dies der
.
-

Strecke z wischen den P u nkten


_ .

Z
_ lo
g( 1 —
k) u nd x lo g ( 1 k) .

Diese Stre cke k ann also die Schnittlinie einer festen W and m it

der x y Eben e sein die die Breite log ii i hat



,
.

Für 11) 0 is t

a s in am w ,

In der N ahe von Q) 0, w= 0 ist


St ö m
r u ngen u m feste Wände ; Literatu r .
12 5

w w
by

2 1

VW + w) ?

Do rt ,
wo die den s c h arfe n R and der W and z u
F lu ssigkeit
u mfl ies s en h at wird die r e su ltir e nd e Ges c h windi gkeit u nendli ch
, .

Die Stro m linien schm i egen sich der festen W and beiderseits an
u nd die Gesch windi keit ist an j ede m P u nkte der W and an beiden
g
Seiten von glei c her Grösse u nd entge genge setzter Richtu n g .

In den Figu r en ist die feste W and im innern R au m ein ge


zeichn et .

D ass die Be we gu ngsgleichu n gen der F lu ssigkeiten sich wesent


lich verein fac hen w enn die Ge s c h windigkeiten p artielle A ble itu n
,

gen ein er F u nction sind war schon E u ler u nd L agrange bek annt
,
.

Die älteren M athe m atiker h aben d aher hy drodyn am ische Proble m e


fast nur u nter dieser Vor au ssetz u n g beh andelt Thatsä chlich .

komm t diesen Be wegu ngen eine besondere Bedeu tu ng inso fern z u ,

als sie diej enigen sind die au s s chlie s sli ch du rch conserv ative
,

Kr afte h ervorgeru fen werden können Sie sp ielen d aher in d er .

N atu r eine bede u tende Rolle sol ange von ni c ht c ons ervativ e n ,

Vorgängen wie Reib u ng u nd Wärm eleitu ng abgeseh en w erden


, ,

kann .

Die Bew e gu ng einer Ku gel in einer Flü ssigkeit ist z u erst von
Dirichlet beh andelt (Berl M onatsb er die eines Ellip soi d s
. .

von C l ebs ch (C r ell e Bd 52 u nd ,


.

Die B ewe gu ng bestim m ter Form en des Ringes in einer F l u s sig


keit ist von Hi c ks (Phil Tr ans 1 88 1 ) u nd D y son (Phil Tr ans 1 89 3 )
. . . .

b eh andelt .

F iir die disc ontinu irliche n Be w e gu ngen ist d as erste Beisp iel
von Helm holtz ge geben ( Ges A bb I S Die oben gegebe
. .
,
.

nen drei Beis p iele rühren von Kir chho f f her ( Ges A bb S 4 2 0 . .
, .

u nd Mech anik 2 2 Die Methode fü r die Z u s amm en ,

zieh u n g eine s au sfliessend en cylind risc hen Str ahles obere u nd


u ntere G re nz werth e abz u leiten is t von F Kötter ent wi c k e lt (Arc h
, . .

d Math 11 Phys [2 ] Bd
. . . . .

Die Verw endu n g der Kirchho fi s c hen Betr ac htu ngen u b er "

den D ru c k den ein Fl ü ssi gk eit s s trahl au f eine fe ste W and au s


,

übt au f d en Wider st and den ein m it c o nstanter G es chwin d ig


, ,

keit be w e gter Körp er du rc h Bildu ng von U ns te tigk eitsfl ac he n


,
12 6 III . St ö m
r u ngen o ne h Drehu ng der Fl ussigk eitstheil chen .

in der F lm sigkeit erfährt ruhrt von Lord Rayleigh her (Phil


,
.

M ag Dez . .

E ine weitere B earbeitu ng des Proble m s der festen W an d


hat B obyl efl geg eb en ( Wied B eibl VI S Er u nters u cht
'

. .
, .

den D ru ck den ein F lü s sigkeits str ahl au f eine feste W an d au s


übt die von zwei gleich gros sen Eb enen die u nter einem Wink el
, ,

z u s amm enstos s en geb ildet wird , .

W ährend d as Ergebniss der Th eori e d ass bei c ontinu ir licher ,

Bewe gung der Flüssigkeit ein Kö rp er in einer reibu ngslo s en


Flüssigkeit überh au p t keinen Widerst and erfährt in s chro fl em
'

Widersp ru ch m it der Erfahru ng steht scheint die Ann ahm e d a s s , ,

ein solcher Widerst and du rch Bildu ng von U nstetigk eitsfl achen
hervorgerufen wird di esen Mangel an U ebereinstim mu ng erheb
,

lich zu verringern ( Vgl die Exp e rim ente von Vince P hil Tran s
. .
,
.

act . 17 9 8 u n d die Bere c hnu n g von Lord R ayl eigh a a , . .

Eine Methode die Flüssi gkeitsstrahlen ohne Anwendu ng der


,

F u nc tione n co m p lexer Vari ab eln zu beh andeln r ü hr t von Pl anck ,

her (Wied Ann 2 1 S 4 9 9. . doch ist es bisher nicht ge


, .
,

lu ng en d adu rch zur Ableitun g neu er Fäll e von S tr ahlbildu ng zu


,

gel angen .
12 8 IV Die Bew egu ng
. eines fes ten Kö rpe rs in eine r Fl üssigk eit

nglich kein e Dreh u n g vorh and en so tr itt do c h bei der


Ist anfä ,

Vorwärtsb ewegnng d es Kö rp e r s im all ge m ein en e ine Dreh u ng ein .

W äh r end dt rü c kt d er Kö rp e r u m die S tre c k e « dt m it w d t , ,

vor Der Z u wachs d en d as Be we gu ngsm o m e nt d er Dreh u n g u m


.
,

die r Ax e p erfährt ist 11d


:

n n dt ,
'
.

Besitzt der Körp e r s chon D rehu ngsbe we gu ng so dreh en si c h ,

die Ax en des C o o rd inate nsy ste m s m it u nd e s tritt eine entsp re


c hen d e A end eru ng der Be w e gu n gs m o m ent e ein .

Die Rich tu n g d er :r Axe n ac h Abl au f von d t bildet m it d e r -

ur s p r ünglichen Richt u ng der y u nd x Axe Wink e l d e ren C o sin u s -


,

die Wet the h aben


m it u nd t .

Die A end eru ng d e s B ewegu ngs m o m ents u hierd u rch ist


Dr ä t 10 9 dt

Diej eni ge d es Mo m ents b ist


q d
r t 129 dt

Nennen wir X Y Z 53 , , , , S R, 91 die C o m p o nente n d er äu sser e n


Kr afte , d ie die Mo m ente 11 ,
D, m p q
, , , r z u v er gro s s e r n streb e n ,

so ist

Dr —
q + X, = wb —
v m+ qr —
tq + ß

2)

1l r + Y, fi —
u m —
wu + rp —

p + 9
r i ,

fj

uq —
DP + Z‚ —
vu

u v + vq —
QP + S
R .

Wirk e n keine äu ss eren K r afte so erh alt ,


m an e ine Los u ng
die s e r Di ffer enti al gl ei c hu ngen w enn m an s et zt ,

p
= q
= r = 0 u nd

d ann fol gt au s d en G lei c hu n gen 1) u nd d ass u v w c o n st ant sind , ,


.

Wir neh m en au s s er d e m m it d em Körp er verb u ndenen Coor


d inatensy stem no c h ein z weite s im R au m e feste s an : d as der , ,

:l
'

„ %1 °
Ist s dx dy dz die M as s e ein e s Theils d es ganzen Sy stem s so
' ' '

is t n ac h d em Ham ilto n s c he n Pri nci p all ge m ein ’


Anw end u ng des Hamilto n schen Princips ’
.
12 9

t1

’ ' da: , dy , dx
dx dy dx dx, dy , + ,
(F —
L ) dt, 3 )
dt d
‘n to

wo L die lebendige K raft F die p otentielle E n er gie bezeichnet


,
.

Verschwinden die V ar i ationen dx„ dy„ fü r t = t(, u nd t = i„


s o erh ä lt m an die übliche Form des Princip s Wir können die .

V ari ationen zur Zeit t„ beliebi g vors chreiben dur ch die V ari a ,

tionen die wir d em festen Körp er au fle gen sind aber die V ari a
, ,

tionen der F lu ssigk eit zu r Zeit t m itbestim m t u nd nicht m ehr ver


fü gb ar D a aber ein Ges c hwin di gkeit sp otenti al existir en soll so ist
.
,

a lso die linke Seite von 3 ) wi rd bei p a rtieller Integr ation


Ö$ Ö q)

da: , — — —
dy ,
ba}?

