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EINFÜHRUNG IN DIE DEUTSCHE

LITERATUR - TEIL 1

KURSNR. HS703501
Universität Khon Kaen
Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften
Deutschabteilung
GRUNDBEGRIFFE DER LITERATUR
 Literaturgattungen
 Epik/Prosa
 Roman
 Kurzgeschichte
 Dramatik
 Lyrik

Kapitel 1

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GRUNDBEGRIFFE DER LITERATUR

Über Literatur lässt sich sehr viel sagen, so ist Literaturwissenschaft auch ein eigenes
Studienfach, das man in jeder Sprache der Welt studieren kann. Grob gesagt fällt unter
Literatur etwas, das jemand sich ausgedacht und aufgeschrieben hat, damit jemand anderes es
liest. Einkaufszettel werden auch geschrieben, damit jemand sie liest. Trotzdem sind sie keine
Literatur, denn sie erzählen keine Geschichte. Sie haben keine Handlung, sondern sind
einfach nur Notizen, die nicht veröffentlicht werden sollen.

Literatur wird in verschiedene Gattungen unterteilt.

I. EPIK/PROSA

Zur Epik zählen erzählende Texte in Versform (Gedichtform) oder Prosaform (Fließtext).
Der Name leitet sich von "Epos" ab, das ist eine Geschichte in Versform. In Epen wird eine
Geschichte von Helden, Rittern oder Adeligen erzählt, keinesfalls von ganz normalen
Menschen. Epen sind heute eher altmodisch, sie gaben jedoch der Literaturgattung ihren
Namen.

Der bekannteste Vertreter der Epik ist der Roman. Der Roman ist literaturgeschichtlich
relativ jung, er trat erst in den letzten 200 - 300 Jahren seinen Siegeszug an. Davor spielten
erfundene Erzählungen, die man zur Unterhaltung las, eine sehr geringe Rolle.

WAS IST EIN ROMAN?

1. Erzähler (Wer erzählt?)

Die meisten Autoren erfinden einen Erzähler, der den Roman erzählt. Entweder
handelt es sich um einen Erzähler in der dritten Person, der einen Überblick über die
gesamte Handlung des Romans hat. Oder um einen Ich-Erzähler, der nur aus seiner
Sicht beschreiben kann. Seltener ist die Erzähltechnik des Bewusstseinsstroms. Hier
gibt es keinen Erzähler, sondern man hat als Leser praktisch direkten Zugang zu den
Gedanken des Helden. Für den Leser ist das nicht ganz einfach, denn er muss zuerst
die Gedanken einordnen, um der Geschichte überhaupt folgen zu können.

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GRUNDBEGRIFFE DER LITERATUR

Der Erzähler in der dritten Person

Nun waren sie also am Ziel angelangt. Tom lief ein Schauer über den Rücken. Vor ihnen tat
sich ein dunkles Loch in der Felswand auf. Da sollten sie reingehen? Tom wäre am liebsten
wieder umgekehrt.

Es war ganz still. Und es roch wie auf einem Friedhof. Er blickte zu Isabel. Er konnte in
ihrem Gesicht nicht den leisesten Anflug von Angst erkennen. Was war mit Peter? Auch er
wirkte im ersten Moment gelassen. Doch dann bemerkte Tom, dass Peters Hände zitterten.

Peter sah ihn an und sagte: „Du bist kalkweiß im Gesicht.“

Der Erzähler dieser Geschichte erzählt aus der Sicht seiner Figur Tom. Er gibt nur wieder,
was Tom sieht, hört, riecht, fühlt und empfindet. Er kennt nur Toms Gedanken, Gefühle
und Wahrnehmungen. Er hat sich also quasi in Toms Kopf eingenistet und lässt den Leser
ausschließlich aus Toms Sicht erleben.

Der Ich-Erzähler

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Bewußtseinsstrom (stream of consciousness)

o Versprachlichung dessen, was der Person im jeweiligen Erzählmoment durch


den Kopf geht
o Aufhebung von Satzstrukturen, Aneinanderreihung von Gedankenfetzen
o z.B. in Berlin Alexanderplatz (Alfred Döblin) und Ulysses ( James Joyce)

In dem Roman von James Joyce (1882-1941) wird die Geschichte eines
einzigen Tages, des 16. Juni 1904, des Protagonisten Leopold Blum erzählt,
was ihm an diesem Tag durch den Kopf geht. (über 1000 Seiten)!!!!

