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Unser Wahlprogramm

zur Kommunalwahl 2021

25 Jahre FWG AUE ! Wi mookt dat….


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Inhaltsverzeichnis
Die Reihenfolge der Beiträge ist willkürlich gewählt und somit frei von jeglichen
Gewichtungen.

Unser Wahlprogramm Seite 1


Inhaltverzeichnis Seite 2
Altbewährtes und 2 neue Gesichter Seite 3
Infrastruktur Seite 4/5
Schule Seite 6
Spielplätze Seite 7
KITA Seite 8/9
Jugend Seite 10
Wohnsituation Seite 11
Digitalisierung Seite 12
Radwegekonzept Seite 13
Barrierefreiheit Seite 14
Ehrenamt Seite 15
Flächennutzungsplan Seite 16
Kultur Seite 17
Mobiles Rathaus Seite 18
Veranstaltungsstätte Seite 19
Haushalt Seite 20
Einheitsgemeinde Seite 21
Klima/Umwelt Seite 22

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Altbewährtes und 2 neue Gesichter

Die FWG Aue Horneburg startet in die finale Phase des Wahlkampfes zur Kommunalwahl am
12.09.2021 und feilt an den letzten Feinheiten des Wahlprogrammes.
Insbesondere sind die machbaren Vorhaben und Initiativen für die nächsten Jahre im Fokus,
denn das Motto „wi mookt dat“ mit dem Menschen im Mittelpunkt soll schließlich kein
leeres Wahlversprechen sein. Das detaillierte Wahlprogramm findet sich auf der Website der
FWG Aue Horneburg ab Ende Juli unter http://fwg-aue.weebly.com .

Die Aufstellungsversammlung ergab folgende Reihenfolge der Listenplätze für die


Samtgemeinde und den Flecken.

Samtgemeinde
1. Peter Hoffmann
2. Jörk Philippsen
3. Sonja Rehsöft
4. Wilfried Peters
5. Michael Tschirschwitz
6. Markus Rehsöft
Flecken
1. Jörk Philippsen
2. Wilfried Peters
3. Michael Tschirschwitz
4. Markus Rehsöft
5. Sonja Rehsöft
6. Peter Hoffmann

Hervorzuheben ist auch, dass Jörk Philippsen unser Bürgermeisterkandidat für den Flecken
Horneburg ist.

Abschließend möchten wir die Chance nutzen und die beiden „Neuen“ im Team vorstellen.
Sonja und Markus Rehsöft sind 2017 nach Horneburg gezogen. Noch sind sie nicht so
verwurzelt wie der Rest der Gruppe, jedoch liegt genau hier ihre Motivation für ihr
Engagement. Aufgewachsen im ländlichen Raum, Sonja in Friesland und Markus im
Münsterland, hatten beide schon früh Tuchfühlung mit Engagement vor Ort in
unterschiedlichen Institutionen, vorgelebt durch die Eltern. Und nun möchten sie sich weiter
vernetzen und mitgestalten, denn schließlich ist hier ihre neue Heimat für sich und ihre
beiden Kinder.

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Die Werterhaltung kommunaler Infrastruktur
Infrastrukturplanung und -management

Die bauliche Infrastruktur unserer Gemeinde leistet einen wesentlichen Beitrag zum
Funktionieren unserer Gesellschaft. Die Kosten für die Unterhaltung bzw. die Werterhaltung
dieser Infrastruktur nimmt einen nicht unerheblichen Teil unseres kommunalen Haushalts in
Anspruch. Werden diese Werte von unserer Gemeinde nicht ausreichend unterhalten, sind
früher oder später böse Überraschungen unvermeidbar und unsere Gemeindehaushalt wird
mit erheblichen Ausgaben konfrontiert, die es gilt zu vermeiden.
Grundsätzlich unterstützt die FWG AUE Horneburg das Bestreben der vielen Bürgerinitiativen,
einiger Parteien, dem Bund der Steuerzahler und Sozialverbänden die Straßenausbaubeiträge
landesweit in Niedersachsen abzuschaffen und Sanierungsmaßnahmen aus Landesmitteln zu
bestreiten. Dieses ist bereits in 9 der Bundesländer erfolgt und wird sicherlich ein zentrales
Thema bei den Landtagswahlen 2022 sein.
Bis dieses umgesetzt wird, ist es die Aufgabe des Fleckens, diese Aufgaben aus dem eigenen
Haushalt zu finanzieren und dabei sowohl die Einnahmenseite als auch die Ausgabenseite
sehr genau zu planen.
Im Vordergrund muss immer die Werterhaltung des öffentlichen Vermögens bzw. der
öffentlichen Infrastruktur stehen.
Bis dahin ist es erforderlich proaktiv mittels eines Erhaltungsmanagements und darauf
aufbauend in unserer Gemeinde ein tragleistungsfähiges Infrastrukturmanagement und ein
transparentes Infrastrukturfinanzmanagement zu installieren.
Darunter fällt nicht nur das Straßennetz, sondern auch das Oberflächenentwässerungsnetz
(idealerweise auch das Ver-und Entsorgungsnetz, um zukünftige Erhaltungsplanungen
miteinander zu koordinieren), die eigenen Immobilien, die Spielplätze und alle Bereiche, für
die der Flecken Horneburg verantwortlich ist. Für Schulen, Kindergärten, Feuerwehr und
sonstige Einrichtungen und Immobilien der Samtgemeinde gilt dieses analog.

Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden, damit ein funktionierendes System


installiert werden kann?
In die operative Ebene gehört im Vorwege die Erfassung aller Bereiche, für die die öffentliche
Hand verantwortlich ist. Zumindest für die Straßen des Fleckens ist bereits ein Kataster mit
einer Priorisierung der Unterhaltungsmaßnahmen erfolgt. Dies muss dann in einer Planung
mit der entsprechenden Realisation dieser Projekte einhergehen. Hierzu gehört dann auch

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eine Erfassung des betrieblichen Unterhalts dieser Projekte und schlussendlich die
Einbindung eines operativen Controllings.
Zumindest die Gemeindestraßen erfordern eine akkurate Erhaltung und Instandsetzung; sind
sie doch treuhänderisch von den Anliegern in das Infrastrukturvermögen der Gemeinde
übertragen worden, mit der Verpflichtung diese Werterhaltung zu sichern. Dieses
Versprechen ist einzuhalten.

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Schule

Die OBERSCHULE Horneburg soll MINT-Schule werden!

Nun, dann beginnt halt die FWG AUE mit konkreten Zielen in der Programmgestaltung für die
nächste Legislatur im Bereich der Samtgemeinde und verlässt das Verkünden von
Allgemeinplätzen.

Die Samtgemeinde Horneburg investiert mehr als 2 Millionen Euro in den Anbau der
Oberschule Horneburg und der technischen Ausrüstung der Klassenräume. Dabei wurde
auch die Technik für zukünftige Anforderungen an moderne Unterrichtsgestaltung und
Wissensvermittlung in die Planungen einbezogen.

Das ist gut so, und wir unterstützen diese Investitionen ohne Wenn und Aber.

Ein Schuh wird allerdings erst daraus, wenn auch die Investition in Aus- und Fortbildung der
Lehrkräfte erfolgt.

Zukünftige Berufe erfordern ein zusätzliches Angebot an Wissenstransfer. Hierfür steht der
Fachbegriff MINT.MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik
– Schulfächer, die als Grundlage zahlreicher moderner Berufsbilder von besonderer
Bedeutung sind. Immer mehr Schulen vertiefen daher ihr Profil im MINT-Bereich. Im
Landkreis Stade haben sich bereits die Schulen in Fredenbeck, Himmelpforten, Ahlerstedt
und Harsefeld als Oberschule zur MINT-Schule zertifizieren lassen. Die Grundschule
Harburger Str. in Buxtehude ist ebenfalls Mitglied des MINT-Netzwerks. Wir wollen dabei
helfen, dass auch die Oberschule Horneburg sich als MINT-Schule qualifiziert. Die baulichen
und technischen Voraussetzungen sind auf den Weg gebracht. Jetzt wollen wir dabei
unterstützen, auch die Unterrichtsinhalte anzupassen und zukunftsgerichtet umzusetzen.
Eine Schule, die eine Mitgliedschaft im nationalen Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC und
damit eine Anerkennung als MINT-EC-Schule anstrebt, muss für das Fach Mathematik und
möglichst alle naturwissenschaftlichen Fächer (Physik, Biologie, Chemie) sowie Informatik
Anforderungen erfüllen, die deutlich und nachdrücklich über das allgemein geltende Niveau
hinausgehen. Diese Qualifizierung gibt den Schülerinnen und Schülern wesentlich bessere
und zukunftsorientierte Berufschancen auch außerhalb des Gymnasialabschlusses.

Die Samtgemeinde soll diese Qualifizierung unterstützen. Gerne sind wir auch bereit mit den
Verantwortlichen der Schule und den Eltern dieses Thema zu diskutieren.

Es geht um die Zukunft unserer Kinder. Verpassen wir diese Chancen nicht und machen die
Investition zu einer win win Situation.

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Spielplätze in Horneburg

Wilfried Peters, Ratsherr im Flecken und Opa eines 2-jährigen Enkels, war bisher immer
davon überzeugt, dass unsere Spielplätze im Flecken Horneburg in Ordnung sind. Nun, bei
den Ausflügen im OPA-Dienst zu den Spielplätzen mit dem Nachwuchs änderte sich dieses
Bild doch schon ein wenig. Gerade für die Altersstufe Kleinkinder bis zu 3 Jahren gibt es kein
Angebot.

Durch Zufall ergab sich in einem Gespräch mit Franziska Mannigel, dass sie und viele andere
Eltern genau das gleiche Problem erkannt hatten. Franziska hat dann die Initiative ergriffen
Eltern per Unterschriftenliste zu ermutigen, sich diesem Thema zu widmen, und auch
Wilfried Peters hat selbstverständlich sofort seine Mitarbeit angeboten und zugesagt aktiv zu
werden. So entstand die Elterninitiative „Kinderspielplätze Horneburg“, die sich sowohl mit
der Neugestaltung des Spielplatzes am Schlosspark, als auch mit der Beurteilung der
Spielfähigkeit der anderen Plätze beschäftigte. Das Ergebnis der Analyse ergab, dass die
Geräte verkehrssicher, aber abgespielt und wenig attraktiv sind. Für den Schlosspark ist dann
ein Konzept erstellt worden, das Maike Bundt zuständig im Bezirksamt Harburg für
Spielplätze im Bauausschuss vorgestellt hat. Vordergründig ist im Konzept für den
Schlosspark der Themenbereich (Feen-und Zauberwald) und für den neu zu schaffenden
Spielplatz Blumenthal „Reiterhof“ in Planung.

Die FWG AUE unterstützt diese Initiative.

Wir machen darüber hinaus darauf aufmerksam, dass es für Jugendliche und
Heranwachsende nur wenig Möglichkeiten sich zu treffen und zu „chillen“ gibt. Da müssen
wir uns alle Gedanken machen, um dieses Defizit auszugleichen unabhängig davon, ob die
Samtgemeinde oder der Flecken zuständig sind. Wir würden es begrüßen, wenn sich für
diese Altersgruppe ebenfalls eine Initiative zur Ausgestaltung der Freizeitangebote ergeben
könnte. Also, mitmachen!

