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Gesund essen, gesund bleiben – Krankheiten abwehren mit der richtigen Ernährung

Gesund essen, gesund bleiben – Krankheite n abwehren mit der richtigen Ernährung

Einleitung

Die gesundheitsfördernden Aspekte der Lebensmittel sind in den letzten Jahren immer mehr in Vergessenheit geraten. Unsere Nahrung muss heute in erster Linie dem „Convenience“- Gedanken genügen. Am liebsten fertig portioniert, gewaschen oder geputzt. Wenn möglich auch noch vorgegart und in portionierfähiger Größe. Und wenn das (Fertig-)Gericht auch noch optisch dem Auge gefällt, ist der Genuss perfekt. Dass wir uns ernähren, weil die Nahrung uns mit der Energie versorgt, die wir zum Leben benötigen, ist zweitrangig geworden.

Glücklicherweise beginnt langsam ein Umdenken in der Bevölkerung: Slow-Food, Bio und an erster Stelle der Trend „Food´n´Mind“ sind Gegenbewegungen zum Trend des Fast Food. Der Konsument von Morgen möchte nicht nur natürliche und qualitativ hochwertige Lebensmittel. Er möchte Geschmackserlebnisse. Er möchte dabei in erster Linie etwas für seine Gesundheit tun. Essen wird heutzutage auch wieder wegen seines „Mehr“-Werts verzehrt. Diese rein zweckgerichtete Denkweise über unsere Nahrung ist eigentlich nicht neu. Aber nie zuvor wurde den Wirkungen so viel Beachtung geschenkt, wie heute. Denn natürlich wissen wir, dass Artischocken eine cholesterinsenkende Wirkung haben. Dass Ananas den Körper entschlackt und entwässert. Dass Zitrusfrüchte unser Immunsystem stärken. Dass Kürbis bei Nieren- und Prostataleiden hilft. Dass Tomaten die Zellstruktur stärken. Dass Salbei Halsschmerzen lindern kann, weil es entzündungshemmend wirkt.

Betrachten Sie doch mal die rein wissenschaftliche Definition von „Nahrung“. Bei Nahrung handelt sich um ess- und trinkbare Stoffe. Jedes Lebewesen benötigt diese Stoffe zur Ernährung des Körpers, zum Aufbau des Organismus und letztlich zur Erhaltung der Gesundheit. Warum wir uns zwingend ernähren müssen, wird klar, wenn man sich überlegt, zu welchen Folgen der Ernährungsmangel letztendlich führen kann: zum Tod. Und dazwischen liegt eine ganze Reihe von Erkrankungen, die durch falsche Ernährung hervorgerufen werden können. Aber auch durch gesunde, zielgerichtete Ernährung gelindert oder gar geheilt werden können.

Welches Essen vertrage ich wirklich, was tut mir gut und hält mich gleichzeitig schlank? Diese Fragen werden in Zukunft die Wahl des Essens bestimmen. Bedenkenlos zugreifen und genießen – das werden in den kommenden Jahren immer weniger Menschen. Vor diesem Hintergrund ist dieses Buch entstanden, das Ihnen ganz gezielt für Ihr Krankheitsbild konkrete Ernährungstipps mit auf den Weg gibt. Lernen auch Sie unsere Nahrungsmittel wieder von einer anderen Seite kennen! Wenn Sie die folgenden Seiten gelesen haben, wissen Sie, wie gesund, Lebensmittel sind und machen. Denn den meisten Krankheiten kann man durch abwechslungsreiche Ernährung vorbeugen oder diese einfach „wegessen“. Auf den folgenden Seiten finden Sie die 20 häufigsten Krankheiten und die optimale Ernährung, damit Sie den Kampf um Ihre Gesundheit, Ihr wichtigstes Kapital ganz einfach gewinnen können!

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Gesund essen, gesund bleiben – Krankheiten abwehren mit der richtigen Ernährung

Gesund essen, gesund bleiben – Krankheite n abwehren mit der richtigen Ernährung

So bekämpfen Sie die 20 häufigsten Krankheiten durch optimale Ernährung und lassen sie erst gar nicht entstehen

Akne

Akne ist weltweit die häufigste Hauterkrankung, unter der sowohl Jugendliche als auch Erwachsene leiden. Symptome der Akne sind Knoten, Pusteln und Papeln, vor allem im Gesicht, die durch eine Entzündung der Talgdrüsenfollikel verursacht werden. Am meisten leiden die Betroffenen unter äußerlichen Beeinträchtigungen.

Helfen Sie Ihrem Körper, indem Sie folgendes berücksichtigen:

- vermeiden Sie fetthaltige und stark gezuckerte Speisen wie z. B. Chips, Schokolade, frittierte Lebensmittel, Wurstwaren

- verzichten Sie ebenso auf Kaffee- und Alkoholgenuss

- bei vielen Patienten ist ein rasches Abheilen der Symptome beobachtet worden, wenn Sie keine Milchprodukte mehr zu sich führen; wenn Sie nicht verzichten möchten, beschränken Sie sich auf fettreduzierte Produkte

- durch Nahrungsergänzungsmittel kann die Akne oft günstig beeinflusst werden:

- Führen Sie Ihrem Körper Zink zu. Zink hat eine gute antientzündliche Wirkung und lässt die geschädigte Haut abheilen.

- Außerdem ist eine positive Wirkung bei Einnahme von Carotin beobachtet worden. Carotin ist vor allem in farbigem Gemüse und Obst enthalten: Karotten, Spinat, Salat, Orangen, Bohnen, Broccoli, Paprika.

- Auch Vitamin B ist Ihnen beim Kampf gegen die Symptome der Akne behilflich, hier in erster Linie Vitamin B6 und B8. Enthalten sind diese Vitamine in Getreide, Sojabohnen, Kohl, Pilzen und Eigelb.

Da Sie die erwähnten Vitamine relativ hochdosiert zu sich nehmen sollten, empfiehlt sich die Einnahme durch ein Nahrungsergänzungspräparat.

Empfohlene Nahrungsmittel

Zu vermeidende Nahrungsmittel

farbige Obst- und Gemüsesorten

Schokolade

Getreide

stark gezuckerte Speisen

Sojabohnen

Fett

Eigelb

Weißbrot

Fisch

Alkohol

Walnüsse

Kaffee

Olivenöl

 

Grüner Tee

 

Pilze

 

Trockenobst

 

Spargel

 

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Aphten (Bläschen am Mundbereich)

Unter Aphten versteht man gelblichweiß gefärbte Schädigungen an der Mundschleimhaut. Diese Pusteln oder Bläschen können bis zu einem Zentimeter groß werden. Die Symptome sind starkes Brennen und Schmerzen beim Essen.

Wie bei vielen anderen Erkrankungen gilt: Auch Aphten können durch einen Mangelzustand an Nährstoffen ausgelöst werden. Bei der Aphtenbildung liegt meist ein Vitamin B12-Mangel (Lieferanten: Fleisch, Innereien wie Leber, Nieren und Herz sowie Fisch, Milch und Eier, Sauerkraut, welches mikrobiell hergestellt wird, Sanddorn), ein Folsäuremangel (Lieferanten:

Leber, Vollkornprodukte, grünes Blattgemüse, rote Bete, Spinat, Brokkoli, Karotten, Spargel, Rosenkohl, Tomaten, Eigelb und Nüsse) oder auch ein Eisenmangel (Lieferanten: Brot, Fleisch, besonders Schweineleber, Wurstwaren und Gemüse) vor.

Auch der Konsum von vielen säurehaltigen Lebensmitteln fördert die Aphtenbildung. Daher ist eine Ernährungsumstellung auf etwas weniger säurehaltige Nahrungsmittel sehr empfehlenswert.

