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RHEINISCHE FACHHOCHSCHULE KÖLN

University of Applied Sciences

Fachbereich: Wirtschaft & Recht

Studiengang: Business Administration (B.A.)

Bachelorthesis

X (Titel der Arbeit)

Thesis vorgelegt von: Doris Mustermann

Mat.-Nr.

1. Prüfer: X

2. Prüfer: X

Sommer-/Wintersemester XXXXHier befindet sich ein Abschnittswechsel


1

Kurzfassung
Das Corona-Virus stellt die Welt vor neuartige ökonomische
Herausforderungen, wie sie die Welt seit dem zweiten Weltkrieg nicht erlebt hat.
Innerhalb der vorliegenden Arbeit soll die Frage umfassend beantwortet
werden, wie sich die Corona-Krise als zentrale Herausforderung auf die
Wirtschaft auswirkt. Hierbei soll in einer umfassenden Betrachtung
herausgearbeitet werden, welche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, auf die
Euro-Länder und auf Deutschland zu konstatieren sind. Hierdurch soll innerhalb
der vorliegenden Arbeit ein umfassendes Bild der entworfenen Maßnahmen
entwickelt werden, welches den Angebots- und Nachfrageschock in
Deutschland und der Welt berücksichtigt und auf etwaige Folgen Bezug nimmt.
Hierdurch möchte die Arbeit einen Beitrag dazu leisten, die Folgen der Krise
besser zu erkennen, um wirtschaftliche Handlungsoptionen zu entwerfen,
welche dabei helfen können, die Auswirkungen der Krise besser zu bewältigen.
2

Abstract
The Corona virus confronts the world with new economic challenges, the world
has never seen since the Second World War. Within the present work the
question is to be answered comprehensively, how the Corona crisis as central
challenge affects the economy. In this context, the effects on the world
economy, on the euro countries and on Germany are to be worked out in a
comprehensive consideration. The aim of this paper is to develop a
comprehensive picture of the proposed measures, which takes into account the
supply and demand shock in Germany and the world and refers to possible
consequences. In this way, the thesis aims to contribute to a better
understanding of the consequences of the crisis in order to design economic
options for action that can help to better cope with the effects of the crisis.
3

Abkürzungsverzeichnis
Abg. Abgaben

AGB Allgemeine Geschäftsbedingungen

BSP Bruttosozialprodukt

DAX Deutscher Aktienindex

E-Commerce Electronic commerce

EWG Europäische Wirtschaftsgemeinschaft

Exp. Export

EZB Europäische Zentralbank

HR Handelsregister

IWF Internationaler Währungsfond

KMU Kleine und mittlere Unternehmen

OECD Organization for Economic Cooperation and Development

Zzgl. Zuzüglich
4

INHALT

I. 1. Einleitung
2. Ein Virus lähmt die Welt

II. 3. Die Corona-Krise als zentrale Herausforderung

3.1. Auswirkungen der Corona-Maßnahmen auf die Wirtschaft


3.2. Das IS-LM-Modell
3.3. Die LM-Kurve
3.4. Modellierung der Lock-Down - Rezession in der kurzen Frist,
innerhalb des IS-LM Modells
3.5. Wirtschaftspolitische Maßnahmen I – Die Fiskalpolitik
3.6. Wirtschaftspolitische Maßnahmen II – Die Geldpolitik
3.7. Ausblick – Kritik an der Globalisierung

III. Der Corona Schock 25


4. Angebots- und Nachfrageschock in Deutschland
4.1 Deutschland in der Corona Krise
4.2 Die Folgen der Corona Krise in Deutschland
4.3 Deutschland im ökonomischen und gesellschaftlichen Spannungsfeld

5. Die ökonomische Kontraktion in Europa


5.1 Die Betroffenheit der europäischen Länder vom Covid-19
5.2 Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den europäischen Ländern
5.3 Wirtschaftliche Entwicklungen in ausgewählten Länder Europas

6. Die Krise erfasst die Welt


6.1 Das Covid-19 und ein globaler Blick
6.2 Die wirtschaftlichen Folgen der Corona Krise in den großen
Wirtschaftsräumen
5
IV. Ausblick 10
7. Der Impfstoff und die Hoffnungen
7.1 Die weltwirtschaftliche Verfassung vor der Corona Krise
7.2 Die Geldpolitik während der letzten Wirtschaftskrisen

8.Fazit

Eigenständigkeitserklärung

1. Einleitung
6
Seit März 2020 hält das neuartige Corona-Virus Sars-CoV-2 die Welt in Atem.
Neben den gesundheitlichen Auswirkungen und rechtlichen Anforderungen hat
die sogenannte Corona-Krise auch immense Auswirkungen auf das
wirtschaftliche Leben.

Im Zuge dieser Arbeit sollen wirtschaftliche Auswirkungen im deutschen, im


europäischen und im weltweiten Kontext vor dem Hintergrund der etwaigen
Folgeerscheinungen möglichst umfassend erschlossen werden.

Diesbezüglich soll eine Zwischenbilanz über den wirtschaftlichen Verlauf der


Krise und deren Konsequenzen im Deutschen und im globalen Kontext
dargestellt werden. Hierbei gliedert sich die vorliegende Arbeit in fünf Teile.
Zunächst soll innerhalb der vorliegenden Arbeit dargestellt werden, wie sich die
Corona-Maßnahmen allgemein auf die Wirtschaft auswirken. Vor diesem
Hintergrund soll dargelegt werden, welche wirtschaftspolitischen Maßnahmen in
Bezug auf die Fiskalpolitik und in Bezug auf die Geldpolitik beschlossen
wurden.

… wird noch ausformuliert, wenn die endgültige Gliederung feststeht…

2. Ein Virus lähmt die Welt

Seit Anfang des Jahres 2020 hält das neuartige Corona-Virus die Welt fest in
Atem. Ende Dezember wurde durch den jungen Wissenschaftler Li Wenliang in
China ein neuartiges Corona-Virus entdeckt- heute bekannt als SARS-CoV-2.
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Durch eine Infektion  mit diesem Virus kann es zur Infektionserkrankung
COVID-19 kommen, die sich durch Husten, Fieber und Atemprobleme äußern
(Bartens 2020). In Europa und Deutschland zunächst nur als neue in Asien
aufgetretene Infektionskrankheit  wahrgenommen, verbreitete sich das Corona-
Virus schnell und führte in China zu erheblichen Schutzmaßnahmen. 

Das Corona-Virus verbreitete sich innerhalb kürzester Zeit weltweit, so dass


sich die zunächst bestehende Epidemie zu einer Pandemie entwickelte. Am
24.04.2021 haben sich weltweit mehr als 145,7 Millionen Menschen weltweit
nachweislich mit dem Corona-Virus Sars-CoV-2 infiziert, 3,1 Millionen
Menschen sind an der Krankheit verstorben (Spiegel 2021).