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KITA

KITA-Plätze in der Samtgemeinde – Nachhaltige Planung notwendig

Aktuell in der Zeitung konnte man es lesen, die Zahl von 74 fehlenden KITA Plätzen. Erste
Schritte werden eingeleitet um Lösungen für Kinder und Eltern zu finden.

Diese Ambitionen begrüßt die FWG AUE und wir wollen gerne folgende Anregungen und
Ideen beisteuern, um eine nachhaltige und bedarfsgerechte Ausstattung der Samtgemeinde
nicht nur zeitnah, sondern auch in den kommenden Jahren zu haben.

Container KITA... aber bitte mit Charme

Aktuell kann eine solche Interims KITA auf jeden Fall helfen, aber nicht einfach nur triste
Container aufstellen, sondern diese mit Charme und Fantasie ausstatten, um so den Kindern
aber auch den Erzieher*innen eine angemessene Umgebung zu bieten und nicht nur eine
“Notlösung”.

Transparenz und Planungssicherheit

Wir brauchen eine genaue kurz- und mittelfristige Analyse mit welchem Platzbedarf in den
nächsten Jahren zu rechnen ist. Diese muss unbedingt aber auch die Verfügbarkeit von
ausgebildeten Erzieher*innen einbeziehen, denn neue KITAs ohne ausreichendes Personal
helfen keinem. Die Auswirkungen dieser Analysen sind natürlich auch für den Schulbereich
anzuwenden.

Wir brauchen eine möglichst frühe und transparente Platzvergabe. Viele Eltern wissen erst
spät, ob sie überhaupt einen KITA-Platz für den gewünschten Zeitraum haben, aber gerade
die Berufswelt erfordert eine Planbarkeit vor Wiedereintritt in den Berufsalltag. Natürlich
hilft hier der Online Antrag für eine Betreuungsplatz zur Vereinheitlichung, wünschenswert
wäre aber eine Abfrage über Stand der Anfrage, um ggf. früh eine passende Alternative zum
KITA Platz z.B. durch Kindertagespflege zu finden oder auch bei positiven Platzbescheid
andere reservierte Plätze wieder freizugeben.

Wir brauchen eine Diskussion und Umsetzung von Individuallösungen, denn manchmal
reichen die verfügbaren Betreuungsstunden einfach nicht aus (z.B. Schichtarbeit) und es
fehlt die Betreuung bis in die Abendstunden, auch hier gilt es gemeinsam mit Trägern der
Kindertagespflegeeinrichtungen und Kindertagespflege mögliche Lösungen zu finden.

Pädagogische Konzepte und Inklusion

Viele Eltern sind zum Teil irritiert, da die pädagogischen Zielkonzepte der unterschiedlichen
Träger voneinander abweichen und fordern daher ein einheitliches Zielkonzept. Denn

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gleiche, gute Konzepte erleichtern den Eltern die Auswahl der passenden Einrichtung für ihr
Kind und verbessern und stärken den Ruf.

Darüber hinaus regt die FWG AUE an, mindestens einmal jährlich ein Monitoringreport im
Samtgemeinde-Rat bzw. Ausschuss seitens der Leitungsebenen vorzunehmen, der auch den
immer noch nicht zufriedenstellenden Bereich der Inklusion umfasst.

Es gibt viele Ideen und es bieten sich Chancen. Nutzen wir sie ...

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Jugendthemen in und um Horneburg

Die Temperaturen steigen, laden zum Freibadbesuch ein, Sommerferien stehen vor der Tür
und auch erste Anmeldungen für das Sommer Ferienspaß Programm 2021 können gemacht
werden.

Also eigentlich doch alles in Ordnung für die Jugend, oder?

Gerade jetzt sollten wir mal genau fragen und hinhören, wie es der Jugend geht. Gerade
jetzt nach der langen Zeit der Einschränkungen und der Monate ohne viel Programm ist der
richtige Zeitpunkt für neue Ideen von und für die jungen Samtgemeindemitglieder. Hier ist in
den letzten Jahren in unseren Augen zu wenig geschehen.

Wir sind z.B. sehr gespannt auf weitere Beiträge und Impulse aus dem Jugendbeirat. Welche
Themen brennen aus Sicht des Beirates unter den Nägeln? Wir freuen uns auf einen offenen
und ehrlichen Austausch.

Als Impuls, ein mögliches Thema könnte die Schaffung eines Raumes zum Treffen von
Jugendlichen und Heranwachsenden sein. Denn gerade die Diskussion rund um den
Bolzplatz Hermannstrasse zeigt deutlich, nimmt man den größeren Kindern und
Jugendlichen einen Platz weg, dann sollte im gleichen Atemzug über eine annehmbare
Ausgleichsmaßnahme nachgedacht und entschieden werden.
Als ein gutes Beispiel der letzten Wochen und Monate hat die Spielplatzinitiative gezeigt,
dass Engagement und neue Ideen von Eltern etwas bewegen können.

Sollte der Bedarf bestehen, würden wir auf jeden Fall eine Initiative für die Ausgestaltung
des Freizeitangebotes für die Jugendlichen tatkräftig mit Ideen und bei notwendigen
Entscheidungen im Rat unterstützen.

Und vielleicht noch ein Impuls von unserer Seite zum Thema Klimaschutz. Gerade die Jugend
weltweit beweist, seit mehr als 2 Jahren, wie motiviert und couragiert sie für ihre Zukunft
einstehen und etwas bewegen wollen. Und auch wir hier wollen nicht tatenlos zu sehen.
Denn jede noch so kleine Veränderung hilft dem großen Ganzen.

Lasst uns gut zuhören, was die Jugend uns zu sagen hat, denn nur gemeinsam können wir
was verändern, egal ob es um Themen wie Klima, Freizeit, Schule, Ausbildung und Beruf
geht.

