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Das Große
Meditationskompendium
Finde
Finde den
den Zugang
Zugang zu
zu deinem
deinem Höheren
Höheren Selbst
Selbst

Dr. Erik Neitzel


2
Vorwort
Liebe Leserin, lieber Leser,

ich möchte mich und mein Büchlein kurz vorstellen. Ich heiße Erik und
bin ein Empath – wie Du vielleicht auch.

Ich habe früh begonnen Meditation zu betreiben und sehe sie bis heute
als elementaren Bestandteil spiritueller Praxis. Doch nicht zum Selbst-
zweck oder weil es inzwischen auch in der westlichen Welt modern ge-
worden ist. Meditation wirkt auf alle Bereiche des Seins. Alles ist Be-
wusstsein, und mit einem gestärkten Bewusstsein erlangen wir emo-
tionale, mentale und letztlich auch körperliche Stabilität, Resilienz und
Flexibilität.

Der Grund dafür ist, dass unsere höhere Natur und unser Energiefeld
genau wissen, was zu tun ist. In jedem Moment arbeiten unser Höheres
Selbst, unser Unterbewusstsein und wie wir wissen auch unser Körper
unentwegt daran, dass es uns gut geht. Unser ewig betriebsames, heu-
te sehr hektisches Leben arbeitet dem entgegen.

Doch wenn wir es schaffen unseren Geist wieder in seine Mitte zu füh-
ren, steht er im Einklang mit Körper und Seele. Dort finden wir nur Ge-
sundheit und Glück, und trotzen allen Lebensumständen, erlangen ein
völlig neues Selbst-Bewusstsein.

3
Wer diesen Weg weiter geht, den erwartet früher oder später eine voll-
umfängliche Reinigung seines Energiesystems, eine Erhöhung seiner
nicht-körperlichen Sinne und das volle Erwachen. Dieses Buch kann
dir als Wegbegleiter entlang dieses Prozesses dienen.

Geh den Weg deiner Seele – er ist etwas besonders. Danke, dass ich
ein Teil davon sein darf. Ich wünsche dir nun viel Spaß!

4
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• Keine der Aussagen in diesem Buch ersetzt eine therapeuthische


oder anderweitige professionelle Beratung im Falle akuter Störun-
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• Einige der Aussagen in diesem Buch vertreten nicht die Ansichten
der Schulmedizin, sondern berühren Aspekte alternativmedizini-
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6
Inhaltsverzeichnis

1 Einführung in die Meditation 15

1.1 Sinn und Zweck der Meditation . . . . . . . . . . . . . . . 16

1.2 Was unterscheidet beten von meditieren? . . . . . . . . . 17

1.3 Was verstehen wir unter Transformation und dem Trans-


formationsprozess? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19

1.4 Wie Du diesen Kurs verwenden solltest . . . . . . . . . . 20

2 Deine Umwelt vorbereiten 21

2.1 Dein Tagesablauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21

2.2 Dein Meditations-Raum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

2.3 Deine Kleidung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23

2.4 Deine Umgebungs-Energien . . . . . . . . . . . . . . . . 24

2.5 Deine Mitmenschen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26

7
3 Körper vorbereiten 29

3.1 Richtig atmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29

3.1.1 Richtig atmen für erhöhte Energieaufnahme . . . . 30

3.1.2 Das bewusste Einatmen . . . . . . . . . . . . . . . 30

3.1.3 Das bewusste Ausatmen . . . . . . . . . . . . . . 31

3.1.4 Die volle Atmung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32

3.2 Richtig ernähren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33

3.2.1 Fleischkonsum verringern . . . . . . . . . . . . . . 33

3.2.2 Rohkost verzehren . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34

3.3 Trinkwasser aufbereiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35

3.4 Übersäuerung regulieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36

3.5 Körperübungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37

3.5.1 Übung 1 – Wirbelsäulendrehung . . . . . . . . . . 38

3.5.2 Übung 2 – Schulter-, Arm- und Rumpfübung . . . 40

3.5.3 Übung 3 – Rückenübung . . . . . . . . . . . . . . 41

3.5.4 Übung 4 – Seitliches Beinheben . . . . . . . . . . 42

3.5.5 Übung 5 – Dehnungsübung . . . . . . . . . . . . . 43

8 Inhaltsverzeichnis
3.5.6 Übung 6 – Halswirbelsäulendehnung* . . . . . . . 44

3.5.7 Übung 7 – Hanumanasana** . . . . . . . . . . . . 46

4 Geist vorbereiten 49

4.1 Die Aufmerksamkeit fokussieren . . . . . . . . . . . . . . 49

4.1.1 Fokussierung auf Gegenstände . . . . . . . . . . . 50

4.1.2 Fokussierung auf Musik . . . . . . . . . . . . . . . 51

4.1.3 Weitere Fokussierungsübungen . . . . . . . . . . 53

4.2 Die richtige Sorte Konzentration . . . . . . . . . . . . . . 53

4.2.1 Der Apfel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54

4.2.2 Die Autobahn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55

4.2.3 Der kontrollierte Fall . . . . . . . . . . . . . . . . . 56

4.3 Die gezielte Auflösung von Blockaden . . . . . . . . . . . 58

4.3.1 Vorbereitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59

4.3.2 Durchführung der Atem-Harmonie-Übung . . . . . 59

4.3.3 Durchführung der Atem-Energie-Lenkung . . . . . 60

4.3.4 Durchführung: Gutes einatmen, Schlechtes aus-


atmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61

4.3.5 Nachbereitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62

Inhaltsverzeichnis 9
5 Stille Meditation 63

5.1 Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64

5.2 Das Experiment der Gedankenstille . . . . . . . . . . . . 64

5.2.1 Vorbereitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65

5.2.2 Durchführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66

5.3 Nachbereitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68

6 Langsame Bewusstseinsreifung 71

6.1 Meditation: „Du fühlst nur deinen Körper“ . . . . . . . . . 72

6.1.1 Wofür hilft’s? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72

6.1.2 Wann nicht? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72

6.1.3 Was brauchst Du? . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73

6.1.4 Wie machst Du’s richtig? . . . . . . . . . . . . . . 73

6.1.5 Wirkung? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75

6.1.6 Wie oft, wann und wo? . . . . . . . . . . . . . . . . 76

6.1.7 Häufige Fehler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76

6.2 Meditation: „Dein Bewusstsein füllt den Raum“ . . . . . . 78

6.2.1 Wofür hilft’s? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78

10 Inhaltsverzeichnis
6.2.2 Wann nicht? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79

6.2.3 Was brauchst Du? . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79

6.2.4 Wie machst Du’s richtig? . . . . . . . . . . . . . . 79

6.2.5 Wirkung? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82

6.2.6 Wie oft, wann und wo? . . . . . . . . . . . . . . . . 82

6.2.7 Häufige Fehler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 82

6.3 Die Gravitationsmeditation . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84

6.3.1 Wofür hilft’s? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84

6.3.2 Wann nicht? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84

6.3.3 Was brauchst Du? . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85

6.3.4 Wie machst Du’s richtig? . . . . . . . . . . . . . . 85

6.3.5 Wirkung? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 87

6.3.6 Wie oft, wann und wo? . . . . . . . . . . . . . . . . 88

6.3.7 Häufige Fehler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88

7 Transformative Meditationen 91

7.1 Die Chakren-Meditation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92

7.1.1 Wofür hilft’s? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93

Inhaltsverzeichnis 11
7.1.2 Wann nicht? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93

7.1.3 Was brauchst Du? . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94

7.1.4 Wie machst Du’s richtig? . . . . . . . . . . . . . . 94

7.1.5 Wirkung? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98

7.1.6 Wie oft, wann und wo? . . . . . . . . . . . . . . . . 98

7.1.7 Häufige Fehler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 99

7.2 Die Spiegelmeditation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100

7.2.1 Wofür hilft’s? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100

7.2.2 Wann nicht? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 100

7.2.3 Was brauchst Du? . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101

7.2.4 Wie machst Du’s richtig? . . . . . . . . . . . . . . 101

7.2.5 Wirkung? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 104

7.2.6 Wie oft, wann und wo? . . . . . . . . . . . . . . . . 105

7.2.7 Häufige Fehler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 106

7.3 Die Quantenmeditation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107

7.3.1 Wofür hilft’s? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107

7.3.2 Wann nicht? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107

12 Inhaltsverzeichnis
7.3.3 Was brauchst Du? . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108

7.3.4 Wie machst Du’s richtig? . . . . . . . . . . . . . . 108

7.3.5 Wirkung? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 110

7.3.6 Wie oft, wann und wo? . . . . . . . . . . . . . . . . 111

7.3.7 Häufige Fehler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 112

8 Bonus 1: Heilungsmeditationen 113

8.1 Heilungsmeditation #1: Die Nullpunktmethode . . . . . . . 114

8.1.1 Wofür hilft’s? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114

8.1.2 Wann nicht? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 115

8.1.3 Was brauchst Du? . . . . . . . . . . . . . . . . . . 115

8.1.4 Wie machst Du’s richtig? . . . . . . . . . . . . . . 115

8.1.5 Wirkung? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 116

8.1.6 Wie oft, wann und wo? . . . . . . . . . . . . . . . . 117

8.1.7 Häufige Fehler . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 117

8.2 Heilungsmeditation #2: Unterstützung durch deinen Geist-


führer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 118

8.3 Heilungsmeditation #3: Unterstützung durch deinen Schutz-


engel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 119

Inhaltsverzeichnis 13
8.4 Bonus 2: Auswahl an Mudras . . . . . . . . . . . . . . . . 122

8.5 Bonus 3: Hilfsmittel-Checkliste . . . . . . . . . . . . . . . 127

9 Weitere Hilfsmittel für empathische Menschen 129

14 Inhaltsverzeichnis
1 Einführung in die
Meditation

Herzlich Willkommen zum ersten Kapitel. Aufgeregt? Das musst Du


nicht sein. Wir werden uns ganz langsam an die Themen Meditation,
Transzendenz und Transformation herantasten.

Schauen wir uns doch erst einmal an, worum es beim Meditieren geht.
Dieses erste Kapitel umfasst folgende Teilbereiche:

1. Was sind Sinn und Zweck der Meditation?

2. Was unterscheidet beten von meditieren?

3. Was verstehen wir unter Transformation und dem Transformati-


onsprozess?

4. Wie Du dieses Buch verwenden solltest

15
1.1 Sinn und Zweck der Meditation

Wenn wir insgesamt eine entspanntere Grundhaltung für unser gesam-


tes Selbst erhalten wollen, stellt sich dies nur über eine erhöhte Be-
wusstheit über eben unser Selbst ein.

Schließlich können wir nur dann unsere uns im Weg stehenden Muster
ablegen, wenn wir diese in uns aufgespürt, angenommen und losgelas-
sen haben. Um eben diese Bewusstheit zu gewinnen, kommen wir am
Thema Meditation nicht vorbei.

Was erhalten wir, wenn wir über längere Zeit richtig meditieren? Wir
erreichen:

• Eine Erhöhung der Selbstwahrnehmungsfähigkeit

• Eine Förderung des Selbstbewusstseins durch ein gestärktes Ur-


vertrauen

• Die Stärkung des Immunsystems

• Den Abbau von Ängsten

• Eine Förderung von kreativer und intuitiver Intelligenz

• Eine erhöhte Kommunikations-Kompetenz

• Die Verlangsamung des mentalen und körperlichen Alterungspro-


zesses

• Eine innerlich ruhigere und gelassenere Art

• Die Reduktion des Bedürfnisses nach schädlichen Gewohnhei-


ten, inbesondere Drogen

16 Kapitel 1 Einführung in die Meditation


• Eine Vereinfachung des Alltags, insbesondere durch veränderten
Umgang mit äußeren Einflüssen („Stress hat man nicht, Stress
macht man sich“)

• Die Erhöhung unseres Bewusstseins samt der langsamen Rei-


fung übersinnlicher Fähigkeiten

• Die Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens

• Die Bewusstmachung der eigenen Potenziale und Aufgaben, wie


sie auf astrologisch-passive Weise auch durch ein indianisches
oder ein chinesisches Horoskop erfasst werden können

All dies sind Symptome energetisch geöffneter Energie-Zentren. Diese


sind zwar ein Ergebnis wiederholt durchgeführter Meditations-Praktiken,
doch eben dieser Effekt stellt sich nur ein, wenn unser Geist entspre-
chend geöffnet für diese Form der Erweiterung ist.

Zur korrekten Ausführung deiner Meditations-Übungen werden wir da-


her über Gedankenstille sprechen. Das passiert ab Kapitel 4. Bitte hab
noch etwas Geduld :)

1.2 Was unterscheidet beten von meditieren?

Vielleicht hast Du ab und an gehört, ein tägliches Meditationsritual wäre


ja wie das abendliche oder sonntägige Beten. Beten und meditieren
haben jedoch nur eine sehr kleine Schnittmenge. In aller Kürze können
wir sagen: Beten ist sprechen, meditieren ist zuhören. Was ist damit
gemeint?

1.2 Was unterscheidet beten von meditieren? 17


Grundsätzlich nehmen gläubige Menschen beim Beten eine innere Hal-
tung ein, die durch besänftigte Gedanken und zielgerichtete Aufmerk-
samkeit gekennzeichnet ist. Beides finden wir auch bei der Meditati-
on. Meditation heißt jedoch nicht nur zielgerichtete Aufmerksamkeit,
sondern vor allem das „in sich hinein“-Fühlen.

Unsere Aufmerksamkeit ist strikt nach innen gerichtet – und hier kon-
kret nicht im Sinne von ausformulierten Gedanken, wie es beim Beten
der Fall ist, sondern in Form innerer Ruhe, die bewusst wahrgenom-
men wird. Letzteres ist wichtig, da viele Menschen beim Meditieren mü-
de werden und ihre Gedanken genau dadurch wieder treiben lassen,
dass sie zu sehr loslassen. Das Loslassen ist beim Meditieren zwar
elementar, doch es geht um das Loslassen der Gedanken, nicht das in
westlichen Kreisen sehr verbreitete „Taumeln“ im Unbewussten.

Beten ist entsprechend nur ein angewandter Denkprozess mit spiritu-


eller Ziel- und/oder Fragestellung. Meditation meint das Anhalten des
Gedankenstroms zum Zwecke der Bewusstseinserweiterung. Sowohl
inhaltlich, als auch biophysikalisch geschehen beim Meditieren völlig
eigene Sachen, wie wir später noch sehen werden. Das einzige, das
Beten und Meditieren dann noch gemeinsam haben, ist das periodisch
durchgeführte Ritual. Doch auch hier gibt es klare Unterschiede. Reli-
giöse Rituale sind von außen geprägt – sie entsprechen gesellschaftli-
chen und konfessionellen Normen.

Jede gesunde Form von Religionsausübung ist nun zwar auch spirituell,
aber bei Weitem nicht jede Form der Spiritualität ist religiös. Spirituali-
tät ist mehr als Dogmen. Jeder spirituell tätige Mensch sucht sich seine
eigenen Antworten auf die ihm innewohnenden Fragen. Unsere Seele,
als universeller Bestandteil eines einzigen großen Bewusstseinsfeldes,
besitzt jegliche Weisheiten des Universums. Wir können sie daher ein-
fach fragen. Meditation ist dann nur noch als Weg zu verstehen, um
diese Anbindung zu erreichen.

18 Kapitel 1 Einführung in die Meditation


1.3 Was verstehen wir unter Transformation
und dem Transformationsprozess?

Die Mitte zwischen Aufmerksamkeit und Loslassen ist genau das, worin
wir die innere Erhabenheit gewinnen, die wir suchen. Diese Erhaben-
heit ist es, die unser Bewusstsein wachsen lässt. Wir nennen diese
Erhabenheit auch „Transzendenz“. Mit diesem gereiften Bewusstsein
können wir dann einerseits schneller in genau diese bewusstseinser-
weiternde aufmerksam wahrgenommene Stille in uns gelangen. Ande-
rerseits stoßen wir so aber auch einen Transformationsprozess an, der
das Tor in Richtung unseres Höheren Selbst aufstößt und den Kon-
takt mit unserer Seele intensiviert. Durch diesen Seelenkontakt wer-
den seelische und körperliche Reinigung und Heilung angestoßen, die
sich durch spezielle Meditationen sehr zielgerichtet erreichen lassen.
Auch wird hierbei nun „an uns gearbeitet“, da wir offensichtlich bereit
dafür sind, mehr vom Universum so zu sehen und zu fühlen, als wir es
bisher taten. Uns wird die Brille abgenommen.

Wie kann das sein? Nicht alle Sinne, zu denen unser Gehirn fähig wä-
re, sind im Menschen derzeit voll ausgeprägt. Wir besitzen ein enorm
großes, aber ruhendes Potenzial, in Form inaktiver DNA. Unsere DNA
ist nicht einfach nur ein Molekül welches Erbinformationen vorhält und
weitergibt. DNA-Stränge sind Empfangsantennen, sie haben die Doppel-
Helix nicht ohne Grund als geometrische Form. Unsere DNA ist so
wie sie derzeit ist aber ein unbehandelter Rohdiamant. Transformati-
on bedeutet tatsächlich auch, dass unser Körper langsam „umgebaut“
wird, damit wir bereit werden für den Sprung in ein höheres Bewusst-
sein – ein für alle mal. Betrachte Meditation gern nur als Mittel, um diese
Transformation anzustoßen und voran zu bringen.

1.3 Was verstehen wir unter Transformation und dem Transformationsprozess? 19


1.4 Wie Du diesen Kurs verwenden solltest

Dieser Kurs enthält Grundlagen, die Du gern an einem Stück lesen


kannst – wie ein Buch.

Ab Kapitel 4 geht es mit den Meditationsübungen los. Es ist nun schwie-


rig pauschal zu sagen, wer wie schnell von einer zur nächsten Übung
gehen sollte. Jeder bringt unterschiedliche Erfahrungen mit. Selbst mit
gleichen Erfahrungen ist jeder unterschiedlich schnell, die Seele unter-
schiedlich weit erhellt. Ich möchte es so ausdrücken:

1. Es macht Sinn zwischen jeder Übung so viel Pause zu machen,


bis man sich vollkommen erholt fühlt.
2. Es macht Sinn jede Übung so lange zu wiederholen, bis man sie
mit Leichtigkeit beherrscht, ehe man zur nächsten Übung geht.
3. Es macht Sinn sich zum Wachsen seines Bewusstseins sehr viel
Zeit zu lassen.

Selbst bei optimaler Ernährung, besten körperlichen Voraussetzungen


und einer stabilen Psyche stellt Transformation eine große Belastung
für uns dar. Der Körper muss entgiften, die Psyche bekommt neue Alt-
lastenßu verarbeiten, das neuronale Netz im Gehirn wird umgebaut. Wir
müssen viel trinken, viel schlafen, viel allein sein. All das hilft und ver-
kürzt den Transformationszeitraum, und dennoch kann viel Ruhe und
Abstand zu sich und seinen Ritualen oft hilfreich sein, um sich nicht
selbst zu überfahren.

Folge deinem Herzen und deinem Gefühl – und geh die Kapitel in jedem
Fall sequenziell durch. Das letzte Kapitel „Hilfsmittel“ kannst Du gern
parallel aufschlagen, auch wenn innerhalb eines jeden Kapitels auf die
jeweiligen Hilfsmittel verwiesen wird.

20 Kapitel 1 Einführung in die Meditation


2 Deine Umwelt
vorbereiten

Willkommen zum nächsten Kapitel. Hier geht es uns um die Vorberei-


tung von allem, was dich umgibt. Das ist mindestens genau so wichtig
wie die Vorbereitung, die in und an dir stattfinden muss. Doch bevor wir
uns speziell mit dir beschäftigen, wollen wir sprechen über dein/deine/-
deinen:

1. Dein Tagesablauf
2. Dein Meditationsraum
3. Deine Kleidung
4. Deine Umgebungs-Energien
5. Deine Mitmenschen

2.1 Dein Tagesablauf

Versuche deine Meditationsrituale in regelmäßigen Abständen, zur sel-


ben Uhrzeit, am selben Ort und mit vergleichbaren äußeren Bedingun-

21
gen durchzuführen. Entwickle Dein eigenes Ritual, welches Du aber na-
türlich jederzeit anpassen kannst, bis es Dir gefällt. Nimm es ein Stück
weit ernst: eine gewisse Regelmäßigkeit sollte sich in jedem Fall einstel-
len, auch wenn das nicht dogmatisch zu sehen ist. Wir wollen insgesamt
lockerer werden, dazu gehört auch das Ritual nicht zu verbissen zu se-
hen. Wie dein persönliche Ritual-Fahrplan aussehen könnte, werden
wir in einem separaten Kapitel noch besprechen. In jedem Fall solltest
Du niemals Zeitnot haben. Nimm Dir für die Übungen nicht nur die ge-
planten 10 Minuten Zeit, wohl wissentlich dass im Hintergrund der Herd
eingeschaltet und die Pizza gleich fertig ist. Setz dich keinerlei Druck in
irgend einer Form aus.