In der hier zitierten Stelle des Schlusskapitels des - je nach Ausgabe - über
tausend Seiten langen Romans, erinnert sich die Ich-Erzählerin Molly Bloom
inmitten der Nacht in einer Art Halbschlaf, in dem alle Gedanken frei fließen, -
ca. 25.000 ohne Punkt und Komma im Schlusskapitel! - an den Tag, an dem
ihr von ihrem Mann, Leopold Bloom, ein Heiratsantrag gemacht worden ist.
Der Auszug ist zugleich das Ende des Romans.

"…die Sonne die scheint für dich allein hat er damals gesagt an dem Tag wo
wir unter den Rhododendren lagen oben auf dem Howth in dem grauen
Tweedanzug und mit dem Strohhut an dem Tag wo ich ihn so weit kriegte dass
er mir einen Antrag gemacht hat ja zuerst hab ich ihm ein bisschen von dem
Mohnkuchen aus meinem Mund gegeben und es war Schaltjahr wie jetzt ja vor
16 Jahren mein Gott nach dem langen Kuss ist mir fast die Luft ausgegangen
ja er sagte ich wäre eine Blume des Berges ja da hat er wirklich einmal was
Wahres gesagt in seinem Leben und die Sonne die scheint für dich allein heute
ja deswegen hab ich ihn auch gemocht weil ich gesehn hab er versteht oder
kann nachfühlen was eine Frau ist und ich hab auch gewusst ich kann ihn
immer um den Finger wickeln und da hab ich ihm die ganze Lust gegeben die
ich konnte und hab ihn so weit gebracht dass er mich gebeten hat ja zu sagen
und zuerst hab ich gar keine Antwort gegeben hab bloß rausgeschaut aufs
Meer und über den Himmel ich musste an so viele Sachen denken von denen er
gar nichts wusste ... ja und wie er mich geküsst hat unter der maurischen
Mauer und ich habe gedacht na schön er so gut wie jeder andere und hab ihn
mit den Augen gebeten er soll doch noch mal fragen ja und dann hat er mich
gefragt ob ich will ja sag ja meine Bergblume und ich hab ihm zuerst die Arme
um den Hals gelegt und ihn zu mir niedergezogen dass er meine Brüste fühlen
konnte wie sie dufteten ja und das Herz ging mir wie verrückt ich hab ja gesagt
ja ich will Ja."

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2. Handlung (Wovon handelt ein Roman?)

Im Gegensatz zum Epos handeln viele heutige Romane von Menschen, mit denen man
sich als Leser gut identifizieren kann. Natürlich sind die Personen sowie die Handlung
frei erfunden, das nennt man auch Fiktion. Es geht oft um ganz normale Menschen,
mit ganz alltäglichen Sorgen oder Problemen.

3. Aufbau (Wie ist ein Roman aufgebaut?)

Die Handlung eines Romans entwickelt sich langsam und enthüllt immer mehr
Einzelheiten. Die Schauplätze werden oft sehr genau beschrieben. Es kann auch
Nebenhandlungen geben, die den Roman bunter und interessanter machen. Im
Mittelpunkt der Handlung steht meist eine Person, der sogenannte Held (oder Heldin,
natürlich) der Geschichte. Aus seiner Perspektive wird die Geschichte erzählt und der
Leser kann über einen längeren Zeitraum an seinem Leben und seinen Gefühlen
teilhaben. Gegenspieler, die ihm das Leben schwer machen wollen, dürfen nicht
fehlen, wo bleibt sonst die Spannung? Außerdem kann der Held auch Verbündete und
Freunde haben.

Außer den Langformen der Epik wie Epos, Roman oder Satire, gibt es auch noch
Kurzformen wie Novelle, Anekdote oder Kurzgeschichte. Die Kurzgeschichte ist die
bekannteste Variante der Kurzformen der Epik.

