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Menschen im Beruf – Medizin

Lösungen
E = Extra

Lektion 1 B2 vorstellen: Guten Tag, De Angelis mein Na-‐


me … * Guten Abend, ich bin hier dieÄrztin
A1a Häufige Beschwerdebilder in der chirurgi-‐ vom Dienst.
schen Ambulanz: Unterarmfraktur, Nasenblu-‐ nach den Beschwerden fragen: Was führt Sie
ten, Kopfschmerzen, Kopfplatzwunde, zu mir? * Seit wann leiden Sie unter diesen
Sprunggelenksfraktur, unklare Bauchbe-‐ Beschwerden schon? * Strahlen die Schmer-‐
schwerden, Rippenprellung, Blut im Stuhl zen irgendwohin aus? * Von welcher Art sind
die Schmerzen denn?
A2b alle außer 2
nach Vorerkrankungen fragen: Nehmen Sie
A2c 1 Nein, nur Brechreiz. 3 Ja, war 37,8. 4 In den Medikamente ein? * Leiden Sie an chroni-‐
Rücken. 5 Seit gestern Abend. 6 Nein. schen Erkrankungen? * Gibt es irgendwelche
7 Dumpfe, drückende Schmerzen. 8 Nein. Vorerkrankungen? * Haben Sie Bluthoch-‐
9 Werden manchmal schwächer. druck? * Werden Sie wegen anderer Erkran-‐
kungen medizinisch behandelt?
A2d Symptome: 1, 3, 8; Lokalisation: 4; Art der weiteres Vorgehen besprechen: Wenn Sie
Schmerzen: 7; Dauer der Schmerzen: 5, 9; Ur-‐ einverstanden sind, dann werde ich Sie jetzt
sachen: 6 körperlich untersuchen * … dann werde ich
Sie jetzt einmal abhören
A3a brennend, ziehend, drückend, stechend,
schneidend, wandernd C1a Blutabnahme, Ultraschall

A3b dumpf, drückend, in Schüben, in C1b 4,2,3,1


den Rücken ziehend, werden manchmal
schwächer C1c 2,4,5

A4 Welche Informationen benötigt die Ärztin C2 konkrete Handlungsanweisungen geben: Gut,


noch? Vorerkrankungen, andere chronische Frau …, Sie können sich wieder anziehen. *
Erkrankungen, Medikamenteneinnahme, Al-‐ Sie können im Warteraum Platz nehmen.
lergien, Lebens-‐ und Ernährungsgewohnhei-‐ über geplante/ nicht geplante Untersu-‐
ten chungsschritte sprechen: Ich werde Ihnen
jetzt kurz erklären, wie wir weiter vorgehen
A5 1 um den Blutdruck zu messen 2 ihr Hausarzt wollen. * Ich werde Ihnen jetzt kurz erklären,
3 Fettstoffwechselstörung 4 Sodbrennen was noch an Untersuchungen geplant ist. *
Schwester … wird jetzt gleich bei Ihnen Blut
A6a 1 Gespräch 4, 2 Gespräch 5, 3 Gespräch 3,
abnehmen. * Frau Dr.… wird bei Ihnen eine
4 Gespräch 1, 5 Gespräch 6, 6 Gespräch 2
Ultraschalluntersuchung durchführen. * Eine
A6b 1 Schilddrüsenerkrankung, Hypertonie; Röntgenaufnahme wird nicht nötig sein. über
2 Antibiotikaallergie, Pollenallergie; 3 Diabe-‐ bereits durchgeführte Diagnoseschritte
tes mellitus; 5 Krupphusten sprechen: Wir werden die Laborwerte
abwar-‐ ten. * Wir werden dann sehen, ob
B1a 2,1,4,3 Entzün-‐ dungszeichen im Blut nachweisbar
sind.
B1b D2,B1,A4,C3

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E1 1 Mindestens ein Drittel bis über die Hälfte (5); durch das Medikament gelindert (6); an
der Arbeitszeit. 2 90%. 3 18 Sekunden. 4 Ihrer Einnahme nichts ändern (7); sprechen
Pro-‐ fessionell Strukturierung des wir das mit den Kollegen von der Anästhesie
Gesprächs, Ach-‐ ten auf emotionale ab (8)
Äußerungen, klare Erläu-‐ terung der
Befunde, klare Therapieempfeh-‐ lungen. B1 Argumente pro EBS: Operation mit zu erwar-‐
tendem hohen Blutverlust, Operation muss
Lektion 2 planbar sein
Argumente contra EBS: akute Infektion,
A1a Total-‐Endo-‐Prothese schwere koronare Herzerkrankung (KHK)

A1b Hüft-‐TeP ca.210 000, Knie-‐TeP ca. 150000 , B2 1 Gespräch 1, 2 Gespräch 2, 3 Gespräch 1,
Altersdurchschnitt 75 Jahre, 71% Frauen, 4 Gespräch 2, 5 Gespräch 1
52 % Männer
B3 links oben: Über Indikation und…, rechts
A2b oben: Aus skeptische Reaktionen…, links un-‐
ten: Gesprächseinstieg, rechts unten: Über
Schmerzlokalisation: im ganzen Bein; Medika-‐
mögliche …
tion: Ibuprofen, Tramadol; Nebenwirkungen:
Übelkeit C1 Aufgabe des Pflegepersonals auf Station:
Blutdruck messen, Fieber messen, Infusionen
A2c Lufu-‐Test (= Lungenfunktionstest), Kardiolo-‐
kontrollieren, Essen verteilen, Pflegedoku-‐
gischer Befund, Herzschrittmacher,
mentation, Medikamente richten, Krankenak-‐
Reizhu-‐ sten
te führen, Körpergewicht feststellen, Verbän-‐
A2d Haben Sie in der letzten Zeit Beschwerden mit de kontrollieren, Flüssigkeitsbilanz erstellen,
der Atmung? Nein, also ja, ein bisschen. Ich Darmfunktion kontrollieren, Körperpflege
hatte so einen Husten… Und der Husten ist
C2a Der Arzt hat den Eindruck, dass der Patient
jetzt auch nicht mehr vorhanden, oder? Aber
einen starken Infekt entwickelt.
der ist schon seit zwei Wochen weg. Sie ha-‐
ben bestimmt einen Schrittmacherpass, oder? C2b 1 Arzt, 2 Schwester, 3 Schwester, 4 Schwe-‐
… den hab ich schon seit Jahren. Den Pass hat ster, 5 Arzt, 6 Schwester
meine Frau. Den bringt sie nachher mit.Wis-‐
sen Sie, warum sie den Schrittmacher be-‐ C2c 1 Er möchte unbedingt operiert werden und
kommen haben? … wegen der Rhythmusstö-‐ versucht deshalb den Infekt zu verbergen.
rungen. Können Sie sich noch erinnern, wann er 2 hat gehüstelt, blass, schwitzig. 3 Er muss in
implantiert wurde? … vor sechs oder sie-‐ ben den OP, das dauert länger. 4 die Anästhesi-‐
Jahren? Wann ist der Schrittmacher denn das stin
letzte Mal kontrolliert worden? Das war
E1 Am besten eignet sich „Fremdbluttransfusi-‐
vielleicht vor 4 Wochen. Haben Sie den Be-‐
on …“, da sich der Text an Mediziner wendet
fund vom Kardiologen, der die Untersuchung
und dieses Thema entsprechend das
durchgeführt hat? Ja, … Wenn Sie mir sagen,
Haupt-‐ anliegen des Textes ist. Möglich
bei welchem Kardiologen Sie waren,… Ja, das ist
wäre auch „Bluttransfusion …“. Diese
diese kardiologische Gemeinschaftspraxis am
Überschrift ist für einen informativen Text
Marktplatz. Sind seit der Schrittmacher-‐
aber etwas reiße-‐ risch und die Ablehnung
implantation noch einmal Probleme bezüglich
von Transfusionen durch die Zeugen
der Herzrhythmusstörungen aufgetreten?
Jehovas lediglich ein Bei-‐ spiel für die
Überhaupt keine.
Problemlage.
A4a alle Befunde vollständig (1); Nehmen Sie
deswegen (2); keine Ruhe mehr im Bett habe
(3); Restless legs (4); diese unruhigen Beine
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Lektion 3 Tachypnoe mit deutlicher Abnahme der Sau-‐


erstoffsättigung. Links thorakal kein Atemge-‐
A1a wie A1b, ggf. noch Familienstand, Versiche-‐ räusch; Krepitationsgeräusche
rungsverhältnis, Arbeitssituation des Patien-‐
ten, Religionszugehörigkeit, … B2a Beatmungsschwierigkeiten, Intubation, Sätti-‐
gung, Schaufeltrage, Drainage, Zugänge
A1b Wichtig: Alter, Geschlecht, Unfallhergang,
Eintreffzeitpunkt am Krankenhaus, Verlet-‐ B3 3 Schaufeltrage, 2 mobiles Röntgengerät,
zungen, Verletzungsmuster, Blutverlust, be-‐ 6 Ultraschallgerät (Sono), 5 Beatmungsgerät,
atmet – nicht beatmet, welche Fachabteilung 4 Blutgasanalayse – Gerät BGA, 1 Defibrilator
muss vor Ort sein (Defi)

A2a Ja, man muss sich auf einen lebensgefährlich B4 1D, 2E, 3B, 4A, 5C
verletzten Patienten einstellen. Er ist intu-‐
C1 1 warum ihr Mann… 2 dass ihr Mann noch
biert und beatmet, links (Die Tatsache, dass
lebt. 3 weiß sie nicht.
kein SHT vorliegt, bedeutet nicht zwingend,
dass der Patient lebensgefährlich verletzt ist C2a V. a. Herzinsuffizienz: Gespräch 1, Appendizi-‐
…) tis: Gespräch 3, trauernder Patient: Ge-‐
spräch 1, Angina Pectoris: Gespräch 2, Ur-‐
A2b männlich, Messerstecherei, Unterschenkel-‐
laubsreise: Gespräch 3
fraktur, Messerstichverletzungen, kein SHT,
Radiusfraktur, Thoraxdrainage, wach und an-‐ C2b 1 richtig, 2 falsch, 3 falsch, 4 falsch, 5 falsch,
sprechbar, intubiert 6 richtig

A3 alle 6 Items sind anzukreuzen Lektion 4


A4 1 Frakturversorgung 2 Leitstelle 3 Tubus, Bü-‐ A1b 1. Absatz: Was ist chronischer Schmerz?
lau-‐Drainage 2. Absatz Der Schmerz als Krankheit. 3.Ab-‐
A5 nach Art und Umfang der Verletzungen fra-‐ satz: Ätiologie des Schmerzes. 4.Absatz:
gen: Ist der Kreislauf stabil? * Besteht eine vi-‐ Diagnostik langwierig
tale Gefährdung? * Muss die Neurologie (Un-‐ A3a 1 Seit über zehn Jahren; 2 Schulter-‐ und
fallchirurgie, …) verständigt werden? * Ist der HWS-‐Beschwerden; 3 Entfernung der Man-‐
Patient ansprechbar/ orientiert? * Welche deln, Extraktion der Weisheitszähne,
Verletzungen liegen vor? * SHT? * Transfusi-‐ hochdo-‐ siert Schmerzmedikamente,
onspflichtiger Blutverlust? Physiotherapie, Antidepressivum, lokale
Anweisungen zu weiterem Vorgehen geben: Injektion eines Korti-‐ koids, Resektion des
Rufen Sie im OP an! * Lassen Sie Blutkonser-‐ Prozessus styloideus; 4 arbeitet bei einer
ven bereitstellen! * Sie können auf jeden Fall Immobilienagentur, ver-‐ heiratet,
Ihren zweiten Dienst verständigen. * Martin, verständnisvolle Frau, zwei erwach-‐ sene
veranlassen Sie zuerst einen Röntgen-‐ Töchter, versteht sich gut mit ihnen; 5 keine
Thorax zur Lagekontrolle.
A4a nicht passende Aussagen: macht mir nicht
B1a wach, ansprechbar, orientiert und kreislauf-‐ viel aus. schleichend. etwas unangenehm
stabil; zwölf Messerstiche ; Bis auf einen im
rechten unteren Abdomen liegen alle ande-‐ A4b 1–2: c; 2–5: b; 5–8: a, d; 8–10: e, f, g, h
ren peripher; Verletzungen nur oberflächlich;
B1a Verhältnis zur Ehefrau: Frau hat sich vor ei-‐
Rippenserienfraktur links, offene Unter-‐
nem halben Jahr nach 20 Jahren von ihm ge-‐
schenkelfraktur links und eine Unterarmfrak-‐
trennt; Verhältnis zu den Kindern: beide Kin-‐
tur mit deutlicher Dislokation; zunehmende
der leben nicht bei ihm, Tochter hält zur Mut-‐

