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Phytomedizin Fragen zur Klausur

Diagnose von Pflanzenkrankheiten


1.Welche Funktionen haben Abruskeln und Vesikel bei der abruskulären Mykorrhiza?
-Abruskeln sin stark verzweigte Hyphen mit Haustorium-Funktion, die bei der Endomykorrhiza
einen großflächigen Kontakt zwischen den Pilzhyphen und der Plasmamembran der Wurzelzelle
herstelen. Es ist ein Organ, das dem Stoffaustausch zwischen Mykorrhizapilz und Wirt dient.
-Vesikel ist ein Speicherorgan. In der Zelle gelegen mit einfacher oder doppelter Membran odr einer
Proteinschicht umgeben.

2.Nennen Sie die Ursache (Erreger) für die Rhizomania-Erkrankung der Zuckerrübe. Wie
wird die Krankheit übertragen?
-Beet necrotic yellow vein virus
-Wurzelbärtigkeit. Auch bei Kartoffeln. Durch den Boden-Pilz Polymyxa betae. Kommt demnach
eine Zuckerrübenpflanze mit diesem Bakterium in Berührung, so dringen die Rhizomania-Viren in
die Pflanze ein und befallen deren Zellen. Zuerst haften sich die Rhizomania-Viren an die von ihr
zu befallenen Zelle an und durchstoßen diese, damit die DNA des Virus in die Pflanzenzelle injiziert
werden kann. Der Rest des Virus, welcher aus Protein besteht, bleibt außerhalb der Zelle. Nun
beginnt die Latenzphase, in welcher die DNA der Pflanzenzelle aufgelöst wird und die DNA des
Rhizomania-Virus vermehrt wird. Dadurch wird der Stoffwechsel der Pflanze veranlaßt, nur noch
Proteine herzustellen, um einen Rhizomania-Virus herzustellen. Als nächstes lagern sich die
Proteine und die neu gebildete DNA zusammen und ergeben einen neuen funktionsfähigen
Rhizomania-Virus. Sind genügend Viren in der Pflanzenzelle hergestellt worden, „zerplatzt“ die
Zelle, und die Viren können freigesetzt werden. Derart befallene Zellen können sich nicht mehr
teilen, da der Virus den Stoffwechsel der Pflanzenzelle dazu nutzt, nur noch neue Viren
herzustellen. Erkrankt eine Zuckerrübe an Rhizomania, so äußert sich dies durch eine Vielzahl von
stark verzweigten Wurzeln und durch ein mickriges Erscheinungsbild. Darüber hinaus liefern derart
erkrankte Rüben wenig oder gar keinen Zucker.

3.Nennen Sie jeweils zwei wichtige Getreide-Krankheiten, die a) die Wurzel bzw. die
Halmbasis, b) das Blatt und c) die Ähre befallen.
a)-Halmbruchkrankheit (Psudocercosporella); Schwarzbeinigkeit (Gaeumannomyces graminis)
b)-Schneeschimmel (Microdochium nivale); Weizenmehltau (echter/unechter- Blumeria graminis)
c)-partielle Weißährigkeit (Fusarium); Cladosporium herbarum (Schwärzepilz an Ähren)

4.Welche Struktur bildet welcher Ascomycet? Ordnen Sie zu.


Wie lauten die deutschen Namen der Pilze bzw. der von ihnen verursachten Krankheiten?
Nackte Asci- Apothecium- Cleistothecium- Perithecium
Blumeria graminis- Claviceps purpurea- Monilinia fructigena- Taphrina deformans
-Blumeria graminis- Echter Mehltaupilz- Weizenmehltau- Cleistothecium
-Claviceps purpurea- Mutterkornpilz- Mutterkorn an Roggen- Peithecium (Fruchtkörper)
-Monilinia fructigena- Fruchtfäule- Apothecium (Fruchtstände)
-Taphrina deformans- Kräuselkrankheit- nackte Asci

5.Welcher Erreger verursacht Feuerbrand? Welche Pflanzen werden hauptsächlich befallen?