Zur akuten Behandlung der Schmerzen können Sie folgendes tun:

- Mundspülungen mit Arnika, Kamille, Malve oder Salbei

- Heidelbeeren oder frische Basilikumblätter kauen und dann ausspucken

- Kamillentee trinken

- Mundspülungen mit ätherischen Ölen

- Echinacea-Tinktur

Arteriosklerose (Arterienverkalkung)

Umgangssprachlich oft auch als Gefäßverkalkung bezeichnet. Darunter versteht man die Verengung der Arterien durch Ablagerungen an den Innenwänden, im schlimmsten Fall verschließen sich die Gefäße. Folge dessen ist ein Schlaganfall, Herzinfarkt oder starke Durchblutungsstörungen in den Beinen. Am wichtigsten ist es, der Krankheit vorzubeugen. Und das können Sie ganz einfach durch eine gesunde Ernährung erreichen:

- geben Sie unbedingt das Rauchen auf, denn Nikotin hat eine gefäßverengende Wirkung und schädigt die feine Gefäßinnenwand

- ernähren Sie sich fettarm

- gesättigte Fettsäuren (vor allem in tierischem Fett) und Transfette (vor allem in frittierten Produkten und Backwaren wie z. B. Pommes, Kekse, Kartoffelchips) sollten Sie unbedingt meiden

- bei pflanzlichen Ölen sollten Sie Olivenöl bevorzugt verwenden

- verzichten Sie auf Wurst und sehr fettes Fleisch, zu empfehlen sind eher Geflügel, mageres Fleisch oder auch Fisch

- ersetzen Sie Schokolade oder Torten durch Obst

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Leiden Sie bereits unter Arteriosklerose ist es aber auch noch nicht zu spät. Allein durch gesunde und gezielte Ernährung ist es Ihnen möglich, die Krankheit zu bekämpfen. Richtige Ernährung bei Arteriosklerose bedeutet, dass Sie verstärkt folgende Lebensmittel auf Ihren Speiseplan setzen sollten:

- Knoblauch

- moderater Alkoholgenuss schützt die Gefäße

- Artischocken

- Schalotten und Zwiebeln

Empfohlene Nahrungsmittel

Zu vermeidende Nahrungsmittel

Tomaten

Wurst

Kohl

Speck

fettarmer Fisch

Schokolade

Algen

fetter Fisch

Äpfel

Butter

Lauch

Innerein

Schalotten

 

Zwiebeln

 

Knoblauch

 

Artischocken

 

Algen

 

Ananas

 

Generell sollten Sie bei Arteriosklerose auf Ihr Gewicht achten. Denn das wiederum reduziert den Cholesterinspiegel und verhindert damit die Verkalkung Ihrer Arterien.

Arthritis und Arthrose

Auch wenn die beiden Krankheitsbilder im Volksmund nahezu identisch verwendet werden, handelt es sich um ganz unterschiedliche Erkrankungen.

Die Arthrose ist eine nicht-entzündliche Gelenkerkrankung, bei der die Gelenke durch Verschleiß beschädigt oder zerstört werden. Arthrose ist eine Volkskrankheit, unter der fast alle Menschen mit zunehmendem Alter leiden. Übergewichtige Menschen sind stärker betroffen. Im schlimmsten Fall muss bei den Patienten das Gelenk durch ein künstliches Gelenk ersetzt werden. Diese Handlungsempfehlung bei der Ernährung kann der Arthrose entgegenwirken:

- essen Sie viele Vollkornprodukte

- verzichten Sie auf Schweinefleisch und Eier

- führen Sie Ihrem Körper Selen, Vitamin C (Zitrusfrüchte, Petersilie, Paprika, Johannisbeeren) und E (Nüsse, Samen, Pflanzenöle) zu (wirkt entzündungshemmend und bekämpft freie Radikale)

- auch die Einnahme von Calcium (Milch und Milchprodukte) ist empfehlenswert

- viele Patienten haben gute Erfolge mit der Einnahme von 1 Esslöffel Apfelessig pro Tag erzielt

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Empfohlene Nahrungsmittel

Zu vermeidende Nahrungsmittel

Seefisch (wie Lachs)

Schweinefleisch

Soja- und Walnussöl

Rindfleisch

Grünlipp-Muschel

Lammfleisch

Getreide

Wurst

Nüsse

Eier

Meeresfrüchte

Spargel

Avocado

Tomaten

Gelatine

Kaffee

Milchprodukte

Süßigkeiten

Brokkoli

Rotwein

Fenchel

 

Grünkohl

 

Kohlgemüse

 

Salat

 

Gemüse

 

Obst

 

Die Arthritis hingegen ist keine Alterserscheinung, sondern ein Entzündungsprozess in den Gelenken. Dementsprechend können auch Menschen jeden Alters daran erkranken. Im Volksmund wird auch oft von Rheuma gesprochen. Hervorgerufen werden die Entzündungen durch ein fehlgesteuertes Immunsystem. Betroffene leiden unter steifen Gelenken und starken chronischen Schmerzen.

Auch bei der Arthritis können sich bestimmte Nahrungsmittel lindernd auf die Beschwerden auswirken und sogar den Krankheitsverlauf bremsen. Die Ernährungstipps decken sich hier nahezu mit denen bei Arthrose. Vor allem die in tierischen Fetten sind Stoffe enthalten, die Entzündungsprozesse fördern. Streichen Sie daher Fleisch, Wurst, Eier und Innereien möglichst ganz von Ihrem Speiseplan. Ersetzen Sie Ihren Fleischkonsum durch viel Fisch und Meeresfrüchte, denn diese enthalten wichtige Omega-3-Fettsäuren, die dem Entzündungsprozess entgegenwirken. Auch auf Vollfett-Milchprodukte sollten Sie verzichten. Allerdings brauchen Sie nicht vollkommen auf Milchprodukte zu verzichten. Reduzierte Milch-, Joghurt- und Käseprodukte können Sie problemlos essen. Hochwertige Pflanzenöle wie Raps-, Lein- oder Walnussöl enthalt en ebenfalls Omega-3-Fettsäuren. Auch bestimmte Vitamine, die als Antioxidantien wirken, wie Vitamin C und E sowie Spurenelemente wie Selen wirken den schmerzhaften Entzündungsprozessen entgegen. Daneben haben auch Obst, Gemüse und Vollkornprodukte einen hohen Anteil an Antioxidantien und sind daher wichtiger Bestandteil einer rheumafreundlichen Ernährung.

Oft tritt bei Rheuma parallel eine Osteoporose auf. Diesem können Sie mit der Zufuhr von Calcium und Vitamin D vorbeugen. Bei allen Vitaminen und Spurenelementen können Sie die notwendigen Mengen, denn es muss immer hoch dosiert eingenommen werden, problemlos durch Nahrungsergänzungspräparate ersetzen.

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Blasenentzündung

Bei der Blasenentzündung oder Zystitis handelt es sich um eine bakterielle Infektion der Harnwege und der Blase. Unter einer Blasenentzündung leiden meist Frauen, weil der Harnleiter extrem kurz und damit der Weg für eindringende Bakterien erleichtert ist. Eine Blasentzündung ist immer mit brennenden Schmerzen beim Wasserlassen und verstärktem Harndrang verbunden. Bestimmte Nahrungsmittel können Ihnen helfen, wenn Sie vermehrt zu Blasenentzündungen neigen. Grundsätzlich gilt: Alle Nahrungsmittel, die eine infektionshemmende und keimtötende Wirkung haben, sind förderlich. Dazu zählen:

-

rote Zwiebeln

-

Meerrettich

-

Kapuzinerkresse

-

Senföle

-

Kohl

-

Lauch

-

Knoblauch

-

Rote Beete

-

Gemüsebrühe

Auch Säure ist ein Milieu, das Bakterien meiden. Preiselbeeren sind die ideale Nahrungsergänzung, um den Urin sauer zu halten. Auf säureproduzierende Lebensmittel wie Fleisch, Tee, Kaffee, Zucker und Zitrusfrüchte sollten Sie hingegen verzichten.