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ter; Berufliche Situation: Frührentner; re Füße: Neutralstellung einnehmen; Tun Sie
Soziale Kontakte: keine; Alltagsbewältigung: bitte einmal: Palpation der Schilddrüse
Mittag-‐ essen vom Roten Kreuz,
selbstständige Ein-‐ käufe manchmal, kann A4a abtasten (1); diese Untersuchung (2); leichtes
nicht gut heben Druckgefühl auftreten (3); Beugen Sie
sich (4); unauffällig (5); Legen Sie (6); ich
C1 1 falsch, 2 richtig, 3 falsch, 4 falsch, 5 richtig messe (7); ziehen Sie die Beine (8); zu hoch
(9); tief ein-‐ und ausatmen (10); leich-‐ ten
C2 Pat. mit COPD wegen zunehmender Dyspnoe
Druck (11)
stationär aufgenommen. Bekannter chroni-‐
scher Nikotin-‐ und Alkoholabusus. A4c Anweisungen geben: Beugen Sie sich jetzt bitte
Zusätzlich seit Wochen zunehmende nach vorne und stützen Sie sich mit Ih-‐ ren
Schluckbeschwer-‐ den. Foetor ex ore. Im Unterarmen auf der Liege ab. * Legen Sie sich
hinteren Bereich der Zunge ulzeröse Läsion. erst einmal auf die Liege. * Bleiben Sie
Lokale Lymphknoten unauffällig. einfach ruhig liegen. * Dann drehen Sie sich
FRAGESTELLUNG jetzt bitte auf die rechte Seite. Genauso, wie
Bitte um Empfehlung weiterer diagnostischer Sie sich im Bett auf die Seite legen und dann
Schritte zwecks A.e. Tumors ggf. Übernahme ziehen Sie die Beine an. * Wenn das für Sie zu
des Patienten zur Therapie schmerzhaft ist, können Sie sich auch auf die
rechte legen. * So, noch einmal ganz ent-‐
E1 III, I, II
spannt ruhig und tief ein-‐ und ausatmen.
Handlungsbegleitendes Sprechen: Ich taste
Intermezzo
jetzt den äußeren Bereich Ihres Afters ab. Da
5 Offene Fragen stellen: Zu der Zeit fing das an ist alles völlig unauffällig. * … und ich messe
mit den Kopfschmerzen? * Wie schaffen Sie erst einmal ihren Blutdruck.* Sie spüren jetzt
denn Ihre täglichen Erledigungen? einen ganz leichten Druck
Nachfragen: Gab es für Sie einen Grund, Nachfragen / beruhigen: Geht es Ihnen wie-‐
dass es Ihnen nicht so gut ging? * Und da der besser? * So, ok? *Das passiert schon
sind Sie auch nicht mehr an ihn heran mal. Ist überhaupt nicht schlimm.* Geht es
gekommen. * Und mit den Nachbarn? so mit dem Kopf oder liegt der zu hoch? *
Paraphrasieren / zusammenfassen: Das ist Liegen Sie denn jetzt einigermaßen bequem?
ei-‐ ne lange Zeit, die Sie zusammen waren. *
A6 Unterberger-‐Tretversuch: Bitte schließen Sie die
Das kam für Sie alles ganz plötzlich.
Augen, stecken Sie die Arme nachvorn und
Spiegeln von Emotionen: Sie sind also ganz
treten Sie 50 Mal auf der Stelle.Finger-‐ Nase-‐
al-‐ leine? (Das evtl. auch bei Paraphrasieren
Versuch: Bitte führen Sie (mit geschlos-‐ senen
/ zu-‐ sammenfassen)
Augen) in einem großen Bogen Ihre
Zeigefingerspitze zur Nase. Knie-‐Hacke-‐
Lektion 5
Versuch: Bitte legen Sie sich auf den Rücken.
A1a von links nach rechts/ oben: 3, 5, 9, 1, 6; Führen Sie Ihre Ferse (mit geschlossenen Au-‐
unten: 10, 2, 7, 4, 8 gen) zum Knie des anderen Beins und lassen Sie
die am Schienbein nach unten gleiten.Pa-‐
A2a Atmen Sie jetzt bitte: Auskultation der Lunge; tellarsehnenreflex: Bitte setzen Sie sich und
Versuchen Sie meinem Finger: Untersuchung schlagen Sie ein Bein lose über das andere.
der Augen; Nun lassen Sie bitte: Reflex (PSR) Allen-‐Test: Bitte öffnen und schließen Sie Ihre
testen; Beugen Sie sich bitte: Wirbelsäulen-‐ Hand einige Male schnell.
beweglichkeit überprüfen; Lassen Sie den
Arm: Blutdruck messen: Öffnen Sie den
Mund: Mundhöhle inspizieren; Stellen Sie Ih-‐

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A7 Inspektion = Betrachten, Perkussion = Ab-‐ A3b 3-‐1, 4-‐2, 5-‐3, 6-‐4, 1-‐5, 2-‐6
klopfen, Palpation = Abtasten, Auskultation =
Abhören, Funktionsuntersuchung = Testen A4b 1 Bei der MRT wird keine belastende Strah-‐
lung erzeugt. Die Wirkung der magnetischen
A8a den Patienten betrachten, den Hodensack Wechselfelder ist aber noch nicht ausrei-‐
abtasten, das Herz abhören, den Bauch abta-‐ chend erforscht. 2 Die Höhe der Strahlenbe-‐
sten, den Brustkorb abklopfen, die Beine / lastung hängt von verschiedenen Faktoren ab,
Arme abtasten je nachdem, welches Körperteil unter-‐ sucht
wird. Bei einer CT wird man ja nie von Kopf bis
B1a Welche Informationen brauchen Sie für eine
Fuß untersucht. 3 Das scheidet der Körper
Patientenkurzvorstellung? Alter, Geschlecht,
wieder aus. 4 Das Metall würde mit den
Allgemeinzustand (AZ), Vorerkrankungen, Be-‐
magnetischen Feldern reagieren.
funde, Diagnose, Differentialdiagnose, Medi-‐
kamenteneinnahme, Allergien, familiäre Si-‐ B1a Wie muss man sich als Patient/ Patientin auf
tuation, Ansprechpartner, weitere geplante eine Darmspiegelung vorbereiten? Keine kör-‐
Untersuchungen nerhaltige Nahrung ab 3 Tage vor der Unter-‐
suchung, eigene Medikation weiter nehmen,
B1b T = Temperatur, RG = Rasselgeräusch, AZ =
gerinnungshemmende Medikamente abset-‐
Allgemeinzustand, o.B. = ohne Besonderhei-‐
zen, Badetuch zur Untersuchung mitbringen
ten, EZ = Ernährungszustand, HF = Herzfre-‐
quenz B1b Abführmittel, Flüssigkeitsaufnahme, zu ver-‐
meidende Nahrungsmittel, erlaubte Geträn-‐
B1c Alter: 78 Jahre; Allgemeinzustand: verwirrt,
ke, ab wann nüchtern, Ehepartner der Patien-‐
zeitlich und räumlich nicht orientiert; Tempe-‐
tin
ratur: 37,2 °; Herzfrequenz: erhöht; klinische
Symptomatik: trockene Lippen, raue, faltige B1c 1 die Vorbereitungsmaßnahmen und den Ab-‐
Zunge, verminderter Hautturgor, kaum ge-‐ lauf der Untersuchung. 2 sollten Sie auf Voll-‐
füllte Jugularvenen; Verdachtsdiagnose: Ex-‐ kornbrot verzichten. 3 kein Müsli, kernhalti-‐
sikkose ges Obst oder Paprika mehr essen. 4 nichts
mehr essen. 5 können Sie das auf diesem Zet-‐
E1 Allgemeiner Eindruck, Kopf und Hals, Thorax
tel nachlesen.
und Rücken, Lunge, Herz – Kreislauf, Abdo-‐
men, Untersuchung der Leistenregion, Ex-‐ B2b Er beruhigt den Patienten, indem er ihn bittet
tremitäten, Neurologische Untersuchung ruhig ein und auszuatmen und geht auf seine
Wünsche ein. Er gibt ihm ein Beruhigungsmit-‐
E3 links oben = C, links unten = A, rechts oben =
tel und verschiebt die Untersuchung, bis der
B, rechts unten = D
Patient sich besser fühlt.
E4 Die Vergütung der medizinischen Leistungen
C1a Szintigrafie
ist bei den Gesetzlichen Krankenkassen nied-‐
riger als bei den Privatversicherungen. Daher C1b Aktuelles Beschwerdebild, Labordiagnostik,
könnte ein Arzt auf die Idee kommen, den aktuelle Medikation, Vorerkrankungen
Patienten angezogen zu untersuchen um Zeit
zu sparen. C1c 1 Diffuse Knochenschmerzen im rechten
Oberschenkelbereich. 2 Der Auslöser ist nicht
Lektion 6 bekannt. 3 Bis auf ein grenzwertig normales
CRP ist die Labordiagnostik unauffällig (blan-‐
A1a 3,4,1,2,5 de). 4 Konventionelle Aufnahme, NSAR-‐
Medikation, Laboruntersuchungen, körperli-‐
A1b 1A, 5B, 3C, 4D, 2E
che Untersuchung. 5 Er rät ebenfalls zu einer
Skelettszintigrafie.

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C2b nicht notwendige Informationen: Familien-‐ ge wir die anderen Ergebnisse nicht vorliegen
stand, Probenmaterial, Blutgruppe haben, können wir/ kann ich nichts… * Ich
kann Ihnen zu dem weiteren Verlauf noch
E2 4,2,1,3
nichts sagen, solange wir/ ich …
Informativ: Was ich sagen kann, ist, dass … *
Lektion 7 Die Laborwerte sind so weit in Ordnung* Im
A1a 1. Kopfschmerzen und Migräne 2.Chronische Augenblick ist der Zustand Ihres/ Ihrer … sta-‐
Rückenschmerzen 3.Ischämischer Schlagan-‐ bil * Wir werden Ihre/ Ihren … zur Sicherheit
fall 4. Epilepsie 5.Demenz 6.Parkinson auf Intensiv legen, um… * Ja, natürlich kön-‐
nen Sie zu Ihrer/ Ihrem …
A1c Andere neurologische Erkrankungen: Karpal-‐ Empathisch: Ich kann Ihre Sorge sehr gut ver-‐
tunnelsysndrom, Alzheimer, Schädel-‐Hirn-‐ sehen * Ich habe Verständnis für Ihre Ängste
Trauma (SHT), Gehirnerschütterung, Creutz-‐ in dieser Situation
feldt-‐Jakob-‐Krankheit (CJK), Hirnhautentzün-‐
dung, Schleudertrauma, Schwindel,… C1b Der Facharzt mit Ärztinnen in der Facharzt-‐
ausbildung oder im praktischen Jahr.
A2a Stottern, hängender Mundwinkel, lallen
C1c 1 obwohl wir uns sehr um ihn bemüht haben.
A2b Schlaganfall 2 dass die Haltung bestimmt… 3 wenn er he-‐
reinkommt. 4 er hat überhaupt keine Reakti-‐
A2c Weitergehende Fragen: Ist bei Ihrem Mann
on gezeigt. 5 die Verdachtsdiagnose schon zu
ein Bluthochdruck bekannt? Haben Sie sonst
sehr abgelenkt. 6 das Maskengesicht: Morbus
noch Veränderungen bei Ihrem Mann
Parkinson. 7 schon ein wichtiger Teil der Un-‐
festge-‐ stellt? Hat Ihr Mann andere
tersuchung.
Begleiterkran-‐ kungen? Konnte Ihr Mann
Arme und Beine bewegen? C1d 1 Er wirkte abwesend, arrogant, unsympa-‐
thisch. 2 Die Gesichtszüge des Patienten sind
A2e 1 Ärztin, 2 Frau Müller, 3 Ärztin, 4 Pfleger,
starr. (Später: Maskengesicht). 3 Das Mit-‐
5 Ärztin, 6 Ärztin
schwingen der Arme beim Gehen und das Zit-‐
A4a Weitere diagnostische Maßnahmen: MRT, CT, tern der Hände. 4 Der Patient wird um eine
Laborwerte Schriftprobe gebeten, die Beweglichkeit von
Hand-‐ und Ellenbogengelenk wird überprüft,
A4b Laborwerte, Pupillenreaktion, Blutdruck der Geruchsinn wird überprüft.