2.2 Dein Meditations-Raum

Wähle einen Ort, der dich beruhigt. Damit ist nicht gemeint, dass künst-
lich Atmosphäre geschaffen sein muss. Es sollte ein Ort sein, an dem
Du nicht abgelenkt bist. Du solltest dich wohlfühlen, egal was Du dazu
brauchst. In der Hilfsmittel-Checkliste liste ich dir alles auf, was Du hier-
zu nutzen kannst. Gut ist ein Raum, der keinerlei Altlasten in sich trägt.
Was es damit auf sich hat, klären wir gleich wenn es um Energien geht.
Perfekt jedoch ist ein Raum, der nicht anderweitig genutzt wird. Wenn
in diesem Raum ausschließlich deine Meditations-Rituale stattfinden,
wirst Du dich mit diesem Raum in kürzester Zeit eng verbunden fühlen,
und dein Trainingseffekt wird sich spürbar erhöhen.

Richte dir den Raum mit ausreichend Platz für deine Übungen ein. Ach-
te aber auch auf ein paar Objekte mit persönlicher Bedeutung für dich.
Ideal sind auch hier wieder Gegenstände, die ausschließlich im Rah-
men deiner Meditationen genutzt werden – beispielsweise eine Medita-
tionskerze. Für kommen unter den Hilfsmitteln noch darauf zu sprechen.

22 Kapitel 2 Deine Umwelt vorbereiten


Abbildung 2.1: Wohltuende Atmosphäre schafft positive Energien

2.3 Deine Kleidung

Dein Meditationsritual sollte sich von sämtlicher Alltags-Hektik unter-


scheiden, um für deine Psyche einen empfindbaren Unterschied zu ma-
chen. Trag Kleidung, in der Du dich wohl fühlst, die dich nicht einengt,
aber dennoch guten Halt bei deinen bevorstehenden Übungen bietet.
Es gibt die aller verschiedensten Meditations-Outfits. Einige Beispiele
möchte ich hier nennen, damit klar ist, in welche Richtungen es gehen
kann:

Ich empfehle dir für den Anfang eine Haremhose. Sie wird dich nicht be-
engen und vermittelt ein spirituelles Grundgefühl. Wenn Du es als Frau
sportlicher magst, kann ich dir die klassischen Damen-Fitness-Shirts
und Sport-BHs empfehlen. Du findest meine Kleidungs-Empfehlungen
auch noch einmal in der Hilfsmittel-Checkliste.

2.3 Deine Kleidung 23


Abbildung 2.2: Der sportliche Dress, beispielsweise in Kombination mit
Yoga-Übungen

2.4 Deine Umgebungs-Energien

Lüfte bitte Deinen Raum vor Beginn deiner Übungen gut durch. Einer-
seits löst das bestehende Energien im Raum, andererseits reichert es
die Luft mit Bioplasma an. Was es mit Bioplasma auf sich hat, ist in die-
sem Beitrag auf Kopfwandler erläutert. Kurz gefasst geht es um einen
energetisch angereicherten Gaszustand – „frische Luft“ enthält nicht
nur den für uns notwendigen Sauerstoff.

Doch nicht nur das Lüften ist entscheidend. Du solltest auch dafür sor-
gen, dass der Raum keine negativen Energien vorhält. Das ist beispiels-
weise dann der Fall, wenn Du dich in diesem Raum noch zwei Tage

24 Kapitel 2 Deine Umwelt vorbereiten


Abbildung 2.3: Das lockere Outfit für draußen

zuvor mit deinem Partner gezankt, den Tod deines Haustiers festge-
stellt oder anderweitig negative Erfahrungen gemacht hast. Wenn Du
keinen völlig neutralen, gleichbleibend nutzbaren Raum zur Verfügung
hast, solltest Du ihn ausräuchern. Du findest meine Empfehlungen zu
Räucherwerk und co auch in der Hilfsmittel-Checkliste.

Wichtig: Nutze bitte einen Raum, in dem nicht übermäßig viele techni-
sche Geräte präsent sind. Auch das würde für Energieverwirbelungen
sorgen. Ohnehin solltest Du in deinem Zuhause für möglichst wenig
Elektrosmog sorgen. Darunter fällt, dass Du nicht neben deinem einge-
schalteten Handy schläfst, möglichst keine Bluetoothgeräte aktiv hast
und nach Möglichkeit auch kein WLAN nutzt sondern dich mit handels-
üblichen Netzwerkkabeln versorgst.

2.4 Deine Umgebungs-Energien 25


Abbildung 2.4: Spirituell umschmückt, in passender Atmosphäre

2.5 Deine Mitmenschen

So sehr die Gegenwart deines Partners, die von Freunden oder Fa-
milienmitgliedern auch wichtig ist, so sollte sie dich auf keinen Fall in
der Ausführung deiner Meditations-Praktiken behindern. Diese Prämis-
se hat einerseits Auswirkungen auf deinen Tagesablauf. Plane also fe-
ste Zeiten, in denen es nur dich und deine Übungen gibt. Andererseits
wird man aber nicht immer dafür sorgen können, allein zu sein. Wenn
Du also weißt, dass jemand mit dir zu Hause ist, dann sprich mit ihm,
dass Du für deine Übungen bitte ungestört sein möchtest.

Du kommst wieder, wenn Du fertig bist. Meditation ist eine sehr per-

26 Kapitel 2 Deine Umwelt vorbereiten


sönliche Angelegenheit. Zu unserer Seele finden wir nicht ohne ein we-
nig Ruhe. Eine Ausnahme ist natürlich, dass Du deine Übungen grund-
sätzlich gern zu zweit durchführen möchtest – beispielsweise mit einer
Freundin. Das ist natürlich vollkommen in Ordnung, allerdings sollte die-
se Person dann auch zu deinem Ritual gehören. Wenn ihr eure Übun-
gen durchführt, wollt ihr nicht gestört werden. Das wird jeder verstehen,
dem Du es mit einem Lächeln erklärst :-)

2.5 Deine Mitmenschen 27


Abbildung 2.5: Räucherwerk bei der Arbeit

28 Kapitel 2 Deine Umwelt vorbereiten


3 Körper vorbereiten

Willkommen zum nächsten Kapitel. Zur Vorbereitung deines Körpers


wollen wir hier sprechen über folgende Punkte:

1. Richtig atmen

2. Richtig ernähren

3. Trinkwasser aufbereiten

4. Übersäuerung regulieren

5. Körperübungen

3.1 Richtig atmen

In der Regel atmen wir im Alltag gern so, dass wir gerade nicht er-
sticken. Das ist auch normal, da wir unseren Kopf einfach woanders
haben und uns darauf verlassen, dass wir unbewusst (gesteuert über
das vegetative Nervensystem) immer soviel Luft bekommen werden,
wie es die Situation gerade erfordert.

29
Darin liegt aber genau der Punkt: auf diese Weise werden wir immer nur
gerade so viel Luft (und damit ist nicht nur Sauerstoff gemeint) in uns
aufnehmen, wie gerade zwingend benötigt wird. Leider ist diese Hal-
tung Alltag für uns geworden. Unser Körper wünscht sich jedoch mehr.
Allein unsere Organe sind theoretisch dafür ausgelegt, dass wir 120
Jahre alt werden könnten, wenn wir durchgängig richtig atmen würden.

Beim Meditieren sind wir aber geradezu abhängig von bewusster At-
mung. Schauen wir uns daher an, was dafür zu tun ist.

3.1.1 Richtig atmen für erhöhte Energieaufnahme

Zunächst zur Frage, warum das Atmen beim Meditieren so wichtig sein
soll. Dazu sei als erstes gesagt, dass wir beim Ein- und Ausatmen nicht
nur den Körper mit Sauerstoff versorgen und Kohlendioxid ausschei-
den, d.h. Gasaustausch betreiben. Wir nehmen beim Einatmen auch
Bioplasma, d.h. biophysikalisch gesprochen elektromagnetische Ener-
gie, wie sie draußen an frischer Luftällgegenwärtig ist, auf.

Wir können hier von einem energetisch angeregten Gaszustand spre-


chen, und um diese Form der Energieaufnahme geht es. Die Inder
nannten dieses Bioplasma „Prana“. Wir wollen den Begriff Prana gern
weiter verwenden, und müssen uns nur merken, dass wir außer Sau-
erstoffmolekülen einfach noch etwas anderes wichtiges einatmen müs-
sen.

3.1.2 Das bewusste Einatmen

Prana ist also wichtig, da wir unseren Körper ja energetisch anreichern


wollen, um lebendiger, glücklicher und bewusster zu werden. Langsa-

30 Kapitel 3 Körper vorbereiten


mes, tiefes Einatmen hilft daher zunächst beim sofortigen Entspannen.
Wir kommen damit aus einer angespannten Situation zurück zu uns.
Unser Körper (physische Ebene), unsere Gedanken (mentale Ebene)
und Gefühle (emotionale Ebene) sind schnell gefangen in dem, was
uns gerade „auf der Seele brennt“. Tiefes Einatmen hilft, diese Span-
nung zu lösen.

Gleichzeitig können wir uns mit dem Prana-Gedanken (noch mal: der
energetisch angereicherte Teil frischer Luft) auch viel leichter vorstellen,
dass das gezielte „Hineinatmen“ in eine bestimmte Körperstelle einen
positiven Effekt hat. Schließlich tun wir nichts weiter, als mit unseren
Gedanken (auch nur bioelektrische Energie) dafür zu sorgen, die Ener-
gie in der betreffenden Stelle zu erhöhen. Dies löst Blockaden auf.

Schmerz tritt an Stellen auf, wo Energiemangel herrscht, und wir kön-


nen eine verletzte Stelle bei der Heilung unterstützen, indem wir dieses
Energiedefizit ausgleichen. Wir können Freund Prana also als kleinen
Helfer ansehen, den wir einatmen und an schmerzende Stellen dele-
gieren können, um uns selbst zu helfen.

3.1.3 Das bewusste Ausatmen

Warum liest man nun so oft, dass man auch gezielt und langsam Aus-
atmen sollte? Das ist leicht erklärt: zum Einen sind wir beim Ausatmen
deutlich entspannter – dem Körper fehlt es schließlich gerade an nichts,
wenn wir genug Luft in den Lungen halten. Zum Anderen können wir
diese Entspannung auch dazu nutzen, um unangenehme Gefühle und
Gedanken frei zu lassen.

3.1 Richtig atmen 31


Warum sollte das funktionieren? Weil Gefühle und Gedanken auch wie-
der nichts weiter sind, als elektromagnetische Felder einer bestimm-
ten Frequenz. Der Gedanke des Loslassens, gefördert durch die Ent-
spannung des Ausatmens und die leichtfallende Vorstellung des Atem-
stroms, begünstigen ungemein die Auflösung dieser elektromagneti-
schen Energien. Warum? Weil wir hierdurch wieder einen energetischen
Ausgleich erschaffen, vollkommen identisch zur Heilung körperlicher
Beschwerden.

3.1.4 Die volle Atmung

All dies mag theoretisch klingen, ist für unser Vorhaben aber unbedingt
wichtig. Wenn Du dir nichts davon merkst, dann merk dir bitte folgende
knackige Punkte:

1. Bewusst tief einatmen, bis in den Bauch hinein, danach in die


Brust
2. Bewusst tief ausatmen, erst aus dem Bauch heraus, dann aus der
Brust
3. Wiederhole diesen Zyklus so langsam wie möglich. Dehne das
Ein- und das Ausatmen jeweils gern auf 30 Sekunden aus, sodass
ein voller Atem-Zyklus etwa 60 Sekunden dauert.

Das ist die sogenannte „volle Yoga-Atmung“, die dich mit dem so wichti-
gen Prana anreichert, welches Du auch für deine Meditationen brauchst.
Versuch sie gern zu nutzen, aber verkrampfe nicht dabei, dich strikt dar-
an halten zu wollen. Über sie gezielt, und wenn sie dir nicht behagt oder
zu Beginn einfach zu schwer ist, lass sie erst einmal weg. Für effektive
Meditation müssen wir entspannt sein, und verkrampfte Atmungsdog-
men helfen dabei nicht.

32 Kapitel 3 Körper vorbereiten


3.2 Richtig ernähren

Dem Bereich der Ernährung könnten wir nicht nur ein eigenes Kapitel,
sondern sicher auch gleich einen eigenen Kurs spendieren. Wir wol-
len uns hier aber auf einen ganz speziellen Bereich konzentrieren, der
für die Bewusstseinsarbeit in der Meditation so wichtig ist: die Begün-
stigung reinigender und bewusstseinserweiternder Prozesse. Diesen
Punkten ist der Rest dieses Kapitels gewidmet.

Beachte bitte folgende, knackige Punkte:

• Verzicht auf Fleischkonsum, dafür Verzehr von Rohkost


• Ausreichendes Trinken (2 Liter am Tag ist keine Erfindung von
Evian oder Vettel :) )
• Das eigene Trinkwasser aufbereiten (dazu gleich mehr)
• Vorsicht vor Übersäuerung! Prüfe mit einem pH-Teststreifen regel-
mäßig deinen körpereigenen pH-Wert! Manche Menschen sind
chronisch übersäuert, was Elektronenmangel und damit verrin-
gerte Vitalität bedeutet. (dazu gleich mehr)

Sprechen wir zunächst über Fleisch und seine Alternativen.

3.2.1 Fleischkonsum verringern

Ich selbst ernähre mich vegetarisch. Warum? Weil ich spüre, wie sehr
meine Vitalität seit dem gestiegen ist, und – interessanter Weise – mei-
ne innere Unruhe nachgelassen hat, was tatsächlich zeitgleich mit dem

3.2 Richtig ernähren 33


Stopp des Fleischverzehrs begann. Dies lässt sich auch tatsächlich bio-
physikalisch erläutern, da Fleisch Informationen enthält, die bei intelli-
genten Tieren wie einem Schwein meist die Angst vor dem Geschlachtet-
werden beinhalten. Diese Informationen gehen beim Verzehr in den ei-
genen Körper über.

Dennoch sei es bitte jedem selbst überlassen, ob oder wie sehr er sei-
nen Fleischkonsum verändern möchte. Als letztes Wort hierzu: ich per-
sönlich hätte auch außerhalb einer spirituellen Entwicklung den Drang,
keine Tiere mehr zu essen, seit ich einmal Video-Aufnahmen eines
Schlachthofes sah. Mir wurde oft entgegnet, dass es auch artgerechte
Haltung gibt. Ja, Massentierhaltung ist der Gipfel der Perversion, aber
würdest Du als Tier beim artgerechten Schlachten glücklicher sterben?

3.2.2 Rohkost verzehren

Versuch dich doch einmal zwei Wochen lang an einem Experiment: lass
den Kochtopf im Schrank! Damit meine ich nicht, bestell Fertiggerich-
te :) Ich meine damit, versuch dich an pflanzlicher Rohkost – und zwar
ausschließlich Rohkost. Zunächst wird der Körper seine alten Gewohn-
heiten „vermissen“ – was eine natürliche Reaktion, aber keine echte
Äbwehrreaktionäls solche ist.

Was folgt ist eine starke Entgiftung, die uns im Übrigen bei vielen Aspek-
ten spiritueller Arbeit begegnet, so zum Beispiel durch intensive Träu-
me, nachdem unser Energiepegel angehoben wurde. Das Experiment
bewirkte bei mir, dass ich mich scharfsinniger, rundum vitaler fühlte.
Das ist erklärbar, denn Rohkost wurde, wie der Name es sagt, nicht
verarbeitet, und hatte damit auch keine Chance, etwas zu verlieren.
Probier es bitte unbedingt aus – von Rohkost wird dir kein Arzt abraten.
Sprechen wir nun wie versprochen detaillierter über Trinkwasser und
Übersäuerung.

34 Kapitel 3 Körper vorbereiten


3.3 Trinkwasser aufbereiten

Wir wissen, unser Körper besteht überwiegend aus Wasser, welches


permanent nachgeführt werden muss. Vielleicht verfolgst Du daher die
ständigen Debatten um Mineral- und Trinkwasser. Halten wir es kurz
und prägnant, ich empfehle dir folgendes:

• vermeide Plastikflaschen aufgrund des Weichmachers


• schenke regulatorisch festgelegten Grenzwerten für Trinkwasser-
qualität keine Beachtung (Langzeitdaten über die Schädlichkeit
fehlen, mancherorts werden die Vorgaben sogar lascher als stren-
ger, und sogar auf dem Land ist man vor Nitrat, Pflanzenschutz-
mittel und Schwermetallen im Trinkwasser nicht sicher)
• halte nicht zu viel von handelsüblichem Mineralwasser, da Kal-
zium und Magnesium ohnehin nur über die Nahrung ordentlich
aufgenommen werden können (zwei Bananen entsprechen etwa
5-10 Litern handelsüblichem Mineralwasser)
• sei ganz besonders beim Thema Trinkwasser sensibilisiert für das
Thema Übersäuerung, dazu gleich mehr

Versuch doch bitte, das Trinkwasser, das aus Deinem Hahn kommt,
aufzubereiten. Hierzu kann die von Dr. Michael König im Quantentem-
pel beschriebene Umkehrosmose genutzt werden: das Wasser wird
durch eine feinporige Membran gepresst, diese lässt fast nur noch Was-
sermolekühle durch und gelöste Stoffe wie Kalziumionen, Schwerme-
talle etc. bleiben hängen.

Alles was Du dazu benötigst ist eine kleine, günstige Wasseraufberei-


tungsanlage wie die Dennerle 7040 Osmose Professional 190. Danach
gilt: Du kannst nicht zuviel trinken – nur zu viel auf einmal :)

3.3 Trinkwasser aufbereiten 35


3.4 Übersäuerung regulieren

Grundsätzlich wandelt unser Körper permanent Nahrung in Energie


um, und kann selbst mit den Abfallprodukten noch etwas anfangen.
Übrig bleiben jedoch meist Säuren, was vollkommen normal ist. Nun
gibt es in unserem Körper jedoch auch Basen, und es wird automatisch
versucht ein Gleichgewicht zwischen Basen und Säuren herzustellen.
Bekommt der Körper dieses Säure-Base-Gleichgewicht nicht reguliert,
oder fällt einfach zuviel Säure an, setzt sich diese im Körper ab und wir
sprechen von Übersäuerung.

Ein übersäuerter Körper kann keine Glücksflamme entzünden, sondern


qualmt nur leicht vor sich hin, Dr. Michael König vergleicht dies im Klei-
nen Quantentempel mit feuchtem Brennholz.

Durch folgende Symptome kann sich eine Übersäuerung bemerkbar


machen:

1. Kopfschmerzen

2. Übelkeit

3. Antriebslosigkeit

4. Schlafstörungen

5. Appetitlosigkeit

6. Häufige Erkältungen

7. Veränderung der Haut (fettig oder stumpf)

8. Veränderung von Haaren (bis zu Haarausfall) und Nägeln

36 Kapitel 3 Körper vorbereiten


Um Übersäuerung zu regulieren kannst Du mit einem pH-Teststreifen dei-
nen körpereigenen pH-Wert überprüfen. Hast Du tatsächlich Übersäue-
rung festgestellt, sollte Dein Speiseplan künftig mehr basische Salze
beinhalten.

Was Du aber sofort tun kannst, um den pH-Haushalt zu optimieren,


ist dein Trinkwasser zu ionisieren. Das erzeugt basisches Wasser mit
Elektronenüberschuss. Du wirst „transformativ entflammbarer“ :) Hierzu
gibt es Ionisationsfilter, ich empfehle dir den sehr günstigen, aber voll
funktionierenden Smarald Ionisator.