Bluthochdruck

Bei Bluthochdruck (Hypertonie) steigt der Druck in den Arterien krankhaft. Sie leiden dann unter Bluthochdruck, wenn der obere Wert (systolischer Wert) dauerhaft auf über 140, der untere (diastolische Wert) auf über 90 steigt. Ungefähr 14 Prozent der Deutschen leiden daran. Anfangs verläuft die Erkrankung beschwerdefrei. Im Laufe der Zeit werden allerdings Gefäße, Herz, Gehirn und Nieren schwer geschädigt. Viele der Betroffenen bekommen im weiteren Verlauf einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall.

Geänderte Ernährungsgewohnheiten sind Grundvoraussetzungen für eine Therapie bei Bluthochdruck. Wichtig ist in erster Linie eine gesunde Ernährung. Das heißt bei Bluthochdruck vor allem: natriumarme Ernährung. Meiden Sie Fertiggerichte, gepökelte oder geräucherte Fisch- und Fleischwaren und Salzgebäck. Daneben sollten Sie das Rauchen einstellen. Kaffee ist erlaubt, allerdings maximal 4 Tassen am Tag.

Außerdem wird der Verzehr folgender Nahrungsmittel empfohlen:

- viel Obst, Gemüse

- fettreduzierte Milchprodukte

- Nahrungsmittel mit einem hohen Anteil an gesättigten Fetten, Cholesterin und versteckten Fetten (z. B. Wurst, Käse, Backwaren, Milchprodukte) meiden

- Verzehren Sie viel Fisch, die enthaltenen ungesättigten Fettsäuren reduzieren das Cholesterin, das der Hauptrisikofaktor für das Entstehen des Bluthochdrucks ist

- wenig Fleisch und Süßigkeiten

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- vermehrt Nahrungsmittel, die viel Magnesium, Kalzium und Kalium enthalten

Empfohlene Nahrungsmittel

Zu vermeidende Nahrungsmittel

mageres Fleisch ohne sichtbares Fett

fettes Fleisch aller Art, z. B. Speck, Schweinebauch

Wurst:

Wurst:

- salzarme Wurstsorten, z. B. Fleischsülze

- salzreiche Wurstsorten, z. B. gekochter und roher Schinken, Rauchfleisch

- fettreiche Wurstsorten, z. B. Leberwurst, Mettwurst, Cervelat, Mortadella, Salami

- fettarme Wurstsorten, z. B. kalter Braten, Geflügelwurst

alle fettarmen Stücke vom Wild

Wildpasteten

Geflügel ohne Haut

Mastente, Mastgans

 

Fisch

Fisch

-

fette Fische z. B. Hering, Thunfisch Aal, Lachs,

geräucherter, gesalzener, gepökelter Fisch, z.B. Fischkonserven in Öl oder in Saucen mariniert, geräucherte Forelle

- magere Fische, z. B. Seelachs, Zander, Barsch, Hecht, Seezunge, Kabeljau, Scholle, Heilbutt, Schellfisch

- magere Fischkonserven in Gelee (ohne Öl!)

-

Milch und Milchprodukte wie Joghurt, Kefir, Quark, Dickmilch etc.

 

Eier

Fette und Öle:

 

Olivenöl, Halbfettmargarine reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Distel-, Maiskeim-, Sonnenblumenöl, Margarine

Fette und Öle:

Butter, Schmalz, Talg

Gemüse gedünstet oder als Rohkost

Gemüsekonserven

 

Gewürzsalze, Kochsalz, Natriumglutamat, Gewürzmischung mit Kochsalz, Senf, Ketschup, Fertigsaucen

Pellkartoffeln, Schalenkartoffeln, Kartoffelpüree, Kartoffelklöße

Pommes frites, Bratkartoffeln, Chips, Salzkartoffeln

Naturreis (unpolierter Reis)

polierter Reis

alle Vollkornprodukte

Weißmehl- und Stärkeprodukte

 

Backwaren:

Backwaren:

Salzgebäck, Rührkuchen, Torten, Blätterteig, Mürbeteig, Biskuitboden, in Fett ausgebackenes Gebäck oder Kuchen aus Weißmehl

Hefeteig, Vollkornkuchen, Vollkorngebäck, Quark-Öl-Teig mit Obstbelag

Nüsse ungesalzen in kleinen Mengen

gesalzene Nüsse z. B. Erdnüsse

alle alkoholfreien Getränke z.B. Tee, Mineralwasser, naturtrübe/-reine Obst- und Gemüsesäfte bzw. Schorle, Kaffee (max. 4 Tassen pro Tag.)

Alkohol, Fruchtsäfte und Fruchtnektar mit Zusatz von Zucker, Limonaden, Brausen

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Cholesterin

Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass Cholesterin ein lebenswichtiges Lipid (fettähnlicher Stoff) ist. Cholesterin kann vom Körper selbst hergestellt oder aber auch über die Nahrung zugeführt werden. Sie müssen, wenn Sie von Cholesterin sprechen, zwei Bestandteile des Gesamtcholesterins unterscheiden: Es gibt einerseits das LDL (low density lipoprotein) mit hohem Cholesterinanteil und andererseits das HDL (high density lipoprotein) mit niedrigem Cholesterinanteil.

Der Körper benötigt das Cholesterin für verschiedene Vorgänge im Körper:

- es ist dient dem Aufbau der Zellmembran

- es ist Grundlage für die Bildung von Gallensäure, ohne die die Verdauung der Nahrung nicht funktioniert

- aus Cholesterin wird Vitamin D gebildet, dass dem Knochenaufbau dient

- es produziert die Geschlechtshormone

Viele Menschen haben einen zu hohen Cholesterinspiegel im Blut. Ist davon die Rede, heißt das immer, dass der Anteil des LDL zu hoch ist. Das führt dazu, dass sich Fette im Gefäß ablagern können, was wiederum zu Arteriosklerose führt und das Risiko für einen Schlaganfall erhöht.

Bei einem zu hohen Cholesterinwert (bei Erwachsenen über 40 Jahren sollte der Wert unter 240 mg/dl liegen) können Sie nachweislich mit einer Ernährungsumstellung zu einer Senkung beitragen. Dazu gibt es viele Vergleichsstudien, die dies belegen. So ernähren sich beispielsweise die Finnen mit sehr fettreicher tierischer Nahrung. Damit geht eine sehr hohe Herzinfarktrate einher. Die Japaner hingegen, die sehr viel Fisch und pflanzliche Nahrung zu sich nehmen, sterben sehr selten an einem Herzinfarkt. Der beste Beweis, was richtige Ernährung wundervolles bewirken kann.

Ändern Sie Ihren Lebensstil. Durch ein wenig mehr Bewegung und die Änderung Ihrer Essgewohnheiten können Sie eine Menge selbst erreichen – und kommen vielleicht ganz ohne Medikamente aus.