CJD|
.

3 57
” “

b„

N u n ist

wenn die Fl ü ssigkeit ni c ht zu sam m endruc kb ar ist u nd an der ,

Ob erfläche verschwind et die V ari ation norm al zu r Oberfl ac he


dx, cos m :, _ cos
öy , ng, dx, cos m ,

w eil die Oberfl ache vorgeschriebene Ge st alt hat also ist au ch die ,

linke S eite der Gleichu ng 3 ) gleich Nu ll .

Die lebendige Kr aft des festen Körp ers ist eine ho m ogene
F u n c tion z w eiten Gr ades von u v w p q r m it c o nstanten C o effi , , , , ,

c ie nt en N u n is t die lebendi ge Kr aft der Flüssi gkeit


.

ei ne F u nction von derselb en Art .

Wi n L h rb h d Hyd dyn mik


e , e uc . ro a .
13 0 IV Die Bewegu ng
. eines festen Kö rpers in einer Flü ssigk eit .

E s ist also die gesam m te l eb endige Kraft eine ho m ogene


F u ncti on z weiten Gr ades vo n u v w q r Sind nu n p q r , , , , .
, ,

Nul l u nd betr achtet m an u v zu als rechtwinklige C o or dinaten , ,

eines P u nkt es so ist die Gleichu ng


,

L con st
die Gleichu ng eines Ellip soids L asst m an die C o o rdinataxen in .

di e Hau p taxen a b 0 fallen u nd eb enso die Mittelp u nkte über


, ,

einstim m en so ist ,

2 2 ?
2L au bv wie ,

“ = au , D = bv , m= c w .

In diese m u nd nur in diese m F alle verschwinden wenn nur ,

u von Nu ll verschieden ist b u nd m Es verschwinden d ann , .

3 3 Z
3
,
2 i
, so d,a ss also der Kor er keine Dreh u n g erfäh
p r t D as .

selbe gil t wenn n , u r 1) oder w von Nu ll verschieden ist .

In j e d e m fe s t e n K o r p e r l ä s s t s i c h e i n d r e i a x i g e s
E l l i p s o i d c o n s t r u i r e n d e s s e n A x e n d i e a u s g e z e i c h n e te
,

E i g e n s c h a ft h a b e n d a s s d e r Kö r p e r i n i h r e r R i c ht u n g
,

o h n e D r e h u n g d u r c h d i e F l ü s s i g k e i t fo r t s c h r e i t e n k a nn .

Die lebendige Kraft ist n ach d em Vorau s gehenden von fol


gender Form
2 L = a„ a z
2
+ ,zu
a v 2
+ „a u w + 2 a„ up 2
+ u,
e u q + 2 c
u, u r

2
+ a„ 11 2
+ 23
a vw + 2 a, 4 Dp + 2 uzb

vg + 2 a2 6 vr

2
“3 3 w + 2 a, „ wp + 2 a„ 2
+ ss
a W
2 2
+ “
44 P + 055 9 + “6 6 2
+ „ p q + 2 a4 6 1’ 7 + 2 0 5 6
a '

Die Z ahl der O onstanten a beträgt 21 .

Hierau s folgt
öL
fl = a
l 4p + alsq + aie r

ÖL
43 ) f2 = 0 2 4p + a25 9 + 26
0 7 4 b)

ÖL

Losen diese Gleichu n gen in Bez u g au f u v w au f indem


wir , , ,

wir 11, n, m als neu e U nbe kannte einführen so erh al ten wir ,
13 2 IV Die Be
. wegu ng eines feste n Kö rpers in einer Flü ssigkeit .

Hiern ach ist also

Wir w ollen zu r A bku rzu ng diese Gleichu ngen schreiben


Das Der » Da1 D2 1 °

Wenn wir j etzt 11, b , m , p , q, r al s u nab hangige V ar i able be


trachten so ist ,

bG öL bu bL bv bL bw bL
a + +
bp ß s. bjß äz$ bp

wo ä der D ifl er entialqu otient n ach


I

'

p von L, al s Fu nction von


b p
u ,
v, w, q betr a chtet
,
r ,
s ein soll .

Es ist also n ach 1)


bG bu bv bw

Bezeichnen wir die Determ in anten


“ “ “1 6
11 12

Die Gleich u ngen 7 ) sind a ber m it Rü cksicht au f 6 ) gl eic hbe d eu


tend m it den folgende n
Speciel l e Formen der leb endigen Kraft .
13 3

b b G b ae
_ -
q =
6111 b b?

i
bz
t
) E

p) bif bq )
Q

Die Grossen
b_
G
_ —
v.
bG
q.
bG

sind hiern ach gleich den p artiellen D ifl erentialqu otienten einer


'

F u n c tion F z u setzen Und z war ist


.

1
55 ( 11
D “
2
D3 3 m) 2

1
( 12
D ll b D1 3 Il l!) D2 3 Dil!)
E

Der Au sdru c k F verschwindet identisch ,


wenn die Gro s sen
“1 6 !
“2 6 !
“3 6

verschwinden was in einer


, b e s o nd ern Eigensch aft des K o rp er s
be gründet ist .

Ebenso ergiebt sich


bL bL bu bL br bL bw
bu bu bu + ö?

bu + bw bu

bu b_
v bw
“ — _ m bu
h1
b bu

“1 3 “2 3

a1 a1
2 3
öL 1
a‘ “3 3
bu D 22

“ “
23 33

Al s o ist
%2 %a fi
bL 1
5
“2
2 “ 3
2 f2
“ 3 “
2 33 Ä
z

Diese Di fferenz ist frei von 11 ,


D, w . Mit R u c k sicht au f die Glei
chu ngen 4 b) u nd 6 a) konnen wir au c h s c hre iben
IV Die Bewegung eines festen Kö rpers in einer Flü ssigk eit
'

13 4 . .

bL _D P + D„
— —
D„
- —

D Q +
.

D
u nd ebens o
” _w _
_7ÖL

D1 2
P + 77 9 +
D2 2
p

ÖL D1 3 0 33
J
BS S

Set z en wir in F a nstatt der Variab eln u, b , m die Var iab eln
p, q ,r ein , 80 ist

bu bp ’
bo
_b ’
bw br
1 1)
q

Betrachten wir L als Fu ncti o n der V ariab el n u , b, m, p q


, ,

so h aben wir n ach den Gleichu ngen 4 a) u nd 4 b)


“1 “ 3 “1 “1 5 “1 6
2 1 4


22

=
“2 a
u

24

“ 5
2

“ 6
2

Nun ist
bL bL bu öL bv öL bw az bp
. bq öL of

_“ b bu bv b_
1
q
_ bp bq br

l o n ach
a s 12 )

bL
Ebenso ist 1)

55
u . s . w .

Hierau s u nd au s den Gleichu ngen 2 ) folgt fü r den F all d ass


,

keine äu ssern Kräfte wirken


Ö_
L dp I_
9_‘
b
br dt bw

dq bL
3

I I
13 6 IV Die Bew egu ng
. eines festen Kö rpers in einer Flü ssigk eit .

Bezeichnen wir die Cosin u s der Winkel w el che die Axen ,

des im Körp er festen C o o r dinatensy stem s der a: y x m it den , ,

Axen d es im R au m e festen Sy stem s :r„ y„ bilden n ach folgen ,

d e m Sche m a

Die du rch die x A xe u nd x, A xe gele gte Ebene steht senk


- -

re c ht au f der A xe der Dreh u n g w elche den Winkel a 1 verändert ,


.