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Sozialer Wohnraum

Nicht nur Vögel brauchen ein Zuhause!

Mit einer Nistkastenaktion am Schlosspark in Horneburg hat die FWG AUE 5 „Wohnzimmer“
für unsere Vogelwelt installiert.
Diese Maßnahme steht stellvertretend für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum
unserer Einwohner in der Gemeinde.
In den letzten Jahren hat sich die Mietsituation deutlich verschärft und die Verfügbarkeit von
Wohnungen schon für Durchschnittsverdiener erheblich verschlechtert. Dementsprechend
gravierend sind die Unterschiede bei der Belastungsquote: Während die Haushalte mit
höherem Einkommen im Mittel 17,2 Prozent davon für die Bruttokaltmiete aufwenden
müssen, sind es bei den Haushalten im unteren Einkommensbereich 39,7 Prozent.
Alleinerziehende und Alleinwohnende müssen mehr als 45% als Mietzins aufbringen.
Wir wollen uns für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum einsetzen und schlagen daher
vor, das Gelände der Feuerwache an der Bleiche dafür zu nutzen. Zudem sind zusätzlich z.B.
Arztpraxen, Büros und Eigentumswohnungen denkbar In anderen Gemeinden hat sich die
Vorgabe bewährt, ausgewählte öffentliche Grundstücke im Wege der Konzeptausschreibung
zu vergeben und ein Drittel der Wohnungen öffentlich zu fördern.
Darüber hinaus sollten „neue Baugebiete“ bevorzugt an Bauträger vergeben werden, die mit
einer freiwilligen Selbstverpflichtung auch Wohneinheiten vorsehen, die der Unterstützung
Niedersachsens durch das Wohnraumförderungsgesetz (NWoFG) Stand halten.

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Digitalisierung

Onlinezugangsgesetz - OZG

Schon mal gehört?! Vielleicht ja, vielleicht nein. Jedenfalls beschreibt es nichts Geringeres als
die Verwaltungsleistungen von heute, online in der Zukunft verfügbar zu machen. Und dies
soll laut dem OZG bis 2022 abgeschlossen sein.

Wo steht hier Horneburg? Sind wir bereits auf dem richtigen Pfad? Ist das Ziel realistisch zu
erreichen?

Und vor allem, welche Konsequenzen hat es für die Bürgerinnen und Bürger?

Werden die Angebote barrierefrei sein? Inwiefern werden Leistungen und Angebote auch
weiterhin im persönlichen Gespräch im Rathaus möglich sein, insbesondere für ältere
Mitbürger, die nicht unbedingt trittfest in der digitalen Welt sind.

Ein anderes Feld ist auf jeden Fall die Nutzung der digitalen Möglichkeiten in der Schule. Die
Corona-Krise hat gezeigt, wie entscheidend die Digitalisierung des Schulbetriebs ist. Nur
kann sich nicht jede Familie entsprechend gute und ausreichende Endgeräte wie Laptops
oder Tablets leisten. Auch hier ist die Frage, wie die Gemeinde unterstützend Beiträge
leisten kann.

Wir fordern daher sozialverantwortliche und bürgernahe Konzepte, um die Digitalisierung


von Horneburg in den nächsten Jahren in eine entscheidende Richtung zu lenken.

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Radwege-Konzept
Das Radwege-Konzept in Horneburg hat schon ein paar Jahre auf dem Sattel. Schon 2011
sollten die Verkehrszeichen „Gemeinsame Geh- und Radwege“ an den Hauptverkehrsachsen
in Horneburg aufgrund eines Bundesverwaltungsgerichtsurteils entfernt werden. Doch das
Straßenverkehrsamt setzte das Urteil nicht um. In einer Arbeitsgruppe ab Dezember 2015
wurde ein Fahrradwegekonzept für Horneburg entwickelt. 2016 gab es dann eine Begehung
mit Vertretern des Straßenverkehrsamtes, der Polizei und der AG, vertreten durch Frank
Irmer und Jörk Philippsen. Vieles was sich die AG vorgestellt hatte, konnte nicht umgesetzt
werden, weil insbesondere die Verwaltungsvorschriften dagegen sprachen.

Gemeinsame Geh- und Radwege waren nicht möglich, weil die Wege selten die
Mindestbreite von 2,5 Metern erreichten; Radfahrstreifen oder –schutzstreifen scheiterten
an der Restbreite der Fahrbahnen.

Herausgekommen ist unsere jetzige Situation. Die schwächsten Verkehrsteilnehmer, die


Fußgänger haben ihre Gehwege weitestgehend für sich. Die Radfahrer fahren auf der Straße
und werden von Piktogrammen dazu aufgefordert.

Bis auf wenige Ausnahmen, z. B. Stader Straße, darf auf Horneburger Straßen nur noch 30
km/h gefahren werden. Das hat zu einer wohltuenden Entschleunigung geführt. Der
Verkehrslärm wurde reduziert, die Autofahrer sind gelassener geworden. Es gibt nur noch
einige Unentwegte, die sich aufregen, weil sie hinter einem langsam fahrenden Radfahrer
Sekunden ihrer kostbaren Zeit verlieren. Auch der eine oder andere Fahrradfahrer fühlt sich
noch nicht so sicher, wie es wünschenswert wäre. Aber insgesamt ist Horneburg sicherer
geworden.

Jetzt gilt es aber, eine Bestandsaufnahme zu machen, ein Resümee zu ziehen und
nachzubessern. Wo hakt es noch? Müssen mehr Piktogramme auf die Fahrbahn? Muss die
Polizei Verstöße ahnden? Was können wir baulich verändern?

