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Orthognathe Chirurgie - Pat.

werden vom Zahnarzt oder KFO überwiesen

(Dysgnathiechirurgie) - Bei kombinierter KFO-chirurgischer Behandlung werden die Kosten von den
gesetzlichen und privaten Krankenkassen getragen

- Komplexe Fälle werden zumeist in Fachkliniken

- Einfachere Fälle werden teilweise von niedergelassenen Fachkollegen


behandelt

- Hoher gesetzlicher Standard

- Patienten mit LKG-Spalten oder hemifazialen Mikrosomien, mandibulären


Progenien, etc.

Totale Osteotomien - Brun 1921: Gerade oder hohe Osteotomie, man muss den UK immer in 3 Teile
UK
teilen, um ihn zu verschieben, Osteotomielinie anderthalb bis 2 cm oberhalb
der Okklusionsebene, um N. alveolaris inferior nicht durchzuschneiden,
proximal gelenktragend, distal zahntragend

- Obwegeser 1955: Sagittale Spaltung, Innenkortikalis wird horizontal


durchschnitten, um sich aus dem Bereich des Nerven fernzuhalten, 2. Schnitt
Aussenkortikalis und die zwei Schnitte in sagittaler Richtung verbunden,
großer Bereich, wo sich Knochen überlagert hat, günstiger für die
Wundheilung

- Schuchardt 1958: kurze sagittale Spaltung, Schnitt zwischen Innen und


Außenkortikalis ist leicht stufig, aber in geringer Ausprägung, Oberhalb der
Lingula, Risiko der Nervenschädigung ist deutlich geringer

Totale Osteotomien - Axhausen 1934: Le-Fort-I-Osteotomie

OK - Wassmund 1935:
Segmentale - Cohn-Stock 1921:

Osteotomien OK - Wassmund 1935: Untertunneln und säge

- Wunderer 1962: OK FZ Segment nach oben und hinten, bleibt an der


palatinalen Schleimhaut gestielt, sehr gefährliche OP, Knochen kann leicht
verloren gehen

- Schuchardt 1955: Um frontal offenen Biss zu schließen, wird nur noch selten
angewandt, Segmente im SZ, „Blockosteotomie nach Schuchardt im
Oberkiefer Seitenzahnbereich“, bei frontal offenem Biss

Segmentale - Hofer 1942:

Osteotomien UK - Köle 1959:

- Man hat versucht von den segmentalen Osteotomien wegzukommen, weil der
N. lingualis („interior loop“) leicht durchtrennt wird

Qualitätsentwicklung
- War eng mit dem Fortschritt in der Anästhesiologie, der KFO Behandlung und
orthognather Chirurgie der internen Osteosyntheseverfahren verbunden

Orthognathe Chirurgie - Guter Behandlungsstandard

heute - Etablierte Operationstechniken

- Aktuelle Entwicklungsrichtungen:

- Digitale Planung und Vorhersage

- Distraktionsosteogenese (DO)

- Resorbierbares Osteosynthesematerial

- Navigation?

- Endoskopische Chirurgie?

- Schneidetechniken: Laser, Wasser, piezoelektrisch?

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Diagnose - Harmonische Proportionen können in sagittaler und vertikaler Ebene bei
unterschiedlichen Gesichtstypen auftreten

- Die sagittale KFO Dimension

- Wie stehen die einzelnen Elemente zueinander?