Und gegen das „Zuviel“ an Fett können Sie selbst ganz einfach etwas tun, bzw. ungesunde durch gesunde Fette ersetzen und so Ihrem Cholesterinspiegel entgegenwirken:

Empfohlene Fette und Nahrungsmittel

Zu vermeidende Fette und Nahrungsmittel

Olivenöl

Butter

Margarine

Schmalz

Sojaöl

Sahne

Magermilchprodukte

Crème fraîche

Fisch und mageres Fleisch (ohne Panade!)

fetter Aufstrich wie Leberwurst

magerer Bratenaufschnitt

fettiges Fleisch und Innereien

Geflügelaufschnitt

Sahnequark und -joghurt

Vollkornprodukte

Eis

Obst

Streichkäse mit Doppelrahmstufe

Gemüse

Schalentiere

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So meiden Sie Cholesterin bei Ihrer Ernährung

Alle oben aufgelisteten Lebensmittel sind sehr cholesterinhaltig. Schon eine drastische Einschränkung des Verzehrs wird Ihren Cholesterinspiegel deutlich senken. Sie können aber Ihr Cholesterin schon allein mit ein paar einfachen Tricks verringern:

Sparen Sie Fett ein! Statt Fleisch sollten Sie vermehrt Fisch essen oder zumindest in erster Linie mageres Fleisch zubereiten (Geflügel, Kalb, Wild). Hat das Fleisch einen erkennbaren Fettrand, sollten Sie diesen unbedingt abschneiden. Auch bei der Zubereitung können Sie Fett einsparen und damit Ihr Cholesterin reduzieren. Grillen und Dünsten sind wesentlich cholesterinarme Zubereitungsarten als in Fett ausbacken oder in der Pfanne braten. Und wenn Sie Fett einsetzen, gilt immer die Regel: Tauschen Sie ungesättigte gegen gesättigte Fette aus. Ungesättigte Fette (z. B. Margarine, Olivenöl) sind immer pflanzlicher Herkunft. Im Gegensatz zu gesättigten Fetten (z. B. Butter), die tierischer Herkunft sind, erhöhen sie das Cholesterin nicht.

Und auch auf Milchprodukte brauchen Sie in Zukunft nicht zu verzichten. Ersetzen Sie einfach Vollfettprodukte durch entrahmte bzw. halbfette Milch und kaufen statt Sahnequark und –joghurt Magerprodukte.

Als Richtwert können Sie sich merken: Am Tag sollten Sie maximal 300 mg Cholesterin und maximal 1 g Fett pro Kilogramm Ihres Körpergewichts zu sich nehmen. Anhand der Tabelle erhalten Sie einen Anhalt dafür, welche Mengen Cholesterin bestimmte Nahrungsmittel enthalten:

Nahrungsmittel

mg/100 g

Eigelb

2400 mg

Butter

240

mg

Gouda

115

mg

Lammfleisch

110

mg

Eiernudeln

94

mg

Hühnerfleisch, mager

60

mg

Joghurt, 3,5 % Fett

5

mg

Olivenöl

1

mg

Vollkornspaghetti ohne Ei

0

mg

Aber Sie müssen nicht nur verzichten, Sie können auch ganz gezielt etwas durch bestimmte Lebensmittel erreichen, um Ihren Cholesterinspiegel zu senken. So sind beispielsweise Artischocken und Knoblauch nachweisliche Cholesterinsenker.

An der Universität von Kalifornien ist zudem erforscht worden, dass Ölfrüchte (hier insbesondere Walnüsse) den Cholesterinspiegel senken. Zu den Ölfrüchten gehören u. a. Raps, Sonnenblumenkerne, Senf, Oliven, Kürbisse und Trauben. Das scheint darauf zurückzuführen zu sein, dass sie einen hohen Ballaststoffgehalt aufweisen. Auch wenn sich „Ballast“ eher unnütz anhört, haben Ballaststoffe eine enorm wichtige Bedeutung für unseren Körper. Ballaststoffe binden im Darm das Cholesterin. Auf diese Weise helfen sie, die Blutfettwerte zu senken. Auch Gemüse und Obst sind sehr ballaststoffreich. Essen Sie also viel Obst und Gemüse!

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Hier sollten Sie ganz speziell auf Äpfel bei Ihrer Ernährung Wert legen. In der Universitätsklinik Angers ist nämlich erforscht worden, dass das Risiko, an einer Herz-Gefäß- Erkrankung zu erkranken, durch den Verzehr von Äpfeln erheblich reduziert werden kann. Im Umkehrschluss heißt das: Äpfel bekämpfen die Ursache einer Herzerkrankung: den zu hohen Cholesterinwert. Das ist darauf zurückzuführen, dass Äpfel Pektine enthalten, die die Fähigkeit haben, das Cholesterin zu binden und aus dem Körper auszuschwemmen. Sie sehen, es ist einfacher gedacht, durch einige kleine Ernährungsumstellungen Ihren Cholesterinspiegel zu senken und damit Ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun!

Diabetes

Unter Diabetes versteht man verschiedene Stoffwechselerkrankungen. Gemein ist der gesamten Gruppe der Diabeteserkrankungen, dass sie allesamt zu erhöhten Blutzuckerwerten (Hyperglykämie) führen.

Als Diabetiker sollten Sie darauf achten, Nahrungsmittel zu verzehren, die den Blutzuckerspiegel nur sehr langsam ansteigen lassen. Zuckerarmes Gemüse ist hier eine gute Wahl. Dazu zählen Sellerie, Kohl, Bohnen, Spargel, Artischocken, Kopfsalat, Sauerkraut und Schwarzwurzeln.

Sie müssen auch keine Angst vor Kohlenhydraten (Kartoffeln, Reis, Teigwaren, Zucker) haben. Achten Sie aber darauf, dass Sie den Konsum von Kohlenhydraten auf mehrere Mahlzeiten aufteilen, um starke Blutzuckerschwankungen zu vermeiden. Vor allem bei dem Verzehr von Reis sollten Sie auf geschälten Reis verzichten, da er den Blutzuckerspiegel extrem schnell ansteigen lässt, da ihm mit der Schale die Ballaststoffe entzogen wurden.

Neben der bewussten Ernährung und des Speiseplans, den Ihr Arzt mit Ihnen erstellen wird, ist es wichtig für Sie Vitamin A, C, und E zu sich zu nehmen. Denn diese Vitamine sind in der Lage, freie Radikale zu neutralisieren. Somit beugen Sie charakteristischen Folgeschäden der Diabetes vor (beispielsweise Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße, der Beine, der Augen). Daher sollten vor allem frisches Obst und Gemüse täglich auf Ihrem Speiseplan stehen.

Halten Sie sich bei der Zusammenstellung Ihres Speiseplans am besten an folgende Vorgaben:

- Kohlenhydrate

- mindestens 45 Prozent Kohlenhydrate mit Lebensmitteln wie Vollkornprodukte, Obst, Reis und Nudeln abdecken

- maximal 10 Prozent Kohlenhydrate mit Nahrungsmitteln wie Weißbrot oder Süßigkeiten zuführen

- Eiweiß: 10 - 20 Prozent, zum Beispiel aus Eiern, Fisch oder Fleisch

- Fett: 30 - 35 Prozent, hier sollten Sie „gesunde“ Fette bevorzugen; dazu gehören insbesondere Olivenöl oder Margarine statt Speck oder Butter

- Ballaststoffe: täglich mindestens 30 g

- Salz: täglich höchstens 6 g; vergessen Sie dabei auch das in Saucen, Fertiggerichten, Wurst und Käse enthaltene Salz nicht

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Gesund essen, gesund bleiben – Krankheiten abwehren mit der richtigen Ernährung

Gesund essen, gesund bleiben – Krankheite n abwehren mit der richtigen Ernährung

- Alkohol: maximal 15 g (Frauen) beziehungsweise 25 g (Männer) pro Tag (zum Vergleich:

ein halber Liter Bier enthält 16 g Alkohol)

Durchfall

Von Durchfall (Diarrhö) spricht man, wenn die Stuhlentleerung häufiger als dreimal täglich stattfindet oder wenn sich die Konsistenz des Stuhls ändert. Das ist der Fall, wenn der Stuhl sich verflüssigt oder wenn die Menge stark vermehrt ist. Fast 20 Prozent der Deutschen leiden jährlich daran.

Bei Durchfall heißt es zunächst: Trinken, trinken, trinken. Denn der Körper verliert bei Durchfall sehr viel Flüssigkeit. Mit Mineralwasser und Kräutertees gleichen Sie diesen Verlust optimal aus. Milch, Kaffee und alkoholartige Getränke sollten Sie allerdings in dieser Zeit nicht trinken, denn Sie verschlimmern den Durchfall. Auch die oft empfohlene Cola sollten Sie meiden, denn die daran enthaltene Kohlensäure bläht den strapazierten Darm auf und sorgt zusätzlich noch für Bauchkrämpfe.