Also lie gt d iese D rehu ngs axe in der y x Ebene D er Winkel a, -


.

w ird d aher du rc h die Dreh u n gen r q u m die y u nd u m d ie x A xe ,


-

verändert N ac h der Z u s amm enset zu ng von Dreh u n ge n (vgl S 4)


. . .

erh alten wir die Gleichu n gen


(1
72 7 73 9

d
T3 P
_ 71 7
°

d
31 9 —
3 217 71 9 72 19

72 ” y„ w .

dt

Z wischen d e n a ß 7 beste hen se chs Glei c hu n gen n ach 3 ) Ab


, ,

s ch n I
. Die obi gen z u s am m en m it 2 ) achtzehn Gleichu n gen h aben
.
'

also z w o l f von ein ander u n abhän gige Inte gr ale von denen wir ,

drei bereit s kennen Se chs weitere Integr ale ergiebt die Bedin
.

u ng d a ss die C o m p o n e n t e n der Be w e g g
u n s m o m ent e n a ch d e m
g ,

im R au m e festen C o or d inatensy stem n ach d em S atz vo m Sch wer


p u nkt nicht
,
von der Zeit a bhän gen dür f e n w enn keine Krä fte ,

wirken Bezeichnen wir m it a ß 7 die C o o rd inaten des An fangs


.
, ,

p u nkte s der x y x in Be
,
z
,
u g au f d a s S y ste m z
u „ y„ z „ u n d be
r ü c k s ic h tigen d ass ein Theil des M o m ents der D r ehu ngsb ew e gu ng
,

von den Mo m enten d er forts chreiten d en Bew egu n g ver anl as st


Se hs
c w eitere Integrale ; U m form u ng der Gleichu ngen .
13 7

w ird ,
wenn die An fan gs p u nkte der C o o r dinatensy stem e ni c ht zu

s am m enfall en, so erh alten wir fol gende Glei chu ngen



-
k CJu —
A7

' '

wo A, B , C , A,B sind Die Glieder By 08 u s w
C O o nstanten . . . .

s ind die Beiträ e der fortschreitenden Be we u n den Mo m enten


g g g zu

der D rehu ngsb ewegu ng in Bez u g au f d as C o ordinatensystem


x„ y „ z , Du rch p assende Bestim mu ng der L age der x Axe lässt
.
-

sich erreichen d ass die O onstanten A B vers ch winden Mu ltipli


, , .

cirt m an d ann die ersten drei Gleich u n en der Reihe n ach erstens
g
m it a . B„ y„ d ann m it a „ 82 7 2 endlich mit a‚„ 83 73 u nd addirt
, , , ,

sie j edes m al so erhält m an n achein ander


,

Die neu n Winkel deren Cosin u s wir m it den a ß 7 bezeichnet


, , ,

h aben k ann m an du rch die Pol arwinkel ersetzen die sich du rch
, ,

die Gleichu n gen bestimm en


7,
= co s x sin 6 72 = sin ö sin x 73
= co s ß
at:, cos 6 sin 6 83 sin 6 sin 6 73 cos 9 .

sind hier
u nd die geogr
d hische L nge enn ein l die
'

x ap a w m a ,
'
x d ann die x Axe als Er daxe an gesehen wird während 0 die
-
,

geo graphische Breite ist .

Es sind dann nach den Gleichu ngen 3 ) u nd 4 ) Abschnitt I


co s 6 cos x cos
-
6 sin
d s in x
sin 6 + c o s d sin x


ö co s x c o s


cos d sin x c o s sin d cos x
d

82 —
s in d sin x c o s 6 —
c os cos x .

Wir h aben also

co s 2 6 1 73
13 8 IV Die Bew egung
. eines festen Kö rpers in einer Flü ssigk eit .

Andererseits ist n ach 18)

“83 :
(B1 ? 3 2 117) “t 9 “2 P)

au sserdem n ach 23 ) u nd 23 a )
71
= ß3 a2 _8 a
2 3 2

8
3 a 1 ‚

Hier au s fol gt
dä 7.p 72 9
dt 71 73
u nd n ach 22)

2 4)

Denken wir u ns zu a u nd 8 p assende O onstanten hinz u ge fü gt ,

könn en wir erreichen d ass A B versch winden


' '
so , .
,

Die beiden ersten der Gl eich u ngen 2 1) geben


1
(1 1 13
9

ß ä ( a. p+ az a +

wahrend wir fü r 7 au s 1 9) erh alten


d

1
6 (“ ll UÜ
'

Wenn also u v 10 p q r als F u nctio nen der Zeit bek annt


, , , , ,

sind so sind d am it n ach


, 2 6 ) 7 d 6 a ß 7 al s , , , , ,

F u n c tio nen der Zeit besti m m t u nd d am it d as Proble m erledi gt .

D a wir neu n Inte gr ale der Gleichu ngen 1 3 ) ge fu nden h ab en so sin d ,

z u r vollständi gen Integr ation nu r n och drei Glei c h u n gen er forderlich .

Gehen wir z u n ächst zu den Inte gralgleich u ngen 15) u nd 1 7 a)


z u ru ck u nd setzen

11
2
t) 2
m 2 =
Const = J 2
.

up Dq mr Const JJ1 .

F u r st ation ä re Be w e gu n gen verschwinden die linken Seiten


der Gleich u ngen d arau s ergiebt sich
r b = ql0 u s w wh v!0 + r q = 0
'

gt
— —
. . .

oder w enn it eine belieb ige Const ante bezeichnet


p
= l ll q
= l b T = Ä
,m ‚ .
1 40 IV Die Bewegu ng
. eines festen Kö rpers in einer Flü ssigk eit.

M! d b

H %
M! äH _ 1111 d p a bl! d qa
{ s bp a dt + b q a dt

dp
Nun s e t llt 2 P.. Arb eitsleistu ng der Kr äfte P
lt
a die .
.

wahrend d t d ar , um w elche die En ergie des S y ste m s z u ni mm t ,

also ist die Energi e


E = H _ E Qa
b
_H °
öqa

Setzen wir die äu sseren Kräfte gleich Nu ll so ,


w ird die Be
w e gu ngsgl eichu ng du rc h V ari ation des Integr al s

ge w onnen .

Schreiben wir

_ dp a ÖH
H
( qa
a

u nd verl angen d ass 1 , werde u nd d ass fü r


645 to u nd t'
die öp vers chwinden betrachten ferner p u n d q al s u n abhängi ge
, .
, „

V ari able so ergiebt die V ari ation n ach dem P aram eter p
, .

Ög ddp a Ö H
t
( --

Öp a + dt Ö Qa

intr egirt m an d as z weite Glied p artiell u nd b eru ck sic htigt d ass ,

fü r t =

u nd die «S,. 0 sind u nd d as s q 5 ; is t
, so . ,

Öp a dt (190

es ergiebt sich also d asselbe Res u lt at wie au s der Ham ilto n schen ,

F orm .V ariirt m an n ach q s o erhält m an „ ,


M inim alsatz fü r nicht statio nä re Bew egu ngen .
14 1

dp a
u ndd am it q .
dt
Au s dies e r Form erh alt m an also s am m tliche Gleich u ngen
des Proble m s Wir konnen P, die Gest alt geben
.
(

dt
{ E

Wenden diese Gleichu n g au f u nseren F all an so h aben


wir ,

wir E = L die resu ltirend en Be we gu ngs m o m ente sind J u nd J 1


,

u nd wir nennen die C o o r dinaten in deren Ri chtu n g sie wirken , ,

B u nd B, .D ann ist

die Fu nction deren erste Vari ation bei der thatsachlichen Be


,

w e gu ng verschwindet .

Wir w ollen u ns im Folgen d en au f die Betrachtu ng der ein


fachste n Beis p iele bei denen sich die m athe m atischen Ergebnisse
,

noch verhä ltnis sm assig ein fach übersehen l assen beschränken ,


.

Die C o mp o nenten der Gesch windi gkeit n ach d en Axen x y x , ,

b e i der gerade vorh ande nen L age de s C o o r dinatensystem s sind


b e k anntlich
u + zq —
sr

v + xr —
zp

w + yp —
xq .

Es ist a lso , wenn dm ein Massen elem ent des K o rp er s be


zeichnet
dm
[
( + a
z g

WV +

(
u
2
+ v
2
+ w 2
) + 2 ( vr wg 2 (wp ur dm g
;
14 2 IV Die Bew egung
. eines festen Kö rpers in einer Flüssigk eit .

Wenn nu n die M ass enve rtheilu ng des K o rp ers sym m etrisch


zu r xy Ebene ist so ents p richt j edem Massenelem ent in der Ent
-
,

fernu ng ein gleiches in der Entfernu ng x Es fallen also die .

Glieder fort die u nter d em Integralzeichen 23 enth alten also die


, ,

Glieder
“Q ”P , 97 1

Findet noch au ss erdem S ymm etrie zu r ano -


Ebene statt , so ver
schwinden die Glieder
wp ur )
7
9 1 P?

E s ist d ann die lebendige Kraft des festen K orp ers


2
2L “2 2 “s aw
? “4 4 P
2
“5 5 9 “11 o
2 0 3 5 wq

Wir setzen d as Gesch windigkeits p otenti al der Flu ssigk eit

+ ww. + p w. + q v>. + r we ‚

d ann sind an der Oberfl ac he des K o rp er s n ach 2 9) 0 0 8 9205

Ö
u . s . w .
,
£ y cos n z cos ng u . s . w .
,
un d in Folge der Glei
chu ng 4 ) Abschnitt III

den Pu nkt x u nd
An 95 h aben d ann bei der S m m etrie u m
y

%
bw b bw bw bw b
d1 e any Ebene Öä b -

bn g l e 1 c

he u nd
M "
‚ entgegen

5 ;

g esetzte W er th e D ar au s fol g t dieselbe


. Ei gens c h aft fu r die w .