Du findest all unsere Empfehlungen auch noch einmal gebündelt in der


Hilfsmittel-Checkliste am Ende des E-Books.

3.5 Körperübungen

Natürlich gehören auch Körperübungen zur Vorbereitung deines Kör-


pers. Warum eigentlich? Ist das spirituell notwendig? Unbedingt, denn
knapp zusammengefasst gelten folgende Punkte:

Ein Körper, der fit ist, kann besser entgiften Flexible, mobilisierte und
vorbelastete Sehnen, Muskel und Gelenke fördern den Energiefluss
im Körper Das „Freiräumen“ körperlicher Rückstände durch Bewegun-
gen fördert direkt die Auflösung von seelischen Blockaden, die sich in
bestimmten Körperregionen manifestiert haben Wir sehen also, dass
Körperübungen für unsere Transformation sehr wichtig sind. Wir dür-
fen nicht vergessen, dass uns unser aktueller Körper als Fahrzeug in
Richtung unseres Höheren Selbst transportieren muss. Würde das von
allein gehen, bräuchten wir nicht erst inkarnieren. Der Körper ist auch

3.5 Körperübungen 37
die Schicht unserer Aura, die all das letztlich tragen muss, dass wir
psychisch nicht verarbeiten wollten. Wir müssen Reinigung und Vorbe-
reitung daher auf allen Ebenen betreiben.

Wir werden über folgende Übungen sprechen:

Wirbelsäulendrehung Schulter-, Arm- und Rumpfübung Rückenübung


Seitliches Beinheben Dehnungsübungen Halswirbelsäulendehnung* Ha-
numanasana** Je älter Du bist, desto wichtiger sind die folgenden Übun-
gen – allerdings sind sie dann auch schwerer auszuführen. Keine Angst,
Du musst nicht alle Übungen sofort perfekt durchführen können. Haupt-
sache ist, Du erkennst die Wichtigkeit der Übungen für deine Transfor-
mation und übst weiter fleißig.

3.5.1 Übung 1 – Wirbelsäulendrehung

Unsere Wirbelsäule ist Teil unseres Zentralnervensystems, und damit


auch Sitz unserer Seele. Sie führt ungemein viel wichtige Energie für
unseren gesamten Körper mit, darunter auch Informationen uralter Er-
innerungen (aus diesem und früheren Leben). Wir sollen unsere Wirbel-
säule nun etwas beweglicher machen, damit sie durchlässiger für un-
ser Transformationsvorhaben wird. Konkret bewirkt diese Übung einen
erhöhten Energiefluss im Milz- und Magenmeridian. Du kennst diese
Übung aus dem Yoga vielleicht als (halben) Drehsitz.

Dazu führst Du folgende Schritte durch:

1. Setz dich mit ausgestreckten Beinen auf den Boden.

2. Leg das rechte Bein angewinkelt über das linke.

38 Kapitel 3 Körper vorbereiten


3. Dreh dich im Uhrzeigersinn (nach rechts).
4. Dreh den Kopf weiter, sodass Du fast nach hinten schaust.
5. Greif mit dem linken Arm dein linkes Bein, dein linker Oberarm ist
rechts vom linken Knie.
6. Dein rechter Arm greift nach hinten und bildet eine Linie mit dem
linken Bein.
7. deine Wirbelsäule wird so „vollständig“ gedreht.
8. Halte diese Position für drei bis fünf Atemzüge.
9. Löse die Position und führe alle vorherigen Schritte mit der jeweils
anderen Seite aus.
10. Wiederhole diesen Wechsel so, dass Du auf mindestens drei Durch-
gänge kommst.

Die folgende Abbildung zeigt dir diese Übung noch einmal anschaulich:

Abbildung 3.1: Übung 1 – Wirbelsäulendrehung

3.5 Körperübungen 39
3.5.2 Übung 2 – Schulter-, Arm- und Rumpfübung

Diese Übung dient der Mobilisierung der Schulter-/Arm-/Rumpfmuskulatur.

1. Geh in die Hocke und setze die Beine dicht parallel auf.
2. Strecken deine Arme gut schulterbreit geöffnet vor dem Körper.
3. Lege deine Handflächen auf den Boden.
4. Drücke nun deine Schultern sanft nach hinten-unten, jedoch ohne
dabei die Hände vom Boden zu nehmen.
5. Die Fußspitzen zeigen weiter nach hinten.
6. Halte diese Position für drei bis fünf Atemzüge.
7. Wiederhole diese Übung über drei Durchgänge.

Die folgende Abbildung zeigt dir diese Übung noch einmal anschaulich:

Abbildung 3.2: Übung 2 – Schulter-, Arm- und Rumpfübung

40 Kapitel 3 Körper vorbereiten


3.5.3 Übung 3 – Rückenübung

Wir sorgen nun für mehr Beweglichkeit im Rücken und im Rumpf.

1. Leg dich auf den Bogen.


2. Winkel die Beine an und zieh den den Bauch an.
3. Hebe deinen Rumpf beim Gesäß angefangen an, bis Knie, Ober-
schenkel und Oberkörper eine Linie bilden.
4. Stütz dich unterhalb der Lendenwirbelsäule mit den Händen ab.
5. Halte diese Grundspannung für drei bis fünf Atemzüge.
6. Beachte bitte, dass Du hierbei kein zu großes Hohlkreuz machst.
7. Wiederhole diese Übung drei Mal.

Die folgende Abbildung zeigt dir diese Übung noch einmal anschaulich:

Abbildung 3.3: Übung 3 – Rückenübung

3.5 Körperübungen 41
3.5.4 Übung 4 – Seitliches Beinheben

Unsere Energie soll im gesamten Körper zirkulieren können – auch in


den Gliedmaßen. Wir wollen uns daher auch einer Beinübung widmen.

1. Leg dich auf die Seite.


2. Stütze deinen Kopf auf dem Arm ab (oder lege ihn gänzlich ab).
3. Strecke das Bein, spanne die Beinmuskeln an.
4. Hebe das Bein so weit es geht an (ohne nach hinten zu kippen).
5. Versuche deine Atmung mit deiner Bewegung zu synchronisieren.
6. Wechsel nach 10 Mal Beinheben die Seite.
7. Wiederhole diese Zyklen für drei Durchgänge je Seite.

Die folgende Abbildung zeigt dir diese Übung noch einmal anschaulich:

Abbildung 3.4: Übung 4 – Seitliches Beinheben

42 Kapitel 3 Körper vorbereiten


3.5.5 Übung 5 – Dehnungsübung

Dehnungen können den Energiefluss deiner Energiemeridiane enorm


steigern. Versuche beim Dehnen aber niemals, die Wirkung durch Wip-
pen oder ähnliches zu verstärken. Das deaktiviert Muskeln und Sehnen
und wir erreichen dann das Gegenteil.

1. Setz dich mit gespreizten oder parallel aufgesetzten Beinen auf


den Boden.

2. Atme aus, und beug dich langsam in Richtung eines Beins nach
vorn, den Kopf vorsichtig in Richtung Knie.

3. Geh so weit wie möglich nach unten. Wenn Du kannst, setz sogar
die Stirn auf den Knien auf.

4. Bitte immer noch nicht wippen!

5. Halte die Spannung für drei bis fünf Atemzüge.

6. Wiederhole die Übung für das andere Bein.

7. Wiederhole diesen Wechsel bis beide Beine drei Mal gedehnt


wurden.

Achtung: Versuche diese Übung möglichst ein mal mit gespreizten (wie
ersichtlich) und ein mal mit parallel aufgesetzten Beinen (Vorwärtsbeu-
ge) durchzuführen. Du regst damit den Energiefluss im gesamten Kör-
per an.

Die folgende Abbildung zeigt dir diese Übung noch einmal anschaulich:

3.5 Körperübungen 43
Abbildung 3.5: Übung 5 – Dehnungsübung

3.5.6 Übung 6 – Halswirbelsäulendehnung*

Wir werden nun deine Halswirbelsäule dehnen, da hier sehr viel Ener-
gie von den oberen Chakren in die unteren und zurück transportiert
werden will und die Halswirbelsäule heutiger Menschen extremen Stra-
pazen ausgesetzt ist. Eine ähnliche Übung ist dir aus dem Yoga ggf.
als Pflug/Halasana bekannt.

44 Kapitel 3 Körper vorbereiten


1. Geh in den Schulterstand.

2. Lass die Beine nach hinten über den Kopf sinken.

3. Winkel die Beine dabei an (der Pflug würde sie ausgestreckt las-
sen, was eine zusätzliche Dehnung für die Beine bedeutet – führ
das gern aus, wenn Du es kannst und willst).

4. Umfasse mit den Armen deine Beine, die Unterarme ruhen auf
den Unterschenkeln.

5. Halte diese Übung für drei bis fünf Atemzüge.

6. Wiederhole diese Übung drei Mal.

Die folgende Abbildung zeigt dir diese Übung noch einmal anschaulich:

Abbildung 3.6: Übung 6 – Halswirbelsäulendehnung*

3.5 Körperübungen 45
3.5.7 Übung 7 – Hanumanasana**

Diese Übung trägt zwei Sternchen, weil sie nur für diejenigen gedacht
ist, die entweder schon Yoga praktizieren oder sehr gelenkig sind.

1. Setz dich mit einem Bein voran auf den Boden.

2. Zieh das andere Bein nach hinten in den Spagat.

3. Führe beide Hände zusammen, die Fingerspitzen berühren sich –


das Añjali Mudra.

Die folgende Abbildung zeigt dir diese Übung noch einmal anschaulich:

Abbildung 3.7: Übung 7 – Hanumanasana**

46 Kapitel 3 Körper vorbereiten


Geschafft! Du hast dich durch sämtliche Körpervorbereitungen geschla-
gen und bist nun bereit für das nächste Kapitel – die Vorbereitung dei-
nes Geistes.

3.5 Körperübungen 47
48 Kapitel 3 Körper vorbereiten
4 Geist vorbereiten

Willkommen zum nächsten Kapitel. Im letzten Kapitel haben wir über


die Vorbereitung deines Körpers gesprochen, worunter unter anderem
die bewusste Atmung fiel. Mit diesem Wissen, unserer vorbereiteten
Umwelt und unserem vorbereiteten Körper, wollen wir uns in diesem
Kapitel nun um unseren Kopf, das heißt unseren Geist, kümmern. Wir
werden sprechen über:

1. Die Aufmerksamkeit fokussieren


2. Die richtige Sorte Konzentration
3. Die gezielte Auflösung von Altlasten

4.1 Die Aufmerksamkeit fokussieren

Wir werden nun immer wieder direkt und indirekt sprechen von der
Fokussierung unseres Bewusstseins. Was ist damit gemeint? Grund-
sätzlich verhält es sich wie mit einem mehr oder weniger beleuchteten
Raum und einer Taschenlampe. Wir nehmen vielleicht vieles unbewusst
wahr, doch unsere volle Aufmerksamkeit liegt auf bestimmten Stellen,

49
auf die wir unsere Taschenlampe richten. Diese Entscheidung treffen
wir im Falle einer Taschenlampe relativ bewusst. Mit unserem eigenen
Geist halten wir es meist nicht ganz so bewusst. Unser Denken ist sehr
sprunghaft, was wir unter anderem unserer hektischen Welt und unse-
ren ständig wechselnden Reizen und Einflüssen zu verdanken haben.
Wir müssen heute tatsächlich sehr schnell im Geiste sein, um mit der
Welt mithalten zu können.

Gerade um diesen Herausforderungen gewachsen zu sein, ist es je-


doch ratsam so oft wie möglich zurück zu treten, unseren Geist zu ent-
lasten, ihn damit aber auch gleich fitter und flexibler zu machen. Wir
wollen zuerst einmal lernen, unsere geistige Aufmerksamkeit auf eine
ganz bestimmte Stelle zu richten. So wie wir bei einer Nachtwanderung
nicht wild mit der Taschenlampe umher schwenken würden, wollen wir
auch lernen unser Denken etwas zielgerichteter einzusetzen. Sofort mit
einer Stillen Meditation zu starten wäre hierfür aber nicht zweckmäßig
– Du würdest vermutlich sehr schnell wieder aufhören, weil die Aufgabe
schlicht unmöglich scheint, und das wäre nur all zu verständlich.

4.1.1 Fokussierung auf Gegenstände

Bitte schnappe dir jetzt einen Gegenstand deiner Wahl. Es kann dein
Lieblings-Stofftier sein, mit dem Du möglichst nur gute Dinge verbin-
dest, oder es ist eine Kerze, die dich beruhigt. Mache nun folgendes:

1. Bereite deinen Raum wie zuvor beschrieben vor. Lüfte ihn, und
sag allen Menschen bescheid, dass Du einen Moment Ruhe für
dich haben möchtest. Du kommst von selbst wieder zurück und
möchtest nicht gestört werden.

50 Kapitel 4 Geist vorbereiten


2. Setz dich aufrecht im Schneidersitz auf den Boden. Nutze da-
zu gern eine kleine Meditationsmatte, mit der Du später auch
ein paar Übungen machen kannst. Schau gern einmal im Kapi-
tel „Hilfsmittel“ vorbei, dort findest Du passende Links.

3. Stell nun den Gegenstand vor dir ab.

4. Schau den Gegenstand an, ohne dich von etwaigen Erinnerungen


beeindrucken zu lassen.

5. Wenn eine Erinnerung, ein Gefühl oder ein Gedanke hoch kommt,
versuch ihn sanft beiseite zu schieben, und achte wieder auf den
Gegenstand.

6. Kehre immer wieder zum Gegenstand zurück, egal wie oft Du in-
nerlich abgelenkt wirst.

7. Wiederhole diese Übung so lange, bis Du merkst, dass deine Auf-


merksamkeit fast nur noch auf der Wahrnehmung des Gegenstan-
des ruht.

4.1.2 Fokussierung auf Musik

Eine abgewandelte Form der Übung ist später mit geschlossenen Au-
gen möglich. Normalerweise neigen wir bei geschlossenen Augen noch
eher dazu, uns wild in Gedanken zu verfangen, von einem Eindruck
zum nächsten zu hangeln. Einerseits ist das für unser Unterbewusst-
sein wichtig, um vergangene Eindrücke zu verarbeiten. Wenn wir diesen
Modus aber nicht verlassen können, sind wir Sklave unserer Gedanken.
Unser Unterbewusstsein verarbeitet das meiste buchstäblich im Schlaf,
hier müssen wir nicht mit wilden Gedankensprüngen vermeintliche Un-
terstützungsarbeit leisten.

4.1 Die Aufmerksamkeit fokussieren 51


Bitte schnappe dir nun also einen Song-Titel deiner Wahl, bei dem kein
Text gesungen wird :-) Das mag erst einmal seltsam klingen. Wenn wir
aber Songtexte in einer uns bekannten Sprache wahrnehmen, sind wir
entweder innerlich gezwungen mit zu singen oder wir verlieren uns im
Grübeln über die Bedeutung der Worte, die wir wahrnehmen, da wir
sie verstehen können. Wenn Du also gerade kein Lied in einer dir völ-
lig fremden Sprache besitzt, nutze sehr gern klassische Musik. Klassik
regt nachweislich die Synapsenbildung an und entspannt unsere Seele.
Mache nun folgendes:

1. Bereite deinen Raum wie zuvor beschrieben vor. Lüfte ihn, und
sag allen Menschen bescheid, dass Du einen Moment Ruhe für
dich haben möchtest. Du kommst von selbst wieder zurück und
möchtest nicht gestört werden.
2. Setz dich aufrecht im Schneidersitz auf den Boden. Nutze da-
zu gern eine kleine Meditationsmatte, mit der Du später auch
ein paar Übungen machen kannst. Schau gern einmal im Kapi-
tel „Hilfsmittel“ vorbei, dort findest Du passende Links.
3. Starte das Lied, und schalte es auf eine Endlos-Schleife. Vorsicht
bei Spotify, Du wirst früher oder später Werbung hören, sofern Du
dort nicht Premium-Mitglied bist.
4. Versuche nun, nicht zu antizipieren welche Melodie als nächstes
kommt, sondern nimm nur wahr, was in jedem Moment für ein
Klang ertönt.
5. Wenn eine Erinnerung, ein Gefühl, ein Gedanke oder etwas an-
ders hoch kommt, dass Du mit dem Lied in Verbindung bringst,
versuch es sanft beiseite zu schieben, und achte wieder nur auf
den Klang des Liedes.
6. Kehre immer wieder zum Klang im Jetzt zurück, egal wie oft Du
innerlich abgelenkt wirst.

52 Kapitel 4 Geist vorbereiten


7. Wiederhole diese Übung so lange, bis Du merkst, dass deine Auf-
merksamkeit fast nur noch auf der Wahrnehmung des Klangs im
Jetzt liegt.

Du kannst diese Übungen natürlich gern abwandeln...

4.1.3 Weitere Fokussierungsübungen

Denkbar sind auch Mischformen, beispielsweise bei Meditationsmusik


oder Minimal Beats etc. nur auf eine Kerze zu schauen, und diese zu
beobachten. Auch kannst Du in freier Natur einer Ameise beim Krab-
beln zu sehen, und hierbei so wenig Denk-Konstrukte wie möglich in
dein Bewusstsein lassen.

4.2 Die richtige Sorte Konzentration

Wo wollen wir damit hin? Unseren Aufmerksamkeits-Fokus auf eine be-


stimmte Stelle richten ist die Vorstufe von dem, was unser Geist leisten
muss, wenn er unserem Bewusstsein mehr Platz einräumen möchte.
Es ist wie beim Möbel räumen: wenn das eine Platz bekommen soll,
muss das andere weichen. Wir identifizieren uns viel zu oft mit unseren
Gefühlen und Gedanken, leben viel zu oft im Gestern und im Morgen.
Unsere Aufmerksamkeit auf eine Stelle zu richten, ist der kleine Bruder
von dem, was uns als nächstes beschäftigen soll: die innere Konzen-
tration.

Wir können sagen, dass wir vorher die Aufmerksamkeit ins Äußere ge-
setzt haben. Nun wollen wir sie nach innen richten. Wir kennen das aus

4.2 Die richtige Sorte Konzentration 53


dem Alltag fast nur, wenn wir uns an etwas erinnern wollen: einen Na-
men, ein Auto, die Position unseres verbummelten Schlüssels. Genau
dann schließen wir als großen Ausnahmefall unsere Augen und rich-
ten unsere Aufmerksamkeit nach innen. Wer einen ruhenden Geist hat,
wird auf diese Weise schnell die benötigte Information erhalten – denn
sie ist biochemisch in unserem Kopf abrufbar. Wer nicht für sich sagen
kann, dass ihm das leicht fällt, der sollte bitte noch nicht sofort darüber
nachdenken, sich an vergangene Leben zu erinnern. Denn diese Infor-
mation ist leider nicht biochemisch in unserem Kopf vorhanden, son-
dern liegt an einem Ort, an dem wir uns später noch sehr oft aufhalten
werden.

Wie können wir unsere innere Konzentration also steigern? Ich möch-
te dir hier einige Übungen vorstellen, die die Fähigkeit schulen, die Du
einerseits als Vorbereitung zur Gedankenstille benötigst. Andererseits
wird sie dir später auch gleich helfen, um etwaige Informationen, die aus
dem Hyperraum in den Bewusstsein dringen wollen, richtig zu interpre-
tieren. Das wird dir später genau wie jetzt nicht immer gleich leicht oder
schwer fallen. Es braucht Übung und Geduld, bis sich hier eine gewisse
Leichtigkeit einstellt. Verlange nicht zu viel von dir. Lass es geschehen
und hab Spaß daran!

4.2.1 Der Apfel

Versuch bitte einmal folgendes:

1. Stell dir einen Apfel vor dem geistigen Auge vor.

2. Halte diesen Apfel vor deinem Auge präsent und stabil.

54 Kapitel 4 Geist vorbereiten


3. Wie sieht er aus? Beschreibe ihn, ohne dass er sich für dich ver-
ändert.

4. Zoome den Apfel geistig heran. Wie sieht seine Oberfläche aus?
Drehe den Apfel.

5. Experimentiere damit, ihn über alle Achsen zu drehen und zu


wenden.