Wie erfolgt die Übertragung?
-Erreger ist das Bakterium Erwinia amylovora, v.a. an Kernobstgewächsen aber auch Ziergehölze
(kann sich seuchenartig schnell ausbreiten). Dauerhafte Etablierung des Erregers bei klimatisch
günstigen Bedingungen und ausreichend vorhandenen Wirtspflanzen. Bakterien überdauern die
Vegetationsruhe in erkrankten Rindenteilen. Von hieraus Verbreitung im Frühjahr und Sommer
durch Regentropfen, Wind und saugende und blütenbesuchende Insekten. Beginn der Krankheit
meist mit Blüteninfektion (später massiver Befall der Triebe). Ideale Infektionsbedingungen bei
Temp. Über 18°C und relat. Luftfeuchte von mehr als 70%. Wichtige Eintrittspforten für den
Erreger sind offene Blütenorgane und Wunden, bei Anwesenheit von genügend Feuchtigkeit auch
natürliche Öffnungen wie Nektarien, Wasserspalten, Lentizellen sowie Narben von Blatt- und
Fruchtstielen. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Krankheit innerhalb eines Gehölzes ist vom
Anfälligkeitsgrad und der Vitalität abhängig, wobei wüchsige Pflanzen anfälliger sind.
Auch mit Schnittwerkzeugen können innerhalb kurzer Zeit ganze Bestände verseucht werden.
Häufig beginnt eine Epidemie bei hochanfälligen, spät blühenden Wirtspflanzen, die z. B. als
Windschutzhecken oder als Begleitgrün entlang von Straßen und Eisenbahnen verbreitet sind
(Rotdorn und Weißdorn). Auch infiziertes Pflanzenmaterial als Handelsware stellt eine
ernstzunehmende Gefahr dar. Mit befallenen Pflanzen wird die Krankheit von einem Gebiet ins
andere verschleppt.