Gut wirken auch die alten Hausmittelchen wie klare Hühner-, Gemüse- oder Rinderbrühe. Das führt dem Körper einerseits Flüssigkeit zu, andererseits wird Ihr Elektrolythaushalt wieder aufgebaut.

Stopfend und gleichzeitig schonend auf den Magen-Darm-Trakt wirken auch Bananen, Aprikosen und geriebener Apfel. Auch Karotten, Reis sowie Joghurt sind in der akuten Phase sehr empfehlenswert.

Ekzeme

Unter einem Ekzem versteht man eine für entzündliche Hautveränderungen. Diese Hautveränderung kann sich als Schwellung, Rötung, Bläschen- oder Knötchenbildung, Schuppen und Nässen äußern. Oft sind die Ekzeme mit starkem Juckreiz verbunden. Oft werden Ekzeme durch allergische Reaktionen ausgelöst. Das Ekzem tritt dann meist an der Stelle auf, an der sie Kontakt zu dem allergenen Stoff hatte. Es ist allerdings auch möglich, dass der Körper auf Mangelerscheinungen reagiert. Oft fehlen dem Körper vor allem Vitamin B 8 oder Vitamin F. Aber diese Mangelerscheinungen können Sie ganz einfach durch eine ausgewogene Ernährung ausgleichen:

- Vitamin B 8 (Biotin) bessert Ekzeme, denn es hilft beim Aufbau von Fettsäuren, die für eine gesunde Haut verantwortlich sind. Einige Hauptquellen für Biotin in unserer Ernährung sind: geröstete Erdnüsse, Erdnussbutter, Haselnüsse, Mandeln, Schweineniere, Eigelb, Rinderleber, Walnüsse, Sesamsamen, Hüttenkäse. Leiden Sie unter starken Ekzemen, sollten Sie eine Nahrungsergänzung mit Biotin in Erwägung ziehen.

- Neben Vitamin B 8 ist Gamma-Linolensäure, auch Vitamin F genannt, eine mehrfach ungesättigte Fettsäure sehr hilfreich, Ekzeme zu lindern. Vitamin F kommt sehr hoch dosiert in der Muttermilch vor. Darum wird auch empfohlen, bei Ekzemen Stuten- oder

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Gesund essen, gesund bleiben – Krankheiten abwehren mit der richtigen Ernährung

Gesund essen, gesund bleiben – Krankheite n abwehren mit der richtigen Ernährung

- Biestmilch zu trinken, die eine ebensolch hohe Konzentration an Vitamin F aufweisen. Gamma-Linolensäure wirkt beruhigend und entzündungshemmend auf die Haut und wirkt daher gut bei Ekzemen. Gamma-Linolensäure ist außerdem in hohen Mengen in

Nachtkerzensamenöl

Borretschöl (Gurkenkrautöl)

Schwarzem Johannisbeerkernöl

Öl der Samen der südamerikanischen Blumennesseln (Gattung Nasa)

Hanföl und Hanfsamen

In geringerem Umfang enthält auch Hafer Gamma-Linolensäure

enthalten.

Gastritis (Magenschleimhautentzündung)

Wie der Name Magenschleimhautentzündung schon sagt, handelt es sich bei einer Gastritis um eine Entzündung der Magenschleimhaut, die oft chronisch verläuft. Die Symptome reichen von Appetitlosigkeit, Schmerzen im Oberbauch bis hin zu Übelkeit, Blähungen und Erbrechen.

Mit Hilfe einer leichten Vollkost können Sie Beschwerden im Bereich des Verdauungstraktes wie Durchfall, Völlegefühl, Schmerzen, Druckgefühle und Übelkeit ausschalten. Ihre Mahlzeiten sollten vor allem leicht verdaulich sein. Lebensmittel, die den Magen nicht belasten, sind Reis, Nudeln und Getreideflocken. Wichtig ist viel ballaststoffreiche Kost. Dazu zählt auch Salat, Gemüse und Obst. Wenn Sie dazu Fisch und Fleisch in Maßen kombinieren, wird Ihr Magen es Ihnen danken. Besonders empfehlenswert sind folgende Lebensmittel, die Ihre Magenschleimhaut gegen die Magensäure unterstützen:

- Haferflocken und -schleim

- Joghurt

- Äpfel

- Fenchel

- Karotten

- Weizenkleie

- Kopfsalat

Andererseits gibt es eine Vielzahl von Lebensmitteln, die Sie unbedingt meiden sollten, denn sie regen noch zusätzlich die Säureproduktion an oder belasten den Magen. Tatsächlich liegt die Nahrungsempfehlung bei akuter Gastritis eher im Verzicht. Zu diesen Nahrungsmitteln gehören:

- frittierte Speisen (z. B. Pommes frites, Backfisch)

- fette Fleisch- und Wurstwaren (z. B. Mett)

- fette Backwaren (z. B. Sahnetorten)

- Mayonnaise, Saucen, Eiscreme, Butter

- Bohnenkaffee

- Alkohol

- Süßigkeiten und Schokolade

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Gesund essen, gesund bleiben – Krankheiten abwehren mit der richtigen Ernährung

Gesund essen, gesund bleiben – Krankheite n abwehren mit der richtigen Ernährung

- scharfe Gewürze

- Zitrusfrüchte

- Obstsäfte

- kohlensäurehaltige Getränke

- Hülsenfrüchte

- Kohl, Wirsing, Kraut, Zwiebeln

- Paprikaschoten, Pilze, Gurken

Gedächtnisstörungen

Gedächtnisstörungen sind ein komplexes Krankheitsbild, zu dem insbesondere Konzentrationsabfall und Vergesslichkeit gehören. Es kann aber auch zu Erinnerungsverfälschungen kommen.

Ein zu hoher Zuckerkonsum führt dazu, dass der Körper vermehrt Vitamin B 1 (Thiamin) benötigt, um den Zucker abbauen zu können. Das kann zu einem Mangel an Vitamin B 1 führen, der Gedächtnisprobleme verursachen kann. Die größten Vitamin B 1-Lieferanten sind Getreide und Reis, sofern diese nicht zu stark ausgemahlen sind, denn dann wird ihnen das wichtige Vitamin entzogen. Gute Thiaminquellen sind außerdem Schweinefleisch, Leber und einige Fischarten (Scholle, Thunfisch). Auch in Kartoffeln, Hülsenfrüchten und verschiedenen Hefeprodukten wie beispielsweise Bier sind Anteile des Vitamins enthalten.

Aber auch, und das ist gerade bei älteren Menschen oft der Fall, kann ein Proteinmangel Ursache für die Konzentrationsstörungen sein. Denn ältere Menschen können nicht mehr genügend Proteine selbst bilden. Da ist der Mangel vorprogrammiert, wenn sie es nicht von außen zuführen. Die enthaltenen Aminosäuren sind unerlässlich für die Bildung von Gehirnzellen. Sehr proteinhaltige Nahrungsmittel sind:

- Fleisch

- Fisch

- Eier

- Milchprodukte (vor allem Käse)

- Nüsse

- Getreide

- Hülsenfrüchte (insbesondere Soja: 41,6 Prozent)

- Kartoffeln (lediglich 2 Prozent, dafür sehr viele essentielle Aminosäuren)

Herpes

Herpes ist eine weit verbreitete Viruserkrankung, hervorgerufen durch das Herpes-Simplex- Virus. Die meisten Menschen erkranken an Lippenbläschen, dem Typ 1 (HSV Typ 1). Dabei entstehen an den Lippen kleine, nässende Fieberbläschen. Diese Stellen sind empfindlich, schmerzen und jucken. Charakteristisch für Herpes ist, dass er immer wieder aufblühen kann.

