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◮ Cytologie | Zellorganellen
Skript

Zellorganellen

Übersicht
1 Zellorganellen und Zellbestandteile 1
1.1 Chloroplasten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
1.2 Cetriolen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
1.3 Cytoskelett . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
1.4 Cytoplasma . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
1.5 Endoplasmatisches Retikulum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
1.6 Flagellum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
1.7 Golgi-Apparat mit Golgi-Vesikeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
1.8 Lysosomen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
1.9 Mitochondrien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
1.10Nucleus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
1.11Peroxisomen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
1.12Plasmodesmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
1.13Ribosomen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
1.14Vakuole . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
1.15Zellmembran . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
1.16Zellwand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

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1 Zellorganellen und Zellbestandteile


Hier findest du nun alle wichtigen Informationen, die du über die einzelnen Organellen und
Bestandteile wissen solltest. Die Steckbriefe sind in alphabetischer Reihenfolge angeordnet.

1.1 Chloroplasten
Struktur:
Alle Chloroplast sind von einer äußeren sowie einer inneren Mem- Tierzelle -
bran umgeben. Das Entstehen dieser Doppelmembran lässt sich mit-
Pflanzenzelle Ø
tels Endosymbiontentheorie erklären. Im Inneren finden sich wei-
tere Bestandteile, in das
sogenannte Stroma, eingebettet. Grana- als auch Stromathylakoide durchziehen das
Stroma. Auch DNA-Stränge, Ribosomen und stellenweise Stärkekörner sind im Chloroplas-
ten vorhanden.

Aufgabe:
Chloroplasten gehören zu den wichtigsten Zell- Endosymbiontentheorie:
organellen von Pflanzenzellen und eukaryoti- Mit Hilfe der Endosymbiontentheorie
schen Algen. In ihnen findet die Photosynthese wird versucht zu erklären, wieso ei-
statt, mit der sich autotrophe Organismen nige Zellorganellen eine Doppelmem-
(= sich selbst versorgende Lebewesen) Gluco- bran besitzen. Es wird davon ausge-
se synthetisieren. gangen, dass ein Prokaryot (1) versucht
hat, einen bakterienähnlichen Prokaryo-
Sonstiges:
ten (2) zu fressen. Dabei umhüllt der
Chloroplasten gehören der Familie der Plasti-
hungrige Prokaryot (1) den anderen. Es
den an. Plastiden sind ein Gruppe von Zellor-
entsteht eine Art Vesikel um die Beu-
ganellen und finden sich nur in Pflanzen und Al-
te. Der Prokaryot (1) schafft es jedoch
gen. Sie stammen von Bakterien ab und haben
nicht seine Beute zu verdauen. Der Vesi-
immer zwei oder mehr Membranen. Aus dem
kel wird zu einer Art zweiten Membran.
so genannten Proplastid bilden sich letztlich
Da sich beide Prokaryoten gegenseitig
die fertigen Plastidformen wie Chloroplasten,
nützen, entsteht eine symbiotische Be-
Chromoplasten oder Leukoplasten. Chloro-
ziehung.
plasten lassen den Organismus grün erschei-
nen, durch Chromoplasten erscheinen Pflanzen rot, gelb oder orange. Leukoplasten sind
hingegen farblos.

Abb. 1: Schematische Darstellung eines Chloroplasten

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1.2 Cetriolen
Struktur:
Centriolen bestehen aus insgesamt neun Mikrotubulustrippletts Tierzelle Ø
(röhrenartige Proteinfäden). Diese Tripletts ordnen sich kreisförmig
Pflanzenzelle Ø
an, eine zylinderförmige Struktur der Centriolen entsteht. Der Zu-
sammenschluss von zwei Centriolen wird Centrosom genannt. Das Centrosom liegt oft-
mals nahe am Zellkern.