Um eine Eindämmung des Corona-Virus Sars-CoV-2 zu gewährleisten, wurde


das öffentliche Leben in den meisten Industrienationen weitestgehend
heruntergefahren, so dass es zur Schließung von Schulen, Kindergärten und
Universitäten kam und große Teile der Wirtschaft kamen ebenfalls zum
Erliegen. Des Weiteren kam es innerhalb des Lockdowns zu Ausgangssperren
und Versammlungsverboten, welche die Menschen in ihren Grundrechten
einschränkten. Jene Maßnahmen waren notwendig, um die weltweiten
Gesundheitssysteme vor dem Zusammenbruch zu bewahren. In zahlreichen
Ländern konnte den Menschen dennoch auf Grund der Vielzahl an
Infektionsfällen bereits schon heute keine adäquate Behandlung mehr
angeboten werden und viele Menschen verstarben, da sie keine
intensivmedizinische Behandlung erfuhren.

Die beschriebenen Maßnahmen haben zudem zahlreiche wirtschaftliche


Konsequenzen, die im Mittelpunkt der vorliegenden Untersuchung stehen
sollen. Unter anderem sind bereits zu Beginn der Pandemie die Börsenkurse
weltweit eingebrochen und viele Unternehmen sind seit Mitte 2020 auf
finanzielle Unterstützung von Seiten des Staates angewiesen, um eine
8
Insolvenz zu vermeiden. Zahlreiche Arbeiter wurden simultan zu dieser
Entwicklung in die Kurzarbeit geschickt, während andere in die Arbeitslosigkeit
rutschten. Diesbezüglich ist aus aktueller Sicht mit keiner Entspannung der
aktuellen Lage zu rechnen, wobei sich die Situation durch eine weltweite
Durchimpfung der Bevölkerung entspannen könnte.

Ein Zusammenbruch der Weltwirtschaft war vor diesem Hintergrund nur zu


vermeiden, indem sowohl die Notenbanken und Politik starke Maßnahmen
ergriffen, um die Wirtschaft zu befördern. Hierzu zählte unter anderem, dass die
Notenbanken „Billionen in den Weltwirtschaftskreislauf“ pumpten und dass die
einzelnen Staaten Hilfspakete knüpften, die in der Höhe die Vorstellungen des
bisher dagewesenen bei Weitem übersteigen. So beinhaltete allein
Deutschlands erstes Hilfspaket Hilfen im Wert von 750 Milliarden Euro, wobei
auch die einzelnen Bundesländer und die Europäische Union weitere
Hilfspakete beschlossen. Als direkte Folge hiervon stieg die Staatsverschuldung
weltweit sehr stark an und das Virus zeigte sich auf Grund der beschriebenen
Dynamik als eine neuartige ökonomische Herausforderung.

3. Die Corona-Krise als zentrale Herausforderung

Die Corona-Krise kann gesehen werden als eine zentrale weltweite


Herausforderung, die zu tiefgreifenden Umbrüchen in der Gesellschaft und
Weltwirtschaft führt. Neben der Pandemie führen die ergriffenen Schutz-
9
Maßnahmen dazu, dass sich sowohl das gesamtwirtschaftliche Angebot als
auch die Nachfrage gegenseitig stark einschränken und wechselseitig
beeinflussen. Es kommt in Folge dessen zu einer Reduzierung des
Arbeitsvolumens und zu Produktionseinbrüchen. Des Weiteren sind Einbrüche
von Dienstleistungen und des Handels eine Folge, wodurch es weltweit zu einer
Rezession kommt. Diesbezüglich sind Lieferketten national und international
beeinträchtigt und das globale Handelsvolumen nimmt und nahm infolge
dessen sehr stark ab, so dass die Regierungen mit Gegenmaßnahmen dieser
Entwicklung entgegensteuern versuchten. Das preisbereinigte
Bruttoinlandsprodukt fiel um 5,0% niedriger aus als im Vorjahr. Insofern ist die
Wirtschaft in Deutschland nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Jahr
2020 in eine tiefe Rezession geraten (Destatis 2021), wobei Gastgewerbe und
Unternehmensdienstleistungen am Stärksten von den einschneidenden
Veränderungen betroffen waren. Diesbezüglich bedarf es Konzepte der Geld-
und Fiskalpolitik, um die Konjunktur anzuregen und wirtschaftliche
Konsequenzen der Krise zu verringern. Diesbezüglich soll am Beispiel der
Europäischen Union und der Bundesrepublik Deutschland aufgezeigt werden,
welche Maßnahmen angestrebt wurden, um die Konjunktur anzutreiben.

Durch eine breitflächige Impfung der Bevölkerung kann frühestens im Jahr 2022
eine Erholung erzielt werden, wobei die mittel- und langfristigen Auswirkungen
der größten Krise seit dem zweiten Weltkrieg noch nicht abzusehen sind (DW
2020). Der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland sind hierbei der
nachfolgenden Abbildung zu entnehmen.
10

Abbildung 1: Bruttoinlandsprodukt (Destatis 2021)

Es zeigt sich sehr deutlich, dass alle Staaten Geld- und Fiskalpolitische
Maßnahmen ergreifen müssen, um die Volkswirtschaften zu retten und zu
unterstützen. Neben den beschriebenen Finanzmaßnahmen wird es des
Weiteren zu erheblichen Ausgabensteigerungen kommen.

Auch massive Steuerausfälle sind zu konstatieren, welche zu einer hohen


Verschuldung führen, welche unumgänglich ist, um die Corona-Pandemie zu
bewältigen.

Diesbezüglich soll nachfolgend aufgezeigt werden, welche Maßnahmen von


Seitens des Staates ergriffen wurden, um die Folgen der Krise abzuschwächen.
Vor diesem Hintergrund kommt dem IS-LM-Modell eine gesteigerte Funktion
bei.
11

3.1. Auswirkungen der Corona-Maßnahmen auf die Wirtschaft

„Die weltweite Corona-Krise mit unterbrochenen Lieferketten hat den deutschen


Export, aber auch den privaten Konsum belastet. Ausgangsbeschränkungen,
geschlossene Grenzen und Geschäfte haben das Wirtschaftsleben seit Mitte
März 2020 stark beeinträchtigt. Im dritten Quartal des Jahres 2020 konnte sich
die deutsche Wirtschaft zwar wieder vom Corona-Absturz erholen, die
Wirtschaftsleistung bleibt aber immer noch deutlich unter dem Vorkrisenniveau.
Der seit November 2020 bestehende Teil-Lockdown dürfte die
Konjunkturdynamik weiter dämpfen“ (LPB 2021).

Als sehr belastend werden hierbei die massiven Einschränkungen in der


Veranstaltungsbranche, der Gastronomie und dem Reiseverkehr, aber auch in
der Warenproduktion wahrgenommen. Einerseits können die
Produktionsstätten oftmals den erforderlichen Sicherheitsabstand nicht
einhalten, so dass Produktionsabläufe geändert werden müssen oder
Produktionsstätten temporär schließem. Andererseits kommt es in Folge der
Pandemie auch zu Störungen der internationalen Lieferketten, wodurch die
inländische Produktion weiter geschwächt wird. Die fehlende Kinderbetreuung
und mangelnde Umsetzung des Arbeitens im Home-Office führt des Weiteren
dazu, dass es zu Arbeitsausfällen kommt, welche die Produktivität weiterhin
schwächen. Da es für die Verbraucher schwer abzuschätzen ist, wie lange die
Corona-Beschränkungen anhalten, kommt es zu einer Kaufzurückhaltung.
Zudem ist werden Investitionen von Unternehmen oftmals in die Zukunft
verschoben (Dany-Knedlik 2020).

Durch die beschriebenen Vorgänge wird die Wirtschaft nachhaltig geschwächt.