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Gesund essen, gesund bleiben – Krankheiten abwehren mit der richtigen Ernährung

Gesund essen, gesund bleiben – Krankheite n abwehren mit der richtigen Ernährung

Experten zufolge wird die Entstehung von Herpes auch durch Nahrungsmittel wie Schokolade, Nüsse, Mais und Reis, die viel von der Aminosäure L-Arginin enthalten, gefördert. Reduzieren Sie also besser den Konsum dieser Lebensmittel, wenn Sie an bereits an Lippenbläschen leiden.

Andererseits können Sie durch eine gesunde Ernährung den wiederkehrenden Herpes-Befall optimal vermeiden. Vor allem Geflügel, Fisch und Milchprodukte, die über einen hohen Anteil an L-Lysin (L-Lysin ist eine essentielle Aminosäure, die in erster Linie für das Knochenwachstum gebraucht wird, sie bekämpft aber auch bestimmte Virusarten) verfügen, können den Virus unterdrücken.

Zur Vorbeugung sollten Sie Vitamin C und Zink zu sich nehmen. Das stärkt das Immunsystem und bekämpft so das Virus. Vorbeugend ist auch Vitamin B 1 und B 5 (oder Pantothensäure) sehr hilfreich. Zu den wichtigsten Vitamin B 1-Lieferanten zählen Hefe, Weizen, Vollkornprodukte und Milch. Vitamin B 5 wirkt an der Antikörper-Produktion mit und schützt so den Körper vor dem Angriff des Herpes-Virus. Es ist reichlich in Lebensmitteln wie Innereien, Vollkornprodukten, Eiern, Nüssen (insbesondere Pinienkerne), Reis, Obst, Gemüse, Milch und Bierhefe enthalten. Gerade die Vitamin B-Gabe ist ganz entscheidend im Kampf gegen das Herpes-Virus, denn Vitamin B wird durch unsere Lebensgewohnheiten (Nikotin, Alkohol, Medikamente) aber auch durch Schwangerschaft zerstört, wodurch der Körper anfälliger wird.

Herz- und Gefäßerkrankungen

Herz- und Gefäßerkrankungen sind Todesursache Nummer 1 weltweit. Sie führen dazu, dass die Herz-Kreislauf-Tätigkeit nicht mehr normal abläuft. Eine ganze Reihe von Krankheitsbildern zählen zu den Herz- und Gefäßerkrankungen:

- Angina pectoris und Koronare Herzkrankheit

- Herzrhythmusstörungen

- Kammerflimmern

- Herzinfarkt

- Herzinsuffizienz - Herzklappenfehler

Die Ernährungsumstellung ist der erste Schritt, um dagegen anzugehen. Denn eine falsche Ernährung ist mit eine Ursache für eine Herz- und Gefäßerkrankung. Dabei ist es ganz einfach, sich gesund zu ernähren:

Setzen Sie auf die mediterrane Küche:

Auf Ihrem Speiseplan sollte sich viel Seefisch, Vollkornprodukte, frisches Gemüse und Früchte wiederfinden. Nicht zu vergessen, dies alles mit Olivenöl zuzubereiten!

Ernähren Sie sich ballaststoffreich:

Ihre Nahrung sollte täglich 20 g Ballaststoffe enthalten. Außerdem ist es entscheidend, dass Sie sich fett- und cholesterinarm ernähren! Tauschen Sie gesättigte Fettsäuren (Butter) gegen ungesättigte (Olivenöl, Margarine) aus.

Steigen Sie die Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren tierischer und pflanzlicher Herkunft in Ihrer Ernährung:

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Gesund essen, gesund bleiben – Krankheiten abwehren mit der richtigen Ernährung

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Vor allem Eskimos und Japaner haben eine geringe Sterblichkeitsrate durch Herz- und Gefäßkrankheiten. Kein Wunder, denn diese Bevölkerungsgruppen ernähren sich äußerst fischreich und führen ihrem Körper somit große Mengen Omega-3-Fettsäuren zu. Umgekehrt erhöht sich bei einem Mangel an Omega-3-Fettsäuren das Risiko, an einem Herz- oder Gefäßleiden zu erkranken. Omega-3-Fettsäuren können Sie durch den Konsum von Fisch (insbesondere Lachs, Sardellen, Thunfisch) und bestimmten Pflanzenölen (Walnuss, Soja, Leinsamen) ganz einfach in Ihren Speiseplan integrieren.

Essen Sie viele Schalenfrüchte:

Vor allem Walnüsse, Haselnüsse und Mandeln haben einen großen Anteil an Alpha- Linolensäure, einer herzschonenden Fettsäure. Außerdem sind sie reich an den gesunden ungesättigten Fettsäuren.

Verzichten Sie nicht auf ein guten Glas Wein:

Denn Wein hat durch die darin enthaltenen Polyphenole sehr gute antioxidierende Eigenschaften.

Reduzieren Sie gesättigte Fettsäuren:

Gesättigte Fettsäuren sind häufig Mitverursacher von Herz- und Gefäßleiden. Gesättigte Fettsäuren sind insbesondere in fettem Fleisch, Kuchen, Keksen, Butter sowie Vollmilchprodukten enthalten. Ersetzen Sie das Fleisch durch mageres oder weißes Fleisch. Bei den Milchprodukten sollten Sie unbedingt auf die fettarmen Varianten umsteigen. Ziegenkäse enthält beispielshalber auch nicht viel Fett.

Kopfschmerz, Migräne

Rund 34 Prozent der Bevölkerung leidet unter Kopfschmerzen. Damit sind Kopfschmerzen die am häufigsten genannten Beschwerden. Begibt man sich auf Ursachenforschung findet man ein weites Spektrum: Angefangen bei Durchblutungsstörungen über Verspannungen, Stress, Hirntumoren bis hin zu falscher Ernährung.

Bei der Ernährung gibt es verschiedenste Lebensmittel, die einen Kopfschmerzanfall auslösen können. Hier heißt es für Sie: austesten, worauf Sie verzichten sollten.

In vielen Fällen wird das in Nahrungsmitteln enthaltene Tyramin nicht vertragen. Tyramin hat eine stark blutdrucksteigernde Wirkung, die den Schmerz auslöst. Aber worin ist es enthalten? Tyramin tritt einerseits bei der Zersetzung von Eiweißen auf. Andererseits ist es häufig natürlicher Begleitstoff von Nahrungsmittel, so z. B. ist es in vielen Käsesorten (z. B. Camembert, Münsterkäse, Mozzarella, Brie), Rotweinen (z. B. Chianti, Riesling) oder Schokolade enthalten. Ganz natürlich ist auch in Bananen, Auberginen, Kalbsleber und Misteln enthalten. Beobachten Sie also unmittelbar nach dem Konsum eines dieser Nahrungsmittel plötzlich auftretenden Kopfschmerzen, sollten Sie es von Ihrem Speiseplan streichen.

Auch Natriumglutamat, ein Geschmacksverstärker, der oft in der chinesischen Küche und auch Fertiggerichten verwandt wird, ist häufig Auslöser von Kopfschmerzattacken. Achten Sie genau auf die Inhaltsstoffe, wenn Sie ein Fertiggericht zubereiten. Treten bei Ihnen danach vermehrt Kopfschmerzattacken auf und stellen Sie fest, dass das Gericht Natriumglutamat enthält, sollten Sie in Zukunft darauf verzichten – und Sie werden sehen:

Kopfschmerzen sind ein Thema von gestern für Sie!