Aufgabe:
Maßgeblich beteiligt sind die Cetriolen bei der Bildung des Spindelapparats während der
Mitose und der Meiose. In der Anaphase der Mitose bilden sie die Spindelapparate, die mit
ihren Proteinfäden die Schwesterchromatiden zu den entgegengesetzten Zellpolen ziehen.

Sonstiges:
In fast allen tierischen und vielen pflanzlichen Zellen kommen Centriolen vor. Bei Hefezel-
len und höheren Pflanzen sind sie jedoch nicht mehr vorzufinden. Dort übernehmen andere
Strukturen die Aufgabe der Centriolen.

1.3 Cytoskelett
Struktur:
Mikrofilamente (= fadenförmige Strukturproteine), Mikrotubuli Tierzelle Ø
(= röhrenförmige Strukturproteine) und Intermediärfilamente (=
Pflanzenzelle Ø
Strukturproteine) sind Bestandteile des eukaryotischen Cytoskeletts.
Ein Synonym für Cytoskelett ist Zellskelett. Du kannst es dir daher fast wie das Knochenge-
rüst des Menschen vorstellen.

Aufgabe:
Das Cytoskelett hat die Funktion die Pflanze zu stabilisieren. Es verleiht den Zellen ihre spe-
zifische Form und Stabilität. Alle Zellorganellen sind in das Cytoskelett eingebettet. Weite-
re Aufgabe des Cytoskeletts sind Transportvorgänge, Signalleitungen und Bewegungsteue-
rung innerhalb der Zelle.

1.4 Cytoplasma
Struktur:
Das Cytoplasma setzt sich aus festen sowie flüssigen Bestandteilen Tierzelle Ø
zusammen. Es ist bildet die Grundmasse der Zelle und ist vom Cy-
Pflanzenzelle Ø
toskelett durchzogen. Gleichzeitig ist es das Einbettungsmittel für
alle Zellorganellen, Proteine, Ionen und Stoffwechselprodukte. Das Cytoplasma selbst ist
von der Zellmembran umgeben.

Aufgabe:
Viele wichtige Stoffwechselreaktionen laufen im Cytoplasma ab, außerdem übernimmt das
Cytoplasma eine wichtige Funktion bei den Transportvorgängen innerhalb der Zelle. Es ist
damit ein großer zusammenhängender Transport- und Reaktionsraum innerhalb der Zelle.

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1.5 Endoplasmatisches Retikulum


Struktur:
Das endoplasmatische Retikulum (= ER) ist durch ein komplexes
Tierzelle Ø
Membransystem aufgebaut. Da sich das ER dicht um den Zellkern
Pflanzenzelle Ø
befindet, bildet es mit Teilen der Kernhülle eine Einheit. Das Innere
des ER nennt man Lumen. Wichtig zu wissen ist, dass sich zwei Typen von endoplasmati-
sche Retikuli unterscheiden lassen: raue und glatte. Raue ER verdanken ihren Namen vielen
Ribosomen die sich an der Außenseite des Membrannetzes befinden. Glatte ER haben keine
Ribosomen an der Außenseite.

Aufgabe:
Raue und glatte ER haben unterschiedliche Aufgaben. Mit Hilfe der Ribosomen syntheti-
sieren raue ER verschiedene Proteine, außerdem können sie verschiedene Transportvesikel
bilden und später abschnüren. Glatte ER sind hingegen wichtige Komponenten bei Stoff-
wechselprozessen. Sie dienen als Calciumspeicher, helfen die Zelle zu entgiften, syntheti-
sieren Lipide und vieles mehr.

1.6 Flagellum
Struktur:
Flagellen sind langgestreckte Zellfortsätze, oftmals wird der Begriff
Tierzelle Ø
Geißel als Synonym verwendet. Prokaryotische Zellen als auch eu-
Pflanzenzelle Ø
karyotische Zellen können mit Flagellen besetzt sein. Der Aufbau
der Flagellen beider Zelltypen ist jedoch nicht identisch.