Um die auftretenden Folgen maßgeblich abzuschwächen, wird im Hinblick auf
die Konjunkturpolitik nach Maßnahmen gesucht, welche geeignet sind, um
gesamtwirtschaftliche Schwankungen abzufangen, wobei vor diesem
Hintergrund zwischen Maßnahmen der Geldpolitik und Maßnahmen der
Fiskalpolitik unterschieden werden muss.
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Die beschriebenen Maßnahmen gehen hierbei auf Theorien des
Wirtschaftswissenschaftlers Kohn Maynard Keynes zurück. In seinen Theorien
ging Keynes davon aus, dass Krisen überwunden werden können, wenn die
Geld- und Fiskalpolitik von Seiten des Staates gelenkt werden. So soll der Staat
in Rezessionszeiten durch eine kreditfinanzierte Ausgabenpolitik die Nachfrage
in Bezug auf Güter und Dienstleistungen erhöhen. Diese gegebenen Kredite
sollen später in Zeiten der wirtschaftlichen Erholung wieder zurückgeführt
werden.

Das beschriebene Prinzip soll nachfolgend mit Hilfe des IS-LM-Modells


veranschaulicht werden.

3.2 Das IS-LM-Modell

Obgleich das IS-LM Modell eine wahrlich unscheinbare Erscheinung hat,


transportiert das Modell eine erstaunliche volkswirtschaftliche Erklärungsgüte
(vgl. Blanchard/Illing 2009 S.144). Hierbei liegt eine der Stärken dieses
Ansatzes, darin, dass es ökonomischen Zusammenhänge als Aggregate aus
zwei bedeutenden Sektoren betrachtet und als eine vereinfachte Abbildung
einer gesamten Volkswirtschaft wiedergibt. Einer dieser betrachteten Sektoren
ist der Gütermarkt, der von dem IS Grafen repräsentiert wird, während der LM
Graf, den Geld- und den Finanzmarkt wiedergibt. Mit der Einleitung des
Gütermarktes soll im Folgenden begonnen werden.
13
3.1 Die IS – Kurve

Der systematische Aufbau des Gütermarktes, wird durch nachfolgende


Abbildung beschrieben.

Wie der Abbildung 1 entnommen werden kann, ist das Nachfrageniveau auf der
vertikalen Achse abgetragen, während sich das Einkommen bzw. die
Produktion auf der horizontalen befindet. Alle Punkte, die auf der Geraden
liegen, die aus dem Ursprung verläuft, implizieren ein Gleichgewicht auf dem
Gütermarkt, da die Nachfrage der Produktion entspricht (vgl. Blanchard/Illing
2009 S.147). Hierbei sollte beachtet werden, dass die Nachfrage als eine
Summe des gesamtwirtschaftlichen Konsums, der Investition und den
Staatsausgaben zu verstehen ist . Dabei hängen Konsum und Investitionen von
folgenden Variablen ab:
• Der Konsum ist abhängig vom Einkommen, der wiederum um den Betrag der
Steuer gemindert wird (verfügbares Einkommen).
• Die Investitionen, hängen hierbei positiv vom Produktionsniveau, und negativ
von der Höhe des Zinssatzes ab.
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Auch der Schnittpunkt und der Verlauf der Nachfragekurve beinhaltet nützliche
Informationen. So ist erkennbar, dass die Nachfrage auch bei einem
Einkommen von Null, die die autonomen Ausgaben kennzeichnen, stets positiv
ist. Die dahinterliegende Überlegung ist, dass Grundbedürfnisse wie etwa nach
Nahrungsmittel und Kleidung selbst dann nachgefragt werden, wenn die
betreffende Wirtschaftssubjekte kein Einkommen generiert.

Ökonomisch impliziert eine solche Situation, dass die Erlangung derartiger


Bedürfnisse durch den Abbau von Ersparnissen oder durch Verschuldung
erfolgen muss (vgl. Blanchard/Illing 2009 S. 90). Der Verlauf der Kurve zeigt
weiterhin, dass die Nachfrage positiv vom Einkommen abhängt, was bedeutet,
dass die Nachfrage ansteigt, wenn sich das Einkommen erhöht. Ebenfalls
resultiert aus volkswirtschaftlicher Perspektive, dass die Produktion,
Einkommen in gleicher Höhe generiert, weshalb die Begriffe Einkommen und
Produktion synonym verwendet werden können (vgl. Mussel. 2002 S.18).

Wie an dem Gleichgewichtspunkt (A) in Abbildung 2 zu erkennen ist, hat sich


für einen bestimmten Zinssatz (i), ein Gleichgewicht ergeben. Sei nun die
folgenden Situationen betrachtet, in der es zu einer Veränderung des
Zinssatzes von (i) auf (i ́) kommt, wobei (i ́ > i). Wie aus derselben Abbildung
entnommen werden kann, führte ein Anstieg des Zinnsatzes zu einem
Rückgang der Produktion, da Investitionen nun unattraktiver werden und somit
zu einem Rückgang des Einkommens (vgl. Blanchard/Illing 2009 S. 145). Da es
zu einem Rückgang der Produktion kommt, kommt es zu zugleich zu einem
Rückgang der Nachfrage. Dieser Vorgang wird durch die Verschiebung der ZZ
Kurve in absinkender Richtung angedeutet. Die Nachfrage sinkt so lange, bis
sich auf dem Gütermarkt eine neue Gleichgewichtssituation eingestellt hat. In
diesem Falle ist das neue Gleichgewicht mit einer Anmerkung, A Strich ( A ́)
aufgezeigt.

Bei der Einleitung des IS-LM Modells wird auf die mathematische Herleitung
1

verzichtet, da die grafische Herleitung gänzlich ausreichend ist, um die


Zusammenhänge nachvollziehen zu können.
15

Abbildung 2: Herleitung der IS Kurve (Quelle:Blanchard/Illing 2014 :148)

Die Gleichgewichtsänderung in (a) hat Folgeeffekte. Die Abbildungen in Teil (b)


veranschaulicht diesen Zusammenhang. Die fallende Kurve, macht auf den
negativen Wirkungszusammenhang zwischen dem Zinssatz und dem
Einkommen aufmerksam. Wie die Korrespondenz aus Abbildung (a) bereits
erkennen lässt, haben Zins und Einkommen einen entgegengesetzten Einfluss
aufeinander. Zu erkennen ist ebenfalls, dass alle Punkte entlang der IS 2 Kurve,
Gleichgewichte auf dem Gütermarkt repräsentieren. Daraus lässt sich
schließen, dass die Veränderungen im Gütermarktmodell unmittelbare
Auswirkungen auf die IS Kurve haben. Interventionen des Staates etwa, sind
gar dazu geeignet, die IS Kurve zu verschieben. Erhöht der Staat etwa die
Steuern, werden diese vom Einkommen der Verbraucher abgeschöpft, wodurch
der Konsum sinkt und die Produktion zurückgefahren wird, die IS Kurve
verschiebt sich daraufhin in Richtung Ursprung (vgl. Blanchard/Illing 2009: 149).
Tritt hingegen der Staat auf dem Markt und erhöht die Staatsausgaben, etwa im
16
Zuge fiskalpolitischer Maßnahmen, verschiebt sich die IS Kurve nach rechts.
(vgl. Blanchard/ Illing 2009 :159f).