6. Lass den Apfel verschwinden. Drängt er sich wieder auf oder bleibt
er unsichtbar?

7. Hole den Apfel zurück. Ist er sofort zu sehen? Bleibt er sichtbar?

8. Spiele mit dem Apfel. Wechsel seine Farbe, verwandel ihn in eine
Birne und wieder zurück in einen Apfel.

9. Achte darauf, dass der Apfel nur das tut, was Du ihm befiehlst.

10. Wiederhole diese Übung so lange bis der Apfel dir vollkommen
gehorcht.

Das Universum ist ein Ort, an dem wir viel beeinflussen können. Doch
ausnahmslos alles ist in uns selbst beeinflussbar. Der Apfel gehört dir.
Dein Wille geschehe. Er hört nur auf deinen Geist. Wie gut hast Du
deinen Geist im Griff?

4.2.2 Die Autobahn

Nun wird es schwieriger. Während der Apfel selbst in sich ruhend war,
und Du ihn nur manipulieren solltest, wollen wir uns nun ein alltägliches
Bild vor die Augen rufen, das vollkommen im Fluss ist. Versuch bitte
folgendes:

4.2 Die richtige Sorte Konzentration 55


1. Stell dir vor, Du stehst auf einer Autobahnbrücke.
2. Schau dir die Autos an, die unter dir vorbeiziehen.
3. Stell dir nun vor, die Autos dürften nicht die Spur wechseln. Alle
Autos fahren sehr schnell in ihrer Spur.
4. Du stehst nun nicht mehr auf, sondern unter der Brücke – also auf
der Fahrbahn, aber zwischen zwei Fahrstreifen.
5. Du kannst nicht von einem Auto erfasst werden, aber Du siehst
die Autos auf dich zukommen, und spürst wie sie an dir vorbei
fahren.
6. Stell dir nun vor, alle Autos halten an. Du weißt, in der „realen“
Welt geht das nicht von jetzt auf jetzt. Sie müssen erst langsamer
werden.
7. Dann lass sie langsamer werden. Befiehl allen Autos im Geiste,
langsamer zu werden, und schließlich anzuhalten. Gelingt es dir?
8. Lass die Autos nun umkehren. Jedes Auto soll langsam wenden.
9. Lass die Autos langsam in die Gegenrichtung beschleunigen.
10. Alle Autos fahren in der selben Geschwindigkeit vom Anfang in
die Gegenrichtung, ohne sich zu gefährden.

Wenn dir diese Übung gelingt, dann bist Du vielleicht schon bereit, den
Kräften der Physik vollkommen zu strotzen.

4.2.3 Der kontrollierte Fall

Kennst Du das hier: „Hattest Du schon mal einen Traum, Neo, der dir
so real schien, dass Du nicht mehr wusstest, ob es noch ein Traum ist,
oder schon Realität?“ (Die Matrix, 1999).

56 Kapitel 4 Geist vorbereiten


Auch wir leben in einer Matrix. Wir werden (hoffentlich) nicht von Ma-
schinenwesen kontrolliert. Dennoch ist unsere Umgebung in gewisser
Weise künstlich, denn was wir mit unseren derzeit sehr eingeschränk-
ten Sinnen als feste Materie wahrnehmen ist in Wahrheit nur Energie.
Wieder in der geistigen Welt angekommen, sehen wir was es wirklich
mit dieser Struktur auf sich hat. Warum erzähle ich das? Die Gesetzmä-
ßigkeiten, die wir auf der Erde wahrnehmen, gibt es nicht. Sie existie-
ren in unserem Kopf. Wir wären, mit ausreichend starkem Bewusstsein,
sehr wohl in der Lage den Gravitationsstrom auszugleichen, wenn wir
ein entsprechend starkes Gegenfeld aufbauen würden. Das ist uns im
Äußeren nicht so leicht möglich, sonst würden wir es bei entsprechend
weit entwickelten Menschen öfter sehen können. In unserem Geiste al-
lerdings glauben wir ebenso stark an vermeintliche physikalische Ge-
setze. Wenn wir in einem Traum fallen, wachen wir meist auf – aus
Angst vor dem Aufprall. Doch was wenn das gar nicht so sein müsste?

Versuch bitte einmal folgendes:

1. Stell dich im Geiste an den Rand eines Abgrundes. Es kann eine


Turnhalle, ein Wasserbecken oder der Fernsehturm in Berlin sein.

2. Blick hinunter. Was siehst Du? Wie fühlst Du dich? Hiermit schulst
Du gleich deine Aufmerksamkeit noch einmal und siehst, dass wir
Gedanken und Gefühle nur schwer trennen können. Das ist auch
völlig in Ordnung so.

3. Blick weiter hinunter. Entschließe dich, einen Schritt nach vorn zu


machen, ohne dich aber gleich fallen zu lassen. Halte das eine
Bein gedanklich nur über dem Abgrund.

4. Beobachte genau, was in dir vorgeht. Steigt dein Herzschlag? Be-


kommst Du Schwindelgefühle? Fühlst Du realeÄngst?

4.2 Die richtige Sorte Konzentration 57


5. Lass dich nun nach vorn fallen. Beide Beine verlassen den siche-
ren Boden.
6. Du fühlst, wie Du nach unten rast. Was noch? Kannst Du es aus-
halten? Musst Du abbrechen, weil die Angst zu intensiv ist? (Man-
gelt es dir an Vorstellung, und es macht dir gar nichts aus?)
7. Du musst keinen Aufprall erleben, ganz sicher nicht. Verlangsame
deinen Fall im Geiste.
8. Spüre, wie Du weit vor dem harten Boden langsam wirst, langsa-
mer sinkst.
9. Du schwebst nun über dem Abgrund.
10. Lass dich sanft auf dem Boden absinken und wiederhole die Übung
gleich noch einmal.

Ja, Du kannst fliegen. Herzlichen Glückwunsch! :-) Du kannst alles. AL-


LES. Blicken wir mit dieser Prämisse nun auf unsere Leichen im Kel-
ler. Da Du alles kannst, kannst Du auch deine Altlasten auflösen. Damit
hilfst Du einerseits deiner Psyche und wendest andererseits gleich dei-
ne geistigen Kompetenzen an und lässt sie damit wachsen.

4.3 Die gezielte Auflösung von Blockaden

Wir haben nun einiges über unsere geistige Kontrolle, und zuvor eini-
ges über unseren Körper und unsere Atmung erfahren. Wir wollen nun
beides miteinander in Einklang bringen. Wir werden uns einige Atem-
Übungen ansehen, die dir helfen können, deinen Energiefluss zu stei-
gern und emotionale und körperliche Blockaden selbst zu lösen.

Auch hier nähern wir uns den Übungen wieder ganz behutsam. Hierzu
gliedern wir in:

58 Kapitel 4 Geist vorbereiten


1. Vorbereitung

2. Durchführung

3. Nachbereitung

4.3.1 Vorbereitung

Wenn Du die nachfolgenden Übungen durchführen möchtest, versuch


wie besprochen möglichst keine Störeinflüsse zuzulassen (Geräusche,
starkes Licht, unberechenbare Personen, etc. :-) ).

Wir lüften den Raum, setzen uns aufrecht hin und schließen dann die
Augen, um uns ausschließlich auf das zu konzentrieren, was in uns
vorgeht.

Wir wollen unseren Körper, unsere Gedanken und Gefühle besser ken-
nenlernen. Wozu? Um tiefsitzende Blockaden aufzulösen, die uns als
emotionale oder körperliche Schmerzen belasten, und uns unbewusst
das Leben erschweren.

4.3.2 Durchführung der Atem-Harmonie-Übung

Die Schultern ohne große Anspannung leicht zurück gezogen, damit


unser Kopf gerade steht, sitzen wir aufrecht frei auf dem Boden oder
angelehnt an einem bequemen Stuhl. Die Augen geschlossen atmen
wir zuerst sämtliche Luft aus, die wir in der Lunge halten. Danach be-
ginnen wir mit einem sehr langsamen, dafür extrem tiefen Einatmen in
sowohl Lunge als auch Bauch (!).

4.3 Die gezielte Auflösung von Blockaden 59


Danach atmen wir genauso lange aus, wie wir eingeatmet haben. Wir
brauchen für einen vollständigen Atemzyklus (Ein- und Ausatmen) etwa
30 Sekunden. Das ist am Anfang sehr schwierig, die Übung wird sich
aber auszahlen.

Bitte achte nun darauf, wo Du hinatmest. Menschen, die gern Gefühle


verdrängen, atmen nicht in den Bauch, weil dort hin gern Altlasten ab-
geschoben werden, wie auf einer Müllhalde. Atmet man dort hin, wer-
den die dortigen Energien angeregt und melden sich durch innere Bil-
der zurück, die im ersten Moment kurz Schmerzen bereiten können.
Meidest Du den Bauch bei der Atmung? Falls ja, atme umso intensiver
in Richtung Bauch und halte aus, was danach mit Dir passiert. Es sind
Blockaden, die sich lösen.

4.3.3 Durchführung der Atem-Energie-Lenkung

In unveränderter Grundhaltung setzen wir nun noch einmal bewusst


nach. Wir achten jetzt nicht nur darauf, wohin wir nicht atmen, son-
dern versuchen bei vollen Atemzyklen den gesamten Körper auszufül-
len, d.h. jedes Körperteil am Ein- und Ausatmen Teil haben zu lassen.
Dabei beobachten wir, was für innere Gedanken und Gefühle in uns
aufsteigen.

Wenn wir diese Übung mindestens 5, eher 10 Minuten ausgehalten ha-


ben, sind wir mit ein bisschen Übung auch in der Lage zu spüren, wel-
che Körperstellen diese intensiven Energien vorhalten. Haben wir eine
solche Körperstelle erkannt, atmen wir wieder bewusst genau dort hin,
und ertragen wieder alles, was uns entgegen kommt.

60 Kapitel 4 Geist vorbereiten


Ich spreche hier bewusst von Körperstellen, nicht nur von Lunge oder
Bauch, die selbst Luft vorhalten können, sondern von allen Zellen un-
seres Körpers, da alles Energiemuster speichern kann - auch negative,
die es aufzulösen gilt.

4.3.4 Durchführung: Gutes einatmen, Schlechtes aus-


atmen

Eine leicht abgewandelte Form der Atem-Energie-Lenkung ist nicht nur


beim Einatmen positive Energie in die betreffenden, energetisch un-
terversorgten Regionen des Körpers zu schicken, sondern bildlich alles
Negative, was wir mit den aufkommenden Gedanken und Gefühlen ver-
binden, beim Ausatmen loszulassen. Ich hatte das in meinem Beitrag
über bewusstes Ein- und Ausatmen schon kurz erwähnt.

Wir lösen beim Ausatmen bewusst Blockaden durch:

• das Bewusstmachen der negativen Gedanken und Gefühle

• das bewusste Annehmen dieser „Umstände“, d.h. der Konfronta-


tion mit der Situation

• das bewusste Loslassen (und damit Auflösen) dieser Energien

Das liest sich nun sehr einfach. Natürlich ist es das nicht. Wir benötigen
hierfür eine enorm stark ausgeprägte Konzentrationsfähigkeit, um nicht
nur zu erkennen, sondern vor allem am Schopf greifen zu können, was
wir loslassen wollen.

Beachte bitte noch folgendes:

4.3 Die gezielte Auflösung von Blockaden 61


• Wenn Du Atem-Energie-Lenkung schon des öfteren ausprobiert
hast und Effekte bislang ausblieben, versuche stattdessen bitte
zunächst Psychohygiene-Übungen (siehe Herzwandler-Blog).
• Vorsicht bei erhöhtem Blutdruck! Sämtliche Übungen gehen da-
von aus, dass zwar dein Energiefluss blockiert, dein Körper aber
grundsätzlich fähig zur körperlichen Ertüchtigung ist. Sollte das
nicht zutreffen arbeite bitte zunächst rein kopfmäßig an dir, bevor
Du beispielsweise intensive Atemübungen angehst.

4.3.5 Nachbereitung

Oft sind unsere Gedanken leider wie tausend Kugeln im Flipperautoma-


ten, die alle wild hin- und hergejagt werden. Wir müssen uns aneignen,
bei aller Entspannung, die wir zum Bewusstmachen benötigen, den-
noch konzentriert zu bleiben. Doch keine Sorge, durch wiederholte, mü-
hevolle aber krampflose Meditation wird sich die Konzentration selbst
immer einfacher anfühlen. Machen wir doch also einfach weiter! :-)

Geschafft! Du hast dich nun tapfer durch die vorbereitenden Grundlagen-


Kapitel gekämpft.

Achtung: Bitte lass nun möglichst ein bis zwei Nächste verstreichen,
bevor Du weiter machst. Gib deinem Unterbewusstsein eine Chance,
alles bis hier hin zu verarbeiten, ehe Du beginnst dein Bewusstsein zu
steigern. Das beugt Kopfschmerzen vor!

Du bist dann bereit für das erste Meditationskapitel.

62 Kapitel 4 Geist vorbereiten


5 Stille Meditation

Willkommen zum nächsten Kapitel, in dem es uns ausschließlich um


die Einnahme der Gedankenstille gehen soll. Es ist einerseits der Klas-
siker, andererseits Grundvoraussetzung, und in vielerlei Hinsicht auch
die Königsdisziplin – doch es kommt ganz darauf an, wie lange wir die-
se Übung treiben wollen, und welchem Zweck sie unterliegt.

Bitte beachte:

1. Es soll uns explizit NICHT darum gehen, minutenlang an nichts


zu denken. Sieh das bitte nicht als Ziel an, das gelingt dir wohl-
möglich erst nach vielen Jahren.

2. Es ist NICHT deine Fähigkeit gefragt, ad-hoc an nichts denken zu


können. Betrachte das bitte nicht als Voraussetzung, sondern als
Folge ständigen Wiederholens.

3. Wir wollen uns ganz langsam der Vergrößerung der Lücke zwi-
schen den Gedanken nähern. Das ist der Kern der Bewusstseins-
entwicklung und Voraussetzung für sämtliche Meditationen, die in
späteren Kapiteln folgen werden.

63
5.1 Vorwort

Ich habe eine einleitende Frage, bevor Du mit diesem Experiment star-
test. Wir hatten im letzten Kapitel Konzentrations- und Fokussierungs-
übungen durchgeführt. Lies noch einmal nach, worauf ich mich jetzt
beziehe. Du solltest dir einen Apfel vorstellen, ihn gedanklich so mani-
pulieren, wie Du es gerade wolltest. Unter anderem solltest Du ihn auch
verschwinden lassen, und danach wieder holen. Führe diese Übung bit-
te noch einmal durch, bis zu dem Punkt, wo dein Apfel verschwindet.

Spürst Du das? Für einen kurzen Moment erlebst Du Transzendenz.


Es ist der Moment, wo kein Apfel da ist, sicher aber auch noch nichts
anderes in dein Bewusstsein drängt. Wir wollen diese Lücke zwischen
deinen Gedanken nun so weit vergrößern wie irgendwie möglich.

5.2 Das Experiment der Gedankenstille

Wir nähern uns dem Thema Gedankenstille, die für unsere Transforma-
tion so ungemein wichtig ist, wieder ganz allmählich an. Hierzu gliedern
wir alles in:

1. Vorbereitung

2. Durchführung

3. Nachbereitung

64 Kapitel 5 Stille Meditation


5.2.1 Vorbereitung

Wir sollten uns zunächst einmal mit allem versorgen, was wir brauchen.
Dazu gehört beispielsweise Räucherwerk, Meditations-MP3s, Sitzkis-
sten, etc. – Du findest all meine Empfehlungen hierzu in der Hilfsmittel-
Checkliste.

Wir setzen uns. Die Schultern werden ohne große Anspannung leicht
zurück gezogen, damit unser Kopf gerade steht. Wir sitzen aufrecht und
möglichst frei auf dem Boden oder angelehnt an einen nicht schmerzen-
den aber auch nicht zu bequemen Stuhl. Wir wollen uns weder auf das
Verhindern von Schmerzen noch auf das Nicht-einschlafen konzentrie-
ren müssen.

Wir schließen die Augen und atmen sämtliche Luft aus, die wir in der
Lunge halten. Danach beginnen wir mit einem sehr langsamen und
sehr tiefen Einatmen in sowohl Lunge als auch Bauch. Danach atmen
wir genauso lange aus, wie wir eingeatmet haben. Wir brauchen für
einen vollständigen Atemzyklus (Ein- und Ausatmen) etwa 30 Sekun-
den. Wenn wir können, setzen wir die volle Yoga-Atmung ein, die wir in
Kapitel 3 kennengelernt haben. Zur Erinnerung: wir atmen erst langsam
in den Bauch ein, dann langsam in Brust – danach langsam aus dem
Bauch aus und schließlich auch langsam aus der Brust.

Die beschriebene Atemtechnik ist am Anfang sehr schwierig, gleichzei-


tig aber auch nützlich, um sich auf genau eine Sache zu konzentrieren.
Denn wenn Du dir sofort die Aufgabe stellst, an nichts zu denken, wirst
Du wohlmöglich stark enttäuscht werden. Sich zu denken, an nichts zu
denken, bedeutet an etwas zu denken. Vergiss das daher :-)

Wir atmen ein und werden achtsam, atmen aus und werden immer ent-
spannter. Daran denken wir. Falls das nicht klappt, konzentrier dich auf

5.2 Das Experiment der Gedankenstille 65


einen konkreten, möglichst „stabilen“, d.h. nicht zu komplizierten Ge-
danken – halte Dir beispielsweise das Bild eines Apfels vor Augen. Soll-
te auch das nicht klappen, öffne die Augen wieder und versuch es mit
einer Kerze oder einem anderen konkreten Punkt.

Nimm wenn Du möchtest das Dhyani-Mudra ein, wie es im Bonus-


Kapitel „Auswahl an Mudras“ beschrieben ist:

Abbildung 5.1: Das Dhyani Mudra

5.2.2 Durchführung

Sei nun vollkommen unverkrampft und lass alles los. Versuche aber
innerlich darauf zu achten, ob Deine Gedanken abschweifen. Tun sie
das, schieb sie ungezwungen beiseite. Es wird uns kaum gelingen, die
völlige Gedankenstille länger als den Bruchteil eines Moments aufrecht
zu erhalten. Das ist okay so. Das goldene Ziel liegt zwar tatsächlich

66 Kapitel 5 Stille Meditation


darin, den Gedankenstrom vollständig zu stoppen, aber das ist nicht
das Tagesziel für heute Abend.

Wir versuchen unsere Gedanken nicht zwanghaft zu unterdrücken, son-


dern uns nicht mit aufkommenden Gedanken zu identifizieren. Das ist
etwas leichter als sich gänzlich zu verbieten zu denken. Man kann so
leichter in einen Zustand gelangen, bei dem sich die Lücke zwischen
zwei Gedanken immer weiter ausdehnen lässt.

Es ist vergleichbar mit einem Konzert, von dem wir uns innerlich immer
weiter entfernen:

1. Zunächst sind wir – ganz alltagstreu – Spieler von Instrumenten


in einem großen Orchester. Wohlmöglich bedienen wir mehrere
Instrumente gleichzeitig. Überall ist krach, wir haben Mühe uns
auf unsere Sache zu konzentrieren, haben das aber gelernt und
kriegen es zumindest hin, uns nicht von Einflüssen anderer über-
rollen zu lassen. Auf wen das nicht zutrifft, der hat schon sein
erstes ToDo erkannt.
2. Wir spielen also unsere Instrumente. Versuchen wir zunächst, nur
noch ein Instrument zu spielen, sprich nicht über unsere Arbeit,
unsere Partnerin, unser Kind, unser Auto, unser Haus, unseren
Briefkasten, unsere Versicherungsprobleme und die Steuererklä-
rung gleichzeitig nachzudenken. All diese Dinge sind wichtig, und
sie sind auch in einer halben Stunde noch da. Ganz bestimmt.
3. Wir lassen also die wichtigsten Dinge zu, die wir nicht so leicht bei-
seite schieben können. Allerdings versuchen wir uns nun immer
weniger als Spieler der Instrumente zu sehen, sondern als Zu-
hörer. Die Instrumente spielen, und das ist okay so. Das sollen
sie ruhig weiter tun. Aber wir hören nur zu, beeinflussen nichts,
genießen vielmehr.