6.Nennen Sie die deutschen Namen bzw. die Krankheitsnamen für folgende Fungi imperfecti.
Bei welchen dieser Pilze ist die Hauptfruchtform (noch) unbekannt?
Rhizoctonia cerealis, Bortrytis cinerea, Pseudocercosporella herpotrichoides, Alternaria
solani, Fusarium culmorum, Microdochium nivale
-Fungi imperfecti fehlen von sexueller Befruchtung. Vermehrung durch asexuell gebildete Sporen
(Konidien) oder rein vegetativ.
-Rhizoctonia cerealis: Scharfer Augenfleck (Augenfleck am Halm)
-Bortrytis cinerea: Grauschimmelfäule (Schimmelpilz) v.a. im Weinbau (Erd- und Rohfäule).
-Pseudocercosporella herpotrichoides: Halmbruch (besonders bei feucht-mildem Winter und/oder
feucht-kühlem Frühjahr auf mittleren bis schweren Böden. Typische Fruchtfolgekrankheit. Pilz
überdauert bis zu drei Jahren als Mycel auf den Stopplen. Sporulation bei 5-15°C und ausreichender
Feuchtigkeit.
-Alternaria solani: Dürrfleckenkrankheit- alte Blätter; rundlich, braune Flecken. Pilz überwintert in
Abfallhaufen, an abgestorbenen Kartoffellaub im Boden und an befallenen Knollen. Gestresste und
ältere werden bevorzugt befallen. Verbreitung durch Konidien. Regen und 26°C ideale
Vermehrungsbedingungen.
-Fusarium culmorum: Es kommt zu Fehlstellen beim Auflaufen der Saat. Auf der Keimscheide und
den Wurzeln der Keimpflanzen bilden sich braune, längliche, strichförmige Flecken. Im
Bestockungsstadium treten Verbräunungen an der Blattscheidenbasis auf. Später ist die Stängelbasis
diffus, zum Teil streifig braun und vermorscht. Neben einem Knotenbefall tritt an den Wurzeln
trockene Braunfäule auf. Die Pflanzen werden in ihrem Wachstum beeinträchtigt und reifen
vorzeitig ab. Bei starkem Befall kommt es zum Umknicken der Halme (Lager).
Bei feuchter Witterung können sich an den Spelzen und der Ährenspindel rötliche Sporenlager
bilden. Zurzeit der Blüte befallene Kornanlagen können, mit Schrumpfkorn oder ohne sichtbare
Symptome, vollständig zerstört werden.
Biologie in Kürze
Zu den Wirtspflanzen gehören alle Getreidearten, Mais und zahlreiche Gräser. F. culmorum kann
auch auf zweikeimblättrigen Pflanzenarten auftreten. Für den Ährenbefall ist der Durum-Weizen
besonders anfällig. Nach einem Saatgutbefall kommt es zu Keimlingsschäden. Die Fußkrankheit
kann von befallenen Ernterückständen oder Dauerformen der Erreger ausgehen. Niederschläge
zwischen Ährenschieben und Abreife können Sporen im Bestand in die Ähren transportieren. Ein
Eintrag ist auch durch klimmende und windende Unkräuter (Klettenlabkraut) möglich.
Die Ähreninfektion wird von Sporen an abgestorbenen Pflanzenteilen der Halmbasis verursacht.
Trockener Boden und Temperaturen von 15 bis 25 Grad begünstigen die Sämlingsfäulen.
Trockenstress kann zu Wurzel- und Stängelbefall führen. Kurze Feuchteperioden ab
Fahnenblattstadium (BBCH 37) sowie Temperaturen von 20 bis 25 Grad begünstigen dagegen den
Ährenbefall. Die Mykotoxinbildung durch Fusarien erfolgt auf dem Feld und kann sich im
Getreidelager bei hoher Feuchte und Temperaturen von 12 bis 25 Grad fortsetzen. Daher ist beim
Ernten und Einlagern von Getreide Vorsicht geboten.
-Microdochium nivale: Schneeschimmel auf Weizen. Kleine graue Flecken. Günstig für Verbreitung
sind kühle Witterung und hohe Luftfeuchte.
7.Worin unterscheiden sich echte und falsche Mehltaupilze? (Systematik, Zellwände,
Verbreitungseinheiten, reproduktive Zellen,...)
-Echte dringen über Unterseiten der Blätter ein und werden an der Oberseite mittels weissen,
abwischbaren Belags sichtbar. Der Falsche fabriziert auf Blattunterseite einen grauweißen Belag
und wird oberseitig durch braune Flecken vom Rand und auch von der Mitte her sichtbar.
-Beide Pilzarten sind nicht miteinander verwandt. Der Echte ist ein Rostpilz und der Falsche ein
Gefäßparasit, der innerlich in der Pflanze, in den Gefäßen, im Saftstrom verbreitet wird und daher
schwieriger zu bekämpfen ist.
-Echter Mehltau ist ein Ektoparasit, lebt also auf der Pflanze. Ernährung heterotroph, hat also keine
Photosynthese. Mit schwefeöhaltigen Mitteln zu bekämpfen.
-Falscher Mehltau lebt in der Pflanze, Endoparasit. Seine Konidien, Sporenträger ragen unten aus
den Spaltöffnungen der Blätter heraus. Mit kupferhaltigen Mitteln zu bekämpfen.
-Beide sind spezialisiert .
-Die Sporen der Echten Mehltaupilze, (Erysiphales), werden mit dem Wind verbreitet und bilden,
falls sie auf einem Blatt zu liegen kommen, ein weißes Pilzgeflecht (Oberflächenmyzel) auf der
Blattoberseite aus. Der Pilz bildet so genannte Haustorien (Saugfortsätze) aus, welche in die
äußeren Zellen (Epidermiszellen) des Wirtes eindringen und hiermit der Pflanze Nährstoffe
entnimmt. Das befallene Blatt welkt hierdurch und fällt später ab. Die reichlich ausgebildeten
Sporenbehälter (Conidien) lassen die befallene Blattoberfläche anfänglich weiß, später grau
bestäubt erscheinen.

8.Welche echten Pilze (Stamm/Klasse) bilden bewegliche Sporen?


-Oomyceten (Saprophyten oder Parasiten)- Kraut und Knollenfäule- falsche Mehltaupilze-
Die beweglichen Sporen sind die sogenannten Zoosporen.
-Reich: Chromista
-Stamm: Oomycota

9.Wie lautet der wiss. Name des Weizen-Schwarzrostes? Welche Sporenform bildet er auf
welcher Pflanze?
-Puccinia graminis f.sp.trittici (Ordnung Rostpilz- Reich Pilze-Fungi; Abteilung Basidiomycota)
-Rostpilze bilden Dauersporen (Teliosporen) und können Wirtswechsel betreiben. Unser Pilz
wechselt zwischen Berberitze und Weizen. 5 verschiedene Sporenarten im Lebenszyklus.
-Basidosporen und Spermagonien befallen Berberitzen-(blatt)
-Aeciosporen auf Getreide/ Weizen
-Uredosporen in die Stomata des Weizen.
-Telisporen- durch Meiose entstehen Basidiosporen (Kreislauf geschlossen)

10.Welche Pilze (plural) bilden Antheridien? Welche Funktion haben sie?