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KURZGESCHICHTE - Peter Bichsel: "Die Tochter"

Wortschatz: Finden Sie Synonyme!

sich etwas vorstellen blondieren

der Plattenspieler, - das Etui, -s

die Platte, -n das Abonnement, -s

die Lohntüte, -n vorweisen

das Bürofräulein, - erwidern

der Stempel, - das Modejournal, -e

bestaunen stenografieren

das Geräusch, -e

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ZUSAMMENFASSUNG
1. In der Kurzgeschichte "Die Tochter" von Peter Bichsel geht es um

................................................................................................................................................

2. Abends.................................................................................................................................

................................................................................................................................................

3. Seit einem Jahr................................................................................................................

................................................................................................................................................

4. Monika ist eine moderne Frau, weil .......................................................................

...............................................................................................................................................

5. Mittags ...............................................................................................................................

...............................................................................................................................................

6. Die Eltern stellen sich immer vor, dass ................................................................

................................................................................................................................................

7. Die Eltern denken, dass Monika ..............................................................................

................................................................................................................................................

ERZÄHLPERSPEKTIVE
- Aus wessen Perspektive/Sicht wird die Geschichte erzählt?

Aus der Perspektive: a) des Autors


b) des Vaters
c) der Mutter
d) der Tochter Monika

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Welche Unterschiede gibt es in der Lebensweisen der Eltern und ihrer


Tochter Monika? Zeigen Sie am Text, worauf sich die Aussagen stützen.

Eltern Text Monika Text


Zeile Zeile
Vater "einfacher" Arbeiter
Mutter Hausfrau

leben auf dem Lande

geringe Schulbildung

machen jeden Tag das


Gleiche

kennen nur ihr eigenes


Leben

wissen wenig über die


Welt

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GRUNDBEGRIFFE DER LITERATUR

Es gibt im Text eine wirkliche und eine vorgestellte Welt. Finden Sie die
Merkmale der von den Eltern wahrgenommenen und vermuteten
Lebensweise der Tochter.

Was ist Wirklichkeit? Text Was ist Vorstellung? Text


Zeile Zeile

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Ordnen Sie die entsprechenden Merkmale der Kurzgeschichte und


dem Roman zu

regt zum Nachdenken an - kann selten auf einmal gelesen werden -

nicht nur alltägliche Personen - kaum W-Fragen bleiben offen -

einfach und alltäglich - oft unmittelbar/ der Leser ist sofort

mittendrin - ein oder wenige Handlungsorte - knapp und kurz (kann

auf einmal gelesen werden) -mehrere Handlungsorte - plötzlich - oft

frei erfunden (Fiktion) - oft alltägliche durchschnittliche Personen -

Nebensätze - durch Einleitung und Erklärung in die Situation

eingeführt - die erzählte Zeit umfasst einen relativ kurzen Zeitraum -

einfach/ gelebte Wirklichkeit - Präteritum - geschlossen / der Leser

weiß genau, wie es weitergeht - viele beschreibende, lange Sätze -

kaum Handlung dafür mehr Stimmung und Emotionen - einfache

Wörter, kurze Sätze - nicht nur tägliche Themen - keine Einleitung,

keine Erklärung/ W-Fragen bleiben offen - oft offen/ der Leser weiß

nicht genau, wie es weitergeht - mehrere Konflikte/ Probleme

(Nebenhandlungen) - wenige Personen/ wenig beschrieben - erzählte

Zeit umfasst oft Generationen - alltägliche Themen, meist mit einem

Konflikt/Problem - Held /seine Familie, Freunde, Gegner, alle genau,

detailliert beschrieben

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Merkmale der Kurzgeschichte des Romans

Beginn - -

-
-

Handlung - -

-
-
-
-
-
-

Personen - -

-
-

Sprache - -

-
-
-

Zeit - -

-
-

Schluss - -

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II. DRAMATIK

Das wichtigste Merkmal der Literaturgattung Dramatik ist, dass die Handlung durch Dialoge
(= Gespräch zwischen zwei oder mehr Personen) dargestellt wird. Dramatische Texte sind für
ein Publikum geschrieben und sollen auf einer Bühne aufgeführt werden. Es ist natürlich
auch möglich sie zu lesen.

