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Das Thema ist so alt wie Ja, für mich ist es immer sehr wichtig,

die Menschheit und jeder wie ich aussehe. Bei der Arbeit und in d
Freizeit muss alles perfekt zusammen
Mensch hat seine eigene
Frisur, Kleidung, Kosmetik, Accessoires.
Meinung dazu. Über Mode Ich fühle mich dann einfach besser.
kann man lange sprechen.
Aber so viel Zeit haben
wir nicht. Deshalb haben
wir fünf Leute gefragt:
"Bitte, können Sie ganz
kurz was zum Thema Mode
sagen?"
Hier sind ihre Antworten.

Okay, nehmen wir ein Beispiel: Mit Jeans


in die Oper. Früher war das unmöglich.
Heute ist es für die meisten Leute kein
Problem mehr. Das finde ich sehr gut. Ich
will ja keine Modenschau machen, oder?
Ich möchte Musik hören.

1 Wie denkt Ihr Kurs über Mode und Stil? Machen Sie den Kurstest.
Wie viele Kursteilnehmer haben die Meinung A, B, C oder D?
A Das ist B Ich finde das C Na ja, das o Das ist
unmöglich! nicht so gut. geht. okay!
Mit Jeans in die Oper?
Sandalen und weiße Socken?
Mit kurzen Hosen ins Restaurant?
Ohne Krawatte ins Büro?
Im Jogginganzug zum Einkaufen?
Mode? Das ist ein ziemlich
langweiliges Thema.
Wollen wir nicht lieber
über was anderes
Yf{ode.?
sprechen? Über
Urlaub vielleicht?
Oder über Fußball?
Am meisten inter-
essiere ich mich
für Autos. Was für
ein Auto haben Sie
denn?

Mode?

Mode? Früher hat


man jemanden ge-
sehen und sofort
gewusst: Der hat viel Mode? Na, Sie sind lustig! Sagen
Geld, der hat nicht so mal, wie soll ich das denn beza
viel Geld. Heute sieht Miete, LebensmitteL Heizung - h
man das nicht mehr ist ja alles so teuer. Nee, nee, fü
so genau. Heute zieht Mode hab' ich überhaupt kein G
jeder an, was er will.
Ich finde das gut.
Das ist demokratisch.

2 Und wie ist Ihre Meinung zum Thema "Mode"?


Schreiben Sie Ihre Meinung auf. Lesen Sie sie im Kurs vor.
• ist
:y!
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Zwischenspiel: Mode?

1 Was trägt man in Ihrem Land …?

a Notieren Sie Stichpunkte.

in der
Oper
im
Restaurant

zum
Einkaufen

im Büro

b Erzählen Sie.

In der Oper eine Bluse / ein Hemd.


Im Restaurant trägt man Jeans.
Zum Einkaufen …
Im Büro
elegant / schön
zieht man sich praktisch / sportlich an.

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Schritte international 2 © 2006 Max Hueber Verlag, Autorin: Ulrike Haas
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2 Meinungen zum Thema Mode

a Wer sagt das? Ordnen Sie die Aussagen den Personen zu.

1 „Für Mode braucht man viel Geld. Und das habe ich nicht.“
2 „Das Thema Mode interessiert mich überhaupt nicht.“
3 „Für mein Aussehen tue ich alles.“
4 „Mode war früher etwas für Leute mit viel Geld. Das ist heute nicht mehr so. Und das gefällt mir.“
5 „Kultur ist für mich wichtiger als Mode.“

b Welche Meinung aus 2 a finden Sie gut? Und welche Meinung haben Sie zum Thema Mode?

• Mode finde ich sehr / nicht wichtig.


• Mode interessiert mich sehr / überhaupt nicht.
• Ich möchte gern wissen: Diese Kleidung, diese Farben, diese Schuhe
sind jetzt gerade modisch.
• Mode ist Konsum. Das gefällt mir nicht.
• Mode ist teuer. Und ich habe leider kein Geld dafür.
• Ich möchte immer perfekt aussehen. Geld spielt dabei keine Rolle.
• Wichtig ist doch: Was denkt ein Mensch? Wie lebt er?
Und nicht: Welche Kleidung trägt er?

3 Was bedeutet diese Redewendung? Sprechen Sie auch in Ihrer Sprache.

Kleider machen Leute.

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Schritte international 2 © 2006 Max Hueber Verlag, Autorin: Ulrike Haas
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Internetrecherche zum Zwischenspiel: Mode?

Benutzen Sie die Webseite http://www.otto.de

1 Geben Sie bei „Suche“ das Wort „Farbtypberatung“ ein und klicken
Sie auf „Los“.

a Welcher Farbtyp sind Sie? Machen Sie einen Test.


Ich bin ein _____________________________________typ.

b Welche Farben stehen Ihnen gut? c Gefallen Ihnen diese Farben?


