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P HYS I K D E S AETHE R S

ELEKTROMAGNETISC
HER GRUNDLAGE

D R
P A UL D R U D E ,
N N NN NN NNN N N N N N N N N NNN N IN N N N NN N N N N

M I T 66 A B B I L D U N G E N .

S T UT T GA R T .

VE R LAG VON FE R DINAN D E N K E .

1 8 94 .
D ie ch fo lgen de D arstellun g d er Eigen schafte n d es elek tro
na

magn etis chen Fe ldes u n d ihr e Heran zie hu n g zu r E rkläru n g op tisc h er


E rsc hein un gen ist au s Vorle sun gen en tstan den w elch e ic h in d en
Jahren 1 8 9 2 un d 1 8 9 3 über die s e Gegen stän de in Go ttin gen ge
h alten habe .

D er Zwe c k d es Vorli ege n den ist in möglic hst lei cht ve rstan d
,

li cb er W eis e in die M a x w e l l sc h e The orie der E le ktric it ät ein zu


fil hr en. A ls K e m pun kt der s elben möchte ich hier z wei Din ge be


z ei c hn e n

l . Die Zurüc kfflhru n g alle r Eigen schaft e n d es elektromag


n eti s c b en Feldes au f N ab e wirku n ge n .

2 . Die E in h eit d er Eigen sch aften des elekt ro magn etisohen


F eldes zu fo lge der en die Wir k un gen d er in I so lato ren stattfin den den
,

s o gen an n te n V e rschi ebu n gsstr ö m e mit No t hw en digk e it gefo lgert


werden kö n n en au s d en beo bachtb ar en Wirku n ge n der in Metallen
s tatt fin den de n L e itu n gsst rö me .

Die Eige n sc hafte n d es magn etischen Feldes sin d den en des


e lektris chen Felde s vo r an ge stellt u n d de mge mäss ist au ch di e Elektro
,

s tatik hi n ter d er E lekt rokin e mat ik be han delt E s gesc hah dies
.

desh alb w eil die Lehr e d er magn etisc hen K raft ün ien d er An sch au
,

un g du rc h d as E xp e ri men t be s s e r zu gä n gli c h is t als di e d er elek


,

tris chen Kraftli n ien Du rch die se E in t heilun g d es Stoffes kön n en


.

die erste n s ech s Kap itel auch d em Elektro tec hn ik er die theoretische
G run dlage sein er Wi ssen sc h aft geben was mir als n ich t u n n ütz
e r sc hi e n d a in d en te c hn is chen B üche rn diese Gru n dl agen oft n ur
,

k u rz un d u n vo llst an d ig beh an delt sin d .

Ich habe möglic hst d en K on tak t mit d em Exp erime n t zu


wahr en gesu cht D as Bu c h soll u n d k an n aller din gs n ic ht en tfern t
'

3 03 1 8 1
VI Vo rwort .

ein e vo llstän dige D arstellun g d er Exp e rimen te un d Messm eth o den


gebe n es soll n u r d as the o retis che V erst än dn iss ders elben fördern
, .

Die sem Z w eck en tsprechen d ist au f die m eiste n Exp eri men te n ur
kurz ein gegan gen E in e Au sn ah me bildet d as IX Kapite l übe r
. .

elektri sche S ch win gun gen w elche deshalb ausführlich er (au c h in


experimen teller H i n sicht) behan delt wur den w eil ein e zu sammen ,

hän gen de Dars tellun g dies er Ersc hein u n gen bis jetzt n o ch n icht v or
han den ist u n d weil sie für die gan z e Theorie v o n be so n der er
,

Bedeu tu n g sin d A u s dies em Gru n de habe ich au c h di e E n t


.

wick elu n gen d es XI Kapitels etwas weite r ausgedeh n t als es


.
,

ein er erste n Ein führu n g in d as Studiu m j e n er Ersc hein un gen en t


s p r e ch e n wü r de .

E s bed arf n o ch der R ech t fertigun g d ass ich e s u n tern eh me


, ,

Vorliegen des drucken zu lassen o bgleich zw ei au sgez ei chn ete Werke


,

in n eu er er Zeit über n ahe zu die s elbe n Gege n stän de ersc hien e n sin d ,

n ämlic h L B o l t z m a n n Vo rle su n gen über M a x w e ll s Th eorie ’


.
,

d er Elek trizität un d d es Li chtes Leipzig 1 89 1 u n d 1 89 3 u n d


, , ,

H P o i n c a r é E lektricität u n d O p tik au to ris irte deu tsche Aus gabe


.
, ,

vo n J a e g e r u n d G u m li c h Be rlin 1 89 1 u n d 1 8 9 2
, , .

V o n d e m ersten die se r We rk e u n te rscheidet sic h die vo n mir


gegeben e D arste llun g in sofern als es mein Ziel w ar n ur die
, ,

math e mati sc hen D arstellu n g d er beo b ac htb ar en E rsch ein u n gen n o th


wen digen F o rm eln auf Gru n d gewiss er Fu n damen t alv ersu ch e ahzu
leiten I ch habe d aher die Abl eitun g der Gleic hun gen d es elekt ro
.

magn eti sc hen Feldes au s den Prin c ip ien d er Mechan ik w elch e in


d er D arstellu n g d es H e rrn B o l t z m an n in d en Vo r dergru n d tritt ,

vermieden den n aus den B eo bacht un geth ats ach en allein ergibt si ch
,

w eder die No th w en digk eit n och die Zwec k mäs sigkeit ein e r m ec h a
,

n i sc he n D arstellu n g .

Diese rechtfertigt sich vielm ehr vo rlaufig n u r durch d as Be


d ürfn iss d es Naturpbilo so p h en die selben Gru n dan sc hauun gen un d
Gleich un gen für die Physik d es Aethers wie für die Physik der
Mate rie zu bes itzen wo bei es n o ch als ein e o ffen e Frage zu be
,

trac hte n ist o h man z wec km ässiger die Gleichun gen für di e Physik
,

d e s Aethers zu rückfllhren soll au f diejen igen Gleic hu n gsformen welche ,

au s d en be o b ac htb ar e n Er s c h ei n u n ge n d er P hy sik d er Materie ge

w o n n e n w erde n kön n en (Gleic hu n gen d er Mech an ik) o der o b d er ,

u mge k eh rte W eg mit gr ö ss e r em V o rt heil ei n zu sch l agen ist .

I n jede m F alle schei n t mir für d en Lern en de n e in e D arst el


lu n g w el che n u r d er d urch die Mathe matik zu ge win n en den D eko
,
Vo rwort .
V II

no mie d er Be schreib un g der T hatsach en d ien t al s ein n othw en diges ,

A n te c ed en z vo r den jen ige n D ars tell un gen welc he n icht dir ek t das
,

B ed ür fn iss de s Exp erime n tato rs son dern h aup tsächl i c h d as d e s Na


,

t urphi10 mp he n befriedige n w o ll en V o n dies em Stan d pu n kte aus


.

möchte ic h d aher die hi e r gegeben e D ar stellu n g ein e Ein leitun g zu


d er B o l t z m a n n s ch en n e n n en i n de m i c h h offe d ass dies e Bl ätter

, ,

d e mj su igen w elc he r diejetzt herrschen den An sichten über E lekt ric ität
, ,

Magn etismus u n d Licht k en n en lern en will ein e gewi sse E rleich ,

terun g zu m Stu diu m des B o l t z m a n n sc hen Bu c hes o der d es O rigin al


'

w erke s v o n M a x w e l l s elbst biete n kö n n e n .

Au ch H e r t z hat in sein en the or etischen Arbeite n über d as


elektro magn etisch e Feld die math ematische Beschr eibun g d er That
sache n als allein ige n Z w e c k in d en Vo r de r run d ges tell t u n d de mge mäs s
g ,

direkt die Gru n dgleic hu n gen hin ge sc hriebe n au s den en sich die zu ,

beo bachten den T hatsac hen w iderspru chsfrei ableiten lassen Dies er .

Weg ist im Fo lgen den n ich t ein geschlage n weil er did ak tisch un ,

befriedigen d ist u n d w ohl durch ein en in di es er H in sic ht besseren


,

Weg ers e tzt werden k an n der lediglic h auf mathe matisc her Abst raktio n
,

derjen igen Erfahr un ge n beru ht w el che ei n ige Fu n dam en t alv ersuch e


,

d arbiete n D as typ isch e Bei sp iel für d en letzteren Weg w elcher


.

als o d er hi e r gegebe n e n D ar stell un g al s Vorb ild gedien t h at ist ,

di e Ableitu n g d es N e w t o n ech e n Gravitati o n sges etz es aus d en in


d er Plan ete n bew egun g sichtb ar e n E rschei n u n gen d b au s d en , . .

K e p p l e r ec hen Ge s etz en

.

D as gleich e Ziel verfo lgt zu m Theil d as o ben gen an n te B u c h


d es Herrn P o i n c a r é ; mi t die s e m h at d aher die hier fo lgen de D ar
s tellun g m an c he P u n kte ge m ein sam un d ich h abe viel n ützli c he
,

A n regu n g au s d em Stu diu m die s es B u che s gew on n en S o h abe ich .

z u r Ableitu n g d er I n d ukti o n s ese tz e d en Ged an ken gan g d es Herrn


g
P o i n c a r é dir ekt ben u tzt . I n vielen P un kte n w ei c hen m ein e D ar
s tell u n g u n d m ein e R e sul t ate v on de n e n P o i n c a r é s ab wie ein ’

n ä her e r Vergleich z eigen w ir d d en ich aber hi e r über gehe n m ö chte


,
.

V o r Allem fehlt in jen e m Werke die Parall elität bei der D ar


s te ll u n g d er Eige n sc hafte n d e s m agn e t i s chen Feldes un d d es elek

t ris ch e n Feldes un d ihr e kon sequ en te Z urückführ un g au f Nah e


w irku n gen . Beides w urde hier an gestr ebt Zu gleic h habe ich
.

m ehr als H err P o i n c a r é die Eigen s chaft en d es magn et isc hen


F elde s an das Verhalte n der K raftli n ie n an gekn üp ft w as mir d es ,

h alb geboten erschien weil gerade für d as magn etische Feld die
E rs etzun g des P o t en tialbegrifis du rch d as geom etr is che Bild d es
'
V III Vorw ort .

K raftlin i en v erlau fes e den tli ch die Uebersicht un d das V er


auss ro r

st ä n dn iss d er E rs c hein un ge n geför der t h at .

Zum Z w ecke de r leich ter en Ein führu n g in den Gegen stan d


habe ich d en historische n Weg auf w elchem die En tde cku n gen u n d
,

S chlu ssfo lge run gen gewon n en sin d meist n icht berück si c htigt
,
Di es .

mag au ch zur E n tsc h u ldi gun g dien en dass Literatu r n ur wen ig


un d vo n di e s er fast au ssc hli e sslich n ur die n e u er e gen an n t ist .

Nac h Ab schlu ss d es Man uskr ipts is t mir das werthvolle Werk


vo n J . J T h o m 8 o n : R ece n t r ese arches in Elec tric ity an d Mag
.

n etism ,Oxford 1 8 9 3 bek an n t geworden Dieses Bu c h verfo lgt


,
.

an der e Zweck e als d as h ier v orli ege n de


, d a es als F orts etzu n g d es
,

M a x w e l l sc hen W erke s : Tr eati se on Elec tric ity an d M agn eti sm


ges chrieben ist u n d an v ielen Stellen ein e tiefere mathe matisc h e


D urc hführu n g d er Pr o ble me gibt als ich sie hier be ab sic htigt habe
,
.

Trotz de m haben n at ur ge mäs s beide Bücher vi ele Be rührun gspun kte


un d so vi el ic h bis her ge s eh e n h abe Ue ber ein sti mmu n en die m i h
, , g c ,

s eh r fr e u en k ön n e n I c h möc hte desh alb n o c hmals er wahn en d ass


.
,

mein e D arste llu n g dur ch das T h o m s o n sc he Werk in k ein e r Weis e


beein flu sst ist u nd dass ich es deshalb au ch n ur s ehr w en ig


c it irt habe .

Göttin g en ,
im Marz 1 8 94 .

P au l D rud e.
I n h a l t

Kapi t el I .

Allgemein e E igen sc h aften d es magn et i sch en

u . D as F e ld m agn e t isch er P o e l
p . P olst ä rk e Ihr e
. M
essun g n ach a so ut e m Mas se b l
p . D
D i e imen si o n d e r P olstä rk e
ß S
D i e um m e d e r P olst ärken ein es agn et e ist u M N ll
n
.

p . d
Fem k rä fi e o er Nah ek räfte ?
D ie tä rk e ein es m agn etisc h en Fe es
S ld
z
g.
r

>
. K l
r aft in ien

g . B ed e u t un g d es W
o rt e s ‚ Fe st ärk e

ld
im in n e d e r Fe rn krö fte u n d im S .

Sin n e d er Nah ekräfte


9 . E in Nah ew i rk u n gsgeset z d er magn et is c h en raft K
10 . l
D as P o ten t i a d er magn et isch en raft K .

11 . D er Gan es sc h e at z S
12 . D as magn et i sc h e Fe ld
v on Fl ä ch en b el egu n ge n

18 . D ie P ot en t ialf un kt ion k ürp erlich e r P o e l


14 . D i e magn etisch e raft i st au s d en Nah ew1rku n gsgese t zen v o llstä n d 1g
K
15 .

16 . Forts et zu n g v on 5 14 .

17 Betrachtun g d es F alles d ass di e b


ish e 1 e t rach t et en igen sc hafte n
b E
T l
. ,

d es P o t en t ials n u r für ein en h ei d es Rau m es gü tig sin l d


18 . D ll
arst e un g d er E igen sc h afte n ein es M
agn et fe es u rch R ich t un g un d
ld d
A n z ahl K l
d er r aft in ien
19 . D ie Ab h än gigkei t d er magn et isch en raf t v on der Nat u r d es u m
K
eb e n d en Md
e i u ms
20 . m magn etisch e u n d di arh et is c h e K ö er
21 . D ie Um t et igkei t d er Norma o mp o n en t e ler m agn eti sc
h en r aft an K
G _

d er r en ze zw ei er erschie en er v e i en d Md
22 . S T l
D ie te t igk eit d e r an gent ia k omp on en t e d er ma n e tisch en raft an g K
d er G re n z e z w e ie r v
erschi e en e r e i en d Md
28 I n d uci rter M
a n et ismus
g
d e r in ducirte n elegun g
.

24 . D i e en tmagn et is iren d e E in wu ku n g B
25 . E rw eit e u n g d er
r D
efin i ti on d er K r aftl in ie n z ah l für p ara un d di a
magn et is ch e M
edi en
26 D as Bm h un gegeset z d er raft in i en K l
raft in i en
.

27 . l
Fo geru n gen aus d er rech un g d er B K l
28 . B et r ac h a d es F a es , ll
ass ei n d
rp e r i n ein Kö
agn et fe in d e r M ld
W e ise ge rac h t wi r , ass sein e O e rfläch e ü b e1 all p ara le z u d en
b d d b l l
K raft i n i en d es u rsp rün g i ch en F e
l l
es ist ld .
I n ha t l .

b
E s gie t k ein en w ah r en agn et ismu s M .

30 Gl l
ei c h fö rm i g u n d u n g e i c hf rmi g m agn et isirt e öagn et e M
igen sch afte
.

31 . D e r mat h emat is ch e A d
us ru ck fü r d i e a lge m e in e n n d es l E
m agn et isc hen Fe es ld
32 . S
D e r to k es s c he at z
'
S
33 Fo rts e t zun g v on 5 3 1
arst e u n g d er m agn et i s c hen die Fe rhw irki mg von
.

34 . D ll raft urch K d
Flä ch en b elegu n gen
35 . W an n sin d
d i e fin gi rt en Bl
e eg un ge n p erm an e n t ?

36 . D ie be t rac ht et e L s u n g d es P o te n ti a s für d e n
ö A u ss en raum e in es l
M l
agn et en gi t n i c h t fü r d en I n n en r au m e sse en d lb
37 . D as G e set z d es m agn e t is c h en r e is au fs K l
K ap i te l II .

E le k t r omagn et is mu s .

D as m agn et isch e F e
1 ld
d es el ekt r isch en t ro m es S
a n ete n u m e e kt ri sc h e St r me
.

K on t in u 1 rli ch e R o t ati o n en v o n
2 .

g M l ö
D i e S t r o m t ä rk e in el e k t ro m agn e t 1sch em Maasse
3
ein es ge sc h o ssen en , in e ar e n St r o
.

D as m agn eti sc h e F e
4. ld l
mes 1 st g ei ch l l
d e m e in er m agn eti s che n D opp elflä c h e
l
D as P o t en t ia e in e 1 m agn e t1 s ch en D op p elfiä ch e
l
D as P ot e n t i a ein es gesc h ossen en i n e aren l
t r o m es l S .

U b
n a h ä n gi gk e it d e r m agn et isch e n raft ein es t r omes v on der at u r
K S N
d es u m ge en en b d
e iu m s Md
D ie Maxw e sch en ll ei ch u n ge n für d ie m agn etis c he Kr aft 1 m I n n e ren
Gl
° ‘
9

ein es stro m füh ren en ste m sd Sy


D i e p o sit i v e Ri ch t u n g d es t ro mes mp e S re s ch e R ege A l

D ie .

b
E s gie t n u r gesch ossen e t r me l S ö
11 D
ars tell u n g d er m n et i sch en raft u r c h Fem wi rk un g des K tro mes d S
ä
.

1 2 D ie m agn e t isch en
. ft lin i en ei n es t rom e s S
S ö ll
is tr m e so en m p aral e e n k r eiscylin d erfö rmigen , an ge n ll rä ht e n l D
Ew
18 .
,

ese n
14 D er al ge m ein er eFall
. l ort set z un g v o n 1 2
. F

1 5 D as Bio t S avart sch e eset z G
agn e t fel es au f ein S t ro mel emen t
.

16 W
irk u n g ei n es e i e igen
. bl b M d .

1 7 D ie m agn et isc h e
. e F ld
st är k e im I n n er e n ein es o en o i s Sl d
D i e m agn et omet ris ch e M
et h o e z u r exp e ri m en te en d
est im mun g d e r ll B
Magn eti si m n gek o n st an t en
19 . A
mp er e s

T
he o ri e d es p e rm an en t en mid m d u c irt en agn eti sm u s M
K ap i t e l I II .

D i e magn eti sche E n er gi e .

H B e d eu t ll E
d e r p o ten t ie en n ergie für ew egun g u n d G ei chgewicht
un g B l
ein es b eli ebi en S yste ms
lg E
D i e p o t en t ie e n ergi e p un kt fl$rmiger agn etp o e M l
E
D i e m agn e t isch e n ergie ein es i n earen t r o m es l S
W
ir k un gen d es agn et fe M
e s au f e in ld
e gren zt es S tr o m st ück b
E
D ie magn etis ch e n ergi e e i e i g vi e er in e are r t r m e bl b l l S ö
E
D i e m agn eti sch e n e rgie i m a gem ein st en al ell F l
D ie magn eti s ch e E
n ergi e e in er K raft rö hr e
D ie Ab
h ä n gigk ei t d e r m agn et isch en n e rgi e d es e e s v o n s ei n em E F ld
Wd d
mg
m agnet is c h en i ers tan s
D
€ S
ch e in ar er b D
ru ck un d Zu g im a n e t isch en e e F ld
O D i e In t egral u n d die D ifle ren ti al d efin it i on d er M m et isim n gsk ons t an ten
1 '
-
y

a
p H Hyd
ro st ati sch e et h o e zu r M d
est imm u n g d er B
M ag eti sirun sk 0n
s t au t e n v o n Fl
üssigk ei t e n u n d as en G n g
I n h alt . XI
S eit e
1 2 Niv eau ge st alt en v o n F üssigk eit e n i n u n l eichförmigen Ma
. l etfel d ern 14 9
13 E in e an e re
. et h o e zu r dest imm un g M d
e r M agn et mi ru n gs B on stan t e n 151
14 M agn et o st riktaon
'

. 1 56
15 U b
m k e h r are T e mp e rat u rä n d 0run g ur c h M agn et isiru n g
. d 162
16 rw ä rm un g
. E urch s te re sis d Hy . 1 65

K ap it el IV .

E l ekt r odyn amik .

P e n d er o m ot o risch e irku n gen in ein em m agn et isch e n F e e, w e ches


W ld l
'l
-
F

n u r ein en z u samm en h ä n gen e n W i rb elrau m esi t zt d b


N P on d ero m o to risch e irk u n gen in ein em m agn e tisch en Fe e, w e ches
W ld l
m e hrere get re n n t e W i rbe l rä urn e esi tz t b
D ie F e u man n s c h e F o rm e
N fü r d as elekt rbdyn ami sch e P o t en t ia l l
'
D
C .

ß D ie
l Ab
h ä n gigk eit d e r e e kt r o n amis che n ir k un g v on d er Magn el dy W
t isi run gsk on stan t e d er m ge u n g U b
Re kap it u at io n d er F o rm e n für d ie u iagn et i sche n ergi e
l l E
'

K ap i t e I V .

E lek t r oin du k ti on im M agn et feld .

A n w en dun g d e s P
d er rh a t u n g d er n e rgie au f d ie p o n er o
rin c ip e s E l E d
m ot o risch en W irku n gen ein es M n e t fel d es
N D
efin i t ion d e r el eh r o m o t o ri ech en raft d e r I nd ukt io n
°
C B
e t rach t u n g bl b
e i e ig k e in e r Zust an d s tl n d e run en
g l
F D ie in d u cir t e e ek t rom ot o ri sc h e
H
l
r aft b ei z w ei in e re
tr m en K l a nS ö .

U l ge mein eAl olger u n gen F


aus d en I n d u k ti on sgese t z en zw ei er in e arer l
t r me S ö
O B allist isc h
:

et h o e z u r éM d E
rm itt el un g d e1 M agn et i sirun gsk on st un ten
un d d e r tä rk e e in es S
agn e t fe es M ld .

4
0
E
n e rgiev er ust ur ch st e resi s l d Hy
0

9 . Webe Theo ri e d es Diam agn eti m


r 5

s us

10 . Be ech u g d e S elbst i d ukt io sk o efficie te eimge St o m yst eme


r n n r n n n n r r s
a) S el b t i d k t io e in es S o l e o i d
s n u n n s
b) S elbst in d ukt ion weie e i a d e p a allele seh lan ge Hohl
z r n n r r r , r r
c yl i d e n r
c) S e lb tin d k ti o e i e s H o h lcyli d e
s u i d n e I m e n i h ein
n n rs , n e ss n r s c

k o axi ale Vo ll eylin de b efin d et


r r
d) P o d eromoto fische Wi k ge b e wei p a allel en St o mcyh d e
n r un n 1 z r r n rn

11 I) as Nah ewi rk u gsge et d e el ekt ro mot o i c h e


n K aft fü ruh en de
s z r r s n r r

K ö rp e r
1 2 I) as Nah e wi rku n
.
gs g eset z d er l
e e k t ro m o t o ris ch en K r aft für b ew egt e
K ö rp er

K ap i t e l VI .

D as O h m sch e es et z fii r i n e are L eit e r


G l

D as O h m sch e eset z für k rp e r i ch e L ei te r


G ö l

E in h eit d es W i erst an es e rt h d e r sp eci fi


d s che n L eit fä hi gke it in
d . W
b l
a so u t e m uasse M
B re c h un g d er S t ro m h n ien an d er r e n z e zw eie r v ers c hi e en er L ei t er G d
V erz weigt e l in eare Leit e r
D ie V e rt h e1lu n g ein es k o n s t ante n Stro m e s v on b est immt e Gesummt r
stä rk e i n e in e m k r er i ch e n L e it er is t ö erartig, l d dass die e t wickelte n
p
l
J o u e sc h e

ä rm e ei n W
in i mu m i st M
XI I In h a t l .

7 D ie V ert h eil un g ein e s sc h n e v er än er ich e n t r om es v o n


. es t im m t er ll d l S b
d
G es amm ts t ä rk e ist e r art ig, ass di e m a n e tisc h e n ergie d es st e m s d E Sy
ein M
i n i m u m ist g
V e rt h ei lu n g ein es W
e c hseh t r o m és in ein em k rp e r ich e n Le it e r m it ö l
B
erück si c h t igun g se in es i erst an es Wd d
K ap i t e l VII .

E l ek tr ost atik .

l . He rstell u n g e in e s e ekt ri sch en l Feld es


w Leit er un d N1 0h t le 1t er
w D ie zw e i Art e n v on l
e ek t ri sc h er Ladu n g
e D as C o u lom b sc h e G
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ese tz

s E
in e in irekt e d
e stä ti gu n g d es o ulo m
B sc h e n ese tz es C b G
S
e D i e tärk e d e r e ek t ro st at isch en l
ad un g i n a so u te m u ass e L b l M
S
s D i e tä rk e d es e ekt risch en e l
es o e r d i e e ekt ri sc h e r aft F ld d l K .

m igen sch afte n d er e ek trisch en r aft


E l K
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n t e rs chi e e i m erh a t en d e r e ek t ri sche n
d V u n d de r m agn
l et ischen l
r aft K
in e gege en e e ekt ri s ch e Ladu n g ist n ur be i e in e r e st i m mt e n V e r
E b l b
t h eil u n g au f e i n e m o n u kt o r i m K d
ei c hge wi c h t Gl
D i e K ap ac ität ei n es K on d u kt o rs .

D ie Ab
h än gigk eit d e r e e kt risc he n K raft v o n d e r l at u r d es u m N
eb en d e n e i u ms Md
o lge ru n gen au s d e m d i elek t ris cheri erha ten d er r er
p V l Kö
D
arst e u n g d e r ll E
igen sch aften d es e ek t risch en e es urch i cht u n g l F ld d R
un d n z ah A l
d er K r afl31in i en
D ie n er gi e d es e ek t ri sch en F
E e es l ld
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n st e t i gk e it d es P o te n t i a s an d e r r nz e z w e i er l
rp e r Ga Kö
l
D as V e rh ält n i ss d es e ekt ro st ati sc h en M m syst em s zum ele kt rom ag
n et isc h en
E
xp erim en t e e rm it t e u n g d e r D i elekt ri ci t ät sk o n st an t e
ll E l n

a) E l
rmitt e un g aus K ap ac itä t sv e r l e i c h u n g
g .

) rb E
m i t t e u n g aus p o n dle r o m o % n sch en i rk u n ge n W .

c) E
r mi tt e u n g au s d er l re c h un g d e r raft i n ie n B K l
19 . El
ekt rost ri kt i o n u n d T e mp e rat u rve rün d e run g u rch E l e k t n s1ru n g d .

K a p i t e l V II I .

D as el ek tr omagn eti sch e F eld in I solat oren .

r Elekt ri h S t ö m e i I so l at o
sc e r n re n

p D ie Ab h än gigk eit d er S t o mk omp o e t en e in e I so l at o s o de r n n s r v n r

e l ekt is ch e
r K raft n
V emin n b il d li ch g d erEigen sch aft en de el ekt i ch e F eld
un s r s n es
Gru dglei ch ge d es elektro mag et ische Feld e h e d e
n un n n n s ru n r

D i e P oy ti g sch e F o m el fü d e E ergiefi ss im e l ekt o m agn et isch e



n n r r n n u r n
Felde
? Ein wi kuggeschlo e e S olen oi de a fei an der
r n ss n r u n .

d D i e F ort p fla u g eb e er e l ek tro m agn etisc h e Well e in ein em h om o


nz n n r n

g e n e I
n o l at o
s r
Ve gl ei h d er M axwell sch en Theo ri e mit a deren T h e oriee
r c

n n

K a.p i t e l IX .

E lek tr i sch e S chwin gun gen .

E in leit un g
2 D i e osc illat o n eclie En t a u n g l d e i n es Ko d e n n s ato rs

T
.

3 h eo ri e d er o sci llato risch en


. E t lad un g
n
I n ha t l .
XIII

4 . Be n ut z u n g d er o sc i llat o ris che n E


n t la un g z u r d
e st immu n g d e r D i B
elekt ri c i tä t ek o n st an t en , d er S lb
e st in ukt io n u n d d esd i e rst an es Wd d
5 . l S
D i e e e kt r is ch e n c hwin gun gen ein e s R u h mk o rfl schen
"
pparates A .

6 . S lb d
D er K o effic i e n t d er e stin u k tion d es S ch li essun g8skreises
7 D i e S t mms tä rk e ist im Q uerschn it t un gleich fö rmig v ert h eilt
T
.

W eit e re V v ll d
e r o s t än igun g d e r h eo ri e
9 . D i e t ro ms t ä rk e v arii rt im Q u ersc hn i t t u n d in d er än ge
S L
10 . D ie G b d
r en z e i n gun gen d es P ro ems bl
11 l d
D i e v o lst än i ge Lös un g d es P ro em s bl
di e Fo r p flan z u n t
.

12 . W an n bee in flu ss t d e r ga v an isc he l i e rst an Wd d g s


ch wi n d i 8 g k ei t e l
e k t ri s c h e r D r ah t w ell e n

13 . l ek t ris ch e S c h win gun en in kur z en , u n gesc hloss en en eit e rn L


14 . B erec h n un g d e r P e ri o e d es

H
ert z sc hen E n c gers
15 . l
Re so n an z ersch ein u n gen b ei e ek t risc h e n ch w in gu n gen S .

16 . Nb bd
e en e in gu n gen für d i e W
i rk samk ei t d er P rimä rfu n k en
17 . Un t ersu c hun g d e r e ekt risch en l K
raft m it ü fe d es H l
eson at o rs R
18 V l
e rh a t en d es Reso n at o rs b ei e ie igerbl b age L
d
.

19 l
D i e e ek tris ch e u n d di e ma n et is c h e r aft um e in e K i i l
g g e ra n ge
T
.

S ch w i n gun g n ac h d e r M axw el

c h en h e o ri e
20 S l
t ra h u n g d e r En ergie

el en Wl
.

21 . S d
t eh en e el ek t ro magn et ische
22 . M u l t i le R
e so n an z
23 . S l
t rab en e ekt ris ch e r K
raft

24 . D em o n st rat ion smi tt 01 für di e S ek un dä rfun k en


25 V ersu ch e v on R ighi
e en , we lc h e i ese e Fo r p fl t
.

26 l
In te r fer en z en vo n e ekt ris chen W ll an zurigs
d lb ’

ri c ht u n g b
es itz en
27 . D i e o rtp flan zun g d er elekt ri schen
F raft än 8 K
g g
s
8 er a e r D rläh t e d
28 l
V erth eil un g d er e ekt rischen u n d m agn et is c h en raft um ein en gera K d
T
.

lin i gen D
r aht n ac h d er M
axwe
'
sch en ll h eo ri e
29 R eson an ze rs c h ein u n gen b ei D raht we l len
o tp flan zun gs ges ch win di gk ei t v on Draht w ellen
.

30 . M essu n g d er F r
31 . D ie K ap ac it ht ei n es P latt en k on d en aat o rs für e ekt ris ch e l S
32 . M essu n g d er D iel ekt ri ci tät sk 0n st an t e v o n fest en rp ern Kö
k eit en mi t H i fe l H ert z sch e r

S
c hwi n gu n gen
a)B en u t zu n g v on D rah t wellen
b B
) re c h u n g d e r eW ll d
e n u r c h P r is m en
c) R eflexi o n an e en en b W d än e n .

33 . U n t ers u ch un g d e r D rah tw ellen mit H l


ü fe v on R eson at oren
34 . U n te rs u ch un g v on D rah t well en mit fl ülfe po n d ero mo to ris c h er W irk u ugen

35 . M es su n g d er D ä m p fu n g d er e ekt ris c hen l e en W ll

K ap i t e l X .

1 D i e el ekt rom agn etisch e Nat u r d e r L ich tb ew egun g


.

2. D
u rch sic h t ige un d absorbiren d e rp e r Kö
zw i s ch e n d em B n u n d d er D iel ekt ri ci tät s
re ch u n gse xp n en t e
o
4 R efle x ion u n d rec hu n g d es L ich tes
B an der Gren ze is ot rop er K ö per r

5 D i e mech an i sc h en T h eo rieen Fr esn e l Neuman n ‘


s un d
'
. s
6
. M do ifik at io n en d er R eflexi on sgeset ze d urch O b e rfläch en schic ht en
7
. K ryst all ep tik
8
. D efin i t io n d es L1 c htst rahls .

9
. G ru n dl age d er D i sp ersi on st heo rie
10
. D
A n o rn al e isp e rsi on
11
. No rm a e isp ersion
l D
12
. D ie isp ersi on d er rstal e
D Ky l
X IV I n ha t l .

S eit e
1 3 D ie
. G
es e t z e d e r Reflexi o n un d B re c h u n g n ac h d er D isp ersi o n st h e o fi e 5 34
14 R ot at ion sp olarisn ti on
. 5 35
15 R o t at i o n s p o larisat io n d er
. Kry t alles .
545

K ap i t e l XI .

A bsorhir en d e K örp er ( M et all e) .

1 E lek tro ma et i sch e G d l ll


ru n g e i c h u n ge n fü r u n v o k o m men e I so at o r en l
lg
:
.

un d M e ta
2 Met allreflexion
H au p) tein falls w in k el u n d H au p t az im u t h
.

3
i
.

4 .
_

ll d
S en l r ec h t e In c id en z d er ei n fa en en e en W ll
Näh eru n gü o rm eln für di e Met al h efloxi on
'

5 .

6 . D ie Magn et isi run gsk on stan t e d e r m agn et isc h en e t a le für Li c


M l
h t w e en ll
7 . V erg eich un g d er op ti sch en on st an t en d er e tal e m it d en n ach d er
l K M l
e ek t ri sc h en L ic h t t h e orie si c h e rge en en W e rt h en
l b d
dl A d
Berücks ic ht i gu n g d er en i c h e n u s e h n u n g d e r mo e ku ar en In h o m o l l
en i t ät en
9 . ie O p ti k abso rbir e n de r r sta e
K y ll
10 . Eb l
en e e e k t risc h e W lle e n in H al blei t e 1 n .

ll Eb l ll
en e e ekt ris c h e W e en in Me tal e n l
e l en an M ll
. .

12 . d d
P h as en än e ru n g u rch Reflexion e ekt risch e r l W le ta en
13 . b l W ll
Reflexi on e en er e ekt risc her e en an ein er seh r ün n en et a schi ch t d M ll
K ap i t e l XI I .

1 D ie
. D l
r e h un g d e r P o aris ati o n se be ne im magn et isch en Feld e
2 Flu or esc e n z u n d P h o sp h o rescen z
.

S ac h r e gi s t e r
S chlüssel d er B ez eichn u n gen .

Magn et is ch e P olstä rke

E le kt ri citii ü m en ge ( l
e ekt rost ati sc he s Maus s)
d
R au m i ch t e d er E lek t ri ci tä td er d es Magn etismu o s

Flächen di ch t e d e E lekt ri cit ät o de d es M agn eti sm


r r us

Mo m t ei e elekt risch e o de m agn etis ch en D 0 p p elflache


en n r n r

S tä rk e d es m agn et isch e Feld e n s

I hr e K omp o n en t en

St ärk e d e elekt ris che Feldes (elekt ostati sches M aass)


s n r

I h re K omp o e t e n n n

E l ekt ris h e Kraft ach elekt romagn etiach em Maass


c n

Ih re Komp o e t e n n n

E lektro m o t o ri ch e K aft als Lin i en i t e gral d e e lekt i sch e K aft


a r n r r n r

M ag et o mo t o isch e K aft als Li ie i t eg al d e m a gn et i sch e K aft


n r r n n n r r n r

K r aft lin i e n z ahl

K raft li n ien zah l p ro Fl äc h en ein heit (In du ktio n )


M m etiai run gsk on st an t e
D i el ek t ri cit 5 ts k 0n stan t e

S tä rk e d es l
e ekt ris ch en St r o m es l
e e kt rom agn e t i s ch es
( Maas ) s

Ihre K o mp o n en te n

P ot en ti al d er l
e ekt ris c h e n o de r m agn etisc h en K raft

Komp o e t e d e Vek torp ot e


n n n s n t ia s l
Elek t risch e E e gie n r

Mag eti c h e En e gie


n s r

Gal an ische Wide t a d


v r rs n

Mag etis ch e Wi de t an d
n r rs
XV I S ch lüssel d er Be i
z e ch n u n e n
g .

Ga l v an ische Leit fä higk eit


K ap ac ität (im Allgemein e ach elek tromag et ischem M aass)
n n n

K o e fflc i en t d e r Sel b ti d kt io od e gegen eit ige I duk tio n


s n u n r s n n

Welle l ä ge
n n

S chwin g gsdauer
un

R aumele me t n

Flü h e n el em en t

Lin i en elemen t

Fehlerverzeiohn iss .

14 v on oben li es : „ (
p ag . st att : „ (a
p g .

17 o b en l ies 34 st att :

v on :

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;d "l f d F
8 obe l ies ( ) st at t

von n : c os n r
r

7 obe lie e rm ögli ch e öthi g m ac hen


“ ‘
v on n s: „ n statt : „n .

11 v on un t en füge h in ter : „
V ollcyl in d ers

d ie Wo rt e : „ vo m
Radius R “
e in .

2 v on u n ten füge e in d i e Fo rm elb ez ei chn m


8 vo n b en li es H H st att H
o : ‚ : „
'

2 o o b e li es
v n t att
n : s :

1 2 o u t e l ies
v n 6
n t att n C : „

s : „

t en li e

1 2 vo st att

n un we s: wa „ nn : „
nn .

7 on u te li Q 1 0 t t t 5

v n na es : „ s : ‚

1 o n o b e l ie D ieselbe st att Dasselbe “ “


v n s: „
: „ .

9 und 1 5 vo o b e li es c n st att n : ‚ .
,

4 o o b e li e
v n st at t
n s: :

8 X a x ' 2

7 vo ob e
n he n stat t
s .
‘ “
Ö O z z

8 o v be li es
n o a
p g 3 4
n 8 s t att:
p ga

.

: ‚ .

6 o u t e li es
v n A m 3
n n t at t :A m „ n .

s : „ n .

9 o o b en li es
v n 1"
st att : ‚ :

8 o un t e li e
v n n st att
s: 11 „n

: ‚

1 u d 6 v o o b e lie
n n st att :
n B s: ‚

K apit el I .

Allgemei ne Ei gensch aften des magneti sch en Feld es .

D as F eld magn eti sch er P ol e Stücke v o n Stahl k an n man


l . .

in Z u stän de vers etzen in w elche n sie k räftige p on dero mot o risch e,


d . h . ih r e
Mass en in Be w egu n g setzen de Kräfte au fei n an der au s ,

übe n I n dies e m Z u stan de n en n t m an die S t ahlsfll c k e m a gn e t i s i r t


. .

I n s ch w ach er em G rade k an n m an au c h Eis en m agn et is iren .

E s giebt verschied en e Meth o den Eis e n o der Stahl z u mag n e


,

t isir e n Die N atur bietet un s in ei n igen Mi n eralien h aupt sachlich


.
,

d e m M agn eteise n s ß in w elche r aus Eis e n o xyd u n d E is en o xy d ul be


,

s teh t n at ürli c he M ag n ete


, d h Kö rp e r w elch e o hn e beso n der e
, . .
,

B e han dl un g gegen s eitige p o n d erom o to r isch e Wirk un gen ausüben .

Bestr eich t man ein Stück Stahl mit ein e m so lc h en n atürlichen


Magn ete n so w ird d ass elbe ebe n falls zu ein em Magn eten d h es
, , . .

w i r d d au e rn d in d en m agn eti sc he n Z u stan d ve rs etzt .

I n bequ e merer Weis e k an n m an s ich d er Wi rk u n g d e s gal


v an is c h en Stro m es bedien en Br in gt man ein Stahlstück in d ie
.

Näh e ein e s solch en o der leitet man even tu ell d en Str o m d u rch d as
,

Stück selb st hin d urch so zeigt es si ch au ch n ach E n tfern en bezw


, , .

A u f hö ren d es Stro mes d au e rn d magn et is irt w as man an d en p o u ,

d ero mo tm isc h en Wir ku n ge n e rke n n e n kan n w elche d as ein e Stah l ,

s t üc k au f e in an de r es in ähn li c h er Weis e beh an delte s au s übt


, , .

Die Stärke dieser W irkun gen n i mmt mit d er gegen seitigen


En tfern un g d er Stahlstücke ab Man bezeich n et d en R au m in n erh al b
.
,

dessen magn etisch e Wirku n gen n och merkb ar si n d als 111 a g n e ,

t i s c h e s F e l d Die Krä fte hän gen abe r n i c ht allein v o n d er gegen


.

s eitige n E n tfe rn u n g un d L age d er S t ahl s t ück e ih r e r Ge st alt u n d Gr ös s e,

ab Den n bei de n s elben beiden Stahlst üc k en k ö n n e n d ie Kräfte au ch


.

in de rs elbe n relative n E n tfern u n g u n d L age je n ach der sp e c iell e ren


D ru d e , P hysik d A th
es e ers . 1
2 D as Feld m agn eti sch er P o le .

A rt d er vo ran gegan gen en Behan dlun g seh r versc hieden ausfallen ,

n icht n u r w as ih re Stärke an bel an gt s o n de rn au ch hi n si ch tli c h ihr e r


,

so n stige n Eige n s c h afte n Währ en d z B bei ein er ge wissen A r t d er


. . .

Behan dl un g u n d bei ein er sp ec iellen rel ative n L age n ur tran slato ris che
Kräfte au ftreten kö n n en bei ein er an de ren A rt d er Beh an dlun g die
,

Stahlstück e in derselben r el ativen L age au ch n och d rehe n de K rafte


au fein an de r au süben In dies en Fällen sagt m an d as s die S tah ls tüc ke
.
,

i n v e r s c h i e d e n e r W e i s e m a g n e t i s i r t s eien .

Bei ein er gewiss en Gestalt d er zu magn e tisiren d en Korp e r u n d


bei ein er ge w is s en Beh an dlun gsw eise derselben d h bei ei n er ge , . .

w is sen A rt d e r Magn et isirun g k an n m an n un die d u rch dies elbe


,

h ervo rgeru fe n e n p on d er o mo to risc hen K räfte in d e r ein fac hs ten Weis e


bere ch n en .

Legt man n amli ch ein en Stahlkörp er w elch er s ehr d ün n im


Vergleich zu s ein er Län ge ist et wa ein e Klaviersaite v o n 1 mm
D u rchme sser u n d 4 0 c m Län ge in d as In n er e ein er die E n den
d e r S aite w eit überrage n den R öhr e u m w elc h e e in g alvan i sc her
,

S trom in schrau ben förmigen Win d un ge n v on klein er Gan ghöh e fliesst


( e in so ge n an n te s S o l e n o i d ) s o i s t d e r
, Kö rp e r n ac h d e m He r au s

n eh m e n a u s d e r R öhr e in d er Wei se m agn e t is ir t als o b n u r s ein e ,

beiden En den d er Sitz v o n Cen tralkräft en s eie n ein erlei in w el cher , ,

Weise man d en Körp er n achh er biegt Die po n deromot orisch en .

Kräft e w elch e zw ei in dies er Weis e magn et isirte Stahlk ö rp er au f


,

ein an der au süben w e rden also d ad urc h d er Erfahrun g völlig en t


sp r e chen d ber e c hn et d as s man an n i mmt es w irk en n ur z wisch en
, ,

je zweie n d er vier E n de n d er K orp er K r aft e w elch e in d er V er ,

bin du n gslin ie d er betrachteten E n de n liegen un d n u r v o n ihr er


r elative n E n t fern u n g ab h än gen n i c h t v o n d er ge o m etri s ch e n Gest al t
,

d er M agn ete .

Man n en n t die E n den d es S tahlko r pers s ein e m a g n e t i s c h e n


P o l e Allgem ein ver w e n det m an diese Be z eich n un g für diejen igen
.

Stelle n ein es magn etisch en Felde s w elc he d er schein bare Sitz v o n in


,

die Fern e w irke n den Cen t ralkräft en sin d E s ist n icht n o th w en dig
.
,

d ass jedes magn etische Feld Pole besitzt ; d as au f die an ge


geben e Weis e erhalten e m agn eti sch e Feld bes itzt aber solc he .

2 . P ol stä rk e . I h re Messun g n ach ab sol ut em Mauss . Wie


sc hon an fä1 her vo rgeho be n ist n ehmen die m agn etische n p on
iglic h ,

d ero mo to r is c h e n Kräfte mit d er gege n s eitige n E n tfe rn un g d e r magn e


t is irt en Körp e r ab M agn etis ir en wir n u n z wei s ehr l an ge d ün n e
.
,
4 P olstärk e b l
n ach a so u t e m M aus s .

n ur d en Werth d er v orläufig n o ch u n bes timmt en F akto r en m be


e in flu s s en . D er Ein fachh eit h alber setzt man n un f I d , . h .

Die durch dies e F o rmel d e fin irten F akto ren m u n d m n en n t m an , „

die P o l s t ä r k e n d er au fein an der w irk en den D rah t en de n M an .

k an n sie leich t in ab so lu te m Maass d 11 d u rch die Ein h eiten d e r , . .

Masse Län ge u n d Zeit au s drüc k en Den ken wir u n s n amlich .

z w ei P o le glei c h e r Stärke h e rge s tellt w as d ad urc h k o n t ro llir t w e r de n


,

k an n d ass ihre Ein w irku n g au f ein u n d den s elbe n d ritte n P ol in


,

d er gleic he n E n tfern u n g die n ä mli ch e is t so ist o ffen b ar ih r e P o l ,

s tärke d u r ch d en A u s d r u c k gegebe n

m= r /
l f ( )
2

Misst m an d ahe r K auf d er Wage d u rc h ein Gew icht miss t ,

m an fe rn e r r m it ein em L än gen m aass e so ist au ch d ad urch m in ,

d en an ge w an dte n Ei n h eiten d e s Ge w i c h ts u n d d e r L än ge ge m es s en .

E s is t jetzt üblich gew o r de n als Ei n h eit d er M ass e d as G ramm


, ,

als Ei n h eit d e r L ä n ge d as Ce n ti m ete r als Ei n h eit d er Zeit die S e ,

ku n de z u w ahlen Dieses Syste m v o n Ein h eiten n en n t man d as Cen ti


.

m ete r Gr amm S eku n de Sy ste m o de r d as c g s S y s t e m


- - - -
.

D as Ge w i ch t ei n e s Gr am mes w i rd gem esse n d u rch d as P ro d uk t


s ein e r M as s e i n die Be s c hle u n ig u n g w elch e beim freie n F all d u rc h
"

die E rd attr aktion ei n tritt D a l etzter e im cgs System d en Werth 9 8 1


.
-

be sitzt s o repr asen tirt also d as Gew ich t ein es Grammes 9 8 1 ab


,

so l u te K rafte in h eiten o de r w ie man letzte r e z u n en n en pflegt


,

98 1 D y n e n .

E in M ag n e tp o l d e r S t ar k e 1 üb t al s o au f e i n e n
P o l g l e i c h e r S t är k e in d e r E n tfer n u n g v o n 1 C e n ti
m e t e r d i e K r aft e i n e r D y n e a u s d h d i e s e r K r aft k an n , . .

d u r c h d a s G e w i c h t v o n [am G r a m m d a s G l e i c h g e w i c h t
1

g e h al t e n w e r d e n .

3 D i e D i men si on
. d er P olst är k e . D er ei
n u m r sc h e Werth
d er P olstärk e ein es be stimmten Magn eten w ürde s ich än dern w en n ,

w ir an de r e Ein h eiten d er M ass e L än ge un d Zeit z u G r un de legten, ,

al s s ie im c gs Sy stem an ge n o mm e n s i n d

.

Nicht jede z u me ss e n de p hysikalisch e G rosse an dert ihren


n u me ri s che n W e rth w en n je n e Ein h eiten an d ers ge w äh lt w er den
, .

S o i st z B d er o p tisch e B r e ch u n gsin dex ei n es Kö rp e rs v o ll


. .
Dimen sio n d e r P o ls tä rk e .
5

k o mmen vo n ge wählte n Mas s system un abhän gig Dies e A rt


dem .

von p h y s i k ali s che n G r ö ss e n p fl eg t m an di m e n s i o n sl o s zu n en n en ,

o d e r au ch di m e n sio n sl o s e Z ahle n D agege n redet man bei d er .

e r s te re n A r t v o n p hy sik ali s c h e n G ro s s e n z u den e n die P o ls tärke


g e h ö r t vo , n i h r e r Di m e n si o n w el c he s ie in d e n Gr un dei n h eite n be
,

s it z e n in de m man darun ter diejen ige n Po te n zen ders elben versteht


, ,

w e lc he in d e r F o r m e l d er betrach tete n p hy s i k ali sche n G rö ss e n au f


tr ete n E s is t dies ein e Verallgem ei n erun g d es Geb rauches n ach
.

w elche m ein Gebilde w elches d urc h d as Pro d u kt z w eie r o de r d r eier


,

L ä n gen ge messe n w ird also ein e Fl äch e o der ein R au m al s

von d er zweiten o de r d ritten Di m e n si o n bez eichn et w i r d S o ist .

z. B ei n e Ges chw i n digkeit vo n d er erste n Dime n sion d er L an ge


.

un d d er r ec ip r o k en er s te n Di m en sio n d er Zeit Man k an n d ie s .

fo r m ell d ad ur ch beq u e m zu m A u s dru c k b rin gen d ass man die L an ge ,

m it L die Zeit m it T die Masse mit M bez ei chn et u n d die D i men


, ,

si o n e n d er betr e ffen de n G rö ss e als E xp o n en te n n ebe n die s e G r u n d

ein h eiten s etzt .

Dies e D imen sio n sformeln sollen im Folgen de n d ad urch geken n


z eich n et w e r den d ass man die betreffe n de phys ikalische Gröss e
,

in Klam mern s etzt .

Die D im en sio n sfo rmel ein er Ges ch win digkeit v ist demn ach
"
[ ]
V L T .

ei n er Beschleu n igun g g
g
[ ] L T 2 _

ein er Kraft K
K
[ ] M L T
A u s F o rmel ( 2 ) ergiebt si ch d ah er die D i m e 11 s i o 11 s f o r m e l
der P o l s t ä rk e zu

[ ]
rn ( )
3

Die D imen sion sformeln lei sten gu te Die n ste w en n man v on ,

ein e m System vo n Grun dei n h eiten zu ein e m an dere n übergeb en


W ill . Wählt man z B d as Milligramm un d das Milli mete r als
. .

Masse n u n d L än gen ein heit d h geht man vom cgs System zu m , . .


-

mm mg s Sy stem über u n d u n tersch eidet man die n eu en Ein h eite n


- - -

d urch o bere Striche v on d en alten so ist zu setzen ,

M = 1 000 M T = T
’ 1
L 10 1
'
:
, , .