Normalerweise wird ein dramatischer Text von verschiedenen Personen gespielt. Ausnahme
ist der Monolog, der nur von einem Schauspieler vorgetragen wird. Damit die Akteure so
spielen, wie es der Verfasser gern hätte oder meint, gibt er im Text zusätzliche
Regieanweisungen. Er bestimmt damit die Stimmung, die Blicke, die Gesten, den Ort oder
die Zeit, in der die Handlung spielt. Außerdem gibt er an, welche Requisiten, also
Gegenstände für das Stück gebraucht werden.

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Ein Drama ist üblicherweise in drei bis fünf Akte (Handlungsabschnitte) eingeteilt, in diesen
gibt es unterschiedliche Szenen oder Auftritte. Den Überblick über alle Darsteller und
sozusagen das Kommando hat der Regisseur.

Es gibt eine Menge Unterarten der Dramatik, beispielsweise Komödien (lustige Stücke) und
Tragödien (tragische, traurige Stücke). Im weiteren Sinn ist auch ein Drehbuch, also die
Vorlage, nach der ein Film gedreht wird, ein dramatischer Text. Moderne Formen der
Dramatik sind zum Beispiel Hörspiele oder Fernsehspiele.

Im Gegensatz zur Epik ist der Zuschauer (beziehungsweise Leser) bei einem
dramatischen Text viel gebundener, da viele Dinge vorgegeben sind, die in einem epischen
Text völlig der Fantasie des Lesers überlassen werden.

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III. Lyrik

Gedichte, lyrische Texte oder auch Songtexte haben eine besondere Gabe: Sie drücken
Gefühle auf ganz besondere Weise aus. Treffen sie ins Schwarze und entsprechen sie einem
eigenen Lebensgefühl oder einer eigenen Erfahrung, dann erinnert man sich immer wieder an
sie. Sie berühren einen dann.

Ihre besondere Form und Sprache macht sie außergewöhnlich.

Merkmale lyrischer Texte

1. Gedichte sind auf das Nötigste reduziert. Mit wenigen Worten kann eine Geschichte erzählt
werden. Allerdings wird die Handlung nicht ausgeschmückt und ausführlich geschildert,
sondern kurz und prägnant vermittelt.

2. Bei lyrischen Texten spielen Gefühle eine bedeutende Rolle.


Beispiele:
- Liebe, Freude, Glück, Frohsinn oder
- Wut, Zorn, Angst, Trauer, Hass

3. Die äußere Form bei Gedichten unterscheidet sich von der erzählender Texte. Klassische
Gedichte sind in Strophen eingeteilt, welche aus Versen bestehen.

4. Lyrische Texte bedienen sich bestimmter sprachlicher Mittel. Dazu zählen die Reime, der
Rhythmus, sprachliche Mittel wie Metaphern und auch die besondere Wortwahl und ein
spezieller Satzbau.

5. Wortwahl und Satzbau müssen nicht den gültigen Regeln gehorchen.

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 zu 3. Die außere Form

Ein klassisches Beispiel von Heinrich Heine:

Ein Jüngling liebt ein Mädchen

Ein Jüngling liebt ein Mädchen,


Die hat einen Andern erwählt;
Der Andre liebt eine Andre,
Und hat sich mit dieser vermählt.

Das Mädchen heiratet aus Ärger


Den ersten besten Mann,
Der ihr in den Weg gelaufen;
Der Jüngling ist übel dran.

Es ist eine alte Geschichte,


Doch bleibt sie immer neu;
Und wem sie just passieret,
Dem bricht das Herz entzwei.

Dieses klassische Gedicht besteht aus drei Strophen zu je vier Versen!

 zu 4. Sprachliche Mittel

Lyrische Texte bedienen sich bestimmter sprachlicher Mittel. Dazu zählen die Reime, der
Rhythmus, sprachliche Mittel wie Metaphern, sprachliche Bilder oder Redensarten und auch
die besondere Wortwahl und ein spezieller Satzbau.

Sprachliche Mittel: Reime

Die letzten Wörter der Verse können sich reimen. Dabei unterscheidet man den Paarreim und
den Kreuzreim.