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Oft sind auch Mangelerscheinungen eine Ursache für Kopfschmerzen. Sie führt häufig ein Vitamin C- oder aber auch ein Vitamin B 6-Mangel zu Kopfschmerzattacken. Probieren Sie es einfach aus: Ernähren Sie sich Vitamin C-haltiger: Zitrusfrüchte, Hagebutten, Acerola- Kirsche, Schwarze Johannisbeeren, Brokkoli, Grün- und Rosenkohl enthalten beispielshalber sehr viel Vitamin C. Oder aber Sie nehmen gezielt Ascorbinsäure ein, um auszutesten, ob Sie positiv – und damit kopfschmerzenbefreit – reagieren. Gleiches gilt für Vitamin B 6. Hier sind gute Quellen: Milchprodukte, Leber, Hühner- und Schweinefleisch, Fisch, Kohl, grüne Bohnen, Linsen, Feldsalat, Vollkorngetreide, Vollkornprodukte, Weizenkeime, Nüsse, Hefe und Bananen.

Krebs

Unter dem Begriff Krebs versteht der Mediziner eine bösartige Neubildung oder Wucherung. Das Wort „Tumor“, was übersetzt soviel wie "Verhärtung" bedeutet, wird oft gleichbedeutend verwendet. Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO gehen heute davon aus, dass in den westlichen Ländern rund 30 Prozent aller Krebsfälle auf schlechte Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten zurückzuführen sind. Im Umkehrschluss heißt das: circa 30 Prozent der Krebsfälle hätten durch eine andere Ernährung verhindert werden können. Allerdings kommt es nach diesen Studien nicht nur darauf an, was man isst, sondern auch auf das wie viel. Sprich, das Körpergewicht hat anscheinend genau so einen Einflussfaktor auf das Krebsrisiko, wie die Nahrungsmittel, die Sie zu sich nehmen. Es ist erwiesen, dass bei übergewichtigen Frauen und Männern die Gefahr, an Krebs zu erkranken, um 55 bzw. 33 % erhöht ist.

Weiterhin ist erwiesen, dass die Entstehung von Dickdarm- und Enddarmkrebs durch den Verzehr von rotem Fleisch gefördert wird. Dass das Risiko, an Magenkrebs zu erkranken, durch salz- oder rauchkonservierte oder gepökelte Lebensmittel gesteigert wird. Setzen Sie daher auf Ihren Speiseplan mehr Geflügel und Fisch. Achten Sie bei der Zubereitung immer darauf, dass das Fleisch nicht verbrannt ist. Die Verbrennungsstoffe enthalten viele krebserregende Substanzen, die Magenkrebs erzeugen können.

Neben dem, was Sie nicht essen sollten, gibt es aber auch gezielte Ernährungsempfehlungen, die die Entstehung von Krebs verhindern können.

So ist beispielsweise sicher erwiesen, dass der Verzehr von Obst und Gemüse vor Mundhöhlenkrebs, vor Magenkrebs und Dickdarmkrebs schützt. Außerdem hat der Konsum von Ballaststoffen eine protektive Wirkung auf die Entstehung von Dickdarmkrebs. Denn schon seit langem ist bekannt, dass Ballaststoffe einerseits die Entstehung und andererseits auch die Wirkung von Krebs verursachenden Stoffen im Darm hemmen.

Und durch die Zuführung von Vitamin C durch Obst und Gemüse oder auch als Nahrungsergänzungsmittel können Sie ebenfalls auf die Tumorbildung einwirken. Zumindest insofern, als dass das Vitamin C die Bildung von krebserregende Nitrosaminen im Magen hemmt. Dadurch wird das durch die Nahrung aufgenommene Nitrat „entschärft“. Außerdem ist Vitamin C das Zellschutzvitamin schlechthin und stärkt das Immunsystem.

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Neueste Studien zeigen auch, dass Vitamin D den Körper effektiv vor der Entstehung von Krebs schützen kann. Denn Vitamin D reguliert das Zellwachstum. Viele Untersuchungsergebnisse sprechen dafür, dass die durch Vitamin D gesteuerten Mechanismen in zahlreichen Geweben einer Krebsentstehung vorbeugen. Der Mensch kann Vitamin D selbst aus Cholesterin herstellen. Dafür ist allerdings eine ausreichende Bestrahlung der Haut mit UV-Licht notwendig. Können Sie Ihren Körper nicht mindestens 20 Minuten am Tag dem Sonnenlicht aussetzen, sollten Sie Vitamin D über die Nahrung (insbesondere in Fisch, Eiern, Milch und Butter enthalten) oder über Nahrungsergänzungsmittel zuführen.

Nägel

Unsere Nägel dienen nicht in erster Linie der Schönheit. Auch wenn man dies meinen könnte, denn kaum einem Organ schenken wir so viel Aufmerksamkeit, wie der Pflege der Nägel. Allerdings haben die Nägel eine viel wichtigere Funktion: sie dienen dem Schutz der empfindlichen Finger- und Zehenspitzen. Außerdem stärken sie die Finger- und Zehenspitzen durch die Stütze, die sie bieten. Hauptbestandteil der Nägel ist Keratin. Da Nägel pro Woche etwa 0,05 bis 1,2 mm wachsen, kann man an ihnen gut den Gesundheitszustand des Körpers ablesen. Denn nicht selten sind die Nägel trotz guter Pflege ein Problem. Brüchige, rissige Fingernägel, Rillen oder Streifen können vielfache Ursachen haben. In Frage kommen Stress, Verletzungen des Nagelbetts, aber auch eine Krankheit oder Proteinmangel.

Haben Sie einen Proteinmangel, was sich durch weiße Flecken auf den Nägeln äußert, hilft ein Protein-Supplement (10 – 20 g pro Tag), die Nägel wieder gesund und fit zu machen. Achten Sie bei Ihrer Ernährung auf Lebensmittel, die gute Protein-Lieferanten sind. Das sind beispielsweise Eier, Fisch, fettarme Milchprodukte oder mageres Fleisch.

Häufig kann auch ein Eisenmangel Schuld sein, wenn Nägel in einem schlechten Zustand sind. Um die Versorgung des Körpers mit Eisen zu gewährleisten, sollten Sie folgende Lebensmittel zu sich nehmen: Fleisch, Hülsenfrüchte, grünen Salaten und grünes Blattgemüse. Oft ist es aber allein durch die tägliche Ernährung nicht möglich, die Eisenspeicher zu füllen. Dann sollten Sie überlegen, ein Eisenpräparat einzunehmen.

Darüber hinaus sollten Sie auf eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung achten: frisches Obst und Gemüse sowie Getreideprodukte. Entscheidend für gesunde und damit gepflegte Nägel ist eine ausreichende Versorgung mit Kalzium (in Milch und Milchprodukten, grünem Gemüse) und Zink (in Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen). Auch hat sich die Einnahme von Kieselsäure bei brüchigen und dünnen Nägeln bewährt.

Aber bei allem müssen Sie eins bedenken: Seien Sie geduldig, denn die Nägel wachsen langsam. Es kann also einige Zeit dauern, bis der Erfolg sichtbar wird.

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Osteoporose (Knochenschwund)

Bei einer Erkrankung mit Osteoporose verringert sich die Knochenmasse und eine poröse Knochenstruktur entsteht. Durch den Abbau der Knochenmasse wird der Knochen instabil. Dies kann zu Knochenbrüchen führen. Die typischen Stellen für die schmerzhaften Brüche sind die Wirbelsäule, die Hüfte oder das Handgelenk. Tückisch an der Osteoporose ist, dass der Knochenabbau lange Zeit ohne äußere Anzeichen voranschreitet. Schlimmstenfalls erleiden die Patienten einen Oberschenkelhalsbruch, in Deutschland mehr als 130.000 Menschen pro Jahr. Oft sind die Erkrankten danach auf ständige Hilfe im Alltag angewiesen.

In Deutschland sind circa 7 Millionen Menschen von der tückischen Krankheit betroffen; bei Frauen über 60 Jahre erkrankt rund ein Drittel daran. Ist die Krankheit soweit fortgeschritten, dass es bereits zu Knochen- oder Wirbelbrüchen gekommen ist, ist eine Therapie sehr kompliziert. Besser ist es daher, vorzubeugen! Hier spielt die Ernährung eine wichtige Rolle, denn oftmals führte eine Unterversorgung mit Calcium und Vitamin D zu einer Erkrankung an Osteoporose.