Aufgabe:
Das Flagellum dient der Zelle vor allem als Fortbewegungsmittel, ähnlich der Flossen eines
Fisches. Auch der Fortbewegungsmechanismus ist, wie auch der Aufbau, bei Procyten an-
ders als bei Eucyten.

Sonstiges:
Ein berühmtes Beispiel für begeißelte Zellen sind Spermienzellen. Spermien sind eukaryo-
tische Zelltypen.

Abb. 2: Skizze einer Spermazelle

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1.7 Golgi-Apparat mit Golgi-Vesikeln


Struktur:
Der Golgi-Apparat besteht aus vielen zu Stapeln angeordneten Mem-
Tierzelle Ø
branräumen, diese Stapel werden als Zisterne bezeichnet. Viele
Pflanzenzelle Ø
Zisternen zusammen bilden das so genannte Dictyosomen.
Als Golgi-Apparat wird daher die Gesamtheit aller Dictyosomen zusammengefasst.

Aufgabe:
Der Golgi-Appart hat viele verschiedene Aufgaben. Dazu zählen u.a. Bildung primärer Lyso-
somen, Sortierung und Modifizierung von verschiedenartigen Proteinen die mittels Vesikeln
vom ER zum Golgi-Appart gelangen und sowie die Speicherung von Makromolekülen. Die
Golgi-Vesikel werden vom Golgi-Apparat gebildet. Sie werden zum Transport verschiedener
Moleküle verwendet.

Cisternen

Vesikel

Abb. 3: Elektronenmikroskopische Aufnahme eines Golgi-Apparats


Quelle: wikipedia.org - Louisa Howard, Beschriftung: BioLV

1.8 Lysosomen
Struktur:
Lysosomen sind Vesikel (= kleine membranumhüllte Bläschen). Im
Tierzelle Ø
Inneren der Lysosomen befinden sich viele hydrolytische Enzyme (=
Pflanzenzelle Ø
Enzyme, die Verbindungen durch Reaktion mit Wasser spalten). Die
Enzyme sind wichtig für den Abbau verschiedener Substanzen wie beispielsweise Lipiden,
Proteinen und Sacchariden.

Aufgabe:
Vereinfacht lässt sich sagen, dass Lysosomen die „Mülleimer“der Zelle sind. Neben zelleige-
nen Stoffen werden auch Fremdkörper von den Lysosomen abgebaut. Es handelt sich dabei
um intrazelluläre Verdauung.

Sonstiges:
Der pH-Wert im Inneren der Lysosomen ist mit 5,5 oder niedriger sehr sauer. Dabei ist die
Aktivität der Enzyme im Lysosomen am höchsten. Würde das Lysosom beschädigt sein (z.B.
Loch in der Membran) könnten die Enzyme ins Cytoplasma gelangen und dort zelleigene
Bestandteile abbauen. Da das Cytoplasma allerdings einen höheren pH-Wert als das Innere
der Lysosomen hat, werden die Enzyme deaktiviert. Dadurch wird der Schaden in der Zelle
gering gehalten.

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1.9 Mitochondrien
Struktur:
Mitochondrien gehören zu den Zellorganellen mit einer Innen- und
Tierzelle Ø
Außenmembran, deren Entstehung ebenso mittels der Endosymbi-
Pflanzenzelle Ø
ontentheorie erklärt wird. Zwischen beiden Membranen befindet
sich der Intermembranraum. Der Innenraum der Mitochondrien wird Matrix genannt. In
der Matrix befinden sich die mitochondriale DNA, freie Ribosomen, ATP Synthesepartikel,
Granula (= Einlagerungen mit Speicherstoffen) und verschiedene Enzyme. Auf der Abbil-
dung ist deutlich zu erkennen, dass die innere Membran der Mitochondrien stark einge-
stülpt ist. Diese Einstülpungen heißen Cristae. Sie dienen der Oberflächenvergrößerung.

