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Guten Tach auch!!!

Willkommen zum Drum-Workshop! Hier gibt es tonnenweise Tips zum Spielen, Üben, Equipment,
Literatur etc.

Viel Spaß beim Stöbern in den verschiedenen Kapiteln...

1. Ein paar Worte zum Einstieg...

Was geht ab hier? Nun, ich stelle mich erst einmal kurz vor: ich heisse Jochen und habe seit
1996 als Drummer beim TenSing-Seminar in Baden-Württemberg mitgearbeitet und 1997/98 den
Drum-Workshop auf dem TenSing-Seminar in Dassel geleitet. Und beim Dassel-Seminar ´98 kam
eines Abends (auf der Kegelbahn nachts um halb drei) die Idee auf, eine CD-Rom mit
verschiedenen Workshopinhalten herauszugeben. Da ich als Musiklehrer arbeite, hätte ich hier
natürlich am liebsten gleich eine komplette Schlagzeugschule veröffentlicht, aber das würde den
Rahmen sprengen...
Das, was Du jetzt vor Dir hast, ist also lediglich eine Sammlung von Tip´s, (persönlichen)
Erfahrungen und von Konzepten, nach denen ich mit meinen Schlagzeugschülern arbeite. Da nun
einmal jeder Mensch unterschiedlich funktioniert, gibt es auch zu jedem Thema viele Ansichten.
Aber nur der, der verschiedene Dinge ausprobiert, findet schließlich die Methode, mit der er
am effektivsten arbeiten kann. So, genug gesagt, hier sind die einzelnen Stichworte, zu denen Du
Info´s findest:

• Stockhaltung
• Sitzposition und Aufbau des Drumsets
• Equipment
• Stimmen & Dämpfen
• Die „Dassel-Warm-Up´s“
• Literatur
• Effektives Üben
2. Ein paar Worte zur Stockhaltung...

Das ist mal gleich ein heißes Thema zum Einstieg, aber man kann es gar nicht wichtig genug
nehmen. Die Stix sind beim Trommeln sozusagen die Verlängerung Deiner Hände, sie vergrößern
Deine Reichweite am Set (und es tut auch nicht ganz so weh beim Spielen...)
Klingt ganz einfach und ist es eigentlich auch. Du mußt nur darauf achten, daß Du die Stix
kontrollierst, d.h. sie müssen jeder Bewegung der Hände genau folgen. Also mußt Du zusehen,
daß Du sie sicher aber auch locker in der Hand hältst (Du willst doch bestimmt kein
Sehnenscheiden-Dauer-Entzündungs-Patient werden... oder?).
Falls Du Schlagzeugunterricht hast oder hattest, ist das folgende vielleicht schon ein alter
Hut für Dich (durchlesen schadet aber nichts), falls nicht, findest Du hier ein paar wichtige
Tips:

SCHWUPP... und so geht´s: Gehalten wird der Stock mit Daumen und Zeigefinger einer Hand
bei ca. 1/3 seiner Länge. Diese beiden Finger sind der Halte- und Drehpunkt für den Stock. Der
Daumen zeigt zur Stockspitze, der Zeigefinger ist um den Stock "herumgewickelt", so kann der
Stock nicht so leicht aus der Hand rutschen.
Die restlichen Finger legst Du jetzt locker (!!!) an den Stock. Und da bleiben sie auch für
99,9% aller Fälle. So verhindern sie nämlich, daß der Stock unkontrolliert in der Hand
rumschlabbert. Er muß alle Bewegungen der Hand mitmachen... Du hast die Kontrolle.
Schau beim Spielen darauf, daß der Handrücken und nicht etwa der Daumen einer Hand nach
oben zeigt. Warum? Probier´s mal aus: wie weit kannst Du mit dem Stock ausholen (nur aus dem
Handgelenk!) wenn der Handrücken nach oben zeigt? Und jetzt mit dem Daumen nach oben?
Klarer Sieg für die erste Variante, denn das Handgelenk ist für die erste Bewegung einfach
besser konstruiert als für die zweite... Die Oberarme sollten dabei locker herumterhängen und
die Unterarme fast parallel zum Oberschenkel sein.
OK, jetzt halte beide Arme so, daß die Stockspitzen möglichst nahe beieinander ca. 3-5cm
über der Mitte der Trommel (und dann auch noch fast parallel zum Fell) sind. Das ist der Anfang
und das Ende eines Schlages, sozusagen der "Nullpunkt". Für einen Schlag hebst Du einfach die
Hand mehr oder weniger an (je nach Lautstärke des Schlags) und läßt sie wieder auf das Fell
fallen. Versuche, den Stock wieder genau am "Nullpunkt" abzufangen, er sollte nicht weiter
zurückspringen! Wenn Du jetzt noch dem Stock bei jedem (!!!) Schlag einen leichten oder auch
etwas stärkeren Impuls mit den Fingerspitzen gibst (je nach gewünschter Lautstärke), erhälst
Du einen konkreten, knackigen Klang.
Aber Achtung: achte darauf, daß Du den Stock nicht auf das Trommelfell oder auf das Becken
presst, er sollte sofort wieder zum „Nullpunkt“ zurückspringen. Dadurch kann das Fell oder das
Becken (oder was Du auch immer gerade anschlägst...) frei schwingen und Du bekommst den
bestmöglichen Sound.
Genau so soll jeder Schlag am ganzen Set funktionieren. Egal ob auf der Snare, den Toms
oder auf den Becken. Damit das klappt, solltest Du Dir auch ein paar (oder noch mehr...)
Gedanken zum Aufbau Deines Drum Set´s machen.
3. Ein paar Worte zur Sitzposition und zum Aufbau des Drum
Sets...