Schon der Umbau des Auedammes wird die Verkehrsführung erleichtern, das monströse
Straßengebilde mit Abbiegespuren wird überschaubar, durch den Kreisel entzerrt sich das
Ganze weiter.

Aber hier und da gibt es diese Probleme mit der Fahrbahn. Der Gullideckel, der zu tief liegt;
das Schlagloch, das eine gefühlte Ewigkeit nicht ausgebessert wurde; das Verkehrszeichen,
das die Sicht versperrt; die kaum überfahrbare Bordsteinkannte; und, und, und . . . Was und
wo ist Ihnen aufgefallen? Schreiben sie uns, geben Sie uns gerne die Hinweise, derer wir uns
annehmen sollen.

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Barrierefreiheit

Die Bundesrepublik Deutschland hat sich gemäß der UN-Behindertenrechts-


konvention verpflichtet, Teilhabe für Jedermann sicherzustellen.
Die jährlichen Monitorberichte aus Genf zeigen auf, dass wir noch eine erhebliche
Wegstrecke gehen müssen, um auch Behinderten, Gebrechlichen und Benachteiligten den
freien Zugang zum öffentlichen Leben zu gewährleisten.
Auf Gemeindeebene betrifft das in erster Linie die Barrierefreiheit auf Gehwegen.
Sowohl Rollstühle, Rollatoren, Kinderwagen und Räder für Kleinstkinder sind teilweise nicht
ohne Stolperfallen zu bewältigen. Hier ist die Lange Straße sicherlich eine Ausnahme, aber
grundsätzlich gibt es noch viel zu tun, um die Sicherheit für alle zu erreichen.
In der Samtgemeinde stehen speziell die Schulen, Kindertagesstätten, das Rathaus und
öffentliche Einrichtungen auf dem Prüfstand. Wie kommt ein Rollstuhlfahrer in den Zu-
schauerraum der Sporthalle, wie in die oberen Räume des MGH, oder welch ein Aufwand ist
erforderlich, um in die Tagungsräume des Rathauses zu gelangen?
Auch die Homepage von Horneburg.de ist nicht barrierefrei, obwohl dieses seit 2018 in
den Rechtsvorschriften verankert ist. In Jork und Harsefeld ist die Richtlinie BITV bereits
fast vollständig umgesetzt. In Horneburg gibt es noch Raum für Verbesserungen.
Die FWG AUE wird hier auf Einhaltung der bestehenden Rechtsvorschriften bestehen.
Die Bürgerfragestunden zu Rats-und Ausschusssitzungen sind für die Zuschauer eine
Zumutung! Normalhörende verstehen fast nichts, Hörgerätenutzer verstehen gar nichts, und
dass, obwohl ein Ringschleifensystem installiert ist, aber nicht eingeschaltet wird. Die
Lesbarkeit von Beamer-Präsentationen ist deutlich zu verbessern.
Wir haben bereits Vorschläge unterbreitet. So gehört die Idee des „mobilen Rathauses“, die
weitere Unterstützung des Bürgerbus e.V., die jährliche Überprüfung der Gehwege und die
Unterstützung des MGH zu unseren Programminhalten. Das im gesamten Schulwesen auch
die Integration und Inklusion weiter vorangetrieben werden muss, versteht sich von selbst.
Hier erwarten wir im jährlichen Bericht der Schulleiter eine entsprechende Stellungnahme.

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Ehrenamt

„Ehrenamtlich engagieren! – Respekt für unsere Freiwilligen

Denn wir alle brauchen das Ehrenamt. Ohne die Ehrenamtlichen wäre unsere Gesellschaft,
unser Leben ein ganz anderes. In unserer Samtgemeinde gibt es zahlreiche Vereine. Fast
jeder ist irgendwo Mitglied in einem Verein. Und wer führt diese Vereine, wer macht das
Vereinsleben erst möglich? Die Ehrenamtlichen. Man kann ihnen gar nicht genug danken
und ihnen Respekt entgegenbringen.

Und da möchte die FWG AUE ansetzen. Das Ehrenamt muss herausgestellt, anerkannt und
Ehrenamtliche unterstützt werden.

Denn ehrenamtliches Engagement hilft uns allen, ob im Vereinswesen, im Sport, im Umwelt-


und Naturschutz, in der Fürsorge oder in der Seniorenarbeit.

Wir möchten auch mal Danke sagen, wir möchten Fragen – was braucht ihr? Wie können wir
helfen? – und unser Bestes tun, um den Ehrenamtlichen zur Seite zu stehen.

Die FWG AUE sagt:

„Respekt!“

„Danke!“

Ihr könnt auf uns zählen…

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Flächennutzungsplan
Es ist wieder mal an der Zeit, den Flächennutzungsplan, kurz F-Plan, unserer Samtgemeinde
Horneburg zu überarbeiten. Im F-Plan wird die beabsichtigte städtebauliche Entwicklung, die
räumliche und vorbereitende Bauleitplanung dargestellt. Wo soll der Weg der nächsten
Jahre hingehen? Welchen Bedürfnissen müssen wir gerecht werden? Was können wir
voraussehen und in unsere Überlegungen mit einbeziehen?

Die FWG AUE ist der Meinung, dass sich die Sgm. Horneburg weiter entwickeln muss.
Stillstand ist Rückschritt. Unserer Region werden Bevölkerungszuwächse prognostiziert, dem
müssen wir Rechnung tragen, also Baugebiete ausweisen. Die FWG AUE sagt aber, alles
dezent und in Maßen. Keine gewaltigen Neubausiedlungen, die in kurzer Zeit bebaut sind,
lieber kleinteilig und kontrolliert. Denn wer B sagt, muss auch I sagen. Wer zum Bauen steht,
muss auch die Infrastruktur erweitern. Kein leichtes Unterfangen beides bei gleichem
Anspruch zu entwickeln. Wir von der FWG AUE möchten unseren Kindern und Enkeln das
Bauen an ihrem Heimatort ermöglichen. Zu viele mussten schon abwandern, weil sie hier
nichts bekamen und haben z. B. in Harsefeld gebaut.