B1b 1 Die Ärzte werden oft mit Fragen bedrängt, E1 Die gelbe Linie gehört zu den Stroke Units.
können aber noch keine abschließende Aus-‐
kunft geben. 2 Man kann mit Faktenwissen E3a Lösungsvorschläge: Vorbild Skandinavien,
(Diagnosewerte und Befunde) reagieren und Optimale Patientenversorgung, Die
auch zum Ausdruck bringen, welche Fragen wichtig-‐ ste Therapieform
man noch nicht beantworten kann. Jeder
Fall ist individuell und auch bei klaren
Lektion 8
Krank-‐ heitsbildern mit klaren Prognosen A1a Drei-‐Tage-‐Fieber, Ziegenpeter, Windpocken,
kann der Verlauf anders sein. Wichtig ist
Bettnässen
immer eine empathische Grundhaltung zu
haben und die Sorgen der Patienten/ A1b Deutsche Bezeichnungen für Kinderkrankhei-‐ ten:
Angehörigen ernst zu nehmen. Mumps (Ziegenpeter), Mittelohrentzün-‐ dung,
Mandelentzündung, Drei-‐Tage-‐Fieber,
B2 Optionen offenhalten: Ich weiß nicht, wie der
Pseudokrupp (Krupphusten), Blähungen, Na-‐
weitere Verlauf… * Wir müssen jetzt noch die
anderen Untersuchungen abwarten * Solan-‐

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senbluten, Scharlach, Durchfall, B3 1. Das Untersuchungszimmer sollte warm
Dreimonats-‐ koliken sein. Sonst kühlen die Kinder aus. 2.Die Arzt-‐
helferinnen sollen eine beruhigende Aus-‐
A3a Halsschmerzen, Fieber, Schüttelfrost, ge-‐
strahlung auf Kinder und Eltern haben und
schwollene Lymphknoten und Mandeln,
müssen den Zustand des Kindes einschätzen
Hautausschlag, Abgeschlagenheit
können. 3.Man soll den Kindern Zeitlassen,
A3b 1D, 2A, 3E, 4B, 5C wenn sie in den Behandlungsraum kommen.
Gut ist es, wenn ein paar Spielsachen und
A3c Heiserkeit, Appetitlosigkeit, Schluckbe-‐ Plüschtiere vorhanden sind. 4.Man soll mit
schwerden, geschwollene Lymphknoten, den Kindern das besprechen, was die Kinder
Bauch-‐ und Kopfschmerzen, Fieber, Husten, beantworten können, und nicht über die Kin-‐
Himbeerzunge, allergischer Hausausschlag der hinweg nur mit den Eltern reden. 5.Die
Ärzte müssen über die Schritte der kindlichen
B1 Worauf muss man bei der Untersuchung von
Entwicklung Bescheid wissen. 6.Die Untersu-‐
Kindern besonders achten? Angenehm tem-‐
chung soll einem klar strukturierten Ablauf
perierter Untersuchungsraum, das Kind steht folgen, besonders dann, wenn die Umstände
im Mittelpunkt, ruhige Umgebung, Untersu-‐
schwierig und hektisch sind. 7.Die unange-‐
chungsgänge spielerisch durchführen, sich nehmen, schmerzhaften Untersuchungen
dem Kind langsam nähern macht man zuletzt. 8.Die Eltern bleiben in der
B2a Podiumsdiskussion Regel im Untersuchungszimmer. Es ist gut,
wenn eine Helferin anwesend ist. 9.Bei
B2b Frühgeborene, Neugeborene, Säuglinge, Blutentnahmen muss die Punktionsstelle
Kleinkinder, Schulkinder, Jugendliche rechtzeitig betäubt werden. 10.Das Stetho-‐
skop soll man anwärmen, damit das Kind
B2c Untersuchungsraum: Warm, ruhig; Personal: nicht erschrickt. Man kann das Kind das Ab-‐
beruhigende Ausstrahlung auf Kinder und El-‐ hören auch mit einem Bären spielen lassen.
tern, müssen den Zustand des Patienten ab-‐
11.Zum Abschluss kann man den Kindern
schätzen; Ausstattung des Behandlungs-‐
ei-‐ ne kleine Belohnung oder Anerkennung
raums: Spielsachen, Plüschtiere; Gesprächs-‐
ge-‐ ben.
partner: zuerst die Kinder, dann die Eltern;
Untersuchungsablauf: zuletzt die unange-‐ C2 den Kindern direkt zuwenden und ins Ge-‐
nehmen, schmerzhaften Untersuchungs-‐ spräch einbinden, um Vertrauen aufzubauen;
schritte; Blutentnahme: Punktionsstelle früh-‐ Fragen kindgerecht beantworten; ehrliche
zeitig betäuben; Untersuchungsende: ein Aussagen; bei Kindern in der Trotzphase kei-‐
kleines Geschenk, eine Anerkennung ne fragenden Aufforderungen; gespielte
Wettkämpfe bei Schulkindern
B2d Um die Blutentnahme möglichst schmerzlos
durchzuführen; viele Kinder und Erwachsene C3 spielerische Wettkämpfe in beiden Fällen;
nennen die Blutentnahmen als traumatische der Versuch mit der magischen Welt
Erlebnisse. miss-‐ lingt bei Saskia
Sie wärmt das Stethoskop an, damit sich die
Kinder nicht erschrecken./ lässt das Kind die D2a 3, 4
eigene Untersuchung spielerisch vorweg-‐ D3 Alter: 12 Jahre; Verbale Kommunikation:
nehmen. konnte Angaben zu seiner Person machen,
Ein klar strukturierter Untersuchungsablauf war aber zeitlich und räumlich nicht orien-‐
und die Kenntnis der Entwicklungsschritte tiert; O2-‐Sättigung in %: 96; BZ in mg / dl:
von Kindern. 96; Drogenscreening: negativ

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E3 Musterlösung: Plurale Identitäten entstehen B2b 1 richtig, 2 falsch, 3 falsch, 4 falsch
dadurch, dass unterschiedliche Kulturen auf
die Persönlichkeit einwirken (z.B. die Her-‐ B2c Begrüßung und einleitende anamnestische
kunftskultur der Eltern/ Großeltern, des Fragen: Und, Frau/ Herr … was machen die
Ge-‐ burts-‐ und Aufenthaltslandes, die der Schmerzen heute? * Guten Morgen Herr Tra-‐
Freun-‐ de und Nachbarn etc.). bitz … * Der Doktor Lange hat… * Guten Mor-‐
Transkulturelle Kompetenz erfordert die Fä-‐ gen Frau / Herr, … wie haben Sie denn heute
higkeit zur Selbstreflexion (z.B. der Grundla-‐ geschlafen? * Der Blutdruck war stabil in den
gen der Urteile), Hintergrundwissen über un-‐ letzten Stunden, oder? * Wie geht es Ihnen
terschiedliche Kulturen und Kommunikati-‐ denn heute? * Haben Sie heute schon von
onskompetenz (z.B. „Wie beschreibt jemand dem Tee getrunken?
aus einer bestimmten Kultur Beschwerden und Reaktion auf Patientenfragen/ Erklärung zur
Symptome?“, auch die Einschätzung, wann ein weiteren Therapie: Da wissen wir morgen
Dolmetscher notwendig ist). schon mehr. * Sie bekommen heute noch
Flüssigkeit über diese Infusionen. * Es ist
Intermezzo wichtig, dass Sie weiterhin genug trinken. *
Die Magentabletten nehmen Sie ja? * Wir
1 1 Vor den behaupteten Nebenwirkungen der warten das Labor noch ab.
Impfung. 2 Die Testgruppe der Impfstudie
war zu klein und der Wissenschaftler war C1a von links nach rechts: venösen Zugang ver-‐
be-‐ fangen. kleben (P) aber: venösen Zugang legen (Ä) –
Fieber messen (P) – Infusion anstellen / ein-‐
4 1A, 2B, 3B, 4A stellen (P) – Händedesinfektion (P/ Ä) – Bet-‐
ten machen (P) – Blutkonserve anhän-‐
Lektion 9
gen (Ä) – Blutdruck messen (P) – EKG schrei-‐
A1b Name des Patienten, Diagnose (Verdachts-‐ ben (P) – EKG befunden (Ä)
diagnose), Krankheitsverlauf, Besonderheiten C2a Das Gespräch findet auf dem Flur statt, kurz
(Fieber, Verträglichkeit von Medikamenten),
bevor die Gruppe aus ÄrztInnen und Pflege-‐
geplantes weiteres Vorgehen (Diagnostik, kräften den Raum betritt.
Entlassung), ggf. Reha
C2b Frau Gundlach: Bronchoskopie, Herr Sammer:
A2a alle vier genannten Personen
Koloskopie , Herr Welter: Koloskopie, Herr
A2b 1 OÄ, 2 OÄ, 3 PJ-‐lerin, 4 AA, 5 Pfl, 6 Pfl, 7 AA, Knoll: muss genug trinken, die Infusion soll
8 AA gewechselt werden, Herr Zumplik: Hyperto-‐
nus, 110 diastolisch, Betablocker soll auf 5
A3a Röntgenaufnahmen sind jederzeit abrufbar mg erhöht werden. Außerdem soll der Druck
und einsehbar, gemeinsamer Blick auf die alle vier Stunden kontrolliert werden. Frau
Ak-‐ te, schnellere Korrespondenz mit Stingl: bekommt nächste Woche eine
anderen Abteilungen Chemo-‐ therapie, Herr Müller: die
Blutkonserve ist angekommen, muss
A4a 1-‐1 Anstieg mPaP, 2-‐4 TE 1973, 3-‐6 TVT, 4-‐8
gekreuzt und angehängt werden.
PPI, 5-‐2 HF , 6-‐7 OAK, 7-‐3 VHF, 8-‐5 DK
C3 Der Arzt möchte die Meinung der Stations-‐
A4b 1 CRP, 2 37,5°C, 3 ZVD, 4 PM, 5 Erb schwester hören, ob bei dem Patienten even-‐
B1a 1 2,5 Minuten, 2 30 Prozent, 311 Fragen (Lö-‐ tuell ein ZVK sinnvoll gewesen wäre. Es ist
sungen ergeben sich aus dem HV 058, nicht ungewöhnlich, dass (jüngere) Ärztin-‐
siehe Transkription) nen / Ärzte erfahrene Pflegekräfte um ihre
Einschätzung bitten.

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E1 und E2 Verwaltung: Öffentlichkeitsarbeit, B2b von links nach rechts: erstes Bild 8 / 5 / 7;
Per-‐ sonalbedarf, Gehaltsabrechnung, zweites Bild 4 / 7; drittes Bild 2; viertes Bild 1 /
Einkauf, Hauswirtschaft 6; fünftes Bild 3
Pflegedirektion: Pflegedienst, Stationen,
Pati-‐ entenversorgung B2c Es ist die Aussage 7. Der Arzt erklärt dem Pa-‐
Ärztlicher Direktor: tienten, wie er beim Legen des Zugangs vor-‐
Hygienebeauftragter, Notaufnahme gehen wird.

B3a Dokumentation: Ist die Akte vollständig? *


Lektion 10
Kann mir jemand sagen, wo die…? * Gebt
A1a Wer nimmt an der Frühbesprechung teil? dem Patienten alle Befunde mit. * Ist der Re-‐
Chefarzt / ärztin, Oberarzt/ ärztin, Assistenz-‐ ha-‐Antrag …? * Macht bitte alles für die…
ärzte / -‐ärztinnen, Assistenten und PJ-‐ler, Lei-‐ Medikation / Darreichungsform: Wählt da bit-‐
tendes Pflegepersonal te die …! * Wie lange kann ich das Antibioti-‐
Was wird besprochen? Besondere Vorkomm-‐ kum nach …? * Hier sollten wir die Thrombo-‐
nisse in der Nacht, mögliche Neuaufnahmen seprophylaxe … * Dieses Medikament sollte
für den Tag geplant, Entlassungen, diagnosti-‐ nur in… * Das Clonidin bitte nicht…
sche Maßnahmen bei den stationären Patien-‐ Personal: Wenn es mit der Überwachung von
ten / Patientinnen, sind Rehaanträge auszu-‐ Frau / Herr … * Wenn ihr nur zu zweit auf Sta-‐
füllen?, werden Patienten auf andere Statio-‐ tion seid, muss ich… * Macht bitte alles für
nen verlegt? die Verlegung fertig.

A1b 1 (Ä), 2 (Ä/ P), 3 (P), 4 (P), 5 (Ä), 6 (P), 7 (Ä), C1b Offene Fragen stellen, Nachfragen, Gesagtes
8 (P), 9 (Ä), 10 (Ä), 11 (Ä) zusammen fassen, Paraphrasieren, Spiegeln
von Emotionen, emphatisch sein
A1c 1 = Aufforderung an P in den Unterlagen von
der Patientin ein Vor-‐EKG zu suchen; 5 = Auf-‐ C2a Arztzimmer, Besprechungszimmer, Arzt, Pati-‐
forderung an P alle wichtigen Utensilien zum ent / Patientin mit Angehöriger/ Angehöri-‐
Legen eines ZVK zusammen zu stellen; 11 = gem, man spricht über einen Befund/ eine
Aufforderung ein bestimmtes Formular (hier Diagnose / eine Therapie
Konsilschein) bereit zu legen, damit es vom A
C2b Es geht um die anstehende chemotherapeu-‐
unterschreiben werden kann
tische Behandlung bei der Frau. Sie fragt sich,
A2b Frau Sammer: neuen Zugang legen, damit die ob sie diese Behandlung überhaupt machen
Antibiosetherapie weiter geführt werden soll („sinnvoll“).
kann; Herr Brandt: ZVK checken, da nicht
C2d und e 1 Vor den Nebenwirkungen/ Übelkeit,
mehr durchgängig; Frau Schachtow: Blasen-‐
etc. / dass es für eine Chemo bereits zu spät
katheter ziehen (soll zur Physio), Augenkonsil
ist. Sie formuliert, dass sie allein lebt und ihr
wegen Sehstörungen muss angefordert wer-‐
niemand helfen kann. 2 Er hält die Chemo für
den; Frau Minter: Kaliumdosierung erhöhen,
die geeignete Therapie. 3 Er möchte, dass
mittags zusätzlich eine Brausetablette, nach
seine Mutter eine Patientenverfügung auf-‐
einem vielleicht schon gemachten Vor-‐EKG
setzt. 4 Spiegeln von Emotionen, Gesagtes
suchen
zusammen fassen (Sie haben Angst, dass Sie
B1a Tropfen, Gel, Salbe/ Creme, Kapseln, Infu-‐ die Dinge des Alltags nicht mehr erledigen
sion, Saft, Tabletten, Pflaster können), emphatisch (deswegen ist es gut,
dass wir miteinander sprechen), geht auf die
B2a 1D, 2B, 3A, 4C, 5A, 6D Ängste der Patientin ein (Besprechen der Pa-‐
tientenverfügung)