S etzt man dies e W erthe in die D imen sio n sfo rmel ( )


3 d er P o ls t ärk e ,

80 folgt
[ ]
l
m 1 000
-

_
6 D ie Su mme d er P o lstä rk en i st N ll u .

D er n um r s ch e i e We rth de r P o lstark e ein es bestimmten Mag n eten


ist a so l bei m Uebergan g v o m c gs Sy ste m zu m mm mg s System - — - -

mit 1 000 zu m u l tip l ic iren .

Ausserde m sin d die D imen sion sformeln n o ch n ützli ch z ur K on


tr olle ein e r län geren R echn un g d urch die irgen d w elche Be ziehun ge n
,

z w i sch en versc hieden en physikalischen Grö ss en hergestellt w er den .

Den n n u r Grössen gleicher Dime n sion kön n en ein an der glei ch sein
n ie h at e s z B ein en Sin n 1 c m gleich 1 Sek un de zu setz en
. . .

I n j e d e r F o r m e l k ö n n e n d a h e r d u r c h Gl e i c hh e i t s Addi
t i o a s o d e r S u b t r ak t i o n s Z e i c h e n n u r G r ö s s e n g l e i c h e r
-

D i m en sio n v erb un d e n s ein .

4 . D i e S u m me d er P olst ärk en ei n es Magn et e n i st Null .

D as in der F ormel (1 ) au sge sp ro che n e Ges etz d er Kraft w i rk un g


z w eier M agn etp o le ist ide n tis c h m it d e m allge m ein e n A t trak t io n e

gese tze w el ch es N e w t o n für z w ei po n de rable Mass e n M u n d M


,
’ ”

au fge s tell t h at Aber abges eh en d avo n d as s d ie magn etischen


.

Kräfte d urch ihr e w eit gröss e re In ten sitä t v o n d en allgemein en


A ttr ak tion skräft en leicht u n te rs chieden w er den kön n en in de m z B , . .

d ün n e S t ahldräht e in u n magn etis irtem Z ustan de m e rkb are Attr aktio n


überhaup t n icht ä uss e rn so d ifl eriren sie n o ch in ein e m w e s e n tli che n

an de r e n P un kte v o n d e r N e w t o n sc h en M as s en e in wir k u n g Letzte re


'

ä u ss er t s ich n ä mlich n u r als An zieh un g w äh r en d M agn etp o le sich


s o w oh l an zieh e n als ab sto sse n k o n n e n .

Beo b achtet m an z B bei d em in 5 2 be s ch riebe n en E xp erimen t


. .

m it z w ei S tahl dr äht en in ein em F alle An zieh un g s o erh ält man bei .

Vertau sch un g d e r beide n E n den d es ein en d er D rähte Ab sto s su n g ,

u n d zw ar v o n n u m er is c h gen au d e m glei c he n Betrage w ie ih n die ,

v o rhe rige An z iehun g be sas s Dies e s Ge setz k an n man bei d er be


.

s ch rieb e n e n An o rd n u n g leicht an d er W age v e r ific ir e n .

A u s die s em Ges et z fol gt so fo r t d ass d er a b s o l u t e W e r t h


d e r P o l s t ä r k e n d er beiden E n den jed es D r ahte s g l e i c h s e i n


m u s s Fern er fo lgt d ass man gen au die ursprün glich e m agn etische
.
,

E in wirk u n g erhalte n mu ss w e n n man die E n den beider Magn ete


ver tau scht .

Um in d er F o r mel d as verschieden e Ve rhalte n d er Attr akti on


u n d R e pu l si on zu m A u sd r uc k z u b r in gen leg t man p asse n d d en ,

P o lstärk en d as po s itive o de r n eg ative Vorz eic he n bei u n d s etzt fern e r


fest d ass d ie Attr akti o n v on d er R epulsio n si ch ebe n falls d ur ch d as
,

Vo rzeich en u n tersch eiden so ll E s ist üblich die Absto ssu n g mi t


.
,
D ie S um m e d er P o lst ärk e n i st Null .

p ositive m die An ziehu n g mit n egativem Vorzeichen z u belegen H at


, .

m an n u n d u rch Be o b achtu n g d er Ein w i rk u n g ein es beliebigen dritte n


Magn e te n (z B d er E rde) diejen igen Po le z weier Magn ete ge
. .

fun de n welch e d as gleich e Vo rz eiche n bes itz en s o beo b achtet m an


, ,

z wis ch e n die s e n gleich n amigen P o le n s tets Ab sto ss un g F orm el ( 1 ) .

ist d aher jetz t au ch richtig in Be zu g au f d as Vorz ei ch en in dem ,

d ur ch sie d e r T h ats ache R echn un g getragen w ird d as s g l e i c h ,

n am i g e P o l e s i c h ab s t o s s e n u n gl e i c h n a m i g e s i c h a n ,

zi eh en .

Nen n t m an die beide n Pole ein es magn etisirten Drah tes m


so fo lgt d aher jetzt m it Be r üc k sichtig u n g ihr er V o r z eic h e n

un d m ,
'
m m 0,
d h d i e Su mm e d e r P olst ärk en ist N ull
. .
-
.

Welch e n P ol ein es Magn eten m an als p ositiven w el chen man ,

als n eg at iven be z eichn en w ill bleibt d abei g an z willkürlich Ueblich


, .

ist es d as u n ter dem Ein flu ss d er Er de w elche selb st e in m agn e


, ,

tis ches Feld bes itzt sich n ach No rde n ein stellen de E n de ein e s
,

Magn eten als p o s i t i v e n P o l o der N o r d p o l zu be zeichn en .

Die bish e rigen S ätze sin d an d en E rfahrun ge n ge wo n n en ,

welche m an mit d en lan gen S tahldrähten machen k an n w en n man sie ,

in d er in 5 1 an gegebe n en Wei se m agn etisirt Obglei c h n u n n u r die .

E n den d e r D rahte d er Sitz v on magn eti s chen K räfte n zu sein sch ein en ,

s o ist d o ch kei n e s w e s zu s chlie s s en d s t hats äc hli ch n u r d ie s e


g a s ,

E n den d ur c h d en Magn et isir u n gspr o ce ss in i hre r N atur geän d er t


s in d währ en d die übrigen Stellen d er D rähte in de ms elben Z u
s t an d s geb liebe n s eie n w ie sie ihn v o r d e r Magn etisir u n g bes e ss en
,

h aben D ass d em n icht s o is t k an n man erken n e n w en n m an d en


.
, ,

D raht in klein er e Stückchen zerbricht E in jedes ders elben zeigt .

n ä mlich wied er u m magn etisch e Eige n sch aften in g an z ähn lic he r


Weis e w ie d er u rs prün gliche gan z e D raht Die E n den jedes
,
.

Stückch e n s bilden magn etische Pole d h sch ein en d er Sitz v o n , . .

Ce n tralkräft en zu s ein Deren Ges etz w ird wiederum d u rch di e


.

F o rmel ( 1) au sgedrückt Die exp erim en telle E rmittelu n g ders elben


.

leidet jetzt n ur an der Un bequ emlichk eit d ass w egen d er K ürze ,

d er Stü c ke die Wirku n gen s ein e r b e i d e n Pole auf ei n en P o l ein es


an de e
r n D r a ht st üc ke s z u be r ü ck s i ch tige n s in d Se h r ei n fa c h is t a be r .

au ch in d ies em F alle zu be o b ac hte n d ass we n n ein ku rz er Magn et


, ,

in d er a axi l en Ve r l än ge ru n g ein e s a n de r e n l än ge r e n liegt die r e su l ,

tir en de ma ng eti sc he K raft i hr V o r z eic h e n w ech s elt a be r d e m a b ,

so luten W erth e n a ch k t
on s na t bleibt we n n m a n d en k ü rz e r e n
Fern k rä fte o der Nah ek räfte ?

Mag n eten u m 18 0 s o d reht dass sein e beiden En den ihr e L age


0
,

z u d e m l an ge n M agn e t e n ge rade ve rtau sch en Hieraus ist s o fo rt .

zu sc h li ess e n d ass au ch in de m kurzen M agn e ten die Su mme s e in er


,

P o lst ärke n Nu ll is t Dies en S atz kan n man au c h au s d er B e


.

o bac ht u n g s chli es s e n d ass d as Ge wi cht e in es S tahlst ücke s s ich d urc h


,

Magn et isiru n g n i cht än dert Sein e beiden Po le erfahren dah e r in


.

d em glei chfö rm igen M agn etfeld s d er E r de glei ch e An zieh u n g u n d


Ab sto ssun g .

D ie selben Beob ach tu n gen k o n n te m an m achen so w eit man au c h ,

die Ze rklein eru n g ein es Magn eten betriebe Hierau s ist zu schlie ss en .
,

d as s i n j e d e m au c h n o c h s o k l e i n e n M ag n e t e n d h , . .

au c h i n j e d e m V o l u m e n e l e m e n t e i n e s M agn e t e n d i e
S u m m e d e r P o l s t ä r k e n d e n W e r t h N u l l e r gi e b t .

5 F0m k r äft e
. o d er Nah ek r äfte ? I n d em Vo ran gegan ge n en ist
gez eigt d ass man ein m agn etisches Feld erz e ugen kan n in w elch e m
, ,

die v o rh an den en po n d ero mo to ris ch e n Kräft e in ri chtiger Weis e d urc h


d ie An n ah me ber ech n et w e rden kön n e n d ass ge wi s s e P un k te , d ie
Pole d e s Feldes K raft e au fei n an de r au sübe n die zw ar mi t d er ,

E n tfern u n g abn ehmen aber d o ch n o ch in gro sse n Distan zen w ir ke n


, ,

s o ge n an n te F e r n k r a f t e .

Man h at in n eu erer Zeit d as Be strebe n h au p ts ac hl ich n ach


d em V o rgan ge d er beiden e n gli sc hen Phy sik e r F a r a d a y u n d
M a x w e l l die in d er Natur be ob achteten Wirk u n gen au f N a h e
,

k t a f t e zu rüc kzuführ en d h au f so lch e Kräfte die dir ekt irgen d


, . .
,

w elc h e Ver än derun ge n n u r an d er Stelle d es R a u m e s bew ir k en w o m an ,

si e ge rade betrach tet Man stellt sic h z u dies e m Z w ecke d en R au m


.

n i ch t leer v o r s o n d e rn mit ein e m Mediu m erfüllt


,
w el ch e s u n ter d e r ,

Ein wirku n g dieser N ah ekrä fte irgen d wel ch e Verän derun gen er
leiden k an n Die sch ein b ar en Fern kräft e k o mmen d an n d ur ch V er
.

mitt el u n g di e s e s M ediu ms zu Stan de in dem s ein e V er an d er u n ge n , ,

die in ein e m P un k te A h ervorgeru fen w e rden si ch im gan zen Me ,

d iu m w eiter ver b r eite n au ch bi s zu ei n e m e n tfe rn te n P u n kt e B


, ,

w o s ie u n ter U ms tan den p on d e ro mo to ris ch d h mas sen b e w egen d , . .


,

w i rke n k ö n n e n .

Bei allen m agn etischen elektrisch en u n d op tischen E rsch ei


n u n gen so w ie den en d er s trahle n de n W är me k ö n n e n n u n s o ge n an n te
, ,

p o n de r able M edie n n i c ht die w e s en tli c he R o lle d e r V e r m it t e l un g


übern ehm en w e n n sie die s elbe eve n tu ell au ch m o d iflcire n k ö n n e n ; den n
,

au c h i m l u ftle er en Rau m e in w el che m p o n derable Mater ie feh lt


, ,
b
D as Ge i e t d e r P h y iks d es A eth ers .
9

tr eten die gen an n ten E r sch ei n un gen au f Man h at d aher ein e m .

u n w ägb ar e n Medi u m die Ve rm ittle rro lle zu ge w ie s e n u n d n en n t die s e s

d e n A e t h e r Die ge n an n te n E rsch ein u n gen w er den al so n ac h die s er


.

A n schau un g n ur d u rch Z u stan d sän der un ge n im Aethe r w ach ger ufen ,

die L e hre v o n d e r E lekt ri citä t d em Mag n etis mus de m Lic hte u n d


, ,

d e r strahle n den W ärm e w ir d al so ge mein sam u mfasst d ur c h d as


S tu di u m d e r P h y s i k d e s A e t h e r s .

Ge rade so gu t wie man ein e m bes o n der e n Me d iu m w elches


, ,

d e n R aum überall erfül lt die Ver mittle rro lle vo n Kraft w ir k un gen
,

zu we is t kö n n te m an au ch d as selbe e n tbeh r e n un d d e m R au m s elb st die


,

j g p
e n i e n hy s ik ali s ch e n Eige n s c h aften beilegen w el c he d e m Aeth e r

j etzt z ugeschrieben w erden Man hat sich bish er v o r dies er A n


.

s c h au u n g ge sc h e u t w eil man m it d e m W o rte R au m ein e ab strakte “


, „

Vo rs te llu n g ohn e physik alis ch e Eigen sch aften verbin det D a die .

Ein führu n g d es n e u en Begriffes Aether d u rchaus ohn e Belan g „


ist wo fern m an n u r das Prin c ip d er N ahekräft e fes th ält so so l l in


, ,

dies er D ars tellun g von d er bis her üblic hen Be zeich n un g d h d er . .

Ein führun g d es Wortes Aether Geb rau ch ge macht w erden




, .

D as gegen s eitige V erh ältn i ss v o n Fer n u n d N ah e krä ften wir d


t an d e m el as ti sc hen Ve rh alte n d r Kö rp e r d e m o n s tri rt We nn
g u e .

z. B d as ein e E n de ein es Stabes gedrillt w ir d w ähren d d as an der e


.
,

fes t ein geklemmt is t , so tr itt au c h z B in d er Mitte d er Län ge . .

d es Stabes ein e D rill u n g auf Dies e ko mm t n u n n ic ht zu Stan de


.

d u rch Di stan z wirku n g d es u n tersten Q u ersch n ittes des Stabes au f


s ei n e n mittelste n Q u ers ch n itt s o n de rn d ur c h V ermit telu n g d er gegen
,

s eitigen L age än de r u n gen d er d az w isc he n liege n d e n Q u ers ch n itte .

Mit d ies e m Gleich n iss so ll n ich t gesagt s ein d ass die im Aether ,

wirke n de n N ahekrä ft e in jede r Hi n si cht d e n el as tis che n N ah ekrä ft en


d er Mate rie ähnl ich s eie n i m Gegen th eil
, m an k an n w e s en tlich e ,

Un terschiede z wisch en beide n A rten v o n N ah ekrafte n bei n äh erer


Un tersu ch un g au ffin den .

E s m uss hie r zu n äch st au f ei n e Mei n un g au fm erksam gemach t


w e r den die behaupte t d ass ein wese n tlic h e r Un tersch ied zwi sc hen
,

Fe r n krä ft en u n d N ah ek rafte n n i c ht bestehe Den n au ch di e el ast is chen .

Nah ekräft e k an n man r ech n erisch au f Fern krä ft e z u rü ckfüh ren die ,

alle rd i n g s n u r in klei n e n sogen an n te n m o lek ul ar en Di s tan zen wirk e n


, .

ohn e mit d e r E rfah ru n g in Wider sp r üche z u ge rat he n D em gegen .

übe r m u ss ges agt w e r de n d ass dies e s o d efin irt e n el asti s ch en N ah e


,

kräfte k ein e N ahe kräft e sin d Wirkliche N ahek raft e w i rken n icht
.

in D istan zen au ch w e n n s ie n o ch so klei n sin d


, Wen n v o n ein e m .
D ie U n v e rä n d e lich k eit
r d er Nah e wirk u n gen .

P un kte A ein e N ahekraft ausgeht so bew irk t dies e Z ustan d s v e r


ä n de run ge n n u r in A s elber .

E s ist n icht i mm er n o thw en dig d ass d asjen ige w as v o m


P u n k te A au sgeht m it de m N amen Kr aft im ge wöh n lichen Si n n e
zu b ezei c hn e n ist d h als ein e Urs ache w elc he Mas s en in Be
. .

w egun g s etzen kan n E s k an n irgen d e in an d e r e r p hysikali sc her


.

Z u stan d s ein desse n W irku n ge n w ir d u rch d as Exp eri m en t k en n en


, ,

d es s e n tie fer e N atu r w ir aber gar n i c ht zu e rg rün den b r au che n


( u n d kö n n e n ) Die s
. e r betr a c h tete p h y s ik ali sc h e Z u st a n d k a n n

d an n vo n irgen d w elche n an dere n physikalischen Z ustän den 5 .


.
fi ,
e tc a
.b h, ä n
g e n D as Ge s et
. z fü r die s e Ab h ä n gigkeit i st a u s d e n

E rfahru n gsth ats achen d u rch m athematischen K alk ul ab zu leiten D a s .

P r i n c i p d e r E x i s t e n z d e r N a h e w i r k u n ge n b e s a gt d an n ,

d as s s i c h s t e t s e i n e B e z i e h u n g fi n d e n l as s e n m u s s d e r ,

z u fo l g e d e r W e r t h d e s Z u s t an d e s d S t e l l e A
5, a n e r .

n u r ab h a n
g t v o n d e n W e r t h e n d e r Z u s t ä n d e Ö„ 5, .

an d e r s e l b e n S t e l l e A d e s R au m e s We sen tlich für die hie r


.

zu en tw ick eln de Th eo rie ist die Au sdehn un g d er N ah ew irku n ge


geset z e v on h o mo gen en d h überall glei ch besch affen en Medi en
. .

au f in ho mo ge n e M an k an n n ich t beh aup ten d ass d as s elbe Nahe


.

w irk un gs ges et z in jede m F alle im in h o m o ge n en R au m s gilt w en n


e s im h o m o gen e n R aum e be steht Dieses w i rd aber ein trete n
.
,

w e n n d as N ahe wirk u n gsges e tz in ei n e r F o rm au sge spr ochen ist d ass ,

e s v o n de r N atu r an d e r betrac hteten R au m st el le gan z un ab h an gig

erschein t Z war ist dies e r S chluss n ich t ein m ath emati sc h stre n ger
.
,

d a die Nahe wirku n gsgeset z e au s Beo b achtun ge n im h o mo gen e n R au m e


abst rah ir t si n d aber er ist e in s eh r n ah e liege n der hy o th eti s c h er S c hl u s s
, p .

I m F o lgen de n w ird v o n ih m m eh rfach Geb rau c h gem acht


w er de n E s w ir d au f ihn d an n k u rz h i n gewie s en w e r den als d e 11
.

S a t z v o n d e r U n v e r ä n d e r l i c h k e i t d e r N a h e w i r k u n ge n “
.

Sehr o ft sin d bei die ser herzu stellen d e n Beziehu n g w elche d as ,

N ah ew irku n gsgeset z au sd rück t ein ige d er Z u stä n de Ö, ,



etc . .

D ifler en t ialquo t ie n t en ei n e s Z ustan des Ö n ac h d en K oo rdin aten o der


' ’

.

de r Zeit I n d i e s e m F a l l e d r ü c k t s i c h d a n n d a s N ah e
.

w i r k u n g s g e s e t z d u r c h e i n e D i ff e r e n t i a l g l e i c h u n g o d e r
ein S y s t e m v o n s i m u l t a n e n D i f f e r e n t i a l gl e i c h u n g e n
au s D a s F e r n w i r k u n gs ge s e t z g i e b t d i e I n t e g r al e d i e s e r
.

D iffe r e n t i al g l e i c h u n g e n i n b e st i m mt e n b e i d er B e ,

o b a c h t u n g v o r l i e ge n d e n F ä l l e n .

D er let te S atz beleuch tet d as V erhaltn iss d er N ah e wirk un gen


z
12 Fe ld stii rke , K raft lin ien .

p o n Wirku n g w elch e e in P ol v o n d er S tärke


d ero mo t o r isch e 1
d arin erfäh rt Den selbe n kan n m an wie obe n an gegeben ist sic h
.
, ,

d ad ur ch he rstelle n d ass man ein en s ehr l an ge n S tahldr aht mit H ülfe


,

ein es so starken galv an isch e n Stro mes magn etisirt d as s s ein E n de ,

au f d as E n de ei n es gle ich b ehan d e lt e n gleiche n Stahld r ahte s in d e r

E n tfern un g v o n 1 cm die Kr aft ein er Dyn e aus übt .

D i e K r af t w e l c h e e i n P o l d e r S t ä r k e
,
1 im
m a g n e t i s c h e n F e l d e e r fa h r t n en n t m an d i e S t ä r k e
,

o d er In ten s ität o d e r au c h d i e m a g n e t i s c h e K r a f t d e s
,

F e l des .

Die D imen sion sfo rmel d er Felds tärke ( der magn etisc he n K raft)
fo lgt au s d er Ueberlegu n g d ass d as Pro du kt au s d er P o ls tärk e in
,

d ie Feld stä rke die Di m en si o n ein e r Kraft K h aben mu ss Bezei ch n et .

man die Feld stärke (magn eti s che Kr aft) mit so is t al so

[ l
fil [ ]
K ,

d h
. . n ach For mel (3)
[5]

7 . K r aft li n i en . Kan n d erWirk u n g d er


E in he it spol d er
mag n etis ch en Kr aft o hn e H in d ern iss folgen so beschr eibt e r fall s ,

s ei n e M ass e o der s ei n e Ge s ch w in digkeit s o ge rin g is t d ass Träg ,

h eits kräft e n icht m erklic h au ft reten e i n e B a h n d e r e n T an , ,

g e n t e i n j e d e m P u n k te m i t d e r R i c ht u n g d e r m ag n e
t i s c h e n K r a f t z u s a m m e n f ä l l t D i e s e B a h n w i r d K r a f tl i n i e
.

g e n a n n t Au sse r in d er an gegeben en Weise k an n man bequ em e r


.

die Gestalt d er Kraftlin ien ei n es Feldes dad urch er mitteln d ass man ,

E isen fe ilsp ah n e i n d ass elbe b rin gt in de m man sie d er W irku n g d er


,

S ch w e re en tzieht z B d urc h Au fstr e uen auf ein en h ori zo n tale n


, . .

Pap iers chirm D a wie w ir s päter sehen w erde n die E isen th eilchen
.
, ,

im magn eti s chen Felde s elb s t z u Magn eten w erde n deren Po le in ,

R ich tun g d er Kraftl i n ien liege n so o rd n en s ich die S p ähn e in d er


R ic htu n g derselben an i n fo lge d e r An ziehu n g d er u n gleichn am ige n
Po le welch e zw ei be n achb arte E isen st ückc h en ein an der zu wen de n .

8 . B ed eut un g d es W o rt e s „ F el d st är k e

im S i n n e d er
F ern k r äft e un d i m S i n n e d er Nah ek r äft e . E s muss hier her vo r
geh o ben w erden d ass je n ach de m man Fern kräfte o der N ah ekr äfte
, ,

an n i mmt d er Si n n d es W o r te s Feld stärke u n d magn etisches “


„ „

Feld ein e s Magn eten e in verschieden er ist B ei A n n ah m e v on



.
B edeu t u ng d er ‚ Feldstä rk e “
.
13

F ern kr äft e n h at ei n zel n er Magn etp o l P an sich übe rh aup t kein


e in

m agn etis c h es Feld D ass elbe w ird erst d ad urch hervorgebracht


.
,

d ass w ir ihn au f ein e n an de r e n P ol d e n E in h e its p ol P wirken



, ,

l assen in de m wir letzte ren in die U mgeb un g d es erster e n b rin ge n


,
.

Bei An n ahme d er N ah ekräfte d agegen h at au ch ein ein zeln er


Magn etp o l w oh l ein magn etisch es Feld er bewirkt ge wisse Z u stan d s ,

ä n deru n ge n im u mgeben de n Aethe r u n d d ies e s in d v o rh an de n au c h , ,

w e n n gar kein an de r e r P o l in s ei n er N ahe is t W ir bedie n en u n s .

in die s em F alle d er An n äh eru n g d es E in h eit sp ol e s P n u r de sh alb



,

u m d ur c h die au f ih n au sge übte n p o n d e ro mo t o ris chen K rä fte q u an

t it ativ die Z u s tan d sän derun gen w el ch e d er u rsp rün gli ch v o rh an de n e


,

P o l P im Aether her vo rbr in gt zu mess e n D abei k an n man n icht


, .

v o r au s s etz e n e s w e rde d u rc h d en E in h e it sp ol P d as m agn eti s che Feld



,

n i c ht w e s e n tli c h geä n de rt I m Gege n t he il wir w e rden w eite r u n ten


.
,

erke n n en d ass s te ts der Verlauf d er Kraftli n ien au ch w en n s ie v o n


, ,

ein em n o ch so starken Magn etfelds herrühren in der N ähe ei n es ,

P un ktes P an ders ist wen n dort e in E in h eitspol lagert als wen n


'
, ,

ders elbe d o rt n i cht v orh an den wär e u n d d ass gerade au f die s er ,

A en d eru n g d es K r aft lin ien v erlaufe s die p on dero mo t o risch e Wirk un g


be ruht w elche d er E in heitspol im Magn etfelde erfährt
, .

W ir wo lle n aber an n eh me n dass diese V eran d eru n g d es K raft ,

lin ien verlaufes d es u rspr ün glich en Feldes d urch den P o l P n ur in '

s ei n e r n ä ch s te n N ah e m erkb ar is t w as s tets zu e r r ei ch e n ist w e n n


, ,

die P ols tärk e v o n P ge n ügen d klein ist im Vergleich zu d en d as


'

z u u n te rs u c he n de Feld e rz eu ge n den P o ls tärk e n Man erh ält d an n .

für die Feld stärke 5 d h für die Z u st an d s an d e r un ge n i m Aeth er


. , . .

ein e s Magn etfeldes den s elben Werth w ie er n ach ein er sp äter zu


,

bespre chen den Meth o de folgt welch e n i ch t d irekt auf d er Messun g,

d er p o n d er omo to risch en Wirk un gen d es Magn etfeldes ber uht .

9 E in Nah ewi r k un gsgeset z d er magn et i sc h en K r aft


. . Es
m öge e in magn eti s c he s Feld d urch die P ole d e r Stärke n m

m„
m„ m4 hervo rgebrac ht s ein W ir w ollen e in Nah e wirkun gs
e tc . .

gesetz d er magn etisc hen Kr aft dies es Felde s fin den d h ein e Be ,


. .

zieh u n g z w i s ch en i r gen d w el ch e n Gr ö ss en o de r Z u s tä n de n die sic h ,

auf e in u n d dies elbe S te lle d e s R au me s be zie h e n .

Die m agn etische Kr aft (1 h die R esultan te d er v on d en . .

Polen m m „ au f d e n P o l P d er Stärke 1 au s ge ü bte n W ir


ku n ge n w ird n ach G rö ss e u n d R ic htu n g besti mm t wen n wir die d rei ,

Ko mpo n en ten a B 1 v on ,
n ach d r ei z u ei n an de r r e cht wi n klige n
,
14 Nah ew irk un gsgeset z d er m agn etisch en K raft .

K o o r d in at en mren x, y
ken n e n Dies e l assen sich n u n n ach d e m
, z .

dur ch die Form el ( 1 ) für d ie Wirkun g z w eier Pole au sge sp ro chen en G e


s etz e s o fo rt an gebe n d a z B die x K o mp o n en te a v o n 6 d ad urc h -
. .
, ‚

erhalten w ird dass man die v o n d en Polen m„ m„


, au sge übte n

Ein zelkräfte mit d em K o sin u s derjen igen Win k el beziehun gs wei se


mu lt iplicirt w el c h en die bez üglich e n E n tfern un gen r
,
r von P „ „

mit d e r x A xe bilde n u n d die d adu r ch erh alten en Pr o d ukte ad dir t


-

, .

Sin d die K o o rdi n ate n d es Po les m , : x y „ z die d es Poles m , „ „

x„ y z, etc u n d bez eichn en w ir die Ko ord in ate n d es E in h eits



.

p o les P ( I
, h de rje n ige n Stell e
. . a n w el che r w ir die m ag n eti s c he ,

Kr aft u n tersuchen w olle n mit x y z so fin den di e Gleichun gen statt : , , , ,

e tc .

Nach d en so eben an ge stellten Ueberlegun gen is t

K —
X X -
X
9 x —
x8
a z ml a l m
+ 2 3
m
+ 8 +
r r

= y y3

ß m 1 +

7 = m, ”
-

j -

I ll
2 + m, _
r
,

In diesen F o rmeln ist au ch d em rich tigen Vo rz eich en R echn u n g ge


tragen in so fern als z B d er v o n m l beein flu sste Th eil v o n a bei
, ,
. .

p o s itive m 111 p o s itiv is


1
t fall s x x

d h d er P o l m l
st o ss t d en
, . .

E in h eits po l P ab .

D ifler en z ir en w ir n u n 01 n ac h x B n ach y 7 n ac h z s o fo lgt


'

, , , ,

w en n die F o rm el n ausg es c hr iebe n w e r den n ur für d e n v o n m 1 h er ,

rüh r e n den A n th e il m it Be rück sic htigun g d er aus ( 5 ) ableitb ar en


,

Be zieh un gen
0 r, ar ! _ _ Y

Y1
d fly
'

x r
l
P o t en ti a d er m agn eti sc h en Kraft .
15

D ur c h Additio n die ser letzten d rei Gleichun gen fo lgt

+ =3 8

x
l ) +Üs '
Y1 )
s
+( z
8 x 0y 0z -
11

d h
. . mit Berücks ichtigu n g d er F orm el (5)
ö d 08 87
y 0x 5z 0
_ — _

( )
8

H i e r h a b e n w i r e i n e D i ff e r e n t i al g l e i c h u n g f ü r d i e
K o m p o n e n t e n d e r m a gn e t i s c h e n K r a f t g e w o n n e n d h , . .

e i n G e s e tz d e r N ah e w i r k u n g e n D asselbe h at im gan zen R au me


.
,

in w el ch em si ch d as magn etis che Feld befin det G ültigkeit n ur n i cht , ,

in den Po len s elb st w eil d ort w ie au s ( 6) zu erken n en ist die


m agn etische Kr aft u n en dli ch gro ss w ir d Die ses Verh alten en t .

sp richt si ch er n i c ht d e r Wir kli chkeit in str en ge m Sin n e w ir w o lle n ,

spä te r d ar au f zu rüc kk o mme n Schlie sse n w ir die Stelle n d er Po le


.

z u n ä ch s t v o n d er Betrach tun g au s so h abe n w ir al so in ( 8 ) ein

N ah e wi rk u n gsges etz ein es d u rch Po le erz eu gte n Magn etfelde s .

1 0 D as P ot en ti al d er magn et i sch en K r aft


. D er m agn e
tisch e n Kraft kommt so wohl ein Z ahl w erth als R ichtun g zu D er .

ar tige Grö ssen n en n t man V e k t o r e n im Gegen satz zu S k a l a r e n , ,

w elch e s G r ö s sen si n d de n e n n u r ein Z ahl w er th zu k ommt w ie z B


, , . .

die Dichtigkeit ei n es Kö rp ers an irgen d ein er Stelle Die Ges etz e .

d e r Vekto ren sin d u n übersichtlicher als die d er Skal are n d a erster e


, ,

imm er die K en n t n iss v o n drei Gro ss en an jeder Stelle des R au mes


erfo rdern w ie z B die magn etis che Kraft 5 erst v o llstän dig be
. . ‚

st i mmt is t w en n m an ihr e d r ei K o mp o n e n te n a
, ß ke n n t , ,
.

E s bedeu tet d aher im Al lgem ei n en ei n e Verei n fach un g w en n ,

man d ie Ges etz e ein e s Vekt ors au f die ein e s S k alars red u c iren k an n .

Dies ist n u n in d er Th at bei der m agn etischen K raft der F all .

E s l a s s e n s i c h n ä m l i c h d i e K o m p o n e n t e n d e r m ag n e
t i s c h e n K r a f t a l s (n e g a t i v e) D i f f e r e n t i a l q u o t i e n t e n
e i n e r F u n k t i o n V n a c h d e n K o o r d i n at e n d ar s t e l l e n ,

w e l c h e e i n S k a l ar i s t .

Setz t man n ämlich


ml
r1 r

so wird t h ats ac hl ich

0V

0x
16 l
P oten tia d e r magn e t is ch en K raft .

w ie m an d u rch D ifleren tiatio n mit Berücksichtigun g v o n


'

, un d

Verglei chu n g mit (6) erke n n t .

D i e s e F u n k t i o n V h e i s s t d a s P o t e n t i al d e r m a gn e
t i s c h e n K r af t i n d e m al l g e m e i n d as P o t e n t i al e i n e r
,

K r a f t d i ej e n i g e G r ö s s e g e n a n n t w i r d d e r e n n e g a t i v e ,

D i ffe r e n t i al q u o t i e n t e n n ac h d e n K o o r d i n a t e n d i e K o m
p o n e n t e n d e r K r a ft e r g e b e n .

Ni cht jede Kraft bes itzt ein Po ten tial Wie m an aber au s .

d e n Glei c h u n gen ( I O ) ers ieht k an n m an leicht die Bedi n gu n g au f


,

s te lle n , d er Kr äfte geh o rchen müs se n welch e e in Po te n ti al b es itz e n


,
.

Sie ist
0a 00 00 07
0y 0x 0z 0y
’ ( )
l l

D i e s e m z w e i t e n N a h e w i r k u n gs ge s e t z i s t a l s o d i e
m a g n e t i s c h e K r aft e i n e s v o n P o l e n h e r r ü h r e n d e n F e l
d e s e b e n f a l ls u n t e r w o r f e n w ie man d ur c h D ifieren tiat io n d er

Fo r m eln (6) leicht v erific iren k an n .

A u s Gleich u n g (8) erh ält m an ein N ahe wirk un gsgesetz für


d as Po t en ti al n ä mlich
,

3 ’
0 V 0 V 9
0 V
2 2 2
0 11 0y 0z

Die s e Differe n tialglei ch un g w i rd d i e L a p l a c e s c h 9 gen an n t Sie '


.

gilt im gan zen Raum e abgesehen v on d en Pole n Ihre lin k e


,
.

Seite wird o ft abgek ürzt d urch d as


Symb ol A V .

1 1 D er Gau ss
. sc h e

S at z W ir
.

de n k en u n s ein Fläch en ele me n t (1 8


au f ein er Fl ache S abgegr en zt W ir .

w o lle n d as P ro d u kt au s d er G r ö ss e
d es Fläch en ele men t e s in die K o m
o n e n te d er m agn eti s c h en K raft
p
bilden w elche n ach d er No rmale n
d er Flä che gen o mmen ist ( vgl Fig . .

Dies es Pro d ukt 5 d S n e n n t man . „

d e n K r ä f t e f l u s s d u r ch (I S in
R i ch tu n g v on 11 . D er K r aft eflu ss d urch die e n dlich e Fl äch e S wir d
d u rc h d as In tegral
Gau ss

s ch er S at z .
17

g ege b e n E s ist n o th w e n dig


. d en p o s itiven Sin n d e r N o r m ale 11
,

d ab ei fe s tzulegen d b d en Sin n in w el chem d er K r äft eflu ss d u rch


, . .
,

d i e Fl äch e hi n d u rc h stattfin den so ll .

Die Ko mpon en te ist d u rch d as Po ten ti al V lei cht aus


d rüc k bar De n n ger ade w ie die Kr aft ko mpo n en te n ac h d er x A xe
.
-

d ur c h d en n eg ativen D ifie ren tialquo li en t en v o n V n ach 11 bes ti mmt


'

w ir d m u ss da die x A xe in kein erlei Weis e v o r ei n er an der en


-

R i c h t u n g im R au m e au sgez ei chn et is t die K o mp o n en te 5 glei ch , ‚ ,

s ein d e m n eg ativen Diffe ren ti alqu o tie n te n v o n V n ach 11 w o bei


u n ter d em D ifl er en t ialqu o tien t en v o n V n ac h ein e r R i c h tun g 11 d as
'

V e rh ältn is s verstan den w ird in w elchem sich d er We rth v o n V ,

bei m F or ts chr eite n in d er R ichtu n g 11 z ur Fo rt schr eit un gsgrö ss e


ä n de r t w e n n m an letzte r e s eh r k lein Wäh lt
,
.

Berüc ksichtige n wir zun ächst n ur die vo m Pole m1 herrühr en de


Kraft so ist als o
,

ml 0 r,
Ö " m, 2
0n n 0n

0
ber
i d W 1n
1
N un 1 st a
0 1
cos (
n . h .
gle mh d e m K o s 1 n u s d e s

k els ( n el ch e n d i e p w
o s itive R i c htu n g 11 mit d er v on 11 1 1 n ac h
d 8 p o sitiv gerech n eten R ich tun g r 1

b ildet Dies es erken n t man bei Z u


.

g ru n d ele un
g g d e r De fin iti o n d es

Differ en tialquo tien ten n ach ein er R i ch


t un g o hn e Weiteres aus ein er ein
fach e n geo metr is ch e n K o n st ru k ti o n m r

( vgl .Fig .

D ah er ergiebt sich

6
. „ dS
r
cos (
n r
,)
d S .

K on str uirt man Begr e n zun g d es Ele men tes (1 8 au s


n un vo n d er
ein e n Str ahle n k egel dess e n Sp itz e in m 1 liegt (vgl Fig I ) so
,
. .
,

schn eidet de rs elbe au s ein er u m m 1 be s ch r iebe n e n K u gel flä ch e v o m

R ad i u s 1 e in St üc k d er Gr ö ss e d (p au s w elches i m V erh ält n is s ,

1 : r ,
klein er ist als e in Stüc k w elch es d er betrach tete Strahlen

, ,

k egel au s ein e r K u gelflä che v o m R adi us r „ d h aus ei n e r d u rch . .

d en O rt v o n d S gehe n de n K u gelfläch e der e n Ce n tru m in 111 liegt , 1 ,

auss c hn eiden w ürde Letzter es Stück wi rd abe r ge mes sen d u rch


.

D ru de , P hys i k d A th
es e ers . 2
18 Gau ss s ch er

S at z .

die Projektio n d es Flac h e n elem en t es dS auf die K u geloberflach e ,


d h d ur c h d S
. . co s (
n E s is t d ah er
d e = :l:
co s ( n r, ) 11 8 ,
r
l

u n d z w ar gilt d as o be r e o de r u n ter e Zei c hen je n ac h de m , cos (


n r
, )2 0
ist . D ah er ist @ „ dS 5: m l
d tp ,

f fi „ . dS =

d ,o n e n n t man d en rau mlich en Win kel u n ter d em d S v on m 1 au s


'
,

ersch ein t ; cp, ist desh alb d er rau mlic he Win kel u n ter d em die en d ,

lich e Fläche S v o n m aus ers ch ein t 1


.

Bei Berücksich tigun g d er auch vo n an deren Po len au sgehen den


Wirk un gen folgt für d en K räfte flu ss dur ch S in leicht verstän dli cher
sy mb oli s ch e r Wei s e

f fi
v ds :
i m1 ? l i ms ios i m s cfs i °

Nen n t m an die p o sitive Seite v o n S dieje n ige n ach w el cher ,

die pos itive R i chtu n g ihr er Normalen n hin weis t so gelten in o biger ,

Fo rmel die + Vo rz eic he n für diej en igen Po le m w el ch e n ach d er ,

n eg ativen S eite v o n S z u liegen die Vorz ei che n d agege n für die —

n ach d er p o sitiven Seite v o n S zu liege n de n P o le .

I st S e in e ges chlo ss en e Fläc h e u n d zeigt die po sitive R i ch tun g ,

v on n n ac h au ss e n so is t d er räu ml i ch e Win kel (9 für alle im


,

In n er en v on S liegen d en Po le gleich 4 für alle au sserh alb


liege n den Pole Nu ll d a d an n zu jedem Win k elelem en t d tp ein es
,

Fläc hen ele men t es d S mit p o sitivem Vo rz ei ch en ein glei c h gros s es


mit n eg ati v e m V orzei c h e n zu geo r d n et w e rden k an n .

F olgli ch ist für ein e ge sch lo ssen e Fläch e

f fi
. dS = 4 a 2 m, ( )
1 4

wo bei die m ih
s c die v o n S ei n geschl o ssen en Po le be ziehen
n u r au f ,

d h d e r d u r c h ei n e g e s c h l o s s e n e F l ä c h e a u s s t r ö m e n d e
. .

K r a ft f l u s s i s t gl e i c h 4 7: m a l d e r S u m m e d e r g e s a m m t e n
e i n ge s c h l o s s e n e n P o l s t a r k e n .

Dieser S atz w ird n ach s ein e m En tde ck e r G a u s s be n an n t .

D a n ac h 5 4 die S umm e d er P olst ärk en in j e d e m M ag n eten


glei ch Nu ll ist so folgt au s d em G a u s s s c hen S atz e d a s s d i e

, ,

S u m m e d e s K r a ft fl u s s e s d u r c h j e d e e i n e n o d e r m e h r e r e
M a g n e t e n g a n z u m s c h l i e s s e n d e F l ä c he g l ei c h N u ll i s t .
0 Un st e t i gk ei t d er No rm a lk r aft .

mit un d je
dem si e für diejen ige Seite v on d a, gelten
n ach
,

n ach w elc h e r die p o s itive R i cht un g vo n 11 z eigt ( o siti v e Seite


p
von d o d er die n eg ative R i c ht un g v o n 11 eg tive Seite
(n a vo n

s o fo lgt au s ( 1 4 )

d e, 4 z
n d o
,
.
( 1 4 a)
D a im G a u s s S atz ( 1 4) Q die Kraftk o mp o n en te n ach d er

s ch en ‚ .,

ä u ss er en Norm ale au f S bedeu tet so ist n ac h d er R i chtu n g d er


,

p o s itive n N o r m ale 11 au f d a ge n o mm e n n ac h ,

d er d er n eg ati ven N o rmale .

Be zeichn et m an n u n aber mit 5 k o n .


s eq u e n t die K o m o n e n te d e r ma n eti s chen K r aft


p g ,

w el ch e n ac h d er R ic htu n g d e r p o s itiven N o r
m alen n au f d c: liegt u n d z w ar mit 52 d en
'

, .
1

Wer th v o n fi w el cher s ich auf die vorhin « n ,

d efin ir t e p ositive Seite v on d e 1 be zieht mit d en au f die n egati v e ,

Seite v on d e 1 be zügliche n Werth v on 5 (vgl Fig so ist zu . „ . .

s etz e n D aher ist


bi —

s; = 4 fl
m ( )
1 5
d . W e r t h d e r K o m p o n e n t e d e r m ag n e t i s c h e n K r a f t
h d er
.
,

w e l c h e n ac h d e r N o r m al e e i n e r m i t d e r m a g n e t i s c h e n
D i c h t e 71 b e l e g t e n F l ä c h e g e n o m m e n w i r d n i m m t ,

sprun gweise um d en Werth zu b e i m D u r c h g an g


d u r c h d i e F l ac h e i m S i n n e d e r N o r m al e n
Dieser Satz gilt o flen bar n ach s ein er Herleitun g n icht n ur
'

w e n n die Di chte 1 3 au f ei n e r kl ei n e n F lä che d o l agert so n dern ,

eben so w e n n ein e gro ss e Fläc h e 0 mit mag n etisc her Dic hte 71 be
,

legt ist die auf d er Flac h e s elb st v ariir en k an n In F ormel ( 1 5)


,
.

ist d an n d er We rt h v o n 71 an derjen igen S t elle v o n 0 z u n e hme n ,

an w el cher m an die Di sk o n ti n u i t ä t v o n 5 fin den will . „


.

D rück t man in ( 1 5) d en Wer th d er Kr aftko mpo n en te fi . „

egative n D ifler en ti alqu o ti en t en


23 Poten tials
'

d u r ch d en n d es ,

so en ts teht
(1 V dV
( ci n

( da ( )
1 6

d h d e r D i ff e r e n t i al q u o t i e n t d e s P o t e n t i al s n ac h d e r
. .

N o r m a l e n e i n e r m i t d e r D i c h t e 71 b e l e g t e n F l ä c h e n i m m t
sprun gw eise um ab b e i m D u r c h g an g d u r c h d i e
F l ac h e im S i n n e d er N o r mal e n .
D i e magn et isch e K r aft i st ü b e all
r en dl ich .
21

V on W ic h tigkeit ist die Be merku n g d ass d i e m a g n e t i s c h e ,

K r a f t i n m a g n e ti s c h e n F e l d e r n w e l c h e a l s v o n F l ä c h e n ,

b e l e g u n g e n h e r r üh r e n d an g e s e h e n w e r d e n k ö n n e n ü b e r ,

al l e n d l i c h ist w ähr e n d wir j a in 5 9 s ah en


, dass die m agn e ,

t isc he Kraft in pun k tfö rmigen Po len u n en dlich gro ss w ir d .

I n d e r T hat k an n die mag n etis che Kraft in ein e m P un k te P d er


F l ä c h e 0 w el ch e in P die m agn etisc he Dich te 71 be sitz t h ö ch ste n s
, ,

d u rc h die Ei n w irku n g d e s an P u n mittelb ar an li e gen den Flächen


e le m e n te s d o u n e n dli c h gro ss wer de n d a n ur für die s es die E n t
,

f ern u n g r v o n P un en dlich klein ist I st n u n aber zun ac hst P n o ch .

au s s e rh alb d o gelege n in de r E n tfe rn un g r au f d er No rmale 11


von d o s o is t die m a n eti s che Kr aft v o n d a in P gegebe n d ur c h
, g
u d °
l
r
*
d, h d u rc h .1
) p c .fall s (
9 d en r au m lic
, h e n Wi n k el be z ei c h n et ,

u n ter d em d a v o n P au s e rs chei n t Wen n n u n P n ähe r rück t


.

an d a so w ir d d er o bige A u s d ru ck für die magn eti sche Kr aft in


,

so fern u n gen au als w e n n r ve rgl ei chb ar m it d en Di men s ion e n


, ,

v o n d a ist v on ve rsch iede n en Stellen d e s d a verschi e den ge ri c htete


,

Kr äft e ausgehen D er G rö ss en o rdn u n g n ach m uss ab e r imm er n o ch


.

die magn etische K raft mit d e m Pro d ukt 71 (p üb erein stimmen au ch ,

w e n n P in die Fläche d o s elb st fällt I n die se m F alle ist aber .

2 n d h die m agn eti sche Kr aft u n d d ah er au c h d as Po te n ti al


, . .

v o n Flac h en b ele u n en is t übe r all en dli c h


g g .

A u s Symm etriegrün den m u ss die v o n d a herrühre n de magn e


t is che K raft in P s e n k r e ch t au f d a s ei n falls P in d a s elb st liegt ,

(g e n au e r ge n o m m e n in d e r M itte v on d o) ( I h d o e r iebt kei n e


g , . .

Kraft k o mpon en te w elche ein er T an gen te vo n d 41 par all el wäre


,
.

D a n u n die Un s tet igk eiten w el che i m Ve rh alten d er magn etis ch e n


,

Kraft beim D urc hgan g du rch die Fläch e 6 ein tr eten n ur v on d er ,

Wirk u n g d es Ele me n te s d o h errühren kö n n en d urch welches d er ,

Du r ch gan g stattfin det s o b l e i b t d i e T a n g e n t i a l k o m p o n e n t e


,

d e r m a gn e t i s c h e n K r a f t b e i m D u r c h g a n g d u r c h e i n e
m agn e ti sch b el e gt e F lä ch e s t eti g .

D a d ie magn etis che Kraft v o n Fläch en belegu n gen über all


en dlic h ist so folgt d a s s i h r P o t e n t i a l V ü b e r al l s t e t i g i s t
, ,
.

De n n ein e Un ste tigkeit d es V n a c h e i n e r R i c h t u n g p w ürde


0V
ein en u n en dlich gro ss n e Differen tialqu o tie n ten hervo rru fen u n d
8?
dahe r e in e u n en dli ch grosse Kompo n en te d er m agn eti sc he n Kr aft
n ac h d e r R ichtun g p .
22 M ag n e t i sc h e R au m bel egu ng .

13 . D i e P ot en t i alfun k t i on k o rp er li ch er P ol e en . W ir w oll
d ie Eigen sch aften d es Po te n ti als ei n er m agn eti s che n Belegu n g u n ter
su c he n,
w elche n icht in P u n k te n k o n c en t r irt o de r au f Fläc h en au s
geb reitet so n dern in ge wiss en R au mth eilen v e rbr eitet ist E s soll
, .

z un ä ch st u n er ört e rt bleibe n d urch w elch e experimen tellen A n ord


n u n ge n m an e in mag n etis ch e s Feld erz e u gen kan n dessen Kräft e
man au s ei n er derartigen A n n ah me ableite n w ür de ; es mag hie r
n ur erwäh n t w er de n d ass es that sächli ch solche An or dn un gen giebt
, .

I st p d r die in ei n e m Vo lu men elem en t d er G rö ss e d r en t


h al ten e P olst ärk e s o n e n n t man 9 d i e r a u m l i c h e D i c h t e d e r
,

m agn e t i s c h e n B e l e gu n g .

D a m an die räu mlich e m agn etis ch e Belegu n g d er Di chte p


au ffass e n k an n als ei n e Fläch en bele gu n g v o n u n e n dli ch viele n ein

an de r u n e n dli c h n ahe ben ach b arte n Flä ch e n au f de n en die Di ch te 71,

ihr er Belegun g u n en dl i ch kl ein is t so folgt au s d en Eigen sch aften


,

d e r Flä ch en belegu n gen d ie im v orh e rgehen den Paragraphen be


sp roch e n si n d , d a s s d a s P o t e n t i a l V v o n R au m b e l e g u n g e n
ü b e r al l s t e t i g i s t . Fern er folgt d a s s a u c h d i e m a g n e
,

t i s c h e n K r ä f t e i n i h n e n d h d i e D i ff e r e n t i al q u o t i e n t e n
, . .

d e s P o t e n t i al s V ü b e r al l s t e t i g s i n d
, w e il die Dichte ,

d er Flä ch en belegun gen w el ch e die R au mbeleg un g ers etz en k an n ,

u n en dli c h klei n i s t u n d d aher au c h die Un stetigkeite n d er m ag n e


,

tische n Kraft u n en dlich klein sin d .

W ie steht es n u n mit d en z w eite n D ifleren t ialqu o tien ten v o n V '

n ac h d e n K o o rdin aten x y z? , A uss erh alb d es R au mes R w el cher


, ,

m agn etis ch e Belegu n g e n th ält gen ügen die selben d er L a p l a c e


,

s ch en Differ e n ti alglei c hu n g

Welch er Differ en tialglei chun g sie in n erhalb R ge n ügen er


k e n n t man w e n n m an d e n G a u s s sch e n S atz ( 1 4 ) an w en det au f
'

die Begren zu n g ein es klein en V o l umen elem en t es d 1: d es R aum es R ,

w e l che s die Ge stalt ein e s klein e n Parallelep i ed s bes itz t de e


p ss n ,

K an te n d en K o o rd in aten axen p arall el sin d u n d


die L än ge n d x d y d z besitze n ( vgl Fig
, , . .