3.3 Die LM Kurve

Sie beschreibt ein simultanes Gleichgewicht auf den Geld - und Finanzmärkten
(vgl. Blanchard/Illing 2009 S. 151). Um diesen Zusammenhang verständlicher
zu gestalten, soll nun die Herleitung der LM Kurve erfolgen. Hierzu sei die
Abbildungen 3 betrachtet, wobei die Aufmerksamkeit zunächst auf das linke
Diagramm liegen soll. Sie beschreibt unterschiedliche Gleichgewichte auf dem
Geldmarkt. Die Ordinate gibt dabei die Zinshöhe wieder, während die Abszisse
die reale Geldmenge ausdrückt.

Die senkrechte Gerade, MS (engl. Money Supply) gibt das Geldangebot in der
betreffenden Volkswirtschaft wieder. Durch den Schnittpunkt mit der
Geldnachfragekurve, MD (Money Demand) ergibt sich der gleichgewichtiger
Zinssatz (i). Die Geldnachfragekurve ist ihrerseits wiederum von der Höhe der
Einkommen abhängig.

Kommt es zu einem Anstieg des (Volks-)Einkommens, steigt gleichzeitig auch


die Geldnachfrage und verschiebt sich somit nach rechts. Da nun die erhöhten
Einkommen, die Geldnachfrage ansteigen lassen, während das Geldangebot
konstant bleibt, hat dies einen treibenden Effekt auf den Zinssatz. Dieser
Zusammenhang ist ursächlich für die Verschiebung der Geldnachfragekurve
von MD auf M . Vereinfacht ausgedrückt, lässt sich festhalten, dass die
Marktteilnehmer aufgrund der gestiegenen Einkommen eine höhere Präferenz
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bezüglich der Bargeldhaltung entwickeln und deshalb dazu geneigt sind, ihre
Wertpapiere zu verkaufen. Passt sich das Geldangebot nicht der gestiegenen
Geldnachfrage an, kommt es zu rückläufigen Preisen für Wertpapier und
letztlich zu einem Anstieg des Zinssatzes (vgl. Blanchard/Illing 2009 S. 151).

Ähnlich wie bei der IS Kurve, lässt sich auch bei der LM Kurve erkennen, dass
alle Punkte entlang der Kurve, gleichzeitig Gleichgewichte auf einen anderen
Markt repräsentieren.

Im Falle der LM Kurve lässt sich leicht erkennen, dass mit steigenden
Einkommen, auch der Zinssatz ansteigt. Die LM Kurve hat daher einen
steigenden Verlauf. Durch den direkten Wirkungszusammenhang zwischen
beiden Diagrammen (a) und (b) ist es auch möglich, dass sich die gesamte LM
Kurve verschiebt. Kommt es etwa zur einer Rechtsverschiebung des
Geldangebotes, was einer Erhöhung der realen Geldmenge gleichkommt,
verschiebt sich die LM Kurve nach unten.
18
Die ökonomische Begründung, weshalb sich die LM Kurve nach unten
verschiebt, ist der Tatsache geschuldet, dass der Zins der Preis des Geldes ist.
Umso größere die Geldmenge, desto weniger ist es knapp und dadurch
weniger teurer. Der Rückgang des Zinses ist dabei ein Marktmechanismus, der
sich in Nachgang auf übrige Zinssätze auswirkt.

Darüber hinaus sollte bemerkt werden, dass sich während des Übergangs von
(a) zu (b) der Parameter der Abszisse geändert hat. Wie auch schon die IS
Kurve ist nun auch die LM Kurve im Diagramm, in der der
Wirkungszusammenhang zwischen Zinssatz und Einkommen untersucht wird
diese Gemeinsamkeit erlaubt nun eine Zusammenführung beider Kurven. Damit
ergibt sich schließlich ein Gesamtbild des volkswirtschaftlichen
Gleichgewichtes. Innerhalb dieses Modells fließen die betrachteten
ökonomischen Größen ein, die im Rahmen des IS – LM Modells untersucht
wurden. Dementsprechend können Faktoren, die in er kurzfristen
Betrachtungsweise, volkswirtschaftliche Effekte haben untersucht werden und
staatliche oder institutionelle Politikmaßnahmen auf ihre Auswirkungen im
Rahmen dieses Modells analysiert werden.

2.4 Modellierung der Lock-Down - Rezession in der kurzen


Frist, innerhalb des IS-LM Modells

Sei zunächst die anfängliche Gleichgewichtssituation im Punkt A betrachtet, die


durch den Schnittpunkt der IS und der LM Kurve bestimmt ist. Dieser Punkt
zeigt ein simultanes Gleichgewicht auf dem Güter- Geld- und Finanzmarkt in
der kurzen Frist.
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Abbildung 2:Simultanes Gleichgewicht auf dem Geld- und Gütermarkt (Quelle:


Blanchard/Illing 2014 :154)

Wie der Abbildung zu entnehmen ist, führt ein bestimmter Zinssatz zu einem
bestimmten Produktionsniveau in der beschriebenen Volkswirtschaft.
Änderungen an der Ordinate oder Abszisse, implizieren zugleich eine Änderung
der jeweils anderen Variabler.

Die in Punkt 3.1 sowie in 3.2 beschrieben Einflussfaktoren, finden dabei in einer
komprimierten Ausprägung in dem vorgestellten Modell Anwendung.
Verschiebungen der LM Kurve werden durch Zinsänderungen angestoßen und
wirken sich auf das Produktionsniveau aus, während eine Änderung der IS
Kurve, die volkswirtschaftliche Produktion und anschließend das Zinsniveau
verändert. Je näher ein Gleichgewicht am Ursprung liegt, desto niedriger ist die
Kombination aus Zins- und Produktion und umgekehrt.
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Da nun die Einführung des IS-LM Modells abgeschlossen ist, sollen die
errungenen Erkenntnisse nun dazu dienen, eine theoretische Analyse über die
Wirkung der Corona – Krise zu modellieren. Da die LM Kurve Impulse aus dem
finanzwirtschaftlichen Sektor ausdrückt, wird sich die Analyse der Corona –
Krise auf die IS Kurve fokussieren, die kurzfristig zu beobachten sind.
Zweifelsfrei ist die Besonderheit der Pandemie, dass sie ein gleichzeitigen
Angebots – und Nachfrageschock darstellt.