...oder wie kann ich meine 25 Toms und 17 Becken so hinstellen, daß man mich
hinter dem Set noch sieht !!??

OK, wenn Du ständig mit so einem Set unterwegs bist, kann ich Dir hier wahrscheinlich nicht
weiter helfen, für alle "Otto-Normal-Drummer" gibt´s aber schon ein paar Tips:
Regel Nr. 1 (die "goldene"): NIEMALS ohne Teppich aufbauen, sobald Du etwas lauter als
Flüsterlautstärke spielen mußt, brauchst Du sonst mindestens zwei zusätzliche Arme und Beine,
die Deine rutschende BassDrum oder HiHat wieder einfangen... ehrlich. Außerdem bietet so ein
Schlagzeugteppich (sofern er nicht sehr dunkel ist) die Möglichkeit, die Position der einzelnen
Ständer (mit z.B. Edding) aufzuzeichnen. Hast Du einmal einen komfortablen Setaufbau
gefunden, sparen solche Markierungen viel Aufbauzeit.
Am besten ist es, Du beginnst beim Aufbauen mit den Geräten, die Du auch am häufigsten
benutzt, also normalerweise HiHat, Snare und BassDrum(s). Bau zuerst den Hocker auf und setze
Dich locker und gerade hin. Da, wo Dein rechter Fuß gelandet ist, soll nacher das BassDrum Pedal
stehen, wo der linke Fuß ist, kommt das HiHat Pedal hin. Beide Pedale sollten den selben Abstand
zum Hocker haben. Der Abstand ist richtig, wenn der Unterschenkel senkrecht nach unten oder
leicht nach vorne zeigt.
Als nächstes stellst Du die Snare mit ihrem Ständer auf. Achte darauf, daß sie hoch genug
aufgebaut ist, d.h. daß Du auch RimShots (Stick trifft Fell und Spannreifen gleichzeitig = lauter,
heller, scharfer Sound) spielen kannst und immer noch genügend "Sicherheitsabstand" zwischen
den Händen und dem Oberschenkel hast. Wenn Du die BassDrum und HiHat mit der Ferse oben
spielst, mußt Du das gleich mit einkalkulieren. Die Snare sollte so weit weg stehen, daß Du genau
in die Mitte des Fells treffen kannst, wenn Deine Oberarme völlig entspannt und locker
herunterhängen.
Das selbe Prinzip gilt auch für alle anderen Instrumente. Hänge die Toms nur so hoch und
soweit geneigt, daß Du in einem möglichst flachen Winkel darauf spielen kannst. Versuche, sie so
aufzuhängen, daß Du beim Wechsel von einem Tom zum nächsten die Arme nicht weit
wegstrecken oder nah heranziehen mußt.
Auch für Ride und Crash Cymbals gilt: möglichst flacher Winkel beim Spielen (wer senkrecht
auf die Kante seiner Crashes haut, hat die beste Stockfräse aller Zeiten, die Lautstärke wird
geringer und dem Becken tut´s auch nicht gut) und natürlich möglichst gleichmäßiger Abstand
aller Becken zum Spieler.
Wenn Du alles lebensnotwendige Equipment gut erreichbar aufgebaut hast, kannst Du noch
eventuell vorhandenes Kleinzeug wie Cowbells, Tambourine, Jam Blocks etc in´s Set integrieren.
Auf jeden Fall solltest Du Dein Set so einrichten, daß Du es (im wahrsten Sinne) auch "blind"
bedienen kannst. (Schließlich gibt es beim Gig noch genug, worauf Du aufpassen mußt...)
Noch ein Wort zur Mikroabnahme. Lass Dir von keinem Techniker ein Mikro dahin hängen, wo
es beim Spielen stören könnte. Er wird vielleicht weinen, wenn er dann beim Sound kleine
Abstriche machen muß, aber er wird bestimmt weinen, wenn Du auf sein Mikro haust !!!
4. Ein paar Worte zum Equipment...