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D1a Aufgaben des ärztlichen Personals auf Stati-‐ A2c von links nach rechts: Untersuchungslampe,
on: Röntgenbilder sichten, Bettenbelegung Stethoskop, Piepser, Klinikleitfaden
planen und organisieren (ggf. gemeinsam mit
der Pflegedienstleitung), Arztbriefe schreiben A3a 1 Ungerechte Kritik; 2 Ein Erfolgserlebnis;
(Entlassung), Anweisungen an Pflegekräfte, 3 Erfahrenes Pflegepersonal
mit Angehörigen sprechen, Visite vorbereiten A3b Berufsanfänger, evtl. auch Studenten
und durchführen, Therapiepläne aktualisie-‐
ren A4a Sehr knapp, viel Fachterminologie, sachlich,
Keine Aufgabe des ärztlichen Personals: Fie-‐ emotionslos, stichpunktartig, für die Doku-‐
ber messen, Patienten waschen mentationsunterlagen der Klinik geschrieben
bzw. Adressat: weiter behandelnde oder be-‐
D2a … Dann geht der Arzt bei der Suche nach ei-‐ treuende Kollegen
ner Vene auf den Wunsch der Patientin ein.
Er erklärt der Patientin sein Vorgehen (hand-‐ A4b 01:15 64-‐jährige Patientin wird von Ehemann
lungsbegleitendes Sprechen). Die Punktions-‐ wegen anhaltender Epistaxis in die Ambulanz
stelle wird desinfiziert und betäubt. Dann gebracht. Maßnahmen, wie Kühlung im Nac-‐
wird der Zugang gelegt. kenbereich seien unwirksam gewesen. Bei
der Patientin ist ein Hypertonus bekannt.
D3b O: Untersuchung/ Befundung / Labor, A: Ein-‐ Therapie aktuell: Betablocker und ASS 100.
schätzung / Beurteilung, P: aktuelle Entschei-‐
Inspektion der Nase mit Spekulum wegen der
dungen / Therapie Blutung deutlich erschwert. Patientin blass,
D4a S = Herr T. klagt seit…; O = Bef. Herz und aber Kreislauf stabil. Entscheidung zur Tam-‐
Lunge o.B., Abd. gebläht …; A = Beurtlg. V. a. ponade bis weitere Diagnostik durch HNO-‐
erneuten Schub …; P = Proc.: Heute Belegarzt durchgeführt werden kann. Beid-‐
Abd.Sono, ggf. CT. Pat … seitiges Einlegen einer Schaumstofftampona-‐
de. Danach Sistieren der Blutung.
E1 Es handelt sich um Aussagen von Pflegekräf-‐
ten. Anforderung von Krankenakten, Wund-‐ B1a dringlich: 2 – 3 – 5 – 17
pflege, Injektionen. Die letzte Aussage kann B3a 1 Entschuldigen Sie, ich weiß nichts über die-‐
aber eher aus dem Mund einer Ärztin, eines sen Patienten. Können Sie mir ein paar In-‐
Arztes stammen. formationen geben? Diagnose, Therapie,
E4 Zusammenarbeit, Konflikte, Aufgabenvertei-‐ Medikation …? / Ich kenne den Patienten lei-‐
lung, Wertschätzung, Erfahrung, interprofes-‐ der nicht./ Entschuldigen Sie, ich kenne den
sionelle Kommunikation Patienten nicht. Könnten Sie mir bitte eine
paar Detailinformationen geben?
Lektion 11 2 Entschuldigen Sie, ich habe Ihren Namen/
Ihr Anliegen nicht verstanden./ Könnten Sie
A1b Infusionsständer, Infusionsbesteck, Infusions-‐ bitte etwas langsamer sprechen? / Könnten
flasche, Stethoskop, Spritze, Reflexhammer, Sie bitte das bitte noch einmal wiederholen?
Aufnahmegerät, Diktiergerät, Taschenlampe, 3 Können Sie mir das etwas genauer erklären,
Piepser, Fachbücher/ Fachliteratur bitte? / Wie muss ich das verstehen? Meinen
Sie, dass …?
A1d Nitrospray – Erstversorgung – kreislaufstabil
4 Wie ist denn die aktuelle Medikation? (bei
– Übergabe – Zugang – Hinterwandinfarkt –
Gespräch mit Fachpersonal), Welche Medi-‐
Nasentamponade – Klinikleitfaden
kamente nehmen Sie denn im Moment ein?
A2b unsicher, ängstlich, aufgeregt, unausgeschla-‐ (mit Angehörigen oder Patienten)
fen
B4a A3, B1, C4, D2

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B4b Gespräch 1 (1, 3, 4, 5); Gespräch 2 (2, 5); Ge-‐ man üben, weil die Besucher sich meist nicht
spräch 3 (4); Gespräch 4 (3); Gespräch 5 (1, 2, mit diesen Utensilien auskennen; Besucher
4) sollten nicht versuchen, gebrauchte Hand-‐
schuhe und Mundschutz auf dem Flur der
B4c Diese nachfragenden Äußerungen lassen sich
Station zu entsorgen; 2 auf der Intensivstati-‐
den Transkriptionen der HV (Track 068–071)
on nur noch Benutzung von Einwegmateriali-‐
entnehmen.
en; 3 Unbedingt die aufnehmenden Einrich-‐
C1a Gründe für Verlegung in eine andere Klinik: tungen informieren und zwar in einem an-‐
Fehlende diagnostische Möglichkeiten, Feh-‐ gemessenen Zeitverlauf, damit rechtzeitig
lende Fachabteilung (z.B. Neurochirugie), Schutzmaßnahmen ergriffen werden können.
Kompliziertes Krankheitsbild (Spezialklinik
Lektion 12
z. B. bei Verbrennungen), Anwendung beson-‐
derer intensivmedizinischer Methoden, An-‐ A1a Hier werden Patienten mit schweren bis le-‐
schlussheilbehandlung (Reha-‐Klinik), Seltene bensbedrohlichen Krankheiten versorgt.
Erkrankungen (z.B. Tropenkrankheiten)
A2a 1 Infusomat/ Perfusor: links oben; 2 Intensiv-‐
C2 nicht notwendig: die Hausärztin informieren/ bett: im Vordergrund; 3 Bettgalgen: Mitte
den medizinischen Dienst informieren, das ganz rechts; 4 Überwachungsmonitor: Mitte
Gesundheitsamt verständigen (außer es han-‐ rechts (zwei Überwachungsmonitore) 5 Infu-‐
delt sich um eine meldepflichtige Erkrankung) sionshalter: Mitte hinten
C3a 1 Er ist in einer Reha-‐Klinik. 2 Die OP-‐Wunde A2b andere Geräte: Infusionseinheit – Infusions-‐
hat sich entzündet, er muss noch einmal ope-‐ ständer – Infusionshalter – Spritzenpumpe (In
riert werden. 3 Am gleichen Tag. Deutschland wird häufig das Wort Perfusor
für Spritzenpumpe verwendet, auch wenn
C3b Wunddehiszenz (Nahtinsuffizienz; Wundrup-‐
dies der Markenname für die Spritzenpumpe
tur)
der Firma Braun-‐Melsungen ist.) – decken-‐
C3c 1 Knie, oberer Bereich der Narbe; 2 Sie soll montiertes Versorgungssystem – Ampelsy-‐
einen Transport organisieren; 3 nach dem HB stem für die Therapie-‐ und Überwachungs-‐
einheit – Patientenmonitor – Monitoreinheit
C4a Nach: Uniklinikum Eppenheim; Patient: Her-‐
für EKG, Blutdruck, Sauerstoffsättigung –
mann Scherer, Geburtsdatum etc.; Befunde:
Druckluftanschluss – Beatmungsgerät
Stark geschwollene bis Min; Diagnose: V.a.
Lymphom; Verlegungsgrund: erweiterte Dia-‐ A3a eine Intubation zur Narkose (Laryngoskop,
gnostik, evtl.Tonsillektomie; Zuständiger Arzt Tubus, Beatmungsmaske)
des aufnehmenden Hauses: Dr.Sven Fiethe,
HNO A3b 1 Ä, 2 Ä, 3 P, 4 P, 5 Ä, 6 Ä, 7 Ä, 8 P

A3d Arbeitsschritte: Zugang legen, Intubationsbe-‐


E1 es passen: Schutzmaßnahmen, Resistenzen,
steck vorbereiten, Lichtquelle checken, Me-‐
Isolation
dikamente aufziehen, Dosierung festlegen,
E2b auf konsequente Händehygiene achten; Ab-‐ Beatmungsgerät bereitstellen, Medikament
läufe auf dem MRSA Therapieplan dokumen-‐ injizieren, Intubation durchführen, beatmen
tieren; Patienten isolieren; Schutzkittel, Eingriff kann notwendig werden (nur Beispie-‐
Schutzhandschuhe, Mund-‐Nasen-‐Schutz an-‐ le): Bei schweren Atemstörungen mit Behin-‐
legen derung der Sauerstoffversorgung, zur Siche-‐
rung der Atemwege, zur Beatmung nach grö-‐
E4 1 Den Besuchern muss man das Vorgehen ßeren Operationen
erklären und zeigen; Das Procedere muss

Menschen im Beruf – Medizin, ISBN 978-‐3-‐19-‐701190-‐5, Lösungen © Hueber Verlag, Autorin: Dorothee Thommes Seite 11
A4a Sie duzen sich. Eher kameradschaftlich. Ärz-‐ Pflegekräfte / Therapeuten: Ich finde, dass
tInnen und PflegerInnen sind in ihrer Tätig-‐ es noch zu früh ist… * Ich glaube, er braucht
keit aufeinander angewiesen. noch mehr Zeit… * Ich denke, die aktuelle
Schmerzmedikation bei Frau… * Ich habe ihr
A5a Die Ärztin akzeptiert die Kompetenz… =
eine Entspannungsmusik angemacht.
3 funktionsorientiertes Teamkonzept
Patienten, die rund um die Uhr… = 1 Über-‐ B1b 1A,2A,3P,4P,5A
wachungspatient
Die Zeit, die Patienten auf einer Station… = B2a Richtig ist das zweite Item.
2 Verweildauer B2b Abschnitt 1: 1 Die Angehörigen möchten die
A5b Tragfähige Kommunikation – erweitertes, Behandlung beenden. 2 Die Ärztin bittet dar-‐
um, die Situation zu schildern. 3 Herr Büttner
funktionsorientiertes Teamkonzept, Beispiel:
liegt auf der IST, weil sich sein Zustand nach
Dekubitusprophylaxe: ÄrztInnen verlassen
deiner Lungenentzündung verschlechtert hat.
sich auf die Expertise der Pflegekräfte – Ärzte
Abschnitt 2: 4 Die Ärztin fragt die Angehöri-‐
binden Pflegekräfte auf IST in Entscheidun-‐
gen, ob der Mann auch dann sterben wolle,
gen mit ein (Entwöhnungsprozess bei der
wenn er eine Chance auf Heilung hätte.5 Die
Be-‐ atmung) – fordert diese wertschätzende
Ärztin stellt fest, dass Herr Büttner nicht im
Ar-‐ beit nicht nur auf der ITS
Sterben liegt und man mit den Geräten auch
A6a 1 Die Phase, in der der Patient lernt wieder keinen Sterbeprozess aufhalten wolle, son-‐
eigenständig zu atmen (unter Zuhilfenahme dern dass man auf Heilung setze. 6 Die Ärztin
des Beatmungsgeräts). Hier ist es ganz wich-‐ sagt, dass sie versucht, mit den Angehörigen
tig, dass dieser Prozess langsam durchgeführt ehrlich zu reden.
wird und eine Erschöpfung des Patienten/
B2c Emotionale Ebene: Sie fragt, was die Angehö-‐
der Patientin vermieden wird.
rigen befürchten. Sie sagt, dass sie versucht,
2 Die Mobilisation dient der muskulären Stär-‐
ehrlich mit den Angehörigen zu reden. Sie
kung, die Wiederherstellung der Beweglich-‐
fragt, ob der Vater auch sterben wollen wür-‐
keit (z. B. nach einer OP) der Gelenke. Zudem
de, wenn er die Chance auf eine Heilung hät-‐
wird so der Stoffwechsel angeregt, Sehnen
te.
und Bänder werden gedehnt.
Medizinische Fachebene: Er wird beatmet,
3 Lagerungstechniken – Durch die regelmäßi-‐
weil er zu schwach ist, selbst zu atmen. Er
ge Umlagerung von bewegungsunfähigen Pa-‐
bekommt spezielle Antibiotika. Der Vater
tienten kann das Dekubitusrisiko verringert
wird intensivmedizinisch behandelt, befindet
werden. Bei beatmeten Patienten erreicht
sich aber noch nicht in einer Situation, in der
man auch eine Veränderung der Belüftung
man aus Ärztesicht die Behandlung abbre-‐
(Bauchlage, Seitenlage).
chen würde.
A6b Gespräch 1: Entwöhnungsprozess der Beat-‐
B3b Es spricht eine Ärztin / ein Arzt mit einer/ ei-‐
mung – teamorientiert
nem Angehörigen. Es geht darum, dass die
Gespräch 2: Lagerungstechniken – hierar-‐
Angehörigen die lebensverlängernden Maß-‐
chieorientiert
nahmen an der Patientin beenden möchten.
Gespräch 3: Mobilisation – teamorientiert
B3c Von oben nach unten: 1, 6, 5, 3, 2,4
A6c Arzt / Ärztin: Ich möchte mit euch klären… *
Schwester Bettina, ich muss mit Ihnen über B4 Sie hätte die besorgten Äußerungen der An-‐
die … * Ja, eine tolle Idee… * Meint ihr, dass gehörigen spiegeln können. Sie hätte mehr
sie dehydriert ist? * Tim, wie ist die Lage? * offene Fragen stellen können. Sie hätte, was
Dann schauen Sie sich das doch an… * Ich
schlage vor, wie gehen jetzt…

Menschen im Beruf – Medizin, ISBN 978-‐3-‐19-‐701190-‐5, Lösungen © Hueber Verlag, Autorin: Dorothee Thommes Seite 12
die nicht vorhandene Patientenverfügung Person kann auch die Rechtsgeschäfte des zu
angeht, auf der Sachebene bleiben können. Betreuenden übernehmen.