Aufgabe:
Mitochondrien gehören zu den wichtigsten
Zellbestandteilen. Sie werden auch „Kraftwer-
ke der Zelle“genannt, da sie für die Energie-
erzeugung zuständig sind. Ihre Aufgabe be-
steht darin während des Citratzyklus und
der oxidativen Phosphorylierung ATP zu
synthetisieren. Der Citratzyklus sowie die At-
mungskette finden an der inneren Membran
der Mitochondrien statt. Abb. 4: Darstellung eines Mitochondriums
Quelle: wikipedia.org - Mariana Ruiz Villarreal, Beschriftung: Tirkfl

1.10 Nucleus
Struktur:
Der Zellkern (= Nucleus) ist das Erkennungsmerkmal für eine eu- Tierzelle Ø
karyotische Zelle. Er ist von einer doppelten Membran (innere und
Pflanzenzelle Ø
äußere Kernmembran) umgeben. Diese doppelte Membranschicht
nennt sich Kernhülle. In der Kernhülle befinden sich viele Kernporen, sie erleichtern den
Stoffaustauch. Im Inneren des Nucle-
us befindet sich das Erbgut, das in Form von Chromatin und Chromosomen (während der
Zellteilung) vorliegt. In einem Kern, der sich gerade nicht in Teilung befindet, ist zudem der
Nucleolus (= Kernkörperchen) enthalten.

Aufgabe:
Alle Stoffwechselprozesse, die innerhalb der Zelle ablaufen, werden vom Zellkern gesteuert.
Die DNA der Zelle wird im Nucleus gespeichert.

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Sonstiges:
Jeder eukaryotische Tier- oder Pflanzenart hat
eine typische Anzahl an Chromosomen. Men-
schen besitzen beispielsweise 46 Chromoso-
men, Hunde 78 und Katzen 38. Eine Beson-
derheit des Zellkerns ist es, dass er während
der Mitose und Meiose nicht mehr vorhan-
den ist. Ist die Zellteilung und somit auch
die Kernteilung abgeschlossen, bildet sich der
Kern erneut aus.

Abb. 5: Nucleus unter dem Elektronenmikroskop


Quelle: wikipedia.org

1.11 Peroxisomen
Struktur:
Der Innenraum der Peroxisomen ist von einer ein- Tierzelle Ø
fachen Lipidschicht umgeben. Im Inneren befinden
Pflanzenzelle Ø
sich verschiedene Enzyme.

Aufgabe:
Das wichtigste Enzym in den Peroxisomen ist die
Katalase. Mit ihrer Hilfe wird zellgiftiges Wasser-
stoffperoxid (H2 O2 ) zu Sauerstoff (O2 ) und Wasser
(H2 O) abgebaut. Die Peroxisomen sind damit für die
Entgiftung der Zelle zuständig.

Sonstiges:
Eine veraltete Bezeichnung der Peroxisomen lautet
Microbodies. In älteren Büchern wird dieser Begriff
stellenweise noch verwendet.

Abb. 6: Aufbau des Peroxisoms


Quelle: wikipedia.org - Geoff Richards, Beschriftung: Matthias M.

1.12 Plasmodesmen
Struktur:
Plasmodesmen sind Plasmabrücken, die von einer Plasmamembran Tierzelle -
umgeben sind. Die Plasmastränge führen durch Zellwände hindurch
Pflanzenzelle Ø
und verbinden damit mehrere Pflanzenzellen miteinander.
Vereinfacht können Plasmodesmen als „Löcher“ mit spezifischem Aufbau in der Zellwand
von Pflanzenzellen betrachtet werden.

Aufgabe:
Über die Plasmabrücken erfolgt ein Stoffaustausch von einer zur anderen Zelle.

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1.13 Ribosomen
Struktur:
Alle Ribosomen sind hochkomplexe Gebilde bestehend aus ca. 40%
Tierzelle Ø
Proteinen und ca. 60% RNA.
Pflanzenzelle Ø

Aufgabe:
Ribosomen sind wichtige Komponeten bei der Proteinbiosynthese. An ihnen findet die
Translation statt. Sie finden sich in allen Zellen.