Um die Vorgänge der Rezession abzubilden, wird zunächst auf die


Hervorhebung eines spezifischen Landes verzichtet. Ziel dieser Ausführungen
soll es sein, die volkswirtschaftlichen Übertragungsmechanismen anschaulich
und verständlich darzulegen. Aus Mangel an gegenteiligen Anhaltspunkten der
führenden Fachliteratur, wird dem IS – LM Modell seine ökonomische
Erklärungsgüte aus keiner Volkswirtschaft explizit abgesprochen, sodass davon
auszugehen ist, dass marktwirtschaftlich Organisierte Länder auch durch die
Analyse beschrieben werden können. Betrachtet sei zunächst das
Gleichgewicht der Eingangssituation, dass durch die Zins - und
Produktionskombination (Y0, i0) gekennzeichnet ist. Mit dem Einsetzen der
pandemischen Expansion und den damit verbundenen Maßnahmen zur
Eindämmung desselben, setzte ein ökonomischer Schock ein. Die massive
Abwärtsdynamik, die aus dem Angebots – und Nachfrageschock ausgelöst
wurde, führte zu einer starken Kontraktion der volkswirtschaftlichen
Leistungsfähigkeit.
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Abbildung: Der Corona - Schock innerhalb des IS - LM Modells (Quelle: eigene


Darstellung)

Der Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage führte zu einer


einbrechenden Ertragslage der Unternehmen. Da die Unternehmen die
Infrastruktur ihrer Kapazitäten an ein höheres Aktivitätsverhältnis koppelten,
waren sie durch die wegfallenden Umsätze gezwungen, ihre Produktion
einzuschränken und zu Entlassungen zu greifen. Da auch die ausländischen
Unternehmen von dem gleichen wirtschaftlichen Umfeld betroffen sind,
reduzierten auch sie ihren Aushandel, wodurch der Angebotsschock weiter
verschärft wurde (vgl. Sinn 2020 :20). Durch den Anstieg der Arbeitslosigkeit,
die zeitgleich mit einer Einschränkung des öffentlichen Lebens auftrat, nahm die
gesamtwirtschaftliche Nachfrage schließlich weiter ab, wodurch die Umsätze
der Unternehmen stärker abnahmen und weitere Arbeitslosigkeit auslösten.

Durch die negativen Erwartungen über die künftige Ertragslage verschoben


immer mehr Unternehmen ihre Investitionen in die Zukunft, wodurch der
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Nachfrageschock schließlich auch die übrigen Sektoren erreichte. Durch die
beiden Lock Downs, die von der Bundesregierung ausgerufen wurden, fiel der
Umsatz nun in zahlreichen Unternehmen gänzlich auf null, bei gleichzeitig
laufenden Fixkosten. Das ifo Institut, dass in festen Perioden, Unternehmen
über ihre Erwartung der künftigen Auftragslage befragt, erfasste diesen Effekt

Abbildung: Erwartungsbildung in der Corona - Krise (Quelle: ifo Schnelldienst


5,2021)

Um die negativen Folgen abzuschwächen, wurden wirtschaftspolitische


Maßnahmen beschlossen, welche die Fiskal- und die Geldpolitik betreffen und
die nachfolgend dargestellt werden sollen.
23

3.5 Wirtschaftspolitischen Maßnahmen I: Die Fiskalpolitik

Die EU-Kommission arbeitete zur Bekämpfung der Corona-Krise in den


Mitgliedsländern der EU an einem Wiederaufbauprogramm in einem Volumen
von 1500 Mrd. Euro und hatte dieses bis Juni 2020 in den bis 2027 laufenden
Haushalt integriert (Euroactive 2020). Die Bundesregierung hat des Weiteren
für Deutschland einen so genannten Corona-Schutzschild beschlossen. Mit
dem Maßnahmepaket der Bundesregierung sollen die Gesundheit der Bürger
sichergestellt werden, Arbeitsplätze und Unternehmen erhalten und der soziale
Frieden gewahrt bleiben. Das Hilfsprogramm der Bundesregierung umfasste
hierbei Fördermittel – nicht zurückzahlbare, jedoch zu versteuernde Hilfen für
Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler – von 353,3 Mrd. Euro und die
Übernahme von Bürgschaften – Staatsgarantien vor Kreditausfällen – von 819
Mrd. Euro. Dies entspricht gut dem 3,2fachen des gesamten Bundeshaushaltes
für 2020 in Höhe von 362 Mrd. Euro (Bundeshaushalt 2020).

Die im Grundgesetz in Artikel 115 beschriebene sogenannte Schuldenbremse


steht dem nicht entgegen, da im Fall von Naturkatastrophen und
außergewöhnlichen Notsituationen – und zweifelsfrei handelt es sich bei den
Auswirkungen der Corona-Pandemie darum – diese außer Kraft gesetzt werden
kann (GII 2021). Hinzu kommen noch Fördermittel der Länder und Kommunen,
wobei Städte und Gemeinden auf Grund der finanziellen Belastung ebenso die
zeitnahe Einrichtung eines Sofortprogramms „Sicherung der Kommunalfinanzen
in der Corona-Krise“ einforderten (DSTGB 2020).
24

Zugleich wurde ein Wirtschaftsstabilisierungsfond aufgelegt, um die Liquidität


auch großer Unternehmen zu sichern. Über die Kreditanstalt für Wiederaufbau
(KfW) flossen 400 Mrd. Euro an Bürgschaften und 100 Mrd. Euro für
Kapitalmaßnahmen (Bundeshaushalt 2020).

Bei einzelnen, systemrelevanten Unternehmen, wie zum Beispiel der Lufthansa


AG werden Verhandlungen geführt, dass der Bund als Anteilseigner durch den
Kauf von Aktien (hier 25% plus einer Aktie) sich an diesen Unternehmen direkt
beteiligt, diese stützt und ihre Wettbewerbsfähigkeit und die damit verbundenen
Arbeitsplätze sichert. Ob und wie weit sich im Nachgang der Staat in das
operative Geschäft einlassen wird, ist noch ungeklärt (FdS 2021).

Insgesamt bekam die Lufthansa zwischen 2020 und 2021 Staatshilfen in Höhe
von 9 Milliarden Euro. Die Deutsche Bahn erhielt Hilfen in Höhe von 7,5
Milliarden Euro. Tui erhielt 4,3 Milliarden und Adidas 2,4 Milliarden Euro.
Weitere Unternehmen, die in Milliardenhöhe subventioniert wurden waren
Ceconomy, Sixt, Thysen-Krupp und Kion. Hilfe in Millionenhöhe erhielten unter
anderem Puma, Condor, AIDA, FTI, Galeria Karstadt Kaufhof, Nordex, K+S,
Leonie, Schlote Holding GmbH, MV Werften, Grammer, Tom Tailor und
Georgsmarienhütte Holding GmbH sowie die NOVUM Hospitality GmbH (FdS
2021).

Des Weiteren wurden steuerliche Maßnahmen ergriffen, die die Liquidität der
Unternehmen sicherstellen sollen. Hierzu zählen, dass bereits getätigte
Steuervorauszahlungen zum Teil zurückerstattet werden und dass die Höhe der
Steuervorauszahlungen unproblematisch gesenkt werden können.

Zudem wurde festgelegt, dass die Finanzbehörden eine Stundung der zu


zahlenden Leistungen erlauben können und dass Vollstreckungsmaßnahmen
ausgesetzt wurden (Corona-Schutzschild 2020).
25

Hilfsmaßnahmen für Beschäftigte sahen vor, dass Kurzarbeitergeld beantragt


werden kann, wenn bereits mindestens 10% der Belegschaft von Ausfällen
betroffen sind. Je nach Umfang der Arbeitskürzungen erhält der Arbeitnehmer
hierbei 60% bzw. 80% seines letzten Nettolohns von der Bundesagentur für
Arbeit (BA) erstattet. Die BA übernimmt hierbei die Sozialabgaben – auch für
Leiharbeiter – und entlastet damit die Unternehmen erheblich von Lohnkosten.

Dies soll in der Zeit der Krise Entlassungen und ihre Folgen verhindern,
gleichzeitig die Unternehmensinfrastruktur für die Zeit des wieder Anziehens
der Konjunktur nach der Krise sichern. Die Gewährleistung des Sozialen
Friedens ist ein weiteres formuliertes Ziel dieser Maßnahme (Arbeitsagentur
2021).