Im vorherigen Kapitel ging´s um den optimalen Aufbau eines Drumsets. Wenn Du mal versucht
hast, alle Tips zu berücksichtigen, wirst Du wahrscheinlich schnell feststellen, daß das schon mit
einem kleinen Standart-Set - sagen wir mal: BD, SD, 3 Toms, 3 Becken - gar nicht einfach ist.
Wie soll das dann mit einem Monsterset incl. 2 BD´s, 2 SD´s, 16 Toms und 26 Becken gehen?...
richtig... GAR NICHT !!!
Aber das ist nur einer von vielen Punkten, die für die Equipmentfrage von Bedeutung sind (es
ist auch nicht mal der wichtigste, aber er paßt gerade so gut in´s Konzept...). Hier noch einige
Gedanken dazu:

• Die Finanzfrage... lieber ein kleines (Marken-) Set kaufen. Da kannst Du sicher sein, daß Du
auch nach ein paar Jahren noch Ersatzteile bekommen kannst, zusätzliche Trommeln &
Hardware kaufen kannst, und – für alle Fälle - das Teil auch besser wieder verkaufen kannst.
Außerdem haben diese Sets in der Regel viel bessere Hardware und sind mit besseren Fellen
ausgestattet als ein Billig-Set (und ein Satz guter Felle - nur mal Schlagfelle - kann schon so
150,-DM kosten...)

Gute Sets zum (na ja, relativ...) kleinen Preis gibt’s mittlerweile von jeder großen Company.

Das gleiche gilt natürlich auch für die Becken!!! (Und ein Billig-Becken kannst Du nicht mit
guten Fellen aufpäppeln...)

Last but not least... ein guter Hocker mit stufenloser (!!!) Höhenverstellung gehört
unbedingt mit auf den Einkaufszettel.

Leider gibt es das ultimative Set zum Nulltarif noch nicht, deshalb kann ich auch nicht
sagen: kauf´ nur dieses und jenes – das wäre Quatsch!!! Geh´ in einen amtlichen Musikladen
mit viel Auswahl und probier einfach aus. Am besten nimmst Du Deinen Lehrer oder einen
anderen erfahrenen Drummer mit. Das gilt besonders beim Kauf von gebrauchten Drums!!!

• Die Transportfrage... auch ein Drum Set will beim Transport geschützt werden! Es müssen
keine Profi-Flightcases sein, aber ein paar einfache Hüllen für die Trommeln und eine
Beckentasche sind Pflicht!!!

• Die Platzfrage... große Drum Sets brauchen große Bühnen. Wenn Du aber die meiste Zeit nur
in Kneipen und / oder Gemeindehäusern spielst...

• Die "Zeit-Frage"... große Drum Sets erfordern viel Zeit beim Aufbau - ein Mini-Set mit 2
Toms und 2 Becken steht in 10 min.

• Die "Lärm-Frage"... Drummer mit einem großen Set klingen oft so, als wollten sie alles
Equipment um jeden Preis in jedem Stück zum Einsatz bringen. Leute mit einem kleinen Set
spielen meist sparsamer, und konzentrieren sich mehr auf das Wesentliche: Timing und
musikalisches Spielen, d.h. nur das zu spielen, was ein Song wirklich braucht. Das muß nicht
auf alle Drummer zutreffen, aber die Erfahrung gibt mir recht. Wer mit BassDrum, Snare
und HiHat nicht groovt, der groovt auch am 59-teiligen Monsterset nicht..
5. Ein paar Worte zum Stimmen und zum Dämpfen...

(oder: Freiheit für die Trommeln, nieder mit den Tempo-Taschentüchern...)