Ken n z ei ch n et man d ur ch In dice s 1 u n d 2


die Zu gehö rigkeit zu gege n überliege n den Se iten
dies es Parallele piped s (in d er Figu r sin d die
Z ahlen 1 2 in die Mitte n derje n igen Seiten d es
,

Parallelep i ped s gesetzt au f w elche sich die ,

hi er geb rau chten In dic e s beziehen ) so erhält man au s ( 1 4) die ,

Gleic hun g
P oisson -
Lap l ace sch e ’
D ifleren ti algl eic h u n g

.
23

0V 0V
N u n fo lgt e
ab r , da s tetig mit d e m O rt
0x 0y 0z
V al ll l en
' '

S e t z t m an diese W ert h e in die o bige Glei ch un g ein u n d d ividirt


d ur c h dx dy d z so fo lgt
,

0 V

0 V ’
0 V ’

” ’ '
AV —
4 a p
0x 0y 0z

als d iejen igeDifferen ti algleichu n g w elche r das Po te n tial ein e r magn e


,

t i s ch e n R au mbelegun g in n e rhalb d es belegte n R au m es ge n ügt .

Die s e Differen tialgleichun g wird d i e P o i s s o n s c h e gen an n t ’


.

M a n k an n die L a p l a c e sche ( 1 2) u n ter



su b s umir e n da ,

au ss e rh alb d es belegten R au me s 9 gleich N u ll is t .

14 . D i e magn et i sch e K raft i st au s d en Nah ewi rk un gs


g ese t z en vol lst än di g besti mmt W ir sahen , d ass man die Un ter
.

su chun g d er magn eti sch en Kraft


Po ten tials V red u cir en
au f die d es
k ann Für d ass elbe h ab en wir n un in d en F älle n w o d as P o ten ti al
.
,

v o n ein er Flä che n r e sp R au mbelegu n g herrühr t in d en F orm eln ( 1 2)


.
,

r e sp u n d ( 1 6) Nah e wirku n sgeset ze au fges tellt M ach t man


.
g .

d ie Vo rau ss etzu n g d as s d as Po ten tial im gan z en R au m s ein e ein


,

d euti ge stetige u n d
, en dliche F un kti on ist un d dass dass elbe für
i hre erst en n ach d en Koo r din aten gen o mmen en D ifieren t ialqu o tien te n
'

g il t mit A us n ahme ge w iss er d u rc h die F or mel ( 1 6) au sged r ückt e r

Un s tetigkeite n Vorau ss etzun gen w elche im F alle d er Flächen


un d R au m belegun gen erfüllt sin d so lässt sich z eigen dass ,

d as Po ten tial durch die ge n an n ten N ah e wirku n gsges etze vo lls tän dig
24 Hi n re ich en d e Be st i mm un g du r ch Nah ew i r k un gsgeset z e .

be sti mmt ist d h dass n ich t n u r Fern wir ku n gen w el che v on d en


, . .
,

Fläch en u n d R au mbelegun ge n h err ühre n un d n ach d em Gesetze ( 1 )


wi rken e i n In tegral jen er N ah ewirk un gsge setz e d arstellen son dern
, ,

d ass j e d e s In te gral derselben sich als ei n e S up e rpositio n der Flächen


belegu n gen mit der Dichte 11 un d Rau mb elegun gen mit d er Dichte p
au ffass e n l asse n k an n .

W ir hab en also zu z eige n d as s es n ich t z wei v e r s c h i e d e n e


,

Fun ktion en V u n d V giebt w elch e gleichz eitig den aufgestellte n


'
,

Bedin gun gen ge n ügen W ir w olle n z u d em Z w e ck e an n ehmen


.
,

es gen ügte n die beide n F un kti o n e n V u n d V d en au fges tellte n Be


din gun gen Nen n en w ir die Differen z V V


. V so müsste ’ ”
,

V folge n de Bedin gu n gen befriedigen


ist ein e über all ei n d e u tige en dlich e stetige F un ktio n



V , , ,

eben so ihre erste n D ifieren t ialquo tien t en ( was bei d en F u n k tion en V


'

allei n n i ch t s t attfin det); ihre z w eite n D ifleren t ialquo tien ten


'
un d V
'

gen ügen im gan zen R au ms d er Gleichun g


AV =0 .

Im Un en dli chen verschw in det V


N un lässt s ich leicht z eige n d ass ei n e der art ige F u n kti o n V
,

ver schwin den mu ss .

15 . E i n H ülfssat z . Es b ezeic hn e dt e in Vo lu men ele men t ,

un d s ei d er D ifler e n t ialqu o tien t


'

ei n er F un kt io n F ,
w elch e in n er
0x
h alb ein e s v on ein er geschloss en en Fläch e S u mgr en zten R au mes
übe rall en d lich stetig u n d ein de utig ist
, E s s oll betrachte t w e rde n .

d as über d en gan z en in n erh alb S liege n den R au m zu ers tr ecken d e


In tegral

dx dy dz .

Man k an n die In te gration p ar tiell na ch x au sfü r nhe ,


d h Man . .

kan n zu n ac h st ein e S ummatio n derjen igen E lem en te


35 dc d es

I tegral s v orn ehme


n elche ei e beliebigen
n , w au f n r zu r x -
A x e p ar
allelen Ger aden liege n D adurch erhält m an : .

dx = dy d z F , + F, F8 F4
E in H ül fssat z .
25

wo bei die F F etc die Wet the der Fun k tion F an den jen igen Stellen
, ,
.

der Oberflä c h e v on S bede ute n an w elc h en sie v o n d er z u r x A xe


,
-

pa ra llele n G e r a den ge sc h n itte n w i r d D e r Allge. m ei n h eit h al be r ist


an gen o mm e n , d ass die se Gerade die Fläche S m ehrfach schn eide n
kön n e ; jed e n falls muss die An z ahl d er Schn ittstell en gerade sein ,

w eil S ei n e ge schl o ss e n e Fl äc h e is t Wen n man die Gerade i m


.

Sin n e d er w ach s en den x d urchläuft so bezei ch n en F , F3 etc mit


,
.

un gerade m I n de x die W er th e v o n F an d en E in tritt st ellen in n er


halb d es v o n S ein geschl o ssen e n R au m es F„ F et c mit geradem , ,
.

In dex di e W e t the von an d en A u s tritt st ell en (vgl Fig . .

K o n st ru ire n w ir n un ber d er B asis d es s ehr klein e n R echt


ü
ec k s d y d z ei n e S äu le der en A xe d er x A xe p arallel ist s o -

, ,

s ch n ei d et dies e au s d er Fläch e S Stüc k e d er Gro ss e d S „ (1 8 et c ,


.

an d en vo rhi n b etrach te te n Ein tritt resp A u stritt stellen au s u n d.


,

zw ar i s t s tets

dy dz = dS c os ( n x ) ,

falls ( )
n x d en Wi n kel be z ei ch n et w elch,
e n die N o r m ale d e r Fl ä c h e S
an d e r je w eilig ges ch n itten en Stelle mit d e r x Axe bildet D as V or
-
.

zei ch e n ist so zu bes tim m e n das s die r e chte Seite po siti v ist d a die
, ,

betrach teten Flächen stücke po sitive Grö sse n sin d E s s o l l n u n .

[ gr ade w i e in F or m el d i e p o s i t i v e R i c h t u n g v o n 11

n ac h au s s e n w e i se n d b au s dem v on S ein geschlo ssen en


, . .
26 E in H ül fssat z .

R au m herau s . D an n ergiebt s c ih au s d er Figur so fo rt , d ass zu

s etzen is t an d en E in trit t st ellen

dy dz (I S, co s (
n
,
x ) ti ss co s (
n )
x e tc .
,

an d en A u str ittst ellen

dy dz _
d S, . co s (I S, . co s ( n
,
x ) etc .

E s i st d ah er

dx F, co s ( n
,
x ) (I S, F, co s ( n
,
x ) 11 8 ,

Vo llführt man n un n o ch ein e In tegratio n n ach y u n d z u m ,

d as gan z e betrach tete R au min tegral zu erhalten so hei sst d as m an , ,

mu ss die Pro du kte F , c o s (n x) ( I S über die g an z e Oberfl ä ch e vo n S


s u mmir e n .

E s ist d ah er

dr =
f F co s (n x ) d S ,

wo bei auf d er rec hten Seite F die W erth e bezeichn et w elche dies e ,

F u n k tio n auf d er Fläche S an n i mmt D as u rsp rün gli ch über .

ein en R au m zu erstrecke n de In tegral ist also d ur ch diesen H ülfs


s atz in ein so l ch e s ver w an delt welches über die Oberfläch e d e s ,

R au me s zu erstr e ck en ist A u s d e m G an ge d es Be w eises erken n t


.

man d ass F i n n erh alb d es betrac hteten R au m es ein de u tig en dli c h ,

u n d ste t ig s ein mu ss w eil so n st bei d er p ar tiellen In tegr ati o n n i cht


,

n ur die R an d w erth e F „ F etc v o n F auftreten würden so n de rn


,
.
,

auch Wet t h e die sich auf d as In n ere beziehen


,
.

16 . F or t set zun g s von llte n 14 . W ir wo d as Verschwin de n


"
d er Fu n kti on V n achweis en W ir betrachten dazu. d as R aum i n tegral :

” ”
8V 8V
B 8y

welch es übe r d en gan zen un en dlich en R au m zu erstrec ken ist . D a

man schreiben k an n :
28 Best imm un g d es P ot en t ia l s für ein b eg e r n z t es Geb ie t .

17 . B et r ach t un g d es F all es, d ass d i e bi sh er b et r ach t ete n


E i gen sc h aft en d es P o t en t i al s n ur für ei n en T h ei l d es Bau mes
gül t i g si n d . vo rigen Paragraphen w ar an gen o mmen d ass
I n d em ,

die betr achteten Eige n schafte n d es P oten tials u n d die Glei ch un gen
u n d ( 16 ) für d e n g an z e n u n e n d li ch en R au m g ültig s ei n s o llte n .

Sin d s ie n ur für ein en T h eil desselben g ültig d er v on ein er ge ,

s chl o s s en en Fl äch e S begr e n z t w ir d s o be sti m m e n sie d as P o te n ti al


,

n o c h n i ch t v o ll stä n d ig D as s e l b e i s t ab e r d an n v o l l i g b e
.

s ti mm t w e n n a u f d e r O b e r fl a c h e S d e s b e t r e ff e n d e n
,

0V
R mes die W erthe V des P o t e n t i al s o d e r d i e W e r t h e
au
W
i h r e s n a c h d e r N o r m a l e 11 d e r F l a c h e S g e n o m m e n e n
D i ff e r e n t i a l q u o t i e n t e n v o r g e s c h i e b e n s i n d (I m letzteren r .

F alle ist V n u r bis auf e in e additive Kon stan te be stimmt ) .

D er G an g d es Be weis e s dies e s S at es ist gan äh li ch d e m z z n

in 5 1 4 u n d 5 1 6 ein ges chlage n en Würden n ämlich V u n d V '


.

z w ei F u n k tio n e n s ei n w el ch e d en au fges tellten Bedin g un ge n ge


,

s o w ür de d ie F u n k ti o n V V an d e r Obe rfläch e S
’ ”
n üge n , V

d e s R au mes ve rsch w in d en , o der F olgli ch w ar e n ach Fo r

m el ( )
1 8 d as In tegral J wel ch e s ,
ü ber d en vo n d er Flach e S be

1
8
gren zten R au m erstr eckt wird gleich N ull d , , . h . es müsste
8
v erschw in d en D ah er k an n V
.

n ur Nu ll o der ein e vo n x , y , z

u n abh än gige K o n st an te sei n .

18 . D ar st ell u n g d er E i gen sch aft en ei n es Magn et fel d es


d ur ch R i ch t u n g un d haben sch o n
A n zah l d er K r aftli n i en . W ir
in 5 7 ge s eh e n d ass fall s m an die K raftlin ien ein e s M agn etfeldes
, ,

s i ch k o n st ru ir t de n kt die R i c ht un g d er magn etisc h e n K r aft in jed em


,

P un kte des Feldes zur D arstel lu n g g e brac ht ist M an k an n n u n .

au ch die G r ö ss e d er K r aft d h die Feld stärk e d urch d ie K on


, . .
,

st ru k t io n d er Kr aftlin ie n t z u r D ars tell un g b ri n ge n w e m


g u nn a n ,

n i ch t u n e n dli ch viele de rs elbe n k o n st ru irt so n de rn n ur ein e ge w is s e ,

An zah l .

Den k e n w ir u n s n amli ch u m die Pole m „ m d e s M agn et ,

feldes s eien s ie n u n als p un k t fö rmig fläch e n förmig o de r r au mar t ig


, ,

an ge n o mm e n ge schlo ssen e Fläch en S „ S,


, k o n st ru irt s o w o lle n ,

w ir au f jede m O b erfläc h en ele men t e ein e r s ol chen Fläc he z B au f , . .

d em Ele me n te (1 3 v o n S , ein e so lc he Z ah l d N , vo n K raft lin ien


,
Kon st r u kt i o n e in e r b esch rä n k t e n Zah l v on Kraft li n i en .

ko n stru ir en , d ass dies e glei ch


Pro d uk t aus d er Gröss e d es
ist d e m
Flä ch en ele m en t e s in die n ach d er N ormale n de sselbe n gen o mm e n e
Ko mpo n e n te d er m agn etis chen K raft d h d e m K raftflu ss d urch , . .

d as Flä c h e n ele m en t E s s o ll also sein :


.

d N,

N ach d em G a u s s S atze ( 1 4) ist d an n die


'

s ch e n Ge s ammt zahl
d er von d er Fläc h e S , au sgeh en den Kraftlin ien
N ,
= 4 1: m„

d h a l l g e m e i n g e h e n v o n j e d e r F l ac h e 4 a m al s o v i e l
. .

K r a f t l i n i e n au s al s d i e e i n g e s c h l o s s e n e P o l s t ä r k e b e
,

trägt . Dies elbe k an n po sitiv u n d n egativ sein ; im ersteren F alle


w eis t die p o s itive R i c h tu n g d e r K r aft lin ie n n ach d er A u ss e n s eite
d er b e tre ffe n den Fl äch e d i e K r a f t l i n i e n s t r ö m e n a u s im
, ,

letz te r e n F alle w eist sie n ac h d er In n en seite d er Fläch e d i e K r a ft ,

l i n i e n s t r ö m e n e i n D a die Gesammtsu mme d er P olstarken


.

jede s m agn etis che n Felde s vers chw i n det n ach 5 4 s o s t r ö m e n ,

g r a d e s o v i e l K r a f tl i n i e n a u s w i e e i n Wen n man al so di e , .

Ko n s tr u ktio n bei s ammtlich en au sströmen de n Kraftlin ien begin n t ,

d h bei d en Fläc hen S


. . w el che p o sitive P o ls tärk e n ei n s chliess e n
, ,

u n d d i es e K r aftlin ie n in d e n A u sse n r au m w eite r fo rts etzt s o ge ,

lan g t man sc hliesslich als E n d pun k t immer auf ein e Fläc h e w elch e ,

ei n e n egative P olstärk e ein schliesst A u f dies e Weis e gelan gt man .

als o au c h zu r K o n s tru k ti o n s ä mmtlic h er ei n str öm e n der K r aft lin ie n .

Die Kraftlin ien en dige n also n ie in d en u n en dli ch fern en Gebieten


d es magn etis chen Feldes .

D i e K r aft l i n i e n k ö n n e n n u r b e g i n n e n o d e r e n d e n
in den Polen selbst Den n so llte si ch z B an ir gen d ein er
. . .

Ste lle A d es R aum es das freie E n de e in er K raftlin ie befin den so ,

heiss t d as d ass in ein e d en P un kt A u mgebe n de klein e geschl o ss en e


, ,

F läch e 8 m ehr K raftlin ie n ein strö men wie auss trö men N ach d em .

G a u s s sc h en S atze ( 1 4 ) ist dies aber n ur mo gli ch w en n A ein e


'

n egati ve P o ls tärk e e n th ält .

Den k t man d as Magn etfeld als v o n pu n kt förm igen Pole n her


rühre n d s o k an n m an z w e c k mä s sig al s Fl äch en S klein e
, die Po le ,

kon ce n tris c h u mschlies sen de K u geln w ähle n I st z B d er R adi u s . . .

ein er ders el ben w elch e d en P o l m , u mschliesst r „ s o ist 5 au f


, , _ . „

m,
ders elbe n gleich ’
w eil d er P o l m , w eg en s ein er gro ss en N äh e
r
,
30 D ie K raft li n i en zw ei er en t gegen geset zt gl ei c h e r Po le .

die Wirk u n g aller an deren Pole überwiegt T h eil t m an n u n die .

klein e Ku gel in O berflächen elemen t e (i S , w el ch e alle un te r d em


gleich en räu mliche n Win k el d 90, v om P o l m au s ersc hein en so ist , ,

(1 3, d tp,
d aher ist
d N, m, dg
o

d h auf jedem dieser


. . O berflach en ele men t e h at m an ein e gleiche
An zahl v on Kr aftlin ien zu k o n stru ir en . Es s trö men al so v o n

jede m P o l d er Starke m 4 z m Kraftlin ien in gegen s eitig gleic hem


A bstan d e ein ,r e sp aus
. Dies so ll in beisteh en der Fig 6 an ge
. .

de u tet sein wel ch e bei zw ei P un ktp o len ein en S ch n itt d er K o n


,

st r u kti o n mit ein e r die Po le e n th alten den Eben e d arstellt Die


Pfeil e geben die po sitive R ic htun g d er Kraftlin ien an .

Die Grösse d er m agn etis ch en Kraft an irgen d ein er Stelle A


d e s R aum e s k an n n u n d u rch fo lge n de K o n stru ktio n s eh r an sch au
lich erh alten w erden : Man k on str ui re in A ein Fläch en elemen t d 0 ,

w elc h es di e d u r c h A ge h e n de K raft li n ie s e n kr e ch t sc hn eidet D a n n .

i s t d i e F e l d s t ä r k e i n A g l e i c h d e r A n z ah l d e r K r af t
Darst ell un g d er Feld st ärk e d urch d ie K raft lin ien zahl .
31

lin i en , w elche do ch n e i d e n d iv i d i r t d u r c h d i e G r ö s s e
s ,

v on do . I n d er That die Bez ieh un g

w elc he w ir bei un serer K on struk tio n der Kraftlin ien für d as Ele
men t (1 3 , ei n er be stimm ten Fl äch e S , zu G run d e gel egt h atten gilt ,

für je d es Fläc he n elem en t d a im R au me Den n den k en wir v o m .

Ran de v o n d a au s ei n e v on K raftlin ien ge bild ete R ö hr e e in e ,

K r a f t r ö h r e k on st ru ir t so w ir d dieselbe si ch er str eck en bis zu irgen d


, ,

ein em Po le hin z B m , vo rher jed o ch w ir d die K r aftröhr e au f


, . .

di e u m die s e n P ol be sc hrieben e Fläc he S , s to ss en au s d er sie ein ,

E lem en t d er Grö ss e (1 8 , au ssc hn eiden m öge N ac h d em G a u s s sc h en


'
.

Satze is t d er ge sam m te in die R öhr e ein treten de K raft flu ss Nu ll d a ,

zw is c h e n d a u n d ( 1 8 kei n P o l ein ge s c hlo ss e n ist A n d er M an tel


,
.

flä ch e d er R ö hr e ist n un aber 0 d h es flie ss t k ein e Kraft , . .

durch ihre Man telfläch e D ah er strömt au f d er B asis d S , eben


.

soviel K raft e in wie au f d er E n dflac he d a aus d h es ist allgemein


, ,
. .

@ „ d0 © „ dS, d N, .

d N, bezeic hn et n u n aber n icht n ur di e Z ahl d er Kraftlin ien w elch e ,

die B as is (1 3 tr e ffen so n de rn au c h d ie Z ahl d er K raftlin ien w el ch e


, , ,

die E n dfläc he d o tr effen d a sich alle K raftlin ien d er B asis bis zum
,

E n de d er R öhre fo rts etz e n müss en u n d k ein e aus d em Man tel d er


K r aftr öhre h erau s o der ei n tritt F olglich ist für jedes Fläch en
.

elem en t im R aum e d er K r aftfluss d urch dasselbe gleich d er An zahl


v on K r aft lin ien die d ass elbe schn eiden
, .

I s t n u n d a zu d en Kr aftli n ien sen kr e c ht so fällt b mit d er , ‚ „

Feld s tä rk e zu s amm en u n d d ah e r ist o bige Be h au p t un g übe r die


,

Dars te llu n g d er Feld stärk e d ur ch die K raftlin ien zahl gere chtfertigt .

D i e K r aft l i n i e n e r g e b e n a l s o d u r c h i h r e R i c h t u n g
d i e R i c h t u n g d e r m ag n e t i s c h e n K r a ft u n d d u r c h i h r e ,

D i c h t e d i e S t ä r k e d e r s e l b e n S o sieht man an d er Fig 6 . .

direkt d ass die Fel ds tärk e z B in A gerin ger ist als in B da die
, . .
,

K raft li n ien in A w en iger dich t geh äu ft s in d als in B .

19 .D i e A bh än gigk ei t d er magn et i sch en K r aft von d er


Nat u r d es u m geb en d en Med i u ms W ir h aben bish er die magn e .

i he
t sc E in w i rk u n g v o n Po le n in d er L u ft o d e r im luftleer en R au m s
g e mes s e n Wie an fan gs erw äh n t
. w u r de ä n de rn , i
s ch in diesen
b eiden Ffi en die magn etischen Kräfte n icht .
32 E in fluss d er N at ur d er Umge bun g .

Diese Beh auptun g ist aber n i cht gan z s tre n g richtig : d en n


w e n n wi r die Kr äfte so gen au be o b achte n k o n n ten d ass wir ein e
A e n d erun g im Betr age d es mil lion sten T h eil e ih r er Wirk un g n o c h
k on statir en kö n n ten so w ürde n w ir b em erke n d ass die sel ben z w ei ,

m agn et isirt en S t ahl dräht s im l uftleer e n R au ms etwas stärker au f


ein an der wirk en als im lufte rfüllt en R aum s
, .

H iern ach ist klar d ass d ie Z ahl w elche di e P olstärk e ein e s


, ,

Magn eten an giebt etwas verschieden au sfallen wird je n achde m


,

m an sein e Wirk un gen in d er L u ft o der im lu ftleeren R au ms im ,

fr eie n Aether m is st , Sie w ir d im le tz ter en F alle etwas gro sse r


.

au sfalle n als im e rs ten w en n au ch d er Un te rs chi ed so ger i n g ist


, , ,

d ass er n u r mit d en fein sten H ülfsmitteln zu k on st at iren ist u n d


m ei st übe rhaup t vern ach lässigt w erden k an n Trotzdem ist dies e .

T hat s ac he v o n gro ss er Wich tigk eit de n n es giebt an d er e Medien , ,

w el che die magn etischen Kräfte s ehr stark beei n fl us s en .

U n s e r e D e f i n i t i o n d e r P o l s t ä r k e s o ll s i c h n u n s t r e n g
a u f d e n l u f t l e e r e n R a u m b e z i eh e n s o d ass al so die E in w ir k u n g

z weier Po le m un d m in ih m d ur ch d en Au sd ru c k
, ,

ge messen ir d B rin gen wir d agegen die Po le (d h die geeign et


w . . .

magn et isirte n S tahl körp er) in an der e Medien z B L u ft W ass er . .


, ,

w as srige Lö su n ge n Alkoho l e tc so beo b ach ten wir ein e an der e


,
.
,

Kraft K z wisch en den s elben Po len bei der selben E n tfern un g r so ,

d ass dan n zu s etzen ist


1 m, m ,
.

l" r

D er F aktor 11 h ä n gt v o n d er N at u r d e s die P o le u mgebe n de n Me


d iu ms ab , wir wo lle n ihn die M a gn e t i s i r u n g s k o n s t a n t e d e s
M e d i u m s n en n e n M a x w el l n en n t ihn d en K o e ffi c i e n t en d e r
.

m a g n e ti s c h e n I n d u k ti o n W i ll i am T h o m s o n die F o r m e n
.

bi li t ät , o der m a g n e t i s c h e L ei t f ä h i g k e i t Die Grün de für .

dies e Bezeich n u n gen von den en n ame n tlich die letztere s ehr gut
gew ählt ist w erden weiter u n ten beim n äheren Stu diu m d es m agn e
,

tischen Verhalten s d er Kö rp er kl ar w erden I m F o lgen den ist .

für 11 die Bezeic h n un g Magn e tisirun gsko n s tan te gew ählt w eg en


s ein e r An al o gie mit d er w eite r u n te n ei n zuführ e n den D ielek tr ic it ä ß

ko n stan te .
D ie M agn et isiru n gsk on st an t e .
33

Wie sc h on gesagt is t die Kraft z w eier Pole in Luft etw as ,

klein er als i m fr eien Aether es is t d aher die Magn etisiru n gsk o n


, ,

s tan te 1 1 d e r L u ft etw as grö ss er als 1 Dieses Verhalte n z eigen .

s ehr viele Kö rp e r v on Flüssig k eite n am stärks te n k o n c en trir t e w as sri e


, g
o d er alk o h o l isc he L o s un gen v o n Eis en ch lo rid Aber selb st für diese .

"
ist 11 etwa n u r gleich 1 10 zu s etz e n d h die m agn etisc h e , . .

Kraft ist i n d e r Lö sun g n u r s ehr w en ig klein er als im freie n


Aether . Wie m an dies e Z ahlen für 11 exp eri men tell ge wo n n en .

hat so ll sp ä t er au s ein an der ges etzt w e rden ; dir ek t du rch Verglei c hu n g


,

d er Ein w ir k u n g v on Po len i m fr eien Aether u n d im betr effen den


Medi u m s in d si e bish er n icht ge w o n n en w eil dies ein e s eh r d elik ate ,

Messun g erfo rdern w ürde E s giebt ab er an der e Körp er für


.
,

welche 11 s e hr stark v o n 1 verschieden ist


. u n d für w el c h e di e ,

Vermin d e ru n g d er K raft K so fort de u tlich z u beob achten ist Dies .

s in d die so gen an n te n star k m agn et isir bar en Medie n Eise n (Stahl) ,

Nick el u n d K o b alt N amen tlich im Eis e n e rr eic ht 11 e n orm ho h e


.

Beträ ge o ft z B d en Wert h 2 000 u n ter Umstän den so g ar 1 0 000


,
. .
, .

Bei die s en K orpern besteht aber n o ch die Ko mplik ati o n d ass 11 ,


.

n i ch t ei n e w i rkli che alle in v o n d er N atu r d e s Kö r ers abh an en d e


, p g
K on stan te is t so n dern d as s d er Werth vo n 11 au ch v o n d e r Stärk e
,

d es m agn etis ch e n Felde s in d e r Weis e abhän gt dass es für ein e ,

g e w i s s e Feld s t ä rk e e in M ax i m u m e rr ei c h t A u f die s en M a x i m al w erth


.

bezi eh e n si c h die an gegeben e n Z ah le n .

E s en ts teh t n u n aber hier zu n achst die F rage w ie m an die ,

p o n d e r o m o t o ri s c h e W ir k u n g z w eie r M a g n ete m e ss e n k an n w en n d as ,

d ies elben u mgeben de Mediu m ein feste r Kö rp er ist Den n w en n man .

z w ei S tahl magn ete gan z mit Ei s e n u mg o s s en den k t w el che s w ieder ,

e rs tarr t s o kö n n e n
, die Magn ete sich überhaupt n icht m ehr gegen
e in an der be w egen .

Dies e Schwi erigkeit bes teht th at sachlic h w en n m an g an z str en g ,

ve rfahr en un d au f d em an gegebe n en Wege ein en gen au en Werth


v on
n f
. ü r Ei s e n erh a lte n w i ll D a s s a be r übe rh au.
p t ei n e Ve r m in

d eru n g d er Kraft K zw eier Magn etp o le ein tritt w e n n man d as Feld ,

mit Ei s en an füllt d av on k an n m an s i ch sch on über z eu ge n


, w en n ,

man in d er n äch sten Umgeb un g d e r Magn ete n o ch ein en L u ftr au m


freilässt s o d as s die
p on d e r o m o to r is c h e n Wi r k u n ge n zu e rken n en

sin d . Den ken w ir u n s z B in ein er gro ssen Eis e n k u gel z w ei klein e


. .

H öhl un gen b efin d lich in die man z wei Magn et e hin ei n ste c ken k an n
,

( was am b es te n geh t w e n n die Eis en k u gel au s z wei Häl ften be ste ht


, ,

die aus ein an d er un d zusamm en gekl app t w erde n k ö n n en ) u n d zwar


D ru d e ,
P hy si k d A th
es e ers .
3
34 Magn eti sch e S chi rmwir k u n g
.

d en ein en derart ig das s er au f ein er Nadelspitze schw ebt u n d fr ei


,

s chw i n g en k an n so be o b ach tet m an in die s em F alle d ass s ein e ,

S chw in gu n gen viel l an gsamer sin d als w en n man die E is en h ülle


fo rt t u n d die S ch win gu n ge n bei gleicher r elativer L age d e r
Magn ete in Lu ft beo b ach tet Diese Ersch ein u n g ist scho n zu
.

beo b achten w en n man ein en etw a 2 cm dic ken u n d 4 cm h o h en


,

Eisen rin g um ein e klein e K o mp assn adel legt w elch e u n ter d em ,

E in flus s e ein es etwa 1 0 c m en tfern ten Magn e te n sch w in gt ( g


V l . .

Fig . S o w ie man d en Eis en rin g w ieder fortn immt werden di e ,

S chwin gun gen d er Ko mp assn adel viel sch n eller .

D a die Sc hwi n gu n gs d au er d er Nadel n u r ab h än gt v o n i hr e m


m ec han ische n Trägh eits mo m e n t u n d d er au f ihr e P o le wi rk e n de n
magn etischen Kraft u n d zw ar u m so klein er wird je m ehr letz te r e
, ,

Fig 7
. .

w achs t kan n man au s di es em Exp erime n t dir ekt schliessen d ass


, so ,

die magn etische Kr aft dur ch d en Eise n r i n g her abgedrückt wird d a ,

d as T rägh eitsmo m en t d er N adel k o n st an t bleibt .

D iese u n ter dem Nam en d er m ag n e t i s c h e n S c h i r m


, „

w irku n g d es E is e n s bekan n te E rsch ein un g spric ht n u n th ats äc hli ch


für d as Vorh an den s ein d es in d er F o rm el au sgesp ro c h e n en

Gesetzes J 9 klein er man n amlich die übrig bleiben den v on Eise n


.
,

fr eie n H o hlu n gen mach t je m ehr man also s ich den im Ge setz
,

gemach ten Vorau ssetzun gen n ähert desto stärk er wir d die Sch ir m
w irk un g d es Ei s e n s bis d as s m an schlie ssli ch
, im Gr en z falls ein e ,

Herab setzun g d es K v o n d em in Lu ft stattfin den den W erth e in


ein em Betrage fin den würde w elch er d er Magn et isirun gsko n stan ten
,

d es Eis en s en t sp ri ch t .

Wen n sich also au ch die d argelegte M etho de zur Mes su n g d er


36 G ren z be d in gu ng für d ie No r ma lk raft .

E r z e u g u n g e i n e s m ag n e t i s c h e n F e l d e s u n d d as E is en zur

m a gn e t i s c h e n S c h i r m w i r k u n g b e f ä h i g e n .

21 . D i e Un st et igk ei t d er Nor mal K om p on en te d er m agn e -

ti sch en K r aft n u d er G r en ze zwei er ver sch i ed en er Medi en .

Die Differ en ti alglei chu n g ( 8) (p ag 1 5) besteht o ffen b ar in jede m .

h o mo ge n en d h überall glei ch be sch afien en Medium ; u n d eben so


'

, . .

d ah er die ch arakt eristisch s Gleich un g ( 1 2 ) d es Po te n tial s d er m agn e


tischen Kr aft D agegen ist die F ormel . w elch e d as P o ten ti al
aus d r ückt in d e m F alle d as s p u n k tfö rm ige Po le existiren zu än dern , , ,

fall s die Magn etisiru n gsk o n st an t e d es Medi u m s w el ch e d as Feld ,

überall erfüllt ein en vo n 1 verschieden e n Werth 11 besitzt I n .

diese m F alle ist n ä mlich


1 m,
l" [ r
,

un d eben so ist d er G a u s s

s ch e Satz ( 1 4) ( pag . 1 9) zu än dern in

en n t p fi (1 8 d en I n d u k ti o n s f l u s s d urch d as Flac h e n
Man n . . „

elem en t d S Für d en freien Aeth er ist als o d er I n d uktion sflu ss


.

d ass elbe w ie d er K räft e flu ss


, .

D er S atz besagt d ass in jedem h omo g en en Medium d er ,

In d uk tio n sfluss d urch jede gesc hlo ssen e Flä che glei ch ist 4 at mal d er
S umm e d er ein geschloss en en P o lstärk en .

D er I n d uktio n sfluss d u rch ein e gesc h lo ssen e Flach e S b e u gt


al s o v o n d er m ag n etis chen N atu r d es Medi u m s in welche r die Flach e ,

verlau ft gar n icht ab Nach d em Pr in c ip e d ass alle m agn etis chen


, .
,

E rs ch ei n u n gen n ur d ur ch N ah e wir k u n gen zu Stan de ko m men u n d ,

d em S at ze v on d er Un v erän d erlichk s it d er N ah ewirk u n gen (5 5 p , .

k an n sic h d ah er d er I n d uk tio n sflu ss d u rch S au c h n ic ht än de rn ,

w en n die Magn etisiru n gsk on st an t e 11 an ve rsc hieden e n Ste lle n v o n S

1
) W i r Ko m p lik at io ab di e dad ch e tst eht
s eh e n z u n äc hs t vo n d er n ,
ur n ,

d a s d e Kö rp e d es Mag e t e d e d a Feld e e gt e in e a de e Magn e


s r r n n , r s rz u n r

t isi k
r un
gs o t a t h a t a
nsl d a i hn e mg b e d e M e d i u m
, We d e Mag et
s s n u e n . nn r n

s eh d ü i t o k ö e d ad h d ie gegeb e e E tw i k l ge w el ch e ich
r nn s , s nn n u rc n n n c e un n ,
s

a f d ie mag et isch e K aft a


u n s e h a l b de Magn ete b e ieh e
r i ch t b eu s r s n z n , n

e i fl sst w e d e
n u w ie w e itr te ( g 5 35) g eigt w i d
n, l Vo de Vo
er u n n v . ez r . n n r.

g gä n e i m In e e d e Mag e t e
nn elb st wi d
r n o l ä u fig ab geseh e
s D ie e Lück e
n n s r v r n . s

wi d i r 5 2 9
n a g e fü ll t us .
G r en z b e din g un g für di e No rm alk raß .
37

ein e ve r s c hiede n e ist Man k an n die F ormel


. d aher au ch au s
deh n en au f d en F all d as s d er R au m mit mehr eren v ers chied en art igsn

Medien m it d en Magn et isiru n gskon st an t en p „ p, au sge füllt ist . .


,

un d die Flä che S in me hr er en dies er Medien verl auft o der d ass ,

überhaup t d as m agn eti sc he Feld v o n ei n em in h o mo gen en Mediu m


erfüllt is t d h von ein em so lchen in welch e m die Magn etisir un gs
, . .
,

ko n s tan te n v o n O rt zu O rt w e chselt D er G a u s s sch s S atz n immt .


d an n die Fo rm an

wo bei w e gen d er V erschied en h s it d es 11 an verschieden en Stellen .

v o n S d a ss elbe u n te r d as I n e rah e ic h en ge z o gen is t


tg .

Schli e ss t d ie Fläch e S k ein e Po le ein so ist d ahe r ,

( 1 4

E s m ögen ei Medien v on d en Magn etisiru n gsko n st an t en


n un zw

p. u,
n d p, a n ei n.an de r s to ss e n W ir w o lle n als Fl ä c h
. e S die Obe r

fläch e e i n es Cylin ders betracht en d er über e m em Elemen te (1 8 d er ,

Gren z eb e n e beider Medien so k on stru irt is t d ass die B asi s i m erste n ,

der selb e n die E n dfläch e i m z weite n liegt un d d esse n Höhe u n en dlich


, ,

klein g e ge n die klei n e Fläc h e (I S ist Bei An w en d un g d er F o rmel .

h abe n w ir d an n n ur die B asi s u n d E n dfläc he d e s Cylin ders


zu be r ü c ks i c htige n so d as s m an e rh ält
,

e. e. (Ö n l: 0 .

In dices deu ten die Z u geh örigkeit zu d en beiden Medien


D ie
an N u n bedeu tet aber in
. 11 dieje n ige R ic htu n g d er au f d S

errichte te n Normalen w el che v om Mediu m 2 zu m Med ium 1 w eist


, ,

in ist e s d agege n u mgekehrt .

R e c hn et m an die po siti ve R i cht un g d er Norm ale n ko n s equ en t


n ur in ein em Sin n e z B v o m Medi u m 1 z u m Medi u m 2
, . . s o e rh ält ,

man d ahe r
"
ll '
( Ü )l
‘ n
"
l2 ( Ü )2
‘ n 1

d h b e i m U e b e r g a n g v o n e i n e m M e d i u m z u e i n e m an d e r e n
. .

ä n d e r t s i c h d i e n a ch d e r N o r m a l e i h r e r G r e n z f l ä c h e g e
n o m m e n e K o m p o n e n t e d e r m a g n e ti s c h e n K r a f t u n s t et i g ,

d e r I n d u k t i o n s f l u s s b l e i b t a b e r s t e ti g .

Di es e n Satz k an n man au ch aus d en in h omo gen en Medie n


g ültige n F e rn wirku n s es et zen e rsc hlie ss e n
gg De n k e n w ir u n s n ä m .
38 G r en z b edi n gu n g fii r d ie No rmalkraft .

lich ein e n P
Stark e m in d as Mediu m v o n d er Magn eti
P ol d er
siru n gs k o n s t an t e u, ein gebettet u n d v o n d er ges chl o ss e n en Flä che S
,

u mgeben ( g
v l Fi gu r A. u s s er h a lb de r s elbe n e r s tr ec k e s i ch e in

Medi u m v o n d er Magn etisiru n gsk o n


s tan te a bis in die U n e n dlic hk eit , .

E s m öge v o m P ol P au s ein e
K r aftr öhre k on struirt w erden w elch e ,

in P d e n O efin un gs win k el d tp b es itzt


'

u n d au s S d as Stüc k d S au s s chn eidet .

Fi g 8 . .
Die s e K raf t rö h r e w i r d i m A llg e

m ein en n i cht die Ge stalt ein es Kegels


besitzen w ie sie es th u n w ürde falls d er gan z e R au m mit
, .
,

ein em homo gen en Medium erfüllt w äre (1 h falls p , p, , . . . .

w are Aber sie w ird die Gestalt ein es Kegels v o m O efin un gs '

w i n kel d cp b esitz en so w o hl in u n m ittelb ar e r N ähe v o n P als au c h ,

in s ehr gr o sse r E n t fer n un g v o n P d a für beide u n ter su cht e L agen ,

die Fläch e S w elch e die Stör un g in d er Homo gen ität bedeu tet sehr
, ,

w eit e n tfer n t ist d ah er die Feld stärk e s i c h so verh alten w ir d


, als ,

o b übe rall n u r ein h o m o ge n es Medi um v o rh an de n s ei .

Die K raftr öhre schn eid et d ah er aus z wei u m P mit de n R adien


r un d R bes chr ieben e n K u gelfläch en deren R adi e n sehr k lein , ,

be zw s ehr gr oss s ein solle n im Vergleich zu d en Di men sio n en d es


.

v o n S u m sc h l o s s e n e n R aum e s z w ei St üc k e d er G rö s s e r d c be zw

, p , .

R 2
c au s .

Wen den w ir n un d en G a u s s schen S atz an au f d as v on d er ’

kl ein en K u gel u n d d S begren zte Stück d er K raftröhre so e rh alten ,

w ir d a in n erh alb di es e s Stüc ke s


, w el che s g an z v o m h o mo ge n e n ,

Mediu m 1 an gefüllt ist kein P ol en th alten ist ,

d tp dS .

Hi erin ist die Fe ld stärke auf d er k lein en K u gel r 11 ist p o sitiv ,

ger echn et v o m Mediu m 1 n ach Me dium 2 .

Wen de n wir d en G a u s s sch en S atz eben so au f d as v on d e r ’

grossen Ku gel un d d S begre n zte Stück d er K raftr öhre an w el ches ,

gan z v om h omo gen en Mediu m 2 an gefüll t ist un d eben fall s kein e n ,

P ol en th ält so ergiebt s ich ,

98 R d ‘? ( Ü )9 dS
2
1 «
n .

H i erin eben falls p ositiv vo m Mediu m


ist 11 1 h Mediu m
n ac 2 ge
re c hn et ÜB bede tet die Feld t ä ke f d e K gel
, u . s r au er
gro s s n u .
G ren zb e di n g un g für di e N o rmalkraft .
39

Da n un ehr gro ss ist s o w ür de fin sich n icht an dern w en n


R s , «
,

die P olst ä rk e m n icht pu n ktförmig in P v erth eilt wär e son dern d en ,

gan zen v o n S um schlo ss en en R aum erfüllte I n di esem F alle hätten .

wir e s ab er mit d er Wir ku n g ein er räumli chen v erth eilt en magn e ,

t i s ch e n Me n ge zu thu n welche im h o mo ge n e n Mediu m 2 ei n gel agert


,

ist. E s ist d ahe r


1 m
P? R '
!

"
l: ( )
20

D a fern er ehr klein ist s o k an n die Feldstark e in der E n t


r s ,

fern u n g r v o n P dad urch n icht beein flu sst w erde n d as s jen s eits d er ,

Fläch e S d h in sehr w eiter E n tfern u n g im Vergleic h zu r die


, . .

Magn et is ir un gsk o n st an t e (L, vo n p , verschieden ist



D ah er h at . .

den s el be n Werth als ob m n n überall h o mogen en Medium d er


,

Kon s tan t e p , ein gelagert w äre d h es ist


.
, . .

1 m

lu
-'
hÜ )1 n dS md?

E in e V ergleichu n g d er F o rmeln ( 2 0) u n d führt n u n z u


d em d u r ch die F ormel ( 1 9) au sgesp ro che n en S atz e .

B e i b e iden gegeben en B ew eis en d es S atz es ( 1 9 ) w är e viell eich t


zu b e de n ke n o b n i cht d ur ch die A n ein an d er ren zu n z w eier Medien
, g g
mit v e r sch ieden en magn eti schen Eigen sch aften in ih r er Gren zfläch e
Pole en t s tä n den so d ass es ein e A rt K on taktmagn etis mu s gäbe wie
, ,

e s K o n t ak t el ekt ri citä t giebt D ad u rch kön n te even tu ell die An w en


.

d u n g d e r F o rm el r e sp die Au fstell un g d er F o rm el ( 2 0) n ich t


.

ger e ch t fe r tigt erschein en N un ist aber zu beden ken d ass Ko n takt


.
,

magn e t ismu s n ur in d er Weis e mo gli ch wäre d ass beiderlei Arten ,

Magn eti s mu s in gleichen Men gen auftr eten müssten (magn eti sche
D 0 p p e lb elegu n g o der magn etisc he D o pp elschicht) w ege n d es in 5 4
,

aus e sp r o che n en Ge s etze s ; d ad u rc h w ürde d an n abe r die A n w en d


g
barkeit d er F o rmel n i cht ge s tö rt un d eben s o w ürde die ,

Fo rm el ( 2 0) ri chtig bleiben .

22 D i e S t et igkeit d er T an gen ti alk omp on sn t e d er magn e


.

ti sch en K r aft eu d er Gren ze zwei er ver sch i ed en er Med i en .

Wie m ehr fac h hervo rgeh oben ist , k an n man die magn eti sche K raft
40 S t etigk eit d e r T an gen t i al kraft .

ein es mit ein em ho mo gen en Medium an gefüllten Feld es in d en


bishe r betrach teten Fällen d ad ur ch in an alytis ch elegan ter u n d über
si chtli c her Weiss d arste ll en d ass man ge wiss e Ste llen d es Feldes
,

die Po le als de n Sit z schein b arer Fern kräft e au ffasst [ vgl Form el .

a
p g . Die s e a n alyti s c he D ars te l l u n g i s t w eite r n i c hts als d a s

In tegral der Diffe r en tialgleichu n gen d em die m agn etische K raft ,

( o de r ih r P o te n ti al ) z u g e n ü ge n h at ; die Di ffe r e n ti alglei c h u n g h att e n

w ir al s ein w es e n tli ches Ge setz n ä mli ch als e in N ah e wirk u n gsges et z


,

d es m agn eti sch e n Feldes hin ge stellt , .

E s liegt in d em V erhält n iss be grün det w elch e s die N ahe ,

wir ku n gsges et ze zu d e n Fern wirk u n gsges et zen be s itz e n d ass m an ,

erstere leich t auf in ho mo gen e Medien ausdehn en k an n letzter e d a ,

gege n n ich t Für d en Fall jedo ch d ass d er R au m mit Stüc ke n


.
,

h o mo gen er Medien an gefüllt ist k an n m an au ch h ier In tegral s d er


,

N ah e wirk u n gsgese tze in Ge stalt v o n Fern kraft gese tz en an gebe n .

M a n m u s s d a n n n u r d e n S it z v o n F e r n k r ä f t e n a u s s e r i n
d i e u r s p r ü n g l i c h e n P o l e au c h i n d i e G r e n z f l ä c h e n z w i
s c h en zwei v e r s c h i e d en e M e d i e n v e r l e g e n d h m a t h e , . .

m e t i s c h d e n A n s a t z m ac h e n d as s au c h d i e G r e n z fl ä c h e n
,

e i n e m a g n et i s c h e (F l ä c h e n B e l e g u n g b e s i t z e n .

Zu m Bew ei s e dies er Behau p tu n g w o llen w ir d en sp ec iellen


Fall betrachten d ass w ir es n ur mit z wei Medien 1 un d 2 mit d en
,

Ko n stan te n p , u n d n zu th un hätt en wel ch e in d er Fläche F an


. .
, ,

ein an der sto ssen I n de m erste n Medi um m ögen die Po le d er


.

Stärk en m m, etc liegen im zw eiten Mediu m die Po le d er Stärk en



.
,

m „ m , et c die w ir z u r Ver ein fach un g als p u n ktfö rmig an n eh m en


' ’
.
,

wo lle n . Die F u n kti o n V


1
f[ f
m‘
"
l1
+ T; - —

,g

w ür de d er D ifieren t ialgleichu n g A V 0 d es Po ten tials d er magn e


'

tis ch en K raft gen ügen D agegen w ür de der Gleichu n g ( 1 9 ) d ur c h


.

diesen An satz für V n icht gen ügt weil n ach derselben die n ach ,

d er No rmale d e r Flä ch e F gen o m men e K o mp o n e n te d er magn e


tisch en K raft beim D urch gan g d urch F stetig b leiben wür de .

Nach ( 1 9 ) mu ss aber dies e Ko mp o n en te beim Ueber gan g au s


d em Mediu m 1 in d as M e di u m 2 sp run gh aft zu n eh m en u m

a a

(g „ _ _ _
Stet igkeit d er T an gen t ialk r aft .
41

N un e wir aber in 5 1 2 d ass auch in ein e m h o mo gen en


s ah n ,

Medium d ie Ko mp o n en te d er magn etisch en Kraft w elche n ach d er ,

No rmale ei n er Fläch e F gen o mmen wird sprun ghaft sich bei m ,

Durchgan g d u rch dies elbe än dert w en n sie mit ein er magn etisch en
,

Fläch en be l e gun g behaftet ist Nach d er d o rt aufge stellt e n F orm el ( 1 5)


.

w ür de di e Di chte 1 1 d er Fläc hen b elegu n g v o n F w el ch e falls sie , ,

in ei n em M ediu m v o n d er Magn e tisirun gsk o n stan te n 1 l agerte die ,

se lbe Un s te tigkeit vo n h erv o rbri n ge n w ür de w ie die d urch (2 2) ,

aus gedr ü ck te gegebe n s ei n d u rch


,

(5 ) 0
"
t1 "
i2

(fi )?
n P a
P n

( )
2 3
%
Dabe i m u s s die p o sitive R ichtun g v on 11 v o m Medium 1 n ach dem
Mediu m 2 w eis en .

W e n n man dah er zu d er rech ten Seite d er Fo rm el ( 2 1 ) n o ch


ein en Te rm h in zu fügt de r v o n ein er magn etis chen Belegu n g d er
,

Fläch e F mit d er Dich te 1) im fr eien Aether h err ühre n w ür de n äm ,

lich d en Ter m

wo bei r die E n tfern u n g d es O berflachen elemen tes d F v on d em


Pun kte P bezeichn et für d en man d as P o ten tial be r echn e n w ill
, ,

u n d w o bei d as In te ral übe r die g an z e Fl äch e F zu e rs tr ecken ist


g ,

so erh ä lt m an d e n w irklich e n Werth d es Po te n ti als V d e r m agn e

tisc hen Kr aft Den n diese Fu n ktio n w ürde d er Gleichun g A V 0


.

über all gen ügen au ss er in ein z el n e n Fl äch e n o der P un kten


,
I n d er .

Nähe d ers elben w ür de dies e F un k tio n aber in gen au ders elben Weise
u n s te ti w r den w i d wi rkli c he Po ten ti al D a aus k an n m an
g e , e as r .

dan n l eicht s chliess en n ach d em in 5 1 6 ein ge schl agen en Wege ,

d ass diese F un ktio n n o thw en dig mit dem P o te n ti al iden tisch ist .

D as Pr oblem de r wi rklich e n Ber echn u n g v o n V is t aller di n gs


n oc h in so fe rn ein math e mati s c h k o mp licir t e s als die Di ch te 1 ) d er

fin gir t en Fläch en b elegun g v o n F n ich t vo n vo rn he r ein gegebe n ist ,

so n de rn si c h er s t au s d er fertige n Lö s u n g be s ti mmt d a in n d er ,

Fak to r Q auftr itt Aber allein scho n aus d er T h atsache d ass falls
‚ .
,
.
, ,

mehre r e vers chieden e Medien im Fel d e lager n d as Po ten ti al si ch ,

rade s o verh ält als o b d er R au m v o n ei n e m übe r al l h o mo ge n en


g ,

Med iu m erfüll t w ars u n d magn etische Beleg un g n ich t n ur in den


Pole n so n dern auch fläch en h aft in d en Gr en zfläch en d er versch ie
42 I n d u ci rte r Mag i mu s
n et s .

den en Medien vorh an den sei kön n e n w ir auf die S t etigkeits eigen
,

s ch e fte n d e s Po te n ti al s an jen en Gr en zflach en s chli ess en Im 5 1 2 .

is t n ämli ch be w ie s en d ass n u r die No rmalko mp on en t s d e r m agn e


,

tis ch en K raft beim D u rchgan g d urch ein e Fläche welche magn e ,

tis ch e Belegun g en thält u n stetig w ird d agegen j ede T an gen tial


, ,

k o mp on en te stetig bleibt .

