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Zukunft der Lebensmittel

Teil der Ausstellung Our Global Kitchen: Food, Nature, Culture.


MEHR IN UNSERER GLOBALEN KÜCHE: ESSEN, NATUR, KULTUR
FREIGEBEN
 SAMMELN
Die Zukunft des Wachsens

Werden wir eines Tages Fleisch in Labors anbauen und


Salat in Wolkenkratzern? Wer weiß – aber etwas muss sich
ändern. Bis 2050 werden wahrscheinlich neun Milliarden
Menschen ernähren, und unser Planet steht bereits unter
Stress. Die Landwirtschaft ist eine der größten
Bedrohungen für Flüsse, Seen und Küstenumgebungen,
und bis zu 40 Prozent aller Anbauflächen weltweit erleben
Bodenerosion, verminderte Fruchtbarkeit oder
Überweidung. Mit dem Klimawandel wird sich auch die Art
und Weise ändern, wie wir unsere Lebensmittel anbauen.
Glücklicherweise arbeiten viele Menschen an Möglichkeiten,
um gesundere und leckerere Lebensmittel zu produzieren
und gleichzeitig die Umwelt zu erhalten.

Effizientere Farmen

Überall in den Tropen werden Wälder zu Weiden und


Ackerland umgebaut: 80 Prozent aller neuen tropischen
Ackerflächen entstehen durch den Ersatz von Wäldern, mit
enormen Umweltkosten. Aber wir könnten 50 Prozent mehr
Nahrungsmittel ohne neues Ackerland produzieren, indem
wir die Erträge steigern, die Ernährung verschieben und
Wasser und Dünger effizienter einsetzen.

Test-Tube Rindfleisch

Die Viehwirtschaft nutzt 75 Prozent aller


landwirtschaftlichen Flächen für Weide- und Futterzwecke
und produziert mindestens 18 Prozent aller
Treibhausgasemissionen. Einige argumentieren, dass
sichereres, gesünderes Fleisch mit Tierischen anstelle von
lebenden Tieren angebaut werden könnte – wodurch das
Leiden, die Verschwendung und die Umweltverschmutzung
der Tiere verringert werden könnten.

Fischfarmen der nächsten Generation

Vielversprechende neue Methoden der Fischzucht setzen


auf riesige Tanks. Wasser, Nährstoffe und Abfälle werden
recycelt – manchmal um Pflanzen anzubauen – und Fische
können nicht entkommen. Solche Methoden könnten den
Druck auf die Wildbestände verringern, die durch
Überfischung drastisch erschöpft sind. Und geschlossene
Fischfarmen mit geschlossenem System haben nicht die
gleichen Umweltnachteile wie bestimmte Käfig- oder
Gehegefischfarmen, die mehr Wildfische als Futter
verwenden und Verschmutzung und Krankheiten
verursachen können.

Staying Power

Die meisten landwirtschaftlichen Nutzpflanzen,


einschließlich Weizen, Reis und Mais, müssen jedes Jahr
wieder angepflanzt werden. Die Wurzeln dieser "jährlichen"
Pflanzen sind flach, und Landwirte nutzen oft
ressourcenintensive Anbaupraktiken, um sie anzubauen.
Aber viele Wildpflanzen, wie Weizengras, sind "Stauden" –
sie leben mehrere Jahre und produzieren über viele
Jahreszeiten hinweg Nahrung. Ihre Wurzeln sind
umfangreich – und sie helfen, gesunde Böden zu
stabilisieren und zu bauen. Was also, wenn wir Pflanzen mit
tiefen, mehrjährigen Wurzeln züchten?

Schlösser am Himmel?
Bis 2050 werden es wahrscheinlich zwei Milliarden mehr
Menschen sein. Wenn wir sie so ernähren, wie wir es jetzt
tun, wären immense Mengen an landwirtschaftlichen
Flächen erforderlich, die wir nicht haben. Aber 70 Prozent
der Menschen werden in Städten leben – warum also nicht
dort Nahrung anbauen, wo sie leben? Städtische
Bauernhöfe finden Sie heute in Höfen, Dächern und
Balkonen. Einige haben sogar die Landwirtschaft in
Wolkenkratzern vorgeschlagen!