... da das beste Set nach Pappeimern klingt, wenn es nicht ordentlich gestimmt ist! Das Problem
bei der Sache ist nur, daß eine Trommel genaugenommen zu den "Geräusch-Instrumenten" gehört
– also zu denen, die keinen genau definierbaren Ton erzeugen. Es macht also wenig Sinn, einen
Satz Toms auf einen C-Dur Dreiklang zu stimmen. Und was, wenn der nächste Song in D-Dur
steht...
Was Du aber tun kannst, ist jede Trommel dahin zu stimmen, wo sie gut klingt. Das ist natürlich
von verschiedenen Dingen abhängig: Größe der Trommel (je größer das Kesselvolumen desto
tiefer der Grundton), Raumakustik (ein Tom kann im Proberaum richtig geil klingen, aber beim
Auftritt plötzlich dröhnen und wummern) und natürlich auch vom Musikstil (Jazzer stimmen in
der Regel höher als Rock´n Roller). Die wichtigste Vorraussetzung für einen guten Sound sind
gute Felle und eine gleichmäßige Fellspannung. Dadurch kannst Du die vielen Obertöne (bei Toms
dieses "oiiing" beim Ausklingen) in den Griff bekommen. Wenn Du nicht sicher bist, ob Deine
Felle noch in Ordnung sind, hift nur eines: abmontieren und nachschauen. Wenn ein Trommelfell
noch straff ist - und nicht etwa total ausgebeult - kannst Du es auch noch vernünftig stimmen.
Zum Probieren sind kleinere Toms (10er oder 12er) am besten geeignet. Schraube beide Felle
ab und überprüfe ihren Zustand (s. o.). Falls noch irgendwelche Tempos und/oder Gaffertape auf
den Fellen kleben: WEG DAMIT!!! So, jetzt stell den Trommelkessel auf den Boden (zum Schutz
der Kante solltest Du das auf Teppichboden tun, oder eine Decke – liegt ja meistens eine in der
BassDrum – drunterlegen) und leg´ ein Fell darauf. Es ist eigentlich egal, mit welcher Seite Du
anfängst. Dann legst Du den Spannreifen darüber und drehst jede Stimmschraube ein paar
Umdrehungen ein. Achtung: die Schrauben sollen noch nicht am Spannreifen greifen! Dann drück´
mit einem Finger in die Mitte vom Fell. Wenn es vorher eventuell schräg auf dem Kessel gelegen
hat, wird es dadurch gerade gerückt. Jetzt kannst Du mit der anderen Hand die Stimmschrauben
(am besten mit zwei Fingern) soweit reindrehen (immer „über kreuz“!!!), daß sie gerade anfangen,
am Spannreifen zu greifen. Jetzt drehst Du mit dem Stimmschlüssel jede Schraube (auch
kreuzweise) immer eine halbe Umdrehung weiter, bis das Fell die gewünschte Spannung erreicht
hat. Wenn Du mit dem Stimmschlüssel das Fell nahe bei den Stimmschrauben anschlägst, sollte
bei jeder Schraube der gleiche Ton klingen. Klingt das Fell irgendwo tiefer, dort vorsichtig
anziehen, klingt es irgendwo höher, dort lockern, und Dich "von unten an den Ton
heranschleichen", d. h. – wie übrigens beim Gitarre/Bass stimmen – erst zu tief stimmen und dann
wieder anziehen. Bei einem fabrikneuen Fell solltest Du erst einmal viel härter anspannen, damit
das Fell gedehnt wird und sich nicht nacher beim ersten lauten Schlag sofort verstimmt. Wenn´s
dabei lustig kracht und knirscht, keine Panik, das gehört dazu. Danach wieder auf die gewünschte
Tonhöhe zurückstimmen. Mit dem anderen Fell gehst Du genau so vor. Achte darauf, daß das
fertig aufgezogene Fell irgendwie gedämpft ist, und nicht mitschwingen kann, während Du das
zweite stimmst. Versuche, beide Felle einer Trommel auf etwa die selbe Tonhöhe zu stimmen.
Danach sollten die Tempos von vorhin eigentlich überflüssigsein! Wenn Du ein Tom trotzdem
dämpfen willst, fang zuerst mal mit einem viertel Taschentuch an, das Du mit Gaffertape an den
Rand (!!!) des Fells klebst. Mehr sollte es nicht sein. Denk´ dran, daß eine Trommel im
Zusammenspiel mit der ganzen Band völlig anders klingt und der Nachklang zum größten Teil
übertönt wird. Wenn Deine Toms alleine schon völlig trocken klingen, klingen sie nacher wie eine
Pappschachtel!
SnareDrums solltest Du grundsätzlich nicht zu tief stimmen, weil sie sich sonst im Gesamtsound
nicht dursetzen können. Außerdem sind knallige Snares momentan schwer angesagt!!! Spann´
Deinen Snareteppich nicht zu hart an! Wenn Du sehr leise anschlägst, soll die Snare trotzdem
noch gut ansprechen, wenn Du sehr laut anschlägst soll sie nicht viel nachrascheln (ein bißchen ist
durchaus OK). Wenn Du abdämpfen willst, mit ganz wenig anfangen... (s. o.).
Für die BassDrum gilt: stimme sie so tief wie möglich (ohne daß das Fell Falten wirft) und
verwende zum Dämpfen eine Wolldecke, die am Boden der Trommel liegt und beide Felle berührt
(erst mal Finger weg von Muff´l und ähnlichen speziellen BassDrum-Dämpfern, die sind sehr,
sehr teuer!!!). Außerdem schneidest Du am besten ein kleines Loch in´s Frontfell, da kann die
Luft raus und ein Mikro rein.
So, ´ne Menge Zeug auf einmal. Wenn die ersten Stimmversuche total daneben gehen – macht
nix, das ist Übungssache. Wenn Du Dich nicht entmutigen lässt, sondern dran bleibst, ist das
Stimmen nach einer Weile kein Hexenwerk mehr. Und mit der Zeit lernst Du Deine Drums auch
besser kennen, und findest sicher Deinen Lieblingssound!!! (Und der kann durchaus komplett von
dem, was ich oben beschrieben habe abweichen... alles ist erlaubt, wenn es Dir gefällt und zur
Musik passt!!!)
6. Ein paar Worte zu den Dassel-Bandleitungs-Workshop-
Warm-Up´s...

Nicht nur für Drummer...