W ir ge w in n en d aher d en S atz
B e i m D u r c h g a n g d u r c h d i e G r e n z fl a c h s z w e i e r
M e d i e n m i t v e r s c h i e d e n e n M a g n e t i s i r u n gs k o n s t an t e n
ä n d e r t s i c h j e d e T an g e n t i al k o m p o n e n t e d e r m a g n e
t i s c h e n K r a f t s t e t i g d h es ist, . .

2 3 I n d uci rt er Magn et i smu s


. Die so eben bespro chen e Th at
.

s ac h e ,d ass die Ein lageru n g ei n es Mediu ms 2 i n d as m agn etisch e


Feld ein es Medi u ms 1 so wirkt als ob die Gren zfläch e F derselben ,

d er Sitz m agn etisch er Belegu n gen w ür de k an n m an au ch d a ,

d u rch p ass en d au s dr ücke n d as s m an sagt e s sei d as M e diu m 2 in


, ,

d em m agn etis ch en Felde s elb st zu ein e m M agn eten ge w o r den mit


fläc he n h aft en an s ein en G r en z en befin d lich e n Po len
, Dies en (sch ein .

b aren ) Magn etismu s n e n n t m an i n d u c i r t e n M a g n e t i s m u s .

I st p ,
.
( ,
1 w a s z .B s t.attfin det w e n n m a n e in Ei s
, e n s tü ck in d as

s on st vo n L u ft erfüllt e M ag n etfeld b rin gt so i st n ac h ( 2 3 ) die in ,

d u c irt e m agn eti s ch e Beleg un g 7 ) n egativ fall s b p o sitiv is t d h , ‚


„ , . .

fall s die K r aftlin ien in d as Eis e n ein tr ete n D agegen ist 7 1 p o siti v fall s .
,

die Kraftlin ien au s d em Eis e n au str ete n Die se Verh ältn iss e kehr en .

si c h u m ,w en n (i n, is t z B bei ,m L u ftr au m i m Ei s en M an .
,
. .

k an n d ah er au ch s agen p o s i t i v e P o l e i n d u c i r e n a u f d e r i h n e n
,

z u g e w an d t e n Gr e n z flä c h e e i n e s K ö r p e r s p o s i t i v e o d e r
n e g at i v e P o l e , j e n a c h d e m s e i n e M a gn e t i s i r u n g s k o n
s t a n t e k l e i n e r o d e r g r ö s s e r i s t al s d i e d e s M e d i u m s in ,

w e l ch e m d i e in d u c ir en d en P o l e l i e g en
°

E s m ag h ier n o ch mals h ervo rgeh oben wer den d as s d i e s e ,

i n d u c i r t e n m ag n e t i s c h e n B e l e g u n g e n n u r s c h e i n b ar e ,

u n d k e i n e w ah r e n s i n d Mit Z u hülfen ahme di eser Vo rste ll un g


.

k an n man sich aber o ft v on d en beo b achtet e n Erschein u n gen s eh r


bequ em R ech en sch aft geben S o er klär t sich z B d as Verh alte n
. . .

v o n Eis e n feile ,wel ch e in ein magn eti sch e s Feld geb rach t wir d u n d ,

w el c h e die Kr aftli n ie n gu t ab z ei c hn et o h n e Weiter e s un d ebe n s o


, ,
44 E n t magn e t isi ren d e Wi kr un g d er i n d u cirten B e l eg u n g.

so eben au ch an füh rten dagegen im ein gelagerten K o rp er (d e m E isen )


,

d er K raft d e s u rsp rün gli c h v orh an de n en Feldes en t gegen w irke n .

D i e i n d u c i r t e B e l e g u n g ü b t a l s o e i n e n e n t m a gn e t i s i r e n
d e n E i n fl u s s a u f d e n e i n g e l a g e r t e n K ö r p e r a u s Dies er .

Ein flu ss h at je n ach d er Ge s talt d es letztere n vers chieden e Gr ö ss e ;


er m u ss u m s o g ro ss er au sfallen je mehr die Oberfl ache d es Kö rp ers
,

s e n k r e ch t zu d e n Kr aftl in ien d e s Felde s verl ä u ft d agegen u m so


ger in ger je m eh r die Oberfl ach e d es Kö rp ers d e n Kraft lin ien d es
,

Feldes p arallel liegt d a die Dic hte d er in d u cirt en Belegu n g n ur v on


,

d er N o rmalko mp o n en t s d es Felde s ab hän gt [ vgl F o r mel .

S o is t z B d er en t magn e tisiren d e Ein fl u s s ein er d ün n en Eis e n


. .

s ch eibe s eh r w e n n man s ie s en kr e c ht zu d e n K r aftli n ie n ein e s


g ro ss ,

h o m o ge n e n Felde s stellt D a au f d en beide n Seite n d e r Eise n sch eibe


.

d er in d u c ir te Magn etismu s v o n glei ch e r Gro ss e aber verschie d en en ,

Vorz ei ch en sein mu ss so h ebe n s ich dessen Wirku n gen au f d as


,

äu ss e re Me di u m au f fall s die Platte seh r d ün n is t


, E s ist al so die .

Feld stärke in ih m g lei ch d er u r spr ün gli chen St ar ke d es h o m o


gen e n Feldes w elch e mit:
, bezeich n et s ei n m öge D agegen ist .

n ac h F o r mel ( 1 9 ) di e Feld s tä rke in d er E is e n p l atte

l tr .

i’*
s

d h bei Eis e n even tu ell n ur d er 2 000ste Theil d er u rsp r ün gli che n


. .

Feld stärk e .

Brin gt man d agege n ein e n sehr l an gen u n d d ün n en Eise n


cylin der (D raht) in e in homo gen es Magn etfeld in d er Weis e d ass ,

die Axe d es Cylin ders p arallel zu den Kr aftlin ie n d es Feldes liegt ,

s o ist d er e n t magn e t is ir e n d e Ei n fl us s s eh r s ch w ac h j a e r v e r ,

s c h win det übe rh au p t w en n d e r Cyli n de r u n e n dli c h d ün n im V e r


,

gleich z u s ein er L än ge is t De n n d an n liegt die Oberfl ach e d es


.

E ise n k o rp s rs im We s en tlich en überh aup t n u r p ar all el d en Kr aft


lin ie n w en n m an n ä mli ch ab sieh t vo n d en u n e n dlich klein en E n d
flac h en d es Cylin ders I n die s em Falle ist al so 5
. d h ‚
,
. .

d i e u rsp r ün gli c he Feld stärke w ir d d urch d en in d as Feld geb rach te n


Eise n körp er an kein er Stelle ge än dert I n ge w i ss en F ällen
. ,

d h bei gew isser Gestaltu n g des magn etischen Feldes die wir
. .
,

sp at er im 11 K ap itel betrac hte n wo lle n


. ist es m ögli ch , ein en ,

Körp er th ats äc hlich so in d as Feld zu br in ge n d a s s s e i n e O b e r ,

fl ä c h e ü b e r a l l p a r al l e l i s t d e n K r af t l i n i e n d e s u r s p r ü n g
l i c h e n F e l d e s I n d i e s e m F al l e k an n d i e F e l d s t ä r k e
.
E n t magn etis ir en d e Wi rk un g d e r in d ucirt en Belegu ng .
45

d u r c h d i e E i n l ag e r u n g d e s K o r p e r s n i r g e n d s ge an d e r t
wer d en d a die Dichte d er in d u c irt en Beleg un g über all Nu ll ist
, .

Die Ges talt d er Kraftlin ie n d es Feldes bleibt d an n also au ch völlig


u n ge än d e r t .

L ager t m an ein Medi u m 2 mit klein er Magn etisiru n gskon stan t e


in ein so l c h es m it gro ss e r s o ü bt die in d u c ir t e Belegun g in 2 n i ch t
,

ein en e n t m agn etisiren d en Ei n fl u ss au s son dern ein en verstärke n den , .

H at m an s ic h z B in ei n em Eis en kö rp er ein h o m o ge n es Magn et


. .

feld d e r S tä rke h er ges tellt u n d s tellt m an ei n e d ün n e L u ftsc hi cht


,

in ih m h er w el ch e s e n kr e cht z u d en K r aftli n ien ver läu ft so is t die


, ,

Feld stä rke i n ihr etw a 2 000 mal grö ss er als im Eisen I n ei n e m .

Lu ftr ö h r c h e n w elc hes d en Kraftlin ien p ar all el verläu ft w ür de die


, ,

Felds tär ke den s elben Werth w ie im Eis e n besitz en .

25 . E rw eit erun g d er D efin it ion d er K r aft li n i en zahl für


p ar a un d d i amagn et is ch e Med i en We n n man au f jedem Flächen .

elem en t e ein es Sy stems v on Fläch en w elc he die p ositiven Po le


ein es M agn etfelde s ein s chliessen ei n erlei ob si e pun kt o der fläch en , ,

förm ig s in d ein e d em K r aft flus s d u rch d as F läch en ele men t gleich


,

komm e n de An z ahl vo n Kr aftlin ien k o n st ru ir t so gilt wie w ir in ,

5 1 8 s a he n d ie s e Be,z ieh u n g fü r jede s beliebig im R a u m e gel age r te


Fläch en ele men t u n d es giebt n irgen ds fr eie E n den v o n Kraftli n ien
, ,

au s se r in d e n Po le n d es Felde s .

Un s er e d amaligen Bet racht u n gen gelten aber n ur falls ein ,

ho m o gen e s Medium von d er Magn et isirun gskon st an t e 1 d as Feld


erfüll t d h falls po n derable Materie (au s ser in d en Po len selb st)
, . .

fehl t . Sie müssen aber o ffen b ar mo d ific ir t w er de n w en n mehr er e


Medi en mit verschi eden e n Magn et isir un gsk o n st an t en im Felde lagern .

E s m ü ss ten n ämli ch n ach u n s er er bi sh erigen Defin itio n d er Kr aft


lin ien z ah l an d er Gr en zfläc h e z wisch en z wei Medien mit d e n K o n
stan te n p u n d
.
,u f r eie E n d en v o n K,r aftli n i en au ftr ete n De n n .

betrach ten w ir z B e in Gren zeleme n t v o n d er Grösse d F so treten


. .
,

im Medi u m 1 ei n e An z ahl d N v o n K raftlin ie n d ur ch d as s elbe , ,

welc he gege be n is t d urch

( m l

im Mediu m 2 verlasse n aber ein e An zahl d N, K raftli n ien d as


Fläche n ele m en t w o bei ist ,

d N,
46 Erweiteru ng d er Defin itio n d er K raft lin i en z ah l .

Hierbei ist 11 als p o stiv


i vom Medi u m 1 n ach Me dium 2 ger echn et .

Da n un a ber na ch ( 1 9) vo n verschieden ist so ist au ch ,

d N, v on d N, verschi eden . I st z . B .
a, p„
. so ist d N , d N„
un d es w ür de

d N. «W. (es.) d F

die Z ahl d e r in d F ein strö m en den Kraftlin ien ergeben w elch e do rt ,

fre i e n digen Dies steht in Ueberein stimmun g mit d er in 6 2 2 be


.

sp ro c h e n en T h ats ac h e d ass die Gr en zfläch e F so w irkt als o b d er


, ,

R au m mit fr eie m Aeth er überall an gefüllt w är e w äh re n d F e in e ,

mag n eti sch e Belegun g v o n d er Di ch te b esäs se D a n ach d em .

G a u s s s chen S atze ( 1 4 a) p ag 20 die An zahl d er au s d F au s


'

, .
,

strö me n den K r aftli n ie n glei ch 4 a n d F s ei n mu ss s o gelan gt m an ,

für n zu ders elben Beziehu n g w ie sie in 5 22 d u rch die F or mel ( 2 3 )


,

au s gedr ück t is t .

A u s d em S atz e ( 1 9 ) erken n t man abe r s ofo rt d ass au c h , ,

w en n meh r e r e v e rs c hi e d e n e M e d i en i m F e l d e g e l ag e r t
sin d , n i r g e n d s fr e i e E n d e n v o n

K r aft l i n i e n au ft r e t e n ,

f a l l s m a n d i e D e f i n i ti o n d e r K r a f t l i n i e n z a h l w el ch e ,

ein F l ä c h e n st üc k d F t r i ff t d a h i n e r w e i t e r t d a s s s i e
, ,

n i c h t g l e i c h d e m K r ä f t e fl u s s d u r c h d F i s t so n d ern gl eic h ,

d e m I n d u k t i o n s f l u s s d u r c h d F d h d ass ist ,
. .

d N = p fin d s .

D i e s e D e f i n i t i o n d e r K r a ft l i n i e n z ah l w o l l e n w i r v o n n u n
an f e s t h a l t e n .

E s fo l g t d an n au s d e m S at z e d e r p ag 3 7 d a s s .
,

d i e A n z a h l v o n K r a ft l i n i e n w el c h e a u s e i n e r g e s c h l o s s e n e n
,

F l ä c h e S a u s t r i t t g l e i c h i s t 4 1: m a l d e r g e s a m m t e n v o n
,

S ein g eschlo ssen en P olstärke e in erl e i o b S in ein em ,

h o m o g e n e n M e d i u m v e r l ä u ft o d e r i n e i n e m s t ü c k w e i s e
h o m o g e n e n o d e r ü b e r h au p t i n h o m o g e n e n M e d i u m .

26 . D as B r echun gsgeset z d er K r aft li n i en . A u s d er R ic h


tu n g ein er Kraftlin ie an irgen d ein er Stelle P d es Feldes k an n man
au f d as gegen seitige Gr ö ss en v erh ält n iss d er n ac h ir ge n d w el ch e n

R ic h t un gen gen o m m en en K o mp o n en ten d er magn eti sch en Kraft in P


sc hliess e n D a ein so l ch es V erh ält n is s s i ch im All ge mein en stetig
.

an de r t w eil jede K o m p o n e n te d e r m agn eti s c hen Kr aft im Allge m ein en


,
B r ec h u n gsge se t z d er Kraft li n ie n . 47

t ti g is t s o v e r l a u f e n a u c h d i e K r a f t l i n ie n i m A l l g e
s e ,

m ei n e n o h n e p l ö t z l i c h e R i c h t u n g s ä n d e r u n g e n d h , . .

o h 11 e K n i c k e .

N u r a n d e r G r e n z fl a c h s F z w i s c h e n z w e i v e r s c h i e
d e n e n M e d i e n m u s s e i n K n i c k d e r K r aft l i n i e n e i n t r e t e n ,

sie mü s s e n g e b r o c h e n e r s c h e i n e n .

I n d e r T h at verlegen wir die Eben e d er b eigezeichn e ten


,

Fig 9 in d i e E in fallss ben e ein er Kraftlin ie L im Mediu m 1 d h in


.
, . .

diejen ige E ben e w el che d ur ch die Kraftlin ie un d die No rmale 11


,

geht w elc h e au f der Fläche F im D urch sto ssp u n k t e d er Kraftli n ie


,

erric h tet w ir d u n d tr age n w ir au f L ei n e Str e c ke P A ab


,
w elche
der G rö ss e d e r r esult ir en d en magn eti schen K raft e n tsprich t so be ,

zei chn e n die Pr ojektio n en PB u n d P C v on


P A au f n u n d ein e d azu sen k rechte
R ichtu n g 1: die N o rm alko mp o n en t s
un d di e T an gen tialk o m p o n en te d er
magn eti s c hen Kraft Die T an gen tialkom
.

p o n en te (fi ),
r n a c h d er z u 11 u n d s e n k
rech te n R i c htu n g ist Nu ll Wegen d er .

Stetigk e it d er T an gen tialk o mpon en t en ist


au ch im Mediu m 2 glei ch Nu ll ,

d h d ie Kraftlin ie im Mediu m 2 li egt


. .

eben fal ls in d er N äh e v on P in d er E in fallss ben e d h in d er , . .

E ben e d er Figur Um ih r e R i ch tu n g in n e rhal b die s er Eben e zu


.

erfah r e n tragen wir au f n die No rmalk ompo n en t s


, P B ab ’
,

un d au f 1: die T an ge n ti alk o mp o n e n te P C D an n giebt die ’


.

Diago n ale P A des Re cht e cks P B A C n ach Gross e un d R ich tun g


' ’ ’ ’

die r e s u ltir en d e magn et isc h e Kr aft im Medi um 2 in d er Näh e d er


Gre n ze .

N un ist n ac h F o rm el (2 4 ) P 0 P C dagegen n ach F orm el ( 1 9)



,

u, P B ( I n d er Figu r i s t p, 3 p, a n ge n o m m e n ) Be. . .

zeichn et m an d ah er die Win kel w elch e die Kraftli n ie im Medi um 1


,

resp .2 mi t d er No rmale n n m acht d b d en E i n f a l l s u n d , . .

B r e c h u n g s w i n k e l d er Kraftlin ie mit s o
,
r e sp g„
e s o , er iebt
g .

sich au s d er K o n st ru kt i o n

PC
tg ? l
T IB

W ir er halten also d as Gesetz


48 B re ch u n gsgeset z d er K raft lin ien .

D i e m ag n e t i s c h e n K r aft l i n i e n w e r d e n b e i m U e b e r
g an g v o n e i n e m M e d i u m 1 z u e i n e m M e d i u m 2 i n d e r
E i n f a l l s s b e n e g e b r o c h e n u n d z w a r d e r ar t d as s d i e t r i
, ,

n o m e t r i s c h e n T an g e n t e n d e s E i n f al l s u n d Brec hu n
g o g s

w i n k e l s s i c h v e r h a l t e n w i e d i e M a g n e t i s i r u n gs k o n s t a n t e n

p,
. u n d u, d e r M e d i e n .

D as B r e ch un gsges et z ( 2 6 ) h at ge wiss e A eh n lichk eit m it d em


S n e l l i u s sch en Br echu n gsges etz für Lichts trahle n n ur d ass t g an

Stelle v on sin tritt Wegen dies es le tz teren Un ters chiedes kön n en


.

E rschein u n gen d er T otalreflexio n bei Kr aftlin ien n ie vork o mm en .

D en Q uo tien ten (J .
p,
,

. n n te m a n w ege n d e r A n al o gie m i t
d e m B r e c hun gsge setz d er L ich tstr ahlen d e n ( m a g n e t i s c h e n )
B r e c h u n g s i n d e x des Med iu ms 2 gegen das Mediu m 1 n en n e n .

Nach (2 6) ergiebt si ch dass i m stärker p aramagn etisc hen


Mediu m die Kraftlin ie w eiter vo n d er No rmalen abgelen k t ist .

Gehen die Kr aftlin ien z B v on Lu ft i n Eis en übe r so w erden s ie


. .
,

s ehr stark v o m E in fallslo th fortgebro ch en S o w ür den z B für . . .

1,
1 2 3 0 0 s c h o n bei ei n e m Ei n fa ll s w i n k el v o n 1 die K r aftlin ie n
0

3 6 abgelen kt ers chei n en v o n 11 fo rt d h d er zu geh ö rige


'
um 87 , . .

B re ch un gs win kel w ar e 88 °
Selbst bei E isen sorten w elche
d en klei n sten Werth d er Magn e t isiru n gsko n stan te n be sitz en w ie
gl ash arter Klavierd raht ist die B rechun g d er Kr aftli n ien n o ch s ehr
,

s tark . S o ergeben si ch z B für de n We rth p . . 1 18 d er bei .


, ,

dieser Stahlsor te beo b achtet ist folgen de zu sammen gehör en de W er the


,

v on c p, u n d (
p, ( e s is t p, = 1. ge s et z t)

"
l2 "
l1 = 1 18

K o rp er deren Magn etisir un gsk o n stan te n u r w en ig v o n 1


Für ,

ab w eicht d h für alle Körp er ausser Eis en Stahl Nickel K o b alt


,
. .
, , , , ,

ist die B re chu n g d er K r aftlin ien n ur s ehr ge ri n g .


F olgeru n gen au s d em B rechu n gsges et z .
49

27 . F o l geru n gen au s d e r B r e c h un g d e r K D u r ch
raft l i n i en .

die starke B r e ch un g w elch e die K r aftlin ien beim , Uebergan g d er


Grenz e Lu ft Ei s en erfahr en —

liegen dies elben im Eis en viel


n äher bei ein an de r als in d er
L ft
,
u
Luft wi e au s d er Fig 1 0 so
, .

fort zu erk e n n e n is t w el ch e
si ch au f ei n e s o gar n o ch s ehr

schw ach m agn et is ir bare Eis e n

sorte bezieh en k ön n te Man Fig 1 0


.
. .

kan n d aher au ch sagen : E i s e n


k o n c e n t r i r t d i e K r aft l i n i e n e i n e s M a g n e t f e l d e s i n s i c h .

Dies e K o n s en t ratio n ist r e chn erisch völlig d urchführb ar w e n n ,

ein Eis en k ö rp er d e r die G estalt ein es Ell ip so ids h at in e in


, ,

Magn etfe l d v o n u rsprü n glich überall k o n st an ter Stark e geb rac ht


wir d. E in s o l ch e s Magn etfeld s oll im F olgen den e in g l e i c h
f ö r m i g e s M a g n e t f e l d ge n an n t w er de n M an übe rz e ugt si ch .

n ämli c h d ass m an all e Bedin gun gsglei chu n gen de n en die magn e
, ,

tische K r aft zu gen ügen h at d h die Glei ch un gen , ( ) ( )


I I 1.9 .
,

un d befrie digen k an n d urch die An n ahm e es sei die Feld ,

stärke i m I n n e rn d e s E lli ps o id s übe r all ko n s tan t 0 w e n n au c h ,

n och u n bek an n t I n di e s em F alle k an n man die Di chte 1 ) d er


.

schein b ar en i n d u c irt e n Beleg un g d er Gr en z flä c h e d e s Ellip s o id s n ac h

Form el ( 2 3) an geben u n d h at d an n die math em atisch en H ülfsm ittel ,

die n o ch u n bek an n te K o n stan te 0 d urc h An we n d un g d er gen an n te n


Glei c h u n ge n z u ber e chn e n Ein e kr eisförm ige d ün n e Eis e n sch ei be
.

k an n als ein sp ec iell er F all ei n e s Ellips o id s aufge fasst w erde n Man .

k an n n u n d ur ch ein e Zei ch n u n g leic h t die Verän de r un g d arstelle n ,

w elc h e ei n e so lche S ch eibe in d e m Verl au f d er Kr aftli n ien ein es


u rs p r ün gli c h gleich fö rm ige n Felde s he rv o rb r i n gt .

Die Kr aftlin ien ein es gleichför mige n Feldes sin d aqu idist an te
gerad e L in ien I n d er Eisen scheibe müssen sie diesen Verlau f h aben
.
,

d a in ih r d as Feld glei ch förmig ist Setzt man n u n diese Kraft .

lin ien in d en R au m au ss e rhalb d er Eisen sch eibe n ach d em B rechu n gs


ges etz fo rt s o gelan gt man zu d er u msteh en den Zei ch n un g (Fig
, .

In grös s e r er E n tfern u n g v o n d er Eis en sch eibe müss en n ämlich die


K raftlin ie n w ieder in e qu idis tan te Gerade üb ergeb e n d a d ort d as
urs r ün gli c h gleic h fö r mige M ag n etfeld d u r c h die Eis e n s ch eibe n i c h t
p
wese n tli c h ve rä n dert s ein k an n w ie au s d em Fern w irk u n sge set z e
g ,

der p ag 4 1 fo lgt w elc hes d en E ffek t d er A n w e s e n h eit d er S ch eibe


.
,

D ru d e , P h ys i k d A th
es e ers .
4
50 K o n ce n t rä ti o n d er K raft lin i en .

d arstellt . Die gezeichn ete Figur k an n m an du r ch Eise n feile


lei cht exp erimen tell v erific ir en .

Trotz dieser K on sen tr ation der Kraftlin ien ist die Feld
stärke 5 . im Eise n in d e r Näh e s ein er Begr en zu n g F n ich t grö ss er
,

als die Feld st ark e in d er L u ft n ahe bei F s on dern imm er klein er , ,

w eil die Feld stärke an ein er Stell e P z war p ro po rti o n al d er Di c ht e

d er K raftli n ien
bei P aber u mgek ehrt p rop ortion al d er Magn etisirun gs
,

k o n stan te ia P ist .

Die s erken n t man deu tlich au ch au s folgen den F ormeln E s .

ist n ach d er au f p ag 4 7 an gege ben en geo metris ch en K on stru ktio n


.

1
( 1 +

1
s.
( 1 +
52 b
E s gie t k ein en w ah ren Mag n eti s m us .

w erden au ch im K o rp er selb st n i ch t E s bleibt d ah er die Ge stal t


,
.

d er Kr aft li n ien die s elbe wie im u rsprü n gli ch e n Felde d agegen m u ss


, ,

m an ihr e Dich te im V erhält n iss d er M agn et isir un gsk o n st an t e d es


Körp ers zu d er d er Umgeb u n g verän de rn da die Dich te d er Kr aft ,

lin ien n icht du rch d en K räft efluss so n dern du r ch d en I n dukt io n s ,

flus s ge m ess en w ir d B rin gt man also z B Eisen in d er an ge


. . .

b n en Wei s e in ein Feld w el c h e s in L u ft l i egt s o i st die An z ah l


g e e , ,

d er K raftlin ie n im Eise n e tw a 2 000 mal grö ss er als die A n z ahl d er


Kraftlin ien w elche vorher in d em L uftr au m s ve rlie fen d er jetz t
, ,

vo n Eis e n be s etz t is t .

I n w el c h er Wei s e m an di e s en F all exp er imen tell re alisir en


k an n soll i m II K ap itel er o r tert w er den
, . .

29 .E s gi eb t k ei n en wah r en Magn et i smu s . W ir h aben


bish er u n ter s chi eden zw is ch en s c hei n b arem , i n d u c ir t em
Magn etismu s ,

d er an d er Gr en z e z weie r Medie n au ftr itt u n d z w i sch en eigen tli ch em ,

o de r w ah r e m M agn eti sm u s in d en Po l e n w elch e d as Feld e rz eu gen,


.

E in Un ters ch eidu n gsz ei ch en v o n w ah r em u n d v o n sch ein b ar e m


Magn etism u s h aben wir in d em Verh alten d er Kr aftlin ien Den n .

diese k o n n en n u r in wirklich en Polen d h Stellen mit w ah r e r , . .

m agn etischer Belegun g en dige n re sp an fan ge n , Ein e Stelle P i m


. .

R au me e n th ält also n u r d an n w ah ren Magn etismu s w en n in ein e ,

k lein e ge s chlo ss e n e Fl äc he S w el ch e man u m P k o n st ruirt


, n i ch t ,

eben so viel Kraft lin ien ein tr eten wie austre ten , .

W ir h aben n un in u n s eren bisherigen Betrachtu n gen d en


K raft lin ien verlau f w el cher in d em Magn eten s elb st stattfin det d er
, ,

d as Feld erz e u gt gar n i cht be rück si cht ig t W ir n ahm en d en M ag


, .

n ete n so d ün n d ass w ir se in Vol um en ein fach vem achlassigen z u


,

kö n n en gl au bte n .

W ir w o lle n jetzt die Betrachtu n gen vervollstä n digen in dem ,

w ir au ch au f d e n K r aft lin ien v erl au f im In n e rn d es Mag n ete n


s elb st R ück si c ht n eh m en S o viel ist si ch er d ass au ch in s ei n em
.
,

In n ern n irge n ds freie E n de n v on Kraftlin ie n au ftret e n ko n n e n d a ,

n ach 5 4 die S umm e d er P o ls tä rk en jedes au ch n o ch so klein en


Volum en ele men ts d es M agn eten vers ch win det d h kein en w ahr en ,
. .

M agn etis mu s e n thält E s kön n en also h ö chste n s in d en Polen de s


.

M agn ete n d h sein en flachen förmigen Begren zun ge n E n den v o n


, . .
,

Kraftlin ie n liegen .

N u n k ön n en wir d ur ch fo lgen den V or gan g u n s in q u ali


t ativ e r Hi n sic ht au sr ei c he n de R echen sch aft v o n d em K raftli n ie n
b
E s gie t k ein en w ahr en Magn et ismus .
53

verlauf im I n n ern d es Magn eten M w elch er e in Feld erz e ugt ,

Se tzt m anStahlstüc k S der Ein wirk un g des Feldes aus


ein ,

in dem m an es z B d em po sitive n Po le m, v o n M n ähert (vgl Fig


. . . .

so wiss en w ir au s d en b ish erige n E r ö r ter u n gen das s die R i ch t un g


der Kr aft l i n ien in S r oh gen o mm en d ies elbe ist w ie sie sie u r ,

sprün glich in d er L u ft an d er glei chen Stelle w ar S wirkt wi e .

ein Magn et dess en a s


,

d em

gati v er P ol m,
po sit ive n m , v on M
gegen überli egt W ah rer .

Magn eti s m u s ist d a


g ege n in S n i ch t v o r

han den ; es tr eten in


°

sein e E n d flä ch en d h , . .

schein b a r en P o le gen au ,

so viel K r aftl in ien ein Fig 1 3


,
. .

wi e au s . S p e ciell geh t
die R ichtu n g d er K raft lin ie n im In n ern v o n S v o m (sch ein b ar e n )
n egativ e n P o l m, zu m p o s itiven m
’ ’

E n tfern t man n u n S wiederu m v o n M so w ir d d er in du cirt e ,

Magn etis mu s sch w ach er aber er verliert sich n ic ht gan z w en n m an


, ,

S au s d em Felde v o n M h erau sb ri n gt ; e s bleibt Magn etismu s in S


r e m an e n t Dies er r e man e n te Magn etismu s läs st si ch au s un s eren
.

bish erigen F orm eln n icht ableiten A u s ihn en w ür de folgen d ass .

der i n d u c ir t e Magn eti sm u s vers ch wi n det w en n die w irke n de Ur ,

sac h e ve rsc h w in det d h e s kö n n te kein r em an e n ter Magn etismu s


, . .

auft r eten .

Wen n daher auch in dies er Hin si cht die F o rmeln im Stich


lass en so lässt sich doch n ach d e n an gestellte n Betrachtu n gen er
s ehe n, dass d er K raftlin ien v er lau f ein es M agn ete n d er reman en te n ,

Magn etis mu s z eigt qu ali tativ ders elbe s ein m uss als o b n u r in
, ,

du c irt er M agn etism us vo rh an den sei den n es läs st si ch in d er T h at ,

kein Zeitpu n kt bei d em be sch rieben en Pro ce ss e an gebe n an w el c he m ,

der K r aftlin ien v erlau f d es in d u c irt e n M agn eti smu s spru n gh aft sic h
in ein e n an der en d e s r em an en ten Magn eti sm us um w an deln k ö n n te .

Al s o a u c h b e i m r e m a n e n t e n M a g n e t i s m u s g i e b t e s k e i n e n
w ah r e n M a g n e t i s m u s N u n kan n abe r un s er u rspr ün glich er
.

Magn et M n ur de rs elben T hats ach e d e r Re man en z d es S t ah le s s ein e


E igen s c h aft en ver dan ken als d er M agn et S de n n wir kön n e n mit S
, ,
54 E s gi eb t ke in en w ah ren M agn e ti smu s .

qu alit ativ gan z dieselben E rs chein u n gen d h p o n d ero mo to risch en , . .

Wirk u n gen au f an de re E isen ko rp er o der Magn ete he rv o rbri n gen , ,

wi e mit M un d w en n w ir ge n au er die Her stellu n g d es Mag


n ete n M erforschen so ist sie th atsächlich ein e gan z äh n liche
, ,

w i e die Herste llun g d es M agn eten S W ir w er den n amlic h im


.

fo lge n den K ap itel s ehe n dass w ir au ch M in ein magn etische s


,

Feld gebracht h aben i n dem wir M in d as stro m durchfloss en e Solen o id


,

s te c ke n n u r be steht d e r (u n w e s e n tl i c h e) U n te rs ch ied d as s die s

Fi g . 14 .

magn etische F eld galvan ischen Stro m herrührt w ähr en d bei S


vom ,

d as Feld d es M agn eten M ge wirkt h at D aher giebt es au ch in M .

kein e w ahr en Po le au ch in s ei n e E n dfiäch en tr eten gen au so viel


,

Kr aftlin ien ein wie au s un d im In n ern vo n M geht die p o sitive


R i chtu n g d er K raftlin ien eben falls v o m n egativen zu m p os itiven
( s c h ei n b ar e n ) P
. o l
Wen n wir d ah er d e n K raftlin ien v erlau f z eichn en w o llen w ie
er in Wi rkli c hkeit statt fin det (1 h u n ter Ber üc k si c h tigun g d es
, . .

Verlau fs im In n e rn d es Magn eten so is t an Stelle d er früher e n


Fig 6 die hier beis teh en de Fig 1 4 zu setz en A u s jedem E n de
. . .

d es M ag n eten tr eten gerade so wie früher in d en A ussen rau m


, ,
b
E s gi e t ke in en w ah ren Magn etism u s. 55

4 a m K r aft l in ie n ein r spe . Diese Kraftlin ien vers ch win den


au s .

ab er n i ch t in d e n Po len w ie es in d er früheren Fig 6 an ge n o m me n


, .

wu rde s o n dern sie s et z en s i c h in d as In n e re d es M agn eten fo rt


u n d s ch li ess en s ich do rt z u ein e m zu s ammen h än gen den Lin ie n z u gs .

D ass di e ser K r aftlin ien v erlauf thatsächli ch richtig ist k an n


m an exp erimen tell be w eisen w en n au ch n i cht d urch p o n d ero mo to
.

r is c h e Wir ku n ge n d a dies e si c h im Eis en selb st n i ch t beo b ach ten


l ass en so do ch d urch die s o gen an n ten magn et elek trischen Ia -

d uk t io n s wirku n gen w elch e n i ch t p on d er o m o to ri sch er Natu r sin d u n d


,

v o n den e n au sführli ch e r im III K ap itel die R ede s ein so ll


. .

W i r s c h l i e s s e n d ah e r d as s i n j e d e m M ag n e t f e l d
, ,

e i n e r l e i i n w e l c h e r A r t u n d W e i s e w i r d as s e l b e h e r
g e s t e l l t h a b e n d i e K r a f tl i n i e n i n s i c h g e s c h l o s s e n e
, ,

w e d e r in d er Un e n d l i c h k e i t n o ch irg en d w o im E n d li ch e n
e n d i ge n d e K u r v e n sin d m i t an d e r e n W o r t e n
, d as s e s ,

k e i n e n w ah r e n M ag n e t is m u s g i e b t .

W ir w er den im 5 3 1 s eh en d ass d urch diesen Kr aftli n ien ,

ver lau f th atsächlich ge n au dies elben Wir ku n gen hervorgebracht


w erde n als o b an ge w is s en Stellen d e s R au mes w ahr er M agn eti sm u s
,

vo rh an den w är e w elch er Fern kräfte n ach d em Ge setz e


, ä uss erte .

30 Gl ei c hförm i g un d
. un gl ei chför mi g m agn et isi rt s Magn et e.

W ir h aben im 1 ges eh en
dass man ein en Stahlkö rp er in v er
,

sch ied e n er Weis e magn etisir en kan n u n d h aben dan n ein e be


s timm te M agn etisiru n gs art an gegeben d urch w elch e man auf die
e in fac h ste Ge staltu n g d e s M agn etfelde s ge füh rt w ir d W ir kön n en .

jetz t die d adurch h erbeigefüh rte Magn etisir un g d es Stahldrahte s


d ur ch d en K raftlin ien v erlau f im I n n ern de ss elben gut ch arak t erisir en .

Bei d e r bes chrieb en en Magn etisiru n gsmetho d e verlau fen n ämli ch die
Kraft lin ien im In n ern stets d er Axe d es D rahtes p arall el (mag sie
n un n ac hhe r kr u mm geb o ge n w er den o de r n ic h t) d h die Kraft . .

lin ien tr eten n u r au s d en E n dflächen d e s D rahtes au s Man k an n .

d aher sagen d as s jede s T h eilch en des D rah tes in gleich er Weise


magn e tis ir t w är e u n d n e n n t d aher d en D rah t g l e i c h f ö r m i g m a g
n etis irt .

Zerb ri cht man d en D raht in z wei Th ei le u n d en tfern t die


selbe n v o n ein an de r cc w irk en d ie n eu e n t st an de n e n Begren z u n gen
,

wie Po l e v o n der selbe n Stärke als die ursprün gli ch en Begren zu n ge n


,
.

D ies g e s c h ieht de shalb w eil d er K r aftlin ien v erlau f im In n ern d er


S tück e d e rs elbe geb lieben is t wi e v o r d e m Zer br e ch en u n d d ah e r
, ,
56 l
G eic h un d un gle ich fllr mige Magn etisi run g .

auc h au s en tstan den en En den immer gleich viel Kraftlin ien in


d en
d en A u ssen rau m au strete n .

Is t der Magn et n icht m ehr v o n überall glei che m Q u erschn itt ,

wie d er bi sh er be n u tzte D rah t so n de rn h at beliebige Gest alt s o


, ,

n e n n t m an ih n d an n gleich för m ig m a n e tisirt w e n n an jede r Stell e


g ,

s ein es I n n ern die K raftlin ie n in glei c he r R ic h tu n g u n d Di c hte v e r


'

lau fen S o ist z B ein E is en ellip soid w elch e s d er I n dukt io n s


. . .

wirk un g ei n e s au s seren gleichförm ige n M agn etfelde s u n terliegt ,

gleich förmig m agn e tisirt .

I m Gegen s atze zu r glei chfö r migen Magn e tisirun g n en n t m an


ein en Körp er d an n u n g l e i c h f ö r m i g m a g n e t i s i r t w e n n d er ,

K raftlin ien v erlauf an vers chieden e n


Stellen s ein es In n ern ein v e r
sch ied en er ist Die beisteh en de n .

Fig 1 5 .
beide
_
n Fig 1 5 u n d 1 6 k e n n z e ic h .

n en d en Un te rs ch ied ein es s tab


förm ige n M agn ete n w e n n er ei n mal gleichfö r mig n ach s ein er A x e
,

m agn et is irt ist ( Fig u n d wen n er d as an der e Mal u n gleich


.

fö rmig m agn et isirt ist ( Fig I m e rs te re n F alle tritt k ei n e


.

K r aftlin ie au s de n Seiten
fläch e n h e r au s w ohl abe r ,

im letz te r en F alle Würde .

man ein en so lchen u n gleich


förmig m agn etisirt en S tab
z e rb r e che n so würde n s ein e ,

Fig 1 6 .
B ru
.
c h s t üc ke n icht i mm e r

die selbe P olstärk e z eigen ,

vi elmehr w ürde n die B ruchst ücke au s d er Mitte die kräft igs te n


Pole au fwei sen .

31 D er mat h emat i sch e A u sd ru ck für d i e


. all gemei n en

E i gen sch aft en d es magn et i sch en F el d es E in geo metris cher .

Au s druc k für die allgem ein en Eige n sch afte n d es magn etisch en Feldes
ist der Verl au f d er Kraftli n ien als ge schlo sse n e K urven w el ch e n u r ,

bei m Uebergan g über die Gren z e z w eier Medien mit vers chieden e r
Magn etisiru n gsk o n stan te gek n ic k t s i n d E s h an delt s i ch n un d ar um
.

.
,

au s die s e m ge om etris chen Au s d r u c k d er Eige n s c h afte n d es m agn e

tischen Felde s ein e n an alytisc h e n zu fin den E in sol cher an alytis chs r .

Ausdru ck d h d i e a l l g e m e i n e n F o r m e l n d e s m a g n e t i s c h e n
, . .

F e l d e s sin d bei d er Bere chn un g sein er Eige n schaft en au s ge


,
Allgem ei ne Eig e n sc haft en d es Mag n e t fe lde s. 57

wiss en D ate n z B au s th e ilw eis e bek an n te m Ve rlau f der Kraft


. .

lin ien v o n gro ss em Werth


,
.

W ir h aben n u n scho n früh e r in d en F o rmeln ( )


I I ( )
1 9 ,

die N ah ewirku n gsgeset z e d er m agn etisch en Kraft k en n en gelern t ,

au s de n e n sie s ich vo ll stän dig be sti m m en l äs s t w ie in 5 16 ge zeig t ,

ist. F rüh er aber h aben w ir bei d er Aufs te llu n g jen er Ges etz e ab
ges eh en v o n d e m v o m Magn eten selb st ein gen o mme n en R au m u n d
haben dafür ein e Belegu n g d er Begren zu n g dieses R au m es mit
w ahr e m Magn etis mu s an ge n o mm e n Die se A n n ah m e (d es w ah ren
.

Magn etis mu s) trat d ur ch die F o rm el ( 1 5) der p ag 20 zu T age . .

N u n w i ss en w ir jetz t abe r d as s es w ahr en Magn etism u s n i ch t


,

g i ebt. W ir kö n n en als o die F o r m el ( 1 5) n i ch t m e h r h e r an zieh e n ,

fall s w ir die m agn etis che Kr aft im gan z en R au ms d h au ch im , . .

In n ern d es Magn eten re ch n er is ch bestimm e n w ollen


,
.

W ir haben also die Un ter su ch u n g jetz t in zw ei Pun kten zu


vervo llstän digen in dem w ir u n s die folgen den beiden Fr agen v o r
legen
Gelten die übrigble iben den F orm eln au c h

wen n m an d e n v o m M agn ete n s elb st ei n gen o mm e n e n R au m mit in


den K r eis d er B e tr achtu n gen z ieh t d h g e l t e n j e n e F o r m e l n,
. .

im g an z e n R a u m s ?
2 In w el ch e r Wei s e k an n m an die magn etisch e Kraft r e ch
.

n eris ch vo llstä n dig bestim me n au ch ohn e Z uhülfen ahm e d er


Formel ( 1 5)
We n den wir un s zun ac h st zur Un tersu chu n g über die Existen z
d er F o r m eln d h d er F rage h a t d i e m a g n e ti s c h e K r a f t
. .
,

st ets ein P o t e n t i a l ? Z u r E ro r teru n g dieser F rage m us s ein


H ül fssatz v o r au sge sch i ckt w er de n .

32 . D er S t ok es

eie n a ß 7 drei F u n ktio n en
sch e S at z . Es s , , ,

w el c he in n erh alb ei n e s ge w is s e n R au me s ei n de u tig s tetig u n d en d ,

lich s in d W ir w o llen betrach ten d as Lin ien i n tegral


.

A =
f a dx + d + 7 d z ,

erstr e c kt über die Begre n zu n gslin ie ein es kle in en D reie c ks A B C ,

dessen E ck en in d en K o ordin aten axen liege n solle n ( vgl Fig . .

I n d em In te gral bedeu te n d x d y d z die u n en dlich klein en , ,

A en d e ru n gen w elc he die K o o rdi n aten ei n e s P un kte s P d er Be

gr en z u n
gslin i e A B C er fahr e n w e n n man v o n P au s u m die k lei n e
,
58 D er St ok es sche S at

z .

Strecke (1 s au f d er Begren zun gslin ie im I n tegrat ion ssin n e fort


sc h r eitet d x d y (I z müss en also bei d er In tegrati on posit ive u n d
.
, ,

n eg ative W ert he an n eh men .

W ir kö n n en d e n Werth des In tegrals A erh alte n in de m w ir


n ach ein an der als I n te rati o n s w eg O A B O O B O O O C A O w ähl e
g n , ,

u n d die d rei e rh alten e n R e s u ltate ad d ir e n De n n auf d ies e Weis e .

w ir d jede d er d rei Geraden O A O B O C z w ei mal in e n tgege n , ,

gesetztem Sin n e durchl aufe n so d ass die d aher rühr en de n R e su ltate


,

Fig 1 7. .

i h au fheben Die Seite n


s c . d es D r eiec ks aber w erden in d er R ic h
tun g A B CA d ur chlau fen .

W ir haben al so :

f (
AB O
a dx d
ß y f
O B O
(ß y
d 7 d z)
O
f
CA
(vd z a d x)

f ( a dx ml o

O AB

I n d en In tegralen echten Seite treten n u r je zw e i d er


d er r

G ro ssen d x d y d z au f w ei l je ein e derselben für die gewählten


, , ,

In te gratio n sw ege vers ch wi n det z B vers ch win det d x für d en In te


, . .

gr at io n s w eg O B O .

Betrachte n w ir n un a ber d as Flach en in tegral


D er S to k e '
s s ch e Sat z.

dydz - —

g 21)
Z
dz dx

91
8y

N ehme n w ir n un d as Tetraeder O A B Cu n e n dli ch klein an ,

07 06
so s ndi di e A usdrü cke et c . d er In te grals v or d as In tegral
0y 0z
z eic h en zu setzen d a sie in n erh alb d er In tegratio n sgren zen n u r u n
,

en dli ch w e n ig v ariir en Die In tegrati o n e n lassen sich d an n leicht


.

au sfüh r en da z B
f , d y d z d en In h alt d es D r eie c k s O B O bede u tet
. .
,

d h die Projekti o n d e s D r eie ck s A B O au f die y z Eben e I st n u n


. .
-
.

d a die Grö sse d es D r eie ck s A B C u n d be z eic hn et 11 die R i c htu n g ,

s ei n e r N o r m ale in d e m v o n O fo rt ger ic ht e t en Si n n e so ist ,

f dydz = do cos ( n x ) ,
f d zdx = dß cos ( n y),

f dxdy d o co s
(n z ) ,

falls ( ) ( y) ( )n x die n W in kel bede u te


n z n ,
we lche die p o s itive
R ich tu n g 11 m it d en p o si tiven R i ch tu n gen d e r K o o rd in at en axe n ein

s ch lies st .

E s ergieb t sic h d ah e r

8
9fi ä
1
0y
_

02
-

g
Soll d as Ku rven in tegral A über ein e beliebige K urve 0 er
s tr e ck t w er den w el c h e ein e e n d lich e F läch e S begr e n zt so kö n n e n
, ,

w ir dies e Fl äch e S i mme r in u n e n dli ch k lein e D r eie c ke z erlege n .

W ir erh alten d an n d as K u rven i n tegral in de m w ir die Su mme ,

au s d en über die D r eie ck sbe re n zu n en die Ele m e te i d m


g g s e r n n e

s elbe n D re h un ssin n e e rs tre ckt en In tegrals bilde n d die I te l


g a n g r a s ,

über alle in n e r e n Seiten d er D r eie c ke si c h au fh eben u n d n u r die


In tegrals über die äusser en in die Ku rve O fallen den Seite n übrig,

bleiben D a aber jede s D r eieck sin te gral d ur c h di e vo rher


.

gehen de Gleichun g gegeben ist so fin den w ir für d as über die B e ,

g r e n z u n g O e rs tr e c k te In tegr al d e n A us d ru c k :

( a dx+ ß y+
i cos n( )+ -

ä
D er Sto k es sch e Sat'
z .
61

in w elche m d as In tegral d er rechten Seite über ein e beliebige vo n ,

d er K u rv e O begr en z te Flä ch e S auszu dehn en ist D i ese Fo rm el .

h e i s s t d e r S t o k e s s c h e S at z
'

D am it d er Satz mit d en Vorzeich en besteht w ie es d urch (2 8) ,

aus ge d rü ck t ist ,ist d er Sin n d er p o s itiven No rmale n d er Fl äc he S


u n d au s s e r d e m d i e g e g e n s e i t i g e L ag e d e r K o o r d i n at e n

a x e n in d e r Wei s e zu w ä hlen w ie es bei d er Be w ei sführu n g d er


,

F all w ar . Allgemein spr ech en sich die R egeln für d en hier fe st


gelegte n S in n in folgen der Weise au s
E s s o l l ein e D r eh un g u m die p o sitive R ich tun g ein er A xe als
p o s itive b e z ei c hn et w e r de n w e n n s ie für ei n en Be o b ac hte r
, w elche r ,

sich i n die Axe so s tellt d as s ihr e p ositive R ichtun g v o n sein en


,

Füss en z u s ein em Ko p fe z eigt v on r ec hts n ach lin ks erfolgt d h, ,


. .

d em U hr z eiger en tgegen D i e K o o r d i n a t e n ax e n s o l l e n n u n
.

stets so z u e i n an d e r l i e g e n d as s d i e p o s i t i v e y A x e i n
,
-

d i e p o s i t i v e z A x e ü b e r z u füh r e n i s t d u r c h e i n e p o s i t i v e
-

D r eh u n g u m d i e p os iti v e x A xe F ern e r s oll d er In te -


.

t i n sw e g üb er d i e B e g r en zun g C d e r F l ä c h e S i m
g r a o

S i n n e e i n e r p o s i t i v e n D r e h u n g u m d i e p o s i t i v e N o r m a l e 11
au f S e r f o l g e n .

E in e Ab w eichu n g vo n ei n e r dies er beiden R e geln wür de zu r


Fo lge h abe n d ass ei n e Seite d er Gleichu n g (2 8) mit d e m F akto r
, 1
zu m u l t ip li c ir en wä r e .

33 . F ort set zu n g
5 von S at31
z ( )
2 8 an . W ir w en den d en
au f d e n F all d ass a B 7 die Ko mpon e n ten d er magn eti schen Kraft
, , ,

bedeu te n I n d er Th at sin d di ese en dlich e u n d ein de u tige F un kti o n en


.
,

d e r Gr en zfläc he zw eier vers ch ieden er Medien jed o ch u n s tetig .

Dies e Un ste tigkeit w ir d aber n u r d ad ur ch h ervorgeru fe n d ass w ir ,

an n eh m en e s so ll e die M agn etisiru n gsk o n s t an t e p , d es ein en Me .

di u ms an d er G ren z e p lötzlich in die K o n s tan te (I des an der en .


,

Mediums übergeben I n Wirklichk eit w ird auch die ser Uebergan g


.

e in s te tige r s ein an Stelle d er Gren z f l ä c h e mu ss ein e gewisse


,

Uebe rgan gs s c h i c h t v orh an den s ein i n n e rh alb w el ch er d er Werth ,

der M agn et is ir un gsk o n st an t e ät etig v o n d e m W ert he (I , zu m W erth e p , . .

variirt Setz en wir also dies e Verhältn iss e , w ie sie s tre n g gen ommen
.

sta ttfin de n müssen an Ste lle der früher getroffen e n An n ah m e so sin d


, ,

di e K o m p o n en ten d er magn etis chen K r aft i m g an zen R au ms s tetig .

W ir k ö n n e n also in d er F o r m el (2 8) d e n F un k ti o n en a B th ats äch , ,

lich die Bedeu tu n g d er K o mp o n en ten d e r magn etis chen Kr aft beilegen .