M an sieht d ar au s d a ss diese lben a verschwinden wie bei der


, ,

lebendi gen Kr aft des fe sten Körp ers Jedes w genu gt der Glei .

chu n g Aw 0 .

Ist der Korp er ein R o tatio nsk orp er so m u ss die lebendige ,

Kr aft u nge and efl bleiben wenn wir fü r 1) schreiben w fü r q


,

,

schreiben r u nd 1) fü r w g fü r r

Dies ist gleichbedeu tend ,
.

m it einer Drehu ng des C o o r d inatensy stem s um einen rechten


Winkel u m die x Axe Also ist die ge sam m te lebendi ge K raft :
-
.

1
2 4 “1 1 “
2
“2 2 w )

“ 4 17
4
2

55 (9
2
7
2
) 3 2)
14 4 IV Die Bewegu ng
. eines festen Kö rpers in einer Fl üssigk eit .

u nd die Gesch windigkeit des Anfangspu nktes der C o o r dinate n


d
=u
$ cos 0 —
v s 1n 9 ‚

A dß A A
cos 2
an
sm
an ) s1 n fl cos 9,
1

119

dt
(5 cos am st .

Au s 3 3 ) u nd der letzten Gleichu ng er giebt si c h


%
'
an ?l z 022 s Et 6 (
e t)

£ A k2 As
'

ic 6 (e t)
t + const . 3 7)

Hier bedeu ten E u nd K die vollständi gen elliptischen Inte


gr ale z w eiter u nd erster G attu ng u nd 6 die von J acobi d efinirte
Reihe
6 ( )
u = 1 —
2q co s
% + 2q
4
c os 2q 9
cos
ä
l

ferner ist

d0
q
= 6
dq)

V l —
( l —
k sin

) w

Fur die O onstanten ergeben sich folgende Gleich u ngen n ach 3 4)



21 “ 28
W
a, a

fa

: "

Setzt m an t = o , so ist n ach 3 3) v =%


i ‚ n =0 ,
n ach 3 5)
also cos 9 0 u nd de m n ach sin 9 1

A =
Endlich ergiebt sich
C O S am S t ,

a rcsin A am et .

Wir konnen au ch schreiben

D a Ic p ositiv u nd reell u nd kleiner al s Eins sein m u ss , so folgt


hierau s d ass 28 sem
2
, a 2
2
a„ u nd a
„ a
„ )
mu ss .
Drehend e Sc hw ingu ngen d es R otationsk ö rpers .
14 5

Die F u nction A am et sch wankt z wischen den W erthen 1


n

2
u nd —
rcsin V1 k hin u nd her Je kleiner k ist u m so
a — 2
.
,

kleiner sind die drehenden Schwin gu n gen die der Körper bei ,

s einer Fortbe w e gu n g au s führt N ach 3 6 ) u nd 3 8) m acht d er .

Korp er in derselben Periode hin u nd hergehende Be we gu ngen


in der Richtu n g der y Axe d abei sind seine grössten Entfernu n
'
-
,

von der x A x e n ach beiden Seiten gleich gross


'

g e n -
.

Die Gesch windi gkeit des K o rp ers in der Richtu n g x setzt sich
'

n ach 3 7 ) z u s amm en au s einer c o nstanten Gesch windigkeit u nd einer


p erio d ischen die i
,
n derselben Periode w ie die andern die G es c hwin

digk e it b ald z u b ald abneh m en lässt w oz u noch Sch win gu n gen ,

höherer Periode u n d kleiner werdender Am p litu de ents p rechend


den Gliedern der Reihe 6 (et) hinz u ko mm en .

Wir set z en z weitens


u = ü sin emz e t , v = £8 c o s am s t , r = @ Aam e t =

D ann er gieb t sich

a 8 6 113 2
( a
„ a
„ ) 9DB .

Hier findet sich fü r a

ferner

Hier m u ss an a
„ , ( a
„ i )
a . 02
2
53 2
115 5 o.u sein .

Weiter ist
1

11 ) a ß d am et
8 2 4 10 2

= 93 9 9
Aam e t
“2 2 55

112

Wi e n ,
Lhb hd
e r uc . Hy d dy
ro namik
14 6 IV Die Bewegu ng
. eines feste n Kö rpe rs in einer Flü ssigk eit .

f2

Da —
stets p ositiv
@ Aam stbleibt so a ndert die D r ehu ng s ,

ges ch windi gkeit nie m als ihre Ri chtu ng Der Korp er m ac ht also .

vollst ändige Um drehu ngen in d erselben D r ehu ngsrichtu ng Th at .

sächlich wird au ch der Dreh u ngs winkel m it u nendli c h wach


sender Zeit u nendli c h gross .

Wirken au f den Körp er Kr ä fte so l assen si ch die Di fferen ,

tialgl eichu ngen nu r in den ein fachsten F ä llen integrir en Wirken .

dieselben Krä fte au f Körp er u nd Flüssigkeit so ist z u bem erken , ,

d ass in d em ein fach zu sam m enhangend en R au m keine B ewe gu n


g e n der Flüssigkeit u nter d e m Einfl u s s c o n s erv ativ er Kr ä fte e in

treten können wenn der R au m d en der Körp er einnim m t von


, , ,

Flüssi gkeit erfu llt ware Die Kr ä fte die au f die au ssere F lu ssig
.
,

keit wirken u nd diej eni gen die au f die Flüssigkeit wirken die
, ,

die Stelle des Körp ers einni m m t h alten sich also im Glei c h ,

g e w icht .D a her w erden die G e s am m t k r ä fte die au f d a s g a nz e ,

S y stem wirken si ch z u s am m ensetzen au s d en Kräften die au f


, ,

den Körp er wirken u nd den ne gativ geno mm enen Kr aften d ie ,

au f die vo m Ko rp er verdrängte Flüssigkeit w irken würden D es .

h alb fällt z B der Einfl u ss der S ch w ere fort w enn der Körp er
. .
,

dieselbe Dichtigkeit wie die Flüssi gkeit besitzt .

Neh m en wir an d ass nu r in der Ri chtu ng 2; eine c onstant e


,

Kr aft wirkt so ergiebt die erste der Glei ch u n gen


, w en n wir
vor au ssetzen d ass keine D reh u n g u nd keine Bewegu n g senkre c ht
,

zu r Kr aftwirk u ng vorh anden ist ,

p
= 0 q
= 0 v = 0 w = 0
d bL
'
=X
dt öä

bL
C O IIS t .

D a in dies e m F alle 2L e„ u ist so h aben


2
, w ir

a„ u Xt const .

Die Co nst ante a„ hangt von der Form d e s K o rp ers ab Wu rd e .

keine Kraft wirken so wu rde der Ko rp er m it c o nstanter Ge


,

s chwin digk eit d u rch die Flüssi gkeit forts c hreiten Ist die äu sser e .

Kr aft von besti m m t vorges chriebener Grösse so h ängt die Gröss e ,

du
die Beschleu ni gu ng des K o rp er s von der O o nstanten a„ also , ,

von s einer Gest alt ab Es wir d von Inter ess e sein , di es en Eia
.
14 8 IV Die Be w egu ng
. eines feste n Kö rpers in einer Flü ssigk eit .

a lso a„ u n endlich In di e s em F alle ist a u nendlich kl ein ; wir


.

h aben es al s o m it ein er u n endl ic h du nnen Sch eib e zu thu n die ,

in d er Ri c htu n g ihrer Norm al e forts chreit et U m hi e r e ndli che .

Beschl eu ni gu n gen z u ertheilen m u s s die Kr aft X n ach 4 1) u nend ,

li c h gro s s s ein Denk e n wir u ns a u n endli ch kl ein d age gen 0


.
,

al s o a „ = %
a
e ndlich s o is t in e rs ter N ah A s cfl
'

eru ng 2
'

J!
-

,
c

die be schl eu ni gende Kraft m u s s d er dritt en Potenz d e s R adiu s


p pro ortion al w ac h s en w enn d ie Scheib e di e s e lbe
, B e s chle u ni g g
u n

e rh alt en soll M an erhält hierdu rch au ch ein M aass fiir den


.