Patientenfall - Pat. Ist om OK prognath, im UK retrognath

- anhand des FRS und der Modelle wird die OP geplant: Rüclverlagerung des
OK, Vorverlagerung des UK, Anheben des OK

Patientenfall 2 - Klasse III

- Long face Syndrom

- Kein richtiger Kieferwinkel

- geplant: OK 4mm nach vorne (UK sollte auch zurück gesetzt werden, wird
aber nicht)

- UK wird rotiert (gilt Aber als nicht Langzeitstabil)

- Bei dieser Patientin wurde aber nur der OK operiert und somit ein

suboptimales Ergebnis erreicht

Klinischer Ablauf - Behandlungsplan:

- Zustand der Zähne

- Zahnärztliche Chirurgie

- Funktionelle Behandlung (Zunge)

- KFO

- Osteotomien

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Klinischer Ablauf 1) Feststellen einer skelettalten Dysharmonie
- Modelle/Röntgen/Fotos

- Funktion und Ästhetik bestimmen

- Klinische und technische Analyse durchführen

- Diagnose Stellen

2) Erster interdisziplinärer Kontakt zwischen KFO und Chirurgie


- Therapieplanung

- Interdisziplinäre Koordination

- Wie verändert sich das Weichgewebe?

- Was kann dentoalveolär und was kann skelettal gemacht werden?

- Parosontologische, funktionelle und soziale Aspekte beachten

- Welche Prognose kann abgegeben werden?

- Aufklärung des Patienten

3) Behandlungsdurchführung
- einleitende Behandlung

- KFO Vorverhandlung

- 2. Interdisziplinärer Kontakt KFO und Chirurgie → Fortschritte der KFO,


braucht man noch Chirurgie?

- Chirurgische Behandlung

- KFO Nachbehandlung

- 3. Interdisziplinärer Kontakt: Kontrolle


- Abschließende Retention

- Verlaufskontrolle
Zielsetzung - Funktion (Atmen, Kauen, Sprechen)

- Ästhetik (Harmonisierung der Gesichtsproportionen)


Gestörte Ästhetik - Stigmatisierung (aggressiv, ängstlich, dumm)

- Isolation

- Psychische Störungen
Gesichts-proportionen - Kanon

- Nach Fritsch (Gesichtsdrittelung)


Patientenfall - dental beide Richtung Klasse 3

- Aber links auch starke Einschränkung der Ästhetik, rechts eher weniger

- Links: Umstellung von Segmenten UK und OK

- Rechts: reine Vorverlagerung des OK

1. Klinische - Beurteilung:

Untersuchung - Gesichtsproportionen

- Balance (wie der Pat . In Ruhe aussieht, zB wenn der Pat. Den Kopf immer
schief hat oder den Mundwinkel nach oben zieht, dies muss auch immer
beachtet werden bei der Rekonstruktion)

- Bewegung

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Beurteilung Profil - Anteroposteriore Position der Maxilla und der Mandibula

- Nasengröße

- Wangenkontur

- Unterstützung der Oberlippe

- Kinnposition

- Kieferwinkel (groß oder klein)

- Submandibuläres Weichgewebe (Doppelkinn z.B. wenn man dann den UK


zurück verlagert dann wird dieses größer

- Früher wurden aus dem Foto Streifte geschnitten und diese dann vor und
zurück geschoben und anhandessen eine Vorstellung des Ergebnisses erstellt

Beurteilung en face - Gesichtsmitte

- Symmetrie

- Muskelaktivität der Unterlippe und des Kinns

- Klasse 2 hat häufig Probleme beim Lippenschluss, sie drücken dann die Lippe zu → Hypertrophie
des M. mentalis, Grübchen am Kinn

- Wenn man es verändert, dann versucht man die Anatomie zu verändern, dass die Muskelkraft nicht
mehr nötig ist und sich zurück bilden kann

- Zahn/Lippen Relation beim Lachen, Lächeln, Entspannt

- Man richtet sich meistens nach dem Philtrum und dem Amorbogen, ob diese zueinander passen,
wenn nicht, dann fällt dies meistens auf

2. Kephalometrie - Beurteilung:

- Skelettale Analyse

- Dento-skelettale Relation

- Prognose

- Verlaufskontrolle

3. Schädelbezüglich - Individueller Artikulator

einartikulierte Modelle - Akkurate Gesichtsbogenübertragung

- Zentrische Bissregistrierung

- Übertragung der klinisch kephalometrischen Daten

- spezifische Artikulatoren für die orthognathe Chirurgie

- Mit Zwischensockel, dadurch höher

- Milimeterraster aufmalen, sodass man weiß wie weit was in welche Richtung verschoben werden
soll