1.14 Vakuole
Struktur:
Vakuolen sind von einer Membran umgeben. Ihr Innenraum ist Tierzelle Ø
meist von einer Flüssigkeit gefüllt, die einen niedrigen pH-Wert hat.
Pflanzenzelle Ø
In der Flüssigkeit finden sich zudem viele Verdauungsenzyme. In
Pflanzenzellen kann die
Vakuole bis zu 80 % des Zellraums füllen.

Aufgabe:
Vakuolen haben zahlreiche Aufgaben. Sie dienen zur Speicherung verschiedener Molekü-
le wie Ionen und Vitaminen, als Verdauungsorganellen und helfen die Zelle durch den
Turgor (= Zelldruck) in Form zu halten.

Sonstiges:
Hauptsächlich kommen Vakuolen bei Pilzen und pflanzlichen Zellen vor. Dort übernehmen
sie ähnliche Aufgaben wie Lysosomen in Tierzellen. Doch auch einige einzellige Tierzel-
len z.B. der Gattung Pantoffeltierchen besitzen Vakuolen. Ihre kontraktilen Vakuolen (=
pulsierenden Vakuolen) dienen der Wasserausscheidung, da durch osmotische Effekte ein
ständiger Wasserstrom in die Zelle hinein herrscht. Ohne die ständige Wasserausscheidung
würden die Einzeller platzen.

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1.15 Zellmembran
Struktur:
Zellmembranen, die oftmals auch Biomembranen genannt wer-
Tierzelle Ø
den, bestehen aus einer Doppellipidschicht. Diese hat keine star-
Pflanzenzelle Ø
re, kristalline Struktur, sondern ist weich und formbar. Verschieden-
artige Proteine, etwa integrale Proteine,Kanalproteine und periphere Proteine, schwimmen
wie Eisberge in der Membran. Dieses anschauliche Modell wird in der Biologie als Flüssig-
Mosaik-Modell bezeichnet. Zellmembranen zeichnen sich somit durch die große Beweg-
lichkeit der Lipide und Proteine aus. An einigen Proteinen und Lipiden sind verzweigte Koh-
lehydratgruppen gebunden. Diese extrazellulärer Raum
speziellen Moleküle werden als
Glycoproteine zusammenge- Glycoprotein

fasst. Glycolipid

Aufgabe:
Die Zellmembran ist die Begren- Doppel-
lipidschicht
zung zwischen Extrazellularraum
und Cytoplasma. Alle Stoffe die in
die Zelle hinein transportiert oder
hinaus transportiert werden müs-
intrazellulärer Raum
sen diese Barriere überwinden. Abb. 7: Schematischer Aufbau der Zellmembran
Quelle: wikipedia.org - Mariana Ruiz Villarreal, Masur, Beschriftung: BioLV

1.16 Zellwand
Struktur:
Hauptbestandteil der Zellwand sind Kohlenhydrate. Dazu zählen Cel- Tierzelle -
lulose, Hemicellulosen und Pektin. Zu ca. 10% tragen auch Proteine
Pflanzenzelle Ø
zum Aufbau der Zellwand bei. Proteine und Kohlehydrate
bilden mehrere gekreuzte Schichten, daher ist die Zellwand extrem stabil.

Aufgabe:
Die Stabilisierung der Zelle ist die wichtigste Aufgabe der Zellwände. Sie kann damit als
„Panzer “der Zelle verstanden werden. Dadurch, dass sie dem osmotischen Druck entge-
genwirkt, bewahrt sie die Zelle vor dem Platzen. Durch kleine Poren innerhalb der Zellwand
können Plasmodesmen durchtreten und damit die Pflanzenzellen miteinander verbinden.

Sonstiges:
Ausschließlich Pflanzenzellen besitzen Zellwände. Damit sind sie ein eindeutiges Unter-
scheidungsmerkmal zwischen Tier- und Pflanzenzelle. Seltener sind Bakterien und Pilze
von Zellwänden umgeben.

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