Wi d erst an d d en ein e Flü s sigkeit der Bew e gu n g eine s fe sten


,

Körp ers entge gen s etz t d er ab er ein e ganz an d er e B edeu tu n g hat


, ,

w ie d er Wider s t and d u r c h Bild u n g von U ns tetigk e its fia c hen


' '

( 8 .S e it e

Set z en wir d age gen in d er z w eit e n Glei c hu n g a u nendli ch


g ros s s,o i st

A 0 ,
a„

Hi e r ist c u nendlich kl ein u nd d e m n ac h h aben wir hi er ein en


s ehr l an gen d u nne n St ab d er in d er Richt u n g seiner A x e fort
,

schreitet Hier ist die Beschleu ni gu n g dieselbe al s ob die


.
,

Flü s si gkeit ni c ht vorh anden w äre .

Denken wir u ns j etzt die Be s chle u ni gu n g an st att in der Rich


tu n g a: in d er Richtu ng y wirken D ann h aben wir anst att a„ .

d ie Con st ante an an s t att u die Ge s ch windi gkeit


,
einz u führen .

Ferner ist
(19 2
0 99 2 = v c o s ny
,
2 —
B ’ ,

V
}
E2 a 2
2
B 0 ar c tg

d Sy cos ny cos ng
Widerstand d . Flu ssigk eit ge g d Beschl eu nigu ng einer
. . S c heibe 11 . eines St ab es .
14 9

w enn a: 9 cos 9 y , 9 sin 9 gesetzt w ird ,

2
ist

ac ,

so fol gt
2L -
=m v 2 4 —
"3
ac

4 71 3
m “ “

ä 2 B

S et z en wir hier 0 an
: so wird B = u nd a2 2 ,
m Wenn . .

die fl ache S c h eibe in der Richtu n g ihres R adiu s bewe gt wird ist ,

die Bes chl eu ni gu n g dieselbe al s ob keine Flüssi gkeit vorh an d en ware


,
.

Set z e 1i wir a ec
,
s o wird ‚

B = l ,
= m +

D ie Bes c hleu ni gu n g die ein d u nner St ab von einer c o nstanten


,

äu sseren Kr aft erfährt wenn er senkre cht zu seiner Axe du rch


,

die Flüssi gkeit bewegt wird ist p ro p ortion al seinem Vol u m en ,

u nd von den Di m ensionen u n abhän gi g sol ange d as Vol u m e n c o n


s t ant geh alten wird ; sie ist dieselbe al s w enn d e r Korp er sich ,

im leeren R au m be we gte u nd seine Dichti gkeit u m die Dichti g


keit s der Flüssigkeit verm ehrt ware .

S etzen wir c al
n u nd difl e r enz ir e n die Gleich u n gen n a ch
'

u nter der Bedin gu ng d ass con st ant bleibe so erh alten wir
, ,

9
IV Die Bew egu ng eines festen Kö rpers in einer Fl iismgk eit
'

1 50 . .

N u n ist
ba„ Su n bA l bag , B an bB 1
ba 3 ba (2 —
A) ” ba 3 ba ( 2 —
B) 2

h
32
a
Es verschwind et al so u nd
iÖ gleichzeiti g m it ist ne

gativ u nendlich w enn n ,


a
3
a ,
0 w ird d as Ell i p s o id also in
,

eine Ku gel ü bergeht u nd zw ar ist d ann

( 0

3 a .

Hier andern sich also die W erthe von A u nd B schnell Der Werth .

d e s Widerst andes ge gen die Be s chleu ni gu ng ändert sich als o


s chnell w enn die Fo rm des Ellip soids sich der Ku gel nähert
, ,

u nd l angs am in der N ahe des W erthe s 0 .

Die Be we gu ng z weier Ku geln in einer F lu ssigk eit deren ,

Radi en klein im Vergleich zu m Abst and sind lässt sich d u rch ,

s u cce s sive Annäheru n g besti m m en .

D as Gesch windi gkeits p otenti al s etzen wir z u n a chst au s


z w ei Theilen z u s am m en von denen j eder die Bew e gu n g der Flüssig
,

keit besti mm t wenn nu r die eine der beiden Ku geln vorhand en


,

wäre .

D ann ist
91
9

die erste N aheru ng .

Die z w eite A nnaheru ng erhalten wir wenn wir

setzen u nd vors chreiben d ass ,


an der ersten Ku gelfl ache
b b(p l

t:
_
+ Ö

u nd an der z weiten

Die dritte A nnaheru ng wir d n ach d e m s elben Prin cip


'

$3 $3 $3
wo an der ersten K u gelfiä c he .
15 2 IV Die Bew egu ng eines festen Kör pers in einer Fl ü ssigk eit

'

Wir konnen d ann p


r
2 n ac h An alo gie von 4 8) bil de n u nd er

h alte n
l 1 l
Ö ’ —
n Ö’ , , Ö 2 —
r. Ö
u + 0
" f
+ w _ n

b1 3 by bx bzbi ba:

1
oz an

by b z . by 2

Der Werth von g) 2 wird erh alte n wenn die Grossen welch e , ,

einm al ge strich e lt sind m it denen vert au scht werden die z weim al


, ,

g est r ichelt sind u n d u m gekehrt .

Die lebendi ge Kraft der F lu ssigk eit ergiebt si c h du rch fol


g ende Betr a cht un g Wenn
. j ede K u ge l nu r allein d a w ä r e so ,

würde die lebendi ge Kr aft im Zeitele m ent dt d u rch B e s c hl eu ni


'

g g
u n j e der K u gel v e rm ehrt u m die gel e istete Arb e it näm lich n ach ,

nitt III % 5f
c
1 7 ) Absch cd t w enn 0 die r e su ltir end e G e schwin
3
7rs R .

d igk e it ist also is t die lebendi ge Kr aft fü r di e Gesch windi gk eit


,
c

m
u nd ebenso fü r die z weite Ku gel .

Die z w eite Nähe ru n g in wel c her die ge gen s eiti ge Einwirk ung
,

d e r Ku geln vorko m m t erhält m an am e in fa ch sten au s d em W erth


,

der lebendi ge n Kraft

N un ist an d er Oberfl ache j eder Ku gel


u m s nx + v o o s ny + w co s n

Die p artielle n Ableit u ngen n ac h x y x konnen d u rch die , ,

n egativ ge no m m enen n ac h a y x be z iehe ntli ch cc 3;


f ers etzt ,
'

,
'

.
"

w erden .
Einw irk u ng z w eie r Ku gel n au f einander .
1 53

W enn der Abs t and Ku geln gross ist im Verglei ch zu ihren


d er
R a dien so k ann
, m an den Abst and der beid e n Mittel pu nkt e

ein fu hren .

Nun ist an der Oberfl ache


y

y
'

R
'

c o s ny ,

z = —
R
'
co s nz .

Entwickeln Wl l ‘

n ach de m Tayl o r

sc hen S atz ,
so h aben wir

1
Ö
* *
g
'
bx

1
n (l
u M
.
,
'
bx by
' co s m:

1
_
_1
1
(1 n a
u U
’ —

z + w 0 0 8 ng

1
a
u '
bt bx
'

ba by
' ' c o s am

Au s den Rel ation en

11 . S . W.

fol gt lei cht d ass u nt e r d er Vorau sset zu n g d ass die R ad ien der
, ,

Ku geln klein gegen d en Abst an d sind an d er Ob e rfl ä ch e d er ersten ,

K u gel (p , klein ge gen kl ein gegen (p 2 d agegen


'

u nd ,

u nd von dersel ben Gro s s eno r dnu ng sin d Berü c k sichti gen wir .

nu r Glieder erster u nd z weiter Or d n u n g w odu rch d ie ge gens e iti ge ,

B e einflu s su ng der Ku geln in er st er N äheru n g b er u c k sic htigt wird ,

so h aben wir fü r die Oberfl ä che d er er st en Ku gel


u
'

co s u m c o s ny w c o s ne )
1 54 IV Die Be wegu ng
. eines festen Kö rpers in einer Flü ssigk eit .

1 1 1
a
' "
3RR $
u bw" bx by
' ' w bw bx
' ' 0 0 8 na:

1 an } .

b
l
a_
_
a n a a
w 00 8
Öy 0;
’ ' '
Öy
0
Ö y Ö flß 2

1 1 1
b _ 2
ö _ 2
H ä
' '
3R 3 a n
u '
bx baz
'
Ö C os mc .

Bildet m an nu n d as Int egr al

uber beide Ku gelfl ac hen u nd fu hrt P o larc o o rd inaten ein so sieht ,

m an d as s nu r d ie Glied er nicht vers c h win d en die die Q u adra te


, ,

der R ichtu ngsc o sinu s enth alten u nd es er giebt sich fü r die le ben ,

di ge Kraft der Flüssigkeit


L = s 7l. w
r
2
) (
u
n
2
+ w
n
2
)
1
1
_
_ Ö z _
_
z

b
' " " '
B 3
R R v w ) by
'
z
'

52 5 2 1
bx b l '

(‚a l

Der A u sdru ck vereinfacht sich we s entlich wenn die Ku geln ,

nu r in d e r Richtu n ihrer Verbin d n linien si h be w egen Ist


g u gs c .

diese Richtu ng die x A xe so sind nu r u u nd a von Nu ll ver


-
,
' "

schieden D ann ist


.