- Es gibt auch spezielle Artiklatoren, bei dem die aufteigenden Äste oder das Kinn einbeziehen kann
um die skelettalten Effekte zu simulieren (aber wird nicht oft

Planung - Planung anhand der Modelle in alle Richtungen des Raumes

- Herstellung des 1. Splints

4. Gesichtsfotografien - Beurteilung:

- Gespsichtsproportionen

- Weichteilvorhersage

- Zusätzliche Optionen (z.B. Rhinoplastik, Kinnplastik)

3D Kephalometrie: 1. Datenaquisiton (CT, CBCT, Laser Scans, DICOM Format)

2. Transfern zum Industriepartner

3. Vorbereitung der Planung Software

4. Web meeting zur Planung

5. Splints/ Cutting Guides/ PSP

6. OP

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Vorbereitung durch - Segmentierung/Scanning: CT Daten werden segmentiert und Modelle
Ingenieure gesacannt

- Registration: Fusion der segmentierten Scans und Modelle

- Osteotomie/Okklusions: Vorbereitung der Osteotomie nach chir.


Anforderungen

- Okklusionsregistrierung: Kiefer werden in Okkasion auf der Basis des Scans


registriert

- KFO Analyse falls erforderlich

- Planungssitzung
Web meeting - 30min-1,5 h

- Segmentierung folgt den realen Osteotomielinien (Leichter in der Maxilla)

- Kollisionsprogramme zeigt knöcherne Interferenzen (Störkontakte) zB bei


posterirrer Impaktierung der Maxilla oder an den proximalen oder distalen
Fragmenten des Aufsteigende Astes

- Die Nervposition kann für Zusatzinformationen im Zusammenhang mit den


Osteotomien und Schraubenpositionen speziell dargestellt werden

Vorhersagbare - Oberkiefer: Nasenseptum, Nasenmuscheln, Pterygoid

Störkontakte - Unterkiefer: Interfragmentäre Störkontakte: posteriores transversales


Auschwenken oder beim Vorverlagern

- Vorhersagbare Zusatzosteotomien
Transparency Mode - Schonung der Wurzeln und des Nervs

Okklusion - virtuelle Positionierung

- Dentale Laser oder Oberflächenscans

- Modelle und Wachses werden gescanned und fusioniert


Kondylenposition - kann sehr viel kompensiert werden

- CT-Scan und Segmentierung für eine virtuelle Kondylenpositionierung

- Splint in zentraler Position, CT mit Splint, Central bite position

- Führungshilfen

Weichgewebsvorhers - schwierig genau vorhersagbar

age - Aus CT Daten

- Simulation der Weichgewebsbewegungen über die osteotomierten Fragmente

- Schwachpunkt: Verändeurng der Nase und der Lippen

CAD/CAM Splints - Splints aus den 3D Drucker

und Schablonen - Sägeschablonen


Limitationen - Weichgewebsvorhersage unpräzise

- Kontrolle der Kondylemposition kann schwierig sein

- Interferenz mobiler Fragmente

- Kosten

PSI - farbcodiert

- Die Löcher in den Schablonen sind die Schraubenlöcher für die Platten in der
Zukunftsposition

- Können also schon in der Ausgangsposition gebohrt werden

- Dann umstellen

- Dann Platten anbringen

- Direkte Kontrolle ob die Position stimmt


Patientenbeispiel - Amelogenesis imperfecta

- Keine Brackets klebbar langfristig

- Häufig OK und UK Defizite

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Intra OP - Oberkieferisteotomie mit Hilfe von Sägeschablonen

- Sehr kleine Fragmente, die aus dem OK entfernt wurden

Post OP - anschließend dann Prothetik

- Dieser Pat. wurde komplett digital geplant

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