Ursprünglich waren diese Maßnahmen auf Juni 2020 befristet. Später kamm es
zu einer Ausweitung des Kurzarbeitergeldes auf generell 80% des Nettolohns
bis maximal Ende 2020. Auf Grund des dynamischen Infektionsgeschehens
wurde diese Maßnahme erneut bis Juni 2021 verlängert.

Gleiches gilt für die Stundung der Sozialbeiträge für Unternehmen,


Selbstständige und Freiwillig Versicherte, welche zunächst bis Juni 2020
ausgesetzt wurden, wobei diese Maßnahme ebenfalls über den Zeitraum von
einem Jahr verlängert wurde (RRB 2021).

Auch Eingriffe in die Privatwirtschaft und das Eigentumsrecht zählten zu dem


Maßnahmenpaket der Bundesregierung. Im Bereich des Mietrechts hat die
Bundesregierung beschlossen, dass das Recht der Kündigung aufgrund von
Mietrückständen zunächst vom Zeitraum des 01.04.2020 bis zum 30.06.2020
eingeschränkt wurde. Diese Einschränkung hatte jedoch nur Gültigkeit, wenn es
sich um Fälle handelte, die durch die Corona-Krise verursacht wurden. Der
Mietzins galt hierbei innerhalb der Maßnahme als gestundet und nicht als
erlassen (BJMV 2021).
26
„Seit dem 01.Juli 2020 sind hingegen die zivilrechtlichen Vorschriften zum
Kündigungsausschluss im Mietrecht sowie zum Zahlungsausschub bei
Verbraucherdarlehensverträgen und existenzsichernden Verträgen wie z.B.
über Telefon, Strom und Gas ausgelaufen.“ (BJMV 2021a). Konkret bedeutet
dies, dass COVID-19-bedingte Mietschulden bis spätestens 30.Juni 2022
zurückzuzahlen sind und ab dem 01.Juli 2020 Zahlungen für wesentliche
Dauerschuldverhältnisse zur Eindeckung mit Leistungen der angemessenen
Daseinsvorsorge bzw. mit Leistungen zur angemessenen Fortsetzung des
Erwerbsbetriebs sich nicht weiter aufgrund der Pandemie aufschieben lassen
(BJMV 2021a).

Die Maßnahmen dienten im gewerblichen Bereich dem Erhalt der


Unternehmensinfrastruktur sowie im Privatbereich der Sicherung des sozialen
Friedens. Die Kurzfristigkeit der beschriebenen Maßnahme lässt sich darauf
zurückführen, dass diese mit dem Eigentumsrecht gemäß GG Artikel 14
kollidierte und somit keine langfristige politische Maßnahme darstellen konnte
(BRG 2020).

Eine weitere Maßnahme ist, dass die dreiwöchige haftungsbewehrte und


teilweise auch strafbewehrte Insolvenzantragspflicht zeitweilig in Folge der
Corona-Pandemie aufgehoben wurde. Auch weitere, zeitweilige Lockerungen
im Insolvenzrecht sollen verhindern, dass Unternehmen in die Insolvenz
gezwungen werden (BJMV 2021b).

Ebenso, teils auf freiwilliger Basis, teils aufgrund staatlicher Verordnung wird
ermöglicht, Versicherungsbeiträge jenseits der Sozialversicherungspflicht
auszusetzen, zu stunden oder freistellen zu lassen (Versicherer 2021).
27

Auch die Kommunen forderten einen Rettungsschirm von Bund und Ländern,
der folgende Punkte beinhaltete:

„1. Haushalterische und mögliche finanzpolitische Maßnahmen in den


Bundesländern zur Sicherstellung der kommunalen Liquidität und
Handlungsfähigkeit (…)

2. Entlastung der kommunalen Haushalte von Sozialabgaben durch den Bund


(…)

3. Erhalt und Stärkung der gemeindlichen Steuereinnahmen (…)

4. Entfristung und dauerhafte Ausstattung der vorhandenen Bundesfördermittel


für kommunale Investitionen (…)

5. Einrichtung eines Finanzierungsinstruments „Sicherung der


Kommunalfinanzen in der Corona-Krise“ (…)

6. Die Mittel aus einem Corona-Rettungsschirm für die Kommunen sollten


insbesondere aufgewendet werden, um die Corona-bedingten finanziellen
Ausfälle der Kommunen zu kompensieren und die Finanzierung der
kommunalen Daseinsvorsorge sowie der kommunalen Investitionen
sicherzustellen (…)

7. Gerade in und nach der Krise muss es beim Ziel der Umsetzung
gleichwertiger Lebensverhältnisse in allen Regionen und Kommunen des
Landes bleiben.“ (DSTGB 2021).

Die Realisierung der hierbei geforderten Maßnahmen ist bislang noch offen.
28

2.6 Wirtschaftspolitischen Maßnahmen II: Die Geldpolitik

Um auf die Corona-Krise zu reagieren haben die Europäische Zentralbank


(EZB) und die US-amerikanische Federal Reserve (Fed) weitreichende
Maßnahmen beschlossen, um auf die Verunsicherung der Kapitalmärkte zu
reagieren. Diesbezüglich gab es außerplanmäßige Beschlüsse im März 2020,
bei denen die Notenbanken Leitzinssenkungen umgesetzt haben. Des Weiteren
wurden Programme für Banken ins Leben gerufen, um Liquiditäten
bereitzustellen und Anleihekaufprogramme wurden ausgeweitet. Da die
Umfänge dieser Maßnahmen gewaltig sind, wurden diese innerhalb der
Fachliteratur oftmals mit den Maßnahmen der globalen Finanzkrise von
2008/2009 verglichen (Econstor 2021).

Vor diesem Hintergrund sagte die Präsidentin der EZB, Christine Largarde, am
19.03.2020 zu Beginn der Pandemie, dass es für die Pandemiebekämpfung
keinerlei Limits gebe in Bezug auf den Einsatz für den Euro. Um dieses Postulat
zu unterstreichen hat die EZB bereits zu Beginn der Pandemie ein
Notfallprogramm in Höhe von 750 Mrd. Euro beschlossen, welches sich
Pandemic Emergency Purchuse Programm (PEPP) nennt und welches das Ziel
verfolgt Staats- und Unternehmensanleihen aufzukaufen (Euroavtiv 2021).

Als ein weiterer Punkt wurde das Asset Purchase Programme (APP) verlängert
und um 130 Milliarden Euro erhöht. Jenes Programm wurde etabliert, „um durch
Aufkäufe von Staats- und Firmenanleihen die im Euro-Raum angestrebte
Inflationsrate von knapp unter 2% zu gewährleisten.“ (Bundesbank 2021)

Eine weitere Maßnahme der europäischen Zentralbank ist es, dass verstärkt
Targeted longer-term refinancing operations (TLTROs) an Banken
herausgegeben wurden. Dieses Mittel der Liquidation soll dazu dienen, dass die
Banken 2/3 mehr an Kreditsubventionen abrufen können (Ebd.)
29

Die Fed traf im März 2020 angesichts der Corona-Pandemie ebenfalls drei
wichtige geldpolitische Beschlüsse. Als eine weltweite Pandemie mit
weitreichenden wirtschaftlichen Konsequenzen immer wahrscheinlicher wurde,
beschloss das Federal Open Market Commitee (FOMC) am dritten März, dass
der Leitzins um 50 Punkte auf 1,25 Prozent gesenkt werden sollte, um die
wirtschaftlichen Folgen einzudämmen. Ein weiterer sehr umfangreicher
Beschluss erfolgte 15. März, als „die Wiederaufnahme von Anleihekäufen von
insgesamt 700 Milliarden US-Dollar verkündet (wurde)“ (Bernoth/Dany-
Knedlik/Gibert 2020).