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Paarreim Kreuzreim

Der gelbe Riese ... Riese - a Riese - a


auf der grünen Wiese Wiese - a Hand - b
Hand - b Wiese - a
liegt mit der Hand
Wand - b Wand - b

an der kalten Wand.

Sprachliche Mittel: Rhythmus

Viele Gedichte haben einen speziellen Rhythmus, sowohl klassische Gedichte als auch
moderne. Gerade die Rap-Texte (gehören auch zur Lyrik) leben vom Rhythmus, da es sich
hierbei um Lieder ohne Melodie handelt!

Sprachliche Mittel: Sprachliche Figuren

Sprachliche Figuren sind sprachliche Bilder und Vergleiche, Metaphern, Wiederholungen,


viele Adjektive oder auch Alliterationen.

Alliteration
Eine Alliteration ist zum Beispiel eine literarische Stilfigur, bei der die Anfangsbuchstaben
mehrerer benachbarter Wörter gleich sind.
Ein Beispiel: Die Sonne scheint schön.

Bei einer Metapher ist ein Wort oder Ausdruck nicht in seiner wörtlichen, sondern in einer
übertragenen Bedeutung gebraucht. Dadurch lassen sich Sachverhalte, Personen und
Stimmungen anschauliche darstellen. Sie kommen in literarischen Texten, vor allem eben in
Gedichten, aber auch in der Alltagssprache vor.
Beispiele: Abend des Lebens = Alter
zehntausend Dinge = viele Dinge

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Auch Redensarten kommen in Gedichten vor. Es gibt auch redensartliche Metaphern.
Beispiele:
Jemanden in den Himmel loben = Jemandem höchstes Lob aussprechen
rosarote Brille = nur das Positive wahrnehmen

Um Bilder im Kopf entstehen zu lassen, werden in Gedichten auch gern Vergleiche


herangezogen.
Beispiele:
wie Schmetterlinge in meinem Bauch
ohne dich fühle ich mich wie ein Tag ohne Sonne

 zu 5. Wortwahl und Satzbau

Bei Gedichten ist es erlaubt, ein Wort zu verändern, damit es sich zum Beispiel reimt oder in
den Rhythmus passt.
Zum Beispiel: geh'n, ich renn oder ähnliches.
Auch der Satzbau muss nicht unbedingt grammatikalisch korrekt sein, so sind auch Ellipsen,
das heißt unvollständige Sätze zulässig.
Zum Beispiel: Fenster auf - Vogel raus - frei sein

Moderne Lyrik - klassische Lyrik

Moderne Lyrik setzt sich über viele Regeln der klassischen Lyrik hinweg und ist der Prosa
ähnlich.
Merkmale:

 Reime sind nicht unbedingt erforderlich


 Es gibt keine einheitlichen Strophen und Verse
 Der Rhythmus ist unregelmäßig
 Zur modernen Lyrik zählen heutzutage alle Liedtexte und auch Rap-Songs.

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(Sehe den Video-Beitrag zur modernen Lyrik an und antworte:)
 Was weißt du schon über Gedichte und Lyrik?

Lyrik ist eine der drei wichtigen ...................................................... der Literatur.

Zur Lyrik zählen auch .......................................................................................... .

Ein Gedicht kann aus unterschiedlich vielen ........................................ bestehen.

Auch ein ...................................................................... gehört zur Gattung Lyrik.

Im Englischen heißen Liedtexte sogar ............................................................... .

Bei Gedichten sind die einzelnen .......................................................... sehr gut


ausgewählt und sagen viel aus.

Man spricht auch von einer ............................................................ Sprache, weil


wirklich kein überflüssiges Wort vorkommt.

 An welchen sprachlichen Mitteln erkennt man moderne Lyrik?

In der modernen Lyrik werden eigene, neue sprachliche ......................................


verwendet.

Die Sprache ist .............................................................................................. .

Ein solches sprachliches Bild ist die ............................................................ .

In der Lyrik wird oft eine ........................................................... beschrieben.

Als sprachliche Mittel dienen ....................................................................... .

Die Sätze sind oft .......................................................................................... .

Die Worte sind .............................................................. und genau ausgewählt.

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Ordnen Sie die Worte entsprechend zu.

EPIK LYRIK DRAMATIK ANDERE BEGRIFFE

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