In Horneburg wäre eine Fläche im Bereich Moorstraße/Otto-Balzer-Straße, die sich anbieten


würde. Auch könnte man sicherlich noch einen Bauabschnitt westlich des Baugebietes
Blumenthal anschließen. Doch wo könnte man noch einen Kindergarten bauen und wie ließe
sich die Grundschule erweitern? Ganz spannend wird es zwischen Nottensdorf und
Bliedersdorf. Der gemeinsame Grundschulneubau ist spruchreif. In diesem Umfeld, entlang
des Verbindungsweges wird es sicherlich eine Bautätigkeit geben müssen, auch damit die
Dörfer wirklich zusammenwachsen. Und dann gehört dort auch ein größerer
Kindergartenneubau dazu. Dollern hat noch zahlreiche Gebiete, die als Bauland ausgewiesen
werden könnten. Am Kindergartenstandort wäre aber eine erneute Erweiterung kam mehr
möglich. Und möchte Agathenburg weiter in Richtung Stade wachsen oder reicht die jetzige
innerörtliche Verdichtung mit Mehrfamilienhäusern?

Und Gewerbeflächen? In Horneburg gibt es nur noch wenige Flächen westlich der Kreisstr.
36, die als entwickelt werden könnten. Wenn sich Dollern und Agathenburg gemeinsam
entschließen könnten, beidseitig der Dollerner Chaussee, zwischen Bahnlinie und Autobahn
großflächig Gewerbe auszuweisen, wie es überall Kommunen an Autobahnabfahrten
vormachen, täte das dem Gewerbesteueraufkommen sehr gut. Und es gäbe Arbeitsplätze
vor Ort.Bei allen Baugebieten und Gewerbeflächen benötigen wir auch immer Flächen für
den Mietwohnungsbau. In Horneburg steht die FWG AUE zu einer Entwicklung des alten
Feuerwehrgeländes mit bezahlbarem Wohnraum. Der Flecken Horneburg hat sich die
Flächen gesichert, um bei der Ausgestaltung mitbestimmen zu können. Es kann ein
wunderbares Projekt werden und die innerörtliche, zentrale Entwicklung der
Ortskernsanierung abschließend zu prägen.

Es tut sich etwas, überall, und das ist gut so. Die FWG AUE wird mit Weitsicht und Gefühl an
der Gestaltung des neuen F-Planes mitarbeiten.

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Kultur

Die Temperaturen steigen, erste Veranstaltungen starten wieder in Horneburg und


Umgebung, auch dank der Unterstützung unserer Gastronomen. Die Fortsetzung der
Veranstaltungen im Schlosspark sehnt man sich regelrecht herbei.

Und auch wir freuen uns nach der langen Zeit wieder auf etwas Kultur, Abwechslung im
Alltag und Beisammensein mit Gleichgesinnten.

Denn es gibt wieder Raum für Kultur... und wünschenswert wäre doch auch ein realer Raum
für noch mehr Kultur. Wenn wir mal „wünsch dir was“ spielen, wie wäre es mit einer
Räumlichkeit hier in Horneburg, ein Raum für Kreative und Interessierte. Ein Platz für Musik,
sei es als Proberaum, Platz für Konzerte. Ein Platz für Kunst, sei es als Atelier. Ein Platz für
Theater, Literatur, Kunsthandwerk. Ein Platz für Jung und Alt und und und.... das wäre unser
Wunsch, unsere Vision. Und die Vision haben wir hier gerne mit euch geteilt.

Auch das Thema Veranstaltungsstätte für bis zu 200 Personen brennt uns noch unter den
Nägeln. Die Festhalle ist abgerissen, das neue Feuerwehrgebäude nimmt Gestalt an und es
gibt noch keine passende Lösung für eine Veranstaltungsstätte, die von vielen genutzt
werden könnte, sei es Vereine, Privatpersonen oder Firmen.

Aber wir, die FWG Aue, halten weiter die Augen und Ohren offen für genau solche
zusätzlichen Angebote und natürlich setzen wir uns ein für die Beibehaltung der
bestehenden Veranstaltungen.

Wir wünschen uns weiterhin ein buntes, ja vielleicht noch ein etwas bunteres Programm hier
vor Ort, welches das Leben in der Samtgemeinde bestimmt weiter bereichern würde! Und
auch die Tradition soll nicht hintenanstehen. Die Beziehung zur Partnergemeinde
Neumarkt/Österreich soll wie vor Coronazeiten durch gegenseitige Besuche und
Veranstaltungen weiter zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens gehören..