____________________________________________________ ____________________________________________________
____________________________________________________ ____________________________________________________

2 Frauen klicken jetzt auf „...-Typ-Artikel“. Diese Kleidung passt zu Ihrem Farbtyp.
Männer gehen zurück auf die Webseite www.otto.de und klicken hier auf „Herren“. Klicken Sie dann auf
eine Kategorie (z. B. „Jung & Trendy“, „Freizeit und Basics“ oder „City & Business“) und auf ein Kleidungs-
stück (z. B. „Pullover“, „Hosen“).

a Welches Kleidungsstück gefällt Ihnen am besten? Beschreiben Sie.


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b Und welches Kleidungsstück gefällt Ihnen nicht so gut? Beschreiben Sie.


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c Welches Kleidungsstück möchten Sie am liebsten kaufen?


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Schritte international 2 © 2006 Hueber Verlag, Autorin: Sylvette Penning-Hiemstra
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Hintergrundinfos zum Zwischenspiel: Mode?

Was junge Leute tragen – Mode von vier Generationen

Kleidung ist nicht nur Kleidung. Kleidung zeigt immer auch den Lebensstil und die Ideen in einer bestimmten Zeit.

In den 20er Jahren – nach dem Ersten Weltkrieg – arbeiten 36 % der Frauen.
Diese Selbstständigkeit sieht man auch in der Kleidung. Sie ist vor allem prak-
tisch und bequem. Stoff1 ist teuer, also werden die Röcke kürzer. Jetzt tragen

© Margita Flamme
auch Frauen Hosen. Die Haare sind kurz – zu einem „Bubikopf“ geschnitten. In
die Männermode der zwanziger Jahre kommen Elemente aus der
Sportkleidung: Die Klubjacke aus dem Tennisklub oder die Knickerbocker von
den Golfspielern.
1 Stoff der, -e: Röcke, Hosen, Pullover etc. macht man aus verschiedenen Materialien oder Stoffen.

In den 50er Jahren – nach dem Zweiten Weltkrieg – geht es den Deutschen wirtschaftlich
wieder besser. Viele können in Italien oder Spanien Urlaub machen. Caprihosen sind nun „in“.
Zum ersten Mal gibt es eine Mode speziell für junge Leute. „Teenies“ in amerikanischen

© Valeska Hagner
Filmen sind das Vorbild2: Frauen tragen flache Schuhe – Ballerinas – zu Twinsets und
Petticoats, haben die Haare zum Pferdeschwanz gebunden und ein Nickituch um den Hals.
Die ersten Jeans kommen nach Deutschland. Sie dürfen niemals neu aussehen.
2 Vorbild das, -er: Eine Person hat besondere Qualitäten: Sie ist ein Vorbild, ein Ideal für andere.

Die 60er Jahre sind eine Zeit der Gleichberechtigung3 und der (sexuellen) Revolution. Frauen
tragen Miniröcke und bunte Farben und signalisieren: Ich bin eine Frau und nicht nur die
Mutter meiner Kinder. Das Model „Twiggy“ macht die Kinderfigur zum Schönheitsideal.

© Valeska Hagner
Jugendliche haben ihre eigene Mode. Bei Farbe und Material ist alles möglich, alles passt
irgendwie zusammen. Hippies mit ihren langen Haaren, bunten Kleidern und ihrem Motto
„Make love, not war“ sind das Symbol für Liebe und Frieden.
3 Gleichberechtigung die (nur Sg): Das bedeutet hier: Männer und Frauen haben die gleichen Rechte.

In den 80er Jahren machen Polster die Schultern extrem breit. Mann und Frau verschwinden4
in Übergrößen und Unisex-Mode ist in. Mit neuen Sportarten wie Joggen, Aerobic und
Breakdance werden auch Leggings und bauchfreie Kleidung modisch. Markennamen sind
© Zill/Interfoto

wichtig. Abends zieht man sich elegant an mit Cocktail- oder Abendkleid. Ein Accessoire der
80er Jahre muss jeder haben: Die Sonnenbrille von Ray Ban!
4 verschwinden: Eine Person verschwindet, das bedeutet: Man sieht sie nicht mehr, sie ist nicht mehr da.

2000 +
Heute ist alles möglich und es gibt Wiederholungen von früher. Ein richtiger Stil-
Mix. Man findet viele Dinge gleichzeitig: Plateauschuhe, spitze Schuhe oder
bequeme Turnschuhe. Hosen und Röcke sitzen unten auf der Hüfte. Der Bauch
und Rücken sind frei und machen Platz für Piercings, Tatoos und andere Deko-
rationen. Gerade Linien sind nicht „in“. Besonders die Kleider und Röcke müs-
sen asymmetrisch sein – vorne kürzer als hinten, oder hinten kürzer als vorne.

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Schritte international 2 © 2006 Max Hueber Verlag, Autorin: Wiebke Heuer