L = 3 7( _ 3
2 —
2u u 54 )

Bewe gen sich beide Ku geln in ders elben Richtu ng senkrecht


z ur Verbin du ngslinie so ist ,
IV Die Bewegu ng
. eines festen Kö rpers in einer Fl ü ssigk eit
.

Bei der c o nstanten Ge s chwindigkeit sind die scheinb a r e n


Kräfte die die b eiden Ku geln au f ein ander au süben nu r d a n n
, ,
"

lei h ent n e et t enn


'

g c u nd g g g
e e s z w u u A ,
u s d em V o r z e i .

ch en fü r di e s e Kräfte fol gt d as s die Ku geln sich s cheinb ar ab


,

stossen .

B e i d er p erio dis c hen Be w egu n g sind die Kr ä fte i m m er glei c h ,

"

entge gen gesetzt Sol ange u u nd u gleiches Vorz ei c h e n


'

u nd .

h aben sto s sen sich d ie Ku geln scheinb ar ab bei entgege nge s etz
, ,

te m ziehen s ie sich an .

Be wegen sich die Ku geln senkrecht zu r Verbindu n gslini e s o ,

ist n ach 55) u nd 56 )


X

3 8 1 1»

die Ku geln ziehen sich also scheinb ar an Bei p eriodis c her B e .

w e gu ng ziehen s ie s i ch an so l an ge ihr e Ge s c h win di gkeiten glei c h


,

g eri c ht e t sind u nd s to sse n sich ab w enn s ie ent e en


g g g eset z t e s ,

Vorz eichen h aben .

Ist u = u v w w so ist Sy m m etrie


'

in Bez u g au f d ie y Ebene vorh anden D an n k ann diese Eb en e


sr -
.

d u r c h e ine fe s te W and e r s et zt we rd en .

We nn eine Ku gel in d er N ah e ei ner fe sten W and p ar all e l


z u d i e s e r fällt s o w ird sie von der W and m it einer Kr aft
,

2

3 s 7r u
.

s c he inb ar ange zo gen Hi er bed eu ten d ann u die Gesch windi gk e it


.

der K u gel R ihr R ad iu s u nd a die do p p elt e Ent fernu n g von d e r


,

W and .

Be w egu ng fester Körp er in m ehr fach zu sam m enhängend en


R äu m en, d ie m it i nco mp r essib ler F l ü ssigk eit gefü l lt sind .

Wenn d ie Korp er in d er Fl ü s si gkeit m ehrfac h z u s am m en


h an gen so sind au ch die m it der inc o m pr es siblen Flü ssigkeit er
,

füllt e n Räu m e m ehrfa ch zu s am m enh ängen d Die Bewe gu n g der .

Flü s si gke it ist d ann du rch die B e we gu n g der festen Körp er nicht
voll st än di g b e sti m m t S ie wird e s e rst w enn m an du rc h Q u er
.
,

sch nitt e d ie R äu m e in e in fa c h z u s am m e nhang end e ver w an d e lt u nd


Das Ham il to n sche Princip b e i vield eu tigem Geschw indigk eits po tential 1 5 7

.

d ie Unsteti gkeit vors chreibt die d as G e s ch windi gkeit sp otenti al an


,

d e n Q u erschnitte n e rfahren soll Die Anwen du ng d es Ham ilton


.

s c h en P r in0 1 p s au f s ol c h e Be w e gu n gen d ar f d aher nicht nu r die

Be w e gu n g der fe sten Körp er b erück si chti gen s on d ern mu s s au ch ,

d ie von d e n fe sten Körp ern u n abhän gi ge Be wegu n g der F lu s sig


k e it in d ie z u v ariir end e F u nction au fnehm en W ir bilden die .

V ari ation d er Grosse

2 2 w 2
“ + v +
L dt s dtdx dy d
2

m it der Vors c hri ft d ass die An fang s u nd Endl age d er Korp er


,

z u r Z eit t = t u n d t = t ebenso w ie t u nd t selb s t c on s t ant


() „ o ' ,

g eh a lten w erden Wir erh alten d ann b ei der V ari ation


.

dd l ddx
=
s L dl s dx dy dx u — —

ät + v —

ä ;

+ w — —

dt

D u rch p rti elle Inte gr ation


a e r gieb t sich
ti

3 6 L dt s das dy dx (
a dz v dy w dx)

dx dy d dx

= *
t 8 '

bx d ” ss avi

D u rch Einsetzen di e ser Grossen l asst si c h die p artielle Inte


gr a tio n der einzelnen Glie d er n ach a: y au s führen u nd w ir er , ,

h alten

3 6 L dt 3 da: dy dx ( u dn: v dx w dx)

t
[ d S p öl 0 0 8 nl .
1 58 IV Die Bew egu ng
. eines festen Kö rpers in einer Fl ü ssigk eit
.

ist die n ach au ssen gerichtete No rm ale u nd öl die vi rtu ell e


11

Verschieb u ng der Flü s sigkeitstheilchen an der Oberfläche Die .

Integr ation ist über alle Grenzfl ächen der Flü s sigkeit also über ,

die Oberflächen säm mtlicher Körp er au sz u dehnen Der Au sdru ck .

cos nm

ist d er D ru ck den die Flü ssi gkeit au f die festen Korp er au su b t


, .

Er ist gleich u nd entge gen gesetzt d em Dru ck den die festen ,

Körp er au f die F lu ssigk eit au süben Au s diese m G lie de l assen .

sich also die Kr ä fte w elche die Körp er au süben in der üblichen
, ,

Weise herleiten M an sieht aber d ass diese Kräfte im A llge


.
,

m einen nicht d u rch die V ari ation der lebendigen Kr aft erh alten
werden sol ang e d as Glied
,

dx dy da: ( u dn: dy
v w öx)
] ‘0

nicht ve rs ch windet Es gehen d ann die V ortheile die die An wen


.

d u ng des Ham ilton s chen Prin cip s m it sich brin gt verloren Wenn

, .

m an nu n au ch die Vors chri ft m acht d ass die An fan gsl age für ,

die Körp er so wohl wie fü r die Flüssigkeit nicht v ariirt wird so ,

zei gt d as eben betr achtete Gli e d an d ass du rch die weitere Vor ,

s c hrift der C onstanz der Endl age der festen Körp er die Endl age
der F lü ssigkeitstheilchen im Allgem einen variirt Wenn kein Ge .

s ch windigk eitsp o tential vorh anden ist so vers c h w indet d a s Glied ,

niem als .

Ist ein Geschwindi gkeits p otenti al vorh anden so wird es ,

b b b
der: dy dx dcv + öy + —

b d
tl

8 d B 619) 0 0 8 711
]
Is t d a sGeschwindi gkeits p otenti al m ehrdeu tig so ist es an ,

be sti mm ten Flächen (wel che den R au m in einen ein fach z u s ammen ,

hän genden verwandeln) u nsteti g D ann m u ss die Int egrati o n.

über die K o rp erob erfiä chen u nd diese Qu ers chnitte au sgedehnt


werden D u rch die Vor s chri ft d ass An fangs u nd Endl age nicht
.
,
1 60 IV Die Bew egu ng
. eines fes te n Kö rpers in einer Flü ssigk eit .

Stro m von all en übri gen au s ge fü hrt wird so sind die , C o m p o n e nte n
die s er
r dS V i„ W) Y = dS ( ii
-
W ix U )

Z = dS ( z„ U
'

'
' '
i x 511 (x 5)
9
S

' ' '


, i m (z x ) zx (x c
c )
S

'

(
x (y y )

die C o m p o nente n der Kr äft e au f einen M agnetp ol von der St arke


Ein s s ind Die Inte grationen bezieh en sich au f gestrichelte Gröss en
. .