E2 a Palliativmedizinische Versorgung findet in 7 Es ist ein operativer Eingriff vorgesehen –


Deutschland sowohl ambulant als auch Leistenhernie. Auf Deutsch sagt man auch
sta-‐ tionär statt. Leistenbruch. Das kommt bei Männern
b Diese Leistungen stehen allen Versicherten aller-‐ dings häufiger vor, als bei Frauen.
zu, die aufgrund einer schweren, nicht heilba-‐ Die Ärztin versucht die Patientin davon zu
ren, zum Tode führenden Erkrankung auf ei-‐ überzeugen, sich ihre Patientenverfügung
ne derartig spezialisierte Versorgung ange-‐ mal etwas kritischer anzusehen und daraus
wiesen sind. Voraussetzung ist eine entspre-‐ schwammige Formulierungen zu entfernen.
chende Verordnung durch einen Kassenarzt Sie erklärt der Frau, dass nicht jeder Mensch
(Vertragsarzt) oder einen Krankenhausarzt. die gleichen Vorstellungen davon hat, was ein
lebenswertes Leben ist.
E4 Der Hausarzt telefoniert mit der Ärztin einer
Palliativstation. Lektion 13
Intermezzo A2a 1, 2 (Darüber hinaus ist er natürlich immer
auch eine Selbstdarstellung. Aus diesem
2 Selbstbestimmungsrecht Im deutschen
Grund legt man auf die professionelle Abfas-‐
Grundgesetz Artikel 2, Absatz 1 wird das
sung großen Wert.)
Recht auf Selbstbestimmung als eines der
Grundrechte von der Verfassung geschützt. A3a 1,2,3,4,5,6,7,8
Patientenverfügungen dienen der Wahrung
dieser Selbstbestimmung, falls man aus ge-‐ A3b Er braucht Hilfe beim Abfassen von Arztbrie-‐
sundheitlichen Gründen dazu eines Tages fen. Es ist ihm nicht ganz klar, was einzelne
nicht mehr in der Lage sein sollte. Begriffe genau bedeuten.
Vorausverfügung ist hier ein Synonym für
A3c 1B, 2C, 3A
Pa-‐ tientenverfügung.
Rechtliche Klarheit Durch das Gesetz zur A4 EKG, Labor, Allgemeinzustand des P., Ergeb-‐
Pati-‐ entenverfügung, das seit 2010 in Kraft nisse der körperlichen Untersuchung,
ist, hat der Gesetzgeber eine gewisse Ergeb-‐ nisse der bildgebenden Verfahren
rechtliche Klarheit geschaffen, sowohl für die
Ärzte-‐ schaft, als auch für die Patienten. A5a Von oben nach unten: 2, 5, 3, 6, 4, 1
Lebensverlängernde Maßnahmen sind Be-‐
A6b Aufbau: Patientendaten, Diagnose, Anamne-‐
handlungsmethoden oder Therapien, die bei
se, Befunde, Epikrise, Therapievorschlag
einer lebensbedrohlichen Erkrankung die
Zeitform: Vergangenheitsform – bei Thera-‐
Pa-‐ tientInnen noch möglichst lange am
pievorschlag Präsens
Leben erhalten sollen (künstliche Beatmung,
Personalform: Wir-‐Form (als Abteilung
Bauch-‐ sonde, Reanimation …).
schreiben)
3 PV = schriftliche Vorausverfügung, in die Anamnese: Symptomatik bei Aufnah-‐
bezieht sich auf medizinische me, Medikation bei Aufnahme, ggf. Sozial-‐
Maßnahmen und Familienanamnese
BV = Betreuungsgericht kann die von dem Umfang: kurz, präzise, nur die wichtigsten In-‐
Er-‐ krankten vorher bestimmte Person fos
beauftra-‐ gen. Diese Person darf aber keine
A7a Siehe Musterbrief auf S. 138 / 139.
Rechtsge-‐ schäfte übernehmen.
VV = Erweiterter Spielraum für denjenigen,
der diese Vorsorgevollmacht inne hat. Diese

Menschen im Beruf – Medizin, ISBN 978-‐3-‐19-‐701190-‐5, Lösungen © Hueber Verlag, Autorin: Dorothee Thommes Seite 13
A8a Dieser Arztbrief entspricht vom Stil her nicht ren, wie detailliert ein Patient/ eine Patientin
dem klassischen Arztbrief. Er ist zu episch über den Eingriff informiert werden möchte.
formuliert und dadurch nicht ausreichend
sachlich. Es werden teilweise umgangs-‐ A1b Zustimmung des Patienten, Risiken und Nut-‐
sprachliche Begriffe verwendet (katastrophal, zen eines Eingriffs, gesetzliche Verpflichtung
unrasiert, ungewaschen), die auch mit der A2a Von oben nach unten: 2, 3, 6, 1, 4, 5
Diagnostik und der Medizin nichts zu tun ha-‐
ben. Richtig sind zwar die Angaben zur Per-‐ A2b Von oben nach unten: 4, 2, 1, 6, 3, 5
son, aber nicht wie diese gemacht werden
(„Es sei angemerkt…“). Richtig ist, dass man A3 Von oben nach unten: 5, 3, 3, 4, 5, 6
etwas über den Ernährungszustand des Pati-‐ B1a oben: Vollnarkose, Mitte: Spinalanästhesie,
enten erfährt. Aber der Stil ist wieder unpas-‐ unten: Teilnarkose
send (… eine Ernährungssituation, die viel zu
wünschen übrig ließ). Auch der anamnesti-‐ B1c Er fängt mit den Laborwerten an, die gut sei-‐
sche Teil enthält die relevanten Informatio-‐ en, und empfiehlt ihr dann ein kombiniertes
nen, ist aber auch wieder zu episch konzi-‐ Narkoseverfahren, welches er ihr dann ganz
piert. Richtig ist auch die Zeitform (Vergan-‐ genau erklärt. Er versucht, Sie wegen des
genheit). Zu-‐ gangs, was ihre „schlechten“ Venen
betrifft, zu beruhigen.
B1 Von oben nach unten: Patientendaten, Dia-‐
gnose, Anamnese, Epikrise, Therapievor-‐ B2a Darmentfernung 5, Durchblutungstest 3, Be-‐
schlag atmungsschlauch 1, all. Reaktion 8, untere
Brustwirbelsäule 2, Übelkeit n.N. 6, Schmerz-‐
B2a 1 über, 2 zeigte sich/ ergab sich, 3 gestaltete katheter i.R. 7, Mageninhalt… 4
sich, 4 aufgrund, 5 ansprechbar/ orientiert, 6
Hinweis, 7 Ihre Weiterbehandlung B3a 1 Spinalanästhesie (Schmerzkatheter legen)
2 Sie möchte keine Schmerzen haben und
B2b 1H, 2C, 3F, 4B, 5E, 6I, 7G, 8D, 9A nichts mitkriegen.
3 rückenmarksnahe Narkose (wird auch häu-‐
B3 von oben nach unten: 5, 3, 4, 1, 4, 4, 4, 4, 4,
fig in der Geburtshilfe eingesetzt)
3,2,4,4,5,5,3,3,5,3,3,1
4 Patientin benötigt aufgrund dieser Spinal-‐
E2 Frau Meier gibt an… Dabei habe sie sich… anästhesie postoperativ nicht so starke
Der Patient sagt, er habe… und sei, … stellte Schmerzmedikamente.
sich vor und klagte über. Bis gestern seien…
B4a allergische Reaktion, Zahnschäden, Übelkeit
Seit heute morgen würden …
nach der Narkose
E3 Weil die Aussagen Dritter – auch aus juristi-‐
B4b Abschnitt 1: Der Narkosearzt erklärt den bei-‐
schen Gründen – deutlich als solche gekenn-‐
zeichnet sein müssen. den die Abkürzungen, die die Enkelin aufge-‐
schrieben hat. Er erklärt, wie er gedenkt, die
Lektion 14 Übelkeit zu unterdrücken, die häufig eine
Nebenwirkung der Vollnarkose ist.
A1a Was gehört zu einem Aufklärungsgespräch Abschnitt 2: Schluckbeschwerden, Heiserkeit,
dazu? Über die Art und die Dauer eines Ein-‐ Beschädigung der Stimmbänder, Zahnschä-‐
griffs, einer Untersuchung informieren; über den, nüchtern bleiben, da Mageninhalt über
mögliche Risiken und Komplikationen infor-‐ die Speiseröhre zurückfließen kann und in die
mieren; das Verständnis beim Patienten si-‐ Lunge gelangt (Folge: Aspirationspneumonie)
chern (ggf. unbekannte Begriffe klären); Klä-‐ Abschnitt 3: Schmuckstücke ablegen, da Ex-‐
tremitäten anschwellen könnten, allergische
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Reaktionen, beruhigt die Patientin dahinge-‐ C3a Chemotherapie: Veränderungen im Blutbild,
hend, indem er ihr mitteilt, dass solche Ne-‐ Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Appetitlo-‐
benwirkungen nur sehr selten auftauchen sigkeit, Entzündung der Mundschleimhaut,
Abschnitt 4: Entzündung oder Hämatom an Haarausfall, Gefühlsstörungen, Muskel-‐
der Einstichstelle. Patientin hat Angst vor schwäche, Neigung zu Infektionen, Blutarmut
Lähmung nach Spinalanästhesie, Arzt beru-‐ mit Notwendigkeit von Bluttransfusionen, bei
higt: Man sticht nicht ins Rückenmark, nur in Gefäßschädigung durch die Medikamente
den Rückenmarkskanal. Patientin hat norma-‐ kann es notwendig sein, einen Port zu legen;
le Gerinnungsparameter Störungen in der Bildung von Samen beim
Mann, Störungen in der Periode
B5 1 Vollnarkose; 2 Spinalanästhesie; 3 Vollnar-‐ Magenspiegelung: Nach Probeentnahme Blu-‐
kose; 4 Vollnarkose tungen, bei starken Blutungen Bluttransfusi-‐
C1 Bei der Behandlungsaufklärung wird dem on, Verletzungen der Schleimhäute und
Patienten Art, Umfang und Durchführung ei-‐ Wände im Mundbereich, Kehlkopf, Speise-‐
nes Eingriffs erklärt. röhre und Magen. Eventuell notwendiger
Bei der Risikoaufklärung ist es wichtig, dass operativer Eingriff bei Durchbrechen z. B. der
dem Patienten auch die Gefahren oder Folge-‐ Magenwand, Infektion durch Eindringen von
schäden eines Eingriffs erklärt werden, damit Keimen in die Blutbahn, allergische Reaktion
er selbstbestimmt einer Behandlung zustim-‐ auf verabreichte Medikamente speziell zur
men oder diese ablehnen kann. Sedierung
Bei der Diagnoseaufklärung ist der Arzt dazu Vollnarkose: Zahnschäden, Schluckbeschwer-‐
verpflichtet, mit dem Patienten über gesi-‐ den, Heiserkeit, Stimmbandschäden, Aspira-‐
cherte Diagnoseergebnisse zu sprechen. Er tion von Mageninhalt in die Lunge, Übelkeit,
spricht nicht über Verdachtsdiagnosen wohl Erbrechen, allergische Reaktion auf Medika-‐
aber über mögliche Differentialdiagnosen (je mente, Maligne Hyperthermie, Nervenschä-‐
nach Sachlage). den durch Lagerung
Die Sicherheitsaufklärung beinhaltet vor al-‐ Gallenblasenentfernung: Infektion, Bauch-‐
lem die Verhaltensmaßnahmen nach der Be-‐ fellentzündung, Blutung, Nachblutung, Blut-‐
handlung / nach dem Eingriff (Mitwirkungs-‐ transfusion, Verletzung von benachbarten
pflicht des Patienten). Organen wie Leber, Magen oder Darm, Ver-‐
Wie schon in dem kurzen Text angedeutet, letzung der Gallengänge, Änderung des Ope-‐
sind diese Aufklärungsgespräche nicht immer rationsverfahrens von minimal-‐invasiv auf
so exakt getrennt. Häufig beinhaltet das eine konventionell offen, Thrombose, Wundinfek-‐
das andere. tion, Hämatom
Pneumonie / Lungenentzündung: Betrifft im
C2 Kleiner Eingriff, größere Ängste. Patienten Wesentlichen die Aufklärung von möglichen
haben viel mehr Zeit sich vor dem Eingriff zu Komplikationen, die sich aus dem verwende-‐
informieren. Das sind Erfahrungswerte prak-‐ ten Antibiotikum und der weiteren Substan-‐
tizierender Ärzte. Es ist eine andere Situation zen ergeben. Als Beispiel Amoxicillin: allergi-‐
als vor Notfalleingriffen. Themen wie die Art sche Reaktionen, Anschwellen von Lippen,
der Narkose wird bei geplanten Eingriffen Zunge und Gesicht, Schluckbeschwerden,
(z. B. Halux Valgus) viel intensiver besprochen Schwierigkeiten beim Sprechen, juckender
und nachgefragt. Bei einer großen Herz-‐OP Hautausschlag, Ikterus, blutiger Durchfall,
sind Themen wie die Narkose eher neben-‐ Übelkeit, Anstieg der weißen Blutkörperchen,
sächlich. Schwindel, Zahnverfärbungen.
Ist ein diagnostischer Eingriff vital oder be-‐ Punktion der Handarterie zur Blutgasanalyse:
dingt vital indiziert, kann dies den Umfang Nachblutung, Hämatom, Thrombose, Infekti-‐
der Aufklärung beschränken. on, Nervenläsionen, Fistelbildung