Dassel-Spezialisten kennen sie schon, die berühmt-berüchtigten Band-WS-Warm Up´s, falls


Du noch nichts davon gehört hast, will ich hier mal erklären, was es damit auf sich hat: jeder (!!!)
Band-Musiker bzw. jede (auch !!!) Band-Musikerin muß beim Spielen auf viele Dinge gleichzeitig
achten : natürlich erst mal richtig spielen, nach den Kumpels im Publikum schauen, auf die
anderen Musiker hören (und auch ab und zu mal hinkucken...), Sounds umschalten, verlorene
Drumstix unter der Fußmaschine herauspfriemeln...etc. (die Liste könnte endlos weitergehen).
Das alles zu koordinieren ist richtig schwer, aber Mann & Frau kann eslernen, jawoll!!!
Die Warm Up Übungen sollen dabei helfen, diese Unabhängigkeit zu trainieren. Außerdem sind
sie ein klasse Rhythmus- und Timingtraining. Ein Beispiel gefällig? Los geht´s...

Teil 1: einen einfachen (z.B. 4/4 Takt) laut zählen und dabei auf der Stelle gehen (und zwar so,
daß man es hört!!!), auf "1" rechter Fuß, auf "2" linker Fuß, auf "3" rechter Fuß, und auf "4"
wieder linker Fuß...

Teil 2: jetzt auf jede "1" einen kleinen Schritt nach vorne machen (... und immer schön
weiterzählen...)

Teil 3: jetzt wird nicht mehr gezählt, sondern mal ein einfacher (!!!) Schlagzeug-Groove
"gesungen", das kann sich z.B. so anhören: "bum tschack, bum bum tschack, bum tschack, bum
bum tschack (... und immer schön weiter- laufen... und die "1" nicht vergessen...)

Teil 4: jetzt auf die "1" in die Hände klatschen, dann auf "2", auf "3", auf "4", auf "1" und "3",
auf "2" und "4", etc. (... immer noch weiter- laufen... und natürlich den Ausfallschritt auf die "1"
nicht vergessen...)

Ok, aber was hat das mit z.B. Keyboard spielen zu tun? Auf den ersten Blick gar nix, auf den
zweiten aber sehr viel! Eine Band kann mit solchen Übungen viel für´s Timing und damit viel für
ihren Groove tun. Wenn man am Instrument übt, hat man immer mit irgendwelchen
spieltechnischen Problemen zu kämpfen. Beim Gehen, Sprechen/Singen und beim Klatschen sind
die "instrumenten-typischen" Probleme nicht vorhanden, und man kann sich ganz auf das Timing
konzentrieren: d.h. beim Gehen sollte es sich nicht nach einer Herde wildgewordener Büffel
anhören, sondern möglichst nur wie eine Person, und wenn die Klatschübungen nach tosendem
Applaus klingen... ist klar???!!!
Man kann aber auch mit diesem System sehr gut allein üben. Ein Bassist kann mal zu seiner
Basslinie versuchen, den dazugehörigen Schlagzeug-Groove zu "singen". Umgekehrt soll dann der
Drummer mal die Basslinie beim Üben mitsingen. Ok, das ist schwer, aber es ist ein klasse
Konzentrations- training. Wer so übt, und seine Stücke unter diesen erschwerten Bedingungen
spielen kann, der hat auch im Ernstfall (Probe oder Auftritt) noch genug "graue Zellen" frei, um
auf die anderen in der Band zu hören. So ganz nebenbei weiß jeder genau, was der andere spielt
und kann darauf eingehen.
Wenn Du Dich mehr mit solchen Übungen beschäftigen willst, solltest Du mal einen Blick in das
Buch "Die Kunst des Rhythmus" von Peter Giger (Schott-Verlag, ISBN 3-7957-1862-7) werfen.

Falls Du mal die Möglichkeit hast, einen Workshop von Udo Dahmen zu besuchen, geh´ da hin.
Der Mann hat gerade zu diesem Thema unglaublich viel zu erzählen, und natürlich hat er einige
gemeine Geh/Sing/Klatsch-Grooves im Programm.
7. Ein paar Worte zu wichtigen Büchern und Schlagzeugschulen...

Ich habe ein paar Bücher ausgesucht, die ich jedem Drummer und jeder Drummerin - egal aus
welcher "stilistischen Ecke" jemand kommt - empfehlen kann. Wichtig war mir dabei, daß ein
gutes Konzept hinter den Übungen steht, d.h. Du sollst nicht nur 25 neue Grooves und Fills
lernen, sondern auch verstehen, wie diese Grooves / Fills entstanden sind und wie Du für Dich
daraus noch weitere 25 (oder mehr...) entwickeln kannst.
Alle diese Bücher sollten über den Musikhandel erhältlich sein. Es gibt übrigens einen Noten-
und Schallplattenversand, der sich nur auf Drums und Percussion spezialisiert hat. Die Adresse
ist:

Percussion-Versand
Herbert Brandt
Kaiserstr. 127
76133 Karlsruhe
Fon: 0721 / 380177 Fax: 0721 / 380143
e-mail: percussion.brandt@t-online.de

1. Wolfgang Basler : "Rudiment - Schule für Kleine Trommel" (Lyra-Musikverlag, Bestell-


Nr.: 355/3509/10)

Ein reines "Technik-Buch", aber ein richtig gutes. Der Schwerpunkt dieser Schule liegt -
neben den wichtigen Rudiments - auf der sogenannten BEWEGUNGSLEHRE, d.h. es wird
genau gezeigt, welche Bewegungen die einzelnen Hände beim Spielen von z.B. einem
Paradiddle machen. Solostücke gibt´s auch: von relativ leicht bis unverschämt schwer.