Setzen wir nu n all gem ein


’ ’ '

da dy dx ,

' ' '


daz dy dx ,

' ’ ’

da: dy dx ,

soist ch den S atz en der P otentialtheo rie in


na ga nz n alog e r
a

Weise ,
wie bei den Betr ac ht u n gen S 58 .

u = AA v
,
= AB w = AC ,
'

bA bB bC
bw + b

Set z en w ir

so ist
Vergl eich m it el ek tro dy nam ischen Kräften .
16 1

Setzt m an in d ie vorigen Gleichu ngen die Au sdru cke fu r


b_
1 1

A, B , C ein , b eru ck sichtigt , d ass —

;
6
C ,
u . s . w . ist so er
,

giebt sich d u rch p a rtielle Inte gr ation ,


w enn u b er all
g
;
bw bu bu _
_ bv
83

bw bw ’
by

L = ( ‚
w
'
c o s ny v,
'

cos mo) ,

'

( f u co s —
w, c o s nw )

cos nw
'

v, u f c o s ny )

Es ist al s o
' ' '

[(y y )( v

c o s nw u ‚ c o s ny )
I I

(
x w) (u, 0 0 8 nw c o s nw

u . s . w .

Al s o ist
4 7
. m = U , 4 7rv
.
= V, 4 ww =W .

Fliessen di e g alv ani sc hen S tr o m s in einer u nendlich du nnen


Schi c ht an der Oberflä che der Rin ge so ist an der äu sseren ,

Ob e r fl äche
4 7m l
.

V 4 7w .

W 4 x w‚

u nd der inneren n ach b ek annten elektrodyn am ischen Gesetzen


an

U V W 0 S u chen wir die elektrodyn am is chen Krä fte die


: :
.
,

au f e in Ele m ent d S ein wirken so neh m en diese Krä fte von innen ,

n a c h au ssen von 0 bis zu den W erthen 4 7m „ 4 7w „ 4 ww ‚ . .

zu U m die G e s am m tkr aft zu finden h aben wir d aher die Mitt el


.
,

w e r the 2 7m „ 2 yw „ 2 x w , einz u setz en


. .

W enn si ch die Ringe b ewe gen so sind fü r u „ v„ w l die rel a ,

tive n G esch windigkeiten ein zu set z en Die C o mp onenten der Ge .

s c hw in d igk eiten eines besti m m ten P u nktes der R ingo b erfiache


sei e n a ß 7 D ann sind die C o m p o nenten der elektro dy nam ischen
, , .

W i n L h b h d Hy d dy n mik
e , e r uc .
11 ro a .
1 62 IV Die Bew egu ng
. eines feste n Kö rpers in einer Flüssigk eit.

Kraft wenn wir 11


,
J l iy Jm i Ja setzen (wo nun in d en
3 , , ; ,

1 in 6 4 ) au ch die rel ativen Gesch windigk eiten einz u setzen sin d ;


I m n sind die R ichtu ngsc o sinu s) :
, ,

X = 2 1 J d3 [m (w1 —

7)

n ( v
l

ß)l ‚
Y= 2d 8 [n ( u l a) l (w1 y)]
Z = 2 Jt J dS [l ( v, ß) —
m ( a,

Die Geschwindigk eit norm al zu r Oberfl ache m u ss Nul l sein .

D aher ist
( ,
u a ) cos nw 8) cos ng ( 1
10
7) cos n x O 7 4 ) .

Es ist d aher wenn m an den We rth von J bildet


, ,

Setzen wir X 2 Y 2 Z )
R 2
, so wird n ach 7 3 ) m it B e
ru c k sic htigu ng der G leichu ng 1 2
m 2
n
2
1

In den Gleich u ngen 63 ) h aben wir au ch anst att u„ v„ w1


zu setzen
“1

01 —

13 , wi _ 7;
m u lti p lizieren wir die d ann entstehenden Gleichu n gen m it u,

ß ,
w1 7 u nd a ddieren so ergiebt sich ,

i; (
u‚ —
a )
Die der Oberfläche steht also n ach 7 4 ) senkr echt
S tro m nng an

au f der Norm ale u n d n ach 7 6 ) senkrecht z u den fingirten elek

trischen S tro m en P arallel den letzteren d arf an der Oberfläch e


.

keine Strö mu ng st att fin d en weil diese Stro ml inien nicht du rc h ,

den Q u erschnitt gehen würden an d em die P o tentialfu nctio n u n ,

stetig ist .

Es ist also au ch
(ui

a ) l + ( v
i

ß) m + ( i
w

Also bleibt
IV Die Be w egung
. eines festen Kö rpers in einer Fl ü ssigk eit .

ge m e in e r u ng Ham ilto n s chen Prin z ip s


so d ass e s au ch die
de s

,

F älle eins chliess t wo d ie Flü s si gkeit m ehrfac h zu s am m enh ä ngende


,

R au m e erfüllt ist von C Neu m ann ge geb en (Hy drodyn am is c h e


,
.

Unters u c hu n gen Leip zi g ,

Eine ahnliche M o dific atio n ru hrt von C L arm or her (Pro c . .

Lond M ath S o c 1 5. . .
,

W eitere Unt ers u c h u n gen sind von J P u rser (Phil M ag . . .

Nov . B as set ( Hy drodyn am ics C am brid ge 1 8 88 c ap V III ,


.
,

L am b Hy drodyn am i c s C am brid ge 1 89 5 c ap VI) an gestellt


, , . .

Die M inim als ätz e 2 7 a) u nd 2 8) u nd die Zerle gu n g d er leben


di gen Kr aft hat H Minko wski ab gel eitet ( Ueb er die Bew e gu n g .

eines fe st en Körp ers in einer Flüs si gk eit ; B e rl B er 2 5 Oct . . . .

D ie Int e gr atio n d e r all gem e in en dyn am i s c hen Gl ei c hu n ge n is t


fu r einen Rot atio n skörp e r voll s tändig von Kir c hho ff du r c h ge füh r t
( a . a .

D ann hat C leb s c h gez ei gt (M ath Ann 3 S d ass d as . .


,
.

Probl em au f Q u adratu r e n z u r u ck ge fü hrt ist s ob ald au s s er d e n ,

dr ei gegeb enen Int e gr al en ( 1 5) u nd ( 1 7 a) no ch ein viert e s von t ,

fr ei e s Int e gr al b e k annt ist Er hat d ann Fälle au fge su c ht w o .


,

d as vi erte Int egr al eb enfalls e in e ho m o ge ne qu adr ati s ch e F u n c tio n ,

von p q r u v w is t Er wu rd e hi erbei au f d en F all ge führt


, , , , ,
.
,

wo die lebendi ge Kr aft die Form hat

2 2 2 2 2
A2 0 + A3 w + 3 1 17 + 3 2 9 + Ba 7 ,

wo zw isch en d en C o effic ienten d ie Gl eich u ng b e st eht

(2 (Ä
I
B‚
. X. B,
.
B,
(i ‘ '

J .

H W eb er (M ath
. d ann u nt er der Ann ah m e . A nn 1 4 , . S . 17 3 ) hat ,

d as s J 1 = 0 ist (vgl Glei c hu ng 2 7 ) s äm m tl ic he die L age d e s


°
.
, ,

Körp ers b e s tim m end e Gro s s en du r ch Thetafu nctio nen z wei e r V er


ä n d e r lic he n d arge s tellt d e ren Ar gu m ent e lin e are F u nc tio nen d e r ,

Z eit sind .

Ohn e di e s e b e s chränk ende Vor au s setz u n g hat d ann F Kott e r .

( C r e ll e Bd 1 0 9 S 5 1 ) d as Probl em fü r di e s e n S p e c ialfall voll


, .
, .

ständi g erl e di gt .

D ie B ew egu n g e i ne s K o rp er s w e nn u = v = w = 0 s i n d , ,

lä s st si c h eb enfall s voll st ändi g geb en (L am b Hy drody n ami c s .


, ,

S 1 8 0 ; Crai g The m otion o f a solid in a fl u id ; A m eri c an Jou rn


.
, .

o f M ath II .
,
Literatu r .
165

Weit er e sp e cielle F all e sind b eh and elt von L arm or ( On hy dro


kin etic s ym m etry Q u art Jo u rn M ath XX
, . . L am b (Hy dro
.
,

dyn am i c s S 1 8 2
,
.

Gre enhill ( On the m otion o f a cy lind er thro u gh a fri ctionl e s s


li qu id u nder no for c e s ; M e ss o f M ath Bd 9 . .
,
.
,

W Tho m s on (Hy drokinetic s olu tio ns and o b s er m tio ns ; Phil


. .

M ag Nov
. . B as s et ( On the m otion o f a ring in an infinite
li qu id ; Proc C am b Phil S o c 6
. . . .
,

Die B ewe gu n g z w ei er Ku geln in ein er F lu s sigk eit u nd die


g ge e n s e iti ge Ein w irku n g w e nn ,
die K u g eln S c h w in u
g g n e n au s

führen ist vo n Bj erknes b eh and elt (Mé m oire su r l e m o u v em ent


,

si m u lt ané d e corp s sp héri qu e s v ari abl e s d an s u n fiu ide indé fini


et inco m p r e s s ibl e Chri sti ani a 1 87 1) u nd von W Tho m s on (Proc
,
. .

