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Die Zukunft der Demokratie

Derzeit erleben wir einen Rückgang der Wahlbeteiligung. Das Vertrauen in Vertreter und
demokratische Institutionen nimmt ab.
Welche Aussichten gibt es für die Demokratie zukünftig?
Dazu haben wir uns positive als auch negative Szenarien vorgestellt.

Im ersten Szenario gehen immer weniger Menschen wählen. Aufgrund der geringen
Wahlbeteiligung kann eine Minderheit über die Mehrheit entscheiden. Extreme Randgruppe
haben mehr Macht um ihre Interessen und Ziele umzusetzen wie beispielsweise die
Abschaffung der Demokratie. Da sich der Wille des Volkes nicht mehr widergespiegelt, hat
die Unzufriedenheit zugenommen.

Im nächsten Fall steigt die Wahlbeteiligung wieder an. Eine Vielfalt an neuen Parteien bietet
dem Wähler ein individuelles Angebot. Es werden deutlich mehr Institutionen ins Parlament
gewählt. Da es viele verschiedene Interessen gibt, versuchen alle Parteien, ihre Ziele
umzusetzen, was einen Kompromiss schwierig macht. Es gibt keine Fortschritte da mehr
geredet als gehandelt wird. Der Unmut in der Bevölkerung steigt.

Im letzten Szenario kommt es zu erhöhten Einfluss der Politik durch Lobbyismus. Die Politik
ist abhängig und intransparent, da sie zu eng mit der Wirtschaft Zusammenarbeitet.

Das positive Szenario wäre, dass sich in Zukunft mehr Leute für die Politik und die
Demokratie in Deutschland interessieren, mehr wählen gehen und die Folge wäre das die
Wahlbeteiligung steigt.
Jedoch ist das eher eine Optimalvorstellung, denn die jungen Leute interessieren sich
weniger für Politik, wissen also nicht genau bescheid über die Abläufe. Das kann zum einen
daran liegen, dass der Unterricht zur Politik in der Schule zu früh, also schon in der 7. oder
8. Klasse stattfindet. Dadurch sind die Schüler erst 13 oder 14 Jahre alt oder zum Teil noch
jünger und in dem Alter hat man meist noch nicht die Kenntnis erlangt, dass das eines
Tages mal wichtig ist.
Die Perspektiven wären zum einen, dass die Zufriedenheit allgemein steigt, durch höheres
Engagement, somit kann der Allgemeinwille festgestellt werden, die Mehrheit ist
zufriedenerer und die Solidarität steigt.
Diese Steigerung kann man zum Beispiel durch erhöhte Transparenz der Regierung
erhalten. Dadurch müssen Politiker sich erklären, das wiederum verhindert den
Machtmissbrauch. Jeder könnte sich über politische Vorgänge informieren und bei
Unstimmigkeiten dagegen vorgehen. Jedoch sind die Texte meist sehr kompliziert
geschrieben, so dass sie nicht jeder versteht. Man könnte zum einen über visuelle und
auditive Medien, z.B. Videos oder Podcasts die jungen Leute schneller und einfacher
informieren. Schließlich hat jeder sein Handy fast immer bei sich und 10 Minuten am Tag
Zeit reichen meist aus. Z.B. in der Bahn oder beim Auto fahren können auditive Sachen gut
gehört werden.
Auch durch E-Demokratie, wie sie es zum Teil schon in der Schweiz gibt, könnte die
Wahlbeteiligung steigen. Sie dient zur Vereinfachung und Durchführung von Prozessen zur
Information und Kommunikation innerhalb Legislative, Bürgern und Unternehmen. (1)
Willens- und Meinungsbildung oder Wahlen können so von zu Hause aus durchgeführt
werden.
Dadurch können auch mehr direkte Wahlen durch Volksabstimmungen stattfinden.
So kann man den Prozess schneller und für bestimmte Personengruppen vereinfachen, z.B.
für vielbeschäftigte Arbeiter, Pendler, junge oder alte Leute. Voraussetzung ist, man hat
einen Internetzugang. Die Nutzung ist freiwillig und kein Muss.
Als letztes noch eine Wunschvorstellung, die globale Demokratie. Die Voraussetzung ist,
man hat einen Weltstaat. Dies scheitert jedoch am Wunsch der Einzelstaaten ihre
Souveränität zu behalten. Außerdem zur Sicherung individueller und politischer Freiheiten ist
dieser Zustand von vielen nicht wünschenswert. (2)

Quellen:
(1) https://de.wikipedia.org/wiki/E-Demokratie
(2) https://www.bpb.de/izpb/248592/entwuerfe-globaler-demokratie