2. George L. Stone : "Stick Control"

Ein richtiger "Klassiker" unter den Schlagzeugschulen. Wenn Du es noch nicht kennst,
reinschauen und ... nicht erschrecken, da steht fast nichts drin... Richtig interessant wird
dieses Buch aber erst, wenn Du die Übungen auf jede mögliche und unmögliche Weise auf´s
ganze Set verteilst. Wie? Lass Dir was einfallen, sei kreativ!!! (und frag andere Drummer!)

3. Ted Reed : "Syncopation"

Der andere "Klassiker". Wie bei Stick Control kannst Du diese Übungen auf´s ganze Set
übertragen... Wie? Siehe oben...
4. Charley Wilcoxon : "The All-American Drummer, 150 rudimental Solos" (Ludwig Music
Publishing Co.)

150 Snare Drum Solos. Von mittelschwer bis eigentlich unspielbar ist alles vertreten, und
manche Solos klingen auch ein bißchen arg konstruiert, aber die Rudiments sind eine richtig
gute Hilfe, wenn es um das "Sortieren" der Hände (und Füße!!!) geht.

5. Rene Creemers & Andy Gillmann : "Drummer´s Inspiration" (Leu-Verlag, ISBN 3-


928825-79-8)

Dieses Buch halte ich für eines der besten, die momentan auf dem Markt erhältlich sind.
Die beiden Autoren haben nicht die 397. Sammlung cooler Grooves und cleverer Fills
herausgegeben, sondern eine Anleitung , wie Du selbst auf solche Sachen kommen kannst. Am
Beispiel von ein paar einfachen Rhythmen wird gezeigt, wie Du mit diesen verschiedene Fills
und Grooves "basteln" kannst. Außerdem beschäftigt sich ein Kapitel mit Solo-Ideen.
Die Übungen im Buch sind nicht ganz leicht, aber das Konzept, das dahintersteckt, ist
richtig klasse. Dazu gibt es eine CD, auf der viele Übungen vorgespielt werden (und das
wirklich amtlich...), und die zusätzlich 4 Play-Along-Stücke enthält (oberamtlich...).

6. David Garibaldi : "Future Sounds" (Alfred Publishing Co., Inc.)

Eigentlich behandelt dieses Heft speziell Funk- und Fusiongrooves (David Garibaldi spielte
lange Zeit bei "Tower Of Power"), aber das Konzept dahinter ist für alle Stilrichtungen zu
gebrauchen. Außerdem klingen die Grooves einfach gut. Eine Kassette/CD mit vielen
Beispielen ist dabei (ist auch nötig, da die meisten Übungen auf dem Papier doch ziemlich
wild aussehen... aber sie klingen... und wie!!!)

7. Gary Chester : "New Breed" (Modern Drummer Publications)

In diesem Buch geht es wirklich ans Eingemachte. Du sollst z.B. mit Ride/SD/BD einen
Groove spielen, mit der HH (linker Fuß) verschiedene Rhythmen dazu spielen und dann jede
der Stimmen beim Spielen einmal laut (!!!) mitsprechen. Wenn Du Dich damit intensiv
beschäftigst, kannst Du viel für Dein Timing und Deine Koordination tun. Ganz nebenbei
entstehen bei den Übungen einige richtig clevere Grooves.
Bei Chester sind übrigens Drummer wie Dave Weckl, Kenny Aronoff und Danny Gottlieb in
die Lehre gegangen...
8. Diethart Stein : "Modern Drumming" BD1 und BD2 (Leu-Verlag)

Die Modern Drumming Reihe ist auch für Anfänger zu gebrauchen. Hier gibt es neben
hunderten von Snare und Setübungen auch jede Menge Tips zu Übemethoden, Equipment,
etc. Diese Bücher (vor allem Band 1) kannst Du auch alleine durcharbeiten (mit Lehrer ist
aber schon besser...). Sie beinhalten zum Teil Konzepte von einigen der hier vorgestellten
anderen Schlagzeugschulen. Du kannst Dir also einen guten Überblick verschaffen und dann
gezielt mit einem "Spezialisten-Buch" weiterarbeiten.

9. Ed Thigpen : "The Sound Of Brushes" (CPP / Belwin, Inc.)

Eine Schule für Besentechnik, vor allem wegen der "Fahrpläne" (Grafiken, die genau zeigen,
wie welche Hand über das Snare-Fell wischt) sehr zu empfehlen. Besen sind übrigens nicht
nur was für Jazzer, sondern gehören für jeden zur Standardausrüstung. Eine
Beispielkassette enthält alle Übungen der Schule.