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Röntgenuntersuchung, z. B. CT mit Kontrast-‐ 20–30 % bei perforierter Appendizitis
mittel: mögliche Strahlenschäden beim Un-‐ (häu-‐ fig).
geborenen, dann anderes Verfahren, höhere Aufgrund der möglichen Risiken ist die
Strahlenbelastung als bei anderen Verfahren, Durch-‐ führung einer MRT bei
Komplikationen eines intravenösen Zugan-‐ Schrittmacher-‐ Patienten nicht möglich.
ges, wie Blutung, Infektion, Hämatom,
Thrombose; allergische Reaktion auf Kon-‐ D1 1 das Körperverletzungsdelikt; 2 das Patien-‐
trastmittel, wie Hautausschlag, Juckreiz; tenrechtegesetz; 3 eigenverantwortliche
Kreislaufprobleme, Blutdruckabfall, Kollaps, Einwilligung
Atemnot, Strahlenbelastung mit Schäden an
D2a Gruppe A: Eindringen ist ein Verb, dass eher
der DNA, das mögliche Risiko ist nicht kalku-‐
negativ konnotiert ist. Es hat oftmals den
lierbar, daher muss die Indikation zur Rönt-‐
Aspekt des gewaltsamen Eintritts in die Pri-‐
genuntersuchung entsprechend gestellt sein:
vatsphäre, respektive Persönlichkeitsrechte
das Nicht-‐Durchführen der Röntgenuntersu-‐ eines Individuums. Eine Injektion oder ein
chung bedeutet ein größeres Risiko für den Schnitt oder eine Blutabnahme sind somit
Patienten als ihre Durchführung. auch immer ein „Eindringen“.
C4a 1B, 2B, 3B, 4A, 5B, 6A, 7B, 8A, 9B, 10B Der rechtfertigende Notstand ist ein rechtli-‐
cher Begriff und meint, dass es bestimmte Si-‐
C4b kann es zu… kommen (5 ×), besteht die Mög-‐ tuationen gibt, in denen der behandelnde Arzt
lichkeit, Eventuell, kann … führen, hin und auch ohne die Einwilligung eines Patien-‐ ten
wieder, niemals auszuschließen sind…, kann handeln muss und darf (Bewusstlosigkeit,
sich … öffnen Blutgabe bei Jehovas Zeugen).
Gruppe B: BGB = Bürgerliches Gesetzbuch.
C5 Kategorien zur Angabe von Häufigkeiten von
Hier werden alle privatrechtlichen Belange
Nebenwirkungen bei Medikamenten
von Bürgerinnen und Bürgern beschrieben.
Sehr häufig: kann… 1 oder mehr von 10 be-‐
Art. 1 des Grundgesetzes: Die Würde des
treffen Menschen ist unantastbar.
häufig: bis zu 1 von 10 Gruppe C: Behandlungsalternativen
gelegentlich: bis zu 1 von 100
Sehr häufig: Operatives oder konservatives
selten: bis zu 1 von 1000 Vorgehen! z. B.
sehr selten: bis zu 1 von 10 000 1. Lumbaler Bandscheibenvorfall L4/ L5 mit
nicht bekannt: Auf Grundlage der verfügba-‐ Schmerzsymptomatik, radikuläre Symptome
ren Daten ist eine Aussage über die Häufig-‐ unter Belastung: Versuch einer konservativ
keit nicht möglich. Das Risiko kann nicht ab-‐ medikamentösen Behandlung oder
geschätzt werden. Operati-‐ on
Häufigkeitsangaben von Komplikationen oder 2. Destruktive Veränderungen im medialen
Risiken zum Beispiel bei operativen Eingriffen Femurcondylus des linken Knies: Umstel-‐
sind Einschätzungen, die zum Teil hausspezi-‐ lungsoesteotomie oder Schlittenprothese
fisch und vom Operateur abhängig sind. 3. Vorhofflimmern: Medikamentöse
Dem Patienten soll mit den Begriffen sehr Thera-‐ pie – Kardioversion – Ablation
selten, gelegentlich oder häufig eine allge-‐
meine Vorstellung der mit dem Eingriff ver-‐ E1 Mündiger Patient: fähig, bestimmte Ent-‐
bundenen Gefahren vermittelt werden. scheidungen zu treffen
Beispiel Wundinfektion: Je nach Eingriff be-‐
E3 Es gibt vielleicht zwei Möglichkeiten: Das In-‐
steht ein allgemeines Risiko, eine Wundinfek-‐
ternet macht Patienten fit und Besonders
tion zu entwickeln, zwischen 0,1 % bei Kata-‐
Frauen konsultieren den Cyberdoc
raktoperationen (sehr selten), 2 % bei un-‐
komplizierter Appendizitis (vereinzelt) und

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E4 Eine Möglichkeit: Trotzdem kann es das Ver-‐ Patienten teilweise schon mit einer fertigen
hältnis von Arzt und Patient stören, wenn die Diagnose kommen und z. B. nur noch das
passende Medikament verschrieben haben Einzeldosis. Körpergröße und Körpergewicht
wollen. und Alter sollte exakt vorliegen, damit man
die Körperoberfläche entsprechend
Lektion 15 ausrech-‐ nen kann.

A1a Bild 1 durch die Nase, Bild 2 ins Auge, Bild 3 A7a 1 dosisabhängige Nebenwirkungen 2 bei der
in den Muskel, Bild 4 unter die Zunge, Bild 5 Therapie 3 verspüren gelegentlich 4 Zahn-‐
auf die Zunge fleischwucherungen 5 vorzubeugen 6 kann
angezeigt sein
A1b intranasal, intraoccular, intramuskulär, sub-‐
lingual, per os A7c dosisabhängige Nebenwirkungen, Phenytoin-‐
induzierte Gingivahyperplasie, Therapie mit
A2a Worauf ist bei der Medikamentengabe gene-‐
Cyclosporin, Kalziumantagonist, Spülung mit
rell zu achten? Dass der richtige Patient / Die
Chlorhexidin
richtige Patientin das richtige Medikament in
der korrekten Dosierung und Darreichungs-‐ B2a BfArM = Bundesinstitut für Arzneimittel und
form verabreicht bekommt. Außerdem muss Medizinprodukte, Bundesbehörde, Aufgaben:
die Medikamentengabe immer dokumentiert Zulassung von Arzneimitteln, Registrierung
werden. homöopathischer und pflanzlicher Arzneimit-‐
tel, Erfassung und Risikobewertung von Me-‐
A2b Die sieben R. Wie man vorgehen kann, damit
dizinprodukten (in den USA ist es die FDA –
bei der Medikamentengabe alles richtig läuft.
Food and Drugs Administration)
A2c 1. Richtiger Patient 2.Richtiges Medikament DIMDI = Deutsches Institut für medizinische
3. Richtige Dosierung 4.Richtige Applikation Dokumentation, angegliedert an das Bun-‐
5. Richtiger Zeitpunkt / richtige Zeiteinteilung desministerium für Gesundheit: Hauptaufga-‐
6. Richtige Dokumentation 7.Richtig wach/ be ist es einer fachlich interessierten Öffent-‐
aufmerksam lichkeit aktuelle Informationen aus dem Be-‐
reich Medizin zugänglich zu machen.
A3 Richtige Patientin, richtiges Medikament, Medizinproduktegesetz = ein Gesetz, dass in
richtige Dosierung, richtige Applikation Deutschland und Österreich auf der Grundla-‐
ge europäischer Richtlinien Medizinprodukte
A4 Gespräch 1: Arzneimittel, Dosierung, Applika-‐
als solche klassifiziert und zulässt. Herz-‐
tionsform, Dokumentation
schrittmacher, Prothesen und dergleichen,
Gespräch 2: Patient, Arzneimittel, Dosierung,
aber auch Apps können Medizinprodukte
Zeitpunkt
sein.
Gespräch 3: Arzneimittel, Dosierung
CE-‐Kennzeichen bei Medizinprodukten: Trägt
Gespräch 4: Arzneimittel, Applikationsform,
ein Produkt diese Bezeichnung entspricht es
Dokumentation, nachgefragt und hingehört
den Vorgaben des Medizinproduktegesetzes.
A5a von links nach rechts: 3, – (50 ml Kochsalzlö-‐ Es ist ein Qualitätssiegel.
sung kommt nicht vor), 2, 3, 3, 2, 1, 2, 1, 1
B2b Standards der Klassifizierung von Medical
A6b 2 Apps als Medizinprodukt

A6c Kinder, die älter als 2 Jahre sind bekommen B2c 1 …, wenn die App mit dem MPG konform ist.
vor der eigentlichen Chemo intravenös eine 2 … gilt für Österreich und Deutschland. 3 …
die ausschließlich die elektronische Kopie ei-‐
nes Buches oder ein Nachschlagewerk sind.

B3b 1D, 2B, 3A, 4A, 5D, 6D, 7A, 8C, 9B,10D, 11D,
12B

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C1b Sie hat Angst, dass sie ein Antibiotikum arzt ist pensioniert. Er hat seine
über-‐ dosiert hat. Versicher-‐ tenkarte zu Hause vergessen.
Er fragt nach dem Medikament, lässt sich die
Prozentzahl vorlesen, wiederholt mehrmals A5b Schmerzsymptomatik, Vorerkrankungen,
das Gehörte und beruhigt dann die Mutter Selbstmedikation, Lokalisation der
Schmer-‐ zen, Ess-‐und
C2 1 Arzt, PK, Med., Darr., Dos.; 2 Arzt, Pat., Trinkgewohnheiten, Grad der Schmerzen,
Med., Nebenw.; 3 Arzt, PK., Darr., Dos.; Schlafqualität, Allgemeinbefin-‐ den
4 Arzt, Pat., Darr.
A5c 1 Er hat die Arbeit in der Produktion seit dem
C3 1E, 2B, 3A, 4C, 5D Tod seiner Frau aufgegeben und ist in die
Personalabteilung gewechselt. Man hat in der
E1 Beißen wird vor allem in der südlichen Hälfte
Firma ein Patent entwickelt.
des deutschen Sprachraums als Synonym für
2 Frau hatte wohl eine Depression und Suizid
jucken verwenden. Moin oder moin moin ist
begangen. Er hat Schuldgefühle, weil es ihm
ein in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und
nicht aufgefallen ist.
Schleswig-‐Holstein üblicher Gruß, der zu je-‐
3 Hatte ein Alkoholproblem und nach dem
der Tageszeit verwendet werden kann. Dieser
Tod der Frau auch depressive
Gruß setzt sich auch immer mehr in anderen
Verstimmun-‐ gen.
Landesteilen durch, was mit der gestiegenen
4 Tochter lebt im Ort. Sohn im Nachbarort.
Arbeitsmobilität der Bevölkerung erklärt
5 Bauchultraschall, Magenspiegelung,
werden könnte.
Kot-‐ und Urinprobe, körperliche
E2 Sprachvarietäten sind ein anderer Ausdruck Untersuchung, Blutabnahme.
für lokale Dialekte, von denen es im
A6 1 Skala oben, 2 Skala unten, 3 Skala Mitte
deutsch-‐ sprachigen Gebiet etliche gibt.
Nachfragen, wenn man etwas nicht verstan-‐ A7 Von links nach rechts: hämmernd, bohrend,
den hat. Sich auf diese Vielfalt einlassen. zuschnürend, beengend, heiß, klopfend,
aus-‐ strahlend
E4 1E, 2D, 3B, 4A, 5C
A8 1. Begrüßung, 2. Vorstellung, 3. erste Orientie-‐
Lektion 16 rung, 4. gezielte Symptomanamnese,
5. allgemeine Krankheitsanamnese,
A1 Beide Formulare füllt der Arzt aus. Auf dem
6. psychosoziale und Berufsanamnese,
Anamnesebogen wird die Krankenvorge-‐
7. vegetative Anamnese, 8. Familienanam-‐
schichte des Patienten notiert. Mit dem
nese, 9. Klärung offener Fragen, 10. Klärung
Überweisungsschein schickt der Arzt den Pa-‐
über weiteres Vorgehen, 11. Verabschiedung
tienten zu einem Facharzt.
A9a 2Ä, 3Ä, 4P, 5Ä, 6Ä, 7Ä, 8Ä, 9Ä, 10P, 11Ä, 12P,
A2a Hausarzt: wohnortnah, lebenslange Betreu-‐
13P
ung, überweisen an, Koordinationsfunktion,
familiäre Betreuung, Wundversorgung A9b Sozial-‐ / Familienanamnese: 1, 9
Fachärztin: spezialisiert, überweisen an, Begrüßung: 2
Wundversorgung, Orthopädie, Radiologie Psychosoziale Anamnese: 4, 5, 13
Gezielte Symptomanamnese: 6, 8, 10
A2b Der Hausarzt ist für den Patienten die erste
Allg. Krankheitsanamnese / Medikation aktu-‐
Anlaufstelle. Er schickt ihn dann gegebenen-‐
ell: 3, 11, 12
falls zu einem Facharzt.
Weiteres Vorgehen: 7
A5a Bei einer Hausärztin, die die Praxis einer Kol-‐
B1a A Wut…, B Angst…
legin übernommen hat. Sein früherer Haus-‐