62 Allge mei ne E igen s ch aft e n d es Mag n e tfe lde s.

Indies em F alle hat die li n k e Seite A vo n (2 8 ) die Bede u tu n g


d er A rbeit w el ch e die Krafts d es magn eti sch e n Feldes leiste n w e n n
, ,

ein P o l d er Stärk e 1 d h d as En de ein es (p erman en ten ) Magn ete n


, . .
,

au s w elch e m 4 1: K r aftlin ien in d en A uss en raum austr ete n lä n g s ,

d er K u rve 0 ein mal h em mge führ t w ir d Be stän den n u n die .

F orm eln ( 1 1 ) —

g 32et c im g an z en R au ms
— —

. so w ür de die ,

Ar beit A bestän d ig vers c hw in den w as m an au ch für ein e ge


s chlo ss e n e K ur ve C w ahlen m öge .

N un ist d as aber jeden fall s n ich t d er F all de n n die K raft


lin ie n des Felde s s in d ge sch lo ss en e K ur ven für w el ch e die Ar beit A ,

k ein esfall s ve rsch wi n den k an n D en n w en n man d en P ol au f ein er


.

Kr aftli n ie im po sitiven Si n n e h erumführt so s etzt sic h A aus lau ter ,

p o s itive n Ele m e n te n zu s am m e n D i e F o r m e l n
.
( l l ) b e s t e h e n

al s o n i c h t i m g an z e n R au m s e i n e s m a g n e t i s c h e n F e l d e s ,

d h d i e m a g n e t i s c h e K r af t h at k e i n e i n d e u t i g e s P o t e n t i al
. .
,

w e n n m a n d i e B e t r a c h t u n g a u f d e n g an z e n R a u m au s
dehn t
N u n h aben wi r aber früh er ges eh e n dass d ie m agn etisch e ,

Kraft ein ein de utige s Po ten tial h at w e n n man ge wisse R au mt h e ile ,

v o n d er Bet rac htu n g au ssc h lie s s t S o z B h at die magn etis c h e


. . .

Kraft im Felde ein es p er man en ten Magn ete n ein Po ten tial falls ,

m an die Be t rac htu n g n u r auf d e n n i cht v o m p erman en ten Magn eten


ein gen o mme n en R au m aus dehn t I n g e w i s s e n G e b i e t e n d e s
.

F e l d e s b e s t e h e n al s o d i e G l e i c h u n g e n d h fü r d i e s e . .

G e b i e t e h at d i e m ag n e t i s c h e K r aft e i n e i n d e u t i g e s P o
t e n t i al .

E s h an delt
i n u n d ar um au s d er Gest altu n g d es Feldes
s ch ,

ein Un tersc heidu n gs merkmal zu ge win n en zw isch en letztere n Ge


biete n u n d de n en in welch e n die F or meln ( I I ) n icht bes tehen
,
.

Den k en w ir u n s ir ge n d ein R au mele men t d t abgegren z t so be st ehen ,

je n e F o rm eln jeden falls n i cht an jeder Stelle v on d r w en n es Kr aftli n ien ,

giebt w elch e gan z in n erhalb d r ver bleiben o hn e sein e Oberfläche


,

zu sc h n eiden w eil man d an n i n n e rh alb d r Ku rv en C an gebe n k an n


, ,

für w el ch e A n icht versch win det Dies k an n m an aber au ch d an n . ,

w en n ein e Kraftli n ie d e n R au m d r z w ei m al in en tgege n g e s etz te m


Sin n e du r c hsch reitet D as Charakteri stiku m für d as Verhalte n der
.

Kr aft lin ie n in beiden F ällen ist d as d ass sich in n erh alb d r z w ei


ein an der ben achb arte Pun kte P u n d P an geben lasse n für die die “
,

Ri c h t un g d e r m a g n eti s ch e n K r aft d ie e n tg e ge n ge s etz te is t M an .


W irbelräu me d es Magn et feldes .
63

kan n d an n sagen d ass die magn etis ch e Kraft an d em O rte d er


,

Pu n kte P P w i r b e l t
,
'
.

D i e m a g n e ti s c h e K r a f t h a t a l s o k e i n P o t e n t i a l
i n n e r h al b e i n e s R au m e s i n w e l c h e m W i r be l s t ell e n d e r
,

m a g n e t i s c h e n K r af t v o r h an d e n s i n d .

D er u mgek ehrte S atz d ass die mag n etische Kraft s tets ein
P o ten t ial h at i n n erhalb ein e s R au m es in w elch e m kein e Wir bel ,

st elle n v o r h an d en s in d ist n icht i mm e r r ichtig


, Den n sup erpo n iren .

si c h übe r ein e W ir bels t elle d r die Kraftli n ie n e in e s an de r en Felde s ,

s o kön n en dies e eve n tu ell so st ar k s ein dass sie ein Wir beln d er ,

K raft li n ien in d t verhin dern o h n e d as s tro tzde m die Glei c hun gen ( 1 1)
,

i n n er halb d r Gül tigk eit bese sse n W ir w ollen aber d er Beq u em


.

lichk eit d es Aus dru cks h al ber die R aumtheile in w elchen die Glei ,

c h un gen ( 1 1 ) n ic ht gelte n als W i r b e l r ä u m e bez ei c h n e n u n d sie


,

d ad urc h v o n d en Gebieten un tersch eiden in w elchen die F or meln ( 1 1) ,

G ültigk eit besitz en un d die wir w i r b e l f r e i n e n n e n wo llen


, .

B etrach t en w ir die Ar beit A l än gs ein er ge sch loss e n en Kraft


lin ie C so mu ss wi e si ch au s d em V origen ergiebt jede beliebige
, , ,

Fläc h e S w el che man d u rch C hin du rchl egt W ir belräu me d urc h


sch n eiden D a als o kein e Fläc h e S d u rch C k on str uirb ar ist w el ch e
.
,

kein en W irb elr au m trifft s o m ü s s e n d i e W i r b e l r a u m e d i e


,

K r aft l i n i e n r i n gfö r m i g u m s c h l i n g e n E s giebt al so kein .

magn et is c h e s Feld in w elc he m d er W irbe lrau m z B die Ge stalt . .

ein er Ku gel o der ein es Ellip so id s hätte .

W ir w o llen n u n die Arbeite n A un d A mitein an der v er ’

gle ichen die man erhält w en n man ein en E in h eitspo l au f zw ei


,

beliebige n ge schlo ss en e n Ku rven C u n d C in gleichem R o tation s ’

ein e b is z u m Au sgan g sp u n kt z ur ück füh r t W ir führ e n zu d e m


Z w e c k zu n äc hst den P o l au f d er K urve C bis z um Ausgan gspun k t P
zurüc k , so d an n län gs d er Li n ie P P n ac h O d an n au f C in ein em
' ' '

Sin n e d er d em In t egratio n ssin n e d er K u rve O en tgege n gesetzt ist


, ,

zu rü c k u n d s ch lie ssli c h au f P P
'
n ac h P
'

zum A u s g an gsp u n kt P vgl Fig M


( a
. n .

hat so ein e ges chlo ss en e Ku rve b es c hriebe n ,

welche man als Begr en zun g ein er d ur c h C


un d C g elegte n k ru mmen Fläche S au f
“ ’

fas s e n k an n Die d abei erh alten e Arbeit


.
Fig 1 8 . .

ist A A da die län gs der Lin ie P P


“ ’
,

erh al t e n e Arbeit sich auf hebt w e il P P zw ei mal in en tgegen '


,

ges etz te m Sin n e d ur chl aufe n w ird .


64 Vielde u t igk eit d es m agn eti sc h en P o te n ti a le

Nach Fo rm el (2 8) ist n u n A A 0 falls S ke in e Wirbel



,

r au m e schn e i de t W ir schliessen dah er : D i e A r b e i t A w e l c h e


.
,

m an e r h ä l t fal l s e in P o l l ä n g s e i n e r b e l i e b i g e n K u r v e C
,

b i s z u m A u s g an g s p u n k t z u r ü c k g l e i t e t i s t f ü r a l l e d i e ,

j e n i g e n K urv en d i e g l e i.
c h e w e l c h e
, s i c h k o n t in u ir li ch

i n e i n a n d e r ü b e r f ü h r e n l a s s e n o h n e d a s s m an d a b e i
,

W irb elräu m e d urc hs chr eit et .

Die Arbeit A kan n also n u r abhan gen v on d en Eigen sch aft en


d es v o n d en betr ach tete n K ur ven O u ms chl u n gen e n W irbelr au m e s .

M a n n e n n t d ah e r d i e A r b e i t A d i e m agn e t o m o t o r i s c h e
K r af t d e s W i r b e l r a u m e s w e l c h e n d i e K u r v e n u m s c h l i n g e n
, .

D i e A r b e i t A v e r s c hw i n d e t fal l s d i e K u r v e n O k e in e n
,

W ir b elr au m u m s c h l i n g e n o d er, f al l s d i e S u m m e d e r
m agn e t o m o t o r i s c h e n K r ä f t e d e r u m s c h l u n g e n e n W i r b e l
räu m e v ersch w in d et .

In n erh alb d es R aum es w el ch en ein System vo n Lin ien er


füllen die alle d en glei ch en W irbelrau m u mschlin gen gelten die
Gleich u n gen Die magn etisch e Kr aft bes itzt daher ein P o
t en ti al V. D an n ist aber
av cv
dx+ —

gy
dy+ —

ä;
dz= —

f
folgli c h k an n V k e i n e e i n d e u t i g e F u n k t io n meh r s ein d a sich
ihr Werth bei ein malige m H em mgeh en l än gs ei n er ge schl o ss e n en
Kraftlin ie C u m d ie ko n stan te Gr össe A än dern m u ss Die magn eto .

mo to r i s ch e Arbeit A d es W irb elraum es ist also d er s o gen an n te


P e rio d ic it ätsmo d ul d es Poten tials w elc h e s die m agn eti s che Kr aft
in n e rh al b d es betr achtete n R au me s besitzt .

I n Verallgemein eru n g ist d aher z u sc hliess en Wer d en


m e h r e r e W i r b c l r a u m e v o m w i r b e l fr e i e n R au m u m
schlu n
g e n
, s o b e s i t z t d i e m a g n e t i s c h e K r a f t i n l e t z

t e r e m e i n v i e l d e u t i ge s P o t e n t i al w e l c h e s d i e m a g n e t o
,

m o t o r i s c h e n K r ä ft e d e r W i r b e l r a u m e z u P e r i o d i c i t ä t s
m o d u l a h at .

Bezo gen s ich die bish erigen E ror ter un gen di es e s Paragrap hen
au f die U n te r s u ch u n g d er E xis te n z d e r F o rm el n so l äs st s i c h

die Frage n ach d er Allge mein gültigkeit d er F or meln (8) u n d ( 1 9)


kürz er be an two rten .

D a e s n ir ge n d s fr eie E n de n v on Kraftlin i en giebt so trete n


in ei n e beliebige ge sc hlo ss en e Fläch e S d es F e ldes gen au so v iel
Nah ewi ku r n gsges et z i m in h o m ogen en Me d i um .
65

Kraftlin ien ein w ie au s . D er math e mati sc he Ausdru ck für dies e


T hats ache is t

f "
l Ön
- d s 01

da dur ch 11 Ü die An zahl d er in d S ein treten den Kr aftlin ien ge


..

messen wir d Hierau s s c hlie sst m an in gen au ders elben Weis e auf die
.

E xis ten z d e r F o r mel ( 1 9) an d er Gre n ze zw ei er an sto ssen der Medien ,

wie es o be n in g 2 1 an gegeben ist Die F o rmel ( 1 9) gilt also .

immer au c h in d en R äu m en in w elch en k ein Po ten tial besitzt


, , .

Auch wen n d er Uebergan g v on ein e m Medium 1 in d as an gren


zen de 2 n i c ht p l ö tzli c h so n dern s tetig d u rc h ein e Ueb er an ss chi c ht
, g g
vo n gewis s e r aber n o ch sehr klein er Dick e erfolgt mu ss die
, ,

Formel ( 1 9 ) gültig bleiben fall s m an u n ter un d die


W erth e an d e n G ren z en d e r Ue be rgan gsschicht versteht d h an , . .

den Stelle n w o die Magn et isiru n gsko n st an t e wir klich die W ert h e p ,
, .

un d p b e si tzt
.
,
.

W a s in d er Uebergan gssch icht s elb st für ei n e Gleichu n g be


steht er fahren w ir au s d er Fo rm el
, w en n wir sie au f ein
allge m ei n e s in h o m o gen e s Medi u m an w e n de n in w el ch em p beliebig , .

mit d em O r te v ariirt .

W ä h lt m an als geschlossen e Fläche S die O berfläche ein e s


klein en P arallelep ip eds d ess e n K an t en d en K o or din at en axen p arallel
,

sin d u n d die be z w L än gen d x d y d z be sitz en so erh ält m an in


.
, , ,

derselbe n Weis e w ie es o ben p ag 2 3 zu r Ableitu n g d er P o i s s o n


, .

schen D ifie ren ti algleich u n g au sgeführ t i st d er F o rm el


'

au s

die Diffe re n tialgleichun g


(M ) 8 ( P B) 8 (M )
0x 0y 0z

w elc he als o e i n N a h e w i r k u n g s g e s e t z d e r m a g n e t i s c h e n
K r af t i n e i n e m i n h o m o g e n e n M e d i u m i s t d h ein em solch en , . .
,

in w el c he m 11 ein e F u n kt ion d er K o ord in i1 te n ist


Die F ormel geht in die früher aufgestellte Formel ( 8)
über fall s p k o n stan t ist
,
D i e G l e i c h u n g ( 8) g i l t a l s o s t e t s
. .

St en g ge omme tr itt die Form el


r n a Stelle d e ein fac he e vo (8)
n n r r n n

imme in An w en d g w e n
r B Eise i ein em Magn et feld ich befi det
un , n z . . n n s n ,

dessen S t ä r k e n i cht üb erall diese lb e is t da i de st a k m agn eti si b a en n n r r r

Met all en 1 v o abh än gt


1 Ei no l ch e Eisen t ü k w i kt dahe so al ob
. n s s s c r r s

ni ch t n u se i e O be flä c he P o l e e t hi elt e
r n o n de
r als ob a ch i sei em n s rn u n n

In nere n e in e r ä mlich ert h eilt e magn et is h e Belegu g v o h an den sei


u v c n r

D k d A th
.

ru d e , P h y si es e ers .
5
66 Da rst e llu ng durch Fläch en belegun gs n .

in ein em homogen en M ed ium , au ch dort , wo k ein Po ten tial


be sitzt.

D as R es u l tat
e e Un tersu chun g ist also d a s s d i e G l e i
un s r r ,

chun gen r e sp u n d ( 1 9) i n n e r h a l b
. d e s g an z e n
m a g n e t i s c h e n F e l d e s g e l t e n d i e G l e i c h u n g e n (1 1) j e d o c h
,

i n g e w i s s e n R au m t h e i l e n d e s F e l d e s d en W irb el
r au m e n —
n icht D i e s e W i r b e l r a u m e k ö n n e n n u r al s g e
.

s c h l o s s e n e R i n g e v o r h an d e n s e i n .

34 D ar st ellu n g d er magn et is ch en K r aft d u r ch d i e F ern


.

wi rk un g von magn et i sch er F lä ch en b elegun g Wen n wir in .

ein e m beliebigen m agn etisch en Felde , in w elc hem d er K raftlini en


verlau f bek an n t ist , alle Wir belräume d urch ein e geschl o ss en e
"

Flache S derart ein schliess e n d ass es n icht mögli ch ist ein en , ,

W irb elrau m zu u msch lin gen falls man imm er im A u ssen rau m d er
,

Fläch e S bleibt d h die Flach e S n icht d urchschreitet so m uss


, . .
,

die m agn etisch e Kraft ein ein deu tige s Po ten tial V besitz en falls
n u r d er A u ss en r au m v o n S in Betrac h t ge z o ge n w i r d I st ders elbe .

mit versch ieden e n h o mo ge n en Medien erfüllt s o gilt w egen d er


Bezieh u n g ( 8) über all di e F orm el A V 0 n ur n ich t in d en Ueber ,

n gss ch ich t en F d er ve r s chied en e n Medien Die in ihn en gültige


g a .

F orm el k an n m an d u rch die Un stetigk eitsbedi u gun g ( 19) er


s etz en, fall s die Uebergan gsschic hte n s ehr dün n sin d .

D ur ch dies e Bedin gun gen so wi e d urch die W erthe vo n ,


an d er

A u ss e n fläc h e v o n S ist die P o t en tialfu u kti on V voll stä n dig bes timm t ,

wie im 6 1 7 ge z eigt ist D en ge n an n ten Bedin gu n gen k an n man


.

n u n v o ll s t an dig gen üge n d u rch die Fern w irk un gsgeset ze v o n m agn e

tischen Fläch en belegu u geu in d en Gren zflächeu F u n d d er Fläc he S ,

u n d d er An n ah m e es s ei die Ma n et isir u n sk o n st an te übe r all glei c h 1


, g g .

Die Dichte dieser fin girten Belegu n g ist n ach 5 2 2 F ormel (2 3) ,

au f ein er Fläche F gegebe n d ur ch

Nr 1
M i ke .

4 "
tllst 4 "
i2 "
l1

fall s N F die An zahl d er Kr aftlin ien bedeu tet w elche d urc h die ,

Fläch eu ein h eit d er Gr e n z e F z wis ch e n zw ei Medien d er K o n s tan ten


p,
. u n d p, in .let z te r es Medi u m ein st r ö m e n .

Au ch die fin girt e Di chte 118 auf d er Flach e S ist zu bere chn en ,

falls die An z ahl N „ d er Kr aftlin ie n w el che in S ein strö m en überal l , ,

au f S bek an n t is t Z u d em Z w ec ke den ke m an si ch die Ober


.
8 P e rm an en t e Be leg u n gen .

fern u n g L age d er Stu c k e S u n d S sin d


un d ,
w ir w o lle n k u rz
,

s age n ,
w an n die Beleg un g en p er man e n t s in d .

Stellt man sich ein Magn etfeld h er d ur ch z wei S tahldräh te M ,

u n d M„ w el che in d e r im 5 1 bes c hriebe n en Weis e m agn et is irt


s in d, so kö n n en als Fläch e n S u n d S z w ei b eli ebige die
, , ,

D rähte M , u n d M ein s chliess en de Fläch e n gen o mm e n w erde n I s t


, .

d iese E in schlie ssu n g n ich t en g s o kö n n e n die s e Fläch en sicher n icht


,

als p erm an e n te M ag n ete au fge fas s t w e rde n den n d er Kr aftlin ien ,

v erlau f an i hn en d h die fin girte n Belegu n ge n 1 33 u n d


, . . m üs s en ,

mit d er r elativen L age vo n M u n d M v ariiren ,


wi e m an d u r ch
,

Z e ich n u n g d er Kr aftlin ien u n te r Be n u tzu n g d es exp erimen tell ge


w o n n en en W irku n gsges et z e s ( 1 ) lei cht e rk e n n en k an n Will m an .

m it die se m Ge s et z n ac h d er hier b es pr o ch e n en Au ffass u n g z u r


Ueb er ein stimm u n g gel an gen so ist es o fle n b ar n ö t hig an zu n e hm en
'

, , ,

d ass für die Fläch en S , u n d S die fin girten Belegu n gen k o n s t an t


,

w erde n w e n n man sie si c h b is au f die Oberfl äc h e d er D r ähte M ,


,

un d M z u s am m e n ge zo ge n den kt
,
D er K raftlin ien v erlau f im I n n er e n
.

d er D rähte m u ss al s o k o n s tan t s ein d h u n abhän gig v o n d er


, . .

gegen s eitigen An n äh er u n g u n d L age W ir w erden im folgen de n


.

K ap itel au f G ru n d ei n e r m o l ekul arth eo r etis ch en Vors te ll u n g d e r


Vorgän ge in d en stark magn e tisirb ar en Körp ern erk e n n en d ass
o bige Bedi n g u n g übe r die K o n s t an z d er Kr aftlin ie n w en n au c h ,

n i c h t m it ab s o lu ter Str e n ge s o d oc h s eh r an n äh er n d er füllt s ei n

w ir d fall s die D räh te ge n üge n d l an g im Vergleic h z u ih r em Q u er


,

sch n itt si n d .

Is t dies e Bedi n gu n g n i c h t m ehr erfüllt ( 1 h hat m an es mi t , . .

d ick ere n Magn ets täben zu th un w el ch e glei ch falls durch Ein ste c ken
,

in e in str o m d u r ch flo ss en es S o len o id magn eti sir t s in d s o ergiebt jen e ,

Vorstellu n g d ass d er K r aftlin i en v erlau f n icht m ehr k o n s tan t in


ihrem In n ern ist Un d in d er Th at e rgiebt au ch d as Exp erim en t
.
,

d ass man mit d em ein fach en Fern wirk un gsges et z ( 1 ) p u n ktförmiger


o der flach e n fö rmi ger P o le an d en E n den d er M agn ete mit p er
m an en te n Dichtigkeite n 1 15 n i ch t meh r die be o b acht bar en p o n dero
mo to ri s ch en K räfte zwische n zw ei M agn ets täben be schr eiben k an n ,

der en D ick en di men sio n n ich t m ehr sehr k lein gegen ihr e L än gen
u n d gege n s e it ige E n tfern u n g ist .

O ft ge n ügt die An n ahm e p erm an en ter Po le im I n n e r e n d er


M agn ete do c h au ch die s ist n ur ein e An n äherun g die versagt ,

w e nn man die beiden Magn e te m ehr u n d m ehr ein an der n äher t .

Be zo ge n si c h die bish erigen E rörteru n gen au f di e Abhän gigkeit


P erm an e n t e Magn et e .
69

d er p on d er o m o to ris ch en Wirk u n gen p e


zwrm eier
a n e n te r M a g n ete
von ihre r gegen seitigen E n tfern un g
so so ll jet z t n o c h die Ab
,

hän gigk eit v o n d er Magn etisiru n gsk o n st an t e p d es Z w isc h e n m ediu m s


.

bespro chen w er den w ie sie in d er F ormel zu m A u s dru c k

ko mmt . D ami t dieses Ges etz g ültig ist ist offen b ar n o thw e n dig
, ,

dass der K r aftli n ien v erlauf (an Ge stalt u n d Di ch te) im In n ern ein es
p e rm a n e n te n M ag n ete n u n ab h ä n gig v o n d e r M a
g n e t is irun g s k o n s t an t e

sei n er Um g e b u n g is t Den n w en n die Z ahl s d er Kraftlin ien


.
,

w el ch e e in Ele m en t d S d e r Oberfläch e S ein e s Magn ete n tr effen ,

u n geän d er t bleibt falls man ihn in verschiede n e Medie n ei n l agert


, ,

so w er de n d a n ac h F o rm el (2 5) d er p ag 4 6
,
.

( )
3 1

die fin girt e n L ad u n gen 118 w elc h e n ac h F o rm el


, p g
a 6 7 z u .

berec hn en s in d an jeder Stelle d er Fläc he S in dem selbe n V er


,

hältn iss kl e in er als die Magn etisiru n gsk o n st an t e (L d e r Umgeb un g


,

wäc hs t . D ah er erh fl t m an d as Ges etz E s mach t für die


Gültigke i t dess elben gar kei n en Un terschied ob die Sub stan z d es
Magn ete n ein e Magn et isiru n gsk o n stan t e besitzt w el che vo n d er
d er Um g eb u n g ve rsc h iede n o de r ih r gleich ist wofern n u r d er ,

K r aftlin i e n v erlau f im Magn ete n u n gean d er t bleibt D ahe r e rsc h ei n t .

es jetz t n ac htr ägli c h ge r e c htfe rti t d w i o ben i 1 9 d en


g ass r n

Un tersc h ied d er Magn etisiru n gsk o n stan t e d es Magn eten g egen die
de r Um geb u n g n ic h t berück sic htigt h aben .

W ir w erden allerdin gs im II K apitel s eh e n d ass ge n au ge


.
,

n o mm e n d ie Di ch te d e r K r aft li n ien ei n e s Stah l m ag n eten zu n eh me n

mu s s w en n m an ihn in ein Me di u m vo n gr o sser er Magn et isiru n gs


,

k o n s ta n te b rin gt Wie abe r d o rt ge z eigt w ird ist die se Z u n ahme


.
,

u n e n dli c h klei n , w e n n d er Q u ers chn itt d e s M ag n eten u n en dli ch klei n


ist. A l s o au ch h ier sto ss e n w ir w iederu m au f die T hat sach e d ass ,

d er M agn et s e hr d ün n s ein mu ss u m die ein fachen Ge s etz e p er


,

man e n t e r Magn ete zu zeigen W ir kön n en d ah er schl iess en d ass


.
,

jedes M etd ls t ück w e n n es ein e r e man en te Magn etisirun g n ach s ein er


,

Län gsri c htu n g bes itzt d en ein fache n Ges etzen p erman en te r M agn ete
,

geho rcht so lan ge sein Qu erschn itt s ehr klein ist im Vergleich zu
,

se i n er L än ge u n d d en E n tfern u n ge n v o n an de r e n M agn ete n d h ,


. .

in sehr s c h w ach en Magn e tfelder n Bei h arte m Stah l k an n die


.

Stärke d er letzteren sc ho n ziemli ch beträchtlich s ein o hn e d ass d ie ,

Gesetz e d er p erman en ten Belegu n gen au fh ö rten ein en idealen


70 Magn etisch e Kraft im In n ere n ein es Magn ete n .

p e rman e n ten M agn ete n i n d ess giebt es n i cht ; au ch d e r h ä rte ste

S tahl zeigt w e ch seln de P ols tärk e in s ehr stark v ariiren d en Feldern ,

au ch w e n n er ein n o ch so dün n e r D raht ist .

36 D i e b et r acht et e L osu n g d es P ote n ti al s für d en A ussen


.

r aum ei n es l l agn et en gilt n i ch t für d en I n n en raum d essel b en .

E s ist im 9 5 84 ge z eigt
un d d ass au 35
s d e m Ve rh alte n
, d er
Kraftlin ien di e ges chloss en e Kurven sin d d h w ahr e Po le . .

n i ch t au ft r eten lass en die m agn etisch e Kr aft au ss erh alb d er Magn ete
,

si ch in de r s elben Weis e ergieb t als ob die Oberfl äc hen d er M ag n ete


,

w ah re P o le en thielten u n d d ass dies e u n te r U mstän de n p erman e n te


,

Po le sein kön n en Dies e für d en A u ssen raum gültige u n d mit


.

d er E rfahru n g über ein sti mmen de Berec hn u n g d er m agn eti schen


Kraft o der ihres P o ten tials d arf m an n icht auf d en In n en r aum d er
Magn ete au s dehn e n w en n m an n i cht zu fals ch en R es u ltate n ge
,

lan gen w ill E s ergiebt s ic h dies scho n darau s d ass die No rm al


.

kompo n en te Ü beim D u r chgan g d urch ein e geladen e Fläch e meis t


. „

ihr Vo rz eich e n wech s elt (n ämli ch i mm er d an n wen n die Wir ku n g ,

d es Fläch en elemen t es d urch welch e s d er D ur chgan g st at tfin det die


, ,

Wirk u n g d er an deren Fläc hen elem en te überwi egt) w ähren d die s


d em w ir klic hen Verh alte n d er No rm alko mp on en te i>an d er Ober . „

fläc he S ein es Magn eten n icht en tsprechen kan n S o w ür de 2 B . . .

im F alle ei n e s lan gen d ün n e n gleichför mig magn et is irte n D rahte s M


, ,

die An n ahm e von Po len an s ein en En den w elche d as Po ten tial


au s serh alb M in richtiger Weis e zu ber ec hn en erl au bt für d as In n e r e ,

v o n M z u d em R es ultat fii hr en d ass die magn etis ch e Kraft v om


p o s it ive n z u m n eg ative n P o l ge h t w äh r e n d s ie in Wirk li c hkeit u m
,

gek ehr t im In n ern vo n M v om n egativen zum po si tiven P o l geh t ,

wie au s d er Fig 14 der p ag 54 zu erke n n en ist


. . .

I n viele n F ällen jed o ch k an n man für d en In n en r au m d er


Magn ete ein e ähn liche Lösun g d er Berechn u n g d er magn etis chen
K raft fin den wie sie bisher für ihren A ussen rau m ben u tz t ist .

Wen n n ämli ch d as In n ere d es Magn eten kein e W irb elräu me en thält ,

so d ass die s e si ch au f die Oberfl äch e d es Magn ete n fläch en förrn ig


zu samm en z iehen wie es z B beim gleichförm ig m agn etisir ten . .

D rahte ein tr ete n muss d a die magn etische Kraft in sein em I n n e rn


,

ko n stan t ist d h ein Po te n ti al besitzt


,
. . so h at die magn etis che

Kraft au ch in d em I n n en rau me de r Magn ete ein ein deu tiges stetige s ,

Po ten ti al W ir kö n n en d asselbe d aher berechn en durc h An n ahme


.

Fern k raft üben der O berfläch en b elegu n gen d er Magn ete die Di c hte 7 13
'
-

,
Magn etis ch er K l
r eis au f. 71

derselben fä l lt aber an ders


die fin girt e Di chte 1 13 welche
au s , al s ,

d as Po t en ti al für d en A u ssen raum ber echn en liess Man d arf .

daher jetzt eben falls n icht die Lösu n g für das Po ten tial V w elches ,

im In n en rau m gültig ist in d en A u sse n r au m forts etz en Die F un ktion V


, .

w ür de w en igs te n s d o rt n icht m ehr die p hysi k ali s che Bedeu tu n g de s


Poten ti als d er wirklich v orh an den en magn eti sche n Kraft besitzen .

37 . D as Geset z d es magn eti sch en K r ei sl aufs


Betrachten .

wir ei n e in s ic h geschl o ss en e d ün n e K raft röhr e de ren Q u ers chn itt


, ,

an ein er b eliebigen Stelle d q sei Dies elbe k an n in Medien mit .

vers chi e d e n er Magn etisirun gsk on st an t e verlaufen Setzen wir also .

allge m ein v oraus es s ei 9 in ih r v ari abel Bez ei chn et d l das


. .

Län ge n e l em e n t ein er in der R öhr e verlaufen den K raftli n ie so ist die ,

Ar beit w e l ch e di e magn etischen Kräft e leisten falls man ein en P ol


, ,

v on d e r S tär k e 1 au f d er Kr aftlin ie g an z herum füh rt d h zum . .

Ausgan gsp u n kt zurüc k al so di e magn et o motorisch e Kraft A des v on


,

d er K raft r öhr e u mschl un ge n en W irbelrau mes gegeben d ur ch ,

A =
f d
fi ,
. l

wo 5 d ie Feld stärke an der Stelle d es Lin ien elemen tes d l be zeichn et .

I st n un N die An zahl d er Kraftlin ien w elche in d er K raftr öhre v er


,

lau fen d h d er I n d ukt io n sfluss d ur ch den Q u erschn itt d er R ö hr e


. .
,

so ist

N d
ab q d h b
q
. .

Se tz t die s en Werth für in das o b ige In tegral für A so kan n


man ,

man N vo r d as In tegralzeichen s etzen d a es in n e rh alb d er g an zen , .

R öhr e ko n stan t ist F olglich ist.

A =N

D i es e F ormel h at gros se A ehn lichk eit mit d em O h m s ch en Ges etz '

w e lches für d en galv an i s chen Stro m d h den elek trische n Kr eis


. .

lauf gilt u n d w elches lautet : Die elektromo to ri sch e Kraft ein es


,

g a l van is che n St r o m e s i s t gleich d e m P r o d u kt au s d e r St r o m s tä rke


und d e m g a lv an is c h e n W i d ers t an d e Wie .w i r s p ä te r s ehe n w e r de n ,

w ir d die elekt r o m o t o ri s c h e K r a ft g an z äh n l ich d e fi n i rt w ie die


magn e t o m o t o ris c h e K r a f t u n d die St r o m s t ä rke i st ei n e an a l o ge
Grö ss e zu m I n duk tion sfluss d a beide in n erh alb d es gan zen bo
,
72 Ge s et z d es m agn et is c h en K l
re is au fs .

tr ach teten Kr ei sl au fs k o n stan t sin d A n Stelle d es galvan i sch en


.

Widerst an des tritt d ah er n ach Fo rmel (3 2) b eim m agn etisc hen Kr e is


lau f die Gro ss e
dl
d
e q

ei n e F orm el w elc h e d er für d en galvan isch en Widerst an d ei n e s


,

Kreislau fs gült ige n gan z ähn li ch ist n u r d a s s an S t e l l e d e r ,

g al v an i s c h e n L e i t f ä h ig k e i t d i e G r ö s s e (L tritt A u s d i e s e m .

G r u n d e k an n m a n p a s s e n d p d i e m ag n e ti s c h e L e i t f ä h i g
.

k ei t ( P e r m e a b i l i t ä t) u n d d i e G r ö s s e W d e n m a g n e t i s c h e n
W i d e r s t an d d e r K r af t r o h r e n e n n e n .

E s l ässt si ch d ah er die F o rm el ( 3 2) sc h r eiben


A N W , ( )
3 4

d h d i e m a gn e t o m o t o r i s c h e K r af t i n e i n e m m ag n e ti s c h e n
. .

K r e i s l a u f i s t g l e i c h d e m P r o d u k t a u s d e m I n d u kti o n s f l u s s
i n s e i n e n m a g n e t i s c h e n Wi d e r s t a n d .

I n viele n F äll en k e n n t man die m agn e to m o t orisc h e Kraft ein er


K raftrö hr e w ie im folgen den K ap i t el gez eigt w ird M an k an n d an n
,
.

du rch Be rech n u n g d es magn etisch e n Widerstan des d e n I n d u ktion s


flu s s n ach (3 4 ) ein fac h erhalten .

Diese F or mel h at n amen tlich bei Ber ec hn un g d er Dyn amo


masc hi n en au sser o r den tli c h e Bede u tu n g gew o n n e n ; e s w ir d d avo n
w eite r u n te n n o c h m eh r die R ede sein Mit H ülfe der For mel (3 4)
.

übersieh t man s eh r ein fac h d ass die Feld stär ke i m L u ftr au m z w i s che n
,

d en P o len ein es Hu fei se n m agn ete n w ac hs en m uss w en n m an ih n ,

t h eilw e is e m it Eis e n au s füllt E s ge sch ieh t die s de sh alb w eil d a


.
,

du rc h d er magn etisch e Widerstan d d es L u ftrau ms ab n i m mt d ah er ,

mu s s N w ach sen u n d fo lgli ch au c h die Feld st är ke


. Eben falls .

k an n man die o be n (p ag 4 9) be spro ch en e K o n c e n tration d er Kr aft


.

lin ien ein e s Feldes im Eise n d urch d as Ges etz ( 3 4 ) leic ht verstehen .

Diese Erschein u n g ist n ämli ch du rch au s ve rgleichb ar d er R o n c en


t ration d es elek tr isc h e n Str o mes in ei n e m Metallk ö rp er w el c he n m an ,

in ein e vo m Strom d u rc hflo ssen e gal v an i sch schle c hter leite n de


,

,

U mgebu n g b rin gt z B in ein e v on E le ktric it ät du rchstr ömte


,
. .

Flüssigkeit .

Weitere An alo gien zwi schen dem elek trisch e n u n d d em mag


n e tisch en K r eis l au f wer de n im I I I K apitel h ervo r tr ete n w en n die
.

En er gie d es magn etisc hen Feldes bere chn et w ird .


K ap it e l II .

E le kt ro magn et i s mus .

D as m agn eti sch e F el d d es el ek t ri sch en S t r omes . Tau ch t


man zw ei ieden e Metall e z B Ku pfer u n d Zi n k in an
v e rs c h ,
. .
,

gesäu erte s W ass er un d verbin det ihr e h erausragen den En den d urch
ein en m e ta lli s c h e n D r ah t s o n i m m t m an ve r sc hiede n e Wi rku n ge n

wahr w el c h e n i cht vo rhan den w ar en bevor d er Drah t mit d en


,

Metallst ü ck e n in Berührun g gebrac ht wu r de S o z B erw armt sich . . .

der D raht n ac h ei n iger Zeit Man schl ie sst d ah er d ass d ur ch die


.
,

Verknüp fun g des Drahtes mit d en Metall en irgen d w elc h e Z u stan d s


än derun ge n mit ih m v orgegan gen s ei n w er de n ; man b r in gt die s
dad ur c h zu m Au sd ru c k d as s m an sagt : e s f l i e s s t i n d e m D r a h t e
,

e in e l e k t r i s c h e r S tr o m .

Mit die sem S atze ist v orl aufig über die N at ur o der irgen d
w el c h e an der e Eige n sc h aften d es ele k tri sche n Stro m e s gar n i c h ts
ges agt e s bedeutet n ur d ass man an Stelle d es u n bequ emen A us
, ,

dru c ks : Zus tan dsän derun gen w elch e durc h die an gegeben e er p et i
„ ,

me n t e lle A n ord n u n g h ervorger u fen w er de n d as bequ e me Wort : elek “


t risc h e r S tro m s etzt Man k an n dies e m elekt ris chen Str o m ein e

.

ge wi s s e S tärke i b eilegen w el che man au s d en Wirk un gen d es


,

Stro m e s n u merisch b es ti mm en k an n gerade w ie m an di e P olstärke


,

ein es M agn eten au s sein en p o n d ero mot orisc h en Wirku n gen auf ein en
an de r e n M agn ete n be stim m en k an n .

S o w ür de die Erw ärmu n g d e s D rahte s e in so l ches Mittel bieten ,

die Stro m st ä r k e zu messen in d ess giebt es an der e W irku n gen des


,

Stro m e s w el ch e sich bess er d azu eign e n das sin d die so gen an n te n


, ,

el e k t r o m a g n e ti s c h e n W i r k u n g e n Man n immt n amlich w ahr


.
,

dass e in in d er Näh e d es st ro md ur c hflo s sen en D r ah te s geb r ac h ter


74 Mag n e t isc h es Feld d es l
e ekt ris c h en St ro me s .

Magn etpo l d h , En de ein e s lan gen u n d d ün n en Magn eten


. . d as ,

o n d er o mo t o r isc h e Wirku n ge n e rfäh rt D r e l e k t i h e S t m


p e r s c . r o

i m D r a h t e e r z e u g t a l s o e i n m a g n e ti s c h e s F e l d .

D a wir im vo r igen K ap itel die allgem ei n en Eigen sc hafte n de s


magn eti sc hen F elde s ken n en gele rn t h abe n so müs s en w ir dies elben ,

au c h jetz t in un s e r e m F alle wieder an tr efie n Für die m agn etisc h e


'

Kraft d es Feldes müss en also dieselben Ge s etze gelten w ie i m all ,

ge mein en F alle un d eben so ist d er Begriff d er K r aftlin ien zahl au ch


,

hie r an wen db ar A u s d er Feldstärke an ein er besti mmte n Stell e


.

kön n te man d an n ein Maass für die Str o mstärk e gewin n en w en n ,

man vo rh er n o ch fe s tge s te llt h at wie dies elbe vo n d er Ge stalt u n d ,

L age d es Drahtes abhän gt Dies em Z w ecke w o llen w ir u n s jetzt.

zu w en de n .

D ie R i chtu n g d er Kraftlin ien d es Felde s kan n man e rke n n en ,

wen n man die Bahn verfolgt w elche ein Magn etp o l bei lan gs amer ,

Bewegun g u n ter Ein wirku n g der elektromagn etis chen Kräft e e in


sc hl ägt ; ein b eq u em er e s Mitte l abe r ist die Be n u tzun g v o n Eis e n feile .

Man n eh me ein Stüc k w eiss en Karto n u n d b o hr e Löch e r in den selben


in d er Weis e d ass d er s tro mführ e n de D raht d ur c h di e s e hin d u rc h
,

treten kan n Legt man den K ar to n horizon tal so zeichn et auf


.

gestr eu te Eis e n feile die K raftli n ie n d es Feldes gut ab w en n man ,

v orsichtig etwas an den Karto n kl opft D amit diese Zeichn un g .

deu tlic h wird e mpfiehlt es si ch n icht d en Stro m in der ein gan gs ,

e rwähn te n Weise z u erzeu gen son de rn man n immt be sser ein e Z u ,

s amm en ste llu n


g v o n Zi n k u n d K o hl e i n d er We is e wie s ie als
, ,

B u n s e n sc h es Elemen t bek an n t ist



.

A u f di e s e Wei s e k an n man n u n e rken n en dass di e Kraftlin ien ,

als ges chl o ss e n e K u rven ersc hein e n w elc h e s ämmtli ch d e n s tro m


füh r en den D raht u msc hlin gen I st z B . . .

der D raht auf ein e r lan gen Str e c ke


gerade so sin d di e Kraft lin ien kon c en ,

trisc h e Kr ei se der en Ebe n e sen kr ec ht


zu m D raht lie gt Diese s R esultat muss '
.

sch o n au s Sy mm etriegrün de n fo lgen da ,

au ss er radialen Strahle n n ur jen e Kr ei se

möglic h s in d Bildet d er D raht ein e n .

fas t ge sc hlo ss en e n Kr eis so haben die

Fig 19 .
K r
. a ftlin ie n in ei n e r E b e n e w elche ,

s e n kr echt zu ihm s teht u n d d ur c h s ein

Cen tru m geht un gefähr die in d er Fig 19 gezeic hn ete Gest alt .

76 El e k t r om agn et i sch e r R o t ati o n sapp ar at .

draht z wischen f un d Z d as stromführe n de m et alli sche Sy ste m .

Wes en tli ch für die Bew egun g d er Po le n n d er Magn ete ist n u r a ,



,

w e n n m an d afür so rgt dass die Pole möglic hst n ahe an a si ch


,

befin den D er Stro m in d er Q u ec ks ilb errin n e f kan n übr igen s au ch


.

de sh alb n ic ht w i rk en w eil er n u r R o tation e n der Magn ete um h or i


,

z on tal e Axe n ver an lass en w ür de n ic ht u m die vertik ale A xe e g , ,

u n d eben s o w e n ig k an n d er Str o m im Pl atin draht p w i rk en w eil ,

dies er mit d en Magn ete n fe st ve rbu n den ist also s ein e relative L age ,

z u i hn e n gar n i c h t ä n de rn k an n V o n d en K r afte n w elc h e au f.


,

die Po le s s der Magn ete w ir ken k an n m an abs eh en w en n die


,

, ,

Magn ete hin r eic hen d lan g sin d d a d an n s s w eit von den s tr o m ,

führ e n den T heilen e n tfern t ist .

Nach d er Gestalt d er Kraftlin ie n d es Stro m es in a mu ss ei n e


ko n ti n uirlich e R o t ati o n d es M agn ets y s te ms u m a er fo lge n fall s die ,

u n ter e n P o le glei c h n amig s in d z B No rdp ole Die R o tation s , . . .

r i c htun g mu ss si c h u mke h re n falls die u n te r en Po le beide S üdp o le


,

si n d. Die s e Ers c h ein u n gen w e rden n u n thatsäc hlic h be o b ac htet .

Man n i mmt fern er w ah r d ass e s ein en Un tersc h ied im R o ,

t atio n s si n n e mac h t o b m an die Kle mm e K mit d er K o h le


, Z mit ,

d em Zin k d es B u n s e n sch en E le m en te s ve rbin det o de r u mgek e hrt


.
,

I m erste r en F alle ro tirt vo n o ben ge s eh en d as Magn etsystem


, ,

en tgegen d em Uhrz eiger falls die u n te re n Pole No rdpol e sin d


,
.

3 . D i e S t r omst är k e i n m Maasse Be
el ek t r o magn eti sch e .

trachten wir d en F all d as s d er Stro m in ein em geschl o sse n en s on st


, ,

beliebig ge stal teten dün n en Drahte flie sst Man kan n dies en F all
, .

d adu rch r ealisir en d ass man ein e n Dr ah t in d er gew ün schten Ge st alt


,

biegt sein e En den aber n ich t gen au zu samme n fügt so n dern sie
, ,

n u r m o glic h st n ah e an ein an de r b ri n gt o hn e d ass s ie si c h be rühr e n , ,

u n d mit zw ei l an ge n D rah tst üc k e n ve rbi n det w el c h e zu d en Met all ,

en den d es B u n s e n sch en Elem en tes geh en Wen n dies e d en Stro m


zu füh r en de n D r ah ts tüc ke ei n an d er s e h r n ah e li e ge n o de r w as ,

n oc h be sse r is t w e n n sie gegen se itig u mein an der ge w i c k elt s in d ,

o hn e d as s s ie sic h m etalli s c h be r ühr e n s o k ö n n en w ir v on i hn e n ,

hi n s ich tli c h d er m agn etisch en Wir kun g gan z ab s ehen d a d as E x


p e rim e n t z eigt d as s die s,e D r ah t s t ii c k e kei n m a g n eti s c h e s Feld e r

z e u ge n En tfern en w ir ausser de m d as B u n s e n sc he Elemen t s eh r ’


.

w eit v o n der Stelle d er D r ah tsch le ife de r e n m agn eti sc h e s Feld w ir ,

u n ter su che n w o lle n s o w i r d d ass elbe au ch d ur c h ei n e even tu elle


.

Wirku n g d es B u n s e n sc h en Ele me n te s n icht gestort da die E r


,
D ie St r o mstä rk e in l
e ek t ro m agn et i sch e m M aas s. 77

fahrn n g lehrt d ass die elektr o magn etisch en Wirk un gen mit d er E n t
,

fern un g v o n d e r s tro mführ e n de n Stelle abn eh m en W ir k ön n en


.

also in d ies e m F all e oh n e m er kli c h e n Fe hle r an n ehm e n dass wir


das magn eti sc h e Feld ein e s in ein e m ges c hlo s sen en D r ah te fli e sse n
den S tro me s u n te rsu ch e n Diese Stro mbahn soll mit D bez eic hn et
.

w erden .

K on st r u irt m an ein e beliebige kr umm e Flach e S w elche v on ,

D begren zt i s t s o du rc h setz en alle Kr aftlin ie n d e s Feldes dies e


,

Fl äc he . Abge s eh en v o n d en Figu r en w elche die Eise n feile ab


zeichn e t k an n m an dies dar an erk e n n en d ass k ein e Stell e d es
, ,

Feldes ge fu n de n w e rden k an n vo n d er au s e in Magn etpo l d er d en , ,

elektro magn e ti s c h e n Kräften fr ei folgen k an n ein e in sich ge


schlo ssen e B ahn be s c hr eibt w elche n i cht die Fl ac h e S d urc h s et zt
,
.

D araus ist z u s c hl ie ss en d a s s d e r W i r b e l r au m d e s M ag n e t
,

f e ld e s n u r i m D r ah t D l i e g e n k a n n De n n w äre n o c h an ei n e r .

an dere n St e lle d e s R au me s ei n e W irb elst elle vo r h an d e n s o m üsste n ,

n ac h d e n A u s ein an ders etzun ge n v o n 3 3 i m vo rige n K ap itel (pag 63 ) .

K raftlin ie n e xistiren w elche die se W irb elste lle u m s ch lin ge n ohn e


, ,

durch d ie Fl äc he S z u geh e n E s müs ste d ah er au ch d er Magn et


.

p o l k o n t i n u ir li c h e R o tatio n e n a u s fü h r e n k ö n n e n o h n e S z u d
,
ur c h
schn eide n .

Wie n un o ben ia de m cit irt en Paragraphen ge zeigt ist mu ss ,

daher die Arbeit A w elch e die magn etisch e n Kräfte leisten w en n


,

ein Ma n et o l d er St ärk e 1 f ei e ge ch l e e K r ve 0 b is
g p a u n r s o s s n n u

zu m Au s g an g s u n kt zu rüc k ge führ t w ir d für alle dieje n ige n K u rve n C


p ,

verschwin den w elc he d en D raht D n ic h t u mschlin gen d agegen


,

is t A für all e d e n Dr ah t D ein mal u mschli n gen den Ku rven k o n st an t .

D ies e K o n stan te hatten w ir die m agn eto mot orisc h e Kraft d es Wir bel
raum e s gen an n t Die S tro mstärk e i mu ss n un o ffen b ar in ein er Be
.

ziehu n zu A s te he n ; m jede f ll A ve h w i n de n w e nn i
g es us s n a s r s c ,

versch w in det den n d an n sin d die m agn etisch en Kräfte Null Die se
,
.

V erkn üp fu n g z w isc h e n A u n d i kan n man zur De fin itio n d er S t ro m


stärke i be n u t z en in dem man A zu i prop ortio n al setzt A u s ge
, .

wissen B eq u emli c hk eits grün de n w el c h e w eiter u n ten he r vor tr eten


werden w äh lt man d en P ro p o rt id n alit ät sfakto r zu 4 a d h man s etzt
, ,
. .

A 4 1t i .

D as Pro du kt au s 4 1: i n die
S t r o m s t a r k e i s e t z t m an
l
a so gleich d e r m a gn e t o m o t o r i s c h e n K r a f t d e s W i r b el
r au m s d h ,
. . gleich d er Arbeit , welc hen die magn etischen K räfte
78 D efi n iti o n d es Amp e e r .

leiste n w en n ein Magn etpo l der Star ke


,
1 au f ei n e r Kraft li n ie in
ihr er po sitiven R ichtun g gan z heru mgefüh rt wir d bis zu d em A u s ,

a n kt z ur üc k
g gpn s u .

Die se Defin itio n der Stromstärke n e n n t man die n ac h elektro


magn etische m Maas se weil die elek tro magn etis ch en Wi rk un gen zu r
,

Messu n g d es Str o mes be n u tzt w er de n .

Man kan n die magn et omo tor isch e K raft A u n d d aher au c h i


in ab so lu tem Maasse d urc h gr cm s ec n um eri s c h au s drüc ken Den n
, , .
,

ist di e P olst ärk e d es h eru mgefüh rte n Magn ete n n icht 1 son dern m , ,

so ist m A die Ar beit w elc he bei m H em mführ en v o n m ge w o n n en


,

wird Dies e kan n man exp erimen tell beo bachte n (z B bei d em in
. . .

5 2 ge sc hilde r te n R o t at io ns app ar at e d ur c h A n legu n g ein e r B r e ms e )


u n d s ie in abso lu te m M ae ss e m e ss en Bere chn et man dah er d en .

n umeri sc hen Werth v on m was auf d e m in K ap I 5 2 be , .


,

s c hr ie be n en Wege s te t s mögli c h ist so k e n n t m an dan n , auc h A ,

als o au ch i .

Die D imen sion sformel der Stromstärk e i ergiebt sich darau s ,

d ass m i di e Dimen sio n ein er Arbeit h at d h gleich is t dem P ro , . .

du kt aus ein er Kraft in ein e L än ge Un ter Ben u tzun g der S ym .

ho li k in K ap I Q 3 ergiebt sich daher :


.
,

"
[ ] B]
In MU T .

o der un e r t R ücksicht au f die do rtige F o rm el (3) (p ag . 5)

i
[]
Al s prakt ische Stro mein heit w ählt man n un aber n icht d en
j g
en i en Str o m , w el c he r in g ,
r c m , s e c aus gedr ückt ,
d e n W e r t 1 ,

so ndern denj en igen w elc her den Wert 0 besitzt (Die Grün de
, .

hi erfür wer d en u n te n bespro chen wer den ) .