10. Gary Chaffee : "Patterns" BD1-4 (CPP / Belwin, Inc.)

Ganz harter Stoff für ganz verrückte Drummer... Diese vier Bücher (Rhythm & Meter /
Time Functioning / Sticking / Technique ) können Dich schon ein Drummerleben lang
beschäftigen. Aber was für Vinnie Colaiuta, Jonathan Mover und Steve Smith gut war, kann
für uns auch nicht verkehrt sein. Aber... erst mal unverbindlich reinschauen und am besten
mit einem guten Lehrer daran arbeiten.

11. Frank Malabe / Bob Weiner : "Afro-Cuban Rhythms for Drumset"


12. Duduka Da Fonseca / Bob Weiner : "Brazilian Rhythms for Drumset"

Wenn Du Dich für Latin Grooves interessierst, findest Du in diesen Büchern viele orginal-
Grooves - einmal auf den amtlichen Percussion-instrumenten gespielt und dann auf ´s
Drumset übertragen. Incl. CD mit Hörbeispielen, Plattentips, Literaturtips, ein bißchen
Geschichte... Sehr empfehlenswert!!!

13. Chuck Silverman : "Practical Application using Afro-Caribbean Rhythms


Part 1/2/3"

Noch mehr Latin-Kram. Viele Grooves, viele Fills, Solo-Ideen... Das ganze gibt es auch als
Lehrvideo. Mit diesem Buch habe ich selbst noch nicht gearbeitet, aber auf den ersten Blick
scheint es richtig amtlich zu sein.
14. Sperie Karas : "Jazz Drumming in Combo & Big Band" (Schott-Verlag)

Wenn Du Dich für Jazz interessierst, solltest Du da mal reinschauen! Außer den üblichen
Standard-Grooves und Fills erfährtst Du viel über die musikalische Umseztung von
Schlagzeug-Stimmen. Eine Kassette mit Beispiel-Grooves und Play-Along Stücken ist auch
dabei. Bei der Aufnahme haben übrigens Musiker der WDR-Big Band mitgewirkt (das ist eine
der besten Big Band´s im Lande...)

15. Dave Weckl : "Ultimate Play Along for Drums"

7 Stücke zum Mitspielen, die Stücke sind nicht ausnotiert, sondern es gibt "Charts", die Du
selbst interpretieren sollst. Natürlich sind alle Stücke einmal mit Drums und einmal ohne (dann
mit Percussion oder Click) eingespielt. Dave Weckl erklärt, wie er die verschiedenen Charts
umgesetzt hat, und warum er es gerade so gespielt hat...
Sehr gut: die Stücke haben alle ein relativ langsames Tempo, das ist zum Anhören vielleicht ein
bißchen doof, aber beim Mitspielen kommst Du nicht ins Schleudern.

16. Dirk Brand : „Future Drumming“ (AMA-Verlag, ISBN: 3-932587-38-3)

Hab´ ich noch nicht sehr lange... aber bin ich sehr neugierig darauf,
hier geht es nämlich um Musikstile wie Techno, Drum´n´Bass, HipHop, Jungle, also Dinge, die
normalerweise der Kollege Computer übernimmt. Es gibt allerdings immer mehr Drummer, die
sich intensiv mit solchen Grooves beschäftigt haben, und Dirk Brand hat viiiieeeeel zu erzählen!!!
In diesem Buch sind nicht nur Übungen und Grooves zu den genannten Stilrichtungen (und noch
einigen mehr), sondern auch viel „Musik-geschichte“. Eine CD mit Beispiel-Grooves und vielen
PlayAlong´s ist natürlich auch dabei (da geht´s echt ab!!! Unbedingt reinhören!!!) Und
zuguterletzt kommen auch die Soudtüftler voll auf ihre Kosten...

So, das ist viel Stoff! Renn´ nicht gleich in den nächsten Laden und kauf´ alle Bücher auf
einmal – in der Hoffnung, da stehen alle Geheimnisse des Trommelns drin... Im Ernst, es kommt
nicht darauf an, möglichst viel in möglichst kurzer Zeit durchzuwursteln, da bleibt nicht viel
dabei hängen. Wenn Du mit wenig Material intensiv arbeitest und mit offenen Augen und Ohren
durch die Gegend läufst, hast Du mehr davon. Ehrlich!!! Und mit einem guten Lehrer arbeitet es
sich natürlich noch effektiver!!!
8. Ein paar Worte zum effektiven Üben...

"Aber ich hab´s doch die ganze Woche geübt!!!" Diesen Satz höre ich im Unterricht ziemlich
häufig, wenn ich einen Schüler (zum dritten mal hintereinander...) wieder auf die selben Fehler
hinweise. Wenn ich dann nachfrage: "Wie hast Du denn geübt?" kriege ich meist zu hören: "Na ja,
ich hab´s halt jeden Tag durchgespielt."

Das hat mit Üben natürlich gar nichts zu tun!!!