Des Weiteren wurde der Leitzins erneut um weitere 100 Basispunkte gesenkt,
um die Auswirkungen des Virus einzugrenzen. Als sich im März 2020 die
Situation weiter verschlechterte, kündigte Fed an, dass Ankäufe von
Vermögenswerten unbegrenzt fortgesetzt würden, um die aufgeregten Märkte
zu beruhigen (Bernoth/Dany-Knedlik/Gibert 2020). Dennoch erbrachten diese
Fed-Maßnahmen zwar eine gewisse Stabilität, jedoch nicht die gewünschte
Kehrtwende am Aktienmarkt.

Des Weiteren existieren Maßnahmen, bei denen sich Geld- und Fiskalpolitische
Maßnahmen überschneiden.

Es wurden bereits zu Beginn der Krise Maßnahmenpakete der Europäischen


Union in Höhe von zunächst 25Mrd. Euro beschlossen, die Coronavirus
Response Investment Initiative (CRII+). Hierbei handelt es sich um direkte
Hilfen, nicht um Kredite der EU, für besonders besonders betroffene
Mitgliedstaaten. Diesen Maßnahmepaketen stimmte die Mehrheit des
Europäischen Parlaments zu und sie traten am 01.04.2020 in Kraft
(Bundesfinanzministerium 2020)

Auch im Rahmen der G7 und G20 Gespräche der Finanzminister und der
Notenbankchefs wurden Maßnahmen beschlossen, die der Erholung der
Weltwirtschaft und der Stabilität der Märkte dienen. Ein Moratorium der
30
Schuldendienstabwicklung für Entwicklungsländer ist ein weiterer Teil der
beschlossenen Maßnahmen, um den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen
Schaden der Corona-Pandemie abzufedern (Bundesfinanzministerium 2020).

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Geld- und Fiskalpolitischen Maßnahmen
der Notenbanken und Staaten wirksame Mittel sind, um die Auswirkungen der
Pandemie abzumildern und die Märkte und das Soziale Leben insgesamt zu
stützen.

Dennoch wird die globale Wirtschaft in die tiefste, selbst noch die
Weltwirtschaftskrise der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts übertreffende
Rezession gestürzt werden. Die Geld- und Fiskalpolitischen Maßnahmen
lassen die Bilanzsummen der Zentralbanken weiter massiv steigen, so dass die
Staatsverschuldung der Länder eine historische Höchstmarke erreichen wird.
Dies führt dazu, dass insbesondere auch der Euro weiter an Kaufkraft, aber
auch an Vertrauen der Marktteilnehmer verlieren wird.

Zur Konsolidierung der Staatsfinanzen, sofern möglich, wird es zu einer


massiven Erhöhung der Beiträge und Abgaben für Industrie, Handel und
Dienstleistungen, aber auch der privaten Haushalte, sowie Einschnitte in
bisherige Sozialleistungen kommen müssen, um den Finanzhaushalt nach der
Krise wieder zu konsolidieren.
31

3.7 Ausblick – Kritik an der Globalisierung

Gesundheitsminister Jens Spahn hatte kritisiert, dass Deutschland in Bezug auf


die Versorgung mit Medizinprodukten und Arzneimittelgrundstoffen weiterhin
von wenigen Herstellern im Ausland abhängig sei. Diesbezüglich gab es
weitere Stimmen, welche das globale Wirtschaftsmodell mit seinen Lieferketten
und Spezialiserungen in Frage stellten (VAA 2021)

Innerhalb der Corona-Krise kam auch der globale Warenaustausch an seine


Grenzen. „In Normalzeiten organisieren freie Märkte komplexe
Produktionsschritte, verteilen diese hocheffizient auf die entsprechenden
Akteure in verschiedenen Ländern, nutzen dabei Spezialisierungsvorteile durch
internationale Arbeitsteilung und schaffen somit eine optimale Güterversorgung
zu niedrigen Preisen – und das just in time“ (Flach/Braml 2020). Im Zuge der
Pandemie wurden Lieferketten durch Grenzkontrollen und Exportverbote
plötzlich unterbrochen. Wegen dem Ausfall einiger Zulieferer wurden sogar
ganze Wertschöpfungsketten lahmgelegt, worunter zahlreiche Branchen litten.
Hierdurch wurde die Globalisierung erstmals seit dem zweiten Weltkrieg auf
eine harte Probe gestellt und Stimmen wurden laut, dass hierdurch die offene
und verflochtene Weltwirtschaft an ihre Grenze kommen würde.

Flach/Braml (2020) sprechen vor diesem Hintergrund davon, dass die


Störungsfolgen nur „marginal kleiner gewesen wären, wenn die globalen
Produktionsnetzwerke reduziert und die Produktion nach Hause zurückverlagert
worden wäre.“

Da Deutschland stark vom Export abhängig ist, 17 Prozent der hiesigen


Wertschöpfung finden über globale Wertschöpfungsketten statt, müsste im Fall
eines Rückgangs der Globalisierung mit starken Einbußen gerechnet werden.

Um der Krise angemessen zu begegnen, wurde der Begriff des „Near-Shorings“


oftmals ins Gespräch gebracht, was bedeutet, dass Produktionsnetzwerke
stärker regionalisiert werden sollen. Neue Produktionstechnologien wie die
additive Ferrtigung könnten in absehbarer Zukunft dazu führen, dass
32
Lohnkostenunterschiede immer stärker in den Hintergrund rücken und
Produktion in Nähe des Konsums vollzogen wird (Flach/Braml 2020).

Dieser Trend könnte sehr gut durch die Corona-Pandemie verstärkt werden, da
innerhalb der Krise der Protektionismus vieler Länder zunahm und eigene
Interessen stärker in den Vordergrund gestellt wurden. Zugleich zeigte sich,
dass nach einer ersten Phase des Schocks gerade in der Europäischen Union
nach Maßnahmen gesucht wurden, um die Krise gemeinschaftlich zu
bewältigen. Als wichtigstes Beispiel hierfür ist die EU-Impfstoffstrategie zu
nennen, bei der sich die EU-Kommision rund 2,6 Milliarden Dosen Corona-
Impfstoff sicherte und diesen dann in den betroffenen Ländern verteilte (EU-
Impfstoff-Strategie 2021).

III. Der Corona-Schock


4. Angebots- und Nachfrageschock in Deutschland

IV.1. Deutschland in der Corona-Krise

Nachfolgend soll am Beispiel Deutschland erläutert werden, welche


ökonomischen Ursachen, Folgen und Maßnahmen die Corona-Pandemie mit
sich bringt. Gleichsam sind auch andere Länder der Welt von der
beschriebenen Dynamik im hohen Maße betroffen, was darauf zurückzuführen
ist, dass die Maßnahmenpakete der einzelnen Länder, die getroffen wurden,
um die Pandemie einzudämmen, miteinander vergleichbar sind.