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Das mobile Rathaus

Die FWG Aue Horneburg setzt sich für die Einrichtung eines „Mobilen Rathauses“ ein, denn
aufgrund des „Demographischen Wandels“ verändert sich die Bevölkerungsstruktur in
unserer Gemeinde. Diese Entwicklung bewirkt, dass es immer mehr ältere Menschen und
auch immer mehr alleinlebende ältere Menschen in unserer Gemeinde und auch in den
umliegenden Gemeinden der Samtgemeinde gibt. Damit steigt die Zahl derjenigen Personen,
die nur sehr eingeschränkt oder gar nicht die Möglichkeit haben, das Rathaus aufzusuchen,
um ihre persönlichen Angelegenheiten zu regeln.
Aufgrund dieser Entwicklung möchten wir mit diesem neuen Angebot allen Menschen helfen,
ihre persönlichen Angelegenheiten zuhause zu regeln und nicht den beschwerlichen Weg zum
Rathaus oder zum Bürgerbüro beschreiten zu müssen.
Somit soll das „Mobile Rathaus“ ausschließlich allen behinderten, kranken oder
gebrechlichen Menschen zur Verfügung stehen und selbstverständlich auch allen Personen,
die aus sonstigen, nachvollziehbaren Gründen keine Möglichkeit haben, das Rathaus oder das
Bürgerbüro aufzusuchen.
Das „Mobile Rathaus“ muss unbedingt mit modernster Technik ausgerüstet werden, wie zum
Beispiel eines sogenannten Bürgerkoffers, damit alle Aufgaben ortsunabhängig erledigt
werden können.
Im "Mobilen Rathaus" könnten die typischen Dienstleistungen eines Bürgerbüros angeboten
werden. Darunter fallen u. a. Rentenanträge, Personalausweise / Reisepässe, Anträge auf
Befreiung der Rundfunkgebühr, Vorgänge nach dem Meldegesetz, Anträge nach dem
Schwerbehindertengesetz und es kann als mobiles Briewahlbüro genutzt werden.
Das "Mobile Rathaus" muss über die Kommunikationswege Telefon, Internet und per Email
erreichbar sein.

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Veranstaltungsstätte

Jetzt drehen die von der FWG AUE wohl komplett durch! Kein Geld für Straßensanierung,
kein Geld für Barrierefreiheit und Jugendchillplätze, aber ein Veranstaltungshaus muss her!
Keine Panik. Wir schweben nicht im Orbit sondern stehen mit beiden Beinen mitten im
Flecken.
Nach dem Abriss der Festhalle haben wir keinen Platz für Festivitäten mit mehr als 100
Gästen.
Kein Schützenfest, keine Schulabschlussparty, eingeschränktes Theatervergnügen, kein nix.
Wir brauchen einen Platz um zu feiern, um unsere Vereinstreffen durchzuführen und auch
einfach
mal miteinander zu diskutieren und zu klönen. Das MGH bietet zu wenig Platz für diese
Veranstaltungen.
Das kann nicht von heute auf morgen realisiert werden, aber wie gesagt, wer keine Visionen
hat,sollte zum Arzt gehen.
Wir wollen ein Planungsteam für dieses Vorhaben, wie schon mal von Wilfried Peters
organisiert,wieder ins Leben rufen. Wilfried weiß sehr genau um was es geht. Weißes Blatt
Papier auf den Tisch und langsam in Zusammenarbeit mit Vereinen und Bürgern ein Konzept
erstellen.
Dabei sollten alle Alternativen einbezogen werden. Eine Investorenlösung mit
Gaststättenbetrieb z.B, vielleicht mit Pension-oder Hotelcharakter, mit Tagungsräumen für
Unternehmen und Verbänden.
Wir jedenfalls sehen Chancen in einigen Jahren etwas auf die Beine stellen zu können. Wir
müssen nur anfangen.

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Haushalt der Gemeinden

So ein Haushalt der Gemeinde ist schon ein umfangreiches Werk mit vielen vielen Zahlen.
163 Seiten umfasste beispielsweise der Haushalt des Fleckens Horneburg 2020.
Für den Normalsterblichen sind die Zahlenkolonnen nur schwerlich zu verstehen und schon
gar nicht zu interpretieren. Den meisten Ratsmitgliedern geht es sicherlich ähnlich. Die
Verständniserläuterungen sind spärlich. Da gibt es deutlich besseres Interpretationsmaterial
in anderen Gemeinden. Es lohnt sich, hier beispielsweise mal einen Blick nah Neu Wulmstorf
zu werfen. Hier werden die Ratsmitglieder umfangreich informiert.
Um dieses Defizit auszugleichen, fordert die FWG AUE deutlich mehr Kommentierungen und
Analysen, um die Transparenz zu erhöhen und den Ratsvertretern eine bessere Basis für die
Abstimmungsentscheidung zu geben.
Gerade einmal etwas mehr als 1 Million Euro verbleiben beispielsweise dem Flecken
Horneburg von den gesamten Einnahmen aus Steuern und Beiträgen von fast 7 Millionen.
Ein Großteil geht in die Kreis-und Samtgemeindeumlage für übergeordnete Aufgaben wie
z.B. Schulen, Kitas, Seniorenarbeit, Feuerwehr und Rathaus.
Das ist insoweit in Ordnung. Allerdings sind die Einflussnahmen auf die Umlagegrößen des
Kreises und der Samtgemeinde eher gering.
Erfreulicherweise hat der Kreis nunmehr eine Senkung der Kreisumlage beschlossen, um den
Gemeinden mehr finanziellen Spielraum einzuräumen.
Wie sieht dieses in der Samtgemeinde aus? Wird jeder Euro wirklich zielbringend eingesetzt,
oder ergeben sich ggf. Einsparpotential, um dem Beispiel des Kreises zu folgen?
Die FWG AUE fordert daher für die Samtgemeinde einen Finanzausschuß, der die
Verwaltungsvorschläge im Detail begleitet und ggf. Alternativen erarbeitet.
Ein Ärgernis ist leider die Prüfung der Haushalte durch die Kommunalaufsicht. Der letzte
geprüfte und genehmigte Haushalt des Fleckens ist aus dem Jahr 2017. Absolut nicht zu
verstehen, warum ein derartig wichtiges Instrumentarium der Kontrolle hier dermaßen in
Verzug geraten ist.

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Einheitsgemeinde

Samtgemeinde oder Einheitsgemeinde, das ist hier die Frage?

Besteht derzeit eine Notwendigkeit, die Organisationseinheit zu ändern und die


Samtgemeinde Horneburg in eine Einheitsgemeinde zu ändern? Diese Frage taucht immer
mal wieder in der Ratsarbeit auf. Sie wird von der einen Seite als ernstzunehmende
Überlegung dargestellt und von der anderen Seite ins Lächerliche gezogen und abgetan.