D i e s e S t r o m e i n h e i t n e n n t m an e i n A m p er e .

E s ist also

l a
l l la "
gr cm se c .

D as magn eti sch e F el d ein es geschl o ssen en


4 . li n ear en
S tr omes i st gl ei ch d em ein er magn et is ch en D opp elilä ch e W ir
. .

sahen im vorigen P aragrap hen das s w en n man ein em Magn etpo l P , ,

den D u rchgan g du rc h ein e Fl ache S w elche v o m stro mführ e n de n


Drah t D begr en zt wird n icht ge statte t die vo n den Kräft en
, ,
Magn eti s ch e D op p elflä che .
79

des Feldes gel eistete Arbeit st ets versc hwin det falls P au f ein er
geschloss e n e n K urve C heru mgeführ t wird D en n es giebt dan n kein e .

Kurv e 0 w e l c he den W irb elrau m d es Feldes d b den D raht D


, , . .
,

u msc hl in gt I n di e s em F alle hat d ah er die m agn etisc h e Kr aft n ac h


.

K ap 1 5 3 3 p ag 6 2 ein ein de u tiges Po te n ti al


.
, ,
. .

W ie in K ap I 5 3 4 p ag 6 6 be w ie s e n ist k an n man dieses


.
, , .
,

durch Fe rn wir ku n g von O berfläch en belegun gen desjen igen R aum es


darste llen in n erhalb dess en die m agn eti sche Kraft ein ein deu tige s
Poten tial b e s itzt .

A ls e in so lcher R au m k an n n u n offen b ar d er gan ze Au sse n


rau m ein e r jeden ges chl o s s e n e n Fl ache S an ges ehen w erde n w elche

,

D gan z ein sc h liesst Die Fl äch e S k an n sich dabei bis au f die


.

O berfl äc h e v o n D un d die Fläc h e S zu samm en ziehen in dem au f d er ,

letzt er e n z w ei Seiten vo n S zum Z u samme n klapp en gebr ac ht w erden



.

D er Deu tlic hkeit h alber w olle n w ir aber zu n äc h st an n eh m en dass ,

ein wi r k li c hes Z us amm en k l a e i t t tt de de d S ’


pp n n c h s a fä n so n rn as s ,

sich n u r bis au f s eh r klein e Di s tan z e n an die Flä c he S h eran zö e


g .

E s s in d d an n di e m agn etisc he n Belegun ge n du rc h der en Fern kr aft ,

man d as Po ten tial d er magn etisc hen Kraft im A uss en raum v o n S


'
,

d h au sserhalb D d arstellen kan n an zu bri n gen zu beiden Seiten


. .
, ,

der Fl ä che S u n d au f d er Obe rfl äc he d es D rahtes D V o n d en .

Belegu n gen auf d er letzte r en kan n man abs ehen wen n die O ber ,

fläc h e s ehr klein ist d h de r stro mfüh r en de D rah t s ehr d ün n ist


,
. .
,

so d ass m an ein en so gen an n ten l i n e ar e n S t r o m besitzt Dies .

wo lle n w ir vo r au s s etz e n .

Die Belegun gen zu beide n Seiten von S w elc he in ein er klein en ,

D is t an z d an zu b rin ge n sin d müss en an gegen überliegen den Stell en


,

vo n glei ch e m n u m e ris c h e n W ert h e aber ve r sc hiede n em Vo r zeiche n


,

sei n, da in die ein e Seite v on S gen au so viel Kraftli n ien ein tr eten ,

w ie aus d er an der e n Sei te au strete n Dies w äre n icht mögli ch .


,

w en n die L ad un g ein e s Fläch en ele men t es (1 8 auf d er ein e n Seite


vo n S die etwa po siti v s ein mag die n egative L ad un g d er an der en
, ,

S eite ü be rwöge Den n dan n müs s te n n ach dem G a u s s sch en S atz e



.

a
p g . 1 8 i m G an z e n au s ein e r klein e n d as Ele m e n t ( 1 8 ein sch lie ss e n
,

den Fläc he m ehr Kraftli n ien austr ete n w ie ei n tr eten ,


.

Ein e so lch e Fläche S w elche auf ihr en beiden Seiten mit


magn etis c h e n Bel egun gen vers ehe n ist wel c he an gegen überli egen ,

den S te llen n u mer is c h glei c h sin d aber vo n en tgegen ges etzte m V or ,

ze ic h en n en n t man ein e m a g n eti s c h e D o p p e l f l ä c h e


,
Befin den .

sich di e B ele gun gen in d er klein en E n tfe rn un g d gegen über un d ,


80 P o t en t ial ein er D op p elflä ch e .

l ager t auf jeder Seite ein es Elem en te s (1 8 v on S die magn etis c h e


Men ge (P olstärke ) l nd S so n en n t m an —

_ ,

n d v

d as Mo men t d er D o p p e l fl ä c h e .

D as P oten ti al e in er m agn eti sch en D opp elfläch e . D as


s elbe ist leicht zu ber echn en , Po ten ti al V d er D opp elfläch e
d a d as
gleich ist d er Su mm e d er Po te n tiale
s ein er beide n B eleg u n ge n

Wollen w ir d ass elbe z B in . .

ein em Pu n k te P bere chn en (vgl .

Fi g 2 1
' °

Fig w i e es herrüh rt v o n ein em


.

klein en Elem en t d S d er D 0 pp elfläc h e s o is t d ass elbe


,

n d s n d s
V ’
r r

fall s die En tfern un g d es Pu n kte s P v on d er p ositiven Belegun g


r

bezeichn et r die E n tfern u n g vo n P u n d d er n egativen Belegun g


,

.

Bezeichn et n un 11 die R ich tun g d er Normale au f (I S po sitiv ge ,

r e c hn et v o n d er itive u eg at ive Bele g hin so is t o ffe n b ar


p o s n z r n n
gun ,

d h . . n ac h ( )
5 un d ( )
4 i st

co s (
n r )

Nach d en E n tw ick elu n gen d er p ag 1 8 ist n un

w o d tp d en n amli ch en Win k el bezei chn et ,


un ter d em d S v on P au s

ersch ein t . F olglich ist


V = v . dg
o ( )
6

d h d as P o t e n t i al e i n e s E l e m e n t e s
. . dS ein er D o pp el
f l ä c h e i n ei n e m P u n k t e P i s t g l e i c h d e m P r o d u k t au s
Un st e t igk eit d es P o t en t i a s l e in e r D o pp elfläc h e .
81

dem M o m e n t d e r D o p p e l fl a c h e i n d e n r a u m l i c h e n W i n k e l ,

un ter d e m (i S vo n P au s e r s c h e i n t D as Vo r zeichen in .

der Form el ( 6 ) gilt fall s die p ositive Beleg un g v o n d S d em P un kte P


,

zuge w an dt ist im an der e n F alle wür de d as n egative Vo rz ei c h en


elte n
g .

R ückt P in d S hi n ein so w i r d d er r au mli c h e Wi n kel ( 1 c, p


zu 2 er E s is t d ah er d an n
.

V 2 vw ,

wo bei das p o sitive Zeic hen für die Seite von d S gilt auf w elcher
sich die p o s itive Belegu n g befin det dagegen d as n egative Zeich e n
'

für di e S e ite v o n (1 8 auf w elc her die n eg ative Belegun g lagert


, .

Ke n n z eic hn et man die auf diese beide n Seiten v on (1 8 be


züglic h en W ar th e d es P o te n ti als d u rch V+ u n d V so ist al so

( )
7

d . h . d as P o te n ti al
dert sich beim D urchgan g d urc h d S un stetig
an .

H at m an e s mit ein er en dlich au sgedehn te n magn etisch en


D opp elfläc h e S z u thu n der en Mo m e n t v an ver schiede n e n Stell en
,

verschied e n s ein k an n so wir d si ch V beim D ur chgan g du rch S


,

eben falls u n s te tig än dern Z u di e se r Un stetigkeit k an n o ffen b ar n ur


.

dasjen ig e Fläc hen ele men t d S Veran l ass u n g geben d urc h w elc he s
der D u rc h gan g v ollzo gen w ir d da alle an der en Fl ächen elemen te in ,

en dli c he r En tfern un g r v om betr achteten Pu n kte P liegen für


welc he n m an d en Wert h d es Po te n ti al s be r e c hn et .

D i e F o r m el ( 7 ) gilt d aher au c h für diese n F all v bez ei c h n et .

dabei d as Mo men t an d er D urch gaugsstelle au f S W ir gew in n en .

dahe r d as R e sul t at
D a s P o t e n t i a l e i n e r m a g n e t i s c h e n D 0 p p e l fl a c h e S
w ä c h s t b e i m D u r c h g an g d u r c h S v o n d e r S e i t e d e r n e
t i e n B el egun g zur po si ti ven s p r u n g w e i s e u m 4 1c v
g a v ,

w o b e i v d a s M o m e n t d e r D o p p e l fl ä c h e an d e r D u r c h
s st elle b e d e ute t
g a n g .

V e rsc h iebt man ein en Magn etp ol d er Stärk e 1 v on d er


p o s it i v b e leg te n Seite d er D 0 pp elfläc h e S au f irge n d ein em ( au ss er

halb 3 verlaufen den ) Wege bis zum gegen überli egen den Pun kte
auf d er n eg ativ belegt en Seite von S so wir d dabei vo n d en
magn et is c he n Kr äfte n ein e A rbeit A geleis tet w elc h e gleich d er ,

Abn ahme d es Po ten tials ist ( vgl oben p ag Diese Arbeit A . .

ist also 4 erw .

D ru d e , Ph y ik d A th
s as e ers .
82 l
P ote n t ia ein es gesc h o ss en eln Stromes .

L agert die m agn etische D o pp elfläch e in ein em R au m e d er


Magn et isirun gskon st an ten p „ so sin d die r e ch ten Seiten d er F or meln (6 )
un d ( )
7 d ur ch 9
. zu d ividi r en .

6 . D as P ot en ti al ei n es ge sch l o ssen en li n ear e n S t r om es .

Da n ac h 54 Po ten tial ein es ges chlossen en lin e ar en Strom es D


d as ,

gleic h ist dem Po ten tial ein er D opp elfläc h e S w elche v on D be


g r e n z t w i rd so i st n ach d e m letz te n P aragr aph e n di e magn eto

mo to ris c h e Kr aft A v o n D gleic h 4 v w w o v das Mo m en t der ,

ä qu ivale n te n D o p p elfläch e be z ei c hn et D a n u n A für alle D u m .

sc h l in gen de n Kur ven k o n s tan t ist u n d z w ar gleich 4 n i ,so muss ,

au c h d as M o m e n t v au f d e r g an z e n Fläche S k o n s tan t s ei n un d ,

zw ar gleic h i D as P o te n ti al V ein e r beli eb igen D 0 pp elfläc h e S


.

v o n ko n s tan te m M o m en t wi r d n un n ac h F o rmel (6 ) d u r c h d as P ro

d uk t au s d em Mome n t in den räu mlichen Win kel <p gemess en ,

u n te r d e m S v o n d em betr achte ten Pu n k te P au s e rsc hei n t für ,

d en m an d as Pote n ti al ber ech n en will I n u n s er e m F alle ist also .

V = i <p , ( )
8

w o (9 d er räu mli che


Win kel ist un ter w elc hem d er stro mfüh r en de
,

D raht D v o n P aus erschein t .

W ir h aben so d as R es ultat er halte n


D i e m ag n e t i s c h e W i r k u n g e i n e s g e s c h l o s s e n e n ,

l i n e ar e n S t r o m e s D i s t d e r W i r k u n g e i n e r b e l i e b i g g e
k r ü m m t e n m agn e t i s c h e n D 0 p p e l f l ac h e ä q u i v al e n t w e l ,

c h e v o n d er S tro mlin i e D b e gr en zt w ir d D as M o m e n t .

d e r D o p p e l fl ä c h e m u s s ü b e r a l l k o n s t a n t s e i n u n d z w a r ,

g l e i c h d er S tr o m stär k e D a s P o t e n t i al d e s S t r o m e s D
.

in ein em b e li e b ig en Pu n k t e P ist gl e ic h d e m Pro du k t


au s d e r S t r o m s t ä r k e i n d e n r ä u m l i c h e n W i n k e l un ter ,

d e m D v o n P au s e r s c h e i n t .

Dies letz ter e R esultat gilt au c h n o c h wen n man dem Pun kt e P ,

d en D ur chgan g durch S n i ch t mehr verweh rt un d d en rä umli ch en


W in kel cp stetig v ariabel an n immt D a s P o t e n t i al i s t d an n.

e i n e v i e l d e u ti g e F u n k t io n w e l c h e d i e S tr o ms tä r k e z u m
,

P er io d i c it ä t s m o d u l h at ( in Ue ber ein stimmu n g m it den E n t


w ic kelun gen d es K ap . I 5 33
, , p g
a .
84 M axwell sch e Gleich u

n gen .

falls die Magn e tisiru n gs ko n stan te am O rte d e r D 0 pp elflach e d e n


Wer th p h at ein erlei w elc h e W erth e sie
.
, , in ben ach barten R aum
theilen besitz t D a n un je n er P o te n tialsp ru n g gan z u n abh än gig
.
,

v o n d em We rt h d e r M agn etisir un gs ko n st an t e s tets glei c h 4 a i s ein ,

mu ss falls die D 0p p elfläc h e die m ag n etisc h e Wi rk un g d es Str o m e s


,

e rs etz en so ll so mu ss v gleich n i sein au c h w en n die Magn etisirun gs


, ,

k o n s tan te in ben ac h b arte n R au mt heilen v on p verschi eden is t . .

D i e Max well sch en Glei ch un gen f ür di e m agn eti sch e



8 .

K r aft i m I n n ern ein es st r omfüh r en d en S y st ems W ir haben


.

bi she r mit d em Au sdru ck : Stro ms tärke im D raht irgen d w el c h e




,

ihr er [tie feren Natur n ach u n bek an n te Zu stan d sä n deru n gen in d er


Gesammth eit de sselben ve rs tan d en Nac h d em Prin c ip d er Exis ten z .

d er Nah e w irk u n gen m üss en die se Z u stan d sän deru n ge n an jede r


Stelle de s D rahtes vorh an den s ein w e n n au c h e ven tu ell an v er
sc hiede n e n Stelle n d e s D r ahte s in vers c hiede n e r We is e W ir w o llen .

n u n un ter d e m Au s d ru c k : Stro ms tärk e i in ein e m k lein en Stück d D


d es Leiters D die in de ms el ben s tattfin den den Z u s tan d s än de run ge n


bezeich n en Die Stromstärk e i ist offe n b ar n ich t e in Skalar


.
,

so n de rn ei n e Ve k to rgr ö ss e den n die Wirk u n gen d e s stromdurch


floss en en Stüc ke s d D hän ge n au ch v o n d er R ic ht un g de ss elben ab .

Man k an n d ah er v o n d en K o mp o n en ten d e r Stro mstär ke n ac h irgen d


w el c hen Ax e n ger ade s o r eden u n d sie ber e c hn e n w i e die s bei
d en Ko mpo n e n ten ein e r K raft o de r ein e r Ge sc h win digkeit o der ein e r
Streck e d er F all ist A u s S ymm et rier üc k sicht en fo lgt d as s bei
.
,

ein em li n ear en S tro m s die R i chtu n g des Ve kto rs Stro mstärke „


p a r allel z ur A xe d e s s tr o mf ü h r e n de n D r ahte s liege n m u ss .

W ir h aben bishe r die D ic ken d im en sio n d es Leiters gan z v e r


n ac hläs si t ;
g de r s elbe w ir d abe r d oc h ein e n e n d l i c he n w e n n au c h ,

s eh r klein en Q u erschn i tt d q besitz en Um zum Au s d ru ck zu .

b rin gen d ass d er Stro m i in n erh alb ein es S t üc kes v on en dli c he m


Q u erschn itt (1 q fli ess t wo llen wir setz en ,

i =j . dq, ( )
9

wo bei j ein e en dliche Gro ss e is t die die Str oms tärke sein w ür d e , ,

falls d q l d h gleic h 1 c m w är e
, . . Man n e n n t j die S t r o m 3
.

d i c h t e Die Ko mpon en ten derselben n ach den dr ei Ko or din aten


.

ax e n s eie n mit u v w bez eichn et , , .

E s ist n u n die magn e to mo t o risch e Kr aft A d h d ie Arb e it , . . .,

w elch e die m agn eti sche n K r äfte d es Str o me s leis te n w e n n e in


Maxwell ’
sch e Gleich un gen .
85

Magn etpo l d er Stärke 1 au f ein er ge sch lo ssen en Kr aftlin ie C heru m


ge führt wir d b is zu m Ausgan g zurück n ach F ormel ( 1) au f pag 7 7 , .

un d ( 9 ) geg e be n du r ch :

N ach S t o k e s schen S atz (K ap I 5 3 2 p ag 5 7) k an n


d em
'

.
, , .

m an n u n d as In tegral über die Ku r ve C u mw an deln in ein Fläc h en


i n t e gral w elches über ein e beliebige Fläche 0 gen ommen wir d
, ,

w el c h e v o n C begr en zt w ird n ämli c h in : ,

BB
3; 5
6a
]
0a 07
c oe u r ( )+ " —
co s n z ( ) do
;

ä? äi

wo bei n die Normale au f d a bedeu tet p o sitiv ge n o mm en in d er ,

R ichtu n g d ass die p os itive R ic h tun g d er magn etisc h en Kraftlin ien


,

im p o s itive n D reh un gssin n e u m die p o s itive R i c htun g v on n v er


läuft (vgl pag . .

I n d ies e m In tegral e versc h w in den alle diejen igen Ele m e n te ,

w el c h e sich au f Fl äc h e n ele me n te d e r Fläch e 0 bezie h en w el che


au ss e rh al b d e s stromfüh r e n den D r ahte s D liegen d a au ss erh alb D ,

8 05
d ie m agn etis c he Kraft ein Poten ti al be sitzt un d dah er _
8
,
8 y 6z
verschwin det E s bleibt also von d em Fläc hen in tegral n ur d er Be
.

st an d t h eil üb rig w elcher s i c h be zieht au f d asje n ige Ele m en t d a d er


,

Flä che 0 w el ch es d en S c h n itt von 0 m it d e m D raht D bildet


, .

Nu n is t offen b ar
do cos ( an ) d q,

fall s (
sn) Wi n kel
d enbede u tet w el c h e n die N o r male n au f d,
c m it
d er A xe 8 bildet welche se n k rec h t au f d e m an d er betrach tete n
,

S te ll e ge n o mm en e n Q u erschn itt d q d es D rahte s steht E s en t .

st eht d ah er aus l ti
( )
1 0 die R e a o n

81 08 a 07
55

4 z j co s ( su ) d o .

Esbez eichn et n un j c o s (3 n ) die Ko mpo n en te d er S tro mdichte


n ach d e r N o r m ale n v on d c d a die re sultir en d e R i chtu n g d er
,

Stro mdic hte p arallel 8 li egt A u s d em bekan n ten Bil dun gsge setz e
.
86 Maxw ell sche Gl eich un ge ‘
n .

d er Komp on en te ein e s Vek to rs j n ac h ein er beliebigen R ic htu n g n


aus d en Ko mp on en te n u v w n ac h d en K oordin at en axe n fo lgt d aher
, ,

j co s ( sn ) u co s ( n x ) v cos ( n y) w cos ( n z ) .

Setz t m an die sen We rth in die Gleic hu n g ( 1 1) ein so k an n ,

m an dieselbe in d r ei Glei c hu n gen z erfal le n d a die en t s tan den e R e


'’

l atio n für je d e beliebige O r ien tirun g v o n d o gültig s ein mu ss d h , . .

für alle W erth e v o n c o s (n x) c o s (n y) c o s (n z) Die s e dr ei


, , .

Gleic hu n gen lau ten d an n


87 8 5
6y 6z

6 a 67
62 6x

6 6 6 a

6x 6y

Die s e Gleichun gen w ollen w ir die M a x w e l l s c h e n n e n n e n ’


.

Sie sin d hier abgeleitet aus d er Betrac htu n g ein e s s ehr d ün n en


str o mführ en de n Systems Jed o ch müssen sie als Nahe w irk un ge
.

gesetz e n ach d em S atz v on d er Un veran d erlic hke it d er N ahe


, „

w ir k un ge n ( be 1 0) ch gelte f ll die be chb te



o n a
p g a u . n a s n a ar n ,

R au m th eile eben fall s Str ö m e en th alte n d h sie gelten au c h in , . .

jedem kö rp erlichen Mediu m w elc he s Stro me en thält , .

Man e rken n t d ass in s tromlo s en Gebiete n die lin ken S eite n


d er Glei c hu n gen ( 1 2) ve rsch w in den Sie gehen dah er d an n in die .

F ormeln ( 1 1) d es K ap I (pag 1 6 ) über w elche au ssp re chen d ass


. .
,

in dies en Gebieten die magn etis ch e Kraft e in P o ten tial besitzt .

D i e G l e i c h u n g e n ( 1 2) s i n d g a n z u n a b h ä n g i g v o n
d e r M a g n e t i s i r u n g s k o n s t a n t e an derjen ige n Stelle d e s
R au me s au f w el c he sie sich bez iehen d a n ac h 5 7 die m agn etis c he
, ,

Kraft des Strome s v on d er N atu r d es Mediu ms ab h än gig ist S i e .

g e l t e n d ah e r e b e n s o f a l l s d i e M a gn e t i s i r u n g s k o n s t a n t e
,

i n b e n ac h b ar t e n R au m t h e il e n e i n e v e r s c h i e d e n e i s t d h , . .

in i n h omo gen en M e d i en .

D as N ah ewirku n gsgeset z ( 1 2 ) in Verbin du n g mit d e r in ho m o


ge n en Medien stets gültigen Gleichu n g (8) d er p ag 1 5 n ämlich .
,

aa n
6x 6y 6 2
88 E s gie t b n ur ges c hlo sse n e St r ö m e .

ben en R o tation sapp arat e (vgl p ag 7 6 ) lehrt dass die po sitive . .


,

Stromrichtun g beim B u n s e n sc hen Elem en t v on d e r Kohle zum ’

Zin k geht .

10 E s gi ebt n u r gesch lossen e S t röm e


. W ie in K ap I , . .

9 33 , p g
a 6 3 n ac h.ge wie s e n ist , mü s s e n die W ir b e lr au m e ein e s

Magn etfeldes stets rin gfö r mig ge schlo ss en sein W ir schliess e n .

darau s d as s auch die stro mführ en den R äu me s te ts ri n gförmig ge


,

sc hl o ss e n s ei n müss e n d h d as s e s n u r g e s c h lo s s e n e S t r o m e
, . .

gi ebt . Biegen wir daher d en D rah t D n ic ht zu ein er fe st ge


s chlo s s e n en K u r v e z u samm en s o n de rn l ass e n wi r ihn in be liebiger
,

Gestalt die E n de n ei n e s galv an isc hen Elemen tes be rüh ren so müss e n ,

w ir au ch im letzte r en die E xi sten z d e s ele kt ri sch e n Stro m e s an


n e h me n s o d ass d urc h d as Ele m e n t d e r Stro m in si c h ge s c hl o ss e n
,

e rschein t .

D er math e mati s che Au sdr u ck für die s e T hatsach e er gie bt sic h


leic ht au s der Betrac htu n g ein e s r öh ren fö rmigen R aumes Strom
ro hre de ss en Seiten w än de gan z v o n S t r o m l i n i e n gebildet
si n d , d h solchen Kurve n dere n T an gen te in jede m P un k te
. .
,

p a r all el d e r re s ult ir en d en Strom di c h te ist .

Nach Form el ( 1 1 ) mu ss für jede n beliebig sc hief liegen de n


Sc hn itt d a ein er S tr o mrö hre d as Pro duk t au s d o in die No rm al
k omp o n e n te j d er Strom di c hte k o n stan t s ei n
.
, d a A k o n stan t ist ,
.

Dies P ro du kt j d o wo llen wir d en S tromflu ss d urc h d o n en n en


.
,
.

R e ch n et m an n k o n sequ en t als äuss er e No rmale der Obe rfl ach e ein e s


begren zten R au m es so folgt also für ein e S tr o mröhre
,

( )
13

Dieselbe Gleichun g gilt au c h für jede s St üc k ein e s beli ebig dick en ,

v o m Stro m d urc hflo ss e n e n Med iu m s d a m an dass elbe aus ein z eln e n ,

S t ro mröhr en zu sammen ge s etzt den k e n k an n A us d er Formel ( 1 3 ) .

leite t m an in derselben Weise w ie o ben p ag 2 3 die F o rmel , .

aus d em G a u s s sc h e n S atz abgele itet w u rde hie r ab


6u 6v 6w
6x 6y 6z

e in e R e lati o n elch e w ir derers eits au s d en M a x w e l l sc he n ’

,
w an

Gleich un gen ( )
1 2 d e r p g
a . 86 direkt hätt e n ge w in n en kön n en .

Man erh ält also ein an s c h au li c h e s Bild d e s Vo rgan gs bei m


Mec han isch es Bil d d es l
e ek t risch e n St ro m es .
89

elektrisc h en Str o m e w en n m an an n imm t ders elbe sei wirkli c h die


, ,

S trömu n g ei n e r in k o mp re ssibeln Flüssigk eit Den n dan n muss in .

jeden R aum the il eben so viel Flüssigk eit ein s trömen wi e au sstr ö men ; ,

der math e mati sche Au s d ru ck d afür is t aber die F orm el ( 1 3 ) r esp .

die gleic hbe d e u ten de


E s m ag aber beto n t w erde n d ass n ur die Ge mein samk eit ,

dieser F orm eln die Vo rgän ge der elektr ische n Str ö mu n g m it den en
der Str öm u n g ein er p o n d erable n in ko mpressible n Flüssigk eit v er
bin det I n an deren Pun k t en z B : hin sic htlich d er T rägh eits
. .

verhältn iss e u n d d er E n ergie d er Strö mun g versagt die An alo gie ,

beider Vo rgän ge .

W ie ei n e Vergleichun g mit d en F o rmeln ( 1 4 un d d es


I Kapite ls (pag 3 7 u 65) ergiebt w elc he d en F ormeln (1 3) u n d ( 14)
. . .
,

dieses Kap ite ls gan z an alog sin d k ön n te m an dassel be Bild der


S trömu n g e i n es in k o mp r ess iblen Fl ui du m s au ch für die Deu tu n g
der Ei gen sch afte n d es Magn etfeldes au ss erhalb ein e s elek tr i sc h
durc h st rö mte n Systems verw en den falls m an n a p ß p» , ; a l s K o m ,
.
,

p on en t e n d er Str ö mu n g in t e r p re t irt e Jed o c h m us s be m e r kt w e


. r de n ,

dass n i c h t n ur die Strö mu n g so n de rn sc hon die Versc hiebu n g ein es


,

in ko mpr ess iblen Flu id u ms au s d er Glei c hgew i c htsl age d en be tr eflen d en


'

Formeln gen ügt Dieses letzter e Bild br auch t m an n un th ats äch


.

lich w en n man vo n den Komp on en ten d er m a g n e t i s c h e n V e r


,

ea
aß er
sc hieb un g sp r c i ht , w elche durc h ’ ’ geme ss en
4a 4 a 4a
werd e n . ll dies hi e r erw ahn t w er den w eil w ir sp äter bei m
Es so ,

n ü e r e n Stu di u m d e s elek tr i s che n Felde s an alo ge Au sdrücke an


tr effe n für die M a x w e l l die Bezeic hn un g : K ompon en ten d er
, „

elekt ri s c hen Verschiebu n g gebrauch t “


.

D ie au fge stell t e n F or mel n gelten gan z u n abhan gig v on d en


so eb e n be sp ro ch e n e n m ech an i sc h en Bildern letzter e leiste n n u r o ft ,

g u t e Die n ste zu r Ver an s ch aulich u n g d e r Ge s etz e S o fo lgt z B . . .

aus d e m Bilde ein er ele k tri s c h en S t ro mun g di rek t (1 a s s die ,

S t r o ms tä r k e in j e d e m T h e i l e e i n e s S tro m kr e i s e s d e r ,

al s S t r o m r ö h r e au f g e f a s s t w e r d e n k an n k o n s t an t i s t , ,

d h d ass die Str o mdi c hte u mgekehr t p rop o rti o n al d e m Q u erschn itt
. .

ist [ w ie sich dies au c h r ein fo r mell au s ( 1 3) ergi ebt] E in in .

Luft li egen der vo m Stro m durchflossen er Draht ist ein e solche


S tro mrö hr e d a die Begren z un ge n d e s Dr ahte s S tro mhn ien sin d
,
.

Auc h folgt sofort d ass falls mehr ere stromführen de D rähte in


, ,

ein e m Pun kte P zu s amm en s to s s en d i e S u m m e d e r n ac h P ,


90 Erste s K i rchh off

sch es Ge set z .

hin strö m e n d e n S t r o m s t ar k e n g l e i c h i s t de r S u m m e d e r
v on P ab fl i e s s e n d e n ( g
s o e n a n t e s e r s t e s K i r c h h o f f s c h e s

G e s e t z) .

E s is t w ichtig z u be merken d ass d er in dies em Paragraphen


, ,

besp ro che n e Satz dass es n ur ge schl oss en e Str öme giebt n i cht ein e
, ,

n e u e Hyp o thes e ist w el ch e man d e r The o rie d e s elektro m agn etis c h en


,

Feldes zu fügt son dern d a s s s i c h d i e s e r S a t z m i t N o t h


,

w e n d i g k e i t au s d e n a l l g e m e i n e n E i g e n s c h a f t e n des
m ag n e t i s c h e n F e l d e s e r gie b t .

ll . D ar st ellun g d er magn eti sch en K raft d u r ch F ern


wi r k un g d es S t r om es . W ir
llen die Glei c hu n gen ( 1 2)
wo n ac h
a, ß ,
au f lö s en . Diese dr ei Grö ssen si n d n ic ht un abh an gig v on

ein an de r , s o n dern s in d d u rc h die Glei c h u n g

8 ( e a) 8 ( aß) 8 (M )
6x 6y 6 z
( )
1 5

mite i n an der verkn üpft [ vgl K ap I 5 33 p ag 6 5 F orm el . .


, ,
.
,

in w el ch er Gleic hu n g n mi t d em O r t v ariir en k an n .

Mit d e r R elati o n ( 1 5) ist folgen der An s atz vertr äglich


6 11 6G
l a
l
6y 62

6F 6H
6 z 6x

6G 6F
l W _

6x 6y

Da an, B 1 ,
d u r c
n urh z w ei v o n ein an de r u n abh ä n
gige G r o ss e n d ar

s te llb ar s ein m üss e n so k an n m an z w i s c hen d en F


, G H n o ch ein e , ,

R el ati o n v o rsc hr eiben W ir w o llen an n ehmen es sei


.
,

es oe sH
"
( )
1 7
ä? 6y 6z

Setzt man die W erth e fürB 7 h, ( )


1 6 in
n acdie e rs te d er Glei
c hun ge n 1
( )2 ei n so ,
w ir d f ü r d e n F a l l e i n e s h o m o g e n e n
M e d i u m s d h falls , . .
n v on x y z u n ab,
h ä n gig
, is t ,

6 G

6 H

6 F ’
6 F *

’ 2
6x6y 6x6 z 6y 62

6 BF 8H
_ _ _ “

7 1 "

6x 6x 3
Vekto rp o ten t ial b ei in h o m ogen e n M edie n .

Av
35 3 + z

d agegen n ac h ( )
1 2

AH

4 AG 4 4


7c u ,

z v ,

rt w ,

falls man wiederu m die Bedin gun g v or sc hreibt dass s ein ,


so ll
6 F ’
6G

6H

6x 6y 6z

A us d en Formeln ( 2 1 ) un d (2 2) e rken n t man d ass die m ag n e ,

tisc he Kraft in diesem F alle darste ll bar ist du rc h Fern wir k u n g ,

w elc h e v o n d e n stro m du rchflo s sen en Gebiete n au s geht u n d vo n d en ,

j g
e n i e n R au mt h e ile n i n w,el c he n p v ar iir t Si n d die s e.R au m th e il e .

u n e n dli c h d ün n w ie es bei z w ei an e in an de r g r en z e n den vers c hie


,

den en h o mogen en Medien d e r Fall ist deren Gren zfläche als ein ,

so l cher d ün n er R au mt h e il an zu s e h e n ist s o ge h t d ie rä umli c he Be


,

legun g dieser R au mtheile w elche sch ein b are Fern kräfte äu ss e rn in


, ,

ein e Flächen belegun g au f d er Gr en zfläch e der beiden Medien übe r ,

der en Di chte aus (2 1) leicht zu berec hn en ist .

12 . D i e magn etisch en K r aft li n i en ei n es S t r omes . Die im


vorigen Paragraphen gegeben e D arstell un g s etzt u n s in d en Stan d ,

in an sc h auli ch er Weise die K r aft lin ien ein e s Stro m e s z u k o n struiren .

Kn üp fen w ir zu r Verein fac hu n g n u r an d en F all an e s sei n im ,

gan zen R au me k o n stan t W ir wo llen fern er zun äc hst an n eh m en


.
,

e s s ei u v 0 un d n ur w v on Null versc hieden ; dies k an n bei


ein e m s ehr lan gen cyli n drisch en Metallkörp er re alisirt w erden .

D an n fo lgt au s ( 1 6 ) u n d ( 1 9)
6H
8y

Bet rachten w ir d en S tt d er x y E ben e mit ein er Fl ac h e


c hn i -

für w el c he H K o n s t is t w ir w o llen ei n e so lc he Fl ä che ei n e


.

N i v e a u f l a c h e n en n en so h at H au f die s e r K ur v e übe r all d e n

s elbe n We rth W en n w ir dahe r v o n ein e m P un k te d er Kur ve zu


.

ein em ben achb arten Pun k te derselben übergebe n d er u m die


L än ge d s vo m e rsten en tfern t ist so ist ,
D ie m agn et isc h en K r aft li n i en l
ein es e ek t ris c h en St ro m e s .
93

OH =0
d x + dy ,
By

falls d x un d die Projektion en v on d s au f die x


dy un d
y A x e -

bedeu te n . Ein e Vergleich un g diese r F ormel mit (2 3) ergi ebt n u n

ar . dx

[3 dy

d h di e R ic htun g d er Kraftli n ie w elc h e d urc h das V erhaltn iss a B


. .
,

gegeb e n w ir d fällt mit der R ic h tu n g v on d s zu samme n d a die se


,

si ch d u r c h d x d y be stimmt Mit an deren W orten : D i e m a g n e


.

t i s c h e n K r af t l i n i e n s i n d d i e S c h n i t t k u r v e n w e l c h e e i n e
S c h a a r E h e n e n d i e d e r x y E b e n e p ar al l e l s i n d m i t d e r
,
-

S c h a ar d e r N i v e au flä c h e n b i l d e n D er p o sitive Si n n d er .

Kraftli n i en bestimm t sich n ach d er A m p er e sc hen R egel Die Grö sse ’


.

d er r e su ltiren d e n m agn eti s ch e n Kraft d h die Feld st ärke fo lgt . .


,

au s ( )
2 3 zu

( )
2 5

Nun bezeich n et aber die Q u adratw u rzel d er r c e hte n Seite d en

D ifler e n tial qu o tien ß n gen o mmen h ein er R ichtu n g elche


'

n ac n, w

s e n kre c ht auf den Niv eaufläch en steht Man erk en n t di e s am ein .

fu c hst e n durc h die Uebe rlegun g d as s w en n H d as P o te n tial ei n er


, ,

K raft im ge wo hn lich en Si n n e ist d an n die R e su ltan te d er Kr aft


,

in d e r R ic ht un g n li egt d a alle K o mpo n en te n s en kr e cht zu n v er


,

6H
s c h w in de n Die R esul tan te der Kraft muss al so durch
. ge
6n
m ess e n w er de n An dererseits ist die R e sultan te gleich d er Q uadrat
.

wu rz el au s d e r Su mme d er Q u adr ate d er K o mp o n e n ten d e r Kraft


n ach d e n K oo rdin at en axen d h es ist , . .

6H 6H
6x 6y

die S chaar d er Eben e n w elche d er x y Eben e


K o n s t ruir en wir ,
-

a all l s in d als e in e ä qu idi stan te im Ab stan d d z un d die Niveau


p r e , ,

fläc hen H C der art dass sie gleichen Zu wüc hs en d H d er K o n


,

stan te n C e n ts p r eche n so ist d er I n d ukt io n sflu ss d u rch e in s en k

recht zu d e n Kraftli n ie n li ege n des Fl äche n ele m en t w el c he s v on d e r ,


94 Elekt r is c h er St r om in ei n em K rei scylin d e r .

E ben en s c h aar un d d en Niveauflächen begre n zt w ir d d ah er


Grö sse d z d n h at , gegeben durch

p
. /
l a

B

dzdn ,

d . h . n ac h ( 2 5) u n d ( 2 6) d urch :
6H
dn n d z dH .

6n

D er I n duk tio n sflu ss ist d ah er d urch alle die se Flac hen elemen te k on s tan t .

D a n ac h d er an gegeben en K o n s tru ktio n ein e Kraftli n ie au f j 0 e in


Flächen elem en t d er Grö sse d z d n k ommt so is t daher für ein be
lie biges grö ss e r es F läc hen stück d S ( w el c hes aller din gs n i cht z u gro ss
s ein d arf) die durc h die an gegebe n e K o n stru kti o n e rh alte n e K r aft

lin ien zahl v on d S d em I n du ktio n sfluss d urch d S prop ortio n al .

D u r c h d i e an ge ge b e n e K o n s t r u k t i o n e r h a l t e n w i r al s o
au c h d i e r i c h t i g e A n z a h l d e r K r aft l i n i e n s o d as s m an ,

au s i h r e r D i c h t e d i e G r ö s s e d e r m ag n e t i s c h e n K r af t an

j e d e r S t e l l e u n m i t t e l b a r b e s t i m m e n k a n n (vgl K ap I 5 1 8 . .
, ,

a
p g . 28 ; 5 2 5, p ag .

1 3 D i e S t r öme i n p ar all elen , k r ei scy l i n d eri ör mi gen ,



. soll en

l an gen D r äh t en fli essen . E s sei zu n äch st n ur ein ein ziger lan ger


D rah t Felde v orh an den w el ch er die Gestalt ein e s K r eisc ylin d ers
im ,

v o m R adi u s R be sitz t Die Magn etisiru n gsk on st an t e besitze im


.

gan ze n Felde den selben Werth p Legt man die z Axe in die Cylin der ..
-

axe ,s o ist w i e im v o rigen P aragraph e n u


,
v 0 Eben so v er , .

sc h w in de n die K o mp o n en ten F G d es Vektorp o ten ti als Die K o m


,
.

p o n e n te H h at n ac h p g
a 9 1 d er Bed in g u n g zu ge n
. üge n ,

AH = —
4 fit
p W . .
( )
1 8

W ir wo l len
ehmen das s die Stro m dichte w in k on cen trisc hen
an n

Schi c hten d es D rah te s den s elbe n Werth hat A us Sym metrie .

grün den hän gt d an n H n ur v on der sen krechten E n tfern un g r ein es


Pu n kte s v o n d er z A xe ab -
.

E s so ll zun ac h st die D iffer e n ti alglei chun g ( 1 8) so t ran sformirt


w erden d ass als un abh än gige Vari able n u r r au ftritt
, E s gelin gt .

dies am ein fac hsten w en n w ir au f di e Fun kt io n H den G a u s s


sc hen S atz (c f p ag 1 8 ) an w e n den
. . demzu folge s ein muss ,


4 n
a f wdr
96 M agn e t fe ld ein es V ollcyl in d ers .

F ür das A s us s ere ein es bleibt die


str o m d u rch flo ss e n en K re iscylin d ers

allge m ein e F o rm (2 9 ) be steh en Die K on stan te C ergie bt sich .


, ,

w e n n m an d e n G a u s s sch e n S atz (2 7) au f die Ober fl äc he ein e s zu


'

d em D r aht k o n cen trisc he n Cylin de rs an w e n det I st sein e L än ge .

gleic h 1 so folgt aus (2 7 ) u n d


,
fall s i die S tro ms tärk e bedeu te t :

C
f
,
— -
2 a r 4 a
r
p . wdq 4 rr
p
. 1 ,
r

daher is t
2 pi

2 n i lg r + C , ( )
3 1

g i l t al l g e m e i n fü r j e d e n C y l i n d e r i n w e l c h e m d i e ,

S trom dic h t e ei n e b el i e b i g e F u n kt i o n d e s A b s tan d e s


von sein er Ax e ist D e r C y l i n d e r w i r k t al s o a u f ä u s s e r e
.

P u n k t e s o al s o b s e i n g a n z e r S t r o m i n s e i n e r A x e
,

k o n c e n t rirt w är e .

W ähr en d die beiden aus gesp roc hen en S ätze allgem ein für d en
F all gelte n d as s w ein e be li ebige F u n k tio n v on r ist w o llen wir
,

n u n m ehr d en F all betr ac h te n dass w falls e s überhaup t v on Nu ll , ,

ve rschieden ist n ic ht mehr v on r abhän gt D as all gem ein e In tegr al


, .

d er Glei chu n g (2 8 ) lau tet d an n für s tro mdur chflo sse n e Pu n kt e

H =C l
, g
r + C ,

wie m an t durch In tegratio n au s (2 8) fin den k an n


so fo r .

W ir behan deln n u n d en F all ein es g l e i c h f ö r m i g d u r c h


s tr ömt en V o ll c ylin d e r s .

Für ä u ss ere
Pun kt e mu ss H die Gestalt v on ( 2 9 ) besitz en .

Die Kon stan te C , bestim mt sic h n ach F ormel (3 1 ) zu


C, 2 z
uw R ‘
.

F olgli ch ist für ä u sser e Pun k te


H. : —
2 z
uw R ’
lg r + C .

Für i n n er e P un kte muss H die F orm v on ( )


3 2 b esitzen je do ch ,

m u ss d ort C , verschwin den , w eil d er Werth r 0 vorko mmt Es .

ist l
a so für in n ere Pun kte :
H, C, z
p w r
.

.

A n d er O berfläc he d es Cylin der s ( r R ) muss na ch a


p g . 91 H.
M agn eti sc h es Fe ld e in es V o llcyli n d e rs .
97

t tig in H üb e r geb en e ben so


s e , , wi e Er steres giebt
die Bedin gu n g :
2 1C{L W R lg R
8
C C ,

P W R S

letzter es liefer t
2 er a 2 z p w R
. .

Dies es ist id e n tis c h erfüllt dagegen k an n , m an au s un d ( )


3 4
C elimin ir e n u n d erhält :
,

2 „
„ s lg R + 7r l
ß w ( R e —

r

) C .
( )
3 5

Fi g 2 2
.

D a H .
un d H, jetzt all en tellen den Bedin gun gen
an s ie zu s

gen ü gen so stellen (33) u n d (35) die Lö sun g d ar Die n oc h übrig


, .

ble ib e n de K o n stan te C bestim mt sich aus d en Bedi n gun gen welchen ,

H in d e r U n e n dli chkeit (r
, ) z u ge n üge n h at Si n d
ood o rt k ei n e .

S t r ö m e v o rh an den so mu ss H d o rt ve rsc hw i n de n
, Bei de r bisher .

behan delte n Au fgabe müss en abe r Ström e in d er Un en dlichkeit v o r


han den s ein durc h welc he d er im D raht fliessen de Stro m als ein
,

gesc hlo ss e n e r auftri tt De n n es giebt n ur ges chlo ss en e S tröm e


. .

A uf d e n Werth d er m agn etisc hen K raft h at in d ess die Ko n s tan te C


kein en Ei n fl u ss da sich die magn etische Kraft n ur aus d en D ifle
,
'

ren t ialqu o t ie n t on v o n H berech n et .

D a R R der Q u erschn itt d es Cylin de rs is t so ist z R w


” ’
i , ,

D ru d e , P hy s ik d es A et h e rs .
7
98 Magn eti ach es Feld ein e s H oh lcylin d 0rs .

i die Stromstä rk e be zeic hn et . Man k an n d ah er die Formeln


u n d (3 5 ) auch in d er Ge s t alt sch r eiben
H.


2 ai
[ lg R + 0
( 1 -

R 2

A us Symmetr ie fo lgt ,
d ass die Kr aftlin ien k o n c en trisc h e K r eis e
si n d . K o n stru irt m an die Di ch te d er K raftlin ien d u rc h die im
vorigen 1 2 gegeben e R egel d as s man für alle Niv eaufläc hen H
,

K on st die K on st an te u m den s elben Werth z u n ehme n l ässt s o e r


.
,

häl t man das in d er Fig 22 gez ei chn ete Bild au s w elch em fo lgt
.
, ,

d ass an d er Oberfl ache des Cylin de rs ( dic ken Drahtes) die magn e
ti sche Kraft am grö ssten ist u n d v on do rt au s so w o hl n ach d em
,

In n ern wie n ac h dem A su sseren zu allmählig ab n immt D ass elbe


, .

k an n man au c h an alytisc h au s d en F o rm eln ( 36 ) ableite n Den n .

n ac h ( 3 0) u n d (36 ) is t die Feld s tär ke im A uss e n r au me :

2 i
1
r

im In n en rau ms

E s möge n un e in
g l e i c h m as s i
g d u r c h s t r o m t e r Ho hl
c y l i n d e r betrac htet w er d e n Sein au sser er R adi us
. s ei R s ein

in n erer R Für d en

. A u sse n r au m gilt n ac h ( 3 1 )

H „

2 ni lg r + C ( )
3 7

Für d en in n er en Hohlr au m mu ss n ac h d em o ben p a


g.9 5 au s ge
sp ro ch en en S atz e s ein

Ha
l
C„
d agegen m u ss für d en d u rch stromt en R au m s ein n ac h (3 2 )
H , C , lg r C ,
z
p w r
.

.

dH
D ie Steti gk ei t v on an d er In n en fläc he d e s Cylin ders (r R

)
dr
giebt die Bedin gun g

c,

2 1r p. w R 2
,
1 00 H o hl cylin d e r m it k o axi a em V ollcylin d er l .

p o s itio n d er beide n v orhin betrachtete n F älle an ge s ehen w erden .

F ür d en A u ssen raum ergie bt sic h n ac h d er al lge mei n en F o rm el ( 3 1 )

H .

fall s i , die Stromstärke im H o hl cylin d er i, im ein ge sch lo ss en en ,

V o ll cylin d e r bed eu te t .

I st i ,i w as der F all ist w en n d er V ollcyli n der als


„ ,

ein zige R ückleitu n g für d en H o hlcylin d er die n t so ergiebt sic h ,

H . C .

D ie K on s tan te C ist in dies em F alle gleich N u ll z u setzen d a in ,

d er Un en d lichkeit (für r ) kei n e Str ö m e flies s en d h H d ort00


, . .
.

verschwin det W ir w olle n jetzt allein dies en F all n äher be


.

trac hten d ass i , i , 0 ist E s ist also


, .

H . 0 ( )
4 4

Für d en d urchstr öm te n In n en rau m d es H ohlcylin d ers er


gi eb t
i
s ch d urch Addition v on (4 3 ) u n d (3 3 )
2 r w
a , lg r R, ”
lg R ) ,
r w
a , ( ,
R ”
r

2 18 r s

fall s w , die Stromdi c hte im H o hlcylin d er w im V o llcylin d er fern e r , , ,

R d en R adi u s d es let zte r en R , un d R , d e n au sser en u n d in n er en



, ,

R adiu s d e s ers ter en bedeu ten Wegen d er Beziehu n g i , i, 0 ist .

Wi R
( 1
2
Ri ”
) W aR 2
2
0 ° 4
( )6

Wegen die s er Bez ieh un g sc hr ei bt si ch


11: w
p , .
( ,
R ”
r )

2 lg
1

Ei n e Ko n stan t e ist in der F or mel (4 5) n ic ht m ehr zu ad d iren ,

den n für r R , w ird H, zu Nu ll d h geht s te tig in d en Werth H , . .


n ac h ( 4 4) übe r .

Fü r d en str o mfre ien In n en r au m z wis c hen H o hl u n d Vo ll

c ylin de r ergie bt s i c h d urc h Additio n vo n ( 4 2 ) u n d ( 33 )

H: 2 “ W
P 1 ( 1
R
I S
IS R i
,
Bu 2
lg R 1 ) “ W
P 1 ‘
( 1
R 2
RI ”
)
2 z w lt
u , ,

lg r .
( )
4 7

Ei n e Ko n st an te ist au ch hie r n ic ht zu ad di ren , d a für r R,


d ie Fo rmel ( 4 5 ) in die F ormel (4 7 ) überge ht .


l
H ohlcylin d er mi t k o axi a em V o ll cyli n d e r .
01

Für d e n d ur chströ mte n In n en raum d es V ollcylin ders er giebt

ich dur c h
s Additio n von (4 2 ) u n d (3 5)
"
ns 2 e .( . g .
R R , 1„ R .) mm .( .
‘ 2
n w l R B ?
R5 2
)
2 + 1c
w a ( ,
R ”
( )
4 8

in e K o n sta n te ist wiede rum n ic h t zuzufüge n da für r R ,


E ,

der Wer th s tetig in H ü bergeh t Wege n d er Be ziehu n g (4 6)



. .

wir d die letz te Glei c hun g zu

wm ( ! 18 R !

n w
e e r 2 R ”
R . ls R .)

2 “ 9
%s ls R 2 °

D ie Feld st ärken w erden in d en betr achteten vier R äu me n

b

,
2 u w,

2 a w, r .

Felds tärke n an d en Gren z en d er R aum e für w el c he


D a d ie.
,

sie ge l t e n
‚ s tetig in ein an de r übe rge h e n
, so sin d alle Bedi n gu n ge n ,

des Pro b le ms erfüllt u n d die Fo rmeln (4 9 ) en thalten also s ein e


,

Lös un g .

Aus ( )
4 9 ist b leiten
a zu

d ©l m R1 2

2 1t w, + 1
dr r

d h a .
m
i mm t mit w achsen de m r b estän dig ab fall s man w
n
.
, ,

pos iti v d ah er w , n egativ r e ch n et ; ebe n so D agegen w äch st


55

m i t r M an e rh.ält d ahe r d as i n d e r u m s tehe n de n Fig 2 3 an .

gedeu t e te Bild für den Verlau f de r magn etischen Feldstärk e Sie .

ist am gröss ten an der Oberfläc he d es V o llcylin d ers .