Für ein gesundes Knochengerüst ist eine calciumreiche Ernährung äußerst wichtig. Gerade während der Schwangerschaft, der Stillzeit sowie während und nach den Wechseljahren besteht ein erhöhter Calciumbedarf. Dieser sollte durch Calciumpräparate abgedeckt werden. Die empfohlene Calciumdosis liegt bei mindestens 1.000 mg Calcium pro Tag. An Osteoporose Erkrankte sollten täglich sogar mindestens 1.500 mg Calcium zu sich nehmen. Mit unserer normalen Ernährung nehmen wir nur die Hälfte der empfohlenen Calciummenge auf. Sie sollten daher unbedingt Ihre Ernährung umstellen, um der Unterversorgung zu begegnen.

Insbesondere den Fleischkonsum sollten Sie auf ein- bis maximal zweimal pro Woche reduzieren. Auch sollten Sie verstärkt Käse und Milchprodukte statt Wurst und Aufschnitt verzehren. Denn diesen Lebensmitteln werden oftmals Phosphate zugefügt, die den Calciumspiegel reduzieren. Auch viele Lebensmittelzusatzstoffe sind phosphathaltig, so zum Beispiel E 338 - 341 und E 450.

Hier eine Übersicht, über stark calciumhaltige Nahrungsmittel und solche, die Sie auf jeden Fall meiden sollten:

Calciumlieferanten

Zu vermeidende Nahrungsmittel

Milch und Milchprodukte

Alkohol

Käse

Schwarzer Tee

Grünkohl

Kaffee

Fenchel

Cola

Lauch

Schmelzkäse

Brokkoli

Wurst

calciumreiches Mineralwasser (500 mg/l)

Fleisch

 

Spinat

 

Kleie

 

Rhabarber

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Ursache einer Osteoporose ist immer auch ein Vitamin D-Mangel. Denn selbst, wenn Sie sich calciumreich ernähren, wird dies Ihnen allein nicht helfen. Fakt ist: Ohne Vitamin D kann der Körper das Calcium aus der Nahrung nicht aufnehmen und so für den Knochaufbau verfügbar machen. Ein entscheidender Punkt, der bei einer Erkrankung oder der Vorbeugung von Osteoporose oft übersehen wird.

Vitamin D wird durch Sonnenbestrahlung im Körper gebildet. Aber vor allem während der Wintermonate und bei ungenügendem Aufenthalt im Freien kommt es in den meisten Fällen zu einem Vitamin D-Mangel. Vitamin D sollten Sie deshalb vermehrt mit der Nahrung zuführen. Fisch enthält viel Vitamin D und ist zur Vorbeugung unbedingt zu empfehlen. Sind Sie allerdings bereits an Osteoporose erkrankt, sollten Sie Vitamin D mittels eines Nahrungsergänzungspräparats einnehmen. Die empfohlene Dosis liegt bei 800 internationalen Einheiten.

Darüber hinaus ist Vitamin K gut für die Knochendichte. Es ist insbesondere in Gemüse enthalten. Auch eine Vitamin B 6 (beispielsweise in Vollkornprodukten enthalten) und Vitamin C-reiche Ernährung ist wichtig für einen gesunden Knochenstoffwechsel. Genauso sind hier Spurenelemente wie Zink, Mangan, Fluor und Kupfer zu nennen. Haferflocken, Vollkornprodukten und Nüssen enthalten unter anderem diese Spurenelemente.

Schlafstörungen

Ausreichender und gesunder Schlaf ist für uns lebenswichtig. Der Körper kann sich regenerieren und wir nutzen die Schlafenszeit, um Erlebnisse des vergangenen Tages zu verarbeiten. Wenn man sich vor Augen führt, dass wir ein Drittel unseres Lebens schlafend verbringen, wird einem die Bedeutung eines erholsamen Schlafs erst richtig bewusst. Doch gerade dieser gesunde Schlaf wird für viele Menschen zum Problem. Sie können nicht einschlafen, nicht durchschlafen oder schlafen sehr unruhig. Mit kleinen Ernährungstricks ist aber auch das für Sie bald Vergangenheit:

- das alte Hausmittel warme Milch ist besonders zu empfehlen, denn die Milch wird durch die Inhaltsstoffe Calcium und Inositol zu einem natürlichen Schlafmittel

- Essen Sie Bananen! Bananen enthalten viel Tryptophan. Der körpereigene Serotoninspiegel wird dadurch erhöht, was eine spannungslösende Wirkung hat – Ihr Einschlafen wird erleichtert!

- Auch ein Vitamin B 6-Mangel kann Ursache für Ihre Schlafstörungen sein. Reichern Sie Ihre Ernährung also mit viel Vollkornbrot, Sojabohnen und Ei an. Kohl, grüne Bohnen, Linsen, Feldsalat, Weizenkeime, Nüsse, Hefe, Leber, Hühner- und Schweinefleisch, Fisch sind ebenfalls sehr Vitamin B 6-reich.

Umgekehrt kann natürlich unsere Nahrung auch das Einschlafen erschweren:

- Nikotin und koffeinhaltige Getränke erhöhen den Puls und den Blutdruck.

- Große Mengen Alkohol belasten den Körper durch den Abbauprozess, den der Köper im Schlaf absolvieren muss.

- Sehr fettreiche Lebensmittel sind für den Körper ein Schlafhindernis, denn die Verdauung ist mit erheblichem Aufwand verbunden.

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Gesund essen, gesund bleiben – Krankheiten abwehren mit der richtigen Ernährung

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- Genauso ist ein hoher Blutzuckerspiegel ein Signal für den Körper, den Stoffwechsel anzukurbeln und damit schlafstörend.

- Zitrusfrüchte stimulieren durch das darin enthaltene Vitamin C den Kreislauf. Verzehren Sie Orangen oder Mandarinen also nicht kurz vor dem Zubettgehen.

- Das Gleiche gilt für andere säurehaltige Nahrungsmittel wie zum Beispiel Essiggurken.

Stress

Stress hat viele Gesichter und ist eine sehr ernst zunehmende Erkrankung. Es können unterschiedlichste körperliche Symptome auftreten: Dazu zählen insbesondere:

Schlaflosigkeit, Unruhezustände, Depressionen und Schmerzen. Wichtig bei Stress ist in erster Linie die richtige Ernährung.

- Zunächst ist viel trinken wichtig. Denn eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sorgt für eine gute Versorgung des Gehirns mit Nährstoffen und Sauerstoff. Sie sollten hier vor allem Tees, Säfte und Mineralwasser zu sich nehmen.

- Bei Stress verliert der Körper sehr viel Vitamin C, das Immunsystem wird geschwächt. Frisches Obst kann diesem Mangel vorbeugen.

- Calcium ist genauso entscheidend bei Stressattacken. Es ist vor allem in Milch und Milchprodukten enthalten. Aber auch Dörrobst, Mineralwasser, Kohl und Brokkoli enthält sehr viel Calcium.

- Magnesiummangel kann ebenfalls schnell zu Stresssymptomen führen. Aber auch dieser Mineralstoff ist durch eine ausgewogene Ernährung leicht zuzuführen. Achten Sie darauf, dass Sie viel Vollkornprodukte, Kürbis- und Sonnenblumenkerne, Sesam, Milchprodukte und Cashew- sowie Erdnüsse auf Ihrem Speiseplan haben.

- Die gesamte Palette der Vitamin B-Gruppe haben einen unmittelbaren Einfluss auf das Nervensystem und somit unsere Gefühlslage, denn sie werden für die Produktion von Serotonin und Noradrenalin benötigt. Unsere Belastbarkeit, Leistungsfähigkeit und Stimmung werden durch diese Vitamine positiv beeinflusst.

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