-Oomyceten. Phytopthera infestans.
-Antheridien sind die männlichen generativen Hyphen.
-Die weiblichen heißen Oogonien.

Taxonomie von Pflanzenkrankheiten


1.Wie kann man die Larven von Blattwespen und Schmetterlingen unterscheiden?
-Das vierte und fünfte (die ersten beiden Körpersegmente) Segment der Larven der Schmettrelinge
ist im Gegensatz zu denen der Blattwespe beinlos.
2.Welche Puppenformen gibt es bei Schmetterlingen?
-Gürtelpuppe: Raupe spinnt kleines Polster, in das hintere Beinpaar verhakt wird. Danach spinnt sie
einen einzelnen Faden um ihren Körper, der sie an den gewählten Untergrund festhält.
-Stürzpuppe: Fehlen des einzelnen Fadens. Nachdem Hinterbeine in Polster, lässt sich Raupe
kopfüber, meist an kleinen Ästen, herunterhängen und streift sich dann Raupenhaut ab.
-Am Boden freiliegende Puppe: Verpuppung einfach am Boden in heruntergefallenen Blättern oder
in welken Gras. Verzicht auf jegliche Befestigung oedr schützende Kokons.
-Nach acht bis zwanzig Tagen ist die Puppenruhe abgeschlossen.

3.Nennen Sie jeweils fünf tierische Schädlinge, die beim Anbau von Raps und Getreide eine
ökonomische Bedeutung haben.
-Raps:
Rapsglanzkäfer (bei kräftiger Pfl. 5-6 tolerierbar, bei jungen 1-2 bekämpfungswürdig)
Kohlschottenrüssler und K.-motte (Sommerraps, zugewandert aus Winterraps)
Kohlblattlaus
Rübsenblattwespe
Rapserdfloh
-Getreide:
Fliegen (Vergilbung und verfaulende Blätter; Schäden an Ähren)
Käfer (Fraßschaden)
Blattläuse (saugen an Blättern und Ähren-Virusübertragung möglich)
Wurzelnematoden (Getreidezysten im Wurzelbereich)
Weizengallmücke (Ähren und Körner)
Kornkäfer, Getreidekapuziner (Vorratsschädlinge)

4.Erläutern Sie die folgenden Formen, die bei Blattläusen vorkommen: Fundatrix, Gynopara,
Ovipara, Alata e, Aptera, Virgo und Exsules.
-Fundatrix: erstes Glied in der Generationsfolge (flügellose Stammmütter)
-Gynopara: Weibchen
-Ovipara: die Eier ablegen; bei viviovipara ist Weibchen ovipar; bei Reblaus sind alle Morphen
ovipar
-Alata e: geflügelt
-Aptera: ungeflügelt
-Virgo: auf Fundatrix folgende Morphen wirtswechselnder Arten auf dem Primärwirt
-Exsules:

5.Beschreiben Sie die Morphologie bei Spinnmilben.


-0,3-0,6mm. konvexe Oberseite unten abgeplattet. Mit Ausnahme des sechsbeinigen
Larvenstadiums haben alle Entwicklungsstadien acht Laufbeine.

6.Erläutern Sie die folgenden morphologischen Strukturen bei Insekten: Maxillen, Labrum,
Scutellum, Tergit, Thorax, Femur.
-Maxillen: Kopfextremität, dienen als Mundwerkzueg
-Labrum: Oberlippe best. Gleiderfüßer. Vorderer Abschluss der Mundwerkzeuge.
-Scutellum: kleiner Schild oder Schildchen; mittlere Teil des Thorax
-Tergit: Rückenplatte des Außenskeletts. Bestandteil der Segmente
-Thorax: Brustkorb
-Femur: Abschnitt des Beins- Oberschenkel

7.An welchen morphologischen Merkmalen erkennt man Rüsselkäfer?


-Rüssel zu erkennen, Fühler meist gekniet (1.Glied verlängert und gewinkelt angesetzt), Körper mit
Schuppen bedeckt, 5-gliedrige Füsse
8.Was ist Honigtau und welche Insekten produzieren ihn?
-Zuckerhaltiges Ausscheidungsprodukt saugender Läuse sowie Zikaden. Saft aus Siebrähren
verschiedener Pflanzen. Viel Flüssigkeitsaufnahme der Tiere, diese in Form von Honigtau wieder
abgegeben. Reich an Zuckern v.a. Frucht-, Trauben- und normalen Zucker (Saccharose), daneben
auch Maltose, Fructomaltose und Melizitose.
Bekannt besonders das um Honigtau-betteln der Ameisen.
Ausgangsprodukt für Waldho nig.