5.2 Das Experiment der Gedankenstille 67


4. Wenn wir das geschafft haben, lassen wir weiter los. Wir waren
eben schon nur noch Zuhörer der Musik, die in uns tönt. Versu-
chen wir jetzt nicht nur Zuhörer zu sein, sondern eine Person, die
das Publikum des Orchesters beobachtet. Ein Bühnenmitarbeiter,
der gerade an der Bar auf die Pause wartet. Er hat gerade nichts
zu tun. Die Instrumente spielen, die Zuhörer lauschen gespannt,
aber wir beobachten den Zuhörer.

5. Die Musik wird leiser, unbedeutender. Wir sind nicht verantwort-


lich für das was dort passiert, wir sehen nicht die Wand des alltäg-
lichen Labyrinths, sondern die Karte. Neutral. Vollkommen zeitlos.

6. Schließlich beobachten wir den Beobachter des Publikums. Der


Chef, der seinen Barmitarbeiter sieht, welcher auf die Pause des
Konzerts wartet. Seine einzige Aufgabe gerade ist das teilnahms-
lose Beobachten.

Natürlich ist das ein Prozess, der sich nicht immer sofort einstellt. Ich
möchte dir hier aber ein erstes Werkzeug in die Hand zu geben, was dir
beim Initiieren einer ersten Gedankenstille helfen wird. Du wirst gleich
noch viele weitere Übungen kennenlernen, die einerseits auf dieser auf-
bauen, sie andererseits aber auch unterstützen.

5.3 Nachbereitung

Wir haben in Kapitel 2 vom Alltag und unseren Ritualen gesprochen,


werden unser eigenes Ritualsystem später auch noch gezielt aufbauen.
In Kapitel 3 sprachen wir unter anderem von der richtigen Atmung, der
Ernährung und weiteren Dingen, um unseren Körper vorzubereiten.

68 Kapitel 5 Stille Meditation


Jetzt sehen wir, was diese Dinge miteinander in Tiefe verbindet: Medi-
tation besteht nicht nur aus einzelnen Handlungen, die nach dem Ritual
wieder enden. Transformation ist ein umfassender Prozess, und stille
Meditation ist der erste Schritt zu einem gänzlich neuen Bewusstsein.
Wir werden nun weitere Schritte in Form von gezielten Meditationsübun-
gen kennen lernen, die dir helfen werden.

5.3 Nachbereitung 69
70 Kapitel 5 Stille Meditation
6 Langsame
Bewusstseinsreifung

Willkommen zum nächsten Kapitel, nachdem Du die Stille Meditation


nun insofern beherrschst, dass Du sagen kannst: „Ich habe Gedanken-
stille gespürt, ich weiß wie sie sich anfühlt“. Wir werden uns nun ganz
konkreten Meditationen zuwenden, die verschiedenen Zwecken dienen.
Wir werden jede Übung gliedern nach:

1. Name der Meditation mit Kurzbeschreibung

2. Wofür hilft’s? (Zweck der Meditation)

3. Wann nicht? (Kontraindikation)

4. Was brauchst Du? (Voraussetzungen)

5. Wie machst Du’s richtig? (Detail-Anleitung)

6. Wirkung? (Effekte wenn richtig ausgeführt)

7. Wie oft, wann und wo am besten ausgeführt?

8. Häufige Fehler (Auf Basis von Erfahrungen aus geleiteten Medi-


tationskursen)

71
6.1 Meditation: „Du fühlst nur deinen Körper“

Wir beginnen mit einer einfachen aber effektiven Meditation, die dich
dein Bewusstsein buchstäblich fühlen lässt. Bewusstsein ist in uns allen
vorhanden, es ist uns nur unterschiedlich stark gegeben es wahrzuneh-
men. Diese Übung wird dich dahin führen, dass Du ein Gefühl für deine
eigene Bewusstseinsgegenwart bekommst. Je mehr Du diese Gegen-
wart spürst, desto mehr Platz wird dein Bewusstsein in dir vorfinden. Je
mehr Platz es erhält, desto mehr kannst Du damit später tun.

6.1.1 Wofür hilft’s?

Spüren der Gegenwart des eigenen Bewusstseins Reifung der bewus-


sten Aufnahmefähigkeit von Neutrinos – den Informationsträgern des
Universums Entwicklung der Fähigkeit zur Interpretation allgegenwärti-
ger Informationen im Universum Intensivierung des eigenen Körperge-
fühls

6.1.2 Wann nicht?

Führe bitte unbedingt vorher die Stille Meditation durch, sonst wird die-
se Meditation wirkungslos bleiben Wenn Du weißt, dass Du noch unauf-
gelöste Altlasten hast, werden sich diese in deinem Körper wiederfin-
den lassen. Diese Meditation kann diese Altlasten zwar zum Vorschein
bringen, Du wirst es aber nicht richtig ausführen können, wenn dein
Körper blockiert ist. Du solltest deine Altlasten daher gezielt aufarbei-
ten, bevor Du mit dieser Meditation beginnst

72 Kapitel 6 Langsame Bewusstseinsreifung


6.1.3 Was brauchst Du?

Zur erfolgreichen Durchführung der Übung benötigst Du:

• Ausreichend Platz in deinem ausgestatteten Meditations-Raum (sie-


he Kapitel 2 „Umwelt vorbereiten“).
• Ein Meditations-Sitzkissen oder eine warme Meditations-Matte,
auf der Du warm sitzen kannst (siehe auch Bonus-Kapitel „Hilfsmittel-
Checkliste“)
• Meditations-Kleidung, die dir angenehm ist (siehe Hilfsmittel für
eine Auswahl an passenden Harem-Hosen, Oberteilen und Sport-
BHs)

6.1.4 Wie machst Du’s richtig?

Folgende Schritte sind notwendig, um die Übung durchzuführen. Zur


Vorbereitung – die bekannte Stille Meditation:

1. Lüfte den Raum kurz durch, schließe aber das Fenster wieder,
bevor Du mit der Meditation beginnst.
2. Sorge für Ruhe und wenig äußere Reize. Niemand sollte dich in
den nächsten Minuten stören. Sag allen bescheid, schließ gern
auch die Tür und schalte dein Handy aus.
3. Nimm eine Meditations-Haltung ein, die dir lieb ist. Wenn Du dei-
nen Rücken noch nicht ausreichend gestärkt hast, ist es in Ord-
nung dich an einer Sessellehne abzustützen. Danach kannst Du
im Schneidersitz oder im Fersensitz sehr lange sehr ruhig sitzen.
Auch diese Haltungen sind aber für deine Beine unter Umständen
Neuland.

6.1 Meditation: „Du fühlst nur deinen Körper“ 73


4. Setz dich aufrecht hin. Das ist wichtig, da die bevorzugte Rich-
tung der Neutrinos im Universum senkrecht, das heißt von di-
rekt über uns zum Erdmittelpunkt verläuft (entlang der gravitativen
Scheinkraft).

5. Atme tief in den Bauch hinein.

6. Beruhige deine Gedanken. Nimm alles wahr was in dir vorgeht,


aber versuch dich damit nicht zu identifizieren.

7. Sobald Gedanken oder Gefühle in dein Bewusstsein gelangen,


schieb sie bitte sanft beiseite.

8. Beim Einatmen konzentriere dich auf den Atem, beim Ausatmen wirst
Du immer entspannter.

9. Nimm dir für diese Vorbereitung mindestens drei Minuten Zeit, lie-
ber fünf Minuten.

Zur Meditation:

1. Sobald sich deine Gedanken beruhigt haben und Du einen fried-


vollen Zustand in dir trägst, stell dir vor, Du bist nicht einfach in
deinem Kopf, sondern eine Wolke, die aus deinem Körper scheint.

2. Stell dir weiter vor: Die Mitte dieser Wolke entspringt aus deinem
Herzen. Sie endet für den Moment am Rand deines Körpers.

3. Stell dir vor, dein Körper ist nur lebendig, weil diese Wolke ihn
bewohnt.

4. Fühle nun von den Füßen an die Präsenz dieser Wolke.

5. Fühle sie in den Waden, den Oberschenkeln, dem Gesäß, dem


unteren Rücken.

74 Kapitel 6 Langsame Bewusstseinsreifung


6. Fühle deine ureigene Wolke jetzt ganz langsam entlang deines
Rückens aufwärts.
7. Halte deinen Atem ruhig und konstant.
8. Spüre, wie die Wolke sowohl deinen Rücken als auch, deinen
Bauch, dein Herz, deine Lunge durchdringt.
9. Verfolge die Präsenz deiner Wolke weiter Richtung Hals.
10. Spüre wie der Atem an jeder Stelle der Wolke vorbeifließt.
11. Fühle die Wolke weiter in deinem Kopf, halte in der Mitte deines
Kopfes kurz an.
12. Fahre dann weiter in Richtung Scheitel fort.
13. Nun wiederhole das Fühlen dieser Wolken-Präsenz in umgekehr-
ter Reihenfolge, von oben nach unten.
14. Der wichtigste Schritt: wenn Du alle Körperregionen zwei Mal ge-
fühlt hast, fühle deinen Körper als Ganzes.
15. Deine Wolke erstreckt sich über deinen gesamten Körper. Halte
diesen Zustand so lange wie möglich.
16. Spüre wie diese Wolke nicht nur innerhalb deines Körpers präsent
ist, sondern auch knapp über ihn hinaus. Spüre die Grenze, ohne
sie auszudehnen.
17. Mit jedem Atemzyklus wird die Wolke deutlicher, spürbarer, inten-
siver. Bleib in dieser Position so lange wie Du möchtest.

6.1.5 Wirkung?

Die Wolke ist dein Bewussqtsein. Die gerichtete Aufmerksamkeit auf die
Präsenz deines Bewusstseins in bestimmten Körperregionen wird sich

6.1 Meditation: „Du fühlst nur deinen Körper“ 75


mit der Zeit durch ein Kribbeln bemerkbar machen. Dieses Kribbeln
wird an den Chakren am intensivsten sein – doch ich bitte dich darüber
noch nicht weiter nachzudenken. Wir werden uns später einer Chakren-
Meditation zuwenden, in der es uns nur darum geht, und wir auch näher
auf die Chakren und ihre Funktion eingehen werden.

6.1.6 Wie oft, wann und wo?

Du kannst diese Übung so oft durchführen wie sie dir keine Kopfschmer-
zen bereitet – egal wo und wann, jedoch bevorzugt abends wenn dein
Geist dir nicht mehr so sehr rein pfuscht oder morgens wo er sich noch
gut konzentrieren kann. Integriere deine Meditationen nicht in eine Mit-
tagspause, in der Du noch vollkommen woanders bist. Meditationen
brauchen eine gewisse Anlaufphase, und auch danach solltest Du nicht
direkt mit deinem Alltag weiter machen. Lass es ein- und ausklingen
und beobachte welcher Ort und welche Uhrzeit dir gut tun.

6.1.7 Häufige Fehler

• Abschweifen der Gedanken – wiederhole die Stille Meditation,


falls Du hier Probleme hast
• Ablenkung durch äußere Reize (Geräusche, Licht, etc.) – mach
den Raum anfangs gern vollkommen dunkel und schalte alle elek-
tronischen Geräte in der Nähe ab
• Zu starkes Ausdehnen des Bewusstseins – es ist gut, wenn dir
das gelingt, doch das werden wir gezielt in einer späteren Medi-
tation angehen. Führst Du es jetzt schon durch verwischst Du die
Vorteile der Ziele dieser speziellen Meditation.

76 Kapitel 6 Langsame Bewusstseinsreifung


• Vermeiden bestimmter Körperregionen – wiederhole die Übungen
zur Auflösung von Altlasten, wenn Du in bestimmten Körperregio-
nen angestaute Ängste spürst; atme beispielsweise gezielt in sol-
che Körperstellen hinein, denn dort wo die Angst ist, geht es lang!

6.1 Meditation: „Du fühlst nur deinen Körper“ 77


6.2 Meditation: „Dein Bewusstsein füllt den
Raum“

Jetzt da Du dein Bewusstsein fühlen konntest (wie war’s?!) wollen wir


es weiter ausdehnen. Grundsätzlich gibt es nicht Körper mit Seelen,
sondern Seelen mit Körper. Manche Seelen haben derzeit einen, man-
che Seelen haben derzeit keinen. Da Du derzeit einen Körper hast bist
Du einerseits eingeschränkt, andererseits bedeutet das für dich, dass
Du in der Lage bist deine Seele wachsen zu lassen. Das ist natürlich
nicht einfach räumlich zu verstehen. Unsere Seelenreife ist durch Er-
fahrungen und den abgeklärten, liebevollen, erhabenen Umgang mit
Situationen im Hier und Jetzt spür- und messbar. Diese Reife wollen
wir erhöhen. Das gelingt nur über einen Zugewinn eben dieser Erha-
benheit (Transzendenz), erreicht durch Bewusstseinserweiterung. Um
unser Bewusstsein zu steigern, sollten wir es nicht nur spüren, sondern
auch damit agieren lernen. Ersteres taten wir in der letzten Übung, letz-
teres wollen wir jetzt tun. Unser Bewusstsein gezielt einzusetzen wird
unsere Transformierbarkeitërhöhen.

6.2.1 Wofür hilft’s?

1. Schulung des Umgangs mit unserem Bewusstsein

2. Erhöhung der Transzendenzfähigkeit

3. Messung unserer eigenen Grenzen

78 Kapitel 6 Langsame Bewusstseinsreifung


6.2.2 Wann nicht?

Dein Bewusstsein kannst Du erweitern, wenn Du seine Präsenz fühlen


kannst, schaue dazu bitte in die vorherige Meditationsübung

6.2.3 Was brauchst Du?

Zur erfolgreichen Durchführung der Übung benötigst Du:

• Ausreichend Platz in deinem ausgestatteten Meditations-Raum (sie-


he Kapitel 2 „Umwelt vorbereiten“).

• Ein Meditations-Sitzkissen oder eine warme Meditations-Matte,


auf der Du warm sitzen kannst (siehe auch Bonus-Kapitel „Hilfsmittel-
Checkliste“)

• Meditations-Kleidung, die dir angenehm ist (siehe Hilfsmittel für


eine Auswahl an passenden Harem-Hosen, Oberteilen und Sport-
BHs)

6.2.4 Wie machst Du’s richtig?

Folgende Schritte sind notwendig, um die Übung durchzuführen. Zur


Vorbereitung – die bekannte Stille Meditation:

1. Lüfte den Raum kurz durch, schließe aber das Fenster wieder,
bevor Du mit der Meditation beginnst.

6.2 Meditation: „Dein Bewusstsein füllt den Raum“ 79


2. Sorge für Ruhe und wenig äußere Reize. Niemand sollte dich in
den nächsten Minuten stören. Sag allen bescheid, schließ gern
auch die Tür und schalte dein Handy aus.
3. Nimm eine Meditations-Haltung ein, die dir lieb ist. Wenn Du dei-
nen Rücken noch nicht ausreichend gestärkt hast, ist es in Ord-
nung dich an einer Sessellehne abzustützen. Danach kannst Du
im Schneidersitz oder im Fersensitz sehr lange sehr ruhig sitzen.
Auch diese Haltungen sind aber für deine Beine unter Umständen
Neuland.
4. Setz dich aufrecht hin. Das ist wichtig, da die bevorzugte Rich-
tung der Neutrinos im Universum senkrecht, das heißt von di-
rekt über uns zum Erdmittelpunkt verläuft (entlang der gravitativen
Scheinkraft).
5. Atme tief in den Bauch hinein.
6. Beruhige deine Gedanken. Nimm alles wahr was in dir vorgeht,
aber versuch dich damit nicht zu identifizieren.
7. Sobald Gedanken oder Gefühle in dein Bewusstsein gelangen,
schieb sie bitte sanft beiseite.
8. Beim Einatmen konzentriere dich auf den Atem, beim Ausatmen wirst
Du immer entspannter.
9. Nimm dir für diese Vorbereitung mindestens drei Minuten Zeit, lie-
ber fünf Minuten.

Zur Meditation:

1. Sobald sich deine Gedanken beruhigt haben und Du einen fried-


vollen Zustand in dir trägst, nimm den Zustand ein, den wir in der
letzten Übung als Körperfühlen kennengelernt haben.

80 Kapitel 6 Langsame Bewusstseinsreifung


2. Du stellst dir also die Wolke vor, wie sie in deinem Herzen ent-
springt und deinen Körper ausfüllt.

3. Mit jedem Einatmen konzentrierst Du dich darauf, wie Du diese


Wolke positiv anreicherst.

4. Mit jedem Ausatmen wirst Du körperlich immer entspannter, spürst


aber weiter die Wolke.

5. Atme langsam und spüre, dass Du die Wolke bist.

6. Nun expandiere die Wolke. Lass sie bei jedem Einatmen ein klei-
nes Stück wachsen.

7. Du atmest aus, und sie behält ihre Größe bei.

8. Bei jedem Einatmen wird sie ein kleines Stück größer, beim Aus-
atmen entspannst Du einfach nur.

9. Spürst Du, wie Du (deine Wolke) langsam sehr viel größer ist als
dein Körper?

10. Wenn Du es nicht spürst, wiederhole die letzten Schritte. Sobald


Du es spürst, lass die Wolke weiter wachsen.

11. Spüre, wie die Wolke an die Wände deines Meditationsraumes


oder an Gegenstände im Raum stößt.

12. Wenn Du kannst, lass dich weiter wachsen und erkenne, dass
Materie in dieser Bewusstseinsebene keine Bedeutung hat.

13. Lass dich weiter wachsen, solange Du kannst. Wenn Du merkst,


dass es nicht weiter geht, behalte sanft dein Maximum an Aus-
dehnung bei.

14. Kehre wieder zurück, wenn es nicht mehr geht, oder für diesen
Hauptteil insgesamt 10 Minuten vergangen sind.

6.2 Meditation: „Dein Bewusstsein füllt den Raum“ 81


6.2.5 Wirkung?

Wenn Du es richtig machst, wirst Du nicht nur spüren dass Du mehr bist
als dein Körper, sondern auch wie weit dein Bewusstsein gereift ist. Wir
dehnen hier deine Aura aus. Das erfordert, dass Du sie spüren kannst
(siehe letzte Übung) und dass dein Körper deine Aura nicht negativ
beeinflusst (siehe vorbereitende Kapitel zu Ernährung, Körperübungen,
etc.).

6.2.6 Wie oft, wann und wo?

Du kannst diese Übung so oft durchführen wie sie dir keine Kopfschmer-
zen bereitet – am besten führst Du sie innerhalb geschlossener Räu-
me durch, damit Du ein besseres Gefühl für das Volumen deiner Au-
ra bekommen kannst. Führe die Übung bevorzugt abends durch wenn
dein Geist dir nicht mehr so sehr rein pfuscht oder morgens wo er sich
noch gut konzentrieren kann. Integriere deine Meditationen nicht in eine
Mittagspause, in der Du noch vollkommen woanders bist. Meditationen
brauchen eine gewisse Anlaufphase, und auch danach solltest Du nicht
direkt mit deinem Alltag weiter machen. Lass es ein- und ausklingen
und beobachte welcher Ort und welche Uhrzeit dir gut tun.

6.2.7 Häufige Fehler

• Abschweifen der Gedanken – wiederhole die Stille Meditation,


falls Du hier Probleme hast
• Ablenkung durch äußere Reize (Geräusche, Licht, etc.) – mach
den Raum anfangs gern vollkommen dunkel und schalte alle elek-
tronischen Geräte in der Nähe ab

82 Kapitel 6 Langsame Bewusstseinsreifung


• Zu große Ausdehnung in zu kurzer Zeit erreichen wollen – die
Chance ist hoch, dass alles zusammenfällt, wenn Du dir zu viel
auf einmal zumutest

• Es gibt einen Unterschied zwischen der Ausdehnung der eigenen


Aura und dem Fühlen entfernter Objekte. Ziel ist nicht, deine Au-
ra bis zum Mond zu erstrecken, selbst wenn Du dort Dinge wahr-
nehmen kannst. Vermische diese zwei Dinge in deiner Vorstellung
nicht. Wir wollen hier deine Aura ausdehnen, auch wenn nur für
einen Moment. Der bewussten Steuerung deiner Energien wird
es helfen.