Sicherlich, im Moment besteht bei oberflächlicher Betrachtung eine allgemeine


Zufriedenheit mit dem Status Quo. Die einzelnen Mitgliedsgemeinden genießen ihre
Identität, Finanz- und Planungshoheit. Und - die jeweiligen Haushaltslagen erfordern zurzeit
keine Zusammenlegung.

Wir möchten die Diskussion zu diesem Thema anregen. Wir meinen, man sollte das Modell
einer Einheitsgemeinde nicht aus dem Blick verlieren. Auch wenn es nach heutigem Stand
keinen gemeinsamen Konsens gibt, so darf es doch erlaubt sein, Vor- und Nachteile zu
betrachten und abzuwägen.

Eine Einheitsgemeinde mit ganzheitlich gestalteter Kommunalpolitik kann schon allein durch
den Wegfall von Koordinationsaufgaben kostengünstiger arbeiten, die
Verwaltungstätigkeiten würden insgesamt einfacher, es gäbe weniger Reibungsverluste
durch den sonst erhöhten Abstimmungs- und Verwaltungsaufwand. Es bräuchten weniger
Aufwandsentschädigungen gezahlt und Synergien auf allen Gebieten könnten besser
genutzt werden. Verluste durch Rivalitäten und neidisches Gegenrechnen würden
ausbleiben.

Man rechnet hier mit einem Einsparpotenzial von etwa 300.000,-Euro.

Kann das aber alles ein Grund sein, auf Selbständigkeit, auf Autonomie zu verzichten?
Wiegen die Effektivitäts- und Effizienzvorteile der Einheitsgemeinde den möglichen Verlust
an Identität auf. Würden sich die Bürger nicht mehr ehrenamtlich einbringen, wenn sie nur
noch in einem Ortsteil wohnen würden?

Wir jedenfalls sind offen für eine Diskussion zur Einheitsgemeinde.

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Klima/Umwelt

Hi, ja, Sie, einen kleinen Moment Aufmerksamkeit bitte - es gibt Themen, die gehen uns alle
an. Da können wir auch auf kommunaler Ebene nicht daran vorbeigehen. Klimaschutz! ist so
ein Thema. Bestimmt schon mal gehört!

Der eine oder andere mag denken, was kann ich schon tun, das ist global. Klar, der weltweite
Anteil Deutschlands bei den klimaschädlichen Immissionen liegt „nur“ bei etwa 2,1 Prozent.
Wenn da die großen Drei, China, Indien und USA, mit ihren mehr als 50 % nicht mitmachen,
bringt unser Anteil an der Klimaerwärmung wenig. Und doch – jeder Beitrag zählt.
Klimaschutz ist ein Lebensgefühl. Es muss jedem in Fleisch und Blut übergehen. Es muss ein
Selbstverständnis werden, eine Normalität, dass man gar nicht mehr darüber zu sprechen
braucht.

Energiesparen; die Heizung nicht mehr so hoch Drehen, auch mal den Wagen stehen lassen.
Ressourcen sparen; weniger weg werfen, Müll vermeiden, Umwelt und Natur schonen.
Anders ernähren; regional einkaufen, weniger Rindfleisch. Artikel aus Übersee genau prüfen,
um z. B. den Regenwald zu schonen.

Ja, man muss sich informieren, was steckt überhaupt wo und was dahinter. Es ist ein
Lerneffekt. Und dann bringen irgendwann auch unsere kleinen Beiträge jedes Einzelnen hier
und jetzt auf kommunaler Ebene etwas und tragen zum Großen und Ganzen bei.

Horneburg ist auf einem sehr guten Weg. Wir haben mit unserem ortseigenen Wald eine
herausragende Position, um irgendwann einmal sagen zu dürfen: “In unserer Bilanz sind wir
klimaneutral!“ Das soll uns erstmal jemand nachmachen. Doch es geht noch mehr.

Der Gemeinderat hat es vorgemacht, mit vereinten Kräften wurde auf dem Stucksberg auf
Antrag der FWG AUE und der CDU ein Pflanzstreifen mit Bäumen und Büschen angelegt. Auf
einer Ortsbereisung wurden weitere gemeindeeigene Flächen ausgeguckt, die in den
nächsten Jahren bepflanzt werden können. Horneburg soll grüner werden und erblühen.
Dabei kann jeder mithelfen, indem er eigene Teile seines Grundstückes in Grün- und
Blühflächen verwandelt. Horneburg wird ein Gebiet als Klimaquartier ausweisen, wo
Hauseigentümer Zuschüsse erhalten, wenn sie ihre alten Gebäude energetisch sanieren.
Horneburg hat auf fast allen Teilen seiner Ortsstraßen die zulässige Höchstgeschwindigkeit
auf 30 Km/h beschränkt. Zur Sicherheit der Radfahrer, aber auch um weniger Abgase zu
produzieren. Horneburg verteilt kostenlos an seine Bürger Sämereien für Blühflächen. U. a.
für Horneburg wird eine gemeinsame Klimaschutzbeauftragte tätig. Wir sind anderen ein
Stück weit voran in Umwelt-, Natur- und Klimaschutz.

Die FWG AUE steht voll dahinter und tut alles, um eine dieser wichtigsten Aufgaben der
heutigen Zeit zu unterstützen. Machen sie mit. Lassen sie den Klimaschutz zum
Selbstverständnis werden. Unterstützen sie die FWG AUE, wählen sie die FWG AUE, damit
wir weiter aktiv daran arbeiten können, unsere kleine Welt hier in Horneburg für eine
lebenswerte Zukunft zu bereiten.

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