6.5.3 Wichtige Begriffe bei den Pilzen zurü

Begriff Erklärung
Anamorphe Bezeichnung für die Form der asexuellen Fortpflanzung bei Pilzen
Biotrophie Ernährungsform, bei der der Erreger auf lebende Wirtszellen angewiesen ist

Chlamydospore Asexuell entstandene, dickwandige Dauerspore


Zellbereiche mit geringem Chlorophyllgehalt; oft gelbliche Bereiche;
Chlorose
Chlorophyllabbau durch Pathogenbefall; jedoch noch lebende Zellen
Parasit, der hauptsächlich außerhalb der Wirtspflanze (auf Blattoberfläche)
Ektoparasit lebt und nur Haustorien in die Epidermiszellen ausbildet (fast alle Echten
Mehltaupilze)
Endoparasit Im Inneren eines Organs (z. B. Blatt) lebender Parasit
Im Inneren der Pflanze, ohne die Ausbildung von Krankheitssymptomen
Endophyt
lebender Pilz
Organismen, die ihren ganzen Lebenszyklus sowohl auf befallenen,
lebenden Wirtspflanzen, als auch auf totem Substrat vollenden können; d.h.
Fakultativer Parasit
ist nicht unbedingt auf ständig auf lebende Wirtszellen angewiesen
(Bakterien, viele Pilze)
Zeitspanne zwischen dem Angriffsbeginn eines Erregers auf einer Pflanze
Fruktifikationszeit
und der Bildung von infektiösen Strukturen (Sporen, Konidien)
Wirken Substanzen, die Wachstum von Pilzen hemmen, diese aber nicht
Fungistatisch
abtöten
Fungizid Substanz, die Pilze abtötet
Organ (=Zapforgan) für die Nährstoffaufnahme obligat biotropher Pilze aus
Haustorium
lebenden Wirtszellen
Pilze, die zwei sexuell unterschiedlich determinierte Thalli für die
Heterothallisch Fortpflanzung benötigen (z.B. Antheridium auf + Hyphe und Ascogon auf –
Hyphe)
Pilze benötigen für sexuelle Fortpflanzung nur einen Thallus (z.B. Ascogon
Homothallisch
und Antheridium auf der gleichen Hyphe)
Eine Arte oder eine Sorte einer Wirtspflanze reagiert gegenüber dem Angriff
Horizontale verschiedener Pathotypen eines Erregers in gleicher Weise (z. B.
Resistenz Resistenzgrad 95, 80 oder nur 60%; in allen Fällen wird der Erreger, bevor
er sporulieren kann abgetötet)
Schneller (in Stunden) und lokal begrenzter Zusammenbruch
Hypersensitivität (Nekrotisierung) von Pflanzenzellen als Reaktion auf den Angriff eines
Erregers (zu sehen bei vertikaler Resistenz)
Hyphe Fadenförmiger Teil des Vegetationskörpers (Thallus) von Pilzen
Zeitspanne vom ersten Angriff eines Erregers auf eine Pflanze und dessen
Infektionszeit
Ausbreitung in der Pflanze
Inkompatible Unverträgliche Wirt-Pathogen Interaktion; Wirt erkennt den Eindringling und
Interaktion tötet diesen ab, noch bevor er sporulieren kann. Wirtpflanze überlebt
Inkubationszeit Infektionszeit plus Zeitspanne bis zum Auftreten von Symptomen
Inokulum Masse der infektiösen Einheiten eines Erregers
Karyogamie Verschmelzung haploider Kerne
Kompatible Anfällige Wirt-Pathogen Interaktion; Wirt stirbt ab, Pathogen überlebt und
Interaktion kann sporulieren
Asexuell gebildete Fortpflanzungsstrukturen (Sporen), die an besonderen
Konidien Hyphen (Konidienträgern), in Lagern (Sporodochien, Acervuli) oder
Behältern (Pyknidien) gebildet werden
Zeitraum von einer Infektion bis zum Auftreten der ersten, makroskopisch
Latenzzeit
sichtbaren Krankheitssymptome (=Inkubationszeit)
Myzel Gesamtheit aller Hyphen eines Pilzes
Nekrose Abgestorbene, tote, bräunlich erscheinende Gewebebereiche
Ernährungsform eines Erregers, der sich von totem Gewebe ernähren kann,
Nekrotrophie
das er nicht selbst abgetötet hat