Die Corona-Krise hat weltweit immense gesundheitliche und wirtschaftliche


Schäden verursacht, so dass Prognosen über das Wrtschaftswachstum massiv
nach unten korrigiert werden mussten. Als wesentliche Schwierigkeit im
33
wirtschaftspolitischen Umgang mit der Krise ist hierbei die Tatsache zu sehen,
dass es in den betroffenen Ländern sowohl einen Angebots- als einen
Nachfrageschock gibt. Der Einbruch der Nachfrage hängt hierbei eng mit den
beschlossenen Lockdowns und Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie
zusammen. Anders als bei der Finanzkrise von 2008/2009 fällt es der Politik
schwer, sich auf die Stabilisierung des Finanzsystems und der Konsum- und
Investitionsnachfrage konzentrieren.

Da innerhalb der Krise auch „Angebotsausfälle auftreten, ist eine staatliche


Nachfragestützung eher kontraproduktiv; hier geht es um staatliche
Maßnahmen, die Störungen auf der Angebotsseite entgegenwirken.“
(Wirtschaftsdienst EU 2020). Durch die langanhaltende Lockdowns, welche mit
einem Herunterfahren des sozialen und wirtschaftlichen Lebens einhergehen,
sind die Schäden in zahlreichen Bereichen immens. Hierzu zählen
Autohersteller, die Hotel- und Gastronomiebranche, der Kulturbetrieb und die
Veranstaltungsbranche, Landwirtschaft und Lebensmittel und die Sparte Reise
und Verkehr. Zugleich gibt es auch Gewinner der Krise, die nachfolgend
benannt werden sollen.

Krisengewinner

Auf Grund des Locckdowns und der angeordneten Kontaktbeschränkungen


sind zunächst einmal „die Benutzerzahlen und damit die Einnahmen der
Anbieter von Video-Conference-Tools, wie beispielsweise Microsoft Teams, in
die Höhe geschnellt“ (BDU 2020). Zoom liegt hierbei in Deutschland auf dem
Platz Nummer 1 auf Grund der einfachen Bedienbarkeit und der hohen
Zuverlässigkeit der Verbindung. Laut BDU wird Zoom inzwischen von über 200
Millionen Nutzern genutzt, so dass der Gründer Eric Yuan insgesamt ein stolzes
Vermögen von umgerechnet etwa 7 Milliarden Euro erwirtschaften konnte (RND
2020).

Als weitere Gewinner sind Anbieter von Cloudsystemen wie Amazon AWS,
Google Cloud und IBM oder Microsoft Azure Cloud zu nennen, die durch das
Arbeiten im Homeoffice verstärkt an Bedeutung gewonnen haben. Auch
34
klassische Social Media Plattformen wie Facebook konnten an der Börse um
60% zulegen (RND 2020).

Auch der Onlinehandel hat innerhalb der Krise hohe Gewinne eingefahren,
wozu insbesondere der Versandhandel Amazon zählt, welcher an der Börse
eine ebenfalls eine beeindruckende Wertsteigerung von 45 % erlebte (RND
2020). Ebenso wurden Lebensmittel- und Drogerieprodukte verstärkt
eingekauft.

Da die Menschen den Großteil ihrer Zeit zu Hause verbrachten, konnten auch
Spielwarenhersteller und Streamingdienste wie Netflix oder Amazon Prime sehr
hohe Gewinne einfahren. So erfuhr Netflix eine Wertsteigerung an der Börse
um 46 %, so dass die Marktanteile weiter ausgebaut werden konnten (BDU
2020).

Weitere Gewinner der Krise finden sich vor allem im medizin-technischen


Bereich. So verzeichnet das deutsche Unternehmen Drägerwerk aus Lübeck,
welche Medizin- und Sicherheitstechnik entwickelt und herstellt, eine immense
Umsatzsteigerung, wodurch sich der Wert an der Börse verdoppelte. Auch
konnte der US-Pharmariese Gilead seine Umsätze erhöhen, so dass dieser
inzwischen an der Börse höher dotiert ist als Siemens (RND 2020).

Weitere Unternehmen konnten aus der Krise als Gewinner herausgehen, indem
sie ihre Produktion umstellten. So haben Produktionsunternehmen aus den
unterschiedlichsten Bereichen sich zu Beginn der Krise auf die Herstellung von
Masken und weiteren medizinischen Utensilien sowie auf die Produktion von
Desinfektionsmittel konzentriert (BDU 2020).

Dies zeigt, dass einige wenige Unternehmen sehr stark von der Krise profitieren
konnten, während andere Unternehmen in ihrer Existenz bedroht sind.

Arbeitsmarkt

Auf Grund der Lockdowns kam es im Zuge der Corona-Krise zu


hunderttausenden Entlassungen. Insgesamt haben in Deutschland im
vergangenen Jahr mehr als eine Million Menschen ihre Arbeit verloren (Onvista
35
2021), wobei 477.00 Menschen sozialsicherungspflichtige Beschäftigte waren
und 526.000 Menschen eine geringfügige Beschäftigung verloren. Insgesamt
398.000 Menschen verloren hierbei Jobs, die in den Bereichen Hotellerie und
Gastronomie verankert waren (Ebd.).

Insgesamt 128.000 Beschäftigte wurden aus dem verarbeitenden Gewerbe


entlassen, wobei die Branche auf Grund der Digitalisierung bereits zuvor einem
Negativtrend unterzogen war. Zudem haben viele Menschen ihre Jobs verloren,
die in der Kunst-, Unterhaltungs- und Erholungsbranche gearbeitet haben.

Diesbezüglich ist zu konstatieren, dass sich nach einem Jahr Corona-Krise


deutliche Spuren am Arbeitsmarkt abzeichnen.

Die Arbeitslosenquote lag im März 2021 bei 6,2 Prozent, wobei sich die
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat um 492.000 erhöht hat. „Die
Unterbeschäftigung, die auch Veränderungen in der Arbeitsmarktpolitik und
kurzfristige Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, lag im März bei 3.624.000
Personen. Das waren 344.000 Menschen mehr als im Vorjahr.“ (Arbeitsagentur
2021).

Rückgang der Bruttoverdienste


36

Literaturverzeichnis

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https://www.arbeitsagentur.de/news/arbeitsmarkt-2021

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Bernoth, Kerstin; Dany-Knedlik, Geraldine; Gibert, Anna (2020) : Geldpolitische


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https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/In
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Wirtschaftsdienst EU 2021:

https://www.wirtschaftsdienst.eu/inhalt/jahr/2020/heft/4/beitrag/wirtschaftliche-
implikationen-der-corona-krise-und-wirtschaftspolitische-massnahmen.html
Eigenständigkeitserklärung
Hiermit bestätige ich, dass ich die vorliegende Arbeit selbstständig verfasst und
keine anderen Publikationen, Vorlagen und Hilfsmitteln als die angegebenen
benutzt habe. Alle Teile meiner Arbeit, die wortwörtlich oder dem Sinn nach
anderen Werken entnommen sind, wurden unter Angabe der Quelle kenntlich
gemacht. Gleiches gilt für von mir verwendete Internetquellen. Ich versichere,
dass ich diese Arbeit oder nicht zitierte Teile daraus vorher nicht in einem
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