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B2a 1 falsch, 2 richtig, 3 richtig, 4 richtig B2b Einschätzen der Bereitschaft, die schlechte
Nachricht aufzunehmen, das Zeigen von C3 Vorgeschichte: Herr Schneider, 61 Jahre, we-‐
Ge-‐ fühlen zulassen, offene Fragen stellen gen zunehmender Schmerzsymptomatik im
mittleren Oberbauch aufgenommen, Inappe-‐
B3 Seite 51: Ich kann Ihre Sorge sehr gut verste-‐
tenz, Gewichtsabnahme, begleitende Übel-‐
hen. / Ich habe Verständnis für Ihre Ängste in
keit, Gastroskopie durchgeführt (früher Alko-‐
dieser Situation. / Wir müssen jetzt noch die
holabusus, nach wie vor Nikotinabusus)
anderen Untersuchungen abwarten. Diagnose: Im Bereich des Andrums polypös
Seite 68: Ich kann Ihre Ängste gut verstehen. wachsender Tumor, histologisch Adenokar-‐
B5 Am 01.05.… führten wir bei Herrn Schneider zimom, intestinaler Typ, Tumorausdehnung 2,5
wegen eines Magencarcinoms vom intestina-‐ cm Durchmesser, keine Anämie, erhöhte
len Typ eine subtotale Gastrektomie in Intu-‐ Leberwerte: GGT (GammaGT) 69 und GOT 49.
bationsnarkose mit thorakalem Peridural-‐ Patient ist psychisch stabil.
katheter durch. Der intraoperative Verlauf Therapie: Tumorausdehnung muss eruiert
war komplikationslos. Postoperativ wurde werden mittels Endosonografie,
der Patient auf die chirurgische Intensivstati-‐ Röntgentho-‐ rax, Abdomen CT
on verlegt und dort extubiert. Der Patient C4 Zu streichen sind: Er sagt, er säuft nicht
wurde am zweiten postoperativen Tag auf mehr. / Keine Ahnung/ Also der Patient
die chirurgische Station verlegt. Mit Nachweis hat Magenkrebs. / Und jetzt?
einer suffizienten Anastomose am 5. post-‐
operativen Tag wurde mit dem weiteren E1 Die Patientin versteht nicht, dass negativ be-‐
Kostaufbau begonnen. Gleichzeitig erfolgte deutet, dass keine Anzeichen für Krankheiten
eine physiotherapeutische Begleitung mit vorliegen.
frühzeitiger Mobilisation des Patienten.
E3 Deutlich sprechen, wirklich Wichtiges para-‐
Wir konnten Herrn Schneider bei gutem Al-‐
phrasieren (also noch einmal anders sagen),
gemeinzustand und komplikationslosem Ver-‐
nachfragen ob alles verstanden ist, auf
lauf am 07.05.… nach Hause entlassen. Mit
Zeich-‐ nungen und Skizzen zurückgreifen,
dem Patienten wurde das zukünftige Ernäh-‐
um kom-‐ plexere Sachverhalte zu erläutern
rungsverhalten und die notwendige Flüssig-‐
keitszufuhr von mindestens 2l täglich be-‐
Intermezzo
sprochen. Für den 09.05.… wurde ein Wie-‐
dervorstellungstermin in der allgemeinchir-‐ 6a 1 großes Bild rechts, 2 Bild unten Mitte, 3 Bild
urgischen Poliklinik vereinbart. oben links, 4 Bild oben Mitte, 5 Bild unten
links
C1a Frühbesprechung

C1b Frühbesprechung: Ereignisse der Nacht, Neu-‐


Lektion 17
aufnahmen, Entlassungen, wichtige Termine,
A1a 1 ganz unten, 2 Frau im grünen Kasack,
Vorstellung von Patienten
3 ganz oben, 4 Mitte rechts, 5 Mitte links
Visite: wie Frühbesprechung außer ggf. wich-‐
tige Termine (kontextabhängig) A3a 4 vierter Abschnitt, 3 erster Abschnitt,
2 zweiter Abschnitt, 1 dritter Abschnitt
C2a Wirkstoffgruppen kennen, Patientenvorstel-‐
lung A3b 1 Auf eine Anweisung muss eine Rückmel-‐
dung erfolgen, damit klar ist, dass sie ver-‐
C2b Vorgeschichte; Diagnose; Therapie
standen wurde und wer die Aufgabe über-‐
nimmt. 2 Die Identität des Patienten, die Art
und der Ort des Eingriffs, ggf.Überprüfung
von Aufnahmen. 3 Weil drei Viertel aller Un-‐

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fälle auf vermeintlich höfliche und indirekte Ein mehrwöchiges Kommunikationstraining
Kommunikation zurückzuführen waren. 4 mit Simulationspuppen
C1 Nach einer älteren Studie (Selbsteinschätzung
A4a 1 Übergabe an der Schleuse, 2 Vorstellung
der ÄrztInnen) aus dem Jahr 1998 (Winfried
Operateur, 3 Time-‐Out, 4 Übergabe Aufwach-‐
Häuser / Philipp Schwebius, Saarbrücken) ha-‐
raum
ben diese genau 1 Minute pro Tag für die An-‐
A4b gehörigen. Das kann natürlich von Kranken-‐
haus zu Krankenhaus verschieden sein, dürfte
Gespräch A: Phase 1, Gespräch B: Phase 3, sich aber angesichts des Personaldrucks in
Gespräch C: Phase 4, Gespräch D: Phase 2 vielen Häusern nicht wesentlich verbessert
haben.
A6a 1 Vor Betreten des Raums muss man die
Hände desinfizieren und die Schürze auszie-‐ C2a Ist er / sie schon wach? Kann ich sie/ ihn be-‐
hen. 2 Es dürfen keine Schmuckstücke getra-‐ suchen? Was darf er/ sie essen? Wie lang
gen werden. 3 Die Schleuse darf man nicht bleibt er/ sie auf Intensiv? Wie lang hat die
unaufgefordert betreten. 4 Es muss ein OP gedauert? Wann darf er/ sie etwas essen?
Mundschutz getragen werden. 5 Hier sind nI-‐
strumente abzulegen, die zur Sterilisation ge-‐ C3a 1 richtig, 2 falsch, 3 richtig, 4 richtig, 5 richtig
bracht werden müssen. 6 Der OP-‐Bereich C3b Er bittet ihn, weil er ihn nicht richtig verstan-‐
darf nicht betreten werden. 7 Hier werden
den hat, noch einmal zu wiederholen, was er
die Patienten von der Station in den OP-‐
gesagt hat. Er geht auf seine Emotionen ein
Bereich gebracht. 8 Zimmer, in dem die Pati-‐
und weist darauf hin, dass man über die
enten überwacht werden, bis sie aus der Komplikationen (Vernarbungen) im Vorfeld,
Narkose aufgewacht sind. 9 Aus hygienischen also bei den Aufklärungsgesprächen hinge-‐
Gründen darf der Kasack nicht über der Hose wiesen hat. Schließlich bittet er ihn noch,
getragen werden. nicht selbst mit dem Auto zu fahren.
B2a Schmerzmedikation, Komplikation (z. B. Ve-‐ C4a Jemanden beruhigen: Ich kann Sie beruhi-‐
nenstatus), geplante Therapiemaßnahmen, gen! * Seien Sie ganz beruhigt! * Warten wir
ggf. Informationen zu den Angehörigen, mög-‐ erst mal ab! * Es ist alles gut gelaufen! *
liche Vorerkrankungen Noch mal, Ihrer / Ihrem … geht es gut! * Im
B2c Name der Patientin: Frau Turino Moment sieht es ganz gutaus! * Sie haben
Art des Eingriffs: Stabilisierungs-‐OP L4 L5 keinen Grund zur Sorge.
EZ (Ernährungszustand der Patientin): adipös Auf Vorgespräche referieren: Das hatten wir
Mögliche Komplikationen: Dekompression L4 ja im Vorfeld besprochen. * Das hatte ich in
schwierig, Vernarbungen der Vorbesprechung erwähnt. * So, wie wir
Vorerkrankungen: Diabetes Mellitus, Hy-‐ gestern besprochen haben. * Darüber hatten
perthyreose wir ja bereits gesprochen.
HB: (Hämoglobinwert) präoperativ (vor der Über die Zukunft sprechen: Warten wir erst
OP) 13 und postoperativ (nach der OP) 9,5 mal ab. * Morgen geht es ihr/ ihm bestimmt
schon besser. * Sie / Er bleibt zur Beobach-‐
B3 Jungassistenten freuen sich immer, wenn sie tung einen Tag auf der IMC, dann … * Dazu
bei operativen Eingriffen auch einmal zum können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch
Zug kommen. Sie sammeln auch für ihre nichts sagen.
Facharztausbildung eine entsprechende Zahl Verständnis sichern: Ich bin nicht sicher, ob
an Eingriffen. Mit „er“ ist bestimmt der ope-‐ ich das richtig verstanden habe. * Meinen
rierende Oberarzt oder Chefarzt gemeint. Sie, dass …? * Könnten Sie bitte den letzten
Teil nochmal wiederholen?

E1 WB = Weiterbildung, FÄ/ FA = Fachärztin/


Facharzt

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Lektion 18
A2a Es handelt sich um eine Nadelstichverletzung.
B3 Aus Fehlern lernen führt zu mehr
A3a Nadelstichverletzungen, Wundreinigung, Patienten-‐ sicherheit.
Postexpositionsprophylaxe, D-‐Arzt-‐Verfahren
B4a 1. Bild: falsches Medikament, Infusion läuft zu
A3b 1 Wundreinigung, 2 Einleitung D-‐Arzt-‐ schnell / zu langsam; 2.Bild: falscher Patient;
Verfahren, 3 Laboruntersuchungen am Ver-‐ 3.Bild: falsches Auge, falsche Patientin,
letzen, 4 Laboruntersuchungen fal-‐ sches Medikament
Indexperson, 5 Postexpositionsprophylaxe
B4b Gespräch 1: Dosierungsanweisung, „Kriti-‐
A4 Eine Infektion verhindern/ ausleiten / be-‐ sches Ereignis“
kämpfen. Verletzungen treten auf/ kommen Gespräch 2: Patientenidentifikation, „Kriti-‐
vor. Die Wunde ausspülen/ versorgen / desin-‐ sches Ereignis“, Anonymisierter Meldebogen.
fizieren. Gespräch 3: Fortbildungsveranstaltung, „Kri-‐
tisches Ereignis“, Anonymisierter Meldebo-‐
A5a 1 Weil zu dieser Fortbildungsveranstaltung
gen.
sowohl ÄrztInnen als auch Pflegekräfte als
auch das Dienstleistungspersonal (Reini-‐ B4c Gespräch 1: Der Kollege ist sich nicht sicher,
gungskräfte) gekommen sind. ob er den Vorfall bei CIRS aufnehmen soll und
2 Bittet das Auditorium bei Nichtverstehen bittet seine ältere Kollegin um Rat. Der junge
von Begrifflichkeiten nachzufragen. Kollege ist sehr selbstreflektiert und themati-‐
siert, dass er nicht daran gedacht habe, dass
A5b Abschnitt 1: Die Ärztin sticht aus Versehen
der Pfleger, den er mit dem Zurechtmachen
die Pflegekraft.
des Medikaments betraut hat, noch ganz neu
Abschnitt 2: Die Blutung der Wunde anregen,
ist und er ihm vielleicht viel konkreter/ prä-‐
die Haut mit klarem Wasser ausspülen.
ziser hätte sagen sollen, wie er die Infusions-‐
Abschnitt 3: Bei der Pflegekraft konnte bisher
keine HIV-‐Infektion nachgewiesen werden. Es
lösung herstellen soll.
Gespräch 2: Hier spricht der Arzt die Pflege-‐
konnte eine Postexpositionsprophylaxe
kraft konkret auf einen Vorfall an und thema-‐
durchgeführt werden (PEP).
tisiert, dass man diese Patientinnenverwechs-‐
Abschnitt 4: Sie sagen ihr, dass sie den Vorfall
lung in dem anonymisierten Meldebogen er-‐
als Arbeitsunfall anzeigen soll. Sie weisen sie
fassen soll, damit auch die anderen auf der
darauf hin, dass der Fall der Berufsgenossen-‐
Station davon einen Lerneffekt haben. Die
schaft gemeldet werden müsse.
Pflegekraft versucht, sich dafür zu entschul-‐
Abschnitt 5: Die Verletzungen würden nicht
digen. Sie sei aus dem Urlaub zurück gekom-‐
so ernst genommen (bagatellisiert). Die Ar-‐
men und habe deshalb nicht gewusst, dass es
beitsbelastung sei hoch. Da wolle man die
zwei Frau Büttner auf Station gab.
Kollegen wegen so einer Sache nicht allein
lassen (z. B. im OP, zweiten Handschuh über-‐ C2 Tipps: zeitnahe Information – offen mit dem
ziehen und weitermachen). Zwischenfall umgehen – umfassend informie-‐
ren – betroffene Ärzte sollen auch das Ge-‐
B2 CIRS = Dokumentationssystem zur Erfassung
spräch mit einem Fachkollegen suchen – auf-‐
kritischer Ereignisse im Klinikalltag, um die Si-‐
richtige Entschuldigung – Patienten über
cherheit zu erhöhen. Die Philosophie dahin-‐
mögliche Auswirkungen des Fehlers in
ter soll eine positive Fehlerkultur sein. Oft
Kenntnis setzen – bei weiteren Abläufen prä-‐
trauen sich die Betroffenen aber nicht, derar-‐
sent sein und sich um die Patienten küm-‐
tige Ereignisse zu benennen und diese in dem
mern – Patienten schätzen es, wenn diese
System zu speichern.
Vorfälle aufgearbeitet werden.