Pflanzen, bei denen es zu keinen makroskopisch sichtbaren Symptomen
Nichtwirtspflanzen
kommt (sehr schnelle Abwehr, wenn Pathogen eingedrungen ist)
Pathogen, das sich nur von lebenden Zellen ernähren kann (siehe obligater
Obligat biotroph
Parasit)
Organismus, der seinen gesamten Lebenszyklus nur auf lebenden
Wirtszellen durchführen kann; d.h. kann sich nur von lebenden Zellen
Obligater Parasit
ernähren (Viren, MLO, RLO, Falsche und echte Mehltaupilze und
Rostpilze); wird auch als obligat biotroph bezeichnet
Pathogen Krankheitserreger
Pathogenese Entstehung und Verlauf von Krankheiten
Morphologisch nicht unterscheidbare Untereinheiten eines
Pathotyp
phytopathogenen Pilzes (früher als Rassen bezeichnet)
Bakterien einer Art mit gleichen oder ähnlichen Merkmalen, die jeweils an
Pathovar (pv.)
bestimmte Wirtspflanze angepasst sind
Erreger, der lebendes Gewebe u.a. mit Toxinen abtötet und davon lebt; also
Perthophyt
Erreger, der sich perthotroph ernährt
Ernährungsform eines Erregers, der sich von totem Gewebe ernähren kann,
Perthotrophie das er selbst durch Toxine oder Exoenzyme abgetötet hat (Mehrzahl
phytopathogener Bakterien und Pilze)
Zellwandloser, amöboider, vielkerniger Protoplast; Thallus der
Plasmodium
Plasmodiophoramycota und Chytridiomycota
Verschmelzung des Plasmas zweier unterschiedlich determinierter
Plasmogamie Gameten ohne dass es zur Verschmelzung der Kerne kommt; es bildet sich
dikaryotische Zygote
Niedermolekular, antimikrobiell wirkende Substanzen, die von Wirtspflanze
gebildet werden, nachdem diese mit dem Erreger (Virus, Bakterium oder
Phytoalexine Pilz) in Kontakt gekommen ist; werden in nicht befallenen Pflanzen nicht
synthetisiert (z.B. Glyceolline, Pisatin); sind für die Resistenzausbildung von
entscheitender Bedeutung
Grundsätzliche Befähigung eines Organismus, den Angriff eines potentiellen
Resistenz
Krankheitserregers abzuwehren
Organismus, der sich von totem Substrat ernährt, das er nicht selbst
Saprophyt
abgetötet hat
Kompakte, kaum differenzierbare Pilzmasse, in der oder auf der sich
Stroma
Fruktifikationsorgane bilden
Mehr oder weniger gleichmäßige Ausbreitung eines Erregers (z.B. Viren)
Systemisch oder Transport gelöster Stoffe (z.B. Fungizide) innerhalb der ganzen
Pflanze
Telomorphe Bezeichnung für die Form der sexuellen Fortpflanzung bei Pilzen
Thallus Gesamte Masse (Vegetationskörper) eines Pilzes
Fähigkeit der Pflanze, eine Infektion durch Krankheitserreger ohne
Toleranz
erhebliche Ertragseinbußen zu überstehen
Tracheobakteriose- Meist von Welkesymptomen begleitete Krankheiten, bei denen Bakterien
mykose oder Pilze vorwiegend die Tracheen besiedeln
Eine Sorte einer Kulturpflanze reagiert gegenüber Pathotypen eines Pilzes
Vertikale Resistenz verschiedenartig; es kommt zu einer ausgeprägten Differenzierung
(entweder vollständige Resistenz oder völlige Anfälligkeit)
Die genetisch fixierte Fähigkeit eines Krankheitserregers, die ebenfalls
Virulenz genetisch fixierte Widerstandskraft eines Wirtes in mehr oder weniger
starkem Ausmaß zu überwinden
Bei asexueller Fortpflanzung entstandene, bewegliche Sporen, die sich mit
Hilfe einer oder mehrerer Geißeln im Wasser (und damit auch im Boden)
Zoospore
fortbewegen können: zu finden bei Plasmodiophoramycota, Oomycota und
Chytridiomycota
Modifiziert nach Schlösser (1997), Allgemeine Phytopathologie, Thieme Verlag