6.2 Meditation: „Dein Bewusstsein füllt den Raum“ 83


6.3 Die Gravitationsmeditation

Jetzt wo Du schon Erfahrung mit der Präsenz und dem Umgang mit dei-
nem Bewusstsein hast, gehen wir eine Übung an, die diesen bewussten
Umgang mit deinen eigenen Energien intensiviert und zeitgleich eine
stark reinigende Wirkung hat. Es ist das, was ich in einem persönlichen
Beitrag auf Kopfwandler schon einmal in einem Artikel beschrieben ha-
be. Damals war ich von den Effekten doch sehr überrascht, direkt im
Anschluss aber ungemein dankbar. Damals trug diese Meditation ei-
nerseits dazu bei, dass meine Rückenschmerzen verschwanden, ande-
rerseits sorgte sie aber vor allem für ein Feuerwerk von Lichtspielen vor
meinen Augen, die sehr transformierende Effekte auslöste.

6.3.1 Wofür hilft’s?

• Intensivierung des Umgangs mit eigenen Energien


• Aktivierung des Energieflusses des gesamten Körpers
• Direkte körperliche Reinigung

6.3.2 Wann nicht?

• Solltest Du anfällig für Schwindel sein, beispielsweise durch eine


Mittelohr-Entzündung, Schlafmangel oder sonstige Gegebenhei-
ten, führe diese Übung bitte nicht durch.
• Gravitationsmeditation wird nur einen spürbaren Effekt haben, wenn
Du dein Bewusstsein entsprechend spürst und damit umgehen
kannst. Führe dazu bitte die vorherigen Übungen dieses Kapitels
durch.

84 Kapitel 6 Langsame Bewusstseinsreifung


6.3.3 Was brauchst Du?

Zur erfolgreichen Durchführung der Übung benötigst Du:

• Ausreichend Platz in deinem ausgestatteten Meditations-Raum (sie-


he Kapitel 2 „Umwelt vorbereiten“).
• Ein Meditations-Sitzkissen oder eine warme Meditations-Matte,
auf der Du warm sitzen kannst (siehe auch Bonus-Kapitel „Hilfsmittel-
Checkliste“)
• Meditations-Kleidung, die dir angenehm ist (siehe Hilfsmittel für
eine Auswahl an passenden Harem-Hosen, Oberteilen und Sport-
BHs)

6.3.4 Wie machst Du’s richtig?

Folgende Schritte sind notwendig, um die Übung durchzuführen. Zur


Vorbereitung – die bekannte Stille Meditation:

1. Lüfte den Raum kurz durch, schließe aber das Fenster wieder,
bevor Du mit der Meditation beginnst.
2. Sorge für Ruhe und wenig äußere Reize. Niemand sollte dich in
den nächsten Minuten stören. Sag allen bescheid, schließ gern
auch die Tür und schalte dein Handy aus.
3. Nimm eine Meditations-Haltung ein, die dir lieb ist. Wenn Du dei-
nen Rücken noch nicht ausreichend gestärkt hast, ist es in Ord-
nung dich an einer Sessellehne abzustützen. Danach kannst Du
im Schneidersitz oder im Fersensitz sehr lange sehr ruhig sitzen.
Auch diese Haltungen sind aber für deine Beine unter Umständen
Neuland.

6.3 Die Gravitationsmeditation 85


4. Setz dich aufrecht hin. Das ist wichtig, da die bevorzugte Rich-
tung der Neutrinos im Universum senkrecht, das heißt von di-
rekt über uns zum Erdmittelpunkt verläuft (entlang der gravitativen
Scheinkraft).

5. Atme tief in den Bauch hinein.

6. Beruhige deine Gedanken. Nimm alles wahr was in dir vorgeht,


aber versuch dich damit nicht zu identifizieren.

7. Sobald Gedanken oder Gefühle in dein Bewusstsein gelangen,


schieb sie bitte sanft beiseite.

8. Beim Einatmen konzentriere dich auf den Atem, beim Ausatmen wirst
Du immer entspannter.

9. Nimm dir für diese Vorbereitung mindestens drei Minuten Zeit, lie-
ber fünf Minuten.

Zur Meditation:

1. Sobald sich deine Gedanken beruhigt haben und Du einen fried-


vollen Zustand in dir trägst, stell dir vor, dein Körper ist kein fester
Block, sondern ein Bündel von Elektronen (es ist keinen Hauch
anders: dein Körper besteht aus Molekülen, Moleküle bestehen
aus Atomen, Atome bestehen aus Elementarteilchen, darunter
viele Elektronen, die nichts weiter sind als Energieteilchen mit
Masse, die zur Hälfte im Diesseits, zur Hälfte im Jenseits sind
und ständig Informationen austauschen).

2. Bei jedem Einatmen stellst Du dir weiter vor, dein Körper, wie sich
die Entfernung zwischen den Teilchen, die deinen Körper zusam-
menhalten, vergrößert.

86 Kapitel 6 Langsame Bewusstseinsreifung


3. Bei jedem Ausatmen fühlst Du nun die Schwerkraft, die dich nach
unten drückt.
4. Du wirst immer schwerer, doch Du wirst nicht nach unten gezo-
gen, sondern stellst dir vor, andere Teilchen kommen von oben
und drücken deine Körperteilchen nach unten (so ist es auch: ex-
trem viele Neutrinos mit sehr kleiner Masse prasseln in jeder Se-
kunde von oben nach unten und drücken dabei andere Teilchen
auf die Erde)
5. Du atmest ein, deine Teilchen werden durchlässiger.
6. Du atmest aus, deine Teilchen werden nach unten gedrückt.
7. Nimm wahr, wie die Gravitation auf dich wirkt, wie sie sich anfühlt.
8. Wiederhole die geistige Wahrnehmung dessen, dass deine Teil-
chen durchlässiger und dabei heruntergedrückt werden.
9. Wenn es dir hilft, stell dir bildlich vor, wie dein Körper aus vielen
kleinen Kugeln besteht, die nach unten beschleunigt werden.
10. Je tiefer Du einatmest, desto intensiver werden die nun langsam
spürbar werdenden Effekte.
11. Behalte diesen Zustand so lange bei, wie es dir behagt.

6.3.5 Wirkung?

Wenn Du es richtig machst, wirst Du einen Energiestoß im Rücken spü-


ren, der paradoxer Weise nicht von oben nach unten, sondern von unten
nach oben verläuft. Es ist eine Energie-Kaskade, die dein Körper zur
Reinigung anstößt. Alles Gute kommt von oben, und geht nach oben.
Dein Energiefluss wird ungemein angeregt. Dabei können sich vorhan-
dene körperliche Schmerzen auflösen. Wenn Du diese Übung regelmä-
ßig durchführst, werden mit der Zeit auch erste Träume zur Verarbeitung

6.3 Die Gravitationsmeditation 87


von längst vergangenem und teils vergessenem (verdrängtem) folgen.
Das Unterbewusstsein, als Bestandteil deines Gehirns, reinigt sich mit.
So tut es auch dein restlicher Körper durch beschleunigte Entgiftung.
Du wirst wohlmöglich sehr viel Wasser trinken und es ebenso schnell
wieder loswerden wollen. Lass das alles zu. Genau so soll es sein.

6.3.6 Wie oft, wann und wo?

Du kannst diese Übung so oft durchführen wie sie dir keine Kopfschmer-
zen bereitet – doch bitte nur, solange Du ausreichend Zugang zu Was-
ser und Luft hast. Egal wo und wann, jedoch bevorzugt abends wenn
dein Geist dir nicht mehr so sehr rein pfuscht oder morgens wo er sich
noch gut konzentrieren kann. Integriere deine Meditationen nicht in eine
Mittagspause, in der Du noch vollkommen woanders bist. Meditationen
brauchen eine gewisse Anlaufphase, und auch danach solltest Du nicht
direkt mit deinem Alltag weiter machen. Lass es ein- und ausklingen
und beobachte welcher Ort und welche Uhrzeit dir gut tun.

6.3.7 Häufige Fehler

• Abschweifen der Gedanken – wiederhole die Stille Meditation,


falls Du hier Probleme hast
• Ablenkung durch äußere Reize (Geräusche, Licht, etc.) – mach
den Raum anfangs gern vollkommen dunkel und schalte alle elek-
tronischen Geräte in der Nähe ab
• Zu schnelle (kurze) Ausführung der Übung – allein bis Du spüren
kannst, wie Du heruntergedrückt wirst, wird eine Weile vergehen.
Gib dieser Übung immer wieder eine Chance, sie ist sehr effektiv.

88 Kapitel 6 Langsame Bewusstseinsreifung


• Zu lange Ausführung der Übung – finde bitte unbedingt das nö-
tige Mittelmaß. Dein Bewusstsein kann in diesen Zustand zwar
noch nicht ad-hoc eintreten, aber wenn Du es drei Stunden lang
probierst wirst Du Kopfschmerzen ernten.
• Allgemeine Ungeduld – gib deinem Körper Zeit, sich anzupassen
– sich zu transformieren.

6.3 Die Gravitationsmeditation 89


90 Kapitel 6 Langsame Bewusstseinsreifung
7 Transformative
Meditationen

Du wirst in diesem Kapitel nun das Hohe C der Meditation kennenler-


nen. Sie werden dich deiner Transformation näher bringen.

Vorsicht: Bitte sei ehrlich zu dir selbst, wenn Du dieses Kapitel be-
ginnst. Transformative Meditationen funktionieren nur dann, wenn dein
Bewusstsein weit genug gereift ist. Du kannst dir mit den Übungen, die
in diesem Kapitel beschrieben sind, sogar insofern schaden, als dass
Du nichts als starke Kopfschmerzen, unter Umständen sogar Migräne-
Zustände oder Schlafstörungen erzeugen wirst, wenn Du nicht an tiefe
Meditation gewöhnt bist. Probier es aus, doch wenn es (a) nicht ohne
große Anstrengung funktioniert oder (b) Schmerzen verursacht: warte
bitte noch und führe erst weiter die zuvor beschriebenen Meditationen
durch. Du wirst dort hin gelangen, dass die hier beschriebenen Medita-
tionen irgendwann sehr leicht von der Hand gehen, glaub mir.

Wir werden jede Übung gliedern nach:

1. Name der Meditation mit Kurzbeschreibung

91
2. Wofür hilft’s? (Zweck der Meditation)
3. Wann nicht? (Kontraindikation)
4. Was brauchst Du? (Voraussetzungen)
5. Wie machst Du’s richtig? (Detail-Anleitung)
6. Wirkung? (Effekte wenn richtig ausgeführt)
7. Wie oft, wann und wo am besten ausgeführt?
8. Häufige Fehler (Auf Basis von Erfahrungen aus geleiteten Medi-
tationskursen)

7.1 Die Chakren-Meditation

Du hast wohlmöglich schon einiges über die Chakren-Meditation ge-


hört. Doch ich möchte sie hier stark abwandeln. Schauen wir uns aber
zuerst einmal an, welche Chakren unser Körper besitzt.

Wir Menschen verfügen über folgende Energie-Zentren, an folgenden


Positionen:

1. Wurzel-/Basis-Chakra, am unteren Ende des Rückgrates


2. Sakral-/Milz-/Sexual-Chakra, zwischen Bauchnabel und Genitali-
en
3. Solarplexus-Chakra, etwa 3 cm über dem Bauchnabel
4. Herz-Chakra, in der Mitte des Brustkorbs
5. Hals-Chakra, am Kehlkopf
6. Stirn-Chakra (Drittes Auge), zwischen den Augenbrauen

92 Kapitel 7 Transformative Meditationen


7. Kronen-Chakra, über dem Scheitel

Wenn Du dich für die jeweiligen Funktionen der einzelnen Chakren


interessierst, möchte ich dir meinen Artikel zu den Chakren auf Her-
zwandler empfehlen.

Chakren sind Energiezentren in unserem Körper. Von dort werden be-


stimmte Körperregionen buchstäblich mit Energie versorgt. Zwischen
den einzelnen Chakren existiert ein bei manchen Menschen stärker
und bei manchen Menschen schwächer ausgeprägter Energiefluss. Wir
wollen nun einerseits den bestehenden Energiefluss anregen, anderer-
seits aber auch gezielt die Menge an Energie verstärken, die in ihm
geführt wird. Zu letzterem habe ich einen eigenen Ansatz, der sich als
sehr effektiv erwiesen hat.

7.1.1 Wofür hilft’s?

• Reinigung der Energiezentren des Körpers

• Intensivierung des Energieflusses zwischen den Energiezentren

• Anreicherung der Energiemenge im Gesamtsystem

7.1.2 Wann nicht?

Vorsicht: Bitte sei ehrlich zu dir selbst, wenn Du diese Übung durch-
führst. Transformative Meditationen funktionieren nur dann, wenn dein
Bewusstsein weit genug gereift ist. Du kannst dir mit den Übungen, die
in diesem Kapitel beschrieben sind, sogar insofern schaden, als dass

7.1 Die Chakren-Meditation 93


Du nichts als starke Kopfschmerzen, unter Umständen sogar Migräne-
Zustände oder Schlafstörungen erzeugen wirst, wenn Du nicht an tiefe
Meditation gewöhnt bist. Probier es aus, doch wenn es (a) nicht ohne
große Anstrengung funktioniert oder (b) Schmerzen verursacht: warte
bitte noch und führe erst weiter die zuvor beschriebenen Meditationen
durch. Du wirst dort hin gelangen, dass die hier beschriebenen Medita-
tionen irgendwann sehr leicht von der Hand gehen, glaub mir.

7.1.3 Was brauchst Du?

Zur erfolgreichen Durchführung der Übung benötigst Du:

• Ausreichend Platz in deinem ausgestatteten Meditations-Raum (sie-


he Kapitel 2 „Umwelt vorbereiten“).
• Ein Meditations-Sitzkissen oder eine warme Meditations-Matte,
auf der Du warm sitzen kannst (siehe auch Bonus-Kapitel „Hilfsmittel-
Checkliste“)
• Meditations-Kleidung, die dir angenehm ist (siehe Hilfsmittel für
eine Auswahl an passenden Harem-Hosen, Oberteilen und Sport-
BHs)

7.1.4 Wie machst Du’s richtig?

Folgende Schritte sind notwendig, um die Übung durchzuführen. Zur


Vorbereitung – die bekannte Stille Meditation:

1. Lüfte den Raum kurz durch, schließe aber das Fenster wieder,
bevor Du mit der Meditation beginnst.

94 Kapitel 7 Transformative Meditationen


2. Sorge für Ruhe und wenig äußere Reize. Niemand sollte dich in
den nächsten Minuten stören. Sag allen bescheid, schließ gern
auch die Tür und schalte dein Handy aus.
3. Nimm eine Meditations-Haltung ein, die dir lieb ist. Wenn Du dei-
nen Rücken noch nicht ausreichend gestärkt hast, ist es in Ord-
nung dich an einer Sessellehne abzustützen. Danach kannst Du
im Schneidersitz oder im Fersensitz sehr lange sehr ruhig sitzen.
Auch diese Haltungen sind aber für deine Beine unter Umständen
Neuland.
4. Setz dich aufrecht hin. Das ist wichtig, da die bevorzugte Rich-
tung der Neutrinos im Universum senkrecht, das heißt von di-
rekt über uns zum Erdmittelpunkt verläuft (entlang der gravitativen
Scheinkraft).
5. Atme tief in den Bauch hinein.
6. Beruhige deine Gedanken. Nimm alles wahr was in dir vorgeht,
aber versuch dich damit nicht zu identifizieren.
7. Sobald Gedanken oder Gefühle in dein Bewusstsein gelangen,
schieb sie bitte sanft beiseite.
8. Beim Einatmen konzentriere dich auf den Atem, beim Ausatmen wirst
Du immer entspannter.
9. Nimm dir für diese Vorbereitung mindestens drei Minuten Zeit, lie-
ber fünf Minuten.

Zur Chakren-Reinigung und Wahrnehmung des Energieflusses:

1. Sobald sich deine Gedanken beruhigt haben und Du einen fried-


vollen Zustand in dir trägst, begib dich mit deinem Bewusstsein
allmählich in dein Wurzelchakra.

7.1 Die Chakren-Meditation 95


2. Fühle wie sich die Energien dort anfühlen. Sind sie stark oder
schwach? Verweile dort und fühle dich ein.

3. Begib dich danach in dein Sakralchakra. Fühle auch dort, wie


stark oder schwach dein Körper dort Energien führt.

4. Begib dich danach in dein Solarplexus. Fühle auch dort, wie stark
oder schwach dein Körper dort Energien führt.

5. Begib dich danach in dein Herzchakra. Fühle auch dort, wie stark
oder schwach dein Körper dort Energien führt. (Anmerkung: Das
Fühlen des Herzchakras ist für die Transformation ungemein wert-
voll. Hierüber können wir Blockaden und Ängste ableiten. Schmerz-
liche Erinnerungen können wir in der Meditation ohnehin stets er-
kennen und betrachten. Danach können wir diese über das Herz
leiten und negative Energien in positive verwandeln. Blockaden
lösen sich hierüber auf.)

6. Begib dich danach in dein Halschakra. Fühle auch dort, wie stark
oder schwach dein Körper dort Energien führt.

7. Begib dich danach in dein Stirnchakra oder drittes Auge. Füh-


le auch dort, wie stark oder schwach dein Körper dort Energien
führt.

8. Begib dich danach in dein Kronen- oder Scheitelchakra. Fühle


auch dort, wie stark oder schwach dein Körper dort Energien
führt.

9. Sobald Du an einem Chakra Energiemangel feststellst, intensive-


re es durch Fokussierung deiner Aufmerksamkeit (Bewusstsein
ist Energie, konzentriertes Bewusstsein bewirkt Energie-Zufuhr).
Ein Mangel kann sich auch durch eine verminderte Fähigkeit der
Wahrnehmung äußern, sofern dein Bewusstsein mindestens ein
anderes Chakra besser spüren kann.

96 Kapitel 7 Transformative Meditationen


10. Stell dir nun vor, dass zwischen allen Chakren ein wechselseitiger
Energiekreislauf existiert. Führe Energie vom Wurzel- ins Schei-
telzentrum und wieder zurück.
11. Nimm diesen Energiefluss bei jeder Ein- und Ausatmung wahr, bei
der Einatmung kurbelst Du ihn an, bei der Ausatmung spürst Du
ihn immer deutlicher.

Zur Anreicherung des Energieflusses:

1. Sobald Du den Energiefluss deutlich spüren kannst, stell dir bitte


vor, ein goldener Lichtstrahl tritt sowohl in dein Scheitel- als auch
in dein Stirn-Zentrum ein. Er ist sanft, rein und mit hoher Energie.
2. Diese beiden goldenen Strahlen treffen sich in der Mitte deines
Kopfes. Denk dich nun gezielt an das obere Ende deiner Wirbel-
säule, dem Sitz deiner Epiphyse.
3. Diese Stelle im Geiste zu treffen wird künftig immer leichter. Denk
dich dort hin und halte die Aufmerksamkeit.
4. Drei Sachen bündeln sich nun in der Mitte deines Kopfes: ein gol-
dener Strahl aus dem Scheitelzentraum, ein goldener Strahl aus
der Stirn (zwischen den Augenbrauen) und die Aufmerksamkeit
deines Bewusstseins.
5. Halte diese drei Dinge gedanklich fest. Du wirst einen mächtigen
Energieanstieg spüren, der deinen Neukortex vermutlich zum Vi-
brieren bringt. Dein drittes Auge wird sich anfühlen, als wenn je-
mand von außen mit dem Finger darauf drückt. Auch im Scheitel
wirst Du ein klares Kribbeln wahrnehmen.
6. Diese Dinge sind so lange in Ordnung, wie sie dir nicht weh tun.
Verspürst Du Schmerzen, Überdruck im Kopf, den Wunsch zu trin-
ken oder das Bedürfnis nach mehr Luft, brich die Übung sanft ab.

7.1 Die Chakren-Meditation 97


7. Wichtig: Du hast nun ungemein viel Energie aufgenommen, die im
Körper verteilt werden möchte. Deine oberen Chakren sind gefüllt,
gib nun langsam Energie in Richtung aller unteren Chakren ab.

Zur Verteilung der Energie hilft es, die Zunge an den Gaumen zu le-
gen. Das schließt einen Energiemeridian der die Verteilung von Energie
„nach unten“ erleichtert.

7.1.5 Wirkung?

Wenn Du die Übung richtig durchführst wirst Du deinen Energiefluss


durch einen starken Glücksstrom wahrnehmen, und gleichzeitig dein
drittes Auge öffnen. Das führt einige Wochen und Monate später zur
sanften Reifung deiner Hellsinne. Dein neuronales Netz muss sich dar-
auf allerdings erst einstellen. Sei bitte vorsichtig. Führe die Übung nicht
zu oft durch, trinke sehr viel Wasser und halt dich ausreichend oft an
der frischen Luft auf.