C3 Gesprächseinleitung: Frau / Herr …, haben Sie


mal einen Moment Zeit? * Frau / Herr …, ich

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muss mal mit Ihnen in Ruhe über… spre-‐ chen. * Ich möchte mit Ihnen darüber reden,
dass … * Wenn Sie gleich mal etwas Zeit hät-‐ B2a Ein Anschreiben zu einer Bewerbung
ten, würde ich gern… * Für dieses Gespräch
benötigen wir Ruhe. * Es ist mir ganz wichtig, B2b Voller Freude Mit Interesse; macht mir einen
dass ich mit Ihnen offen darüber reden guten Eindruck genießt in der Fachwelt einen
kann. * Wir haben festgestellt, dass … guten Ruf; in der Schweiz wollte ich schon
Bedauern ausdrücken: Bedauerlicherweise ist immer einmal arbeiten die Schweiz ist ein at-‐
uns bei… * Es tut mir außerordentlich leid, traktiver Arbeitsort; Es ist toll Für mich ist es
Ihnen sagen zu müssen, dass… * Ich kann die interessant; dann brauch ich auch nicht mehr
Situation nicht beschönigen, aber… * Diese das Haus zu wechseln dann kann ich viel Er-‐
Nebenwirkungen sind extrem selten und es fahrung innerhalb Ihrer Schwerpunktzentren
tut mir sehr leid, dass… * Zu unserem ganz sammeln; zu Ihnen in Ihr Team; Wie Sie ja
großen Bedauern ist… schon schreiben, suchen Sie In Ihrem Anfor-‐
Über Folgen sprechen: Ich muss gestehen, derungsprofil suchen Sie; Wäre also schön,
dass es mir schwerfällt, hier eine eindeutige was von Ihnen zu hören, bis bald ,Ich würde
Prognose zu stellen. * In den meisten Fällen mich freuen, von Ihnen zu hören.
geht die… zurück. * In aller Regel ist dies eine C2a Die Abbildung zeigt eine Sinuskurve aus dem
vorübergehende Störung. EKG. Im Vortrag geht es um Herzkrankheiten
C4a 1. Vorsicht, Skepsis, Trauer; 2. sehr große (akuter Myokardinfarkt).
Wut; 3. Ärger, Unverständnis; 4. Furcht, Ursachen: Arteriosklerose der herzversor-‐
Schrecken, Entsetzen genden Arterien
Risikofaktoren: Fettstoffwechselstörungen,
C4b 1A, 2A, 3N, 4N, 5A, 6A Rauchen, Zuckerkrankheit, Bluthochdruck,
Kontrazeptiva (Pille) plus Rauchen, positive
E3 DÄB: Ärztinnenbund will verbindliche Frau-‐
Infarktanamnese in der Familie (familiäre
enquote
Vorbelastung).
Symptomatik: Kaltschweißigkeit, Luftnot, re-‐
Lektion 19
trosternales Druckgefühl, Schmerzen im
A1b Dienstlich: 1, 3, (4), 5, 7, 10, 11, 12, 13 Brustbereich und Schmerzausstrahlung in
den linken Arm und die Halsregion, teilweise
B1a Arbeitnehmerfreizügigkeit – ein Bestandteil auch Rücken oder Oberbauch, Patienten ha-‐
der Rechte von EU-‐Bürgern. Jeder EU-‐Bürger ben oft Todesangst, Haut ist blass, fahl bis
darf in jedem Mitgliedsstaat der Union eine gräulich, Übelkeit und Erbrechen können auf-‐
Beschäftigung aufnehmen. treten.
Aufenthaltstitel zur Ausübung einer Beschäf-‐ Ältere Menschen haben eine andere
tigung – es handelt sich hier auf der Grundla-‐ Schmerzwahrnehmung und klagen seltener
ge des Ausländerrechts um eine (meist befri-‐ über die typischen Infarktsymptome.
stete) Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung ei-‐
ner Erwerbstätigkeit. Hierzu gehört zum Bei-‐ C2b Therapie 3; Differentialdiagnose 1; Diagno-‐
spiel auch die Blaue Karte EU, die auf 4 Jahre stik 2; Zusammenfassung 4
befristet ist. Es gibt verschiedene Formen von
C3a Einleitung: Sehr geehrte Damen und Herren *
Aufenthaltstiteln.
Ich möchte Ihnen heute das Krankheitsbild…
B1b Einstellungsvertrag; Approbationsurkunde; vorstellen. * Liebe Kolleginnen und Kolle-‐
Beschäftigungserlaubnis; Nachweis; Versiche-‐ gen … * Das Thema meines heutigen Vortra-‐
rungsstatus; Facharztprüfung; einreichen ges lautet … * Liebes Auditorium …
Ursache: Einer der wichtigsten Faktoren bei
der Entstehung von…
Differentialdiagnose: Davon abzugrenzen ist

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auf jeden Fall… * Die Unterscheidung von… Lektion 20
zu … ist nicht immer einfach. * Ist ein 12-‐
Kanal-‐EKG vorhanden, kann die Diagnose… A1a links oben 1; links Mitte 3; links unten 5;
mit Sicherheit gestellt werden. * Eine rechts oben 2; rechts unten 4
Diagno-‐ se erfolgt vor allem aufgrund der
klinischen Symptomatik. A2 Richtig sind der erste und der dritte Satz.
Zusammenfassung: Zusammenfassend kann
A3 1,3,2
gesagt werden, dass … * Abschließend lässt
sich sagen … * Haben Sie dazu noch Fragen? A4a 1. Empathie ausdrücken 2.Diskrepanzen ent-‐
Therapie: Eine sofortige medikamentöse wickeln 3.Beweisführungen vermeiden 4.den
The-‐ rapie mit … ist angezeigt. * Hierzu Widerstand aufnehmen 5.Selbstvertrauen
eignen sich … * Die Patienten sollten sofort des Patienten für eigenes Problemlösungs-‐
mit… versorgt werden. verhalten stärken

D1b 2 Befund; 3 Anamnese; 4 Anamnese; 5 Einlei-‐ A4b 1 Distanz und Respekt vor der Würde des
tung; 6 Befund; 7 Epikrise ; 8 Procedere, wei-‐ Patienten, Mitgefühl; 2 Erhöhte Leberwerte
tere Behandlung; 9 Anamnese; 10 Einleitung; (diagnostische Befunde), somatische Be-‐
11 Befund; 12 Abschluss/ Procedere, weite-‐ schwerden; 3 Darauf zu bestehen, dass eine
res Vorgehen; 13 Procedere, weiteres Suchtproblematik vorliegt, erzeugt nur Wi-‐
Vorge-‐ hen derstand; 4 Die Kraft des Gegners/ den Wi-‐
derstand aufnehmen und ihn in eine andere
D2a war; ist; sind; sind; ist; zeigte sich; eher eine
Richtung lenken; 5 Nur wenn jemand selbst
Zunahme; sind; ist
motiviert ist, etwas zu verändern, können
D3a Patientendaten: Gertrud Naumann, 79 Jahre; auch die anderen Hilfestellungen greifen
führende Diagnose: Oberschenkelhals-‐ und
A5a A Ich befürchte,…; B Wie konnte mir…; C So
Beckenfraktur; Vorerkrankungen: Hypertonie,
will ich…; D Ich glaube,…
Diabetes Mellitus (Typ II), kompensierte
Herz-‐ insuffizienz A5b 1B, 2C, 3A, 4B, 5A, 6C, 7D, 8B, 9A, 10C, 11A,
12C
D3b Therapie: operativ versorgt, 3
Erythrozyten-‐ konzentrate, 4 Ringer-‐ B1a Die Ausbildung bezeichnet die Vermittlung
Laktatlösungen infun-‐ diert von Wissen und Fertigkeiten in einer Schule,
Komplikationen: nach Extubation auf der IST Universität oder einem Ausbildungsbetrieb.
Dyspnoe, ubiquitär Rasselgeräusche (RG) bei Die Weiterbildung erneuert oder erweitert
Auskultation, BGA-‐Ergebnis respiratorische das Wissen, nachdem die erste Bildungspha-‐
Azidose, Reintubation, Sedierung und se abgeschlossen ist. Der Begriff hat keinen
Durch-‐ führung einer ausschließlich beruflichen Hintergrund. Die
Entwässerungstherapie, kar-‐ diologisch Fortbildung erweitert die in der
Bestätigung einer Linksherzinsuffi-‐ zienz, Berufsausbil-‐ dung erworbenen Kenntnisse,
nachgewiesenes Lungenödem weiterer um sie z.B. den technischen Entwicklungen
Verlauf: Zustand der Pat.besserte sich anzupassen oder um einen beruflichen
innerhalb von 24 h; danach Extubation und Aufstieg vorzube-‐ reiten.
Verlegung auf Normalstation; Verlegung in
eine Rehaklinik geplant und auch schon zu-‐ B1c Ärzte sind verpflichtet sich fortzubilden und
gesagt müssen ihre Fortbildung nachweisen.

E5 kann erwogen … = 0; soll/ soll nicht = A; B2 1 VertragsärztInnen und FachärztInnen. 2 Es


soll-‐ te / sollte nicht = B gibt 10 Kategorien, die eine unterschiedliche
Anzahl von Punkten erbringen. 3 Alle 5 Jahre

Menschen im Beruf – Medizin, ISBN 978-‐3-‐19-‐701190-‐5, Lösungen © Hueber Verlag, Autorin: Dorothee Thommes Seite 23
müssen 250 Punkte nachgewiesen werden. 20160223
4 Über Barcodes der Ärztekammern.

C2b 1Claudia strebt… 2 Claudia kann die ganze …


3Said strebt eine Weiterbildung …

E3 1 Durch das Landarztgesetz, das Ärzte/ Ärz-‐


tinnen motivieren soll, Praxen in unterver-‐
sorgten Regionen zu übernehmen. 2 Den
Hausärzten geht das Gesetz nicht weit genug,
die Hausarztmedizin sei jahrelang
vernachläs-‐ sigt worden. 3 Dass die
Residenzpflicht weg-‐ gefallen ist. 4 Weil
durch die älter werdende Bevölkerung die
chronischen Krankheiten zu-‐ nehmen.

Intermezzo
1 A 1 Seit 1883. 2 Ärzte, Kliniken, Patienten,
Krankenversicherungen, pharmazeutische
und medizintechnische Unternehmen.
3 Hausärzte, Polikliniken. 4 Behandlung im
Krankenhaus / in der Klinik. 5 Reha macht Pa-‐
tienten wieder fit für die Berufstätigkeit bzw.
für ein selbstständiges Leben.
B KV = Kassenärztliche Vereinigung, BMG =
Bundesministerium für Gesundheit; GKV =
Gesetzliche Krankenversicherung, BZgA =
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklä-‐
rung, DIMDI = Deutsches Institut für Medizi-‐
nische Dokumentation und Information, RKI =
Robert-‐Koch-‐Institut (Bundesinstitut für In-‐
fektionskrankheiten und nicht übertragbare
Krankheiten), PEI = Paul-‐Ehrlich-‐Institut
(Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizi-‐
nische Arzneimittel), DKG = Deutsche Kran-‐
kenhausgesellschaft
D 1 KV, 2 RKI, 3 PEI, 4 BZgA
E Bei der Fallpauschale wird die Vergütung
für den ganzen Krankheitsfall bezahlt, nicht
für Einzelleistungen und nicht auf den Zeit-‐
raum bezogen.
F Duale System, Versicherungspflicht, Bei-‐
träge, Gesundheitschecks,
Leistungsempfän-‐ gern, Heilberufe

3 Siehe Text in 4.

6 Niederlande, Frankreich, Deutschland,


Schweiz, Dänemark, Österreich

Menschen im Beruf – Medizin, ISBN 978-‐3-‐19-‐701190-‐5, Lösungen © Hueber Verlag, Autorin: Dorothee Thommes Seite 24