I n d en bish er betr achteten F älle n sin d d ie Ober fläch e n d er


stromfüh r e n den Kö rp er N iv eaufläc h en d e s Vekt o rpo te n ti al s H D ah er .

liegen die Oberflächen p arallel den magn etischen Kraftlin ien N ac h .

den Ause in an ders etz un gen in K ap I 5 2 8 p ag 51 mac ht e s d aher .


, , .

auch in die s e n Fäll e n w o es si c h n i ch t mehr u m u n e n dlich d ün n e


,

(lin ear e ) S t r ö m e h an delt kei n e n U n te r sc h ied


,
fü r die Gr ö ss e d er
1 02 H oh l cylin d e r m it ko axi a em V oll cylin d er l .

magn eti sc hen Kraft o b die Magn etisirun gsko n st an te über all d en
,

s elben We rth be sitzt o de r ob sie in d e n d urch ström ten K örp ern


ab w ei c h t v o n d er Magn et isiru n gsk o n st an t e d er Umgebu n g Die .

en t wick elte n F orm eln für 5 bleibe n dah er gan z dieselbe n Die
. .

F ormel n für das Vektorp o te n tial H erleiden dagegen ein e klein e


Verän derun g u n d w ir w o llen die selbe etwas n ähe r betrac hte n d a
, ,

für sp äte re Z w e c ke n i ch t n u r die K en n tn is s d er m agn etis ch e n K r aft ,

so n dern au ch die d e s Vekto rp o te n ti al s vo n Nu tz e n s ein w ir d Die .

s elbe ist am ein fac h ste n zu er m itte l n w e n n man n ac h d e r in jede m


,

ho m o gen en Medi u m gültige n F o rm el a


p g 9 5 H d urc h I n te .

t io ac h r au s 5 ge w in n t d die I n tegrati on s k o n s tan te n s o


g r a n n u
. n ,

bestim mt dass die W e rthe von H in d en versc hieden en an ein an de r


,

g r e n ze n de n Medie n an d en Gr e n zfläc he n d ers elben steti g i n ei n an de r

H z 3 ; H :

Fig 2 3 . .

ü bergehen Dies ist offen b ar n o thw en dig d a so n st die m agn etisc h e


. ,

Kraft in ein er Gr en zfläc he u n en dlich gross würde da sie n ach d e n ,

D efin iti on sgle ichu n gen ( 1 6 ) d es Ve k t o rp o ten tials p ag 9 0 ab h än gt , .


,

v o n d e n e rs ten D ifie r en tialqu o t ie n t e n d e s letzt e re n D a die magn e


'

tisch e Kraft 5 stetig si ch beim D urc hgan g durc h die Gr en zfläc h e


.

verh ält w eil si e tan gen tial z u derselben liegt so mu ss also n ach (3 0)
, ,

1 6H 6H
au ch t tg
s e i se m d h “ "
se lb er un s e it tg
Fi
.
, . .

6n
So ergi e bt i
s ch ein an derges etzte n W ege für ei n en
auf d em aus

glei chm ässig d urch str öm te n H o hlc ylin d er de ss en Magn etisiru n gs


kon stan te ist u n d in de ss en In n ere m sic h ein glei c hmässig d u rc h
,

s tr ö mte r V o llc ylin d er befin det de sse n Magn e t isiru n gsk o n stan t e
,
is t ,

für d en v o rh i n betr ach teten F all d ass i i, 0 ist d u rch In t e


, , ,

g ra ti o n au s d e n F o rm eln ( 4 9 )
1 04 Zwei p ar a ll l
e e V o llcylin d er .

w erden so ll von der Ax e d es v o m Stro m i , durchflossen en Cylin ders


,

bedeu tet u n d an alo g r2 die En tfern u n g d es P v on der Ax e d es v o m


Strom i„ durchflo ss en en Cylin ders .

Für d en In n en rau m d e s ersten Cylin ders gilt

ä ( )
'


2 u —
l g r, . 5 3

für d en In n en raum d es zw eiten Cylin ders


s
r

_
z il ( )
5 4

Sin d die Stromst ärken i , un d i„ n u meri sch gleich un d ein an der


en tgegen gesetzt ein F all d en m an sich dad urc h r ealisiren kan n
, ,

d as s man ein en lan ge n di cken stromdurchflossen en Draht so u mbiegt


, ,

dass sein e H älft e n parallel u n d in rel ativer Nähe verl aufe n so ,

mu ss H für r ,
.
r ve rsch w in den da dor t kein Strom flie sst
,
00
, .

I n dies e m F all e mu ss al so d ie K o n s tan te C aus d en Fo rm eln


( )
5 4 ve rsc h w i n de n .

Für R , R 8 un d i , i 0 w ürde s ich d er in Fig 2 4 d ar


2 .

ge stellte K raftlin ien v erlauf ergeben Man erk en n t d ass die K raft .
,

lin ien n i c ht m ehr d er D raht obe rfläche parallel sin d D aher muss .

sic h d er K raft lin ie n verlau f u n d die Fel ds tär ke än dern falls die
Magn etisirun gsk on st an t en d e r Dräh te u n d d e r U mgebun g m e rkli c h
verschi eden sin d z B w en n Eis en drähte in Lu ft lagern o der w en n
, . .
,

Ku pferdrähte isolirt in Eisen ein gebettet sin d E s gelte n d an n die .

Formeln (52) bis (54) n i cht meh r Die an zu brin gen den A en deru n ge n
.

w er den u n mer kli c h wen n die D rähte sehr d ün n im Vergleic h zu


,

ih r er relativen En tfern un g sin d den n dan n ist der Kraftli n ien


verlau f in d er Nähe e in es Dr ahtes so als o b d er an der e n icht v or ,

h an den w äre E s gelten also d an n w iede r die au s d en F ormeln ( 5 2)


.

bis (54) ableitb ar en Wet the für die Feld stärk e 5 s elb st w e n n d ie .

Magn etis irun gsko n stan te de r D r ähte mer kli c h ab w ei cht v o n d e r


ihr er Umgebun g Wie in dies e m Falle di e W ert h e d es Vekto r
.

p o te n ti als ge fu n de n w e r de n k ö n n e n d b wel c h e M o di fik ati o n die


. .

F o rmeln (5 2) bis (5 4) selber erfahre n ist n ac h d em o ben an ein em ,

Beisp iele erläu terte n Verfahren leicht ersichtlich .

1 4 D er
. al l ge mei n er e 5 Si
F alln d . F ort set zu n g v on 12 .

im Felde die ele k tri schen St röm un ge n n ich t al le ein e r R ich tu n g


p ar allel s
,
o n de rn m uss m an mit d r ei S tro mk o mp o n e n te n u v w , ,
Magn etis ch e Kraft lin ie n im a llgemein e Fallen .
1 05

rechn e n s o kan n man sich vo rstellen d ass über die magn etische
, ,

Kraft w el c he allein vo n w h err ühr t sic h n o ch die magn etische


, ,

K raft d ie v o n 11 allein u n d diejen ige die v o n v allein herrührt


, , , ,

sup e rp o n ir t Man erhält also in i rge n d ein em Pu n kt e P R i chtun g


.

u n d Grö s s e d e r mag n eti s ch en K raft du r c h ge o metri s c h e Additio n


derjen i ge n dr ei Strec ke n w elc h e die R ichtu n g u n d Grö ss e d er
,

magn e tis c h e n Kr aft i n d en betrachteten S p e c ialfanen d ar s telle n in ,

den en n ur j e ein e der dr ei Strom ko mpo n en ten vo rhan den ist .

I m A l lgem ei n en ist also die magn eti sch e Kr aft in d er Ober


flac h e d e s s tro m führe n de n Körp ers n ich t ders elben parall el Tren n t .

man d ag e ge n die magn eti s c h e K raft n ach d em S c h e ma d er Glei

Fig 24
. .

chu n gen (2 0) au f p ag 9 1 in zw ei Th eile v on den en der ein e e in


.
,

P o te n t ial besitzt d agegen d er an der e n ic ht so mu ss der v on l etz


, ,

t e r e m h e rrühren d e T heil d er m agn eti s ch en K r aft in d e r Obe rfl äc h e


d e s s tr o mfüh r e n de n Sys te ms derselben p ar allel s ein Den n die s e .

Ob e rfläc h e geh ört d an n d e r dr eifac h en S cha r d er Niveau fläch en


F ’
K o n st G K o n st H
.
,

K o n st gem ein sam an d a au ss erh alb
.
,

.
,

d es st r o m führ en den Sy stem s die m agn etisc h e Kr aft e in Po ten tial


b e s itz t d h F H 0 zu s etz e n ist I n d er O berfl ac he

G
' ’
. .
, .

d es d ur c h str ö m te n Körp e rs D haben al so die d r ei F u n ktion en F G H


’ ’ ’
, ,

d en k o n s tan te n Wert h Nu ll ; es l iegt d ah er an d er Oberfl äc he v o n D


jede d er d r ei K o mpo n en te n aus den e n sic h d er Th eil der magn eti
,

sc h e n Kr aft zu sammen setzt w elch e kein Po te n tial be sitz t in d er


, ,

O ber fl äc h e v o n D un d folgli c h au ch ih r e R esu ltan te Sin d z B die . . .


1 06 D as Bi ot -
S av art

sc he Ge se t z .

t
s ro mführ en den K o r p er m eh r er e K reiscyli n d er ,
ir d d er po ten so w
t iallo se A n theil d e r m ag n etisch e n Kr aftli n i e n in jede m de r s elbe n
d urch K r eis e d arge stellt w elch e k o n c en t risc h zu d em betr effen den
,

Cylin der liegen ein erlei w elch e L age die an dere n Cylin de r zu ihm
, ,

ein n ehmen .

15 . D as B i ot S avart -
Gren zen w ir in d en For

sch e Geset z .

me ln ( 1 9) d er p ag 9 1 w elc he die K o mp on en ten d e s V ek to rp o te n


.
,

t ial es au s drück en ein Volu men ele men t d r d adu rch ab dass wir
d en s tro mführen den Kö rp e r in Stüc ke v o n d ün n en S t ro mro hr e n z e r
legt den ken der e n L än ge d s u n d deren Q u ersc hn itt d q sei so wird
, ,

dx= ds . dq .

Fern er ist u j cos 8 x


( ) etc . un d da d
j q i ist , so w erden
die F orm eln ( 19)

co s ( sx ) , G p 00 8 ( S Y) ,

co s ( )
8 z

Man k an n de n k en dass jedes ein zeln e Stüc kch en d er Stro m


n un ,

rö hr e n d er L än ge d s sc h ein b ar ein e Fern wi rk un g au sübt der en ,

Grö ss e sic h d adurch ergiebt dass m an in ( 5 5) die In tegralzeic he n


,

fo r tl äs st u n d die so erh alten en W e rth e v o n F G H in die Fo r , ,

m eln ( 1 6 ) d e r p ag 9 0 ei n s etz t
. Man e rh ält d ad urc h u n ter R üc k.
,

s i c ht au f die Be zieh u n ge n

Br
8 1:
co s ( t x ) et c .
( vgl . o ben p g
a .

wo bei r po sitiv gere chn et ist von d s n ach d em Magn etp ol hin , au s ( )
1 6

an
[ cos ( sy ) co s ( rz ) cos ( ) sz co s y
( )]r

[ cos ( ) sz co s ( rx ) cos ( sx ) cos ( rz )] ( )


5 6

[ co s ( sx ) co s ( r y) co s y
( ) s
c o s ( )
r x
1 08 Wirk u n g ein es Magn etfeldes au f ein S t rom el em en t .

elekt risc he Stro me , h erau sg . von K . von d er Mühll, L eipzig 1 884,


p g
a . 1 95 .

D as Bio t Gesetz ist n u r gül tig w en n die


-
S a v a r t sc he

Magn et isir un gsk o n stan te d er Umgeb un g d es Stro mes n icht w es e n t


lich abw eicht v o n der d es du rc h strömten Kö rp ers o der w en n d er ,

s elbe se h r d ün n i m Ve r gleic h zu s ein e r L än ge i st d h falls e r , . .

als e in li n e ar e r Str o m au fzu fas se n i s t .

16 . W i r k u n g ein es beli ebi gen Magn et feld es au f ei n S t r om


el em en t . vorigen Paragraph en ist die Wirku n g berec hn et
Im ,

w el c h e ein S tro mele me n t au f ei n e n Mag n etp o l d er Stär k e 1 au s übt .

Nach d em Prin ci p vo n d er Gleichheit d er Akti o n u n d Re aktio n


m u ss de r Magn e tp o l d er Stärke 1 glei c h e jed o c h d em Vo rz eic hen ,

n ac h e n tgege n ge s etzte K r äfte au f d as S tr o melem e n t au s übe n .

Sin d mehrere Po le d er Stärke n m „ m etc vo rh an den so „


.
,

wür de d ah e r die x K o m p o n e n te d e r K r aft w el ch e d as S t ro m el em en t


-

erfährt n ach (5 6 ) gegeben s ei n d u rch


,

m ( ) m l )
[
co s ry ( 30 3 ”
91 ids c os (
sz ) 2 co s ( sy ) !
r

un d an a o l g
de s ich die y u n d z Ko mp o n en te
w ür u n d (5 be -

s t imm en Nun ist aber falls die Magn et isirun gsko n stan te d es
.
,

R au me s glei ch p ist bei d er im vo rigen Paragraphen get ro fie n en


'

Ve rfügu n g über die po si tive R i chtun g von r (n ämli ch von d s


n ac h m)

a,
p

l' l
i
_
_
e

falls a , die Komp on en ten d er Feldstärke


ß , 7 de s
Po len m, m et c erze ugten Magn etfeldes bezeichn en
„ . .

E s ist d ah er n ac h (5 8 )

21 u i d s [1 c o s ( y)
s ß 00 8

p.i d e [ ( )
oz c o s s z 7 co s

u i d s [B c os ( )
s x a co s
Flemin g s Regel

.
1 09

Dies e F o rm eln gelte n all ge mein in jede m Magn etfeld de n n ,

n ach K ap I 5 3 4 pag 6 6 k an n man jede s Magn etfeld in n erhalb


.
, , .

ei n es Gebie t e s v o n gewiss e n G r e n z e n e n ts tan den an se h e n d u r c h Po le ,

w elch e fiäc h en fö rm ig o de r rau mförmi g au s geb r eitet sin d .

E s fin den n ach (5 9) die Beziehu n gen statt

91 0! 235 61 0.
co s ( ) sz 2! co s ( )
ey 6 co s ( )
sz 0 .

Die W irkun g Magn etfelde s au f d 8 lie gt also se n k rec ht


d es
zu d s u n d z u d e n m ag n eti sc hen Kr aftl i n ien Wen n d s s en kr ec ht .

zu d en m agn etis che n Kr aftli n ien


liegt so bild en die Bew egun gs
,

t en den z die magn etisch en K raft


lin ien un d die elek trisch e n Stro m
lin ien e in rec htwin kliges Axe n
kr euz d e r en p o sitive R ich tu n gen ,

wie au s ( 5 9 ) he rvo rgeh t dur ch


Daume n Zeigefin ger u n d Mitt el
,

fin ger d er lin k e n Han d ge wie s en


w erd en fall s man au s diesen
Fin gern ein re chtw in k liges A xen
kreu z b ildet (F l e m i n g s R e g e l)
'

Fig 2 5 . . .

L egt man n ämli c h die x A x e -

in di e S tro mric htu n g die y Axe in die d e r magn eti sc hen K raft so
,

wir d n ac h ( 5 9) 91 58 0 ,

pßi d 8 pfi i d s .

C is t a sol
itiv Bei d er von un s p ag 6 1 getroffen en
p o s . .

W ah l d er p o sitive n R ic htu n gen d er K o o rdin at en axen ergiebt die s


die F l e m i n g sch e R egel

.

W i rd d s n ach der z R ich tu n g u m d z versc ho be n so leiste n


-

die m agn etisc h en K räft e die Arbeit

( )
6 1

wo d N die An zah l d er magn eti sc h en Kraftlin ien ist w el ch e v o n d 8 ,

w ähr e n d s ein e r Be w egu n g g es chn itte n w e rden Dies er S atz ist so .

fo rt au sz u dehn en au f ein e beli ebige B ew egu n gsricht un g v on d s u n d


ein e beliebige L än ge v o n d s so d as s all ge mei n fo l gt
,

B e i V e r s c h i e b u n g e i n e s l i n e ar e n S t r o m e s d e r S t ä r k e i
i m m a g n e t i s c h e n F e l d e w i r d e i n e A r b s i t g e l e i s t e t (o d e r
1 10 Fe ld tä
s rk e e in es Solen o ids .

g e w o n n e n ) w e l c h e g l e i c h i m u l t ip l i c i r t i n d i e b e i d e r
, ,

B e w e gu n g d e s S t r o m e s g e s c h n i t t e n e A n z ah l mag n e t i
s c h e r K r aft l i n i e n ist Die sen S atz w erden w ir im folgen den
,
.

K apitel n och dir ekter auf ein e an dere Weise ableite n .

1 7 D i e magn eti sc h e F el d st är k e i m I n n er en ei n es S ol en oi d s
. .

W ir w o llen u n s vo rstellen , d ass ein elektri s c her Str o m d e r Stärke i


in n erh alb ein er d ün n w an dige n R öhr e vo n kon stan te m Q u ersc hn itt q


fliesst Die D i men sio n en von q s eien s ehr klein im Vergleich z u
.

der L än ge 1 d er R öhr e Die Stromlin ie n sollen s en kr e cht zu d er


.

R öhr en axe verl au fen Man k an n d ies en F all mit gro sser A n n ah er un g
.

dadu rch r ealisir en d ass man isolirten Draht zu ein em Sole n o ide
,

au fwi ck elt u n d du r c h ih n d en Str om leitet H at d as S o le n o id .

n Win d u n ge n w el c he glei c hm ä s sig au f d er L än ge 1 (in ein er o der in


,

m ehr er en L agen ) v ertheilt sin d u n d i st die Strom stärk e in ih m


,

gleic h i so mu ss dies e d ass elbe magn etische Feld erzeu gen als o b
, ,

die S olen oidw in dun gen n ich t vo n ein an der isolir t w är e n u n d es fiösse ,

in d e r so gebildeten M et allr öh r e e in c ir k ulär e r Strom d er Stärk e

( )
6 2

We n n d as So len o id die W e n dun g ein es ger aden un en dlich ,

lan gen Cylin ders bildete so m u ss au s Symmetr iegrün den die m agn e
,

ti sche Kr aft in s ei n em In n er en p ar allel zu sein er Axe liegen D as .

s elbe w ir d d er F all s ei n falls s ic h s ein e Axe krüm mt s o lan ge n u r


, ,

die Krümmun gen so gerin g im V erhältn iss zu d en Q u e rsc hn itt e


dim en sion e n bleiben d ass ein en dlich es Stück der L än ge 1 der ’

R ö hr e an n äh ern d i mmer n o ch als ein gerader Cylin der an ges eh e n


w er den k an n w elc h e r s e hr l an g im V erhältn iss z u s ein en Q u er
,

s c hn it t s d imen s io n en i st .

Im In n er en ei n e s n icht zu s tark gekrümmten So len oids von


ko n stan tem Q u ersc hn itt dess e n Län ge 1 sehr gro ss im Vergleic h
z u s ein e n Q u er d im en si o n en is t li egen d ah er die magn eti sch en Kraft
,

lin ien alle an n äh ern d p arallel zu r S olen o idaxe Die Kraftlin ien .

s chlie s s en si ch in dem sie au s d en S olen oiden d en au streten u n d


durc h den A u ssen rau m l au fen D ort müss en sie viel wen ige r dich t
.

verlaufen als im In n en rau m d es S olen o ids da de ssen Qu erschn itt q


, ,

s e hr k lein ist D e r magn etisch e Widerstan d (vgl o b e n p ag 7 2 ) d e r


. . .

K r aft röhr en d es A u ss en rau mes ist d ah er s ehr viel klein er als d e r

d e s In n en rau me s d a d er Q u ersc hn itt d er K r aft rö hr en im erste r en


viel gröss er ist als im le tzteren Vern achl ässigt m an den magn e
, .
1 12 P o lst ärk e e i n es So len oi ds .

magn eti s chen K raftlin ien trete n w es e n tli c h E n d en d e r n ur au s d en


So len o ide au s w en n sie hin r eich e n d lan g u n d d ün n s in d D a in .

die sem F alle d er magn etische Widers tan d für die durch den elek
trisch en Stro m des ein en So len o ids h er vo rgeru fen en K raftr öhre n
w e s en tlic h n u r im In n e r en die s e s So len o ids liegt u n d n ah e zu u n ab
hän gig von d er L age d es an de r en So len o id s ist w en n au ch d er ,

elektri sche Stro m d e s l etztere n d en K r aftlin ien verlauf des erst e ren
etw as mo di fic irt so ist au ch die in jedem S o len o id e rzeu gte Kraft
,

lin ien zahl un abh an gig v on d er gegen s eit igen L age d er S olen o ide .

Die selben wirke n d aher au fein an der w ie z w ei p e r m a n e n t e Magn et


s t ä be,
deren P olstärk en n ach (64) gegeben si n d du r ch
N n iq
m
4 fl
( )
6 6

So ergiebt s c i h für ein So len oid v on q 1 c m Q u e rsch n itt w elc hes ,

1 0 Win du n gen p ro Ce n ti m et e r L än ge en thält un d in w elchem e in ,

Stro m i vo n d er Stärk e 1 A mp fliesst (i = die P o ls t ärk e m 1


.

in ab so lu te m c gs Sys te m -
.

Die bish erigen Betrach tu n gen bezogen sich au f d en Fall dass ,

die Solen oide in ein em Mediu m der Magn etisirun gsk on st an te p l .

lagern d h im freien Aether (o der au c h in Lu ft)


, . . .

I n jede m F alle mu s s die K r aft lin ien zahl N ein es Magn etfeldes ,

welc h es dur ch kon s tan te Str öm e h ervorgebrac ht wir d wac hsen falls , ,

an ir ge n d e i n e r Stelle Eis en i n d as Feld gebrac ht w i rd Den n da .

du rc h wir d d er magn etisc he Widers tan d des gan ze n Feldes in jedem


F alle verrin gert w ähr en d die magn etomoto risc h e K raft A d es Feldes
,

un ge än dert bleib t da si e s i ch all ei n au s d en Stro mstärk en be stimm t


, .

E s mu ss d ah e r N n ac h d em G es etz e d es m agn et isc h en Kr eislaufes


wac hsen Die äqu ivalen te P o lst ärk e ein e s n icht s ehr d ün n en un d
.

l an gen Solen oids muss al so au ch zun ehmen w en n E isen in d en


A u s s e n r a u m dess el ben geb rac h t w ir d Die Verrin geru n g des .

magn e tisc h en Widerstan de s u n d d ahe r die Ve rmehrun g d es N is t


aber u m s o bedeu te n der je gro sser urspr ün glich der W iderstan d
,

d es Feldes an derjen igen Stelle w ar an w elc h e man das Ei sen stüc k ,

bri n gt d h je klein er d ort d er Q u ersc hn itt d er K r aftr öhr en w ar


, . .
,

mit an der e n Wo rte n je dic hte r d or t die K raftli n ie n lagen


, D aher .

ist die Vermehr un g v o n N d h z B d er ä qui valen ten P olst ärke


, . . . .

e in e s S o le n o id s n u r bede u te n d
, falls Eis en in s ein I n n e r e 8 ge
,

brac ht wir d .

I s t d as In n ere ein es So len o ids mit Eis e n d er Magn et isir un gs


P olst ä rk e e in es Elekt ro magn et en .
1 13

kon s tan t e p . an g e füll t , so ist d er magn etis ch e Widerstan d W d er


Form el (6 3) d urc h u zu . dividir en , falls d as S olen oid so l an g u n d
d ün n ist dass i mmer n och d er magn etische Widers tan d d es In n en
,

rau m s se lb s t w e n n er ein e n Ei s en k ern en th ält s ehr gro s s ist gege n


, ,

d e n d es A uss en rau mes .

D ie P o ls tärk e m ch F ormel ( 66 ) d es S o le n o id s w ir d dah er


na

d urc h de n Ei s en kern u m al gröss er Hier au f beru ht die stark e


-
.

Wir k u n g der so gen an n te n Ele ktro magn e te in de m durch d en E isen ,

k e rn die Feld stärk e im A u ss en r aum u mal grösser wir d I m In n en -


.

rau m d agegen bleibt s ie dies el be .

Die K raftlin ien z ahl im In n ere n de s So len o ids ist j etzt n ach ( 6 4)
4 1r
u n iq
( )
6 7

Die se F ormel gilt w iederu m stren g w en n das Solen oid rin g ,

fö rm ig ges c h l o ss en ist .

Wen n de r Eis e n k ern n icht de n gan zen Q uerschn itt q d es


S o l e n o idin n e re n ausfüll t so n dern w e n n e r d en k lein er en Q u erschn itt q

,

bes itz t so ist d er m agn eti sch e Widerstan d dess elben


,

t l

d ah e r d ie K raftlin ien z ahl im E isen k ern


A 4 1r p n . iq

W ’

m agn etische Widerstan d d es L u ft rau mes Solen oid


l
9 q
d ah e r s ein e K raftlin ie nz ahl

A i (q q)

.
4 fl n —

"
W 1

D ie ges ummte An zahl d er Kraftlin ien w el ch e S olen o id


vor h an d e n s in d ist al so
,

[ q + (i x

D ru d e P s y s ik d es A et he rs .
114 M agn et o met risch e Met h o de zur Messu n g v on p
..

D i e magn et om et r i sch e Meth o d e zu r


18 . ex p er i me n t ell e n

B est i m mu n g d er Magn et i si r u n gsk on st an t en . D ie Eige n s c haft


ei n e s st romd urch flo ssen en Solen o id s ein n ah ezu gleich förmiges
Mag n etfel d in s ein e m In n en raum zu besitze n kan n man d azu be
n u tz e n u m au f ei n e m ei n fac h e n Wege die Magn et isiru n gsko n s t an t e p
,
.

zu e r mitteln Wen n m an n ämli ch in ein So len o id w elc h e s hin


.
,

r ei c h e n d l an g ist u m au f ei n e gr o ss e L än ge ei n e k o n stan te Feld


,

s t ärk e 5 im
. I n n e r e n zu be sitz e n ei n e n Ei s e n s ta b s te c k t w el c he r

s eh r l an g im V erglei c h z u s ei n e n Q u e rdime n sio n en jedo c h k ürz e r ,

als d as S o le n o id ist s o d ass d e r Ei s e n stab n u r in O r te k o n s t an t e r


,

Feld s tärke geb racht w ird so hat die Feldstärk e au ch im Ei s en stab


,

d en Werth d a die en t magn et isir e n d en Wir k u n gen (v gl o be n .

p ga . 4 4 ) d e r E n de n d e s Ei s e n s t abe s z u ve r n ac h l ä s s ig e n s i n d w e n n e r ,

gen ügen d d ün n u n d lan g ist I st d ah er s ein Q u erschn itt q so ist .



,

die K raftlin ien z ahl im Eise n stab

Ohn e Eise n stab ist die K raftlin ie n z ah l d es vo m Ei sen stab e in

gen ommen e n Volu men s 1:

D aher tritt d u rch den Eis en stab ei n e Ve rmehr un g d er Kr aft


lin ien zahl jen es R au mes t ein w el ch e is t ,


N

Die E in ste c kun g d es Eis en stabes mu ss also de n selben Effek t


h aben , als ob s ei n e E n den die P o ls tärk en

N

N n. 1

be sassen Die se n Effe kt k an n man du rch die Ein stellun g ein e r


s eitli ch au fge ste llte n drehb ar au fgeh än gten klein en Magn etn adel mit
,

Fern rohr Spiegel u n d Sk al a gen au b eo b ac h ten Man n en n t dies es H ül fs


, .

in strumen t ein M a g n e t o m e t e r D a man n ac h F orm el (6 5) 5 . .

k en n t falls d ie Stro m stärke be kan n t i st u n d d a m au s d er Magn eto


, ,

m ete r Ablen ku n g leic ht zu be re c hn en ist


-
so ergie bt si ch n ac h ,

P 1
F o rmel ( 6 9) d er K o efficie n t d h h lber

. . au c p. se . Es

D ie se Fo r m e l e rgieb t si c h au ch so fo r t n ach d en Ue berlegu n ge n ,


we l ch e in K ap . 1, 5 2 8, p ag 4 2 . an gest e llt sin d .
1 16 Amp e e Theori e r

s d es M agn et ism us .

i hte t w erden
r c ein e so lche ist z B vo rhan de n w en n w ir ein en. .
,

S tahldraht n ach 5 1 d es I K apitels in e in st ro m durc hflo ssen es So len


.

o id s ch iebe n u n d s ie ver bleibe n t h e il w e ise i n dies e r L age au c h ,

w e n n die au s ser e magn eti s che Kraft w ieder en tfe rn t w i r d so h ebt ,

si ch di e W irku n g all er M o leku l ars trö me im In n e r en d e s Magn ete n

au f d a in jede m i n n e r e n P un kte z w ei S t ro me le me n t e mi t e n tgege n


,

ges etzt gerichtetem Str o me zusamme n sto ssen ; d agege n die Wirku n g
d er an d e r Oberfl äch e d es Magn eten liegen de n Th eile d e r Mo lek ul ar
str ö m e bleibt vo r h an de n .

D er Magn et be sitzt daher ein e elektr isc h e Strömu n g an s ei n e r


s eitli ch e n Oberfl äche u n d e r z e u gt d ad urc h ein m agn etis ch e s Feld .

D as Wes en d es p erm an en te n M agn etis mu s ist so d ur ch die R e m a


n en z d e r L age d e r M o lek u l ar str ö me erk lä rt .

Eben so erklärt sich die gro ss e Magn et is ir un gsko n stan t e ein iger
Ko rp er in u n ge zwu n gen er Weise durc h di e A m p er e sc he Hyp o ’

t hese den n w e n n z B Ei sen in ein v on ein er äu ss er en Q u elle h er


,
. .

r ühr en d es M agn et feld geb rac ht w ir d so su p e rp o n ire n si ch ü be r d e n


,

Kraftlin ie n desselbe n n och die K raftlin ien d er gleichgerich te ten


Moleku larströ m e Die Kr aftli n ien ersch ein en dahe r im E isen ver di chtet
.
,

u n d w ie w ir im I K ap ite l
.
5 2 7 p g
a 4 9 s ahe n
,
i st
, die s e V e rd ic
. h ,

tu n g j a gerade d as Merk mal ei n er gro ss en Magn etisiru n gskon st an te n .

Hier bed arf abe r n o ch ein P un kt ein er n äher en Erö rteru n g .

Sc hieben w ir in ein stro md ur chflo ss en es So le n o id ein en Eise n ke rn ,

s o bleibt n u r die Wir k u n g d er M o lek u l ars tr ö m e de s s elbe n an s ei n er

s eitlic he n Obe rfläc h e übr ig Man so llte d aher de n ke n d ass man


.

d ie Wirk un g d e s E is en k ern e s d ad u rc h n ac h ah m en kö n n te d ass m an ,

in d as So le n o id k ein e n Ei s en ke rn steckt aber s ein e S tro ms tä rke in ,

e in e m gewi ss e n V e rh äl tn is s v e rst ark t .

D adu rc h w ürde n u n in d er T hat im A u ssen rau m d es So len o ids


d ie Feld stärke gerade so w ac hsen wie sie es durch das E in s tec ken ,

d e s E isen k ern es t h at abe r au ch im I n n en rau me d es So len o id s w ür de


,

zu n eh m e n u n d do c h w iss e n w ir d as s die ses d urch das E i n ,

ste c ke n d es E isen k ern e s n ic ht ein t ritt F ür die Wi rku n ge n i m .

In n enrau m des Solen o ids kan n also d er Eis en k ern n ich t e rsetz bar
s ei n du r ch ei n e Ve r gr ö sse run g d er Stro ms tärk e d es S o le n o i d s .

D er Grun d h ierfür ist n ach d er A m p e r e sc h en V o rs tellu n g


leicht zu fin den Die Felds tarke 5 im So len o id wir d ge mess e n


.
.

du rch die Ein wirku n g dess elben auf ein en Magn etpo l d er Stärk e 1 .

W ir w o llen u n s de n selben h ergestellt de n k e n du rc h ein l an ges s eh r ,

dün n es So len o id S d er Stro mstärke i währ e n d die S tro mstärke im


’ ’
,
Amp e e s Th eori e
r

d es Mag n et ismu s.
1 17

ersten S o len o id S gleich i sei Wir d n u n wahren d S sic h in n er .


,

halb S b e fin det ein Ei s en ke rn in S getau c ht so mu s s man sic h


, ,

vors telle n d ass n u r d er Z wischen rau m z wisch en S u n d S mit Eisen


,

an ge fii llt w ird w ahre n d d as In n e re v o n S frei bl eibt v o n Ei se n



.

A u f d er O b e rflac he v o n S en tsteh t d ah e r ein e Mo leku larströ mun g


des Eis e n s w elche i im V erh ält n iss p 1 s c hei n b ar ver stärkt ab er
,
.
,

d er Obe rfl äc he v on S en ts teh t ei n e Moleku larströ mu n g



au c h au f

des Eis e n s Die s e muss en tgegen ge setz te R ichtun g haben w ie i ’


.
, ,

den n d as Eis e n befin det s ich im A u s s e n r a u m v o n i u n d n ach ’


,

d er L age d er mag n etis ch en K raft li n ien v o n S e rgieb t sic h so fo rt



,

dass die M ole kularströmu n g des A u s s e n r a u m e s auf der Flache S ’

en tgeg en g e s etzt zu i liegen muss D urc h d as Eisen erschei n t d aher



.

i im V e r h ältn iss 1 9 g e s c h w a c h t D a n un w ie im Kap it el



. .
,

Elekt r o d yn amik ausführlic h e r ge zeigt w e rden w ir d die gegen



,

s ei t ige E i n w i r ku n g z w eie r Str o m sy ste m e ti al d e m P ro du k te


p p
r o o r o n

ihr er Str o ms tärk en ist so ist die Ein wirk un g d es So len o ids S au f
,

das So l e n o id S o h n e Ei s en k e rn p rop o rtio n al zu i i mit Ei sen ke r n


’ ’
,
l
l
p p
ro o r tio n al zu
n i i i
.

. Die Ein w i rkun ge n sin d also in beid e n
Fällen i der glei c h f o l g l i c h w i r d a u c h d i e F e l d s t s r k e
e n an ,

35 i m I n n e r e n d e s S o l e n o i d s S d u r c h d e n E i s e n k e r n
n i c ht g e än d e r t .

Du rch an aloge Betrachtu n gen k an n man zeigen d ass die Feld ,

st ärke ei n e s P o le s ge w i s s e r St är k e m d h ein e s Pu n kte s w elcher , . . ,

ei n e gewiss e An zahl (4 u m) Kraftlin ien en ts e n d et im V erh ältn iss ,

1 p ab n imm t wen n d e r R au m mit Ei s e n v o n d er Magn e tis ir un gs


.
,

ko n s t an te p an ge füllt w ir d
. .

Die A m p é r e sch e Vors tellu n g erkl ärt also ge mein sam die

E rs c h ei n u n g d es i n d u c i r t e n u n d r e m a n e n t e n Magn eti smus ; es


ist abe r w i c htig zu be me rk en d ass er ste r e r auftr et en kö n n te o hn e , ,

letzt er en im Ge fo lge zu h aben u n d d ass zur E rklärun g d es le tz ,

ter e n n oc h die w eite r e Hy p o the s e e rfo r de rli c h ist dass d ie M o le ,

ku larsh ö me mit ein er ge w iss e n Z ähigkeit i hre L age fe sthal t e n falls ,

sie n i c ht d u rch e i n e grö sse r e au s se r e magn eti s c he K raft d aran v e r


,

hin d e rt w e rde n Im Stahl is t die se Zäh igkeit ein e grö ss er e als


.
,

im S chmiedeeis e n d agegen z eic h n et sich letzte r e s d u r c h ei n e gro s s e


,

Magn etis iru n gsko n stan t e d b d urch ein e grö sse r e Di c htigkeit d er
, . .

drehbar en M o leku larströ me v or e rstere m au s .

Z ur He rstell un g kr äftiger El ek tro m agn ete e mp fieh lt s ic h d ah er


S chmiedeeis e n d agegen zu r H erstell un g kräftige r p e r man e n te r Mag
,
1 18 P e rm an en t e Magn ete .

n ete harter Stah l da in ihm zw ar n icht so viel Magn etismu s in du


,

c ir t wi r d abe r viel m e hr M agn etis mu s


, d h Kraftlin i e n r e man en t
, . .
,

bleiben als i m w eic h en Eise n


, .

Wen n n u n der Stahl die Eigen sch aft hat sein e Moleku lar ,

s trö m e i n ihrer gegen s eitige n An o rdn u n g möglich st fes tzu halte n ,

fall s n i c h t k räftige au ss er e Ur sac hen d ies ver h in de rn so is t e in ,

Stahlstab als e in So len o id kon stan ter Stromstärke aufz ufass en We n n .

e r d ahe r so l an g u n d d ün n ist , d ass d er magn etische Wide rstan d


d er vo n s ei n e m Stro m e rz e u gte n K r aftrö hre n we se n tlic h n u r im
S tabe selber liegt so m uss er n ac h d en A u s ei n an de rs etz un ge n d es
,

5 1 7 p g
, a 1 1
. 2 p e r m a n e n t e P o l s tä rk en be s itz e n d h so lc,h e . .
,

dere n Stärk e w eder v on d er An n äheru n g an derer Magn ete n o c h


an de r er in du c irbar e r Ei s e n mas se n abhän gig i st I n K ap 1 5 3 5
. .
, ,

p ga . 6 8 w u rde j a n u n au c h beto n t ,d as s die ei n fa c h e n W ir k u n gs

ges etze p erman e n te r Magn ete n ur gel te n wen n dies elben hin r eiche n d
,

lan g u n d d ün n sin d .

D ass w ir zu r Herste llun g ein er g l e i c h f ö r m i g e n Magn eti


s irun g d e n Stahl dr aht n ac h p ag 2 in ein stro md ur chflo ss en es
.

Sole n o id ste c k ten erkl ärt s ich d adu rch sehr ein fac h das s n ach d e m
, ,

vorigen 1 8 die in d u c irt e Magn e t isiru n g d an n gleich fö r mig is t .

F olgli ch muss es au ch die rem an en te an n äh e rn d s ein u m so


m ehr je l än ger u n d d ünn er d er S tab ist d a d an n die e n t magn et i
, ,

s iren d e n Ei n w irku n ge n s ei n e r E n de n u m s o w e n iger au ftr ete n .

I n w elc her Weis e m an d as Verhalte n d er di amagn etisc h en


Körp er d urc h ein e Molekularhypothese erklär en kan n soll an ,

sp ä te r e r Ste lle e r ö r te rt w e rde n (vgl un te n d as K ap : In d u k tio n )


. . .
1 20 P rin cip d er E rh alt un g d er E n ergie .

En ergie U I st die s e ei n e ein deu tige F un ktion d er K o n figuratio n


.

d es Sy stem s so ist die Ar beit w iederu m gan z un ab h an gig v o n d e m


,

Wege au f w elche m die A en d eru n g der Ko n figurati on von S t e tten


,

geht e s ist d ahe r d u rc h K reispro c esse d h d urch Z ur ückführu n g


, , . .

d e s Sy s te ms in d e n A n fan gszu s tan d k ein e A rbeit zu gew i n n en ,

möglich .

Nach d er Defin ition ein er auf ein e p o n derable Mass e w ir .

k e n d en Kr aft als d em Pro du kt ihr er Mass e in ihr e Be schl eu n igu n g


s etzt si ch n u n ein e v o m Sy ste m gelei stete Ar beit (1 h ein e Ab , . .

n ah m e sein er p o te n tielle n E n e rgie s te t s u m in ein en n u mer isc h


gleich e n Z u wachs d er leben dige n K raft d er S ys temtheile w elc h e ,

m an au c h als k i n e t i s c h e E n e r g i e d e s S y s t e m s be zei c hn e t .

E s folgt also d as s fall s man d em Sy stem vo n auss en kein e E n er gie


, ,

z u füh rt di e Su mm e s e in er p o ten tiellen un d k in etis ch e n


,

E n e r g i e d h d i e ge s a m m t e E n e r g i e k o n s t a n t b l e i b t
, . .
, .

Die sen Satz be zeichn et man als Prin cip d er E rhaltu n g d er E n ergie ;
e r ist stet s gültig so wie die Kräfte de s Systems ein Po ten tial
,

besitze n .

Mit H ül fe d er K e n n t n iss der po ten tiellen E n e rgie U k an n


man die au f irgen d ein en Pun kt P d e s Systems n ach ir ge n d ei n e r
R i c htu n g s w i rken de Kr aft K be re ch n e n Den n w en n P u m d s
„ .

auf s ve rsch o ben w ird u n d w en n d U die d abei herbeigeführte


,

Ab n ahme von U bezeich n et so mu ss die s e gleich sein der vo n K , „

au s ge übten Ar beit d h e s ist , . .

K, =

A usserdem kan n man au s d er p o te n tiellen E n ergie auch ab


leite n ia w elcher Weise d as System w an n e s si ch s elb st über
,

lassen bleibt sich bew ege n wir d u n d wan n es im Gleic hgewi c ht


, ,

ist. Neh men wir n ämli ch zun achs t an wir gin gen von ein em R uh e ,

zus tan de d es Sy s te ms au s so ve rsc h w i n det in ih m die ki n etisc h e


,

En ergie Wen n es n un vo n selbst sich in Be w egun g s etzt s o mus s


.
,

d ad ur ch die kin eti sc h e E n e rgie w ach se n d e n n die se is t ein e be


s tän dig p o siti v e G rö ss e d a die leben dige Kr aft au s ein e r Su mm e
v o n qu adrati s c h e n d h bestän dig po sit iven Glie dem besteht E s
, . . .

i s t d ah e r d e r Ue b e r g a n g d e s S y s t e m s au s d e m Z u s t a n d e
d e r R u h e i n d e n d e r B e w e g u n g s t e t s v o n e in e r A b n ah m e
s ein er p o ten ti elle n En er g ie b egle it e t Den n da die kin ot i .

s ch e E n er gie wäch st so mu ss n ac h d em P rin c ip d er Er h altun g d e r


,
Stab iles Gleich ge wicht e in e s Syst ems .
121

E n ergie die p o t en tielle En ergie u m ein en gleich en Betrag abn eh men .

Die R ic h t un g d er Be wegun gsten den z d es System s d h der , . .

A en d er un g s ein er Ko n figuratio n ist d ie in w elc h e r die Abn ahme , ,

sei n e r p o te n t ielle n E n e rgie am s ch n ell sten erfo lgt ; m an k an n s agen ,

d as Syste m h at die Ten den z si c h au f ein e r Ku rv e d es s teil ste n


,

Gefä lle s s ei n e r po te n tielle n En e rgie zu bewegen .

A u s di e s en E rörte run ge n geh t h ervo r d ass d as Syste m si ch ,

n ic ht v o n s elb s t z u be w ege n an fan g en w ir d w en n die p o te n tiell e ,

En ergi e in d e m betrachte te n Z ustan de de s S yste ms ein en Min i mal


w ert h be s itz t d h we n n bei kein e r klei n en A en d erun g d e r Ko n fig uratio n
,
. .

des Sy ste ms ei n e Abn ahm e s ei n er p o te n tielle n E n e rgie ein tr eten


k an n E i n S y s t e m b e f i n d e t s i c h d a h e r i m s t a b i l e n Gl e i c h
.

g e w i c h t b e i d e rj e n i g e n K o n f i g u r at i o n b e i w e l c h e r ,

s e i n e p o t e n t i e l l e E n e r g i e e i n e n Mi n i m alw e r th e rr e i c h t .

E s k an n e in Sy stem m eh rer e so lc h e r K o n figu r ati o n e n be s itz en ,

d h m eh r e r e Gleic hgew i chtslagen S o hat z B ein parallelep i


. . . . .

e d i s c h er H o lz klo tz d er ei n e h o r i zo n tale Un te rl age be sitz t d r ei


p ,

Gleich gew i chtsl age n n ämlich diejen igen dr ei L agen in den en er au f


, ,

d er Un te rlage m it ein er s ei n er d rei ve rs c hiede n e n Seiten gan z au f liegt .

E s k o m mt zu r B e u rth eilun g d er Möglichkeit d es Glei ch ge w ich ts


d es S ys te ms in ein e r Kon figur atio n G also n ich t d arau f an d as s die ,

p o t e n t i e l le E n ergie ein ab so l u te s Mi n i mu m ist d h k l e i n e r als bei , . .

i r g e n d e i n e r an der en K on figur atio n d es System s so n dern n ur ,

dar au f d ass U bei G ein r elati ves Min imu m erreicht d h dass
, , . .

U bei d er K o n figu ratio n G klein er ist als bei irgen d ei n er zu G ,

n a h e b e n a c h b ar te n K o n figur atio n .

2 . D ie p ot e n t i el l e E n er gi e p u n k t fo r mi ger Magn et p ol e .

Besitz en w ir ein magn etis ches Fel d w elche s an gesehen w erden kan n ,

als h errüh r e n d vo n p u n ktfö rmig en P o le n d er Stärke n m „ m„ m „


m e tc wie w ir es u n s z B du rch l an ge d ün n e S t ahld räht e reali
,
.
, . .
,

si r en k ö n n en so ist die p o te n ti elle E n er gie d es M agn etfe lde s


,

leich t an zugebe n Ist n amlich die Magn etisiru n gsk o n st an te d es


.

Mediu ms in w elch e m die Magn ete lagern p so wirken z wi sche n


, ,
.
,

je zw ei Po len m „ u n d m„ Kräfte w elch e das Po te n tial ,

besitzen . E s ist d ah er
U 2 Uh ln
1 22 D ie E n e rgi e p u n k t f röm ige r M ag n e t p ol e .

wo bei die S umme über alle m ögli che n Ko mbin atio n en h k zu e r ,

s tr ecken is t Man k an n die se Sum me in folge n der Gestalt


'

. n un

s ch r eibe n

Die Klammer d es Fakto rs rn , bede u tet n u n aber d as Po te n tial V ,


d er mag n eti sc hen Kraft am O rte d es Po l es m „ d h d en Wer th . .

d es Po te n ti ale s de rj en ige n Kr aft welche d o rt au sgeübt w ürd e fall s


, ,

d ie Stärk e d es Po le s n ich t m „ so n de rn 1 w are I n an alo ge r Be .

z eic hn un sw eis e gilt d ah er


g

l 1
m„ V „ .
( )
2

Die Fo r mel ( 2) ist an z u w en de n w e n n beli ebig viele Pole ihr e


,

L age gegen s eitig än der n Aen dert n ur ein P ol ( m,) sein e L age
.
,

s o ä n der t in d e r F o rmel ( 2) jede r S u mman d s ein e n Werth Den n .

z B V , än dert si ch ebe n falls d ad ur c h


. . dass zu , s ein en O rt we chs elt
, .

I n die s em F all e ist abe r die d urch Ve rschi eb u n g v o n m , geleis tete


A rbeit ein fach er zu ber echn en w en n man direkt an die Fo rm el ( 1 )
,

an k n üp ft u n d berüc ks i ch tigt d ass vo n d en r„k n u r diejen ige n vari abel


,

s in d ,w elch e d en un te re n In dex 1 e n th alten Die geleistete Arbeit .

ber echn et sich d ah er d urch Ab n ahm e de r F un ktio n :


1 m„ m,
m“ m, V „ ( )
3

w o V , d en Werth
Po ten tiales am O rte des Po les m beze ichn et
d es , .

Bei Lagen än d eru n g n ur ein es ein zigen Pole s ist dah er zwe ck mäs sige r
die Fo r mel ( 3 ) an statt d er Fo rm el (2) für die po te n ti elle En e rgie
z u w ähle n Beide F o rm eln führen n at ürlich zu de mselbe n We t the
.

für di e dur ch Vers chieb un g vo n m , erhal te n e A rbeit .

D i e magn eti sch e E n er gi e


3 . e i n es li n ear en S t r om es . D er
im v o rige n P aragrap h e n betr achtete F all des Magn etfelde s pun kt
för miger Po le i st n ur ein e An n äh eru n g an die Wi rklichkeit di e ,
1 24 D ie magn eti sch e E n e rgi e ein es lin eare St
n ro mes .

N u n i st V ein e ste tige F u n k tio n de s O rtes Die s w ür de zw ar .

n i c ht d er F all sein we n n (1 6 w irklich ein e magn etische D opp el


,

fläc h e w äre u n d i n i ch t flö sse ; i n u n serem F alle aber w o i fliesst ,

un d d o t h at sächlic h kei n e be so n de ren E igen th ümlic hk e it e n v o r


irgen d ein e r an de ren Fl äche d 0 besitzt w elch e vo m Str om u m ’
,

gren zt ist muss V au ch beim D urc hgan g d u r c h d o stetig sein


, .

E s ist d aher

23 du ,

falls d u p o siti vgerechn et ist b eim D urchgan g vo n d er n egativen


zu r p o sitiven Seite v o n d o (I h fall s n die au f d e r p o sitiven Seite
, . .

d es Stro mes e rrich tete No rm ale b ede u tet u m d e r en po sitive R ich tun g ,

d er Stro m in d em n ach p ag 6 1 d efin irt e n p os itiven D r eh u n gs sin n


'

ku rsir t ( vgl Fig . .

D u rc h Ein s etze n der letzte n Be ziehu n g in o bige Gleich un g


für d U fo lgt

dU = ipdo

Wir woll e n e g at i v e p o t e n ti e l l e E n e r g i e d U
n un die n

d e s S t r o m e s s e i n e m ag n e t i s ch e E n e r g i e d T n e n n e n Die .

v on den magn etischen Kräften gelei stete Arbeit bei irgen d ein er
K on figu rat ion sän d eru n g d es System e s ist also gleich d e m
Z u w a c h s der magn etischen E n ergie Nac h o biger .

Fo rmel (4) ergiebt sic h d an n d er Satz : D i e m ag n e


'

ti s c h e E n e r g i e d T d e s S t r o m e s i s t gl e i c h d e m
Fi g 2 6
.
P r o d u k t a u s s ei n e r S t r o m s t ä r k e i n d e n l n d u k t i o n s
.

f l u s s d u r c h d o (1 h i n d i e A n z a h l d e r i n d i e
, . .

n e g at i v e S e i t e d e r S t r o m fl ä c h e d o e i n t r e t e n d e n K r a f t
li n i e n .

Die ser Satz gilt o ffen b ar n icht n ur falls die S tro mfläch e d o ,

u n en dlich klei n is t so n dern auc h


, fall s sie ein e e n dlich e Grö ss e 0
,

besitz t denn man k an n in dies em F alle den S tro m beste he n d de n ken


,

au s ein er A n zahl an ei n an de r liegen d e r E lem en t ars t rö me de ren jeder ,

n u r ei n klein es Stück d o au s 0 ausschn eidet Die Wirkun g der .