Beim Üben sollen bestimmte Dinge wie Notenbilder, Bewegungsabläufe und Klänge so
verinnerlicht werden, daß sie später im Ernstfall sofort abrufbar sind. Und das funktioniert mit
einmal durchspielen (leider...) nicht!!! Die eigentlichen Probleme beim Schlagzeugspielen liegen
nämlich nicht bei Deinen Händen oder Deinen Füßen, sondern bei Deinem Gehirn. Es muß sich eine
ganze Menge Abläufe merken, diese ständig überprüfen, ob sie denn auch korrekt sind, und
nebenbei noch genug Kapazität übrig haben, damit Du nicht nur Dich, sondern auch andere
Mitmusiker beachten kannst. Du kannst aber einiges tun, um Deinen kleinen grauen Zellen diese
Arbeit zu erleichtern:
Beginne jede Übesession mit einem kurzen Aufwärmprogramm. Das können z.B. Single-Strokes,
Doubles, Paradiddles sein. Spiele diese Rudiments erst einmal nur auf der Snare und zwar GANZ
LANGSAM!!! Das gibt Deinem Kopf die Chance, die einzelnen Bewegungen besser zu verfolgen
und zu analysieren (sind beide Hände gleich, oder spielt z.B. die rechte Hand zu laut? Ist die
Stockhaltung korrekt? Sitzt Du aufrecht? etc....) und sie gegebenenfalls zu verbessern. Nur so
bekommst Du im Lauf der Zeit ein besseres Gefühl für diese Bewgungsabläufe und kannst locker
spielen. Als nächstes spiele zu den Rudiments etwas mit BassDrum und HiHat dazu, das können
einfache Viertelnoten sein ( BD auf "eins" und "drei", HH auf "zwei" und "vier"). Wichtig: GANZ
LANGSAM!!!
Wenn Du "aufgewärmt" bist, kannst Du Dich mit den gerade aktuellen Sachen beschäftigen.
Wenn Du einen Gig oder eine Probe hast, bereite Dich erstmal darauf vor und verschiebe die
"Mega-Monster-Funky-Paradiddle-Grooves" auf die Zeit nacher. Übe gezielt die Stellen, die noch
nicht sicher sind. Es macht wenig Sinn, einen Song immer ganz durchzuspielen, wenn Du an zwei
kleinen Stellen noch unsicher bist. Übe diese Stellen zuerst mal ohne Kassette/CD. Wenn
möglich schalte einen Click an und spiele sie im Zeitlupentempo immer wieder. Wenn´s klappt,
kannst Du das Tempo nach und nach ein wenig beschleunigen, bis Du am Orginaltempo bist.
Wenn´s nicht klappt, mach´ noch langsamer und vereinfache den Groove/Fill (mal einzelne
Stimmen weglassen, oder statt dessen etwas ähnliches - aber leichteres - spielen). Wenn die
besagte Stelle funktioniert, versuche sie im Zusammenhang zu spielen, d.h. fang´ ein paar Takte
vorher an und hör´ ein paar Takte hinterher wieder auf. Wenn das funktioniert, spiel´ den
ganzen Song nocheinmal komplett. Sollte die Stelle (oder eine andere...) noch immer unsicher
sein, weisst Du schon, woran Du morgen wieder basteln kannst...
Wenn Du jetzt noch Lust und Laune hast (und die Nachbarn noch Nerven...), spiel einfach mal
drauf los und versuche, ein bißchen zu improvisieren. Nur mal rumdaddeln... und schauen, was
passiert. Vielleicht spielst Du irgendwas , bei dem Du denkst: "Hey, das war cool..." versuch´, Dir
das zu merken oder besser noch aufzuschreiben. Wenn Du mal keinen Zeitdruck wegen Proben /
Gigs hast, kannst Du es wieder auspacken und daran weitertüfteln.
Ich würde Dir empfehlen, einen Zeitplan für die Übesessions zu erstellen: vielleicht 10min
Rudiments, 20-30min aktueller Kram, 10-20min "rumdaddeln".

Ach übrigens: Geduld, Geduld, Geduld... auch ein Simon Philipps hat mal so wie Du angefangen.
Du kannst sehr vieles, was Dir jemand anderes vielleicht an Talent vorraus hat, durch
konzentriertes Arbeiten / Üben ausgleichen.

Also, an die Arbeit...


9. Ein paar Worte zum Schluß...

Es ist natürlich immer schwierig, eine Auswahl an Themen für einen Workshop zu treffen. Ich
hoffe, es war auch für Dich etwas interessantes dabei.

In diesen Workshop habe ich meine persönlichen Erfahrungen eingebracht. Nicht alles, was
bei mir funktioniert hat, muß zwangsläufig auch bei Dir funktionieren. Es gibt so viele gute
Drummer, und jeder erzählt etwas anderes – aber an´s Ziel sind sie alle gekommen. Jeder auf
seine Weise.

Es gibt keine allgemeingültigen Regeln für´s Trommeln!!!

Wenn Du noch irgendwelche Fragen zu diesem Workshop hast und/oder ein paar Kommentare
los werden willst, kannst Du mir jederzeit schreiben:

Jochen Blum
Rudolf-Händel-Str. 1
76698 Ubstadt-Weiher

oder per e-mail:

j.blum@gmx.de

So, dann bleibt jetzt nur noch eines zu sagen:

viel Spaß beim Trommeln...

...und tschüss, Jochen

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