Die Zukunft des Essens

Unsere Bevölkerung wächst, während sich auch der


Lebensstandard verändert und unsere Umwelt zunehmend
angespannt ist. Wie wird die zukünftige
Nahrungsmittelproduktion der wachsenden Nachfrage
gerecht? Müssen sich unsere Diäten ändern? Kann
Technologie antworten? Neue Trends in den Bereichen
Biotechnologie, Gesundheitswissenschaften, Verarbeitung
und Kochtechnologien sowie Themen wie der Klimawandel
werden allesamt das beeinflussen, was wir essen.

Exactly which foods will become fashionable in the future is


impossible to predict. Most likely, some exist now, but are
underutilized; some have yet to be found or invented; and
some will be so radically different we would hardly
recognize them today as food. 
Underused and Overlooked

About 2,500 plant species have been domesticated for food.


But today, almost half our food calories come from just three
grains: wheat, maize, and rice. What about the thousands of
overlooked plant species—and an untapped diversity of
animals? These resources could provide solutions to
problems like the need for resilience in our food production
systems and the need to meet growing demands without
depleting natural resources. Here are a few promising
examples:

 Algae: Seaweed and other algae, already popular in


Japan, are highly nutritious and can be grown in both
fresh water and salt water.
 Insects: Over 2,000 species of insects are already
eaten worldwide, including mopane worms
(Gonimbrasia belina) in South Africa. Insects are high
in protein and require much less land, water, and
food than animals raised for meat
 Quinoa: This grain (Chenopodium quinoa) from the
Andes contains all the essential amino acids the
human body needs for protein and has no gluten.
 Emmer wheat: While millions are spent on high-tech
hybrids, neglected crops like the grain emmer
(Triticum dicoccum), which requires less fertilizer and
fewer pesticides than currently used breeds, are
already being grown in places like Turkey.
 Minor millets: These cereals have been grown in
Asia for 6,500 years. Many farmers in India and
Nepal are now switching from growing crops like
maize and rice back to traditional varieties bred to
grow on local mountainsides.
 Peach palm: The peach palm (Bactris gasipaes)
grows well in Central and South America and
produces a large, nutritious fruit. The tree’s spiny
trunk makes the fruit hard to harvest—but breeders
are now developing spineless varieties.
 Giant swamp taro: The giant swamp taro
(Cyrtosperma chamissonis), which grows well in the
salty, sandy soil of many Pacific islands, is rich in
vitamins and minerals. Yellow varieties are high in
beta carotene, which can help prevent blindness.
 Sea buckthorn: Sea buckthorn (Hippophae
rhamnoides) uses nitrogen from the air as fertilizer,
thanks to specialized bacteria in its roots. These
dense roots are also used to prevent soil erosion in
China. The berries are hard to pick, but new
machines should help with the harvest. 
Foods of Tomorrow?

Viele Lebensmittel, die wir in Zukunft essen werden, gibt es


noch nicht. Die Forscher basteln ständig an pflanzlichen
und tierischen Inhaltsstoffen, verarbeiteten Lebensmitteln
und sogar Verpackungen, um Geschmack und Ernährung
zu verbessern. Ein paar Beispiele sind unten – aber die
größten Veränderungen können von Ideen kommen, die wir
uns noch nicht vorstellen können.

 Atmungsaktive Schokolade: Möchten Sie den


Geschmack von echter Schokolade, ohne die
Kalorien? Sie können jetzt winzige
Schokoladenpartikel als Nebel einatmen.
 Patch in a Pinch: Einige essentielle Nährstoffe
könnten soldaten und Astronauten bald durch ein
Pflaster auf der Haut gegeben werden, für eine
schnelle Absorption in Notfällen.
 "Smart Packaging": In naher Zukunft könnten
Lebensmittelverpackungen Lebensmittel
überwachen, um Reife oder Verderben zu erkennen
– oder sogar aktiv verhindern, dass Lebensmittel
verderben.