S t romt heile w el che im I n n e re n v on 0 liege n hebt s ich au f da an


, , ,

jeder Stelle im In n eren vo n 0 z wei S tro ms tücke mit en tgege n


ge setzten Stromrichtun gen an ein an der gren zen so d as s n u r die ,

Wirku n g derjen igen S tro mthe ile üb rig bleibt w elche auf d em R an de ,
D i e m agn e t is c h e E n e rgie e in e s li n e are n St ro m e s .
125

vo n 5 l i e ge n
Die F orm el (4 ) e rgibt d ah er für die magn eti sc he
.

E n e rgi e e in e s beliebig au sgede hn te n li n e aren Stro me s die F o rm el


T in ( )
5

W i r kon n en die Betrachtu n ge n leicht F all verall au f den


ge m ein e m das s di e Magn etisiru n gsko n stan t e 9 n i cht überall d e n .

s elbe n W e r th be sitzt Die Formel (4 ) giebt n ä mlich d en We rth der


.

E n e rgi e ei n e s ge sc hlo sse n e n E le me n t ars t ro mes au c h in d e m F alle


an ,in w el c h e m in ben ach b arten R aum the ilen 9 ei n e n an d e re n Werth .

h at als i n de mje n igen R au mt h eil w elch er d e n Stro m u mgiebt Den n


, .

der s el be m u ss n ach K ap II 5 7 p ag 8 3 hin sic htlich s ein er magn et i


.
, , .

sc hen W ir ku n g s tets d u rc h die e in er m agn e ti s ch e n D o p p elfläch e v o m

Fig 2 7
. .

Mo m e n t n i e rsetzb ar s ein w obei p d en W e rth d er Magn e tisiru n gs


,
.

k o n s tan te be z ei c h n et in de mjen igen R au mt h eil w elch e r d e n Ele m e n tar ,

s tr o m u m gi eb t Für i n ho mo gen e Medien is t d ahe r d ie F o rm el (5)


.

verallge m ein ern in

T = i fu [ a co s ( n x )+ ß co s ( n y) + r co s (n z )] do,

wo bei p d en Werth der Magn e tis ir u n gsko n stan t e an de rje n igen Ste lle
.

d e r Flä c he 6 bede utet an w elc he r ihr Ele me n t d a liegt


,
.

D e r S a t z d a s s d i e m a g n e ti s c h e E n e r g i e e i n e s li n e a r e n
,

S t r o m e s g l e i c h d e m P r o d u k t s e i n e r S t r o m s t ä r k e i n di e
A n z a h l d e r v o m S t r o m u m s c h l u n g e n e n K r a f tl i n i e n i s t ,

bl e i b t a l s o a u c h f ü r i n h o m o g e n e M e d i e n g ü l t i g .
1 26 Exp e rim en t v on d e la Rive .

Da 5 die s e
n achs K a p1itel s ein e s t abil e Gle ic h ge w ic h ß l age

d es Stro me s d ad ur c h c harakter isir t ist d ass die p o te n tielle E n e rgie ,

d es Sy steme s ein Mi n i mu m ist u n d d a die m agn eti sche E n e rgie ,

gleich d er n egativen p o te n tiellen E n e rgie ist so m u ss n ach o bigem ,

S atze ein li n earer Stro m sich d an n im stabile n Glei chge wi cht be


fin den fall s die An zah l d er in sein e n egative Seite ein tr eten den
,

Kraftlin ien ein Maxi mu m ist .

Dies e Folgeru n g kan n man du rch ei n e Versu chsan o rdn u n g ,

w elc he d e l a R i v e an gegeben h at v erific ir e n : A u f ei n e m B as sin


,

( vgl .Fig wel ch e s an ge sä u e rte s W ass e r en th ält sc h wi mmt d u rc h


.
, ,

ein K o rk st üc k geh alte n ein e K upfer u n d ein e Zin kplatte (K u n d Z )


, ,

der en o be re En den durch m ehr ere Wi n d u n gen e in es solen oidartig


au fge w u n d en e n Ku p fe rd rahte s D m etalli sch ve r b u n de n sin d I n d em .

D r ahte D fliesst d aher ein elektris cher Stro m d er Stärk e i In geeig .

n ete r Höhe übe r d e m Fl üs sigkeits n ive au d e s B as si n s ist ein k r äftige r

Magn etstab N S befestigt so d ass d as So len o id sic h über den selben


,

fr ei schiebe n k an n Welc h e L age m an n u n au ch dems elbe n u rspr ün g


,

lic h geb en mag ste ts s chi ebt sich d asselbe vo n s elbst bis au f die
,

Mitte über d en Magn ets tab N S derar tig d ass die po siti ve Seite ,

d er d u rch i u mgr en zte n S t ro mfläc h e n ac h d em No rd po l N d es


Magn e tstabes w eist Ste ckt m an also z B d as So len o id u rsp run g
. . .

lich über den Magn etstab so d as s die po sitive Seite der Strom ,

fläch e n ach d em Südp o l S w ei st s o schiebt sich d as Solen oid vo n ,

s elb s t ab v o m M ag m tst ab e d re ht s ich so dan n u m 1 80 u n d sc h iebt


°
,

s i c h d an n w iede r über d en Mag n ets tab bis in die Mitte .

I n d er Th at ist bei d em bek an n ten K raft lin ien v erlaufe d e s


dur c h d en Mag n ets tab hervorgeb rachten Felde s die ses die ein zige
L age in welc her die in die n egative Seite d er S tro mfläche i ein
,

trete n de K raftlin ien zahl ein M aximu m ist D ah er k an n sich au ch .

n u r in dies e r L age i i m s tabile n Glei c hge wi c h t be fin de n .

4 . Wi r k u n gen d es Magn et feld es auf ei n begr en zt es S t ro m


st ück . v origen Paragraphen an gegebe n en Satze übe r
A u s d e m im
die magn etische E n ergie ein e s li n e are n Stro m e s k an n man leic ht
die Wirkun g ableite n welche ein beliebig begre n zte s S tro mstück
, ,

z. B ein S tro melemen t der Län ge d s im Magn et feld e erfährt


.
, .

Exp erime n tell kan n man dies e Wir kun g d adu rc h erhalten d ass d s ,

au f z w ei Met alls c h ie n en gleite t w elch e i hm i mm er d en metalli sc he n


,

K o n takt mit d e m üb rige n Stro ml auf siche rn .

The or etisch ergiebt si ch n ac h de m Satz e d es vorigen Para


1 28 D ie m agn et isch e E n e rgie beli ebig v i e erl S t ö me
r .

w elche Fo rmel au c h für in ho mogen e Medie n gilt d h für d e n , . .

F all das s 9 mit d em O rt v ariirt Man k an n dies e F o rmel u mge


,
. .

s t alt e n. Die I n tegrale in (6) k ön n en n ämlich au fge fasst w er den


als O berfläc h en i n t egrale übe r die Obe rfl ä ch e k lei n er ges c hlo ss en e r

Fläc h en S„ ausserhalb w elch er die m agn etisc he K raft ein ein


d eu t ige s steti ges Po ten tial besitzt Die s e Fl ächen S„ sin d in u n s er em
, .

F alle die Oberfl äch e n u n en dlich n iedriger Cylin der w elch e die
Flächen d o ein sc hliess en A usserh alb derselben h at in d e r T hat
.

die magn eti sche Kraft ein ein deu tige s ste tiges Po ten tial da falls , , ,

man die Oberfl äch e dies er Cyli n de r n i ch t dur ch b ri ch t d er D u rc h ,

gan g du rch die S t ro mflächen d o verw e hr t ist (vgl o ben p ag . .

D as I n tegr al (6 ) ist n u r übe r die E n dflä c h e n die s e r Cylin der z u


n ehm e n d a ihr e Hö he u n en dli c h k lein s ein so ll gegen i hre E n d
,

fläc h en d h die p o sitive u n d n egative Seite v o n d a


, . . .

Nu n i st 4 rt i gleich d er Arbeit w elche die Kräfte d es Syste ms ,

leisten w e n n ein P o l d er Stärk e 1 v on ein e m Pu n k te P d er po s i


,

tiven Seite v o n d c zu ein e m gegen überliegen den P au f d er n ega '

ti ven Seite geführt w ir d d h gleich d er Ab n ahm e , . . V d es


Poten tials .

Setzt man d ah er d en Werth


1
4 75
( +
V —
V “
)

in die F o rmel ( 6) e in , so en tsteh t

Nu n hat au f beiden Seiten vo n dc den s elben We rth .

8 11
Fern er geht die po siti ve R i ch tu n g n vo n d er n egative n z u r po sitiven
Seite von d o Ne n n t m an n u n n die ausser e Norm ale d er k lein en
.

gesc hlo sse n en Fläch e S „ au sserhal b w elch er die magn etische K raft
,

e in e in de u tige s s te tige s P o t e n ti al be sitz t so ist zu s c hr eibe n ,

in d e r F orm
Magn eti s ch e E n e gie li n eare
r r ö
S t r me .
1 29

Hi er bei ist also die In te gration über beide S e ite n d er Flache n c


zu erstr e c ken Dies e s I n te gral kön n en w ir n u n ähn lich umgestalte n
.
,

wie es pag 2 7 in d er Form el ( 18 ) d es I K apitels gesch eh en ist


. .
,

w el ch e p n i ch t un te r d e m In tegral z ei ch en e n thält
. D a n ämlich die .

Iden tität besteht

dr V

so erh alte n wir falls p ste tig v arn rt un d damit auch V so w ie s ei n e


,
.
,

ers ten D ifl eren tialqu o tien t en so wi e un ter d er An n ahme d ass a u c h p


, ,
.

e i n e e i n d e u t ig e F u n k t i o n d e s O r t e s i s t n ach d e m in K ap I , .
,

5 1 5 p g
a 26
, F o rm el . abgeleit e t e n H ülfss at z :
,

OV 2
BV SV 9

)
"

i
wo bei n in derselben R ich tu n g ge wählt i st , w ie i n d e r F o rmel (6
BV
Da n un a ber a e tc . ist , so verschwi n det d as R au mi n te gral
8x
d er r e chten Se ite biger Gleich u n g
o ge m ass d er R el atio n in
K ap . I g 3 3 p ag
, , . 65 Die F ormel
. geht also über in

l( il
'
T = + r
l )]
( )
7

D as I n tan ( )
7 ist übe
gan ze n R au m zu erstr ec ke n da
r d e n ,

di e beid e n Se ite n vo n d a ü be r welche d as In te gral zu e r str eck en


,

ist u n e n dli ch n ahe o de r eigen tlich gan z zu s amm e n fall en solle n


, , .

W ir kön n e n s tets an n ehm en das s die Magn etisirun gsk o n stan t e p , .

e in e s t e t ige F u n k ti o n d es O rte s ist s elb st w en n z wei Medie n mit ,

versc h ieden en p an ein an der gren zen da in ihrer Uebergan gsschicht


.
,

e in s teti g e r Ue be rgan g von p e rfo lgt Aber au c h wen n man dies e . .

An n ah me n i c ht machen w ollte son dern ein e Dis kon tin u ität von p .

an ei n er s o l c h e n Gren zfläch e F zu las s en w il l so e rgie bt die A n

w en d u n g o b ige r Umformun g der F o rm el au f d ieje n ige n R äu me ,


D ru de , P hy si k d A th es e ers .
9
130 Mag n et i sch e E n e gie lin earer St öme
r r .

in n erhalb w elch er p
. s tetig (o der kon stan t) ist dass (G ) gleich ”
is t
d e m Au s dru c k

1 1
2 e V
8 , 8 ,

wo bei d as Fläc hen in tegral über die Gren zflä ch en F zu n ehm en is t .

D a nun jedes Ele men t d F mit d en zwei Su mm an den mu ltiplicirt is t

1 BV BV
8 71: [ v
Pl l
( ön

wo bei sic h di e In dic e s 1 2 au f die beiden Seiten vo n d F bezieh en


, ,

u n d da V ste tig du rc h F hi n d u rc hgeht d h V, V i st d a , . .


, ,

fern e r n , en tgege n ge setzt gerich tet wie n , ist also n ach p ga 3 7 , .

9Y 8Y
1

- —
0 ist , so ver schw in det d er F aktor v on d F,
On 1
8 n 2

d h all e über die Fläche n F zu erstr ec ke n d en In tegrale E s bleibt


. . .

dah e r au ch in die sem F alle die F o rmel ( 7) für die magn etis c he
E n ergie d es Fel de s be stehen .

N ach d er F o rm el (6) schreibt sich


1
2

wo N die vo m Stro m i umsc hlun ge n en K raftlin ien sin d Po n dero .

mo to ri sch e Wi rku n gen t rete n dah er bei k o n stan te m i n u r au f wen n ,

s ic h N än d e rt Dies mag zu n achst als e in Widersp ru ch mit fr üher en


.

Aus ein an dersetzu n gen über d as Ve rhalten p erman en ter M agn ete
ers ch ein en w elche n ach p ag 1 1 5 als st r0 mdu rchflo ss en e So len o ide
,
.

k on stan te r Stro mstärke au fzu fas s e n si n d d h au c h als e in Sy ste m , . .

lin earer Strö me Den n w ir sahen o ben au f p ag 6 9 d ass die


. .
,

Magn ete n ur so gen an n te p erman e n te sin d w en n de r Kraftlin ie n ,

verlau f in ihr em In n er en sic h bei K on figurat io n san derun gen n icht


än de rt .

N u n ist aber zu berüc ks ichtige n d ass di e ein fachen Ges etze


p er m a n e n ter M agn e t e n ur gelte n falls ih re Q ue rdime n sio n en s e h r
,

kl ein gegen ihr e L änge sin d I n die sem Fall e m uss aber w ie die .
,

F o rmel (6 6 ) au f p ag 1 1 2 lehrt die S tärke i d es in d er M agn et


.
,

wan du n g fliess en de n Stro m e s s ehr g ro ss s ein fall s d er Magn et e in e ,

e n dli c he P ols tä rk e m be sitz en s oll Ein e e n dlich e Ar beitsle istu n g .

erfordert d ah er n ach (8 ) n u r ein e un en dl ich k lein e bei d er K o n ,

figuration sän d er u n g ei n tr et en de Ab o der Z un ah m e d er Kr aftli n ien


132 Magn etisch e E n ergi e k ö rp erlich er S t röm e .

Mo men t Deshal b gilt au c h hier w ie es in d er Form el ( 7 ) für ein


.
,

System lin e arer Ströme abgeleitet w u rde für die magn etis che E n ergie
,

d es Sy ste ms die F orm el

wo bei In tegral über d en gan zen R aum zu ers tr eck en ist u n d


d as ,

w o ri n V die n ach d en F or meln ( 9 ) d efin irte Bedeu tu n g des P o


te n tials desje n ige n An theil s de r m agn etis che n K raft h at w elche ,

überh aup t ein P o te n ti al be sitzt .

Man k an n n u n die F o r m el ( 1 0) für die magn etische E n ergie


d e s Sys te ms wiederum w ie früh er p ag 1 2 9 F ormel
, , in d er .
,

Gestalt schreiben

f .e a. ‚ an

vorau sge s etzt d ass die in irgen d ein e m Pun kte P ein es Körp ers
,

s tatt fin den de ele ktr is che S tr ö m u n g bei Ve rs chi eb u n g de ss elbe n gegen

an de re Kö rp e r o der bei K o n figur ati o n s än derun gen d es Körp er s s elb s t

s i c h n ic ht än de rn .

I n d er That sin d die Ele men te d e s In tegrals ( I I ) mit d en


Ele men ten d es In tegrals ( 1 0) an d e n str omlo sen G ebiete n d t ide n tisch ,

BV
da d o rt an ß 7 ist . W ir haben l
a so
02
n ur h d en Werth d es In tegrals
n oc w elc he s über die s tr o m
führ en den Gebiete d t zu ers tr e c ken ist m it d em ü ber die selbe n ,

Gebiete zu e rstrecke n den In tegral ( 1 0) zu verglei chen .

I n die s e n Stro m d h W irbelr äumen ist n u n n ac h ( 9) de r


. .
,

d er We rth d es In tegral s ( 1 1 )

1 GV GV GV 2

8 ” [(W )
8x 82 Gz 01 Gy 3 x 6 x Gy 8 2 Gy fly 8 2

8H

6G" 8F 8G

6F
’ ’

Werth d es letzte n dieser drei In tegrale bleibt n un bei


D er
irgen d w elchen K on figu ratio n sän derun gen des Sys te ms un ge än dert ,
Mag n eti sch e E n ergie k ö rp e r l i c h e S t ö me
r r .
133

da er n ur v on F ’
G ’
, H die s e w egen d er vorau s

abh an gt un d ,

ges etz te n Un v erän derlic hk sit der elekt risch en S tro mu n g u n ge än dert ,

bleibe n E s is t d aher gan z gleic hgültig ob w ir d ie s In tegral in


.
,

d er F o r mel für die m ag n etis c he E n e rgie h in s ch r eiben o der n ich t ,

d a die magn eti sc he E n e rgi e d ad ur ch d efin irt ist d ass ihre Z u ,

n a h m e bei K o n fig m ati o n sän d eru n ge n d e s System s die d abei v o n

d en po n d ero mo to ris c h e n Kr äften gelei s tete A r b e it an gie bt Ein e ,

A e n d erun g v o n T kan n aber n ur d u rc h A en d eru n g der beiden


e rste n d er o bige n d rei In tegrale veran l as st w erden dah er kön n en ,

w i r s ie allein zu r Be r echn u n g v o n T he r an z iehen I n T bleibt ,

e ben ei n e additi ve K o n s tan te w ill k ürli c h u n d in die se kön n en w ir


d as dritt e d e r In tegrale ( 1 2 ) m it ein begrifien den ken

D as z w e ite d er o bigen d r ei In te grale k an n m an n u n w egen


d er d r ei Ide n tit äte n

in d er F o rm sc hreiben
'

l) Ü)

i — - -

p. kan n im t h e
s ro mfü r n de n Kö rp e r v a r nr e n W ir w o lle n de n s elbe n .

ab e r i n s ehr klein e R au mth eil e R zerlegt den k en so dass i n n e r ,

halb d ers elbe n als k o n s tan t an zu s e h e n ist In n erh alb ein e s so lc hen .

Ra u m t h eiles R ist V ein e ei n deu tige u n d stetige Fu n kt i o n da es


d as P o te n ti al d er magn etisc he n Kr aft bedeu tet wel c he s die au ss e r ,

halb R liegen den Stro mgebiet e in R h erv orru fen Ebe n so sin d die .

D ifler en tialqu ot ien ten v o n F G H n ach de n K oordin aten in R


’ ’ ’
, ,

e in de u ti ge s te tige Fu n k ti o n en da F G H darstellb ar sin d als ’ ’ ’


, ,

Po ten tiale ein er in R liegen den R au mbelegun g ( vgl o ben p ag . .

W ir k ön n e n d ah e r au f d as In tegral ( 1 3 ) d en H ülfssatz an w en den ,

d er in 1 5 d es I K ap itels au f p ag 2 4 e rö rt ert i s t
. u n d e rh alte n
.
,

au f dies e Wei s e au s
( )
1 3

1
( )4
1 34 M ag n etis ch e E n er g e i k ö rp er l iche St öme
r r .

in
w or (1 8 Ele me n t der O berflache S ein e s R au me s R be d eu tet
ein ,

n die äu ss e re n Elem en te au f S u n d die 2 übe r alle Obe rfläche n S


,

d e r R äu m e R zu e rstr ecken ist .

N un habe n w ir o ben p ag 1 05 ge z eigt d ass d er p ot en tiallo s e


.
,

A n th eil d er m agn etis chen Kraft d h de rjen ige de ss en K o mp o , . .


,

8G

8H

n en t e n n ac h (9 ) d u r ch etc ausged rüc k t w erden auf


8y
.
,
8z
d er Oberfl äche ein e s W ir belgebiet e s ders elbe n p arallel liegt (1 h , . .

d as s au f den Flächen S s ein m uss :

i
’ ’
6G 8F
’ ’
GH 3H
_ — _ _
cos n ( y)+
— _

(
co s n z )= 0 .

8x 0y

Wege n die se r R elati on vers chwin det di e Su mme ( 1 4) u n d d aher auch


d as zw eite d er In tegrale in
F olgli c h ist th atsäc hlich die magn etisc he En ergie T d ur c h ( 1
au s dr üc kb ar so l an ge die Str o mk o mp o n e n te n in jedem Theile ein e s
,

Körp ers bei Lagen än d eru n g dess elben u n geän dert bleibe n D ie .

Bedeu tu n g v on T is t d abei n ur die d ass s ein Z u wachs di e bei ,

ir gen d ein er K o n figuratio n s än deru n g d es System es v on den p o n dero


mo to r i sc hen Kräften geleis tete A rbeit an gie bt .

Man k an n die F o rm el ( 1 1 ) n o ch u mges talt en in

f Bbdt ,

wo bei
B ab . ( )
1 6

die p ro Fl ächen ein heit im Volu men ele men t d r vorh an den e An zahl
m agn etisc he r K raftlin ien o der die so ge n an n te m a g n e t i s c h e I n
d u k t i o n bedeu te t .

Die F o rmel ( 1 5) ist desh al b be son ders bequ em w e il die ,

Magn et isiru n gsk o n st an t e d es R au mes gar n i cht au ftritt D ass sich .

i n d er Th at für T ei n e derar tige F o rm an geben las s en m u ss k an n ,

m an sc h on au s d er F o rm el ( 8) p ag 1 3 0 s chliessen w elc h e all e r .


,

din gs n u r für lin eare Str ö m e gilt E s so ll im n äc hste n Paragrap he n


.

ge zeigt w erden d ass man v o n d er Fo rm el ( 1 5) aus leic ht zur


,

F ormel (8) zurüc kgelan gt .

E s ist hie r die F r age n o c h gar n i cht berühr t ob es ein en ,

ge wi ss en äu ss er en Z w an g erfordert u m die Stro mstärk en bei irgen d ,

welc hen K o n figuration sän de run gen ko n s tan t zu erhalten o der o b sie ,

diese s v on s el bst thu n Die Bean tw ort un g die s er Frage soll erst
.
1 36 Magn etische E n e rgie ein e s System s von K raftrö hr en .

a
p g . gleich 4 sei ist falls i die im W irbelraum fliessen d e Stro m
77 ,

stärk e bedeu tet so ist die m agn eti s che E n er gie d er K r aftr öh r e
,

AN 1

8 7: 2 ( )
1 7

D ie Su m me d er E n ergiee n a ll e r K raftr o hr en , welch e den s elben


S t r o m au m i u ms c hlin gen ,
ist als o

1
2

wo bei N die Gesammt zahl d er d en S tr omrau m i u msch lin gen den


Kraft lini en bedeu tet .

Sin d n ur lin e ar e Ströme vorh an den so ist d ah er die m agn e ,

ti sch e En e rgie d es gan zen Feldes


l
2

un d d as ist di e ben p ag 1 3 0 abgeleitete F o rmel


o .

Un sere jetzigen Betrachtun gen s etzen u n s aber in d en Stan d ,

die m agn etisch e E n ergi e ein e s Felde s in an sc haulic her Fo rm au ch


dan n darstellen zu ko n n en w en n körp erliche Strö me im Felde v o r
,

h an den sin d Den n au ch d an n gilt die F o rm el ( 1 7 ) für die En er gi e


.

ein er K raftröhre E s ist bei ihr zu berück si chtigen dass für ein e
.
,

K raft röhr e w el ch e ein en W ir belr au m sc hn eidet o der gan z in ih m


,

verläuft i klein er ist als für ei n e K raftr ö hre w elche jen en Wir bel
, , ,

rau m u m sc hlin gt i n dem sie gan z au s se rh alb dess elben ver bleibt
,
.

F assen w ir n un zu n äch st d en F all in s A u ge d as s n ur ein ,

ein ziger zusam men h än gen der W irbelrau m d h n u r e i n Strom v on , . .

k ö rp erli ch e r A u s dehn un g existirt w ie ihn z B die Fig 2 4 auf ,


. . .

a
p g .1 05 d ar s te ll t Ei n e
. ge w i s s e An z ahl N v o n K r aft lin ie n u m

sc hlin gt d en g an z en W ir belrau m E s si n d diejen igen K raftlin i en


. ,

w elc he ein e Fl ä che 6 d ur c hs etz en die man durch die en gs te E in


schn üru n g d e s W ir belr au ms hi n d u r c hl e gen k an n Besser n o ch ist N .

d ad ur ch charakterisirt dass es die Gesam mtzahl derjen ige n K raft


,

lin ien ist v o n den en k ei n e d e n W irb elr au m d urc hschn eidet Die .

m agn etisc h e En er gie d es Th eiles d es magn et isch en Feldes w elc her ,

vo n die sen K raftli n ien be s etzt ist wi r d gegebe n d ur ch ,

1
2

wo i die Ge sammt strom stürk e d es W ir belrau me s bedeu tet .


Magn eti sch e En ergie e in es Sy t emss v on K raftrö h re n .
13 7

D i e übrige n
Kraftlin ien d es Feldes d urch schn eiden den Wi rbel
rau m D ie v on ih n en u msc hlu n gen e Strom stärke ist also klei n er als i
. .

I st i„ di e Str om st ä rke welche N„ dies e r letzter en Kr aftlin ien u mschlin


,

s o ist die E n er ie d es R au m es i w elche m di e N K ftl i ie


g e n, g n e s „ r a n n ,

verlau fe n gegeben dur ch


, i„ N„ . E s ist dah er die g e s ammt e m ag

n et is c h e En ergie des Feldes

1N +
L
'
Z i„ N„ _
.

I n d ie s e r Form el v arn rtNu ll Man kan n daher leicht


i„ vo n i bis .

zwei Gr e n zw e rt h e an gebe n z wi sc h e n de n e n T en th alten s ei n mus s


, .

Setz t m an i„ i so w ird de r Werth vo n T zu gro ss I n


, .

d ie s e m F alle w ür de die re ch te Seite v o n ( 1 9) sich ver ein fac hen zu

3 N 2 N„)
3 N N die Gesammtzahl de r ü berh au p t

7 i ( 7 i ,
wo

vorhan d e n en Kraftli n ien des Feldes bede utet An derers eits w ür de .

der W e r th v o n T zu klein au sfallen wo llte m an alle i„ 0 setz e n , ,

E s is t d ahe r
1
I E T — "

IN

Nach di e ser Un gleichu n g kan n man leic ht die Fehle r s chätz en ,

w elche m an mac ht wen n man ein kö rp e rli c hes W irbe lge biet du rc h
,

ein en l in eare n Stro m ers etzt den kt d er en tw eder in d en Wirbel ,

st ell e n d e r Kraftli n ien liegt die s ie alle u mkr ei sen o der in d er


, ,

e n gst en E i n schn üru n g d es W irb elrau ms S o ist z B für d en in . . .

Fig 2 4 auf p ag 1 05 dargestellte n F all N 15 N 2 8 jen e



. .
, ,

be iden ex tr e men F älle w ürden also E n e rgiewerth e ergeben die sich ,

wie 2 3 zu 1 5 verhal te n E s ist d ah er kein er der beiden extre men


.

Fäll e e i n e ge n ügen de An n äheru n g an die Wah rheit Nach d e r .

Form el ( 1 9 ) lässt sich aber leicht die str en ge Formel für T fin den ,

wen n m an au s de r Fi gur d ieje n igen Flächen in h alt e d er str o mfüh re n


den G e b i ete en t n immt w elch e jede der K raftlin ien N„ ein sc hli ess t
,
.

S in d m ehr e re zu sammen hän gen de W irbelgebiete im Magn et


fel de vo rh an d en s o l ass en si c h g an z äh n lic he Betracht un ge n an

stell e n Man mu ss d abei n u r berüc k sichtigen d as s ei n ige Kraft


.
,

lin ien e v en tu ell meh rere die s er W irbelge biet e gleic hz ei tig um
schlin ge n k ö n n en Die darau s fliess en d en Folgerun gen soll en im
.

K apite l E l e ktro d yn amik betrac htet wer den '


.
1 38 Abhä n gi gk e it d er E i
n erg e v o m magn et is ch en Wid e rst an d .

8 . D ie Abh än gi gk eit d er m agn eti s c h en E n er gi e d es F el d es


v on sei n em magn eti sch en Wi d er st an d e Nach d er F o rm el ( 1 7 )
.

is t die magn eti sche E n e rgie T ein er ’


K raft röhre

wo bei A 4 1r i die m agn eto m otorisch e Kraft d es v o n de r Kraft


r öhr e u ms c hlun ge n en W ir belr au mes N die in d er Rö hr e en th al ten e
,

K raftlin ien zahl bedeu tet Die magn etische En ergie d es g an z e n


.

Feld es ist d ahe r


1
XT EAN
'
T
8 1:

Die Formel ( 17 ) hat ein e be merken sw ert h e A ehn lichkeit mit d er


j g
e n i en E n e r
gie w el c
, h e in ei n e m elektr i s c he n Kr ei s l au f d h ge , . .

sc hl o sse n en Str o m e in d er Se ku n de gelie fe r t w ir d in w el ch e m die


, ,

ele ktro mo to rische K raft E u n d die S tro ms tärke i ist Dies er .

elek trisch e Effekt ist n ämlich E i wie sp ate r n äh er erklart w erde n soll
, .

N un k an n m an auf jede K r aftrö hr e d as Ges etz d es magn eti


s c he n K r ei sl au fs w elches im 5 3 7 d es I Kap itels au f p ag 7 1
, . .

e rörtert ist in An w en dun g b rin gen Nac h d er do rtigen For .

mel ( )
3 4 is t
A N W 4 a
t i,

wo W d er magn etis che Widerstan d d er betre flen den K r aftröhr e '

bedeu te t W ist n ach der For m el (3 3) d es c itirt en Paragraph en


.

z u ber ec hn en E s is t d ahe r n ac h
.

T = 2T
'

o der auc h

T = ET ’
2N ”
W .

Die beiden letz ten F orm eln haben wiederu m A eh n lichk eit mit
d er Wärmeme n ge (J o u l e sch e Wärm e) w elche vo n d em Stro me i

in ei n e m Leiter de sse n galv an is cher Widerstan d W ist


,
in der
1 40 E l e kt ro dyn amomete r v on B ellat i Gilt ay -
.

Bew egun gsten den ze n be sitze n d a d er magn etis che Wide rstan d d e s,

Felde s u n abhän gig vo n der L age d er K örp er ist E s ist bei dies e m .

Satze aber zu berüc k sich tigen dass er n ur für Kö rp e r gilt w el c h e , ,

s o s c h w ach a a o de di a m a g eti sc h si n d d as s m an an n e hm e n k an n
p r r n , ,

d e r K r aftl in ien verlau f d e s Felde s w e rde n i c ht merkli ch d u rch ih re


An w es e n heit geän dert .

Für Kö rp e r deren Magn e t isiru n gsko n s t an t e p s tärker v o n d e r


,
.

i hr er Umgeb un g ab w eicht gilt er n ic ht m ehr S o s te llt si ch z B


,
. . .

ei n e Eisen sc heibe w elc he dr ehbar zw i sc hen die Po le ein es Elek tro


,

m agn ete n au fgeh än gt ist p ar allel zu d e r Ve rbin d un gslin ie ders elben


,

e in w eil in die s e r L age d as u rspr ün gli c h glei c h fö r mige Magn etfeld


,

merklic h u n glei ch fö rmig w ir d in dem die K raft li n ie n v o n d en P o len


,

in die Ei s en sc heibe h in ein ge zo gen w er de n D agege n w e n n dies elb e .

s e n k re c ht zur Ve rbi n d u n gs lin ie d e r Po le s teht so fin det w ege n d e r , ,

e n t magn et is iren d en W i rk u n g d er O berflac h e n d er S c heibe w elc he ,

in dies e r L age ein Maxi mum e rr eic h t (vgl o be n p ag ein e m e rk . .

lich e Störu n g der Glei chfö rmigkeit d es Magn etfelde s d h e in e ,


. .

K o n c en t rat ion d er Kraftlin ien in Ei sen n ic h t statt D aher ist in , .

dies er L age d er Eis en scheibe d er magn etisc he Wid erstan d d es Feldes


bed e ute n d grös se r als in d er erste n L age u n d dah er erfährt die
, ,

S cheibe D rehu n gsmomen t e n ac h dieser ersten Lage hin ein erlei ,

in w el ch er R i chtu n g die K raftlin ien d es Fel d e s verl au fen E in .

so l c he r Ei sen k ö rp er w elc he r n ac h ein er o de r z w ei s ein er D im en


,

sio n en län ge r au sgedeh n t i st al s n ac h d e r d r itt e n,


eign et sich d aher ,

ut z u r Me ssu n g d er Fel d st ärke in ei n e m M agn etfeld s i n w el ch em


g ,

die R ic htu n g d er K raftli n ien schn ell si c h u mkeh rt d h au c h zur , . .

Messu n g d er Stärke ein es Wechs elstroms u n d e r ist t hatsäc hlic h bei ,

d er K o n stru k ti on d es B e l l a t i G i l t a y s ch en E lek t ro dyn amo met ers ) ‘



-

ben u tzt . E s ist selbsh ers tä n dlic h d ass ei n e W ismu ths c h eibe ,

d as en tgegen ges e tzte Verh alten z eigen mu ss w ie ein e Ei s en sc h ei be , ,

d h sie muss sich s en krech t gegen die Kraftl in ien d es Feldes


. .
,

d h gegen die Verbin dun gsli n ie d er Po le ein stell e n Nur si n d die


. .
, .

h ier au ftr ete n den D re hu n gs mo men t e auss e ro rde n tlic h viel sch w äch er ,

als bei m Eisen w e il p für Wismu th w eit w en iger vo n 1 v er


,
.

s c h iede n ist als für Ei s e n


, Tran slato risch e Wir ku n ge n w erden
.

d agegen in d em an geführt e n Falle n icht o de r n ur s ehr sc h w ach ,

au sge ü bt d a d er K r aftlin ien v erlau f bei P ar allelversc hiebu n g d e s


,

Für di e n äh e r e Be sc h rei bu n g die es I


s n st 1 um 0n te s vgl
*
. B e l l at i , A t ti
R . I st V en
. .
( 6 ) 1 , a
p g 5 6 8 ,.1 88 8 . G i l t ay, W ie d . Ann . 2 5, p ag 8 25 , 1 88 5. .
D ruck un d Zu g i m Mag n et fe ld .
14 1

Körp ers s ich u n m e rklich än dert E s folgt au ch scho n au s Symm etrie


.

r ück sic hte n d as s ein e tran slato rische K raft n icht vorhan den sein
kan n an ei n em Ei s en k örp er d er in ein e m sy mm etrisch ge stalteten
,

Felde lage rt .

9 . S ch ei n bar er D ruck u n d Z ug i m magn eti sch en F eld e .

D a d ie d m t i h n Wi rk u n ge n im Ma n e t feld e i mm e r so
p o n ero o o r s c e g
von s at tt e n geh en d as s d er m agn etische Wide rstan d d er K raft
,

r öhr en m ö gli ch s t klei n w ir d so erw e c ke n die p o n d e ro mo t o ri sc he n


,

Wirku n ge n die Vo rstell u n g als o b die K r aftrö hr en sic h zu v er


,

k ürzen u n d zu erw eitern s tr ebten d h als o b im Aethe r e in Zu g . .

p a r allel d e n K r af tli n ie n u n d e i n D ruc k s e n kr e c h t zu ih n e n v o r

han den s e i A u s den Be w egun gsten d en zen glei ch n amige r o der u n


.

gleic h n am ige r Magn etpo le erken n t m an die s beson ders an schau lic h ,

w en n man d e n K r aftl in i e n v erlau f d e r von d e n Po len h e rv orgeru fe n e n


Magn e tfe lde r zeic hn et .

Man k an n n u n t hats äc hlic h d u rc h ein e de rar tige An n ah me


auch qu an ti tativ ge n au alle p o n d ero mo torische n Wirku n ge n im
Magn et fe ld ber e c hn en w ie M ax w e l l au sge führt h at Die Sp an .

n u n gen w er de n in ein e m Mediu m d er Magn e t is ir u n gsk o n st an t en p .

im V erh ält n iss 1 zu k le i n er als im fr eien Aether p sp ielt d ahe r in


, . .

ge wi ss er Weis e die R olle d es E lastic it ätsk o effic ie n te n d e s Mediums .

D urch ein e solc h e D ar stellu n g w ir d aber m e hr d as sp eku


lative B e d ürfn iss befriedigt da die se D arstell un g d er po n dero
,

mo to r is c h en Wirku n gen bei A n n ahm e v o n Nah ek räft en im Pri n cip


möglic h s ein muss als d as s si e ein e n F o rtsc hr itt o der ein e Ver ei n
,

fachu n g in d er w irkli che n Ber e chn u n g d e r p on d e ro mo to risc h e n W ir


k un ge n böte Die se gestaltet sic h alle mal am ein fachsten we n n
.

man e n tw eder dir e kt vo n d e n Fern k raftge set zen o de r v o n ein er au s ,

letzt er en abgeleitet en pass en den Form der p o te n tiellen En ergie au s


geht Z u irgen d w elchen an dere n R esu ltaten k an n n atürlic h die
.

Druc k u n d Zu gtheorie n i c ht führ en de n n sie beru ht au f den selben,

E rfahru n gst h atsach e n w ie d as Fer n kraft ge setz o der die F o rm d er


p o te n tiell e n E n e r gie .E s is t ü b r ige n s die m a the ma ti s c he Be
st i mmu n g d e s D ruc k e s r e sp Zu ges au s d en E rfahrun gst hats ac hen
.

kein e e in deu tig be sti mmte Au fgabe so n dern man k an n u n en dlich


viel vers chie den e Lösun ge n an geben E s liegt die s daran dass man .
,

den au f ein e Flä ch e d o w irk en de n D ru c k n u r an gebe n k an n wen n ,

man diejen i ge A e n d erun g d e r po ten tiell en E n ergie ken n t welc he ,

durch ge wisse Verschi eb un g jen e r Fläche d c allein ein tritt Dies e .


1 42 I n t e gra l un d D i fle r en t ialw ert h
'

vo n p
..

ke n n t man n un aber hier n icht Den n w en n sich ein e Fläch e d a .

im Aeth er vers c hiebt so ist damit ei n e be s tim mte A e n d er un g d es


,

K raftlin ien v erl au fes d h au c h ein e bere c hen b ar e A e n d e ru n g d er


, . .

p o te n ti e lle n E n e r gie n ur d an n gegebe n falls d a w ah r e o der sc h e in ,

b ar e L ad un gen en thält Die s ist abe r n icht d er F all w e n n d a n ic h t


.
,

et w a an der Gren zfläche zw eie r ve rs chieden artiger Medien liegt .

Die Be stimmu n g des D ruc kes o de r Z uge s au f ein e im In n e ren ein es


h o moge n e n Mediu ms z B d es fr eie n Aeth e rs liege n de Fl äche d c
, . .
,

ist d ahe r ei n e u n bes tim mte Au fgabe .

10 . D ie I n t egr al un d die D i ffer en ti ald efin i ti on d er


Magn et i si r un gsk on st an t e Die vo ran gegan gen en En twi ck elun gen .

se t z en kein eswegs vo rau s d ass die Magn etisiru n gs zahl p überall d e n


, .

s e lben We rth be s itz e ; au ch k an n ihr We rth an der s el be n Stelle vo n

d e r Feld stä rk e 5 ab h än gen wie dies z B bei m Eis en w irkli c h e in


. , . .

tritt Nu r ist ein e gen au e re Bere chn u n g d es magn etisc hen Wide r
.

s tan d e s in die s em Falle r e c ht ko mp lic irt .

I n diesen F äll en w o p vo n ab hän gt , kn üp ft die Be r e c h n u n g .


,

d er bei ir gen d w el che n K on figur at io n sän d erun gen gelei steten Ar beit d T
am bes te n an die Fo r m el ( 1 5 ) d e r p ag 1 3 4 für T an da i n ih r di e .
,

Magn et isiru n gsk on stan te gar n i c ht au ftritt A u f die se m Wege er .

h ält man au ch am be ste n R ec hen sc haft d arüber w as man u n ter d er ,

Magn etisirun gsk o n s tan te verst e h t w e n n man sie n ac htr ägli c h in die ,

E n dfo rmel w ieder ein führt D efin irt man y n ach d er Fo rmel ( 1 6) . .

V h l n iss d e r m agn eti s c he n In du kti o n zu r vo rh an de n en


(p ga 1 3
. 4 ) al s er ä t
Feld stärk e s o wo llen wir dies die I n t e gr al d e fi n i t i o n v o n p n e n n en
,
. .

Die in K ap I I pag 1 14 be schriebe n e magn e to met risch e Methode


.
, .

bes timmt z B diese n I n tegralw ert h von p


. . ..

O ft aber w i rd das V erhältn iss d B d er Z u n ah m e d er magn e


tisch e n In du ktion zu d er Z un ahme d der Feld stärke als Magn e
t isiru n gszahl p be z ei chn et d h p wi rd d urc h die Gleichu n g d efin ir t
.
, . . .

dB d
p f) .
( )
2 2

Dieses soll die D i f f e r e n t i a l d e f i n i t i o n v o n p gen an n t wer .

d en p s elb st d e r D ifle ren t ialw e rt h Wen n es n öth ig ist ( wie


'

. .
,

z. B bei Eisen ) den D ifleren tialwerth vo n d em I n t egralw ert h zu


. ,
'

u n te rs c heid en so so ll e rste r er d ur ch
, a letztere r du rch p be ,
.

zeic h n et we r de n .

Sc hliesslic h e mpfiehlt sic h für man ch e Z w ec k e n o ch die E in '

führu n g ein er A bkürzu n g für d as V erhältn iss d e r Zun ahme des


144 Hyd ro stat isc h e M et h o d e z ur Messun g vo n
p
..

p un kt 0 der M agn etisiru n gsku r ve ein e Parallele 0 C z ieht z ur ge o


metr i s ch en T an ge n te w elc he die M agn e t isiru n gsku rve in P be s itzt
, .

D ie Lin ie 0 C mag v o n d em in A err i c h teten Late in P ges ch n itt e n


w er de n D an n is t d er D ifleren t ialwerth erster A rt {i glei c h d e m


.
'

V e rh altn iss d e r Str e c k e n P A A O



.

Be z eic hn et so dan n P d en Mitte lp un kt d er Strec ke P P so ist


” ’
,

d er D iffer en t ialw erth z weite r Ar t p glei ch d em V erhältn iss d er .

S tr e cken P A A O E s is t als o

.

A .

Alle drei W erth e für p fall en zu sammen w en n die Magn etisiru n gs


.
,

ku r v e ei n e ge rade Lin ie ist d h w e n n (L v o n d er Feldst ärk e 6 , . . .

u n abh an g ig i st .

11 H yd r ostat is ch e Met h od e
. zu r B esti mm u n g d er Magn eti
si ru n gsk on st an t en v on Flüssi gk ei t en u n d Gasen E rze u gt man
.

e in kr äftiges Magn etfeld zwisc hen d en Pole n ei n es hufeis en förmig


gebo gen e n Elektromagn ete n in dem man ihn mit Po lschu h en ver ,

sieht ,w elc h e m an bis auf ei n en schmalen L u ftz wi schen raum


zu s amm e n s c hiebt so w e r de n wi e im 5 8 d e s Näh eren au sgeführ t
,

w u rde Körp er der e n Magn et is iru n gsko n s tan t e p grö s s e r als die d er
, ,
.

Lu ft ist in die kr äftigsten Ste ll en d es Magn etfelde s d h in


, . .

d en R au m z wisc h en die P o le hin ein gezo gen Körp er dagegen , , ,

de ren p klein er als p ist do rt hin au sge stossen


. .
o , .

A uf dies en Umstan d ist ein e bequ e m e Meth o de zur Mess un g


d er Magn eti siru n gsk o n st an t e v o n Fl üssigk eiten u n d G as en gegrün det .

Die Fl üssigk eit der en 9 gem esse n w er den so ll w ird in e in .


,

U R o hr gefüllt de ss en S chen k el so w eit vo n ei n an der e n tfern t s in d


-
, ,

dass w en n sic h der ein e an d en Stellen der grössten Feld stärke


, ,

d h in d em Z ische n r au m der Po le befin det die Fe ldstärke an de m


. .

, ,

O rte d es an deren Schen kels sehr gerin g ist W ir wollen sie zu .

n ä c hs t g an z v e rn achl äs sige n .

I s t n un die Magn et isiru n gskon stan te 11 d er Flüssigkeit gröss e r .

als die K o n s tan te u d er L u ft so w ir d die selbe in Fo lge d er A n


„ ,

z iehu n g de s M agn etfeldes in d em im Magn et felde befin d lich e n


Sc h e n k el S höh er steh en als in d em au ss erhalb dess elben befin dl ic hen
I ,

S ch en kel S ,
.

Man k an n leic ht die vertik ale H öhen d ifie ren z h z wi sch en den
'

Flüs sigk eit soberfläc hen in b eiden Sc he n keln ber ec hn en l m G leich .

e w i h t sf alle mu ss n ä mlich die te ti elle E e ie i Mi im m


g c po n n r g e n n u
Hyd i
r o st at sc h e Met h o de zur Messun g von
p
..
14 5

i
se n , d h die bei ir ge n d ein er möglichen K o n figuration san derun g
. .

des Syste ms vo n d en p on d ero m o tor isch en Krä ften geleistete Ar beit


muss ve rs c h w in de n o der st re n ger gen o mme n u n en dli c h klei n v o n ,

d er z w eite n O r d n u n g s ein w en n die K o n figur ation sän d eru n g s elb st


,

v o n d er e r s te n O r d n un g u n en dlich klein is t .

W ir w o llen n un an n ehme n das s d as Flüs sigk eitsn ive au im ,

Schen kel S um die klein e S tre c ke d h geho ben w erde D an n leistet


,
.

die S ch w e rkraft die n egative Arbeit


515
3, h q dh ( )
25 ,

wobei p d ie Dichtigk eit d er Flüss igk eit q d en Q u e rschn itt d es ,

Sc hen kels S an dem Orte d es o bern Flüssigk eitsn i veau s u n d g die


, ,

Besc hl eu n igun g bei m fr eien F all d h die Z ahl 9 8 1 im c g s System , . .


-

bede u tet De n n die K on figur ation sän d erun g kan n m an sich dadur ch
.

herbeige füh rt den k e n dass das Fl üssigkeitsvolum en q d h au s de m


Flüssigk eits n ive au des S c hen kels S fo rtgen o mm en u n d auf d as ,

Nive au d e s Sc hen kels S , aufgesch üttet würde d h d ass die Mass e , . .

q d h p u m h geh o be n w ür de .

Bei d er K on figuration sän der un g üben die magn etischen K r aft e


ein e po s itive Arbeit SIS , au s Diesel be bere c hn et sic h au s der .

A e n d e run g d e r m agn etisc he n E n ergie T in ein facher Weis e Lege n .

w ir n ämlic h für T die For m el ( 1 5) d er p ag 1 3 4 zu G ru n de un d .

s e tz en w i r v o raus d ass die Flüssigk eit so schwac h m agn etisc h s e i


, ,

d ass die magn etis che Kraft an ein er Stelle P sich n ur u n merkl ic h
ä n der t w e n n s i c h in u n d u m P Flüssig k eit an statt L u ft befin det
, , , ,

s o w i r d n ac h ( 1 5)

1
28 2 dT (B Bo) © q d h ,
8 7!

wo dieFeldstärke an d er Stelle d es o ber en Flüs sigk eitsn iveau s


im S c h e n k el S „ B die m agn eti sc he I n du kti o n falls d or t Flüssig ,

k e it B „ falls d o rt L u ft sic h befin det be zei ch n et De n n d urc h die


, , ,
.

K o n figuratio n sän d eru n g ist für die Ber ech n u n g v o n T n u r die


A en d e ru n g herbeigeführ t d as s in d e m Vo l u men q d h die m agn e
,

tisch e In du c tion von d em W ert he B 0 in den We rth B übergeht .

Die V ers ch ieb un g des Flüssigkeitsn ive aus im Schen k el S macht für „

T ke in e n U n te rsc hied d a dor t 0 sein so ll


,
.

D a n u n 28 28„ 0 s ein mu ss falls die H öhe h d er Gleich


, ,

l age d er Flüssigkeit e n ts r ic ht s o fo lgt au s 2 5) u n d (2 6 )


ge wi c h t s
p ( ,

1
h ps (B —
Bo) s .

D ru d e , P h ys ikd es A eth ers .


1 46 Hydrostatisch e Met h o de zu r Mes s u n g v on p ..

Setzt man B n un
pfi„
0 p„
, fü h r t m a n
. die I n teg rd h
a
.l .

w ert h e (vgl o be n p g
a 1 4 2 ) d M a ti i k t t i
. . e r gn e s ru n gs o n s an e n e n , so

fo lgt für die s e :

l" P0 ‘

( )
2 7

Wen n also h p un d gemessen w erden so kan n man p p„ ber echn en


, , .
.

Wie die Herleitu n g die ser F o rmel ergiebt bedeu te t 5 d ie , ‚

Felds tärk e am Orte d es o ber en Fl üssigkeitsn ive aus im Sc h en kel S ,


.

E s ist al so d u rchau s n ic h t n o thw e n dig d afür zu s o rge n d as s 5 , ,

in n erhalb ein es grö sseren Gebietes k o n stan t se i Zum Z w ec ke ein e r .

gen au en exp e rim en tellen Ermittelu n g des 5 (vo n d er im K ap ite l .

„In du ktion die R ede s ein so ll) e mpfiehlt es sic h aller di n gs ei n



,

Magn etfeld an zu w en den in welchem 5 i n n erhal b ein es gewisse n


, .

Gebietes n ah e zu kon stan t ist .

Eben s o w en ig ist für die G ültigk eit d er Fo rmel ( 2 7 ) die V o r


au s s etzun g n ö t hig e s s ei die Magn etis iru n gsko n st an t e u d er Flüs si
, g .

keit v o n 5 un abhän gig Wie sic h au s der Ableitu n g d er F o rme l


. .

e rgiebt , w i r d bei variabelem p d e r I n t e gr a l w e r t h d e r M ag


,
.
,

n e t i s i r u n gs k o n s t a n t e d u r c h d i e s e M e th o d e b e s ti m m t .

Wen n die Feldstärke am Or te d es Flüssigk eitsn iveau s i m


Sc he n k el S 2 n icht versc hw in det so n dern d en W erth 5 h at so i s t , .

,

in ( 2 7 ) 6 .

5

an Stelle
. v o n fi

z u s et z e n ; ge n au e r gen o mme n
.

würde di e Fo rmel l au ten :

»
(t s)
o 5

(e

a

o) S:
” t h e .
8° s