7.1.6 Wie oft, wann und wo?

Bitte führe diese Übung nur alle zwei Tage und die Anreicherung des
Energieflusses nur maximal 10 Minuten lang durch. Es ist gut, wenn Du
dabei möglichst nicht gestört wirst, daher rate ich dir sie nur drinnen
durchzuführen. Vergiss aber nicht, dich dennoch oft genug draußen auf
zu halten und deinen Raum vor jeder Übung zu lüften.

98 Kapitel 7 Transformative Meditationen


7.1.7 Häufige Fehler

• Abschweifen der Gedanken – wiederhole die Stille Meditation,


falls Du hier Probleme hast

• Ablenkung durch äußere Reize (Geräusche, Licht, etc.) – mach


den Raum anfangs gern vollkommen dunkel und schalte alle elek-
tronischen Geräte in der Nähe ab

• Überdruck im Kopf durch zu langes Verweilen in der Anreicherung


oder zu häufige Wiederholung der Meditation

7.1 Die Chakren-Meditation 99


7.2 Die Spiegelmeditation

Sobald dein Energiepegel stark genug ist, wirst Du dich mit der Zeit
problemlosän vergangene Verkörperungen erinnern können.

7.2.1 Wofür hilft’s?

• Auflösung weit vergangener Altlasten aus alten Inkarnationen

• Reifendes Verständnis darüber, warum man noch hier ist (Erkennt-


nis der Lebensaufgabe)

7.2.2 Wann nicht?

Vorsicht: Bitte sei ehrlich zu dir selbst, wenn Du diese Übung beginnst.
Transformative Meditationen funktionieren nur dann, wenn dein Bewusst-
sein weit genug gereift ist. Du kannst dir mit den Übungen, die in diesem
Kapitel beschrieben sind, sogar insofern schaden, als dass Du nichts
als starke Kopfschmerzen, unter Umständen sogar Migräne-Zustände
oder Schlafstörungen erzeugen wirst, wenn Du nicht an tiefe Meditation
gewöhnt bist. Probier es aus, doch wenn es (a) nicht ohne große An-
strengung funktioniert oder (b) Schmerzen verursacht: warte bitte noch
und führe erst weiter die zuvor beschriebenen Meditationen durch. Du
wirst dort hin gelangen, dass die hier beschriebenen Meditationen ir-
gendwann sehr leicht von der Hand gehen, glaub mir.

100 Kapitel 7 Transformative Meditationen


7.2.3 Was brauchst Du?

Zur erfolgreichen Durchführung der Übung benötigst Du:

• Ausreichend Platz in deinem ausgestatteten Meditations-Raum (sie-


he Kapitel 2 „Umwelt vorbereiten“).

• Ein Meditations-Sitzkissen oder eine warme Meditations-Matte,


auf der Du warm sitzen kannst (siehe auch Bonus-Kapitel „Hilfsmittel-
Checkliste“)

• Meditations-Kleidung, die dir angenehm ist (siehe Hilfsmittel für


eine Auswahl an passenden Harem-Hosen, Oberteilen und Sport-
BHs)

• Einen kleinen Standspiegel

7.2.4 Wie machst Du’s richtig?

Folgende Schritte sind notwendig, um die Übung durchzuführen. Zur


Vorbereitung – die bekannte Stille Meditation:

1. Lüfte den Raum kurz durch, schließe aber das Fenster wieder,
bevor Du mit der Meditation beginnst.

2. Achtung: Dimme auch das Licht etwas, aber mach den Raum
nicht vollkommen dunkel.

3. Sorge für Ruhe und wenig äußere Reize. Niemand sollte dich in
den nächsten Minuten stören. Sag allen bescheid, schließ gern
auch die Tür und schalte dein Handy aus.

7.2 Die Spiegelmeditation 101


4. Nimm eine Meditations-Haltung ein, die dir lieb ist. Wenn Du dei-
nen Rücken noch nicht ausreichend gestärkt hast, ist es in Ord-
nung dich an einer Sessellehne abzustützen. Danach kannst Du
im Schneidersitz oder im Fersensitz sehr lange sehr ruhig sitzen.
Auch diese Haltungen sind aber für deine Beine unter Umständen
Neuland.
5. Setz dich aufrecht hin. Das ist wichtig, da die bevorzugte Rich-
tung der Neutrinos im Universum senkrecht, das heißt von di-
rekt über uns zum Erdmittelpunkt verläuft (entlang der gravitativen
Scheinkraft).
6. Atme tief in den Bauch hinein.
7. Beruhige deine Gedanken. Nimm alles wahr was in dir vorgeht,
aber versuch dich damit nicht zu identifizieren.
8. Sobald Gedanken oder Gefühle in dein Bewusstsein gelangen,
schieb sie bitte sanft beiseite.
9. Beim Einatmen konzentriere dich auf den Atem, beim Ausatmen wirst
Du immer entspannter.
10. Nimm dir für diese Vorbereitung mindestens drei Minuten Zeit, lie-
ber fünf Minuten.

Zur Meditation:

1. Sobald sich deine Gedanken beruhigt haben und Du einen fried-


vollen Zustand in dir trägst, schau in den Spiegel.
2. Deine Augen sind nicht aufgerissen, sondern nur leicht geöffnet.
3. Du nimmst einen Schlafzimmerblick ein, aber wirst nicht müde.
4. Du schaust dein Spiegelbild nicht mit dem Verstand an, sondern
nimmst dein Gesicht wahr als wäre es Teil einer Landschaft.

102 Kapitel 7 Transformative Meditationen


5. Du kennst es aus den sogenannten optischen Täuschungen: Du
siehst zwei Bilder, sobald Du nachdenkst verschwindet das ei-
ne***

6. Sobald Du dein Gesicht mit der kreativen und intuitiven Gehirn-


hälfte ansehen kannst, halte diesen Zustand so lange Du kannst.

7. Versuch nicht zu blinzeln. Auch das wird mit der Zeit immer leich-
ter.

8. Optional: Du kannst nun auch die geistige Welt darum bitten, dir
eine vergangene Inkarnation zu zeigen.

9. Nach einiger Zeit (es kann einen Moment dauern) verschwimmen


deine Gesichtszüge und Du erkennst im Spiegelbild eine anderes
Gesicht.

10. Erschreck nicht :-) Sonst verwischt es sehr schnell.

11. Dieses vermeintlich fremde Gesicht bist Du. Genieß es.

*** Ein Beispiel: Die geometrische Form in Abbildung 7.1 kann in un-
serem Universum nicht materiell manifestiert existieren. Schau das Bild
an, was denkst und/oder empfindest Du?

Die meisten Menschen verfolgen die Kanten und sind gefangen in: „Das
geht nicht“. Nun, das stimmt auch, aber genau mit diesem inneren
Bedürfnis nach Logik darfst Du dein Spiegelbild bitte nicht anschau-
en. Beim Bild oben kannst Du auch einfach nur Farben und Linien wahr-
nehmen – so, wie das Bild schließlich auch gezeichnet wurde.

7.2 Die Spiegelmeditation 103


Abbildung 7.1: Optische Täuschung

7.2.5 Wirkung?

Dein Seelentor hat sich gerade einen großen Spalt weiter geöffnet. Jetzt
da hier erste Informationen aus dem Jensseits ins Diesseits geflossen
sind, werden sich deine Träume sehr stark intensivieren. Auch deine

104 Kapitel 7 Transformative Meditationen


Entgiftung wird jetzt noch einmal mehr beschleunigt. Du wirst Zustän-
de tiefer Transzendenz sehr viel schneller erreichen, länger halten und
intensiver genießen können.

7.2.6 Wie oft, wann und wo?

Du kannst diese Übung zwar grundsätzlich so oft durchführen wie sie dir
keine Kopfschmerzen bereitet – doch bitte lass deinem Unterbewusst-
sein Zeit, all das zu verarbeiten, was ihm da gerade entgegenprasselt.
Ich empfehle stets, Spiegelmeditationen nur ein mal wöchentlich durch-
zuführen. Es hängt nun aber auch sehr stark davon ab, was deine letz-
ten Inkarnationen erleiden mussten. Wohlmöglich erinnerst Du dich in
einem Zug an einen intensiven, schmerzvollen Tod. Das ist nichts, dass
dir heute etwas bringt, es sei denn, Du hast körperliche Einschränkun-
gen, die eben durch diese vergangenen Einflüsse gespeichert wurden.
In diesem Fall werden diese Körperstellen schmerzen, während die
passenden Energien sich ausbreiten. Danach wirst Du einen Vitalitäts-
sprung erleben.

Doch Vorsicht: sich an vergangene Tode zu erinnern ist nichts, dass


Du gezielt erfragen solltest. Es kann leicht neue Ängste schüren. Es
hat einen Sinn, dass wir uns daran nicht sofort erinnern können. Du
brauchst eine sehr stabile Psyche, um Informationen deiner vergange-
nen Leben zu verarbeiten. Selbst dann musst Du dich aber nicht mit
Informationen belasten, die dich nicht weiter bringen.

Der Vollständigkeit wegen sei gesagt: die Chance, dass Du Elvis, Na-
poleon oder Einstein warst, ist so vernichtend gering, dass Du es nicht
hinterfragen musst.

7.2 Die Spiegelmeditation 105


Führe Rückführen aller Art nur mit geschlossenen Räumen und nach
Möglichkeit mit einer Person in Rufweite durch, die dir im Falle plötz-
licher negativer Erinnerungen beistehen kann. Du weißt, wir „müssen“
da entlang, wo die Angst ist – doch auch dieses Erlebnis muss man
sich nicht künstlich erschweren, indem man alles allein tragen will.

7.2.7 Häufige Fehler

• Abschweifen der Gedanken – wiederhole die Stille Meditation,


falls Du hier Probleme hast

• Ablenkung durch äußere Reize (Geräusche, Licht, etc.) – mach


den Raum anfangs gern vollkommen dunkel und schalte alle elek-
tronischen Geräte in der Nähe ab

• Zu verkrampfte Erwartungen – lass los!

• Andauerndes Schauen ins Spiegelbild mit dem Verstand – es


braucht Übung, mit der Zeit wirst Du alles mit der intuitiven Seite
wahrnehmen können. Bitte sei gewarnt, dass sich kein Effekt ein-
stellen wird, wenn Du dein Spiegelbild mit dem „Schmink-Blick“
ansiehst – wir leben zu sehr in der Welt der Rationalität, doch hier
finden wir keine Informationen über vergangene Inkarnationen.

106 Kapitel 7 Transformative Meditationen


7.3 Die Quantenmeditation

Wir wollen nun die denkbar transzendierendste Meditation angehen, die


uns unserem Höheren Selbst und damit der wahren Natur des Univer-
sums näher bringt.

7.3.1 Wofür hilft’s?

• Eins-werden mit dem Höheren Selbst

• Verständnis über die Natur von Raum und Zeit

• Universelles Bewusstseinswachstum, das uns dauerhaft beglei-


ten wird

7.3.2 Wann nicht?

Vorsicht: Bitte sei ehrlich zu dir selbst, wenn Du diese Übung beginnst.
Transformative Meditationen funktionieren nur dann, wenn dein Bewusst-
sein weit genug gereift ist. Du kannst dir mit den Übungen, die in diesem
Kapitel beschrieben sind, sogar insofern schaden, als dass Du nichts
als starke Kopfschmerzen, unter Umständen sogar Migräne-Zustände
oder Schlafstörungen erzeugen wirst, wenn Du nicht an tiefe Meditation
gewöhnt bist. Probier es aus, doch wenn es (a) nicht ohne große An-
strengung funktioniert oder (b) Schmerzen verursacht: warte bitte noch
und führe erst weiter die zuvor beschriebenen Meditationen durch. Du
wirst dort hin gelangen, dass die hier beschriebenen Meditationen ir-
gendwann sehr leicht von der Hand gehen, glaub mir.

7.3 Die Quantenmeditation 107


7.3.3 Was brauchst Du?

Zur erfolgreichen Durchführung der Übung benötigst Du:

• Ausreichend Platz in deinem ausgestatteten Meditations-Raum (sie-


he Kapitel 2 „Umwelt vorbereiten“).
• Ein Meditations-Sitzkissen oder eine warme Meditations-Matte,
auf der Du warm sitzen kannst (siehe auch Bonus-Kapitel „Hilfsmittel-
Checkliste“)
• Meditations-Kleidung, die dir angenehm ist (siehe Hilfsmittel für
eine Auswahl an passenden Harem-Hosen, Oberteilen und Sport-
BHs)

7.3.4 Wie machst Du’s richtig?

Folgende Schritte sind notwendig, um die Übung durchzuführen. Zur


Vorbereitung – die bekannte Stille Meditation:

1. Lüfte den Raum kurz durch, schließe aber das Fenster wieder,
bevor Du mit der Meditation beginnst.
2. Sorge für Ruhe und wenig äußere Reize. Niemand sollte dich in
den nächsten Minuten stören. Sag allen bescheid, schließ gern
auch die Tür und schalte dein Handy aus.
3. Nimm eine Meditations-Haltung ein, die dir lieb ist. Wenn Du dei-
nen Rücken noch nicht ausreichend gestärkt hast, ist es in Ord-
nung dich an einer Sessellehne abzustützen. Danach kannst Du
im Schneidersitz oder im Fersensitz sehr lange sehr ruhig sitzen.
Auch diese Haltungen sind aber für deine Beine unter Umständen
Neuland.

108 Kapitel 7 Transformative Meditationen


4. Setz dich aufrecht hin. Das ist wichtig, da die bevorzugte Rich-
tung der Neutrinos im Universum senkrecht, das heißt von di-
rekt über uns zum Erdmittelpunkt verläuft (entlang der gravitativen
Scheinkraft).
5. Atme tief in den Bauch hinein.
6. Beruhige deine Gedanken. Nimm alles wahr was in dir vorgeht,
aber versuch dich damit nicht zu identifizieren.
7. Sobald Gedanken oder Gefühle in dein Bewusstsein gelangen,
schieb sie bitte sanft beiseite.
8. Beim Einatmen konzentriere dich auf den Atem, beim Ausatmen wirst
Du immer entspannter.
9. Nimm dir für diese Vorbereitung mindestens drei Minuten Zeit, lie-
ber fünf Minuten.

Zur Meditation:

1. Sobald sich deine Gedanken beruhigt haben und Du einen fried-


vollen Zustand in dir trägst, halte ihn einen Augenblick fest.
2. Nimm bitte zunächst deinen Körper wahr, wie wir es in Kapitel 6,
Übung 1 kennengelernt haben.
3. Nimm danach deine Bewusstseinswolke wahr, wie sie sich au-
ßerhalb deines Körpers ausdehnen lässt, wie wir es in Kapitel 6,
Übung 2 kennengelernt haben.
4. Lass dich danach vom allgegenwärtigen Neutrinostrom beregnen,
den wir in der Gravitationsmeditation Kapitel 6, Übung 3 kennen-
gelernt haben.
5. Nimm nun die Umgebung wahr, in der Du dich befindest.

7.3 Die Quantenmeditation 109


6. Mach dir nun bitte bewusst, dass ausnahmslos alles mit allem
verbunden ist – nicht nur alles in dir, und alles außerhalb von dir,
sondern sämtliche Energie im Universum ist Eins.
7. Das macht räumliche Trennungen ebenso überflüssig wie die Mes-
sung von Zeit.
8. Versuch nun hier zu sein, ausschließlich hier.
9. Versuch nun jetzt zu sein, ausschließlich jetzt.
10. Nun stell dir vor, es gibt nichts anderes als diesen Zustand, für
alles was ist.
11. Halte diesen Zustand. Es ist die volle Transzendenz. Du verhältst
dich mit deinem Bewusstsein ïm Großennun wie verschränkte Quan-
ten es im ßehr Kleinentun.

7.3.5 Wirkung?

Du wirst sehr viele Dinge gleichzeitig wahrnehmen, dein Kopf wird das
allermeiste davon nicht verarbeiten und aus deinem Bewusstsein filtern.
Das ist in Ordnung so. Es geht nicht um die Sichtung dessen, was ge-
rade auf Pluto geschieht. Es geht einzig und allein darum, dass dein
Bewusstsein in diesem Zustand seine wahre Natur wieder entdeckt,
obwohl Du gerade inkarniert bist. Es erinnert sich, und mit dieser Er-
innerung wird deine Erhabenheit ungemein stark wachsen. Solltest Du
diese Meditation meistern, bist Du der Erleuchtung sehr nah.

In der Quantenmeditation lernen wir über das Einnehmen der Position


unseres Höheren Selbst die wahre Natur des Universums kennen, die
unsere Seele längst kennt. Raum und Zeit sind eine Projektionsfläche,
ein Ausdrucksmittel des Universums für den Zweck der Selbsterfahrung

110 Kapitel 7 Transformative Meditationen


– und damit der beste Beweis, dass dem Universum ein universeller
Geist inne wohnt, der sich ohne die Illusion der Trennung und der Pro-
zesse nicht kennenlernen, nicht wachsen kann. Wir dienen einem über-
geordneten Zweck und werden maßlos geliebt. Spür dieser Erfahrung
nach solange Du kannst. Nach einiger Zeit wirst Du sie in deinen Alltag
hin mitnehmen können – und damit jeden bereichern, der dir begegnet.

Der Schlüssel ist nicht, Gott zu uns nach unten zu ziehen, sondern in
ihm aufzugehen. Das leistet diese Meditation – egal, wie Du sie nennen
möchtest. Ich bin Wissenschaftler, ich nenne sie Quantenmeditation.

7.3.6 Wie oft, wann und wo?

Ehrlich gesagt kann man sich an dieser Stelle mit Ratschlägen über
das wann und wo sehr schwer tun. Ich möchte es einfach halten: wenn
Du für diese Form der Meditation bereit bist, wirst Du selbst spüren,
ob es gerade an der Zeit für dich ist, sie durchzuführen. Ich möchte dir
an dieser Stelle einen viel wertvolleren Tipp geben: hast Du es ein mal
geschafft, das All-Eins zu spüren, sei einfach so oft wie irgend mög-
lich im Hier und Jetzt. Vollkommen egal, was Du gerade tust. Sobald
Du dich einmal nicht auf etwas Konkretes konzentrieren „musst“, sei
im Hier und Jetzt. Wartest Du gerade auf die Bahn? Sei im Hier und
Jetzt. Harkst Du Blätter von der Wiese? Sei im Hier und Jetzt, selbst
wenn Du dich gerade bewegst. Geh bewusst spazieren, iss dein Essen
bewusst, tu alles so bewusst wie irgend möglich. Es werden Genera-
tionen heranreifen, die nicht mehr bespaßt werden wollen, sondern als
Hobby Ïm Sein seinängeben werden. Die Menschheit wird erwachsen
werden. Entwickelst Du dich, entwickeln sich der Rest unserer Spezies
mit!

7.3 Die Quantenmeditation 111


7.3.7 Häufige Fehler

• Abschweifen der Gedanken – wiederhole die Stille Meditation,


falls Du hier Probleme hast
• Ablenkung durch äußere Reize (Geräusche, Licht, etc.) – mach
den Raum anfangs gern vollkommen dunkel und schalte alle elek-
tronischen Geräte in der Nähe ab
• Zu schnelles Eins-werden gleich zu Beginn der Übung – lass bitte
nicht außen vor, zuerst deinen Körper und dein Bewusstsein zu
erspüren, bevor Du dich verbindest. Die Eindrücke könnten nicht
die selbe Qualität haben.

112 Kapitel 7 Transformative Meditationen


8 Bonus 1:
Heilungsmeditationen

Willkommen zum ersten Bonus-Kapitel, den Heilungsmeditationen. Wir

wissen, Heilung ist zur Transformation einerseits vor Beginn wichtig, um

bestimmte Effekte erreichen zu können; andererseits ist Heilung aber

auch die Folge von transformativen Übungen. Wir sollten also beides

parallel durchführen. In Kapitel 4 Geist vorbereiten, Thema 3 sprachen

wir daher über die Auflösung von Altlasten als vorbereitenden Schritt

der Meditation. Betrachte das vor uns liegende Bonus-Kapitel nun als

Komplimentär dazu. Die folgenden Übungen setzen daher natürlich ein

gereiftes Bewusstsein voraus. Wenn Du vorbereitende Heilung suchst,

schaue bitte in besagtem Kapitel 4 vorbei.