Ro y al S o c 1 9 1 86 9 ; Phil M ag Nov
.
,
. . V o n di e s em rührt
,
.

au c h d as Er e bni ss he r d a s in e in i ner Flü s i gk eit fall e nd e


g s ,
e e s

Ku gel von ein er fest en W and ange zo gen wi r d .


V Theorie der
. Wellen .

D ie Th e ori e d er Well en der freien Ob erfl ache einer Flu ssig


an

k eit ist fü r d en F all d as s k eine Dr eh u n gen in der Flüs si gk eit


,

vorh and e n sind ,


al s ein e Näh e ru n gs theorie zu b e zei c hnen . N ur
in d em F alle d ass Dr eh u ngen d er F lü s sigk eitstheile vorko mm en
, ,

l as s en si c h fu r eine b esti m m te W e ll en form die p hy sik alis ch en


Grenz b e di ngu n gen an d er Ob erfl äch e stren g erfüll e n D a ab er .

D r ehu ngsb ew e gu ngen du rc h c o n s e rv ativ e Kr ä ft e ni c ht h e rvor


g e r u f e n w e rd e n k ö n n e n ,
s o s in d d ie g e w o h n l ic h a n d e r W a s s er

o b er fl ä c he vorh and e n e n W ell e n s o l ch e


, b ei den en die E xist enz
e in e s G e s c h windigk eits p o t ential s vor au s ge s e t z t w erd e n m u s s .

Die N ä he ru n gs m et hod en w el che angew andt werden m u ss en


, ,

um die B e di ng ung c o ns tante n D ru ck s an d e r fr e ien Ob e rflac he


e i n e r o d e r gl e ich e n Dru c k s fü r d ie Tr e nnu ngs fl ä c he z w e i e r F liis s ig

k eite n zu e r fü ll e n z e i gen d a s s i m m e r ge ri nge Unt e r s chi e d e des


, ,

D r u cks b ei d e n an geno m m en en \V e llenfo rm en z u rü c kbl eib en ,

w el che al s o d ie G e s t alt d er W e lle b e ständi g v er and er n m u ss en .

E s s c h e int d ah e r z wei fe lh aft o b e s üb erh au p t e in e W e ll en form


,

g i e bt ,
f ü r d ie d ie B e di ngu n g d e s Dru cks m it Stren ge er fü llb ar

is t u nd ob d ah er W ell en von ganz u nv eränderli c h e r Ge s t alt ü b er


h au p t vorh and en si nd .

D ie Th e ori e s ehr n ie dri ger W ell en b ei d en en die q u adrati


,

s c h en Gli e d e r d e r v o n d e r \V e ll e nb ew eg ung he rrühr e nden Ge


s ch w ind igk e ite n ge gen die lin e ar en v er na chl ä ssi gt w erden kon nen ,

g e s t a lt e t s i c h s e hr e i n fac h . U m s o v erw i c k e lt e r w e rden die N ä h e

r u ngs 1n e th o d en w e nn e s si c h u m W ell e n von b e tr a c h


,
tl icher er Hö he
hand elt u nd die Er geb ni s s e l as s en sich s ehr s c h w er disku ti er en .

D a die Fr age ab er fü r die M e te orolo gi e von e rheblicher Bede u tu n g


is t s o m u s s di e s er W eg trot z d er gerin ge n m ath e m atis c he n Ele
,

g a n z e in g e s c hl a g en w e rde n .
16 8 V. Theorie der Wellen .

Der Dru ck ist also co nst ant , w enn

2
N ach Glei ch u n g 2 ) ist die Well enl ange m
In der Entfernu ng h h aben wir eine const ante horizont al e
S tr o m u ng von der Ges ch windigkeit a .

F u gen wir d em ganzen S y stem eine Ges ch windi gkeit a

p a r allel der A are hinz u


-
so ru ht die Flüs
, si gkeit fü r 9 h u n d
die Wellen s chreiten m it der Ges chwindi gkeit a fort .

Wir erh alten d ann in Bez u g au f ein festes C o o r dinate n


'

s y ste m w y,

m
'
A ) co s m (w at .

D ie Fortp fl anz u ngs gesch windi gkeit a ist im All ge m einen von

der Well enl änge abh än gi g N u r wenn 1 sehr gross ge gen


. d ie
Tie fe h wird ist n ach 3 )
,

a : .

Wenn d ie Tie fe u nend li ch w ird ist ,

Be fin d et si ch an der St elle w = 0 eine vertic ale feste W and


'

b
so m u s s dort 65 v er schwm d e n W 1r h aben d ann .

m a m w
A (c ) [c o s m (w
'

cos m (w at)]

'
(p c a t) 6) —

Hi er du r ch ist die R e fl e x i o n eines z w eiten in ent ge gen


ges e t z ter Ri c ht u n g s c hreit e nden Well e nz u ge s au s es
g p rochen .

Wir können au ch s chreiben


m z mh _
m
2 A (c ) sin
y '

e mw sin m at . 7)

Hier du rch wird


ein S y ste m stehender Wellen d argestellt Ist .

0 7 7
a eine ganze Z ahl so k ann in d er Ent fe rn u n g
,
;n
e 1 ne z w e i te fe ste —

W and vorh and en s ein .

Die F o r tp fianzu ngsgeschwindigk eit von Wellen k ann schei n


b ar vers c hieden s ein von der G es c h windi gkeit einer Anz ahl von
W ellen al s G anzes ge nom m en Einz elne Wellen einer sol chen .
Ges chw ind igk eit d er Well en ; Gru ppengeschwindigk eit .
1 69

Gru pp e s chreiten schneller fort als die g an z e Gr u pp e so d as s be ,

st au dig ne u e Well en am hint e ren Ende der Gru p p e entstehen u nd

am vorderen vers c h winde n .

Die ein fach ste Form sol c h er Gru p p en l asst si ch n ach Lord
Rayl e i gh du rch U ebereinand erlageru ng z weier Wellensy s tem e von
et was vers c hiedener Wellenl ä nge u nd F o r tp fi an z u ngs ges chwindig
k eit ge winnen Sei y , die Erheb u n g eines W as sertheil chens über
.

die Horizont ale s o h aben wir ,

y, 91 ( sin m [ (
w a t)
l s in m ? ( w

ml m20
) )
777 1 —
1
"
”7 1 0 1 777 2 0 2 " 72 2 ”7 1 0 1
w t cos w t
2
.

2 2

Wenn m , n ahe gleich 9112 ist so ist au ch a, n ahe glei ch u nd in ,

Fol ge de s sen m 2 m l u nd a2 a l klein der Co sinu s also andert ,

seine n Werth l an gs am Wir h aben e s al s o m it einer Wellenlinie


.

zu th u n d er en A m p litu de l an gs am von 2 A au f 0 si nkt u nd wieder


,

anst ei t D d r c h w e rd e n Gru p p e n v o n Wellen d ar ge s tellt d ie


g . a u ,

von n ahe we llenfr eiem W as s er von ein ander getrennt sind S ym .

4“
m etri s che P u nkt e z wei er Gr u p p en sind u m die S tre c ke von
i nder entfernt die G e sch windi gkeit der Gru p p e al so
e na ,

Ist 712 m dm m , = m ent sp re ch end m 2 a2 ma d (ma ) ag a


9 , , , ,

so haben wir bei m Gr e nz u b e r gang fü r d ie G ru pp e n ge s c h windi gkeit

Die Gru p p en ge s chwindi gk eit ist al s o i m m er klein er al s die


Well en ge s ch windigk eit w enn di e s e m it zu nehm end er W ellenlange
,

zu nim m t wie es b ei den W asserwell en n ach 5) d er F all ist


, .

Au f ganz fl ac he m W a s s er m u s s en Gru pp en ge s c hwindi gk eit u nd


We llen g eschwindi gkeit u b er einstim m en Au f tie fem W asser ist .

die Geschwindi gkeit der Gr u pp en h alb so gro s s wie d ie der Wellen .

5 1 .

Theor ie der Wel len an d er Gr enze zw eier F lu ssigk eiten .

Wir geh en nu n glei ch d azu über die Th eorie der Wellen an ,

der Grenze z weier F lu s s igk eiten zu ent wi ckeln u nd z war n ach


einer Nähe ru ngs m ethode die zu erst von Hel m holtz gebrau cht
,

wu rde Die Vor au s set zu nge n sind fol gend e : Es sind z w ei Flüssi g
.
170 V . Theorie der Well en .

keiten u ber einander gel age rt b eide stro m en in einer besti m m t e n