Da sich die Meditationen in diesem Kapitel ähneln, können wir sie auf

einer Seite abhandeln, damit Du zentral und gebündelt auf alle Hei-

lungsmeditationen zugreifen kannst.

113
8.1 Heilungsmeditation #1: Die Nullpunktme-
thode

Wohlmöglich hast Du schon einmal von der Zweipunkt-Methode gehört,


bei denen wir eine Hand an die zu heilende Stelle legen und die andere
Hand an eine andere Stelle des Körpers. In der Energie-Heilerpraxis
sprechen wir von Triangulation. Die Einpunkt-Methode ist eine Art Wei-
terentwicklung der Zweipunkt-Methode. Bei ihr legen wir eine Hand auf
eine energetisch aufgeladene Stelle (meist das Herzchakra, da es in der
Mitte der Chakren liegt) und die andere auf die zu behandelnde Stelle.
Es heilt also nur noch eine Hand. Hierüber können wir auch andere
Menschen mit der freien Hand heilen, wobei unsere Herzensenergie in
Richtung dieser Person und dort auf die zu behandelnde Stelle geleitet
wird. Ich halte diese Methoden für überflüssig, da mit einem gereiften
Bewusstsein kein „Anzapfen“ körperlicher Energiequellen durch Hände
notwendig ist.

Mit allen Methoden, die Du in den letzten Kapiteln kennengelernt hast,


kannst Du ein enorm hohes Bewusstsein erreichen, so Du bereit dafür
bist. Danach kannst Du die Nullpunktmethode anwenden. Diese Me-
thode wurde namentlich erstmalig erwähnt von Dr. Michael König und
ich kann mich ihr nur direkt anschließen. Sie ist die einzig notwendige
Form der direkten energetischen Selbstheilung.

8.1.1 Wofür hilft’s?

Die Nullpunktmethode ist bei ausnahmslos allen körperlichen Gebre-


chen einsetzbar. Abhängig von der Schwere des Falls dürfen wir selbst-
verständlich keine Wunder erwarten – wir sind kein gefallener Engel!

114 Kapitel 8 Bonus 1: Heilungsmeditationen


8.1.2 Wann nicht?

Die Nullpunktmethode setzt ein gereiftes Bewusstsein voraus. Sie wird


schlicht wirkungslos bleiben, wenn dein Bewusstsein nicht ausreichend
gereift ist. Führe dann die Methoden der vorherigen Kapitel durch.

8.1.3 Was brauchst Du?

Zur erfolgreichen Durchführung der Übung benötigst Du:

• Ausreichend Platz in deinem ausgestatteten Meditations-Raum (sie-


he Kapitel 2 „Umwelt vorbereiten“).
• Ein Meditations-Sitzkissen oder eine warme Meditations-Matte,
auf der Du warm sitzen kannst (siehe auch Bonus-Kapitel „Hilfsmittel-
Checkliste“)
• Meditations-Kleidung, die dir angenehm ist (siehe Hilfsmittel für
eine Auswahl an passenden Harem-Hosen, Oberteilen und Sport-
BHs)

8.1.4 Wie machst Du’s richtig?

Führe bitte folgende Schritte durch:

1. Begib dich für drei bis vier Minuten in eine Stille Meditation.
2. Je nach Tagesform gibt es verschiedene Chakren, in denen unse-
re Energie am stärksten ist. Begib dich dort hin.

8.1 Heilungsmeditation #1: Die Nullpunktmethode 115


3. Stell dir vor, dass die Energie deiner Bewusstseinsflamme von
dort aus überall in deinen Körper gelangen kann (denn genau so
ist es).

4. Lenke die Flamme bewusst dort hin, wo Du sie benötigst.

5. Du wirst feststellen, dass sie das von einem Moment auf den
nächsten tut. Sie muss gar nicht erst wandern. Deine Aufmerk-
samkeit ist hoch fokussiertes Bewusstsein.

6. Die Intensität deiner Flamme macht die Stärke der Heilungswir-


kung aus. Deine Flamme zu intensivieren heißt dein Bewusstsein
reifen zu lassen.

7. Halte diesen Energiestrom solange bis Du ein Kribbeln an der je-


weiligen Stelle verspürst. Auch danach kannst Du dort verweilen.
Beachte aber, dass auch deine Energien Grenzen haben.

8. Wiederhole diese Übung so oft Du möchtest und dich gut dabei


fühlst.

8.1.5 Wirkung?

Wenn Du diese Übungen richtig durchführst, werden sie:

• Den Energiefluss in deinem Körper anregen – Du wirst dich etwas


ßprudeln-glücklichfühlen, genieße es! :-)

• Altlasten an bestimmten Körperregionen auflösen – das wird sich


durch Kälte-Empfindungen bemerkbar machen

116 Kapitel 8 Bonus 1: Heilungsmeditationen


8.1.6 Wie oft, wann und wo?

Du kannst diese Übungen beliebig oft und lange ausführen, solange


Du dich gut dabei fühlst. Übertreibe es aber nicht und leg ein gesun-
des Tagesmaß an. Vier Heilungserfahrungen am Tag können für einen
Menschen in Ordnung sein, für den nächsten aber viel zu viel. Probiere
dich aus und achte deine körperlichen eigenen Grenzen.

8.1.7 Häufige Fehler

• Zu hohe Erwartungen – erwarte nicht zu viel in zu kurzer Zeit.

• Missdeutung von Heilungsmeditationen – sie erfordern ein gereif-


tes Bewusstsein, wie wir es in den vergangenen Kapiteln angefan-
gen haben aufzubauen. Einerseits ist jede Meditation ein Stück
weit heilsam, andererseits bedeutet eine Wandlung für deinen
Körper natürlich auch Arbeit. Setze Heilungsmeditationen nicht
als Kompensationsmittel für gesteigerten Energie-Verbrauch ein,
der durch andere Meditationen verursacht wurde.

Ich möchte dir nun noch zwei sehr mächtige Werkzeuge vorstellen, die
ihre Wirkung auf ganz andere Weise entfalten. Daher wähle ich dazu
auch ein etwas anderes Format. Sprechen wir kurz über Geistführer
und Schutzengel und wie Du mit ihnen und ihren Botschaften umgehen
darfst.

8.1 Heilungsmeditation #1: Die Nullpunktmethode 117


8.2 Heilungsmeditation #2: Unterstützung durch dei-
nen Geistführer

Wir alle haben einen Geistführer. Es handelt sich um eine sehr reife
Seele einer Person, die bereits viele Male inkarniert hatte, doch heu-
te das Rad der Reinkarnation (externer Link zu Kopfwandler-Artikel)
durchbrochen hat. Unser Geistführer ist unsere gesamte Inkarnation
über bei uns. Er oder sie kennt dich sehr gut, Du sie wohlmöglich nicht
ganz so gut. Wahrscheinlich ist es dennoch, dass Du sehr oft den Rad
beherzigt hast, den er oder sie dir gegeben hat. Je stärker Du eine „in-
nere Stimme“ wahrnimmst, obwohl Du wohlmöglich bewusstseinstech-
nisch noch gar nicht so weit entwickelt bist, ist die Chance sehr hoch,
dass sie von deinem Geistführer oder deiner Geistführerin stammt.

Heilung kann nun auf vielerlei Ebenen stattfinden. Nicht immer geht
es um körperliche Gebrechen. Oft sind seelische Leiden die Ursache
für unser Problem, das sich dann vielleicht nur körperlich ausdrücken
muss, weil es nicht aufgelöst wird. Wenn ein Problem nicht aufgelöst
wird, ist zwar ein Mangel an Selbsterkenntnis vorhanden, aber genau
an dieser Stelle können wir uns einen Tipp von unserem Geistführer
abholen:

1. Begib dich für drei bis vier Minuten in eine Stille Meditation.
2. Bitte deinen Geistführer sich vor dich zu setzen und dich zu be-
rühren.
3. Erspüre vorsichtig jede Energie-Veränderung die Du wahrnimmst.
Es kann ein Kribbeln am Auge, am Nacken oder ein wenig Gän-
sehaut an der Hand sein. Dein Geistführer berührt dich.
4. Erschreck dich nicht! :-)

118 Kapitel 8 Bonus 1: Heilungsmeditationen


5. Bitte deinen Geistführer, dir „ein Bild zu geben, das dir helfen
kann“ – schick diese Botschaft genau so ab, denn dann ist es
so offen wie möglich, was Du erhältst.
6. Achte genau auf deine Empfindungen. Wenn Du nichts empfin-
dest, bitte erneut.
7. Versuche zu interpretieren, was Du siehst.
8. Wohlmöglich wirst Du auch erst in der kommenden Nacht ver-
stehen, was er oder sie dir sagen möchte. Hier kann auch ein
Traumtagebuch helfen.
9. Wiederhole diese Meditation in den nächsten Tagen so oft, bis Du
eine Antwort erhältst.
10. Bleib geduldig – und sei dankbar für alles, das Du dir gegeben wird.

8.3 Heilungsmeditation #3: Unterstützung durch dei-


nen Schutzengel

Wir alle haben neben unserem Geistführer auch einen Schutzengel.


Ein Schutzengel ist allerdings kein Verstorbener, sondern ein Energie-
wesen, welches noch nie inkarniert hatte. Ihn gab es schon immer, und
so ist er auch nicht nur für unsere aktuelle Inkarnation bei uns (wie un-
ser Geistführer), sondern unsere gesamte Seelen-Existenz. Ein großes
Missverständnis hält sich wacker in den esoterischen Kreisen: unser
Schutzengel ist nicht in erster Linie dafür da, unser Leben zu beschüt-
zen. Er sorgt dafür, dass wir unsere Aufgabe erfüllen können. Sprich,
er bewirkt direkt oder indirekt, dass sich Situationen in unserem Le-
ben ergeben, an denen wir auf die Weise wachsen können, wie wir es
in unserem Seelenplan festgelegt haben. Das beinhaltet natürlich sehr

8.3 Heilungsmeditation #3: Unterstützung durch deinen Schutzengel 119


oft auch den Schutz unseres Lebens. Ich denke aber der Unterschied
ist offensichtlich. Den Schutzengel zu rufen ist von der Kontaktaufnah-
me deines Geistführers klar zu unterscheiden. Du rufst hier ein Wesen,
welches eine vollkommen andere Energiedichte besitzt und auch ei-
ne gänzlich andere Sprache spricht.

1. Begib dich für drei bis vier Minuten in eine Stille Meditation.

2. Bitte deinen Schutzengel um ein Zeichen, „das dir hilft“.

3. Achtung, erwarte hier nun nicht zwangsläufig eine Berührung. Schutz-


engel denken nicht wie unsere Geistführer. Die Berührung eines
Schutzengels kann sich in Form einer bestimmten Lebenssituati-
on, einer Begegnung mit einem für uns hilfreichen Menschen oder
durch einen bestimmten energetisch bedeutsamen Traum erge-
ben.

4. Wenn Du deine Bitte klar geäußert hast, lass wieder los, und be-
obachte in den nächsten Tagen den Verlauf deines Lebens.

5. Das meint nicht, dass Du nach Zeichen suchen sollst! Lass es


einfach passieren, und sei offen für jede Situation die dir begeg-
net.

6. Sei auch nicht enttäuscht, wenn dir etwas nicht hilft – nicht alles
ist ein Zeichen.

7. Sei dir aber vor allem aber auch darüber bewusst, dass Heilung
nicht immer ein angenehmes Erlebnis ist. Heilung meint die Auflö-
sung von etwas negativem – eine Umwandlung, eben eine Trans-
formation. Je nach Altlast und Aufgabe kann dir das, was dir be-
gegnet, um dir zu helfen, sehr schmerzlich sein. Doch genau das
ist dann das, was Du brauchtest, um etwas aufzulösen. Dunkel zu
hell – sieh das Dunkle dankbar an!

120 Kapitel 8 Bonus 1: Heilungsmeditationen


8. Versuche zu deuten, was dir widerfahren ist.
9. Wenn zu lange nichts passiert, hast Du entweder nicht deutlich
genug um das Zeichen gebeten oder Du hast es verpasst – beides
macht aber nichts! Probier es erneut!
10. Bleib geduldig – und sei dankbar für alles, das Du dir gegeben
wird.

Der häufigste Fehler ist hier meist nur ein mangelndes deutliches Zei-
chen in Richtung der Geistigen Welt – das Universum tut dir nichts an,
was nicht deinem freien Willen entspricht. Wenn Du nicht klar signali-
sierst, dass Du bereit für deine Heilung bist, ist automatisch klar, dass
Du die notwendige Einsicht über die Ursache noch nicht gewonnen
hast. Hier sehen wir wunderschön, wie Selbsterkenntnis und Transfor-
mation miteinander einher gehen.

Für spezielle körperliche Beschwerden kannst Du die hier vorgestellten


Heilungsmeditationen mit sehr einfachen Mudras ergänzen, die ich dir
im nächsten Bonus-Kapitel vorstelle.

8.3 Heilungsmeditation #3: Unterstützung durch deinen Schutzengel 121


8.4 Bonus 2: Auswahl an Mudras

Hier findest Du eine Auswahl von Finger-Übungen, die dich bei deinen
Meditationen unterstützen können. Grundsätzlich regen Mudras den
Energiefluss im Körper an, indem sie Energie-Meridiane verbinden und
damit Energieflüsse entstehen lassen und/oder intensivieren.

Ich möchte dir folgende Mudras vorstellen:

1. Dhyani Mudra für Meditationen

2. Vayu Mudra gegen Blähungen

3. Bhrama Mudra für ein starkes Immunsystem

4. Shakti Mudra gegen innere Unruhe

5. Kalesvara Mudra für einen klaren Kopf

6. Atem-Mudra für Tiefenatmung

7. Pushan Mudra gegen Übelkeit

122 Kapitel 8 Bonus 1: Heilungsmeditationen


Mudra #1: Dhyani Mudra für Meditationen

Mudra #2: Vayu Mudra gegen Blähungen

8.4 Bonus 2: Auswahl an Mudras 123


Mudra #3: Bhrama Mudra für ein starkes Immunsystem

Mudra #4: Shakti Mudra gegen innere Unruhe

124 Kapitel 8 Bonus 1: Heilungsmeditationen


Mudra #5: Kalesvara Mudra für einen klaren Kopf

Mudra #6: Atem-Mudra für Tiefenatmung

8.4 Bonus 2: Auswahl an Mudras 125


Mudra #7: Pushan Mudra gegen Übelkeit

Ich hoffe diese Mudras werden dich positiv unterstützen. Nutze sie so
oft Du kannst und/oder baue dir tägliche Rituale zu denen Du sie gezielt
verwendest. Mudras wurden in vielen Kulturen als effektiver angesehen
als rein geistige Meditation, da sie den Energiefluss direkt anregen.

126 Kapitel 8 Bonus 1: Heilungsmeditationen


8.5 Bonus 3: Hilfsmittel-Checkliste

Hier findest Du noch einmal Hilfsmittel im Überblick:

Meine Geheimtipps

• Die beste Meditations-Matte: http://bit.ly/2DJsI53


• Die besten verbalen Meditationen: http://bit.ly/2rQEJjC
• Das beste Meditations-Sitzkissen: http://bit.ly/2niBXiq

Meditations-Atmosphäre

• Räucherwerk: http://amzn.to/2DEDs0j
• Meditations-Kerze: http://amzn.to/2DIWS8k
• Edelstein-Sammlung: http://amzn.to/2Gq7Kpx

Meditations-Bekleidung

• Hose / Haremhose für Damen: http://amzn.to/2DL7VOr


• Sport-Sleeves für Damen: http://amzn.to/2DKiKMv
• Damen-Sport-BH: http://amzn.to/2Gt8Cd5

Meditations-Unterstützung

• Meditationsspiegel: http://amzn.to/2DIJz3X

8.5 Bonus 3: Hilfsmittel-Checkliste 127


• Günstige, gute Sport-Matte: http://amzn.to/2DK3WS5

Vorbereitung deines Körpers

• Wasserfilter-Set von Brita: http://amzn.to/2nl324t


• Kartusche für Chlor und Kalk: http://amzn.to/2DMNosY
• Ionisations-Wasserstick: http://amzn.to/2GrbFlN
• Günstige pH-Teststreifen: http://bit.ly/2DLEKXz

Sonstige Empfehlungen

• Das Buch deines Lebens: http://bit.ly/2DOn9SE


• Erlernen der Quantenheilung: http://bit.ly/2EiB9RR
• Heilen mit Zahlen: http://bit.ly/2nlNYTb
• Kartenlegen lernen: http://bit.ly/2npm8FA
• ThetaWeg-Hypnose Reinkarnationstherapie: http://bit.ly/2DLxY82

128 Kapitel 8 Bonus 1: Heilungsmeditationen


9 Weitere Hilfsmittel für
empathische
Menschen

Die nachfolgenden Werkezuge können dir bei der Erkenntnis deines


wahren Kerns, der weiteren Erhöhung deiner Frequenz und dem Er-
spüren deines persönlichen Glücks stark dienlich sein:

• „Das Empathen Survival Kit“ von Herzwandler Lerne, wie Du


fremde Empfindungen von deinen eigenen unterscheidest, wie
Du dich abgrenzt ohne dich oder andere zu verletzen, wie Du
es schaffst dich nicht zu isolieren und wie Du deine Fähigkei-
ten gewinnbringend für dich und andere einsetzen kannst. http:
//goo.gl/OCBQ87

• „Das Buch Deines Lebens“ – die Horoskope der Kulturen. Es


gibt viele personalisierbare Hilfsmittel für Deine verborgenen Ta-
lente, Fähigkeiten und Charaktereigenschaften. Darunter das Chi-
nesische, das Indianische und das Indische Horoskop, aber auch
viele weitere astrologische Werkzeuge. Der nachfolgende Link be-
schreibt ein Allround-Hilfsmittel, mit dem Du unter Verwendung

129
Deiner Geburtsdaten all diese Eigenschaften von Dir erfahren und
studieren kannst: http://goo.gl/NwmbRd

• „Herzwandler SingleTreff“ Empathische Menschen erleben die


Zweisamkeit am liebsten mit Gleichgesinnten Personen ähnlicher
Frequenz, da diese mit der hochsensiblen Wahrnehmungsform
vertraut sind. Für diese Menschen hat Herzwandler eine eigene
Partnerbörse ins Leben gerufen, die Du hier finden kannst: https:
//goo.gl/u1UmM8

130 Kapitel 9 Weitere Hilfsmittel für empathische Menschen


Danke!

Ich hoffe, dass dieses E-Book dich bereichern kann und konnte. Es stellt
nur einen Teil meiner Arbeit dar und ich hoffe, dass wir weiter in Kontakt
stehen werden.

Wenn Du mehr über ganz gezielte spirituelle Themen erfahren möch-


test, empfehle ich Dir meinen Blog zu durchforsten. Auf der Startseite
siehst Du eine Auflistung der aktuellen Artikel und auch eine Suchmas-
ke, in die Du das eintragen kannst, wonach Du suchst: Klick jetzt auf
https://www.herzwandler.net.

Solltest Du auf dem Blog nun etwas nicht finden, schreib mir doch ei-
ne Nachricht und wer weiß, vielleicht schreibe ich einen Artikel dazu?!
Es würde mich freuen zu erfahren, worüber Du gern lesen möchtest.
Schreib mir eine E-Mail an:
mailto:Erik@Herzwandler.net (Klick).

Falls Du keine konkrete Frage hast, aber auf dem neuesten Stand ge-
halten werden möchtest, habe ich auch etwas für Dich. Sowohl auf der
Startseite von Herzwandler, als auch auf jeder Artikel-Seite siehst Du ei-
ne kleine Eingabemaske für meinen Newsletter. Trag dich gern ein und
lass dich regelmäßig über aktuelle Dinge informieren. Ich freue mich
darauf mit dir in Kontakt zu bleiben!

131
Vielen Dank dass Du hier bist; Du bist großartig!

Gefällt Dir das alles? Beweise es! :) https://www.facebook.com/herzwandler

Bis bald! Dein Erik

132 Kapitel 9 Weitere Hilfsmittel für empathische Menschen